corona magazine
Nur der Himmel ist die Grenze
ISSN 1422-8904

 newsBEAT
+ ST3 Regisseur gefunden
+ SW:VII Video und Bilder
+ SW Neue Spin-Off Infos
+ HP-Ableger kommt 2016
+ Godzilla: Teil 2 kommt
+ The Flash geht in Serie
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08. Juni 2014 - Ausgabe 300 - "Shaping the Future"
Aufbruch!... mit einem kurzen Blick zurück!
Herzlichen Glückwunsch, es ist eine 300! Mit diesen durchaus klassischen Worten haben Sie ihn, den Einstieg in unsere Jubiläumsausgabe. Und da haben wir uns nicht lumpen lassen, sondern präsentieren eine der größten und umfangreichsten Ausgaben, ever (einige Menschen brauchen das an dieser Stelle, daher erfüllen wir das mal: ever, ever! Wenn Sie damit nichts anzufangen wissen, dann ignorieren Sie das als nicht Dschungelgucker hier bitte und lesen einfach um die Klammer drum herum)! Die ultimative Lobhudelei, die zu so einem Anlass gehört, die passt gar nicht mehr in so ein einfaches Vorwort, daher können Sie ganz viel dazu in mehreren Rubriken dieser Ausgabe lesen. Und vergessen Sie dabei bitte auch nicht, sich an unseren beiden Gewinnspielen zu beteiligen, bei denen es in den kommenden Wochen exklusive handsignierte Bücher von Tommy Krappweis (Mara und der Feuerbringer), sowie Christian Humberg und Andrea Bottlinger (Geek, Pray, Love) zu gewinnen gibt.

Wir konnten in den letzten Wochen sehr viele schöne Worte lesen, für die wir sehr dankbar sind. Aber wir wissen auch, dass das nicht von ungefähr kommt. An dieser Stelle möchten wir daher Ihnen als wegbegleitender Leserin und treuem Leser "Danke!" sagen, für 300 Ausgaben, über 17 Jahre. Millionen und Milliarden von Buchstaben, unzählige Anschläge auf Tastaturen und Gedanken von sehr vielen Menschen die nicht nur innerhalb eines Fandoms zu Hause sind, durften wir auf Ihre Bildschirme tragen.

Sie kennen uns gut genug, um zu wissen, dass wir damit nicht fertig haben. Ah, Sie haben noch den Titel der Ausgabe im Sinn. Ja, es hat einen besonderen Grund, dass diese Ausgabe unter dem gleichen Motto steht, wie die Raummission, an der seit langer Zeit wieder ein deutscher Astronaut beteiligt ist. Auch wir brechen auf, in eine neue Zukunft.
Sie werden uns Recht geben, in der heutigen Zeit ist ein Online-Magazin im html-Format schon eher ein Anachronismus. "Wie lange kann das noch gut gehen?" ist dazu nur eine der Fragen, die schon häufiger in der Redaktion und wie wir wissen auch unter unseren Lesern diskutiert wurde. Naja und da wir nicht vorhaben wie ein großes antikes Fernsehschlachtschiff zu enden, werden wir uns verändern.

Keine Sorge, wir bleiben ein gerüttelt Maß so wie wir sind, passen uns aber an die Moderne an. Das braucht Zeit. Daher gehen wir bereits jetzt mit dieser Ausgabe in eine nicht gerade kurze Sommerpause. Und wir werden uns voraussichtlich erst am 2. Oktober wieder lesen. Dann in veränderter Form, aber wir bleiben wir! Lassen Sie sich überraschen. Wir freuen uns schon jetzt drauf.

In diesem Sinne einen schönen und spannenden Sommer, und … bleiben Sie uns gewogen… wo immer Sie sind.

Herzlichst
Ihre "Corona Magazine"-Chefredaktion (v.i.S.d.P.)

Inhalt
1.Spotlight: 300 - was, jetzt schon?
Mike Hillenbrand resümiert 17 Jahre Corona Magazine und gibt einen kleinen Ausblick
14.Im Gespräch mit Uwe Anton & Rüdiger Schäfer
Jennifer Michels unterhielt sich mit den beiden Autoren zu Ihrer Arbeit bei Perry Rhodan
2.newsBEAT
Kurzmeldungen aus Fernsehen, Kino & Co.
15.Buchkritik: "Hohle Erde 1 - Animare" von John und Carole E. Barrowman
Martin Fitzke über das neue Buch des aus Doctor Who/Torchwood bekannten Schauspielers
3.Corona Magazine #300: Grußworte zum Jubiläum
Glückwünsche, die unser Projekt in den vergangenen Wochen erreichten!
16.Star Wars: Das letzte Kommando
Teil 2 "Allianz der Schmuggler" erscheint als Hörspielversion, Birgit Schwenger weiß mehr!
4.Simon's Corner: Unser Kampf gegen das Absurde
Simon Haffner über den Zusammenhang von Bronzefiguren, Dosensuppe und einem Jubiläum
17.Eine Liebeserklärung an die Sciencefiction
Sven Wedekin über eine Beziehung, die für ihn nun schon ein Vierteljahrhundert währt
5.Klingonische Sprache: 300 mal CM - 30 Jahre Klingonische Sprache
Lieven L. Litaer im Gespräch mit dem Schöpfer der klingonischen Sprache, Marc Okrand!
18.Im Gespräch mit Tommy Krappweis
Wolfgang Fröhning interviewt zum aktuellen Stand des Films "Mara und der Feuerbringer"
6.TV-Vorschau
Unsere Fernsehtipps für die nächsten drei Wochen
19.Gewinnspiel Tommy Krappweis
Wir verlosen eine signierte "Mara und der Feuerbringer"-Buchtrilogie. Machen Sie mit!
7.Im Gespräch mit Christian Kallenberg, Chefredakteur Yps
Rainer Krauss unterhielt sich mit dem Macher hinter dem nahezu legendären Magazin
20.Information: Overload
oder: Wie man lernt, zu hassen! Von Verena Neubauer
8.Im Gespräch mit Dominik Scherer, YPS-Fanpage
Rainer Krauss unterhielt sich auch mit dem Betreiber der erfolgreichen Internet-Fanseite
21.Buchvorstellung: Geek, Pray, Love
Christian Humberg über einen praktischen Leitfaden für das Leben, das Fandom und den ganzen Rest
9.Phantastische Spiele: The Lord of the Rings – Dice Building Game
Jakob Schwarz über ein kurzweiliges und nicht zu schweres Würfelspiel
22.Gewinnspiel Geek, Pray, Love
Gewinnen Sie eines von zwei exklusiven Exemplaren des soeben vorgestellten Buches!
10.Die FedCon 23
Stephanie Scherr wirft einen ausführlichen Blick auf die diesjährige FedCon 23
23.Buchkritik: Krieger des Regenbogens – Die Jaguarkrieger
Endlich geht es weiter! Frank Hebenstreit hat den zweiten Band gelesen und will immer noch mehr!
11.Die FedCon 23 von allen Seiten beleuchtet
Auch unsere neue Redakteurin Bettina Petrik war vor Ort und berichtet!
24.300 Gründe, sich endlich mal zu bedanken
Steffen Marx über seine Zeit beim Corona Magazine
12.Im Gespräch mit Garrett Wang
Für Bettina Petrik mehr Fan als Star und schonungslos ehrlich
25.Wissenschaft: Curiosity – eine Zwischenbilanz
Andreas Dannhauer klärt, welche Resultate der Marsrover bis heute vorzuweisen hat
13.Battle Royale – Versuch einer intertextuellen Analyse
Elias Albrecht über die Entstehung von Gewalt durch geschichtliche, kulturelle und politische Hintergründe
26.Die Corona-Kurzgeschichte
"Fremd" von Armin Rößler

1. Spotlight: 300 - was, jetzt schon?
von Mike Hillenbrand
"HTML-Anhänge in einer e-Mail zu verschicken. Damit waren wir mal Trendsetter. Aber wie soll ich es sagen? In der Innovationsliga sind wir seitdem nicht mehr ganz so... weit vorne geblieben. Es galt herauszufinden, ob wir daran was ändern können und zunächst einmal, ob wir das überhaupt wollen. Ob wir überhaupt weiter machen wollen."

So oder so ähnlich habe ich in den letzten Monaten gebetsmühlenartig erklärt, worum es in den Gesprächen ging, die meine Mit-Herausgeberin Jennifer Christina Michels und ich zusammen mit unserem Chef-Redaktions-Dreigestirn-Komplettementär Frank Hebenstreit persönlich, telefonisch und elektronisch führten. 17 Jahre Corona Magazine mit weit über einhundert ehrenamtlichen Redakteuren. 300 Magazin-Ausgaben, mehrere hundert Newsletter-Ausgaben (RIP) dazwischen. Es wäre eine beeindruckende Hinterlassenschaft, eine Fußnote in der Geschichte der Anfänge des Internets der Phantastik. Mit ihr würden wir ein würdiges Ende dieses Projekts finden, dessen Erscheinungsbild, Technik und Machart nicht mehr zeitgemäß sind. Mit der 300. Ausgabe hätten wir die perfekte Möglichkeit, uns auf hohem Niveau zu verabschieden. Noch immer lesen uns 1000e von Phantastik-Freunden, noch immer zählt unsere Redaktion mehr als zwei Dutzend aktive Redakteure und noch immer zählt unser Name etwas in dem, was wir gemeinhin als "Szene" bezeichnen.

Die eine Frage

Gleichzeitig würde uns die Entscheidung, zum Abschied leise "Servus" zu sagen, niemand wirklich übel nehmen können. Nicht nur das Corona Magazine ist 17 Jahre älter geworden. Wir sind es mit ihm. Und sind wir denn noch zeitgemäß?
Wir haben Leser, die sich an den 10. April 1999 allein deswegen nicht mehr erinnern können, weil sie dort schlicht noch nicht geboren waren. An diesem Tag erblickte die erste Ausgabe der Internetradiosendung "TREKminds" das Licht des Internets. Ein Podcast, bevor es den Namen gab. Unser Team machte das schwarz-weiße, starre Internet bunter, multimedial, sexy und cool.
Dazu gab es einen Newsletter als HTML-Seite per Mail. Ohne Bilder, denn Ladezeiten für Bilder waren kaum zu ertragen... dieser Newsletter ging an beinahe 12.000 Abonnenten, was zu diesem Zeitpunkt ungefähr ein Drittel aller deutschen Internetuser waren. Ok, fast.
Was ich sagen will: Damals. Als wir Mitte 20 waren und das WWW weniger als halb so alt, da waren wir Pioniere. Wir gingen voran und setzten Trends. Heute? Sind wir 17 Jahre älter. Das damalige Internetradio gibt es seit langem nicht mehr, Podcasts locken niemanden mehr hinter dem Ofen hervor und 12.000 Abonnenten... nun ja.

17 Jahre ohne Keks und Ad-Tracker

Die Entwicklung des Internets fand rasend schnell statt. Unsere persönliche Entwicklung auch, aber eben nicht die des Corona Projekts. Hobby, eben. Um uns herum schossen kleine Start-Ups aus dem Boden, die als Kapitalgesellschaften News und Rezensionen mit Werbung finanzierten, Menschen einstellten, Cookies setzten, Profile erstellten, Adressen verkauften und zusammen mit dem Internet größer, verbreiteter und finanziell erfolgreich wurden. Wir blieben das, was wir waren. Nicht-kommerziell, ehrenamtlich und ein Hobby. Und wir waren stolz darauf.
Da gab es die Lektorin aus München, die über 10 Jahre lang Artikel las, lektorierte und verbesserte, mit Redakteuren sprach und verhandelte, wie man was besser ausdrücken könnte. Es gab den Corona-Chefredakteur, der heute für den Westdeutschen Rundfunk journalistisch tätig ist. Da gab es den IT-Spezialisten aus Berlin, dem ich einst vor gefühlten 5.000 Jahren in einem mexikanischen Restaurant in der Bundeshauptstadt den Corona schmackhaft machte und der erst heute mit der 300. Ausgabe seine überaus bemerkenswerte und über Jahre hinweg fundamental wichtige Mitarbeit an diesem Projekt beendet. Da gab und gibt es Mitarbeiter, die mit ihren Büchern und Artikeln beruflich viel Geld verdienten und verdienen, aber dennoch unentgeltlich für dieses Projekt schrieben und schreiben und hoffentlich ebenso wie all die talentierten Hobbyautoren noch lange schreiben werden.

Alles geht...

Was mich an dieser Stelle zu dem essentiellen Punkt bringt. Denn so schön es ist, in der Vergangenheit zu schwelgen. So berechtigt es ist, darauf hinzuweisen, dass wir uns von dem Vorzeigeprojekt einer beginnenden Revolution zu einem Anachronismus entwickelt haben, indem wir lediglich auf unseren Werten beharrten.
Genauso wichtig ist es, zu begreifen, dass wir inhaltlich seit 17 Jahren und 300 Ausgaben genau das liefern, was wir mit unserem Projekt versprechen: Wir sind Freunde der Phantastik und schreiben darüber. Wir sagen, was gut ist und was nicht. Wir geben weiter, was andere Freunde der Phantastik interessiert. Wir empfehlen, was es wert ist, empfohlen zu werden. Wir sind inhaltlich einer Zielgruppe verbunden, die so Special Interest ist, dass sich kaum jemand mehr nur um sie kümmert. Wir beliefern das Fandom. Wir sind ein Teil des Fandoms. Und um einen ganz, ganz alten Slogan dieses Projektes zu bemühen: Wir sind Corona. Wir machen Licht.

In dieser 300. Ausgabe des Corona Magazines finden Sie 26 Rubriken. Beinahe jeder aktive Redakteur hat sein Scherflein zu unserer Jubiläumsausgabe beigetragen. Wir haben Redakteure, die jenseits der 50 Jahre sind. Wir haben Redakteure, die die 20 Jahre noch nicht erreicht haben. Wir haben jede Menge Redakteure in den 20ern, 30ern und 40ern ihres Lebens. Und genauso ist es seit 17 Jahren. Einige unserer ehemaligen Redakteure sind inzwischen verstorben. Andere wurden im Jahr der ersten Corona-Ausgabe geboren. Jedes Jahr verabschiedet sich der eine oder die andere, aber jedes Jahr stoßen neue Gesichter, neue Schreibstile und Ansichten zu unserer Redaktion und geben ihr das, was Vulkanier als erstrebenswert betrachten, nämlich Unendliche Mannigfaltigkeit in Unendlicher Kombination! Ja, wir sind 17 Jahre alt. Ja, die Technik, das Internet und auch das Fandom haben sich entwickelt. Und ja, Jennifer, Frank und ich sind in den letzten 17 Jahren genauso viele Jahre älter geworden. Aber so what?

...immer weiter.

Haben Sie in den vergangenen Jahren nur noch sporadisch in die neuen Ausgaben des Corona Magazines hinein gesehen? Machen Sie es heute anders. Lesen Sie jede Rubrik, jeden Artikel, jede Empfehlung dieser Ausgabe und ich hoffe, Sie werden wie ich bemerken, wie verflixt gut unsere Redakteure sind. Dass die Redaktion des Corona Magazines es verdient hat, ihre Inhalte in einem modernen und zeitgemäßen Medium veröffentlicht zu sehen.
Darum verabschieden wir uns mit dieser Ausgabe.
Wir verabschieden uns vom HTML-Anhang. Wir verabschieden uns von einem Layout, das seine Pflicht und Schuldigkeit schon längst getan hat. Wir verabschieden uns vom Selbstmitleid, sondern stehen zu den Werten dieses Projekts: Wir informieren Sie auch in Zukunft über die Zukunft. In Film, Serie, Roman und Wissenschaft. Kostenlos, aber im neuen Gewand.
Denn diese Redaktion hat genauso wie all die Redaktionen eines jeden Corona Magazines vor ihr schlicht verdient, dass man zu ihr steht. Darum werden wir nicht gehen, sondern nach unserer gewohnten Sommerpause zurückkehren. Zwar gehen wir mit der Ausgabe 300 etwas früh in diese Sommerpause, aber wir haben da ein wenig was vorzubereiten...
Und Sie? Nun, von Ihnen, unseren Lesern, wünschen und erhoffen wir seit Jahren immer nur das eine und das ändert sich auch heute nicht: Haben Sie eine gute Zeit - und

Bleiben Sie uns gewogen!

2. newsBEAT
Star Trek 3: Roberto Orci als Regisseur verpflichtet
Lange war es nur ein Gerücht und erst vor wenigen Tagen bestätigte Paramount den Wunsch, Roberto Orci als Regisseur des dritten Star Trek-Films einzusetzen - nun scheint es sich endgültig zu bestätigen: Laut Meldungen von Variety wurde Autor Orci nun für die Regie von Star Trek 3 unter Vertrag genommen. Da J.J. Abrams aufgrund seiner Verpflichtungen für Star Wars: Episode VII nicht zur Verfügung steht, musste ein neuer Regisseur für den Film gefunden werden, der zum 50. Jubiläum von Star Trek im Jahr 2016 in die Kinos kommen soll und von vielen Fans mit Spannung erwartet wird.

Roberto Orci arbeitete schon als Autor zusammen mit J.J. Abrams und Alex Kurtzman an den beiden vorherigen Filmen. Nachdem sich nicht nur Abrams sondern auch Kurtzman aus dem Team verabschiedete, schreibt Orci derzeit zusammen mit den Autoren Patrick McKay und J.D. Payne am Drehbuch für Star Trek 3. Da lag der Gedanke wohl nahe, ihm nun auch offiziell das Kommando über die filmische Umsetzung des Stoffes zu übertragen.
Während mögliche Inhalte noch unbekannt sind, wird erwartet, dass Chris Pine und Zachary Quinto wieder in ihre Rollen als Captain Kirk und Spock schlüpfen werden. J.J. Abrams bleibt Star Trek 3 zumindest als Produzent erhalten.
Star Wars: Sohn von Han und Leia besetzt?
Der Name Adam Driver wurde bereits vor ein paar Monaten im Zusammenhang mit Episode VII genannt, doch damals hieß es noch, er würde einen Schurken spielen - einen Darth Vader ähnlichen Sith Lord. Diese Beschreibung hat sich nun zumindest geringfügig geändert, wenn man der Seite Jedi News glauben will. Dort wird behauptet, dass Driver den Sohn von Han Solo und Prinzessin Leia darstellen wird und keinen Sith Lord. Allerdings lässt er sich wie sein Großvater Anakin von der dunklen Seite der Macht verführen. Han, Luke und Leia verbringen anscheinend einen Teil des Films mit dem Versuch, ihn zu retten.
Star Wars VII: Behind-the-Scenes-Video und erste Fotostrecken
Es ist endlich soweit: Regisseur J.J. Abrams hat das erste Behind-the-Scenes-Video zu Star Wars: Episode VII veröffentlicht.

Darin kündigt er eine Kampagne an, die UNICEF zugute kommen soll, aber auch einigen Fans die Möglichkeit gibt zum Set des Films zu reisen. Abrams steht dabei vor einem Tatooine ähnlichen Set des Films und nebenbei wird das erste Alien des Films enthüllt.

Weiterhin wurden bei tmz.com über 60 Setfotos von den Dreharbeiten in Abu Dhabi und Pinewood Studios in London veröffentlicht, die die Gerüchte bestätigen zu scheinen, dass sich die neuen Star Wars-Teile auch optisch wieder mehr an der alten Trilogie orientieren sollen. Abrams möchte dahingehend wieder ein ausgeglicheneres Verhältnis von CG-Effekten, echten Modellen sowie handgemachten Spezialeffekten schaffen. Die Setfotos sollten die Herzen der Fans der alten Trilogie jedenfalls höher schlagen lassen. Gearbeitet wird anscheinend momentan auch an Han Solos legendären Millenium Falcon, einem X-Wing und einer schweineartigen Kreatur.
Star Wars: Regisseure für die beiden Spin-offs gefunden
Die Dreharbeiten zu J. J. Abrams Star Wars: Episode VII sind in vollem Gange, am 17. Dezember 2015 startet die Fortsetzung der legendären Science Fiction-Reihe in den Kinos. Neben der Weiterführung der Kernsaga sollen einige Ablegerfilme einzelne Charaktere mehr in den Fokus rücken. Für den ersten Ableger konnten nun Regisseur und Drehbuchautor verpflichtet werden, außerdem wurde der Kinostart festgelegt.

Wie Disney und Lucasfilm offiziell verkündeten, wird das erste Spin-off am 16. Dezember 2016, also nur ein Jahr nach Episode VII, in die Kinos kommen. Als Regisseur konnte Gareth Edwards (Monsters) verpflichtet werden, der momentan mit Godzilla die Kinokassen klingeln lässt. Als Drehbuchautor wurde Gary Whitta (The Book of Eli) engagiert, der zuletzt eine Nominierung für die Goldene Himbeere, der Preis für die schlechtesten Filme des Jahres, für das Drehbuch zu After Earth erhielt. Edwards und Whitta bezeichneten sich daraufhin als große Star Wars-Anhänger, seit sie die Ur-Filme zum ersten Mal gesehen haben. Außerdem zeigten sie sich geehrt von ihrer Verpflichtung und den dadurch aufkommenden großartigen Möglichkeiten.

Auch für den zweiten Ableger wurde nun zwischenzeitlich ein Regisseur vorgestellt. Mit Josh Trank (Chronicle - Wozu bist du fähig?) wurde ein ebenfalls noch relativ unerfahrener Regisseur verpflichtet, für den der Star Wars-Ableger erst die dritte Arbeit an einem Kinospielfilm darstellt. Trank arbeitet derzeit an seinem zweiten Spielfilm, dem Neustart von The Fantastic Four, der am 18. Juni 2015 in die Kinos kommen wird.

Lucasfilm-Präsidentin Kathleen Kennedy äußerte sich begeistert, Josh Trank in die Familie aufnehmen zu können und schwärmte von dessen Vorstellungskraft und Innovationsgeist. Dadurch sei Trank perfekt für die Reihe von Ablegerfilmen, die abseits der Kerncharaktere und Handlung der Episoden I-IX spielen sollen. Trank äußerte, dass Star Wars seine gesamte Kindheit geprägt habe und es für ihn der größtmögliche Traum sei, diese Erfahrungen ausweiten und damit zukünftige Generationen erreichen zu können.
X-Men Apocalypse wird ein epischer Katastrophenfilm
Zukunft ist Vergangenheit ist zwar erst in den Kinos angelaufen, doch am Nachfolger X-Men Apocalypse wird schon seit Monaten schwer gearbeitet. Der Film soll in den 80ern spielen und wird den Gegner Apocalypse einführen - der älteste und mächtigste Mutant aller Zeiten.

Produzent Simon Kinberg vergleicht den Stil des kommenden X-Kinokapitels mit Roland-Emmerich-Filmen wie The Day After Tomorrow und 2012: "Wir haben bisher die meiste Zeit damit verbracht, zu überlegen, wie wir den Charakter visuell darstellen wollen. Es ist eine Herausforderung für sich, den mächtigsten aller Mutanten zu erschaffen, noch mächtiger als Magneto.

Wir wollen ihm einen echten philosophischen und emotionalen Hintergrund verpassen. Er ist nicht irgendein Typ, der die Welt zerstören will, nur weil er es kann. Alles, was er tut, ist gerechtfertigt und begründet - aus seiner Sicht. Er versucht auch, die Leute zu missionieren und in seinen Bann zu ziehen. Vielleicht schafft er es auch bei dem einen oder anderen unserer bekannten Helden."

X-Men Apocalypse kommt im Sommer 2016 in die Kinos.
X-Men Apocalypse: Infos zur Besetzung
Eigentlich sollten in Zukunft ist Vergangenheit die "alten" X-Men um Ian McKellen und Patrick Stewart ihren endgültig letzten Auftritt haben, doch nun hat sich Produzent Simon Kinberg zu der Besetzung im Nachfolger X-Men Apocalypse geäußert.

So will man sich auf die neue Besetzung konzentrieren, aber auch eine erneute Involvierung der Originalcast schließt Kinberg nicht aus. Schon in Der letzte Widerstand von 2006 sollte eigentlich der letzte Auftritt von Patrick Stewart als Dr. Xavier sein. "Ein Teil von uns wünscht sich natürlich, dass wir sie wiedersehen, aber eigentlich wollten wir eine Geschichte erzählen, die sich wie ein Abschluss ihrer Rolle anfühlt", so Kinberg.
Harry Potter-Ableger Phantastische Tierwesen kommt 2016
Das Harry Potter-Franchise erwacht zu neuem Leben. Das Buch Phantastische Tierwesen & wo sie zu finden sind von Joanne K. Rowling wird verfilmt und könnte nur der erste Teil einer Filmreihe werden. Phantastische Tierwesen & wo sie zu finden sind ist zum einen ein fiktives Lehrbuch aus den Harry Potter-Romanen, aber auch ein echtes Buch und spielt im Universum von Harry Potter und Co. Es tauchen jedoch keine der bekannten Charaktere auf.

Das Filmstudio Warner hat für die Verfilmung den Kinostart am 18. November 2016 angesetzt. Rowling wird auch das Drehbuch schreiben, ein Regisseur wurde bisher noch nicht verpflichtet.
Godzilla-Fortsetzung kommt
Knapp 200 Millionen Dollar spielte Godzilla am Startwochenende weltweit ein. Da ist es kaum verwunderlich, dass es eine Fortsetzung geben wird.

Warner Bros. und Legendary Pictures haben mit der Entwicklung von Teil 2 begonnen und wie es aussieht, wird Gareth Edwards auch wieder die Regie übernehmen. In Interviews hat er schon über eine Fortsetzung spekuliert und angedeutet, dass er den gleichen zurückgenommenen Stil verwenden würde, der auch diesen Film auszeichnet. Godzilla würde also erneut über weite Strecken des Films im Hintergrund bleiben und erst im letzten Akt die Hauptrolle übernehmen.

Ob auch einige der menschlichen Charaktere aus Teil 1 in der Fortsetzung zu sehen sein werden, steht noch nicht fest.
Maleficent sei Dank: die Märchenverfilmungen kommen
Nach Realverfilmungen für Comichelden sind jetzt die Märchen an der Reihe. Nach dem großen Erfolg von Maleficent, der Verfilmung über die böse Hexe aus Dornröschen, stehen uns bisher mindestens drei weitere Realversionen berühmter Zeichentrick-Klassiker von Disney ins Haus.

Das neueste Projekt ist eine Adaption von Die Schöne und das Biest, für das Regisseur Bill Condon gewonnen werden konnte. Condon hat bisher bei Filmen wie Dreamgirls und The Twilight Saga: Breaking Dawn die Regie übernommen.

Im kommenden Jahr kommt die Realverfilmung Cinderella von Kenneth Branagh in die Kinos. Eine Neuverfilmung des Dschungelbuchs befindet sich ebenfalls in der Entwicklung.
Bevor Condon sich Belle und dem Biest zuwendet, dreht er zuerst A Slight Trick of the Mind, in der Ian McKellen den im Ruhestand befindlichen Sherlock Holmes darstellt. Er versucht einen letzten Fall zu lösen, bevor ihn seine geistigen Fähigkeiten verlassen.
Extant: Ein erster längerer Trailer für die SF-Serie
Nach dem großen Erfolg von Under the Dome versucht es US-Sender CBS erneut mit einer im Sommer startenden Genreserie. In Extant, die wie schon Under the Dome von Steven Spielberg produziert wird, spielt Halle Barry eine Astronautin, die dreizehn Monate im All verbringt. Als sie zur Erde zurückkehrt, erwartet sie und ihre Familie eine Überraschung: Sie ist schwanger, was ein wenig seltsam ist, da sie sich allein auf der Station aufgehalten hat. Oder etwa nicht?

Der Trailer deutet bereits an, dass die Antwort auf diese Frage Verschwörungen und möglicherweise Außerirdische beinhaltet. Am 2. Juli, wenn die Serie in den USA anläuft, werden wir mehr wissen.
The Flash geht in Serie - Supernatural Bloodlines bleibt auf der Strecke
Sowohl Arrow als auch das mittlerweile etwas betagte Supernatural gehören zu den Aushängeschildern des Senders The CW. Daher war es wenig verwunderlich, dass zu beiden Serien im vergangenen Jahr Spin-offs entwickelt wurden. Der Auftritt von den The Flash in Starling City konnte die Verantwortlichen des Senders dabei so sehr überzeugen, dass man den geplanten Backdoor-Piloten strich und stattdessen gleich einen eigenen Piloten entwickeln lies. Dies sahen viele damals schon als gutes Zeichen an, was sich nun bestätigte: The Flash geht ab Herbst in Serie. Die Hauptrolle wird dabei von Grant Gustin übernommen, welcher bereits in Arrow zu sehen war. Für weitere Rollen wurden Jesse L. Martin, Tom Cavanagh, Candice Patton, Rick Cosnett, Danielle Panabaker, Carlos Valdes und Michelle Harrison verpflichtet.

Weniger gute Neuigkeiten gibt es dagegen für die Serie Supernatural: Bloodlines. Nachdem vor 2 Wochen der Backdoor-Pilot innerhalb der Mutter-Serie ausgestrahlt wurde, entschloss sich der Sender der Serie keine Bestellung zu erteilen. Dazu haben sicherlich auch die vielen mäßigen Kritiken beigetragen, welche der Serie wenig Chancen auf Erfolg eingeräumt hatten. Damit werden Sam und Dean erst einmal weiter allein ihren Kampf gegen Monster, Dämonen und Engel bestreiten. Supernatural kehrt im Herbst für eine 10. Staffel zurück.
The Flash: 5-minütiger Extended Trailer
Kurz nach der Veröffentlichung des ersten Teasers zur neuen TV-Serie The Flash, liefert US-Sender The CW einen 5-minütigen Extended Trailer. Neben ersten Geh- bzw. Sprintversuchen des Helden bietet der Trailer massig Hochgeschwindigkeits-Action und einen Ausblick auf die Charaktere und Widersacher der Serie. Und auch der zweite DC-Serienheld auf The CW hat einen Auftritt.

Neben Hauptdarsteller Grant Gustin spielen unter anderem Jesse L. Martin, Tom Cavanagh, Danielle Panabaker, Candice Patton, Carlos Valdes, Rick Cosnett und Michelle Harrison. The Flash startet im Herbst dieses Jahres in den USA.
Daredevil: Drew Goddard verlässt Marvels Serie
Regisseur Drew Goddard (Cabin in the Woods), der in den letzten Monaten federführend mit Marvels Daredevil-Serie verknüpft war, hat das Projekt verlassen. Der Filmemacher hat nicht nur an den Drehbüchern gearbeitet, sondern sollte auch als Produzent tätig werden.
Im Gegensatz zu Ant Man-Regisseur Edgar Wright, der sein Engagement bei Marvel aufgrund "kreativer Differenzen" vor kurzem gelöst hat, gibt es bei Goddard eher ein anderes Problem. Neben Daredevil hat er sich auch als Regisseur und Autor für den Spider Man-Ablegerfilm Sinister Six verpflichtet und wohl für eines der beiden Projekte entscheiden müssen.

Steven S. DeKnight (Spartacus) wird nun Goddards Platz bei Daredevil einnehmen. Knight hat vorher an Serien wie Angel, Buffy (zusammen mit Goddard), Dollhouse und Smallville gearbeitet. Drew Goddard wird Daredevil immerhin als Berater erhalten bleiben. Die Serie soll im Sommer 2015 auf dem Streamingdienst Netflix starten.
Daredevil ist gefunden!
Nach dem Erfolg der US-Serie Arrow und "ein paar" "relativ erfolgreichen" Blockbustern im Kino nimmt die Entertainment-Industrie Fahrt auf und hat sich das große Ziel vorgenommen, den Markt zu übersättigen.

Neben Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. und Agent Carter befinden sich fünf (!) weitere Serien Marvels bei der Internet-Plattform Netflix in Entwicklung. Eine davon ist Daredevil, und da wurde jetzt (neben einem neuen Showrunner) der Hauptdarsteller gefunden. Nein, es ist nicht Ben Affleck, der hat gerade anderweitig mit depressiven Rollen zu tun. Es ist...

Charlie Cox

Cox spielte hauptsächlich in britischen Produktionen, unter anderem in Downton Abbey und dem Tommy-Gun-Ereignis Boardwalk Empire mit.
Mittelerde: Mordors Schatten - Neuer Story-Trailer
Warner Brothers und Monolith Productions haben einen neuen Trailer zu Mittelerde: Mordors Schatten veröffentlicht. Das Actionspiel, welches im Oktober erscheint, spielt zwischen den beiden Filmtrilogien Der Herr der Ringe und Der Hobbit. Die Handlung dreht sich um Talion, der zusammen mit seiner Familie durch die Orks getötet wird, kurz darauf jedoch wieder von den Toten aufersteht. Getrieben von dem Wunsch nach Rache, macht er sich auf die Jagd nach den Orks. Wie genau er an sein Ziel gelangen kann, verrät dabei der neue Trailer.

Mittelerde: Mordors Schatten kommt am 7. Oktober in den Handel und erscheint für PC, Playstation 3, Xbox 360 sowie die beiden Next-Gen-Konsolen Playstation 4 und Xbox One.

3. Corona Magazine #300: Grußworte zum Jubiläum
Zur 300. Ausgabe alles Gute -- und sie ist eine Erinnerung daran, dass das Genre der SF immer schon von denen gelebt hat, die voller Enthusiasmus und Begeisterung an etwas geglaubt und das weitergegeben haben, ohne nach der Gegenleistung zu fragen. Keep it up ... "the sky is the limit"!
- Balthasar von Weymarn (Interplanar Produktion)

Hola, ist dies wirklich schon die Ausgabe #300? Mensch, 300. Was für eine Zahl. Die Inder haben im Jahr 300 erstmals aus Rohrzucker festen Zucker gewonnen und damit dem süßen Gaumen eine bis heute anhaltende Freude beschert. Der Airbus A300 hat derweil als erstes zweistrahliges Großraumflugzeug der Welt Geschichte geschrieben. Der günstigste Smartphone-Tarif von Aldi beinhaltet 300 Minuten Telefonflatrate und 300 MB Download in Schallgeschwindigkeit. Und zu Beginn des Zweiten Perserkrieges um 480 v. Chr. boten 300 Spartaner dem überlegenen Heer des Perserkönigs Xerxes in der Schlacht bei den Thermopylen die Stirn und trieben ihn mit ihrem Kampfgeschick und Mut fast in den Wahnsinn. Gut, neben den 300 Spartanern kämpften dort auch Arkadier, Thebaner und andere Soldaten, aber eben nicht 300. Daher hat sie Frank Miller in seinem Comic auch unterschlagen und Zack Snyder in seinem gleichnamigen Film gar nicht erst erwähnt. 120 (Thebaner) klingt eben nicht so erhaben wie – 300 (Spartaner).
Und nun also gehört auch Corona Magazine zum Club 300. 300 Ausgaben. Was in all den Jahren seit Ausgabe 1 so passiert ist.... Wir haben den Triumphzug des Internets erlebt, das Reboot von Star Trek, Muttis Inthronisierung und die Einführung des Dosenpfands. Wahrlich Momente, welche unser Leben nachträglich verändert haben.
Aber Veränderungen hin oder her: Das Corona Magazine stellt in einer sich stetig verändernden Welt eine Konstante dar.
Dafür – herzlichen Dank – und alles Gute für die nächsten 300 Ausgaben!
- Christian Lukas (Filmkritiker, Mitarbeiter der Zeitschrift Geek!)

Die Welt ist eigenartig. Und sie verändert sich rasant schnell. Langsam versteht man die Kommentare der eigenen Großeltern, die sich über die Veränderungen mokiert haben ... und man stellt fest, dass man älter wird.
Aber in einer ändernden Welt ist es schön, wenn es Garanten für Stabilität gibt. Die Pyramiden. Die Figuren auf der Osterinsel. Stonehenge. Mike Hillenbrand und "Corona". Ich sitze hier in meinem Palast, umgeben von meinen Gespielinnen, die mir schon wieder Kaviarbrötchen und Tokajer reichen. Und ich denke mir: Wie gerne wäre ICH der Herausgeber von "Corona".
Aber man kann nicht alles haben. Stattdessen erpresse ich jetzt einen afrikanischen Potentaten, schieße einen weiteren Todessatelliten in die Umlaufbahn und verfeinere meine Obama-Fern-Hirnsteuerung. Und wenn keiner hinschaut, dann ziehe mich mein Hillenbrand-Kostüm an und bin glücklich.

Hermann Ritter weiß noch, was Umdruck ist, war auf Cons, als das Fandom noch klein war und hatte jahrelang nur eine Schreibmaschine, weil es noch keine Computer gab. Er verehrt Mike Hillenbrand in einer ruhigen, fast schon devot zu nennenden Art und Weise, die sich außer auf Mike nur noch auf Dirk van den Boom und Cordwainer Smith erstreckt.
- Hermann Ritter (Schriftsteller, Perry Rhodan-Autor)

Ich weiß gar nicht mehr, wann ich zum ersten Mal das Corona Magazine gelesen habe. Es ist einige Jahre her – und ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, jedes Mal alles zu lesen, was mir die Redaktion anbietet. Aber normalerweise klicke ich den entsprechenden Link im Newsletter an, klicke mich durch die Seiten, lese den einen oder anderen Artikel an und manchmal auch aus – und erfreue mich der aktuellen Informationen und des aktuellen Tratsch aus der weiten Media-Welt.
- Klaus N. Frick (Chefredakteur Perry Rhodan-Redaktion)

Vom Corona Magazine hörte ich zum ersten Mal 2011 im Rahmen des anstehenden Perry Rhodan-WeltCons zum 50. Geburtstag der größten SF-Serie. Die Redaktion in Rastatt fragte damals an, ob ich nicht für Corona ein paar Beiträge zum Thema verfassen könne. Kurz darauf meldete sich eine der Macherinnen – Jennifer Michels – und wir trafen uns zu einem netten kleinen Informationsgespräch in Leverkusen.
Auch wenn ich gestehen muss, dass ich seit dem Perry Rhodan-WeltCon eher zu den Lesern als zu den regelmäßigen Schreibern bei Corona gehöre, so ist der Besuch der Homepage sowie der Download und die Lektüre des Magazins doch längst zur angenehmen Pflicht geworden.
300 Ausgaben sind eine Leistung, für die man nicht weniger als ehrliche Bewunderung und eine große Portion Respekt aufbringen muss, zumal die Beteiligten ihre Arbeit unentgeltlich und aus Liebe zur Phantastik machen.
Das bekannte Infozine Fandom Observer hört in diesen Tagen mit Nummer 300 auf und beendet damit eine Ära. Das Corona Magazine geht zwar in eine mehrmonatige Pause, soll aber weitergeführt werden. Möglicherweise wird dann eine neue Ära begründet.
Für die Zukunft wünsche ich dem Projekt alles Gute und vor allem den Erfolg, den es verdient.
- Rüdiger Schäfer (Schriftsteller, Perry Rhodan-Autor)

Ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern, wann ich das erste Mal auf das Corona Magazine stieß, aber es muss nun schon 15 oder 16 Jahre her sein. Damals, in der grauen Vorzeit des Internets, als man sich mühsam mit dem 56k Modem über die analoge Telefonleitung ins Internet einwählte und der Download eines Filmtrailers gerne einmal mehrere Stunden in Anspruch nahm, war der Newsletter des Corona Magazines eine der wenigen, gut recherchierten Quellen für Neuigkeiten rund um das Science-Fiction-Genre. Dabei überzeugte nicht nur das zuverlässige Fachwissen der Autoren sondern auch die Leidenschaft hinter dem Projekt. Seit jener Zeit hat sich das Internet stark gewandelt. Soziale Netzwerke, Kurznachrichtendienste und Videoplattformen haben das Netz schnelllebiger gemacht. Viele SF-Portale kamen und gingen über die Jahre, die Berichterstattung über Neuerscheinungen, Filme und andere Genre-Zusammenhänge wurde immer vergänglicher und austauschbarer. Doch das Corona Magazine stand stets wie ein Fels in der Brandung, sozusagen die New York Times unter den deutschen SF-Magazinen. Während viele andere auf Schnelligkeit auf Kosten der Qualität setzten, und oft die Nachrichten nur noch voneinander kopierten, verloren die Macher des Corona Magazins nie die das Wesentliche aus den Augen: den Inhalt. Mit einer nahezu erstaunlichen Kontinuität konnten sie seit Gründung die hohe journalistische Qualität der Beiträge beibehalten. Das ist insbesondere bewundernswert, angesichts der Tatsache, dass alle Mitarbeiter des Magazins bis heute ehrenamtlich arbeiten und die Inhalte kostenlos zur Verfügung stellen. Doch auch in seinen besten Jahren, ist das Corona Magazine nie altersschwach oder grau geworden, sondern immer am Puls der Zeit, wie unter anderem die Einführung der Corona iPhone-App beweist. Ich ziehe meinen Hut vor den vielen Redakteuren, Autoren, Lektoren und Technikern des Corona Magazins, die ihr Herzblut und ihre Begeisterung in über 300 Ausgabe haben einfließen lassen, um Gleichgesinnte an ihrer Leidenschaft teilhaben zu lassen. Auf die nächsten 300 Ausgaben!
- Stefan Servos (Journalist, Autor, Herausgeber www.herr-der-ringe-film.de)

Der Corona ist für mich eine Ausnahme von der Regel. In Zeiten, in denen man in seinem E-Mail-Eingang nur noch wertlosen Infomüll und Werbeblättchen, die sich großspurig "Newsletter" nennen, vorfindet, freut man sich immer wieder, wenn eine neue Ausgabe des Corona eintrifft. Das liegt vor allem daran, dass sich im Copy-&-Paste-Zeitalter, in dem man die gleiche Werbemeldung gefühlte hundert Mal liest, der Corona bis heute seine Ansprüche an redaktionell aufbereitete Themen und individuelle Inhalte bewahrt hat. Daher braucht es diese Ausnahme von der Regel, diese Ausnahme vom gleichgeschalteten Internet-Infobrei, mehr denn je. Ich gratuliere zum Jubiläum und freue mich sehr auf die nächsten 300 Ausgaben!
- Thomas Höhl (Lektor, Autor und Übersetzer)

300 Ausgaben Corona-Magazine … wer hätte das damals gedacht, als 1997 die erste Ausgabe noch als W.O.R. erschien und dann ziemlich bald in S.T.O.R.M. und schließlich Corona umbenannt wurde? 300 Ausgaben in 17 Jahren, das ist ein stolzer Schnitt.
Das Corona Magazine zählt zu den "Informationsblättern", die ich regelmäßig lese, sobald ich sie erhalte. Nicht alles natürlich, aber die Mischung ist schon in Ordnung. Ihr habt die alten Wurzeln nicht vergessen, das Magazin aber auch für andere Bereiche geöffnet. Corona deckt ein großes Spektrum ab, bei dem man immer etwas Interessantes findet.
Daher: Herzlichen Glückwunsch zu diesem wirklich runden Jubiläum und alles Gute für die nächsten 300 Ausgaben! Ich bin gespannt auf eure Pläne mit Corona …
- Uwe Anton (Schriftsteller und Übersetzer, Perry Rhodan-Autor)

Es sind nicht einmal die Serien, die Filme, die Geschichten, die mich an die Zeit beim Corona Magazine erinnern. Es ist das Fandom. Nachdem ich meinen Job als Chefredakteur an den Nagel gehängt hatte und später auch SF-Radio verlassen habe, sind mir in meiner Arbeit keine Menschen mehr begegnet, die so für etwas brannten. Manchmal wünsche ich mir diese Zeit zurück.
Das Fandom bleibt durch Projekte wie das Corona Magazine lebendig - und oft unterschätzt man auch, was für ein Sprungbrett in den Journalismus sie sind. Das Corona Magazine und das heutige Robots & Dragons haben eine ganze Reihe Schreiberlinge und Radiomacher hervorgebracht, und ich hoffe auch deshalb, dass sie noch eine lange, lange Zeit vor sich haben. Ich lese gerne mit!
Herzlichen Glückwunsch, liebes Corona Magazine! Auf die nächsten 300 Ausgaben!
- Dennis Horn (ARD-Moderator, -Reporter und -Redakteur, eh. Corona Magazine-Chefredakteur)

Das Beste, was einem Fandom passieren kann, ist, dass sich Fans aktiv für andere Fans einbringen. Das Corona Magazine ist dafür ein gutes Beispiel. Die Herausgeber, die Redakteure und alle anderen sind Science-Fiction-Fans, die ein Magazin für Science-Fiction-Fans herausgeben. Fans wissen natürlich am besten, was Gleichgesinnte interessiert und was sie wissen wollen. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass es das Corona Magazine (inklusive seiner Vorgänger) nun schon seit über 17 Jahren gibt und nun die 300. Ausgabe erscheint. Dazu möchte ich den Beteiligten herzlich gratulieren, allen voran Mike, mit dem ich in den letzten Jahren den meisten Kontakt hatte.
Neben den aktuellen Informationen für uns Science-Fiction-Fans gefällt mir am Corona Magazin besonders, dass man sich wirklich jeden Artikel aus den nunmehr 300 Ausgaben jederzeit (nochmals) anschauen kann. Das Archiv ist sozusagen eine Chronik der Science-Fiction-Ereignisse der letzten 17 Jahre. Und wegen den toll aufbereiteten und interaktiven Inhaltsangaben findet man die Artikel auch sehr schnell.
Eigene Extrapolationen haben ergeben, dass die 700. Ausgabe des Corona Magazins zeitlich zusammenfallen müsste mit meiner 700. Star Trek-Vorlesung. Wenn meine Berechnungen richtig sind, wird dies in 25 Jahren, also im Jahre 2039 passieren. Ist das nicht ein tolles Ziel, auf das es sich lohnt hinzuarbeiten? :-)
Nochmals meinen Glückwunsch zur 300. Ausgabe des Corona Magazins und einen Star Trek-Gruß an das Team und alle Leser: live long and prosper,
- Dr. Hubert Zitt (Initiator und Leiter www.startrekvorlesung.de)

300 Ausgaben? Wirklich? Wie recht Raumpatrouille – Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion doch hatte: "Was heute noch wie ein Märchen klingt, kann morgen Wirklichkeit sein." Als ich damals beim Corona begann war er noch in seinen 40ern oder frühen 50ern. Da klang selbst eine Ausgabe im 3-stelligen Bereich noch wie Science-Fiction. Und hey, jetzt ist es sogar bereits eine 3 mit zwei Nullen geworden. Wow! Herzlichen Glückwunsch!
- Markus Rohde (Programmleitung Romane Cross Cult & Chefredakteur Geek!)

Wenn ich so über die Szene nachdenke, stolpere ich regelmäßig über ein paar gar nicht so kleine Zahlen: 29 Jahre Buchmesse Convent, 20 Jahre Science Fiction Treff Darmstadt, 23 Jahre FedCon, (über) 50 Jahre Perry Rhodan, 30 Jahre Star Trek II, 59 Jahre Science Fiction Club Deutschland e.V. und (bald) auch noch 40 Jahre Star Wars. Was ist die Szene in die Jahre gekommen, denke ich mir dabei. Und jetzt auch noch 300 Mal Corona Magazine... wow, werden wir etwa alt? Aber wenn ich mir dann die Bilder betrachte vom bunten, quirligen Fanvolk und analog dazu die digitalen Inhalte lese, spüre ich, dass von Abnutzung keine Spur sein kann. Die Szene mag zwar älter geworden sein, sie ist aber auch ungleich lebendiger als in den 80igern und 90igern des letzten Jahrhunderts. SciFi ist auf dem besten Weg, im Mainstream an- und auch die gesellschaftliche Akzeptanz zu bekommen, die diesem Genre zustehen sollte. Dazu haben auch Medien, wie der Corona, in all den Jahren beigetragen, immer unermüdlich damit beschäftigt, phantastische News und Infos ins Licht der interessierten Öffentlichkeit zu tragen. Und dabei den Bogen zu spannen und einen Zugang zu dem Phänomen zu öffnen, was wir im Allgemeinen als Fandom bezeichnen. Man muss heute nicht mehr geheimen Wohnzimmerzirkeln beiwohnen, um sein Lieblingsgenre zu leben und zu lieben. Das Internet und besonders die sozialen Netzwerke laden ein, quasi 24 Stunden pro Tag am Stammtisch der Geeks & Nerds zu sitzen. Dass es so ist, dazu hast du, lieber Corona, über all die Jahre Deinen Beitrag geleistet. Alles Gute zum 300. Geburtstag, ein herzliches "Ad Astra!" und vor allem ein langes digitales Leben. Und den Menschen, die dahinter stehen, auch weiterhin viel Kreativität und Durchhaltevermögen.
- Roger Murmann (Buchmesse Convent, Science Fiction Treff Darmstadt, SFCD e.V.)

4. Simon's Corner: Unser Kampf gegen das Absurde
von Simon Haffner
Wir können die Regungen unseres Geistes nur zu einem bestimmten Teil kontrollieren, gewisse Erinnerungen rufen wir bewusst ab, anderes dagegen spukt uns lange im Gedächtnis herum, ohne dass wir uns dessen bewusst wären, und dann – plötzlich – nimmt ein Gedanke unsere Aufmerksamkeit in Anspruch; was wir auch tun, es ist unmöglich, ihm zu entrinnen, denn selbst, wenn es den Anschein macht, als sei er zu Ende gedacht worden, taucht er unvermittelt wieder auf, um uns erneut zu beschäftigen, versuchen wir ihn aber beiseite zu schieben, wird er nur umso stärker auf uns zurückfallen. Es ist ein rätselhaftes Spiel, das sich das Unbewusste mit dem Bewussten leistet. Eine längere Prüfungsphase ist überstanden, das Jubiläum des Corona Magazines steht an – und woran denke ich?
An eine knapp 2000 Jahre alte Bronzestatue eines Läufers aus der Gegend um den Vesuv, die ich vor mehr als drei Monaten gesehen habe. Ich halte sie für eine schöne Statue: Der Körper sieht aus, als verharre er in der Bewegung, der Blick ist nach vorne gerichtet, die Haltung leicht schräg, die Gelenke sind gebeugt. Das Licht, das auf die Legierung fällt, verursacht an manchen Stellen einen Glanz, der den Eindruck einer Dynamik verstärkt. Das Gesicht ist eben, glatt, gleichmäßig, der restliche Körper annähernd ebenso. Lange habe ich darüber nachgedacht, was mich an dieser Statue fasziniert: die Kunstfertigkeit, der sie ihre schlichte Eleganz verdankt. Manch andere Skulpturen sind oft sehr prachtvoll, mit vielen Ornamenten versehen, hier jedoch ist einfach ein laufender Mensch, nicht einmal ein überdurchschnittlich athletischer, dargestellt. Mir gefällt diese Plastik, nicht nur, weil sie etwas fast Alltägliches verkörpert – es gibt immerhin einen Unterschied zwischen einem banalen Läufer und dem großen Herakles –, sondern deshalb, weil sie mir von handwerklich geschickter und begabter Hand geschaffen worden zu sein scheint und innerhalb der Ausstellung einen angenehmen Kontrast zu anderen prunkvolleren Exponaten bot. Im Übrigen muss man sich einmal vergegenwärtigen, dass ihr Urheber vor so langer Zeit gelebt hat, und auch, wenn wir nicht wissen, wie er hieß oder wie sein Alltag aussah, so bezeugt der Bronzeläufer zumindest sein Dasein; indem wir ihn betrachten, geben wir unweigerlich seinem Schöpfer einen Raum in unserem Bewusstsein, in unserer Zeit, indem wir uns sein Werk ansehen, werden wir uns der Existenz des Künstlers bewusst, sodass ihn die Statue vor der völligen Vergessenheit bewahrt.
Wieso komme ich aber auf Kunst zu sprechen? Wir feiern doch ein Jubiläum, zum 300. Mal erscheint das Corona Magazine – und ich erzähle von dieser Bronzeplastik. Aber denken wir uns einmal alle Kunst, alle Literatur, alle Kultur von dieser Welt weg: was bliebe zurück? Die Antwort darauf ist schwierig, weil sie zu einer weiteren Frage führt: was ist Kunst und wie lässt sie sich definieren? Trotz meines laienhaften Wissens möchte ich gerne eine Erwiderung darauf versuchen.

Gehen wir zunächst einmal davon aus, dass es sich bei dem wohl ältesten und einfachsten Verständnis der Kunstbegriffs um ein ästhetisches handelt: Kunst ist, was schön ist. Natürliche Phänomene wie ein Sonnenuntergang können jedoch auch gefallen, keiner würde sie allerdings als Kunstwerke bezeichnen. Freilich muss eine intelligible, schaffende Instanz als Künstler ausgeschlossen werden, da uns die Metaphysik vor erkenntnistheoretische wie logische Probleme stellen würde, die bei dem Versuch, die Essenz der Kunst zu erfassen, nicht zielführend wären. Daher muss der Ansatz zu folgendem erweitert werden: Kunst ist, was schön und mit großer Geschicklichkeit gefertigt ist. Natürlich denke ich hier wieder an meinen herculaneischen Athleten. Wir können davon ausgehen, dass sich derjenige, dem wir ihn zu verdanken haben, auf sein Handwerk verstanden hat, hätte er es nicht, wäre die Skulptur wohl wieder eingeschmolzen worden – ein Schicksal, das übrigens unabhängig von der fachlichen Kompetenz ihrer Schöpfer viele antike Bronzestatuen erleiden mussten, aber das ist ein anderes Thema. Auf der Suche nach einem weiteren Beispiel, welches meine Theorie der ästhetischen Ebene von Kunst stützt, fällt mir da Vincis Mona Lisa ein. Denken Sie nur an das raffinierte, rätselhafte Lächeln – wäre es zum Gegenstand so vieler Forschungen und Überlegungen geworden, wenn sich dieser geniale Italiener nicht so sehr auf sein Tun verstanden hätte? Schön ist hier übrigens nicht nur im Sinne einer ansprechenden Gestaltung zu verstehen, sondern vielmehr auch in Bezug auf das Geschick des Künstlers bzw. die Aussagekraft. Otto Dix' Der Krieg kann man in Anbetracht des Motives wahrlich nicht als "schön" bezeichnen, es verfehlt seine Wirkung – die grausame Darstellung des ersten Weltkriegs – auf den Betrachter jedoch nicht.

Neben der Ästhetik muss es aber noch mehr Ebenen geben, auf denen Kunst zutage treten kann. Zweifellos sind sie jünger als die erste und vor allem umstrittener, die dritte mehr noch als die zweite. Meine nächste Kunstebene ist gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstanden, in der Malerei ist mir ihr Ursprung leider unbekannt, die Vorbilder im Bereich der Literatur stammen aus Frankreich; Baudelaire, Rimbaud, Mallarmé und mein persönlicher Favorit Paul Verlaine, die Symbolisten, die deutsche Dichter wie zum Beispiel Stefan George inspirierten. Zu dieser Zeit politischer und sozialer Umwälzungen entwickelte sich ein völlig neues Kunstgefühl: l'art pour l'art. Botschaften wurden nicht – im Gegensatz zu anderen Strömungen ihrer Gegenwart – explizit, sondern implizit durch Symbole ausgedrückt, das Ziel war die Erschaffung einer eigenen Kunstwelt, in der Konkretes anstelle von Abstraktem stand. Das ist nicht falsch zu verstehen: Symbole gab es freilich schon vorher. Doch im Stilpluralismus um die Jahrhundertwende und der Phase danach gewannen gewisse formale oder inhaltliche Aspekte immens an Bedeutung. Betrachten wir Die Beständigkeit der Erinnerung von Salvador Dalí: Dort sehen wir eine karge, absolut gleichmäßige Landschaft, im Hintergrund ein Gebirge und – so scheint es zumindest mir – Wasser, im Vordergrund fließen drei Uhren, eine über die Kante eines Blocks, auf dem sie liegt, eine andere über einen Ast eines kahlen Baums und die dritte auf einer kleinen Erhebung am Boden (unter ihr befindet sich eine ebenfalls fließende Struktur, sie sieht aus wie ein Teil eines Gesichtes). Was drückt dieses Gemälde aus? Gewiss nicht, dass wir unsere Uhren im Auge behalten und nicht der Sonne oder Ähnlichem aussetzen sollten, um ihr Schmelzen zu verhindern. Der Titel gibt dem Betrachter schon einen Hinweis, wie er das Abgebildete zu deuten hat. Seine Bedeutung entfaltet dieses Bild erst, wenn seine symbolische Ebene dechiffriert wurde. Doch es zählt zur Kunst, ebenso wie die Dichter-Symbolisten. Darin liegt aber der Kernunterschied zur ästhetischen Kunstebene, deren Gehalt sich sofort erschließen lässt. Ich sehe den Bronzeläufer aus Herculaneum und weiß, dass es einer ist; ich sehe Dalís Bild und muss es entschlüsseln. Jetzt mag einer sagen, Dalís Botschaft sei doch deutlich erkennbar, die Uhr stehe nun einmal für die Zeit, und damit hätte er natürlich Recht. Dennoch ist diese Assoziation zeichentheoretisch willkürlich: Rauch (Wirkung) erfolgt zwingend auf Feuer (Ursache), so verhält es sich nicht mit der Zeit und der Uhr. Keines von beidem ist die Ursache, die das jeweils andere bedingt. Freilich steht eine Uhr in konkretem Bezug zurzeit, immerhin wird sie dazu verwendet, das Vorüberstreichen der Letzteren zu messen, dennoch handelt es sich um ein anderes Verhältnis, weil es nicht auf einen natürlich vorgegeben kausalen Zwang wie die Rauchentstehung bei einem Feuer zurückzuführen.

Die letzte verbleibende Ebene dürfte die wohl polarisierendste überhaupt sein: die gesellschaftskritische. Warhols zahlreiche neben- und übereinander liegende Dosen Tomatensuppe sind nicht als Zeugnis seiner Vorliebe für diese Speise, sondern als Kritik an der Vermassung zu deuten. Bigott, mag da vielleicht einer einwerfen, denn wenn Warhol seine Tomatendosen beliebig oft herstellt, dann macht er doch genau das, was er kritisiert. Ein anderer sieht aber vielleicht gerade darin den Ausdruck von Warhols Botschaft, weil die Massenware aus dem Bereich des Alltäglichen geholt und in die Kunstwelt eingeführt wird, welche vorher eigentlich den Unikaten vorbehalten war. Die Trennung der symbolischen von dieser Ebene erscheint mir sinnvoll und notwendig: Symbole funktionieren wie Platzhalter, sie vertreten etwas, was selbst vielleicht gar nicht bildlich in Erscheinung treten kann. Denken Sie an die Zeit: Ihre Essenz kann man nicht darstellen, Zeit macht sich bemerkbar, hat aber kein Erscheinungsbild. Ihre Gestaltung kann nur durch ein Symbol stattfinden. Warhols Konserven stehen für nichts anderes, außer sich selbst. Die Kritik tritt besonders durch die Häufung der fast identischen Dosen zu Tage, sie muss nicht entschlüsselt werden, sondern funktioniert bei direkter Betrachtung. Die Frage lautet, ob man Warhols Tomatensuppe als Kunstwerk oder künstlerisches Konzept auffassen möchte: Mir persönlich fällt es schwer, 32 Büchsen als Kunstwerk anzusehen. Als künstlerisches Konzept, Kunst und Alltag, Kultur und Vermassung geschickt zu verflechten, erschienen sie mir wesentlich aussagekräftiger. Aber dies muss jeder für sich ausmachen. Ähnlich verhält es sich mit vielem aus dem Bereich Aktionskunst. Wie auch schon der Dadaismus, zielen Happenings und Fluxus oftmals darauf ab, den vorherrschenden Kunstbegriff in Frage zu stellen und das Publikum zu überraschen. John Cages Stück "4'33''" besteht darin, dass sich der Interpret genau vier Minuten und 33 Sekunden lang auf die Bühne begibt, dort jedoch keinen Ton spielt. In gewisser Hinsicht werden hier die Fragen, was Musik ist und was die Leistung eines Komponisten/Interpreten ausmacht, aufgeworfen. Doch handelt es sich hierbei tatsächlich um Kunst? Zumindest auf der gesellschaftskritischen Ebene, sofern man diese als Maßstab anlegen möchte, dann müsste man allerdings festlegen, welche Form der Kritik tatsächlich als Kunst aufzufassen ist. Ist ein Rezensent auf Amazon gleich ein Künstler? Dies würde ich in Anbetracht dessen, wie manche Besprechungen dort strukturiert und verfasst sind, eindeutig verneinen. Ich gebe allerdings gerne zu, dass dieses Modell momentan noch zu undifferenziert ist, um solche Schlüsse zuzulassen – oder eben abzulehnen.

Rein materialistisch betrachtet ist das Leben eine deszendente Entwicklung. Zunächst wird der kindliche Organismus, anfangs innerhalb, später außerhalb der Mutter, umsorgt, er wäre – auf sich allein gestellt – gar nicht überlebensfähig. Dieser Luxus des gänzlichen Umsorgtseins baut sich aber im Verlauf der nächsten Jahre rasch ab, das Individuum wird eigenverantwortlicher und nun dauert es nicht mehr lange, bis die biologische Entwicklung ihren Zenit erreicht hat. Von jetzt an beginnen Gewebe und Körperstrukturen allmählich schwächer zu werden, dann rapider – das Resultat dessen nennen wir schließlich Sterblichkeit. Umgehen können wir diese naturgegebene Notwendigkeit nicht. Dazu kommt, dass es sich nur um eine Notwendigkeit von vielen handelt, die im Verlauf unseres Lebens auf uns einwirken. Manch einer versucht, dem mit Nihilismus zu begegnen, ein anderer fragt nach dem Sinn. Aber ich habe gesagt, eine derartige Lebenssicht kommt nur durch einen rein materialistischen Blick zustande, und wie Camus seinem Sisyphos die Möglichkeit bietet, die strafenden Götter aus dem menschlichen Universum zu verbannen, so sehe auch ich die Chance, den puren Materialismus in die Schranken zu verweisen: die Kunst – oder weiter gefasst: das Schaffen. Kunst ist vielleicht nur das Geschaffene, welches die Zeit überdauerte, das Resultat einer kulturellen Selektion, wenn man so will.
Indem wir schaffen, verändern wir unsere Umwelt. Die Welt wurde zwar durch Picassos Gemälde nicht besser, aber immerhin eine andere. Und sie bezeugen nicht nur, dass es ihn gab, sondern sie verleihen ihm aufgrund seines Könnens eine Bedeutung. Sie konservieren ihn. Wenn wir die Bilder betrachten, werden wir seiner gewahr, der einen Teil aus seinem Innersten in Malereien ausgedrückt hat. Camus spricht von einem absurden Dasein – ich denke, der Schaffende kann sich zunächst einmal um diese Absurdität drücken und der Hölle, unser aller Vergänglichkeit, die Hölle austreiben. Sein absurdes Schicksal, seine Morbidität muss ihn nicht ängstigen, denn der Schaffende vermag, Widerstand zu leisten. Jeder von uns ist in diesem Sinne ein Schaffender: Zunächst entwirft er sich selbst, dann interagiert er mit seinem Umfeld; schon dadurch nimmt er Anteil am Geschehen der Welt, prägt mit – und siehe da: es gibt keine Bedeutungslosigkeit. Aus der biologischen Deszendenz wird eine mentale Aszendenz, denn je älter wir werden, desto reicher an Erfahrungen sind wir, aufgrund derer wir zu Einsichten gelangen können, die Jüngeren vielleicht noch verwehrt sind; wir können der Einsicht Bedeutung geben, indem sie sich praktisch auswirkt.

300 Ausgaben, was für eine Zahl! Man mag mir die lange Vorrede verzeihen, doch erscheint sie mir notwendig, ja, ein solches Jubiläum verleitet regelrecht dazu, einen größeren gedanklichen Bogen zu schlagen, der in der Gratulation gipfelt; mit ihr selbst ist es aber längst nicht getan, denn sie lobt den Erfolg – als Hobbyprojekt 300 Ausgaben zu stemmen und nach 17 Jahren nicht erschöpft zu sein, ist wahrhaftig ein großartiger Erfolg –, aber sie fragt nicht nach seinen Gründen, nicht nach dem, was daraus abzuleiten ist. Selbstverständlich verdienen alle, die mit ihrem Einsatz das Corona Magazine geprägt haben, ein alles andere als spartanisches Kompliment für ihr Schaffen, ganz besonders jene, die diesem Projekt Jahre gewidmet haben, und das auch noch neben dem Beruf, ihren alltäglichen Pflichten und Zwängen. Diese Leistung verdient größten Respekt.
Kommen wir zu den Gründen: Im Mittelpunkt der Phantastik, der SF und der Fantasy stehen Ideen und Fiktionen, Visionen und Utopien – das wohl Schönste überhaupt: das Träumen. Denn im Träumen lassen wir auch die letzten Fesseln des materiellen Daseins zurück, und die einzigen Einschränkungen sind die Grenzen unserer Vorstellungskraft. Solche Freiheit genießen wir sonst nirgendwo: ein Gedanke kann ein ganzes Universum füllen. Unsere Fiktionen sind aber bei weitem mehr als eine Ausflucht aus der Realität – ich wage sogar zu behaupten, dass der, der diesen Standpunkt vertritt, das Träumen gründlich missverstanden hat –, sondern bieten die Möglichkeiten, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken. Niemand muss die Boshaftigkeit eines anderen am eigenen Leib erfahren haben, um zu wissen, dass das Böse Teil der menschlichen Natur ist, ebenso wenig besteht die Notwendigkeit, jede erdenkliche Verhaltensweise erprobt zu haben, um sie als "richtig" oder "falsch" beurteilen zu können – dergleichen kann man (fast) genauso gut anhand fiktiver Szenarien erlernen. Bloß, weil der Warpantrieb nicht existiert, schließt das den moralischen Wert der Prinzipien in Star Trek keineswegs aus. Träumen besteht nicht darin, der eigenen Lebenswirklichkeit zu entrinnen, sondern sie um das Denkbare zu erweitern.
Die Vielfalt der Artikel und Autoren bestimmen die Lebendigkeit des Corona Magazines. 17 Jahre durchzuhalten, ist eine enorm anspruchsvolle Aufgabe, die Gefahr, zu routiniert und damit monoton zu werden, durchaus gegeben; wir könnten dieses schöne Jubiläum aber nicht feiern, wenn dies tatsächlich eingetreten wäre. Es ist in erster Linie der Weitsicht und Offenheit – der gegenüber notwendigen Veränderungen, die sich im Verlauf der Zeit ergeben, und gegenüber neuen Ideen und Einflüssen – der Chefredaktion zu verdanken, dass das Corona Magazine nach 300 Ausgaben nicht minder lesenswert ist als früher. In Anbetracht dieser Leistung darf man es gewiss – auf welcher Ebene oder nach welchen Kriterien auch immer – als künstlerisches Konzept bezeichnen, nicht im Sinne Warhols, aber im Sinne der Verbundenheit zu einer Sache: Dieses Projekt fußt auf nichts Geringerem als auf einem gemeinsamen Interesse, einer gemeinsamen Passion, und zwar so stark, dass nicht einmal die Notwendigkeiten des Alltags hemmenden Einfluss entfalten können. Es mag vielleicht die (vermeintliche?) Professionalität eines kommerziellen Produkts fehlen, wir kompensieren das mit der Innigkeit, mit der wir unser diesem Magazin widmen! Die unzähligen Zeilen der zurückliegenden 300 Ausgaben sind Ausdruck unserer Leidenschaft, Ausdruck von uns, die wir uns alle in gänzlich unterschiedlichen Lebenssituationen befinden, unserer Schicksale verflechten sich, wenn es darum geht, eine hoffentlich spannende und abwechslungsreiche Ausgabe für Sie zusammenzustellen. Mit diesem Band geben wir unserem Schaffen ein bisschen Bedeutung, einen größeren Anteil verleihen Sie uns, verehrte Leserinnen und Leser, denn ohne Sie wäre diese Zahl 300 mit Sicherheit nicht zustande gekommen, Sie verhindern, dass unsere Worte und Gedanken womöglich im Leeren verpufften. Das ist unser Kampf gegen das Absurde, unser Umgang mit der Vergänglichkeit – und nach 300 Ausgaben in 17 Jahren scheinen wir vorne zu liegen, ein Ende ist nämlich nicht in Sicht.

5. Klingonische Sprache: 300 mal CM - 30 Jahre Klingonische Sprache
von Lieven L. Litaer
Marc Okrand spricht nicht über Klingonisch

Diese Ausgabe des Corona Magazines ist eine ganz besondere. Nicht nur, dass es die 300. Ausgabe ist, nein sie erscheint auch noch zeitgleich mit dem 30-jährigen Jubiläum der Klingonischen Sprache!

Unter Klingonisten gibt es manchmal Zweifel, welches Datum das gültige sei, denn Klingonisch wurde schon im ersten Star Trek 1979, also vor über 35 Jahren gesprochen, aber dies waren eigentlich nur ein paar undefinierte Laute, erfunden durch den Schauspieler James Doohan, der den Lauten keinerlei Bedeutung gegeben hatte. Das offizielle Wörterbuch erschien im Jahr 1985 und wurde 1992 ergänzt, aber auch diese Daten können nicht die wahre Geburt der klingonischen Sprache festlegen. Diese wurde nämlich durch den Linguisten Marc Okrand für den Film Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock erfunden und in diesem Film konnte man erstmals das echte, konstruierte Klingonisch hören. Die Premiere dieses Films - und somit die Geburt der Sprache - war am 1. Juni 1984. Vor genau 30 Jahren.

An diesem Tag hörte die Welt zum ersten Mal den Dialog zwischen Valkris, die ihrem Geliebten die geheimen Genesis-Daten brachte. Auch hörten wir den Schauspieler Christopher Lloyd als Commander Kruge, der seinen Schützen wegen eines schlechten Schusses vaporisierte und mit dem Wort Ha'DIbaH als "Tier" bezeichnete. Und tatsächlich ist es auf den Tag genau dreißig Jahre her, seit die Welt das Wort Qapla' zum ersten Mal hörte.

Vor genau dreißig Jahren wurde auch Maltz gefangen genommen, welcher uns heute noch über Marc Okrand neue Vokabeln mitteilt. Dreißig Jahre hat Marc Okrand vieles über die Klingonische Sprache erzählt, Einladungen, Spiele, Poster und Bücher übersetzt; Er hat neue Vokabeln erfunden, Theaterstücke unterstützt und immer wieder seine Geschichte des Klingonischen erzählt.

Da diese Ausgabe eine Besondere ist, werden wir hier Marc Okrand mal nicht über die Klingonische Sprache sprechen lassen, sondern etwas über sich selbst. Hier spricht Marc, nicht Okrand:

Lieven Litaer (LL): Herr Okrand, danke dass Sie sich die Zeit genommen haben. Ich möchte heute mal nicht über das Klingonische sprechen, sondern über dessen Erfinder selbst - Sie also.

Marc Okrand (MO): Ach...ja, okay. Warum nicht?

LL: Es gibt ja viele Infos über Klingonisch, aber sehr wenig über Sie. Vieles davon steht bei Wikipedia. Wie fühlt sich das an, einen Eintrag in Wikipedia über sich selbst zu haben?

MO: Das ist seltsam. Sehr seltsam. Es ist klar, dass man nie gedacht hätte, dass so was mal passiert. Eigentlich ist die ganze Internetsache schon seltsam. In meiner Kindheit gab es kein Internet. Wenn dort jemand in einer Enzyklopädie stand, war er meistens schon längst tot. (lacht laut) Aber jetzt mit dem Wikipedia kann man zusehen, wie sich die Sachen ändern, es ist alles ganz anders. Man sieht Sachen über sich selbst und über Freunde, es ist also gar nichts Besonderes mehr, irgendwo im Internet zu stehen. Aber einen Artikel über sich selbst in Wikipedia zu haben ist immer noch ungewöhnlich... Vor allem da ich dort nichts dran gemacht habe, keinen Buchstaben. Und das meiste dort ist sogar richtig, aber manches ist auch falsch oder fehlt.

LL: Ja, das stimmt. Würden Sie uns ein paar Daten nennen, damit das ergänzt werden kann? So wie Ihr Geburtstag?

MO: Ja, klar. Das ist der dritte Juli.

LL: Und ihr Geburtsort?

MO: Das ist Los Angeles... (zögert kurz) Oh NEIN!... Jetzt kennen Sie alle meine Passwörter... die geheimen Fragen! (lacht)

LL: In welchem Jahr sind Sie in Rente gegangen?

MO: Das war erst in 2013, das war einer der Fehler der mir dort aufgefallen war. Als ich das sah dachte ich mir, oh mein Gott, jetzt bin ich seit einem Jahr in Rente und ich weiß nichts davon. Stell dir vor was ich an Sprit hätte sparen können.

LL: Haben Sie auch an anderen Sprachen gearbeitet, außer für Star Trek und die atlantische Sprache?

MO: (denkt kurz nach und freut sich plötzlich) Ja! Da war mal so ein Film, der hieß The Journey Inside. Für den hatte ich eine Sprache erfunden, aber die hat keinen eigenen Namen. Und da gibt es überhaupt sowieso nicht sehr viel, nur ein paar Brocken.

LL: Haben Sie mit den Synchronsprechern für die Atlantische Sprache gearbeitet?

MO: Nein, ich hatte die Sprache nur entwickelt, auf Band aufgenommen und dann an Disney geschickt. Man hatte mir aber erzählt, dass Leonard Nimoy, der den König sprechen musste, sich irgendwann über die seltsamen Dialoge ärgerte und fragte, wer das denn erfunden habe. Als er hörte, dass ich es war, erinnert er sich an die vulkanischen Dialoge, die ich einige Jahre vorher mit ihm geübt hatte, und er sagte zum Spaß "Oh, nein! Marc Okrand, den kenne ich - der Mann hat sie nicht mehr alle!" ... Aber es ist ein guter Film, der Held ist ein Linguist! (lacht)

LL: Was halten Sie von den Gerüchten, dass die Hauptfigur in dem Film aussehen soll wie Marc Okrand?

MO: Oh ja, das hab ich schon mal gehört. Es war so: Disney hatte mich gefunden wegen Star Trek, etwa vier oder fünf Jahre bevor der Film rauskam. Ich fuhr mehrmals zu Disney nach Burbank, um über verschiedenes zu sprechen. Bei einem der Termine traf ich den Animator der Hauptfigur Milo Thatch. Man hatte mich bereits vorgewarnt, dass der Animator als Künstler wahrscheinlich auch während des Gesprächs die ganze Zeit etwas skizzieren würde, scheinbar ist das bei denen so. Und so war es auch. Während wir sprachen, machte er Skizzen und zeichnete und zeichnete. Die Hauptfigur stand bis dahin eigentlich schon längst fest. Ob jetzt das Gespräch mit dem Animator das Aussehen der Figur in irgendeiner Art beeinflusst hatte, weiß ich nicht. Die Idee, dass die Figur mir nachempfunden sein könnte, schmeichelt mir, aber ich glaube nicht dass dies der Fall war.

LL: Was machen Sie in Ihrer Freizeit, oder Urlaub?

MO: Seit ich in Rente bin, habe ich viel mehr Freizeit als vorher. Meine Arbeit war sehr zeitintensiv. Und was den Urlaub betrifft... Ja, da habe ich schon mal von gehört. (lacht) Man muss verstehen, dass wir in Amerika nicht so viel Urlaub bekommen wie die Europäer. Aber seit ich in Washington wohne, fahre ich im Sommer gerne an den Strand, oder reise in die Heimat nach Los Angeles um dort Familie und Freunde zu besuchen.

LL: Machen Sie gerne Sport, wie Skifahren?

Nein, ich bin kein Ski-Fahrer. Das liegt wohl daran, dass ich in L.A. aufgewachsen war. Ich hatte nie Schnee gesehen bis ich etwa dreißig war. Ich war an Silvesterabend in Washington Stadt und es schneite. Ich war sehr aufgeregt, weil ich das noch nie gesehen hatte: es lag so viel Schnee dass man einen Schneeball formen konnte, so wie ich es nur aus dem Kino kannte. Doch als ich es probierte, ließ ich den Ball sofort fallen - er war kalt! Das war mir nie bewusst, weil die das im Film nie fallen lassen. Im Film ist es ja meistens eine Requisite aus Plastik oder so. Was ich aber ansonsten gerne mache ist ins Theater gehen, ins Kino gehe ich eher selten.

LL: Und was ist mit Fernsehen?

Nein, nicht wirklich. Ich habe über dreißig Jahre lang fürs Fernsehen gearbeitet, da wollte ich nicht abends nach hause kommen und mich wieder vor das Gerät setzen. In den ersten Jahren meiner Arbeit musste ich fast den ganzen Tag vor einem Fernsehgerät sitzen.

LL: Mögen Sie Star Trek?

MO: Ich liebe Star Trek! Als Star Trek ganz neu war, hatte ich keinen Fernseher. Ich kannte es nur, weil ich Leute kannte, die einen Fernseher hatten, also wusste ich schon wer Spock und die anderen sind. Aber ich hatte es nicht jede Woche gesehen. Als dann der Kinofilm herauskam war ich genau wie jeder andere sehr aufgeregt und dachte mir: "Oh Mann, das wird großartig!" Ich bin damals sogar in Washington ins Kino gegangen.

Und dann einige Jahre Später hörte ich dass ein Freund von mir beteiligt war, den zweiten Star-Trek-Film herzustellen. Ich dachte einfach nur: "Wow, ich habe Freunde, die Star Trek machen. Ist das nicht cool?!" Dieser eine Freund war [Filmproduzent] Harve Bennett, ich kenne ihn inzwischen schon über fünfzig Jahre, wir hatten uns als Teenager kennen gelernt. Auch die Chef-Assistentin war eine gute Freundin von mir. Da wir über die Jahre regelmäßigen Kontakt hatten, wusste ich dass sie an Star Trek arbeiteten. Eines Tages war ich mit ihr essen, und dann kam alles ins rollen. Die Tatsache, dass ich Harve Bennett kannte, war nicht unerheblich für seine Entscheidung. Als sie mich vorschlug, sagte er einfach, "Ja klar, Marc kann das machen. Beauftrage ihn."

LL: Denken Sie eigentlich den ganzen Tag an Klingonisch?

MO: (lacht) Das hat mich noch nie jemand gefragt. Es gibt nur drei Situationen wo das passiert. Die Erste ist natürlich, wenn mich jemand was fragt. Die nächste ist wenn ich Autokennzeichen sehe, weil dort oft Wörter mit drei Buchstaben stehen, die wie Klingonisch aussehen oder mich für neue Wörter inspirieren. Und das dritte ist, wenn ich mir überlege "Wie würde man dies und das auf Klingonisch ausdrücken?"... Aber ob ich das jeden Tag mache? Nein.

LL: Wie sehe die Pläne für die Zukunft aus?

MO: Da habe ich verschiedenes. Als erstes werde ich meine Bude etwas aufräumen müssen. Es hat sich so viel angesammelt über die Jahre. Jetzt da ich in Rente bin, habe ich keine Entschuldigung mehr. Aber das andere ist es, weiterhin am Klingonischen zu arbeiten. Da sind noch viele Sachen offen, die ich versprochen habe zu lösen.

LL: Vielen Dank für dieses Gespräch, und liebe Grüße an Maltz.

MO: Gern geschehen. Maltz muss jetzt damit klarkommen, dass ich in Rente bin. Er hatte die Wohnung immer für sich selbst alleine, jetzt muss er die ganze Zeit mit dieser anderen Person klarkommen.

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"Marc Okrand ist ein amerikanischer Sprachwissenschaftler und hauptsächlich bekannt als Erfinder der klingonischen Sprache." So steht es in Wikipedia, so kennt ihn auch jeder. Aber er ist mehr als "Mister Klingon", mehr als eine Vokabel-Erfinde-Maschine. Im Grunde führt er ein Leben wie jeder andere von uns, hat studiert und gearbeitet. Er fährt gerne an den Strand, besucht Freunde und Familie und geht ins Theater. Und er hat viel Spaß daran zu sehen, dass er mit seiner Kreation der Klingonischen Sprache so viele Leute erreicht hat, und ihnen eine Freude bereiten kann, indem er die Sprache weiterentwickelt. Aus einem ursprünglichen "Auftrag" wurde es auch für ihn zu einem schönen Hobby.

Genauso wie es auch mir als Klingonischlehrer ein Vergnügen ist, am jährlichen Kurs ins Saarbrücken einer Gruppe von Menschen Freude zu bereiten, Spaß an der Sprache zu haben, diese gemeinsam zu lernen und zu sprechen. Das sollte jeder im Hinterkopf behalten: Es geht nicht wirklich um die Sprache selbst, sondern der Weg ist das Ziel.

Euer Klingonischlehrer
Lieven L. Litaer

6. TV-Vorschau
(09. Juni 2014 - 29. Juni 2014)
Besuchen Sie auch die Online-Version der TV-Vorschau und stellen Sie sich dort Ihr persönliches Fernsehprogramm zusammen.

Colorcode:PayTVÖsterreichSchweiz
Montag, 09. Juni 2014
00:15 UhrStar Trek: Enterprise
Zeit des Erwachens
4x08SyFyWdh.
11:35 UhrStar Trek: Enterprise
Zuhause
4x03SyFyWdh.
11:45 UhrShrek - Der tollkühne Held
Animiationsfilm. Der Oger Shrek will seinen Sumpf wieder für sich alleine haben. Deswegen lässt er sich dazu überreden für einen König eine Prinzessin vor einem Drachen zu retten.
US
2001
Sat1Wdh.
12:25 UhrStar Trek: Enterprise
Borderland
4x04SyFyWdh.
13:35 UhrDie Chroniken von Narnia: Der König von Narnia
Die Geschwister Pevensie entdecken in einem alten Wandschrank einen Zugang ins Zauberreich Narnia. Mit sprechenden Löwen Eisköniginen und allem was dazu gehört. Nach C.S. Lewis
US
2005
Sat1Wdh.
14:15 UhrRaumschiff Enterprise
Kennen sie Tribbles?
2x15SyFyWdh.
15:10 UhrRaumschiff Enterprise
Tödliche Wolken
2x13SyFyWdh.
16:00 UhrRaumschiff Enterprise
Der Wolf im Schafspelz
2x14SyFyWdh.
17:20 UhrDer Mann in der eisernen Maske
Leonardo DiCaprio als Sonnenkönig und Maskenmann. Dazu noch ein paar Musketiere, eine Verschwörung, eine Revolution und Degenkämpfe.
UK
1998
ATVWdh.
18:35 UhrStar Trek: Enterprise
Cold Station 12 (2/3)
4x05SyFyWdh.
19:25 UhrStar Trek: Enterprise
Die Augments (3/3)
4x06SyFyWdh.
20:15 UhrCoraline
Coraline zieht mit ihren Eltern um. Aber hiere Andere Mutter hat eine viel interessantere Wohnung. Auch wenn sich das schnell ändert.
US
2009
3satWdh.
20:15 UhrThe Italian Job - Jagd auf Millionen
Nach einem erfolgreichen Raub wird ein Dieb von seinem Partner um die Beute betrogen. Natürlich kann man das nicht auf sich sitzen lassen, und muss die Beute noch mal rauben.
US/FR
2003
ATVWdh.
20:15 UhrThey Nest - Tödliche Brut
Mutierte Kakerlaken brüten in Menschen. Und niemand will das glauben.
US
2000
Tele-5Wdh.
21:15 UhrG.I. Joe: Die Abrechnung
Die G.I. Joes legen sich mal wieder mit den fiesen Cobras an.
US
2013
Sky-ActionWdh.
21:45 UhrSherlock - Sein letzter Schwur
Sherlock legt sich mit einem Meistererpresser an.
UK
2014
ARDWdh.
22:00 UhrPsych
Duell der Hellseher
2x03SRTLWdh.
22:05 UhrBattle of Los Angeles
Nicht mit dem Kinofilm verwechseln. Computeranimierte Aliens greifen Los Angeles an.
US
2011
Tele-5Wdh.
22:30 UhrLara Croft: Tomb Raider - Die Wiege des Lebens
Angelina Jolie als Lara Croft auf der Suche nach der Büchse der Pandora.
US/DE
2003
ATVWdh.
22:55 UhrPsych
Pimp My Psych
2x04SRTLWdh.
23:30 UhrStar Trek: Enterprise
Cold Station 12 (2/3)
4x05SyFyWdh.
23:30 UhrDas Mercury Puzzle
Ein kleiner autistischer Junge knackt durch Zufall einen Militärcode. Das ist sein Todesurteil, doch Bruce Willis beschützt ihn.
US
1998
ZDFWdh.
Dienstag, 10. Juni 2014
06:40 UhrRaumschiff Enterprise
Tödliche Wolken
2x13SyFyWdh.
07:30 UhrRaumschiff Enterprise
Der Wolf im Schafspelz
2x14SyFyWdh.
11:35 UhrStar Trek: Enterprise
Cold Station 12 (2/3)
4x05SyFyWdh.
11:50 UhrDer Mann in der eisernen Maske
Leonardo DiCaprio als Sonnenkönig und Maskenmann. Dazu noch ein paar Musketiere, eine Verschwörung, eine Revolution und Degenkämpfe.
UK
1998
ATVWdh.
12:05 UhrNumb3rs - Die Logik des Verbrechens
Wie im Film
6x04Kabel1Wdh.
12:25 UhrStar Trek: Enterprise
Die Augments (3/3)
4x06SyFyWdh.
13:05 UhrCharmed - Zauberhafte Hexen
Wendigo
1x12Kabel1Wdh.
13:05 UhrDr. House
Und nun?
7x01SF2Wdh.
14:00 UhrGhost Whisperer - Stimmen aus dem Jenseits
Der Poltergeist
2x18Kabel1Wdh.
15:10 UhrRaumschiff Enterprise
Meister der Sklaven
2x16SyFyWdh.
15:10 UhrStar Trek - Raumschiff Voyager
Das Wagnis
3x13Tele-5Wdh.
16:00 UhrRaumschiff Enterprise
Epigonen
2x17SyFyWdh.
16:10 UhrStargate Universe
Die Rückkehr
1x07Tele-5Wdh.
17:10 UhrStargate Universe
Die Zeitreise
1x08Tele-5Wdh.
18:10 UhrStar Trek - Raumschiff Voyager
Der Wille
3x15Tele-5Wdh.
18:35 UhrStar Trek: Enterprise
Der Anschlag
4x07SyFyWdh.
19:10 UhrStar Trek - Enterprise
Zeit des Erwachens
4x08Tele-5Wdh.
19:25 UhrStar Trek: Enterprise
Zeit des Erwachens
4x08SyFyWdh.
20:15 UhrBones - Die Knochenjägerin
Mit einem Schmerzen im Herzen
3x15RTLWdh.
20:15 UhrThe Transporter
Ein Ex-Militär transportiert als Kurier Päckchen für zwielichtige Kunden. Bis eines Tage eines der Pakete eine junge Frau enthält.
FR/US
2002
Sky-Cinema-HitsWdh.
21:15 UhrBones - Die Knochenjägerin
Zwei Amerikaner in Großbritannien (1/2)
4x01RTLWdh.
22:15 UhrPerson of Interest
Tote leben länger
3x06RTLWdh.
23:10 UhrPerson of Interest
Punktlandung
3x07RTLWdh.
23:30 UhrStar Trek: Enterprise
Der Anschlag
4x07SyFyWdh.
23:35 UhrDesperado
Antonio Banderas mit Gitarrenkoffer auf einem Rachefeldzug, da ein Geigenkoffer für das Arsenal einfach nicht mehr ausreicht.
US
1995
Sky-Cinema-HitsWdh.
Mittwoch, 11. Juni 2014
05:50 UhrRaumschiff Enterprise
Das Loch im Weltraum
2x18SyFyWdh.
06:40 UhrRaumschiff Enterprise
Meister der Sklaven
2x16SyFyWdh.
07:35 UhrRaumschiff Enterprise
Epigonen
2x17SyFyWdh.
12:05 UhrNumb3rs - Die Logik des Verbrechens
Der Klon
6x05Kabel1Wdh.
12:25 UhrStar Trek: Enterprise
Der Anschlag
4x07SyFyWdh.
13:00 UhrCharmed - Zauberhafte Hexen
Liebe ist die stärkste Macht
1x13Kabel1Wdh.
13:10 UhrStar Trek: Enterprise
Zeit des Erwachens
4x08SyFyWdh.
14:00 UhrGhost Whisperer - Stimmen aus dem Jenseits
Liebe und Wahrheit
2x19Kabel1Wdh.
14:15 UhrRaumschiff Enterprise
Das Loch im Weltraum
2x18SyFyWdh.
15:00 UhrStar Trek - Raumschiff Voyager
Der Wille
3x15Tele-5Wdh.
15:10 UhrRaumschiff Enterprise
Der erste Krieg
2x19SyFyWdh.
16:00 UhrRaumschiff Enterprise
Geist sucht Körper
2x20SyFyWdh.
16:00 UhrStargate Universe
Die Zeitreise
1x08Tele-5Wdh.
17:00 UhrStargate Universe
Gefahr für die Destiny
1x09Tele-5Wdh.
18:00 UhrStar Trek - Raumschiff Voyager
Pon Farr
3x16Tele-5Wdh.
18:35 UhrStar Trek: Enterprise
Kir'Shara
4x09SyFyWdh.
19:00 UhrStar Trek - Enterprise
Kir'Shara
4x09Tele-5Wdh.
19:25 UhrStar Trek: Enterprise
Daedalus
4x10SyFyWdh.
22:00 UhrConstantine
Keanu Reeves als Dämonenjäger. Und er ist in einen Kampf zwischen Himmel und Hölle verwickelt.
US/DE
2005
ATVWdh.
22:05 UhrLost Girl
Wo in Wille ist, ist auch ein Fae
1x02SRTLWdh.
22:50 UhrEraser
Arnold Schwarzenegger als Vertrauensperson. Keine Angst, er tut nur so als ob er seine Zielperson tötet. Solange die nicht böse ist.
US
1995
Sky-ActionWdh.
23:00 UhrCSI NY
Unter Geiern
5x16ORF1Wdh.
23:30 UhrStar Trek: Enterprise
Kir'Shara
4x09SyFyWdh.
Donnerstag, 12. Juni 2014
00:15 UhrStar Trek: Enterprise
Daedalus
4x10SyFyWdh.
03:45 UhrStar Trek - Enterprise
Kir'Shara
4x09Tele-5Wdh.
05:35 UhrRaumschiff Enterprise
Schablonen der Gewalt
2x21SyFyWdh.
06:40 UhrRaumschiff Enterprise
Der erste Krieg
2x19SyFyWdh.
07:30 UhrRaumschiff Enterprise
Geist sucht Körper
2x20SyFyWdh.
12:05 UhrNumb3rs - Die Logik des Verbrechens
Dreamland
6x06Kabel1Wdh.
12:10 UhrStar Trek: Enterprise
Kir'Shara
4x09SyFyWdh.
12:55 UhrStar Trek: Enterprise
Daedalus
4x10SyFyWdh.
13:00 UhrCharmed - Zauberhafte Hexen
Nachricht von Max
1x14Kabel1Wdh.
14:00 UhrGhost Whisperer - Stimmen aus dem Jenseits
Der Sammler
2x20Kabel1Wdh.
14:15 UhrRaumschiff Enterprise
Schablonen der Gewalt
2x21SyFyWdh.
15:10 UhrRaumschiff Enterprise
Stein und Staub
2x22SyFyWdh.
15:10 UhrStar Trek - Raumschiff Voyager
Pon Farr
3x16Tele-5Wdh.
16:00 UhrRaumschiff Enterprise
Das Jahr des roten Vogels
2x23SyFyWdh.
16:10 UhrStargate Universe
Gefahr für die Destiny
1x09Tele-5Wdh.
17:10 UhrStargate Universe
Mordverdacht
1x10Tele-5Wdh.
18:10 UhrStar Trek - Raumschiff Voyager
Die Kooperative
3x17Tele-5Wdh.
18:35 UhrStar Trek: Enterprise
Beobachtungseffekt
4x11SyFyWdh.
19:10 UhrStar Trek - Enterprise
Daedalus
4x10Tele-5Wdh.
19:25 UhrStar Trek: Enterprise
Babel
4x12SyFyWdh.
20:15 UhrBones - Die Knochenjägerin
Der Plastik-Prinz und die Tote in Plastik
7x03ATVWdh.
20:15 UhrThe Green Hornet
Playboy denkt sich: 'Ich könnte doch auch ein Superheld sein...' Der Gedanke scheint denen ja öfters zu kommen...
US
2011
Pro7Wdh.
20:15 UhrMerlin - Die neuen Abenteuer
Die Schattenwelt
3x11SRTLWdh.
20:15 UhrCaprica
Pilot (1/2)
1x01Tele-5Wdh.
21:10 UhrMerlin - Die neuen Abenteuer
Arthurs Stunde schlägt (1/2)
3x12SRTLWdh.
21:20 UhrCaprica
Pilot (2/2)
1x02Tele-5Wdh.
22:10 UhrLegend of the Seeker - Das Schwert der Wahrheit
Zaubertrank
1x06SRTLWdh.
22:15 UhrDr. House
Menschen machen Fehler
3x24RTLWdh.
23:05 UhrGamer
Killerspiel in echt. Todeszellenkandidaten werden dazu gezwungen sich von anderen kontrolliert gegenseitig umzubringen.
US
2009
Sky-ActionWdh.
23:10 UhrDr. House
Allein
4x01RTLWdh.
23:30 UhrStar Trek: Enterprise
Beobachtungseffekt
4x11SyFyWdh.
23:50 UhrBones - Die Knochenjägerin
Der Plastik-Prinz und die Tote in Plastik
7x03ATVWdh.
Freitag, 13. Juni 2014
00:15 UhrStar Trek: Enterprise
Babel
4x12SyFyWdh.
02:05 UhrStar Trek - Enterprise
Daedalus
4x10Tele-5Wdh.
05:15 UhrStar Trek - Enterprise
Beobachtungseffekt
4x11Tele-5Wdh.
06:25 UhrRaumschiff Enterprise
Stein und Staub
2x22SyFyWdh.
07:20 UhrRaumschiff Enterprise
Das Jahr des roten Vogels
2x23SyFyWdh.
11:30 UhrStar Trek: Enterprise
Beobachtungseffekt
4x11SyFyWdh.
12:05 UhrNumb3rs - Die Logik des Verbrechens
Der Hacker
6x07Kabel1Wdh.
12:15 UhrStar Trek: Enterprise
Babel
4x12SyFyWdh.
13:00 UhrCharmed - Zauberhafte Hexen
Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?
1x15Kabel1Wdh.
13:55 UhrGhost Whisperer - Stimmen aus dem Jenseits
Die Prophetin
2x21Kabel1Wdh.
15:00 UhrStar Trek - Raumschiff Voyager
Die Kooperative
3x17Tele-5Wdh.
16:00 UhrStargate Universe
Mordverdacht
1x10Tele-5Wdh.
17:00 UhrStargate Universe
Weltraum
1x11Tele-5Wdh.
18:00 UhrStar Trek - Raumschiff Voyager
Charakterelemente
3x18Tele-5Wdh.
18:35 UhrStar Trek: Enterprise
Vereinigt
4x13SyFyWdh.
19:00 UhrStar Trek - Enterprise
Beobachtungseffekt
4x11Tele-5Wdh.
19:25 UhrStar Trek: Enterprise
Die Aenar
4x14SyFyWdh.
20:13 UhrKopfgeld - Einer wird bezahlen
Mit Mel Gibson. Als sein Sohn entführt wird und die Geldübergabe scheitert entschließt er sich das Lösegeld in ein Kopfgeld umzuwandeln.
US
1995
13th-StreetWdh.
20:15 UhrDer Herr der Ringe - Die Gefährten (Special Extended Version)
Der Hobbit Frodo soll zusammen mit acht Gefährten einen magischen Ring zum Schicksalsberg bringen um ihn dort zu vernichten. Regie führt Peter Jackson.
NZ/US
2001
Sky-Cinema-HitsWdh.
20:15 UhrRaumschiff Enterprise
Computer M5
2x24SyFyWdh.
21:05 UhrRaumschiff Enterprise
Brot und Spiele
2x25SyFyWdh.
21:15 UhrCSI:NY
Toro - Der Stier
9x09VOXWdh.
21:55 UhrRaumschiff Enterprise
Ein Planet, genannt Erde
2x26SyFyWdh.
22:50 UhrRaumschiff Enterprise
Spocks Gehirn
3x01SyFyWdh.
23:05 UhrFlatliners
Nach Experimenten mit Nahtodeserfahrungen bekommen die Versuchsteilnehmer Visionen.
US
1990
Sky-ActionWdh.
23:45 UhrStar Trek: Enterprise
Vereinigt
4x13SyFyWdh.
23:55 UhrMan of Steel
Zack Snyders Reboot von Superman.
US/CA
2013
Sky-CinemaWdh.
Samstag, 14. Juni 2014
00:35 UhrStar Trek: Enterprise
Die Aenar
4x14SyFyWdh.
05:05 UhrStar Trek - Enterprise
Zeit des Erwachens
4x08Tele-5Wdh.
13:25 UhrHercules
Oh Mann, Salmoneus mal drei!
5x04Tele-5Wdh.
14:20 UhrXena
Hercules & Zeus: Der letzte Akt
5x12Tele-5Wdh.
15:20 UhrRelic Hunter - Die Schatzjägerin
König Arthur
3x17Tele-5Wdh.
16:20 UhrRelic Hunter - Die Schatzjägerin
Die Kronjuwelen
3x18Tele-5Wdh.
17:20 UhrRelic Hunter - Die Schatzjägerin
Die Büchse der Pandora
3x19Tele-5Wdh.
18:20 UhrSliders
Auf den Spuren von Jolly Jack
3x13Tele-5Wdh.
19:20 UhrSliders
Das Geheimnis der Pyramide
3x14Tele-5Wdh.
20:15 UhrEragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter
Ein Bauernjunge findet ein Drachenei. Und damit auch seine Bestimmung, den ein Tyrann regiert das Land. Denn dank Drachen ist das Tyrannenjagen ja viel spannender.
US/UK
2006
RTLWdh.
20:15 UhrBraveheart
Mel Gibson als schottischer Nationalheld, der sich im 13. Jahrhundert gegen die Engländer auflehnt.
US
1995
Sat1Wdh.
20:15 UhrThe World's End
Gary King versucht an seine Besten Zeiten anzuknüpfen und trommelt seine Jugendfreunde zusammen um in seiner Heimatstadt eine Kneipentour zu wiederholen. Doch nach 20 Jahren ist dort nicht alles so wie es war...
UK
2013
Sky-CinemaWdh.
20:15 UhrDer Herr der Ringe - Die zwei Türme (Special Extended Version)
Während Frodo und Sam weiterhin auf dem Weg sind den Ring zu zerstören, kämpfen ihre Gefährten an anderen Fronten gegen das Böse.
NZ/US
2002
Sky-Cinema-HitsWdh.
20:15 UhrRaumschiff Enterprise
Die unsichtbare Falle
3x02SyFyWdh.
21:05 UhrRaumschiff Enterprise
Der Obelisk
3x03SyFyWdh.
21:55 UhrRaumschiff Enterprise
Kurs auf Markus 12
3x04SyFyWdh.
22:00 UhrPerson of Interest
Problemlösungskompetenzen
1x06ATVWdh.
22:35 UhrThe Happening
Irgendetwas passiert. Und Leute versuchen Irgendwie zu überleben. Wie man es halt von einem M. Night. Shyamalan Fikm gewohnt ist
US/IN
2008
Pro7Wdh.
22:50 UhrRaumschiff Enterprise
Die fremde Materie
3x05SyFyWdh.
23:15 UhrNumb3rs - Die Logik des Verbrechens
Identitätskrise
1x08Kabel1Wdh.
Sonntag, 15. Juni 2014
10:45 UhrPsych
Erde ruft Lassiter
1x10RTLWdh.
11:40 UhrPsych
Er liebt mich, er liebt mich nicht, er liebt mich, huch ... er ist tot
1x11RTLWdh.
12:35 UhrEragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter
Ein Bauernjunge findet ein Drachenei. Und damit auch seine Bestimmung, den ein Tyrann regiert das Land. Denn dank Drachen ist das Tyrannenjagen ja viel spannender.
US/UK
2006
RTLWdh.
20:15 UhrDer Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs (Special Extended Version)
Frodo und Sam sind auf den letzten Metern ihrer Reise. Und Aragorn steht vor seiner Bestimmung, dem Besteigen des Throns.
NZ/US
2003
Sky-Cinema-HitsWdh.
20:15 UhrRaumschiff Enterprise
Wildwest im Weltraum
3x06SyFyWdh.
21:05 UhrRaumschiff Enterprise
Das Gleichgewicht der Kräfte
3x07SyFyWdh.
21:55 UhrRaumschiff Enterprise
Der verirrte Planet
3x08SyFyWdh.
22:10 UhrCSI:NY
Die Axt
6x16VOXWdh.
22:50 UhrRaumschiff Enterprise
Das Spinnennetz
3x09SyFyWdh.
23:20 UhrIron Man 2
Tony Stark, aka Iron Man, ist zurück. Und er legt sich mit Regierung, einem anderen Waffenproduzenten und einem Superschurken an.
US
2010
Sky-ActionWdh.
23:55 UhrThe Frighteners - Herr der Geister
Michael J. Fox hat nach dem Tod seiner Frau die Fähigkeit, mit Geistern zu sprechen. Diese nutzt er, um als Geisterjäger Geld zu verdienen. Doch bald hat er es mit dem Geist eines Killers zu tun.
NZ/US
1996
RTL2Wdh.
Montag, 16. Juni 2014
00:15 UhrStar Trek: Enterprise
Die Abweichung
4x16SyFyWdh.
Dienstag, 17. Juni 2014
06:00 UhrRaumschiff Enterprise
Computer M5
2x24SyFyWdh.
06:55 UhrRaumschiff Enterprise
Brot und Spiele
2x25SyFyWdh.
07:50 UhrRaumschiff Enterprise
Ein Planet, genannt Erde
2x26SyFyWdh.
11:45 UhrStar Trek: Enterprise
Die Heimsuchung
4x15SyFyWdh.
12:05 UhrNumb3rs - Die Logik des Verbrechens
Buckleys Spiel
6x09Kabel1Wdh.
12:35 UhrStar Trek: Enterprise
Die Abweichung
4x16SyFyWdh.
13:00 UhrCharmed - Zauberhafte Hexen
Zurück in die Vergangenheit
1x17Kabel1Wdh.
14:00 UhrGhost Whisperer - Stimmen aus dem Jenseits
Das Erbe meiner Mutter
3x01Kabel1Wdh.
14:15 UhrRaumschiff Enterprise
Spocks Gehirn
3x01SyFyWdh.
15:10 UhrRaumschiff Enterprise
Die unsichtbare Falle
3x02SyFyWdh.
15:10 UhrStar Trek - Raumschiff Voyager
Die Asteroiden
3x19Tele-5Wdh.
16:00 UhrRaumschiff Enterprise
Der Obelisk
3x03SyFyWdh.
16:10 UhrStargate Universe
Uneins
1x12Tele-5Wdh.
17:10 UhrStargate Universe
Glaube
1x13Tele-5Wdh.
18:10 UhrStar Trek - Raumschiff Voyager
Die neue Identität
3x20Tele-5Wdh.
18:35 UhrStar Trek: Enterprise
Die Verbindung
4x17SyFyWdh.
19:10 UhrStar Trek - Enterprise
Vereinigt
4x13Tele-5Wdh.
19:25 UhrStar Trek: Enterprise
Die dunkle Seite des Spiegels (1/2)
4x18SyFyWdh.
20:15 UhrBones - Die Knochenjägerin
Zwei Amerikaner in Großbritannien (2/2)
4x02RTLWdh.
21:15 UhrBones - Die Knochenjägerin
Ein Toter steckt im Plumpsklo
4x03RTLWdh.
22:15 UhrBones - Die Knochenjägerin
Der Finger im Vogelnest
4x04RTLWdh.
23:10 UhrBones - Die Knochenjägerin
Die toten Teile im tiefroten Teich
4x05RTLWdh.
23:30 UhrStar Trek: Enterprise
Die Verbindung
4x17SyFyWdh.
Mittwoch, 18. Juni 2014
00:15 UhrStar Trek: Enterprise
Die dunkle Seite des Spiegels (1/2)
4x18SyFyWdh.
06:00 UhrRaumschiff Enterprise
Spocks Gehirn
3x01SyFyWdh.
06:55 UhrRaumschiff Enterprise
Die unsichtbare Falle
3x02SyFyWdh.
07:50 UhrRaumschiff Enterprise
Der Obelisk
3x03SyFyWdh.
11:45 UhrStar Trek: Enterprise
Die Verbindung
4x17SyFyWdh.
12:05 UhrNumb3rs - Die Logik des Verbrechens
Alte Krieger
6x10Kabel1Wdh.
12:35 UhrStar Trek: Enterprise
Die dunkle Seite des Spiegels (1/2)
4x18SyFyWdh.
13:00 UhrCharmed - Zauberhafte Hexen
Wenn das Böse erwacht
1x18Kabel1Wdh.
14:00 UhrGhost Whisperer - Stimmen aus dem Jenseits
Die Veteranen
3x03Kabel1Wdh.
14:15 UhrRaumschiff Enterprise
Kurs auf Markus 12
3x04SyFyWdh.
15:00 UhrStar Trek - Raumschiff Voyager
Die neue Identität
3x20Tele-5Wdh.
15:10 UhrRaumschiff Enterprise
Die fremde Materie
3x05SyFyWdh.
16:00 UhrRaumschiff Enterprise
Wildwest im Weltraum
3x06SyFyWdh.
16:00 UhrStargate Universe
Glaube
1x13Tele-5Wdh.
17:00 UhrStargate Universe
Der Genetische Code
1x14Tele-5Wdh.
18:00 UhrStar Trek - Raumschiff Voyager
Temporale Sprünge
3x21Tele-5Wdh.
18:35 UhrStar Trek: Enterprise
Die dunkle Seite des Spiegels (2/2)
4x19SyFyWdh.
19:00 UhrStar Trek - Enterprise
Die Aenar
4x14Tele-5Wdh.
19:25 UhrStar Trek: Enterprise
Dämonen (1/2)
4x20SyFyWdh.
20:15 UhrDas Fenster zum Hof
Remake des Hitchcock Klassikers mit Christopher Reeve. Es geht um einen gelähmten Mann der durch sein Fenster einen Mord beobachtet. Oder zumindest glaubt einen beobachtet zu haben.
US
1998
Sky-NostalgieWdh.
21:15 UhrG.I. Joe: Die Abrechnung
Die G.I. Joes legen sich mal wieder mit den fiesen Cobras an.
US
2013
Sky-ActionWdh.
22:00 UhrLost Girl
Oh, mein Kappa!
1x03SRTLWdh.
22:15 UhrAnatomie
Horror aus deutschen Landen. Franka Potente kommt bei ihrem Anatomiestudium einem Geheimbund mit grauseligen Praktiken auf die Spur.
DE
2000
Sat1Wdh.
23:05 UhrResident Evil
Mila Jovovich im Kampf gegen ein Zombi-Virus.
UK/DE
2002
Sky-ActionWdh.
23:30 UhrStar Trek: Enterprise
Die dunkle Seite des Spiegels (2/2)
4x19SyFyWdh.
Donnerstag, 19. Juni 2014
00:15 UhrStar Trek: Enterprise
Dämonen (1/2)
4x20SyFyWdh.
03:30 UhrStar Trek - Enterprise
Die Aenar
4x14Tele-5Wdh.
06:00 UhrRaumschiff Enterprise
Kurs auf Markus 12
3x04SyFyWdh.
06:50 UhrRaumschiff Enterprise
Die fremde Materie
3x05SyFyWdh.
07:45 UhrRaumschiff Enterprise
Wildwest im Weltraum
3x06SyFyWdh.
10:25 UhrGalaxy Quest - Planlos durchs Weltall
Die Schauspieler einer Kult-SciFi Serie werden von Aliens entführt, die die Serie gesehen haben und nun glauben die Abenteuer ihrer Helden sind wahr. Mit Tim Allen.
US
1999
ORF1Wdh.
11:45 UhrStar Trek: Enterprise
Die dunkle Seite des Spiegels (2/2)
4x19SyFyWdh.
12:15 UhrNumb3rs - Die Logik des Verbrechens
Hauptgewinn
6x11Kabel1Wdh.
12:35 UhrStar Trek: Enterprise
Dämonen (1/2)
4x20SyFyWdh.
13:10 UhrCharmed - Zauberhafte Hexen
Blind
1x19Kabel1Wdh.
14:10 UhrGhost Whisperer - Stimmen aus dem Jenseits
Kranke Liebe
3x04Kabel1Wdh.
14:15 UhrRaumschiff Enterprise
Das Gleichgewicht der Kräfte
3x07SyFyWdh.
15:10 UhrRaumschiff Enterprise
Der verirrte Planet
3x08SyFyWdh.
15:10 UhrStar Trek - Raumschiff Voyager
Temporale Sprünge
3x21Tele-5Wdh.
16:00 UhrRaumschiff Enterprise
Das Spinnennetz
3x09SyFyWdh.
16:10 UhrStargate Universe
Der Genetische Code
1x14Tele-5Wdh.
17:10 UhrStargate Universe
Verloren
1x15Tele-5Wdh.
18:10 UhrStar Trek - Raumschiff Voyager
Das wirkliche Leben
3x22Tele-5Wdh.
18:35 UhrStar Trek: Enterprise
Terra Prime (2/2)
4x21SyFyWdh.
19:10 UhrStar Trek - Enterprise
Die Heimsuchung
4x15Tele-5Wdh.
19:25 UhrStar Trek: Enterprise
Dies sind die Abenteuer
4x22SyFyWdh.
20:15 UhrCatwoman
Halle Berry als katzenartige Diebin Catwoman. Vermutlich hat der Film auch noch einen Plot...
US
2004
ATVWdh.
20:15 UhrIron Man 3
Tony Stark, aka Iron Man, ist nochmal zurück. Und kämpft gegen den Mandarin.
US
2013
Sky-CinemaWdh.
20:15 UhrTerry Pratchett - Ab die Post
Betrüger Moist von Lipwig bekommt ein Angebot was er nicht ablehnen kann: Er soll die Post von Ankh-Morpork wieder auf Vordermann bringen. Oder durch die Tür in den Raum ohne Boden gehen. Nachdem er sich die Post angeschaut hat kommt er doch stark ins Grübeln ob er die richtige Wahl getroffen hat.
UK
2010
SRTLWdh.
20:15 UhrCaprica
Rebirth
1x03Tele-5Wdh.
21:15 UhrCaprica
Reins of a Waterfall
1x04Tele-5Wdh.
22:10 UhrHollow Man - Unsichtbare Gefahr
Wissensaftler entwickeln eine Möglichkeit einen Menschen unsichtbar zu machen. Aber bei einem Versuch am Menschen wird ihre Testperson zum wahnsinnigen Killer.
US/DE
2000
VOXWdh.
22:15 UhrDr. House
Der Stoff, aus dem die Heldin ist
4x02RTLWdh.
22:45 UhrResident Evil - Apocalypse (Extended Version)
Mila Jovovich als Alice im Kampf gegen die bösen Zombies und die noch ganz doll viel bösere Umbrella-Corporation.
DE/FR
2004
Sky-ActionWdh.
23:10 UhrDr. House
97 Sekunden
4x03RTLWdh.
23:30 UhrStar Trek: Enterprise
Terra Prime (2/2)
4x21SyFyWdh.
Freitag, 20. Juni 2014
00:15 UhrStar Trek: Enterprise
Dies sind die Abenteuer
4x22SyFyWdh.
02:35 UhrStar Trek - Enterprise
Die Heimsuchung
4x15Tele-5Wdh.
05:25 UhrStar Trek - Enterprise
Die Abweichung
4x16Tele-5Wdh.
06:00 UhrRaumschiff Enterprise
Das Gleichgewicht der Kräfte
3x07SyFyWdh.
06:55 UhrRaumschiff Enterprise
Der verirrte Planet
3x08SyFyWdh.
07:50 UhrRaumschiff Enterprise
Das Spinnennetz
3x09SyFyWdh.
12:00 UhrNumb3rs - Die Logik des Verbrechens
Der Händler des Todes
6x12Kabel1Wdh.
12:15 UhrStar Trek: Enterprise
Terra Prime (2/2)
4x21SyFyWdh.
13:00 UhrCharmed - Zauberhafte Hexen
Ein Geist, zwei Schwestern
1x20Kabel1Wdh.
13:00 UhrStar Trek: Enterprise
Dies sind die Abenteuer
4x22SyFyWdh.
14:00 UhrGhost Whisperer - Stimmen aus dem Jenseits
Geisterbilder
3x06Kabel1Wdh.
15:00 UhrStar Trek - Raumschiff Voyager
Das wirkliche Leben
3x22Tele-5Wdh.
16:00 UhrStargate Universe
Verloren
1x15Tele-5Wdh.
17:00 UhrStargate Universe
Sabotage
1x16Tele-5Wdh.
18:00 UhrStar Trek - Raumschiff Voyager
Herkunft aus der Ferne
3x23Tele-5Wdh.
18:35 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Der Mächtige (1/2)
1x01SyFyWdh.
19:00 UhrStar Trek - Enterprise
Die Abweichung
4x16Tele-5Wdh.
19:25 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Mission Farpoint (2/2)
1x02SyFyWdh.
20:15 UhrSpider-Man
Nach dem Biss einer Spinne wird Peter Parker zu Spiderman. Und kriegt es mit dem Goblin zu tun.
US
2002
ATVWdh.
20:15 UhrThe Expendables 2 - Uncut Version
Sly Stallone hat schon wieder die alte Garde der Action-Helden um sich versammelt und zusammen jagen sie Sachen in die Luft.
US
2012
Sky-Cinema-HitsWdh.
21:15 UhrCSI:NY
Alte Sünden
9x10VOXWdh.
21:45 UhrRaumschiff Enterprise
Platos Stiefkinder
3x10SyFyWdh.
22:00 UhrJames Bond 007 - Skyfall
James Bond muss einen Angriff auf den MI6 abwehren.
UK/US
2012
Sky-Cinema-HitsWdh.
22:40 UhrRaumschiff Enterprise
Was summt denn da?
3x11SyFyWdh.
23:25 UhrGhost Ship
Eine Bergungscrew findet auf See ein verlassenes Passagierschiff. Verlassen? Nicht Ganz. Es gibt immer noch den ein oder anderen Geist.
US/AU
2002
RTL2Wdh.
23:25 UhrSurvival of the Dead
Auf einer Insel grassiert eine Zombieepedemie. Da muss wohl wieder mal die Schrotflinte ausgepackt werden. Von Zombieurvater George A. Romero.
US/CA
2009
Sky-ActionWdh.
23:35 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Der Mächtige (1/2)
1x01SyFyWdh.
Samstag, 21. Juni 2014
00:25 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Mission Farpoint (2/2)
1x02SyFyWdh.
13:35 UhrHercules
Cäsar vor Irland
5x05Tele-5Wdh.
13:50 UhrSpider-Man
Nach dem Biss einer Spinne wird Peter Parker zu Spiderman. Und kriegt es mit dem Goblin zu tun.
US
2002
ATVWdh.
14:30 UhrXena
Ewige Bande
5x13Tele-5Wdh.
15:25 UhrRelic Hunter - Die Schatzjägerin
Der Pferdedieb
3x20Tele-5Wdh.
16:10 UhrCatwoman
Halle Berry als katzenartige Diebin Catwoman. Vermutlich hat der Film auch noch einen Plot...
US
2004
ATVWdh.
16:25 UhrRelic Hunter - Die Schatzjägerin
Die Quelle ewiger Jugend
3x21Tele-5Wdh.
17:25 UhrRelic Hunter - Die Schatzjägerin
Der Schlüssel zur Weisheit
3x22Tele-5Wdh.
18:25 UhrSliders
Das ewige Leben
3x15Tele-5Wdh.
19:20 UhrSliders
Exodus (1/2)
3x16Tele-5Wdh.
20:15 UhrRobin Hood - König der Diebe
Kevin Costner als Robin von Locksley im Kampf gegen den Sheriff von Nottingham.
US
1991
Sat1Wdh.
20:15 UhrDer Hobbit - Eine unerwartete Reise
Die Geschichte von Bilbo Baggins und den 13 Zwergen die auszogen um einen Drachenhort zu erobern.
US/NZ
2012
Sky-Cinema-HitsWdh.
20:15 UhrRaumschiff Enterprise
Der Plan der Vianer
3x12SyFyWdh.
21:05 UhrRaumschiff Enterprise
Brautschiff Enterprise
3x13SyFyWdh.
21:55 UhrRaumschiff Enterprise
Wen die Götter zerstören
3x14SyFyWdh.
22:00 UhrPerson of Interest
Es gibt einen Zeugen
1x07ATVWdh.
22:50 UhrRaumschiff Enterprise
Bele jagt Lokai
3x15SyFyWdh.
23:05 UhrDer Herr der Ringe - Die Gefährten (Special Extended Version)
Der Hobbit Frodo soll zusammen mit acht Gefährten einen magischen Ring zum Schicksalsberg bringen um ihn dort zu vernichten. Regie führt Peter Jackson.
NZ/US
2001
Sky-Cinema-HitsWdh.
23:15 UhrNumb3rs - Die Logik des Verbrechens
Hinterhalt
1x09Kabel1Wdh.
23:25 UhrCon Air
Nicolas Cage ist unschuldig im Knast und fliegt mit einem Gefangenentransport zu seiner Entlassung. Wie kann es auch anders sein, die Gefangenen fangen an, den Flieger zu hijacken, und Nicolas ist der Einzige der die Flucht noch verhindern kann.
US
1997
13th-StreetWdh.
Sonntag, 22. Juni 2014
11:55 UhrPsych
Überwiegend wolkig ... gebietsweise Mord
1x12RTLWdh.
15:10 UhrRobin Hood - König der Diebe
Kevin Costner als Robin von Locksley im Kampf gegen den Sheriff von Nottingham.
US
1991
Sat1Wdh.
20:15 UhrTRON: Legacy
Der Sohn von Flynn wird auch in den Computer digitalisiert, in den sein Vater vor Jahren schon die Abenteuer als User erlebt hat.
US
2010
Pro7Wdh.
20:15 UhrStirb langsam 4.0
John McClane (Bruce Willis) muss mal wieder Terroristen davon abhalten ihr böses Werk zu verrichten. Und einen jungen Hacker beschützen.
US/UK
2007
Sky-Cinema-HitsWdh.
20:15 UhrRaumschiff Enterprise
Fast unsterblich
3x16SyFyWdh.
21:05 UhrRaumschiff Enterprise
Gefährliche Planetengirls
3x17SyFyWdh.
21:55 UhrRaumschiff Enterprise
Strahlen greifen an
3x18SyFyWdh.
22:50 UhrThe Happening
Irgendetwas passiert. Und Leute versuchen Irgendwie zu überleben. Wie man es halt von einem M. Night. Shyamalan Fikm gewohnt ist
US/IN
2008
Pro7Wdh.
22:50 UhrRaumschiff Enterprise
Planet der Unsterblichen
3x19SyFyWdh.
Montag, 23. Juni 2014
11:45 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Der Mächtige (1/2)
1x01SyFyWdh.
12:05 UhrNumb3rs - Die Logik des Verbrechens
Stars und Steine
6x14Kabel1Wdh.
12:35 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Mission Farpoint (2/2)
1x02SyFyWdh.
13:00 UhrCharmed - Zauberhafte Hexen
Wächter der Dunkelheit
1x21Kabel1Wdh.
14:00 UhrGhost Whisperer - Stimmen aus dem Jenseits
Der Hellseher
3x07Kabel1Wdh.
14:15 UhrRaumschiff Enterprise
Platos Stiefkinder
3x10SyFyWdh.
15:10 UhrRaumschiff Enterprise
Was summt denn da?
3x11SyFyWdh.
15:10 UhrStar Trek - Raumschiff Voyager
Herkunft aus der Ferne
3x23Tele-5Wdh.
16:00 UhrRaumschiff Enterprise
Der Plan der Vianer
3x12SyFyWdh.
16:10 UhrStargate Universe
Sabotage
1x16Tele-5Wdh.
17:05 UhrStargate Universe
Halluzinationen
1x17Tele-5Wdh.
18:00 UhrStar Trek - Raumschiff Voyager
Translokalisation
3x24Tele-5Wdh.
18:35 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Gedankengift
1x03SyFyWdh.
19:00 UhrStar Trek - Enterprise
Die Verbindung
4x17Tele-5Wdh.
19:25 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Der Ehrenkodex
1x04SyFyWdh.
20:15 UhrKung Fu Hustle
Im Shanghai der 40er gibt sich ein Möchtegernganove für ein Mitglied der gefürchteten Axt-Gang aus. Wie der Titel suggeriert führt dies zu vielen Martial-Arts Einlagen.
HK/CN
2004
Kabel1Wdh.
20:15 UhrStar Command - Gefecht im Weltall
Der erste Einsatz von ein paar jungen Rekruten führt zu einem Gefecht mit einer feindlichen Flotte.
US/DE
1996
Tele-5Wdh.
22:05 UhrPsych
Wenn du so klug bist, warum bist du dann tot?
2x07SRTLWdh.
22:10 UhrCSI:NY
Goldener Schlag
6x17VOXWdh.
23:00 UhrPsych
Kinder sind unsere Zukunft ... unsere steinreiche Zukunft!
2x08SRTLWdh.
23:10 UhrVernetzt - Johnny Mnemonic
Keanu Reeves als Datenschmuggler. Doch die Daten, die er in seinem Kopf gespeichert hat drohen denselben zu sprengen. Und auch finstere Gestalten sind hinter den Daten her.
CA/US
1995
Sky-ActionWdh.
23:30 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Gedankengift
1x03SyFyWdh.
23:35 UhrSherlock - Der Reichenbachfall
Moriarty hat einen Plan um Sherlock ein für alle Mal auszuschalten.
UK
2012
NDRWdh.
Dienstag, 24. Juni 2014
00:20 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Der Ehrenkodex
1x04SyFyWdh.
06:00 UhrRaumschiff Enterprise
Platos Stiefkinder
3x10SyFyWdh.
06:55 UhrRaumschiff Enterprise
Was summt denn da?
3x11SyFyWdh.
07:50 UhrRaumschiff Enterprise
Der Plan der Vianer
3x12SyFyWdh.
11:45 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Gedankengift
1x03SyFyWdh.
12:00 UhrNumb3rs - Die Logik des Verbrechens
Story ohne Helden
6x15Kabel1Wdh.
12:35 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Der Ehrenkodex
1x04SyFyWdh.
13:00 UhrCharmed - Zauberhafte Hexen
Immer wieder Mittwoch
1x22Kabel1Wdh.
14:00 UhrGhost Whisperer - Stimmen aus dem Jenseits
Hör mit Deinem Herzen
3x09Kabel1Wdh.
14:15 UhrRaumschiff Enterprise
Brautschiff Enterprise
3x13SyFyWdh.
15:10 UhrRaumschiff Enterprise
Wen die Götter zerstören
3x14SyFyWdh.
15:10 UhrStar Trek - Raumschiff Voyager
Translokalisation
3x24Tele-5Wdh.
16:00 UhrRaumschiff Enterprise
Bele jagt Lokai
3x15SyFyWdh.
16:10 UhrStargate Universe
Halluzinationen
1x17Tele-5Wdh.
17:10 UhrStargate Universe
Die Luzianer-Allianz
1x18Tele-5Wdh.
18:10 UhrStar Trek - Raumschiff Voyager
Rebellion Alpha
3x25Tele-5Wdh.
18:35 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Der Wächter
1x05SyFyWdh.
19:10 UhrStar Trek - Enterprise
Die dunkle Seite des Spiegels (1/2)
4x18Tele-5Wdh.
19:25 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Der Reisende
1x06SyFyWdh.
20:15 UhrBones - Die Knochenjägerin
Die Unbeliebtheit und der Tod
4x06RTLWdh.
21:15 UhrBones - Die Knochenjägerin
Ein Er in einer Sie
4x06RTLWdh.
22:05 UhrLost Girl
Faetale Anziehung
1x04SRTLWdh.
22:15 UhrBones - Die Knochenjägerin
Schrottskulptur mit Schädel
4x07RTLWdh.
22:45 UhrThe 6th Day
Arnold Schwarzenegger wird geklont und deckt im Doppelpack eine Verschwörung auf.
US/CA
2000
SF2Wdh.
23:10 UhrBones - Die Knochenjägerin
Fliegt ein Schwindler aus der Drogenküche
4x09RTLWdh.
23:30 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Der Wächter
1x05SyFyWdh.
Mittwoch, 25. Juni 2014
00:20 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Der Reisende
1x06SyFyWdh.
04:45 UhrStar Trek - Enterprise
Die dunkle Seite des Spiegels (1/2)
4x18Tele-5Wdh.
06:00 UhrRaumschiff Enterprise
Brautschiff Enterprise
3x13SyFyWdh.
06:55 UhrRaumschiff Enterprise
Wen die Götter zerstören
3x14SyFyWdh.
07:50 UhrRaumschiff Enterprise
Bele jagt Lokai
3x15SyFyWdh.
11:45 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Der Wächter
1x05SyFyWdh.
12:05 UhrNumb3rs - Die Logik des Verbrechens
Es gibt keinen Zufall
6x16Kabel1Wdh.
12:35 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Der Reisende
1x06SyFyWdh.
13:00 UhrCharmed - Zauberhafte Hexen
Abraxas
2x01Kabel1Wdh.
14:00 UhrGhost Whisperer - Stimmen aus dem Jenseits
Der Wunschzettel
3x10Kabel1Wdh.
14:15 UhrRaumschiff Enterprise
Fast unsterblich
3x16SyFyWdh.
15:10 UhrRaumschiff Enterprise
Gefährliche Planetengirls
3x17SyFyWdh.
15:10 UhrStar Trek - Raumschiff Voyager
Rebellion Alpha
3x25Tele-5Wdh.
16:00 UhrRaumschiff Enterprise
Strahlen greifen an
3x18SyFyWdh.
16:10 UhrStargate Universe
Die Luzianer-Allianz
1x18Tele-5Wdh.
17:05 UhrStargate Universe
Inkursion (1/2)
1x19Tele-5Wdh.
18:00 UhrStar Trek - Raumschiff Voyager
Skorpion (1/2)
3x26Tele-5Wdh.
18:35 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Die geheimnisvolle Kraft
1x07SyFyWdh.
19:00 UhrStar Trek - Enterprise
Die dunkle Seite des Spiegels (2/2)
4x19Tele-5Wdh.
19:25 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Das Gesetz der Edo
1x08SyFyWdh.
20:15 UhrThe Astronaut's Wife
Mit Johnny Depp und Charlize Theron. Nach einem Unfall im All hat die Frau eines Astronauten das Gefühl, dass ihr Mann nicht mehr derselbe ist.
US
1999
Kabel1Wdh.
20:15 UhrHulk
Der Wissenschaftler Bruce Banner verwandelt sich nach einem Experiment in ein grünes Monster. Und das immer wenn er wütend ist.
US
2003
SyFyWdh.
22:10 UhrLegend of the Seeker - Das Schwert der Wahrheit
Das Gesicht im Spiegel
1x07SRTLWdh.
22:25 UhrIch weiß, was Du letzten Sommer getan hast
Ein paar Teenager überfahren jemanden und lassen die Leiche verschwinden. Bald werden sie aber von jemandem verfolgt.
US
1997
Kabel1Wdh.
Donnerstag, 26. Juni 2014
00:00 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Die geheimnisvolle Kraft
1x07SyFyWdh.
00:50 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Das Gesetz der Edo
1x08SyFyWdh.
05:20 UhrStar Trek - Enterprise
Die Verbindung
4x17Tele-5Wdh.
06:00 UhrRaumschiff Enterprise
Fast unsterblich
3x16SyFyWdh.
06:55 UhrRaumschiff Enterprise
Gefährliche Planetengirls
3x17SyFyWdh.
07:50 UhrRaumschiff Enterprise
Strahlen greifen an
3x18SyFyWdh.
11:45 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Die geheimnisvolle Kraft
1x07SyFyWdh.
12:05 UhrNumb3rs - Die Logik des Verbrechens
Brandzeichen
1x01Kabel1Wdh.
12:35 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Das Gesetz der Edo
1x08SyFyWdh.
13:00 UhrCharmed - Zauberhafte Hexen
Hexenjagd
2x02Kabel1Wdh.
14:00 UhrGhost Whisperer - Stimmen aus dem Jenseits
Die Verehrerin
3x11Kabel1Wdh.
14:15 UhrRaumschiff Enterprise
Planet der Unsterblichen
3x19SyFyWdh.
15:10 UhrRaumschiff Enterprise
Die Reise nach Eden
3x20SyFyWdh.
15:10 UhrStar Trek - Raumschiff Voyager
Skorpion (1/2)
3x26Tele-5Wdh.
16:00 UhrRaumschiff Enterprise
Die Wolkenstadt
3x21SyFyWdh.
16:10 UhrStargate Universe
Inkursion (1/2)
1x19Tele-5Wdh.
17:10 UhrStargate Universe
Inkursion (2/2)
1x20Tele-5Wdh.
18:10 UhrStar Trek - Raumschiff Voyager
Skorpion (2/2)
4x01Tele-5Wdh.
18:35 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Die Schlacht von Maxia
1x09SyFyWdh.
19:10 UhrStar Trek - Enterprise
Dämonen (1/2)
4x20Tele-5Wdh.
19:25 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Rikers Versuchung
1x10SyFyWdh.
20:15 UhrBones - Die Knochenjägerin
Menschliche Portionen per Post
7x04ATVWdh.
20:15 Uhr(T)Raumschiff Surprise - Periode 1
Von den Machern der 'Bullyparade'. Die Marsbewohner wollen die Erde vernichten. Und das soll die Besatzung der Surprise verhindern.
DE
2004
Pro7Wdh.
20:15 UhrDer Exorzist - Director's Cut
Ein Mädchen ist von Dämonen besessen. Und diese sollen nun ausgetrieben werden.
US
1973
Sky-Cinema-HitsWdh.
20:15 UhrCaprica
Gravedancing
1x05Tele-5Wdh.
21:15 UhrCaprica
There is Another Sky
1x06Tele-5Wdh.
22:15 UhrDr. House
Schauplatz der Merkwürdigkeiten
4x04RTLWdh.
22:45 UhrMan of Steel
Zack Snyders Reboot von Superman.
US/CA
2013
Sky-CinemaWdh.
23:10 UhrDr. House
Spieglein, Spieglein...
4x05RTLWdh.
23:30 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Die Schlacht von Maxia
1x09SyFyWdh.
23:50 UhrBones - Die Knochenjägerin
Menschliche Portionen per Post
7x04ATVWdh.
Freitag, 27. Juni 2014
00:20 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Rikers Versuchung
1x10SyFyWdh.
01:55 UhrStar Trek - Enterprise
Dämonen (1/2)
4x20Tele-5Wdh.
06:25 UhrRaumschiff Enterprise
Planet der Unsterblichen
3x19SyFyWdh.
07:20 UhrRaumschiff Enterprise
Die Reise nach Eden
3x20SyFyWdh.
08:15 UhrRaumschiff Enterprise
Die Wolkenstadt
3x21SyFyWdh.
12:05 UhrNumb3rs - Die Logik des Verbrechens
Bankräuber
1x02Kabel1Wdh.
12:10 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Die Schlacht von Maxia
1x09SyFyWdh.
12:55 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Rikers Versuchung
1x10SyFyWdh.
13:00 UhrCharmed - Zauberhafte Hexen
Voll im Bild
2x03Kabel1Wdh.
13:55 UhrGhost Whisperer - Stimmen aus dem Jenseits
Todesengel
3x12Kabel1Wdh.
15:10 UhrStar Trek - Raumschiff Voyager
Skorpion (2/2)
4x01Tele-5Wdh.
16:10 UhrStargate Universe
Inkursion (2/2)
1x20Tele-5Wdh.
17:05 UhrStargate Universe
Intervention
2x01Tele-5Wdh.
18:00 UhrStar Trek - Raumschiff Voyager
Die Gabe
4x02Tele-5Wdh.
18:35 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Die Frau seiner Träume
1x11SyFyWdh.
19:00 UhrStar Trek - Enterprise
Terra Prime (2/2)
4x21Tele-5Wdh.
19:25 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Der große Abschied
1x12SyFyWdh.
20:15 UhrThe Italian Job - Jagd auf Millionen
Nach einem erfolgreichen Raub wird ein Dieb von seinem Partner um die Beute betrogen. Natürlich kann man das nicht auf sich sitzen lassen, und muss die Beute noch mal rauben.
US/FR
2003
ATVWdh.
21:15 UhrStirb Langsam - Ein guter Tag zum Sterben
Bruce Willis als John McClane dieses mal in Russland und mit Sohnemann.
US
2013
Sky-ActionWdh.
21:15 UhrCSI:NY
Tod aus dem Drucker
9x11VOXWdh.
21:45 UhrRaumschiff Enterprise
Die Reise nach Eden
3x20SyFyWdh.
21:50 UhrTransporter - The Mission
Der 'Transporter' Frank soll einen Jungen in Miami beschützen. Nach der Entführung des Kleinen kommt es mal wieder zu einem Special Effects und Martial Arts Rachefeldzug/Rettungsaktion.
FR/US
2005
13th-StreetWdh.
22:00 UhrKick-Ass 2
Kick Ass ist zurück, und Red Mist will sich rächen.
US/UK
2013
Sky-CinemaWdh.
22:00 UhrDer Hobbit - Eine unerwartete Reise
Die Geschichte von Bilbo Baggins und den 13 Zwergen die auszogen um einen Drachenhort zu erobern.
US/NZ
2012
Sky-Cinema-HitsWdh.
22:05 UhrHot Fuzz
Top-Cop Angel wird von London in ein Kaff versetzt. Da er durch seine 400% höhere Aufklärungsrate seine Kollegen dumm ausehen lässt. Und in seiner neuen Umgebung geschehen seltsame, und tödliche, Zufälle.
UK/FR
2007
RTL2Wdh.
22:25 UhrBlade Trinity
Wesley Snipes als Blade der vampirische Vampirkiller. Dieses mal mit Verstärkung, denn Dracula höchstpersönlich muss das Heulen und Zähneklappern beigebracht werden.
US
2004
Pro7Wdh.
22:30 UhrLara Croft: Tomb Raider - Die Wiege des Lebens
Angelina Jolie als Lara Croft auf der Suche nach der Büchse der Pandora.
US/DE
2003
ATVWdh.
22:40 UhrRaumschiff Enterprise
Die Wolkenstadt
3x21SyFyWdh.
22:55 UhrEraser
Arnold Schwarzenegger als Vertrauensperson. Keine Angst, er tut nur so als ob er seine Zielperson tötet. Solange die nicht böse ist.
US
1995
Sky-ActionWdh.
23:35 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Die Frau seiner Träume
1x11SyFyWdh.
23:50 UhrGhost Whisperer
Das feuchte Grab
4x13ORF1Wdh.
Samstag, 28. Juni 2014
00:25 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Der große Abschied
1x12SyFyWdh.
13:30 UhrHercules
Der Winter der Götter von Asgard
5x06Tele-5Wdh.
13:45 UhrLara Croft: Tomb Raider - Die Wiege des Lebens
Angelina Jolie als Lara Croft auf der Suche nach der Büchse der Pandora.
US/DE
2003
ATVWdh.
14:25 UhrXena
Angriff auf Amphipolis
5x14Tele-5Wdh.
15:20 UhrRelic Hunter - Die Schatzjägerin
Die magische Schale
1x01Tele-5Wdh.
16:00 UhrThe Italian Job - Jagd auf Millionen
Nach einem erfolgreichen Raub wird ein Dieb von seinem Partner um die Beute betrogen. Natürlich kann man das nicht auf sich sitzen lassen, und muss die Beute noch mal rauben.
US/FR
2003
ATVWdh.
16:20 UhrRelic Hunter - Die Schatzjägerin
Auf den Spuren von Al Capone
1x02Tele-5Wdh.
17:20 UhrRelic Hunter - Die Schatzjägerin
Tod am Teufelsmund
1x03Tele-5Wdh.
18:20 UhrSliders
Exodus (2/2)
3x17Tele-5Wdh.
19:20 UhrSliders
Verbotene Zonen
3x20Tele-5Wdh.
20:15 UhrDas Fenster zum Hof
Remake des Hitchcock Klassikers mit Christopher Reeve. Es geht um einen gelähmten Mann der durch sein Fenster einen Mord beobachtet. Oder zumindest glaubt einen beobachtet zu haben.
US
1998
Sky-NostalgieWdh.
20:15 UhrRaumschiff Enterprise
Seit es Menschen gibt
3x22SyFyWdh.
21:05 UhrRaumschiff Enterprise
Portal in die Vergangenheit
3x23SyFyWdh.
21:15 UhrG.I. Joe: Die Abrechnung
Die G.I. Joes legen sich mal wieder mit den fiesen Cobras an.
US
2013
Sky-ActionWdh.
21:45 UhrSherlock - Der leere Sarg
Sherlock ist seid 2 Jahren Tod, und Watson versucht mit seinem Leben weiterzumachen. Es gibt aber auch Theorien das Sherlock seinen Ableben nur vorgetäusched. hat...
UK
2013
WDRWdh.
21:55 UhrRaumschiff Enterprise
Gefährlicher Tausch
3x24SyFyWdh.
22:00 UhrPerson of Interest
Der Fall Ulrich Kohl
1x08ATVWdh.
22:25 UhrBrothers Grimm
Die Gebrüder Grimm sind Trickbetrüger die Spuks inszenieren. Bis sie mit richtiger Zauberei konfrontiert werden.
UK/CZ
2005
Sky-Cinema-HitsWdh.
23:05 UhrDredd
Dredd, ein Judge, versucht in einem Megablock eine Drogenlabor zu schließen. Das führt zu einem Kampf auf Leben und Tot mit dem Syndikat.
UK/US
2012
Sky-ActionWdh.
23:20 UhrNumb3rs - Die Logik des Verbrechens
Radioaktiv
1x10Kabel1Wdh.
23:55 UhrCopykill
Sigourney Weaver als Kriminalpsychologin im Duell mit einem psychopathischen Serienkiller.
US
1995
Sat1Wdh.
Sonntag, 29. Juni 2014
12:00 UhrPsych
Spiel, Satz ... und Straftat?
1x13RTLWdh.
12:55 UhrPsych
Pokerface gegen Pokerface
1x14RTLWdh.
14:00 UhrGhost Whisperer - Stimmen aus dem Jenseits
Das Familiengeheimnis
3x13Kabel1Wdh.
14:20 UhrDie Chroniken von Narnia: Der König von Narnia
Die Geschwister Pevensie entdecken in einem alten Wandschrank einen Zugang ins Zauberreich Narnia. Mit sprechenden Löwen Eisköniginen und allem was dazu gehört. Nach C.S. Lewis
US
2005
SF2Wdh.
16:15 Uhr(T)Raumschiff Surprise - Periode 1
Von den Machern der 'Bullyparade'. Die Marsbewohner wollen die Erde vernichten. Und das soll die Besatzung der Surprise verhindern.
DE
2004
Pro7Wdh.
20:15 UhrR.I.P.D. - Rest in Peace Department
Nachdem ein Cop gestorben ist erfährt er das er einem neuen Department zugeteilt wurde.
US
2013
Sky-CinemaWdh.
20:15 UhrJames Bond 007 - Skyfall
James Bond muss einen Angriff auf den MI6 abwehren.
UK/US
2012
Sky-Cinema-HitsWdh.
20:15 UhrVan Helsing
Van Helsing jagt Dracula. Und das macht er in James Bond Manier. Mit Hugh Jackman und Kate Beckinsale.
US
2004
SyFyWdh.
21:55 UhrIron Man 3
Tony Stark, aka Iron Man, ist nochmal zurück. Und kämpft gegen den Mandarin.
US
2013
Sky-CinemaWdh.
22:00 UhrPsych
Kopfgeldjägereien
2x09SRTLWdh.
22:30 UhrUnderworld
Vampire kämpfen mit Werwölfen um die Vorherrschaft in der Nacht. Und irgendwo ist da auch noch eine Liebesgeschichte zwischen einer Vampirin und einem Noch-Menschen.
US/DE
2003
SyFyWdh.
22:40 UhrG.I. Joe - Geheimauftrag Cobra
Eine Eliteeinheit legt sich mit Eliteschurken an. Ganz wie im Comicbuch oder im Kinderzimmer mit Actionfiguren.
US
2009
Sky-Cinema-HitsWdh.
22:50 UhrPsych
Ihr Mörderlein kommet, o kommet doch all
2x10SRTLWdh.

7. Im Gespräch mit Christian Kallenberg, Chefredakteur Yps
von Reiner Krauss
Erwachsene Science-Fiction-Fans haben auch mal klein angefangen. Oft ging es mit ersten Fantasy-Comics los. In den 70iger Jahren gab es zunächst die großen Serien aus USA, wie Superman, Spiderman, Hulk oder Die Fantastischen 4. Europäische Comics waren geprägt von bodenständigen Abenteuer-Serien wie Bessy, Rex Danny oder ZACK (mit franko-belgischen Serien), aber auch Spaß mit Asterix und Lucky Luke. Eines Tages gab es in Deutschland dann etwas völlig Neuartiges. Im Jahre 1975 kam YPS auf den Markt: Besonderheit, neben Comics, Spaß und Rätsel gab es ein Gimmick (Beilage) zum Heft. Eins davon führte gar zu einem Luftfahrtzwischenfall und zu UFO-Sichtungen: Der Solar-Zeppelin. Mit anderen konnte man Edelsteine oder Bäume züchten, Detektiv spielen, Abenteuer erleben oder gar zaubern.
Die Zeit hielt nicht still und die YPS-Leser von damals wurden erwachsen. Die nächsten Generationen waren zwischenzeitlich anderes gewohnt. Von Computerspielen zu heutigen Smartphones. Ende der 90iger Jahre trat der Verlag Gruner & Jahr die Rechte an Ehapa ab, aber auch dort gelang es nicht, YPS für heutige Kinder attraktiv genug zu gestalten. Im Jahr 2000 war leider nach 25 Jahren Schluss. Die Fans von damals waren geschockt. Ein erster Versuch des Relaunch brachte man 2005 auf den Markt, doch es wurde versucht Alt und Jung gleichermaßen zu erreichen, was leider nicht erfolgreich war.
Ehapa gab trotzdem nicht auf. Man nahm sich der alten Zielgruppe der spaßbereiten, aufgeschlossenen, erwachsenen Leser von damals an und startete 2012, unter großem Medien-Echo, erfolgreich YPS als Lifestyle-Magazin mit Abenteuer-Themen, Retro-Geschichten und alten sowie neuen Comics. Auch das Gimmick durfte natürlich nicht fehlen.

Reiner Krauss (RK): Hallo nach Berlin. Vielen Dank für die Bereitschaft und Zeit für das Interview. Ich bin mir sicher, viele SciFi-Fans waren früher auch YPS-Leser. Sie sind sowieso offen für "Besondere Geschichten".

Christian Kallenberg (CK): Ja, eine gesunde Portion Vorstellungskraft und Abenteuerlust haben auch den YPS-Leser schon immer ausgezeichnet, damals wie heute. Unter anderem an diese Eigenschaften appellieren wir ja auch mit dem unserem Magazin-Konzept.

RK: Wie fühlt es sich derzeit an, für ein erwachsen gewordenes (Kinder-)Kult-Magazin zu arbeiten und wie kam es dazu?

CK: Es fühlt sich großartig an! Ich bin Jahrgang 1977 und habe als Kind natürlich YPS gelesen. Wenn ich mir manchmal im Archiv alte Ausgaben anschaue, um daraus Themen für kommende Ausgaben abzuleiten, und dabei Hefte entdecken, die ich als Kind hatte, beginnt sofort das Kopfkino: ein kurzer Flashback in die Vergangenheit. Auf die Idee, YPS für Erwachsene zu machen, sind wir Anfang 2012 gekommen, als wir uns angeschaut haben, wer sich auf Facebook eigentlich mit der Marke beschäftigt. Und das waren und sind nun einmal nicht die Kinder von heute, sondern die Kinder von damals.

RK: Ein erster Relaunch-Versuch scheiterte um das Jahr 2005. Was waren die Gründe?

CK: Wie Sie oben schon ausgeführt haben, hat man damals versucht, sowohl die alten als auch die jungen Leser zu erreichen. Das ist im heutigen Zeitschriftenmarkt, der extrem stark fragmentiert ist und für fast jede Altersklasse zu fast jedem Thema ein eigenes Magazin anbietet, quasi ein Ding der Unmöglichkeit. Wobei die Hefte 2005 / 2006 handwerklich gut gemacht waren, da kann man den Kollegen keinen Vorwurf machen.

RK: Was wollt ihr aktuell anders und besser machen?

CK: Ob wir Dinge besser machen, wage ich nicht zu beurteilen. Aber allein schon durch die Fokussierung auf die erwachsene Zielgruppe unterscheidet sich YPS von heute von dem von vor acht Jahren.

RK: Die Kinder des Ur-YPS sind erwachsen geworden. Man nennt sie heute liebevolle "Generation YPS". Wie schwierig ist es, deren Ansprüche und Wünschen gerecht zu werden?

CK: Das ist eine nicht zu unterschätzende Aufgabe und wir sind uns der großen Fußstapfen, in die wir hier treten, wirklich bewusst. Denn YPS hat angesichts der 25-jährigen durchgehenden Erscheinungsweise sogar mehr als nur eine Generation geprägt. In der Zeit hat sich das Heft selbst stark verändert, sowohl was die Inhalte, das Heftformat, den Preis, die Seitenanzahl usw. angeht. Weil man als Kind aber meistens nur ein paar Jahre YPS gelesen hat, unterscheidet sich das alte YPS, an das ich denke, zum Beispiel wahrscheinlich deutlich von dem alten YPS, an das Sie denken. Trotzdem sind wir beide YPSianer. Wir als Redaktion müssen uns daher darüber im Klaren sein, dass wir es nie allen recht machen, sondern immer nur nach dem größtmöglichen gemeinsamen Nenner suchen können.

RK: Nicolas von Lettow-Vorbeck hat eine, wie ich finde, sehr gute Bachelor-Arbeit zu YPS geschrieben. Zum einen habt ihr euch seine Mitarbeit gesichert und zum anderen erkennt man die Früchte seiner Arbeit, indem ihr Heft, Internet und TV gemeinsam nutzt. Aktuell startet das spannende und ungewöhnliche Wissensmagazin YPS - Die Sendung ganz im Stil der Kultmarke. Werden wir hier Verknüpfungen erleben und wird man sich gegenseitig unterstützen?

CK: Ich freue mich wirklich sehr, dass Nicolas für YPS schreibt. Gerade vorgestern rief er an und meinte, das aktuelle YPS 1263 sei das Beste seit der Neuauflage. Über dieses Urteil freue ich mich besonders, weil er sich bei YPS wirklich sehr gut auskennt. Zur Frage der Verknüpfungen: Obwohl YPS 25 Jahre eine Printmarke war, sind auch wir in der Gegenwart angekommen. Und können es uns daher überhaupt nicht leisten, andere Medienkanäle nicht zu berücksichtigen. Schließlich hat sich auch die Mediennutzung unserer Zielgruppe erweitert. Im Bereich TV freuen wir uns enorm, dass sich mit Endemol und der Mediengruppe RTL absolute Experten der Umsetzung der Marke YPS im Bewegtbild angenommen haben. Die Grimme-Preis-Nominierung der Pilotsendung war ein starkes Signal. Seit 3. April heißt es immer donnerstags um 22.05 auf RTL Nitro: Willkommen bei YPS – Die Sendung! Natürlich kennen die TV- und Printredaktion die Themenplanung des jeweils anderen, agieren bei der Umsetzung aber unabhängig. Denn unterschiedliche Medienkanäle bedürfen neben unterschiedlicher Erzählformen manchmal auch unterschiedliche Themen. Wichtig ist, dass bei beiden Formaten die Grundhaltung von YPS deutlich wird: Wir wollen Wissen, Abenteuer und Spaß vermitteln auf eine möglichst überraschende, neue Art und Weise.

RK: Eine weitere Unterstützung in Form des YPS-Fanpage-Betreibers" Dominik Scherer habt ihr ebenfalls im Boot. Er half bisher bei der Auswahl von Comics für das neue YPS-Comic-Spezial. Wie mir scheint wird das Magazin mit reiner Alt-Comic Auswahl ebenfalls sehr gut angenommen. Für die SciFi-Fans war bisher Captain York dabei. Ist damit zu rechnen, dass wir hier weitere Ausgaben in (un-)regelmäßigen Abständen erleben dürfen?

CK: Comics waren und sind ein wichtiger Bestandteil von YPS. Deswegen wollen wir in diesem Bereich weiterhin aktiv bleiben. Ob wir das mit den Originalcomics oder mit anderen Formen tun, ist noch nicht entschieden.

RK: 1 ½ Jahren nach dem Neu-Start. Seit ihr zufrieden mit dem Erfolg und wie wollt ihr ihn weiter sichern und ausbauen?

CK: 2012 war YPS als sogenannter One Shot, also als einmalige Ausgabe, angekündigt. Mittlerweile arbeiten wir an der siebten Heftfolge, haben letztes Jahr mit den Originalcomics zusätzlich zwei Sonderhefte auf den Markt gebracht und wie schon erwähnt läuft seit dem 3.4. YPS - die Sendung. Über diese Entwicklung sind wir froh. Aber darauf ausruhen können wir uns nicht. Deswegen haben wir uns auch für 2014 noch einiges vorgenommen.

RK: Das hört sich doch vielversprechend an. Doch wollen unsere Leser natürlich jetzt möglichst exklusiv hören, woran ihr so arbeitet und denkt für die nächsten Monate und Jahre.

CK: So weit, dass ich hier exklusiv etwas verkünden könnte, ist es leider noch nicht.

RK: Eine gute Idee war es, neue Comic-Zeichner in einem Wettbewerb zu sichten. Daraus entstand der erste neue Yinni Yan-Comic aus der Feder von Martin Tazl nach rund 14 Jahren. Es wurden aktuelle Themen humorvoll aufbereitet. Ein guter Neuanfang um erfolgreich alte Serien nicht nur zu reproduzieren, sondern weiter zu erzählen. Werdet ihr darauf aufbauen und wie?

CK: Yinni Yan stand auf der Wunschliste unserer Fans, was ein Comeback betrifft, ganz oben. Deswegen sind wir diesem Wunsch nachgekommen, zumal wir in Martin Tazl einen Zeichner gefunden haben, der in der Lage ist, diesen Klassiker behutsam ins Jetzt zu transportieren.

RK: Reden wir mal vom heutigen Arbeitsalltag als YPS. Wie organisierst Du den Tag, die Woche, den Monat? Was sind aktuell deine Aufgaben?

CK: Am Anfang einer Heftproduktion steht immer die Frage "Was können wir besser machen als beim letzten Mal?". Dafür ist es wichtig, das Feedback der Leser zu analysieren und den besagten gemeinsamen Nenner zu finden – immer wieder aufs Neue. Dann spreche ich mit Autoren wie Nicolas von Lettow-Vorbeck und Dominik Scherer sowie Zeichnern wie Martin Tazl und frage sie nach ihren Ideen. Mittlerweile melden sich auch viele YPS-Fans, die zwar keine Redakteure sind, denen jedoch bestimmte Themen am Herzen liegen und die uns bei deren Umsetzung helfen. Aus all diesen Inputs entsteht ein Redaktionsplan für die 100 Seiten. Und dann ist es Teil meines Job, dafür zu sorgen, dass der auch eingehalten wird. Außerdem versuche ich, die gute Nachricht, dass YPS wieder da ist, möglichst vielen Menschen zu erzählen. Denn das wissen trotz des Medienechos auf YPS 1258 immer noch nicht alle Mitglieder der "Generation YPS".

RK: Mundpropaganda ist sicher hilfreich, und wir wollen gerne dabei helfen. Das Internet hilft heute dabei auch, doch hat Ehapa den Willen, den Mut und das Budget euch darin weiter zu unterstützen. Sei es durch TV-, Print-, und Internet-Werbespots?

CK: Ehapa schaltet zu jeder Ausgabe Anzeigen, also klares "Ja!"

RK: Zurück zum Heft. Ich kann mir denken, dass es schwierig ist, für erwachsene Leser eine vernünftige Gimmick-Auswahl zu treffen. Was könnt ihr euch derzeit vorstellen? Auch Wiederauflagen von guten Klassikern dürften ein Fokus bleiben?

CK: Da komme ich noch mal auf das Leser-Feedback zurück: Wir haben gelernt, dass es für die erwachsene Zielgruppe durchaus etwas anspruchsvollere Gimmicks sein dürfen, bei denen der Leser mehr leisten muss, als es nur auszupacken. Dem Wunsch werden wir künftig gerecht werden. Generell stehen wir auch hier vor der Aufgabe, Gimmick-Klassiker neu zu interpretieren (wie wir es gerade mit dem Ostereierbaum to go getan haben) und neue Gimmicks zu finden, die dem oben genannten Wunsch und dem Geist von YPS gerecht werden.

RK: Ich kann nicht anders als meine "Alltime-Favorit" Gimmicks anzusprechen: Zauber-Gimmicks! "Magie" und "Fantasy" sind gerade auch Themen unserer Leser. Darf es solche "Specials" wieder geben?

CK: Zauberei ist natürlich ein tolles Thema für YPS, sei es als redaktionelle Geschichte im Heft oder als Gimmick. Da ist sicher etwas in der Pipeline, in welcher Kategorie verrate ich noch nicht.

RK: Zu einem neuen Highlight, wie ich finde, ist das Cover des aktuellen YPS geworden. Man könnte sagen, es ist ein eigenes Gimmick. Neben dem Wiedererkennungswert durch das bekannte Markensymbol, des roten "Y" auf gelbem Oval, überrascht das Heft jedes Mal aufs Neue mit ausgefallenen Ideen und Eye-Catchern. Sei es als Schatzkarte, als Papierflieger, als Cover zum selber bemalen. Wer hatte ursprünglich die Idee dazu und wie erlebt ihr die Resonanz?

CK: Die Ideen für alle Cover von YPS stammen von unserer Art Directorin. Gerade haben die Macher des internationalen "Innovations in Magazine Media Report 2014" YPS – und speziell unsere Event-Cover – zu den innovativsten Zeitschriften weltweit gewählt. Über diese Ehre freuen wir uns sehr. Noch mehr freut uns aber das Feedback unser Leser, die mit den Covern einfach einen Riesenspaß haben – sei es beim Suchen des YPS-Geocaches im Bergischen Land oder wie jetzt beim Gestalten ihres eigenen YPS-Covers.

RK: Neben dem Cover gibt es auch Neuerungen im Rahmen von Wissens- und Lifestyle Beiträgen für erwachsene Abenteurer. Sicherlich partizipiert man gerne von Werbepartnern, doch die Vielfalt an Themen bietet gute Entfaltungsmöglichkeiten. Aktuell gab es für unsere SciFi-Fans gar eine Risszeichnung des "Millennium-Falke", oder im neusten Magazin vom "Todesstern", aus Star Wars im Heft. Wie schwierig ist es auf Story Suche zugehen und wie entwickelt sich die Themenauswahl?

CK: Einfach ausgedrückt, machen wir das Heft für (mindestens geistig) jung gebliebene Erwachsene. Geschichten in YPS sollen deswegen Spaß machen, überraschen, Wissen vermitteln und insgesamt eine Relevanz für das jetzige Leben unser Leser haben.

RK: Ich wünsche weiterhin viel Spaß, Erfolg und dass uns YPS noch lange begleiten darf.

CK: Darauf kann ich nur mit einem Zitat von Piffi antworten: Glop, glop!

"Wenn Guru, dann Känguru". Zeit für YPS. Viel Spaß mit Spannung und Abenteuer.

8. Im Gespräch mit Dominik Scherer, YPS-Fanpage
von Reiner Krauss
Reiner Krauss (RK): Hallo an den "engagiertesten YPS-Fan ever" und vielen Dank für die Bereitschaft hier zu antworten!

Dominik Scherer: (DS): Hallo Reiner! Als "engagiertesten" YPS-Fan lasse ich mich gerne bezeichnen. Aber zu Unrecht werde ich von manchen auch als "größter" YPS-Fan bezeichnet. Das möchte ich mir allerdings nicht anmaßen, denn ich glaube es gibt noch wesentlich größere Fans!

RK: Wie kam es zur Idee und danach dem Aufbau einer YPS-Fanpage?

DS: Ich hatte mich damals hobbymäßig für das Erstellen von Webseiten interessiert und auch schon einige kleinere Fanseiten zu diversen Themen erstellt. Im Sommer des Jahres 2000 fiel mir auf, dass so gut wie keine Hintergrundinformationen zu YPS im Internet gab; selbst die Wikipedia existierte damals nicht! Da bot es sich natürlich an, meine beiden Hobbies – Webseiten und YPS – zu kombinieren.

RK: Es ist sicher eine Leidenschaft und mit viel Arbeit verbunden, z.B. alle Coverbilder zu sammeln und die Hefte lückenlos aufzulisten. Wie gelang das und woher gab es Hilfe?

DS: Noch bevor die Arbeiten an der YPS-Fanpage (die ich damals noch Das YPS Archiv nennen wollte) richtig begonnen hatten, kam ich übers Internet mit Richard Jebe in Kontakt, der beide Hobbies mit mir geteilt hat. Gemeinsam haben wir begonnen die ersten Inhaltsverzeichnisse zu schreiben und Infos zu sammeln. Letztendlich ist ihm auch das umfangreiche Coverarchiv zu verdanken, denn er bestand darauf, dass wir von jedem Heft das Cover einscannen müssen! Unsere Sammlungen haben sich gut ergänzt, denn damals hatte er vor allem die ganz alten Hefte und ich mehr der neueren Hefte.

RK: Wie erlebt man nach das Ende des Heftes nach 25 Jahren und die Zeit danach. Gab es eigene Hoffnungen bezüglich eines Relaunch?

DS: Die YPS-Fanpage ist am 1. Oktober 2000, genau 10 Tage vorm Erscheinen des letzten Heftes an den Start gegangen. In mehrerlei Hinsicht war das eigentlich – wenn auch zufällig – dennoch optimal: Die YPS-Fans hatten somit eine Plattform um sich weiterhin auszutauschen, die YPS-Fanpage hat durch das große Medienecho viele Besucher hinzugewonnen. Und für mich persönlich war es super, weil es durch die Recherchen zur Webseite immer wieder neues über YPS zu entdecken gab!
Einem Relaunch stand ich immer eher skeptisch gegenüber. Was wir YPS-Fans uns gewünscht hätten wäre ein YPS wie in den 70er Jahren. Aber das hätte im 21. Jahrhundert einfach keine Chance am Markt.

RK: Der erste Relaunch war von wenig Erfolg beschieden, da er die "Quadratur des Kreises" versuchte und Jung und Alt gleichermaßen erreichen. Was waren Deine Gedanken damals?

DS: Als ich damals den Relaunch rezensiert habe schrieb ich: "Wenn nicht YPS draufstehen würde, würde man beim Lesen nicht ahnen, dass man ein YPS-Heft in der Hand hält." Mit YPS hatte das Heft reichlich wenig zu tun und im Endeffekt hat es weder die alte Generation, noch junge Leser angesprochen. Dass überhaupt vier Ausgaben davon produziert wurden ist eigentlich ein Wunder.

RK: Ab 2012 startete Ehapa erneut durch und platzierte YPS als Lifestyle-Magazin mit Comics und Gimmick für Erwachsene Leser. Die Leser des alten YPS. Bisher, wie ich finde, mit steigender Qualität und ordentlichem Erfolg. Wie siehst Du, mit etwas Abstand, die Entwicklung und das Heft?

DS: Ein YPS-Heft für erwachsene Leser ist die einzige Chance die YPS noch hat. Und eine Mischung an Nostalgie, Comics und Artikeln ist meiner Meinung nach auch genau das richtige Konzept. Ich persönlich würde den Comic-Anteil vergrößern und hätte natürlich auch gerne hochqualitative Neuauflagen der alten Comics. Aber das ist finanziell vermutlich schwer umsetzbar.

RK: Dazu kamen bisher zwei YPS-Comic-Specials bei denen Du engagiert warst. Erzähle uns wie es dazu kam und was Du dabei gemacht hast?

DS: Herr Kallenberg, der Chefredakteur von YPS hatte mich schon im Frühjahr 2012 kontaktiert, als ich grade Mitten in der Mongolei auf Weltreise war. Eigentlich ein denkbar ungeeigneter Zeitpunkt, denn die vorherigen zwei Jahre hatte ich keinen Gedanken an YPS verschwendet. Aber zeitlich hat es dann doch hingehauen dass ich für YPS 1258 und die folgenden Ausgaben ein paar Artikel schreiben konnte.
Für die YPS Originalcomics Spezial wurde ich gebeten, die Comicauswahl zu treffen. Dazu hat die Redaktion mir freie Hand gegeben und sich um die nötigen Lizenzen gekümmert. Bisher konnten zum Glück alle von mir gewünschten Comics auch gedruckt werden.

RK: Wirst Du weiter für YPS engagiert bleiben und wie sieht der Kontakt zur Chefredaktion derzeit aus?

DS: Was mich bei meinem Engagement für YPS einschränkt sind mein Hauptberuf und meine anderen Hobbies. Sonst gäbe es womöglich noch mehr von mir in YPS zu lesen. Aber für die Auswahl von Comics finde ich immer Zeit, sollte es einen weiteren Band mit Originalcomics geben!

RK: Im Forum der Fanpage finden sich einige Wenige, die regelmäßig Bedenkenträger, sind oder gar Spaß an Verschwörungstheorien haben. Ich denke nicht, dass dies Repräsentativ ist, sonst wäre der heutige Erfolg nicht möglich. Leider wird dadurch dieses Forum von den YPS Unterstützer schnell gemieden und von den Verantwortlichen nicht mehr für Relevant genommen. Schade! Was sind Deine Gedanken dazu?

DS: Kritische Leser haben schon immer zu YPS dazu gehört. Man erinnere sich nur an die zahlreichen Leserbriefe in den alten Heften, die YPS "doof" finden. Ich glaube, dass die Verantwortlichen bei Ehapa auch die Meinungen aus dem YPS Fanpage Forum in ihre Evaluierungen mit einbeziehen.

RK: Wie siehst Du die Zukunft von YPS heute, zumal gerade auf RTLnitro YPS - die Sendung in Serie geht?

DS: Über die Verkaufszahlen des Relaunchs weiß ich genauso wenige wie alle anderen auch. Letztendlich muss es dem Verlag gelingen das Heft dauerhaft kostendeckend zu produzieren. Da hilft es auch nicht, dass die erste Ausgabe sich bombastisch verkauft hat. Aber dass YPS jetzt das zweite Jahr in Folge zurück am Kiosk ist, ist das beste Zeichen überhaupt!

RK: Vielen Dank für Deine Informationen. Möge uns YPS noch lange begleiten.

DS: Ich hoffe doch! Und wenn nicht, dann gibt es immer noch 1253 alte Hefte in denen man nostalgisch blättern kann...

9. Phantastische Spiele: The Lord of the Rings – Dice Building Game
von Jakob Schwarz
Deckbau-Mechanismen in Kartenspielen sind seit ein paar Jahren der große Hit. "Dominion", "Thunderstone" oder das "Star Trek – Deck Building Game" nutzen ihn. Das Prinzip ist simpel: Man startet mit einigen schwachen Karten und kauft im Laufe des Spiels aus einem zentralen Fundus stärkere Karten, mit denen man dann spielen kann. WizKids setzt das Konzept nun mit Würfeln um. Im "The Lord of the Rings – Dice Building Game", das auf WizKids’ "Quarriors"-System basiert, kämpft sich die Ringgemeinschaft würfelnd bis Mordor durch.

Die Box bedient sich der "The Lord of the Rings"-Film-Lizenz, die WizKids schon vor Längerem erworben hat, daher blicken uns die aus Peter Jacksons Filmtrilogie bekannten Gesichter entgegen. Das sorgt gleich für Stimmung. Das Innere der flachen Spielschachtel präsentiert sich aufgeräumt: 97 Symbolwürfel, vier verschiedenfarbige Würfelbeutel, Corruption Marker, Player und Sauron Mats, ein Score Tracker und ein Stapel unterschiedlicher Spielkarten, die im Wesentlichen Helden und Ausrüstungsgegenstände darstellen, die man im Laufe einer Partie in Würfelform erwerben kann, liegen fein aufgeräumt in einer Plastikform mit Deckel. Das ist auch gut so, sonst gäbe es bei den Unmengen an Würfeln ein heilloses Durcheinander.

Die Spielmaterialien sind von ordentlicher Qualität, wobei leider gerade die Würfel etwas billig wirken. Die Symbole, die Einheiten, Monster, Sondereffekte und Fellowship Points (die Spielwährung) darstellen, sind teilweise etwas undeutlich und auch nachlässig weiß lackiert. An die Qualität herkömmlicher Würfel kommen sie nicht heran. Allerdings muss man schon sagen, dass Symbolwürfel immer eine etwas knifflige Angelegenheit sind. Die meisten wirken bei genauem Hinschauen nicht ganz sauber gefertigt. Umso mehr wissen die stimmungsvollen Spielkarten zu gefallen, die mit Bildern aus den Kinoabenteuern geschmückt sind.

Vor dem Spielbeginn steht allerdings die Anleitung wie der Wächter im Wasser vor den Toren von Moria. Und die ursprüngliche Version, die dem Spiel beiliegt, ist leider sehr ungeschickt strukturiert. Da wird man von Vokabeln erschlagen, die Spielmechanismen beschreiben, ohne dass man die Mechanismen zuvor erklärt bekommen hat. Die Spielmaterialien werden nicht hinreichend vorgestellt. Und manche Informationen verbergen sich an völlig unpassenden Stellen. So werden die ersten Partien zur eher zähen Angelegenheit und häufig fragt man sich, wie jetzt was genau gemeint war. Glücklicherweise hat WizKids das mittlerweile eingesehen und eine deutlich erweiterte und komplett neu strukturierte Regelversion online gestellt. Diese kann man auf der Website von WizKids finden:

Hat man sich diese Regeln zu Gemüte geführt, geht das Spiel auf einmal erstaunlich leicht von der Hand. Gespielt wird reihum in Zügen. Wenn alle Spieler einmal an der Reihe waren, übernimmt der Startspieler (Ringträger) einen Sauron-Zug, dann gibt er den Ring an seinen Nachbarn zur Linken weiter und die nächste Runde beginnt. Man beginnt klein mit 8 Frodo-Würfeln und 2 Sam-Würfeln an der Shire-Location. Im Laufe des Spiels muss man sich durch acht Locations arbeiten – von Rivendell, durch Moria, bis zur Schlacht von Helm’s Deep und auf dem Pelennor –, um am Ende siegreich den Mount Doom und die Grey Havens zu erreichen. Mit den Rivendell- und Moria-Locations kommen insgesamt zwölf aus 24 möglichen Zusatzkarten auf den Tisch (Ausrüstung, wie Lembas und Anduril, und Verbündete, wie Aragorn, Gandalf und Co). Zu jeder Karte werden vier Symbolwürfel gelegt, die man für erwürfelte Fellowship Points erwerben und dem eigenen Vorrat hinzufügen kann – der klassische Building-Mechanismus eben.

Gleichzeitig tauchen auch die ersten Gegner auf der Sauron Mat auf, die mehr werden, wenn man Zusatzwürfel kauft (für jeden gekauften Würfel kommt ein Gegner dazu). Um von einer Location zur nächsten wechseln zu können, müssen alle Monster getötet werden. Deren Würfel kommen in den Destroyed-Bereich der Sauron-Mat und werden dann nach dem Ortswechsel wieder aktiv. Der Mechanismus sorgt dafür, dass von Location zu Location mehr Gegner den Spielern entgegenstehen, was sehr schön zur Geschichte von "The Lord of the Rings" passt. Monster werden mit den eigenen erwürfelten Einheiten bezwungen, die sowohl Angriffs- als auch Verteidigungswerte haben. Letztere brauchen sie, um den Gegenschlag von Sauron im Sauron-Zug zu überstehen. Außerdem weisen Einheiten Glory Points auf, die gewertet werden, wenn sie bis zum nächsten Zug des jeweiligen Spielers überleben.

Glory Points (Siegpunkte) sorgen für eine leicht kompetitive Note im Spiel, denn auch wenn die Spieler nur gemeinsam Sauron bezwingen können, gibt es doch am Ende einen "größten Helden von Mittelerde". Gleichzeitig kann der Ringträger mit seinen Glory Points jeweils Saurons Corruption Points kontern, die dieser zu unterschiedlichen Anlässen bekommt (vor allem für seine überlebenden Monster) und die er dazu einsetzt, um Ausrüstung und Einheiten zu korrumpieren, indem er die entsprechende Spielkarte markiert, wodurch alle zugehörigen Würfel nutzlos werden, bis die Karte mit Fellowship Points freigekauft wurde.

Bei Testspielen hat sich gezeigt, dass man den Schwierigkeitsgrad ganz gut selbst steuern kann. Je kompetitiver man spielt, desto kniffliger wird es. Kooperative Runden werden Sauron eigentlich immer bezwingen, die Frage lautet höchstens, wie lange es dauert und mit wie vielen Glory Points man am Ende dasteht. Zudem wird das Spiel leichter, wenn man einfach eine der drei Kartenreihen, in denen Ausrüstung und Einheiten ausliegen, ignoriert, denn dann bleiben alle Monster dort ungenutzt – es sind jeweils 3 Monsterwürfel mit jeder Viererreihe Karten assoziiert, die durch die ersten drei gekauften Zusatzwürfel für Sauron ins Spiel gebracht werden.

Fazit: Abgesehen davon, dass man sich wirklich die zweite Version der Regeln aus dem Netz laden sollte, bevor man sich ans Spielen macht, ist den Wizkids mit dem "The Lord of the Rings – Dice Building Game" ein kurzweiliges und nicht zu schweres Würfelspiel gelungen, das sich gut auch für Familienrunden eignet (sofern ein Spieler die englisch erklärten Sonderfähigkeiten der Würfel im Blick behält). Der Schwierigkeitsgrad hängt vom Kooperationswillen der Spieler ab; der Glücksfaktor hält sich durch die Menge der Würfel und den Umstand, dass es eigentlich keine nutzlosen Ergebnisse gibt, erfreulich in Grenzen. Einen Abzug in der B-Note bekommt das Spiel für seinen Preis hier in Deutschland. Während man in den USA Angebote um die 20 Dollar sieht, werden hierzulande heftige 50 EUR für ein neues Exemplar verlangt.

The Lord of the Rings – Dice Building Game
Brettspiel für 2 bis 4 Spieler
Jeph Stahl, Brett Myers
WizKids Games 2013
EAN: 634482706930
Sprache: Englisch

10. Die FedCon 23
von Stephanie Scherr
Science Fiction bedeutet vor allem eins: Vielfalt. Wie groß diese Vielfalt ist, konnte man am verlängerten Wochenende vom 29. Mai bis zum 1. Juni im Düsseldorfer Maritim Hotel sehen. Die FedCon 23 öffnete ihre Tore für all jene, die sich für Science Fiction interessieren. Ob Star Trek, Star Wars oder Stargate, aber auch Charmed, Defiance oder der Kultfilm Species – man kann mit Sicherheit sagen, dass für jeden etwas dabei war!
Was sich nicht leugnen lässt: Besonders Stargate-Fans kamen dieses Mal voll auf ihre Kosten. Richard Dean Anderson gab sich zwar bereits zum dritten Mal die Ehre, aber er wurde dieses Mal von Amanda Tapping und Michael Shanks begleitet – und diese drei auf einer Bühne zu sehen, die Möglichkeit zu haben, ein Foto mit ihnen zu machen, das war wirklich einmalig! Und nicht nur die Besucher hatten ihren Spaß, auch das Trio selbst fühlte sich offenbar wie auf einem Klassentreffen. Ergänzt wurden sie durch Jay Acovone und Suanne Braun – beides ebenfalls Entertainer der besten Sorte. Gerade Jay machte sich sehr gerne über sich selbst und den Tod seines Seriencharakters lustig.
In den beiden Stargate-Panels lachte Michael Shanks nicht nur einmal Tränen, Amanda Tapping schlug die Hände über dem Kopf zusammen und Richard Dean Anderson machte sich sowieso über alles und jeden erst einmal lustig. Es war wirklich schön anzusehen, wie die Chemie zwischen den dreien einfach stimmte und sich die gute Stimmung auf das Publikum übertrug. Einziger Wermutstropfen war, dass das Panel der drei Hauptdarsteller am Freitag den Hauptsaal des Maritim an seine Grenzen brachte und somit nur Besitzer von Wochenendtickets Einlass gewährt werden konnte. Den Unmut der Tageskartenbesitzer, die das Panel Dank Übertragung in den kleineren Saal mitverfolgen konnten, kann man nachvollziehen. Aber bei einer Großveranstaltung wie der FedCon, auf der die Feuerwehr überpräsent ist und die strengen Brandschutzvorschriften dringend eingehalten werden müssen, sind solche Maßnahmen leider oft notwendig. Auf der FedCon im Jahr 2012 war dies auch beim Panel vom William Shatner nötig gewesen.
Apropos William Shatner: Dieser war zwar 2014 nicht auf der FedCon, aber Star Trek war wieder einmal äußerst gut vertreten! Besonders freute sich das Publikum über die Grande Dame von Star Trek: Nichelle Nichols. Wer sie bereits auf anderen FedCons erleben durfte, wusste, dass sie eine wirklich beeindruckende Frau ist, die es versteht, das Publikum zu unterhalten und der alle Herzen zufliegen. Dieses Mal sollte es nicht anders sein. Nichelle bekam minutenlange Standing Ovations, hatte sichtlich Spaß auf der Bühne, bei den Fotos und selbst in der anstrengenden Autogrammstunde. Sie tanzte ausgelassen mit Amanda Tapping auf der Closing Ceremonies und erzählte auf bekannt charmante Art von ihrer Zeit am Star Trek-Set und ihren Erlebnissen. Besonders schön zu sehen war außerdem, dass nicht nur das Publikum, sondern auch die anderen Stargäste von ihr beeindruckt waren. Sie kümmerten sich rührend um sie, wollten Fotos mit ihr machen... es schien ein ganz besonderes, Fandom übergreifendes Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen den Schauspielern zu geben!

Allgemein waren dieses Mal die Frauen aus Star Trek sehr zahlreich vertreten. Diana Muldaur, bekannt aus Star Trek: The Original Series, aber vor allem aus Star Trek: The Next Generation gab sich ebenfalls die Ehre. Es war ihre erste FedCon und sie schaffte es innerhalb kürzester Zeit ebenfalls, die Herzen der Besucher für sich zu gewinnen. Mit Witz und Charme erzählte sie von ihren eigenen Erfahrungen am Set und so manchen Schwank aus ihrem Leben!
Nana Visitor hingegen ist eine FedCon-Wiederholungstäterin. Dementsprechend wusste sie, was auf sie zukommt und auch das Publikum wusste, was es von ihr zu erwarten hatte: Jede Menge Entertainment. Nana auf der Bühne zu erleben ist jedes Mal wieder eine große Freude. Dass ihr Lied "Guten Morgen Sonnenschein" war und es immer gespielt wurde, wenn sie auf die Bühne kam, kommt nicht von ungefähr, denn sie war stets mit einem Strahlen zu sehen und tanzte ausgelassen auf gefährlich hohen Schuhen!
Auch Nicole de Boer kennt sich in Sachen FedCon aus. So gut, dass sie unbedingt Ehren-Mitglied der Jury des Costume Contest werden wollte! Für ihr Panel schnappte sie sich Garrett Wang als Unterstützung und die beiden hatten sichtlich Spaß daran, sich gegenseitig aufzuziehen und auch das Publikum mit einzubinden. Gerade solche serienübergreifenden Freundschaften auf Conventions zu sehen ist besonders schön, denn es zeigt das Zusammengehörigkeitsgefühl des gesamten Star Trek-Universums!
Garrett Wang selbst war auf dieser FedCon nicht in der Rolle des Master of Ceremonies zu Gast, die er in den letzten Jahren innehatte. Diesen übernahm auf der FedCon 23 Nessi, bereits als Co-Moderatorin bestens bekannt. Der Vorteil von Garrett als normalem Stargast: Er hatte ein Panel, eine Fotosession und gab Autogramme – gerade bei letzterem hatte er eine nicht enden wollende Schlange zu bewältigen!
Garretts Voyager-Kollegin Roxann Dawson war einer der meist gewünschten Stargäste. Ihr bisher einziger FedCon-Aufritt lag Jahre zurück und in dieser Zeit hatte sie viele spannende Projekte verwirklicht. Nachdem sie aufgrund ihrer Arbeit als Regisseurin die Teilnahme an der FedCon 22 hatte absagen müssen, war es umso schöner, sie dieses Jahr begrüßen zu dürfen. Neben ihrer Rolle als B'Elanna Torres erzählte sie natürlich vor allem von der Vielzahl von Serien, die sie seitdem auf dem Regiestuhl betreut hat, denn ihr Portfolio ist umfangreich und wirklich beeindruckend.

Auch Alexander Siddig hatte 2013 seine Teilnahme an der FedCon absagen müssen und auch er war lange nicht zu Gast gewesen. Das liegt vor allem daran, dass auch er schwer beschäftigt ist. Umso besser, denn auch er hat viel zu erzählen. Letztes Jahr war er unter anderem in Wikileaks im Kino zu sehen, die zweite Staffel Atlantis steht an... auch nach Star Trek hat Sid, wie er sich selbst abkürzt, eine Menge zu tun. Und allesamt sind es spannende Projekte über die er gerne und vor allem unterhaltsam erzählt!
Star Trek ohne Ferengis? Undenkbar! Und so ließ es sich kein Fan nehmen, ein ganz besonderes Shooting auf der FedCon mitzumachen: Aron Eisenberg und Max Grodénchik in ihren Originalkostümen. Die Beliebtheit solcher Shoots sah man schon am Beispiel der Klingonen auf vergangenen FedCons und auch hier wurde es angenommen und es entstand eine Vielzahl spaßiger und einmaliger Fotos!
Wichtig auf der FedCon: Star Wars kommt neben Star Trek auch nie zu kurz! Angefangen davon, dass ein Treffen der 501st Legion stattfand und an die hundert Stormtrooper das Foyer des Maritim für sich beanspruchten, aber natürlich dürfen auch Darsteller nie fehlen!
Zum Einen war das Nalini Krishan. Bekannt als Jedi-Schülerin aus Episode II stand sie auf der FedCon ihren Fans Rede und Antwort. Und dann war da noch Bai Ling. Dass sie in Star Wars mitspielte, weiß so mancher nicht, denn leider wurde ihre Szene aus dem Endprodukt herausgeschnitten. Aber das war auf der Con selbst tatsächlich eher nebensächlich. Denn Bai schaffte es, für Aufsehen zu sorgen. Sie war für jeden Spaß zu haben, mischte die Con so richtig auf. Dass man sie dabei aber nicht auf ihr Äußeres reduzieren sollte, bewies sie immer wieder in Panels und Gesprächen: Hinter der glamourösen Fassade steckt eine sehr tiefgründige Persönlichkeit, die viel zu sagen hat und gerne zum Nachdenken anregt! Eine wirklich beeindruckende Frau.
Zwei ebenfalls beeindruckende Frauen kamen aus einer bisher auf der FedCon noch nicht vertretenen Serie: Charmed. Zwei der Halliwell-Schwestern waren zu Gast und standen den Fans Rede und Antwort. Auch ein Doppelshoot mit Shannen Doherty und Holy Marie Combs war natürlich Teil des Programms und ein Muss für jeden Hexenfan! Die beiden wurden, wie viele ihrer Kollegen, abends fröhlich feiernd auf den legendären Conparties gesehen und schienen dabei eine Menge Spaß zu haben.
Doctor Who-Fans hatten auf der BarrowCon im Vorjahr natürlich das große Los gezogen. Aber auch die FedCon 23 ließ sie nicht im Stich. Neben der umgestürzten Tardis als diesjährige Bühnendeko, gab es außerdem zwei Stargäste, die den Whovians bestens bekannt sind. Zum Einen David Warner, der zudem für die Fans von Star Trek und Tron sehr interessant war. Zum Anderen Tony Curran. Der war zwar vor allem wegen seiner neuen Serie Defiance zu Gast, aber als Vincent van Gogh in Doctor Who spielte er in einer der beliebtesten Folgen der britischen Serie mit. Und Tony schaffte es innerhalb kürzester Zeit, durch seine unkomplizierte, charmante und lustige Art, zu einem der Lieblinge der Con zu werden. Er verteilte in seinem Panel Gummibärchen an die Fragensteller, machte Fotos mit Bai Ling vor der Tardis... kurzum: Ein echter Gewinn für die FedCon!
Ebenfalls eine Quelle der guten Unterhaltung, gespickt mit Selbstironie und einem wahren Fundus an unterhaltsamen Geschichten: Natasha Henstridge. Bekannt durch ihre Rolle als Sil im Kultfilm Species hatte sie nicht nur dazu etwas zu erzählen, sondern auch zur Serie The Secret Circle und generell viel aus ihrem Leben und verschiedenen tollen und skurrilen Erlebnissen an diversen Filmsets.

Die Liste der Stargäste auf der FedCon 23 war wieder beeindruckend. Aber wie immer waren es nicht nur die Schauspieler, die für besondere Unterhaltung sorgten. Vor allem auch die Experten und Vortragenden sind wichtig, um eine besondere Mischung zu erzeugen und für alle Science Fiction-Fans etwas bereit zu halten. Lee Stringer hatte Beeindruckendes vorzuweisen, war er doch an Battlestar Galactica, Iron Sky und Serenity beteiligt. Larry Nemecek plauderte aus dem Star Trek-Nähkästchen und David Gerrold packte die Tribbles aus. Für die Star Wars-Fans wurde es interessant, als Tsuneo Sanda von seinen beeindruckenden Artworks erzählte und ein besonderes Schmankerl gab es in Form einer Star Wars-Auktion zu Gunsten von Sea Shepherd.

Vier Tage FedCon – vier Tage voller Programm. Alles zu schaffen ist unmöglich, da heißt es Prioritäten setzen. Aber fest steht, dass sich mit Sicherheit niemand gelangweilt hat. Jeder, egal, wo seine Vorlieben liegen, hatte eine Vielzahl toller und interessanter Programmpunkte zur Verfügung und konnte einmalige Erinnerungen mitnehmen!

11. Die FedCon 23 von allen Seiten beleuchtet
von Bettina Petrik
Hallo zusammen! Ich bin die Tina, meines Zeichens nach der Auflösung des Fandom Observers als Betriebsmittel übrig geblieben und frisch beim Corona Magazine angedockt. Und ich darf meinen ersten Beitrag beim neuen virtuellen Brötchengeber gleich zu einem meiner größten Steckenpferde schreiben. Das ehrt natürlich! Nicht nur als Besucher bin ich der FedCon, der größten Science Fiction- und Star Trek-Convention Europas, seit Jahren treu. Auch als freiwilliger Helfer findet man mich regelmäßig auf dieser oder der Schwesternveranstaltung aus dem Fantasy-Genre, der Ring*Con. Diesmal habe ich mich zudem erstmalig akkreditieren lassen, um der Con-eigenen Pressekonferenz beizuwohnen und ein exklusives Interview mit Stargast Garrett Wang zu führen [siehe Anhang]. Es war also bereits im Vorfeld klar, vom 28.05.2014 – 01.06.2014 gibt es ein langes Arbeitswochenende.

Zum Glück versucht der Veranstalter Dirk Bartholomä meist, die Convention um einen Feiertag herum aufzubauen. Wer da so wie ich einen Brückentag ergattern kann, dem sei auf jeden Fall geraten, einem Fan-Treffen dieser Art eine Chance zu geben. Die Preise – welche Zusatzleistungen wie Autogramme und Fotos mit den Stars nicht beinhalten – sind nicht ganz ohne, liegen jedoch für Veranstaltungen dieser Art im Rahmen. Und jeder, der sich auch nur ein wenig für Science Fiction jedweder Art begeistern kann, kommt hier gewiss auf seine Kosten.

Für Helfer wie mich fängt die Con natürlich schon vor Donnerstagmorgen an. Am Mittwoch wird schon mal bei den Aufbauarbeiten im Hotel vorbeigeschaut. ‚Nur kurz Hallo sagen‘, alte Freunde begrüßen. 10 Minuten später stehe ich mit den anderen auf der Bühne und bepacke die traditionellen Con-Taschen mit Magazinen und Stickern, die je nach Auflage möglichst jeder Besucher als Geschenk erhält. Drei Stunden später geht es mit Drehwurm und wunden Füßen wieder nach Hause- so langsam macht sich die Vorfreude bemerkbar.

Ich habe glücklicherweise die Nachmittagsschichten abgestaubt und muss als alter Hase am Donnerstag nicht um kurz vor acht Uhr morgens Habt Acht stehen sondern kann mich erst einmal umsehen. Mein Marvel-verliebtes Herz entdeckt prompt mit Begeisterung einen meterhohen Hulk auf der Hauptbühne! Eine freundliche Leihgabe der Firma Liekam, die auch auf der Händlerebene beeindruckend lebensechte Figuren etwa von Darth Maul, Captain America und Iron Man aufgebaut haben. Solche Kontakte knüpft man eben nur auf Conventions.

Dann wird es aber ernst. Vor dem Pressekonferenz-Saal hat sich bereits die German Garrison versammelt. Die Elite-Cosplay-Einheit im deutschen Raum wartet bei Veranstaltungen jedweder Art nur zu gerne mit detailverliebt echten Kostümen von Stormtroopern, Darth Vader, Roten Wachen und vielem mehr auf. Manch Anwesender hebt etwas überrascht eine Augenbraue. Zu Werbezwecken ausgerechnet Star Wars-Vertreter anheuern? Immerhin besteht zwischen Star Trek- und Star Wars-Fans seit Gott Gene Roddenberry und George Lucas schuf so etwas wie ein heiliger Krieg. Aber die FedCon ist längst keine reine Star Trek-Convention mehr. Die leidenschaftlichen Cosplayer der ‚Konkurrenz‘ sind immer einer der größten Anziehungspunkte für Gäste. So ist es nur gerecht, dass sie diesmal auch im Rahmen der offiziellen Promotion ein wenig im Rampenlicht stehen dürfen.

Alle Stars werden nicht anwesend sein, warnt uns die Pressebetreuerin der Convention gleich vor. Dabei gingen über den FedCon-Twitter-Account schon seit Tagen enthusiastische Tweets der Stargäste, die bereits im Flieger nach Deutschland saßen. Ja, die Con kann man selbstverständlich auch auf Twitter, Facebook und sogar Tumblr lebhaft im sozialen Netz mitverfolgen. Selbst während der Veranstaltung werden dort Anschauungsmaterial und kurzfristige Änderungen bekanntgegeben. Doch gegen Verspätungen und Jetlag ist auch die professionellste Betreuung machtlos. Das stört nicht groß, denn die Headliner und einige andere große Namen sind gekommen.

Nichelle Nichols, die sich den Besuch trotz fortgeschrittenen Alters und sichtlicher Gebrechlichkeit nicht hat nehmen lassen, betritt den Raum überraschend frisch und gut gelaunt, während hingegen Richard Dean Anderson ein wenig übermüdet wirkt. Anzüge sind bekanntlich auch nicht so MacGyvers Ding, Anderson gibt sich das ganze Wochenende über leger in Jogginghose und T-Shirt. Krumm nimmt es ihm niemand. Bei Geeks kennt man schließlich keinen Dresscode. Und Anderson unterhält die FedCon seit einigen Jahren schon nicht nur als sehr beliebter Star aus Kindheitstagen oder aus aktuelleren Stargate-Zeiten. Er hat auch sein Steckenpferd, die Naturschutzorganisation Sea Shepherd Conservation Society im Zuge seiner Con-Besuche in Europa bekanntgemacht. Darüber spricht er bei der Konferenz sehr gerne und gibt Auskunft zu aktuellsten Aktionen, bittet jedoch, dass man ihn doch nicht danach fragen möge, sonst hört er nämlich nicht mehr auf zu erzählen.

Damit kann ich leben und ergreife die Chance, Richard und Nana Visitor (Kira Nerys, Star Trek: Deep Space Nine) auf ihre gemeinsame Serien-Vergangenheit anzusprechen. Immerhin kennt man Nana aus zwei Episoden MacGyver. Einen Schwank vom Set gibt’s leider nicht zu hören, dazu liegt der Dreh wohl schon zu lange zurück, aber Nana lobt sehr, wie problemlos die Zusammenarbeit mit Richard war und dass sie sich an dem äußerst geschäftigen Set sehr wohlgefühlt hat. Richard nickt nur wohlwollend und widmet sich weiter seinem Kaffee. Aha.

Am meisten allgemeine Aufmerksamkeit ruht verständlicherweise auf Nichelle, die gerne und ausführlich antwortet, auch wenn sie hier und da von einem Sitznachbarn die Frage wiederholt bekommen muss. Die Runde ist merklich eingenommen von der Grande Dame des Science Fiction und steht man jederzeit zur Hilfe bereit. Sowohl beim Gang zum Tisch als auch dann, als einer der Journalisten eine halbwahre Geschichte aus Nichelles Vergangenheit aufbringt. Nichelle klärt auf, wie das damals wirklich war mit Martin Luther King. Wie der berühmte Bürgerrechtler ihr regelrecht befohlen hätte, sich ihren geplanten Ausstieg bei Star Trek noch einmal zu überlegen, weil sie für so viele Frauen und Angehörige von Minderheiten weltweit ein Vorbild sei- und das hat sie dann bekanntlich ja auch getan. Auch nach Star Trek hat Nichols noch beneidenswert viel erreicht, vor allem im Theatersektor. Dass sie mit über 80 noch beeindruckend laut werden kann, wenn sich die Gelegenheit für ein Lied bietet, stellt sie auch sofort unter Beweis. Fazit: eine rundum charmante, talentierte, intelligente, resolute und mitfühlende Lady im oft so kalten, berechnenden Filmbusiness, die mit ihrem Lachen den ganzen Saal um den Finger wickelt und sich am Ende sogar noch für Fotos mit den Reportern Zeit nimmt [siehe Foto].

Nach diesem Erlebnis ist es gar nicht so einfach, sich in den normalen Helferalltag einzufinden. Zum Glück kenne ich den Drill. Karten verkaufen, Listen schreiben, Bändchen um Handgelenke binden ("Bitte nicht zu fest!"), Fragen beantworten. Vor allem nach dem berühmt-berüchtigten Klaus wird verlangt, Dirks rechte Hand und Chef der Check In-Helfer, an den sämtliche Wehwehchen und Beschwerden herangetragen werden. Einige Helfer haben sich für dieses Jahr prompt einen ‚Nein, ich weiß nicht wo Klaus ist‘-Button gebastelt, das erspart einige Antworten.

Natürlich sind wir aber trotzdem für alle mit Auskünften und Tipps da. Vor allem die Securities, die nicht nur Bändchen und Eintrittskarte an jedem der unzähligen Ein-, Aus- und Durchgänge kontrollieren müssen, sondern auch darauf achten, dass nicht gar zu überenthusiastische Besucher den Stargästen zu nahe kommen, haben es nicht immer einfach. So waren in diesem Jahr zum ersten Mal zwei der Schwestern aus der berühmten Serie Charmed – Zauberhafte Hexen (Shannen Doherty und Holly Marie Combs) zu Gast. Genau wie die drei Stargate-Gäste waren dies sowohl bei den Fotosessions auch bei ihren Frage- und Antwort-Panels sehr gefragt. Da der Hauptsaal naturgemäß nur einer gewissen Zahl an Besuchern Platz bietet, haben hier Besitzer von Tageskarten gern einmal das Nachsehen und müssen draußen bleiben. Live-Übertragungen im Nebensaal sind logistisch nicht immer möglich. Hierzu wird postwendend im Internet und natürlich auch vor Ort bei den Leuten im roten Helfer-T-Shirt Frust und Zorn abgelassen. Auch Besitzer der Gold- und Platintickets, die für rund € 600,00 aufwärts viele Sondervergünstigungen bekommen, fühlen sich manchmal ungerecht behandelt. Doch die Vergangenheit hat gezeigt, dass Dirk und sein Team Kritik sehr ernst nehmen und rasch mit Ideen zur Verbesserung aufwarten.

Insgesamt geht es diesmal jedoch im Vergleich zu Jahren, als man bis zum Flughafen zurück in der Schlange für ein Foto mit etwa William Shatner anstand, recht gemäßigt zu. Das Staraufgebot ist klein und die Headliner aus Vorjahren bekannt, die Panels und Vorträge vor allem von den weniger berühmten Gesichtern meist recht leer. Macht nichts. So eine Convention bietet neben der hautnahen Starbegegnung ja auch noch andere Attraktionen. Die Händlerräume sind immer voll wie ein Ferengi-Markt. Dort rollt der Rubel, viele ausländische Firmen haben ihre Kollektion ausgestellt. Von T-Shirts über Taschen bis Schmuck kann man dort so einiges erwerben, was man sonst nur im Internet für viel Versandporto oder gar nicht erhält.

Ebenfalls sehr beliebt sind Workshops, bei denen man etwa die Kunst des Lichtschwertkampfs oder fiktive Sprachen erlernen kann. Oder wollte man nicht immer schon mal wie ein Klingone aussehen? Auf der FedCon entführen Vereinigungen für Cosplay, Modellbauer und viele mehr jedermann einen Tag lang in die Welt der Hardcore-Geeks.

Eine der größten Con-Attraktionen jedoch sind die aktiven Cosplayer selbst. Vor allem am Freitag und am Samstag sind die – bedauerlicherweise etwas ungemütlichen, mit kaum Sitzplätzen ausgestatteten – Hallen des Maritim gefüllt mit Ebenbildern von Charakteren aus allerlei Fiktionen. Diesmal waren erfreulicherweise vor allem Fans des seit Jahren so angesagten Superheldenfilm-Genres nicht zu übersehen- ein Franchise, das bei Dirks Veranstaltungen leider sträflich vernachlässigt wird. Daraus machen sich aber die Cosplayer nichts. Diese machen von allen kostümierten Besuchern am meisten Show und liefern Fotografen und Reportern bestes Futter. Ob nun der furchterregende Deadpool ganz wie auf den großen US-amerikanischen Conventions Seifenblasen für Kinder aufbläst oder sich Loki und ein weiblicher Captain America auf der Brücke zum Flughafen gegenüberstehen, kaum ein Fandom ist so bunt wie das der Comic-Helden. Das große Gruppen-Shooting wird zum Publikumsmagneten, und Fans von Marvel, DC und Konsorten können sich über viele neue Kontakte freuen.

Immer ist natürlich nicht Zeit, mit der Kamera herumzurennen, wenn man wie ich im Dienst ist. Feste Hierarchien im Helfer-Team gibt es nur begrenzt, da wird man vom Check In samstags schon mal eben zur Fotosession mit Shannen Doherty abgezogen. Noch mehr Stehen für Füße, die bereits im Streik sind, nun ja. Immerhin ist man dafür mit renommierten Hollywood-Namen auf engstem Raum zusammen. Charmed hat auch nach vielen Jahren scheinbar an Reiz nicht verloren. Die Gäste reißen sich um ein Bild mit ihrem Star. Heißt für uns, im Akkord Besuchergepäck und Tickets verwalten. Inzwischen ein freundlicher Händedruck vom Promi, fantasievolles Posieren, und das gleich auf mehreren Fotos, wenn man denn das Geld dafür hat, Klick, Durchwinken, der nächste bitte! Zeit zum Atmen bleibt da nicht, vor allem, wenn die Fotos zwei Stunden später schon zur Abholung bereit sein sollen. Auch als digitales Bild kann man diese mittels Aufpreis bestellen- Dirk denkt an die Internetgeneration.

Auch Nichelle arbeitet an diesem Tag eine noch viel längere Schlange ab- und lässt sich dabei kein bisschen unter Druck setzen, auch wenn das Verspätungen bedeutet. Da wird schon mal mit Fans geplauscht, sichergegangen, dass das Foto etwas geworden ist, und Nichelle hebt fast immer ihre Hand zum Vulkaniergruß. Bezaubernd! Traurig nur, dass dies wohl aus gesundheitlichen Gründen ihr letzter Besuch in Europa sein wird. Ihr eigenes Panel schließlich muss sie absagen, und auf Twitter verkündet sie, sie wäre vollkommen erschöpft, wenn auch im positiven Sinne. Was bin ich froh, die Gelegenheit genutzt zu haben, eine meiner Kindheitsheldinnen live zu sehen.

Schwer fällt der Abschied dann auch bei der Closing Ceremony. Während sich die anderen Promis nur kurz einzeln verabschieden, gibt Nichelle eine Geschichte aus ihrer Vergangenheit zum Besten und bringt uns noch einmal ein Ständchen. Die Stars in der Reihe hinter ihr wirken ernst und andächtig- so sieht Entertainment aus. Der Saal steht. Und das noch bevor das bereits zur Tradition gewordene Abschiedslied ‚Raise your glass‘ von P!nk aus den Boxen erschallt und die Stars zum Abschied die Bühne rocken. Nichelle, das chinesische Schauspiel-Sternchen Bai Ling und Roxann Dawson (B’Elanna Torres, Star Trek – Raumschiff Voyager) wagen die wildesten Tänzchen, und das Publikum ist begeistert.

Wir auch, doch auch für die Crew heißt es Abschiednehmen. Während auf der großen Leinwand schon mal Fotos vom Wochenende die Anwesenden verabschieden, stellen sich die Helfer zum Gruppenfoto auf der Bühne auf. Bai Ling hat das wohl ein wenig missverstanden, denn sie stellt sich einfach mitten unter uns. Uns freut’s!

12. Im Gespräch mit Garrett Wang
von Bettina Petrik
mehr Fan als Star und schonungslos ehrlich

Garrett Wang, ein chinesisch-US-amerikanischer Serienschauspieler, wurde bekannt als Harry Kim in Star Trek – Raumschiff Voyager. Regelmäßige Besucher der FedCon kennen den sympathischen Entertainer jedoch auch als "MOC", dem Master of Ceremonies auf der FedCon 20 – 22 und dem Captains Table. Dieses Jahr war Garrett als gewöhnlicher Stargast von Dirk eingeladen, durch sein enges Verhältnis zum Team und selbst einigen Gästen gehört er aber sozusagen schon zum FedCon-Inventar. Sehr gerne hat er sich auch mitten unter der Autogrammstunde Zeit für ein Interview mit dem Corona Magazine genommen.

Da ich auch persönlich sehr von Garretts unterhaltsamer Moderation in den Vorjahren begeistert war, stellte sich mir natürlich als erstes die Frage, ob wir ihn denn wieder einmal als MOC begrüßen dürfen. Garrett antwortet etwas unsicher, er würde die Aufgabe sehr, sehr gerne übernehmen, das läge jedoch allein in Dirks Hand. An dieser Stelle, lieber Dirk, mein offizieller schriftlicher Antrag: Ich will Garrett zurück!

Im Zuge meiner Hausaufgaben der Interviewvorbereitung bin ich natürlich auch auf andere Projekte gestoßen, an denen Garrett im Laufe seiner Karriere beteiligt war. So stellte ich mit Neid und Begeisterung fest, dass er bereits den Großmeister der Marvel-Comics, Stan Lee höchstpersönlich interviewen durfte. Gefragt, welche Comics er denn selbst am liebsten liest, hält sich Garrett vorbildlich aus dem ewig tobenden Krieg zwischen den Unternehmensriesen Marvel und DC heraus. Er betont, dass er alle Arten von Comics gern hat und auch begeisterter Anhänger von Comic-Verfilmungen ist. Daumen hoch an dieser Stelle! Auf einen Lieblingscharakter wollte er sich aber nicht festlegen lassen, obwohl er zugibt, Thor sehr gerne zu mögen.

Wir werden unterbrochen von meiner FedCon-Helfer-Kollegin, die eine Meinungsverschiedenheit mit unserem EC-Lesegerät hat. Als einigermaßen technikaffines Büromäuschen bekomme ich es zum Glück wieder zum Laufen, während Garrett ganz cool mein Diktiergerät zur Hand nimmt und weiter von seinen Comic-Vorlieben erzählt. Wir stehen nicht unter Druck. Auch die Besucher, die noch ein Autogramm von ihm möchten, hören gerne und gespannt zu, vor allem, als wir uns dann einem ernsteren Thema zuwenden.

Eine Woche vor der Con gab es im kalifornischen Santa Barbara eine weitere der – leider muss man es inzwischen schon so ausdrücken – regelmäßigen tragischen Schießereien unter Jugendlichen. Der Täter veröffentlichte ein Video vor seinem Amoklauf, indem er mit der Tat prahlt und sie damit entschuldigt, dass er noch Jungfrau ist, von Frauen immer zurückgewiesen werde und sich nun an ihnen rächen will. Kaum ein Wort über dieses Detail der Geschichte in den Medien. Die Opfer: hauptsächlich junge Mädchen und einzelne nicht weiße Männer. Zufall?

Es geht um Mobbing, Mobbing gegen kleinere Rand- oder auch ganze Bevölkerungsgruppen. Und Mobbing ist ein Thema, das für den Durchschnitts-Geek wie mich, oder auch auf der FedCon leider bei viel zu vielen, Alltag ist. Auch Garrett bestätigt, dass er als Jugendlicher aufgrund seiner Abstammung Mobbingopfer war. Anders aussehen als der Durchschnitt oder das aktuelle Schönheitsideal, anderen Religion angehören, andere Dinge mögen als sie angesagt sind. Zu meiner Schulzeit war man ein Freak im negativsten Sinne, wenn man Star Trek mochte.

Für Garrett haben Unglücke wie in Isla Vista in genau diesen Zuständen ihren Ursprung. Ein Hass auf Frauen wie bei diesem letzten, selbst im Zuge des Attentats getöteten Mörder, entwickelt sich nicht von ungefähr. Fast immer sind Täter bei solchen Unglücken Mobbing-Opfer, die irgendwann die Kontrolle verlieren. Und hier muss Garretts Meinung nach angesetzt werden, in der Prävention. Gegen Mobbing an Schulen muss viel stärker vorgegangen werden, fordert er, sogar so weit gehend, dass Mobbing-Täter inhaftiert werden sollen. Denn nur solche Maßnahmen schrecken andere davor ab, auf Angehörige Minderheiten solange loszugehen, bis diese irgendwann zurückschlagen- oft genug, wie in Santa Barbara, in tödlichem Ausmaß.

Und dafür, dass sich Zustände dieser Art bessern, tragen wir alle Verantwortung. Denn egal ob selbst Opfer, Zeuge, Freund oder vielleicht sogar Täter, das Thema geht uns alle etwas an und sollte nicht erst aktuell werden, wenn wieder einmal Leichen in den Nachrichten gezeigt werden.

Ich verlasse den Tisch sehr nachdenklich, als wir beide zurück zu unserer Arbeit müssen, aber als wir uns kurz darauf noch einmal für ein Foto zusammenstellen, können wir wieder grinsen. Denn: Es ist FedCon, und Conventions wie in Düsseldorf sind Anlaufstelle für viele Leute, die Ausgrenzung und Spott im Alltag erfahren, für die jeder Gang zur Schule oder auch zur Arbeit Magenschmerzen bedeutet. Auf kleinen Inseln wie Dirks Veranstaltungen kann man sich geben wie man ist und über seine Probleme reden. Oder diese einfach mal ein paar Tage lang vergessen. Denn: Anders sein als ‚alle anderen‘ schmiedet auch zusammen.

Ein etwas nachdenkliches Schlusswort von der Tina

13. Battle Royale – Versuch einer intertextuellen Analyse
von Elias Albrecht
Wie Siegfried Kracauer festhielt, spiegeln Filme die Gesellschaft und stellen oft gerade jene in Frage. Fukasaku Kinjis Meisterwerk Battle Royale (J 2000) dient meinem Artikel als Exempel, um zu zeigen, dass die Entstehung von Gewalt meist aus geschichtlichen, kulturellen und vor allem politischen Hintergründen erwächst.
Das Streben nach Macht - dies tritt im Besonderen in Sanktionierungen von Staatsapparaten im Hinblick auf Verbote, Zwänge oder Unterwerfungen zu Tage - ist untrennbar mit dem Begriff der Gewalt verwoben; im öffentlichen wie im privaten Leben. Eine breitgefächerte Medienlandschaft scheint den Machtkampf zwischen Nationen zu unterstützen und zeigt den Zuschauern tagtäglich schonungslose Bilder. Der Rezipient muss dabei zwischen der abstrakten Gewalt, die uns Medien präsentieren, und der im Alltag erfahrenen differenzieren.

Gewalt ist (k)eine Lösung?

In einem Zeitalter aus Furcht und Angst vor Kriegen oder Wirtschaftskrisen, entbrennen immer wieder Diskussionen über die Gewalt in den Medien. Daher wächst auch in Zukunft die Sorge um eine von Gewalt bestimmten Generation.
"Solange man zurückdenken kann, bildet die Gewalt eine Verwirklichungsform des Menschen als geschichtliches Wesen [...]", schreibt Ralf Schnell. Dank geschichtlicher Metamorphosen erwächst Gewalt und Terror aus einer Kultur heraus. Gewalt war stets eine Form von Herrschaftsanspruch, welche nicht nur auf Unterdrückung, sondern auch auf die Entfaltung des Individuums abzielt. Kunstformen, wie Film, Roman oder Musik gelten als eine Antwort auf den Verarbeitungsprozess gesellschaftlicher Erkenntnisse und Erfahrungen.
Gerhard Hroß liefert in seinem Aufsatz Die Funktion von Gewalt im Film eine durchaus treffende Beschreibung des Gewaltbegriffs: "[Gewalt ist] die Beeinträchtigung oder Verletzung der psychischen Integrität eines leibgebundenen Vernunft- und Freiheitswesen, die durch eine absichtliche Machtaktion eines Individuums oder einer Gruppe hervorgerufen wird [...].” Die düstere Zukunftsvision in Battle Royale ist ein Spiegel der realen erfahrbaren Gewalt binnen eines politisch- und wirtschaftlich veränderten Japans.
Kontrovers diskutierte Filme wie Battle Royale, welcher fälschlicherweise oft mit einem Slasherfilm gleichgesetzt wird, oder Genre wie Splatter- oder Gorefilm werden meist vorschnell verurteilt und mit Klischees abgetan. Dabei sind es gerade diese Filme, die den Zuschauer auf die ständigen Gefahren im Alltag aufmerksam machen - Durch sich überlagernden Reize, die das Individuum von Außen "erleidet", übergeht es im Unterbewusstsein viele Gefahren.

Vom Buch zum Film

Der Film Battle Royale basiert auf dem gleichnamigen Roman von Takami Kôshun. Bereits vor dem Filmstart im Dezember 2000 wurden ca. 600.000 Exemplare des Buchs verkauft.
Im Buch wie Film verabschiedet die japanische Regierung eine Initiative (das BR-Gesetz) gegen Abweichler und Dissidenten: Einen "Wettkampf" bei dem Schüler gegeneinander antreten und sich gegenseitig abschlachten müssen. Im Wesentlichen folgt diese Initiative dem römischen Prinzip "Brot und Spiele".
Der Roman gliedert sich in vier Abschnitte: Erläuterungen zum Spielablauf aus der Sicht eines Ringers, Prolog, Spielverlauf und Epilog. Am Ende müssen die letzten beiden Überlebenden der Battle Royale in den Untergrund flüchten und Japan verlassen. Denn wer die Spielregeln verletzt wird mit dem Tode bestraft.
Fukasaku Kenji erinnerte das Buch an das Ende des Zweiten Weltkriegs. Während der Dreharbeiten zu Battle Royale stellte er sich die Frage, wie wohl heutige Jugendliche auf eine solche Situation reagieren würden. Er inspirierte die jungen Darsteller indem er ihnen von seinen Nachkriegserlebnissen berichtete. Als Fukasaku die dritte Klasse besuchte, endete der Krieg im Pazifik mit der Kapitulation Japans. Einen Monat vor Kriegsende bombardierten US-Truppen seine Heimatstadt: "Fliehen oder sich zu verstecken war aussichtslos" sagt der Regisseur. Bei einem dieser Angriffe sind etwa dreißig Klassenkameraden Fukasakus umgekommen. "Die Beseitigung der Leichen wurde uns, den Mitschülern, zugeteilt." Bei Luftangriffen suchte man Schutz unter den toten Körpern seiner Freunde. "Nachdem das alles vorbei war, machten wir keine Vorwürfe, sondern waren stumm wie nach einem Kollaps und leckten uns unsere Wunden." Oft zweifelten die jungen Darsteller während der Dreharbeiten an ihren schauspielerischen Qualitäten, da Fukasaku sehr viel von ihnen abverlangte. Er wollte, dass sie seine Todeserfahrungen mit ihm teilen.
Für die Umsetzung des Romans in ein Drehbuch zeigte sich Fukasakus Sohn Kenta verantwortlich, der nach dem Tod seines Vaters auch die Regie des Sequels übernahm. Für Kenta waren besonders die enormen psychischen Belastungen interessant unter denen die Spielteilnehmer stehen. Das Drehbuch sah vor, die psychische Bürde der Schüler herauszustellen: Pubertät, starker Konkurrenzkampf in der Schule, hohe Erwartungen seitens der Familie. Der Film spricht somit problembelastete gesellschaftliche Topoi an, wie auch das amoralische Verhalten von Jugendlichen. Der Erzählstil wurde auf dem Weg vom Buch zum Film politisch umgedeutet - die systemkritische, eher links orientierte Erzählstruktur wich einer konservativen. Ebenso forderte Fukasaku gegenüber der Buchvorlage weniger Sentimentalität im Film.
Eine Besonderheit des Films liegt in der Auswahl der Musik: Amano Masamichi spielte hierfür zusammen mit dem Warschauer Philharmonie Orchester klassisch-europäische Stücke ein (u.a. Johann Strauß, Johann Sebastian Bach und Giuseppe Verdi). Jede Melodie unterstreicht dramatische, wie emotionslose Szenen im Film.

Battle Royale verbieten? Sie wollen doch nur spielen!

Jede Nation versucht seine Bevölkerung vor fremden oder inneren Übergriffen zu schützen. In Japan regelt das Parlament (eine Koalition aus Ober- und Unterhaus), als oberste Instanz, das Zusammenleben der Menschen in einer Demokratie. Auch die Medien versuchen im Land der aufgehenden Sonne Werte und Normen zum Wohle aller zu verbreiten.
Battle Royale wurde bereits bei seiner Ankündigung als ein polarisierender Film gesehen, der durch die Thematik politische Diskussionen entfachte. Fukasaku Kinjis konservativ anmutendes Werk forderte regelrecht nach einer Neuordnung in der Jugendschutzdebatte. Die Regierung sah durch die sozialpolitische Dimension des inszenierten jugendgefährdenden Filmstoffs das Gewaltmonopol des Staates ungemein gefährdet, da Fukasaku unter anderem Jugendkriminalität und Selbstjustiz in den Mittelpunkt der Narration stellt. Als jedoch einigen Mitgliedern des Parlaments das Endresultat gezeigt wurde, befanden sie das Werk als durchaus gelungen. Ein Film welcher die Probleme heutiger Schüler gekonnt in bewegten Bildern festhält. So verstummten die ganzen negativen Konnotationen um Battle Royale. Selbst die konservative Tageszeitung Yomiuri shinbun trat für den Film ein und schrieb: "Die Jugendlichen hätten mit einer solchen Ernsthaftigkeit und Empathie für die positiven Helden des Films auf die Leinwand gestarrt, das von einer Gewaltverherrlichung nicht die Rede sein könne. Außerdem vermittle der Film positive Grundwerte. Eltern, die nicht verstünden, was ihre Kinder an diesem Film begeistere, sollten sich einfach heraushalten, denn sie hätten nicht verstanden, in welcher Lebenssituation sich ihre Kinder befänden."

Spielleiter Kitano Takeshi

Kitano Takeshi, sicherlich vielen Lesern durch die Unterhaltungsshow Takeshi's Castle bekannt, gehört zu den renommiertesten japanischen Regisseuren der heutigen Zeit. Ein wahres Multitalent möchte man meinen: Auch außerhalb Japans schätzt man ihn als begnadeten Filmemacher, ebenso als Drehbuchautor und Kameramann. Als Darsteller tritt er in Filmen mit einem fiktiven Namen ('Beat'), als Regisseur hingegen mit bürgerlichen Namen ('Kitano') auf.
Einer seiner ersten großen Erfolge als Schauspieler feierte Takeshi 1983 in ?shima Nagisas Furyo - Merry Christmas, Mr. Lawrence. Als Actionfilm-Regisseur, ebenso als Darsteller sorgte er sechs Jahre später mit Violent Cop für Furore. Die im Alltag urplötzlich hervor preschende Gewalt wurde zu seinem Markenzeichen. Und nicht nur die: In seinem Film Hana-bi - Feuerblume (J 1997) legt er besonderen Wert auf die sentimentale Seite seiner Rolle. Hier geht es dem Künstler um die Einsamkeit und die Erlösung des Helden oder besser Antihelden.
Eine ganz andere Rolle spielt Takeshi in Battle Royale: Als Lehrer übernimmt er die Klasse 9 B der Shiroiwa-Mittelschule. Seine Figur ist die des von den Schülern gedemütigten und frustrierten Pädagogen. So wird er gleich zu Beginn des Films von einem Schüler niedergestochen.
Takeshis Rolle vermittelt zwei Charakterebenen: Zum einen verkörpert er den archaisch-sadistischen Typen, zum anderen besitzt er ein gewisses Verständnis für die sozialen Probleme seines Vaterlandes. Es erfüllt ihn mit Stolz seiner Nation zu dienen, ganz egal welche Problemlösungen dazu notwendig sind. Nach der klassischen Dramentheorie des Aristoteles mimt er den personifizierten Bösewicht, der sich mit kompromissloser psychischer und physischer Gewalt seiner Klasse gegenüberstellt.
Doch ist Kitano im Film, im Gegensatz zum Buch, mit seiner Klasse auch emotional verbunden, was sich dadurch zeigt, dass er in einem entscheidenden Moment in das Spiel eingreift, um seine Lieblingsschülerin Noriko (Aki Maeda) zu retten.

Intertextualität im Film Battle Royale

Die Intertextualität in Battle Royale zu hinterfragen, stellt sich als ein unlösbares Problem heraus, da man die japanische Kultur verstehen muss um diesen Film zu verstehen. Einem westlich geprägten Blick fehlt es am nötigen Verständnis, um die Komplexität asiatischer Filme zu verinnerlichen. Besonders im japanischen Kino zeigt sich dem Zuschauer eine exotische und meist bizarre Antwort auf kulturimmanente Problematiken.
Ursprünglich entstammt die Theorie der Intertextualität der Literaturwissenschaft. Nach Auffassung des Literaturwissenschaftlers und Philosophen Michail Bachtin sind die Wörter, die wir benutzen, von Spuren geprägt, die vorangegangene Sprecher mit ihren jeweiligen Absichten in ihnen hinterlassen haben. Ähnlich verhält es sich mit Bildern und Motiven in einem Film. Zusammen mit der Theorie der Cultural Studies, welche besagt, dass verschiedene Werke, egal ob Buch, Film, Musik etc., immer in einem kulturellen und interdisziplinären Zusammenhang stehen, versuchen Filmwissenschaftler die Intertextualität in Filmen zu hinterfragen.
Es existieren diverse Erläuterungsversuche der Cultural Studies. Im frühen 19. Jahrhundert betrachtete man die ethnologische Definition von Kultur aus den Künsten heraus, die als höchste geistige Errungenschaft angesehen wurde. Die Definition von Kultur erfuhr dadurch auch konservative Kritiken, da der Begriff "Kultur" ebenso politische Stellungnahmen impliziert. Raymond Williams schreibt das Film und Fernsehen minderwertig und vulgär seien, da "die Programme der "Massenmedien" nicht von, sondern für die "Masse" produziert [wird]".
Durch den Kulturtransfer zwischen Ländern können verschiedenartige Intentionen und Aussagen ausgetauscht werden. So liegt ein Vergleich zwischen Battle Royale und William G. Goldings Roman "Lord of the Flies" von 1954 nahe. Hier leben Jugendliche isoliert auf einer Insel und kämpfen ums Überleben. Aus diesem Überlebenskampf resultiert ein Zwist unter den einzelnen Gruppen. Battle Royale ist zwar kein Plagiat westlicher Bücher und Filme, doch sind durchaus Anspielungen auf die amerikanische Kultur der 30er Jahre - u.a. The Most Dangerous Game (Ernest B. Schoedsack, USA 1931) - oder 90er Jahre – unter anderem das Action-Drama Wedlock (Lewis Teague, USA 1991), bei dem die Insassen eines Gefängnistrakts paarweise elektronische Halsbänder tragen müssen, die wie in Battle Royale explodieren, sobald sich das Paar zu weit voneinander entfernt - zu entnehmen.
Die Intertextualität im Film Battle Royale beschreibt zum einen die gegenseitigen Exekutionen der Schüler untereinander, die im Rahmen eines Spiels stattfinden. Zum anderen betont der Film den Verlust des Vertrauens zwischen den Generationen.
Überdies präsentiert Battle Royale das Bild rivalisierender Verhältnisse zwischen den Spielteilnehmern, da in der japanischen Gesellschaft ein starker Konkurrenzkampf existiert. Die Neuzugänge der Klasse 9 B der Shiroiwa-Mittelschule Kawada Shôgo (Yamamoto Tarô) und Kiriyama Kazuo (Masanobu Andô), die das Spiel vorantreiben sollen, stehen im Kontrast zu dem Hauptdarsteller Nanahara Shûya (Fujiwara Tatsuya). Er verkörpert jedoch keinen Heroen, wie der Roman ihn schildert. Nanahara tritt dem Spiel mit einer pazifistischen Haltung entgegen. Bis auf einen Mitschüler, den er zufällig tötet, wird Nanahara nur hin und wieder Zeuge der gegenseitigen Morde seiner Klassenkameraden. Auch Kawada tötet nicht, er verteidigt sich nur. "Das ist Notwehr" meint Darsteller Yamamoto Tarô.
Es wird überaus deutlich, dass Battle Royale als ein durch und durch patriarchalisches Werk zu verstehen ist.

14. Im Gespräch mit Uwe Anton & Rüdiger Schäfer
von Jennifer Christina Michels
Das Perry Rhodan-Panel gehört mittlerweile seit vielen Jahren zu einer guten Tradition bei der FedCon. In diesem Jahr waren hier unter anderem auch Uwe Anton und Rüdiger Schäfer als Gäste vertreten, um die Fragen der zahlreich erschienenen Fans zu beantworten und unermüdlich Autogrammwünsche zu erfüllen. Ich selbst nutzte die Gelegenheit, um die beiden im Anschluss einfach mal wieder auf ein kleines gemeinsames Interview für die #300 festzunageln…

Jennifer Christina Michels (JCM): Hallo Ihr 2! Am vergangenen Wochenende wart Ihr beide zu Besuch auf der FedCon, dieses Wochenende beim ColoniaCon, gabt viele Autogramme und habt unzählige Fragen der anwesenden Fans beantwortet. Wie wichtig ist Euch eigentlich der rege persönliche Kontakt zu Euren Lesern? Und welche Impulse nehmt Ihr vielleicht auch für Eure weitere Arbeit auf diesen Veranstaltungen mit?

Uwe Anton (Uwe Anton): Der persönliche Kontakt zu den Lesern war bei Perry Rhodan immer schon ein sehr wichtiger Aspekt. Die Serie wäre ohne den engen Kontakt mit den Lesern niemals das geworden, was sie ist. Schließlich gibt es bei Perry Rhodan nun schon seit etwa 45 Jahren die Leserkontaktseite, die ein Beweis für diesen engen Zusammenhalt ist.
Das gilt aber auch für mich persönlich. Es macht einfach Spaß, mit den Lesern in direkten Kontakt treten zu können, ihre Meinung zu der geleisteten Arbeit zu hören und Wünsche und Anregungen, aber auch berechtigte Kritik, für die Zukunft mitzunehmen.

Rüdiger Schäfer (RS): Als Schriftsteller verbringt man den Großteil seiner Arbeitszeit allein vor dem Bildschirm, oder man liest Exposés, Datenblätter und die Manuskripte der Kollegen. Veranstaltungen wie FedCon und ColoniaCon sind da natürlich eine willkommene Abwechslung, so etwas wie die Sahne auf dem Kuchen.
Da ich selbst aus dem Fanlager komme, weiß ich, welche immense Kreativität und Leidenschaft seit vielen Jahrzehnten in diesem Bereich vorhanden ist, und wenn ich dann (gerade auf Cons) sehe und höre, was unsere Leser alles auf die Beine stellen, bin ich immer wieder überwältigt. Dann wird einem erst so richtig bewusst, das man Teil von etwas ganz großem ist, und dass Perry Rhodan seinen Erfolg auch ein Stück weit dem Engagement und der Euphorie der Fans zu verdanken hat.
Ansonsten kenne ich natürlich viele Fans schon ein halbes Leben, und Cons sind immer eine großartige Gelegenheit, sich wiederzusehen und zu quatschen. :-)

JCM: Perry Rhodan Neo steuert Ende Juli nun bereits die 75. Ausgabe an. Rüdiger, wie zufrieden bist Du mit der Entwicklung dieses Ableger im Allgemeinen und Deiner ganz persönlichen im Speziellen?

RS: Ich bin ganz ehrlich: Dass Perry Rhodan Neo eine derartige Erfolgsgeschichte hinlegt, hätte auch ich nicht erwartet. Ich fand die Idee damals originell und die ersten Hefte gelungen, aber dass die Serie dermaßen einschlägt, erschien mir eher Wunschdenken.
Inzwischen plant Chefautor Frank Borsch schon über Band 100 hinaus, und die Ideen und Konzepte, die er uns Autoren gegenüber bereits offengelegt hat, sind absolut phantastisch. Ein bisschen erinnert mich das natürlich auch an den Start der Erstauflage im Jahr 1961. Auch damals hat niemand auch nur ahnen können, was aus Perry Rhodan einmal werden würde. Ich nehme das als ein gutes Omen ?.
Ich glaube, dass der Bedarf an gut und spannend erzählter Science Fiction heute mindestens genau so groß ist wie vor 50 Jahren. Und das Motiv des Erstkontakts der Menschheit mit Außerirdischen ist ebenfalls zeitlos – zumindest so lange, bis wir tatsächlich einen arkonidischen Forschungskreuzer auf der Rückseite des Mondes finden. :-) Bei Neo schreiben zudem einige der besten deutschen Phantastik-Autoren mit, und in der täglichen Arbeit erlebe ich hautnah mit, wie viel Sorgfalt auf Manuskripte, Lektorat, Marketing und all die anderen Dinge verwendet wird, von denen ein Leser normalerweise gar nichts mitbekommt. Da steckt eine Wahnsinnsarbeit drin, und ich finde es schlicht schön, dass sich das in Erfolg (sprich: Verkaufszahlen) niederschlägt.
Persönlich lebe ich seit einigen Jahren einfach nur den Traum, und freue mich, dass er noch immer andauert. Atlan-Heftromane, Atlan-Taschenbücher, Perry Rhodan Neo, Perry Rhodan Stardust … Ich habe mit 10 Jahren mein erstes Perry Rhodan-Heft gelesen. Jetzt schreibe ich für dieses gigantische, faszinierende und einmalige Universum. Mehr muss ich da, denke ich, gar nicht mehr sagen.

JCM: Perry Rhodan ist für Dich bislang ja "nur" ein zweites Betätigungsfeld neben Deinem eigentlichen Beruf. Wie gehst Du mit einer solchen Doppelbelastung um? Bzw. ist Perry Rhodan noch Hobby für Dich, oder doch schon Beruf?

RS: Inzwischen wohl so eine Art Mischform. Für ein Hobby stecke ich viel zu intensiv drin, für einen Beruf wirft die Sache (noch) zu wenig ab. Andererseits bin ich mit der aktuellen Situation durchaus zufrieden. Es ist ja nicht so, dass ich das Schreiben als Stress oder Belastung empfinde (es sei denn, ich habe einen engen Abgabetermin). Für mich ist die Schriftstellerei noch immer Entspannung, eine Art produktive Realitätsflucht. Wer nicht selber eine Leidenschaft für das Schreiben hat, versteht das vielleicht nicht, aber ich könnte auf fast alles im Leben verzichten, nur nicht auf die Arbeit mit Texten.
Für den Alltag bedeutet das vor allem Disziplin. Ich war schon immer ein sehr organisierter Mensch (habe ich wohl von meinem Vater geerbt). Für meine Schriftstellerei baue ich Jahr für Jahr eine große Excel-Tabelle und plane sämtliche Termine und Schreibzeiten exakt vor. Für jedes Exposé erstelle ich zudem einen Schreibplan, der die verfügbaren Anschläge auf die Tage bis zum Abgabetermin verteilt. So weiß ich jederzeit, ob ich im Plan bin oder nicht. Und ich weiß vor allem, ob ich einen neuen Auftrag annehmen kann.

JCM: Damit scheinst Du, Rüdiger, ja recht gut ausgelastet zu sein. Aber mal eine Frage an Uwe: Was umtreibt Dich eigentlich aktuell abseits von Perry Rhodan? Da Du nicht mehr als Exposé-Autor verantwortlich zeichnest, müsstest Du ja schon fast wieder über Freizeit in Hülle und Fülle verfügen, oder? ;-)

UA: Schön wär's. Ich hatte mir tatsächlich vorgenommen, nach meiner vierjährigen Expo-Tätigkeit etwas weniger zu arbeiten, aber diese Träume haben sich schnell wieder zerschlagen. Auf meinem Schreibtisch liegt derzeit Arbeit für ein Jahr – Übersetzungen (David Baldacci für Lübbe und Heyne), neue Perry Rhodan-Romane und nun die Expos für die Stardust-Serie, von der ich auch den ersten und den letzten Band schreiben werde. Aber es ist schon eine Erleichterung, nicht mehr für die gesamte Serie verantwortlich zu sein, und meine beiden Nachfolger machen das ja sehr erfolgreich. Immerhin habe ich den Kopf frei für die eine oder andere Kurzgeschichte oder ein Projekt, das ich schon seit Jahren machen wollte: Im Herbst werde ich ein Buch über Robert Silverberg abschließen.

JCM: Du sprichst es bereits an, mit Perry Rhodan Stardust steht ein eine neue Miniserie in den Startlöchern. Womit dürfen die Fans in den zwölf geplanten Bänden rechnen?

UA: Mit einer einerseits völlig eigenständigen Serie, die andererseits aber fest im Perry Rhodan-Universum verankert ist und Lust machen soll, ein wenig ins Perryversum hinein zu schnuppern. Praktisch also die Quadratur des Kreises. Die Serie ist nicht einfach so beliebig, wir bieten den sogenannten Altlesern, die schon seit Jahren oder Jahrzehnten dabei sind, die Auflösung einiger wichtiger Fragen, aber Neulesern, die Perry Rhodan (noch) nicht kennen, auch eine neue, in sich abgeschlossene Geschichte.

JCM: Bei welcher Art von Exposé würde es Euch heutzutage inhaltlich richtig in den Fingern jucken? Als "alte Hasen" im Genre müsstet Ihr doch irgendwie alles schon einmal gesehen haben, oder?

UA: Als Romanautor? Bei einem Exposé, das von Philip K. Dick stammen könnte. Das ist und bleibt mein Lieblingsautor innerhalb der Science Fiction. Ich hatte neulich im Rhodan-Roman 2732, Der Hetork Tesser, Gelegenheit, ausführlich auf ihn hinzuweisen.
Als Exposéautor? Nun, es gibt noch so einige Personen, deren Schicksal in der Rhodan-Serie ungeklärt ist. Eine zwölfbändige Mini-Serie mit Alaska Saedelaere wäre so ein Traum von mir … oder vielleicht auch eine mit Mondra Diamond. Kurze Konzepte dafür sind jedenfalls auf mehreren USB-Sticks gesichert. Aber wenn du schon so fragst … auch eine Miniserie mit Gucky würde richtig Spaß machen.

RS: Grundsätzlich vertrete ich den Standpunkt, dass es keine schlechten Exposés, sondern nur schlechte Autoren gibt – was jetzt natürlich um Himmels Willen keine Aufforderung an die Exposéautoren dieser Welt sein soll, zukünftig schlampig und oberflächlich zu arbeiten!
Bei PR habe ich zudem die Erfahrung gemacht, dass man als Autor einen sehr großen Einfluss auf die Handlung nehmen kann. Frank Borsch beispielsweise schickt immer erst einmal eine Vorabversion seiner Vorgaben, die den Rahmen nur sehr grob umreißt. Dann kann man selbst Hand anlegen und Wünsche äußern. Wenn irgend möglich, baut Frank diese dann in das endgültige Exposé ein.
Meine persönlichen Vorlieben liegen ganz klar in der Charakterisierung. Ich möchte mir einfach Zeit für meine Figuren nehmen, sie ausleuchten, ihre Motive erforschen. Das ist in einem Taschenbuch schon allein aufgrund des Umfangs leichter als in einem Heftroman. Insofern bin ich immer zufrieden, wenn ich in einem Exposé nicht zu viele Protagonisten habe, mit denen ich arbeiten muss.

JCM: Lasst uns zum Abschluss mal den Blick in die ferne Zukunft richten: Wo sehr Ihr persönlich die Perry Rhodan-Serie in zwanzig Jahren?

UA: Eine sehr spannende Frage. Wenn man so darüber nachdenkt, welche Entwicklungen sich in den letzten zwanzig Jahren ergeben haben, und das extrapoliert, kann man sie nicht so einfach beantworten. Auf jeden Fall sehe ich Perry Rhodan in zwanzig Jahre noch auf Papier. Als Heft, als Buch, wer weiß? Aber ich sehe die Serie auch in elektronischer Form. Wer kann schon sagen, wie in zwanzig Jahren das Ebook aussehen wird? Vielleicht kann ich mir dann die Tageszeitung in Konkurrenz zu den Fernsehnachrichten morgens auf mein Endgerät holen? Quatsch, das kann ich ja schon heute … Vielleicht erscheint dann auch Perry Rhodan in einer ganz anderen Form? Wir leben in interessanten Zeiten, da stehen rasante Entwicklungen ins Haus. Es ist beruhigend, dass Perry Rhodan bei diesen Entwicklungen ganz vorn dabei ist. Aber das gedruckte Buch wird auch noch da sein, wenn vielleicht auch als Nischenprodukt für die ganz Unverbesserlichen, die einfach nicht darauf verzichten wollen.

RS: Da halte ich es mit dem französischen Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry, der einmal geschrieben hat: "Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen".
Perry Rhodan ist ein ganz erstaunliches Phänomen, und ich traue der Serie mit all ihren Facetten und Möglichkeiten absolut zu, mich zu überleben. Was ich selbst dazu beitragen kann, werde ich weiterhin mit Freude tun.

JCM: Vielen herzlichen Dank an Euch beide für das Interview und bis zum nächsten Mal!

15. Buchkritik: "Hohle Erde 1 - Animare" von John und Carole E. Barrowman
von Martin Fitzke
Ich habe das Buch Hohle Erde aus mehreren Gründen gelesen. Zum Einen interessiert mich das Hohlerde-Genre schon seit geraumer Zeit, zum Anderen mag ich die Barrowman-Geschwister. John Barrowman wegen seiner schauspielerischen Auftritte in diversen TV-Serien, sowie auf der Bühne, und von Carole Barrowman habe ich bereits einige Texte gelesen, die mich angesprochen haben. Beiden gemein ist ein, zumindest meiner Meinung nach, sehr ansprechendes Wesen, das sich auch und gerade im Umgang mit Fans ausdrückt.
Bereits beim Lesen des Klappentextes fällt auf, das es sich nicht um eine "Hohlerde-Geschichte" im klassischen Sinne handelt. Es gibt neue Ideen, geht um mehr als einen Zugang zum Inneren der Erde.

Zunächst die Handlung

Ich gehe zunächst auf die Handlung und einige Details der Geschichte ein. Allerdings möchte ich bewusst auf zu genaue Details verzichten, um nicht zuviel von der Spannung zu nehmen.
Protagonisten sind die Zwillinge Matt und Emily, mit denen der Leser nach und nach entdeckt, das Sie die Talente haben, Bilder zu betreten und später sogar Figuren aus der eigenen Phantasie in die Realität zu bringen. Sie sind nicht die einzigen, die diese Talente haben. Wie es sich für eine spannende Geschichte gehört, gibt es mehr als eine geheime Gesellschaft, bei denen erst im Laufe der Handlung klar wird, welche Bedeutung die jeweilige Seite einnimmt und welche Person zu welcher Seite gehört.
Der gesamte Aufbau der Handlung erinnert mich an die Fünf Freunde-Reihe, die Charaktere sind erfreulicherweise aber tiefgehender und glaubwürdiger aufgebaut.
Zu Beginn der Handlung lernen wir die beiden Zwillinge und ihre Mutter kennen. Die Welt scheint in Ordnung, die drei leben in London und besuchen ein Museum. Außergewöhnlich ist, dass die beiden Jugendlichen über die Fähigkeit verfügen, sich selbst in Bilder zu versetzen.
Das Trio muss sehr plötzlich das vertraute Heim verlassen, nachdem die Beiden trotz der Warnungen ihrer Mutter ihre Fähigkeiten in der Öffentlichkeit, nämlich in jenem Museum, eingesetzt haben.
Bei der spannenden Flucht wird bereits klar, dass nicht alles so einfach und in Ordnung ist wie es aussah. Die Vermieterinnen wissen mehr über die geheimen Talente der Zwillinge, als zu erwarten war. Es gibt Männer, die an den beiden Zwillingen und ihrer Mutter interessiert sind und die die drei entführen wollen. Es wird klar, das die Mutter der Beiden über Umwege Kontakt zu mehr als einer der geheimnisvollen Parteien hat, Ihre Informationen über die Fähigkeiten der Zwillinge werden mit Spannung verfolgt.

Die Flucht geht zu einer geheimnisvollen Insel, die dem Großvater der beiden Jugendlichen gehört. Auch hier stimmt die Beschreibung der Landschaften und der Begebenheiten, mich erinnert die Flucht an einige Reisen, die ich selber an der Küste unternommen habe. Der Leser bekommt mit, dass der Großvater eine mächtige Figur in dem Spiel ist, allerdings wird erst mit der Zeit klar, welche Rolle er bereits in der Vergangenheit der Zwillinge gespielt hat. Das ist ein weiterer Aspekt der Geschichte, die Charaktere entwickeln sich und der Leser bekommt neue Aspekte und neue Informationen.
Die Frage nach dem Verbleib des Vaters der beiden taucht auf, welche Rolle spielen Mutter, Großvater und die anderen Bewohner der Insel dabei? Nach und nach werden dem Leser in spannender Weise jeweils neues Wissen und neue Informationen erschlossen.
Fast am Ende der Geschichte werden neue Charaktere eingefügt und es gibt weitere, interessante Aspekte.
Während der gesamten Geschichte entwickeln sich die Talente der beiden Jugendlichen und der Leser bekommt vorgeführt, wozu diese Talente einsetzbar sind und welche Auswirkungen es gibt. Das Ende des Buches ist ein Zwischenstopp, ein Ende dieser Geschichte. Ein schönes Ende, das dem Leser die Gewissheit gibt, das sich alles gut entwickelt hat und das es einen Rahmen gibt, in dem durchaus weitere Geschichten spielen können.
Die Handlung spannt sich dabei nicht nur über die persönliche Geschichte der beiden Jugendlichen. Es gibt auch spannende historische Rückblenden und Erklärungen, die die Vergangenheit der Insel, des Landes und der Gebäude, sowie der Familie umfassen.

Die Ideen der Geschichte

Wie ich schon anklingen lassen habe gefällt mir an dem Buch der ein oder andere Aspekt gut. Die Handlung, die ich schon umrissen habe, die Idee der Animare und der Hohlerde, die Einbeziehung der Vergangenheit, die nach und nach Erklärungen liefert, all das rundet das Buch ab.
Für mich war die Idee von der "Hohlen Erde" eine Abwechselung. Es geht in dieser Geschichte nicht um einen ausgehöhlten Erdglobus, in dem die Handlung statt findet.
In diesem Buch finden wir uns in einem Universum, in dem es möglich ist durch verschiedene Fähigkeiten Monster aus Bildern und aus der Fantasie in die Realität zu befördern. Aber hier gibt es auch das Problem, was mit Monstern und üblen Dingen, ja sogar mit "fehlgeleiteten" Menschen passieren soll. Im Universum dieses Buches ist die Hohlerde eine Region, in der genau diese Figuren und Personen "aufbewahrt" werden können. Dass die Monster und unliebsamen Figuren nicht einfach "zerstört" oder getötet werden macht das ganze weniger brutal und es gibt noch die Hoffnung für die Schurken, die Bösen wieder zurück zu holen.
Es gibt Bilder, in die Monster und unliebsame Figuren verbannt worden sind. Das ist die "Hohle Erde". Eine tröstliche Idee, die zugleich auch auf spannende Möglichkeiten für neue Abenteuer hoffen lässt.
Eine weitere Idee die mir gefällt ist die Zweiteilung in Personen, Animare, die erschaffen und versetzen können und in deren jeweiligen Partner, die dabei helfen, die kreativen Möglichkeiten im Zaum zu halten und zu kanalisieren. Dieses Konzept gab es bereits in anderen Geschichten, was aber neu und meiner Meinung nach gut weiter entwickelt ist, das ist die Frage, was passiert, wenn eine Person beide Fähigkeiten besitzt. Oder im Falle der Geschichte, was passiert, wenn zwei sich nahe stehende Personen, Zwillinge, beide Aspekte aufweisen. Eine schöne Möglichkeit um die Andersartigkeit der beiden Zwillinge und ihrer Fähigkeiten zu erklären und eine gut genutzte Möglichkeit, die Beiden zu etwas besonderen zu machen, selbst in einem Universum, in dem die Fähigkeiten vieler Personen so außergewöhnlich sind. So wird vor diesem Hintergrund auch glaubwürdig klar, weshalb die verschiedenen Parteien Interesse und teilweise Angst vor den Beiden haben. In den Zwillingen entwickelt sich die Fähigkeit, aber was passiert im Einzelnen? Wie weit wird die Begabung reichen, wenn nicht nur einen Seite vorhanden ist. Besteht eine Gefahr für alle Menschen, oder gibt es nur ein etwas stärkeres Talent Dinge zu beleben?
Alles in Allem ist das Buch eine sehr gute Geschichte, die mich auch gefesselt hat, obwohl ich aus dem Zielalter längst heraus gewachsen bin.
Ich bin gespannt auf die Übersetzung weiterer Bände, ich weiß, dass es in der englischen Fassung bereits einen weiteren gibt.

16. Star Wars: Das letzte Kommando
von Birgit Schwenger
Teil 2 "Allianz der Schmuggler" erscheint als Hörspielversion

Nach dem Angriff der Imperialen muss Lando Calrissian Nomad City verlassen. Gemeinsam mit Bel Iblis versucht er auf Coruscant Admiral Drayson zu überreden, ihnen eine Angriffsfregatte zur Verfügung zu stellen, um den Minenkomplex auf Nkllon wieder in Betrieb nehmen zu können. Han und Leia, die mit den Zwillingen beide Hände voll zu tun haben, unterstützen ihn dabei, aber Drayson lehnt ab. Ehe sie es sich versehen, werden sie von einem Geheimkommando des Imperiums angegriffen, das Leia und die Zwillinge in seine Gewalt bringen und an Thrawn ausliefern will. Mara Jades beherztes Eingreifen kann die Entführung im letzten Augenblick verhindern, aber ihre eigene ehemalige Geheimdiensttätigkeit für den Imperator bringt sie unter Verdacht und schließlich in eine Gefängniszelle. Währenddessen musste Luke auf dem Planeten der Noghri notlanden, wo er von Visionen heimgesucht wird, die Leia und die Zwillinge in Gefahr zeigen. Um die Noghri nicht zu gefährden, bleibt er im Verborgenen, bis sein Schiff wieder einsatzfähig ist. Gleichzeitig versucht Talon Karrde eine "Allianz der Schmuggler" zu bilden und diese auf die Seite der Neuen Republik zu ziehen. Doch seine Gesinnungsgenossen wollen das gute Geld, das das Imperium ihnen zahlt, nicht aufs Spiel setzen, und ziehen es vor, sich nicht in den Krieg zwischen Imperium und Neuer Republik hinziehen zu lassen. Erst als imperiale Truppen das geheime Treffen angreifen, sind die anderen Schmuggler überzeugt und versuchen gemeinsam mit Karrde und seinen Leute die Spur der Klone zurückzuverfolgen. Aber meinen es die neuen Bündnisgenossen ehrlich? Wer spielt ein betrügerisches Spiel? Und wer ist die geheime Delta-Quelle, die brisante Informationen von Coruscant an Thrawn verrät?

Es bleibt spannend beim "Letzten Kommando". Oliver Döring gelingt es perfekt, die Spannung aufrecht zu erhalten und die Handlung gekonnt zwischen Dialog- und Actionszenen auszubalancieren. Für die Umsetzung konnte Oliver Döring erneut auf die bekannten Stimmen aus den "Star Wars"-Filmen wie Georg Panczak als Luke Skywalker, Wolfgang Pampel als Han Solo, Susanna Bonasewicz als Prinzessin Leia und Frank Glaubrecht als Lando Calrissian setzen. Jaqcues Breuer als Talon Karrde und Marion von Stengel als Mara Jade ergänzen das Ensemble aufs Trefflichste. Die Original-Soundeffekte aus den Filmen sowie die berühmte Musik von John Williams sorgen zusätzlich dafür, dass man sich als Hörer direkt in die weit, weit entfernte Galaxis transportiert fühlt. Ein weiteres spannendes (Hörspiel-) Abenteuer aus der Feder von Timothy Zahn, mit viel Liebe zum Detail umgesetzt von Oliver Döring und seinem Team. Ein gelungenes Hör-Vergnügen nicht nur für "Star Wars"-Fans!

17. Eine Liebeserklärung an die Sciencefiction
von Sven Wedekin
Liebes Science-Fiction Genre,

der Beginn unserer Beziehung liegt nun ziemlich genau ein Vierteljahrhundert zurück, und da auch das Corona Magazine mit dieser Ausgabe ein Jubiläum feiert, ist es meiner Ansicht nach an der Zeit, dir zu diesem Anlass eine kleine Liebeserklärung zu machen. Ich möchte die Gelegenheit nutzen dir zu sagen, was du mir bedeutest und wie sehr du mein Leben im Laufe der vergangenen Jahre geprägt und bereichert hast.

Unsere Beziehung begann Anfang der neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Damals feierte eine Serie ihre Premiere im deutschen Fernsehen, die mich überhaupt erst richtig mit dir vertraut gemacht hat. Es handelte sich dabei natürlich um Star Trek: The Next Generation. Ich denke, keine andere Serie wäre besser geeignet gewesen mir zu zeigen, welche grenzenlosen erzählerischen Möglichkeiten in dir liegen. In den kommenden Jahren war sie ein wichtiger Bestandteil meines Lebens, denn die Abenteuer des Raumschiffes Enterprise halfen mir, mit so manchen Schwierigkeiten meines Alltags besser zurecht zu kommen. Innerhalb der Crew herrschte eine Atmosphäre der Kameradschaft und des gegenseitigen Respekts, wie ich sie im "wirklichen" Leben leider viel zu selten erleben durfte. Gleichzeitig weckte die Serie in mir auch ein Bewusstsein für die unendlichen Weiten des realen Universums. Was aber am wichtigsten ist: Sie machte mich neugierig auf andere Inkarnationen von dir. Im Laufe der Zeit begann ich mich für Serien wie Zurück in die Vergangenheit oder Stargate: Kommando SG-1 und für so unterschiedliche Genrefilme wie Independence Day, 2001 – Odyssee im Weltraum, Planet der Affen oder der Zurück in die Zukunft-Trilogie zu begeistern.

Wie du siehst, war ich nicht besonders wählerisch, denn ich wollte dich unbedingt in all deinen verschiedenen Facetten kennen lernen. Und davon gibt es wahrlich viele.
Seit es dich gibt, hast du die Phantasie von Millionen Menschen überall auf der Welt angeregt und ich bin froh und dankbar dafür, einer dieser Menschen zu sein. Wie kein anderes Genre vermagst du deine treuen Fans in Welten zu entführen, die jenseits der oft tristen Realität liegen.
Viele Leute, die dich nicht so gut kennen, werfen dir deshalb oft vor, dass du das Publikum dazu verführst sich in eine Phantasiewelt zu flüchten, und es so von den Problemen in der realen Welt ablenkst. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Du kannst den Blick der Menschen auf die Wirklichkeit schärfen, indem du sie in einen anderen Kontext setzt: Die wildgewordenen Dinosaurier aus Jurassic Park zum Beispiel öffneten vielen Menschen die Augen für die Gefahren der Gentechnik, während Star Trek uns den Wert von Toleranz gegenüber dem Fremden lehrte und vielen Fans den Glauben an die Zukunft der Menschheit gab.
Du, liebes Science-Fiction-Genre, öffnest den Blick für ein Universum, in dem alles möglich ist und es keine Grenzen für die menschliche Fortentwicklung gibt. Dadurch bist du eben doch weit mehr als einfach nur bloße Unterhaltung: Du ermöglichst es uns das All zu erkunden, Reisen in die ferne Zukunft oder die Vergangenheit zu unternehmen, oder auf den Meeresgrund hinab zu tauchen. Wir können die Welt in ihrer ganzen Vielfalt kennen lernen und sogar alternative Realitäten besuchen.
Anders als andere Genres, die für sich in Anspruch nehmen die Realität so abzubilden wie sie "wirklich" ist, machst du uns so mit einem Teil der Wirklichkeit vertraut, der jenseits dessen liegt, was uns Tag für Tag in den Massenmedien vorgesetzt wird.

Es ist also ganz und gar nicht so, dass du uns von den Problemen des Alltags ablenkst. Vielmehr erinnerst du uns daran, dass unser aller Leben Teil eines größeren Zusammenhanges ist, in dem jeder einzelne von uns seinen Platz hat. Das macht dich zu dem inspirierendsten und intelligentesten Genre, das es überhaupt gibt. Sowohl das Kino als auch das Fernsehen und die Literatur verdanken dir unendlich viele kreative Impulse. Für die Zukunft wünsche ich dir daher alles Gute und hoffe, dass du uns noch für lange Zeit mit vielen spannenden Geschichten versorgen wirst...

Dein Sven Wedekin

18. Im Gespräch mit Tommy Krappweis
von Wolfgang Fröhning
Im letzten Jahr drehte der ehemalige RTL Samstag Nacht-Comedian und heutige Romanautor, Regisseur, Produzent, Musiker und Tausendsassa Tommy Krappweis den Film Mara und der Feuerbringer nach dem ersten Teil seiner gleichnamigen phantastischen Romantrilogie. Buch und Film handeln von Mara, einem vierzehnjährigen Mädchen, das in der heutigen Zeit als "letzte Seherin" in die Nordisch-Germanische Mythologie hineingezogen wird und nichts Geringeres zu leisten hat, als den Halbgott Loki wieder zu fesseln und somit den Weltuntergang zu verhindern. Oder steckt da noch etwas Anderes dahinter?

Mitten in der laufenden Nachbearbeitung erhielten wir vor wenigen Tagen die Gelegenheit, uns in einem Interview mit Tommy Krappweis über den aktuellen Stand zu erkundigen.

Wolfgang Fröhning (WF): Wie steht es aktuell um den Film?

Tommy Krappweis (TK): Wir VFXen, musizieren und vertonen fleißig vor uns hin und es sieht so aus als würden wir pünktlich fertig. Allerdings stehen noch die Testscreenings aus, in denen wir schonungslos erfahren, ob das was wir da gebastelt haben, nur uns gefällt oder auch anderen. Bei den Büchern weiß ich es ja inzwischen, aber der Film ist noch mal etwas anderes.

WF: Wie sieht denn Deine Zielgruppe aus? Wird es ein Kinderfilm oder etwas für die ganze Familie oder doch eher eine höhere Freigabe?

TK: Ich möchte gerne eine FSK6 erreichen, denn es ging bei Mara nie darum, 'krass' zu sein oder arg gruselig. Unser Appeal liegt nicht in Schockmomenten. Firmen wie Pixar haben bewiesen, dass die Altersfreigabe keine Rolle spielen muss bei der Entwicklung einer guten Story. Ohne mich damit messen zu wollen, finde ich den Ansatz einfach gut. Ich mache sehr gerne Filme, Formate oder auch Bücher 'für alle'.

WF: Wer spielt im Film denn alles mit?

TK: Wir haben eine großartige Besetzung: Lilian Prent ist die Mara, Esther Schweins ihre Mutter, Jan Josef Liefers ist Professor Weissinger, Christoph Maria Herbst ist Loki, Eva Habermann seine Frau Sigyn, Leonie Tepe ist Larissa, Heino Ferch gibt ein erstes Stelldichein als Dr.Thurisaz, Joseph Hannesschläger und Carin C. Tietze sind die Polizisten Kornbichl und Gassner, außerdem kann man in Cameos meinen Fachberater Prof. Simek als Maras Geschichtslehrer sehen und ein sehr bekanntes Gesicht aus einer sehr bekannten Filmtrilogie gibt es auch zu entdecken. Das soll aber eine Überraschung bleiben. Außerdem hören wir Thomas Fritsch als Feuerbringer und Oli Kalkofe als den sprechenden Zweig und man kann den Interviewer dieses Gesprächs ebenso im Bild erhaschen wie jede Menge Mara-Fans, RingCon-Gänger, LARPer, Mittelalter-Reenactors, Freunde und Freunde von Freunden. Ohne Eure motivierte Unterstützung wären einige Szenen kaum möglich gewesen.

WF: Das ist ja eine recht prominente Besetzung. Apropos prominent: Für die Visual Effects hast Du ja mit John P. Nugent (Herr der Ringe, Matrix, Narnia, Percy Jackson, Hinter dem Horizont...) einen Hollywood-Veteranen engagiert. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?

TK: Das bayerische Bier. Scherz. John wollte erstens immer schon mal nach Europa und zudem hatte er nach den vielen gigantischen Produktionen große Lust auf ein Projekt mit wenigen Entscheidern und viel Möglichkeit zur kreativen Entfaltung. Das konnten wir ihm bieten. John für uns begeistern zu können war für die Qualität der Effekte ein ganz großes Glück.

WF: Für einen Deutschen Film gibt es ja sehr viele Effekte. Wie steht Mara denn im internationalen Vergleich da?

TK: Wir haben natürlich nicht so viele Visual FX wie vergleichbare Hollywood-Produktionen im Fantasybereich, aber das was wir zeigen hat internationales Format. Auf der HobbitCon konnte ich zum Beispiel Richard Taylor von Weta Workshop ein bisschen was zeigen und der sagte: 'Wow, this looks like ten times your budget!' Da musste ich dann ein bisschen arg seufzen. Vor Glück.

WF: Es gibt ja viele Verfilmungen, da sind die Buchleser eher enttäuscht. Wie wird das bei Mara? Wird das Buch eins zu eins umgesetzt?

TK: Ich glaube, jedes Buch das 1:1 als Film umgesetzt würde, muss enttäuschen. Ich bin meinen Figuren und dem Spirit der Bücher extremst treu. Natürlich kann Mara nicht dauernd im Kopf mit sich selber reden und reflektieren wie im Buch. Aber es ist exakt die Mara wie sie im Buch steht. Das haben mir auch die Besucher der RingCon und HobbitCon bestätigt, denen ich schon Ausschnitte zeigen durfte.

WF: Wann wird der Film denn in die Kinos kommen?

TK: Im Moment gehen wir von Oktober aus, es kann aber immer sein dass sich da einiges verschiebt. Wir werden sehen. Hauptsache wir werden pünktlich fertig, denn das Budget wird ja deswegen nicht mehr.

WF: Dann erscheint ja das Hörbuch sogar noch früher. Was gibt es dazu zu sagen?

TK: Ich bin so stolz, dass Chris Herbst das Hörbuch gelesen hat. Außer ihm hätte es nur sehr wenige Personen gegeben, die ich akzeptiert hätte. Ich habe die Fassung selbst überarbeitet, damit nichts weggelassen wird was mir wichtig ist.

WF: Wird es auch Teil zwei und drei als Kinofilm geben oder war das eine einmalige Aktion?

TK: Das liegt an Euch, liebe Leserinnen und Leser. Ok, eigentlich an mir, denn wenn der Film nix taugt geht auch keiner rein. Aber wir haben sehr viel Grund zur Zuversicht. Die ersten Resonanzen sind hervorragend, und ich hoffe natürlich, dass das so bleibt. Wenn über eine Million Zuschauer sich für underen Film erwärmen können, drehen wir die anderen Teile natürlich auch.

WF: Vielen Dank für das Interview. Gibt es noch irgendwelche abschließenden Worte, die Du unserer Leserschaft noch mit auf den Weg geben möchtest? (Außer Gnampf, Bampf und Mist.)

TK: Ja. Falls Ihr die Bücher noch nicht gelesen habt, gebt ihnen eine Chance! Ich würde mich sehr freuen! Gerne beantworte ich auf Facebook Postings oder Fragen und ich signiere und widme die Bücher auch, wenn Ihr sie über meine Agentur bestellt oder sie mir mit beigelegtem Rückporto in die bumm film schickt. Und wenn Euch die Bücher gefallen, bitte sagt es weiter! Allen. Immer. Tausend! Danke!

19. Gewinnspiel Tommy Krappweis
Tommy Krappweis hat uns freundlicherweise eine signierte Mara-Trilogie zur Verlosung zur Verfügung gestellt. Interessenten sind herzlich eingeladen mitzumachen!

Die Gewinnfrage lautet:
"Welche kastige Kultfigur kreierte Krappweis für den Ki.Ka?"

Wir verlosen die Bücher unter allen richtigen Einsendungen an Gewinnspiel@corona-magazine.de, die bei uns mit vollständiger Adresse bis zum 30.Juni 2014 eingehen.

Die Gewinner-Bekanntgabe erfolgt in unserer Sommerpause über www.facebook.com/CoronaMag und in der ersten Ausgabe nach der Pause.

Der Rechtsweg ist – natürlich – ausgeschlossen.

Viel Spaß und viel Glück
Ihre Corona-Redaktion

20. Information: Overload
von Verena Neubauer
oder: Wie man lernt, zu hassen.

Heutzutage gehören sie zu unserem täglichen Leben – Soziale Netzwerke. Man wird auf der Suche nach der richtigen Plattform förmlich erschlagen von den Möglichkeiten, die sich uns bieten. Facebook, Tumblr, Instagram und Twitter sind nur die prominentesten Vertreter darunter. Und während ich einmal mehr minutenlang durch meine persönlichen Seiten scrolle, stellt sich mir die Frage: Was bringt Menschen überhaupt dazu, sich das anzutun?!
Der Grund ist eigentlich simpel: Es bietet die Möglichkeit, sich über die eigenen Interessen weltweit auszutauschen. Neuigkeiten zu den liebsten Fandoms zu erhaschen oder um selbstverständlich über den aktuellen Beziehungsstand des Lieblings-Schauspielers auf dem Laufenden zu bleiben. Man kann mit Gleichgesinnten kommunizieren und auch mit ihnen angeregt diskutieren. Die ganz Kreativen unter uns haben auf diesen Plattformen die Möglichkeit, mit ihren Fanarts die Menschheit zu beglücken, andere wiederrum tun ihre Meinung kund zum letzten Film oder zur letzten Serie, die gerade vor zwei Minuten im Stream geendet hat. Ja, ist das denn aber auch zu fassen, wie die Filmemacher es nur wagen konnten, einen der Hauptcharakter um die Ecke zu bringen!
Moment… WAS?!

Jeder, der hin und wieder auf diesen Netzwerken versumpft, kennt diesen einen Moment. Der Moment, in dem man das liest, was man nicht lesen wollte. Der König der Spoiler von eben dem Film oder der Serie, die man noch nicht gesehen hatte, der vollkommen unvermittelt ins Auge springt. Und uns daran erinnert, wie es ist, inbrünstig zu hassen… Aber, ich bin eine Insel, ich bin ein Fels. Deswegen steht, im Gegensatz zu anderen Vertretern meiner spoilergepeinigten Art, mein Laptop noch auf dem Schreibtisch und ich frage mich: Wieso? Und vor allem: Wie kann man das Spoilermonster aufhalten? Zusammengefasst ist die Erstreaktion peinlich schnell: Eigentlich echt total blöd, aber Account löschen…? Nee… Also begibt man sich auf die Suche im World Wide Web, wie man sich vor der ultimativen Spoiler-Penetration schützen kann. Die einfachste Variante sind wohl die so genannten "Spoiler-Tags". Diese werden einfach vom Ersteller des Posts hinzugefügt, und et voilá, schon sollte sich filtern lassen, was man nicht sehen will. Der Nachteil ist – durch diese oft allgemein gehaltenen Schlagworte gehen oftmals aber auch alle anderen, spoilerfreien Posts verloren.
Die andere Möglichkeit wäre dann eine entsprechende App, die sich im www mit etwas Geduld und der Hilfe von Herrn Google finden lässt. Hört sich gut an, sieht schick aus, wird installiert. Aber auch hier rutschen immer wieder Benachrichtigungen durch, die nicht entsprechend gekennzeichnet sind.
Kann nicht einfach jeder dafür sorgen, dass er seinen Kram entsprechend markiert, frage ich mich, langsam aber sicher, latent genervt?
Lassen Sie uns hierzu einen Blick in die düsteren, abgeschiedeneren Höhlen des Internets werfen… Dorthin, wo die Trolle hausen. Ein gefährlicher Ort, denn hier regiert der Wahnsinn. Wahnsinn und der einzige Gedanke, möglichst weltweit Menschen penibel auf den Zeiger zu gehen. Ein Lebensziel für so manch einen, wie es scheint, das erfüllt werden möchte. Und was eignet sich da denn auch besser, als ein passioniertes Fandom, das man mit einer einzigen, taktisch klug gesetzten Bombe komplett in die Luft jagen kann? Im Gamer-Jargon wäre das ein legendärer Fatality-Move. Game Over, quasi.

Und all das bringt mich auch nur zu einem Schluss. Es gibt eine Reihe an Möglichkeiten (nein, liebe Leser, es ist nicht in Ordnung, Jagdgemeinschaften auf Trolle zu organisieren), allerdings gibt es nicht DIE Lösung. Die beinahe unbegrenzten Weiten des Internets und die sich bietenden Möglichkeiten durch einen förmlichen Informations-Überfluss sind und bleiben Fluch und Segen zugleich. Man muss sich einzig selbst die Frage stellen: Kann ich damit leben, der Gefahr ausgesetzt zu sein, jederzeit Nase voraus in einen Spoiler getunkt zu werden?

Denn, so mächtig das Internet auch ist, im Endeffekt ist uns eines glücklicherweise geblieben: Die freie Wahl, einfach mal abzuschalten.

21. Buchvorstellung: Geek, Pray, Love
von Christian Humberg
Nach dem großen Erfolg ihres gemeinsamen Erstlings "Sorge Dich nicht, beame!" (2. Platz beim Deutschen Phantastikpreis) legten die Autoren Andrea Bottlinger und Christian Humberg soeben mit "Geek Pray Love" nach. Ihr neues "Lach- und Sachbuch" ist ab sofort überall im Handel erhältlich und erwies sich schon auf der diesjährigen FedCon, wo auch die Premierenlesung stattfand, als absoluter Verkaufsschlager.
Mit freundlicher Unterstützung des Verlages Cross Cult präsentieren wir anlässlich des 300. Corona Magazines eine Leseprobe aus "Geek Pray Love" und verlosen unter unseren Lesern zwei Freiexemplare des Buches.

Zum Buch

Faszinierend! Jahrelang als Subkultur belächelt, regieren wir Geeks und Nerds inzwischen die Welt – und zwar längst nicht nur die digitale. Doch noch immer steht uns der Großteil der Erdlinge so ratlos gegenüber wie Darth Vader dereinst den Ewoks.
Nur keine Panik, Menschheit. In einer galaktischen Mischung aus Roman und Sachtext erklärt dir dieses Buch die Spezies Geek in all ihren schillernden Facetten – von den Anfängen der Conventionszene bis zu den Untiefen der Fanfiction, vom Schicksalsberg bis nach Hogwarts, vom Turnbeutelvergesser bis zur großen Liebe. Ein praktischer Leitfaden für ein komplettes Lebensgefühl.

Leseprobe
Wer will denn schon normal sein?


Der Klingone bekommt keinen Kaffee mehr, denn der Flughafenbäcker will schließen. Seufzend macht der stolze Krieger aus dem Star Trek-Kosmos kehrt und kapituliert. Wir schmunzeln.
Es ist Ende Mai, FedCon in Düsseldorf. Europas größte SF-Veranstaltung hat einmal mehr geladen, und von überall sind die Phantastikfans gekommen. Mehr als fünftausend sollen es sein, die sich an diesen vier langen Tagen in den Gängen und Sälen eines hiesigen Nobelhotels tummeln, für Autogramme ihrer Stars anstehen, einen Monatslohn in Devotionalien und Sammlerstücke investieren und ganz einfach Spaß daran haben, mal ganz schamlos sie selbst zu sein.
"Wie muss das nur auf den Bäcker wirken?", murmelt Thomas. "Ein Klingone an der Brötchentheke. Auf einem furznormalen Flughafen. Das sieht der auch nicht jeden Tag …"
Unser Schmunzeln wird zu einem Grinsen. Wir wissen genau, was Thomas meint. Überall tummeln sich hier Fans in Kostümen – nicht nur in den Räumen der Convention. Das kann für Außenstehende schon recht befremdlich sein.
Wir sind hier, um unser Buch "Sorge dich nicht, beame! Besser leben mit Star Wars und Star Trek" zu präsentieren, in dem wir den aktuellen Trend der Lebensratgeber und Selbstfindungsbücher auf die Schippe nehmen und gleichzeitig unsere liebsten fiktiven Universen feiern. Die FedCon-Besucher verstehen den Humor und bescheren uns bei unserer Lesung ein übervolles Haus. Hier, das stellen wir dankbar fest, sind wir unter Gleichgesinnten.
Genau wie der Klingone es war, vorhin im Con-Hotel.
Aber draußen? In der Wirklichkeit? Was ist er denn da?
"Als hätte sich irgendwo ein Wurmloch geöffnet", spekulieren wir, "und Personen aus einer parallelen Wirklichkeit ausgespuckt. Sieh dich nur um. Da sitzen Jedi-Ritter bei McDonald’s, dort stehen zwei Orks am Taxistand, und der Typ, dessen Kutte sich gerade in der Drehtür verfängt, sieht aus wie Lord Voldemort aus den Harry Potter-Filmen, oder?"
Thomas brummt amüsiert. "Dem echten wäre das nicht passiert."
"Den echten sieht man auch eher selten auf Flughäfen."
Schweigen. Eine Sekunde vergeht, dann eine zweite. Und plötzlich begreifen wir, dass wir alle gerade dasselbe begreifen.
"Das ist ein Buch!", posaunt Thomas es heraus und schlägt uns dabei auf die Schultern. "Ernsthaft, Leute. Ein neues Buch. Über diesen Gegensatz. Wirklichkeit versus Fandom."
Ein Buch, das der Welt die Fans erklärt – und den Fans die Welt? Wir sehen uns staunend an. Tatsächlich! Thomas hat vollkommen Recht. Wir Geeks und Nerds, die wir jahrzehntelang in der gesellschaftlichen Kuriositätenecke gesessen haben, drängen doch immer mehr in den Mainstream, in die Öffentlichkeit. Nicht zuletzt dank der Sitcom The Big Bang Theory, dank Game of Thrones und ähnlichen multimedialen Erfolgsgeschichten ist es inzwischen schon fast schick, ein Geek zu sein. Nerdbrillen sind der heiße Scheiß. Der amerikanische Präsident hat sich beim vulkanischen Gruß fotografieren lassen. Wir waren vielleicht mal Außenseiter, aber jetzt? Jetzt steht uns die Welt offen – und zwar längst nicht nur die digitale.
Doch weiß der Rest der Menschheit wirklich, was da auf ihn zukommt? Wie diese vermeintlichen Klingonen und Voldemorts ticken? Was macht den Geek zum Geek, den Fan zum Fan? Wie erklärt man den Normalen das Besondere?
"Ein Buch über den Siegeszug des Paralleluniversums Geek", fabuliert Thomas unser aller Idee begeistert weiter. "Darüber, dass nach und nach normal wird, was früher auf dem Schulhof noch hämisch ausgelacht wurde. Erinnert ihr euch? Als ihr in der großen Pause mal gebeichtet habt, Mondbasis Alpha 1 cool zu finden? Und Saber Rider und die Starsheriffs? Wisst ihr noch, wie ihr dafür gehänselt worden seid?"
Wissen wir. Sogar noch sehr genau. Einmal uncool, immer uncool – so lief das in der Schule doch. Aber heute? Heute sind die Geeks die Könige der Popkultur. Für nichts wird in Hollywood mehr ausgegeben als für Produktionen, die das Geek-Herz erfreuen sollen, oder etwa nicht? Bekennende Nerds dominieren die Bestsellerlisten, prägen das gesamte Internet.
Wir zücken das Smartphone. "Das englische Wort ‚geek‘", zitieren wir aus der Wikipedia – dem wohl unumstrittenen Brockhaus der Geek-Kultur –, "bezeichnete früher Menschen, die auf Jahrmärkten auftraten und lebendigen Tieren die Köpfe abbissen. Es beschrieb also eher absonderliche Gesellen."
Thomas nickt sehr, sehr heftig. "Früher. Das ist das entscheidende Wort. Irgendwann hat sich der Begriff nämlich verlagert. Auf die Streber. Die Eierköpfe – so hieß das doch in den ganzen schlecht synchronisierten Coming-of-Age-Filmen der Achtziger. Eierköpfe. Damit waren wir gemeint."
"Und so sieht uns der Flughafenbäcker vielleicht immer noch", murmeln wir – und schütteln sofort den Kopf. "Nein, Thomas. Der denkt garantiert nicht ‚Streber‘, wenn er einen Klingonen vor sich hat, der nach Kaffee verlangt. Der denkt WTF."
"E-ben!" Thomas springt auf, reißt die Arme in die Höhe. "WTF. Da haben wir es schon wieder. Internetsprache. Nerdsprache. Versteht ihr nicht? Jeder versteht das. Denn es ist längst vollkommen normal. Wir sind vollkommen normal."
"Das waren wir schon immer", betonen wir mit einigem Nachdruck (und einem bösen Seitenblick).
"Klar waren wir das, aber das sah die Welt leider anders – wie ihr eben selbst zugegeben habt."
"Und jetzt sieht sie es nicht mehr anders?"
Er nickt wieder. "Korrekt. Sie hat es nur noch nicht gemerkt, zumindest nicht bewusst. Unsere Geek-Kultur hat sich heimlich, still und leise in die allgemeine Kultur hineingeschlichen, und jetzt geht sie nicht mehr weg." Sein Blick pendelt zwischen uns beiden hin und her, fast schon anklagend. "John Green, dieser amerikanische Nerd und Bestsellerautor, definiert Nerd als eine Person, die die Dinge, die sie liebt, ganz einfach mit großem Enthusiasmus liebt. Deshalb das Klingonenkostüm, Leute. Deshalb Conventions. Und ihr zwei? Ihr seid nerdige Autoren. Also schreibt, verflixt noch mal. Schreibt über das Nerd-Sein. Über uns Geeks. Erklärt der Menschheit, wer wir sind. Schreibt ein Buch, das ich meinen Arbeitskollegen, meiner Partnerin, meinen Eltern geben kann und mit dessen Hilfe sie vielleicht endlich begreifen, warum wir tun, was wir tun. Wo unser Enthusiasmus herkommt, und welche Ventile wir für ihn haben."
"Ein Buch über das Fandom."
"Und das Leben."
"Und den ganzen Rest."
Wir grinsen immer breiter. "Geek Pray Love", sagen wir nahezu einstimmig. "Wer will denn schon normal sein?"
Kurz darauf kehren wir auf das Gelände der Convention zurück. Um Thomas einen raumschiffgroßen Dankeschön-Kaffee auszugeben. Und um unseren Verleger zu suchen …

Willkommen im Paralleluniversum
Eine kleine Bedienungsanleitung für dieses Buch


Hallo Menschheit,

dieses Buch soll dir helfen, eine Spezies zu verstehen, die uns sehr am Herzen liegt – weil wir ihr angehören und sie mögen. Und du, so zeigst du uns jeden Tag aufs Neue, magst sie inzwischen auch. Du begreifst sie nur noch nicht so ganz.
Geeks, Nerds, Fans … Wie sind die eigentlich so? Was zeichnet sie aus, was sind ihre Stärken und Schwächen, ihre Steckenpferde, was ihr Kryptonit. (Und, Menschheit: Wenn du weißt, was Kryptonit ist, bist du uns schon näher als du vermutlich glaubst!)
Wir wollen es dir zeigen. Dir … und uns selbst. Dies ist ein Buch über, von und für unsere Spezies Geek. Eines, das wir dir mit voller Absicht in die Hand drücken, hoffen und glauben wir doch, dass wir einander nach der Lektüre ein wenig besser begreifen. Wir können nämlich ganz prima miteinander auskommen, du und wir. Echt. Wenn du wissen willst, wie … Na, du brauchst nur umzublättern. Unser Paralleluniversum steht allen offen. Das ist eine seiner größten Stärken. Und es macht Spaß – versprochen.
Das Fandom – die Gemeinschaft der Fans – ist groß und sehr, sehr bunt. Das wirst du bei der Lektüre schnell merken. Deswegen haben wir auch dieses Buch sehr, sehr bunt gemacht: Auf den folgenden Seiten findest du informative Sachkapitel, alberne Checklisten, launige Ratschläge und unsere Geschichte. Ja, richtig gelesen: eine Geschichte. Über uns. Besser gesagt, über einen von uns. Ein Roman als Musterbeispiel. (Wie gesagt, Menschheit: Wir wollen echt, dass du uns besser verstehst.)
Klingt das jetzt zu wirr für dich? Ach was, vertrau uns einfach. Lass dich auf uns ein. Gemeinsam schaffen wir das schon – ganz wie die Crew der Enterprise. Ach, die kennst du auch schon? Na, siehste!
Jedenfalls: Willkommen. Ihr Geeks, ihr Nerds, ihr Fans – und ihr alle. Was ihr gleich lesen werdet, ist mit Herzblut entstanden und handelt von Herzblut. Von Begeisterung. Von Liebe.
Energie!

22. Gewinnspiel Geek, Pray, Love
Wie sich das für eine besondere Ausgabe gehört, haben wir keine Kosten und Mühen gescheut um Ihnen wirkliche Highlights zu bieten. Eines dieser Highlights hat sich erst in der letzten Woche realisiert. Sie können völlig ohne Geld auszugeben in den Besitz eines von zwei ganz exklusiven Exemplaren des soeben vorgestellten Buches Geek, Pray, Love kommen.

Und wenn wir exklusiv schreiben, dann meinen wir auch exklusiv. Nicht nur, dass das Buch einer der Renner der FedCon war (es wurde ein kurzfristiger Ausverkauf gemeldet) sondern es kommt auch noch mit persönlichen Unterschriften. Sie erhalten das Buch nicht nur von den beiden Autoren Andrea Bottlinger und Christian Humberg signiert, sondern der Illustrator Martin Frei wird ebenfalls darin unterschreiben.
Ein absolutes Highlight für den Bücherschrank.

Nun brauchen Sie dafür zwar kein Geld ausgeben, aber ein bisschen was tun müssen Sie schon. Beantworten Sie bitte unsere Gewinnfrage und senden Sie uns die Antwort an Gewinnspiel@corona-magazine.de.

Die Gewinnfrage lautet:
Welche drei Begriffe haben die Autoren Andrea Bottlinger und Christian Humberg als Buchtitel für ihr neues Buch gewählt?

Nur Mails, die bis zum 30.06.2014 eingehen und in denen die drei Begriffe in korrekter Reihenfolge genannt werden, nehmen an dem Gewinnspiel teil. Sollten mehr als zwei richtige Antworten eingehen, entscheidet das Los.

Die Gewinner-Bekanntgabe erfolgt in unserer Sommerpause über www.facebook.com/CoronaMag und in der ersten Ausgabe nach der Pause.

Der Rechtsweg ist – natürlich – ausgeschlossen.

Viel Spaß und viel Glück
Ihre Corona-Redaktion

23. Buchkritik: Krieger des Regenbogens – Die Jaguarkrieger
von Frank Hebenstreit
In der Ausgabe 282 habe ich den ersten Band der Serie Krieger des Regenbogens von Johannes Weinand vorgestellt. Damals habe ich schon gesagt, dass ich sehr gespannt war, was die Fortsetzung bringt. Jetzt weiß ich es und nicht nur das. Ich will mehr!
Und ich weiß nicht, wie ich die Zeit bis zum nächsten Buch überbrücken soll. Vielleicht lese ich das erste einfach noch mal und direkt danach das zweite wieder. Ich nehme meinen letzten Satz von damals gerne auf: Ja diese Geschichte ist wirklich ein Glück.

Die Kinder, die als Regenbogenkrieger geboren wurden, haben zusammen mit Erk und Trine Johannsen auf der Parallelwelt gelebt und kommen erstmals wieder auf die Erde. Die Kinder wurden in bester Annunaki – Tradition erzogen. Und sie machen ihrer Besonderheit wirklich alle Ehre. Jeder einzelne von ihnen wurde mit Fähigkeiten geboren, die ihresgleichen suchen. Sie haben die Zeit genutzt und diese Gaben trainiert. Keiner von ihnen wirkt wie dreizehn. Sie sind in ihrer Entwicklung ihrer Zeit weit voraus. Jeder will die kommende Zeit auf seine Weise nutzen, Erk junior möchte die Erde bereisen und die Welt sehen. Einen echten Dreizehnjährigen würde man kaum gehen lassen, aber einen jungen Mann, der eher wie 18 aussieht, sich benimmt wie Anfang zwanzig und eine Weitsicht hat wie Mitte 30, dem traut man das zu. Seine Gefährten haben sich ähnlich entwickelt und planen nun diese Welt für sich zu entdecken.

Doch es kommt ganz anders, als sie denken. Kurz nach der Rückkehr auf die Erde wird Trine entführt. Das bringt schnell alle wieder zusammen und führt direkt in die nächste Stufe der Geschichte.

Eine alte Maya-Legende handelt von 13 Kristallschädeln, die nur zusammen gebracht den Lauf der Welt beeinflussen und verändern können. Schnell stellt sich heraus, dass weder die ehemals Bösen noch die Guten diejenigen sind, die einander in die Quere kommen. Die Jaguarkrieger suchen die Schädel und wollen deren Macht nutzen. Ein Waffenstillstand macht aus Feinden zumindest Verbündete auf der nun anstehenden Suche.

Und auf einmal erscheint die Vergangenheit der Mayas und deren Pyramiden in geradezu erschreckender Realität in der Gegenwart. Es gilt alte Spiele zu beherrschen und deren Blutrünstigkeit für sich selbst zu nutzen. Eine alte Hexe gibt ein Leben für ein Leben und lebt fort in einem anderen Leben. Schnell werden alle besonderen Fähigkeiten der Krieger des Regenbogens gebraucht.

Ganz im Stil des ersten Buches nimmt die Geschichte Fahrt auf. Weinand leitet den Leser auch gern noch einmal in die altbekannte Richtung aus dem ersten Buch. Er stellt erstaunliche Technik in der Gegenwart vor. Die kann den Leser durchaus dazu verleiten, zukünftig unter jeder Rostlaube, die sich halbwegs gerade auf den Straßen hält, eine außerirdische Technik zu vermuten. Und mitten in einem Einsatz gegen "das Böse" wendet sich das Blatt. Eine völlig unvermutete Wendung führt dazu, dass die Geschichte sich in ganz neue Sphären entwickelt. Plötzlich erstehen Charaktere aus der Vergangenheit auf und fordern die Gegenwart zu einem die Zukunft entscheidenden Duell. Nicht jede gewonnene Runde ist wirklich ein Gewinn.

Johannes Weinand führt gekonnt und in gewohnt klarer Sprache seine Leser durch seine Welten. Er nimmt mit auf abenteuerliche Pfade und führt die in Band 1 gelegten Grundsteine zu fulminanten Entwicklungen, die mitreißen und begeistern. Dieses Buch 2 führt nicht nur eine Idee weiter fort, es lässt dem Leser auch Raum für eigene Gedanken und Interpretationen, ja es fordert diese geradezu heraus. Mit 15,50 € für die 216 Seiten ist das Buch auf gar keinen Fall billig zu nennen, steht aber voll im Preisgefüge zum ersten Buch. Hier sind alle die Leser gefragt, die bereit sind, mit dem Kaufpreis die Arbeit und die Mühe eines Autors zu honorieren. In der technisierten Variante bekommt man das E-Book für 9,99 € und man kann sofort loslesen. Für ganz Ungeduldige ist das dann die doppelt günstigere Variante.

Dieses Buch, diese Geschichte und die gesamte Konzeption haben die Bezeichnung Phantastik nicht nur verdient. Sie sind lebendige Beweise dafür, dass es in Geschichten, die schon völlig auserzählt und vorgezeichnet scheinen, immer wieder neue Impulse geben kann, die in ungeahnte Weiten und Tiefen unserer Vergangenheit, der Gegenwart oder der Zukunft führen können.

Ich wiederhole mich noch einmal: Ja diese Geschichte ist wirklich ein Glück.

24. 300 Gründe, sich endlich mal zu bedanken
von Steffen Marx
Was ist ein Freund? Nun, jeder wird sich seine eigene Definition zurecht legen, wenn man darüber nachdenkt. Von "da sein, wenn man ihn braucht" wird da zuvorderst die Rede sein. Vielleicht von "gleichen Wellenlängen", "gemeinsamen Interessen" oder zumindest von "gegenseitiger Zuneigung". Ich persönlich würde dem noch hinzufügen, dass, wenn ich auch mal über eine lange Zeit keinen Kontakt hatte, mich ohne schlechten Gewissens darüber mit einem Freund treffen und mit ihm sofort wieder verstehe.

Dieser letzten Eigenschaft mag es zu verdanken sein, dass mich jede E-Mail mit dem Corona Magazine wie ein kurzes Lebenszeichen eines alten Freundes erfreut. Jedoch, ein schlechtes Gewissen überkommt ich dabei dann doch auch immer, entstammt mein letzter eigener Beitrag dem Jahre 2010, und trotz des oben gesagten: einem guten Freund will man auch mal was Gutes tun. Als sich nun die Nummer 300 näherte, stand mein Entschluss, dies als Anlass für einen eigenen Artikel zu nehmen, fest. Doch etwas dem Jubiläum angemessenes zu finden, stellt sich als anspruchsvoller heraus als gedacht. Für einen Rückblick gibt es sicher berufenere Personen, die früher dabei waren, mehr gemacht habe, näher am Projekt sind. Einen einfachen Artikel über einen Kinofilm oder ein Buch fände ich auch unangemessen.

So komme ich darauf, das zu sagen, was man einem guten Freund viel zu selten sagt, weil man es als Selbstverständlichkeit ansieht: Danke! An diejenigen, die mehr Zeit und Herzblut in dieses Magazin stecken. Denn in erster Linie bin ich doch der Leser, der durch den einen oder anderen Buchtipp auf eine neue Welt aufmerksam wurde. Der Filmeseher, der die eine oder andere Perle sonst übersehen hätte (und auch manche Falle vermeiden konnte) und der Nerd und Ewig-16-Jährige, der sich über jede Nachricht von den Helden seiner Jugend im newsBEAT freut. Und dabei übergehe ich noch ungerechtfertigterweise in dieser Aufzählung sogar die ganzen anderen Rubriken, die mir lieb sind.

Das kurze Lebenszeichen eines Freundes, das das Corona Magazine für mich darstellt, ist ein Gruß, der mich an eine schöne Zeit erinnert. Über fünfzehn Jahre ist es her, dass ich mich zum Newsletter anmeldete, damals lief noch Deep Space Nine in der Erstausstrahlung im Fernsehen und Star Trek war es auch, was mich zur Anmeldung veranlasste. Seitdem haben sich das Kino, Star Trek aber auch ich mich massiv verändert. Und natürlich auch das Corona Magazine. Dass diese Veränderung weiter gehen muss, damit das Magazin das bleiben kann, was es ist, darüber ist in den vergangenen Wochen in der Redaktion viel diskutiert worden, und keiner weiß, wie die Zukunft aussieht. Eine Freundschaft überdauert auch Krisen und Veränderungen. Ich freue mich auf das, was kommen wird.

25. Wissenschaft: Curiosity – eine Zwischenbilanz
von Andreas Dannhauer
Seit vor anderthalb Jahren der Marsrover Curiosity per Himmelskran spektakulär auf dem Mars abgesetzt wurde, ist es etwas ruhig um die komplexeste Maschine geworden, die jemals über die Oberfläche eines anderen Himmelskörpers rollte. Das etwa Kleinwagen große Gefährt ist nicht weniger als ein ganzes Laboratorium auf Rädern. Welche Resultate hat der Rover bis heute vorzuweisen?

Als Landepunkt für Curiosity hatte man den Gale Krater ausgewählt und zwar hauptsächlich aus zwei Gründen. Erstens haben sich auf Satellitenaufnahmen am Fuße des Zentralberges Aeolus Mons geschichtete Ablagerungen gezeigt. Bei einem geschätzten Alter des Kraters von über 3 Milliarden Jahren hat man hier einen natürlichen Aufschluss der allerfrühesten geologischen Geschichte des Mars vor sich. Sollte, wie vermutet wird, das Klima auf dem Mars früher wärmer und feuchter gewesen sein, sollte man dies in den Gesteinsschichten nachweisen können. Vielleicht gelingt es sogar den Grund und den zeitlichen Ablauf des marsianischen Klimawandels zu enträtseln. Der zweite Grund ist ein Tal, welches sich vom Rand des Kraters in Richtung des Zentralberges erstreckt und dessen Sedimentfächer. Die Frage lautet hier: hat Wasser das Tal und die Sedimentschichten erzeugt?

Nach der Landung etwa 10 km vom Zentralberg entfernt, sollte Curiosity eigentlich schnell Fahrt aufnehmen, um sein eigentliches Einsatzgebiet zu erreichen. Aber die Umgebung an der Landestelle erwies sich als geologisch so interessant, dass man den Aufbruch zum Berg erst einmal verschob. Auf dem Weg zum ersten wissenschaftlichen Ziel, der Region Yellowknife Bay, machte der Rover schon eine wichtige Entdeckung. An einer Abbruchkante traten runde Kiesel an die Oberfläche. Diese waren offensichtlich von einem fließenden Gewässer abgerundet und in Sand deponiert worden. In Yellowknife Bay, einer durch Winderosion erzeugten Bucht, liegen übereinander drei geologisch unterschiedliche Schichten frei. Die chemische Analyse ergab, dass der Gehalt an, in den Mineralen eingeschlossenem, Wasser zwischen 1% und 3% liegt und zwar nach unten zunehmend. Die unterste Schicht, Sheepbed genannt, bot sich deshalb als nächstes Forschungsobjekt an. Die umfangreichen Untersuchungen, unter anderem mit erbohrten Proben aus wenigen Zentimetern Tiefe, zeigten, dass man es hier mit einem Tongestein zu tun hat (Korngröße kleiner als 50 Mikrometer). Dieses aus feinsten Ablagerungen bestehende Material entsteht nur in stehenden Gewässern. In Fließgewässern haben die leichten Körner keine Zeit sich abzulagern, sondern werden ständig wieder aufgewirbelt. In der Yellowknife Bay befand sich also einst nicht nur ein Flusslauf, dessen Wasser einfach im Boden versickerte, sondern mindesten ein Jahrhundert lang ein See in dem der Fluss Sedimente ablagerte. Die fließendes Wasser Theorie kann damit als bestätigt gelten.
Des Weiteren ergab die chemische Analyse des Gesteins einen hohen Gehalt an Schwefelwasserstoff. Auf der Erde gibt es Bakterien die daraus ihre Lebensenergie gewinnen. Diese hätten in dem Yellowknife Bay See also leben können. Das sagt natürlich noch nichts darüber aus, ob es sie auch wirklich gab.
Frühere Untersuchungen des Marsrovers Opportunity hatten gezeigt, dass das dortige Gestein stark salzhaltig und eine Lösung in Wasser daraus sehr sauer wäre. Nicht gerade förderlich für Lebensformen. Anders in Yellowknife Bay. Der dortige See bestand aus Süßwasser und war pH-neutral.
Die ebenfalls gefundenen Spuren organischer Stoffe gelten als nicht beweiskräftig genug, um früheres Leben dort zu bestätigen. Die Spuren sind so minimal, dass eine von der Erde mitgebrachte Verschmutzung der Probe nicht ausgeschlossen werden kann.
Ein weiteres Indiz für früheres organisches Leben wäre der Fund von im Gestein eingeschlossenem Methan. Einige Bakterien produzieren Methan, das bei organischen Zerfallsprozessen entsteht. Obwohl schon Methan auf dem Mars nachgewiesen wurde, fand sich jedoch keines in Yellowknife Bay.

Curiosity hat damit bewiesen: es gab fließendes und stehendes Wasser auf dem Mars, in einem Umfeld, welches für Leben, wie es auch auf der Erde vorkommt, geeignet war. Ob der Mars aber auch wirklich belebt war, bleibt weiterhin unbewiesen. Auch wenn sich uns Yellowknife Bay wie eine Oase darstellt, ein paar Jahrhunderte lebensfreundliche Bedingungen reichen wohl nicht aus, um Leben in Form von Einzellern hervor zu bringen. Dafür braucht es hunderte von Millionen Jahren eines feuchten Klimas, damit die Natur genug Zeit hat, all die komplizierten organischen Moleküle herzustellen, aus denen Lebensformen bestehen. Um zu klären, ob es so eine Zeitperiode auf dem Mars gab, hat sich Curiosity inzwischen auf den Weg zum eigentlichen Ziel seiner Mission gemacht, dem Fuß des Aelos Mons im Zentrum des Galekraters. Von den 10 km hat er inzwischen knapp die Hälfte zurückgelegt. Mit dem ein oder anderen wissenschaftlichen Abstecher sollte er dort etwa im Dezember dieses Jahres ankommen. Dank der Isotopenbatterie, mit der Curiosity ausgestattet ist, bleiben dem Rover noch Jahre Zeit für seine Mission, die hoffentlich noch wertvolle Erkenntnisse zur Geologie und Klimageschichte des Mars liefern wird.

26. Die Corona-Kurzgeschichte
Liebe Kurzgeschichten-Freunde,

es hat ja inzwischen schon Tradition: Zur Jubiläumsausgabe greift auch dieses Mal wieder der Redakteur dieser Rubrik selbst zur Feder. Das Ergebnis ist die Story "Fremd", angesiedelt im sogenannten Argona-Universum, wie zuvor auch schon die Geschichten "Martys Weg" (Corona Magazine 200) und "Auf der Flucht" (Corona Magazine 250). Wer sich dafür interessiert: Derzeit laufen die letzten Arbeiten an einem Sammelband mit Argona-Geschichten, der unter dem Titel "Cantals Tränen" noch in diesem Jahr in gedruckter Form erscheinen soll. Er wird neben einigen älteren Erzählungen (unter anderem "Martys Weg") auch mehrere Erstveröffentlichungen enthalten. Jetzt aber zunächst einmal viel Lesevergnügen mit der vorliegenden Geschichte. Wie immer freuen wir uns über Rückmeldungen dazu – zum Beispiel in unserem Forum unter dem Dach des SF-Netzwerks (www.sf-netzwerk.de), in dem man natürlich auch ganz allgemein seine Meinung zur aktuellen Corona-Ausgabe loswerden kann.

Armin Rößler


Fremd
von Armin Rößler

Skiff Berger schreckte auf, noch bevor das Geräusch ertönte. Vielleicht war es Instinkt, vielleicht auch seine besondere Gabe, die ihn warnte. Rechtzeitig genug, um wach zu sein, doch zu spät, um noch etwas zu ändern.
Das laute Klirren folgte auf dem Fuß. Er hatte schon darauf gewartet und ärgerte sich trotzdem darüber. "Verdammt." Berger stieg aus dem Bett, obwohl er viel lieber einfach liegen geblieben wäre. Er wusste: Was er auch tat, es änderte nichts.
Diesmal war der Stein durch das Küchenfenster geflogen. Von den Tätern fehlte jede Spur. Berger musste aufpassen, damit er nicht in die Scherben trat, die überall herumlagen. Der Putzautomat bekam wieder einiges zu tun, und Berger überlegte, ob er nicht endlich die Glasscheiben durch transparenten Kunststoff ersetzen sollte. Aber er befürchtete, dass er damit überhaupt nichts erreichen würde. Die Halbstarken waren erfinderisch. Statt der Fenster musste dann eben etwas anderes dran glauben. Solange sie die Absicht hatten, ihn zu drangsalieren, würden sie das auch tun. Denn sie wollten ihn nicht an diesem Ort haben. Und Berger wusste selbst noch nicht einmal, ob er überhaupt hier bleiben wollte. Womöglich war das doch alles nur eine Schnapsidee gewesen.
Dabei war Röhmen sicher keine schlechte Welt für einen halbwegs geruhsamen, aber nicht unbedingt langweiligen Lebensabend. Benannt nach ihrem Entdecker, einem Kapitän Erklas Röhmen, war sie noch nicht ganz so weit, ernsthaft kolonisiert zu werden. Zunächst einmal waren die Pioniere dran, Menschen, die den Planeten erforschten, die herausfanden, welche Nahrungsmittel hier angebaut werden konnten, und die auch entdecken sollten, welche Gefahren es hier gab. Denn die Erfahrung hatte gezeigt, dass sich grundsätzlich auf jeder Welt irgendetwas oder irgendjemand den Eindringlingen von außen entgegenstellte. Es wäre ein Wunder gewesen, hätte sich ausgerechnet Röhmen als die eine Ausnahme erwiesen, an die niemand glaubte.
Skiff Berger war kein Pionier. Er hatte jedoch seine Verdienste und genoss dank dieser Ausnahmerechte. Das machte ihn bei der restlichen Bevölkerung Röhmens nicht unbedingt beliebt. Er wusste, dass er als Außenseiter wahrgenommen wurde und es ihm schwer fallen würde, daran jemals etwas zu ändern. Und er musste befürchten, dass sich vielleicht auch noch seine besondere Gabe herumsprechen mochte. Dann würde der Ärger erst richtig beginnen. Deshalb grübelte Berger, ob er Röhmen nicht besser wieder den Rücken kehrte und in eine zivilisiertere Gegend des Universums weiterzog. Je mehr Menschen dort lebten, desto weniger würde er auffallen. Hier dagegen war er längst so bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund. Das ließ sich auch nicht mehr ändern.
Dann starrte er durch das zerstörte Fenster nach draußen und sah den Sonnenaufgang, diesen blutroten Ball, der sich langsam über die grünen Hügel erhob. Es war ein wunderschöner Anblick und Grund genug, sich auf dieser Welt ein Stück heimisch zu fühlen, viel heimischer, als er jemals zu Hause gewesen war.
"Verdammt", wiederholte Berger und machte sich daran, den Schaden am Fenster notdürftig zu beheben. Er war seit sechs Monaten hier und hatte sich immer noch nicht entscheiden können, was er eigentlich wollte. Landwirtschaft? Viehzucht? Die vielfältige Gegend erkunden? Mit der Waffe in der Hand eine der Expeditionen ins Unbekannte begleiten? Es gab zahllose Möglichkeiten auf dieser unberührten Welt, und er konnte sich auch vieles vorstellen. Doch statt irgendetwas davon anzugehen, lebte er seit Wochen einfach nur in den Tag hinein. Die regelmäßigen nächtlichen Besuche der Jugendlichen aus der nahen Siedlung waren praktisch die einzige, wenn auch sehr unerfreuliche Abwechslung. "Am Ende muss ich noch dankbar dafür sein", brummte Berger.
Die Pioniere, ein paar tausend wagemutige Menschen samt ihrer Familien, waren bislang auf zwei der vier Kontinente Röhmens abgesetzt worden. Natürlich war es unmöglich, alles zu erforschen, Stichproben und oberflächliche Erkenntnisse mussten ausreichen. Und doch wurde Wert darauf gelegt, diese Welt so gut wie nur möglich kennenzulernen. Egal, was er dazu beitragen wollte, es würde gern gesehen werden. Dass er sich zurückzog und überhaupt nichts tat, stieß dagegen auf keine Gegenliebe. Von den Gerüchten, die sich wahrscheinlich schon jetzt um seine Person rankten, einmal ganz abgesehen.
Berger schrak aus seinen Gedanken. Auch ohne die Ursache dafür zu kennen, wusste er sofort, dass er vorsichtig sein musste.
Das Geräusch lieferte ihm den Grund: ein lauter Knall, unzweifelhaft ein Schuss. Ein zweiter folgte. Und nach einer kurzen Pause noch einige weitere. Sie klangen nicht sonderlich weit entfernt. Skiff Berger war sich gleich sicher, dass er es jetzt mit keinem Lausbubenstreich mehr zu tun hatte.
Er ging zurück in sein Schlafzimmer und angelte dort nach seiner eigenen Waffe. Dann trat er vor sein Haus, das die Pioniere in ihrem Jargon eine Farm nannten – das Raumschiff, mit dem sie hierher gekommen waren, hatte mächtige Maschinen und fleißige Roboter mitgeführt, die mit den auf Röhmen vorgefundenen Rohstoffen in rascher Folge ein Gebäude ums andere erbaut hatten. Als Berger eingetroffen war, ein Nachzügler, lange nach dem ersten Schwung, hatte es nur wenige Stunden gedauert, bis die Farm vollständig errichtet war. Als hätten die Roboter nur auf ihn gewartet, um endlich wieder Arbeit zu bekommen.
Er sah sich sorgfältig um, konnte aber zunächst nichts Verdächtiges entdecken, obwohl es jetzt schon richtig hell geworden war. Dann sah er eine, nein zwei Gestalten, die sich hastig näherten. Sie rannten, als würden sie gejagt. Von einem Verfolger fehlte jedoch für Bergers Augen jede Spur. Sie kamen aus Richtung der Siedlung.
Es handelte sich um zwei junge Burschen, höchstens fünfzehn oder sechzehn Jahre alt. Das sind unsere Steinewerfer, dachte Skiff Berger. Trotzdem hielt er seine Waffe noch gesenkt. Sie kamen ganz sicher nicht, um ihm weiteren Ärger zu bereiten. Jetzt waren sie es, die ein Problem hatten.
"Was wollt ihr?", fragte er.
"Er hat auf uns geschossen", sagte der eine Junge. Berger kannte ihn, es handelte sich um Andres, den Sohn Seehahns, der drüben in der Siedlung das Sagen hatte. Auch Andres‘ Begleiter war für ihn kein völlig Fremder. Berger erinnerte sich, dass er Raffie genannt wurde.
"Wer?"
Die beiden schwiegen. Sie machten einen verwirrten, fast panischen Eindruck. Das erklärte vielleicht auch, warum sie ausgerechnet hierher gelaufen waren. Eigentlich hätten sie sich ausrechnen müssen, dass Berger sie nicht sonderlich freundlich empfangen würde. Dass sie zu dieser Uhrzeit hier draußen waren, machte sie logischerweise zu den Hauptverdächtigen, was das eingeworfene Fenster anging. Es sprach für ihre Verzweiflung, dass sie dennoch vor ihm standen.
"Wer? Wer hat auf euch geschossen?" Skiff Berger widerstand der Versuchung, seinen energischen Worten noch mit anderen Mitteln nachzuhelfen.
"Der alte Bordon", sagte Andres endlich. Raffie schaute über die Schulter nach hinten, als erwarte er, jeden Moment wieder angegriffen zu werden. "Er stand plötzlich da und hat einfach losgeballert. Es ist ein Wunder, dass er uns nicht getroffen hat. Ich habe ihm zugerufen, dass es nur wir sind, und er muss uns eigentlich erkannt haben. Aber er hat dann sogar noch einmal geschossen."
"Da sind wir gerannt", sagte Raffie.
"Und er hat weiter auf uns geschossen." Andres hatte seine Zurückhaltung jetzt wohl endgültig abgelegt. "Ich weiß nicht, ob er uns nachgelaufen ist …"
"Wir haben ihn abgehängt", sagte Raffie.
"Aber vielleicht ist er uns gefolgt. Hier draußen gibt es ja sonst nichts, außer Ihrer Farm …"
"… und ein paar Störenfrieden, die mich nicht hier haben wollen", ergänzte Berger mit einem bitteren Lachen.
Die Reaktion der beiden Burschen war eindeutig und räumte seine letzten Zweifel beiseite. Sie hatten heute Morgen den Stein geworfen, und es war vermutlich nicht der erste gewesen. Berger sah ihnen an, dass sie ihr eigenes Schuldbekenntnis bemerkt hatten. Hinter Andres’ Stirn arbeitete es fieberhaft. Er überlegte wahrscheinlich, ob der schießwütige alte Bordon oder Skiff Berger das kleinere Übel war. Raffie dachte nicht so weit. Ihm schien es schon auszureichen, dass Berger seine Waffe nicht auf ihn richtete.
"Darüber reden wir ein anderes Mal", sagte Berger. "Jetzt ist Bordon unser Problem. Wir müssen ihn aufspüren, bevor er noch jemanden ernsthaft verletzt."
"Sie meinen …"
"Was ihr beiden erzählt, klingt für mich, als sei er verrückt geworden. Oder habt ihr ihm auch die Fenster eingeschmissen?"
Skiff Berger wartete die Antwort nicht ab, sondern marschierte in die Richtung, aus der die beiden gekommen waren. Er widerstand auch jetzt der Versuchung, sich genauer zu vergewissern, wo Bordon im Augenblick war.
Nur im Notfall. Das hatte er sich geschworen, und er war fest entschlossen, sich auch daran zu halten.
Andres und Raffie folgten ihm. Berger überlegte nur kurz, ob er sie zurückschicken sollte. Aber dann dachte er sich, dass es besser war, die beiden nicht schutzlos allein zu lassen, ob hier oder auf dem Weg in die Siedlung. Und dass er vielleicht auch ein wenig Unterstützung brauchen konnte.

Die Landschaft Röhmens war zu idyllisch, um darin Gefahren zu erwarten. Berger bemühte sich, das auszublenden und sich auf einen möglichen Angriff zu konzentrieren, der jederzeit erfolgen mochte. Es gelang ihm nicht ganz.
Die Sonne war aufgegangen, die Natur zum Leben erwacht. Der schwache Nebel über den Wiesen löste sich bereits langsam auf. Insekten summten und zirpten, tausend Gerüche strömten in Bergers Nase. Diese Welt faszinierte ihn jeden Morgen aufs Neue. An seine eigentliche Heimat hatte er deutlich nüchternere Erinnerungen. Aber damals hatte er auch eine wichtige Aufgabe erfüllen müssen, die ihm nur wenig Zeit für anderes ließ.
Skiff Berger ließ sich nur beinahe von seiner Umgebung einlullen. Er bewahrte sich einen Rest Aufmerksamkeit und hörte deshalb das schwache Geräusch sofort. Ein Ast, auf den jemand getreten war und der leise knackte. Berger wurde nur halb überrascht, als der Schuss fiel. Er hatte sich bereits zu Boden geworfen, und das Projektil verfehlte ihn deutlich. Die beiden Jungen, die ihm gehorsam folgten, waren weit genug hinter ihm marschiert, um nicht in Gefahr zu sein.
"Deckung", rief Berger dennoch und brachte seine eigene Waffe in Anschlag. Er robbte hinter einen umgestürzten Baumstamm. Sehen konnte er nichts. Der Angreifer – vermutlich Bordon – war jetzt auch schlau genug, keine weiteren verräterischen Geräusche mehr zu produzieren. Vermutlich stand er unbeweglich da und wartete, bis sich Berger rührte, um dann erneut zu feuern. Doch diesen Gefallen tat ihm Berger nicht.
Er hatte schon ganz andere Schlachten geschlagen. Und er hatte nicht vor, ausgerechnet heute zu sterben.
"Bleibt zurück", sagte er laut. Berger wollte nicht, dass sich Andres und Raffie unnötig in Gefahr brachten. Bordon würde sie erschießen. Damit war niemandem gedient.
Die Gabe.
Er zögerte.
Ursprünglich hatte er vorgehabt, sie überhaupt nicht mehr einzusetzen. Von diesem Vorsatz war er längst abgewichen. An die Idee glaubte er auch heute noch: Was sie damals unter Andrades Führung getan hatten, war absolut richtig gewesen. Sie hatten Basis-2 gerettet und damit viele Menschenleben, und sie hatten die Invasoren abgewehrt, die Kotmun, die auf ihrem unerbittlichen Angriffszug quer durchs Universum waren. Es war richtig, dachte Skiff Berger, auch wenn Andrade es am Ende vielleicht ein wenig übertrieben hatte. Dazu wäre aber kein anderer in der Lage gewesen.
Trotzdem: Hinterher hatte Berger sich vor sich selbst gefürchtet. Er war plötzlich nicht mehr in der Lage gewesen, seiner Aufgabe nachzukommen. Trost spendete ihm, dass er längst nicht der Einzige war. Selbst Tomkin hatte letztlich das Weite gesucht.
Die Ärzte sprachen von einer Blockade. Man machte ihm offiziell keinen Vorwurf. Natürlich brauchte er die Gabe nicht, um in ihren Gesichtern zu lesen. Versager war noch der freundlichste Ausdruck. Es störte ihn, er schämte sich erst, dann machte es ihn wütend. Aber das änderte nichts: Er würde seine Aufgabe niemals wieder erfüllen können.
Erst auf Röhmen bemerkte Skiff Berger, dass er die Gabe nicht vollständig verloren hatte. Sie war immer noch da, und er konnte sie wohl auch weiterhin nutzen. Es war jetzt aber nicht mehr wie zuvor, als er noch die Unterstützung der anderen Ments gehabt hatte. Und doch erhob es ihn ein wenig über die gewöhnlichen Menschen – oder stellte ihn abseits. Er war auch deshalb bislang stets davor zurückgeschreckt, die Gabe auf dieser Welt einzusetzen.
Sei’s drum, dachte er. Dann ließ er jegliche Zurückhaltung fallen.
Bergers Geist traf auf das, was einmal der alte Bordon gewesen war. Nur dank des jahrelangen Drills schreckte er nicht sofort zurück. Was ist das? Es fühlte sich nicht an wie ein Mensch.
Skiff Berger war sich schnell sicher: Etwas Fremdes hatte von dem alten Mann Besitz ergriffen. Und wohl auch etwas sehr Mächtiges. Er überlegte sehr genau, bevor er einen weiteren Vorstoß wagte. Berger wusste um seine Kräfte. Er überschätzte sie nicht, sondern blieb lieber vorsichtig.
Was auch immer in Bordon war, kannte diese Zurückhaltung nicht. Es attackierte ihn und erinnerte ihn in diesem Moment an die so schwer verständliche Macht vom Todesmond, die viele Jahre lang sein Leben bestimmt hatte. Berger blockte den Angriff mühelos ab. Er war nicht schwach. Das spürte er. Als sei mit der Attacke auch die Gabe wieder vollständig aktiviert worden, nachdem sie so lange nicht benötigt worden war.
"Wer bist du?", rief Berger.
Natürlich erhielt er auf die Frage keine Antwort. Und auch Bordon zeigte sich noch nicht, tat ihm nicht den Gefallen, ihn anzugreifen.
Berger blieb nichts anderes übrig. Wenn er sich nur verteidigte, würde er nichts erreichen. Er musste zum Gegenangriff übergehen, so schwer ihm das auch fiel. Berger gab sich innerlich einen Ruck, tastete sich dann langsam und vorsichtig mit seinen geistigen Fühlern vor. Doch er bereute es sofort: Der Blockade waren seine Kräfte nicht gewachsen. Er prallte davon ab wie ein Gummiball von einer Betonwand. Das blieb nicht ohne Auswirkungen. Die Schmerzen trieben ihm Tränen in die Augen.
Er keuchte.
Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt, dich zurückzuziehen. Doch er hörte natürlich nicht auf diesen Gedanken.
"Schieß", erklang eine Stimme.
"Nein", wollte Berger schreien. Doch das Wort kam nicht über seine Lippen. Ein Teil von ihm war froh darüber.
Das fremde Etwas griff jetzt mit Wucht nach ihm. Er wusste, dass er ihm nicht lange würde standhalten können.
Der Schuss krachte. Es folgte kein weiteres Geräusch. Und doch wusste Skiff Berger sofort, dass der Schütze sein Ziel getroffen hatte. Der Widerstand, gegen den er eben noch hatte ankämpfen müssen, schwand zusehends.
Er erhob sich hinter dem umgestürzten Baumstamm. Er sah Andres, der die Waffe noch in der Hand hielt, und Raffie, der mit einem verständnislosen Gesichtsausdruck neben ihm stand. Und er sah jetzt auch den alten Bordon, der ein paar Schritte von ihm entfernt auf dem Boden lag. Das winzige Loch auf seiner Brust wurde durch das Blut, das aus ihm herausströmte, immer größer.
"Er ist tot", sagte Andres.
"Ja. Und nein." Berger schüttelte den Kopf. "Nur Bordon ist gestorben. Was in ihm gewesen ist, ganz sicher nicht."
Er sah, dass sie nicht begriffen, was er ihnen sagen wollte. Das war nicht verwunderlich. Aber er hatte für weitere Worte keine Kraft. Die Gabe nach so langer Zeit wieder einzusetzen, hatte ihn völlig erschöpft. Er spürte, dass er zitterte, und ließ sich wieder auf den Boden sinken.
Erst als Raffie zu Bordon trat und die Hand nach ihm ausstreckte, wurde Berger wieder aktiv. "Nicht", sagte er, obwohl ihn die Worte immer noch anstrengten. "Das könnte gefährlich sein."
Der Junge schreckte zurück.
Skiff Berger hob beschwörend die Hände. "Ganz ruhig. Lass mich ihn überprüfen. Mir kann nichts geschehen."
Er rappelte sich mühsam hoch und ging zu dem Toten hin. Nach einem kurzen Zögern griff er mental nach Bordon, nach dem Fremden, das in ihm gewesen war. Aber er konnte nichts entdecken. Einen kurzen Moment lang befürchtete Berger, die Gabe gleich wieder verloren zu haben. Dann stieß er doch auf eine schwache, kaum wahrnehmbare Spur, die sich schon in weiter Ferne zu befinden schien.
"Es ist nicht mehr da", sagte Berger und atmete schwer. "Wir haben es vertrieben, aber wir haben es nicht getötet."
Andres und Raffie starrten ihn an, als sei er ein Geist.

Die Siedlung der Pioniere war kein Ort, an dem sich Skiff Berger wohlfühlte. Er war nach Röhmen gekommen, um Abstand von den Menschen haben zu können, nachdem er so lange mit den anderen Ments auf engstem Raum in der Orbitalstation zusammengelebt hatte. Ein fast unberührter Planet war dafür die richtige Wahl. Die Siedlung jedoch, auch wenn sie nur aus ein paar wenigen Häusern bestand, einen Steinwurf vom Landefeld für die Raumschiffe entfernt, stellte für ihn das exakte Gegenteil seiner Vorstellungen dar. Zu viele Menschen, zu wenig Freiheit.
Er war heute trotzdem hierhergekommen. Denn natürlich wusste er, dass es keinen Sinn hatte, sich zu verstecken. Bordon war tot, das fremde Etwas existierte noch. Andres und Raffie hatten die Begegnung miterlebt, und je länger sie darüber nachdachten, desto klarer würde ihnen werden, was eigentlich geschehen war. Dann würden sie kaum darüber schweigen.
Berger wollte nicht so lange warten, auch wenn er sich noch unschlüssig fühlte, ob er wirklich schon bereit war, sich wieder seiner Verantwortung zu stellen. Er spürte auch den Drang in sich, einfach wegzulaufen. Die Idee, Röhmen mit dem nächsten Schiff zu verlassen und so allen weiteren Konflikten aus dem Weg zu gehen, erschien ihm im einen Moment verlockend, im nächsten wieder absurd und feige. Berger war hin- und hergerissen. Doch irgendetwas in ihm hatte die Entscheidung schon getroffen.
Seehahn erwartete ihn bereits. Ein großer Mann mit dunklem Haar, düsterem Blick und einem massigen Körper. Er sah aus wie jemand, der gewohnt war, sich gegen alle Widrigkeiten durchzusetzen. Ein Kämpfer, der nicht freiwillig klein bei gab.
Er übernahm auch sofort die Initiative und hielt sich nicht mit einer umständlichen Begrüßung auf. Ein kurzes Nicken, dann kam Seehahn gleich zur Sache. "Halten Sie mich bitte nicht für nachlässig oder sogar für dumm. Ich bin natürlich über Sie informiert, Berger. Ich weiß, wo Sie herkommen und was Sie früher getan haben. Das wusste ich übrigens schon bei Ihrer Ankunft. Auch Ihre Gabe ist mir bekannt. Wenngleich ich zugeben muss, dass Theorie und Praxis natürlich immer zwei Paar Stiefel sind."
Berger hatte damit gerechnet, zumal er keinerlei Anstrengungen unternommen hatte, seine Identität zu verschleiern. Er fühlte deshalb auch keine Notwendigkeit, sich vor Seehahn zu rechtfertigen. Etwas anderes war ihm viel wichtiger. Das fremde Ding, das in Bordon gewesen war.
"Was wollen Sie jetzt tun?", fragte er deshalb, ohne auf Seehahns Worte einzugehen.
Der große Mann zögerte keine Sekunde. "Ich will, dass Sie mich begleiten, mich und noch ein paar andere. Wie es scheint, ist hier eine Gefahr aufgetaucht, die uns alle bedrohen könnte. Wir müssen ihr nachgehen, wir müssen herausfinden, um was es sich handelt. Ihre Fähigkeiten könnten uns dabei durchaus dienlich sein."
Berger nickte, auch wenn er sich noch immer nicht sicher war, ob er das eigentlich wollte. Aber sah keine Alternative – wenn er nicht doch bereit war, Röhmen schnellstmöglich zu verlassen. Seehahns Einfluss war zu groß. Verweigerte er sich ihm, würde ihm der andere keine Ruhe lassen und vielleicht sogar eine Art Hexenjagd initiieren. Zumal sie sich in einem einig waren: Die noch nicht richtig greifbare Gefahr musste aufgespürt werden. Sonst mussten sie jederzeit mit weiteren Angriffen rechnen.
Skiff Berger nickte. "Ich werde Sie begleiten", sagte er.
Seehahn wirkte nicht überrascht. "Wir brechen morgen früh auf." Er wandte sich ab, drehte sich dann aber noch einmal um. "Danke, Berger", sagte er. "Danke, dass Sie Andres beigestanden haben."
Berger hatte nicht mit diesem Dank gerechnet, und er ging auch nicht weiter darauf ein, denn ihm lag noch eine weitere Frage auf dem Herzen. "Woher wissen Sie, wo Sie suchen müssen?", fragte er.
"Ich hatte gehofft, dass Sie mir das sagen können", antwortete Seehahn.
Berger zuckte mit den Schultern. Er war nicht glücklich über diese Idee, auch wenn sie natürlich naheliegend war und er bereits geahnt hatte, dass er auch in dieser Hinsicht in die Pflicht genommen würde. "Ich kann es versuchen", sagte er. "Aber ich kann nichts versprechen." In der Konfrontation mit Bordon hatte seine Gabe plötzlich wieder funktioniert, ausgelöst durch die akute Bedrohung. Doch er wusste nicht, ob er sie auch ohne diesen äußeren Impuls wieder so weit aktivieren konnte, dass es ihm gelang, das fremde Etwas aufzuspüren.
Er stieg in seinen Gleiter, flog zurück zur Farm, richtete sich eine kleine Mahlzeit. Dann saß er draußen auf der Terrasse, bis es anfing, dunkel zu werden. In der ganzen Zeit probierte er kein einziges Mal, seinen besonderen Sinn zum Leben zu erwecken, sondern tat einfach gar nichts. Später legte er sich drinnen auf sein Bett und schloss die Augen.
Ich kann es nicht, dachte er und unternahm trotzdem einen ersten Versuch. Erst war da nichts, dann spürte er, wie sich ganz langsam etwas in seinem eigenen Geist regte. Ein kurzes Flackern, das viel zu rasch wieder erlosch. Und dennoch gab es ihm Hoffnung. Die Gabe war noch da, und er brauchte vielleicht doch keine gefährliche Situation, um sie zu nutzen. Er musste es nur wieder lernen.
Skiff Berger suchte nach dem Funken, und er wurde fündig, hielt ihn fest und ließ ihn wachsen. Es war ein großartiges Gefühl, das ihn erschauern ließ, als sein geistiger Fühler endlich stark genug war, sich von seinem Körper zu lösen und sich seinen Weg hinaus in die Nacht zu suchen.
Erst war es ein mühsames, orientierungsloses Umherirren, doch es wurde mit jeder Minute, die verstrich, besser. Berger spürte, wie es an seinen physischen und psychischen Kräften zehrte, trotzdem machte er weiter, fasziniert von sich selbst. Als er den ersten Menschen lokalisierte, hätte er vor Schreck fast abgebrochen. Aber er schaffte es, die Konzentration aufrechtzuerhalten. Sein Geist eilte weiter, ging zielgerichtet auf die Suche nach dem fremden Etwas, das in Bordon gewesen war.
Viele Stunden später kam es zum Kontakt. Die Berührung war wie ein Stromstoß, der ohne Vorwarnung durch Bergers Körper gejagt wurde. Er riss die Augen auf und schrie seinen Schmerz hinaus. Dann wurde es dunkel um ihn herum.

"Sie sehen grässlich aus", sagte Seehahn am nächsten Morgen. "Wie von einem Castro verschluckt und wieder ausgespuckt."
"Ich hatte eine anstrengende Nacht", antwortete Berger. Zwar war er keinem Castro begegnet, einem dieser riesigen einheimischen Viecher, die jedermann Respekt abnötigten, weil sie auch wirklich gefährlich waren, trotzdem fühlte er sich vollkommen ausgelaugt. Früher war es nie so schlimm gewesen. Vielleicht höchstens beim allerletzten Mal, als sie alle fast gestorben wären.
"Hoffentlich war sie auch erfolgreich?"
Berger nickte langsam. "Ich denke schon." Er zögerte, beschloss dann aber, die Einzelheiten für sich zu behalten. Sie waren für niemanden relevant. "Wir sollten nach Norden fliegen", sagte er. "Die Spur ist zwar nur schwach, aber ich müsste uns zumindest in die Nähe des Fremden bringen können."
Seehahn schenkte ihm einen merkwürdigen Blick, den Berger nicht deuten konnte. Doch dann nickte auch der Pionier. "Nach Norden also", sagte er.
Es war ein langer Flug über die unberührte Landschaft Röhmens hinweg. So sehr Berger bislang den Anblick der Natur dieser für ihn immer noch neuen Welt genossen hatte, so wenig konnte er ihr jetzt aus der Vogelperspektive abgewinnen. Das lag nicht an Röhmen, sondern vor allem an ihm selbst. An seiner Gabe, die ihn beschäftigte, weil sie mindestens ebenso sehr Fluch wie Segen war. Und an dem fremden Etwas, vor dem er sich fürchtete, weil er seine Macht für einen kurzen Moment gespürt hatte, das ihn aber auch faszinierte, seit der Kontakt zustande gekommen war.
"Warum hat es Sie hierher verschlagen?", unterbrach Seehahn irgendwann die Eintönigkeit des Flugs. Außer ihm und Berger waren noch vier Pioniere an Bord, drei Männer und eine Frau.
Skiff Berger zögerte. Er verspürte keine Lust, dem anderen seine Lebensgeschichte zu erzählen. Aber er wollte sich auch nicht jeder Art Smalltalk verweigern. Immerhin hatte er die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, dass er auf dieser Welt womöglich irgendwann doch in Frieden leben konnte. Seehahn würde sicher noch eine Weile auf Röhmen sein, und er hatte unter den Pionieren das Sagen. Also war es angebracht, ihn nicht unnötig zu verärgern.
"Was wissen Sie?", stellte er eine Gegenfrage. So ersparte er sich zumindest überflüssige Erklärungen.
"Sie sind ein sogenannter Ment", sagte Seehahn wie aus der Pistole geschossen. "Sie waren stationiert in Basis-2, Angehöriger der Schutztruppe vor einer unbekannten Macht auf dem dortigen Mond, dem man den wenig schmeichelhaften Namen Todesmond verpasst hat. Es kam zum Ernstfall, der Schutz hat funktioniert, Basis-2 ist weiter aktiv. Und Sie haben wohl parallel auch noch einen Angriff der Kotmun miterlebt."
Berger nickte. Auf diese Art und Weise zusammengefasst, mit wenigen Worten, hörte es sich gar nicht so dramatisch an, wie es tatsächlich gewesen war.
"Aber dann haben Sie Ihren Dienst quittiert", fuhr Seehahn fort. "Das ist, gerade auch angesichts Ihrer Gabe, keine selbstverständliche Angelegenheit, habe ich mir sagen lassen. Es gibt nicht viele … Ments. Und man lässt sie nur ungern ziehen. Schließlich haben sie eine wichtige Aufgabe zu erfüllen."
Die Erinnerung ließ sich nicht zurückhalten, und Berger wollte das auch gar nicht. Tomkin, der vor Wut, vielleicht auch vor Enttäuschung gebrüllt hatte. Der aber auch einen seltsam erschöpften Eindruck machte, als habe er selbst mit ganz ähnlichen Problemen wie Skiff Berger zu kämpfen. Als gehe auch seine Kraft zur Neige. Als sei er kurz davor, ebenfalls zu resignieren. Was er dann ja auch getan hatte.
"Alles, was sie gesagt haben, entspricht der Wahrheit", erklärte Berger. "Aber es ist leider nicht die ganze Geschichte."
Seehahn schaute ihn erwartungsvoll an.
"Ich konnte nicht mehr", sagte Berger. "Ich war nicht mehr in der Lage, meine Gabe einzusetzen. Es war, als hätte ich sie verloren. Eine schreckliche Situation, aus der mich auch dutzende Sitzungen mit den Psychologen nicht befreien konnten. Ich weiß nicht, wie es geschehen ist. Aber wahrscheinlich war einfach alles zu viel für mich. Es hat mich … ausbrennen lassen. Als ich die Station verließ, bin ich kein Ment mehr gewesen. Ich war plötzlich ein völlig normaler Mensch. Von einem Augenblick auf den anderen. Mein Lebensinhalt war verloren gegangen. Das war keine einfache Geschichte für mich. Es hat mich … Ich hätte fast … Aber das tut nichts zur Sache."
"Allerdings sind Sie nicht vollständig ausgebrannt", sagte Seehahn.
"Danach sieht es aus", gab Berger zurück. "Wenn ich ehrlich sein soll, bin ich jedoch noch nicht vollständig davon überzeugt. Die Konfrontation mit Bordon war eine Extremsituation, ich befand mich in Todesgefahr oder glaubte das zumindest. Heute Nacht … Nun, heute Nacht ist es ein wenig anders gewesen, das ist schon richtig, aber ich bin mir nicht sicher, ob sich das beliebig oft wiederholen lässt. Ich fürchte, ich kann Ihnen in dieser Hinsicht derzeit noch keine Garantie geben. Wir werden uns überraschen lassen müssen."
Jetzt nickte Seehahn. "In Ordnung", sagte er und wirkte zufrieden. "Wir werden sehen, was geschieht."
Hält er mich für eine Bedrohung?, fragte sich Berger. Seehahn gab ihm eine ganze Menge Rätsel auf, und es war ihm alles andere als klar, was der Pionier wirklich vorhatte. Du darfst nicht zu vertrauensselig sein, mahnte er sich. Stattdessen hieß es, Vorsicht walten zu lassen und sich in alle Richtungen bestmöglich abzusichern.
Die nächste Stunde bestand aus Schweigen. Die Pioniere schienen auch untereinander keinerlei Gesprächsbedarf zu haben.
"Spüren Sie es noch?", wollte Seehahn schließlich wissen und riss Berger aus seinen Gedanken.
"Wo sind wir?", fragte der Ment.
Seehahn zeigte es ihm auf der Karte.
"Es wäre hilfreich, wenn wir eine Zwischenlandung einlegen könnten", sagte Berger. "Dann kann ich nach draußen gehen und mich auch wirklich konzentrieren. Im Flug ist es nur schwer möglich, ein verlässliches Ergebnis zu erzielen."
"Wir landen", wies Seehahn den Piloten an.
Die folgenden Minuten erlebte Berger wie in Trance. Der Gleiter fand einen Landepunkt und setzte auf. Berger stieg aus, und er nahm das Misstrauen der Pioniere ihm gegenüber nur ganz schwach am Rande wahr. Er machte lediglich ein paar Schritte, entfernte sich nicht allzu weit vom Gleiter, ließ sich auf den Boden sinken, schloss die Augen. Diesmal war seine Gabe sofort da, er benötigte keinerlei weitere Anstrengungen. Sein geistiger Fühler stieß hinaus, und er wusste, wonach er zu suchen hatte. Er fand es viel zu schnell.
Berger keuchte laut auf und brach den Kontakt sofort wieder ab. Die ganz großen Schmerzen blieben ihm dieses Mal erspart. Die Berührung hatte nur Bruchteile von Sekunden gedauert. Aber er spürte, dass es knapp gewesen war.
Noch leicht benommen stand Berger auf. Er hob eine Hand, um den anderen zu signalisieren, dass mit ihm alles in Ordnung war. Die plötzliche Bewegung ließ ihn straucheln, und er wäre fast hingefallen. Doch er behielt letztlich das Gleichgewicht.
"Ich weiß, wo es ist", sagte Skiff Berger mit rauer Stimme. Er ging zu der Karte, riss sie Seehahn beinahe aus der Hand und deutete entschlossen auf einen Punkt. "Hier. Das fremde Ding ist genau hier. Und es hat sich seit gestern nicht von diesem Ort fortbewegt."
Die Erschöpfung machte sich endlich bemerkbar. Er sank in den nächstbesten Sitz, schloss die Augen und schlief praktisch sofort ein.

Seehahn marschierte an der Spitze der Pioniere, Berger kam ganz hinten, am Ende der Reihe. Sie waren nur noch zwei weitere Stunden geflogen, die Zeit hatte nicht gereicht, damit er sich völlig hatte erholen können. Er fühlte sich noch längst nicht wiederhergestellt. Trotzdem hätte er die anstehende Begegnung mit dem Fremden um nichts in der Welt versäumen wollen. Er wollte jetzt unbedingt wissen, mit wem sie es zu tun hatten. Und er konnte nur hoffen, dass sie in der Lage waren, ihm Paroli zu bieten.
Die Pioniere hielten ihre Waffen in Händen.
Skiff Berger vermied es ganz bewusst, seine Gabe zu aktivieren. Er wollte das fremde Etwas nicht aufschrecken. Falls es ihre Annäherung nicht ohnehin schon bemerkt hatte. Auch Seehahn hatte ihm unmissverständlich klar gemacht, dass er vor allem dazu dabei war, die anderen im Notfall zu beschützen. Bei einem geistigen Angriff mochte der Ment die einzige Abwehrmöglichkeit sein. Ob seine Kräfte auch wirklich ausreichten, würde sich allerdings erst dann zeigen.
Zunächst hatte das wie die richtige Strategie ausgesehen. Aber war sie das auch?
Berger fühlte sich zunehmend unwohl. Mit jedem Schritt, den er machte, war er sich weniger sicher, das Richtige zu tun. Vielleicht sollte er doch kurz die Lage ausspähen. Oder vielleicht sollten sie alle umkehren, nach Hause gehen, und die Sache auf sich beruhen lassen. Gab es nicht genügend andere Probleme, um die sie sich zu kümmern hatten?
Er sah, dass einer der Pioniere stehen blieb, obwohl die anderen weitergingen. Dann machte ein weiterer Halt, sagte aber ebenfalls nichts zu seinen Kameraden.
"Wir …" Berger hatte Mühe, nur dieses eine Wort über die Lippen zu bringen.
Jetzt hatten alle angehalten.
Berger konnte sehen, dass es in Seehahn arbeitete. Die anderen wirkten bereits wie seelenlose Marionetten.
"Wir werden angegriffen", brachte Berger endlich hervor. Und er wehrte sich dagegen. Instinktiv. Nicht zögerlich, sondern mit aller Macht. Das war auch notwendig.
Es tat weh, aber er trotzte dem Schmerz. Er war stärker, als er jemals vermutet hätte. Das Fremde wich vor ihm zurück. Er hörte Seehans Schrei. Der Pionier hatte begriffen, was mit ihnen geschehen war. Die anderen brauchten ein wenig länger. Doch dann hatten auch sie sich befreit. Dank Bergers Gegenwehr.
Sie stürmten vorwärts. Berger konnte ihnen kaum folgen. Er war viel zu sehr damit beschäftigt, seine Gabe nicht wieder entschwinden zu lassen. Berger spürte, dass es ihm auch jetzt noch gelang, das fremde Etwas von den anderen Menschen fernzuhalten. Vielleicht machte er es möglich, dass sie die Gefahr besiegen konnten.
Dann sah er es.
Das fremde Wesen sah aus wie ein … Es war schwer zu beschreiben. Nicht mehr als einen Meter dreißig groß und fast ebenso breit. Ein fast quadratischer Torso, der sich auf einer Vielzahl von kurzen Füßchen fortbewegte, die jetzt vergeblich über den Boden trippelten, um den Fremden in Sicherheit zu bringen. Einen Kopf gab es nicht, nur zwei fingerdicke, schwach behaarte Fühler, die sich duckten, als befürchteten sie einen Angriff. Die vier Arme des Wesens fuchtelten wild durcheinander.
Berger hatte Mitleid mit dem Fremden, ohne zu wissen, warum. Er verstand nicht, weshalb er selbst plötzlich stärker war. Vielleicht war es umgekehrt: Der andere wurde schwächer, je länger er auf Röhmen weilte.
"Halten Sie ihn in Schach", rief Seehahn. "Wir erledigen den Kerl."
Und dann waren da die Bilder.
Skiff Berger sah den Fremden, der Godsall oder so ähnlich hieß, und er spürte, dass er um eine Artgenossin bangte. Er hatte nach ihr gesucht und gemerkt, dass sie gefangen gehalten wurde. Er wusste, dass sie das nicht lange überleben wurde. Deshalb wollte er sie befreien. Ohne Rücksicht auf sich und andere.
Berger drängte die Erschöpfung zurück, die wieder nach ihm greifen wollte. Er konzentrierte sich, so sehr ihm das noch möglich war. Seehahn konnte ihn nicht lange aus seinen Gedanken halten.
"So ist das also", sagte Berger. Er war belogen worden. Belogen und benutzt.
"Begehen Sie jetzt bitte keinen Fehler", schrie Seehahn.
Berger hatte in seinen Gedanken ein weiteres fremdes Wesen gesehen, das mit dem, das sie vor sich hatten, fast identisch war. Sie unterschieden sich in Kleinigkeiten, wie ein Mensch sich vom anderen unterschied, aber sie gehörten ohne jeden Zweifel demselben Volk an.
"Was haben Sie getan?", fragte Berger. Er hatte die Stimme jetzt ebenfalls erhoben und war laut und deutlich zu vernehmen.
"Wir mussten sie festsetzen", verteidigte sich Seehahn. "Sie ist eine Kundschafterin, ihr Volk will diese Welt in naher Zukunft kolonisieren. Und wir haben ihnen nichts entgegenzusetzen. Ihr Raumschiff steckt voller Wunder. Es wird unsere technische Entwicklung um Jahrzehnte beschleunigen."
"Und er? Ist er gekommen, um sie zu befreien?"
"So wird es sein", sagte Seehahn. "Und wenn nicht, spielt es auch keine Rolle. Wir müssen ihn ebenfalls gefangen nehmen. Oder ihn töten. Uns bleibt nichts anderes übrig. Sonst werden sie uns gnadenlos von hier vertreiben."
Skiff Berger musste keine Sekunde überlegen. "Nein", sagte er. "Das werde ich nicht zulassen."
Er spürte die Verzweiflung des Fremden, die allein aus dem ungewissen Schicksal seiner Artgenossin rührte. Und er hatte in Seehahns Gedanken längst den Ort gefunden, an dem sie festgehalten wurde. Auf dem zweiten besiedelten Kontinent – die Pioniere standen permanent untereinander in Kontakt.
Berger gab den Fremden frei und griff gleichzeitig nach Seehahn und den anderen Pionieren. Sie hatten ihm nichts entgegenzusetzen.
"Geh", sagte er zu Godsall mit der Kraft seines Geistes, und er wusste fast zeitgleich, dass das fremde Wesen ihn verstanden hatte.
Ist es das wirklich? Fremd?, fragte er sich. Er fühlte sich Godsall in diesem Moment weitaus näher als allen Menschen. Sie waren für ihn die Fremden, das hatte er nun endgültig begriffen, waren es schon immer gewesen. Und er würde für sie immer fremd bleiben.
Dann bemerkte Berger, wie sehr ihm die Anstrengung zu schaffen machte. "Schnell", sandte er noch als weitere Botschaft. Er verlagerte seine Konzentration darauf, Seehahn und die anderen Pioniere, noch so lange wie möglich in Schach zu halten.
Ich würde gerne mit dir gehen, dachte er. Aber es war nicht möglich.
Godsall musste die Flucht gelingen.
Vielleicht würde er dann auch seine Artgenossin befreien können.
Berger wusste, was das für ihn bedeutete. Trotzdem hielt er seine Konzentration so lange aufrecht, bis er die Schwärze vor seinen Augen nicht mehr länger ignorieren konnte. Die Bewusstlosigkeit griff nach ihm.


Armin Rößler, geboren 1972, lebt mit seiner Familie in Rauenberg und arbeitet als Redakteur für eine Tageszeitung. Beim Corona Magazine ist er mit an Bord, seit 2003 der Kurzgeschichten-Wettbewerb aus der Taufe gehoben wurde; anfangs als regelmäßiger Gastjuror, in verantwortlicher Funktion seit dem Jahr 2005. Zum vierten Mal ist er nun mit einer eigenen Geschichte im Corona vertreten. Sie ist erneut in seinem Argona-Universum angesiedelt, aus dem bislang die drei Romane "Entheete", "Andrade" und "Argona" (alle im Wurdack Verlag) erschienen sind, außerdem zahlreiche Erzählungen. In Planung ist noch für dieses Jahr ein Sammelband mit Argona-Geschichten, darunter auch einigen brandneuen, bisher unveröffentlichten. Als Autor und Herausgeber wurde Armin Rößler mehrfach für den Deutschen Science Fiction Preis, den Kurd Laßwitz Preis und den Deutschen Phantastik Preis nominiert.

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ISSN 1422-8904
Ausgabe 300 - 08.06.2014
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Ausgabe 301 erscheint am
02.10.2014.

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