corona magazine
Nur der Himmel ist die Grenze
ISSN 1422-8904

 newsBEAT
+ J.J. Abrams bleibt treu
+ ST:XII Video vom Dreh
+ ST:TOS Drehbuch
+ Nimoy wird Gaststar...
+ DW gegen den Master?
+ TB Alan Ball pausiert
 Facebook
Mögen Sie uns auf Facebook und bekommen Sie hautnah mit, wie Tag für Tag ein neues Kapitel für das Corona-Projekt beginnt.
 Buch-Tipp
TREKminds - Nur der Himmel ist die Grenze
Das Buch nimmt Sie mit auf eine Reise hinter die Kulissen und Schauplätze. Hin zu den Ideen dieses Franchises. Ideen des gemeinsamen Miteinanders und der Verständigung, des menschlichen Geistes. Ideen, die weltweit von Millionen von Trekminds gelebtwerden.
 Partner
FEDCON
Infos, Foren und mehr zur erfolgreichsten europäischen Star Trek-Convention.

u-kult.de
Medien, Serien, Filme und mehr. Ambitioniertes Webprojekt!
 Links
phantastik.de
Täglich neue Infos, Kritiken und mehr zu vielen Themen rund um die Phantastik.

Robots & Dragons
Großes SF-Internetportal mit täglichen News, Reviews und mehr.

The Daily Trekker
Großes Star Trek: Voyager- und Andromeda-Projekt mit Reviews, Infos und mehr.

STARTREKVorlesung.de
Dr. Hubert Zitt über die Wissenschaft in Star Trek.

Stargate-Project
Die News- und Entertainment-Seite zu Stargate-SG1 und Atlantis.
04. März 2012 - Ausgabe 264 - "What doesn't kill you makes you stronger!"
Was mich nicht umbringt, macht mich härter!
Dieser wohlbekannte Gedanke ging mir zu Wochenbeginn während eines geradezu abenteuerlich starken Muskelkaters durch den Kopf. Hauptgrund für diesen war ein drei Tage währender Umzug eines sehr lieben Freundes aus der Corona-Redaktion, der dummerweise über die gesamte Dauer possierlich bereichert wurde durch hartnäckige Zahnschmerzen. Wobei ich von letzteren mit ärztlicher Hilfe am Montag glücklicherweise wieder erlöst werden konnte. Da hatte das Muskeltier schon deutlich mehr Beharrungsvermögen. Zugegeben, man sagt mir nach, dass ich mit sportlicher Brille betrachtet so gelenkig wie eine Straßenbahnschiene bin und auch hinsichtlich meiner Ausdauer durchaus "Luft nach oben" habe. Irgendwie scheint dies wohl mein Tribut an ein langes berufliches Leben im Büro zu sein! Aber hey, ich habe immerhin Verbesserungspotentiale… und dies ist doch durchaus positiv zu bewerten, oder?

Apropos Verbesserungspotentiale: Wegen technischer Schwierigkeiten betrifft dies heuer leider auch unsere TV-Vorschau, die wir Ihnen somit erst in zwei Wochen wieder hier an dieser Stelle in gewohnter Form präsentieren können. Was nicht schön ist, jedoch auch nicht dramatisch, da wir zumindest in der Lage sind, Sie über unsere Homepage mit dieser digitalen Fernsehzeitschrift unseres Redakteurs Klaus Schapp auf dem Laufenden halten zu können. Als kleine Entschädigung möchten wir Ihnen in dieser Ausgabe statt dessen ein ausführliches Interview mit Taylor Kitsch anbieten, dem Hauptdarsteller des lang erwarteten neuen Films "John Carter – Zwischen zwei Welten", welcher in wenigen Tagen am 8. März in den deutschen Kinos startet.

Bedanken möchte ich mich weiterhin für die rege Teilnahme an unserem "Drachengasse 13"-Gewinnspiel der letzten Ausgabe. Die Gewinner wurden bereits in dieser Woche von meinem Redaktionskollegen Frank Hebenstreit informiert. Bevor ich mich nun verabschiede, möchte ich noch schnell auf zwei Artikelreihen hinweisen, die mit dieser Ausgabe starten, bzw. fortgesetzt werden. Einerseits wäre da ein neuer mehrteiliger Rückblick auf die Serie "Star Trek: Voyager" unseres Redakteurs Simon Haffner, andererseits die zweite Folge in klingonischer Sprache unseres vor kurzem frisch zur Corona-Redaktion gestoßenen Lieven L. Litaer.

So, das war es auch schon von mir für den Moment. Ich wünsche Ihnen eine schöne Zeit und viel Spaß mit der neuen Ausgabe!

Herzlichst
Ihre Jennifer Christina Michels
Chefredaktion (v.i.S.d.P.)
Inhalt
1.Die Physik jenseits von Star Trek (2.2)
Warum kein Raumschiff in der Größe der Enterprise über unseren Köpfen schweben kann.
6.Planet der Affen - Vom Ende zum Anfang
Über den Reboot und unsere latente Furcht vor dem Weltuntergang.
2.newsBEAT
Kurzmeldungen aus Fernsehen, Kino & Co.
7.Phantastische Spiele: Gears of War – Das Brettspiel
Bernd Perplies über die analoge Variante des Konsolenhits.
3.Klingonische Sprache: erste Schritte
Eine Sprache für Krieger, sehr direkt und ohne Umschweifungen.
8.Lesefutter braucht das Land
Zwei Magazine, die Sie auf keinen Fall verpassen sollten
4.Star Trek: Wo nie ein Mensch zuvor gewesen war, Teil 1
"Star Trek: Voyager": Zehn Jahre nach dem Ende der Serie. Was ist von ihr übrig?
9.Wissenschaft: Technologien der Zukunft - Laserschwert
Was schwingt Luke Skywalker da eigentlich durch die Gegend?
5."John Carter": Im Gespräch mit Taylor Kitsch
Der Schauspieler über die Dreharbeiten und seine Rolle im neuen Film.
10.Die Corona-Kurzgeschichte
"Tonspur" von Regina Schleheck

1. Die Physik jenseits von Star Trek (2.2)
von Reiner Krauss
"Jenseits von STAR TREK - Die Physik hinter den Ideen der Science Fiction"
von Lawrence M. Krauss (Autor auch vom bekannten Buch "Die Physik von Star Trek")
Heyne Verlag (2002) ISBN: 3453196708

UFOs, Aliens, interstellare Reisen, Antimaterie, intelligentes Leben, dunkle Materie, Zeitreisen, Telepathie sind die Themen, die in humorvoller und leicht zu lesender Art dem interessierten Leser praktisch beigebracht werden.

Hier erneut ein wichtiger "Appetithappen" als Zitat aus dem Buch, welcher deutlich macht, warum Wissenschaftler eben nicht an die Existenz von Aliens auf Erden glauben ... Viel Spaß beim Lesen.

Zuvor wurde gerade verdeutlicht, warum neben der Reise durch Wurmlöcher auch ein Warp-Antrieb nur Theorie bleiben wird und niemals in der Praxis umgesetzt werden kann (zudem auch nie einen Sinn machen würde) ...

1. Problem:

"Es stellte sich heraus, dass man, um einen Bereich exotischer Materie in einer dünnen Schale zu halten, die ein makroskopisches Objekt wie ein Raumschiff umgibt, eine Energie benötigen würde, die rund zehn Milliarden Mal der gesamten Masse des sichtbaren Universums entspräche!"

2. Problem:

"Also: Während der Warp-Antrieb es einem erlaubt, allgemein von einem Punkt zum anderen schneller als mit Lichtgeschwindigkeit zu reisen, kommt man trotzdem nicht früher an als mit konventioneller Technik. Wie das? Nun, sagen wir, Sie wollen mit Warp-Antrieb tausend Lichtjahre in einer Sekunde zurücklegen. Damit der Raum vor Ihnen kollabiert, müssen Sie dafür sorgen, dass überall in diesem Raum die richtige Materieanordnung gegeben ist. Zu diesem Zweck müssen Sie mindestens ein Signal den ganzen Weg durch diesen Raum schicken. Doch es dauert mindestens tausend Jahre bis das Signal das Raumgebiet durchquert hat. So könnten Sie zwar (im Prinzip) beliebig schnell reisen, wenn die Warpfront vor Ihnen erst einmal angefangen hat zu kollabieren, doch der Countdown zum Start würde tausend Jahre dauern."
...
"So wunderbar die Möglichkeit zu sein scheint, am Ende erweist sich der Warp-Antrieb als kosmische Enttäuschung. Da hast du´s, Fox Mulder!"

Nun zur verbreiteten Idee, Aliens könnten uns schon besucht haben:

"Energie ist Energie, und sogar in einer Million Jahre, wenn wir sehr viel mehr über Physik wissen werden als heute, werden die Energieanforderungen für eine Reise quer durch die Galaxis dieselben sein; und die Energie, die benötigt wird, um die Gravitation nach unserem Willen zu verbiegen, scheint größer zu sein als alle in der Galaxis vorhandene Energie. Aus diesem Grunde finden es die meisten Physiker, darunter ich selbst, so unwahrscheinlich, dass die Erde von Außerirdischen besucht worden ist, insbesondere von Außerirdischen aus einer hinreichend hoch entwickelten Zivilisation, die bereit ist, die notwendigen Ressourcen für eine Reise hierher aufzubringen, nur um Menschen Metallobjekte in die Nase zu stecken oder die Patienten eines Havard-Psychiaters zu entführen. Sogar wenn sie vorhaben, abgedrehte Experimente durchzuführen, dürfte es kaum der Mühe wert sein.
Fox Mulder, der sicherlich Q aus 'Star Trek' als die am besten zitierbare Figur im Fernsehen abgelöst hat, hat einmal zu bedenken gegeben, dass 'die einfachste Erklärung auch die am wenigsten plausible' sei. Für viele Leute ist die einfachste Erklärung für die große Anzahl und Vielfalt von Alien-Sichtungen und -Entführungen, dass die Aliens hier waren.
Für Physiker aber ist das die am wenigsten plausible Erklärung - einfach, weil die irdischeren Erklärungen wesentlich geringere Anforderungen stellen als jene, die interstellare Reisende voraussetzen.

Da die Energetik (wenn nicht überhaupt die Physik) Reisen mit Überlichtgeschwindigkeit zu verbieten scheint, schwindet die Plausibilität von Area 51, Roswell, außerirdischen Implantaten und alledem noch weiter. Warum sollten Außerirdische die nötigen Ressourcen für einen Besuch bei uns einsetzen, wenn sie nicht wüssten, dass auf der Erde intelligentes Leben existiert? Doch um das zu wissen, müssten sie Signale von unserer Existenz empfangen haben."

Man könnte nun anmerken ... vielleicht gelten ja die physikalischen Gesetze nicht überall im Universum und andere hätten einen Weg gefunden, solch weite Strecken nach anderen Gesetzen zu überwinden. Doch spätestens, wenn sie unseren beobachtbaren Kosmos erreichen, gelten die gleichen physikalischen Gesetze auch für sie und außerdem ...

Was, wenn die Gesetze der Physik dort draußen andere sind als hier!"
...
"Nun, es gibt darauf zwei Antworten, doch sie laufen im Grunde auf eine hinaus. Die erste lautet, dass 400 Jahre Erfolg die Physiker tatsächlich selbstsicher gemacht haben. Die zweite, dass in diesen 400 Jahren des Erfolgs jeder Versuch, den wir durchgeführt haben, um die Allgemeingültigkeit der physikalischen Gesetze zu überprüfen, positiv ausgefallen ist."
...
"Die Tatsache, dass ferne Sterne mit demselben Farbmuster leuchten wie Wasserstoffgas, wenn es in irdischen Laboren erhitzt wird, sagt uns nicht nur, dass die Sterne größtenteils aus Wasserstoff bestehen, sondern auch, dass die Gesetze der Elektrizität und des Magnetismus, die (zusammen mit den Gesetzen der Quantenmechanik) dieses Spektrum hervorbringen, hier wie dort die selben sein müssen."
...
"Scully: Warum ist es hier drin so dunkel?
Mulder: Weil das Licht aus ist."

Die besten "Gassenhauer” und Jokes aus diesem Buch:

"Auch mehrere Jahrhunderte nach Newton müssen die Filmproduzenten von Hollywood sich an Newton vorbeimogeln, ehe sie sich in all dem tollen Zeug austoben können. Leider scheinen die Aliens, die das Mutterschiff in 'Independence Day' steuern, dieses Semester daheim übersprungen zu haben..."
...
"Kommen wir zu Newton zurück und betrachten kurz, welche Belastungen auftreten, wenn unser durchschnittliches UFO bei einem Flug mit, sagen wir, doppelter Schallgeschwindigkeit eine scharfe 90-Grad-Wendung macht. ... , dass die Insassen einer Kraft von 700 G ausgesetzt sind. 700 G wären das Gleiche, als würde einem ein Gewicht von 35 Tonnen auf die Schulter drücken (mehr oder weniger das, was man unter den fliegenden Untertassen von Independence Day empfinden würde). ... Wären sie imstande, solchen Beschleunigungskräften zu widerstehen? Ich sehe keine Möglichkeit dafür, es sei denn, sie haben sich in einer Umwelt entwickelt, die 40 Tonnen schwere Regentropfen hervorbrächte."
...
"Doch ich muss gestehen, dass ich wenig Unterschiede zwischen den phantastischen Mythen wahrer Gläubiger von der Heaven´s-Gate-Sorte und den orthodoxeren Fundamentalisten sehe. (Beispielsweise finde ich es ebenso wahrscheinlich, dass sich hinter Hale-Bopp ein außerirdisches Raumschiff verbarg, wie die Annahme, ein Vorzeit-Patriarch namens Noah hätte sämtliche bekannten Tierarten in einer riesigen Arche vor einer erdumspannenden Flut gerettet.)"
...
"Rotierende Scheiben sind wirklich stabil und Frisbees fliegen gut. Doch beide Tatsachen sind weitgehend unbedeutend, wenn es um Raumflugkörper geht. Zunächst einmal wissen wir alle, was passiert, wenn man sich in einem einigermaßen schnell rotierenden Objekt befindet. Man wird gegen die Außenwand gedrückt. (Außerdem wird einem rasch übel, insbesondere, wenn man aus dem Fenster auf eine Umgebung schaut, die nicht mitrotiert)."
...
"Egal, wie viele exotische Metallobjekte das Team von 'Akte X' aus den Nasengängen von Leuten extrahiert hat, die von Aliens entführt wurden, es müsste wahrscheinlich ein veritabler Körper eines Außerirdischen entdeckt werden - einer, der nicht ärgerlicherweise immer wieder verschwindet -, um ihre Vorgesetzten (oder wenigstens die, die nicht einer bösen Regierungsverschwörung angehören) zu überzeugen."
...
"Ob Sie nun Han Solo, Jean-Luc Picard oder ein schleimiger Alien sind: Die größte Herausforderung, vor der Sie stehen, wenn Sie Ihre Triebwerke zünden, ist nicht, mit der Leichtigkeit eines Kolibris am Himmel hin und her zu huschen. Sondern überhaupt erst einmal in Bewegung zu kommen."
...
"Früh im ersten Film der 'Star Wars'-Triologie forderte Obi-Wan Kenobi Luke Skywalker auf, er solle 'die Macht fühlen'. Wie nicht anders zu erwarten, tut Luke das schließlich, und es ist sehr gut für ihn. Es war auch sehr gut für George Lucas. Eine Milliarde Dollar und über zwei Jahrzehnte später ist die Macht noch immer mit uns."
...
"Die Macht mag mit uns sein, in Ordnung - aber es hat keine Eile damit!"
...
"Springen Sie in die Luft - und die Gravitationskraft zieht Sie zur Erde zurück. Lösen Sie ein paar Magneten vom Kühlschrank und spüren Sie, wie sie sich gegenseitig abstoßen. Im Grunde gibt es so gut wie keine sichtbare Kraft!
Ich sagte 'so gut wie', denn wenn Ihnen ein Klavier auf den Kopf fällt, ist die Quelle der Kraft, die Sie fühlen (bevor Sie nichts mehr fühlen), ausgesprochen sichtbar!"
...
"In meinem Büro hängt ein Cartoon von Sid Harris; er zeigt zwei Cowboys, wie sie in der Ebene bei Sonnenuntergang auf einen fernen Zug schauen. Der eine Cowboy sagt zum anderen: 'Ich höre so gerne dem einsamen Klagen der Zugpfeife zu, wenn der Wert der Wellenfrequenz sich gemäß dem Dopplereffekt verschiebt'."
...
"Der genetische Code scheint zwar einerseits unendlich wandelbar zu sein, ist aber andererseits ziemlich empfindlich. Ebenso gut können Sie versuchen, ein Macintosh-Programm auf einem Windows-XP-Rechner laufen zu lassen!"
...
"Wenn die konventionelle Wissenschaft keine Antwort bietet, können wir uns dann endlich dem Phantastischen als einer Möglichkeit zuwenden? Meine Antwort lautet: 'Ja, solange das Phantastische nicht unmöglich ist!'"

Damit es jetzt niemand zu wohl wird, hier auch was zum Nachdenken:

"Die Liste glaubhafter möglicher Gefahren für die Erde wird allmählich so lang, dass man sich fragt, wie wir es geschafft haben, bisher zu überleben:

1. Menschliche Dummheit: Das ist die unmittelbarste Gefahr, wenngleich nicht unbedingt eine globale. Damit meine ich, dass sogar im Falle eines thermonuklearen Schlagabtauschs einige Menschen (und viele andere Arten) überleben könnten. Die Bedingungen, unter denen die unglücklichen Überlebenden ihr Dasein fristen, werden hässlich sein, aber so ist das Leben. Eine tödlichere Bedrohung geht, wie ich glaube, nicht von einem Weltkrieg aus, sondern von weltweiter Selbstzufriedenheit. Wir sind gegenwärtig dabei, unser Wasser zu verschmutzen, unsere Atmosphäre mit Treibhausgasen anzufüllen, uns ohne Rücksicht auf die Ressourcen der Erde zu vermehren, und so weiter. Die Veränderungen, die wir hervorrufen, erscheinen uns langsam, doch wenn man alles zusammenzählt, sind wir mitten im größten Massensterben der Erdgeschichte; an die 30.000 Arten sterben jedes Jahr aus. Wir gehen gründlicher vor als jede Naturkatastrophe, die sich seit dem Kambrium ereignet hat. Wir werden unsere eigene Art mit dieser globalen Selbstzufriedenheit wahrscheinlich nicht völlig ausrotten, doch wir können das Leben auf der Erde derart unangenehm machen, dass es besser sein könnte auszuwandern."

Darum bleiben die Sätze ...

"Ich versuche skeptisch zu sein, und das in Bezug auf alles (ich glaube, es gibt keine andere Methode, um herauszufinden, wie die Welt wirklich funktioniert)."

… und das Sprichwort:
"Glauben ist leichter als Denken!"

... so wichtig.

2. newsBEAT
"Star Trek": Abrams bleibt Paramount treu!
J.J. Abrams und Bryan Burk haben den First-Look-Deal für ihre Firma Bad Robot mit Paramount bis Ende 2015 verlängert. Das bedeutet, dass sie alle Projekte zuerst Paramount anbieten. Andere Studios kommen erst ins Spiel, wenn dort kein Interesse besteht.
Der Deal wurde 2006 geschlossen. Eines der zukünftigen Projekte ist ein Sequel zu "Cloverfield", das Abrams produzieren will, Regisseur Matt Reeves und Drehbuchautor Drew Goddard sind ebenfalls wieder mit dabei.
"Star Trek": Video vom Dreh.
Seit kurzem gibt es ein Video zu den Dreharbeiten des neuen "Star Trek"-Films im Internet zu betrachten. Spock (Zachary Quinto oder sein Stuntdouble) prügelt sich mit Benedict Cumberbatch (oder dessen Stuntdouble).
"Star Trek": Verschollenes TOS-Skript aufgetaucht und als Download erhältlich.
Ein verloren geglaubtes Drehbuch für "Star Trek: The Original Series" von Norman Spinrad (ST:TOS: Planeten-Killer) ist wiederaufgetaucht: Ein Fan hatte dem Autor das Skript zu "He walked among us" vorgelegt, weil er es sich signieren lassen wollte. Spinrad dachte, dass seine mit Schreibmaschine geschriebene Version nie wieder sehen würde. Inzwischen bietet er es über amazon zum Download an.

"He walked among" us hat eine interessante Geschichte. Gene Roddenberry hatte das das Drehbuch 1967 bei Spinrad in Auftrag gegeben, um den Schauspieler und Komödianten Milton Berle in einer ernsthaften Rolle zu präsentieren. Dieses Original soll Produzent Gene Coon nach Angaben von Spinrad in eine total humorfreie Komödienepisode umgeschrieben haben. Offensichtlich habe Coon nicht gewusst, dass Berle schauspielern konnte, und das sogar gut, sagte der Autor. Die neue Version war so schlecht, dass Spinrad sich bei Roddenberry beschwerte: "Es ist so schlecht, du solltest es absetzen. Du kannst und solltest dieses Ding nicht drehen! Lies es und weine!" Das habe Roddenberry dann auch getan und ihm zugestimmt. So habe Spinrad sich seine zweite "Star Trek"-Episode selbst zerschossen, was ihn über die Jahre Zehntausende von Dollars wegen entgangener Tantiemen gekostet habe, sagte er.

Als dann besagter Fan mit einem ausgeblichenen Skript, dass er irgendwo gekauft hatte vor ihm stand, hat Spinrad es signiert. Zum Dank bekam er einen PDF Scan, der jetzt über Amazon für den Ebook-Reader Kindle zu kaufen ist. Auch wenn man keinen Kindle besitzt kann man über unten stehenden Link zumindest einen Blick ins Buch werfen.
Leonard Nimoy wird Gaststar in...
... "The Big Bang Theory". Nach den "Star Trek"-Darstellern Wil Wheaton, Brent Spiner, LeVar Burton und George Takei tritt demnächst auch Leonard Nimoy in der Show auf. Es gibt allerdings einen Haken, der die deutschen Fans nicht freuen wird: Man kann Leonard Nimoy zwar hören, aber nicht sehen. Der Spock-Darsteller spricht mit Sheldon (Jim Parsons) in einem seiner Träume.

Die Produzenten der Serie sollen Nimoy mehrfach Rollen angeboten haben und haben ihn als ihren absoluten Traumgaststar bezeichnet haben. Das drückt sich unter anderem in der Besessenheit von Sheldon mit Spock aus. Kürzlich wurde die 100. Episode der Serie ausgestrahlt, darin ärgert sich Sheldon, dass er statt eines Nimoy-Spocks einen Quinto-Spock bekommt. Nimoy hat sich allerdings weitestgehend zur Ruhe gesetzt, was seine Arbeit vor der Kamera betrifft.
"Doctor Who": Wird Benedict Cumberbatch der neue Master?
Das fünfzigjährige Jubiläum von "Doctor Who" steht bevor. Kein Wunder also, dass die britischen Medien bereits über die Frage diskutieren, wer sein Gegner sein wird - Cybermen, Daleks oder vielleicht doch der Master? Letzteres hat "The Daily Express" als Gerücht veröffentlicht. Laut der in Großbritannien nicht gerade als seriös angesehenen Tageszeitung ist Benedict Cumberbatch für die Rolle des Masters im Gespräch. Wenn man allerdings bedenkt, dass Steven Moffat "Doctor Who" und "Sherlock" produziert, könnte an dieser Meldung also durchaus etwas dran sein.
True Blood: Alan Ball haut in den Sack.
"True Blood"-Mastermind Alan Ball ("Six Feet Under", "American Beauty") will seinen Job als Chefautor der Serie an den Nagel hängen, berichtet Forbes Online. Als Erklärung hat Ball Erschöpfung angegeben. Nichtsdestotrotz wird er weiter an Bord bleiben, allerdings wird künftig wohl ein neuer Chef in der "True Blood"-Schreibstube über das Schicksal der Charaktere entscheiden.

Vielleicht gibt die Kreativpause von Ball "True Blood" die nötige Transfusion mit frischem Blut – in der letzten Staffel schien totales Chaos ausgebrochen zu sein. Die unzähligen verschiedenen Handlungsstränge wieder stimmig zu vereinen ist zum Finale hin nur bedingt gelungen.
Space View: Offizielle Erklärung des Heel-Verlages.
Auf space-view.de hat der Heel-Verlag vor kurzem eine offizielle Erklärung zum endgültigen Schicksal ihres SF-Magazins Space View veröffentlicht. In den vergangenen Wochen hatten sich viele Leser schon gefragt, warum keine neue Ausgabe im Briefkasten oder am Kiosk lag. Der Heel-Verlag hielt sich mit Erklärungen zurück, wahrscheinlich, um die Verhandlungen mit anderen Verlagen nicht zu gefährden. Nun ist es offiziell: keine Space View mehr!
The Daly Show: Männer in Strumpfhosen oder Nathan Fillion spielt Superheld.
In Episode 7 von "The Daly Show” ist Nathan Fillion ("Firefly”) in Action. Mit dabei Tim Daly ("Private Practice"), wobei anscheinend die Tatsache Spuren hinterlassen hat, dass er in einigen Animationen Superman sprechen durfte. Für Smallville-Fans ist auch eine Überraschung dabei. Das sollte man sich selbst ansehen.
Skyfall: Videoblog von Sam Mendes.
Regisseur Sam Mendes ("American Beauty") spricht in einem Videoblog darüber, wie er sich seinem ersten britischen Film annähert. James Bonds neues Abenteuer "Skyfall" soll am 1. November in Deutschland anlaufen.
"I am Legend" geht in die zweite Runde.
Warner Bros plant, Will Smith noch einmal in die Welt von "I am Legend" zu schicken. Newcomer Arash Amel soll das Drehbuch schreiben, Akiva Goldsman wird wieder als Produzent agieren. Der Film von 2007 basiert auf einem Roman von Richard Matheson. Das Studio sieht offenbar Potenzial, etwas aus dem Stoff herauszuholen. Immerhin hat er weltweit 584 Millionen Dollar eingespielt. Allerdings soll es sich bei "I am Legend 2" nicht um ein Prequel handeln – es ist also fraglich, warum Smith? Figur Robert Neville wieder die Hauptrolle spielen soll. Das fragt sich der Schauspieler vielleicht auch, denn er will erst für den Film unterschreiben, wenn er das Script gelesen hat.

3. Klingonische Sprache: erste Schritte
von Lieven L. Litaer
Was es im Klingonischen nicht gibt...

Klingonisch ist einfach.
Mit dieser Grundregel sollte wohl jeder sprachinteressierte Klingonen-Fan an die Sprache herantreten. Auf dem ersten Blick scheint alles sehr ungwöhnlich. Der Satzbau ist rückwärts, es gibt Vorsilben und Nachsilben, die an das Wort gehängt oder davor gesetzt werden, und mitten im Wort werden Buchstaben groß geschrieben. Aber wenn man sich an diese Eigenarten des Klingonischen gewöhnt hat, wird dem Lernenden bald auffallen, dass die Sprache doch recht einfach zu erlernen und wirklich nicht so sehr kompliziert ist. Das geht aber nur, wenn man sich regelmäßig selbst daran erinnert.

Halte dich kurz.
Aus dem Deutschen sind wir es gewohnt, sehr lange Sätze, so wie diesen hier, welcher schon jetzt mehrere Kommata und diesen eingeschobenen, nicht ganz nebensächlichen, Satz enthält, zu lesen, ohne dass er uns kompliziert vorkommt. Einen solchen Satz ins Klingonische zu übersetzen, erscheint nahezu unmöglich. Sogar als erfahrener Klingonist kann ich dies bestätigen, aber warum sollte gerade ein Anfänger dies überhaupt versuchen? Dieser Satz wäre genauso schwierig ins Englische oder Spanische zu übersetzen. Aus diesem Grund lautet die erste Merkregel für einen Klingonisch-Schüler: KISS - Keep It Simple Student! Damit ist gemeint, man solle sich erst mal mit einfachen Sätzen beschäftigen, wie zum Beispiel jIyajbe' Ich verstehe nicht, gesprochen [DSCHIE-JAHDSCH-BÄ]. Alles andere folgt später automatisch.

Vor- und Nachsilben.
An diesem einfachen Beispiel lässt sich schön die Nutzung der Vor- und Nachsilben, insgesamt auch Affixe genannt, erklären. Falls die Idee des Zusammenbauens zu kompliziert erscheint, kann man sich diese gerne auch als eigene Wörter merken, da es bei der Aussprache sowieso nicht zu hören wäre. Das Wort jIyajbe' setzt sich zusammen aus der Vorsilbe für ich jI-, dem Verb verstehen yaj und der Nachsilbe für nicht -be'. Ich verstehe wäre also jIyaj. So hat jede Person seine eigene Vorsilbe: ich, du, er, sie, es und so weiter. Die Besonderheit, oder vielleicht auch das Schwierige, am Klingonischen ist, dass durch diese Vorsilben gezeigt wird, wer was mit wem macht. Ich verstehe ihn wäre vI-yaj, während Ich verstehe dich qa-yaj heißt. Eine Erleichterung bietet die Vorsilbe für er, sie und es: Es gibt einfach keine. Das Wort yaj bedeutet also: er/sie/es versteht. Die emanzipierte Leserin wird sich freuen, denn es gibt im gesamten Klingonischen keine Unterscheidung der Geschlechter. SuvwI' kann also gleichsam für der Krieger als auch die Kriegerin genutzt werden, wie im nachfolgenden Satz deutlich wird: SuvwI' yaj ghaH Er/sie versteht den Krieger/die Kriegerin.

Verben werden nicht konjugiert.

Nun sollte man sich beim weiteren Lernen den Kopf frei machen von den komplizierten Eigenschaften der deutschen Sprache. Es kann nur nochmal wiederholt werden: Klingonisch ist einfach! Außer der Geschlechtertrennung gibt es noch viele grammatikalische Eigenschaften, die es einfach garnicht gibt. Am Beispiel yaj verstehen bzw. er versteht ist dem einen oder anderen schon aufgefallen, dass die Verben nicht konjugiert werden. Es bleibt immer bei der Grundform, die mit Vor- oder Nachsilben verziert wird. Jeder Grammatikel-Muffel wird sich darüber freuen, dass es keine Zeitformen gibt. Keine Zukunftsform, Vergangenheit, Plusquamperfekt und Präteritum - diese kann man alle vergessen. Der Klingone sagt einfach, wann etwas passierte, dann ist es doch klar, was gemeint ist: wa'Hu' jISop. Gestern aß ich. und tugh jISop. Bald werde ich essen. In beiden Fällen benutzt man jISop ich esse. Als nächstes gibt es übrigens auch keine Artikel, wie der, die, das und ein, eines. Somit kann das Wort tlhIngan je nach Kontext entweder ein Klingone, der Klingone, und sogar die Klingonin heißen, denn es gibt keine Unterscheidung zwischen weiblich oder männlichen Wörtern. Wenn es aus dem Kontext erkennbar ist, also mit der richtigen Vorsilbe, oder wenn eine Zahl davor steht, könnte sogar eine Mehrzahl impliziert sein, denn die Silben für die Mehrzahl sind nicht zwingend notwendig: cha' tlhIngan - zwei Klingonen.

Sein oder nicht Sein?
Beim nächsten Punkt wären Freunde von Shakespeare wohl erst mal enttäuscht, denn es gibt kein Wort für sein. Dieses Wort hat mehrere Bedeutungen, die in manchen Sprachen wie Spanisch mit zwei verschiedenen Verben ausgedrückt werden. Die eine Verwendung ist ein Hilfsverb, sein wird verwendet bei Vergangenheitsformen, z. B. ich bin gegangen. Solche Konstruktionen gibt es aber wie oben schon erwähnt im Klingonischen nicht. Eine andere Verwendung findet statt bei Eigenschaften: es ist grün, ich bin hungrig, sie ist groß. Dieses umgeht das Klingonische, weil es gar keine Adjektive hat. Stattdessen werden Verben verwendet, die wörtlich übersetzt das Wort sein schon enthalten: SuD, jIghung, tIn. Zuletzt gibt es noch die beschreibende Funktion, diese ist aber wirklich einfach umzusetzen. Ich bin ein Klingone. tlhIngan jIH. Nun erwartet der Kenner wohl die Erklärung, was "General Chang" wohl sagte, als er Hamlet zitierte. Diese Übersetzung war in der Tat eine Herausforderung, aber erklärt die eigentliche Bedeutung der Aussage in Hamlet. taH pagh taHbe' heißt wörtlich Fortbestehen oder nicht fortbestehen. Auch dies ist eine Auslegung des Verbes sein.

Nachdem man sich von den komplizierten Eigenheiten seiner eigenen Muttersprache befreit hat, wird es schon ein Schritt einfacher, Klingonisch zu lernen. Aus den obigen Beispielen wird vielleicht auch klar, wie kurz und prägnant das Klingonische ist. Es ist eine Sprache für Krieger, deswegen ist sie auch sehr direkt und ohne Umschweifungen. Aber vor allem auch ohne überflüssige Kleinteile. Komplett ohne Grammatik wird man jedoch nicht auskommen, denn es ist eine echte Sprache, also kein Trick. Man muss sich auch an manch unlogische Sachen gewöhnen, aber eben dies ist ein Zeichen für eine Sprache. Und das ist es auch, was Spaß macht, sich der Herausforderung zu stellen, diese Sprache zu lernen.

Qapla',

Euer Klingonischlehrer
Lieven L. Litaer

4. Star Trek: Wo nie ein Mensch zuvor gewesen war, Teil 1
von Simon Haffner
Als ich diese Szene zum ersten Mal sah, wusste ich schon, was mich erwartete. Und dennoch – als die U.S.S. Voyager über die Golden Gate Bridge flog, im Hintergrund ein farbenfrohes Feuerwerk den Nachthimmel erleuchtete und eine feierliche Musik ertönte – bekam ich Gänsehaut. Ich muss zugeben, bei meiner Premiere des Serienfinales von "Star Trek: Raumschiff Voyager" kannte ich erst die zweite, dritte und erste Hälfte der vierten Staffel. Dennoch war dieser Moment, die Rückkehr der Voyager, einer, der zwei Gefühle in mir hervorrief: Freude über das Ende ihrer langen Reise, aber auch Trauer, weil dieses das Ende der Geschichten über das Raumschiff markierte.

Wie gut, dass diese Stelle gleich am Anfang des finalen Cliffhangers "Endspiel" stattfand, denn so trösteten mich noch knappe 90 Minuten über das Ende einer meiner absoluten Lieblingsserie hinweg. Am 22. Februar des Jahres 2002 fand die deutsche Erstausstrahlung dieser Doppelfolge auf SAT.1 statt. Zehn Jahre danach nehmen wir uns dieses Datum noch einmal zum Anlass, sich mit dieser Science-Fiction-Serie aus dem "Star Trek"-Universum zu befassen:

Auf der Suche nach einem Schiff des Maquis, eine Gruppe abtrünniger Sternenflottenoffiziere, geraten das Maquis-Schiff und die Voyager durch einen Unfall in den Deltaquadranten, 70.000 Lichtjahre (die Entfernungen variieren, hier ist der Wert aus der Pilotfolge) von ihrer ursprünglichen Position entfernt. Die Besatzungen beider Schiffe müssen sich zusammentun und gemeinsam einen Heimweg antreten, der mit maximaler Geschwindigkeit 70 Jahre dauern würde.
Trotz der großen Distanz beschließt Janeway, die Prozeduren und gerade die Prinzipien der Föderation einzuhalten – ein Beschluss, die die Heimreise durchaus auch mal schwieriger macht. Allein in der Pilotfolge muss Janeway eine folgenschwere Entscheidung treffen: Entweder sie nutzt eine technologisch hochentwickelte Raumstation, um ihre Crew nach Hause zu bringen, überlässt die Station den Kazon, die ihre Technologie zur Ausrottung der Ocampa missbrauchen oder aber sie zerstört die Station und rettet eine wehrlose Spezies, schafft sich aber gleichzeitig neue Feinde und versagt der Sternenflotten- und Maquiscrew eine sofortige Heimkehr. Janeway entscheidet sich für die Zerstörung der Raumstation.
Sieben Jahre später erreicht die U.S.S. Voyager die Erde, allerdings nicht ganz ohne Hilfe: Admiral Kathryn Janeway, die selbst 23 Jahre brauchte und viele Verluste hinnehmen musste, bis sie den Alphaquadranten erreichte, beschließt zehn Jahre nach ihrer Rückkehr, durch eine Zeitreise die Geschichte zu verändern und Captain Janeway eine Abkürzung aufzuzeigen.

Für die Fans gibt es ein Wiedersehen mit den Borg, angeführt von Alice Krige, die nach "Star Trek: Der Erste Kontakt" wieder in die Rolle der Borgkönigin schlüpft, sowie Vaughn Armstrong, der fünf verschiedene Gastrollen in "Star Trek: Raumschiff Voyager" hatte, Dwight Schultz, der insgesamt sieben Mal als Reginald Barclay zu sehen war, und Richard Herd, der in vier Folgen Admiral Owen Paris verkörperte.
Im Gegensatz zu DS9 wurde dem Zuschauer keine Zeit gelassen, sich zu verabschieden: Kaum war die Voyager bei der Erde angekommen, war die Folge vorbei – und damit die Serie. Bei TNG war dies nicht nötig, da kurz nach dem Ende der siebten Staffel die Dreharbeiten für "Treffen der Generationen" begannen, bei DS9 ließ man im Zweiteiler "Das, was du zurück lässt" im ersten Teil den Dominionkrieg mit einer beeindruckenden Raumschlacht enden, der zweite Teil war aber dem Abschied von der Besatzung gewidmet: Sisko, Worf, Odo und O'Brien verließen – ebenso wie das Publikum – Deep Space Nine und so war die Verabschiedungen der einzelnen Figuren untereinander gleichzeitig die der Zuschauer von ihren Helden. VOY war so gesehen das Kontrastprogramm zu DS9: Während das Spin-Off rund um die Raumstation mit einem zehnteiligen Finale und mehreren Handlungssträngen endete und von langer Hand geplant war, kam es bei VOY eher zu Überraschungen: Tuvoks Krankheit oder die Beziehung zwischen Seven und Chakotay.
Nichtsdestotrotz lieferten die Produzenten einen spannenden und vielseitigen Zweiteiler ab: Borg, Zeitreisen, zwei Janeways auf derselben Voyager und sogar eine kurze Kampfszene mit klingonischen Kriegsschiffen.
Leider war die Heimkehr der absolute Höhepunkt, so dass der Zuschauer keine Möglichkeiten hatte, sich in irgendeiner Form von den Charakteren zu verabschieden. Dennoch kann man sagen, dass sich die Produzenten Mühe gaben, der Voyager einen verdienten Abschied zu geben.

An dieser Stelle sei schon mal verraten: In den kommenden Ausgaben werde ich die Serie noch einmal Revue passieren lassen und letztlich der Frage auf der Spur gehen, was heute – zehn Jahre nach dem Ende der Serie – von ihr übrig ist.

5. "John Carter": Im Gespräch mit Taylor Kitsch
von Corona Magazine
Ein Schauspieler bekommt nicht oft die Gelegenheit, einen Veteranen des amerikanischen Bürgerkriegs spielen zu können, der eine schöne, selbstbewusste Prinzessin kennenlernt und sie dann bei ihrem eigenen Bürgerkrieg unterstützt. Für Taylor Kitsch, der mit seiner Darstellung von Footballprofi Tim Riggins in der hochgelobten TV-Serie "Friday Night Lights" auf sich aufmerksam machte, war es unmöglich, die Gelegenheit an sich vorbeiziehen zu lassen, die Titelrolle in "John Carter – Zwischen zwei Welten", inszeniert von Drehbuchautor und Oscar®-Preisträger Andrew Stanton, zu spielen.

Ihre Figur hat eine erstaunliche Vorgeschichte. Wie hat Sie das als Schauspieler inspiriert?

"Als ich das Drehbuch zum ersten Mal las, wurde ich von der Geschichte angezogen, die von ihren Charakteren vorangetrieben wurde. Zudem reizte mich, dass diese Story als großer Studiofilm umgesetzt wird. Das ermöglichte es den Filmemachern, einen wirklich verblüffenden Film zu realisieren. Man wird in die Biografie von John Carter eingeführt, erfährt von seiner Familie, seinem Dienst im Bürgerkrieg und vieles mehr. Das ist schwer zu spielen, gibt mir aber ein wichtiges dramatisches Fundament, auf das ich mich den ganzen Film hindurch stützen kann. In einer Szene spielt John Carter beispielsweise mit seinen Ringen, und der Zuschauer wird verstehen können, was das wirklich für ihn bedeutet. Für einen Schauspieler ist das großartig, denn so kann er sich wirklich in etwas vertiefen.

Wie würden Sie John Carter beschreiben?

"Carter hat alles verloren, das ihm einmal wichtig war. Als er aus dem Bürgerkrieg zurückkommt, sind seine Frau und sein Kind tot. So sondert er sich ab, lebt wie ein Einsiedler, will nur noch Gold schürfen. Das Ganze ist eine Art Notlösung – er verbirgt und verdrängt, womit er sich nicht auseinandergesetzt hat, sein Schuldgefühl und den Verlust seiner Familie, für deren Schutz er in den Krieg gezogen ist.

Er fürchtet sich davor, noch einmal Verantwortung übernehmen zu müssen, und damit schlägt er sich den ganzen Film hindurch herum. Er wird in den Bürgerkrieg zwischen den Bewohnern von Helium und Zodanga hineingezogen. Er befindet sich zwar auf einem fremden Planeten, aber er erkennt bei diesem Konflikt unglaubliche Parallelen zu seinem Leben und will deshalb nichts damit zu tun haben. Sei es Dejah oder Tars, eigentlich erinnert oder spricht ihn jeder direkt darauf an, dass es hier wirklich um etwas geht und er sich engagieren muss, ob er nun will oder nicht. Vor dieser Entscheidung stand er schon einmal und hat dann seine Wahl getroffen. Weil ihm daraufhin alles genommen wurde, fürchtet er sich natürlich davor, sich noch einmal zu engagieren, versucht sich immer davon fernzuhalten."

Die erzählerische Spannbreite dieses Films ist unglaublich und episch, reicht vom amerikanischen Bürgerkrieg über den amerikanischen Westen bis hin zu einem fremden Planeten. Wie empfanden Sie als Schauspieler dieses epische Abenteuer?

"Die Größe und Pracht, was Stanton hier geleistet hat, wie alles hier funktioniert und ineinandergreift, all das hat epische Ausmaße, und als Schauspieler konnte ich das spüren. Meine Figur erlebt wirklich ein episches Abenteuer. Wir befinden uns auf den Straßen von New York im 19. Jahrhundert, gehen dann in den Westen nach Arizona und schließlich zu den Ebenen auf Barsoom – und all das ereignet sich in ein und demselben Film. Als Schauspieler durchlebte ich meine Figur an unterschiedlichsten Schauplätzen mit speziellen Emotionen und Erfordernissen, die ich zum Ausdruck bringen musste.

Ich kann mich an keinen Film erinnern, der so realisiert wurde wie der unsere. Das Ende des Films schließt den Kreis dieses Abenteuers auf brillante Weise, aber man muss den Film sehen, um verstehen zu können, was ich damit meine."

Was werden die Zuschauer an diesem Film lieben?

"Eine ganze Menge. Ich sage immer wieder, dass allein die Sequenz mit den weißen Riesenaffen das Eintrittsgeld für diesen Film wert ist. Visuell ist dieser Film unglaublich. Ich bin überzeugt davon, dass die Zuschauer diese Charaktere mögen werden, sie werden sich mit ihnen identifizieren können. Das ist kein Film, bei dem es nur um Spezialeffekte geht, bei dem Dinge in die Luft fliegen und ein Typ im Mittelpunkt steht, der einem eigentlich völlig egal ist. Bei John Carter ist das anders, man interessiert sich für ihn und seine Reise, ist emotional involviert. Man sieht einen unglaublichen erzählerischen Bogen bei dieser Figur, sieht, wer er wirklich ist, seinen Neuanfang und seine Wiedergeburt. Und obwohl es Spezialeffekte gibt, hat man auch diese brillanten Schauspieler. Ich empfand es als großes Glück, mit ihnen zusammenarbeiten zu können."

Erzählen Sie bitte von der Beziehung zwischen ihrer Figur und Dejah Thoris, die von Lynn Collins verkörpert wird?

"In den Büchern ist es fast Liebe auf den ersten Blick; John würde alles für Dejah tun. Im Film aber folgt man einem erzählerischen Bogen. Dort entwickelt sich erst eine Beziehung zwischen John und Dejah. Ich liebe die Sticheleien, die hin und her gehen. Wir necken uns, fordern uns in verschiedenen Szenen heraus, bis schließlich die Wahrheit ans Licht kommt. Es ist eine Lovestory, eingebettet in all die anderen Ereignisse, aber sie hat eine so große Bedeutung für den Film. Sie ist im Grunde sein Rückgrat, das tragende Element.

Zunächst ist die Beziehung zwischen unseren Figuren dadurch charakterisiert, dass wir uns gegenseitig provozieren, dass wir die richtigen Knöpfe drücken, um herauszufinden, wie der andere darauf reagiert. Als sich die Beziehung weiterentwickelt, ändert sich das. Sie hört auf, ihn auf die Probe zu stellen, beginnt John so zu sehen, wie er wirklich ist, entdeckt eine Seite von ihm, die er selbst nicht einmal erkennen kann.

Im Verlauf dieser Beziehung von Dejah und John passiert so viel, dass diese Momente etwas ganz Besonderes werden, dass sie sich beide diese Momente auf gewisse Weise wirklich verdient haben. Es wäre unrealistisch, diese Beziehung nur auf den Moment bezogen zu spielen. Man muss verstehen, dass der Einsatz bei beiden immer enorm hoch ist, dass für beide viel auf dem Spiel steht, deshalb muss man diese kleinen verdienten Momente kreieren und nicht nur meine Figur sagen lassen ‚Oh, du siehst heute hübsch aus.’ Man muss sich diese Momente wirklich erarbeiten und sie sich verdienen, dadurch werden sie im Film zu etwas ganz Besonderem."

Gefiel Ihnen die Zusammenarbeit mit Lynn Collins?

"Es war hitzig und temperamentvoll, und eine solche Zusammenarbeit liebe ich. Lynns Temperament und ihre Schönheit befinden sich in einem wunderbaren Gleichgewicht, und ihre Darstellung von Dejah ist einfach erstaunlich. Sie ist ein Mensch, mit dem man zusammen großen Spaß haben kann. In allen unseren gemeinsamen Szenen war der Einsatz hoch, weil sie so engagiert und ehrgeizig ist. Es war einfach großartig, mit ihr drehen zu können. Wir harmonieren wirklich gut bei der Arbeit. Vertrauen ist das Wichtigste, und ich vertraue ihr voll und ganz – als Kollege wie auch als Freund. Es war toll, mit ihr zusammenzuarbeiten."

Wie hat Regisseur Andrew Stanton Ihnen seine Vision für den Film vermittelt?

"Andrew Stantons Vision war sehr ansteckend. Er ist einfach brillant, und da muss man einfach mitziehen. Man muss davon überzeugt sein, denn wenn einem das bei dieser unglaublichen Vision nicht gelingt, wird man weder der Geschichte noch den Charakteren gerecht.

Unser erstes Treffen verlief fabelhaft. Ich war so aufgeregt, schließlich bin ich ein großer Fan von WALL-E ("Wall-E - Der Letzte räumt die Erde auf", 2008), und wie sich herausstellen sollte, ist er ein Fan von "Friday Night Lights". Von Anfang an hatten wir eine großartige Arbeitsbeziehung und Vertrauen zueinander. Es war toll, wenn er seine Vision vom Film erklärte und ich dann ein Teil davon wurde."

Worauf geht die Geschichte von "John Carter – Zwischen zwei Welten" zurück?

"Sie stammt von Edgar Rice Burroughs, er hat diese Figur vor exakt 100 Jahren erschaffen und eine ganze Reihe von Büchern mit Carter als Protagonisten geschrieben.

Meiner Ansicht nach war Burroughs seiner Zeit weit voraus, das trifft ganz besonders auf seinen ersten Science-Fiction-Roman zu. Hier kann man einen direkten Zusammenhang erkennen zu unserem heutigen Lebensstil, zu dem, was wir jetzt tun – die schwindenden Rohstoffe, die Energieprobleme, die fortwährenden Kriege, die von Rassismus bis hin zur Religion gespeist werden. Er hat all diese wunden Punkte bereits vor 100 Jahren angesprochen.

Und all das thematisieren wir auch im Film. Stanton hat bei der Figur John Carter die wesentlichen Züge von Edgar Rice Burroughs übernommen, ist dann aber viel stärker in die Tiefe gegangen, wer John Carter wirklich ist und wo er herkommt. Stanton hat mir viel mehr vorgegeben, was nicht in den Büchern stand, mir aber half, mich in diese Figur noch viel stärker hineinversetzen zu können. Es war großartig, ein solches Drehbuch als Fundament für die eigene Darstellung haben zu können."

Wie gelangt John Carter eigentlich nach Barsoom?

"Das ist ziemlich brillant gelöst. Edgar Rice Burroughs hat das in seinem Buch nicht näher erklärt, dort wacht er einfach auf Barsoom auf.

In Andrew Stantons Film flüchtet er auf der Erde vor den Apachen und versteckt sich in einer Höhle. Diese Höhle ist für die Therns eine Art Portal, hier kommen sie an, wenn sie von ihrem Planeten zur Erde reisen, und von hier aus geht es auch wieder zurück. Als John Carter in den Besitz eines Medaillons gelangt, wird er unbeabsichtigt über dieses Portal nach Barsoom befördert."

Was gefällt Ihnen so an dieser Figur John Carter?

"Der Grund, warum ich es so interessant fand, ihn darzustellen und warum ich mich in John so geerdet fühlte, war, dass er echt und authentisch wirkte. Und das wird meiner Ansicht auch dem Zuschauer gefallen. Sein erlebter Verlust, die Tatsache, dass er seine Menschlichkeit und Würde wiederentdeckt und sich erneut verliebt – all das sind zutiefst menschliche Themen, die diese Figur auf der Leinwand anspricht und die beim Zuschauer Anklang finden werden."

Besitzt John Carter auf Barsoom besondere Kräfte?

"Ich möchte das nicht Kräfte nennen, denn dann würde er in den Bereich der Superhelden fallen, und darum geht es bei diesem Film nicht. Seine größere Stärke und Sprungkraft haben ihre Ursache in den veränderten Schwerkraftverhältnissen auf Barsoom.

Er findet heraus, dass die Schwerkraft auf Barsoom reduziert ist, und muss sich daran erst gewöhnen. Anfangs bemerkt er nicht einmal, dass er hier viel stärker ist. Als er sich dessen aber bewusst wird, beginnt er zu verstehen, wie er das zu seinem Vorteil nutzen kann."

Trotz der ernsten Themen, die dem Film zugrundeliegen, hat er auch großen Witz und eine gewisse Leichtigkeit. Kann man das so sagen?

"Absolut richtig. Daran hat Stanton von Beginn an gearbeitet – erst im Drehbuchstadium, dann auch bei den Dreharbeiten. John Carter passieren viele komische Dinge, und es gibt einige witzige Dialogszenen mit Dejah, Tars, ja sogar mit Woola, seinem hundeähnlichen Beschützer. Sogar seine Gesten sind in gewissen Momenten Ausdruck dieser Leichtigkeit, wie zum Beispiel, als er in der Sequenz mit den weißen Riesenaffen nur mit den Schultern zuckt. Das ist schon echte Situationskomik."

Erzählen Sie bitte ein bisschen von Woola, dem hundeähnlichen Beschützer von Carter.

"Von mir hören sie es zuerst – Woola wird bei diesem Film allen anderen die Schau stehlen, so brillant ist er in die Handlung integriert. Natürlich rettet er mich einige Male, was wirklich großartig ist.

Anfangs hasse ich ihn, weil er im Lager der Tharks meine Tarnung auffliegen lässt. Und ärgerlicherweise spürt er mich überall auf, wohin ich auch gehe. Er findet mich immer zur rechten Zeit – und manchmal auch zur falschen. Er ist laut und unbeholfen, ist in gewisser Weise einem Welpen ähnlich.

Wer auch immer ein Tier besitzt oder mit einem aufgewachsen ist, weiß, dass man mit einem Tier so vieles tut, was man in einer Beziehung zu einem Menschen nicht tun würde. Am Ende wird John etwas nachlässig und unachtsam, und das gefällt mir, weil dadurch die gemeinsamen Momente mit Woola wirklich großartig werden."

Welchen Aufwand betrieben Andrew Stanton und das Produktionsteam, um die richtigen Drehorte zu finden? Welche Mühen nahmen sie in Kauf?

"Wir drehten vor Ort in Utah, obwohl wir diese Sequenzen durchaus auch im Studio mit Green Screens realisieren hätten können. Jeder einzelne Drehort wurde nach umfangreichen Recherchen sorgfältig ausgewählt, ob er nun in Utah oder in London lag. Hier hat Andrew unglaubliche Mühen auf sich genommen, das Ganze realistisch wirken zu lassen. Für ihn kam immer erst die Darstellung, dann die Technik. Der Schwerpunkt lag auf der Arbeit der Schauspieler, und wenn man draußen vor Ort drehen kann, ist das für einen Schauspieler eine enorme Hilfe."

Wie war die Zusammenarbeit mit den Schauspielern, die in ihren Motion-Capture-Anzügen die Thark-Charaktere darstellten?

"Sie sahen aus, als würden sie graue, mit Sensorpunkten übersäte Pyjamas tragen, und dann kam noch die Ausrüstung dazu, die sie am Kopf trugen. Auch hier ging es um Realismus, denn es waren Schauspieler und keine Doubles, die in diesen Anzügen steckten.

Stanton hat eine Reihe unglaublicher Darsteller engagiert, um diese Figuren zum Leben erwecken zu können. Es gibt einen Moment im Film, wo ich Tars aus nächster Nähe ansehe, und es gibt nur einen Weg, das möglich zu machen. Und weil Willem Dafoe tatsächlich auf Stelzen ging, konnte ich eine Verbindung zu ihm, seinem Gesicht und seiner Figur aufbauen. Das war mir eine große Hilfe.

Ich glaube, es wird unglaublich sein, Tars Tarkas so auf der Leinwand zu sehen, wie er tatsächlich aussieht und wie ich mit diesen Figuren interagiere. Wir haben alles getan, was möglich war, damit das realistisch wirkt. Willem hat Tars wirklich mit Leben erfüllt. Er ist unglaublich professionell und viel witziger, als ihm das manche zutrauen würden. Es macht Spaß, ihn bei der Arbeit zu beobachten. Die Zusammenarbeit mit ihm war großartig ... und das war sie auch mit den anderen Darstellern – mit Samantha Morton, Church und all den anderen. Es war einfach toll."

Wie wichtig war es, dass Stanton eine Welt erschuf, die doch recht glaubwürdig wirkte?

"Das war sehr wichtig. Der Film spielt am Ende des 19. Jahrhunderts, nicht in der Zukunft. Das ist auch die Zeit auf Barsoom. Andrew Stanton erschuf also diese reale Welt, die für die Zuschauer glaubwürdig sein wird, es gibt hier niemanden, der in Roboter-Montur herumläuft. Meiner Ansicht nach ist es ziemlich verblüffend, dass wir so eine realistische Welt erschaffen konnten.

Der Schlüssel dafür ist, alles so zu kreieren, dass man nachempfinden und schließlich sagen kann ‚Wow, ich wette, diese Welt gibt es wirklich.’ Andrew Stanton hat einfach brillante Arbeit geleistet."

Wie groß kann man sich den Film vorstellen, können Sie dazu etwas sagen?

"Die Größe und Pracht, was Stanton hier geleistet hat, wie alles hier funktioniert und ineinandergreift, all das hat epische Ausmaße. Natürlich haben wir auch diese wunderbaren Landschaften und die verblüffenden Einstellungen und Sequenzen, die dem Film noch mehr Größe verleihen.

Ich habe keine Ahnung, wie ich die tatsächliche Größe genauer benennen könnte, aber für mich ist dieser Film ein episches Abenteuer. Wir befinden uns auf den Straßen von New York im 19. Jahrhundert, gehen dann in den Westen nach Arizona und schließlich zu den Ebenen auf Barsoom – und all das ereignet sich in ein und demselben Film."

Dieser Film ist Andrew Stantons erster Live-Action-Film. Warum ist er der perfekte Regisseur für "John Carter – Zwischen zwei Welten"?

"Hierauf gibt es eine einfache Antwort. Er ist ein brillanter Drehbuchautor und er erzählt Geschichten auf eine Weise wie kein anderer. Was wir vor allem brauchten, war eine unglaubliche Geschichte, die von den Charakteren angetrieben wurde. Und genau das ist ihm gelungen. Während des ganzen Films wird er den Zuschauer nie zur Ruhe kommen lassen, und kein Zuschauer wird das Ende dieser Geschichte erraten können.

Andrew Stanton ist anders als die Regisseure, mit denen ich bisher gearbeitet habe. Er inszeniert mich anders, als er Willem [Dafoe] oder Samantha [Morton] inszeniert. Und das ist der ganze Trick. Er weiß, was bei dir und für dich funktionieren wird und was nicht. Und das unterscheidet seinen Inszenierungsstil von vielen Regisseuren, mit denen ich bisher zuammengearbeitet habe."

Wann wussten Sie, dass Sie Schauspieler werden wollten und wie gelang Ihnen der Einstieg in diesen Beruf?

"Als ich aufwuchs, gab es bestimmte Dinge, von denen ich mich angesprochen fühlte, wie beispielsweise Darstellungen von Schauspielern, die meine Sichtweise, meinen Blickwinkel veränderten. Ich liebe es, Geschichten zu erzählen, liebe es, Zuschauer in Darstellungen hineinzuziehen, ich liebe den Eskapismus, diese Flucht aus der Wirklichkeit, die damit ermöglicht werden.

Ich genieße es, mit brillanten Schauspielern zusammenzuarbeiten. Ich hatte bereits das große Vergnügen, das erleben zu dürfen und werde es hoffentlich auch weiterhin haben. Ich kenne keine Kunstform, bei der man mehr über sich selbst lernen kann. Ich will immer reifen und wachsen, ein besserer Schauspieler und alles, was damit zusammenhängt, werden."

Schauen Sie sich im Kino selbst gerne Science-Fiction-Abenteuerfilme wie diesen hier an?

"Ich sehe gerne einen guten Film im Kino, da unterscheide ich mich nicht von anderen. Es geht um diesen Eskapismus, diese Flucht aus der Wirklichkeit, es geht darum, sich über die Entwicklung der Geschichte und dieses wilde Abenteuer zu freuen und sich zu fragen, wohin wohl die nächste Szene führen, was wohl passieren wird. Daran beteiligt zu sein, so etwas mitzuerschaffen, macht das Ganze noch außergewöhnlicher für mich. Ich liebe Filme, die den Zuschauer mitten hinein in einen Konflikt führen.

Meines Erachtens tun wir das hier, wir nehmen den Zuschauer wirklich auf diesen fremden Planenten. Und hoffentlich wird er mitfühlen, wenn ich in der Höhle bin, wenn Dejah kämpft und wir von Tharks umzingelt sind. Und wenn wir in der Gladiatorenarena sind, ist der Zuschauer hoffentlich mit uns dabei und kämpft mit."

Wie gefiel Ihnen Ihr Aufenthalt in London und dass Sie so lange im Ausland arbeiten mussten?

"Bedauerlicherweise konnte ich von London nicht viel sehen. Was ich aber sah, habe ich geliebt. Ich musste so viel arbeiten, dass es für mich außer der Arbeit nur noch Schlaf gab.

Allerdings liebe ich es, im Ausland zu sein. Ich habe schon in vielen Ländern und Städten gedreht, von Südafrika über Australien bis hin zu London. Paradoxerweise habe ich bis jetzt nur zwei Wochen in Vancouver, meiner Heimatstadt, gearbeitet. Ich liebe es, weg von zu Hause zu sein, denn dann kann ich viel konzentrierter arbeiten als zu Hause, wo ich von diversen Dingen abgelenkt werden könnte."

Sie hingen für viele Actionszenen selbst an Drähten, arbeiteten manchmal sogar mit dem 2. Aufnahmeteam zusammen, wenn Sie Ihre Stunts selbst ausführten. Wie körperlich anspruchsvoll war diese Rolle für Sie?

"Ehrlich, kein Film wird je körperlich so anstrengend und erschöpfend, aber auch so lohnenswert sein wie dieser", sagt Kitsch mit einem Lächeln. "Ich musste mich auf jedem erdenklichen Level beweisen und sogar noch mehr als das. Das betrifft die körperlichen Anstrengungen, die Entwicklung meiner Figur bis hin zum emotionalen Spektrum, das sie durchleben muss. Ich musste die ganze Zeit große Ausdauer und Stehvermögen zeigen. Was man aber einbringt, wird hoffentlich auch entsprechende Resultate erzeugen. Ich glaube, dass das für diese Rolle ganz besonders zutrifft."

Machte es Ihnen Spaß, diese körperlich anstrengenden Szenen zu drehen?

"Die Kampfszenen habe ich geliebt. Die Sequenz mit den weißen Riesenaffen werde ich wahrscheinlich nie vergessen. Die Energie, die man in dieser Arena spürte, war wirklich großartig. Von den ersten Probeaufnahmen an wusste ich, dass diese Sequenz epische Ausmaße haben würde. Hier steht viel auf dem Spiel und der Einsatz ist hoch, und das liebe ich."

Über den Film

Oscar®-Preisträger Andrew Stanton inszeniert "John Carter – Zwischen zwei Welten" – ein mitreißendes Fantasy-Spektakel, das auf dem geheimnisvollen und exotischen Planeten Barsoom spielt. Vorlage ist ein Romanklassiker von Edgar Rice Burroughs. Dieses Buch hat mit seinen höchst fantasievoll erzählten Abenteuern viele Filmemacher inspiriert – in der Vergangenheit wie auch in der Gegenwart. Die nun realisierte Erstverfilmung stellt die Erlebnisse des kriegsmüden John Carter (Taylor Kitsch), ehemals Hauptmann im amerikanischen Bürgerkrieg, in den Mittelpunkt. Carter findet sich auf unerklärliche Weise auf Barsoom wieder, wird dort in einen epischen Konflikt zwischen den Bewohnern des Planeten verstrickt, zu denen auch Tars Tarkas (Willem Dafoe) und die bezaubernde Prinzessin Dejah Thoris (Lynn Collins) gehören. In einer Welt, die vom Untergang bedroht ist, entdeckt Carter seine Menschlichkeit wieder, als ihm bewusst wird, dass die Rettung von Barsoom und seinen Bewohnern in seinen Händen liegt.

Walt Disney Pictures präsentiert "John Carter – Zwischen zwei Welten", eine Produktion von Jim Morris, Colin Wilson und Lindsey Collins. Das Drehbuch schrieben Andrew Stanton, Mark Andrews und Michael Chabon, Vorlage dafür war Edgar Rice Burroughs’ Roman "Die Prinzessin vom Mars". "John Carter – Zwischen zwei Welten" startet am 8. März 2012 in den deutschen Kinos.

6. Planet der Affen - Vom Ende zum Anfang
von Sven Wedekin
Es wird ja oft behauptet, dass die Produzenten und Drehbuchautoren Hollywoods heutzutage keine neuen Ideen mehr haben. Denn besonders im phantastischen Genre wird der moderne Filmkonsument von einer wahren Flut aus Remakes und Fortsetzungen überrollt. Erst wenige Jahre alt ist eine gänzlich neue Form der "Erneuerung" bereits bekannter Stoffe: der Reboot. Dabei wird ein erfolgreicher Franchise nicht etwa einfach nur fortgesetzt, sondern er wird quasi neu gestartet, indem man ihn zum Beispiel mit neuen Schauspielern frischen Wind einzuhauchen versucht. Dass diese Strategie der Runderneuerung von Altbekanntem durchaus Erfolg haben kann, haben unter anderem die Neustarts von so bekannten Marken wie "Star Trek", "James Bond" und vor allem "Batman" bewiesen.

Vor über zehn Jahren schon machte sich der Querkopf unter Hollywoods Blockbuster-Lieferanten, Tim Burton, daran, dem Publikum des gerade angebrochenen 21. Jahrhunderts eine zu diesem Zeitpunkt bereits über 30 Jahre alten Kultreihe des Science-Fiction-Kinos im neuen Gewand wieder nahezubringen. Mit seiner Neuinterpretation von Pierre Boulles Roman "Der Planet der Affen" erlebte der sonst so erfolgsverwöhnte Regisseur jedoch eine böse Bruchlandung. Viele Fans hatten gehofft, dass Burton den zivilisationskritischen Aspekt der literarischen Vorlage auf seine ganz eigene, unnachahmliche Weise rüberbringen würde. Doch gerade diese Erwartung wurde bitter enttäuscht: So konventionell hat man den sonst für seine schrägen visuellen Ideen bekannten Burton noch nie gesehen. Er hat die Gelegenheit versäumt, das Satirepotential der Geschichte zu nutzen, um der gleichsam wissenschaftsgläubigen wie tiefreligiösen Weltgesellschaft, in der wir heute leben, den Spiegel vor zuhalten. Eben dies war ja der Dreh- und Angelpunkt von Franklin J. Schaffners klassischer Erstverfilmung aus dem Jahr 1968, obwohl diese inhaltlich recht stark von Boulles Roman abweicht. Den von Charlton Heston verkörperten typisch amerikanischen Weltraumabenteurer George Taylor verschlug es hier in eine von intelligenten Affen dominierte Zukunft der Erde, die die zu stummen Wilden degradierten Menschen als niedere Lebensform betrachten und für medizinische Experimente missbrauchen, deren Nutzwert höchst zweifelhaft ist.
Schaffner nutzte dieses Szenario um zu zeigen wir sehr wir Menschen, als die vermeintliche Krone der Schöpfung, dazu neigen, das Leben von Wesen, die uns geistig scheinbar unterlegen sind, als nicht gleichwertig zu betrachten. Taylor soll nämlich nach den Willen der Orang-Utans – die in der Affengesellschaft unter anderen als Hüter der Moral fungieren – seziert werden, um mehr über den Aufbau seines "abnormen" Gehirns zu erfahren. Denn die Vorstellung von sprechenden und denkenden Menschen passt einfach nicht in ein Weltbild, in dem der Affe als das einzig vernunftbegabte und beseelte Geschöpf auf dem Planeten angesehen wird. Tim Burton jedoch hat den Stoff in ein simples Actionabenteuer verwandelt und den gesellschaftskritischen Aspekt stark vernachlässigt.

Es sollte eine Dekade dauern, bis die Filmstudios sich wieder an eine Fortsetzung der Affensaga heranwagten. Dabei ist es den Produzenten besonders hoch anzurechnen, dass sie einen jungen, noch vergleichsweise unerfahrenen Regisseur mit dieser Aufgabe betrauten. Unter Rupert Wyatts Leitung ist "Planet der Affen: Prevolution" eine ungewöhnliche Mischung aus Reboot und Prequel geworden. Er erzählt uns davon, wie die Affen ihre Intelligenz entwickelten und begannen, sich gegen die Menschen aufzulehnen.
Als der junge Wissenschaftler Will Rodman – dargestellt von James Franco – ein von ihm entwickeltes Mittel gegen die Alzheimer Krankheit an Schimpansen testet, führt dies bei den Versuchstieren zu einer wahren Intelligenzexplosion. Sie brechen aus ihrer Gefangenschaft aus und hinterlassen auf der Suche nach Freiheit eine Spur der Verwüstung in der Welt des Menschen.
Während es im 1968er Original die Menschen sind, die von den Affen wie seelenlose Versuchstiere behandelt werden, geht Wyatt in seinem Film den umgekehrten Weg: Hier sind die Affen für die menschlichen Forscher nur ein Mittel zum Zweck. Eine Ausnahme bildet hierbei jedoch Will Rodman. Er entwickelt im Verlauf der Handlung für den Schimpansen Caesar dieselben fürsorglichen Gefühle, die einst Dr. Zira für den in der Zukunft gestrandeten Astronauten Taylor hatte. Nachdem Rodman Caesar aus dem Labor seines Arbeitgebers entführt hat und zu seinem dementen Vater mit nach Hause nimmt, fühlt sich der kluge Schimpanse bald wie ein echtes Familienmitglied.
Doch als er schließlich realisiert, dass er für die Menschen letztlich auch nicht mehr ist als ein besseres Haustier, reift ihn ihm der Wunsch, zusammen mit seinen Artgenossen in Freiheit zu leben, wodurch er die selbe Position einnimmt wie zuvor George Taylor: die einer verwirrten Kreatur, die von Wesen, die sich selbst für evolutionär höher entwickelt halten und nur deshalb glauben, auch moralisch überlegen zu sein, gefangen gehalten und für ihre Zwecke benutzt wird.
Das Prinzip von Schaffners Film wird hier also von Wyatt ironisch umgedreht. So, wie sich der Zuschauer damals mit dem Menschen Taylor identifizierte, ist es nun der Schimpanse Caesar, der im neuen Film als die eigentliche Identifikationsfigur fungiert. Er führt uns dadurch deutlich vor Augen, wie ähnlich die ach so moderne Zivilisation der Gegenwart der Affenzivilisation aus der Zukunft bereits ist.

Und auch bei "Planet der Affen: Prevolution" ist es wieder der Mensch selbst, der seine Zerstörung verschuldet. Denn was weder Will Rodman noch sonst jemand ahnt, ist, dass das Serum, welches für die Steigerung der geistigen Fähigkeiten seines Schützlings verantwortlich ist, eine fatale Wirkung auf den Menschen hat: Es wirkt langfristig tödlich.
So, wie in "Planet der Affen" also die atomare Selbstzerstörung in die Herrschaft der Affen über die Welt mündete, ist es im Reboot eine ungewollt ausgelöste Pandemie, die sich nach und nach über den gesamten Erdball verbreitet.
Auch der neue Film greift hier also eine aktuelle Zivilisationsangst vor einer Katastrophe auf, die für uns dieselben vernichtenden Konsequenzen haben könnte wie ein atomarer Holocaust. Beide Filme nehmen somit unsere latente Furcht vor dem Weltuntergang gekonnt aufs Korn.

Hervorzuheben ist außerdem die bemerkenswerte darstellerische Leistung von Andy Serkis. Der als das tragische Monster Gollum aus der "Herr der Ringe"-Trilogie bekannte britische Schauspieler hat sich bereits einen Namen als Bewegungsmodell für animierte Charaktere in zahlreichen Produktionen des phantastischen Films gemacht und verleiht hier dem Schimpansen Caesar Profil. Selten zuvor hat eine rein virtuelle Figur es geschafft, eine solche Bandbreite an Emotionen zu zeigen und damit eine Verbindung zum Zuschauer herzustellen. Diese Leistung ist in erster Linie Serkis Fähigkeit zu verdanken, seinen Figuren allein durch seine Körpersprache Leben ein zu hauchen.

7. Phantastische Spiele: Gears of War – Das Brettspiel
von Bernd Perplies
Es mag auf den ersten Blick kurios klingen, aber Brettspiele, die auf erfolgreichen Computerspielen basieren, sind längst keine Seltenheit mehr. Sid Meiers "Civilisation" hat es ebenso vom PC-Bildschirm auf den Wohnzimmertisch geschafft, wie "World of Warcraft", "Doom" oder "StarCraft". Vor allem die amerikanische Spieleschmiede Fantasy Flight Games macht regelmäßig mit Spieleadaptionen von sich reden. Jetzt ist die analoge Variante zum Konsolenhit "Gears of War" erschienen.

Das Spiel ist in einer unbestimmten Zukunft auf dem Planeten Sera angesiedelt. Lange Jahre lebten die Menschen dort in Frieden – bis zu dem Tag, der als "Tag der Ankunft" in die Geschichte einging und an dem aus den Tiefen des Planeten die an Chaoswesen erinnernden Geschöpfe der Locust-Horde hervorkrochen. Wie der Heuschreckenschwarm, nach dem sie benannt sind, fielen sie über die Länder der KOR, der Koalition ordentlicher Regierungen, her. Milliarden Menschen kamen ums Leben. Schließlich setzten die Menschen sogar Massenvernichtungswaffen gegen ihre eigenen Städte ein, um der Plage Herr zu werden – vergeblich.

In "Gears of War", das gilt für das Konsolen- wie für das Brettspiel, übernimmt man als Spieler einen Soldaten einer kleinen Gruppe von Kommandos, die als letztes Aufgebot der Menschheit gegen die Locust-Horde antreten und in den Trümmern ihrer einstigen Heimat um den Fortbestand der Menschheit kämpfen. "Gears of War – Das Brettspiel" kommt deshalb als kooperatives Brettspiel daher, das bis zu vier Spielern erlaubt, im Team gegen die Mechanismen des Spiels selbst anzutreten. Es ist ein Kampf, der von Anfangssiegen geprägt sein mag, doch leichtsinnig darf man deshalb nicht werden. Eine Spielpartie wird mit jedem Zug härter und härter, und nur wenn man taktisch klug agiert und auch das nötige Quäntchen Glück auf seiner Seite hat, geht man am Ende als Sieger hervor, statt verblutend vor den Horden der Locusts davonzukriechen.

Das Spiel beginnt damit, dass jeder Spieler sich einen der vier Kommandosoldaten (Marcus Fenix, Augustus Cole, Dominic Santiago oder Damon Baird) aussucht und sich dessen Spezialwaffen nimmt. Natürlich finden sich all die aus dem Konsolenspiel bekannten und beliebten Waffen – wie das Lancer-Sturmgewehr mit seiner Kettensäge, der Boomshot-Granatwerfer oder das Hammerburst-Sturmgewehr – im Arsenal (wobei die letzten beiden nicht zur Startausrüstung gehören, sondern von Monstern fallengelassen werden). Anschließend wird eine der sieben möglichen Missionen ausgewählt. Die Missionen sind unterschiedlich lang und komplex und greifen die Motive auf, die man vom digitalen Bruder kennt. Der Spielplan wird mithilfe eines Zufallsmechanismus generiert, sodass auch beim wiederholten Spielen einer Mission stets eine etwas veränderte taktische Ausgangslage herrscht.

Ein Spielzug besteht stets aus drei Phasen: heilen, Befehle erteilen und Locusts aktivieren. Beim Heilen darf der aktive Spieler zwei Befehlskarten vom Befehlskartenstapel ziehen. Dabei darf das Handlimit von (normalerweise) sechs Karten nicht überschritten werden. Die Befehlskarten werden in der Phase "Befehle erteilen" genutzt, um Aktionen durchzuführen. Man kann entweder ihren aufgedruckten Text nutzen oder sie pauschal für eine Bewegung von zwei Feldern oder einen Angriff einsetzen. Darüber hinaus kann der aktive Spieler in dieser Phase je eine Handkarte abwerfen, um bis zu drei verschiedene Sonderaktionen je einmal durchzuführen: einen KOR-Soldaten wiederbeleben, eine von den Locusts fallengelassene Waffe aufnehmen und/oder auf dem Spielplan selbst herumliegende Ausrüstung aktivieren, sprich ebenfalls aufnehmen.

Des Weiteren besitzen die Befehlskarten in der linken oberen Ecke ein Symbol, das verschiedene Reaktionsfähigkeiten erlaubt. Mit "Absichern" kann man einen Angriff oder eine Bewegung eines Locusts unterbrechen und sofort einen Angriff durchführen. "Ausweichen" gewährt zwei zusätzliche Verteidigungswürfel im Kampf. "Folgen" ermöglicht einem Soldaten, einem zweiten während dessen Spielzug hinterherzulaufen, wenn selbiger vom eigenen Feld aus startet oder dieses passiert. Das alles verführt natürlich dazu, Befehlskarten rauszuhauen. Aber Vorsicht: Die Phase, in der man Karten aufnehmen darf, heißt nicht ohne Grund "Heilen". Die Befehlskarten stellen zugleich den Gesundheitszustand der Soldaten dar. Das heißt im Kampf gegen die Locusts verliert man durch Treffer noch weitere Karten. Und wenn die Schadenspunkte die verbliebenen Handkarten überschreiten, man also unter Null sinkt, fällt der Soldat aus. Er verblutet und nimmt nur noch sehr eingeschränkt am Spielgeschehen teil, bis ihn jemand wiederbelebt. Sind alle Soldaten dergestalt ausgeschaltet, ist die Partie in der Regel verloren.

In der Locust-Phase wird schließlich einen Karte vom Locust-KI-Deck gezogen, die vorgibt, wie die Monster agieren. Entstehen neue auf dem Spielplan? Bewegen sie sich? Greifen sie an? All das wird (oft durch Wenn-Dann-Bedingungen ausgelöst) auf der gezogenen Karte beschrieben. In der Regel handeln die Monster dabei ziemlich klug. Sie gehen in Deckung, wenn sie können, greifen immer den schwächsten Gegner an und bewegen sich gezielt auf die KOR-Soldaten zu. Dabei sind ihre Kampfdaten gar nicht so übel. In der Verteidigung sind die Locusts eher schwach, aber im Angriff vermögen sie kräftig auszuteilen. Und in der Masse setzen sie den Spielern letztlich ganz schön zu.

Der Kampf wird mit zwei Würfelwürfen bestritten. Der Angreifer verwendet die schwarzen Angriffswürfel, wobei die Spieler pro Waffe meist zwei Angriffsmodi haben: einen schwachen, der keine Munition kostet, und einen starken, für den man einen der chronisch knappen Munitionsmarker ausgeben muss. (Munition kann man auf dem Spielplan finden und aus fallen gelassenen Waffen gewinnen.) Der Verteidiger wirft die roten Verteidigungswürfel, die grundsätzlich schwächer sind als die Angriffswürfel. Die Differenz aus Treffersymbolen und Schildsymbolen wird in Wunden zugefügt. Eine Seite jedes Angriffswürfels zeigt ein sogenanntes Omen-Symbol. Dieses löst Spezialeffekte aus, die meist zusätzlichen Schaden erzeugen. Kämpfe bei "Gears of War" sind dreckig und sehr schmerzhaft.

Schön ist, dass zahlreiche Mechanismen an das dem Brettspiel zugrundeliegende Konsolenspiel erinnern. Dazu zählen natürlich die brachialen Angriffe der Lancer-Kettensäge, das gemeinsame Vorrücken via "Folgen" sowie das exzessiv genutzte Deckungssystem, das wirklich lebenswichtig ist, da die Soldaten für sich genommen meist nur einen Verteidigungswürfel haben, während die Deckung ihnen bis zu zwei weitere bietet. Auch der "Random Drop" von Waffen oder das Wiederbeleben durch Kameraden fühlt sich sehr nach (teamorientiertem) Computerspiel an.

Das Spielmaterial, das in einer gewichtigen Box daherkommt, kann sich wirklich sehen lassen. Die Spielplanteile sind aus fester Pappe und schön bedruckt, die Spielkarten weisen cooles Artwork auf und die Miniaturen sind – für ein Brettspiel – zum Teil wirklich spektakulär detailliert. Allerdings darf man das wohl auch erwarten, denn der Preis für das Spiel ist mit knapp 60 Euro (empfohlener Verkaufspreis) nicht ganz ohne.

Fazit: Wer taktische Shooter – wie beispielsweise "Doom – Das Brettspiel" – mag und gerne kooperativ gegen ein Spielsystem antritt, der ist bei "Gears of War – Das Brettspiel" genau richtig. Zwar ist es möglich, dass ein Level etwas zäh in Fahrt kommt, aber spätestens auf halbem Wege wird das Spiel knackig und ziemlich spannend. Das hervorragende Spielmaterial tut seinen Teil dazu, ein Gefühl von Endzeit-Action am Wohnzimmertisch zu erzeugen. Das einzige, was ich persönlich schade finde, ist der Umstand, dass einigen Bossmonstern keine eigene Miniatur gegönnt wurde. Stattdessen muss man auf eine der normalen Figuren zurückgreifen. Und die Spielzeit von 1 bis 3 Stunden ist – wie so oft bei FFG-Produkten – noch eher zu niedrig angesetzt. Je nach Glück, Spielweise und Mission halte ich 2 bis 5 Stunden für realistischer.

Gears of War – Das Brettspiel
Brettspiel für 1 bis 4 Spieler ab 14 Jahren
Corey Konieczka
Heidelberger Spieleverlag 2011
EAN: 4015566011632
Sprache: Deutsch
Preis: EUR 59,95

8. Lesefutter braucht das Land
von Bernd Jooß
Zwei Magazine, die Sie auf keinen Fall verpassen sollten

Wenn Sie sich, wie ich, für Phantastik interessieren - wovon ich ausgehe, wenn Sie das Corona Magazine lesen -, für Literatur im Allgemeinen und womöglich sogar hin und wieder selbst zum Stift greifen, um eine Geschichte zu Papier zu bringen, dann haben Sie vielleicht auch Interesse an Magazinen, die genau diese Themen behandeln. Nur, wenn man sich auf dem deutschen Zeitschriftenmarkt umsieht, kann das sehr schnell ernüchternd wirken. Deshalb möchte ich Ihnen hier zwei Zeitschriften vorstellen, zu denen sich ein Handgriff auf jeden Fall lohnt.

Das erste Heft nennt sich "Federwelt" und wird herausgegeben von der Verlegerin Sandra Uschtrin, in deren Verlag gleichfalls das inzwischen als Standard geltende "Handbuch für Autorinnen und Autoren" erscheint.
Gegründet wurde die "Federwelt" allerdings 1997 von Titus Müller, der mittlerweile ein erfolgreicher Schriftsteller von historischen Romanen ist. Seine Nachfolgerin war Kathrin Lange, die nun ebenfalls erfolgreich Romane schreibt. Aber nicht nur bei den Herausgebern glänzt das Magazin mit namhaften Autoren. Andreas Eschbach, Sabine Ebert ("Das Geheimnis der Hebamme") oder Vito von Eichborn (Gründer des Eichborn Verlages) haben bereits Gastbeiträge geleistet. Hinzu kommt die Kolumne von Oliver Uschmann ("Hartmut und ich"), der darin aus dem Nähkästchens eines Schriftstellers plaudert. Ansonsten behandeln die Artikel so vielfältige Themen wie Zuschussverlage, Lösen von Schreibblockaden, inwieweit Agenturen bei der Veröffentlichung hilfreich sind, Vorstellungen von Schreibsoftwares, alles rund um den Verlagsvertrag oder über das Plotten. Auf keinen Fall verpassen sollten Sie dabei die Kolumne von Stephan Waldscheidt, der auf sehr humorvolle Weise einen Anti-Ratgeber zum Schreiben verfasst. Daneben gibt es Interviews mit sogenannten Ghostwritern, Gründer von Autorenworkshops oder dem Betreiber der Internetplattform triboox zu lesen. Des Weiteren sind enthalten Neuigkeiten aus der Verlagswelt, es werden andere Literaturzeitschriften mit ihren jeweiligen Veröffentlichungsmöglichkeiten vorgestellt, während ein beachtlicher Teil sich mit Ausschreibungen, Wettbewerben und Stipendien in allen möglichen Bereichen befasst. Der Abschluss des Heftes bildet dann die Rubrik Kurzgeschichten und Lyrik. Sie sehen also, die "Federwelt" ist vollgepackt bis oben hin und zudem stets süffig und interessant geschrieben, wobei das farbenprächtige Layout dafür sorgt, dass das Heft auch optisch was hermacht.
Die "Federwelt" hat eine Auflage von 3000 Exemplaren, einen Umfang von ca. 68 Seiten, erscheint 6mal im Jahr und kostet einzeln 6,50 Euro und im Jahresabo 36 Euro.

Das zweite Heft, das ich Ihnen wärmsten empfehlen möchte, heißt "phantastisch!", ein Magazin, das, wie es der Name bereits verrät, sich mit allen Spielarten der Phantastik befasst. Chefredakteur ist Klaus Bollhöfener, der seit Jahren im Pabel Moewig Verlag mit für die Herausgabe von "Perry Rhodan" zuständig ist.
Die "phantastisch!" erscheint seit 2001 im Verlag Achim Havemann und ist ähnlich vollgepackt wie die "Federwelt". Sie enthält eine Vielzahl von Rezensionen von Büchern aus großen Publikums- als auch Kleinverlagen, es gibt einen ausführlichen News-Teil und in der Regel sind zwei Kurzgeschichten und seit Neuestem sogar ein Fortsetzungscomic enthalten. Das erste von zwei Herzstücken des Heftes bilden allerdings die Artikel, die sich sowohl mit niveauvollen Themen befassen, zum Beispiel wie viel Science die Science-Fiction verträgt, was das E-Book für das gedruckte Buch bedeutet oder uns die phantastische Seite des Philosophen Voltaire näherbringt, als auch über Pulp und Trash wie zum Beispiel welche Bedeutung die Geister in asiatischen Horrorfilmen haben, die Heftreihen von Dan Schocker behandeln, die Military-Science-Fiction durchleuchten oder eine Fantasywelt vorstellen wie zum Beispiel die von Brandon Sanderson "Sturmlichtchroniken". Ein Teil dieser Artikel stammen aus der Feder des bekannten Genre-Spezialisten und Autors Christian Endres ("Die Zombies von Oz"). Hinzu kommen Gastbeiträge von Andreas Eschbach, dem Fatasy-Progammleiter von Piper Carsten Polzin und einmal sogar von der renommierten Schriftstellerin Ursula Le Guin, die über Utopien referierte.

Das zweite Herzstück von "phantastisch!" bilden die Interviews mit solch illustren Autoren wie Patrick Rothfuss, Dan Wells, J. R. Ward, Sergej Lukianenko, Dan Simmons, Tad Williams, Michael Peinkofer, Wolfgang Hohlbein und weiteren Größen aus Science-Fiction, Fantasy und Horror.
Obwohl die "phantastisch!" reich bebildert ist, ist sie innen jedoch leider nur schwarz-weiß. Ein Manko, über das man bei den vielfältigen Beiträgen, die stets eingängig geschrieben sind, leicht hinwegsieht.
Das Heft besitzt eine Auflage von 1200 Exemplaren, einen Umfang von ca. 70 Seiten, erscheint 4mal im Jahr und kostet einzeln 5,30 Euro und im Jahresabo 21,40 Euro. Zudem erhielt Klaus Bollhöfener für seine Arbeit an "phantastisch!" 2004 den renommierten Kurd-Laßwitz-Preis, wofür er 2007 in der gleichen Sparte auch für den Deutschen-Phantastik-Preis und das Heft selbst als bestes Sekundärwerk nominiert war.

Ich hoffe, ich konnte Sie auf beide Magazine neugierig machen und in Ihren Fingern kribbelt es bereits. Falls Sie vorher jedoch noch weitere Informationen brauchen oder die Möglichkeit nutzen wollen, einzelne Ausgaben genauer zu studieren, dann besuchen Sie doch einfach die jeweiligen Internetseiten.

9. Wissenschaft: Technologien der Zukunft - Laserschwert
von Andreas Dannhauer
Was schwingt Luke Skywalker da eigentlich durch die Gegend?

Ein Laserschwert ist die traditionelle Bewaffnung der Jedi-Ritter aus der bekannten "Star Wars”-Filmreihe. Obwohl nur mit geringer Reichweite ausgestattet, sind die Jedis mit dieser Waffe, dank der Macht, sogar Schusswaffen überlegen. Die Sache mit der Macht lasse ich mal dahingestellt und befasse mich lieber mit der Bauanleitung für das Schwert.

Ein Laser besteht aus drei wichtigen Komponenten, einer Energiequelle, dem Lasermaterial und einem Resonator. Die Energiequelle, die z. B. eine Lampe oder auch elektrischer Strom sein kann, führt im Lasermaterial zu einer sogenannten Besetzungsinversion. Dafür werden die Atome des Lasermaterials angeregt, d. h. ihren Elektronen wird Energie zugeführt, so dass sie auf eine energetisch höherwertige Bahn gelangen. Wenn sich sehr viele Atome in so einem angeregten Zustand befinden, spricht man von einer Besetzungsinversion. In diesem Zustand können sich die Elektronen nur eine kurze Zeitspanne halten. Sie fallen zurück in ihren ursprünglichen Orbit und dabei wird ein Lichtteilchen mit einer bestimmten Energie frei. Trifft dieses Photon auf ein weiteres angeregtes Atom, so leitet es direkt den Fall des Elektrons in die energieärmere Bahn ein.
Jetzt sind zwei Photonen unterwegs, die wiederum auf angeregte Atome treffen können. Auf diese Weise wird eine Photonenlawine ausgelöst. Alle Photonen haben dabei die gleiche Energie oder Wellenlänge und schwingen auch noch kohärent, d. h. sie schwingen alle im Gleichtakt. Solange die Inversion aufrecht erhalten bleibt, nimmt dabei die Anzahl der Photonen zu. Damit die Photonen nicht auf kürzestem Wege das Lasermaterial verlassen, werden sie im Resonator eingeschlossen. Der Resonator wird aus zwei Spiegeln gebildet, zwischen denen sich das Lasermaterial befindet. Diese Spiegel müssen exakt parallel zueinander ausgerichtet sein, damit das Laserlicht zwischen ihnen hin und her geworfen werden und möglichst lange mit dem Lasermaterial interagieren kann. Normalerweise ist einer der Spiegel nicht 100%-ig reflektierend ausgeführt, so dass dort das fertige Laserlicht den Resonator verlassen kann.

Das Laserschwert braucht, wie man im Film gut sieht, immer ein paar Sekunden um auszufahren. Offensichtlich befinden sich im Griff die Energiequelle, das Lasermaterial und der eine Spiegel des Resonators, während der andere Spiegel an einer Stange befestigt mechanisch ausgefahren wird. Hier tritt ein kleines technisches Problem auf. Die beiden Spiegel des Resonators müssen extrem gut parallel ausgerichtet sein und zwar im Bereich von Mikrometern. Die Stange muss also extrem steif sein und darf sich beim Herumschwingen und Zuschlagen nicht verbiegen, sonst verlässt das Licht den Resonator zur Seite hin und der Laser geht aus.

Nehmen wir einmal an, wir hätten ein so steifes Material für die Stange, dann könnten wir damit ein Laserschwert bauen und da man mit Laserlicht durchaus zum Beispiel Metall zerschneiden kann, könnte man damit auch Schaden an einem Gegner anrichten. Aber, jeder, der schon mal einen Laserpointer benutzt hat, weiß, dass Laserstrahlen unsichtbar sind, bis sie auf ein Hindernis treffen und dieses beleuchten. Das Laserschwert im Film leuchtet aber selbst und es gibt zischende und knackende Geräusche von sich, ähnlich einem Blitz. Da man das Laserlicht selbst nicht sehen kann, muss es wohl die Luft zum Leuchten anregen. Die Luft wird bei einem Blitz auf etwa 30.000°C erwärmt und somit ionisiert, was den Lichteffekt auslöst. Die ‚Klinge‘ eines Laserschwertes dürfte etwa einen Liter oder 1,3 g Luft enthalten. Um diese um 30.000 Grad zu erwärmen, braucht es etwa 40 kJ (Kilojoule) an Energie. Die stärksten heute verwendeten Laser schaffen eine Dauerleistung von unter einem Watt. Damit dauert das Erhitzen der Luft bis zur Ionisation 40.000 Sekunden also etwa 11 Stunden. Sehr unpraktisch für eine Nahkampfwaffe.

Man könnte noch versuchen, einen Laser zu benutzen, der die Luft direkt durch Strahlung ionisiert und nicht über den Umweg Erhitzung geht. Dazu muss man aber von der niedrig energetischen sichtbaren Strahlung zur ionisierenden Strahlung übergehen, d. h. Röntgen- oder Gammastrahlung. Allerdings gibt es kein Material, welches man zur Herstellung eines Spiegels für ionisierende Strahlung verwenden könnte. Deshalb wird zur Erzeugung kohärenten Röntgenlichtes eine andere Art von Laser verwendet, der Freie Elektronen Laser. Diesem Gerät ist ein Teilchenbeschleuniger vorgeschaltet, der Elektronen auf relativistische Energien bringt, also bis nahe an die Lichtgeschwindigkeit beschleunigt. Diese Elektronen werden dann in einen sogenannten Undulator geleitet, eine Anordnung von starken Magnetfeldern wechselnder Richtung, die die Elektronen auf eine Zick-Zack-Bahn zwingt. Durch die ständige Hin- und Herbeschleunigung wird Strahlung frei, bei entsprechend hoher Teilchenenergie und starken Magnetfeldern handelt es sich um Röntgenstrahlung. So ein Undulator füllt jedoch eine Werkhalle, ganz zu schweigen von dem Beschleunigerring. Einer Forschungsgruppe an der Ludwig-Maximilians-Universität in München ist es jedoch gelungen, einen Freie Elektronen Laser für Röntgenstrahlung zu bauen, den man auf einen Tisch stellen kann. Bis zum Handgerät ist es da aber noch ein Stück.

Fazit: Eine schwertartige Laserwaffe ist gar nicht zu abwegig, auch wenn sie nicht so aussehen würde wie im Film.

10. Die Corona-Kurzgeschichte
Liebe Kurzgeschichten-Freunde,
heute ist in unserer Wettbewerbsrunde "Todsicher" Platz drei an der Reihe: Regina Schlehecks Story "Tonspur". Wie immer freuen wir uns über Rückmeldungen zur Story – egal, ob per E-Mail oder in unserem Forum unter dem Dach des SF-Netzwerks (www.sf-netzwerk.de).

Nächstes Thema unseres Wettbewerbs: Einsendeschluss für "In düsteren Landen" ist am 1. April 2012 (kein Scherz). Wer Interesse hat, sich mit einer Kurzgeschichte (Science-Fiction, Fantasy, Horror, Phantastik – keine Fan-Fiction) zu beteiligen, die einen Umfang von 20.000 Zeichen nicht überschreitet, schickt seine Story (möglichst als rtf-Datei, bitte auf keinen Fall als pdf) rechtzeitig per E-Mail an die Kurzgeschichten-Redaktion, die unter kurzgeschichte@corona-magazine.de zu erreichen ist. Die nach Meinung der Jury (mindestens) drei besten Geschichten werden wie immer im Corona Magazine veröffentlicht.

Armin Rößler


Tonspur
von Regina Schleheck

"Guck sie dir an! Guck sie dir gut an!"
Ich hatte Mühe, die Augen auf zu kriegen. Wie lange hatte ich mit der Augenbinde im Kofferraum verbracht? Romen hatte mich so gründlich verschnürt, dass ich vermutlich einen Teil der Strecke in gnädiger Bewusstlosigkeit verbracht hatte. Irgendwann ließ das Rumpeln und Dröhnen nach. Ein metallisches Klicken. Der einströmenden Kälte nach zu schließen würde jetzt irgendwas passieren. Jemand grunzte wütend. Romen. Dann rupfte etwas an den Fußfesseln und zerrte und riss an meinem Oberkörper, bis ich aus dem Wagen fiel, auf spitze Steine rumpelte. Kies, dachte ich. Vermutlich die Auffahrt zu seinem Haus. Und: Scheiße, dachte ich. Hier hört mich keiner. Hier kann er alles mit mir machen.
Mit Fußtritten trieb Romen mich die Treppe hoch. Ich taumelte, kriegte kaum ein Bein vor das andere, blind wie ich war, stürzte ein paar Mal, ließ mich wieder treten, hoch zerren. Vorwärts boxen. Hörte den Schlüssel, die Tür, wurde in die kühle Empfangshalle geschubst, fiel auf den Marmorboden, dachte unwillkürlich: Wenn das mal keine Blutflecken gibt. Armer Romen! Der immer so pingelig darauf achtete, dass man die Schuhe noch auf der Schwelle auszog. Wurde weiter gezerrt, geschubst, getreten, taumelte gegen Türrahmen, es ging offensichtlich in den Trakt zu den Aufnahmeräumen. Muffige Wärme von Räumen, die eine Weile nicht gelüftet worden waren. Korkboden. Links musste die Ledergarnitur stehen. Ein Tritt ins Kreuz ließ mich den Adler machen. Aus dem Korkboden würde er die Blutflecken nicht mehr so ohne Weiteres rauskriegen. Das sah gar nicht gut aus. Romen kniete neben mir nieder und schnürte meine Knöchel fest zusammen.
"Guck sie dir gut an!" Ein Zerren an der Augenbinde, endlich wieder Luft durch die Nase. Und dann Isis auf dem Sofa. Nackt. Wunderschön. Trotz der zusammengekrümmten Haltung, der verdrehten Glieder, der blutigen Striemen. Das Haar, völlig verklebt von Blut, hing wirr übers Gesicht, das vermutlich nicht mehr sehr attraktiv aussah. Dass sie tot war, daran bestand überhaupt kein Zweifel. Und es war sicherlich das Beste, was ihr hatte passieren können nach dem, was Romen vorher mit ihr angestellt haben musste.
"Scheißkerl!", sagte ich. Vielmehr war es ungefähr das, was ich sagen wollte. Die aufgequollene Zunge, die malträtierte Nase, die ausgetrocknete Kehle machten einen Stöhnlaut daraus, der ziemlich erbärmlich rüberkam.
Romen lachte und trat mir in die Magengrube. "Maul halten!", sagte er. "Ich hab mir genug Scheiße von dir anhören dürfen!"
Es war vermutlich ziemlich sinnlos zu fragen, was genau Romen damit meinte. So wie er Isis zugerichtet hatte, lag es auf der Hand, dass es mit uns beiden zu tun hatte und dass das mit uns beiden ihm nicht gefallen würde, das war natürlich von Anfang an klar gewesen. Aber dass er derartig durchknallen würde, das hätte ich ihm in seinen besten Zeiten nicht zugetraut. Es hatte Phasen gegeben, wo wir tüchtig auf Drogen gewesen waren, wo Romen abwechselnd getobt und deliriert hatte. Hotelzimmer zerlegt und Paparazzi verprügelt. Frauen, lieber Himmel, sie hatte ja geradezu darum gebettelt! Nein, Romen war alles andere als zimperlich gewesen. Aber das war doch alles Geschichte! Reich, fett und faul war er geworden. Wir trafen uns nur noch gelegentlich und machten Musik. Nur noch zum Spaß!
Das war kein Spaß. Das war eine Leiche. Und ich würde wahrscheinlich auch bald eine geben. Wie war Romen bloß dahinter gekommen?
"Hör es dir an!", knurrte Romen, als hätte er meine Gedanken gelesen. Er machte sich in der Ecke zu schaffen, wo seine bekloppten Geräte aufgebaut standen. Mit denen er seit Jahren den Harry machte. Ein ganz großes Ding! Ein Riesending! Den Tönen auf der Spur!
Eindeutig neben der Spur, hatte Isis befunden. Alle hatten sich über ihn lustig gemacht. Kein Wunder dass sie sich von mir trösten ließ. Aufnahmegeräte, Sensoren, Messsonden ... Wenn Romen nicht gerade mit irgendwelchen Geräten durch die Gegend schlich, hockte er nächtelang am Rechner und wertete Daten aus. Natürlich hatte ich Isis beigestanden. Was für ein Leben neben so einem Spinner! Kauzig und verschroben! Keine Spur des ehemaligen Feuers. Isis hingegen –
Ich hätte allerdings gut auf das Feuer verzichten können, das Romen im Moment an den Tag legte.
"Hör zu!"
Mit auf dem Rücken zusammengefesselten Händen konnte ich kaum anders. Wie sollte ich mir auch die Ohren zuhalten? Das Ding, mit dem Romen da rumfuchtelte, sah aus wie ein Mikro mit Fellwindschutz. Er wedelte damit übers Sofa und die zusammengekrümmte Isis hinweg, als wollte er Staub feudeln.
Das Ding knisterte und rauschte. Kicherte.
"20. Oktober 2020", sagte Romen nahezu feierlich. Es knackte und kicherte aus dem Gerät, dann quiekte es. Kicherte und gab kleine Juchzer von sich, klang auf einmal wie Isis, als ich ihren Nacken geknabbert hatte. Romen hielt den Puschel genau an die Stelle über Isis' Nacken, genau an die Stelle, wo ich ihren Nacken – war das der 20. Oktober gewesen?
"Wanzen! Du hattest das Zimmer verwanzt!", brach es aus mir heraus. Immerhin so deutlich, dass Romen mich verstanden haben musste. "Wanzen! Pah!" Romen lachte.
Er wandte mir wieder seine Aufmerksamkeit zu, wedelte mit dem Fellgerät. "Ihr habt mich alle für bekloppt erklärt", grollte er. "Dabei ist es genau so, wie ich es immer gesagt habe! Kein Raum vergisst! Alles hinterlässt Spuren! Jedes kleinste Tönchen! Alles ist voller Geräusche! – Hör hin!"
Wieder hielt er das Gerät über Isis' Körper, fuhr geradezu zärtlich die Konturen ihrer Gestalt ab, und jetzt konnte ich deutlich meine eigene Stimme hören, mein Flüstern und Stammeln, Stöhnen. Scheiße, war das wirklich ich, der da solche bescheuerten Dinge von sich gab? "Los, komm, mach ihn auf, deinen Prachttempel, lass mich rein!" Jemine, was für ein blödes Gewäsch! Klar, Frauen mögen das.
Romen eher nicht, seiner Miene nach zu urteilen.
Isis kicherte und stöhnte.
Absurd. Vollkommen absurd! Wenn sie nicht schon die ganze Zeit so blutverschmiert da rumgelegen hätte, hätte ich schwören können, dass sie sich dem puschelschwingenden Romen wolllüstig entgegenräkelte. So klar kamen die Geräusche aus dem Gerät, ihr gurrender Unterton erinnerte mich, dass unter den Fesseln noch Leben in mir war. Selbst Romen, dem Gehörnten, zauberte die Stimme ein Horn in die Hose.
Schade um Isis, so viel stand fest. War Romen nicht selbst schuld gewesen? So eine fantastische Frau! Und der Blödmann rannte nur noch mit Geräten durch die Gegend und faselte dummes Zeug von wegen "akustisches Weltgedächtnis" und "bahnbrechende Erfindung"! Seine Frau in den Ehebruch getrieben hat er!
"Eine ganze Woche", dröhnte Romen triumphierend, "eine komplette Woche zurück kann ich mittlerweile jeden Ton rekonstruieren! Jeden Laut, der hier gemacht wurde!"
Er ging einen Schritt auf mich zu und trat mir genussvoll in die Eier. "Jeden Furz, den du blödes Arschloch hier mit meiner Frau gelassen hast!" Der zweite Tritt traf nicht ganz so gut, weil ich mich stöhnend krümmte wie ein Wurm am Haken. "Das einzige Problem war ja nur", sagte Romen und begann eine Trittsalve: "Die – zeit – li – che – Zu – ord – nung!" Der Tritt auf "nung" traf den Solarplexus. Ich jappste.
"Aber ich hab's geschafft! Ich hab den Geräuschebrei auseinanderdividiert gekriegt mit meinem Maschinchen, hab die Zeit-Dimension in den Griff gekriegt! Eine komplette Woche kann ich heute zurück gehen! Und da hab ich euch erwischt!" Wieder ein Volltreffer.
"Und jetzt ist eh alles für den Arsch!" Romen ließ von mir ab und ging zum Wandschrank, in dem er seine Whiskysammlung aufbewahrte.
"Darauf werde ich jetzt erst mal einen heben!"
Er griff eine Flasche heraus, die mir unwillkürlich einen Pfiff entlockte. Eine Prachtmarke. Jedes Glas, das er von diesem Tropfen in sich hineinschüttete, ein Vermögen. Unbezahlbar!
Romen holte einen Tumbler aus dem Schrank, goss ihn voll, schwenkte die Flüssigkeit, ließ sie genüsslich kreisen. Hob das Glas. "Auf dich, du blöde Sau! Auf das, was ich mit dir gleich machen werde!"
Ich gab mich fürs Erste keiner Hoffnung hin. Noch ein Glas, flehte ich. Trink einfach! Schluck's runter!
Er trank das Glas in einem Zug leer, hielt es über meinen Kopf, wendete es, ließ den letzten Tropfen auf mein Gesicht fallen. Ich drehte unwillkürlich den Kopf zur Seite. Romen lachte, ging prompt wieder in Richtung Schrank und schenkte sich ein zweites Mal den Tumbler voll. Das ließ sich gut an. Wieder nahm er einen großen Zug, trank das Glas aber nicht leer, sondern hielt es in meine Richtung. "Dein Henkerstropfen!"
Und dann kniete er tatsächlich neben mir und hielt das Glas an meinen Mund. Ich presste die Lippen zusammen und schüttelte den Kopf. Romen stutzte, zögerte, richtete seinen Oberkörper auf, und auf einmal entfuhr ihm ein lautes Rülpsen. Er wollte das Glas absetzen, aber es rutschte ihm aus der Hand. Der Inhalt ergoss sich über den guten Kork. Romen schien es gar nicht zu beachten. Er guckte etwas glasig und stöhnte. Griff sich an den Bauch. Dann versuchte er aufzustehen, schwankte und schlug der Länge nach hin. Lag mit dem Oberkörper über meinem Oberkörper und gab unschöne Geräusche von sich.
"Romen, du Idiot!", sagte ich. Es klang nicht ganz so cool, wie es sollte. Wie soll man auch noch cool daherreden können, wenn man erst die Fresse poliert kriegt und dann zum Paketchen verschnürt unter einem Zweizentnermann liegt? "Du hättest noch eine Woche weiter gehen müssen!" Romen stöhnte und rülpste. Aus den Augenwinkeln sah ich, dass ihm ein Speichelfaden aus dem halb geöffneten Mund rann. Er rang nach Luft. "Genau eine Woche vorher", sagte ich, "habe ich deine Frau zum ersten Mal beglückt. Da hat sie es hier getan. Hier vor meinen Augen. Und sie hat es mir auch erklärt. Du hättest jedes einzelne Wort verstehen können, wenn du dein albernes Maschinchen ein bisschen besser getunt hättest!""
Wahrscheinlich sollte sein Stöhnen so etwas wie "Was?" bedeuten, aber er kriegte die Augen nicht mehr auf, und die Zähne klapperten.
"Sie war es leid mit dir. Und da hat sie deinen Lieblingswhisky versetzt. Mit einer Medizin, vor der dein Arzt oder Apotheker dringend gewarnt hätte. Köstlich, nicht wahr?"
Romen gab den letzten Gurgler von sich. Ob er Zustimmung oder Ablehnung besagte, werde ich wohl nie erfahren. Eigentlich interessierte es mich auch nicht mehr wirklich. Ich hatte gerade begonnen, ernsthaft nachzudenken. Oben Romen, unten ich – als Gesamtpaket. Der nächste Ort zehn Kilometer entfernt. Vielleicht hätte ich mir doch besser den Henkerstropfen gegönnt.


Regina Schleheck wohnt nach Jugend in Köln und Studium in Aachen heute in Leverkusen, hat fünf Kinder, lehrt seit zwölf Jahren als Oberstudienrätin an einem Kölner Berufskolleg, daneben ist sie freiberufliche Referentin, vielfach ausgezeichnete Autorin und gehört den KrimiautorInnenvereinigungen "Mörderischen Schwestern" und "Syndikat" an. Veröffentlichungen vor allem im Bereich Kurzprosa und Hörspiel. Allein in 2011 hat sie die Krimianthologie "Mordsmütter" herausgegeben, außerdem erschienen das Hörspiel "Mark Brandis – Aktenzeichen: Illegal" sowie über dreißig Short Storys in diversen Anthologien. Ihr Kurzgeschichtenband "Klappe zu – Balg tot" wird 2012 neu verlegt. Neben vielen anderen Auszeichnungen erhielt sie den Deutschen Phantastik Preis 2008 für das SF-Hörspiel "Mark Brandis – Bordbuch Delta VII", den 2. Totenschmaus- Kurzkrimipreis 2009, den ersten ALFA-Preis 2011 und brachte es bei Corona-Wettbewerben bereits viermal auf den zweiten und zweimal auf den ersten Platz – trotz ihrer oft allzu alltagsnahen Sujets. Mehr unter: www.regina-schleheck.de

Das Corona Magazine ist geistiges Eigentum der Redaktion (1997-2012).
Das Corona Magazine wurde von Philipp Ruch im Jahre 1997 gegründet und ist eine periodisch erscheinende, kostenlose Publikation der Website www.corona-magazine.de.

Der Nachdruck und die Weiterverbreitung von Inhalten im Internet und terrestrischen Medien ist unter Angabe der Quelle ausdrücklich gestattet. Beispiel: "Quelle: Corona Magazine, Autor: Max Mustermann, Ausgabe #264, http://www.corona-magazine.de". Ausdrücklich untersagt hingegen ist die Übernahme der "Corona-Kurzgeschichte", der "Leseprobe", des "Corona-Fortsetzungsromans" oder einzelner Passagen daraus.

Die im Corona Magazine veröffentlichten und namentlich gekennzeichneten Texte stimmen nicht unbedingt mit der Meinung der Redaktion überein. Die Zustimmung zur Veröffentlichung wird mit Eingang der Sendung vorausgesetzt. Der Autor erklärt mit der Einsendung, dass eingereichte Materialien frei sind von Rechten Dritter und hält die Redaktion von Rechten Dritter frei. Eine Haftung für die Richtigkeit der Veröffentlichung kann trotz sorgfältiger Prüfung nicht übernommen werden.

Bei direkten oder indirekten Verweisen auf fremde Webseiten ("Hyperlinks"), die außerhalb des Verantwortungsbereiches der Herausgeber liegen, würde eine Haftungsverpflichtung ausschließlich in dem Fall in Kraft treten, in dem die Herausgeber von den Inhalten Kenntnis hätten und es ihnen technisch möglich und zumutbar wäre, die Nutzung im Falle rechtswidriger Inhalte zu verhindern.
Die Herausgeber erklären hiermit ausdrücklich, dass zum Zeitpunkt der Linksetzung keine illegalen Inhalte auf den zu verlinkenden Seiten erkennbar waren. Auf die aktuelle und zukünftige Gestaltung, die Inhalte oder die Urheberschaft der verlinkten/verknüpften Seiten haben die Herausgeber keinerlei Einfluss. Deshalb distanzieren sie sich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller verlinkten/verknüpften Seiten, die nach der Linksetzung verändert wurden. Diese Feststellung gilt für alle innerhalb der Publikation gesetzten Links und Verweise. Für illegale, fehlerhafte oder unvollständige Inhalte und insbesondere für Schäden, die aus der Nutzung oder Nichtnutzung solcherart dargebotener Informationen entstehen, haftet allein der Anbieter der Seite, auf welche verwiesen wurde, nicht derjenige, der über Links auf die jeweilige Veröffentlichung lediglich verweist.

Gemäß Paragraph 28 Abs. 3 Bundesdatenschutzgesetz wird hiermit die Verwendung von persönlichen Daten dieses Magazines zu Werbezwecken sowie zur Markt- und Meinungsforschung ausdrücklich untersagt.
 Impressum
corona magazine
Nur der Himmel ist die Grenze
ISSN 1422-8904
Ausgabe 264 - 04.03.2012
Herausgeber
Mike Hillenbrand &
Jennifer Christina Michels

Chefredaktion
Mike Hillenbrand (mh)
Jennifer Christina Michels (jcm) (v.i.S.d.P.)
Frank Hebenstreit (fh)

Lektorat
Esther Haffner (eh)
Corona-Redaktion
Andreas Dannhauer (ad)
Esther Haffner (eh)
Simon Haffner (sh)
Bernd Jooß (bj)
Reiner Krauss (rk)
Lieven L. Litaer (ll)
Bernd Perplies (bp)
Armin Rößler (ar)
Klaus Schapp (ks)
Sven Wedekin (sw)

newsBEAT
Phantastik.de
The Daily Trekker
SF-Radio.net

Ihre Meinung
Mike Hillenbrand (mh)
Jennifer Christina Michels (jcm)

TV-Vorschau
Klaus Schapp (ks)

Kurzgeschichte
Armin Rößler (ar)

Fragen zum Abonnement:
abo@corona-magazine.de

Fragen zu Kooperationen:
dialog@corona-magazine.de

Corona Webseiten:
www.corona-magazine.de

Auflage:
9'938 Leser

Ausgabe 265 erscheint am
18.03.2012.

(Zum Seitenanfang)