corona magazine
Nur der Himmel ist die Grenze
ISSN 1422-8904

 newsBEAT
+ Leonard Nimoy
+ FedCon XXI
+ Guinness Weltrekord
+ Doctor Who
+ SF-Con in Bochum
+ 21. Rollenspieltreffen
 Kunterbunt
+ Star Ruler
+ Vampir-Maskerade
 Facebook
Mögen Sie uns auf Facebook und bekommen Sie hautnah mit, wie Tag für Tag ein neues Kapitel für das Corona-Projekt beginnt.
 Buch-Tipp
TREKminds - Nur der Himmel ist die Grenze
Das Buch nimmt Sie mit auf eine Reise hinter die Kulissen und Schauplätze. Hin zu den Ideen dieses Franchises. Ideen des gemeinsamen Miteinanders und der Verständigung, des menschlichen Geistes. Ideen, die weltweit von Millionen von Trekminds gelebtwerden.
 Partner
FEDCON
Infos, Foren und mehr zur erfolgreichsten europäischen Star Trek-Convention.

u-kult.de
Medien, Serien, Filme und mehr. Ambitioniertes Webprojekt!
 Links
phantastik.de
Täglich neue Infos, Kritiken und mehr zu vielen Themen rund um die Phantastik.

Robots & Dragons
Großes SF-Internetportal mit täglichen News, Reviews und mehr.

The Daily Trekker
Großes Star Trek: Voyager- und Andromeda-Projekt mit Reviews, Infos und mehr.

STARTREKVorlesung.de
Dr. Hubert Zitt über die Wissenschaft in Star Trek.

Stargate-Project
Die News- und Entertainment-Seite zu Stargate-SG1 und Atlantis.
17. Oktober 2011 - Ausgabe 255 - "Vampires are always cool…."
…oder auch nicht
Und damit sind wir schon wieder mitten drin, in einer spannenden Diskussion. Original oder Remake, was sollte man bevorzugen? Nicht immer sind im Original die besten Effekte verwandt, teilweise kann man die logischen Brüche schon auswendig mithecheln, aber irgendwie bleibt ein Original ein Original. Gut, Nosferatu von Bela Lugosi erlebte ein fulminantes Comeback mit dem begnadeten Klaus Kinski in der Hauptrolle. Ein Effekt, der sicherlich massiv dem schon zu diesem Zeitpunkt bestehenden Kultcharakter des Herrn Kinski geschuldet war, aber in der Erinnerung kann das Remake durchaus bestehen. In einer der kommenden Ausgaben werden wir diese Diskussion weiterführen. Schreiben Sie uns doch mal, in welchen Fällen bei Ihnen das Original oder vielleicht sogar das Remake gewonnen hat.

Gewonnen haben auch die Verantwortlichen des „Perry Rhodan“-Welt Con. Von dieser Veranstaltung ziehen sich fast nur positive Berichte durch das Fandom. Aus unserer Redaktion hatten gleich mehrere Menschen die Ehre an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Auf unserer Internetseite www.corona-magazine.de hat unser Herausgeber und Chefredakteur Mike Hillenbrand im Blogbereich einen einzigartigen Einblick in die Tage auf dem „Perry Rhodan“-Con ermöglicht. Sie lesen lieber hier? Dann sei Ihnen das Spotlight von Rüdiger Schäfer sehr ans Herz gelegt.

Ereignisreiche Veranstaltungen fanden und finden auch in diesen Tagen statt. Nicht nur der BuCon in Dreieich, traditionell zur Buchmesse in Frankfurt, auch der RingCon in Bonn hat tausende Besucher angezogen und eingeladen eine Zeit außerhalb der sogenannten realen Welt zu verbringen. Dazu laden wir Sie mit dieser Ausgabe auch ein.

Birgit Schwenger hat den „letzten Schattenschnitzer“ gelesen und dazu einiges zu sagen. Sven Wedekin vergleicht. Nicht Äpfel und Birnen sondern „Star Wars“ und „Avatar“. Beide haben mehr gemein, als man auf den ersten Blick denkt.
Als krönen Abschluss darf ich Ihnen nach Spannendem und Interessantem „Der Auxiliator“ von Hendrik Lambertus ankündigen. Die Siegergeschichte unseres Kurzgeschichten Wettbewerbes zum Thema „Auf Lebenszeit“.

Genug der Vor-Worte. Wir haben gern für Sie in die Tasten gehauen.

In diesem Sinne viel Vergnügen

Ihr Frank Hebenstreit
Chefredaktion (v.i.S.d.P.)
Inhalt
1."Perry Rhodan": Nach dem WeltCon …
Rüdiger Schäfer über den "Perry Rhodan"-WeltCon und die Zeit danach
6."Avatar" versus "Star Wars"
Äpfel oder Birnen? Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Sven Wedekin sagt es Ihnen.
2.newsBEAT
Kurzmeldungen aus Fernsehen, Kino & Co.
7.Phantastische Spiele: Abenteuer in Mittelerde
Dominik Cenia stellt neue Abenteuer aus Mittelerde vor.
3.Im Reich der Schatten
Eine seltene Überraschung im Bereich der Fantasy, gelesen und vorgestellt von Birgit Schwenger
8.Kunterbunt
Pressemitteilungen, Veranstaltungen und mehr...
4.Ihre Meinung
Leserbriefe an das Corona Magazine
9.Wissenschaft: Schneller als Licht!?
Das geht nicht? Und ob das geht….
5.TV-Vorschau
Unsere Fernsehtipps für die nächsten zwei Wochen
10.Die Corona-Kurzgeschichte
"Der Auxiliator" von Hendrik Lambertus

1. "Perry Rhodan": Nach dem WeltCon …
von Rüdiger Schäfer
Nun ist die Reise nach Mannheim schon wieder zwei Wochen her, jene knapp dreistündige Zugfahrt von Leverkusen in die Universitätsstadt am Rhein, in der vom 30. September bis zum 02. Oktober die Feierlichkeiten zum 50. Geburtstag der „Perry Rhodan“-Serie stattfanden. Drei Tage lang tummelten sich bei strahlendem Spätsommerwetter zwischen 2500 und 3000 Besucher im Kongresszentrum Rosengarten, direkt gegenüber dem mächtigen Wasserturm, dem Wahrzeichen Mannheims.
Zwei Wochen sind durchaus ausreichend, um die vielfältigen Eindrücke eines solchen Großereignisses zu verdauen, auch wenn man – so wie ich – nicht nur zahlreiche Erinnerungen, sondern zusätzlich eine handfeste Erkältung inklusive schmerzhafter Halsentzündung mit nach Hause gebracht hat. Der Kontrast zwischen dem klimatisierten Rosengarten und den mit bis zu 30 Grad für die Jahreszeit deutlich zu hohen Außentemperaturen war dann wohl doch zu viel. Schön war es trotzdem. Anstrengend auch.
Ein Großereignis wie einen „Perry Rhodan“-WeltCon kann man rückschauend aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Als Fan, als Veranstalter, als neutraler Beobachter. Dabei kommt es auf die persönlichen Vorlieben, den eigenen Anspruch, die definierten Zielsetzungen an. Ich selbst habe mich beispielsweise gefreut, Menschen wieder zu treffen, die ich seit über zehn Jahren nicht mehr gesehen hatte oder mit denen ich bislang lediglich per Telefon und E-Mail in Verbindung stand. Und der von manch einem vielleicht als ein wenig großspurig empfundene Präfix »Welt« vor einem Con, der sich einer im Herzen doch eigentlich deutschen SF-Serie widmet, erfährt dabei angesichts meiner eigenen Erfahrungen durchaus seine Berechtigung.

Der eigene Übersetzer

Wenn man plötzlich mit einer Gruppe französischer Fans konfrontiert ist, die kein Wort Deutsch oder Englisch sprechen, wenn man seinen eigenen Übersetzer aus den USA trifft, wenn man mit PR-Lesern aus Österreich, den Niederlanden oder der Schweiz diskutiert, dann lässt sich die Tatsache, dass „Perry Rhodan“ weit über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus wirkt, nicht mehr leugnen. Der „Perry Rhodan“-WeltCon 2011 war vielleicht nicht so international, wie sich das manch einer gewünscht hätte, aber er war international genug, um die überregionale Bedeutung des dahinter stehenden literarischen Phänomens zu dokumentieren.
Sofern man den Veröffentlichungen und Kommentaren der letzten beiden Wochen glauben darf, hat die Veranstaltung den allermeisten der anwesenden Fans gefallen. Und es ist auch rein objektiv gesehen erstaunlich, was das kleine Kernteam aus der Rastatter Redaktionszentrale da auf die Beine gestellt hat. Natürlich bin ich in meiner Urteilsfähigkeit nicht ganz unbelastet, durfte ich doch als einer von vielen an Planung und Durchführung des WeltCons mitwirken. Dennoch glaube ich mit gebührender Neutralität behaupten zu können, dass den Verantwortlichen die Feierlichkeiten zum 50. Geburtstag einer Heftserie, die nicht nur zahlreiche der heutigen SF-Schaffenden, sondern auch Tausende von Lesern in ihrer Leidenschaft für die SF geprägt und gefördert hat, gelungen sind.
Die drei Tage in Mannheim haben gezeigt, dass die SF im Allgemeinen und „Perry Rhodan“ im Besonderen nach wie vor viel Raum für Begeisterung und Kreativität bieten. Was ich allein im Bereich der Clubtische gesehen habe, hat mich teilweise tief beeindruckt, und das, obwohl ich meine Wurzeln selbst im Fandom habe und dort seit gut 25 Jahren aktiv bin. Ob lebensgroße Haluterfigur, detailliertes Kugelraumer-Modell oder Romanfiguren-Parade im Ken & Barbie-Look – PR-Leser beschäftigen sich von jeher mit ihrer Serie weit über das reine Lesen hinaus. Das sogenannte Perryversum, also die Gesamtheit eines in fünf Jahrzehnten entstandenen und stetig weiter wachsenden literarischen Kosmos, lässt ausreichend Bewegungsfreiheit, um sich schöpferisch auszutoben. Und diese Freiheit wird genutzt.

Bis auf den letzten Platz gefüllte Säle

Daneben stand das offizielle Programm in oft bis auf den letzten Platz gefüllten Sälen und mit hochkarätiger Besetzung. Dass Bestseller-Autor Andreas Eschbach (»Das Jesus-Video«) eine Schwäche für die PR-Serie hegt, wusste man schon länger; schließlich hat er bereits als Gastautor drei Heftromane verfasst. Für die Mannheimer Fete konnte man aber unter anderem auch den Erfolgsschriftsteller Frank Schätzing (»Der Schwarm«) oder den Fantasy-Autor Markus Heitz (»Die Zwerge«) gewinnen. Letzterer verfasste ebenfalls bereits einen PR-Heftroman.
Aufgrund meiner eigenen Verpflichtungen konnte ich leider nur einen vergleichsweise kleinen Ausschnitt des Programms verfolgen, darunter immerhin die stimmungsvolle offizielle Coneröffnung am Samstagmorgen, auf der PR-Autor Wim Vandemaan (Hartmut Kasper) in seiner unnachahmlich trockenen Art einen humorvollen Überblick über die PR-Handlung gab und ein gut gelaunter Andreas Eschbach die Eröffnungsrede hielt. Man präsentierte diejenigen Besucher, die einst 1961 das erste „Perry Rhodan“-Heft persönlich gekauft hatten. Und natürlich pilgerten schließlich alle Autoren, Zeichner und Ehrengäste auf die große Bühne des Mozartsaals – ein überaus beeindruckender Aufmarsch.
Zusammengehalten wurde all das von Moderator (und Corona-Mitherausgeber) Mike Hillenbrand, der seine Aufgabe über das gesamte Wochenende mit sympathischer Lockerheit und großer Professionalität erledigte. Eigentlich eher im Star Trek-Fandom zu Hause, boten die kleinen Neckereien zwischen ihm und PR-Chefredakteur Klaus N. Frick immer wieder Anlass zur Erheiterung (»Es heißt nicht Brücke, sondern Kommandozentrale, lieber Mike!«)
So konnte man als langjähriger und in der Szene engagierter Fan schon manchmal den Eindruck gewinnen, nicht auf einem SF-Con, sondern eher auf einem Klassentreffen zu weilen. Robert Vogel, PR-Veteran und passionierter Con-Experte, formulierte es im Filmbericht der Landesschau des Südwest-Fernsehens ebenso pointiert wie treffend: »Das ist wie ein großes Familientreffen, und … wir werden zusammen alt!«

Ein Wermutstropfen den man suchen muss.

Das ist dann vielleicht auch der einzige Wermutstropfen, wenn man denn unbedingt nach einem suchen möchte: Leser diesseits der 30 Lenze musste man schon suchen. Allerdings ist das Problem des mangelnden Nachwuchses nicht nur für die PR-Serie ein Problem, dem man redaktionsintern durch verstärkte Konzentration auf die neuen Medien (Hörbuch, eBook, Twitter, Facebook) zu begegnen sucht. So gab es auf dem WeltCon denn auch konsequenterweise eine sogenannte Multimedia-Lounge, in der die Besucher das entsprechende PR-Angebot an Laptops und E-Book-Readern testen konnten.
Podiumsdiskussionen, wissenschaftliche Vorträge von Mitarbeitern der Europäischen Raumfahrtbehörde, Lesungen, Signierstunden, Spielrunden, eine große Ausstellung, Livemusik, Maskenball, Versteigerung, Vorführung der aktuellen PR-Doku »„Perry Rhodan“ – Unser Mann im All« und so vieles mehr. Wem es im Rosengarten auch nur eine Minute langweilig wurde, der musste irgend etwas gründlich falsch machen.
Einer der vielen Höhepunkte war ohne Frage auch die Vorstellung der neuen PR-Spinoff-Serie „Perry Rhodan Neo“. Hier hatten sich die Macher offenbar die großen amerikanischen Comicverlage zum Vorbild genommen, die mehr oder weniger regelmäßig ihre wichtigsten Serien abschließen und neu starten. Und so erzählen auch die als Taschenhefte erscheinenden PR Neo-Romane die an sich bekannte Geschichte der Menschheit in einer neueren und moderneren Variante. Inwieweit dieses für PR-Verhältnisse innovative Konzept von den Fans angenommen wird, muss die Zukunft weisen.
Bereits fest steht dagegen, dass der „Perry Rhodan“-WeltCon 2011 ein großer Erfolg war. Der 50. Geburtstag einer deutschen Erfolgsmarke wurde in würdigem Rahmen mit einer bunten und fröhlichen Party gefeiert. Es wäre schön, wenn man das in absehbarer Zeit wiederholen könnte. PR-Heft 3000 erscheint im Jahr 2019. Im Jahr 2021 wird die Serie 60 Jahre alt. Zwei mögliche Anlässe für den nächsten WeltCon, denn wie sagt man in Abwandlung einer alten Fussballerweisheit so schön: Nach dem WeltCon ist vor dem WeltCon!

2. newsBEAT
Leonard Nimoy verlässt die Convention Bühne!
Eine Legende verlässt die Convention-Arena. Leonard Nimoy hat seinen letzten Convention-Auftritt in der Nähe von Chicago absolviert. Er erklärte, dass dies sein letzter Auftritt bei einer Convention sein werde und verabschiedete sich bei den Fans standesgemäß mit seinem berühmten Vulkaniergruß "Live long and prosper!"
FedCon XXI: Mit Kavan Smith und Eddie Paskey
Die FedCon hat mit Kavan Smith und Eddie Paskey zwei neue Gaststars angekündigt: Kavan Smith ist bekannt als Major Lorne aus "Stargate Atlantis" und Deputy-Sherriff Andy aus "EUReKA". Eddie Paskey spielte als "Redshirt" Lt. Leslie in 59 der 79 Folgen der klassischen "Star Trek"-Serie mit und erlitt somit NICHT den tragischen Tod, der seiner Uniform und der Tatsache, dass er einen Namen hatte, üblicherweise folgt. Paskey spielte auch in der Fan-Serie "ST: New Voyages" eine Rolle. In Anlehnung um seine Verdienste in der alten Serie bekam er die Rolle des "Admiral Leslie".
"Star Trek"-Mime im Guinnessbuch der Weltrekorde
Das Gesicht von Bill Blair, Schauspieler aus vielen SF-Serien, kennen wahrscheinlich nicht viele Leser. Gesehen haben sie ihn aber sicherlich. Der Mime spielte unter anderem allein in drei Dutzend Folgen Deep Space Nine. Blair wurde am 9. Oktober in Hollywood für seinen Guinness-Weltrekord ausgezeichnet. Er hat die meisten Spezialeffekt-Charaktere in einer Schauspielerkarriere dargestellt. Startrek.com hat ihn aus diesem Anlass interviewt. Das gesamte Interview ist unter angegebenem Link zu finden.
Doctor Who kehrt zurück!
Doctor Who kehrt auf die Dutschen Bildschirme zurück. Der Bezahlsender FOX sendet ab Ende Dezember die Folgen mit dem elften Doctor, Matt Smith, in Deutscher Fassung. Bleibt für die Zuschauer der frei empfangbaren Sender die Hoffnung, dass diese Episoden auch dorthin finden werden. Ob die Staffeln drei und vier mit David Tennant in deutscher Synchronisation erscheinen werden, ist weiterhin offen.
Im November: Die "Dark Side of Daedalus Convention Reloaded"
Vom 04. November bis zum 06. November findet in Bochum wieder die aus der "Dark Side Con" und der "Daedalus Con" entstandene "Dark Side of Daedalus Convention Reloaded" statt. Eine kleine, feine, familiäre Veranstaltung aus dem gesamten Sci-Fi-Bereich mit Gästen aus "Star Wars", "Harry Potter", "Doctor Who", "James Bond", "Mondbasis Alpha 1", "Per Anhalter durch die Galaxis"...
Das 21. Dreieicher Rollenspieltreffen
Für alle Rollenspieler findet wieder vom 19.-20. November 2011 bereits zum 21. Mal das Dreieicher Rollenspieltreffen in der Nähe von Frankfurt am Main statt. Als prominente Gäste werden Bernhard Hennen und Maite Itoiz mit einer musikalischen Lesung erwartet. Weiterhin gibt es Spielerunden, Vorträge, Lesungen und Workshops.
Die Spieletage in Essen
Der Herbst ist eine gute Zeit für Spielefreunde. Die Internationalen Spieletage SPIEL finden zusammen mit der ComicAction vom 20.-23. Oktober in der Messe Essen statt. Die SPIEL ist die weltweit größte Publikumsmesse für Gesellschaftsspiele.
Die Nobelpreisgewinner im Bereich Physik
Saul Perlmutter, Brian P. Schmidt und Adam G. Riess wurden am 4. Oktober als Nobelpreisgewinner im Bereich Physik verkündet. Die Ehrung bezieht sich auf "die Entdeckung der beschleunigten Ausbreitung des Universums durch die Beobachtung entfernter Supernovae". Unter dem angegebenen Link findet man nähere Informationen zum Thema und kurze Telefoninterviews mit den Preisträgern.

3. Im Reich der Schatten
von Birgit Schwenger
Noch vor ein paar Jahrzehnten waren Fantasy-Romane aus Deutschland eine große Seltenheit und erfreuten sich – wenn man nicht gerade Wolfgang Hohlbein hieß – allerhöchstens eines kleinen Nischendaseins im Schatten der großen angloamerikanischen Geschwister. Inzwischen sind auch deutsche Autoren längst ein fester Bestandteil der phantastischen Literaturszene und müssen sich mit ihren Werken keineswegs hinter den großen Vorbildern verstecken.

Einer dieser Autoren ist Christian von Aster, dessen jüngster Roman „Der letzte Schattenschnitzer“ bei Klett Cotta in der Hobbit Presse erschienen ist. Es ist angenehm erfrischend, auch ein mal ein phantastisches Werk aus deutschen Landen zu lesen und gespannt dem Verlauf eines Abenteuers zu folgen, das seinen Beginn in einer deutschen Kleinstadt nimmt und nicht in London oder New York.

Angenehm anders ist auch der ganze Aufbau des Romans sowie seine Erzählweise: Aus der Sicht seines Schattens erfährt der geneigte Leser die faszinierende Geschichte des Jonas Mandelbrodt, der in den Augen der normalen Menschen nicht mehr als einer kleiner Junge, in Wahrheit aber einer der letzten großen Schattenmagier ist. Wie man längst hätte ahnen können – man denke nur an „Peter Schlemihls wundersame Geschichte“ aus dem Jahr 1813 –, führen die Schatten ihr eigenes Dasein, sind jedoch kraft ihres Schicksals an die Füße ihrer Herren gebunden und zu ewiger Knechtschaft verdammt. Einst gab es jedoch einen großen Alchemisten und Schattenmagier, der mit den althergebrachten Gesetzen brach und die Grenzen des Schattenreiches überwinden wollte.

Diesem legendären Schattenschnitzer, George Ripley, der Macht über die Gestalt der Schatten und somit auch über die Menschen hatte, gelang es, einen künstlichen Schatten zu erschaffen, das Eidolon. Ihm wollte Ripley den Zugang zum Limbus, dem Reich der Schatten, öffnen, damit es die gewöhnlichen Schatten die Freiheit lehren könne. Doch der Rat der Schatten, die Ältesten unter den Wissenden, stets bemüht das Gleichgewicht der Mächte – und vor allem auch die eigene Macht – zu erhalten, lieferte Ripley der Inquisition aus und ließ ihn zu Tode foltern.
Doch das Geheimnis um das Eidolon nahm Ripley mit ins Grab. 500 Jahre später gelingt es einem mächtigen Schattenmagier, Ripleys Schatten aus den Tiefen seines Kerkers zu befreien. Als auch das Eidolon gefunden und ein kleines Mädchen ohne Schatten geboren wird, ist die Welt der Schatten in Aufruhr und einzig der neun Jahre alte Jonas Mandelbrodt scheint zwischen den Schatten und dem Untergang der Welt zu stehen.

Sowohl George Ripley als auch John Dee, aus dessen – allerdings fiktivem Werk „Alchimia Umbrarum“ – „Der letzte Schattenschnitzer“ ausgiebig zitiert, haben wirklich gelebt, ebenso wie viele andere historische Persönlichkeiten und sagenumwobene Figuren aus der Mythenwelt des Altertums, die im Schattenreich eine entscheidende Rolle gespielt haben oder noch spielen, als es zur großen Schlacht um das Schicksal der Menschheit kommt.
Mit Hilfe dieses gelungenen Kunstgriffs, erfundene und reale Geschichte geschickt miteinander zu verweben, gelingt es von Aster, eine eindrucksvolle Atmosphäre und seine ganz eigene Welt zu erschaffen. „Der letzte Schattenschnitzer“ ist viel mehr als die x. Variante einer schon (zu) oft erzählten Fantasy-Geschichte um magische Kreaturen und mächtige Magier.

Von Asters Werk ist ein intelligentes Spiel mit der Vergangenheit, eingebunden in literarische Versatzstücke, die eindrucksvoll belegen, dass jeder um die Geheimnisse der Schatten wissen kann, der zu sehen und zu verstehen vermag. „Ehrt Eure Magier“, lautet daher auch die Bitte, die Jonasf Schatten zu Beginn der Geschichte an die Menschen stellt. Denn die Magier sind die Menschen, die die Sprache der Dinge – der sichtbaren wie auch der unsichtbaren – übersetzen. Eine derartige Übersetzung ist auch Christian von Aster gelungen, seines Zeichens auch ein großer Schattenmeister.

4. Ihre Meinung
Die in dieser Rubrik durch Namen gekennzeichneten Texte sind Leserzuschriften. Sie spiegeln die Meinung der Leser wieder und stimmen nicht unbedingt mit der Meinung der Redaktion des Corona Magazines überein. Wenn Sie uns auch schreiben möchten; keine Scheu: leserbriefe@corona-magazine.de. Bitte beachten Sie, dass wir nur Zuschriften veröffentlichen, die mit vollständigem Namen versehen sind. Die eMail-Adressen der Leser werden auf Anfrage von der Corona-Redaktion bekannt gegeben. Wir danken für Ihr Verständnis!

Corona Magazine 250
Gewinnspiel


Hallo, ich hatte das Gewinnspiel gedanklich bereits hinter mir gelassen. Um so erstaunter war ich, als ich die Sendung vom Pabel Moewig Verlag öffnete. Kam mir doch eine Hörbuchbox "Lemuria 1" entgegen. Für mich ein klarer Hauptgewinn!!! Vielen, vielen Dank dafür. Genau das richtige für die bevorstehenden langen Herbst- und Winterabende.

Guido Schumann


Antwort der Redaktion:
Lieber Herr Schumann, wir freuen uns sehr, wenn wir mit unseren Gewinnspielen Freude machen. Vielen Dank, dass Sie uns das so direkt mitgeteilt haben. Davon waren wir so begeistert, dass das direkt alle lesen sollten. Genießen Sie die langen Winterabende in Gedanken an uns und wir genießen die langen Winterabende mit weiteren Artikeln und Vorbereitungen für spannende und interessante neue Gewinnspiele. Da geht noch Einiges, das können wir Ihnen versprechen.

Viele Grüße und herzlichen Dank
Ihre Corona-Redaktion

5. TV-Vorschau
(18. Oktober 2011 - 30. Oktober 2011)
Besuchen Sie auch die Online-Version der TV-Vorschau und stellen Sie sich dort Ihr persönliches Fernsehprogramm zusammen.

Colorcode:PayTVÖsterreichSchweiz
Dienstag, 18. Oktober 2011
12:30 UhrEarth: Final Conflict
Dunkle Materie
4x13Tele 5Wdh.
13:20 UhrSmallville
Limit
3x13Tele 5Wdh.
14:15 UhrStargate
Enigma
1x17Tele 5Wdh.
15:10 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Der schüchterne Reginald
3x21Tele 5Wdh.
16:10 UhrEarth: Final Conflict
Schlüssel zum Leben
4x14Tele 5Wdh.
16:50 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Der Wille
3x15Sci FiWdh.
17:10 UhrSmallville
So wie ich?
3x14Tele 5Wdh.
17:45 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Pon Farr
3x16Sci FiWdh.
18:10 UhrStargate
Im ewigen Eis
1x18Tele 5Wdh.
19:05 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Der Sammler
3x22Tele 5Wdh.
20:15 UhrThe 13th Floor - Abwärts in die Zukunft
Bei der Untersuchung des letztem Projektes eines ermordeten Wissenschaftlers, ein virtuelles L.A. der 30er Jahre, zeigt sich ein schreckliches Geheimnis.
DE/US
1999
Das VierteWdh.
20:15 UhrCSI: Miami
Dein letzter Auftritt!
9x06RTLWdh.
21:15 UhrDr. House
Schlag auf Schlag
7x15RTLWdh.
00:20 UhrCSI:NY
Blutgericht
7x04VOXWdh.
00:30 UhrCSI: Miami
Dein letzter Auftritt!
9x06RTLWdh.
00:55 UhrSerenity - Flucht in neue Welten
Das Kinoabenteuer der Serenity und ihrer Crew aus Joss Whedons Kult-Serie Firefly.
US
2005
ORF1Wdh.
Mittwoch, 19. Oktober 2011
12:30 UhrEarth: Final Conflict
Schlüssel zum Leben
4x14Tele 5Wdh.
13:20 UhrSmallville
So wie ich?
3x14Tele 5Wdh.
14:15 UhrStargate
Im ewigen Eis
1x18Tele 5Wdh.
15:10 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Der Sammler
3x22Tele 5Wdh.
16:10 UhrEarth: Final Conflict
Die sechste Dimension
4x15Tele 5Wdh.
16:50 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Die Kooperative
3x17Sci FiWdh.
17:10 UhrSmallville
Lebenselixier
3x15Tele 5Wdh.
17:45 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Charakterelemente
3x18Sci FiWdh.
18:10 UhrStargate
Übermenschen
1x19Tele 5Wdh.
19:05 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Botschafter Sarek
3x23Tele 5Wdh.
20:15 UhrSpider-Man 2
Peter Parker hat ein kleines Ego-Problem, was sich negativ auf sein Alter Ego Spiderman auswirkt. Zu einem ungünstigen Zeitpunkt, da M.J. jemand anderen heiraten will, und einer seiner Mentoren zum Superschurken 'Doc Ock' wird.
US
2004
Kabel1Wdh.
20:15 UhrWarehouse 13
Das Vermächtnis der Ägypter
2x11RTL21st
20:15 UhrMerlin - Die neuen Abenteuer
Gwaine
3x04Super RTLWdh.
21:05 UhrWarehouse 13
Der Dreizack der Verdammnis
2x12RTL21st
22:00 UhrTorchwood
Faustrecht
1x11RTL2Wdh.
23:00 UhrBones - Die Knochenjägerin
Die junge, alte Frau in der Pfütze
2x22ATVplusWdh.
23:00 UhrTrue Blood
Ich habe ein Recht darauf, den Blues zu singen
3x06RTL2Wdh.
23:15 UhrKung Fu Hustle
Im Shanghai der 40er gibt sich ein Möchtegernganove für ein Mitglied der gefürchteten Axt-Gang aus. Wie der Titel suggeriert führt dies zu vielen Martial-Arts Einlagen.
HK/CN
2004
SF2Wdh.
00:10 UhrHaven
Tödlicher Schatten
1x08RTL2Wdh.
Donnerstag, 20. Oktober 2011
12:30 UhrEarth: Final Conflict
Die sechste Dimension
4x15Tele 5Wdh.
13:20 UhrSmallville
Lebenselixier
3x15Tele 5Wdh.
14:15 UhrStargate
Übermenschen
1x19Tele 5Wdh.
15:10 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Botschafter Sarek
3x23Tele 5Wdh.
16:10 UhrEarth: Final Conflict
Die Zeitfalle
4x16Tele 5Wdh.
16:50 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Die Asteroiden
3x19Sci FiWdh.
17:10 UhrSmallville
Amok
3x16Tele 5Wdh.
17:45 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Die neue Identität
3x20Sci FiWdh.
18:10 UhrStargate
Die Invasion (1/2)
1x20Tele 5Wdh.
19:05 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Die Damen Troi
3x24Tele 5Wdh.
20:15 UhrDr. House
Schutzlos
7x16ORF1Wdh.
20:15 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Wer ist John?
3x25Tele 5Wdh.
20:15 UhrThe Day After Tomorrow
Von Roland Emmerich. Nachdem die globale Erwärmung zur Klimakatastrophe geführt hat versuchen die Überlebenden auch weiterhin zu überleben.
US
2004
VOXWdh.
21:05 UhrBones - Die Knochenjägerin
Die Schöne in der Schokolade
6x07ATVplusWdh.
21:15 UhrBones - Die Knochenjägerin
Tod, komm vorbei und tanz mit mir
6x05RTLWdh.
21:15 UhrStargate Atlantis
Selbstopfer
1x06Tele 5Wdh.
22:10 UhrAkte X - Die unheimlichen Fälle des FBI
Trevor
6x17Tele 5Wdh.
22:15 UhrCSI: Den Tätern auf der Spur
Pesthauch des Todes
11x08RTLWdh.
22:30 UhrSnakes on a Plane
Um einen Kronzeugen umzubringen lässt ein Attentäter Hunderte von Schlangenin reinem Flugzeug frei. And Samuel L. Jackson had it with these motherfucking snakes on this motherfucking plane!
DE/US
2006
VOXWdh.
23:10 UhrCSI: Den Tätern auf der Spur
Mord nach Modell (2/2)
7x02RTLWdh.
23:10 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Wer ist John?
3x25Tele 5Wdh.
23:30 UhrSpider-Man 2
Peter Parker hat ein kleines Ego-Problem, was sich negativ auf sein Alter Ego Spiderman auswirkt. Zu einem ungünstigen Zeitpunkt, da M.J. jemand anderen heiraten will, und einer seiner Mentoren zum Superschurken 'Doc Ock' wird.
US
2004
Kabel1Wdh.
23:55 UhrHeroes
Neubeginn
4x01ATVplusWdh.
00:10 UhrStargate Atlantis
Selbstopfer
1x06Tele 5Wdh.
00:40 UhrSnakes on a Plane
Um einen Kronzeugen umzubringen lässt ein Attentäter Hunderte von Schlangenin reinem Flugzeug frei. And Samuel L. Jackson had it with these motherfucking snakes on this motherfucking plane!
DE/US
2006
VOXWdh.
00:50 UhrDr. House
Schutzlos
7x16ORF1Wdh.
01:00 UhrStephen King's Dead Zone
Tod eines Freundes
3x06Tele 5Wdh.
Freitag, 21. Oktober 2011
12:30 UhrEarth: Final Conflict
Die Zeitfalle
4x16Tele 5Wdh.
13:20 UhrSmallville
Amok
3x16Tele 5Wdh.
14:15 UhrStargate
Die Invasion (1/2)
1x20Tele 5Wdh.
15:10 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Die Damen Troi
3x24Tele 5Wdh.
16:10 UhrEarth: Final Conflict
Der Verrat
4x17Tele 5Wdh.
16:50 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Temporale Sprünge
3x21Sci FiWdh.
17:10 UhrSmallville
Schlüsselmomente
3x17Tele 5Wdh.
18:10 UhrStargate
Die Invasion (2/2)
1x21Tele 5Wdh.
19:05 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
In den Händen der Borg (1/2)
3x26Tele 5Wdh.
20:15 UhrThe Transporter
Ein Ex-Militär transportiert als Kurier Päckchen für zwielichtige Kunden. Bis eines Tage eines der Pakete eine junge Frau enthält.
FR/US
2002
Pro7Wdh.
20:15 UhrHarry Potter und der Orden des Phönix
Lord Voldemort ist zurück, aber niemand will es wahrhaben. Nur Harry Potter und der Orden des Phönix versuchen ihn aufzuhalten.
UK/US
2007
Sat1Wdh.
20:15 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Das wirkliche Leben
3x22Sci FiWdh.
20:15 UhrCSI: Miami
Haus des Todes
1x08VOXWdh.
21:05 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Herkunft aus der Ferne
3x23Sci FiWdh.
21:15 UhrCSI - Den Tätern auf der Spur
Der Schattenmann
1x08VOXWdh.
21:50 UhrGod's Army 3 - Die Entscheidung
Mit Christopher Walken. Erzengel Gabriel muss einen Nephilim beschützen, auf den höhere Aufgaben warten.
US
2000
13th StreetWdh.
21:55 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Translokalisation
3x24Sci FiWdh.
22:05 UhrBorn 2 Die
Gangster (DMX) verbündet sich mit Spezialagent (Jet Li) zwecks Rettung seiner Tochter.
US
2003
Pro7Wdh.
22:15 UhrFinal Destination 3
Dieses Mal schlampt der Tod auf einer Achterbahn. Und muss deswegen Überstunden machen.
DE/US
2006
ATVplusWdh.
23:30 UhrDas Ding aus einer anderen Welt
Wissenschaftler in der Antarktis infizieren sich mit einem außerirdischen Virus und mutieren zu Bestien. Kurt Russel hat einen Flammenwerfer und Dynamit und möchte diese Invasion aufhalten.
US
1982
RTL2Wdh.
00:00 UhrThe Transporter
Ein Ex-Militär transportiert als Kurier Päckchen für zwielichtige Kunden. Bis eines Tage eines der Pakete eine junge Frau enthält.
FR/US
2002
Pro7Wdh.
00:10 UhrCSI: Miami
Haus des Todes
1x08VOXWdh.
Samstag, 22. Oktober 2011
13:25 UhrSmallville
So wie ich?
3x14ATVplusWdh.
14:55 UhrHarry Potter und der Orden des Phönix
Lord Voldemort ist zurück, aber niemand will es wahrhaben. Nur Harry Potter und der Orden des Phönix versuchen ihn aufzuhalten.
UK/US
2007
Sat1Wdh.
17:10 UhrHighlander
Von kleinen Babies und großen Bären
2x11Tele 5Wdh.
20:15 UhrMen in Black II
Tommy Lee Jones und Will Smith sind zurück. Und auch viele Böse und skurrile Aliens.
US
2002
Sat1Wdh.
20:15 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Rebellion Alpha
3x25Sci FiWdh.
21:05 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Skorpion (1/2)
3x26Sci FiWdh.
21:55 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Skorpion (2/2)
4x01Sci FiWdh.
22:00 UhrEvolution
Ein Meteorit schlägt auf der Erde ein und bringt eine sich schnell entwickelnde Lebensform mit. Genau das richtige für eine Alienjagd. Und Product-Placing.
US
2001
Sat1Wdh.
22:05 UhrThe Day After Tomorrow
Von Roland Emmerich. Nachdem die globale Erwärmung zur Klimakatastrophe geführt hat versuchen die Überlebenden auch weiterhin zu überleben.
US
2004
VOXWdh.
22:15 UhrDüstere Legenden 2
Eine junge Filmstudentin will einen Film über einen verrückten Serienkiller drehen. Keine besonders gute Idee.
CA/US
2000
Tele 5Wdh.
22:20 UhrUnderworld
Vampire kämpfen mit Werwölfen um die Vorherrschaft in der Nacht. Und irgendwo ist da auch noch eine Liebesgeschichte zwischen einer Vampirin und einem Noch-Menschen.
US/DE
2003
Pro7Wdh.
22:30 UhrDas Schweigen der Lämmer
Mit Anthony Hopkins und Jodie Foster. Ein Psychopath tötet Frauen. Um diesen zu fangen, muss eine FBI-Agentin mit dem Oberpsychopathen Dr. Hannibal Lecter zusammenarbeiten.
US
1991
ATVplusWdh.
23:15 UhrThe Fog - Nebel des Grauens
Ein kalifornisches Fischerdorf wird von einem seltsamen und tödlichen Nebel eingeschlossen.
US
1980
13th StreetWdh.
23:15 UhrNumb3rs - Die Logik des Verbrechens
Hassliebe
5x10Kabel1Wdh.
00:05 UhrDie Ritter der Kokosnuss
Monty Pythons Version der Artus Sage. Mit Killerkaninchen und der wichtigen Frage 'Afrikanische oder europäische Schwalbe?'
UK
1975
RTL2Wdh.
00:20 UhrK-19: Showdown in der Tiefe
Mit Harrison Ford und Liam Neeson. Das russische Atom-U-Boot K-19 droht auf seiner Jungfernfahrt zu explodieren. Wenn das passiert könnte die USA das als Kriegsakt missverstehen, also versucht die Crew alles um das zu verhindern.
UK/DE
2002
ZDFWdh.
00:25 UhrWaterland - Kampf ums Überleben
Das Wasser ist verseucht. Wer die Möglichkeit hat es zu entseuchen kontrolliert die Welt. Nur sind manche Menschen nicht mit dem Sklavendasein zufrieden.
US
1998
VOXWdh.
00:35 UhrBorn 2 Die
Gangster (DMX) verbündet sich mit Spezialagent (Jet Li) zwecks Rettung seiner Tochter.
US
2003
Pro7Wdh.
Sonntag, 23. Oktober 2011
10:00 UhrPsych
Es begab sich aber zu der Zeit ...viel zu viel!
3x09RTLWdh.
14:05 UhrStar Trek III - Auf der Suche nach Mr. Spock
Kirk und Co. suchen die sterblichen Überreste von Mr. Spock. Und müssen sich dabei mit Klingonen auseinandersetzen.
US
1984
ORF1Wdh.
14:10 UhrChristine
Ein Auto wird eifersüchtig auf seinen Besitzer als er sich mit anderen Frauen trifft. Es verwandelt sich in eine mordgierige Bestie.
US
1983
ORF2Wdh.
14:20 UhrEvolution
Ein Meteorit schlägt auf der Erde ein und bringt eine sich schnell entwickelnde Lebensform mit. Genau das richtige für eine Alienjagd. Und Product-Placing.
US
2001
Sat1Wdh.
15:25 UhrDragonheart
Ein Drachentöter schließt mit dem letzten lebenden Drachen einen Pakt. Zusammen ziehen sie durch die Lande und täuschen Überfälle und die anschließende Tötung des Drachens vor. Zum Schluss müssen sie aber gemeinsam gegen einen Tyrannen kämpfen.
US
1996
ZDFWdh.
16:15 UhrMen in Black II
Tommy Lee Jones und Will Smith sind zurück. Und auch viele Böse und skurrile Aliens.
US
2002
Sat1Wdh.
20:15 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Die Gabe
4x02Sci FiWdh.
20:15 UhrPleasantville - Zu schön, um wahr zu sein
Tobey Maguire und Reese Witherspoon werden in eine 50er Jahre schwarz/weiß Serie gezaubert. Dort bringen sie schon bald Farbe herein.
US
1998
Tele 5Wdh.
21:05 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Tag der Ehre
4x03Sci FiWdh.
21:55 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Nemesis
4x04Sci FiWdh.
22:00 UhrCSI Miami
Am Haken
5x16ORF1Wdh.
22:15 UhrBanditen!
Bruce Willis bricht mit einem Kumpanen aus den Gefängnis aus und steigt gleich wieder ins Raubüberfallgeschäft ein. Bis eine Frau in sein Leben tritt...
US
2001
ATVplusWdh.
22:25 UhrUnderworld: Aufstand der Lykaner
In diesem Prequel wird die Rivalität zwischen Vampiren und Werwölfen beleuchtet.
US/NZ
2009
Pro7Wdh.
22:40 UhrThe Rock - Fels der Entscheidung
Ein General bringt Giftgasraketen in seine Gewalt und bedroht von Alcatraz aus San Fransisco. Nur Ausbrecherkönig Sean Connery und Giftgasexperte Nicholas Cage können ihn aufhalten.
US
1996
13th StreetWdh.
00:05 UhrDeath Proof - Todsicher
Von Quentin Tarantino. Kurt Russel als Stuntman Mike, der Jagd auf Frauen Macht. Als er sich mit ein paar Stuntwomen anlegt wird zurückgeschlagen.
US
2007
NDRWdh.
00:10 UhrUnderworld
Vampire kämpfen mit Werwölfen um die Vorherrschaft in der Nacht. Und irgendwo ist da auch noch eine Liebesgeschichte zwischen einer Vampirin und einem Noch-Menschen.
US/DE
2003
Pro7Wdh.
Montag, 24. Oktober 2011
10:10 UhrStar Trek III - Auf der Suche nach Mr. Spock
Kirk und Co. suchen die sterblichen Überreste von Mr. Spock. Und müssen sich dabei mit Klingonen auseinandersetzen.
US
1984
ORF1Wdh.
12:30 UhrEarth: Final Conflict
Der Verrat
4x17Tele 5Wdh.
13:20 UhrSmallville
Schlüsselmomente
3x17Tele 5Wdh.
14:15 UhrStargate
Die Invasion (2/2)
1x21Tele 5Wdh.
15:10 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
In den Händen der Borg (1/2)
3x26Tele 5Wdh.
16:10 UhrEarth: Final Conflict
Fremdenenergie
4x18Tele 5Wdh.
16:50 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Das wirkliche Leben
3x22Sci FiWdh.
17:10 UhrSmallville
Sag' die Wahrheit
3x18Tele 5Wdh.
17:45 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Herkunft aus der Ferne
3x23Sci FiWdh.
18:10 UhrStargate
Die Invasion (3/3)
1x22Tele 5Wdh.
19:05 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Angriffsziel Erde (2/2)
4x01Tele 5Wdh.
20:15 UhrDie Herrschaft des Feuers
In der Zukunft Beherrschen Drachen die Erde. Die Überlebenden Menschen bekämpfen die Ungeheuer.
UK/US
2002
Kabel1Wdh.
20:15 UhrCSI NY
Blutspur
4x07ORF1Wdh.
20:15 UhrV - Die Besucher
Concordia
2x05Pro71st
20:15 UhrCSI:NY
Blutspur
4x07VOXWdh.
20:45 UhrDr. House
Ungnade
7x17SF21st
22:05 UhrSupernatural
Der seltsame Fall des Dean Winchester
5x07Pro71st
22:10 UhrV - Die Besucher
Belagerung
2x06Pro71st
22:25 UhrResident Evil: Apocalypse
Mila Jovovich als Alice im Kampf gegen die bösen Zombies und die noch ganz doll viel bösere Umbrella-Corporation.
DE/FR
2004
Kabel1Wdh.
23:00 UhrSupernatural
Wie im Himmel, so auf Erden
5x08Pro71st
23:05 UhrCSI: Miami
Memento Marisol
9x04SF2Wdh.
23:55 UhrFringe - Grenzfälle des FBI
Der letzte Sam Weiss
3x21SF2Wdh.
00:15 UhrDie Herrschaft des Feuers
In der Zukunft Beherrschen Drachen die Erde. Die Überlebenden Menschen bekämpfen die Ungeheuer.
UK/US
2002
Kabel1Wdh.
00:15 UhrDüstere Legenden 2
Eine junge Filmstudentin will einen Film über einen verrückten Serienkiller drehen. Keine besonders gute Idee.
CA/US
2000
Tele 5Wdh.
00:50 UhrPrison Break
Die Schlinge zieht sich zu
3x12SF2Wdh.
Dienstag, 25. Oktober 2011
12:30 UhrEarth: Final Conflict
Fremdenenergie
4x18Tele 5Wdh.
13:20 UhrSmallville
Sag' die Wahrheit
3x18Tele 5Wdh.
14:15 UhrStargate
Die Invasion (3/3)
1x22Tele 5Wdh.
15:10 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Angriffsziel Erde (2/2)
4x01Tele 5Wdh.
16:10 UhrEarth: Final Conflict
Der Schattenmann
4x19Tele 5Wdh.
16:50 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Translokalisation
3x24Sci FiWdh.
17:10 UhrSmallville
Lara & Lillian
3x19Tele 5Wdh.
17:45 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Rebellion Alpha
3x25Sci FiWdh.
18:10 UhrStargate
Die Invasion: Kampf um die Erde (4/4)
3x25Tele 5Wdh.
19:05 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Familienbegegnung
4x02Tele 5Wdh.
20:15 UhrCSI: Miami
Am Haken
5x16RTLWdh.
20:15 UhrThe Italian Job - Jagd auf Millionen
Nach einem erfolgreichen Raub wird ein Dieb von seinem Partner um die Beute betrogen. Natürlich kann man das nicht auf sich sitzen lassen, und muss die Beute noch mal rauben.
US/FR
2003
Tele 5Wdh.
21:15 UhrDr. House
Schutzlos
7x16RTLWdh.
00:20 UhrCSI:NY
Blutspur
4x07VOXWdh.
00:30 UhrCSI: Miami
Am Haken
5x16RTLWdh.
Mittwoch, 26. Oktober 2011
12:30 UhrEarth: Final Conflict
Der Schattenmann
4x19Tele 5Wdh.
13:20 UhrSmallville
Lara & Lillian
3x19Tele 5Wdh.
14:15 UhrStargate
Die Invasion: Kampf um die Erde (4/4)
3x25Tele 5Wdh.
15:10 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Familienbegegnung
4x02Tele 5Wdh.
16:10 UhrEarth: Final Conflict
Das Orakel der Kimera
4x20Tele 5Wdh.
16:50 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Skorpion (1/2)
3x26Sci FiWdh.
17:10 UhrSmallville
Der Mann, der einst vom Himmel fiel?
3x20Tele 5Wdh.
17:45 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Skorpion (2/2)
4x01Sci FiWdh.
18:10 UhrStargate
Freund oder Feind?
2x02Tele 5Wdh.
19:05 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Die ungleichen Brüder
4x03Tele 5Wdh.
20:15 UhrVerlockende Falle
Sean Connery und Catherine Zeta-Jones als Einbrecher und Versicherungsagent die bei dem großen Coup zusammen arbeiten.
US
1999
Kabel1Wdh.
20:15 UhrMerlin - Die neuen Abenteuer
Die Kristallhöhle
3x05Super RTLWdh.
22:00 UhrTorchwood
Captain Jack Harkness
1x12RTL2Wdh.
22:35 UhrIm Netz der Spinne
Morgan Freeman als Polizeipsychologe auf der Jagd nach dem Entführer der Tochter eines US-Senators.
US/DE
2001
Kabel1Wdh.
22:45 UhrDer Staatsfeind Nr. 1
Will Smith gerät aus Versehen in eine Verschwörung, in der es um Die Macht der Geheimdienste geht. Bald darauf wird er mit dem gesamten Überwachungsapparat der NSA gejagt.
US
1998
SF2Wdh.
22:55 UhrBones - Die Knochenjägerin
Ein Kannibale und der Hunger auf mehr
3x01ATVplusWdh.
23:00 UhrTrue Blood
Am Boden der Tatsachen
3x07RTL21st
00:00 UhrHaven
Das Chamäleon
1x09RTL2Wdh.
01:00 UhrTrue Blood
Am Boden der Tatsachen
3x07RTL2Wdh.
Donnerstag, 27. Oktober 2011
12:30 UhrEarth: Final Conflict
Das Orakel der Kimera
4x20Tele 5Wdh.
13:20 UhrSmallville
Der Mann, der einst vom Himmel fiel?
3x20Tele 5Wdh.
14:15 UhrStargate
Freund oder Feind?
2x02Tele 5Wdh.
15:10 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Die ungleichen Brüder
4x03Tele 5Wdh.
16:10 UhrEarth: Final Conflict
Die zweite Invasion
4x21Tele 5Wdh.
16:50 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Die Gabe
4x02Sci FiWdh.
17:10 UhrSmallville
Der Anfang
3x21Tele 5Wdh.
17:45 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Tag der Ehre
4x03Sci FiWdh.
18:10 UhrStargate
Zerstörerin der Welten
2x03Tele 5Wdh.
19:05 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Endars Sohn
4x04Tele 5Wdh.
20:15 UhrDr. House
Ungnade
7x17ORF1Wdh.
20:15 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Das Experiment
4x05Tele 5Wdh.
21:05 UhrBones - Die Knochenjägerin
Verdreht bis auf die Knochen
6x08ATVplus1st
21:15 UhrBones - Die Knochenjägerin
Der junge Mann im alten Sklavenschiff
6x06RTLWdh.
21:15 UhrStargate Atlantis
Tödliche Verteidigung
1x07Tele 5Wdh.
22:05 UhrVerlockende Falle
Sean Connery und Catherine Zeta-Jones als Einbrecher und Versicherungsagent die bei dem großen Coup zusammen arbeiten.
US
1999
Kabel1Wdh.
22:10 UhrAkte X - Die unheimlichen Fälle des FBI
Milagro
6x18Tele 5Wdh.
22:15 UhrCSI: Den Tätern auf der Spur
Friedhof der kuschelnden Tiere
11x09RTLWdh.
22:30 Uhr30 Days of Night
In einer kleinen Stadt in Alaska geht im Winter die Sonne für 30 Tage nicht auf. Das macht sie zu einem Urlaubsparadies für Vampire.
US
2007
VOXWdh.
23:10 UhrCSI: Den Tätern auf der Spur
Wachet auf
7x03RTLWdh.
23:10 UhrStephen King's Dead Zone
Die Zwillinge
3x07Tele 5Wdh.
23:55 UhrHeroes
Tinte
4x03ATVplusWdh.
00:05 UhrStargate Atlantis
Tödliche Verteidigung
1x07Tele 5Wdh.
00:35 UhrPsycho II
Norman Bates kommt aus dem Gefängnis, und zieht wieder in sein Elternhaus. Bald darauf geschehen wieder Morde.
US
1983
ARDWdh.
00:55 UhrAkte X - Die unheimlichen Fälle des FBI
Milagro
6x18Tele 5Wdh.
Freitag, 28. Oktober 2011
12:30 UhrEarth: Final Conflict
Die zweite Invasion
4x21Tele 5Wdh.
13:20 UhrSmallville
Der Anfang
3x21Tele 5Wdh.
14:15 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Endars Sohn
4x04Tele 5Wdh.
15:15 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Das Experiment
4x05Tele 5Wdh.
16:15 UhrEarth: Final Conflict
Die Verschmelzung
4x22Tele 5Wdh.
16:50 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Nemesis
4x04Sci FiWdh.
17:10 UhrSmallville
... vom Ende
3x22Tele 5Wdh.
18:10 UhrStargate
Virtueller Alptraum
2x04Tele 5Wdh.
19:05 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Die Rettungsoperation
4x06Tele 5Wdh.
20:15 UhrHarry Potter und der Gefangene von Askaban
Auch das dritte Schuljahr hält für Harry Potter viele aufregende Abenteuer bereit. Vor allem da er vom Gefangenen von Askaben verfolgt wird.
US
2004
ATVplusWdh.
20:15 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Der Isomorph
4x05Sci FiWdh.
20:15 UhrCSI: Miami
Der Heckenschütze
1x09VOXWdh.
21:05 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Der schwarze Vogel
4x06Sci FiWdh.
21:15 UhrCSI - Den Tätern auf der Spur
Über den Wolken
1x09VOXWdh.
21:55 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Verwerfliche Experimente
4x07Sci FiWdh.
22:25 UhrShadow of the Vampire
Um den Film 'Nosferatu' zu drehen, stellt Murnau den echten Vampir Max Schreck ein.
UK/US
2000
3satWdh.
22:50 UhrDinocroc vs. Supergator
Genetiker spielt Gott auf Insel. Risenreptilien entkommen. Touristen werden Snackfood.
US
2010
Sci FiWdh.
00:10 UhrCSI: Miami
Der Heckenschütze
1x09VOXWdh.
Samstag, 29. Oktober 2011
15:30 UhrHarry Potter und der Gefangene von Askaban
Auch das dritte Schuljahr hält für Harry Potter viele aufregende Abenteuer bereit. Vor allem da er vom Gefangenen von Askaben verfolgt wird.
US
2004
ATVplusWdh.
15:45 UhrBatmans Rückkehr
Batman im Kampf gegen den Pinguin und Catwoman.
US/UK
1992
RTL2Wdh.
17:10 UhrHighlander
Der Vampir
2x16Tele 5Wdh.
20:00 UhrJames Bond 007 - Casino Royale
Gerade die Lizenz zum Töten erhalten, und schon ist 007 auf der Jagd nach Bösen Buben und Pokerspielen mit hohen Einsätzen.
US/UK
2006
SF2Wdh.
20:15 UhrJames Bond - Casino Royale
Gerade die Lizenz zum Töten erhalten, und schon ist 007 auf der Jagd nach Bösen Buben und Pokerspielen mit hohen Einsätzen.
US/UK
2006
ORF1Wdh.
20:15 UhrJames Bond 007: Casino Royale
Gerade die Lizenz zum Töten erhalten, und schon ist 007 auf der Jagd nach Bösen Buben und Pokerspielen mit hohen Einsätzen.
US/UK
2006
Sat1Wdh.
20:15 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Ein Jahr Hölle (1/2)
4x08Sci FiWdh.
21:05 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Ein Jahr Hölle (2/2)
4x09Sci FiWdh.
21:55 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Gewalttätige Gedanken
4x10Sci FiWdh.
22:30 UhrWächter der Nacht
Finstere Fantasyaction aus Russland: Als 'Wächter der Nacht' muss Anton in Moskau für ein Gleichgewicht zwischen den Hütern des Lichts und den Kräften der Finsternis sorgen. Einer Prophezeiung gemäß erscheint ein Junge und versucht, diese heikle Balance zu beenden. Anton und seine Helfer finden sich in einem erbitterten Krieg gegen Vampire, Hexen und Formwandler wieder.
RU
2004
RTL2Wdh.
22:30 UhrDie Stunde der Patrioten
Harrison Ford als Jack Ryan rettet einem Menschen das Leben und gerät dadurch in das Visier von Terroristen.
US
1992
SF2Wdh.
23:20 UhrNumb3rs - Die Logik des Verbrechens
Der Pfeil der Zeit
5x11Kabel1Wdh.
00:55 UhrJames Bond 007: Casino Royale
Gerade die Lizenz zum Töten erhalten, und schon ist 007 auf der Jagd nach Bösen Buben und Pokerspielen mit hohen Einsätzen.
US/UK
2006
Sat1Wdh.
Sonntag, 30. Oktober 2011
14:10 UhrEarthsea - Die Saga von Erdsee
Ein junger Magier und eine junge Priestern müssen den Plan eines Tyrannen verhindern, der ganz Erdsee vernichten würde.
US
2004
Sat1Wdh.
20:00 UhrTwilight - Biss zum Morgengrauen
Bella, ein Teenagerin, kriegt einen neuen Klassenkameraden. Der irgendwie dunkel, mysteriös und so ist. Ausserdem glänzt er im Sonnenschein. Ganz klar: er ist ein Vampir.
US
2008
SF2Wdh.
20:15 UhrDer Name der Rose
Sean Connery als Mönch auf der Suche nach einem Mörder in einem Kloster.
FR/IT
1986
ATVplusWdh.
20:15 UhrTwilight - Bis(s) zum Morgengrauen
Bella, ein Teenagerin, kriegt einen neuen Klassenkameraden. Der irgendwie dunkel, mysteriös und so ist. Ausserdem glänzt er im Sonnenschein. Ganz klar: er ist ein Vampir.
US
2008
Pro7Wdh.
20:15 UhrBatman Begins
Hier wird erzählt wie Bruce Wayne zu Batman wurde. Und dabei muss er sich mit der Vogelscheuche und Ras Al Ghul anlegen.
US
2004
RTLWdh.
20:15 UhrVampire In Brooklyn
Eddy Murphy als Vampir. In Brooklyn (New York). Auf der Suche nach einer Braut.
US
1995
RTL2Wdh.
20:15 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Apropos Fliegen
4x11Sci FiWdh.
20:15 UhrStephen Kings Der Feuerteufel
Die kleine Drew Berrymore hat die Fähigkeit alleine durch ihre Gedanken Feuer zu entfachen. Das interessiert natürlich die Regierung.
US
1984
Tele 5Wdh.
21:05 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Leben nach dem Tod
4x12Sci FiWdh.
21:55 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Wache Momente
4x13Sci FiWdh.
22:15 UhrCSI Miami
Happy Birthday
9x08ORF1Wdh.
23:40 UhrThe Descent - Abgrund des Grauens
Ein Paar Freunde gehen auf einen Wandertrip und klettern in eine Unerforschte Höhle. Also von Menschen unerforscht. Die nenschenfressenden Bestien scheinen sich dort doch schon recht gut auszukennen.
UK
2005
13th StreetWdh.
00:20 UhrBatman Begins
Hier wird erzählt wie Bruce Wayne zu Batman wurde. Und dabei muss er sich mit der Vogelscheuche und Ras Al Ghul anlegen.
US
2004
RTLWdh.

6. "Avatar" versus "Star Wars"
von Sven Wedekin
Die Lichter im Kinosaal erlöschten. Der schwere Seidenvorhang glitt langsam auf und das Getuschel der Zuschauer ebbte ab. Eine fast mit den Händen greifbare Spannung breitete sich aus, als der Projektor ratternd seine Arbeit aufnahm und sein Licht wie einen Suchscheinwerfer durch die Dunkelheit sendete. Die Erkennungsfanfare der Twentieth Century Fox dröhnte aus den Lautsprechern und auf der Leinwand erschienen gleich darauf die Worte:

„Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis ...“

Was das erwartungsvolle Publikum daraufhin in den folgenden zwei Stunden zu sehen bekam, war nicht weniger als eine Neuerfindung des Kinos, erschaffen von einem praktisch unbekannten Jungregisseur namens George Lucas mit einem für Hollywood-Verhältnisse läppischen Budget von noch nicht einmal zehn Millionen Dollar. Er hatte die vergangenen zehn Jahre seines Lebens damit verbracht sich eine epische Geschichte auszudenken, die die typischen Figuren und Stilelemente der Science-Fiction Serials der dreißiger Jahre mit den modernsten Spezialeffekten der damaligen Zeit verband, um eine völlig neue Art der Kinounterhaltung zu bieten.

Ablenkung tat damals not

Wir befinden uns im Jahr 1977. Das Ende des für die USA desaströsen Vietnamkrieges lag gerade einmal zwei Jahre zurück, die Wirtschaft ächzte unter einer Rezession und auch die Watergate-Affäre, welche zur Folge hatte, dass zum ersten Mal in der amerikanischen Geschichte ein Präsident vorzeitig von seinem Amt zurücktreten musste, war noch nicht ganz verdaut. Vor allem die angelsächsische Öffentlichkeit hatte das Bedürfnis sich im Kino von den vielen traumatischen Ereignissen der letzten Zeit ablenken zu lassen. Sie wollte leicht verdauliche, eskapistische Geschichten vorgesetzt bekommen, in denen die Grenze zwischen Gut und Böse klarer erkennbar war als in der komplizierten Wirklichkeit.

Dementsprechend strömten die Massen in die Kinos als die erste Episode der von vornherein auf drei Teile angelegten „Star Wars“-Saga mit großem Werbebrimborium startete. Das zahlende Publikum erwartete ein kunterbuntes Spektakel, das seine Sehgewohnheiten komplett umkrempelte. Noch nie zuvor waren Raumschiffschlachten in einer solchen Authentizität in einem Film dargestellt worden und nie zuvor wurde es mit einem solch phantasievollen Panoptikum bizarrer Kreaturen konfrontiert, die sich schnell in das kollektive Gedächtnis aller Sci-Fi-Fans auf den Erdball brannten. Man denke nur an das den riesigen Wookie Chewbacca oder das ungleiche Robotergespann R2-D2 und C3-PO.

Ein neues Universum

George Lucas gestaltete mit seiner talentierten Crew ein Universum, dass von einem jungen Helden, einem verwegenen Weltraumschmuggler, einer hübschen Prinzessin und einem weisen Lehrmeister bevölkert war, die gegen einen unvergesslichen Bösewicht kämpften. Es war letztlich nicht mehr als die altbekannte Story vom Kampf Gut gegen Böse, die nach wie vor alle Schichten der Öffentlichkeit ansprach. Die Hauptfiguren dieses durch und durch kommerziellen Entertainmentspektakel wurden sehr schnell zu wahren Ikonen der Popkultur. Auf der ganzen Welt ließen sich die Fans des phantastischen Films von der Faszination „Star Wars“ anstecken, sahen sich die Filme teilweise mehrmals hintereinander an und begannen sich mit den zahllosen Merchandising-Artikeln einzudecken, welche von den Firmen auf den Markt geworfen wurden, denen George Lucas seine Lizenzen im Vorfeld verkauft hatte. Geschickt baute er so eine Fanbase auf, die immer größer und größer wurde. Die „Star Wars“-Jünger begannen sich wie ihre Idole aus der Trilogie zu verkleiden, hielten Fantreffen ab und drehten mit ihren Camcordern selbst Amateurfilme, durch welche die Saga wenigstens inoffiziell fortgesetzt wurde.

Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich das „Star Wars“-Phänomen zu einer Blaupause für die erfolgreiche Vermarktung von Blockbustern. Die Trilogie hatte einen kaum zu überschätzenden Einfluss auf die Machart künftiger Hollywood-Blockbuster (übrigens ein Begriff, der eigens für „Star Wars“ erfunden wurde: Die Schlangen an den Kinokassen waren teilweise so lang, dass sie sich um ganze Häuserblöcke herum wanden.) Bis zum heutigen Tag orientieren sich die Produzenten großer Sci-Fi und Fantasyepen an der inhaltlichen Machart und dem Vermarktungskonzept der Sternenkriegssaga.

Spinnerei oder logische Fortentwicklung?

Einer der Filmenthusiasten, welcher sich bereits weiland Ende der siebziger Jahre dazu verführen ließ, von der Magie des Kinos in eine andere Galaxis entführt zu werden, war ein unerfahrener Nachwuchsfilmemacher namens James Cameron. Dieser hatte bereits einige Jahre zuvor – nach einem abgebrochenen Physikstudium – den Entschluss gefasst eine Karriere als Regisseur zu starten, nachdem ihm bewusst wurde was für unbegrenzte Möglichkeiten das Medium Film bot. Nachdem er „Star Wars“ auf der großen Leinwand erlebte, war es für ihn der nächste logische Schritt George Lucas in seiner Funktion als großen Erneuerer des phantastischen Kinos zu einem seiner großen Vorbilder zu erwählen.

In den Achtzigern definierte der talentierte, junge Kanadier das Subgenre des Science-Fiction-Actionthrillers mit „Der Terminator“ völlig neu und katapultierte sich damit in die A-Liga von Hollywoods Top-Regisseuren. 1997 dann schrieb Cameron Filmgeschichte, als er mit „Titanic“ den bis dahin einträglichsten Film aller Zeiten schuf. Das überlebensgroße Liebesepos spielte als erster Film mehr als eine Milliarde Dollar ein und wurde mit sagenhaften elf Oscar-Trophäen ausgezeichnet, was zuvor nur William Wylers Monumentalwerk „Ben Hur“ gelungen war.

Beflügelt von diesem Megaerfolg setzte sich Cameron in den Kopf, mit seinem nächsten Film das sich zu diesem Zeitpunkt in einer tiefen Krise befindliche Medium Kino neu zu erfinden. Die Konkurrenz durch Internet und DVD – mit der sich George Lucas anno '77 noch nicht hatte herumschlagen müssen – hatte dafür gesorgt, dass immer weniger Menschen Geld für eine Kinokarte ausgaben. James Cameron wollte diesem Negativtrend entgegenwirken, indem er das potentielle Publikum mit einer neuen Attraktion zu locken versuchte: Die 3-D Technik sollte ein völlig neues, räumliches Seherlebnis ermöglichen, durch das der Zuschauer buchstäblich in den Film hinein gesogen werden sollte.

Im Jahr 2005 schrieb Cameron das Drehbuch für dieses ambitionierte Projekt, welches den Titel „Avatar“ trug. Der finanzielle Erfolg des vier Jahre später gestarteten Werks übertraf den von „Titanic“ noch bei weitem. Als erster Film spülte das Sci-Fi Spektakel weltweit die unvorstellbare Summe von über zwei Milliarden Dollar in die Kassen. Wie damals bei „Star Wars“ begann auch „Avatar“ sich nach und nach eine Präsenz in der populären Kultur aufzubauen, an der niemand vorbei konnte. Auch diesmal verkleideten sich Fans als die Helden des Films, die blauhäutigen Na'vi, und begannen sich intensiv via Internet über die revolutionäre Tricktechnik auszutauschen, mit der deren Heimatwelt Pandora auf die Leinwand gezaubert wurde.
Dadurch, dass Cameron bei der Gestaltung dieser Welt ebenso viel Liebe zum Detail an den Tag legte, wie es George Lucas beim Design „seines“ Filmuniversums tat, gelang es ersterem den fiktiven Mond Pandora so authentisch wirken zu lassen wie keine andere außerirdische Welt zuvor in der Geschichte des Films.
Aber hat Cameron damit auch sein Ziel erreicht, dem modernen Blockbusterkino ebenso neue Impulse zu verleihen, wie es einst seinem Vorbild gelang?

Der ewige Kreis

Wie damals in den siebziger Jahren leben wir auch heute wieder in einer Zeit, in der wir uns mit ganz ähnlichen globalen Problemen auseinandersetzen müssen. Der internationale Terrorismus, der Klimawandel und nicht zuletzt die Wirtschafts- und Finanzkrise erzeugen bei vielen Menschen ein unterschwelliges Gefühl der Angst und Verunsicherung hinsichtlich unser aller Zukunft. Damals wie heute haben viele das Bedürfnis sich von der Realität ablenken zu lassen. Die, im wahrsten Sinne des Wortes, naturverbundenen Na'vi in „Avatar“ stehen für eine unbewusste Sehnsucht des Menschen nach einer idealisierten Vergangenheit, in der der Mensch im Einklang mit seiner natürlichen Umwelt lebte und sich noch nicht mit den hausgemachten Zivilisationsproblemen der Gegenwart herumschlagen musste.

Interessanterweise spielen auch die beiden „Star Wars“-Trilogien nicht in einer möglichen Zukunft der Erde, sondern in einer unbestimmten fernen – sprich idealisierten – Vergangenheit, was ebenfalls ihren enormen Erfolg über alle Landes- und Kulturgrenzen hinweg erklärt. „Avatar“ schlug in dieselbe Kerbe und erreichte daher ebenfalls ein großes Publikum auf dem gesamten Erdball. Die Sehnsucht nach der vermeintlich guten alten Zeit, als die Welt übersichtlicher und weniger kompliziert war, lockte die Menschen des 21. Jahrhunderts ebenso in die Kinos wie bereits über eine Generation zuvor am Ende der siebziger Jahre.

Ebenso wie George Lucas wollte James Cameron die neusten Innovationen der Filmtechnik nutzen, um einen großen Film zu drehen, der den Menschen das Gefühl des allerersten Kinobesuches wiedergeben würde. Sie beide haben dieses Ziel definitiv erreicht.
Und genau wie seinem Vorbild ist es Cameron ganz nebenbei gelungen, einen Kult auszulösen, der die Grenzen des Films selbst weit überschritt. Zwar hat „Avatar“ noch nicht die quasi religiöse Begeisterung ausgelöst wie bei „Star Wars“, aber dies könnte sich womöglich ändern, wenn Cameron seine Ankündigung wahr macht und aus dem Stoff ebenfalls eine Trilogie macht. Die Welt der Na'vi wird durch die beiden Nachfolgefilme noch gewaltig an Komplexität gewinnen. Das neugierige Publikum wird wieder in Scharen in die Kinos strömen, um neue Details über Pandora und die Na'vi zu erfahren. Wie Lucas hat auch Cameron bewiesen, dass er ein Talent dafür hat, ein komplexes filmisches Universum zu erschaffen, welches seine angepeilte Zielgruppe gefangen nimmt und neugierig auf mehr macht.

Das Gesehene lässt hoffen …

Wer also bezweifelt hat, dass es in unserer heutigen, schnelllebigen Zeit nicht mehr möglich wäre, ein Filmereignis zu realisieren, das sich einen dauerhaften Platz in der Popkultur sichern kann, wurde von Cameron eines besseren belehrt. Solange es sowohl vor als auch hinter der Kamera Menschen gibt, die das Kino als einen Ort begreifen, an dem man sich wenigstens für zwei oder drei Stunden in exotische Welten verlieren und dadurch die Sorgen des Alltags vergessen kann, wird dieses Medium eine Zukunft haben.
Innovative Regisseure wie George Lucas und James Cameron, die das Talent besitzen, die Möglichkeiten der Filmmagie zu nutzen, um den Träumen und Hoffnungen des Publikums auf der Leinwand eine Form zu geben, waren es, die das Kino zu dem machten, was es während seiner großen Zeit war und hoffentlich in absehbarer Zukunft auch wieder sein wird ...

7. Phantastische Spiele: Abenteuer in Mittelerde
von Dominik Cenia
Sie sind einfach nicht tot zu kriegen: Brettspiele mit „Der Herr der Ringe“- beziehungsweise „Mittelerde“-Thematik. Haben wir denn nicht mittlerweile schon alles gehabt? Wir durften in Knizias Klassiker den Ringträger bis zum Schicksalsberg begleiten, wir durften den „Ringkrieg“ ausfechten, Gandalfs „Duell“ mit dem Balrog durchstehen und sogar eine gelungene Mittelerde-Variante des Klassikers „Risiko“ erleben. Was kann da schon „Abenteuer in Mittelerde“ noch viel Neues bieten?

Das Brettspiel „Abenteuer in Mittelerde“ ist unter dem Titel „Quest for Middle-Earth“ bei Fantasy Flight Games erschienen. Die mir vorliegende deutsche Ausgabe stammt jedoch von Kosmos und nicht, wie vielleicht erwartet, vom sonst so üblichen Kooperationspartner, dem Heidelberger Spieleverlag. Dies mag auf den ersten Blick seltsam erscheinen, doch wenn man bedenkt, welch lange Tradition beim Kosmos Spiele in Bezug auf Brettspiele mit „Der Herr der Ringe“-Thematik besteht, mit Sicherheit die richtige Entscheidung.

„Abenteuer in Mittelerde“ behandelt die Zeit kurz nach Bilbos 111. Geburtstag bis kurz vor Frodos Abreise aus dem Auenland. Der Leser des Romans „Die Gefährten“ erfährt in diesen 17 Jahren nur wenig über das, was außerhalb des Auenlandes geschieht, da sich die Handlung des Buches weitgehend auf Frodos alltägliche Probleme konzentriert. Zwar berichten zuerst Gandalf und später auch noch Elronds Rat, was alles in dieser Zeit geschehen ist, doch stehen die Ereignisse dieses Zeitraums trotzdem weitgehend im Dunkeln.

An dieser Stelle ist Fantasy Flight Games in die Bresche gesprungen und hat genau diesen Zeitraum aufgegriffen. Bis zu drei Spieler übernehmen dabei die Rolle von „in den Roman nicht namentlich genannten Helden“, die während der 17 Jahre für Gandalf, Aragorn und Co. nach Zeichen und Bedrohungen des Dunklen Herrschers Ausschau halten. Sie müssen versuchen, Saurons Einfluss zu schmälern und seine „Plots“ zu durchkreuzen. Außerdem haben die Helden die Aufgabe, ihre eigene „geheime“ Mission vor dem Ablauf der 17 Jahre zu erfüllen. Ein weiterer Spieler übernimmt die Rolle von Sauron, dessen Aufgabe es ist, seinen Einfluss über Mittelerde auszuweiten, ebenfalls seinen „geheimen“ Auftrag ins Ziel zu bringen und Plots zu spielen, die wiederum dafür sorgen, dass seine Fortschrittsmarker noch vor dem der Helden das letzte Feld auf der Zeitleiste erreicht.

Zu Beginn wählt jeder Spieler einen von fünf Helden aus. Diese haben unterschiedliche Werte in Tapferkeit, Stärke, Gewandtheit und Kraft. Außerdem gehört zu jedem Heldenbogen noch ein eigener Stapel „Heldenkarten“, die gleichermaßen für die Bewegung als auch für den Kampf und die Lebenspunkte des Abenteurers wichtig sind. Jeder Stapel „Heldenkarten“ besitzt passend zur jeweiligen Figur zahlreiche Sonderkarten mit unterschiedlichen Fähigkeiten. Während der Elb Argalad sehr viele Karten mit Fernkampfangiffen besitzt, ist der Zwerg Thálin ein eisenharter Nahkämpfer oder die Waldläuferin Beravor eine wahre Überlebenskünstlerin in der Wildnis. Der Sauron-Spieler hat natürlich keine Helden auf seiner Seite, dafür aber einige namhafte Schergen, wie die Schwarze Schlange Suladan, Saurons Mund oder die Ringgeister und den Hexenkönig. Außerdem stehen ihm natürlich die zahllosen Kreaturen Mordors zur Verfügung. Von unterschiedlichen Orks, über Riesenspinnen und Trolle, bis hin zum Balrog, sind seine Ressourcen während des Spiels nahezu endlos.

Der Spielverlauf unterteilt sich in zwei große Phasen, deren jeweilige Spielregeln nahezu nichts miteinander gemein haben. Saurons Spielzug besteht darin, ausgehend von seinen Schattenfestungen, Einflussmarker auf dem Spielplan zu verteilen oder seinen „Schattenpool“ aufzufüllen. Nur so kann er die notwendigen Plots spielen, die ihm ermöglichen, seine eigenen Marker auf der Fortschrittsleiste vorwärts zu bewegen. Bei den Plots handelt es sich um Karten, die an einem bestimmten Ort Saurons Schergen aktiv werden lassen (etwa Orks aus dem Gundabadberg, Gollums Gefangennahme usw.). Zusätzlich kann Sauron mit Hilfe von Schattenkarten, Monstern und seinen Schergen die Regionen, in denen er aktive Plots hat, von den Helden versuchen abzuschirmen. Damit es der Dunkle Herrscher jedoch nicht zu leicht hat, ist die Anzahl seiner Aktionen pro Runde je nach Anzahl der Helden begrenzt. Außerdem wird für ihn jede Aktion weniger effektiv, je öfter er sie hintereinander ausführt. Möchte der Sauron-Spieler etwa seine Schergen bewegen und Monster ins Spiel bringen, so kann er zu Beginn drei davon befehligen. Möchte er die Aktion ein zweites Mal durchführen, kann er nur noch zwei Schergen oder Monster einsetzen usw. Die Aktionen „erholen“ sich jedoch, sobald eine gewisse Anzahl an Aktionsmarken gelegt wurde.

Die zweite Spielphase besteht aus den Zügen der Helden. Hier kommt wieder einmal eine mittlerweile recht „klassische“ Fantasy-Flight-Games-Spielmechanik zum Einsatz. Die Spieler bewegen ihre Helden über den Spielplan und müssen verschiedene Orte bereisen und dort „forschen“, um Gunst- und Stufenmarker, neue Fertigkeitskarten oder Ausrüstung zu sammeln. Sie können sich mit namhaften Persönlichkeiten wie Gandalf oder Aragorn treffen (die mehr oder weniger zufällig auf dem Spielplan auftauchen), Zufluchten besuchen (Bruchtal, Minas Tirith usw.) sowie Aufträge und kleinere Questen erfüllen. In erster Linie müssen sie aber mit Hilfe der Gunstmarker versuchen, Saurons Plots abzuwerfen, indem sie zu den entsprechenden Orten reisen. Außerdem können sie Saurons Einflussmarker allein durch ihre Anwesenheit an einem Ort abwerfen. Dadurch kann es den Helden gelingen, eine ganze Kette von Orten, die unter Saurons Einfluss stehen, zu durchtrennen, wodurch alle Orte, die in keiner Verbindung mehr zu einer Schattenfeste stehen, automatisch von dessen Einfluss befreit werden.

Wie bei einem Fantasy-Flight-Games-Spiel dieser Größenordnung üblich, gibt es natürlich zahlreiche weitere Faktoren und Möglichkeiten, welche ähnlich wie die zahlreichen kleine Zahnräder und Stellschrauben einer großen Maschine ein großes Ganzes ergeben. So können die Helden beispielsweise auch „auf dunklen Wegen wandeln“, um an die dringend benötigten Gunstmarker zu kommen. Allerdings fangen sie sich dafür Verderbniskarten ein, welche die Eigenschaften des Helden entsprechend negativ verändern können. Auch können die Helden miteinander handeln oder der Sauron-Spieler kann an Orten, an denen sein Einfluss besonders hoch ist, „Bedrohungs-Karten“ ziehen, welche die zusätzlichen Gefahren auf den unsicheren Reisen durch die vom Bösen bedrohten Länder darstellen. Außerdem gibt es je nachdem, in welcher Region sich die Helden aufhalten, zusätzliche Ereignis- und Begegnungskarten, die mit einem ausgeklügelten „Prioritätsmechanismus“ der Reihe nach abgehandelt werden.

„Abenteuer in Mittelerde“ folgt einem bestimmten Schema. Während es zu Spielbeginn relativ einfach für die Helden ist, die Oberhand zu behalten, wächst Saurons Einfluss und Macht mit zunehmender Spieldauer. Zwar ist es möglich, dass die eine Seite der anderen „davonzieht“, doch bremsen einige Spieleffekte diesen Siegeszug bewusst aus, um das Spiel durchgehend spannend zu halten. Auch sorgt das völlige Fehlen von Würfeln oder ähnlichen Mechanismen dafür, dass viele Elemente des Spiels überaus planbar und ausgeglichen erscheinen. Natürlich bis auf ein wenig Glück oder Zufall beim Ziehen der Plot-, Schatten- oder Begegnungskarten.

Das Spiel verbindet bekannte Elemente wie das „Tokens sammeln“ (siehe „Android“) oder das „Quests lösen und den eigenen Helden verbessern“ (siehe „Runebound“) und verpackt sie gelungen in die „Mittelerde“-Thematik. Auch der Zug des Sauron-Spielers basiert teilweise auf bekannten Elementen. Er bewegt im großen Stil seine Monster und weitet seinen Einfluss aus, spielt Schattenkarten oder macht mit seinen Schergen Jagd auf die Helden („Der Ringkrieg“ lässt grüßen). Gewürzt ist das Ganze mit einer ordentlichen Portion „Rollenspielthematik“. Denn die meisten Karten sind mit umfangreichen Hintergrundtexten und Zitaten aus der Romantrilogie gespickt. Dadurch, dass während einer Partie auch stets nur ein paar der viele Ereignis- und Plotkarten zum Einsatz kommen (denn bestimmte Kartensätze werden je nach Status der Fortschrittsleiste durch andere ersetzt), wird man der „rollenspielerischen Elemente“ auch nicht so schnell müde, wie bei anderen Spielen ähnlicher Machart.

Wirft man zu guter Letzt einen Blick auf das Spielmaterial, die Ausstattung und die Komplexität der Spielregeln, so gibt es hier zwei verschiedene Tendenzen. Der wirklich riesige Spielplan von Mittelerde ist wahrlich ein „echter Augenöffner“, und auch das restliche Spielmaterial ist wie immer tadellos, hochwertig illustriert und mit zahlreichen spannenden Feinheiten versehen. Die deutsche Übersetzung von Kosmos, sowohl was die 40 Seiten starke Spielanleitung (zu Beginn eine gewisse Hürde, aber machbar) als auch die gesamten Kartentexte angeht, ist in meinen Augen tadellos gelungen.

Allerdings besitzt das Spiel auch eine Unmenge an Tokens und unterschiedlichen Spielkarten, die beinahe alle einen ganz bestimmten Platz auf dem Spielbrett haben. Dadurch dauert der Aufbau des Spiels etwas länger, als man es von anderen Spielen vielleicht gewohnt ist (wenn es auch nicht ganz so schlimm wie etwa bei „Der Ringkrieg“ ist). Die farbliche Kodierung der einzelnen Karten mit den unterschiedlichen Orten ist durchaus durchdacht, muss aber auch erst einmal verstanden werden. Die wenigen, aber dafür umso schöneren Spielfiguren aus Plastik sind auch etwas ungünstig in der ausladenden Spielschachtel untergebracht worden. Einfach nur lose in einem Plastikbeutel verpackt, brechen kleine Teile schon beim Transport vom Hersteller zum Händler leicht ab. Was die deutsche Ausgabe angeht, ist Kosmos da meines Wissens allerdings ein vorbildlicher Spieleverlag, der sehr schnell und vor allem kulant reagiert, wenn es um entsprechende Ersatzteile geht.

Fazit: „Abenteuer in Mittelerde“ bietet sehr viel. Sowohl für die Helden als auch den Spieler Saurons sollte nach mehreren Partien immer noch keine Langeweile aufkommen, da die zahlreichen Mechanismen rund um Tokens, Plot- und Begegnungskarten, Monster- und Heldenkarten sowie die verschiedenen Aufträge (fünf für jede Seite) genug Abwechslung bieten. Die Aufmachung des Spiels ist wirklich phantastisch, allerdings bringt all das Material natürlich auch einen gewissen Grad an Verwaltungsaufwand mit sich. Die Spieldauer ist, für ein Fantasy-Flight-Games-Spiel üblich, gut mit drei bis vier Stunden anzusetzen. Wahrscheinlich sogar etwas schneller, sobald die Spielzüge und Optionen nach mehrmaligem Spielen in Fleisch und Blut übergangen sind.

Alles in allem ist „Abenteuer in Mittelerde“ ein überaus empfehlenswertes Brettspiel für jeden „Mittelerde“-Veteran, der schon so einige „Der Herr der Ringe“-Brettspiele im Schrank stehen hat. Hier wird einem jenseits der Ereignisse des Ringkriegs oder der Wanderung der Hobbits endlich mal wieder etwas Neues geboten. Für mich, neben dem Klassiker von Knizia, ab sofort eines der besten Brettspiele zu „Mittelerde“.

Abenteuer in Mittelerde
Brettspiel für 2 bis 4 Spieler
C. Konieczka, C. T. Petersen, T. Uren
Fantasy Flight Games / Kosmos 2009
Sprache: Deutsch
EAN: 4002051690373
Empf. Verkaufspreis: EUR 59,99

8. Kunterbunt
Herrscher über Galaxien mit „Star Ruler“
Seit dem 7. Oktober ist Star Ruler, das neue 4X-Spiel für PC von Iceberg Interactive, im Handel erhältlich. Hier übernehmen Spieler das Kommando über ein riesiges interstellares Reich und müssen das Überleben ihrer Spezies sichern.

Um zur Supermacht aufzusteigen, kann der Spieler andere Reiche mit Diplomatie dazu bringen, sich der eigenen Galaxie anzuschließen oder er besiegt sie im Kampf. Mit Hilfe des hochkomplexen Kampfsystems können sie von einzelnen Teilen der gegnerischen Schiffe bis hin zu ganzen Sternen alles angreifen. Die Schlachten finden in einer 3D Galaxie mit 2D-Option statt. Im Verlauf des Spiels werden neue Waffen und Technologien wie Schutzschilde erforscht, ebenso interstellare Phänomene wie Asteroidengürtel und neue Sterne, um sich diese im weiteren Spielverlauf zu Nutze zu machen. Spieler können mit den umfangreichen technologischen Möglichkeiten neue Welten erschaffen oder auch Sterne zerstören, damit sie nicht dem Feind in die Hände fallen. Im Multiplayer-Modus können bis zu zehn Spieler online oder in lokalen Netzwerken gegeneinander antreten. Fast das gesamte Spiel kann modifiziert werden. Mit dem “Out-of-the-box”-Entwicklungs-Tool lassen sich innerhalb von Sekunden neue Modelle, Partikeleffekte und Waffen erstellen. Mit Skripten können Modding-Fans zudem neue KIs generieren.

Features: Das 4X-Spiel mit riesigen Galaxien und anspruchsvollen KI Gegnern Komplexes Schiffdesign, aufregende Kämpfe und ein einzigartiges Forschungssystem Einfach zu benutzendes Interface und komplexes Spielgeschehen. Umfassende Modding-Unterstützung und Mehrspieler-Modi.
Nightfall-vampire & mehr Maskerade!
Passend zum Auftakt der närrischen Zeit am 11.11. und das auch noch 2011, ruft Pegasus Spiele für die SPIEL in Essen zum „Nightfall“ –Kostüm- und Look-alike-Wettbewerb aus. Prämiert werden dabei die besten Look-alikes zum neuen Pegasus Spiele Deckbau-Kartenhit „Nightfall“. Wie das aussehen kann, zeigen aktuelle Bilder aus „Nightfall“ auf der Facebook-Seite des Unternehmens. Die beste Darstellung, das schönste Kostüm, den meisten Vampirismus, was auch immer gezeigt wird, wird prämiert. Die Auswahl auf der SPIEL in Essen legen die Spielemacher in professionelle Hände: Mit Ophelia Overdose trifft diese Entscheidung ein Modell mit Style, Ausstrahlung und Sex Sexappeal, das von vielen Fans heiß verehrt wird, am Pegasus Spiele Stand in Halle 6.

Mit „Nightfall“ setzt Pegasus Spiele seine erfolgreiche Deckbau-Kartenreihe im Trendthema Horror („Twilight“, „Supernatural“ u.v.m.) fort: Action wie beim Kartenklassiker „Magic the Gathering“ und Kämpfe Jeder-gegen-Jeden mit Vampiren und Werwölfen. Wer glaubt, einen der Charakter der „Nightfall“-Boxen oder einen anderen Vampir, Werwolf oder Jägercharakter aus dem Spiel darstellen zu können, der kann sich am Stand 6.417 bei Pegasus Spiele vor der großen „Nightfall“-Wand mit Ophelia Overdose ablichten lassen. Diese ist am Freitag Nachmittag sowie am Samstag am Stand. Aber Obacht, die „Nightfall“-Vampirin könnte beißen!

Jeder Teilnehmer erhält als ein kleines Sofort-Dankeschön eines der exklusiven „Nightfall“-Promopacks, welche nicht in den Spielen enthalten sind. Am Samstag Nachmittag ab 17 Uhr kürt Ophelia Overdose dann eine oder einen Gewinner. Der Sieger erhält alle brandneuen „Nightfall“-Kartenspiele und zudem zwei VIP-Dauerkarten für die Role Play Convention 2012 von 5. – 6. Mai 2012 als Preis. Teilnahmevoraussetzungen sind unter anderem die Einwilligung, sich fotografieren und diese Bilder auch publizieren zu lassen. Konkret heißt das, Pegasus stellt die Bilder bei Facebook unter www.facebook.com/pegasusspiele oder www.nightfall.cc noch während der Messe online. Weitere Teilnahmebedingungen online.

Wer am Wettbewerb sicher teilnehmen möchte, kann sich per E-Mail bei Pegasus Spiele dazu anmelden. Einfach eine E-Mail an ophelia@nightfall.cc mit Betreff [Nightfall-Look-alike] senden, die Namen, Geburtsdatum sowie den Namen und oder eine kurze Beschreibung des Kostümes oder Darstellung enthält.

9. Wissenschaft: Schneller als Licht!?
von Marcus Haas
Nichts ist schneller als Licht im Vakuum - 299.792 km/s. So sah unsere Welt jedenfalls vor ein paar Tagen noch aus, bevor Forscher am CERN mit der Meldung an die Presse traten, sie hätten bei Experimenten Teilchen beobachtet, die diese Geschwindigkeitsbegrenzung übertreten und mit 300.006 km/s unterwegs sein sollen.
Die publizierten Ergebnisse vom OPERA-Experiment (Oscillation Project with Emulsion-tRacking Apparatus) sind heftig umstritten und es ist noch nicht klar, ob es sich um einen Messfehler handelt, ob wir tatsächlich die Physikbücher umschreiben müssen oder ob es sich um einen erklärbaren Effekt handelt.

In dem Experiment schoss man einen Strahl aus Neutrinos vom CERN zum Gran Sasso Laboratorium, wo sie nach etwa 730 km auf die Detektoren trafen.
Die Neutrinos entstehen durch einen Strahl aus Protonen (Bestandteile von Atomkernen), der auf ein Ziel schießt, wobei magnetische Partikel entstehen, die dann durch einen Tunnel fokussiert werden, wo sie in Neutrinos und andere Teilchen zerfallen.
Der Detektor ist etwa 1800 Tonnen schwer und besteht abwechselnd aus Bleiplatten und Photoemulsion, mit der Lichtblitze registriert werden, die entstehen, wenn Neutrinos im Blei mit Atomkernen reagieren – Neutrinos sind sehr zurückhaltend, was ihre Interaktion mit Materie angeht, deshalb benutzt man das sehr dichte Blei, um die Wahrscheinlichkeit für eine Reaktion zu erhöhen.

In dieser Anordnung wurde das Eintreffen der Neutrinos 60 Nanosekunden früher registriert, als das bei Licht der Fall gewesen wäre, welches 2,3 Millisekunden für die Strecke bräuchte.
60 Nanosekunden sind nicht viel, aber es ist ein Ergebnis, das nicht mehr mit statistischen Schwankungen erklärt werden kann. Dabei ist es nicht so, dass man mit einer Stoppuhr dabei sitzt und misst, wie lange die Neutrinos brauchen. Statt dessen verwendet man hochgenaue Uhren, die miteinander synchronisiert sind (die Synchronisation erfolgt über Funksignale, die natürlich auch nur mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs sind), und man beobachtet nicht ein Neutrino, sondern Tausende. Und aus der Verteilung der Signale über die Zeit, wenn der Detektor die Neutrinos registriert, kann man Durchschnittswerte für die Geschwindigkeit berechnen.

Und trotzdem sind die Wissenschaftler vorsichtig, denn eine außergewöhnliche Behauptung muss auch durch außergewöhnlich starke Beweise unterlegt werden, bevor sie von der wissenschaftlichen Fachwelt anerkannt werden.
2007 wurde ein ähnliches Experiment in Minnesota durchgeführt. Dort hat man die Ergebnisse aber nicht ernst genommen, weil die Unsicherheit beim MINOS-Experiment (Main Injector Neutrino Oscillation Search) zu groß war, um signifikant zu sein. Jetzt verstärkt man in den USA allerdings die Bemühungen die Messgenauigkeit zu erhöhen und das Experiment zu wiederholen um die europäischen Ergebnisse entweder zu bestätigen oder zu widerlegen.

Allerdings entstehen Neutrinos nicht nur in Teilchenbeschleunigern, sondern vor allem in Sternen und auch in Supernovae. Würden sich Neutrinos tatsächlich schneller als Licht – auch wenn es nicht viel ist – bewegen, dann hätten die Neutrinos der Supernova 1987a etwa drei Jahre vor dem zugehörigen Lichtblitz auf der Erde eintreffen müssen. Das war aber nicht der Fall. Die Neutrinos kamen etwa drei Stunden vor dem Licht, aber das lässt sich erklären, wenn man berücksichtigt, dass die Neutrinos die explodierende Sternmaterie praktisch ungehindert durchdringen, während die Photonen alle Nase lang absorbiert und wieder emittiert werden. Gammastrahlenausbrüche sind hier vielversprechender und das IceCube-Experiment versucht genau das – bisher ohne ein Ergebnis, das OPERA bestätigen würde.
Das alles macht es sehr schwer, die Ergebnisse zu einem so frühen Zeitpunkt einzuschätzen, und zunächst ist sicherlich erst mal abwarten angesagt.

Auf der anderen Seite schießen die Spekulationen jedoch schon ins Kraut und es lohnt sich einen Blick darauf zu werfen, was die Ergebnisse bedeuten könnten, wenn sie bestätigt werden können.

Erst einmal wird es gar keine Konsequenzen geben – außer einem Nobelpreis vielleicht. Denn die Physik ändert sich nicht. Es wird zwar hier und da behauptet, dass Einsteins Relativitätstheorie damit ins Wanken geraten würde, doch das ist falsch. Die Relativitätstheorie ist eine der am besten überprüften Theorien in der heutigen Wissenschaft. Ihre Vorhersagen werden also nicht plötzlich falsch, sondern bleiben weiterhin gültig und richtig, aber womöglich müsste man sie erweitern oder eine neue Theorie finden, welche die Relativitätstheorie einschließt (so wie diese auch die klassische Mechanik umfasst). Auch die Newton'sche Mechanik bliebe gültig, solange man nicht subatomare Partikel untersucht oder sich mit sehr hohen Geschwindigkeiten bewegt.

Was denkbar ist, wären jedoch Ausnahmen von der Regel. In der Quantenmechanik ist es unmöglich, Ort und Geschwindigkeit eines Teilchens gleichzeitig genau zu bestimmen. Möglicherweise ist das ja schon genug. Teilchen können Barrieren (z. B. Elektronen einen Isolator zwischen zwei Leiterbahnen) durchtunneln, indem sie die Energie dafür ausborgen. Es besteht einfach eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür, dass sie die Teilchen außerhalb der Barriere befinden. Man kann sich die Wahrscheinlichkeit des Aufenthaltsorts des Teilchens wie eine Welle vorstellen. Die Aufenthaltswahrscheinlichkeit ist am größten im Maximum, aber sie verschwindet an den Rändern nicht völlig und die Welle läuft auseinander, je länger sie unterwegs ist. Erst wenn es zu einer Wechselwirkung kommt schnurrt die Wellenfunktion zusammen und das Teilchen wird auf einen bestimmten Ort festgelegt. Entgegen der Behauptungen vor einigen Jahren lässt sich damit keine Mozart-Symphonie mit Überlichtgeschwindigkeit übertragen, weil die Informationsübertragung mit dem Wellenmaximum geschieht und nicht mit den Ausläufern (ein Teilchen, das zu früh auftaucht, überträgt noch kein Symphonie).

Eine andere Erklärung könnte sein, dass die Relativitätstheorie ein wenig abgeschwächt werden muss, wenn sie behauptet, die Lichtgeschwindigkeit c sei für jeden Beobachter und überall gleich. Doch das ist problematisch, denn Einstein hat sich c nicht ausgedacht, sie stammt von Maxwells Gleichungen, in denen er elektrische und magnetische Phänomene und ihre Wechselwirkungen zur Elektrodynamik vereint.

Oder die Neutrinos nehmen ein Abkürzung durch höhere Dimensionen, die Superstringtheorie stellt mit insgesamt 11 Dimensionen genügend Auswahl bereit.
Alles in allem sollte man noch vorsichtig sein. Die Ergebnisse sind interessant, entweder lernen wir einen neue Physik kennen oder erfahren, wie man diese Experimente besser durchführt.

10. Die Corona-Kurzgeschichte

Liebe Kurzgeschichten-Freunde,

heute ist die Siegergeschichte unserer Themenrunde „Auf Lebenszeit“ an der Reihe: Auf dem ersten Platz ist die Story „Der Auxiliator“ von Hendrik Lambertus gelandet. Herzlichen Glückwunsch dazu an den Autor und wie immer allen Teilnehmern vielen Dank fürs Mitmachen. Wie immer freuen wir uns über Rückmeldungen zur Story – egal ob per E-Mail oder in unserem Forum unter dem Dach des SF-Netzwerks (www.sf-netzwerk.de).

Das nächste Thema des Corona-Kurzgeschichtenwettbewerbs lautet „Todsicher“, Einsendeschluss ist am 1. November 2011. Wer Interesse hat, sich mit einer Kurzgeschichte (Science-Fiction, Fantasy, Horror, Phantastik – keine Fan-Fiction) zu beteiligen, die einen Umfang von 20.000 Zeichen nicht überschreitet, schickt seine Story (möglichst als rtf-Datei) rechtzeitig per E-Mail an die Kurzgeschichten-Redaktion, die unter kurzgeschichte@corona-magazine.de zu erreichen ist. Die nach Meinung der Jury (mindestens) drei besten Geschichten werden wie immer im Corona Magazine veröffentlicht.

Armin Rößler


Der Auxiliator
von Hendrik Lambertus

„Nimm die Kreide aus Mumienasche und zeichne einen Bannkreis des dritten Grades!“
Der Auxiliator legte aufmerksam den Kopf schief, als müsste er jedes Wort der Anweisung tief in seine verkupferte Hülle einsickern lassen und auf seine letzte, verborgenste Bedeutung abtasten. Dann setzte er sich mit einem Ruck in Bewegung und marschierte steifbeinig zum Regal mit den Beschwörungsutensilien. Für einen Moment schwebte seine mechanische Greifhand unsicher über dem Kästchen, das die hermetischen Kreiden enthielt. Schließlich griff sie mit einem entschlossenen Surren zu und holte ein fahlgraues Kreidestück hervor. Der Auxiliator rotierte hundertachtzig Grad um seine eigene Achse und stakste einige Schritte in den Raum hinein, ehe er seinen Rücken in einem exakten rechten Winkel nach vorne kippen ließ und begann, ein komplexes Geflecht aus Linien, Hieroglyphen und Keilschriftzeichen auf den gekachelten Fußboden zu malen.
„Ja ... So ist’s recht! Nun noch die Anrufung an Isis, die Determinativ-Zeichen nicht vergessen ... Sehr schön, mein Sohn!“
Dr. Balthasar von Perchtenberg, Extraordinarius am Institut für die Erschaffung künstlichen Lebens der Universität von Vineta, kommentierte die Handlungen seines Geschöpfes halblaut. Nicht, dass der Auxiliator solche Anweisungen für sein Werk benötigt hätte ...
„Recht beeindruckend, in der Tat.“ Dr. Theophrast Stagnelius, seines Zeichens ebenfalls Extraordinarius im selben Fachbereich, stand an der Tür zu von Perchtenbergs hermetischer Werkstatt und beobachtete den Auxiliator bei seinen Verrichtungen. Er trug seinen Talar um die Schultern und kam anscheinend gerade aus einer Vorlesung. „Wie haben Sie übrigens dafür gesorgt, dass er den richtigen Platz für den Kreis auswählt? Mir scheint, dass die Information nicht in Ihrem Befehl enthalten war.“
Von Perchtenberg zwang sich zu einem Lächeln. Es misslang wie gewöhnlich und beschränkte sich auf ein Kräuseln seiner Mundwinkel.
„Das, mein werter Kollege, gehört zu den Geheimnissen meiner Schöpfung. Sie werden gewiss Näheres darüber erfahren, wenn ich den Auxiliator auf der G.O.L.E.M. in Prag vorstelle.“
„Natürlich.“ Stagnelius schenkte ihm ein verständnisvolles Nicken, das auch nicht viel besser als von Perchtenbergs Lächeln gelang. „Aber halten Sie es nicht für gefährlich, einem Homunkulus solch ein Maß an Entscheidungsfähigkeit zu belassen? Denken Sie daran, was mit dem armen Victor geschehen ist! Saint Germains Gesetz: Das Maß der Semi-Intelligenz verhält sich proportional zur Wahrscheinlichkeit des Konflikts mit dem Creator.“
„Ihre Sorgen um mein Wohlergehen rühren mich, Dr. Stagnelius. Aber ich habe meine Vorkehrungen getroffen. Wenn Sie mich jetzt bitte entschuldigen wollen? Die G.O.L.E.M. ist nicht mehr fern, und ich habe noch einige Testreihen durchzuführen.“
„Natürlich. Auch mein Projekt wartet auf letzte Handgriffe. Gutes Gelingen!“
Mit einer affektierten Verbeugung zog sich Stagnelius endlich zurück. Von Perchtenberg machte sich nicht die Mühe, zu warten, bis seine Schritte auf dem Gang verklungen waren. Er schlug direkt hinter ihm die schwere Tür zu.
„Sein eigenes Projekt ...“, murmelte er verächtlich. Es würde doch nur wieder um irgendwelche mechanischen Gliedmaßen gehen, die man den Truppen in den Kolonien implantieren konnte – Panzerarme mit integriertem Automatik-Gewehr und ähnlich geschmackloses Zeug. „Menschliche Augmentierung“ pflegte Stagnelius solche Spielereien hochtrabend zu nennen. Von Perchtenberg nannte sie schlicht Stümpereien, die eines wahren Creators unwürdig waren. Gehirn und Nervenbahnen – der Sitz des Geistes – das waren die wahren Herausforderungen ihrer Wissenschaft! Und diesmal würden von Perchtenbergs Denkapparate in Prag nicht hinter Stagnelius’ stählernen Klauen zurückstehen, nur weil sich irgendein phantasieloser Feldmarschall begeistert auf die banalen Gliedmaßen stürzte. Dieses Jahr würde die Große Okzidentalmesse für Lebenserschaffung, Elementaranimation und Materiebelebung endlich ihm gehören! Er hatte in der Tat vorgesorgt ...
„Bewege dich nun wieder frei, mein Sohn!“
Der Auxiliator hob fragend den Kopf. Dann arbeitete er weiter an den letzten Zeichen des Bannkreises. Doch während seine Bewegungen zuvor von mechanischer Ruckartigkeit gewesen waren, setzte er seine Arbeit nun mit fließender Geschmeidigkeit fort. Wäre sein bleiches Pseudofleisch nicht von Metallröhren und Kupferdraht zusammengehalten worden, hätte man ihn für wahres Leben halten können. Von Perchtenberg grinste in sich hinein. Es hatte sich gelohnt, die Tür offen stehen zu lassen und diesem impertinenten Kerl einen Einblick zu gönnen. Umso größer würden dann seine Augen in Prag sein ...
„Hatep djeneb naswut wasir ...“
Plötzlich röchelte der Auxiliator mit blecherner Stimme Fragmente uralter Wörter. Seine Bewegungen wurden fahrig, die Linien des Bannkreises verkamen zu Krakelmustern.
„Netir hantej inmet djaf ...“
Er murmelte in einem fort, während seine Finger immer ausladendere Unsinnsmuster auf die Kacheln warfen.
„Kriset nefrit an ...“
„Genug!“
Von Perchtenberg trat wütend vor sein Geschöpf. Der Kopf des Auxiliators schnellte nach oben. Glühende Augen wie Petroleumfunzeln starrten von Perchtenberg direkt an.
„It natir an imen ra nesut ...“
Der Auxiliator ließ die Kreide fallen und hob seinen Greifarm, die Kupferfinger wie die Klauen eines Raubvogels zusammengekrallt, sich gierig öffnend und schließend, direkt auf von Perchtenbergs Herz zu ...
„Finis!“
Der Auxiliator erzitterte unter der Wucht des Bannwortes. Dann hielt er mitten in der Bewegung inne und ließ die Arme kraftlos herunter hängen. Das Glühen seiner Augen war erloschen.
„Und ich dachte, das hätten wir uns langsam abgewöhnt“, murmelte von Perchtenberg ärgerlich. „Wollen doch mal sehen, woran es jetzt wieder hapert!“
Er griff sich einen hermetischen Schlüssel aus seinem Werkzeuggürtel und trat an den Auxiliator heran, der noch immer völlig reglos im Raum herumstand. Mit geübten Handbewegungen löste er eine Kupferplatte vom Schädel seines Geschöpfes, die er gewiss schon tausendmal in der Hand gehabt hatte. Darunter lag ein komplexes Gewirr aus arkano-elektrischen Kabeln. Von Perchtenberg wischte es ungeduldig zur Seite. Das Zeug war reine Fassade. Der wahre Geist des Auxiliators lag dahinter verborgen. Es war ein Gehirn. Ein vertrocknetes, lederartig-zerfleddertes, menschliches Gehirn. Ein Gehirn, das lange Jahrtausende unter dem Sand der ägyptischen Wüste in einem Sarkophag geruht hatte, bis eine Expedition der Universität von Vineta es schließlich geborgen hatte.
Von Perchtenberg öffnete ein Geheimfach in seinem Schreibtisch und entnahm ihm ein kleines, in schwarzes Leder gebundenes Buch mit vergilbten Seiten. Das Liber de Mortuis war ein unschätzbar wertvolles Großwerk der Nekromantie, dessen Beschwörungsformeln bis in die Tage der alten Zauberpriester des Zweistromlandes zurückreichten. Es hatte von Perchtenberg ähnlich viele Mühen gekostet, es in seinen Besitz zu bringen, wie zuvor schon das Gehirn. Beides zusammen bildete die Grundlage für einen Homunkulus von unerreichter Geistskraft. Mithilfe des Liber hatte von Perchtenberg das Gehirn zu Unleben erweckt und anschließend mit den künstlichen Nervenbahnen des Auxiliators verbunden. Er wurde nun vom eingekerkerten Geist eines ägyptischen Hohepriesters gelenkt – der edelste Denkapparat, der jemals in einem Homunkulus gewohnt hatte.
Von Perchtenberg blätterte energisch durch die klein beschriebenen Seiten des Buches. Er würde als der geniale Erfinder der Verbindung von Totenbeschwörung und Lebenserschaffung in die Geschichte eingehen, und die letzten Macken seines Geschöpfes würden ihn gewiss nicht daran hindern! Schließlich fand er die Beschwörungsformel, nach der er gesucht hatte. Leise murmelte er längst vergessene Silben vor sich hin, während er das Gehirn mit arkanen Salzen bestreute. Das sollte jetzt langsam reichen, um die widerborstigen Willensreste dieses ägyptischen Knaben zu brechen ... Von Perchtenberg zog eine arkanospektrale Lupe aus seinem Kittel, um die Ergebnisse seiner Bemühungen zu betrachten. Er runzelte die Stirn. Was hatten denn diese merkwürdigen Glyphen auf der Gehirnrinde zu suchen ...
Die Lupe zerschellte in tausend Scherben, als die Welt in Schmerz zersprang. Von Perchtenberg sackte stöhnend zusammen. Der Auxiliator hatte den Kopf gedreht und schaute ihm mit seinen glühenden Okularlinsen direkt in die Augen. Sein Arm war nach vorne geschnellt, die Greifklaue nicht mehr zu sehen. Sie hatte sich tief in von Perchtenbergs Oberkörper gegraben. Von Perchtenberg starrte auf das blutige Loch in seinem Arbeitskittel, wo der Armstumpf des Auxiliators verschwand, unfähig zu begreifen. Er spürte, wie seine Kräfte zerrannen, die Welt in einen schwarzen Strudel stürzte ...
Dann ließ flammender Zorn alles in brennender Klarheit erstrahlen: „Du jämmerlicher Verräter! Ich hätte dich groß gemacht, groß durch meinen Ruhm - du Brutus!“
Der Auxiliator schaute mit stumpfer Teilnahmslosigkeit zurück. Von Perchtenberg riss das Liber de Mortuis auf, ganz hinten, wo die schrecklichsten Beschwörungen standen. Er brüllte die Worte eines blasphemischen Fluches heraus und spürte, wie sein zerfetzter Körper mit jeder Silbe neue, unmenschliche Kraft gewann. Ohne nachzudenken, griff er an seinen Werkzeuggürtel und zog den hermetischen Schlüssel hervor, mit dem er eben noch in mühevoller Feinarbeit den Schädel seiner Kreatur geöffnet hatte. Diesmal würde das Werkzeug seine Waffe sein. Mit einem heiseren Schrei stieß er den Schlüssel tief ins offen liegende Gehirn des Auxiliators. Die Macht des Fluches riss es sofort in zerfledderte Fetzen. Der Auxiliator sackte zu Boden, und mit ihm von Perchtenberg. So würde das undankbare Geschöpf mit seinem genialen Schöpfer vergehen. Von Perchtenberg gestattete sich ein freudloses Lächeln, ehe er in die Schwärze fiel.

„Ah ... Sie weilen wieder unter uns, werter Kollege! Wie erfreulich.“
Aus dem schummerigen Nichts traten farbige Flecken hervor, formten sich langsam zu Umrissen. Dann flossen sie zu einem Gesicht zusammen. Stagnelius. Er beugte sich über ihn und hatte den Mund zu etwas verformt, was wohl ein fürsorgliches Lächeln sein sollte.
„Was ... Der Auxiliator ...“, presste von Perchtenberg hervor. Er hatte erbärmliche Kopfschmerzen.
„Sie meinen Ihr Projekt? Dem ist es weniger gut ergangen, fürchte ich.“
Stagnelius hob etwas auf und hielt es von Perchtenberg vor die Augen. Es war der Kopf des Auxiliators. Die Klappe zum leeren Hirnkasten stand immer noch offen, aus dem zerfransten Halsansatz hing ein Bündel Elektro-Nerven nutzlos heraus.
„Sie können von Glück reden, dass Ihr Homunkulus offensichtlich einen Totalausfall hatte, nachdem er Sie angefallen hat. Sonst hätte ich Ihnen wohl kaum rechtzeitig zu Hilfe kommen können. Und dabei habe ich Sie vor Kurzem noch wegen Saint Germains Gesetz gewarnt ...“
„Schweigen Sie, Sie verfluchter Stümper! Der Auxiliator war perfekt! Sie haben nicht das Recht ...“
Von Perchtenberg spannte die Arme an, um dem törichten Kerl an die Kehle zu springen. Doch nichts geschah. Sein Körper blieb auf dem Boden liegen, kalt und regungslos wie ein Stein. Schlagartig kam von Perchtenberg zu sich.
„Wie schlimm ist es?“, flüsterte er.
Noch immer lächelte Stagnelius aufdringlich: „Ganz wie man es nimmt, werter Kollege. In gewisser Weise habe ich Ihre perfekte Kreation sogar retten können. Wie ich sehe, sind Sie mittlerweile wieder klar im Kopf – dann kann ich ja den galvanischen Impuls ansetzen.“
Er zog einen hermetischen Schüssel aus seinem Gürtel und beugte sich herunter, sodass er aus von Perchtenbergs Sichtfeld verschwand. Plötzlich entflammte die Welt elektrisch-grell. Von Perchtenberg zuckte über den Boden wie ein amputierter Froschschenkel. Dann war alles wieder da: ein Körper, Arme und Beine, Gefühl in den Gliedern – und prickelnder Schmerz. Von Perchtenberg richtete sich vorsichtig auf. Die Bewegung wurde von einem leisen Surren begleitet. Er schaute sich um: Stagnelius’ hermetische Werkstatt mit den albernen roten Wandbehängen und dem nutzlosen Klavier in der Ecke. Er blickte auf seine Hand: bleiches Pseudofleisch, das von kupfernen Bändern zusammengehalten wurde, die Finger zu einer mechanischen Greifklaue verformt. Sie zuckten umher wie die Beine eines Insekts. Ein Gedanke krampfte die Hand zur Faust.
„Wie Sie nun sehen können, werter Kollege, sind solide Kenntnisse in der Mensch-Maschinen-Augmentierung durchaus nicht nutzlos.“
Mit einer dramatischen Geste zog Stagnelius einen ovalen Garderobenspiegel hinter einem Paravent hervor. Der eitle Popanz ...! Dann löschte das Spiegelbild alle Gedanken aus. Von Perchtenberg blickte auf den Auxiliator – doch sein eigener Kopf thronte zwischen den verschraubten Schultern seines Geschöpfes.
„Die Klaue Ihres Homunkulus hat leider nicht genug von Ihren inneren Organen übrig gelassen, um Ihren ursprünglichen Körper retten zu können“, erzählte Stagnelius im Plauderton, „also habe ich mich für einen Kompromiss entschieden. Ich habe doch hoffentlich den besseren Kopf auf die Schultern gesetzt – oder gehörte dieses zerfetzte Gehirn jemand Wichtigem?“
„Wie haben Sie das gemacht?“, murmelte von Perchtenberg, während er mit fasziniertem Ekel auf die Kreatur starrte, die er selbst war. Tausend technische Fragen ...
„Wie haben Sie die Mechanismen meines Auxiliators so schnell durchschauen können?!“
Stagnelius verbeugte sich: „Ihre Bewunderung schmeichelt mir, werter Kollege. Allerdings muss ich um der lieben Ehrlichkeit willen zugeben, dass ich bereits seit einiger Zeit Gelegenheit hatte, Ihre faszinierenden mechano-nekromantischen Pläne zu studieren.“ Er holte einen Gegenstand aus seiner Westentasche, der auf den ersten Blick an eine Taschenuhr erinnerte. Er gab ihm einen kleinen Stups, woraufhin der Automat seinen Arm hinauf krabbelte. Eine mechanische Spinne mit winzigen Werkzeug-Armen, auf deren Körper sich ein großes, starrendes Menschenauge öffnete.
„Ein Arachno-Spion nach einem Entwurf des großen Coppola. Vielleicht war es doch keine so kluge Idee, mir diese kleinen eitlen Einblicke in Ihre Werkstatt zu gewähren?“
„Sie haben meinen Entwurf ausspioniert!“ Plötzlich erinnerte sich von Perchtenberg an die seltsamen, fremden Glyphen auf der Gehirnrinde des Auxiliators.
„Und Sie haben mein Projekt sabotiert, meinen Sohn – meinen Genius!“
Von Perchtenbergs hilflose Wut entlud sich in einem mechanisch-kreischenden Schrei, der nichts Menschliches mehr an sich hatte. Mit sirrenden Greifklauen stürzte er sich auf Stagnelius, um ihm das falsche Herz aus der Brust zu reißen.
„Finis“, sagte Stagnelius ungerührt.
Von Perchtenberg wurde ruckartig aus der Bewegung gerissen. Er spürte, wie seine mechanischen Arme nutzlos herunterhingen, wollte schreien und toben, doch selbst seine Lippen gehorchten ihm nicht mehr.
„Der hermetische Kontrollmechanismus erfüllt seine Funktion tadellos – mein Kompliment, werter Kollege. Wir werden uns gewiss später noch ausführlicher über Ihre Arbeiten unterhalten – mit diesem Körper stehen Ihnen ja noch einige schöne Jahrzehnte bevor. Und natürlich haben Sie recht mit Ihrer scharfsinnigen, aber leider verspäteten Beobachtung: Ich habe Sie sowohl ausspioniert als auch sabotiert. Ihr diesjähriges Projekt ist einfach zu gut gelungen. Eigentlich wollte ich Ihnen nur eine eindrückliche Demonstration von Saint Germains Gesetz geben – ein paar wohlgefügte Glyphen an der falschen Stelle, und die Kontrolle bricht zusammen. Dass Sie mir jetzt als Auxiliator zur Verfügung stehen, ist eher ein Geschenk Fortunas, das ich natürlich gerne annehme. Wie dem auch sei, ich muss mich vorerst leider entschuldigen – ich habe noch eine Reise vorzubereiten, bis Prag ist es weit. Selbstverständlich werden Sie mich begleiten – wenn auch leider in einer Kiste. Einige kosmetische Modifikationen werde ich allerdings schon noch vornehmen müssen, schließlich habe ich Achtung vor der Ästhetik ... Sie werden nun ein wenig Zeit haben, sich mit Ihrer neuen Situation zu arrangieren und gewiss bald Ihre Vorzüge erkennen. Also auf eine gute Zusammenarbeit, werter Kollege!“
Von Perchtenberg spürte, wie ihm Stagnelius im Vorbeigehen auf die Schulter klopfte. Dann fiel eine Tür ins Schloss. Er war allein.

„Ah, Professor Spalanzani! Welch eine Ehre, Sie im Pavillon der Universität von Vineta begrüßen zu dürfen!“
Dr. Theophrast Stagnelius verbeugte sich respektvoll vor dem greisen Gelehrten, dessen klapprige Gestalt mit der altmodischen Puderperücke im Gewimmel der G.O.L.E.M. irgendwie verloren wirkte. Der Professor stützte sich beim Gehen auf einen kleinen Automaten, der wie ein kindlicher Raphaelsengel geformt war.
„Man hört ja wahre Wunderdinge von Ihrer Werkstatt, mein junger Freund. Das muss ich mir natürlich mit eigenen Augen ansehen – wenn es doch noch die eigenen wären!“
Man lachte unverbindlich, während Stagnelius Spalanzani hinein führte.
„Hier sehen Sie das Kernstück unserer Ausstellung – den Auxiliator!“
Ein Wesen in einem weiten, weißen Gewand, auf dessen Schultern die kupferne Maske eines Falkenkopfes thronte.
„Welch außergewöhnliche Komposition.“
„Ich habe mich entschieden, sein Äußeres nach ägyptischem Vorbild zu gestalten. Sie wissen ja, an Ägypten kommt heutzutage niemand vorbei ...“
„Gewiss. Aber genug der Äußerlichkeiten – demonstrieren Sie doch einmal seine Fertigkeiten!“
Stagnelius verbeugte sich noch einmal: „Mit dem größten Vergnügen!“
Er klatschte in die Hände: „Balthasar! Führe die Arbeiten am Projekt 27 fort!“
Der Auxiliator ging steifbeinig zu einer Werkbank hinüber, wo der offene Torso eines Homunkulus auf seine Vollendung wartete. Er zog einen hermetischen Schlüssel aus den Falten seines Gewandes hervor und machte sich daran, die Enden diverser Elektro-Nerven miteinander zu verweben.
„Mein lieber Freund – welch ein vortrefflicher Assistent!“
„Oh, er ist mehr als das – der komplette Torso, den Sie dort liegen sehen, ist sein Werk!“
Spalanzanis Augen wurden mit einem leisen Surren ein wenig größer: „Sie haben eine selbstreplizierende Maschine erschaffen ...“, flüsterte er.
Stagnelius lächelte bescheiden: „In der Tat. Wenn ich den guten Balthasar auch nicht so bezeichnen würde – für mich ist er eher so etwas wie ein Freund. Ich habe ihn nach meinem lieben Kollegen Dr. von Perchtenberg benannt, der ja leider bei einem verunglückten Experiment verschollen ist. Sie haben doch gewiss in der Zeitung davon gelesen?“
Spalanzani nickte: „Ja, sehr bedauerlich. Ein großer Arkanomechaniker ist da verloren gegangen. Die sorgfältige Art, wie Ihr Balthasar seine Nervenbündel verknüpft, erinnert mich sogar ein wenig an von Perchtenbergs Stil.“
„Darf ich Ihnen nun vielleicht etwas zu trinken anbieten?“
Stagnelius umfasste Spalanzanis Schulter und nickte verbindlich zum Besuchersalon des Pavillons hinüber.
„Später vielleicht, mein junger Freund. Erst möchte ich noch ein wenig Ihr Geschöpf beobachten. Höchst faszinierend ... Haben Sie bei diesem Grad an Semi-Intelligenz gar keine Sorge um Saint Germains Gesetz? Sie wissen ja, der arme Victor ...“
Beiläufig rückte Stagnelius seine Fliege zurecht: „Ich habe meine Vorkehrungen getroffen, Professor Spalanzani.“
Der alte Gelehrte schaute ihn fragend an.
„Im Vertrauen, weil Sie es sind: Ich habe mit Balthasar einen Vertrag auf Lebenszeit geschlossen. Er darf an unseren faszinierenden Projekten arbeiten, und ich halte seinen artifiziellen Körper am Laufen. Ein Gewinn für uns beide.“
Spalanzani starrte ungläubig. Dann brach er in Gelächter aus. „Man hat mich vor Ihren Schelmereien gewarnt, mein junger Freund. Dafür dürfen Sie mir in der Tat ein Gläschen Tokajer kredenzen.“
Die beiden Gelehrten entfernten sich in Richtung Salon. Balthasar, der Auxiliator, hielt in seiner Arbeit inne und schaute ihnen nach. Seine mechanische Klaue schloss sich surrend, bis ihre Kupferspitzen Blut aus seinem Handballen pressten. Dann griff er wieder nach dem hermetischen Schlüssel und fügte Nervenbahnen an Nervenbahnen.


Hendrik Lambertus wurde 1979 in Hannover geboren. Zum Studium verschlug es ihn in seine heutige Wahlheimat Tübingen. Der (bald) dreifache Vater machte 2006 seinen Magisterabschluss in Skandinavistik, Indologie und ältere Germanistik und war bis 2011 Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Altnordistik. Der überzeugte Phantast hat Kurzgeschichten in verschiedenen Anthologien veröffentlicht und ist momentan dabei, neben dem Abschluss der Promotion seine eigene Schreibwerkstatt zu gründen, die „Satzweberei“.
Autorenhomepage: http://www.ah-lambertus.de


Das Corona Magazine ist geistiges Eigentum der Redaktion (1997-2011).
Das Corona Magazine wurde von Philipp Ruch im Jahre 1997 gegründet und ist eine periodisch erscheinende, kostenlose Publikation der Website www.corona-magazine.de.

Der Nachdruck und die Weiterverbreitung von Inhalten im Internet und terrestrischen Medien ist unter Angabe der Quelle ausdrücklich gestattet. Beispiel: "Quelle: Corona Magazine, Autor: Max Mustermann, Ausgabe #255, http://www.corona-magazine.de". Ausdrücklich untersagt hingegen ist die Übernahme der "Corona-Kurzgeschichte", der "Leseprobe", des "Corona-Fortsetzungsromans" oder einzelner Passagen daraus.

Die im Corona Magazine veröffentlichten und namentlich gekennzeichneten Texte stimmen nicht unbedingt mit der Meinung der Redaktion überein. Die Zustimmung zur Veröffentlichung wird mit Eingang der Sendung vorausgesetzt. Der Autor erklärt mit der Einsendung, dass eingereichte Materialien frei sind von Rechten Dritter und hält die Redaktion von Rechten Dritter frei. Eine Haftung für die Richtigkeit der Veröffentlichung kann trotz sorgfältiger Prüfung nicht übernommen werden.

Bei direkten oder indirekten Verweisen auf fremde Webseiten ("Hyperlinks"), die außerhalb des Verantwortungsbereiches der Herausgeber liegen, würde eine Haftungsverpflichtung ausschließlich in dem Fall in Kraft treten, in dem die Herausgeber von den Inhalten Kenntnis hätten und es ihnen technisch möglich und zumutbar wäre, die Nutzung im Falle rechtswidriger Inhalte zu verhindern.
Die Herausgeber erklären hiermit ausdrücklich, dass zum Zeitpunkt der Linksetzung keine illegalen Inhalte auf den zu verlinkenden Seiten erkennbar waren. Auf die aktuelle und zukünftige Gestaltung, die Inhalte oder die Urheberschaft der verlinkten/verknüpften Seiten haben die Herausgeber keinerlei Einfluss. Deshalb distanzieren sie sich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller verlinkten/verknüpften Seiten, die nach der Linksetzung verändert wurden. Diese Feststellung gilt für alle innerhalb der Publikation gesetzten Links und Verweise. Für illegale, fehlerhafte oder unvollständige Inhalte und insbesondere für Schäden, die aus der Nutzung oder Nichtnutzung solcherart dargebotener Informationen entstehen, haftet allein der Anbieter der Seite, auf welche verwiesen wurde, nicht derjenige, der über Links auf die jeweilige Veröffentlichung lediglich verweist.

Gemäß Paragraph 28 Abs. 3 Bundesdatenschutzgesetz wird hiermit die Verwendung von persönlichen Daten dieses Magazines zu Werbezwecken sowie zur Markt- und Meinungsforschung ausdrücklich untersagt.
 Impressum
corona magazine
Nur der Himmel ist die Grenze
ISSN 1422-8904
Ausgabe 255 - 17.10.2011
Herausgeber
Mike Hillenbrand &
Jennifer Christina Michels

Chefredaktion
Mike Hillenbrand (mh)
Jennifer Christina Michels (jcm)
Frank Hebenstreit (fh) (v.i.S.d.P.)

Lektorat
Esther Haffner (eh)
Corona-Redaktion
Dominik Cenia (dc)
Marcus Haas (mah)
Esther Haffner (eh)
Armin Rößler (ar)
Klaus Schapp (ks)
Rüdiger Schäfer (rs)
Birgit Schwenger (bs)
Sven Wedekin (sw)

newsBEAT
Phantastik.de
The Daily Trekker
SF-Radio.net

Ihre Meinung
Mike Hillenbrand (mh)
Jennifer Christina Michels (jcm)

TV-Vorschau
Klaus Schapp (ks)

Kurzgeschichte
Armin Rößler (ar)

Fragen zum Abonnement:
abo@corona-magazine.de

Fragen zu Kooperationen:
dialog@corona-magazine.de

Corona Webseiten:
www.corona-magazine.de

Auflage:
10'413 Leser

Ausgabe 256 erscheint am
30.10.2011.

(Zum Seitenanfang)