corona magazine
Nur der Himmel ist die Grenze
ISSN 1422-8904

 newsBEAT
+ Volks-Alien
+ Captains Table
+ „Perry Rhodan“-WeltCon
+ „Star Trek“-Kostümrekord
+ "Old Rocketman"
+ „Eureka“
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TREKminds - Nur der Himmel ist die Grenze
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22. August 2011 - Ausgabe 252 - "First it comes different…"
… Zweitens als man denkt!
Kennen Sie das? Man steht am Anfang der Woche, hat sich Sonntagabend in Ruhe seine Planungen gemacht und alles sieht bombe aus. Manch ein Knackpunkt bietet sich, aber die Woche ist gut zu schaffen. Alles, das was einem die Woche sonst stressig macht hat man vermieden und nichts kann einen erschüttern. Bis man spät im Bett liegt und nur ein oder zwei Gedanken reichen. Ein Termin vergessen, ein Versprechen nicht berücksichtigt, ein Puffer zu wenig bedacht und die ganze schöne Planung geht den Bach runter. Nun denn lassen Sie doch vielleicht dieses Chaos für ein paar fantastische Momente hinter sich.

Erst mal Organisatorisches. Das Gewinnspiel zur Drachengasse 13 ist mit dieser Ausgabe beendet, die Gewinner aus der Ausgabe 250 und der 251 werden schriftlich benachrichtigt. Auch in dieser Ausgabe finden Sie noch einiges zur Drachengasse 13. Ich selbst hatte die Ehre und habe es gern getan, Rezension und direkt ein Interview mit den Autoren. Besonders freue ich mich hier Ihnen einen kleinen, aber exklusiven Ausblick in diese Zukunft bieten zu können.

Aber damit ist es der Zukunft noch lange nicht genug. In fernerer Zukunft erwartet uns das Film-Projekt „Der kleine Hobbit“. Da gibt es viele spannende Details, die meine Kollegin Birgit Schwenger für Sie zusammengestellt hat. Neben einem fantastischen Spiel und einem interessanten technischen Beitrag zum Verstecken in der Zukunft, gab uns Marc A. Herren einen kurzen Ausblick nicht nur auf die anstehende WeltCon 2011.
Und das ist immer noch nicht genug der Zukunft. Zum SF-Blockbuster 2012 "John Carter" bieten wir Ihnen ein Interview und Hintergründe, und dann auch noch den Gewinner unseres Kurzgeschichten Wettbewerbes zum Thema „Eroberer“, hier wartet eine „Tarnkappe“ auf Sie. In Ihrer näheren Zukunft freue ich mich Ihnen diese Ausgabe des Corona-Magazine in Ihrer vollen Schönheit zu präsentieren.

In diesem Sinne angenehme Lektüre.

Ihr Frank Hebenstreit
Chefredaktion (v.i.S.d.P.)
Inhalt
1.Spotlight: Dr. Watson, übernehmen Sie!
Hobbit Watson oder Dr. Beutlin übernehmen Sie! Große Ereignisse werfen ihre Filmschatten voraus.
6.Phantastische Spiele: "Ad Astra"
In diesem Spiel wollen Sterne besiedelt werden und diese Kolonien durchaus auch mit Bedacht ausgebaut werden.
2.newsBEAT
Kurzmeldungen aus Fernsehen, Kino & Co.
7.Im Gespräch mit Marc A. Herren
Der Autor der Heftromanserie „Perry Rhodan“ und Cheforganisator des WeltCons 2011 zur Zukunft allgemein und der WeltCon im Speziellen
3.Drachengasse 13, eine kommende Sucht?
Eine fantastische Jugendbuchreihe beginnt. Kultpotenzial? Auf jeden Fall!
8.John Carter - Der Mars macht mobil
Interview und Hintergründe zum SF-Blockbuster 2012
4.Proto Anime Cut: Visionen von Tokio
Das Dortmunder U wartet mit einer außergewöhnlichen Ausstellung auf. Durchaus eine Reise wert.
9.Wissenschaft: Technologie der Zukunft - Schützen und Tarnen
Schilde, Deflektoren und was man sonst so zum Schützen, Täuschen, Tarnen und Verstecken braucht…
5.TV-Vorschau
Unsere Fernsehtipps für die nächsten zwei Wochen
10.Die Corona-Kurzgeschichte
"Tarnkappe" von Sven Lenhardt

1. Spotlight: Dr. Watson, übernehmen Sie!
von Birgit Schwenger
Was haben Sherlock Holmes und Dr. Watson mit Smaug und Bilbo Beutlin gemeinsam? Liegt das nicht klar auf der Hand? Die einzig richtige Antwort kann natürlich nur lauten: Sie sind identisch. Wer jetzt ernsthaft ins Grübeln gerät bzw. am Verstand der Autorin zweifelt, der hat „Sherlock“ von Mark Gatiss und Steven Moffat noch nicht gesehen. Die BBC-Serie, die die berühmten Geschichten von Sir Arthur Conan Doyle ins London des 21. Jahrhundert verlegt, zeigt Benedict Cumberbatch und Martin Freeman in der Rolle des legendären Detektivs sowie seines treuen Kompagnons, der hier – wie schon im literarischen Original – soeben aus dem Afghanistan-Krieg zurückkehrt ist, wenn auch mehr als ein ganzes Jahrhundert dazwischen liegt. In Peter Jacksons Verfilmung von J.R.R. Tolkiens „Hobbit“ sind die beiden als Smaug, der letzte der großen Drachen, und Bilbo, zu hören bzw. zu sehen.
Wer das Vergnügen hat, „Sherlock“ im englischen Original genießen zu können, der wird sich ohne große Schwierigkeiten Cumberbatchs rauchig-düstere Stimme als die des großen Drachen vorstellen können, der einst das Zwergenkönigreich unter dem Berg zerstörte. Martin Freeman dagegen erscheint als der personifizierte britische Ehrenmann. Der gebürtige Brite, der bislang u.a. in „Hot Fuzz“ oder „Per Anhalter durch die Galaxis“ zu sehen war, erscheint im Zuge seiner Rolle als Dr. Watson geradezu als Idealbesetzung für den „Kleinen Hobbit“: Seinen Freunden – auch wider besseres Wissen – treu ergeben, tapfer und ein guter Kämpfer, aber im Grunde würde er lieber ein ruhiges bürgerliches Leben ohne allzu große Überraschungen führen. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt...

„Alte“ Bekannte

Selbstverständlich dürfen wir uns beim „Hobbit“ auch auf ein Wiedersehen mit vielen guten alten Bekannten freuen, obwohl das Wort „alt“ hier nicht ganz zutreffend ist: Schließlich spielt der „Hobbit“ gut 60 Jahre vor den Ereignissen des „Herrn der Ringe“.  Man darf also gespannt sein, wie Peter Jackson und seine Make-Up-Spezialisten das Kunststück fertig bringen werden, Gandalf, Saruman und vor allen Dingen den unsterblichen Legolas tatsächlich jünger aussehen zu lassen. Obwohl – wenn man erst einmal ein paar tausend Jahre alt ist, kommt es auf 60 Jahre mehr oder weniger sicher auch nicht mehr an.
Die Geschichte des Weißen Rats, dem neben Saruman, Gandalf und Elrond auch Galadriel angehört, wird sicher eines der Handlungselemente sein, die Jackson in den beiden Hobbit-Filmen ausbauen dürfte. Schließlich gelingt es dem Weißen Rat Sauron – oder den Nekromanten wie er im „Kleinen Hobbit“ heißt – parallel zur Expedition der Zwerge zum Einsamen Berg aus seiner Festung Dol Guldur im Düsterwald zu vertreiben. Das heißt Christopher Lee, Ian McKellen, Hugo Weaving und Cate Blanchett werden ihre Rollen aus dem „Herrn der Ringe“ wieder aufnehmen bzw. ihre jüngeren Ichs darstellen.
Auch Ian Holm (als älterer Bilbo) und Elijah Wood als Frodo werden im „Hobbit“ zu sehen sein, vermutlich in einer Art Rahmenhandlung als Erzähler. Eine entscheidende Rolle spielt natürlich Andy Serkis als Gollum, der selbstverständlich wieder mit von der Partie ist. Wer sonst könnte auch in den Motion-Capture-Suit schlüpfen und Gollum auf so unnachahmliche Weise zum Leben erwecken? Diesmal übernimmt Serkis zusätzlich noch eine weitere Rolle: Er führt bei der Second Unit Regie und darf somit auch hinter den Kulissen die Fäden ziehen. Neben Serkis kehrt auch ein Großteil der „Herr der Ringe“-Crew wieder zurück ans Set, was für den „Hobbit“ nur von Vorteil sein kann, da Leute wie Robert Taylor, Andrew Lesnie, Dan Hennah und Alan Lee bereits bewiesen haben, dass sie das richtige Gefühl und Verständnis für Tolkien und seine Welt haben.

Die Elben

Eine größere Rolle als im Buch dürften eindeutig die Elben spielen. Lee Pace (demnächst in „Bis(s) zum Ende der Nacht“ zu sehen) spielt Thranduil, den König der Waldelben, also Legolas’ Vater. Er dürfte im Film sicher um einiges sympathischer erscheinen als im Buch – sind die Elben doch spätestens seit den „Herr der Ringe“-Filme allseits beliebt. Im Buch ist Thranduil den Zwergen alles andere als wohl gesonnen, so dass er dem Leser nicht gerade ans Herz wächst. Viel interessanter als Thranduil dürfte auf jeden Fall die Figur der Tauriel sein, eine Waldelbin, die von Evangeline Lilly („Lost“) gespielt wird. Der Name bedeutet Peter Jackson zu Folge „Tochter des Düsterwaldes“, alles andere ist ein gut gehütetes Geheimnis, da der Charakter im Buch nicht existiert und vermutlich – ähnlich wie die Film-Arwen – dazu beitragen soll, den Frauen in Mittelerde etwas mehr Gewicht zu verleihen.
Da Jackson sich für die Drehbücher, die er gemeinsam mit Fran Walsh, Philippa Boyens und Guillermo del Toro geschrieben hat, für zusätzliches Material u.a. der Anhänge des „Herrn Der Ringe“ bedient hat sowie weiteren Quellen und Manuskripten Tolkiens, dürfte es hoch interessant sein zu sehen, wem wir noch alles begegnen werden: So ist z.B. Aragorn 10 Jahre alt und weilt bei Elrond in Bruchtal, als Gandalf mit Bilbo und den Zwergen, dort Rast macht. Mit Sicherheit wird Jackson der Vorgeschichte des „Hobbits“ wesentlich mehr Raum geben, zumal Thrain und Thror, Thorins Vater und Großvater, bereits besetzt worden sind. Wir werden vermutlich sehen, wie Smaug Erebor angreift und die Zwerge aus ihrem Königreich unter dem Berg vertreibt und vielleicht sogar die Schlacht von Nanduhirion, denn immerhin findet sich auch der Name Azog in der Cast-Liste des „Hobbits“. Wir werden Bekanntschaft mit Radagast, dem Braunen, machen, den Sylvester McCoy („Doctor Who“) spielen wird, und mit Barry Humphries – besser bekannt als Dame Edna –, der per Motion-Capture-Verfahren – den Großen Ork, Azogs Sohn, geben wird.
Stephen Fry, der mit Peter Jackson an einem Remake der „Dam Busters“ arbeitet,  einem Film über die Zerstörung zweier deutscher Talbrücken am 17. Mai 1943 durch die Royal Air Force, war sozusagen einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort und („and then this Hobbit-thing came along...“) gibt sich nun als Bürgermeister der Stadt am See die Ehre. Die Rolle des Helden muss Fry jedoch dem Waliser Luke Evans („Die drei Musketiere“) überlassen, der den Bogenschützen Bard spielt. Dass Brian Blessed, eine weitere britische Schauspielgröße, Dain Eisenfuß, Thorins Vetter, spielen wird, ist bislang nur ein Gerücht, aber ein schönes. Bestätigt ist dagegen, dass der schwedische Schauspieler Mikael Persbrandt, bekennender Tolkien-Fan von Kindesbeinen an, in Beorns-Bärenhaut schlüpfen wird. So wie man Peter Jackson kennt, darf man sich bei der Schlacht der Fünf Heere mit Sicherheit auf jede Menge Action gefasst machen. Wer den „Hobbit“ gelesen hat, weiß, dass Beorn dabei, wenn das Ende nah ist, eine entscheidende Rolle spielt.

Die Zwerge

Wie schon im „Herrn der Ringe“ versieht Jackson auch die Charaktere des „Hobbits“ mit einer eigenen Hintergrundgeschichte und persönlichen Details, die es dem Publikum erleichtern werden, sich mit ihnen zu identifizieren oder – im Falle der 13 Zwerge – sie überhaupt erst einmal auseinander zu halten. Thorin Eichenschild, gespielt von Richard Armitage („North and South“), dürfte damit sicher kein Problem haben. Vielleicht ist auch Balin, an dessen Grab die Gefährten in Moria stehen, noch ein Begriff. Aber Bifor, Bofur und Bombur? Sie sind übrigens Brüder – ebenso wie Ori, Dori und Nori, Balin und Dwalin und natürlich Fili und Kili, Thorins Neffen. Oin und Gloin, Gimlis Vater, machen das Dutzend plus eins vollständig. Die bislang veröffentlichten Cast-Fotos unter http://newsfeed.time.com/2011/07/15/time-exclusive-first-look-at-balin-and-dwalin-from-the-hobbit-movie/ lassen einiges an Action erwarten. Im Vergleich zu den Zwergen im Buch wirkt diese „unvorgesehene Gesellschaft“ weitaus kriegerischer und kampferprobt. Wer den „Hobbit“ – von Tolkien zu Beginn der 30er Jahre als Gute-Nacht-Geschichte für seine Kinder geschrieben – bislang als ebendies – eine Kindergeschichte – empfunden hat, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen. Vor allem bei den beiden jüngsten Zwergen, Fili und Kili, hört man förmlich schon die Schwerter klirren. Ihre Mit-Zwerge bezeichnen sie im dritten Production Video vom Set als „Boygroup“ Mittelerdes. Dasselbe Video zeigt John Ryhs-Davies, besser bekannt als Gimli, zu Besuch am Set, wo er seinen Vater Gloin auf das Herzlichste begrüßt. Die „neuen“ Zwerge bedauert Rhys-Davies bei dieser Gelegenheit aufrichtig und wünscht ihnen schon einmal viel Spaß, wenn Jackson sie das erste Mal in voller Rüstung einen Berg hinauf jagen wird...

„Der Hobbit – Eine unerwartete Reise“ soll am 14. Dezember 2012 in die Kinos kommen, Teil 2 mit dem Titel „Der Hobbit – Hin und zurück“ am 12. Dezember 2013. Beide Filme werden nacheinander digital in 3D gedreht, selbstverständlich in Mittelerde, sprich Neuseeland.

2. newsBEAT
Von „Avatar“ bis „Yoda“: 4.000 Filmliebhaber küren das Volks-Alien
Die wahren Stars der Leinwand sind nicht von dieser Welt: Seitdem es das Kino gibt, lässt sich der Zuschauer von den seltsamsten, außerirdischen Kreaturen faszinieren - egal ob grünes Männchen, extraterrestrisches Zotteltier oder schleimiges Weltraum-Monster. Würde man die unterschiedlichen Vorstellungen der beliebtesten Außerirdischen zu einem ultimativen Super-Alien kombinieren, entsteht vielleicht einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten. „Lovefilm“, Europas größter Online-Filmverleih, ist der Faszination Alien nachgegangen und hat in einer Umfrage seine Mitglieder zu ihren Vorstellungen und ihren Lieblings-Aliens aus Film und Fernsehen befragt. Rund 4.000 Teilnehmer wählten ihre Favoriten: Ob „Yoda“ aus der „Star Wars“- Reihe, „Mr. Spock“ aus „Star Trek“, „Alf“ aus der gleichnamigen TV-Serie oder das Alien aus der Horrorreihe „Alien“ – die Klassiker liegen vorne.
 
Unterschiedlicher könnten die beliebtesten Film-Aliens nicht sein: Ein weiser Yoda, ein hochintelligenter Mr. Spock, der lustige Alf und das schreckliche Alien. Kann man aus der Vielfalt der Fantasie-Kreaturen das einzig wahre Super-Alien kreieren? Ein Mann kann: Der internationale Star-Illustrator Timo Wuerz („Der Rockstar der Comic-Szene“, Süddeutsche Zeitung) hat das Ergebnis der „Lovefilm“-Umfrage visualisiert und damit Deutschlands „Volks-Alien“ geschaffen.
 
Dr. Viktoria Wasilewski, Film-Expertin bei „Lovefilm“: „Unsere Kunden lieben Alien-Filme. Sie werden besonders oft ausgeliehen. Wir haben mehrere tausend Science Fiction- und Fantasy-DVD/ Blu-rays in unserem Sortiment. Man kann mit „Alf“ ebenso lachen, wie sich mit dem „Alien“ gruseln.“
 
Umfrageergebnis:
:: Yoda (Star Wars)
:: Alf (Der Film, 1995)
:: Mr. Spock (Star Trek)
:: Das Alien (Alien, 1979)
:: Leeloo (Das fünfte Element, 1997)
:: Optimus Prime (Transformers)
:: Neytiri (Avatar, 2009)
:: Paul (Paul – ein Alien auf der Flucht, 2011)
:: Leela (Futurama)
:: Stitch (Lilo & Stitch)
:: Prot (K-Pax – alles ist möglich, 2001)
:: Die Marsmännchen (Mars Attacks, 1996)
:: Christopher (District 9, 2009)
:: Megamind (Megamind, 2010)
:: Serleena (MIB II, 2002)
:: John alias Nummer 4 (Ich bin Nummer 4, 2011)
:: Newton (Der Mann, der vom Himmel fällt, 1976)
:: Dren (Splice – das Genexperiment, 2009)
Captains Table stoppt Ticketverkauf aus organisatorischen Gründen
Zum mit Spannung erwarteten „Captains Table – A FedCon Special“, wo mit Sir Patrick Stewart (ST:TNG Captain Jean Luc Picard) und Kate Mulgrew (ST:VOY Captain Kathrin Janeway) auch Avery Brooks (ST:DS9 Captain Benjamin Sisko) als weiteres Highlight eines sehr interessanten Trios zu Gast sein wird, gibt es folgende neue Informationen:
 
Aus organisatorischen Gründen stoppt der Veranstalter ab Mitte der kommenden Woche den Ticketverkauf und den Vorverkauf der Autogrammgutscheine für die „Captains Table“ vom 10. bis 11. September. Auch Hotelzimmer können dann nicht mehr online vorbestellt werden.
 
Natürlich wird es auch Tickets und Autogrammgutscheine vor Ort geben, ebenso Tageskarten, bloß Zimmerreservierungen im derzeit noch nicht ausgebuchten Düsseldorfer Maritim Hotel können dann nicht mehr garantiert werden. Besonders hinzuweisen ist hier auf die Sonderregelung, dass für die „Captains Table“ auch eine einzelne Übernachtung gebucht werden kann.
„Perry Rhodan“-WeltCon 2011: Weitere Gäste aus der europäischen Wissenschaft
Die ESA (European Space Agency) ist einer der festen Partner beim „Perry Rhodan“-WeltCon 2011; bereits im Vorfeld hat sie das Science-Fiction-Ereignis des Jahres unterstützt. Im Kongresszentrum Rosengarten präsentiert sich die ESA mit einer Reihe von Ausstellungsgegenständen; darunter sind Satellitenmodelle und Schautafeln.
 
Die Organisation, die unter anderem Raumfahrzeugträger, Satelliten und Bodenanlagen entwickelt und dafür sorgt, dass Europa bei Raumfahrtvorhaben weltweit weiterhin an der Spitze bleibt, wird sich außerdem mit Vorträgen am WeltCon beteiligen.
 
Dr. Markus Landgraf, der ein Diplom in experimentaler Elementarteilchenphysik erwarb und seine Doktorarbeit über Kosmophysik schrieb, hält einen Vortrag zur aktuellen Forschung - nach bisheriger Planung wird er am Sonntag, 2. Oktober 2011, sprechen.
 
Der Raumfahrtingenieur Rainer Kresken beleuchtet unter dem Titel „Waren Menschen auf dem Mond?“ in seinem Vortrag Fakten und Verschwörungstheorien. Informativ und unterhaltsam erklärt er, warum die Astronauten tatsächlich auf dem Mond herumspazierten - und nicht etwa in Hollywood. Sein Vortrag ist für den Freitag, 30. September 2011, angesetzt.
 
Übrigens wird wohl ein deutscher Astronaut am WeltCon teilnehmen; zur Stunde ist leider noch nicht hundertprozentig klar, wer genau es sein wird. Dr. Markus Landgraf und Rainer Kresken haben ihre Teilnahme bereits bestätigt.
 
Der "Perry Rhodan"-WeltCon 2011 findet vom 30. September bis zum 2. Oktober 2011 im Kongresszentrum Rosengarten in Mannheim statt.
„Star Trek“-Kostümrekord der diesjährigen „FedCon XX“ wurde überboten
Wie der „Offizieller Star Trek Fanclub“ mitteilt, ist der Rekord der meisten verkleideten „Star-Trek“-Fans an einem Ort erneut gebrochen worden. Bei der „Offiziellen Star Trek Convention“ in Las Vegas vom vergangenen Wochenende haben sich 1.040 Fans im Kostüm versammelt. Eine großartige Leistung zur Feier des 45. Geburtstages von „Star Trek“.
"Old Rocketman - ein Tag in der Raumfahrerkneipe"
Für alle Science-Fiction-Fans aus dem Rhein-Main-Gebiet kommt hier ein Veranstaltungshinweis. Der „Science-Fiction-Club Deutschland“, der „Buchmesse-Convent“ und der im Fandom wohlbekannte Journalist Robert Vogel organisieren für den 27. August ein Fan-Event in Darmstadt.
 
Neben zahlreichen Informationsständen erwartet die Besucher hinsichtlich des Programms unter anderem ein buntes Spektrum aus abwechslungsreichen Vorträgen. Hier beispielsweise zu „Raumpatrouille Orion“ von Josef Hilger, 50 Jahre „Perry Rhodan“ von Uwe Anton, "Die Zukunft der europäischen Raumfahrt" von Mike McKay (ESOC), oder auch "50 Jahre Wostok-1 - Yuri Gagarins Flug in die Geschichte" von Rainer Kresken (ESOC).
 
Wer Zeit und Lust hat, sollte sich auf dem Event mit vielen Fangruppen sehen lassen.
„Eureka“ wird mit der fünften Staffel eingestellt
Die Hoffnung starb zuletzt. Ursprünglich sollte noch eine sechs Folgen lange abschließende sechste Staffel von „Eureka – Die geheime Stadt“ produziert werden, doch jetzt kam das endgültige "Aus" doch schon früher. Die Serie soll nun laut offizieller Verlautbarung des produzierenden Senders „SyFy“ bereits mit dem Ende der fünften Staffel wegen sinkender Marktanteile und steigender Produktionskosten ihr Ende finden.
Jahreswechsel mit der TreWa-Con
Wer einmal den Jahreswechsel unter Science-Fiction Fans mit Parties, Rollenspiel, Videos, Games, Sport, Spiel, Geisterbahn etc. verbringen möchte, hat dieses Jahr auf der TreWa-Con (Trek/Wars), einer Veranstaltung von Fans für Fans, die sich über eine Woche erstreckt, die Gelegenheit dazu. Die TreWa findet vom 27.12.2011 bis zum 04.01.2012 bereits zum 56. Mal statt. Veranstaltungsort ist Miltenberg in Bayern. Informieren und anmelden kann man sich unter www.trewacon.de

3. Drachengasse 13, eine kommende Sucht?
von Frank Hebenstreit
Begeisterung! Begeisterung pur.
 
So kurz und knapp lässt sich der nachhaltige Eindruck über die ersten beiden Bände der Jugendbuchserie „Drachengasse 13“ zusammenfassen. Das will schon was heißen. Beide Bücher sind am 07.Juli 2011 bei Egmont unter dem Label Schneider Buch erschienen.
 
Die Bücher „Schrecken über Bondingor“ und „Geister aus der Tiefe“ bieten einen optisch hochwertigen Eindruck. Allein durch die komplementäre Farbgebung und eine klar greifbare Titelbildgestaltung wird das Genre Jugendbuch problemlos transportiert. Der Leser bekommt sofort eine Idee zum Inhalt der Bücher, die nicht zu viel verrät. So schafft sich eine Bindung bereits nur beim Hinsehen. Es spricht sehr für das Konzept, dass diese Idee zum jeweiligen Buch eine Erwartung schürt, die dann inhaltlich erfüllt wird. Dafür soll und muss ein ausdrückliches Lob an Michael Bayer für die Gestaltung gehen. 
 
Beim Aufschlagen fällt dann sofort auf, dass das schlüssige Konzept weiter getragen wird. Die Vorstellung der Stadt Bondingor und der Helden der Geschichte gleicht einem zufälligen Kennenlernen und leitet ohne zu stocken direkt in die Geschichte. Ein sehr schöner Effekt von Band 1 zu Band 2 ist, dass die Heldenvorstellung sich erst in Band 2 erweitert. Da wird nicht einfach überall der gleiche Satz genommen, sondern der Geschichte entsprechend findet ein Charakter erst nach seiner Einführung einen Platz in der Auflistung. An solchen Punkten wird die Liebe zum Detail deutlich, die man von einem guten Jugendbuch auch erwarten darf.
 
Inhaltlich sind Parallelen zu bekannten Serien wie 5 Freunde, 3 Fragezeichen oder TKKG nicht zu bestreiten. Während manchem Buch der Bezug zu Bekanntem eher den Hals bricht, merkt man den Spaß an der Geschichte hier von der ersten Seite an. Nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig Worte für Beschreibungen zeichnen beide Bücher genau so aus, wie eine klare Struktur der Geschichte. Die Einflüsse des Bekannten haben hier Ihre Fortsetzung in einer magischen Phantasiewelt gefunden, ohne dabei mit Masse zu überfordern. Die jeweils knapp 190 Seiten sind voll mit allem, was ein jugendlich abenteuerliches Herz begehrt, auch wenn es in einer gestandenen Frau oder Mann mittleren Alters schlägt.
Der Preis von 8,99 € ist dann eher die Überraschung an diesen Büchern, da die Haptik und die Ausgestaltung mehr vermuten lassen. Die von Egmont als Schneider Buch verlegten Bücher führen somit die Tradition des im wahrsten Sinne des Wortes preiswerten Buches für jede Altersklasse fort. Bitte weiter so.  
 
Drachengasse 13 war für mich ein Ausflug zurück in die eigene Jugend. Endlich habe ich wieder etwas gelesen, was mich nicht nur mit fiebern lässt, sondern mir auch Bilder macht.
 
Das habe ich zum Anlass genommen beide Autoren mit allen Fragen zu bombardieren, die mir so eingefallen sind.
 
 
Corona Magazine (CM): Wie kommen zwei Autoren, die in ganz unterschiedlichen Städten wohnen, dazu ein gemeinsames Buch zu schreiben?
Christian Humberg (CH): Na, so unterschiedlich sind die Städte nicht, zumindest nicht geographisch. Von Mainz nach Wiesbaden geht’s schlicht über eine Brücke … Bernd und ich kennen uns aus gemeinsamen Studientagen an der Mainzer Universität und schreiben schon seit Ewigkeiten – solo und im Doppelpack. Unsere ersten Gemeinschaftsproduktionen waren Zeitschriftenartikel und Kolumnen, unter anderem für die SpaceView. Danach wagten wir uns mit „Das schleichende Grauen“, einem Buch aus Wolfgang Hohlbeins „Hexer“-Serie, an die Belletristik und merkten, dass wir auch da gut als Team arbeiteten. Schon kurz nach dem „Grauen“ dachten wir deshalb über weitere gemeinsame Belletristikprojekte nach.
 
CM: Vom ersten Gedanken bis zum fertigen Manuskript ist wie viel Zeit ins Land gegangen?
CH: Wie gesagt, planten wir die Reihe schon, seit wir „Das schleichende Grauen“ veröffentlichten und dafür begeisterte Kritiken bekamen. Das muss so um 2008/2009 gewesen sein.
Bernd Perplies (BP): Nach einer größeren Tour durch die Verlage, kamen wir dann im Herbst 2010 mit SchneiderBuch zusammen, die am liebsten gleich zwei Bände in ihr Frühjahrsprogramm aufgenommen hätten. Wir mussten diese Begeisterung etwas bremsen und haben uns auf ein Schreiben um den Jahreswechsel und ein Erscheinen Anfang Juli 2011 geeinigt.
 
CM: Woher stammt der erste Grundgedanke zu diesen Geschichten?
CH: Wir wussten von Anfang an, dass wir eine Kinderbuchserie im Stile derer machen wollten, die wir selbst gern gelesen hatten. Natürlich orientierten wir uns auch stark am aktuellen Markt in diesem Segment, doch die Grundlage blieb unsere eigene kindliche Begeisterung für „Die drei Fragezeichen“, „Fünf Freunde“ und Konsorten.
 
CM: Man liest vieles, was einem eher bekannt vorkommt. Eine Clique von 3 unterschiedlichen Charakteren, die um einen weiteren Bestandteil erweitert wird, in einem magischen abenteuerlichen Umfeld. Eigentlich das Paradies für Kids und Jugendliche. War das von Anfang so geplant?
BP: Absolut. Denn mal ganz ernsthaft: Welche Alternativen gibt es denn? In einer Kinderbuchreihe sollte eine Gruppe Kinder die Hauptrolle spielen. Und deren Charaktere sollten möglichst unterschiedlich sein, um sie für die Leser gut greifbar zu machen und damit auch der Gedanke des „gemeinsam sind wir stark“ befördert wird. Jede von den Figuren ist auf ihrem Feld ein Spezialist, aber zusammen erreichen sie mehr als jeder für sich. Ein bisschen Humor darf auch sein – hier kommt Fleck ins Spiel –, und wenn man keinen sozialkritischen Jugendroman schreibt, sollte das Umfeld lieber spannend sein. Das kann die englische Küste sein oder Rocky Beach oder eben Bondingor.
 
CM: Wenn sich das entwickelt hat, wie hat es sich entwickelt?
BP: Sehr gut, danke. Mit jedem Roman wird Bondingor größer und bunter. Wir haben viel Spaß daran.
 
CM: Musstet Ihr abspecken, weil es irgendwann zu viel wurde?
CH: Bislang nicht – und ich sehe da auch keine Gefahr. Bondingor ist so konzipiert, dass unsere Phantasie genauso Platz hinter ihren Stadtmauern findet, wie die unserer Leser. Was wären wir für Autoren, wenn wir gute Einfälle außen vor ließen?
 
CM: Und bei der Masse, die es davon gibt, wie unterscheidet Ihr Euch nach eigener Meinung davon?
BP: Gibt es wirklich so viele Urban-High-Fantasy-Kinderbuchreihen? Ich kenne keine einzige, aber ich muss auch gestehen, dass ich vor allem Science-Fiction für Erwachsene lese. Nichtsdestoweniger denke ich, dass unser Ansatz, eine Kindergruppe wie in „TKKG“ zu nehmen, aber in eine Fantasy-Großstadt zu versetzen, einen Schmelztiegel der Völker und Geschichten, relativ unverbraucht ist. Wir bedienen hier gleich zwei Dinge, die junge Leser mögen: das Konzept der fröhlichen Kinderbande und das Setting einer fantastischen Stadt, die voller Zwerge und Elfen und Kobolde und Zauberer und Drachen ist.
 
CM: Wer von Euch beiden hat sich mit welcher Charaktereigenschaft selbst in das Buch geschrieben?
CH: Mir ist nicht bewusst, dass ich das überhaupt getan hätte. Okay, ich bin manchmal albern wie ein Kobold, verwirrt wie ein Magier und genießerisch wie Gump. Zählt das? Eigentlich sind Helden aber eher Ideale denn Kopien ihrer Schöpfer.
BP: Ist doch ganz klar! Ich bin Feylor von Garsting und Christian ist Glukk. Nein, Spaß beiseite, eigentlich bin ich Sardor und Christian ist Klynt. Nein, Spaß beiseite, wir sind die drei alten Zwerge aus dem Luttenpark. So, jetzt aber wirklich Spaß beiseite …
CH: Okay, ich muss das korrigieren. Bernd ist albern wie ein Kobold.
 
CM: Die Geschichten könnte man ja auch als Aufforderung zu zivilem Ungehorsam deuten. Wir Kinder wissen, was getan werden muss, und wenn es das Leben erfordert, dann schmeißen wir eben mal ein Versprechen, das wir einem Erwachsenen gegeben haben, über Bord. Und das geht dann am Ende haarscharf, aber gut aus. Ist das der Plan?
CH: Lang lebe Pippi Langstrumpf! Aber von Aufforderung zum zivilen Ungehorsam würde ich nicht wirklich reden. In einer Serie für Kinder, deren Helden Kinder sind, liegt es doch auf der Hand, dass Kinder auch die Abenteuer bestehen und die nötigen Antworten finden müssen. Nicht die Erwachsenen. Jedes Kind wäre enttäuscht, wenn am Ende Ritter Ronan die Kastanien aus dem Feuer holt – immerhin liest es die Geschichten, um Tomrin, Hanissa, Sando und Fleck beizustehen. Klar schlagen unsere Helden mitunter über die Stränge – aber das tun Kinder nun einmal, auch außerhalb der Literatur. Und das sollen sie auch.
 
CM: Wart ihr selbst solche Abenteuerkinder?
CH: Auf jeden Fall. Ich hatte nahezu wöchentlich eine neue Bande und erlebte alle Abenteuer, die dir dein Eifeldorf und deine Phantasie ermöglichen.
BP: Wobei der Unterschied im Begriff „Phantasie“ liegt. Natürlich bin ich nicht durch Wiesbaden gerannt, um der Kripo die Arbeit abzunehmen, wenn mal irgendwo eine Bankfiliale ausgeraubt worden ist. Aber ebenso natürlich habe ich mit Freunden Leute in unserem Dorf beschattet, Baumhäuser gebaut, einen „Tiefbunker“ in Elterns Garten gebuddelt und ein elendes Kellerloch begeistert Bandenhauptquartier genannt.
 
CM: Wenn das mit dem Abwägen mal nicht funktioniert hat, kommt ja mal irgendwann der Zeitpunkt zum Beichten. Auch das habt ihr ja schon beschrieben. Habt Ihr beim Schreiben auch gezittert und Schweißflecken bekommen?
CH: Aus Angst um unsere Helden? Aus Angst vor Ritter Ronans Standpauke? Absolut nicht. Der Vorteil eines Schreibens nach Exposé besteht darin, dass du die Handlung schon ziemlich genau kennst, wenn du sie schreibst. Dann überrascht dich der Roman eher selten.
 
CM: Werden Eure Kids altern, wie es ein bekannter Zauberlehrling vorgemacht hat oder bleiben sie wie die altbekannten Serien eigentlich immer in einem bestimmten Alter? Werden wir irgendwann mal in jeder Ecke Bondingors gewesen sein?
BP: Gegenwärtig gehen wir eher vom „TKKG“- als vom „Harry Potter“-Schuljahr aus. D.h. die Kinder werden erstaunlich viele Osterferien erleben, in denen sie sich ins Abenteuer stürzen können. Nein, tatsächlich halten wir die ganze Zeitgeschichte absichtlich vage. Zwar kann man die Romane in Reihe lesen und wird auch immer mal wieder kleine Bezüge zu früheren Geschichten finden, aber wir geben keine genauen Datumsangaben und Zeitspannen an, wann die einzelnen Romane spielen. Das erlaubt uns zumindest im Moment noch, zu behaupten, dass alle Geschichten in ein und demselben Jahr spielen.
Dass wir irgendwann ganz Bondingor erforscht haben, ist theoretisch sicher möglich. Aber es würde mich wundern, wenn das in absehbarer Zeit der Fall ist. Wie viele Filme spielen in New York? Wie viele in Paris? Und in keiner der beiden Städte gibt es Elfen und Zauberer! Glaubt uns, in Bondingor geht noch einiges. Wir haben allein schon ein knappes Dutzend Geschichten im Kopf, eine völlig anders als die andere.
 
CM: Wird das Zauberverbot für Mädchen gelockert?
CH: Gute Frage. Die Antwort darauf findet sich sicherlich in einem zukünftigen Band „Drachengasse 13“.
BP: Unwahrscheinlich. Ansonsten gäbe es ja nachher jemanden, der den Magistern vorführen würde, dass sie ein Trupp orientierungsloser, verschwurbelter, alter Männer sind.
 
CM: Happy End, ein Muss?
CH: In dem Segment unbedingt.
 
CM: Letzte Frage: Wie lange müssen wir noch auf Band 3 warten? Gibt es schon einen fixen Erscheinungstermin, bzw. einen klitzekleinen, vielleicht Corona-Magazin exklusiven Einblick ins aktuelle Geschehen?
BP: Band 3 erscheint im Januar 2012 und Band 4 im Juli. Und um einen klitzekleinen, exklusiven Ausblick zu bieten: Band 3 wird vor allem nördlich des Fleet spielen, Band 4 südlich davon.

4. Proto Anime Cut: Visionen von Tokio
von Christian Spließ
Häuserschluchten gleiten über den Bildschirm, tief in ihnen bewegen sich Menschenmassen emsig duch die schmalen Straßen. Die Kamera gleitet über diese Stadt hinweg, fasst immer wieder die Panoramen am Horizont ins Auge. Der Dokumentarfilm zu Beginn der Ausstellung „Proto Anime Cut“ stellt die Realität vor die Vision. Denn das Zukünftige, Visionäre basiert in den Werken der im Dortmunder U versammelten 6 Animezeichner auf der Realität. In den 90ger Jahren schufen sie mit „Real-Kei“ eine Richtung im Anime-Genre, die auf detaillistische, greifbare Szenarien setzt. Wie jede gute Science-Fiction basieren auch ihre Arbeiten auf dem, was momentan vorhanden ist und dem was vorhanden sein könnte.
 
Eine Ausstellung zum Thema Anime verengt naturgemäß die Sichtweise, muss sie fokussieren. Jede Woche laufen an die 40 Serien im japanischen Fernsehen, 10 Animefilme werden jährlich in die Kinos gebracht. Kurator Stefan Riekeles konzentriert sich daher auf 6 Künstler, die miteinander an Werken wie „Neon Genesis Evangelion“, „Ghost in the Shell“ - Teil 1 und 2 – oder „Dimension Bomb“ gearbeitet haben: Hideako Anno, Haruhiko Higami, Koji Morimoto, Hiromasa Ogura, Mamoru Oshii sowie Takashi Wakabe. Dabei interessierte Riekeles neben den Erzeugnissen, die vor den Filmen entstanden – Skizzen, Notizbüchern, Designhintergründen – vor allem die Darstellung der Stadt im Werk der 6 Künstler. Angefangen von dem Gegensatz zwischen altem Haus und futuristischen Gebäuden in „Patlabor: The Movie“ bis hin zu den versenkbaren Hochhäusern Neo-Tokios aus „Neon Genesis Evangelion“. Bevor die imaginären Räume erkundet werden können, wird der Besucher der Ausstellung daher erstmal geerdet. Wird informiert über die Zusammenarbeit der Künstler und über das Tokio der realen Welt, bevor Mamoru Oshii mit seinen Bildwelten auf den Schirm kommt.
 
Nach knapp 40 Minuten Handlung gönnt sich Oshii in seinen Animes immer etwas Besonderes: Die Handlung steht still, der Protagonist schlendert durch die Stadt, untersucht sie. Oshii lässt in diesen Minuten der imaginären Stadt genügend Raum um sie erlebbar und begreifbar zu machen. Der Hauptmerk in diesem 'Ausstellungs-Raum liegt aber in der Gegenüberstellung zwischen dem bewegten Bild und dem gezeichneten: Während auf der großen Leinwand 2 Minuten 22 Sekunden aus „Patlabor: The Movie“ ablaufen, hängen an der Wand genau die Bilder, aus denen diese kurze Sequenz besteht. Es sind die Originale, die später abgefilmt wurden und in Bewegung gerieten. In ihnen spiegelt sich die bewegte Kamera wieder – die Ränder sind ausgefranst, da die Kamera hier nichts erfassen soll, Hochhäuser hören knapp über den Horizont auf um den Eindruck von Tiefe zu vermitteln und dort, wo der spätere Focus der Aufnahme liegt, wird scharfgezeichnet, werden die Details sichtbar und treten hervor. Spezielles Glas sorgt dafür, dass die verschiedenen Ebenen deutlich erkennbar werden. Auf einer Glasfläche liegt der Hintergrund, eine zweite fügt Details dazu, eine dritte Glasfläche wiederum rückt die Verkehrsampel in den Vordergrund. Bewegung wird durch das Verschieben der Ebenen erzeugt.
 
Dass „Ghost in the Shell“ und „Neon Genesis Evangelion“ breiten Raum einnehmen darf angesichts der Bedeutung dieser Werke nicht verwundern. Dabei steht „NGE“ als Beispiel für ein erfolgreiches Franchise. Vor kurzem erst wurden wieder Filme auf der Basis der erfolgreichen Serie auf den Markt gebracht. Der Kontrast zwischen den riesigen Robotern, den Gebäuden und den riesigen angreifenden Aliens wird durch mehrere Ausschnitte aus „Evangelion 1.0 – You are (not) alone“ dargestellt. Wie feinteilig die Skizzen sind, die später von den Animateuren ausgefüllt werden ist später im Film nicht mehr zu sehen. Nur die Entwürfe mit ihren Röhren, Leitungen und Stahlstreben vermitteln ein Bild davon, wie stark visuell die Künstler schon beim Entwerfen ihrer Werke vorgehen. So entwirft Takashi Watabe für den Manga „Sarah“ eine ganze Abfolge von Szenen, die im späteren Manga keine Rolle mehr spielen werden: Der Hauptcharakter durchwandert die Wüste und trifft auf die Überreste eines außerirdischen Raumschiffes. Doch diese Zeichnungen mit ihren Details und ihren analogen Zooms sind nur Anleitungen für den Manga-Autor Takumi Nagayasu. Für den Manga selbst spielen sie dann keine Rolle mehr. Es ist nur die Andeutung eines Settings, ein Erschaffen eines virtuellen Raumes für die Gedankenwelt des Autors. Dabei setzt Watabe zwar auch 3D-Modelle ein – ein Beispiel aus dem Manga „Sarah“ zeigt dies – doch sind auch dies nur Vorlagen, perspektivische Skizzen, die später von Hand übertragen werden. Den Entstehungsprozess kann man hier besonders deutlich sehen: Links die Entwürfe, rechts die fertigen Szenen. Für „Sarah“ wollten die Macher noch mehr Details, noch mehr Glaubwürdigkeit. Watabes Zeichnungen vermitteln genau dies.
 
Koji Morimotos Musikvideo „EXTRA“ flimmert über einen Bildschirm. Auch hier ein Blick in Straßenschluchten, von oben herab, ein Zoom in die Szenerie, ein Labyrinth von verwinkelten Hinterhöfen und engen Gässchen. Menschen und menschenähnliche Wesen beleben in diesem Werk die Stadt. 1996 wurde dieses Video von MTV zum „Dance Video of the Year“ gewählt und löste mit der Optik und den seltsamen Wesen ein vermehrtes Interesse an Animes aus. Auch in Deutschland. Wobei die Deutschen in den 70gern ohne es zu wissen mit dem Anime-Genre in Berührung kamen wenn sie im ZDF die Serie „Heidi“ verfolgten. Doch erst mit „Sailor Moon“ stieg das Intesse an der Kunst aus Japan. Zuerst nur als Kinderfernsehen akzeptiert, sendete VOX später anspruchsvollere Werke und strahlte sogar „Neon Genesis Evangelion“ zu nachtschlafender Zeit aus. Morimoto ist eine Ausnahme unter den sechs Künstlern: Während es sonst Art Directors, Storyboard Designer oder Experten für Hintergründe gibt, zeichnet Morimoto alles selbst. Aus den Konzeptentwürfen für „EXTRA“ stammt auch das Plakatmotiv für die Ausstellung: Ein Mädchen, das eine Pistole zückt.
 
„Proto Anime Cut“ im HMKV auf der dritten Etage im Dortmunder U lässt das Herz eines jeden Anime-Fans höher schlagen – besonders, weil es derzeit nur noch in Bonn eine vergleichbare Ausstellung über das Genre in Deutschland gibt. Abgerundet wird die Ausstellung dann im September noch mit einer Filmreihe im Rahmen des „Japan Media Arts Festivals“.

5. TV-Vorschau
(22. August 2011 - 04. September 2011)
Besuchen Sie auch die Online-Version der TV-Vorschau und stellen Sie sich dort Ihr persönliches Fernsehprogramm zusammen.

Colorcode:PayTVÖsterreichSchweiz
Montag, 22. August 2011
12:30 UhrEarth: Final Conflict
Die Schattenkrieger
2x16Tele 5Wdh.
13:20 UhrSmallville
Schlechte Leute, einst wie Heute
1x14Tele 5Wdh.
14:15 UhrStargate
Hilfe aus der Traumwelt
6x19Tele 5Wdh.
15:10 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Die Sorge der Aldeaner
1x17Tele 5Wdh.
15:25 UhrHancock
Will Smith als John Hancock, ein Superheld mit Alkoholproblemen bekommt einen PR-Berater um sein Ansehen zu retten
US
2008
Pro7Wdh.
16:10 UhrEarth: Final Conflict
Unter Drogen
2x17Tele 5Wdh.
17:10 UhrSmallville
Blütenterror
1x15Tele 5Wdh.
18:10 UhrStargate
Vergangenheit
6x20Tele 5Wdh.
19:05 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Ein Planet wehrt sich
1x18Tele 5Wdh.
20:15 UhrLast Action Hero
Arnold Schwarzenegger als Jack Slater, ein Supercop im Kino. Als es ein Junge schafft durch eine magische Kinokarte in seinen Film zu kommen, und der Bösewicht mit dem selben Trick in die reale Welt, beginnt sein größtes Abenteuer.
US
1993
Kabel1Wdh.
20:15 UhrFringe - Grenzfälle des FBI
Unsterblich
3x13Pro71st
20:15 UhrCSI:NY
Bauchschuss
6x21VOX1st
21:15 UhrVampire Diaries
Rache
2x13Pro71st
22:50 UhrRunning Man
Arnold Schwarzenegger wird gezwungen, in einem brutalen Jagdspiel mitzuspielen. Aber der Gejagte kann auch zum Jäger werden.
US
1987
Kabel1Wdh.
23:05 UhrCSI: Miami
Vorschnell
5x20SF2Wdh.
23:50 UhrFringe - Grenzfälle des FBI
Unsterblich
3x13SF2Wdh.
00:40 UhrDr. House
Kündigung
3x22SF2Wdh.
00:45 UhrLast Action Hero
Arnold Schwarzenegger als Jack Slater, ein Supercop im Kino. Als es ein Junge schafft durch eine magische Kinokarte in seinen Film zu kommen, und der Bösewicht mit dem selben Trick in die reale Welt, beginnt sein größtes Abenteuer.
US
1993
Kabel1Wdh.
01:00 UhrCSI NY
Bauchschuss
6x21ORF1Wdh.
Dienstag, 23. August 2011
10:20 UhrEUReKA - Die geheime Stadt
Es ist nicht leicht, grün zu sein
3x12Pro7Wdh.
12:30 UhrEarth: Final Conflict
Unter Drogen
2x17Tele 5Wdh.
13:20 UhrSmallville
Blütenterror
1x15Tele 5Wdh.
14:15 UhrStargate
Vergangenheit
6x20Tele 5Wdh.
15:10 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Ein Planet wehrt sich
1x18Tele 5Wdh.
16:10 UhrEarth: Final Conflict
Die Entführung
2x18Tele 5Wdh.
17:10 UhrSmallville
Wie ein kleiner Bruder
1x16Tele 5Wdh.
18:10 UhrStargate
Jonas' Visionen
6x21Tele 5Wdh.
19:05 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Prüfungen
1x19Tele 5Wdh.
20:15 UhrCSI: Miami
Im Sumpf des Verbrechens
5x23RTLWdh.
20:15 UhrMerlin (1)
Die Artus-Sage aus der Sicht von Merlin, dem Magier.
US/UK
1998
Sci FiWdh.
21:15 UhrCSI: Miami
Von Natur aus böse?
5x24RTLWdh.
00:30 UhrCSI: Miami
Im Sumpf des Verbrechens
5x23RTLWdh.
00:45 UhrBlade: Trinity
Wesley Snipes als Blade der vampirische Vampirkiller. Dieses mal mit Verstärkung, denn Dracula höchstpersönlich muss das Heulen und Zähneklappern beigebracht werden.
US
2004
SF2Wdh.
Mittwoch, 24. August 2011
10:20 UhrEUReKA - Die geheime Stadt
Wenn ihr gebaut habt, kommen sie
3x13Pro7Wdh.
12:30 UhrEarth: Final Conflict
Die Entführung
2x18Tele 5Wdh.
13:20 UhrSmallville
Wie ein kleiner Bruder
1x16Tele 5Wdh.
14:15 UhrStargate
Jonas' Visionen
6x21Tele 5Wdh.
15:10 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Prüfungen
1x19Tele 5Wdh.
16:10 UhrEarth: Final Conflict
Die Vertrauensfrage
2x19Tele 5Wdh.
17:10 UhrSmallville
Nur die Asche bleibt zurück
1x17Tele 5Wdh.
18:10 UhrStargate
Der Kreis schließt sich
6x22Tele 5Wdh.
19:05 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Worfs Brüder
1x20Tele 5Wdh.
20:15 UhrImmortal - Die Rückkehr der Götter
Im jahre 2095 ist der ägyptische Gott Horus auf die Erde zurückgekehrt um seine Unsterblichkeit wieder auf zu frischen. Und sowas ist doch niemals so einfach wie es sich im ersten Moment anhört.
FR/IT
2004
Kabel1Wdh.
20:15 UhrThe Core - Der innere Kern
Der Erdkern hat aufgehört sich zu drehen. Um die Vernichtung der Welt abzuwenden machen sich ein paar Wissenschaftler auf ins Erdinnere
GB/US
2003
Sat1Wdh.
20:15 UhrMerlin (2)
Die Artus-Sage aus der Sicht von Merlin, dem Magier.
US/UK
1998
Sci FiWdh.
22:15 UhrFinal Destination
Ein paar Jugendliche überleben einen Flugzeugabsturz. Doch der Tod hat sie immer noch auf der Liste...
US
2000
Kabel1Wdh.
22:45 UhrSpiel auf Zeit
Nicolas Cage als Polizist, der nicht an einen Einzeltäter bei einem Attentat auf einen Politiker glaubt, und deswegen erst einmal alle Zuschauer eines Boxkampfes festhält.
US
1998
SF2Wdh.
23:05 UhrBones - Die Knochenjägerin
Das Recht und die Befangenheit
2x14ATVplusWdh.
23:30 UhrGalactica III - Das Ende einer Odyssee
Die Galactica hat endlich die Erde entdeckt. Doch die Zylonen sind ihnen eng auf den Fersen.
US
1980
Sci FiWdh.
00:00 UhrSmallville
Hypnose wider Willen
9x14RTL2Wdh.
00:05 UhrImmortal - Die Rückkehr der Götter
Im jahre 2095 ist der ägyptische Gott Horus auf die Erde zurückgekehrt um seine Unsterblichkeit wieder auf zu frischen. Und sowas ist doch niemals so einfach wie es sich im ersten Moment anhört.
FR/IT
2004
Kabel1Wdh.
00:55 UhrHeroes
Die Firma
1x17RTL2Wdh.
Donnerstag, 25. August 2011
10:20 UhrEUReKA - Die geheime Stadt
Ein Schiff kommt selten allein
3x14Pro7Wdh.
12:30 UhrEarth: Final Conflict
Die Vertrauensfrage
2x19Tele 5Wdh.
13:20 UhrSmallville
Nur die Asche bleibt zurück
1x17Tele 5Wdh.
14:15 UhrStargate
Der Kreis schließt sich
6x22Tele 5Wdh.
15:10 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Worfs Brüder
1x20Tele 5Wdh.
16:10 UhrEarth: Final Conflict
Die Wunderwaffe
2x20Tele 5Wdh.
17:10 UhrSmallville
Clark Kent for President!
1x18Tele 5Wdh.
18:10 UhrStargate
Alles auf eine Karte
1x06Tele 5Wdh.
19:05 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Die Waffenhändler
1x21Tele 5Wdh.
20:15 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Die Seuche
1x22Tele 5Wdh.
21:05 UhrBones - Die Knochenjägerin
Schrottskulptur mit Schädel
4x07ATVplusWdh.
21:15 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Die schwarze Seele
1x23Tele 5Wdh.
22:15 UhrCSI: Den Tätern auf der Spur
Brandgefährlich
6x17RTLWdh.
22:15 UhrAkte X - Die unheimlichen Fälle des FBI
Der Regenmacher
6x07Tele 5Wdh.
23:10 UhrCSI: Den Tätern auf der Spur
Geschwisterbande
6x18RTLWdh.
23:45 UhrDer weiße Hai 2
Ein weißer Hai terrorisiert schon wieder den kleinen Ferienort Amity.
US
1978
Kabel1Wdh.
00:10 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Die schwarze Seele
1x23Tele 5Wdh.
Freitag, 26. August 2011
10:20 UhrEUReKA - Die geheime Stadt
Wasser marsch!
3x16Pro7Wdh.
12:30 UhrEarth: Final Conflict
Die Wunderwaffe
2x20Tele 5Wdh.
13:15 UhrSmallville
Clark Kent for President!
1x18Tele 5Wdh.
14:10 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Die Waffenhändler
1x21Tele 5Wdh.
15:10 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Die Seuche
1x22Tele 5Wdh.
16:10 UhrEarth: Final Conflict
Kosmische Flaschenpost
2x21Tele 5Wdh.
17:05 UhrSmallville
Tele-Kill-Nese
1x19Tele 5Wdh.
18:05 UhrStargate
Alles auf eine Karte
1x06Tele 5Wdh.
19:00 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Begegnung mit der Vergangenheit
1x24Tele 5Wdh.
20:15 UhrMetro
Eddie Murphy als Verhandlungsspezialist der auf einem Rachefeldzug gegen einen psychopathischen Killer ist.
US
1997
ATVplusWdh.
20:15 UhrCSI:NY
Gondel in den Tod
2x05VOXWdh.
21:15 UhrCSI:NY
Eine Ladung Schrot
2x06VOXWdh.
22:35 UhrPredator
Arnold Schwarzenegger ist Leiter einer Spezialeinheit, die Gefangene aus einem Dschungelcamp befreien sollen. Aber in dem Dschungel geht auch ein außerirdischer Jäger auf der Suche nach Trophäen umher.
US
1987
ATVplusWdh.
23:00 UhrDawn Of The Dead
Remake des Zombie-Films um eine Gruppe die sich in einem Einkaufszentrum verschanzt, da sie ihre Gehirne gerne behalten wollen.
US
2004
RTL2Wdh.
00:05 UhrDie drei Musketiere
Drei Musketiere plus ein Möchtegernmusketier für den König gegen den Kardinal Richelieu. Mit Kiefer Sutherland und Tim Curry
AT/UK
1993
SF1Wdh.
00:25 UhrCSI:NY
Gondel in den Tod
2x05VOXWdh.
Samstag, 27. August 2011
13:25 UhrSmallville
Irrsinn!
3x09ATVplusWdh.
17:05 UhrReaper - Ein teuflischer Job
Leon
1x06Pro7Wdh.
17:05 UhrHighlander
Wahre Gefühle
2x02Tele 5Wdh.
19:10 UhrDie verlorene Welt
Geheimnisvoller Besuch
1x16Tele 5Wdh.
20:13 UhrThe Rock - Fels der Entscheidung
Ein General bringt Giftgasraketen in seine Gewalt und bedroht von Alcatraz aus San Fransisco. Nur Ausbrecherkönig Sean Connery und Giftgasexperte Nicholas Cage können ihn aufhalten.
US
1996
13th StreetWdh.
20:15 UhrSchwerter des Königs - Dungeon Siege
Ein Krieger auf Rachefeldzug.
DE/CA
2007
RTLWdh.
20:15 UhrPassagier 57
Wesley Snipes ist Sicherheitschef einer Airline. Prompt wird sein Flugzeug entführt, und er Muss sich mit den Entführern auseinandersetzen.
US
1992
VOXWdh.
22:35 UhrFrom Dusk Till Dawn
Kult von und mit Quentin Tarantino. Ein paar Mörder nehmen die Familie eines Priesters als Geisel und treffen auf ihrer Flucht auf eine Bar voller Vampire.
US/UK
1997
13th StreetWdh.
23:05 UhrNumb3rs - Die Logik des Verbrechens
Der Lockvogel-Effekt
5x02Kabel1Wdh.
00:05 UhrLast Man Standing
Bruce Willis versucht 1931 zwei Schmugglerbanden gegeneinander auszuspielen und gerät dabei ins Kreuzfeuer.
US
1996
RTLWdh.
00:15 Uhr13 Geister
Ein Reicher Erbonkel vererbt sein Herrenhaus mit allem drum und Dran. Unter anderem seine Kollektion von Geistern. Leider ohne Gebrauchsanleitung.
US/CA
2001
Sat1Wdh.
00:15 UhrFinal Destination 3
Dieses Mal schlampt der Tod auf einer Achterbahn. Und muss deswegen Überstunden machen.
DE/US
2006
SF2Wdh.
01:00 UhrPassagier 57
Wesley Snipes ist Sicherheitschef einer Airline. Prompt wird sein Flugzeug entführt, und er Muss sich mit den Entführern auseinandersetzen.
US
1992
VOXWdh.
Sonntag, 28. August 2011
15:25 UhrDie unendliche Geschichte II
Bastian kommt ein zweites mal nach Fantasien um weitere spannende Abenteuer zu erleben.
DE/US
1990
Kabel1Wdh.
17:10 UhrDie unendliche Geschichte III
Bastian wird von einer Gang gejagt, die auch Phantasien terrorisiert.
DE/US
1994
Kabel1Wdh.
18:00 UhrDie verlorene Welt
Geheimnisvoller Besuch
1x16Tele 5Wdh.
20:00 UhrStar Trek
Ein junger Kirk in seinem ersten Einsatz. Gegen Romulaner die Rache für die Vernichtung von Romulus in der Zukunft nehmen wollen. Zeitreisen sind schon hilfreich wenn man rebooten möchte. Was J.J. Abrams hiermit getan hat.
US/DE
2009
SF21st
20:15 UhrMystery Men
Eine Gruppe von Amateur-Superhelden muss einen Superschurken aufhalten der die Stadt bedroht und den Hauptsuperheld schon ausgeschaltet hat.
US
1999
Tele 5Wdh.
21:10 UhrPsych
Katze krallt sich Killer?
1x05Tele 5Wdh.
22:00 UhrCSI Miami
Berühmt, bedroht, beschossen
6x02ORF1Wdh.
01:55 UhrStar Trek
Ein junger Kirk in seinem ersten Einsatz. Gegen Romulaner die Rache für die Vernichtung von Romulus in der Zukunft nehmen wollen. Zeitreisen sind schon hilfreich wenn man rebooten möchte. Was J.J. Abrams hiermit getan hat.
US/DE
2009
SF2Wdh.
Montag, 29. August 2011
12:30 UhrEarth: Final Conflict
Kosmische Flaschenpost
2x21Tele 5Wdh.
13:20 UhrSmallville
Tele-Kill-Nese
1x19Tele 5Wdh.
14:15 UhrStargate
Alles auf eine Karte
1x06Tele 5Wdh.
15:10 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Begegnung mit der Vergangenheit
1x24Tele 5Wdh.
16:10 UhrEarth: Final Conflict
Der Todesstoß
2x22Tele 5Wdh.
17:10 UhrSmallville
Das letzte Stück zur Wahrheit
1x20Tele 5Wdh.
18:10 UhrStargate
Der falsche Klon
7x03Tele 5Wdh.
19:05 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Die Verschwörung
1x25Tele 5Wdh.
20:15 UhrCSI NY
Das Fenster zum Hof
6x22ORF1Wdh.
20:15 UhrFringe - Grenzfälle des FBI
6B
3x14Pro71st
20:15 UhrCSI:NY
Das Fenster zum Hof
6x22VOXWdh.
21:10 UhrVampire Diaries
Heulende Wölfe
2x14Pro7Wdh.
23:05 UhrCSI: Miami
Der Tod lädt ein zum Rosenkrieg
5x21SF2Wdh.
23:30 UhrTin Man (1)
Neuverfilmung des Zauberers von Oz. Naja, vielleicht sollte man eher sagen: 'Inspiriert vom Zauberer von Oz'
US
2007
Sci FiWdh.
23:50 UhrFringe - Grenzfälle des FBI
6B
3x14SF2Wdh.
Dienstag, 30. August 2011
10:20 UhrEUReKA - Die geheime Stadt
Wer ist Jack?
3x16Pro7Wdh.
12:30 UhrEarth: Final Conflict
Der Todesstoß
2x22Tele 5Wdh.
13:20 UhrSmallville
Das letzte Stück zur Wahrheit
1x20Tele 5Wdh.
14:15 UhrStargate
Der falsche Klon
7x03Tele 5Wdh.
15:10 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Die Verschwörung
1x25Tele 5Wdh.
16:10 UhrEarth: Final Conflict
Ausnahmezustand
3x01Tele 5Wdh.
17:10 UhrSmallville
Als der Sturm kam... (1/2)
1x21Tele 5Wdh.
18:10 UhrStargate
Orpheus
7x04Tele 5Wdh.
19:05 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Die neutrale Zone
1x26Tele 5Wdh.
20:00 UhrIce Age
Animationsfilm. Ein Faultier, ein Mammut und ein Säbelzahntiger wollen während der Eiszeit ein kleines Kind wieder zu seinen Eltern bringen.
US
2002
SF2Wdh.
20:15 UhrCSI: Miami
Blutlinie
6x01RTLWdh.
21:15 UhrCSI: Miami
Berühmt, bedroht, beschossen
6x02RTLWdh.
23:30 UhrTin Man (2)
Neuverfilmung des Zauberers von Oz. Naja, vielleicht sollte man eher sagen: 'Inspiriert vom Zauberer von Oz'
US
2007
Sci FiWdh.
00:30 UhrCSI: Miami
Blutlinie
6x01RTLWdh.
00:35 UhrCSI:NY
Das Fenster zum Hof
6x22VOXWdh.
00:45 UhrLast Boy Scout - Das Ziel ist überleben
Bruce Willis als abgebrühter Privatdetektiv, der zusammen mit einem Footballspieler keinem korrupten Politiker auf die spur kommt.
US
1991
SF2Wdh.
Mittwoch, 31. August 2011
10:20 UhrEUReKA - Die geheime Stadt
Eiszeit in Eureka
3x17Pro7Wdh.
12:30 UhrEarth: Final Conflict
Ausnahmezustand
3x01Tele 5Wdh.
13:20 UhrSmallville
Als der Sturm kam... (1/2)
1x21Tele 5Wdh.
14:15 UhrStargate
Orpheus
7x04Tele 5Wdh.
15:10 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Die neutrale Zone
1x26Tele 5Wdh.
16:10 UhrEarth: Final Conflict
Spurlos
3x02Tele 5Wdh.
17:10 UhrSmallville
Seh' die Welt in Trümmern liegen
2x01Tele 5Wdh.
18:10 UhrStargate
Die Macht des Speichers
7x05Tele 5Wdh.
19:05 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Das Kind
2x01Tele 5Wdh.
22:15 UhrCSI - Den Tätern auf der Spur
Explosionsmotoren
10x13ORF1Wdh.
22:35 UhrBram Stoker's Dracula
Gary Oldman als Graf Dracula. In der Geschichte von Bram Stoker.
US
1992
Kabel1Wdh.
23:30 UhrGinger Snaps - Das Biest in Dir
Zwei Mädchen inszenieren immer wieder ihren Tod. Dann wird eine von einem Werwolf gebissen ...
CA/US
2000
Sci FiWdh.
00:00 UhrSmallville
Verschwörung
9x15RTL2Wdh.
00:55 UhrHeroes
Parasit
1x18RTL2Wdh.
Donnerstag, 01. September 2011
10:20 UhrEUReKA - Die geheime Stadt
Nemesis
3x18Pro7Wdh.
12:30 UhrEarth: Final Conflict
Spurlos
3x02Tele 5Wdh.
13:20 UhrSmallville
Seh' die Welt in Trümmern liegen
2x01Tele 5Wdh.
14:15 UhrStargate
Die Macht des Speichers
7x05Tele 5Wdh.
15:10 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Das Kind
2x01Tele 5Wdh.
16:10 UhrEarth: Final Conflict
Die totale Erinnerung
3x04Tele 5Wdh.
17:10 UhrSmallville
Heiß!
2x02Tele 5Wdh.
18:10 UhrStargate
Das Rettungsboot
7x06Tele 5Wdh.
19:05 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Illusion oder Wirklichkeit
2x02Tele 5Wdh.
20:15 UhrDr. House
Wirtswechsel
2x18ORF1Wdh.
20:15 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Sherlock Data Holmes
2x03Tele 5Wdh.
21:05 UhrBones - Die Knochenjägerin
Fliegt ein Schwindler aus der Drogenküche
4x09ATVplusWdh.
21:15 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Der unmögliche Captain Okona
2x04Tele 5Wdh.
21:50 UhrPulp Fiction
Kult-Gangsterfilm mit Starbesetzung von Quentin Tarantino. Zwei Auftragskiller(John Travolta, Samuel L. Jackson) sollen einen Boxer(Bruce Willis) töten.
US
0
13th StreetWdh.
22:10 UhrCSI: Den Tätern auf der Spur
Bombenalarm in Las Vegas
2x24RTLWdh.
22:15 UhrAkte X - Die unheimlichen Fälle des FBI
S.R. 819
6x10Tele 5Wdh.
23:10 UhrCSI: Den Tätern auf der Spur
Die Gabe
6x19RTLWdh.
00:10 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Der unmögliche Captain Okona
2x04Tele 5Wdh.
Freitag, 02. September 2011
10:20 UhrEUReKA - Die geheime Stadt
Gründertag
4x01Pro7Wdh.
12:30 UhrEarth: Final Conflict
Die totale Erinnerung
3x04Tele 5Wdh.
13:20 UhrSmallville
Heiß!
2x02Tele 5Wdh.
14:15 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Illusion oder Wirklichkeit
2x02Tele 5Wdh.
15:15 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Sherlock Data Holmes
2x03Tele 5Wdh.
16:15 UhrEarth: Final Conflict
Das Substrat
3x03Tele 5Wdh.
17:10 UhrSmallville
Raumschiff verzweifelt gesucht
2x03Tele 5Wdh.
18:10 UhrStargate
Die Naquadah-Mine
7x07Tele 5Wdh.
19:05 UhrStar Trek - Das nächste Jahrhundert
Der stumme Vermittler
2x05Tele 5Wdh.
20:13 UhrScream 2
Der Messermörder mit der komischen Maske und dem Filmkomplex ist wieder unterwegs. Und hinter Neve Campbell her.
US
1997
13th StreetWdh.
20:15 UhrDer mit dem Wolf tanzt
Kevin Costner freundet sich mit Indianern an und tanzt mit einem Wolf. Und tanzt. Und tanzt ...
US
1990
RTL2Wdh.
20:15 UhrDie Chroniken von Narnia: Der König von Narnia
Die Geschwister Pevensie entdecken in einem alten Wandschrank einen Zugang ins Zauberreich Narnia. Mit sprechenden Löwen Eisköniginen und allem was dazu gehört. Nach C.S. Lewis
US
2005
Sat1Wdh.
20:15 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Der Fürsorger
1x01Sci FiWdh.
20:15 UhrCSI:NY
Treibjagd
2x07VOXWdh.
21:05 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Der Fürsorger
1x01Sci FiWdh.
21:15 UhrCSI:NY
Das letzte Spiel
2x08VOXWdh.
21:55 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Die Parallaxe
1x03Sci FiWdh.
22:15 UhrFrom Hell
Johnny Depp als Inspector auf Jack the Rippers Fährte.
US/UK
2001
ATVplusWdh.
22:20 UhrThe Fog - Nebel des Grauens
Ein kalifornisches Fischerdorf wird von einem seltsamen und tödlichen Nebel eingeschlossen.
US
1980
13th StreetWdh.
00:25 UhrCSI:NY
Treibjagd
2x07VOXWdh.
Samstag, 03. September 2011
11:20 UhrDer mit dem Wolf tanzt
Kevin Costner freundet sich mit Indianern an und tanzt mit einem Wolf. Und tanzt. Und tanzt ...
US
1990
RTL2Wdh.
13:25 UhrSmallville
Flüstern
3x10ATVplusWdh.
17:05 UhrReaper - Ein teuflischer Job
Liebe, Kugeln und Asphalt
1x07Pro7Wdh.
17:05 UhrHighlander
Auge um Auge
2x05Tele 5Wdh.
19:10 UhrDie verlorene Welt
Der verschollene Vater
1x17Tele 5Wdh.
20:15 UhrDie Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia
In Narnia hat ein böser König die Macht an sich gerissen. Es liegt in den Händen der Pevensie Kinder den rechtmässigen Herscher, Prinz Kaspian, wieder auf den Thron zu bringen.
US/GB
2008
Sat1Wdh.
20:15 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Subraumspalten
1x04Sci FiWdh.
20:15 UhrGargoyles - Flügel des Grauens
Zwei CIA-Agenten werden nach Bukarest geschickt um Entführungen aufzuklären. Und wie der Titel schon verrät ist der Entführer beflügelt...
US
2004
Tele 5Wdh.
20:15 UhrPasswort: Swordfish
Johgn Travolta heuert einen Computerspezialisten an um ein riskantes, krummes Ding zu drehen.
US
2001
VOXWdh.
21:05 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Transplantationen
1x05Sci FiWdh.
21:55 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Der mysteriöse Nebel
1x06Sci FiWdh.
21:55 UhrThe Art of War
Wesley Snipes als UNO-Undercover-Agent. Als der chinesische Botschafter stirbt steht er unter Tatverdacht.
US/CA
2000
SF2Wdh.
22:20 UhrDas Schweigen der Lämmer
Mit Anthony Hopkins und Jodie Foster. Ein Psychopath tötet Frauen. Um diesen zu fangen, muss eine FBI-Agentin mit dem Oberpsychopathen Dr. Hannibal Lecter zusammenarbeiten.
US
1991
ATVplusWdh.
23:15 UhrNumb3rs - Die Logik des Verbrechens
Der dritte Mann
5x03Kabel1Wdh.
23:20 UhrDas Kartell
Harrison Ford als CIA Agent Jack Ryan. Der Präsident hat einen Befehl gegeben, den er nicht geben konnte und nun muss Jack die Jungs aus der kolumbianischen Hölle rausholen.
US
1994
Sat1Wdh.
Sonntag, 04. September 2011
15:20 UhrDie Chroniken von Narnia: Der König von Narnia
Die Geschwister Pevensie entdecken in einem alten Wandschrank einen Zugang ins Zauberreich Narnia. Mit sprechenden Löwen Eisköniginen und allem was dazu gehört. Nach C.S. Lewis
US
2005
Sat1Wdh.
16:40 UhrBig Trouble in Little China
Ein Trucker verliebt sich in eine Frau und wird in einen uralten Krieg in Chinatown hereingezogen.
US
1986
Kabel1Wdh.
18:05 UhrDie verlorene Welt
Der verschollene Vater
1x17Tele 5Wdh.
20:15 UhrIce Age
Animationsfilm. Ein Faultier, ein Mammut und ein Säbelzahntiger wollen während der Eiszeit ein kleines Kind wieder zu seinen Eltern bringen.
US
2002
RTLWdh.
20:15 UhrJagd auf 'Roter Oktober'
Sean Connery läuft als russischer U-Boot Kapitän Richtung Amerika aus. Alec Baldwin soll als Jack Ryan herausfinden was der vor hat.
US
1990
RTL2Wdh.
20:15 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Das Nadelöhr
1x07Sci FiWdh.
21:05 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Die Augen des Toten
1x08Sci FiWdh.
21:55 UhrCSI Miami
Vor der Mauer auf der Lauer
6x03ORF1Wdh.
21:55 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Das Unvorstellbare
1x09Sci FiWdh.
22:15 UhrDie neun Pforten
Johnny Depp auf der Suche nach dämonischen Büchern.
US
1999
ATVplusWdh.
23:15 UhrScream 2
Der Messermörder mit der komischen Maske und dem Filmkomplex ist wieder unterwegs. Und hinter Neve Campbell her.
US
1997
13th StreetWdh.
23:15 UhrIce Age
Animationsfilm. Ein Faultier, ein Mammut und ein Säbelzahntiger wollen während der Eiszeit ein kleines Kind wieder zu seinen Eltern bringen.
US
2002
RTLWdh.
23:20 UhrSin City - Recut & Extended
Comicverfilmung von Frank Miller. In Sin City trefffen die Geschichten von ein paar dunkeln Gestalten aufeinander.
US
2005
Pro7Wdh.

6. Phantastische Spiele: "Ad Astra"
von Frank Stein
In ferner Zukunft hat die Menschheit das Sonnensystem kolonisiert. Die Menschen haben sich verändert und an das Leben im All angepasst. Fünf Völker sind daraus entstanden. Doch auf einmal verliert Sol, unsere Sonne, an Kraft, und die Menschheit ist gezwungen, den Schritt hinaus zu unbekannten Sternen zu wagen. In „Ad Astra“ von Bruno Faidutti und Serge Laget lenken bis zu fünf Spieler die Splittergruppen der Menschheit bei der Erforschung der Galaxie.
 
„Ad Astra“ ist ein Kolonisations- und Aufbauspiel. Jeder Spieler kontrolliert eines der fünf, zugegeben nicht mehr sehr menschlich aussehenden Menschenvölker, die ihre Macht in der Galaxie ausbauen wollen, indem sie neue Planeten erforschen und dort Kolonien oder Fabriken bauen. Das Spielgeschehen kommt dabei komplett ohne Würfel aus und basiert völlig auf so genannten Aktionskarten, mithilfe derer die Spieler ihre Züge planen und danach ausführen.
 
Vor Spielbeginn werden zunächst die neun Sternensysteme ausgelegt. Sol dient dabei als Startstern. Um diese Welt werden so viele Planeten platziert, wie Spieler teilnehmen. Alle übrigen Planetenmarker werden in Gruppen zu zwei bis sieben verdeckt um die verbliebenen acht Systeme angeordnet. Der Startplanet jedes Spielers wird zufällig ermittelt. Dort darf jener eine Fabrik hinsetzen, die ihm zwei Einheiten der Ressourcen des jeweiligen Planeten beschert, wann immer er eine Produktionsaktion spielt. Außerdem erhält jeder Spieler ein Raumschiff, das im Tiefraum liegt und von dort aus zu den Planeten der acht übrigen Sternsysteme fliegt.
 
Im Verlauf der Spielrunden, die jeweils aus Planungsphase, Aktionsphase und Spielrundenende besteht, reisen die Spieler von Planet zu Planet und erforschen diese mit ihren Raumschiffen. Sie sammeln Ressourcen (Wasser, Nahrung, Energie und drei Erzsorten), mithilfe derer sie wiederum Kolonien, Fabriken, Terraforming-Stationen und neue Raumschiffe bauen können, um ihre Macht weiter auszudehnen. Daneben kann mit anderen Spielern um Ressourcen gefeilscht werden, und man kann Alien-Planeten entdecken, auf denen es besondere Artefakte zu finden gibt, die praktisch Bonuskarten im Spiel sind und meist einmalige Effekte bieten.
 
Gesteuert wird das alles durch so genannte Aktionskarten. Von diesen gibt es elf verschiedene. Die Aktionskarten gliedern sich dabei in die Gruppen „Produktion“, „Bewegung“, „Bauen“, „Handel“ und „Siegpunkte“. In der Planungsphase legen die Spieler abwechselnd drei bis vier Aktionskarten (je nach Spieleranzahl) auf eine Planungstafel, die bis zu 15 freie Slots bietet. Wo ein Spieler seine Aktionskarte hinlegt, steht ihm frei, ist aber alles andere als trivial. Denn sobald alle Karten gelegt wurden, werden in der Aktionsphase die Aktionen der Spieler nacheinander durchgeführt. Dabei gelten (mit gewissen Einschränkungen) alle Aktionskarten für alle Spieler. Wenn also ein Spieler die Produktion von Wasser gelegt hat, bekommt jeder Spieler, der auf einem Wasserplaneten präsent ist, entsprechende Ressourcenkarten.
 
An dieser Stelle zeigt sich, dass das Spiel im Grunde einfach zu verstehen, aber knifflig zu meistern ist. So sollte man beispielsweise seine Bau-Karten nicht zu weit vorne auf dem Aktionsplan platzieren, wenn man darauf spekulieren kann, zuvor noch ein paar Produktionseffekte von Karten anderer Spieler mitzunehmen. Auch ein Handeln ganz früh in der Runde macht wenig Sinn, da die meisten Spieler ihre Ressourcen am Ende einer Runde durch Bau-Aktionen stark reduziert haben und vermutlich zu Beginn der nächsten Runde dann nicht direkt Handeln können. Siegpunkte dagegen lohnen sich mitunter früh eingefahren zu werden, wenn die Konkurrenz noch keine Zeit hatte, durch Bau-Aktionen neue Raumschiffe, Kolonien etc. zu produzieren, die man womöglich werten lassen wollte.
 
Siegpunkte sind das, wonach alle Spieler in „Ad Astra“ streben. Wer zuerst 50 Punkte angesammelt hat, gewinnt. Siegpunkte werden allein durch die entsprechenden Aktionskarten erworben (vom – ansonsten nutzlosen – Bau von Kolonien und Fabriken auf Alien-Planeten oder dem von Terraforming-Station auf Wasser- und Nahrungsplaneten mal abgesehen). Dabei lassen sich verschiedenste Dinge werten: etwa Raumschiffe, besiedelte Systeme oder identische Ressourcenkarten auf der Hand. Hierbei bekommt jeder Spieler für seine Aktivposten Siegpunkte, der mit den meisten bekommt Bonuspunkte. Durch den geschickten Einsatz dieser Karten kann ein clever planender Spieler durchaus das Feld noch einmal von hinten aufrollen und im Endspurt den Sieg davontragen.
 
Fazit: Das Spielmaterial ist ansprechend gestaltet, die Regeln leicht zu erlernen, und durch den im Grunde simplen, aber im Spiel erfreulich knifflig zu meisternden Spielmechanismus mit den Aktionskarten ist eine Partie auch lange Zeit offen in Bezug auf den letztendlichen Sieger. Um die Feinheiten des Systems zu ergründen, ist ein wiederholtes Spielen beinahe Pflicht. Alles in allem ist „Ad Astra“ ein sehr schönes Aufbauspiel für gewiefte Taktiker. Allein der bewaffnete Konflikt fehlt vollständig (O-Ton eines Mitspielers: „Wie, es gibt keine Panzer?“). Aber vermutlich hätte dieses Zusatzelement das Spiel nur unnötig in die Länge gezogen.
 
Ad Astra
Brettspiel für 3 bis 5 Spieler ab 13 Jahren
Bruno Faidutti, Serge Laget
Nexus / Heidelberger Spieleverlag 2009
EAN: 4015566030213
Sprache: Deutsch

7. Im Gespräch mit Marc A. Herren
von Corona Magazine
Marc A. Herren ist Autor der Heftromanserie „Perry Rhodan“ und gleichzeitig Cheforganisator des WeltCons 2011, welcher vom 30.09. bis 02.10.2011 im Kongresszentrum Rosengarten von Mannheim stattfindet. Unsere Redakteurin Jennifer Christina Michels erhielt nun für das Corona Magazine die Gelegenheit zu einem ausführlichen Interview.
 
Corona Magazine (CM): Der Kalender des Jahres 2011 ist nun schon recht weit fortgeschritten. Liegt Ihr hinsichtlich der Vorbereitung dieser Veranstaltung im Zeitplan, oder drückt der Schuh schon? 
 
Marc A. Herren (MAH): Wir lagen leider seit Jahresanfang in der Planung etwas zurück, weshalb ich überhaupt erst von VPM als Mitarbeiter eingestellt wurde. Der Hauptgrund liegt darin, dass wir uns das Leben selbst schwer machen, indem wir immer wieder neue Baustellen aufgemacht haben, um den WeltCon 2011 möglichst abwechslungsreich und farbenfroh zu gestalten. Im Gegensatz zu früheren „Perry Rhodan“-WeltCons haben wir nun an allen drei Tagen ein dichtgedrängtes Programm und Attraktionen, die nebenher laufen; beispielsweise »Phantastisches Mannheim« - die große Lesenacht der Phantastik vom Freitagabend, oder die Multimedialounge oder der Kinderbereich und so weiter. Kurz: Wir hätten uns die Vorbereitung auch einfacher machen können, haben uns dann aber meist für die zusätzliche Attraktion und damit den Mehraufwand entschieden. Aber das ist auch richtig so, finde ich.
 
CM: Gibt es auch kurzfristige Ausfälle, die Ihr kompensieren müsst?
 
MAH: Dummerweise findet just am 1. Oktober in Cape Town ein Astronauten-Kongress statt. Aus diesem Grund sind leider sowohl der ESA- als auch der NASA-Astronaut verhindert, die als Keynote-Sprecher hätten fungieren sollen. Aber solche Dinge geschehen, damit müssen wir leben.
 
CM: Was glaubst Du, wird wohl der exklusivste Moment in den Tagen des WeltCons sein?
 
MAH: Oh, das ist schwer zu sagen. Das kommt auf die Interessen jedes einzelnen Besuchers an. Ich denke, dass eine der Stärken des „Perry Rhodan“-WeltCons 2011 sein wird, dass er wirklich für alle möglichen Besuchergruppen ausgelegt ist: Die Kleinsten werden mit einem waschechten und liebenswerten Alien zeichnen, der SF-Kenner wird einem Frank Schätzing oder Andreas Eschbach begegnen, die „Perry Rhodan“-Fans werden Gelegenheit haben, Blicke zurück und Blicke in die Zukunft zu werfen ... Auf den Bühnen bieten wir ein Programm an, das sowohl Spaß macht als auch für Gänsehautmomente sorgen wird. So richtig spannend ist für mich die Frage, welche Reaktionen nach dem WeltCon 2011 kommen werden. Ich bin sicher, dass die Besucher sehr viele unterschiedliche Momente als ihr persönliches Highlight nennen werden.
 
CM: Wirst Du in diesen Tagen überhaupt Schlaf kriegen oder opferst Du ihn dem Gelingen der Veranstaltung?
 
MAH: Klaus N. Frick hat mir schon angedroht, mich höchstpersönlich ins Bett zu schicken, damit ich an allen drei Tagen fit und einsatzbereit bin. Mal schauen, wie erfolgreich er in diesem Bestreben sein wird...
 
CM: Welchen spannenden Moment darf man auf dieser Con keinesfalls verpassen?
 
MAH: Wie ich oben schon sagte, wird es viele davon geben. Gemessen an den Wellen, die durch die Ankündigung von unserer neuen Serie „Perry Rhodan Neo“ durch das Science-Fiction-Fandom gingen, wird der „Neo“-Programmpunkt sicher für alle interessant werden – für die Befürworter und die Kritiker des jüngsten Kindes aus dem Hause VPM. Die Redakteure Elke Rohwer und Klaus N. Frick werden „Neo“ vorstellen und der Shootingstar der deutschen Comicszene, Marie Sann, wird die Serie bildlich zum Leben erwecken.
 
CM: Wo siehst Du die „Perry Rhodan“-Heftromanserie in zehn Jahren?
 
MAH: Im Februar 2019 wird „Perry Rhodan“ 3000 herauskommen. Die Serie wird es sicherlich nach wie vor in der Heftromanform geben – wenngleich die E-Books und Hörbücher einen ungleich wichtigeren Stellenwert als heute einnehmen werden. In meiner Vision gehe ich davon aus, dass „Perry Rhodan“ dann nicht mehr als Heftromanserie angesehen wird, sondern als spannende, abwechslungsreiche Science-Fiction-Serie, die man wöchentlich in den unterschiedlichsten Medien, Formaten und Sprachen genießen kann!
 
CM: Welche Möglichkeiten stehen Dir eigentlich zur Verfügung, Dich aktiv in die inhaltliche Gestaltung eines neuen Zyklus einzubringen?
 
MAH: Für „Atlan-X“ durfte ich bereits den Tamaran-Zyklus entwerfen, in dem sich Atlan im Jahr 540 vor Christus aufmachte, mit dem geheimnisvollen »Hellen Volk« die kanarischen Inseln zu besiedeln. Das hat mir sehr großen Spaß bereitet und selbstverständlich würde ich mich freuen, weitere Handlungsvorgaben, die sogenannten Exposés, zu entwerfen. Wann und in welcher Form, da bin ich völlig offen. Ideen und Begeisterung für „Perry Rhodan“ sind genügend vorhanden. Von daher: »Bring it on!«. Zuerst haben aber der WeltCon 2011 und einige andere Aufgaben in der „Perry Rhodan“-Redaktion Vorrang. Und dann – dann muss ich wahrscheinlich erst ein wenig Ferien machen, um die Batterien wieder aufzuladen. Danach will ich wieder ein paar „Perry Rhodan“-Romane schreiben, gerne auch einen „Neo“ oder einen Band von Uschi Zietschs neuer Serie „Schattenlord“. Ach ja: Und Tauchen muss ich auch wieder mal ganz dringend. Aber dann...
 
CM: Etwas, was Du schon immer sagen wolltest und nie sagen konntest, ist...
 
MAH: Dann sage ich ganz einfach »danke« - danke an die Fans für ihre Hingabe, danke an die Menschen, die mich unterstützen ... Und danke Dir, liebe Jennie, für dieses Interview.

8. John Carter - Der Mars macht mobil
von Corona Magazine
2012 wird es genau 100 Jahre her sein, seit Edgar Rice Burroughs’ epischer und abenteuerlicher Fantasyroman "Die Prinzession vom Mars", der später den neuen Titel "Under the Moons of Mars" erhielt, veröffentlicht wurde. Das 1912 erstmals veröffentlichte Buch gilt als Meisterwerk der Science Fiction-Literatur und erzählt die Geschichte des amerikanischen Bürgerkriegsoffiziers John Carter, der auf wundersame Weise auf dem sterbenden Planeten Mars erwacht. Der Planet wird von verschiedenen Stämmen, die miteinander Krieg führen, auseinandergerissen, und John Carter muss kämpfen, um nicht nur sich selbst, sondern auch seine neuen Freunde vor dem Untergang zu retten. Aufgrund des enormen Erfolges ließ Burroughs diesem Roman zehn weitere Bücher folgen, die als Barsoom-Zyklus bekannt wurden, denn diesen neuen Namen, Barsoom, hatte Burroughs dem Planeten gegeben.
 
In jedem dieser Bücher taucht John Carter als Haupt- oder Nebenfigur auf, heute gilt er als erster literarischer Weltraumheld. Als Musterbeispiel für einen Helden hat Carter alle Strömungen der Popkultur beeinflusst, von Romanen bis zu Comics, von Illustrationen bis zu Animationsfilmen, von TV-Projekten bis zum großen Kinofilm, der jetzt erstmals realisiert wurde. Tatsächlich hat John Carter einige der größten Kreativköpfe des letzten Jahrhunderts inspiriert.
 
Ganz sicher war der heldenhafte Carter Inspiration für den Oscar®-gekrönten Drehbuchautor und Regisseur Andrew Stanton, der die Bücher als zwölfjähriger Junge las und ein treuer Fan des Zyklus wurde. Stantons Traum, Burroughs’ Charaktere einmal auf der großen Leinwand sehen zu können, erfüllt sich nun endlich 2012, wenn Walt Disney Pictures anlässlich des 100. Jahrestages der Buchveröffentlichung "John Carter" in die Kinos bringt.
 
Andrew Stanton begann die Arbeit am Drehbuch zu "John Carter" zusammen mit Mark Andrews, der die Storyentwicklung bei "Ratatouille" (2007) und "Die Unglaublichen – The Incredibles" (2004) geleitet hatte und derzeit das neue Disney/Pixar-Projekt "Brave" inszeniert, das am 26. Juli 2012 in die Kinos kommt. Die beiden Männer entdeckten bei ihrer Zusammenarbeit, dass sie beide in ihrer Kindheit Fans der Barsoom-Bücher gewesen waren und tauschten beim Schreiben "echte Expertengeschichten" untereinander aus. "Als das Drehbuch dann komplexer und anspruchsvoller wurde", erklärt Stanton, "wussten wir, dass wir einen weiteren Autor brauchten, der die Sache in Gang halten würde, während wir mit den Vorbereitungen des Films begannen. Auf einer Weihnachtsfeier erzählte mir jemand, dass Michael Chabon, der den Pulitzerpreis für seinen Roman "Die unglaublichen Abenteuer von Kavalier & Clay" gewonnen hatte, ein großer Fan der Bücher wäre. Weil er ein Bekannter von mir ist, rief ich ihn einfach an. Ich dachte eigentlich, er wäre zu beschäftigt, aber glücklicherweise sagte er zu.
 
Für Stanton, Andrews und Chabon war es eine Herausforderung, aus Burroughs’ ersten Büchern der Reihe, die im zweiten Jahrzehnt des letzten Jahrhunderts verfasst worden waren, einen Film für unsere moderne Zeit zu machen. "Die Charaktere fand ich eindimensional, das hat auch etwas mit der Zeit zu tun, in der sie erschaffen wurden. Sie brauchten also mehr Tiefe", erklärt Andrew Stanton. "John Carter und Dejah Thoris, die beiden Hauptfiguren, sind Archetypen, ganz einfach gestrickte Charaktere. Carter war ein Weltverbesserer. Wäre er eine Eiscreme-Geschmacksrichtung, wäre er Vanille. Dejah hingegen war bei Burroughs eine typische junge Frau in Not, die Hilfe braucht."
 
"Vieles, was romantische Storys kennzeichnet, findet man bereits in ihrer Geschichte und ihrer Beziehung", setzt Stanton seine Ausführungen fort. Ich mochte Geist und Wesensart von John und Dejah, wollte aber die Möglichkeit haben, diese Figuren in ihrer Typisierung aufzubrechen und sie mehrdimensionaler zu machen. Carter musste seinen Gerechtigkeitssinn, Dejah diese marsianische Stärke, die ihr eigen ist, bewahren. Aber um diese fundamentalen Aspekte herum musste ich diese Figuren weiterentwickeln. Sobald wir einen Ansatz für die Entwicklung dieser Charaktere gefunden hatten, wurde uns klar, dass eine Menge auch von der Besetzung dieser Rollen abhängen würde."
 
"Letzten Endes habe ich mich für Taylor Kitsch und Lynn Collins entschieden. Und besser hätte ich es nicht treffen können", erklärt Andrew Stanton. Auch bei uns gab es diesen Moment, der bei jeder Probeaufnahme kommt, wenn man auf der Leinwand plötzlich diese Chemie sieht und man den Blick von den Darstellern nicht mehr abwenden kann. Beide zeigten genau das, was ich mir von ihnen erhofft hatte, und das ging weit über das hinaus, was wir als Drehbuchschreiber hätten vorgeben können."
 
"Taylor versteht sich wirklich gut darauf, gebrochene Charaktere mit seelischen Verwundungen darzustellen", fährt Andrew Stanton fort. "Lynn Collins hatte ich überhaupt nicht auf der Rechnung. Ich kannte ihre Arbeit nicht, bis sie sich vorstellte und eine Kraft und Intelligenz zum Ausdruck brachte, die mich absolut faszinierte. Danach ging sie mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich war dankbar dafür, dass Disney nie Druck auf mich ausübte, große Stars zu besetzen. Die Disney-Verantwortlichen waren einfach unserer Meinung, dass wir den Schauspielern die von ihnen dargestellten Figuren auch abnehmen mussten. Für die beiden Schauspieler war das ein großer Triumph, sie sind aufstrebende Stars."
 
Druck spürte Stanton auch, als es an die Besetzung seiner beiden anderen Hauptfiguren, Tars Tarkas und Sola, ging. Beide gehören zu den Tharks, zu den außerirdischen Wesen, die den Mars seit Tausenden von Jahren bewohnen. Zwar werden die Tharks durch Computeranimation in der Postproduktion zum Leben erweckt, aber während der Dreharbeiten wurden sie von Schauspielern dargestellt, damit sie im Film auch glaubwürdig wirkten.
 
"Ich wollte die besten Darsteller für diese Rollen haben, die ich nur kriegen konnte, auch wenn sie am Ende nicht auf der Leinwand zu sehen sein würden", erklärt Andrew Stanton. "In meiner Arbeit für Pixar habe ich vor langer Zeit einige wichtige Lektionen gelernt: Es dreht sich alles um die Qualität der Stimme, um die Augen und um die darstellerischen Fähigkeiten. Es sind diese drei Dinge, die man am Ende auf der Leinwand wahrnehmen wird, selbst wenn man alles andere entfernt. Willem Dafoe strahlt eine so aristokratische Aura aus, und Samantha Morton kann so verletzlich wirken. Deshalb waren beide perfekt für Tars Tarkas und Sola."
 
Mit Schauspielern in den Rollen der Tharks zu drehen, brachte für jeden im Team körperliche und technische Herausforderungen mit sich. Die Gründe waren für einen Besucher der Barsoom-Studios leicht nachzuvollziehen, sobald er ein Modell der Tharks in voller Lebensgröße gesehen hatte. Denn diese Geschöpfe sind drei Meter groß, haben eine grüne Haut, Stoßzähne und vier Arme.
 
"Mir ging dabei einiges durch den Kopf", so Stanton. "Ich hatte zwei Hauptfiguren, die digital am Computer entstehen würden, aber fast so oft auf der Leinwand zu sehen sein würden wie die real gedrehten Schauspieler. Ich musste also sicherstellen, dass sie gut aussehen würden, dass man sie für real halten würde. Als Zuschauer hängt unser ganzes Verständnis von körperlichen Signalen und auch deren Glaubwürdigkeit von großen bis hin zu sehr kleinen Bewegungen ab. Zum Beispiel können wir die Reaktion einer Person wahrnehmen, noch bevor diese Person irgendetwas sagt. Ich konnte mir nicht vorstellen, den von mir angestrebten Grad an Glaubwürdigkeit erreichen zu können, wenn nicht ein großartiger Schauspieler mit einem anderen in der gleichen Szene spielte. Das habe ich meinen Darstellern erklärt, und sie verstanden es. Ich fragte sie ‚Wie würde es Euch gefallen, in der Wüste bei 38 Grad Hitze Pyjamas zu tragen, während Ihr auf Stelzen steht?’ Die Antwort kam wie aus einem Munde: ‚Wo soll ich unterzeichnen?’ Es stellte sich heraus, dass die beste Methode, ihnen die Sache schmackhaft zu machen, war, ihnen einfach die nackte Wahrheit zu sagen."
 
Andrew Stanton arbeitete auch eng mit Produktionsdesigner Nathan Crowley zusammen, um eine marsianische Welt zu erschaffen, die so noch nie zu sehen war. Eisern hielt er an seinem Ziel fest, dem Zuschauer einen völlig anderen Mars zu zeigen, schließlich gibt es in der Science-Fiction-Welt bereits so viele stereotype Vorstellungen darüber, wie der Planet und seine Bewohner aussehen. Nimmt man die Zeichnungen und Illustrationen als Maßstab, die Besucher der Barsoom-Studios zu sehen bekamen, ist Stanton das ganz sicher gelungen.
 
"Ich will, dass der Zuschauer bei diesem Film das Gefühl hat, dass alles, was er sieht, auch wirklich geschieht – mit dem ganzen realistischen Chaos und Schmutz", erklärt Andrew Stanton. "Ich sehe diesen Film als eine Art Reisebericht, als würde jemand in der Vergangenheit den Mars als ein reales, fremdes Land dokumentieren. Die Handlung des Buchs spielt im Jahr 1912 und geht dabei auch zurück in die Zeit vor der Jahrhundertwende. Deshalb zeigen wir von der Erde alles, was wir aus dieser Periode kennen. All das half mir dabei, die fantastischen Fanboy-Elemente der Geschichte zu entfernen, alles ‚echter’ wirken zu lassen – ein besseres Wort dafür fällt mir im Moment nicht ein. Aus diesem Ansatz resultierte auch die Vorgabe, dass alles verwittert und von der Zeit gealtert aussehen musste. Wir mussten dem Mars eine festverwurzelte Kultur geben und das Gefühl vermitteln, dass diese Welt bereits vor der Zeit, in der wir sie betreten können, vieles erlebt hatte. All das fand ich als Ansatz unglaublich neu und unverbraucht."
 
"Der Mars ist ein sterbender Wüstenplanet", setzt Stanton seine Ausführungen fort. "Letzten Endes benutzten wir für diese Planetenlandschaft archäologisch bedeutende Originalschauplätze wie die alte Felsenstadt Petra und andere Drehorte in Jordanien. Diese Aufnahmen haben wir dann mit Hilfe fotografischer Tricks leicht modifiziert. Wenn man diese Orte sieht, bekommt man dieses wunderbare Gefühl, dass hier antike Geschichte in Felsgestein aus einer anderen Zeit gemeißelt wurde. Man hat das Gefühl, dass hier eine geschichtliche Epoche auf eine andere aufgebaut wurde, dass menschliches Leben in Schichten stattfand – so, wie man es vom Sedimentgestein kennt. Jeden Tag, wenn ich den Fernseher anschalte, lerne ich auf dem Discovery Channel etwas über eine Kultur oder eine bestimmte historische Zeit. Genau in solchen Kategorien sollen die Zuschauer denken, wenn sie den von uns erschaffenen Mars sehen, das wollte ich unbedingt erreichen. Ich will, dass sie sich fragen, ob sie hier etwas total Fiktives oder etwas Reales sehen. Sie sollen sich die Frage stellen: ‚Wo zum Teufel haben sie das gedreht?’"
 
Zu viele Einzelheiten der Handlung von "John Carter" möchte Stanton zwar nicht preisgeben, aber zu den Themen des Films verrät er einige Details: "Ich wollte unbedingt, dass diese Geschichte ins Kino kommt. Ich bin ein großer Fan der Bücher und habe mein Leben lang darauf gewartet, dass jemand sie auf die Leinwand bringt. Mein Ansatz für diese Geschichte ist es, einen umfassenden Blick auf die Mechanismen zu werfen, wie eine Gesellschaft funktioniert. Es geht bei diesem Film um die Tatsache, dass der Zweck unseres Daseins mit dem Überleben und den Bedürfnissen von anderen verknüpft ist. Alles, was ich als Filmemacher tue, ist, aus meiner Perspektive zu beobachten, wie Menschen miteinander umgehen und darauf basierend etwas zu erzählen, das wahrhaftig ist. Dann geht es mir darum, dass der Zuschauer all das wieder vergisst und sich in der Geschichte und dem Film völlig verliert. Das zu erreichen, ist meine Aufgabe."
 
"Mir ist nur wichtig, jemanden sagen zu hören: ‚Du musst diesen Film unbedingt sehen.’ Ich will, dass man einen Film aus dem Regal holt, ihn ansieht, und es dabei keine Rolle spielt, ob er im Jahr 2006 oder in den 1960er Jahren entstanden ist. Ich will auch noch die Enkelgeneration erreichen, und dieses Ziel hilft mir dabei, langfristige Entscheidungen darüber, was für die Geschichte des Films am besten ist, zu treffen. Die kurzsichtigen Entscheidungen, bei denen es nur um Einspielergebnisse oder Schlagzeilen für eine Woche geht, interessieren mich nicht. Ich investiere nicht vier Jahre meines Lebens in etwas, das nur einen Moment einzufangen versucht. Stattdessen versuche ich Filme zu drehen, die man sich immer und immer wieder anschauen kann."

9. Wissenschaft: Technologie der Zukunft - Schützen und Tarnen
von Andreas Dannhauer
Kaum eine Sience-Fiction-Serie oder Film kommt ohne Weltraumgefechte aus. Mit allerlei bunten Strahlen und Projektilen wird versucht, dem Gegner den Garaus zu machen. Und natürlich versucht man seinerseits den gegnerischen Waffen zu entgehen.
 
Deflektorschilde
 
Immer gern genommen wird hier das Schutzschild, ein irgendwie geartetes Kraftfeld, welches die Energie der Strahlen oder Projektile aufnimmt und ableitet. Laut Technischen Handbuch der Galaxy Klasse (“Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert”) wird mittels Gravitonengeneratoren eine Raumverzerrung um das Schiff herum gelegt, welches per Raumkrümmung alle eintreffende Energie um das Schiff herum leitet. Das Problem ist nur, dass man für eine ordentliche Ablenkung das Massenäquivalent eines Schwarzen Loches an Energie aufbringen müsste. Und das bitte schön an negativer Energie, die zwar theoretisch möglich, praktisch aber noch nie beobachtet wurde, denn man möchte die eintreffende Waffe schließlich ablenken und nicht anziehen, wie es Gravitationsfelder mit positiver Energie immer tun. Außerdem würde sich ein Effekt zeigen, den man im Fernsehen oder Kino nie sieht, das Schiff würde bei Aktivierung der Schilde einfach verschwinden, denn es würde auch Licht um sich herum lenken, gleichzeitig könnte es aber selbst auch keinen Einfluss mehr auf seine Umgebung ausüben. Perfekt geschützt aber vollkommen machtlos und wahrscheinlich für immer im eigenen Schutzfeld gefangen.
Eine zweite Art von Kraftfeld käme noch als Schutzschild in Frage, ein elektromagnetisches. Dazu braucht man nur eine Spule, durch die man ordentlich Strom schickt. Zumindest geladene Partikel, z.B. Protonenstrahlen, würden so abgelenkt. Das gleiche macht das Erdmagnetfeld mit dem Sonnenwind.
Eine ähnliche Anwendung wurde schon für bemannte Flüge im interplanetaren Raum erdacht. Kosmische Strahlung und Sonneneruptionen stellen eine Gefahr für Astronauten dar. Anstatt Tonnen Aluminium oder Blei zu verbauen, könnte man das Raumschiff in eine Plasmablase packen. Mittels Hochspannung erzeugte Ionen und Elektronen werden dabei mittels eines supraleitenden Leiternetzes in einer etwa 100m großen Blase um das Raumschiff gehalten. Dieses Plasma fängt die gefährliche hochenergetische Strahlung und geladene Teilchen ab.
 
Navigationsdeflektor
 
Eine andere Gefahr für Weltraumflüge stellen umherirrende Brocken von Weltraummaterie dar, Mikrometeorite, Weltraumschrott und ähnliches. Dem kann man entweder ausweichen, wie man es auf der Internationalen Raumstation macht, es ablenken oder zerstören. Die fiktiven Raumschiffe sind dafür mit Kraftfeldern oder gezielten Abwehrstrahlern ausgestattet. Diese Technologie entspricht heute den Raketenabwehrsystemen. Hier wird versucht mittels Raketen andere Raketen im Flug zu treffen. Man kann sich leicht vorstellen, was für eine enorme Präzision dabei von Nöten ist und wie leicht es andererseits sein sollte, dieses Abwehrsystem zu umgehen.
 
Tarnvorrichtung
 
Noch besser als Waffen abwehren zu müssen ist es, garnicht erst gefunden zu werden. Tarnung kennt man schon aus der Biologie. Ein Tintenfisch kann sich seiner Umgebung farblich perfekt anpassen. Dafür sorgen Hautzellen die mit Farbpigmenten gefüllt sind. Mittels kleiner Muskeln werden diese geöffnet und geschlossen, so das die Pigmente zu sehen oder verborgen sind. Das funktioniert gut, wenn man sich auf eine Oberfläche legt und diese imitiert. Im Weltall gibt es aber keine Oberflächen. Will man unsichtbar sein, darf man keine Strahlung imitieren oder absorbieren. Keine Strahlung imitieren ist leicht, dazu muss man die Außentemperatur der Schiffshülle nur auf Weltraumniveau bringen also ein paar Kelvin über dem absoluten Nullpunkt. Keine Strahlung absorbieren ist dagegen recht schwer, da jede Materie Strahlung absorbiert. In der Theorie müsste man Lichtstrahlen um sich herumlenken und auf der entgegengesetzten Seite wieder rauslassen. Lichtleiter sind bekannt, jedoch verliert darin das Licht nicht nur an Intensität sondern auch jegliche Richtungsinformation. Am ehesten wird eine Tarnvorrichtung funktionierten in dem man die Strahlung beobachtet, die einen trifft und dann entsprechend auf der entgegengesetzten Seite seines Schiffes die gleiche Menge Strahlung emittiert, natürlich eng gebündelt, in die richtige Richtung und auf dem gesamten Spektrum. Gar nicht so einfach.
Jede Technologie kann man überwinden, so setzt Captain Picard in der Folge ‚Kampf um das Klingonische Reich‘ aus der Serie ‚Raumschiff Enterpreis – Das nächste Jahrhundert‘ ein Tachyonendetektionsgitter ein, um die getarnte romulanische Flotte aufzuspüren. Dabei sendet jedes seiner Schiffe einen Tachyonenstrahl zu seinem Nachbarschiff aus. Tachyonen müssen es deshalb sein, weil diese, nur theoretisch existierenden Teilchen, Überlichtgeschwinigkeit erreichen und man ja schließlich das Unterbrechen des Strahls zeitnah registrieren möchte. Das Problem bei dieser Methode ist jedoch die schiere Größe des Weltalls. Die Romulaner könnten ohne Sorge durch das Netz fliegen, die Wahrscheinlichkeit ausgerechnet einen der Strahlen dabei zu kreuzen ist aberwitzig gering.
Das heutige Militär versucht ebenfalls seine Flugzeuge, Schiffe usw. vor Entdeckung zu bewahren. Dabei zielt man auf ein möglichst geringes Radarecho. Dies wird durch verschiedene Maßnahmen erreicht. Z.B. durch die Verwendung Radar absorbierender Oberflächenmaterialien oder eine Konstruktion, die dem potentiellen Radargeräten nur Flächen unter spitzen Winkeln zeigt. Dem Wiederum kann man begegnen durch eine dichtere Aufstellung von Radarstationen oder Verwendung von Frequenzen in denen das Oberflächenmaterial unwirksam ist.
 
Unsichtbarkeit
 
Derzeit angedacht wird ein Tarnschirm auf der Basis von photonischen Kristallen. Photonische Kristalle sind Objekte die Auswirkungen auf elektromagnetische Strahlung haben, die von ihrer regelmäßigen internen Struktur hervorgerufen werden. Mit solch einem Metamaterial kann man z.B. negative Brechungsindizes verwirklichen. Normaler Weise brechen alle Materialien Licht welches aus dem Vakuum auf sie trifft zur Senkrechten der Oberfläche hin, nicht so bei negativem Brechungsindex. Eine Sammellinse aus solch einem Material wird bei gleicher Form zu einer Zerstreuungslinse und umgekehrt. Theoretisch kann man damit eine Kugel bauen, die Licht um ein Objekt im Inneren herumführt.
 
Fazit
 
Es war schon immer deutlich einfacher etwas zu zerstören als etwas vor der Zerstörung zu bewahren.

10. Die Corona-Kurzgeschichte
Liebe Kurzgeschichten-Freunde,
 
heute haben wir die Siegerstory unserer Themenrunde „Eroberer“ an Bord: Sie trägt den Titel „Tarnkappe“ und wurde von Sven Lenhardt verfasst. Herzlichen Glückwunsch an den Gewinner, vielen Dank allen Autoren fürs Mitmachen und viel Vergnügen bei der Lektüre. Wie immer freuen wir uns über Rückmeldungen zur Story – egal ob per E-Mail oder im Forum.
 
Das nächste Thema des Corona-Kurzgeschichtenwettbewerbs lautet „Todsicher“, Einsendeschluss ist am 1. November 2011. Wer Interesse hat, sich mit einer Kurzgeschichte (Science Fiction, Fantasy, Horror, Phantastik – keine Fan-Fiction) zu beteiligen, die einen Umfang von 20.000 Zeichen nicht überschreitet, schickt seine Story (möglichst als rtf-Datei) rechtzeitig per E-Mail an die Kurzgeschichten-Redaktion, die unter kurzgeschichte@corona-magazine.de zu erreichen ist. Die nach Meinung der Jury (mindestens) drei besten Geschichten werden wie immer im Corona Magazine veröffentlicht.
 
Armin Rößler


Tarnkappe
von Sven Lenhardt

Mateo schüttelte es wie die alkoholischen Gemische, die er allabendlich ausgelassen und maßlos in sich hineinkippte. Und nachdem er ein ums andere Mal ins Taumeln geraten war, entschloss er sich dazu, den Rest der Fahrt sitzend – oder eher zusammengekauert – zu verbringen. Manchmal fragte er sich ernsthaft, wieso er es nicht allmählich mit einem anderen Broterwerb versuchte. Als Wirt etwa könnte er sich nach Belieben selbst einen nachschenken, ohne auch nur einen Silbertaler extra berappen zu müssen. Oder warum verdingte er sich nicht als Zuhälter? – So hätte er immerhin das Vergnügen, seine Mädchen regelmäßigen Leistungskontrollen zu unterziehen. Aber an sich kannte er sich in diesen Milieus sowieso schon bestens aus, profitierte von großzügigen Ermäßigungen. Wozu also die Seite wechseln, wenn er auch so ganz gut fuhr?
     Er war nun einmal Dieb, der erfolgreichste obendrein. Etwas anderes hatte er nie gelernt. Nie lernen wollen. Viel zu sehr faszinierte es ihn, wie man mit zwei, drei geschulten Handgriffen in die Privatsphäre eines Mitmenschen eindringen und sich genau das nehmen konnte, was gefiel, nur um sich sofort wieder in Luft aufzulösen. Für Mateo hatte das stets etwas Magisches an sich. Wenn es nach ihm ging, hatte sich jeder Dieb, der auch nur im Entferntesten etwas auf sich hielt, so rar und ungreifbar zu machen wie ein Geist. Man durfte ihn allenfalls im Augenwinkel erahnen, der Blick jedoch durfte ihn niemals enttarnen. Mateo hatte es sich zur Lebensaufgabe erklärt, diesem Ideal so exakt zu entsprechen wie nur irgend möglich.
     Das jedoch hielt ihn nicht davon ab, sich im ungemütlichen Gepäckwagen etliche blaue Flecken zuzuziehen, da er ständig unsanft gegen die harten Kanten all der versiegelten Kostbarkeiten stieß, die hier hinten verstaut waren. Irgendwann schließlich blieb das heftige Gepolter nicht länger unbemerkt, die Kutsche kam abrupt und hufenschwer zum Stehen. Mateo übte diesen Beruf wohl schon entschieden zu lange aus. Denn obwohl sich gleich zwei Dutzend nörgelnder und angefressener Stimmspuren überlagerten, vermochte er zu hören, wie beinahe jeder da draußen seinen Säbel zog. Es war ein zischender Laut. Als zerschnitten sie probehalber die Luft, um sich der Schärfe ihrer Klingen zu versichern.
Doch als sie die Plane zurückschlugen – mit der festen Absicht, ihrem ungebetenen Fahrgast diverse neue Körperöffnungen zu verpassen –, war von Mateo keine Spur mehr. Wohin nur mochte er so rasch entschwunden sein? Hatte er sich die eigene Geisterhaftigkeit etwa selbst so glaubhaft vorgegaukelt, dass sich sein Körper dieser Vorstellung fügte? Nicht ganz. Denn just als die Wachen an der Verlässlichkeit ihres Hörvermögens zweifelten, katapultierte er sich in einem mehr als sehenswerten Salto über ihre verhüllten Köpfe hinweg.
Die Bewährungsprobe stand allerdings noch aus. Sobald er nämlich wieder festen Boden unter den Füßen hatte, wandelten sich automatisch die Spielregeln. Aus jeder Richtung, die er direkt einsehen und insbesondere all jenen, die er nur intuitiv wahrnehmen konnte, stürmten sie auf ihn ein. An ein übernatürliches Entkommen war nun nicht mehr zu denken. Er musste sich der Attacke stellen, möglichst wirkungsvoll darauf reagieren – und zwar schnell. Mit katzenhafter Geschmeidigkeit wich er ausnahmslos jedem Hieb aus, nicht eine Spitze verunstaltete seine sehnige, sonnengegerbte Haut.
Irgendwie brachte er es sogar fertig, dass sie sich gegenseitig durchbohrten, ihm so die Arbeit abnahmen. Einmal mehr war er seinem Spitznamen gerecht geworden. Auf den Straßen, in den Mythen, nannte man ihn den “Unberührten”. Doch nicht etwa, weil das weibliche Geschlecht ihn schändlich vernachlässigt hätte – nein, an dieser Front hatte er nun wirklich keinen Grund zur Beschwerde –, sondern vielmehr, weil er einem offenen Schlagabtausch zwar nicht aus dem Weg ging, ihn jedoch stets austrug, ohne auch nur einen Kratzer abzubekommen. Oder selbst einen Treffer landen zu müssen. Er nahm daran teil und tat es doch nicht.
Sein Triumph währte nur für die Dauer einer schmalen Lippenspannung, dann wurden sie wieder voll. Viel zu oft schon hatte er die gewaltige Übermacht seiner Gegner gegen sie ausgespielt. Längst war ihm all das zur Selbstverständlichkeit geworden. Er krallte sich das, wofür er gekommen war, und schlenderte gemessenen Schrittes davon. Keinerlei Hektik. Keinerlei Hast. In der Wüste würde man seiner ohnehin nicht so schnell habhaft werden. Noch dazu wütete gerade ein verheerender Sandsturm, vor dem er sich rechtzeitig, aber keinesfalls fluchtartig, in Sicherheit brachte.
In seinem spärlich eingerichteten Wohnsitz röstete er eines der namenlosen Kleintiere, die den roten Staub durchschlichen und die man eigentlich gar nicht fangen konnte – ganz gleich, wie flink man war oder wie versiert als Jäger. Man konnte sich nur in Geduld üben und abwarten, bis eine der gestellten Fallen zuschnappte. Er genoss jeden Bissen der in Honig eingelegten Leckerei, ließ es sich auch sonst gutgehen. Ein Zuviel an Entspannung aber war so gar nicht in seinem Sinne. Zu lange still zu sitzen, machte ihn träge. Davon jedenfalls war er fest überzeugt. In etwa so fest wie der Steinvorsprung, mit dem sein Schädel jedes Mal kollidierte, wenn er sich erhob.
     Doch davon wurde ihm für gewöhnlich nicht schummrig, auch trübte es seine Sicht nicht. Nein, das lag eher an dem Dorn, der in seinem Hals steckte und sich partout nicht herauslösen ließ. Ehe er in die Ohnmacht abdriftete, zeichneten sich die Umrisse des hinterhältigen Eindringlings auf Mateos Netzhaut ab. Der Eindruck, der sich ihm einprägte – bittersüß. Der Dreck, den er für gut drei Stunden fressen sollte – weniger.
 
Langsam tastete er sich ins Bewusstsein zurück. Wähnte sich unter feindlicher Beobachtung. Hievte sich daher mit einem ruckartigen Hüftstoß in den aufrechten Stand. Bereit, das eigene Hab und Gut unter Einsatz seines Lebens zu verteidigen. Doch das sollte vorerst nicht nötig sein. Als er den fehlenden Ernst der Lage erkannte, fiel sein Blick auf die eigenen Füße. Nicht dass er endlich begriffen hätte, wie bestialisch sie unter dem Leder stanken, das er seit über einem Monat auftrug. Er bräuchte dieses übelriechende Geheimnis lediglich kurz zu lüften, und schon hätte er eine Zusatzwaffe von vernichtender Durchschlagskraft zur Hand.
Vielmehr war dies seine Art, sich zu sammeln, seinen konfusen Gedankendschungel übersichtlicher zu gestalten. Wie konnte jemand ohne Weiteres durch seinen ausgeklügelten Sicherheitsmechanismus schlüpfen, ohne auch nur im Mindesten auf sich aufmerksam zu machen? Zum Glück sollte er nicht allzu lange im Dunkeln tappen. Er hatte nämlich vorsorglich den Staub in seiner heimeligen Höhle mit einem speziellen Farbstoff versetzt, der mit bloßem Auge nicht zu erkennen war, dafür jedoch eine umso deutlichere Fährte zurückließ. Diese schlängelte sich quer durch das Ödland und lud zur Verfolgung ein. Da sich Mateo allerdings nur ungern an der Erdoberfläche fortbewegte, entschied er sich für einen unterirdischen Tunnel, den er einst selbst angelegt hatte. Er hatte da so eine Ahnung, eine Eingebung, wohin die Abdrücke führen mochten.
Sein Bauchgefühl sollte ihn abermals nicht getrogen haben. Denn er entstieg dem Untergrund knapp eine Meile vor der nächstgelegenen Stadt. Auch an diesem Punkt schien der Flüchtige seine Signatur wider Willen noch nicht bemerkt zu haben. Ansonsten hätte er gewiss das Schuhwerk gewechselt oder sich anderweitig seines Häschers entledigt. „Was für ein Amateur“, stellte Mateo nüchtern fest.
Zielsicher spürte er das Ende des blau gefärbten Sandes auf, sodass er sich vor einem Tempel wiederfand, mit dem er auf beklemmende Weise vertraut war. Bevor er sich darüber allerdings das Hirn zermarterte, löschte er die Spur vollständig, indem er sie mit einem selbst hergestellten Puder bestreute. Dann trat er in die Kultstätte ein.
„Herzlich willkommen, Mateo“, begrüßte ihn ein beleibter Koloss mit kahlgeschorenem Haupt.
„Äh … kennen wir uns denn?“ Es war nicht zu übersehen, dass ihn die Erscheinung seines Gegenübers einschüchterte.
„Warten wir doch noch einen Augenblick“ Der Koloss hielt inne. „Und wie ist es … jetzt? Weißt du jetzt, mit wem du es zu tun hast?“
„Falcon.“
„Das ist Musik in meinen Ohren!“
„Noch dazu bist du mit einem absoluten Gehör gesegnet, richtig?“
„Spätestens jetzt bist du wieder der Alte.“
„Ein ausgezeichneter Einfall übrigens, einen Tempel zu erbauen, an den man sich erst dann wieder erinnert, wenn man in seinem Inneren verweilt.“
„Für dieses Lob bin ich dir dankbar – und zwar immer wieder aufs Neue.“
„Oh, ich hab das also bereits von mir gegeben?“
„Erst etwa fünfzigmal, aber wer zählt da schon genau mit? Darf ich fragen, was dich gerade heute zu mir führt?“
„Als wenn du das nicht längst wüsstest.“ Falcon stellte sich dumm. „Ist das dein Ernst? Wenn du mir nicht sofort sagst, was ich hören will …“
     „Ich hoffe um deinetwillen, dass du ihm nicht mit körperlicher Gewalt drohst. Das wäre nämlich mehr als töricht“, mischte sich das gehauchte Timbre einer Frau ein. Sie stand direkt hinter Mateo. Das glaubte er zumindest. „Suchst du etwa mich?“, stichelte sie, als sie keine zwanzig Zentimeter vor ihm auftauchte und ihn zusammenfahren ließ. „Du bist aber schreckhaft.“ Sie grinste herablassend.
     „Na, warte!“ Er war im Begriff, nach ihr zu greifen. Da schritt Falcon ein.
     „Keine Gewalt in meinem Tempel. Ist das klar? Und du, Mera, halt dich von nun an bitte ein wenig zurück, ja?“ Sein gebieterischer Bariton duldete keinen Widerspruch. Ließ selbst jeden Anflug davon umgehend verdampfen. „Wie wäre es mit einem kleinen Imbiss, ihr beiden?“ Ergeben nickten sie. Dabei verspürten sie gar keinen Hunger. „Ich würde mir wünschen, dass ihr diese Zusammenkunft zum Anlass nehmt, einander besser kennenzulernen.“
„Wieso sollte ich das tun? Dieser Kerl kann mir doch sowieso nicht das Wasser reichen!“, motzte Mera.
     „Was für ein Zufall! Ich wollte eben dasselbe über dich sagen.“
     „Ich sehe, ihr versteht euch bereits bestens“, scherzte Falcon. „Das trifft sich gut. Denn für euren nächsten Auftrag werdet ihr aufeinander angewiesen sein.“
     „Auftrag?“, fragten die beiden wie aus einer Kehle.
     „Ganz recht. Ihr zwei seid die besten uns bekannten Diebe.“
     „Das ist ja durchaus schmeichelhaft. Nur leider halte ich nicht allzu viel von Aufträgen. Ich arbeite lieber auf eigene Faust, nach meinem eigenen Zeitplan.“
     „Ich sehe das im Grunde genauso. Außerdem kann ich keinen Klotz am Bein brauchen, den ich völlig problemlos habe ausrauben können.“
     „Moment mal, das warst du?“
     „Darauf kannst du Gift nehmen!“, rief sie unerschrocken, während sie auf den Dorn in seinem Hals deutete. „Irgendwie niedlich, wie sehr du mein Souvenir liebgewonnen hast.“
„Jetzt hab ich aber genug“, schnaubte er, bevor er ihr sie schallend ohrfeigte. „Und davon kannst du jederzeit einen Nachschlag kriegen. Gib nur vorher rechtzeitig Bescheid.“
     „Das kannst du haben. Versuch’s doch gleich noch mal. Jetzt wäre ich auch bereit dafür.“
     „Na, gut. Ich wollte das hier eigentlich zivilisiert regeln. Aber wenn ihr beiden euch nicht unterordnen wollt, muss ich euch die Gastfreundschaft in meinem Tempel verwehren“, donnerte Falcon, dass die massiven Wände des Gebäudes erbebten. „Hier, nehmt!“ Er warf ihnen je eine Schriftrolle zu. „Darin findet ihr weitere Anweisungen. Ob ihr zusammenarbeitet oder nicht, liegt im Übrigen bei euch. Und jetzt verschwindet gefälligst. Ihr stört die Ruhe an diesem heiligen Ort.“ So ging jeder der beiden Langfinger seiner Wege.
 
Am Fuße des höchsten Berges, der in den Himmel ragte, kreuzte das Schicksal ihre Pfade erneut.
     „Was suchst du hier?“, brüllte sie ihn an.
     „Mit Sicherheit nicht dich.“
     „Immerhin etwas.“
     Sie beschlossen, während des gesamten Aufstiegs kein weiteres Wort zu sprechen. Beide hangelten sie sich über bodenlose Tiefen hinweg, als wären sie mit dieser Fertigkeit zur Welt gekommen. Dabei bedachten sie sich gelegentlich mit Blicken, die den jeweils anderen verunsichern, die eigene Überlegenheit betonen sollten. Jedoch ließ sich keiner von ihnen davon beirren. Zeitgleich erreichten sie einen Steg, der nicht viel breiter war als der Dolch, den Mera unvermittelt zum Vorschein brachte.
     „Willst du mich damit etwa aufschlitzen?“, fragte Mateo in gespielter Furcht.
„Mach dich nicht lächerlich – schon wieder.“ Sie wand ein nur knapp ellenlanges Stück Schnur darum und holte aus. Offenbar war es doch ein wenig länger. Denn als der Dolch in einem Felsen auf der anderen Seite der Schlucht einschlug, spannte sich die schlichte Schnur zu einem rissfesten Seil. „Und, kommst du?“ Er ließ sich nicht zweimal bitten und hakte sich unmittelbar hinter ihr ein. Scheinbar schwerelos glitten sie hinüber.
„Das soll wohl heißen, du hättest dir nicht zugetraut, über diesen Steg zu balancieren, hm?“, versuchte er, sie zu provozieren. Statt einer Antwort bot ihm Mera eine anschauliche Demonstration. Sie schleuderte einen winzigen Kieselstein gegen den Steg, woraufhin dieser prompt zerbröselte.
     „Ich hoffe, das war deutlich genug“
     „Ich schätze schon …“
     „Jetzt müssen wir nur noch die Wachen überlisten.“
     „Wachen? Welche Wachen?“ Noch während Mateo seiner vollkommenen Ahnungslosigkeit Ausdruck verlieh, materialisierten sich vor ihren Augen nicht weniger als acht Gestalten, mit meterlangen Lanzen und undurchdringlichen Panzern bewehrt. „Woher wusstest du von ihnen? In seinen Anweisungen verliert Falcon kein Wort über sie.“
     „Das ist nebensächlich. Viel wichtiger ist, dass du kurz meinen Dolch hältst.“
     „In Ordnung, aber ich wüsste nicht, was das an unserer aussichtslosen Lage ändern sollte.“ Sobald er die Stichwaffe entgegennahm, konzentrierte sich die ungeteilte Aufmerksamkeit der Wachen auf ihn.
     „Gehört dieser Dolch euch?“, erkundigte sich eine von ihnen, vermutlich der Truppenführer. „Ihr solltet doch wissen, dass es strengstens untersagt ist, sich bewaffnet hierher zu begeben“
     „Mera, sag mal, hast du auch so was wie einen Plan oder lässt du mich hier versauern?“ Allmählich wurde er ungeduldig. Denn die Wachen kamen ihm bedrohlich nah und gingen in eine kreisförmige Kampfformation über, die Mateo maßlos überforderte.
     „Mach dir nicht ins Hemd, Kleiner“, erwiderte sie beiläufig, während sie zweien der Wachen in den Rücken fiel, zwei weitere mit punktgenauen Hieben und Fußstößen außer Gefecht setzte. „Lass den Dolch rüberwachsen.“ Er tat es. „Und jetzt kümmer dich um die anderen.“
     „Wie, bitte?“
„Sie achten nur auf den Dolch. Also, wird’s bald!“
     Endlich vermochte Mateo, seinen Gliedmaßen Gehorsam einzuflößen. Mit beinahe identischen Schlag-Tritt-Kombinationen streckte er die vier Kontrahenten nieder, noch ehe sie Mera schaden konnten. Aus ihm unerfindlichen Gründen erleichterte ihn das.
     „Gar nicht mal so übel. Kann ich jetzt …“
     „Ja?“
     „… meinen Dolch wieder haben?“
     „Aber klar doch. Hier, bitte schön“ Im nächsten Moment schmolz die Kulisse um Mera und Mateo herum. Die niedergerungenen Wachen zerfielen in ihre Bestandteile. Die unwirtliche Berglandschaft wich einem von warmem Licht gefluteten Altarraum.
     „Dort ist es“, flüsterte Mera, als könnte sie den Schatz mit zu hoher Lautstärke zerbrechen.
     „Die Tarnkappe.“ Mateo schwenkte jede Silbe wie einen erlesenen Wein, ließ sie wie Nektar von seiner Zungenspitze fließen.
     „Wer sie in seinen Besitz bringt, wird als Dieb unantastbar sein. Er wird ein- und ausgehen, wo immer er will. Und braucht sein Lebtag lang keine Verhaftung mehr zu fürchten“ Sie rezitierte diese Wörterreihe wie eine Zauberformel. Unwillig, vom präzisen Wortlaut abzuweichen. Als könnten sie so ihre Wirkung verlieren. „Ich finde, du solltest ihn haben. Du hast dich seiner nicht nur einmal als würdig erwiesen“
Eine solche Aussage war nun wirklich das Letzte, mit dem Mateo gerechnet hätte. Um ihren Wahrheitsgehalt auf die Probe zu stellen, sah er Mera noch eine Weile an. Schweigsam und irritiert. „Hast du das eben tatsächlich gesagt?“, hakte er fast schüchtern nach.
     „Wenn du unbedingt willst, kannst du ihn mir ab und zu borgen.“ Ein kindliches Leuchten kroch über ihre zuvor so grimmige und unbewegliche Wettbewerbsmiene. „Aber natürlich liegt die Entscheidung bei dir allein.“
     Eine Hypnose hätte ihn nicht gefügiger machen können. So tat er einen Schritt nach dem anderen. Bis der legendenschwangere Gegenstand innerhalb seiner Reichweite lag. Nur noch eine Armesbreite trennte ihn von diebischer Allmacht. Noch einmal wandte er sich nach Mera um, suchte ihre Zustimmung. Diese blieb sie ihm nicht schuldig. So wagte er es … und gewann?
     „Es tut mir so leid, Mateo. Ich hab das wirklich nicht gewollt.“ Ihre Stimme klang tränenerstickt, gebrochen. Mateo verstand nicht. „Falcon hat mich damit beauftragt, dich hierherzulocken. Ich sollte dich dazu bringen, die Tarnkappe zu berühren. Er sagte, du hättest ihm schon viel zu häufig einen Strich durch die Rechnung gemacht, seine Kreise gestört. Da wollte er dich ganz einfach aus dem Weg räumen. Also hat er mich dazu erpresst, mir zu deiner Höhle Zutritt zu verschaffen und dich mit einem Dorn zu betäuben. Nicht mit irgendeinem beliebigen Dorn. Er war magisch und hat dich Gefühle für mich entwickeln lassen. Genauso wie mein gesamtes Auftreten magischer Natur ist. Ich besitze all diese Fähigkeiten nämlich gar nicht, bin eigentlich ein ganz gewöhnliches Mädchen. Du musst mir glauben: Falcon hat mir keine Wahl gelassen. Er hält meine Familie an einem unbekannten Ort gefangen. Als deine Haut mit der Tarnkappe in Kontakt kam, gingen deine Erfahrungen und dein Geschick auf mich über. Von nun an werde ich dein berufliches Erbe antreten müssen, bis ich Falcon zufriedengestellt habe. Vielleicht entlässt er meine Liebsten dann aus seiner Gewalt.“ Ihr Geständnis hatte sie sichtlich geschwächt, sie musste kurz pausieren. „Wie … hättest du an meiner Stelle gehandelt?“ Wieder vermochten die Worte ihre Lippen nicht zu passieren. „Ich hoffe, du kannst mein Verhalten verstehen … und mir womöglich eines Tages verzeihen.“
     „Was genau soll ich dir denn verzeihen? Wenn du willst, helf ich dir dabei, deine Familie zurückzugewinnen – auch ohne meine Fähigkeiten.“ Sie sah ihn nicht länger an, wandte sich von ihm ab, stand kurz davor zu gehen. Er eilte ihr nach, wollte sie bei der Schulter fassen. Dann erst begriff er. Seine Hand stieß auf keinerlei Widerstand. Von der Welt der Lebenden war er abgeschnitten, jener der Toten aber gehörte er ebenso wenig an.


Sven Lenhardt, geboren am 25. November 1985 in Bad Mergentheim, absolvierte sein Abitur im Jahr 2005, nahm noch im selben Jahr das Lehramtsstudium der Anglistik, Romanistik und Philosophie auf. Mit 18 Jahren versuchte er sich erstmals in lyrischen Fingerübungen. Seit er Ende 2009 auf die Vielzahl an Online-Ausschreibungen aufmerksam geworden ist, betätigt er sich überdies rege im Prosasektor. Er kann bislang fünfzehn Veröffentlichungen vorweisen.

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ISSN 1422-8904
Ausgabe 252 - 22.08.2011
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Ausgabe 253 erscheint am
03.09.2011.

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