corona magazine
Nur der Himmel ist die Grenze
ISSN 1422-8904

 newsBEAT
+ "Star Trek XI" News
+ RTL 2: "Dead like me"
+ "Raumpatrouille Orion"
+ "Doctor Who"
+ "Spider-Man 4"
+ "Red Sonja"-Remake
 Kunterbunt
+ Kurd Laßwitz Preis
+ Auszeichnung R. Howard
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u-kult.de
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 Buch-Tipp
Star Trek - Vanguard: Der Vorbote
Band 1 der Trilogie um die Raumstation Vaguard. Endlich wieder neues Star Trek in Deutschland. Ab sofort im Handel erhältlich!

Star Trek - Vanguard: Rufe den Donner
Band 2 der Trilogie. Ab sofort im Handel erhältlich!

Star Trek - Vanguard: Ernte den Sturm
Das Finale der Reihe. Ab sofort im Handel erhältlich!
 Links
Star Trek XI News
Alle Infos zum neuen Kinofilm - kompakt und aktuell präsentiert vom Corona Magazine.

Phantastische Welten
Ausführliche Besprechungen mit Infos zu allen großen SciFi-Serien und Filmen.

phantastik.de
Täglich neue Infos, Kritiken und mehr zu vielen Themen rund um die Phantastik.

SF-Radio
Großes Science Fiction-Internetportal mit täglichen Radiosendungen und News.

The Daily Trekker
Großes Star Trek: Voyager- und Andromeda-Projekt mit Reviews, Infos und mehr.

Star Trek-Quoten
Großes Einschaltquotenarchiv im Internet zum Star Trek-Universum auf sftv.ch.

STARTREKVorlesung.de
Dr. Hubert Zitt über die Wissenschaft in Star Trek.

Stargate-Project
Die News- und Entertainment-Seite zu Stargate-SG1 und Atlantis.
02. Juli 2008 - Ausgabe 204 - "Letter from Egypt"
Große Ferien
Der Sommer lässt sich schon jetzt immer wieder blicken und beschert uns teilweise tolle, teilweise nasse Tage. Sei's drum! In der Welt der Fantastik sind die meisten Einwohner bereits in den Ferien und wir machen es ihnen nach dieser Ausgabe nach. Mit dieser Nummer 204 verabschiedet sich die Redaktion des Corona Magazines in die bereits angekündigte Sommerpause - aber nicht, ohne Ihnen doch noch ein Gewinnspiel zu bieten. Wenn Sie Etienne Quiels Rezension zu "Rufe den Donner" lesen, dem "Star Trek"-Roman aus dem Hause Cross Cult, werden Sie sehen, dass sich Markus Rohde, verantwortlicher Lektor und Übersetzer des dritten Bandes der "Star Trek: Vanguard"-Reihe, nicht hat lumpen lassen, und den Corona-Lesern etwas spendiert.

Die Leser unserer Corona-Website wissen das freilich schon ein wenig länger und haben sich auch schon rege an diesem Gewinnspiel beteiligt - und wo ich gerade zufällig von der Corona-Website spreche, lassen Sie mich noch darauf hinweisen, dass sich der ein oder andere Besuch im Sommer auf unseren Webseiten vielleicht auch lohnen könnte. www.corona-magazine.de. Einfach mal vorbeischauen.

Ansonsten wünsche ich Ihnen, liebe Leser, einen ganz tollen Sommer. Haben Sie Ferien oder Urlaub? Fahren Sie weg? Nein? Ja? EGAL! Denn nur eines ist wichtig: Haben Sie Spaß! Denn nur der Himmel ist die Grenze, vor allem, wenn er zwischenzeitlich so schön blau ist wie in dieser Woche.

Bleiben Sie uns gewogen, wir lesen uns im Herbst!

Herzlichst
Ihr Mike Hillenbrand
Chefredaktion (v.i.S.d.P.)
Inhalt
1.Spotlight: Star Trek - Vanguard: Rufe den Donner
Neues Star Trek in Deutschland
6."Star Wars"-Hörspiele
Birgit Schwenger hat sich den 3. und 4. Teil der "Dark Lord"-Reihe angehört
2.newsBEAT
Kurzmeldungen aus Fernsehen, Kino & Co.
7."The Happening": Interview mit Mark Wahlberg
Das Unterhosenmodel über seine Rolle im Horrorfilm
3.Tom A. Shippey: "Der Weg nach Mittelerde"
Wie J.R.R. Tolkien "Der Herr der Ringe" schuf
8.Kunterbunt
Pressemitteilungen, Veranstaltungen und mehr...
4.Ihre Meinung
Leserbriefe an das Corona Magazine
9.Raumfahrt unter dem roten Stern II
Nicht nur im Westen war der Himmel die letzte Grenze
5.TV-Vorschau
Unsere Fernsehtipps für die nächsten zwei Wochen
10.Die Corona-Kurzgeschichte
"Der Werwolf von Westminster" von Achim Hiltrop

1. Spotlight: Star Trek - Vanguard: Rufe den Donner
von Etienne Quiel
„Star Trek: Vanguard“ geht mit „Rufe den Donner“ in die zweite Runde. Der Roman wurde vom bekannten Autoren-Duo Dayton Ward und Kevin Dilmore verfasst.

Ein Monat ist seit den Ereignissen von „Der Vorbote“ vergangen. Inzwischen sind mehr und mehr Kriegsschiffe der Klingonen und Tholianer in der Taurus-Region aktiv. Während die Föderation ihre geheimen Forschungen weiter forciert, haben die Klingonen mit der Eroberung von der Taurus-Region nahen Welten begonnen und stärken so ihren Einfluss in dem Raumbereich.
Immer wieder kommt es zwischen Klingonen und Tholianern zu kleineren Gefechten. Ein Kräftemessen ist im Gange und es scheint nur eine Frage der Zeit, bis ein voller Krieg zwischen den beiden Parteien ausbricht. Jetanien, der Föderationsbotschafter auf Vanguard, versucht gemeinsam mit seinen Kollegen der beiden Völker, ein Abkommen zu erreichen, um eine Eskalation der Situation zu verhindern.

Während die Wissenschaftler von Vanguard auf dem Planeten Erilon versuchen, eine gigantische, mit dem Taurus-Geheimnis zusammenhängende Anlage außerirdischen Ursprungs zu erforschen, stellt sich heraus, dass die Klingonen auf Palgrenax mit einer vergleichbaren Anlage ähnliche Ambitionen hegen. Den Klingonen ist inzwischen nämlich bewusst, dass das von der Föderation entdeckte Geheimnis viel Macht bedeuten kann und versuchen nun selbstverständlich diese vor der Föderation zu erlangen.

Bei der Erforschung dieser uralten Technologie wird ein Wesen erweckt, welches sich seit Äonen im Tiefschlaf befand und nun erwacht ist, um die Eindringlinge auf seinen Welten abzuwehren. Das Wesen verfügt über unglaubliche Kräfte und so beginnt für die Vanguard-Crew ein Wettlauf gegen die Zeit, um einerseits das Wesen und seinen Ursprung zu verstehen und andererseits einen großflächigen Krieg in der Taurus-Region zu verhindern …

„Rufe den Donner“ bedeutet wie sein Vorgänger jede Menge Lesespaß und macht Lust auf mehr. Es gelingt in Bezug auf Erzählweise und Stimmung an seinen Vorgänger anzuschließen. Wie in Band 1 spielt Politik wieder eine wichtige Rolle, wenn nicht sogar eine noch größere als in „Der Vorbote“. Neben den beiden Hauptelementen Taurus-Geheimnis und Politik werden die Charaktere aber nicht vernachlässigt. Viele der Hauptfiguren werden in der Nebenhandlung weiter vertieft oder entwickeln sich weiter.

Für die Freunde der Kontinuität haben Ward und Dilmore übrigens mehrere Querverweise eingebaut. Das prominenteste Beispiel ist wohl die Verwendung der U.S.S. Lovell, einem Schiff der Daedalus-Klasse, welches zum Starfleet Corps of Engineers gehört und auch schon in der gleichnamigen Roman-Reihe einen Auftritt hatte.

Die Büchse der Pandora wurde in „Rufe den Donner“ also geöffnet und auch auf der politischen Bühne droht eine Eskalation. Man darf gespannt sein auf das große Finale in Band 3, welcher ebenfalls ab sofort im Handel erhältlich ist!

Gewinnspiel

Obwohl wir bereits in der letzten Ausgabe eine kleine Verlosung hatten, wollen wir trotzdem mit einem Gewinnspiel in die Sommerpause gehen! Dafür hat sich netterweise der Cross Cult-Verlag zur Verfügung gestellt, der ja den Freunden von "Star Trek" in diesem Jahr bereits die "Star Trek"-Romane zurück nach Deutschland geholt hat. Der dritte und letzte Teil der Vanguard-Trilogie, "Ernte den Sturm", ist nun erschienen und wir verlosen drei Exemplare! Beantworten Sie einfach die folgende Frage: Welcher deutsche Chefredakteur (und Übersetzer von "Ernte den Sturm") hat Cross Cult überzeugt, "Star Trek" zurück nach Deutschland zu holen? Schicken Sie die Antwort im Betreff bis zum 11. Juli an gewinnspiel@corona-magazine.de und drücken Sie sich die Daumen. ;-)

2. newsBEAT
"Star Trek XI" News
Alle Informationen und die aktuellen Gerüchte zum neuen "Star Trek"-Kinofilm immer aktuell und kompakt zusammengestellt vom Corona Magazine finden Sie unter http://www.corona-magazine.de/Star-Trek-XI-News/.
RTL 2 nimmt "Dead like me" ins Programm
Im April begann der deutsche Sci-Fi Channel mit der Ausstrahlung die Serie "Dead like me", nun zieht RTL 2 nach, das berichtet DWDL.de
Ab dem 26. Juli wird RTL 2 die Serie am Samstagnachmittag zeigen. Jede Woche sollen dann gegen 14 Uhr jeweils zwei Folgen ausgestrahlt werden. Zur Zeit ist geplant, dass sämtliche, sprich beide, Staffeln der Serie gesendet werden.
"Raumpatrouille Orion" auf dem 21. Kölner Sommerfestival
Vergnügliche Zeitreise, spannende Science-Fiction und klangprächtiges Konzert: Live begleitet vom kraftvollen Sound der Berlin Film Philharmonic Big Band begeht die legendäre sechziger Jahre Kult-Serie "Raumpatrouille Orion" endlich ihre triumphale Wiederauferstehung. Als abendfüllender Kinofilm ist „Raumpatrouille Orion“ ein Highlight des 21. Kölner Sommerfestivals.

Mit der Fernseh-Serie „Raumpatrouille Orion“ hatte das deutsche Fernsehen, noch vor der ersten Mondlandung und dem Jungfernflug des "Raumschiffs Enterprise", einen echten Erfolgs-Hit gelandet. War diese Serie in den sechziger Jahren maßgebend für das Genre der Science-Fiction-Verfilmungen weltweit, so begeistert die innovative Filmkonzert-Inszenierung heute durch die aufwendig realisierte und brillant dargebotene Verbindung von Live-Musik und Tonfilm. Aus den sieben originalen Folgen wurde ein zusammenhängender abendfüllender Film, nur einige Szenen mit Elke Heidenreich als Sprecherin der Sternenschau wurden zur Gewährleistung des dramaturgischen Flusses ergänzt.

Passend dazu findet am 11. Juli 2008 in der Kölner Philharmonie "Das galaktische Filmkonzert" statt. The Berlin Film Philharmonic Big Band spielt die Kinomusik von "Raumpatrouille Orion - Rücksturz ins Kino" live, unter der Leitung von Jiggs Whigham.
"Doctor Who": Tennant mit Millionen-Angebot
Die BBC Chefs werden David Tennant ein Angebot in Höhe von 1,3 Millionen Pfund machen, um ihn als Doctor Who behalten zu können. Aus Quellen wurde bekannt, dass dem 37-jährigen Schotten ein neuer Vertrag mit bis zu 100.000 Pfund pro Episode angeboten werden wird. David Tennant übernahm ab der zweiten Staffel die Rolle des Doctors und löste somit Christopher Eccleston ab. Eccleston verließ die Serie nach nur einer Staffel aus Angst, schauspielerisch festgelegt zu werden.

Die Leitung der BBC ist verzweifelt darum bemüht, Tennant in der erfolgreichen Serie zu behalten, die über 8 Millionen Zuschauer hat. Ein leitender BBC Mitarbeiter sagt: „Jeder nimmt an, dass David aufhört, aber das ist nicht der Fall. Wir hoffen, dass er zurückkommt. Die Situation ist momentan so, dass für die nächste Staffel von ‚Doctor Who’ noch kein Vertrag abgeschlossen wurde. Dies wird sich auf jeden Fall ändern. David ist wunderbar in der Rolle und natürlich hoffen wir, dass er weitermacht. Lasst es uns einfach so sagen – wir denken im Moment über niemand anderen nach.“

Der Star hat Hinweise fallen lassen, dass er 2010 für 13 Episoden auf die TARDIS zurückkommen könnte. Er gestand: „Ich wurde seit dem ersten Tag, als ich nicht mehr dabei war, darum gebeten. Ich habe nicht gekündigt – mir wurde bloß noch kein neuer Vertrag angeboten.“

Momentan dreht er die erste von drei speziellen Episoden, die 2009 ausgestrahlt werden.
"Spider-Man 4": Kinostart im Mai 2011?
Laura Ziskin, Produzentin der „Spider-Man“-Fime, hat gegenüber der L. A. Times angekündigt, dass man für den Kinostart des kommenden „Spider-Man“-Sequels einen Kinostart im Mai 2011 anvisiert. Obwohl das Drehbuch für „Spider-Man 4“ noch nicht fertig ist, zeigte sie sich optimistisch, dass sie und Sony Pictures in drei Jahren soweit sein werden.

Bisher haben weder Hauptdarsteller Tobey Maguire noch Regisseur Sam Raimi ihre Mitwirkung an dem mittlerweile vierten Teil der Reihe zugesagt.

Die ersten drei Filme des Franchises erzielten weltweit ein Einspielergebnis von rund 2,5 Milliarden US-Dollar.
"Red Sonja"-Remake geplant
Der Fantasy-Action-Film „Red Sonja“ aus dem Jahr 1985 mit Brigitte Nielsen und Arnold Schwarzenegger bekommt ein Remake, das berichtet Variety.com

Robert Rodriguez („Planet Terror“) wird den Film für Millennium Films produzieren. Seine Lebensgefährtin, die Schauspielerin Rose McGowan („Planet Terror“), soll die Rolle der Red Sonja übernehmen.
Regie wird Douglas Aarniokoski („Highlander 4 – Endgame“) führen.

Im Oktober diesen Jahres sollen die Dreharbeiten beginnen, der Kinostart ist für 2010 geplant.
Weiterer "Harry Potter"-Darsteller auf der Ringcon 2008
Mit Stanislav Ianevski kann ein weiterer Gast auf der RingCon aus „Harry Potter“ bekanntgegeben werden. Er spielte den Viktor Krum in „Harry Potter und der Feuerkelch“ und er freut sich schon darauf nach Deutschland zu kommen.
Don S. Davis gestorben
Der Schauspieler Don S. Davis ist am 29.06. im Alter von 65 Jahren gestorben. Er erlag den Folgen eines Herzinfarktes, wie seine Familie bekannt gab.

In seiner langen schauspielerischen Karriere spielte er unter anderem Captain William Scully in „Akte X“ und Major General George Hammond in „Stargate SG-1“. Eine seiner letzten Rollen war für den direkt auf DVD erscheinenden Film „Stargate Continuum“, der am 15. August in Deutschland erscheint.
The Mystery is out there - SpaceView 4/08 erschienen
Am 25.06.2008 erschien die neue Ausgabe des Magazins zur Phantastik in Wort und Bild.
Schwerpunktthemen sind Mystery – im Besonderen „Akte X“ und „Lost“–, sowie Comicverfilmungen – u. a. „Der unglaubliche Hulk“ und „The Dark Knight“.
Wie immer ist auch das „Lexikon der Phantastik“ mit dabei. Dieses Mal mit Comiczeichner Moebius sowie den Filmen „Batman“ und „Terminator 2“.

The Mystery is out there – „Akte X“ kommt zum zweiten Mal ins Kino. Aus diesem Anlass gibt es alles zum Film. Ebenfalls dabei: Das Synchro-Drama um Mulders Stimme.

Im Rückblick geht es von „Twin Peaks“ über „Akte X“ zu „Lost“. Die neuen Puzzle-Teile aus der Zukunft – „Lost“ in Time.
Who watches the watchmen? – Es gibt frischen Wind im Genre Comicverfilmung. Das Magazin bringt alles über die aktuellen Highlights im Superhelden-Genre: „Der unglaubliche Hulk“, „The Dark Knight“. Außerdem: Die künftigen Comic-Attraktionen.

Die neue Vampir-Serie „Moonlight“ beleuchtet Detektivfälle und ist dabei mehr als nur ein „Angel“-Rip-Off! Außerdem hat die SpaceView den „Galactica“-Mimen Jamie Bamber im Gespräch.

„Effekte – Salz in der Suppe des phantastischen Films“ mit dem dritten Teil: Sternenkrieger, Quecksilbermänner und „echte“ Dinosaurier – Vom Pappkarton zur CGI.
Eisportionierer, Gebärzangen und Bügeleisen ... Hier geht es um die Spezialeffekte bei „Raumpatrouille – Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion“. Fazit: „Mit mehr Geld hätte man vieles schöner machen können.“

Die Geschichte des Heftromans, Teil 4: Ad Astra mit Perry Rhodan. Dazu gibt es ein Interview mit „Perry Rhodan“-Redaktionsleiter Klaus N. Frick.
Games: "Diablo III" angekündigt
Blizzard Entertainment Inc. präsentierte im Zuge ihrer Hausmesse, der Worldwide Invitationals 2008, die im Pariser Messezentrum in Porte de Versailles stattfand, zum ersten Mal „Diablo® III“, den neusten Titel des anerkannten und erfolgreichen Action-Rollenspiel-Franchises.

Die Präsentation des Spiels ereignete sich vor Tausenden Spielern und beinhaltete einen Trailer und eine ausführliche, von Kommentaren des Entwicklungsteams begleitete Gameplay-Demonstration

"Wir hatten schon lange vor, die epische Geschichte und auch die Gameplay-Elemente des ‚Diablo’-Universums zu erweitern", erklärte Mike Morhaime, Geschäftsführer und Mitbegründer von Blizzard Entertainment. "Wir wissen, dass die Spieler schon lange auf eine Fortsetzung der Serie gewartet haben. Wir freuen uns also sehr darüber, sie heute zum ersten Mal unseren Spielern hier in Paris und denen auf der ganzen Welt präsentieren zu dürfen."

“Diablo III“ greift die Geschichte zwanzig Jahre nach den Ereignissen in „Diablo II“ auf. Mephisto, Diablo und Baal wurden besiegt, doch der Weltstein, der Sanktuarios Einwohner einst vor den Mächten der Hohen Himmel und der Brennenden Höllen beschützte, wurde vernichtet und einmal mehr ist das Böse nach Tristram zurückgekehrt.

Die Spieler werden einen Helden aus einer von fünf einzigartigen Charakterklassen erschaffen, sie werden auf ihrer Reise neue und bereits bekannte Gegenden von Sanktuario entdecken, mächtige Gegenstände, Zaubersprüche und Fähigkeiten erlangen und Horden von Dämonen bekämpfen, um die Welt vor den neuen Schrecken zu bewahren. Auf dem Event in Paris wurden gleichzeitig auch die ersten beiden Charakterklassen bekannt gegeben: der Barbar und der Hexendoktor.

“Diablo III“ bietet eine eigens erstellte 3D-Grafik-Engine, um die üppigen Innen- und Außenbereiche von Sanktuario hochdetailliert und mit realistischen Animationen darzustellen. Die Umgebungen des Spiels unterliegen den Regeln einer Physik-Engine; sie können mit Fallen gespickt sein, die sich auf Spieler als auch auf Monster auswirken, und bieten ein hohes Maß an Interaktion sowie zerstörbare Elemente. Diese Faktoren werden gemeinsam mit dem neuen Questsystem und den gescripteten Ereignissen in einem Zufallsgenerator für Level integriert sein und auf diese Weise dem Spiel die ultimative Kombination aus dynamischem Gameplay und Wiederspielbarkeit verleihen.

Außerdem wird den Spielern die Möglichkeit geboten, über eine aktualisierte Version von Blizzard Entertainments bekanntem Onlinespieleservice Battle.net® mit- und gegeneinander zu spielen.

Blizzard Entertainment entwickelt Diablo III gleichzeitig für Windows®- und Macintosh®-Systeme. Weitere Informationen über das Spiel, inklusive Details über weitere Charakterklassen, wichtige neue Features für Einzel- und Mehrspielerkomponenten, Systemvoraussetzungen, Preisgestaltung und Verfügbarkeit, werden im Laufe des Entwicklungsprozesses bekannt gegeben.

3. Tom A. Shippey: "Der Weg nach Mittelerde"
von Birgit Schwenger
Es ist so weit! Gemeinsam mit Guillermo del Toro ist Peter Jackson wieder auf dem Weg nach Mittelerde. Zusammen mit dem mexikanischen Regisseur, der ein Faible für das Phantastische hat, will Jackson in zwei Teilen die Verfilmung des „Hobbits“ stemmen. Ian McKellen hat seine Teilnahme bereits zugesagt, und man darf hoffen, dass auch viele andere bekannte Gesichter vor und hinter der Kamera wieder mit von der Partie sein werden. Aber bevor wir diesem Weg nach Mittelerde folgen, der natürlich wieder den kleinen Umweg über Neuseeland nimmt und dessen Ankunft in den Kinos weltweit 2011 erwartet wird, schlagen wir erst noch einen anderen ein, der uns zeigt, wie alles begann und Tolkiens unvergleichliches Epos seinen Anfang nahm.

Folgen wir also zunächst einmal Tom Shippey, einem der renommiertesten Tolkien-Experten weltweit, auf seinem Weg nach Mittelerde. Bereits in jungen Jahren wandelte Shippey, der Professuren für Sprachwissenschaft und Mediävistik innehat, auf dessen Spuren: Er besuchte dieselbe Schule, lehrte noch zu Tolkiens Zeit in Oxford und übernahm von ihm dessen Lehrstuhl für Literatur in Leeds. Was lag da näher, als sich auch mit Tolkiens Werk eingehender zu beschäftigen?

Bereits im Jahr 2000 erschien sein vortreffliches Buch „J. R. R. Tolkien. Autor des Jahrhunderts“, in dem Shippey die Entstehung des „Hobbits“ und des „Herrn der Ringe“ beschreibt sowie eine Analyse der Handlung und ihrer verschiedenen Sprachebenen vornimmt. Ebenfalls bei Klett-Cotta ist nun Tom Shippeys Standardwerk für alle Tolkien-Kenner und solche, die es werden wollen, neu aufgelegt worden: „Der Weg nach Mittelerde“ wurde im Original bereits 1982 erstmals veröffentlicht. Seitdem ist in Mittelerde und darum herum bekanntlich viel passiert. 1992 versuchte Shippey einiges von diesem neuen Material – namentlich die von Christopher Tolkien herausgegebenen Bände zur „History of Middle-earth“ – in einer Neuauflage zu berücksichtigen und in seine Untersuchung von Tolkiens Kosmos zu integrieren. Dieses Jahr legt Klett-Cotta dankeswerter Weise erstmals auch auf Deutsch die 2005 noch einmal erweiterte und bearbeitete Fassung dieses Standardwerkes der Tolkien-Forschung vor. Shippey setzt sich darin jetzt auch mit Peter Jacksons Film-Trilogie auseinander.

Das Wort bezeugt die Echtheit des Gegenstandes

„Wie J. R. R. Tolkien ‚Der Herr der Ringe’ schuf“ – so lautet der Untertitel von Shippeys detaillierter Analyse, die sich in neun Kapitel sowie drei Anhänge gliedert. Im ersten Kapitel widmet sich der Autor ausführlich den literarischen Einflüssen auf Tolkiens Schaffen und – was noch viel wesentlicher in Bezug auf die Entstehung ist – Tolkiens philologischem Hintergrund. Tolkiens Liebe zu Sprachen, seine spielerische und gleichzeitig hoch wissenschaftliche Auseinandersetzung mit ihnen sowie seine eigenen Sprachschöpfungen ziehen sich wie ein roter Faden durch sein gesamtes Werk.

Detailliert klopft Shippey Einflüsse und Bedeutungen ab, um sich im zweiten Kapitel eingehender mit den konkreten „philologischen Spuren“ zu beschäftigen. Tolkien schuf sich seine eigene Welt, eine Welt aus Sprache. Namen sind – nicht nur, aber insbesondere - für Fantasy-Geschichten außergewöhnlich nützlich. Dadurch dass die Dinge, die sie benennen, deren Natur und Geschichte sie widerspiegeln, wirklich existieren, verleihen sie der Fantasy die erforderliche Bodenhaftung. Als Philologe glaubte Tolkien an „die Wirklichkeit einer Geschichte“, daran, dass in jeder Geschichte etwas Tieferes, etwas wahrhaft Poetisches durchschimmert. Diesen „Schimmer der Suggestion“ versuchte er im „Herrn der Ringe“ greifbar zu machen, indem er die „innere Stimmigkeit der Wirklichkeit“ zum Ausdruck brachte - oder in diesem Falle die innere Stimmigkeit der sekundären Welt der Kunst.

Ganz anders sehen es dagegen Tolkiens Kritiker, die – im Kapitel „Verflechtungen und der Ring“ - dem „Herrn der Ringe“ eben diese „emotionale Wahrheit über die menschliche Natur“ absprechen und behaupten, das Buch entspreche nicht „dem grundlegenden Charakter der Wirklichkeit“. Shippey führt sehr schön aus, dass diese konträren Meinungen im Prinzip auf zwei völlig unterschiedliche Vorstellungen über die Natur der Welt zurückzuführen sind. Er führt Tolkiens Weltsicht an zentralen Elementen der Handlung aus und belegt, dass sie keinesfalls eskapistisch oder gar gedankenlos ist.

Auch der von Tolkien ungeliebten Allegorie bzw. dem symbolhaften Charakter der Handlung schenkt Shippey seine Aufmerksamkeit. Er macht wiederkehrende Motive und Strukturen aus und weist auf „die ungewöhnliche kulturelle Tiefe“ hin, die dem „Herrn der Ringe“ eigen ist. Ja, im Kapitel „Über Stock und Stein“ bringt er es sogar fertig, Tolkien und Shakespeare in einem Atemzug nennen. Natürlich geht es Shippey dabei nicht um eine vergleichende literarische Wertung der beiden Autoren, sondern er nimmt die Gegenüberstellung zum Anlass, sich eingehend mit Tolkiens Stil und mythologischer Konzeption zu beschäftigen. Mit der Mythologie Mittelerdes an sich setzt sich dann auch das siebte Kapitel „Visionen und Revisionen“ auseinander, das sich hauptsächlich auf das „Silmarillion“ konzentriert und dessen Einfluss auf Tolkiens weitere Werke nachvollzieht.

Der Schlüssel zu Tolkiens Welt

Nach detailliertem Quellenstudium und Herleitung einzelner Namen und Motive geht Shippey im Kapitel „Der Bürger als Meisterdieb“ auch konkret auf bestimmte thematische Zusammenhänge, Erzählstränge sowie Figuren und Ortsnamen ein. Daraus abgeleitet ergibt sich wie von selbst die tiefere Bedeutungsebene der Geschichte. Es ist faszinierend, was sich allein an der Sprache alles festmachen lässt! So detailliert und vor allem kenntnisreich war selten mehr über die Entstehung Mittelerdes zu lesen. Jedes noch so kleine Detail wird von Shippey akribisch abgeklopft, ob seiner Herkunft durchleuchtet und mit geradezu detektivischem Spürsinn in Tolkiens Kosmologie eingeordnet.  Und dabei ist das Ganze so spannend zu lesen wie „Der Herr der Ringe“ selbst!

Der Weg nach Mittelerde“ ist alles andere als trockene Sekundärliteratur, durch die es sich mühsam durchzuquälen gilt. Im Gegenteil – Shippeys äußerst erkenntnisreiche Analyse liest sich sehr flüssig und stets unterhaltsam. Man folgt nur zu gerne seinen „Wanderungen auf der Karte“, die aus einem reichen Fundus an Wissen schöpfen. Ein kleines, feines Kapitel ist Shippey mit „Wenn der Zauber vergeht“ gelungen. Hier beschreibt er Tolkiens persönlichen Weg nach Mittelerde. Womit hat er sich in den letzten zwei Jahrzehnten seines Lebens nach der Veröffentlichung des „Herrn der Ringe“ beschäftigt? Wie war seine persönliche Einstellung zu seinem Werk? Ein tiefer Einblick in das Innenleben des Autors, das gerade in seinen letzten Lebensjahren auch von Selbstzweifeln und düsteren Gedanken geprägt war. Äußerst interessant ist auch das abschließende Kapitel „Im Verlauf der tatsächlichen Abfassung“, in dem sich Shippey höchst unterhaltsam mit den verschiedenen Entwicklungsstadien und Schaffensperioden befasst, die Tolkiens Geschichten durchliefen, während sie einem fortwährenden Prozess des Herumprobierens unterzogen wurden. Dabei beruft sich Shippey natürlich hauptsächlich auf die zwölf Bände der „History of Middle-earth“, die bislang nur im Original vorliegen.

Abgerundet wird Shippeys mit 529 Seiten wahrhaft gewichtiges Werk durch drei Anhänge, die zum einem Tolkiens literarische Quellen, zum anderen vier ausgewählte Gedichte aus Tolkiens lyrischem Schaffen vorstellen. Anhang C widmet sich auf 22 Seiten Peter Jacksons Verfilmungen, wobei Shippey vorrangig auf die Unterschiede zwischen Filmfassung und Büchern eingeht und sehr interessant ausführt, wie Tolkien zu den Veränderungen gestanden hätte. Natürlich geht er in seiner Analyse davon aus, dass zunächst einmal die Bücher bekannt waren.

Zum Schluss aber stellt er sich die Frage, wie es wohl für jemanden ist, der erst die Filme gesehen hat und sich nun – sozusagen in einer neuen Richtung – auf den Weg nach Mittelerde macht. Es gibt immer noch viel zu entdecken, machen wir uns auf den Weg!

4. Ihre Meinung
Die in dieser Rubrik durch Namen gekennzeichneten Texte sind Leserzuschriften. Sie spiegelndie Meinung der Leser wieder und stimmen nicht unbedingt mit der Meinung der Redaktion desCorona Magazines überein. Wenn Sie uns auch schreiben möchten; keine Scheu:leserbriefe@corona-magazine.de. Bittebeachten Sie, dass wir nur Zuschriften veröffentlichen, die mit vollständigemNamen versehen sind. Die eMail-Adressen der Leser werden auf Anfrage von der Corona-Redaktionbekannt gegeben. Wir danken für Ihr Verständnis!

Corona Magazine 203
Verspätete Sommerpause


Hallo Corona-Redaktion,

es ist toll, daß Ihr noch eine Ausgabe nachschieben müsst. Das zeigt mir als langjähriger Abonnent dass Euer Projekt noch lebt und das freut mich sehr. Ich wollte Euch darum eine schöne verspätete Sommerpause wünschen und ich bleibe Euch gewogen!

Herzlichst
Markus Gehde

Corona Magazine 203
Gewinnspiel


Hi Mike,

wie erfahre ich, ob ich bei dem Lost Empire:Immortals-Gewinnspiel aus der letzten Ausgabe gewonnen habe? Erst im Herbst? Wenn ich nicht gewinne, will ich mir das Spiel eigentlich kaufen, aber 2x möchte ich es dann doch nicht haben!

Weiter so!
Klaus Mertens


Antwort der Redaktion:

Hallo Klaus,

zum einen ist das Gewinnspiel ja noch nicht zu Ende. Bis zum 11. Juli können die Leser auf www.corona-magazine.de noch an den (mittlerweile zwei) Gewinnspielen teilnehmen, und danach werden die Gewinner auch dort veröffentlicht - bis zum Herbst muss tatsächlich niemand warten.

Viel Erfolg wünscht
die Corona-Redaktion

5. TV-Vorschau
(06. Juli 2008 - 19. Juli 2008)
Besuchen Sie auch die Online-Version der TV-Vorschau und stellen Sie sich dort Ihr persönliches Fernsehprogramm zusammen.

Colorcode:PayTVÖsterreichSchweiz
Sonntag, 06. Juli 2008
10:05 UhrStar Trek: Deep Space Nine
In der Falle
3x07Sci FiWdh.
10:15 UhrHercules
Das Blut des Vaters
4x21RTL2Wdh.
11:10 UhrXena
Devi
4x14RTL2Wdh.
16:00 UhrStar Trek: Deep Space Nine
In der Falle
3x07Sci FiWdh.
16:00 UhrKyle XY
Balanceakt
2x04Pro71st
16:20 UhrDie verlorene Welt
Das Erbe von Atlantis
1x13Tele 5Wdh.
17:00 UhrDoctor Who
Die Auferstehung der Cybermen (1/2)
2x06Pro71st
17:45 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Katastrophe auf der Enterprise
5x05Sci FiWdh.
18:35 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Gefährliche Spielsucht
5x06Sci FiWdh.
20:15 UhrContact
Jodie Foster entschlüsselt als Astronomin eine Nachricht von Außerirdischen.
US
1997
ATVplusWdh.
20:15 UhrDie purpurnen Flüsse 2 - Die Engel der Apokalypse
Jean Reno versucht als Inspektor die Apokalypse, oder ihre Engel, aufzuhalten.
FR/IT
2004
Pro7Wdh.
21:15 UhrNumb3rs - Die Logik des Verbrechens
Das Attentat
2x05Sat1Wdh.
21:30 UhrAlien Intruder
Ein paar Gefangene werden dazu gebracht mit auf eine Selbstmord-Rettungsmission zu kommen. Und auf dem zu rettenden Raumschiff wartet schon ein Killercomputervirus auf sie...
US
1993
Sci FiWdh.
22:05 UhrBruce Allmächtig
Jim Carrey bekommt von Gott für eine Woche dessen Fähigkeiten.
US
2003
ORF1Wdh.
00:15 UhrKull - The Conqueror
Der Barbar Kull wird zum König gekrönt. Aber der Adel und eine alte Hexenmeisterin sind der Meinung, dass das Land einen besseren König verdient hat. Dabei hätten sie doch wissen müssen, dass Kevin Sorbo nur heldenhafte Helden spielt.
US
1997
Kabel1Wdh.
00:30 UhrDie purpurnen Flüsse
Jean Reno kommt als Inspektor einem Serienmörder auf die Spur.
FR
2000
Pro7Wdh.
Montag, 07. Juli 2008
15:30 UhrThe Pretender
Mörderischer Vollmond
3x03ATVplusWdh.
17:25 UhrStargate
Besessen
3x04Tele 5Wdh.
18:20 UhrEarth - Final Conflict
Amoklauf
1x12Tele 5Wdh.
18:35 UhrRaumschiff Enterprise
Wie schnell die Zeit vergeht
2x12Sci FiWdh.
19:15 UhrStargate
Die Lektion der Orbaner
3x05Tele 5Wdh.
20:15 UhrMoonlight
Fieber
1x04Pro71st
20:15 UhrCSI:NY
Asche zu Asche
3x17VOXWdh.
20:15 UhrZurück in die Zukunft
Dank einer in einem Auto eingebauten Zeitmaschine verhindert Michael J. Fox zuerst das seine Eltern sich verlieben, und danach versucht er verzweifelt sie wieder zusammenzubringen.
US
1985
ATVplusWdh.
20:15 UhrC.S.I. Miami
Abweichungen
4x16ORF1Wdh.
20:45 UhrCSI: Miami
Kopfgeldjäger
4x10SF2Wdh.
21:00 UhrC.S.I. Miami
Ohne Bewährung
2x03ORF1Wdh.
21:10 UhrEUReKA - Die geheime Stadt
Gefangen im Kraftfeld
2x02Pro71st
21:40 UhrPrestige - Die Meister der Magie
Um die Jahrhundertwende liefern sich zwei rivalisierende Magier, nachdem der eine die Frau des anderen bei einem misslungenen Trick getötet hatte, ein Duell. Dabei eskaliert die Situation immer mehr.
US/UK
2006
Premiere 1Wdh.
21:45 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Wiedervereinigung? (1/2)
5x07Sci FiWdh.
22:10 Uhr24
Tag 6: 10:00 - 11:00 Uhr
6x05Pro71st
22:15 UhrCharmed - Zauberhafte Hexen
Rendezvous mit einem Geist
1x04Kabel1Wdh.
23:10 Uhr24
Tag 6: 11:00 - 12:00 Uhr
6x06Pro71st
23:15 UhrBuffy - Im Bann der Dämonen
Ein verfluchter Geburtstag
6x14Kabel1Wdh.
23:20 UhrLas Vegas
Späte Rache
1x18ORF1Wdh.
23:30 UhrVeronica Mars
Freundschaftsdienste
1x01ATVplusWdh.
00:05 UhrAlias - Die Agentin
Ich sehe tote Menschen
5x14Pro71st
00:10 UhrAngel - Jäger der Finsternis
Unter Wasser
5x13Kabel11st
01:00 UhrMoonlight
Fieber
1x04Pro7Wdh.
01:00 UhrC.S.I. Miami
Abweichungen
4x16ORF1Wdh.
02:15 UhrRaumschiff Enterprise
Wie schnell die Zeit vergeht
2x12Sci FiWdh.
Dienstag, 08. Juli 2008
10:10 UhrCharmed - Zauberhafte Hexen
Blinder Zorn
7x01Pro7Wdh.
10:15 UhrCharmed - Zauberhafte Hexen
Die Bruderschaft
3x19SF2Wdh.
15:30 UhrThe Pretender
Brandgefährlich
3x04ATVplusWdh.
17:25 UhrStargate
Die Lektion der Orbaner
3x05Tele 5Wdh.
18:20 UhrEarth - Final Conflict
Das keltische Grabmal
1x13Tele 5Wdh.
18:35 UhrRaumschiff Enterprise
Tödliche Wolken
2x13Sci FiWdh.
19:15 UhrStargate
Lebenslinien
3x06Tele 5Wdh.
20:15 UhrHeroes
Nichts zu verbergen
1x07ATVplusWdh.
20:15 UhrCSI: Miami
Abweichungen
4x16RTLWdh.
20:15 UhrGattaca
Ethan Hawke versucht als Mensch zweiter Klasse seinen Traum vom Raumfahrtprogramm zu verwirklichen.
US
1997
Kabel1Wdh.
21:05 UhrHeroes
Sieben Minuten bis Mitternacht
1x08ATVplusWdh.
21:15 UhrDr. House
Wirtswechsel
2x18RTLWdh.
21:40 UhrPrestige - Die Meister der Magie
Um die Jahrhundertwende liefern sich zwei rivalisierende Magier, nachdem der eine die Frau des anderen bei einem misslungenen Trick getötet hatte, ein Duell. Dabei eskaliert die Situation immer mehr.
US/UK
2006
Premiere 3Wdh.
21:55 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächstes Jahrhundert
Wiedervereinigung? (2/2)
5x08Sci FiWdh.
22:00 UhrApocalypto
Die Mayas um 1500, so wie Mel Gibson sie sieht: Blutig.
US
2006
Premiere 1Wdh.
22:05 UhrStargate: SG1
Der Neue Präsident
7x20ATVplusWdh.
22:35 UhrHulk
Der Wissenschaftler Bruce Banner verwandelt sich nach einem Experiment in ein grünes Monster. Und das immer wenn er wütend ist.
US
2003
SF2Wdh.
23:00 UhrStargate: SG1
Die Verlorene Stadt (1/2)
7x21ATVplusWdh.
00:35 UhrDr. House
Wirtswechsel
2x18RTLWdh.
00:35 UhrCSI:NY
Asche zu Asche
3x17VOXWdh.
00:55 UhrHeroes
Nichts zu verbergen
1x07ATVplusWdh.
02:35 UhrRaumschiff Enterprise
Tödliche Wolken
2x13Sci FiWdh.
Mittwoch, 09. Juli 2008
10:10 UhrCharmed - Zauberhafte Hexen
Nackte Tatsachen
7x02Pro7Wdh.
14:50 UhrCharmed - Zauberhafte Hexen
Freund oder Feind
3x20SF2Wdh.
15:30 UhrThe Pretender
Der Maulwurf
3x05ATVplusWdh.
18:20 UhrEarth - Final Conflict
Die Büchse der Pandora
1x14Tele 5Wdh.
18:35 UhrRaumschiff Enterprise
Der Wolf im Schafspelz
2x14Sci FiWdh.
19:15 UhrStargate
Kopfgeldjäger
3x07Tele 5Wdh.
20:00 UhrIce Age
Animationsfilm. Ein Faultier, ein Mammut und ein Säbelzahntiger wollen während der Eiszeit ein kleines Kind wieder zu seinen Eltern bringen.
US
2002
SF2Wdh.
20:15 UhrPakt der Druiden
Archäologie-Studentin wird von Dämon verfolgt.
FR
2002
Premiere StartWdh.
20:15 UhrStargate
Ethon
9x15RTL2Wdh.
21:10 UhrStargate
Das verschwundene Stargate
9x16RTL2Wdh.
21:55 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Der zeitreisende Historiker
5x09Sci FiWdh.
22:00 UhrApocalypto
Die Mayas um 1500, so wie Mel Gibson sie sieht: Blutig.
US
2006
Premiere 3Wdh.
22:05 UhrStargate Atlantis
10.000 Jahre
1x15RTL2Wdh.
22:35 UhrDark Water - Dunkle Wasser
Nach ihrer Scheidung zieht eine Mutter mit ihrer Tochter in einen heruntergekommenen Wohnkomplex. Nur das der Ex-Mieter immer noch in der Wohnung herumspukt...
US
2005
SF2Wdh.
23:00 UhrStargate Atlantis
Bruderschaft
1x16RTL2Wdh.
00:05 UhrStargate
Das erste Gebot
1x06RTL2Wdh.
00:55 UhrIce Age
Animationsfilm. Ein Faultier, ein Mammut und ein Säbelzahntiger wollen während der Eiszeit ein kleines Kind wieder zu seinen Eltern bringen.
US
2002
SF2Wdh.
01:00 UhrStargate
Ethon
9x15RTL2Wdh.
02:50 UhrRaumschiff Enterprise
Der Wolf im Schafspelz
2x14Sci FiWdh.
Donnerstag, 10. Juli 2008
10:10 UhrCharmed - Zauberhafte Hexen
Der Rivalitätszauber
7x03Pro7Wdh.
10:15 UhrCharmed - Zauberhafte Hexen
Die Todesfee
3x21SF2Wdh.
14:50 UhrCharmed - Zauberhafte Hexen
Das Ende
3x22SF2Wdh.
15:30 UhrThe Pretender
Bewährungsprobe
3x06ATVplusWdh.
17:25 UhrStargate
Kopfgeldjäger
3x07Tele 5Wdh.
18:20 UhrEarth - Final Conflict
Botschaft aus vergangener Zeit
1x15Tele 5Wdh.
18:35 UhrRaumschiff Enterprise
Kennen sie Tribbles?
2x15Sci FiWdh.
19:15 UhrStargate
Dämonen
3x08Tele 5Wdh.
20:15 UhrBones - Die Knochenjägerin
Ein Toter auf den Gleisen
2x01ATVplusWdh.
20:15 UhrDr. House
Wunderland
2x19ORF1Wdh.
21:05 UhrC.S.I. - Den Tätern auf der Spur
Der Schattenmann
1x08ORF1Wdh.
21:15 UhrCSI: Den Tätern auf der Spur
Der Schattenmann
1x08RTLWdh.
21:55 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Die Soliton-Welle
5x10Sci FiWdh.
22:15 UhrBlood Ties
Duell der Vampire
1x17ATVplus1st
23:45 UhrLost Highway
Ein David Lynch Film. Ein Saxophonspieler wird angeklagt seine Frau umgebracht zu haben. In der Todeszelle sitzt eines Tages eine völlig andere Person.
FR/US
1997
13th StreetWdh.
00:10 Uhr24
Tag 5: 11:00 - 12:00 Uhr
5x05ATVplusWdh.
00:45 UhrCSI: Den Tätern auf der Spur
Der Schattenmann
1x08RTLWdh.
02:35 UhrRaumschiff Enterprise
Kennen sie Tribbles?
2x15Sci FiWdh.
Freitag, 11. Juli 2008
10:10 UhrCharmed - Zauberhafte Hexen
Der Fluch der Piraten
7x04Pro7Wdh.
14:50 UhrCharmed - Zauberhafte Hexen
Die neue Macht der Drei (1/2)
4x01SF2Wdh.
15:30 UhrThe Pretender
Ein explosiver Plan
3x07ATVplusWdh.
17:25 UhrStargate
Dämonen
3x08Tele 5Wdh.
18:20 UhrEarth - Final Conflict
Tödlicher Virus
1x16Tele 5Wdh.
18:35 UhrRaumschiff Enterprise
Meister der Sklaven
2x16Sci FiWdh.
19:15 UhrStargate
Regeln der Kriegsführung
3x09Tele 5Wdh.
20:00 UhrLast Samurai
Tom Cruise, als gebrochener Soldat, soll der japanischen Armee helfen Rebellen zu unterwerfen. Als er von denen gefangen wird lernt er den Weg der Samurai.
US/NZ
2003
SF2Wdh.
20:13 UhrReplicant
Um einen Killer zu fangen klont die Polizei ihn. Mit Jean-Claude Van Damme.
US
2001
13th StreetWdh.
20:15 UhrEvolution
Ein Meteorit schlägt auf der Erde ein und bringt eine sich schnell entwickelnde Lebensform mit. Genau das richtige für eine Alienjagd. Und Product-Placing.
US
2001
Pro7Wdh.
20:15 UhrGhost Whisperer - Stimmen aus dem Jenseits
Ein Körper für zwei Seelen
2x17Kabel1Wdh.
21:15 UhrMedium - Nichts bleibt verborgen
Totgeburt
2x15Kabel1Wdh.
22:00 UhrVirtual Storm
Ein Computerhacker spielt ein VR-Game, und wird dann von dem Spiel erpresst sich in einen Militärsystem zu hacken.
USA
2002
Sci FiWdh.
22:25 UhrThe Art of War
Wesley Snipes als UNO-Undercover-Agent. Als der chinesische Botschafter stirbt steht er unter Tatverdacht.
US/CA
2000
ATVplusWdh.
22:50 UhrConstantine
Keanu Reeves als Dämonenjäger. Und er ist in einen Kampf zwischen Himmel und Hölle verwickelt.
US/DE
2005
SF2Wdh.
03:15 UhrRaumschiff Enterprise
Meister der Sklaven
2x16Sci FiWdh.
Samstag, 12. Juli 2008
10:15 UhrStar Trek: Deep Space Nine
Meridian
3x08Sci FiWdh.
12:15 UhrSliders - Das Tor in eine fremde Dimension
Maggie Becketts Rückkehr
5x09Kabel1Wdh.
13:15 UhrSliders - Das Tor in eine fremde Dimension
Eine gefährliche Liebschaft
5x10Kabel1Wdh.
13:30 UhrRelic Hunter - Die Schatzjägerin
Der Gürtel der Hippolyte
3x15ATVplusWdh.
14:10 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Das wirkliche Leben
3x22Kabel1Wdh.
15:20 UhrSmallville
Ein Mensch zu sein ...
5x02ORF1Wdh.
16:00 UhrStar Trek: Deep Space Nine
Meridian
3x08Sci FiWdh.
16:05 UhrSmallville
Raumschiff verzweifelt gesucht
2x03RTL2Wdh.
16:25 UhrMutant X
Gut und Böse
1x14ATVplusWdh.
17:20 UhrMutant X
Neun Leben
1x15ATVplusWdh.
17:45 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Wiedervereinigung? (1/2)
5x07Sci FiWdh.
18:35 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächstes Jahrhundert
Wiedervereinigung? (2/2)
5x08Sci FiWdh.
19:20 UhrDie verlorene Welt
Camelot
1x14Tele 5Wdh.
20:15 UhrKops
Da ein paar schwedische Polizisten aufgrund von fehlenden Verbrechen von der Arbeitslosigkeit bedroht werden, treiben sie die Kriminalitätsrate selbst in die Höhe.
SE/DK
2003
Premiere StartWdh.
22:05 UhrArt of War
Wesley Snipes als UNO-Undercover-Agent. Als der chinesische Botschafter stirbt steht er unter Tatverdacht.
US/CA
2000
ZDFWdh.
22:10 UhrBasic Instinct
Michael Duoglas verdächtigt Sharon Stone eine Eispickelmörderin zu sein.
US/FR
1992
RTL2Wdh.
22:20 UhrInferno
Jean-Claude Van Damme auf Rachefeldzug.
US
1999
arteWdh.
23:10 UhrPsycho
Hitchcock-Klassiker über Norman Bates, sein Motel (Zimmer inklusive Dusche) und seiner Mutter.
US
1960
ARDWdh.
23:35 UhrDer Staatsfeind Nr. 1
Will Smith gerät aus Versehen in eine Verschwörung, in der es um Die Macht der Geheimdienste geht. Bald darauf wird er mit dem gesamten Überwachungsapparat der NSA gejagt.
US
1998
ORF1Wdh.
00:55 UhrThe Art of War
Wesley Snipes als UNO-Undercover-Agent. Als der chinesische Botschafter stirbt steht er unter Tatverdacht.
US/CA
2000
ATVplusWdh.
Sonntag, 13. Juli 2008
10:05 UhrStar Trek: Deep Space Nine
Defiant
3x09Sci FiWdh.
10:15 UhrHercules
Böses Blut
4x22RTL2Wdh.
11:10 UhrXena
Im Strom der Zeit
4x15RTL2Wdh.
14:15 UhrEvolution
Ein Meteorit schlägt auf der Erde ein und bringt eine sich schnell entwickelnde Lebensform mit. Genau das richtige für eine Alienjagd. Und Product-Placing.
US
2001
Pro7Wdh.
16:00 UhrKyle XY
Das Armband
2x05Pro71st
16:00 UhrStar Trek: Deep Space Nine
Defiant
3x09Sci FiWdh.
16:20 UhrDie verlorene Welt
Camelot
1x14Tele 5Wdh.
17:00 UhrDoctor Who
Die Ära des Stahl (2/2)
2x07Pro71st
17:45 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Der zeitreisende Historiker
5x09Sci FiWdh.
18:35 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Die Soliton-Welle
5x10Sci FiWdh.
20:15 UhrAlien Siege - Tod aus dem All
Aliens, die eine tödliche Infektion haben, verlangen 8 Millionen Menschen zwecks Serumsgewinnung. Die Regierungen der Erde stimmen zu, allerdings sind manche Menschen der Meinung, das nicht gerade die eigene Tochter geopfert werden muss.
US
2005
Sci FiWdh.
20:15 UhrDer Staatsfeind Nr. 1
Will Smith gerät aus Versehen in eine Verschwörung, in der es um Die Macht der Geheimdienste geht. Bald darauf wird er mit dem gesamten Überwachungsapparat der NSA gejagt.
US
1998
Pro7Wdh.
21:15 UhrNumb3rs - Die Logik des Verbrechens
Weiches Ziel
2x06Sat1Wdh.
22:00 UhrThe Curse
Nach einem Meteoritenabsturz verwandelt Schleim Menschen in Monster. Mit Wil Wheaton.
US
1987
Sci FiWdh.
22:30 UhrGod's Army III - Die Entscheidung
Mit Christopher Walken. Erzengel Gabriel muss einen Nephilim beschützen, auf den höhere Aufgaben warten.
US
2000
Tele 5Wdh.
22:50 UhrThe Fog - Nebel des Grauens
Ein kalifornisches Fischerdorf wird von einem seltsamen und tödlichen Nebel eingeschlossen.
US
1980
Pro7Wdh.
23:25 UhrAlien Terminator
Ein Experiment geht in einem geheimen Laborkomplex außer Kontrolle. Prompt haben die Wissenschaftler gegen ein Monster zu kämpfen.
US
1996
Sci FiWdh.
Montag, 14. Juli 2008
10:05 UhrCharmed - Zauberhafte Hexen
Die drei Furien
4x03SF2Wdh.
15:30 UhrThe Pretender
Der Spürhund
3x08ATVplusWdh.
17:25 UhrStargate
Regeln der Kriegsführung
3x09Tele 5Wdh.
18:20 UhrEarth - Final Conflict
Vertrauter Feind
1x17Tele 5Wdh.
18:35 UhrRaumschiff Enterprise
Epigonen
2x17Sci FiWdh.
19:15 UhrStargate
Sha'res Tod
3x10Tele 5Wdh.
20:15 UhrCSI:NY
Die zersägte Jungfrau
3x18VOXWdh.
20:15 UhrC.S.I. Miami
Zusammenstöße
4x17ORF1Wdh.
20:15 UhrMoonlight
Ewige Jugend
1x11Pro71st
20:15 UhrZurück in die Zukunft II
Michael J. Fox mit dem DeLorean in der Zukunft, dann wieder in der Vergangenheit. Und zwischendurch in alternativen Gegenwarten.
US
1989
ATVplusWdh.
20:45 UhrCSI: Miami
Sünde bringt Buße
4x11SF2Wdh.
21:00 UhrC.S.I. Miami
Stück für Stück
2x04ORF1Wdh.
21:10 UhrEUReKA - Die geheime Stadt
Stürmische Zeiten
2x03Pro71st
21:55 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Der einzige Überlebende
5x11Sci FiWdh.
22:00 UhrCharmed - Zauberhafte Hexen
Tödliche Träume
1x05Kabel1Wdh.
22:10 Uhr24
Tag 6: 12:00 - 13:00 Uhr
6x07Pro71st
23:00 UhrBuffy - Im Bann der Dämonen
Überraschender Besuch
6x15Kabel1Wdh.
23:10 Uhr24
Tag 6: 13:00 - 14:00 Uhr
6x08Pro71st
23:20 UhrLas Vegas
Die Belohnung
1x19ORF1Wdh.
23:25 UhrVeronica Mars
Ehre, wem Ehre gebührt
1x02ATVplusWdh.
23:55 UhrAngel - Jäger der Finsternis
Angriff der Mörderpuppen
5x14Kabel11st
00:05 UhrAlias - Die Agentin
Nichts für ungut
5x15Pro71st
01:00 UhrMoonlight
Ewige Jugend
1x11Pro7Wdh.
02:35 UhrRaumschiff Enterprise
Epigonen
2x17Sci FiWdh.
Dienstag, 15. Juli 2008
10:10 UhrCharmed - Zauberhafte Hexen
Todesengel
7x05Pro7Wdh.
15:30 UhrThe Pretender
Der perfekte Mord
3x09ATVplusWdh.
17:25 UhrStargate
Sha'res Tod
3x10Tele 5Wdh.
18:20 UhrEarth - Final Conflict
Der Prozeß
1x18Tele 5Wdh.
18:35 UhrRaumschiff Enterprise
Das Loch im Weltraum
2x18Sci FiWdh.
19:15 UhrStargate
Vergangenheit und Gegenwart
3x11Tele 5Wdh.
20:15 UhrHeroes
Heimkehr
1x09ATVplusWdh.
20:15 UhrThe 13th Floor - Abwärts in die Zukunft
Bei der Untersuchung des letztem Projektes eines ermordeten Wissenschaftlers, ein virtuelles L.A. der 30er Jahre, zeigt sich ein schreckliches Geheimnis.
DE/US
1999
Das VierteWdh.
20:15 UhrCSI: Miami
Zusammenstöße
4x17RTLWdh.
21:05 UhrHeroes
Sechs Monate zuvor
1x10ATVplusWdh.
21:15 UhrDr. House
Wunderland
2x19RTLWdh.
21:55 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Geistige Gewalt
5x12Sci FiWdh.
22:05 UhrStargate: SG1
Die Verlorene Stadt (1/2)
7x21ATVplusWdh.
22:45 UhrCerberus
Im Grab von Hunnenkönig Attila soll das Schwert von Kriegsgott Mars sein, welches übermenschliche Kräfte verleihen soll. Ein Gangster will es haben, eine Archäologin ihn stoppen. Und dann kommt da noch der namensgebende dreiköpfige Höllenhund vor. Mehr Klischee geht doch nun wirklich nicht.
US
2005
Sci FiWdh.
23:00 UhrStargate: SG1
Avalon (2/3)
9x02ATVplusWdh.
00:20 UhrAlone in the Dark
Ein Detektiv für übernatürliche Phönomene kommt einer dämonischen Verschwörung auf die Spur.
CA/US
2003
ORF1Wdh.
00:35 UhrCSI:NY
Die zersägte Jungfrau
3x18VOXWdh.
00:35 UhrDr. House
Wunderland
2x19RTLWdh.
00:55 UhrHeroes
Heimkehr
1x09ATVplusWdh.
02:35 UhrRaumschiff Enterprise
Das Loch im Weltraum
2x18Sci FiWdh.
Mittwoch, 16. Juli 2008
10:10 UhrCharmed - Zauberhafte Hexen
Im Bann des blauen Mondes
7x06Pro7Wdh.
15:30 UhrThe Pretender
Wahre Lügen
3x11ATVplusWdh.
17:25 UhrStargate
Vergangenheit und Gegenwart
3x11Tele 5Wdh.
18:20 UhrEarth - Final Conflict
Das Zeitfenster
1x19Tele 5Wdh.
18:35 UhrRaumschiff Enterprise
Der erste Krieg
2x19Sci FiWdh.
19:15 UhrStargate
Jolinars Erinnerungen
3x12Tele 5Wdh.
20:00 UhrApollo 13
Nach einem technischen Defekt ist die Crew der Apollo 13-Raumkapsel in größter Gefahr. Nach einer wahren Begebenheit und mit Tom Hanks.
US
1995
SF2Wdh.
20:15 UhrStargate
Die Käferplage
9x17RTL2Wdh.
21:10 UhrStargate
Neue Dimensionen
9x18RTL2Wdh.
21:45 UhrKops
Da ein paar schwedische Polizisten aufgrund von fehlenden Verbrechen von der Arbeitslosigkeit bedroht werden, treiben sie die Kriminalitätsrate selbst in die Höhe.
SE/DK
2003
Premiere StartWdh.
21:55 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Das künstliche Paradies
5x13Sci FiWdh.
22:05 UhrStargate Atlantis
Nachrichten aus der Pegasus Galaxie
1x17RTL2Wdh.
23:00 UhrStargate Atlantis
Die Gabe
1x18RTL2Wdh.
00:05 UhrStargate
Die Auferstehung
1x07RTL2Wdh.
00:55 UhrScream 2
Der Messermörder mit der komischen Maske und dem Filmkomplex ist wieder unterwegs. Und hinter Neve Campbell her.
US
1997
ORF1Wdh.
01:00 UhrStargate
Die Käferplage
9x17RTL2Wdh.
02:45 UhrRaumschiff Enterprise
Der erste Krieg
2x19Sci FiWdh.
Donnerstag, 17. Juli 2008
10:10 UhrCharmed - Zauberhafte Hexen
Ohne Schutzengel
7x07Pro7Wdh.
10:15 UhrCharmed - Zauberhafte Hexen
Der Mann mit dem Drachendolch
4x04SF2Wdh.
15:30 UhrThe Pretender
Der geheimnisvolle Mr. Lee
3x10ATVplusWdh.
17:25 UhrStargate
Jolinars Erinnerungen
3x12Tele 5Wdh.
18:20 UhrEarth - Final Conflict
Die Epidemie
1x20Tele 5Wdh.
18:35 UhrRaumschiff Enterprise
Geist sucht Körper
2x20Sci FiWdh.
19:15 UhrStargate
Apophis Rückkehr
3x13Tele 5Wdh.
20:15 UhrDr. House
Schlechter Scherz (1/2)
2x20ORF1Wdh.
20:15 UhrBones - Die Knochenjägerin
Die Schwangere in der Bucht
2x02ATVplusWdh.
21:05 UhrC.S.I. - Den Tätern auf der Spur
Über den Wolken
1x09ORF1Wdh.
21:10 UhrBones - Die Knochenjägerin
Der Junge im Müll
2x03ATVplusWdh.
21:15 UhrCSI: Den Tätern auf der Spur
Über den Wolken
1x09RTLWdh.
21:55 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Mission ohne Gedächtnis
5x14Sci FiWdh.
22:05 UhrScream 2
Der Messermörder mit der komischen Maske und dem Filmkomplex ist wieder unterwegs. Und hinter Neve Campbell her.
US
1997
VOXWdh.
22:10 UhrBlood Ties
Das Geheimnis des Gemäldes
1x18ATVplus1st
00:45 UhrCSI: Den Tätern auf der Spur
Über den Wolken
1x09RTLWdh.
02:40 UhrRaumschiff Enterprise
Geist sucht Körper
2x20Sci FiWdh.
Freitag, 18. Juli 2008
10:10 UhrCharmed - Zauberhafte Hexen
Der burmesische Falke
7x08Pro7Wdh.
15:30 UhrThe Pretender
Haie unter sich
3x12ATVplusWdh.
17:25 UhrStargate
Apophis Rückkehr
3x13Tele 5Wdh.
18:20 UhrEarth - Final Conflict
Russisches Roulette
1x21Tele 5Wdh.
18:35 UhrRaumschiff Enterprise
Schablonen der Gewalt
2x21Sci FiWdh.
19:15 UhrStargate
Außerirdische auf dem Vormarsch
3x14Tele 5Wdh.
20:13 UhrUniversal Soldier
Jean Claude van Damme und Dolph Lundgren als Ex-Tote Kampf-Androiden in einer Spezialeinheit.
US
1992
13th StreetWdh.
20:15 UhrCube 2: Hypercube
Acht Fremde finden sich in einem ständig verändernden würfelförmigen Labyrinth wieder. Sie versuchen aus dieser tödlichen Mausefalle zu fliehen.
CA
2002
Sci FiWdh.
20:15 UhrDer Pakt - The Covenant
Ein paar Studenten mit übernatürlichen Fähigkeiten müssen versuchen einen Mörder aufzuhalten.
US
2006
Premiere 11st
20:15 UhrDas Relikt
Ein Monster mordet im Naturkundemuseum. Ein Polizist und eine Biologin versuchen es aufzuhalten.
US/UK
1997
RTL2Wdh.
20:15 UhrGhost Whisperer - Stimmen aus dem Jenseits
Der Poltergeist
2x18Kabel1Wdh.
20:15 UhrRush Hour
Die Tochter eines chinesischen Diplomaten wird entführt. Jackie Chan mit den schnellen Händen und Chris Tucker mit dem schnellen Mundwerk versuchen sie zurückzuholen.
US
1998
Pro7Wdh.
21:15 UhrDer Pakt - The Covenant
Ein paar Studenten mit übernatürlichen Fähigkeiten müssen versuchen einen Mörder aufzuhalten.
US
2006
Premiere 2Wdh.
21:15 UhrMedium - Nichts bleibt verborgen
Verliebt in eine Tote
2x17Kabel1Wdh.
22:00 UhrFlucht ins 23. Jahrhundert
Im Jahre 2274 leben die Menschen in einer riesigen Kuppel. Und wer 30 wird, muss sich dem Ritual der 'Wiedergeburt' unterziehen. Ein paar Einwohner bekommen Zweifel und versuchen aus der Kuppel zu fliehen.
US
1976
Tele 5Wdh.
22:10 UhrRomeo Must Die
Jet Li ist in Aaliyah verknallt. Dumm nur das ihre Väter rivalisierende Gangsterbosse in einem Bandenkrieg sind.
US
2000
ATVplusWdh.
22:40 UhrTotal Recall - Die totale Erinnerung
Arnold Schwarzenegger bucht eine virtuelle Reise zum Mars. Und dabei findet er heraus, dass er nicht der ist, der er denkt zu sein. Und wird daraufhin verfolgt.
US
1990
SF2Wdh.
23:30 UhrStar Trek - Der Film
Kirk und Co. versuchen die Erde vor der Maschinenintelligenz V'ger zu schützen.
US
1979
Sci FiWdh.
00:50 UhrFeuerteufel - Die Rückkehr (1)
Die kleine Pyrokinesin Charlie ist inzwischen Erwachsen. Was nicht heißt das ihre Kräfte besser zu kontrollieren sind. Und SIE sind immer noch hinter ihr her...
US
2002
ORF1Wdh.
01:40 UhrStar Trek II - Der Zorn des Khan
Kirk und Co. haben es dieses mal mit Khan Singh zu tun. Der will sich dafür rächen, dass er auf einem Planeten ausgesetzt wurde.
US
1982
Sci FiWdh.
04:20 UhrRaumschiff Enterprise
Schablonen der Gewalt
2x21Sci FiWdh.
Samstag, 19. Juli 2008
06:20 UhrStar Trek - Der Film
Kirk und Co. versuchen die Erde vor der Maschinenintelligenz V'ger zu schützen.
US
1979
Sci FiWdh.
10:10 UhrStar Trek: Deep Space Nine
Das Festival
3x10Sci FiWdh.
12:10 UhrSliders - Das Tor in eine fremde Dimension
Trennung für immer
5x11Kabel1Wdh.
13:10 UhrSliders - Das Tor in eine fremde Dimension
Kosmisches Kollektiv
5x12Kabel1Wdh.
13:30 UhrRelic Hunter - Die Schatzjägerin
Die Kronjuwelen
3x18ATVplusWdh.
14:05 UhrStar Trek: Raumschiff Voyager
Herkunft aus der Ferne
3x23Kabel1Wdh.
15:20 UhrSmallville
Wiedergeburt
5x03ORF1Wdh.
16:00 UhrStar Trek: Deep Space Nine
Das Festival
3x10Sci FiWdh.
16:25 UhrMutant X
Lebende Hardware
1x16ATVplusWdh.
17:20 UhrMutant X
Verlorene Erinnerung
1x14ATVplusWdh.
17:45 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Der einzige Überlebende
5x11Sci FiWdh.
18:35 UhrRaumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert
Geistige Gewalt
5x12Sci FiWdh.
19:20 UhrDie verlorene Welt
Ein teuflisches Experiment
1x15Tele 5Wdh.
20:15 UhrSneakers - Die Lautlosen
Eine Gruppe von Sicherheitsmängel-Spezialisten wird angeheuert, um einen schwarzen Kasten zu stehlen. Der entpuppt sich aber als heiß begehrt.
US
1992
ATVplusWdh.
20:15 UhrDeadly Instincts - Die Bestie aus dem All
Ein Meteorit stürzt in der Nähe eines Collage auf die Erde. Und bald geschehen seltsame Morde.
US
1986
Sci FiWdh.
20:15 UhrDer Pakt - The Covenant
Ein paar Studenten mit übernatürlichen Fähigkeiten müssen versuchen einen Mörder aufzuhalten.
US
2006
Premiere 3Wdh.
20:15 UhrPakt der Druiden
Archäologie-Studentin wird von Dämon verfolgt.
FR
2002
Premiere StartWdh.
22:00 UhrSerenity - Flucht in neue Welten
Das Kinoabenteuer der Serenity und ihrer Crew aus Joss Whedons Kult-Serie Firefly.
US
2005
RTL1st
22:25 UhrAmerican Psycho
Ein Wall Street-Yuppi ist gleichzeitig ein psychopatischer Killer. Und kommt damit durch.
US/CA
1982
RTL2Wdh.
23:00 UhrRollerball
In einer von Konzernen kontrollierten Zukunft wird Rollerball, ein extrem brutaler Sport, gespielt. Einer der Spieler will sich nicht mehr von den Konzernen kontrollieren lassen.
US
1975
Tele 5Wdh.
00:25 UhrDas Relikt
Ein Monster mordet im Naturkundemuseum. Ein Polizist und eine Biologin versuchen es aufzuhalten.
US/UK
1997
RTL2Wdh.
00:40 UhrSneakers - Die Lautlosen
Eine Gruppe von Sicherheitsmängel-Spezialisten wird angeheuert, um einen schwarzen Kasten zu stehlen. Der entpuppt sich aber als heiß begehrt.
US
1992
ATVplusWdh.

6. "Star Wars"-Hörspiele
von Birgit Schwenger
Der Aufstieg des Darth Vader

Nachdem Oliver Höring mit den ersten beiden Teilen des „Star Wars“-Hörspiels „Dark Lord“ bereits bestens in  Vorleistung getreten ist, halten nun auch der dritte und abschließende vierte Teil, was der Anfang versprochen hat. Die Handlung des auf dem gleichnamigen Roman von Jamens Luceno basierenden Hörspiels setzt zur Zeit der Klonkriege parallel zu den Ereignissen aus die „Die Rache der Sith“ ein, beginnt aber schnell ein ungemein spannendes und actionreiches Eigenleben unabhängig von den Filmen zu führen. Charaktere wie der Jedi-Meister Roan Shryne fügen sich perfekt in das vertraute „Star Wars“-Universum ein, und wer hätte nicht schon immer aus erster Hand erfahren wollen, wie Anakin Skywalker sich in der Rüstung des Schwarzen Lords zurecht findet? Wie der Untertitel „Der Aufstieg des Darth Vader“ verheißt, gibt es vor allem höchst faszinierende Einblicke in das düstere Innenleben des Sith-Lords. Dieser beginnt erst allmählich, sich mit seiner neuen Rolle zu Recht zu finden. Auch herrscht zwischen Vader und dem Imperator nicht unbedingt Einverständnis oder gar Sympathie. Lassen wir uns also für ein paar Stunden bester Unterhaltung wieder in die wohl bekannte, weit weit entfernte Galaxis entführen!

Den flüchtigen Jedi um Roan Shryne und Olee Starstone ist es mit Hilfe der Crew der Drunk Dancer gelungen, sich Zugang zu einer verlassenen Kommunikationsanlage der Separatisten zu verschaffen. Doch ihr Versuch, Informationen über den Verbleib der anderen Jedi aus der Datenbank des Jedi-Tempels herunterzuladen, wird vom Imperium entdeckt und empfindlich gestört. Während Olee und die anderen Jedi beschließen, nach weiteren Überlebenden des Befehls 66 zu suchen, schließt sich Shryne seiner Mutter an. Sein erster Auftrag führt ihn nach Alderaan, wo er den flüchtigen Senator Fang Zar, der einer der Befürworter der Petition der 2.000 war, vor dem Imperium in Sicherheit bringen soll. Dabei geraten sie jedoch mitten in eine politische Demonstration, die schnell außer Kontrolle gerät. Der Imperator schickt Darth Vader persönlich, um Fang Zar zurück nach Coruscant zu bringen – und Senator Bail Organa in seine Schranken zu verweisen. Es kommt zum ersten Duell zwischen Shryne und Vader.

Hochspannung pur

Mit dem dritten Teil „Aufruhr auf Alderaan“ steigern sich Spannung und Tempo der Geschichte noch einmal erheblich. Die Situation spitzt sich dramatisch zu, als es im Palast von Alderaan zur Begegnung zwischen Vader und Organa kommt. War sich Bail Organa vor ihrem Aufeinandertreffen noch nicht hundertprozentig sicher, dass Anakin Skywalker in der Rüstung des Schwarzen Lords steckt, hat er nun schreckliche Gewissheit. Natürlich fürchtet er, Vader könne von der Existenz seiner Tochter Leia erfahren, und versucht um jeden Preis deren Entdeckung zu verhindern. Organas innerer Konflikt – liefert er Fang Zar ans Messer, um seine eigene Familie zu retten? -, bleibt Vader natürlich nicht verborgen. Dass auch die Droiden R2-D2 und C-3PO im Palast von Alderaan unterwegs sind – auch wenn C-3PO sicherheitshalber ein neues Gedächtnis verpasst wurde – macht die Situation nicht unbedingt leichter. Hochspannung pur ist garantiert!

Die letzte Hoffnung

Während Shryne und die anderen in letzter Sekunde gerade noch entkommen können, scheint Olee Starstones Mission, überlebende Jedi zu finden, zum Scheitern verurteilt zu sein. Auf jedem Planeten konnten sie bislang nur den Tod der dort stationierten Jedi feststellen. All ihre Hoffnung ruht nun auf dem Wookie-Planeten Kashyyyk, auf dem sich auch Yoda befand, als der Imperator Befehl 66 erteilte. Nach anfänglichem Misstrauen eröffnet der Wookie Chewbecca Olee und ihren Begleitern, dass er Yoda die Flucht ermöglicht hat. Doch die Freude darüber währt nur kurz: Unter der Führung Darth Vaders beginnen imperiale Truppen die Invasion von Kashyyyk. Während die Jedi sich Vader zum Duell stellen, nehmen die Wookies den Kampf gegen die Klonsoldaten auf. Alles scheint verloren, als plötzlich Roan Shryne erscheint. Ihm eröffnet der Schwarze Lord schließlich das wahre Ausmaß seines blutigen Betruges. Wird es den Jedi noch einmal gelingen, Darth Vader und den Schergen des Imperiums zu entkommen?

Mit dem vierten Teil „Der Untergang von Kashyyyk“ steigt die Spannung endgültig bis zum Siedepunkt. Noch immer ahnen die Jedi nicht, dass Anakin Skywalker sie verraten und gemeinsam mit dem Imperator ihren Untergang besiegelt hat. Doch die Wandlung vom ehemaligen Jedi zum dunklen Lord der Sith ist nun endgültig abgeschlossen und Vader kennt kein Erbarmen mehr mit seinen Feinden. Gnadenlos wütet der Schwarze Lord auf Kashyyyk – sehr zur großen Freude Moff Tarkins, der die Wookies umgehend für den in Verzug geratenen Bau des Todesstern versklaven möchte.

Kino im Kopf

Wie schon der Vorgänger „Das Labyrinth des Bösen“, der ebenfalls auf einem Roman von James Luceno basiert, ist auch dieses Hörspiel von Oliver Döring und seinem Team wieder kongenial umgesetzt. Nicht nur in den Action-Szenen geht es, garniert von Original-Soundeffekten, ordentlich zur Sache. Gefochten wird auch auf das Heftigste mit Worten. Dabei verstärkt der wohldosierte Einsatz von John Williams Soundtrack zusätzlich die Tragik des Geschehens: Das Entsetzen der Jedi über das wahre Ausmaß des Verrats und das Eingeständnis ihrer Vernichtung ist äußerst dramatisch umgesetzt. Die letzte Szene des abschließenden vierten Teils von „Dark Lord“ führt die Zuhörer nach Tatooine, wo Anakins Schicksal einst seinen Anfang nahm. Dort ist Obi-Wan völlig fassungslos, als er erkennen muss, dass Anakin überlebt hat und als Darth Vader furchtbare Gräueltaten begeht. Er macht sich schreckliche Vorwürfe, versagt zu haben, und fürchtet nun um Lukes Leben. Man fühlt sich wahrlich wie im Film – was noch dadurch verstärkt wird, dass ein Großteil der original Synchronsprecher der Filme für das Hörspiel gewonnen werden konnte. Ein ums andere Mal vergisst man völlig, dass diesmal das Kino „nur“ im Kopf stattfindet. Das aber für jeweils ca. 54 Minuten vom Feinsten!

7. "The Happening": Interview mit Mark Wahlberg
von Christian Spließ
Der Ex-Rapper Mark Wahlberg, geboren in Massachusetts im Juni 1971, ist ein Oscar-nominierter Schauspieler und gewann den BAFTA-Award als Produzent. Seine ersten Gehversuche machte er als Mitglied der erfolgreichen Band "New Kids on the Block" an der Seite seines älteren Bruders Donnie. Mark trennte sich von der Band um "Marky Mark and the Funky Bunch" zu gründen, die mit "Good Vibrations" einen Nummer-Eins-Hit in den Billboard-Charts aufweisen konnte.
Sein gutes Aussehen verschaffte ihm die berühmte Calvin-Klein-Werbekampagne, die vom berühmten Fotografen Herb Ritts in Szene gesetzt wurde. Wahlbergs Filmkarriere begann mit Penny Marshalls "Renaissance Man", "The Basketball Diaries" und an der Seite von Resse Witherspoon in "Fear". Seinen Durchbruch gelang ihm mit "Boogie Nights", der Wahlberg als eines der viel versprechendsten Schauspielertalente Hollywoods etablierte.
Später folgten "Three Kings", "The Perfect Storm" mit George Clooney und "The Italian Job" mit Charlize Theron. Während seiner Karriere arbeitet Wahlberg für visionäre Filmemacher wie David O. Dussell, Tim Burton und Paul Thomas Anderson.

Zu Wahlbergs aktuelleren Projekten zählen "We Own The Night", in dem er an der Seite von Joaquin Phoenix und Robert Duvall zu sehen war. Er war auch als Produzent für dieses Projekt tätig. Für seine Darstellung in Martin Scorceses "The Departed" erhielt Wahlberg eine Nominierung für die Beste Männliche Hauptrolle. Andere derzeitige Projekte sind unter anderem Antoine Fuquas Thriller "Shooter", die Fußballbiografie "Invincible" mit Greg Kinnear und John Singletons "Four Brothers". Demnächst wird er im "Max Payne" zu sehen sein, eine Verfilmung des Computerspiel-Bestsellers und in Peter Jacksons "The Lovely Bones".
Wahlberg ist Executive Producer von HBO's "Entourage", für diese Projekt erhielt er drei Golden-Globe-Nominierungen, sieben Emmy-Nominierungen und einen BAFTA-Award.

2001 gründete Wahlberg als überzeugter Philantrop die "Mark Wahlberg Youth Foundation", eine Organisation, die den Jugendlichen in den Großstädten Amerikas hilft. Er hat zwei Kinder.

In "The Happening" spielt Wahlberg die Rolle des Philadelphier High School Lehrers Elliot Moore, der zusammen mit seiner Frau Alma (Zooey Deschanel), seinem besten Freund Julian (John Leguizamo) und Julians acht Jahre alter Tochter Jess (Ashlyn Sanchez) durch ein unerklärliches und unaufhaltbares tödliches Phänomen aus der Stadt fliehen muss.
Während ihrer Flucht in die ländlichen Gebiete Pennsylvanias - mit der Hoffnung dieser unsichtbaren Bedrohung zu entkommen - erkennen sie bald, dass es die Kräfte der Natur selbst sein könnten, von denen die Zukunft der Erde abhängt ...

Wie war es mit M. Night Shyamalan zu arbeiten?

Großartig. Ich habe mit einigen Regisseuren zusammengearbeitet, die alle unterschiedlich waren, aber keiner von ihnen war wie Night. Es kommt immer so mühelos rüber, doch es gibt so viel Vorbereitung und Detail, das in seine Arbeit einfließt, und es ist alles schon festgelegt, bevor man selbst dort hinkommt. Die Herausforderung besteht darin, seine Interpretation herauszufinden. All die Zeit, die ich mit ihm zusammen in den Proben verbracht habe, half mir bei der Darstellung und half mir zu verstehen, was er von mir erwartete. Das ist seine Welt, das ist das, was er macht, und er gab mir eine einzigartige Gelegenheit eine Rolle zu spielen, die ich normalerweise nicht spielen würde. Deswegen fragte ich ihn ganz genau, wonach er suchte, und ließ mir seine Vision von ihm zeigen. Seine Instinkte sind besser als meine - es ist seine Welt.
Würden wir zusammen an "The Departed" arbeiten und er diesen Badass aus Boston spielen, würde ich auf kein Wort hören, was er sagt, aber dies war sein Spielplatz und er war großartig. Er lässt es so einfach aussehen. Es ist sein Baby, seine Erfindung.

Was passierte, wenn Sie nicht so spielten, wie er es von Ihnen verlangte?

Dann steht man im Rampenlicht und man möchte diese Art des Scheinwerferlichts nicht haben - ehrlich. Ich bin der Hauptcharakter des Films, deswegen vermeide ich dieses Szenario so gut, wie es möglich ist. Ich habe keine richtige Ausbildung als Schauspieler, ich fühle mich immer so, als wäre ich durch die Hintertür von Hollywood hereingeschlichen - was bedeutet, dass ich immer doppelt so gut vorbereitet bin wie jeder andere, ich kenne meine Textzeilen und den Text der anderen. Ich stellte sicher, dass ich ihn zufrieden stellte. Es gab nie einen Zeitpunkt, an dem ich dachte, dass es ein Desaster werden würde. Ich fühle mich immer besser, wenn ich jemanden physisch in den Arsch treten kann. Ich fühle mich dann immer wohl.

Night beschrieb Sie als jemanden, der eine "Präsenz purer Unschuld" besitzt. Würden Sie dem zustimmen?

Ja, würde ich! Ich habe mich schon von der Kindheit an so gefühlt, als wäre ich ein Schauspieler, aber eben nie auf einer Bühne oder vor der Kamera. Ich bin an wirklich Furcht einflößenden Orten aufgewachsen. Ich musste immer so tun, als wäre ich in der Lage mit mir selbst klarzukommen, damit die Leute mir keinen Ärger machten und ich akzeptiert wurde. 
Ich habe mich immer so gefühlt, als stünde ich in der ersten Reihe, und jetzt, da ich selber Kinder habe, bin ich darüber hinweg und spüre diese wunderbare Erleichterung darüber, dass ich einfach ich selbst sein und mich entspannen kann. Es ist in Ordnung zu weinen, einfühlsam zu sein und die Gefühle von anderen Leuten ebenso zu verstehen, wie sich um andere Leute zu sorgen. Nichts davon war in Ordnung als ich aufwuchs, sehen wir mal von meinem Zuhause ab, natürlich. Sie waren draußen nicht in Ordnung und dort verbrachte ich die meiste Zeit, meine Eltern waren mit dem Broterwerb beschäftigt und so war ich die ganze Zeit mir selbst überlassen. Damals habe ich eine ganze Menge falsch gemacht.

Elliots Rolle unterscheidet sich durchaus von Ihren früheren Rollen. Wie war es, einen Lehrer zu spielen, der Naturwissenschaften unterrichtet?

Ich war entsetzt. Als ich zur Schule ging hatte ich im Fach Naturwissenschaften eine sehr hübsche Lehrerin und alles was ich tat, war zu versuchen sie anzumachen. Ich habe nie genau zugehört, wenn sie irgendwas gesagt hat. Elliot zu spielen war so, als würde man eine andere Sprache sprechen. Es ist das eine, Worte auszusprechen, aber wenn man sie nicht wirklich versteht und tun muss, als wisse man genau, was man macht, das ist eine Herausforderung. Deswegen habe ich einige Zeit im Naturwissenschaftlichem Museum von Philadelphia verbracht. Es machte Spaß, Recherchen für die Rolle zu machen. Eine Menge davon ist Allgemeinwissen und ich dachte, "Okay, jetzt habe ich es verstanden, warum habe ich in der Schulklasse nicht aufgepasst?". Das ist dann das andere, was ich meinen Kindern erklären muss, wenn sie sagen werden: "Daddy, du hast die Schule abgebrochen." Dies sind die Dinge, die ich jetzt für mich klar mache. Mein Ältester ist erst vier ein halb Jahre alt, der andere ist zwei und wir erwarten noch ein Baby.

Hatten Sie für Elliot jemanden Besonderen als Vorlage?
Ich habe mir für ihn Night zum Vorbild genommen, um ganz ehrlich zu sein. Er sagt dauernd, dass er die Rolle für mich schrieb, dass er Teile davon aber für sich selbst schrieb. Mein Agent las es und meinte, "dass klingt nicht, als würde es für dich passen", aber ich bekam die Rolle. Ich erkannte, wie Night einen Teil von mir sieht - wie optimistisch ich sein kann. Ich musste ihn zudem die ganze Zeit studieren, deswegen ist definitiv eine Menge von Night in dieser Rolle.

Sie sind ein Mann des Glaubens, praktizierender Katholik. Wie stehen Sie zum dem Element des "Glaubens gegen Wissenschaft" in der Geschichte? Hat Sie das zum Film hingezogen?

Ja, definitiv. Gott kommt zuerst und es gibt einige Hinweise auf etliche Ereignisse, die jetzt passieren, die darauf hindeuten. Wir waren sehr glücklich und sehr gesegnet, aber wir haben es nicht zu schätzen gewusst. Wir haben unseren Planeten missbraucht und das verursacht eine Menge von ernsthaften Problemen. Es ist ein Geschenk, in diesem Film mitzuspielen, in dem ich selbstsüchtigerweise eine Rolle spiele, die die Zuschauer so nicht von mir erwarten, die so furchtbar wie die Hölle ist und auch einige Diskussionen verursachen wird - vielleicht inspiriert sie einige Leute ein wenig mehr zur Rettung des Planeten beizutragen. Wenn man sein kleines Bisschen dazu beiträgt, wird man überrascht davon sein, welch einen Unterschied es macht, besonders dann, wenn man eine Strom- und Wasserrechnung wie ich für mein Haus habe. Wenn ich zuhause bin, mache ich immer das Licht aus, schalte den Fernseher aus, nehmen nicht die extra-lange Dusche und lasse das Wasser nicht laufen, wenn ich meine Zähne putze.
In der Vergangenheit habe ich mich nur um mein gutes Aussehen gekümmert - das war meine Hauptsorge in diesen Tagen. Wenn jeder Mensch eine Kleinigkeit machte, wäre der Einfluss davon sehr erstaunlich. Ich habe noch keine Solaranlage und kein Hybrid-Auto. Ich brauche einen großen Wagen wegen der Familie, aber Cadillac bringt einen Hybrid-SUV auf den Markt, auf den ich mich freue.

Sie haben das Image eines "tough guy". Wie würden Sie sich verhalten, wenn Sie eine Situation wie die von Elliot geraten würden, wenn es ums Überleben ginge?

Ich müsste brutal sein. Ich komme aus einer Welt des Tötens oder des getötet Werdens, deswegen würde ich mich und meine Kinder schützen, und die Leute, die sich nicht selbst wehren können - die Frauen und Kinder. Das ist alles, was man tun kann. Es fiele mir schwer, so rational zu bleiben wie Elliot. Es ist sehr hart, dass zu tun.

8. Kunterbunt
Preisträger des Kurd Laßwitz Preises
Der Kurd Laßwitz Preis ist ein alljährlich in bis zu acht Kategorien vergebener Literaturpreis zur deutschsprachigen Science-Fiction. Seit 28 Jahren stimmen die professionell in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätigen Autoren, Übersetzer, Lektoren, Verleger, Graphiker und Fachjournalisten über die besten Neuerscheinungen des Vorjahres ab. Der Preis ist nicht dotiert.
Nachfolgend die Ergebnisse der diesjährigen Wahl zum Kurd Laßwitz Preis für die besten Science-Fiction-Werke des Jahres 2007. Es haben sich 81 deutschsprachige SF-Schaffende an der Wahl beteiligt, in der Kategorie Übersetzung bewertete eine Fachjury.
In diesem Jahr wird kein Preis in der Kategorie Hörspiel vergeben, da keines der SF-Hörspiele von der Hörspieljury als preiswürdig erachtet wurde und somit auch keine Nominierung vorlag. In der Kategorie Sonderpreis wurden langjährige und einmalige Leistungen gemeinsam gewertet.

Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen des 9. ElsterCon, eines dreitägigen literarischen Symposiums zu Science-Fiction, Fantasy und Horror, am Samstag, den 30. August 2008 in Leipzig im »Haus des Buches«

Bester deutschsprachiger SF-Roman mit Erstausgabe 2007

Andreas Eschbach, Ausgebrannt, Lübbe

Weitere Platzierungen:
2 Michael K. Iwoleit, Psyhack, Fabylon
3 Frank W. Haubold, Die Schatten des Mars ,EDFC
4 Armin Rößler, Andrade, Wurdack (SF 9)
5 Dirk van den Boom, Tentakelschatten, Atlantis
6 Thomas Thiemeyer, Magma, Knaur
7 Frank Borsch, Alien Earth – Phase 1 + 2, (Alien Earth - Zyklus), Heyne (52230 + 52251)
8 David Dalek, Das versteckte Sternbild, Shayol (SF 1019)
9 Karl Olsberg, Das System, Aufbau (2367)

Beste deutschsprachige SF-Kurzgeschichte mit Erstausgabe 2007

Michael K. Iwoleit, Der Moloch, in: H.W. Mommers (Hrsg.): Der Moloch und andere Visionen 4, Shayol (SF 1018)

Weitere Platzierungen
2 Marcus Hammerschmitt, Die Lokomotive, in: Helmuth W. Mommers (Hrsg.): Der Moloch und andere Visionen 4, Shayol (SF 1018)
3 Heidrun Jänchen, Fünfundneunzig Prozent, in: Heidrun Jänchen & Armin Rößler (Hrsg.): Lazarus, Wurdack (SF 7)
4 Frank W. Haubold, Die Tänzerin, in: Helmuth W. Mommers (Hrsg.): Der Moloch und andere Visionen 4, Shayol (SF 1018)
und in zwei Teilen als Die Tänzerin und Lenas Garten in: Frank W. Haubold: Die Schatten des Mars, EDFC
5 Frank W. Haubold, Heimkehr, in: Heidrun Jänchen & Armin Rößler (Hrsg.): S.F.X, Wurdack (SF 10)
6 Uwe Post, eDead.com, in: Helmuth W. Mommers (Hrsg.): Der Moloch und andere Visionen 4, Shayol (SF 1018)
7 Niklas Peinecke, Imago, in: Helmuth W. Mommers (Hrsg.): Der Moloch und andere Visionen 4, Shayol (SF 1018)
8 Niklas Peinecke, Die bunten Splitter der Seele, in: c’t Magazin 1/2007, Heise

Bestes ausländisches Werk zur SF mit deutschsprachiger Erstausgabe 2007

Sergej Lukianenko, Spektrum, Heyne (52233)

Weitere Platzierungen
2 Boris Strugatzki, Die Ohnmächtigen, Klett-Cotta
3 Robert Charles Wilson, Quarantäne, (Blind Lake), Heyne (52316)
4 Elizabeth Moon, Die Geschwindigkeit des Dunkels (The Speed of Dark), dtv (premium 24598)
5 Cormac McCarthy, Die Straße, (The Road), Rowohlt
6 Hal Duncan, Vellum, (Vellum), (Das ewige Stundenbuch, Band 1), Shayol
7 Richard Morgan, Skorpion, (Black Man), Heyne (52356)
8 Nick Mamatas, Unter meinem Dach, (Under My Roof), Edition Phantasia (SF Paperback 1009)

Beste Übersetzung zur SF ins Deutsche, erstmals erschienen 2007

Hannes Riffel für die Übersetzung von Hal Duncan, Vellum (Vellum), (Das ewige Stundenbuch, Band 1), Shayol

Weitere Platzierungen
2 Erik Simon für die Übersetzung von Boris Strugatzki, Die Ohnmächtigen , Klett-Cott
3 Cornelia Holfelder-von der Tann für die Übersetzung von Justina Robson, Willkommen in Otopia (Keeping It Real), Bastei Lübbe (24467)
4 Peter Robert für die Übersetzungen von Stephen Baxter, Imperator (Emperor) + Eroberer (Conqueror), (Die Zeit-Verschwörung, Band 1+2),
Heyne (52247 + 52300)
5 Frauke Meier für die Übersetzung von Jack McDevitt, Die Suche (Seeker), Bastei Lübbe (24362)

Beste Graphik zur SF (Titelbild, Illustration) einer deutschsprachigen Ausgabe, erstmals erschienen 2007

Franz Vohwinkel für das Titelbild zu John Meaney: Tristopolis, Heyne (52295)

Weitere Platzierungen
2 Volkan Baga für das Titelbild zu Klaus Bollhöfener (Hrsg.), phantastisch! 27 (3/2007), A.Havemann
3 Ernst Wurdack für das Titelbild zu Heidrun Jänchen & Armin Rößler (Hrsg.): S.F.X, Wurdack (SF 10)
4 Michael Hutter für das Titelbild zu Helmuth W. Mommers (Hrsg.): Der Moloch und andere Visionen 4, Shayol (SF 1018)

Bestes deutschsprachiges SF-Hörspiel mit Erstsendung von 2007
Die Abstimmung erfolgt normalerweise durch eine Jury aus Hörspielautoren und Hörspielkennern. Da in diesem Jahr keine Nominierung vorlag (keines der SF-Hörspiele wurde als preiswürdig erachtet), wird in dieser Kategorie diesmal kein Preis vergeben.

Sonderpreis für herausragende Leistungen im Bereich der deutschsprachigen SF 2007

Helmuth W. Mommers für seine unermüdlichen Bemühungen um die SF-Kurzgeschichte im Allgemeinen und die Visionen-Reihe im Besonderen (Shayol Verlag)

Weitere Platzierungen
2 Dieter von Reeken für seine konsequente und konzeptionell hochwertige Arbeit an Neu-Editionen historischer SF-Werke (DvR Verlag)
3 Bernd Behr für 20 Jahre SF-Stories gegen Honorar in der c't und damit eine unverzichtbare Plattform für SF-Autoren, immer mit hohem Niveau und innovativen Werken (Heise Verlag)
4 Ernst Wurdack, Heidrun Jänchen und Armin Rößler für die SF-Reihe im Wurdack Verlag, womit sie der deutschsprachigen SF eine ständig verbreiterte Plattform bieten
5 Nessun Saprà [d.i. Klaus Geus] für sein Lexikon der deutschen Science Fiction & Fantasy 1919-1932 (Utopica Verlag)

Ausführliche Informationen zum Kurd Lasswitz Preis, den Nominierungen und Wahlergebnissen der letzten 28 Jahre sowie den nominierten Werken und Künstlern finden Sie im Internet unter www.kurd-lasswitz.de
Das Ischia Film Festival zeichnet Ron Howard aus
Im plakativen Rahmen des Schlosses von Caserta, das sich zur Zeit in eines der Sets von “Angels and Demons”, dem neuesten Werk von Ron Howard verwandelt hat, überreichte der Direktor des Ischia Film Festivals, Michelangelo Messina, dem Regisseur den Foreign Award 2008 für die Wahl Italiens als Drehort für einige Szenen seines neuen Films.
Der Foreign Award ist der einzige Preis weltweit, der einem Film bereits bei den Dreharbeiten verliehen wird. Frühere Preisträger sind Mel Gibsons “The Passion Of Christ”, Martin Campbells "Casino Royale” und Wes Andersons “The Life Aquatic With Steve Zissou”.

Das Interview, welches während der Begegnung für die Preisübergabe gegeben wurde, wird in voller Länge bei der abendlichen Abschlussveranstaltung des Festivals gezeigt, welche am 29. Juni nahe des mittelalterlichen Torre di Michelangelo auf Ischia stattfindet.

9. Raumfahrt unter dem roten Stern II
von Andreas Dannhauer
Neben dem bemannten Raumfahrtprogramm, welches ich in der vorletzten Corona-Ausgabe vorgestellt habe, hatte die Sowjetunion auch ein ambitioniertes Programm zur Erforschung des Sonnensystems mit unbemannten Sonden. Auch hier galt das Prinzip Geheimhaltung bis zur letzten Sekunde, um sich bei einem möglichen Fehlschlag nicht zu blamieren.

Mars

Die ersten Versuche galten dem Mars, auf dem man zu dieser Zeit wenigstens mit Vegetation rechnete. Das Konstruktionsbüro 1 unter Sergej Koroljow konstruierte einen universell einsetzbaren Sondengrundtyp, der je nach Aufgabe mit Instrumenten bestückt werden sollte. Doch der Zeitdruck war groß, ein optimales Startfenster zum Mars gibt es nur alle zwei Jahre, und folgerichtig gingen die Startversuche am 10. und 14. Oktober 1960 schief. Die Trägerraketen versagten. Ebenso verlief der Startversuch vom 24. Oktober 1962.
Dann der erste Hoffnungsschimmer: Die nach dem Start als Mars 1 bezeichnete Sonde vom 1. November des gleichen Jahres verließ wenigstens den Erdorbit, auch wenn der Funkkontakt zur Sonde vor der Ankunft am roten Planeten abbrach. Immerhin konnte man wenigstens einige Daten über das interplanetare Medium und den Sonnenwind sammeln. Nicht viel mehr Glück hatte man mit der Sonde Zond 2 vom 30. November 1964, auch hier brach der Funkkontakt ab.

Die vom Konstruktionsbüro 1 gebaute Sonde war ein einziger Misserfolg gewesen und da dieses jetzt mit der bemannten Raumfahrt voll beschäftigt war, gingen die Sondenmissionen an das Konstruktionsbüro 52 über, welches über die stärkere Proton-Rakete verfügte, die Nutzlasten von mehreren Tonnen in den interplanetaren Raum bringen konnte. Die ersten beiden Versuche 1969 scheiterten allerdings auch schon wieder in der Startphase mit Triebwerksversagen.
Die Kampagne des Jahres 1971 sollte erfolgreicher werden, auch wenn sie mit einem dummen Fehler begann. Der ersten Sonde gab man im Orbit den Befehl zum Zünden der 4. Stufe mit einer Verzögerung von 1,5 Jahren anstatt 1,5 Stunden. Das Ergebnis war ein weiterer Erdbeobachtungssatellit. Die beiden anderen Sonden dieses Jahres konnten jedoch erfolgreich auf Marskurs gebracht werden und wurden Mars 2 und 3 genannt. Es handelte sich jeweils um eine Orbiter-Lander-Kombination. Jetzt wurde das sowjetische Marsprogramm allerdings vom Pech verfolgt. Bei Ankunft der Sonden herrschte gerade einer der berüchtigten den ganzen Planeten einhüllenden Staubstürme, so dass die Kameras der Orbiter erst einmal nutzlos waren. Zusätzliche blieb der Mars 3 Orbiter in einer falschen Umlaufbahn hängen. Mars 2 lieferte dagegen wenigstens einige Bilder und viele Messdaten. Der Lander von Mars 2 zerschellte beim Landeanflug und bildete damit wenigstens das erste menschengemachte Objekt auf dem Mars. Der Lander von Mars 3 landete erfolgreich weich, doch leider ging der Funkkontakt nach wenigen Sekunden aus unbekannten Gründen verloren.

1973 wurde ein Großangriff gestartet, der in einem Desaster endete. Zwei Lander und zwei Orbiter sollten fliegen, sie alle erlitten den Transistortod. Eine ganze Serie von Transistoren enthielt einen Konstruktionsfehler, der früher oder später zu deren Ausfall führte. Man bemerkte ihn zu spät, startete aber trotzdem. Die magere Ausbeute waren 60 Bilder von Mars 5, deren Antrieb dann aber in der Umlaufbahn versagte.
Ob der vielen Fehlschläge musste man sich offensichtlich etwas Neues einfallen lassen. Der Einsatz der N1-Großrakete und einer Probenrückholmission mit einer im Orbit zusammengebauten Sonde verschwanden jedoch wieder in den Schubladen. Der Rest der 70er-Jahre blieb ohne einen weiteren Versuch.

In den 80ern kam der Plan auf, nicht auf Mars zu landen, denn das war den Amerikanern schon mit Viking geglückt, sondern auf dem Marsmond Phobos. Wegen der geringen Oberflächenschwerkraft ist eine Landung hier viel einfacher ebenso die Rückholung einer Probe. Wegen der immensen Kosten setzte man auf internationale Kooperation und baute Phobos 1 und 2.
Phobos 1 ging leider wegen eines fehlerhaften Kommandos auf der Reise verloren. Phobos 2 gelangte in die Umlaufbahn um Mars und sendete auch Daten und Bilder, doch bei dem Versuch, den Phoboslander abzusetzen, brach der Kontakt zur Sonde ab und konnte nicht wieder hergestellt werden. Dies war die letzte sowjetische Marsmission, von denen keine einzige die Erwartungen erfüllt hatte. Die bisher einzige Nachwende-Mission war Mars 96, mit an Bord die 3D-Farb-Hochleistungskamera HRSC, die heute auf Mars-Express hervorragende Bilder liefert. Mars 96 kehrte jedoch zu den Anfangsproblemen zurück und scheiterte wegen des Versagens der 4. Stufe.

Venus

Deutlich mehr Erfolg hatten die sowjetischen Wissenschaftler mit dem anderen Nachbarplaneten der Erde, der Venus. Gleich der zweite Startversuch im Jahre 1961 führte zu Venera 1, zu der jedoch auf dem Weg zur Venus der Kontakt verloren ging. Schuld war ein fehlerhaft arbeitender Sonnensensor, der für die Ausrichtung der Solarzellen verantwortlich war. Weitere Sonden scheitern allerdings vorerst in der Erdumlaufbahn. Bei Venera 2 ging ebenfalls der Funkkontakt verloren und Venera 3 schlug hart auf der Oberfläche auf, immerhin das erste künstliche Objekt auf der Venus.
Venera 4 war 1967 der erste Erfolg vergönnt. Der Lander flog über 90 Minuten durch die Venusatmosphäre bis er bei 22fachem Normalluftdruck zerstört wurde. Das Thermometer und die Atmosphärenanalyse zerstörte jede Hoffnung dort auf eine erdähnliche Oberfläche zu stoßen, eine mit Regenwald und vielfältigem Leben. Mit einer verstärkten Hülle ausgestattet, kamen Venera 5 und 6 der Oberfläche deutlich näher, wurden aber ebenfalls von dem enormen Druck zerquetscht. Noch stabiler gebaut, gelang Venera 7 dann endlich die Landung im Dezember 1970. Sie berichtete von 90fachen Atmosphärendruck und 475°C. Ebenso Venera 8 zwei Jahre später.
Die ersten Bilder von der Oberfläche gelangen mit den neu konstruierten Sonden Venera 9 und 10 1975. Nicht so viel Glück war Venera 11 und 12 beschieden. Die Landung war bereits Routine, doch funktionierten weder Kamera noch Bodenanalyse. 1982 wurde dagegen zum erfolgreichsten Jahr der Venusforschung. Das Sondenpaar Venera 13 und 14 landeten erfolgreich und funktionierten wie vorgesehen sogar eine bzw. zwei Stunden lang. Die Ergebnisse waren Panoramabilder der Umgebung sowie Bodenanalysen, die basaltisches Gestein zeigten.

Nach den erfolgreichen Landern, verlegte man sich für das Jahr 1983 auf Orbiter. Venera 15 und 16 untersuchten die Venus mit Radar, um deren Oberfläche zu kartieren. Sie zeigte sich mit Vulkanen gespickt und mit einer sehr jungen Oberfläche, was auf eine vielleicht noch anhaltende starke geologische Aktivität schließen lässt. Die letzte sowjetische Venusmission wurde 1984 mit dem Vega Sondenpaar gestartet. Unter internationaler Kooperation sollten diese Sonden zwei Jahre später den Halleyschen Kometen studieren und das Swingby-Manöver an der Venus nutzen. Neben zwei Landern, von denen einer nur teilweise erfolgreich war, wurde zwei Ballone, gebaut in Frankreich, in der Atmosphäre ausgesetzt, die vier Tage lang funktionierten.

Mond

Wegen der Apolloerfolge vielfach übersehen, betrieb die Sowjetunion ein recht erfolgreiches unbemanntes Mondprogramm, auch wenn hier wieder viele Missionen wegen versagender Trägerraketen scheiterten. Die ersten bemerkenswerte waren Lunik 2 (1959), die die erste harte Ladung einer Raumsonde auf einem anderen Himmelskörper lieferte und Lunik 3, die die Rückseite des Mondes zum ersten Mal fotografierte.
Die größere Luna-Sondenfamilie lieferte jedoch beeindruckendere Ergebnisse: Luna 9 1966 die erste weiche Landung mit Bildern von der Oberfläche. Dann die automatische Rückführung von Gesteinsproben durch Luna 16, 18 und 24, die 381g Material zur Erde schafften und die berühmten Lunochod Landefahrzeug 1 und 2, die Jahrzehnte vor Sojourner ferngelenkt die Oberfläche eines anderen Himmelskörpers befuhren.

Fazit

Unter großem Aufwand an Sonden und Raketen erforschten sowjetische Wissenschaftler erfolgreich Mond und Venus, während die Marsmissionen durchweg komplette oder großteils Fehlschläge wurden. Sie trauten sich nie in das äußere Sonnensystem.

Planungen für die Zukunft

Die Zeiten, in denen Paare oder ganze Flotten von Sonden jährlich zu den Planeten ausgeschickt wurden, sind längst vorbei, heute ist man damit beschäftigt international Geldmittel aufzutreiben um wenigstens einmal pro Jahrzehnt einen Start wagen zu können. Für 2009 ist eine Mission zu Phobos geplant, die Material von der Oberfläche des Mondes zurückbringen soll. Sie soll Phobos-Grunt heißen und auch die erste chinesische Planetensonde tragen. Und die nächste Venusmission wird für 2013 angepeilt, Venera-D genannt; dabei soll der Lander länger als ein paar Stunden auf der Oberfläche durchhalten.

10. Die Corona-Kurzgeschichte
Liebe Kurzgeschichten-Freunde,

in der letzten Ausgabe vor der Sommerpause gibt es an dieser Stelle mal wieder eine Geschichte außerhalb unseres regelmäßigen Story-Wettbewerbs. Den Autor Achim Hiltrop kennen diejenigen Leser schon, die kürzlich bei der Feier zur 200. Ausgabe des Corona Magazines in der Mülheim an der Ruhr zu Gast waren, alle anderen haben vielleicht schon von seinen "Gallagher-Chroniken" gehört oder gelesen. Heute stellt uns Achim Hiltrop mit Colin Mirth einen anderen Helden vor und entführt uns ins London des Jahres 1877. Viel Vergnügen mit seiner Geschichte. Nach der Sommerpause geht es dann mit den Storys der Themenrunde "Wilde Kreaturen" weiter.

Die nächsten Themen des Corona-Kurzgeschichtenwettbewerbs: "Besuch" (Einsendeschluss 1. November 2008) und "Das Ende der Welt" (Einsendeschluss 1. Januar 2009). Wer Interesse hat, sich mit einer Kurzgeschichte (Science-Fiction, Fantasy, Horror, Phantastik – keine Fan-Fiction) zu beteiligen, die einen Umfang von 20.000 Zeichen nicht überschreitet, schickt seine Story (möglichst als rtf-Datei) rechtzeitig per E-Mail an die Kurzgeschichten-Redaktion, die unter kurzgeschichte@corona-magazine.de zu erreichen ist. Die nach Meinung der Jury drei besten Geschichten werden wie immer im Corona Magazine veröffentlicht.

Armin Rößler


Der Werwolf von Westminster
von Achim Hiltrop

Sergeant Archibald Moore rümpfte die Nase. Die Dämpfe, die ihm an diesem nasskalten Montagmorgen im Januar des Jahres 1877 aus der Baustelle an der Tottenham Court Road entgegenschlugen, raubten ihm beinahe den Atem. Wieder einmal hatten die Bauarbeiter, welche hier an der Kanalisation arbeiteten, ein Abwasserrohr beschädigt. Der faulige Gestank verpestete die ganze Straße.
Moore zupfte ein Taschentuch aus seiner Manteltasche und hielt es sich vor die Nase. Es nützte nichts; die übelkeitserregenden Dunstschwaden hatten sich bereits auf seine Schleimhäute gelegt. Der Sergeant fragte sich besorgt, wie lange er den ekelhaften Geruch in der Nase behalten würde.
"Widerwärtig", brummte er und beschleunigte seine Schritte, um möglichst schnell an der Baustelle vorbei zu kommen.
An der Ecke zur Grafton Street blieb er vor einem vornehmen Reihenhaus stehen. Er warf einen Blick auf den zerknitterten Zettel in seiner Hand, auf dem die entsprechende Adresse stand, und nickte stumm. Er stieg die Stufen zur Eingangstür hinauf und pochte mit dem Griff seines Regenschirms gegen die Tür.
Einige Sekunden lang geschah nichts, dann wurde die Tür geöffnet, und ein hochgewachsener junger Mann mit braunen Haaren und einem breiten Lächeln trat dem Sergeant entgegen.
"Guten Morgen, Commander Mirth", sagte Moore höflich. "Ist bei Ihrem Umzug alles gut gegangen?"
Moores Kollege Colin Mirth reichte ihm die Hand. "Alles bestens, Sergeant, danke der Nachfrage. Entschuldigen Sie bitte, dass ich Ihnen selbst die Tür öffne. Ich hatte noch keine Gelegenheit, einen Diener einzustellen."
"Natürlich." Moores Mundwinkel zuckten unter seinem buschigen Schnauzbart nach oben. Colin Mirth hatte zwar sehr wohl einen Diener, und das schon seit Jahren, doch wäre es sicherlich unklug gewesen, den arabischen Flaschengeist, in dessen Besitz Colin bei einem Aufenthalt im vorderen Orient gekommen war, die Tür öffnen zu lassen.
"Wenn Sie einen Moment hereinkommen möchten, kann ich Ihnen gerne das Haus zeigen."
Moore winkte ab. "Danke für die Einladung, Commander, aber ich fürchte, wir müssen sofort los. Ein anderes Mal?"
"Sicher." Colin zuckte mit den Achseln. "Lassen Sie mich nur schnell Hut und Mantel holen, dann können wir los. Wohin gehen wir denn?"
Moore seufzte schwer. "Rochester Row, Westminster. Ein Mordfall, wie mir scheint. Es wird Ihnen gefallen, Commander."

*

Das Messingglöckchen über der Tür der Buchhandlung klingelte fröhlich zur Begrüßung, als Colin und Sergeant Moore eintraten. Durch die großen Fenster fiel milchiges Sonnenlicht. Staubkörner tanzten in der Luft. Das kleine Geschäft bestand fast ausschließlich aus Regalen, in denen Tausende von Büchern säuberlich aufgereiht nebeneinander standen und auf ihren Käufer warteten.
"Guten Morgen, Gentlemen!" Ein stämmiger Streifenpolizist, der sich mit dem Buchhändler unterhalten hatte, drehte sich um und kam ihnen entgegen. "Das Geschäft ist heute geschlossen."
Colin zückte seine Dienstmarke. "Commander Mirth und Sergeant Moore, Scotland Yard. Sie haben uns rufen lassen, Constable ...?"
"Miller, Sir. Ja, richtig. Danke, dass Sie beide so schnell kommen konnten. Passen Sie bitte auf, wo Sie hintreten, Gentlemen!" Miller zeigte auf den Boden, der mit handtellergroßen Blutflecken besudelt war.
Colin zog fragend die Augenbrauen hoch. "Messerstecherei?", raunte er Moore zu.
Der Sergeant wackelte mit dem Kopf hin und her. "Sicherlich eine verletzte Arterie, Commander."
"Ich darf Ihnen Mister Harrington vorstellen, den Inhaber dieser Buchhandlung." Miller trat beiseite und winkte den Mann herbei, mit dem er zuvor gesprochen hatte.
Harrington, ein spindeldürrer kleiner Mann von etwa fünfzig Jahren, zuckte bei der Nennung seines Namens nervös zusammen. Er machte einen sehr verstörten Eindruck auf Colin – fast so, als habe er ein Gespenst gesehen. Colin hatte sich in seiner Zeit beim Secret Service ausgiebig mit paranormalen Phänomenen beschäftigt, und er kannte den Blick von Menschen, die dem Tod – oder dem, was danach kam – ins Auge gesehen hatten.
"Guten Morgen, Mister Harrington. Ich bin Sergeant Moore", stellte sich der Sergeant vor, "und das ist Commander Mirth. Wir sind vom Scotland Yard."
Colin entging nicht, dass Miller fragend die Stirn runzelte, als Moore ihn als Commander vorstellte. Man hatte Colin erst Ende des letzten Jahres zu Scotland Yard versetzt, und da es sich um einen Präzedenzfall gehandelt hatte, konnte ihm noch immer niemand zuverlässig sagen, mit welchem Dienstrang er in den Polizeidienst übernommen werden sollte.
"Unter anderen Umständen würde ich Sie herzlich gerne in meinem Laden willkommen heißen, Gentlemen, aber so wie die Dinge liegen ..." Harrington schauderte.
Colin deutete auf die Blutflecken. "Was genau ist denn hier geschehen, Mister Harrington?"
Der Buchhändler schluckte hart. "Ich habe heute Morgen um neun mein Geschäft geöffnet, so wie jeden Tag. Nachdem ich aufgeschlossen hatte, bin ich zu meinem Schreibtisch hinten im Laden gegangen. Noch bevor ich dort war, kam Mister Sterling herein ... Aber vielleicht ist es das Beste, wenn Sie mir kurz folgen. Hier entlang bitte. Aber passen Sie auf, wo Sie hintreten, Gentlemen!"
Colin und Sergeant Moore kamen der Aufforderung nach und folgten Harrington, der zwischen den eng beieinander stehenden Regalen in den hinteren Teil des Ladens ging. Colin machte große Schritte und bemühte sich, nicht in die noch feuchten Blutlachen auf dem Boden zu treten.
"Hier ist auch überall Blut", bemerkte Moore und deutete auf die Regale. Etwa in Schulterhöhe waren alle paar Schritte die Bücher dort ebenfalls blutbesudelt.
"So, da wären wir", sagte Harrington mit zitternder Stimme. "Das hier ist Mister Sterling. Das heißt, er war es."
Vor Mister Harringtons kleinem Schreibpult, in dessen Schubladen sich zweifelsohne die Kasse des kleinen Geschäfts befand, lag der Körper eines etwa sechzig Jahre alten Mannes in seinem Blut. Colin ging nachdenklich um die Leiche herum, auf der Suche nach Indizien.
"Sie kannten den Gentleman also?", stellte Moore fest und zückte sein Notizbuch.
Harrington nickte. "Mister Sterling war einer meiner Stammkunden. Er kaufte regelmäßig Bücher bei mir."
Colin kniete neben dem Toten nieder und klappte mit spitzen Fingern den blutverschmierten Mantelkragen des Mannes auf. "Ah ja", murmelte er, "die Halsschlagader also."
"Sie sagten, er war schon verletzt, als er in den Laden kam?", hakte Moore nach.
"Das habe ich nicht gesagt." Harrington stutzte. "Aber nein, ich habe ihm die Verletzung natürlich nicht zugefügt! Also muss er ja schon vorher verletzt gewesen sein, Sergeant Moore!"
Moore runzelte die Stirn. "Warum, Mister Harrington, gibt es dann auf dem Gehsteig vor Ihrem Geschäft keine Blutspuren, sondern nur hier drinnen?"
Harringtons Gesicht wurde fahl. "Großer Gott, Sie denken doch nicht wirklich, ich hätte Mister Sterling das angetan?"
Colin gab dem Sergeant ein Zeichen, sich ebenfalls die tödliche Wunde anzusehen. "Sie entschuldigen mich einen Moment, Mister Harrington", sagte Moore und ging neben Sterlings Leiche in die Hocke. "Ja?"
Colin deutete auf die klaffende Wunde im Hals des Toten. "Mister Sterling war deutlich größer und schwerer als der Buchhändler", sagte er leise, "ich glaube nicht, dass Mister Harrington in der Lage war, ihm eine solche Wunde zuzufügen."
Moore sah angewidert weg. "Das sieht ja aus wie ... wie eine Bisswunde!"
Colins Mundwinkel zuckten nach oben. "Wenn Mister Harrington seinen Stammkunden wirklich totgebissen hat, müsste auch er blutbefleckt sein."
"Er könnte sich vielleicht umgezogen und gewaschen haben, ehe er die Polizei gerufen hat." Moore schürzte die Lippen, als er sich Colins Einwand nochmals durch den Kopf gehen ließ. "Nein, Commander, Sie haben natürlich recht. Ich traue Mister Harrington eine solche Tat natürlich auch nicht zu. Das sieht mehr nach der Tat eines Wahnsinnigen aus, oder wie der Biss eines wilden Tieres. Oder ... oder beides." Er schauderte.
Colin stand auf und wandte sich wieder an den Buchhändler, der angesichts der entsetzlich zugerichteten Leiche zu seinen Füßen gegen eine aufsteigende Übelkeit anzukämpfen schien. "Wissen Sie, wo Mister Sterling wohnte?"
Harrington nickte. "Ich habe seine Anschrift in meiner Kundenkartei. Ich gebe sie Ihnen gleich."
Moore winkte den Streifenpolizisten herbei. "Miller, Sie gehen zu dieser Adresse und verständigen die Angehörigen des Mannes."
"Das können Sie sich sparen", rief Harrington, während er in einem kleinen Karteikasten herumkramte. "Mister Sterling war alleinstehend. Keine Familie, keine Kinder. Aber seine Angestellten müssen erfahren, was passiert ist."
"Er war also wohlhabend?", fragte Colin interessiert. Hier ließ sich vielleicht am ehesten nach einem Motiv suchen.
Harrington lachte spöttisch. "Ob Mister Sterling wohlhabend war? Das will ich meinen! Haben Sie noch nie von einem Theater namens The Bard's Corner gehört?"
Colin schüttelte den Kopf. "Ich fürchte nein. Hätte ich sollen?"
"Hat es ihm etwa gehört?", fragte Moore.
"Ob es ihm gehört hat!" Harringtons meckerndes Lachen ließ den Sergeant zusammenzucken. "Er war der größte Star der Truppe. Der Direktor des Theaters ist Samuel Finch."
"Ich verstehe. Danke für den Hinweis." Colin nahm sich vor, später seine Tante Phoebe nach Mister Finch zu fragen. Sie kannte sich in der besseren Gesellschaft von London sehr gut aus und war auch in Sachen Klatsch und Tratsch aus der Künstlerszene im West End immer auf dem Laufenden. Zudem hatte der Name des Theaters – ein unmissverständlicher Hinweis auf William Shakespeare – sein Interesse geweckt.
Als er über Mister Sterlings Leichnam hinweg stieg, fiel ihm auf, dass der Tote die linke Hand zur Faust geballt hatte. Zwischen dem Daumen und dem Zeigefinger ragte ein dünner Papierschnipsel hervor. Er beugte sich neugierig vor und griff danach, doch die Umklammerung der starren Finger ließ das Papier nicht locker. Grummelnd ließ er sich wieder auf die Knie nieder, und mit einiger Anstrengung gelang es ihm, die kalte Faust zu öffnen und ihr das Papier zu entreißen.
"Was haben Sie denn da?", fragte Moore.
"Das weiß ich noch nicht, Sergeant", sagte Colin und strich das Papier auf dem Schreibpult des Buchhändlers glatt. Harrington starrte ihn mit einer Mischung aus Abscheu und Faszination an. "Es scheint eine Seite aus einem Buch zu sein. Die Schrift ist verblasst und schwer zu entziffern, außerdem fehlt die Hälfte. Ah, es ist von Shakespeare ... Love's Labour's W— ... und der Rest fehlt. Seltsam."
Harringtons Gesicht schien noch eine Spur blasser zu werden, als Colin und der Sergeant das Geschäft verließen und ihn mit Miller und dem Toten allein ließen.

*

"Hier draußen ist wirklich kein einziger Blutstropfen zu sehen", brummte Moore und sah sich vor der Buchhandlung ein wenig um. "Der Mörder muss den armen Mister Sterling also direkt auf der Schwelle des Geschäfts erwischt haben."
"Oder er wurde in einer Kutsche ermordet und direkt vor dem Laden herausgeworfen", gab Colin zu bedenken.
"Aber auch dann müsste hier Blut sein", widersprach Moore energisch. "Wissen Sie, was ich glaube, Commander?"
Colin atmete tief durch. Er ahnte, was nun kommen würde. "Ich habe nicht die geringste Idee, Sergeant."
"Ich glaube, dass wir es", Moore senkte die Stimme zu einem theatralischen Flüstern, "mit einem paranormalen Phänomen zu tun haben."
Colin verschränkte abwartend die Arme vor der Brust. In Momenten wie diesen dachte er, dass es ein Fehler gewesen war, dem guten Sergeant jemals zu erzählen, dass er früher beim Secret Service so etwas wie ein Geisterjäger gewesen war. Moore war ohnehin ein abergläubischer Mensch, und seitdem er von Colins früherer Karriere wusste, vermutete er hinter jedem ungelösten Kriminalfall das Werk übernatürlicher Mächte. Dabei stand er sich allerdings manchmal selbst im Weg und übersah wichtige Indizien, die auf eine absolut plausible Erklärung hindeuten konnten. "Mit welchem denn, wenn ich fragen darf?"
"Mit einem Vampir", antwortete der Sergeant wie aus der Pistole geschossen.
"Es gibt keine Vampire", sagte Colin lächelnd. "Und wenn es sie gäbe, mein lieber Sergeant, dann würden sie bestimmt nicht um neun Uhr morgens ihr Unwesen treiben."
Moore überlegte eine Weile. "Dann war es ein Werwolf."
Colin rollte mit den Augen. "Haben wir gerade Vollmond?"
Der Sergeant stutzte. "Was weiß ich?"
"Soweit ich weiß, sind Werwölfe ebenfalls des Nachts aktiv, und zwar in Vollmondnächten. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie in den Morgenstunden noch Menschen anfallen, dürfte also eher gering sein."
"Aber es gibt sie?", fragte Moore erschrocken.
"Nach meiner Erfahrung, ja. Im Gegensatz zu Vampiren."
"Dann muss es einer gewesen sein. Haben Sie sich die Wunde angesehen? Dass war doch eine Bisswunde, oder nicht?" Moore kratzte sich am Kopf.
"Durchaus möglich. Davon überzeugt bin ich aber noch nicht." Colin zog das zerknitterte Stück Papier, das er dem Toten abgenommen hatte, wieder aus der Manteltasche. "Das hier beunruhigt mich viel mehr, als Sie vielleicht denken, Sergeant. Ich wollte es da drinnen nicht so zeigen, aber ..."
"Eine Seite aus einem Buch von Shakespeare", unterbrach ihn Moore mit einem gleichgültigen Achselzucken. "Na und? Sie, mein Freund, kennen doch ohnehin alle seine Werke auswendig."
"Das ist es ja gerade", rief Colin. "Love's Labour's Lost ist eine seiner größten Komödien. Aber auf diesem Zettel steht Love's Labour's W—. Verstehen Sie, was das heißt?"
"Ein Schreibfehler?", schlug Moore hilfsbereit vor.
"Love's Labour's Won", hauchte Colin ehrfürchtig. "Man spekuliert seit Jahrhunderten über dieses verlorene Stück. Die einen sagen, das Werk sei in einem Feuer verbrannt und unwiederbringlich verloren. Andere behaupten, er habe das Stück umgeschrieben und umbenannt. Andere Gelehrte wiederum halten die ganze Sache für ein Gerücht."
"Und Sie? Was glauben Sie?"
"Ich glaube", sagte Colin und hielt das Papier triumphierend hoch, "ich glaube, mein lieber Sergeant, dass ich ein Stück von dem Manuskript in der Hand halte!"

*

"Samuel Finch und Roderick Sterling." Phoebe Carmichael lehnte sich in ihrem geblümten Sofa zurück und sah ihren Neffen über den Rand ihrer Teetasse an.
"Genau, Tante Phoebe." Colin, der eine starke Abneigung gegen Tee hegte, nippte an seinem Kaffee. "Was kannst du mir über die beiden Gentlemen erzählen?"
Colins Tante lächelte vielsagend. "Die allgemein zugänglichen Informationen oder auch die pikanteren Details, bei denen anständige Damen rot werden und in Ohnmacht fallen?"
Colin grinste breit. "Alles, was von Interesse sein könnte."
"Tja", Phoebe setzte die Tasse ab und tupfte sich mit einem Spitzentaschentuch die Mundwinkel ab, "Mister Finch ist ein seltsamer Vogel. Trinkt nicht, raucht nicht, spielt nicht, wettet nicht. Keine Weibergeschichten, keine Skandale, nichts. In meiner Gesellschaftskolumne in der Times hatte ich in all den Jahren nur ein- oder zweimal überhaupt Gelegenheit, den Herrn zu erwähnen. Das erste Mal war es anlässlich der Eröffnung seines Theaters. The Bard's Corner, so heißt es, glaube ich."
"Ich hörte davon."
"Ach ja, er ist ein leidenschaftlicher Verehrer der Werke von William Shakespeare", ergänzte Phoebe. "Daher auch der Name seines Theaters."
"Das dachte ich mir bereits. Und der andere, Mister Sterling?"
Phoebe gluckste leise und schüttelte traurig den Kopf. "Ach ja, Roddy ... guter alter Roddy! Roderick Sterling war so ziemlich das exakte Gegenteil von Samuel Finch – in allem, was er tat. Ein Partylöwe, ein Säufer, ein Spieler, ein Weiberheld ... aber was für ein genialer Schauspieler! Ich kann nicht glauben, dass du ihn wirklich nie auf der Bühne erlebt hast, mein Junge."
"Ich habe die letzten Jahre im Ausland gelebt, Tante Phoebe", erinnerte er sie sanft. "Aber so, wie du ihn beschreibst, scheine ich einiges verpasst zu haben."
"Das will ich meinen!" Phoebe lächelte still bei der Erinnerung an eine Begebenheit, die sie aber offenbar nicht mit ihrem Neffen zu teilen bereit war. "Er war auf der Bühne ein echtes Erlebnis. Ich habe mehrere Artikel über ihn geschrieben. Am besten war er in Shakespeare-Stücken, ganz gleich welches. Er war der beste Romeo und der beste Hamlet, den ich jemals erlebt habe. Dass Sterling dann bei Finch unter Vertrag kam, war ein echter Glücksgriff."
Colin horchte auf. "Für Finch oder für Sterling?"
Phoebe überlegte kurz. "Eigentlich für beide. Beide liebten Shakespeare, aber der eine war Schauspieler und der andere besitzt ein Theater. Die Londoner Schauspielszene ist jedenfalls seit heute um eine Attraktion ärmer. Armer, armer Roddy ..."
"Was war der andere Anlass, zu dem du etwas über Mister Finch geschrieben hast?"
Phoebe machte eine wegwerfende Handbewegung. "Ach, das war nur ein wenig Klatsch. Es ging da um ein Gerücht, um ein verschollenes Shakespeare-Manuskript, das Samuel Finch angeblich seiner Sammlung einverleibt haben soll. Der Kurator des Britischen Museums hat jedenfalls getobt, weil er wollte, dass das Manuskript ins Museum kommt, statt in einer Privatsammlung zu verschwinden. Finch tat jedenfalls so, als ginge ihn das alles überhaupt nichts an. Wie gesagt, nur ein albernes Gerücht."

*

Das Haus von Samuel Finch lag nur wenige Straßen von dem Phoebe Carmichaels entfernt im vornehmen Londoner Stadtteil Belgravia. Als Colin Mirth dort atemlos ankam, wartete Archibald Moore bereits ungeduldig auf ihn.
"Da sind Sie ja endlich", brummte der Sergeant, als Colin näher kam.
"Ich habe eine wichtige Spur entdeckt", sagte Colin. Warnend hob er den Finger. "Tun Sie mir einen Gefallen – kein Wort über das Manuskriptfragment zu Mister Finch! Einverstanden?"
Moore zuckte mit den Achseln. "Wenn es Sie glücklich macht, Commander."
"Ich erkläre Ihnen alles hinterher", versprach Colin.
"Ich war übrigens auch nicht untätig", verkündete Moore diensteifrig. "Ich war beim Waffenschmied und habe mir silberne Kugeln anfertigen lassen."
"Silberne Kugeln?", fragte Colin verständnislos.
"Patronen", erklärte Moore, "mit silbernen Kugeln. Für meinen Revolver. Oder besser gesagt, für den Werwolf, der in Westminster sein Unwesen treibt. Ich habe gelesen, das sei das einzige Mittel gegen diese Unholde."
"Natürlich, Sergeant." Colin musste unwillkürlich schmunzeln. "Und Sie haben mit Sicherheit auch schon daran gedacht, diese silbernen Kugeln von einem Priester mit Weihwasser besprengen zu lassen?"
Moore rang verlegen nach Worten. "Dazu ... äh ... hatte ich allerdings noch keine Gelegenheit. Aber gleich, nachdem wir mit Mister Finch fertig sind, wollte ich ..." Dann verstummte er und kratzte sich verwirrt am Hinterkopf. "Aber sagen Sie mal, Commander, haben Sie nicht immer beteuert, diese religiösen Symbole würden auf übernatürliche Kreaturen überhaupt keinen Eindruck machen?"
Colin klopfte seinem Kollegen aufmunternd auf die Schulter. "Ich wollte Sie nur ein wenig auf den Arm nehmen, Sergeant. Glauben Sie mir, eine Bleikugel ist genauso wirksam. Alles andere ist Aberglaube. Gehen wir nun hinein, oder wollen wir Mister Finch weiter warten lassen?"

*

Samuel Finch empfing die Männer vom Scotland Yard im geschmackvoll eingerichteten Salon seines Hauses. Über dem Sofa, auf das sich der Theaterdirektor setzte, hing ein riesiges Porträtgemälde von William Shakespeare.
"Heute Mittag war bereits ein Polizist hier und hat mir von dem traurigen Vorfall erzählt, Gentlemen." Finch war sichtlich erschüttert über den Tod seines Stars. "Gibt es denn schon eine Spur?"
"Wir gehen davon aus, dass es sich um einen Mord handelt", antwortete Moore, "aber was den möglichen Täter und sein Motiv betrifft, tappen wir sozusagen noch im Dunkeln, Sir."
Finch lachte spöttisch. "Aber dass es ein Mord war, steht fest?"
Dem Sergeant entging die beißende Ironie, die in der Frage steckte. "Nun, Sir, Mister Sterling wird sich die tödlichen Verletzungen wohl kaum selbst beigebracht haben."
"Haben Sie eine Vermutung, wer als Täter in Verdacht kommen könnte?", fragte Colin, ehe Finch auf Moores Bemerkung etwas sagen konnte.
Der Theaterdirektor zuckte mit den Schultern. "Eine liebestolle Verehrerin? Ein gehörnter Ehemann? Vielleicht auch nur ein neidischer Schauspieler? Ich habe nicht die geringste Ahnung, Gentlemen."
"Hatte Mister Sterling etwa viele Affären?", fragte Moore neugierig.
Colin nickte wissend.
"Andererseits", fuhr Finch fort, "sprach Roderick in letzter Zeit häufig davon, dass ihn Alpträume quälten."
"Alpträume?" Moore klappte sein Notizbuch auf.
"Unholde, sagte er. Ich vermute mal, er träumte von irgendwelchen Geschöpfen, die ihm nach dem Leben trachteten." Finch kratzte sich ratlos am Kopf. "Meinen Sie, einer seiner Alpträume ist wahr geworden?"
Colin schüttelte sanft den Kopf. "Wenn jemand dem Alkohol in hohem Maße zuspricht, wie Mister Sterling das angeblich getan haben soll, kann es schon mal vorkommen, dass man hinterher phantasiert. Das erklärt allerdings nicht die klaffende Wunde an seinem Hals, Mister Finch."
Finch lehnte sich entspannt zurück. "Nur so ein Gedanke, Commander Mirth."
"Wir werden dem Hinweis nachgehen", brummte Moore. Mit einem finsteren Seitenblick auf Colin ergänzte er: "Denken Sie an meine Theorie, Commander!"
Colin fand, dass es höchste Zeit war, das Thema zu wechseln. Er deutete auf das Ölgemälde. "Ich hörte, Sie sind ein großer Verehrer des 'Barden'?"
Finch sah über seine Schulter und lächelte. "Shakespeare? Oh ja! Er ist der Größte, wenn Sie mich fragen."
"Commander Mirth kennt alle seine Werke auswendig", bemerkte Moore nicht ohne Stolz.
"Ist das so?" Finch seufzte schwer. "Nun, ich habe bereits einen Ersatzschauspieler, der Rodericks Rolle in der laufenden Saison übernehmen kann. Aber vielleicht können wir ein anderes Mal über das Thema plauschen, wenn die Umstände erfreulicherer Natur sind."
Colin erhob sich. "Wie Sie wünschen."
Moore stand ebenfalls auf, klappte sein Notizbuch wieder zu und sah sich noch einmal im Zimmer um. Sein Blick blieb an einer runden hölzernen Trommel hängen, die senkrecht auf einem Tischchen in einer Ecke des Salons stand. An einer Seite ragte eine Handkurbel aus dem Gerät, und an der Oberseite war ein Sehschlitz angebracht. "Entschuldigen Sie bitte, Mister Finch, aber wozu dient diese Apparatur?"
"Das?" Finch lächelte breit. "Das ist ein Kinematoskop. Hat ein Amerikaner aus Philadelphia vor ein paar Jahren erfunden. Ich habe mir das Gerät kürzlich auf einer Amerikareise gekauft."
Moore runzelte die Stirn. "Und was macht man damit?"
"Schauen Sie hier hinein", Finch zeigte auf den Sehschlitz, "die Trommel enthält eine Serie von Photographien, die auf einem Rad aufgereiht sind. Wenn Sie an der Kurbel drehen, dreht sich das Rad, und wenn Sie die Bilder in schneller Folge nacheinander sehen, haben Sie die Illusion einer fortlaufenden Bewegung, Sergeant."
Moore schaute zögernd durch die Öffnung, wagte aber nicht, an der Kurbel zu drehen. "Bewegte Bilder? Faszinierend. Vielen Dank für die Erläuterung, Sir."
"Oh, nicht der Rede wert", winkte Finch ab. "Das ist jedenfalls ein sehr amüsanter Zeitvertreib. Eines Tages werden diese Geräte unserem Theater noch ernsthafte Konkurrenz machen."

*

Am Abend saßen Colin und Sergeant Moore unter einem Gaslicht an einem Tisch im Red Lion. Der kleine, dunkle Pub in der Nähe von Whitehall Street 4 war in den letzten Monaten das Stammlokal der beiden Polizisten geworden. Beinahe jeden Abend verbrachten sie bei einem Bier an diesem Tisch, ehe sie kurz vor der Sperrstunde nach Hause gingen. Colin kannte inzwischen jeden Kratzer und jeden Fleck auf der abgewetzten Tischplatte.
Er seufzte und leerte sein zweites Glas. Die Durchsuchung der Wohnung von Roderick Sterling am Nachmittag hatte nichts ergeben. Es gab nach wie vor keine Hinweise auf den Mörder, die Bediensteten des Schauspielers wussten von nichts, und selbst Colins Hoffnung, vielleicht den Rest des legendären Shakespeare-Manuskripts zu finden, hatte sich zerschlagen.
"Und wenn es nun doch ein Werwolf war?", fragte Moore leise.
Colin schüttelte den Kopf. "Vergessen Sie's, Sergeant. Es ist kein Vollmond. Und zur Tatzeit war es sowieso schon hell."
"Hm." Der Sergeant nickte, ohne recht überzeugt zu sein. Colin konnte ihm seine Skepsis nicht verdenken. Die klaffende Wunde in der Halsschlagader des Toten sah durchaus wie die Bisswunde eines großen Tieres aus. Aber eben nur auf den ersten Blick. Colin hatte in der Vergangenheit schon einmal mit einem Werwolf zu tun gehabt, und er war sich relativ sicher, dass diese Möglichkeit im vorliegenden Fall ausschied.
"Was ich Sie immer schon mal fragen wollte", begann Moore, "was qualifiziert jemanden eigentlich zum Geisterjäger?"
Colin lächelte dünn und starrte in sein leeres Glas. "Eigentlich geht es nur darum, die Nerven zu behalten und stehen zu bleiben, wenn ein paranormales Phänomen eintritt. Im Prinzip könnte das jeder."
"Aha."
"Ich habe es Ihnen schon mal gesagt, Sergeant – Geister sind Seelen von sehr starken Persönlichkeiten, die sogar die üblichen Naturgesetze ignorieren. Sie lassen sich in den seltensten Fällen von irgendwelchen Symbolen, die letztlich von Menschen in ihrer Angst erfunden wurden, beeindrucken. Knoblauch, Rosenkränze, Kruzifixe ... alles Schabernack, wenn Sie mich fragen." Colin winkte dem Barkeeper, ihnen noch zwei Gläser zu zapfen. "Mit einigen Geistern kann man diskutieren und sie von der Sinnlosigkeit ihrer Wiederkehr überzeugen. Mit anderen nicht. Aber dafür habe ich ja Abdul."
Moore schauderte bei dem Gedanken an den orientalischen Flaschengeist, den Colin zu jeder Zeit in einer kleinen Glasphiole bei sich trug. Abdul hatte sich bereits oft als ein nützlicher Gefährte erwiesen, aber noch immer war er dem Sergeant unheimlich.
"Was ist mit Zaubersprüchen?" fragte Moore. "Sie hatten da doch neulich dieses Buch ..."
Colin lachte laut auf. "Sie meinen, diese Beschwörungsformeln, mit denen meine kleine Schwester herumexperimentiert hatte?"
"Eben jene."
"Nun, Sergeant, Sie müssen eines wissen", Colin senkte verschwörerisch die Stimme. "Diese Beschwörungsformeln richten sich gar nicht an den Geist per se, sondern an die beseelte Natur selbst. Sie sind in einer Sprache geschrieben, die heutzutage kein Mensch mehr versteht; lediglich die Bedeutung der Sprüche ist überliefert. Und was das Verrückteste an der Sache ist: Annähernd gleiche Texte werden von den Medizinmännern der Indianer Nordamerikas, keltischen Druiden, polynesischen Schamanen und noch einigen anderen in den Kolonien verbreiteten Naturreligionen verwendet."
Moore war sichtlich verwirrt. "Höchst bemerkenswert."
"Mein alter Lehrmeister vertrat die Theorie, dass die Sprache dieser Beschwörungsformeln älter als die Menschheit ist." Colin erhob sich mit einem Augenzwinkern und schlenderte zur Bar, um die beiden bestellten Biere in Empfang zu nehmen. Als er mit den Gläsern zurückkam, fand er Moore in einer düsteren Stimmung vor.
"Ich frage mich, ob wir uns da nicht mit Mächten anlegen, die eine Nummer zu groß für uns sind", brummte der Sergeant düster.
Colin reichte ihm sein Glas und stieß mit ihm an. "Mitnichten, mein lieber Sergeant. Und überhaupt, diese Sache mit der Geisterjägerei ist Schnee von gestern. Ich bin jetzt Polizist, genau wie Sie."
"Haben Sie sich so schnell damit abgefunden?", fragte Moore und nahm einen großen Schluck.
Colin zuckte mit den Achseln. "Was bleibt mir denn anderes übrig? Der Inspector hat ja sehr deutlich gesagt, was er von meiner früheren Beschäftigung hält."
Moore sah nachdenklich in sein Bier. "Auch wenn die Umstände so sind wie im Fall Sterling? Wenn es doch eindeutig nach dem Angriff eines Werwolfs aussieht?"
Colin verdrehte die Augen. "Davon, lieber Sergeant, bin ich noch lange nicht überzeugt."
Der Barkeeper läutete die letzte Runde ein, und Colin warf einen Blick auf seine Taschenuhr. "Ich möchte morgen gerne noch jemanden zu diesem mysteriösen Manuskript befragen. Treffen wir uns um neun Uhr vor dem Britischen Museum?"

*

Die Fassade des Britischen Museums, die mit ihren Säulen und dem spitzen Giebel wie ein griechischer Tempel anmutete, erhob sich gespenstisch aus dem milchigen Morgennebel, als Colin und Moore sich dort begegneten. Vom Ufer der Themse her drang entfernt das Glockenspiel von Big Ben an ihre Ohren. Es war neun Uhr.
"Guten Morgen, Commander."
"Guten Morgen, Sergeant." Colin sah einen Moment lang nachdenklich der kleinen weißen Wolke nach, die sein Atem in der kalten Morgenluft hinterließ. "Sagen Sie, war es gestern Morgen eigentlich auch so nebelig?"
"Gestern um diese Zeit? Ja, ich glaube schon, warum?" Moore fröstelte. "Können wir uns drinnen weiter unterhalten?"
"Freilich. Ich soll Sie übrigens von unserem gemeinsamen Freund Abdul grüßen", sagte Colin, während er die Stufen zum Eingang des Museums hinaufging. "Ich habe mich gestern Abend noch mit ihm über Ihre Theorie unterhalten, und zu meiner Überraschung hat er eingeräumt, dass Sie unter Umständen auf der richtigen Fährte sein könnten. Sollte das in der Tat so sein, bitte ich Sie, meine Entschuldigung dafür anzunehmen, dass ich an Ihnen gezweifelt habe."
"So, so", machte Moore triumphierend und zwirbelte sich nachdenklich den Schnurrbart.
Colin hielt ihm die Tür auf. "Es gibt mindestens zwei mögliche Definitionen für das Werwolf-Phänomen. Eine davon schließe ich eigentlich aus, aber Abdul nicht. Von der anderen Theorie habe ich vor einigen Jahren mal etwas gelesen. Ich hoffe, in der hiesigen Bibliothek etwas über das Thema zu finden. Aber zunächst mal wollen wir uns mit Mister Chalice unterhalten, Sergeant."

*

Algernon Chalice bat seine Besucher, in eleganten Stühlen aus dem achtzehnten Jahrhundert Platz zu nehmen. Moore und Colin setzten sich sehr behutsam hin, um die kostbaren Möbel nicht versehentlich zu beschädigen.
Chalice hingegen ließ sich mit seinem ganzen Gewicht auf seinen Stuhl fallen, so dass das Holz gequält knirschte. Mit einem fleckigen Taschentuch tupfte er sich den Schweiß von der Stirn, ehe er es in der Hosentasche verschwinden ließ.
"Scotland Yard also", wiederholte er nachdenklich, nachdem Colin und Moore sich vorgestellt hatten. "Was führt Sie her, Gentlemen?"
"Wir ermitteln im Mordfall Sterling", sagte Moore. "Sie haben sicherlich davon gehört."
Chalice seufzte schwer. "Ich bin noch immer außer mir", sagte er erschüttert. "Er war einer der feinsten Schauspieler, die es für Shakespeares Werke je gab. Ich werde ihn vermissen."
"Haben Sie ihn oft auf der Bühne gesehen?", fragte Colin.
Chalice sah den jungen Mann über den Rand seiner Brille hinweg an. "Sie meinen, ob ich ihn oft auf der Bühne gesehen habe, seitdem er bei Finch unter Vertrag war? Nein, habe ich nicht. Ich vermeide den gesellschaftlichen Umgang mit Elementen wie Mister Finch, wenn ich es kann."
Colin gratulierte sich innerlich. Er schien einen Nerv getroffen zu haben. Die Feindschaft zwischen Finch und Chalice schien sehr tief zu sein. Vielleicht ließen sich hier wertvolle Informationen sammeln – vielleicht waren die Aussagen des Museumsmitarbeiters aber auch zu subjektiv gefärbt, um vor Gericht Bestand zu haben.
"Woher rührt diese Abneigung, wenn ich fragen darf?", fragte Moore unschuldig. Colin hatte ihm die Geschichte, die ihm seine Tante am Vortag erzählt hatte, zwar berichtet, aber der Sergeant tat nun so, als hörte er zum ersten Mal davon.
"Finch", knurrte Chalice und zupfte nervös an seinem langen Backenbart. "Ein Emporkömmling, der lediglich von Shakespeares Ruhm zehrt. Dieser Mann hat in seinem ganzen Leben noch nichts geleistet, das es wert wäre, für die Nachwelt überliefert zu werden."
"Nun", sagte Colin langsam, "er führt immerhin ein recht erfolgreiches Theater, wenn ich richtig informiert bin."
"Das ist keine Kunst", schnitt ihm Chalice mürrisch das Wort ab.
"Oh, in Zeiten wie diesen ist es das durchaus", bemerkte Moore.
"Dieser Mister Finch", giftete Chalice, "gibt sich in der Gesellschaft als Shakespeare-Experte aus, gerade so, als habe er den Barden noch persönlich gekannt! Dabei weiß der Mann nichts über ihn, und noch weniger über große Literatur! Er sammelt lediglich alles Mögliche über Shakespeare und prahlt dann mit seinen Trophäen."
"In der Tat", murmelte Colin. "Was sammelt Mister Finch denn so?"
Chalice machte eine hilflose Geste. "Hauptsächlich alte Bücher, Theaterprogramme und Plakate, soweit ich weiß."
Colin griff in die Innentasche seines Jacketts und zog ein zerknittertes Stück Papier hervor, das er auf der Lehne seines Stuhles gerade strich, ehe er es Chalice zeigte. "So etwas auch?"
Der Literaturhistoriker erbleichte. "Wo ... wo haben Sie das her?"
Moore und Colin wechselten einen stummen Blick. "Das tut jetzt nichts zur Sache", sagte Colin dann. "Aber wir haben Grund zu der Annahme, dass dieses Manuskript eine Rolle im Mordfall Sterling spielt. Das letzte Mal, dass man von Love's Labour's Won hörte, war es in einer Auseinandersetzung zwischen Ihnen und Mister Finch. Erzählen Sie uns davon."
"Also schön." Chalice sah mit aufgerissenen Augen zu, wie Colin das Papier seelenruhig wieder zusammenfaltete und in seinem Jackett verschwinden ließ. "Wir sind uns vor zwei Jahren bei der Jahresfeier der Royal Shakespeare Society begegnet. Damals wusste ich noch nicht, was für ein Mensch Mister Finch ist. Jedenfalls erzählte er allen, dass er einen Buchhändler aus Westminster übertölpelt und ihm eine wertvolle Shakespeare-Handschrift für ein paar Shilling abgeluchst hatte. Ich redete auf ihn ein, er möge das kostbare Manuskript doch dem Museum als Leihgabe zur Verfügung stellen, aber er lehnte ab. Als ich den Fall dann öffentlich machte, konnte er sich plötzlich an nichts erinnern."
Moore horchte auf. "Dieser Buchhändler aus Westminster ... wissen Sie noch den Namen des Gentlemans?"
Chalice nickte. "Selbstverständlich. Joseph Harrington ist ebenfalls Mitglied der Royal Shakespeare Society und ein enger persönlicher Freund von mir. Umso enttäuschter war ich von Mister Finchs Versuch, sowohl Mister Harrington als auch mich der Lächerlichkeit preiszugeben."
Colin und Moore sprangen gleichzeitig auf. "Vielen Dank für Ihre Zeit, Mister Chalice", sagte Moore. "Ich denke, Sie haben uns sehr weitergeholfen."
Der Historiker erhob sich langsam und führte die beiden Polizisten zur Tür seines Büros. Ehe er sie öffnete, wandte er sich nochmals an Colin: "Eine Bitte, Commander Mirth ... Dürfte ich es ... wenigstens einmal anfassen?"

*

"Wir sollten Mister Harrington unbedingt noch einmal einen Besuch abstatten", brummte Moore, als er mit Colin durch die Ausstellungsräume des Museums eilte. Für die wertvollen Kunstschätze, die sich hier türmten, hatte der Sergeant keine Augen. Ihn interessierte lediglich die Antwort auf die Frage, warum Harrington am Vortag mit keiner Silbe erwähnt hatte, dass ihm der Manuskriptfetzen in Sterlings Hand bekannt gewesen war. "Wenn Sterling das Buch noch bei sich hatte, als er in die Buchhandlung kam, dann hat Harrington es ihm vielleicht selbst entrissen."
"Oder man hat es ihm bei der tödlichen Auseinandersetzung aus den Händen gerissen", wandte Colin ein. "Aber dann kann er uns vielleicht sagen, wie das Manuskript zu dem Mord an Mister Sterling passt."
"Oder Harrington hat Sterling doch selbst getötet und sich dann gewaschen und umgezogen, ehe er die Polizei gerufen hat—was ist denn?"
Colin war stehen geblieben. "Hier geht es zur Bibliothek", sagte er unschlüssig.
Der Sergeant seufzte. "Tun Sie, was Sie nicht lassen können. Sie recherchieren hier, ich verhöre Mister Harrington. Treffen wir uns gegen eins im Büro? Wir können dann unsere Erkenntnisse austauschen und eine Kleinigkeit essen gehen."
"Abgemacht", grinste Colin. "Und danke, Sergeant."

*

Archibald Moore öffnete die Tür zu Harringtons Buchhandlung mit Schwung, so dass das kleine Glöckchen über dem Eingang wild bimmelte.
"Hallo?" Moore sah sich um. Er schien um diese Zeit der einzige Kunde des Buchhändlers zu sein. Aus der Ferne hörte er Big Ben läuten; viertel vor elf also. Er zog seine Taschenuhr hervor und justierte sie, da sie wie immer ein wenig vorging. Dann zwängte er sich zwischen den eng beieinander stehenden Regalen hindurch, auf der Suche nach Joseph Harrington.
"Mister Harrington? Ich bin es, Moore, Scotland Yard", rief der Sergeant. "Ich hätte da noch zwei bis drei Fragen, Sir. Hallo?"
Keine Antwort.
Moore wurde allmählich ungeduldig. "Hallo!"
Selbst wenn Harrington viel zu tun hatte – was angesichts der fehlenden Kunden in seinem Laden kurz vor der Mittagszeit sicherlich nicht der Fall war –, so zeugte es nicht gerade von gentlemanhaftem Benehmen, einen Besucher nicht einmal zu begrüßen. Schon gar nicht, wenn dieser von der Polizei kam.
Der Buchhändler war auch nicht an seinem Schreibpult im hinteren Teil des Ladens. Moore stutzte. Gab es noch ein Hinterzimmer, in dem Harrington sein konnte? Vielleicht hatte er ihn ja gar nicht hereinkommen und rufen gehört.
Dann bemerkte Moore drei Dinge gleichzeitig.
Die schwere Eisenkassette auf dem Pult, welche die Kasse enthielt, war aufgebrochen worden.
Es gab eine Tür zum Hinterhof, und die war nur angelehnt.
Der Grund dafür, dass die Tür nicht richtig schloss, war Joseph Harringtons regloser Körper, der in seinem Blut auf der Türschwelle lag.

*

Colin sah auf, als Moore das gemeinsame Büro betrat. "Ah, Sergeant, da sind Sie ja. Haben Sie etwas herausfinden können?"
Moore schüttelte matt den Kopf und schlurfte zu seinem Schreibtisch. "Der Fall ist gerade noch verzwickter geworden. Mister Harrington ist tot."
"Hm." Einem plötzlichen Impuls folgend, sprang Colin auf. Er schloss die Zimmertür ab und kramte die kleine Glasphiole hervor, die seinen Flaschengeist Abdul beherbergte.
"Wollen Sie ihn etwa herausholen? Hier?", zischte Moore entgeistert.
Colin nickte. "Ich denke, wir alle sollten unseren Grips anstrengen, um weiterzukommen. Die Tür ist zu, was soll schon passieren?"
"Bitte", seufzte Moore.
Colin löste den Korken, und ein wabernder bläulicher Nebel entwich der kleinen Flasche. In Sekundenschnelle hatte sich die Wolke zu der Form eines glatzköpfigen Mannes unbestimmten Alters verfestigt, der von innen heraus blau zu leuchten schien.
"Ihr wünscht, Efendi?", fragte Abdul und verbeugte sich.
"Wir haben einen Fall zu lösen", eröffnete Colin die Besprechung.
"Zwei Fälle, wenn man Harrington mitzählt", korrigierte Moore ihn.
"Immer der Reihe nach, lieber Sergeant."
Moore zwirbelte seinen Schnurrbart. "Selbstverständlich, Commander."
"Also", Colin räusperte sich, "was die Sache mit den Werwölfen angeht, bin ich fündig geworden. Es gibt grundsätzlich zwei Interpretationen für dieses Phänomen, die aber beide miteinander verknüpft zu sein scheinen. Die erste Erklärung ist banal: Wenn man die Aufzeichnungen des französischen Mediziners Rougemont genau liest, könnte der Werwolf-Mythos auf die Tollwutkrankheit zurückzuführen sein."
"Tatsächlich", brummte Moore.
"Die Tollwut, im Mittelalter auch noch als 'Hundswut' bekannt, ist erstens sehr ansteckend. Zweitens lässt sie den Patienten in Raserei verfallen. Der Patient hat Krämpfe, die Gesichtsmuskulatur verzerrt sich, darüber hinaus tritt eine starke Überempfindlichkeit gegen Licht ein", dozierte Colin. "Übertragen wird die Tollwut oft durch den Biss von Füchsen, Wölfen und Hunden. Und exakt an dieser Stelle haben abergläubische Zeitgenossen offenbar eine Assoziation zu einer anderen Legende hergestellt."
Abdul nickte ernst. "Wolflinge."
"Richtig", pflichtete Colin ihm bei. "Eine Sage von Mischwesen zwischen Menschen und Hunden. Solche Kreaturen kommen faszinierenderweise in fast allen Kulturen der Menschheit vor. Denken Sie nur an den ägyptischen Gott Anubis, der mit dem Kopf eines Schakals dargestellt wird. Charles Darwin hat in seinem Werk bekanntlich eine entwicklungsgeschichtliche Nähe zwischen Menschen und Affen postuliert; es ist nicht auszuschließen, dass ein anderer, weniger erfolgreicher Zweig der Evolution eine andere Gattung Mensch hervorgebracht hat."
"Und so einem Wesen sind Sie schon einmal begegnet?" fragte Moore fasziniert.
"Bin ich. In Indien", bestätigte Colin. "Aber das tut jetzt nichts zur Sache. Der Mordfall Sterling hat nichts mit einem Werwolf zu tun."
"Die tödliche Verletzung, die man Mister Harrington zugefügt hat, sieht übrigens genau so aus wie die von Mister Sterling", sagte Moore.
Colin stutzte. "Ist das so?"
Moore nickte stumm.
Abdul wechselte einen Blick mit seinem Meister. "Vielleicht hat der Sergeant doch recht, Efendi. Wenn es nun ein Hundling war?"
"War es nicht." Colin schüttelte energisch den Kopf. "Die Wunde hatte nicht die richtige Form und Größe, um der Biss eines Hundlings gewesen zu sein, Abdul."
"Lassen Sie uns den Fall Sterling noch einmal Revue passieren", schlug Moore hoffnungsvoll vor. "Als Tatzeit haben wir den gestrigen Morgen definiert. Es war neun Uhr, und Mister Harrington hatte soeben seinen Laden aufgesperrt. Unmittelbar danach muss sich Mister Sterling dem Geschäft genähert haben, und direkt vor dem Geschäft ist er angegriffen worden."
"Woraus schließen wir das?", hakte Colin nach.
"Draußen gab es keine Blutspuren", erinnerte Moore ihn.
"Draußen gab es auch keine Zeugen", gab Colin zu bedenken. "Zumindest hat sich keiner gemeldet. Finden Sie das nicht merkwürdig, auf einer belebten Straße wie der Rochester Row?"
Moore zwirbelte seinen Schnurrbart. "Dann muss der Angriff an einem Ort vorgefallen sein, der vor neugierigen Blicken geschützt ist. Eine Seitenstraße, ein Hinterhof ..."
"In dem Fall hätte Mister Sterling auf dem Weg zum Geschäft aber eine Blutspur hinterlassen", wandte Colin ein.
Abduls Gesicht hellte sich auf. "Efendi, Ihr habt recht. Und der Sergeant hat auch recht. Der Angriff ist im Verborgenen geschehen, aber direkt vor dem Geschäft."
Colin schnippte mit den Fingern. "Du meinst, in einer Kutsche!"
Der Flaschengeist nickte. "In einer Kutsche, die an dem Geschäft vorbeifuhr."
Moore legte die Stirn in Falten. "Sterling und der Werwolf sind mit einer Kutsche durch London gefahren? Ich bitte Sie!"
"Es war kein Werwolf", sagten Abdul und Colin gleichzeitig.
"Selbst, wenn es so gewesen ist, wie Sie sagen ... Ein paar Schritte muss Sterling doch bis zu dem Laden gemacht haben", folgerte Moore. "Aber wir haben auf der Straße kein Blut gefunden."
"Versetzen Sie sich in seine Lage", rief Colin. "Sie haben eine klaffende Wunde an der Halsschlagader. Was tun Sie instinktiv?"
Moore dachte nicht lange nach. "Ich presse meine Hand gegen die Verletzung, um die Blutung zu stoppen."
"Genau. Ihnen rinnt in dem Moment vielleicht Blut durch die Finger, aber es kommen keine Unmengen davon heraus. Dann aber legen Sie die Hand auf die Türklinke, um die Tür zu der Buchhandlung zu öffnen. Der Druck auf die Wunde ist für ein paar Augenblicke weg, und voilà!" Colin klatschte in die Hände. "In kürzester Zeit verlieren Sie viel Blut, geraten ins Taumeln und verlieren das Bewusstsein. Exitus."
"Durchaus denkbar, Commander. Warum nehme ich aber nicht die andere Hand, um die Tür zu öffnen?" fragte Moore skeptisch.
"Weil Sie in der anderen Hand ein kostbares Manuskript halten, das sie auf keinen Fall auf den Boden fallen lassen möchten", soufflierte Abdul hilfsbereit.
"Ja, das Manuskript." Moore trommelte mit den Fingerspitzen auf den Schreibtisch und sah nachdenklich von Abdul zu Colin. "Das Shakespeare-Manuskript, das Harrington damals an Finch verkauft hat. Und nun bringt Sterling das kostbare Stück zurück zu Harrington in den Laden. Wenn wir den Grund dafür wissen, haben wir vielleicht ein Motiv."
"Interessant ist die Frage, wo das Manuskript jetzt ist", grübelte Colin.
Moore lachte plötzlich auf. "Beim Mörder von Mister Harrington natürlich. Sterling hat das Manuskript noch in der Hand gehabt, als er in der Buchhandlung starb. Harrington hat es ihm abgenommen, und dabei ist ein Fetzen vom Deckblatt in Sterlings verkrampfter Faust stecken geblieben. Haben Sie Harringtons Gesichtsausdruck bemerkt, als Sie den Zettel gefunden haben?"
Colin schüttelte stumm den Kopf.
"Harrington hat das Manuskript vermutlich an dem sichersten Ort im Laden versteckt, und das dürfte die schwere Eisenkassette in seinem Schreibpult gewesen sein, in dem er auch sein Geld aufbewahrte. Heute war die Kasse aufgebrochen, aber es war noch Geld darin. Harringtons Mörder hat nur das Manuskript entwendet", rief Moore triumphierend. "Wenn das Manuskript wirklich der Schlüssel für den Fall ist, dann hat es beide Männer das Leben gekostet. Und der Mörder ist auch der gleiche."
Colin stand auf und gab Abdul mit einer Geste zu verstehen, dass er sich wieder in seine Flasche zurückziehen sollte. "Sie sagten, die Wunden sehen identisch aus? Gehen wir doch einmal ins Leichenschauhaus, ich möchte mich davon überzeugen."

*

Doktor Ebenezer MacKinnon führte Colin Mirth und Archibald Moore in ein kaltes Gewölbe, dessen steinerne Mauern mit einem dünnen Film Kondenswasser bedeckt waren. Auf zwei hölzernen Tischen lagen die nackten Körper von Roderick Sterling und Joseph Harrington aufgebahrt. MacKinnons Mitarbeiter hatten die Leichen bereits gewaschen und den Toten die Augen geschlossen.
"Ich habe so etwas lange nicht mehr gesehen, Gentlemen", sagte der Pathologe im Plauderton, als er neben die beiden Leichen trat.
Colin zog die Augenbrauen hoch. "Sie haben solche Wunden schon einmal gesehen, Doktor?"
"Ich könnte mich natürlich täuschen", MacKinnon kratzte sich am Kopf, "aber ich will verdammt sein, Sir, wenn das nicht die gleiche Todesursache ist wie bei einem Dockarbeiter, den ich vor ein paar Monaten auf meinem Tisch hatte."
"Sehen Sie", raunte Moore Colin zu. "Vielleicht treibt doch ein Werwolf in London sein Unwesen."
Der Doktor, der die Bemerkung des Sergeants gehört hatte, lachte schallend. Das Gelächter hallte furchteinflößend in dem niedrigen Gewölbe wider. "Ein Werwolf! Gütiger Himmel, Sergeant, Sie kommen vielleicht auf Ideen! Schauen Sie doch mal, was ich in den beiden Gentlemen hier gefunden habe."
Er reichte Colin und Moore einen kleinen Zinnteller, auf dem einige winzige gebogene Splitter lagen.
"Glas?"
"Splitter?"
Die beiden Polizisten sahen den Pathologen verblüfft an.
"Michael O'Malley, so hieß der Gentleman damals, glaube ich", fuhr MacKinnon ungerührt fort. "Seine Spießgesellen hatten ihm eine Weinflasche über den Schädel gegeben, ihm anschließend die halb durchgebrochene Flasche in die Kehle gerammt und ein paar Mal umgedreht. Hässliche Sache, kann ich Ihnen sagen. Sah genau so aus wie diese Wunden da. Regelrecht ausgestanzt, was?"

*

"Und was ist mit Mister Sterlings Alpträumen, von denen Finch sprach?", fragte Moore verunsichert, als er mit Colin im Schutze der Dunkelheit vor dem Haus von Samuel Finch wartete.
"Ein Ablenkungsmanöver", mutmaßte Colin gleichgültig, "das uns auf eine falsche Fährte locken sollte. Was Mister Finch ja auch fast gelungen wäre. Und mich bestärkt dieser Umstand in meinem Verdacht, dass wir unserem Mörder nun dicht auf der Spur sind."
Moore ging eine Weile schweigsam auf und ab. "Und was ist mit Ihrem Gerede vom Vollmond?"
Colin grinste. "Verzeihen Sie mir. Ich habe Sie nur auf den Arm nehmen wollen. Die Versuchung war einfach zu groß."
"Schon gut, schon gut", seufzte Moore. "Das heißt dann wohl, dass ich meine silbernen Kugeln meinem Waffenhändler wieder zurückgeben kann, was?"
"Wie ich schon sagte: purer Aberglauben", sagte Colin achselzuckend.
"Wie Sie schon sagten", echote Moore kleinlaut. Er trat ungeduldig von einem Fuß auf den anderen und zog seine Taschenuhr. "Wir müssen das nicht tun, Commander. Das wissen Sie ja. Wir können uns einen Durchsuchungsbefehl holen, und morgen ..."
"Das dauert zu lange", unterbrach Colin seinen Kollegen gereizt. "Wir müssen jetzt wissen, was Sache ist."
"Schon gut, schon gut", winkte Moore beschwichtigend ab. Er warf einen Blick auf die Uhr und bemühte sich, im Licht der Straßenlaterne das Zifferblatt zu erkennen. Er unterdrückte ein Gähnen. "Gute Güte! Ist das wirklich schon drei Uhr morgens?"
Colin antwortete nicht.
Nach einer Weile versuchte der Sergeant erneut, die ins Stocken geratene Konversation wiederzubeleben. "Wissen Sie, was ich gedacht habe, Commander? Wir könnten zurück in die Buchhandlung gehen und nachsehen, ob dort jetzt vielleicht die Geister von Sterling und Harrington herumspuken. Wir könnten sie dann einfach fragen, wer ihr Mörder war."
Colin gähnte herzhaft. "Brillant, Sergeant. Ihr Plan krankt leider an zwei entscheidenden Punkten."
"Und die wären?"
"Erstens kann es Jahre oder Jahrzehnte dauern, bis ein Geist an dem Ort erscheint, wo er als Mensch zu Tode gekommen ist. Es ist eher unwahrscheinlich, dass die beiden bereits heute Nacht dort auftauchen", erklärte Colin.
"Könnten Sie sie nicht herbeizaubern?", fragte Moore. "Sie kennen doch die entsprechenden Beschwörungsformeln..."
"So etwas tue ich grundsätzlich nicht", Colin schüttelte entschieden den Kopf. "Und zweitens: einmal angenommen, die beiden wären dort und wir könnten ihnen Fragen über ihren Mörder stellen – wie machen wir Inspector Pryce klar, wie wir zu den Zeugenaussagen gekommen sind?"
"Hm." Moore zwirbelte nachdenklich seinen Schnurrbart. "Da ist etwas Wahres dran, Commander."
Ein bläuliches Licht, welches von der Haustür des Theaterdirektors auszugehen schien, lenkte die beiden Männer von ihrem Gespräch ab. Im nächsten Augenblick quoll eine blaue, leuchtende Substanz in einem endlosen Strang aus dem Schlüsselloch des Hauses hervor. Auf dem Trottoir verfestigte sie sich mit einem schmatzenden Geräusch, und nach wenigen Sekunden stand Abdul in seiner normalen Gestalt vor Moore und Colin.
"Und?", fragte Colin gespannt. "Hast du etwas gefunden, Abdul?"
"Es ist, wie Ihr gesagt habt, Efendi", der Flaschengeist nickte. "Mister Finch besitzt in der Tat eine Kutsche. Sie steht im Innenhof, und es scheint so, als wäre sie erst vor Kurzem gründlich gereinigt worden."
"Das beweist noch nichts", brummte Moore.
"Oh, ich habe noch mehr gefunden", beeilte sich Abdul zu sagen. "Blutbefleckte Kleidung im Keller, Efendi. Und neben der Kutsche stand ein Eimer mit einer Bürste darin, und an beiden waren Reste von Blut. Und das hier steckte zwischen den Sitzpolstern des Gefährts."
Mit diesen Worten reichte er dem Sergeant einen Glassplitter, der eine verdächtige Ähnlichkeit mit denen aufwies, welche Doktor MacKinnon ihnen am Nachmittag gezeigt hatte.

*

Am Morgen des 17. Januars 1877 betraten Colin Mirth und Archibald Moore in Begleitung von drei Polizisten des Polizeireviers King Street das Haus von Samuel Finch.
Sie trafen Finch beim Frühstück an. Der Theaterdirektor sah von der Lektüre der Times auf, als die Polizisten in den Salon drängten.
"Guten Morgen, Gentlemen", sagte er überrascht. "Welchem Umstand verdanke ich Ihren unangemeldeten Besuch?"
Moore baute sich vor Finch auf. "Sind Sie Mister Samuel Finch?"
Finch legte die Zeitung beiseite und langte ungerührt nach der Marmelade. "Seien Sie nicht töricht, Sergeant. Ich habe mich Ihnen erst vorgestern vorgestellt."
"Im Namen Ihrer Majestät, Königin Victoria, verhafte ich Sie hiermit", fuhr Moore unbeirrt fort. "Sie stehen im Verdacht, der Mörder von Roderick Sterling und Joseph Harrington zu sein. Möchten Sie zu der Beschuldigung Stellung nehmen?"
Finch stellte das Marmeladenglas zurück an seinen Platz. "Das wird nicht nötig sein, Sergeant. Ich fürchte, Sie haben mich erwischt. Warten Sie bitte einen Moment, ich komme dann gleich mit."
Moore und Colin wechselten einen überraschten Blick. Sie hatten mit mehr Widerstand gerechnet und daher auch Verstärkung mitgebracht.
Colin räusperte sich. "Mister Finch ... dieses ominöse Manuskript ... Sie wissen schon, Sir, 'Love's Labour's Won' ..."
Finch schnaubte verächtlich. "Hören Sie mir bloß auf damit. Das verdammte Ding hat mir nichts als Scherereien eingebracht!"
"Was Sie nicht sagen", bemerkte Moore in einem sarkastischen Tonfall. "Das Manuskript hat immerhin zwei Gentlemen das Leben gekostet!"
"Joseph und Roddy waren nicht das, was Sie und ich unter einem Gentleman verstehen", rief Finch wütend. "Harrington hat mir ein völlig wertloses Schriftstück verkauft! Und Roddy, dieser jämmerliche Dieb, hat es mir gestohlen!"
"Moment", Colin hob beschwichtigend die Hand. "Sagten Sie gerade wertlos, Sir?"
"Wertlos", echote Finch. "Harrington hat mich übers Ohr gehauen. Er hat mir eine elende Fälschung als kostbares Shakespeare-Manuskript angedreht. Und ich Trottel habe auch noch bei den Gentlemen der Royal Shakespeare Society damit angegeben, was ich für ein unglaubliches Schnäppchen gemacht habe. Nach meinem Streit mit diesem Historiker vom Britischen Museum bin ich dann aber vorsichtiger geworden. Also habe ich im letzten Jahr zwei unabhängige Gutachter damit beauftragt, das Manuskript zu untersuchen. Beide kamen zu dem gleichen Ergebnis."
"Wie befremdlich", murmelte Moore.
"Wenn das bekannt geworden wäre ..." Finch schüttelte fassungslos den Kopf. "Ich wäre zum Gespött von ganz London geworden. Niemand wäre mehr in The Bard's Corner gekommen."
"Wie ist Mister Sterling in den Besitz des Manuskripts gekommen?", fragte Colin.
Finch zuckte mit den Schultern. "Er war der Kurier, der mit dem Manuskript bei dem Gutachter gewesen ist. Ich hatte ihn mit meiner Kutsche vom Bahnhof abgeholt. Und auf dem Weg durch Westminster drohte er damit, mich zu erpressen. Ich war wütend und habe ihn mit einer Flasche geschlagen. Die ist dabei zerbrochen. Und dann... dann habe ich mit dem abgebrochenen Flaschenhals zugestochen, um ihn zum Schweigen zu bringen."
"Was Ihnen zweifelsohne gelungen ist", stellte Colin nüchtern fest. "Und gestern gingen Sie zu Harrington, um nach dem Manuskript zu suchen?"
Finch nickte langsam. "Er hatte es an sich genommen. Aber er wollte mein Eigentum nicht herausgeben. Er wollte es mir noch einmal verkaufen, zu einem Wucherpreis ..."
"Ich denke, das genügt", winkte Moore ab. "Den Rest können Sie bei Ihrer Abschiedsvorstellung in Old Bailey zu Protokoll geben, Mister Finch."

*

Colin und Moore sahen den Polizisten, die Finch abführten, zufrieden und erleichtert hinterher.
"Was für ein verrückter Kerl", brummte Moore und zwirbelte seinen Schnurrbart.
Colin warf einen Blick zurück in die Wohnung des Theaterdirektors. "Was wohl jetzt aus seiner Sammlung wird?"
Moore zuckte mit den Achseln. "Wenn er keine Verwandten hat ... Asservatenkammer, schätze ich. Und irgendwann wird die Sammlung sicherlich versteigert. Warum fragen Sie?"
"Ach, nichts. Nur so ein Gedanke", seufzte Colin. "Eigentlich hätte ich schon viel früher darauf kommen müssen, dass der gute Mister Finch nicht ganz richtig im Kopf ist."
"So?", staunte Moore.
"Ja", Colin nickte. "Wegen seiner Äußerung über das Kinematoskop. Wie kann er nur ernsthaft glauben, dass so ein Gerät eine Zukunft hat? Völlig absurd, Sergeant!"
Moore klopfte Colin auf die Schulter. "Ganz Ihrer Meinung, Commander."


Der Autor Achim Hiltrop (geboren am 2. Juni 1971) lebt in Essen und ist als kaufmännischer Angestellter in der chemischen Industrie tätig. Er ist verheiratet, hat eine Tochter und beschäftigt sich in seiner freien Zeit hauptsächlich mit seiner ständig wachsenden „Star Wars“-Sammlung. Daneben gehören Musik und Filmgeschichte zu seinen Hauptinteressen.
Zu seinen bisherigen Veröffentlichungen zählen die Romane der „Gallagher-Chroniken“ (erschienen im Atlantis-Verlag und im Basilisk-Verlag) sowie Beiträge zur Science-Fiction-Serie „Rettungskreuzer Ikarus“ (Atlantis-Verlag) und zur Fantasy-Reihe „Shogun“ (VSS-Verlag).


Achim Hiltrop – Colin Mirth:

Als Colin Mirth im Jahre 1876 vom Secret Service zu Scotland Yard versetzt wird, brechen aufregende Zeiten in London an. Mit seinem Kollegen Archibald Moore und dem orientalischen Flaschengeist Abdul muss der bekennende Shakespeare-Liebhaber knifflige Fälle lösen und gerät dabei in haarsträubende Situationen – denn nicht immer ist der Täter von dieser Welt. Gespenster, Magier und Dämonen – aber auch gewöhnliche Kriminelle – halten Colin und seine Freunde auf Trab und sorgen für spannende und humorvolle Unterhaltung.

Die Abenteuer von Colin Mirth, Archibald Moore und dem Flaschengeist Abdul wurden erstmals 2003 in einer Rohfassung als e-Book online veröffentlicht. Nun liegen die Geschichten in ihrer endgültigen Form – und um zweieinhalb brandneue, bisher unveröffentlichte Episoden erweitert – als Roman vor. Testleser beschrieben "Colin Mirth" als eine gelungene Mischung aus "Sherlock Holmes", "Akte X", "John Sinclair" und "Die Zwei".

Achim Hiltrop
Colin Mirth
ISBN 978-3-8370-0910-1
Paperback, 240 Seiten
Preis: EUR 13,95
Weitere Informationen gibt es unter www.colin-mirth.de

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Nur der Himmel ist die Grenze
ISSN 1422-8904
Ausgabe 204 - 02.07.2008
Herausgeber
Mike Hillenbrand

Chefredaktion
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Lektorat
Esther Haffner (eh)
Corona-Redaktion
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Etienne Quiel (eq)
Armin Rößler (ar)
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Ausgabe 205 erscheint am
17.09.2008.

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