corona magazine
Only the Sky is the Limit
ISSN 1422-8904

   newsBEAT
  + "ENT": Trinneer zufrieden
  + "ST": Neuer Roman
  + "SM 3": Raimi schreibt
  + "Alexander" ohne DiCaprio
  + "Krieg der Welten" online
  + "Smallville": Quoten fallen

   Kunterbunt
  + Alien Contact erschienen
  + "Im Hyperraum"
  + "Das blaue Portal"
  + "The Singing Detective"
  + "Atlantis" auf DVD

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15. Dezember 2004 - Ausgabe 135 - "The same procedure as every year"

T Minus 17 Tage

Bald ist es wieder soweit: Das Jahr 2004 legt seinen Endspurt ein und wird von 2005 jubelnd in Empfang genommen. Es ist doch immer das Gleiche - und ändern tut sich doch eh nichts. Zugegeben, viele Menschen nehmen sich alljährlich das eine oder andere vor. Mehr Sport treiben, weniger Rauchen, mehr Zeit für die Familie aufbringen und und und. Aber einmal Hand aufs Herz: Wer hat seine guten Vorsätze jemals in die Tat umgesetzt. Kennen Sie jemanden? Ich nicht. Aber zum Glück gibt es ja noch das (über-)nächste Jahr. Dann wird alles anders ... bestimmt.

Irgendetwas simmt jedoch nicht. Irgendetwas fehlt dieses Mal zum Jahresende. Ich erinnere mich an eine Zeit im Dezember der vergangenen Jahre, in der die Menschen freudig einer bestimmten Sache entgegenfieberten, einem Ereignis, welches sie näher zusammen brachte. Man brauchte sich nur umzuschauen, es war präsent und allgegenwärtig. Beim Smalltalk war "Wetter" als Thema Nummer Eins verdrängt worden. Was hat eine solch merkbare Lücke hinterlassen? Nein, das "W"-Wort-Fest ist es nicht, das gibt es ja noch.
Oh ja! Der König ist nach jahrelanger Reise zurückgekehrt. Eureka, das ist es! Der "Herr der Ringe" ist Geschichte - zumindest auf der Leinwand. Dabei hatte man sich nach drei Jahren schon so sehr darauf eingestellt. Das "W"-Wort und Sylvester waren nicht mehr die einzigen Feierlichkeiten. Sei es drum... ich vergnüge mich derweil mit der Extended Edition. Ein wenig Tradition muss halt sein.

Das Corona-Team wünscht Ihnen, liebe Leser und Leserinnen, ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

Ihr Simon Pypke
Chefredaktion (v.i.S.d.P.)



Inhalt

1. Spotlight: The Dark Side Of The Moon - Mondbasis Alpha 1
2. newsBEAT
3. Kolumne: Das dritte Jahr der Enterprise in Sat.1
4. Star Trek: Die "The Lost Era"-Buchreihe, Teil 6
5. Gamer's Log
6. Drei Fragen an H. D. Klein
7. Ihre Meinung
8. Tv-Vorschau
9. Kolumne: Wunschzettel für 2005
10. Rating Report
11. Beyond Science Fiction 03: Nip/Tuck - Schönheit hat ihren Preis
12. Kunterbunt
13. Kino-Vorschau
14. Veranstaltungskalender
15. Wissenschafts-News
16. Kurzgeschichte des Monats: "Opera"
17. Wühltisch: Drei Tipps aus der Welt des Merchandise


1. Spotlight: The Dark Side Of The Moon - Mondbasis Alpha 1
von Christian Humberg

Es gibt Serienkonzepte, bei denen TV-Produzenten heutzutage nur mitleidig lächelnd mit dem Kopf schütteln würden. Zum Beispiel dieses: Wir schreiben das Jahr 1999. Auf der Mondbasis Alpha bahnt sich eine Krise an, denn der seit Jahrzehnten dort endgelagerte radioaktive Müll von Mutter Erde beginnt, sich zu verändern. Die ungeheure Menge des Abfalls bewirkt eine Magnetisierung desselben. Die Folge sind unkontrollierbare Energieausbrüche. Für John Koenig, den neuen Kommandanten der irdischen Forschungskolonie Alpha, wird die Situation zur nervlichen Zerreißprobe. Als schließlich der radioaktive Müll explodiert, schleudert die Druckwelle den gesamten Erdtrabanten aus seiner Umlaufbahn. Ziel- und planlos treibt der Mond nun durchs unbekannte Weltall, und den gut dreihundert Bewohnern der Mondbasis bleibt nichts anderes übrig, als auf eine neue Heimat zu hoffen.

Moment, hab ich das richtig verstanden: Der Mond treibt ab? Der ganze Mond??
Jepp, komplett mit allem Pipapo. Wer braucht schon Raumschiffe, wo es doch auch Planeten gibt? Aber Scherz beiseite: Wir sprechen hier von "Mondbasis Alpha 1" (alias "Space: 1999", so der Originaltitel), einer britischen SF-TV-Serie aus den siebziger Jahren, und da war der geneigte - da meist kindliche - Fan wohl noch leichter zu beeindrucken. Und diese Grundprämisse sollte auch nicht als Kritikpunkt an der ganzen Serie gelten, setzt sie doch wirklich nur die eigentliche Handlung in Gang. Und die braucht sich vor ähnlichen Genreproduktionen ihrer Zeit nun wirklich nicht zu verstecken.
Die Abenteuer von Commander Koenig und seinen Schicksalsgefährten dauerten immerhin zwei Staffeln an und verstanden schon bei ihrer Deutschlandpremiere 1977 im ZDF ihr Publikum zu finden. "Mondbasis Alpha 1" wurde schnell zu einem Teil deutschen Fernsehkults und ist bis heute in angenehmer Erinnerung geblieben. Und weil derartige Nostalgieschätze derzeit auf DVD eine ungeahnte Renaissance erleben, darf auch der gute alte Koenig erneut die Bildschirme stürmen: E- M-S legt in diesen Tagen die erste von vier geplanten DVD-Boxen vor, welche dem teutonischen Fan die gesamte Serie zugänglich machen sollen. Dies geschieht übrigens erstmalig! Dem ZDF war es damals nämlich gegeben, die Serie nur teilweise einzukaufen und die jeweiligen Episoden auch noch stark zu schneiden - geneigte Mit-Trekkies werden das Verfahren nur zu gut kennen. E-M-S wagt in diesen Tagen die Gesamtausgabe und betritt damit TV-geschichtliches Neuland. Mit der ersten Veröffentlichung liegen nun die Episoden 1 bis 12 der ersten Staffel komplett vor.

Das Wort Bonusmaterial bekommt eine ganz neue Bedeutung ...
... wenn soviel Neues auf einer DVD zu finden ist. E-M-S hat - notwendigerweise - tief in die Tasche gegriffen und die komplette Serie neu synchronisieren lassen. Bevor jetzt aber die Nostalgiker wütend aufschreien, bitte ich etwas zu bedenken: Wie sonst hätte sich die ganze Serie denn auch publizieren lassen. Eine partielle Nachsynchronisation der "neuen" Szenen und Episoden führt in dieser Menge (der durchschnittlichen Episode fehlen in der ZDF-Version gute fünf Minuten Sendematerial, und auch die Zahl der überhaupt nicht gesendeten Folgen ist beachtlich) ins akustische Chaos, von daher ist eine komplette Neubearbeitung einfach unumgänglich. Wer Paramounts DVD-Sets von "Raumschiff Enterprise" kennt, weiß, dass schon kurze Szenen mit anderen Sprechern im Gesamtbild einer Episode seltsam wirken - und jetzt stelle man sich vor, das wären ganze zehn Minuten.
Also wurde neusynchronisiert. Ein nettes kleines Feature auf Disc 4 der ersten Box gibt dann auch Eindrücke von den Synchronarbeiten wieder, die ich mir als Laie doch etwas spektakulärer vorgestellt habe. Überhaupt sind es die netten kleinen Features, welche der vorliegenden Publikation die meisten Sympathiepunkte einbringen: Foto- und Artworkgalerien zeigen etwa Storyboards, Modelle, Cover von Büchern und Comics zur Serie und ganze Magazinartikel aus den Tagen der TV-Erstausstrahlung. Eine Schnittdatenbank beschreibt via Texttafeln zu jeder Episode die "neuen" Szenen, damit man auch weiß, was man noch nie zuvor gesehen hat. Neben dem betont actionlastigen Originalvorspann ist zu jeder einzelnen Folge auch der deutsche Vorspann anwählbar, was mitunter zu großer Erheiterung führt: Besonders die deutsche Titelmusik zur Folge "Rückkehr der Toten/A Matter of Life and Death" sollte sich John Williams mal anhören ... Schönen Gruß vom Rechtsanwalt.
Zu diesen Goodies gesellen sich auch biografische Informationen zu den Hauptdarstellern (Texttafeln), den Gaststars (darunter Genregrößen wie Christopher Lee und Peter Cushing) und ein kompletter Episodenführer mit den Terminen der deutschen Erstausstrahlung.
Ähnlich detailverliebt zeigt man sich auch in der optischen Aufmachung der Box. Ein Plastiküberzug, auf dem Koenig und Dr. Russel abgebildet sind, umhüllt die Box. Streift man ihn ab, stößt man auf einen Pappschuber, in dem die vier einzeln verpackten DVDs liegen. Der Schuber führt den Serienschriftzug und zeigt das Bild eines von der Mondoberfläche startenden Adlers - so heißen die Raumfahrzeuge von Alpha. Die DVDs selber sind bildhübsch aufgemacht: Neben einem Foto aus der übrigens vorzüglichen Episode "Die schwarze Sonne/Black Sun" ziert jeweils ein anderer Hauptdarsteller die Vorderseite. Den Klappentext bestreiten Kurzbeschreibungen der einzelnen Folgen sowie Angaben zu deren Lauflänge - DVD- und ZDF-Version! Stellt man die gesamten vier Boxen - so viele sind angekündigt - der Serie nebeneinander ins Regal, zeigen die Seiten der DVDs ein Gruppenfoto der Hauptcharaktere sowie die gute alte Mutter Erde. Schön.

Ein wenig Kritik wird erlaubt sein
Der Gesamteindruck der Veröffentlichung ist also mehr als positiv, doch gibt es auch die klassischen Abzüge in der B-Note zu vermelden. Auffallendstes Manko ist der Verzicht auf Untertitel jeglicher Art. Zwar liegt neben der neuen deutschen auch die (mitunter ziemlich blechern klingende) englische Tonspur vor, jeweils in Dolby Digital 2.0, doch sucht man vergebens nach einer Untertitelung. Auch lässt die deutsche Übersetzung der Dialoge den Sprachpuristen an manchen Stellen stutzig werden, was aber auch bei anderen Serien der Fall ist und daher nicht weiter zählt. Der Gesamteindruck der deutschen Tonspur ist sehr gelungen und homogen. Das Bild ist durchweg erstklassig mit vollen frischen Farben.

Gerry wer?
Gerry Anderson heißt der Mann, dem wir diese Serie überhaupt zu verdanken haben. Anderson ist in hiesigen Breiten eigentlich nicht sehr bekannt, wird in England aber wie ein Gene Roddenberry verehrt. Der kreative Geist steckt nämlich hinter vielen beliebten Kinderserien der 1960er, darunter "Supercar" und die schlicht großartigen "Thunderbirds". Letztere sollten auch heute noch ein Begriff sein, denn zum einen erscheinen sie auch gerade auf Silberling, und zum anderen hat Hollywood unlängst eine Spielfilmversion der alten Puppentrickserie auf unnachahmliche Art in den Sand gesetzt.
Anderson produzierte 1969 eine Serie namens "UFO", in der irdische Agenten den Kampf gegen finstere Aliens aufnahmen. Diese Serie lief anfänglich sehr gut, sodass der Fernsehsender Anderson schon grünes Licht für eine zweite Staffel gab, die vornehmlich auf dem Mond spielen sollte, wo die Agenten eine Verteidigungsbasis hatten. Die Sets für diese Mondstation waren längst in Produktion gegangen, als die Quoten von "UFO" böse einbrachen und eine Fortführung unrentabel machten. Doch was tun mit den teuren neuen Kulissen? Anderson machte aus der Not eine Tugend und ersann ein neues Serienkonzept, eben das zu "Space: 1999". Und wider alle Erwartungen mauserte sich diese Notlösung zumindest zeitweise zum echten Renner.
Auch in Deutschland waren die Alpha-Bewohner sehr erfolgreich, so erschienen bei Bastei noch nach Ausstrahlung der Serie Begleitromane, übrigens eigens für den deutschen Markt! Auch Comics waren keine Seltenheit, wie ein Blick in alte Zack-Ausgaben lehrt.

Fazit
Mit "Mondbasis Alpha 1" wagt sich E-M-S an ein sehr ehrgeiziges Projekt. Die Neuauflage eines nur teilweise gesendeten TV-Klassikers, komplett neu synchronisiert und mit liebevollem Zusatzmaterial - das soll erstmal jemand nachmachen. Doch nicht nur die Aufbereitung, auch die Serie selbst ist ein kleiner Schatz, erlaubt sie doch eine sehr unterhaltsame Zeitreise in vergangene Tage des Genrefernsehens. Es ist zu hoffen, dass diese Edition ihr Publikum findet und Commander John Koenig und Dr. Helena Russel (übrigens gespielt von Martin Landau und Barbara Bain, ich sage nur "Kobra, übernehmen sie") auch neuen Generationen von Zuschauern vorgestellt werden. E-M-S lädt uns ein, eine alte Serie wiederzuentdecken. Lassen wir uns darauf ein, es lohnt sich.

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2. newsBEAT
"Star Trek: Enterprise": Trinneer zufrieden mit vierter Staffel.

Dieser Artikel enthält Informationen zur dritten und vierten "Enterprise"-Staffel!

"Die Autoren schreiben für diesen Kerl ... Ich spiele ihn nur und finde einiges über ihn heraus und entwickle ihn mit der Zeit ein wenig weiter," sagte Connor Trinneer über seine Rolle als Trip Tucker in "Star Trek: Enterprise". Er meinte zudem, dass er mit der Entwicklung seines Charakters in der vierten Staffel zufrieden wäre.

In einem Dreamwatch Interview sagte Trinneer, dass er sehr erleichtert war, als er erfuhr, dass die Serie fortgesetzt wird und dass sein Charakter in der neuen Staffel mehr involviert wäre als in den vorangegangenen Jahren. "Jetzt, da sie die Chance haben, mit einem überarbeiteten Schiff erneut ins All zu fliegen, ist er genauso begeistert wie schon am Anfang, aber er hat jetzt ein wenig mehr Erfahrung", sagte der Schauspieler über Trip.

Obwohl er von der Entwicklung von T'Pols und Tuckers Beziehung in der dritten Staffel ein wenig enttäuscht war, weil zu viel Wert auf Neuropressur und zu wenig auf die Verbindung zwischen den beiden gelegt wurde, freut er sich darauf zu sehen, wie die Charaktere weiterhin miteinander zurecht kommen, nachdem T'Pol einen Vulkanier geheiratet hat.
"[Tucker] ging damit sehr taktvoll um", sagte er. "Ich habe keine Ahnung, was sie mit Trip und T'Pol bezüglich ihrer Beziehung machen werden. Ich schätze, dass noch immer Gefühle im Spiel sind, aber ich weiß einfach nicht, wie sich das zeigen wird."

Während der vierten Staffel von "Enterprise" gibt es viele Verbindungen zur originalen "Star Trek"-Serie und zu den außerirdischen Rassen, die dort zu sehen waren. Trinneer mochte die Arbeit mit Brent Spiner als Arik Soong, den er als "einen richtig guten Schauspieler und großartigen Kumpel" beschrieb. Er hofft, dass Trip auch wieder mehr Zeit mit Malcolm Reed verbringen wird, "da es den Charakteren ermöglichen würde, ihr berühmtes 'Odd-Couple'-Verhältnis weiterzuentwickeln."

Der Schauspieler fand auch lobende Worte für LeVar Burton (ST:TNG LaForge), der Regie bei "Similitude" und "The Forgotten" führte - die beiden größten Episoden für Tucker in der vergangenen Staffel, die viel von ihm abverlangten, als Klon von Trip und seine Bemühungen, über den Tod seiner Schwester hinwegzukommen. "Die Fans schenken dem Franchise und den Darstellern enorme Beachtung", sagte er, und drückte seine Hoffnung aus, dass die Serie noch weitere Jahre zu sehen sein wird. "Wenn sie mich irgendwann in der Zukunft anrufen, dann werde ich zusagen."

"Star Trek: Enterprise": Scott Bakula zufrieden mit neuem Konzept.

Scott Bakula (ST:ENT Archer) sagte kürzlich in einem Interview, dass "Star Trek: Enterprise" seiner Meinung nach "dieses Jahr einen wundervollen Start hingelegt hat". Er glaubt auch, dass es durch die kleinen Handlungsbögen innerhalb der Staffel möglich ist, bessere Geschichten zu entwickeln und die Charaktere weiterzuentwickeln, da das Tempo dieser Episoden mehr einem Kinofilm ähneln, als wöchentlichen Episoden.

In dem Gespräch mit TV Zone beschrieb Bakula den kommenden Handlungsbogen, der sich um Andorianer, Tellariten und Vulkanier dreht, als "kompliziert und stark", da die Serie sich immer weiter in Richtung Gründung der Vereinten Föderation der Planeten entwickelt. "Die Spannungen zwischen diesen verschiedenen Spezies werden immer stärker und sie gehen aufeinander los. Archer bringt einige von ihnen zusammen", sagte er. "Es entwickelt sich zu einem großartigen Drama und natürlich zu großartiger 'Star Trek'-Geschichte."

Wie Bakula erklärte, kommen in dem Handlungsbogen die drei bekannten TOS-Aliens vor, mit denen Archer versucht, die Streitigkeiten zwischen den Spezies zu schlichten. "Es gibt auch ein romulanisches Element, das auch in dieser Trilogie auftaucht," fügte er hinzu. "All das ist natürlich Teil des Wunsches unserer Produzenten und Autoren, einige der Ideen zurückzubringen, die in den Tagen von Kirk und Spock in der originalen 'Star Trek'-Serie existierten."

Bakula freute sich, noch einmal mit Jeffrey Combs arbeiten zu können, der populäre Gaststar, der Brunt und Weyoun in "Star Trek: Deep Space Nine" spielte und als Shran in "Enterprise" zu sehen ist. "Wann immer wir auch zusammen auf dem Set sind, kommen wir aus dem Lachen einfach nicht mehr heraus", erklärte er. Er sagte zudem, dass es sich doch merkwürdig anfühlt, wenn man am Set plötzlich von Nazis umzingelt ist. "Es ist unheimlich, wenn man eine Folge dreht, die in einer anderen Ära spielt und man sich in einer Situation wieder findet, die die dunkle Zeit für die Menschheit repräsentiert."

"Star Trek: Enterprise": Manny Coto über neue Pläne zur vierten Staffel.

"Enterprise"-Executive Producer Manny Coto sagte kürzlich in einem Interview, dass er einen starken Charakter-Handlungsbogen für Jonathan Archer plant, der auf seine Entwicklung in den vorangegangenen drei Staffeln aufbaut.

"Archer ist jetzt ein weit aus erfahrener Captain", sagte Coto in der neuesten Ausgabe des TV Zone Magazines. "In Staffel 1 und 2 war er der neugierige Forscher. Während der dritten Staffel wurde er zu einem Militär, der einige fragliche Dinge tun musste, um seine Mission zu erfüllen. Archer entwickelte sich aus dieser ganzen Erfahrung und glaubt nun, dass das Universum kein freundlicher Platz ist, sondern ein eher gewalttätiger Ort, der es nicht wert ist, ihn zu erforschen. In dieser Staffel und in "Home" speziell sehen wir ihn deshalb mit dieser Ansicht ringen, während er immer noch versucht, seine Liebe zur Erforschung und zur Raumfahrt aufrecht zu erhalten."

Obwohl ein Großteil der Planung für diese Staffel in T'Pols Geschichte geflossen ist, speziell in den Handlungsbogen um die "Vulkanische Reformation", den man im November und Dezember sehen konnte, hat der Autorenstab laut Coto mehr Probleme mit Trips Charakter. "Für Trip versuchen wir immer noch einen angemessenen Handlungsbogen zu finden", sagte er. "Wir wollen versuchen, ihn in einer Art und Weise weiterzuentwickeln, die nicht nur seine Beziehung zu T'Pol aufklärt. Wir arbeiten an einer Reihe von Episoden, die sich sowohl um Trip als auch um seine Karriere als Sternenflotten-Offizier drehen, aber ich kann nichts genaueres darüber verraten."

Genauso wenig möchte Coto auch über den angekündigten Gastauftritt von William Shatner (ST:TOS Kirk) in der Serie verraten, der scheinbar durch finanzielle Verhandlungen verzögert wurde. Wenn es doch noch zu einer Episode mit dem Schauspieler kommen sollte, so wird diese laut Coto von Judith und Garfield Reeves-Stevens geschrieben, die mit Shatner schon bei einer Vielzahl von Kirk-Romanen zusammen gearbeitet haben, darunter "Avenger" und "The Return". "Ich möchte keine Spoiler verraten, aber vertraut mir, es ist eine wirklich coole Idee."

"Star Trek: The Next Generation": Neue Projekte für Stewart und Sirtis.

Patrick Stewart (Jean-Luc Picard in TNG) wird in der Animations-Serie "American Dad" mitwirken. Patrick Stewart ist einer der Schauspieler, die als Erstes gecastet worden sind - außerdem war er Wunschkandidat. Er "spielt" das Oberhaupt der CIA in der politischen Komödie, die das Leben von Stan Smith beobachtet - ein ganz normaler Mann, der bei der CIA arbeitet.

Seth McFarlane, der in "Star Trek: The Forgotten" mit spielte, wird Stan seine Stimme leihen.
Darüber hinaus wird Wendy Schaal (Charlene in "Voyager: Real Life") die Stimme seiner Gattin übernehmen. In einem Interview erwähnte McFarlane, dass Stewart und Marina Sirtis (Deanna Troi) in einer späteren Episode gemeinsam arbeiten werden. Anspielungen in der Handlung auf "Star Trek" seien kein Zufall, sagte McFarlane in einem Interview.

"Star Trek": Reeves-Stevens - "Superlativen kommen!"

Das "Star Trek: Enterprise"-Autorenehepaar Judith und Garfield Reeves-Stevens enthüllten kürzlich im "The Lost World Forum", dass sie an der zweiten Episode in einem kommenden Klingonen-Handlungsbogen - genannt "Divergence" - arbeiten. Der Bogen beginnt mit "Affliction" in dem es um eine Klingonen-Seuche gehen soll, die angeblich den Maskenwechsel der Klingonen seit "Star Trek: Der Film" erklären soll.
"Im Moment überarbeiten wir unsere vierte Episode, "Divergence", welche der zweite Teil eines Klingonen-Handlungsbogen sein wird", so die beiden im Forum. "Wir können noch nicht viel sagen. Nur soviel, dass wir eine mehrere-Raumschiffe-Action-Szene entwickelt haben, die man so noch nie gesehen hat und sich jeder darüber freuen kann, diese Szene auf dem Bildschirm sehen zu können."

Die Reeves-Stevens sprachen auch von ihrer im Januar kommenden Episode "Observer Effect". "Unsere zweite Episode, "Observer Effect", die im Januar ausgestrahlt werden wird, ist eine Einzelepisode, allerdings mit einer sehr interessanten Verbindung in der "Trek"-Geschichte, welche sich - überraschenderweise - noch kein anderer angenommen hat. Wir sind sehr zufrieden mit dem Feedback von Schauspielern und Crew, dass wir über diese Episode erhalten haben, weil es dem für die Episode "Brothers in Arms" von TLW ähnelt, auf die wir sehr stolz sind. Freut euch auf die wirklich herausragenden Leistungen von Anthony Montgomery, Dominic Keating und Linda Park."

Über "United", ihr Script im Mittelpunkt des "Babel One"-"United"-"The Aenar"-Andorianer-Handlungsbogens, welcher im Februar ausgestrahlt wird, sagen sie, dass wir uns auf erinnerungswürdige "Trek"-Momente freuen dürfen.
"Manny Coto - dem wir alle danken sollten - schrieb die Story für all diese drei Episoden und schuf einige großartige Szenen und Story-Entwicklungen, für die es Spaß gemacht hat zu arbeiten. Darin werdet ihr tolle Leistungen von Jeffrey Combs, Scott Bakula und Jolene Blalock sehen, die so markant sein werden wie im Kinofilm "Star Trek: First Contact" als die Aliens ihre Kappen zurückziehen und sich als Vulkanier zu erkennen geben."

"Star Wars": Natalie Portman - "Episode III" wird dunkel.

Natalie Portman, die auch im kommenden "Star Wars"-Film "Episode III - Revenge of the Sith" wieder die Rolle der Padmé Amidala spielt, sagte gegenüber SciFi Wire, dass der letzte Film in George Lucas' SciFi-Saga deutlich dunkler wird als seine Vorgänger.
"Die Dreharbeiten waren wirklich sehr aufregend. Wir haben sehr hart gearbeitet. Hayden [Christensen] und Ewan [McGregor] waren beide fantastisch, und Ian McDiarmid auch. Wir alle haben hart gearbeitet, hoffentlich werden wir einen guten Film sehen, wenn er herauskommt".

"Episode III", der letzte der drei "Star Wars"-Prequels, zeigt die Verwandlung von Anakin Skywalker (Christensen) in Darth Vader. Portman spielt darin Anakin´s heimliche Frau und die Mutter von Luke Skywalker und Prinzessin Leia. McGregor spielt seinen Mentor, Obi-Wan Kenobi.

Portman sagte weiter, dass sie ein wenig traurig darüber ist, dass "Episode III" das Ende ihres "Star Wars"-Erlebnisses darstellt. "Es war ein großes Stück meines Lebens", sagte sie. "Es sind zehn Jahre von dem Zeitpunkt, als ich angefangen habe, bis zur Veröffentlichung des nächsten Filmes. Daher ist es für mich sowohl traurig, weil man nicht zurückgehen und die selben Menschen wiedersehen kann, als auch wieder begeisternd, für das, was noch kommt."
"Episode III - Revenge of the Sith" kommt am 19. Mai 2005 in die Kinos.

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"Spider-Man 3": Raimi schreibt am Drehbuch.

Sam Raimi erzählte Sci-Fi Wire, dass er und sein Bruder Ivan noch in den Anfängen beim Schreiben von "Spider-Man 3" sind. "Wir haben ein 50-seitiges Heft fertig und jetzt arbeite ich mit meinem Storyboard-Zeichner zusammen, um ein paar Bilder umzusetzen", erzählte Raimi in einem Interview, als er für die Promotion der "Spider-Man 2"-DVD unterwegs war. "Ich fange demnächst an, mit Alvin Sargent am ersten Entwurf des Screenplays zu arbeiten."

Raimi merkte an, dass er noch verschiedene Möglichkeiten für einen Oberbösewicht oder Bösewichte abwägt. "Ich habe es noch nicht ganz durchdacht. Ich versuche, zu entscheiden, was der nächste Schritt für Peter Parker sein wird, was wird sein nächstes Abenteuer sein, was wird ihm das Leben lehren auf dem Weg zum Erwachsenen. Wenn ich das weiß, versuche ich Hindernisse für ihn zu entwickeln, so wie das jeder Autor für Dramen tun würde. Aus diesen Konflikten entsteht das Drama. Entweder bewältigt er sie oder nicht. Wenn ich den Weg weiß und damit auch die Konflikte, dann suche ich den Gegner aus, der diese am besten darstellt. So gehe ich an die Sache ran. Ich kann mich aber noch nicht für einen Bösewicht entscheiden."

Die "Spider-Man 2"-DVD soll am 2. Dezember in Deutschland erscheinen. Der Kinostart von "Spider-Man 3" ist für den 4 Mai 2007 in den USA vorgesehen.

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"Resident Evil 3"?

Paul W. S. Anderson hat diese Woche mit "Now Playing Magazine" über einen möglichen dritten Teil von "Resident Evil" gesprochen.

"Im Moment ist es nur ein Konzept. Der zweite Film war erfolgreicher als der erste. Selbstverständlich denkt man über einen weiteren Teil nach. Als ich den ersten Film gedreht habe, dachte ich immer, dass es eine Trilogie sein soll. Ich hab mir vorgestellt, dass der erste Film ein Prequel zu den Videospielen ist. Der zweite sollte in dem gleichen Zeitrahmen wie die Spiele, vor allem "Resident Evil: Nemesis", sein. Der dritte Teil sollte ein Sequel zu den Videospielen sein und zeitlich kurz danach eingeordnet werden. Ich würde also gerne einen dritten Teil drehen, aber wir sind noch in Verhandlungen. Der Wunsch, den Film zu machen, ist auf jeden Fall da."

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"Aeon Flux": Charlize Theron über den Film.

Charlize Theron spielt die Hauptrolle in dem SF-Film "Aeon Flux", einer Kinoadaption der gleichnamigen MTV-Animationsserie. Regie führt Karyn Kusama ("Girlfight"). Theron äußerte sich während einer Drehpause in Berlin dazu, warum sie zum ersten Mal einen SF-Film macht.

"Ich für meinen Teil will als Schauspielerin nicht immer das gleiche tun. Eine Herausforderung ist immer gut. Ich wusste gar nichts über das Genre. Das allein war schon Herausforderung genug."

Theron ist im Film im schwarzen Catsuit und mit schwarz gefärbten Haaren, die zu einem asymmetrischen Bob geschnitten sind, zu sehen. Sie spielt eine Topagentin 400 Jahre in der Zukunft, in der gegen die wissenschaftlichen Anführer der ummauerten Stadt Bregna rebelliert wird.
Gedreht wurde in und um Berlin, auch in den Babelsberg Studios.

"Ich bin nicht vertraut mit dem Genre. Also hat mich mehr angezogen, dass es am Ende unterm Strich eine Liebesgeschichte ist. Es ist eine menschliche Geschichte. Und es hat alle Elemente des menschlichen Überlebenskampfs, woran ich wirklich interessiert bin. Ich bin nicht daran interessiert, einen Roboter zu spielen. Das sind echte Menschen, die mit Dingen kämpfen, die viele Leute gut werden nachempfinden können."

Theron verharmloste die Nackenverletzung, die sie sich während einer Stuntprobe im August zugezogen hatte. Wie berichtet wurde, verletzte sie sich und die Produktion musste für einige Wochen eingestellt werden, da Theron zurück in die Staaten flog, um sich zu erholen.

"Ich bin komplett geheilt. Ich denke, auf lange Sicht, haben wir die Zeit genutzt und sind noch besser vorbereitet zurückgekommen."

"Es war nur ein bisschen frustrierend", ergänzte Theron. "Nichts ist schlimmer als mitten im Dreh sechs Wochen Pause machen zu müssen. Für mich sowieso nicht, da du nicht wirklich abschalten kannst. Dein Verstand ist immer noch damit verbunden. Das war schon ein wenig hart. Aber es war auch gut, denn ich konnte die Zeit nutzen. Drei Monate vor Drehbeginn habe ich mich nur auf die physischen Aspekte konzentriert. Diese Zeit habe ich genutzt, um wirklich nachzudenken, in welche Richtung diese Frau in der Geschichte gehen muss."

Der Film soll am 1. September 2005 in den USA starten.

"Alexander": Ohne DiCaprio.

Leonardo DiCaprio, gerade auf Promo-Tour für seinen neuen Film "The Aviator", erzählte Moviehole, dass auch er nicht bei Baz Luhrmanns "Alexander"-Version dabei sein wird. Zuvor hatte schon Nicole Kidman gesagt, dass sie nicht dabei sei.

"Alexander der Große war eines der Dinge, bei denen Martin Scorsese und ich den gleichen Geschmack haben. Wir waren beide fasziniert von Alexander, genauso wie von Howard Hughes. Sie stammen aus verschiedenen Zeiten und sind auch unterschiedliche Menschen, aber haben eine ähnliche Dynamik. Sie sind Männer, die nach dem ultimativen Ziel streben und nicht aufhören bis sie es erreicht haben. Es war nur so, dass das Skript für "The Aviator" und das Projekt viel weiter entwickelt waren als das Skript für "Alexander", das wir bekommen haben. Und wir wollten endlich anfangen. Wir hatten überlegt, beides gleichzeitig zu machen, aber du bekommst nicht immer alles, was du willst."

Luhrmanns Sprecherin Maria Farmer erzählte im Frühjahr, dass der Regisseur dieses Filmprojekt nicht aufgegeben habe.

"James Bond":Colin Salmon - Ein schwarzer Bond?

Englische Wettbüros setzen zurzeit auf Colin Salmon als neuen James Bond. Gerüchten zufolge soll er etwas übermütig eine Autogrammkarte mit "007" unterschrieben haben.

Der Schauspieler ist zurzeit noch in "Alien vs. Predator" in den Kinos zu sehen und war in den letzten drei Bond-Filmen schon in einer Nebenrolle (Charles Robinson) vertreten.

Wird Salmon der erste schwarze 007 der Geschichte?

"The Da Vinci Code": Tom Hanks in der Hauptrolle.

Sony Pictures bestätigte, dass Tom Hanks die Hauptrolle in der Kinofilm-Adaption von Dan Browns Roman-Bestseller "The Da Vinci Code" spielen wird. Hanks wird dabei wieder mit seinem "Splash"- und "Apollo 13"-Regisseur Ron Howard zusammenarbeiten. Das Drehbuch wird von Akiva Goldsman geschrieben.

"The Da Vinci Code"-Produzent John Calley sagte in einem Statement, dass Hanks perfekt für die Hauptrolle des Filmes sei, ein Harvard Symbologe namens Robert Langdon, der versucht einen Mordfall zu lösen, indem er Hinweisen auf einem Kunstwerk von Leonardo Da Vinci nachgeht. "Tom Hanks ist heute einer der größten Stars auf der Welt", sagte Calley. "Er hat die Intelligenz, ironische Gewandtheit, Charme und das Talent, das nötig ist, um diese Rolle zum Leben zu erwecken, und es ist schwierig, sich einen perfekteren Schauspieler für den Charakter von Robert Langdon vorzustellen."

Der Regisseur Ron Howard meinte: "Das Potential, das durch dieses Zusammenspiel von Material und Talent entsteht, ist außergewöhnlich. Quellmaterial zu haben, das so populär ist, wie Dan Browns Roman, einen Drehbuchautor mit Akivas Talent und einen Star von der Größe eines Tom Hanks, bringt einen beinahe schon in Verlegenheit. Wir könnten nicht glücklicher sein."

Die Dreharbeiten zu "The Da Vinci Code" sollen im nächsten Sommer in den Vereinigten Staaten und in Europa beginnen.

"Krieg der Welten"-Webseite online.

Paramount Pictures hat die offizielle Webseite zu Steven Spielbergs "Krieg der Welten" mit Tom Cruise in der Hauptrolle online gestellt. Die Seite, mit dem Motto "They're Already Here", zeigt im Moment nur ein Bild, dass wahrscheinlich auch auf dem Teaser-Poster sein könnte.

Weitere Informationen werden in den kommenden Wochen auf der Webseite veröffentlicht. Man kann sich bereits jetzt registrieren, um über Updates informiert zu werden.
Der Kinofilm basiert auf dem Roman von H. G. Wells aus dem Jahre 1898. Tim Robbins, Miranda Otto und Dakota Fanning werden ebenfalls in dem Film mitspielen.

Sie finden die neue Webseite auf www.waroftheworlds.com. "Krieg der Welten" kommt in Deutschland und in den USA am 29. Juni 2005 in die Kinos.

"Superman Returns": Kevin Spacey als neuer Lex Luthor.

Kevin Spacey bestätigte gegenüber Sci-Fi Wire, dass er es ernsthaft in Erwägung zieht, die Rolle des Bösewichts Lex Luthor in Bryan Singers "Superman Returns" zu spielen. "Sie wollen, dass ich ihn spiele", sagte Spacey. "Es ist alles nur eine Frage des Terminkalenders."

Spacey erklärte, dass es zwei verschiedene Faktoren gab, die ihn zu diesem Projekt brachten. Zum einen wäre es die perfekte Gelegenheit, noch einmal mit Singer zusammenzuarbeiten, der bereits bei "Die üblichen Verdächtigen" Regie führte, für den Spacey einen Oscar bekam. Zum anderen wäre es natürlich eine rein geschäftliche Entscheidung. "Mit Bryan Singer noch einmal zu arbeiten, mal Hand aufs Herz, ist der Hauptgrund", sagte der Schauspieler. "Hinzu kommt, sehen wir den Dingen mal ins Auge, ich bin eigentlich nicht jemand, der in einem Film dieser Art schon mitgespielt hat. Ich habe aber in großen Studio-Produktionen schon mitgewirkt. Und von diesen Studio-Produktionen, bei denen ich mitgewirkt habe, habe ich immer versucht, bei den interessantesten mitzumachen und bei den Filmen, die ich am nächsten Morgen nicht bereue. Durch solche Filme erhalte ich die Möglichkeit, auch in Filmen wie 'Beyond the Sea' [ein Film, dessen Drehbuch er schrieb, Regie führte und die Hauptrolle spielte] mitzuspielen oder einfach ans Theater zurückzukehren."

"Es gibt eine Art Vereinbarung", fuhr er fort. "Man verdient mehr Geld, wenn man in solchen [großen] Filmen mitspielt. Ich spiele eher in Independent Filmen mit und ich produziere mehr Independent Filme als große Studioproduktionen. Ich möchte im Spiel bleiben. Und wenn ich im Spiel bin, dann habe ich die Möglichkeit, andere Sachen zu tun, die ich schon immer tun wollte. Ich versuche deshalb immer die Balance zu finden. 'Superman' ist ein großes Franchise, daran besteht kein Zweifel."

"Superman Returns" befindet sich im Moment in der Phase der Vorproduktion. Man hofft, den Film 2006 in die Kinos bringen zu können.

"Earthsea": Rossellini über Thar.

Isabella Rossellini, die man in den USA als Hohepriesterin Thar in der Miniserie "Legend of Earthsea" sehen kann, erzählte in einem Interview mit Sci-Fi Wire, dass es schwer war, einen Charakter zu spielen, der fast während der gesamten Geschichte krank ist. "Ich werde vergiftet und ich weiß nicht, dass ich vergiftet wurde", sagte Rossellini. "Und wissen Sie, was schwer war? Es war schwer, den Grad meiner Vergiftung zu spielen, weil ich an einem bestimmten Punkt nicht vergiftet bin und ich mich ein wenig erhole."

Die Darstellerin fuhr fort: "Deshalb gab es in meinem Drehbuch eine Art Thermometer, so dass ich den Grad meiner Krankheit nicht nur per Make-up, sondern auch physisch spielen konnte. Wir drehten alles in so unterschiedlicher Reihenfolge, dass es schwer war, sich zu erinnern, wie nahe man dem Tod ist, wie stark man humpeln soll und mit welcher kratzigen Stimme man sprechen soll."

Rossellini sagte, dass sie nichts mit Thar gemein hat. "Ich wünschte, es wäre so," sagte die Schauspielerin. "Mein Charakter in 'Legend of Earthsea' ist eine Art alte, weise, fantastische Frau. Und genau darauf arbeite ich auch [im echten Leben] hin."

"Smallville": Quoten fallen weiter.

Nach den schlechteren Quoten der letzten Woche ging es diese Woche weiter bergab. Die 7. Folge "Anziehend" sahen nur 1,44 Mio. Zuschauer. Das ergab einen Marktanteil von 8,6 Prozent. Bei der Zielgruppe der 14-49-Jährigen waren es noch 12,3 Prozent.

Dies war damit die zweitschlechteste Folge nach der Staffelpremiere "Verschollen".
Zudem legt RTL bei "Smallville" eine Winterpause ein. Nächste Woche erscheint die letzte Folge für dieses Jahr. Am 15. Januar 2005 soll es weitergehen.

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"Dead Like Me": Geht es weiter?

Wie steht es um "Dead Like Me"? Dies fragen sich im Moment vor allem die Fans der US-Serie. Die zweite Staffel der Serie lief scheinbar nicht zufriedenstellend für das Network Showtime. Die Einschaltquoten erfüllten nicht gerade die Erwartungen des Networks. Unter den Fans der Serie kamen deshalb immer wieder Gerüchte auf, "Dead Like Me" wäre bereits abgesetzt.

Der Trailer für die Episode "Haunted" lässt einige Fans jedoch wieder aufatmen, denn darin spricht Showtime selbst nur von einem "Season Finale" und nicht mehr von einem "Series Finale", wie in den Trailern zuvor. Allerdings gibt es zu bedenken, dass es zur Zukunft von "Dead Like Me" noch keine offizielle Stellungnahme von Showtime gibt.

"Earthsea": Amanda Tapping über die Miniserie.

Amanda Tapping (SG-1 Carter) erzählte in einem Interview mit Sci-Fi Wire, dass Lady Elfarran, die Rolle, die sie in der Miniserie "Earthsea" spielt, ein gottähnlicher Charakter ist.

"[Lady Elfarran] war die Hüterin der Schlüssel zu diesem geheimen Verließ, in dem all diese bösen Geister gefangen gehalten werden," sagte Tapping. "Sie war wie die Anführerin für diese Insel, aber sie war auch sehr wie Gott, und alle verehren sie."

Basierend auf Ursula K. Le Guins preisgekrönter Fantasy-Buchreihe, spielen Shawn Ashmore, Kristin Kreuk, Danny Glover und Isabella Rossellini die Hauptrolle in "Earthsea". In der Geschichte geht es um einen unbekümmerten Jugendlichen namens Ged (Ashmore), der entdeckt, dass er magische Kräfte hat, aber aus Versehen eine dunkle Macht befreit, die die Welt bedroht. Tapping hat ihren Auftritt als Lady Elfarran am Anfang der Miniserie.

"Als sie stirbt, geraten die Schlüssel [in andere Hände] und die Hölle bricht los," erzählte Tapping. "Man sieht mich nur, als Ged mich in einer Vision sieht. Ich denke, 'Earthsea' wird großartig. Es ist so episch. Es ist riesig. Die Aufnahmen, die ich gesehen haben, waren erstaunlich. Die Sets waren riesig. Die Kostüme waren prächtig. Ich war so froh, als ich gefragt wurde, mitzumachen, aber es ist nur eine klitzekleine Rolle. Wenn man zwinkert, könnte man mich übersehen."

Die Schauspielerin erwartet im März nächsten Jahres zum ersten Mal Nachwuchs. Sie möchte jedoch nicht, dass ihr Charakter Col. Samantha Carter in "Stargate SG-1" ebenfalls bei einer möglichen neunten Staffel schwanger gemacht wird. "Ich glaube nicht, dass dies gut für Carter wäre," sagte Tapping. "Es würde sie sehr verändern, wenn sie plötzlich Mutter wäre. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie dann zum Stargate-Programm zurückkehren würde."

Sie fügte hinzu: "Als ich schwanger wurde, hielt ich dies eine lange Zeit vor den Produzenten und jedem anderen geheim. Ich wollte sichergehen, dass alles mit dieser Schwangerschaft okay war. Ich dachte, 'Oh Gott, was, wenn wir eine weitere Staffel haben? Ich schätze, es wäre dann Petes Baby. Aber, oh, nein.' Es funktioniert einfach nicht für mich, dass es Teil der Geschichte wäre. Das Perfekte daran war, dass wir die Produktion an der achten Staffel genau dann beendeten, als man mir es wirklich ansah. In den letzten Wochen spielte ich dann eine andere Version von Carter. Es funktionierte und so konnten wir es gut verstecken. Nun durchlebe ich den Rest meiner Schwangerschaft außerhalb der Dreharbeiten. Das war ein sehr gutes Timing."

Die vierstündige Miniserie "Earthsea" wird am 13. Dezember 2004 auf dem amerikanischen Sci-Fi Channel zu sehen sein. Die zweite Hälfte der achten "Stargate SG-1"-Staffel startet im Januar 2005 in den USA.

"Babylon 5": Ärger bei "B5:TMoS"?

Inzwischen ist es bereits über ein Jahr her, seit J. M. Straczynski den neuen "Babylon 5"-Film "Babylon 5: The Memories of Shadows" angekündigt hat. Während kürzlich bekannt wurde, dass die Dreharbeiten im kommenden April starten sollen, tauchen nun Gerüchte auf, dass es scheinbar Probleme gibt.

Warner Bros., das Studio, das den Film produziert, scheint inzwischen ein wenig kalte Füße bekommen zu haben. Angeblich glaubt man dort, dass TMoS nicht erfolgreich genug sein wird, da es seine Wurzeln im Fernsehen hat. Um dies auszugleichen, suchen die Finanzier nach namenhaften Darstellern, die die originalen Darsteller der Serie ersetzen sollen.

Fans wissen, dass J. M. S. stets dagegen war, die Originaldarsteller durch andere Schauspieler zu ersetzen. Den Gerüchten zufolge scheint das Studio aber der Meinung zu sein, dass die Fans dies akzeptieren würden. Außerdem scheint WB bereits mit anderen Studios in Verhandlung zu stehen, um das Projekt zu verkaufen.

Eine weitere Quelle behauptet, dass von der Neubesetzung nur Charaktere aus der Spin-Off-Serie "Crusade" betroffen wären.

Inwieweit diese Gerüchte wahr sind, lässt sich schwer sagen, bis es eine Statement von offizieller Seite gibt. Inzwischen gibt es auch eine Nachricht, die besagt, dass nur neue Charaktere, die nicht in der Serie zu sehen waren, mit anderen, bekannteren Darstellern besetzt wurden. Im Gespräch scheinen hier Angelina Jolie ("Tomb Raider", "Sky Captain and the World of Tomorrow") und Will Smith ("Men in Black", "Independence Day", "I, Robot") zu sein. Da scheinbar halbfertige Verträge in die Öffentlichkeit geraten sind, haben einige Fans dies falsch verstanden.

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"Stargate: Atlantis": MGM - SG: Atlantis vor TV-Premiere.

Die Reisen von "Stargate Kommando SG-1" waren erst der Anfang: "Stargate Atlantis", das Spin-Off der Kultserie, ermöglicht den Fans jetzt noch abenteuerlichere Reisen. Im Mittelpunkt steht das neue Team um die Wissenschaftlerin Dr. Weir, das in einer Lichtjahre entfernten Galaxis die sagenhafte Stadt Atlantis entdeckt. Sci Fi, der Sender, der die neue Serie in den USA produzieren lässt, erlebte mit "Stargate Atlantis" den erfolgreichsten Serienstart aller Zeiten. In der 6. Woche nach diesem fulminanten Auftakt lockte das neue "Stargate"-Team mehr Zuschauer vor die Bildschirme als es dem "Kommando SG-1" je gelang.

Damit kommt MGM RTL II zuvor, der Münchner Sender strahlt die Serie nach dem Auslaufen der achten Staffel der Mutterserie voraussichtlich mittwochs aus. Die ersten vier Episoden kommen ab dem 10. Februar 2005 in den Verleih, ab 22. März in den Handel. Bis Juni soll monatlich eine Serienbox folgen, bis die komplette erste Staffel (20 Folgen) veröffentlicht ist.

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3. Kolumne: Das dritte Jahr der Enterprise in Sat.1
von Mike Hillenbrand

Woran hat es gelegen? In Deutschland fuhr der Star Trek-Sender Sat1 mit den Abenteuern der neuen alten Enterprise in der 2. Staffel megamiese Quoten ein. Einstellige Marktanteile in der Zielgruppe sprachen für sich - und die Ausstrahlung fand flugs ein Ende. Auch im Star Trek- Heimatland USA war die Begeisterung über das vierte Trek-SpinOff "Enterprise" nicht mehr ganz so groß, wie es noch die hervorragenden Ratings zum Pilotfilm "Broken Bow" / "Aufbruch ins Unbekannte" hoffen ließen. Allerdings muss man Rick Berman Recht geben, wenn er behauptet, dass sich die Qualität der Folgen der zweiten Staffel nicht wesentlich verändert hat: "Enterprise" lieferte auch im zweiten Jahr typische Star Trek-Folgen und etablierte Captain und Besatzung als ein Team von Männern und Frauen, die sich mutig und vor allem allein den Wundern und Gefahren des Weltalls stellen.

Die Ausdehnung einer Mission

Dennoch: Mit Verlauf der Uraustrahlung von Staffel Zwei mehrten sich die Stimmen, dass das "Typische" an Star Trek vielleicht einer kleiner Auffrischung bedürfe und der Übergang zwischen zweiter und dritter Staffel genau der richtige Moment für solch eine Änderung darstellen könnte. Rick Berman und Brannon Braga, die Erfinder der Serie, nahmen sich diese Eindrücke zu Herzen und verzogen sich metaphorisch gesprochen in ein Hinterzimmer, aus dem sie mit einer Reihe von Ideen wieder hervor kamen. Diese Ideen wurden mehrfach der ein oder anderen Prüfung unterzogen, es reihten sich Meeting an Meeting (mit dem Sender, den Autoren, den Schauspielern etc.) und am Ende stand der letzte Teil der zweiten Staffel mit dem vielleicht auch sinngemäß ins reale Leben übertragbaren Titel "The Expanse". Mit dem Schritt zu den Inhalten dieser Folge dehnte sich tatsächlich auch die Mission der Enterprise NX-01 und ihrer Crew aus, denn seitdem heißt es nicht mehr: "Erforscht das Universum!", sondern: "Rettet die Welt", was selbstredend und dann eben doch in typischer Star Trek-Manier nicht ganz ohne Forschung funktioniert.

Ein Auftakt zum Abschluss

Die Erde wird von einer bemannten Sonde angegriffen und schwer verwüstet. Auch Angehörige der Crew betrauen Opfer unter ihren Angehörigen. Da stellt sich heraus, dass die Angreifer eine Rasse namens Xindi sind, die ihren vermeintlich guten Grund für die Attacke hatten. Archer und die NX-01 erhalten den Auftrag, die Xindi zu finden. Doch dafür müssen sie in eine Gegend des Weltalls vordringen, die als "Delphic-Ausdehnung" bekannt ist und als eine Art "Bermuda-Dreieick im Raum" berüchtigt. Mehrere Schiffe, darunter auch vulkanische, sind den seltsamen Einflüssen, die in der Delphic-Ausdehnung vorherrschen, bereits zum Opfer gefallen und so setzt Starfleet bereits mit dem Aussenden der Enterprise sehr viel aufs Spiel. Diese dritte Staffel läuft nun seit einigen Wochen auf in Sat.1 und wir wollen doch mal sehen, ob die Zuschauer hierzulande die neue Version von (inzwischen:) "Star Trek: Enterprise" ebenfalls schätzen lernen.

Begeisterter Captain

Scott Bakula, Darsteller des Jonathan Archer, und bereits vor seinem Engagement in der Serie ein geschätzter und bekannter Darsteller, äußerte sich begeistert über die Richtung, die mit der neuen Staffel eingeschlagen wurde und die Veränderungen, die auf die Zuschauer warten. Auf der Pressekonferenz, wo der Beginn des dritten Serien-Jahres beworben wurde, äußerte er sich sehr enthusiastisch über die Möglichkeit, einen längeren Handlungsfaden über mehrere Folgen als Darsteller gestalten zu können. Denn: Die Rätsel um die Xindi, den Angriff und den immer noch präsenten temporalen kalten Krieg, werden nicht in der ersten Folge der dritten Staffel aufgedeckt. Gerade die Figur des Captain Archer wird im dritten Jahr der Serie von den Autoren sehr gefordert, worauf sich Bakula ebenfalls freut. "Eines der Dinge, die wir definitiv für Jonathan Archer planen, ist das Austesten seines moralischen Kompasses." verriet der Executive Producer Brannon Braga in einem Interview. "In der Folge 'The Expanse' sagt Archer zu Trip Tucker, dass sie tun werden, was sie tun müssen, um die Erde zu schützen. Das halte ich für sehr wichtig. Denn die Art, wie sie die Dinge anpacken werden, wird sie als Einheit und als Crew definieren."

Vulkanische wachsen einfach schneller

Eine Handlung, die auch die Konsequenzen des eigenen Tuns beleuchtet, ist relativ neu für "Enterprise". Neu werden allerdings auch andere Dinge im dritten Jahr für die deutschen Zuschauer sein: So hat z.B. T´Pol , deren Verhältnis zum vulkanischen Hohen Rat am Ende der zweiten Staffel nicht das Beste ist, endlich die Gelegenheit, etwas anderes als immer nur den braunen Dress zu tragen. Rick Berman meinte dazu: "Sie hat nun eine Anzahl von neuen Kostümen und sie wird sie in der Serie vom ersten Tag an tragen. Sie sind unterschiedlich, manche sind 'sexier' und sie gefallen uns allen. Außerdem trägt sie nun ihr Haar etwas länger." und fügt verschmitzt hinzu: "Vulkanische Haare wachsen etwas schneller als menschliche."

Neue Aliens in neuem Look

Nicht nur die Inhalte werden sich also verändern, auch die Figuren sind betroffen. Was aber ist mit den außerirdischen Lebensformen, ohne die Star Trek in keiner Folge auskommen kann? Brannon Braga bemerkte einst auf die kritische Anmerkung, dass Aliens in Star Trek immer etwas komisches auf der Stirn und an der Nase hätten: "Findet für mich einfach ein paar Schauspieler, die keine Menschen sind!" und hält noch immer an dieser Einstellung fest. Aber auch er gibt sehr gerne zu, dass mit den Xindi in der dritten Staffel für Star Trek völlig neue Wege begangen wurden. Diese neuen Außerirdischen bestehen nicht aus einer, sondern aus sogar fünf verschiedenen Spezies. Und während drei Xindi-Derivate von Schauspielern verkörpert werden, sind für die anderen beiden Computer nötig, um sie so ins Bild setzen zu können, wie Berman und Braga sich das vorstellen. Zu diesen fünf Subspezies werden auch eine insektoide wie eine unter Wasser lebende Art gehören und Brannon Braga behielt durchaus recht, nachdem er ankündigte: "Wir werden den Zuschauern Dinge bieten, die wir noch nie zuvor geboten haben!".

Wo noch keine Star Trek-Serie zuvor gewesen ist.

Neue Schwerpunkte, veränderte Charaktere, viel versprechende neue Aliens: Was wird die dritte Staffel noch mehr bieten können? Braga kennt die Antwort und er drückt sie in einem Wort aus: "Kontinuität." Staffel Drei wird den Fans eine neue Mission und eine fortlaufende Kontinuität bieten, die sich locker mit dem Dominionkrieg in der dritten Star Trek-Serie "Deep Space Nine" messen kann. "Wir werden mit einem Handlungsbogen beginnen und all die Fans, die dort draußen schon immer nach mehr Kontinuität in den Folgen geschrieen haben, werden - bei allem Respekt - wahrscheinlich ekstatische Zuckungen bekommen. Natürlich wird es auch weiterhin einige für sich stehende Handlungselemente in den Folgen geben, aber zum größten Teil geht es nun darum, diese neuen Gegner zu jagen und die Erde zu retten!" bringt Braga die größte Weiterentwicklung der Handlung auf den Punkt. Aber dennoch nicht die Letzte!

MACO - Im Auftrag der Ehre

Denn mit Start der dritten Staffel "Enterprise" wurde ein Schauspieler Teil des Star Trek- Universums, den man bislang nur in dem Bonus-Material auf der DVD des letzten Star Trek- Kinofilms "Nemesis" sehen konnte. Steven Culp, manch einem Leser vielleicht aus der SAT1-Serie "J.A.G. - Im Auftrag der Ehre" bekannt, spielte im letzten Kinoabenteuer der Picard-Crew Commaner Madden, den Nachfolger von William T. Riker als Nummer Eins des Captains. Sein - durchaus humorvoller - Auftritt in den letzten Minuten des Films wurde leider mit vielen weiteren Szenen (die Mann und Frau zum großen Teil auf besagter DVD entdecken können) auf dem Weg zur Kinofassung des Films entfernt, doch in "Enterprise" erhielt er nun eine Rolle, die bereits in der Eröffnungsfolge der dritten Staffel auftrat. Steven Culp spielt darin einen MACO. Ein MACO ist ein Mitglied der "Military Assault Command Operations", die Captain Archer in der letzten Folge der zweiten Staffel anforderte. Diese jungen und sehr talentierten Männer und Frauen sind nichts anderes als Soldaten und geben mit ihren wiederkehrenden Einsätzen der Serie endgültig einen neuen Look und eine veränderte Ausstrahlung. "Enterprise" ist nun eine Serie, die sich tatsächlich von der der ersten beiden Jahre unterscheidet und ist bei der ganzen professionellen Vorbereitung in der Lage, den Namen Star Trek für die Zukunft neu zu definieren.

Der Anfang vom Ende?

Die dritte Staffel umfasst nur noch 24 Episoden. Manch ein Fan sieht das als Anfang vom Ende. Doch mit den Veränderungen, die die Serie aufgrund des massiven Quotendrucks mitmacht, kann auch ein neuer Anfang Wirklichkeit werden. In den USA läuft inzwischen die vierte Staffel - die wiederum mit einem neuen Konzept aufwartet, das noch besser ist als das von Staffel Drei. Und die - soviel sei jetzt schon versprochen - ist tatsächlich wesentlich besser als die ersten beiden Staffeln. Freuen Sie sich drauf!

Keep on trekking & gesegnete Weihnachten!

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4. Star Trek: Die "The Lost Era"-Buchreihe, Teil 6
von Etienne Quiel

2360: "Catalyst of Sorrows" by Margaret Wander Bonanno

Der letzte Band dieser außergewöhnlichen Buchreihe führt den Leser in das Jahr 2360, vier Jahre vor dem Start der U.S.S. Enterprise-D. Es sind fast fünfzig Jahre vergangen seit dem letzten offiziellen Kontakt mit dem Romulanischen Imperium.

Admiral Uhura, Chefin des Sternenflottengeheimdienstes, erhält Nachricht von einer alten Freundin innerhalb des Romulanischen Imperiums, dass sich eine mysteriöse und tödliche Krankheit innerhalb der Neutralen Zone ausbreitet und auch erste Welten der Föderation bedroht. Uhura schickt ein kleines Team ausgewählter Offiziere auf eine Undercover-Mission in die Neutrale Zone, um die Ursache der Krankheit und ein Gegenmittel zu finden. Es beginnt ein gefährlicher Wettlauf gegen die Zeit und die sich immer weiter ausbreitende Krankheit. Dabei ist auf der einen Seite nie ganz sicher, ob man dem jungen Mädchen Zetha, welches Uhura die Botschaft brachte, trauen kann. Auf der anderen Seite besteht ständig die Gefahr entdeckt zu werden und so einen interstellaren Konflikt zu provozieren ...

Vor über zehn Jahren erschien der letzte "Star Trek"-Roman von Margaret Wander Bonanno. Trotz dieser langen Zeitspanne zählt sie berechtigter Weise immer noch zu den beliebtesten Autoren unter den Langzeitlesern. Aus ihrer Feder stammen "Classic"-Romane wie "Fremde vom Himmel" und "Die Sonde". In ihren Romanen standen stets die Charaktere im Vordergrund. Ihre vielschichtigen und spannenden Geschichten konnten auch nach mehrmaligem Lesen noch faszinieren.

"Catalyst of Sorrows" bildet da keine Ausnahme. Es ist ein Roman voller Fragen. Und oft verbergen sich in den Fragen weitere Fragen. An keiner Stelle existiert ein schlichtes Wer, Was und Warum. Margaret Bonanno erzählt eine äußerst komplexe, vielschichtige Handlung. In "Fremde vom Himmel" bewies sie ihr Geschick, gekonnt zwischen verschiedenen Zeiten und Handlungsebenen zu wechseln. In diesem Roman tut sie dies auf noch beeindruckendere Weise und verknüpft oft drei Handlungen in verschiedenen Zeitebenen. Nie ist es ein einfaches Erinnern einer Person oder eine simple Nacherzählung. Der Leser wird stets in die entsprechende Zeit an den entsprechenden Ort geführt und kann so unmittelbar die vielen Elemente und Ebenen dieser packenden Geschichte erleben.

Die Persönlichkeit von Uhura ist äußerst gelungen dargestellt. Mit über 100 Jahren ist Uhura eine reife, selbstsichere Person. Sie ist zu Recht überzeugt von ihren unschätzbaren Fähigkeiten und Erfahrungen, die sie in ihrer langen Karriere gesammelt hat. Sie ist einer der Menschen, die sich einen ruhigen Lebensabend mehrfach verdient hätten, dazu aber noch nicht bereit sind. Der Leser erfährt nicht nur mehr über Uhuras Vergangenheit, sondern lernt auch die Arbeitsweisen des Geheimdienstes der Sternenflotte in dieser Epoche kennen.

Durch die rätselhafte Zetha wird dem Leser ein unverklärter Blick in die romulanische Kultur und Gesellschaft gewährt. Obwohl der Leser die Geschehnisse oft durch Zethas Augen sieht, schafft es Margaret Wander Bonanno bis zum Ende stets einen Funken Unsicherheit bestehen zu lassen, wer Zetha wirklich ist.

Uhuras Team besteht aus einer Reihe bekannter Charaktere: Dr. Selar, Beverly Crusher, Leonard McCoy, ein inzwischen zur Sternenflotte zurückgekehrter Tuvok und ein junger Lieutenant Sisko. Die Darstellung von Ben Sisko überrascht dabei am meisten und ist auch die interessanteste. Während sich die anderen Charaktere gemäß ihren gewohnten Handlungsweisen und -motiven verhalten, ist Sisko noch nicht der selbstsichere Mann, der später die Raumstation Deep Spane Nine kommandieren und religiöses Idol eines ganzes Volkes sein wird. Der Sisko in diesem Roman ist wesentlich jünger, noch nicht soweit gereift und oftmals zweifelnd. Es gibt aber immer wieder Momente an denen man erahnt, was für ein Mann er einmal sein wird.

"Catalyst of Sorrows" ist ein äußerst gelungener Abschluss der "Lost Era"-Reihe.

Diese Reihe war insgesamt so erfolgreich, dass man auf eine Fortsetzung gespannt sein darf. Zwei weitere Romane, die in der Epoche zwischen James Kirks Verschwinden und dem Start der Enterprise-D angesiedelt sind, sind bereits in Planung und werden irgendwann 2005 oder 2006 in den Regalen der Händler auftauchen.

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5. Gamer's Log
von Roland Austinat

Im Dezember hat ein US-Korrespondent nicht so viel zu tun - auch, wenn er sich hauptsächlich mit der Berichterstattung über Computer- und Videospiele beschäftigt. Alle großen Titel sind zwischen Oktober und November erschienen und verkaufen sich millionenfach ("Halo 2", "Grand Theft Auto: San Andreas") oder sind kleine Enttäuschungen, jedenfalls, was die Verkaufszahlen angeht ("Metroid Prime 2: Echoes"). Anders als vielleicht einige von Ihnen denken, muss sich ein US- Korrespondent Spiele selbst kaufen. Wenn er sie bekommt. Nintendos neue Handheld-Konsole Nintendo DS ist chronisch ausverkauft. Mein vorbestelltes Gerät war Teil der zweiten Auslieferung, es gab jedoch noch ein paar Probleme, wie mir der Herr im Spieleladen erklärte: Das Schiff, auf dem es nach San Francisco reisen sollte, lag im Hafen von Los Angeles fest. Immerhin lernte ich noch etwas: Tags drauf sollten ebenfalls fast vollständig vergriffene, neue PStwo-Systeme geliefert werden, Sonys unglaublich kompakte, gerade mal taschenbuchgroße zweite Ausgabe der PlayStation2. Um das "alte" Modell vor dem Erscheinen des neuen Designs aus den Lagern der Spieleläden zu bekommen, hatte Sony die Nachlieferung neuer Konsolen gestoppt - von normalerweise einer Million Konsolen waren nach einer Weile gerade mal 60.000 Stück vorrätig. Als dann die neuen Geräte geliefert wurden, war der Run so groß, dass das System nahezu komplett ausverkauft war. Mit eigens gecharterten Antonov-Transportmaschinen versucht Sony momentan, möglichst schnell neue PStwo-Geräte aus China in die USA zu liefern. Ich bezahlte meine Spielkonsole jedenfalls komplett und hielt sie freudig 24 Stunden später in meinen Händen.

Weltfrieden durch Online-Spiele

Einen spannenden Dezember-Event gab es dann doch noch. Vorletzte Woche traf ich Frau Keiko Erikawa, Chairman und CEO der japanischen Spielefirma Koei sowie ihren Gatten Herrn Yoichi Erikawa, der allerdings unter dem Künstlernamen Kou Shibusawa agiert. Fragen Sie nicht - ich habe es auch nicht getan. Vielleicht beim nächsten Treffen. In Japan ist Koei einer der ganz großen Namen und seit 26 Jahren im Geschäft - Spiele, die sich weniger als eine Million Mal verkaufen, sind fast schon ein Flop. Umso ungewöhnlicher, dass an der Spitze einer solchen Firma eine Frau steht. Japan ist schließlich noch immer eine Männergesellschaft. Weil beide in der japanischen Wirtschaft so große Nummern sind, bat der amerikanische Koei-Vertreter mich und meine zwei Kollegen aus England und Frankreich, doch aufzustehen, wenn die beiden den Raum betreten. Gerne doch, ein laxes Händeschütteln im Sitzen ist sowieso nicht ganz meine Art. Zu Beginn des Meetings wurden natürlich Visitenkarten ausgetauscht. Wichtig: Mit beiden Händen ergreifen, studieren und anerkennend lächeln. Dann die Karte niemals nie nicht in die Hosentasche stecken - großer Affront! -, sondern am Besten vor sich auf den Tisch legen und am Ende des Treffens in der Hemdtasche verschwinden lassen.

Koei entwickelt ein breites Spektrum von Spielen, von der Pferderennen- bis zu Seeschlacht- Simulation. Das größte Standbein der Firma sind jedoch historische Strategie- und Action-Titel. Zu den größten Hits zählen die "Kessen"- und die "Dynasty Warriors"-Serien, beide für PlayStation2 entwickelt. "Kessen 3" soll die Tradition der storybasierten Strategieabenteuer fortsetzen, durchsetzt mit vorgerenderten Filmsequenzen. Sie lenken darin die Geschicke von Nobunaga Oda, einem Revolutionär im Vollsinn des Wortes, der in Japans kriegerischer Sengoku- Periode seine Zeitgenossen begeisterte und die Altvorderen der herrschenden Riege in Unruhe versetzte. Oda gelang es, den zahlreichen Auseinandersetzungen ein Ende zu machen und seinem Volk Frieden zu bringen. Anders als die Vorgänger ist "Kessen 3" kein reiner Strategie-Titel mehr - nachdem Sie Ihre aktuelle Kampagne mit Ihren Beratern geplant haben, begeben Sie sich selbst aufs Schlachtfeld und steuern Nobunaga und seine heldenhaften Freunde, die jeweils einen Trupp Soldaten, Kavallerie, Schützen oder Ninjas befehligen. Der Wechsel ist den Entwicklern gut gelungen, die Steuerung der Truppen geht leicht von der Hand - wenngleich Herr Okamoto, der das Spiel demonstrierte, uns die japanischen Menüs übersetzen musste. Abschließend durften wir uns noch an "Dynasty Warriors" für Sonys Handheld-Konsole PSP versuchen, die das Action-Prinzip der Serie in kleine Häppchen aufteilt: Ohne große Strategie metzeln Sie als heldenhafter Kämpfer hunderte von Feinden nieder und sammeln zahlreiche Helden, die Sie Ihren Reihen hinzufügen und die Sie über einen Memory-Stick mit anderen PSP-Besitzern tauschen - Pokémon lässt grüßen. Das wirklich erstaunlich gute Display der PlayStation Portable sorgt dafür, dass Ihnen bei "Dynasty Warriors" vor lauter Kampfgetümmel nicht die Orientierung verloren geht. In Europa sollen beide Spiele im Frühjahr 2005 erscheinen - wenn Sie einen Blick auf die empfehlenswerten Vorgänger werfen wollen, helfen diese drei Links weiter:

"Kessen" (Amazon.de)
"Kessen 2" (Amazon.de)
"Dynasty Warriors 4" (Amazon.de)

Nach der Präsentation entsponn sich ein interessantes Gespräch mit den japanischen Entwicklern. Herr Erikawa berichtete uns, dass er pro Tag mindestens zwei bis drei Stunden in einem japanischen Online-Rollenspiel verbringt und dort als Magier bereits Level 48 von 50 möglichen erreicht hat. Auch freute er sich schon darauf, im nächsten Jahr eine Niederlassung in Kanada auf die Beine zu stellen, um von dort aus Spiele für den westlichen Markt zu produzieren - manche Japan-Hits wie Pferderennen-Simulationen sind in den USA und Westeuropa doch eher esoterische Randgruppentitel. Frau Erikawa spürte man auch nach 26 Jahren in der Branche immer noch die Begeisterung für Videospiele und das Interesse an den Fans ihrer Spiele ab: Engagiert diskutierte sie mit uns über die Hintergründe von Spiele-Lokalisierungen ("Unsere Spiele haben mehrere Dutzend Helden, Hollywood-Filme nur eine Handvoll, da ist die Übersetzung deutlich komplexer.") und teilte uns ihren Traum mit: Online-Spiele sollen zur Verständigung verschiedenster Völker, dem Schließen neuer Freundschaften und letztendlich dem Weltfrieden dienen. Sicher nicht das schlechteste Ziel.

Informationen zum Thema:
http://www.koei.co.jp/english/html/index.html - Koei-Firmenhomepage (in Englisch)


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6. Drei Fragen an H. D. Klein
von Autor

H. D. Klein hat als derzeit einziger deutscher SF-Autor im Heyne-Verlag die Romane "Googol" und "Phainomenon" veröffentlicht. Die bislang unveröffentlichte Kurzgeschichte in dieser Ausgabe des Corona Magazines stammt ebenfalls von ihm und ist als Weihnachtsgeschenk an unsere Leser gedacht. Für uns bot sich hier die willkommene Gelegenheit, dem Autoren einige Fragen zu stellen.

Corona Magazine: Hallo Herr Klein, Sie haben nach "Googol" und "Phainomenon" die Arbeit an einem Non-SF-Roman begonnen. Worum geht es darin und wann dürfen wir mit einer Veröffentlichung rechnen?

H. D. Klein: Es geht um einen "Starfake". Starfakes sind Fälschungen, schmuddelige Bilder, auf denen man die ursprünglichen Köpfe oder Gesichter gegen die von prominenten Personen austauscht. Die Palette reicht von harmlosen Aktaufnahmen bis hin zu pornografischen Darstellungen. Früher hat man so etwas mit Schere und Klebstoff gemacht, dann mit Retusche und Airbrush, heute geht so etwas viel einfacher mit digitaler Bildbearbeitung. Trotzdem kann man in den meisten Fällen leicht eine Fälschung erkennen.
In meinem Roman "Megan" lernt der Werbefotograf van Trekh durch einen Zufall den weiblichen Superstar Megan kennen, die durch ihre fantastischen Livekonzerte und auch durch hervorragende schauspielerische Leistungen in Hollywood Weltruhm erlangt hat. Ebenso bekannt ist ihre puritanische Lebenseinstellung.
Eines Abends steht Megan mit ihrem Gefolge plötzlich vor der Tür von van Trekhs Studio. Eine Verwechslung der Adresse, wie sich herausstellt. Zwischen dem Fotografen und dem Superstar entsteht eine vorsichtige, zunächst platonische Beziehung. Bei einem weiteren Treffen fotografiert van Trekh den Star, und zwar in genau der gleichen Stellung, in der er ein paar Tage vorher seine Frau als Akt fotografiert hat. Megan war im Gegensatz dazu auf dem Foto aber natürlich bekleidet.
Aus einer Laune heraus vertauscht van Trekh später den Kopf von Megan am Computer mit dem seiner Frau. Das Ergebnis ist verblüffend. Dadurch, dass beide Motive im gleichen Licht und in der gleichen Stellung fotografiert wurden, sieht der Starfake absolut echt aus. Die Verwicklungen beginnen, als die als sittsam bekannte Megan das Bild zufällig in van Trekhs Computer entdeckt.
Mehr möchte ich nicht verraten. Die Geschichte ist eingebettet in die Arbeit eines Werbefotografen und in Beschreibungen über das Leben eines Weltstars. Die meisten Episoden habe ich selbst erlebt, sind also authentisch. Eigentlich hatte ich vor, dieses mit Fotos auf einer eigenen Website zu belegen, aber im Augenblick will Heyne den Roman nicht veröffentlichen, mit der Begründung, der Roman würde im Angebot des Verlages untergehen. Außerdem wäre es kein Frauenroman. Ich weiß nicht, wie die Redaktion auf die Idee kommt, ich hätte einen Frauenroman geschrieben. Ich nehme an, das heißt, ich soll mir einen anderen Verlag suchen.
Im Moment liegt "Megan" also fertig in der Schublade.

Corona Magazine: Werden "Googol" oder "Phainomenon" denn noch eine Fortsetzung erfahren?

H. D. Klein: An der Fortsetzung von "Googol" schreibe ich gerade. Eigentlich wollte ich zum Jahresende damit fertig sein, aber ich möchte sehr sorgfältig mit der Geschichte umgehen, weil Fortsetzungen immer das Gefühl von unbedingt-an-den-Erfolg-anhängen anhaftet. Das möchte ich vermeiden, auch wenn man das Gefühl wohl nie ganz aus der Welt schaffen kann. Bisher bin ich aber auf einem guten Weg, denke ich. Die Handlung des Romans findet 25 Jahre nach der Rückkehr von John Nurminen statt.
Nurminen wurde von einem Weltengericht dazu verurteilt, sein restliches Leben als Einsiedler auf der Insel Kauai zu verbringen. Der offizielle Grund für seine Verurteilung besteht in dem Vorwurf, sein Schiff und seine Besatzung missbraucht zu haben. In Wirklichkeit aber möchte man ihn auf Grund seiner unglaublichen Fähigkeiten isolieren, die er durch die Implantation des Chips in seinem Gehirn erlangt hat. Das alles ändert sich, als plötzlich die American Gothic wieder auftaucht; ein Raumschiff, das damals bei der Erforschung der Pyramide spurlos verschwunden ist.
Von "Phainomenon" gibt es definitiv keine Fortsetzung. Irgendwann muss mal Schluss sein mit den Pyramiden-Geschichten. Die Idee zu dem Roman war mir schon beim Schreiben von "Googol" gekommen, als ich damals über Pyramiden recherchierte. "Megan" war etwas völlig anderes und hat mir großen Spaß gemacht. Wenn ich die Fortsetzung von "Googol" fertig habe, möchte ich einen Roman über Athens schreiben. Der Ort liegt in Ohio und gehört laut der Society for Psychical Research zu den zehn mystischsten Orten auf der Welt. Ich war im Herbst in Athens, um dort Recherchen zu betreiben.

Corona Magazine: Sie sind ja, wie man auf Ihrer Website www.hdklein.de eindrucksvoll sehen kann, ein gelernter und aktiver Fotograf, der auch SF-Motive "realisiert". Ist in nächster Zeit irgendwo eine Ausstellung Ihrer Werke geplant?

H. D. Klein: Letztes Jahr hatte ich die Idee, eine Ausstellung gleichzeitig mit dem Erscheinen von "Phainomenon" zu organisieren, aber der Plan scheiterte an dem ungeheuren Aufwand, den eine Ausstellung mit sich bringt. Alleine die Herstellung von Vergrößerungen auf Baryt-Papier hätte mich viel Zeit gekostet. Trotzdem, ganz ad acta gelegt habe ich das Vorhaben nicht. Ich vergrößere die Motive nun nebenbei und irgendwann wird es dann auch einmal eine Ausstellung geben.

Informationen zum Thema:
http://www.hdklein.de


Shopping-Tipps zum Thema:
"Phainomenon" - Buch zum Preis von 8,95 EUR


Diskutieren Sie im Corona Magazine-Forum:
http://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php?showforum=106

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7. Ihre Meinung

Die in dieser Rubrik durch Namen gekennzeichneten Texte sind Leserzuschriften. Sie spiegeln die Meinung der Leser wieder und stimmen nicht unbedingt mit der Meinung der Redaktion des Corona Magazines überein. Wenn Sie uns auch schreiben möchten; keine Scheu: leserbriefe@corona-magazine.de. Bitte beachten Sie, dass wir nur Zuschriften veröffentlichen, die mit vollständigem Namen versehen sind. Die eMail-Adressen der Leser werden auf Anfrage von der Corona-Redaktion bekannt gegeben. Wir danken für Ihr Verständnis!


Deutlich an Struktur gewonnen

Liebe Redaktion des Corona-Magazins,

ich möchte die letzte Ausgabe des Jahres nutzen, um mich bei allen Redakteuren, der Chefredaktion und den Herausgebern für ein informatives und interessantes Jahr zu bedanken. Das Coronamagazin hat in diesem Jahr deutlich an Struktur gewonnen. Nicht nur inhaltlich, auch mit ihrem Einsatz für alle DVD-Boxen-Käufer haben Sie meine Sympathie gewonnen.

Lediglich ihre neue Webseite finde ich nicht so gut, die Flash-Animation fand ich besser.

Ich wünsche allen Mitarbeitern ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch neue Jahr!


- Mehmet Bahrday


Corona Magazine #134
Gute Serien

Hallo Mike Hillenbrand!

Meine Antwort auf ihre Frage im Vorwort der Ausgabe 134 lautet folgendermaßen: Und ob! Ich würde mich freuen, wenn alle guten Serien im Corona Magazin behandelt würden. Ich suche mir meine Serien nämlich nicht danach aus, ob sie zum so genannten "Genre" gehören.


- Markus Wedel

Antwort der Redaktion: Das Corona Magazine versteht sich als reines "Genre"-Medium. Deshalb würde es leider unseren Rahmen sprengen, sowohl platztechnisch als auch inhaltlich, alle guten Serien zu behandeln.


Frohes Fest

Frohes Fest allen Redakteuren des Corona-Magazins!
Ihr seid die besten, wozu brauche ich ein Print-Magazin?


- Bernd Hiltrop

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8. TV-Vorschau
(18. Dezember - 31. Dezember 2004)
Colorcode: PayTV Österreich Schweiz Corona Weihnachtstipp

Samstag, 18. Dezember 2004

11.15 Uhr Hercules
Das befreite Herz
1x13 Kabel 1 Wdh
12.10 Uhr Xena
Aufstand der Titanen
1x07 Kabel 1 Wdh
14.25 Uhr SeaQuest 2032
Endstation Peking
3x04 ATV+ Wdh
15.20 Uhr Andromeda
Genie und Wahnsinn
4x09 ATV+ 1st
16.00 Uhr Charmed - Zauberhafte Hexen
Happy Birthday, Cole
5x12 Pro 7 Wdh
16.10 Uhr Farscape - Verschollen im All
Geheimnisvolle Moya
1x10 ATV+ Wdh
16.50 Uhr Smallville
Schizophren!
3x08 RTL 1st
17.10 Uhr James Cameron's Dark Angel
Die zweite Flucht
2x01 ATV+ Wdh
17.30 Uhr Enterprise
Exil
3x06 Sat 1 1st
20.15 Uhr Die Unicorn und der Aufstand der Elfen, Teil 1
Ein Vater versucht mit seinen beiden Kindern die Märchenwelt der Feen-Inseln zu retten.
US
2001
VOX Wdh
20.15 Uhr Star Trek V - Am Rande des Universums
Kirk und Co. auf der Suche nach Gott.
US
1989
Sci Fi Wdh
22.15 Uhr Nick Knight - Der Vampircop
Ein zweites Leben
1x09 Tele 5 Wdh

Sonntag, 19. Dezember 2004

12.00 Uhr Hercules
Der König der Diebe
1x14 Kabel 1 Wdh
12.55 Uhr Xena
Wiedersehen mit Hercules
1x08 Kabel 1 Wdh
14.50 Uhr Die Unicorn und der Aufstand der Elfen, Teil 1
Ein Vater versucht mit seinen beiden Kindern die Märchenwelt der Feen-Inseln zu retten.
US
2001
VOX Wdh
13.35 Uhr Relic Hunter - Die Schatzjägerin
Das Ei des Drachen
3x01 Pro 7 Wdh
16.00 Uhr Star Trek - Deep Space Nine
Kampf mit allen Mitteln
7x22 Sat 1 Wdh
17.00 Uhr Enterprise
Die Ladung
3x07 Sat 1 1st
20.15 Uhr Star Trek VI - Das unentdeckte Land
Kirk und Co. versuchen einen Frieden mit den Klingonen zu retten. Und eine Verschwörung aufzudecken.
US
1991
Sci Fi Wdh
20.15 Uhr Ginger - Verliebt in den Tod
Zwei Mädchen inszenieren immer wieder ihren Tod. Dann wird eine von einem Werwolf gebissen ...
CA/US
2000
13th Street Wdh
20.15 Uhr Die Unicorn und der Aufstand der Elfen, Teil 2
Ein Vater versucht mit seinen beiden Kindern die Märchenwelt der Feen-Inseln zu retten.
US
2001
VOX Wdh
20.15 Uhr Vertical Limit
Ein Bruder macht sich auf den Weg, seine Schwester aus einer Gletscherspalte zu retten.
US
2000
Pro 7 Wdh
20.15 Uhr Gremlins - Kleine Monster
Zu Weihnachten bekommt ein Junge ein niedliches Haustier geschenkt, welches aber nach ein paar Unfällen recht aggressive Nachkommen erzeugt.
US/AU
1984
Kabel 1 1st

Montag, 20. Dezember 2004

17.00 Uhr Pretender
Der Maulwurf
3x05 VOX Wdh
17.45 Uhr Star Trek - Das nächste Jahrhundert
Die Macht der Paragraphen
3x02 Kabel 1 Wdh
20.15 Uhr CSI: Miami
Drogenwahn
1x23 VOX Wdh
21.45 Uhr Stargate
Die Unsichtbaren
6x13 ATV+ Wdh
22.15 Uhr Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI
Groteske
3x14 Kabel 1 Wdh
22.40 Uhr Stargate
Das Machtkartell
6x14 ATV+ Wdh
22.45 Uhr 24
12.00 bis 24.00 Uhr
1x23, 1x24 SF 2 Wdh
22.50 Uhr CSI: Miami
Preis der Freiheit
1x03 ORF 1 Wdh
23.15 Uhr Seven Days - Das Tor zur Zeit
Goldener Käfig
3x13 Kabel 1 Wdh
00.15 Uhr Outer Limits - Die unbekannte Dimension
Der Mann mit den seltsamen Augen
2x04 Kabel 1 Wdh

Dienstag 21. Dezember 2004

17.00 Uhr Pretender
Bewährungsprobe
3x06 VOX Wdh
17.45 Uhr Star Trek - Das nächste Jahrhundert
Die Überlebenden auf Rana-Vier
3x03 Kabel 1 Wdh
20.15 Uhr Die Abenteuer des Odysseus - Schlacht der Titanen
Nach Homer. Odysseus, der griechische Held, fährt nach dem trojanischen Krieg in Richtung Heimat. Leider hat er sich mit Poseidon angelegt, der als Meeresgott noch eine Rechnung mit ihm offen hat.
US
1997
Kabel 1 Wdh
22.15 Uhr Six Feet Under - Gestorben wird immer
Zeit und Raum
3x07 VOX 1st
23.45 Uhr C.S.I. - Den Tätern auf der Spur
Zum Sterben schön
4x08 ORF 1 1st
23.45 Uhr C.S.I. - Den Tätern auf der Spur
Hinter Gittern
4x17 SF 1 1st
00.25 Uhr CSI: Miami
Drogenwahn
1x23 VOX Wdh

Mittwoch, 22. Dezember 2004

17.00 Uhr Pretender
Ein explosiver Plan
3x07 VOX Wdh
17.45 Uhr Star Trek - Das nächste Jahrhundert
Der Gott der Mintakaner
3x04 Kabel 1 Wdh
20.15 Uhr Die Abenteuer des Odysseus - Kampf um ein Königreich
Odysseus ist nach Ithaka zurückgekehrt und muss erst einmal mit den Freiern seiner Frau aufräumen.
US
1997
Kabel 1 Wdh
20.15 Uhr CSI - Den Tätern auf der Spur
Tod eines Clowns
4x16 VOX 1st
22.10 Uhr Profiler
Der Mäusekönig
4x15 VOX Wdh
22.15 Uhr Gremlins - Kleine Monster
Zu Weihnachten bekommt ein Junge ein niedliches Haustier geschenkt, welches aber nach ein paar Unfällen recht aggressive Nachkommen erzeugt.
US/AU
1984
Kabel 1 1st
23.00 Uhr Buffy - Im Bann der Dämonen
Noch einmal mit Gefühl
6x07 Pro 7 Wdh
23.05 Uhr Poltergeist
Das Geisterhaus
4x17 VOX Wdh
00.00 Uhr Angel - Jäger der Finsternis
Die Prophezeiung
3x07 Pro 7 Wdh
00.10 Uhr CSI - Den Tätern auf der Spur
Tod eines Clowns
4x16 VOX Wdh
02.50 Uhr Six Feet Under - Gestorben wird immer
Zeit und Raum
3x07 VOX Wdh

Donnerstag, 23. Dezember 2004

17.00 Uhr Pretender
Der Spürhund
3x08 VOX Wdh
17.45 Uhr Star Trek - Das nächste Jahrhundert
Mutterliebe
3x06 Kabel 1 Wdh
20.15 Uhr Gremlins II - Die Rückkehr der kleinen Monster
Die kleinen Monster treiben dieses Mal in einem Fernsehstudio ihr Unwesen.
US
1990
Kabel 1 Wdh
20.15 Uhr PSI-Factor - Es geschieht jeden Tag
Besessen
3x08 tele5 Wdh
21.10 Uhr Poltergeist
Das Flammenkreuz
3x03 tele5 Wdh
00.20 Uhr Tim Burton's Nightmare before Christmas
Jack Skellington, Chef von Halloween, möchte gerne mal was anderes tun, als nur Leute zu erschrecken. Also wird er selbst zum Weihnachtsmann.
US
1993
ATV+ Wdh

Freitag, 24. Dezember 2004, Heiligabend

11.45 Uhr Die Abenteuer des Odysseus - Schlacht der Titanen
Nach Homer. Odysseus, der griechische Held, fährt nach dem trojanischen Krieg in Richtung Heimat. Leider hat er sich mit Poseidon angelegt, der als Meeresgott noch eine Rechnung mit ihm offen hat.
US
1997
Kabel 1 Wdh
12.55 Uhr Der Grinch
Jim Carrey als der Grinch, ein Miesepeter, der allen Weihnachten verderben will und es deswegen stiehlt.
US
2000
ORF 1 Wdh
15.20 Uhr A Christmas Carol - Die drei Weihnachtsgeister
Mit Patrick Stewart und nach Charles Dickens. Der geizige Ebenezer Scrooge wird am Weihnachtsabend von drei Geistern heimgesucht, die ihm nahelegen, seinen Lebenswandel zu überdenken.
US
1999
RTL II Wdh
17.55 Uhr Hilfe, es weihnachtet sehr
Für Chevy Chase wird dieses Weihnachtsfest zur Hölle. Probleme mit dem Weihnachtsbaum, dem Job, der Familie und der Dekoration.
US
1989
ORF 1 Wdh
20.15 Uhr Die Geister, die ich rief
Bill Murray wird als geiziger Medienmogul am Weihnachtsabend von drei Geistern heimgesucht, die ihm zeigen, worum es bei Weihnachten eigentlich geht.
US
1989
Pro 7 Wdh
20.15 Uhr Jurassic Park
Dinos werden geklont. Die sind in (fast) ausbruchsicheren Gehegen untergebracht. Bis sie ausbrechen.
US
1993
Sci Fi Wdh
20.15 Uhr Blues Brothers
Die beiden Brüder Jake (John Belushi) und Elwood Blues (Dan Aykroyd) sind "im Auftrag des Herrn" unterwegs, um ihr altes Kinderheim zu retten.
US
1980
13th Street Wdh
21.45 Uhr Loriot
Weihnachten bei Hoppenstedts. Mit Volksmusik, Atomkraftwerken, Staubsaugern und und und ...
DE
1976
ARD Wdh
22.00 Uhr Der Rasenmäher-Mann
Pierce Brosnan als Wissenschaftler, der eine Möglichkeit gefunden hat, mit Computersimulationen die Intelligenz von Menschen zu steigern. Seine Versuchsperson wird aber nach fehlgeschlagenen Experimenten zur mordenden Bestie.
UK/US
1992
VOX Wdh
22.15 Uhr Schneller als der Tod
Sharon Stone will den Tod ihres Vaters bei einem Schießwettbewerb im Wilden Westen rächen.
US/JP
1995
Pro 7 Wdh
23.10 Uhr 12 Monkeys
Bruce Willis wird in der Zeit zurückgeschickt, um eine Seuche zu verhindern, die fast die ganze Menschheit vernichtet hat. Das entpuppt sich als schwieriger, als es sich hier so anhört.
US
1995
Sci Fi Wdh
00.10 Uhr Contact
Jodie Foster entschlüsselt als Astronomin eine Nachricht von Außerirdischen.
US
1997
SF 1 Wdh

Samstag, 25. Dezember 2004, 1. Weihnachtstag

11.05 Uhr Das letzte Einhorn
Zeichentrick. Das letzte Einhorn macht sich zusammen mit einem Zauberlehrling auf die Suche nach anderen Einhörnern.
US/UK
1982
Kabel 1 Wdh
12.40 Uhr Die Abenteuer des Odysseus - Kampf um ein Königreich
Odysseus ist nach Ithaka zurückgekehrt und muss erst einmal mit den Freiern seiner Frau aufräumen.
US
1997
Kabel 1 Wdh
17.05 Uhr Die Geister, die ich rief
Bill Murray wird als geiziger Medienmogul am Weihnachtsabend von drei Geistern heimgesucht, die ihm zeigen, worum es bei Weihnachten eigentlich geht.
US
1989
Pro 7 Wdh
20.15 Uhr Ice Age
Animationsfilm. Ein Faultier, ein Mammut und ein Säbelzahntiger wollen während der Eiszeit ein kleines Kind wieder zu seinen Eltern bringen.
US
2002
RTL 1st
20.15 Uhr Ice Age
Animationsfilm. Ein Faultier, ein Mammut und ein Säbelzahntiger wollen während der Eiszeit ein kleines Kind wieder zu seinen Eltern bringen.
US
2002
ORF 1 1st
20.15 Uhr Die Vögel
Von Alfred Hitchcock. In einem Dorf fangen Vögel plötzlich an, Menschen zu attackieren.
FR
1993
VOX Wdh
20.15 Uhr Vergessene Welt: Jurassic Park
Die Dinos haben auf der Nachbarinsel überlebt. Da muss man doch einfach mal nachgucken, wie sie sich entwickelt haben. Außerdem kann so ein Dino den Begriff 'Großwildjagd' ja auch ganz neu definieren.
US
1997
Sci Fi Wdh
21.50 Uhr Pakt der Wölfe
Im Süden Frankreichs treibt eine Bestie ihr Unwesen und ein Naturwissenschaftler/Abenteurer soll im Auftrag von König Ludwig XV diese Bestie zur Strecke bringen.
FR
2001
RTL Wdh
21.50 Uhr Die Mothman Prophezeiungen
Richard Gere bleibt in einem Kaff stecken, in dem seltsame Sachen passieren.
US
2002
13th Street Wdh
22.30 Uhr Barb Wire
Pamela Anderson als Barb Wire, eine Barbesitzerin, die sich in einer postapokalyptischen Welt zu behaupten weiß. Und irgendwie im Widerstand kämpft. Intelligente Kängurus kommen auch noch vor.
US
1996
RTL II Wdh
23.00 Uhr Alarmstufe: Rot
Terroristen kapern ein mit Nuklearwaffen bestücktes Schiff der US-Navy. Dabei haben sie aber nicht mit dem Koch gerechnet.
FR/US
1992
RTL II Wdh
23.20 Uhr Bulletproof - Kugelsicher
Adam Sandler als Kleinkrimineller, der mit einem verhassten Undercovercop zusammenarbeiten muss, um nicht umgebracht zu werden.
US
1996
ORF 1 Wdh
00.10 Uhr Shadow Of The Vampire
Um den Film "Nosferatu" zu drehen, stellt Murnau den echten Vampir Max Schreck ein.
UK/US
2000
ORF 1 1st

Sonntag, 26. Dezember 2004, 2. Weihnachtstag

10.40 Uhr Legende
Tom Cruise im Kampf gegen den Herren der Finsternis. Auf dem Spiel stehen das Tageslicht und seine Liebste.
UK
1985
Pro 7 Wdh
13.05 Uhr Das letzte Einhorn
Zeichentrick. Das letzte Einhorn macht sich zusammen mit einem Zauberlehrling auf die Suche nach anderen Einhörnern.
US/UK
1982
SF 1 Wdh
13.15 Uhr Rocketeer
In den 30er-Jahren findet ein Pilot einen Raketenrucksack und benutzt diesen, um zu einem Superhelden zu werden.
US/UK
1982
ATV+ Wdh
17.10 Uhr Ice Age
Animationsfilm. Ein Faultier, ein Mammut und ein Säbelzahntiger wollen während der Eiszeit ein kleines Kind wieder zu seinen Eltern bringen.
US
2002
ORF 1 Wdh
17.15 Uhr Loch Ness - Die Brut aus der Tiefe
Auf der Suche nach Nessie verschwindet ein Wissenschaftler. Bei der Suche nach dem Wissenschaftler wird dann Nessie gefunden, die anscheinend nicht sonderlich gut auf Paparazzi reagiert.
US
2001
Pro 7 1st
18.30 Uhr Die unendliche Geschichte III
Bastian wird von einer Gang gejagt, die auch Phantasien terrorisiert.
DE/US
1994
Kabel1 Wdh
20.15 Uhr Nur noch 60 Sekunden
Profiautodiebe müssen schnell 50 Nobelkarossen stehlen. Mit Nicholas Cage.
US
2000
RTL Wdh
20.15 Uhr Gladiator
Ex-Heerführer wird aufgrund Intrige zum Sklaven und Gladiator. Da er nicht ganz unversiert im Töten ist, schafft er es auch, sich bis in den Kolosseum hochzukämpfen. Dort erwartet ihn seine Rache.
UK/US
2000
ORF 1 Wdh
20.15 Uhr Jurassic Park III
Um einen Millionärssohn zu retten, wird die Saurierinsel mal wieder besucht. Und die freuen sich über das Frischfleisch.
US
2001
Sci Fi Wdh
22.15 Uhr Total Recall - Die totale Erinnerung
Arnold Schwarzenegger bucht eine virtuelle Reise zum Mars. Und dabei findet er heraus, dass er nicht der ist, der er denkt zu sein. Und wird daraufhin verfolgt.
US
1990
Sci Fi Wdh
22.20 Uhr Sneakers - Die Lautlosen
Eine Gruppe von Sicherheitsmängel-Spezialisten wird angeheuert, um einen schwarzen Kasten zu stehlen. Der entpuppt sich aber als heiß begehrt.
US
1992
13th Street Wdh
22.30 Uhr Exit Wounds
Steven Seagal wird in das berüchtigtste Revier strafversetzt. Dort deckt er erstmal Korruption auf.
US
2001
RTL 1st
22.40 Uhr Tödliche Weihnachten
Eine Frau findet nach ein paar glücklichen Jahren durch einen Autounfall ihr vorher verlorenes Gedächtnis wieder. Und erfährt so, dass sie eine tödliche Agentin der Regierung war.
US
2001
Pro 7 Wdh
22.45 Uhr Exit Wounds
Steven Seagal wird in das berüchtigtste Revier strafversetzt. Dort deckt er erstmal Korruption auf.
US
2001
ORF 1 1st
00.20 Uhr Drop Zone
Wesley Snipes im Alleingang gegen Fallschirm springende Bösewichte.
US
1998
ORF 1 Wdh
00.25 Uhr Pakt der Wölfe
Im Süden Frankreichs treibt eine Bestie ihr Unwesen und ein Naturwissenschaftler/Abenteurer soll im Auftrag von König Ludwig XV diese Bestie zur Strecke bringen.
FR
2001
RTL Wdh

Montag, 27. Dezember 2004

17.00 Uhr Pretender
Der perfekte Mord
3x09 VOX Wdh
17.45 Uhr Star Trek - Das nächste Jahrhundert
Die Energiefalle
3x07 Kabel 1 Wdh
20.15 Uhr CSI: Miami
Auf der Flucht
1x24 VOX Wdh
20.15 Uhr Die Mothman Prophezeiungen
Richard Gere bleibt in einem Kaff stecken, in dem seltsame Sachen passieren.
US
2002
ATV+ 1st
22.05 Uhr Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI
Der Feind (1)
3x15 Kabel 1 Wdh
22.15 Uhr Die Mothman Prophezeiungen
Richard Gere bleibt in einem Kaff stecken, in dem seltsame Sachen passieren.
US
2002
ZDF 1st
23.05 Uhr Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI
Der Feind (2)
3x16 Kabel 1 Wdh
22.35 Uhr 24
08.00 bis 14.00 Uhr
2x01- 2x06 SF 2 Wdh
22.40 Uhr CSI: Miami
Ein verhängnisvolles Angebot
1x06 ORF 1 Wdh
00.00 Uhr Seven Days - Das Tor zur Zeit
Teuflisches Spiel
3x14 Kabel 1 Wdh
00.50 Uhr Gladiator
Ex-Heerführer wird aufgrund Intrige zum Sklaven und Gladiator. Da er nicht ganz unversiert im Töten ist, schafft er es auch, sich bis in den Kolosseum Hochzukämpfen. Dort erwartet ihn seine Rache.
UK/US
2000
ORF 1 Wdh
00.55 Uhr Outer Limits - Die unbekannte Dimension
Geist und Materie
2x05 Kabel 1 Wdh

Dienstag 28. Dezember 2004

17.00 Uhr Pretender
Der geheimnisvolle Mr. Lee
3x10 VOX Wdh
17.45 Uhr Star Trek - Das nächste Jahrhundert
Auf schmalem Grat
3x08 Kabel 1 Wdh
20.15 Uhr Fletchers Visionen
Mel Gibson im Verfolgungswahn. Doch nur weil er paranoid ist, wird er noch lange nicht nicht verfolgt.
US
1997
ORF 1 Wdh
22.15 Uhr Poltergeist - Deine dunkle Seite
Weil es in der Ehe kriselt, fliegen Vasen und Bücher durch die Gegend. Soweit nicht ungewöhnlich, doch die Frau des Hauses schmeißt damit nicht um sich herum.
US/AU
1998
Pro 7 Wdh
22.15 Uhr Six Feet Under - Gestorben wird immer
Tränen, Gebeine und Begehrlichkeiten
3x08 VOX 1st
22.30 Uhr C.S.I. - Den Tätern auf der Spur
Tanz auf dem Vulkan
4x09 ORF 1 1st
23.10 Uhr 24
14.00 bis 20.00 Uhr
2x07- 2x12 SF 2 Wdh
23.40 Uhr C.S.I. - Den Tätern auf der Spur
Blinde Wut
4x18 SF 1 1st
00.25 Uhr CSI: Miami
Auf der Flucht
1x24 VOX Wdh
00.35 Uhr Die Mothman Prophezeiungen
Richard Gere bleibt in einem Kaff stecken, in dem seltsame Sachen passieren.
US
2002
ZDF Wdh
01.25 Uhr Fletchers Visionen
Mel Gibson im Verfolgungswahn. Doch nur weil er paranoid ist, wird er noch lange nicht nicht verfolgt.
US
1997
ORF 1 Wdh

Mittwoch, 29. Dezember 2004

17.00 Uhr Pretender
Haie unter sich
3x11 VOX Wdh
17.45 Uhr Star Trek - Das nächste Jahrhundert
Der Barzanhandel
3x09 Kabel 1 Wdh
20.15 Uhr CSI - Den Tätern auf der Spur
Sex, Lügen und Larven
4x17 VOX 1st
20.15 Uhr The Rock - Fels der Entscheidung
Ein General bringt Giftgasraketen in seine Gewalt und bedroht von Alcatraz aus San Fransisco. Nur Ausbrecherkönig Sean Connery und Giftgasexperte Nicholas Cage können ihn aufhalten.
US
1996
ORF 1 Wdh
22.10 Uhr Profiler
Blutzoll
4x16 VOX Wdh
22.00 Uhr American Psycho II
Nachdem sie vor 15 Jahren einen Angriff eines Serienmörders überlebt hat, ist Mila Kunis fasziniert von Massenmördern. Und um mit dem besten Killer-Experten zusammenzuarbeiten, geht sie auch über Leichen.
US
2002
ATV+ Wdh
22.30 Uhr Assassins - Die Killer
Sylvester Stallone als Attentäter kurz vor dem Ruhestand. Antonio Banderas als Attentäter-Anwärter.
US
1995
ORF 1 Wdh
23.05 Uhr Poltergeist
Hexensabbat
4x18 VOX Wdh
23.10 Uhr 24
20.00 bis 02.00 Uhr
2x13- 2x18 SF 2 Wdh
23.55 Uhr Buffy - Im Bann der Dämonen
Tabula rasa
6x08 Pro 7 Wdh
00.10 Uhr CSI - Den Tätern auf der Spur
Sex, Lügen und Larven
4x17 VOX Wdh
00.55 Uhr Angel - Jäger der Finsternis
Auf der Flucht
3x08 Pro 7 Wdh
00.30 Uhr Stephen King's Der Sturm des Jahrhunderts, Teil 1
Ein unheimlicher Mann kommt während eines Sturms in ein Dorf. Er weiß die dunklen Geheimnisse der Bewohner und nutzt dieses Wissen.
US
1996
RTL Wdh
01.55 Uhr The Rock - Fels der Entscheidung
Ein General bringt Giftgasraketen in seine Gewalt und bedroht von Alcatraz aus San Fransisco. Nur Ausbrecherkönig Sean Connery und Giftgasexperte Nicholas Cage können ihn aufhalten.
US
1996
ORF 1 Wdh
02.50 Uhr Six Feet Under - Gestorben wird immer
Tränen, Gebeine und Begehrlichkeiten
3x08 VOX Wdh

Donnerstag, 30. Dezember 2004

17.00 Uhr Pretender
Karambolage
3x12 VOX Wdh
17.45 Uhr Star Trek - Das nächste Jahrhundert
Yuta, die Letzte ihres Clans
3x10 Kabel 1 Wdh
20.15 Uhr PSI-Factor - Es geschieht jeden Tag
Chupacabra
3x09 tele5 Wdh
21.10 Uhr Poltergeist
Verraten und verkauft
3x04 tele5 Wdh
22.35 Uhr 24
02.00 bis 08.00 Uhr
2x19- 2x24 SF 2 Wdh
00.35 Uhr Stephen King's Der Sturm des Jahrhunderts, Teil 2
Ein unheimlicher Mann kommt während eines Sturms in ein Dorf. Er weiß die dunklen Geheimnisse der Bewohner und nutzt dieses Wissen.
US
1996
RTL Wdh

Freitag, 31. Dezember 2004, Sylvester

09.00 Uhr Enemy Mine - Geliebter Feind
Ein Raumjägerpilot stürzt nach einem Kampf zusammen mit seinem Gegner ab. Nun müssen sie lernen, zusammen zu überleben.
US
1985
Pro 7 Wdh
11.20 Uhr Labyrinth
Um ihren kleinen Bruder vor dem König der Kobolde (David Bowie) zu retten, begibt sich Sarah auf eine phantastische Reise.
UK/US
1986
ZDF Wdh
17.35 Uhr Gremlins II - Die Rückkehr der kleinen Monster
Die kleinen Monster treiben dieses Mal in einem Fernsehstudio ihr Unwesen.
US
1990
Kabel 1 Wdh
23.20 Uhr Pretender
Im Namen des Vaters
3x19 VOX Wdh
23.20 Uhr The Rocky Horror Picture Show
Kult-Musical/Film. Ein junges Paar sucht nach einer Panne im Haus von Dr. Frank'n'Furter Zuflucht. Dort geschehen seltsame Dinge.
UK
1975
SF 2 Wdh
01.25 Uhr Düstere Legenden
Ein wahnsinniger Killer stellt auf dem Campus urbane Mythen nach.
US/FR
1998
SF 1 Wdh
03.00 Uhr Düstere Legenden 2 - Final Cut
Eine junge Filmstudentin will einen Film über einen verrückten Serienkiller drehen. Keine besonders gute Idee.
CA/US
2000
SF 1 Wdh

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9. Kolumne: Wunschzettel für 2005
von Klaus Schapp

Das Jahr bewegt sich dem Ende zu. Das bedeutet aber auch, dass ein neues vor der Tür steht. Ein Grund sich zu Fragen, was die Zukunft wohl bringt. Und da ich Ihnen alle zwei Wochen die TV-Vorschau mit dem Genre-Programm (wobei Genre in diesem Fall Science-Fiction, Fantasy, Mystery und angrenzende Gebiete bezeichnet) im Fernsehen liefere, möchte ich einmal über meine Wünsche und Gedanken für das Jahr 2005 reden.

Zuerst einmal wünsche ich mir natürlich "Mehr". Andererseits kann ich zum Beispiel auf "mehr" Wiederholungen gut verzichten. Auch wenn "The Next Generation" meine Einstiegsdroge war, bei der vierten Wiederholung ist auch der Reiz der ersten Liebe verflogen. Auch kann ich auf "mehr" Filme wie "Punisher" verzichten. Andererseits sind Wiederholungen und schlechte Genre-Filme immer noch besser als Reality-TV á la "Dschungelcamp", "Big Brother" oder "Die Alm". Man sieht also, dass es immer etwas gibt, auf das man herabschauen kann. Wie gut, dass es niemals einen Film namens "Highlander II - Die Rückkehr" mit Christopher Lambert in der Hauptrolle gab. Der würde meine ganze Argumentation, Reality-TV ist immer schlechter als Genre-TV, aushebeln. Aber ich schweife ab.

Kommen wir zu meinem zweiten Wunsch: Neben Quantität vor allem Qualität. Nun, mit etwas Glück finden "Firefly", "Jeremiah", "Wonderfalls", "Dead Like Me", "Lost" oder die neue "Battlestar Galactica" ihren Weg ins deutsche Free-TV. Auch die Fans von "Stargate" können sich auf eine neue Staffel und auf das Spin-Off "Stargate: Atlantis", welches mich mehr fesselt als die Mutterserie, freuen. Alles natürlich gesetzt den Fall, dass die Programmverantwortlichen sich unser erbarmen und diese Serien in ihren Sendeplan aufnehmen. Wenn dann bei der Synchronisation nichts schief geht ("Futurama" ist bei mir der Inbegriff von schlechter Synchronisation), und auch der Sendeplatz einem keine Steine in den Weg legt, kann man sich durchaus auf ein paar vergnügliche Abende freuen. Und wenn diese Serien dann auch noch in Amerika neue Staffeln kriegen, ist auch der Nachschub für das übernächste Jahr gesichert. Leider sind die drei erstgenannten Serien schon eingestellt, so dass dort die Hoffnung auf neue Folgen vergebens ist.
Allerdings ist allein der Sendeplatz schon so eine Sache, da Fantasy und Science-Fiction teilweise (bis durchgängig) sehr stiefmütterlich behandelt werden. Nehmen wir zum Beispiel "Enterprise" auf Sat1. Die neuen Folgen werden Samstag- und Sonntagnachmittag ausgestrahlt. Wundert es da irgendjemanden, dass die Quoten nicht die besten sind? Im Gegensatz zu landläufigen Vorurteilen kommt es durchaus vor das der "Star Trek"-Fan am Wochenende besseres zu tun hat als vor dem Fernseher zu hocken. Und wenn es der Besuch einer Convention ist. Ich habe auch schon von familiären Verpflichtungen oder anderen sozialen Kontakten, die am Wochenende anstehen, gehört. An einem vernünftigen Sendeplatz - damit meine ich hauptsächlich: Montag bis Donnerstag 20.00 bis 22.00 Uhr - würden die Quoten vermutlich besser aussehen. Nun, so kann man wenigstens darauf hoffen, dass Sat1 schnell mit der, wie ich finde, relativ schwachen dritten "Enterprise"-Staffel fertig wird. Und dass sich für die, bis jetzt recht gut aussehende, vierte Staffel ein besserer Platz auftut.
Da wir gerade bei Sendeplätzen sind: Hoffentlich wird Pro7 die Erstausstrahlung der "Angel" -Folgen, immerhin noch sechs Folgen der dritten und die komplette vierte und fünfte Staffel, nicht auf dem momentanen Sendeplatz, Mittwochs nach Mitternacht, vornehmen. Falls sie bei dem momentanen Sendeplatz bleiben, braucht man wirklich keinerlei hellseherischen Fähigkeiten zur Vorhersage der Quoten. Beides sind leider Beispiele und keine Einzelfälle.

Wie sieht es denn im nächsten Jahr mit dem Genre auf der großen Leinwand im Lichtspielhaus aus? Da muss der Interessierte zwangsläufig an den Mai und "Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith" denken. Und für diesen Film wünscht man sich eigentlich nur, dass er auch hält was der Teaser-Trailer verspricht. Aber ob der sechste "Star Wars" die hohen Erwartungen der Fans erreichen kann ist meiner Meinung nach doch eher fraglich. Zumal Fans sehr nachtragend bis unfair bei der Urteilsbildung sein können. (Ich muss es wissen. Ich stehe bei einem gewissen Chefredakteur in dem Ruf, einen Film gründlich zerreden zu können.) Aber es ist nicht das einzige Machwerk, das im nächsten Jahr erscheinen soll. Im Dezember wird Peter Jackson, der Mehrheit der Kinogänger als Regisseur der "Herr der Ringe"-Trilogie bekannt, mit seiner Version von "King Kong" die Leinwand schmücken. Mein persönlicher Hoffnungsträger ist allerdings Joss Whedons Kinoregiedebüt "Serenity", basierend auf der schon kurz erwähnten Serie "Firefly". "Serenity" wird, falls der Film nicht nochmals verschoben wird, so gegen September die Kinosäle erhellen und hoffentlich die Menschen in Scharen anziehen. (Woraufhin dann ein bis zwei Fortsetzungen gedreht werden, oder "Firefly" gar wieder in das Fernsehen zurückkehrt, um dort seinen Siegeszug fortzusetzen. Unwahrscheinlich, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.) Ansonsten steht im November der neueste Harry Potter, "Harry Potter und der Feuerkelch", und im Juni ein neuer Batman, "Batman Begins", in den Startlöchern. Also ist auch im Kino das ein oder andere Juwel vorhanden. Die Antwort auf die Frage des Wertes, des Schliffes und der Reinheit der jeweiligen Edelsteine wird allerdings noch auf sich warten lassen.

Kommen wir zu einem dritten Wunsch: Überraschungen. Es würde mich sehr freuen, wenn ich nächstes Jahr viele neue Serien und Filme sehen kann, von denen ich jetzt noch nichts, oder nur wenig, gehört habe und die mich vollkommen in ihren Bann ziehen. Um Beispiele aus diesem Jahr zu nennen: "Lost", "Die Unglaublichen" oder "Sky Captain and the World of Tomorrow". Auch würde ich gerne ein neues "Raumschiff Orion" sehen. Also eine in Deutschland produzierte Genre-Serie, mit guten Schauspielern, gutem Plot, guten Kulissen und ebensolchen Special Effects. Nunja, vielleicht hatte die Orion nicht unbedingt hochwertige Kulissen, aber dafür Charme. Ob das passieren wird? Genre-Produktionen sind aufgrund der benötigten Spezialeffekte, Stunts und Szenerien ziemlich teuer. Ganz abgesehen von der Arbeit gute Schauspieler zu verpflichten, oder neue Talente zu entdecken. Mit einer Kamera hinter unbekannten "Normalos" oder langsam in der Versenkung verschwindenden Sternchen herzufilmen, ist vergleichsweise billig. Noch dazu ist letzteres (leider) quotenträchtiger. Was ja auch ein Grund für die oben erwähnten schlechten Sendeplätze ist. Und da die Genre-Quoten so niedrig sind, wird kein Programmchef auf die Idee kommen, einer solchen Serie einen besseren Termin zu geben, auf dem die Zuschauerzahlen vielleicht höher sind. Und ohne gute Zuschauerzahlen keine besseren Termine. Ohne bessere Termine keine höheren Quoten. Ein Teufelskreis, dessen Durchbrechung schon eine Überraschung wäre.

Und so rechne ich damit, Reality-TV zum Trotz, dass ich im nächsten Jahr auch weiterhin viel Arbeit mit der TV-Vorschau haben werde. Für mich vielleicht ab und zu ein zeitliches Problem, aber für Sie ein neues Jahr voller toller Sendungen und Filme, bei denen sogar die Qualität stimmt.

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10. Rating Report
von Martin Seebacher

Wie in der letzten Ausgabe versprochen, gibt es diesmal Informationen über die wichtigen November-Quoten. Kurz zur Erklärung - in den USA sind die Einschaltquoten in den Monaten November und Februar besonders wichtig. Die Quoten in diesen Monaten werden für die Berechnung der Preise herangezogen, die ein Kunde zahlen muss, um einen Werbespot in einer bestimmten Sendung zu buchen. November und Februar werden auch als Sweeps-Monate bezeichnet.
Nun aber zu den wichtigsten Network-Serien und ihrem abschneiden in den November-Sweeps:

"Enterprise" hat den November relativ gut überstanden. Zwar kann die Serie keine großartigen Quoten vorweisen, aber dafür blieben größere Schwankungen aus. So gute Quoten hatte UPN am Freitag noch nie, also dürfte man beim Sender relativ zufrieden sein. Ob das Ergebnis aber für eine Verlängerung um ein weiteres Jahr reichen wird, ist dennoch fraglich.

"Lost" ist der neue Star am Mystery-Himmel. Die Serie fuhr auch im November Top-Quoten ein und der Erfolg ist nach 11 Folgen weiter ungebrochen. Neben "Desperate Houswives", das zur Zeit für ABC die besten Sonntagsquoten einfährt - ist das jüngste Kind von J. J. "Alias" Abrams definitiv der Überraschungserfolg der bisherigen TV-Saison.

"Smallville" lieferte am Mittwoch solide Quoten ab, musste aber gegenüber den letzten November-Sweeps Zuschauerverluste hinnehmen. Die Serie hat aber nun nicht mehr "Enterprise" als direkten Konkurrenten, sondern den Quotenhit "Lost".

Auch "Charmed" ging es schon mal besser. Die Serie ist aber zäh und hatte schon mehrere Höhen und Tiefen hinter sich.

"CSI", "CSI: Miami" und "CSI: New York" sind alle erfolgreich - in dieser Reihenfolge. Erstaunlicherweise konnten die ersten beiden Serien gegenüber den Vorjahressweeps sogar noch zulegen, besonders "CSI: Miami" verbuchte starke Zuschauergewinne. Wenn der Erfolg so weitergeht, dann steht uns in der nächsten Season vielleicht noch ein weiteres Spin- Off bevor.

Informationen zum Thema:
http://www.sftv.ch/rubriken/quoten/ - Star Trek-Quoten im Internet


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11. Beyond Science Fiction 03: Nip/Tuck - Schönheit hat ihren Preis
von Matthias Pohlmann

Wenn diese Ausgabe des Corona Magazines in Ihre Mailbox flattert, dann ist auf ProSieben gerade ein Stück Fernsehgeschichte zu Ende gegangen - die unwiderruflich letzte Folge von "Sex and the City" war am 14.12. zu sehen - und auch wenn man jene Serie (wie der Verfasser dieser Zeilen) nicht mit besonderer Begeisterung verfolgt hatte, so muss man doch konstatieren, dass es eine in vielen Dingen außergewöhnliche Serie war.

Im Timeslot von "Sex and the City" wird ProSieben nun ab kommender Woche die Serie "Nip/Tuck" mit dem deutschen (und in diesem Fall sogar einmal nicht störenden) Zusatztitel "Schönheit hat ihren Preis" ausstrahlen. Und anscheinend haben die Programmplaner in Unterföhring diese Serie nicht vorher gesehen (oder wollten Selbstironie beweisen), dazu aber später mehr.

"Nip/Tuck" bedeutet im Deutschen ungefähr "aufschneiden und wieder zunähen" - und das ist auch die Haupttätigkeit der beiden Protagonisten der Serie, zweier Schönheitschirurgen in Miami. Den einen, Sean McNamara, spielt Dylan Walsh ("Wir waren Helden": Cpt. Robert Edwards), seinen Partner, Christian Troy, dürften Genrefans kennen - er wird von Julian McMahon ("Charmed": Cole Turner; "Profiler" Det. John Grant) gespielt.

Wie sich das für einen anständigen Charaktere-Plot gehört, sind die beiden "Helden" so unterschiedlich, wie man nur sein kann: Hier der konservative, in einer unglücklichen Ehe steckende McNamara - dort der Single-Lebemann Troy, für den, wie die Zeitschrift TV Movie treffend bemerkte, ’"Blow Job" (Oralverkehr) und "Boob Job" (Brustvergrößerung) nur zwei Seiten einer Medaille sind".

So weit, so unspektakulär für eine "Dramedy"-Serie. Wer jetzt aber eine klassische Dramaserie oder eine Comedyserie wie "Friends" erwartet, der dürfte von "Nip/Tuck" eher enttäuscht werden. Denn in Anlehnung an den Titel der vergangenen Ausgabe von Beyond SF ("Böse - Böser - Desperate Housewives") wäre "Hart - Härter - Nip/Tuck" durchaus auch eine treffende Beschreibung für diese Serie gewesen, die in den USA auf dem Kabelsender F/X zu sehen ist. Von der gesamten Ausrichtung, vom Humor der Serie her und der bisweilen schon ätzenden Gesellschaftskritik erinnert diese "Arztserie" eher an "Six Feet Under".

Wenn dann aber beispielsweise eine Frau im Wartezimmer der beiden Schönheitschirurgen sitzt und erklärt, sie müsse sich noch eben die Augen richten lassen, da ihre Tochter in nächster Zeit heirate (Hochzeitsfotos sind ja etwas für die Ewigkeit!), dann stellt man sich bei einem Blick ins Programmheft schon die Frage, wie es diese Serie ausgerechnet vor die Show "The Swan" geschafft hat (und hinter "Emergency Room"). Mit "E.R." hat "Nip/Tuck" schlicht nichts zu tun und gerade die "Klientel" von "The Swan" nimmt die Serie besonders aufs Korn - daher auch die eingangs gemachte Bemerkung zur Programmplanung in Unterföhring. Aber sei’s drum ...

In den USA bescherte "Nip/Tuck" dem ausstrahlenden Sender nicht nur ungewohnte Marktanteilserfolge (es schalten im Schnitt deutlich mehr Zuschauer ein als z. B. bei "Star Trek: Enterprise" - und das, obwohl F/X nur knapp halb so viele Haushalte erreicht wie UPN) sondern auch zahlreiche Emmy-Nominierungen. Dabei wird vor jeder Folge davor gewarnt, dass man nun etwas zu sehen bekommen wird, was sowohl von den Bildern als auch von der Sprache her nicht unbedingt für junge Zuschauer geeignet ist - und selten war eine solche Warnung berechtigter.

Da sieht man blutige OP-Aufnahmen, da spritzt das Fett (das teilweise eigentlich abgesaugt werden sollte) wild durch den ganzen OP-Saal, da wird zur Verdeutlichung der unterschiedlichen Leben der beiden Hauptpersonen deren Sexleben gegeneinander geschnitten. A propos geschnitten: Ob das alles ungeschnitten so vor 22 Uhr auf ProSieben zu sehen sein wird, darf an dieser Stelle stark angezweifelt werden. Die zweite Staffel war im Übrigen ob ihrer Brutalität in den USA so umstritten, dass einige Werbepartner von F/X nicht mehr im Zusammenhang mit dieser Serie genannt werden wollten ...

Es dauert eine Weile, bis man mit "Nip/Tuck" so richtig warm werden kann, wenn man dieses Stadium aber einmal erreicht hat, so kommt man kaum mehr von diesen skurrilen Geschichten und dem sarkastischen Humor los (wieder eine Gemeinsamkeit mit "Six Feet Under"). Denn es sind nicht nur Hochzeitsgäste, die den Schönheitschirurgen dringend brauchen, da gibt es auch noch Drogenbarone, die ihr Aussehen verändern wollen. Oder Priester, die sich ein Muttermal vom Hoden wegoperieren lassen (was der entscheidende Beweis in einem Kinderschänderprozess gewesen wäre). Und dann eben auch die Leute, die sich mal eben beispielsweise für ein Klassentreffen "schön machen lassen" wollen (was der einen die Kosmetikerin, ist der anderen eben der plastische Chirurg). Die "Fälle", die die beiden behandeln, beruhen angeblich ausnahmslos auf wahren Begebenheiten ...

Ein großer Pluspunkt von "Nip/Tuck": Nach "Cold Case" und "Desperate Housewives" ist dies die dritte im Rahmen dieser Reihe besprochene Serie, die mit herausragenden schauspielerischen Leistungen aufzuwarten vermag - wer eine Originalfolge ergattern kann, sollte sich das schon aus diesem Grund auf gar keinen Fall entgehen lassen.

Für die Fans eines "Rankings" sei hier noch eine persönliche Reihung der drei "Beyond SF"-Serien gemacht:
1) Desperate Housewives - Platz eins auf Grund des Humors, der diese Serie zur aktuellen Lieblingsserie mutieren ließ.
2) Cold Case - Anspruch + Spannung + Emotion + Schauspielkunst usw = wunderbare Unterhaltung
3) Nip/Tuck - auf Rang drei, weil es mir ehrlich gesagt manchmal schon zu hart ist.

Viel "Abstand" ist allerdings zwischen diesen Serien nicht auszumachen - und alle lägen sie in einem weitergeführten Ranking vor "Six Feet Under" und "Star Trek: Enterprise", was diese beiden Serien keineswegs abwerten soll.
Alle drei "Beyond SF"-Serien sind für Freunde von anspruchsvollem, dramaturgisch und schauspielerisch ansprechendem Fernsehen eigentlich ein "Muss". Nichtsdestotrotz sei hier nochmals gegen den frühen Ausstrahlungszeitpunkt von "Nip/Tuck" protestiert, denn vor 23 Uhr sollte diese Serie eigentlich nicht zu sehen sein - jedenfalls nicht alle Folgen und die Schere möge man "Nip/Tuck" doch bitte ersparen.

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12. Kunterbunt
ALIEN CONTACT 63 mit einer Story von Arkadi und Boris Strugazki.
von Corona Magazine mit Material von Ronald Hoppe

Die neueste Ausgabe des Online-Magazins für Science Fiction und Fantasy ist am 7.12.2004 erschienen.

ALIEN CONTACT 63 präsentiert die Story "Sandfieber" von Arkadi und Boris Strugazki in deutscher Erstveröffentlichung.

Darüber hinaus finden sich in Ausgabe 63 die Storys "Personal Android" von Helmuth W. Mommers und "Die Zukunft des Menschen" von Alexander Weis als Erstveröffentlichung.

Im Sekundärteil bringt ALIEN CONTACT Interviews mit dem Autor und Herausgeber Helmuth W. Mommers und mit Clive Barker, der seit den "Büchern des Blutes" ein feste Größe in der phantastischen Literatur ist.

Erik Simon wirft einen kritischen Blick auf den Beginn der gemeinsamen schriftstellerischen Arbeit von Arkadi und Boris Strugazki, Adam Roberts und Hardy Kettlitz nehmen vier Werke von Altmeister Robert A. Heinlein genauer unter die Lupe, und Michael Marrak stand im zweiten ALIEN CONTACT-Sonntags-Chat Rede und Antwort.

Abgerundet wird die Ausgabe durch Besprechungen aktueller Bücher, Filme und Computerspiele.

ALIEN CONTACT ist kostenfrei unter http://www.alien-contact.de abrufbar.

Die Literatur-Zeitschrift ALIEN CONTACT erscheint seit 1990 und wurde unter anderem mit dem "Kurd-Laßwitz-Preis" und als "Best European Science Fiction Magazin" ausgezeichnet. Im Internet ist ALIEN CONTACT seit 1997 zu finden und mit der Ausgabe 43 erfolgte der Schritt zum Online-Magazin.

Informationen zum Thema:
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Lesezeichen: Jeffrey A. Carver - "Im Hyperraum".
von Florenz Villegas

Wenn jemand gefragt wird, warum er so dick sei, lautet die Antwort manchmal: "Weil ich so schnell bin, könnt ihr bei Einstein nachlesen." Einstein hat nämlich postuliert, dass ein Körper an Masse zunimmt, je näher er der Lichtgeschwindigkeit kommt. Okay, ein Physiker weiß natürlich, dass Masse nicht gleich Umfang ist, aber wann trifft man schon auf einen Physiker, der sich für die Leibesfülle seines Gegenübers interessiert?

Wie dem auch sei, was für manchen eine billige Ausrede ist, spornt SF-Autoren zu kreativen Höchstleistungen an, wenn es darum geht, ihre Helden mit atemberaubenden Geschwindigkeiten reisen zu lassen. Schließlich geht das Gesetz noch weiter, denn mit zunehmender Masse steigt auch der Energiebedarf für eine weitere Beschleunigung und geht bei Lichtgeschwindigkeit ins Unendliche. Faktisch ist damit die kinetische Beschleunigung auf Lichtgeschwindigkeit schlicht unmöglich. Die häufigste Lösung der Autoren besteht daher darin, die Fahrzeuge aus dem Einstein'schen Universum herauszuholen und in eine Art Subraum zu verfrachten, in dem die hiesige Physik nichts mehr zu melden hat. Hier setzt auch Jeffrey Carver an: Bei ihm heißt es Hyperraum, der wiederum von Strömungen durchzogen ist, dem so genannten Flux.

Um den jedoch zu erreichen, bedarf es Spezialisten, den "Riggern". Das sind ziemlich egozentrische Typen, allesamt ein wenig durchgeknallt, doch das müssen sie auch sein. Im Flux kann man nämlich nur mittels der Gedankenkraft navigieren. Die Rigger formen sich den Hyperraum und erschaffen bildliche Analogien - etwa ein Segelschiff, das über die Meere gleitet -, die für sie ebenso real sind, wie für uns das Auto, mit dem wir ins Grüne fahren.

Warum ist das alles wichtig? Weil im Gegensatz zu den meisten anderen SF-Schreibern der Hyperraum für Carver nicht nur ein sekundärer Aspekt ist, ein Mittel, um einigermaßen glaubwürdig gigantische Strecken überwinden zu können. Dieser Autor hat den Hyperraum zu einer eigenen Welt gestaltet, ein komplettes Universum, in dem er seine eigentlichen Geschichten spielen lässt. Zumindest trifft dies auf das eben erschienene Buch "Im Hyperraum" zu. Eigentlich sind es zwei Bücher, die man bei Heyne schlicht zu einem großformatigen Paperback zusammenfasste.

In "Panglor", dem ersten Buch, geht es um die größte Angst der Rigger, man kann nämlich im Flux auch verloren gehen. Niemand weiß, was mit den Schiffen geschieht, heute würde man vielleicht sagen, sie verschwinden ins Nirwana. Der Titelheld, Panglor Balef, ist selbst für einen Rigger ziemlich schräg drauf. Ihn verschlägt es durch eine Verkettung äußerst mieser Umstände auf einen Planeten, der keiner ist. Die Gesetze der Realität sind hier offenbar vollkommen aufgehoben und jeder Anwesende scheint eine eigene Perspektive von Zeit und Raum zu haben. Ein ebenfalls dort gestrandeter Alien klärt ihn darüber auf, dass man offenbar ein wenig irre sein muss, um in dieser Umgebung überleben zu können; ein rationaler Geist kommt damit einfach nicht klar. Umso besser, dass Panglor alles andere als rational oder konservativ ist. So kommt er auf eine völlig verrückte Idee, wie man diesen Ort vielleicht verlassen kann. Für ihn steht nämlich fest, dass er das Nirwana gefunden hat und will dem Rest der Welt davon erzählen.

Auch die Haupthandlung von "Drachen zwischen den Sternen" spielt sich im Flux ab. Genauer gesagt in einer Art Hyperraum-Bermuda-Dreieck. Glaubt man Riggern, die mit heiler Haut durchgekommen sind, leben dort echte Drachen, die durchreisende Schiffe angreifen und vernichten wollen.

Jael ist eine junge Riggerin mit großen Problemen. Da ihr Vater als Schmuggler galt, bekommt sie keinen anständigen Job und wird von ihren Kollegen geschasst. Um zu beweisen, dass dieser Apfel sehr weit vom Stamm gefallen ist, verweigert sie strikt die Annahme illegaler Jobs. Doch in ihrer Verzweiflung fällt sie auf einen üblen Captain rein und erkennt nicht, dass dieser sie nur schamlos ausbeuten will, seelisch wie körperlich. Natürlich gerät sie in das besagte Gebiet und natürlich trifft sie auch auf die Drachen. Doch dieses Mal läuft alles anders ab und Jael findet sich plötzlich als eine der Hauptpersonen einer uralten Weissagung der Drachen wieder. Dort sind nämlich üble Mächte am Werk und Jael scheint die Einzige zu sein, die helfen kann. Sie selbst hat allerdings nicht die geringste Ahnung was sie tun soll und ob sie überhaupt dazu in der Lage ist, schließlich ist sie nicht einmal mit sich selbst im Reinen.

Eine der interessanteten Aspekte dieser Bücher ist ihr sehr klassischer Aufbau. Bei aller Exotik und Metaphysik handelt es sich letztlich um relativ simpel gestrickte "Underdog gegen den Rest der Welt"-Stories. Hinzu kommt, dass Carvers Stil eher an epische Fantasy erinnert, und doch ist es gerade seine Schreibe, die den Kauf nicht uninteressant macht. Wer auf klassische Abenteuer- Romane im SF-Gewand steht, wird sicher seine Freude daran haben. Okay, qualitativ liegt der Autor im Bereich guter Franchise-Geschichten wie "Star Wars" oder "Battletech", doch mit 14,00 Euro für 730 Seiten bewegt sich der Preis auf dem gleichen Niveau.

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Lesezeichen: Peter Lancaster - "Das blaue Portal".
von Uwe Post

Als Friedrich von Grauenfels in seinem Weinkeller einer Gruppe mittelhochdeutsch sprechender Mini-Pferde begegnet, ahnt er zwar, dass er ein Alkohol-Problem hat. Was aber sonst noch alles auf ihn und seine Familie zu kommt, kann er nicht wissen: Eine zig-tausend Stufen lange Wendeltreppe führt tief in die Erde und endet an genau jenem Portal, das dem vorliegenden Abenteuer-Roman seinen Namen gab. Hinter diesem Portal liegt eine andere Welt, und nach und nach stellt sich heraus, dass sie seit Jahrhunderten mit den Urahnen der Burgbesitzer verknüpft ist.

Peter Lancaster serviert eine höchst unterhaltsame Mixtur aus Fantasy, Historienroman und ganz weltlichen Problemen von Alkoholismus über Pädagogik bis Zynismus. Seinen teils schrulligen, teils aberwitzigen, aber immer liebenswerten Figuren bleibt zwischen ihren Abenteuern in der Tiefe keine Zeit zum Luftholen: Sie müssen sich mit begriffsstutzigen Polizisten und janusgesichtigen Klerikern herumschlagen und die pubertierende Tochter des Hauses davon abhalten, wiederholt in ihr sicheres Verderben zu stürmen.

Auch der Leser stürmt atemlos durch das Buch, das in jedem Abschnitt eine neue Wendung bereithält und dank der gekonnten Erzählweise des Autors mit ihren witzigen Einfällen und sozialkritischen Seitenhieben bis zur letzten Seite zu unterhalten weiß. Dass Lancester sich auch im Horror-Genre heimisch fühlt, belegen einige etwas unappetitliche Szenen, in denen reichlich Blut fließt.
Vorwerfen könnte man dem Autor den Cliffhanger am Schluss - "Das blaue Portal" ist der erste Band eines fünfteiligen Zyklus. In puncto Spritzigkeit dürfte er jedenfalls kaum zu überbieten sein.

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Kino-Tipp: "The Singing Detective"
von Corona Magazine mit Material von Constantin Film

Dan Dark (Robert Downey, Jr.) ist ein erfolgloser Autor von Detektivgeschichten und liegt, am ganzen Körper übersäht mit einer unheilbaren und äußerst schmerzhaften Schuppenflechte, im Krankenhaus. Die entsetzliche Krankheit ist der Reflex auf seine qualvolle Kindheit, seine verkrachte Karriere und seine gescheiterte Ehe - all das hat ihn an den Rand des Abgrundes gebracht.

Betrügt ihn seine Frau (Robin Wright Penn) mit einer merkwürdigen Person (Jeremy Northam), die er aus seiner Kindheit zu kennen glaubt? Sind die Ärzte, die ihn umgeben, tatsächlich so verrückt wie sie scheinen, wenn sie plötzlich anfangen, Musical-Nummern zum besten zu geben, oder ist ihr Verhalten nur das Ergebnis seiner gequälten Psyche? Und entwickelt Dan Dark tatsächlich ein Drehbuch über einen zynischen Privatdetektiv, der auch noch als Sänger und Tänzer auftritt und den Mord an einer Prostituierten im Los Angeles der 50er-Jahre aufklären muss? Und ist dieser Privatdetektiv am Ende Dan Dark selbst?

Fast hat es den Anschein, als könnte nur die bezaubernde Schwester (Katie Holmes) und der exzentrische Arzt Dr. Gibbon (Mel Gibson) Dan Dark von seinen Wahnvorstellungen, den Erinnerungen an seine schreckliche Kindheit und seinen Ausflügen in eine Fantasiewelt, in der zwei Gangster (Adrien Brody und Jon Polito) ihn durch düstere Landschaften verfolgen, heilen.

The Singing Detective
mit Robert Downey, Jr., Robin Wright Penn, Jeremy Notham, Adrian Brody, Katie Holmes und Mel Gibson
Regie: Keith Gordon
Drehbuch: Dennis Potter
Produktion: ICON Production, Haft Entertainment
Kinostart: 16. Dezember 2004 im Verleih der Constantin Film

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"Stargate: Atlantis" ab Februar auf DVD.
von phantastik.de

Der Starttermin der TV-Serie "Stargate: Atlantis" auf DVD in Deutschland steht fest: Am 10. Februar 2005 steht die erste DVD als Leihversion mit dem Titel "Aufbruch in eine neue Welt" in den Videotheken. Jede DVD wird 2 Episoden enthalten.

"Stargate: Atlantis" knüpft an die letzte Episode der siebten Staffel von "Stargate Kommando SG-1" an. Das Team um Jack O’Neill hat unter dem Eis der Antarktis einen verlassenen Außenposten der Antiker entdeckt - und eine Sternentor-Adresse in deren Heimatgalaxie Pegasus. Dr. Elizabeth Weir, die den Fans der Serie bereits bekannt ist, führt eine Expedition dorthin an und entdeckt die verlorene Stadt der Antiker: Atlantis! Doch die Energie zur Erzeugung eines Wurmlochs zu einer so weit entfernten Galaxie reicht nur für die Hinreise. So machen sich Dr. Weir und ihre Begleiter daran, die Pegasus-Galaxie zu erforschen. Dabei können sie nicht nur das dortige Sternentorsystem, sondern auch Raumschiffe und andere außerirdische Technologien nutzen, die sie auf Atlantis finden.

Als Extras werden Audiokommentare, Interviews mit Stars, Regisseuren und anderen Mitgliedern der Filmcrew, Hintergrundinfos zu den Dreharbeiten und mehr angekündigt

Shopping-Tipps zum Thema:
"Stargate Atlantis - Vol. 1 [UK IMPORT]" - DVD zum Preis von 29,99 EUR (vorauss. Erscheinungstermin: 14. März 2005)
"Stargate Atlantis - Vol. 2 [UK IMPORT]" - DVD zum Preis von 29,99 EUR (vorauss. Erscheinungstermin: 11. April 2005)


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13. Kino-Vorschau
(Kinostarts im Januar 2004)

Team America

Originaltitel: Team America: World Police
Start in Deutschland: 30.12.2004
Regie: Trey Parker
Darsteller: Trey Parker (Hans Blix), Matt Stone (Chris), Kristen Miller (Lisa), Masasa (Sarah), Daran Norris (Spottswoode), Phil Hendrie (I.N.T.E.L.E.G.E.N.C.), Maurice LaMarche (Alec Baldwin)
Drehbuch: Matt Stone, Trey Parker, Pam Brady
Land: USA 2004
Genre: Trickfilm / Satire
Altersfreigabe: ab 12 Jahren

Kurze Zeit nachdem der nordkoreanische Diktator Kim Jong Il den bekannten UN-Waffeninspektor Hans Blix den heimischen Haien zum Fraß vorwarf, betreibt er emsig die Vereinigung aller Terroristen der Erde mit dem Ziel, Amerika endlich zu vernichten.
Was für ein Glück hat die freie Welt jedoch, dass es das fünfköpfige Team America gibt, welches auf jeden noch so bösartigen Einfall des Diktators ein passendes Rezept parat hat. Bis jetzt zumindest, denn Kim Jong Il kommt plötzlich mit seiner wohl schlimmsten Geheimwaffe an den Start: liberalen Hollywoodstars.

Informationen zum Thema:
http://www.teamamerica.com - Offizielle Homepage

Blade: Trinity

Originaltitel: Blade: Trinity
Start in Deutschland: 20.01.2005
Regie: David S. Goyer
Darsteller: Wesley Snipes (Blade), Kris Kristofferson (Abraham Whistler), Dominic Purcell (Dracula/Drake), Jessica Biel (Abigail Whistler), Ryan Reynolds (Hannibal King), Parker Posey (Danica)
Drehbuch: David S. Goyer
Land: USA 2004
Genre: Action / Horror
Altersfreigabe: ab 16 Jahren

Auf ein Neues: Für Blade, den Tagwandelnden Vampirbastard und Vampir-überall-zugleich-Töter, geht es in dieser lang erwarteten Fortsetzung um alles, denn die gerissende und mächtige Vampirfürstin Danica Talos hat schon etwas besonderes für unseren Helden in petto. Den Grafen Dracula Höchstselbst! Dieser wurde von ihr mit dem Ziel erweckt, die Menschheit endgültig zu unterwerfen. Damit ihr Blade nicht zum falschen Zeitpunkt in die Quere kommt, wird er in der Öffentlichkeit kurzerhand als Serienkiller diskreditiert. Doch auch Blade ist nicht allein...

Informationen zum Thema:
http://www.bladetrinity.com - Offizielle Homepage


Shopping-Tipps zum Thema:
"Blade" - DVD zum Preis von 7,97 EUR

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14. Veranstaltungskalender

WeihnachtsCon

18.12.2004 Bonn-Ippendorf http://www.weihnachtscon.de.vu

Trewa Con 44

27.12.2004-05.01.2005 Miltenberg http://www.trewacon.de

Twilight-Sieben Sünden

29.12.2004-01.01.2005 Olpe http://www.twilight-team.de

Morpheus 18

07.01.-09.01.2005 Herne http://gfrev.de/morpheus/

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15. Wissenschafts-News
10.11.2004: Zweites schwarzes Loch im Zentrum der Milchstraße

Das schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße hat einen kleinen 'nur' 1300 Sonnenmassen schweren Bruder, wie ein französisch-amerikanisches Forscherteam herausgefunden hat.

Informationen zum Thema:
http://www.wissenschaft.de/wissen/news/246509.html

15.11.2004: Atome in Reih und Glied

Für die fortschreitende Miniaturisierung in der Mikroelektronik müssen immer feinere Strukturen hergestellt werden. Einen Schritt in Richtung atomare Auflösung machten niederländische Forscherteams, indem sie mit Hilfe von Laserstrahlen Eisenatome in Form eines Gitters plazierten.

Informationen zum Thema:
http://www.wissenschaft.de/wissen/news/246829.html

16.11.2004: NASAs X43-A bricht Geschwindigkeitsrekord

Das experimentelle Fluggerät X43-A der NASA fliegt mit Mach 10 und bricht damit den Geschwindigkeitsweltrekord für Flugzeuge. Obwohl das Testgerät praktisch nur aus der neuartigen Scramjet-Turbine und Flügeln besteht, hoffen die Ingenieure mit diesem neuen Triebwerk bessere Überschallflugzeuge konstruieren zu können.

Informationen zum Thema:
http://www.spaceref.com/news/viewpr.html?pid=15512

16.11.2004: ESA-Sonde SMART-1 erreicht den Mond

Die von der europäischen Raumfahrtagentur gestartete Sonde SMART-1, die vor allem der Erprobung neuer Technologien dient, hat mit Hilfe des neuartigen Ionenantriebs die Mondumlaufbahn erreicht, und zwar 2 Monate früher als geplant.

Informationen zum Thema:
http://www.astronews.com/news/artikel/2004/11/0411-012.shtml

23.11.2004: Erste Bilder vom Saturnmond Titan

Von der NASA-Sonde Cassini wurden während des ersten Vorbeiflugs am Saturnmond Titan auch Bilder von der Oberfläche aufgenommen. Wissenschaftler der beteiligten Institute veröffentlichen das erste Bild, welches eine ganze Hemisphäre des Mondes zeigt. Deutlich sind Oberflächenmerkmale und die zunehmende Unschärfe des Bildes zum Rand hin aufgrund der dichten Atmosphäre Titans zu erkennen.

Informationen zum Thema:
http://www.spaceref.com/news/viewsr.html?pid=14592

24.11.2004: Phobos auf Todesspirale?

Die ESA-Marssonde Marsexpress hat so nebenbei Bilder des Marsmondes Phobos gemacht. Da sich der Mond aber nicht genau an der berechneten Stelle befand, vermuten nun Astronomen, dass er bald auf den Mars stürzen wird.

Informationen zum Thema:
http://www.astronews.com/news/artikel/2004/11/0411-010.shtml

26.11.2004: Keine Informationsübertragung mit Überlichtgeschwindigkeit

Schweizer Wissenschaftler wiesen jetzt nach, dass die vor einiger Zeit behauptete Überlichtgeschwindigkeit bei Signalübertragungen nicht für den Transport von Informationen geeignet ist. Einstein hat also wieder einmal die Oberhand behalten.

Informationen zum Thema:
http://www.wissenschaft.de/wissen/news/246916.html

1.12.2004: Baby-Galaxie entdeckt

Mit nur 500 Mio. Jahren ist die neu entdeckte Galaxie I Zwicky 18 noch sehr jung. Forscher rätseln nun, warum die Formierung dieser Galaxie so lange gedauert hat.

Informationen zum Thema:
http://www.astronews.com/news/artikel/2004/12/0412-001.shtml

3.12.2004: Flüssiges Wasser gab es auf dem Mars!

Die Mars-Rover Spirit und Opportunity haben den Beweis erbracht. Einige der gefundenen Minerale entstehen nur im Zusammenspiel mit flüssigem Wasser. Damit steigen die Chancen, dass es früher Leben auf dem Mars gab.

Informationen zum Thema:
http://www.astronews.com/news/artikel/2004/12/0412-003.shtml

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16. Kurzgeschichte des Monats

Liebe Freunde der guten Kurzgeschichte,

natürlich haben wir auch für die vorliegende Corona-Ausgabe eine Kurzgeschichte für Sie ausgesucht. Wir haben dieser Story gegenüber mancher anderen in unserem Fundus den Vorzug gegeben, nicht nur, weil sie sehr gut ist, sondern auch, weil sie so gut in diese Zeit passt, wie wir meinen. Lassen Sie sich überraschen.

Wie Sie bereits wissen, haben wir auf allgemeinen Wunsch beschlossen, im nächsten Jahr wieder Themen für die einzusendenden Geschichten auszugeben. Dazu wollen wir die Bearbeitungszeit auf jeweils einen Monat begrenzen. Wer uns bereits Geschichten eingesandt hat, die in der Zwischenzeit noch nicht für die Veröffentlichung berücksichtigt worden sind, mag doch bitte überlegen, zu welchem Thema seine Story passen könnte, und uns einen kurzen Hinweis geben. Bei der Vielzahl der Geschichten ist es uns leider nicht immer möglich, alle Inhalte im Gedächtnis zu behalten. Die Storys sind bei uns verwahrt, und wir ordnen sie auf Autorenhinweis den jeweiligen in Frage kommenden Runden zu. Für diese Vorgehensweise möchte ich um Verständnis bitten. Natürlich gilt auch weiterhin, dass sämtliche Rechte an den Geschichten bei den jeweiligen Autoren verbleiben.
Wir freuen uns, Ihnen berichten zu dürfen, dass sich inzwischen auch schon drei Autoren bereit erklärt haben, wieder als Juroren bei den zukünftigen Wettbewerben zu fungieren, und zwar handelt es sich um Bodo Kroll, Hans-Dieter Klein und Karl Aulbach, die alle drei schon früher in dieser Funktion tätig geworden sind. Über ihr erneutes Mitwirken freuen wir uns sehr und sagen ihnen hier an dieser Stelle unseren herzlichen Dank.

Folgende Themen möchten wir Ihnen schon einmal zur Bearbeitung vorschlagen:

Unter dem Meer - Einsendeschluss ist der 01.01.2005
Der Unfall - Einsendeschluss ist der 01.02.2005.

Bitte, senden Sie uns Geschichten ein, die einen Umfang von nicht weniger als 5.000 und nicht mehr als 20.000 Zeichen haben und in die von uns bevorzugten Genres Science-Fiction, Fantasy, Mystery, Horror usw. eingeordnet werden können. Die Geschichten werden anonymisiert an unsere Jury weitergegeben, die dann die drei für ihren Geschmack besten Storys heraussucht. Diese werden dann an dieser Stelle veröffentlicht werden. Schicken Sie uns Ihre Story bitte an kurzgeschichte@corona-magazine.de.

Angesprochen sind wieder all jene Autorinnen und Autoren, denen es Spaß macht, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen und ihre Einfälle und Ideen in Geschichten zu verwandeln. Es sollen sich also nicht nur die "Profis" der Szene aufgerufen fühlen, sondern auch diejenigen, welche ihre ersten schriftstellerischen Gehversuche unternehmen. Als kleinen Anreiz können wir schon einmal verraten, dass wir wieder eine Anthologie planen, ähnlich dem Projekt Schlag 13! (Herausgeberin Barbara Jung vom BeJot Verlag), welche aus dem letzten Storywettbewerb hervorging und bei den unterschiedlichen Cons als Verkaufsschlager bezeichnet werden konnte. Weitere Informationen werden wir in den kommenden Ausgaben bekannt geben.

Wahrscheinlich werden die meisten von Ihnen in der jetzigen Zeit stark beansprucht sein, Weihnachten naht, der Jahreswechsel auch, und nur wenige von uns können sich dem mehr oder weniger starken Trubel entziehen. Gönnen Sie sich eine Pause von aller Hektik, lehnen Sie sich zurück und genießen Sie unsere heutige Geschichte. Sie stammt aus der "Feder" von Hans-Dieter Klein und heißt "Opera". Viel Vergnügen!

Und vergessen Sie nicht unseren Leitspruch:
"Lesen ist wie Fernsehen im eigenen Kopf!"

Olaf Brüschke
Barbara Jung
Armin Rössler

Opera
von H. D. Klein

      Christian Lohmann sah auf die Leiche hinab, die vor ihm in einer flachen metallisch glänzenden Wanne lag. Dem nackten Körper nach zu schätzen, konnte das tote Mädchen noch keine 16 Jahre alt sein, obwohl ihre Gesichtszüge sie älter erscheinen ließen. Er wischte vorsichtig mit einem Papiertuch über ihre kalte Wange und betrachtete nachdenklich den schwachen roten Streifen, den das Make-up auf dem Tuch hinterlassen hatte.
      Missmutig schüttelte er den Kopf und blickte zu seinem Kollegen, Hauptkommissar Richard Wegener, der wie er zuständig für die Ermittlung von Todesursachen war. "Sie ist geschminkt. Um diese Uhrzeit. 11 Uhr vormittags. Wahrscheinlich hat sie sich für den Tod zurechtgemacht."
      "Keine voreiligen Schlüsse, Christian!" Wegener sprach rasch die festgestellte Tatsache in sein Diktiergerät und vergaß auch nicht zu erwähnen, dass Kollege Lohmann das Make-up verwischt hatte. "Aber ich muss dir Recht geben. So wie es aussieht, hat sie sich selbst aus dem Fenster gestürzt. Wäre schön, wenn die Spurensicherung bald einen Abschiedsbrief finden würde, dann könnten wir den Fall schnell abschließen. Hilfst du mir einmal, sie umzudrehen, aber pass mit ihrem Kopf auf."
      Sie wälzten den leblosen Körper vorsichtig herum. Wegener packte nur mit seiner rechten Hand zu. Die linke presste er an den Hinterkopf des Mädchens, der nach dem Aufprall aus dem sechsten Stock eines Apartmenthauses nur noch aus blutverschmierten Haaren und loser Knochenmasse zu bestehen schien.
      "Eindeutig Genickbruch", stellte er fest. "Ich habe das Gefühl, als halte ich ihren Kopf alleine in der Hand." Danach untersuchte er den Rücken, Beine und die Fersen der Leiche. "Keine Hämatome von früheren Verletzungen. Keinerlei Einstiche. Sie war wohl sauber."
      Er stützte sich mit beiden Händen auf die Wanne. "Scheint mir ein eindeutiger Fall von Selbstmord zu sein. Eigentlich schade drum. War ein hübsches Ding. Hätte bestimmt noch Aufregendes erleben können. Hat sie ja vielleicht auch. Soll ich mal nachsehen, ob sie noch Jungfrau war?"
      "Komm, lass das!", sagte Christian Lohmann missbilligend. "Ich mag es nicht, wenn du so redest!"
      "Schon gut, schon gut!", wehrte Wegener ärgerlich ab. "Karl soll sie in den Kühlraum bringen. Vielleicht kommt sie um eine Obduktion herum, wenn wir mehr wissen." Er zog seine Gummihandschuhe aus und sprach einen abschließenden Bericht in das Gerät. Dann wandte er sich an seinen Kollegen, der sich die Hände an dem schmucklosen Waschbecken wusch und dabei die Melodie eines bekannten Liebesliedes vor sich hinsummte.
      "Christian, es ist kurz nach Weihnachten, du weißt genau, dass gerade in dieser Zeit viele Menschen durchdrehen. Und einige springen halt aus dem Fenster."
      Lohmann unterbrach seine leise musikalische Darbietung und sagte: "Darum geht es nicht. Sie ist ein Mensch. Auch wenn sie tot ist. Ein wenig mehr Respekt könntest du ihr entgegenbringen."
      Wegener seufzte tief auf. "Ja, entschuldige, ich weiß, ich weiß ..." Er war wieder einmal zu weit gegangen, obwohl er um die empfindliche Seite seines Kollegen wusste, aber manchmal trieb ihn sein angestauter Zynismus einfach dazu, Lohmann in dieser Hinsicht ein wenig zu reizen. Vielleicht brauchte er ab und zu seine Zurechtweisungen, um wieder auf eine menschlichere Ebene zurückzufinden. Gerade zum Jahresende hin häuften sich Selbstmorde in erschreckender Weise, und besonders dieses Jahr war eine Rekordzahl zu befürchten, denn in drei Tagen würde das Jahr 2000 anbrechen. Er und Lohmann waren ununterbrochen auf den Beinen. Lauter Verrückte, die von der Liste der möglichen Selbsttötungsarten reichlich Gebrauch machten. Merkwürdigerweise standen zurzeit die U- und S-Bahnen weit an der Spitze der dabei benutzten Hilfsmittel. Gestern war der Untergrundverkehr deswegen schon teilweise zum Erliegen gekommen, obwohl die Fahrer der Züge seit Wochen strikte Anweisungen hatten, die Bahnhöfe mit äußerster Vorsicht und in Schrittgeschwindigkeit anzufahren.
      Schweigsam verließen sie die Gerichtsmedizin und stiegen in ihren grauen Audi. Richard Wegener setzte sich hinter das Steuer und ließ die Fenster herunter. Es war mild in München, 13 Grad plus, mit einem lauen Wind aus Süden. Also Föhnwetterlage. Ein weiterer Faktor für den desolaten Gemütszustand der Menschen hier in der Stadt und in der Umgebung.
      Christian Lohmann streckte sich ausgiebig und blickte danach ausdruckslos die schmutziggraue Wand an, neben der sie geparkt hatten. "Weißt du, dass wir in den letzten Tagen in drei U-Bahnhöfen waren, in denen sich Leute vor den Zug geworfen haben. Das ist doch nicht normal. Ich halte das bald nicht mehr aus. Nur noch zerfetzte Körper. Und all diese Gaffer drumherum." Er beugte sich zum Armaturenbrett nach vorne und stellte das Radio an.
      Sein Kollege versuchte, ihn zu beruhigen. "Drei Tage noch, vier vielleicht, dann pegelt sich das wieder ein."
      "Jahrtausendwende schön und gut, aber wir leben doch nicht mehr im Mittelalter", ereiferte sich Lohmann weiter. Urplötzlich fing er wieder an, leise irgendein Lied zu singen.
      "Ein neues Jahrtausend ist eine vollkommen neue Erfahrung für die Menschen", sagte Wegener. "Gab’s bisher nur einmal in der Zeitrechnung. Ich hab gestern gelesen, dass lothringische Mönche das Jahr 1000 als Zeitpunkt des Jüngsten Gerichts ansahen und freiwillig in den Tod gingen."
      "Und wenn schon, heutzutage ist das nicht normal ..." murmelte Lohmann und drückte an den Stationstasten des Radios herum.
      "Suchst du etwas Bestimmtes?"
      "Ja, es gibt seit einigen Tagen einen Sender, der ... ah, da ist er!" Er erhöhte die Lautstärke, bis ein rhythmisches Wummern aus den billigen Lautsprechern ertönte.
      Richard Wegener sah ihn zweifelnd an. "Na, ist ja toll! Und was soll das sein?"
      "Sie sind mittendrin. Warte ... jetzt, erkennst du den Song?"
      Wegener beugte sich nach vorne und lauschte der Musik. Es war eine Mischung aus Klassik und der hochmodernen Musik, die seit Jahren von allen Sendern gespielt wurde. Also etwas, mit dem er nichts anfangen konnte. Für ihn absoluter Einheitskonsum. Importierter Unterhaltungsbrei.
      "Nein. Erkenn ich nicht", sagte er gelangweilt.
      "Komm schon, natürlich kennst du es. Es ist 'A Whiter Shade of Pale' von Procul Harum, in einer Mischung mit dem 'Largo' von Händel. Im Grunde genommen das gleiche Stück. Procul Harum hat also geklaut, aber das ist unwichtig, alle Musiker haben geklaut, auch die alten Klassiker. Es ist ein Teilstück der 'Opera', die gerade läuft. Die bekanntesten Titel aller Musikstücke unseres Jahrtausends sind in einer Art Oper vermischt. Das Ganze dauert über drei Stunden. Der Sender spielt seit Tagen nur diese 'Opera'."
      Wegener seufzte tief. Natürlich hatte er davon gehört. Die ganze Stadt sprach davon. Eine Werbeagentur mit dem Namen "Das Produkt" hatte für eine Woche die Frequenz eines Senders gemietet, nur um ausschließlich diese Oper zu senden. In den Pausen zwischen der jeweils dreistündigen Aufführung gab es Werbeblöcke, Geschichten um die gespielten Musikstücke und Interviews mit prominenten Musikern. Und das alles rund um die Uhr. Dazu war immer wieder der Slogan zu hören: "Schlafen könnt ihr im nächsten Jahrtausend!" Laut den Werbeleuten war "Opera" schon jetzt ein voller Erfolg. Es war eine Hitparade in einem einzigen gigantischen Block, in dem die bekanntesten Titel der Popgeschichte geschickt mit klassischen Werken vermischt waren und sich dabei wie passende Dominosteine aneinanderreihten.
      Wegener ließ einen Teil der Musik über sich ergehen, besonders als er merkte, dass es seinem Kollegen ungeheuren Spaß machte, die einzelnen Titel aus dem Gedröhne herauszuhören. Nach einer Weile musste er sich eingestehen, dass es sogar ihm gefiel, auch wenn er die wenigsten Stücke kannte. Nur der in einem dumpfen Dauerrhythmus unterlegte Takt ging ihm auf die Nerven. Selbst Richard Wagners "Siegfrieds Tod" wurde damit unterlegt.
      Er schüttelte den Kopf. Das konnte doch kein Mensch drei Stunden lang aushalten.
      "Creedence Clearwater Revival, 'Bad Moon Rising', ganz klar!", rief Lohmann mit geschlossenen Augen und klopfte aufgeregt mit der Hand an die Fensterumrandung.
      Wegener beugte sich zum Radio und drehte die Lautstärke herunter, als sein Handy zu flöten begann.
      "Ende der Vorstellung", sagte er. "Ich wette, wir haben einen neuen Selbstmordkandidaten."
      Lohmann machte das Radio ganz aus, trotzdem war die "Opera" von irgendwoher laut aus einer Wohnung zu hören.
      Nach einer Weile klappte Wegener das Handy zu, nachdem er seinem Gesprächspartner schweigsam zugehört hatte. "Eine Person ist 'ex'", informierte er Lohmann. "Wasserleiche. Unterhalb der Ludwigsbrücke. Wenn das so weitergeht, brauchen wir bald eine neue Packung Gummihandschuhe."

      Sie brauchten fast 45 Minuten von der Frauenlobstraße bis zur Isar, denn der Verkehr war praktisch zum Erliegen gekommen. Vor einigen Monaten hatten die Münchner Geschäftsleute bei der Stadtverwaltung durchgesetzt, dass die Ladenschlusszeiten in der letzten Woche des Jahrtausends völlig aufgehoben wurden. Somit war die Stadt rund um die Uhr offen, und dementsprechend ausgelassen war auch die Stimmung. Alle Proteste der Polizei, der Feuerwehr und der Ärzte gegen diese Maßnahme waren vergebens gewesen. Im Taumel des Jahrtausendereignisses wollten die Stadtväter Großzügigkeit beweisen und hatten damit ungewollt die Hauptarbeit auf die Angestellten der Stadt abgewälzt. In allen sozialen Bereichen gab es Urlaubssperren. Die Müllabfuhr und der öffentliche Verkehr legten Sonderschichten ein. Wie immer waren alle Warnungen nutzlos, die Innenstadt mit dem eigenen Auto zu befahren. Ab den Mittagsstunden ging seit Tagen auf den Straßen meistens nichts mehr, und manch einer holte seinen Wagen frustriert erst spät in der Nacht aus den noch immer vollen Parkhäusern.
      Auch das Wetter spielte wieder einmal verrückt. Nach einem schneereichen und bitterkalten November pendelte sich das Thermometer ab Mitte Dezember auf stetige plus zehn Grad ein. Zunächst bei Dauerregen und kurz nach Weihnachten zusätzlich mit einem warmen Föhnwind, der bei den Menschen frühlingshafte Gefühle aufkommen ließ.
      "Jahrtausendwende und Föhn", brummte Wegener, als er den Wagen vorsichtig über den Radfahrweg hinunter zum Isarufer rollen ließ. "Eines von beiden muss bald vorüber sein, sonst haben wir die nächsten Tage keine Ruhe mehr."
      "Sei doch nicht so grantig", meinte Lohmann gutgelaunt. "Ich finde das Wetter herrlich. Genau richtig für das neue Jahrtausend, das hebt die Stimmung!"
      Hinter einer provisorischen Absperrung stand ein Feuerwehrwagen mit verstreuten Bergungsgeräten. Mehrere Uniformierte blickten ihnen gelangweilt entgegen.
      Wenn Wegener etwas verabscheute, dann waren das trotz seiner 20 Dienstjahre Untersuchungen an menschlichen Körpern, die tagelang im Wasser gelegen hatten. Ganz abgesehen davon ging es ihm nicht besonders gut. Seit Stunden verspürte er ein ungewohntes Bohren im Kopf. Normalerweise waren Kopfschmerzen ein Fremdwort für ihn. "Ach fein, wenn du in einer so tollen Stimmung bist, dann überlass ich dir die Wasserleiche, vielleicht verfällst du dann in einen wahren Rausch!"
      "Kein Problem! Bleib im Wagen und genieß die Sonne, ich mach das schon!", rief Lohmann und fiel mit falsettartiger Stimme in eine Melodie ein, die laut über das Isarufer dröhnte. "Bee Gees ... äh ... warte, ich hab’s gleich: 'E. S. P.'. Wurde in den letzten Jahren mehrmals neu aufgenommen. Ein Welthit!" Zufrieden über seine Kenntnisse in der Popmusik winkte er einer Gruppe Jugendlicher zu, die auf einem kleinen Lieferwagen eine Musikanlage montiert hatten und natürlich lautstark die "Opera" hörten. Die meisten von ihnen tanzten ausgelassen in der Nähe des Ufers und grölten unartikulierte Laute, die ihrer Meinung nach der Text des Liedes sein musste.
      "Besoffenes Pack!", murmelte Wegener. Er steckte seinen Kopf aus dem Fenster und sagte zu Lohmann, der sich gerade am Kofferraum zu schaffen machte: "Christian, sag ihnen, sie sollen verschwinden! Der Lieferwagen hat hier unten am Ufer nichts zu suchen. Außerdem ist das Ruhestörung!"
      Lohmann lachte und klopfte im Vorbeigehen auf das Wagendach des grauen Audi: "Lass sie doch, du alter Miesepeter! Ruh dich lieber aus und genieße die Sonne, das hält dich in Schwung!" Dann ging er rasch auf die Absperrung zu.
      Wegener ließ grummelnd die Scheibe hochfahren und lehnte sich zurück. Natürlich hatte Christian Recht. Nichts war in diesen Tagen, wie es sein sollte. Aber das war nicht das Problem. Sie hatten von der Einsatzleitung eindeutige Befehle bekommen und die lauteten, alles einigermaßen laufen zu lassen. Die Stadtverwaltung würde höchst zufrieden sein, wenn die letzten Tage des auslaufenden Jahrtausends ohne größere Katastrophe verliefen. Alles fieberte auf die Stunde Null hin. In drei Tagen würden alle Menschen auf den Beinen sein. Die ganze Stadt verwandelte sich allmählich in eine einzige Manege. Eine Maßnahme sah vor, am 31. Dezember die Innenstadt für den Verkehr zu schließen. Eine Entscheidung darüber würde in den nächsten Stunden fallen.
      Wegener schaute auf seine Uhr. Noch sieben Stunden, dann war seine Schicht offiziell zu Ende. Er machte sich keine Hoffnungen, denn das Funkgerät brabbelte unaufhörlich vor sich hin. Er konnte förmlich spüren, dass sein Handy in den nächsten Minuten wieder klingeln würde. Was hätte er dafür gegeben, wenn er sich wenigstens auf den Feierabend hätte freuen können. Seit Wochen malte er an einem neuen Bild. Zugegeben, nichts Weltbewegendes, einfache gegenständliche Hobbymalerei, aber es machte ihm Spaß, Dinge mit Ölfarben abzubilden, die nichts Weiteres aussagten, als lediglich zu existieren und dabei Ruhe auszustrahlen.
      Lohmann kam wieder auf den Audi zugelaufen, und Wegener öffnete die Tür. Die Musik wurde in diesem Moment von den Jugendlichen noch lauter aufgedreht. Einige lösten sich aus der tanzenden Gruppe und sprangen mit wilden Armbewegungen immer wieder in die Nähe des reißenden Flusses.
      "Kruzitürken!" Wegener stieg hastig aus dem Wagen und rief laut in ihre Richtung: "Hey, ihr Idioten! Verschwindet! Los, weg da! Ihr seid wohl wahnsinnig geworden!"
      Lohmann und einige Feuerwehrleute wurden auf die Jugendlichen aufmerksam. Lohmann reagierte zuerst. Er ließ den Koffer fallen und rannte auf die umherspringende Gruppe zu, aber es war schon zu spät. Unter den Klängen von Mike Batts "The Ride to Agadir" verschwand ein leicht bekleideter Junge mit einem unspektakulären Aufspritzen im kalten Wasser. Zwei weitere, die sich bei ihm eingehakt hatten, folgten ihm in dem musikalischen Inferno fast lautlos. Der Rest der Gruppe schien zunächst unbeeindruckt und tanzte einige Sekunden hemmungslos weiter. Schließlich setzte bei ihnen zögernd eine ratlose Reaktion ein, die wertvolle Sekunden verstreichen ließ. Bevor jemand helfend eingreifen konnte, waren die drei schon weit abgetrieben. Die Feuerwehrleute warfen hektisch einige Sachen, die sie zur Bergung der Leiche benötigt hatten, in den Wagen und fuhren anschließend so rasch wie möglich den Davontreibenden hinterher. Wegener wollte den Audi anlassen, um ebenfalls helfend einzugreifen, ließ aber von seinem Vorhaben ab, als er bemerkte, wie schnell sich der holpernde Feuerwehrwagen und die Jugendlichen entfernten, die wie eine Schar von dummen Schafen am Ufer entlangliefen. Kopfschüttelnd stieg er aus und holte den Koffer. Lohmann kam gleich darauf atemlos zurück und klappte sein Handy zu.
      "Die Einsatzleitung schickt einen Notarzt und einen weiteren Bergungswagen. Mehr geht nicht. Alles im Einsatz." Er musste brüllen, um sich verständlich machen zu können, denn die Musik wummerte unvermindert aus der verwaisten Anlage.
      "Zwecklos!", rief Wegener zurück. "Nach der nächsten Brücke kommt ein Stauwehr. Aus der Welle kriegst du bei dem hohen Wasserstand so schnell keinen mehr raus." Er flüchtete vor dem Lärm ins Wageninnere, als sich prompt sein Handy meldete. Lohmann lief zum Lieferwagen, um die "Opera" zum Schweigen zu bringen. Als er zurückkam, hatten sie zwei weitere Fälle zu bearbeiten.

      Am nächsten Tag spitzte sich die Verkehrslage dramatisch zu. Die Gründe dafür waren verschiedener Art. Aus der Region drängten Kaufwillige in die Stadt, um die Jahrtausendangebote der Geschäfte auszunutzen. Dazu kam der übliche Umtauschhandel während der Nachweihnachtszeit. Wer nicht in den Urlaub gefahren war, machte sich am späten Vormittag auf den Weg, um die außergewöhnlich milde Wetterlage zu genießen. Um die Mittagszeit ging auf den Straßen nichts mehr. Wachsende Aggression und Unmut über die verlorene Zeit in dem absolut stillstehenden Verkehr begannen die Menschen zu beherrschen, die hilflos in den dicht an dicht stehenden Blechkästen gefangen waren. Um 14 Uhr beging die Stadtverwaltung den Fehler, angesichts der verworrenen Lage die geplante Sperrung der Innenstadt ab sofort für die nächsten Tage in Kraft treten zu lassen. Als Folge dieser drastischen Verordnung stoppte zwar der Zustrom der Autolawine von außerhalb, aber alle, die ihren Wagen im Innenbereich zurückgelassen hatten, versuchten nun hektisch, ihren fahrbaren Untersatz aus der gesperrten Zone zu retten. Erschwerend kam hinzu, dass viele der Einwohner die zu erwartenden autofreien Tage frenetisch zu feiern begannen. Schon bald nahmen sie die Straßen in ihren Besitz und liefen ohne Hemmungen zwischen den Autos herum, was einen raschen Verkehrsabfluss nur noch mehr behinderte. Es dauerte bis in die späten Abendstunden, erst dann konnten sich einzelne mit Sondererlaubnis ausgestattete Wagen mit Schrittgeschwindigkeit durch die Menschenmassen quälen.
      Wegener stellte den Audi entnervt kurz vor der Herzogspitalstraße am Taxistandplatz ab.
      "Verdammt, ich brauche eine Pause, mein linkes Knie zittert schon von dem ständigen Kupplungtreten!"
      Als ihn ein beinahe hasserfüllter Blick eines Passanten traf, deutete er verärgert auf die an der Frontscheibe angebrachte Sondererlaubnis.
      "Guter Vorschlag", entgegnete Lohmann. "Wir sind eh schon Aussätzige, weil wir hier mit dem Auto herumfahren. Komm, wir gehen vor zum Stachus, dort haben sie eine riesige Videowand aufgebaut."
      "Wer hat eine Videowand aufgebaut? Und warum?" Wegener stieg humpelnd aus dem Wagen.
      "Na, die Agentur 'Das Produkt'. Seit heute Vormittag haben sie die Rechte für das Video der 'Opera' durchgeboxt. Jetzt zeigen sie mit der Musik die bedeutendsten Ereignissen aus den letzten Jahrhunderten. Angeblich war es sehr schwierig, die Rechte für manche Filmaufnahmen zu bekommen. Es soll ein phantastisches Spektakel sein!"
      "Ach, bitte, nicht schon wieder! Es reicht mir, dass ich seit Tagen nichts anderes höre als diesen Musikbrei ..."
      Lohmann lehnte sich auf das Autodach und lachte Wegener an. "Richard, ich versteh dich nicht. Du bist doch nicht so viel älter als ich. Gerade aus deiner Zeit stammt der größte Teil der Musikstücke. Gerade du müsstest begeistert sein über die Aufführung. Wer war es denn, der mir immer wieder von den Stones, Beatles und was weiß ich für 'alten Jungs' vorgeschwärmt hatte, die noch richtige Musik gemacht haben."
      "Ja, schon, aber doch nicht 24 Stunden lang und immer wieder dasselbe. Und nicht mit diesem ständigen Knattern und diesen quietschenden Stimmen und ..."
      "Jetzt aber los, du alter Grufti, ein wenig Abwechslung wird dir gut tun. Außerdem lernst du durch das Video ein wenig von der Zeitgeschichte kennen!", rief Lohmann und zog ihn in die Menge, die sich langsam in Richtung Karlstor bewegte.
      Sie kamen nur mühsam voran, was Wegener nur recht war. Sein Kniegelenk musste sich irgendwie entzündet haben. Er konnte es fast nicht mehr abbiegen. Außerdem hatte er absolut keine Lust, sich in dieser Menschenmasse aufzuhalten, die den ganzen Platz um den Stachusbrunnen vereinnahmte. Sie mussten sich ihren Weg in einem Bogen auf der Sonnenstraße bahnen, um einen einigermaßen freien Blick auf die gigantische weiße Wand werfen zu können, die das gesamte Karlstor und die angrenzenden Häuser abdeckte.
      "Wahnsinn! Richard, schau doch! Das ist supergeil!"
      Lohmann wippte mit der Menge in einem latenten Takt, der unterschwellig aus den gewaltigen Lautsprechern drang, die auf zwei Tiefladern standen. Unter dem aufbrandenden Gejohle der Menschen veränderte sich die Farbe auf der Wand, und durchlaufende weiße Streifen verkündeten den bevorstehenden Beginn des "Opera"-Videos. Der Schlag des Taktes wurde lauter und schneller. Alle klatschten rhythmisch in die Hände.
      "Super, dieses Schlagzeug!", rief Lohmann Wegener ins Ohr.
      "Welches Schlagzeug? Hört sich an wie Metallstangen, die aneinandergedroschen werden", sagte Wegener verdrossen und rieb sich das schmerzende Knie. Er wollte es nicht zugeben, doch die Stimmung auf dem Platz, auf dem normalerweise reichlich der Verkehr floss, beeindruckte ihn sehr.
      Jetzt erschien auf der Wand die Zahl 60, dann 59, 58, 57... Mit einem kollektiven Aufschrei begrüßte die Menge den Countdown und zählte ihn gemeinsam herunter.
      Als die "Opera" mit der modernisierten Form von Richard Strauß’ "Also sprach Zarathustra" einsetzte, lief es ihm kalt den Rücken herunter.
      Um ihn herum war alles in Bewegung geraten. Die Menschen jauchzten auf und begannen wie wild zu tanzen. Keiner nahm Rücksicht auf den anderen, jeder schien seine eigene ekstatische Phantasiewelt auszuleben. Wegener wurde von Fremden angerempelt und von fuchtelnden Armen gestoßen. In ihm machte sich die Vision einer beginnenden Panik breit, und bald beherrschte ihn nur noch ein Gedanke: "Raus hier! So schnell wie möglich!"
      Mit energischen Gesten und die Arme schützend vor sein Gesicht haltend pflügte er sich durch die brodelnde Masse, bis er endlich die Geländer der Straßenbahnhaltestelle vor dem Kaufhof erreicht hatte. Erschrocken und entsetzt beobachtete er von dort, wie immer mehr Menschen kreischend und mit wildem Johlen aus den Aufgängen der Untergeschosse nach oben drängten und sich hemmungslos dem Spektakel hingaben. Schnell wuchs auch hier die Menschenmasse, und Wegener wurde in seiner Lethargie immer weiter zurückgeschoben, bis er schließlich humpelnd den Audi erreicht hatte. Hinter ihm schien der Karlsplatz zu explodieren. Lichtblitze erhellten den Justizpalast und laut wummernde Tonkaskaden prallten an dem altehrwürdigen Gebäude ab.
      "Ist das nicht eine Wucht?" Lohmann war unvermutet neben ihm aufgetaucht und hämmerte wie verrückt im Takt auf das Dach des grauen Audis.
      Wegener starrte ihn ungläubig mit weit aufgerissenen Augen an.
      "Ich will weg hier! Jetzt sofort! Du fährst!" Mit einer knappen Bewegung warf er Lohmann den Autoschlüssel zu.
      "Jaja, schon gut", entgegnete Christian Lohmann verwundert. Er konnte sich nicht erinnern, seinen Kollegen jemals in einem dermaßen verwirrten Zustand erlebt zu haben. Und dass er ihm das Steuer überließ, war normalerweise undenkbar. Lohmann startete den Motor und schielte besorgt nach rechts zum Beifahrersitz, wo sich Wegener gerade mit übertrieben hastigen Bewegungen anschnallte. Trotz der schlechten Verfassung seines Kollegen konnte es Lohmann nicht lassen, das Fenster herunterzukurbeln und lauthals "Monday I Got Friday in my Mind" mitzusingen, das von draußen hereindröhnte.
      "Du sollst die Schnauze halten und endlich losfahren!", herrschte ihn Wegener mit hochrotem Kopf an.
      Lohmann schloss verärgert das Fenster und bog vorsichtig in die Herzogspitalstraße ein.
      Sie brauchten lange, bis sie dem tanzenden Stadtzentrum entronnen waren.

      Silvester 1999. 22 Uhr 30.
      Richard Wegener saß vor seiner Staffelei und versuchte, sich auf die Farben des Bildes vor ihm zu konzentrieren. Er fühlte sich miserabel. In seinem linken Bein hatte er kein Gefühl mehr. Wenn er gegenüber dem Arzt, der ihn wegen seines entzündeten Knies krankgeschrieben hatte, ehrlich gewesen wäre, hätte er ihm sagen müssen, dass er es eigentlich gar nicht mehr richtig bewegen konnte. Von der ständigen Übelkeit und der beginnenden Taubheit in seinen Händen hatte er ebenfalls nichts erwähnt. Er wollte nur so rasch wie möglich von den pausenlosen Einsätzen befreit werden. Weg von den Straßen der Stadt, in denen er ständig der "Opera" begegnete.
      Wenigstens hatten die Todesfälle unter den Jugendlichen abgenommen, die ihn mehr belastet hatten, als er zugeben wollte. Dafür starben in den letzten Stunden erschreckend viele Menschen mittleren Alters nach einem plötzlichen Herzstillstand oder Gehirnschlag.
      Wegener hatte am frühen Nachmittag Lohmann gebeten, ihn zum Arzt zu fahren. Danach hatte er sich mit einem Taxi nach Hause bringen lassen. Seitdem saß er vor der Staffelei und versuchte, sich abzulenken. Krankheit war normalerweise ein Fremdwort für ihn. Er redete sich ein, dass er lediglich Ruhe brauchte, um wieder ins Lot zu kommen. Bisher aber hatte sich nichts zum Besseren verändert. Ganz im Gegenteil. Vor einer halben Stunde hatte es ihn eine enorme Anstrengung gekostet, eine Flasche Mineralwasser aus dem Kühlschrank zu holen.
      Nach einem erneuten Schweißausbruch versuchte er vergeblich aufzustehen.
      "Es hilft nichts, ich muss mich hinlegen", befahl er sich selbst, rutschte jedoch hilflos wieder in den Stuhl zurück. Jetzt begann auch das rechte Bein, ihm den Dienst zu versagen. Fassungslos starrte er das Gemälde vor sich an. Eine weiße Tasse mit einem Löffel darin, daneben ein Salzstreuer vor einer nichtssagenden Herdplatte. Ein Lebensausschnitt aus seiner Küche nebenan.
      Das Telefon klingelte. Mit einem Ächzen langte er hinter sich. Es war Lohmann.
      "Richard, wie geht es dir?" Im Hintergrund laute Musik. Lohmann hatte ihm gesagt, dass er nach der Schicht mit Freunden ins neue Jahrtausend hineinfeiern wollte.
      "Es geht schon", antwortete Wegener mühsam. Auf keinen Fall wollte er zugeben, in welch schlechtem Zustand er sich befand. Bisher war immer alles wieder gut geworden. Auch diesen Schwächeanfall würde er überstehen.
      "Freut mich. Du, stell dir vor, in den Nachrichten haben sie eben durchgegeben, dass die 'Opera' möglicherweise der Grund sein könnte, dass es so viele unerklärliche Todesfälle gibt. Einige von den ganz gescheiten Wissenschaftlern meinen, es liege an den ständigen Wiederholungen und dem gleichbleibenden Rhythmus, der die Menschen durchdrehen lässt. Sie faseln etwas von asymmetrischen Polyrhythmen und metrischen Modulationen, die auf die Nervenenden einwirken. Deswegen werden alle weiteren Übertragungen gestoppt, bis alles genau untersucht ist. Die Sendung, die jetzt bis Mitternacht läuft, ist bis auf weiteres die letzte, die gesendet wird. Das ist doch irre, was? Und du hast es immer auf das Wetter geschoben, dass sich die Leute umbringen."
      Wegener überfiel ein erneuter Schweißausbruch. Außerdem überfiel ihn plötzlich eine panische Angst.
      "Christian ..." lallte er, "Christian ... ich glaube, ich brauche Hilfe ..."
      "Ich verstehe dich sehr schlecht. Kein Wunder, bei dem Lärm hier. Hör zu, ich schaue morgen Mittag bei dir vorbei, dann stoßen wir nachträglich auf das neue Jahrtausend an. Erhol dich gut!"
      Wegener holte tief Luft und rief laut: "Christian..."
      Aber Lohmann hatte schon aufgelegt.
      Er schaffte es nicht mehr, mit dem Telefonhörer die Gabel zu finden. Mit einem hässlichen Klappern fiel er aus seinen verkrampften Fingern auf den Boden. Wie zum Hohn hörte er das leise Signal unter seinem Stuhl flöten.
      Sonst war es ganz still, nur aus der Nachbarwohnung dröhnte das gedämpfte Stampfen der "Opera", die, wie üblich, mit einer Orchesterversion von John Lennons 'A Day in Life' und mit dem berühmten Tastenanschlag auf dem Klavier enden würde.
      Noch eine Stunde bis zum Jahr 2000.

Der Autor über sich selbst
      H. D. Klein,
      geboren 1951 in Wolfratshausen, Oberbayern. Aufgewachsen in Mömlingen bei Aschaffenburg. Volksschule, dann mathematisch-naturwissenschaftliches Gymnasium in Aschaffenburg, hieß damals noch 'Oberrealschule für Jungen', anfangs guter, später mäßiger Schüler.
      Früh mit Fußballspielen begonnen. Kein Wunder, Vater stand bei Viktoria Aschaffenburg im Tor. Oberliga Süd. Nebenbei im Kegelverein gewesen. Jüngerer Bruder Michael auch Fußball und Bowling, war immer der talentiertere.1967 Umzug der Familie nach Geretsried in Oberbayern. 1972 Abitur. Zuvor einmal hängengeblieben. Anschließend bei der Bundeswehr in Freising. Luftwaffe. Führerschein Klasse 2 gemacht. Hauptgefreiter .1974 Studium Luft-und Raumfahrttechnik in München. Nebenbei Taxi gefahren. Fußball in Geretsried gespielt. Anfangs Landesliga, dann abgestiegen bis in die A-Klasse. Segeln gelernt. Fußballkarriere beendet. Studium lustlos abgeschlossen.
      1979 überraschenderweise Aufnahmeprüfung für die Bayerische Staatslehranstalt für Photographie in München bestanden. Wieder 2 Jahre Studium. Immer noch Taxi gefahren. Intensiv Regatten gesegelt. Hobie Cat 16.
      1981 Abschluss des Studiums und danach Assistent bei verschiedenen Modefotografen.
      Ab 1983 eigenes Fotostudio in München. Alles fotografiert. Fast alles. 1985 Gründung der Studio Eins GmbH. Studio für Fotografie. Die ersten Aufträge von Werbeagenturen bekommen. Für verschiedene Zeitschriften gearbeitet. Die folgenden Jahre gut verdient. Kein gebrauchtes Auto mehr gefahren.
      So etwa 1990 seit langem wieder einmal Science-Fiction gelesen. Danach beschlossen, einen SF-Roman zu schreiben. 1997 Fertigstellung von "Googol", erschienen 2000 beim Heyne-Verlag. 1998 langjährige Lebensgefährtin Eva-Maria geheiratet. Keine Kinder, dafür schwarze Katze.
      Digitale Fotografie im Studio eingeführt.
      1999 mit SF-Roman "Phainomenon" begonnen, Mitte 2002 dem Verlag vorgelegt. Mit dem Fahrrad hingefahren. Erscheinungsdatum war dann im Juli 2003.
      2004 den Nicht-SF-Roman "Megan" geschrieben. Heyne will ihn aber nicht verlegen. Er würde im 'Mainstream' untergehen!(?) Also liegt er erst einmal in der Schublade. Momentan ist die Fortsetzung von "Googol" wichtiger. Mehr als die Hälfte davon ist schon geschrieben, vielleicht fertig im Frühjahr 2005.
      Im Studio mittlerweile nur noch digitales Fotografieren ...

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17. Wühltisch: Drei Tipps aus der Welt des Merchandise

Da huscht es hin, das Jahr 2004! In einem Monat wird es der Vergangenheit angehören und was später einmal über dieses Jahr gesagt wird, steht noch in den Sternen. Deshalb blicken wir nun auf das kommende Jahr. Wie? Sie haben noch gar keinen Kalender für 2005? Dann wird es aber höchste Zeit. Alle "Star Trek"-Fans haben nun die Gelegenheit, Tag für Tag in ihrem Lieblingsuniversum zu leben - zumindest auf dem Papier.

So gibt es hier den "Kalender 2005: Enterprise",
hier den "Kalender 2005: Ships of the Line" und
hier den "Kalender 2005: Stardate".

In Zeiten wie diesen ist Sparen das Thema Nummer Eins. "Doch wohin nur mit dem Geld?" fragen sich einige? Wer sicher gehen will, sollte Banken und das geheime Versteck unter dem Bett vergessen. Hier helfen die Borg weiter. Das Kleingeld ist in der "Borg Spardose" gut aufgehoben oder kennen Sie jemanden, der den kybernetischen Bösewichtern etwas klauen könnte? Picard und Janeway einmal ausgenommen.

Die pfiffige "Borg Spardose" finden Sie hier.

Da ja bekanntlich das "W"-Wort-Fest vor der Tür steht, gibt es immer wieder Leute, die nicht wissen, was sie ihren Lieben schenken sollen. Dabei ist es so einfach. Man verschenke einen Teddy eines wahren Helden zum Anfassen, eines tiefgründigen und allseits beliebten Charakters aus "Enter...", sorry, "Star Trek: Enterprise": Porthos! Und knuddelig ist er außerdem.

Den "Plüsch Porthos" finden Sie hier.

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ISSN 1422-8904
Ausgabe 135 - 15.12.2004

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Ausgabe 136 erscheint am
12. Januar 2004.

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