corona magazine
Only the Sky is the Limit
ISSN 1422-8904

   newsBEAT
  + ST:TOS Erste DVD Bilder
  + Interview mit Mulgrew
  + ST Kurznachrichten
  + SW Details zu den DVDs
  + SV 4. Staffel ist sicher!
  + Heyne stellt Fantasy ein

   Kunterbunt
  + Know your Roleplayers ...
  + Science-Fiction beyond
  + Mitarbeit beim Corona?
  + FedCon XII: Be a Star!
  + Neue Kurzgeschichten

   conBEAT
  + RingCon: Die ersten Gäste
  + Das SF-Fantasy-Weekend

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20. April 2004 - Ausgabe 120 - "Voice of the Future"

Nichts ist so beständig wie die Veränderung!

Manchmal ist es einfach an der Zeit. Zum Beispiel ist es heute Zeit, alle Abonnenten mit einer web.de-Adresse wieder unter unseren Lesern zu begrüßen. Nachdem wir mit Erscheinen dieser Ausgabe unsere Versandtechnik umgestellt haben, dürfte nun auch ein noch so fein eingestellter Mail-Filter den Empfang unseres Magazines nicht mehr verweigern. Also, liebe Web.de-User, noch einmal aufs Neue: Herzlich Willkommen!

Schon im letzten September, bei einem gemeinsamen Treffen vieler Corona-Redakteure in München - in Ausgabe 113 von unserem Kolumnisten Mike Hillenbrand lebensnah beschrieben -, ging es um Pläne und die Zukunft des Corona Projekts. Das Ergebnis dieser Gedanken über eine Neuausrichtung präsentieren wir Ihnen mit der vorliegenden Ausgabe nicht ohne Stolz. Viele virtuelle Steine haben wir dafür in den vergangenen Wochen auf den Kopf gestellt und eine ganze Reihe an Rubriken direkt ad acta gelegt, oder wahlweise den heutigen Begebenheiten in der sich schnell verändernden Medienlandschaft angepasst. Z.B. möchte ich Ihnen den heute im Dino-Verlag erschienenen Debut-Roman der "Lara Croft: Tomb Raider"-Reihe empfehlen, aus dem wir Ihnen exklusiv die ersten zwei Kapitel als Leseprobe bieten. Die Freunde unseres Kurzgeschichtenwettbewerbs brauchen aber nicht besorgt zu sein: Kurzgeschichte und Leseprobe werden sich von nun an abwechseln.

Auch unser Internetauftritt hat sich mit Erscheinen dieser Ausgabe verändert. So steht Ihnen neben unserer neuen Homepage bereits heute ein frischgebackenes Diskussionsforum und vollständiges Corona-Archiv zum Stöbern zur Verfügung. In den kommenden Wochen werden wir das Angebot sukzessive um weitere abwechslungsreiche Rubriken wie "Corona & Friends", "Corona-Radio", eine umfangreiche TV-Programmübersicht und mehr erweitern. Seien Sie gespannt!

Ansonsten werden wir uns ab heute - wie Sie bereits in Simon Pypkes Vorwort des (aller-)letzten Corona Newsletters lesen konnten - alle zwei Wochen mit einem neuen Corona Magazine bei Ihnen mailden. Sämtliche Themen des wöchentlichen Newsletters wurden leicht modifiziert in die beiden monatlichen Corona Magazines integriert, die sich dadurch nicht nur rein farblich, sondern auch inhaltlich voneinander unterscheiden werden.

Zum Schluß muss noch die Zeit für eine besondere Würdigung sein: Ganz herzlich möchte ich mich im Namen der gesamten Redaktion bei unserem wohl langjährigsten und treusten Sponsor, Fritz Keller und seiner Bümplizer Box, für die jahrelange erstklassige Unterstützung bedanken und hoffe, dass unser Projekt ihm zukünftig bei weitem nicht nur im Geiste verbunden bleibt.

Genug der (Vor)Worte, nun wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Lesen einer neuen Ausgabe unseres Corona Magazines. Bleiben Sie uns gewogen!

Ihr Klaus Michels
Chefredaktion (v.i.S.d.P.)



Inhalt

1. Rache ist cool: Kill Bill Volume 2
2. newsBEAT
3. Kolumne: Tun Sie uns einen Gefallen, Mr. Berman!
4. Star Trek: Die "The Lost Era"-Buchreihe, Teil 1
5. Angel & das Jahr des Seriensterbens
6. Drei Fragen an Tina Ziegler / Sat 1
7. Ihre Meinung
8. Tv-Tipps
9. Rating Report
10. Kunterbunt
11. DVD-Vorschau
12. conBEAT
13. Gamer's Log
14. Wissenschaft: Nanotubes und Buckyballs
15. Leseprobe: LARA CROFT - Tomb Raider
16. Wühltisch: Drei Tipps aus der Welt des Merchandise


1. Rache ist cool: Kill Bill Volume 2
von Christian Humberg

Machen wir uns nichts vor: Wer Teil 1 nicht gesehen hat, den wird Teil 2 auch nicht hinter dem Ofen hervorlocken. Quentin Tarantinos "Kill Bill" spaltet die Geschmäcker. Denn wenn in diesen Tagen die "Volume 2" betitelte zweite Hälfte diesen stilisierten Schuld-und-Sühne-Epos mit Discofeeling in die deutschen Kinos kommt, dann werden sich viele noch an die Gewaltdarstellungsdiskussionen erinnern, die der Vorgänger im vergangenen Oktober in den Medien lostrat. Pubertär, unreflektiert und schlichtweg kindisch sei hier ein von Medien und Kinogängern gleichermaßen verhätschelter Regisseur nach langer Leinwandabstinenz wieder aufgetaucht, hieß es damals nicht selten. Das Ergebnis beweise nicht mehr, als dass Menschen, die ellenlange Dialoge über Quarterpounder mit Käse schreiben können, wohl nie richtig erwachsen werden.
Ah ja ...
"Kill Bill - Volume 1" begann mit dem feinen Satz: "Rache ist ein Gericht, das am besten kalt serviert wird", dem Sprachschatz der kriegerischen Klingonen aus "Star Trek" entnommen. Die Popkultur zitiert sich selbst, und dann beschwert sich noch jemand, der Film sei unrealistisch?! Ja natürlich - eben drum! Das g’hört so.
Lassen wir die Verständnislosen also getrost weiter Erbsen zählen, denn es gibt wichtigeres zu besprechen. Den deutschen Kinostart von "Kill Bill - Volume 2" nämlich. Juchheissassa!

Pulp-Poesie

Es begann mit einem abgeschnittenen Ohr, einer wilden Gruppe verhinderter Schwerverbrecher und dem Mann, der nicht Mister Pink sein wollte. Weiter ging es mit der berüchtigten Quarterpounder-Diskussion und den ebenso illustren wie absurden Gestalten, die um sie herum gruppiert waren. Gerade mal zwei Filme alt, und schon haftete Regisseur Quentin Tarantino der Ruf des Popkultur-Recyclers an, der aus inhaltlichen, stilistischen und personellen (Sorry, Travolta) Versatzstücken der Kinovergangenheit clever aufbereitete Neuware zaubert, und das Ganze noch mit humorvollen Texten garniert.
Es folgte erst mal lange Zeit nix, dann kam "Jackie Brown" und ... sagen wir mal, überraschte. Viele Kinogänger auf der ganzen Welt monierten 1997 nach Kinostart von Tarantinos drittem Film, nicht einmal mehr Tarantino drehe Filme im Stil von Tarantino. Ein Manko?
Im Gegenteil. Denn im Zuge des unglaublich erfolgreichen und einflussreichen "Pulp Fiction" schossen die Stil-Plagiate wie Pilze aus dem Boden. Tarantino tat mit "Jackie Brown" das einzig Richtige: Er überließ das Thema, zu dem sowieso niemand mehr besseres sagen könnte als er in "Pulp Fiction" getan hatte, ruhig den Kopierern und widmete sich neuen Ufern.

"Kill Bill", ein insgesamt knapp fünfstündiges Epos, setzt diese Entwicklung fort und zeigt den Regisseur einmal mehr in Bestform. Wir erinnern uns ...
In episodenhaften Einzelkapiteln - die, ganz tarantinohaft, nicht chronologisch wiedergegeben werden - erzählte "Kill Bill - Volume 1" die Geschichte der "Braut", die sich, nachdem sie am Tag ihrer Hochzeit von dem mysteriösen Bill und seinen Schergen beinahe getötet worden war, aufmacht, um Rache an den Menschen zu nehmen, die ihr dadurch nicht zuletzt ihr ungeborenes Kind genommen haben.
In der Folge präsentierte jedes Kapitel einen dieser Gegner und zeigte, wie die Braut es mit ihm aufnahm und über ihn triumphierte. Und am Ende dieses Rachefeldzuges wird der stehen, mit dem alles seinen Anfang nahm - Bill.

Volume One - Ein Hauch von Leone

"Kill Bill" ist Tarantinos "Once upon a time in ...". Es ist ganz klar der Duft der guten alten Kinoepen, der dem Betrachter hier entgegen weht. "Es war einmal in Amerika", "Spiel mir das Lied vom Tod" - längst nicht nur der Soundtrack von "Kill Bill" beschwört den Vergleich mit den besagten Größen der Leinwand herauf. Denn auch wenn sich manche Menschen über die scheinbar unreflektierte und comichafte Gewaltdarstellung beschweren: Wer einmal die Anfangssequenz des Streifens gesehen hat, in der eine blutbesudelte Uma Thurman - im Hochzeitskleid am Boden einer kleinen, texanischen Missionskirche liegend - Bill mit letzter Kraft vergeblich um Gnade bittet; wer einmal die Sequenz ihres Aufwachens im Krankenhaus miterlebt hat - die Erinnerung an den Kopfschuss, der sie hätte töten sollen; die Feststellung, das sich dort nun eine Stahlplatte befindet; die Realisierung, dass der Schwangerschaftsbauch weg, das Kind verloren ist - wer das sieht, versteht ihren Zorn. Versteht, warum sie tun muss, was sie dann tut.

Thurman ist begnadet. Es gelingt ihr, der von ihr gespielten Braut die nötige Charaktertiefe zu verleihen, damit der ganze Film nicht unseriös wird. Ihr Leiden, was ja auch ihr Handlungsantrieb ist, hält die ganze Story zusammen und verleiht der so schmächlich monierten Pubertätsphantasie Tarantinos die nötige Würde und werkimmanente Rechtfertigung. Und Tarantino ist - wie schon bei seinem Cameo in "Alias" - einfach nur the man. Er kombiniert in schon gewohnter Manier bunte Bilder von verblüffender Intensität mit einem überraschend abwechslungsreichen und untypischen Soundtrack, der - wie etwa bei den Leones - einem noch lange im Kopf herum geistert. Es ist schon nicht von ungefähr, dass auch Ennio Morricone, der damals für die großartigen Melodien der Ur-Streifen verantwortlich zeichnete, auch in beiden "Kill Bill"-Soundtracks berücksichtigt wird.

Natürlich wird hier gemetzelt, als gäbe es kein Morgen mehr. Der body count ist beachtlich und übertrifft selbst "Robocop" und Konsorten um Längen. Es fliegen Körperteile durch die Luft, Blutfontänen dienen mehrfach als optisches Stilmittel. Aber es bedarf noch nicht einmal der meist sehr groovigen Musikuntermalung um zu zeigen, dass man all dies nicht ernst nehmen sollte. Nicht ernst nehmen kann.

Spiel mir das Lied vom Massaker

Mit pränatalen Lobhudeleien auf kommende Kinofilme ist man in letzter Zeit vorsichtiger geworden. Erfahrungen wie mit den jüngsten "Star Wars"-Episoden, den beiden "Matrix"-Sequels und anderen, ähnlich gehypten Blockbustern schreckten dann doch zu sehr ab, als das man sich gerne die Blöße gibt, alsbald erneut einen Film zu bejubeln, der dann nur für Enttäuschung sorgt. Doch bei "Kill Bill - Volume 2" wird der Verfasser das Gefühl nicht los, aufs richtige Pferd zu setzen.
Denn dieser Film hat einen Vorteil, den andere nicht haben: Er ist nicht die nachgeschobene Fortsetzung, sondern im buchstäblichen Sinne der zweite Teil, die zweite Hälfte von "Kill Bill". Den Studiobossen war der Streifen damals nämlich entschieden zu lang. Da Tarantino aber nun einmal seit "Pulp Fiction" überall einen Stein im Brett hat, verzichtete man darauf, das Werk massiv zu kürzen. Man halbierte es einfach.

Nüchtern betrachtet hat diese Vorgehensweise eigentlich nur Vorteile. Sowohl an den Kinokassen, als auch bei der späteren DVD-Verwertung kann man so gleich doppelt Kasse machen. Die anfängliche Hoffnung des Studios, auch bei den Oscar-Verleihungen doppelt absahnen zu können, hat sich zumindest bisher aber als schlechter Scherz erwiesen, wurde "Kill Bill" doch im Zusammenhang der diesjährigen Zeremonie nicht einmal en passant erwähnt.
Doch nun ist "Volume 2" also im Anmarsch und verspricht, ein weitaus charakterbetonterer Filmteil zu werden als der Quasi-Vorgänger. Wo zuvor noch die Martial Arts-Streifen aus Fernost Pate gestanden hatten, so die Vorankündigungen, wolle man sich nun mehr am klassischen Italowestern der 1970er Jahre orientieren und genaueren Einblick in die - wenigen - noch lebenden Figuren geben. Da wäre zum Beispiel der von B-Film-Legende Michael Madsen dargestellte Budd "Sidewinder", Daryl Hannahs Elle "California Mountain Snake" Driver und natürlich Bill selbst, die es noch zu überwinden gäbe. Wie auch immer die Auseinandersetzungen mit den zuvor genannten aussehen und ausgehen mögen (man munkelt von einem sehr anschaulichen catfight zwischen der Braut und Elle Driver), am Ende werden sich Uma Thurman und der von David Carradine dargestellte Bill alleine gegenüberstehen.
Das ist so sicher, wie das Amen in der kleinen spanischen Missionskirche am Ende der staubigen Straße, gleich links vom Saloon.

Überhaupt: David Carradine? Nachdem er so unterschiedliche 70er-Ikonen wie John Travolta und Pam Grier kurzzeitig (Sorry, Travolta) wiederbelebt hat, scheint sich Tarantino in der zweiten Hälfte seines vierten Films dem ehemaligen "Kung Fu"-Mimen Carradine zu widmen, den man auch schon lange nicht mehr jenseits der hinteren Videotheken-Regale gesehen hat.

Fazit: Jetzt schon Tickets sichern!

Ein stilisierter Italowestern erwartet uns also, angereichert mit allen für Tarantino typischen Leckereien. Nicht zuletzt der angenehm absurde Humor der Vorgängerfilme soll in "Volume 2" wieder verstärkt zum Zuge kommen. Ob das bisher grandiose Rachedrama aber derartige Zusätze braucht ...? Nun ja, machen wir uns keine großen Sorgen. Bill wird gekillt (vermute ich einmal) und das dürfte rocken. Aber gewaltig!

Informationen zum Thema:
http://killbill.movies.go.com/ - Offizielle Homepage


Shopping-Tipps zum Thema:
"Kill Bill Vol. 2" - DVD zum Preis von 19,99 EUR
"Kill Bill" - Gebundene Ausgabe zum Preis von 17,90 EUR
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Diskutieren Sie im Corona Magazine-Forum:
http://www.corona-magazine.de/forum

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2. newsBEAT
"Star Trek: The Original Series": Erste Bilder der-DVD-Sets im Internet.

Das Region 2 Project hat erste Bilder zu den DVD-Sets der originalen "Star Trek"-Serie im Internet veröffentlicht, welche die Boxen der zweiten und dritten Staffel der Serie zeigen.
Die ersten drei Staffeln der Originalserie, durch die das wohl größte Franchise in der Geschichte des Fernsehens geschaffen wurde, werden zwischen dem 30. August und, noch gerade pünktlich zu Weihnachten, dem 06. Dezember veröffentlicht werden. Die zweite Staffel der Serie soll hierbei ab dem 01. November im Handel erhältlich sein.

Die Fans hierzulande und auch in Australien sollen aber bereits demnächst einen kurzen Blick auf die kommenden DVDs werfen können, denn laut der Webseite sollen auf der ersten DVD-Box von "Star Trek: Voyager" die Episoden 'Arena' und 'The City on the Edge of Forever' enthalten sein.

Informationen zum Thema:
http://www.r2-dvd.org

"Star Trek": Im Gespräch mit Kate Mulgrew.

In einem Interview bei der Produktion des Stückes 'The Royal Family' in Los Angeles nannte Kate Mulgrew die Arbeit an "Star Trek: Voyager" "die härteste Arbeit, die ich jemals in meinem Leben getan habe und jemals wieder machen werde."
Im Gespräch mit U Entertainment sagte Mulgrew, dass es abgesehen vom Drehen und den Versuchen, ihre Kinder zu sehen, keine freie Zeit für etwas anderes während eben dieser sieben Jahre gab. Sie enthüllte allerdings, dass ihr Sohn, Ian Eagan, derzeit Schauspielerei studiert und ihr ins Showbusiness folgen könnte.

"Sie sind aus Veranlagung Schriftsteller", so Mulgrew, "aber sie sind im Theater groß geworden, und ich denke nicht, dass es eine Überraschung wäre, wenn sich einer von ihnen als Schauspieler herausstellen würde. Ich habe sie vor [der Schauspielerei] niemals abgeschreckt."

Während sie ihre Leidenschaft für ihr Handwerk erklärte, gab Mulgrew auch zu, dass sie ihren Ehemann, Politiker Tim Hagan, nur alle zwei Wochen sehe. "Es ist sehr unorthodox, diese Heirat, und ziemlich unkonventionell", sagte Mulgrew. "Aber meine Fröhlichkeit ... ist genauso eine kreative Sache wie auch eine persönliche Sache. Ich kann meine Liebe zur Schauspielerei nicht von der Liebe zu ihm [Hagan] trennen. Sie müssen sich irgendwie arrangieren, und er weiß das."

Der Charakter, den sie in 'The Royal Family' spielt, 'Julie Cavendish', ist zerrisen zwischen ihrer Theaterkarriere und ihrer Familie. "Es geht um das fortlaufende Dilemma einer Schauspielerin, weswegen wir einen schlechten Ruf als Frauen bekommen ... oder sind wir zu beidem in der Lage? In diesem Stück ist die Antwort nein und zugleich ja. Es hängt von der Schauspielerin ab."

Nachdem 'The Royal Family' im späten Frühling beendet sein wird, wird Kate Mulgrew wieder als 'Katharine Hepburn' in 'Tea At Five' zu sehen sein, möglicherweise auch auf Tour durch die Vereinigten Staaten.

Informationen zum Thema:
http://u.redlandsdailyfacts.com

"Star Trek": Kurznachrichten.

:: Connor Trinneer (ST:ENT Trip Tucker) wird am 28. April im LiveChat bei StarTrek.com anzutreffen sein.

Informationen zum Thema:
http://www.startrek.com


:: StarTrek.com hat einen Nachruf für Shirley Maiewski, auch bekannt als "Grandma Trek", die seit 21 Jahren den 'Star Trek Welcommittee Information Service' für Fans geleitet hatte. Shirley Maiewski starb am Dienstag, den 13. April im Alter von 83 Jahren.

Informationen zum Thema:
http://www.startrek.com


:: George Takei (ST:TOS Sulu) wird einen Auftritt in der canadischen Sci-Fi-Serie "Alienated" haben. Die Episode wird am 20. April auf dem Sender 'Space: The Imagination Station ausgestrahlt' werden.

:: Totally Kate! stellt Fotos von Kate Mulgrew (VOY: Captain Janeway) und anderen von der Eröffnungsvorstellung ihres Stückes "The Royal Family" im Internet zur Verfügung.

Informationen zum Thema:
http://www.totallykate.com


:: Television Without Pity hat sich der "schlechtesten [Trek-]Episode aller Zeiten", "Spock's Gehirn" angenommen und mit einigen Kommentaren und Hintergrundinfos versehen.

Informationen zum Thema:
http://www.televisionwithoutpity.com


:: B5TV.com hat einen Artikel über den Medien-Wahn, der sich um Enterprise und UPN dreht.

Informationen zum Thema:
http://www.b5tv.com


:: In dem Magazin "TV Times" der The Vancouver Sun wird behauptet, dass Star Trek: Enterprise nach der dritten Staffel beendet wird.

"Star Trek": Gaming Event auf der FedCon XII.

Das "ST-Galaxy Network" präsentiert mit freundlicher Unterstützung von ATI Technologies Inc., Legend QDI und der FedCon GmbH in diesem Jahr einen besonderen Event auf der FedCon 12 (21.05. bis 23.05.04, Maritim Hotel, Bonn).

"Anlässlich des 25jährigen Jubiläums der "Star Trek"-Games und um die "Save Star Trek Games" Kampagne zu unterstützen, bieten wir den Fans die "FedCon Armada II Championship" an", so Bruno Kollhorst, der Betreiber des "ST-Galaxy Network". An 10 PCs können die Besucher im Raum Rheinaue ihr Glück über das Netzwerk mit dem Strategiespiel "Star Trek Armada II" versuchen und sich mit anderen Teilnehmern Messen. Mit etwas Geschick und Glück, hat man die Chance einen von 10 Preisen zu gewinnen. Zu ergattern sind u.a. Freikarten für die FedCon 13, ein niegelnagelneues Mainboard, CDs, DVDs, PC-Spiele u.v.m.

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit sich über Trekgaming allgemein und über die "Save Star Trek Games" Kampagne zu informieren, die Petition zur Kampagne zu unterzeichnen und der Redaktion vom "ST-Galaxy Network" bei der Arbeit über die Schulter zu sehen. "Wir wollen den Fans und solchen die es werden wollen Einblick in die Trekgamer-Szene geben um sie dafür zu begeistern und um Mitwirkung bei unserer Kampagne werben." Erklärt Kollhorst.

Weitere Details zu diesem Event, der "Save Star Trek Games-Kampagne" und Trekgaming finden Sie im Internet unter den folgenden Hyperlinks.

Informationen zum Thema:
http://fedcon.st-galaxy.net
http://www.startrekgames.de

"Star Trek": "Trekkies 2" feierte Premiere.

"Trekkies 2", die Fortsetzung der Fan-Dokumentation von 1997 wurde am vergangenen Donnerstag vor Cast, Crew und Unterstützern im Paramount Theater vorgestellt. Im zweiten Film wird unter anderem ein breiteres Spektrum von "Star Trek"-Fans vorgestellt, als dies im ersten Teil der Fall war.

"Star Trek"-Schauspieler wie Casey Biggs (ST:DS9 Damar), Dominic Keating (ST:ENT Reed) und Vaughn Armstrong (ST:ENT Admiral Forrest) waren bei der Präsentation anwesend und wurden von Produzentin und Moderatorin des Films, Denise Crosby (ST:TNG Tasha Yar), im Film interviewt. Gemeinsam mit Regisseur und Produzent Roger Nygard und Michael Leahy führte sie durch den Abend.

"Ich bin hier um Ihnen zu sagen, dass Trekkies überall sind!", erklärte Leahy am Podium vor vollem Theater. "Wir waren das komplette letzte Jahr unterwegs, nicht in Los Angeles oder den Staaten, sondern auf der ganzen Welt. "Trekkies 2" wurde in acht verschiedenen Ländern gedreht und aus 150 Filmstunden wurde das Passende zusammengeschnitten.
Crosby dankte allen Fans "welche erlaubten, dass wir zu ihnen mit Kameras nach Hause kommen durften um ihr Leben zu filmen".

Nygard dankte weiterhin den zahlreichen Menschen, die diesen Film ermöglichten. Unter anderem Gabriel Koerner, welcher als junger Fan im ersten Teil bereits zu sehen war und nun als Erwachsener wieder besucht wurde. Er produzierte für die Fortsetzung auch die visuellen Effekte. Weiterer Dank ging an den italienischen Priester Bernie Carman sowie an zahlreiche Bands aus Sacramento wie "No Kill I", "Stovokor" und "Warp 11".

"Ich habe es wirklich genossen diese Dokumentation zu drehen, denn ich liebe diese Leute welche wir trafen", erzählt Nygard, "Es existiert etwas Positives bei diesen Menschen, eine positive Energie. Ich denke so etwas kann uns weiterbringen." Als kleinen Seitenhieb erzählt Nygard noch "dass wir diesmal ein klares Ziel vor Augen hatten - wir wollen mehr Unterhaltung bieten als 'Matrix 3'".

Die öffentliche Premiere von "Trekkies 2" findet am 20. April im Rahmen des Newport Beach Film Festival statt. Am 25. April wird er am US Film Festival in Dallas, Texas gezeigt. Danach sollen weitere Vorführungen auf Filmfesten und Conventions folgen. Im Sommer wird mit einer DVD-Veröffentlichung gerechnet. Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen "Trekkies 2" Homepage. Den Originalbericht finden Sie bei StarTrek.com!

Informationen zum Thema:
http://www.trekkies2.com
http://www.startrek.com

"Star Wars": Interessante Details zu den DVDs.

In den letzten Tagen fanden sich auf diversen Websiten übereinstimmend erste interessante Details zu der DVD-Box mit der ersten "Star Wars"-Trilogie ("Krieg der Sterne", "Das Imperium schlägt zurück", "Die Rückkehr der Jedi-Ritter"), die am 20. September veröffentlicht wird. Noch nicht alles davon ist offiziell bestätigt, die folgende Details gelten aber als "recht sichere Gerüchte":

:: Es wird doch weitere Änderungen an den Filmen geben. So soll in der Szene, in welcher Han Solo und Jabba the Hutt das erste Mal aufeinander treffen, die CGI von Jabba drastisch verbessert werden, ferner sollen Einstellungen, in welchen der Imperator als Holo-Projektion zu sehen ist, durch neue Einstellungen mit dem Palpatine-Darsteller aus den neuen Filmen ersetzt werden. Ob Han in der Greedo-Szene wieder zuerst schießen darf, wurde noch nicht geklärt.

:: Neben George Lucas konnten auch Irvin Kershner, Regisseur von "Das Imperium schlägt zurück" und Lawrence Kasdan, der die Drehbücher für "Episode V" und "Episode VI" mitverfasste, für einen Audiokommentar gewonnen werden. Ebenfalls ihre Stimmen beisteuern werden Carrie Fisher (Prinzessin Leia), FX-Meister Dennis Muren und Sound-Designer Ben Burtt.

:: Herzstück der Extras wird eine sehr ausführliche Dokumentation mit dem Titel: "Star Wars: The Independent Films Documentary", die eine rekordverdächtige Laufzeit von zweieinhalb Stunden aufweisen und mit teilweise noch nie veröffentlichtem Hintergrundmaterial zu der Trilogie aufwarten soll.

:: Bereits bekannt ist, dass Bild und Ton gegenüber der Special Edition von 1997 noch einmal drastisch verbessert werden. Insbesondere beim Ton wurde nicht einfach nur der vorhandene Mix aufpoliert (wie 1997), sondern unter Zuhilfenahme der Original-Elemente und Spuren ein komplett neuer Mix erstellt, der höchsten Ansprüchen genügen soll. Eine THX-Zertifizierung ist bei Lucas sowieso selbstverständlich.

:: Abgerundet wird die Box durch eine Vorschau auf den im Mai 2005 starteten "Episode III", dem wohl letzten "Star Wars"-Film.

Die Extras sollen nach bisherigen Informationen weltweit identisch sein.

Informationen zum Thema:
http://www.starwars.com - Offizielle Homepage


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"Harry Potter": Start im November 2005.

Wie Warner in der letzten Woche bekannt gab, wird als US-Release-Datum für den vierten "Harry Potter"-Film, "Harry Potter and the Goblet of Fire", nun der 18. November 2005 angepeilt. Der Start in Deutschland dürfte, wie bereits bei den ersten drei Filmen, nur wenige Tage darauf folgen. Aus der Ankündigung ist auch herauszulesen, dass der Film nun definitiv in einem Stück gezeigt wird und nicht, wie zuvor oft vermutet, in zwei Teile aufgeteilt.

Informationen zum Thema:
http://harrypotter.warnerbros.com - Offizielle Homepage


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"Smallville": Die 4. Staffel ist gesichert!

Wie das "WB"-Network vor kurzem bekannt gab, wurde die Science Fiction-Serie "Smallville" für ein viertes Jahr verlängert. Die neuen Folgen werden wie gewohnt ab Herbst in den USA laufen. In Deutschland ist letztes Wochenende die zweite Staffel in deutscher Erstausstrahlung zu Ende gegangen, vorerst laufen Wiederholungen.

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"The Ring 2": Neue Informationen zum Cast.

Der Schauspieler Simon Baker ("Red Planet", "L.A. Confidential") ist zum Cast von "The Ring 2" gestoßen, der ab Mitte Mai gedreht wird und im nächsten November starten soll.
Wieder dabei sind ebenfalls Naomi Watts (Rachel Keller), Daveigh Chase (Samara Morgan) und David Dorfman (Aidan Keller). Bei der Regie gibt es leider einen Wechsel zu verzeichnen: Gore Verbinksi ("Pirates of the Carribean") ist nicht mehr dabei, dafür wird der Film von Hideo Nakata gedreht, der auch bereits die Original-"Ring"-Filme (in Japan) gedreht hat. Nach Angaben des Studios besteht zwischen dem originalen "Ring 2" und dem neuen amerikanischen Film kein Zusammenhang mehr.

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"Exorzist IV": Auf DVD wahrscheinlich zwei Mal!

Es klingt wie ein verspäteter April-Scherz: Nachdem aufgrund "kreativer Differenzen" der Regisseur Paul Schrader bei "Der Exorzist IV" gefeuert wurde, sein bereits fertig gestellter Film im Archiv verschwand und von Renny Harlin eine komplett neue Version inszeniert wurde, die dieses Jahr in die Kinos kommt, überlegt das produzierende Studio Morgan Creek im Moment ernsthaft, beide Versionen auf DVD anzubieten!

Der Hintergrund ist folgender:
"Der Exorzist IV" war von Anfang an eine problemgeplagte Produktion. Als Regisseur war zunächst John Frankenheimer vorgesehen, doch der verstarb kurz vor Beginn der Dreharbeiten, so dass dann Paul Schrader ("Katzenmenschen", Drehbuch von "Die letzte Versuchung Christi") die Regie übernahm. Nach Fertigstellung des Films war das Studio unzufrieden damit, der Film sei nicht Furcht erregend und auch nicht blutig genug.
Als man sich über die endgültige Version nicht einigen konnte, wurde der Film Paul Schrader weggenommen, der Regisseur gefeuert und das Studio sah sich nach jemandem um, der noch einige Einstellungen nachdrehen könne, um den Film zu verbessern.

Gefunden wurde schließlich der Finne Renny Harlin, der bereits Erfahrungen im Horror-Bereich hatte ("A Nightmare on Elm Street 4", "Deep Blue Sea") , einige Blockbuster ("Stirb Langsam 2", "Cliffhanger") vorweisen konnte und sehr gute Vorab-Presse für seinen neuen Film "Mindhunters", einen Profiler-Thriller bekommt, der in den USA im Sommer startet.
Entgegen der ursprünglichen Planungen drehte Harlin aber nicht nur zusätzliche Szenen, sondern den kompletten Film neu (wodurch das Gesamt-Budget für das Projekt von 50 auf 100 Millionen anstieg), ohne eine einzige Szene von Schrader zu verwenden und besetzte auch viele der Rollen neu, bis auf Stellan Skarsgard, der in beiden Versionen den exorzierenden Pfarrer spielt. Die Skandinavier Skarsgard und Harlin kennen sich bereits von "Deep Blue Sea", wo dem Schauspieler in einer denkwürdigen Szene von einem Hai im Film der Arm abgebissen wurde.

Da verschiedene Versionen eines Films auf DVD oft ein gutes Geschäft versprechen und um erhebliche vertragliche Probleme zu lösen - es dürfen nur wenige Leute an einer Position in den Credits genannt werden, man muss aber die Talente, die alle ein vertragliches Recht auf Nennung haben, von jetzt zwei Filmen dort unterbringen, wenn nur Harlins Version auf den Markt kommt - wird im Moment ernsthaft überlegt, auf DVD dann nicht nur Harlins Version, die in den USA am 20. August in die Kinos kommt, zu veröffentlichen, sondern auch die von Paul Schrader.

In einer ersten Stellungnahme hat sich Schrader über diese Entwicklung hoch erfreut gezeigt, er sei immer noch sehr stolz auf seinen Film. Auch wenn das obige noch nicht endgültig offiziell bestätigt wurde, wird es von verschiedenen Seiten wie E! Online, TheDigitalBits u.a. gemeldet.

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Heyne-Verlag stellt die Fantasy-Reihe ein!

Das endgültige Ende der Heyne Fantasy Taschenbücher wird von Seiten des Verlages bestätigt. Auf Rückfrage unseres Partners phantastik.de teilte die Pressestelle des Heyne Verlages vor kurzem mit, dass die in den Vorschauen ausgewiesenen Fantasy Titel ab dem Frühjahr 2004 aufgrund des Verkaufs der Fantasy-Taschenbuchsparte an Piper nicht mehr bei Heyne erscheinen werden.

Informationen zum Thema:
http://www.heyne.de - Heyne Verlag

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3. Kolumne: Tun Sie uns einen Gefallen, Mr. Berman!
von Mike Hillenbrand

Was macht ein erwachsener Familienvater, wenn Frau und Kinder über die Ostertage einen (verdienten) Kurzurlaub antreten? Kümmert er sich um den liegen gebliebenen Papierkram? - Nein! - Mäht er den Rasen und trimmt die Übergänge zu Terrasse und Wegen? - Auch nicht! - Entspannt er sich bei ausgedehnten Spaziergängen und - Vorsicht, juveniles Machogedankengut! - gemütlichen Treffen mit Freunden und Kumpels aus alten Tagen? Naja, fast ...

Bajoranischer Fernsehmarathon

Nach der als richtig und gerne bedachten Würdigung des religiösen Hintergrunds dieses Festes, hat sich besagter Familienvater und Autor dieses Textes tatsächlich auf sehr juvenile Art und Weise verhalten und die "sturmfreie" Bude genutzt, um so richtig die Sau rauszulassen. In einer Art DVD-Marathon hat er sechszehn Folgen der Serie "Star Trek: Deep Space Nine" hintereinander weg geschaut und sich dabei königlich amüsiert. Es war Karfreitag, das Wetter war schlecht, die Wohnung warm und das Programm, das der DVD-Player inmitten dieses rein vom Wetter her eher unschönen Feiertages anbot, erwies sich als zu verlockend, als dass ich hätte widerstehen können.

"Star Trek: Deep Space Nine" ist von jeher einer meiner Lieblinge im "Star Trek"-Universum. Zwar mag ich auch die Abenteuer von Captain Picard und Co., aber Commander respektive Captain Sisko ist einfach irgendwie ... cooler. Vor allem Staffel Vier hat es mir angetan, während ich das sechste Jahr als eher unterdurchschnittlich empfinde.
Nichtsdestotrotz ist die Serie das SF-Highlight der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts und mit ausreichend ... Mineralwasser und Schnittchen *zwinker* ... bewaffnet, verfolgte ich die Einsätze der Defiant, den Krieg gegen das Dominion, den Tod von Jadzia Dax und die Gottwer^h^hProphetwerdung des Abgesandten in der letzten Folge der Serie.

Fiebrige Phantasien von Raumstationen und großen Leinwänden

Es mag an dem Schnittchenkonsum gelegen haben oder vielleicht auch an der starken visuellen Reizung meines interkolumnendalen Kortex, aber die Nacht auf den folgenden Samstag war nicht von entspannter Ruhe gekrönt. Tatsächlich waberten Fetzen von vermeintlichen Filmsequenzen durch meinen Schädel, zeigten mir eine brav durch die Nacht fliegende Enterprise NX-01, einen störrisch "Ich werde nie wieder Picard spielen!"-aufsagenden Patrick Stewart und einen William Shatner, der sich als Initiator der "Bring Kirk back!"-Kampagne entpuppte. Und während ich mich unruhig von der einen auf die andere Seite wälzte und mich im Traum vergeblich davor zu drücken versuchte, mit Bill Shatner über Pferde zu sprechen, erschien mir plötzlich ER.

Nein, es war nicht Gottes Sohn, der für uns am Kreuz gestorben ist, sondern lediglich der Herr über das "Star Trek" der letzten Dutzend Jahre, der da munter in meinen unruhigen Schlaf tapste. Und während er da so lang lief, wurde mir plötzlich klar, dass ich ihm etwas sagen musste. Interessanterweise waren es nicht etwa die typischen Sätze, die man von einem Roddenberry-Anhänger wie mir hätte erwarten dürfen. Ich rief nicht "Erschieß Dich!" oder "Mach Dich vom Acker!". Ich bewarf ihn auch nicht mit faulen Tomaten oder legte ihm nahe, sich von Joss Whedon oder JMS ablösen zu lassen. Ich ging einfach nur auf ihn zu und sagte: "Mr. Berman, bitte bringen Sie "Deep Space Nine’ zurück."

"Ich will wieder an das Wurmloch!"

Ich erwachte am nächsten Morgen, fühlte mich nicht unbedingt ausgeruht, eher etwas gerädert, aber mir waren zwei Dinge sehr, sehr klar. Erstens: Ich brauchte dringend einen großen schwarzen Kaffee. Und zweitens: Ich möchte - allen betriebswirtschaftlichen Erwägungen, dem gesunden Menschenverstand und sonstigen realistischen Erwägungen zum Trotz - wissen, wie es bei "Star Trek: Deep Space Nine" weitergeht. Und plötzlich überkam mich die Erkenntnis: Der Fan in mir war wieder erwacht.

Dem Fan in mir ist es egal, ob es sich um einen Kino-, einen Fernsehfilm oder gar eine Mini-Serie handelt, ihm ist nur eines klar: Diese Serie hat noch kein Ende gefunden! Pah-Geister hin, Dominion-Krieg her - die Mission des Commander Benjamin Lafayette Sisko war die Mitgliedschaft Bajors in der Föderation. Und die ist eindeutig noch nicht gegeben.

Die "Next Generation" hatte im Kino ihre Chance. Das "Raumschiff Voyager" ist wieder zu Hause angekommen - und Captain Archer muss erst noch beweisen, dass er in Wirklichkeit nicht ein temporales Paradoxon darstellt. Einzig "Deep Space Nine" hat das Potenzial und die Charaktertiefe, fortgeführt zu werden.

"Faith of the Heart"

Darum mein Aufruf aus tiefstem "Star Trek"-Herzen: Denken Sie nicht über irgendwelche mysteriöse Kino-Trilogien nach. Entdecken Sie Bewährtes - dass können Sie doch eh so gut, Mr. Berman! Gut, Sie wollen Ihren Stuhl nicht aufgeben. Das kann ich ja sogar irgendwie verstehen. Aber dann versuchen Sie auch bitte nicht, irgendetwas Hochinnovatives zu erfinden. Das geht ja doch in die Hose. Schauen Sie sich einfach nur um, das Gute liegt so nahe! Schaffen Sie Sisko zurück aus dem Wurmloch in die Raumstation am Rande der bekannten Galaxis.

Tun Sie uns allen doch wenigstens den Gefallen.

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4. Star Trek: Die "The Lost Era"-Buchreihe, Teil 1
von Etienne Quiel

Die verlorene Ära

Dass "Star Trek"-Romane soviel Spaß machen, liegt unter anderem daran, dass sie sehr oft Fragen beantworten, die sich Fans beim Betrachten der Fernsehepisoden und Kinofilme stellen. Die Autoren können Geschichten um Ereignisse herum stricken, die oftmals nur kurz in der einen oder anderen Episode Erwähnung fanden, aber äußerst wichtig im geschichtlichen Kontext des "Star Trek"-Universums sind.
Indem sie das tun, füllen die Autoren nicht nur Lücken in der Historie von "Star Trek", sondern ermöglichen dem Leser auch Blicke in Vergangenheit und Zukunft einiger Charaktere. Man kann unter anderem darüber lesen, wie die Charaktere als Kinder waren, über ihre Erlebnisse an der Akademie der Sternenflotte oder über ihre weitere Entwicklung nach ihrem letzten Auftritt auf Fernsehschirm oder Kinoleinwand.
Den Autoren bietet sich dabei die einmalige Gelegenheit, viele der Charaktere auf völlig neue Art und Weise zu verwenden. Oftmals sind das Charaktere, über die bisher relativ wenig bekannt ist.

Die "The Lost Era"-Buchreihe ist eine Serie von sechs Romanen, welche die 70-jährige Zeitspanne zwischen Captain Kirks Verschwinden in "Star Trek: Treffen der Generationen" und dem Pilotfilm von "Star Trek: The Next Generation" umfasst. Jeder dieser Romane steht dabei für sich allein und präsentiert eine umfassende Erzählung, die sich entweder auf ein wichtiges Ereignis oder auf bei den Fans beliebte Charaktere konzentriert.
Es gelingt nicht, die Romane einer bestimmten "Star Trek"-Serie zuzuordnen. Die Geschehnisse sind wesentlich umfangreicher, als dass sie in den Rahmen einer einzelnen Serie passen würden.

Herausgeber Marco Palmieri und die involvierten Autoren haben äußerst akribisch nachgeforscht und die Arbeit untereinander gründlich abgestimmt, so dass die einzelnen Romane weder einander noch etabliertem "canon" widersprechen. Es wurde der gerade in der jetzigen Zeit von "Star Trek: Enterprise" oftmals von Fans vermissten Kontinuität größte Beachtung geschenkt, um die Handlungen auch auf schon vorhandene Romane abzustimmen, die in jener Zeitepoche spielen.

Zusammengefasst ergeben die Bücher dieser Miniserie einen hervorragenden Überblick über die Ereignisse jener siebzig Jahre.

2298: "The Sundered" by Michael A. Martin and Andy Mangels

Es ist das Jahr 2298, fünf Jahre nach Captain Kirks Verschwinden im Nexus. Zum ersten Mal seit dem Erstkontakt mit den äußerst xenophobischen Tholianern, geben diese ihre Zurückgezogenheit auf und bieten der Föderation Friedensgespräche an. Die U.S.S. Excelsior unter dem Kommando von Captain Hikaru Sulu transportiert eine Gruppe von Föderationsdiplomaten zum vereinbarten Treffpunkt nahe des tholianischen Raumgebietes, wobei Sulus Schiff der Verhandlungsort für die Gespräche sein wird.
Sulu erhält jedoch vom Sternenflottenkommando den Auftrag, im Verdeckten zu ermitteln, was der Grund für das offenbar massive militärische Aufrüsten der Tholianer ist, ob sich Gerüchte eines Konfliktes der Tholianer mit einem der Sternenflotte unbekannten Gegner bestätigen und in welchem Zusammenhang die plötzlichen Friedensgespräche zu alldem stehen.
Unter gewöhnlichen Umständen wäre es sicher zu einer Katastrophe gekommen, als die Tholianer Sulus Spionageaktivitäten entlarven. Aus noch unbekanntem Grund scheinen die Friedensgespräche für die Tholianer aber so wichtig zu sein, dass sie die Situation nutzen wollen, um das gegenseitige Misstrauen zu überwinden.
Als der tholianische Botschafter von den Vorgängen berichten will, die Sulu im Geheimen versucht hat zu enthüllen, wird dieser von seinem eigenen Assistenten am Verhandlungstisch ermordet. Daraufhin werden die Gespräche auf unbestimmte Zeit verschoben und die tholianische Delegation kehrt auf ihr eigenes Schiff zurück.
Unter Vortäuschung der Rückkehr in den Föderationsraum, begibt sich die Excelsior auf eine eigenmächtige Mission zur entfernten Seite des tholianischen Raumes, um der Angelegenheit auf den Grund zu gehen. Sulu und seine Crew geraten mitten in einen erbitterten Konflikt zwischen den Tholianern und den bisher unbekannten Neyel und werden prompt von beiden Parteien der Kollaboration mit der jeweils anderen Seite beschuldigt.
Als Sulu die Wahrheit hinter der Herkunft der Neyel entdeckt, muss er sich entscheiden, wo seine Verantwortung liegt, bei der Sicherung des zerbrechlichen Friedens mit den Tholianern oder bei den Opfern der tragischen Vergangenheit seines Heimatplaneten ...

Die Tholianer waren zum ersten Mal in der klassischen "Star Trek"-Episode "Das Spinnennetz" zu sehen. Ein einigen weiteren Episoden und Romanen fanden sie zusätzlich Erwähnung. Mit "The Sundered" wird aber zum ersten Mal ein weitreichender und tiefer gehender Einblick in ihre Kultur und Gesellschaft gewährt.
Außerdem bietet dieser Roman die Möglichkeit, mehr über diverse Charaktere zu erfahren. Das sind im einzelnen Pavel Chekov als 1. Offizier, Janice Rand an der Kommunikation, Christine Chapel als Chefärztin, Leonard James Akaar als Sicherheitschef (im "Deep Space Nine"-Relaunch als Admiral eine größere Rolle spielend) und einen recht junger Lieutenant Tuvok als Wissenschaftsoffizier. Tuvok kommt zum Ende dieser Mission zu einer wichtigen Entscheidung, die den weiteren Lauf seiner Karriere und seines Lebens maßgeblich beeinflussen wird.
Positiv fällt weiterhin auf, dass sich das Autorenduo die nötige Zeit nimmt, um neben den Hauptdarstellern weitere Crewmitglieder agieren zu lassen und auf diese genauer einzugehen. Dadurch wird die Mannschaft der Excelsior als solche für den Leser glaubwürdiger und es entsteht nicht das Gefühl, hier würde nur eine kleine Gruppe von Helden agieren, während die "Lower Decks" im Verborgenen bleiben.

"The Sundered" vermittelt auf gekonnte Art und Weise einen Eindruck der politischen Verhältnisse und der Konsequenzen aus dem nur wenige Jahre zurückliegenden Khitomer-Abkommen mit den Klingonen. Das Kräfteringen zwischen der Sternenflotte und der diplomatischen Abteilung der Vereinten Föderation der Planeten werden zu einem entscheidenden Element der spannenden und vielschichtigen Handlung.

Der wohl faszinierendste Teil des Romans sind die äußerst realistisch geschilderten Kapitel über die Vergangenheit der Neyel, ihre Entwicklung als Kultur, der sie prägenden Umstände und ihre Verbindung zur Erde des 21. Jahrhunderts. Im Zuge dieser Enthüllungen erfährt der Leser mehr über die Zeit unmittelbar vor dem 3. Weltkrieg, der Konsequenzen des Krieges und dem Weg der Menschheit aus dieser chaotischen Epoche heraus.

Insgesamt gibt es an "The Sundered" nichts auszusetzen, damit reiht es sich in die Gruppe der besten "Star Trek"-Romane ein. Ein äußerst vielversprechender Auftakt dieser Buchreihe.

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5. Angel & das Jahr des Seriensterbens
von Thomas Höhl

Dieses Jahr hat man ja fast den Eindruck, dass man sich leichter tut, die Serien aufzuzählen, die ganz sicher nicht eingestellt werden, so viele werden sich im Mai 2004 vom US-Bildschirm verabschieden.
Mit der letzten Staffel von "Friends" geht schon mal einer der größten Sitcom-Klassiker aller Zeiten zu Ende, auch wenn das Spin-Off "Joey" die Leute trösten soll.
Das Ende des "Cheers"-Spin-Offs "Frasier" ist auch sicher, womit die über 22 Jahre andauernde "Cheers"-Ära schließlich einen Abschluss findet.
Die ABC-Erfolgsserie "Practice - Die Anwälte" von "Ally McBeal"-Erfinder David E. Kelley wird auch nicht verlängert, und die in Deutschland völlig unbekannte Highschool-Serie "Boston Public", mit Jeri Ryan, ebenfalls von David E. Kelley, wird nun nach der dritten Staffel eingestellt, bevor überhaupt eine Folge in Deutschland lief.
Der Tüpfel auf dem I wäre "Enterprise". Wenn sich die immer lauter werdenden Unkenrufe wirklich bewahrheiten, würde das "Star Trek"-Universum nach 18 Jahren Dauerpräsenz erstmals nicht nach der Sommerpause mit neuen Folgen auf den Bildschirm zurückkehren.

Das Ende von "Angel"

Und jetzt hat es nun auch noch "Angel" erwischt. So steht fest, dass der düstere "Buffy"-Ableger die Ursprungsserie nur um ein Jahr überlebt hat. Doch anders als bei all den anderen genannten Beispielen ist die Absetzung von "Angel" nicht vorhersehbar gewesen, im Gegenteil. Die Serie stand schon deutlich schlechter da.
Bereits zum Ende der vierten Staffel war eine Verlängerung nicht mehr sehr wahrscheinlich. Nur eine radikale Umgestaltung der Handlung und eine extreme Beschneidung des Budgets halfen, wobei der skeptische Haussender "The WB" vorerst nur 13 Folgen in Auftrag gab.

Im schützenden Schatten von "Smallville"

"Angel" lief nun direkt im Anschluss an die Erfolgsserie "Smallville", und die Verantwortlichen des Senders waren von den Quoten so beeindruckt, dass sie umgehend eine volle Staffel orderten. Die Ratings von "Angel" waren plötzlich besser als je zuvor, und das, obwohl die Serie mit der fünften Staffel zunächst ungewöhnlich schwerfällig in Gang kam.
Den Zuschauern schien es dennoch zu gefallen, nach den Abenteuern im hellen Smallville ins dunkle L. A. zu wechseln.

Joss Whedon geht Essen

Und dann geschah es: Eines Abends aß Joss Whedon mit WB-Präsidenten Jordan Levin zu Abend und dabei sprach er die sechste Staffel von "Angel" an. Denn Whedon wollte dem Cast und der Crew sagen, wie sie die Zukunft zu planen hätten.
Doch dann blieb dem "Buffy"-Erfinder angeblich der Bissen im Halse stecken, denn Jordan Levin teilte ihm unverblümt mit, dass die Serie im Herbst nicht zurückkommen würde. Seitdem betonen Macher und Darsteller immer wieder, dass sie mit einer solchen Entscheidung niemals gerechnet hätten.

Verblüffung

Die Entscheidung von "The WB" verbreitete sich wie ein Lauffeuer aus, Verblüffung und Ratlosigkeit machte sich unter den Fans breit. Es gibt so gut wie keine Serie, bei der die Gründe für die Absetzung nicht offen auf der Hand liegen. Entweder hat die Sendung zu wenig Zuschauer oder die Darsteller ziehen einen Schlussstrich. Doch hier?
Al Gough, der Erfinder der Serie "Smallville", war ebenfalls erschüttert. "Ich weiß nicht, warum sie ’Angel’ abgesetzt haben", meinte er dazu. "Mit ’Smallville’ um 20 Uhr und ’Angel’ um 21 Uhr hatten wir wirklich einen sehr guten Block, und es gibt viele Crossover-Fans der Serien. Wenn man die Qualität und die Quoten dieses Jahr in Betracht zieht, waren wir [von ’Smallville’] schockiert, dass sie die Serie abgesetzt haben."

Theorien für das Ende

Fans rätseln seitdem, wie es zu dieser völlig überraschenden Meldung kommen konnte. Natürlich, die magische Grenze von 100 Episoden, die für einen besseren Verkauf im Syndication-Markt nötig sind, war überschritten, aber das dürfte "The WB" ziemlich egal sein, denn produziert wird die Serie von "Fox".
Warum schmeißt ein Sender eine erfolgreiche Serie auf den Müll, wenn Serien wie "Charmed" trotz schwächerer Quoten bereits in das siebte Produktionsjahr gehen dürfen?

Eine herzerweichende Beerdigungsrede

Die offizielle Begründung von "The WB" liest sich auch wahrhaft herzerweichend. "In den letzten sieben Jahren war die Serie ein Pfeiler unseres Networks. Die Arbeit, die hier geleistet wurde, resultierte in einigen der stolzesten Momenten unseres Senders. Daher verdienen es die Darsteller, die Crew, die Autoren und Producer die Serie wie einen Klassiker abzuschließen, und daher ließen wir Joss Whedon so frühzeitig wissen, dass wir die Serie beenden würden."

Viele Gründe

Soso. Die Serie hat gute Quoten und man ist stolz darauf. Das leuchtet als Begründung für die Absetzung vielleicht nicht jedem sofort ein. Was also steckt dahinter?
Da "The WB" auch "Buffy" nach der fünften Staffel cancelte, kam es zu einigen Reibereien zwischen Joss Whedon und "The WB"-Boss Jamie Kellner, die nie wirklich beigelegt wurden.
Auch scheint es so, als habe sich Whedons Begeisterung für "Angel" nie so richtig entwickeln können, er schrieb bislang kaum eine Hand voll Drehbücher für den "Buffy"-Ableger. Auch Hauptdarsteller David Boreanaz gab inzwischen in Interviews bekannt, dass er die Absetzung der Serie gar nicht so schlecht findet.
Man kann also davon ausgehen, dass das Ende von "Angel" von Joss Whedon vielleicht sogar hätte verhindert werden können, hätten die verantwortlichen Studiobosse wirklich großes Engagement vermutet, und dass es so allen Verantwortlichen durchaus gelegen kam.

Das Finale

Joss Whedon hat nun in einem offiziellen Statement bekannt gegeben, dass man schon lange für "Angel" ein bestimmtes Finale geplant habe, ein Finale, das wie ein Knall sein wird und vielleicht wieder eine Basis für ein weiteres Spin-Off sein kann. Darauf wird die fünfte Staffel nun hinsteuern, und man sei so gesehen froh, es frühzeitig erfahren zu haben.
Mit anderen Worten: Whedon selbst hat innerlich mit "Angel" abgeschlossen. Vielleicht kam der Entschluss von "The WB" sogar in harmonischer Übereinkunft zustande, denn derweil freut sich Whedon viel mehr, seine Serie "Firefly" in einem Kinofilm fortsetzen zu können.
Daher werden all die zahlreichen Petitionen von Fans auch kaum etwas bewirken. Sie verhelfen "Angel" nur noch zu höheren Einschaltquoten und zu einer kostenlosen Werbung, weshalb Whedon und seine Kollegen die Hoffnung der Fans nicht sofort im Keim ersticken. Abgeschlossen haben sie aber längst mit "Angel" und dem Buffyversum, daher hat Joss Whedon noch nicht einmal vor, das Finale von "Angel" selbst zu schreiben.

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6. Drei Fragen an Tina Ziegler / Sat 1
von Mike Hillenbrand

Die Ausstrahlung von "Star Trek: Enterprise" muss im Programm von Sat 1 so manche Hürde nehmen. Wechselnde Sendeplätze, eine Unterbrechung der Erstausstrahlungen, dafür immer mal wieder Wiederholungen, vor allem aber niedrige Marktanteile machen der Show wie auch ihren Fans das TV-Leben schwer. Wir konnten dem deutschen "Star Trek"-Sender Nummer Eins dazu einige Fragen stellen.

Corona Magazine: "Ab wann werden die restlichen Folgen von "Star Trek: Enterprise" nun in Sat 1 ausgestrahlt und warum kam es zu den Verzögerungen?"

Tina Ziegler, Sat 1: Aufgrund unseres Planungsvorlaufs von 6 Wochen kann ich Ihnen noch keinen genauen Termin nennen. Wir sind der Star Trek-Sender, alle frischen Star Trek-Serien und Folgen sind in Sat 1 zu sehen und zu genießen.

Corona Magazine: "Es heißt, Sat 1 habe einen Vertrag mit den Lizenzgebern, in denen sich der Sender zur Ausstrahlung verpflichtet und die Serie darum für eine gewisse Anzahl an Ausstrahlungen auch nicht an z.B. Kabel1 abgeben darf. Ist das so und wenn ja: Halten Sie diese Abmachung jetzt nachträglich für einen Fehler?"

Tina Ziegler, Sat 1: Von solchen Vereinbarungen ist mir nichts bekannt.

Corona Magazine: "Welche Zukunft hat Star Trek zukünftig im Programm von Sat.1?"

Tina Ziegler, Sat 1: "Wie bereits erwähnt liegt die Zukunft von Star Trek auf jeden Fall bei Sat 1. Doch der Tag hat nur 24 Stunden und die Woche sieben Tage. Für einen Sender allein gibt es inzwischen zu viele Star Trek-Serien. Als Senderfamilie haben wir die Möglichkeit auch die Serien zu zeigen, die bei Sat.1 aus Kapazitätsgründen zur Zeit nicht ausgestrahlt werden können. Und wir sind sehr glücklich, dass Kabel1 mit der Classic-Serie und mit "Star Trek - Das nächste Jahrhundert" Erfolg beim Zuschauer hat. Auch für die Fans ist das großartig: Zum ersten Mal laufen alle Star Trek-Serien parallel im deutschen Free-TV."

Informationen zum Thema:
http://www.sat1.de/serien/milleniumgate/


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7. Ihre Meinung

Die in dieser Rubrik durch Namen gekennzeichneten Texte sind Leserzuschriften. Sie spiegeln die Meinung der Leser wieder und stimmen nicht unbedingt mit der Meinung der Redaktion des Corona Magazines überein. Wenn Sie uns auch schreiben möchten; keine Scheu: dialog@corona-magazine.de. Bitte beachten Sie, dass wir nur Zuschriften veröffentlichen, die mit vollständigem Namen versehen sind. Die eMail-Adressen der Leser werden auf Anfrage von der Corona-Redaktion bekannt gegeben. Wir danken für Ihr Verständnis!


Corona Magazine #119
Allgemeines Feedback

Hallo zusammen, Ihr wollt Feedback haben? Das könnt Ihr von mir gerne bekommen. Zunächst einmal ein großes Dankeschön für die organisierte Good Will-Aktion. Ich bin einer der glücklichen Gewinner. Vor ein paar Tagen habe ich mein Paket mit dem Nemesis-Giftset, bestehend aus der Nemesis-DVD, dem zugehörigen Soundtrack und der 1. DVD der Season 1, von der Post abgeholt. Genial! Neben dem Inhalt finde ich auch die Verpackung sehr originell...

Und nun zu Eurem Magazine. Ich bekomme es seit einiger Zeit und lese es auch regelmäßig. Zugegeben, nicht von Anfang bis Ende, aber es sind immer Artikel / Berichte dabei, die mich brennend interessieren. So bleibe ich immer auf dem Laufenden, ohne mir die Informationen mühsam aus dem Netz heraussuchen zu müssen ;-) Meinen Respekt auch, dass Ihr es schafft, dieses Hobbyprojekt dauerhaft so gut rüber zu bringen. Finde ich richtig stark! Ich selbst bin seit langer Zeit ehrenamtlich (in der Jugendarbeit) tätig, und weiß wie gut Feedback tun kann. Es ist Teil des Schlüssels zur Motivation. Also macht unbedingt so weiter, Ihr seid spitze!!!

- Kai Buchal


Corona Newsletter #08-2004
Umfrage: Ihre Meinung zu Rick Berman und Star Trek

Nun ich denke Rick Berman wird nicht abgelöst. Wenn aber doch, so würde das gut für das Franchise sein, solange nicht Brannon Braga sein Amt übernimmt, sondern jemand (fast)ganz frisches, der die Ketten des alten Konzeptes sprengt. (wie z.B. neuer Planet ruft Hilfe und Enterprise hilft). […]
Ich glaube auch, dass Berman nicht viel mit DS9 zu tun hatte. Zwar hatte er die Serie erschaffen (mit Hilfe von Michael Piller), aber da er am Anfang der Serie sich auch noch um TNG kümmern musste und später dann um VOY, war er wohl nicht für die Qualität von DS9 verantwortlich. Vielmehr denke ich da an Ira Steven Behr, Ronald D. Moore und die starken Drehbuchautoren.
Somit glaube ich, dass es nicht schlimm ist wenn Berman sein Hut nimmt, wenn somit Platz für andere kreative Leute wird. Für die Zukunft ist aber wichtig, dass das Universum (die Geschichte) nicht zerstört wird. Star Trek ist Star Trek und muss es auch bleiben. […]

- Julian Klausa


Corona Newsletter #08-2004
Umfrage: Ihre Meinung zu Rick Berman und Star Trek

Hallo, ich würde es sehr schade finden, wenn Rick Berman Star Trek verlassen würde. Der letzte Kinofilm ist zwar nicht so gelungen, obwohl er schöne Ansätze hatte. Aber bei den Serien hat er gute Arbeit abgeliefert. Enterprise ist erfrischend anders. Die Crew agiert nicht in dem doch recht starren Korsett der Förderation. Keine oberste Direktive. Sie treten in kleine und große Fettnäpfen und haben damit ihre Probleme. Erstkontakte bekommen dadurch eine besondere Note. Enterprise an sich ist auch etwas dunkler, wie es auch DS9 war. Es sind nicht so sehr die strahlenden guten Helden. Es sind wieder mehr Menschen von heute geworden, die versuchen ein großes Ziel zu erreichen. Sie streben nach einem guten Ziel, aber manchmal kommen einfach Vorurteile durch. Sehr schön gemacht.
Da Rick Berman daran sicher einen großen Anteil hat, sollte er bei Star Trek bleiben. Aber da ist wieder das Problem, wenn man mit Kunst / Unterhaltung Geld verdienen will / muss. Dass passt manchmal halt leider nicht zusammen, da es nicht unbedingt Mainstream ist.

- Björn Drewes


Corona Newsletter #08-2004
Umfrage: Ihre Meinung zu Rick Berman und Star Trek

Hi, schickt Rick Berman in den Subspace und holt Ira Steven Behr zurück, dann gibt es auch wieder gute Star Trek-Serien.
- Veit Hellweg


Corona Newsletter #08-2004
Umfrage: Ihre Meinung zu Rick Berman und Star Trek

Hallo Corona Team, als erstes möchte ich mal ein großes Lob an euch aussprechen "LOB" :-) Ich finde es echt bewundernswert so etwas als Hobby aufzuziehen und auch noch durch zu halten, Respekt.

Ich fände es Grundsätzlich verständlich wenn man Rick Berman ersetzen wollte, denn seit Voyager dümpelt Star Trek doch eher dahin. Rick Berman hat sicherlich viel getan für das Franchise aber ich denke das Ganze braucht auch mal frisches Blut. Jemanden der näher an der Fangemeinde dran ist, einer der wieder denkt wie die Fans. Ich glaube, das ist Rick Berman über die Jahre abhanden gekommen. Rick Berman ist nun schon so lange dabei, es wird Zeit für jemand anderen. Gebt Rick Berman ein großartige Abschiedsparty, denn die hat er sich auf jeden Fall verdient.

Ansonsten bin ich der Meinung Star Trek würde eine Pause gut tun. Keine Fernsehserie mehr und in 2-3 Jahren dann mal wieder ein Film. Ich denke man ist auch als Fan übersättigt. Seit Next Generation wird man pausenlos mit Star Trek bombardiert. Das war meines Erachtens auch der größte Fehler der gemacht wurde. Wenn ich täglich mein Lieblingsessen bekomme kann ich es auch irgendwann nicht mehr sehen.

- Uwe Putlitz


Corona Newsletter #08-2004
Umfrage: Ihre Meinung zu Rick Berman und Star Trek

Hallo, also ich würde es ziemlich schade finden, wenn eine ST Serie nicht abgeschlossen wird. Es wäre ein ziemlich negatives Signal für die Zuschauer. Außerdem ist, nach meinen anfänglichen Bedenken, die Serie doch ziemlich gut geworden. Sogar meine Söhne, die ST gar nicht mögen... mögen Enterprise. Es wäre eine Tragödie für das Franchise... die üblichen 7 Jahre nicht voll zu machen.
- Wolfgang Burger


Corona Newsletter #08-2004
Umfrage: Ihre Meinung zu Rick Berman und Star Trek

Wenn die Gerüchte sich als wahr herausstellen, bin ich sehr enttäuscht. Rick Berman trug mit Sicherheit als Produzent und Co Creator einen sehr großen Teil an den Veränderungen in der 3. Enterprise Staffel bei. Von daher wäre es ein Schlag ins Gesicht, wenn man im kündigt nur wegen schlechter Quoten. Viele Leute beschweren sich, dass es an gute Stories bei Star Trek nur so mangelt, und wenn endlich spannende und durchdachte Geschichten vorliegen, sprechen Gerüchte sogar von einer eventuellen Einstellung der Serie. Wo ist da bitte die Logik? Natürlich interessiert das TV-Network nur Fakten und das sind leider nur die Einschaltquoten. Da diese nicht besonders rosig aussehen, gibt es bei gleich bleibender Situation nur eine Lösung: Hahn abdrehen! Da stellt sich mir die nächste Frage, warum sehen sich die Amerikaner die Serie nicht an? Schlechter Sendeplatz? Schlechter Inhalt? Episoden schon einen Tag vorher aus dem Netz besorgt? Man kann hier nur spekulieren wie sich die Zuschauerflaute begründen lässt. Ich kann wirklich nicht glauben dass es an der neu eingeschlagenen Richtung liegt. Nach all den Jahren hat mal jemand bei Paramount begriffen, dass ein übergreifender Storybogen wesentlich komplexere und spannendere Geschichten erzählen kann und schon wird die Sendung immer weniger geschaut, irgendwie paradox. […]
- Sebastian Rolles


Corona Newsletter #08-2004
Umfrage: Ihre Meinung zu Rick Berman und Star Trek

Nun, wie sagte es "uns" Commander Riker hier auf der Galileo 7 in Bielefeld vor knapp 1,5 Jahren: "Ich habe einmal die Frage gestellt bekommen, was denn seit dem Ende von TNG mit Star Trek passiert ist ("What happened to Star Trek"). Meine Antwort war 'Rick Berman'!"

Ich sehe das ähnlich. Rick Berman ist der Grund für die stark action-orientierte Handlung vor allen Dingen in "Enterprise". Die Serie ist ganz einfach in der Zwischenzeit nur noch langweilig geworden. Das Hin zu noch mehr Action nach dem (grandiosen) Ende von DS9 schien mir selbst eine gute Idee, die dritte Staffel ist jedoch meiner Ansicht nach bisher eine einzige Enttäuschung. Früher wurde irrationales Verhalten mit Vergiftungen und der Sinnestäuschung durch Substanzen und/oder Personen außerirdischer Herkunft erklärt, mittlerweile müssen diese dafür herhalten zu erklären, warum sich Mitglieder der Crew wie absolute Hornochsen verhalten - kleine Beispiele seien hierbei die vollständig unverständliche Aggression Archers gegen Aliens, Reed's gegen Crewmitglieder, oder der sexuelle Trieb von T'Pol. Die Grenzen der Erotik scheint wohl nur noch das prüde Amerika zu sein, man fragt sich unwillkürlich, wie weit es die Autoren in Europa bereits "getrieben" hätten (im wahrsten Sinne des Wortes).

[...] Der geneigte Leser/Fernsehzuschauer sollte sich einmal fragen, wo denn bei Enterprise noch die Idee Roddenberrys enthalten ist. Ich finde ihn jedenfalls nicht. Wenn DS9 Star Trek im Wilden Westen war, dann ist Enterprise einfach nur noch der Wilde Westen im Weltall. […]

- Sebastian Peitsch


Corona Newsletter #08-2004
Umfrage: Ihre Meinung zu Rick Berman und Star Trek

Ich verstehe die Kritik an der Serie nicht recht. Ich habe seit den letzten ST:TNG-Folgen keine so gute Serie mehr gesehen. Intelligent, hoher Aufwand und witzig. Aber den Amerikanern ist es wahrscheinlich nicht brutal genug und es fließt zu wenig Blut. Dort ist gerade Action angesagt... Schade. Also meine Meinung: Berman soll bleiben!
- Reinhard Schüßler


Corona Newsletter #08-2004
Umfrage: Ihre Meinung zu Rick Berman und Star Trek

Um ehrlich zu sein, ich weiß nicht was schlimmer ist. Die Serie möglichst bald zu einem friedvollen Ende zu bringen, Berman auszuwechseln oder womöglich völlig mit etwas anderem anzufangen, samt neuem Team und neuem Kopf. Eines dürfte jedenfalls sicher sein: Nur das auswechseln des Trainers bringt nicht automatisch neuen Wind mit sich.

Das eigentliche Hauptproblem ist vermutlich, dass in all den vielen Jahren sehr viele gute Geschichten erzählt worden sind. Es fällt vermutlich zunehmend schwerer wirklich neues zu schaffen, was jedoch immer noch irgendwo Enterprise sein soll. So kommt es dann auch nicht selten vor, dass man am Fernseher ermüdet, weil man alles irgendwie schon einmal gesehen zu haben glaubt. Die wirklich zündenden neuen Ideen bleiben aus.

Sicher mag das auch daran liegen, dass immer noch dieselben Hauptverantwortlichen die Serie gestalten. Ich wage jedoch zu bezweifeln, dass man durch das simple auswechseln von Schlüsselfiguren eine echte Veränderung herbei rufen könnte. Star Trek hat einfach seine beste Zeit hinter sich. Vielleicht ist es ja wirklich auch für den Zuschauer langsam an der Zeit weiter zu ziehen, um nach neuen Ufern Ausschau zu halten.

- Guido Schumann


Corona Newsletter #08-2004
Umfrage: Ihre Meinung zu Rick Berman und Star Trek

Enterprise könnte sich ein Beispiel an TOS nehmen, also sich nach der vierten Staffel absetzen zu lassen um dann später vielleicht zu einem Kult zu werden. Das, was ich bisher von Enterprise gesehen habe, hat mich nicht wirklich umgehauen. Es gab ein paar nette Sachen, aber es war eben nur noch irgendeine SciFi-Serie. Würde man Berman deswegen jetzt rausschmeißen, würde es auch nicht besser werden. Vermutlich ließe der Trek-Anteil noch weiter nach. Was hat der arme Mann nicht schon alles probiert, um bessere Quoten zu bekommen......Zehn Jahre Ruhe, und dann können B&B noch mal ran. Vielleicht klappt es ja so.
- Andreas Richter


Corona Newsletter #08-2004
Umfrage: Ihre Meinung zu Rick Berman und Star Trek

Liebes Corona-Team, zuerst einmal möchte ich euch dafür loben, dass ihr die Leserfrage gestellt habt. Ich habe euer Magazin bisher einfach als Newsletter gesehen; man informiert sich und löscht ihn dann. Heute ist das erste Mal, dass ich mich bemüßigt fühle euch zu schreiben, und um mich dazu zu kriegen muss man GUT sein. Ich gratuliere! *g*

Nun ja, ich persönlich finde, Berman hat seine Sache immer gut gemacht. Er war fast von Anfang an dabei und hat daher einen sehr guten Überblick über alles, was mit Star Trek zu tun hat. Ihn aus dem Team zu werfen würde bedeuten, Star Trek zu verändern. Einerseits sind Veränderungen hin und wieder durchaus nötig und auch oft gut. Ich würde es verstehen, wenn man ihn deshalb entlässt, weil er eine schlechte Serie produziert, schlecht berät oder schlechte Entscheidungen trifft. Doch Enterprise läuft noch immer, und es läuft noch immer gut, wenn auch natürlich nicht quotentechnisch perfekt. In schlechten Zeiten für das Fernsehen und für SciFi allgemein kann man das aber auch nicht erwarten!

- Martina Fritz


Corona Newsletter #08-2004
Umfrage: Ihre Meinung zu Rick Berman und Star Trek

Hallo! Ich würde es gut finden, wenn sich bei Star Trek einiges ändern würde. Hierzu gehört auch die Ablösung von Rick Berman. Meines Erachtens ist er und auch sein Umfeld "leer gebrannt". Star Trek benötigt neue Ideen - ohne den Gedanken back to the roots aus den Augen zu verlieren. Die aktuelle Serie "Enterprise" lebt von sympathischen Charakteren - der Captain aber auch sonst die Crew - und von der Erotik von TPol. Was fehlt sind Innovationen - also etwas um auch Nicht-Trekkies neugierig zu machen. Daher hoffe ich, dass man sich bei Paramount junge frische Leute schnappt, die entsprechende Ideen haben. Dies sollten aber Leute sein, die den "Geist" von Star Trek verstehen. Dann geht es auch mit dem Franchise bergauf. Ich habe noch Hoffnung.
- Sven Jungmann


Corona Newsletter #08-2004
Umfrage: Ihre Meinung zu Rick Berman und Star Trek

Star Trek ohne Berman? Wäre für mich nicht gerade der Weltuntergang.
Stellt sich die Frage wer kommt dann und wie geht er / sie mit dem Franchise um. Ich könnte mir ja Richard Arnold vorstellen. Für die Serie hat er ein gutes Gespür, praktisch wäre das aber nicht machbar, weil er weder gegen das Studio noch gegen die 'Guild' ankommt.
Also Vorsicht, sonst wird aus der Talfahrt vielleicht ein Absturz

- Erik Rabung


Corona Newsletter #08-2004
Umfrage: Was macht Harry Potter nach der Schulzeit?

Was macht Harry Potter eigentlich nach Band 7? Nun, wie Joanne K. Rowling mit diesem schwierigen Thema umgehen wird, wenn überhaupt, wird sich zeigen. In der Vergangenheit hat sie jedenfalls steht's sehr viel Fingerspitzengefühl bewiesen, was die Umsetzung der Abenteuer von Harry Potter betraf.

Ich denke, man sollte den geplanten Handlungsbogen bis Band 7 zunächst zu Ende bringen. Wenn danach die Fangemeinde immer noch nach einem Harry Potter dürstet, kann man sich überlegen, ob man einen Schritt weiter geht. Was spricht dagegen eine fiktive Figur auch altern zu lassen? Eines sollte dann jedoch allen klar sein: Ein Kinderbuch ist dies jedoch dann nicht mehr.

Auf der anderen Seite ist mit Harry Potter etwas Großartiges gelungen. Kids jeden Alters blicken von Ihren Computerspielen auf und fangen wieder an zu lesen. Ja, mehr noch: Wer hätte sich je träumen lassen, dass sich selbst 10 Jährige Kids mit einem Englisch-Deutsch Wörterbuch durch die Originalausgabe "quälen". Das soll erst einmal jemand toppen.
Man kann von Harry Potter sagen was man will. Er ist mittlerweile zu einem Phänomen geworden, welches jung und alt gleichermaßen begeistert. Und wenn es Joanne K. Rowling schaffen sollte die Faszination über einen Band 7 aufrecht zu erhalten, dann sollte sie es tun.

- Guido Schumann


Corona Newsletter #08-2004
Umfrage: Was macht Harry Potter nach der Schulzeit?

Hallo, ich glaube mit dem Einzug des Todes in die Harry Potter Serie hat Joanne K. Rowling diese bereits "entmystifiziert". Ihr hattet mal ein einem Corona angemerkt, dass Harry Erwachsen wird, und dass das phantastische Genre sich bei dieser Serie eben nicht nur dem Oberflächlichen hingibt, sondern sich hier mit ernsten Themen wie dem Faschismus auseinander gesetzt wird.

Es tut mir wirklich leid, aber das machte mir bereits keinen Spaß mehr. Das fünfte Buch setzt dem noch die Krone obenauf. Sicherlich kann sich jeder pubertierende Jüngling in die Probleme Harrys mit der Liebe hineinversetzen, aber im Gegensatz zu Euch, die ihr Euch fragt, ob Ron und Harry sich nicht ab und an mal der Schule widmen sollten, habe ich mich über 1000 Seiten hinweg gefragt, wie es in einem Universum mit Eulenpost und Fernsprech-Feuern sowie Spiegeln, mit 100 Seiten Nachgespräch nach dem finalen Kampf denn bitte möglich ist, über erzählte knapp sechs Monate Schuljahr so wenig miteinander zu sprechen, dass am Ende niemand mehr miteinander spricht. [...]

Bleibt zu hoffen, dass die Autorin den Karren in die richtige Richtung herumreißt, und Bobby (Sirius) alsbald wieder in der Dusche steht um den Lesern mitzuteilen, dass das letzte Buch ja eigentlich so düster gar nicht gemeint war, sondern irgendwie nur geträumt. Ich brauche ehrlich gesagt nicht so viele harte Wahrheiten in einem phantastischen Buch, ich werfe es dem Genre auch nicht vor, weltfremd zu sein. Ich möchte unterhalten werden. Wenn dies auf die Art und Weise geschieht wie in den ersten viereinhalb Büchern dann kann man mir auch Harrys Erwachsenenwelt näher bringen. Auf die Art des fünften Buches möchte ich nicht einmal mehr Buch sechs oder sieben lesen, geschweige denn ein achtes.

- Sebastian Peitsch


Corona Newsletter #08-2004
Umfrage: Was macht Harry Potter nach der Schulzeit?

Die Frage am Anfang des Corona Newsletters 08-2004 ist, wenn ich darüber nachdenke, wirklich nicht einfach zu beantworten. Einerseits ist es natürlich schade, wenn nach HP7 definitiv nichts mehr kommt. Man gewöhnt sich eben an Leute - auch wenn es nur Romanfiguren sind. Ein Ende nach dem Motto "Und wenn er nicht gestorben ist, dann zaubert er noch heute." wäre wohl für alle sehr unzufriedenstellend.
Andererseits kann ich mir kaum vorstellen, wie Harry und seine 2 Freunde glaubhaft als 17jährige dargestellt werden können, geschweige denn als Erwachsene. Ein guter Abschluss, der nichts offen lässt, die ganze Geschichte aber auch nicht zerstört, dürfte für JKR eine echte Herausforderung werden. Ein Ausweg könnte es vielleicht sein, unabhängige Geschichten im HP-Universum zuzulassen, die nicht primär Harry, sondern Nebenfiguren und in den Originalromanen gar nicht vorkommende Figuren behandeln. In der FanFiction gibt es da diverse Beispiele. […] Wenn sich JKR dazu durchringen könnte, die kommerzielle Verbreitung solcher Romane nicht zu verhindern, sondern offiziell zu lizensieren, könnte das HP-Universum weiterleben und sich weiterentwickeln, ohne dass der Absatz der Originale darunter leiden würde.

- Frank Werneburg

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8. Tv-Tipps
(24. April - 07. Mai 2004)

Samstag, 24. April 2004

17.25 Uhr Sie leben!
In John Carpenters Film findet ein Bauarbeiter eine Sonnenbrille, die ihm eine Verschwörung offenbart.
Sci Fi Wdh
20.15 Uhr Gattaca
Ethan Hawke versucht als Mensch zweiter Klasse seinen Traum vom Raumfahrtprogramm zu verwirklichen.
Pro 7 Wdh
22.20 Uhr 8 MM - Acht Millimeter
Nicolas Cage ist als Privatdetektiv auf der Suche nach einem Mörder, der seine Tat gefilmt hat.
Pro 7 Wdh

Sonntag, 25. April 2004

20.15 Uhr Godzilla
Jean Reno in New York auf der Jagd nach der größten Echse aller Zeiten.
Pro 7 Wdh
20.15 Uhr Der Schakal
Bruce Willis, als Profikiller, wird von Richard Gere gejagt.
ORF1 Wdh
22.10 Uhr Falling Down - Ein ganz normaler Tag
Michael Douglas dreht durch und läuft Amok.
Kabel 1 Wdh

Montag, 26. April 2004

20.15 Uhr Farscape - Verschollen im All
Die Geschichte mit dem Racheengel.
Sci Fi 1st
21.40 Uhr Stargate: SG1
Helden
atv+ 1st
00.10 Uhr Outer Limits - Die unbekannte Dimension
Das Ultimatum
Kabel 1 1st

Dienstag, 27. April 2004

20.15 Uhr Farscape - Verschollen im All
Dort unten auf Valldon
Sci Fi 1st
20.15 Uhr 24
00:00 - 03:00 Uhr
RTL II 1st
22.10 Uhr Das Dorf der Verdammten
In einem Provinznest werden neun Kinder mit unheimlichen Fähigkeiten geboren. Von John Carpenter mit Christopher Reve.
Kabel 1 Wdh

Mittwoch, 28. April 2004

20.15 Uhr Stargate
Die Hak'Tyl
RTL II 1st
21.10 Uhr Alias - Die Agentin
Musik aus dem Eis
Pro 7 1st
22.15 Uhr Witchblade - Die Waffe der Götter
Stimmen
RTL II 1st

Donnerstag, 29. April 2004

20.15 Uhr Farscape - Verschollen im All
Der Anfang vom Ende
Sci Fi 1st
22.10 Uhr Zurück in die Zukunft III
Michael J. Fox flieg mit seinem DeLorean zurück in den Wilden Westen.
VOX Wdh
22.10 Uhr Düstere Legenden 2 - Final Cut
Eine junge Filmstudentin will einen Film über einen verrückten Serienkiller drehen. Keine besonders gute Idee.
13th Street Wdh

Freitag, 30. April 2004

20.15 Uhr Unheimliche Begegnung der dritten Art
In Stephen Spielbergs Film gehen, nach einer Begegnung mit einem UFO, den Bewohnern einer Kleinstadt eine kegelartige Form nicht mehr aus dem Kopf.
Kabel 1 Wdh
22.55 Uhr Existenz
Jennifer Jason Leigh entwickelt ein Computerspiel in dem die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen.
Pro 7 Wdh
23.35 Uhr Das Ding aus einer anderen Welt
Außerirdische Parasiten verwandeln Wissenschaftler in der Antarktis zu Monstern. Nur Kurt Russell kann sie aufhalten.
Sci Fi Wdh

Samstag, 01. Mai 2004

20.15 Uhr Psycho
Remake des Hitchcock-Klassikers über Norman Bates, sein Motel (Zimmer inklusive Dusche) und seiner Mutter.
VOX Wdh
22.00 Uhr Stigmata
Particia Arquette kriegt schreckliche Visionen und fängt an, aus den Handgelenken zu Bluten. Der Vatikan untersucht das Ganze.
Pro 7 Wdh
22.15 Uhr Basic Instinct
Michael Duoglas verdächtigt Sharon Stone eine Eispickelmörderin zu sein.
13th Street Wdh

Sonntag, 02. Mai 2004

20.15 Uhr Jackie Brown
Quentin Tarantinos Film über Eine Stewardess die FBI und Ganster gegeneinander ausspielt.
13th Street Wdh
20.15 Uhr Grosse Pointe Blank - Erst der Mord, dann das Vergnügen
John Cusack als Profikiller der ein Klassentreffen mit einer Geschäftsreise verbindet.
VOX Wdh
22.20 Uhr Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt
Sigourney Weaver im Kampf gegen das Alien mit dem Säureblut.
Kabel 1 Wdh

Montag, 03. Mai 2004

20.15 Uhr Farscape - Verschollen im All
Ein infernalischer Plan - Teil 1
Sci Fi 1st
21.40 Uhr Stargate: SG1
Der neue Präsident
atv+ 1st
00.05 Uhr Outer Limits - Die unbekannte Dimension
Recht für alle
Kabel 1 1st

Dienstag, 04. Mai 2004

20.15 Uhr 24
03:00 - 05:00 Uhr
RTL II 1st
22.00 Uhr Dracula
Bela Lugosi als Graf Dracula in der Version von 1930.
13th Street Wdh
23.15 Uhr Frankenstein
Boris Karloff als Frankensteins Monster aus dem Jahre 1931.
13th Street Wdh

Mittwoch, 05. Mai 2004

20.15 Uhr Stargate
Evolution - Teil 1
RTL II 1st
21.10 Uhr Alias - Die Agentin
Bewährungsproben
Pro 7 1st
22.15 Uhr Witchblade - Die Waffe der Götter
Formfehler
RTL II 1st

Donnerstag, 06. Mai 2004

15.45 Uhr The Pretender
Brandgefährlich
atv+ Wdh
17.45 Uhr Star Trek - Das nächste Jahrhundert
Das kosmische Band
Kabel 1 Wdh
23.10 Uhr Farscape - Verschollen im All
Crichton Kicks (Original Version)
Sci Fi Wdh

Freitag, 07. Mai 2004

17.45 Uhr Star Trek - Das nächste Jahrhundert
Datas Tag
Kabel 1 Wdh
20.15 Uhr Vertrauter Feind
Harrison Ford steht als Familenvater Brad Pitt als IRA-Terorrist gegenüber.
Pro 7 Wdh
22.00 Uhr Armee der Finsternis
Bruce Campbell kämpft mit der Kettensäge im Mittelalter gegen Skelette und ähnliche Monster.
RTL II Wdh

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9. Rating Report
von Martin Seebacher

Die letzten Wochen waren in den USA eher ruhig, da nach den wichtigen Februar-Sweeps von vielen Serien einige Zeit nur Wiederholungen zu sehen waren. Doch jetzt geht die Season in die Endphase und in rund einem Monat wird endgültig feststehen, welche Serien verlängert oder eingestellt werden. Besonders spannend wird es für "Enterprise". Noch immer ist das weitere Schicksal der Serie ungewiss. Mehr dazu demnächst ...

In Deutschland läuft die zweite Staffel von "24" weiterhin recht passabel. Wie bei Staffel 1 hat sich RTL2 vermutlich auch diesmal bessere Quoten erwartet, aber das Format scheint den Großteil der deutschen Zuschauer einfach nicht zu interessieren. Schade eigentlich, aber die Serie läuft zumindest nicht Gefahr vorzeitig abgesetzt zu werden.
Leichte Schwächen zeigt zuletzt auch "Stargate" am Mittwochabend. Zwar ist die Serie rund um das Sternentor noch immer die erfolgreichste US-Serie bei RTL2, aber die Zuschauerzahlen und Marktanteile sinken von Staffel zu Staffel langsam nach unten.

Auch "Smallville" ist nicht mehr so angesagt wie zu Zeiten der ersten Staffel. Die Quoten sind zwar nicht schlecht, aber wie so viele Genre-Serien hat auch Clark Kent schon bessere Zeiten im deutschen TV gesehen.
Wirklich schlecht laufen die bisher noch nicht im deutschen TV gezeigten Folgen von "Sliders". Die Serie erreicht kaum halb so viele Zuschauer wie das darauf folgende "Smallville".

Schlecht gestartet sind die neuen Staffel von "Charmed" und "Alias" auf ProSieben. Während "Charmed" wenigstens noch die wichtige zehn Prozent Marktanteils-Hürde bei den 14-49jährigen Zuschauern überschreiten konnte (10,6 %), erreichte "Alias" nur mehr schwache 8,8 % Marktanteil in der Kernzielgruppe des Senders. Die Geduld und das Festhalten an "Alias" durch die Verantwortlichen bei ProSieben ist schon beinahe sensationell, wenn man sich an die katastrophalen Quoten der ersten Staffel erinnert. Irgendjemand in einer hohen Position muss die Serie wohl sehr mögen, denn bei den großen drei Privatsendern würde solch ein Quotenflop sonst keine zweite Chance in der Primetime bekommen haben.

Ungebremst gut laufen dagegen "CSI" und "CSI: Miami" bei VOX. Kurioserweise erreichen die Wiederholungen der dritten Staffel des ersten Ermittlerteams derzeit teilweise bessere Einschaltquoten als bei der Erstausstrahlung. Auch in den USA laufen beide Serien übrigens nach wie vor sehr gut, kein Wunder also, dass bald eine dritte CSI-Serie startet, die diesmal in New York spielen wird.

Informationen zum Thema:
http://www.sftv.ch/rubriken/quoten/ - Star Trek-Quoten im Internet


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10. Kunterbunt
Know your Roleplayers ...
von Gernot Hausar

Im Corona Magazine ist alles neu - so auch meine Rubrik über Rollenspiele, zu der ich überraschender gekommen bin, als manche Leute zu Mittag essen. Nun bin ich aber ein neugieriger Mensch und wollte wissen, was es im Internet so über Rollenspieler alles gibt - und - Google sei Dank - schon füllte sich mein Bildschirm mit wissenschaftlichen Studien über euch, meine lieben Leser ...

So habe ich zum Beispiel aus empirischen Studien aus Deutschland und den USA erfahren, dass ihr ein Durchschnittsalter von 21,8 Jahren habt und es Rollenspieler von 14-37 Jahren gibt - was auch immer das jetzt heißen soll. Im Schnitt spielt ihr seit 7,2 Jahren Rollenspiel, die Spanne reicht von 1-19 Jahren, und begonnen habt ihr mit Rollenspielen im Durchschnitt mit 14,5 Jahren (8-25 Jahre).

Aber noch mehr Lob gibt es für euch. Glückwunsch - ihr seid emotional stabiler als der Durchschnittsmensch, offener für neue Erfahrungen, aber nicht immer extrovertiert und geringfügig weniger zuverlässig, was ich nur logisch finde, wenn wir Rollenspieler neben unseren Tagesjobs auch noch ganze Völker retten müssen, Prinzen/-zessinnen inklusive.
Logisch erscheint auch, dass ihr weniger gewaltbereit seid, denn wer erst einmal gegen Ork-Stämme in den Bergen gekämpft hat ... Ihr wisst, was ich meine.

Bei so einem außergewöhnlichen Publikum will ich auch versuchen, in jeder Ausgabe Neues, Interessantes oder Skurriles aus der Welt der RPGs und Story-Making Systems zu präsentieren. Das inkludiert Rollenspielsysteme, Alternativregelwerke, Internet-Ressources, RPG-Fiction, Meister-Tools, Online-RPGs, Storylines, Fun und anderes.
Ich will euch auch dazu bringen, aktiv mitzumachen- dafür wird es zur Kolumne auch weitere Infos und Diskussionen auf dem Corona-Bulletinboard geben ...

Play on and be creative.

Informationen zum Thema:
http://www.rollenspielstudien.de - Wissenschaftliche Arbeiten
http://homes.rhein-zeitung.de/~mantrack/arbeit.html - Antrack, M. (1996). Fantasy-Rollenspielen unter sozialarbeiterischer Betrachtung
http://www.rollenspielstudien.de/douse_and_mcmanus - Douse, Neil & McManus, Ian (1993), Personality of Fantasy Game Players
http://www.rollenspielstudien.de/schmid/umfrage.html - Schmid, J., Persönlichkeitsfaktoren bei Fantasy-Rollenspielern


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Science-Fiction beyond 1x01: A For Andromeda
von Matthias Pohlmann

Science-Fiction und Mystery im TV besteht aus mehr als "Star Trek", "Babylon 5" oder "Akte X". Aus den zahlreichen Serien und Miniserien des Genres kennt man jedoch nur die wenigsten. Dies zu ändern, ist das Ziel dieser neuen Rubrik Science-Fiction beyond. In jeder Ausgabe wird eine dieser Serien kurz vorgestellt, diesmal "A For Andromeda" (BBC, 1961). Diese Serie sollte schon alleine deshalb in Erinnerung bleiben, weil sie Julie Christie zum Star machte.

Besetzung:
Peter Halliday, am ehesten bekannt als Canon Tufnell aus "Was vom Tage übrig blieb") spielt Dr. John Fleming, seine Filmpartnerin ist Julie Christie, u. a. bekannt aus "Doktor Schiwago" und die demnächst in "Harry Potter und der Gefangene von Askaban" in der Rolle der Madam Rosmerta zu sehen sein wird - Oscar 1964 für die Hauptrolle der Diana Scott in "Darling", als Christine/Andromeda. In den sieben Serienfolgen sind zudem Mary Morris, Patricia Kneale, Esmond Knight, Frank Windsor, Geoffrey Lewis, Noel Johnson, Jack May und John Hollis zu sehen.

Buch: Fred Hoyle und John Elliot
Regie: Michael Hayes
Produktion: Michael Hayes und Norman James
Erstausstrahlung BBC: 3.10.-14.11.1961

Handlung
Wissenschaftler empfangen Signale aus der "Andromeda Galaxie", die ihnen Instruktionen zum Bau eines "Supercomputers" geben. Einmal gebaut, kreiert der Computer eine lebende Kreatur und treibt ein Mitglied des Teams in den Selbstmord. Dieser Supercomputer und das von ihm geschaffene Wesen entwickeln viele revolutionäre Dinge für die britische Regierung, der leitende Wissenschaftler John Flemming glaubt jedoch, dass die Intention der Maschinen die Beherrschung der Welt ist.

Dieser Plot klingt vertraut? Aber klar - er wurde mehr oder weniger dreist geklaut, um 1995 den Kinofilm "Species" zu erschaffen.

Besonderes:
Dank einer übergründlichen "Bereinigung" des Archives hat die BBC heute kein Exemplar dieser Serie mehr zur Verfügung. Einzig als Buch ist sie noch erhältlich und eine (die letzte) Folge soll sich im Besitz eines Privatsammlers befinden. Auf Grund dieser Tatsache wurde die Serie vom Italienischen Fernsehen 1972 als "A come Andromeda" neu verfilmt.

Fortsetzung:
Mit der Originalbesetzung außer Julie Christie, die durch Susan Hampshire ersetzt wurde, die derzeit die Rosamunde Pilcher-Verfilmungen beehrt, wurde 1962 die sechsteilige Fortsetzung "The Andromeda Breakthrough" gedreht, in der Dr. Flemming und Andromeda in den Mittleren Osten nach "Azaran" entführt werden, da sich die dort Herrschenden erhoffen, aus den Fähigkeiten von Flemming und Andromeda Nutzen ziehen zu können.

Regie: John Elliot und John Knight
Produzent: John Elliot
Ausstrahlung BBC: 28.6.-2.8.1962

Beide Serien haben übrigens nie ins deutsche Fernsehen gefunden.

Informationen zum Thema:
http://www.tv-ark.org.uk/cult/culta-k-new.html
http://german.imdb.com - IMDB zur Serie
http://www.btinternet.com - Episodenführer


Shopping-Tipps zum Thema:
"A for Andromeda (Story-Tellers S.)" - Taschenbuch zum Preis von 13,62 EUR


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Mitarbeit am Corona Projekt? - Gerne und jederzeit!
von Corona Magazine

Sie schreiben gerne und gut? Bringen Ihre Gedanken zielsicher auf den kreativen Höhepunkt, neigen zu nächtlicher Selbstkasteiung, um fingernagelkauend und schlaftrunken die wichtigste Deadline überhaupt einhalten zu können? (Damit meinen wir unsere.)

.. oder ...

Sie haben eine angenehme Stimme? Können Texte flüssig lesen, ohne dass Ihre Zuhörer schreiend weglaufen? Sie haben Spaß daran, ein Publikum zu unterhalten, auch wenn Sie es gar nicht sehen können?

Toll, wissen Sie was?
Auf Sie haben wir gewartet!


Das Corona Magazine sucht Autoren und/oder Sprecher und wir würden uns geehrt fühlen, wenn SIE sich bei uns melden würden. Wie das bei nicht-kommerziellen Projekten so ist, locken wir mit den Versprechen von Ruhm, Ehre und vielen Sexualpartnern, können aber nicht wirklich etwas davon garantieren. Schon gar keine Bezahlung. Aber wir haben Spaß daran, unser Publikum zu unterhalten. Ob mit Text oder Stimme ist dabei einerlei.
Schreiben Sie doch eine Mail an dialog@corona-magazine.de mit einem netten Betreff, wie z.B. "Hallo, da bin ich!" und einer kurzen Vorstellung der eigenen Person.

Wir Rampensäue freuen uns auf Sie!

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FedCon XII: Be a Star!
von Corona Magazine

Bands aufgepasst! Man muss nicht bei "Deutschland sucht den Superstar", "Star Search" oder gar bei "Comeback" mitmachen, um eine große Chance am Schopf packen zu können: Eine Band, eine Sängerin oder ein Sänger können am Wochenende des 21.-23.05.2004 in Bonn zum Star werden! Denn wir suchen im Auftrag der FedCon GmbH den Song zur Veranstaltung. Das offizielle Lied der FedCon XII.

Die Federation Convention ist Europas größte "Star Trek"- und SciFi-Veranstaltung mit rund 5.000 Besuchern und jeder Menge Stargästen aus allen Teilen des Science Fiction-Universums, die in Bonn vom 21.-23. Mai 2004 zum zwölften Mal stattfinden wird.

Fans aus der ganzen Welt können sich beteiligen. Der Einsendeschluss ist auf den 30. April verlängert worden (Datum des Poststempels) und innerhalb dieser Zeit können alle interessierten Fans, egal ob Band oder Einzelinterpret, einen selbstgeschriebenen und -produzierten Song einsenden.

Für den oder die Sieger gibt es Karten für die gesamte Veranstaltung (Einzelpreis je 120,- Euro), sowie die kostenlose Unterbringung und Verpflegung auf der FedCon XII. Dazu einen Live-Auftritt auf der FedCon, um im großen Saal vor Tausenden von Zuschauern den Siegersong zu präsentieren, einen professionellen Mitschnitt dieses Auftritts sowie zehn Exemplare der offiziellen DVD zur FedCon XII, auf der der/die Sieger und der Sieger-Song ebenfalls entsprechend gewürdigt werden.

Anmelden kann man sich per Mail bei dialog@corona-magazine.de, Stichwort: "Be a Star!"

Es gibt kein Mindestalter und auch kein Höchstalter. Der Song muss selbst erdacht, komponiert und getextet sein. Kein Cover eines bestehenden Hits! Die Mindestlänge beträgt 5 Minuten und kann ruhig - muss aber natürlich nicht - einen langen Instrumentaltpart enthalten. Die Maximallänge (sehr lang) beträgt 8 Minuten.
Ingesamt sollte der Song einen schnellen und einen langsamen Part beinhalten, wobei Gesang zwar schön ist, aber kein Muss! Instrumentalstücke haben also auch Chancen. Falls ein Text vorhanden ist, muss er sich nicht mit der SF im Allgemeinen oder mit "Star Trek" im Speziellen beschäftigen!

Präsentiert Euch auf der FedCon XII, bekommt ein Video, einen Live-Gig und die beste Werbung, die eine Band haben kann: Einen Auftritt auf der FedCon!

Informationen zum Thema:
http://www.fedcon.de - Die FedCon XII im Internet


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Der Kurzgeschichten-Wettbewerb im Corona Magazine
von Olaf Brüschke

Wie Sie vielleicht schon festgestellt haben, ist der bei Ihnen sehr beliebte Corona-Kurzgeschichten-Wettbewerb mit dem Abschluss der 13. Themenrunde "In the Army Now", in eine kleine Pause eingetreten. Aber keine Angst, er wird, in abgewandelter Form, fortgesetzt.

Bevor wir auf die Neuerungen eingehen, macht sich Statistik an dieser Stelle sicherlich ganz gut:
Der Kurzgeschichtenwettbewerb in der alten Form lief etwas über ein Jahr und beinhaltete 13 Themenrunden. Es wurden insgesamt 130 Geschichten von Ihnen eingeschickt, welche von unseren Gast-Juroren und der Redaktion gesichtet wurden. Die 39 veröffentlichten Geschichten werden momentan durch den BeJot Verlag von Barbara Jung für eine Anthologie mit dem Titel "Schlag 13" aufbereitet. Wenn alles glatt geht, wird der Band auf dem Buchmesse-Con in Dreieich, anlässlich der Buchmesse in Frankfurt, mit einer Lesung präsentiert. Dieses alles ist nur durch Ihre rege Teilnahme und Ihr Engagement zu realisieren gewesen. Vielen Dank hierfür.

Nun zu den angesprochenen Änderungen der Rubrik Kurzgeschichte, welche viele Ihrer Anregungen beinhalten: Von nun an werden wir kein festes Thema mehr vorgeben. Das bedeutet für Sie, dass Sie uns Ihre Geschichte, die nicht viel mehr als 20.000 Zeichen Umfang besitzen sollte, jederzeit an uns schicken können, wenn sie in die Genres SF, Fantasy, Mystery oder Grusel einzuordnen ist. Splatter ist hierbei nicht erwünscht! Auch die bisherige Veröffentlichungssperre fällt zukünftig weg, ebenso das Muss der Erstveröffentlichung. Was allerdings zwingend erforderlich ist, dass die Rechte Ihrer Geschichte bei Ihnen liegen und sie uns diese für eine einmalige Veröffentlichung abtreten. Die Geschichten im RTF-Format (auf Anfrage sind auch andere Formate möglich) bitte senden an: kurzgeschichte@corona-magazine.de

Willkommen sind die Einsendungen professioneller Schriftsteller, erfahrener Hobby-Autoren und auch die Werke "blutiger" Anfänger. Das Feedback unserer Leser hat in den vergangenen 12 Monaten gezeigt, wie gut die Kurzgeschichten im Corona Newsletter aufgenommen wurden. Und damit die Autoren dies in Zukunft auch selbst sehen können, werden wir ein Online-Forum ins Leben rufen, in dem unsere Leser und auch die Autoren über die Kurzgeschichte des Monats diskutieren können.

Es bleibt unsere Absicht, unsere Leser zum Lesen zu animieren. Unser Motto lautet darum auch weiterhin: "Lesen ist wie Fernsehen im eigenen Kopf!"

Informationen zum Thema:
http://www.bejot.de - Der BeJot Verlag


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11. DVD-Vorschau
(Neuerscheinungen im April & Mai 2004)

Nemesis Game

Erscheinungsdatum: 22. April 2004
Spieldauer: 88 Minuten
Technische Daten: Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1) Englisch (Dolby Digital 5.1); Untertitel: Deutsch: Bildformat: 1.85:1; Dolby, DTS Surround Sound, Surround Sound, PAL
Featurettes: Trailer, Biografien, Making of

In "Nemesis Game" stößt Sarah Novak auf eine New Yorker Subkultur der andere Art: Über die ganze Stadt verteilte Rätsel, welche wiederum zu neuen Rätseln führen, sollen nach einer Legende zufolge schlußendlich den Sinn des Lebens preisgeben.

Shopping-Tipps zum Thema:
"Nemesis Game" - DVD zum Preis von 19,99 EUR

Babylon 5 - Staffel 4 (Box Set)

Erscheinungsdatum: 23. April 2004
Spieldauer: 924 Minuten
Technische Daten: Sprache: Deutsch, Englisch; Dolby, Surround Sound, PAL
Featurettes: Audiokommentar, Einleitung, Music Only Track

Im Jahr 2261 eskaliert der Krieg gegen die Schatten. Sheridan und seine Crew müssen einen Weg finden, ihn zu beenden. Währenddessen sieht sich G'Kar auf Centauri Prime ganz anderen Gefahren ausgesetzt. Aber auch Präsident Clark treibt seine Tyrannei voran und es bleibt der Besatzung von Babylon 5 nichts anderes übrig, als auch gegen die Erd-Allianz in die Offensive zu gehen, um die Erde zu befreien.

Shopping-Tipps zum Thema:
"Spacecenter Babylon 5 - Staffel 4 (Box Set)" - 6 DVDs zum Preis von 39,99 EUR

Saber Rider and the Star Sheriffs, Vol. 09 (Episoden 43-47)

Erscheinungsdatum: 26. April 2004
Spieldauer: Laufzeit: 110 Minuten
Technische Daten: Sprache: Deutsch; Dolby, HiFi Sound, PAL
Featurettes: k. A.

Die Serie japanischen Ursprungs um die vier Star Sheriffs und ihr Raumschiff, welches sich bei Bedarf in einen Kampfroboter verwandeln kann, genießt hierzulande Kultstatus. Science-Fiction Zeichentrick aus den 90ern.

Shopping-Tipps zum Thema:
"Saber Rider and the Star Sheriffs, Vol. 09" - DVD zum Preis von 19,99 EUR

Lara Croft: Tomb Raider - Die Wiege des Lebens

Erscheinungsdatum: 27. April 2004
Spieldauer: 113 Minuten
Technische Daten: Sprachen: Deutsch (DTS 5.1, Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0) Englisch (Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0); Bildformat: 2.35:1; Dolby, DTS Surround Sound, Surround Sound
Featurettes: Audiokommentar, 5 Featurettes, 6 nicht verwendete Szenen, 2 Musikvideos, Screentest mit Gerard Butler, Behind the Scenes-Bildergalerie, Infos zu Cast & Crew, Produktionsnotizen, deutscher und US-Kinotrailer

Ein sagenumwobener Schatz in einem Unterwassertempel verspricht seinem Besitzer nicht nur materiellen Reichtum, sondern auch Macht über das Schicksal des Planeten. Um die Menschheit vor dem Verderben zu retten, liefert sich die sportliche Diplomarchäologin Lara Croft (Angelina Jolie) einen hindernisreichen Wettlauf mit einem diabolischen Superschurken und seinen Freunden von der chinesischen Mafia.

Shopping-Tipps zum Thema:
"Lara Croft: Tomb Raider - Die Wiege des Lebens" - 2 DVDs zum Preis von 19,99 EUR

Lara Croft:Tomb Raider I & II

Erscheinungsdatum: 27. April 2004
Spieldauer: 210 Minuten
Technische Daten: Sprache: Deutsch, Englisch; Untertitel: Deutsch; Dolby, DTS Surround Sound, Surround Sound, PAL
Featurettes: Teil 1 auch als High Definition-DVD für PC, "Tomb Raider - Die Chronik" als PC-Game (Vollversion), Audiokommentar, Behind the Scenes, Bildergalerien, Featurettes, Hintergrundinfos, Making ofs, Musikvideos, Nicht verwendete Szenen, Kinotrailer

Mit der High Definition-Version kann der Zuschauer ein deutlich schärferes und detailreicheres Bild mit bis zu 400 Prozent höherer Auflösung genießen. Um sich diese HDTV-Inhalte anschauen zu können, ist allerdings ein leistungsstarken PC mit einer guten Grafikkarte sowie ein hochauflösender Monitor empfohlen.

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"Lara Croft:Tomb Raider I & II" - 6 DVDs zum Preis von 48,99 EUR

Star Trek - Voyager Season 1 (Box Set)

Erscheinungsdatum: 03. Mai 2004
Spieldauer: 800 Minuten
Technische Daten: Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1) Englisch (Dolby Digital 5.1) Französisch (Dolby Digital 2.0 Surround) Spanisch (Dolby Digital 2.0 Surround) Italienisch (Dolby Digital 2.0 Surround); Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Türkisch, Arabisch; Bildformat: 4:3; Dolby, Surround Sound
Featurettes: hochwertig veredelte Box, umfangreiches Booklet u.v.m.

Gestrandet im Delta-Quadranten, rund 70.000 Lichtjahre vom Gebiet der Föderation entfernt, muss sich Captain Janeway und die Crew der USS Voyager den Gefahren dieses unbekannten Teils der Galaxis stellen.

Shopping-Tipps zum Thema:
"Star Trek - Voyager Season 1" - DVD Box Set zum Preis von 95,00 EUR

Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt (Special Edition)

Erscheinungsdatum: 03. Mai 2004
Spieldauer: 111 Minuten
Technische Daten: Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1) Englisch (Dolby Digital 5.1); Untertitel: Deutsch, Englisch; Dolby, DTS Surround Sound, Special Edition, Surround Sound, PAL
Featurettes: Zwei Filmversionen: Original Kino-Fassung und Directors Cut, Audiokommentar, Dokumentation, Featurette, Nicht verwendete Szenen

Auf einem fremden Planeten entdeckt die Besatzung des Weltraumfrachters Nostromo die Überbleibsel eines zerschollenen außerirdischen Raumschiffs und fängt sich einen blinden Passagier ein. Der ungebetene Gast, ein rasant wachsendes, intelligentes Alien, macht sich an Bord selbständig und beginnt aus den weitläufigen Lüftungsanlagen heraus eine gnadenlosen Jagd auf die Mannschaft.

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"Alien - Director's Cut (Special Edition)" - 2 DVDs zum Preis von 19,99 EUR

Aliens - Die Rückkehr (Special Edition)

Erscheinungsdatum: 03. Mai 2004
Spieldauer: 148 Minuten
Technische Daten: Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1) Englisch (Dolby Digital 5.1); Untertitel: Deutsch, Englisch; Dolby, DTS Surround Sound, Special Edition, Surround Sound, PAL
Featurettes: Zwei Filmversionen: Original Kino-Fassung und Extended Version, Audiokommentar, Featurette

Ripley, die vor Jahren die Attacke des Aliens überlebte, kehrt mit einem Platoon Marines zurück an die Stätte des Schreckens, um der mörderischen Brut ein für allemal den Garaus zu machen. Es entbrennt eine gnadenlose Schlacht zwischen den Soldaten und unzähligen Aliens.

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"Aliens - Die Rückkehr (Special Edition)" - 2 DVDs zum Preis von 19,99 EUR

Alien 3 (Special Edition)

Erscheinungsdatum: 03. Mai 2004
Spieldauer: 139 Minuten
Technische Daten: Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1) Englisch (Dolby Digital 5.1); Untertitel: Deutsch, Englisch; Dolby, Special Edition, Surround Sound, PAL
Featurettes: Zwei Filmversionen: Original Kino-Fassung und 30 Minuten längere Fassung, Audiokommentar, Featurette

Ripleys Raumschiff stürzt auf den Gefängnisplaneten Fiorina 138. Zunächst scheint es, als hätte nur sie den Aufprall überlebt. Aber auch ein an Bord geschmuggeltes Alien kommt mit dem Leben davon. Während das Monster beginnt, die Bewohner des Planeten zu dezimieren, muß sich Ripley als einzige Frau unter einer Horde von Mördern und Vergewaltigern Respekt verschaffen.

Shopping-Tipps zum Thema:
"Alien 3 (Special Edition)" - 2 DVDs zum Preis von 19,99 EUR

Alien - Die Wiedergeburt (Special Edition)

Erscheinungsdatum: 03. Mai 2004
Spieldauer: 111 Minuten
Technische Daten: Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1) Englisch (Dolby Digital 5.1); Untertitel: Deutsch, Englisch; Dolby, DTS Surround Sound, Special Edition, Surround Sound, PAL
Featurettes: Zwei Filmversionen: Original Kino-Fassung und Extended Version, Audiokommentar, Dokumentation, Featurette, Multi-Angle-Segmente

Nach zahlreichen fehlgeschlagenen Versuchen gelingt es einer Gruppe von Forschern, die verstorbene Ellen Ripley als Klon wiederauferstehen zu lassen. Aber auch die Nachzucht von Aliens ist jetzt möglich, die auch entkommen können und alles vernichten, was sich ihnen in den Weg stellt. Nur die hybride Ripley und eine Schmugglergruppe können die außerirdische Brut stoppen.

Shopping-Tipps zum Thema:
"Alien - Die Wiedergeburt (Special Edition)" - 2 DVDs zum Preis von 19,99 EUR

Tremors 4 - Wie alles begann

Erscheinungsdatum: 06. Mai 2004
Spieldauer: 97 Minuten
Technische Daten: Sprache: Deutsch, Englisch, Französisch; Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Griechisch, Niederländisch, Polnisch, Tschechisch, Ungarisch; Dolby, Surround Sound, PAL
Featurettes: k. A.

Mitte des 19. Jahrhunderts erschüttern mysteriöse Angriffe Rejection Valley den vormals ertragreichen Silberabbau. In ihrer Not wenden sich die verbliebenen Einwohner an den Eigentümer der Mine, Gummer, welcher seinerseits nach dem ersten Kontakt mit den im Boden lebenden Würmern die Anwerbung eines professionellen Revolverhelden empfiehlt.

Shopping-Tipps zum Thema:
"Tremors 4 - Wie alles begann" - DVD zum Preis von 12,99 EUR

Buffy - Im Bann der Dämonen: Season 7.2 Collection

Erscheinungsdatum: 15. Mai 2004.
Spieldauer: 479 Minuten
Technische Daten: Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Surround) Englisch (Dolby Digital 2.0 Surround); Untertitel: Deutsch, Dänisch; Bildformat: 16:9; Dolby, HiFi Sound, PAL
Featurettes: Audiokommentar, Featurette, Outtakes, Buffy Wraps

Auch in der zweiten Hälfte der siebten und letzten Staffel müssen sich Buffy, Spike und ihre Freunde dem formlosen Bösen stellen. Mit einer Armee von potentiellen Jägerinnen will die Auserwählte die finale Auseindersetzung suchen. Aber auch der rätselhafte Priester Caleb hat noch ein Wörtchen mitzureden.

Shopping-Tipps zum Thema:
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12. conBEAT
RingCon 2004: Die ersten Gäste.

Neben dem Schauspieler John Noble (Denethor) haben auch Craig Parker (Haldir) und Mark Ferguson (Gil-Galad) wieder ihr Erscheinen auf der diesjährigen RingCon zugesagt. Daneben wurde bekannt, dass sich auch ein Elb die Ehre geben wird: Gildor Inglorion wird von dem einzigen deutschen Schauspieler in "Der Herr der Ringe" gespielt, Sandro Kopp. Sandro ist auch Künstler: Er zeichnet erotische Bilder, macht Bodypaintings und hat auch schon einige von seinen "HdR"-Kollegen gezeichnet.

Informationen zum Thema:
http://www.ringcon.de - Die RingCon 2004

SciFi-Fantasy-Weekend: Der MiniCon zum Mitmachen.

Aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Und so findet auch das dritte SciFi-Fantasy-Weekend (ehemals Thoregon Fantreffen) wieder in der Alten Landschule in der Nähe von Nottuln statt, dieses Mal vom 21. bis 23. Mai 2004. Das Treffen steht wieder ganz im Zeichen von Science Fiction, Fantasy und Mystery und es warten wieder einige interessante Sachen auf die Gäste. Diese müssen dann neben guter Laune nur noch folgendes mitbringen: Bettlaken und komplettes Oberbett (also Decke und Kisse) beziehungsweise einen Schlafsack. Außerdem festes Schuhwerk fürs Rollenspiel und die Schnitzeljagd.

Informationen zum Thema:
http://www.thoregon.net - Das SciFi-Fantasy-Weekend

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13. Gamer's Log
von Roland Austinat

Bleibt alles anders - diese Worte passen auch zu unserer monatlichen Spiele-Rubrik, die einen neuen Namen und ein etwas neues Gewand verpasst bekommen hat. Ab sofort finden Sie hier Nachrichten, Kommentare und Tests aus der PC- und Videospielwelt friedlich vereint. Wir schauen dabei über den Tellerrand hinweg und informieren Sie in gewohnter Weise über SF- und Fantasy-Titel, aber auch über neue Hardware-Entwicklungen, Trends und Gerüchte.
Wir freuen uns dabei über Ihr Feedback, um das Gamer's Log optimal auf Ihre Wünsche zuzuschneidern.

B.I.F.F.F 2004

Auch in diesem Jahr war das Corona Magazine wieder in die Nexus-Jury des Brussels International Festival of Fantasy Film geladen. Zusammen mit einigen europäischen Kollegen galt es, das beste PC- und Videospiel im Bereich Fantasy und SF zu küren.
Hier sind die Gewinner: "Star Wars: Knights of the Old Republic" heimste den PC-Nexus ein, "Prince of Persia: The Sands of Time" gewann den Nexus als bestes Videospiel. Herzlichen Glückwunsch - wenn Sie die beiden Titel noch nicht gespielt haben sollten, wird es höchste Zeit.
Für die Xbox-Fassung von "Star Wars: Knights of the Old Republic" erschien übrigens unlängst ein kostenloses Add-on, das Sie über Xbox Live herunterladen können. Es enthält Bonus-Schauplätze, -Charaktere und -Gegenstände, die bislang der PC-Version vorbehalten waren.

Warten auf L.A.

Die Nachrichtenlage in Sachen PC- und Videospiele ist im April eines jeden Jahres eher verhalten. Das liegt nicht so sehr an einem kollektiven Urlaub aller Designer, Programmierer, Grafiker und Musiker, sondern an der E3, der wohl größten Computer- und Videospielmesse der Welt. Das Gipfeltreffen der interaktiven Unterhaltungsbranche findet nämlich jeden Mai statt - und da sind alle Entwickler damit beschäftigt, den Demos, die auf der Messe gezeigt werden, den letzten Schliff zu geben, während die PR- und Marketingabteilungen sich wohlklingende Worte ausdenken, um die neuen Spiele anzupreisen.

Die großen Drei, Sony, Microsoft und Nintendo, nutzen die Messe auch gerne, um neue Hardware vorzustellen. Das Messegespräch im letzten Jahr beherrschte ganz klar die PSP von Sony. PSP, eine neu entwickelte mobile PlayStation im GameBoy-Look, die mit optischen Speichermedien, sogenannten UMDs mit 1,8 GByte Fassungsvermögen ausgerüstet auch Filme abspielen soll. Außer einigen Fakten (WLAN-Fähigkeit, 480 x 272 Pixel großes, beleuchtetes TFT-Display), Entwurfskizzen und eines UMD-Dummys gab es allerdings noch wenig zu bestaunen - das dürfte sich dieses Jahr ändern, denn die ersten Entwickler arbeiten schon mit Hochdruck an Spielen für das neue System.

Nintendo, deren GameCube-Heimkonsole etwas unter Software-Nachschub leidet, wird ebenfalls ein neues Taschenspielgerät präsentieren. Neu am Nintendo DS ist, dass es zwei Bildschirme (Dual Screen) besitzt und daher nicht abwärtskompatibel zu den hunderten von GameBoy-Titeln ist. Die zwei Bildschirme werden von der Industrie mit gemischten Gefühlen beäugt.
Einerseits ist die Idee originell, andererseits kann sich ein Mensch nur auf einen Bildschirm konzentrieren - Fernsehapparate mit zwei Mattscheiben haben sich irgendwie auch noch nicht durchgesetzt. Dazu kommt, dass das Nintendo DS wie alle übrigen Konsolenentwicklungen "nur" für Spiele geeignet ist - ein mutiger Schritt, da Sonys PlayStation2 in Japan auch stark als DVD-Player genutzt wird und Sonys PSP deutlich mehr können soll.

Ob Microsoft im Mai den Nachfolger der Xbox-Konsole vorstellt? Möglich wäre es, allerdings wird es sich dann eher um Designstudien mit ungefähren Hardware-Spezifikationen handeln. Zwar besagen Gerüchte, dass die Xbox 2 sogar noch vor der PlayStation3 erscheinen soll, die frühestens 2005 erwartet wird.
Doch das könnte tragisch enden, denn einen solchen Wettlauf gab es schon einmal: 1999 erschien Segas Dreamcast noch vor Sonys PlayStation2. Und obwohl Segas Gerät dem Sony-Produkt mindestens ebenbürtig war, herrschte bei zahlreichen Entwicklern und Käufern Skepsis: Zu perfekt hatte Sonys Marketing-Maschine rotiert, so dass sehr viele potenzielle Kunden und Entwickler auf die PlayStation2 warteten. Die war am Ende dann weit weniger einfach zu programmieren als ursprünglich gedacht und bot nicht ganz so tolle Grafik wie in manchen Demos gezeigt - Marktführer wurde sie dennoch.
Sega musste infolge dieser Niederlage sein Hardware-Geschäft einstellen und sich zum reinen Software-Anbieter umstrukturieren, was bis heute noch nicht hundertprozentig erfolgreich gelungen ist. Sie sehen also: Wir dürfen gespannt sein, was uns die Hardware-Hersteller auf der E3 zeigen werden.

Action, Action, Action

Fans von Action-Rollenspielen im Fantasy-Ambiente haben momentan alle Hände voll zu tun. Nach "Baldur's Gate: Dark Alliance" kam der mehr oder weniger dreiste Klon "Dungeons & Dragons: Heroes", darauf folgte unser Spiel des Monats März, "Baldur's Gate: Dark Alliance 2" (Corona Magazine #119) Alle drei boten optisch feine, doch spielerisch simple Monsterklopperei, die sich teilweise bis in die Menüstruktur frappierend glichen.
Interplay wagt mit "Fallout: Brotherhood of Steel" jetzt einen Abstecher in die postnukleare Endzeit seines Fallout-Universums, bislang von zwei Rollen- und einem Strategiespiel bevölkert. Mit Zahlen und Statistiken hat "Brotherhood of Steel" jedoch wenig zu tun: Das Spiel nutzt zwar die "Dark Alliance"-Programmroutinen, setzt aber konsequent auf Action pur. Einen Test lesen Sie im nächsten Corona Magazine, da das Testmuster nicht mehr rechtzeitig bei uns eintraf.
Snowblind Studios, die Macher von "Dark Alliance", sind hingegen noch immer im Fantasy-Mittelalter unterwegs. Sie platzierten ihr "Champions of Norrath" im populären EverQuest-Universum, dem momentan beliebtesten Online-Rollenspiel weltweit. Spielerisch könnte es sich jedoch auch um "Dark Alliance 3" handeln - so ähnlich wirkt der Titel auf den ersten Blick. Auch hier erwartet Sie in der nächsten Ausgabe ein ausführlicher Test.

Neues aus den "Star Wars Galaxies"

Früher haben wir alle geschmunzelt, wenn Kollege Alex Folkers Tag und Nacht mit seinen virtuellen Freunden die Online-Welt von "EverQuest" unsicher gemacht hat. Seit dem Test von "Star Wars Galaxies" (Corona Magazine #118) kann ich seine Faszination nachvollziehen - kaum eine Woche vergeht, in der ich nicht mindestens eine Nacht auf Corellia, Naboo oder Tattooine verbringe.
Mein Charakter Marah aus der Galaxie Ahazi ist inzwischen ein recht erfahrener Scout und Schütze und probiert sich nun daran, allerhand ungestüme Kreaturen zu zähmen und dann beim Kampf gegen schräge Vögel und andere wilde Tiere einzusetzen. Währenddessen veröffentlichen die Entwickler ständig neue Erweiterungen und Updates, die kleine Fehler ausbügeln, das Spielgeschehen verbessern sowie den galaktischen Bürgerkrieg stärker ins Blickfeld rücken.
Seit dem "Publish 7" genannten Update agieren etwa die Imperialen deutlich aggressiver - so stellten sie sich Marah unlängst in den Weg, um sie zu durchsuchen (muss an der frisierten Pistole gelegen haben) und festzustellen, dass sie eine getarnte Rebellin ist. Die Tarnung kann dummerweise nur ein Verbindungsoffizier der Rebellen wieder herstellen, bis dahin ist meine Heldin Freiwild für imperiale Patrouillen ...
Seit Mitte April ist obendrein ein Mini-Abenteuer namens "Corellian Corvette" spielbar, dass Sie entweder alleine oder mit ein paar Freunden bestreiten dürfen. Wenn Sie die ersten Szenen von "Star Wars" noch im Kopf haben, wissen Sie, was Sie erwartet.

Und sonst?

In diesen Tagen erschien "Alias", das Action-Adventure zur just wieder angelaufenen TV-Serie. Allerdings sind etliche Ereignisse des Spiels zeitlich in der Mitte der zweiten Staffel angeordnet, so dass wir mit einem Test noch etwas warten. Wenn Sie den Test dennoch schon in der nächsten Ausgabe lesen wollen, sagen Sie uns in der Gamer's Lounge Bescheid.
Ein - man glaubt es kaum - neues "Star Trek"-Spiel ist ebenfalls erhältlich: "Star Trek: Shattered Universe" heißt der Action-Titel, der etwas an "Star Trek: Invasion" (Corona Magazine #73) erinnert. Inhaltlich ist Captain Sulus Excelsior kurz nach den Ereignissen des sechsten Kinofilms in einem fremden Universum gestrandet - Sie sollen ihm bei der Rückkehr behilflich sein. Den Test, Sie ahnen es schon, finden Sie ebenfalls im nächsten Corona Magazine.

Informationen zum Thema:
http://www.bifff.org
http://de.playstation.com
http://www.e3expo.com
http://www.nintendo-europe.com
http://www.xbox.de


Shopping-Tipps zum Thema:
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"Star Wars - Knights Of The Old Republic" - Xbox-Spiel zum Preis von 54,00 EUR
"Prince of Persia - The Sands of Time" - Xbox-Spiel zum Preis von 41,99 EUR
"Baldur's Gate - Dark Alliance 2" - PS2-Spiel zum Preis von 47,00 EUR
"Baldur's Gate - Dark Alliance 2" - Xbox-Spiel zum Preis von 54,99 EUR


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14. Wissenschaft: Nanotubes und Buckyballs
von Marcus Haas

Die Entdeckung, dass Kohlenstoff nicht nur als Graphit oder Diamant vorkommt, sondern auch in ungewöhnlich regelmäßigen Strukturen, wie Bällen oder Röhren, hat in der Welt der Wissenschaft für Furore gesorgt.

Ursprünglich wollten Robert F. Curl, Jr., Richard E. Smalley und Sir Harold W. Kroto 1985 untersuchen, ob man kosmischen Staub, insbesondere langkettige Kohlenstoffverbindungen auch im Labor herstellen kann. Aber man stieß dabei auf seltsame Moleküle die aus 60 Kohlenstoffatomen bestehen mussten und etwa einen 1nm groß sind.
Es dauerte eine Weile, bis die Wissenschaftler darauf kamen, dass sich diese Struktur nur mit einem Ball aus Atomen erklären ließ - wie ein Fußball, wobei an den Schnittpunkten der Nähte die C-Atome sitzen. Andere Moleküle hatten noch mehr Kohlenstoffatome, es musste sich demnach um verlängerte Versionen der Bälle handeln. Die Forscher erhielten 1996 den Nobelpreis in Chemie für diese Entdeckung.

Ihren Namen erhielt diese neben Diamant und Graphit dritte Form von Kohlenstoff durch den Architekten Buckminster Fuller, der mit Dächern aus zusammengesetzten geometrischen Formen berühmt geworden ist, die den Fullerenen oder Buckyballs erstaunlich ähnlich sind.

Spektroskopisch konnten diese Fullerene schließlich auch in den Gas und Staubwolken nachgewiesen werden, die ursprünglich zu den Experimenten geführt hatten.
Und im Jahr 2000 fand man schließlich C60 in Sedimenten auf der Erde, in denen sogar interstellare Gase - z.B. Helium - gefangen waren. Diese Sedimente waren etwa 65 Mio. Jahre alt, was darauf hinweist, das der Asteroid, der das Aussterben der Dinosaurier einleitete, diese Moleküle mitgebracht hatte. Aber bereits 1999 wurden die ersten Fullerene in einem 4,6 Mrd. Jahre alten Meteoriten gefunden.

Zunächst konnte C60 nur in sehr kleinen Mengen gewonnen werden, bis Wolfgang Krätschmer, Lowell Lamb, Konstantinos Fostiropoulos, und Donald Huffman 1990 herausfanden, dass man diese Verbindungen in großen Mengen erhält, wenn man Kohlenstoffelektroden in einer Lichtbogenlampe benutzt.

Aber nicht nur kugelartige Strukturen entstehen dabei. Unter dem Elektronenmikroskop kann man auch winzige Stäbchen (bis hinunter zu Durchmessern von 0,4 nm) finden, die Nanoröhrchen oder Nanotubes, die aus aufgerollten Atomlagen aus Graphit bestehen. Diese Röhrchen wurden eher zufällig 1991 von Sumio Iijima in den Labors von NEC in Japan entdeckt.

Experimente mit den Buckminster-Fullerenen zeigten bald, das diese Verbindungen außerordentliche Eigenschaften besitzen, da sie mit sehr vielen anderen Atomen Verbindungen eingehen können. Bis 1997 waren schon über 9000 bekannt.
Das macht diese Kohlenstoffkügelchen zu möglichen Kandidaten, um chemische Reaktionen zu katalysieren und damit zu beschleunigen oder zumindest gezielter ablaufen zu lassen. Außerdem kann man fremde Atome - z.B. Kalium, Rubidium oder Cäsium - in den Käfig aus Kohlenstoff einsperren und so Supraleiter herstellen, die bei einer Temperatur von 20 bis 40 Kelvin supraleitend werden, höhere Sprungtemperaturen sollten in Zukunft mit komplizierten Systemen, wie Kristallen aus Buckyballs oder Nanotubes, möglich werden.
Insbesondere zeigen neuere Forschungsergebnisse des National Institute of Standards and Technology (NIST), der University of Pennsylvania, und der Bilkent University in der Türkei, das Nanoröhrchen, die mit Wasserstoff bestückt und mechanisch deformiert werden, sehr interessante Kandidaten für Hochtemperatursupraleiter sind.

Lincoln J. Lauhon und seine Kollegen an der University of Harvard hat Nanodrähte hergestellt, die nur noch einen Durchmesser von 50nm haben und einen Kern aus Germanium einschließen und von einer Siliziumhülle umgeben sind. Auch diese mehrlagigen Drähte sind sehr interessant und werden bereits experimentell in neuen kleineren Transistoren eingesetzt, die vielleicht in einer zukünftigen Computergeneration zum Einsatz kommen. Aber Nanodrähte sind nicht die einzige Anwendung - wenn auch erst mal die praktikabelste.

Nanoröhrchen sind um ein vielfaches stärker als Stahl und ungleich leichter. Das eröffnet völlig neue Möglichkeiten in der Architektur. Es könnte sogar möglich sein einen Fahrstuhl bis in einen niedrigen Orbit zu bauen (35.000 km). Während so eine Konstruktion aus modernen Verbundmaterialien immer noch unter ihrem eigenen Gewicht zusammenbrechen würde, könnten Gewebe aus Nanofasern leicht und stabil genug sein, um dieses Projekt zu verwirklichen. Das würde einen unschlagbar günstigen Weg in den Weltraum ermöglichen -ein Verbundmaterial mit Nanofasern kann bis zu sechsmal stärker sein als herkömmliche Faserverbundwerkstoffe.

Die NASA hat einen Plan entwickelt, bei dem ein Seil zwischen einem 15 km hohen Turm (auch der ist ohne Nanotechnologie nicht möglich) und einem Ankerpunkt im Orbit gespannt werden soll. An diesem Seil könnten dann die Fahrstühle auf- und abgleiten und Material sowie Astronauten in den erdnahen Weltraum bringen.
Aber lange bevor dieser Fahrstuhl steht, werden wir wahrscheinlich andere Anwendungen dieser Nanofasern sehen, wie schusssichere Westen oder Gewebe, die elektromagnetische Strahlung abschirmen.

In der Entwicklung befinden sich inzwischen auch winzige Getriebe aus Nanoröhrchen, an die man verschiedene Moleküle als Zahnradzähne angesetzt hat. Diese winzigen Getriebe werden vielleicht eines Tages eine Anwendung in der Nanotechnologie und in Nanobots finden. Außerdem ermöglichen mit unterschiedlichen Atomen dotierte Nanotubes auch die Entwicklung winziger Dioden, die für zukünftige optoelektronische Computer von Bedeutung sein werden.

Ein weiterer Anwendungsbereich, in dem die Fullerene ihre Stärken ausspielen können, ist die Medizin. In C60 eingebettete Wirkstoffe könnten sehr gezielt an den Ort dirigiert werden, an dem sie gebraucht werden, da man außen Moleküle - z. B. Antikörper oder andere spezifische Bindungsstellen - anbringen könnte, die auf ganz bestimmte Krankheitserreger reagieren und ihre Fracht nur bei diesen abliefern. Klinische Versuche mit einem Medikament, das die Vermehrung von HIV behindern soll, sind in der Planung.
Aber die Nanokügelchen müssen nicht unbedingt direkt als Medikament eingesetzt werden, mit einem Metallatom in ihrem Inneren würden sie auch bessere Kontrastmittel in der Magnetresonanztomographie (NMR) abgeben. Insbesondere könnten diese Kontrastmittel über einen längeren Zeitraum eingesetzt werden, weil das gefangene Metallatom keine Nebenwirkungen verursachen kann. Und wenn man verschiedene Atome in eine Kugel packt, könnte man Kontrastmittel entwickeln, die gleichzeitig bei NMR als auch Röntgenuntersuchungen eingesetzt werden können, was zu einer besseren Vergleichbarkeit der Ergebnisse führt.

Es gibt jedoch auch aktuelle Hinweise, dass Buckyballs zu Schädigungen in Gehirnen von Fischen führen können sowie entzündliche Reaktionen in der Leber hervorrufen, weitere Forschungen werden zeigen müssen, ob sich diese Befunde bestätigen.
Mit Nanoröhrchen hingegen könnten Nadeln entwickelt werden, die es ermöglichen, einzelne Zellen mit dem Medikament zu versorgen.
Alles in allem handelt es sich bei den Fullerenen in jeder Form um außergewöhnliche und vielseitige Moleküle, von denen wir in Zukunft sicher noch einiges hören werden.

Informationen zum Thema:
http://www.mpi-stuttgart.mpg.de - A brief history of C60
http://spaceflightnow.com - Extraterrestrial gases found in buckyballs
http://www.nist.gov - Can Nanotubes Be Engineered to Superconduct?
http://popularmechanics.com - Self-Assembling Nanotubes Make Space Elevators Possible
http://www.sciencenews.org - Buckymedicine: Science News Online, July 13, 2002
http://www.eurekalert.org - Type of buckyball shown to cause brain damage in fish


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15. Leseprobe: LARA CROFT - Tomb Raider

Band 1: Das Amulett der Macht
von Mike Resnik, ins Deutsche übertragen von Timothy Stahl

Am 20. April erschien der erste Roman der neuen Dino-Serie "Lara Croft: Tomb Raider", den wir in dieser Ausgabe des Corona Magazines mit einer ausführlichen Leseprobe vorstellen wollen. "Das Amulett der Macht" enthüllt erstmals die Ereignisse, die zwischen den Videospielen "The Last Revelation" und "The Angel of Darkness" stattfanden. Gefangen unter den Trümmern einer ägyptischen Grabkammer sieht Lara dem Tod ins Antlitz, bis das Schicksal die Weichen stellt und sie auf die Spur eines alten Talismans führt ...

Über den Autor:
Der Autor Mike Resnick ist ein preisgekrönter Science-Fiction-Autor, der über 75 Bücher geschrieben hat, darunter die hoch gelobte Kurzgeschichtensammlung "Kirinyaga", den Abenteuerroman "Santiago" und, in Zusammenarbeit mit Janis Ian, "Water-Skiing Down the Styx". 1957 verkaufte er seinen ersten Artikel, 1959 seine erste Kurzgeschichte, 1962 seinen ersten Roman. Er gewann vier Hugo Awards, einen Nebula Award, einen Ignotus Award (Spanien), einen Futura Award (Kroatien), den Tour Eiffel (Frankreich) und viele andere Auszeichnungen. Er lebt mit seiner Frau Laura, die ebenfalls Schriftstellerin ist, in Ohio.

"’Das Amulett der Macht’ dürfte nicht nur für Fans der "Tomb Raider"-Videospiele ein Leckerbissen sein, sondern auch Freunde rasanter Abenteuergeschichten allgemein ansprechen. Autor Mike Resnick erweist sich als profunder Kenner der afrikanischen Schauplätze und verleiht dem Roman ein Lokalkolorit, das seinesgleichen sucht." (Übersetzer Timothy Stahl)


PROLOG

Sie wurde von einem dumpfen Pochen im Hinterkopf wach und versuchte, behutsam mit den Fingern danach zu tasten. Doch sie musste feststellen, dass sie ihre linke Hand nicht bewegen konnte.
Was ist passiert? Sie war noch wie benebelt. Warum - kann ich nicht atmen?
Ihr Mund war voller Dreck, und irgendein Instinkt veranlasste sie, den Kopf etwas zur Seite zu drehen, bevor sie durch die Nase einatmete.
Wo bin ich?
Dann, ganz langsam, dämmerte es ihr, und fast wünschte sie sich, die Erinnerung daran für immer verloren zu haben. Sie war unter den Trümmern einer Gruft unter dem Horus-Tempel verschüttet - in der ägyptischen Stadt Edfu. Etwas presste ihren linken Arm zu Boden, etwas, das größer als ein Stein war, aber kleiner als ein Felsblock.
Waren ihre Beine auch eingeklemmt? Sie wusste es nicht. Sie konnte sie nicht spüren.
Sie versuchte die Augen aufzuschlagen, um herauszufinden, ob es Licht in der Gruft gab. Ihr linkes Lid öffnete sich. Ringsum war es stockdunkel. Ihr rechtes Auge ließ sich nicht öffnen. Eine Träne hatte sich mit dem Staub vermischt und verklebte ihre Wimpern.
Na schön. Keine Panik. Kann ich meinen rechten Arm bewegen?
Sie versuchte es. Es ging.
Okay, den linken Arm bekomme ich nicht frei. Ist er gebrochen?
Sind die Finger in Ordnung?
Die Finger ließen sich bewegen.
Was tue ich hier?
Allmählich fiel ihr alles wieder ein: Set, der finstere ägyptische Gott, den sie versehentlich befreit hatte, der Kampf und schließlich seine Gefangennahme. Und dann, im Augenblick ihres Triumphes, der Zusammensturz des Tempels.
Wie steht es mit dem Rest von mir? Kann ich mich herumdrehen, aufsetzen, irgendwie bewegen?
Sie spannte ihre Muskeln an, machte sich bereit, es zu probieren
... und der Schmerz in ihrem Kopf wurde so gewaltig, dass sie die Besinnung abermals verlor.
Sie träumte, in einem riesigen Spinnennetz festzuhängen. Je heftiger sie sich zu befreien versuchte, desto weniger konnte sie sich rühren.
"Ist da jemand?"
O mein Gott, dachte sie, immer noch träumend, die Spinne spricht mit mir!
Sie wand sich, versuchte sich zu befreien, aber sie konnte weder ihren linken Arm noch ihre Beine bewegen.
"Wenn Sie da sind, rufen Sie!"
Rufen und der Spinne verraten, wo ich bin? Für wie dumm hält die mich?
"Halten Sie durch! Ich bin fast da!"
Sie ist fast hier! Ich muss weg!
Sie drehte sich verzweifelt, doch das Netz hielt sie fest.
Sie hörte Geräusche. Stein kratzte über Stein, und die Luft war wieder von Staubwolken erfüllt. Dann fiel ein Lichtstrahl auf sie.
Ihr Schädel begann abermals zu pochen. Die Finger ihrer rechten Hand nahmen eine Hand voll Staub auf.
Du hast es hier nicht mit einer Ameise oder einer Fliege zu tun, Spinne. Ich bin Lara Croft, und ich habe nicht vor, kampflos zu sterben!
Sie zwang ihr linkes Auge auf und sah eine Hand, die nach ihr griff. Das war verwirrend. Sie hätte schwören können, dass Spinnen keine Hände besaßen. Es musste ein Trick sein, etwas, mit dem die Spinne ihr Vertrauen gewinnen wollte. Sie wartete, bis die Hand der Spinne nur noch Zentimeter von ihr entfernt war, dann schleuderte sie den Staub dorthin, wo sie die Augen der Spinne vermutete.
"Verdammt!", fluchte die Spinne in perfektem Englisch. "Warum haben Sie das getan?"
Sie versuchte die Worte "Weg mit dir, oder ich bring dich um!" hervorzukrächzen, aber ihr Mund war immer noch voll Dreck, und sie brachte nur ein schwaches Husten zustande.
Zwei Hände begannen, das Geröll von ihr zu räumen.
Das ist ein höchst seltsames Verhalten für eine Spinne.
Plötzlich war das Gesicht der Spinne dem ihren ganz nahe. Es sah genauso aus wie das eines Menschen, eines sehr gut aussehenden noch dazu.
"Sie sind jetzt in Sicherheit", sagte es, während sie sich angehoben fühlte.
Sie versuchte sich zu erinnern, ob Spinnen so gut lügen konnten - dann schwanden ihr die Sinne.


TEIL 1
ÄGYPTEN



Kapitel 1

Dieses Mal gelang es ihr, beide Augen zu öffnen, und die grelle Helligkeit ihrer Umgebung blendete sie beinahe. Sie fragte sich, ob ihr linker Arm jetzt wohl funktionieren mochte. Sie schaffte es, ihn eine Idee zu bewegen, aber es war ein seltsames Gefühl. Sie richtete den Blick auf den Arm und sah zwei Schläuche, die damit verbunden waren. Das bedeutete etwas, aber ihr wollte nicht einfallen, was.
Ihr Kopf schmerzte immer noch, und sie hatte Mühe, klar zu sehen. Sie versuchte mit den Zehen zu wackeln. Es fühlte sich an, als bewegten sie sich. Sie wollte nachschauen, um sich zu vergewissern, und stellte fest, dass sie sie nicht sehen konnte.
"Meine Füße!", krächzte sie. "Wo sind meine Füße?"
Sie hörte das tiefe, glucksende Lachen eines Mannes, und dann zog eine Hand etwas fort, das sie erst jetzt als Bettdecke erkannte. Er enthüllte ihre nackten Füße.
"Sie haben sich vor Ihnen versteckt", sagte eine amüsierte Stimme mit kultiviertem britischem Akzent.
Sie starrte den Besitzer der Stimme an. Es war dasselbe Gesicht, das sie in der Gruft gesehen hatte. Es gehörte einem hochgewachsenen Mann, war etwas hager und stark gebräunt. Das Haar war vermutlich einmal rotblond gewesen, aber die Sonne hatte es fast weiß gebleicht. Und ihr Eindruck in der Gruft hatte sie nicht getrogen: Er war gut aussehend, auch wenn er eine Rasur und frische Kleidung dringend nötig hatte.
"Willkommen zurück in der Welt. Ich dachte schon, wir würden Sie verlieren. Wir haben eine ziemliche Strecke hinter uns. Ich habe Sie von Edfu hierher gefahren."
"Wo sind wir?"
"Sie sind im Kairo Hospital."
Sie sah ihn schweigend an.
"Wo bleiben nur meine Manieren?", sagte er. "Gestatten Sie, dass ich mich vorstelle. Ich bin Kevin Mason." Er hielt inne.
"Und Sie sind ...?"
"Lara Croft."
"Lara Croft", wiederholte Mason. "Ich habe schon von Ihnen gehört."
Sie starrte ihn weiter an und versuchte, ihren Denkapparat in Gang zu bringen. "Kevin Mason", wiederholte sie.
"Richtig."
Sie zog die Stirn kraus. "Sie können nicht der Archäologe Kevin Mason sein. Den kenne ich."
"Ich bin sein Sohn - Kevin Mason junior." Er lächelte. "Einfach nur Kevin für meine Freunde."
"Ich habe alle Bücher Ihres Vaters gelesen", sagte Lara. "Er ist einer meiner Helden."
"Er ist auch einer der meinen", sagte Mason. "Deshalb bin ich in seine Fußstapfen getreten. Ich bin ebenfalls Archäologe."
Sie versuchte, ihren Verstand aus den Spinnweben zu befreien.
"Sie haben mir das Leben gerettet."
"Es war reines Glück. Ich hörte - na ja, spürte ist wahrscheinlich das passendere Wort - also, ich spürte, wie die Gruft einstürzte. Und ich musste davon ausgehen, dass es dafür einen Grund gab, nachdem sie in über zweitausend Jahren nicht eingestürzt war. Darum ließ ich mir von meinen Männern helfen, sie zu öffnen." Er sah Lara an. "Es hatte Sie ganz schön erwischt. Ich glaube, Sie hätten keine Stunde mehr in dieser Falle überlebt. Ich trug Sie zu meinem Wagen und fuhr Sie zur Krankenstation in Edfu. Aber dort war gerade mal wieder der Strom ausgefallen, deshalb brachte ich Sie hierher, nach Kairo. Sie sind jetzt seit fast fünf Stunden im Krankenhaus."
"Und wann kann ich hier wieder raus?", fragte Lara.
Mason hob die Schultern. "Sie waren ziemlich mitgenommen, und Sie haben sich eine schwere Gehirnerschütterung eingefangen. Aber die Ärzte glauben nicht, dass etwas gebrochen ist. Ich vermute mal, zwei oder drei Tage Bettruhe, und Sie sind so gut wie neu - aber man will noch untersuchen, ob Ihre Lungen irgendwelchen Schaden genommen haben, als Sie den vielen Staub einatmeten." Er lächelte.
"Können Sie mir einen Spiegel besorgen?"
"Glauben Sie mir", sagte Mason, "Sie wollen sich nicht sehen - im Moment jedenfalls nicht."
"Bitte", beharrte sie.
"Wie Sie wünschen." Er ging ins Bad und kehrte mit einem Spiegel zurück, der an der Wand gehangen hatte. "Aber denken Sie dran, ich habe Sie gewarnt."
Lara nahm den Spiegel und musterte das Gesicht, das ihr daraus entgegenblickte. Beide Augen waren dunkel umrandet und fast zugeschwollen. In ihr rechtes Nasenloch hatte man ein Watteröllchen gesteckt, damit es offen blieb. Ihre Lippen waren trocken und aufgesprungen und mit verkrustetem Blut bedeckt. Ihr Kiefer war angeschwollen und ihr Haar immer noch staubbedeckt.
"Könnte schlimmer sein", murmelte sie und reichte ihm den Spiegel zurück.
"Na, da will ich doch verdammt sein!", lachte Mason. "Die meisten Frauen würden in Tränen ausbrechen, wenn sie so aussähen."
"Ich bin nicht wie die meisten Frauen."
In diesem Moment kam eine Schwester herein, trat schweigend ans Bett, prüfte Laras Puls und Temperatur, trug die Werte in eine Tabelle ein und ging wieder.
Lara versuchte sich aufzusetzen, um besser sehen und sich mit dem Mann, der sie gerettet hatte, unterhalten zu können. Aber die Anstrengung rief heftige Schmerzen in ihrem Kopf hervor, und sie fiel auf das Bett zurück.
"Hey, immer mit der Ruhe", sagte Mason. "Ich sagte Ihnen doch - Sie haben eine schwere Gehirnerschütterung." Er zog einen Stuhl ans Bett. "So ..." Er nahm Platz. "... jetzt müssen Sie sich nicht bewegen, um mich zu sehen."
"Ich habe erst vorigen Monat den Artikel Ihres Vaters über sudanesische Artefakte gelesen", sagte Lara, als der Schmerz abzuklingen begann. "Er war hervorragend."
"Ich danke Ihnen in seinem Namen. Der Sudan ist auch mein Studiengebiet geworden."
"Was haben Sie dann hier in Ägypten, im Horus-Tempel, getan?"
"Der Sudan ist zwar mein Spezialgebiet, aber mein Studienbereich umfasst ganz Nordafrika. Ich hatte das Gefühl, es sei Zeit für eine Abwechslung, darum kam ich nach Ägypten." Er lächelte abermals - ein sehr hübsches Lächeln, wie sie bemerkte.
"Es war verdammtes Glück, dass ich das tat. Der Tempel ist für Touristen nicht zugänglich, während ein paar der Hieroglyphen restauriert werden. Er war völlig leer, als die Gruft einstürzte."
"Glück ist noch untertrieben", meinte sie.
"Vielleicht war es nicht nur Glück allein", ergänzte er. "Sie haben eine bemerkenswerte Kondition. Die meisten anderen Menschen hätten das nicht überstanden."
"Ich habe schon Schlimmeres überlebt", sagte sie.
Er hob eine Augenbraue. "Das glaube ich Ihnen, Miss Croft."
"Ich schätze, Sie haben sich das Recht verdient, mich Lara zu nennen, Doktor Mason."
"Kevin", sagte er.
"Sagen Sie, Kevin, wonach haben Sie im Horus-Tempel gesucht?"
"Och, nichts Bestimmtes", antwortete er achselzuckend.
Niemand gräbt nach ‘nichts Bestimmtem‘, dachte sie und musterte ihn genauer. Andererseits hast du keinen Grund, irgendwelche Informationen mit mir zu teilen. Ich werde dich ganz sicher nicht mit Fragen löchern. Du hast mir das Leben gerettet, das ist mehr als genug.
Als könne er ihre Gedanken lesen, sagte er: "Man weiß nie, auf was für seltene und schöne Artefakte man in diesen alten Tempeln stößt. Sie sind immer einen Besuch wert. Immerhin habe ich Sie gefunden, nicht wahr?" Er lächelte wieder und fuhr fort: "Ich bleibe noch ein, zwei Tage in Kairo, damit ich mir sicher sein kann, dass Sie in Ordnung sind, und dann gehe ich wieder an die Arbeit."
"Ich bin okay", sagte sie. "Sie müssen nicht bleiben."
"Ich habe mich als Archäologe nie mit halben Sachen zufrieden gegeben, und das werde ich auch als Held nicht tun", sagte er ironisch. "So lange, wie ich für Ihr Leben verantwortlich bin, werde ich dafür sorgen, dass Sie wieder vollständig hergestellt werden."
"Dafür danke ich Ihnen, Kevin, aber ..."
Er hob eine Hand. "Der Entschluss steht fest."
Sie wollte dennoch protestieren, aber der Schmerz kam wieder, und so lag sie nur still da und wartete, dass er abebbte.
"Ich weiß, warum ich im Tempel war", sagte Mason nach einer kleinen Weile und sah sie fest an, "aber ich habe keine Ahnung, was Sie dort gemacht haben."
"Das würden Sie mir nicht glauben, wenn ich es Ihnen erzählte", sagte sie und dachte daran, wie Set vor Zorn gebrüllt hatte, als sie ihn, den finsteren Gott, in seinen Kerker bannte.
"Ich werde nicht fragen, wonach Sie gesucht haben - das ist Ihre Angelegenheit. Aber wenn Sie in den Trümmern etwas zurückgelassen haben, Lara, suche ich gerne danach. Es bliebe natürlich Ihr Fund", fügte er rasch hinzu.
"Danke, Kevin, aber da war nichts, wirklich nicht."
"Sie haben einen ziemlichen Schlag auf den hübschen Schädel bekommen. Sollte Ihnen noch irgendetwas einfallen - ich darf Ihnen versichern, dass ich weder die Artefakte noch die Ehre meiner Kollegen stehle."
"Ich bin sicher, dass Sie das nicht tun."
Er stand auf. "Es gibt hier diese alberne Hausregel, dass nur Patienten gefüttert werden. Wenn Sie mich bitte entschuldigen wollen, dann gehe ich etwas essen. Ich komme in ein paar Stunden wieder und sehe nach Ihnen."
"Sie haben schon genug getan."
Er lächelte. "Muss ich Ihnen noch eine Predigt halten?"
"Na schön." Sie schwieg kurz und fügte dann hinzu: "Sie haben ein sehr nettes Lächeln."
Er wirkte peinlich berührt. "Sie auch. Glaube ich. Vielleicht bekomme ich es ja eines Tages sogar zu sehen."
Sie versuchte, es ihm zu schenken, aber ihre trockenen Lippen begannen aufzuplatzen, und so stöhnte sie stattdessen nur.
"Hat keine Eile", sagte Mason. "Lassen Sie uns nichts überstürzen - nicht einmal ein Lächeln."
Dann war er fort.


Kapitel 2

Lara trieb zwischen Schlaf und Wachsein. Immerzu träumte sie von Spinnen, die sich in Kevin Mason verwandelten - oder vielleicht war es Kevin Mason, der sich in eine Spinne verwandelte. Als ob das noch nicht schlimm genug wäre, ließ schon die geringste Bewegung Schmerzen durch ihren Arm schießen. Bald tat ihr der Kopf wieder weh, und es war ihr unmöglich zu schlafen. Sie versuchte sich trotz der Schmerzen aufzusetzen, aber die Infusionsschläuche in ihrem Arm machten es schwierig, sich zu bewegen.
Mit einem Seufzen gab sie die Bemühungen auf und legte sich in das weiche Kissen zurück. Vor der Tür war es viel zu laut, zu viele Menschen gingen den Krankenhausflur auf und ab. Wussten die denn nicht, dass hier Kranke waren, Leute, die versuchten zu schlafen?
Sie fing an, den Schritten zu lauschen, machte ein Spiel daraus, sie im Halbdunkel ihres Zimmers zu identifizieren. Das da war ein Praktikant mit schweren Schritten. Und das war die dämliche Schwester, die mit Stöckelschuhen zur Arbeit gekommen war und den gefliesten Flur auf und ab klick-klick-klickte. Die anderen Schritte stammten von einem Arzt mit seiner Entourage von Studenten, der er auf dem Weg zum Operationssaal einen Vortrag hielt.
Und dann hörte sie den dumpfen Schlag. Einen dumpfen Schlag? Schließlich fiel ihr ein, was es sein konnte. Ein Pfleger musste einen Berg Schmutzwäsche fallen gelassen haben, während er ins nächste Zimmer ging, um dort das Bett abzuziehen.
Plötzlich fiel das Licht vom Korridor in ihr abgedunkeltes Zimmer. Warum kam der Pfleger hier herein? Wusste er nicht, dass dieses Bett belegt war? Dann sah sie, dass es nicht nur ein Pfleger war, sondern deren gleich zwei. Und sie waren überhaupt nicht wie Pfleger gekleidet. Sie hatten Roben, wie sie die Angehörigen arabischer Wüstenstämme trugen - und einer von ihnen hielt ein Messer in der Hand.
Lara versuchte sich vom Bett zu rollen, aber die Infusionsschläuche hielten sie fest.
"Wer seid ihr?", wollte sie wissen und ignorierte den Schmerz in ihrem Arm. "Was wollt ihr hier?"
Keiner der beiden Männer sprach ein Wort. Sie waren groß, weit über 1,80, und verhielten sich wie Krieger. Der mit dem Messer kam näher und hob die Klinge hoch über seinen Kopf, bereit, damit auf sie einzustechen.
"Ihr habt die Falsche erwischt!", krächzte sie heiser. "Ich habe euch noch nie im Leben gesehen!"
Die Männer tauschten einen Blick - und dann fuhr das Messer herab.
Lara drehte sich in der letzten Sekunde zur Seite. Die Klinge verfehlte sie knapp und bohrte sich tief in das Krankenhausbett.
Sie riss die Schläuche aus ihrem Arm - es tat höllisch weh, Blut begann aus den Wunden zu tropfen, die sie sich gerade zugefügt hatte -, und einen Augenblick später war sie auf den Beinen, stellte sich ihren Angreifern und versuchte den brüllenden Schmerz in ihrem Kopf zu ignorieren. Sie öffnete den Mund, um nach Hilfe zu rufen, aber einer der Männer, der ohne Messer, machte eine Handbewegung, und plötzlich blieb ihr die Stimme weg.
Instinktiv griff sie nach ihren Pistolen ... aber alles, was sie hatte, war ein Krankenhemd. Sie versuchte ihren Blick zu fokussieren, während die beiden Männer sich ihr lautlos näherten, aber eine Woge aus Schwindelgefühl und Übelkeit machte den Versuch zunichte.
Der Mann mit dem Messer kam auf sie zu und hielt die Hand ausgestreckt, als erwarte er, dass sie ihm etwas geben würde.
Ich geb dir was, und wie!
Sie trat zu und traf ihn im Schritt. Er grunzte und schlug ihr mit dem Handrücken übers Gesicht, sodass sie gegen das Wägelchen torkelte, das die herunterbaumelnden Infusionsschläuche hielt.
Der Mann mit dem Messer grinste sie an und stieß zu. Lara packte einen Schlauch, duckte sich unter dem vorschnellenden Arm, steppte zur Seite, schlang dem Mann den Schlauch rasch um den Hals und zog mit aller Kraft zu. Der Mann schnappte nach Luft und brach zusammen. Sein Messer klapperte geräuschvoll zu Boden, als er nach seiner Kehle fasste.
Der zweite Mann griff an, ehe sie sich umdrehen konnte, um sich ihm zu stellen. Sie versuchte sich seinem Griff zu entwinden, aber sie war zu schwach. Von ihrem Arm rann immer noch Blut, und ihr Kopf fühlte sich an, als würde er gleich explodieren.
Ein bitterer Gedanke schoss ihr durch den Sinn, während sie mit ihrem Angreifer rang. Nach allem, was ich überlebt habe, werde ich von Männern ermordet, die ich noch nie gesehen habe, und ich weiß nicht einmal, warum!
Sie zwang sich, bei Bewusstsein zu bleiben, den Schmerz lange genug zurückzudrängen, um ihr Leben so teuer wie möglich zu verkaufen. Ja, sie war zu schwach, um zu stehen, und ja, ihre Waffen waren unter dem Horus-Tempel verschüttet, aber sie hatte immer noch Zähne und Fingernägel. Damit würde sie nicht viel Schaden anrichten, aber zumindest würde sie kämpfend sterben - wenn auch vergebens.
Und dann bemerkte sie, durch einen Nebel aus Schmerzen und Übelkeit, einen dritten Mann im Zimmer. Wie ihre Gegner schwieg er, aber gleich darauf hörte sie das Knacken von Knochen, und plötzlich wurde sie nicht mehr festgehalten. Sie fiel zu Boden, wo sie sich zur Wand hinrollte, um sich vom Zentrum des Kampfes zu entfernen.
Und es wurde ein heftiger Kampf. Der Mann, der gerade erst ins Zimmer gekommen war, landete einen Aufwärtshaken. Der Schlag hätte jeden normalen Menschen auf die Bretter geschickt, aber der Araber grunzte nur, schüttelte den Kopf und stürzte sich auf seinen Widersacher, bei dem es sich - jetzt konnte Lara es erkennen - um Kevin Mason handelte.
Mason wich dem Angriff mit einem Sidestep aus, nahm ein Gefäß auf, von dem Lara so wenig Ahnung hatte wie er, was sich darin befand, und schleuderte es dem Mann samt Inhalt ins Gesicht. Der Mann öffnete den Mund zu einem lautlosen Schrei, dann rannte er in Richtung der Tür, die Augen mit seinen Händen bedeckt. Er verfehlte die Tür, stieß mit dem Kopf gegen die Wand und rutschte als ohnmächtiges Bündel zu Boden.
Unterdessen war der messerschwingende Araber wieder auf die Beine gekommen. Wortlos griff er Mason an. Masons linke Hand schoss vor und packte das Handgelenk des Mannes; so hielt er sich die Klinge vom Leib. Mit der rechten Faust versetzte er dem Araber zwei rasche Hiebe in den Bauch, dann fing er sich eine Linke am Kinn ein und taumelte nach hinten.
Lass dich nicht auf eine Schlägerei mit ihm ein! Benutz deinen Verstand, nicht deine Muskeln!
Der Araber ging Mason abermals an, das Messer über den Kopf erhoben. Mason duckte sich und bewegte sich nach vorne. Der größere Mann wurde davon überrascht und stürzte über Mason, drehte sich und landete auf dem Rücken. Mason trat ihm das Messer aus der Hand, dann kniete er nieder und begann, auf ihn einzudreschen, wieder und wieder, rechts, links, rechts, links. Zähne flogen aus dem Mund des Arabers, Blut schoss ihm aus der Nase, und endlich verlor er das Bewusstsein. Mason erhob sich.
"Sind Sie in Ordnung, Lara?"
"Jetzt haben Sie mich schon zweimal gerettet", erwiderte sie schwach. So plötzlich, wie sie ihre Stimme verloren hatte, fand sie sie nun wieder.
"Das könnte zur Gewohnheit werden", meinte Mason. Er schaltete das Licht ein, dann durchsuchte er Schränke und Regale.
"Was tun Sie da?"
"Sie haben es vielleicht noch nicht gemerkt", antwortete er, "aber Sie bluten ziemlich stark. Wir müssen Sie verbinden. Ah, da ist es ja!"
Er holte eine Rolle Heftpflaster und eine Tube mit antiseptischer Salbe hervor. Dann ging er neben ihr in die Knie, wischte den Großteil des Blutes mit einem Handtuch ab, trug die Salbe auf, so gut er konnte, und machte sich daran, ihren Arm zu verpflastern.
"Ich fürchte, das muss reichen", sagte er schließlich.
"Sehr gut sieht das nicht aus", merkte sie an.
"Ich bin kein sehr guter Arzt - und den Rest der Rolle brauche ich für die da."
Er fesselte den beiden Männern die Hände mit Pflaster auf den Rücken, dann band er ihnen die Füße zusammen. Als er fertig war, hatten beide das Bewusstsein wiedererlangt.
"In Ordnung", sagte Mason. "Seid ihr allein, oder sind noch mehr von euch gekommen?"
Sie starrten ihn mürrisch an.
"Ich frage euch nur noch einmal", sagte er. "Seid ihr allein?"
Keine Antwort.
Er hob das Messer auf, das Lara beinahe getötet hätte. "Wenn ihr nicht redet, dann braucht ihr ja eure Zungen nicht mehr ..."
Diese Drohung entlockte den Männern nur ein Grinsen. Ein grotesk breites - und leeres Grinsen.
"Ugh", machte Lara. "Sieht aus, als sei Ihnen da schon jemand zuvorgekommen."
Bevor Mason etwas erwidern konnte, begannen die beiden Männer um Luft zu ringen. Einen Augenblick später waren sie tot.
"Was zum Teufel ...?" Mason runzelte die Stirn. "Ich hab doch nur geblufft mit dem Messer ..."
"Fürchten Sie, dass Sie die beiden zu Tode erschreckt haben? Nein, nicht die zwei hier. Ich habe von Assassinen gelesen, die von Kindesbeinen an trainiert werden und denen man die Zunge herausschneidet, damit sie absolut still sind. Ich habe diese Geschichten nie geglaubt - bis jetzt." Sie verstummte kurz. "Rufen wir einen Arzt, damit wir erfahren, woran sie gestorben sind."
"Dafür haben wir keine Zeit", sagte Mason. Er wischte seine Fingerabdrücke von dem Messer ab und ließ es fallen. "Die wissen offensichtlich, dass Sie hier sind, und wenn man die Leichen findet, wird man uns festhalten, um uns zu verhören."
"Wer weiß offensichtlich, dass ich hier bin?", wollte sie wissen.
"Die Leute, für die diese Assassinen gearbeitet haben. Wir müssen Sie an einen Ort bringen, wo Sie in Sicherheit sind." Er sah ihr fest in die Augen. "Ich frage Sie noch einmal: Haben Sie irgendetwas in dem Tempel gefunden?"
"Nein, das sagte ich doch schon", antwortete sie. "Was geht hier vor?"
"Das sage ich Ihnen, wenn wir etwas Zeit haben. Aber diese beiden werden nicht die Einzigen bleiben, die man auf Sie hetzen wird."
"Die wer auf mich hetzen wird?", fragte sie beharrlich. "Warum wollten mich zwei Männer, die ich noch nie gesehen habe, umbringen?"
"Später." Er half ihr auf die Beine. "Können Sie allein gehen?"
"Ich weiß nicht."
Mason furchte die Stirn. "Wenn Sie unterwegs zusammenbrechen, werde ich Sie nie hier rauskriegen." Er hielt inne. "Ich hole einen Rollstuhl." Er schaute sich um, hob einen weißen Wäschesack auf und reichte ihn ihr. "Da ist Ihre Kleidung drin. Das Krankenhaus hat sie gewaschen. Ich weiß, Sie sind groggy, aber versuchen Sie, sich anzuziehen, so lange ich weg bin."
"Warum?", fragte sie und kämpfte gegen eine weitere Woge aus Schwindelgefühl an.
"Weil ich keine schöne Frau durch ein muslimisches Land führen kann, deren Po aus ihrem Krankenhauskleidchen herausschaut."
"Da hätte ich auch dran denken können", sagte Lara.
"Wenn Sie keine Beule von der Größe eines Baseballs am Hinterkopf hätten, wären Sie da sicher drauf gekommen. Und jetzt beeilen Sie sich."
Dann war er fort, und Lara zog ihr Nachthemd aus und stieg langsam und unter Schmerzen in ihre Kleider. Ihre Holster waren noch da, aber ihre Pistolen nicht. Wahrscheinlich lagen sie in der Gruft. Und das hieß, dass sie so gut wie verloren waren. Der Gedanke versetzte ihr einen heftigen Stich. Sie würde diese Pistolen vermissen.
Etwa eine halbe Minute, nachdem sie fertig war, kam Mason zurück. Er trug einen weißen Arztkittel und schob einen Rollstuhl vor sich her.
"Für den Fall, dass Sie sich fragen sollten", sagte er, "Ihre Pistolen sind in meinem Wagen. Wenn Sie sie noch bei sich getragen hätten, als ich sie hierher brachte, wären sie jetzt in einem Krankenhaussafe eingeschlossen."
"Damit stehe ich noch mal in Ihrer Schuld." Sie setzte sich in den Rollstuhl, während er zum Bett ging und ein paar leichte Decken davon wegnahm, die er über sie legte.
"Sie tragen nicht gerade das, was man unter einem Krankenhausnachthemd versteht", sagte er, während er die Decken um sie herum feststeckte. "Muss ja nicht jeder sehen."
Dann waren sie draußen auf dem Flur, und er schob sie an der Schwesternstation vorbei zu einem Fahrstuhl. Die Tür schloss sich, der Aufzug glitt nach unten.
"So weit, so gut", meinte Mason.
Der Fahrstuhl hielt im Erdgeschoss, die Tür glitt auf. Rasch ließ Mason den Blick durch die Eingangshalle schweifen: etwa ein halbes Dutzend Ärzte, drei Schwesternstationen und ein Anmeldetresen, an der Tür zwei uniformierte Polizisten.
"Was jetzt?", fragte Lara flüsternd.
"Mit dem weißen Kittel, den ich trage, hält man mich hoffentlich für einen Arzt. Drücken Sie unter den Decken mal lieber die Daumen - los geht’s." Er holte tief Luft und schob sie in Richtung des Haupteingangs.
Eine der Wachen sah ihn neugierig an, aber Mason lächelte nur und ging weiter, und der Uniformierte trat beiseite, gestattete ihm, Lara aus dem Krankenhaus hinaus- und auf einen alten Landrover zuzuschieben.
"Das war entweder sehr mutig oder sehr dumm", sagte Lara. "Ich kann mich nicht ganz entscheiden."
"Ich habe mal in einem Agentenroman gelesen, dass man Misstrauen am besten zerstreut, indem man so tut, als hätte
man nichts zu verbergen." Er öffnete die Beifahrertür und half ihr vorsichtig beim Aufstehen. "Können Sie alleine einsteigen?"
"Natürlich kann ich das", sagte Lara. Sie versuchte sich auf den Sitz zu ziehen. Plötzlich überkam sie ein weiterer Schwindelanfall, und sie fiel zurück in Masons Arme. "Na ja, ich dachte, ich könnte es."
Er half ihr in den Landrover, dann ging er um den Wagen herum und nahm auf dem Fahrersitz Platz.
"Wo fahren wir hin?", fragte Lara.
"Erst mal weg von hier", antwortete Mason. "Wenn ich ordentlich Gas gebe, sind wir in einer halben Stunde aus Kairo raus."
"Wo sind meine Pistolen?"
"Handschuhfach."
Sie öffnete es, fand ihren Reisepass und ihre Brieftasche. Beides steckte sie ein. Ihre Pistolen ließ sie liebevoll in ihre Holster gleiten.
"Das sind sehr außergewöhnliche Waffen", sagte Mason. "Ich glaube nicht, dass ich so etwas schon einmal gesehen habe."
Sie zog eine der Pistolen. "Das ist die Wilkes and Hawkins Black Demon 32."
"Spezialanfertigung?"
"Nach meinen Vorgaben modifiziert", erwiderte sie. "Fünfzehn Schuss im Magazin und ein hoch empfindlicher Abzug. Sie ist meiner Hand angepasst und genau ausbalanciert - und sie hat einen Chip, der meinen Handflächenabdruck liest. Niemand außer mir kann sie abfeuern." Sie schob die Pistole zurück ins Holster. "Es gibt keine präzisere Pistole."
"Interessant", sagte Mason und bog auf eine Hauptverkehrsstraße ab.
"Wollen Sie mir jetzt erzählen, was das alles soll?", fragte Lara.
Masons Antwort bestand darin, das Steuer herumzureißen, den Wagen in eine schmale Gasse zu lenken und das Gaspedal bis zum Anschlag durchzutreten. "Wir haben Gesellschaft bekommen", sagte er, den Blick auf den Rückspiegel gerichtet.
Hinter ihnen bogen drei Autos in die Gasse ein.
Er ließ den Landrover in eine Seitenstraße schießen, dann in eine weitere, und schließlich erreichten sie eine andere Hauptstraße.
"Ich frage Sie noch einmal", sagte Mason, wobei er versuchte, den drängenden Ton aus seiner Stimme zu verbannen. "Haben Sie in dem Tempel irgendetwas gefunden, ganz gleich, wie belanglos oder unwichtig es auch sein mag?"
"Ich habe es Ihnen doch schon mehrfach gesagt", antwortete Lara gereizt. "Nein." Sie hielt inne und versuchte ihre Gedanken zu ordnen. "Die Kerle im Krankenhaus und diese Männer, die uns jetzt verfolgen - woher wissen die überhaupt, dass ich im Horus-Tempel war?"
"Sie - oder diejenigen, für die sie arbeiten - überwachten den Tempel."
Die Heckscheibe zersplitterte, als eine Kugel hindurchschlug.
"Kopf runter!", warnte Mason.
"Aber warum sind sie hinter mir her?", verlangte Lara zu wissen, während sie sich duckte. "Warum stahlen sie nicht einfach das, worauf sie es im Horus-Tempel abgesehen haben?"
"Weil sie es nicht finden konnten", sagte Mason. Er riss den Wagen scharf zur Seite, als eine weitere Kugel den Außenspiegel zerschmetterte.
Wo bin ich da nur reingestolpert?, fragte sich Lara, während der Landrover am Nil entlang in Richtung Süden raste.



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Lara Croft: Tomb Raider Band 1: Das Amulett der Macht
von Mike Resnick, übersetzt von Timothy Stahl
352 Seiten, Roman
9,95 EUR

ISBN 3-8332-1084-2
Erhältlich im Buchhandel ab 20. April 2004

Übrigens:
Timothy Stahl ist nicht nur als Übersetzer, sondern seit Jahren auch selbst als Autor tätig. So schrieb er u. a. für die Serien "Vampira", "Maddrax" und "Jerry Cotton". Aktuell erscheint im Bastei Verlag seine Mystery-Serie "Wölfe", die den Werwolfmythos einmal anders beleuchtet.



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Quelle: The Daily Trekker

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Ausgabe 120 - 20.04.2004

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