corona magazine
ISSN 1422-8904

   Spotlights
  + Die Symbolik von Buffy
  + Spotlight: Birds of Prey

   Star Trek
  + ST Sternendämmerung
  + Shatner bald Kirks Opa?
  + ENT Neues Intro online
  + ENT Trinneer über Tucker
  + ENT Neue Episodeninfos
  + ENT Neues Promovideo
  + ENT Bakula über Season 3

   Kurz und Bündig
  + Buchkritik: Caprona
  + Buchkritik: Traumwelten

   Subspace Link
  + SW3 Weitere Gaststars
  + Buffy besucht Angel
  + T4 Nick Stahl Interview
  + HP Neue Romantitel
  + Bale wird Batman
  + Blade Trinity-News

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14. September 2003 - Ausgabe 113 - "Desire and Reality"

Wunsch und Wirklichkeit

Der Unterschied zwischen den beiden Worten kann manches Mal Welten ausmachen. Insbesondere bei unserem kleinen Hobbyprojekt, wie sich in dieser Woche mal wieder deutlich herausstellte. So war ursprünglich angedacht und von unserer Redaktion gewünscht, bereits am vergangenen Mittwoch diese Ausgabe zu versenden. Leider spielten jedoch bei diesen optimistischen Planungen die Brötchengeber einiger Redakteure nicht so recht mit und sorgten mit zahlreichen berufsbedingten Überstunden für eine Verspätung beim Corona-Versand von gleich mehreren Tagen.
Aus diesen Gründen ist auch unser interner Jahres-Zeitplan etwas aus den Fugen geraten, so dass in dieser Ausgabe mit dem conKalender und der Tv-Vorschau gleich zwei Rubriken Einzug gehalten haben, die Sie sonst nur aus dem Corona Newsletter kennen. Das nächste Corona Magazine wird allerdings bereits in drei Wochen erscheinen und somit nach nur zwei Newslettern den regulären Plan wieder aufnehmen.

Ansonsten stellen wir in diesen Tagen unsere Vorplanungen für die kommenden drei Monate zusammen, wobei Ihnen unsere Redaktion diesbezüglich die Möglichkeit geben möchte, unmittelbar auf unsere Inhalte einzuwirken. In diesem Sinne möchte ich einfach auf den aktuellen Artikel unseres Kolumnisten Mike Hillenbrand hinweisen, der sich nicht zuletzt auch diesem Thema annimmt.
Auch sucht unser Projekt noch einen engagierten Mitarbeiter zur Betreuung des Corona-Internetauftritts. Neben fundierten HTML- und FLASH-Kenntnissen sollte insbesondere Teamwork zu den Stärken des/der Aspiranten/in zählen. Da wir ein nichtkommerzielles Projekt sind, können wir zwar keine Bezahlung anbieten, dafür jedoch eine Menge Spaß und Abwechslung in einer vielseitigen Redaktion - ist doch auch schon was, oder? Bei Interesse genügt bereits eine kurze Mail an dialog@corona-magazine.de!

Und nun wünsche ich Ihnen viel Spaß mit der neuen Ausgabe!

Ihr Klaus Michels
Chefredakteur


Pfadfinder

1. Die Symbolik von Buffy
2. Im Spotlight: Birds of Prey
3. Kolumne: Corona-Redakteure in München
4. Star Trek: trekBEAT
5. Star Trek-Buchkritik: Sternendämmerung
6. Drei Fragen an Rick Berman
7. conKalender
8. Kreuzfeuer
9. Rating Report
10. Spieletest: Eye of the Beholder
11. Tv-Vorschau
12. Kurz und Bündig
13. Wissenschaft: Technologische Evolution
14. Subspace Link
15. Wühltisch: Fünf Tipps aus der Welt des Merchandise


1. Die Symbolik von Buffy

Sieben Staffeln hat die Serie erreicht; und mit den Figuren wurde die Serie älter und reifer. Schließlich widmete sich jede Staffel einer bestimmten Phase des Lebens, vom Jugendlichen zum Erwachsenen.

Die erste Staffel

Zu Beginn folgte die Serie noch ganz der witzigen Grundidee "klassisches Horroropfer verprügelt Vampire und Monster". Das Serienkonzept spielte mit allen möglichen Klischees aus Horrorfilmen und Highschoolserien, ohne sich groß darum zu bemühen, offensichtliche Klischees auszuklammern. Cordelia ist die reiche und unsympathische Highschool-Schönheit, Willow ein Mauerblümchen und Computergeek. Xander ist der klassische Kumpel und Dummkopf, und der biedere Bibliothekar Giles kommt aus England, trinkt andauernd Tee und putzt stirnrunzelnd seine Brille. All das wurde garniert mit origineller "Jugend-Sprache" - eigens für die Serie erfunden - und klassischen Horrorgeschichten, die in der ersten Staffel noch recht harmlos ausfielen, da zu diesem Zeitpunkt noch keiner wusste, auf welchem Sendeplatz "Buffy" laufen würde.

Die zweite Staffel

Nach der ersten Staffel war das Konzept etabliert, und es hatte Anklang beim Zuschauer gefunden. Zugleich lief die Serie in den USA im Abendprogramm, also konnte der Grusel ein wenig deutlicher ausfallen. Joss Whedon besann sich auf den ursprünglichen Zweck des Horrors: Es geht um die symbolisierte Darstellung psychologischer Ängste. Das ist wohl auch der Grund, weshalb das Horrorgenre vor allem bei Heranwachsenden so beliebt ist; allein mit der oft sexuellen Symbolik werden treffend die Ängste angesprochen, die heranwachsende Menschen beschäftigen.

Die zweite Staffel ist geprägt von dem Thema erste Liebe. Abgedeckt werden klassische Highschoolromanzen, bis hin zu Buffys Liebe zu Angel, die in einem Fiasko endet. Angel verändert sich, und Buffy schmachtet in bitterem Liebeskummer. Doch nicht nur Buffy verliebt sich. Giles widmet sein Herz Miss Calender, die jedoch ein Geheimnis vor ihm verbirgt, und Cordelia und Willow haben beide Interesse an Xander.

Die dritte Staffel

Die dritte Staffel steht unter der Überschrift "Ende der Schulzeit". Es ist der Lebensabschnitt der Entscheidungen, die sich nicht mehr rückgängig machen lassen. Entsprechend taucht als Nachfolgerin von Kendra die Vampirjägerin Faith auf, die sich als Außenseiter der Gesellschaft fühlt und schließlich einen unumkehrbaren Irrweg einschlägt. Das Ende des Lebensabschnittes Schule nutzte Joss Whedon für ein fulminantes Finale, in dem die Schüler aus der passiven Rolle ausbrechen und aktiv ihr Leben in die Hand nehmen. Ihnen bleibt auch gar nichts anderes übrig. Die Highschool wird dabei unwiederbringlich zerstört, von der Schulzeit bleiben nur noch Erinnerungen. Eine Rückkehr wird es nicht mehr geben, und die Schüler fühlen eine Mischung aus Erleichterung und Trauer.

Die vierte Staffel

Mit der vierten Staffel macht die Serie einen großen Schritt: Der Schauplatz wechselt ans College. Es ist der Ort, wo neue Erfahrungen gesammelt werden. Der Horizont erweitert sich. Willow entdeckt dabei ihre sexuelle Identität und merkt, dass sie sich mehr für Frauen interessiert. Sie profitiert von diesem neuen Umfeld am meisten, und nicht wenige Mauerblümchen der Highschool blühen in der Studentenzeit plötzlich auf. Nicht so gut ergeht es Buffy, die das nur zu bekannte Gefühl durchlebt, die einzige zu sein, die sich nicht reibungslos an die neuen Umstände gewöhnt. Zugleich lernt sie Riley kennen, womit eine deutlich erwachsenere Beziehung beginnt als die doch eher romantisch-verkitschte Highschool-Liebe zu Angel.

Die fünfte Staffel

Die fünfte Staffel steht unter dem Zeichen "Verlust der Kindheit", sie mündet in dem Tod von Buffy, der hier als endgültiger Tod der Kindheit zu sehen ist. Buffy verliert in dieser Staffel auch ihre Mutter, der Halt durch das Elternhaus schwindet. Buffy löst sich in dieser Staffel von dem Hohen Rat, sie diktiert die Bedingungen. Sie erkennt sowohl die Macht, über die sie verfügt, als auch ihre Machtlosigkeit, denn genau in dieser Staffel wird sie mit einer scheinbar unbesiegbaren Göttin konfrontiert.

Die sechste Staffel

Mit der sechsten Staffel beginnt für Buffy das Erwachsenleben. Es ist ein schmerzhafter Beginn, sie muss nach dem Tod der Kindheit - wo sie sich geborgen und sicher fühlte - einsam einem Grab entsteigen und glaubt sich in der Hölle. Es gibt Erwachsene, die ernsthaft behaupten, sie hätten sich seit ihrer Kindheit gar nicht großartig verändert. Nur, Erwachsene beschäftigen sich mit Dingen wie Existenzgrundlage, Beruf und Sex. Kinder tun das nicht. In der sechsten Staffel entdeckt Buffy an sich sexuelle Vorlieben, es geht nicht nur mehr um Liebe. Sie schläft in sehr drastischen Szenen mehrfach mit Spike, weil sie in der Sexualität etwas sucht und findet, das ihr eine romantische Jugendliebe nicht mehr geben könnte. Dank finanzieller Probleme muss sich Buffy auch plötzlich darum kümmern, sich und ihre Schwester zu ernähren. Giles verlässt Buffy, sie steht nun auf eigenen Füßen, was in einem recht chaotischen Lebensstil mündet. Was geschieht, wenn Kinder nicht erwachsen werden wollen, wird an dem "Nerd-Trio" demonstriert. Die drei Jungen weigern sich, Verantwortung zu übernehmen, sie bleiben die Kindsköpfe aus der Highschool. Whedon ist hier wenig nachsichtig, für ihn führt ein solches Verhalten nicht selten zu einer kriminellen Karriere. Letztlich muss sich auch Xander überlegen, ob er schon reif ist für die Ehe. Willow hingegen gleitet in eine Art Drogensucht ab, sie ist abhängig von ihrer Magie, womit sie sich und ihre Umwelt ins Verderben zu reißen droht.

Die sechste Staffel wird vielfach als die düsterste Staffel beschrieben, vielleicht, weil Whedon die Ängste und Bedrohungen, die das Leben junger Erwachsener bereit hält, so intensiv dargestellt hat, dass es manchem Zuschauer zu viel wurde. Das Ergebnis ist eine beklemmende Staffel, weit entfernt von den im Vergleich dazu eher harmlosen Geschichten aus der Highschool.

Die siebte Staffel

In der letzten Staffel widmet sich Whedon dem Lebensabschnitt Nachkommenschaft. Buffy trägt nun die Verantwortung für ihre jüngere Schwester und für eine Reihe von anderen Jägerinnen. Diese zu erziehen erweist sich als nicht einfach. Buffy muss sich ihre Autorität erkämpfen, sie muss versuchen, die anderen auf die Gefahren des Lebens vorzubereiten, und sie durchlebt noch einmal ihre Jugend. Sogar die Highschool spielt erneut eine Rolle in ihrem Leben. All das durchleiden Eltern in der Rolle der Erzieher. Dabei verliert Buffy vorübergehend ihre Autorität an Faith, auch das müssen Eltern immer wieder erfahren. Am Ende gelingt es Buffy, einen Teil von sich an ihre Nachfolger weiterzugeben. Sie hinterlässt als Erbe eine Menge Vampirjägerinnen, und sie kann nun erleichtert auf ihre Nachfolger zurückblicken. Als Willow in der Schlussszene Buffy fragt, was man nun tun solle, lächelt Buffy. Sie muss diese Frage nicht mehr beantworten, das ist die Aufgabe der nächsten Generation.

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2. Im Spotlight: Birds of Prey

Am 11. Oktober 2003, um 15.55 Uhr, startet nach langem Warten auf RTL die us-amerikanische Fantasy-Serie "Birds of Prey", die in den Staaten bereits nach 13 Episoden eingestellt wurde. "Star Trek"-Fans dürften im ersten Moment bei dem Titel wohl eher an ein Geschwader klingonischer Raumschiffe denken, doch weit gefehlt. "Birds of Prey" hat rein gar nichts mit "Star Trek" zu schaffen, sondern erzählt vielmehr die Geschichte der Tochter zweier Superhelden, der Tochter von Batman und Catwoman, Helena Kyle, die zusammen mit Batgirl und einem neuen Charakter namens Dinah gegen das Böse in "New Gotham City" kämpft. Aber werfen wir doch zuerst einmal einen Blick auf die Haupt-Charaktere der Show.

Helena Kyle oder "Die Jägerin"
Helena Kyle hat in der Serie eine interessante Hintergrundgeschichte, bei der man sich sehr nahe an den Originalcomics orientiert hat. Sie ist, wie bereits erwähnt, die Tochter von Batman und Catwoman, die in ihrem Leben bereits vieles durchmachen musste. Ihre Mutter wurde ermordet, und zu ihrem Vater, Bruce Wayne, hat sie alles andere als ein gutes Verhältnis. Noch nicht mal seinen Nachnamen trägt sie. Von Natur aus ist sie äußerst athletisch, und hat von ihren Schöpfern auch so einiges an übermenschlichen Kräften mitbekommen, die sie nun zum Wohle der Allgemeinheit auch benutzen soll.

Barbara Gordon oder "Das Orakel"
Barbara Gordon, die oftmals auch einfach nur "Das Orakel" genannt wird, ist niemand anderes als Batgirl selbst. Fans der veschiedenen Batman-Inkarnationen werden den Namen Barbara Gordon schnell erkannt haben, denn sie ist die Nichte des Commissioner Gordon, die niemand anderes als Batgirl selbst war. In dem Roman "The Killing Joke" aus dem Jahre 1988 wurde Batgirl vom Joker außer Gefecht gesetzt, und nachdem ihre Karriere als Batgirl zu Ende war, wurde sie zu einem Computergenie, welches man seitdem nur noch unter dem Namen "Das Orakel" kennt.

Dinah Lance
Im Gegensatz zu den Comics ist bei Dinah in der Serie einiges anders. Zum ersten ist Dinah erst sechzehn Jahre alt, und zum anderen verfügt sie über übersinnliche Fähigkeiten, welche die Dinah in den Comics nicht hat.

Alfred
Welchen Typ von Butler er in der Serie verkörpert, muss man wohl niemandem mehr sagen. Wie üblich ist er treu ergeben, immer gut gekleidet und strahlt diese typische englische Art aus.

Doch wenden wir und jetzt dem Piloten der Serie zu. Wer sich die Eröffnungsfolge völlig unvoreingenommen ansehen möchte, der sollte an diese Stelle nicht mehr weiterlesen!

Das Erste, was wir zu Gesicht bekommen ist ein Blick auf "New Gotham City" bei Nacht, mit dem kleinen Hinweis, dass das nun Kommende sieben Jahre in der Vergangenheit spielt. Die Art wie man mit der Kamera durch die Stadt schwenkt, erinnert mich ein wenig an die neueste Verfilmung von Spiderman, was aber alles andere als schlecht ist.

Wir sehen darauf den Tod von Helenas Mutter, Selina Kyle, und den Angriff des Jokers auf Batgirl, nachdem Diese von der Hüfte an abwärts gelähmt ist. Auch bekommen wir hier gleich einmal Dinah in sehr jungen Jahren zu sehen, und sofort wird einem dabei klar, dass mit diesem Mädchen etwas nicht stimmen kann.

Danach geht es weiter in der Gegenwart, in der Dinah mit dem Bus unterwegs nach New Gotham ist. In dem Bus trifft sie auf einen Typen namens Jerry, der sie gleich mal für den Abend einlädt. Gutes kann dabei nicht rauskommen, was einem auch sofort klar sein sollte.

Die nächste Szene zeigt uns Barbara Gordon, deren Mangel an sozialem Leben außerhalb ihrer Arbeit als Lehrer und ihrem "anderen Leben" hier sehr gut aufgezeigt wird. Es gibt da einen Typen, dessen Interesse an ihr wohl über das Platonische rausgeht, und auch wenn sie ihn mag, so erteilt sie ihm doch eine Abfuhr.

Helena treffen wir zum ersten Mal bei ihrer Psychiaterin, Dr. Harleen Quinzel, und hier erfahren wir dann doch gleich mal so einiges aus ihrem Leben, und ihre Probleme mit ihrem Vater. Barbara versucht sie hierbei die ganze Zeit zu erreichen, da es wieder einen Selbstmord gegeben hat, welcher einem weiteren aus der Woche zuvor sehr ähnelt.

Dinah kommt derweil in New Gotham an, und wird sofort Zeuge eines Selbstmordes. Ein Mann stürzt sich vor einen Bus, augenscheinlich auf der Flucht vor irgendwas. Dinah geht zu ihm, berührt ihn, und kann in seine Gedanken sehen. Dieser Mann ist der Ansicht es würden von allen Seiten Ratten auf ihn zukommen, weswegen er sich das Leben nimmt. Hierbei treffen wir auch zum ersten Mal auf Detective Jake Reese, dem hier schon bewusst ist, dass in dieser Stadt nach Einbruch der Dunkelheit seltsame Sachen geschehen. Dinah macht sich danach auf den Weg zu ihrem Date, doch Jerry ist alles andere als freundlich, und seine Absichten sind mehr als eindeutig. Er hat allerdings die Rechnung ohne Helena gemacht, die ihm die Prügel seines Lebens verpasst.

Jerry nimmt darauf die Füße in die Hand, und bei der darauf folgenden Unterhaltung zwischen Dinah und Helena wird Diese von Dinah angefasst. Dinah hat eine Vision, in der sie der sie etwas über das Hauptquartier von Helena und Barbara erfährt, in dessen Richtung sie sich auch begibt. Dort wird sie aber alles andere als freundlich empfangen. Barbara untersucht sie, und findet dabei heraus, dass Dinah im Gegensatz zu anderen Menschen fünfzig Prozent ihres Gehirnes benutzt, was ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten erklärt. Dinah möchte dem Kreis der Superhelden beitreten, bekommt aber erst einmal eine Abfuhr erteilt. Man einigt sich aber dann darauf, dass Dinah zumindest mal die Nacht über hier bleiben kann, und am nächsten Morgen bekommen wir dann zum ersten Mal Alfred zu sehen. Nach einer Dusche erzählt Dinah etwas über den "Selbstmord" des vorigen Tages, und Helena ist mal wieder beim Psychiater. Barbara findet endlich eine Verbindung bei diesen drei "Selbstmorden“. Eine vierte Person wird ausfindig gemacht, doch dummerweise ich auch die schon nicht mehr unter den Lebenden, aber hierbei prallen Helena und Reese das erste Mal aufeinander.

Zurück im Hauptquartier kommt es zu einer kleinen Diskussion zwischen Helena und Barbara, da Zweite dieses Leben nicht so klasse findet. Barbara findet ihr Leben auch nicht klasse, sie mag es nicht in diesem Rollstuhl zu sitzen, und sie wollte auch ihr ehemaliges Leben als Batgirl nicht haben. Aber das hier ist nun mal ihr Leben, und sie sind bestimmt dieses Leben zu führen. Dinah kommt dazu, und man wechselt mal lieber das Thema. Noch ein potentielles Opfer ist übrig, und das gilt es zu schützen. Dummerweise müsste man sich aber auch in der Schiffswerft von New Gotham mal umsehen, und zwei Sachen auf einmal kann auch Helena nicht machen. Mit einer ganz modernen Brille ausgestattet begibt sich deswegen Dinah zu der Werft, wobei Barbara durch diese Brille alles mitbekommt, und Helena macht sich auf das letzte potentielle Opfer zu schützen.

Dinah bricht in der Werft, die schon seit langer Zeit stillgelegt ist, durch den Boden, und kommt in den Raum, in dem vor Jahren der letzte Kampf zwischen dem Joker und Batman sowie Batgirl stattfand. Helena ist an ihrem Ziel und auch in dessen Haus, denn sie kennt den Typen, dessen Name Larry Ketterly ist.

Dinah findet Bilder, und man erfährt, dass Ketterly nicht das mögliche nächste Opfer ist, sondern vielmehr derjenige, der für die ganzen "Selbstmorde" verantwortlich ist. Für Helena kommt dieses Wissen zu spät, denn Ketterly hat sich bereits in ihr Gehirn eingeklinkt und will auch sie zum Selbstmord zwingen. Barbara und Dinah kommen dazu, doch Helena ist zu stark; sie wird sich selbst töten. Dinah nutzt die einzigste Möglichkeit und geht mit ihren Fähigkeiten in das Gehirn von Helena, wo auch Batgirl und Ketterly sind. Barbara kann dort Helena davon überzeugen sich nicht zu töten, und stattdessen den Kampf gegen Ketterly aufzunehmen. Und zu diesem Kampf kommt es dann auch, wobei der Verlierer hier von vornherein feststeht; am Ende hat Ketterly ein Messer in der Brust. Natürlich nur in den Gedanken von Helena, aber da auch sein Geist dort war, überträgt sich das auf seinen Körper und er verfällt in eine absolute Apathie. Er wird von den Dreien bei einer Polizeistation abgeliefert, von wo aus ihn Reese in eine Nervenklinik bringt, wo wir wieder auf Dr. Harleen Quinzel treffen, die nicht gerade begeistert vom Versagen Ketterlys ist, und ihn - nachdem Reese gegangen ist - zu Boden schickt.

Den Schluss der Episode haben unsere drei Superhelden für sich. Dinah übt sich in der Handhabung irgendwelcher komischer Waffen, ist dabei aber mehr als nur schlecht und nimmt die halbe Wohnung auseinander, aber was nicht ist kann ja noch werden. Helena und Barbara unterhalten sich, und werden auch in Zukunft zusammen gegen das Böse in New Gotham antreten.

Link zum Thema:
DailyTrek.de
"Birds of Prey"-Seite von Warner Brothers
Gotham Clock Tower
Keep the Birds Flying - Bring Back the "Birds of Prey"!

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3. Kolumne: Corona-Redakteure in München

Zu den Sternen. Ein Traum, der älter ist als das Fernsehen. Der älter ist als das geschriebene Wort. Der sogar älter ist als Thomas Höhl. Die Redakteure dieses Magazines teilen diesen Traum. Manche von ihnen leben ihn sogar. Über diese Menschen möchte ich Ihnen an dieser Stelle berichten. Über Menschen, abseits von Fernsehsessel und Buchregal. Über..

Corona-Redakteure in München
von Mike Hillenbrand

Während eines Umzugs können viele Dinge geschehen. Es kann zum Beispiel sein, dass man - sich selbst als online-lebendes Wesen verstehend - volle drei Monate, also ein Vierteljahr, ein Quartal, über 90 Tage offline bleiben muss, weil gewisse Provider gewisse Probleme bei einer gewissen Umstellung und dem Versand eines gewissen Funkmodems haben. Zwar gab es andere Plätze, an denen ich mein Leben als virtueller Avatar weiterführen konnte, aber nichtsdestotrotz hat da etwas gefehlt, im neuen zu Hause.

Um so schöner empfand ich dann die Gelegenheit, zur Abwechselung einmal in das von mir etwas entfernte München zu reisen (600 km), dort eine Reihe von lang- und kurzjährigen Corona-Redakteuren zu treffen und natürlich mindestens einen schönen Abend zu verbringen. Kurz und gut: Das Corona-Redaktionstreffen stand an. Unser Spieleguru und Zockerautor Roland Austinat hatte geladen und viele, viele folgten dieser Einladung.

Nun muss ich als originärer Ruhrpöttler ja mal was über die bayrische Landeshauptstadt loswerden: Die Münchener sind mir allesamt sehr suspekt! Es ist zwar so, dass ich selten so unentspannte Autofahrer gesehen habe (was meinem guten Freund und Partner Klaus Michels den ein oder anderen Heiterkeitsanfall bescherte), aber hey: Ich war in London und Mailand, auf Kreta und in der Türkei und habe deren Autofahrer überlebt. München war dahingehend keine wirkliche Steigerung.

Nun ist mein Name "Mike", was indianischen Ursprungs ist und so viel heißt wie "Der sich in einer Streichholzschachtel verfährt". (Andere Quellen übersetzen den Namen mit "Dem GPS auch nicht mehr helfen kann".) Von daher ist es meine Natur, in fremdem Städten ab und an einmal aus dem Auto heraus zu fragen: "Sagensemal, WO ist eigentlich...?"

Jetzt war ich also einige Tage in München. Es gab Quarks Bar zu bestaunen, die in der Leopoldstraße am Abend des 4. September gastierte und eine Reihe von freundlichen Menschen zu besuchen, die man generell viel zu selten sieht. Auf den Fahrten zu den einzelnen Zielen kam es nun immer mal wieder vor, dass ich an der roten Ampel den Fahrer des links neben mir stehenden Wagens die besagte Frage stellte: "Sagensemal..."

Nun würde ich hier im Ruhrpott etwa folgende Antwort erhalten: "Oh, da drehen sie mal, fahren hier die Straße zurück, bis Sie auf die Kreuzung Mustermannweg/Kennichnicht-Allee treffen. Da fahren Sie links...blalaberschwall." Aber, nein. Nicht so in München. Da erhält man solche Antworten wie: "Oh, das liegt 10 km in westlicher Richtung." oder "Sie sind fast da. Sie müssen nur noch 3 Minuten nach Norden fahren."

Kann es vielleicht sein, dass alle Münchener einen Kompass im Auto und/oder in den Schädel implantiert bekommen haben?

Nur mal so und völlig offtopic gefragt. Es war zumindest die reine Freude. Also fuhr ich fleißig gen Sonnenuntergang, Mittagssonne oder entgegengesetzt, bog in die Richtungen ab, in die das Moos an den Bäumen wuchs und kam schlussendlich und trotz aller Staus, Sperrungen und freundlich gemeinter Wegweisungen an allen meinen Zielen an.

So auch am Abend des 5. Septembers. Redaktionstreffen. Es war göttlich. Belegte Pizzen für "total normale" 11,50 € im Angebot des örtlichen Pizza-Taxis. Irgendwelche Wodka-Pawlova-Cocktails, weil das 4er-Pack des Original-Bräus 8,49 € im örtlichen Minimal kostete und damit viel zu teuer war. Jede Menge Knabberzeugs, weil der Rucksack von Thomas Höhl eine moderne und ziemlich monothematische Version von "Tischlein, deck Dich!" enthält, die sich hauptsächlich auf Acrylamid-haltige Lebensmittel oder Süßkram spezialisiert hat.

Es ging an dem Abend um Gott (tatsächlich und im vollsten Sinne des Wortes) und die Welt (die allerdings nur punktuell behandelt werden konnte, weil ansonsten die Zeit nicht gereicht hätte), um die Schuldgefühle unserer Lektorin ("Mir machst Du keine, Mike. MIR nicht! - Machst Du doch nicht, oder?") und Bücher, die man nicht weiter als 45 Grad öffnen darf, weil sie sonst zerlesen aussehen.

Vor allem aber ging es um unser aller Lieblingsprojekt: Um das Corona Magazine respektive den Corona Newsletter und unser aller Lieblingsthema: Die Zukunft. Fest steht: Wir alle haben diesen Traum von den Sternen im Kopf. Und von den Serien, Romanen, Kinofilmen, die diesen Traum ausnutzen, vorantreiben, neu beleben. Nun haben wir aber festgestellt, dass die einstige Ordnung der Dinge, die da "Hier Star Trek!" und "da der rest" lautete, heute nicht mehr gilt. Wir haben es feststellen müssen, da das Angebot an Genre-relevanten Inhalten auf dem Markt - zumindest im medialen Bereich - in den letzten Jahren rapide angestiegen ist und sich immer mehr Leser melden, die neben "Star Trek" auch andere Inhalte lesen wollen.

Wie geht es zum Beispiel mit "Farscape" in Sat1 oder überhaupt in den USA weiter? Was hat es mit dieser mysteriösen "Stargate"-SpinOff-Serie "Atlantis" auf sich und überhaupt: Kommt Daniel Jackson jetzt ins Team der SG-1 zurück oder bleibt er da, wo er ist? Wo auch immer das momentan sein sollte. Ist "Alias" jetzt eine Genre-Serie, weil Mystery-Elemente ab und an verstreut in der Handlung auftauchen? Aber "24" doch wohl nicht! Oder? Müssen wir uns überhaupt ausschließlich mit SF auseinandersetzen? Schließlich tragen wir kein "SF" im Namen. Oder? Andererseits haben wir Wurzeln und eine Mission. Und die heißt, Sciencefiction-interessierte Herzen zu erfreuen. Professionalität muss Professionalität bleiben und darf ob allen Spaßes nicht vergessen werden. Einigkeit, Nicken, Bier trinken. Äh. Oder halt diesen Wodka-Punch, Marke Predator.

Das Corona Magazine ist ein Hobbyprojekt. Erfolgreich, ja. Viel gelesen, meinetwegen. Aber ein Hobbyprojekt. Zwar kennen sich eine Reihe von Redakteuren und Redakteurinnen in einer ebenso langen Liste von Serien, Filmen und Büchern aus, aber letztendlich darf ein Hobbyprojekt nur eine gewisse Anzahl an freien Stunden kosten. Wir wollen niemanden überlasten, wenn man von den Chefredakteuren der Publikationen "Magazine" und "Newsletter" einmal absieht. *zwinker*

Aber: Letztendlich wollen wir uns verbessern. Das Ziel, das Data im jüngsten "Star Trek"-Kinofilm "Nemesis" seinem Bruder B-4 abgesprochen hat, ist uns nicht fremd. Entsprechende Pläne und Weichen sind gelegt und die nächsten Ausgaben werden zeigen, dass wir gewillt sind, wieder mehr auf unsere Leserschaft einzugehen. Auf Sie. Auf Euch. Auf Dich.

Aber dazu brauchen wir durchaus die ein oder andere positive Unterstützung.

Sollten Sie jemand sein, der sich aufs Schreiben ganz gut versteht und zugleich noch Spaß an diesem, unseren Genre, der Sciencefiction - und allem Artverwandten - hat, dann melden Sie sich doch: dialog@corona-magazine.de. Wir möchten unser Wissensspektrum erweitern, aber es geht uns nicht um Wissens-Allrounder. Fans aller Serien, vereinigt Euch - im Corona z.B., wäre doch nicht schlecht.

Wir suchen Fachfrauen und -männer zu einzelnen Serien, Büchern, Kinofilmen und würden uns freuen, von Ihnen zu hören. Schreiben Sie uns. Ein Wodka-Kurnikova in München ist Ihnen dann so gut wie sicher.

Wenn Sie den Weg finden.

(Zurück zum Inhalt)

4. Star Trek: trekBEAT

ENT: William Shatner als Kirks Großvater?

Rick Berman hat William Shatner (ST:TOS Kirk) gefragt, ob er daran interessiert wäre, in "Enterprise" mitzuspielen, erzählte der Schauspieler Fans in einem Chat vergangene Woche. "Rick Berman hat mich gefragt, ob ich in 'Enterprise' mitspielen möchte und ich habe angedeutet, dass ich dazu bereit wäre, wenn es eine gute Idee und ein gutes Drehbuch ist", schrieb Shatner während eines Chats mit The Star Trek Fan Association.

Von einem Fan über Jim Kirks Vater George gefragt, ein Charakter aus den Pocket Books "Star Trek"-Romanen, antwortete Shatner, "Tatsächlich war angedacht, dass ich meinen Großvater spiele, das war die originale Idee, von der mir Mr. Berman erzählte." Er fügte jedoch hinzu, "Ich habe aber nichts weiter von ihnen gehört."

In den vergangen Wochen hatte Shatner immer wieder davon gesprochen, er hätte eine Idee für eine neue "Star Trek"-Serie, die er gern Paramount unterbreiten möchten. In dem Chat erklärte der Schauspieler nun, dass er diese Idee bei Pocket Books für eine Roman-Serie eingereicht hat. "Jetzt müssen wir warten, wie Paramount reagieren wird", sagte er.

Obwohl er wiederholte, dass es noch zu früh wäre, über Details seiner Idee zu reden, drückte er seine Sorgen über die gegenwärtige Richtung des "Star Trek"-Franchise aus. "Star Trek hatte immer ein zu Grunde liegendes Thema über Menschlichkeit. Nach so vielen Jahren scheint es, als hätte Paramount diesen Fokus verloren", sagte er. Wenn die Serie "zu eingebildet" wird, fügte er hinzu, werden die Themen schwächer.

Obwohl der Schauspieler im Moment das Gefühl hat, dass "Star Trek" "weitestgehend tot ist", merkte Shatner an, dass "Star Trek" "schon immer zyklisch war und meine Erwartung ist, dass es sich bald schon selbst erneuert."

"Ich bin weiß Gott kein 'Sachverständiger' bei 'Enterprise', da ich nur wenige Folgen gesehen habe", sagte er. Er gab noch eine Empfehlung aus der Trek-Parodie "Galaxy Quest" mit auf dem Weg: "'Niemals aufgeben, niemals kapitulieren.'" In dem Chat erwähnte Shatner auch, dass er bereits einen Vertrag unterschrieben hätte, im November 2004 nach Deutschland zu kommen, er hält die Finger gekreuzt, dass er es auch einrichten kann.

ENT: Das neue Intro ist online.

Das "neue" Intro zur dritten Staffel der Serie "Enterprise" ist jetzt verfügbar und kann beim Internetprojekt Treknews.de angesehen bzw. heruntergeladen werden.

Link zum Thema:
http://www.treknews.de/

ENT: Trinneer über neuen Tucker.

Trip Tuckers Reise dorthin, wo noch nie zuvor jemand gewesen ist, nimmt nach dem Xindi-Angriff auf die Erde eine dunkle Wendung enthüllte der Schauspieler Connor Trinneer in einem Interview. "Ich weiß nicht genau, wie sauer er wirklich ist," sagte der Schauspieler zu Zap2It und bezieht sich damit auf den Tod von Trips Schwester Elizabeth im letzten Season-Finale "The Expanse". Es ist eine andere Art zu spielen...er ist traurig, wütend - er wird ihren Tod betrauern."

Die Veränderungen in Tucker "eine Evolution" nennend sagte Trinneer, dass sein Charakter auch weiterhin der aufgeschlossene und Spaß liebende Kerl aus den beiden ersten Staffeln sein wird, nur mit einer dunkleren Seite und hoffentlich ohne die dorftrottelige Art, die er "ein wenig hohl" fand. "Ihn eindimensional wütend zu machen wäre ein Fehler, und das werden sie nicht tun", versicherte er. "Einige verrückte Dinge sind passiert, die noch nie zuvor passiert sind und über die ich hier nicht reden darf."

Executive Producer Brannon Braga deutete eine mögliche Tucker-T'Pol Romanze an, ohne irgendwelche Versprechungen zu machen. "T'Pols Charakter hat eine große Begabung, Emotionen zu kontrollieren, und sie beginnen eine Verbindung miteinander aufzubauen, die sich genau darum dreht und die sich in etwas interessanteres entwickeln könnte, oder auch nicht", sagte er. "Ich fühle mich als würde ich gebeten, neu geboren zu werden", merkte Trinneer an. "Ich hatte eine großartige Zeit während der ersten zwei Jahre, wo ich wütend wurde und ein paar Romanzen hatte. Wenn das jetzt noch öfters geschieht, dann ist das großartig."

ENT: Infos zu "Extinction" & "Raijin".

Die Crew der NX-01 wird in den Episoden "Extinction" und "Raijin" - die am 24. September und 1. Oktober in den USA ausgestrahlt werden - zu bizarren Außerirdischen mutieren und unter einem Angriff leiden, der eigentlich einer Konkubine galt. Vorsicht: Wer sich die Spannung bis zur Ausstrahlung im deutschen Fernsehen erhalten möchte, sollte nicht weiter lesen.

Laut eines Berichts im SFX-Magazine befindet sich die Crew in der dritten Episode der neuen Staffel von "Enterprise" namens "Extinction" auf einem Dschungel-Planeten, der an der menschlichen Physiologie verheerenden Schaden anrichtet. T'Pols vulkanische Gene werden weitestgehend von den Auswirkungen verschont, aber sie wird von anderen Mitgliedern des Außenteams entführt und zu einer außerirdischen Stadt gebracht. "Trip führt ein Rettungsteam an, dass Reed zurückholen soll", heißt es in der Zusammenfassung. "Hoshi und Archer flüchten und T'Pol beschließt, bei ihnen zu bleiben. Mit Hilfe des Universal Translators ist sie in der Lage, mit Archer zu kommunizieren und zwingt ihn so, über sein neues Selbst nachzudenken."

Obwohl Phlox an einem Heilmittel arbeitet wird die Situation noch komplizierter, als ein außerirdisches Schiff eintrifft, dessen Besatzung behauptet, der Planet stehe wegen der mutagenischen Auswirkungen, die von einem Virus her stammen, unter Quarantäne. Die Bevölkerung des Planeten versuchte sich vor Sterilität und vor dem Aussterben zu retten. Infizierte wie Archer und Sato werden deshalb beseitigt um zu verhindern, dass sich andere mit dem Virus infizieren.

Letztendlich hat Phlox Erfolg und kann beweisen, dass sein Retrovirus funktioniert. Als Archer wiederhergestellt ist, befiehlt er, den Virus für Studienzwecke aufzubewahren, da er alles ist, was von der gesamten Zivilisation übrig ist. In "Raijin" besucht die Crew einen Bazar auf einer kleinen Landmasse einer Ozeanwelt. Wie bereits zuvor berichtet gerät die wunderschöne Raijin zwischen die Crew der Enterprise und die Xindi. Laut SFX arbeitet sie jedoch für die Außerirdischen.

"Raijin ist in der Lage andere auf verführerische Art und Weise zu hypnotisieren und zu scannen und dann die Erinnerungen ihrer Taten aus dem Gedächtnis ihrer Opfer zu löschen...sie ist eine Spionin für die Xindi und hat bereits Archer und Hoshi gescannt. Als sie versucht, T'Pol zu scannen, kämpft die Vulkanierin dagegen an und bricht zusammen."

Die Xindi wollen Raijins Daten über die menschliche Physiologie um eine neue Waffe zu bauen, die gegen die Erde eingesetzt werden soll. Deshalb entern Xindi-Reptilien und Xindi-Insektoiden die Enterprise, reißen Raijin an sich und fliehen durch ein Subraum-Portal. Obwohl Raijin versucht, den Xindi Rat davon zu überzeugen, dass die Menschen nicht bösartig sind, bleiben diese noch immer feindlich gesinnt. Währendessen ergattert die Crew einen toten Xindi, den sie untersuchen können.

ENT: Promo zu "The Xindi".

Das amerikanische Network UPN strahlte vor kurzem das erste Promotionvideo für die erste Episode der dritten Staffel aus der Serie "Enterprise" aus, die den Titel "The Xindi" trägt. Das 35-sekündige Video zeigt aber nicht nur Bildmaterial aus der Episode "The Xindi", die in der kommende Woche ausgestrahlt wird, sondern auch aus der Episode "Extinction", die als dritte Episode dieser Staffel am 25.September gesendet werden soll.

Bei UPN gibt es das Video als Real Media-Version zum Download, eine WMV-Version ist sowohl bei The Daily Trekker als auch bei StarTrekNorge.com zu finden.

Link zum Thema:
http://www.upn.com/
http://www.dailytrek.de/
http://www.startreknorge.com/

ENT: Bakula über Season 3.

"Es ist Teil der Geschichte von 'Star Trek' heutige Themen und Situationen zu nehmen und sie in der Zukunft ablaufen zu lassen", sagte Scott Bakula (ENT Archer), während er über die dritte Season-Premiere von "Enterprise" sprach. Die Serie wird "im Stil, Energie und Sinn und Zweck merklich verändert sein", sagte der Schauspieler in einem Interview mit The Los Angeles Daily News. Die Kolumne in der Zeitung meint, dass "sich 'Enterprise' mehr und mehr zu einer Sci-Fi-Version des Alptraums entwickelt, der auf dem realen Planet Erde in den letzten beiden Jahren passiert."

"In der Episode, die wir im Moment drehen", sagte Bakula, "entdecken wir einen Fall, bei dem die Xindi Chemikalien für Waffen liefern, die für die Zerstörung der Erde gebaut werden." "Man kann Parallelen zum Mittleren Osten ziehen", merkte er an. Auf die Frage, ob der nächste "Star Trek"-Kinofilm sich um die Crew der NX-01 drehen wird, antwortete Bakula, dass "ein Film noch nicht einmal angedacht ist." Er sieht die Zukunft der Serie jedoch sehr positiv: "Sie kommt überall in der Welt gut an."

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5. Star Trek-Buchkritik: Sternendämmerung

Captain Kirk himself hat sich mit seinen Co-Autoren Judith und Garfield Reeves-Stevens an seine dritte Trilogie gesetzt, zu der "Sternendämmerung" den Auftakt darstellt. Haben die Romane aus Shatners erster Trilogie ("Die Asche von Eden", "Die Rückkehr" und "Der Rächer") noch allesamt aus in sich abgeschlossenen Geschichten bestanden, wohingegen die Bücher der zweiten Trilogie ("Das Gespenst", "Dunkler Sieg" und "Die Bewahrer") erst zum Schluss des dritten Bandes ein Ende boten, bietet der Autor seinem Leser nun auf 408 Seiten eine Mixtur aus beidem.

Während Kirk und sein inzwischen guter Freund Jean-Luc Picard auf dem Planeten Bajor Urlaub machen und dabei einerseits durchs Orbitalspringen in große Gefahr und andererseits mitten in eine Morduntersuchung geraten, erzählt der NCC 1701-Captain dem NCC 1701-D-Captain zudem auch eine Geschichte aus der guten alten Zeit. Und während der Mordfall noch im Roman seine Auflösung erfährt, scheint die Geschichte um ein rätselhaftes Raumschiff, das sich bemüht, einer Macht namens "Totalität" zu entkommen, im zweiten Roman seine Fortsetzung zu finden.

In Shatners Romanen tauchen regelmäßig Elemente aus allen "Star Trek"-Serien auf. So auch in "Sternendämmerung". Dennoch ist jede Geschichte aus dem so genannten "Shatnerversum" vor allem eine Kirk-Show, in der jeder andere Charakter per definition unterlegen ist. Leser, die nicht zu den Fans des legendären Captains gehören, werden auch in diesem Roman ihre Schwierigkeiten damit haben. Andererseits ist "Sternendämmerung" thematisch sehr viel bodenständiger als es die komplette zweite Trilogie von sich behaupten kann und im Gegensatz zu dem Literatur-Desaster "Der Rächer" eine Sternstunde im literarischen Angebot William Shatners.

Fans von "Star Trek" werden ihre Freude an den geschriebenen Abenteuern haben: Die Classic-Fans an der "alten", die aktuellen Fans an der "neuen" Geschichte, die Shatner routiniert spannend und mit der gewohnten Portion Humor gewürzt erzählt. Wollen wir hoffen, dass die Kirk-Show in den beiden Folgebänden im Rahmen bleibt, dann kann Shatners dritte "Star Trek"-Trilogie seine Beste werden.

Amazon-Links zum Thema:
"Star Trek: Sternendämmerung" - Taschenbuch zum Preis von 7,95 EUR

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6. Drei Fragen an Rick Berman

Rick Berman ist der Chef des ertragreichsten SF-Franchise der letzten 35 Jahre. Berman ist der Chef von "Star Trek" und auch Erfinder und Produzent der aktuellen "Star Trek"-Serie "Enterprise". In der Zeitschrift "Star Trek Monthly", Ausgabe 109, beantwortet Berman wie immer einige Fragen in der Rubrik "Inside Star Trek". Das Corona Magazine hat die freundliche Erlaubnis erhalten, regelmäßig aus den Interviews des Magazines an dieser Stelle zitieren zu dürfen:

Es gibt einen Josh Berman, der bei der Serie "C.S.I." beschäftigt ist, und einen Gail Berman, der lange bei "Buffy" mitgewirkt hat. Sind diese Bermans mit Ihnen verwandt?

Rick Berman: Nein und Nein. Sie sind beide nicht mit mir verwandt. Es gibt noch einen Bruce Berman und einen Burt Berman, die bei dem Kinofilm "End of Things" mitgearbeitet haben. Bei CBS arbeitet ein Steve Berman, aber ich bin mit keinem von ihnen verwandt. Meine Familienmitglieder arbeiten allesamt nicht in diesem Geschäft.

Was halten Sie davon, dass Fans die neusten Episoden von "Star Trek" aus dem Internet herunterladen?

Rick Berman: Einige der Filme kann man völlig legal herunterladen, aber offensichtlich hat die Frage nach dem Download von Episoden etwas mit Copyrights und Piraterie zu tun. Ich glaube nicht, dass jeder glücklich damit ist, dass heruntergeladen wird, aber um ehrlich zu sein, kenne ich auch keine Lösung für das Problem. Das ist eine Frage in der Musik-, Fernseh- und Kinoindustrie, die eine Menge Menschen noch für einige Zeit beschäftigen wird, denke ich.

Sie haben einmal die Möglichkeit ins Spiel gebracht, William Shatner in "Enterprise" mitspielen zu lassen. Shatner meint auf jeder Convention, dass er nichts ausschließt. Wie nah sind Sie dran, aus diesem Gerücht Realität werden zu lassen?

Rick Berman: Das ist etwas, das ich zu gerne passieren sehen würde. Allerdings brauchen wir die richtige Rolle und die richtige Situation. Es würde mir niemals in den Sinn kommen, Bill zu fragen, ob er einfach irgendeine Rolle spielt, die in irgendeiner Episode vorkommt. Es müsste etwas Besonderes sein und es müsste speziell für ihn erschaffen werden. Es ist tatsächlich etwas, worüber wir im Moment sprechen.

Zitiert aus "Star Trek Monthly", Ausgabe 109.
Für mehr Informationen, besuchen Sie bitte die Seite www.titanmagazines.com.

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7. conKalender

19. - 21. September 2003 RatCon 2003 (www.ratcon.de/) Dortmund
27. September 2003 Echo Base Charity Con 2003 (www.echobase.nl/con) Nieuwegein, Holland
03. - 06. Oktober 2003 FilkCONtinental 2003 (www.filkcontinental.de) Siegen
03. - 05. Oktober 2003 Galileo 7-VII (http://www.galileo7.de/) Hagen
03. - 05. Oktober 2003 Sparrencon (www.aventurium.de/sparrencon) Bielefeld-Sennestadt
11. Oktober 2003 BuchmesseCon (www.buchmessecon.de) Dreieich-Buchschlag
17. - 19. Oktober 2003 Stargate SG1 (www.dream-worlds.de) Dinslaken
23. - 26. Oktober 2003 21. Internationale Spieltage (www.merz-verlag.com) Essen
24. - 26. Oktober 2003 The Gate Days 2003 (www.logefanevents.de) Bensheim
30. Oktober 2003 Manga Manga Convention II (www.magic-anime.com) Berlin

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8. Kreuzfeuer

Die in dieser Rubrik durch Namen gekennzeichneten Texte sind Leserzuschriften. Sie spiegeln die Meinung der Leser wieder und stimmen nicht unbedingt mit der Meinung der Redaktion des Corona Magazines überein. Wenn Sie uns auch schreiben möchten; keine Scheu: kreuzfeuer@corona-magazine.de. Bitte beachten Sie, dass wir nur Zuschriften veröffentlichen, die mit vollständigem Namen versehen sind. Die eMail-Adressen der Leser werden auf Anfrage von der Corona-Redaktion bekannt gegeben. Wir danken für Ihr Verständnis!


Corona Magazine 113
Feedback zur Rubrik "Rating Report"

Hallo. Ich wollte nur kurz meine Meinung über den Rating Report loswerden. Kurz gesagt: Weiter so!
Immer wieder knallhart analysiert bekommt man die Quoten der momentan laufenden SciFi- und Fantastik-Serien auf den Tisch. Ich finde es sehr interessant zu lesen, was die Zielgruppe momentan interessiert, und auch die Vergleiche zwischen zeitgleich laufenden Sendungen finde ich sehr wichtig. Zusätzlich gibt mir diese Sektion die Möglichkeit, mich selbst in die Fernsehlandschaft einzuordnen und mit Freunden darüber zu diskutieren (bei der aktuellen Ausgabe z.B. merke ich, dass ich teilweise mehr dem amerikanischen als dem deutschen Publikum ähnele).

Also: Bitte diese Artikel weiterführen wie bisher. Ich weiß nicht wie populär sie im Gegensatz zum weiteren Corona-Inhalt sind, aber für mich ist der "Rating Report" unverzichtbar, über die amerikanischen wie auch über die deutschen Sender.

- Sebastian Breier


Corona Magazine 113
Feedback zum Artikel "Terminator 3: Szenen einer Pressekonferenz"

Toller Artikel, ich mochte jeden Satz. Medienkritik humorvoll.
- Olaf Schreiber


Corona Newsletter 21-2003
Feedback zur Kurzgeschichte "Ein ganz normaler Arbeitstag"

Hallo, danke für die nette Kurzgeschichte. Eine originelle Idee, spannend, witzig und überraschend umgesetzt.
- Lutz Kaeselau

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9. Rating Report

Zum letzten Mal in diesem Jahr muss der Rating Report ohne Blick auf die USA auskommen. Die neue TV-Season steht in den Startlöchern und schon diesen Mittwoch wird "Enterprise" als erste Serie das Sommer-Raumdock verlassen und auf neue Missionen gehen. Man darf gespannt sein, wie die neue Ausrichtung ankommen wird - so die Serie denn überhaupt von den Zuschauern noch eine Chance bekommt. Doch dazu mehr in der nächsten Ausgabe.

In Deutschland hat sich inzwischen "Buffy" mit einem großen Finale von den Zuschauern verabschiedet. Leider waren auch die beiden finalen Folgen nicht viel erfolgreicher als die übrige siebte Staffel. So geht ein wichtiges Kapitel in den Annalen der Phantastik auch in Deutschland nicht sehr publikumswirksam zu Ende. Auch in den USA war das Interesse am Finale eher verhalten, was wohl beweist, dass die Serie ihre beste Zeit wohl tatsächlich schon hinter sich hatte.

Auch "Enterprise" hat seit seiner Rückkehr nach der "Star Search"-Pause mehr mit Quotenproblemen zu kämpfen als zuvor. Die Samstagsfolgen kommen nicht so recht in Schwung und auch die Episoden am Freitag fallen zuweilen unter die wichtige 10% Hürde in der Zielgruppe der 14-49jährigen Zuschauer. Zuletzt schnappt auch noch ProSieben mit der inzwischen recht erfolgreichen Talentsuche-Show "Popstars" "Enterprise" viele Zuschauer weg, einige schwache und auch in Fankreisen nicht gerade populäre Folgen gegen Ende der ersten Staffel dürften ihr Übriges dazu beigetragen haben, dass die Abschlussfolge der ersten Staffel, "Die Schockwelle, Teil 1", eine der bisher schlechtesten Freitagsquoten eingefahren hat.

Auch RTL 2 hat nicht viel zu jubeln. Nach dem Ende der aktuellen "Stargate"-Staffel füllen nun Wiederholungen im Doppelpack die Lücke. Auch die laufen nicht mehr so gut wie früher. "Andromeda", das nun erst eine Stunde später als bisher beginnt, leidet sehr stark unter dem fehlenden Erstausstrahlungs-"Stargate"-Lead-In. Die neuen Folgen der dritten Staffel haben nun schwer zu kämpfen.

Noch kurz ein paar Worte zu "24":
"24" ist zwar keine Genre-Serie im eigentlichen Sinn, aber ich möchte trotzdem ein paar Worte zu der neuen Serie sagen. Während in den USA in wenigen Wochen bereits die dritte Staffel anläuft und sich die Serie über ständig wachsende Popularität und zahlreiche Auszeichnungen freuen kann, kommt die Serie in Deutschland bereits mit der zweiten Doppelfolge in leichten Quotendruck. Gegenüber dem ersten "24"-Doppelpack verloren die nächsten zwei "Echtzeit"-Folgen deutlich an Reichweiten. Bleibt zu hoffen, dass die Serie mit den nächsten Folgen die Wende schafft und das Konzept auch hier in Mitteleuropa eine Chance hat.

Auf Premiere startete am 1. September ein Ableger des amerikanischen Sci-Fi Channels. Erfreulicherweise war der Start ein voller Erfolg. Und obwohl der Sender mit dem Kinofilm "Stargate" ausgerechnet eine inzwischen schon zig Mal gesendete Konserve startete, konnte Sci-Fi an seinem ersten Tag die besten Reichweiten unter allen Kanälen der Premiere-Plattform einfahren, immerhin 125.000 Zuschauer waren um 22:00 bei dem Film von Roland Emmerich dabei. Das Interesse an Science-Fiction und Phantastik ist also in Deutschland trotz der teils sehr ernüchternden Zuschauerzahlen im Free-TV durchaus noch stärker vorhanden!

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10. Spieletest: Eye of the Beholder

Ein Rollenspiel? Für die Hosentasche? Sagenhaft! Dachten wir uns jedenfalls, denn Ataris "Dungeons & Dragons: Eye of the Beholder" für den GameBoy Advance trägt einen klangvollen Namen, der schon 1990 viele Fantasy-Fans in seinen Bann zog. Außerdem entstammen Figuren und Spielregeln dem "Dungeons & Dragons"-Universum, dem wohl populärsten Rollenspielsystem der Welt. Besitzt "Eye of the Beholder" auch im Taschenformat das Zeug zu einem Klassiker?

Kleiner Exkurs: Rollenspiele und Computer

Bei einem zünftigen Rollenspiel sieht es ähnlich aus wie beim Skat: Alleine ist der Spielspaß relativ gering. Das liegt daran, dass optimalerweise mindestens drei Mitspieler und ein so genannter Meister an den Start gehen sollten. Der Meister erzählt den Mitspielern, wo sie sich gerade befinden und welche Aktionen sie ausführen können. Er fragt sie etwa, ob sie sich bei einer Begegnung mit unangenehmen Zeitgenossen eher ins Unterholz schlagen oder einen Kampf wagen wollen. In den 80er Jahren ersonnen findige - und vermutlich einsame - Programmierer die ersten Computer-Rollenspiele, in denen der Computer die Rolle des Meisters übernimmt. Der Spieler kann sich voll und ganz darauf konzentrieren, einen oder mehrere Charaktere heil durch fantastische Abenteuer zu steuern. Nachteil: Es sind natürlich nur die Spielzüge und -verhaltensweisen möglich, die im Programm stecken - ein Meister aus Fleisch und Blut ist da etwas flexibler.

Die meistverkauften Computer-Rollenspiele waren solche, die sich an populären Spielsystemen orientierten oder gar mit einer offiziellen Lizenz gesegnet - etwa "Dungeons und Dragons" (kurz: D&D), das weltweit erfolgreichste Rollenspiel-Universum. Der amerikanische Hersteller SSI schnappte sich die Lizenz zum Gelddrucken und produzierte quasi im Alleingang eine Fülle von D&D-Titeln, die nach Auftritten auf 8-Bit-Computern wie Apple II, Commodore 64 oder diversen Atari-Systemen später den Sprung in die PC-Welt meisterten. Einer der größten Hits war SSIs "Eye of the Beholder" (1990), das aufgrund seines großen Erfolges sogar den Sprung auf zahlreiche Videospielkonsolen schaffte. Nach zwei Fortsetzungen und einigen weiteren Titeln wanderte die D&D-Lizenz dann von SSI zu Interplay, Schöpfern von Rollenspielklassikern wie "The Bard's Tale" oder "Fallout". Doch D&D-mäßig sah es düster aus - hier brachten die Interplayer nur Mittelmaß zustande. Erst 1997 läutete "Baldur's Gate" die Wiedergeburt des Genres ein. Weitere acht Rollenspiele beziehungsweise und Erweiterungs-CDs später liegt die D&D-Lizenz heute durch diverse Firmenkäufe und -übernahmen bei Infogrames. Da Infogrames auch die Rechte an der Kultfirma Atari besitzt, taufte sie sich dieses Jahr vor allem hinsichtlich des nordamerikanischen Marktes in Atari um. Währenddessen laufen die Arbeiten an eigenen D&D-Titeln auf Hochtouren. Der erste, "Eye of the Beholder", erschien dieses Jahr für den GameBoy Advance und macht sowohl optisch als auch spielerisch starke Anleihen beim 14 Jahre alten Namensvetter.

Tief unter Tiefwasser

Mit sehr viel Story hält sich "Eye of the Beholder" nicht auf: Seltsame Gestalten machen die altehrwürdige Stadt Tiefwasser unsicher. Sie kommen bei Nacht aus dem Unterberg herauf, einer Stadt unter der Stadt, in der zahlreiche untereinander zerstrittene Banden ihr Dasein fristen. Nun scheinen die Banden vereint gegen die ehrbaren Bürger Tiefwassers vorzugehen, wobei auch der Name Xanathar wieder seine Runde macht. Xanathar und seine Gilde wurden vor etlichen Jahren - waren es nicht 14? - aus Unterberg vertrieben, doch nun scheint er einen neuen Anlauf zu starten, Tiefwasser unter seine Kontrolle bringen zu wollen. Dem stellen sich zahlreiche Helden aus nah und fern, aus Silbrigmond und Niewinter entgegen, die alle dem Aufruf des Stadtchefs Piergeiron Paladinsons gefolgt sind, dem Bösen entschlossen die Stirn zu zeigen. Einer dieser Helden sind, Sie ahnten es schon, Sie selbst.

Sechs Freunde sollt ihr sein

In einer Spar-Ausgabe der D&D-Regeln stellen Sie zu Beginn des Spiels Ihre sechs Helden starke Mannschaft zusammen - gerade mal vier Charakterklassen sind möglich. Dazu wurde die Gesinnung auf je drei Spielarten von "gut" und "neutral" begrenzt. Kämpfer, Kleriker, Magier und Schurken dürfen immerhin sieben verschiedenen Völkern entstammen: Diverse Elfen- und Zwergrassen, Halb-Orks, Halblinge und natürlich Menschen stehen Ihnen zur Auswahl. Mit Bedacht noch die Charakterwerte wie Stärke, Geschicklichkeit oder Intelligenz sowie Talente und Fertigkeiten ausgewählt, dann geht's los in die Tiefen von Unterberg. Diese erkunden Sie in zwei unterschiedliche Blickwinkeln: Stapfen Sie durch Dungeons, Abwasserkanäle oder vergessene Tunnel, geschieht das in einer bildweise umblätternden Ich-Perspektive - ganz wie 1990 beim Vorgänger. Kommt es zum Kampf gegen einen oder mehrere Gegner, wechselt die Kamera jedoch: Jetzt erblicken Sie Ihr Team von schräg oben und dirigieren es schrittgenau auf einem Mini-Schlachtfeld. Ist die Grafik der Gewölbe noch zweckmäßig, kommen einem bei den Kämpfen schon fast die Tränen: So schlicht muss 2003 kein Spiel mehr aussehen. Auch nicht für den GameBoy Advance.

Immer der Reihe nach

Die Kämpfe gegen das Gesocks vom Unterberg laufen rundenweise ab, ganz wie beim papiernen D&D-Vorbild. Sie wählen zu Beginn einer Runde, ob der jeweilige Held kraftvoll zuhauen, sich zurückziehen, zaubern oder die Waffe wechseln soll. Es folgen die optisch schlicht dargestellten Ergebnisse Ihrer Wahl mit den Reaktionen der Gegner - dann ist der nächste Recke an der Reihe. Krieg im Kampf eines der oder mehrere Mitglieder Ihrer Gruppe ein paar Schrammen ab, hilft entweder ein Heilzauber oder die Rast nach dem Scharmützel weiter. Bei dieser Rast erhalten dann auch alle Helden ihre volle Lebenskraft zurück, Kleriker und Zauberer lernen im Schlaf erneut ihre Zaubersprüche. Stirbt ein Teammitglied, sollten Sie besser einen Wiederbelebungszauber beherrschen - der Weg zum Heiler, der noch im ersten der zehn Level auf tote Kundschaft wartet, ist lang und beschwerlich. Abhängig vom aktuellen Level variieren Ihre Kontrahenten: Von Kobolden und Skeletten geht es über Spinnen und Höllenhunde hin zu Mumien und waschechten Dunkelelfen. Die Gegner unterscheiden sich jedoch nur marginal in ihren Angriffstaktiken oder -zaubern. Am nervigsten sind Spinnen, die durch einen Netz-Zauber Ihre Mannen immobilisieren und langwierig mit Distanzwaffen und Fernzaubern ausgeschaltet werden müssen. Wirklich unschaffbar sind die Kämpfe allerdings nicht: Unsere Truppe musste bislang erst zwei Verluste beklagen - den einen ganz zu Anfang, den zweiten durch eine unvorsichtig gezauberte Flammenlanze, "Friendly Fire" sozusagen.

Wo bleibt die Story?

"Eye of the Beholder" ist damit schon so gut wie komplett beschrieben. Ihre sechs Helden wandern durch den zumeist finsteren Untergrund, hauen Bösewichten eins auf die Mütze und finden hochgradig selten ein paar freundliche Helfer in Form von Heilern oder Händlern, die mit neuen Waffen, Rüstungen oder Zaubersprüchen aushelfen. Drei, vier Nichtspieler-Charaktere bitten im Spielverlauf um Aufnahme in Ihre Gruppe - es liegt bei Ihnen, ob Sie den Neuen eine Chance geben oder dankend ablehnen, weil Sie schon jemanden mit dessen Fähigkeiten in Ihrer Mannschaft haben. Nur eins taucht noch seltener auf: die Geschichte um Xanathars Gilde. In den bislang acht durchwanderten Leveln fanden wir gerade mal drei "Endgegner" und nur zwei Missionen, in denen wir zum Beispiel eine verschollene Person ausfindig machen mussten. Das lässt sich verschmerzen, wenn man "Eye of the Beholder" als historisches Stück Software betrachtet, doch wir schreiben nun mal nicht mehr das Jahr 1990, sondern befinden uns 14 Jahre in der Zukunft.

Ein Handbuch, das keins ist

Richtig unangenehm wird es für D&D-Neulinge, die sich durch das kompetent wirkende Handbuch in Sicherheit wiegen lassen: Dessen 44 Seiten erklären zwar alle Talente und Fertigkeiten, die Ihre Monsterplätter im Rahmen ihrer maximal sieben Erfahrungslevel umfassenden Karriere erwerben können. Doch schon bei den Zaubersprüchen vermisst der Kenner wichtige Details wie Reichweite oder Dauer der Zauberwirkung. Was jedoch wirklich unter Strafe stehen sollte, ist das Weglassen der Beschreibungen der Waffen, Rüstungen, Ringe und sonstiger Gegenstände, die Sie nach gewonnenen Kämpfen einkassieren oder im "Laden" kaufen können. Wissen Sie etwa, welches Schwert besser ist - ein Falchion oder ein Rapier? Oder welche Waffe gegen Höllenhunde mehr Schaden anrichtet? Eine Kriegsaxt
1 oder ein Langschwert
2? Normalerweise erklären so etwas Spiele wie "Baldur's Gate" auf einem separaten Bildschirm, der auch darüber informiert, welche besonderen Vor- oder Nachteile der Gebrauch eines Gegenstandes oder die Kombination mehrerer Objekte mit sich bringt. Das puzzlehaften Kombinieren der besten Rüstungen und Waffen macht schließlich einen großen Teil des Rollenspiel-Charmes aus. Sie fragen, was es zu beachten gilt, wenn bei einem Charakter-Levelaufstieg der Held zu einem mehrklassigen Experten (etwa Magier-Kämpfer) gemacht werden soll? Tja, leider haben die Designer auch hier ihre Hausaufgaben nicht gemacht. All das fehlt komplett. Und das ist wirklich schlimm, denn so beschränkt "Eye of the Beholder" mit einem Schlag seine potenzielle Spielergemeinde ganz erheblich.

Fazit: Kein "Baldur's Gate" für die Westentasche

"Eye of the Beholder" in Grund und Boden zu verdammen, täte ihm Unrecht. Das simple Spielprinzip fesselt selbst langjährige Rollenspieler. Allerdings nur einmal für etwa zwei Tage. Dann haben Sie alle Gegner besiegt, alle Ecken der zehn Level gesehen und nicht die geringste Motivation, mit anderen Charakteren und deren Fähigkeiten erneut in den Unterberg hinab zu steigen. Beim Test entdeckten wir auch zum ersten Mal einen Bug in einem Videospiel: Nach einem gewonnenen Gefecht besaß unser Kleriker-Kämpfer Ro eine Rüstungsklasse von 120! Erstaunlich, denn die sollte eher 100 Punkte niedriger liegen. Auch die Geschicklichkeit war von fünf auf 198 Punkte angewachsen, der Reflexe-Wert gar auf 97 Punkte. Zum Glück hatte das keine negativen Auswirkungen auf den weiteren Spielverlauf, von einem ausgefallenen Erfahrungsstufen einmal abgesehen. Alles in allem ein durchschnittlich-durchwachsenes Spielvergnügen mit einigen wenigen Pluspunkten für Nostalgie- und D&D-Fans. Wir warten gespannt auf Ataris erstes PC-Rollenspiel.

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"Dungeons & Dragons - Eye of the Beholder" - Game Boy Advance-Spiel zum Preis von 34,95 EUR

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11. Tv-Vorschau

(15. - 21. September 2003)

Montag, 15. September 2003

16.15 Uhr Sindbads Abenteuer (1x16) "Das Auge des Kratos" Kabel1
17.45 Uhr Raumschiff Enterprise (1x02) "Der Fall Charly" Kabel1
20.15 Uhr Die verlorene Welt (1x05) "Die Bienenkönigin" Kabel1
21.15 Uhr Der Sentinel - Im Auge des Jägers (3x21) "Todesurteil für den Zeugen" Kabel1
21.15 Uhr James Cameron's Dark Angel (1x16) "Willkommen im Himmel" ATV+ Wdh. am 16.09.03
22.15 Uhr 24 (1x11) "10:00 - 11:00" RTL II Wdh. vom 14.09.03
23.10 Uhr 24 (1x12) "11:00 - 12:00" RTL II Wdh. vom 14.09.03
00.05 Uhr The Hakkeden (1) VOX

Dienstag, 16. September 2003

16.15 Uhr Sindbads Abenteuer (1x17) "Dder Zyklop" Kabel1
17.45 Uhr Raumschiff Enterprise (1x03) "Spitze des Eisbergs" Kabel1
20.15 Uhr 24 (1x13) "12:00 - 13:00" RTL II Erstausstrahlung, Wdh. am 18.09.03
21.10 Uhr 24 (1x14) "13:00 - 14:00" RTL II Erstausstrahlung, Wdh. am 18.09.03
21.15 Uhr James Cameron's Dark Angel (1x16) "Willkommen im Himmel" ATV+ Wdh. vom 15.09.03

Mittwoch, 17. September 2003

16.15 Uhr Sindbads Abenteuer (1x18) "Das Elixier der Bösen" Kabel1
17.45 Uhr Raumschiff Enterprise (1x04) "Implosion der Spirale" Kabel1
20.15 Uhr Die Coneheads Kabel1
20.15 Uhr Stargate (2x15) "Das Schwarze Loch" RTL II
21.15 Uhr Stargate (2x16) "Die fünfte Spezies" RTL II
21.40 Uhr Todesschwadron aus der Zukunft ATV+ Wdh. am 18.09.03
22.10 Uhr Profiler (1x14) "Gefallene Engel (1)" VOX Wdh. um 03.35h
22.15 Uhr Andromeda (3x11) "Die andere Seite des Tunnels" RTL II Erstausstrahlung
23.10 Uhr PSI Factor - Es geschieht jeden Tag (4x13) "Vom Himmel gefallen" VOX
03.35 Uhr Profiler (1x14) "Gefallene Engel (1)" VOX Wdh. von 22.10h

Donnerstag, 18. September 2003

16.15 Uhr Sindbads Abenteuer (1x19) "Die Falle des Täuschers" Kabel1
17.45 Uhr Raumschiff Enterprise (1x05) "Kirk :2=?" Kabel1
21.10 Uhr Poltergeist (2x03) "Ewige Finsternis" tele5
22.15 Uhr 24 (1x13) "12:00 - 13:00" RTL II Wdh. vom 16.09.03
23.10 Uhr 24 (1x14) "13:00 - 14:00" RTL II Wdh. vom 16.09.03
00.20 Uhr Todesschwadron aus der Zukunft ATV+ Wdh. vom 17.09.03

Freitag, 19. September 2003

16.15 Uhr Sindbads Abenteuer (1x20) "Dreizack des Poseidon" Kabel1
17.45 Uhr Raumschiff Enterprise (1x06) "Die Frauen des Mr. Mudd" Kabel1 Wdh. am 20.09.03
20.15 Uhr Enterprise (2x04) "Todesstation" SAT1 Erstausstrahlung, Wdh. um 01.10h
20.15 Uhr 24 (1x15) "14:00 - 15:00" RTL II Erstausstrahlung, Wdh. am 20.09.03
21.10 Uhr 24 (1x16) "15:00 - 16:00" RTL II Erstausstrahlung, Wdh. am 20.09.03
22.30 Uhr Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI (2x03) "Blut" Kabel1
23.25 Uhr Twin Peaks (2x06) "Dämonen" Kabel1
01.10 Uhr Enterprise (2x04) "Todesstation" SAT1 Wdh. von 20.15h
03.50 Uhr Space Defender Pro 7

Samstag, 20. September 2003

08.00 Uhr Raumschiff Enterprise (1x06) "Die Frauen des Mr. Mudd" Kabel1
14.00 Uhr Zweimal im Leben (2x18) "Das Herz eines Champions" SAT1 Wdh. um 02.55h
15.00 Uhr Roswell (3x14) "Im falschen Körper" SAT1
16.00 Uhr Charmed (4x02) "48 Sunden" SAT1
16.00 Uhr Star Trek - Deep Space Nine (4x07) "Kleine grüne Männchen" SAT1
16.15 Uhr Pretender (4x05) "Liebe auf der Flucht" RTL II
16.50 Uhr Smallville (1x19) "Tele-Kill-Nese" RTL Wdh. am 21.08.03
17.00 Uhr Star Trek - Voyager (3x24) "Rebellion Alpha" SAT1
19.15 Uhr Enterprise (2x05) "Eine Nacht Krankenstation" SAT1 Erstausstrahlung
20.15 Uhr Star Trek VI - Das unentdeckte Land SAT1
22.15 Uhr 24 (1x15) "14:00 - 15:00" RTL II Wdh. vom 12.09.03
23.10 Uhr 24 (1x16) "15:00 - 16:00" RTL II Wdh. vom 12.09.03
02.55 Uhr Zweimal im Leben (2x18) "Das Herz eines Champions" SAT1 Wdh. von 14.00h

Sonntag, 21. September 2003

12.05 Uhr Smallville (1x19) "Tele-Kill-Nese" RTL Wdh. vom 20.08.03
14.45 Uhr Kampfstern Galactica (1x06) "Der verschwundene Krieger" RTL
14.55 Uhr Beastmaster - Herr der Wildnis (1x07) "Die Umpatra" Pro 7 Erstausstrahlung, Wdh. um 04.05h
15.55 Uhr Relic Hunter (3x07) "Flucht ohne Ausweg" Pro 7 Erstausstrahlung, Wdh. um 03.15h
16.00 Uhr Star Trek - Deep Space Nine (4x08) "Das Wagnis" SAT1
17.00 Uhr Star Trek - Voyager (3x25) "Translokation" SAT1
20.15 Uhr 24 (1x17) "16:00 - 17:00" RTL II Erstausstrahlung, Wdh. am 22.09.03
21.10 Uhr 24 (1x18) "17:00 - 18:00" RTL II Erstausstrahlung, Wdh. am 22.09.03
03.15 Uhr Relic Hunter (3x07) "Flucht ohne Ausweg" Pro 7 Wdh. von 15.55h
04.05 Uhr Beastmaster - Herr der Wildnis (1x07) "Die Umpatra" Pro 7 Wdh. von 14.55h

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12. Kurz und Bündig
Buchkritik: Caprona - Im Reich der Dinosaurier

Eigentlich ist das nicht nur ein Buch, sondern gleich drei Bücher. Im ersten Teil strandet das U-Boot auf oder besser in der Insel Caprona (oder wie es von den Bewohnern genannt wird: Caspak). Bowen Tyler muß erleben, wie die Frau, die er liebt entführt wird von affenartigen Menschen und für den amerikanischen Gentleman gibt es nur eine Wahl: er macht sich gemeinsam mit seinem Airedale-Terrier auf, durch die Wildnis, um Lys zu retten. Im zweiten Buch macht sich eine Rettungsmannschaft auf, um die Gestrandeten zu retten. Thomas Billings landet mit seinem Flugzeug unfreiwillig in einem Baum auf der Insel und muß sich nun durch die Menschenfeindliche Welt kämpfen, zusammen mit einer schönen Wilden, Ajor von den Galu (hochentwickelt, wie wir).
Im dritten Band erfahren wir, was aus der restlichen Besatzung des U-Bootes wurde: Bradley wird von einem Wieroo auf die Insel Oo-oh entführt, doch ihm und der Galu Co-Tan gelingt die Flucht.

Dem Autor der berühmten Tarzan-Geschichten ist mit Caprona ein Meisterwerk gelungen. Nur zu leicht gelingt es dem Leser, die reale Welt um sich zu vergessen und tief in das Land des Buches einzutauchen. Die Liebesgeschichten sind weit von Kitsch, Schnulzen oder plumper Erotik entfernt, so das sie jeder gut lesen kann, ohne von der Sprache und der Ausdrucksweise gestört zu sein. Es macht richtig Spaß mit den Protagonisten mitzufiebern und zu hoffen, daß diese ihr Glück finden. Das Buch ist so gut, das man sich fast wünscht, Edgar Rice Burroughs würde wieder auferstehen, um weitere Teile zu schreiben.

Insgesamt bin ich von diesem Buch wirklich begeistert.
Das Titelbild zeigt zwar nicht direkt eine Szene aus dem Buch, ist aber dennoch klasse zur Geschichte passend und vermittelt quasi gleich zu Anfang die richtige Stimmung. Die Papierqualität ist gut, der Preis auch.

Alles in allem ein Buch das der Liebhaber der fantastischen Literatur gelesen haben sollte und ich stimme Stephen King zu. Stephen King: "Auf der ersten Seite von The Land That Time Forgot findet der Erzähler ein Manuskript in einer Flasche. Der Erzähler sagt: "Lesen Sie eine Seite, und ich bin vergessen." Das ist ein Versprechen, das Burroughs hält - vielen Schriftstellern mit größerem Talent, als er es besaß, ist das nicht gelungen."

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Buchkritik: Traumwelten

"Traumwelten" bietet ein breites Spektrum. Von der Kriminalgeschichte bis zur Space Opera, von spannenden Abenteuern bis zu inneren Beziehungsdramen, von Klassikern bis zum Fanzineniveau.
Einige der Geschichten sind direkt von Größen wie Matheson, van Vogt oder Frank M. Robinson (wer kennt ihn und seinen sehr guten Roman "Die lautlose Macht" überhaupt noch?) beeinflußt worden. Mit diesen Episoden steigt auch das Appetit, die großen Romane dieser Zeit wieder aus dem Regal zu holen und in Gedanken eine Zeitreise in die Kindheit zu unternehmen. Vierzig Jahre sind seit ihrer Entstehung vergangen. Sie stammen direkt aus der Zeit der kubanischen Raketenkrise. Über die Ermordung Kenndys, den Vietnamkrieg, die Ölkrise, mehrere Rezessionen, den Fall der Mauer, die diversen Kriege im nahen Osten bis zur Internetblase hat die Zeit die Menschen verändert. Einige werden die Geschichten nach in den Originalausgaben gelesen haben, sich vielleicht das Heft mit feuchten Händen und vom Taschengeld erworben vom Kiosk abgeholt haben, viele werden aber den Geschichten zum ersten Mal begegnen. Sie kommen aus einer Zeit als die Science Fiction Meilenweit von den Bestsellerlisten entfernt war und insbesondere in Deutschland die Geschichten und Romane mit viel Herzblut geschrieben worden sind. Auch heute kann nur eine kleine Zahl von Autoren weltweit gut von der Science Fiction leben. Den brennenden Ehrgeiz, sich einen Namen zu machen, spürt man in jeder Zeile, in jeder Story.

Vergnüglich sind alle Geschichten, manche als Rarität, andere als sehr gute Unterhaltung. Auch als historische Wiederentdeckung sind die Geschichten lesenswert, sie decken alle gängigen Themen zum Teil mit interessanten Varianten ab. Einige wenige Stories ragen aus der Menge heraus und unterstreichen Themen, die Vlcek später in seinen Einzelromanen wieder aufnehmen sollte. Sympatische Außenseiter, den Kopf voller Wünsche und Hoffnungen, zum Teil in einer ihnen feindlichen Umgebung, mutig voranschreitend und durch die eigene Initiative Sieger über das Chaos (siehe Walty Klackton oder zum Teil die Michael Rhodan Taschenbücher).

Im Rahmen der utopischen Klassiker stellt diese Storysammlung ein interessantes Novum dar und genau wie viele alte Serien wird es Zeit, diese neu zu entdecken. Unternehmen wir also 18 Reisen in die Zeit des aktiven Wiener Fandoms, betrachten alles bitte durch den Schleier von 40 Jahren, lehnen uns zurück und treten diese Reise an, wie in ein altes Schwarzweiß-Foto, leicht angegilbt, ein bißchen wellig und ausgebleicht, aber immer mit einer eigenen Geschichte ausgestattet.

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13. Wissenschaft: Technologische Evolution

Im Allgemeinen versteht man unter Evolution die Entwicklung von biologischen Systemen, wenn sie sich an eine gegebene oder sich verändernde Umgebung anpassen. Der Mensch setzt diesem, seit Charles Darwin bekannten Prinzip noch eins drauf, er nutzt die Technologie, um sich an widrige Lebensbedingungen anzupassen.

So ist es dem Menschen gelungen in Bereiche vorzudringen, für die er normalerweise überhaupt nicht geschaffen war: Er fliegt durch die Luft, taucht in den Meeren und hat sogar erste Schritte in den Weltraum gemacht.

Hans Hass war einer der ersten Wissenschaftler und Taucher, die erkannt haben, dass technologische Entwicklung auch als Teil der Evolution angesehen werden kann, er bezeichnet diese künstlichen Erweiterungen in seinem Buch "Die Hyperzeller" als externe Organe.
Aber sie ist nicht nur auf den Menschen beschränkt, auch Tiere können technologische Evolution einsetzen, um sich an Lebensumstände anzupassen. Zu diesen externen Organen gehören zum Beispiel auch die Höhle der Wolfsspinne oder die Fischernetze des Menschen, allgemein zählen dazu wahrscheinlich alle Werkzeuge und Hilfsmittel, die sich Tiere und Menschen zu eigen machen.

Der Unterschied zwischen dem Menschen und den Tieren liegt aber, abgesehen vom Niveau, vor allem in der Zielgerichtetheit seiner Entwicklung. Während man bei den Tieren im wesentlichen von einer Entwicklung nach Versuch und Irrtum und der Weitergabe der Erkenntnisse an Nachkommen und Artgenossen ausgeht, ist der Mensch das erste Tier, dass diese Fähigkeiten gezielt einsetzt. Er hat sie sogar mit dem Ingenieurwesen in den Stand einer eigenen Wissenschaft erhoben.

In Unterschied zur Evolution mit technischen Entwicklungen gibt es aber auch noch eine Evolution der Technik, die sich vielfach aus Bestehendem weiterentwickelt. Betrachtet man die Entwicklung von Werkzeugen in diesem Licht, so gilt ganz ähnlich wie beim Leben, dass sich erfolgreiche Konzepte durchsetzen und - je nach Marketing - schlechte Lösungen verdrängt werden.
Die Evolution, die hier betrachtet werden soll, ist aber im Grunde immer noch eine biologische, auch wenn sie sich der Technik und Wissenschaft bedient, um sich an die Umwelt anzupassen.

Auch die Entwicklung der Medizin ist Teil der Entwicklung des Menschen, denn sie erweitert sein Immunsystem und seine körpereigenen Heilkräfte, um so neuen Krankheiten zu trotzen und Verletzungen zu heilen. Es handelt sich bei der Medizin also um eine Anpassung des Menschen an die widrigen Lebensumstände und erhöht seine Fähigkeit zu überleben, und das ist genau das, was Evolution nach Darwin ausmacht.
Aber darüber hinaus stellen wir unsere medizinischen Erkenntnisse auch anderen Tieren zur Verfügung, so dass Haustiere kaum auf eine Errungenschaft verzichten müssen, die sich ihre Herrchen und Frauchen leisten können.

Derartige artenübergreifende Weitergabe scheint im ersten Augenblick nicht dem zu entsprechen, was man aus der Natur kennt, aber das ist nicht ganz richtig, denn die Genetik hat gezeigt, dass Bakterien nicht nur innerhalb ihrer Art Erbgut austauschen, sondern auch unter Fremden.
Dieser Austausch wird zu einem großen Problem, wenn Erreger mit aggressiven Antibiotika behandelt werden und Resistenzen entwickeln, die dann auch an andere Stämme weitergeben werden können. Auch bei Pflanzen können Gene zwischen unterschiedlichen Gattungen weitergeben werden - was dann zum Problem wird, wenn die genetisch eingebaute Widerstandsfähigkeit einer Nutzpflanze plötzlich auch bei den Schädlingen auftaucht.

Aber die Evolution hat schon viel früher angefangen, Hilfsmittel zu benutzen, um sich besser anzupassen, so wäre eine Besiedlung der nördlichen und südlichen Breiten ohne Kleidung nicht denkbar gewesen und heute sind wir so weit, dass Menschen in ständigen Stationen an den Polen leben, ohne dass sie sich ein dickes Eisbärenfell wachsen lassen müssen.

Die Eroberung neuer Lebensräume wäre für den Menschen nicht in dieser Geschwindigkeit möglich gewesen, wenn er seiner Anpassung nicht selbst nachgeholfen hätte. Sogar an das Leben unter Wasser kann sich der Mensch mit seinen technischen Möglichkeiten anpassen; wofür die Delfine Millionen von Jahren gebraucht haben, benötigte der Mensch nur ein paar Jahrzehnte, nämlich von der Idee, die Unterwasserwelt zu erforschen, bis zu Jacques Cousteaus Erfindung der Aqualunge, mit der erstmals ein Mensch für längere Zeit unter Wasser leben konnte. Und nur ein paar weitere Jahre später entstanden die ersten Habitate unter Wasser, die es zumindest theoretisch möglich machten dauerhaft im Meer zu leben.

Selbstverständlich sind die menschlichen "Meeresbewohner" immer noch abhängig davon, Luft zu atmen, aber das trifft auch auf Delfine, Wale und Schildkröten zu. Diese Abhängigkeit wird aber nicht von Dauer sein, denn man beschäftigt sich bereits mit Techniken, den Sauerstoff direkt aus dem Meerwasser zu gewinnen. Mit diesen künstlichen Kiemen könnte der Mensch erstmals einen wirklich neuen und fremden Lebensraum für sich erschließen.

Mit dem Weltraum ist es ganz ähnlich wie mit dem Meer: In der ständig bemannten Raumstation "ISS" leben Menschen in einer bisher lebensfeindlichen Umgebung. Die Nabelschnur, die diese Menschen mit der Erde verbindet, ist natürlich noch wesentlich dicker als jene der "Unterwassermenschen" aber in Zukunft ist es durchaus vorstellbar, dass auch Raumstationen unabhängig von der Erde werden könnten. Da die Raumstation wesentliche Teile der Lebenserhaltung für den Menschen übernehmen muss, könnte man hier, um im Bild der Biologie zu bleiben, vielleicht von einer Symbiose sprechen - der ersten Symbiose allerdings, in der ein Symbiont seinen Symbionten selbst entwickelt und hergestellt hat - in der die Raumstation die Lebenserhaltung übernimmt und der Weltraummensch die Wartung und Instandhaltung.

Die technologische Unterstützung der Evolution führt neben der unvorstellbar schnellen Anpassung an neue Lebensräume aber auch dazu, dass die Anpassung des biologischen Körpers an die neue Umwelt nicht mehr in dem Maße notwendig ist, wie das bei anderen Tieren der Fall ist, wenn sich deren Umgebung verändert, oder ein neuer Lebensraum erschlossen wird.

Insbesondere beim Weltraummenschen ist eine Anpassung des Körpers an die Schwerelosigkeit gar nicht erwünscht - zumindest nicht solange die Weltraummenschen immer noch auf die Erde zurückkehren möchten.

Aber die technologische Entwicklung kann die biologische nur teilweise substituieren, der Körper stellt sich natürlich trotzdem auf die neuen Lebensbedingungen ein. Das gilt insbesondere da, wo die neue Umwelt veränderte Anforderungen an die Physiologie stellt.

Voraussichtlich werden Wassermenschen deshalb schon nach wenigen Generationen eine kräftigere Beinmuskulatur ausbilden, die besser an den Flossenschlag angepasst ist, während die Arme an Bedeutung verlieren. Dramatischer werden allerdings die Veränderungen des Weltraummenschen sein. Sein Körper wird vielleicht runder werden, mit schwächeren Knochen und beweglicheren Gliedmaßen.

Die Technologie in der Evolution ist ein wesentlicher, ja unverzichtbarer, Teil dieser Entwicklung, die uns seit der Zeit begleitet, als der erste Primat entdeckt hat, dass man Termiten sammeln kann, indem man ein Stöckchen in den Bau steckt.

Vieles ist noch Spekulation, aber extrapoliert man aus den Erkenntnissen, die wir heute über die Evolution und die Entwicklung des Menschen haben, kann man sich durchaus vorstellen, dass die Zukunft der Menschheit in die angedeuteten Richtungen gehen könnte.

Link zum Thema:
Hans Hass: Die Hyperzeller

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14. Subspace Link

"Star Wars": Weitere Gaststars in "Episode III".

Die offizielle "Star Wars"-Webseite berichtet, dass - obwohl sich die prinzipiellen Dreharbeiten dem Ende nähern - es noch einige Gastcharaktere geben wird, die für das letzte "Star Wars"-Prequel engagiert wurden.

Drei Mitglieder einer liebenswürdigen Familie werden in der Saga zurückkehren, obwohl ihr erster Auftritt geschnitten wurde und erst auf der DVD von "Star Wars: Episode II - Attack of the Clones" zu sehen war. Claudia Karvan, Hayley Mooy und Keira Wingate kehren als Mitglieder der Naberrie-Familie zurück.
Claudia Karvan wird erneut Padmé Amidalas Schwester Sola Naberrie spielen. Die Kinderschauspieler Hayley Mooy und Keira Wingate wird man wieder als Pooja und Ryoo Naberrie sehen, die Töchter von Sola.

"Star Wars: Episode III" wird voraussichtlich am 25. Mai 2005 in die Kinos kommen.

"Buffy": Zu Besuch bei "Angel".

Die Vampirjägerin Buffy wird auch nach dem Ende der Serie "Buffy the Vampire Slayer" nicht vollständig von der Bildfläche verschwinden sein und Angel und Spike hin und wieder einen Besuch abstatten.
Laut TV-Guide ist Sarah Michelle Gellar (Buffy) in Gesprächen für eine Gastrolle in zwei Episoden von "Angel" in der neuen Staffel. Gellar soll während der so genannten "Sweeps"-Periode im Februar oder im Mai ihren Gastauftritt haben, sagte das Magazin.

Bereits bekannt ist, dass James Marsters in der neuen Staffel als Hauptcharakter zu sehen sein wird. Der Präsident des WB-Networks erzählte TV-Guide, dass die Entscheidung, einige Charaktere aus "Buffy the Vampire Slayer" in "Angel" zu übernehmen - sei es nur für einen Besuch oder für immer - dabei geholfen hat, die Serie nicht aus dem Programm zu nehmen. Die fünfte Staffel von "Angel" startet am 1. Oktober 2003 in den USA.

"Matrix Revolutions": Neuer Soundclip.

Auf der Webseite des "Matrix"-Komponisten Don Davis steht ein exklusiver Soundtrack-Clip aus "The Matrix Revolutions" als MP3 zum Download bereits. Das Stück ist betitelt "Neodämmerung" und verbindet das typische Matrix-Score mit einem intensiven Chor.

Link zum Thema:
http://dondavis.filmmusic.com/

Nick Stahl über "Terminator 4".

Entertainment Weekly sprach mit "Terminator 3: Rise of the Machines"-Star Nick Stahl (John Connor) über einen möglichen vierten Film des "Terminator"-Franchise. Stahl sagte, dass es möglicherweise sogar einen "T4" geben wird, wenn Arnold Schwarzenegger bei der Wahl zum Gouverneur in Kalifornien gegen Gary Coleman gewinnt.

"Sie spielen im Moment mit verschiedenen Ideen weil sie die Erlaubnis haben, weiterzumachen. Ich weiß, dass sie Ideen entwickeln, um den Film auch ohne ihn zu drehen, wenn er nicht zur Verfügung steht." Stahl fügte hinzu, dass er den Film sowohl mit als auch ohne Arnold Schwarzenegger drehen würde.

"Alien": Director's Cut-Trailer.

Einer der Meilensteine der SF-Filmgeschichte und wahrscheinlich einer der angsteinflößensten Filme aller Zeiten kehrt wieder auf die Leinwand zurück. Die Rede ist von "Alien". 1979 vom unbekannten Ridley Scott inszeniert, mit einer noch unbekannteren Sigourney Weaver in einer der Hauptrollen. Der Film wird am 31. Oktober wieder weltweit in die Kinos kommen. Ridley Scott hat neue Szenen eingefügt, das Bildmaterial wurde überarbeitet und sowieso ist jetzt alles noch besser. IGN Filmforce hat jetzt exklusiv einen Trailer zum Re-Release von "Alien" online gestellt.

Link zum Thema:
http://filmforce.ign.com/

"Predator 3": Mit The Rock?

Durch seine Kandidatur zum Gouverneur von Kalifornien könnte Arnold Schwarzenegger bei einem Wahlsieg in Zukunft sehr beschäftigt sein und für die Schauspielerei nur noch wenig Zeit aufbringen. Deshalb scheint man sich schon jetzt in Hollywood nach Ersatz umzuschauen. Jüngstes Beispiel ist der geplante "Predator 3"-Kinofilm, in dem Schwarzeneggers Charakter Dutch wieder zurückkehren soll. Nur, wer könnte das Muskelpaket ersetzen?

Laut Sam Park, dessen Skript "Predator 3: The Deadlier of the Species" wohl am wahrscheinlichsten als Drehbuch für den möglichen Film hergenommen wird, steht der Kandidat bereits fest: Dwayne Johnson - alias The Rock.

"Ich denke, das ist eine exzellente Idee und ich könnte jedem versichern, dass das Franchise noch viele Jahre weiterleben würde - Clay McBride und ich haben definitive Ideen für Fortsetzungen mit einigen bizarren Verwicklungen für Dutch und die Predators, von denen wir glauben, dass sie die Franchise-Stories jahrzehntelang frisch und aufregend halten" sagte Park. "Ich muss aber auch daran erinnern, dass ich und Clay derzeit noch KEINEN Vertrag mit Fox in irgendeiner Weise hätten. Es ist deren Franchise und es sind ihre Charaktere, mit denen sie tun können, was ihnen beliebt. Vielleicht haben wir schon bald die Möglichkeit, ihnen unsere 'Predator 3'-Story zu präsentieren."

Keine schlechte Idee, denn das Dwayne Johnson ebenso schauspielern kann wie Schwarzenegger, bewies er bereits in "Die Mumie kehrt zurück" und "The Scorpion King". Doch noch ist nichts fest - aber eine Entscheidung wird wohl nicht mehr lang auf sich warten lassen.

"Harry Potter": Neuigkeiten.

Das britische Boulevard-Blatt "The Sun" hat die Titel der beiden nächsten - und letzten - "Harry Potter"-Romane veröffentlicht. Demnach soll der sechste Roman der Reihe "Harry Potter And The Mudblood Revolt" ("Harry Potter und die Revolte der Schlammblüter") und der siebente Roman "Harry Potter And The Quest Of The Centaur" ("Harry Potter und die Suche nach dem Zentaur") heißen.

Wie die "Sun" herausgefunden haben will, wurden die beiden Titel von einer Firma namens Seabottom Productions geschützt. Sie habe dieselbe Adresse wie die Londoner Rechtsanwälte Field, Fisher und Waterhouse, die wiederum Anwälte des Medienriesen Warner Bros. seien, der die ersten drei Potter-Bücher verfilmt hat und weltweit die Vermarktungsrechte kontrolliert.

"Highlander": Neue Trilogie in Arbeit?

Hollywood North Report sprach mit dem Schauspieler Peter Wingfield, der ein neues in Arbeit befindliches Projekt für das "Highlander"-Franchise erwähnte.

"Die Produzenten Peter Davis und Bill Panzer sind sehr ausdauernd. Sie stehen in Verhandlungen mit Miramax über zumindest noch einen weiteren Film. Ich glaube, sie wollen die Idee als Trilogie verkaufen, so etwas wie 'Herr der Ringe'. Jeder Film wäre für sich gesehen abgeschlossen doch es wird eine Geschichte geben, die alle Filme durchzieht. Ich sollte das eigentlich nicht verraten, denn es ist nicht offiziell."

Weiterhin sagte Wingfield: "Das Ganze hat etwas mit 'Star Trek' gemeinsam, das es um die Suche nach etwas mehr in uns selbst geht, einfache Menschlichkeit. Es gibt dort draußen etwas, das größer als wir selbst ist. Die Suche nach tieferen Wahrheiten. Wahrheiten, die nicht nur unsere Spezies betreffen, sondern unsere allumfassenden Wahrheiten von Spezies zu Spezies und von Planet zu Planet. Unsterblich zu sein, welche Dinge konstant sind. Welche Dinge wahr sind. Worin liegt die Natur einer guten Person? Es ist eine Spiritualität, die man für eine tiefere, persönliche Erfüllung ähnlich der Religion braucht, und die in den Fans aufleuchtet."

Der Schauspieler fügte hinzu: "Aber es sind auch die richtigen Kerle, die coolen Klamotten, die Flashbacks und die Schwertkämpfe!" IMDB.com listet bereits seit Juni einen weiteren "Highlander"-Film namens "Highlander: The Source". Regie soll Michael Oblowitz führen. Als Darsteller sind bisher nur Peter Wingfield als Methos (Adam Pierson) und Lisa Barbuscia als Faith gelistet.

Links zum Thema:
http://us.imdb.com/
http://www.hollywoodnorthreport.com/

Batman: Christian Bale wird Bruce Wayne.

Christian Bale wurde nun von Warner Bros. Pictures für die Rolle als Bruce Wayne im nächsten "Batman"-Kinofilm engagiert. Regie bei dem von Emma Thomas produzierten Film mit dem vorläufigen Titel "Batman: Intimidation Game" wird Christopher Nolan führen. Dies kündigte gestern Jeff Robinov an, Produktionschef bei Warner Bros. Pictures.

Die Dreharbeiten sollen Anfang 2004 beginnen. Der Film wurde von David Goyer und Nolan geschrieben und dreht sich um die frühe Karriere des Dunklen Ritters. Chris Nolan sagte über Bale: "Ich sehe in Christian die ultimative Verkörperung von Bruce Wayne. Er ist die exakte Balance zwischen Dunkelheit und Licht nach der wir gesucht haben."

Robinov fügte hinzu: "Jetzt, wo wir die beste Persion für die Rolle als Batman gefunden haben, freuen wir uns darauf, mit dem Rest unseres Castings weitermachen zu können, und wir sind von der außergewöhnlichen Gruppe, die wir zusammenstellen werden, begeistert." Bale hatte eine erste Hauptrolle in "Empire of the Sun" und war in diversen Filmen wie "Little Women", "Portrait of a Lady", "Metroland", "American Psycho" und "Laurel Canyon" zu sehen.

Der Kinostart zum neuesten "Batman"-Streifen liegt irgendwann im Jahre 2005.

"Underworld": Produktionsfirmen angeklagt.

White Wolf Publishing Inc., die Rollenspiel-Firma, die hinter "Vampire: The Masquerade" und "Werewolf: The Apocalypse" steht, und Horror-Romanautor Nancy A. Collins haben eine Klage gegen Sony Pictures, Screen Gems und Lakeshore Entertainment eingereicht, in der man ihnen vorwirft, dass der Kinofilm "Underworld" Urheberrechte von White Wolf und Collins verletzt. Die Klage wurde am 5. September am District Court von Atlanta in Georgia eingereicht.

Die Spielefirma behauptet, dass es über 60 Gemeinsamkeiten zwischen ihren beiden Rollenspielen und der Geschichte des Filmes gibt. In der Klage beschuldigt man die Produktionsfirmen zudem, dass sich die Prämisse von "Underworld" stark von Collins Kurzgeschichte "Love of Monsters" bedient. "Eigentlich vermarkten sie diesen Film als Remake von 'Romeo und Julia'", sagte Collins in einem Statement, das von White Wolfe veröffentlicht wurde. "Ich denke aber, dass sie damit eher eine Kinofilm-Adaption meiner Geschichte meinen."

White Wolf veröffentlicht seit 1991 Rollenspiele und ist am besten für die "Vampire"-Rollenspiele bekannt, in denen die Spieler in die Rolle der blutsaugenden Kreaturen schlüpfen können. Das "Vampire"- und "Werewolfe"-Universum hat eine entscheidende Eigenschaft: Die beiden Rassen stehen im Krieg gegeneinander - etwas, das auch im Trailer zu "Underworld" stark beworben wird.

"Wir haben eine riesige fiktive Welt, die sich auf über 200 Ausgaben literarischen Materials stützt", sagte Mike Tinney, Präsident von White Wolf. Es ist empörend zu sehen, dass das Drehbuch von "Underworld" sich unseres Eigentums bedient." Tinney fügte hinzu: "Unsere Fans werden denken, dass sie unseren Film sehen. Natürlich, wenn der Film veröffentlicht wird, dann werden sie das auf gewissen Art und Weise tun."
Bis jetzt haben Sony Pictures, Screen Gems und Lakeshore Entertainment noch nicht auf die Klage von White Wolf und Collins reagiert.

Der Film "Underworld" dreht sich um Selene (Kate Beckinsale), eine wunderschöne Vampir-Kriegerin, die in einem Krieg zwischen Vampiren und Werwölfen kämpft. Obwohl sie zu den Vampiren gehört, verliebt sie sich in Michael (Scott Speedman), einen Werwolf, der den Krieg endlich beenden möchte. "Underworld" soll am 19. September 2003 in den amerikanischen Kinos starten. Ein deutscher Starttermin ist bis jetzt noch nicht bekannt.

"Blade Trinity": Dominic Purcell mit dabei.

Dominic Purcell, bekannt aus der TV-Serie "John Doe", wird Wesley Snipes' Vampir-Gegner in "Blade: Trinity" spielen. Purcell wird somit an der Seite von Kris Kristofferson, Jessica Biel und Ryan Reynolds spielen. Das Drehbuch des dritten Teils wurde von David Goyer geschrieben, der bei dem auf den Marvel Comics basierenden Film auch Regie führen wird. Die Produktion soll noch in diesem Monat in Vancouver beginnen.

"Die Fliege": Remake in Sicht.

Fox Searchlight hat einen Vertrag abgeschlossen, um ein Remake von "Die Fliege" zu produzieren. Kinofilm-Newcomer Todd Lincoln wird das Drehbuch schreiben und auch selbst Regie führen. Das Studio traf sich mit Lincoln um über das Remake zu diskutieren nachdem sie von dem Erfolg des von Danny Boyle gedrehten Zombie-Filmes "28 Days Later" überrascht waren.

Lincoln, ein Fan des Horror-Genres, der sowohl das Original von 1958 als auch David Cronenbergs Remake von 1986 liebt, versprach, bei dem Remake nicht einfach noch einmal alles neu durchzukauen. "Ich bin einer von diesen Comic- und Sci-Fi-Fans, die von einem Remake hören und stöhnen", sagte er Variety. "Dieses Remake ist sicherlich vom Original inspiriert aber es ist auch komplett neuerdacht." Er fügte hinzu, "Nun, in beiden Filmen, ist die Fliege jemals geflogen?"

"Firefly": Kinofilm bestätigt.

Joss Whedons ("Buffy", "Angel", "Alien4") kurzlebige SF-Serie "Firefly" wird nun zum Kinofilm gemünzt. Universal Pictures wird den Film produzieren. Whedon wird nicht nur das Drehbuch schreiben, sondern bei dem Projekt auch Regie führen. Die Produktion soll Anfang 2004 anlaufen.

Die Abenteuer-Weltraum-Serie spielt 500 Jahre in der Zukunft und dreht sich um eine Raumschiff-Besatzung. Von den 13 produzierten Episoden wurden nur neun beim amerikanischen Network "FOX" gezeigt. Die DVDs zur Serie erscheinen im Dezember.
Whedon hofft, wieder die gesamte Originalbesetzung zurück zu bekommen. Außerdem wird es neue Charaktere geben.

"The Woods": Shyamalans ändert Titel.

M. Night Shyamalans "The Woods" wird wohl bald einen anderen Titel bekommen. Ein anderer Film von United Artists, der am 15. September mit den Dreharbeiten beginnt, heißt ebenfalls so, darf aber den Titel "The Woods" behalten. Von Disney heißt es, "The Woods" sei immer nur ein Arbeitstitel gewesen. Der neue Titel ist allerdings noch nicht bekannt.

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15. Wühltisch: Fünf Tipps aus der Welt des Merchandise

Da gab es nach den letzten Ausgaben des Corona Newsletters ja eine Menge Boohai um unsere Meldung bezüglich der FedCon-DVD. Veranstalter Dirk Bartholomä hat sich heuer bekanntlich erstmals erweichen lassen und die Produktion einer DVD in Auftrag gegeben! Ca. 180 Minuten Con-Material, voll von Interviews, Frage- und Antwortstunden sowie Fan-Reaktionen. Vorbestellen kann man sie schon, die DVD. Und zwar hier!

Am 18. September erscheint aber als Special-Amazon-Gig eine FedCon-DVD, die einzig und allein die "Star Trek"-Schauspieler auf der Con zum Thema hat. Zwei DVDs zu einer Veranstaltung - was will man mehr?

"Star Trek" mag in den aktuellen Zeiten einen schweren Stand im Zeitgeistgefühl der Öffentlichkeit haben, aber das gilt nur für die jüngsten Serien des Franchise. Kirk, Spock und Co. erfreuen sich auch außerhalb des Fandoms eines großen und positiven Bekanntheitsgrades. Aus diesem Grund wird es wohl auch nie vorkommen, dass ein T-Shirt mit einem "Classic"-Motiv aus der Mode gerät: Bestes Beispiel dafür ist dieses Oberbekleidungsstück, auf dem der wohl bekannteste Satz aus dem "Star Trek"-Universum verewigt ist.

Apropos "Classic", apropos Spock. Unserer besonderer Tipp für diese Ausgabe ist ganz sicher das Mr. Spock-Photomosaik-Poster. Dieses unglaubliche Photomosaik-Poster besteht aus ca. 300 Bildern aus den "Star Trek"-Folgen und -Filmen. Aus der Nähe betrachtet, sind die einzelnen Bilder gestochen scharf zu erkennen, mit etwas Abstand verschmelzen sie zum legendären Spitzohr von der NCC 1701. Für 7,70 € unserer Meinung nach eine Wand-Zierde und ein Schnäppchen gleichermaßen.

"Classic" zum Dritten und Letzten: Welche Figur hat es neben Captain Kirk, seinem ersten und Wissenschaftsoffizier Spock und Bordarzt Pille noch zu ewigen Weltruhm gebracht? Scott? Uhura? Sulu? Alles falsch - die flauschigen, gurrenden, gefräßigen Tribbles sind es, die noch immer einen enorm hohen Beliebtheitsgrad unter den "Classic"-Geschöpfen innehaben. Wer einen eigenen Tribble im Wohnzimmer haben möchte - sozusagen als hervorragende Klingonen-Vorwarnanlage -, kann hier sein Glück versuchen.

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ISSN 1422-8904
Ausgabe 113 - 14.09.2003


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Klaus Michels &
Mike Hillenbrand


Chefredakteur:
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(v.i.S.d.P.)


Stellv. Chefredakteur:
Mike Hillenbrand (mh)


Lektorat:
Esther Haffner (eh)


Redakteure
dieser Ausgabe:

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Marcus Haas (mh)
Thomas Harbach (tha)
Thomas Hoehl (th)
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Simon Pypke (sp)
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Martin Seebacher (ms)
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