corona magazine
ISSN 1422-8904

   Spotlights
  + Spotlight: Phainomenon
  + Harry Potter 5: In English

   Star Trek
  + Harve Bennett & Star Trek
  + Die Rache des Dominion
  + ENT Ein neuer Charakter?
  + ENT Infos zu Extinction
  + ENT Blalock über ihr Outfit
  + ENT Infos zu Anomaly
  + ENT Montgomery plaudert
  + ENT McNeill führt Regie

   Subspace Link
  + HP Neuer Zoff in den USA
  + SW Vo-ku-hi-las kommen
  + HdR Neue Sammmlerbox
  + KG T2 inspirierte Starbuck
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13. Juli 2003 - Ausgabe 111 - "As Time Goes By"

Schon fast eine SciFi-Zeitkapsel!

Ein herzliches Willkommen zu unserer Schnapszahlausgabe, liebe Leser! Irgendwie bin ich schon etwas sentimental geworden, als ich am Wochenende nach der letzten Ausgabe abends mit dem Laptop bei einem Glas Rotwein zusammen mit Mike Hillenbrand in seinem Mülheimer Garten durch unser Corona Archiv stöberte. Wenn man bedenkt, dass unser Projekt nun schon bald seinen siebten Geburtstag feiert und bislang noch keine Ermüdungserscheinungen unserer kuscheligen Redaktion - und meines Wissens auch der Leserschaft - erkennbar sind, fällt es schon allein mit einem kurzen Blick auf diese lange Corona-Historie nicht besonders schwer, sich stetig neu zu motivieren und das für uns sehr wichtige Wort "Kontinuität" mit jeder Ausgabe immer wieder neu zu definieren. Tja, und nun feiern wir nach unserer Jubiläumsausgabe 100 aus dem vergangenen September schon die nächste schöne Zahl. Und es wird nicht die letzte sein, versprochen!

Nun aber zurück zu dem, was unsere Ausgaben so ausmacht und Sie dazu bewog, uns irgendwann im Verlauf der letzten Jahre Ihre eMail-Adresse anzuvertrauen, nämlich der Information und auch Auseinandersetzung im phantastischen Genre. Ganz besonders möchte ich Sie daher in diesem Vorwort auf die Kolumne unseres Redakteurs Thomas Höhl aufmerksam machen, der sich einem Thema annimmt, über das sicher schon fast jeder "Star Trek"-Fan bei Trekdinnern oder nach einer eher mäßigen Episode nachdachte: Brauchen wir und das Franchise eine Pause? Thomas kommt in seinem Artikel zu einem recht interessanten Ergebnis, aber lesen Sie besser selbst.

So, und nun möchte ich Ihnen zum Schluss noch einen guten Start in den Sommerurlaub wünschen, sofern Sie diesen in den nächsten Tagen und Wochen antreten. Unsere Redaktion wird auch in diesem Jahr keine Pause einlegen und kann Sie somit - sofern es gewünscht und technisch machbar ist - bis an den Strand begleiten.

Haben Sie eine schöne Zeit!

Ihr Klaus Michels
Chefredakteur


Pfadfinder

1. Phainomenon - Deutsche Autoren haben´s auch nicht leicht
2. In English, please: Harry's fifth year at Hogwarts
3. Kolumne: Keine Pause für Star Trek
4. Star Trek: trekBEAT
5. Star Trek: Harve Bennett & Star Trek
6. Star Trek: Die Rache des Dominion
7. Drei Fragen an Ethan Phillips
8. Kreuzfeuer
9. Rating Report
10. Das Phänomen "Science Fiction" durchleuchtet
11. Hulk - Mensch oder Monster?
12. Hope Mirrlees - Flucht ins Feenland
13. ThUMB - ein neuer Fußballverein? Ein Fingerhakel-Club?
14. Wissenschaft: Bionik - Der Natur auf die Finger geschaut
15. Subspace Link
16. Wühltisch: Fünf Tipps aus der Welt des Merchandise


1. Phainomenon - Deutsche Autoren haben´s auch nicht leicht

Es gibt nicht viele deutsche SF-Autoren, die über große Publikumsverlage ihre Werke veröffentlichen können. Genau genommen sind es wahrscheinlich nur eine Handvoll. Die anderen, Dutzende, Hunderte, Tausende, SF-Autoren teilen sich auf die ganzen Kleinverlage "der Szene" auf und pflegen die Mär von der unkommerziellen Qualität.

Eigentlich ist das gar nicht wahr.

Die recht zynische Vorstellung, ein weniger erfolgreicher Schriftsteller müsse aus Selbstschutz den oftmals karikierten Stil eines unverstandenen Künstlers pflegen, der sich mit einigen anderen Gleichgesinnten in seiner Elite-Ecke eines Universums voll des kommerziellen Schundes als Bastion der wahren Literatur versteht, zeugt ebenso wie die nicht-erfolgreichen Autoren unterstellte Geisteshaltung, vom hochgradig intoleranten Potenzial der eigenen. Außerdem sollte es klar auf der Hand liegen: Erfolg ist tatsächlich nicht alles.

Eine kurze Frage sei allerdings noch gestattet:
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Was ist eigentlich Erfolg?

Erfolg scheint eine recht subjektive Angelegenheit zu sein, die sich - ganz den charakterlichen Eigenschaften des Individuums entsprechend - entweder durch die eigenen Vorstellungen, Bedürfnisse und Wünsche definiert oder aber durch die Vorstellungen, Bedürfnisse und Wünsche, die von außen an das Individuum herangetragen werden. Letzteres Charaktermerkmal wird von den Bildungsbürgern gerne geringschätzig wahrgenommen und tatsächlich sind die leicht Manipulierbaren in Literatur und Historie immer jene, denen das eigene Maß fremd und das fremde Maß erstrebenswert erscheint. Nichtsdestotrotz: Was kann an dem Wunsch, anderen zu gefallen, verkehrt sein? (Nun, abgesehen von der Vertracktheit, zu den leichter Manipulierbaren auf diesem Planeten zu gehören. Anyway, nobody is perfect.)

Was ist also Erfolg in diesem breiten Spektrum der Möglichkeiten?
Finanzielle Sicherheit? ("Mein Konto ist voll, ich habe ein Buch mit großer Auflage veröffentlicht!")
Anerkennung im "Kollegenkreis"? ("Ich habe Deinen letzten Roman gelesen. Kunststück, liegt ja überall aus! Respekt, mein Alter. Respekt!")
Etwa Ruhm? ("Sagen Sie, haben SIE nicht ‚Würstchen Anton und die hungrige Feldmaus' geschrieben? Oh mein Gott, Sie sind es! Kann ich ein Autogramm haben?")
Persönliche Befriedigung? ("Ich habe es allen gezeigt! Ja!")

Erfolg kann natürlich auch etwas anderes sein.
"Die anderen können sagen, was sie wollen. Mein Buch ist gute Literatur, das reicht mir!"
"Jedes meiner 100 bei BoD gedruckten Exemplare ist verkauft. Super!"
"Ein echter Redakteur hat mich angerufen! Vielleicht verlegen sie mein Buch, wenn ich auf die Tantiemen ab der zweiten Auflage verzichte. Was für ein gutes Angebot!"

Wie gesagt: Erfolg ist sehr subjektiv.

Der deutsche Autor H. D. Klein hat Erfolg. Sollte man meinen. Nach eigener Aussage las er im Jahre 1990 nach langer Zeit mal wieder einen Sciencefiction-Roman und beschloss im Anschluss daran, selbst einen zu verfassen.

1997 schließlich fand sein Manuskript Vollendung, trug den Namen "Googol" und basierte darauf, dass im Jahre 2045 eine riesige weißglänzende Pyramide jenseits der Marsbahn in unser Sonnensystem eindringt. Klein machte sich auf die Suche nach einem Verlag und diese Suche dauerte. Eine nicht sehr erfolgreiche Zeit für den Autoren Klein, möchte man meinen.

Das änderte sich schlagartig als ausgerechnet der Wilhelm Heyne-Verlag mit seinem riesigen und doch durch einen Besitzerwechsel stark konturenwechselnden SF-Programm, Interesse an "Googol" fand. Googol ist eine Bezeichnung für die Zahl 10 hoch 100 und ebenso viele Autoren in Deutschland dürften grob geschätzt das anstreben, was H. D. Klein dann im Jahre 2000 tatsächlich machte: Er veröffentlichte sein Erstlingswerk in einem der größten Publikumsverlage Deutschlands - und es verkaufte sich nicht mal schlecht, sondern "au contraire, mon capitaine" recht gut.

Gut genug zumindest für Heyne, den frisch gebackenen SF-Autoren um einen zweiten Roman zu bitten. Und damit kommen wir zum Kasus Knacktus, nun offenbart sich des Pudels Kern und hier schließt sich der Kreis: Denn was kann mehr Ausdruck von Erfolg sein, als die Aufforderung, einen Erfolg zu wiederholen?

Oder es zumindest zu versuchen?

Der Versuch ist vor wenigen Tagen erneut unter dem Label des Heyne-Verlags erschienen und trägt den Namen "Phainomenon" ("Das Erscheinende").

Ähnlich wie "Googol" ist "Phainomenon" kein Leichtgewicht. 556 Seiten mittelgroßer Schrift erzählen die Geschichte einer "atemberaubenden Reise durch die Zeit", wie der Buchrücken verspricht. Ob das Buch dieses Versprechen hält, können Sie in den nächsten Zeilen lesen. Wenn Sie mögen. Wenn Sie hingegen an einer vollkommen spoilerfreien Lektüre interessiert sind, geben Sie sich damit zufrieden, dass "Phainomenon" ein lesenswertes Buch ist, schließen Sie das Corona Magazine und gehen Sie in den nächsten Buchladen, um es dort für den Preis von 8,95 € zu erwerben.

Um dem Buchrücken die Gelegenheit zum Ausreden zu geben, sei hier ein weiterer Teil daraus zitiert: "Als das geheimnisvolle Flugobjekt in der Erdumlaufbahn erscheint, glaubt man zunächst, der Erstkontakt mit Außerirdischen stehe unmittelbar bevor."

Klingt vertraut? Völlig zurecht. Diese auffallende Ähnlichkeit zu Kleins Erstlingswerk "Googol" ist nicht die einzige ihrer Art, die bei der Lektüre ins Auge springt. Sei es H. D. Kleins offenkundige Begeisterung für Pyramiden oder die etwas subtiler hervorstechenden parallelen Wesenszüge der jeweiligen Charaktere seiner Romane - das Etikett "Brandneu und nicht mit Perwoll gewaschen!" darf sich "Phainomenon" zumindest nicht anheften.

Aber es ist halt so eine Sache mit Etiketten. Der eine legt vielleicht Wert darauf, der andere sicher nicht. Und wo einerseits der Gedanke nahe liegt, dass Klein sich bei vermeintlichen Wiedererkennungswerten seines Erfolgsromans bedient hat, ist andererseits die Erkenntnis nicht fern, dass der Autor sich ebensolche Orientierungshilfen an anderen Stellen strikt verbeten hat.

Klein geht bei der Erzählung seiner Geschichte nach keinem wiedererkennbaren Rezept vor. Regeln eines typischen SF-Romans nach dem vielbeschworenen Standard "F" hält er mit bewundernswerter Konsequenz nicht ein. Er wechselt die Perspektive in ein und derselben Szene, springt zwischendurch immer mal wieder unvermittelt in der von ihm erzählten Zeitlinie vorwärts und lässt dem Leser nie die manchmal langweilige, manchmal tröstende Gewissheit, was als nächstes passieren wird.

Mag es Absicht, mag es fehlende Erzählerfahrung sein: Interessante Storylines laufen ins Leere, zum scheinbaren Klimax getragene Szenarios verpuffen in einer für den Leser nur schwer fassbaren Unbefriedigung und auch das Ende hinterlässt ein schwerlich von der Hand zu weisendes Gefühl der Irritation. Was Andreas Eschbach auf den letzten Seiten von "Quest" in einer unerträglichen Art und Weise zur Perfektionierung brachte, beherrscht augenscheinlich auch H.D. Klein ganz gut: Den Leser zu einem "Was? Das war es jetzt? Aber.." zu reizen.
Dabei gönnt uns Klein zumindest noch die Gnade eines kurzen Epilogs, der das Verlustgefühl beim Leser vielleicht wieder einigermaßen ins Reine zu bringen vermag.

Wer diese Zeilen nun mit einem Verriss gleichsetzt, täuscht sich über alle Maßen. Die Lektüre von "Phainomenon" ist unterhaltsam, spannend und herausfordernd. Die Herausforderung an den Leser besteht nicht etwa darin, die nächsten 200 Seiten wach zu überstehen, sondern die auftretenden Veränderungen bei Charakteren und Umgebung offen zur Kenntnis zu nehmen.

Klein lässt die Langatmigkeit, die er bei "Googol" häufig nicht ganz zu unterdrücken vermochte, außen vor und erzählt eine in der Tat phantastische Geschichte über Zukunft, Vergangenheit und vor allem über Menschen. Dieser letzte Punkt macht die eigentliche Stärke von "Phainomenon" und vielleicht auch die des Autoren H.D. Klein aus: Seine Charakterzeichnungen sind realistisch, vielfältig und faszinierend. "Phainomenon" besitzt nicht den einen Heldencharakter, sondern viele Menschen. Und unter diesem Gesichtspunkt betrachtet, bietet der Roman nicht nur ein Ende, sondern auch ein befriedigendes.

Ob "Phainomenon" an den Erfolg von "Googol" heranreicht, ist momentan Spekulation. Zwei Dinge zumindest, ist H.D. Kleins zweiter SF-Roman nicht:

1. langweilig
2. Standard

Fasst man diese Punkte in einem Satz zusammen, erhält man eine Aussage, die sich jeder deutsche Autor als für sein Buch zutreffend ersehnt - ganz egal, welcher Verlag seine Bücher herausbringt. So gesehen, ist H.D. Kleins Roman "Phainomenon" auf alle Fälle ein Erfolg, denn er ist trotz des Kommerzes kein langweiliger Standard-Roman.

Für einen deutschen Autor gar nicht übel, - oder?

Link zum Thema:
http://www.phainomenon.de


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2. In English, please: Harry's fifth year at Hogwarts

Gemeinhin ist der 21. Juni als Tag der Sommersonnenwende im Kalender vermerkt. Der 21. Juni 2003 wird jedoch als der Tag in die Geschichte eingehen, an dem "Harry Potter and the Order of the Phoenix" seinen Siegeszug rund um die Welt antrat.

Der fünfte Band in Joanne K. Rowlings Saga über den jungen Zauberschüler war, wie kaum ein anderes Buch je zuvor, sehnsüchtig erwartet worden. In den Lagern der Buchhändler stapelten sich hohe Berge der 766 Seiten schweren englischen Bloomsbury- beziehungsweise der 870 Seiten umfassenden amerikanischen Scholastic-Ausgabe, die gehütet wurden wie ein Schatz. Um den fünften "Harry Potter"-Band wurde eine Geheimniskrämerei betrieben, wie man sie ansonsten nur von großen Hollywood-Produktionen á la "Star Wars" oder "Matrix" gewöhnt ist.

Autorin und Verlag wollten um jeden Preis vermeiden, dass bereits vor dem offiziellen Verkaufsstart Details über den Inhalt an die Öffentlichkeit gelangten oder die Bücher gar Unbefugten in die Hände fielen. Selbst der Übersetzer der deutschen Ausgabe für den Carlsen Verlag erhielt erst am 21. Juni sein Exemplar, um mit der Arbeit beginnen zu können. Doch allen Maßnahmen zum Trotz enthüllte die New York Daily News wenige Tage vor dem Verkaufsstart wesentliche Details der Handlung, insbesondere welche Hauptfigur den Roman nicht überlebt. Dafür wurde die Zeitung zwar von Rowlings Anwälten auf 100 Millionen Dollar Schadensersatz verklagt, doch die Katze war aus dem Sack.
Auch in Deutschland verdarben Boulevardmedien wie die Bild-Zeitung "Harry Potter"-Lesern den Spaß, indem sie den Namen des sterbenden Charakters verrieten.

Wer sich die Spannung bis zu der Veröffentlichung der deutschen Ausgabe am 8. November bewahren will, sollte daher um Artikel über den fünften Band vorsichtshalber einen weiten Bogen machen, denn offenbar haben sich einige Journalisten vorgenommen, den Lesern das Lesen zu ersparen. Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen gab es ein paar wenige Glückspilze, die sich bereits vor dem 21. Juni auf die Lektüre des neuen "Potter"-Romans stürzen konnten.
So waren zum Beispiel einige Exemplare des Buches in einem Reformhaus im New Yorker Stadtteil Brooklyn aufgetaucht, dessen Inhaber angeblich nichts von der Sperrfrist vor dem offiziellen Verkaufsstart wusste. Auch eine Wal-Mart-Filiale im kanadischen Montreal sowie ein Berliner Supermarkt führten das Buch bereits Tage vorher versehentlich im Sortiment. Kriminelle Energie war dagegen in Manchester im Spiel, wo ein Fahrer einer Druckerei knapp 8.000 Exemplare einer Lastwagenlieferung entwendete.

Was lange währt ...

Seit 1997 der erste "Harry Potter"-Roman die Bestseller-Listen im Sturm nahm, konnte man sich mit schöner Regelmäßigkeit jedes Jahr über einen weiteren Band freuen. Für "Harry Potter und der Feuerkelch", der neue Maßstäbe in Sachen Seitenumfang und Gruselfaktor setzte, brauchte Rowling bereits ein Jahr länger und bis zur Veröffentlichung des fünften Bandes vergingen sogar knapp drei Jahre.

Wiederholt wurde der Veröffentlichungstermin verschoben. Gerüchte machten die Runde, dass die Autorin, die mit 440 Millionen Euro bereits vor der Veröffentlichung von "Order of the Phoenix" über ein größeres Vermögen als Queen Elizabeth II. verfügte, unter einer Schreibblockade litte.
Wenn man sich den Umfang des Buches vor Augen hält, erscheint dies jedoch höchst unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist es dagegen, dass Rowlings Heirat mit dem Arzt Neil Murray am 26. Dezember 2001 sowie die Geburt ihres Sohnes David am 24. März 2003 eine Rolle bei den verschobenen Terminen gespielt haben könnten. Ihrem Mann sowie ihren zwei Kindern ist das Buch übrigens auch gewidmet. Tochter Jessica war bereits der erste Band angeeignet.
Außerdem widmete J. K. Rowling eine Ausgabe von "Order of the Phoenix" den Einwohnern der Stadt New York. Das Buch - in der amerikanischen Ausgabe erneut illustriert von Mary GrandPré - wurde der New York Public Library am 20. Juni in einem gepanzerten Wagen geliefert und enthält die persönliche Widmung: "Den Menschen von New York, mit Liebe und Bewunderung". Weitere 1.200 Exemplare stiftete der amerikanische Verlag Scholastic an 85 öffentliche Bibliotheken in New York. Sogar in der Blindenschrift Braille ist inzwischen eine Ausgabe erschienen, die in Schottland hergestellt wurde.

Er läuft und er läuft und er läuft

Laut Spiegel ist "Order of the Phoenix" das erste englischsprachige Buch, das Platz Eins der deutschen Bestsellerlisten eroberte. 450.000 Exemplare wurden zum Verkaufsstart in Deutschland ausgeliefert, in Großbritannien waren es 2,5 Millionen und in den USA 8,5 Millionen Bände. Die größte britische Buchhandelskette meldete, dass am 21. Juni mehr als acht Exemplare pro Sekunde über ihre Ladentische gegangen seien, und kürte den Roman damit zu dem sich am schnellsten verkaufenden Buch der Geschichte.

Auch in Deutschland berichteten Buchhändler, die für den Verkaufsstart um Mitternacht geöffnet hatten, dass ihre Läden gestürmt und ihnen die Bücher geradezu aus den Händen gerissen worden seien. In Wien war das Buch bereits nach wenigen Stunden ausverkauft, da die Nachfrage nach der englischen Ausgabe unterschätzt worden war.

Einen Erfolg konnte der List Verlag mit dem geschickten Schachzug verbuchen, die deutsche Ausgabe des dritten Bandes von "Artemis Fowl" zeitgleich am 21. Juni zu veröffentlichen. Anzeigen zu "Der Geheimcode" warben mit dem Slogan "Lesen statt warten!". Der Verlag hegt die berechtigte Hoffnung, dass sich Leser, die kein Englisch können, mit "Artemis Fowl", dem Anti-Potter, die Wartezeit verkürzen.

Achtung: Kurzvorstellung des fünften Bandes

Am 8. November, wenn die deutsche Ausgabe erscheint, darf mit einer Neuauflage des Medienrummels gerechnet werden. Die deutsche Startauflage wird voraussichtlich bei 1,2 Millionen Exemplaren liegen. Die ersten vier Bücher haben sich inzwischen in Deutschland über 15,5 Millionen Mal verkauft. Weltweit gingen bereits über 200 Millionen Exemplare der fünf Potter-Bände in 55 Sprachen über die Ladentheken. Insgesamt ist die Saga um Harry Potter auf sieben Bände angelegt - ein Band für jedes Schuljahr, dass Harry mit seinen Freunden in der Zauberschule Hogwarts verbringt.

Von Jahrgang zu Jahrgang werden die Geschichten komplexer und düsterer, sehen sich Harry und seine Freunde größeren Gefahren gegenüber. Richtete sich der erste Band, als Harry elf war, noch hauptsächlich an Kinder zwischen acht und zwölf Jahren, spricht der fünfte Band verstärkt die Welt der Teenager mit ihren Sorgen und Nöten an.

Für Harry, Ron und Hermine hat die Pubertät begonnen: Harry ist launisch und äußerst aufbrausend und küsst zum ersten Mal ein Mädchen, während Ron und Hermine sich fast ununterbrochen streiten. Dabei liefert die Welt um sie herum schon genügend Konfliktstoff: Lord Voldemort ist zurückgekehrt, aber das Ministerium der Magie, namentlich Cornelius Fudge, weigert sich die Zeichen der Zeit zu erkennen. Stattdessen entsendet er Dolores Umbridge als Professorin der Verteidigung gegen die Dunklen Künste nach Hogwarts, deren totalitäres Regime Assoziationen an George Orwells "1984" weckt.

Natürlich werden auch weitere Details über Harrys zukünftiges Schicksal bekannt und einige offene Fragen beantwortet. So wird unter anderem erklärt, warum Harry in den Sommerferien jedes Mal zu den Dursleys zurückkehren muss. Manchmal verzettelt sich Rowling ein bisschen in untergeordneten Erzählsträngen, aber das tut der Spannung des Buches keinen Abbruch. Der Suchtfaktor ist nach wie vor immens hoch.

Harry und die virtuelle Welt

Dies zeigt auch das Internetprojekt www.harry-auf-deutsch.de, in dem sich mehrere Hundert "Potter"-Fans zusammengetan haben, um eine deutsche Übersetzung des Buches anzufertigen, die schneller und besser als die offizielle Version sein soll. Nachdem die Urheberrechtsfrage mit dem Carlsen Verlag geklärt wurde, sind die Übersetzungskostproben nun nicht mehr öffentlich zugänglich, aber die Fans dürfen sich nach wie vor untereinander austauschen.

Dies gilt natürlich auch für die zahllosen Gerüchte, die das Genre der Fan-Fiction auch bei "Harry Potter" treibt. So darf auch weiterhin gemunkelt werden, ob Harry den siebten und letzten Band möglicherweise nicht überleben wird. J. K. Rowling wollte verständlicherweise eine entsprechende Frage bei einer Lesung in der Royal Albert Hall nicht beantworten, um die Spannung nicht zu verderben. Fest steht jedenfalls, dass das Ende des fünften Bandes weiteren Diskussionsstoff für diese Frage liefert. Angeblich soll J. K. Rowling bereits mit der Arbeit am sechsten Band begonnen haben, aber es ist sicher nicht mit einem Erscheinungstermin vor 2005 zu rechnen.

Bereits auf vollen Touren laufen die Dreharbeiten für die Verfilmung des dritten Bandes "Harry Potter und der Gefangene von Azkaban", der im Sommer 2004 in die Kinos kommen wird. In den Hauptrollen werden wie gewohnt Daniel Radcliffe, Rupert Grint und Emma Watson zu sehen sein. Robbie Coltrane spielt wieder Hagrid und Alan Rickman gibt erneut den finsteren Professor Snape. Den am 25. Oktober 2002 verstorbenen Richard Harris wird Michael Gambon ("Gosford Park", "Sleepy Hollow") als Professor Dumbeldore ersetzen. In weiteren Rollen werden Robert Hardy (Cornelius Fudge), Gary Oldman (Sirius Black) und David Thewlis (Professor Lupin) zu sehen sein.

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3. Kolumne: Keine Pause für Star Trek

Jeder will eine Pause

Kaum etwas wird in der letzten Zeit so einhellig von den "Star Trek"-Fans gefordert wie eine Pause. Auf der letzten "Federation Con" tat sich ein Fragesteller damit hervor, und Marina Sirtis pflichtete ihm gleich eifrig bei, obwohl jedem im Raum klar war, dass sie wohl eine der ersten wäre, die den Vertrag für einen weiteren "Star Trek"-Film unterschriebe - würde man sie erneut fragen. Sogar Rick Berman gab hin und wieder mehr oder weniger unterschwellig zu verstehen, er glaube, die Zeit für eine Pause sei gekommen.

Die Fans fordern es, die Darsteller befürworten es, und die Macher ersehnen es förmlich. Gibt es noch irgendjemanden auf diesem Planeten, der nicht der Meinung ist, dass eine Pause für "Star Trek" an der Zeit oder zumindest hilfreich wäre? Diesen jemand gibt es. Es ist der Verfasser dieses Textes...

Es gab nie Pausen

Eines muss zunächst klar sein. Im Film- und Fernsehgeschäft gibt und gab es niemals Pausen, auch wenn es oft nach Pausen aussah. Fakt ist aber: Es gab sie noch nie, seit Erfindung des Mediums.

Falls tatsächlich Begriffsverwirrung herrschen sollte: Eine Pause - wir kennen sie aus der Schule - ist eine zeitlich begrenzte Phase, bei der man eine Tätigkeit unterbricht, zur Erholung nutzt, um dann - meist nach einem festgelegten Zeitraum, mit neuer Energie weiterzumachen. Eben dieses gibt es weder bei TV- noch Kino-Serien. Es gibt nicht den bewussten Entschluss, die Produktion anzuhalten, sich zur Erholung zurückzulehnen, einen bestimmten Zeitraum abzuwarten, um dann fortzufahren. Serien werden produziert, solange sie - auf welche Weise auch immer Geld einbringen. Tun sie das nicht mehr, dann werden sie in der Regel eingestellt. Hin und wieder enden Serien auch, weil die Darsteller einen Schlussstrich ziehen; doch auch hier würde eine Serie bei zu erwartendem Erfolg mit anderen Darstellern weiterhin produziert.

Serien pausieren nicht, sie enden. Hin und wieder werden alte Ideen neu aufgegriffen, in der Hoffnung, das einst Erfolglose durch eine Modernisierung aufpeppen zu können. Das jedoch hat nichts mit einer Pause zu tun. Als die Classic-Serie nach drei Jahren eingestellt wurde, hat man die Idee neu aufgegriffen, als man die Quotenanalyse verbessert hatte und bei den Wiederholungen erkannte, dass die Serie exakt die in der Werbeindustrie begehrte Zielgruppe ansprach. Das ist jedoch keine Pause. Vielmehr hatte man erkannt, dass es ein Fehler gewesen war, die Serie überhaupt einzustellen. Wer heute ähnliches fordert, der müsste sich vorstellen können, dass "Enterprise" eingestellt wird, und dass sich Jahre später überraschend herausstellt, dass die Quoten völlig falsch interpretiert wurden.

Kein Ende für ein Franchise

"Star Trek" ist ein erfolgreiches Franchise-Unternehmen, dessen Umsätze inzwischen in Milliarden gemessen wird. Es ist vergleichbar mit den "Bond"-Filmen oder den Disney-Zeichentrickfilmen. Eine ganze Industrie hängt daran. Es ist eine eigene Firma. Firmen jedoch pausieren nicht, sie gehen höchstens pleite.

Die Disney-Filme waren schon öfter in schweren Krisen. Und sie haben sich immer wieder davon erholt, ohne dass Pausen eingelegt wurden. Zurzeit ist die Krise wieder da. Die Filme werden wie am Fließband produziert, und es häufen sich die Flops. Der Markt ist übersättigt. Doch keiner redet ernsthaft von einer Pause für Disney-Filme, die es immerhin seit fast 70 Jahren gibt. Man fordert bessere Filme. Es gab Zeiten, in denen galt "James Bond" als überholt und finanziell unrentabel. Eine Pause forderte dennoch niemand. Heute sind die Filme wieder erfolgreich. Das sind sie nicht dank irgendwelcher Pausen. Das sind sie, indem man allmählich in der Regelmäßigkeit neu erlernte, gute und zeitgemäße Filme zu machen.

Im Vergleich zu diesen teilweise grandiosen Flops steht "Star Trek" regelrecht stabil da. Der neunte Film war nicht der erwartete Erfolg, der zehnte war ein kleiner Flop. Klein deshalb, weil "Star Trek: Nemesis" ja nicht gerade "Waterworld" war. Es war ein mit relativ bescheidenem Budget produzierter SF-Film mit schwachen Kinoeinnahmen.

Die Serie "Enterprise" ist noch immer das Aushängeschild von UPN und hat nach wie vor bessere Quoten als Dauerbrenner-Serien wie "Buffy" oder "Angel". Gewöhnliche Serien würden vielleicht Gefahr laufen, auf die Abschussliste zu geraten, ein für Paramount so unverzichtbares Franchise wie "Star Trek" müsste schon völlig am Ende sein.

Eine Pause macht nichts besser

Nun wird mancher sagen: Ob Pause oder vorübergehendes Ende, Fakt ist doch, dass "Star Trek" für eine Weile verschwinden sollte, wie es ja schon einmal der Fall war. Danach könnte man noch einmal erneut mit hoher Qualität durchstarten.

Hohe Qualität? Ich erinnere mich an einen Kinofilm, der Jahre nach der Classic-Serie daherkam und der vor Unbeholfenheit und Langeweile nur so strotzte. Ich erinnere mich an einen teilweise grauenhaften Pilotfilm zur Spin-Off-Serie "The Next Generation", bei der man mehr als nur geringe Zweifel haben konnte, ob diese Serie jemals etwas werden würde. "Star Trek 4" und "Star Trek 8" wurden mit besonders kurzem zeitlichen Abstand zum Vorgänger produziert, es sind die bis heute erfolgreichsten und nach Meinung vieler Fans besten Filme.

Gerade bei "Star Trek" stieg die Qualität stets erst in der Routine. Alle "Star Trek"-Spin-Offs kamen relativ schwer in die Gänge. Doch mit der Routine stieg die Qualität. Die sechste Staffel der "Next Generation" gilt bis heute als die beste Staffel der Serie, und das, obwohl sich die Macher in diesem Produktionsjahr eine weitere Serie aufgehalst hatten, denn es lief parallel dazu die erste Staffel von "Deep Space Nine".

Qualität entsteht selten durch Nichtstun. Denn es ist ja nicht so, dass Produktions-Pausen genutzt werden, um in Muße im Ohrensessel kreative Impulse zu sammeln. Wenn plötzlich irgendein Producer aus rein wirtschaftlichen Überlegungen heraus eine beendete Serie oder Filmreihe erneut wieder aufleben lassen möchte, wird er sich schnell irgendwelche Autoren oder Ausführende Produzenten suchen, die unter heftigem Termin- und Kostendruck irgendetwas auf die Beine stellen sollen. Nur dass dann kein Gene Roddenberry da sein wird, der den Leuten auf die Finger sieht

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende

Träumen ist ja immer erlaubt. Doch wenn ich jetzt irgendwelche Träume von hochkreativen Pausen und erfrischenden Neustarts für das "Star Trek"-Universum zerstört habe, wird sich manch einer, der mit dem momentanen "Star Trek" unzufrieden ist, vielleicht für das radikale Ende von "Star Trek" entscheiden. Und da kann ich diese Kolumne doch mit einer guten Nachricht abschließen: Die Sache mit dem Ende ist nämlich ganz einfach, sie hat jeder einzelne für sich voll und ganz in der Hand: Man muss "Star Trek" nur nicht weiter verfolgen!

Die ständige Forderung nach einem Ende oder einer Pause kennt man nur aus dem "Star Trek"-Fandom. Andere Fans kehren ihrer Serie einfach den Rücken zu, wenn sie das Interesse verlieren oder ihrer Meinung nach die Qualität nachlässt. Sie gehen nicht auf Conventions, buhlen mit Pausenforderungen um Applaus und erhoffen sich dabei Unterstützung von Darstellern, die im miesesten aller "Star Trek"-Filme mitmachen würden, solange die Gage stimmt.

Noch einmal: Keine Pause für "Star Trek"

Meine Forderung steht: Keine Pause für "Star Trek"! Verbessern kann man sich nur in der Tätigkeit, nicht in der Pause. Andere Franchise-Unternehmen haben sich auch ohne Pause erholt. Warum nicht auch "Star Trek"? Und wenn ich irgendwann gar keine Chance mehr für "Star Trek" sehe, dann möchte ich erst recht kein Ende! Denn dann möchte ich selbst es sein, der den ganz persönlichen Schlussstrich zieht. Ich möchte nicht irgendwelche Produzenten in Hollywood brauchen, die das für mich erledigen.

Vielleicht sollten sich daher all die Pausen-Forderer fragen, warum es in ihrem Leben die so ersehnte "Star Trek"-Pause denn nicht schon längst gibt? Warum brauchen sie andere, die ihnen diese Entscheidung abnehmen? Denn sollte es wirklich so sein, dass mancher Fan so gar nicht von "Star Trek" loskommt, und dass er sich deshalb die erlösende Pause von Paramount erhofft, dann kann man nur feststellen: Ein solches Suchtverhalten ist letztlich die beste Garantie dafür, dass "Star Trek" noch sehr lange und pausenlos produziert wird.

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4. Star Trek: trekBEAT

ENT: Neuer Charakter enthüllt?

Einer der neuen "Enterprise"-Charaktere aus der militärischen Taskforce an Bord der NX-01 wurde nun scheinbar enthüllt. Der Charakter namens McKenzie ist eine junge, harte und sexy Soldatin, heißt es in einem Bericht von Amy Lawrence auf FilmJerk.com. Lawrence enthüllte jedoch nicht, wer die junge Frau spielen wird, die zu der Gruppe "Marines" gehört, die in "The Expanse" an Bord der NX-01 kommen, um die Sicherheit auf dem Schiff im Kampf gegen die Xindi zu verstärken.

Die neue Taskforce soll eine wichtige Rolle in der kommenden dritten Staffel der Serie spielen. Dem Spoiler-Bericht auf FilmJerk.com zufolge wird ein außerirdischer Anführer einer Gang namens Orgoth mit seinem Gefolge die Enterprise entern, um die Waffen des Schiffes zu stehlen. Mit einem kompromisslosen Angriff konfrontiert werden die Marines eingesetzt, um die Fremden wieder zu vertreiben.
Der Schauspieler Anthony Montgomery (ENT Mayweather) sagte kürzlich, dass die Ankunft der neuen militärischen Offiziere für einigen Ärger an Bord sorgen wird. "Man wird einige Spannungen zwischen ihnen und unseren Sicherheitskräften in der Serie sehen", sagte er. "Das wird sehr interessant werden."

Es ist nicht bekannt, auf welche Episode sich die oben genannten Spoiler beziehen. Beachten Sie zudem, dass diese Informationen noch nicht von Paramount Pictures bestätigt wurden und deshalb als Gerücht angesehen werden sollten. Den englischen Originalbericht findet man bei FilmJerk.com. Die dritte Staffel von "Enterprise" wird Ende September auf dem amerikanischen Network UPN anlaufen.

Link zum Thema:
http://www.filmjerk.com/

ENT: Erste Infos zur Episode "Extinction".

Quellen enthüllten vor kurzem gegenüber TrekToday den Titel der dritten "Enterprise"-Episode der dritten Staffel: "Extinction". Die Episode wird sich demnach um eine neue außerirdische Lebensform drehen, welche die Identität von verschiedenen "Enterprise"-Crewmitgliedern annehmen wird, darunter Captain Jonathan Archer und Lieutenant Malcolm Reed.

"Extinction" wird die dritte Episode sein, die nach der Sommerpause produziert wird. Die Dreharbeiten werden voraussichtlich noch in diesem Monat beginnen. Dennoch werden manchmal die Episoden nicht in der Produktionsreihenfolge ausgestrahlt, wie zum Beispiel die beiden Episoden "Carbon Creek" und "Shockwave, Part II" aus der zweiten Staffel.

Es wird zwei neue "Enterprise"-Charaktere in "Extinction" geben: Palmer und Chang. Die Offiziere werden ein Außenteam zu einem fremden Planeten begleiten.
Beachten Sie bitte, dass diese Informationen auf einem frühen Entwurf des Drehbuchs basieren und sich bis zur Produktion noch ändern können. Außerdem wurden die Informationen noch nicht von Paramount offiziell bestätigt und sind deshalb als Gerücht anzusehen. "Extinction" wird vermutlich im Oktober 2003 in Amerika ausgestrahlt.

ENT: Blalock über neues Outfit.

Eine Frage die sich viele Fans von "Enterprise" stellen ist wohl: "Wie wird T'Pol's neues Outfit für die dritte Staffel aussehen?" In einem kürzlich gegebenen Interview gab Jolene Blalock ein paar Hinweise, was die Mode der Vulkanierin hergibt.

"Sie wird nicht ihre normale Uniform tragen", erzählte Blalock Beaumont Livingston von SFX. "Kein Catsuit. Ich habe jetzt Einfluss auf das Design ihrer Qutfits und der Perücke, deswegen bin ich eine sehr glückliche Schauspielerin, die versucht, ihrem Charakter treu zu bleiben ... es wird Mehrteiler geben, anstatt des Einteilers."
Braun wird wohl nicht mehr die Farbe der Saison sein, wenn man Blalock's Kommentaren glauben schenken darf. "Es wird wahrscheinlich ein paar verschiedene Qutfits, Farben und Schnitte während der Staffel geben."

Und wie sieht es mit T'Pol's Perücke aus? Auch wenn es Janeway geschafft hatte, mehrere große Frisuränderungen 75.000 Lichtjahre von einem vernünftigen Friseur durchzuführen, wird T'Pol wohl nicht die Zeit haben, einen Salon für eine totale Veränderung auf dem Weg in die 'Delphic Expanse' aufzusuchen. Blalock sagte, ihr neues Haarteil wird wohl nur "fünf Zentimeter länger" und "wahrscheinlich von der gleichen Farbe" sein.
"Es ist vielleicht eine Spur heller, aber man wird es wohl nicht erkennen können. Sie suchen nach etwas ein bisschen niedlicherem, nicht den Topf den wir bis jetzt benutzt haben. Das ist nicht das einfachste, wissen Sie!"

Ausschnitte dieses SFX Magazine Interviews können Sie bei Great Link nachlesen.

Link zum Thema:
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ENT: Dreharbeiten zu "Anomaly" laufen.

Die "Enterprise"-Darsteller und -Crew begannen kürzlich mit den Dreharbeiten zur zweiten Episode der dritten Staffel. Die neue Episode trägt den Namen "Anomaly" und Regie führt David Straiton - so heißt es zumindest in einem Bericht von Steve Krutzler, der das "Enterprise"-Set während der Dreharbeiten zur Episode besuchen durfte. Straiton verfilmte bereits die Episoden "Desert Crossing" und "A Night In Sickbay".

Während seiner Tour konnte Krutzler drei "Enterprise"-Sets besuchen, die man in der dritten Staffel zum ersten Mal sehen wird. Es handelt sich dabei um ein Kommandozentrum, der als "kleiner Konferenzraum" beschrieben wird, ein riesiges neues Gefängnis-Set einschließlich Metallgittern und ein drittes Set, das vorerst geheim gehalten werden soll.
Krutzler bekam jedoch keinen einzigen Xindi zwischen den Dreharbeiten zu sehen, da dieser neue Feind komplett Computer-generiert sein wird. Es gibt nur einige schwarzgekleidete Darsteller, die als Hilfestellung für die anderen Schauspieler die mysteriösen Aliens mimen.

Die Xindi werden in der Season-Premiere, die passenderweise "The Xindi" heißt, zum ersten Mal auftauchen. Allan Kroeker, der auch das letzte Season-Finale "The Expanse" drehte, führte auch bei dieser Episode Regie. Den gesamten englischen Bericht über den Besuch am Set finden Sie bei TrekWeb.com.

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ENT: Montgomery über 3. "Enterprise"-Staffel.

Anthony Montgomery sagte erst kürzlich, dass die dritte Staffel von "Enterprise" eine etwas "angespanntere" Stimmung haben wird, als die vorausgegangenen Jahre. "Ich kann euch sagen, dass sie viel spannender ist", sagte Montgomery in einem Interview mit Steve Krutzler von TrekWeb.

Mit der Produktion der Season-Premiere "The Xindi", die derzeit fertig gedreht werden soll, hatte Montgomery bereits die Gelegenheit, die neue militärische Präsenz auf der Enterprise kennen zu lernen. Der Schauspieler sagte, dass die neuen Gesichter einige interne Konflikte in der kommenden Staffel heraufbeschwören werden, wenn die NX-01 in den Raum der Xindi fliegt.

"Wir bekommen es bereits in der ersten Episode mit ihnen zu tun, dazu kommen noch kleine Schwierigkeiten mit einer außerirdischen Rasse und schon sieht man ein wenig die Spannungen zwischen ihnen und unseren Sicherheitskräften in der Serie. Es wird interessant werden. Ich bin selbst neugierig darauf, wohin uns das führen wird, aber ich weiß, dass es viel angespannter sein wird. Sehr viel angespannter."

Während Travis nicht gerade in vielen "Enterprise"-Abenteuern im Mittelpunkt stand, hat Montgomery seine eigenen Ideen, wie sich der Steuermann entwickeln könnte, unabhängig davon, wie viel Zeit sein Charakter auf dem Schirm zu sehen sein wird. "Ich möchte einfach mehr Zuversicht bei ihm sehen," sagte er. "Als Schauspieler bringe ich das auf den Schirm und in Travis ein. Es war in Ordnung, dass er bisher in verschiedenen Situationen ein wenig ängstlich war, aber es sollte mehr hinter ihm stecken, er sollte mehr Hintergrund haben."

Das gesamte Interview, in dem Montgomery auch über seinen Auftritt in "Dutchman" spricht, findet man bei TrekWeb.

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ENT: Robbie McNeill wieder Regisseur.

Robert Duncan McNeill (ST:VOY Paris) darf im neuen amerikanischen Fernsehjahr 2003-2004 mindestens zweimal als Regisseur tätig werden. Der ehemalige "Voyager"-Darsteller wird im August eine "Enterprise"-Episode aus der dritten Staffel verfilmen, berichtet seine offizielle Webseite. McNeill hat bereits zweimal bei "Enterprise" Regie geführt, bei "Cold Front" aus der ersten Staffel und bei "The Breach" aus der zweiten Staffel.

Nach der Regiearbeit bei "Enterprise" wird McNeill eine Episode der Warner Bros. Serie "One Tree Hill" drehen. Die Hauptrollen in dieser Serie spielen Chad Michael Murry und James Lafferty. Ihre Charaktere sind zwei Teenager mit einer sehr unterschiedlichen Vergangenheit, obwohl die beiden Halbbrüder sind. Während des Sommers wird McNeill auch an einigen "persönlichen Projekten" arbeiten, darunter eine Zusammenarbeit mit seinem früheren "Voyager"-Kollegen Robert Picardo (ST:VOY Doctor). Die beiden entwickeln gemeinsam eine Prämisse für eine Fernsehserie.

Die jüngste Regiearbeit von Robbie McNeill kann man am 8. August in Amerika bewundern. Es handelt sich dabei um eine Episode der neuen Serie "Dead Like Me" - übrigens eine der vielversprechendsten Serien, die in diesem Sommer angelaufen sind. Der Schauspieler wird zudem an der Creation Entertainment's Convention in London im Januar 2004 teilnehmen, wo er das Stück "Love Letters" mit Nana Visitor (ST:DS9 Kira) aufführen wird.

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5. Star Trek: Harve Bennett & Star Trek

Gene Roddenberry hat "Star Trek" erfunden. Ihm verdanken wir den Start und die Existenz dieses großartigen Franchise, das uns alle seit gut 35 Jahren mit immer neuen Abenteuern von neuen Crews im TV, im Kino und in Romanen und Comics glänzend unterhält.
Als der erste Kinofilm "Star Trek - The Motion Picture" unter internen Querelen und einem über alle Maßen angewachsenen Budget immer mehr litt, übergaben die Herren von Paramount die Zukunft von "Star Trek" im Kino einem Mann, der auf eine über zwanzigjährige Karriere im Showbiz zurückblicken konnte: Harve Bennett. Als Produzent der "Star Trek"-Filme II bis V ist es ihm zuzuschreiben, dass "Star Trek" überhaupt eine Zukunft im Kino hatte und auch, wie diese letztendlich aussah. Von seinem Einstieg 1980 bis zu seinem Weggang 1990 liegen vier Filme, drei Regisseure und die erfolgreichsten 10 Kinojahre, die "Star Trek" bisher erlebte.

Harve Fishmann, wie Bennett mit bürgerlichem Namen heißt, wurde 1930 in Chicago geboren und besuchte als Kind oft und gerne am Samstagnachmittag die Kinos seiner Heimatstadt, um sich dem Hollywood-Popcornkino hinzugeben. Genauso oft schaltete er jedoch zu Hause auch das Radio ein und entwickelte so eine besondere Beziehung zu diesen beiden Medien, denen er viele vergnügte Stunden der Unterhaltung verdankte.

Mit 19 Jahren begann er seine Showbiz-Karriere dann auch tatsächlich bei der Radioshow "Quiz Kids", die später ebenso wie Bennett (allerdings nicht mit ihm) ins Fernsehen wechseln sollte. Er besuchte die UCLA Filmschule und beschäftigte sich dort zum ersten Mal intensiv mit dem Handwerk der Filmemacherei, - mit sicherem Gespür dafür, dass sich die goldene Zeit des Radios ihrem Ende entgegenneigte.
Bennett zog nach New York und erhielt eine Anstellung beim CBS-Network, wechselte aber schon bald in die Programm-Abteilung von ABC, wo er bis zum "Vice President" aufstieg.
Mit Mitte Dreißig zog der im Sternzeichen Löwe geborene Bennett an die warme Westküste, wo er quasi die Fronten wechselte und mit Aaron Spelling die Serie "Mod Squad" entwickelte. Dieser Show blieb er die ersten drei Seasons als Produzent erhalten, um dann mit Beginn der 70er Jahre dazu anzusetzen, insgesamt 24 (in Worten "vierundzwanzig"!) TV-Filme und -Serien als Produzent zu betreuen. Unter diesen Serien befanden sich unter anderem "The Six Million Dollar Man" / "Der Sechs Millionen Dollar-Mann" und "The Bionic Woman" / "Die Sieben-Millionen-Dollar Frau", die sich auch in Deutschland starker Beliebtheit erfreuten.
Inzwischen bei der Produktionsfirma ScreenGems und auch in den 80ern angekommen, produzierte Harve Bennett den letzten Film von Ingrid Bergman "A Woman Called Golda" / "Eine Frau namens Golda", in dem Leonard Nimoy den Ehemann der Titelheldin spielte. Für diesen TV-Film erhielt Bennett 1982 seinen ersten und einzigen Emmy Award.

Schließlich wechselte er zu Paramount, um nach eigener Aussage "genau das zu tun, was ich seit mehr als 20 Jahren schon recht erfolgreich machte, nämlich Fernsehen. An die Möglichkeit einen Film zu drehen, hatte ich keine Sekunde lang gedacht!".
Aber die Paramount-Oberen Barry Diller und Michael Eisner hatten andere Dinge mit dem eher mittelgroßen Mann mit dem schütteren Haar vor. Bennett hatte sich in den letzten zwei Jahrzehnten den Ruf eines eisernen Kalkulators erarbeitet, der sparsam und zielsicher gute Unterhaltung produzieren konnte. "Star Trek: The Motion Picture" hatte zwar bewiesen, dass für einen Kinofilm ein ausreichend großes Publikum existierte, aber er hatte auch die oft und viel zitierten 44 Millionen US-Dollar in der Produktion verschlungen und mehr als einem Studioboss dadurch vorzeitig graue Haare und Magengeschwüre bereitet.
Unter der Produktionsleitung von Harve, so waren sich Diller, Eisner und der Besitzer der damaligen Paramount-Mutter Gulf&Western, Charles Bluhdorn, einig, würde ein solches finanzielles Produktions-Fiasko nicht wiederholt werden.
Zudem waren die kreativen Uneinigkeiten zwischen Produzent Gene Roddenberry und dem letztendlichen Drehbuchautor Harold Livingston den Studio-Bossen ein Dorn im Auge gewesen und auch hier schien Bennett die optimale Lösung zu sein, um für Ruhe auf der Enterprise zu sorgen.

Leonard Nimoy sagt dazu in William Shatners "Star Trek Erinnerungen - Die Filme": "Harve ... neigt dazu, in ausgesprochenen militärischen Begriffen zu denken. Wenn er produziert, ist er der kommandierende General und alle Personen um ihn herum, sind seine untergebenen Offiziere, die ihre Befehle direkt von ganz oben erhalten und sie fehlerlos auszuführen haben."

Zusammen mit Regisseur Nicholas Meyer erschuf Harve Bennett also "Star Trek II - The Wrath of Khan", für dessen Drehbuch er auch die Grundlage schuf, in dem er den Film als Fortsetzung der sehr guten Classic-Episode "Space Seed" / "Der schlafende Tiger" konzipierte. Und er rettete Spock, - zumindest zum Teil und auf alle Fälle gegen den Willen von Nick Meyer.
Noch mal ein Zitat von Leonard Nimoy, diesmal in seinen eigenen Memoiren: "... Harve hatte größtenteils beim Fernsehen gearbeitet, und genauso funktionierte sein Verstand: Er konzentrierte sich nicht nur auf die Geschichte, sondern auch darauf, welche dramatischen Gelegenheiten von der Geschichte geschaffen oder zunichte gemacht werden konnten."
Bennett forderte Nimoy auf, die berühmte "Remember!"-Szene zu spielen und schuf somit die Basis für die nachfolgenden Filme "Star Trek III und IV".

Beide Teile produzierte er auch und mit ihm stand als Regisseur hinter der Kamera diesmal der eben zitierte Leonard Nimoy an seiner Seite. Mit ihm schuf er "The Search for Spock" und den bislang erfolgreichsten "Star Trek"-Film überhaupt, "The Voyage Home".
Die Freundschaft der beiden Männer überdauerte diese beiden Produktionen nicht. Beide wechselten am Ende der Dreharbeiten von "The Voyage Home" schon kein Wort mehr miteinander und dieser Zwist war es auch, der in Harve Bennett die Erkenntnis heranreifen liess, dass drei erfolgreiche Filmen einer Reihe als Produzent genug seien. Damals rechnete er jedoch nicht mit der Überzeugungsfreudigkeit des Captains der Enterprise persönlich. Es war William Shatner himself, der Harve Bennett zurück an Bord holte, um mit ihm "Star Trek V: The Final Frontier" zu produzieren. In diesem Kinofilm verzeichnet die "International Movie Database" zudem auch einen der wenigen Leinwandauftritte des damals 59jährigen Bennett: Als Kirk mit seinem "Go! Climb a mountain!"-T-Shirt auf die Brücke der Enterprise NCC 1701-A kommt, spielt Bennett den Admiral auf dem großen Schirm, der den Captain über seine bevorstehende Mission unterrichtet. (Witzigerweise ist diese Figur in den Credits auch als "Admiral Bob Bennett" aufgeführt!)

Nach dem wenig erfolgreichen fünften Teil der "Star Trek"-Kinoreihe schien es, als wäre auch Harve Bennetts Karriere als deren Produzent entgültig beendet. Als sich aber das 25jährige Jubiläum der Classic-Serie näherte, erhielt er den Auftrag einen sechsten Film vorzubereiten. Einen Film ohne die bekannten Schauspieler. Ein Prequel, lange bevor "Episode I" in den Köpfen Hollywoods auftauchte.
Er entwickelte eine Geschichte, er engagierte einen Drehbuch-Schreiber und er sichtete die ersten Drehorte und dann... cancelte Paramount das Projekt zu Gunsten eines konventionellen Kinofilms mit Shatner, Nimoy und den anderen. Harve Bennett weigerte sich, diesen Film zu produzieren und verließ Paramount im Jahre 1991 im Groll. Nach seinen eigenen Worten begann damit ein persönlicher Abstieg: "Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich wirklich exzessiv getrunken. Es macht mir nichts aus, darüber zu sprechen. Schließlich ist es die Wahrheit, und zum Glück habe ich es inzwischen überwunden, aber es war wirklich eine sehr schlimme Zeit."

Bennett erholte sich wieder und steckte seine ganze Kreativität in die Arbeit. 1993 debütierte seine neue Serie (und auch die einzige, für die er seiner Meinung nach den Credit "created by" wirklich alleine verdient hat) auf dem SciFi-Channel in den USA: "Time Trax". Die Serie hielt zwei Staffeln und 44 Episoden durch, was Harve Bennett damit begründet, dass sie mit der Serie "Kung Fu - The Legend Continues" im Doppelpack gezeigt wurde und die Zuschauergruppen der beiden Shows nicht wirklich zusammenpassten. Bennett hätte es lieber gesehen, wenn seine Serie mit der JMS-Show "Babylon 5" zusammengelegt worden wäre, was aber nicht der Fall war.

1998 entwickelte er schließlich für die Produktionsfirma "Dreamworks SKG" und in Zusammenarbeit mit Steven Spielberg die Zeichentrick-Miniserie "Invasion America", in der er auch als Sprecher zu hören war.

Seitdem ist es ruhig geworden, um den inzwischen 71 Jahre alten Harve Bennett.
Der Mann, der einst gerne erzählte, dass seine Kinder während der Vorführung von "Star Trek - The Motion Picture" immer wieder aufs Klo wollten und der stets für sich reklamierte, dass "Star Trek"-Franchise gerettet zu haben, hat sich wohl zur Ruhe gesetzt. Der sechste "Star Trek"-Kinofilm und nach ihm auch der siebte, der achte, der neunte und der zehnte entstanden ohne seine Mitwirkung.

Aber es ist sicher nicht verkehrt, davon auszugehen, dass sie ohne ihn dennoch nie entstanden wären. Harve Bennett ist zwischen Gene Roddenberry auf der einen Seite und Rick Berman auf der anderen, der - zumeist unsichtbare - Dritte.

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6. Star Trek: Die Rache des Dominion

Ein Roman für die Kontinuität

Betazed, die Heimat der Enterprise-Counselor Deanna Troi, wird im Verlauf des Krieges zwischen der Föderation der Vereinten Planeten und der Allianz aus Dominion und Cardassianern von deren Truppen besetzt. Nachdem eiligst eine Raumstation im Orbit erbaut wurde, beginnt der cardassianische Wissenschaftler Moset mit seinen schrecklichen Experimenten. Sein Ziel: Das telepathische Potenzial der Betazoiden auf die im Reagenzglas gezüchteten Jem´Hadar-Krieger des Dominion zu übertragen. Hat Moset Erfolg, werden die eh schon gnadenlosen Jem´Hadar zu unbesiegbaren Superkriegern. Währenddessen entscheidet sich der organisierte Widerstand auf Betazed zu einer verzweifelten Aktion, die vielleicht die ersehnte Befreiung bringen könnte - aber auch die kulturellen Errungenschaften der Betazoiden auf Dauer zerstören kann. Und anfangs erwähnte Deanna Troi spielt im Plan des Widerstandes eine wichtige Rolle, die weder ihr noch ihrem Captain besonders zusagt.

Dass der der Wilhelm Heyne-Verlag diesen Roman "Die Rache des Dominion" taufte, ist verwirrend. Tatsächlich spielt die Geschichte, die die Autoren Charlotte Douglas und Susan Kearney auf den 264 Seiten erzählen, nicht etwa nach dem Dominion-Krieg, der in der Fernsehserie "Star Trek: Deep Space Nine" im Mittelpunkt steht, sondern mittendrin. Die Eroberung Betazeds wurde einst in einer TV-Episode in einem Nebensatz erwähnt und in diesem Roman mit den Charakteren der "Next Generation" nun zum Hauptthema gemacht. Der Bogen zur Schwesterserie um die bajoranische Raumstation wird im Buch routiniert geschlagen, in dem auch der Klingone Worf und der Chefingenieur "Deep Space Nines", Chief Miles Edward O´Brien, ihren Part in der Geschichte beisteuern können.

Dass Krieg im Sulaland-Weltall von "Star Trek" nicht unbedingt zur Tagesordnung gehört, wissen auch die Autorinnen und gestalteten darum die Action für "Star Trek"-Verhältnisse extrem brutal und gewalttätig. Das führt dazu, dass die bekannten Figuren im Angesicht der ungewohnten Brutalität an Tiefe gewinnen und macht die doch eher oberflächliche Charakterisierung der Bösewichte schnell verzeihbar.

Insgesamt ist "Die Rache des Dominion" einer der besseren "Next Generation"-Romane, der sich sehr gut in die Chronologie des "Star Trek"-Universums einreiht und eine Geschichte erzählt, auf die wohl alle Fans auf der ganzen Welt gewartet haben.

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7. Drei Fragen an Ethan Phillips

Ethan Phillips stellte an Bord der USS Voyager den Moraloffizier und Schiffskoch Neelix dar. Wir vom Corona Magazine konnten dem sympathischen Darsteller ein paar Fragen stellen, die er ehrlich beantwortete.

Corona Magazine (CM): Wie groß ist der Unterschied zwischen Ethan Phillips und Neelix im täglichen Leben?
Ethan Phillips (EP): Ich denke Neelix war mir sehr ähnlich. Ich habe versucht, ihn mir ähnlich darzustellen, so gut ich konnte. Er war ein guter Charakter mit einem sehr guten Herz, einem besseren Herz, als ich habe.

CM: Hand aufs Herz: Kochen Sie zu Hause auch?
EP: Nein, ich koche nie. Als Single habe ich gekocht. Aber jetzt koche ich nicht mehr. Meine Frau übernimmt das ganze Kochen. Sie mag das. Manchmal probieren wir sogar Rezepte aus dem Kochbuch. Diese sind alle echt. Sie sind sehr gut. Freunde und Familie haben sie zusammengetragen.

CM: Sie kannten René Auberjonois ja bereits von früheren Dreharbeiten, spielten auch zusammen in einer Sitcom. Waren Sie eigentlich schon vor Star Trek befreundet und konnte er Ihnen gute Tipps geben?
EP: Ja. Wir wurden bei "Benson" Freunde. Ich war 5 Jahre dabei und Rene 6 Jahre. Ich erinnere mich daran, wie Rene den Job bei DS9 bekam. Da erzählte er mir, wie es sei ein Alien zu spielen. Und als ich dann den Job bei Voyager bekam, erklärte er mir alles über das Tragen des Make-Up, da dies zu einem bedeutenden Teil des Lebens wurde. Das waren immerhin 5 Stunden jeden Tag sieben Jahre lang. Deshalb muss man lernen, damit klarzukommen und es zu akzeptieren. Und es ist der Schlüssel, die Prozedur zu akzeptieren. Einige der Schauspieler sträubten sich gegen das Make-Up und es stellte sich als schlecht heraus. Aber wenn du es einfach akzeptierst…

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8. Kreuzfeuer

Die in dieser Rubrik durch Namen gekennzeichneten Texte sind Leserzuschriften. Sie spiegeln die Meinung der Leser wieder und stimmen nicht unbedingt mit der Meinung der Redaktion des Corona Magazines überein. Wenn Sie uns auch schreiben möchten; keine Scheu: kreuzfeuer@corona-magazine.de. Bitte beachten Sie, dass wir nur Zuschriften veröffentlichen, die mit vollständigem Namen versehen sind. Die eMail-Adressen der Leser werden auf Anfrage von der Corona-Redaktion bekannt gegeben. Wir danken für Ihr Verständnis!


Corona Magazine #110
Anmerkung zur Kolumne: "Ich kauf mir was. Kaufen macht soviel Spaß."

Hallo Mike;
[..] Du hast das Talent, richtig gute Themen rauszusuchen, die einem Trekker aus dem Herzen sprechen (das mit Trek-Follower ist mir neu…) und wo man den direkten Bezug auch hat. Na ja, jedenfalls kenne ich dieses Kauf-Fieber, das mich auch in den Anfängen der Next Gen gepackt hatte, aber ehrlich gesagt - ich will den Scheiß nicht mehr mitmachen.

Die Begründung ist recht simpel: du erwähntest vom Bat'leth, das auch mittlerweile in Deutschland zu erhalten ist - sieht meiner Meinung nach nicht soo toll aus, weil es: a) nicht die entsprechend genaue Halbmond Form hat, wie wir sie aus der Serie kennen und b) nicht der Spezifikationen entsprechen, die in DS9 erwähnt wurde: 116 cm von Spitze zur Spitze, 5,3 kg und c) extrem teuer ist, ganz zu schweigen von den "inspirierten" anderen 50 Versionen des Bat'leth, mit dem weder ein Klingone, noch ein Mensch umgehen könnte.

[..] Uniformen: Tja, viel Worte möchte ich dazu nicht verlieren: zu teuer und sehen immer noch wie Schlafanzüge aus. Da lasse ich mir doch eins von Andreas Ossowski machen.

Ich weiß, ich weiß - ich gehen viel zu hart mit dem Merchandise von Trek um, aber Fakt ist: je näher du ans Original kommen möchtest, umso teuerer wird es. Oder du mußt es dir selber bauen, machen lassen, Quellen kennen etc., pp. Mag sein, das ich als Trekker hohe Ansprüche stelle oder eventuell der einzige bin, der so denkt, aber Paramount hat's nicht verstanden, worum es den Fans geht: sie wollen das Echte haben (the real McCoy wie es die Amis sagen), sprich: Requisiten Nachbau für den kleinen Geldbeutel und Uniformen, die auch wie Uniformen aussehen.

Ich beuge mich nicht mehr den Merchandise Wahn, der immer wieder Überhand nimmt. Ich will mich nicht mit einem 20 sek. fiepsenden Tricorder aus schlecht gemalten Plastik und 2 Lampen abgeben - ich will einen Tricorder sehen, der über 70 LEDs besitzt und wie das Ding aus der Serie leuchtet, das dem Weihnachtsbaum schlecht wird vom seinem armseligen Gefunzel. Kein Meq'leth/Dk'tagh/Bat'leth aus Plastik, sondern aus Edelstahl mit exaktem Schnitt, das es einem Fan einen Schauer den Rücken runterjagt, wenn er/sie das Schwert der Ehre in die Hand nimmt.

Aus all diesem schlechtem Merchandise, der mir keinen Spaß zum Kaufen animiert, bin ich in die Richtung des Requisiten/Repliken Sammler gegangen, wo ich meine wahre Erfüllung nahezu aller Trekker-Träume gefunden habe, das zwar leicht kostspieliger ist, aber meine Sammlung von echten Stücken der Star Trek-Saga bereichert.

- Yen-Chih

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9. Rating Report

In den USA machen derzeit beinahe alle Serien Sommerpause, nur auf kleineren Kabelsendern sind bereits wieder neue Staffeln gestartet. Für uns ist davon eigentlich nur eine von Bedeutung - "Stargate SG 1".

Die Serie konnte mit der Premiere der siebten und vermutlich auch letzten Staffel einen neuen Rekordwert beim Sci-Fi Channel erreichen. Damit gehört "Stargate SG 1" (zumindest nach den ersten paar Folgen der neuen Staffel) zur inzwischen sehr selten gewordenen Gattung der Serien, die im Laufe der Zeit Zuschauer gewinnen konnten, obwohl "Stargate SG 1" hier eine Ausnahme ist, da die Serie zuerst auf dem Pay-TV-Kanal Showtime zu sehen war und ein Jahr später in der Syndication zweitverwertet wurde, also mit Verzögerung quasi der ganzen US-TV-Nation zugänglich war.Durch den Wechsel zum Sci-Fi Channel können nun schon bei der Erstausstrahlung knapp 50% der US-Haushalte dabei sein, die Syndication-Ausstrahlung entfällt nun.

Wie auch immer, neben "Stargate SG 1" sind "Smallville" und "Charmed" die einzigen Gewinner der letzten Saison. Alle anderen schon länger laufenden Serien haben teils massive Zuschauerverluste hinnehmen müssen. Am schlimmsten hat es dabei "Enterprise" erwischt, das gegenüber seiner ersten Staffel ein Drittel an Zuschauer eingebüßt hat.

Insgesamt war es ein sehr schlechtes Jahr für das Genre, kein einziger Neustart hat die abgelaufene Saison überlebt und die Zuschauerzahlen waren rückläufig. Der große Boom an fantastischen Serien, der Ende der 80er mit "Star Trek: The Next Generation" begann, scheint vorerst sein Ende gefunden zu haben.

Auch in Deutschland ist eine gewisse Zuschauermüdigkeit zu spüren. Am besten hält sich hier "Stargate SG 1" bei RTL 2. Noch immer erreicht die Serie die besten Marktanteile aller fantastischen Serien in der Primetime, aber wie schon öfters erwähnt hat auch die Erfolgsserie schon bessere Zeiten gesehen. Zuletzt haben auch "Buffy", "Angel" und "Enterprise" wieder an Reichweite verloren. Alle drei Serien fielen in der Vorwoche zum ersten Mal für die jeweilige Staffel unter die 10% Marktanteil-Latte. Und auch die neue Staffel von "Roswell" am Samstagnachmittag kommt nicht so recht vom Fleck. "Akte X", das bei Wiederholungen noch nie besonders punkten konnte, läuft für Kabel 1 so unbefriedigend, dass nach dieser Staffel Schluss sein wird.

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10. Das Phänomen "Science Fiction" durchleuchtet

Im Jahr 1926 gründete Hugo Gernsback eine der ersten Genre-Zeitschriften - "Amazing Stories" - und bezeichnete den Inhalt als "Scientification", woraus schließlich "Science-Fiction" werden sollte. 77 Jahre später versuchen Georg Seeßlen und Fernand Jung mit ihrem zweibändigen Werk "Science Fiction - Geschichte und Mythologie des Science-Fiction-Films" eben dieser Gattung auf die Schliche zu kommen.

Chronologisch und thematisch geordnet reißen die Autoren das Genre aus dem Griff der Fantasy und rücken es ins nicht politisch rechte Licht, von den Anfängen in den zwanziger Jahren über die Veränderungen der vergangenen Dekaden bis hin zur aktuellen Situation. Allein das Inhaltsverzeichnis gibt Aufschluss über die schier beeindruckende Themenvielfältigkeit und mag auf den ersten Blick etwas abschreckend wirken, aber dem Mutigen wird sich das ganze Gebiet der Science-Fiction eröffnen.

Beim Lesen der ersten beiden Sätze des Werks, "In der Reiseliteratur der Spätaufklärung zur zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts tobte der Kampf zwischen Nutzen und Sinnlichkeit und trieb die Helden in der Welt und in der Heimat umher. Das Problem der Vermittlung zwischen persönlicher Erfahrung und allgemeiner Erkenntnis, zwischen individueller Praxis und gesellschaftlicher Theorie löste sich am ehesten noch in der Reise, auf welcher Erfahrung gesammelt und mit der Theorie in Übereinstimmung gebracht werden konnte", erkennt der Leser gleich, dass es sich bei diesen Bänden um den Versuch handelt, das Phänomen in den richtigen historischen und später in den gesellschaftlichen Kontext zu stellen und als Ganzes zu analysieren, wobei das Hauptaugenmerk auf den bewegten Bildern liegt.
So erfährt er, dass die Science-Fiction auf der Reise- und Abenteuerliteratur der letzten Jahrhunderte fußt und Edgar Allen Poe und später Jules Verne dem Genre in ihren Anfängen die Richtung wiesen, ebenso wie Huxleys "Brave New World" und natürlich Orwells "1984".

Neben der historischen Einbettung untersuchen die Autoren darüber hinaus verschiedene Bausteine der Gattung. So stellt beispielsweise das Motiv der "Eroberung des Weltalls" eine Weiterführung der alten Kolonialgeschichte dar, in der der Mensch (Kolonialmacht) sein Einflussgebiet zu vergrößern anstrebt und fremde Welten (unterentwickelte Gebiete) besetzt und unter Umständen nicht davor zurückschreckt, Außerirdische (Einheimische) zu versklaven oder gar zu töten.

Nach der Einführung in diese Welt, in der viel mehr Elemente aufgegriffen werden, als hier nur annähernd angedeutet werden kann, beschäftigen sich die Bände in zeitlicher Abfolge mit dem zentralen Thema - den Filmen der Science-Fiction. Von der Stummfilmzeit, dem Höhepunkt des Genres in den 50ern über "kritische Versuche und Rückkehr der Serials" in den 70ern bis hin zum "Millennium" wird nahezu jeder Ableger, jedes Sub-Genre und jede Idee beschrieben und teilweise kurz, teilweise sehr ausführlich erklärt. Über "Star Wars" und "Star Trek" zum Beispiel heißt es unter anderem: "Wenn die 'Star Wars'-Serie das epenschwere Märchen in das Genre der Science Fiction brachte, so waren die 'Star Trek'-Filme immer so etwas wie bescheidene kleine Parabeln über Demokratie, Humanismus und Wirtschaftspolitik im Gewande einer utopischen Saga."

In den darauf folgenden Abschnitten werden die einzelnen Serien und die Filme aufgeführt. Hier zeigt sich auch die Aktualität des Werks, das selbst auf "Enterprise" und einige Kapitel weiter sogar auf "Star Trek: Nemesis" eingeht. Die Suche der Autoren nach einem Kontext für diese Welten zeigt sich im letzten Abschnitt: "'Star Wars' und 'Star Trek' schienen sich immer ein wenig so wie der linke und der rechte Flügel zu verhalten, Demokraten gegen Republikaner, wie auch bei den Soap Operas 'Dallas' und 'Denver' sich zwei ideologische Dialekte gegenüberstehen, die Mao Tse-Tung zweifellos 'nicht antagonistisch' genannt hätte."

Um es vorweg zu nehmen, dieses Buch richtet sich nicht an reine "Star Wars"-, "Star Trek"- oder andere spezielle Fans. Es widmet sich dem ganzen Spektrum des Genres, und Franchises wie die oben genannten, so groß sie auch sein mögen, machen nur einen sehr geringen Teil des Ganzen aus.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die beiden Bände einen sehr intimen Blick auf die Welt der Science-Fiction werfen und das macht das Werk wertvoll. Während andere Kompendien dieser Gattung detailreich die Produktion eines Films, beispielsweise, vor Augen führen oder sich ganz einem speziellen Thema widmen, erklärt dieses den Werdegang, die versteckten Hintergründe und die Wandlung einer ganzen fiktiven Welt und vor allem deren Bedeutung. Sicherlich wird nicht jeder die Aussagen der Autoren über bestimmte Zusammenhänge teilen, die an manchen Stellen sehr subjektiv sind, aber das tut dem Lesen und dem Entdecken keinen Abbruch.

"Science Fiction - Geschichte und Mythologie des Science-Fiction-Films" ist kein leichtes Buch, sowohl vom Stil, als auch vom Inhalt und darf auch nicht als Katalog verstanden werden. Es handelt sich um eine Abhandlung über den wohl am meisten unterschätzen und am breit gestreutesten geistigen Spielball aller Zeiten. Da verzeiht der Leser auch den einen oder anderen Fauxpas, denn bei soviel Fülle kann ein Detail schon mal durcheinander geraten. Die über 900 Seiten umfassenden Bände sollten in keinem Buchregal von denjenigen fehlen, die sich ernsthaft und tiefgründig mit dem Phänomen der Science-Fiction beschäftigen. Erschienen ist das Werk dieses Jahr im Schüren Verlag in Zusammenarbeit mit der ARTE Deutschland GmbH und erweitert die Reihe "Grundlagen des populären Films" um ein wichtiges Glied.

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11. Hulk - Mensch oder Monster?

Erinnern Sie sich eigentlich auch noch an den grünen Hünen, der in den achtziger Jahren neben Serien wie "Airwolf", "Ein Colt für alle Fälle" und "Hart aber herzlich" über den Bildschirm flimmerte und in kurzer Zeit - neben den schon vorhandenen Comicliebhabern - zahlreiche neue Fans um sich scharte?

Falls Ihre Antwort jetzt 'Nein' lautet: Macht nichts, denn heute haben auch Sie die Möglichkeit, sich dank des Regisseurs Ang Lee vielleicht zum ersten Mal in das Hulk-Universum versetzen zu lassen und der Realität für knappe zwei mitreißende Stunden bei neuen Abenteuern eines ungewöhnlichen Helden zu entschwinden.

Die Grundlage der Handlung ist relativ flott erzählt und geht mehr ins Detail als die Comicvorlage: Der Wissenschaftler Bruce Banner (Eric Bana) arbeitet viele Jahre nach einer miserablen Kindheit an der Entwicklung von Minirobotern für die medizinische Forschung. Im Verlauf eines Unfalles wird er mit Gammastrahlen kontaminiert, gesundet jedoch beeindruckend schnell und ohne bleibende, beziehungsweise offensichtliche Schäden - wofür jedoch schnell der Grund gefunden wird. Banners unbekannter leiblicher Vater führte in seinen Jugendjahren Gen-Experimente durch, welche Bruces Erbgut veränderten.
Die austretende Gammastrahlung weckt nun den Hulk in ihm, welcher immer dann zu Tage tritt, wenn Bruces cholerisch veranlagter Intellekt in Rage gerät. Mit dem Ergebnis, dass er sich dann in den grünen Riesen verwandelt und alles in seiner Umgebung kurz und klein schlägt. Dummerweise wird schon bald das Militär auf die atemraubenden Geschehnisse aufmerksam und will sich Hulk für seine Zwecke nutzbar machen. Auch Banners bislang verschwundener Vater taucht wieder auf, wobei selbst dieser seine Rasereien nicht stoppen kann. Einzig die tiefe Zuneigung zu Betty kann Bruces Temperament offenbar etwas zügeln…

Soviel erst einmal zur Handlung, denn ich möchte Ihnen ja nicht den ganzen Spaß vorwegnehmen. Wer bei Hulk nun einen Actionfilm der althergebrachten Art erwartet, wird bitter enttäuscht werden. Anders als durch die Trailer vielleicht vermutet, ist der Film ein vielschichtiges Drama mit hochinteressanten Hauptcharakteren und teilweise stark melancholischen Bildern - dahingehend ist Hulk also keine typische Comicverfilmung. Was dazu führt, dass der Hulk zu einem Großteil der Zeit nicht zu sehen ist. Etwa vierzig Minuten muss der Zuschauer so darauf warten, bis unserem ans Herz gewachsenen Wissenschaftler Bruce Banner zum ersten Mal das Hemd reißt - sonderbarerweise nicht auch die Hose - und er als Hulk lostobt.

Dass die Fans dadurch nicht enttäuscht werden liegt wohl vor allem darin begründet, dass es in der übrigen Zeit dann aber so richtig fetzt und alle Register gezogen werden: Unser grüner Rabauke prügelt wild drauflos und wirft bei Bedarf auch mit Panzern nur so um sich. Die Verhaltensweisen der Comicfigur sind in der Verfilmung - zum Glück für die Fans - also als Referenz enthalten.
Auch visuell und tricktechnisch ist die Umsetzung gut gelungen und bietet einige positive Überraschungen: Die Schnitte, Übergänge und Kamerafahrten orientieren sich durchaus an der Darstellung von Comics. So werden zum Beispiel in einigen Szenen gleich mehrere Perspektiven zeitgleich eingeblendet, viele Übergänge mit Bildteilungen und insbesondere Rückblenden in gedämpften Farbtönen dargestellt. Zusammen mit einer sehr ordentlichen Renderung des Hulk sehen wir auf der Leinwand also ein kreativ verspieltes und technisch zeitgemäßes Spektakel.

Interessantes Detail am Rande: Vor dem Start des Filmes in Deutschland kam es zu Reibereien zwischen den großen Kinoketten und dem UIP-Verleih, da dieser einseitig versuchte, neue Konditionen mit höheren Abgaben durchzusetzen. Erst nach einem fast flächendeckenden Boykott der beteiligten Kinoketten kam es dann doch noch zu einer kurzfristigen Klärung.

Mein kurzes Fazit nach einem heißen Sommerabend im Kino: Hulk bietet eine gelungene Gratwanderung zwischen reiner Action und einem gelungenen Drama. Für mich ist es die vielleicht interessanteste Comicverfilmung der vergangenen Jahre. Also ein Kinogang, der sich lohnte.

Link zum Thema:
http://movies.uip.de/hulk/
http://www.hulkmovie.com/
http://www.hulkthemovie.com/


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12. Hope Mirrlees - Flucht ins Feenland

Es ist schon kurios, dass eine vor 25 Jahren verstorbene Schriftstellerin in diesem Jahr eine Neuerscheinung auf den Markt bringt, zumindest für den deutschen Leser. Dabei ist "Flucht ins Feenland" bereits 1926 fertig gestellt und veröffentlicht worden, allerdings niemals in deutscher Sprache. Für den Piper-Verlag übernahm das nun 77 Jahre später der Übersetzer Hannes Riffel und bietet uns somit endlich eines der Meilensteine der Fantasy schlechthin, obwohl man weitläufig der Meinung ist, es hier eben nicht mit einem typischen Fantasy-Roman zu tun zu haben. Nicht einmal mit einer typischen Autorin.

Hope Mirrlees war in vielerlei Hinsicht eine besondere Frau. Als gute Freundin von Virginia Woolf und Mitglied des berühmten "Bloomsbury-Kreis" gehörte sie zu einem sehr exklusiven Umfeld von Schriftstellern. Trotzdem war ihr literarischer Ruhm nur von kurzer Dauer, sodass man sie heute fast vergessen hat. Nach ihrem erfolgreichsten Roman "Flucht ins Feenland" verlor sie ihr Interesse an der Literatur und wurde laut den Tagebüchern Woolfs "immer dicker" und richtete ihre gesamte Aufmerksamkeit "auf ihren Mops und ihre Schilddrüse". Auch ihr Buch ist heute nicht so populär, wie sie es vielleicht verdient hätte. Ein vergessener Meilenstein?

In den Rezensionen wird ihr Schreibstil mit Charles Dickens verglichen. Man sieht "Flucht ins Feenland" mehr als eine Detektiv-Geschichte - vielleicht sogar eine Polit-Satire. Ein typischer Fantasy-Roman sei es jedenfalls nicht. Das stimmt irgendwo schon, aber eben auch nur zum Teil. Angesichts der Tatsache, dass der dominierende und prägende Roman der zeitgenössischen Fantasy der "Herr der Ringe" ist, fällt die Bewertung des vorliegenden Buches - aus einer ganz anderen Zeit stammend - entsprechend schwer. Man sieht hier, wie weit man dieses Genre noch fassen kann.

"Flucht ins Feenland" handelt von hochaktueller Politik, enthält sowohl sozialkritische Elemente, aber eben auch die klassische Abenteuergeschichte. Alles dreht sich um das Land Dorimare, das lange Jahre unter der Herrschaft des selbstsüchtigen Herzogs Aubrey stand. Er war bekannt für seine zynischen Streiche und seine Tugendlosigkeit, weshalb es der nach Geld und Reichtum gierenden Mittelschicht aus Kaufleuten gelang, die Bevölkerung gegen ihren Herrscher aufzuhetzen.

Das daraus entstehende Regime ist der Ausgangspunkt unserer Geschichte. Hatte man in den Zeiten des Herzogs das Feenland und die daraus kommenden Güter noch mit Ehrfurcht betrachtet, wurden sie mit der Revolution als Teil des alten Systems vollkommen verbannt und tabuisiert. Viele sahen die moralische Degeneration des Herzogs in Verbindung mit dessen verstärktem Konsum der "Feenfrüchte", die eine halluzinatorische Wirkung haben sollen. Der Handel damit ist natürlich verboten und mit der Zeit wurden alle Verbindungen zum Feenland in der Kultur unterdrückt und vergessen. Der Gesetzesverstoß mit den Feenfrüchten zu handeln, wird daher in der Juristerei beispielsweise als "Seidenhandel" bezeichnet. Nichts soll darauf hindeuten, dass es diese Früchte wirklich gibt.

Das ist die politische Seite des Buches: Die Herrschenden bestimmen die Realität, bestimmen was Wahrheit ist. Etwas, was auch schon George Orwell in seinem "1984" aufgegriffen hat. Aber auch Orwell belässt es in seinem Buch nicht bei der Beschreibung einer politischen Situation. Auch er hat ein Drama, doch im Unterschied zu Mirrlees steht dieses direkt im Mittelpunkt. Sie jedoch versucht durch seitenlange Erklärungen zunächst einen Überblick über die kulturelle, politische und soziale Situation des Dorfes "Lud-in-den-Nebeln", dem Mittelpunkt Dorimares und unserer Geschichte, zu geben. Ein Minuspunkt, denn über 50 Seiten ohne Handlung sind als Abendlektüre schwer zu verdauen.

So einiges erleiden muss die Hauptfigur in Mirrlees' Erzählung, der Bürgermeister von "Lud-in-den-Nebeln", Nathan Hanenkamp. Ausgerechnet sein Sohn hat von den Feenfrüchten gegessen und muss sich daher mit immensen Selbstzweifeln und Sehnsüchten nach dem Feenland herumschlagen, die nicht nur ihm schwer zu schaffen machen. Zu allem Überfluss beginnt auch noch ein rothaariger Tanzlehrer, die jungen Damen aus der örtlichen Tanzschule zu "haltloser Ekstase und Tänzen im Mondschein" zu verführen, die darin enden, dass sie alle über die Hügel ins Feenland verschwinden. Dorimare droht im Chaos zu versinken und Bürgermeister Hanenkamp macht sich auf, um die Verschwundenen zu finden.

Die Geschichte ist fassettenreich und verdient es, gelesen zu werden. Über gelegentliche Längen, wie bei der erwähnten Einführung der Situation am Anfang des Buches, muss man hinwegsehen. "Flucht ins Feenland", übrigens Mirrlees einziges Fantasy-Buch, stellt eine erfrischend andere Richtung in der Fantasy-Literatur dar und mischt verschiedene Welten und Richtungen der Literatur zu einer gelungenen Gesamtkomposition.

Was Hanenkamp hinter den Hügeln erwartet, wird zumindest in diesem Artikel ein Geheimnis bleiben. Allerdings kann gesagt werden, dass es sich lohnt, gespannt darauf zu sein, und in gewisser Weise kann man sich mit der Hauptfigur sehr gut identifizieren, betritt sie doch auch diese zauberhafte Welt zum ersten Mal und ist daher dem Leser um fast nichts voraus.

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13. ThUMB - ein neuer Fußballverein? Ein Fingerhakel-Club?

NEIN!

ThUMB-FC nennt sich ein Fanclub, der sich erfrischender Weise einmal nicht mit einem Pop-Sternchen oder einem Schauspieler-Superstar beschäftigt. Objekt der Begierde ist in diesem Falle Marc B. Lee, der charismatische Moderator, im Fachjargon der Veranstaltung "Master of Ceremony" genannt, der weltweit bekannten "Star Trek"- und Science-Fiction-Convention namens FEDCON. Durch sein Auftreten auf der Convention und durch seine überaus positive Einstellung zu den Fans hat er sich über die Jahre eine Menge Freunde geschaffen.

Aus diesem Grund haben sich einige SF-Fans und Marc-Lee-Anhänger zum ersten Mal im Juni 2003 in der Düsseldorfer Altstadt zu einem lockeren Beisammensein getroffen. Daraus wurde ThUMB-FC, ausgeschrieben heißt das: "The Unofficial Marc Beer-Fanclub". Der Name stammt offensichtlich von einer von Marc Lee's Vorlieben: nämlich Erfrischungsgetränke, die nach dem deutschen Reinheitsgebot hergestellt werden. (Spargel-FC wäre auch lustig gewesen. Anm.des Red.)

Hier das Statement eines begeisterten Mitgliedes: "Wir sind ein ziemlich bunter Haufen aller Altersstufen. Ich bin mit meinen 41 Jahren wohl die Älteste, mein Sohn, der sich hier auch hat registrieren lassen, ist mit 13 Jahren der Jüngste, bis jetzt. Die meisten Mitglieder sind wohl so zwischen 20 und 30 Jahren alt."

Das beweist, dass Marc Lee bei einer ziemlich breiten Masse beliebt ist. Bei Männlein wie Weiblein, bei Jung und Junggebliebenen, wenn man das bei 41 überhaupt schon sagen darf. Bisher haben sich rund 40 Menschen im Forum des Clubs eingetragen und das nächste Treffen ist schon für den 2. August 2003 terminiert. Geladen wird zu einer Grillparty auf den Rheinauen bei Düsseldorf bei der sicherlich eine Menge von Marc's Lieblingsgetränk vernichtet wird. Und mal sehen: Vielleicht gibt es dann auf der nächsten FEDCON ein vielumjubeltes Maaaaaarrrrc-Biiiiiiiiiiiiii-Liiiiiiiiiiiiiiiii-Panel.
Das Corona Magazine und der Bleekman bleiben am Ball und berichten.

Also: Daumen hoch für ThUMB-FC!

Link zum Thema:
http://www.thumb-fc.org

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14. Wissenschaft: Bionik - Der Natur auf die Finger geschaut

Tiere haben keine Räder, dafür schwimmen sie durch Wasser - einige sogar durch Sand, fliegen durch die Luft oder laufen kopfüber an Decken und blanken Glasflächen. Diese Leistungen der Natur wurden lange Zeit übersehen und erst seit den 60er Jahren schauten Ingenieure und Naturwissenschaftler genauer hin, was sich die Evolution hat einfallen lassen, um gewisse Probleme zu lösen.

Ganz richtig ist das natürlich nicht, denn bereits Leonardo da Vinci hat bekanntlich den Vogelflug studiert, um seine Flugapparate zu konstruieren, auch wenn die Versuche, diese Bewegungen nachzuahmen, noch nicht von Erfolg gekrönt waren. Die ersten funktionsfähigen Gleitflugzeuge orientierten sich dann aber ebenfalls stark an der Flügelform der Vögel.

Aber das Umsetzen in technologische Konzepte begann streng genommen erst Mitte des letzten Jahrhunderts, als Computer die Mittel bereitstellten, neue Ideen theoretisch zu prüfen und zu simulieren.

Besonders Furore hat vor einigen Jahren die Haihaut gemacht, in Experimenten hatte man festgestellt, dass der Widerstand der Haie im Wasser geringer war als man bisher angenommen hatte. Also schaute man sich die Haut etwas genauer an und stellte fest, dass sie nicht glatt war - was bisher oberstes Ziel bei der Vermeidung von Reibungsverlusten war - sondern rauh. Und zwar hat jede Schuppe einen kleinen flachen, nach hinten gerichteten Haken. Und man braucht nur ein wenig darüber nachzudenken, um einzusehen, dass diese Lösung einfach genial ist.

Reibung entsteht da, wo sich zwei Stoffe mit unterschiedlicher Geschwindigkeit aneinander vorbei bewegen. Bisher ging man davon aus, die Oberfläche so glatt wie möglich zu machen, um Reibung zu minimieren. Die Haihaut hingegen verringert die Geschwindigkeitsdifferenz, indem das Wasser zwischen den Schuppen stärker mitgezogen wird, je näher es dem Körper kommt. So muss der Hai nicht die Reibung zwischen Körper und unbewegtem Wasser überwinden, sondern nur die geringere Reibung von langsamem Wasser gegenüber schnellem Wasser.
Angewandt auf Flugzeuge bedeutet diese Technik eine Treibstoffersparnis von 1-3%, also einige Tonnen Treibstoff pro Flug.

Ganz ähnlich arbeiten vielleicht auch die Schuppen des Sandskinks, der sich am Rande der Sahara durch den Sand schwimmend vor der brennenden Sonne versteckt und von Berliner Forschern untersucht wird. Allerdings ist das Problem hier noch verschärft, da es sich um die Reibung zweier Festkörper aneinander handelt.

Und schließlich ist da noch der Flug des Pinguins unter Wasser, Pinguine können unter Wasser enorme Geschwindigkeiten erreichen, was nur zum Teil an den Federn liegt, die ganz ähnlich wirken wie die Haischuppen, den andern Teil macht die Körperform des Pinguins aus.

Der Pinguin ist nicht unbedingt so geformt wie sich der Strömungsmechaniker den idealen stromlinienförmigen Körper vorstellt: Statt wie ein Keil auszusehen, besitzt ein Pinguin einen eher runden Körper, ähnlich einer Spindel.

Um diese Form zu verstehen, muss man sich vor Augen halten, dass ein Körper der sich durch eine Flüssigkeit bewegt, Wirbel hinterlässt, die neben der Reibung einen wesentlichen Teil der Energie verbrauchen, die sonst für die Fortbewegung zur Verfügung stehen würde. Im Laufe der Evolution des Pinguins hat sich deshalb eine Körperform herauskristallisiert, die diese Wirbel nach Möglichkeit verringert und sie da, wo sie sich nicht vermeiden lassen, zumindest verringert, sodass sie abreißen und sich eine chaotische Strömung bildet.

Eine weitere interessante Oberfläche ist die der Lotusblüte, sie ist praktisch nicht beschmutzbar, ein paar Tropfen Regen spülen den Dreck sofort wieder runter. Um das zu schaffen, ist die Oberfläche des Blattes sehr rauh und mit feinsten Noppen gespickt, die bei Flüssigkeiten die Oberflächenspannung ausnutzt, sie können sich auf dem Blatt nicht verteilen, sondern ballen sich zu kleinen Kügelchen zusammen, die ohne weiteres abperlen können. Dieser Lotusblüteneffekt befindet sich ebenfalls schon in der Anwendung, so kann man bereits Badezimmerarmaturen und Autolacke und Fassadenfarben mit ähnlichen Eigenschaften herstellen.

Aber die Natur liefert nicht nur Vorbilder in der Beschaffenheit von Oberflächen, auch die Techniken der Fortbewegung selbst sind von Interesse; vor allem in der Robotik interessiert man sich für neue Antriebsmethoden.

Beispielsweise hat man sich dazu in Ilmenau das Spinnenbein einmal näher angeschaut, es hat keine Muskeln, sondern einen mit Flüssigkeit gefüllten Hohlraum im Knie, trotzdem können die kleinen Tierchen damit große Sprünge machen. Presst die Spinne Flüssigkeit in diesen Hohlraum, streckt sich das Gelenk. Nach diesem Vorbild baut man derzeit Prototypen für winzige Werkzeuge und den Einsatz in der Medizintechnik.

Und dann sind da noch die Geckos, die kopfüber an Decken und Wänden entlanglaufen und selbst dann nicht runterfallen würden, wenn sie nur noch an einem Fuß hängen. Diese Fähigkeit ist nicht auf einen Kleber im klassischen Sinne zurückzuführen, sondern auf feinste Härchen an den Sohlen der Tiere, die mit Durchmessern von etwa 10nm so fein sind, das sie Van-der-Waals-Wechselwirkungen - sind die Elektronen eines Atoms oder Moleküls nicht gleichmäßig verteilt kann die positive Ladung des Kerns nicht komplett abgeschirmt werden und zieht Atome an, bei denen die Elektronen mit ihrer negativen Ladung auf einer Seite überwiegen - mit der Lauffläche eingehen können. Diese Van-der-Waals-Kraft ist sehr klein, aber die Menge der Haare sorgt für sehr viele dieser Bindungen, so das eine stabile Verbindung zustande kommt, die jederzeit durch abrollen - wobei immer nur wenige der schwachen Bindungen auf einmal gelöst werden - aufgehoben werden kann. Kunststofffolien, die sich diesen Effekt zu Nutze machen, befinden sich an der Universität von Manchester in der Entwicklung.

Der effiziente und ressourcenschonende Einsatz von Rohstoffen spielt in unserer Gesellschaft eine immer größere Rolle, aber auch die Natur geht in der Regel nicht verschwenderisch mit ihren Rohstoffen um. In der Konstruktion von tragenden oder belastbaren Bauteilen kann man sich deshalb ebenfalls Anregungen in der Natur holen. Schaut man sich zum Beispiel die Knochen an, so stellt man fest, dass sie so geformt sind, dass sie auftretende Kräfte möglichst gleichmäßig verteilen, um Spitzenbelastungen an einzelnen Punkten zu vermeiden.

Dieses Vorbild kann man zum Beispiel im Brückenbau nutzen. Man setzt dazu Computerprogramme ein, die die Belastung der Brücke simulieren und passt die Tragekonstruktion mit evolutionär arbeitenden Algorithmen immer wieder an. Das geschieht, indem man Material hinzufügt, wo Belastungen auftreten und es da einspart, wo es nicht benötigt wird, bis die Form gefunden ist, die optimal an die gestellte Aufgabe angepasst ist. Diese neuen Brücken sehen dann nicht mehr so aus wie heute, sondern könnten eher organische, fließende Formen aufweisen.

Die verwendeten Computerprogramme zählen dabei natürlich auch zur Bionik, auch wenn man hier nicht ein einziges natürliches Vorbild hat, sondern immer wieder Neues ausprobiert und die besten Lösungen weiter entwickelt, so wie die Natur selbst.

Dieses Vorgehen hat 1968 in der Strömungsmechanik zu einem überraschenden Ergebnis geführt. Um eine Venturidüse - eine Überschalldüse - zu optimieren, zerlegte Schwefel sie in eine Reihe von Segmenten, deren Durchmesser in dem oben beschriebenen Vorgang immer wieder verändert und geprüft wurde. Das Ergebnis wich stark vom bis dahin verwendeten Modell ab, das im Wesentlichen zwei ineinandergreifenden Kegeln glich, und verbesserte die Strömungsverhältnisse in der Düse um beachtliche 40%. Im Nachhinein kann man dieses Ergebnis mit den Modellen der Theoretischen Physik verstehen, aber ein Evolutionsalgorithmus arbeitet mit weniger Rechenaufwand.

Die Bionik kann uns vieles lehren, wenn wir bereit sind genauer hinzuschauen. Insbesondere hinsichtlich Effizienz des Einsatzes von Rohstoffen, Optimierungsprozessen und Konstruktion hat die Natur unserer Technik immer noch eine Nasenlänge voraus. Aber die Ingenieure holen den Vorsprung der Natur von ein paar Milliarden Jahren langsam auf.

Link zum Thema:
Reibungsvermindernde Haut des Sandskinks
Biomechanik des Spinnenbeins
Spiderman Becomes a Reality at The University of Manchester
Bionik - Technologie der Zukunft?

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15. Subspace Link

"Harry Potter": Zoff in den USA.

In die Haare gekriegt haben sich ein paar Schriftsteller in den USA und England. Stein des Anstoßes: Der fünfte "Harry Potter"-Roman!
Laut "dpa" habe die Booker-Preisträgerin Antonia S. Byatt einen Verriss in der "New York Times" veröffentlicht, in dem sie meinte, die Bände erreichten niemals die Tiefe von etwa J.R.R. Tolkien, die Serie bezeichnete sie als "Ersatzmagie" für eine Generation, die "echte Mystik" nicht mehr kenne. "Harry Potter" sei "geschrieben für Leute, deren Fantasie sich auf Zeichentrickfilme und die übertriebene Spiegelwelt von Soap-Serien, Reality-TV und Promi-Klatsch beschränkt." Der Literaturkritiker Charles Taylor warf Byatt als Reaktion Neid und Hochmut vor, er, wie übrigens auch Stephen King, seien begeistert.

"Harry Potter": Zaubertrank setzt Haus in Flammen.

Eine 21-jährige Spanierin hat versucht, einen Zaubertrank aus den "Harry Potter"-Büchern nachzubrauen - das Gemisch hat sich durch Erhitzung in einer Stichflamme entzündet.
Laut "AFP" griffen die Flammen schnell um sich, weitere Zimmer der Wohnung gerieten in Brand. Durch die Dämpfe erlitt die Frau eine Vergiftung. Zwei Feuerwehr-Löschzüge benötigten fast eine Stunde, um den Brand zu löschen. Der Zaubertrank bestand übrigens aus Seife, Öl, Alkohol, Mundwasser und Zahnpasta ...

"Harry Potter": Fünftes Werk soll Buchhandel retten.

Nachdem 2002 die Umsätze des deutschen Buchhandels um zwei Prozent auf 9,2 Milliarden Euro gesunken waren, hoffen die Buchhändler in diesem Jahr auf ein sattes Plus - vor allem wegen des fünften "Harry Potter"-Bandes!
Laut "Reuters" hat Dieter Schormann, Vorsitzender des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, am Donnerstag auf der Jahrespressekonferenz in Frankfurt gemeint, der Handel hoffe nun auf den fünften "Potter"-Band, der im November in deutscher Übersetzung erscheinen wird.
Die englische Fassung habe sich im Juni in den ersten drei Tagen nach dem Erscheinen rund 500.000 mal in Deutschland verkauft. Wenig erbaut zeigte sich der Vorsitzende von dem Handel gebrauchter Bücher via "EBay". Der Handel mit gebrauchten Büchern sei schon ein Sport, aber auch druckfrische Bücher würden von Händlern dort angeboten. Offenbar plant man, dagegen einzuschreiten. Schormann: "Das ist eine Gefahr für die Buchpreisbindung."

"Star Wars: Episode III" - Angriff der Vo-ku-hi-las.

Der "Star Wars"-Macher George Lucas besteht darauf, dass alle männlichen Darsteller in Episode III Frisuren tragen, die bei uns unter "Fußballermatte" oder "Vo-ku-hi-la" (vorne-kurz-hinten-lang) laufen. Grund: Sie sollen so aussehen, wie die Schauspieler der "Krieg der Sternen"-Trilogie Ende der 70er Jahre.
Jetzt müssen Ewan McGregor (Obi Wan) und Hayden Christensen (Anakin Skywalker) mit den unmodernen Haarschnitten bei den Dreharbeiten in New South Wales, Australien, auflaufen.
Eine Quelle vom Set erklärt, dass die "Matten" nötig sind, damit sich die Prequels nahtlos in die zeitliche Reihenfolge der Geschehnisse einfügen - ein Zugeständnis an die Kontinuität. Die echten Fans können also schon mal anfangen, eine Matte zu züchten, damit sie zur Premiere im authentischen Look auftreten können ...

"Der Herr der Ringe": Details zur "Die zwei Türme"-Sammlerbox.

Die Webseite Play.com hat nun ausführliche Details zur Sammlerbox von "Herr der Ringe: Die zwei Türme" und damit auch zur Special Extended Edition des Filmes auf DVD, die darin enthalten sein wird, veröffentlicht.

:: Discs 1 & 2 (Der Film)
Eine erweiterte Version des zweiten Filmes der Trilogie. Der Film enthält laut Play.com über 32 Minuten nie zuvor gesehener Aufnahmen (wir berichteten), die in den Film eingefügt und speziell für die DVD angefertigt wurden.
Die beiden DVDs enthalten vier Audiokommentare vom Regisseur, von den Autoren, dem Design Team, der Produktionscrew und den Darstellern. Insgesamt sind dies über 30 Sprecher, darunter Peter Jackson, Elijah Wood, Sean Astin, Orlando Bloom und die Oscar-Preisträger Richard Taylor, Howard Shore und Randy Cook.

:: Disc 3
Die Adaption des Romanes zu einem Drehbuch und die Planungen zum Film
Das Design und die Inspiration für die Schauplätze in Mittelerde
Storyboards und Pre-Visualisations
Ein Besuch bei Weta Workshop - sehen Sie die Entstehung der Waffen, Rüstungen, Kreaturen und Miniaturen des Filmes
Atlas von Mittelerde: Die Route der Reise der Gefährten
Interaktive Karte von Neuseeland, welche die Drehorte zeigt
Künstlergalerien und Slideshows mit Kommentaren von den Künstlern

:: Disc 4:
Schauspieler in der Schlacht - die Vorbereitungen auf das Schwertkämpfen
Die Dreharbeiten - Geschichten vom Set
Digitale Effekte - darunter Motion Capturing und "Massive" (ein Programm zur Erzeugung von Ork-Armeen)
"Bigatures" - ein genauer Blick auf die großen, detailgetreuen Miniaturen, die im Film verwendet wurden
Galerien von Behind-the-Scenes-Fotografien und persönliche Fotos von den Darstellern
Post-Production - der Schnitt des Filmes
Sound Design Demonstration

:: Gollum Statue aus Polystone als Sammlerstück hergestellt von Sideshow Weta

:: Bonus DVD
Alles über die SFX-Firma Weta Workshop und wie die Gollum Statue hergestellt wurde, mit Interviews mit Peter Jackson, Richard Taylor und den Darstellern.

:: Begleitheft
Die Entwicklung von Gollum von der Skizze zur Skulptur bis hin zum digitalen Charakter.

Die Special Extended Edition von "Herr der Ringe: Die zwei Türme" auf 4 DVDs und die Sammlerbox, welche die Special Extended Edition enthält, erscheint am 18. November 2003. Die normale Kinofassung wird bereits am 26. August 2003 veröffentlicht.

Amazon-Link zum Thema:
"Der Herr der Ringe - Die zwei Türme" - 2 DVDs zum Preis von 21,99 EUR
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Seit 12. Juli gibt es Karten für "Matrix 3" & "HdR-3"!

Große Filme werfen ihre Schatten voraus, was aber die CinemaxX AG vor kurzem veröffentlicht hat, sprengt alles bisher Dagewesene! Seit Samstag, den 12. Juli, bietet die Kinokette bereits die Vorverkaufsmöglichkeit für seine Tripple Events zu "Matrix Revolution" und "Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs" an. Das eine am 5. November, dass andere am 17. Dezember.
"Wir wissen, dass die Nachfrage sehr hoch sein wird. Daher wollen wir durch den frühen Beginn den Vorverkauf für die Triple-Veranstaltungen entzerren - bereits seit einigen Wochen gibt es hierzu eine starke Nachfrage von Fans", erklärt CinemaxX-Vorstand Hans-Joachim Flebbe in einer veröffentlichten Pressemitteilung.

Am 5. November, beginnt um 19 Uhr die "Matrix"-Trilogie (am Tag des weltweiten Starts) und am 16. Dezember ab 17 Uhr steht der erste Teil der Trilogie auf dem Programm.
Außerdem soll es für all diejenigen, die beide Events besuchen wollen, einen zusätzlichen Nachlass geben, Package-Käufer erhalten außerdem eine CinemaxX-Filmdose aus Metall als Geschenk dazu, in der die Karten bis zum Filmstart gut aufgehoben sind. Für welche Kinos diese Angebote gelten, erfahren Sie auf der offiziellen Homepage. Bleibt abzuwarten, wie die anderen großen deutschen Kinoketten wie Kinopolis oder CineStar darauf reagieren werden.

Link zum Thema:
http://www.cinemaxx.de

"Buffy": Bald für den Gameboy Advance.

THQ wird demnächst das neue Spiel heraus bringen. In diesem Spiel wird man die Rolle von Buffy oder einem ihrer Kumpanen (Xander, Willow, Giles oder Riley) übernehmen, um mit ihnen Vampire zu töten und noch mehr anzustellen mit dem gruseligen Mann aus der Episode Hush.
Das Spiel soll 16 Level haben. Man werde sich während des Spiels mit neuen Figuren anfreunden, Buffy werde von diesen viele neue Outfits und Waffen bekommen, um die Endgegner besiegen zu können.

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"Angel": Eine Neue für "Angel".

Die Produzenten der WB-Serie "Angel" sind auf der Suche nach einem neuen weiblichen Charakter für das "Buffy"-Spinoff, berichtet TV-Guide Online. Der neue Charakter wird bei Wolfram & Hart arbeiten und möglicherweise romantische Gefühle für einen der männlichen Hauptcharaktere entwickeln.
Ein Sprecher der Serie meinte allerdings, dass "die Neue" kein Ersatz für Charisma Carpenter (Angel Cordelia) sein wird, die in der kommenden fünften Staffel ein- oder zweimal auftauchen wird.

"Terminator": Nick Stahl auch in Zukunft mit dabei.

"Terminator 3"-Darsteller Nick Stahl sagte in einer kürzlich erschienenen Ausgabe der LA-Times, er sei bereits für "zwei weitere Terminator-Filme" verpflichtet worden. Ob diese stattfinden würden, könnte er aber jetzt noch nicht sagen.
Damit wurden die Gerüchte der letzten Tage weiter bestätigt. Knackpunkt könnte eventuell die mögliche Kandidatur von Hauptdarsteller Arnold Schwarzenegger für das Amt des kalifornischen Gouverneurs sein. Er hatte in den letzten Tagen seine Absicht bestätigt, sofern das "Recall"-Verfahren gegen Amtsinhaber Gray David (60) am 2. September Erfolg habe. Dann käme es innerhalb weniger Monate zu Neuwahlen. Für den Fall eines Sieges, hatte Schwarzenegger schon klar gemacht, dass er dann seine Schauspielerkarriere aufgeben werde.

"Kampfstern Galactica": "T2" inspirierte Starbuck.

Die Akteurin Katee Sackhoff, die in der neuen SciFi-Channel Miniserie "Battlestar Galactica" den weiblichen Starbuck spielt, erzählte SciFiwire, dass ihre Rolle von Linda Hamiltons Darstellung der Sarah Connor in "Terminator 2 - Judgement Day" beeinflusst wurde.
"Ich würde sagen, dass das der eine Charakter war, nachdem ich mich vom Bild und der Stärke orientiert hatte", sagte sie in einem Interview auf der "Fall TV-Press"-Tour, "Ich denke ich habe sie angesehen und mir gesagt, 'Ok, genauso musst du das darstellen'"

Wie Linda Hamilton, berichtete Sackhoff, musste sie eine Menge physischen Training absolvieren, um sich für ihre Rolle zu stählen. "Ich trainierte mit einem Trainer für zwei Monate einmal täglich, und dann kam ich ins Trainingslager", berichtete sie weiter, "mein Charakter ist sehr physisch. Ich glaube, jede zweite Szene dreht sie sich um und rennt eine Meile oder macht Push-Ups oder Sit-Ups. Und ich fühlte mich wie: Wann hört das endlich auf?"
Außerdem verriet Sackhoff, dass sie die Darstellung von Dirk Benedict als Starbuck bewundere, diese aber nicht nachahmen wollte. Es gebe zwar einige Ähnlichkeiten zwischen den beiden Charakteren, zwischen ihrer und Benedicts Darstellung, aber dass ist eben genau was es ist, eine Darstellung des Charakters, die sich von Darsteller zu Darsteller verändert. "Also hoffe ich, dass sie das Publikum mir eine Chance geben. Und vielleicht kann ich sie für mich gewinnen, oder auch nicht. Aber du kannst sie nicht alle auf deine Seite ziehen."

Die Miniserie startet in Amerika am 7. Dezember 2003. Einen Starttermin für Deutschland gibt es noch nicht.

"Alien": James Cameron möchte "Alien 5"?

Auf Dark Horizons gibt es ein Interview mit James Cameron, dass der Filmregisseur dem BBC gegeben hat.
Laut dem BBC überlegt James Cameron einem fünften "Alien"-Film das Leben zu schenken. "Wir überlegen uns einen weiteren zu machen", wurde Cameron dem BBC gegenüber zitiert. "Irgendetwas Ähnliches wie wir es in 'Aliens' gemacht haben. Ein Haufen großartiger Charakter, und natürlich Sigourney. Ich habe sogar über die Möglichkeit nachgedacht, ihn Arnold Schwarzenegger in den 'Alien' Film hereinzunehmen."

Cameron zementierte sein Interesse, wieder in den Weltraum zu gehen, indem er sagte, dass er kein Fan von David Finchers "Alien 3" war. "Ich kann 'Alien 3' nicht aushalten - wie konnten sie einfach dahingehen und alle diese großartigen Charaktere töten, die wir eingeführt haben, und die Verbindung zwischen Mutter und Tochter? Das stank, aber hoffentlich kriege ich eine Möglichkeit, das wieder gerade zu rücken", sagte der "Titanic"-Regisseur.
Und was dachte er über "Terminator 3", Jonathan Mostows Nachfolger von "T2"? "In einem Wort: großartig. Es gab einen kleinen Teil in mir der hoffte das er nicht gut war - aber ein anderer Teil von mir hoffte, dass er Erfolg hat. Und das hat er."

"Alias" ab Oktober auf DVD.

Laut den jüngsten offiziellen Release Planungen von Buena Vista erscheint "Alias" am 9. Oktober in Deutschland. Dies geschieht in Form einer kompletten Box mit der ersten Staffel und separat erhältlichen Pilotfilm. Der Preis beträgt ungefähr 42 Euro für die Staffelbox, bzw. 15 Euro für den Pilotfilm.

"Batman 5": Casting und andere Gerüchte.

Und wieder Neues aus der Gerüchteküche um den geplanten fünften "Batman"-Streifen: Angeblich soll jetzt Christian Bale für die Rolle im Gespräch sein.
Laut der Site "Batman On Film" sei außerdem Matthew McConaughey im Gespräch, zunächst wolle man aber ein Casting mit Bale abhalten. Geplant sei, dem Darsteller des "Batman" einen Drei-Filme-Vertrag anzubieten, damit man eine neue Trilogie in die Kinos bringen könne.

Gerüchteweise sei geplant, in dem neuen Film vom schwarzen Leder-Look der ersten Filme abzuweichen, dass "Batmobil" solle ersten Entwürfen zufolge kleiner und wendiger aussehen als das alte. Außerdem wurden einige Namen in den Raum geworfen, die für weitere Figuren im Film im Gespräch seien, etwa Noah Wiley, David Duchovny, Dougray Scott, Dennis Quaid, Sam Neil, Patrick Swayze und Dylan McDermott.

"LXG": Krach, oder nicht?

Gerüchte, dass sich Regisseur Stephen Norrington und Darsteller Sean Connery bei den Dreharbeiten zu "The League of Extraordinary Gentlemen" in Prag verkracht haben sollen, haben die Darsteller Peta Wilson und Shane West jetzt dementiert.

Laut "SF-Wire" haben die beiden Darsteller gemeint, dass die Dreharbeiten extrem anstrengend gewesen seien, aber in die Haare hätten sich die Mitarbeiter des Films nicht bekommen. Allerdings: Gestresst waren die Mitarbeiter des Films offenbar schon - West meinte, dass Norrington und Connery sich zwar nicht hassen würden, lieben würden sie sich allerdings auch nicht gerade. Der Film "The League of Extraordinary Gentlemen" startet in den USA an diesem Wochenende, in Deutschland wird der Film erst Anfang Oktober in die Kinos kommen.

Deutscher Phantastik Preis 2003 zu wählen.

Bis zum 30.09.2003 besteht die Möglichkeit, den "Deutschen Phantastik Preis 2003" zu wählen.

Rund 400 Fans haben gewählt und so stehen nun die Nominierungen des Deutschen Phantastik Preis 2003. Die Gewinner werden am 11.10.03 auf dem BuchmesseCon im Buergersaal Dreieich-Buchschlag bei Frankfurt bekannt gegeben und danach auch unter phantastik.de. Nominiert sind unter anderem Autoren wie Andreas Eschbach, Michael Marrak oder Wolfgang Hohlbein.

Links zum Thema:
http://www.phantastik.de/

SciFi kommt nach Deutschland.

Und noch ein Digitaler Kanal von Universal im Premiere-Bouquet: Am 1.9. diesen Jahres geht SciFi, der Deutsche Ableger des amerikanischen und britischen SciFi-Channels, an den Start.

Nach der letzten großen Programmreform bei Premiere hatte der Sender seinen eigenen Science-Fiction-Kanal eingestellt und die Zuseher mussten sich mit den spärlichen Science-Fiction-Serien und -Filmen im regulären Programm begnügen, die hauptsächlich aus Serienwiederholungen bestanden. Dies soll sich nun alles wieder ändern, denn endlich gibt es wieder SciFi, Fantasy und Fiction satt und der Pay-TV-Abonnent hat endlich wieder seinen eigenen Kanal.
Laut Wolfram Winter, Geschäftsführer von Studio Universal Networks Deutschland, hat der "überragende Erfolg von SciFi in den USA und Großbritannien" Universal in Deutschland bewegt, ein ähnliches Programm zu starten.

Von diesem wurden vor kurzem die ersten Highlights bekannt: Wolfram Winter enthüllte, dass der Kanal am 1. September um 22 Uhr mit dem Film "Stargate" den Sendebetrieb aufnimmt. Darüber hinaus werden als erste Serien "Star Trek", "Stargate" und "Andromeda" ausgestrahlt. Kinoblockbuster wie "Terminator 2", "Das fünfte Element" und "Twelve Monkeys" runden das Programm ab.
Wer schon einen ersten Blick riskieren will, bekommt unter www.scifi.de schon die ersten beiden Mini-Sender-Trailer zu sehen.

Links zum Thema:
http://www.scifi.de/

Depp fliegt ins Nimmerland.

Johnny Depp, der im kommenden biografischen Film "J. M. Barrie's Neverland" dabei ist, erzählte SciFiwire, dass der Film die wirkliche Geschichte wiedergibt, die die Kindergeschichte "Peter Pan" inspiriert hat

"Ich spiele J. M. Barrie, der "Peter Pan" geschrieben hat," verriet Depp in einem Interview auf einem Promotiontermin, "Es ist die Geschichte, wie J. M. Barrie auf die Idee kam, "Peter Pan" zu schreiben, wie er von den Jungs von Sylvia Llewelyn Davies inspiriert wurde, und über ihre Beziehung."
Depp sagte, dass der Film die Reihe seiner familienfreundlichen Produktionen fortsetzt, was er für seine vierjährige Tochter Lily-Rose tut. "Ich habe ihn noch nicht gesehen, denke aber, dass er sehr familienorientiert ist", fügte Depp hinzu, "Da gibt es auch eine Menge trauriger Elemente, die da passieren, es bleibt aber trotzdem familienorientiert. Es ist eine nette Geschichte, eine wirklich nette Geschichte."

Der Film basiert auf einem Theaterstück von Allan Knee, und Marc Foster (Monster's Ball) wird die Regie übernehmen. Außerdem werden neben Johnny Depp auch noch Kate Winslet und Dustin Hoffman (spielte ja bereits den Captain Hook in einer Steven Spielberg-Adaption von "Peter Pan") zu sehen sein.

"Blade 3": Weitere Details.

Die Dreharbeiten zum dritten Abenteuer vom Daywalker "Blade" beginnen am 22. September in Vancouver und es sind weitere Details aus der Handlung bekannt geworden:
Blade verbündet sich mit zwei Vampirjägern, die einer Gruppe genannt "Nightstalkers" angehören. Zusammen suchen sie den mächtigen und skrupellosen Vampir Danica Talos. Nachdem Talos das überlegene Blut von allen modernen Vampiren gesammelt hat, lässt er einen Mann namens Drake (=Dracula) von einem jahrhundertelangen Schlaf wiederauferstehen. Talos erhofft sich dadurch die Weltherrschaft für die Vampire.

Whistler ist auch wieder dabei, so wie seine athletische Tochter Abigail. Außerdem gibt es den Jäger Hannibal King, sowie zwei menschliche Charaktere, die Blade in aller Öffentlichkeit als Gefahr für die Gesellschaft darstellen.
Der offizielle Titel des Films lautet "Blade: Trinity".

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16. Wühltisch: Fünf Tipps aus der Welt des Merchandise

Die Leser des Corona Magazines wissen es natürlich. Die letzte FedCon war die Nummer 11 und auch von ihr wird es in diesem Jahr wieder ein Video geben.. ein Video? Nonsens! Veranstalter Dirk Bartholomä hat sich heuer erstmals erweichen lassen und hat die Produktion einer DVD in Auftrag gegeben! Ca. 180 Minuten Con-Material, voll von Interviews, Frage- und Antwortstunden und Fan-Reaktionen. Vorbestellen kann man sie schon, die DVD. Und zwar hier!

Am 17. Juli ist es soweit: "Star Trek - Nemesis" erscheint auf DVD und hat viele zusätzliche Szenen mit im Gepäck. Gar nicht schlecht, freut sich der Fan und hat sich seinen Silberling sicher schon vorbestellt. Wer das noch nicht gemacht hat, sollte sich flugs im Space Store oder bei amazon.de seine Ausgabe der letzten Reise einer Generation bestellen.

Apropos Film. Es scheint ja nun mal leider so zu sein, dass "Nemesis" für längere Zeit als nur die obligatorischen zwei-drei Jahre der letzte "Star Trek"-Kinofilm gewesen ist. Wer sich gerne an Zeiten erinnern möchte, an denen es noch anders und vielleicht sogar besser war, der ist sicher mit dem "One Sheet All in One Movieposter" bestens bedient. ALLE(!) "Star Trek"-Kinoposter auf einem Megaposter. Ein Blick darauf kann sicher nicht schaden - eine Abbildung finden Sie hier.

Apropos bessere Zeiten! Der wohl eindrucksvollste "Star Trek"-Cliffhanger aller Zeiten war wohl der Zweiteiler "In den Händen der Borg" und "Angriffsziel Erde" zum Ende der dritten und Beginn der vierten Staffel der Serie "Star Trek: The Next Generation". Picard als Locutus war einfach ein Hammer und wer die Actionfigur gerne sein eigen nennen möchte, bislang aber nirgendwo fand, der sollte mal einen Blick hier hin riskieren.

AK Tronic hat eine Botschaft zu kommunizieren: "Paket aus "Star Trek Voyager: Elite Force" und der Erweiterung. "Star Trek Voyager: Elite Force" ist der ultimative Sciencefiction-Ego-Shooter, ausgestattet mit der neuen Quake-III-Engine - dem Nonplusultra in Sachen 3D-Shooter. "Elite Force", der erste Titel, der auf dem Universum von "Star Trek: Voyager" basiert, schickt die Spieler in intensiven Einzel- und Mehrspieler-Missionen in den Kampf gegen zahlreiche "Star-Trek"-Gegner, darunter die unnachgiebigen Borg und nie zuvor gesehenen Aliens. "Star Trek Voyager" Add-on: Erstes offizielle Add-On für Activision´s erfolgreichen Shooter im "Star Trek: Voyager"-Universum. Im sogenannten Tourmodus kann der Spieler die gesamte U.S.S. Voyager "besichtigen", darauf haben Trekkies schon immer gewartet!" Ob das wirklich so ist, - wer weiß das schon? Auf jeden Fall ist "Star Trek Voyager-Elite Force" Gold Edition bei amazon.de ab dem 31. Juli für schlappe 10 € zu erwerben.

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ISSN 1422-8904
Ausgabe 111 - 13.07.2003


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