corona magazine
ISSN 1422-8904

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19. April 2003 - Ausgabe 108 - "And so it continuous"

Im Prolog von "X-Men"...

Manch ein langjähriger Corona Leser wird die obige Überschrift wohl wieder erkannt haben, denn so lautete bereits der deutsche Titel des Corona Newsletters 68 vom 12. August 2000, mit dem ich als Nachfolger von Dennis Horn meinen Einstand als frischgebackener Chefredakteur dieses Projektes gab. Und wenn auch mittlerweile schon 40 Ausgaben dieser Publikation zwischen damals und heute liegen, so mag ich es trotzdem kaum glauben, dass nun schon bald drei Jahre seit diesem ersten X-Men-Film ins Land zogen - zu frisch sind bei mir noch die Erinnerungen an viele Geschehnisse dieser noch sehr bewegten und von starkem Pioniergeist geprägten Zeit für SF-Projekte im Internet.
Doch zurück zum Thema! Unser Redakteur Christian Lukas hat sich dem Phänomen der X-Men um Professor Xavier in einem ausführlichen Spotlight angenommen und wird Sie auf eine Reise in die Entstehungszeit dieser Comicreihe mitnehmen, die erst mit dem gleichnamigen Kinofilm von Regisseur Bryan Singer für das Massenpublikum abseits der Comicliebhaber adaptiert wurde.

Hinweisen möchte ich weiterhin auf ein Star Trek- und Science Fiction-Highlight des Jahres: Die FedCon XI im Bonner Maritim Hotel, welche vom 2. bis zum 4. Mai ihre Türen öffnen wird! Dort werden zwar nach Stand der Dinge leider keine Hauptdarsteller von "X-Men 2" zu sehen sein, dafür jedoch umso mehr hochkarätige Darsteller anderer Filme und Serien. Daher beherzigen Sie einfach mal den Rat unseres Kolumnisten Mike Hillenbrand und raffen sich auf, um mal für einige Tage dem Alltagstrott zu entgehen und in eine vielleicht noch unbekannte Welt einzutauchen. Wir vom Corona Magazine lassen diese großartige Gelegenheit auch nicht ungenutzt an uns vorbeiziehen und werden Sie in unseren Ausgaben des kommenden Monats über die vielen Ereignisse während dieser Großveranstaltung informieren.

Ein frohes Osterfest und viel Spaß beim Lesen wünscht

Ihr Klaus Michels
Chefredakteur


Pfadfinder

1. X2: X-Men United
2. Last not Least: Lex Luthor - Michael Rosenbaum
3. Kolumne: Die Sache mit dem Aufstehen aus dem Fernsehsessel
4. Star Trek: trekBEAT
5. Star Trek: Die "Deep Space Nine"-Buchreihe
6. Star Trek: 10 Jahre "Deep Space Nine"
7. Drei Fragen an.. Scott Bakula
8. Kreuzfeuer
9. Rating Report
10. Bad Earth: Informationen zum Start
11. Im Gespräch mit Manfred Weinland
12. Spieletest: Freedom Force
13. Kurz und Bündig
14. Wissenschaft: Kernfusion - Energiequelle der Zukunft
15. Subspace Link
16. Wühltisch: Fünf Tipps aus der Welt des Merchandise


1. X2: X-Men United

Am 1. Mai startet "X-Men II" in den amerikanischen und parallel dazu in den deutschen Kinos. Ein seltenes Ereignis. Und streng genommen startet er in Deutschland damit sogar einen Tag früher als in den USA, dort starten Filme - offiziell zumindest - erst freitags und nicht, wie hierzulande, bereits donnerstags. Durch Vorabpremieren wird dieser Schönheitsfleck in den USA jedoch getilgt, denn ausgerechnet in Deutschland den Film zuerst starten zu lassen, wäre schon etwas bizarr, gehören die Deutschen nicht unbedingt zu den größten X-Men-Fans.

40 Jahre "X-Men"

1963 haben die Marvel-Zeichner Stan Lee und Jack Kirby die Mutanten-Truppe erfunden. Die Rahmenhandlung war eher simpel: Die Evolution hat mit der Erschaffung des Menschen keine Pause eingelegt. Nach und nach tauchen überall Menschen mit Fähigkeiten auf, die denen normaler Menschen überlegen sind. Der weise Professor Charles Xavier, selbst ein Mutant, eröffnet eine Schule, wo er Jugendliche lehrt, ihre Kräfte sinnvoll, zum Nutzen der Menschheit einzusetzen. Ihm zur Seite stehen einige ältere Mutanten, die ihn in diesem Ansinnen unterstützen. Da zu jedem Helden auch eine Nemesis gehört, ist dies in diesem Fall Erik Lehnsherr, auch bekannt als Magneto. Dieser war einst ein Freund des Professors. Bis er von den normalen Menschen enttäuscht wurde und mit anderen Mutanten die Seite wechselte.

Ein durchschlagender Erfolg war die so entstandene Heftreihe nicht, nach einigen Jahren wurde ihr Erscheinen sogar eingestellt. Doch ließ man die Idee nicht einfach sterben. 1975 erdachten die Autoren ein etwas abgewandeltes Konzept: Superhelden waren bis in die 70er Jahre hinein in den USA stets Amerikaner gewesen, die das kleinbürgerliche, weiße Amerika verteidigten.
Da stellte die Tatsache, aus den neuen X-Men eine multinationale Truppe zu machen, fast schon eine Revolution auf dem amerikanischen Superhelden-Comicmarkt dar! Bereits etablierte Figuren wie Wolverine, ein Kanadier, oder Storm, eine Kenianerin, entsprachen nicht unbedingt typischen US-Superhelden, doch es kam noch besser: Da wurde Kurt Wagner, genannt der Nightcrawler, eingeführt, der, wie man am Namen hört, ein deutscher X-Men werden sollte. Und eine Japanerin mit dem klingenden Namen Sunfire verstärkte schließlich das Team. Deutsche und Japaner - bis 1975 waren sie in amerikanischen Comics ausschließlich als Bösewichter anzutreffen.

Doch die X-Men sprengten solch simple Konstrukte. Schließlich wurden nicht nur neue Figuren eingeführt, die gesamte Serie wurde einer Frischzellenkur unterworfen. Fertig waren "The Uncany X-Men", wie die neue Serie 1975 getauft wurde. Und diese entwickelte sich sensationell zum größten Erfolg des Comic-Giganten Marvel und verwies in den Buchhandlungen Comic-Klassiker wie "Spiderman" und "Batman" auf die Plätze. 1982 kam mit "New Mutants" (heute "X-Force") die erste, erfolgreiche Ablegerserie auf den Markt, der im Laufe der Jahre weitere erfolgreiche Heftreihen wie "Wolverine", "X-Factor" und "Excalibur" folgen sollten.

Regisseur Bryan Singer über "X-Men"

Bereits in den frühen 90er Jahren tauchten erstmals Gerüchte über eine anstehende Verfilmung auf. Doch es dauerte einige Jahre, bis das Projekt konkrete Züge annahm und schließlich Bryan Singer einen ersten Drehbuchentwurf erhielt. Singer waren die "X-Men" zu diesem Zeitpunkt vollkommen unbekannt.

Der Regisseur Bryan Singer hat seinen internationalen Durchbruch mit gerade einmal 28 Jahren erlangt, als er 1995 mit seinem zweiten Film "Die üblichen Verdächtigen" für Aufsehen sorgte. Der Film, der 6 1/2 Millionen Dollar gekostet hat, spielte ein Vielfaches an den Kinokassen ein, zwei Oscars war er Hollywood darüber hinaus wert. "Die üblichen Verdächtigen" ist ein Ensemble-Thriller, der von der Rekonstruktion eines Verbrechens berichtet und mit einem Paukenschlag endet. Diesem Film folgte "Der Musterschüler", die Geschichte eines Jungen, der plötzlich feststellen muss, dass der nette Nachbar seiner Eltern in Wahrheit ein untergetauchter KZ-Kommandant ist. Wie "Die üblichen Verdächtigen" ist auch "Der Musterschüler" ein eher kleiner, figurenbezogener Film.

Dass ausgerechnet Singer sich für "X-Men" interessierte, überraschte die Fachwelt. Doch Singer war von der Idee hinter den "X-Men" begeistert. Für ihn erzählten die "X-Men" nicht nur Actionstories. Bei der Lektüre des Drehbuches und des anschließenden Literaturstudiums keimte in Singer die Idee, dass die "X-Men" eine Versinnbildlichung auf die Überwindung von Vorurteilen und Rassenhass seien.
Auf die Frage, ob dies nicht etwas hochgegriffen sei, antwortete er bei einem Pressegespräch im Jahr 2000 in Bergisch-Gladbach: "Das sehe ich nicht so. Als die "X-Men" 1963 erfunden wurden, erlebten die USA eine kleine Revolution durch die Bürgerrechtsbewegung, die gleiches Recht für alle Bürger forderte und auf viele Ungerechtigkeiten aufmerksam machte. Die Grundidee der "X-Men"-Comics sah so aus, dass auf der einen Seite klassische Superheldengeschichten erzählt werden sollten, auf der anderen Seite aber Themen wie Diskriminierung, Ausgrenzung oder die Angst vor dem Fremden thematisiert wurden. Einer der Grundgedanken der "X-Men" ist, dass die Helden in Wahrheit Außenseiter sind. Diese Idee habe ich in meinem Film aufgenommen. Es gibt zum Beispiel die Figur der Rogue, eines Mädchens, dessen Berührungen andere Menschen töten können. Sie ist einsam und steht außerhalb der Gesellschaft, obwohl sie nichts weiter möchte, als akzeptiert und respektiert zu werden. Da es sehr viele verschiedene Charaktere in diesem "X-Men"-Universum gibt, ist es für die Leser der Comics leicht, eine Identifikationsfigur zu finden. Es war mir von Anfang an wichtig, dass der Film nicht nur eine Superhelden-Effektshow würde, sondern dass es einen Subtext gibt, der eben über das, was wir sehen, hinaus geht".

Darüber hinaus aber faszinierte ihn die Figur des Magneto. Der war im vorliegenden Drehbuch zwar der Gegenspieler der "X-Men", ein wirklicher Bösewicht aber war er nicht. Vielmehr wurde er als ein Verzweifelter dargestellt, ein Mann, der von der Gesellschaft ausgegrenzt wird und nichts weiter versucht, als für Seinesgleichen Gerechtigkeit zu erfahren - wobei er die Grenzen des Erlaubten überschreitet.

"Persönlich glaube ich, dass es keine wirklich bösen Menschen gibt, sondern dass der Mensch als ein gutes Wesen geboren wird. Es gibt nur böse Dinge, die einen Menschen vom Weg abbringen können. Nehmen wir "X-Men". Wenn man aus dem, was Magneto, der Böse, sagt, nur ein paar Zeilen streichen würde, könnte er der Held des Filmes sein!
Was mich fasziniert, das sind die Grautöne jenseits von gut und böse und wie die Menschen subjektiv und objektiv darauf reagieren. Comics neigen oft dazu, eine schwarz-weiße Welt zu kreieren. "X-Men" ist anders, denn schon beim ersten Lesen der Comics habe ich sehr viele Grauschattierungen gefunden. Schließlich gibt es drei Personengruppen, die gegeneinander kämpfen: Da sind die Mutanten von Professor Xavier, die Gutes wollen, es gibt die Brüderschaft der Mutanten (Magnetos Gruppe), die im Allgemeinen als die Bösen betrachtet werden und es gibt die Menschen, die vor allen Mutanten Angst haben. Doch wer ist gut, wer böse? Sind die Mutanten der Bruderschaft böse oder sind viele von ihnen nicht einfach nur enttäuscht davon, als Außenseiter betrachtet zu werden? Sind die Menschen böse, weil sie Angst haben? Und wer hat die "X-Men" eigentlich legitimiert, Superhelden zu spielen? Alle Figuren bewegen sich ständig in einem Graubereich zwischen den Extremen Gut und Böse. Dies macht die "X-Men"-Charaktere fassbar, denn wir haben es mit Figuren zu tun, die über eine echte Persönlichkeit verfügen."

Die Fortsetzung: "X-Men II"

Nach dem Erfolg an den Kinokassen war es nur eine Frage der Zeit, bis Hollywood eine Fortsetzung produzieren würde. Interessant war dabei die Tatsache, dass alle Schauspieler von Anfang an einen Vertrag unterzeichnet hatten, der eine Fortsetzung einschloss. Regisseur Bryan Singer aber hat einen solchen Vertrag nicht erhalten. Warum?

Singer gilt im Allgemeinen als Dickkopf. Er ist kein Auftragsregisseur, er ist einem europäischen Filmemacher von seinem Temperament her näher als einem Hollywood-Handwerker. Bei den Dreharbeiten zu "X-Men" verhielt sich Singer überraschend zahm. Er ging quasi widerspruchslos auf die Wünsche der Produzenten ein und lieferte den Film exakt in der vorgegebenen Zeit zu exakt dem berechneten Budget ab. Das waren im Jahr 2000 75 Millionen Dollar.

Nach dem Erfolg des Filmes war es nur selbstverständlich, dass das Studio zunächst Singer bezüglich "X-Men II" fragen sollte. Doch Singer ließ das Studio warten. Seine Begründung: Er verlangte von den Produzenten mehr Freiheiten als bei der Inszenierung des ersten Teiles.

"Wie jeder gute Comic ist auch das X-Men-Universum geradezu prädestiniert, erweitert zu werden. Man kann diese Story unendlich weitererzählen. Die Fortsetzung der Saga gab mir die Möglichkeit, die Geschichte und die Charaktere weiterzutreiben," so Singer. Aber um jeden Preis? Singer ließ verlautbaren, dass er kein Interesse daran habe, einen bunten Sommerblockbuster zu drehen. Entweder er erhielt künstlerische und dramaturgische Freiheiten, oder aber er würde sich nach einem anderen Job umsehen.

Singer spielte ein gewagtes Spiel, ein Regisseur, der gerade einmal vier Filme inszeniert hat, setzt einem Major-Studio wie der Fox nicht die Pistole auf die Brust, um seine Ideen durchzusetzen. Andererseits besaß Singer einen Trumpf: Das Publikum. Die guten Kritiken beim Publikum sind vor allem Singers Ideen zu verdanken. Der etwas düstere Inszenierungsstil, die sehr differenziert dargestellten Figuren, der schmale Grat zwischen Gut und Böse in der Geschichte. Dies waren Dinge, auf die Singer wert gelegt hat - und die dem Film zum Erfolg verhalfen. Das Studio gab Singer schließlich nach. Ob es sich gelohnt hat? Singer selbst sagt: "X-Men II ist härter, düsterer, witziger und romantischer als sein Vorgänger." In diesem Satz sagt er alles und nichts.

Der Presse wurde der Film bislang nicht gezeigt, daher bleibt uns nur ein Blick auf die Handlung, so, wie sie das Presseheft quasi wortwörtlich beschreibt: Zu Beginn des Abenteuers befinden sich die Mutanten noch immer im Kampf gegen eine Gesellschaft, die ihnen misstraut und sie fürchtet. Ihre Anstrengungen werden immer verzweifelter, als ein schockierender Angriff von einem Unbekannten mit übermenschlichen Fähigkeiten verübt wird.
Den Anzeichen nach scheint ein Mutant die Tat verübt zu haben. Der Anschlag erneuert die politische und gesellschaftliche Forderung nach einem Gesetz, das alle Mutanten zwingt, sich registrieren zu lassen: dem Mutant Registration Act. Neuer Anführer der Anti-Mutanten-Bewegung ist William Stryker, ein wohlhabender ehemaliger Armeekommandant und Wissenschaftler, von dem das Gerücht umgeht, er habe selbst Versuche an Mutanten durchgeführt.
Strykers Arbeit an Mutanten scheint irgendwie mit Wolverines mysteriöser und vergessener Vergangenheit in Zusammenhang zu stehen. Während sich Wolverine auf die Suche nach seinen Wurzeln begibt, startet Stryker sein Anti-Mutanten-Programm mit einer groß angelegten Militäroffensive auf Xaviers Villa und dessen School for the Gifted. In der Stunde der Not bekommen die X-Men jedoch unerwartete Hilfe. Magneto flieht aus dem Gefängnis, in das er am Ende des ersten Teils eingesperrt worden ist - und er schließt sich seinem ehemaligen Freund Xavier an, um den gemeinsamen neuen und gefährlichen Feind zu bekämpfen: Stryker.

War Teil 1 gerade einmal 90 Minuten lang, zählt der 2. Teil 138 Minuten! Und in diesen zwei Stunden und achtzehn Minuten trifft der Zuschauer viele Bekannte wieder.
So etwa Patrick Stewart als Professor Xavier, Hugh Jackman als kämpferischer Einzelgänger Wolverine, Ian McKellen als Magneto, Halle Berry als Storm, Famke Janssen als telepathisch und telekinetisch begabte Jean Grey; James Marsden als Cyclops, Anna Paquin als Rogue, Rebecca Romijn-Stamos als Mystique, die sich in beliebige Formen und Wesen zu verwandeln vermag, sowie Bruce Davison als Senator Kelly, der frühere Führer der Anti-Mutanten-Bewegung.
Auch Shawn Ashmore kehrt zurück, der bereits im ersten Film in einer kleinen Nebenrolle als Bobby Drake alias Iceman eingeführt wurde. Der Klassenkamerad Rogues kann seine Körpertemperatur absenken und intensive Kälte ausstrahlen. Er spielt als einer der jungen X-Men eine größere Rolle. Neben den vielen bekannten Gesichtern werden neue Figuren aus den X-Men-Comics in das Filmuniversum eingeführt. So übernimmt Alan Cumming die Rolle von Nightcrawler, einem Mutanten, der sich von einem Ort zum anderen teleportieren kann. Stryker indes wird von Brian Cox verkörpert, wie Patrick Stewart und Sir Ian McKellen ist auch Brian Cox Brite. Er zählt zu den bekanntesten Charakterschauspielern des Vereinigten Königreiches.

Dass auch Stryker kein dünnlippiger Schurke ist, dem es um Macht und Ruhm geht, ist Regisseur Singer wichtig: "Sein Hass und seine Abneigung rühren aus einem schwer wiegenden Verlust, der seine Familie betrifft. Irgendwann in der Vergangenheit wurde etwas verletzt ... ihm etwas genommen ... und seine Verzweiflung darüber treibt ihn, in den Krieg gegen jene, die er für die Zerstörung seiner Familie verantwortlich macht."
Weitere neue Darsteller sind Kelly Hu in der Rolle von Strykers Assistentin, die als Deathstrike für einige Überraschungen unter den X-Men sorgt. Aaron Stanford gehört zur Besetzung als John Allerdyce, aka Pyro, ein viel versprechender Student an Professor Xaviers School for the Gifted, der das Feuer beherrscht.

Entstanden ist der Film schließlich in der Zeit von Juni bis Oktober 2002 im kanadischen Vancouver. Gekostet hat der Film 100 Millionen Dollar!

Links zum Thema:
X-Men der Film (DVD)
X-Men, der Roman zum Film

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2. Last not Least: Lex Luthor - Michael Rosenbaum

J. R. Ewing und Lex Luthor

Wir leben in einer Zeit, in der Mythen nicht mehr durch Religionen und Kulte geschaffen werden, sie entspringen Massenmedien wie Comicheften oder Fernsehserien. Und wenn sie in ihrem Erfolg die Jahrzehnte überdauern, werden ihre Begriffe selbst zum Allgemeingut. Daher braucht man bei der jüngsten "Star Trek"-Serie die Begriffe "Star Trek" gar nicht mehr zu nennen, und auch die jüngste "Superman"-Serie "Smallville" nimmt einfach den für den Comic erfundenen Kleinstadtnamen als Titel.
Nach "Dallas" haben wir nun erneut eine Serie, die nach einem Städtenamen benannt wurde, und damit hört die Parallele nicht auf. Bei "Dallas" kam der eigentlich als Randfigur geplante Fiesling J. R. Ewing so gut an, dass sich die Serie bald nur noch um ihn drehte. Gleiches könnte bei "Smallville" passieren, denn für viele ist jetzt schon der dreißigjährige Michael Rosenbaum als junger Lex Luthor der eigentliche Star der Serie.

Ein Bösewicht zum Gernhaben

Gert Fröbe, der als Goldfinger im gleichnamigen James Bond-Streifen Weltruhm erlangte, meinte einmal in einem Interview, selbst ein mittelmäßiger Darsteller von Mephisto könne den Faust mühelos an die Wand spielen. Ein Bösewicht habe meist mehr Tiefe und ganz andere darstellerische Möglichkeiten.
Bösewichter sind daher oft begehrte Rollen und sogar in den Disney-Studios reißen sich die Zeichner vor allem darum, den Superschurken übernehmen zu dürfen. Dabei waren schon immer die Disneybösewichter besonders reizvoll, die Charme und Liebenswürdigkeit mitbrachten, man denke nur an den freundlich raunenden Shir Khan aus dem "Dschungelbuch", der mit einer kleinen Bewegung der Augenlider seine Gefährlichkeit hinter der freundlichen Fassade zum Ausdruck brachte. Auf diese Weise entstehen Bösewichter-Legenden. Das Publikum muss den Bad Guy mögen. Daher haben die Macher von "Smallville" mit dem sympathischen Michael Rosenbaum für die Rolle von Supermans künftigem Erzgegner auch die perfekte Wahl getroffen.

Michael Rosenbaum

Oft neigt man dazu, bei großartigen Filmfiguren besonders die Darsteller zu feiern und zu loben. Dabei wird oft vergessen, dass Schauspieler immer nur so gut sein können wie die jeweiligen Autoren, die ihnen all die süffisanten und schlagfertigen Texte in den Mund legen. Und an dem Können der Macher von "Smallville" besteht kein Zweifel. Sie verstehen es nicht nur, ein Comic-Konzept aus den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts zu modernisieren und zur Grundlage einer Erfolgsserie zu machen, sie spielen auch gekonnt mit den Erwartungen der Zuschauer und reizen die Vorteile eines Prequels aus.
Doch erst das unterschwellig schalkhafte Spiel von Rosenbaum dürfte der geheimnisvollen und zum Bösewicht verdammten Luthor-Figur die Würze verleihen, mit der Rosenbaum sich zur idealen Identifikationsfigur der Gruppe junger Erwachsener entwickelte, die sich diese "Teenie-Soap" ansehen.

Rosenbaum wurde am 11. Juli 1972 in Oceanside, New York, geboren. Damit zählt er zu der großen Gemeinde von Darstellern, die einen Heranwachsenden spielen dürfen, obwohl sie die dreißig überschritten haben. (Clark-Darsteller Tom Welling ist 25 Jahre alt.) Der New Yorker Rosenbaum wuchs später in Newsburgh, Indiana, auf, wo er bereits an der Highschool Mitglied verschiedener Theatergruppen war. Das veranlasste ihn, später an der Universität Massenkommunikation und Theater zu studieren. Er sammelte viel Erfahrung auf der Bühne und stellte hin und wieder in der "Conan O'Brien"-Show sein Comedy-Talent unter Beweis, bis er in "The Tom Show" mit Tom Arnold ("Roseanne") eine feste Hauptrolle erhielt.

Es folgten einige Filmrollen, darunter "Mitternacht im Garten von Gut und Böse" mit John Cusack und Kevin Spacey, wo er unter der Regie von Clint Eastwood George Tucker verkörperte. Bekannter dürfte sein Auftritt im Film "Düstere Legenden" sein, er spielt darin den Jungen, der eine unheilvolle Bekanntschaft mit einem Toilettenreiniger macht. Es folgten die Filme "Sweet November" mit Keanu Reeves und Charlize Theron sowie "Sorority Boys" und "Poolhall Junkies" mit Christopher Walken, Rick Schroeder und Chazz Palmintieri. Schließlich drehte er "The House" an der Seite von Steve Martin. Außerdem lieh er verschiedenen Zeichentrickrollen seine Stimme, darunter dem Ghoul in "Batman of the Future". Seine jüngste Cartoon-Rolle ist Flash in der Serie "Justice League".

Als sich Michael Rosenbaum für die Rolle des jungen Lex Luthor bewarb, hatten die Producer bereits 700 Bewerber vorsprechen lassen, ohne fündig geworden zu sein. Damit ihm nicht das Gleiche widerfuhr, wollte er wissen, was die 700 Darsteller vor ihm falsch gemacht hatten. Er erfuhr, dass es den Machern vor allem auf Charisma und Ausstrahlung ankam. Rosenbaum konzentrierte sich darauf, bei seiner Darstellung die Figur von Lex Luthor besonders charmant, ruhig und selbstsicher wirken zu lassen. Kurz darauf machte man ihm ein Angebot.

Eine haarige Sache

Auch wenn sich "Smallville" einige Freiheiten erlaubt, ein Lex Luthor braucht einfach eine Glatze, auch wenn es bei "Lois und Clark" einige Zeit dauerte, bis die Haare fielen. Zuerst versuchten es die Macher mit einer Glatzenattrappe, doch es sah nicht sehr überzeugend aus. Also entschloss man sich, zum Rasiermesser zu greifen. Und das Ergebnis sieht gar nicht so schlecht aus, wie selbst Michael Rosenbaum zugibt. Für ihn sicher kein leichter Schritt, immerhin erstreckt sich sein Vertrag auf die nächsten fünf Jahre. Doch das Fehlen der Haarpracht war einfach zu elementar für die Rolle. Nicht nur, weil die Zuschauer den glatzköpfigen Lex aus Filmen und Comics kennen, sondern auch, weil die Glatze den jungen Lex zum Sonderling und Einzelgänger stempelt, sie symbolisiert seine Andersartigkeit.

Seit zwei Jahren spielt Michael Rosenbaum den einsamen Millionärssohn, der unter dem Druck seines Vaters gelernt hat, frühzeitig den Menschen zu misstrauen, auch wenn er eigentlich nur Gutes im Schild führt. Diese innere Zerrissenheit macht Lex fast zur tragischen Figur, und Rosenbaum verleiht seinem Charakter genau die richtige Dosis von Ambivalenz. Mal sehen wir, wie er sich ernsthaft bemüht, Clark zu helfen und Gutes zu tun, dann aber siegt sein Machthunger und sein Verlangen, seinem Vater zu beweisen, was in ihm steckt. Besonders dramatisch wird es im Zweiteiler, der aus dem Finale der ersten Staffel und dem Auftakt der zweiten Season besteht; darin balanciert Lex lange Zeit auf dem schmalen Pfad zwischen böser Absicht und nachvollziehbarer Verzweiflungstat.

Noch mehr Rosenbaum

Bald rang Rosenbaum in Sachen Popularität der eigentlichen Hauptfigur Clark Kent den ersten Platz ab. Die Macher reagierten prompt: In der zweiten Staffel stieg Lionel, der Vater von Lex, zur Hauptfigur auf, wovon natürlich auch die Figur Lex Luthor profitierte. Seitdem kann man sich auf allerlei Intrigen und Machtkämpfe im Hause der Luthors freuen. Und dabei wird die Wandlung von Lex zum Superschurken Lex Luthor wahrscheinlich der spannendste Aspekt von Supermans Jugendabenteuern.
Und die Glatze? Sie hat Michael Rosenbaum nicht geschadet, noch während der Serie bekam er drei weitere Filmrollen ("Sorority Boys", "Poolhall Junkies" und "Bringing Down the House"). Von ihm dürften wir also auch nach der Serie noch einiges hören.

Links zum Thema:
Smallville (DVD)
Smallville - Die Ankunft (Buch)
Smallville - Der Besucher (Buch)

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3. Kolumne: Die Sache mit dem Aufstehen aus dem Fernsehsessel

Als ich Anfang 1999 meine erste "Star Trek"-Radiosendung moderierte, hielt ich mich für einen großen "Star Trek"-Fan. Lediglich als "Trekkie" wollte ich mich nicht bezeichnen lassen. "Trekkies" waren die Leute, die bei "Schreinemakers Live" auf der Couch saßen und James Doohan bis auf die Knochen blamierten. "Trekkies" waren die, die bei "Vera am Mittag" darüber laberten, dass dort draußen wirklich eine Sternenflotte rumfliegt und sie sich darauf vorbereiten, dort Mitglied zu werden. "Trekkies" waren die, die vorwiegend im Privatfernsehen mit aufwändigen Kostümen und nicht allzu hoher "Hallo, ich werde gerade verarscht!"-Selbsterkenntnisrate dümmliche Kommentare von sich gaben.

Ich war kein Trekkie.

Ich wollte auch gar keiner sein. Ralph Sander schrieb in einem seiner "Star Trek"-Universum-Bände, dass er den Begriff "Trek-Follower" viel passender fände, da mit diesem Begriff auch das Wesentliche ausgedrückt würde: Man folgt der Philosophie einer Serie, die weit mehr als eben nur eine Serie ist. Das wollte ich sein. Ein Trek-Follower. Mit der täglichen Dosis "Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert" im Fernsehen und allen "Star Trek"-Romanen im Regel, die sich mein armes Studenten-Portemonnaie leisten konnte, saß ich in meinem stillen Kämmerlein und war stolz darauf.

Natürlich hätte ich gerne mit Freunden und Bekannten über mein liebstes Hobby, ja meine Passion gar, gesprochen. Das allerdings hatte sich schon frühzeitig als unmöglich herausgestellt. Mein Umfeld zeigte sich, mir völlig unverständlich, von meinem Lieblingsthema als enorm angeödet, reagierte gar aggressiv und feindlich auf alles, was mit spitzen Ohren und Weltraum zu tun hatte. Also las ich weiter und diskutierte dieses Thema zumindest ausschließlich mit mir selbst.

Im Sommer 1999 wurden mein Radioteam und ich dann auf eine Convention eingeladen, von dort aus zu berichten. "Convention?" dachte ich. "Da gehen nur Trekkies hin!" und war drauf und dran, dankend abzulehnen. Nun muss ich zugeben, dass mein "Star Trek"-Herz am lautesten bei der Originalcrew schlägt und jene Con hatte tatsächlich William Shatner auf der Gästeliste. Captain Kirk kam und ich konnte dabei sein. Also schluckte ich all die Ressentiments herunter, ging auf jene Convention - und hatte unglaublichen Spaß!

Ja, auf einer Convention sind Trekkies. Auch die ganz verrückten. Die sind jedoch in der absoluten Minderheit und seit jenem Herbst im Jahre 1999 habe ich einer Vielzahl von Convention etwas gefunden, was mir im wahren Leben so viele Jahre lang verwehrt war: Gleichgesinnte!

Ich kann auf Cons über Star Trek sprechen, ohne dumm angeschaut zu werden. Respektable Personen aller Coleur tummeln sich dort und machen einen wohltuenden Unterschied zu meinem normalen Alltag aus. Diese Treffen sind klasse. Sie machen Spaß. Zudem sieht man den ein oder anderen Schauspieler aus den Serien, was dem einen Besucher mehr, dem anderen weniger bringen mag.

Warum ich den wertvollen Corona-Platz mit dieser Story verschwende?

Vom 2.-4. Mai findet im Bonner Maritim-Hotel die größte Star Trek-Convention Europas statt, die FedCon. Und ich möchte jedem empfehlen, der Zeit, Geld und Gelegenheit hat, sich dieses Ereignis nicht entgehen zu lassen. Eine Tageskarte ist gar nicht so teuer, wie man unter www.fedcon.de leicht überprüfen kann, die Gästeliste kann sich sehen lassen und es gibt einfach keine bessere Con. Gehen sie hin. Lassen Sie sich verzaubern. Meine wirkliche Meinung ist: Es lohnt sich!

Ich bin eben doch ein Trekkie. Ich habe nur lange Zeit nicht begriffen, dass nicht alles, was im Fernsehen läuft, wahr sein muss.

Link zum Thema:
http://www.fedcon.de

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4. Star Trek: trekBEAT

"Enterprise": Rick Berman verspricht große Veränderungen.

Das Staffelfinale von Enterprise "The Expanse" soll dazu dienen den neuen Kurs der Serie zu bestimmen, erzählte kürzlich der Ausführende Produzent Rick Berman.

"Es ist weniger ein Cliffhanger als ein verlockender Ausblick auf das, was die nächste Staffel bringen wird", erzählte Berman Ian Spelling von "Star Trek Monthly". "Die nächste Staffel handelt von einer Mission, auf welche die Enterprise geschickt wird und die mehrere Episoden dauern wird, aber es wird keine Serienhandlung."

In "The Expanse" sieht man eine außerirdische Sonde, die einen verheerenden Angriff auf die Erde startet, bei dem es Millionen von Opfern gibt. Mit der beunruhigenden Aussicht von zukünftigen Einfällen dieser Aliens, wird die Enterprise NX-01 in eine Region des Weltraums, bekannt aus Delphic Ausdehnung, geschickt um weitere Attacken zu verhindern. "Diese Einsätze bilden die Zukunft des Planeten Erde. Sie werden dorthin geschickt, in einen Teil des Weltraums, in dem sie nie zuvor gewesen sind; ein Teil des Alls, vor dem die Vulkanier warnen er sei extrem gefährlich. Er ist wie das Bermuda-Dreieck unseres Quadranten."

Die neue Mission von Enterprise wird mehrere verschiedene Elemente in die Serie einführen und zusätzlich mit dem der Show am längsten dauernden Handlungsbogen in Beziehung stehen, dem Temporalen Kalten Krieg. "Es wird wichtige Veränderungen geben," sagte Berman. "Es wird Veränderungen bei einigen unserer Charakteren geben. Ich meine damit nicht, daß wir unsere Charaktere austauschen. Aber wir werden Veränderungen sehen wenn wir in eine sehr unheilvolle Region des Alls kommen und versuchen ein außerirdisches Volk zu finden, von dem wir Grund haben zu glauben, dass sie alles tun werden, um die Bevölkerung der Erde zu vernichten. Unser Wissen über all das wird von Elementen kommen, die ihren Bezug im Temporalen Kalten Krieg haben."

Berman versprach, dass das Finale voll gepackt sein wird mit einer Menge Überraschungen, einschließlich ein paar neuer Gesichter. "Wir werden in der letzten Folge eine ganze Menge auffahren. Wir legen die neue Mission und auch den Bereich des Alls fest, in den wir gehen werden. Wir werden einige wiederkehrende Charaktere treffen, die wir vorher noch nicht getroffen haben. Und wir werden in eine ziemlich ominöse Aufgabe involviert werden. Das ist die Richtung, die wir mit der Serie in der 3. Staffel einschlagen wollen, und das Finale wird das auf einem sehr dramatischen Weg vorbereiten."

Das komplette Interview, in dem Berman außerdem über kommende Episode der zweiten Staffel spricht, kann in der 104. Ausgabe des "Star Trek Monthly" gefunden werden. Auszüge daraus sind bei Sci-Fi Pulse zu finden.

Brannon Braga für mehr sozialkritische Folgen.

In einem Chat mit Fans auf der offiziellen "Star Trek"-Webseite erklärte Brannon Braga, dass er gern mehr Episoden mit sozialkritischen Hintergrund sehen möchte, doch sie müssten auch anständig gemacht sein.

"Wir haben uns mit einer Vielzahl von sozialen Themen in den ersten beiden Staffeln befasst", sagte er. "'Detained' drehte sich um rassistische Vorurteile... 'Stigma' drehte sich um Intoleranz... aber ich wünschte, wir hätten mehr Folgen diesen Typs bis jetzt gedreht. Ich glaube, sie sind eine wichtige Zutat im 'Star Trek'-Rezept. Das Problem liegt darin, dass diese Art von Geschichten nur sehr schwer zu entwickeln ist. Wir wollen uns nicht einem Thema widmen, bevor wir es in einer raffinierten Art und Weise tun können indem wir eine Science Fiction-Metapher verwenden."

Braga sagte, dass die Produzenten sehr glücklich mit den Interaktionen der Charaktere sind und sprach über die Beziehung zwischen Tucker und T'Pol. "Wir sind sehr zufrieden mit der Art und Weise, wie sich die Beziehungen zwischen den Charakteren entwickelt haben", sagte er. "Es ist wahr, dass es weniger Trip/T'Pol Konflikte gab, aber das war keine bewusste Entscheidung. Wir lieben auch ihre zurückhaltende Dynamik, vielleicht wird man mehr in der Zukunft sehen. Es ist schwierig, alle Charakter-Beziehungen die ganze Zeit über zu zeigen."

Bezüglich T'Pol glaubt Braga nicht, dass sie zu "sexualisiert" sei. "Es gab einige Diskussionen darüber", sagte er. "Wir sind sehr vorsichtig, sie oder einen anderen Schauspieler nicht zu vergegenständlichen. Trotzdem wird man doch bemerkt haben, dass die Männer in der Crew auch ziemlich sexy sind."

Jeder Fan möchte aber mehr über das wichtigste Crewmitglied der Enterprise wissen. "Enterpaws. Wir vermissen Porthos auch! Man wird ihn wiedersehen. Wir zeigen ihn gern nur hin und wieder."

Das gesamte Chat-Transkript findet man auf der Brannon Braga Webseite.

Roddenberry jr. über Fandom-Dokumentation.

"Eine der Ideen ist, herauszufinden wie weit 'Star Trek' die Kulturen berührt hat, wie viele Grenzen durchbrochen wurden", erzählte Roddenberry vor kurzem dem SyFy Portal. "Jeden Tag verschiedene Länder und Menschen zu treffen die von der Idee inspiriert wurden bedeutet schon einiges."

Anders als bei Trekkies wird Roddenberry’s Dokumentation nicht comichaft, sondern: "Du magst 'Star Trek'? Das ist doch dumm. Das ist die Meinung von einigen Leuten, doch ich stimme nicht mit ihnen überein. Wenn man bedenkt wie viele Menschen durch Star Trek inspiriert wurden und was diese Menschen heute dadurch erreicht haben. Es ist mehr als Politiker oder manche Eltern getan haben. Es ist nicht das beste auf der Welt doch ich bin so begeistert davon, dass eine TV Serie so viele Menschen auf so wundervolle Weise inspiriert wurden und ihr Leben dadurch verbessern konnten."

In Erinnerung an seinen Vater meint Roddenberry jr. weiterhin: "Ich denke, ein Teil der schlechten Seiten von ihm sind wahr. Mein Vater war auch nur ein Mensch, er war der Produzent von Star Trek. Wenn einmal ein Skript eingesendet wurde, welches ihm nicht gefiel oder vom Budget her nicht möglich war, schrieb er es einfach um. Ich weiß das er Affären hatte und er war fehlerhaft, doch darum liebte ich ihn so sehr."

Links zum Thema:
Star Trek - Trekkies (Video)

"Enterprise": Promo von "The Breach" online.

Das amerikanische TV-Network UPN hat vor wenigen Tagen den Trailer für die neue "Enterprise"-Episode von nächster Woche gezeigt - "The Breach".

In der Episode wird die Enterprise gebeten, eine Gruppe von denobulanischen Geologen von einer Welt zu evakuieren, die von einer militanten Fraktion übernommen wurde. Und da sie sich tief unter der Oberfläche befinden, muss das Rettungsteam einige heimtückische Höhlenforschungen unternehmen. Währenddessen wird Phlox mit einem Dilemma konfrontiert, als ein weiterer Evakuierter, ein Antaraner, der mit einer tödlichen Dosis an Strahlung verseucht ist, eine Behandlung von dem Denobulaner ablehnt, weil es zwischen den beiden Rassen schon sehr lange böses Blut gibt.

Das 20 sekündige Promo-Video, das sich nur um die Storyline zwischen Doktor Phlox und dem Antaraner dreht, steht nun bei StarTrekkie.com und Starfleet Library zum Download zur Verfügung.

Hugo Award Nominierungen veröffentlicht.

"Enterprise" erhielt vor wenigen Tagen seine ersten Nominierungen für die 50. Hugo Awards, mit denen Leistungen im Science Fiction-Genre gekürt werden.

Die fünfte "Star Trek"-Serie konnte zwei Nominierungen in der Kategorie "Best Dramatic Presentation, Short Form" für sich gewinnen, berichtet Sci-Fi Wire. Bei den Hugo Awards in den vergangenen Jahren gab es keine Unterscheidung zwischen "Short Form" und "Long Form". Dies wurde nun eingeführt um Leistungen sowohl im Fernsehen als auch beim Kinofilm zu würdigen.

"Carbon Creek" erhielt die erste "Enterprise"-Nominierung. Die Episode aus Staffel 2, welche die Geschichte eines Besuches der Vulkanier auf der Erde in den 50er Jahren erzählt, wurde von Chris Black basierend auf einer Story von Rick Berman, Brannon Braga und Dan O'Shannon geschrieben. James Contner führte Regie bei dieser Episode.

Die zweite nominierte Episode ist "A Night In Sickbay", eine eher persönliche Geschichte, die sich um die Beziehung zwischen Captain Archer und seiner Crew dreht. Die Episode wurde von Rick Berman und Brannon Braga geschrieben. David Straiton führte Regie.

Konkurrenz erhalten die beiden Episoden dieses Jahr ausschließlich von drei Joss Whedon-Serien. Die weiteren Nominierungen in der Kategorie "Best Dramatic Presentation, Short Form" sind "Conversations With Dead People" aus "Buffy the Vampire Slayer", der "Firefly"-Pilotfilm "Serenity" und "Waiting In The Wings" von "Angel".

Für die Schwesterkategorie "Best Dramatic Presentation, Long Form" wurden die Kinofilme "Harry Potter und die Kammer des Schreckens", "Der Herr der Ringe: Die Zwei Türme", "Minority Report", "Spider-Man" und "Chihiros Reise ins Zauberland" nominiert.

Frühere "Star Trek" Hugo Award-Gewinner sind unter anderen die beiden "Star Trek: The Next Generation"-Episoden "All Good Things" und "The Inner Light" und zwei Episoden aus der originalen Serie, "The City On The Edge Of Forever" und "The Menagerie". 1968 gewann Gene Roddenberry, Schöpfer des "Star Trek"-Universums, einen Special Award.

Weitere nominierte "Star Trek"-Episoden der vergangenen Jahre waren die "Star Trek: Deep Space Nine"-Folgen "The Visitor" und "Trials An Tribble-ations", die "Star Trek: The Next Generation"-Folgen "Encounter At Farpoint" und jeder "Star Trek"-Kinofilm außer "Star Trek V: The Final Frontier" und "Star Trek: Nemesis".

Die Hugos feiern in diesem Jahr ihr 50. Jubiläum und werden jährlich von der World Science Fiction Society verliehen, um das Beste in Genre-Literatur, -Kunst und -Film zu prämieren. Die Gewinner der diesjährigen Hugo Awards werden auf der Torcon 3 verkündet, die vom 28. August bis 1. September in Toronto in Kanada stattfindet.

Offizielle "Elite Force 2"-Website online.

Vor wenigen Tagen ging die offizielle Homepage zum Ego-Shooter "Elite Force 2" online.

Neben Infos zum Spiel finden Sie auch Wallpapers und in Kürze erste Trailer. Die Homepage ist mit Soundeinlagen aus dem Spiel unterlegt. In den verschiedenen Sektionen finden Sie detaillierte Beschreibungen der 'Hazard-Team'-Mitglieder sowie deren Freunde, Feinde und Ausstattung.

Das Spiel wird mit einer stark verbesserten Quake III Team Area Engine entwickelt und soll im Juni 2003 erscheinen. Weiters wird der Nachfolger erheblich länger dauern, als der doch relativ kurze Vorgänger. Zu Beginn spielen Sie mit ihren Helden Alexander Munroe die letzten Minuten an Bord der Voyager in "Endspiel" nach um dann auf die Enterprise-E zu wechseln.

Links zum Thema:
Star Trek Voyager - Elite Force 2 (PC-Spiel)

Shatner und Nimoy bei der "Hollywood Charity Horse Show".

Zum dreizehnten Mal wird in diesem Monat die "Hollywood Charity Horse Show" unter der Leitung von Schauspieler William Shatner (ST:TOS James T. Kirk) stattfinden. Die Veranstaltung, in der Stars und andere für einen guten Zweck auf die Pferde steigen, gewinnt jedoch dieses Jahr einen weiteren Mitstreiter aus den Reihen der alten Enterprise-Crew: Shatner konnte seinen alten Freund und Kollegen Leonard Nimoy (ST:TOS Spock) überreden, teilzunehmen. Nimoy wird sein Können in einem prominenten Reitteam unter Beweis stellen und unter anderem versuchen, Viehherden "hoch zu Ross" zu umrunden.

Die Show dauert vom 24. bis zum 27. April, die Höhepunkte soll es am 26. April zu sehen geben. Shatner, der selbst seit langer Zeit reitet und, seit seinem Auftritt in "Treffen der Generationen" (1994), auch gemeinsam mit Patrick Stewart (ST:TNG Jean-Luc Picard), sammelt mit der Veranstaltung Geld für die Stiftung "Ahead With Horses" (ein Therapieprogramm mit Pferden für behinderte Kinder) und "LA's Best" (ein Nachmittags-Programm für Schülerinnen und Schüler in Los Angeles).

Links zum Thema:
Star Trek - Mind Meld (DVD)

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5. Star Trek: Die "Deep Space Nine"-Buchreihe

Nachdem in der letzten Ausgabe des Corona Magazines ein Überblick über den "Deep Space Nine"-Relaunch gegeben wurde, widmen sich dieser und folgende Artikel den bisher erschienenen Romanen im Einzelnen.

Avatar

Mysteriös und dramatisch. Diese Worte kommen einem beim Betrachten des wunderschönen Doppelcovers von "Avatar", dem Eröffnungszweiteiler des Relaunches, in den Sinn. Alle Romane werden außerdem unter einem neuen "DS9"-Logo veröffentlicht, welches der Serie einen frischen, modernen Touch gibt.

Autorin beider Romane ist Stephani Danelle Perry. Sie ist in den Genres Fantasy, Science-Fiction und Horror zuhause. Für "Star Trek" hat sie zwei Beiträge für die Geschichtensammlung "The Lives of Dax" und zwei weitere Romane des "DS9"-Relaunches geschrieben. Andere Arbeiten von ihr umfassen die "Resident Evil" Romanreihe, mehrere "Aliens"-Romane und die Buchfassungen einiger Kinofilme. Unter dem Namen Stella Howard hat sie außerdem einen Roman basierend auf der TV-Serie "Xena" geschrieben.

Beim Aufschlagen des ersten Teils erwartet den Leser eine Überraschung. Das Buch beginnt nicht etwa mit der Geschichte selbst, sondern mit einer Zeittafel. Auf vierzehn Seiten ist noch einmal die bisherige Geschichte von Bajor und der Raumstation nahe dem Wurmloch zusammengefasst. Beginnend in der fernen Vergangenheit mit der Entdeckung der ersten Drehkörper, über die cardassianische Besatzung des Planeten bis zum Ende der TV-Serie werden noch einmal alle relevanten Handlungspunkte wiedergegeben. Nach dieser nostalgischen Reise durch sieben Jahre TV-Geschichte findet sich der Leser drei Monate später wieder. Das Abenteuer beginnt ...

Jake, der seit mehreren Wochen an den Ausgrabungen in den Ruinen der historischen Stadt B'hala teilnimmt, erhält eines Tages von einer bajoranischen Geistlichen eine uralte Prophezeiung. Diese berichtet davon, dass Jake ins Wurmloch reisen muß und mit seinem Vater zurückkehren wird. Zumindest interpretiert Jake das Geschriebene auf diese Weise und begibt sich in das Wurmloch.

Wenig später wird jene Geistliche auf Deep Space Nine umgebracht. Bei der darauffolgenden Untersuchung wird eine Verstrickung bis in die obersten Ebenen der religiösen Führung Bajors deutlich. Brennpunkt des Ganzen ist ein Buch mit Prophezeiungen aus dem Besitz der Geistlichen, aus welchem auch Jakes Prophezeiung stammt.

Damit nicht genug. Wenig später kommt es zu einem Blitzangriff einzelner Jem'Hadar auf die Station, der die Zerstörung eines Föderationsschiffes und die Beinahevernichtung von DS9 zur Folge hat. Außerdem gibt sich auf der Station ein Jem'Hadar zu erkennen, der behauptet von Odo geschickt worden zu sein, um die Lebensweisen der Alpha-Quadrant-Bewohner zu beobachten. Die Schrecken des Dominion-Krieges noch im Gedächtnis sendet die Allianz aus Föderation, Klingonen und Romulanern eine Flotte, die in den Gamma-Quadranten fliegen soll, um die Angelegenheit zu untersuchen.

So hat die Crew von Deep Space Nine nicht nur damit zu tun, eine religiöse Eskalation auf Bajor zu vermeiden, sie muss auch einen neuen intergalaktischen Krieg verhindern.

Als Jake, der mittlerweile seit einigen Tagen im Wurmloch auf ein Zeichen seines Vaters wartet, sich zur Rückkehr nach DS9 entschließt, wird sein Shuttle plötzlich von einer Energiewelle erfaßt und tiefer ins Wurmloch gerissen. Da sich all seine Freunde auf DS9 in dem Glauben befinden, er sei unterwegs zu seinem Großvater auf der Erde, wird Jakes Verschwinden von niemandem bemerkt.

Auf der Station gibt es für Colonel Kira ernste Konsequenzen, nachdem sie sich entschlossen hat, das Buch mit den Prophezeihungen entgegen dem Willen der Vedeks ins bajoranische Comnet zu laden. Sie ist der Meinung, alle Bajoraner hätten ein Recht darauf, selbst über den Wahrheitsgehalt des Buches zu entscheiden. Obwohl sich die Vedek-Versammlung notgedrungenerweise offiziell für eine öffentliche Debatte über das Buch ausspricht, wird Kira auf Drängen von Vedek Yevir, dem prominentesten Mitglied der Vedek-Versammlung und Anwärter auf das Amt des Kai, aus dem bajoranischen Glauben ausgeschlossen. Als Konsequenz darf Kira weder Tempel besuchen oder an öffentlichen Gebeten teilnehmen, noch ihren Ohrring tragen.

Mit "Avatar" hat S. D. Perry eine spannende und vielschichtige Geschichte geschrieben. Für viele Handlungsstränge werden hier die Ausgangssituationen geschaffen.
Es lässt sich erahnen, mit welchen Problemen Kira durch den Ausschluss aus dem Glauben konfrontiert werden wird.
Mit dem Jem'Hadar Krieger Taran'atar kommt ein vielversprechender Charakter auf die Station. Man darf gespannt sein, was durch seine Person über das Dominion und die Jem'Hadar berichtet werden wird.
Gerade die Verschlossenheit des Andorianers Shar macht den Leser gespannt auf dessen Hintergründe. Andeutungsweise wird auf einen familiären Konflikt hingewiesen, der im Zusammenhang mit der andorianischen Gesellschaft an sich zu stehen scheint.

Zwischen der neuen Sicherheitschefin Ro Laren und der Stationskommandantin Kira gibt es zahlreiche Konfrontationen. Nicht nur durch ihre gegensätzlichen Meinungen über die Propheten bzw. Wurmlochwesen, sondern gerade weil beide Frauen äußerst selbstbewusst und starrköpfig sein können, birgt diese Beziehung eine Menge Konflikt- und damit Erzählpotential.

Mit einem Schmunzeln kann der Leser das in Quark erwachende Interesse an Ro Laren miterleben, was zu einer Reihe köstlicher Szenen führt, die unbedingt nach mehr verlangen.

Der Zweiteiler "Avatar" läßt an nichts zu wünschen übrig. Eine bis zum Schluss fesselnde Geschichte kombiniert mit interessanten neuen und bekannten Charakteren bietet Drama und Unterhaltung pur. Wenn sich alle folgenden Romane des Relaunches auf dem Niveau von "Avatar" bewegen, ist der Erfolg dieser Buchreihe gewiß. Uneingeschränkt empfehlenswert, auch als Einstieg in die Welt der "Star Trek"-Romane.

Section 31: Abyss

Mit "Abyss" haben David Weddle, der schon für die Fernsehserie "Star Trek: Deep Space Nine" gearbeitet hat, und Jeffrey Lang, mehrmaliger Autor für "Star Trek", ein weiteres Kapitel der Geschichte um die mysteriöse Geheimorganisation Sektion 31 geschrieben, deren selbstgestelltes Ziel es ist, die Föderation um jeden Preis und mit jedem Mittel vor allen nur erdenklichen Gefahren zu schützen. Weddle, der die Idee zu "Abyss" hatte, war übrigens auch Co-Autor von "Inquisition", jener "DS9"-Episode der 6. Staffel, in der Sektion 31 zum ersten Mal zu sehen war.

Die Ereignisse von "Avatar" liegen nur wenige Tage zurück, da bekommt Dr. Bashir Besuch von einem Agenten der Sektion 31. Bashir soll einen anderen Agenten der Organisation aufhalten. Dieser Agent, Dr. Locken, ist aber kein gewöhnlicher Mensch, sondern genauso wie Bashir genetisch verbessert.
Ursprünglich rekrutiert, um für die Zwecke von Sektion 31 eine nie fertiggestellte Dominion-Basis in den Badlands zur Zucht von Jem'Hadar zu nutzen, stellt sich Locken aber gegen seine Auftraggeber und will die Basis für seine eigenen Zwecke nutzen. Locken verfolgt den wahnsinnigen Plan, die Galaxie nach seinem Bild zu formen und zu beherrschen, und nimmt sich dabei ein Beispiel an niemand anderem als Khan Noonien Singh. Um seine Pläne umsetzen zu können, beginnt er die Anlage in Betrieb zu nehmen und Jem'Hadar zu züchten. Von Ezri, Ro Laren und Taran'atar unterstützt, macht sich Dr. Bashir auf, um Locken zu stoppen ...

In diesem Roman über die skrupellose Geheimorganisation der Sternenflotte wird Dr. Bashir mit seinen eigenen Fähigkeiten konfrontiert und muss sich die Frage stellen, wie viel fehlt, um aus einem moralischen Dr. Bashir einen wahnsinnigen Dr. Locken werden zu lassen.

Dass die Jem'Hadar mehr als geistlose Killermaschinen sein können, hat sich schon in "Avatar" gezeigt. So ist ja die Mission von Taran'atar an sich schon ungewöhnlich für einen Jem'Hadar. In "Abyss" findet man einen an seinen Göttern zweifelnden Taran'atar wieder, was interessanterweise zu teils philosophischen Selbstanalysen führt. Im Besonderen seien hier die Gespräche zwischen Taran'atar und dem ersten von Lockens Jem'Hadar genannt.

"Abyss" gelingt es, am hohen Niveau von "Avatar" anzuknüpfen, und bietet, verpackt in eine spannende Geschichte, tiefere Einsichten in das Wesen des Dr. Bashir und der Jem'Hadar. Dieser Roman ist wie seine beiden Vorgänger absolut empfehlenswert.

Links zum Thema:
S. D. Perry - Avatar, Book 1 of 2
Pocket Books, 284 Seiten, ISBN 074340050X, ca. 7 EUR

S. D. Perry - Avatar, Book 2 of 2
Pocket Books, 234 Seiten, ISBN 0743400518, ca. 7 EUR

David Weddle, Jeffrey Lang - Section 31: Abyss
Pocket Books, 292 Seiten, ISBN 0671774832, ca. 7 EUR

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6. Star Trek: 10 Jahre "Deep Space Nine"

Spin-Off

Bereits 1991, während der Produktion für die fünfte Staffel von "Star Trek: The Next Generation", begannen Rick Berman und Michael Piller mit der Entwicklung eines Ablegers der populären Serie. Gene Roddenberry hatte bereits ab der dritten Staffel von "TNG" seine Aufgaben als ausführender Produzent weitgehend an Berman abgegeben, während Piller ab dieser Zeit das Autorenteam verstärkte. Beide haben die "Next Generation" stark geprägt und sie nach den noch etwas unausgegorenen ersten beiden Staffeln auf den richtigen Weg gebracht.

Die Serie steigerte in der Folge ihre Zuschauerzahlen und die Popularität wuchs. Kein Wunder, dass Paramount an einer weiteren "Star Trek"-Serie großes Interesse zeigte. Schließlich würde die "Next Generation" nicht ewig weiterproduziert werden können, die Serie wurde, wie jede andere auch, mit jedem Jahr teurer. Roddenberrys Gesundheit war damals schon zu angeschlagen, als dass er sich noch viel mit einem Spin-Off hätte beschäftigen können. Als Berman und Piller Paramount ihren ersten Entwurf für "Deep Space Nine" vorlegten, war Roddenberry kurz zuvor verstorben. So war "DS9" die erste "Star Trek"-Serie, die nicht von Roddenberry selbst konzipiert worden war.

Ein neuer Anfang

Berman und Piller beschlossen einen neuen Weg zu gehen, weg von einem Raumschiff hin zu einer statischeren Umgebung auf einer Raumstation. Die Autoren von "TNG" hatten schon immer darüber gejammert, dass es aufgrund von Roddenberrys Vorgaben unter der Crew der Enterprise kaum Konfliktpotential gegeben hat. In Roddenberrys Vision der Zukunft war für große Konflikte unter der Crew kein Platz, da er von einer weiterentwickelten Menschheit und Gesellschaft ausging. So entschlossen sich Berman und Piller nicht nur Mitglieder der Föderation und der Sternenflotte zu den Hauptfiguren zu machen, sondern auch Vertreter anderer Völker und Kulturen. Dies sollte für ausreichend Konfliktpotential unter den Hauptfiguren der Serie sorgen. Tatsächlich beeindruckt bei "Deep Space Nine" die wohl originellste Zusammensetzung der Stammcharaktere aller modernen "Star Trek"-Serien - bei "Voyager" und "Enterprise" bewies man leider weit weniger Sinn für Originalität.

Auch die Ausgangssituation war ungewöhnlich und hätte schon für mehr als genug Folgen ausreichend Themen geboten. Aber im Lauf der Serie änderte sich viel, doch dazu später mehr.

Nachdem sich die Entscheidung als richtig erwiesen hatte, "TNG" nicht an ein großes Network zu verkaufen, sondern in die Syndication, entschied man sich auch bei "DS9" für diesen Weg. Durch den überwältigenden Erfolg erwarben mehr als 200 regionale Fernsehsender die Senderechte, und so konnte die Serie von Anfang an von fast allen amerikanischen Haushalten empfangen werden.

Im Januar 1993, während der sechsten Staffel von "TNG", feierte "DS9" seine Premiere im amerikanischen Fernsehen und erzielte die beste jemals gemessene Einschaltquote einer Dramaserie in Syndication.

Modifikationen

Trotz des exzellenten Starts blieb "DS9" während der ersten beiden Staffeln bei den Einschaltquoten zuerst leicht, später aber deutlicher hinter "TNG" zurück. Die Serie erzählte zwar eigenständige Geschichten, aber auch unter vielen Fans gelten die ersten beiden Staffeln als relativ schwach. Die Produktionsstandards waren sehr hoch, aber vielen Folgen fehlte einfach der letzte Kick.

Mit der Einführung des Dominion in der zweiten Staffel und dessen zentraler Rolle im Finale dieser Season waren die Weichen für die dritte Staffel gestellt. Mit der Einführung der Defiant bekam "DS9" eine neue dynamische Komponente, die der Serie sicher gut getan hat, auch wenn sie damit eine deutliche Abkehr vom ursprünglichen Konzept genommen hat.
Die Serie wurde spannender und vielschichtiger, trotzdem sanken auch weiterhin die Zuschauerzahlen. Die zweite und gleichzeitig auch letzte große Kurskorrektur kam mit Beginn der vierten Staffel, als man versuchte, mit dem populären "TNG"-Charakter Worf Zuschauer zurückzugewinnen. Leider scheiterte auch das, die Zuschauerzahlen sanken trotzdem weiter. Trotz allem blieb "DS9" nach dem Ende von "TNG" die erfolgreichste Dramaserie in Syndication.

Erst während der fünften und sechsten Staffel wurde "DS9" von den Fantasy-Serien "Hercules" und "Xena" überholt, konnte aber in seiner siebten und letzten Staffel wieder die Top-Position einnehmen. Insgesamt war die Serie nie so erfolgreich wie ihr Vorgänger "TNG", aber in Anbetracht des immer chaotischer und unüberschaubar werdenden Fernsehmarktes in den USA war die Serie trotz allem ein sehr großer Erfolg.

Space Opera

"DS9" ist bis heute die düsterste und ungewöhnlichste aller "Star Trek"-Serien. Sie zeigt mehr Kontinuität als die anderen Serien dieses Universums und hat eine Fülle an Nebenfiguren erschaffen, die teilweise fast schon interessanter waren als die eigentlichen Hauptcharaktere.
Leider wurde aber eine der wichtigsten Figuren, Gul Dukat, von den Autoren in den letzten beiden Staffeln richtiggehend ruiniert. Trotz starker Soap-Einflüsse blieb "DS9" eine gute SF-Serie.

Erst in den letzten beiden Staffeln machte sich durch die Pagh-Geister ein starker Fantasy-Einfluss bemerkbar, der von den Fans geteilt aufgenommen wurde. Zum ersten Mal wurde bei "Star Trek" nicht nur über Kriege gesprochen, sondern auch einer gezeigt, und zwar vom Ende der fünften Staffel bis zum Serienfinale.
Mit der Einführung von Sektion 31 begingen die Autoren einen weiteren Tabubruch, gaben sie damit doch der Föderation erstmals auch eine dunkle Seite. Insgesamt machte "DS9" das "Star Trek"-Universum sicher realistischer und glaubwürdiger, aber dafür entsprach das Universum von "DS9" nicht mehr so ganz der Roddenberry'schen Vision.

Zwar ist auch "Voyager" unter den Fans umstritten, aber "DS9" hat es von allen bisherigen "Star Trek"-Serien vermutlich am schwersten gehabt sich die Herzen der Fans zu erobern. Zuerst stand die Serie im Schatten der auslaufenden "Next Generation", dann, nach nur vier Monaten als einzige aktuelle "Star Trek"-Serie, startete schon "Voyager" und zog die Aufmerksamkeit der Fans auf sich.
Desweiteren erhielt die Serie niemals die Unterstützung von Paramount, die vorher "TNG" und nachher "Voyager" und jetzt auch "Enterprise" genießen durften. Es ist bezeichnend, dass im ersten Trailer für "Enterprise" im Mai 2001 auf "DS9" als einzige "Star Trek"-Serie nicht Bezug genommen wurde. Erst auf den Protest der Fans hin wurde eine 'korrigierte' Version des Trailers ausgestrahlt, in der auch Sisko erwähnt wird.

Qualitäten

"DS9" ist sicher keine perfekte Serie, aber sie war trotz einiger Fehler und Verirrungen der Autoren ein fesselndes TV-Highlight. Die Geschichten, die uns "DS9" erzählte, waren oft ungewöhnlicher und eigenständiger als die der anderen Nachfolgeserien, aber in der großen Zahl von interessanten und glaubwürdigen Charakteren und dem Handlungsbogen um das Dominion liegt die eigentliche Stärke der Serie.

Auf seine Art hat "DS9" "Star Trek" für immer verändert. Auch wenn nicht alle die Veränderungen begrüßt haben, so war "DS9" sicher kein Kuckucksei im "Star Trek"-Nest. Um es mit vulkanischem IDIC-Prinzip (infinite diversity in infinite combination) auszudrücken: "Star Trek" bietet unendliche Mannigfaltigkeit in unendlichen Kombinationen. Vermutlich hätte es Roddenberry gefallen ...

Links zum Thema:
"Deep Space Nine" Season 1 (DVD)
"Deep Space Nine" Season 2 (DVD)
"Deep Space Nine" Season 3 (DVD)
"Deep Space Nine" Season 4 (DVD)
"Deep Space Nine" Season 5 (DVD)
"Deep Space Nine" Season 6 (DVD)
"Deep Space Nine" Season 7 (DVD)

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7. Drei Fragen an.. Scott Bakula

Seit über einem Monat ist er auch in Deutschland auf den Fernsehbildschirmen aktiv. Scott Bakula ist Captain Jonathan Archer in der neusten "Star Trek"-Serie "Enterprise" und schlägt mit seiner Interpretation mehr in Richtung Captain Kirk als jeder andere Nachfolger des legendären Captains. In der Zeitschrift "Star Trek Monthly", Ausgabe 104, wird Bakula interviewt. Das Corona Magazine hat die freundliche Erlaubnis erhalten, regelmäßig aus den Interviews des Magazines an dieser Stelle zitieren zu dürfen:

Wie läuft es aus Ihrer Sicht mit der zweiten Staffel, ist sie besser als die Erste?
"Wir hatten einen sehr guten Start in das Jahr. Es ist anders als das Erste, weil die Dinge nun alle viel vertrauter mit Allem sind. Wir sind alle sehr glücklich, das erste Jahr so gut hinter uns gebracht zu haben und kommen zudem als Gruppe auf dem Set hervorragend miteinander aus. Das kommt nicht sehr häufig bei einer Serie vor."

Auch die Charaktere gehen sehr entspannt miteinander um. Liegt das auch an der Kameradschaft zwischen den Schauspielern?
"`Zum großen Teil, nehme ich an. Es hat etwas mit Rick Berman und Brannon Braga zu tun. Sie machen dies alles schon so lange Zeit und haben ein Gefühl für die Persönlichkeiten auf dem Set entwickelt. Das braucht man wohl, um uns lebend durch diese sehr langen Staffeln zu bekommen."

Die Technologie in der wirklichen Welt hat sich weiter entwickelt und darum sieht Ihre Enterprise NX-01 viel weiter fortgeschritten aus, als die eigentlich jüngere NCC 1701. Glauben Sie, dass das den Fans missfällt?
"Ich habe noch keine Beschwerde darüber gehört. Wir müssen aber doch alle zugeben, dass wir im Zeitalter von münzgroßen Handys kaum eine 150 Jahre-unmodernere Version des Classic-Kommunikators hätten zeigen können? Es wird sehr darauf geachtet, wie die Technologie aussieht, die wir verwenden. Das Schiff basiert z.B. auf nuklear-angetriebenen Unterwasserbooten und ist eine Projektion, wie sich diese Technik weiterentwickeln könnte. Außerdem: Wir haben so viele schöne Computer und viele andere Technologie an Bord - aber trotzdem ist mein Schiff weit davon entfernt, perfekt zu laufen."

Zitiert aus "Star Trek Monthly", Ausgabe 104.
Für mehr Informationen, besuchen Sie bitte die Seite www.titanmagazines.com.


Link zum Thema:
Space Store - Broken Bow: Captain Archer

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8. Kreuzfeuer

Die in dieser Rubrik durch Namen gekennzeichneten Texte sind Leserzuschriften. Sie spiegeln die Meinung der Leser wieder und stimmen nicht unbedingt mit der Meinung der Redaktion des Corona Magazines überein. Wenn Sie uns auch schreiben möchten; keine Scheu: kreuzfeuer@corona-magazine.de. Bitte beachten Sie, dass wir nur Zuschriften veröffentlichen, die mit vollständigem Namen versehen sind. Die eMail-Adressen der Leser werden auf Anfrage von der Corona-Redaktion bekannt gegeben. Wir danken für Ihr Verständnis!


Corona Magazine #107: Anmerkungen zum Thema Enterprise

Hy, yo, Corona-Team und Leser! Ich habe mit erneutem Anflug von Verzweiflung das post scriptum (PS.) des Leserbriefes von Stephan Müller in Ausgabe 107 gelesen, in dem er die Serie Enterprise kritisiert. Es gab in Star Trek viele Widersprüche (nicht nur in Enterprise), die wir gezwungenermaßen dulden müssen, wenn wir unsere Liebe zu Star Trek nicht beenden wollen. Schade finde ich, dass viele so denken wie Stephan Müller (damit will ich ihn keineswegs persönlich angreifen)! Mit dieser Einstellung wird Star Trek über Kurz oder Lang aus unseren Fernsehern verschwinden und das kann doch kein wahrer Trekkie gutheißen, oder?
Ich mag Enterprise - sehr sogar!

Zu euch: Ihr informiert prima über eine Menge interessante Themen! Immer wieder interessant! Besonders gefällt mir die Idee des Kurzgeschichten-Wettbewerbs! Riesiges Lob an die Abteilung "Wissenschaft"! Danke und weiter so!
- Jöm Schoss


Corona Newsletter: Feedback zum Relaunch

Hallo an die Corona Crew
Erstmal das wichtigste: Lob, Lob und nochmals Lob. Ich bin schon länger ein begeisterter Leser des Corona Magazins, das gerade aufgrund der Themenvielfalt die Bezeichnung "Magazin" voll und ganz verdient. Doch inzwischen bin ich auch ein Fan des Newsletters geworden. Dazu hat natürlich der Geschichtenwettbewerb beigetragen. So etwas hat bisher gefehlt. (Und das sag ich nur als Leser. Wo sonst bekommt man Woche für Woche neue kostenlose Geschichten? Für Autoren besteht natürlich ein weiterer Anreiz. Wo sonst kann man eine solche Lesergruppe erreiche?).

Aber auch die anderen Rubriken des Newsletters profitieren davon. Es ist eine wirklich gelungene Mischung. Inzwischen lese ich den Newsletter wie das Magazin von Vorne bis Hinten und warte Woche für Woche auf den nächsten. Die TV-Vorschau empfinde ich als wirklichen Service. Dabei solltet ihr die Genregrenzen nicht zu eng fassen. Könnte es nicht vielleicht auch Sinn machen, so etwas für Buchveröffentlichungen einzuführen, also eine Art Komplettsicht auf die Veröffentlichungen, zusätzlich zu den Artikeln, die sich mit dem einzelnen konkreten Buch befassen?

Alles in allem nochmal Danke und "Keep up the good work"!
- Andreas Flögel

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9. Rating Report

Nicht einmal mehr zwei Monate und die US-TV-Saison 02/03 ist auch schon wieder vorbei. Zeit also, um einen kurzen Blick auf die Zukunftsaussichten der wichtigsten Genre-Serien zu werfen. Gut sieht es für "Alias", "Smallville" und "Charmed" aus. Diese Serien haben in dieser Saison fast gleich viele Zuschauer in den Bann gezogen wie im Vorjahr ("Alias") oder sich sogar steigern können ("Smallville", "Charmed"). Alle drei Serien wurden auch schon für ein weiteres Jahr verlängert.

Wesentlich schlechtere Quoten als in der vorigen Season erreichten "Enterprise", "Buffy" und "Angel". Während "Enterprise" mit größter Sicherheit zurückkehren wird - man kann hier wohl aber nur mehr vom "Star Trek"-Bonus sprechen, da die Quoten mittlerweile sogar für UPN-Verhältnisse nur mehr durchschnittlich sind - ist "Buffy" bereits Geschichte. Wie es mit "Angel" weitergeht, ist noch ungewiss. Vielleicht weiß man schon mehr, wenn Sie diese Zeilen lesen.

Das Schicksal der Genre-Frischlinge "John Doe" und "Twilight Zone" ist ebenfalls noch ungewiss. Während "John Doe" noch einigermaßen akzeptable Quoten für Fox einfährt, hat sich "Twilight Zone" zu einem großen Flop für das krisengebeutelte "Enterprise"-Network UPN entwickelt. Die Serie sorgt regelmäßig dafür, dass UPN am Mittwochabend nach "Enterprise" vom vorletzten auf den letzten Platz abstürzt. Eine Verlängerung dürfte also sehr unwahrscheinlich sein.

In Deutschland hat "Alias" derzeit schwer zu kämpfen. Die Serie kommt einfach nicht mehr über die 10%-Hürde beim Marktanteil bei den jüngeren Zuschauern. ProSieben zeigt aber erstaunlich viel Geduld mit der Serie, man scheint noch immer an eine Besserung auf dem derzeitigen Sendeplatz zu glauben (oder zu hoffen). Bleibt für die Zuschauer die Hoffnung, dass die ungewöhnliche Serie nicht schon bald aus dem Programm verschwindet ...

"Enterprise" läuft noch immer ganz akzeptabel in der Freitags-Primetime von Sat.1. Leider gibt es jetzt erst mal zwei Wochen Pause - es darf bezweifelt werden, dass dies den Quoten der Serie gut tun wird.
Gut gestartet ist auch wieder die neue Stafel von "Stargate" bei RTL2. Wie üblich sind die neuen Folgen der absolute Quotenrenner für den Sender.

Grund zur Freude hat auch Kabel 1. Die wochentäglichen "Star Trek - The Next Generation"-Wiederholungen sind weiterhin der beste Quotenbringer im Tagesprogramm für den Abspielkanal. Dafür hat Kabel 1 aber weniger Glück mit den "Akte X"-Wiederholungen am Freitagabend. Die Quoten sind so schlecht, dass die Serie diesen Sendeplatz bald abgeben muss. Bei VOX entwickeln sich die Zuschauerzahlen der zweiten Staffel von "Dark Angel" ähnlich schlecht wie zuvor in den USA. Es zeigt sich hier leider wieder einmal, dass Serien während ihrer Laufzeit nur selten Zuschauer gewinnen können, dafür aber leicht und oft verlieren ...

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10. Bad Earth: Informationen zum Start

Diesen Monat gibt es einen erfreulichen Grund, mal nicht über "Perry Rhodan" zu schreiben. Nach über zwanzig Jahren startet der Bastei-Verlag mit "Bad Earth" eine neue SF-Serie. Die wichtigsten Fakten zuerst: Das erste Heft trägt den Titel "Armageddon", ist von Manfred Weinland geschrieben und erscheint am 29.April. Der Erscheinungsrhythmus ist vierzehntäglich.

Kleine Geschichte der Bastei-Serien

Seit "Perry Rhodan" 1961 zum großen Erfolg geworden ist, sind immer wieder neue SF-Serien mit fortlaufender Handlung gestartet worden. Im Bastei-Verlag selbst hat es drei Versuche gegeben: 1966 bis 1967 ist die Serie "Rex Corda" gelaufen, 1975 bis 1976 hieß der Held "Commander Scott" und 1979 bis 1981 haben "Die Terranauten" es auf 99 Hefte und einige Taschenbücher gebracht, bevor die oft als "Öko-SF" bezeichnete Serie eingestellt worden ist. Von den drei Serien wird übrigens "Rex Corda" gerade in Buchform vom Mohlberg-Verlag für Sammler nachgedruckt. Ähnliches geschieht in der Kleinverlagsszene seit einigen Jahren mit mehreren alten Serien, wobei diese jedoch nie den Erscheinungsrhythmus einer Heftserie haben können.

Heftserien sind in den 80er Jahren durch allgemein fallende Verkaufszahlen seltener geworden. Dies hat sich erst geändert, als der im Februar 2000 gestartete Genre-Mix "Maddrax", der sich aus Endzeit, Fantasy, Horror und Science-Fiction zusammensetzt, zum Überraschungserfolg geworden ist. Seitdem startet Bastei wieder Serien im Fantastik-Bereich mit unterschiedlichem Erfolg: Die Horror-Serie "Vampire" ist 2001 gestartet und schnell wieder eingestellt worden, was vernichtenden Rezensionen zufolge an der geringen Qualität gelegen haben dürfte. Die Horror-Fantasy-Serie "Torn" hat immerhin genügend Fans gefunden, um nach dem Ende der Heftserie von fünfzig Bänden als Hardcover-Reihe vom Zaubermond-Verlag fortgeführt zu werden.

"Bad Earth"

Mit "Bad Earth" kommen nun auch SF-Fans zu ihrem Recht. In den offiziellen Leseproben laufen Astronauten über den Mars, geheimnisvolle Raumschiffe landen, in geheimen Bunkern der US-Regierung wird mit Telepathen experimentiert. In Interviews wird ein differenzierteres Bild als das Gut-Böse-Schema versprochen. Weitere Andeutungen lassen ahnen, dass der Titel der Serie nicht von ungefähr kommt. Die Menschheit soll nicht glorifiziert werden.

Chefautor dieser Serie ist Manfred Weinland, der bereits für zahlreiche Serien geschrieben hat und insbesondere einen großen Anteil an der Überarbeitung und Fortsetzung der Serie "Ren Dhark" im HJB-Verlag hat.
Zum Autoren-Team gehören Timothy Stahl und Claudia Kern, die beide vor allem durch ihre Romane für "Maddrax" bekannt geworden sind. Regelrechte Veteranen der deutschen SF-Szene sind Konrad Schaef, der schon in den 60er Jahren unter dem Pseudonym Conrad Shepherd für eine kurze Zeit Teil des "Perry Rhodan"-Teams gewesen ist und in den letzten Jahren an seiner eigenen Serie "Syndic" geschrieben hat, sowie W. K. Giesa, der bereits an unzähligen Serien wie "Star-Gate: Tor zu den Sternen" und "Professor Zamorra" beteiligt war.

Achim Mehnert hat bisher vor allem an Kleinverlag-Serien wie "Ren Dhark" und "Raumschiff Promet" mitgeschrieben. Dazu kommt ein "Perry Rhodan"-Taschenbuch, in dem er sich an dem legendären Schauplatz Derogwanien versuchte.
Wirklich ein Neuling ist Michael Marcus Thurner, der erst vor kurzem mit einem Roman zur "Atlan-Centauri"-Miniserie den Sprung zum Profi-Autor geschafft hat. Bei "Atlan" sind übrigens auch Claudia Kern und Achim Mehnert mit je einem Roman beteiligt. Wie es aussieht, haben die Verlage VPM und Bastei zumindest schon einmal einen kleinen Konkurrenzkampf um Autoren. Ob auch bald um Leser gebuhlt werden muss, dürfte eine interessante Frage werden.

Extras

Bei den Titelbildern ist man bei "Bad Earth" mutig: Diese werden am Computer von der Nachwuchskünstlerin Candy Kay gerendert. Die ersten im Internet veröffentlichten Bilder haben bereits zu Diskussionen geführt. Bei menschlichen Gesichtern ist diese Technik im eher negativen Sinn unverkennbar.

Hoffnung besteht für Innenillustrationen und Risszeichnungen. Ansonsten bleibt der Blick auf die Serie "Maddrax", die es in ihren wenigen Jahren auf ein Rollenspiel-System, Karten der veränderten Erde, einen Soundtrack, ergänzende Hardcover, Nachdruck in Taschenbuch-Form, eine Comic-Serie und diverse andere Gimmicks gebracht hat. Das macht dann ja auch Hoffnung für andere Serien aus dem gleichen Haus.

Links zum Thema:
Die offizielle Homepage: www.bad-earth.de
Die Verlags-Seite: www.bastei.de
Kleinverlagsszene: www.mohlberg-verlag.de
Die höchst interessante Seite von W.K.Giesa: www.wk-giesa.de

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11. Im Gespräch mit Manfred Weinland

Am 29. April erscheint eine neue SF-Heftromanreihe aus dem Hause Bastei. Verantwortlich für die neue Serie zeichnet Manfred Weinland, also kein Unbekannter in der deutschen SF-Literaturszene. Wir nutzten die Gelegenheit, Manfred Weinland einige Fragen zu stellen.

Corona Magazine: Was ist "Bad Earth" und worum geht es bei dieser Serie?

Manfred Weinland: Eine waschechte Space Opera wie "Perry Rhodan", was sicher jedem ein Begriff ist. Die "Helden" - nennen wir sie besser Protagonisten - müssen miterleben, wie die Erde von außerirdischen Invasoren erobert wird, und werden von ihr abgeschnitten, geraten in einen Strudel von Ereignissen, der sie in unbekannte Tiefen der Galaxis entführt. In der Folge werden sie mit dem Umstand konfrontiert, dass die Menschen eine weithin gefürchtete Spezies sind - und versuchen zu ergründen, wie es dazu kommen konnte. Vorrangiges Ziel ist die Rückkehr zur Erde. Dabei stoßen sie aber nicht nur permanent auf Hindernisse, sondern auch auf immer abstrusere Rätsel. Stichwort SENSE OF WONDER. Der soll in der Serie von Beginn an groß geschrieben werden.

Corona Magazine: Was unterscheidet "Bad Earth" von anderen Heftromanserien? Wieso sollte man die Hefte lesen?

Manfred Weinland: "Bad Earth" unterscheidet sich dahingehend, dass unsere "Terraner" Menschen mit all ihren Schattenseiten sind. Bei "Bad Earth" erobert die Erde den Rest des Universums nicht mit Pazifismus und anderen hehren Vorsätzen, sondern mit rücksichtsloser Gewalt - gar nicht so unrealistisch, wenn wir in unserer bisherigen Geschichte zurück oder auch nur auf die Gegenwart blicken.
Zum zweiten Teil der Frage: Um sich auch mal auf eine Alternative zum Erben des Universums einzulassen. Und um gut unterhalten zu werden - darauf legen wir nämlich allergrößten Wert. Das Autorenteam (auch bei "Bad Earth" wird nach festem Exposé geschrieben) setzt sich momentan aus erfahrenen "Alt"-Autoren und ambitionierten Newcomern zusammen: Neben mir sind das innerhalb der ersten zehn Hefte: Claudia Kern, Werner Kurt Giesa, Michael Marcus Thurner, Achim Mehnert und Conrad Shepherd. Danach stoßen noch Timothy Stahl und Ralph Sander hinzu.

Corona Magazine: Sie schreiben und lektorieren beruflich für viele Verlage. Lesen Sie eigentlich noch zum privaten Vergnügen? - Und was?

Manfred Weinland: Wenig. Momentan "Der unsichtbare Mond" von James Owen aus der Reihe "Kai Meyers Mythenwelt" (Festa-Verlag). Daneben mag ich eigentlich alles von Kai Meyer, Andreas Eschbach, William Voltz und Ray Bradbury. Gerade Bradburys "Mars-Chroniken" lese ich alle Jahre mal wieder - sie haben mit dazu beigetragen, dass ich vom Virus SF erfasst wurde. Ebenso wie der unvergessene Willi Voltz, dem ich heute noch nachtrauere, weil ich mir immer wieder vorstelle, was von ihm an Großtaten noch zu erwarten gewesen wäre. Gerade seine letzten Romane, die er ja schon teilweise unter dem Eindruck seiner schweren Krankheit schrieb, gehören zum Besten, was ich in der Heft-SF gelesen habe. Wie man sieht: Ich bin ein kleiner Nostalgiker - was aber nicht verbietet, dass wir mit "Bad Earth" auf der Höhe der Zeit sein wollen. Einfach mal reinschnuppern und sich ein eigenes Urteil bilden. Es wird ja von Anfang an eine Leserseite geben und Kritik, je konstruktiver desto lieber, ist jederzeit willkommen.

Die neue Heftromanserie "Bad Earth" erscheint ab dem 29.04.2003 14-täglich im Zeitschriften- und Bahnhofsbuchhandel und kostet 1,50 Euro.

Links zum Thema:
http://www.bastei.de/ - Viele Infos und die Möglichkeit des Abonnements
Buch-Empfehlung: Die Mars-Chroniken von Ray Bradbury
Hörbuch-Empfehlung: Die Mars-Chroniken auf 7 CDs, gesprochen von Hans Eckardt

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12. Spieletest: Freedom Force

"Spiderman", "Daredevil", "Hulk" - in den Kinos geben sich die Superhelden zurzeit gegenseitig die Filmrollen in die Hand. Allen gemein ist ihre Herkunft: Auf dünnen Papierseiten in amerikanischen Comics erblickten sie fast immer das Licht der Welt. Selbstmurmelnd gehören inzwischen auch Computer- und Videospiele in den Vermarktungsreigen der Hollywood-Strategen, doch bis auf das letztjährige "Spiderman" sind die digitalen Verkörperungen leider selten heldenhaft. Gründe dafür gibt es viele: Die Spiele müssen unbedingt zum Filmstart in die Läden, Spezialeffekte, die im Kino über dürftige Stories hinweg helfen, kommen auf PC oder Spielkonsole nicht ganz so eindrucksvoll rüber. Den finalen Schuss in den Ofen feuert oft jedoch die Lizenzabteilung ab, die den Löwenanteil des Spiel-Budgets für den Erwerb des vermeintlich zugkräftigen Namen verwendet - da bleibt dann für das eigentliche Designen und Programmieren des Spiels zum Film nur noch wenig übrig. Warum schreiben wir das alles? Weil "Freedom Force" ebenfalls ein Superhelden-Titel ist. Entwickelt von Irrational Games und vertrieben von Electronic Arts unterscheidet sich das PC-Spiel von den oben genannten Titeln ganz entscheidend: Es taugt etwas! Zum einen erfindet es kurzerhand sein eigenes Helden-Universum, zum anderen merkt man auf Schritt und Tritt, dass seine Schöpfer echte Comic-Fans sind.

Die Geburt einer Legende

Patriot City, 1962. Ein Tag wie jeder andere. Frank Stiles, Wissenschaftler im Ruhestand, sitzt nach einem Spaziergang auf einer Bank im Benjamin-Franklin-Park. Seinen Job verlor Stiles vor etlichen Jahren, nachdem ein Kollege behauptet hatte, er sei ein kommunistischer Spion. Nicht so gut, wenn man in einem Regierungslabor an Nuklearwaffen arbeitet. Dass Frank eigentlich unschuldig war, interessierte damals niemanden. Während Stiles noch seinen Gedanken nachhängt, erblickt er im Park einen alten Bekannten aus dem Forschungszentrum, der - ausgerechnet! - mit einem Kommunisten zusammen steht. Er schleicht sich an die beiden heran, doch wird entdeckt: Ein Schuss fällt, Stiles bricht tödlich verwundet zusammen. Nur noch verschwommen nimmt er wahr, dass die Statue eines amerikanischen Soldaten neben ihm zu glühen beginnt. Mit letzter Kraft berührt er sie und spürt, wie die Energie in seinen Körper zurück fließt. Seine Wunde ist geheilt, seine Augen sehen wieder klar und seine Muskeln wachsen immens an - die Geburtstunde von Minuteman hat geschlagen. Warum er auf so wundersame Weise überlebt hat und woher die seltsamen Energie-Behälter kommen, die überall in Patriot City herum liegen, erfährt Minuteman von dem Außerirdischen Mentor. Mentor kommt nämlich von einem fremden Planeten, um den Menschen gegen eine drohende Invasion aus einer anderen Dimension beizustehen - thematisch bester Comic-Stoff, der auch noch als solcher mit Standbildern und schräg gezeichneten Bösewichten illustriert wird. Auf ähnliche Weise erfahren Sie auch alles über die Entstehungsgeschichten anderer Helden, die in späteren Missionen zur Freedom Force stoßen.

Für die Freiheit!

Wenn sich Verlauf der Geschichte immer mehr Helden der Freedom Force anschließen, stehen Sie ab einem gewissen Punkt vor der Qual der Wahl: Welche Recken wollen Sie in den jeweiligen Einsatz schicken? Denn: In jeder Mission gewinnen die Freiheitskämpfer Erfahrungspunkte für ihre Taten. Sind davon genug beisammen, steigt der jeweilige Charakter eine Stufe höher. Für den vollbrachten Aufstieg gibt's dann Charakterpunkte, mit denen Sie die Eigenschaften und Fähigkeiten der Figur nach Ihren Wünschen ausbauen dürfen. Soll Mentor seine psychischen Fähigkeiten lieber verbessern oder besser gleich eine neue erlernen? Soll Minuteman einen neuen Angriff oder ein Kommando erhalten, mit dem er dem Mumm seiner Mitstreiter erhöht? Sie haben es in der Hand. Mit Prestigepunkten, die Sie ebenfalls am Ende einer Mission erhalten, werben Sie schließlich neue Mitglieder für die Freedom Force an, die von der Truppe gehört haben und ebenfalls gegen das Böse in der Welt angehen wollen. Oh, und bis jetzt habe ich Ihnen noch nichts über das Genre von "Freedom Force" verraten. Das ist auch nicht ganz einfach: Am ehesten wäre das eine Mischung aus Rollen-, Action- und Echtzeit-Strategiespiel mit Pausenfunktion. Klingt ungewöhnlich, spielt sich jedoch famos. So sorgen überraschende Wendungen dafür, dass die Missionen spannend bleiben. Eine endet beispielsweise mit der Gefangennahme von Mentor und Minuteman. Dramatisch-besorgt intoniert ein Sprecher aus dem Off die Frage, wie sie ihren Häschern jemals wieder entkommen sollen. Auftritt El Diablo, der in seinem ersten Einsatz die zukünftigen Kollegen retten muss. Solche Aufgaben, in Primär- und Sekundärziele unterteilt, wechseln gelegentlich auch während einer Mission. Diese ist schnell vorbei, wenn Sie Ihr Primärziel nicht erreichen. Gelingt Ihnen ein Sekundärziel, etwa die Beschützung von Zivilisten, nicht, erhalten Sie am Ende weniger Prestigepunkte. Zusätzliches Prestige bekommen Sie für Handlungen, die nicht Teil der Missionsbeschreibung sind – etwa, wenn Sie alle Verbrecher, die im Stadtviertel herum lungern, k.o. schlagen. Verliert einer Ihrer Helden im Verlauf der Mission alle Trefferpunkte, so ist er keinesfalls tot. Er liegt aber für den Rest der Mission benommen am Boden und kann nicht mehr zum Gelingen derselben beitragen. Soll heißen: In Patriot City stirbt niemand – Jugend gefährdend ist "Freedom Force" somit kein Stück.

"Nu-cle-ar Win-ter, nu-cle-ar Win-ter"

Erst beim Schreiben dieses Textes habe ich die Spielanleitung zum ersten Mal in die Finger genommen - einem eingebauten Tutorial sei's gedankt, das Sie nach und nach mit der Steuerung der Helden sowie den einzelnen Menüs zwischen den Missionen vertraut macht. Besitzen Sie eine Maus mit Scroll-Rad, dann dürften die einzigen Tasten, die Sie während einer Mission benötigen, die Leer- und die "Alt"-Taste sein. Erstere pausiert das Spielgeschehen - bei mehreren Helden, die an verschiedenen Ecken der Stadt unterwegs sind, überlebensnotwendig. Die zweite Taste sorgt dafür, dass Sie den Blickwinkel des Geschehens drehen können, etwa, wenn Ihnen ein Gebäude im Weg steht, nachdem Minuteman um dessen Ecke geschlichen ist. Bewegen Sie sich mit Hilfe des Scroll-Rades näher ans Geschehen (alternativ: "Alt" gedrückt halten und die Maus nach oben beziehungsweise unten schieben), werden die Bauwerke transparent, um Ihnen ungeplante Feindberührungen zu ersparen. Geht es, wie im vorigen Abschnitt beschrieben, zwischen den Einsätzen an die Helden-Fortbildung, erklären sich alle "Upgrades" von selbst. Außerdem ist Ihre Wahl erst final, wenn Sie sich der nächsten Figur zuwenden: Sie können also beliebig auf- und abrüsten, um die Charakterpunkte optimal zu verteilen - sehr komfortabel. Komfortabel ist auch, dass das Speichern jederzeit möglich ist. Sollten Sie die Geschichte durch gespielt haben, ist "Freedom Force" noch lange nicht am Ende: Erschaffen oder importieren Sie sich einfach Ihre eigenen Helden und gehen Sie in zünftigen Mehrspielerpartien online oder im Netzwerk auf die Jagd nach Bösewichtern. Im Internet gibt es obendrein zahlreiche Websites, auf denen Publikumslieblinge wie Batman, die X-Men oder die Fantastischen Vier im Freedom-Force-Format auf ihren Einsatz warten. Suchen Sie bei Google oder der Suchmaschine Ihres Vertrauens einfach mal nach "Freedom Force" und "Skins". Die Optik ist allerdings ein kleiner Schwachpunkt von "Freedom Force": Helden und deren Bewegungsabläufe sehen prima aus, doch die Umgebungen könnten etwas schöner gestaltet sein - auch, wenn es sich um ein "Comic-Universum" handelt. Kultig sind dagegen die Stimmen der Charaktere sowie die Musik, die sich fest im Innenohr verankert: Der "Nu-cle-ar Win-ter, nu-cle-ar Winter, hooo-hmm, hooo-hmm"-Gesang, der an russische Gefangenenchöre erinnert, geht einem noch Tage später nicht aus dem Kopf. "Freedom Force" ist komplett eingedeutscht, wahlweise stehen Ihnen noch Englisch oder Französisch zur Verfügung. Verfügen Sie über Grundkenntnisse der englischen Sprache, legen wir Ihnen die englische Installation ans Herz: Im Original kommen die Sprüche und Stimmen noch einen Tick kultiger aus den Kalotten.

Fazit: Freedom Force rockt!

Die Mischung aus Ernsthaftigkeit und Selbstironie ist es, was mir bei "Freedom Force" richtig Spaß macht. Die Akteure sprechen stellenweise herrlich pathetisch - doch deswegen ist das Spiel nicht weniger dramatisch. So etwa, wenn Minuteman entscheiden muss, ob er lieber einem Bösewicht hinterher jagen oder einem verletzten Jungen hinterher laufen soll. Und abwechslungsreich ist "Freedom Force" auf alle Fälle: So vereiteln Sie einen Bankraub, infiltrieren ein gegnerisches Lager oder machen einen Flugzeugträger unsicher. Manchmal muss man eine Mission mehrfach angehen, um sie zu schaffen. Doch das artet nie in Frust aus, sondern ist hochgradig motivierend: Beim Testen saß ich mehrere Nächte bis zwei, drei Uhr vor dem PC, weil ich die jeweilige Mission unbedingt schaffen wollte. Wenn in Ihrer Wohnung noch ein paar Kisten mit Comics stehen und Sie intelligent-knifflige Unterhaltung mögen, dann ist "Freedom Force" Ihr Spiel!

Links zum Thema:
Die offizielle "Freedom Force"-Homepage
Electronic Arts - Freedom Force (PC-Spiel)

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13. Kurz und Bündig
SF-Antiquariat: König Ratte

"König Ratte" von China Mieville ist schon vom Genre her schwer einzuordnen, aber bei Lichte besehen handelt es sich wohl um Fantasy, auch wenn der Roman beginnt wie ein Krimi. Ort der Handlung ist London, über die Zeit wird nichts genaues gesagt, aber er spielt wohl in der Gegenwart, denn die Welt des Buches unterscheidet sich nur in zwei Punkten, von der, die wir kennen: Mindestens Ratten, Spinnen und Vögel haben je einen Herrscher, der zwar aussieht wie ein Mensch - oder wenigstens so ähnlich -, aber tatsächlich eine Art Zwischending zwischen einem Menschen und einem Angehörigen seines Volkes ist, und der Rattenfänger von Hameln geht immer noch um.

Außerdem - oder deswegen - geht es in dem Roman um Musik, insbesondere um Jungle. Die Verbindung zwischen diesen beiden Themenkreisen stellt die Hauptfigur des Romanes dar, Saul Garamond, der in Musikerkreisen verkehrt nach dem äußerst gewaltsamen Tod seines Vaters zu seiner Überraschung erfährt, dass er ein Verwandter der Titelfigur ist und also ebenfalls ein Zwischending zwischen Mensch und Ratte ist. Von da an wandelt er zwischen dem "Underground" von London und dem der Musik.

Auch der Roman selbst verbindet Kompositionselemente der Literatur mit denen der Musik. Wirkliche Menschen kommen fast ebenso wenige vor wie wirkliche Ratten, es sei denn als Massen von Ratten oder von Discogängern und Passanten. Und von den wenigen wirklichen Menschen, die auftauchen, verschwinden einige schnell oder langsam wie Soloinstrumente, die sich wieder ins Orchester einordnen.

Auch der Leser wird in die Handlungs- und Spannungsbögen hineingezogen. So gibt ein Extempore über die Aufmerksamkeitskurven von Ratten ziemlich genau die Situation wieder, in der der Leser sich an dieser Stelle der Handlung empfindet. Wie der Roman sich vom Krimi zur Fantasy wandelt, so wandelt sich auch der Stil, der am Anfang fast überdeutlich in der Tradition von Altmeistern wie Raymond Chandler steht, in etwas Ureigenes.

Die eigentliche Handlung des Romanes, die auf der nachvollziehbaren wechselseitigen Abneigung zwischen den Ratten und dem Rattenfänger aufbaut und langsam aber sicher dem Showdown entgegensteigt, tritt dabei fast in den Hintergrund gegenüber den Wandlungen, die die Welt und die Charaktere durchmachen - und auch die Musik, um deren Komposition es geht.

Wer sich einfach mit der Handlung treiben lässt, wird am Ende feststellen, dass er um eine irritierende und unerwartete Erfahrung reicher ist.

Link zum Thema:
China Mieville - König Ratte
Lübbe, 460 Seiten, ISBN 3404243102, ca. 8 EUR


SF-Buchkritik: Der Preis der Ehre - der neue "Enterprise"-Roman

Auf der Enterprise NX-01 trifft eine Nachricht ein, die als Notruf eines Außenpostens einer fremden Rasse interpretiert wird. Captain Archer gibt daraufhin den Befehl, die Quelle der Nachricht anzufliegen, um Untersuchungen aufzunehmen. Währenddessen freundet sich Waffenoffizier Lt. Reed mit einem weiblichen Besatzungsmitglied an, das unter den düsteren Geschehnissen in ihrer Vergangenheit leidet. Auf dem Außenposten kommt es schließlich zu einem rätselhaften Unfall, in dessen weiteren Verlauf Lt. Reed gezwungen ist, seine Freundin zu töten. Zeitgleich erscheinen zwei Alienraumer und beschuldigen Captain Archer und seine Crew, in feindseliger Absicht in ihr Territorium eingedrungen zu sein. Jonathan Archer bemüht sich, die Situation zu schlichten, als es an Bord der Enterprise NX-01 zu einem Mord kommt.

Dave Stern ist ein alter Hase im "Star Trek"-Universum. Als Redakteur zeichnete er für eine Reihe von "Star Trek"-Romanen mitverantwortlich und schrieb nun den zweiten regulären Roman zur neuen Serie "Enterprise", der den taktischen und Waffenoffizier Lt. Malcolm Reed in den Vordergrund der Handlung stellt. Leider ist die Geschichte, die Stern erzählt, viel zu leicht zu durchschauen und die Aktionen seiner Charaktere sind an manchen Stellen entweder zu unmotiviert oder nur schwernachvollziehbar. In Rückblenden erinnert sich Malcolm Reed an die Zeit vor dem Mord, in der er das Besatzungsmitglied Ensign Hart kennen lernte und sich mit ihr anfreundete, bis er schließlich gezwungen war, sie in Notwehr zu erschießen. Diese zwei Zeitebenen, die sich im Laufe der Lektüre immer weiter annähern, verstehen es selten, so zu fesseln wie sie es eigentlich sollten.

Neben dem überaus guten "Das Rätsel der Fazi" schneidet "Der Preis der Ehre" von Dave Stern eher schlecht ab. Wer jedoch mehr von den neuen Helden der fünften "Star Trek"-Serie haben möchte als wöchentlich im Fernsehen zu sehen ist, dem sei dieser Roman dennoch ans Herz gelegt. Ihn zu lesen bereitet keine Qualen, er hätte allerdings besser sein können.

Links zum Thema:
Dave Stern - Der Preis der Ehre
Heyne Vlg, 300 Seiten, ISBN 3453870506, ca. 8 EUR

Dean Wesley Smith - Das Rätsel der Fazi
Heyne Vlg, 260 Seiten, ISBN 3453865367, ca. 8 EUR


SF-Buchkritik: Palmer Land. Die nächsten Jahre der Vergangenheit.

Wer hat nicht schon einmal von obskuren Theorien über geheime Militärbasen irgendeiner noch bestehenden, imaginären oder vergangenen Weltmacht auf dem Nordpol gehört und das Gehörte schnell wieder aus seinem Gedächtnis verbannt? Denn Verschwörungen sind nicht alltagstauglich, aber, so hat der 55-jährige Richard Hayer eindrucksvoll bewiesen, durchaus in der Lage ein Buch zu inspirieren. Auch, wenn Hayer weniger die Gelüste von Verschwörungstheoretikern der Gegenwart mit Thesen über Weltregierungen, Geheimdienste und das 3. Reich erfüllt, könnte die aufgegriffene Behauptung Charles H. Hapgoods über eine steinzeitliche Hochkultur in der Antarktis vor etwa 12 000 Jahren nicht brisanter sein. So brisant, dass gleich zu Anfang des Buches Angehörige einer Schweizer Firma mitten in der Eiswüste von einer russischen Gruppierung grausam ermordet werden. Kurz darauf ist die Station der Getöteten wieder voll besetzt und keiner hat etwas mitbekommen. Waren sie dem Geheimnis zu nahe? Wer waren die Mörder? Mit diesen Fragen muss sich der britische Baumanager Ash Kenelly zunächst nicht beschäftigen. Er nimmt lediglich einen Bauauftrag in der Antarktis an und muss gegen seinen Willen die Kinder seines Auftraggebers und ihre Betreuerin Michelle Schneider mitnehmen. Doch als der junge Carl beim Besuchen einer russischen Forschungsstation - wen wundert’s? - entführt wird, müssen er und Michelle sich langsam mit der Umgebung um sie herum befassen. Man ist bei Bohrungen auf Spuren menschlicher Zivilisation gestoßen und auf einem Satellitenfoto des Ross-Eisschelfs im antarktischen Winter ist das Wärmebild eines riesigen Flugzeuges sichtbar geworden. Eine Jagd rund um den Globus beginnt und führt den Leser über Sydney, Zürich, Sibirien bis nach Kairo.

Richard Hayer gelingt es durch seine realistische und dramatische Erzählweise den Leser in seinen Bann zu ziehen. Durch einiges an Querverweisen auf gerade in der jüngsten Zeit wieder aktuell gewordenen Phänomene, wie die Geheimnisse um den Südschacht der Cheops-Pyramide, gewinnt seine Geschichte ein gehöriges Maß an Authentizität. Gepaart mit einer stürmischen und packenden Handlung eine ideale Mischung.

Der gelernte Physiker leugnet nicht, dass sein beruflicher Abschluss einen gehörigen Einfluss auf das Buch gehabt hat. "Die Faszination dieser physikalischen Prinzipien, nach denen sich unerwartet Erdschichten verschieben können und die raffinierte Physik, die dahinter steckt, fasziniert mich einfach!", sagte er uns im Interview. Auch der Gedanke, dass eine längst ausgestorbene Kultur mit der heutigen Zivilisation fast schon kommunizieren könne, sei eine hoch interessante Frage für ihn und mit ein Anlass gewesen, dieses Buch zu schreiben. Dass selbiges dann auch einen der größeren Verlage (Ullstein) gefunden habe, sei keineswegs von vorneherein klar gewesen. Das Erstlingswerk des Autors sei vor seiner Suche nach einem Verlag entstanden und das sei, so Hayer, auch der richtige Weg. "Es hat keinen Sinn, als Frischling, mit halbfertigen Büchern oder nur Ideen vor den Verlagen zu erscheinen - das klappt nicht." Vor allem ausschlaggebend sei seiner Meinung nach die persönliche Vorstellung gewesen. "Dann hat man Gelegenheit zum Gespräch und das ist es auch ein bisschen besser, als wenn man irgendwo anonym abgeheftet wird." Das ist ihm zumindest, gemessen an den Pressereaktionen, nicht passiert, auch, wenn er bescheiden einräumt mit einer gehörigen Portion Naivität an die Sache heran gegangen zu sein: "Man denkt natürlich erst, die ganze Welt hört dahin, wenn man etwas macht. Aber so ist das natürlich nicht. Insofern hält das Presseecho die Balance zwischen übersteigerter Erwartung und der Bescheidenheit, die einen dann doch irgendwann beschleicht."

Das komplette Interview und Auszüge aus dem Buch können in der SF-Radio Leseprobe über die Adresse http://www.sf-radio.net/radio/leseprobe/ am 20. April gehört werden.

Link zum Thema:
Richard Hayer - Palmer Land. Die nächsten Jahre der Vergangenheit.
Ullstein Tb, 590 Seiten, ISBN 3548254195, ca. 9 EUR

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14. Wissenschaft: Kernfusion - Energiequelle der Zukunft

In der Sonne brennt das Feuer der Kernfusion, unter hohem Druck und unvorstellbaren Temperaturen werden Wasserstoffkerne ineinander gedrückt und verschmelzen zu Helium, wobei viel Energie frei wird - 1 Gramm Wasserstoff erzeugt ein Energieäquivalent von etwa 10.000 Litern Heizöl. Diese Energie auch auf der Erde freizusetzen, ist seit nunmehr 50 Jahren das Ziel der Physiker, wie zum Beispiel in Garching, wo der erste Fusionsreaktor, der mehr Energie liefert als hineingesteckt werden muss, 2012 in Betrieb gehen soll.

Es gibt zwei Möglichkeiten, aus einem Atom Energie zu gewinnen: Zum einen kann man es spalten, wobei ein Teil der Bindungsenergie frei wird. Das geht allerdings nur mit schweren Atomen, vorzugsweise solchen, die von selbst zerfallen, dazu gehören die radioaktiven Elemente wie Uran usw. - das nennt man Kernfission oder Kernspaltung. Alle anderen schweren Elemente zerfallen auch, aber mit so großen Halbwertzeiten, dass sie nicht für die Energiegewinnung eingesetzt werden können. Zum anderen gibt es die Kernfusion, die Verschmelzung, die hier genauer betrachtet werden soll.

Elemente, die leichter sind als Eisen, geben bei der Verschmelzung Energie ab. Das liegt am Zusammenwirken der verschiedenen Kernkräfte und dem inneren Aufbau der Kerne. Während Sterne zum Beispiel auch Helium und Kohlenstoff verschmelzen können, wenn der Wasserstoff verbraucht ist - das hängt mit der Größe der Sterne zusammen -, benutzt man auf der Erde den sogenannten schweren Wasserstoff, also die Isotope des Wasserstoffs - Deuterium und Tritium -, die im Kern zusätzlich zum Proton ein oder zwei Neutronen haben und daher leichter verschmelzen als der einfache Wasserstoff.

So hohe Drücke wie in der Sonne kann man im Labor allerdings nicht erzeugen, deshalb müssen die Physiker im Gegenzug die Temperatur so weit erhöhen, dass die thermische Energie allein ausreicht, um die Wasserstoffkerne zum Zusammenstoßen zu bringen. Die hohe Energie ist notwendig, da die im Plasma von den Elektronen getrennten Atomkerne sich gegenseitig abstoßen, diese Abstoßungsenergie muss überwunden werden, bevor die Kerne verschmelzen können. Heiße Atomkerne bewegen sich sehr schnell und können deshalb diese Potentialbarriere der elektrischen Abstoßung überwinden.

Die dazu nötigen Temperaturen von 400 Millionen Grad könnte keine Isolierung auch nur kürzeste Zeit überstehen, deshalb wird das Plasma in einem Magnetring festgehalten und erhitzt, der eine ausgeklügelte Form haben muss, damit das Plasma nicht die Wände berühren kann. Mit zwei Formen wird zur Zeit experimentiert, die eine ist der Tokamak-Reaktor in Form eines Torus - eines großen etwas höheren Donut. Das Plasma fließt hier im Kreis und kann so gut unter Kontrolle gehalten werden.

Die neuere Form ist der sogenannte Stellerator, ein kompliziert gewundener Torus, dessen Magnetfeld das Plasma besser halten und erhitzen können soll. Da die Magnetfelder und die Anordnung der Magnetspulen mit Computern berechnet werden können, muss im Plasma kein Strom mehr fließen. Der Betrieb des Tokamak-Typs ist wesentlich aufwendiger als der des Stellerators, aber bis die neue Technik ausgereift ist, kann nicht darauf verzichten werden. Durch die induzierten Ströme des Magnetfeldes im Plasma wird es erhitzt und die geladenen Teilchen, Elektronen und Atomkerne, werden durch das Magnetfeld in der Reaktionskammer gehalten, ohne dass es zu einer Berührung von Plasma und Wand kommen kann. So muss die Isolierung lediglich der Wärmestrahlung des heißen Plasmas widerstehen, was derzeit nur Hochleistungskeramiken zu leisten vermögen.

Die Zündung des Sonnenfeuers macht zur Zeit die größten Probleme, dazu werden extrem starke Laser eingesetzt, deren Energieverbrauch so groß ist, dass netto noch keine Energie aus der Kernfusion gewonnen werden kann. Außerdem reicht im Moment die hineingesteckte Energie noch nicht aus, um das Feuer dauerhaft zu entzünden. Bisherige Experimente sind noch nicht über Bruchteile von Sekunden hinausgekommen. Das wird sich allerdings bald ändern, weil Ultrakurzzeitlaser entwickelt werden, in denen das Laserlicht extrem verstärkt werden kann, so dass für Sekundenbruchteile Energien und Intensitäten erreicht werden, die genügen, um das Plasma zu zünden. Solche Laser sollen übrigens auch zur Simulation von Atomwaffen oder zur Erforschung des Ablaufs chemischer Reaktionen zum Einsatz kommen.

Erst die nächste Generation der Fusionsreaktoren, die eine größere Menge an Plasma und leistungsfähigere Laser enthalten, lässt eine Brenndauer von wenigen Sekunden erwarten. Genau wie bei den Kernkraftwerken wird mit der frei werdenden Energie Wasser erhitzt, das dann wieder Turbinen antreibt, die den Strom erzeugen.

Ganz sauber ist diese Technologie allerdings nicht, es muss beachtet werden, dass auch Deuterium und Tritium die umgebenden Materialien verunreinigen, denn die bei der Fusion frei werdende Strahlung macht die umgebende Maschinerie radioaktiv, Eindämmung und Magneten werden somit nach und nach zu radioaktivem Abfall. Der hat zwar Halbwertszeiten, die wesentlich unter denen der Kernfission liegen, trotzdem muss auch dieser Sondermüll sicher eingelagert werden. Es wird allerdings auch nach Möglichkeiten gesucht, das Tritium in gewissem Umfang zum Beispiel aus kontaminiertem Kühlwasser zurückzugewinnen. Hinzu kommt, dass es auf der Erde keine natürlichen Tritiumvorkommen gibt, es muss also kerntechnisch erbrütet werden, indem man Wasser mit Neutronen beschießt, wobei ebenfalls radioaktiver Abfall entsteht.

Zweifellos ist die Kernfusion aber sicherer als die Kernspaltung, da es nicht zu einer unkontrollierten Kettenreaktion kommen kann, selbst wenn die erzeugte Energie des Plasmas irgendwann ausreichen sollte, das Wasserstoffbrennen aufrecht zu erhalten, ist in der Brennkammer nur wenig Treibstoff vorhanden und es würde sofort abkühlen, wenn es unkontrolliert mit der Wand in Berührung kommt.

Vor kurzem hat sich aber noch eine weitere Möglichkeit aufgetan, es ist zwar nicht die Kernfusion im Wasserglas, aber ziemlich dicht dran. In diesem Verfahren - das schon in dem Film "Außer Kontrolle" mit Keanu Reeves und Morgan Freeman als Vorlage dient - wird schweres Wasser mit Ultraschall bestrahlt; wenn die richtige Frequenz getroffen wird, bilden sich Gasblasen, man nennt diesen Effekt auch akustische Kavitation, die sich schnell ausdehnen und dann implodieren. Dies setzt große Energiemengen frei, die als Sonoluminiszenz bekannt geworden sind; seit dieses Phänomen 1933 entdeckt wurde, hat man aber nur Lichtblitze erzeugen können, was schon erstaunlich genug ist, da selbst für sichtbares Licht die Energie der eingestrahlten Schallwelle bereits millionenfach verstärkt werden muss. Wie das geschieht, ist noch nicht endgültig geklärt.

Im Oak Ridge National Laboratory hat man vor kurzem ein Experiment durchgeführt bei dem das Wasserstoffatom im Aceton-Molekül durch Deuterium ersetzt wurde; neben der Ultraschallbestrahlung wurde das Aceton durch einen Strahl hochenergetischer Neutronen geschickt. Es gibt Hinweise darauf, dass es bei diesen Experimenten zur Kernfusion gekommen sein könnte, wobei Deuterium, unter Aussendung eines überschüssigen Neutrons mit charakteristischer Energie, zu Helium umgewandelt wurde.
Diese Experimente werden derzeit kontrovers diskutiert und konnten bisher von anderen Experimentatoren nicht bestätigt werden.

Ob die Kernfusion nun die Lösung aller Energieprobleme dieser Welt ist, wie das auch schon bei der Kernspaltung versprochen wurde, oder ob man die Sonnenenergie mit weniger Aufwand über Photovoltaik und Sonnenkollektoren nutzt, wird die Zukunft zeigen. Die Forschungen auf diesem Gebiet werden sich noch viele Jahre hinziehen und wie bei der Sonolumineszenz warten auf die Forscher sicherlich noch eine Reihe spannender Entdeckungen, über die sich die Physiker den Kopf zerbrechen können.

Links zum Thema:
Versuch einer Technikfolgenabschätzung zur Kernfusion
http://cips02.physik.uni-bonn.de/~voss/referat/referat.html

Stoßwellen, Jets und Sonolumineszenz
http://www.physik3.gwdg.de/

Fusion-in-a-bubble sparks controversy
http://physicsweb.org/

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15. Subspace Link

"Ghostrider": Drehbuch wird überarbeitet!

Mark Steven Johnson, Regisseur des kommenden "Ghost Rider"-Kinofilms, hat gemeint, dass er sich zunächst um das Drehbuch zum Film kümmern werde. "Empire Online" sagte er, er werde tatsächlich eine frühere Version eines Drehbuchs von David Goyer ("Blade") überarbeiten. Johnsons Ziel sei es, das ganze düsterer zu gestalten und mehr Elemente aus den Original-Comics in das Drehbuch einfließen zu lassen. Derzeit arbeite er daran, und hoffe, im kommenden Winter mit den Dreharbeiten starten zu können.

"The Jacket": Mit Mark Wahlberg.

Mark Wahlberg wird in dem Zeitreise-Thriller "The Jacket" von John Maybury die Hauptrolle übernehmen. Laut "Variety" wird der Film von George Clooney, Steven Soderbergh und Peter Guber produziert. Wahlberg wird im Film einen Soldaten spielen, der des Mordes angeklagt wird und glaubt, dass er durch die Zeit reist. Das Drehbuch hierzu stammt von Marc Rocco ("Murder in the First") und Massy Tadjedin.

"X-Men 2": Wolverine wird ganz düster!

Hugh Jackman hat im Interview gemeint, man dürfe in "X-Men 2" einen düstereren "Wolverine" erwarten als im ersten Teil. "SF-Wire" sagte er, der Film werde "Wolverine" als Berserker zeigen - etwas, was dem ersten Film gefehlt habe. Im Film werde Jackman einige intensive Alptraumsequenzen haben sowie emotionale Szenen mit Famke Janssen alias "Jean Grey". Bryan Singer sagte der gleichen Site, dass der erste Film eine Lehre für ihn gewesen sei und dass er mit dem zweiten Film all das realisieren konnte, was er eigentlich schon im ersten Film machen wollte. Der Film enthalte außerdem Elemente, die einen dritten Film ermöglichen würden.

"Alien 5": James Cameron spricht über Regie und Drehbauch.

Einmal mehr hat James Cameron über den fünften "Alien"-Film gesprochen. Gegenüber "Empire Online" sagte er nun, er werde bei einem solchen Film nicht die Regie übernehmen, aber das Drehbuch schreiben und produzieren. Gleiches gelte für die Verfilmung eines Romans von Anne Rice.

"Catwoman": 2004 im Kino!

Sommer 2004 ist derzeit als Kinostart für den Film "Catwoman" des französischen Regisseurs Pitof anvisiert. Laut "Superhero Hype" wird der Film in einer Nahen Zukunft spielen, "Catwoman" werde kein Dummkopf sein, sondern eine Heldin für Frauen. Die Story werde nichts mit "Batman" zu tun haben, auch werde sie nicht in "Gotham City" spielen oder so düster werden, wie die "Batman"-Filme.

Tolkiens Stadthaus in Oxford für 1,1 Mio verkauft.

1918 wohnte Tolkien gemeinsam mit seiner Frau Edith in einem Stadthaus im Zentrum von Oxford - dieses wurde jetzt laut einer Maklerin für sagenhafte 1,1 Mio. EUR verkauft worden. Dieses, obwohl es weder Küche noch Zentralheizung habe. Neben anderen hatte sich die britische Tolkien-Gesellschaft für das Haus interessiert, allerdings nicht genügend Geld für den Kauf aufbringen können. Den Zuschlag erhielt ein 30jaehriger Tolkien-Fan der das Haus jetzt für rund 300.000 EUR renovieren muss meldet dpa.

Link zum Thema:
J.R.R. Tolkien - Der Mann, der 'Herr der Ringe' erschuf (Buch)

"Ganymed TV": Neue Sendung rund um den Dort.Con!

Am Donnerstag erscheint bei www.projekt-x.tv die neueste Ausgabe des Internet-TVs "Ganymed TV". Die Macher: "Das Team um Mike Hillenbrand hat den DortCon unsicher gemacht und präsentiert von dort aus Beiträge der letzten HanseTrek, von der Christmas Party aus Mannheim, dazu Interviews mit Larry Nemeczek, Ernst Meincke und Barbara Slawig." Zukünftig wollen die Macher Mike Hillenbrand und Michael Westerweller etwas zurücktreten und sie "nun wesentlich mehr den anderen überlassen."

"The Stepford Wifes": Mit Countrystar Faith Hill!

Country-Superstar Faith Hill wird erstmals in einem Kinofilm zu sehen sein - ausgerechnet in dem Remake von "The Stepford Wives". Laut "Variety" laufen derzeit diesbezügliche Verhandlungen, im Film soll sie als eine der Robot-Frauen zu sehen sein. Im Film wird "Oscar"-Gewinnerin Nicole Kidman neben John und Joan Cusack, Glenn Close, Christopher Walken und Roger Bart zu sehen sein. Das Drehbuch zu dem Remake des Films aus dem Jahr 1975 hat Paul Rudnick vorgelegt, produzieren werden Scott Rudin und Donald De Line.

"Resident Evil 2": Das Casting hat begonnen.

Wie die Seite FilmJerk berichtet, hat das Casting für die vorhergesehenen drei-monatigen Dreharbeiten zu "Resident Evil 2" begonnen. Damit steuert der Film einem Kinostart Mitte 2004 entgegen.

Ein Trio neuer Charaktere des Konsolen- und PC-Spiels wird Milla Jovovich und Eric Mabius auf der Leinwand unterstützen, während der Charakter des Addison (der im ersten Teil mit dem Virus infiziert wurde, welches Menschen in Zombies verwandelt) der Hauptgegenspieler sein wird.

Die offizielle Zusammenfassung:
"Angeschlagen, blutig und desorientiert verließen wir Alice in den letzten Szenen von "Resident Evil". Aus einem Forschungslabor der Umbrella Corporation herausgekommen in eine apokalyptische Raccoon City erkundet Alice die verkommene Vision vor ihr, in der die Untoten die Kontrolle übernommen haben. Als die Kamera das volle Ausmaß der Zerstörung zeigt, nimmt Alice ein Shotgun zur Hand und bereitet sich darauf vor das Böse einmal mehr zu bekämpfen. Wo der erste Teil aufhört, knüpft "Resident Evil - Apokalypse" an."

Links zum Thema:
Resident Evil - Special Edition (2 DVDs)
Resident Evil - Dead Aim (Play Station 2)

ISS-Crew bereitet Heimreise vor.

Zehn Wochen nach dem Unglück der Raumfähre Columbia bereitet die derzeitige Besatzung auf der ISS ihre Heimreise zur Erde vor.

Der US-Astronaut Edward Lu und der russische Kosmonaut Yuri Malenchenko werden voraussichtlich am 26. April mit Hilfe einer Soyuz-Rakete vom Cosmodrome Baikonur in Kasachastan zur ISS starten. Die russischen Raketen sind derzeit die einzigen Transportmöglichkeiten zur ISS nach dem Unglück der Raumfähre Columbia.

Die gegenwärtige Manschaft auf der ISS, die beiden US-Astronauten Kenneth Bowersox und Donald Pettit und der Kosmonaut Nikolai Budarin werden mit der angedockten Sojus-Kapsel zur Erde zurückkehren. Die Raumfahrer bringen unter anderem Proben aus medizinisch-biologischen Versuchen in der Schwerelosigkeit sowie Foto- und Videoaufnahmen aus Ökologischen Krisengebieten mit. Derzeit räumen sie ihre Sachen in die angedockte Raumkapsel, so das Flugleitzentrum bei Moskau am Dienstag.

"Knight Rider": Kommt doch noch ein Film?

Zumindest, wenn man den Informationen der Website 'aint it cool news.com' glauben darf. Der Film soll über Sony Pictures vertrieben werden. David Hasselhoff soll auch dabei sein, allerdings nicht als Michael Knight. William Daniels soll KITT's Stimme übernehmen und - auch wenn er bereits 1997 gestorben ist - soll Devon Miles Darsteller Edward Mulhare dabei sein, als Hologramm. Wie all das möglich ist und was uns dann am Ende wirklich im Kino erwartet bleibt abzuwarten.

"Kampfstern Galactica" als Konsolenspiel?

Noch in diesem Jahr wird voraussichtlich ein Computerspiel zur klassischen "Kampfstern Galactica"-Filmreihe für die PlayStation 2 und Microsofts X-Box erscheinen - vorerst aber wahrscheinlich nur in den USA. Ersten Informationen zufolge handelt es sich dabei um eine Viper-Simulation, bei der der Spieler die Rolle des noch jungen Kampfpiloten Adama übernimmt. Geplanter Erscheinungstermin für das Spiel, welches von Vivendi-Universal veröffentlicht wird, ist der 17. September 2003.

"Die Haarteppichknüpfer" goes USA.

Andreas Eschbachs frühes Werk "Die Haarteppichknüpfer" soll in englischer Übersetzung im Verlag TOR-Books erscheinen. Damit kommen seit Jahren andauernde Verhandlungen zu einem glücklichen Ende.

"Die erste Übersetzung ins Englische ist für einen Schriftsteller deutscher Zunge nicht einfach eine weitere Auslandslizenz, sondern ein Meilenstein", erzählt der Autor Eschbach.
Das hat mit den Besonderheiten der heutigen Verlagswelt zu tun, in der es so ist, dass der Austausch mit dem angloamerikanischen Sprachraum weitgehend als Einbahnstraße stattfindet. Während praktisch jedes gute englische Buch in andere Sprachen übersetzt wird, passiert dies umgekehrt nur in seltenen Ausnahmefällen.

Der englische Titel wird voraussichtlich "The Carpetmakers" lauten. Übersetzer wird Doryl G. Jensen sein. Ein genaues Erscheinungsdatum steht leider noch nicht fest.

"Spiderman II": Weitere Darsteller enthüllt.

Laut Informationen der Website The Superhero Hype, werden Dylan Baker und Donna Murphy bei dem Spiderman-Sequel dabei sein. Baker soll als Dr. Curt Connors, dem Menschen aus dem später der bösartige Lizard wird, zu sehen sein. Murphy, StarTrek-Fans bereits aus StarTrek - Insurection bekannt, soll Rosalie Octavius, die Frau von Otto Octavius spielen. Aus Otto Octavius (dargestellt von Alfred Molina) wird ja später noch Doktor Octopuss.

Link zum Thema:
Spider-Man - DeLuxe Edition (3 DVDs im Digipack)

"Hulk": Wird der grüne Hühne sprechen?

In der letzten Ausgabe der amerikanischen Maxim, wurde Avi Arad, einer der Produzenten des Films, gefragt, ob man im neuen 'Hulk'-Film, den grünen Hühnen denn auch einmal sprechen hören wird. Darauf Arad:" Er (Hulk) wird nicht wirklich sprechen. Ein paar Worte vielleicht. Wie ein Baby." Hulk wird in Deutschland voraussichtlich am 3. Juli in die Kinos kommen.

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16. Wühltisch: Fünf Tipps aus der Welt des Merchandise

Kennt jemand unter Ihnen noch Dr. Lewis Zimmerman? Genau, dieser doch etwas eigenwillige Wissenschaftler gab in der Serie "Star Trek: Raumschiff Voyager" das Vorbild für den nicht minder eigenwilligen Holodoc für das Raumschiff in der Titelrolle ab. Verkörpert wurden beide von dem Schauspieler Robert Picardo, der sich schnell in die Herzen der Fans spielte und im Laufe der Produktion auch mehr und mehr sang. Obwohl Picardo den Holodoc nicht mehr spielt, singt er heute immer noch - und hat eine neue CD aufgenommen. Oldies, teilweise mit originalen Texten, teilweise mit neu geschriebenen, sind auf der CD enthalten und er hat sie "Extreme Bob" genannt. Mag sich jeder selbst ein Urteil erlauben, ob der Titel richtungsweisend ist. Die Audio-CD jedenfalls können Sie hier finden.

Commander Riker mit Bart ist seit dem neunten Kinofilm der Reihe Geschichte. Nicht so auf dem 91 cm großen Poster, das in einer Reihe mit vielen anderen "Star Trek"-Größen zu finden ist. Unter diesem Link können Fans das Rad der Zeit zurückdrehen.

Ob Earl Grey-Tee (heiß!) oder Raktajhino oder einfach nur starker, schwarzer Kaffe - was auch immer die Crew der "U.S.S. Enterprise - NX 01" trinken mag, sie trinkt es aus diesen Tassen , die dem Fernsehgenuss am Freitag Abend den letzten Schliff verpassen.

"Star Trek"-Fans, die Probleme mit dem Einschlafen haben oder auch einfach nur ihre sensible Seite stilecht ausleben möchten, sei dieser vulkanische Teddybär ans Herz gelegt, der mit völlig logischem Knuddeln die düstersten Sorgenwolken ein klein wenig aufhellen vermag.

Am 29. April erscheint auch in Deutschland die zweite DVD-Box der etwas anderen "Star Trek"-Serie. Wer die Abenteuer von Captain Sisko und seiner Crew noch einmal in bestechender Filmqualität auf dem heimischen DVD-Player verfolgen möchte, sollte sich die "Deep Space Nine"-DVD-Box, Staffel Zwei zulegen. Die erste Staffel ist bereits erschienen - na ja, und die anderen fünf werden noch in diesem Jahr folgen. "Star Trek"-Herz, was willst Du mehr?

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ISSN 1422-8904
Ausgabe 108 - 19.04.2003


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Mike Hillenbrand


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