corona magazine
ISSN 1422-8904

   Spotlights
  + Ring frei für Runde zwei
  + Good bye, Star Trek

   Star Trek
  + Customizable Card Game
  + Es tut gleichmäßig weh..
  + Trek-Stars verteidigen Fans
  + ENT Info zu Crash Landing
  + Stewart: Kein Picard mehr!
  + Stimmen zu ST:Nemesis
  + Nimoy geht in Ruhestand
  + Nemesis: Schwacher Start

   Subspace Link
  + SF-Schreibwerkstatt 2003
  + Schwarze Löcher im All
  + Buffy: Zeichentrick-Serie
  + Firefly: Whedon kämpft
  + Angel: Quinn gestorben
  + HdR: Erfolgreichster Start
  + HdR: Jackson über Teil 3
  + HP: Über Harris' Nachfolge

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21. Dezember 2002 - Ausgabe 104 - "Quo vadis, Star Trek?"

Wohin gehst Du, Star Trek?

Herzlich Willkommen zu unserer Weihnachtausgabe, die zwar heuer nicht ganz so dick, dafür aber aus aktuellem Anlass umso Star Trek-lastiger geworden ist. Denn nach vielen Wochen und Monaten des Wartens ist es nun endlich passiert, vor kurzem lief erstmals im Rahmen von Pressevorführungen der neue Star Trek-Film Nemesis über die deutschen Leinwände, nachdem er in den USA bereits am 13. Dezember offiziell an den Start ging. Wir waren für Sie mit dabei und haben feststellen müssen, dass wir viele noch vorhandene Hoffnungen auf eine Wiederbelebung des Star Trek-Franchises - welches in den USA momentan auch in Betrachtung der Enterprise Serien-Ratings einen historischen Tiefstand erreicht - auch nach diesem neuen Kinofilm leider nachhaltig in Frage stellen müssen.
Das Votum der amerikanischen Zuschauer - die Nemesis mit einem sehr schlechten Einspielergebnis von knapp 19 Millionen Dollar am ersten Wochenende und teilweise vernichtenden Kritiken nach der Premiere abstraften - scheint mittlerweile auch bei Hauptdarsteller Patrick Stewart angekommen zu sein, der nach eigener Aussage in einem kürzlich veröffentlichten Interview fest mitteilte, für eine Fortsetzung nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Aber lesen Sie doch einfach mal selbst, was unsere Redakteure in den zwei vorliegenden Kolumnen an Informationen und Eindrücken zu Nemesis gewinnen konnten.

Immerhin sind Pressevorführungen in einem Punkt immer sehr hilfreich. So war es auch dieses Mal wieder möglich, eine Reihe von Interviews mit den Schauspielern bei der Deutschlandpremiere in Berlin für das Corona Magazine führen zu können. Beginnen wollen wir in dieser Ausgabe mit Brent Spiner (Data), der unserem Redakteur Sebastian Lorenz in einem ausführlichen Gespräch Rede und Antwort stand. In der kommenden Ausgabe erwarten Sie dann Interviews mit Stuart Baird, Tom Hardy, Marina Sirtis und last but not least, Patrick Stewart. Hinweisen möchte ich auch besonders auf unsere Rubrik "Kreuzfeuer-Spezial" in dieser Ausgabe, denn auch mit Ihnen, liebe Leser, haben wir in diesem Jahr sehr viel geschrieben und gesprochen. Viele interessante Themen kamen dabei regelmäßig auf den Tisch und konnten dennoch aus verschiedenen Gründen nicht immer in der Rubrik "Kreuzfeuer" veröffentlicht werden. Unser Redakteur Mike Hillenbrand hat sich in diesen Tagen mal der Zuschriften auszugsweise angenommen und authorisiert auch in meinem Namen in einem eigenständigen Artikel kommentiert.

Unsere Redaktion geht nun erst einmal in den Winterurlaub und wird sich am 11. Januar 2003 mit einer neuen Ausgabe des Corona Newsletters wieder in ihren Posteingängen zurückmelden. Daher bleibt mir jetzt eigentlich nur noch eines zu schreiben: Haben Sie ein frohes und schönes Weihnachtsfest im Kreise Ihrer Familie und einen guten Rutsch in das neue Jahr 2003!

Alles Gute und bis bald

Ihr Klaus Michels
Chefredakteur


Pfadfinder

1. Der Herr der Ringe: Ring frei für Runde zwei
2. Kolumne: Good Bye, Star Trek
3. Star Trek: Customizable Card Game - Second Edition
4. Kolumne: Es tut gleichmäßig weh...
5. Star Trek: trekBEAT
6. Im Gespräch mit Brent Spiner
7. Kreuzfeuer
8. Kreuzfeuer: Spezial
9. Rating Report
10. Perry Rhodan: Die Leiden des jungen Sammlers
11. SF-Schreibwerkstatt Schloss Retzhof 2003
12. Episodenlogbuch: Farscape
13. Wissenschaft: Schwarze Löcher
14. Subspace Link


1. Der Herr der Ringe: Ring frei für Runde zwei

"Heerscharen, sagt ihr?" - "Ganz Isengard ist geräumt." - "Wie viele?" - "Zehntausend Kopf stark, mindestens?" - "Zehntausend?" - "Es ist eine Armee, gezüchtet für einen einzigen Zweck: Die Welt der Menschen zu vernichten." - "Lasst sie kommen!"
- König Théoden und Aragorn vor dem Angriff auf Helms Klamm.

Zoff in Mittelerde. Die Reise der Gefährten durch das ehemals wunderschöne Land geht getrennt weiter. Das Vorgeplänkel hat inzwischen sein Ende gefunden: Das Böse, bestehend aus der Allianz zwischen Sauron und dem dunklen Zauberer Saruman (Christopher Lee), bläst zum Krieg. Sauron und Saruman wollen die Länder Gondor und Rohan unterjochen.

Irgendwo abseits des Kriegsgetöses ziehen der treue Hobbit Sam (Sean Astin) und sein Herr Frodo Beutlin (Elijah Wood) weiter zum dunklen Land Mordor. Sie wollen dort den Einen Ring ins Feuer des Schicksalsberges werfen, um ihn ein für alle Mal zu vernichten. Frodo und Sam gelingt es, den schleimigen Gollum (Andy Serkis) in die Zange zu nehmen, der sie bis zum schwarzen Tor führt. Auf dem Weg dorthin wird der Ring für seinen Träger Frodo immer schwerer. Die Fahrt der beiden Hobbits nach Mordor droht zu scheitern. Immer mehr Zweifel kommen Sam, aber auch Frodo daran, dass sie ihren Auftrag weiter ausführen und den Ring bis zum Schicksalsberg bringen können.

Doch die Geschichte um den magischen Ring muss in "Die zwei Türme" etwas zurückstecken. Hier steht der Kampf um Rohan im Vordergrund, der Kampf um die Wälder, der Kampf um Gondor - ein Kampf, der schon verloren scheint. Saruman bedroht mit seinen Heerscharen von Orks den Frieden in diesen Ländern und Wäldern.

Aragorn (Viggo Mortensen), dem Elb Legolas (Orlando Bloom) und dem Zwerg Gimli (John Rhys-Davies) gelingt es, den König von Rohan, Théoden (Bernard Hill), davon zu überzeugen, dass noch nicht alles verloren ist: Widerstand ist ausnahmsweise nicht zwecklos. Also rüstet Théoden unter der Führung von Aragorn zur letzten Schlacht auf Helms Klamm.

Millionen Fans sind erlöst und erleben im Kinosessel nach einem langen Jahr 2002 den zweiten Teil der Tolkien-Trilogie. Der Film wurde also heiß erwartet - seit Monaten war das Double feature für den "Herrn der Ringe" ausverkauft, und wer seine Karten nicht rechtzeitig reserviert hat, dem dürfte das Übel blühen, den Film erst Mitte nächster Woche sehen zu können.

"Die zwei Türme", das ist heftiger als die Ruhe vor dem Sturm noch vor einem Jahr. Hier wird drei Stunden lang gekämpft, mitunter so brutal, dass einem das Lachen über die Gags, die Peter Jackson so recht charmant besonders dem Zwerg Gimli immer wieder auf die Lippen gelegt hat, schnell im Halse stecken bleibt. "Die zwei Türme" zeigt Schlachten und Kämpfe im Stil des Mittelalters, in epischer Breite, die begeistert. Hier rollen die Köpfe zwar in Dutzenden; ein Film, teilweise martialisch, bestialisch. Dafür aber fulminant: Die Schlacht vor Helms Klamm ist mit das Beeindruckendste, was das Kino je gesehen haben dürfte.

Nur zeigt sich hier: "Die zwei Türme" ist weder ein Fantasyfilm, so wie es "Die Gefährten" war, so ganz zwischen dem Auenland und dem Waldreich der Elben, noch ist es ein Liebesfilm, so wie es nun für Aragorn einer sein könnte, so ganz zwischen der traumhaft schönen Elbin Arwen (Liv Tyler) und der wunderhübschen Königstochter Eowyn (Miranda Otto). "Die zwei Türme" ist vielmehr ein Kriegsfilm. Die FSK-Freigabe ab 12 ist angesichts der recht heftigen Szenen absolut unverständlich. Puristen sowie Anhänger der ungeschnittenen Filme und besorgte Eltern hätten sich eher darüber gefreut, hätte sich die Zensurstelle weniger von wirtschaftlichen Motiven leiten lassen.

Dass der "Herr der Ringe" trotzdem ein Erfolg geworden wäre wie er es nun ist, ist wahrscheinlich keine Frage. Vor allem eins hat Regisseur Peter Jackson meisterhaft gelöst: Dort, wo so mancher Leser bei den Büchern ob der langen Landschafts- und Schlachtenbeschreibungen nicht nur ins Schleudern kommt, sondern auch ins Grübeln, wer hier nun eigentlich gegen wen kämpft, dort hat Jackson die Aufgabe, den Film nicht so trocken werden zu lassen, erfüllt: mit viel Handlung, reichlich Spannung und schnellen Schnitten zwischen den Szenen in Mordor, Gondor und Rohan.

Auch die Angst, die Spezialeffekte könnten all das zunichte machen, was den Lesern bisher an Phantasie blieb und viele dazu brachte, zu sagen, "Der Herr der Ringe" sei unverfilmbar, stellt sich mit "Die zwei Türme" als unbegründet heraus. In Hollywood munkelt man derzeit schon scherzhaft, Andy Serkis als Gollum habe bei der nächsten Verleihung der Academy Awards tatsächlich Chancen auf den Oscar als bester Darsteller - so unglaublich gut ist den Effektspezialisten die kleine Kreatur gelungen. Mit Gollum, den Ents und der Schlacht um Helms Klamm sollte dem Team aber zumindest der Oscar für die besten Spezialeffekte sicher sein, denn hier gingen im Vorfeld so manchem Kritiker schon bei "Die Gefährten" die Superlative aus. Wie soll es dann erst bei "Die zwei Türme" sein - und wie wird es erst bei "der Rückkehr des Königs" sein?

Für den dritten Teil und dessen Schlussspurt nimmt "Die zwei Türme" am Ende Stellung. Was wir erwarten dürfen, ist, dass der letzte Teil im kommenden Jahr wohl noch mal einen drauf setzt. Wie, das wissen wir nicht: Peter Jackson hält die letzte der drei Filmrollen irgendwo ganz geheim in Neuseeland versteckt - und behütet sie dort wie einen "Schaaatzzz".

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2. Kolumne: Good Bye, Star Trek

Vorsicht, Spoiler! In dem nun folgenden Text werden inhaltliche Einzelheiten des neuen Star Trek-Kinofilms ausgeplaudert und durchleuchtet. Wer die Kolumne lesen, "Nemesis" aber unvoreingenommen sehen möchte, sollte dieses Corona Magazine abspeichern und erst nach dem Kinobesuch wieder hervorkramen.

Die U.S.S. Enterprise NCC 1701-E wird von Admiral Janeway auf eine diplomatische Mission ins romulanische Reich entsandt, denn nach einem Machtwechsel auf Romulus scheint die neue Regierung an Friedensverhandlungen interessiert zu sein. Im Herzen des Imperiums angekommen, werden Captain Picard und seine Crew jedoch mit zwei unliebsamen Überraschungen konfrontiert: Zum einen empfängt sie ein riesiges romulanisches Kriegsschiff mit einer neuartigen Waffe an Bord, zum anderen ist der Kommandant -- und mit ihm auch der neue Prätor der Romulaner -- ein Mensch. Allerdings nicht irgendein Mensch: Captain Picard sieht sich mit seiner persönlichen Nemesis konfrontiert: einem 25-jährigen Klon seiner selbst, der sein Blut benötigt um zu überleben.

Nach drei Jahren Abstinenz von der großen Leinwand meldet sich die Enterprise-Crew um Captain Jean-Luc Picard wieder, um ihr letztes gemeinsames Abenteuer zu überstehen: Picards Begegnung mit seiner Nemesis, Datas Begegnung mit seinem Androiden-Bruder B-4, William T. Rikers Begegnung mit seiner Beförderung und seiner Hochzeit und meine Begegnung mit unglaublicher Frustration.

Auch wenn ich damit ein Fazit schon fast vorweggenommen habe, möchte ich mit den positiven Aspekten an "Star Trek: Nemesis" beginnen, denn ja: Es gibt sie durchaus. Zum einen ist er besser als sein Vorgänger mit ungerader Nummer und orientiert sich bezüglich der Action eher an "Star Trek: Der erste Kontakt". Ich möchte an dieser Stelle kurz erwähnen, dass ich vor einigen Ausgaben an dieser Stelle im Corona Magazine erwähnt habe, dass man diesen Film im Kino sehen sollte und werde dies nun noch einmal bekräftigen: Seht ihn Euch im Kino an! Wenn es richtig laut ist, der Bass den Kinosessel durchrüttelt und riesige Raumschiffe auf der Leinwand explodieren, implodieren und applaudieren, dann kommt das ganz sicher besser rüber als auf einem kleinen Fernsehbildschirm. Die meisten Spezialeffekte lohnen auch den Verzicht auf irgendwelche von der Leinwand abgefilmten Raubkopien: Sie verleihen dem Film Tempo und Pepp. Allein damit punktet "Nemesis" schon mehr als "Der Aufstand" es insgesamt konnte.

Aber es gibt auch Negatives in diesem Film und zwar eine Menge davon - und für die meisten dieser Punkte existiert auf mehreren Ebenen nur ein Schuldiger: Rick Berman.

In einer Reihe von Missetätern, in der unter anderem auch die Namen John Logan (kein wirklich gutes Skript), Brent Spiner (verantwortlich für die Data/B-4-Storyline), Marina Sirtis (schrecklichste Darstellung in einem Star Trek-Film überhaupt: Goldene Himbeere-verdächtig!) und auch Michael Westmore (für die Nase von Shinzon) aufgeführt sind, steht Mr. Star Trek an vorderster Front und muss sich mit dem Urteil abfinden, dass er schlicht und ergreifend weder die künstlerische Vision eines Gene Roddenberrys, noch das Talent eines Harve Bennetts hat. Rick Berman ist der Totengräber am Grabe eines Franchises, welches einst nicht nur in finanzieller, sondern auch in qualitativer Hinsicht zu dem Besten gehörte, was SF im TV & Kino zu bieten hatte!

In der Entstehungsgeschichte eines Kinofilms steht bekanntlich das Drehbuch am Anfang, von dem ich eine der letzten Versionen lesen konnte und das inhaltlich fast zu 100% mit Jeanne M. Dillards Roman zum Film übereinstimmt. Es ist kein wirklich gutes Skript, denn wie bei jedem Film der "Next Generation"-Reihe greift es nicht auf die Ensemble-Qualitäten zurück, die die Serie im TV so beliebt gemacht haben, sondern bemüht sich verzweifelt, neben der Haupt-Storyline für Picard auch eine für Data aufzubauen, der zu den beliebtesten Charakteren im Star Trek-Universum gehört. Obwohl das absolut nicht funktioniert und auch die Picard-Klon-Story logische Löcher aufweist, macht das Lesen einfach Spaß: Es ist ein Skript, in dem jeder Hauptcharakter auf andere Weise verabschiedet wird. Geordi bekommt endlich eine Frau, Mr. und Mrs. Troi heiraten und der ewige Zweite erhält endlich seine Beförderung zum Captain. Worf zieht sich als Botschafter der Föderation aus dem Klingonischen Imperium zurück und überwindet im Laufe der Geschichte seinen altbekannten und tiefen Hass auf die Romulaner. Beverly Crusher wird Hauptoberchefarzt auf der Erde und verspricht Picard, den letzten Tanz für ihn zu reservieren. Und Data.. ja nu: Data opfert sich für seinen Captain und stirbt. Doch die Hoffnung besteht, dass durch seinen Bruder B-4 Datas Persönlichkeit nicht komplett verloren ist. (Klingelt hier noch jemandem das Wort "Katra" im Ohr?). Dazu kommen viele und aufregende Actionszenen und im großen und ganzen hinterlässt das Drehbuch, wie übrigens auch der Filmroman, einen positiven Eindruck: Auf der einen Seite ist es augenscheinlich die letzte Reise einer Generation, auf der anderen Seite bietet das Buch Potenzial für Fortsetzungen, sollte sich "Nemesis" als ultimativer Kassenschlager erweisen. Logan wollte sich an "Star Trek II: Der Zorn des Khan" orientieren und das hat er ganz offensichtlich auch getan. Das Endergebnis fällt auf dem Papier schlechter aus, als der Nicholas Meyer-Film von 1981, aber es gibt schlechtere Drehbücher für Trek-Filme, keine Frage.

Nun ist es in Hollywood ja so, dass ein Regisseur die Szenen filmt, die der Drehbuchautor vorgibt, seine Arbeit zusammen mit den Cuttern schneidet und den Director´s Cut beim Produzenten abgibt. Dieser bespricht sich mit dem Studio und macht sich dann ans Werk, aus dem Director´s Cut die Version zu schneiden, die letztlich ins Kino kommt.

Und es ist die Schneidearbeit von Rick Berman, die dem Film das Genick bricht.

Fest entschlossen (vielleicht auch nur deshalb, weil Berman halt das macht, was das Studio sagt), "Star Trek: Nemesis" unter zwei Stunden zu halten, schnitt er die Seele des Filmes heraus und ließ lediglich die Passagen mit den Logiklöchern zurück. Damit kastrierte er viele Nebenrollen-Szenen und hinterließ nur dröge und plumpe Textzeilen. Einige Beispiele gefällig? Wenn Geordi am Anfang des Filmes Guinan fragt, ob sie schon mal ans Heiraten gedacht hat, macht ihre Antwort "Die letzten 27 Male reichen mir." einen mehr oder minder lahmen Gag aus. Die Entwicklung des Charakters LaForge, der nun im Skript den Grund für seine Frage präsentiert - nämlich eine Freundin! -, fehlt im Film, hätte einem Kenner der Serie aber wesentlich mehr gebracht. Gegen Ende des Films sagt Worf zu Riker, dass die Romulaner ehrenhaft gekämpft haben. Welche tiefgründige Motivation hinter diesem Satz des Klingonen verborgen ist, wurde von der Schere aus dem Film entfernt. Übrig bleibt eine Art Versatzstück, mit dem jeder schlechte Romanautor einen mächtigen, aber wortkargen Kriegercharakter zu zeichnen versucht. ("Das Bleichgesicht hat tapfer gekämpft. Hugh!" - Ähnliches gilt übrigens auch für die stereotype Behauptung, die Remaner seien die schrecklichsten Krieger der Galaxis. Okay, das mögen sie sein, aber sie können weder treffsicher schießen, noch sind sie im Nahkampf eine Wucht.) Als sich Riker schließlich von Picard verabschiedet, ist die Begegnung zwischen diesen beiden Männern, die 15 Jahre lang quasi als Vater und Sohn nebeneinander standen, nicht nur erschreckend belanglos. Riker erhält zudem auch nicht mehr die im Skript enthaltene Gelegenheit, sich wehmütig und angemessen von der Brücke der Enterprise zu verabschieden. Übrig bleibt ein "Belangloser Untergebener verabschiedet sich vom Hauptcharakter"-Szenario, das einem William Thomas Riker nicht würdig ist. Die Abschiedsszenen von Crusher, Troi, LaForge und Worf wurden gänzlich geschnitten, die Figuren sind am Ende einfach nicht mehr da. Selbst die Trauerfeier um Data im Raum des Captains wurde erbarmungslos gestrafft.

Die Strategie hinter diesem Endschnitt ist offensichtlich: Szenen, die nicht jedem Besucher, sondern nur den Fans etwas sagen, mussten zugunsten der Action und des Hauptplots weichen. Zugegeben: Auch andere Szenen fanden den Scherentod (wie z.B. viele aus dem ersten Trailer: Shinzons Rede in der Senatskammer - die immerhin erklärt hätte, warum die Romulaner überhaupt ihrem neuen Anführer verfielen - oder der zweite Mental-Angriff auf Troi im Turbolift), aber ohne Seele und nur auf sich allein gestellt, offenbaren Klon- und Bruderstory einfach gnadenlos, wie wenig sie wirklich wert sind.

Shinzon wurde also im Dominion-Krieg aufgrund taktischer Fähigkeiten als remanischer Stoßtruppführer eingesetzt. In der Zeit danach (sagen wir 5 Jahre?) baute er an einem geheimen Ort und ohne das Wissen des romulanischen Senats den größten Raubvogel überhaupt, der getarnt feuern kann und unglaublich mächtig ist. Parallel dazu verhalf er einer theoretischen Strahlungsart zur Wirklichkeit und erfand somit die gemeinste Waffe der Galaxis. Dann entdeckte er wiederum parallel einen weiteren Soong-Androiden, baute ihn zusammen, programmierte ihn um und verstreute die Einzelteilen in einer Wüste auf einem fremden Planeten. Warum? Weil er folgenden Plan hat: Zuerst übernimmt er den Sitz des Prätors des romulanischen Reiches. Dazu benötigt er die Unterstützung des Militärs, denen er verspricht, die verhasste Föderation endlich zu unterwerfen. Dies will er mit seiner Strahlungswaffe erledigen, in dem er die gesamte Erde unbewohnbar macht und alle Lebewesen darauf tötet. Vorher braucht er aber noch Picards sämtliches Blut, denn als Klon hat er einen Defekt, der nur durch eine solche Transfusion behoben werden kann. Um also Picard nach Romulus zu locken, verstreut er B-4 in der Nähe der romulanischen Neutralen Zone und sendet ein positronisches Signal an die Enterprise, die B-4 prompt findet und zusammenbaut. Als sich Picards Schiff also ganz in der Nähe des Reiches befindet, ruft er die Föderation an und bittet um Kontaktaufnahme, mit der Admiral Janeway natürlich das Schiff betraut, das sich sowieso gerade vor Ort befindet. Mit dem zusammengebauten B-4 an Bord der Enterprise hat Shinzon außerdem noch einen weiteren Trumpf im Ärmel: Durch ihn zapft er strategische Flottenpositionen aus dem Schiffscomputer ab. Das alles muss aber recht schnell geschehen, weil die romulanischen Militärs schon zwei Tage nach Machtergreifung höchst ungeduldig werden und ihrem neuen Anführer, der die Romulaner eigentlich auf den Tod nicht leiden kann, nur noch Vorwürfe machen, was schließlich darin gipfelt, dass sie drei Tage nach dem Putsch schon wieder die Seiten wechseln und schließlich Verbündete der Föderation werden.. für deren Vernichtung sie immerhin einen Staatsstreich in Kauf genommen haben.

Ah ja.

Sorry, Mr. Logan und Mr. Spiner, aber das ist nicht gut. Da erkennt jeder Kinobesucher offensichtliche Ungereimtheiten en masse, ohne Gefahr zu laufen, sich als Korintenspalter zu outen. Gut, Shinzon hat den Scimitar gebaut und ihm steht diese Superwaffe zur Verfügung. Aber wozu braucht er B-4? Der dramaturgische Wert dieser Figur gleicht dem eines Wesley Crushers der ersten Staffel: Er ist überflüssig bis nervig. Warum veranstaltet Shinzon überhaupt den ganzen Aufwand? Wenn der Prätor der Romulaner sagt: "Föderation, lasst uns über Frieden reden, aber schickt mir Euer Flagschiff mit dem allseits respektierten Captain Picard!", dann würde die Enterprise notfalls einen Monat lang mit Warp 9,95 fliegen, um den Termin wahrzunehmen. Warum also dieses Anlockmanöver?
Weiter: Shinzon braucht dringend Picards Blut. Na gut, fliegt er halt mit dem Scimitar der Enterprise getarnt entgegen, beamt den überraschten Franzosen an Bord, unterhält sich kurz mit ihm, lernt Picard kennen, tötet ihn dann, wird gesund und Zack!, macht der Föderation ein Ende.
Was die Informationen angeht, die der B-4 auf der Enterprise sammelt: Ha! Gibt es auf Romulus keinen Geheimdienst mehr, oder was? LaForge sagt selbst, dass die Daten noch nicht mal als geheim klassifiziert sind.
Das Verhalten des romulanischen Militärs ist da noch eher ein beiläufiger Tiefpunkt.

Spezialeffekte, lautes Gedonner und ein fast schon intimes Zusammenspiel zwischen Stewart und Hardy, der als Klon - um Stewart ähnlicher zu sein - mit Steffi Graf-Nase im Gesicht agieren muss und dadurch nicht vollständig als Nemesis zu überzeugen weiß, sowie die bewährten Data-Jokes, die nun im Doppelpack rüberkommen, reichen einfach nicht aus, um aus dieser Basisstory einen guten Kinofilm zu machen.

Es gilt noch zu erwähnen, dass Regisseur Stuart Baird auch nicht sein bestes Jahr hatte, als er "Nemesis" drehte. Viele handwerkliche Schwächen fallen dem Zuschauer störend auf - sei es ein Riker, der direkt vor dem dauerfeuernden Worf einen Gang überquert oder der Tod Datas, der sich in Sachen Belanglosigkeit locker mit dem Sturz Kirks von einer Brücke messen kann. Und die Jeffriesröhren an Bord der Enterprise sind wahrlich nicht der sicherste Platz für einen Techniker, würde ich ab jetzt meinen.

Zugegeben: Auch ohne die ganzen Kürzungen und Schnitzer wäre kein Top-Film in die Kinos gekommen, aber auf jeden Fall ein besserer. Vor allem hätte "Star Trek: Nemesis" aber auf einem Gebiet stark gepunktet, auf dem er sich nun als Rohrkrepierer erweist:

Das soll ein Abschied sein?

Berman hat mit seinem Bemühen, ein temporeiches Actionspektakel unter zwei Stunden in die Kinos zu bringen, die Star Trek-Fans auf der ganzen Welt um ein emotionales "Lebe Wohl" von ihren Lieblingscharakteren gebracht. Wollen wir gemeinsam auf die DVD-Veröffentlichung hoffen, - vielleicht ist es uns dort vergönnt.

Letztlich steht bereits heute fest, dass "Star Trek: Nemesis" für lange Zeit der letzte Trek-Kinofilm sein wird. Nicht nur Patrick Stewarts "Kündigung" (siehe trekBEAT), sondern vor allem die desolaten Einspielergebnisse in den USA (trotz Inflation und Preissteigerung das schlechteste Startwochenende eines Star Trek-Films) besiegeln dieses Schicksal. Jedenfalls wird die TNG-Crew als Einheit niemals mehr einen Film gemeinsam bestreiten.. obwohl: Eine Einheit waren sie auf der Leinwand ja sowieso nie.

Bleibt als letztes also nur noch, ein Fazit zur TNG-Kinoära zu ziehen und damit feuere ich abschließend noch die letzten Salven auf den Mann ab, auf den ich es die ganzen Zeilen zuvor schon abgesehen habe: Rick Berman.

Die "Next Generation" wusste qualitativ im Kino zu keinem Zeitpunkt wirklich zu überzeugen. Das lag zum einem daran, dass die im TV noch mehr oder minder gleichberechtigte Darstellerriege für das Kino in zwei Teile aufgespalten wurde: Stewart und Spiner hier, der Rest da. Viel stärker jedoch wiegt die Qualität der Geschichten - die nie das Niveau mancher TV-Episode erreichten -, der Aufbau dieser Storys - der stets zu überhastet erfolgte - und schließlich die Entwicklung der Charaktere, die im Kino quasi - Picard einmal ausgenommen - nicht stattfand. (Letztendlich ignorierten Star Trek 9 und 10 sogar eine der sehr seltenen "Charakterveränderungen", aber Datas Gefühlschip war auch wirklich eine schlechte Idee.) Damit unterliegt die TNG-Ära nicht nur in der Anzahl der Filme, sondern auch in den genannten drei Punkten der Classic-Ära. Während sich die Storys der Filme I-VI immer langsam aufbauten und damit Platz für Charakterentwicklungen ließen, weil die Charaktere wirklich agierten, konnten die Figuren in Next Generation-Filmen immer nur reagieren und fanden sich fast sofort nach Start des Film in der überhastet aufgebauten Handlung verstrickt. Dass dann noch jeder vorangegangene TNG-Film für den Nachfolger dramaturgisch überflüssig war, erinnert nicht von ungefähr an das TV-Konzept der in sich abgeschlossenen Folgen: "The Next Generation" blieb auch auf der großen Leinwand immer Fernsehen.

Keine Experimente! - Das scheint das Motto des Studios und des allmächtigen Produzenten in Hollywood zu sein. Aus gutem Grund: Dass Berman nämlich fähig ist, ein gutes Konzept weiterzuführen, hat er mit den letzten Staffeln TNG bewiesen. Dass er aber nicht fähig ist, eigenständig etwas Gutes zu entwickeln, bewies er dann mit den ersten beiden Staffeln "Deep Space Nine". Man kann von Glück für die Serie reden, dass sie in andere Hände kam, als "Generations" und die Entwicklung und Umsetzung von "Voyager" anstanden. Denn so gut sich "Deep Space Nine" auch entwickelt hat - es lag in keiner Weise an Berman.
"Raumschiff Voyager" hingegen wurde vom Berman-Stil geprägt, lediglich die Unterstützung von Klingonen-Braga und die Bildung des "B&B"-Teams brachten die Serie einigermaßen über die sieben Jahre.
Dass dieses Team aber ebenso wenig wie Berman alleine etwas Gutes auf die Beine stellen kann, zeigen in diesen Tagen Woche für Woche die Qualität und die Einschaltquoten der Serie "Enterprise" - und natürlich die Qualität und die Einspielergebnisse der Kinofilme "Der Aufstand" und leider auch "Nemesis".

Nun, das war es also. TNG im Kino ist zu Ende und selbst um die Trauer darum hat mich der Mann mit der Baseball-Kappe betrogen. Ich bin jetzt 30 und seit 22 Jahren Star Trek-Fan. Die Zeit wird reif für etwas anderes.

Good Bye, Star Trek.

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3. Star Trek: Customizable Card Game - Second Edition

Seit dem November 1994 verkauft die amerikanische Firma Decipher einen Merchandising-Artikel zu "Star Trek", der seine eigene Gemeinde von Fans innerhalb der "Star Trek"-Anhängerschaft hat. Dabei handelt es sich um das Customizable Card Game, abgekürzt CCG. Eingedeutscht werden solche Spiele auch Sammelkartenspiele genannt.
Worum handelt es sich bei solchen Spielen? Nun, CCGs mischen den Sammelwert von Tradingcards mit dem Spielwert von Kartenspielen. Sie werden in Startern mit meist 60 Karten und Boosterpäckchen mit circa einem Dutzend Karten verkauft. Der Inhalt der Booster ist dabei Glückssache. Zum Spielen muss sich jeder Spieler aus seiner Sammlung ein so genanntes Deck zusammenstellen, mit dem er beim Spiel antritt. Daraus ergeben sich eine Vielzahl von möglichen Strategien und Taktiken, weil auf jeder Karte besondere Effekte und Fähigkeiten beschrieben sein können. Die Karten bringen quasi beim Ausspielen neue Regeln in das Spiel ein. Man kann also nie wissen, womit man es beim Gegenspieler zu tun bekommt. Wer Bilder braucht, um sich das Ganze vorstellen zu können, kann sich sämtliche Karten des alten Spiels hier anschauen.

Der große Nachteil ist, dass die Karten nicht billig sind. Kalkuliert man noch mit ein, dass es verschiedene Seltenheitsstufen für die Karten gibt - in jedem Booster ist nur eine der begehrenswerten seltenen Karten enthalten -, dann kommt man schnell darauf, dass das ganze ein teurer Spaß ist. Und natürlich werden alle paar Monate so genannte Expansionen mit neuen Karten veröffentlicht.

Das Genre der CCGs ist erst im August 1993 mit der Veröffentlichung des ersten Sets von "Magic - The Gathering" geboren worden. "Magic" war erfolgreich genug, um ein eigenes Spielgenre zu etablieren. Bis heute sind über einhundert verschiedene CCGs - oder auch TCGs für Trading Card Games - veröffentlicht worden. Das ursprünglich als CCG zu "The Next Generation" gestartete Spiel ist das drittälteste noch lebende Spiel und hat damit neben vielen anderen Spielen auch ein CCG zur Classic-Serie überlebt, das in den Jahren 1996 und 1997 erschienen ist.

Inzwischen liegen die CCG-Rechte - die Rollenspiel-Rechte übrigens auch - zu sämtlichen "Star Trek"-Serien und -Filmen bei Decipher. Theoretisch wären das paradiesische Zustände für zahlungswillige Fans: In sämtlichen Quadranten der Galaxis plus dem Spiegeluniversum kann man seine Schiffskarten umherfliegen lassen. An spielbaren Parteien stehen die Föderation, Romulaner, Klingonen, Cardassianer, Bajoraner, Ferengi, das Dominion, Kazon, Vidiianer, Hirogen und die Borg zur Verfügung. Personen und Schiffe aus der Classic- und der Film-Ära werden kurzerhand per Zeitreise auf das Spielfeld befördert.
Trotzdem hat sich das Spiel seit der "Voyager"-Expansion schlecht verkauft. Neben zu vielen sehr seltenen Karten, die viele Sammler zur Aufgabe gebracht haben, ist das STCCG schlicht unter seiner Größe zusammengebrochen. Nach 14 Expansionen mit je meist 131 neuen Karten liegt die Gesamtzahl im vierstelligen Bereich, was es beim Design immer schwieriger gemacht hat, die Balance des Spiels zu halten. Dazu hat das Spiel über die Jahre seine Kinderkrankheiten mitgeschleppt, die jüngere Spiele dank der Erfahrung aus fast zehn Genre-Jahren nicht mehr haben. Regelunklarheiten, Timing-Probleme und übermächtige Karten wie Vic Fontaine oder Delta Quadrant Spatial Scission haben so den Spielspaß zerstört.

Damit kommen wir zu "Star Trek - Second Edition". Dabei handelt es sich um eine grundlegend überarbeitete Version des STCCG. Das Grundprinzip des Spiels ist gleich geblieben, jedoch sind verzögernde Spielphasen gestrichen und selten genutzte, komplizierte Regeln gestrichen worden. Außerdem ist das Spiel für Multiplayer-Partien tauglich gemacht worden. Das Trostpflaster für die Fans des alten Spiels: Ein großer Teil der neuen Karten ist rückwärts-kompatibel und kann in der alten Spielumgebung genutzt werden. Allerdings muss man sich dabei mit uneinheitlichem Layout der alten und neuen Karten abfinden; und großartige neue Mechanismen sind für die "First Edition" auch nicht zu erwarten. Somit ist klar, dass das Hauptaugenmerk auf dem neuen Spiel liegt. Neueinsteiger erhalten eine Chance, bei einem neuen STCCG einzusteigen, ohne einige hundert Karten Rückstand aufholen zu müssen.

Wie funktioniert das Spiel? Jeder Spieler legt am Anfang der Partie fünf Missionskarten auf den Tisch, die Planeten und Orte im All repräsentieren. Bei Hauptquartieren wie der Erde bringt man passende Personen, Schiffe und Ausrüstung ins Spiel. Die restlichen Missionen müssen mit den Schiffen angeflogen werden, um mit den Fähigkeiten der Personen wie etwa Physics, Astrometrics oder Medical die Mission zu lösen. Dafür gibt es Punkte. Der erste Spieler, der 100 Punkte erreicht, hat gewonnen.
Natürlich pfuschen einem die Gegenspieler dabei dazwischen. Jeder Spieler hat einen Stapel mit Dilemma-Karten. Je nach Größe des Außenteams, das sich an der Mission versucht, zieht ein Gegenspieler eine Anzahl von Dilemmas und stellt daraus eine Kombination zusammen, die das Außenteam aufhalten soll. Die auftretenden Hindernisse sind dem "Star Trek"-Alltag entnommen: Ein Console Overload, gefolgt von einer Nanite Attack und einem Stellar Core Fragment, klingt vielleicht etwas unwahrscheinlich, aber es gibt halt auch schlechte Tage.
Direktere Behinderungen gibt es, wenn Spieler A entscheidet, die U.S.S. Defiant von Spieler B mit seiner I.K.S. Rotarran zu besuchen und Hallo zu sagen - natürlich mit den Disruptoren. Daneben gibt es subtilere Möglichkeiten, seine Gegner zu stören, die auch von der gespielten Rasse abhängen.

Das neue Basisset besteht aus 415 Karten, in denen fünf Fraktionen vertreten sind: Die Föderation, die Klingonen, die Romulaner, die Bajoraner und die Cardassianer. Jede Rasse soll stärker als früher ihr eigenes Feeling haben: Die Föderation ist besonders gut beim Lösen von Missionen, die Klingonen können leicht Punkte für gewonnene Kämpfe einsacken, die Romulaner stören mit verdeckten Operationen, die Cardassianer machen Gefangene und betreiben Raubbau von Resourcen, und die Bajoraner haben durch ihre spirituelle Einstellung Möglichkeiten, abgeworfene Karten in der einen oder anderen Form zu nutzen. Zu dem Set gehören vier Startpakete mit vorgefertigten Spieldecks: Ein Föderationsdeck um die TNG-Crew, ein DS9-Deck mit Föderationspersonal und Bajoranern, ein Romulaner-Deck und ein Klingonen-Deck. Im Gegensatz zu früher kriegt man mit jedem Starter zumindest Versionen von ein oder zwei Hauptpersonen: So sind Picard, Word, Sisko und Gowron enthalten. Den Chef des Romulaner-Decks zu nennen, wäre ein Nemesis-Spoiler. Das Spiel enthält nämlich bereits viele Motive aus "Star Trek: Nemesis". Wer sich davon nicht abhalten lässt, kann sich die neuen Karten hier anschauen (Nemesis-SPOILER!).

Wie viel Spaß das Spiel macht, wird sich erst noch zeigen. Oft ist bei CCGs Feinarbeit am Deck nötig, bis man im Spiel einen stetigen Nachschub an Personal und Schiffen hat. Wer Zeit zum Basteln hat, kann sich auf dieser Seite Demodecks zum Ausdrucken herunterladen. Ansonsten liegt der Preis für einen Starter inzwischen bei 14 bis 15 Euro, einzelne Booster liegen preislich im Bereich von 4 bis 5 Euro. Bei diesen Preisen ist klar, dass wir uns in der Welt der Fachläden für Rollen- und andere Spiele bewegen. Das Sammeln von ganzen Sets erfordert schon einen hohen Einsatz. Der Tausch von seltenen Karten in den Fachläden und das Ersteigern von einzelnen Karten bei Ebay hilft dabei etwas weiter.

Das Basis-Set ist für den 18.12. in den USA angekündigt worden, was also bedeutet, dass es in Deutschland leicht verspätet eintreffen kann. Die Namen der ersten zwei Expansionen sind "Energize!" und "A Call To Arms". In der zweiten Expansion sollen zusätzliche Rassen eingeführt werden. Dazu muss sich "Star Trek 2nd Edition" aber erst auf dem Markt der Sammelspiele etablieren, auf dem zur Zeit Sammelfigurenspiele wie "HeroClix", "Mage Knight" und "MechWarrior: Dark Age" immer größere Anteile gewinnen.

Link zum Thema:
Die offizielle Seite: Decipher’s Homepage
Eine Bestellmöglichkeit für Interessierte: Haus der Fantasie
Rezensionen aller amerikanischen CCGs: Richard Weld’s Penultimate CCG Review Page

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4. Kolumne: Es tut gleichmäßig weh...

Vorsicht, Spoiler! In dem nun folgenden Text werden inhaltliche Einzelheiten des neuen Star Trek-Kinofilms ausgeplaudert und durchleuchtet. Wer die Kolumne lesen, "Nemesis" aber unvoreingenommen sehen möchte, sollte dieses Corona Magazine abspeichern und erst nach dem Kinobesuch wieder hervorkramen.

Das sollte er nun sein, der Star Trek-Film, der die Marke Star Trek zu neuem Leben erwecken sollte: Sozusagen, um neue Fans zu gewinnen, die nie zuvor einen Star Trek Film gesehen oder nie zuvor einen Star Trek-Merchandise Artikel erworben haben. Am Ende geht es immer ums Geschäft. Das merkt man diesem Film leider an.
Klar - es hagelt geradezu Referenzen: Ein Bröckchen für die Classic-Fans (Flugmanöver Kirk-Soundso), ein Häppchen für die Klingonen (Worf: "Die Romulaner haben ehrenvoll gekämpft!"), um nur einige zu nennen.

Aber reicht das? Wie wird ein Film zur eierlegenden Wollmilchsau? Die Produzenten haben ein einfaches Kochrezept angewendet - so scheint es zumindest: Ein Star Trek-Film soll sowohl die breite Zuschauermasse ansprechen, als auch die Fans - also streue man ein paar Referenzen und Witzchen ein. Ein guter Bösewicht muss her: Bisher war Khan der beste Bösewicht, also modelliere man ihn nach seinem Vorbild. Sexy soll er sein und auch die jüngeren Zuschauer ansprechen, also muss er jung sein und halbwegs gut aussehen. Kostüme: Seit Matrix liegen Sado-Maso Outfits im Trend, also geht man mal in die Richtung. Außerdem braucht man noch eine weitere sexy Frau für den Babe-Faktor, weil Deanna und Beverly auch nicht jünger werden. Leider blieb von Dina Meyers (Starship Troopers) Sex-Appeal im Romulanerinnen Outfit nicht mehr viel übrig. Dann nehme man auch noch Anleihen bei erfolgreichen Genre-Klassikern wie Mad Max und Bond, oder sogar Extremities für die Würze. Außerdem konnte man noch mit John Logan einen hochklassigen Drehbuchautor gewinnen, der für den Oscarprämierten "Gladiator" verantwortlich zeichnet, da konnte schon fast nichts mehr schief gehen. Was dann dabei herauskam war ein Film, bei dem viele Köche den Brei zwar nicht ganz verdarben, ihn aber fad beließen. Der Film hat eindeutige Schwächen, weil er den Anspruch hat, allen Parteien schmecken zu wollen.

Nach der alten Bauernregel sind die Star Trek-Filme mit geraden Nummern besser als die mit den ungeraden. Der Zehnte sollte ohnehin ein besonderes Ereignis sein. Leider ist er es nicht und genau das ist das Problem des Films. Er ist nicht sonderlich gut, aber auch nicht grottenschlecht. Er ist einfach da und nachdem man ihn gesehen hat, hat man das ungute Gefühl, dass die Macher, Logan, Berman und wie sie alle heißen, eine Gelegenheit verschenkt haben, einen rundum gelungenen Star Trek-Film zu produzieren. Trotz diverser guter Momente wirkt der Film insgesamt unausgegoren und das Skript undurchdacht.

Die Story in Kürze: Die Enterprise soll nach der Hochzeit von Riker und Troi das Paar nach Betazed bringen, damit dort noch eine traditionelle Zeremonie stattfinden kann. Auf dem Weg findet man auf einem der Neutralen Zone nahe gelegenem Planeten Teile eines Soong-Androiden, den Data-Prototypen (Ja, noch einen!) namens "Bevor". Dann erhält die Enterprise von Starfleet Command (Admiral Janeway) den Befehl nach Romulus zu fliegen, um in Friedensverhandlungen mit dem romulanischen Imperium zu treten. Dort haben inzwischen die Remaner (!) durch einen Staatstreich die Macht übernommen. Der neue Praetor Shinzon ist allerdings kein Remaner, sondern ein Mensch - genauer gesagt ein jugendlicher Klon von Picard (lt. Beverly aus einem HAARfollikel - noch ein Witz!). Der will eigentlich aber keinen Frieden, sondern das Universum beherrschen und die Menschheit mittels einer neu entwickelten Biowaffe vernichten.

Zunächst einmal fragt man sich, was aus den übrig gebliebenen Handlungsfäden aus Insurrection geworden ist. Man erfährt absolut nichts darüber, was die Charaktere in dem Zeitraum zwischen Teil 9 und 10 getrieben haben, sondern stürzt gleich in die Hochzeit von Riker und Troi. Picard schwafelt natürlich wie erwartet, während Data und Worf für konstruierte Comedy-Momente sorgen. Leider singt Data mal wieder - natürlich etwas aus einem Musical... seufz...doppelseufz...
Bei diesen Szenen beschleicht einen bereits das Gefühl. dass die vielzitierte Chemie zwischen den Schauspielern verloren gegangen ist. Die Picard & Co. wirken mechanisch, als würden sie einfach die altbekannten Gesten und Texte aufführen, ohne ihnen wirklich Leben einzuhauchen. An einer Stelle leuchtete dann doch der alte TNG-Funke in den Augen von Picard und Geordi - als Picard Geordi anblickt und sich beide ohne Worte darauf verständigen, gemeinsam auf den Planeten herunter zu beamen, um mit dem Argo-Fahrzeug nach positronischen Lebenszeichen zu suchen.

Für die Special Effects kann auch nicht viel des 60 Millionen Dollar Budgets draufgegangen sein, es sei denn, das Effects-Studio hat sie über den Tisch gezogen.
Die Außenaufnahmen auf dem Planeten, auf dem sie "Bevor" finden, wirken nicht nur billig, der Moon Buggy und die Gegner, die gesamte Szenerie könnte aus einem der Mad Max-Filme entliehen sein, nur sah dort alles um Längen besser aus. Man bedenke, dass Mad Max 1979 gedreht wurde...
Einige Stuntszenen wirken so übertrieben und unrealistisch, dass sie einem Bondfilm entsprungen sein könnten, ebenso wie die Schiessereien, bei denen die Bad Guys zu unfähig sind, das Außenteam aus zwei Metern Entfernung zu treffen. Außerdem beamt man doch nicht einfach in eine prä-warp Zivilisation und ballert mit Phasern um sich!?! Hallo?
Die Charaktere: Shinzon (Newcomer Tom Hardy) kann sich nicht entscheiden, was er eigentlich will: Picard kennen lernen oder ihn töten? Ein Mensch sein, oder alle Menschen vernichten? Auf alle Fälle das Universum beherrschen, wie bei "Pinky und der Brain" oder halt in "Der Zorn des Khan". Shinzon, der vorher großartig als ein Gegenspieler im Geiste Khans angekündigt wurde, ist farblos, uninteressant und vor allem unentschlossen. Eben genau das, was Khan nicht war....

Eigentlich hätte er mehr Grund, alle Romulaner zu töten, weil die ihn in den Dilithium-Minen schuften ließen, bis ihn der Remaner Viceroy (Ron Pearlman aus "Blade 2" und "Die Schöne und das Biest") unter seine Fittiche nahm. Zur Belohnung darf er dann auch Vize-König sein und hat sonst eigentlich nicht viel zu tun. In der Maske erkennt man ihn eh nicht - obwohl er allein schon einen Super-Bösewicht abgegeben hätte. Allerdings ist ja Patrick Stewart der Hauptdarsteller und es rückt ihn besser ins Rampenlicht, wenn er einen Konflikt gegen sein jüngeres Selbst ausficht - das ist im Moment auch gerade in Mode, man denke mal an Voyager!. Schließlich bekommt er ja wahrscheinlich die höchste Schauspiel-Gage...
An Picard merkt man, dass der Drehbuchautor Logan ein TNG-Fan ist. Er bekommt wieder sehr viel Gelegenheit, philosophisch angehauchte Reden zu schwingen - very 80ties - so kennen und lieben wir ihn!

Zu Data/Brent Spiner: Er hat am Script mitgewirkt und spielt sowohl Data als auch "Bevor". Er bringt auch keine neuen Aspekte in die Darstellung ein. Datas Tod am Ende des Films war alles andere als spektakulär - es fehlte jegliche emotionale Tiefe. Ich (in diesem Fall Susanne) musste ja nicht mal heulen! Lame - jede Katzenfutterwerbung kann’s besser! Außerdem wirkte der ganze Bevor/Data-Nebenplot von Anfang an viel zu konstruiert und vorhersehbar. Produzentendenke: Bei einem guten Film stirbt einer der Hauptcharaktere, das ergreift den Zuschauer emotional - ein Meilenstein sozusagen. Letztendlich fehlte dann doch die Courage ihn wirklich zu killen. Es gibt ja noch Bevor auf der Ersatzbank. Dafür geht dieser uns jetzt als debiler Data-Abklatsch auf die Nerven.
Marina Sirtis scheint mit zunehmendem Alter nicht nur das Aussehen, sondern auch das Schauspieltalent verloren zu haben. Sie betreibt ein derartiges Overacting, dass es schon wieder komisch ist. In der Sexszene mit Riker - die man sich besser gespart hätte - sieht sie aus, als würde sie einen ganz bitteren Lolli lutschen, statt ihren geliebten Ehemann zu küssen. Ihr Heulanfall bei Datas mickriger Gedenkfeier gehört außerdem eindeutig in die Ruhmeshalle für schlechte Schauspielkunst.

Über Geordi, Worf und Beverly braucht man nicht viel zu sagen, die sind halt dabei ohne viel Eindruck zu machen oder Schaden anzurichten. Beverly hatte sage und schreibe dreizehn Zeilen Text, Worf sogar noch weniger. Riker bekommt wenigstens die Chance, gegen Viceroy zu kämpfen - eine weitere sinnlose Handlungsebene, die wie ein Trostpreis für Johnathan Frakes wirkt.
Doch was war jetzt eigentlich gut an dem Film? Schön fand ich, dass mal wieder, wie zu guten alten Roddenberry-Zeiten eine philosophische Grundsatzfrage im Plot enthalten war: Durch den bösartigen Picard-Klon drängt sich automatisch die Frage auf, welche Eigenschaften ererbt sind und welche sich durch Erfahrungen und Erziehung entwickeln.
Eine interessante Idee ist es auch, dass sich das Design von Shinzons Schiff in den Remaner-Kostümen widerspiegelt - Corporate Design sozusagen.
Schön oder auch nett gemeint waren auch die vielen Referenzen, auch wenn sie teilweise an den Haaren (!) herbeigezogen waren. Ein Wiedersehen mit Guinan, Janeway und Wesley (keine Sprechrolle) hinterlässt doch irgendwie ein warmes, wohliges Gefühl. Der gute alte Trek-Pantoffel passt noch, auch wenn er schon reichlich ramponiert ist.

Alles in allem denken wir: Es hätte schlimmer kommen können. Es gibt zwar auch ein paar nette Charakterszenen und die obligatorische Message, der durchschnittliche Trekkie dürfte also zufrieden gestellt sein. Ein Burner kann der Film wohl auch nicht mehr werden- In Hollywood gibt es eine Faustregel, dass ein Film, der nicht am ersten Wochenende die Filmcharts anführt kein Kassenschlager ist und sein Geld nicht herein holt. Nemesis wurde von J.Lo’s Po in dem Film "Maid in Manhattan" gnadenlos vom Thron verdrängt und spielte nur knapp 18,75 Millionen Dollar ein. Sogar "Insurrection" schaffte es am Startwochenende 22 Millionen Dollar einzuspielen, gar nicht zu sprechen von "First Contact" mit 30 Millionen. Noch dazu läuft ein Film, dessen Hype Star Trek um einiges übertrifft jetzt in den USA an: "Der Herr der Ringe: Die zwei Türme". Das Ziel, der Marke Star Trek ein neues Momentum zu verleihen dürfte wohl leider gescheitert sein.
Es ist vergleichbar mit einem "Unentschieden" der Lieblingsmannschaft - man hat zwar nicht verloren, aber es tut gleichmäßig weh. (Danke, Herbert!)

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5. Star Trek: trekBEAT

Star Trek-Stars verteidigen Fans.
Patrick Stewart (ST-TNG: Jean Luc Picard) und andere "Next Generation"-Stars haben kürzlich die Möglichkeit genutzt ein paar Mythen über "Star Trek"-Fans zu zerstreuen während sie in London auf der britischen Premiere von "Star Trek: Nemesis" waren.

"Es gibt einen klitzekleinen Prozentsatz von "Star Trek"-Fans, den man als besessen kategorisieren könnte," erzählte Stewart Reuters, um das stereotypische Bild eines Trekkers als Einzelgänger mit Sprachschwierigkeiten der noch im Keller seiner Eltern lebt anzusprechen.

"Ich kenne Fans die nicht mal davon träumen würden eine Folge zu verpassen und die Vize-Kanzler von Universitäten, international bekannte klassische Musiker, Opern Sänger, Berühmtheiten, Mitglieder des Kabinetts von Präsident Bush oder hochrangige Militärs sind. Das sind keine Menschen gegen die man Bedenken hegen will. Es ist faszinierend sie zu treffen."

Brent Spiner (TNG: Data) half Stewart die Legionen der Fans, die "Star Trek" in den letzten 36 Jahren gesammelt hat, zu verteidigen. "Ich denke Trekker haben eine wirklich schlechte Reputation.," sagte er. "Aus irgendeinem Grund haben sie diese Reputation wirklich eigenartig zu sein. Ich denke das nicht."

"Ich kann nichts Schlimmes über sie sagen," sagte Marina Sirtis (TNG: Deanna Troi), die nicht dankbarer über die Jahre von Arbeit sein könnte die ihr "Star Trek" beschert hat, angefangen bei den sieben Jahren bei "The Next Generation" über Gastauftritte bei Voyager zu vier Star Trek Kinofilmen. "Dank ihnen habe ich ein wirklich schönes Haus in Los Angeles, fahre einen Porsche, habe schöne Kleidung, einen wirklich liebenswerten amerikanischen Ehemann und alles was dazu gehört. Deswegen sage ich, 'Gott schütze sie dafür das sie jeden Tag das Fernsehen einschalten.'"

Den Originalartikel bei Reuters kann man auf dieser Seite finden. (ks)

ENT: Offizielle Informationen zu "Crash Landing".
Die offizielle "Star Trek"-Webseite hat nun Produktions-Informationen zur "Enterprise"-Episode "Crash Landing" veröffentlicht.

Die Produktion der Folge, in der sowohl die Suliban als auch eine andere klassische Trek-Spezies auftauchen, gestaltete sich relativ einfach. In "Crash Landing" ist die Crew der NX-01 schockiert, als sie ein kleines Schiff im All treibend finden und sich darin eine menschliche Leiche befindet - weit davon entfernt, wo je ein Mensch zuvor gewesen ist. Das Schiff selbst hat ein paar sehr merkwürdige Eigenschaften und das Geheimnis wird noch mysteriöser, als die Suliban vorbeischauen und sehr aggressiv Anspruch auf das Schiff erheben.

Doch Archer muss sich nicht nur um die Suliban Sorgen machen - er macht auch Bekanntschaft mit den Tholianer, die genauso hartnäckig in ihrem Bestreben sind, das geheimnisvolle Schiff zu bekommen.

Die Tholianer konnte man bisher nur ein einziges mal in der Episode "The Tholian Web" aus der originalen "Star Trek"-Serie sehen. Sie wurden aber in vielen weiteren Episoden bis hin zu "Star Trek: Nemesis" erwähnt. Ihre Persönlichkeit in "Crash Landing" zeigt genau die gleiche hohe Fremdenfeindlichkeit, wie schon in der Classic-Episode.

Wie bereits erwähnt, waren die Dreharbeiten zu dieser Episode relativ einfach, da man nur wenige neue Sets für die Produktion bauen musste: das Innere des geborgenen Schiffes und die Wand der Suliban-Brücke, die man auf dem Hauptschirm der Enterprise sehen kann. Hauptsächlich wurden die Standard-Sets verwendet, wie die Shuttle-Bucht, der Maschinenraum und natürlich auch die Brücke. Viele Aufnahmen für diese Folge werden digital erzeugt werden, wobei die keilförmigen Tholianer-Schiffe, ein Suliban-Frachter und zahlreiche Zell-Schiffe zum Leben erweckt werden.

Zu den Suliban-Darstellern gehörte Cullen Douglas als "Suliban Soldier", der sich mit Archer über den Hauptschirm unterhält und zwei "Stunt Suliban", Mike Cassidy und Tim Storms. Sie geraten in einen Kampf mit Trip Tucker und Malcolm Reed, die von ihren Stunt Doubles Shawn Crowder und Marty Murry ersetzt wurden. Stunt Coordinator Vince Deadrick Jr. überwachte diese Action-Szenen. Vaughn Armstrong hatte auch wieder einen Tag auf dem Set als Admiral Forrest zu tun, da er sich erneut über Subraum mit Archer unterhält.

"Crash Landing" wird voraussichtlich am 19. Februar 2003 in den USA ausgestrahlt werden. Das Drehbuch stammt von Mike Sussman und Phyllis Strong, die auch für die Episoden "The Catwalk", "Dead Stop" und weiteren Folgen verantwortlich sind. Regisseur war James Whitmore, Jr., der diesen Posten bereits bei "Acquisition" hatte. Der Sohn des Schauspielers mit dem gleichen Namen war bereits Regisseur bei Serien wie "24", "Buffy the Vampire Slayer", "Angel", "Roswell", "The X-Files" und weiteren Serien und war als Schauspieler in "Quantum Leap" an der Seite von Scott Bakula (ENT: Jonathan Archer) zu sehen.

Hier noch einmal alle offiziellen Informationen zu dieser Episode in Kurzform:

CRASH LANDING
Produktionsnummer: 042
US-Erstausstrahlung: 19. Februar 2003

INHALT:
Weit davon entfernt, wo je ein Erd-Schiff gewesen ist, finde die Crew der Enterprise schockiert ein kleines im All treibendes Schiff, in dem sich eine menschliche Leiche befindet. Trip Tucker und Malcolm Reed entdecken, dass das Schiff ein paar seltsame Geheimnise birgt und alles wird noch mysteriöser, als die Suliban auftauchen und Anspruch auf das Bergungsgut erheben. Darüber hinaus wird Captain Archer mit den Tholianer konfrontiert, die ebenso agressiv versuchen, das geheimnisvolle Schiff zu bekommen.

GASTSTARS:
Vaughn Armstrong als Admiral Forrest
Cullen Douglas als Suliban Soldier

CREATIVE:
Geschrieben von Mike Sussman & Phyllis Strong
Regie: James Whitmore, Jr. (mr)

Kein Picard mehr in Star Trek.
Patrick Stewart hat nach dem schlechten Ergebnis von "Star Trek: Nemesis" nun angekündigt, dass er die Rolle des "Captain Picard" nie wieder spielen wird!
"Studio Briefing" sagte er, egal, ob es einen elften Film geben werde - er werde darin auf keinen Fall mitwirken. Auch wenn das Startergebnis des zehnten Films nicht überragend war, Stewart meint, er sei der beste TNG-Film überhaupt gewesen. Es gäbe keinen besseren Zeitpunkt, um auszusteigen. (mro)

Stimmen zu "Star Trek Nemesis".
Nachdem der neue "Star Trek"-Kinofilm "Star Trek Nemesis" eher enttäuschend in den USA gestartet ist, melden sich diejenigen zu Wort, die an dem Film maßgeblich beteiligt waren.

Rick Berman erzählte USA Today, dass er nicht entmutigt ist und hinter dem Franchise steht. "Star Trek ist viel größer als eine TV-Serie oder ein Film-Franchise," sagte Berman. "Sogar wenn man kein Fan ist, der nicht weiß, was Warp-Geschwindigkeit bedeutet, oder noch nie den Satz 'Beam mich hoch, Scotty.' gehört hat. Es ist mehr als Unterhaltung. Es ist ein Teil unserer Kultur."

Viele Kritiker haben den Film zerrissen, doch der Studio-Boss von Paramount meint, dass die Meinung der Fans wesentlich positiver ist. "Die Zahlen fallen in den Bereich, den wir uns erhofft hatten und es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz 1," sagte der stellvertretende Vorsitzende Rob Friedman. "Wichtiger ist noch, dass die Fans ihn mögen, und wir glauben, dass sich dies über die Feiertage zeigen wird."

Nicht nur die Fans scheinen das neueste Kino-Abenteuer um die Crew der "Next Generation" zu mögen. "Ich war noch nie ein Produzent eines Filmes, den wir gedreht haben," sagte Patrick Stewart (ST:TNG Picard). "Er hat meine Gefühle gegenüber Star Trek neu gestärkt. Wenn wir eine weitere Story haben, die so gut geschrieben ist, mit so viel Enthusiasmus und Vorstellungskraft, dann würde ich es in Erwägung ziehen, einen weiteren Film zu drehen."

Ananova berichtet über die Premiere von "Nemesis" in Großbritannien, wo auch Patrick Stewart zu Wort kam. Der Schauspieler sagte, "Ich denke, das ist der beste Film, den wir gedreht haben und ich wäre sehr zufrieden, wenn der Vorhang für "The Next Generation" nach diesem Film fallen würde."

Regisseur Stuart Baird merkte an, "Es könnte der letzte Film mit diesen Charakteren sein, aber es ist sicher nicht der letzte 'Star Trek'-Film." (mr)

Nimoy verbeugt sich zum letzten Mal.
Man darf nicht mehr erwarten, Botschafter Spock in einem weiteren Trek Kinofilm zu sehen. Nach über 50 Jahren im Schauspielgeschäft hat sich Leonard Nimoy entschieden aufzuhören.

"Ich werde keinen Job annehmen, der mich für eine gewisse Zeit [von meinem zu Hause] wegholt - mein Leben ist zu gut. Ich habe zu viele Wochen in Wohnwagen an kalten und heißen Orten verbracht, weg von Familie und Heim," erzählte Nimoy der Associated Press.

Nimoy's Assistentin, Simone Rodman, bestätigt den AP Bericht. "Er sucht nicht aktiv nach Schauspielarbeit."

Der Emmy-nominierte Star der originalen "Star Trek"- Serie und Regisseur von Filmen wie "Star Trek IV - The Voyage Home" und "Three Men and a Baby" plant nun sich auf Fotografie zu konzentrieren. Zu Nimoy's Publikationen zählen "We Are All Children Searching For Love" und die kontroverse Sammlung von weiblichen Nacktaufnahmen, "Shekkina". [...]

Nimoy lieh zuletzt König Kashekim Nedakh im Disneyfilm "Atlantis: The Lost Empire" seine Stimme, spielte sich selbst und Spock in der Futurama-Folge "Where No Fan has Gone Before" und trat in "Becker" auf.

Den originalen AP Artikel findet man hier, während man den E! Online Bericht hinter diesem Link nachlesen kann. (sp)

Enttäuschender Start für Nemesis.
Seit Freitag läuft er nun in den USA, der neue Star Trek-Kinofilm "Star Trek Nemesis". Oftmals wurde in den letzten Wochen betont, dass es vor allem davon abhängt, wie erfolgreich dieser Film wird, damit es weitere Star Trek-Kinofilme geben wird. Doch "Nemesis" startete äußerst schwach.

Obwohl der Film am Freitag nach einem Tag Laufzeit auf Platz 1 mit 7.675.000 US-Dollar Einnahmen landete, wurde er am Wochenende von "Maid in Manhattan" mit Jennifer Lopez abgehängt, berichte Box Office Mojo und Variety. "Nemesis" nahm am Startwochenende 18,75 Millionen Dollar ein, während "Maid in Manhattan" es auf 19 Millionen Dollar schaffte. "Star Trek: Insurrection" schaffte es 1998 an seinem ersten Wochenende auf 22 Millionen Dollar, während "Star Trek: First Contact" sogar mehr als 30 Millionen US-Dollar einspielte. Kein guter Start also für "Nemesis".

Die Konkurrenz für "Nemesis" wird in den kommenden Tagen auch keineswegs kleiner werden, denn bereits am Mittwoch wird "Herr der Ringe: Die zwei Türme" anlaufen, der nicht nur eine große Fangemeinde in seine Kinos und dabei von "Nemesis" weglocken wird. Harte Zeiten also für den neuen "Star Trek"-Kinofilm.

Selbst Rick Berman, der sich im TIME Magazine äußerte, musste sich nun eingestehen, dass der Startzeitpunkt der neuen Serie "Enterprise" und von "Star Trek: Nemesis" nicht unbedingt der Beste gewesen ist. "Vielleicht waren wir nicht sorgfältig genug dabei, den Zuschauern etwas Zeit zum Durchatmen zu geben - ein Jahr oder zwei hätte man noch Pause machen können."

Es bleibt dennoch abzuwarten, wie erfolgreich sich der Film weltweit behauptet. Vielleicht genügen die Einnahmen ja doch noch, damit es vielleicht zu einem elften "Star Trek"-Abenteuer auf der großen Leinwand kommt. (mr)

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6. Im Gespräch mit Brent Spiner

Während der Pressetour der Darsteller von "Star Trek: Nemesis" bekamen wir die Möglichkeit, uns mit Brent Spiner, Darsteller von Data, zu unterhalten.

Corona: Bist du als Co-Autor mit dem fertigen Film zufrieden?

Brent Spiner: Ja, bin ich. Ich finde, dass der Film sehr gut geworden ist. Die Leute haben gute Arbeit geleistet, vom Regisseur bis zu den Schauspielern, und es wurden alle Aussagen getroffen, die wir im Film haben wollten. Natürlich wurde viel herausgeschnitten, wie das bei fast jedem Film der Fall ist. Paramount wollte nun mal keinen drei Stunden langen Star Trek-Film veröffentlichen. Ich wünschte, es wären alle Szenen im Film geblieben, aber so ist das nun einmal.
Ich bin sicher, dass die Special Edition-DVD alles beinhalten wird. Wichtig war, dass wir uns eine Geschichte ausdenken, die interessant ist. "Nemesis" hat viel Action, einige Aussagen und halt das, was Star Trek so ausmacht.

Corona: Du stellst Action an erste Stelle. Ist die Story nicht wichtiger?

Brent Spiner: Nun, ich finde die Story sehr wichtig und sehr gut, wenn ich das behaupten darf, aber in "Nemesis" gibt es mehr Action als im letzten Film. Wenn man die Actionszenen zusammenrechnet, hat "Nemesis" mehr als alle anderen unserer Filme zusammen. Die letzten 40 Minuten sind praktisch nur Action.
Aber ich stimme dir zu, darum geht es eigentlich nicht. Star Trek war allerdings schon immer ein Action-Adventure, in das viel zum Nachdenken eingeflochten wurde.

Corona: Was ist das Beste und das Schlimmste daran, Teil des Star Trek-Franchises zu sein?

Brent Spiner: Das Schlimmste ist gerade jetzt, in diesem Moment (lacht). Und das Beste ist die Tatsache, dass ich mit meinen Freunden zusammen vor der Kamera stehen kann. Wir sind alle sehr gut miteinander befreundet im richtigen Leben, wenn es so was überhaupt gibt, und wir sehen uns ständig. Nach vier Jahren wieder die Uniform anzuziehen und zu spielen hat sehr viel Spaß gemacht. Besonders die Szenen, in denen wir alle zusammen sind. Diese Momente sind rar und es liegt eine unglaubliche Dynamik im Raum. Wir hatten richtig viel Spaß und trieben den Regisseur in den Wahnsinn. Was könnte besser sein? (lacht)

Corona: Nun heißt es ja auf dem Plakat "Die letzte Reise einer Generation beginnt". Wird die letzte Reise im einem weiteren Film weitergehen?

Brent Spiner: Ich glaube nicht. Obwohl, vielleicht. Aber wahrscheinlich nicht. Ich glaube, das ist der letzte Film. Es ist ein passendes Ende, der Vorhang senkt sich, das war’s. Nach dem Ende des Films könnte man sich eine Fortsetzung vorstellen, aber gemeint ist damit eigentlich nur, dass es für Picard und die Zukunft Hoffnung gibt.

Corona: Ist die Enterprise der eigentliche Star des Films?

Brent Spiner: Weißt du, es gab diesen Vize-Präsidenten bei Paramount, der uns immer gesagt hat: "Das Schiff ist der Star, ihr seid es nicht. Also kommt auf keine dummen Ideen, die Enterprise ist der Star", und wir haben ihn gefragt: "Wieso machst du keinen Film allein mit dem Schiff und wir bleiben zuhause?" (lacht).
Die Enterprise ist der rote Faden, der sich durch das ganze Franchise zieht, auch wenn es in "Deep Space Nine" und "Voyager" keine Enterprise gab.

Corona: Am Ende des Films waren wir alle ein wenig enttäuscht, das wir die Nackt-Hochzeit auf Betazed nicht zu sehen bekamen.

Brent Spiner: Ja, ich weiß. Ich war auch total enttäuscht. Wir haben die Szene gedreht und dann wurde sie rausgeschnitten. Das Problem war, dass der Film für das Allgemeinpublikum angelegt war und wir keinen Ab18-Film machen konnten. Aber ja, wir haben sie gedreht und sie wurde dann geschnitten. Die gibt es dann auf der DVD in der "Rated X"-Version (lacht).
Der nackte Worf ist etwas, was man unbedingt gesehen haben sollte, das sage ich dir.

Corona: Wie bist du mit dem neuen Regisseur Stuart Baird zurecht gekommen?

Brent Spiner: Gut. Er hat sich wacker geschlagen. Er ist ein talentierter Mann und brachte eine ganze Menge Energie mit hinein. Er versuchte sehr leidenschaftlich, einen guten Film zu machen. Meistens haben wir ihn auch machen lassen, was er wollte.
Es war ja nun auch nichts Ungewöhnliches für uns, mit einem neuen Regisseur zu arbeiten. Wir haben 178 Folgen lang die Serie gedreht und während der Zeit mit wahrscheinlich 50 oder 60 verschiedenen Regisseuren gearbeitet.

Corona: Gab es Unterschiede zu Jonathan Frakes, der ja bei den letzten beiden Filmen Regie geführt hat?

Brent Spiner: Der einzige Unterschied waren die Persönlichkeiten. Sie versuchten sonst beide, dasselbe Ziel zu erreichen, nämlich einen guten Film zu machen.

Corona: Hast du die neue Serie "Enterprise" gesehen?

Brent Spiner: Ich habe den Pilotfilm gesehen.

Corona: Und, hat er dir gefallen?

Brent: Ja, der war gut. Aber das ist alles was ich von der Serie gesehen habe. Bei "Voyager" habe ich auch nur den Piloten gesehen, bei "Deep Space Nine" genauso. Von der "Next Generation" habe ich vielleicht 20 Episoden gesehen. Ich habe aufgehört zu schauen, weil ich darin keinen Sinn sah, da ich die ja sowieso schon alle gelesen hatte. Ich wusste also, was passieren würde, drum hat es mich nicht interessiert, es auch noch anzuschauen.

Corona: Ist Data mehr als nur Arbeit für dich?

Brent Spiner: Nein. Das ist genau das, was er ist: Arbeit. Es war sehr schöne Arbeit, die ich über viele Jahre ausführen durfte, aber ich denke jetzt nicht, dass Data eine Person ist, oder so etwas. Er ist ein Charakter.

Corona: Vielen Dank für das Interview.

Weitere Interviews mit Stuart Baird, Tom Hardy, Marina Sirtis und Patrick Stewart gibt es in der nächsten Ausgabe des Corona Magazines.

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7. Kreuzfeuer

Die in dieser Rubrik durch Namen gekennzeichneten Texte sind Leserzuschriften. Sie spiegeln die Meinung der Leser wieder und stimmen nicht unbedingt mit der Meinung der Redaktion des Corona Magazines überein. Wenn Sie uns auch schreiben möchten; keine Scheu: kreuzfeuer@sf-radio.de. Bitte beachten Sie, dass wir nur Zuschriften veröffentlichen, die mit vollständigem Namen versehen sind. Die eMail-Adressen der Leser werden auf Anfrage von der Corona-Redaktion bekannt gegeben. Wir danken für Ihr Verständnis!


Reaktionen zum Leserbrief von Theo Schuster im CM #103
Probleme mit abgeschnittenen Ausgaben bei web.de Mailaccount-Inhabern.

Hallo liebes Corona-Team.
Ich lese immer wieder gerne euren trekBEAT und habe in der letzten corona ausgabe die mail von Theo Schuster gelesen. Ich hatte dasselbe Problem, auch mit web.de,. die Hälfte ist nie angekommen.
Jetzt empfange ich meine Mails über "pop3 web.de" mit Outlook Express. Seitdem erhalte ich immer die vollständige Version der Corona-Ausgabe. Also nur ein tipp: Über pop3 die e-Mails weiterleiten, dann ist auch alles von dem genialen trekBEAT zu lesen.

- Tim Mohrbach


Hallo Corona-Redaktion,
zur Info: untenstehendes "web.de-Problem" kenne ich ebenfalls; da ich die Mails auf meinen Firmen-Account weiterleite, komme ich trotz allem in den Genuss der gesamten Ausgaben - lästig ist es natürlich schon....
Kann mich ansonsten ebenfalls nur anschließen - macht weiter so!

- Daniel Maier

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8. Kreuzfeuer: Spezial

Klaus Michels und ich sind uns einig, was die Einschätzung der Abonnenten des Corona Magazines angeht: Sie interessieren sich für das, was wir Monat für Monat - und im Falle des großartigen Newsletter-Teams Woche für Woche - an Artikeln über die Sciencefiction publizieren. Unsere Meinung kommt nicht von ungefähr, sondern wird durch eine Vielzahl an Mails belegt, die Klaus zum Teil und unkommentiert in die Rubrik "Kreuzfeuer" stellt. Da unter jedem Artikel aber normalerweise auch Name und eMail-Adresse des Verfassers stehen, tauchen nach jeder Ausgabe auch eine Reihe von Mails in den Postfächern der Redakteure auf.

Nehmen wir mich mal als Beispiel: Mit meinen Kolumnen z.B. treffe ich ab und an den ein oder anderen Nerv manchen Lesers, der sich dann teils heftig, teils wohlwollend bei mir maildet. Manchmal komme ich dazu, zu antworten, meistens aber nicht. Das hat natürlich zum einen mit dem Thema "Zeit" zu tun, zum anderen aber auch damit, dass ich ein fauler Sack bin, was das Beantworten von Mails angeht. Ich lese sie aber alle(!) und ich würdige die meisten, indem ich sie an Klaus weiterleite und wir uns telefonisch über den einen Hinweis oder die andere Beschwerde oder das ein oder andere Lob unterhalten.

Bei einem dieser Telefonate über einen ganz bestimmten Leserbrief, kam uns der Gedanke, einige Mails einmal kommentiert im Corona Magazine unterzubringen. "Weihnachtszeit, gute Zeit!" dachte sich Klaus und beauftragte mich als einmalige Weihnachtssonderaktion, einige Mails auszugsweise herauszusuchen, die ich stellvertretend für alle hier beantworten möchte. Und egal, ob Kreuzfeuer- oder private Redakteur-Adresse: Seid sicher, dass jede Eurer Mails gelesen und besprochen wird - selbst wenn Ihr keine Antwort erhaltet! Euer Feedback ist - und das ist kein Spruch! - das Wichtigste am Corona-Leben. Denn für was sollten wir das sonst machen?

Um gleich von Null auf Hundert zu gehen, möchte ich in einer Art Rundumschlag auf Mails aus den letzten Jahren antworten, die sich um zwei Themen drehen. Auf die meisten haben wir bereits geantwortet, aber für all jene, bei denen wir es vergaßen oder für jene, die diese Themen auch interessieren, sei mit aller Demut noch einmal darauf hingewiesen:

--- Nein, wir können leider keine Folgen der Serie "Enterprise" online oder per CD zur Verfügung stellen. Auch und erst recht nicht gegen Bezahlung. Ich bitte da um Verständnis, - das ist nicht nur eine rechtliche Grauzone, wir müssten sie dafür auch überhaupt erst mal als solche in dieser Form besitzen.

--- Es tut uns wirklich leid, aber weder mir noch einem anderen Mitglied von sf-radio.de ist es möglich, jemanden umsonst oder vergünstigt als Gast auf eine Convention zu bringen. Auch und erst recht nicht auf die FedCon. Es ist auch nicht der Sinn unseres Engagements auf solchen Veranstaltungen, umsonst reinzukommen. Glaubt mir, - als zahlender Gast hat man immer mehr von dem Programm und den Gästen. Con-Berichterstattung fürs Radio und für den Corona ist eine Mordsarbeit.

Bei der Recherche zu diesem Artikel ist mir aufgefallen, dass ein Leser des Corona Magazines häufig geschrieben hat, ohne dass ihm meines Wissens auch nur einmal geantwortet wurde. Ups, da ist mir heiß geworden.. vor Verlegenheit. Der Mann heißt Hans-Joachim Teiwes und beginnt seine Mails normalerweise in etwa so:

> Von: hans joachim teiwes
> Gesendet: Montag, 21. Oktober 2002 16:15
> An: hillenbrand@sf-radio.de
> Betreff: Feedback Corona 101, Kolumne: Star Trek: Nemesis - Einfach ist
> doch besser!
>
> Hallo Mike Hillenbrand,
>
> das war wieder ein interessanter Bericht, der zum Denken anregt.

oder

> Von: hans joachim teiwes
> Gesendet: Mittwoch, 17. April 2002 00:01
> An: hillenbrand@sf-radio.de
> Betreff: Corona 95 - Kolumne: Die Enterprise & das Alibi aus der Zukunft
>
> Hallo und guten Tag Mike Hillenbrand,
>
> das war eine unterhaltsame Kolumne. Solche Gedankengänge, verfasst in
> dem entsprechenden Schreibstil, sind für mich die Würze eures
> Newsletters. Ihr habt manchmal echt witzige, satirisch angehauchte
> Artikel.

Was soll ich sagen? Ich liebe den Mann einfach. ;-) Aber Hans Joachim hat auch inhaltlich einiges zu sagen. Zum Thema Star Trek schrieb er:

Filme und Serien interessieren hauptsächlich die Fangemeinde und das ist in jedem Fall eine Minderheit im Verhältnis zur gesamten Zuschaueranzahl. Die breite Masse will "knallharte Action und Sex", mehr braucht es nicht, um einen "Gassenreißer" zu produzieren, der 4/5 der Zuschauer anspricht und damit die Quoten garantiert. Das Phänomen ist ja auch im Internet zu spüren. Nur noch blinkende Bilder, Pop-Ups und oftmals dummes, inhaltliches Zeug. Anspruchsvolle Texte (Lesen? Um Gotteswillen! Man könnte ja erblinden!) und Inhalte sind für viele Zeitgenossen einfach ungebräuchlich. Und der Trend wird sich fortsetzen, garantiert! Ich gebe Star Trek (So wie wir die Serien und Filme kennen) keine große Zukunft! Weil, zu Anspruchsvoll!

Hans Joachim, im Urteil gebe ich Dir Recht. Bei der Analyse aber (für mich:) leider nicht.

Tja, jeder bekommt das, was er verdient! Vor allem die 4/5, die sowieso nichts merken. Mich ärgert das und ich habe mir das nicht so gewünscht, aber mich fragt ja auch keiner und ich gehöre auch nicht zu den 4/5!

Über diesen Punkt haben wir lange gesprochen und sind zu dem Schluss gekommen, dass wir alle vielleicht doch zu den 4/5 gehören könnten, weil es immer darauf ankommt, wo man die Grenze zieht. Ein brandaktuelles Beispiel: Die Serie, die mich zur Zeit am meisten anspricht, heißt "Smallville" und startet am 3. Januar bei RTL. Diese Serie ist für eben jene 4/5 produziert und strotzt vor den Dingen, die Du ansprichst. Aber: Die Charaktere sind gut, ihre Interaktion ist gut und es ist eine Entwicklung in den ersten 35 Episoden, die Spaß macht. Ich zumindest gehöre gerne zu diesen 4/5, solange es solche Serien gibt. Allerdings wäre es mir noch lieber, wenn ich auch über eine Star Trek-Serie so was sagen könnte.
Viele Grüße ins Lipperland! :-)

Unser Leser Henry Jensen schrieb mir vor einigen Monaten einen sehr langen und ausführlichen Leserbrief:

> -----Ursprüngliche Nachricht-----
> Von: Henry Jensen
> Gesendet: Sonntag, 11. August 2002 16:44
> An: hillenbrand@sf-radio.de
> Betreff: Kolumne Corona 99

Hallo Mike,

natuerlich hast du recht mit deiner Argumentation, dass man ueber das berichtet, was neu ist (im Moment eben "Enterprise").
Vielleicht sollte wir uns aber auch ganz allmaehlich mit dem Gedanken vertraut machen, dass es eines Tages nichts mehr neues zu berichten gibt. Ganz klar, das organisierte Fandom schrumpft, es gibt weniger Newsletter, weniger Clubs, weniger Cons, etc.

Andererseits sollten wir uns bewusst machen, das das ST-Fandom zu einer Zeit entstand, als es ueberhaupt nichts neues zu berichten gab, naemlich in den 70er Jahren, als TOS in der Syndication staendig wiederholt wurde und erst damit populaer wurde.

Henry, Du hast absolut recht. Trotz der "nur" 79 Originalfolgen, wurde damals alles aus der Serie analysiert, besprochen und rezensiert. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass TOS in den 70ern einen Nerv traf und revolutionär war: Vieles aus der Serie war neu - von den Handlungen über die Kostüme bis zu den politischen Ansichten, die dort kommuniziert wurden.

Inzwischen gibt es ueber 600 Folgen Star Trek und bald 10 Kinofilme. Dies reicht um sich drei Wochen lang ununterbrochen rund um die Uhr Star Trek anzusehen. Damit ist das ST-Universum unheimlich komplex geworden und ich behaupte, niemand mehr kennt alle Details.

Was ich damit sagen will ist, dass wir keine Angst haben muessen vor einer Zeit ohne News. Chakotay sagte einmal in einer Folge zu Janeway "Wir haben genug Daten gesammelt um Starfleet Wissenschaftler fuer Jahrzehnte zu beschaeftigen". Dasselbe gilt auch fuer das Fandom und das inzwischen angesammelte ST-Material.

Wirklich problematisch ist meiner Meinung nach, dass die andere gesellschaftliche Ebene heutzutage fehlt. Zu TOS-Zeiten sprach alle Welt über die Serie, weil sie das Leben und die Träume von Millionen von Menschen berührte und niemand der dargebotenen optimistischen Zukunftsdarstellung widerstehen konnte. "Deep Space Nine" und "Voyager" waren dagegen "yet another” Action & SF-Serien. Sicher können wir auch diese Serien grundlegend analysieren, aber irgendwie ist es dennoch etwas anderes, findest Du nicht?

Zu einem anderen Thema. Mein Spotlight zum TNG-Roman "Sektion 31 - Die Verschwörung" hat wie erwartet einiges an Reaktionen hervorgerufen und ich möchte, stellvertretend für viele weitere, die eMail von unserem Leser Christian Enders hier anführen:

-----Original Message-----
From: Christian Enders
Sent: Saturday, September 07, 2002 1:26 PM
To: michels@sf-radio.de
Subject: Was ist das für eine Kritik ?!

Hallo liebe Corona-Chefs,
ich lese nun seit einigen Jahren euren Newsletter und finde eure Arbeit echt gut. Manchmal ärgere ich mich jedoch auch über Artikel.
Ich habe gerade die Buchrezension von Sektion 31 - Die Verschwörung gelesen. Ich kann dem Autor in einigen Punkten zwar zustimmen, allerdings finde ich die genannten Kritikpunkte absolut nebensächlich. Man muss nicht der (schlechten) Kritik wegen eine schlechte Kritik schreiben.

Nun schreibe ich seit vielen Jahren Rezensionen von Star Trek-Romanen und würde natürlich niemals etwas verreißen, nur weil ich dazu gerade Lust habe. Ich halte diesen Roman einfach nur für grottenschlecht.

Ich habe rund 30 Star Trek Romane gelesen und finde diesen hier besonders spannend !!

Ja nu, das ist als Argument etwas schwach. Ich habe alle (sic!) Star Trek-Romane gelesen und finde diesen hier besonders ätzend. (Wobei das eine nichts mit dem anderen zu tun hat..) Er ist nicht nur schlecht geschrieben, vor allem die Einbindung der homosexuellen Charaktere ist die Verschwendung von Möglichkeiten.

Die Frage, welche Rolle die ominöse Sektion 31 hier spielt, klärt sich erst sehr spät ganz auf und der Leser kann über viele, viele Seiten miträtseln.

Und hier sind mir ehrlich gesagt einige Zweifel gekommen, ob Christian und ich über den gleichen Roman reden. In der Diskussions-Mailinglist der Corona-Redaktion schrieb ich damals: "Welches Buch hat der geschätzte Christian da denn wohl zum Honk gelesen? In dem "Sektion 31"-Roman, den ich hier habe, ist allerallerallerspätestens auf Seite 205 von 378 Seiten klar, was die Sektion 31 sich hier erhofft und plant. (Weil es ganz deutlich da geschrieben steht! Nix mit "zwischen den Zeilen lesen"!) Was danach kommt, ist eine klassische "TalShiar trickst Sektion 31 auf noch nicht mal sehr elegante Weise total aus!"-Storyline, die damit endet, dass Picard zum Schluss eigentlich auch Sektion 31 den Ar... rettet.. ;-)"

Über Geschmack lässt sich streiten - und darüber ob ein ST-Roman gut ist oder nicht, wohl auch. Jedenfalls würde ich mir eine wesentlich differenziertere Kritik wünschen. Hätte ich den Corona vor dem Kauf des Buches gelesen, hätte ich mir das Buch wohl nicht gekauft - und damit viele Stunden der spannenden Unterhaltung verpasst.

Das ist halt der Punkt. Spannende Unterhaltung habe ich durch dieses Buch nicht genossen und ein Rezensent muss natürlich auf so etwas hinweisen. Letztendlich hätte ich mir in dieser Mail etwas mehr an Argumenten gewünscht, ähnlich wie die Corona-Redaktion sie in ihre Artikel einbaut. Das verstehe ich nämlich unter "differenziert".

Als Beispiel dafür möchte ich eine Mail heranziehen, die auch den Auslöser für dieses "Weihnachtsspezial" gab und vor allem Klaus und mich etwas.. "amüsiert" hat:

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Martin Eickmeier
Gesendet: Freitag, 4. Oktober 2002 18:55
An: Mike Hillenbrand
Betreff: Meine Mail

Hallo Mike,

eigentlich habe ich ja heute auf den neuen Corona gewartet, aber hier auf der Arbeit ist er zumindest nicht angekommen und weil ich sonst nichts besseres zu tun habe, schreibe ich dir jetzt eine Mail.

Hallo Martin, danke für die Mail und ja: Manchmal passiert es, dass ein Corona Magazine - so wie dieses hier - einen Tag später erscheint. Anyway: Wir geben uns alle Mühe, versprochen!

Deine Kolumne über das Fandom fand ich etwas strange. Bist Du nun für oder gegen solche arroganten Typen wie DB? Es ist schon klar was Du schreibst, nämlich dass Du ihm als Fan viel verdankst, aber Du hättest mehr Stellung beziehen sollen, imho.

Oh, habe ich das nicht? Also, um das hier klarzustellen: Ich mag Dirk Bartholomä. Gut, wir mögen nicht das gleiche Bier, ich habe dem Motorradfahren abgeschworen und ich besitze mehr Star Trek-Romane als er, aber... Spaß beiseite: Dirk ist ein authentischer Mensch und gerade heraus. Ich halte ihn nicht für arrogant und wenn das so rübergekommen ist, dann habe ich mich falsch ausgedrückt. Und bevor jetzt ein falscher Gedanke die Runde macht: Ich habe nichts davon, zu Dirk nett zu sein. Ich bin nämlich auch authentisch.

Was hältst Du btw von dem Kommentar von Phillip Ruch über den Corona und seine Ziele? Klaus Michels und Dir müsste doch das Herz bluten. Der Star Trek-Index war die wichtigste Partnerschaft für den Corona (nicht etwa Klaus und Dein sf-radio, bloss nicht!) und "Menschen wie Thomas Höhl, aber auch wie Dirk Bartholomä" sollten gewonnen werden. Ausgerechnet der "proletarische Geschäftsmann" wie Du schreibst soll was für den Corona schreiben? Und Thomas Höhl kenne ich aus der Space View, dem Usenet und aus der Trekworld. Die Autoren Claudia Kern, Mike Hillenbrand, Dennis Horn und Roland Austinat kenne ich persönlich auch aus vielen Publikationen sei es im Internet oder gedruckt! Was Phillip Ruch vom Corona erwartet, erfüllt der doch schon lange! Der Vorschlag mit dem Corona-Convent ist doch wohl nicht Euer Ziel? Noch einen Con in Deutschland hält das Fandom sicher nicht aus da würde ich drauf wetten.

Phillip Ruch hat die Basis für diesen Newsletter gegründet und als solcher hat er natürlich jedes Recht der Welt, auf Anfrage eine solche Meinung in die 100. Ausgabe einzubringen. Ich habe großen Respekt vor Phillip - unbekannterweise - und aus seiner Sicht sind sicherlich alle von ihm genannten Empfehlungen und Danksagungen absolut berechtigt. Natürlich sehen wir das differenzierter. Ich bin recht gut mit Thomas Höhl befreundet und solange wir nicht über Religion und Babylon 5 sprechen, kann ich mit ihm über jedes Thema sprechen. Auch über eine Corona-Mitarbeit sprachen wir schon, bevor Phillip seinen Text zur Ausgabe 100 einreichte. Eigentlich hätte Thomas einen Artikel über die Hansetrek schreiben sollen, aber er musste aus beruflichen Gründen recht kurzfristig die Reise nach Hamburg absagen. Fachlich wäre er als Star Trek-Experte ohnehin eine Bereicherung für unser Magazine, aber natürlich hast Du recht: In der Redaktion tummeln sich bereits einige "namhafte" Fan-Schreiberlinge, was aber nicht bedeutet, dass "ein echter Höhl" die Qualität des Coronas nicht steigern könnte...

Was die Con-Landschaft angeht, müssen wir Dir absolut recht geben und darum wird es auf ganz lange Zeit keine Corona-Convention oder etwas ähnliches geben. SF-Radio.de hat zusammen mit SF-Media auf der Nexus Convention 2001 die Gaststars Gertie Honeck und Ernst Meinke eingeladen und finanziert. Das war aber eine einmalige Sache.

Zum letzten Thema:

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Michael Hoffmann, Institut Drachenhaus
Gesendet: Mittwoch, 11. Juli 2001 10:50
An: Kreuzfeuer
Betreff: Sex in StarTrek

Ich würde sehr gerne aus Michaels Mail zitieren, aber das darf ich leider nicht. In der Signatur seiner langen eMail stand nämlich folgender Text:

Veröffentlichung kostenfrei in Corona-Newsletters (und nur dort) erlaubt unter der Bedingung, daß der gesamte Text veröffentlicht wird. Andere Magazine fragen bitte beim Autor an.

Michael ist Autor, wenn ich das richtig verstanden habe und verdient als solcher mit seinen Texten seinen Lebensunterhalt, also ist dieser Vermerk nicht vermessen, sondern nachvollziehbar. Wer aber das Corona Magazine kennt, wird wissen, dass Klaus nur sehr selten eine lange eMail komplett in die Rubrik "Kreuzfeuer" nimmt und so konnte die sehr interessante Mail von Michael Hoffmann leider nicht berücksichtigt werden.

Vor diesem Problem steht Klaus häufig. Nicht selten sind die Leserbriefe, die beim Chefredakteur eingehen, wirklich gut und natürlich wollen die Autoren gerne, dass ihre Mail vollständig in den Corona kommt. Als kleiner Tipp: Die Corona-Redaktion braucht immer gute Schreiber. Verfasst doch bei Interesse einfach mal einen Artikel und schickt ihn unserer Chefredaktion. Honorar gibt es leider keines, ein Anrecht auf Veröffentlichung auch nicht, aber auf diese Weise können wir alle nur gewinnen: Ihr, weil Ihr im größten SF-Newsletter Europas veröffentlichen könnt, und wir, weil wir nicht kürzen müssen. Hurra. :-)

Da gäbe es allerdings ein paar Regeln zu beachten..

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Geschwärzt
Gesendet: Dienstag, 16. Juli 2002 13:28
An: hillenbrand@sf-radio.de
Betreff: Enterprise

Hallo,

ich habe gerade Deine Kolumne über Enterprise gelesen.
Ein Freund und ich würden auch gerne zusammen eine Kolumne schreiben. Er hat sich schon einige Folgen aus dem Netz runtergeladen und inzwischen sehen wir es uns nur noch zur Belustigung an! Die Serie ist dämlich und lässt Star Trek zu einer Comedy-Serie verkommen.

[...]

Wie gesagt, wir würden gerne eine Kolumne schreiben und dabei auf einige Folgen genauer eingehen. Möge die Serie im Gre'thor landen und der Fek'Ihr ihre Seele mit 1000 Foltern quälen! Wenn Enterprise scheitert besteht immerhin die Chance, dass man ein besseres Konzept aufgreift und mal wieder gesellschaftskritische Episoden liefert und keine Comedy!

Eine dieser beachtenswerten Regeln lautet: Normalerweise stehen Artikel im Corona, auf die kommt es nämlich an. Dass pro Ausgabe ein oder zwei farbigere Texte im Magazine stehen, ist auf eine Grundsatzentscheidung der Chefredaktion zurückzuführen, aber soll natürlich nicht die Regel sein. Wenn Ihr also etwas schreibt, schreibt einen Artikel und schickt ihn an mailto:michels@sf-radio.de!

Andererseits: Wenn Ihr uns einfaches Feedback geben wollt, dann macht eine Mail auf, adressiert sie an kreuzfeuer@sf-radio.de und ran an die Tasten! Wir lesen wirklich jede Mail. Kein Leserbrief wandert einfach so in die Ablage P. Gerade nach den beiden Nemesis-Kolumnen dürfte es einigen Lesern doch in den Fingern jucken.

Wir würden uns freuen, von Euch zu lesen.
In diesem Sinne: Gesegnete Weihnachten!

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9. Rating Report

Die wichtigen November Sweeps in den USA (die Preise für Werbespots in den Serien werden neu festgelegt) kennen nur einen wirklichen Gewinner: "Smallville".
Die Serie rund um die Jugendabenteuer von Clark Kent konnte sich als einzige Genre Serie gegenüber den Quoten des Vorjahres deutlich verbessern. Alle anderen phantastischen Serien mussten teils empfindliche Verluste hinnehmen.
Besonders schlimm hat es "Enterprise" erwischt. Im November 2001 erreichte die Serie im Durchschnitt noch 6,98 Millionen Zuschauer bei einem Rating von 4.95, in diesem November waren es im Schnitt nur mehr 4,94 Millionen Zuschauer bei einem 2.95 Rating. Dies ist einer der größten Zuschauerverluste, denn je eine moderne Star Trek-Serie innerhalb eines Jahres verzeichnen musste!

Joss Whedons SF Serie "Firefly" wurde inzwischen auf Grund der für das FOX Network katastrophalen Ratings (schwächer als "Enterprise", das aber im Gegensatz zu "Firefly" auf dem Zwerg-Network UPN ausgestrahlt wird) abgesetzt. Damit nicht genug, denn auch Whedons andere beiden Serien "Buffy" und "Angel" haben im Jahresvergleich erneut an Zuschauern verloren. Ob UPN eine 8. Staffel von "Buffy" bestellen wird ist fraglich, WB reagierte unterdessen mit einer Verlegung des "Angel" Sendeplatzes.

"Dinotopia", die auf der gleichnamigen Miniserie basiert, wurde von ABC nach nur drei Folgen auf Grund von katastrophal schwachen Quoten wieder abgesetzt. Die restlichen bereits produzierten Folgen werden noch gezeigt, aber danach ist für die Dinos der Ofen aus.

In der Syndication gerät auch "Andromeda" immer mehr ins Trudeln, auch diese Serie verliert immer mehr Zuschauer. Im Gegensatz dazu konnte der amerikanische SciFi Channel mit der Premiere von "Trackers" die besten Quoten seiner Geschichte verzeichnen.

In Deutschland konnte Pro Sieben mit dem Zweiteiler "Das Jesus Video" hervorragende Einschaltquoten erreichen. Die sehr frei auf den gleichnamigen Bestsellerroman von Andreas Eschbach basierende Verfilmung lockte im Schnitt über vier Millionen Zuschauer vor die Fernsehgeräte. Obwohl der zweite Teil schlechtere Einschaltquoten hatte als der erste kann Pro Sieben mehr als zufrieden sein.
Weniger zufrieden wird der Sender erneut mit dem Abschneiden von "Akte X" sein. Nur mehr gelegentlich interessieren sich mehr als 10% aller jüngeren Zuschauer für die Mutter aller Mystery Serien. Kein Wunder, daß auch die Wiederholungen bald nur mehr bei Kabel1 zu sehen sein werden.

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10. Perry Rhodan: Die Leiden des jungen Sammlers

Dies ist die letzte Corona-Ausgabe vor dem Start des "Perry Rhodan"-Ablegers "Atlan - Centauri", dessen erstes Heft offiziell am 14.Januar zu haben sein wird. Offiziell muss in diesem Zusammenhang betont werden, viele Kioske führen die aktuellen Hefte bis zu sechs Tage vor dem offiziellen Erstverkaufstag, die Taschenbücher des "Andromeda"-Zyklus sind vielerorts einen Monat zu früh erhältlich.

Zurück zur neuen "Atlan"-Miniserie. Heutige Sammler freuen sich natürlich über jede Ergänzung des Rhodan-Universums. Endlich kann man die Zeittafeln zum 13.Jahrhundert NGZ herauskramen, um in den Löchern zwischen den Romanzyklen neue Daten einzutragen. Das PR-Universum mit seiner Historie, deren Handlungszeit mehrere Jahrtausende umspannt, und Rückblicken, die teils mehrere Millionen Jahre in die Vergangenheit reichen, schreit geradezu nach regelrechten Geschichtsbüchern. Und natürlich gibt es so etwas im Fandom. Das derzeit ambitionierteste Projekt dürfte die auf acht Bände angelegte Jahrmillionen-Chronik von Heiko Langhans sein, von der zwei Bände erschienen sind. Jeder Band listet im Wesentlichen einfach alle Jahre eines Zeitraums auf und listet zu jedem Jahr alle Ereignisse im PR-Universum auf, die sich in Heften, Taschenbüchern oder sonstigen Texten finden lassen.

Es wertet einen Roman irgendwie auf, wenn man ihn als kanonisch betrachten darf. Die wirklich hartgesottenen Fans möchten ja schließlich nichts verpassen, was irgendwo, irgendwann da draußen zwischen den Sternen passiert ist.
Die Kehrseite der Medaille ist die ansteigende Schwierigkeit für junge Sammler, alle relevanten Texte zusammenzubekommen. Erst einmal wird ja gerne gestritten, welche Texte als kanonisch gelten. Natürlich die Romanhefte der Hauptserie, aber bei "Atlan"-Heften gehen die Meinungen schon auseinander. Dann gibt es die Taschenbücher, die auf Grund von Fehlern der Autoren gelegentlich den Heften widersprechen. Was macht man mit Kurzgeschichten, die Anfang der 80er im "Perry Rhodan"-Magazin erschienen sind?
Ein ehrgeiziger Sammler nimmt erst einmal alles als gültig an, was nicht den Heften widerspricht. Und dabei kann man kleine Fehler ignorieren. Für größere Fehler schwirrt ein Motto im Fandom herum, das jener Heiko Langhans, der an der Jahrmillionenchronik arbeitet, gerne verwendet: "Es gibt keine Widersprüche! Es gibt nur noch nicht erzählte Geschichten!" Bestes Beispiel ist das Problem der Unsterblichkeit der Meister der Insel, für die es zwei völlig unterschiedliche Erklärungen gibt. Beide sind in den letzten Jahren mit einer komplizierten Geschichte über überlagernde Parallelrealitäten offiziell gemacht worden.

Nun gehen wir mal spaßeshalber in Gedanken ein paar Jahre in die Zukunft. Ein junger SF-Fan habe mit circa vierzig DVD-Boxen zu "Star Trek", "Babylon 5" und "Futurama" die wichtigsten TV-Serien komplett im Regal. Der Weltfrieden sei erreicht, der Hunger in der Welt besiegt; jetzt schreiben wir ihm noch Erfolg im Beruf und eine glückliche Beziehung zu, und schön können wir ihm guten Gewissens als wichtigstes Lebensziel das Zusammenstellen einer vollständigen Sammlung aller Texte zum "Perry Rhodan"-Universum zuschreiben.

Wie fängt er am Besten an? Zunächst einmal braucht er als Grundstock die Hauptserie. Das sind über 2000 Hefte. Mit Hilfe von Antiquariaten und freundlichen Helfern ist das zu schaffen. Aber Moment, es gibt die Hefte in überarbeiteter Form auch als Hardcover. Diese sind aber gekürzt und was viel schlimmer ist: Sie sind teilweise umgeschrieben!
In der Tat sind einige politisch sehr unkorrekt geratene Szenen aus den 60ern in der Nachbearbeitung, die in der pazifistischen Zeit der Redaktion in den späten 70ern begonnen hat, teils geändert worden. Das Herausstreichen der ersten großen Raumschlacht um das Sol-System, die vom Altmeister K.H.Scheer wirklich gut und ohne unnötige Glorifizierung geschrieben worden ist, zeigt jedoch, dass man damals übertrieben hat.
Dazu sind separate Handlungen und sogar der komplette Abschnitt von Heft 179 bis Hefte 199 ausgelassen worden. Zumindest für diese Teile besteht Hoffnung: Der HJB-Verlag bringt in Lizenz mit der HJB-Edition Hardcover, die ausgelassene, aber gute Geschichten nachliefern. Dennoch, unter den wahren Fans sind die Hardcover bisher als Geschichtsverfälschung bekannt.
Dann gibt es aber auch Hardcover mit dem Titel "Atlan". Die ersten dreizehn Bände sind überarbeitete Taschenbücher. Hier ist teils gekürzt, aber teils auch erweitert worden. Die Bände 14 bis 16 sind komplett neu und daher ein Muss. Ab Band 17 werden "Atlan"-Hefte zusammengefasst. Im Gegensatz zu den Rhodan-Hardcovern wird aber kaum gekürzt. Stattdessen werden die alten Romane sogar ergänzt.
Auf dem Con in Sinzig hat Autor Rainer Castor sogar laut über eine starke Erweiterung eines Handlungsteils nachgedacht, der in den Heften vorzeitig beendet worden ist. Das wird aber beim jetzigen Tempo der Neuauflage erst in zehn Jahren relevant. Ach ja, bei den Rhodan-Hardcovern werden die nächsten Silberbände auch um genauere astronomische Angaben über die Galaxien, die als Schauplätze dienen, ergänzt.

Eine andere Problematik stellen die vielen kleinen Sonderausgaben dar, von denen man zuerst einmal wissen muss, dass sie überhaupt existieren. Gehen wir von den blauen "Atlan"-Hardcovern zu den kleinen, blauen "Atlan"-Hardcovern, die innerhalb der Reihe "Moewig fantastic" erschienen sind. Es sind auch nur die beiden Romane "Kristallprinz in Not" und "Fluchtpunkt Schemmenstern" in Buchform erschienen, bevor die Reihe eingestellt worden ist. Dummerweise ist der schon als Manuskript vorliegende Roman "Lotsen im Sandmeer" kurzerhand als E-Book veröffentlicht worden. Auch wenn unser Sammler ein Lesegerät für E-Books besitzt oder bereit ist, das Ganze am heimischen PC zu lesen, bleibt das Problem, dass Autor Hanns Kneifel den Text nach einer vernichtenden Rezension der elektronischen Fassung noch einmal überarbeitet hat. Aber ignorieren wir diese nur auf Cons erwähnte Kleinigkeit halt, bis der überarbeitete Text irgendwann mal im Buchhandel auftaucht.
"Fluchtpunkt Schemmenstern" ist eine unabgeschlossene Fortsetzung zum Traversan-Zyklus. Dabei handelt es sich wie "Atlan - Centauri" um eine "Atlan"-Miniserie, die vor einigen Jahren in Heftform erschienen ist. Der Bechtermünz-Verlag hat diese Hefte in Form von drei Hardcovern nachgedruckt und noch ein viertes Buch mit neuen Kurzgeschichten zum Traversan-Zyklus nachgeschoben. Ein echter Sammler besitzt also zwölf Hefte und hat als Ergänzung den Band 4 einzeln im Regal stehen. Zum Glück steht die "4" nicht auf dem Buchrücken.

Was braucht unser Sammler sonst noch? Die silbernen "Autorenbibliotheken" aus den letzten Jahren, die er nicht mit den ebenfalls "Autorenbibliothek" genannten Sammelbänden für Taschenbücher aus den 80ern verwechseln darf, die vier "Space-Thriller" aus den 90ern und die sieben "Jubiläumsbände" aus den 80ern. Hier besteht nur ein Beschaffungsproblem. Seltene Nummern der Taschenbücher, die früher verramscht worden sind, werden von manchen Händlern inzwischen zu Preisen angeboten, die dem Autor dieses Artikels bei seinem letzten Con fast einen Herzschlag eingebracht haben.
Oh, und dann muss unser Sammler zu guter Letzt noch wild verstreute Kurzgeschichten finden: Mehrere Geschichten sind in dem einzigen hochoffiziellen Jahrbuch zum Jahr 1976 versteckt, eine weitere ist in dem "Werkstattband" aus den 80ern enthalten. Dann hat es einige Jahre das oben genannte "Perry Rhodan"-Magazin gegeben, das regelmäßig mit neuen Kurzgeschichten bereichert worden ist. In dem heute höchst lebendigen Magazin "Sol" der "Perry Rhodan-Fanzentrale" sind auch bereits Kurzgeschichten der PR-Autoren erschienen. Gelten Geschichten als kanonisch, die im Magazin eines offiziellen Fanclubs erschienen sind?

Unser junger Sammler wird bei diesen Problemen hoffentlich nicht die Menschen in seinem Umfeld vernachlässigen. Besonders nicht an Weihnachten. Frohes Fest Euch allen!

Link zum Thema:
Ersatzbefriedigung des Vollständigkeitswahns: http://www.pr-materiequelle.de

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11. SF-Schreibwerkstatt Schloss Retzhof 2003

mit Uwe Anton, Andreas Findig und Leo Lukas

1. bis 4. Mai 2003

»Wenn ein Mythos für wahr gehalten wird, besitzt er eine ungeheure Macht«, schreibt der amerikanische Autor James N. Frey in seinem Buch »The Key - Die Kraft der Mythos«, der Fortsetzung seiner beiden Erfolgstitel »Wie man einen verdammt guten Roman schreibt« 1 und 2.

Aber wann wird ein Mythos für wahr gehalten?
Wenn er richtig - also spannend, überzeugend, zupackend - erzählt wird.

Erzähler müssen ihre Leser von der möglichen Wahrheit ihrer Geschichten überzeugen - gerade dann, wenn diese Geschichten im Phantastischen angesiedelt sind, im Spekulativen, in der Science Fiction. Der stillschweigende Vertrag zwischen Leser und Autor besteht darin, dass der Leser für eine Weile so tut, als würde er dem Autor glauben - und der Autor sich nach Kräften bemüht, seine Fantasien so glaubwürdig wie möglich auszumalen. Diese Kräfte zu trainieren und zu steigern ist das erklärte Ziel der Science-Fiction-Schreibwerkstatt im Bildungshaus Schloss Retzhof.
Denn sie können trainiert und gesteigert werden ...

Nach dem großen Erfolg der ersten Veranstaltung findet vom 1. bis zum 4. Mai 2003 wieder eine Science Fiction-Schreibwerkstatt im österreichischen Bildungshaus Schloss Retzhof statt. Das viertägige Intensiv-Seminar steht unter dem Motto "REHI, ET! - Science-Fiction-Mythen und wie man sie erzählt". Vortragende sind die SF-Autoren Uwe Anton, Andreas Findig und Leo Lukas, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern von frühmorgens bis (erfahrungsgemäß) spätabends im anregenden Ambiente eines südsteirischen Schlosses die Techniken des Schreibens von SF-Geschichten vermitteln werden

»REHI« ist die übliche Wiederbegrüßungsformel in Internet-Chats, wenn jemand »kurz weg war« (zum Bespiel um »nach Hause zu telefonieren«).
»REHI« bedeutet »Willkommen zurück!«.
Und »REHI« soll den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der zweiten Science-Fiction-Schreibwerkstatt Schloss Retzhof als Leitmotiv für die gemeinsame Schreibarbeit dienen: Willkommen zurück in der Welt der angewandten Phantastik.

Machen wir uns gemeinsam auf die Suche nach Archetypen und Kerngeschichten des Genres. Legen wir die grundlegenden Mythen der Science Fiction frei - und lernen wir, sie mit den Techniken des belletristischen Erzählens in eine Form und ans »Tageslicht« - soll heißen: an Leserinnen und Leser - zu bringen.

Wie schon bei der ersten, nach einhelliger Meinung aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr erfolgreichen und produktiven SF-Schreibwerkstatt, werden die (angehenden) Autorinnen und Autoren ersucht, im Vorfeld einen Text von nicht mehr als 5 Normseiten (30 mal 60 Anschläge) einzureichen, der die Grundlage und »Startplattform« für die gemeinsame Schreibarbeit darstellen wird. Die Texte aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden wie im Vorjahr zu einem Reader zusammengefasst. Der einzureichende Text kann eine abgeschlossene Kurzgeschichte oder auch ein Kapitel einer längeren Erzählung oder eines Romans sein (Anfangskapitel bevorzugt). Er sollte sich im weitesten Sinn mit dem Thema des Seminars beschäftigen: mit Mythen in der SF.

Die Veranstalter erwarten aber keine »ET«-Sequels oder- Prequels sondern »lediglich« den Versuch, einen SF-Mythos so glaubwürdig wie möglich »wahr werden« zu lassen - unabhängig davon, ob er in dieser Form bereits formuliert - und ausfabuliert - worden ist oder nicht.

Details finden sich unter der Internetadresse http://retzhof.de.vu. Die Seite enthält auch einen Rückblick auf die SF-Schreibwerkstatt 2002 - mit Erfahrungsberichten von Teilnehmern und Veranstaltern (zum Teil mit Fotos), ausgewählten Stories und weiterführenden Links zum Schreiben im Allgemeinen und zur SF im Besonderen.

Anmeldeschluss für die SF-Schreibwerkstatt Schloss Retzhof ist der 15. Februar 2003.

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12. Episodenlogbuch: Farscape

Episode 2.07:
"Home on the Remains"

Regie: Rowan Woods

Autor: Gabrielle Stanton & Harry Werksman, jr.

Gaststars:
John Brumpton als B’Sogg
Justine Saunders als Altana
Rob Carlton als Vija
Hunter Perske als Temmon
Gavin Robins als Keedva

Plot:
Chiana führt Moya zu den Überresten eines riesigen Raumwesens, ein Budong, der so groß ist, dass sich Kolonien verschiedenster Alienrassen dort niedergelassen haben. Auch Chiana war mit ihrem Bruder schon einmal dort. Es ist die letzte Hoffnung der Crew, dort Nahrungsmittel aufzustocken, aber Chiana hat andere Gründe, auf den Budong zurückzukehren. Jedoch bleibt ihnen keine andere Wahl, da Zhaan sterben muß, wenn sie nicht bald Nahrung bekommt. Die Tatsache, dass ein Monster auf dem Budong-Leichnam sein Unwesen treibt, vereinfacht die Lage auch nicht....

Kritik:
DAS ist Science Fiction, wie es sein sollte. Die Idee von gigantischen Weltraumwesen, auf dessen Überresten sich Kolonien verschiedenster Aliens bilden, die das Fleisch in Minen abbauen um damit Handel zu treiben, ist einfach genial. Das Set ist auch überzeugend gelungen und insgesamt kann dies als eine der blutigsten Episoden bezeichnet werden. Dazu kommen noch schöne Charaktermomente zwischen Aeryn und Zhaan, sowie zwischen Crichton und Chiana und schon hat man unterhaltsame 45 Minuten, die man so schnell auch nicht vergisst.


Episode 2.08:
"Dream a little Dream"

Regie: Ian Watson

Autor: Steven Rae

Gaststars:
Steve Jacobs als Ja Rhumann
Sandy Gore als Judge
Simone Kessell als Finzzi
Marin Mimica als Dersch
Peter Kowitz als Tarr

Plot:
Zhaan hat Albträume vom Tod der restlichen Crew, während sie mit Crichton in einem Transportshuttle auf Moya wartet. Sie erzählt Crichton, was passiert ist, nachdem Moya vor Scorpius flüchten mußte (Episode 1.22). Zhaan macht sich Vorwürfe und gerät auf der Suche nach Crichton auf einem Justizplaneten in die Bredouille. Rygel und Chiana müssen versuchen, sie als ihre Verteidiger freizubekommen....

Kritik:
Bei dieser Folge handelt es sich um L. A. Law in Space. Natürlich mit dem üblichen Farscape-Twist. Chiana und Rygels Verteidigungsstrategien sind herrlich komisch und die Bewohner des Justizplaneten sind absichtlich überzeichnet. Ursprünglich sollte diese Episode die erste Folge der 2. Season sein, wurde auch als erstes gedreht. Jedoch entschieden sich die Produzenten dann doch dagegen, die Auflösung des Cliffhangers herauszuzögern und verschoben die Ausstrahlung der Episode auf einen späteren Zeitpunkt in der Season. Damit die Handlung in den linearen Handlungsablauf reinpasste, mußte natürlich noch eine Rahmenhandlung (Zhaan erzählt Crichton von ihren Erlebnissen) eingefügt sowie einige Szenen umgeschnitten werden. Die Folge wirkt zwar etwas merkwürdig, aber ist als Einzelhandlung äußerst unterhaltsam und es wäre schade gewesen, wenn man dem Zuschauer diese Folge vorenthalten hätte.


Episode 2.09:
"Out of their Minds"

Regie: Ian Watson

Autor: Michael Cassutt

Gaststars:
Lani Tupu als Crais
Dominique Sweeney als Tak
Thomas Holesgrove als Yoz

Plot:
Moya wird von fremden Raumschiffen angegriffen. Zhaan fliegt zu Waffenstillstandsgesprächen zum anderen Schiff und stellt fest, dass Talyn die Aliens angegriffen hat und diese sich jetzt rächen wollen. Die Verteidigungssysteme Moyas haben eine Fehlfunktion, durch die die Crew diverse Körpertausche untereinander erleiden muß. So landet Crichton in Rygels Körper und umgekehrt, D’Argo in Pilots etc...Die daraus resultierenden Probleme sind enorm und die Aliens bereiten schon den nächsten Angriff vor....

Kritik:
Eine der besten Folgen der gesamten Serie. Sowohl die aus den diversen Körpertauschen resultierenden Comedy-Situationen, die den Fan vor Lachen über den Boden kugeln lassen, als auch die schauspielerische Leistung der Crew, die die jeweils anderen Charaktere in ihrem Körper glaubwürdig porträtieren, sind absolute Highlights der SF-TV-Geschichte. Wenn es eine Folge gibt, die alle Elemente, die Farscape zu dem machen, was es ist, optimal verkörpert, dann ist es diese. Diese Episode sollte in keiner gut sortierten SF-Sammlung fehlen. Nächstes Mal nehmen wir den ersten offiziellen Dreiteiler der Serie unter die Lupe.

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13. Wissenschaft: Schwarze Löcher

Schwarze Löcher entstehen, wenn Sterne mit mehr als dreißig Sonnenmassen am Ende ihres Lebens als Supernova vergehen. Die Druckwelle komprimiert den Kern dabei über den kritischen Punkt hinaus, wo die Materie der Gravitationskraft wiederstehen kann. Ist dieser Punkt überschritten gibt es kein halten mehr, der Stern fällt weiter zusammen bis sein Radius kleiner ist als der sogenannte Schwarzschild-Radius - benannt nach dem Physiker K. Schwarzschild der diesen Radius erstmals berechnet hat - bei dem sich der Ereignishorizont ausbildet und der Stern zu einem Schwarzen Loch wird. Seine Anziehungskraft ist so groß, dass weder Materie noch Licht, die den Ereignishorizont passieren sich wieder aus seinem Griff lösen können, alles stürzt in die Singularität im Zentrum des Schwarzen Lochs. Aber auch kleinere Sterne mit mehr als zwei Sonnenmassen können weniger Spektakulär zum schwarzen Loch werden, wenn sie ihren Brennstoffvorrat verbraucht haben.
Aber nicht nur Sterne, auch Gaswolken mit hinreichend großer Masse können zu schwer und zu dicht sein, um einen Sternenhaufen zu bilden und sofort zum Schwarzen Loch zusammenfallen. Fällt eine Gaswolke zusammen, muss eine Kraft diesem Kollaps entgegenwirken, um einen stabilen Zustand zu erreichen. Das kann zum Beispiel die thermische Energie sein, die beim zusammenpressen der Materie entsteht. Bei unserer Sonne ist es die durch die Kernfusion in inneren freigesetzte Strahlung. Bei massiveren Objekten sind es die abstoßenden Kernkräfte selbst, die sich der Schwerkraft entgegenstellen, wie das zum Beispiel bei Neutronensternen der Fall ist. Erst wenn jeder dieser Widerstände gebrochen ist, fällt der Sternenrest zu einem Schwarzen Loch zusammen. Neben diesen gewöhnlichen Schwarzen Löcher spekulieren Astrophysiker aber auch über winzige Schwarze Löcher, die schon zur Zeit des Urknalls entstanden sein sollen.

Kurz nach dem Urknall war die Energie im Universum so groß, daß es passieren konnte, dass Materie so stark zusammengepreßt wurde, dass sich ein schwarzes Loch bilden konnte. Um 15 Mrd. Jahre bis heute zu überleben, hätte das Schwarze Löchchen aber immerhin eine Masse von einer milliarde Tonnen - nach kosmischen Maßstäben ist das sehr wenig, einige Asteroiden spielen in dieser Kategorie mit - gehabt haben und besäße dabei die Größe eines Atoms.
Noch bis vor kurzem waren sich die Astronomen noch uneinig, ob solche seltsamen Objekte wie sie durch die Anwendung der Relativitätstheorie auf Sterne vorhergesagt wurden, überhaupt existierten. Diese Skepsis ist durchaus verständlich, denn wie der Name schon sagt sind die Löcher im Weltraum nicht direkt zu beobachten.

Aber in letzter Zeit bestehen kaum noch Zweifel an der Existenz Schwarzer Löcher, denn die Hinweise die man gesammelt hat sind in ihrer Gesamtheit nur durch Schwarze Löcher schlüssig zu erklären. Da wären zum einen die Akkretionsscheiben, die sich um das Schwarze Loch herum bilden, wenn Materie hineingesaugt wird. Die Materie strudelt in das Schwarze Loch, wie Wasser in den Badewannenabfluß. Dabei entsteht durch die Reibung eine enorme Hitze, die man mit Infrarotteleskopen beobachten kann. Außerdem strahlen beschleunigte Ladungen, wie sie in der Ionisierten Materie vorkommen, Röntgenstrahlung aus. Auch diese gewaltigen Ausbrüche kann man mit entsprechenden Teleskopen von der Erde aus beobachten. Die statistische Auswertung von Daten, die 1992 vom Hubble-Space-Telescope gesammelt wurden liefern einen eindeutigen Beweis für die Existenz einer Akkretionsscheibe im Sternbild Schwan. Wenn eine Gasblase in ein Schwarzes Loch stürzt sendet sie ultraviolettes Licht aus, das nach der Relativitätstheorie auf charakteristische Weise verzerrt wird, wenn das Gas sich auf einer Spiralbahn dem Ereignishorizont nähert. Diese Muster konnten in den Hubbledaten nachgewiesen werden. Das Objekt Cygnus XR-1 muß demnach ein schwarzes Loch sein.
Ein weiterer Hinweis sind die Galaxien selbst, in deren Zentren sich wie erwähnt Schwarze Löcher befinden sollen. Das verhalten der Galaxien lässt sich in Modellrechnungen aber nur mit extrem schweren Objekten in deren Mitte erklären. Nach den Beobachtungen, die mit dem Hubble-Weltraumteleskop gemacht wurden sollen wenigstens 14 von 15 Galaxien ein Schwarzes Loch in ihrem Kern verbergen.

Eine weitere Beobachtung, die sich am besten mit der Akkretionsscheibe eines schwarzen Loches erklären läßt ist die Existenz von sogenannten Jets, extrem energiereiche Materie- oder Gammastrahlung, die weit in den Weltraum hineinreichen. Eine plausible Erklärung für diese Jets ist, das die um das Schwarze Loch kreisende Materie sich aufgeheizt hat, bis ein ca. eine millionen Grad heißes Plasma entstand, in dem die Atome ionisiert wurden. Die geladenen Atomrümpfe und die freien Elektronen bilden durch ihre Bewegung ein elektromagnetisches Feld, das Elektronen und Materie senkrecht zur Akkretionsscheibe beschleunigt. Die Galaxie M87 ist ein Beleg für dieses Phänomen, es handelt sich um eine Radiogalaxie, das heißt sie sendet Strahlung im Radiobereich aus, und besitzt nach Beobachtungen des Hubble-Teleskops eine Akkretionsscheibe in ihrem Zentrum, die sich mit etwa 550 km/s dreht. Das dazugehörige Schwarze Loch muß eine Masse von 3 Mrd. Sonnenmassen haben und einen Durchmesser wie unser Sonnensystem.
Ein weiteres Indiz für schwarze Löcher bieten Doppelsternsysteme. Auch wenn einer der Partner unsichtbar ist kann man aus den Bewegungen des sichtbaren Begleiters die Masse des anderen ableiten und so Rückschlüsse auf seine Beschaffenheit gewinnen.
Auch wenn man Schwarze Löcher nicht direkt beobachten kann, besteht heute kein Zweifel mehr an der Existenz dieser exotischen Objekte, bleibt noch zu klären ob diese schwarzen Löcher am Ende des Universums alle Materie verschluckt haben werden.
Man kann sich eigentlich nicht vorstellen wie ein Objekt, daß seine ganze Existenz dem verschlingen von Materie verschrieben hat vergehen kann, aber die Quantenmechanik liefert einen Weg, wie selbst Schwarze Löcher Energie verlieren können.

Schwarze Löcher sind nicht ganz schwarz, sie emittieren eine ganz eigene Art von Strahlung, die Hawking-Strahlung - benannt nach dem Physiker Stephen Hawking. Durch Quantenfluktuationen entstehen im Vakuum ständig Teilchen und Antiteilchen, die sich in der Regel sofort gegenseitig wieder vernichten, bevor sie mit Materie interagieren können. In der Nähe eines Schwarzen Loches kann es passieren, daß ein Teilchen in das Schwarze Loch stürzt, während das andere in die Tiefen des Weltraums entschwindet, die Energie dafür muss dann das Schwarze Loch liefern.
Interessanterweise zerstrahlen kleine Schwarze Löcher auf diese weise sehr schnell, während große eine längere Gnadenfrist haben. Das liegt daran, daß die Veränderung der Schwerkraft mit dem Abstand um so stärker ist, je kleiner das Schwarze Loch ist - man spricht in diesem Zusammenhang auch von Gezeitenkräften. Je stärker sich das Gravitationsfeld von einem Punkt zum anderen unterscheidet, desto wahrscheinlicher ist es, dass das Teilchenpaar auseinandergerissen wird. Ein Schwarzes Loch von der Größe des Mount Everest würde in einer gewaltigen Explosion vergehen, während die oben erwähnten Minilöcher immernoch eine starke Strahlung aussenden würden, die sie langsam schrumpfen lässt.

Es sind aber noch exotischere Formen von Schwarzen Löchern möglich, auf die ich hier nicht weiter eingegangen bin. Das sind geladene und rotierende Schwarze Löcher. Sie verzerren den Raum unter Umständen so, daß sie Antischwerkraft erzeugen und Passagen zu anderen Universen oder Zeitreisen ermöglichen.
Zwei riesige schwarze Löcher die um einander kreisen und zu einem rotierenden Schwarzen Loch verschmelzen werden, sind vor kurzem vom Röntgensatelliten Chandra in der Galaxie NGC 6240 entdeckt worden. Aber ob ein Schwarzen Loch elektrisch geladen ist oder rotiert, lässt sich mit Teleskopen nicht feststellen, aber die Auswirkungen auf die Raumkrümmung und das Lichts in seiner Umgebung können von Teleskopen beobachtet werden und Gravitationsdetektoren können vielleicht in Zukunft die Gravitationswellen auffangen, die von ihnen ausgehen.

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14. Subspace Link

Buffy: Zeichentrick ab Januar 2003.
Joss Whedon, Schöpfer der Vampir-Serie "Buffy the Vampire Slayer", erzählte der Kolumnistin Marilyn Beck, dass die todgeweihte Zeichentrick-Serie von "Buffy" bereits im Januar 2003 ausgestrahlt werden könnte. Vor einiger Zeit hatte Whedon gesagt, dass die Serie - die sich um die Scooby Gang während ihrer Zeit an der Sunnydale High School dreht - erst einmal aus einer Vielzahl von Gründen auf Eis gelegt wurde, und nicht vor Mai 2003 auf den TV-Schirm zu sehen sein wird.

Beck berichtet nun, dass FOX die Premiere der Serie bereits im Januar ausstrahlen wird. Die originalen Schauspieler Sarah Michelle Gellar (Buffy: Buffy), David Boreanaz (Buffy: Angel), Seth Green (Buffy: Oz), Nicholas Brendon (Buffy: Xander) und Michelle Trachtenberg (Buffy: Dawn) werden in der Zeichentrickserie ihren Charakteren die Stimme leihen.

Ob die Serie auch in Deutschland zu sehen sein wird, ist bisher unbekannt. (mr)

Firefly: Whedon kämpft um die Serie.
Joss Whedon, Schöpfer der Science Fiction-Serie "Firefly", bestätigte zwar den Fans, dass das amerikanische Network FOX die Serie eingestellt hat, ließ aber die Möglichkeit offen, dass "Firefly" vielleicht von einem anderen Network gekauft werden könnte.

In einem Internet-Posting auf schrieb Whedon, "Glaubt nicht eine Sekunde, dass ich diese Serie aufgegeben hätte. Ich denke, sie wurde schändlich misshandelt, aber das Fox Network hat zu verstehen gegeben, dass sie sich nicht in den Weg stellen, wenn ich ein neues zu Hause für die Serie suche. Das ist keine leichte Aufgabe. Aber ich werde alles in meiner Macht stehende tun, so wie immer, um die Serie am Laufen zu halten. Natürlich werde ich hier schreiben, wenn es irgendwelche Neuigkeiten gibt." Wie Whedon hinzugefügt hat, wurde die Produktion der Serie inzwischen eingestellt. FOX wird am 20. Dezember den ursprünglichen Pilotfilm der Serie zum ersten Mal zeigen und damit die Serie absetzen. Auf dem Sendeplatz von "Firefly" wird dann "Fastlane" ausgestrahlt. Drei weitere abgedrehte Episoden warten dann darauf, noch ausgestrahlt zu werden. Wie Tim Minear auf seiner Webseite jedoch bereits letzte Woche gesagt hat, will Fox sich bemühen, alle abgedrehten Episoden auch auszustrahlen.

Wer helfen möchte, die Serie wieder auferstehen zu lassen, sollte sich auf der Webseite FireflySupport umsehen.
"Firefly" wird hier in Deutschland voraussichtlich ab Herbst auf RTL II zu sehen sein. (mr)

Links zum Thema:
http://www.buffistas.org
http://fireflysupport.com

Angel: Sean Astin übernimmt Regie.
Sean Astin, bekannt durch als "Sam Gamdschie" aus "Der Herr der Ringe", sagte im Interview mit Sci Fi Wire, dass die Arbeit als Regisseur einer Folge einer Fernsehserie eine ganz besondere Herausforderung sei. Glücklicherweise hatte er vorher die Möglichkeit verschiedene Regisseure bei "The West Wing" oder "C.S.I" zu beobachten, während er darauf hoffte eine eigene Chance zu bekommen.

Es wäre völlig anders als die Arbeit, die Peter Jackson bei "Der Herr der Ringe" ermöglicht wurde - Jackson konnte eine Vision verwirklichten. Bei dieser Arbeit aber, so sagte Astin, musste er ungefähr 37 verschiedene Persönlichkeiten und Auffassungen unter eine Hut bringen. Aber wäre faszinierend gewesen und er hofft, dies öfter tun zu dürfen.

Weniger zuvorkommend war Astin bei Angaben zum Inhalt der Episode - es wird hauptsächlich um "Angelus" (David Boreanaz) gehen - keine Überraschung, wenn die Folge "Soulless" (= "Seelenlos") heißt. Sie soll im Februar ausgestrahlt werden.(sf)

Angel: Glenn Quinn gestorben.
Glenn Quinn, der in der ersten Staffel von "Angel" den Halb-Dämon "Doyle" gespielt hat, ist am 3. Dezember im Alter von 32 Jahren gestorben. Die Todesursache wurde zunächst nicht genannt.Inzwischen wurde bekannt, dass Quinn ein Drogenproblem hatte und sich wahrscheinlich den "goldenen Schuss" gesetzt hatte.

Bekannt wurde Quinn durch seine Rolle in "Roseanne", wo er "Mark" spielte. (sf/sd)

Link zum Thema:
http://www.glennquinn.com

Jeremiah: Sean Astin jetzt Teil der Stammbesetzung.
Mr. Smith, die Rolle die Sean Astin ("Sam Gamdschie" aus "Der Herr der Ringe"), in "Jeremiah" übernehmen wird, sei Astins Meinung nach entweder ein ungewollter Prophet oder ein Shakespeare'scher Narr. Man wüsste nicht welches der beiden er ist, so sagte Astin im Interview mit Sci Fi Wire - "Er [Mr. Smith] behauptet Gott spräche zu ihm und er scheint mehr zu wissen als er sollte."

Es sei eine witzige Rolle, zu der er wohl gekommen ist, weil sein Name nach dem Erfolg von "Der Herr der Ringe" in einer Liste von MGM nach oben gerutscht ist. Er habe einige Folgen der ersten Staffel gesehen, sich das Comicbuch besorgt und gelesen, dann auf das Geld geschaut, an seine Familie gedacht und "Ja" gesagt.

Er hat sich mit Joe Straczynski (Schöpfer von "Babylon 5") getroffen und dieser hat ihn entgültig überzeugt. (sf)

The Dead Zone: Details zur zweiten Staffel.
USA Network hat die Details zur zweiten Staffel von "The Dead Zone" bekannt gegeben. Im Januar nächsten Jahres werden die neuen Folgen ausgestrahlt. Die Serie basiert auf einer Stephen King-Erzählung über einen jungen Mann, "Johnny Smith", der nach dem Erwachen aus einem Koma Visionen über seine Mitmenschen hat.

In der neuen Staffel wir Sean Patrick Flannery ("Die Abenteuer des jungen Indiana Jones") eine wiederkehrende Rolle als "Greg Stillson" haben. Nach seinen Visionen vom Armageddon ist Johnny ist besessen von Stillson. Die Serie wurde von Michael Piller ("Star Trek: The Next Generation") und dessen Sohn Shawn Piller erdacht. (sf)

Herr der Ringe: Erfolgreichster Filmstart aller Zeiten.
"Der Herr der Ringe: Die zwei Türme" hatte am letzten Mittwoch den erfolgreichsten deutschen Filmstart aller Zeiten. Das grandiose Epos von Peter Jackson lockte über 610.000 Besucher in die Kinos und spielte über vier Millionen Euro ein.

In den USA spielte er am ersten Tag bereits 26 Millionen Dollar ein. Das ist der Rekord für einen Filmstart am Mittwoch. Als Vergleich dazu spielte "Star Trek Nemesis" am ersten Wochenende nur enttäuschende 22 Millionen ein. Es wird mit einem weltweiten Einspielergebnis von über 42 Millionen Dollar am ersten Tag gerechnet. "Die Gefährten" spielten am ersten Tag 18,2 Millionen Dollar ein. Bisheriger Rekordhalter war "Star Wars: The Phantom Menace" mit 28,5 Millionen. (sd)

Herr der Ringe: "Zwei Türme" erhält zwei Golden Globe-Nominierungen.
Für den Filmpreis der amerikanischen Auslandspresse "Golden Globe" ist der zweite Teil der Tolkien-Saga in den Kategorien bestes Drama und beste Regie nominiert. Sowohl im Film- als auch im TV-Bereich sind kaum Genere-Produktionen mit dabei. Es dominieren eindeutig patriotisch angehauchte Produktionen wie "The Gathering Storm", "Path to War", "Live from Baghdad". (sd)

Link zum Thema:
http://www.goldenglobes.com

Herr der Ringe: Peter Jackson über Teil 3.
Cinescape Online konnte einige wenige Informationen von Regisseur Peter Jackson über den dritten "Herr der Ringe"-Film "Die Rückkehr des Königs" erfahren. "Der dritte Film ist glaube ich mein Lieblingsfilm," sagte er. "Ich habe das schon immer gesagt." Jackson fuhr fort, "Ich habe den dritten Teil schon gemocht, als ich ihn gedreht habe, er ist triumphierend und hat diese wundervolle bittersüße Traurigkeit. Er ist besser als der zweite Film, er ist riesig aber auch unglaublich vertraut."

Der Regisseur fand, dass es an der Zeit war, mit dem dritten Teil bereits zu beginnen, auch wenn er gerade in der jetzigen Zeit viel unterwegs sein wird. "Ich habe ihn ein paar mal als Rohschnitt gesehen. Ich habe mit dem Schnitt letzte Woche begonnen. Allerdings habe ich ihn nur in Abschnitten gesehen und er brachte mich mehr zum Weinen als die ersten beiden. Frodo und Sam - es entwickelt sich einfach zu einer Geschichte purer Courage und Liebe - und des gegenseitigen Unterstützens - diese unglaubliche Courage ist sehr ergreifend. Ich möchte nicht darüber reden, was am Ende passiert, aber es ist unglaublich traurig."

Bevor dieses Ende zu sehen sein wird, vergeht etwa noch ein ganzes Jahr. Doch jetzt werden wieder die Kinos Deutschlands von Hobbits, Elben und merkwürdigen Gestalten mit spitzen Hüten gefüllt sein, denn der lang erwartete zweite Teil der Trilogie an, "Herr der Ringe: Die zwei Türme" ist jetzt angelaufen. (mr)

Harry Potter: Parodien als Ärgernis?
Ein Sprecher von J.K. Rowling sagte in einem Interview, die in Russland und anderswo erschienen Parodien auf "Harry Potter" seien für die Autorin kein Problem, Klagen werde es daher nicht geben. Etwas anderes sei allerdings das in Russland erschienene Buch über "Tanya Grotter", dieses sei als unauthorisiertes Buchplagiat zu betrachten. Als Buch-Bestseller hat sich inzwischen die Parodie "Barry Trotter" herausgestellt, in der ein junger Zauberer gegen die Verfilmung seiner Abenteuer kämpft. Weltweit habe sich das Buch 50.000 mal verkauft. (mr)

Harry Potter: Richard Harris wird nicht computergeneriert.
Gerüchte, der kürzlich verstorbene Darsteller des Dumbledore in "Harry Potter" würde als computergenerierte Figur im nächsten Teil "Der Gefangene von Azkaban" auftauchen, haben sich als Ente erwiesen. Warner Bros hat diese Möglichkeit kategorisch abgelehnt. Obwohl Christopher Lee und Sir Ian McKellen bereits als Dumbledore im Gespräch sind gibt es noch keinen offiziellen Nachfolger. (sd)

Indiana Jones: Harrison Ford wollte Fortsetzung.
Spielberg enthüllte, dass es Ford selbst war, der den Ball für die Entwicklung der Fortsetzung ins Rollen brachte. Spielberg sagte, das weder er noch George Lucas daran gedacht hatten, ein weitere Indy-Abenteuer zu produzieren. "Harrison ist derjenige, der George und mich dazu brachte, ihn zu drehen", sagte der Regisseur. "Ich war mit der Indiana Jones-Serie fertig und Harrison wurde sehr proaktiv gegenüber George und mir und sagte, 'Ich möchte Indy noch ein ,mal spielen.' Deshalb hat er die Sache begonnen. Er ist schuld." Steven Spielberg, der die Regie beim vierten Teil der "Indiana Jones"-Reihe führen wird, bestätigte Sci-Fi Wire, dass der Film ein übernatürliches Element enthalten wird und dass es in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts spielt. "Man muss verstehen, dass Harrison [Ford] 62 Jahre alt wird, wenn die Produktion des Filmes 2004 beginnt. Deshalb mussten wir die Handlung in die 1950er Jahre verlegen", sagte Spielberg in einem Interview.

Der Autor/Regisseur Frank Darabont ("The Green Mile") arbeitet noch immer an dem Drehbuch für Indy IV, aber die Vorproduktion läuft auf vollen Touren, so dass Spielberg 2004 mit den Dreharbeiten beginnen kann und der Film im Juli 2005 in die Kinos kommt. Spielberg sagte, "Wir haben eine Story. Diese Story ist wundervoll und Frank schreibt gerade an dem Drehbuch.
Frank und ich und George haben Wochen miteinander verbracht und über die Story diskutiert. Die Story steht jetzt komplett fest. Frank muss sich jetzt nur noch durch sie durcharbeiten. (mr)

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Ausgabe 104 - 21.12.2002


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