corona magazine
ISSN 1422-8904

   Spotlights
  + Der Herr der Ringe (PS2)
  + Mysterypark
  + Zum Feste das Beste

   Star Trek
  + ST:V Kein Director's Cut
  + ST:X Ist Shinzon böse?
  + Diverse Kurznachrichten
  + ST:X Grund für Verspätung
  + Sirtis bereit für Abschied
  + ST:X Filmmaterial online

   Subspace Link
  + Kolumne; Das Jesus Video
  + Neues zu Jeremiah (2.2)
  + Das Ziel der Reise: Mars
  + Birds of Prey: Das Aus!
  + Charmed: McMahon geht
  + Firefly: Whedon hat Regie
  + Pro Sieben Programmplan
  + HdR2: Clips sind online

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30. November 2002 - Ausgabe 103 - "Breaking With Tradition"

Christstollen und Zimtsterne

War es noch im September, oder doch schon im Oktober, wo uns der deutsche Einzelhandel mit weihnachtlichem Gebäck verwöhnen wollte? Für mich deutlich zu früh, aber sei’s drum - wir sind ja alle mündige Bürger und können selbst entscheiden, was geht und was nicht. Immerhin hat sich ja nun wie erwartet die Jahreszeit endlich den Auslagen dieser Geschäfte angepasst und die jetzt vielleicht noch fehlende weihnachtliche Stimmung wird sicher bei einem schönen heißen Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt in Ihrer Umgebung während der kommenden Tagen einkehren.

Auch den Science Fiction-Fans unter uns wird gerade rechtzeitig zu Weihnachten natürlich wieder einiges geboten, ihr schwer verdientes Geld unter die Leute zu bringen - wenn auch unter leicht veränderten Voraussetzungen bezüglich der oben angesprochenen Warengruppen. Grund genug für unseren Redakteur Roland Austinat, sich mal in der Corona-Redaktion nach guten Geschenken umzuhören und in einem speziellen Artikel den einen oder anderen multimedialen Tipp zu geben, womit Sie Ihre SF-begeisterten Lieben an Weihnachten noch zusätzlich verwöhnen können.
Auch bei den privaten Fernsehsendern kommen Sie als Science Fiction-Freund momentan sicher nicht zu kurz. So zeigt beispielsweise Pro Sieben mit dem Film "Das Jesus Video" am 5. und 6. Dezember eine Adaption des gleichnamigen Buches von Andreas Eschbach. Mike Hillenbrand hat sich diesen Zweiteiler schon einmal für Sie angesehen und beschreibt in seiner Kolumne, was wir von dieser neuen Fernsehproduktion erwarten dürfen.

Last but not least möchte ich mich nun im Namen der gesamten Redaktion bei unserer Redakteurin Jessica Schamma verabschieden und für ihre großartige Mitarbeit im Verlauf der letzten Jahre herzlich danken. Jessica, die mit dieser Ausgabe unser Projekt verlässt, war lange Jahre unsere wandelnde Star Wars-Bibliothek und guter Geist der Corona-Redaktion. Bekanntlich verändert man im Leben des Öfteren mal seine Prioritäten und möchte sich verändern. Die Trennung vom Corona Magazine war daher bereits seit längerer Zeit absehbar und kam daher für uns nicht völlig unerwartet. Wir alle haben es jedoch noch gut und müssen auf Jessica auch in Zukunft nicht vollkommen verzichten, denn bei unserem Partnerprojekt projekt-x.tv und den zahlreichen Conventions wird sie auch weiterhin deutlich im Fandom präsent sein.

Nun aber eine schöne Vorweihnachtszeit und viel Spaß bei der neuen Ausgabe!

Ihr Klaus Michels
Chefredakteur


Pfadfinder

1. Der Herr der Ringe: Die zwei Türme (PS2)
2. Mysterypark: Die Rätsel dieser Welt
3. Zum Feste nur das Beste
4. Kolumne: Das Jesus Video (ohne Spoiler!)
5. Star Trek: trekBEAT
6. Im Gespräch mit Rick Berman
7. James Bond: Diamanten für die Ewigkeit
8. Kreuzfeuer
9. Rating Report
10. Perry Rhodan: Diese schwierige Sache Humor
11. Episodenlogbuch: Enterprise, die 2. Staffel
12. on Tour-Special: HanseTrek
13. on Tour-Special: RingCon 2002 (1.3)
14. on Tour-Special: RingCon 2002 (2.3)
15. on Tour-Special: RingCon 2002 (3.3)
16. Jeremiah: JMS sprudelt weiter vor Kreativität (2.2)
17. Episodenlogbuch: Farscape
18. Wissenschaft: Ziel Mars
19. Subspace Link


1. Der Herr der Ringe: Die zwei Türme (PS2)

Drei Filme, den Geldbeutel zu leeren; eine Geschichte, alle Medien zu regieren; ein Videospiel, die Fans an sich zu binden. Nach diversen Buchvarianten, DVDs in drei Geschmacksrichtungen, Musik-CDs, Pfeifen, Schwertern, Ringen und Bärten kommen in der zweiten Vermarktungswelle auch die Videospieler an die Reihe. Und das sogar noch vor den Tolkien-Fans, die noch auf den Kinostart des zweiten "Herr der Ringe"-Teils warten müssen. Zum Inhalt von J. R. R. Tolkiens Meisterwerk wollen wir keine großen Worte verlieren und gehen stattdessen davon aus, dass die Geschichte um Hobbits, Menschen, Elfen und Zwerge relativ vielen Corona-Lesern bekannt sein dürfte. Ansonsten: Bücher kaufen und lesen! Gekauft hat auch Electronic Arts, und zwar die Rechte an einer Spiel-Umsetzung der Kinofilme. Erstaunlicherweise gab es jedoch im letzten Jahr noch kein Futter für PlayStation2, Xbox und Co. - vermutlich war dem Hersteller noch nicht ganz klar, wie groß der Erfolg des Leinwandepos wirklich sein würde. Dafür geht es in diesem Jahr in die Vollen: Für alle großen Videospielsysteme soll "Der Herr der Ringe: Die zwei Türme" erscheinen. Wir testeten die als erste heraus gekommene PlayStation2-Fassung.

Die zwei Bücher

Inhaltlich bedient sich "Die zwei Türme" eines Kunstgriffs: Quasi im Schweinsgalopp nimmt einen das Spiel durch den ersten Film und endet etwa in der Mitte des zweiten - ein Schelm, wer da an eine Fortsetzung in 2003 denkt. Die Designer der Stormfront Studios setzten die aktionsreichsten Schauplätze der Filme ins Spiel um: Nach einem Prolog mit Isildur, der gleichzeitig als Mini-Einführung in die Steuerung dient, geht es über die Wetterspitze weiter zu den Toren von Moria, in Balins Grab, nach Amon Hen, Fangorn und die Ebenen von Rohan. Weiter durch die Westernis zur Schlucht von Rohan und schließlich nach Helms Klamm, wo das Spiel nach Klammwall und Bresche in Hornburg seinen Höhepunkt findet. Ein geheimer, dreizehnter Level ist noch mit von der Partie - die Geschichte geht im nächsten Spiel weiter.

Die drei Helden

Wem die Filme vielleicht schon etwas zu actionlastig waren, der sollte sich genau überlegen, ob er mit diesem Spiel glücklich werden kann: "Die zwei Türme" ist ein reinrassiger Action-Titel, in dem Sie in Gestalt von Aragorn, Legolas und Gimli gegen wahre Heerscharen von Orks, Ringgeistern, Höhlentrollen und Uruk-Hai ankämpfen müssen. Sie lenken den gewählten Helden dabei durch den aktuellen Abschnitt und hauen durch das Drücken verschiedener Tastenkombinationen munter drauf los. Gelegentlich kommt eine Fernwaffe wie ein Bogen oder Gimlis fliegende Äxte zum Einsatz, die meiste Zeit spricht jedoch die Schärfe des Schwertes beziehungsweise der Streitaxt. Mag der Pressetext noch frohgemut ein "Action-Adventure aus der Perspektive der dritten Person mit einer starken Betonung auf taktischem Schwertkampf" verkünden, Sie sind primär damit beschäftigt, wild auf den Tasten des Gamepads herum zu drücken. Dabei erinnern die schon erwähnten Tastenkombinationen, die zur Ausführung der Attacken nötig sind, schon fast an ein Prügelspiel: Kreuz-, Kreis- und R2-Taste nacheinander gedrückt lässt Aragorn beispielsweise "Isildurs Sturmangriff" ausführen, der starke Gegner zu Boden schleudert und dann erledigt. "Isildurs Zorn" (Kreuz-Kreuz-Dreieck) ist ein "effektiver Kombiangriff", der ungeschützte Feinde zu Boden schleudert. Standardmäßig beherrscht jeder Kämpe einen schnellen Angriff (Kreuz) und einen Sturmangriff (Dreieck). Parieren und Ausweichen ist ebenfalls mit im Programm.

Die 84 Upgrades

Die Spezialangriffe wie "Isildurs Zorn" beherrschen Aragorn & Co. nicht von Anfang an, sie wollen für besonders gute Kampfleistung erworben sein. Und das funktioniert so: Je nachdem, wie "sauber" ein jeweiliger Gegner zu Boden geht, verteilt das Spiel die Bewertung "Perfekt", "Exzellent", "Gut" oder "Okay". Bessere Bewertungen sorgen für bessere Upgrade-Punktzahlen am Ende eines Levels, mit denen dann mehrere und bessere Upgrades erworben werden können. Dazu zählen etwa neue Angriffe wie "Orks mit einem Schlag töten", bessere Pfeile oder ein permanenter Zuwachs von Lebensenergie. Auf Aragorn warten 28, auf Legolas 27 und auf Gimli 29 Upgrades, von denen jedoch maximal sechs auf einmal erhältlich sind. Zusätzlich zu den Upgrade-Punkten erhalten die Charaktere noch Erfahrungspunkte. Mit genug Erfahrung steigen die Figuren eine Stufe auf und erhalten so bei den Stufen 1, 2, 4, 6 und 8 neue Upgrade-Möglichkeiten. Diese Fülle von Möglichkeiten birgt gleichzeitig eine Schwäche: Das Aufrüsten ist zwar schön und gut, oft ist aber nicht klar, welcher Angriff für den nächsten Level am nützlichsten ist oder ob man statt eines teuren nicht lieber zwei günstigere Attacken erwerben sollte. Das Ansammeln von Upgrade-Punkten bringt nichts - sie sind beim nächsten Aufrüsten spurlos verschwunden. Zwei kleine Feinheiten sollen nicht unerwähnt bleiben: Wenn die drei Recken ihre Gegner mit Hilfe der frisch erworbenen Kombinations-Angriffe abservieren, steigt die sogenannte Fähigkeitsanzeige. Beim Erreichen des Maximalwerts glüht dann die aktuelle Waffe und richtet deutlich mehr Schaden an, was wiederum für schnelleres Ableben der Feinde und damit für höhere Upgrade-Punktzahlen sorgt. Sie sollten ferner die Lebensanzeige Ihres etwaigen Mitstreiters im Auge behalten - stirbt dieser, so ist die Mission vorbei.

Die wundersame Präsentation

Die Optik von "Die zwei Türme" ist famos - so etwas hätten Spötter der guten alten PlayStation2 gar nicht mehr zugetraut: Munter tummeln sich über ein Dutzend Personen auf dem Bildschirm, während prächtige Kampfschreie und -geräusche zu atmosphärischer Musik erklingen. Feine Licht- und Schatten-, Wasser-, Nebel- und Feuereffekte sorgen für staunend geweitete Augen. Dazu schnitten die Designer immer wieder Sequenzen aus den beiden Filmen zwischen einzelne Level, die sich nahtlos ins Spiel einfügen. Was in einer Sekunde noch Aragorn von der Leinwand war, ist in der nächsten schon der Spiel-Aragorn, dessen Steuerung in Ihren Händen liegt. Bei soviel Aufwand ist klar, dass auch alle deutschen Synchronsprecher wie Bud "Gimli" Spencer mit dabei sind und ihre teilweise neuen Sätze extra im Studio eingespielt haben. Dabei funktioniert ein alter Trick leider nicht: Das Umstellen der PlayStation2-Spracheinstellung auf Englisch ändert nichts an der Sprache im Spiel - Puristen, die unbedingt alles im Original hören wollen, benötigen die britische Fassung, die dann auch auf deutschen Systemen läuft. Die Klangbastler bedienten sich für den dynamischen Soundtrack kräftig bei Howard Shores Oscar-gekrönter Filmmusik, die je nach Spielverlauf zum Beispiel nahtlos von dramatisch in ruhig übergeht.

Der mannigfache Schatz

Um die muntere Prügelei dem geneigten Fan schmackhaft zu machen, setzte Electronic Arts noch einen drauf: Eine Fülle an Bonus-Material, teilweise in Dolby Surround abgemischt, ist mit auf der DVD. Von Anfang an sind fünf Bonus-Elemente frei zugänglich, wie alle weiteren auch in englischer Sprache mit deutschen Untertiteln: ein Interview mit Regisseur Peter Jackson und Produzent Barrie Osborne, Elijah Wood spricht über Frodo im Videospiel,
Ian McKellen spricht über Gandalf im Videospiel, ein "Making of" des Spiels mit leicht übersteuertem Sprachtrack sowie Konzeptskizzen des Films. Je nach weiterem Spielerfolg mit den drei Charakteren warten noch zusätzliche Boni auf Sie: Produktionsfotos der Schauplätze bekommt jeder zu sehen, der diese erfolgreich durchquert. Interviews mit den Darstellern von Aragorn, Legolas und Gimli beziehungsweise eine geheime Mission für die drei, oder sogar ein geheimer Charakter erfordern bestimmte Erfahrungslevel der Helden. Der Werbe-Penetranzfaktor der einzelnen Clips schwankt zwischen nicht vorhanden, unaufdringlich und manchmal etwas sehr glorifizierend, wenn etwa die Schauspieler das Spiel über den grünen Klee loben und preisen - vermutlich haben sie zuvor noch nie ein Spiel zu einem Kinofilm gesehen geschweige denn gespielt.

Das eine Fazit

Filmumsetzungen gibt es viele - "Die zwei Türme" ist ein besonders gelungener Vertreter dieser Spielegattung. Das "Metzel & Schnetzel"-Spielprinzip ist vielleicht nicht unbedingt etwas für Freunde taktischer Tiefe, doch die Atmosphäre der Filme fängt das Spiel wunderbar ein. Dafür sorgen auch nicht zuletzt der tolle Soundtrack und die prächtige Optik. Wer etwas genauer hinschaut, merkt, dass Aragorn, Legolas und Gimli nur in relativ vorgegebenen Bahnen und dazu streng linear durch die Level wandern dürfen, das fällt bei der Spielmechanik jedoch nicht nennenswert ins Gewicht. Etwas ärgerlich ist die Speicherfunktion: Grundsätzlich nach jedem Level darf der Spielstand gesichert werden, doch nicht während eines Abschnittes. Auch seltsam, dass manche Level nach dem Ableben des Helden komplett neu gespielt werden müssen, während andere wenigstens einen Rücksetzpunkt besitzen. Dafür ist das Spiel kurz. An einem Nachmittag haben Sie in der mittleren von drei Schwierigkeitsstufen bereits das erste Drittel durch. Andererseits: Lieber kurz und knackig als langatmig und langweilig. Zudem haben Sie dadurch reale Chancen, den Titel mit allen drei Helden durch zu spielen und wirklich jedes Stück Bonusmaterial frei zu schalten. "Der Herr der Ringe: Die zwei Türme" ist kein Geniestreich, aber ein sehr unterhaltsames und empfehlenswertes Stück Software.

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2. Mysterypark: Die Rätsel dieser Welt

"Die großen Rätsel dieser Welt machen die Erde nicht rätselhafter als sie ist, und doch werfen sie Fragen auf, die bislang ohne Antwort blieben." Geheimnisumwittert sind nach wie vor Bauten aus grauer Vorzeit. Hinterlassenschaften und Überlieferungen längst vergangener Zivilisationen. Die moderne Wissenschaft kommt bei dieser oder jener Frage oftmals in Erklärungsnot und sind einige unkonventionelle Denkansätze wirklich so abwegig?

Geheimnisse haben seit jeher die Menschen beschäftigt. Sie beflügeln den Verstand und regen die Phantasie an. Ob sie nun der Realität entsprechen oder das Produkt eines Geschichtenerzählers sind, über allen Zweifel erhaben ist die Tatsache, dass man an den Ursprungsorten dieser Rätsel ein Echo der Vergangenheit erlebt. Leider sind viele nicht dazu in der Lage, die Geburtsstätten dieser Mysterien aufzusuchen. Eine Reise nach Ägypten oder Peru ist viel zu teuer, ein Ausflug in den mexikanischen Dschungel zu waghalsig. Mit dieser Vorstellung soll nun ein für allemal Schluss sein.

Am 24. Mai nächsten Jahres, 9:00 Uhr, wird der Park "Mysteries of the World" im Raum Interlaken, Schweiz, zum ersten Mal seine Pforten öffnen. Der Themenpark will nach eigenen Angaben "kein totes Museum sein, in dem sich die Besucher mühsam [...] von Artefakt zu Artefakt quälen", sondern lädt in eine "dreidimensionale, lebendige und interaktive" Welt ein. In den sieben Themenpavillons werden den Besuchern folgende rätselhafte Bereiche präsentiert.

Indien. "Erst ein Bruchteil der uralten Sanskritschriften ist übersetzt. Was beschreiben sie? Was meinte der Priester Maharisi Bharadwaja wenn er berichtet: 'Ein Apparat, der sich aus innerer Kraft bewegt wie ein Vogel, ob auf der Erde, im Wasser oder in der Luft heißt Vimana. Sie, die Götter, kennen das Geheimnis fliegende Apparate zu bauen'". Aber nicht nur schienen die alten Inder technologisches Wissen gehabt zu haben, sondern auch detailliertes Wissen über Mathematik und Astronomie. Wie hätten sie sonst Umlaufbahnen errechnen und Planetengrößen bestimmen können?

Ägypten. Wurden die Pyramiden wirklich mathematisch genau erbaut? Als Spiegel und Karte der Sterne? Den Besuchern dürften die meisten Geheimnisse aus dem Land der Pharaonen bekannt sein, aber "in Gängen und Hallen [des Pavillons] warten Überraschungen. Vielleicht gibt der Sphinx, Sinnbild des Rätselhaften, Antwort auf die Fragen?"

Maya Land. Vor 2.600 Jahren verließen die Maya ihr Stammesgebiet und hinterließen Straßen, Pyramiden und ihren Kalender. So soll dieser die Wiederkehr ihrer Götter berechnen. "Was geschieht, wenn er am 23. Dezember 2012 endet, dem magischen Jahr an dem nach den Maya 'eine neue Zeit beginnt'"? Auch hier macht die offizielle Website des Mystery Parks Geschmack auf mehr. "Die Besucher, empfangen in einem mexikanischen Dschungel, lernen eindrucksvoll die Geheimnisse des Kalenderwissens der Maya kennen."

MegaStones. In diesem Bereich erlebt das Publikum die einzigartige Megalithkultur, die rund um den Globus anzutreffen ist. Wollten die Erbauer von Stonehenge den nachfolgenden Generationen eine Nachricht hinterlassen? Handelt es sich bei den Strukturen "um unser Planetensystem als Miniatur oder birgt es andere geometrische Symbole? Die Megalithkonstruktion von Stonehenge wird unter den Augen der Besucher in alter Pracht wiedererstehen, die dieses Schauspiel in einer Realität erleben als seien sie dabei gewesen."

Kontakt. Immer wieder sprechen Überlieferungen alter und untergegangener Zivilisationen von Kontakten mit Göttern. "Ob in Legenden, in rituellen Tänzen, in Totems, Puppen, auf Fresken oder in der Form von Gebäuden - überall wurde gesehenes oder erlebtes dokumentiert." Handelt es sich dabei um "die Phantasie des Erzählers oder die Realität?"

Nazca. In Peru existieren kilometerlange Gebilde, die nur aus der Luft gänzlich zu erfassen sind. Handelt es sich dabei wirklich um "Bilder für die Götter? Das Welträtsel Nazca wird [den Besuchern] in einer Art und Weise präsentiert, dass nicht nur der Verstand sondern "alle Sinne gefragt sind."

Challenge. Beflügelt von der Frage, ob wir alleine im All sind, ist es ein Menschheitstraum den Weltraum zu erobern. "Die Zukunft im All, aber auch die heutigen Projekte der Raumfahrt werden mit allen Perspektiven erläutert und dargestellt. Und im Aktualitäten-Center können die Besucher live Zeugen von Weltraumunternehmen werden."

Im Zentralgebäude des Themenparks wird es neben der "Science World", "in der für wissensdurstige Besucher Computer für stundenlanges Surfen in der Welt der 'Mysterien' zur Verfügung stehen" die so genannten Fun Shuttles geben. Hier kann der Besucher eine ausgefallene Reise erleben; ob nun einen Flug durch einen Hurrikan, eine U-Boot-Fahrt oder eine Landung auf dem Mars. Natürlich dürfen auch Shops, Restaurants und Imbisse, sowie ein Aufenthaltsbereich für das ganz junge Publikum nicht fehlen.

"Die Leute sollen das Staunen lernen." So lautet das Credo des Hauptinitiators Erich von Däniken. "Der Besucher wird für Stunden aus seinem realen Leben gerissen - faszinierende, überraschende Erlebnisse regen zum Nachdenken an und vermitteln Eindrücke - jeder Besucher nimmt auf seine ganz persönliche Art und Weise am Erleben und Erlebnis im Park teil." Realisiert wird dieses Vorhaben mittels modernster Technik, wie der Managing Director Oswald Zurbriggen beschreibt. "Fast jeder Themenpavillon verfügt über eine Mainshow, an welcher bis zu 250 Personen teilnehmen können. Im Weiteren gibt es dann noch SideAttractions in den Themenpavillons, welche die Mainshow sinnvoll ergänzen. [...]
Geführt werden die Gäste mit einem Ohrclip. Die Mainshow wird man damit online in der gewünschten Sprache hören, den Kommentar zu den SideAttraction wird ein Trigger objektspezifisch ebenfalls in der gewünschten Sprache auslösen. So kann sich jeder Gast individuell bewegen."

Im Gegensatz zu bekannten großen Themenparks, wie beispielsweise dem eines großen amerikanischen Filmstudios, ist der Mystery Park nicht nur unterhaltsam. Er "will eine populärwissenschaftliche Diskussion in Gang bringen, ohne je rechthaberisch zu sein.
[Er will] Querverbindungen aufzeigen, Denkanstösse vermitteln und das Undenkbare möglich machen."

Die Website des Parks gehört zu den drei so genannten "von Däniken Pages" ( Mysterypark.ch, Daniken.com und Sagenhaftezeiten.com) und wird ungefähr 350.000 Mal die Woche aufgerufen. Diese Zahl zeigt das Interesse des potentiellen internationalen Publikums und dürfte die Investoren wie den Vorstand in ihrem Vorhaben bestätigen.

Wenn im nächsten Jahr dann dieses Portal in die Vergangenheit eröffnet wird, kann sich jeder selbst ein Bild machen. Mit rein passiver Unterhaltung darf allerdings nicht gerechnet werden, denn es werden Fragen aufgeworfen, die sicherlich beschäftigen werden. "Mysteries of the World" ist per Definition anders, und dieses Konzept macht ihn interessant.

Link zum Thema:
http://www.mysterypark.ch/

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3. Zum Feste nur das Beste

Das große Corona-Geschenkespecial

Am 24.12. jedes Jahres ist Heiliger Abend. Zugegeben, das ist nichts Neues. In diesem Jahr feiert jedoch unsere erste weihnachtliche Geschenkesammlung Premiere: Relativ ungefiltert - vielleicht minimal gekürzt - lesen Sie darin Geschenkvorschläge aus der Corona-Redaktion, die garantiert ankommen. Schließlich sind das alles Bücher oder Filme, die wir uns auch selbst schenken würden beziehungsweise schon geschenkt haben. Und: Während sich nicht wenige Menschen in den nächsten Wochen in den Kaufhäusern über den Haufen rennen, dürfen Sie sich freuen und bequem zurück lehnen: Alle Geschenktipps lassen sich über einen Link direkt im Internet ordern. Praktischer geht's nun wirklich nicht mehr. Wir sind übrigens auf Ihr Feedback gespannt - wenn Ihnen diese Rubrik gefällt, könnte vielleicht eine Kolumne draus werden, in der jeden Monat ein Corona-Autor Ihnen seine aktuellen Buch- oder DVD-Hits vorstellt. Nun aber frohes Stöbern und eine geruhsame Vorweihnachtszeit!

"Jack Frost - Der eiskalte Killer", empfohlen von Claudia Kern

Wer an Heiligabend eine weitere unerträgliche Begegnung mit "Der kleine Lord" vermeiden möchte, liegt mit diesem Geschenk genau richtig. Jack Frost ist ein geisteskranker Serienmörder, der bei seinem Transport zur Hinrichtung in einen Unfall gerät und mit genetisch veränderten Viren verseucht wird. Diese Viren machen aus ihm einen Killerschneemann (nein, ich denke mir das nicht gerade aus). Jack nutzt die neue Existenz, um die Familie eines Polizisten zu tyrannisieren. " Jack Frost - Der eiskalte Killer" ist klasse, leider gibt es auf der deutschen DVD keine englische Tonspur. Trotzdem sehenswert.

Die "Otherland"-Reihe, empfohlen von Klaus Schapp

Was ist besser als ein gutes Buch zu Weinachten? Genau, ein dickes gutes Buch. Aber es gibt noch eine Steigerung: Eine abgeschlossene Serie aus vier dicken guten Büchern. Mit insgesamt rund 3500 Seiten passt die "Otherland" Serie von Tad Williams genau auf dieses Profil. Zur Geschichte der Bücher: 50 Jahre in der Zukunft. Der kleine Bruder von Renie Sulaweyo, Dozentin an einer Südafrikanischen Uni, fällt nach dem Surfen in der Virtuellen Realität des Netzes in ein mysteriöses Koma. Zusammen mit einem ihrer Studenten, dem Buschmann !Xabbu, versucht Renie, den Grund dafür herauszufinden. Sie stößt auf eine Verschwörung der reichsten Menschen der Welt und deren Werk 'Otherland', eine neue Art der Virtuellen Realität, die fast noch realer ist als die Wirklichkeit. Sie und andere, die Verwandte an das Koma verloren haben, werden in dieser Realität gefangen und versuchen in fantastischen Umgebungen den Zweck von Otherland, ihre Verwandten und einen Ausgang zu finden. Die Reihe gibt es sowohl auf Deutsch (Band 1, Band 2, Band 3, Band 4) oder in der Originalsprache Englisch (Band 1, Band 2, Band 3, Band 4).

"Das Geheimnis von Twin Peaks - die komplette 1. Season", empfohlen von Sebastian Lorenz

Wer den Star-Trek-Einheitsbrei nicht mehr sehen kann, der sollte sich eine Runde David Lynch von seinen Lieben unter den Weihnachtsbaum legen lassen. Endlich ist das Mystery-Meisterwerk " Das Geheimnis von Twin Peaks" auf DVD erhältlich! Agent Coopers Suche nach dem Mörder von Laura Palmer ist wahrscheinlich das Skurrilste, was die 90er Jahre hervorgebracht haben. Anspruchvolle Handlung und irre Charaktäre, mit einer Spur des Übersinnlichen, eingepackt in einen Glanzschuber, ausgestattet mit vielen Extras. Frohes Fest!

"Die Reise ins Labyrinth", empfohlen von Berit Lempe

Wer zu Weihnachten einmal was anderes als die "Muppets-Weihnachtsgeschichte" sehen will, aber trotzdem Jim Henson und witzige Puppen mag, für den ist " Die Reise ins Labyrinth" ein echtes Muss. Die Geschichte dreht sich um Sarah (gespielt von Jennifer Connelly, "A Beautiful Mind"), deren Bruder vom König der Kobolde (David Bowie - in Strumpfhosen!) entführt wird. Sie muss durch ein Labyrinth, um zum Schloss zu kommen und begegnet einigen sehr witzigen Gestalten - unter anderem meinem absoluten Favoriten Sir Didymus - anschauen und verstehen, warum.

"Witchblade", empfohlen von Michael Seither

Eine Serie, die nach gerade mal zwei Staffeln viel zu früh das Zeitliche gesegnet hat, ist "Witchblade - Die Waffe der Götter". Auch wenn sie meiner Meinung nach erst mit der zweiten Staffel so richtig gut wurde, ist der Pilotfilm "Witchblade" als willkommene Abwechslung zu den sonst üblichen Soap- und Pseudo-Fantasyserien durchaus ansehenswert. Worum geht's überhaupt? Sie existiert seit vielen tausend Jahren: Eine intelligente Waffe, die unglaubliche Macht verleiht. Witchblade - die Klinge, die nur von außergewöhnlichen Frauen beherrscht werden kann. Sie gab schon Johanna von Orleans die Kraft, ihre Feinde zu besiegen. An der Schwelle zum dritten Jahrtausend hat das Schicksal erneut eine besondere Frau ausgewählt: Sara Pezzini ist Detective bei der New Yorker Mordkommission. Sie ist jung, clever, knallhart und unbestechlich. Doch als ihre beste Freundin ermordet wird, stürzt sich Sara in einen gnadenlosen Rachefeldzug, bei der ihr plötzlich eine geheimnisvolle magische Waffe in die Hände fällt.

"Red Dwarf - die erste Staffel", empfohlen von Steve Palaser

Wer sich vor dem "Red Dwarf"-Kinofilm, der sich derzeit in Vorproduktion befindet und zum Jahreswechsel 2003/2004 weltweit in die Kinos kommen soll, informieren und weiterbilden will, sollte sich diese Doppel-DVD zulegen. Denn: Sich als SF-Fan zu bezeichnen und Red Dwarf nicht zu kennen, ist eine unverzeihliche Bildungslücke. Auf den DVDs sind außer den sechs Episoden der ersten Staffel neben anderen Extras Blooper, Deleted Scenes und eine "Launching Red Dwarf"-Featurette zu finden. Die Effekte lassen, da als BBC-TV-Serie konzipiert, etwas zu wünschen übrig, doch dafür sind die Stories und Dialoge einfach zum Brüllen. In der zweiten und dritten Staffel kommt die Serie dann so richtig in Schwung - hoffentlich auch bald im DVD-Player. Dark Christmas alle miteinander!

"Die Hyperion-Gesänge", empfohlen von Torben Kneesch

Was passt besser in die dunkle Jahreszeit mit ihren langen Abenden als ein gutes Buch? Mein Tipp: " Die Hyperion-Gesänge" von Dan Simmons. Dabei handelt es sich um eine Neuauflage der Romane "Hyperion" und seiner unmittelbaren Fortsetzung "Der Sturz von Hyperion" in einem schicken Band in Heynes Reihe neuaufgelegter SF-Klassiker. So verkehrt kann man mit dem Buch nicht legen, weil "Hyperion" aus sechs stilistisch sehr unterschiedlichen Geschichten besteht. Und wenn das Geschenk so richtig ankommt, bieten sich im nächsten Jahr die Fortsetzungen "Endymion - Pforten der Zeit" und "Endymion - Die Auferstehung" an ...

"Der Herr der Ringe: Die Gefährten", empfohlen von Dennis Horn

Meine Empfehlung ist die Extended Version von " Der Herr der Ringe: Die Gefährten" - der Film war das Ereignis im letzten Jahr, ist das Ereignis in diesem Jahr und wird das Ereignis des nächsten Jahres. Was aber die DVD angeht: Sie bietet 30 Minuten mehr Film und sechs Stunden Bonusmaterial. Das ist den "leicht" erhöhten Preis allemal wert. Da gibt es Szenen, die erst einmal alles zusammenbringen. Die erst einmal erklären, warum die eine oder andere Figur in "Die Gefährten" dies oder jenes gesagt hat. Wer also vom Herrn der Ringe und Peter Jackson in Shorts nicht genug bekommt, liegt mit den insgesamt vier DVDs genau richtig.

"Smallville", empfohlen von Mike Hillenbrand

Meine Empfehlung für Spätkäufer oder -wünscher ist die DVD " Smallville" mit den ersten beiden Folgen der gleichnamigen Serie, die im Frühjahr 2003 auf RTL anlaufen wird. Nicht bis dahin warten, sondern unbedingt vorher ansehen! So lächerlich die "Superboy meets Dawsons Creek"-Story auch auf den ersten Blick anmuten mag, sie ist es nicht! Dazu liefern die Darsteller, allen voran Michael Rosenbaum als junger Lex Luthor, eine überdurchschnittliche bis grandiose Vorstellung ab. Meine Meinung: Wir haben uns alle getäuscht - nicht "Enterprise" ist der Blutauffrischer für den Genre-Markt, "Smallville" wird es sein. Ein "Must Have under the Xmas tree".

"Shrek - Special Edition", empfohlen von Martin Seebacher

Meine Empfehlung: die Special Edition von " Shrek". Wer den Film noch nicht hat, sollte die Gelegenheit nutzen und sich die anfang Dezember erscheinende Edition mit zwei DVDs holen. Der Film selbst ist wohl einer der besten Animationsfilme der letzten Jahre und sollte in keiner Sammlung fehlen. Die zahlreichen und sehr gelungenen Extras tun das übrige um diese - preislich auch sehr günstige - Special Edition zu einem Pfichtprogramm für alle Phantastik-Fans zu machen.

"Buffy: Season 5 DVD Collection", empfohlen von Mario Scholz

Als waschechter Buffy-Fan gibt es für mich natürlich nur eine Empfehlung zu Weihnachten - die gerade frisch erschienene "Season 5 DVD Collection". Diese besteht aus zwei Boxen: Die erste ist bereits erschienen, die zweite kommt am 5. Dezember. Beide zusammen enthalten alle 22 Episoden der fünften Buffy-Staffel, dazu kommt eine ganze Menge Bonusmaterial und eins der besten Staffelenden überhaupt. Also etwas, das keinem Fan fehlen sollte!

"The Tripods Trilogy - boxed Set", empfohlen von Roland Austinat

Gut, eigentlich wollte ich Ihnen ja wärmstens die "Miami Vice"-DVDs ans Herz legen. Dummerweise gibt es die noch nicht. Und SF oder Fantasy wäre es auch nicht. Ins Reich der Fantasie gehört "Florida Straits" oder ein anderer von Laurence Shames schräg-witzigen Krimis, die ebenfalls in den Breitengraden von "Miami Vice" spielen. Aber halt keine Fantasy. Also gut: Wer sich noch an die 80er Jahre erinnert, kennt nicht nur "Miami Vice", sondern auch die britische SF-Serie "Die dreibeinigen Herrscher", basierend auf der "Tripod-Trilogy" von John Christopher: "The White Mountains", "The City of Gold and Lead" und "The Pool of Fire". Sehr spannend und trotz Kinder-Zielgruppe ein Lesevergnügen auch für Erwachsene. Am besten in Englisch, am besten in der feschen Viererbox mit dem Prequel "When the Tripods came": Außerirdische unterjochen die Menschheit mit mit Hilfe von Gedanken kontrollierenden Kappen, die jeder mit 13 Jahren feierlich aufgesetzt bekommt. Fast jeder: Drei Jugendliche widersetzen sich der Weihe und suchen nach den freien Menschen. Und wer sie damals gesehen hat, freut sich über die erste Staffel der BBC-TV-Serie zum ersten Buch auf DVD - die DVDs der zweiten Staffel stehen on hold, eine dritte wurde leider nie gedreht. Feliz Navidad!

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4. Kolumne: Das Jesus Video (ohne Spoiler!)

An den Abenden der Tage Donnerstag und Freitag der nächsten Woche, also sprich: am 5. und 6. Dezember, wird auf Pro7 die Verfilmung eines Romans ausgestrahlt, der schon jetzt als Klassiker gilt, obwohl er erst vor vier Jahren veröffentlicht wurde. Gemeint ist "Das Jesus Video" von Andreas Eschbach. Eine nicht-spoilernde Zusammenfassung der Geschichte ist schnell erzählt:

Wie kommt eine Bedienungsanleitung für eine noch nicht mal erfundene Videokamera in ein 2000 Jahre altes Grab in Israel? Für den Entdecker Stephen gibt es nur eine Antwort: Ein Zeitreisender hat Videoaufnahmen von Jesus Christus gemacht! Doch wo ist die Kamera zur Bedienungsanleitung? Wo sind die Aufnahmen? Eine mörderische Suche beginnt, denn schon bald wird klar, dass noch andere an dem "Jesus Video" interessiert sind...

Hört sich interessant an und ist es auch. "Das Jesus Video" ist ein Must-Have für jeden SF- oder auch einfach nur Thriller-Interessierten (zwinker, zwinker, dort werden die richtig guten Auflagen erzielt :-) ), denn nicht nur Story und Figuren sind spannend und glaubwürdig umgesetzt, auch die Handlungsorte sind gut recherchiert und sprühen über vor augenscheinlicher Authentizität. Auch wenn ich Eschbachs anderen literarischen Werken nicht immer den gleichen Respekt entgegenbringe - "Quest" z.B. ist mit seiner Auflösung meiner Meinung nach ein durchaus beabsichtigter Schlag ins Gesicht all jener, die unter dem Eindruck des "Jesus Video"-Romans standen, als sie die Lektüre wagten -, über das "Das Jesus Video" kann man eigentlich nichts Negatives sagen.

Zumindest nicht über den Roman.

Mir schwante es bereits, nachdem ich folgendes Zitat von Andreas Eschbach lesen musste: "An dieser Stelle muss man zu einem Romanstoff sagen: Ich wünsch' dir alles Gute - du musst dich jetzt alleine durchschlagen." (aus einem Bericht vom diesjährigen DortCon)

Nachdem ich den Film nun vorab sehen durfte, kann ich sagen: Durchgeschlagen hat sich der Romanstoff dann auch. Heraus kamen rund 190 Minuten TV-Film, den man fairerweise unter zwei verschiedenen Gesichtspunkten beurteilen sollte: Zum einen als Fernsehzuschauer, zum anderen als Liebhaber der literarischen Vorlage.

Der Fernsehfilm sieht im Großen und Ganzen teuer aus. Regisseur Sebastian Niemann lässt seine Darsteller in authentisch wirkender Umgebung agieren, wenn man von den wirklich lächerlich anmutenden Tauchszenen einmal absieht. Der Film ist spannend, wenn auch die Auflösung etwas Unzufriedenes im Gemüt des Zuschauers hinterlässt. Die Darsteller, allen voran die Hauptdarsteller Matthias Koeberlin und Naike Rivelli, sind gut gewählt, greifen allerdings manchmal etwas zu stark in die Klischee-Kiste. Die Actionszenen sind gelungen, wenn ich auch nicht verstehe, warum bei Schussverletzungen nicht grundsätzlich sofort Sauerstoff verabreicht wird, da er doch scheinbar die Lebensgeister richtig wachrüttelt (... !).

Insgesamt braucht sich dieser Zweiteiler aber sicherlich nicht hinter denen zu verstecken, die beispielsweise Hallmark Entertainment produziert und die von RTL in schöner Regelmäßigkeit ausgestrahlt werden (z.B. "Die Unicorn und der Aufstand der Elfen" oder "Die Jagd auf den Schatz der Riesen"). "Das Jesus Video" ist mindestens(!) genau so gute Fernsehabend-Unterhaltung und verdient sich seine geschätzten 4-6 Millionen Zuschauer allemal.

An dieser Stelle möchte ich zwei Sätze zitieren, die Andreas Eschbach an SF-Radio-Leiter David Meiländer schrieb: 1. "Natürlich sehe ich auch, dass die Story des Drehbuchs scheunentorgroße Löcher hat" und 2. "Insofern kann man mit Fug und Recht sagen, dass den Film zu sehen die Lektüre des Buches nicht überflüssig macht." Und damit komme ich zur Sicht des Kenners der Romanvorlage.

Liebe Lesende. Seid gewarnt. Nichts ist geblieben. Alles ist anders. Martin Ritzenhoff, Verfasser des Drehbuchs, hat lediglich die Ausgangssituation sowie auch einige Schauplätze leicht verändert übernommen,. Dafür sind die Charaktere ausgetauscht - auch wenn die neuen mitunter gleich klingende Namen haben - oder ganz gestrichen worden. Bestimmte Vorgaben des Buches (und leider auch der Logik) wurden bewusst ignoriert, die Handlung ist eine andere und das Ende sowieso.

Im Prinzip ist das nicht überraschend. Wenn man sich beispielsweise den Roman "Die Firma" von John Grisham als Beispiel vor Augen hält, so hat auch der Film mit Tom "Mr. Yakamoto" Cruise nur sehr wenig mit der literarischen Vorlage zu tun. Allerdings hat diese Verfilmung der des "Jesus Videos" eines voraus: Das Drehbuch des Filmes konnte sich mit dem Roman messen lassen. Im vorliegenden Fall ist das aber anders - und Andreas Eschbach formulierte das so, dass den Film zu sehen die Lektüre des Buches nicht überflüssig macht.

In meinen Worten ausgedrückt, bedeutet das: Der Film verliert gegen den Roman. Um Längen! - Und das nicht etwa, weil hier die eherne Weisheit "Ein Buch ist immer besser als seine Verfilmung" mal wieder zeigt, wie richtig sie doch ist. Vielmehr kommt sie gar nicht zum Zuge, denn ich wie ich bereits schrieb: Buch und Film haben soviel nicht miteinander gemeinsam. Darum ist gerade deshalb ein Vergleich nicht nur gestattet, sondern drängt sich quasi auf: Während das Buch fundamentale Fragen angeht und mit einer unglaublich originellen Auflösung den Leser sinnierend in seinem Sessel zurücklässt, setzt der gleichnamige Film auf sehr viel Action, ein darauf basierendes hohes Maß an Spannung und ein vorhersagbares wie auch etwas unbefriedigendes Ende.

Halten wir fest: Der Zweiteiler "Das Jesus Video", der am 5. und 6. Dezember auf Pro7 läuft, ist gute Fernsehunterhaltung. Seht ihn Euch an. Wenn Ihr dann wissen wollt, wie man aus der Idee, eine Bedienungsanleitung für eine Sony-Videokamera in einem 2000 Jahre alten Grab in Israel zu finden, eine ebenso spannende wie auch tiefgreifende Story entwickeln kann, kauft Euch den Roman von Andreas Eschbach.

Diesem möchte ich an dieser Stelle das letzte Wort überlassen:
"Ich wäre ehrlich gesagt schockiert gewesen, wenn der Film besser geworden wäre als das Buch. Insofern bin ich im Großen und Ganzen sehr zufrieden."

Link zum Thema:
Das Jesus Video von Andreas Eschbach

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5. Star Trek: trekBEAT

Kein Director's Cut von "Star Trek: The Final Frontier".
In einem neuen Interview mit IGN FilmForce bestätigte der Schauspieler und Regisseur William Shatner, dass nach einer kurzen Diskussion zwischen Paramount und ihm, das Studio beschlossen hat, nicht in eine neue Director's Edition von "Star Trek V - The Final Frontier" zu investieren. Vor einigen Wochen bestätigte Shatner, dass er in Gesprächen sei, ein Treatment, ähnlich dem von Robert Wise's "Star Trek: The Motion Picture" Director's Edition für die bevorstehende Veröffentlichung der DVD, zu schreiben und viele Fans hatten schon seit Jahren nach einem solchen Release geschrieen. Paramount bleibt aber erst mal unbeeindruckt.

"Alles ist fertig und sie packen sie (die DVDs) schon ein," erzählt Shatner als er nach dem Status der ST5-DVD gefragt wurde. "Nein, Sie würden sie mir nicht geben ... ich habe mich wirklich darüber geärgert. Ich sagte Ihnen, es würden mehr Leute die DVD kaufen - dass sie mehr Geld verdienen könnten - wenn Sie bei mir ein wenig Geld investieren würden," sagte er als er gefragt wurde, ob es eine Director's Edition mit neuen Special Effects und Szenen geben würde.

"Sie haben es für ungefähr 5 Minuten in Erwägung gezogen", enthüllt der Regisseur. "Das große Problem war der Schluss, denn ich hatte einfach kein Geld. Niemand führte mich richtig ... ich sage das auf der DVD. Ich brauchte ein wenig Hilfe und bekam sie nicht", Shatner sagte, dass das Filmende die meiste Aufmerksamkeit bei einer Director's Edition bekommen hätte: "Ich hätte einen Schluss gemacht. Denn es gab kein Ende."

Shatner sagte, dass das Filmmaterial für die letzten Momente des Film existieren würde und mit dem man arbeiten könnte: "Ich hätte das Material erfunden. Ich hatte Material, in denen [die Leute] Hügel hinunter rennen und springen. Ich brauchte etwas, das funktionierte. Doch das gab es nicht aufgrund einer ganzen Reihe von Umständen, die alle damit zusammenhingen, dass kein Geld da war um einen Schluss zu drehen."

Denn vollständigen Originalartikel, samt einer Adresse für Paramount, an die man schreiben kann, um sie vielleicht doch noch umzustimmen, finden Sie hier. (mr)

"Nemesis": Shinzon ist nicht abgrundtief böse.
Tom Hardy, der Mann hinter dem "Star Trek Nemesis "-Gegner Shinzon, sagte vor kurzem, dass sein Charakter nicht durch und durch schlecht ist.
"Als ein Schauspieler fand ich eine menschliche Seele in diesem Charakter, und das macht ihn zu einem sehr interessanten Bösewicht, " sagte Hardy gegenüber Trekweb. "Niemand ist durch und durch schlecht. Babys werden nicht böse geboren, daran glaube ich nicht. Ich denke wir erlangen Lasten und Bürden auf der Welt und Shinzon ist ein Waise, das einsame Kind, das misshandelt wurde. "

"Wenn es zu Bösewichten kommt, [muss man sich die Frage stellen], warum ist diese Person ein Monster, wieso ist er so plötzlich so verdammt abscheulich? Wegen der Dinge, die ihm angetan worden sind, es ist nicht 'Haha, ich bin jetzt böse!' "

Er fuhr noch fort, etwas über das Make Up zu reden, das ihn im Film in einen Picard Klon verwandelt hat. "Michael Westmore hat meinen Schädel auseinander genommen und versucht, ihm Patricks Form zu geben," erklärte er. "Wir formten die Nase... viele tausend Nasen bis endlich mal eine gepasst hat. Dann, weil meine Lippen ein wenig größer sind, fügten wir eine Narbe hinzu, damit sie ein wenig schmaler werden. Wir hatten all dies fertig, um es in Latex zu bringen, aber wir hatten auch Gelatine und unter dem Licht brachte das meine Nase zum wachsen - und dann zum zusammenfallen. "

Aber da gibt es einige Teile des Charakters, die es nicht in den endgültigen Schnitt geschafft haben. "Der Schauspieler sagt immer 'Wie konntet ihr nur irgendetwas von meinen Szenen kürzen?' Es sind Szenen weggeschnitten worden, aber ich denke, hätte man das nicht getan, hätte darunter die Flüssigkeit des Filmes [gelitten]", sagte Hardy. "Da gab es eine Szene, in der ich dem romulanischen Senat vorgestellt wurde, aber sie wurde geschnitten, um gleich zu der Treppenszene zu gehen, die viel mehr Eindruck macht. Aus all dem, [das man hat], muss man eine Geschichte schnitzen."

Eine andere Szene, die den Scheren des Editors zum Opfer gefallen ist, ist eine Szene, die wir aus früheren Trailern kennen, nämlich der telepathische Zwischenfall zwischen Shinzon und Deanna Troi. "Es ist die eine Szene vom Teaser Trailer, bei der ich sage 'Hab keine Angst'", sagte Hardy. "Ich hätte dies gerne im Film gesehen, denn es war an meinem ersten Tag und ich hatte furchtbare Angst und ich denke, wir haben da etwas Gutes daraus gemacht. Aber dann auf der anderen Seite geschieht dies zweimal und es wäre nicht richtig gewesen."

Mehr von Tom Hardy, unter anderem von seinem ersten Tag am Set und sein Rückblick auf andere Star Trek-Bösewichte, kann auf dieser Seite bei Trekweb gefunden werden. (ms)

Kurznachrichten aus der Star Trek-Welt.
In der letzten Zeit hat es sich ja zu einer neuen Mode entwickelt, gegen jede gefällte Entscheidung mit Hilfe einer Onlinepetition zu protestieren. So ist es auch wenig verwunderlich, dass durch eine neuen Petition Paramount dazu gezwungen werden soll, die Entscheidung keinen "Director's Cut" von "Star Trek V: The Final Frontier" zu veröffentlichen, noch einmal zu überdenken.

Robert Picardo (ST:VOY Holodoc) wird laut seiner offiziellen Webseite im Januar des kommenden Jahres in dem Stück 'On the Twentieth Century' in Los Angeles zu sehen sein.

Roxann Dawson (ST:VOY B'Elanna Torres) hat nun ebenfalls auf ihrer offiziellen Webseite bekannt gegeben, dass sie mit den Nacharbeitungen des Drehbuchs zur Enterprise-Episode 'Dawn' nun fertig sei.

Die Serie "Dead Like Me" des ehemaligen Voyager-Autors Bryan Fuller wird laut Zap2It nun auf dem amerikanischen Sender "Showtime" gesendet werden.

Bei Psi Phi hat Tim Lynch ein Review zur Episode "The Communicator" veröffentlicht. Er gibt der Episode in diesem Review sieben von zehn möglichen Punkten, mochte die Kernaussage der Episode, kann sich aber nicht mit den vielen Fehlern in der Handlung anfreunden. Das komplette Review von ihm ist unter diesem Hyperlink zu finden.

"Star Trek Nemesis" wird in den polnischen Kinos am 07. März des kommenden Jahres anlaufen.

In seinen aktuellen Online-Tagebüchern schreibt William Shatner (ST:TOS James T. Kirk) etwas über seine aktuellen Projekte.

Eine Abhandlung über das "Kirk-Prinzip" ist auf den Seiten von Scientific American zu finden. Geschrieben wurde das Ganze von Michael Shermer, und es ist zugegebenermaßen recht unterhaltsam. (ms)

"Nemesis": Grund für Verzögerungen beim Start.
Wie wir bereits berichteten, wird sich der Deutschlandstart von "Star Trek: Nemesis" um zwei Wochen auf den 16. Januar 2003 verschieben.

Auf Anfrage des Deutschen StarTrek-Index erklärte eine Pressesprecherin von "United International Pictures" (UIP) nun, "dass der Start des neuen 'Star Trek: Nemesis' Films sich um zwei Wochen verschoben hat, da wir nicht rechtzeitig mit der Synchronisation fertig werden."

Somit steht der Aufschub in Deutschland nicht für weitreichendere Gründe, wie anfangs vermutet wurde. International ändert sich nichts an den Startterminen. Da in Großbritannien und Australien der Film im Originalton gezeigt wird, wird er dort wie vorgesehen am 3. und 16. Januar Premiere feiern.

Wegen des späteren Filmstarts verschiebt sich auch die Veröffentlichung der DVD und der VHS-Kassette, die eigentlich für den 1. Juli 2003 vorgesehen war. Laut StarTrek.de sollen diese nun am 17. Juli 2003 erscheinen.

Von den Änderungen nicht betroffen ist offensichtlich der Soundtrack zu diesem Film, der laut Amazon.de noch immer am 02. Dezember diesen Jahres in den Handel kommen soll. Vorbestellungen sind unter diesem Hyperlink möglich. (ms)

Marina Sirtis ist bereit für den Abschied von Star Trek.
Mehr als fünfzehn Jahre nachdem sie das erste Mal die Sternenflottenuniform für die Episode "Encounter at Farpoint" (Dtsch. "Der Mächtige") angezogen hatte, ist Marina Sirtis (ST:TNG Deanna Troi) nun für den Abschied vom Star Trek-Franchise bereit, wie sie in einem kürzlichen Interview sagte.

"Als wir "Insurrection" (Dtsch. "Der Aufstand") drehten, sahen wir das nicht als den letzten Film an, doch nachdem ich das Drehbuch zu "Nemesis" gelesen hatte, betrachtete ich dies als möglichen letzten Film, der komplett actiongeladen und völlig anders als "Insurrection" ist", sagte Sirtis gegenüber Nick Joy vom Starburst-Magazin (via The Great Link). "Während wir hier reden, schneiden sie Szenen ohne Action aus dem Film, um ihn ein wenig kürzer zu machen. Er wird wirklich sehr actiongeladen sein, höchstwahrscheinlich noch mehr als "First Contact" (Dtsch. "Der erste Kontakt"). Emotional gesehen waren die Dreharbeiten sehr anstrengend, denn es wird eben möglicherweise der letzte Film sein. Plötzlich war alles, was wir taten, möglicherweise das letzte Mal, dass wir es taten."

Sirtis kann sich auch noch sehr klar an den Moment erinnern, in dem ihr bewusst wurde, dass sie möglicherweise niemals mehr mit ihren ehemaligen Star Trek-Weggefährten zusammenarbeiten wird. "Wir drehten gerade die Szene, in der wir zum ersten Mal auf den Bösewicht treffen, Tom Hardy. Diese Szene war sehr theatralisch, als Tom diese gigantische Treppe herunterkommt. Es ist ein unglaublicher, fantastischer Einstieg [in den Film]. Die Kameras arbeiteten die ganze Zeit, und irgendwann an diesem Tag erkannte ich, dass es der letzte Drehtag von Jonathan [Frakes] und Michael [Dorn] ist. Ich hatte das total vergessen, und ich war am Ende des Tages sehr durcheinander, als die beiden mit einem 'Auf Wiedersehen, alle miteinander' einfach gingen."

Während sie durch ihre Gastauftritte in den letzten beiden Staffeln von "Star Trek: Voyager" die Uniform doch länger als erwartet anziehen musste, ist ein Auftritt von ihr in der Serie "Enterprise" doch mehr als nur unwahrscheinlich. "Ich denke, wie bei allen Beziehungen, muss man auch hier akzeptieren, dass es irgendwann zu Ende ist. Während man immer noch eine Person festhält und mit dieser am liebsten in der Zeit zurückgehen würde, ist man einfach nicht bereit sich auf jemanden Neues einzulassen. Irgendwann muss ich hier mal 'Auf Wiedersehen' sagen, und ich bin sehr froh, dass ich bei "Enterprise" nicht dabei sein kann, dass man mir diese Entscheidung einfach abgenommen hat."

"Irgendwie habe ich es in meinen Dickschädel bekommen, dass es dies nun gewesen ist. Ich brauchte acht Jahre, um das kommende Ende zu erkennen, und jetzt habe ich endlich akzeptiert, dass wir nun alles erledigt haben. Wie ich bereits schon mehrfach sagte, ich bin mir sicher, es wird weitere Star Trek-Filme mit anderen Leuten geben und denen wünsche ich das Allerbeste. Es ist schwer loszulassen, aber eben an der Zeit dafür."

Das komplette Interview mit Marina Sirtis, in dem sie auch über den Umfang ihrer Rolle bei "Nemesis" spricht, ist in der aktuellen Ausgabe von Starburst zu finden. Alternativ hierzu gibt es weitere Auszüge bei The Great Link. (ms)

Filmmaterial aus "Star Trek Nemesis" online.
Sie halten es nicht mehr aus bis "Star Trek: Nemesis" endlich in die Kinos kommt? Sie wollen endlich mal wieder neues Filmmaterial von Patrick Stewart als "Captain Jean-Luc Picard" sehen?

Wenn dem so ist, dann sehen Sie sich doch einfach die fünf Minuten Filmmaterial aus "Star Trek Nemesis" an, die von "IFILM" nun veröffentlicht wurden!.

Drei wichtige Szene aus dem Film sind in diesen fünf Minuten zu finden. Zuerst wird Jean-Luc Picard und seine Besatzung dem romulanischen Prätor Shinzon (Tom Hardy) vorgestellt, danach ist in dem Video eine Schlacht zwischen der USS Enterprise-E und dem Flaggschiff von Shinzon, der "Scimitar", zu sehen, und zu guter Letzt gibt es noch ein dramatisches Aufeinandertreffen von Picard und Shinzon.

Dieses neue Videomaterial ist unter diesem Hyperlink zu finden, und auch in den nächsten Wochen soll noch einiges an Filmmaterial im Internet veröffentlicht werden, bis der Film schließlich am 13. Dezember in die amerikanischen, und einen Monat später auch in die deutschen Kinos kommt. (ms)

X-Men-Regisseur mit Cameoauftritt in Nemesis.
Patrick Stewart (ST:TNG Picard) hat für seinen Kollegen, den Regisseur von X-Men 2, Bryan Singer einen Cameo-Auftritt im neuen Star Trek Film arrangiert. Geschickt erzählte er Rick Berman, was für ein großer Trek-Fan Singer sei, so dass dieser ihn für den kleinen Gastauftritt einlud. Dieser soll auch nicht der Schere zum Opfer gefallen sein.
In einer Szene, in der sich Data und Picard neben einem Besatzungsmitglied an einer Steuerkonsole aufhalten, spielt Singer eben diesen Crewman und soll ganze 28 Bilder lang zu sehen sein. Stewart sagte: "Während der Dreharbeiten zu X-Men 2 fragte er mich pausenlos: 'Hast Du schon was von Nemesis gesehen, werde ich auch drin sein?' Und nun nachdem ich die endgültige Fassung gesehen hatte, konnte ich ihm die frohe Kunde bringen, niemand ist glücklicher mit dem Film als Singer!" (sh)

Neues von Ronald D. Moore.
Die Seite trektoday.com hat Neues vom ehemaligen DS9-Co-Auführende Produzent Ronald D. Moore zu vermelden. Moore hat vor kurzem bekannt gegeben, dass er sich dem Team hinter der übernatürlichen Serie "Carnivàle" angeschlossen hat.

"Momentan mache ich eine Serie für HBO, genannt "Carnivále", die entweder Sommer oder Herbst 2003 Premiere feiern wird", schrieb Moore in ein AOL Messageboard über "The Great Link".

In "Carnivále" geht es um eine Gruppe Arbeiter in den 30iger Jahren und wird auf HBO ausgestrahlt. Neben Enterprise Darsteller John Fleck (den Darsteller von Silik), als Gecko, der Schlangenmensch, sind noch die beiden ebenfalls Star Trek-erfahrenen Schauspieler Adrienne Barbeau (Senator Cretak in der DS9-Episode "Inter Arma Enim Silent Leges") und Clancy Brown (Zobral aus der Enterprise Episode "Dessert Crossing") dabei.

Moore fährt mit seinem Rückblick auf seine Star Trek-Tage fort: "Ich hatte einen riesen Spaß die DVD-Interviews für die TNG-Boxen zu machen und ich hoffe das gleiche auch für die DS9-Boxen machen zu können.", sagte er.

Der vollständige Artikel findet sich bei den Kollegen von trektoday.com. (ftp)

Perlman über seine Rolle in Nemesis.
Der Reman Viceroy, einer der Bösewichte des Films, wird vom erfahrenen Charakterdarsteller Ron Perlman, dessen Filmographie Filme wie 'Alien Ressurection', 'The Name of the Rose' und die Fernsehserie 'Beauty and the Beast' einschließt, gespielt. Perlman erzählte dem SFX Magazine (über StarTrekUK.com), dass er es sehr genossen hat einen so enigmatischen Charakter zu spielen. "Der Charakter ist so mysteriös und so unartikuliert darüber wer er überhaupt ist." sagte der Schauspieler, "Er ist wie ein Eisberg - Du siehst nur 1/8 von ihm. Ich mag das. Ich mag es das zu spielen, was man nicht sieht; was nicht erklärt wird. Wirklich, es ist eine gute Story, die von John Logan, der einer der weltbesten Drehbuchautoren ist, geschrieben worden ist - es ist nicht vorhersagbar und es wird sehr gut verwirklicht. Das ist für mich der Schlüssel, um Enthusiasmus dafür zu entwickeln." Weitere Auszüge finden Sie hier. (ftp)

Spiner lobt Baird.
Brent Spiner (Data) lobt in einem kürzlich auf SciFi wire veröffentlichten Interview den StarTrek-neuen Regisseur Stuart Baird :" Ich habe es wirklich genossen mit ihm zu arbeiten. Und ich glaube Patrick [Stewart] ging es ebenso. Er (Stuart Baird) bedeutet Spaß. Es ist lustig ihn um sich zu haben. Und er ist ein wirklicher Charakter. Aber er hat auch eine Menge Leute zum Wahnsinn getrieben, weil er sich so obsessiv mit dem Film, und damit das es ein guter Film wird, beschäftigt hat. Das ist es was es ausmacht. Er hat sich in so vielen Fällen den Hals verbogen, um einen besseren Film zu machen und ich glaube aufrichtig, das er erfolgreich war. Ich glaube es ist ein großartiger Film." Das ganze Interview finden Sie hier. (ftp)

HanseTrek 2003 - Online anmelden.
Seit kurzem ist es möglich, sich für die HanseTrek Convention 2003 online anzumelden. Wer sich einen Platz mit guter Sicht zur Bühne sichern möchte, der sollte sich beeilen, denn diese Tickets werden bereits rar.

Die HanseTrek 2003 wird vom 21. bis 23. November im Sachsenwald Forum in Reinbek bei Hamburg stattfinden. Als Stargäste haben bereits Jeffrey Combs (ST:DS9 Weyoun), der dieses Jahr leider nicht teilnehmen konnte, Robert O'Reilly (ST:DS9 Gowron) und J.G. Hertzler (ST:DS9 Martok) zugesagt.

Weitere Informationen zur Convention und ein Anmeldeformular findet Sie unter www.hansetrek.de. (mr)

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6. Im Gespräch mit Rick Berman

Während er über den zehnten Teil der Star Trek-Filme "Star Trek: Nemesis" redete, erzählte der Star Trek-Produzent Rick Berman, das es garantiert einen elften Teil geben wird, ganz egal wie viel "Nemesis" einspielen wird.

"Ich kann ihnen jetzt erzählen, das wir einen weiteren Film machen werden," sagt Berman. "Es gab niemals einen Star Trek-Film der nicht profitabel für Paramount war. Ein Aspekt eines Star Trek-Films ist, dass es kein Risiko darstellt ihn zu machen - da das Studio weiß, wenn man soviel Geld in die Produktion steckt, wird man so und soviel herausbekommen, oder sogar so und soviel. Es gibt da so was wie ein Profitfenster für diese Filme... anders als Nicht Star Trek-Filme die absolute Wracks sein könnten und keinen Pfennig einbringen, oder aber 200 Millionen Dollar einspielen, wobei ein Risiko vorhanden ist. Es gibt sehr wenig Risiko in Star Trek-Filmen, deswegen denke ich, dass wir noch lange nicht das Ende gesehen haben."

Paramounts Werbekampagne für "Nemesis" impliziert das es nur der letzte Film mit der "Next Generation" Crew ist, und auch wenn Berman noch nicht bereit ist Captain Picard und die Crew der Enterprise-E abzuschreiben ist er doch willig eine Idee zu diskutieren die seit Jahren in Trek Kreisen herumschwirrt: die Kombination von Charakteren aus den verschiedenen Star Trek-Serien um eine Art von Sammelsurium für den nächsten Film zu schaffen.

"Ob es aber im nächsten Film diese [TNG] Charaktere oder eine Kombination aus diesen und anderen Charakteren aus den anderen Serien [oder] ganz neue Charaktere sein werden - das muss noch diskutiert werden. Und das wird nicht den Samstag Morgen [nach der Nemesis Premiere] passieren. Hoffentlich," lacht er. "Sie geben mir normalerweise ein paar Monate zum Atmen."

Der Produzent betont, das "es keinerlei Diskussion in irgendeiner Art über den nächsten Film" auf einer offiziellen Ebene gibt, aber er glaubt, das ein Mix von Trek Charakteren eine gute Option für einen weiteren Film ist. Er hat sogar ein paar Ideen, welche Charaktere vielleicht - oder vielleicht auch nicht - bei so was funktionieren würden.

"Ich weiß nicht, ob ["Deep Space Nine" Captain] Sisko so eine gute Idee für einen Film ist," sagt er. "Aber im letzten Film hatte Robert Picardo, der den "Voyager" Doktor spielt, einen Auftritt, was, denke ich, mit viel Applaus begrüßt wurde, und in diesem Film haben wir Kate Mulgrew [ST:VOY Janeway] in einer kleinen Rolle. Ich denke es gibt da gewisse Charaktere [aus anderen Serien] die funktionieren würden. Colm Meaney [DS9: O'Brien] ist ein bemerkenswerter Schauspieler. Rene Auberjonois [DS9: Odo] ist ein bemerkenswerter Schauspieler. Jeri Ryan [ST:VOY Seven of Nine], also ich kann mir niemanden vorstellen der es nicht lieben würde, Sie auf der großen Leinwand zu sehen. Also gibt es die Möglichkeit, andere Schauspieler zu kombinieren. Aber ich sage nicht, dass wir das tun. Es ist nur eine Möglichkeit. Es ist sogar möglich, dass wir Charaktere aus "Enterprise" benutzen, obwohl das 200 Jahre vorher spielt. Alles ist mit "Star Trek" möglich."

Berman hat auch schon eine Idee, wie "Star Trek 11" genannt werden soll.
"Der nächste Film wird "Star Trek 12" sein - [wir] behalten nur die geraden Zahlen," witzelt er.

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7. James Bond: Diamanten für die Ewigkeit

Bond is back.
Eigentlich braucht man nichts anderes über das neuste Abenteuer unseres liebsten Britischen Doppel-Null Agenten zu schreiben. Seit Pierce Brosnan in die Rolle des Agenten geschlüpft ist, haben wir ihn nicht so hart, zynisch und brillant gesehen, wie in "Stirb An Einem Anderen Tag". Es scheint er hat die Bond-Latschen von Connery und Moore nun endlich eingelaufen.

Es ist der 20. Bond (wenn man "Sag Niemals Nie" nicht mitzählt), und wer von unseren Lesern Bond-Fan ist, der weiß, Bond hatte es in den letzten Jahren schwer. Der letzte Film "Die Welt ist nicht genug", hatte die gewohnte Bond-Welt gehörig auf den Kopf gestellt. Manche wagen sogar zu behaupten, der letzte Bond war überhaupt kein Bond. Aber der neue, der am 28.11. angelaufen ist, ja --- der ist besser denn je.

Ort der Auseinandersetzung ist dieses Mal die Grenze zwischen Nord- und Südkorea. Es gibt viel Militärgerät in der "Entmilitarisierten Zone" und natürlich einen halb verrückten, halb genialen General. Der ist nicht alt und von den langen Jahren des Grenzkonflikts zermürbt - es ist ein recht jünglicher, machtbesessener, in Harvard und Cambridge ausgebildeter Krieger. Drahtig und schnell, und James Bond auf den ersten Blick etwas überlegen. Aber nur etwas.

Natürlich sorgt James erst einmal für eine geballte Ladung an Action in der sonst so düsteren und verminten Zone. Das sind wir als Zuschauer ja auch gewohnt. James kommt, zerstört und kehrt zurück nach England, um dann den richtigen Auftrag zu erhalten.

Nicht hier. In "Die Another Day" läuft das diesmal ein wenig anders. Sehr anders. Wie, das werde ich hier nicht verraten - nur soviel sei gesagt: Allein bei und nach dem Vorspann stockt uns als Bond-Fan/Fanatiker der Atem.

Überhaupt sollte man als Zuschauer zwischendurch tief durchatmen und nicht vergessen, überhaupt zu Atmen! Dieser Film ist keine Sekunde langweilig, verspielt oder penetrant auf "Bond-kann-alles" getrimmt. Der Film lässt einen immer von Neuem zweifeln, ob Bond aus der jeweiligen Situation heraus kommt. Natürlich kommt er es. Trotzdem hatte das Publikum gestern Nacht in der 0.07 Uhr Premiere immer wieder das Bedürfnis zu applaudieren, wenn einer dieser immens lauten, krachenden und wahnsinnig gut in Szene gesetzten Momente vorbei war.

Bond ist endlich wieder Bond, er darf jetzt wieder rauchen, sich anzüglichen Wortgefechten mit Halle Berry hingeben und so richtig Macho sein. Auch langjährige Fans wurden durch einige sehr nett eingebundene Gimmicks belohnt. In dem Film tauchen nämlich sehr versteckte oder einfach sehr direkte Anspielungen auf die Classics der Bond-Serie auf. Da wird die Szene mit dem Laser aus "Goldfinger" weiter gesponnen, da taucht das Buch des Ornithologen "James Bond" auf (nachdem der Held benannt wurde), Halle Berrys erster Auftritt ist ein Spiegelbild der ersten Szene mit Ursula Undress in "Dr. No" - und so weiter und sofort.

Vor allem in der Szene mit Q - John Cleese ist ein genialer Nachfolger von Desmond Llewelyn! - findet man sehr viele Referenzen auf frühere Bonds. Das war aber auch klar, denn seit "Liebesgrüße aus Moskau" gibt es den technischen Ausstatter und Tüftler...
Also ein Fest für Bond-Trivia-Meister.

Auch ein kleiner Auftritt von Madonna wird dem Zuschauer gegönnt. Sie steuerte ja das Intro-Lied bei und ist sichtlich älter geworden. Oder war das nur das heftige Augenmake-up? Jedenfalls gibt es Überraschungen wie Sand am Meer und es sollen auch Überraschungen bleiben. Sogar Moneypenny kommt dieses Mal richtig auf ihre Kosten. Hightech hat doch manchmal erhebliche Vorteile. Aber genug jetzt.

Dieser Film hat das Prädikat "Höher, schneller, weiter" verdient. Trotzdem ist es noch genauso Bond wie in "From Russia with Love" oder "For Your Eyes Only", nach 20 Filmen und 40 Jahren gibt es da immer noch diesen Martini-trinkenden Weiberhelden, der mal wieder die Welt rettet und immer noch so treffsicher und wortgewandt ist, wie beim ersten Mal.
Bond ist wieder da.

P.S.: Meine Empfehlung an Zuschauer, die nach der Vorstellung von James Bond noch Auto fahren müssen: Passen Sie auf ihre Geschwindigkeit auf und sagen Sie sich immer wieder, "Das ist kein Austin Martin und ich bin nicht James Bond."

Link zum Thema:
http://www.jamesbond.com/

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8. Kreuzfeuer

Die in dieser Rubrik durch Namen gekennzeichneten Texte sind Leserzuschriften. Sie spiegeln die Meinung der Leser wieder und stimmen nicht unbedingt mit der Meinung der Redaktion des Corona Magazines überein. Wenn Sie uns auch schreiben möchten; keine Scheu: kreuzfeuer@sf-radio.de. Bitte beachten Sie, dass wir nur Zuschriften veröffentlichen, die mit vollständigem Namen versehen sind. Die eMail-Adressen der Leser werden auf Anfrage von der Corona-Redaktion bekannt gegeben. Wir danken für Ihr Verständnis!


Corona Magazine-Versand: Probleme mit web.de.

Hallo Leute, erstmal Danke für den besten Newsletter und das beste Magazin, die es im Internet gibt! Ihr leistet hervorragende Arbeit. Danke.

Habe aber seit kurzem trotzdem ein Problem. Die letzten paar Magazin-Ausgaben, die ich bei web.de bekommen habe sind nicht vollständig. Ich erhalte im Schnitt vielleicht 10 Prozent der HTML Datei. Keine Ahnung ob das bei web.de liegt (normalerweise bekomme ich dort aber alle Mails vollständig), oder ob ein anderes technisches Problem vorliegt. Bin ich der einzige, der dieses Problem hat?

Macht weiter so und weiterhin viel Spaß und Enthusiasmus für die Zukunft!
- Theo Schuster

Anmerkung der Redaktion: Zuerst einmal vielen herzlichen Dank für das Kompliment - so etwas spornt ungemein an. Bislang hatten wir bezüglich web.de nur bei den älteren Corona Newslettern des letzten Jahres immer das Problem, dass die damaligen reinen ASCII-Mails mit mehr als 30 kB Volumen abgeschnitten beim Leser ankamen.
Mitarbeiter von web.de versprach damals schnelle Besserung, aus der allerdings nichts wurde. Bei Anhängen gab es hingegen bis zum heutigen Tag noch kein dahingehendes Feedback seitens weiterer Corona-Abonnenten.

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9. Rating Report

In den USA befindet sich "Enterprise" nach einem kurzen Aufwind wieder im Sinkflug. Das ist doppelt schmerzhaft, da gerade die wichtigen November Sweeps - hier werden die Preise für die Werbespots anhand der November Quoten neu festgelegt - von diesen schlechten Ergebnissen betroffen sind. Es sieht also nicht besonders rosig für die Zukunft des "Star Trek"-Prequels aus. Auch "Buffy" kommt dieses Jahr nicht richtig in Schuss und bleibt unter den Zuschauerzahlen des Vorjahres, die Serie "Haunted" ist bereits wieder abgesetzt und auch das Enterprise Lead-Out "Twilight Zone" läuft sehr enttäuschend. Nach der erfolgreichen 01/02 Season scheint UPN in dieser Saison kein Bein auf die Erde zu kriegen.

Freuen kann sich dagegen das WB-Network. "Smallville" ist weiterhin auf Erfolgskurs und kann zeitweise sogar "Alias" in der wöchentlichen Hitliste der Phantastikserien übertrumpfen - und diese Serie läuft sogar auf einem der großen Networks und nicht bei den Zwergen UPN und WB. Dafür geht es aber "Angel" relativ schlecht. Mehr noch als "Buffy" hat die zweite Serie von Joss Whedon an Zuschauern verloren.

Und damit kommen wir auch gleich zu "Firefly", dem dritten Kind von Whedon. Obwohl FOX noch immer Geduld mit der Serie zeigt und sogar noch ein paar Folgen bestellt hat, dürfte es langsam aber sicher eng für die Western/SF-Serie werden. Selbst für die kleinen Networks UPN und WB wären die Ergebnisse, die "Firefly" einfährt kein Grund zum Jubeln.

An der Syndication-Front ist zur Zeit nur "Andromeada" wirklich relevant. Und selbst die Serie hat gegenüber der bereits schwachen zweiten Season zu Beginn der dritten noch einmal kräftig an Zuschauern verloren.

In Deutschland ist inzwischen die zweite und letzte Staffel von "Dark Angel" gestartet. VOX dürfte zufrieden sein, aber die Traumwerte der ersten Staffel werden nicht mehr erreicht. Auch in Deutschland ist dieser dunkle Stern am sinken...
Erfolgreich war dafür der "Dinotopia" Dreiteiler in Österreich und Deutschland. Aber auch hier verloren nach der zweiten Folge viele Zuschauer an Interesse. Für den Tagessieg bei den 14-49jährigen in der Primetime reichte es bei RTL und ORF1 aber trotzdem bei allen drei Teilen.

Zu "Akte X" braucht man eigentlich nicht mehr viel sagen. Die Serie ist - nicht nur quotenmäßig - nur mehr ein Schatten ihrer selbst.
Auch "Buffy" und "Charmed" lassen nach. Insgesamt dürfte Pro Sieben zur Zeit wohl nicht sehr zufrieden mit seinen phantastischen Serien sein.

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10. Perry Rhodan: Diese schwierige Sache Humor

Wer in diesen Tagen ein Rhodan-Forum im Internet besucht oder Rezensionen der Romane liest, kommt um den Namen Norman nicht herum. Zahlreiche Leser hassen diese Figur regelrecht, die übrigen Leser sind von der Aufmerksamkeit, die diesem einen Thema gewidmet wird, genervt, weshalb der Name auch nicht als Überschrift des Artikels benutzt worden ist. Aber Außenstehende und Ex-Leser der Serie verdienen eine Erklärung, was momentan die Gemüter im PR-Fandom erhitzt. Die typische Gruppendynamik in Internet-Foren ist dabei auch nicht gerade hilfreich.

Zunächst einmal die Erklärung, um wen es sich bei Norman handelt: Im Universum von "Perry Rhodan" hat man eine neue Sorte von Elefanten gezüchtet. Dabei handelt es sich um nur einen halben Meter große Zwergelefanten, die besonders im indischen Raum als Haustiere sehr beliebt sind.
Norman ist in Band 1890 als Haustier der Agentin Mondra Diamond eingeführt worden und hat aufgrund der Sturheit seiner Besitzerin den Flug der KAURRANG in die Galaxis Shaogen-Himmelreich mitgemacht. Dabei hat er unter der ständigen Drohung des ertrusischen Piloten Poulton Kreyn gelebt, von diesem als Mittagessen verspeist zu werden. Nach der unfreiwilligen Teilnahme an den folgenden Flügen ist die Expedition unter Rhodans Kommando schließlich in der terranischen Stadt Alashan, die es auf den Planeten Thorrim in der Galaxis DaGlausch verschlagen hat, angekommen. Dort hat Mondra Diamond eingesehen, dass sie ihr Haustier nicht ewig in abenteuerliche Expeditionen mitschleppen kann und hat ihn dem Mutanten-Pärchen Tess Qumisha und Bejameen da Jacinta überlassen.

Bis dahin hat sich eigentlich niemand groß aufgeregt. Die kleine Besatzung der KAURRANG war auf die Schnelle zusammengewürfelt worden, sodass die Mitnahme des Haustiers nicht groß aufgefallen ist. Seine Hauptfunktion war die als Zankapfel zwischen Mondra Diamond und Poulton Kreyn.

Nun hat Norman in Band 2100 ein unerwartetes Comeback gefeiert. Auf einmal läuft er an Bord von Perrys Flaggschiff LEIF ERIKSSON herum. Auch hier hat sich wohl kaum einer beschwert, warum soll ein Schiff nicht ein Bordmaskottchen haben? Etwas Profil und Leben schaden nicht, und andere Schiffe haben dafür halt eine Bar in der Bugsektion.

Der erste Punkt, an dem SF-Fans anfangen zu murren, ist erreicht, wenn die Plausibilität leidet. In Band 2117 hat Benjameen da Jacinta darauf bestanden, dass sein Haustier Norman auf eine Undercover-Aktion auf einen feindlichen Planeten mitgenommen wird. Dabei ist es nicht geblieben. Just in den aktuellen Heften schleppt eine kleine Erkundungsgruppe mal wieder einen Zwergelefanten durch das Herz des Reiches Tradom.

Und dann kann man als zweiten Punkt einen Gag übertreiben. In zwei Romanen sind bereits Szenen aus der Sicht des Elefanten in der Ich-Perspektive geschildert worden. Natürlich funktionieren diese Szenen nicht, wenn die Leser bereits genervt sind. Leider braucht Feedback mehrere Monate, um in die Serie einzufließen. Derweil findet man sogar einen Eintrag für Norman in der Personen-Datenbank auf der Rhodan-Homepage.

Die Idee dürfte sein, etwas "comic relief" in die Romane zu bringen. Nun gibt es immer wieder Forderungen der Leser und Versuche der Autoren, mehr Humor in die Serie zu bringen. Auf Humor getrimmte Figuren mit umstrittenem Erfolg hat es schon früher gegeben. Einige der hartnäckigsten sollen hier vorgestellt werden. Natürlich lesen sich die betreffenden Romane oft witziger als eine trockene Zusammenfassung alberner Ausgangssituationen.

Insgesamt als überstrapaziert wird das Paar Tatcher a Hainu und Dalaimoc Rorvic empfunden. A Hainu ist ein Marsianer der a-Klasse - das heißt, er gehört zu den ersten Siedlern, die noch an eine dünne Mars-Atmosphäre angepasst sind. Sein Partner Rorvic ist ein Halb-Cyno, wodurch er eine ganze Palette nicht näher definierter Psi-Fähigkeiten beherrscht. Oft verbringt er lange Zeit in angeblicher Meditation, die von a Hainu bei Bedarf mit Hilfe eines Schlages mit einer verbeulten Teekanne auf den Hinterkopf beendet wird. Dafür schikaniert Rorvic seinen kleinen Helfer bei jeder Gelegenheit. Die beiden Charaktere sind einige Jahre in fast jedem Roman von H.G.Ewers aufgetaucht, wobei sich viele Gags wiederholt haben. Und manchmal ist es auch störend für den Spannungsbogen der Gesamtserie, wenn zuviel Slapstick-Humor vorkommt. In ihrer Anfangszeit in den 500er-Heften des Schwarm-Zyklus sind sie ein willkommenes Gegengewicht zu dem sehr düsteren Szenario einer Milchstraße, in der fast alle Intelligenzen verdummt sind, gewesen. Aber abgesehen von einer Szene, in der Rorvic und a Hainu zu dem Schluss kommen, dass sie sich trotz der gegenseitigen Schikanen im Grunde lieben, hat es auf lange Sicht an Weiterentwicklung gemangelt.

Probleme mit einem Stilbruch im Gesamtzusammenhang der Serie hat Ernst Vlecks Figur Walty Klackton nicht gehabt. Der Parateleschizomat mit der verblüffenden Fähigkeit, das Unglück magisch anzuziehen, um trotzdem immer positive Resultate zu erhalten, hat bis auf eine Ausnahme in der Atlan-Heftserie nur in zwölf Taschenbüchern und einer Kurzgeschichte agiert. Tatsächlich funktioniert der überzogene Charakter Klackton, der auf seiner Farm Riesenfrösche züchtet, weil die Szenarien in den Romanen richtig schön absurd und abgehoben sind. Klackton fällt morgens in ein schwarzes Loch auf seiner Farm, das in eine fremde Welt führt, gerät bei einer unfreiwilligen Odyssee mit einer Entführerbande in die Sonde einer höherdimensionalen Lebensform, usw. In den Heften würden solche Begegnungen stören, weil sie das eigentliche Zyklusthema überschatten. Und wie oft kann man sich in seiner Hauptserie selbst parodieren?

In den 80er-Jahren hat der PR-Autor Thomas Ziegler gnadenlos zugeschlagen. Besonders gerne hat er sich absurde kulinarische Spezialitäten bei Aliens einfallen lassen. Unvergesslich ist der Muurt-Wurm. Bei dieser Delikatesse für Angehörige der Blues-Völker handelt es sich um ein Tier, das im Lauf der Evolution die Fähigkeit entwickelt hat, Intelligenz vorzutäuschen, um nicht von Intelligenzwesen verspeist zu werden.

Wirklich weit ist er wieder in Taschenbüchern und Kurzgeschichten gegangen, die nicht unmittelbar mit der Erstauflage zu tun haben. In den Kurzgeschichten "Star-Amore" im Jubiläumsband 5, "Terra-Terror-Tours" im Jubiläumsband 6 und im Taschenbuch 265 "Der Narrenturm" beschreibt er die Versuche des Schwindlers Lukas Lorrimer, zu Geld zu kommen. Lorrimer muss sich die Beschwerden von Aliens anhören, denen er seine Freundin als menschliche Partnerin vermittelt hat, wird von der Entwicklung einer intelligenten Lebensform in seinem Schreibtisch aus einem Zigarrenstummel und einem Gurkensalat überrascht, wird später von den Robot-Spinnen des Finanzamts gejagt und hat buchstäblich mit den Delikatessen seines blueschen Kochs zu kämpfen, wie der Zürdürdür-Nuss, die um jeden Preis gegessen werden will. Nicht ohne Nebenwirkungen, versteht sich. Die Geschichten sind sehr zu empfehlen, wenn man die alten Bücher noch irgendwo findet.

Natürlich bleibt hier vieles unerwähnt, aber aus der Gegenwart der Serie darf man zu guter letzt Leo Lukas nicht vergessen. Der neue Autor aus Österreich ist neben vielen anderen Dingen eigentlich Kabarettist und hat besonders die Nummern 2102 und 2137 mit zeitgenössischen Anspielungen gespickt. Zu Beginn hat er gleich den Nerv, die unverkennbaren Piraten aus "Asterix & Obelix" in das PR-Universum zu übernehmen. Die meisten Gags verstecken sich vor allem in fremden Namen wie beispielsweise Dsheridsheriledi oder sind sehr offensichtlich wie etwa bei dem Flottenverband aus lummerländischen Knopfloks.
Tatsächlich sind die Romane so voll mit Anspielungen, dass die Redaktion aufgrund von Leserbeschwerden Leo Lukas gebeten hat, seinen Humor etwas zurückzufahren. Hoffentlich vergeht ihm dadurch nicht der Spaß am Schreiben, denn der ist ja neben den Witzen auch für gute Charakterisierungen und dichte Atmosphäre in den Romanen förderlich.

Damit soll es reichen. Rhodan-Leser dürfen gespannt sein, ob in naher Zukunft Leserwünsche erfüllt werden und ein gewisser Zwergelefant einen grausamen Tod stirbt. Oder ob sie ihre Drohung wahrmachen und das Tier eine Entwicklung zur Superintelligenz durchlaufen lassen. Sollte letzteres eintreten, drohe ich jetzt schon einen ausführlichen Vergleich zwischen Norman, Wesley Crusher und Jar Jar Binks an.

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11. Episodenlogbuch: Enterprise, die 2. Staffel

204 - Dead Stop

Die Enterprise ist nach dem Zusammentreffen mit den Romulanern, bzw. mit deren Minenfeld, immer noch stark in Mitleidenschaft gezogen. Als nach einem allgemeinen Notruf eine verkrüppelte Antwort eintrifft, in der Koordinaten angegeben werden, lässt Captain Archer einen entsprechenden Kurs setzen. Bald darauf trifft die Enterprise auf eine vollautomatisierte Raumstation, die im Austausch gegen einige Liter Warpplasma dazu bereit ist, sämtliche Schäden in Rekordzeit zu beheben. Da zusätzlich noch die Mannschaft des Sternenflotten-Schiffs auf der gänzlich unbemannten Station gut bewirtet wird, ist die allgemeine Stimmung großartig. Das ändert sich schlagartig, als Ensign Mayweather stirbt...

Wenn schon nach vier Folgen eine Zwischenbilanz fällig wäre, fiele sie zwiespältig mit steigender Tendenz aus. Während "Shockwave, Part II" und "Carbon Creek" eher unterdurchschnittlich ausfielen, konnten "Minefield" und "Dead Stop" wieder überzeugen. Letztere Folge trumpft vor allem mit der Darstellung der Raumstation auf, die ganz im Stile alter SF-Klassiker in sterilem Weiß daherkommt. Zwar flacht die Episode gegen Ende etwas ab, aber ist nichtsdestotrotz ein frühes Highlight der zweiten Staffel.

205 - One Night in Sickbay

Beim völlig misslungenen Versuch eines ersten Kontaktes wird Porthos - der Hund des Captains - krank, muss auf die Krankenstation und dort übernachten. Herrchen Archer kümmert sich um nichts anderes mehr, als seinem kranken besten Freund die Pfote zu halten, unterhält sich dabei mit dem Dr. über Sex, der wiederum seine Zunge rasiert und mit dem Captain wildgewordene Fledermäuse jagt. Ansonsten passiert.. nichts, abgesehen davon, dass Archer sich am Ende bis auf Knochen blamieren muss.

Man könnte es der Story-Beschreibung schon angehört haben. "One Night in Sickbay" ist der bisherige Bodensatz der zweiten Staffel. Hat sich was mit Aufwärtstrend.. so ein steiler Absturz machte sich im Übrigen auch mit genau dem selben in den Quoten bemerkbar: Völlig korrekterweise, übrigens. Das wirklich erschreckende ist nicht unbedingt die Tatsache, dass es eine Episode wie "One Night in Sickbay", die auf unterhaltsame Weise die Charaktere besser rüberbringen soll, überhaupt gibt. Nein, das *wirklich* erschreckende ist die Tatsache, dass das absolut nicht funktioniert! Die fünfte Folge der zweiten Staffel.. und diese Charaktere haben schon keinerlei Entwicklungspotenzial mehr?

206 - Marauders

Die Enterprise benötigt Deuterium und fliegt darum einen Planeten an, wo eine kleine Kolonie von Minenarbeitern dieses abbaut. Die jedoch haben ganz eigene Probleme: Eine Gruppe von klingonischen Streunern erzwingen regelmäßig ein hohes Schutzgeld, bezahlbar in Deuterium, und nun ist eine Pumpe ausgefallen. Die Enterprise-Crew entschließt sich, einzugreifen...

Man nehme die Story der glorreichen Sieben, trage sie in ein Paramount-Büro und lasse sie für die jüngste Star Trek-Episode umschreiben: Fertig ist die sechste Folge der zweiten Staffel und die nächste schlechte Folge gleich mit. Ich möchte nicht spoilern, aber die Löcher in dieser Story sind so groß wie Vulkan. Besonders bitter stößt die geheimnisvolle vulkanische Kampftechnik auf, die T´Pol den Minenarbeitern beibringt.. kann es nicht einmal Karate oder Judo sein? Müssen Vulkanier immer alles besser können? Und wenn dem unbedingt so sein muss: Die Rollen, die unsere geschätzte erste Offizierin da hinlegt, lernt jeder 12jährige im lokalen Volleyball-Verein.. die einzige Hoffnung, die diese Episode hinterlässt, ist, dass nach zwei schlechten Folgen am Anfang zwei gute Episoden kamen, denen wieder zwei schlechte folgten. Nun dürften "The Seventh" und "The Communicator" wieder besser werden.. Wir werden es sehen. Im nächsten Corona Magazine.

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12. on Tour-Special: HanseTrek

oder: Cardassianer sind gar nicht böse

Lange Zeit sah es im Norden Deutschlands eher düster mit Science Fiction-Conventions aus. Dieses Jahr sollte dieser dunklen Zeit endlich ein Ende gemacht werden und so organisierte Christian Schmidt, Sänger der Band "Take This", zusammen mit Bekannten die erste HanseTrek-Convention in Reinbek bei Hamburg, die am 22. November 2002 ihre Pforten für die Fans öffnete.

Wer jetzt glaubt, dass eine kleine Convention, die ihre Premiere feiert, nur wenig Stargäste zu bieten hat, der wurde auf der HanseTrek eines Besseren belehrt. Ganze elf Gäste waren eingeladen und auch alle nach Reinbek gekommen. Nur Jeffrey Combs musste wenige Tage vorher absagen, da er seine Rolle als Andorianer Shran in "Enterprise" spielen musste.

Bis auf Nana Visitor fanden sich alle Stargäste vor der eigentlichen Convention im Holiday Inn Hotel in Hamburg zu einer amüsanten und gemütlichen Pressekonferenz ein. Neben den Fragen der wenigen Journalisten interessierten sich die amerikanischen Darsteller vor allem für die beiden deutschen Synchronsprecher Gertie Honeck und Ernst Meincke, der dank eines Staus auf den Elbbrücken erst gegen Ende der Konferenz eintraf. So entstand ein lockeres Gespräch unter den Gästen.

Gegen 11 Uhr öffnete die Convention dann am Freitag endlich die Tore des Sachsenwald Forums auch für die Fans. Die konnten sich nun schon ein wenig auf dem Con-Gelände umsehen und zum Beispiel den Händlerraum besuchen, um sich mit den nötigen Merchandise-Produkten und Autogramm-Karten einzudecken. Da das Sachsenwald Forum ein eher kleiner Veranstaltungsort ist, gestaltete sich das Stelldichein auch recht gemütlich. So waren überall im Foyer Tische und Stühle aufgestellt, wo sich jeder geschaffte Con-Besucher hinsetzen und ausruhen konnte. Teilweise glich das Foyer deshalb dem Zehn Vorne auf der Enterprise-D.

Traditionell eröffnet wird jede Convention mit der Opening Ceremony. Master of Ceremonies war bei der HanseTrek Ernst Meincke, die deutsche Stimme von Captain Picard. Er kündigte nacheinander alle Gäste an: BJO und John Trimble (Fans der ersten Stunde), Lolita Fatjo (jahrelange Script-Koordinatorin bei "Star Trek"), Eugene Roddenberry jr. (Gene Roddenberrys Sohn), Gertie Honeck (die deutsche Stimme Captain Janeways), Robert Leeshock (EFC Liam Kincaid), Jayne Heitmeyer (EFC Renee Palmer), Von Flores (EFC Sandoval), Casey Biggs (ST:DS9 Damar), Marc Alaimo (ST:DS9 Dukat) und last but not least Nana Visitor (ST:DS9 Kira Nerys). Zu diesen Stars gesellte sich auch noch ein Überraschungsgast - Max Grodenchick, bekannt als Ferengi Rom aus "DS9". Das Witzige bei dieser Opening Ceremony war, dass die Stars Ernst Meincke nicht verstanden, da er Deutsch sprach, und Meincke wiederum die Stars nicht vollständig verstand, da er nicht so gut Englisch spricht. Das führte zu einigen amüsanten Momenten.

Zu jeder Convention gehören natürlich auch Panels, in denen die Stars Fragen der Fans beantworten können und in denen man einige nette Anekdoten und Neuigkeiten erfahren kann. So verriet Ernst Meincke, dass er erst kürzlich einige Szenen aus dem Pilotfilm von "Star Trek: Deep Space Nine" neu synchronisierte, da diese für die ursprüngliche Fassung herausgeschnitten wurden. Diese Szenen werden auf der DVD-Veröffentlichung enthalten sein. Zusammen mit Gertie Honeck berichteten die beiden über die Arbeit eines Synchronsprecher, wobei einige Fans die beiden in Filmen gehört haben wollen, an die sie sich überhaupt nicht mehr erinnern können.

Nana Visitor hielt ihre Panels am Samstag Abend und Sonntag Nachmittag. Sie sprach unter anderem darüber, wie die Geburt ihres Kindes ihre Schauspieltätigkeit verändert hat. Ihre Kinder waren auch der Grund, warum sie eine regelmäßige Rolle als Madame X in "Dark Angel" ablehnte und die Serie verließ. Sie machte zudem kein Geheimnis aus ihrem derzeitigen Familienleben und verriet, dass sie bereits wieder verlobt ist und im Frühjahr nächsten Jahres heiraten wird.

Zwei der sympathischsten Stargäste auf der Convention waren Casey Biggs und Marc Alaimo, die in ihren Panels nicht nur über ihre Rolle in DS9 berichteten und welche Missgeschicke bei den Dreharbeiten passiert sind. Sie erklärten auch, worum es bei ihnen im Leben geht. Für sie liegt die Kraft, etwas in der Welt zu bewegen, in der Art und Weise, wie man lebt und dass man präsent ist.

Die beiden Darsteller sind auch für eines der Highlights auf der Convention verantwortlich - dem Bühnenstück "What Shakespeare Leaves Behind". Das mit dem Titel an das Finale von "DS9" erinnernde Stück beinhaltet einige Ausschnitte aus Shakespeares Werken, welche die beiden zusammen mit Jeffrey Combs ausgesucht und einstudiert haben. Da Combs absagen musste, führten Alaimo und Biggs eine veränderte Fassung am Samstag Abend vor und spielten u.a. kleine Szenen aus "Othello", "Julius Cäsar", "King Henry V" und "King Richard III". Dabei konnten die beiden Schauspieler wirklich zeigen, was sie können und die Show war nicht nur für Shakespeare-Freunde ein Erlebnis. Am Ende gab es Standing Ovations.

Eine Überraschung gab es am darauffolgenden Sonntag bei dem gemeinsamen Panel der beiden, als Jeffrey Combs aus den USA anrief. Nach einigen witzigen Sticheleien versprach der Schauspieler, im nächsten Jahr auf jeden Fall die Convention zu besuchen.

Auch das Panel der Schauspieler aus "Earth: Final Conflict" zusammen mit Eugene Roddenberry jr. war keinesfalls gewöhnlich. Die vier veranstalteten ein Filmquiz auf der Bühne, wobei ein deutscher Fan einen Filmtitel aufschreiben sollte und die Stars den Film mit 10 Fragen erraten sollten. Robert Leeshock versprach sein T-Shirt auszuziehen, falls sie es nicht schaffen, zog sich letztendlich aber geschickt aus der Affäre. Ein weiterer Fan durfte zudem eine kleine Szene aus der Serie mit den Darstellern auf der Bühne vorspielen.

Zu jeder "Star Trek"-Convention gehört natürlich auch der Kostümwettbewerb. Elf Teilnehmer durften ihre eigens erstellten Kostüme vorführen und - wenn sie wollen - mit einer kleinen Showeinlage untermauern. Am Witzigsten waren dabei die beiden Vorta mit ihrem Cardassianer, die ihr neu entwickeltes Ketracel White in Form von Bonbons unter das Volk brachten. Während die Jury sich beriet und die Preisverleihung vorbereitet wurde, führte die Data Family eines ihrer netten Bühnenstücke vor.

Wer nach dem vollem Programm am Samstag noch nicht total geschafft war, der konnte auf der nächtlichen Con-Party im Foyer des Sachsenwald-Forums kräftig feiern. Neben den zahlreichen Fans traf man dort auch auf Ernst Meincke, Gertie Honeck, Marc Alaimo und den Darstellern aus "Earth Final Conflict", die bekanntermaßen auf keiner Party fehlen dürfen. Und so wurde ausgelassen getanzt, geplaudert und der ein oder andere Drink zu sich genommen.

Verstärkung erhielt die Convention noch am Sonntag, als Tony Todd (ST:TNG Kurn) und Mark Rolston, der unter anderem einen Marine in "Aliens" spielte, die Con besuchten. Beide gaben am Nachmittag fleißig Autogramme, bevor gegen Abend die Closing Ceremony und der große Abschied nahte.

Wer vor großen Conventions wegen der vielen Leute und der Isoliertheit der Stargäste zurückschreckt, für den war die HanseTrek 2002 genau das richtige. In kurzen Worten: klein, gemütlich, ohne lange Wartezeiten, amüsant und jede Menge Stars zum Anfassen. Einfach eine Con von Fans für Fans.

Dass die Convention ein Erfolg war, zeigt sich auch darin, dass es nächstes Jahr erneut eine HanseTrek Convention im November geben wird. Jeffrey Combs, Robert O’Reilly (ST:DS9 Gowron) und J.G. Hertzler (ST:DS9 Martok) haben bereits für die Veranstaltung zugesagt. Einen Eindruck von der diesjährigen Con finden Sie übrigens im StellarCom-Bereich von sf-radio.de, wo wir einige Foto-Galerien für Sie online gestellt haben.

Link zum Thema:
http://www.hansetrek.de/
http://www.sf-radio.de/stellarcom/cons/hansetrek/2002/

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13. on Tour-Special: RingCon 2002 (1.3)

Vom 22. - 24. November fand im Bonner Maritim-Hotel, dem bewährten Veranstaltungsort der FedCon, ein Experiment statt. Die Deutsche Tolkien Gesellschaft (DTG) e.V. lud in Zusammenarbeit mit der FedCon GmbH zur ersten großen deutschen Convention rund um J.R.R. Tolkiens Meisterwerk "Der Herr der Ringe" und die aktuelle Kino-Adaption von Peter Jackson ein. Neben diversen Schauspielern aus der Verfilmung waren auch Tolkien-Experten, Mittelalterbands und Spielefans anwesend. Dieser Bericht soll denjenigen, die das Wochenende nicht vor Ort verbracht haben, vermitteln, was ihnen entgangen ist und denjenigen, die dort waren, helfen die Veranstaltung noch einmal Revue passieren zu lassen.

Ring-Con Tag 1

Im Vergleich zur inzwischen zur Massenveranstaltung angewachsenen FedCon tummelten sich natürlich wesentlich weniger Fans im Maritim als FedCon-erfahrene Redakteure es gewohnt sind. Das gerade an diesem Wochenende gleich zwei Konkurrenzveranstaltungen, die HanseTrek (in Hamburg) und der Hollywoodevent (ebenfalls in Hamburg), um die Gunst der Fans buhlten, trug natürlich auch sein übriges dazu bei. Aber kaum im Hotel eingetroffen, lief einem schon die eine oder andere Elfe* über den Weg. Das erste Highlight war der Vortrag des Sprachwissenschaftlers und Tolkien-Experten Helmut W. Pesch über die Sprachen von Mittelerde.
An dieser Stelle die Inhalte dieses oder der anderen Vorträge wiederzugeben, würde bei weitem den Rahmen sprengen, daher nur soviel: Tolkien war zwar ein Experte auf dem Gebiet der Sprachen, aber es ist dennoch mehr als bewundernswert, mit welcher Liebe zum Detail er die Sprachen der Elfen, Zwerge, Menschen etc. entwickelt hat. Herr Pesch sprach auch in der Elfensprache und zeigte damit noch einmal sehr anschaulich, wie schön diese Sprache für das menschliche Gehör klingt. (Im Gegensatz zur Klingonisch...)
Der darauffolgende, in englischer Sprache gehaltenen Vortrag von DTG-Experte Marcel Bülles über die Ursprünge Mittelerdes, in dem er den zahlreichen Zuhörern eine Auswahl von Tolkiens Quellen für seine literarischen Werke präsentierte, war ebenfalls sehr aufschlußreich für jeden, der sich intensiver mit Tolkiens Werken beschäftigen möchte.
Danach folgte für alle Beteiligten eine Premiere. Das erste Guestpanel eines "Herr der Ringe"-Schauspielers auf einer deutschen Convention! Dazu sei gesagt, dass bis auf Brad Dourif keiner der anderen geladenen Schauspieler Conventionerfahrung mitbrachte. Damit hatten sie etwas mit einem Großteil der Fans gemeinsam, für die es ebenfalls der erste Besuch einer Convention war. Den Anfang machte der neuseeländische Schauspieler Mark Ferguson, der im "Herrn der Ringe" nicht nur den Elfenkönig Gil-Galad (zu sehen in der Einleitungsequenz) sondern auch den Hexenkönig der Nazgul spielt. Ansonsten hat er diverse Gastauftritte bei den TV-Serien "Hercules" und "Xena", die bekanntlich auch in Neuseeland gedreht wurden, absolviert und moderierte letztes Jahr die neuseeländische Version von "Big Brother".
Ferguson war von der frenetischen Begrüßung durch das Publikum völlig begeistert und zeichnete sich durch Spontanität, Wortwitz und allgemein sehr sympathische Art aus. Das die Panels als "bewährte" Frage/Antwort-Sessions ablaufen sollten, ließ zwar schon schlimmste Befürchtungen aufkommen, da man von diversen Star Trek-Conventions teilweise peinliche Fragen gewohnt ist, aber glücklicherweise zeichneten sich die Ring-Con Besucher durch ein generell höheres Niveau aus, was auch die Schauspieler, denen man bereits einiges über Conventions erzählte, bemerkten.
Ferguson hatte jedenfalls so einiges zu erzählen. Auf die Frage, warum er nicht die Rolle des Legolas bekommen habe, meinte er nur: "I‘m too old and too ugly!" (Ich bin zu alt und zu häßlich!)
Ansonsten berichtete er von den strapaziösen Bluescreen-Dreharbeiten, die zumeist nicht der Regisseur selbst, sondern eine technikerfahrene Crew durchführt, die er selbst als "Tech-Geeks" bezeichnete. Erfahrungen mit Bluescreenarbeit hatte Ferguson schon bei Xena gesammelt, da er dort einen Centauren spielte, was auch sehr anstrengend war, da zunächst das Pferd aufgenommen wurde und danach der Schauspieler, dessen Bewegungen genau mit denen des Tieres übereinstimmen mußten! Das Hauptproblem war, dass er nicht nur den Bewegungsablauf zu beachten hatte, sondern gleichzeitig noch seinen Text vernünftig sprechen mußte....
Ferguson beantwortete alle Fragen so gut er konnte, und wurde nach seinem Auftritt mindestens ebenso frenetisch gefeiert wie zur Begrüßung.
Direkt nach ihm folgte Sarah McLeod, die in "Die Gefährten" als Sams grosse Liebe (neben Frodo....) Rosie zu sehen ist. Ihr wurden jedoch nicht allzuviele Fragen gestellt, so dass ab und an schon mal ein Moment der Stille entstand....
Sie ist der Meinung, das Peter Jackson definitiv ein Hobbit ist und dass Sean Astin (Sam) mit Sicherheit ein toller Tänzer ist, es aber nicht zeigen konnte, da seine Rolle es nicht zuliess....
Ob ihr Charakter im dritten Kinofilm "Return of the King" zu sehen sein wird, kann sie nicht sagen. Sie hat zwar Szenen für den dritten Film gedreht, aber ob sie in der endgültigen Kinofassung enthalten sein werden, liegt im Ermessen von Peter Jackson. Wenn nicht, gibt es ja immer noch die Extended Edition....
Danach konnte man sich noch einen Vortrag von Frank Weinreich anhören, seines Zeichens freier Autor und Philosoph, der sich mit den beiden Universen von Dichtung und Wahrheit befasste. Er stellte fest, dass Tolkiens Werke in einem eigenen Universum spielen, die zwar eine innere Wahrhaftigkeit aufweisen und den Eindruck von Wirklichkeit vermitteln, somit also eine Verbindung von Realität und Fiktion herstellen, jedoch, und dies hat Tolkien mehrmals selbst betont, KEINE Allegorie zum 2. Weltkrieg darstellen sollten! Für jeden, der an der Thematik interessiert ist, sei auf die Homepage von Herrn Weinreich hingewiesen: www.polyonios.de
Um 19:30 Uhr fand die Opening Ceremony statt, die wie von der FedCon gewohnt, von Marc B. Lee moderiert wurde. Alle Schauspieler und Experten wurden auf der Bühne vorgestellt und von dem fantastisch aufgelegtem Publikum gefeiert.
Nach der Opening folgte das letzte Panel des Tages. Brad Dourif betrat die Bühne, der in "The Two Towers" Grima Schlangenzunge (Wormtongue) spielt, Genrefans aber auch aus unzähligen anderen Rollen bekannt sein dürfte, wie z. B. in "Star Trek: Voyager", "Babylon 5 (Episode:"Passing through Gethsemane")", "Alien:Resurrection", "Chucky I-IV", "Einer flog übers Kuckucksnest", um nur einige zu nennen.
Mr. Dourif litt zwar immer noch unter Jetlag, dennoch war er äußerst informativ. Er selbst meinte zwar, er faselt zuviel, ohne auf den Punkt zu kommen, die Fans waren aber sehr zufrieden mit ihm. Von den anwesenden Gästen war er auch der Einzige, der "The Two Towers" schon bei einer Studiovorführung gesehen hatte! Laut seinen Worten ein großartiger Film, der "Fellowship Of The Rings" locker übertreffen wird! Es waren zwar schwierige Dreharbeiten für ihn, vor allem, da er als Ami lange brauchte, um sich den britischen Akzent anzueignen, aber er hatte dennoch eine schöne Zeit in Neuseeland.
Er sieht Grima als eine Rolle, wie er sie schon öfter gespielt hat: Der Außenseiter, der einen psychischen Schaden hat....
Da er schon viele Rollen als subtil irrer Bösewicht gespielt hat, war es nicht schwer für ihn in die Rolle hineinzufinden. Er berichtete auch, dass er nicht die erste Wahl für die Rolle war, da der Schauspieler der letztendlich als Grima gecastet wurde, jedoch mit seiner Rolle nicht zurechtkam, fiel die Wahl dann doch auf ihn.
Da die meisten Darsteller von "Die Gefährten" durch den Film zu "Weltstars" geworden sind, erwarten die Fans dies auch von ihm. Er glaubt dies jedoch erst, wenn es soweit ist und hätte keine Probleme damit, solange es mehr Geld und mehr Rollen bedeutet. Aktuell hat er gerade einen Pilotfilm für eine Westernserie für den US-Pay-TV Sender HBO abgedreht und sich auch zu den unterschiedlichen Anforderungen im TV geäußert. Als Gaststar in einer Serie liegt der Focus immer auf einem selbst, während man sich als festes Castmitglied gelegentlich entspannen kann.
Auf die Frage, die viele Ring-Fans interessiert (siehe www.lordoftherings.net), nämlich ob Saruman und Grima im Gegensatz zum Buch schon ihn "The Two Towers" das Zeitliche segnen, antwortete er vielsagend (ACHTUNG: SPOILER!):
"Ich denke nicht, das Grima bald sterben wird...und Christopher Lee? Hey, er war Dracula! Und wie oft ist der zurückgekehrt..."
Zum Thema Actionfiguren meinte er: "Wen interessiert der Oscar, wenn man eine eigene Actionfigur auf dem Markt hat!"
Ein weiteres Problem der Dreharbeiten war, dass er sich die Augenbrauen abrasieren mußte, was seine Freundin gar nicht gut fand. Sie kam aber halbwegs damit klar, bis Brad mehrfach nach den Hauptdreharbeiten zu Nachdrehs mußte und die frisch nachgewachsenen Brauen schon wieder runtermußten...
Von Tolkiens Welt, in die er sich für die Dreharbeiten hineinversetzen mußte, war er insofern begeistert, dass es sich um eine komplett ausgearbeitete Welt handelt, die in großartigen Worten beschrieben wird, jedoch bis auf wenige Ausnahmen (z. B. Gollum) mit flachen Charakteren bevölkert ist. Am Ende seines Panels betonte er noch einmal, wie unglaublich "The Two Towers" ist und bekannte sich dazu, in den Sechzigern ein Hippie gewesen zu sein.
Danach klang der ereignis- und abwechslungsreiche erste Tag der RingCon 2002 mit Musik vom lebendigen Traum (Lieder von Hobbits, Elfen und Tabakpfeifen) und Lesungen aus.

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14. on Tour-Special: RingCon 2002 (2.3)

RingCon Tag 2

Der Samstag ist ja erfahrungsgemäß der längste Tag einer Convention. Dies war auch bei der RingCon nicht anders. Schon um 10 Uhr begann das Programm mit einem Vortrag von Marcel Bülles über Tolkiens Biographie. Danach wurde es lustig, als Christian Weichmann Unsinniges, Nutzloses und Witziges aus Mittelerde berichtete. Sowohl Satiren, Erwähnungen von "Herr der Ringe", Charakteren u. ä. hat er in mühevoller Kleinarbeit gesammelt. So existiert zum Beispiel eine Fluggesellschaft namens "Gandalf Airlines" (Verbindung München - Bergamo). Manche Rezensenten holten sich Informationen über Tolkiens Werk im Internet, gerieten aber auf eine Satireseite ohne es zu wissen und gaben in ihrer Zeitung die falsche bzw. leicht veränderte Story wieder...ein heißer Tip für derartiges ist diese Homepage: www.tolkiensarcasmpage.com.
Als nächstes wurden im großen Saal Independent Filmproduktionen vorgestellt, während zeitgleich im anderen Saal die Auktion stattfand. Die nächsten Schauspieler traten um 13 Uhr auf. Cameron Rhodes (Farmer Maggot) und Sarah McLeod hielten ein gemeinsames Panel, da den Veranstaltern am Samstag wohl aufgefallen war, dass sie eine Stunde nicht alleine füllen konnte. Außerdem hatte es den Vorteil, dass sie sich gegenseitig die Bälle zuspielen konnten, was in einem unterhaltsamen Panel resultierte. Dies war aber noch gar nichts im Vergleich zum darauffolgenden Panel.
Craig Parker, der in "Die Gefährten" und "The Two Towers" den Elfen Haldir spielt, der beim Publikum ohnehin sehr beliebt ist, wenn man sich die zahlreichen Haldir-T-Shirts, die die hauptsächlich weiblichen Fans trugen, ansah. Parker selbst ist ein schlagfertiger, lustiger und rundum sympathischer Typ, der als allererstes meinte, dass er als Haldir aussah wie eine Drag-Queen auf dem Weg zur Party, womit er nicht so ganz unrecht hat. Er erwähnte auch, dass die Elfen die schwerste Aufgabe der Make-Up Crew waren, da sie keinerlei Makel aufweisen durften, nichtmal Bartstoppeln, was für die Schauspieler bedeutete, sich mehrmals täglich rasieren zu müssen...
Wie er sich auf die Rolle vorbereitet habe, beantwortete er mit einem Augenzwinkern: "Ich bin für sechs Monate in den Wald gezogen und habe mich nur von Lembas ernährt....!"
Aber das Gespräch blieb nicht allein bei Haldir und "Herr der Ringe". Er erzählte auch, dass der Schauspieler, der in "Die Gefährten" den Uruk-Hai Lurtz spielt, im neuen Bondfilm "Die another Day" als Bösewicht zu sehen ist und stellte fest, dass er von George Lucas enttäuscht war. Als nämlich Luke in "Return of the Jedi" Vader die Maske abnimmt, ist die Gestalt darunter alles andere als furchteinflößend sondern erinnerte ihn mehr an Mr. Bean! Parker hatte mit diesen und anderen Sprüchen jedenfalls die Lacher auf seiner Seite.
Während der Autogrammstunde konnte man noch einen Vortrag von Kristine Larsen zum Thema "Astronomy in Middle Earth" mitverfolgen, der sehr interessant und aufschlußreich war, da Tolkien die verschiedenen Sternbilder schon bewußt in seine Werke hat einfließen lasssen!
Der abendliche Kostümwettbewerb, bei dem sämtliche Schauspieler die Jury bildeten, war okay, es hat auch jeder Teilnehmer einen Preis bekommen. Herausragend waren jedoch die Sieger, zwei Orks, sowie die Parodie der Arwen/Aragorn-Szene aus "Die Gefährten", bei dem Mark Ferguson die Rolle des Aragorn übernahm und Arwen tatsächlich küßte! Damit war er als Juror fast schon disqualifiziert, da voreingenommen....
Nach dem amüsanten Kostümwettbewerb, bei dem auch die Nazgul und Sauron anwesend waren, war es an Brad Dourif, sich ein zweites und letztes Mal den Fragen der Fans zu stellen und aus dem Nähkästchen zu plaudern.
Diesmal erzählte er einiges über Peter Jackson. Dieser ist ein sehr visuell denkender Regisseur, vor dem er sehr viel Hochachtung hatte. Im Nachhinein vielleicht sogar zuviel, da er sich nicht traute, seine eigenen Ideen einzubringen. Er findet auch nicht, dass Jackson ein Hobbit ist. "Habt ihr "Braindead", "Bad Taste" und "The Frighteners" (mit Michael J. Fox und Jeffrey Combs) gesehen? Wer solche Filme macht, kann kein Hobbit sein!"
Wenn Peter Jackson ihn für einen Film haben will, dann würde er das Angebot sogar annehmen, ohne das Skript zu lesen! Er hatte aber keine Gelegenheit, Jackson privat näher kennenzulernen, da er so beschäftigt mit der Fertigstellung der Trilogie war, dass er absolut keine Freizeit hatte. Ansonsten fühlte sich Dourif am Set sowieso unwürdig, neben Größen wie Sir Ian McKellen und Christopher Lee zu agieren.
Während McKellen ständig seinen britischen Akzent korrigierte, war Christopher Lee ständig am Geschichten erzählen - und der Mann hat in seinen 82 Jahren schon einiges erlebt. Nicht nur, dass er im 2. Weltkrieg aktiv in einer Spezialeinheit mit für den Sieg der Alliierten verantwortlich war, er ist auch noch der beste Schwertkämpfer Englands (mehrfach ausgezeichnet) und zum Thema Tolkien meinte er, den kannte er noch persönlich und hat auch mit ihm gesprochen....
Somit endete auch der zweite Tag mit einem interessanten Panel. Danach wurde noch intensiv Party mit Anwesenheit der Schauspieler gemacht, die auch sehr gut ankam.

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15. on Tour-Special: RingCon 2002 (3.3)

RingCon Tag 3

Am Sonntag machte sich schon überall Abschiedsatmosphäre breit. Nichtsdestotrotz fanden auch Sonntag noch einige sehenswerte Dinge statt. Dazu gehörte auch der Vortrag des Tolkien und Harry Potter-Experten Friedhelm Schneidewind, der zu beiden Werken ein Lexikon herausgegeben hat. In einer aufgelockerten Art berichtete er über das Böse in Tolkiens Werk, und stellte klar, dass Gut und Böse keineswegs so eindeutig und schablonenhaft ist, wie manche Kritiker behaupten. Galadriel zum Beispiel ist alles andere als die Verkörperung des Guten, denn bei den Elfenrebellionen im Zweiten Zeitalter hat sie kräftig mitgemischt und hunderttausende getötet. Middle Earth basiert teilweise auf dem Midgard aus der nordischen Sagenwelt. Und Tolkien hat sich selbst immer als Bilbo bzw. Sam gesehen. Es gibt auch kaum Zufälle in Tolkiens Welt und wenn man die Ahnenreihen von Aragorn und Arwen verfolgt, stellt man fest, dass Aragorn eigentlich seine Ururururur.....tante heiratet!
Das Frauenbild bei Tolkien ist zwar grundsätzlich nicht so schlecht, wie es von ignoranten Emanzen gemacht wird, es stimmt allerdings schon nachdenklich, dass eine über 3000 Jahre alte Frau ihren Vater um Erlaubnis für ihre Hochzeit bitten muss...
Den Lacher des Tages liess Herr Schneidewind aber am Ende heraus, als er erzählte, dass George Lucas in den 80ern in einem Interview behauptet hat, mit seiner Star Wars Saga "Herr der Ringe" ins Weltall zu übertragen.
Da kann man nur sagen, Versuch gescheitert....
Cameron Rhodes, der bei der Party kräftig mitfeierte, unterhielt das Publikum beim vorletzten Panel der Con.
Das letzte Panel war gleichzeitig auch mit das Beste, da man hier Mark Ferguson und Craig Parker gemeinsam auf die Bühne stellte und die beiden Comedy pur ablieferten, denn auch sie parodierten die Arwen/Aragorn-Szene, allerdings ohne Kuß und mit den Worten "Du kannst Deine Unsterblichkeit nicht für mich aufgeben!
Dann wirst Du nämlich irgendwann alt und häßlich...ich muß weg, hab noch ein Date mit dieser Eowyn-Tussi..."
Ansonsten haben sie noch starke Hoffnungen für eine Extended Extended (kein Tippfehler!) Edition geschürt, denn Ferguson hat noch einige Szenen als Gil-Galad gedreht, wie er von Sauron persönlich getötet und verbrannt wird, die auch effektemäßig bearbeitet wurden. Es macht keinen Sinn, nicht verwendete Szenen mit Effekten etc. auszustatten, wenn man nicht vorhat, sie irgendwann zu veröffentlichen!
Craig Parker verriet, dass Haldir in "The Two Towers" erneut auf- und allerdings auch abtritt.
Die Schauspieler betonten auch noch einmal, dass sie als Con-Neulinge nicht wußten, was sie hier erwartet und dass sie absolut begeistert sind und ihren Kollegen nach ihrer Rückkehr nach Neuseeland auch davon berichten werden.
Die Closing Ceremony kam viel zu schnell und alle Anwesenden waren traurig, dass es schon vorbei war. Aber wie sagte schon Paulchen Panther: Heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder, keine Frage!

Fazit

Das Experiment Ring-Con 2002 kann man ohne Übertreibung als rundum gelungen bezeichnen. Die ca. 800 Fans (plus Tagesgäste) waren begeistert. Das Faszinierende war, dass erstens rund 80 Prozent der Con-Teilnehmer weiblich waren, der Frauenanteil somit noch höher lag als auf der FedCon und, was noch überraschender war, dass es für den Großteil der Fans die erste Convention überhaupt war.
Die Stars waren auch begeistert und das Konzept, Schauspieler (Guest Panels) mit Vorträgen von Tolkien-Experten und Tabletop Games zu mischen ist voll aufgegangen, da hier für jeden etwas vorhanden war.
Nicht zu vergessen dabei auch die Mittelalterbands "Die Streuner" und "Schelmish" die die Fans regelmäßig mit Live-Auftritten beglückten und somit ebenso für die perfekte Atmosphäre beitrugen wie die Ritter! Außerdem hatte man Gelegenheit bei einem Casting für die Independent-Produktion "Kriegerherzen" teilzunehmen oder sich mit hübschen Amazonen am Infogrames-Stand fotografieren zu lassen. Nicht zu vergessen die Hobbits, Elfen,Orks und anderen Gestalten, die auf der Con anwesend waren. Einige Fotos davon kann man demnächst in unserer Datenbank StellarCom bei www.sf-radio.de bewundern.
Der einzige Kritikpunkt war vielleicht, dass die eingeladenen Schauspieler nicht gerade Zugpferde waren, die die Masse der Fans zur Teilnahme bewegt hätten. Sie waren zwar sehr sympathisch, aber es wäre schon besser gewesen, zumindest einen der Gefährten aufbieten zu können, aber dem hat New Line, bzw. Warner ein Riegel vorgeschoben! Nächstes Jahr ist jedoch Besserung in Sicht, da Warner die Medienberichterstattung vom Freitag zur Kenntnis genommen hat und zum Anlass nahm, Samstag ein paar Offizielle zur Con zu schicken, die von dem, was sie sahen, wohl ebenso begeistert waren wie die Fans, so dass Warner sich entschlossen hat, die nächste Ring-Con zu einer offiziell lizensierten Veranstaltung zu machen, was die Türen für die Hauptdarsteller weit aufstößt, wie Dirk Bartholomä mitteilte, der den Fans versprach, dass es im Zeitraum zwischen September 2003 und Februar 2004 die nächste Ring-Con geben würde.
So kann jeder, der bei der Premiere dabei war, sich auf die zweite Auflage freuen und jeder, der nicht dabei war, darüber, dass er/sie nächstes Jahr versäumtes nachholen und mit dafür sorgen kann, dass die 2. Ring-Con die erste in allen Belangen noch übertrifft!

*ich weigere mich, die deutsche Bezeichnung "Elbe" zu verwenden, da ich der engl. Originalversion treu bin!

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16. Jeremiah: JMS sprudelt weiter vor Kreativität (2.2)

Handlungsbögen und Einzelepisoden allgemein (leichte Spoiler)

Der Haupthandlungsbogen der ersten Staffel, nämlich der Versuch, ein Gegengewicht zum militärisch organisierten und hoch gerüsteten Valhalla-Sector zu bilden, geht einher mit Jeremiahs persönlicher Geschichte - der Suche nach seinem Vater. Dieser "Arc" ist in sechs Episoden, die alle von JMS geschrieben wurden (1.01/02: The Long Road, 1.08: Firewall, 1.14: Tripwire und 1.19/1.20: Things Left Unsaid), der Schwerpunkt der jeweiligen Folge.

Die anderen Episoden sind - und hier erinnert die Serie von ihrer Struktur her stark an Babylon 5s erste Staffel - mehr oder minder Einzelfolgen, die manchmal Bezug zum bisher bekannten Storybogen haben und bei denen es spannend bleibt, zu sehen, was davon in späteren Staffeln wieder aufgegriffen wird.
Weitere kleinere Geschichten werden in der ersten Staffel meist nur angedeutet - ob und wie daraus ein eigener Plot entsteht, wird man im weiteren Verlauf der Serie sehen.

Da wäre zum einen die Beziehung zwischen Marcus Alexander und Meaghan, der ältesten Thunder Mountain-Bewohnerin, die in mehreren Folgen thematisiert wird. Allerdings entwickelt sich die Beziehung der beiden Charaktere aus verständlichen Umständen nicht stark weiter.

Auch die Beziehung von Ezekiel, der sich als Jeremiahs Bruder bezeichnet, und Jeremiah entwickelt sich im Verlaufe der ersten Staffel zu einem spannenden Sub-Plot - dank einer Schlussfolge, bei deren Entwicklung JMS offensichtlich in absoluter Top-Form war, lässt sich im Moment allerdings nicht abschätzen, ob dieser Sub-Plot weiter geführt werden kann.

Ein weiterer Nebenhandlungsstrang wird in der ersten Staffel zu Ende geführt - die Entwicklung der Beziehung zwischen Kurdy und Elisabeth - hier allerdings ist meiner Meinung nach die Sorgfalt nicht allzu groß gewesen, da manches schlicht zu schnell geht - nicht ganz so schlimm wie die plötzliche Liebe von Seven Of Nine zu Chakotay in ST: VOY, aber immer noch viel zu schnell.

Und zu guter Letzt wäre da noch Theo - der wohl mit Abstand schillerndste und interessanteste Charakter der Serie - nicht umsonst werden die Episoden auf der wohl führenden Fanseite mit "Theos" bewertet. Sie ist Charakter und eigener Sub-Plot in einem und es ist einfach jedes Mal ein Genuss, wenn sie auftaucht. Mit Worten kaum zu beschreiben - man muss sie einfach gesehen haben, wozu einem gleich der Start der zweiten Hälfte der ersten Staffel mit einer regelrechten Theo-Episode glücklicherweise Gelegenheit gibt.

In der Schluss(doppel-)folge der Serie fährt man ein schweres Geschütz auf - nicht umsonst hat JMS sie als "das wohl beste, was ich je für das Fernsehen gemacht habe" bezeichnet und ist, obwohl schon eine Doppelfolge eigentlich wiederum ein Cliffhanger in die zweite Staffel - wer also aus dem Namen der Episoden "Things Left Unsaid Part 1 & 2" glaubte, heraus lesen zu können, dass in diesen Folgen die aufgeworfenen Fragen beantwortet werden, der kennt zum einen JMS nicht wirklich und hat sich zum zweiten genau deshalb getäuscht. Vielmehr ist der Titel dieser Episoden auf andere Weise wörtlich zu nehmen - es bleiben viele Dinge ungesagt.

Musik

Der Soundtrack zu "Jeremiah" stammt zum größten Teil ebenso wie die Titelmelodie von Tim Truman, der hier erneut seine Vielseitigkeit beweist. Tim Truman hat zuvor unter anderem für einen Großteil des Sounds von "Miami Vice" und für den guten Ton bei "Charmed", "Melrose Place" und "Providence" verantwortlich gezeichnet. Doch die Musik zu "Jeremiah" ist mit den anderen nun wirklich nicht verwandt. Tim Truman hat es vermocht, hier erneut ein eigenes Soundprofil zu schaffen und hat damit alle Chancen, in die Fußstapfen von Christopher Franke, der Babylon 5 mit seiner Musik beehrte, zu treten.
Die ersten Reaktionen auf seinen Soundtrack haben dazu geführt, dass mittlerweile festzustehen scheint, dass der Soundtrack zu "Jeremiah" als Album erscheinen wird.

Genaueres zur zweiten Hälfte der ersten Staffel (Vorsicht Spoiler)

Was den Haupthandlungsbogen angeht, so gibt es im zweiten Teil der Staffel drei Folgen, die diesen voran bringen - 1.14 ("Tripwire") und 1.19/20 ("Things Left Unsaid Part 1 & Two").

In diesen Folgen wird zunächst das "Going Out" von Thunder Mountain von Marcus forciert, da dieser sich sicher ist, dass die Leute vom Valhalla-Sector ihrerseits weitere Schritte vorbereiten. Dies wird durch Anzeigen auf dem strategischen Lageplan von Thunder Mountain untermauert, auf dem immer mehr Raketensilos aufleuchten, da sich Personen in ihnen aufhalten. Also liegt die Vermutung nahe, dass sich der Valhalla-Sector diese Raketensilos sichert. Da die so gesicherten Silos immer näher an Thunder Mountain sind, will Marcus zumindest das von Thunder Mountain aus nächste für die eigenen Zwecke sichern. Dazu allerdings muss sich Thunder Mountain mit dem Dorf zusammen schließen, auf dessen Gemarkung dieses Silo liegt. Nach anfänglich viel versprechenden Verhandlungen wird dieses Vorhaben allerdings durch ein Attentat auf Marcus schwer gefährdet.

In den Schlussfolgen laufen dann die letzten Vorbereitungen für ein großes Treffen aller Clan-Führer der näheren Umgebung, bei dem der große Zusammenschluss vereinbart werden soll. Es scheint sich bei den meisten die Einsicht durchgesetzt zu haben, dass man sich zusammen schließen muss, wenn man gegen den Valhalla-Sector eine Chance haben will. Thunder Mountain übernimmt dabei eine Führungsrolle in der Organisation dieses Treffens.

Jeremiah findet währenddessen heraus, dass aus Simons Notizbuch eine Seite herausgerissen worden war - und zwar so, dass man es möglichst nicht erkennen sollte - der Verdacht fällt auf Lee Chen, den Sicherheitschef von Thunder Mountain. Als dieser sieht, dass Kurdy in seinem Zimmer die betreffende Seite findet - neben anderem Material, das ihn belastet -, flieht er und versucht, zum Valhalla-Sector zu kommen.
Auf Grund der Informationen auf der herausgerissenen Seite, die Kurdy und Jeremiah Marcus vorenthalten, finden diese mit Hilfe von Theo eine Gruppe von Mönchen, bei denen es einige Antworten gibt und wo sie auch Ezekiel wieder finden...

Als parallel dazu Marcus gerade die Eröffnungsrede der Versammlung zu halten beginnt, tauchen Kampfhubschrauber auf - der Valhalla-Sector bewegt sich.

All dies führt zu einem Ende, aus dem jeder - zumindest bis zum Start von Staffel zwei - seine eigenen Schlüsse ziehen kann...

Gesamtbilanz

Mit "Jeremiah" ist JMS der Beweis gelungen, dass er auch nach Babylon 5 noch Einiges zu erzählen hat und es scheint ihm nach zwei "Fehlversuchen" auch mal wieder vergönnt zu sein, eine Geschichte im Fernsehen zu Ende zu erzählen. Nachdem für die zweite Staffel nun mit Sam Egan derjenige, der für den größten Ausrutscher der ersten Staffel verantwortlich war, von Bord gegangen ist, gibt es keinen Grund, sich nicht uneingeschränkt auf das zu freuen, was noch kommt.
Also: Wer auch immer die Gelegenheit dazu hat: Reinschauen !

Link zum Thema:
http://www.jeremiah.tv
http://abyss.hubbe.net/jeremiah
http://www.b5tv.com
http://www.jmsfan.de/jeremiah.htm
http://www.timtruman.com
http://www.wordlsofjms.com
http://www.jmsnews.com

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17. Episodenlogbuch: Farscape

Episode 2.04:
"Crackers Don’t Matter"

Regie: Ian Watson
Autor: Justin Monjo
Gaststars:
Wayne Pygram als Scorpius
Danny Adcock als Traltixx

Plot:
D’Argo bringt einen Mechaniker, Traltixx, an Bord von Moya, der mit seinem Wissen Moya unauffindbar machen kann. Er ist zwar blind, seine anderen Sinne sind dafür umso geschärfter. Crichton ist ihm gegenüber zwar äußerst mißtrauisch, ein Test der Technologie an seinem Farscape 1-Gleiter beweist aber, dass Traltixx kein Scharlatan ist. Im Austausch für die Technologie soll Moya ihn zu seinem Heimatplaneten fliegen, dabei muß sie jedoch an fünf Pulsaren vorbei. Traltixx warnt die Crew, dass "minderwertige Spezies" durch den Einfluß der Pulsare ihre Urteilsfähigkeit verlieren können. Kaum nähern sie sich den Pulsaren, fangen sie an sich über Kleinigkeiten wie die Aufteilung der Cracker, dem einzigen Nahrungsmittel, dass sie derzeit an Bord haben, zu streiten. Doch dies ist erst der Anfang, die Crew zeigt die dunkle Seite ihrer Persönlichkeit und auch Traltixx ist nicht das, wofür er sich ausgibt...

Kritik:
Nach dem eher durchwachsenem Start in die Season folgt hier nun eine superbe Episode, die man ohne weiteres zu einer der besten Folgen der ganzen Serie zählen kann. Nicht nur, dass mit Traltixx mal wieder ein origineller Alien auftaucht, was man von der Serie ja inzwischen gewohnt ist. Mit zunehmender Paranoia zeigen auch die Hauptcharaktere Seiten, die der Zuschauer nicht erwartet und die ein beklemmendes Gefühl beim Zuschauer hinterlassen.
Sei es D’Argo, der den armen Rygel mit Crackern vollstopft, bis dieser fast erstickt, oder Crichton, der fast Chiana vergewaltigt. Das ist harter Tobak, aber auch mutig von den Schreibern und Produzenten, da es die Charaktere viel dreidimensionaler und realer macht als die bloßen Stereotypen, die herkömmliche Serien bevölkern. Nichtsdestotrotz hat die Episode auch humormäßig einiges zu bieten. Crichtons Outfit für den Endkampf mit Traltixx muß man gesehen haben, um es zu glauben. Ein Klassiker!
Wenn man bedenkt, dass die Episode nur entstanden ist, weil man kurzfristig eine Story brauchte, die komplett an Bord von Moya spielt...

Episode 2.05:
"Picture If You Will"

Regie: Andrew Prowse
Autor: Peter Neale
Gaststars:
Chris Haywood als Maldis und Kyvan

Plot:
Chiana bekommt von dem Händler Kyvan ein Gemälde, welches er als "Fenster zur Zeit" bezeichnet. Plötzlich zeigt es Chiana mit einer Halskette, die sie an Bord von Moya verloren hatte. Prompt bringt ihr ein DRD die verlorene Halskette. Das Bild ändert sich abermals und zeigt sie mit einem gebrochenen Bein. Augenblicke später zieht sie sich genau diese Verletzung zu. D’Argo will das Bild ins All schießen, was er auch, trotz Chianas Protesten tut, Momente später taucht es aber wieder auf. Zhaan will es zerstören, was auch nicht funktioniert. Moyas Crew erfährt erst, was es damit auf sich hat, als sie alle in das Bild hineingesogen werden und einem alten Feind gegenüber stehen..

Kritik:
Maldis, der Magier aus der 8. Episode der ersten Season ("That old black Magic"), ist zurück und es kommt zum zweiten Showdown zwischen ihm und Zhaan. Leider war Maldis bei seinem ersten Auftritt schon ein recht eindimensionaler Charakter und das hat sich leider auch nicht geändert. Die Idee mit dem Bild ist zwar ganz nett, aber wirklich fesselnd ist diese Episode nicht....

Episode 2.06:
"The Way We Weren‘t"

Regie: Tony Tilse
Autor: Naren Shankar
Gaststars:
Lani Tupu als Crais
Alex Dimitriades als Lt. Velorek

Plot:
Chiana zeigt Crichton eine Peacekeeperaufzeichnung, auf der zu sehen ist, wie Moyas ursprünglicher Pilot getötet wird, weil er sich weigerte, mit den Peacekeepern z7u kooperieren. Eine Peacekeepereinheit, zu der auch Aeryn Sun gehörte, erschoß ihn kaltblütig. Als sie Aeryn diese Aufnahmen zeigen, erzählt sie von ihrer Mission an Bord eines Leviathans vor drei Zyklen. Sie wußte damals natürlich nicht, dass es sich dabei um Moya handelte. Ihnen ist klar, dass Pilot diese Aufzeichnungen niemals sehen darf. Rygel zeigt sie ihm dennoch und löst damit eine Kurzschlußreaktion aus, die soweit geht, dass Pilot sich weigert, weiterzufliegen, solange Aeryn an Bord ist...

Kritik:
In dieser Episode erfährt man endlich einiges über Pilots Hintergrund. Ein absolutes, dramatisches Highlight, bei dem Claudia Black eine herzergreifende Performance in ihren Szenen mit Pilot abliefert und auch die Emotionen Pilots kommen beim Zuschauer an, dank der großartigen Leistung von Jim Henson Productions und Lani Tupu als Pilots Stimme!
Unbedingt ansehen, dabei aber nicht das Taschentuch vergessen.
Solche Schauspielleistungen sollten mit dem Emmy belohnt werden....
Beim nächsten Mal lernen wir einen Budong kennen, sehen L.A. Law in Space und erleben Rygel in Crichton....(don’t ask!)

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18. Wissenschaft: Ziel Mars

Auf dem Weg zu unserem Nachbarplaneten

Eines Tages wird ein Mensch den Mars betreten, nicht weil es da irgend etwas Tolles zu holen gäbe, auch nicht wegen den erhofften wissenschaftlichen Erkenntnissen, sondern weil er da ist und weil es in der Natur des Menschen liegt neuen Boden zu betreten.

Die bisherigen Missionen haben immer wieder spektakuläre neue Erkenntnisse geliefert, aber das hohe Risiko das damit verbunden ist, wird schon daran deutlich, dass nur etwa ein Drittel der Sonden auch auf dem Mars angekommen sind. Bevor die ersten Menschen zum Mars geschickt werden, muss also an der Sicherheit und Verlässlichkeit noch etwas verbessert werden. Trotzdem kann man sagen, dass die Technik durchaus existiert, wenn man in der Lage wäre, das nötige Geld aufzubringen. Dann könnten wir in den nächsten Jahrzehnten Zeugen des ersten Menschen auf dem Mars werden.

Durch neue Konzepte für die Reise zum Mars konnten die Kosten in den letzten 15 Jahren von 200 Mrd. $ auf etwa 20 - 30 Mrd. reduziert werden, die über einen Zeitraum von zehn Jahren aufgebracht werden müssten. Die Kostenreduktion konnte vor allem dadurch erreicht werden, dass man bei den aktuellen Planungen auf einen Zwischenstopp in der Umlaufbahn der Erde oder sogar auf einer Mondbasis verzichtet. Die Kosten für eine entsprechende Raumstation sind weit höher, als der Vorteil den man davon hätte, die Marsrakete im Weltraum zusammensetzen zu können.

Das Neue an dem heute diskutierten Konzept ist, dass die Mission in zwei Schritten durchgeführt werden soll. Zunächst startet ein unbemanntes Raumschiff das "Earth Return Vehicle" (ERV) zwei Jahre vor der bemannten Mission. Es wird nach der Landung selbstständig Treibstoff für den Rückflug produzieren. Der Flug dieses ERVs wird etwa 8 Monate in Anspruch nehmen. Zur Treibstoffproduktion werden sechs Tonnen von der Erde mitgebrachter Wasserstoff mit der Marsatmosphäre zur Reaktion gebracht - die zu 95% aus Kohlendioxid besteht - sodass Wasser und Methan entsteht.

Das Wasser wird dann elektrolytisch in Wasserstoff und Sauerstoff gespalten und der Wasserstoff wird recycled. Die benötigte Energie wird aus einem kleinen Kernreaktor stammen. Diese Vorgehensweise liefert den Treibstoff für die Rückreise und den Treibstoff der Marsrover - 48 Tonnen Sauerstoff und 24 Tonnen Methan.

Außerdem fallen für die Astronauten weitere 36 Tonnen Sauerstoff ab. Die Produktion von Sauerstoff und Wasser auf dem Mars verringert die Kosten beträchtlich, da weniger Vorräte von der Erde mitgebracht werden müssen. Eventuelle Wasservorkommen auf dem Mars werden allerdings nicht berücksichtigt, da die Möglichkeit ihrer Erschließung noch untersucht werden muss, was auch eine Aufgabe der ersten Menschen auf dem Mars sein könnte.

Im zweiten Teil der Mission folgt das bemannte Raumschiff zusammen mit einem weiteren unbemannten ERV, das genau so ausgerüstet ist wie das erste. Die beiden Raumschiffe werden etwa zwei Jahre nach dem ersten ERV starten und sollen in unmittelbarer Nähe des ersten landen, sodass die Mannschaft für den Rückflug nur auftanken braucht. Sollte das erste Schiff aber defekt sein, oder eine Landung in der Nähe fehlschlagen - eine gewisse Entfernung wird man mit Marsrovern zurücklegen können - dann muss das mitgeführte ERV den Treibstoff produzieren. Der Aufenthalt der Crew verlängert sich dann allerdings von einigen Monaten auf etwa zwei Jahre, weil Erde und Mars erst dann wieder in der Position stehen, in der ein Raumschiff die Entfernung in zumutbarer Zeit zurücklegen kann.

Man muss auf dem Mars und dem Weg dorthin auch berücksichtigen, dass die Crew nur wenig Schutz vor der Kosmischen Strahlung hat. Das Raumschiff ist der Strahlung direkt ausgesetzt und auch die dünne Marsatmosphäre bietet nur wenig Schutz. Deshalb wird man die Räumlichkeiten mit einer 12 Zentimeter dicken Wasserschicht umgeben, das man ja ohnehin mitnehmen muss, um die Astronauten - vielleicht sollte man Aresnauten sagen - vor dieser Strahlung zu schützen. Für besonders heftige Sonnenstürme muss allerdings ein Schutzraum zur Verfügung stehen in den sich die Crew bei Gefahr zurückziehen kann.
Eine neue Kunstfaser namens Demron, könnte all diese Probleme lösen, Das vom US Unternehmen Radiation Shield Technologies (RST) entwickelte Material soll Strahlung so gut abschirmen wie Blei, bei einem Bruchteil des Gewichts.

In jedem Fall kann man damit rechnen, dass die Astronauten mindestens anderthalb Jahre unterwegs sein werden. Da können auch große psychologische Probleme entstehen, wenn drei oder vier Personen so lange in einer Kapsel unterwegs sind, die nur wenige Kubikmeter Raum und so gut wie keine Privatsphäre bietet.

Anders als in bisherigen Missionen müssen die Mannschaften nicht nur nach Spezialwissen ausgesucht werden, sondern sie müssen von Anfang an Zusammenleben und sich aneinander gewöhnen. Eine psychologische Betreuung ist dabei unerlässlich, damit es nicht zu gefährlichen Auseinandersetzungen kommt.

In der Mir haben zwar schon einige Langzeitmissionen stattgefunden, mit einer Marsreise ist das aber nicht unbedingt vergleichbar. Die Crew der ISS könnte im Notfall mit einer Sojuskapsel auf die Erde zurückkehren und die Funkverbindung stellt für Raumschiffe im Erdorbit kein Problem dar. Die Marsbesucher werden mit schlechten Funkverbindungen und Wartezeiten zwischen Frage und Antwort von bis zu einer halben Stunde rechnen müssen. Ganz zu schweigen von der Zeit in der keine Kommunikation möglich ist, weil sich Erde und Mars gerade auf der jeweils anderen Seite der Sonne befinden. Eine psychologische Betreuung ist deshalb fester Bestandteil der Mission und wird auch auf den Erkenntnissen mit MIR und ISS beruhen.

So hat man beispielsweise gute Erfahrungen damit gesammelt Spannungen in der Crew abzubauen indem man ihnen ein paar wenige sinnvolle Aufgaben gibt, dann können sich wieder alle zusammen über die doofe Bodencrew ärgern und interne Unstimmigkeiten vergessen. Als Ausgleich für die seelischen Strapazen wird im Gegenzug die Anziehungskraft des Mars den körperlichen Auswirkungen wie Muskelschwund und Knochenabbau entgegenwirken.

Mit dem zuvor produzierten Treibstoff wird die Besatzung in den Marsrovern bis zu 24.000 Kilometer zurücklegen können, sodass ein großes Gebiet um das Landegebiet untersucht werden kann. Man erwartet sich eine Reihe von Erkenntnissen über den Aufbau des Mars, seine Wasservorkommen und vielleicht endlich einen eindeutigen Hinweis auf früheres Leben in den Ozeanen des Mars. Ganz zu schweigen von den ersten Schritten zu einem dauerhaften Aufenthalt auf unserem Nachbarplaneten.

Der aktuelle Plan der "Mars Society", einer 1998 gegründeten privaten Organisation, die sich die Erforschung des Mars auf die Fahnen geschrieben hat, heißt "Mars Direct". In den Neunzigern stand die NASA diesen radikalen Plänen sehr skeptisch gegenüber, aber inzwischen freundet man sich mit den neuen Ideen an. Sodass inzwischen mit Unterstützung der NASA ein Marscamp im Haughton Meteoritenkrater auf Devon Island im Kanada eingerichtet wurde, wo man Ideen für die Mission einer praktischen Prüfung unterzieht. In der Marsähnlichen Umgebung des Einschlagskraters können Rover ausprobiert werden, man untersucht, wie das Habitat - das Wohnmodul - aufgebaut sein muss, damit die Marsianer dort längere Zeit leben und arbeiten können und wie man Zusammenleben und Expeditionen planen sollte.

Eine Reise zum Mars ist heute nicht komplizierter wie der erste Flug zum Mond, trotzdem ist es nicht dasselbe. Es handelt sich nicht um einen Abstecher zu unserem Trabanten - was schon kompliziert genug ist, sondern um den ersten bemannten Ausflug zu einem anderen Planeten. Aktuelle Studien schlagen das Jahr 2014 für diesen neuen Aufbruch ins All vor, da sich Erde und Mars dann in optimaler Position zueinander befinden.

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19. Subspace Link

Birds of Prey: Aus nach 13 Folgen.
Wie jetzt auf der Seite "Gotham Clock Tower" bestätigt wurde, wird es nicht mehr als 13 Folgen der neuen Superheldenserie geben. WB plant ein zweistündiges Finale in dem alle offenen Handlungsstränge zu Ende geführt werden - das Leben der Charaktere wird für immer verändert werden.

Es ist wahrscheinlich, dass das Network auch alle 13 Episoden ausstrahlt. (sf)

Link zum Thema:
http://www.gothamclocktower.com/

Andromeda: Promovideo zu 'And Your Heart Will Fly Away'.
"Tribune Entertainment" hat in dieser Woche den Trailer zur neuesten Episode der Serie "Gene Roddenberrys Andromeda" veröffentlicht, welche den Titel "And Your Heart Will Fly Away' trägt". In dieser Episode, die gestern zum ersten Mal in den Vereinigten Staaten gesendet wurde, trifft Tyr eine alte Liebe wieder, und auch den Mann, in dessen Auftrag er sie bei ihrem ersten Treffen umbringen sollte, wie es die Webseite AndromedaTV.com berichtet.
Dank der Webseite "Andromeda Previews" ist eine digitalisierte Version dieses Videos nun zum Abruf bereit, und für all diejenigen mit einem langsamen Internetanschluss, gibt es auf der sf-radio-Newsseite dazu die gewohnte Abschrift des Videoinhaltes. (ms)

Link zum Thema:
http://andromeda.darkstar.tj/
Die Abschrift des Videoclips.

Charmed: Julian McMahon verlässt die Serie (Spoiler).
Julian McMahon alias "Cole" verlässt die Hexen-Serie "Charmed". Laut "TV Guide" wird er in der 100. Episode der Serie - wird in den USA Ende Januar 2003 gezeigt - zum letzten Mal zu sehen sein. McMahon verlässt die Serie auf eigenen Wunsch, er wolle neue kreative Möglichkeiten nutzen. In der Serie wird "Cole" sterben, bestätigt Julian McMahon. (phantastik.de, sf)

Firefly: Joss Whedon übernimmt Regie.
Die 11. Folge der Serie, die unter dem Titel "Objects ind Space" läuft, wurde von Whedon geschreiben und er wird auch die Regie übernehmen. Whedon sagte im Interview mit Sci Fi Wire, dass es in der Episode um einen Kopfgeldjäger geht, der nach River (Summer Glau) sucht und es schafft an Bord zu kommen. Es sei eine sehr spannende Folge und man wird viel über River erfahren.

Zurzeit ist noch nicht raus, ob die Serie mehr als 13 Folgen bekommt. Es hängt vor allem von den Ratings im Dezember ab. (sf)

Pro Sieben Programmplan.
Der Privatsender Pro Sieben hat kürzlich seine Programmplanung für 2003 aktualisiert. Demnach wird die amerikanische Doppelagentenserie "Alias" bereits ab 18. Februar 2003 auf dem Sender unter dem Titel "Alias - die Agentin" ausgestrahlt werden. Offensichtlich wird die erste und zweite Staffel hintereinander gezeigt werden. Mehr zu "Alias" finden Sie bei uns unter der Adresse http://www.sf-radio.de/stellarcom/alias/.
Nach dem Ende von "Akte X" wird Pro Sieben ab dem 28. April 2003 die Serie "Special Unit 2" starten.
Richtig gute Nachrichten gibt es auch für die deutschen Buffy-Fans. Nach dem Ende der sechsten Staffel von "Buffy the Vampire Slayer" am 19. Februar wird die Serie durch die dritte Staffel von "Angel" abgelöst. Den derzeitigen Sendeplatz von "Charmed" wird ab dem 19. März bereits die siebente (und womöglich letzte) Staffel von "Buffy" einnehmen. Damit könnten deutsche Fans bereits am 6. August das mögliche Finale der Serie sehen. Am 30. Juli und 6. August sollen Doublefeatures der Serie zu sehen sein.
Im Herbst wird dann ab dem 8. Oktober die fünfte Staffel von "Charmed" ausgestrahlt und die vierte Staffel von "Angel". Neben all dem soll ab dem 17. Mai 2002 die dritte und letzte Staffel von "Roswell" am Samstag Nachmittag ausgestrahlt werden.
Bitte beachten Sie, dass alle Angaben ohne Gewähr sind und sich jederzeit noch ändern können. (mr)

Herr der Ringe: Der Soundtrack zu "Zwei Türme".
Es gibt jetzt eine Internetseite mit allen Infos zum neuen Soundtrack zu "Die Zwei Türme". Dort kann man außerdem die auf 5000 Stück begrenzte "Internet Limited Edition" bestellen. Aber für Fans außerhalb der USA wird das schwierig: man muss leider in den USA leben.

Auf der Seite kann man übrigens auch in das Stück "Gollum´s Song" reinhören. (bl)

Link zum Thema:
http://lordoftherings-soundtrack.com/

Herr der Ringe: Clips aus "Die Zwei Türme" online.
In den letzten Tagen wurden ein paar neue Szenen aus dem nächsten Herr der Ringe-Abenteuer veröffentlicht. Ein Clip zeigt Aragorn und Theoden, der andere Clip zeigt, wie zwei Jäger Aragorn, Gimli und Legolas über die Ebene jagen. (bl)

Link zum Thema:
http://www.theargonath.cc/videos/vids.html
http://www.herr-der-ringe-movie.de/news-details106.htm

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Ausgabe 103 - 30.11.2002


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