corona magazine
ISSN 1422-8904

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09. November 2002 - Ausgabe 102 - "Catch the Wind"

Stürmische Zeiten.

Sich immer eine frische Prise um die Nase wehen zu lassen, das mag für einige richtig romantisch klingen. Doch nachdem Europa von den ersten heftigen Herbststürmen durchgepustet worden ist, mag man so gar nicht daran denken raus in das unwirtliche Wetter zu gehen. Nun gut, bleiben wir also zu Hause, zünden die ersten Kerzen an (nein, nicht nur in einem Kürbis oder Lampion) und setzen uns vor den Corona. Da ist er nun endlich. Sturmgeprüft.

Herbst heißt aber nicht nur doofes, schmuddeliges Wetter. Es heißt auch, dass es wieder Neuigkeiten von einigen Conventions und "Events" zu berichten gibt. Außerdem gibt es wieder neue Staffeln im Fernsehen. Nicht nur in Amerika, man sieht endlich wieder unbekannte Folgen auf deutschen Bildschirmen – nicht mehr nur Aufgewärmtes.

Trotzdem ist diese Ausgabe nicht so ausführlich geworden, wie ich ursprünglich gehofft hatte.
Doch spannende Zeiten kündigen sich an. Kinogänger und Herr der Ringe-Fans werden immer unruhiger... das Warten wird sich hoffentlich lohnen.
In diesem Sinne.

Viel Spaß mit der neuen Ausgabe,

Ihre Berit Lempe
Stellv. Chefredakteur


Pfadfinder

1. Halo: Kampf um die Zukunft
2. Die Frankfurter Buchmesse
3. Kolumne: Lesen ist wie Fernsehen im eigenen Kopf
4. Star Trek: trekBEAT
5. Episodenlogbuch: Enterprise, die 2. Staffel
6. HanseTrek - die Con im Norden
7. Rating Report
8. Lesezeichen: Aufbruch ins Unbekannte
9. Perry Rhodan: Ein neues Weltbild in der Serie
10. Episodenlogbuch: Farscape
11. Jeremiah - JMS sprudelt weiter vor Kreativität (1.2)
12. Das Ding aus einer anderen Welt
13. Utopia Con: Con mit Klumpen
14. Wissenschaft: Nanotechnologie
15. Subspace Link


1. Halo: Kampf um die Zukunft.

Gegen die Entstehungsgeschichte von "Halo: Kampf um die Zukunft" sind 99 Prozent aller Star-Trek-Episoden wahre Ausgeburten an Plausibilität: Ursprünglich als Spiel für Apples Macintosh-Rechner entwickelt, fand "Halo" schon bald seinen Weg auf den PC – bis zu dem Punkt, an dem sich Microsoft entschied, mit Bungie gleich das komplette Entwicklungsstudio zu kaufen, die Arbeiten an der PC-Fassung einzustellen und den Action-Titel nun von Grund auf neu als Flaggschiff für seine im November 2001 erscheinende Videospielkonsole Xbox zu designen. Das Ergebnis stand ab dem 17. November 2001 in nordamerikanischen Geschäften, europäische Videospieler durften dann am 14.3.2002 selbst zur geheimnisvollen Ringwelt Halo reisen – sofern sie das mit insgesamt 548 Euro für Xbox und Spiel nicht gerade preiswerte Ticket gelöst hatten. Und da zu dieser stolzen Summe die Spielkonsolen den Händlern nicht gerade aus den Händen gerissen wurden, beträgt der offizielle Xbox-Preis inklusive zweier Spiele nur acht Monaten später gerade mal 249 Euro. Die Zeiten sind hart, das Geld ist knapp, doch nun können wir es guten Gewissens wagen, "Halo" dem preisbewussten Corona-Leser vorzustellen.

Sprung ins Unbekannte

Wir schreiben das Jahr 2552. Wieder einmal muss sich die Menschheit eines übermächtigen Gegners erwehren, der sich gleich aus mehreren außerirdischen Spezies zusammen setzt. Im englischen Original düster-geheimnisvoll "Covenant" genannt, heißen die Kollegen in unserer Sprache schlicht "Die Allianz" – ob hier ein großes Versicherungsunternehmen seine Portokasse im Spiel hatte? Doch so schwach der Name, so stark die Schusskraft der Aliens: Bei einem Angriff auf eine irdische Flotte weiß sich deren Kommandant Captain Keyes nur noch mit einem gewagten Überlichtsprung ins Unbekannte zu helfen. Denn zum einen darf die Allianz unter keinen Umständen den Weg zur Erde entdecken, zum anderen befindet sich Bord von Keyes' Schiff, der "Pillar of Autumn", der letzte Spross des geheimen SPARTAN-II-Forschungsprogramms: der Master Chief, ein Cyborg, dessen Kampfkraft und Intelligenz die des gemeinen Marines weit übersteigt. Die United Nations Space Command hatten ursprünglich vor, einen Trupp Cyborgs auf ein Schiff der Allianz zu schleusen, um so ihrerseits den Heimatplaneten des Feindes zu lokalisieren. Wie dem auch sei, Keyes' Plan geht auf, die Flucht gelingt und die "Pillar of Autumn" materialisiert in der Nähe einer unbekannten Ringwelt, kurz entschlossen Halo getauft. Leider bleibt für ausgedehnte Erkundungen wenig Zeit, denn Schiffe der Allianz entdecken die Neuankömmlinge und bereiten ihnen einen heißen Empfang.

Das Herz eines Cyborgs

"Halo" ist ein Action-Spiel, genauer, ein 3D-Shooter, bei dem Sie Ihre Umgebung in der Ich-Perspektive wahrnehmen und mit ihr nach Herzenslust, sagen wir, interagieren können. Doch das artet nie in sinnentleerte Ballerorgien aus: Selten war die Story so gut in das Spielgeschehen eingebettet. Das geht gleich zu Beginn des ersten von zehn sehr großen, in zahlreiche Unterabschnitte aufgeteilte Leveln los: Der Master Chief wird aus seinem künstlichen Schlaf geweckt, um der Besatzung der "Pillar of Autumn" gegen die anrückende Allianz beizustehen. Wegen der langen Ruhephase erklärt ihm ein Wissenschaftler in den ersten Minuten nach dem Weckruf, wie er sich auf dem Schiff zurecht finden kann. Diese Minuten dienen Ihnen gleichzeitig als kleines Tutorial, in dem Sie mit den wichtigsten Bewegungen und Handgriffen vertraut gemacht werden. Die Steuerung über das konsolentypische Gamepad ist für eventuell an Maus und Tastatur gewöhnte PC-Aktionisten möglicherweise etwas unorthodox, nach spätestens einer halben Stunde geht sie einem jedoch in Fleisch und Blut über. Für weitere Unterstützung sorgt die künstliche Intelligenz Cortana, die Captain Keyes in die elektronischen Schaltkreise Ihres Cyborg-Gehirns verfrachtet. Sie meldet sich während des Spiels immer mal wieder mit launigen Sprüchen oder Tipps, hackt sich in Computersysteme und hält Funkverbindung mit der Außenwelt.

Fahren Sie mal rechts ran!

Nach der Ouvertüre auf der "Pillar of Autumn" finden Sie sich dann doch auf der namensgebenden Ringwelt wieder. Ihre erste Mission: Versprengte Marines ausfindig zu machen und ihnen so lange gegen die Allianz beizustehen, bis sie von einem Rettungsschiff aufgenommen worden sind. Dabei überwinden Sie große Distanzen mit dem M12 Warthog, ein Jeep und das erste von zahlreichen Fahrzeugen, hinter deren Steuer Sie im Spiel Platz nehmen dürfen und müssen. Gas und Bremse übernimmt dabei stets der linke Mini-Stick des Gamepads, mit dem rechten drehen Sie quasi Ihre Umgebung und legen so die Fahrtrichtung fest. Klingt einfach, ist in der Realität jedoch erst mit etwas Übung zu meistern. Spielen Sie zu zweit – dazu gleich mehr – darf Ihr Mitspieler hinter dem MG im Heck des Jeeps Platz nehmen. Sonst noch im Angebot: der Scorpion-Panzer, mit dem Sie selbst die stärksten Allianz-Verteidigungslinien durchbrechen, der Ghost-Gleiter und die Banshee-Flugeinheit, die Sie sich beide bei den Gegnern ausleihen können. Die meiste Zeit sind Sie jedoch zu Fuß unterwegs, etwa im Schutze der Nacht und eines Scharfschützengewehrs, um zu einem Allianz-Schiff vorzurücken, in dem Captain Keyes fest gehalten wird. Etwas später erkunden Sie alte Artefakte und Kavernen der Ringwelt, die scheinbar vor langer Zeit von inzwischen ausgestorbenen Wesen bewohnt wurde, noch etwas später geht es in einen unheimlichen Sumpf, in dem ein Trupp Marines verschwunden ist – alles sehr atmosphärisch und abwechslungsreich.

Erst schießen, dann fragen – oder?

Die Allianz-Außendienstler auf Halo setzten sich aus vier unterschiedlichen Alien-Spezies zusammen, die sich auch wirklich unterschiedlich verhalten. Die knapp eineinhalb Meter großen Drohnen rennen wild umher und sind vor allem in Gruppen unangenehme Zeitgenossen. Eine Spur fieser sind die Schakale, die sich mit Energieschilden schützen und es so mit mehreren Marines zugleich aufnehmen können. Die Elite, strategisch ausgebildete Einzelgänger, besitzen einen Ganzkörperenergieschild und sind mit 2,50 Meter Körperlänge eine stattliche Erscheinung. Richtig unangenehm wird es, wenn Sie einem Jäger begegnen. Diese Kollegen sind aufgerichtet knapp vier Meter groß und sollten besser mit Fernwaffen auf Distanz gehalten werden. Wo wir gerade beim Thema sind: Auch der Gebrauch von Waffen ist höchst realistisch, wenn Sie uns dieses Wort in einem Science-Fiction-Spiel gestatten: Als Master Chief dürfen Sie maximal zwei verschiedene Waffen gleichzeitig tragen, also beispielsweise Ihr MA5B-Sturmgewehr und eine wenig durchschlagkräftige Pistole, die dafür über einen Zoom-Modus verfügt. Sie sollten also überlegen, welche Waffe Sie einstecken und welche liegen lassen, denn jede besitzt ihre Vor- und Nachteile. So ist die Durchschlagskraft einer Allianz-Plasmapistole zwar gering, doch lassen sich damit vortrefflich mechanische Ziele wie etwa Spähsonden ausschalten. Übrigens: Nicht immer ist es ratsam, alles und jeden umzunieten. In einer Bibliothek, die von einem robotischen, leicht verstrahlten Wächter gepflegt wird, bekommt der Begriff "Gegnerhorden" eine ganz neue Bedeutung. Sie könnten hier zwar jeden einzelnen Feind eliminieren, sinnvoller ist jedoch die Flucht nach vorn, bei der Sie den Großteil der Aggressoren einfach hinter sich lassen. Das spart Nerven und Munition. Ebenfalls nett: "Halo" besitzt zahlreiche Speicherpunkte in jedem Level, bei denen der aktuelle Spielstand automatisch auf die eingebaute Xbox-Festplatte gesichert wird. Die Punkte sind strategisch günstig vor oder nach besonders herausfordernden Abschnitten platziert und halten somit den Frust über ein verfrühtes Ableben des Master Chief gering.

Ganz neue Dimensionen

Alles schön und gut, aber wie sieht "Halo" technisch aus? Für einen der ersten Xbox-Titel begeistert das Spiel mit enormer Grafik und einer Weitsicht, die besonders in den Außenleveln ihresgleichen sucht. Hier arbeiteten in der Vergangenheit etwas rechenschwache Konsolen wie etwa das Nintendo 64 mit berühmt-berüchtigtem Nebel, um zugunsten einer konstanten Bildwiederholrate weniger Details darstellen zu müssen. Manche der Innenlevel fallen dagegen optisch etwas hinter den grandiosen Wind-und-Wetter-Effekten Halos zurück, was aber nicht zu sehr ins Gewicht fällt. Besitzen Sie eine Stereoanlage mit Dolby Digital, raten wir dringend dazu, "Halo" über eben diese zu spielen. Dank 5.1-Sound tauchen Sie komplett in die Spielwelt ab, hören Natur und Feinde präzise aus allen Richtungen und reagieren dadurch schneller auf etwaige Bedrohungen. Bei den deutschen Sprachaufnahmen hat Microsoft leider etwas geschludert: Der Master Chief und seine Freunden sprechen oft seltsam unmotiviert und mit teilweise extremen Lautstärkeschwankungen. Nett: die Vielfalt an Sprachaufnahmen, etwa, wenn Sie einem Trupp Marines zu Hilfe kommen und dann von denen freudig begrüßt werden. Bungie-Musikus Marty O'Donnell schrieb dem Spiel einen wahrlich filmreifen Soundtrack, der je nach Situation unheimlich, beruhigend oder aufwühlend aus den Boxen erklingt – für Fans gewinnmaximierend als separate Audio-CD erhältlich. Haben Sie das Spiel nach etwa 20 Stunden gemeistert, warten zahlreiche Mehrspieler-Optionen (für bis zu 16 Personen) oder ein härterer Schwierigkeitsgrad auf Sie. Besonders zu erwähnen, weil keine Selbstverständlichkeit: Den Story-Modus dürfen Sie auch mit einem Freund gemeinsam bestreiten – der Bildschirm teilt sich dann in zwei Hälften, ohne die Spielgeschwindigkeit zu beeinträchtigen.

Fazit: Sehr empfehlenswert

Wenn ich ehrlich bin, gibt es unter den Hunderten von Spielen, die ich im Laufe der Jahre in die Finger bekommen habe, nur wenige, die ich komplett durchgespielt habe. "Halo: Kampf um die Zukunft" gehört dazu, und zwar gemeinsam mit einem Freund im Kooperativ-Modus, der für gesteigerte Stimmung und ungeahnte Interaktionen ("Ich geb' dir Feuerschutz!") im Wohnzimmer sorgt. Verglichen mit dem eher flauen "Star Wars: Obi-Wan" (Test in Corona 100) zeigt "Halo", dass der Spielspaß nicht zwingend an eine teure Lizenz gekoppelt ist – und welche Rechenpower die Xbox wirklich besitzt. Die ursprünglich geplanten PC- und Mac-Fassungen sollen übrigens nun doch noch in Angriff genommen werden – allerdings von einem externen Team und nicht von den Bungie-Designern. Die arbeiten nämlich schon mit Hochdruck am Nachfolger "Halo 2", der für Ende 2003 angekündigt worden ist. Diesmal dann auch mit Online-Funktionen, damit nun die spielende Menschheit auf allen Kontinenten gleichzeitig gegen die außerirdischen Invasoren vorgehen kann. Die Allianz hat im zweiten Teil nämlich den Weg zur Erde entdeckt – und schickt jede Menge Vertreter los ...

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2. Die Frankfurter Buchmesse

Diejenigen, die die Frankfurter Buchmesse nur zuhause am Fernseher verfolgen, mögen leicht verwundert sein über die Superlative, mit deren Hilfe die einmal im Jahr stattfindende Veranstaltung oft beschrieben wird. Da hilft auch nicht die Eröffnungspressekonferenz der Buchmesse und deren Direktor Volker Neumann, der von "über 6370 Ausstellern aus 110 Ländern" und über 2000 Veranstaltungen im Rahmen der Buchmesse spricht.

Nein, man muss wohl da gewesen sein und sich durch die Massen von Menschen und die unübersichtlichen Hallen gezwängt haben, um einen echten Eindruck zu bekommen. Ohne zielgerichtetes Suchen und Besuchen verliert man sich schnell in dem Gewirr von Verlagen, wobei die wirklich großen und bekannten eindeutig in der Minderzahl sind. Ruhe zum Begutachten und Kennenlernen der eher Unbekannten findet man an den überfüllten Ständen allerdings auch nicht - sich hinzusetzen, um zu lesen, ist eine utopische Vorstellung.

Auf der Suche nach den Bereichen "Science Fiction", "Horror", "Fantasy" stellten wir schnell fest, dass eine Einteilung nach Themen als Solches nicht existierte - wohl hauptsächlich, weil die meisten Verlage ein zu breites Angebot haben. Anders im Comic-Bereich: Da kamen die Fans ganz auf ihre Kosten - "Faszination Comics" war ein großer Bestandteil der Messe und somit erfreuten sich die Fans eines riesigen Abschnittes in Halle 4 mit den großen Comicverlagen Deutschlands: Dino, Ehapa und viele andere präsentierten sich in sehr bunten Farben.

Sehr nah beieinander fand man in Halle 3 die großen Science Fiction Verlage Bastei-Luebbe, Heyne und Heel. Bastei-Luebbe präsentierte sich sehr trocken im schlichten Weiß gemeinsam mit den anderen Häusern der Verlagsgruppe Luebbe. Als Neuerscheinung wurde Wolfgang Hohlbeins Sechsteiler "Intruder" angepriesen, aber auch ältere Romane von Robert A. Heinlein waren zu finden.

Bei Heyne dominierte natürlich der Bestseller von Dieter Bohlen "Nichts als die Wahrheit". Auf riesigen Stellwänden präsentierte sich das restliche Angebot. Darunter der neue Tom Clancy Roman "Im Zeichen des Drachen". Science Fiction und vor allem "Star Trek"-Romane suchte der Besucher vergebens.

Der Bonner Heel Verlag dagegen präsentierte ein sehr breites Angebot. Vom Nachschlagewerk über Flugzeugträger bis hin zu hochtechnischen Bildbänden. Darüber hinaus natürlich auch die "Space View" und das neue "Star Trek"-Nachschlagewerk "Sternen-Atlas".

Der Hörbuchbereich, der zur Zeit noch im Kommen ist, wurde vor allem durch den Hörverlag vertreten. Der als GmbH eingetragene Verlag präsentierte auf seinem Stand auch Phantastik-Artikel, wie "Herr der Ringe", "Harry Potter" oder auch "Per Anhalter durch die Galaxis".

Wirklich lohnenswert war die Veranstaltung wohl nur für die Fachbesucher, vielleicht auf der Suche nach einem Verlag für ihr Buch, die mehr als den doppelten Eintritt bezahlen mussten und die Journalisten, die das Gelände kostenfrei betreten durften.
Privatpersonen konnten ihre 7,50 Euro Eintritt nur durch konsequentes Sammeln von Zeitungs-Probexemplaren reinholen. Am Ende werden aber wohl alle einhellig behaupten können: Viel gesehen, aber wenig behalten.

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3. Kolumne: Lesen ist wie Fernsehen im eigenen Kopf

Das Sagen zu haben, ist sehr angenehm. Manchmal. In drei Jahren sf-radio.de gab es Momente, da habe ich es genossen. Jetzt bin ich ja sf-radio-Rentner. Der Klaus aber genießt es manchmal immer noch: Eigentlich wollte er - den ich zutiefst bewundere und für den ich großen Respekt hege - einen Artikel zum BuchmesseConvent 2002 schreiben. Bis er kurzerhand auf die Idee kam, es nicht zu tun. Sondern ich. Sagt er. Der Chef halt. Der Klaus. Der Mistkerl.

Alle Jahre wieder im Herbst fahren Redakteure des Internetportals sf-radio.de nach Frankfurt, um dort auf dem BuchmesseConvent einige schöne Stunden zu verleben und anschließend darüber zu berichten. In diesem Jahr war das nicht anders und Ihr konntet in diversen webBEAT-Meldungen, in einigen Audio51-Sendungen sowie in einer Leseprobe und schließlich auch in der Internetfernsehsendung "Ganymed" unter www.projekt-x.tv viele leise, laute und zum Teil sogar farbige Impressionen von dieser Convention erhalten. Apropos "erhalten": Seit drei Jahren wird sf-radio.de auf dieser Veranstaltung regelmäßig mit dem Phantastik-Award für die beste Internetsite des vergangenen Jahres ausgezeichnet. Das ist nett und wie jedes Jahr wollen wir uns artig bedanken, aber eins sollte bedacht sein: Es ist nicht der Grund, warum es uns jedes Jahr aufs Neue nach Frankfurt zieht. Da sind ganz andere Dinge, die uns zur Anreise motivieren...

Zum einen wären da die Anfahrt und die Abfahrt. Im heimischen Auto, mit dem Bleekmän rechts und dem Michels hinten, hat man einfach sehr viel Spaß. Klaus und Jürgen eigentlich immer - ich zumindest immer dann, wenn Jürgen mal ausnahmsweise keine Witze darüber macht, dass zu meinen musikalischen Vorlieben auch ein norwegisches Poptrio gehört. Aber lassen wir das. Mit der richtigen Begleitung macht bekanntlich auch die 75minütige Suche nach einem Burger-Restaurant irgendwo in der hessischen Pampa Spaß... zumal sie tatsächlich von Erfolg gekrönt war. - Solchermaßen gestärkt war dann schließlich der nächste Anfahrtspunkt auf unserer Reise der Bürgersaal in Dreieich-Buchschlag.

Wer in der Internetfernsehsendung "Ganymed" Nr. 4 die Bilder gesehen hat, wird mir zustimmen: Der BuchmesseConvent ist ein echter Fan-Event. Neben vielen Büchern, vielen Autoren, Verlegern und solche, die das ein oder andere werden wollen, sind Heftromanserien-Fans ebenso vertreten, wie Hobbyfilmer, Modellbauer und eine nicht kleine Anzahl an Händlern. Für nur 8,- Euro boten diese und zahlreiche Programmpunkte bis spät in die Nacht zahlreichen Kurzweil. Für das leibliche Wohl sorgten der Thailänder im Keller sowie das aus dem letzten Jahr noch sehr gut bekannte Schnecken-Chilli, das von dem eingangs erwähnten Klaus Michels erneut verspeist wurde. Beweis genug, dass es schmackhaft und finanzierbar war.

Für Empörung unter Veranstaltern, Händlern und auch Besuchern sorgte kurzfristig noch die Bekanntmachung, dass die regionale Stadtverwaltung den BuchmesseConvent als Verkaufsveranstaltung eingestuft hatte und es somit untersagte, auch nach 16 Uhr an irgendeinem Händlertisch irgendetwas zu verkaufen. Zwar brauchten die Händler ihre Stände nicht abzubauen, aber verkauft werden durfte nichts mehr. Eine durch und durch lächerliche Auslegung von Verordnungen, die den nur an einem Samstag stattfindenden Convent stark beeinträchtigten: Denn ganz abgesehen davon, dass die Veranstaltung erst um 12 Uhr mittags begann, ist sicher jeder Händler bereit, schriftlich zu bestätigen, dass selbst bei 24 Stunden rund-um-die-Uhr-Verkauf auf dem BuchmesseConvent kein glorreicher Reibach zu machen ist: Dafür ist die Besucherzahl zu überschaubar und sind die Preise zu manierlich. Mitveranstalter Roger Murmann jedenfalls war an diesem Tag nicht sehr gut auf Amtsstuben und Bürokratieschimmel zu sprechen, versprach aber allen Besuchern, dass ihm nächsten Jahr entsprechende Anträge rechtzeitig gestellt (und bezahlt) würden, um dem 18. BuchmesseConvent im Oktober 2003 dieses Schicksal zu ersparen. Gut so!

Neben der Autorin des Jahres, Monica Felten, die die Fortsetzung ihres Erfolgromans "Elfenfeuer" auf dem Event vorstellte, verkaufte und signierte, waren die üblichen Verdächtigen anwesend: Maddrax-, Prof. Zamorra-, Rettungskreuzer Ikarus-, Perry Rhodan- und eine Reihe von weiteren Autoren, dazu die entsprechenden Lektoren, Redakteure und vor allem die Leser dieser Reihen. Mini-Verlage gaben sich die Ehre und stellten ihre Werke vor und ebenso ein Projekt, das von den Kollegen des von uns sehr geschätzten SF-Flash (www.sf-flash.de) unterstützt wird, fand die entsprechende Anerkennung: "Welten voller Hoffnung" aus dem BeJot-Verlag von Babara Jung, das ich an dieser Stelle wärmstens empfehlen möchte.

Alles in allem war es eine sehr gute Veranstaltung, die Lust auf mehr machte. Und mehr wird es geben: Am 11.10.2003 im Bürgersaal in Dreieich-Buchschlag oder auf www.buchmessecon.de. Denn der von mir hochgeschätzte Michael Ottenbruch hat Recht: Lesen ist wie Fernsehen im eigenen Kopf!

PS: Und nein, Klaus Michels ist in Wirklichkeit kein Mistkerl. Glaube ich...

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4. Star Trek: trekBEAT

ENT: Cast ist wie eine Familie.
Anthony Montgomery (ENT Travis Mayweather) sagte gestern, dass die anderen Mitglieder der "Enterprise" Cast wie seine Familie wären.

"Dominic [Keating] steht mit am nächsten. Aber alle sind mit nahe," erzählte Montgomery gegenüber Zap2It. "Ich habe keine Probleme damit, Dominic in der Mitte der Nacht anzurufen, genau wie Scott [Bakula]. Ich habe [hier] vier Brüder und zwei Schwestern. Wir sind eine Familie in jeglicher Beziehung."

Natürlich kann es problematisch sein, zwei so attraktive Schwestern zu haben. "Sobald die Leute realisieren, dass ich vor ihnen stehe [...] fangen sie unausweichlich an, über Jolene zu sprechen," sagte der Schauspieler.

"Ich sage dann, 'Ja, Jolene ist süß.' Und die Leute, 'Oh mein Gott, Du hast nicht...?' - 'Nein, habe ich nicht. Niemals. Ich habe nie darüber nachgedacht, ehrlich gesagt. Sie ist meine Schwester.' Ich denke nicht darüber nach, Sex mit meiner eigenen Schwester zu haben.

Montgomery dachte allerdings darüber nach, wer Mayweather's ideale Eltern sein könnten. "Ich würde es lieben, wenn Morgan Freeman ein Großvater wäre. Danny Glover wäre ein wundervoller Vater," sagte er. "Aber was wirklich schön wäre - ich glaube nicht, dass das jemals möglich ist - ist Nichelle Nichols als Großmutter.

"Ich würde wollen, dass es Nichelle wäre, weil die erste Afro-Amerikanerin im All den derzeitigen treffen würde - das wäre absolut großartig." (sp)

Link zum Thema:
http://tv.zap2it.com/sciencefiction/otherworlds.html?28705

ENT: Promo-Video zu "The Communicator".
Am 6.11. wurde zum ersten Mal die neue "Enterprise"-Episode "The Seventh" in den USA ausgestrahlt. UPN wird daraufhin auch den Promo-Trailer für "The Communicator" ausstrahlen.

In "The Communicator" vergisst Reed aus Versehen seinen Kommunikator während eines Besuches auf einem Prä-Warp Planeten. Als er mit Archer zurückkehrt, um die Technologie zurückzuholen, werden sie von Soldaten gefangen genommen, die sie für feindliche Spione halten. Währendessen benutzen Trip und Mayweather die Tarntechnologie eines beschädigten Suliban-Zellschiffes, das sie vor einiger Zeit entführt haben, und versuchen so Archer und Reed zu retten, bevor sie hingerichtet werden.

Die Webseite Mr. Video Productions hat den Trailer bereits online gestellt. Für alle, mit langsamer Internetanbindung folgt hier eine Abschrift des Promo-Videos:

WAS WÄRE, WENN EINE RÜCKSTÄNDIGE KULTUR EINEN BLICK AUF DIE ZUKUNFT WERFEN WÜRDE

[Die NX-01 im Orbit um einen erdähnlichen Planeten.]
[Drei außerirdische Soldaten nehmen einen Drink zu sich.]
[Reed sitzt in der Nähe und schaut auf seinen Scanner.]
[Reed und Archer im Umkleideraum der NX-01]
Reed: "Mein Kommunikator..."
[Gosis zeigt Archer den Kommunikator.]
Reed: "...er ist verschwunden!"
[Mayweather schaut besorgt zu Reed.]
[Reed und Archer in einheimischer Kleidung in einer Kneipe auf dem Planeten]
[T'Pol auf der Brücke.]
T'Pol: "Es ist entscheidend, dass wir die Technologie zurückholen."
[Trip, Reed, Hoshi, T'Pol und Archer schauen gespannt auf den Hauptschirm.]
[Reed schleicht mit einem Scanner durch einen Korridor auf dem Planeten]
[Reed dreht sich besorgt zu Archer um.]
[Gosis mit einem anderen Außerirdischen.]
Gosis: "Ich glaube, wir haben ein paar feindliche Spione gefunden."
[Archer und Reed werden gewaltsam abgeführt]
[Archer verteidigt sich]
Archer: "Wir sind Besucher, keine Spione."
[Archer kniet neben Reed und wird von Gosis ins Gesicht geschlagen]
[Reed wird von einem Soldaten mit seiner Waffe ins Gesicht geschlagen]
T'Pol (nicht zu sehen): "Sie werden exekutiert werden."
[Archer und Reed werden zu zwei Schlingen geführt.]
[Archer wird eine Schlinge um den Hals gelegt.]
[Reed wird eine Schlinge um den Hals gelegt.]
[Archer schaut aus einer Gefängniszelle.]
Archer: Was wäre, wenn wir ihnen die Wahrheit sagen?"
[Schriftzug: ENTERPRISE]

Wer sich das 3,8 MB große und 22 Sekunden lange MPEG-Video herunterladen möchte, findet es auf Mr. Video Productions. (mr)

Link zum Thema:
http://www.vidiot.com/st-ent/Previews/framePromo2.html

ENT: Infos zu "The Catwalk"
Auf der offiziellen Startrek-Webseite sind nun die offiziellen Infos zu "The Catwalk" veröffentlich worden, einer "Enterprise"-Episode, die voraussichtlich am 18. Dezember in den USA auf UPN gesendet werden wird:

Als sich ein tödlicher Neutronensturm der Enterprise schneller näher, als sie entkommen kann, sucht die gesamte Besatzung für einige Tage Schutz in dem Bereich des Schiffes, der am meisten geschützt ist - den Wartungsschächten innerhalb der Schiffsgondeln. Dort wird auch einigen Außerirdischen Schutz geboten, die nicht ganz ehrlich über sich sind ...

Geschrieben wurde die Episode von Mike Sussman und Phyllis Strong, Regie führte Mike Vejar. Gedreht wurde vom 23. Oktober bis 1. November.

Gaststars:
Scott Burkholder als Tagrim
Zach Grenier als Renth
Aaron Lustig als Guri
Elizabeth Magness als Crewman #1
Danny Goldring als Alien Captain
Brian Cousins als Alien Lieutenant
Sean Smith als Alien #1
(treknews.de)

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5. Episodenlogbuch: Enterprise, die 2. Staffel

201 Shockwave, Part II

Archer befindet sich verloren in der Zukunft und die Suliban bedrohen sein Schiff im 22. Jahrhundert, - schlechte Ausgangsposition für den Otto-Normalverbraucher, eine Herausforderung dagegen für einen "Star Trek"-Captain. Aber auch die Suliban haben das ein oder andere Problem: Der mysteriöse Auftraggeber aus der Zukunft ist plötzlich nicht mehr zu erreichen und unter den verunsicherten gentechnisch manipulierten Bösewichten herrscht Uneinigkeit: Alle töten und die Enterprise zerstören oder doch lieber abwarten und nach dem verschwundenen Archer suchen? Zu dumm, dass beinahe alle Suliban sehr ungeduldige Zeitgenossen sind...

Das Ende der ersten Staffel ließ den Zuschauer in großer Spannung zurück. Nach einem qualitativen Rückgang in der zweiten Hälfte der ersten Staffel, schien "Shockwave, Part 1" die neue Serie zu alter Stärke zurückzuführen. Zudem sind "Star Trek"-Serien seit TNG ja sozusagen traditionell in der ersten Staffel nicht sehr gut, - man konnte also einige Monate hoffen. "Shockwave, Part II" belohnt diese Hoffnung aber nicht wirklich. Die Auflösung ist nicht originell, die Situation wirkt ein ums andere Mal bemüht konfliktträchtig und insgesamt startet Enterprise nur mehr oder weniger überzeugend in die zweite Staffel.

202 Carbon Creek

Archer, Trip und T´Pol sitzen beim Essen, als Archer sich nach dem Grund für T´Pols gezielte Ausflüge auf der Erde erkundigt. Scheinbar war er ein wenig neugierig und möchte dies nun stillen. Ihm und Trip bleibt aber fast das Essen im Hals stecken, als T´Pol ihnen erklärt, dass sie die Stätte des ersten Kontakts zwischen Vulkaniern und Menschen besuchen wollte. Scheinbar befindet sie sich nicht in Montana, sondern in einem kleinen Ort namens Carbon Creek. In der darauf folgenden Geschichte berichtet sie ihren beiden Zuhörern, warum dies so ist.

Mit Verlaub: Abgesehen davon, dass wir inzwischen die dritte Story vom ersten Kontakt hören (nach dem Buch "Fremde vom Himmel" und dem Film "Der erste Kontakt"), muss sie bereits in der zweiten Folge der zweiten Staffel erzählt werden? Fällt den Autoren schon jetzt keine geeignete Handlung mehr ein, in die sie die Hauptfiguren der Serie involvieren können?
Schlimm genug, - dazu kommt aber auch noch der ekelig süße Landeier-Mythos aus dem Amerika der 50er Jahre. Bah.

203 Minefield

Auf dem Weg in ein fremdes Sonnensystem wird die Enterprise von einer plötzlichen und überraschend starken Explosion durchgeschüttelt. Ein Scan bringt es an den Tag: Das Schiff ist in ein Minenfeld gerast. Scheinbar ist das System für jemanden von Wert, - und dieser "Jemand" stellt sich auch schon bald vor. Per Audio-Übertragung macht er klar: Erstens sind wir Romulaner und zweitens haut Ihr jetzt besser ab oder wir zerstören Euch! Dummerweise wurde Waffenoffizier Reed inzwischen von einer der Minen an die Außenwand der Enterprise genagelt.. im wahrsten Sinne des Wortes: Und einen sofortigen Rückzug könnten Reed und das Schiff vielleicht nicht überstehen...

Zugegeben: Diese Zusammenfassung hört sich nicht sehr prickelnd an, aber "Minefield" ist die bis dahin bei weitem beste Episode der zweiten Staffel. Captain Archers "Hey Kumpel, ich will Dich kennenlernen!"-Einstellung ist zwar genauso unglaubwürdig wie Malcom Reeds "Ich fraternisiere nicht mit Vorgesetzten!"-Aussage (Vielen Dank an Malcolms Vorfahren väterlicherseits: Ich LIEBE dieses Wort.. fraternisieren.. toll!) – und warum die Romulaner unbedingt in der Folge auftauchen müssen, weiß nur die Zukunft sowie das B&B-Gespann – aber insgesamt befindet sich "Enterprise" hier in einem klaren Aufwärtstrend. Und der wird sich in den nächsten Folgen sogar fortsetzen...

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6. HanseTrek - die Con im Norden.

Nur noch wenige Wochen, dann startet in Hamburg die HanseTrek. Vom 22. bis 24. November treffen sich die SciFi-Fans ein ganzes Wochenende in der Hansestadt. Die "Con im Norden" ist somit in diesem Jahr nach FedCon und Galileo 7 die dritte größere Convention in Deutschland. Aber: Diese Con und ihr Orga-Team feiern Premiere. Es ist der Versuch, eine neue Convention im Norden Deutschlands zu etablieren.

Doch im Vergleich zu ähnlichen Initiativen, findet die HanseTrek statt und verspricht obendrein ein voller Erfolg zu werden. Die Gästeliste kann sich sehen lassen, ist aber nicht überladen. Von der Raumstation "Deep Space Nine" kommen Nana Visitor (Major Kira), Marc Alaimo (Gul Dukat), Jeffrey Combs (Weyoun/Brunt) sowie Casey Biggs (Damar). Darüber hinaus gewann das Team rund um Christian Schmidt die Darsteller Jayne Heitmeyer (Renée Palmer), Robert Leeshock (Liam Kincaid) und Von Flores (Ronald Sandoval) aus "Earth: Final Conflict" als Gaststars. Durch das Programm führt Ernst Meincke, allseits bekannte Synchronstimme von Captain Jean Luc Picard.

Leider musste jedoch ein ganz besonderer Gast aus gesundheitlichen Gründen absagen: James Doohan, bekannt als Scotty aus der Originalserie. "Der Arzt hat mir von einer Reise und insbesondere von den Strapazen des langen Überseefluges abgeraten", schreibt er in einem Brief an die Fans. Die Organisatoren haben schon für Ersatz gesorgt. Wer das sein wird, erfahren wir aber erst auf der Convention selber.

Das Programm: Neben den Panels der Gäste locken Auftritte der "Data Family" und von "Take This". SF-Quiz, Weltraumdisko und Kostümwettbewerb gehören ebenfalls dazu. Höhepunkt ist jedoch das Bühnenstück "What Shakespeare Leaves Behind" in der Deutschland-Premiere. Hinter der Aktion stecken die Bad Guys Marc Alaimo, Jeffrey Combs und Casey Biggs. Dieses legendäre Mini-Event kostet jedoch, ähnlich wie auf der FedCon das "Cabaret", zehn Euro extra.

Der Preis für das gesamte Wochenende beträgt 110 Euro. Tageskarten sind zum Preis von 35 bis 49 Euro zu haben. Veranstaltungsort ist das Sachsenwald-Forum in Hamburg-Reinbek.

Schmale Gästeliste, gemütliches Con-Hotel, ausgelegt für rund 500 Besucher, - das Ziel des Orga-Teams ist klar: Die HanseTrek soll eine kleine Con werden. Ein Anlaufpunkt für Science Fiction Fans, die genug haben von den ganz großen Conventions, vom Gedränge auf den Fluren. Aber: Langweilig wird es ganz bestimmt nicht. Und sollten die Besucher mal genug haben, dann lockt der SF-Radio Stand, wo die Redakteure fleißig Sendungen produzieren und Texte schreiben. SF-Radio wird wie gewohnt in "On Tour"-Sendungen aus Hamburg berichten.

Ob es im nächsten Jahre eine Fortsetzung der HanseTrek geben wird, ist noch offen. Eine Bereicherung der Convention-Szene ist es auf jeden Fall.

Link zum Thema:
http://www.hansetrek.de/

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7. Rating Report

In den USA ist die neue TV-Saison nun schon gute 5 Wochen alt. Gut entwickelt hat sich entgegen den ersten Trends "Enterprise". Obwohl die 2. Staffel nur schwach gestartet ist, konnte die Serie seit der 2. Folge jede Woche zulegen und ist nun wieder auf einem ganz ordentlichen Niveau angelangt. Die wichtigen November-Sweeps (hier werden die Preise für die Werbespots anhand der November Quoten neu festgelegt) werden diesmal sehr spannend.

Noch immer auf der Gewinnerstraße ist WB's "Smallville". Die Serie läuft zur Zeit ausgezeichnet und ist eine der großen Überraschungen der neuen TV-Saison.
Weniger glücklich dürfte Joss Whedon sein. Der Erfinder von "Buffy", "Angel" und "Firefly" hat bei allen seiner drei Serien mit schwachen Quoten zu kämpfen. Zwar sind die Verluste bei "Buffy" und "Angel" gegenüber der letzten Season noch nicht so schlimm, aber seine neue SF/Western-Serie "Firefly" bekommt kein Ratings-Bein auf die Erde. Tatsächlich fallen die Quoten bei FOX immer weiter und inzwischen würde es mich nicht einmal wundern, wenn das US-Publikum gar nicht alle 13 bisher produzierten Folgen zu sehen bekommen würde. Vielleicht ist die Serie schon Geschichte, wenn diese Ausgabe des Corona Magazines erscheint…

Nichts Aufregendes gibt es von "Charmed" und "Alias" zu berichten - beide Serien liegen derzeit auf dem Quoteniveau des Vorjahres.

In Deutschland ist inzwischen nun auch die letzte Staffel von "Akte X" gestartet. Zwar konnte die erste Folge in der Montagabend-Primetime von Pro Sieben gute Zuschauerzahlen erzielen, aber bereits die zweite Episode fiel gegenüber den Premierenquoten stark ab.

"Charmed" und "Buffy" laufen noch immer ganz ordentlich am Mittwochabend. "Charmed" ist zwar nicht mehr ganz so erfolgreich wie die vorherige Staffel im Hauptabendprogramm, dafür läuft "Buffy" aber etwas besser als während der letzten Staffel. Insgesamt hat aber "Charmed" trotzdem leicht die Nase vorn.

Weniger erfolgreich ist momentan RTL2 mit Wiederholungen von "Stargate" und "Andromeda". Die Zeiten, als selbst eine "Stargate" Wiederholung über 10% Marktanteil beim jüngeren Publikum erzielen konnte sind anscheinend vorbei, die "Andromeda" Wiederholungen laufen auch nicht gerade blendend.

Bei VOX startet nun auch die zweite und gleichzeitig letzte Staffel des Überraschungserfolges "Dark Angel". Nachdem die Wiederholung der ersten Staffel zuletzt nicht mehr so viele Zuschauer anziehen konnte bleibt abzuwarten ob die Erstausstrahlung der Episoden des zweiten Produktionsjahres bei der Programmleitung wieder die Sektkorken knallen lässt…

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8. Lesezeichen: Aufbruch ins Unbekannte

Die Enterprise NX-01 startet auch in die Weiten des deutschen Büchermarktes

Nun hat die fünfte Realfilm-Serie aus dem "Star Trek"-Universum auch den deutschen Büchermarkt erreicht: Mit "Aufbruch ins Unbekannte" startet die Buchreihe zu "Enterprise" in Deutschland und traditionell erzählt der erste Band die Geschichte des Pilotfilms nach, der ja bislang in Deutschland noch nicht im TV zu sehen war. Den Lesern des Corona Magazines allgemein bekannt: Die fünfte Serie führt den Zuschauer in die Zeit vor Captain Kirk und Mr. Spock. Rund 100 Jahre, bevor Kirks NCC 1701 in die unendlichen Weiten aufbricht, macht sich Captain Jonathan Archer mit seiner Enterprise NX-01 daran, den Weg für einen interstellaren Völkerbund zu ebnen. Mit einer Crew, die sich ohne eine Förderation im Rücken dem Unbekannten stellen muss, fliegt diese Enterprise durch eine Zeit, in der das Beamen nicht immer so richtig funktionieren mag und der Weltraum noch ziemlich groß ist.

Den endgültigen Anlass zum Aufbruch gibt ein abgestürztes Raumschiff in einem Maisfeld in Oklahoma. Der Insasse wird von den, seit den Geschehnissen des achten Star Trek-Kinofilms mit den Menschen verbündeten, Vulkaniern als Klingone identifiziert, ist schwer verletzt und droht seinen Verletzungen zu erliegen. Obwohl die Vulkanier empfehlen, den Fremden sterben zu lassen, entschließt sich die Sternenflotte dazu, mit der NX-01 ins Weltall aufzubrechen, den Klingonen ihren Mann zurückzubringen und so den langersehnten eigenen ersten Kontakt mit einer fremden Spezies ohne spitze Ohren herzustellen. Captain Jonathan Archer macht sich auf den Weg, seine Crew zusammenzustellen und dass ihm die Vulkanier im Austausch für Sternenkarten eine Beobachterin auf die Brücke setzen, passt ihm gar nicht. Mit vollständiger Crew, inkl. einem freundlichen, aber rätselhaften Alien als Schiffsdoktor und dem verwundeten Klingonen bricht die neue Enterprise auf. Doch schon bald wird auch den Menschen klar, dass der Absturz des Klingonen-Raumers das Ergebnis einer Jagd war - und die Jäger noch immer darauf aus sind, ihre Beute zu erhaschen...

Ebenso wie es Tradition ist, eine Buchreihe mit dem Pilotfilm der TV-Serie zu beginnen, ist es im Pocket-Verlag inzwischen Gang und Gebe, dass solcherlei TV-Adaptionen von der Trek-Autorenveteranin Diane Carey verfasst werden. Leider ist es Carey nicht gestattet, zu weit von der Drehbuch-Vorlage abzuweichen. Das wurde vor allem bei dem insgesamt unbefriedigenden Ende von "Star Trek: Voyager" allgemein kritisiert, wo – ähnlich wie es J.M. Dillard noch bei dem Classic-Teil des Romans zum Film "Star Trek: Treffen der Generationen" erlaubt war – die Chance für ein ausführlicheres Ende gegeben war, aber von der Autorin auf Druck von oben nicht genutzt wurde. So blieb ihr auch bei "Aufbruch ins Unbekannte" nichts anderes übrig, als die gewohnt perfekte, aber halt nicht sehr inspirierte Arbeit hinzulegen, die man von ihren Episoden-Adaptionen aus den letzten zehn Jahren bereits gewohnt ist. Da die Geschichte allerdings – im Gegensatz zu Voyagers "Endspiel" eine sehr gute ist - und aus diesem Grund nicht nur sehr hohe Einschaltquoten bei ihrer TV-Erstausstrahlung in den USA, sondern auch hervorragende Kritiken erhalten hat -, lohnt sich die Lektüre dieses Buches allemal.

"Aufbruch ins Unbekannte" ist Star Trek at it´s best und wie schon die verfilmte Version der Story weckt auch der Roman Lust auf mehr. Beste Voraussetzungen für den Start einer weiteren unterhaltsamen Star Trek-Buchreihe, die natürlich ebenso wie ihre Vorgänger im Wilhelm Heyne-Verlag erscheinen wird. Übrigens: Als kleine Zugabe rundet ein "Making-of" den Lesegenuss dieses ersten Romanes ab.

Diane Carey - Aufbruch ins Unbekannte
Heyne Verlag, 7,95 Euro
ISBN 3453863615

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9. Perry Rhodan: Ein neues Weltbild in der Serie.

Diesen Monat gab es für PR-Fans reichlich zu lesen. So ist neben den normalen Heften mit großer Verspätung der zweite Band der Reihe "Kosmos-Chroniken" erschienen. Unter dem Titel "Alaska Saedelaere" beschreibt Autor Hubert Haensel aus Sicht der titelgebenden Figur die Geschehnisse im PR-Universum vom 35.Jahrhundert bis zum 5.Jahrhundert NGZ. Dabei wird erstmals Alaska Saedelaeres Transmitter-Unfall und die Zeit unmittelbar danach beschrieben, bei dem er sich ein sogenanntes Cappin-Fragment im Gesicht einfängt, dass Intelligenzen bei seinem Anblick wahnsinnig werden lässt. Dadurch ist Saedelaere gezwungen, mit einer Plastikmaske durch das Leben zu wandeln.

Legendär ist Saedelaere jedoch weniger durch sein Gimmick geworden, als durch seine Streifzüge durch das Universum, bei dem er den Anzug der Vernichtung seinem rechtmäßigen Besitzer Ganerc zurückbringt, mehrfach dem geheimnisvollen Mädchen Kytoma begegnet und durch Zeitbrunnen reist. Die Maske prädestiniert ihn natürlich für die Rolle des einsamen Wanderers.

Weiterhin ist das erste Taschenbuch des Sechsteilers "Perry Rhodan: Andromeda" vom Heyne-Verlag in vielen Läden bereits erhältlich, obwohl es erst für den November angekündigt ist. In Fankreisen hat sich inzwischen herumgesprochen, dass Heyne-Bücher oft mehrere Wochen verfrüht erscheinen.
In dem Buch "Die brennenden Schiffe" darf Autor Uwe Anton uns in eine bedrohliche Situation in der Nachbargalaxis Andromeda einweihen. Damit wird ein beliebter Schauplatz endlich wieder voll genutzt. Explodierende Computerterminals erleichtern "Star Trek"-Fans das Hineinschnuppern, falls Interesse besteht - die flotte Handlung hilft aber sicher noch mehr.

Ab dem Januar wird es für Fans von Roman-Serien je nach Freizeit noch besser oder schwieriger. Am 14.Januar startet die vorerst nur auf zwölf Hefte ausgelegte Serie "Atlan - Centauri", die alle zwei Wochen erscheinen wird und von Uwe Anton entworfen worden ist. Am 29.April startet mit "Bad Earth" eine Alternative aus dem Bastei-Verlag. Der Erscheinungsrhythmus beträgt ebenfalls 14 Tage, Chef-Autor ist hier Manfred Weinland, der vor allem durch die Fortführung der SF-Serie "Ren Dhark" in Buchform bekannt ist.

Damit aber zum aktuellen Geschehen der Heftserie. Mit Band 2149 ist diese Woche die erste Hälfte des Tradom-Zyklus zu Ende gegangen.
In der Handlungsebene, die die Auseinandersetzung zwischen den Völkern der Milchstraße und dem Reich Tradom beschreibt, hat sich das Blatt gedreht. Mit dem Paradim-Panzerbrecher ist eine Waffe gegen die zuvor nahezu unzerstörbaren Katamare des Reiches gefunden worden, sodass die Entscheidungsschlacht am Sternenfenster zugunsten der Milchstraßen-Bewohner ausgefallen ist. Im Nachsetzen hat eine alliierte Flotte das Sternenfenster in die ferne Galaxis Tradom durchflogen und hält nun einen Brückenkopf.

Viel gravierender für die Zukunft der Serie sind die Erkenntnisse, die Atlan und die Besatzung der SOL in Band 2147 gewonnen haben. Dort ist es ihnen gelungen, Informationen von dem Pangalaktischen Statistiker Rik zu bekommen, die das bisherige Bild des Universums auf den Kopf gestellt haben. Wer Gigantomanie albern findet, sollte besser den Rest dieses Artikels überspringen.

Nach dem alten Wissensstand wird das Universum vom Konflikt zwischen zwei hochentwickelten Lebensformen dominiert. Die Kosmokraten sind die Vertreter der Ordnung. Sie hüten das GESETZ, dessen Inhalt nicht genau bekannt ist, das aber mit der Wahrung der Naturgesetze zu tun zu haben scheint. Diese Wesen, die über das Zwischenstadium der Materiequelle aus Superintelligenzen hervorgehen, leben an einem mysteriösen Ort "jenseits der Materiequellen". Zum Erreichen ihrer Ziele schicken sie seit Äonen Sporenschiffe aus, die Leben und Intelligenz im Universum verbreiten.

Die andere Gruppe sind die Chaotarchen, die als Lebensraum vermutlich Negasphären im Universen benötigen. Dabei handelt es sich um Zonen, in denen die Naturgesetze ihre Gültigkeit verlieren. Wie erst seit ca. sechzig Heften bekannt ist, schicken die Chaotarchen Chaotender aus, um mit Hilfe der Nekrophoren Leben im großen Maßstäben zu vernichten.

Beide Gruppen nutzen für ihren Konflikt auserwählte Helfer aus dem normalen Universum, die oft mit Unsterblichkeit belohnt werden, und ganze Hilfsvölker. Wie sich gezeigt hat, stehen die Kosmokraten zu hoch über normalen Intelligenzen, um sich für deren Bedürfnisse oder Leiden zu interessieren. Aus diesem Grund haben sich Perry Rhodan und Atlan, die einige Zeit als Ritter der Tiefe für die Kosmokraten gearbeitet haben, von diesen losgesagt.

Seit 350 Heften ist dieses Bild durch Thoregon ergänzt worden. Dabei soll es sich um eine Alternative handeln, die von den Helioten - Wesen aus Licht - angeboten wird. In Band 1999 ist das Thoregon gegründet worden, das unter anderem die Milchstraße umfasst. Die genaue Natur und der eigentliche Zweck der Thoregons sind bis dato unbekannt.

Neu ist nun, dass dieses Bild veraltet ist. Die Statistiker haben Eingriffe in die Struktur des Kosmos gezählt und haben so herausgefunden, dass die Aktivitäten der klassischen Mächte nur noch 37 Prozent ausmachen. Der große Rest fällt unter die Rubrik "Diverse", die sich aus den verschiedensten Formen des Lebens zusammensetzt. Den Kosmokraten ist also die Kontrolle über das Universum entglitten, daher bereiten sie eine massive Reduzierung des Lebens vor.

Weiterhin sind Thoregons der stärkste Faktor des Lebens. Die Helioten handeln laut Erkenntnissen der Statistiker aus reinem Eigennutz und wollen auf eine Stufe mit den Kosmokraten kommen. Versetzungen von ganzen Galaxien sind beobachtet worden, die auf erste ziellose Experimente der Helioten mit neuen Kräften zurückzuführen sind.

Als Reaktion haben die Kosmokraten beschlossen, die Thoregons auszulöschen. Galaxien, in denen ausgezeichnete Thoregon-Völker wie die Menschheit leben, und Galaxien, die irgendwann einmal zu Thoregons gehören könnten, sind mit Galaxienzündern versehen worden, die eine ganze Sterneninsel vernichten können. Insgesamt sind zwei- bis dreitausend Galaxien betroffen.

Die Pangalaktischen Statistiker können selbst nicht eingreifen, weil sie sich gegenüber den Höheren Mächten zur Neutralität verpflichtet haben. Aber da ihre Galaxis Wassermal als möglicher Teil eines zukünftigen Thoregons, ausgehend von der Nachbar-Galaxis Salthi, ebenfalls mit einem Galaxienzünder versehen worden ist, geben sie Informationen frei.
Die SOL soll schnellstmöglich in das Erste Thoregon fliegen, um Kontakt mit den Helioten aufzunehmen. Dieses befindet sich im Mahlstrom der Sterne, der in den 700ern der Serie schon einmal Schauplatz gewesen ist.

Draufgaben an Hiobsbotschaften ist das baldige Verlöschen der Materiequelle Gourdel in der Galaxis Erranternohre, das womöglich durch Manipulationen der Helioten ausgelöst worden ist. Stattdessen soll eine Negasphäre in der Galaxis Hangay entstehen, die zur Milchstraße benachbart ist.

Gegen diese Neuerungen, die für einige hundert Hefte reichen können, verblasst der Krieg zwischen Tradom und der Milchstraße. Der Flug der SOL ist nun wesentlich bedeutender. Nebenbei war Atlan für einige Stunden verschwunden, an die er sich nicht erinnern kann. In seiner Tasche hat er eine Botschaft an sich selbst gefunden, dass er sein Einverständnis für etwas gegeben hat.

Damit ist die Serie aus dem eindimensionalen Schema Kosmokraten gegen Chaotarchen ausgebrochen. Sollte das Konzept nicht funktionieren oder bei den Lesern nicht ankommen, können die Informationen der Statistiker auch noch als bewusste oder unbewusste Täuschung dargestellt werden. Die Vorankündigung auf die nächsten fünfzig Hefte lässt die Frage offen, wie die Handlungen um das Reich Tradom, in dem sich ebenfalls ein Galaxienzünder befinden soll, und um einen Sternenschwarm in dieses Konzept passen.

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10. Episodenlogbuch: Farscape

Regulärer Cast der 2. Staffel:
Ben Browder als Crichton
Claudia Black als Aeryn Sun
Anthony Simcoe als D'Argo
Gigi Edgley als Chiana
Virginia Hey als Zhaan
Jonathan Hardy als Rygel (Stimme)
Lani Tupu als Pilot (Stimme)

Episode 2.01:
"Mind the Baby"

Regie: Andrew Prowse
Autor: Richard Manning

Gaststars:
Lani Tupu als Captain Bialar Crais
Wayne Pygram als Scorpius
David Franklin als Lt. Braca

Plot:
D'Argo erwacht nach einem Albtraum und stellt fest, dass Aeryn ihn und Crichton noch rechtzeitig vor dem sicheren Tod gerettet hat. Sie befinden sich auf einem unbewohnten Asteroiden mit Sauerstoffatmosphäre. Aeryn hat sich jedoch auf einen Deal mit Crais eingelassen und hilft ihm, den Umgang mit Talyn zu lernen. Scorpius ist natürlich ungehalten darüber, dass Crichton und Co. ihm entkommen sind, während Moya nach Talyn sucht.
Auf dem Asteroiden erfährt Crichton von dem Deal mit Crais und stattet ihm einen Besuch ab....

Kritik:
Farscape ist zurück, und wie..
Der Cliffhanger wird zufriedenstellend aufgelöst und die Karten neu verteilt. Die Aufgabe des Drehbuchautors war es, dafür zu sorgen, dass Crais Teil des Teams wird, die anderen jedoch starkes Mißtrauen gegen ihn hegen. Im übrigen war die Folge gar nicht als erste Episode der zweiten Season geplant, sondern die Episode "Dream a little Dream". Beide Episoden mussten ein wenig umgeschnitten werden und man drehte Szenen nach, damit sie in ihrer letztendlichen Ausstrahlungsreihenfolge überhaupt Sinn machten. Insgesamt, wohl auch durch diese Umänderungen, nur eine durchschnittliche Episode. Genial war allerdings der Stein-Schere-Papier-Gag zwischen D'Argo und Crichton, der sich wie ein Running Gag durch die gesamte Serie ziehen wird.

Episode 2.02:
"Vitas Mortis"

Regie: Tony Tilse
Autor: Grant McAloon

Gaststars:
Melissa Jaffa als alte Nilaam
Anna Lise Phillips als junge Nilaam

Plot:
Crichton und Co. landen auf einem Planeten, auf dem Gerüchten zufolge eine alte luxanische Priesterin leben soll. Die Priesterin bittet D'Argo, sie bei ihrem Todesritual zu unterstützen. Dies wäre auch für D'Argo nicht ungefährlich, Crichton kann seinen Freund jedoch nicht daran hindern. Anstatt zu sterben, wird Nilaam, die Priesterin, plötzlich jünger und damit attraktiv für D'Argo. Das missglückte Todesritual hat aber schwerwiegende Folgen für Moya...

Kritik:
Oh nein, Rituale...als ob die Rituale der Klingonen bei "Star Trek" nicht schon nervtötend genug wären, jetzt fangen sie bei Farscape auch schon damit an...
Ohnehin hätte diese Episode ohne Probleme ins "Star Trek"-Universum versetzt werden können...man ersetze Luxaner mit Klingonen und D'Argo mit Worf und fertig ist die TNG-Folge...
Zwar gibt die Episode D'Argo mal eine Freundin, aber es ist von vornherein klar, dass diese Beziehung zum Scheitern verurteilt ist. Die Folge ist unterer Durchschnitt, da auch die Farscape-typischen Comedy-Elemente fast völlig fehlen und man ähnliche Stories schon zigfach gesehen hat....Schade, ein schwacher Start in die zweite Staffel.

Episode 2.03:
"Taking the Stone"

Regie: Rowan Woods
Autor: Justin Monjo

Gaststars:
Anthony Hayes als Molnon
Peter Scarf als Das
Michela Noonan als Vyna
Natasha Beaumont als Janixx

Plot:
Chiana stellt anhand der Life Disc, die sie in ihrem Körper trug und die nun aufhörte, zu pulsieren, fest, dass ihr Bruder gestorben sein muss und fliegt mit Aeryns Prowler zum nahegelegenen Friedhofsplaneten. Dort wird sie von drei Jugendlichen attackiert. Crichton und Co. folgen ihr und während Rygel sich als Grabräuber betätigt, stellen Crichton und Aeryn fest, dass niemand auf diesem Planeten älter als 22 wird. Die hiesige Gesellschaft dreht sich um ein Halluzigen und die Jagd nach dem ultimativen Thrill. Chiana erklärt Crichton, dass sie die ultimative Mutprobe machen will...

Kritik:
An dieser Folge scheiden sich die Geister. Entweder man mag sie oder man hasst sie. Ein "geht so" gibt es hier nicht. Man erfährt endlich ein wenig mehr über Chiana und die Aliens wirken völlig zugedröhnt, allerdings war auch hier klar, dass es zu einem Happy End kommen musste. Die Comedy und die Charaktervertiefungen waren aber immerhin wieder vorhanden. Somit sind die drei in dieser Ausgabe besprochenen Episoden eher durchwachsen, aber keine Panik: In den nächsten drei Episoden nimmt Farscape wieder an Fahrt auf und ein Kracher jagt den nächsten.

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11. Jeremiah - JMS sprudelt weiter vor Kreativität (1.2)

Vor gut zwei Monaten lief in den USA das erste Staffelfinale der Joe-Michael-Straczynski (JMS)-Serie "Jeremiah" auf "Showtime" - es ist also an der Zeit, die erste Staffel Revue passieren zu lassen - natürlich mit einem Schwergewicht auf der zweiten Hälfte, nachdem in zwei früheren Ausgaben des Corona die erste Hälfte der ersten Staffel bereits eingehend betrachtet wurde.
Doch zunächst die aktuellen News zur Serie: Es ist mittlerweile von JMS bestätigt, dass "Jeremiah" eine zweite Staffel haben wird - anscheinend mit 15 Folgen, womit diese Serie sich in den Standard von 12-15 Episoden pro Staffel einfügt, der in den USA für Serien, die im Pay-TV laufen, üblich ist.
Der bisherige Co-Executive Producer Sam Egan ("The Outer Limits") hat die Serie verlassen, dafür wurde Grant Rosenberg ("ST: TNG", "Time Trax", "Lois und Clark", "McGyver", "The Outer Limits") an Bord geholt, der zwar auch ein paar Folgen schreiben soll (Egan schrieb 8 der 20 Episoden der ersten Staffel), vor allem aber JMS am Set entlasten soll, damit dieser sich mehr aufs Schreiben konzentrieren kann. Zwei neue Gesichter sollen in der zweiten Staffel "Jeremiah" verstärken - einer davon wird Sean Astin (LOTR: Sam) sein, der andere ist noch nicht bekannt, wird aber über den Webbeat nachgereicht werden.

Doch nun zur Bilanz der ersten Staffel, was so einfach nicht ist. Wie soll man die erste Staffel einer JMS-Serie bewerten, wenn man die nachfolgenden noch nicht kennt ? (Nur zum Vergleich - wie würde wohl heute eine Kritik der ersten Staffel Babylon 5 aussehen, ohne das Wissen, dass diese Staffel besonders gut ist, wenn man sie nach der fünften Staffel nochmals ansieht ?)
Diese Vorrede soll deutlich machen, dass alles, was im Folgenden gesagt wird, unter dem Vorbehalt steht, dass es durch eine zweite, dritte oder vierte Staffel dieser Serie nicht ins Gegenteil verdreht wird.

Erfolg der Serie
Diese Rubrik ist mit besonderer Vorsicht zu genießen, da die Informationen hierüber eher spärlich sind und zum großen Teil auf Postings von JMS beruhen, der seinen eigenen Erfolg sicher nicht geringer angeben dürfte, als er tatsächlich ist.

Auf der Negativseite muss man hier wohl anführen, dass die Serie nicht unbedingt ein Liebling der Kritiker ist - die Fans berichten in den Foren darüber, dass es zum einen erstaunlich wenig Echo in der Presse gab und dieses nicht durchgehend positiv ist. Andere Showtime-Serien ("Stargate" oder auch "Odyssey 5") haben anscheinend mehr Raum in den Zeitungen gefunden - allerdings wurden sie nicht freundlicher behandelt.

Positiv scheinen die Ratings (Einschaltquoten) der Serie zu sein - so schlug der Pilotfilm von den Quoten her die direkt zuvor ausgestrahlte Staffelpremiere der sechsten "Stargate"-Staffel deutlich und auch nach dem Ende von "Stargate" auf Showtime blieben die Quoten konstant, sodass man von einem stabilen und eigenständigen Zuschauerstamm bei "Jeremiah" ausgehen kann. Dies insbesondere deshalb, weil die Quoten nach Angaben von JMS bei den folgenden Episoden noch weiter zunahmen und dann konstant blieben, wobei schon der Startwert der Pilotfolge als "exzellent für Kabel-Standards" bezeichnet wurde.

Nach Großbritannien wurde die Serie zwar schon verkauft, ist dort aber noch nicht gestartet - es wird abzuwarten bleiben, wie sich die Quoten dort entwickeln - und auch, welche Version von "Jeremiah" dort ausgestrahlt wird, es wurden nämlich zwei verschiedene gedreht, eine für das Pay-TV und eine entschärfte Version für das freie Fernsehen in den USA, wo die Serie in ca. eineinhalb Jahren auch anlaufen soll.

Auch nach Kanada wurde die Serie mittlerweile verkauft, wo sie leider in der falschen Reihenfolge ausgestrahlt wird - so wird beispielsweise die Doppelschlussfolge nicht am Ende gezeigt - dies scheint daran zu liegen, dass der ausstrahlende Sender die Produktionsnummer mit der Episodenfolgennummer verwechselt hat. Nach Angaben des "Jeremiah-Newsletters" hat der kanadische Sender aber angekündigt, ab der zweiten Staffel besser aufzupassen.

Niveau und Charakterentwicklung

Allgemein lässt sich hier fest stellen, dass sich die erste Staffel bis auf einen kapitalen Ausfall ("Ring Of Truth", 1.15, von Sam Egan) auf einem sehr hohen Niveau bewegte.

Als sehr gut gelungen kann man auch JMS´ Experiment ansehen, Folgen von "freien" Autoren schreiben zu lassen. Zwei Folgen der ersten Staffel (1.13: "Mother Of Invention" und 1.18: "A Means To An End") wurden an Sara Barnes, die nicht im Produzententeam ist, vergeben. Die Stories fügen sich wunderbar in die Reihe der anderen ein, nicht ohne aber dennoch einen eigenen Stil zu haben. Im Fandom vermutet man, dass sich im weiteren Verlauf der Serie nach diesen gelungenen Folgen weitere Episoden von Sara Barnes finden werden.

Es hat erstaunlich kurz gedauert, bis man mit den beiden Hauptcharakteren, Jeremiah (Luke Perry) und Kurdy (Malcolm-Jamal Warner) "warm" wurde, auch die wiederkehrenden Figuren Marcus Alexander (Peter Stebbings), Theo (Kim Hawthorne) und Ezekiel (Alex Zahara) bekamen ausreichend Zeit, sich zu entwickeln. Andere dagegen wurden leider bisher vernachlässigt, wie zum Beispiel Lee Chen (Byron Lawson), Erin (Ingrid Kavelaars) oder Elisabeth (Kandyse McClure). Sehr schön war hingegen die Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden Hauptcharakteren Jeremiah und Kurdy anzusehen, nachdem nach der Pilotfolge einzelne Kritiker JMS rassistische Untertöne vorgeworfen hatten. Die Figur Kurdy vermittele das Bild eines dummen, aber schlagkräftigen Schwarzen, der lediglich die Rolle von Jeremiahs Diener übernehme. Hier zeigt sich schon innerhalb der ersten Staffel, wie falsch frühe Urteile sind.

Schauspielerische Leistung

Hier sei vorweg gleich gesagt, dass am Ende der ersten Staffel wohl niemand, der Luke Perry als Jeremiah sieht, noch an "Beverly Hills 90210" denkt oder mit Malcolm-Jamal Warner noch den Theo aus der "Cosby Show" verbindet - dazu zeigen beide viel zu deutlich, dass sie einiges mehr an schauspielerischen Qualitäten aufzuweisen haben, als in ihren "Jugendsünden" gezeigt.

Luke Perry hat während der ersten Staffel deutlich seine Entwicklungsfähigkeit bewiesen: Erlag er am Anfang noch ab und an der Versuchung, Bruce Willis zu imitieren, so fand er mit zunehmender Dauer seinen eigenen Platz - wobei bei ihm sicher noch eine weitere Steigerung möglich ist. Manche vergleichen seine Entwicklung mit der von Bruce Boxleitner ("B5: Sheridan") in seinem ersten Jahr auf der Station - auch Boxleitner war zwar schon ab Mitte der zweiten Staffel richtig gut, setzte später aber noch regelrechte Glanzlichter (man denke nur an die Verhörszenen oder die Abschlussfolge).

Bei Malcolm-Jamal Warner ist die Entwicklung noch augenfälliger, wobei ihm sicher auch sein stark verändertes Äußeres zupass kommt. Während er in seiner Entwicklung anfangs noch dadurch gebremst ist, dass die Serie in ihren ersten Episoden den Focus stärker auf ihren Namensgeber "Jeremiah" legt, so zeigt er doch spätestens in Folge 1.10 ("Journeys End In Lovers Meeting") und im ersten Teil der Schlussdoppelfolge, was in ihm steckt.

Hervorzuheben ist daneben Kim Hawthorne, die Theo spielt. Sie schafft es, in gerade mal fünf Folgen, in denen sie auftritt, einen so bleibenden Eindruck zu hinterlassen, dass man geneigt ist, sie als dritte Hauptperson der Serie anzusehen. Wer weiß, vielleicht wird sie es ja.
Sie ist es übrigens auch, die Luke Perry zum Glänzen bringt - in Folge 1.11 ("Thieves´ Honor").

Auf der Positivseite darf zu guter Letzt auch nicht Alex Zahara ("B5-LOTR: Dulann") fehlen, der den geheimnisvollen "Bruder" Jeremiahs - Ezekiel - mit einer an gute Theateraufführungen erinnernden Intensität auf den Bildschirm bringt - dies wie die gerade erwähnte Kim Hawthorne übrigens in den sehr wenigen Episoden, in denen er vorkommt.

Peter Stebbings, Ingrid Kavelaars, Kandyse McClure und Byron Lawson bleiben hingegen eher blass - vergleicht man diese Namen mit denen, deren Charakter nicht sonderlich weit entwickelt wurde, so sieht man, dass bis auf Peter Stebbings diese auch die Vernachlässigten sind. Vielleicht hätten sie mehr Möglichkeiten, wenn man sie ihnen gibt - eben wohl mit Ausnahme von Peter Stebbings, der auch auffallend oft Musik benötigt, damit die Stimmung erzeugt wird, die seine Szene haben soll.

Bei den Gastrollen ist vor allem Jason Priestley hervor zu heben, der in 1.04 ("And The Ground Sown With Salt") eine überragende Leistung abgibt. Ihn hätte man gerne öfters gesehen, was schon deshalb bemerkenswert ist, weil, als sein Name auf der Liste der Gaststars auftauchte, die Kritik groß war, da viele befürchteten, dass er das Niveau auf das von "Beverly Hills 90210" hinunter ziehen würde, da ja auch er bekanntlich mit dieser Serie bekannt wurde. Doch wie gesagt, weit gefehlt - das Gegenteil war der Fall, er trug die Folge fast alleine.

Mehr zu "Jeremiah"s Handlungsbögen, Spoiler für die 2. Hälfte der 1. Staffel und noch mehr, kommt in der nächsten Ausgabe unseres Magazins.

Links zum Thema:
http://www.jeremiah.tv/
http://abyss.hubbe.net/jeremiah
http://www.b5tv.com
http://www.jmsfan.de/jeremiah.htm
http://www.timtruman.com
http://www.wordlsofjms.com
http://www.jmsnews.com

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12. Das Ding aus einer anderen Welt.

Wer erinnert sich nicht an John Carpenters (ja, der Mann hat tatsächlich mal gute Filme gemacht...) Klassiker "Das Ding aus einer anderen Welt" aus dem Jahre 1983 ?!
Der Film war zwar ein Remake des gleichnamigen Schwarz/Weiß-Films von Howard Hawks (1951), welcher wiederum auf einer Kurzgeschichte von John W. Campbell jr. namens "Who goes there ?" basierte, jedoch avancierte John Carpenters Version der Story in kürzester Zeit zum Klassiker des SF/Horror-Genres.
Gute Schauspieler (Kurt Russell in der Hauptrolle), erstklassige Special Effects, minimalistische Musik und eine überaus beklemmende Atmosphäre sorgten dafür, dass sich der Film auch heute noch einer sehr großen Beliebtheit erfreut.
In England ist eine lohnenswerte Special Edition-DVD mit massig Bonusmaterial erschienen.

Für alle, die Carpenters Meisterwerk noch nicht kennen, hier noch einmal die Handlung.
In der Nähe einer Forschungsstation in der Arktis finden Wissenschaftler ein Raumschiff. Die außerirdische Lebensform an Bord ist in der Lage, die Gestalt sämtlicher Lebewesen, die es getötet hat, anzunehmen, egal ob Mensch oder Tier. Die Angst und zunehmende Paranoia der von der Außenwelt isolierten Forscher, die einer nach dem anderen getötet werden, erzeugen die nahezu einmalige Atmosphäre des Films und das bedrückende Ende tut ein übriges....

Universal Interactive hat sich nun, 20 Jahre später, daran gemacht, die Story in Form eines Videospiels fortzusetzen. Die Handlung des Spiels setzt kurz nach Ende des Carpenter-Films ein. Nachdem der Kontakt zu den Wissenschaftlern abgebrochen war, wurde eine militärische Spezialeinheit unter Kommando von Captain Blake in die Arktis geschickt, um dort nach dem Rechten zu sehen. Dort angekommen, stellen sie fest, dass der Außenposten in Trümmern liegt und die Forscher tot sind. Doch schnell merken sie, dass etwas überlebt hat....

Der Spieler übernimmt die Rolle von Captain Blake, der in der deutschen Version von Manfred Lehmann, der deutschen Synchronstimme von Bruce Willis, gesprochen wird. Wer aber nun glaubt, die Aufgabe des Spielers bestünde darin, wild um sich ballernd durch die Gegend zu laufen, irrt sich gewaltig. Universal Interactive legte sehr viel Wert darauf, die Atmosphäre des Films wiederzugeben, was ihnen auch rundum gelungen ist.
Schon zu Beginn des ersten Levels, lange bevor man das erste Alien zu Gesicht bekommt, hat man das Gefühl, beobachtet zu werden.
Die hervorragenden Soundeffekte sorgen ebenfalls für erhöhten Pulsschlag beim Spieler. Der kalte Wind pfeift einem um die Ohren, Trägerbalken stürzen ein und diverse andere Geräusche machen die beklemmende Atmosphäre perfekt.

Die Atmosphäre ist jedoch nicht das Einzige, was dieses Spiel auszeichnet. Die wirkliche Innovation ist in der Interaktion mit seinen Squad-Mitgliedern zu sehen. Denn im Alleingang ist das Spiel nicht zu lösen. Es gibt drei Arten von Squad-Mitgliedern: Soldaten, die Blake bei der Bekämpfung der Gegner unterstützen, Sanitäter, die Verwundete heilen können und Techniker, die elektrische Geräte reparieren können. Ohne die Hilfe der entsprechenden Squad-Mitglieder an den richtigen Stellen ist der Spieler aufgeschmissen. Jedoch sind die Kollegen keine hirntoten Sklaven, die immer das machen, was der Spieler ihnen befiehlt, sondern selbständig denkende Individuen, sie beobachten die Aktionen von Captain Blake genau und bilden sich ihr eigenes Urteil.
Wer also ungeschickt oder schlichtweg falsch handelt, verliert das Vertrauen seiner Mitstreiter. Im günstigsten Falle führen sie einfach ihre Befehle nicht mehr aus, im schlechtesten halten sie Blake für infiziert und wenden sich gegen ihn. Das Vertrauen kann man auch wieder zurückgewinnen, indem man seine Untergebenen mit Waffen und Munition versorgt, oder sich vor ihren Augen auf Infektion testet. Allerdings ist Vertrauen nicht der einzige Faktor, den man bei seinen Squad-Mitgliedern im Auge behalten muss. Hält man sich zu lange in einer gefährlichen Gegend auf, bekommen sie Angst, die in unkontrollierter Panik gipfeln kann, wenn man nicht rechtzeitig etwas dagegen unternimmt.

Viele interessante Zwischensequenzen treiben die wendungsreiche Handlung voran. Die Grafik ist, ebenso wie der Sound, als äußerst gelungen zu bezeichnen, zumal es sogar die Möglichkeit gibt, auf 60hz umzuschalten, sofern man einen entsprechenden TV besitzt.
Insgesamt betrachtet ein originelles, atmosphärisch dichtes Spiel mit innovativen Elementen, das einen so schnell nicht mehr loslässt.

Tip: Am Besten abends oder nachts allein in einem dunklen Zimmer mit aufgedrehtem Sound spielen! Endlich einmal ein auf einer Filmlizenz basierendes Spiel, bei dem man nicht nur auf den Namen, sondern auf ein originelles Spielkonzept gesetzt hat. Bleibt zu hoffen, dass dieser Trend sich fortsetzt. Am besten schon in den Spielen zu "Herr der Ringe", die ich in einer der nächsten Ausgaben behandeln werde.

"Das Ding" ist erhältlich für PC, X-Box und PS2.und freigegeben ab 16.

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13. Utopia Con: Con mit Klumpen

Die Utopia Convention in Scheveningen / Niederlande

OK – Klischee. Ich habe nur EINE Person mit Klumpen gesehen. Das hat mich ziemlich enttäuscht, weil jemand mir erzählt hat, dass der holländische Klingonenclub im Volloutfit mit Klumpen auf die Cons kommt. Das hätte ich zu gern gesehen!

Dafür gab es natürlich andere Sehenswürdigkeiten. Als Stargäste waren Ethan Phillips (Neelix / Voyager), Teryl Rothery (Dr. Frazer / Stargate), Mark Allen Shepard (Morn /Deep Space Nine) und Gareth Thomas (Blake / Blakes’s 7) geladen – also eine bunte SF-Mischung.

Teryl Rothery hielt ein sehr lebendiges Panel. Das ungefähr 1, 55 m große Persönchen war sehr gut gelaunt. Sie erzählte, dass ihre Kollegen mitunter auch unter ihrer ausgeprägten Munterkeit und guten Laune zu leiden hatten. Besonders Christopher Judge (Teal’c) hatte darunter zu leiden und überwachte akribisch ihren Kaffeekonsum, damit sie nicht noch lebhafter wurde. Teryl war ein absolutes Highlight, wie sie alle Fragen mit sehr offen und mit viel Humor beantwortete. Sie holte sogar einen Fan auf die Bühne, um mit ihr eine Diskussion über die Continuity zu führen. Allgemein herrschte dort ein sehr hohes Interesse an "Stargate".

Ethan Phillips ist auch immer wieder ein Feuerwerk – man weiß nie wann der nächste, doch recht deftige Witz kommt. Er versteigerte zu Gunsten der Wohltätigkeitsorganisation zur Unterstützung der Forschung über Zwangsneurosen (Obsessive Compulsive Disorder – OCD) ein Teilstück seiner Gesichtsmaske und ein Autogrammbild der gesamten Voyager-Crew.
Ethan selbst leidet an dieser Krankheit, hat aber gelernt, damit umzugehen und zu leben.

Auf der Convention, die übrigens die größte ihrer Art in den Niederlanden ist, tummelten sich ca. 160 Gäste mit Wochenendkarten und überraschend viele Tagesgäste – ganz im Gegensatz zu deutschen Veranstaltungen. Durch die überschaubare Anzahl von Gästen war es eine sehr nette Convention und auch sehr entspannt. Leider schien das Hotelpersonal die SF-Leute nicht so lustig zu finden und war ein bisschen brummig.

Auf der Convention fanden natürlich die üblichen Programmpunkte statt, wie Kostümwettbewerb, Con-Party, Autogrammstunde usw. Das besondere an dieser Con ist aber, dass durch den relativ kleinen Rahmen natürlich auch ganz andere Veranstaltungen stattfinden können, wie z. B. Workshops.
Dort konnte man lernen, wie man mit Neelix’ Kochbuch seine Verwandtschaft verschrecken oder verwöhnen kann oder was man als Sci-Fi Journalist wissen sollte. Besonders interessant war auch der Workshop für angehende Schauspieler. Dieser wurde von der Moderatorin der Veranstaltung - Nynke Faber - geleitet, die in Holland ein Soap-Star ist und daher ihre Erfahrungen aus erster Hand weiter geben konnte.

Besonders gut ausgesucht war auch das Programm im Video-Raum. Dort wurden Kleinodien gezeigt, die man nicht so leicht findet. Z. B. die amerikanische "Der Schwächste fliegt"-Folge mit Star Trek Schaupielern, die "Herr der Ringe"-Parodie von den MTV-Movie Awards mit Sarah Michelle Gellar (Buffy) und die "Futurama" Star Trek Parodie "Where no fan has gone before" und und und…

In "Convention-Kreisen" wurde schon viel über die Utopia Convention in Scheveningen gemunkelt. Kleine, nette Con, tolle Atmosphäre und nette Leute - sie war seit längerem der Flüster-Geheimtipp unter den europäischen Cons. Dieses Gerücht hat sich meiner Meinung nach absolut bestätigt. Für jemanden der aus Deutschland kommt, war es schön, endlich mal auf eine Convention ohne die üblichen Verdächtigen zu kommen. Fazit: War super! Will wieder hin!

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14. Wissenschaft: Nanotechnologie

Bisherige Technologien setzten darauf, einen Haufen Materie in eine Form zu gießen oder so lange etwas davon zu entfernen, bis man das gewünschte Bauteil in Händen hält. Die Zukunft wird möglicherweise so aussehen, dass man das Produkt aus einzelnen Atomen aufbaut. Das ist zumindest das, was man sich von der Nanotechnologie erwartet, wie sie vom Physiker R.P. Feynman 1959 erstmals vorgeschlagen wurde.

Mit Hilfe von Rastertunnelmikroskopen und Rasterkraftmikroskopen kann man schon heute Oberflächen mit atomarer Auflösung in Augenschein nehmen und sogar einzelne Atome manipulieren, d.h. Atome aus Oberflächen lösen oder Fremdatome einfügen.

Aber um durch das Verschieben einzelner Atome einen Gegenstand zusammenzusetzen, braucht man viel Zeit. Ganz zu schweigen vom Aufwand, der betrieben werden muss, um mehrere atomare Geräteteile zu einer arbeitenden Maschine zusammenzusetzen.
Aktuelle Forschungen gehen deshalb auch in die Richtung Nano-Bauteile mittels Lithographie aus einem Siliziumwafer herauszuätzen oder chemische Reaktionen zu nutzen, um sie in großem Stil herzustellen.

Einzelne Teile dieser zukünftigen Nanomaschinen existieren bereits. So kann man heute Getriebe, Zangen und Schalter herstellen. Aber auch ein Geißelantrieb, den man sich von Bakterien abgeschaut hat, ist schon gebaut worden.
Ein Problem besteht aber noch darin, diese Bauteile zu einer komplexen Maschine zusammenzusetzen. Bis zum Einsatz von Nano-Robotern oder Nano-Technologie - kurz Nanobots (oder Nanities, nach Greg Bear, "Blood Music" 1983) bzw. Nanonic (P.F. Hamilton, "Night's Dawn Trilogy" 1996) - wird es deshalb noch eine Weile dauern. Optimistische Wissenschaftler rechnen mit mindestens zehn bis 15 Jahren.

Die ersten Anwendungen werden deshalb großflächige Anwendungen sein, die nicht Atom für Atom aufgebaut werden müssen, sondern chemische und physikalische Phänomene nutzen, um Oberflächen in wenigen Arbeitsschritten mit neuen Eigenschaften und Funktionen auszustatten.

So kann man zum Beispiel Oberflächen mit einem Plasma beschichten - das ist ein Gas aus Atomen, das so heiß ist, da die Atome ionisiert sind. Auf diese Weise lassen sich Beschichtungen herstellen, die nur wenige, im Extremfall eine einzige Atomlage, dick sind.

Man kann beispielsweise eine Glasplatte mit ein paar Lagen Kohlenstoffatomen versehen, die sich auf der Oberfläche zu einer kratzfesten Diamantschicht anordnen. Oder man kann Strukturen wachsen lassen, die den Lotosblüteneffekt nachahmen, sodass die Oberfläche keinen Schmutz annimmt.
Am BIAS in Bremen wurde außerdem kürzlich eine Technik entwickelt, um Diamantschichten in Luft - statt wie bisher unter Vakuum - sehr schnell wachsen zu lassen, sodass industrielle Anwendungen dieser Technik kurz bevorstehen dürften.

Nutzt man zusätzlich die chemischen Eigenschaften der Elemente kann man sogar Strukturen auf der Oberfläche entstehen lassen. Mit genau der richtigen Menge an Atomen, die aber noch nicht ausreichen die Oberfläche komplett zu bedecken, kann man zum Beispiel Inseln schaffen, an denen sich wieder die nächste Atomsorte bevorzugt anlagert, so könnte man eine ganze Platte mit winzigen Leuchtdioden bauen, zum Beispiel für die Hintergrundbeleuchtung von noch flacheren Bildschirmen oder Tapeten, die auch als Lichtquelle dienen.

Man kann aber auch Kohlenstoffröhren wachsen lassen, die sich unter Umständen als Leiter für einzelne Elektronen einsetzen lassen, was ein erster Schritt in Richtung Quantencomputer ist.
Aber es werden auch ganz neue Materialien möglich sein, die so wiederstandsfähig sind wie Hochleistungs-Keramiken und trotzdem bruchfest und flexibel wie Stahl.

So ist eine moderne Hochleistungskeramik, wie sie zum Beispiel als Hitzeschild am Space-Shuttle eingesetzt wird, zwar sehr hart, aber spröde. Durch die Kontrolle des atomaren Aufbaus und vielleicht mit Hilfe des einen oder anderen Fremdatoms, könnte man aber seine Eigenschaften manipulieren, sodass er seine Festigkeit behält aber leichter zu bearbeiten und zu formen ist. Außerdem könnte er so einwirkenden Kräften besser wiederstehen.

Diese Keramiken, die auch bei der Motorentwicklung in der Automobilindustrie von Interesse sind, und viele weitere neue Materialien, werden unser Leben mehr oder weniger unbemerkt verändern, lange bevor die ersten Mediziner den ersten Nanobot in die Blutbahn eines Patienten injizieren.

Neue Technologien lösen immer wieder Vorbehalte aus und wenn es darum geht, die Natur auf ihrer untersten Ebene zu manipulieren, bekommen es manche mit der Angst zu tun. Was ist denn, wenn ein verrückter Wissenschaftler selbstreproduzierende Nanobots baut, die außer Kontrolle geraten und die ganze Erde bis hinunter zum heißen Magma vernichten und nur eine glühende von hungrigen Nanobots wimmelnde Einöde hinterlassen.

Die meisten Wissenschaftler sind glücklicherweise nicht wahnsinnig und besitzen neben einem gesunden Selbsterhaltungstrieb auch ein gewisses Verständnis für Ökonomie und Nutzen.
Sich selbst reproduzierende Nanobots sind außer für einen kompletten Weltuntergang zu nichts zu gebrauchen und eignen sich deshalb nicht einmal für das Militär. Zweifellos wird das Militär an der neuen Technologie interessiert sein, aber man wird neue Panzerungen und viele andere Dinge ersinnen.

Abgesehen davon gibt es erhebliche Schwierigkeiten bei der Konstruktion solcher Maschinen, denn sie müssten die Rohstoffe sammeln, aufbereiten und einbauen. Bisher sind nur Lebewesen und als ihre kleinsten Vertreter die Bakterien zu dieser Leistung fähig. Und wenn sich die Maschine auch noch selbst vervielfältigen soll, dann muss sie auch einen Bauplan in ihrem Inneren tragen und diesen Bauplan auf die nächste Nanobot-Generation übertragen. Bisher gibt es keine Lösungen für dieses Problem. Die DNS-RNS Kombination in uns Lebewesen, die gleichzeitig als Bauplan und als Werkzeug dient, ist auf Grund ihrer Komplexität in absehbarer Zukunft nicht auf technische Produkte zu übertragen.

Die Gefahr des Weltuntergangs ist also gering. Es bleibt aber die Frage, welchen Nutzen ziehen wir aus der Nanonic, den wir nicht auch durch Anwendung klassischer Ansätze erhalten können.
Die Medizin muss immer wieder als Paradebeispiel für neue Anwendungen herhalten. So verspricht man sich zum Beispiel Nanobots, die im Körper des Patienten selbstständig nach Krankheitserregern oder vielleicht nach Krebszellen suchen und diese ausschalten oder sogar in der Lage sind, verletztes Gewebe zu reparieren. Selbstverständlich haben diese Nanobots nur eine begrenzte Lebensdauer und werden dann auf natürlichem Weg wieder ausgeschieden.

Für diesen Einsatz muss eine Nanonic entwickelt werden, die in der Lage ist, kranke Zellen zu erkennen - dies zumindest ist nicht so schwer, denn genau wie bei den Zellen des Immunsystems, könnte man sich chemische Rezeptoren ausdenken, die auf dieselben Reize reagieren und den Nanobot zielsicher zum Krankheitserreger oder einer Krebszelle führen.
Eine andere Frage ist, ob man dazu wirklich Nanonic braucht, denn man kann auch das körpereigene Immunsystem trainieren - dass das möglich ist, ist bereits gezeigt worden.

Könnten Nanots vielleicht helfen, Umweltverschmutzungen zu beseitigen? Kleine chemische Fabriken könnten Ölteppiche aufnehmen und in weniger schädliche Komponenten zerlegen. Das gleiche leisten aber auch einige Bakterienarten sehr effektiv, diese sind zwar vorzugsweise in warmen Regionen tätig, aber daran kann man mit Zucht und Gentechnik arbeiten.

Man kann sich sehr viele Bereiche überlegen in denen die Nano-Technologie einsetzbar ist. Sie muss dabei nicht unbedingt die einzige Option sein, aber sie könnte zielgenau und vielleicht eines Tages schneller und flexibler eingesetzt werden als andere Lösungsansätze.
Den größten Nutzen werden wir aber in absehbarer Zukunft wahrscheinlich nicht durch komplizierte Nanobots haben. Was unsere Welt verändern wird, sind neue Materialien mit schier unglaublichen Eigenschaften und die stehen sogar schon vor der Tür und warten auf ihren Einsatz.

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15. Subspace Link

Stargate: Siebente Staffel bestätigt!
Der amerikanische Sci Fi Channel hat die Science Fiction-Serie "Stargate SG-1" um eine volle siebente Staffel verlängert. Das Network hat 22 neue Episoden von MGM bestellt. Richard Dean Anderson wird auch weiterhin die Hauptrolle als Colonel Jack O'Neill spielen und Executive Producer der Serie sein. "Stargate-Fans sind überall," sagte Sci Fi-Präsident Bonnie Hammer in einem Statement. "Die Einschaltquoten beweisen es. Wir sind glücklich, SG-1 um eine neue Staffel zu erweitern. Die Serie lief unheimlich gut bei Sci Fi, sowohl die gekauften als auch selbst produzierten Folgen, und wir freuen uns auf ein weiteres rekordbrechendes Jahr." Die Produktion der neuen Staffel wird im Frühjahr nächsten Jahres in Vancouver beginnen. Im Somer 2003 soll dann die siebente Staffel in den USA anlaufen. In Deutschland wird gerade die dritte Staffel der Serie immer Mittwochs auf RTL II wiederholt. Wann die sechste Staffel in Deutschland startet, ist bisher noch nicht bekannt. (mr)

Buffy: Gerüchteküche um die achte Staffel.
Ob oder ob es keine achte Staffel von Buffy gibt, hängt inzwischen von der gefragten Person und vom Tag der Woche ab. Joss Whedon sagte nun im Gespräch mit Wanda von "E! Online", dass alles noch offen sei. Irgendwann in den nächsten zwei Monaten wird es entschieden und dann werde er sich darauf einstellen. Aber bis jetzt ist nichts Definitives raus. "Die Chancen für eine achte Staffel sind gut", so Whedon, ob aber Sarah Michelle Gellar (Buffy) mit dabei sein wird, wüsste er nicht. Es ist sehr unsicher ob Gellar für eine weitere Staffel unterschreibt, die Chancen stehen laut einer anonymen Quelle bei zehn Prozent. Selbst wenn sie unterschreibt ist es wahrscheinlicher, dass sie nur zeitweise auftaucht und nicht in allen 22 Episoden. All das wird aber die jetzt laufende, siebte Staffel nicht beeinflussen, sagt Whedon. (sf)

Buffy: Die Nerds kehren zurück.
Zumindest zwei von ihnen. Tom Lenk, der Andrew in der sechsten Staffel spielte, sagte im Interview mit Sci Fi Wire, dass sowohl er als auch Danny Strong (Jonathan) in der Episode vom 12. November mitspielen werden. Lenk würde zurückkommen und "wirklich schockierendes Zeug würde passieren". Beide Charaktere kommen aus Mexiko zurück und werden auch noch weitere Auftritte haben. (sf)

Firefly: Zukunft entscheidet sich in zwei bis drei Wochen.
Die Fanseite "Fireflyfans" berichtet heute, dass nach Angaben von "The Futoncritic" Fox in zwei bis drei Wochen über das Schicksal der schwächelnden Joss-Whedon-Serie "Firefly" entscheiden wird. Wenig hoffnungsvoll stimmt da, dass am 5. November erst 125 Meldungen über Teilnahmen an der Postkartenaktion bei "Fireflyfans" eingegangen sind - für den 7. November waren 5000 angepeilt worden. (mp)

Links zum Thema: http://www.fireflyfans.net

Andromeda: Zwei Gemini-Preise.
Während einer dreitägigen Zeremonie, die die besten Filme im kanadischen Fernsehen ehrte, bekam auch "Andromeda" zwei der "Gemini" Awards. Gordon Michael Woolvett (Seamus Harper) durfte den Preis entgegen nehmen, der nach einer Abstimmung der Zuschauer verliehen wurde. Über 150.000 Stimmabgaben wurden auf der Webseite registriert, wobei Woolvett und seine Kollegin Lexa Doig (Andromeda) unter die ersten zehn kamen. Am 2. November hatten schon Francesca von Zimmermann und Ryan Nicholson einen Gemini Preis bekommen für ihre Masken und ihr Make-up in der Episode "Ouroboros" aus der zweiten Staffel. Damit gewannen sie vor "Stargate SG-1", "The Associates", "The Gavin Crawford Show" und "This Hour Has 22 Minutes". "Andromeda" war außerdem in den Kategorien Beste Kamera und beste Spezialeffekte nominiert. (sh)

B5 - Crusade: Gary Cole auf der Leinwand zu sehen.
Gary Cole (B5-Crusade: Cpt. Gideon) kehrt auf die Kinoleinwand zurck. An der Seite von Eddie Murphy und Owen Wilson wird er im Film "I Spy", der auf der gleichnamigen TV-Serie aus den Sechziger-Jahren basiert, zu sehen sein. In den USA war Cole gerade erst mit dem Film "One Hour Photo" an der Seite von Robin Williams zu sehen - dieser Film kommt voraussichtlich am 6. März 2003 in die deutschen Kinos und wird von der Quellseite w„rmstens empfohlen.(mp)

Herr der Ringe: Norweger campen für Kino-Karten.
Trotz Frostgraden harren inzwischen bis zu 800 Fans in Norwegen in ihrem selbstgebauten Hobbit- Dorf aus Zelten und Laubhütten aus, um als erste an die Kinokarten für "The Two Towers", den zweiten Teil der Trilogie zu kommen. In der letzten Nacht vor dem Verkauf ist die Zahl der phantasievoll verkleideten Hobbits, Elfen und Zauberer noch einmal gestiegen. Der 25jährige Postbeamte Sverre Munderheim beschreibt sein selbst angefertigtes Kostüm zum Beispiel als "Jacket aus 26.000 Stahlringen und einer Waffe aus zwei Stahlkugeln mit Spitzen, die durch eine Kette an einem Holzstiel befestigt ist". Er gehört zu den Leuten mit den hinteren Plätzen in der langen Schlange, die wohl keine der Karten für die erste Aufführung bekommen werden, doch das macht ihm nichts aus: "Die Erfahrung hier zu sein entschädigt mich für alles.", sagte er.(sh)

Tony Toddy auf dem Movie & Comic Event.
Für das 3. Movie und Comic-Event konnten die Veranstalter Tony Todd gewinnen, Star Trek-Fans bestens bekannt als Worfs Bruder Kurn aus "Star Trek: Next Generation". Tony Todd gehört zu den wenigen Gastdarstellern, die es geschafft haben, in gleich drei Star Trek- Serien mitgespielt zu haben: "Star Trek: The Next Generation", "Star Trek: Deep Space Nine" und "Star Trek: Voyager". Zudem hatte er in vielen weiteren Genre-Serien wie "Babylon 5", "Smallville", "Angel", "Hercules", "Xena: Warrior Princess" und ganz aktuell "Gene Roddenberry's Andromeda" Gastrollen. Zu seinen weiteren Filmerfolgen gehören natürlich "Candyman", "The Crow", "Final Destination", "The Rock" und "Wishmaster". Dies ist eine der seltenen Möglichkeiten ihn einmal in Person zu treffen. Zu den weiteren 11 Stargästen des Events aus den Bereichen James Bond, Sci-Fi/Horror gehört Mark Rolston, der Lieutenant (j.g.) Walter Pierce in der "Star Trek: The Next Generation"- Episode "Eye of the Beholder" spielte und Gastrollen in "Profiler", "Babylon 5", "Akte X", "Angel", "Dark Angel" und "Alias" hatte. Aber den meisten wird er wohl mehr als Drake aus James Camerons "Aliens" in Erinnerung geblieben sein. Der Movie & Comic Event findet vom 23. bis 24. November in Hamburg statt. Neben den Stars erwarten euch auch ein Sammlermarkt, Ausstellungen ("Aliens" ) und vieles mehr. Eine Einzeleintrittskarte für die Veranstaltung kostet 12 Euro, ein Doppelticket nur 20 Euro.

Link zum Thema: http://www.hollywoodevent.de

RingCon: Tageskarten erhältlich.
Vom 22. bis 24. November wird Bonn nach Mittelerde verlegt. Die Deutsche Tolkien Gesellschaft e.V. und www.herrderringederfilm.de präsentieren in Zusammenarbeit mit der FedCon GmbH die weltweit größte Convention zum Thema Tolkien und "Der Herr der Ringe". Ab jetzt sind auch Tageskarten ab 35,- Euro erhältlich. Stargäste der Ringcon sind unter anderem Brad Dourif (Schlangenzunge/HdR: Die zwei Türme), Craig Parker (Haldir), Mark Ferguson (Gil-Galad) und andere. (sd)

Link zum Thema: http://www.ringcon.de

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