corona magazine
ISSN 1422-8904

   Spotlights
  + Gedanken zum Jubiläum
  + Er ist schwul, Jim!
  + DER Artikel

   Star Trek
  + Star Trek auf DVD
  + Gestern, Heute, Morgen
  + ST:X Filmposter
  + ENT: Feintuning
  + ENT: Neues Promovideo
  + DS9: Bald auf DVD?

   Subspace Link
  + Rhys Davies bei RingCon
  + SW: Episode II auf DVD
  + Bald 1. Simpsons-Film?
  + Exorzist 4: Neeson geht
  + B5: DVDs ab Oktober
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06. September 2002 - Ausgabe 100 - "And the sky is the Limit!"

Nur der Himmel ist die Grenze!

Knapp sechs Jahre Redaktionsarbeit, gerade mal 8,82 Mb benötigter Speicherplatz, aktuelle 27 feste Mitarbeiter, und momentane 11'663 Leser - einige nüchterne Fakten einer kontinuierlichen Erfolgsgeschichte, welche im Dezember 1996 seinen Anfang nahm und wo auch im September 2002 noch kein Ende in Sicht scheint. Und heute habe ich nun die Ehre und das Vergnügen, Ihnen die 100. Ausgabe des Corona Magazines präsentieren zu dürfen.

Bedanken möchte ich mich zu diesem denkwürdigen Anlass im Namen der gesamten Redaktion bei den unglaublich vielen Menschen und kommerziellen Sponsoren, die in der Vergangenheit zum Erfolg dieses Projektes ihren Beitrag geleistet haben und ohne die das Corona Magazine heute nicht dort stände, wo es ist. Und natürlich auch bei Ihnen, liebe Leser, da Sie das Fundament und unsere Motivationsgrundlage bilden und ohne diese großartige öffentliche Plattform im Rücken unser Wirken ohnehin seinen Zweck verfehlen würde. Bleiben Sie uns daher also auch in Zukunft gewogen und teilen Sie mit uns den Spaß an jeder neu veröffentlichten Ausgabe.

Bevor ich Sie aber nun den vielen Rubriken überlasse - 21 an der Zahl, wobei ich Ihnen erstere besonders ans Herz legen möchte - habe ich hier noch die Entscheidung der Umfrage bekannt zu geben, bei der Sie in den vergangenen Wochen zahlreich teilnahmen.
Das wöchentlich erscheinende Corona Newsletter wird bereits ab dem kommenden Freitag wie das Corona Magazine im HTML-Format erscheinen. Mit überwältigender Mehrheit haben Sie sich für den Formatwechsel entschieden und wir kommen diesem Wunsch nun ohne Verzögerung nach. Bei Interesse finden Sie die genauen Ergebnisse der Umfrage in der linken Spalte oberhalb des Impressums.

Nun aber viel Spaß mit der lang erwarteten Jubiläumsausgabe.
Haben Sie eine gute Zeit!

Ihr Klaus Michels
Chefredakteur


Pfadfinder

1. Corona: Gedanken zur Ausgabe 100
2. Star Trek: "Er ist schwul, Jim!"
3. Was von damals übrig blieb. Nix.
4. Kolumne: Gestern, Heute, Morgen
5. Star Trek: trekBEAT
6. Im Gespräch mit Michelle Trachtenberg
7. Star Trek: The Next Generation auf DVD
8. Corona Magazine 100: Das Gewinnspiel
9. Kreuzfeuer
10. Rating Report
11. Perry Rhodan: Zeitreisen
12. Episodenlogbuch: Farscape
13. Ostereier hinter vielen DVDs
14. Star Wars: Obi-Wan
15. Birds of Prey: Neu am Start
16. Birds of Prey: Der Pilotfilm
17. Arac Attack: Angriff der achtbeinigen Monster
18. Das Internationale Fantasy Filmfest
19. SF-Clubtreffen in Göttingen im Dezember
20. Wissenschaft: Gravitationswellen
21. Subspace Link


1. Corona: Gedanken zur Ausgabe 100

Den Corona Newsletter habe ich immer mit einem Kind verglichen. Als ich im Dezember 1996 erstmals News auf einer kleinen Homepage veröffentlichte, ahnte ich nicht, zu welchen Dimensionen er heranwachsen sollte. Ich rechnete vorsichtig mit ein paar hundert Lesern und arbeitete darauf hin. Doch es sollte anders kommen.

1997 trat jemand an mich heran, der massgeblich für den Erfolg verantwortlich wurde: Rafael Scholl. Er erklärte, er wolle den Newsletter unbedingt auf seinem Server. Rafael hatte das nötige Know-How in Sachen html-Programmierung. Wir entwickelten die Vision eines professionellen Newsletter. Ich erinnere mich, wie wir Skizzen per Mail hin und her schickten, und ich ihn immer wieder drängte: "Jetzt mach schon, mach doch mal." Und irgendwann stand es, das Layout. Es war natürlich harte Arbeit. Aber diese Idee kann so falsch nicht gewesen sein, zumindest blieb das Layout bis heute unangetastet.

Veränderungen lagen in der Luft. An allen Ecken wurde verbessert. Allein die vier Namensänderungen zeigen deutlich, wieviel der Newsletter durchmachen musste. Aber es war immer eine Veränderung zum Guten, zum Besseren, zur Professionalität. Das war meine Philosophie, das war die Philosophie des Newsletters.
Es folgte die vielleicht wichtigste Kooperation in der Geschichte des Newsletters. Mit dem größten Star-Trek-Portal www.startrek-index.de. Hinter der Plattform steht ein Mann, dem ich zu tiefem Dank verpflichtet bin: Malte Kirchner. Es war die perfekte Partnerschaft. Das DSi-Portal und der Corona Newsletter.

Nach dem Jahreswechsel 1997/98 geschah etwas Sonderbares: Die Leserzahlen schossen in die Höhe wie nie. Sie explodierten. Wir rieben uns die Augen. Doch es wurde Wirklichkeit. Wir waren plötzlich der größte ST-Newsletter im deutschsprachigen Raum.
Die letzte große Neuausrichtung kam im August 1998. Wir hatten ein innovatives neues Konzept mit einer starken Redaktion. Und das sollte durch einen Namenswechsel, damals hieß der Newsletter noch Storm, unterstrichen werden. Ich weiss noch, wie ich mich mit Rafael über ein knapp gehaltenes E-Mail wunderte, in dem der Verfasser meinte, Storm, das klinge nach "Sturm". Was wir von der SS hielten. Wir ackerten Berge von Namenslisten durch, machten Vorschlag um Vorschlag, doch mir gefiel, was Rafael nicht gefiel und umgekehrt. Resignation verbreitete sich, ich lag in der Sonne und da kam die Idee mit dem Corona.

Zu dieser Zeit schüttete es bereits von Anmeldungen für den Newsletter. Wir waren erfolgreich. Und die Zukunft gehörte uns. Trek-Größen wie Thomas Höhl konnten für Beiträge im Corona verpflichtet werden. Höhl rezensierte den neunten Kinofilm im Newsletter. Und dann das: Nach dem geglückten Relaunch und euphorischem Beifall für das neue Produkt erklärte mir Rafael, er wolle gehen. Die Belastung vom Relaunch war uns beiden ernsthaft ins Gesicht geschrieben. Auch ich spürte, dass wir an einem Punkt waren, der mit kleineren Anstrengungen nicht leicht zu überbieten war. Im September verließ Rafael Scholl die Redaktion. Ich machte weiter. Ich wollte, dass der Newsletter fortgeführt wurde.

Dennis Horn stieß zum Team. Nachdem er mir durch brilliante Beiträge aufgefallen war, ernannte ich ihn umgehend zum stellvertretenden Chefredakteur. Ich sah die Chance, dass sich da jemand ernsthaft für den Newsletter engagierte. Jemand, der etwas erreichen wollte.

Im Laufe der Jahre ließ der Wille, ein professionelles Produkt zu veröffentlichen, den Newsletter organisch wachsen. Beeindruckende 8500 Leser standen auf unseren Abo-Listen. Und jetzt, ein halbes Jahr nach dem Relaunch, war es vollbracht. Ich hatte die Prozesse neu organisiert, so dass der Corona in die Obhut anderer übergeben werden konnte. Und das tat ich dann auch.

Der heutige Chefredakteur Klaus Michels stellte mir anlässlich der 100. Ausgabe eine interessante Frage, die ich zu beantworten hatte. Er fragte mich, welche positiven und negativen Aspekte ich sehe, wenn ich das Internet und das Fandom von damals mit dem von heute vergleiche.

Die Entwicklung des Coronas fiel in eine Zeit des Aufbruchs: Zum einen die laufenden Serien Deep Space Nine, Voyager, die Kinofilme. Es war die goldene Zeit des Fandoms, und es gab in Hülle und Fülle zu berichten. Zum anderen die Boomphase des neuen Mediums, des Internets. Fans, die sich bisher über Clubs mit Neuigkeiten informierten, drängten ins Internet und fanden den Corona. Und hier sehe ich auch eine Chance für die Zukunft. Der Corona muss sich neu formieren und als Veranstalter tätig werden. Für Trekdinners, für Conventions, aber auch für Projekte, an die heute noch niemand zu denken wagt. Der Corona kann sich erlauben, neues auszuprobieren, weil er einen hohen Standard erreicht hat. Was ist mit kritischen und profunden Artikeln? Sie setzen Wissen voraus, um das Neue in einen Kontext zu rücken. Wissen über die Hintergründe, über Paramount, über die Agenten, über Filmverleiher und Fernsehsender. Die Menschen mit diesem Wissen gibt es, Leute, die seit Jahrzehnten dabei sind.
Ich denke an Kritiker wie Thomas Höhl, aber auch an Menschen wie Dirk Bartholomä. Um die Zukunft des Newsletters zu sichern, müssen seine Macher vermehrt auf Qualität setzen. Warum nicht den Programmverantwortlichen von Sat.1 für eine schriftliche Stellungnahme im Corona gewinnen? Der Corona ist eine gewichtige Plattform. Jetzt muss er mutig werden.

Philipp Ruch
Chefredakteur von 1996-1999


Damals war es eine etwas bewegtere Zeit. Damals hieß der Corona noch nicht Corona, sondern "Storm". Zu diesen Zeiten, im Juni 1998, also schon vier Jahre her und damit früher, war alles besser. Das Fandom hat sich seitdem verändert. Für mich war diese Marke am Ende von DS9 erreicht. Wo es damals eine Hand voll guter Serien gab, wird der Markt heute überschwemmt - und wo man sieht, gibt es heute leider auch viel schlechte Science Fiction.

Diese Schwemme sieht man doch am Corona: Das Magazine ist inzwischen ja auch dreimal so groß wie noch vor vier Jahren. Ein Impressum, das länger ist als es damals das Editorial war. Ein Haufen meist junger, engagierter Menschen arbeitet da ehrenamtlich zusammen, verzieht sich hinter dem Computer, und keiner in deren Umfeld weiß, was diese Menschen da überhaupt treiben.

Was sie betreiben, ist mehr als nur ein Fanprojekt: Das Corona Magazine ist mit seinen weit über 11'000 Lesern inzwischen ein journalistisches Werk. Die Redakteure, die an diesem Werk mitarbeiten, stammen entweder schon aus der journalistischen Riege oder sind mit dem Corona auf dem besten Weg dorthin.

Ich hatte mich damals, 16 Jahre alt und noch ohne journalistische Ambitionen, beim Storm beworben und bin als Redakteur eingestiegen. Es folgten erste Artikel, Leitartikel, und nach einiger Zeit saß ich auf dem Posten des Chefredakteurs. Diese Zeit war zumindest für meinen journalistischen Lebensweg maßgeblich. Das Schreiben machte Spaß, besonders, weil es immer um Themen ging, die mir als Science Fiction-Fan sowieso vertraut waren.

Mit der Arbeit beim Corona und sf-radio.de bewarb ich mich beim Uniradio in Bonn und wurde dort als Moderator eingestellt. Es folgten Bewerbungen und Einstellungen bei Lokalzeitungen und Lokalradios. Inzwischen arbeite ich als freier Redakteur bei WDR und ARD - und stets lagen meinen Bewerbungen Arbeitszeugnisse und Arbeitsproben aus der Zeit beim Corona bei. Dem Corona und dem Projekt sf-radio.de bin ich seit dieser Zeit nicht untreu geworden, vor allem aus einem Grund: um zu sehen, dass dieses Spiel heutzutage immer noch so läuft. Zahlreiche alte Mitarbeiter aus dem Corona Magazine tummeln sich heute in der journalistischen Landschaft.

Das Corona Magazine mit Korrespondenten und exklusiven Geschichten aus Film und Fernsehen war für mich am Ende nicht mehr nur wegen seiner Inhalte etwas Außergewöhnliches. In Europa gibt es kein vergleichbares Internet-Projekt, das ich kenne, das als solche Talentschmiede dient.

Trotzdem musste vor mir Philipp Ruch und muss nach mir heute noch Klaus Michels den Eindruck Mal für Mal verwischen, beim Corona handele es sich um ein professionelles Produkt. Das sieht am Ende so aus, aber in den Corona hinein fließt Herzblut von ehrenamtlichen Redakteuren. Nachteil: Dafür gibt es kein Geld. Vorteil: Da darf jeder mitmachen.

Das ist es, was das Corona Magazine ausmacht: Es ist eine Spielwiese mit Themen, die interessieren. Da ist Spaß bei der Sache, da ist Ernsthaftigkeit für das Produkt und da ist Freude dabei, wenn man sieht, was am Ende dabei raus kommt. Schön zu sehen, dass das so auch nach 100 Ausgaben und fast sechs Jahren noch funktioniert.

Dennis Horn
Chefredakteur von 1999-2000


Für mich begann das turbulente Corona-Leben mit einem digitalen Paukenschlag, denn es war am 18. Januar 2000, als mir der damalige Chefredakteur Dennis Horn in einer Mail die Frage stellte, ob ich es mir vorstellen kann, im Spätsommer sein Nachfolger zu werden.
Ich war zu diesem Zeitpunkt gerade erst zum Redaktionsleiter des webBEAT inthronisiert worden, hatte mich im Entferntesten noch nicht mit der Erstellung einer kompletten Corona-Ausgabe befasst und war nach dieser für mich vollkommen überraschenden Eröffnung dem entsprechend sehr überrascht.
Schlussendlich fasste ich meinen Mut zusammen und formulierte eine Antwort, deren Folgen mein bisheriges Leben für die nächsten Jahre ganz schön auf den Kopf stellen sollten und bis heute noch nicht abschließend beurteilt werden können.

Das damalige Corona Newsletter unterschied sich zu Beginn des Jahres 2000 noch erheblich von den heutigen Ausgaben. Es war inhaltlich kleiner und monothematisch ausgerichtet - mit einem Schwerpunkt auf Star Trek. Ich selber war dem Projekt erst wenige Monate zuvor im Herbst 1999 als webBEAT-Redakteur beigetreten und erlebte mit der Galileo7 III Convention in Berlin wenige Wochen später meine allererste SciFi-Veranstaltung. Dies war allein schon wegen der vielen Stars und Gleichgesinnten für einen echten Neuling und Babylon 5-Fan der ersten Stunde eine tief beeindruckende Erfahrung.

Dort lernte ich dann auch ein mit beachtlicher Geschwindigkeit emporstrebendes Fanprojekt namens SF-Radio kennen, mit dem ich nur wenige Monate später im Anschluss an das Bielefelder "Best of both Worlds II"-Meeting noch sehr viel nähere Bekanntschaft schließen sollte. Projektleiter dieses Newcomers war zu diesem Zeitpunkt noch ein Macher namens Mike Hillenbrand, den ich kurze Zeit später bei Dennis Horn in langen Gesprächen sehr viel besser kennen und auch schätzen lernte.

So kam es dann mit der Zeit fast automatisch, dass wir beide gemeinsam mit den beteiligten Redaktionen das Fundament für ein gemeinsames großes Sciencefiction-Portal namens sf-radio.de errichteten - welches heute über einen eingetragenen Verein mit dem Titel "Freunde und Förderer von Science Fiction im Internet e.V." als eingetragene Körperschaft sogar einen rechtlich wirksamen Status besitzt. Ein SF-Portal, das nach meiner eigenen subjektiven Einschätzung einzigartig ist im deutschsprachigen Fandom und sich durch die unglaubliche Motivation und Einsatzbereitschaft der Mitwirkenden entgegen aller früheren Erwartungen bis zum heutigen Tag als großartiger nichtkommerzieller Selbstläufer der Öffentlichkeit präsentiert.

Mittlerweile habe ich - genau wie Dennis Horn auch - neben sf-radio.de auch ein berufliches Standbein gefunden, bei dem ich allerdings nur sehr wenig oder gar nicht mit journalistischen Aspekten konfrontiert werde. Allerdings weiß ich aus genau diesem Grund die Arbeit beim Corona Magazine auch so zu schätzen, denn es bildet einen gelungenen Kontrast zu meinen beruflichen Verpflichtungen und schafft als Hobby viele professionelle Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung.

Und es hat natürlich auch seine persönlichen Vorteile, denn nicht zuletzt über die Mitarbeit beim Corona lernt man sehr viele interessante Menschen auf den verschiedensten Treffen und Veranstaltungen kennen - und schaut zwangsläufig auch hinter die Kulissen, die einem sonst als Besucher versperrt bleiben.

Gerne würde ich auch heute mehr schreiben, jedoch habe ich im Vergleich zu vielen meiner Kollegen in der Redaktion nur selten die Möglichkeit, neben dem Vorwort auch eigene Artikel beizusteuern. Dafür fehlt zumeist leider aus beruflicher Sicht die nötige Freizeit.

Dennis Horn schrieb am Ende seines Beitrages, dass es schön ist zu sehen, dass das Konzept des Corona Magazines auch nach sechs Jahren noch wie am ersten Tag funktioniert.
Ich bin der sicheren Überzeugung, das dies auch weiterhin der Fall sein wird. Die Corona-Redaktion ist heute gefestigter denn je, das Konzept ist bewährt und an Motivation und Mut wird es unseren Mitarbeitern sicher auch in Zukunft nicht mangeln.

Denn eines - und hier möchte ich den sf-radio.de-Gründer Mike Hillenbrand mit seinem Lieblingssatz zitieren - wird die Redaktion in ihrem Streben nach Perfektion nie aus den Augen verlieren: "Nur der Himmel ist die Grenze!"

Klaus Michels
Chefredakteur von 2000-heute

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2. Star Trek: "Er ist schwul, Jim!"

"Sektion 31 - Die Verschwörung" - Eine vergebene Chance

Vor wenigen Wochen erschien in der Reihe "Star Trek: The Next Generation" im Wilhelm Heyne-Verlag München der Roman "Sektion 31 - Die Verschwörung" von den Autoren Andy Mangels und Michael A. Martin. Diese Geschichte ist die zweite in dem Sektion 31-Zyklus, der sich - der Tradition dieser Mehrteiler folgend - über die verschiedenen Serien erstreckt und stets die dunkle Geheimorganisation zum Thema hat, die Star Trek-Fans und -Zuschauer aus der Serie "Star Trek: Deep Space Nine" kennen.

"Sektion 31 - Die Verschwörung" spielt etwa ein halbes Jahr vor den Geschehnissen von "Star Trek: Der erste Kontakt", dem achten Kinofilm der Reihe und erzählt von einem Planeten, der in einer ansonsten völlig leeren Region des Raumes liegt und dessen Bevölkerung sich nun entscheiden kann, ob sie dem interstellaren Völkerbund der Föderation oder dem Sternenreich der Romulaner angehören möchte. Beide Parteien haben ein Raumschiff entsandt, doch das der Föderation wird unerwartet zerstört, woraufhin die Enterprise unter dem Kommando von Captain Jean Luc Picard den Auftrag erhält, sowohl die Zerstörung der USS Slayton zu untersuchen als auch den diplomatischen Auftrag des Schiffes zu Ende zu führen. Bei dieser Mission begegnet er zwei alten Freunden wieder, die nun für den Geheimdienst der Föderation tätig sind.. jeder auf seine Weise zumindest.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein junger Mann, den deutsche Star Trek-Kenner noch eher mit einer schlechten Synchronstimme verbinden als sich wirklich an den Charakter zu erinnern. Die Rede ist von Lt. Hawk, dem Navigator der Enterprise, der im achten Kinofilm auf der Hülle der Enterprise NCC 1701 E den Tod findet. Er wird im Laufe der Handlung vor die Wahl gestellt, sich der Sektion 31 anzuschließen und als deren Agent auf Picards Schiff zu arbeiten oder sich dagegen zu entscheiden und knackt ziemlich an dieser Wahl.

Vorweg: "Sektion 31 - Die Verschwörung" ist ein eher enttäuschender Roman. Das liegt vorwiegend an zwei Punkten, die sich im Ursprung stark ähneln, denn das größte Manko dieses Romans ist, dass das Autorenduo es sich immer wieder viel zu einfach macht.

Was den "Punkt 1" angeht, wird das spätestens dann klar, wenn sich die beiden höchstrangigen Offiziere an Bord der Enterprise - ein Admiral und der Captain des Schiffes - aufmachen, gefangene Besatzungsmitglieder zu befreien. Der Navigator des Shuttles in diesem Einsatz - besagter Lt. Hawk - erhält dazu noch die eher lächerlich anmutenden Gedanken zugeschrieben, dass Unterstützung aus der Sicherheitsabteilung einfach nicht mehr in den Shuttle gepasst hätte. Natürlich ist dem Leser klar, dass ein Sicherheitsoffizier für diesen Einsatz viel besser geeignet wäre als hochdekorierte Offiziere, aber Mangels und Martin brauchen diese beiden Personen auf der Oberfläche und nehmen den einfachen Weg: Sie lassen sie dorthin fliegen.

Dieses permanent im Buch auftretende Wählen der einfachsten und nicht immer glaubwürdigsten Möglichkeit, schmälert die Lesefreude sehr, zumal die geheimnisvolle "Sektion 31" in diesem Buch den ein oder anderen Kratzer in ihrer für gewöhnlich gefährlich-schimmernden Rüstung erhält, da sich ihre Agenten im Text doch das ein oder andere Mal entsetzlich naiv anstellen.

Der "zweite Punkt" ist allerdings um ein vielfaches ärgerlicher, lässt er sich doch am ehesten mit den Worten "Eine vergebene Chance!" beschreiben.

Co-Autor Andy Mangels lässt schon in der Widmung keinen Zweifel aufkommen: Der Autor ist homosexuell und steht dazu. In seinen Zeilen dankt er seiner verstorbenen Lektorin, die ihm den ersten Star Trek-Auftrag verschaffte, obwohl er sich offen dazu bekannte, schwul zu sein. So weit so gut. Bei sf-radio.de gab es sie schon, gibt es sie wahrscheinlich immer noch. Im Star Trek-Fandom im Speziellen, im SF-Fandom ganz allgemein, - überall trifft man auf homosexuelle Menschen. Das ist auch vollkommen in Ordnung, denn es gibt in diesen Kreisen auch Rechtshänder und Linkshänder, Leute die die SPD wählen und andere, die das aus welchen Gründen auch immer, nicht tun. Es gibt Masochisten und ebenso hat man dem Autor dieses Textes drei Jahre lang im Redaktionsinternen Kreis nachgesagt, ein Sadist zu sein.

Natürlich ist diese Selbstverständlichkeit in der Welt außerhalb des SF-Fandoms bei weitem noch keine. Homophobe Menschen gibt es allerorts und die Lobby der Homosexuellen ist noch zu schwach, als dass die Ungerechtigkeiten im normalen Leben auf regelmäßig wirksame Weise bekämpft werden könnten. In diesem Zusammenhang taucht von Zeit zu Zeit immer wieder die Forderung nach einem homosexuellen Charakter auf, der in einer Star Trek-Serie eine Hauptrolle spielen soll. Wenn man farbigen Menschen Ende der 70er Jahre in Amerika Hoffnung auf Gleichberechtigung machen konnte, weil eine farbige Schönheit "Grußfrequenzen offen, Sir." sagen konnte, so wäre das doch sicherlich auch in der heutigen Zeit bei und mit anderen Minderheiten möglich. Wenn also ein schwuler oder lesbischer Charakter auf einem Raumschiff oder einer Raumstation Dienst tun würde, könnte man damit klar Stellung beziehen.

Um eine entsprechende Aussage hat sich Star Trek ja bislang immer gedrückt: Küssen sich zwei Frauen auf Deep Space Nine, dann weil sie mal als Mann und Frau verheiratet waren. Verliebt sich die Ärztin an Bord der Enterprise D in einen Mann, der hinterher zu einer Frau mutiert, lehnt die Ärztin eine Fortführung der Beziehung nicht etwa ab, weil sie nicht bisexuell ist, sondern vielmehr weil sie die "ständige Wechselei" der Wirtskörper ihres Liebsten nicht mitmachen mag. Verliebt sich der erste Offizier der Enterprise in ein androgynes Wesen, so hat es - obwohl geschlechtslos - eindeutig weibliche Gesichtszüge, auch wenn das Drehbuch dies nicht wirklich fordert.

Es stimmt wohl: Um eine Selbstverständlichkeit im Denken vieler SF-Fans in die restliche Welt zu transferieren, wäre eine gleichgeschlechtlich orientierte Hauptperson in einer Serie vielleicht nicht verkehrt.

Das Autorenduo Andy Mangels und Michael A. Martin haben sich für diesen Roman die Erlaubnis erkämpft, Lieutenant Hawk zu einem Homosexuellen werden zu lassen. Doch was sie mit dieser Erlaubnis im Rücken fabriziert haben, ist leider eher belanglos oberflächlich als aufweckend tiefgründig. Denn auch hier haben es sich die Autoren schlicht und ergreifend viel zu einfach gemacht. Lt. Hawk ist schwul und hat einen Lebenspartner an Bord der Enterprise E - und das war es! Die paar Szenen, in denen der aufgewühlte Hawk Trost in den Armen seines Partners findet, dessen raue Barthaare über sein Gesicht kratzen und in denen stets betont wird, dass die Gefühle beider unglaublich tief sind und diese Beziehung eine "echte Beziehung" - was auch immer das heißen mag! - ist, bringen einfach keine helfende Botschaft zustande.

Vielmehr gewinnt der unvoreingenommene Leser den Eindruck, dass es den Autoren nur sehr am Herzen lag, Hawk schwul sein zu lassen und jedermann darauf hinzuweisen: An Bord der Enterprise ist ein schwuler Lieutenant und alle akzeptieren das als völlig normal. Der Gipfel der Lächerlichkeit ist die Szene, in der Lt. Commander Data sich im Gespräch mit den beiden Verliebten daran erinnert, dass demnächst deren Jahrestag ansteht...

Für schwule Leser mögen diese Szenen wie eine Offenbarung wirken: Endlich bekennt sich auch Star Trek zur Homosexualität, wenn auch nur in einem Roman. Leider funktioniert diese Offenbarung nicht bei allen anderen Lesern: Denn ein Mensch, der diesen Roman kauft, möchte eine Geschichte erzählt bekommen. Im Rahmen dieser Geschichte ist er bereit, sich auf vieles einzulassen: Auf neue Ideen, unerwartete Handlungsfäden, auf actionreiche und auf nachdenkliche Situationen.. auf all dies ist er vorbereitet, denn er weiß, dass eine gute Geschichte ihm dies bietet und zum Schluss im optimalen Fall Stoff zum Nachdenken übrig lässt.

Das Problem bei "Sektion 31 - Die Verschwörung" ist jedoch: Die Homosexualität Lt. Hawks ist kein Teil der Geschichte. Es wirkt und ist wie aufgesetzt und damit leider nur noch störend. Der Leser fragt sich unwillkürlich, was all diese Zeilen und die mit ihnen gefüllten Seiten jetzt sollen und wie er sie in die Geschichte integrieren soll. Und mit der Erkenntnis, dass dies gar nicht möglich ist, kommt der Verdacht auf, hier den Versuch der plumpen Manipulation zu identifizieren. Aufgrund eines solchen Verdachtes aber ist es gut möglich, dass der Leser dem Holzhammer gegenüber abweisend reagiert.. wobei sich der gewollte positive Einfluss auf die geistige Haltung des Lesers leicht als eine eher negative Reaktion entpuppen kann.

Wäre Lt. Hawks sexuelle Orientierung für die Geschichte relevant, hätte der Roman ein Meilenstein in der Geschichte der Star Trek-Romane sein können. Hineingewoben und vielleicht noch auf konfliktträchtige Weise Stellung beziehend, hätte die homoerotische Beziehung zweier Besatzungsmitglieder vielleicht sogar den ein oder anderen Leser nachdenklich gestimmt - obwohl dieser Autor wie gesagt annimmt, dass kaum ein ST-Fan noch etwas "unnormales" in der Homosexualität sieht.

So wirkt das gesamte Geschriebene um Hawks große Liebe jedoch nur wie der Wink mit allen Zaunpfählen der Welt: "Leser! Sieh her! Homosexuelle Beziehungen werden im 24. Jahrhundert von den Eltern, vom Arbeitgeber, von den Vorgesetzten, von allen Menschen als absolut normal akzeptiert!! Hast Du es begriffen? Gut, dann kommen wir jetzt zur Handlung..."

"Sektion 31 - Die Verschwörung" ist kein wirklich schlechter Star Trek-Roman, allerdings auch kein besonders guter, was mehr am Kritikpunkt 1 als am Kritikpunkt 2 liegt. Was den angeht, war der Roman vielmehr eine Gelegenheit und ist es heute noch immer, - wenn auch inzwischen leider eine verpasste.

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Star Trek. The Next Generation. Die Verschwörung. Sektion 31.

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3. Was von damals übrig blieb. Nix.

Oder
DER Artikel

Warnung: Dieser Text ist eine Kolumne. Sie enthält nicht die Meinung der ganzen Redaktion, sondern nur gewisse Wahrheiten, die die Autoren als selbstverständlich ansehen.

In 100 Ausgaben kann viel geschehen. Jedenfalls, wenn die meisten dieser Ausgaben monatlich erscheinen. Tausende von Newsschnipseln wurden verkündet, manchmal ungläubig, manchmal doch sehr ernsthaft. Manche bewahrheiteten sich, und auf andere kann man nur schmunzelnd zurück blicken.

Tendenzen wiederholten sich. Zum Beispiel sinkende Quoten bei "Star Trek: Voyager", oder Chris Carters Aussage, dass die (hier bitte eine Zahl zwischen 5 und 9 Ihrer Wahl einsetzen) Staffel von "Akte X" die Letzte sein würde. Früher konnte man damit noch Aufschreie des Entsetzens oder doch Erleichterungsbekundungen hervorrufen. Heute scheint es kaum noch jemanden vom Hocker zu reißen.

Begeben wir uns einmal ganz zurück, zu der Zeit, als die ersten kleinen Newsletter mit dem Namen WORM und STORM geschrieben wurden. Begeben wir uns zurück zu den News und Gerüchten von damals, die unseren Alltag immer wieder kurzzeitig aus der Bahn geworfen haben.

1997
In den Kinos läuft noch "Star Trek: Der erste Kontakt" und Filme wie "Der Geist und die Dunkelheit", "Sleepers" oder "Men In Black". Im deutschen Fernsehen sieht man noch fast drei Star Trek-Serien gleichzeitig. "Das nächste Jahrhundert", "Deep Space Nine" und halb Serie, halb Abfallprodukt der beiden vorherigen: "Voyager".

In den USA geht "Voyager" in die heiße "Scorpion"-Phase. Seven of Nine, die Quotenpusherin, kommt gerade hinzu und trotz der fallenden Quoten auf beiden Seiten des Atlantiks zeigt man sich zuversichtlich.

Majel Barrett-Roddenberry lässt ihren verstorbenen Ehemann Gene noch einmal zu zweifelhaftem Ruhm kommen, als sie seine Notizen von 1975 als Serienkonzept verkauft und damit die neue Serie "Mission Erde- Sie sind unter uns" gebärt. Anfangs noch als Hit gefeiert, verschwand sie schnell im allgemeinen TV-Brei. Zu Recht, denn mit jeder weiteren Staffel wurden die Stories schlechter, die Schauspieler flacher und das Budget kleiner. Ebenso die Fangemeinde. Glückwunsch an die, die bis zum Schluss durchgehalten haben.

1998
Gerüchte um den neunten "Star Trek"-Film tauchen auf: es soll um Zeitreise gehen. Geht es dass nicht immer irgendwie? Gibt es nicht zu jeder Zeit an jedem Ort ein Gerücht, das besagt, der/die nächste Folge/Film/Drehbuch hätte irgend etwas mit Zeitreise zu tun? Auch interessant zu lesen, dass Rick Berman "Q" als Bösewicht für ST9 benannt hatte. Am Ende stellte sich dann das wohl lachhafteste Gerücht, die Crew der Enterprise entdeckt den ewigen Jungbrunnen, als Wahrheit heraus. Diese innovative Idee war mit dem gemeinen Kinopublikum jedoch nicht kompatibel, und so floppte "Star Trek: Der Aufstand" an den Kassen und stellte die Zukunft der "Star Trek"-Kinofilme in Frage.

Doch peinlich muss das dem Trek-Zar Rick Berman nicht sein, denn viele der vermeintlichen Blockbuster stellten sich als Rohrkrepierer heraus und wurden von den Menschen auf diesem Planeten auch dementsprechend ignoriert: Sharon Stone ließ in "Sphere" nicht viel spreizen, Gary Oldman leugnet heute seine Teilnahme an "Lost in Space" und Roland Emmerich zerstörte mit "Godzilla" ein Franchise. Herzlichen Glückwunsch. Jamie Lee Curtis brauchte Geld und drehte den sinnlosen "Halloween: H20" und John Carpenter, dem man das Regieführen seit einigen Jahren unter Strafe verbieten sollte, machte "Vampires".

Avery Brooks zierte sich eine Weile, für eine 7. Staffel von "Deep Space Nine" zu unterschreiben. Terry Farrell brauchte sich nicht weiter anzustrengen, sie wurden wegen überhöhter Gagenforderungen einfach gefeuert und durch Nicole deBoer ersetzt. Überhaupt geben Vertragsverhandlungen immer gute Gerüchte und Neuigkeiten ab. Hat er oder hat er nicht, wird er oder wird er nicht, zahlt das Studio nun die Trillion Dollar oder nicht? Fragen über Fragen, die meistens aber doch irgendwie im Nichts versickern. Und Jahre später, wenn die Serien längst vergessen sind und die Schauspieler von Convention zu Convention tingeln, fragt man sich, warum das alles damals für eine solche Aufregung sorgte.

1999
Das Projekt "Superman" lebt. Nach immer wieder schnell verpuffenden Gerüchten, schien es nun endlich Klarheit zu geben: Nicolas Cage spielt den Mann in Rot-Gelb. Doch anscheinend hat Herr Cage da etwas nicht verstanden, bestand auf ein blau-weißes Kostüm. Dies konnte ihm keiner zugestehen und - schwups- war Nicolas Cage von Bord, "Superman" mal wieder tot.

Tot waren auch die, die meinten, für "Star Wars- Episode 1" drei Jahre vor einem Kino sitzen zu müssen. Nein, was haben wir uns gelangweilt. Wie oft wollten wir Jar-Jar Binks in die Pixel treten. Ober-Imperator George Lucas hatte ein wahres Meisterwerk des Hypes geschaffen und obwohl alle wussten, dass es spannender ist, einem Stein bei der Erosion zuzuschauen, liefen die Massen ins Kino und machten "Die dunkle Bedrohung" zum dritt-erfolgreichsten Kinofilm weltweit, mit einem Einspielergebnis von fast einer Milliarde Dollar.

Ebenfalls mit Spannung erwartet wurde das Serienfinale von "Star Trek: Deep Space Nine". Mein Gott, was hat die Serie bis dato viel Innovation gezeigt: Handlungsbögen, Krieg, Konflikt, Schmutz und Dreck. Bereits im Vorfeld hieß es, Benjamin Sisko werde sterben. Eine großartige Idee, doch am Ende zog Rick Berman wieder den Schwanz ein und verpasste es ein weiteres Mal, so richtig Fernsehgeschichte zu schreiben. Ben Sisko, das Wurmloch-Wesen. Hossa.

2000
Das Millennium war da und alle wollten einen Stück vom Kuchen abhaben. Eigentlich wäre das Millennium erst ein Jahr später, aber wen hat das schon interessiert? Majel Roddenberry bestimmt nicht. Die kramte wieder in der Rumpelkiste ihres Gatten und fand einen weiteren Notizzettel, den sie als Serienkonzept verschleudern konnte: "Gene Roddenberry’s Andromeda" war geboren und was würde Gene die Majel verklagen, hätte er eine Ahnung, was (mal wieder) für ein Schund unter seinem Namen vermarktet wird. Vielleicht wäre ja alles besser, hätte man Kevin Sorbo auf einen anderen Planeten geschickt. Aber so müssen wir noch mindestens bis 2004 die Schmerzen ertragen.

Auf einen anderen Planeten geschickt wurden hingegen "Mission to Mars" und "Red Planet", der eine wegen exzessiver Langeweile, der andere wegen exzessiver Dummheit.
2000 war aber auch das Jahr von "Battlefield Earth", beziehungsweise die Minute von "Battlefield Earth", denn sehr viel länger war das unfreiwillig komische Scientology-Spektakel nicht in den Kinos zu sehen.
David Duchovny verabschiedete sich aus "Akte X", um mit "Evolution" keinen Erfolg zu haben und das Evil Empire Fox mit dem Evil Emperor Carter beschlossen eine achte Mulder- und zuschauerlose Staffel zu drehen. Dazu engagierten sie X-Terminator Robert Patrick, aber so richtig sehen wollte das trotzdem niemand.

2001
Das echte Millennium kam, aber niemand interessierte sich dafür. Laut chinesischem Kalender war es das Jahr irgendeines Tiers, aber Kinogänger sollten es das Jahr der Dumpfbacken nennen, denn "Final Fantasy", "Jurassic Park 3", "Planet of the Apes" und "Tomb Raider" (hieß das nicht mal Twix?) bewiesen klar, dass man auch ohne Hirn glücklich sein kann.
Besonders herausstellen sollte man in diesem Zusammenhang "Scary Movie 2", der so unglaublich schlecht war, dass der wenig begabte erste Teil dagegen wie "Citizen Kane" wirkt.

Anstatt nochmal ordentlich aufzulegen und Risiken einzugehen, wurden wir mit einem "Voyager"-Serienfinale beschert, bei dem sich nicht nur die Fußnägel von alleine hoch rollten. Gene Roddenberry hätte spätestens hier Profikiller auf diverse Personen angesetzt. Aber wir vergessen das alles gleich wieder und freuen uns auf die neue Trek-Serie "Enterprise", für die Rick Berman so viel Innovation verspricht, dass das Wort "TV-Serie" neu definiert werden sollte.

Das Nicolas-Cage-Gerücht feierte ein Comeback, nur sollte er dieses Mal "Batman" spielen oder war es "Spiderman" oder vielleicht "Daredevil"? Am Ende drehte er "Captain Corellis Mandoline" und erhielt ein Filmverbot für den Rest des Jahres. Aber es gab auch positive Überraschungen wie... hm... ok.

2002
Das Jahr, in dem unsere Gebete erhört wurden. "Mission Erde" wurden von seinen schier unerträglichen Qualen erlöst. Und wie. Den letzten drei Fans wurde noch mal ordentlich einer rübergezogen, auch Nicht-Fans waren erbost über die Auflösung der Serie. Mit einem Budget von drei Dollar und mit Schauspielern, die man inzwischen zum Set peitschen musste, war auch nicht mehr viel zu erwarten. Vor allem dann nicht, wenn der Drehbuch-Autor dauerhaft auf Crack, Koks, Heroin und Valium ist. Sehr weise dagegen war die Entscheidung von Majel Roddenberry, sich in der fünften Season aus der Produktion komplett zurückzuziehen.

"Superman" lebt auch mal wieder. Diesmal wollte sich "Das Boot"-Regisseur Wolfgang Petersen des Stoffs annehmen und gleich noch "Batman" mit ankoppeln: "Batman vs. Superman" sollte das dann werden, wahrscheinlich mit Harrison Ford und Herbert Grönemeyer in den Hauptrollen. Die Menschheit war entzückt, aber auch nur für eine kleine Weile, denn sprach Petersen in einem Moment noch von diesem Projekt, wollte er im nächsten davon nichts mehr wissen. Nicolas Cage floppte derweil mit "Windtalkers" und verschiebt das Comeback auf seinen nächsten Kriegsfilm.

Ein anderer Mann, der dieses Jahr ebenfalls diverse Fan-Gemeinden aufmischte, ist Paul W.S. Anderson. Mit seinem Halb-Flop "Resident Evil" dekonstruierte er nicht nur dieses Franchise, sondern hat seine nächsten Opfer schon ausgesucht: die Fans von "Aliens" und "Predator". Lange warten wir auf eine filmische Umsetzung von "Aliens vs. Predator", aber jetzt, wo Herr Anderson stolz verkündete, er schreibe das Drehbuch dazu und wolle Regie führen, wollen wir nur eins: Paul Anderson verschleppen und so tun, als hätte es ihn nie gegeben. Leicht genug machen es uns seine Filme ja.
Die Fans der "Resident Evil"-Computerspiele werden aber bereits 2003 wieder einen herben Schlag hinnehmen müssen. Da bringt Anderson "Resident Evil: Nemesis" heraus. Wieder in der Hauptrolle mit Matschbirne Milla Jovovich.

Kosmisch betrachtet sind diese Dinge vielleicht nicht wirklich wichtig, aber rückblickend über fünf Jahre rücken sie doch einiges ins rechte Licht. Ob es um JMS geht, der vor Fans ankündigte, nach "Babylon 5" sei für ihn Schluss mit Fernsehen, denn er habe alles gesagt, was er sagen könne (womit er übrigens Recht hatte, auch wenn es ihn nicht davon abhielt, trotzdem noch drei Serienversuche abzuliefern) oder um Chris Carter, der ganz ehrlich, großes Alienehrenwort, in der letzten Folge alles, aber auch alles ebenso rückhaltlos aufklären wollte, wie so mancher Politiker im Spendensumpf, vieles davon stellte sich in den Folgejahren und manchmal sogar Folgemonaten als falsch heraus.

Da wurden Verträge geschlossen und wieder gebrochen, Schauspieler unterschrieben für Serien, die nie gedreht wurden (erinnert sich noch jemand an die angeblich bereits genehmigte Serie um Captain Sulu?) und gerade im Star Trek-Universum löste ein irrsinniges Gerücht das nächste ab. Mal sollte es einen Film "Starfleet Academy" geben, für den sogar "Buffy"-Erfinder Joss Whedon als Autor im Gespräch war, dann sollte Kirk jetzt doch zurückkommen, aber als Böser, eine Serie über den Starfleet-Geheimdienst wurde angedacht, aber das mit Abstand bescheuertste Gerücht setzte auf einer Con Majel Barrett-Roddenberry in die Welt: Ja, sagte sie, Lwaxana Troi werde zurückkehren und zwar in einer eigens für sie geschriebenen Sitcom...
... Bitte?

Vielleicht werden wir bei der 200. Ausgabe des Corona-Magazines verkünden müssen, dass die "Alle lieben Lwaxana"-Show gerade ihren ersten Spin-off-Film hervorgebracht hat, der von Steven Spielberg mit einem Budget von 300 Millionen Dollar gedreht werden wird, aber darauf wetten würden wir nicht.

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4. Kolumne: Gestern, Heute, Morgen

Über das Fandom im Wandel der Zeit

Ich weiß nicht, wie Ihr das handhabt, aber: Geht Ihr gerne in Foren? In diese evolutionäre Weiterentwicklung des Usenet, die sich im WWW versteckt und mit vielen klicki-bunti Smilies kokettiert? Ich selber bin da nur sehr selten zu finden. Zugegeben, die zweite Hälfte der 90er Jahre habe ich zumeist in der de.rec.sf.*-Hierachie des Usenets verbracht, aber seit es sf-radio.de gab, blieb dafür leider immer weniger Zeit übrig, bis sich dieses Hobby im Sande verlief. Ab und an lurke ich aber noch, wobei ich hier vielleicht erklären sollte, dass "Lurker" all die User im Usenet sind, die nur lesen aber nie schreiben.. ja, der geneigte Babylon 5-Fan wird sich erinnern: Die Bewohner der untersten Ebenen dieser Raumstation im Sulaland-Weltall wurden von JMS auch Lurker genannt und der Verdacht an eine Hommage liegt nahe, wenn man bedenkt, dass JMS als einer der ersten Produzenten seiner Zeit das Internet und Usenet als PR-Plattform entdeckt hat.

Aber zum eigentlichen Punkt zurück, den ich gerade anzusteuern im Begriff war: Wenn man im Usenet oder in den Star Trek-Foren der Internetlandschaft so rumlurkt, bekommt man manchmal die interessantesten Diskussionen und darin enthaltenen Meinungen mit! Zum Beispiel eine Diskussion im Forum www.startrekboard.de, in der sich ein Moderator eines Forums mit dem Fedcon-Veranstalter Dirk Bartholomä höchstpersönlich fetzte, wobei jede Menge Begleitung beide Kontrahenten nach Kräften unterstützten.

Ich lasse mich manchmal zu Kommentaren hinreißen, wollte aber hier die spannende Diskussion nicht unterbrechen oder durch meine eigenen Meinungsäußerungen "verwässern". Es sollte sich auszahlen, denn richtig spannend wurde es in dem Moment als der Moderator des Forums völlig im Ernst fragte:

"Du wirkst dermaßen überheblich und selbstgerecht und findest hier auch noch so viele Fürsprecher. Warum? Wenn du nicht diesen Job machen würdest, täte es ein anderer. Du bist also nichts besonderes in meinen Augen. Viele andere können auch eine Con auf die Beine stellen, viele von denen sind auch hier aktiv - keiner legt so ein Verhalten an den Tag."

Auf diese Frage antwortete Dirk Bartholomä mit einem ellenlangen und ausführlichen Posting. Er legte dar, dass er durchaus etwas besonderes im Star Trek-Fandom sei, dass er die Star Trek-Fans zusammengeführt habe, jüdische Schauspieler (Shatner, Nimoy usw.) nach Deutschland gebracht habe und schrieb mitten in seinem Posting einen Satz, der mich stark beeindruckte:

"Ich lebe und mache Star Trek seit 22 Jahren. Das ist für mich ein Grund, durchaus stolz darauf zu sein."

Die Reaktionen auf Dirks Posting ließen den Schluss zu, dass es in dieser Diskussion wohl nie zu einem Konsens kommen würde, darum verfolgte ich sie auch nur noch mit einem abschwellenden Interesse. Vielmehr befand ich mich zu dieser Zeit in der Recherche zu meiner letzten Kolumne - wie Ihr hoffentlich wisst, drehte es sich in ihr um die Entwicklung, die Star Trek in den 90ern zu einem goldenen Kalb werden ließ - und war von dieser offensichtlichen Polarität der Meinungsbilder fasziniert. Denn ebenso wie Dirk, der nur eine Handvoll Jahre älter als ich ist, bin ich seit 22 Jahren Star Trek-Fan. Ich durchlitt die Zeiten, in der Star Trek in Deutschland keine Lobby hatte, nur mit einer Kinderserie im ZDF-Vorabendprogramm assoziiert wurde. Ich konnte mit Ralph Sander fühlen, wenn er sich in seinem "Star Trek-Universum" darüber beklagte, bei der Bestellung eines Enterprise-Modellbausatzes das des gleichnamigen Flugzeugträgers zu erhalten. Und ich war den Fans dankbar, die die unglaublich wenigen und darum sehr kostbaren Informationen aus Amerika herüberholten und verbreiteten.. ohne Internet, Foren und Newsletter. Ich habe die mageren Jahre am eigenen Leibe miterlebt - ich gebe zu, wer mich schon einmal gesehen hat, wird das kaum glauben können - und hey: Ich BIN Dirk Bartholomä durchaus dankbar dafür, dass er Küchen hat Küchen sein lassen und sich nach und nach ganz dem Thema Star Trek verschrieb. Und ja: Ich habe mit so vielen Schauspielern in den letzten vier Jahren gesprochen, die alle mit leuchtenden Augen von der FedCon sprachen, dass ich durchaus glaube, eine FedCon kann bei weitem nicht jeder machen!

Nun ist da aber noch die andere Seite und auch, wenn ich mich generationsmäßig eher zur "einen Seite" hingezogen fühle, kann ich nicht leugnen, großes Verständnis für die Argumente "der anderen" zu haben.

Seit wir beschlossen, aus dem 4-Mann-TREKminds im Jahre 1999 das 80köpfige sf-radio.de zu machen, kamen - aus purer Notwendigkeit - sehr viele Schüler und junge Studenten in unser Team, die ihre Sicht von Sciencefiction und Star Trek bei uns verwirklichten. Junge Leute, die Richard Arnold für einen schwulen Convention-Händler hielten (und nicht wussten, welche "mächtige" Rolle er einst an der Seite von Gene Roddenberry spielte) und jede Folge Voyager kannten, dafür aber dreimal überlegen mussten, ehe ihnen der Schauspieler des Montgomery Scott namentlich einfiel. Schon bald waren über 70% der Mitarbeiter an unserem kleinen Internetradio- und SF-Portal-Projekt unter 22 Jahre alt und mir und mit mir all den älteren Semestern in unserem Team wurde schnell der Unterschied deutlich, den diese junge Generation uns gegenüber aufwies: Da war kein Respekt, keine Dankbarkeit mehr. Das soll kein Vorwurf sein, nur ein Fakt.

Im Ernst: Ich war so etwas von glücklich und vor allem DANKBAR, als Sat1 seinerzeit die abgesetzte ZDF-Serie "Raumschiff Enterprise" ins Programm nahm und die fehlende Hälfte aller Folgen nachkaufte und synchronisieren ließ. Meine Freude fand keine Grenzen, als sich dies bei Star Trek: The Next Generation wiederholte! Und als ich William Shatner das erste Mal persönlich begegnen sollte, war ich in einer Stunde etwa 12mal auf der Toilette!

Diese Ehrfurcht existiert in der neuen Generation von Fans nicht. Sie sind mit einem Übermaß an Star Trek aufgewachsen, erhalten jede Information in fünffacher Ausfertigung und sehen die Dienstleistung dahinter als Selbstverständlichkeit an, als ihr fundamentales Recht, wenn Ihr so wollt. Ich kann mich noch gut an mein erstes Interview mit der PR-Mitarbeiterin Tina Ziegler von Sat1 erinnern, in der sie sich darüber beklagte, dass die Fans inzwischen fordern würden, jede Star Trek-Folge komplett ohne Werbeunterbrechung zu zeigen! Um es auf die Spitze zu treiben: Es gab Zeiten, da hätte ich einen Vertrag unterschrieben, der mich verpflichtet, jedes Produkt aus jedem Werbetrailer zu kaufen, der in einer Werbeunterbrechung von Star Trek läuft, nur um endlich neue Folgen sehen zu können!

Wenn wir also festhalten, dass es Fans wie mich gibt, die die dunklen Jahre von Star Trek in Deutschland am eigenen Leib erfahren haben, UND dass es Fans gibt, die nur den Star Trek-Überfluss ab 1995 und später kennen, dann sollte das eigentliche Problem im oben genannten Diskussions-Thread auf der Hand liegen: Für viele (wie mich) ist die Leistung von Dirk B. etwas Besonderes und wir sind ihm und allen anderen dankbar, dass sie sie vollbracht haben. Für die Star Trek-Fans von heute dagegen ist er mit seinen Kollegen yet another Dienstleister, der jedes Jahr teurere Preise nimmt und sich ein schönes Leben, samt teurem Auto davon finanzieren kann.

Während ihm die eine Gruppe das gönnt und dennoch den Fan hinter dem proletarischen Geschäftsmann sieht, besitzt die andere Gruppe einen ganz anderen Standpunkt, sieht sich selbst nur als Kunde und nimmt sich heraus, ganz offen Kritik zu üben und Unverständnis an den Tag zu legen, wenn es um alte Verdienste geht. Kein Wunder: Die alten Verdienste sind den neuen Fans ja nun mal auch egal...

Es heißt: Hund und Herrchen werden sich mit der Zeit immer ähnlicher. Wenn sich im Star Trek-Fandom die Sichtweise der neuen Fans durchsetzt, bleibt den Convention-Veranstaltern und Marketing-Supportern kaum etwas anderes übrig, als sich den neuen Forderungen und Gegebenheiten anzupassen und so zu werden, wie der neue Kunde es erwartet. Die Frage ist, ob die Dinosaurier der deutschen Star Trek-Landschaft noch die Flexibilität haben, sich auf diesen verändernden Markt richtig einzustellen.

Sollte das nicht der Fall sein, Star Trek aber noch für viele Jahre eine lukrative Quelle ausmachen, könnte dem gesamten Fandom irgendwann der Wind of Change um die Ohren blasen.. dann nämlich, wenn sich wirkliche Geschäftsleute um Fanbelange kümmern und nicht nur Fans, die nebenbei auch noch davon leben müssen, weil sie sonst nicht mehr so viel anderes haben, was sie machen können. Je transparenter der deutsche Markt für Sponsoren in das Star Trek-Franchise gemacht wird, desto größer wird die Gefahr, dass diese Geldgeber selber ein Auge auf ihre Projekte werfen wollen und sich nicht mehr nur auf die verlassen, die von sich behaupten, sie wären die ultimativen Häuptlinge im Fandom und könnten fannisches Know-how mit kaufmännischer Raffinesse verbinden.

Ich befürchte, dass bei einer solchen Entwicklung die Seele Star Treks auf der Strecke bleiben würde, sofern sie denn noch vorhanden ist. Dann wäre Star Trek tatsächlich nur noch eine Gans, die goldene Eier für die Macher legt. Dann würde ich, so glaube ich, schließlich auch kein Star Trek-Fan mehr sein wollen...

Momentan erhoffe ich mir noch, dass beide Gruppen voneinander lernen können: Die Gruppe der Altfans muss begreifen, dass sich die Zeiten ändern und neue Fans neue Ansprüche an den Tag legen. Und die Gruppe der neuen Fans sollte akzeptieren, dass es sich bei Star Trek nicht einfach nur um eine Dienstleistung handelt, wie das Liefern einer Pizza. Momentan wird die deutsche Star Trek-Landschaft halt noch von Menschen mitgestaltet, die eine persönliche Geschichte mit Star Trek verbinden und die Star Trek durchaus lieben.

Frei nach Werters Echten: "Unser Star Trek war halt immer schon was ganz besonders."
Wollen wir hoffen, dass es noch lange so bleibt.

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5. Star Trek: trekBEAT

Deutsches Filmplakat zu "Nemesis".
UIP stellt nun auf seiner Homepage das offizielle deutsche Filmplakat zum neuesten Star Trek-Film "Nemesis" zur Verfügung. (mp)

Link zum Thema:
http://www.uip.de/lo/goodies/posters/pl_startrek-nemesis.html

ENT: Mit "Fein-Tuning" in die zweite Staffel.
Nach den Worten von Executive Producer Rick Berman wird sich "Enterprise" ein wenig Fein-Tuning unterziehen und mit mehr Action, Humor und Sex in die zweite Staffel zurück kehren.

"Wir haben wunderbares Material", sagte Berman über die neue Staffel, als er mit Ian Spelling von Star Trek Monthly sprach. "Ich denke, wir werden versuchen, ein wenig mehr Action und ein wenig mehr Humor hinzuzufügen. Auch werden wir versuchen, ein wenig "sexier" zu werden."

Jonathan Archer wird darüber hinaus ein wenig sicherer in seiner Rolle als Captain werden. " Ich denke, wir versuchen, aus Capain Archer ein wenig mehr einen die Herausforderung annehmenden Captain zu machen, was offensichtlich Teil eines Captain-Daseins der zweiten Staffel ist. (...)"

Auch sagte Berman, dass die Crew der Enterprise einige neue Rassen entdecken wird, jedoch wird die Serie ansonsten auf Kurs bleiben. "Wir sind äußerst zufrieden damit, wie die erste Staffel verlief, also versuchen wir, den gleichen Weg weiter zu gehen. Nachdem nun der Kinofilm (Star Trek: "Nemesis") aus dem Weg ist, hoffe ich, mehr [für die Serie] schreiben zu können. [Miterfinder] Brannon [Braga] werden viel mehr zusammen schreiben, worüber ich sehr froh bin. Und ich denke, mit dem neuen UPN [der Sender, auf dem Enterprise in den USA ausgestrahlt wird] werden wir viel mehr Promotion bekommen, was uns auch sehr helfen wird."

Wenn es sein enger Terminkalender erlaubt, wird sich Patrick Stewart in den Regiesessel bei der zweiten Staffel von Enterprise beamen. "Patrick und ich haben das besprochen und wir suchen eine Gelegenheit für ihn, das zu tun. Er ist gerade in Kanada, um "X-Men2" zu drehen. Sobald er ein wenig Luft zum Atmen hat, ist die Tatsache, dass er Regie bei Enterprise führt, etwas, für das wir sehr gerne ein paar Wochen in seinem Terminkalender finden würden." (mp)

ENT: Promo Video zu Shockwave 2 online.
UPN hat jetzt das erste Promovideo zum ersten Teil der neuen Staffel veröffentlicht. Wer sich das gute Stück ansehen will, der muss nur dem Link folgen.

Für alle, die lieber eine Mitschrift des Trailers lesen möchten, hat Daily Trekker diese auf der Homepage. (bl)

Link zum Thema:
Link zum Trailer bei mediatrek.com
http://www.dailytrek.de/index.php?id=103122396460857

DS9: Ab Februar auf DVD?
Gerüchten Zufolge, die auf der Seite The Digital Bits veröffentlicht wurden, hat Paramount verlauten lassen, die erste Staffel DS9 würde im Februar 2003 erscheinen.
Die Boxen werden wohl ähnlich die von The Next Generation sein, dessen siebte und letzte Staffel im Dezember diesen Jahres erscheinen wird. (bl)

Link zum Thema:
http://talk.trekweb.com/articles/2002/09/05/1031203593.html

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6. Im Gespräch mit Michelle Trachtenberg

Für die August-Ausgabe des UK Buffy Magazine sprach Michelle Trachtenberg über Teenager-Ängste, ihr Leben als die Schwester der Jägerin und Dawns rebellische Zukunft.
Zwar wurde das Interview offensichtlich schon vor dem Ende der Dreharbeiten zur sechsten Staffel BtVS gegeben, aber Michelle ermöglicht trotz allem einige nette Einblicke hinter die Kulissen der Serie, wie sie die Rolle der "Dawn" ergattern konnte und wie ihr erster Drehtag ablief.

Die folgenden Zeilen enthalten unter anderem auch Informationen zu Episoden, die noch nicht in Deutschland ausgestrahlt wurden. Wer sich die Spannung erhalten möchte, sollte ab hier nicht weiterlesen!

Buffy hat eine Schwester? Das war die Reaktion der meisten Hardcore-Fans zu Beginn der fünften Staffel, als überraschenderweise enthüllt wurde, dass die Jägerin eine jüngere Schwester hat. Die Reaktionen waren gemischt, von Entrüstung über den neuen Charakter, der ohne Vorwarnung oder Erklärung einfach so aufgetaucht war, bis hin zu Erwartungsfreude von Zuschauern, die gespannt darauf waren, was Serien-Erfinder Joss Whedon noch so alles für sie in der Hinterhand hält.

Wie wir alle schnell erfuhren, ist Dawn in Wirklichkeit der Schlüssel zu einem intergalaktischen Portal, der in eine menschliche Form verwandelt und Buffys Obhut übergeben wurde, damit sie von ihr vor dem göttlichen Bösewicht namens Glory (gespielt von Clare Kramer) beschützt wird.

"Ich würde sagen die größte Überraschung war - obwohl ich es schon immer irgendwie vermutet habe - dass Michelle tatsächlich eine der größten Schauspielerinnen unserer Zeit ist," erklärte Whedon am Ende der sechsten Staffel. "Ihre Szenen gemeinsam mit Sarah haben die Serie immens aufgewertet, und sie lieben es miteinander zu arbeiten. Das war wirklich etwas, womit wir nicht rechnen konnten, denn wir hatten Dawn im Grunde genommen nur als Große emotionale Ergänzung für die Staffel gedacht. Wenn Michelle nicht bewiesen hätte, dass sie ein solch großes schauspielerisches Können hat, hätten wir vieles von dem, was wir jetzt gemacht haben, nicht machen können."

In dieser Staffel entwickelte sich Michelles Charakter in eine Richtung, wie sie es selbst nicht erwartet hätte. Ihr erster Kuss in der Folge "All the Way" entpuppt sich als ein Stelldichein mit einem älteren Teenager-Vampir. Es gab eine denkwürdige Tanzszene in Whedons hochgelobter Musical-Folge "Once More, With Feeling." Und in späteren Folgen wird Dawns zunehmende jugendliche Abnabelung sie zu Akten der Rebellion verleiten, die möglicherweise noch schmerzhafte Folgen nach sich ziehen werden.

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7. Star Trek: The Next Generation auf DVD

1. Star Trek - The Next Generation

TNG war die Erste der "modernen" "Star Trek"-Serien, und für viele Fans - mich eingeschlossen - ist sie auch die (bisher) beste Serie aus dem inzwischen sehr umfangreichen Roddenberry Universum. Starke Darsteller und interessante Storys sorgen dafür, dass in TNG eine ganz spezielle familiäre Atmosphäre herrscht, die bisher in keiner anderen "Star Trek"-Serie wieder generiert werden konnte. Das besondere an TNG sind die intelligenten Charaktere, die überlegt handeln. Der Dialog ist wichtig, nicht so sehr die Action.
TNG führte Ende der 80er Jahre zu einer Initialzündung auf dem TV-Science-fiction bzw. generell dem Phanatstik-TV Markt. Erst der Erfolg von TNG ermöglichte Serien wie "Babylon 5", "seaQuest DSV" und zahllose andere Serien des Genres.
Im März diesen Jahres war es dann so weit, beinahe 15 Jahre nach der Erstausstrahlung der ersten TNG Staffel im US-Fernsehen, begann Paramount mit der Veröffentlichung aller Staffeln als DVD Box Sets...

2. Die Box Sets

Als die ersten Bilder der TNG Box Sets veröffentlicht wurden, war die Begeisterung bei den Fans groß. Man hatte doch tatsächlich sehr stilvolle Plastikboxen in silbergrauer Farbe entworfen, auf denen das TNG Kommunikator-Symbol auf der Vorder- als auch auf der Rückseite eingeprägt, bzw. leicht abgehoben ist. Seitlich steht die Nummer der DVD Box und dort befindet sich auch ein Farbstreifen, dessen Farbe mit jeder Box leicht variiert und ingsesamt einen Farrbverlauf von lila bis violett/blau ergibt. Erfreulich ist auch, dass der Schriftzug, der sich ebenfalls auf dieser Seite der Boxen befindet, den Originaltitel "Star Trek - The Next Generation" trägt, und nicht etwa "Star Trek - Das nächste Jahrhundert" oder eine andere Variation des deutschen Titels, wie von einigen Fans schon befürchtet worden war.

Die DVDs - je sieben Stück außer bei Box 2, die nur 6 enthält, da die 2. Staffel nur 22 anstatt 26 Episoden wie sonst üblich umfasst - befinden sich in einem aufklappbaren Würfel mit silberner Papphülle inklusive TNG Schriftzug, der völlig entfaltet einen gut halben Meter langen Schlauch mit einem in jeder Staffel unterschiedlichen Panoramabild auf der Rückseite ergibt.
Die DVDs selbst sind abgesehen von einem netten Schemabild der Enterprise-D leider nur recht dürftig beschriftet. So findet sich nur jeweils ein Original-Folgentitel auf jeder DVD. Wenn man die Reihenfolge der Folgen nicht auswendig kennt, dann ist man so leider auf das Booklet angewiesen um herauszufinden auf welcher DVD sich welche Folge befindet. Und im Booklet sind wiederum nur die deutschen Titel verzeichnet.

3. Die technische Seite

Wenn man eine DVD einlegt, erscheint zuerst die Sprachauswahl. Dann folgt ein kurzes, recht nett gemachtes DVD Intro zu TNG, das bei den ersten drei Staffeln jeweils leicht variiert. Die Menüs werden dann in der Eingangs ausgewählten Sprache dargestellt. Diese, sehr schön im berühmten Star Trek Computer Stil (LCARS) gestalteten, Menüs sehen ebenfalls bei jeder Staffel unterschiedlich aus. Nach der Episodenauswahl kommt man in das Folgenmenü mit Optionen zur Sprach- und Untertitelauswahl, sowie der Kapiteleinteilung.
Für das Cliffhangerfinale der 3. Staffel, "The Best of Both World, Part I" (dt.: In den Händen der Borg), hat man sogar ein spezielles Folgenmenü im Borgstil kreiert.

Wenn man die Bildqualität der Folgen betrachtet, so fällt einem schnell auf, dass die Qualität nicht mit aktuelleren TV-Produktionen mithalten kann. Dies ist aber verständlich, denn die erste Staffel ist ja wie schon erwähnt knapp 15 Jahre alt. Den TV-Ausstrahlungen ist die Bildqualität aber weit überlegen, tatsächlich konnte man TNG bisher nur bei DF1 und Premiere mit einem so guten Bild bewundern.

Kompressionseffekte sind teilweise zu beobachten, auch machen sich schnelle Kamerabewegungen oft durch Nachzieheffekte bemerkbar. Insgesamt ist die Bildqualität im Anbetracht des Alters des Ausgangsmaterials für DVD Verhältnisse aber durchaus zufriedenstellend und hat zumindest bei den ersten drei Staffeln von Box Set zu Box Set jeweils leicht zugenommen.

Großes Lob muss man Paramount für den englischen Ton aussprechen. Die ersten drei Staffeln lagen ursprünglich nur in normalem Stereoton vor, erhielten aber einen Dolby Digital 5.1 Upmix der überaus gelungen ist. Die Tonqualität kann hier ohne Probleme mit aktuellen Produktionen mithalten. Leider ist der deutsche Ton in den ersten Boxen nur in Mono enthalten, da das ZDF TNG zuerst nur in Mono synchronisieren ließ und ein Upmix aus technischen (und wirtschaftlichen) Gründen nicht möglich bzw. unrentabel erschien.

Im Vergleich würde der Originalton ein sehr gut, der deutsche Ton gerade mal ein ausreichend bekommen. Überraschend ist, dass der deutsche Ton so ziemlich der schlechteste der fünf Sprachversionen auf den DVDs ist. Obwohl auch die anderen drei enthaltenen Synchronisationen - Spanisch, Italienisch und Französisch - nur in Mono vorliegen, klingt die deutsche Version am Schlechtesten.

An einblendbaren Untertiteln herrscht kein Mangel: Deutsch, Englisch, Dänisch, Französisch, Holländisch, Italienisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch und Englisch für Hörgeschädigte.
Positiv zu erwähnen ist auch noch, dass das Wechseln der Sprachversion bzw. der Untertitel während des Abspielens möglich ist, ohne in das entsprechende DVD-Menü zurückzukehren.

4. Die Extras

Paramount hatte bis vor Kurzem einen sehr schlechten Ruf unter DVD Sammlern, da das Studio dafür bekannt war, seine DVDs nur mit minimalsten Extras auszustatten. Das höchste der Gefühle bei Paramount DVDs war früher ein kurzes "Making of" und diverse Kinotrailer.
Von Audiokommentaren und anderen Specials konnte man nur träumen.

Glücklicherweise hat sich das geändert. Auch Paramount hat erkannt, dass viele DVD-Sammler gerne umfangreiche Extras auf den silbernen Scheiben haben möchten. So erscheinen zum Beispiel jetzt nach der Reihe alle "Star Trek"-Filme in neuen Editionen mit viel Zusatzmaterial, nachdem die Filme 2-9 zuerst schon in spartanischen Ausgaben ohne echte Extras erschienen sind.

Das Zusatzmaterial der TNG-Boxen gewinnt zwar keine Auszeichnung für besonderen Umfang, aber weiß durchaus zu unterhalten. In jedem Box Set gibt es auf der jeweils letzten DVD vier Special Features:
1. Missions-Überblick: Interviews und Ausschnitte aus Episoden vermitteln einen Überblick über die jeweilige Staffel.
2. Ausgewählte Crew-Analysen: Hier konzentriert man sich besonders auf die Schauspieler und die von ihnen dargestellten Figuren.
3. Produktion: Dieser Abschnitt beschäftigt sich mit den Arbeiten hinter den Kulissen, also zum Beispiel Beiträge der Autoren und die Entstehung von Spezialeffekten.
4. Erinnerungswürdige Missionen: Hier geht es hauptsächlich um kleine Anekdoten, die von den Schauspielern, Autoren und anderen Mitarbeitern an TNG erzählt werden.

In der 2. Season Box war zusätzlich ein besonders kurzweilges Special Feature enthalten, das einen Einblick in das umfangreiche "Star Trek"-Requisitenlager von Paramount gewährt.
Die Laufzeit des Bonusmaterials beträgt im Schnitt etwas mehr als eine Stunde, sie wurde jedoch teilweise falsch mit bis 90 Minuten angegeben.
Die Extras liegen übrigens nur im Originalton vor, deutsche Untertitel können jedoch auch hier bei Bedarf eingeblendet werden.

5. Fazit

Leider wurde die Freude über die TNG-Box Sets durch diverse Fehler in den ersten beiden Box Sets etwas gedämpft. Im 1. Box Set war der deutsche Ton bei der Folge "Justice" (dt.: Das Gesetz der Edo") asynchron zum Bild und auch das Booklet litt an einigen kleinen inhaltlichen Fehlern, die aber nicht sehr schwerwiegend waren. Dafür war das Booklet zur 2. Staffel eine einzige Katastrophe. Zum Glück war Paramount sehr kulant und tauschte die betroffene DVD aus dem ersten Box Set anstandslos und unkompliziert an alle Kunden um, die eine Ersatz-DVD bei Thorston Nobst von Paramount Deutschland anforderten (siehe dazu den Link am Endes des Artikels). Kunden des Online-Händlers Amazon.de erhielten mit dem 2. Box Set sogar automatisch die fehlerbereinigte Ersatz DVD.
Und ein fehlerkorrigiertes Season 2 Booklet wurde dann allen Boxen der dritten Staffel beigelegt.
Zum Glück scheint man bei Paramount aus den Fehlern der ersten beiden Boxen gelernt zu haben, denn das Staffel 3 Box Set ist praktisch fehlerfrei (professionelle Nitpicker bemerkten natürlich, dass auch das Season 3 Booklet einige falsch bzw. nicht gesetzte Beistriche und andere kleine Fehler aufweist).

Der Preis pro Box schwankt je nach Anbieter zwischen 88 und 129 Euro, die meisten Händler verlangen so um die 119 Euro pro Box. Manche Händler bieten auch günstige Abos mit speziellen Konditionen an. Man sollte hier also aufpassen und diverse Anbieter vergleichen.

Insgesamt sind die TNG Box Sets aber ein absolutes Muss für alle Fans von guter SF, die einen DVD Player besitzen oder sich einmal einen solchen anschaffen wollen, denn trotz einiger Mängel wird man TNG wohl nie wieder in besserer Qualität zu sehen bekommen. Und wer TNG einmal auf DVD gesehen hat, der wird sich die TV-Version nie wieder antun wollen!

Link zum Thema:
http://www.areadvd.de/

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8. Corona Magazine 100: Das Gewinnspiel

Aus besonderem Anlass startet heute in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit Trekworld Marketing und besonderem Dank an Gerhard Raible, sowie unserem sehr engagierten Redakteur Roland Austinat ein Gewinnspiel, bei dem die folgenden Preise neue Besitzer finden sollen:

2* Eine "7 of 9"-Videobox
1* das Computerspiel "ST Voyager: Eliteforce"
7* das Computerspiel "Starlancer"
10* das Computerspiel "Mech Commander 2"
10* das Computerspiel "Allegiance"

Und nun die Preisfrage:
Wie viele Chefredakteure leiteten das Projekt Corona seit dem Start im Dezember 1996?

Die richtige Antwort senden Sie bitte an die Adresse corona@sf-radio.de!
Die Gewinner werden in der kommenden Ausgabe am 4. Oktober bekannt gegeben.
Mitarbeiter des Projektes sf-radio.de sind bei dem Gewinnspiel nicht zugelassen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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9. Kreuzfeuer

Die in dieser Rubrik durch Namen gekennzeichneten Texte sind Leserzuschriften. Sie spiegeln die Meinung der Leser wieder und stimmen nicht unbedingt mit der Meinung der Redaktion des Corona Magazines überein. Wenn Sie uns auch schreiben möchten; keine Scheu: kreuzfeuer@sf-radio.de. Bitte beachten Sie, dass wir nur Zuschriften veröffentlichen, die mit vollständigem Namen versehen sind. Die eMail-Adressen der Leser werden auf Anfrage von der Corona-Redaktion bekannt gegeben. Wir danken für Ihr Verständnis!


Anregungen zum Corona Magazine.

Hallo Corona-Macher,
es wird nicht mehr lange dauern, und ihr habt ein Jubiläum geschafft, auf das ihr mit Recht stolz sein könnt. Doch schon mit dieser Ausgabe gibt es ein Jubiläum zu feiern.
Mit dieser 99. Ausgabe hat sich nämlich zum 50. mal ein Corona-Magazin in meinem (elektronischen) Briefkasten eingefunden! Wenn das kein Grund ist für einen Leserbrief.

Auf diesem Wege möchte ich euch fleißigen, engagierten, kreativen und unermüdlichen Mitarbeitern dieses Magazins für all die unterhaltsamen und interessanten Beiträge danken. Ich bin überzeugt, ihr schafft es noch mindestens die nächsten 50 mal, und so kann das nächste Jubiläum kommen.

[..] Da ihr um Lesermeinungen dazu gebeten habt, bekommt ihr auch von mir eine (ganz umsonst!), doch keine Angst, es kann gar nicht schlimm werden.

Zu Star Trek bin ich gekommen, weil mich Science Fiction in (fast) jeglicher Form fasziniert. Da war es nicht mehr weit zu Star Trek, und spätestens seit TNG ist es für SciFi-Serien im TV eine Referenz. Daher habe ich auch überhaupt nichts dagegen, wenn ein (ehemals) Star Trek Magazin auch andere Themen behandelt. Ganz im Gegenteil finde ich es sogar ziemlich wichtig, auch von dem näheren und entfernteren Umfeld etwas zu erfahren.

[..]Ich finde es gut, dass ihr nicht nur über die Star Trek-Serien und Kinofilme berichtet, sondern auch über Bücher, Computerspiele, Veranstaltungen und Ausstellungen. Ich finde es gut, dass ihr nicht nur über Star Trek sondern auch über andere SciFi-Serien berichtet, denn es ist nicht immer leicht, dabei den Überblick zu behalten, und so ein Magazin kann helfen, die Spreu vom Weizen zu trennen. Ich finde es außerdem gut, dass es auch nicht SciFi-Themen gibt, wie Fantasy und den Wissenschaftsteil.
Natürlich könnt ihr auf diesem Wege euer Magazin zum platzen bringen, doch ihr habt es bisher immer gut ausgewählt, und werdet das auch weiterhin schaffen.

[..] ... falls euch wieder Themen ausgehen, so berichtet mehr über die Nebenschauplätze, also neue Star Trek (oder SciFi/Fantasy)-Bücher, von mir aus auch Sachbücher. Ich kann mich kaum erinnern, ob ihr die auch besprochen habt. Mir würde das sicher helfen, denn ob der Flut an Sachbüchern zu Star Trek traue ich mich gar nicht, eines davon zu kaufen.

Oder über Fan-Veranstaltungen.
Als Leser aus dem süddeutschen Raum (München, um genau zu sein), ist der Zugang zu Conventions zumeist mit erheblichem Reiseaufwand verbunden. Da wären doch kleine Berichte über Fan-Aktivitäten der einzelnen Bundesländer ganz nett?

[..] Berichtet auch weiterhin über die Conventions, ich bin fast schon versucht, nun doch mal eine zu besuchen, doch fehlt noch der entscheidende Antrieb. Auch die in Ganymed-TV gezeigten Bilder machen Appetit.

[..] Noch zu einer anderen Sache.
Ich habe bemerkt, dass Herr Hillenbrand anscheinend euer "Enterprise"-Redakteur ist, und schon diverse Kolumnen darüber verfasst hat. Die neue Serie scheint ihm ziemlich am Herzen zu liegen. Da ich die Gelegenheit hatte, alle Folgen im original sehen zu können, möchte ich zu der Serie und den Einschätzungen von Hr. Hillenbrand ein paar Kommentare abgeben.

Im Grossen und Ganzen gefällt mir die neue Serie. Ob das immer noch so ist, wenn ich sie mit deutscher Synchronisation sehe, weiß ich nicht.
Dass der Titel "Star Trek" fehlt hat mich nicht gestört, ganz im Gegenteil. Verspricht es doch, dass die Serie nicht genauso Star Trek-konform wird, wie die letzten drei.
Doch hier fängt es schon an mit den Ungereimtheiten, und damit, dass ich die meisten Einschätzungen Herrn Hillenbrands nachvollziehen kann. Die Serie fängt mit neuen Impulsen an, der Weltraum ist längst noch nicht erschlossen, vieles ist fremd und geheimnisvoll. Es gibt keine oberste Direktive und damit fehlt der Haupt-Knebel, um interessante Stories zu schreiben, bzw. fehlt der Zwang, sie kunstvoll zu umgehen.
Teilweise finde ich das auch gelungen umgesetzt. Teilweise jedoch driften die Folgen in bekanntes Fahrwasser ab. Das beginnt bei der Konstellation der Crew, die eine attraktive Frau auf der Brücke braucht, die noch dazu Vulkanierin ist, und damit nicht zu den gern gesehenen Gästen auf Sternenflottenschiffen zählt.
An sich finde ich die Idee mit einem Vulkanier an Bord als Beobachter gut, denn die waren es schließlich, die den Menschen die Weltraumfahrt ermöglichten und ihnen unter die Arme greifen. Andererseits sind sie verschlossen und geben ihr Wissen nur Häppchenweise preis.
Genug Potenzial für Konflikte also. Warum dieser vulkanische Beobachter eine so attraktive junge Frau sein muss, ist mir ein Rätsel. Natürlich wird es attraktive Vulkanierinnen geben, doch es wirkt arg konstruiert.
Dies ist eine Sache, die wir schon aus "Voyager" kennen, und die schon damals etwas unglaubwürdig war, und es gibt noch eine.

Auch mir missfällt, wie schnell T'Pol in die Crew integriert wird bzw. sich integriert hat. Hier kommen die Star Trek-Ideale durch, wir sind alle lieb zueinander und eine große Familie.
Die Zeiten von Kirk&Co wurden als wilde Zeiten der Föderation bezeichnet, doch nun sind wir zeitlich davor, und alles ist harmonisch?
Die Autoren hätten sich ruhig Zeit lassen können, die Crew zueinander finden zu lassen. Denn genau das hätte gute Stories gegeben. Stories über die Besatzungsmitglieder und ihre Probleme miteinander. Das hat mir an DS9 gefallen, und damit kann man gute (und billige - man braucht keine Aussendrehs) Folgen produzieren.

So schnell wie alle sich zusammengerauft haben, erinnert das mich an den Anfang von Voyager und die Integration der Maquis. Auch das ging ja rasend schnell und war nicht gerade sehr glaubhaft. Noch weniger als bei "Enterprise".
Ich hätte es mir sehr interessant vorgestellt, wenn T'Pol des öfteren eigenmächtig handelt, Befehle gibt, die unbeliebt sind, und ungefragt Informationen an ihre vulkanischen Oberen sendet. Das wäre alles möglich gewesen, denn es heißt nicht mehr "Star Trek". Das bedeutet eigentlich mehr Freiheit von den alten Regeln. Um es etwas plakativ auszudrücken: Dafür, dass kein "Star Trek" drauf steht, ist zuviel davon drin.

[..] Ich kann verstehen, dass sich nun alle Star Trek-Fans auf diese Serie stürzen, ist es doch die einzige auf weiter Flur, und trotz dieser Mängel kann die Serie richtig gut werden. Ich hoffe nur, die Autoren bleiben ihrer (geplanten) Linie treu und versuchen nicht zu arg die Gunst des Publikums zu gewinnen. Ich denke, es gibt genug Zuschauer, die wenig mit Star Trek am Hut haben, und die Serie sehen, weil sie ihnen gefällt. Damit das so bleibt, müssen die Folgen interessant sein. Und die Menge an interessanten Geschichten hat sich durch dieses Konzept (weniger Star Trek) eindeutig erhöht. Berman & Braga müssen nur noch etwas Mut aufbringen - so wie die Besatzung der Enterprise - Neuland zu betreten und diese Chance zu nutzen.
- Christian Maras

Anm. d. Redaktion:
Oh.Mein.Gott.
Die Zeit der Superlativen. Noch nie hat diese Redaktion einen so langen und netten Leserbrief bekommen - und dabei wurde er für die Veröffentlichung in dieser Ausgabe sogar schon um die Hälfte gekürzt. Wir werden ihn uns zu Herzen nehmen und hoffen wirklich auf 50 weitere erfolgreiche Ausgaben dieses Magazines.
Vielen herzlichen Dank!

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10. Rating Report

Derzeit befinden sich die US-Networks noch immer in der Sommerpause. Doch noch im September beginnt die neue TV-Season. Bereits im nächsten Rating Report werden die ersten Daten zur neuen Saison verfügbar sein. Der Start von Joss Whedons "Firefly" macht diese Season besonders interessant (siehe auch: "Rating Report", Corona Magazine 99). Aber auch das weitere Abschneiden von "Enterprise" wird sehr spannend werden. Wird es Rick Berman und Brannon Braga gelingen, die Quoten von "Enterprise" wieder zu verbessern? Zur Erinnerung: Nach einem fulminanten Start und einer erfolgreichen ersten Staffelhälfte sanken die Quoten nach einer längeren Wiederholungsphase im Dezember stark. Vielleicht werden die Produzenten erkennen müssen, dass die bloße Verlegung von großteils alten Geschichten in die "Vergangenheit der Zukunft" keine Innovation ist, für die sie es vielleicht gehalten haben. Aber lassen wir uns überraschen.

In Deutschland ist nach wie vor RTL 2 der Sender mit den zur Zeit erfolgreichsten Genre-Serien im Programm. "Stargate" ist auch weiterhin die Top-Serie des Senders und ungeschlagene Nummer 1 aller phantastischen Serien in Deutschland, dicht gefolgt von "Andromeda", das im Kielwasser von "Stargate" solide Quoten einfährt.

Der Stern von "Dark Angel" scheint dagegen in letzter Zeit etwas zu sinken. Die Quoten der Wiederholungen haben stark nachgelassen, sind aber noch immer ganz ordentlich für VOX-Verhältnisse.

Für eine Überraschung hat RTL mit der erneuten Ausstrahlung der Serie "Knight Rider" gesorgt, die derzeit die beliebteste Sendung bei den 14-49jährigen am Sonntagnachmittag darstellt.

"Seven Days" hat sich zuletzt etwas erholt. Zwar schwanken die Marktanteile stärker als bei den meisten Primetimeserien, aber im Schnitt erreicht die Serie über 10% der 14-49jährigen TV-Zuschauer am Montagabend. Trotzdem bleibt Pro Sieben den Zuschauern auch diesmal wieder einige Folgen der in den USA bereits vor einem Jahr abgesetzten Serie schuldig.
Trotz aller Routine im Rating Report für Deutschland gibt es auch hier einige interessante Entwicklungen; vor allem die baldigen Starts von neuen Staffeln der Serien "Akte X", "Buffy", "Charmed" und "Dark Angel" werden für einigen Diskussionsstoff sorgen.

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11. Perry Rhodan: Zeitreisen

In dieser Ausgabe sollen Zeitreisen diskutiert und einige schöne Zeitreisen der "Perry Rhodan"-Serie vorgestellt werden. Zuvor jedoch ein Veranstaltungshinweis: Am Wochenende vom 27. bis zum 29.September finden in Sinzig die allseits beliebten Perry Rhodan-Tage Rheinland-Pfalz statt. Dieses Jahr gibt es den Schwerpunkt "40jähriges Dienstjubiläum der Romanfigur Atlan". Genauere Informationen gibt es unter dem Link am Ende des Artikels. Die Eintrittspreise bewegen sich zwischen 11 und 25 Euro.

Zeitreisen sind ein immer wieder gerne genutztes Thema. Zugleich besteht für die Autoren eine besonders große Gefahr, sich in Widersprüche zu verstricken. Das passiert am schnellsten, wenn Eingriffe in die Vergangenheit geschildert werden. Hierbei gibt es verschiedene Modelle, wie diese gehandhabt werden, von denen nur die wichtigsten genannt seien:
"Alles, was geschieht, ist festgelegt. Die Handlungen und Eingriffe der Zeitreisenden sind dabei schon berücksichtigt und damit sogar zur Wahrung des vorgesehenen Zeitablaufs notwendig."

Dieses Modell hat erst einmal die unangenehme Konsequenz, dass man ein deterministisches Weltbild akzeptieren muss, in dem Entscheidungsfreiheit nur eine Illusion ist. Denn das Handeln aller Akteure ist ja schon vorherbestimmt. Änderungen der Gegenwart durch Zeitreisen sind unmöglich.
Weiterhin tritt das Problem auf, dass Zeitreisen geschlossene Schleifen darstellen. Denn wenn erst ein Eingriff in die Vergangenheit notwendig ist, um die gewohnte Gegenwart herzustellen, dann fragt man sich doch, wie die Gegenwart ohne diesen Eingriff aussähe. Mit hoher Wahrscheinlichkeit gäbe es mehr oder wenige große Unterschiede, die es fraglich machen, ob die Akteure zur gleichen Zeit mit identischer Motivation in die gleiche Zeit reisen.

Wieso also soll sich das Universum für einen Ablauf entschieden haben, an dem Zeitreisen in Form kleiner Schleifen hängen? Nur weil es eine konsistente Lösung ist?
"Babylon 5" betont diesen Aspekt der Zeitreise, weil die Serie gerne mit vorherbestimmten Schicksalen für ihre Charaktere arbeitet. Allerdings erhalten die Hauptpersonen auch Einblicke in eine alternative Zukunft, in der sie gescheitert sind und die Station zerstört wird, was nicht ganz in das Bild passt.

Dann gibt es das alte Bild, dass Änderungen möglich sind und konsequent ihre Auswirkungen haben. Hier droht das klassische Paradoxon, dass jemand seinen Großvater umbringt, dadurch nie geboren wird, seinen Großvater nicht umbringen kann, geboren wird, seinen Großvater umbringt, usw.
Treten erst einmal Veränderungen in Kraft, dann können sich die Zeitreisenden nicht an ihre ursprüngliche Gegenwart erinnern.

Bei Varianten in diesem Modell gibt es ein Beharrungsvermögen gegen Änderungen, die dann durch neue scheinbar zufällige Ereignisse ausgeglichen werden - siehe die Neuverfilmung von "Die Zeitmaschine", in der der Zeitreisende seine Frau nicht vor dem Unfalltod retten kann. In anderen Varianten wirken sich diese Änderungen mit Verzögerung aus: In "Zurück in die Zukunft" löst sich Marty McFly allmählich auf, nachdem er versehentlich die erste Romanze zwischen seinen Eltern vereitelt hat.

Der Ausweg aus vielen dieser Probleme ist das Modell der Paralleluniversen. Bei jeder Entscheidung entstehen mehrere Nachfolgeuniversen, von denen jedes eine Entscheidungsmöglichkeit enthält. Dabei verzweigt sich ein Universum in Windeseile in unendlich viele Nachfolgeuniversen, da ja schon der Zerfall eines radioaktiven Atomkerns vom Zufall abhängig ist.

Kommt es hier zu einer Zeitreise, entsteht ein neuer Zweig von Universen, der eine alternative Zeitlinie mit den Konsequenzen der Zeitreise enthält. Das Problem ist, dass die Zeitreisenden ihre Heimatgegenwart nicht verändern können. Sie stellen nur eine neue, für sich hoffentlich angenehmere Zukunft her. Wenn es bei der Zeitreise um die Rettung der Erde geht, dann haben sie praktisch die übrige Menschheit im Stich gelassen. Insofern versucht die Besatzung der Enterprise in "Star Trek - Der erste Kontakt" nicht, die Assimilation der Erde durch die Borg zu verhindern, sondern nur, in ein Paralleluniversum zu gelangen, dass ihrer ursprünglichen Heimatgegenwart ähnlich ist.

Das Modell der vorherbestimmten Zeitlinie ist hier enthalten. Freilich nur als Illusion, denn eine Zeitlinie folgt zufällig dem vorherbestimmten Weg. Der zweite Fall ist mit einem wichtigen Unterschied enthalten: Die Zeitreisenden scheinen die Zukunft ändern zu können, doch ihre Erinnerung an den ursprünglichen Zustand ist ein deutliches Indiz, dass sie nur das Universum gewechselt haben.

Marty McFly ist wohl ein solcher Zeitreisender. Seine allmähliche Auflösung lässt sich mit dem Argument der Unschärfe aus der Quantenmechanik retten: Was wir sehen, ist eine Überlagerung der nahesten Paralleluniversen. Wenn Marty eine Situation herstellt, in der seine Existenz so auf der Kippe steht, dass er nur noch in einem Teil der Nachbarschaft präsent ist, ist er halt nur halb da...

Hauptproblem am Modell der Paralleluniversen ist die Aufspaltung. Warum kommt immer nur ein Zeitreisender aus der Zukunft an? Wenn sich das Universum aufspaltet, müssten unzählige Zeitreisende aus unzähligen leicht unterschiedlichen Zukünften auf einmal auftauchen.
Man könnte das Modell ausbauen, dass sich die Universen auch in die Vergangenheit aufspalten - schließlich bewegt sich Antimaterie rückwärts durch die Zeit. Dann hätte man von der Vergangenheit in die Zukunft ein Netz aus Paralleluniversen, bei dem zwei Paralleluniversen in das gleiche zukünftige Universum münden können.

Die Anzahl der Universen wäre in diesem Modell über die Zeit konstant, ergo könnten sich die Zeitreisenden aus der Zukunft über entsprechend viele Paralleluniversen verteilen. Es bleibt aber fragwürdig, warum nicht doch zwei oder mehr Zeitreisende im gleichen Universum auftauchen.

Bei "Star Trek" gilt sicherlich das Modell der Paralleluniversen. Allerdings scheint als Ergänzung zum Model immer eine Zeitlinie als die wichtigste ausgezeichnet zu sein, da Guinan in "Die alte Enterprise" spürt, dass die Zeitlinie mit dem langen Krieg gegen die Klingonen nicht die Richtige ist.

Und wie sieht es in "Perry Rhodan" aus? Paralleluniversen gibt es natürlich, welcher SF-Autor würde auch auf dieses reizvolle Mittel, Was-wäre-wenn-Geschichten zu schreiben, verzichten wollen. Die Figur des Sato Ambush lernt im Lauf der Serie sogar, Paralleluniversen aufzusuchen und geht schließlich in diesen verloren.
Paralleluniversum und Zeitreise kommen in der PR-Serie beide in großem Maßstab ab Heft 600 vor. Erst verschlägt es Perry und sein Flaggschiff MARCO POLO in ein Paralleluniversum, in der sämtliche Erdbewohner charakterlich verdreht sind - ähnlich dem Spiegeluniversum bei "Star Trek" - dann schleppt das Schiff durch die Art der Heimkehr die PAD-Seuche in das Heimatuniversum ein.

Diese rafft alle großen Zivilisationen dahin, sodass eine kleine Gruppe eine Zeitreise unternimmt, um den Flug der MARCO POLO mitzumachen und rechtzeitig den Fehler zu korrigieren. Dies gelingt, allerdings ist die Reise als Präzedenzfall schlecht geeignet: Das ganze Paralleluniversum scheint eine künstliche Schöpfung der Superintelligenz Anti-ES gewesen zu sein, ebenso unterliegt die Zeitreise besonderen Regeln der Auseinandersetzung zwischen ES und Anti-ES. Schade, außerdem ist es schon komisch, dass über fünfzehn Hefte eine irrelevante Zeitlinie schildern...

Nicht ganz so genau mit der Integrität der Zeitlinie nehmen es die Meister der Insel in den 200ern. Sie wechseln nach Belieben 50.000 Jahre in die Vergangenheit, wo sie bei Bedarf fähige Leute entführen, um sie in der Gegenwart mit ihren Multiduplikatoren für ihre Streitmächte zu vervielfältigen. Zwar wissen sie immer, dass die Entführten kurz darauf gestorben wären, trotzdem scheinen sie auf ein Beharrungsvermögen gegen grobe Änderungen zu vertrauen. Dieses trifft sie schließlich selbst: Kurz vor der entscheidenden Niederlage versuchen die letzten beiden Meister, den Aufstieg der Menschheit durch einen Eingriff kurz vor Band 1 der Serie ungeschehen zu machen. Das entsandte Schiff wird jedoch unerwartet von einer alten Station auf der Venus abgeschossen.
Schicksal, Beharrungsvermögen der Zeitlinie oder einfach ein dummer Zufall? Die Autoren haben sich geschickt um eine Antwort gedrückt.

Etwas konkreter wird das Thema Zeitreisen dann in den 400ern behandelt. In der Sonnenkorona verbirgt sich seit 200.000 Jahren der unangreifbare Todessatellit, der seit kurzem die Sonne zur Nova aufheizt. Also wird eine Zeitexpedition losgeschickt, die den Satelliten in der Bauphase sabotieren soll. Kurz vor der Abreise werden bei Ausgrabungen Beweise entdeckt, dass die Zeitreise schon in der bekannten Zeitlinie stattgefunden hat.

Die Gefahr eines Paradoxons wird umgangen, indem eine Bombe im Satelliten versteckt wird, die erst nach der Rückkehr der Zeitreisenden in der Gegenwart gezündet wird. War die Zeitreise überhaupt noch nötig? Wenn vor der Reise schon Spuren der Expedition ausgebuddelt worden sind, dann müsste die Bombe ja auch schon im Todessatelliten gewesen sein, oder?

Eine sehr eigenwillige Art von Zeitreise wird in den Heften 1202 und 1203 geschildert. Körperlose Wesen namens Zeitgänger nehmen Spuren von Objekten und Personen durch die Zeit als Fäden wahr, an denen sie entlang reisen und dabei zu ihrem Vergnügen das Schicksal der normalen Lebensformen beobachten. Zeitreisen bilden Schleifen und merkwürdige Querverbindungen. Perry Rhodan wird von einem Zeitgänger mitgenommen. Als bizarren Höhepunkt verschlägt es ihn in den Moment vor dem Urknall, in dem merkwürdige Maschinenwesen als Überreste des vorhergegangenen, kollabierten Universums umherirren.

Freunde von Paralleluniversen und Kenner der Frühzeit der Serie kommen noch einmal in Band 1598 "Der Tag des Zorns" auf ihre Kosten. Autor Peter Terrid schildert gekonnt eine alternative Entwicklung, in der sich lediglich die Zusammensetzung von Rhodans Mondexpedition aus Band 1 durch einen Zwischenfall ändert. In dieser Zeitlinie versagt Perry Rhodan nach einigen Jahrhunderten erbärmlich...
In der jüngeren Serienvergangenheit muss das Raumschiff SOL 18 Millionen Jahre in die Vergangenheit reisen, um die Existenz der Menschheit sicherzustellen. Leider war das Konzept etwas spannungstötend, da ein vollständiger Erfolg der SOL-Mission feststand.
Als Höhepunkt der Mission entsteht durch Hilfe der SOL-Besatzung die Superintelligenz ES, die selber die SOL in die Vergangenheit geschickt hat. Die Superintelligenz hat sich damit durch eine geschlossene Zeitschleife selber erschaffen.

Welches Zeitmodell benutzt nun "Perry Rhodan"? Das Modell der alternativen Zeitlinien funktioniert meistens, auch wenn Autoren in Einzelromanen gelegentlich widersprüchliche Aussagen geliefert haben. Die geschlossene Zeitschleife bereitet freilich Kopfzerbrechen, deutet sie doch eher auf eine einzelne Zeitlinie hin, die Zeitreisen als Schleifen bereits enthält. Im Rahmen einer großen Serie muss man wohl mit Widersprüchen leben.

Link zum Thema:
http://www.atlan-club-deutschland.de/termine/prtage2002-3a.htm

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12. Episodenlogbuch: Farscape

Episode 1.17:
"Through the Looking Glass"

Regie:
Ian Watson

Autor:
David Kemper

Gaststars:
Keine!

Plot:
Die Episode beginnt damit, dass die Crew darüber diskutiert, ob es noch sicher sei, auf Moya zu bleiben, da ihre Schwangerschaft sie doch stark einschränkt und die Gefahr von den Peacekeepern aufgegriffen zu werden, recht hoch ist. Moya versteht diese Probleme und versucht einen Starburst, was sie in ihrer Verfassung besser nicht getan hätte...

Mitten im Starburstvorgang kommt sie zum stehen und D'Argo, Aeryn und Rygel verschwinden in bunten Lichtblitzen. Laut Pilot befinden sie sich nach wie vor an Bord, können aber von niemandem gefunden werden. Crichton wird auf der Suche nach ihnen von einem roten Licht verschluckt. Er stellt fest, dass er sich an Bord von Moya befindet, jedoch Farben, Lichter, Sound und Gleichgewichtssinn verrückt spielen. Moya hängt zwischen den Dimensionen fest. Crichton entdeckt alle Crewmitglieder auf den verschiedenen Dimensionsebenen. Als dann noch etwas mysteriöses sich seinen Weg durch den Leviathan bahnt, ist schnelles Handeln gefragt...

Kritik:
Eine superbe Episode. Die unterschiedlichen Dimensionsebenen werden durch die Farben, jede Ebene ist in eine andere Farbe getaucht (Blau, Gelb, Rot), Sounds (der Sound in der blauen Dimension ist richtig krank...) und Verhaltensveränderungen der Crew gut herausgestellt. Die Bedrohung ist auch gelungen. Auch die Tatsache, dass Moya so nobel war, zu versuchen der Crew zu helfen, obwohl sie dazu nicht wirklich in der Lage war, erinnert den Zuschauer wieder daran, dass das Schiff ebenso ein vollwertiger Charakter mit Gefühlen ist. Eine kurzweilige Folge, die die besten Farscape-Elemente vereint, denn auch der Humor kommt nicht zu kurz.

"Star Trek"-Fans dürfte interessieren, dass die Storyidee mit dem mysteriösen Wesen, dass sich seinen Weg durch Moya bahnt ursprünglich für TNG geschrieben wurde. Dort sollte die Enterprise auf ein altes, verlassenes Raumschiff stoßen, in welchem aber noch eine fremde Kreatur lebt. Für Farscape wurde die Idee mir multiplen Dimensionen erweitert.
Ein Grund dafür, dass die Folge erst so spät ausgestrahlt wurde, ist, dass etwas Zeit benötigt wurde, das ganze zu visualisieren. Dafür ist das Ergebnis erstklassig geworden.

Episode 1.18:
"A Bug's Life"

Regie:
Tony Tilse

Autor:
Doug Heyes jr.

Gaststars:
Paul Leyden als Captain Larraq
Richard White als Thorrn
Zoe Coyle als Science Officer Hassan
Michael Tuahine als Rhed

Plot:
Eine Spezialeinheit Peacekeeper entert Moya mit ihrem reparaturbedürftigen Marauder.
Moyas Crew tüftelt einen groß angelegten Bluff aus. Crichton und Aeryn geben sich als Peacekeeper aus, die nicht nur das Schiff unter Kontrolle haben, sondern Chiana als Sklavin, während D'Argo, Zhaan und Rygel wieder in ihre Gefängniszellen zurückkehren, aus denen sie in der Pilotfolge entkommen sind. Captain Larraq schluckt den Bluff, übernimmt aber dennoch dank einer Sonderregelung das Kommando an Bord um seine Mission zu erfüllen. Er wurde mit der Lieferung eines Paketes zu einer geheimen Peacekeeper Gammak Base ganz in der Nähe beauftragt.

Chiana und Rygel durchsuchen die Fracht und öffnen einen Container, in dem eine Kreatur im Kälteschlaf liegt. Sie werden jedoch gestört, gehen in Deckung und sehen, wie der Peacekeeper Rhed die Kreatur berührt und infiziert wird. Larraq erklärt, dass die Kreatur von einem Virus infiziert wurde, der aber immer nur einen Träger infizieren kann, es sei denn er verbleibt lange genug in einer Person um ein paar Millionen Sporen zu legen. Plötzlich verschwindet Rygel...

Kritik:
Jetzt geht's los!! Diese Episode ist der Anfang der "Schlußoffensive", die bisher jede Farscape-Season ausgemacht hat. Die nächsten Folgen hängen alle miteinander zusammen, bilden quasi einen inoffiziellen Mehrteiler, der mit dem Cliffhanger Season Finale endet.
Diese Episode legt die Grundlagen für alles, was im Rest der Season passiert. Aeryn und John geben sich zum ersten Mal als Peacekeeper aus und das Wissen um die Existenz der Gammak Base setzt die Ereignisse der folgenden Episoden in Gang. Die Episode an sich ist jedoch auch sehr gut, hält die Spannung bis zum Schluss.
Auch wenn das Konzept ein wenig an John Carpenters "The Thing" erinnert, da sich alle paranoid verhalten, da keiner weiß, wer den Virus in sich trägt. Das natürlich die komplette Spezialeinheit der Peacekeeper das Zeitliche segnet, war vorhersehbar und Crichton wird den ID-Chip von Larraq, den Chiana ihm gestohlen hat, noch dringend brauchen...

Episode 1.19:
"Nerve"

Regie:
Rowan Woods

Autor:
Richard Manning

Gaststars:
Lani Tupu als Captain Bialar Crais
Wayne Pygram als Scorpius
Alyssa-Jane Cook als Gilina Mays
Paul Goddard als Stark
Imogen Annesly als Niem
Stephen Leeder als Commander Javio
Anthony Kierann als Lt. Heskon
Christian Bischoff als Bixx

Plot:
Aeryn, die in der vorigen Episode von dem infizierten Captain Larraq schwer verletzt wurde, liegt im Sterben, da ihr paraphoraler Nerv beschädigt wurde. Sofern sie nicht von einem genetisch kompatiblen Spender eine selbige bekommt, wird sie qualvoll sterben. Diese Tatsache führt dazu, das Crichton sich entschließt die Gammak Base zu infiltrieren. Die anderen halten das für Selbstmord, Chiana möchte ihn jedoch als seine persönliche Dienerin begleiten. Dank Larraqs ID-Chip schaffen sie es auch hineinzukommen. Einen DNA-Test können sie nur dank der Hilfe von Gilina, der Peacekeeper-Technikerin, die Crichton auf der Zelbinion gefunden hat (Episode 1.07), überstehen. Sie stellt auch das Serum für Aeryn her.
Als Crichton die Gammak Base verlassen will, wird er von Scorpius, einem Scarran-Sebecean-Mischling, entlarvt und gefangengenommen. Er schafft es gerade noch, das Serum zu verstecken, sodass Chiana damit zu Moya zurückkehren kann. Er selbst wird aber gefangen genommen und von Scorpius im Aurora-Stuhl gefoltert und verhört. Dann taucht auch noch Crais auf....

Kritik:
Scorpy rules! Der neue Hauptgegner wird sehr gut, fast schon nebenbei, eingeführt und es zeigt sich gleich, dass er ein anderes Kaliber ist, als Bialar Crais. In dieser Folge wird auch wieder der Zusammenhalt der Serie deutlich. Nicht nur, dass diverse Elemente aus der vorigen Episode übernommen werden, auch auf ältere Episoden wird zurückgegriffen
Mit Stark wird hier ein weiterer Charakter eingeführt, der in den nächsten Seasons noch diverse Auftritte haben wird.
Dass Aeryn gerettet wird, war natürlich klar, aber die Folge lebt durch ihre Vielzahl interessanter Charaktere und endet mit einem "to be continued"...

Scorpius war ursprünglich viel insektoider geplant, sein schwarzes Lederoutfit stellt auch noch die geschützte Außenhülle dar. Wayne Pygram spielt ihn als "coolen" Bösewicht sehr unterschwellig und ruhig und nicht melodramatisch, was der Serie auch eher geschadet hätte.
Aber zu dieser Folge gibt es in der nächsten Ausgabe mehr Infos, wenn ich die erste Season abschließe, die letzten Folgen in einem Block bewerte und ein Resümee der ersten Season ziehe.

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13. Ostereier hinter vielen DVDs

Easter Eggs - Ostereier; das im Sommer? Allerdings!
Was sich zunächst anhört, als hätte jemand Ostern ein paar Eier vergessen, die jetzt unweigerlich ziemlich ekelig daher kommen würden, verspricht etwas gänzlich anderes. Auf vielen und sogar immer mehr DVDs verstecken sich sogenannte Easter Eggs - kleine versteckte Zusatzmaterialien.

Doch warum das Ganze? Welchen Sinn machen Extras, von denen keiner weiß? Und es sind oftmals gar nicht einmal bloß kurze oder wenige Bonusfeatures.

Begonnen hat das Spielchen der DVD-Programmierer mit den mal mehr mal weniger gut versteckten DVD-Credits - also der Auflistung der an der Produktion Beteiligten. So verbergen sich die DVD-Credits zum Beispiel bei der DVD zu "Edward mit den Scherenhänden" im Menü "Sonderausstattung" hinter der Schere, die erscheint, wenn man von dem Punkt "Konzeptzeichnungen" nach unten geht.

Schnell nahmen die Ostereier - nachdem sich die versteckten Spielereien herumgesprochen hatten - an Beliebtheit zu. Einen entscheidenden Vorteil hatte das Ganze zudem noch: Die DVDs blieben im Gespräch. So bauten die Produzenten die "Hidden Features" aus und immer mehr DVDs beinhalteten immer aufwendigere verborgene Extras.

So verbergen sich auch auf der Staffelbox zu "Futurama" einige Ostereier. Auf jeder der drei DVDs sind Poster versteckt. So zum Beispiel, wenn man auf der ersten Scheibe im Hauptmenü von der letzten Folge aus nach rechts geht. Insgesamt nur eines von acht versteckten Postern. Da kann der Filmgenuss schon mal zum Suchspiel ausarten.

Waren es bei "Futurama" bloß Kleinigkeiten, die versteckt waren, hat man sich bei "Final Fantasy" - welche Qualitäten der Film selbst auch immer haben mag - richtig ins Zeug gelegt. Auf der Bonus-DVD sind zahlreiche zum Teil sehr umfangreiche Specials versteckt. Als da wäre eine 3-D-Studie von Aki, mehrere Storyboard-Sammlungen, Renderzeichnungen und ein Musikvideo zu "Thriller" im "Final Fantasy"-Stil; zu finden auf der zweiten Seite der "Highlights", wenn man zunächst nach oben und dann nach rechts drückt.

Eine ebenso mit verborgenem Material vollgepackte DVD ist die zu "Star Wars Episode 1 - Die dunkle Bedrohung". Auf der Bonus-Scheibe geht man im Menü "nicht verwendete Szenen und Dokumentationen" auf "nicht verwendete Szenen abspielen". Im Anschluss auf der "komplettes Pod-Rennen"-Seite von "Doku Menü" nach rechts. Es erscheint eine Box, die einen Blick hinter die Kulissen des Rennens gewährt. Nur eines von zahlreichen "Hidden Features".

Ein gerade für Filmliebhaber interessantes Feature versteckt sich auf der ersten DVD zu "Sleepy Hollow", wenn man im "Credits"-Menü einmal nach oben drückt. Man landet im "Goofs"-Menü. Mit Hilfe von Beispielen aus dem Film werden Fehler, ob Logik- oder Produktionsfehler, illustriert. Eine sehr amüsante Angelegenheit, bei der man sich im Nachhinein die Frage stellt, warum man nicht selbst darauf gekommen ist.

Ein sehr nettes Detail ist auf der Scheibe zu "Total Recall" verborgen: Der im Film nur in Teilen zu bestaunende Werbespot der Firma "Recall", ist in voller Länge zu betrachten, wenn man im "Extras"-Menü von der Option "Trailer" nach links geht und auf den auftauchenden Fernseher klickt. Bei "Mission to Mars" verbirgt sich gar ein alternatives Ende auf der DVD: Betätigt man während des Filmabspanns die "Skip"-Taste, gelangt man auf die benötigte versteckte Menütafel.

Auf der zweiten Disc von "The Sixth Sense" kann man sogar einen frühen Amateurfilm des Regisseurs M. Night Shyamalan entdecken. Vom Menüpunkt "Links" nach links gegangen gelangt man auf einen unsichtbaren Unterpunkt und kann nach einer kurzen Einführung das Werk betrachten: Erstaunlicherweise ist es ebenfalls ein Film, der sich mit dem Übersinnlichen beschäftigt.

Witzig wird es bei den "X-Men": Drückt man bei den Extras im "Kino- und Fernsehtrailer"-Menü von "Kinotrailer A" aus nach links, wird die Schachfigur hervorgehoben. Man sieht eine Aufnahme in der sich ein eindeutig falscher Superheld in die Kulissen des Films verirrt.

Sehr kniffelig versteckt ist eine kurze Featurette über die Methoden der Mumifizierung auf der Bonus-DVD zu "Die Mumie kehrt zurück". Zunächst muss man auf der ersten Seite des "Bonus"-Menüs die Option "Ägyptologie 201" wählen. Dann geht man ins Menü "Wissenswertes über Mumifizierung" und drückt dort zweimal nach rechts, sodass der Skorpion hervorgehoben wird. Voila und mit der "Play"-Taste aktiviert!

Extrem ärgerlich ist es aber, wenn Dreingaben bloß über die direkte Titelanwahl aufzurufen sind. Die Neuauflage von "Planet der Affen" ist ein solches Beispiel. Hinter den Titel 4-11 auf der ersten Scheibe liegen "Hinter den Kulissen"-Material und Interviews verborgen. Eine Möglichkeit über die Menüs dorthin zu gelangen ist bisher nicht bekannt. Denkbare Erklärung wäre, dass die Materialien zum Ende der Produktion der DVD zur Verfügung gestellt wurden. So wäre ein Einbau in das Menü - und damit verbundenes umdesignen des selben - ein schwieriges und vor allem teures Unterfangen gewesen. Doch stellt sich hier die Frage inwiefern das Zusatzmaterial dann überhaupt noch Sinn macht.

Völlig paradox wird die Geschichte mit den Easter Eggs aber dann, wenn auf der Verpackung sogar inzwischen manches Mal ein "Hidden Feature" angekündigt wird. Besonders ärgerlich wenn man es schließlich partout nicht findet, weil es mit Sicherheit gerade dann besonders fies versteckt ist.

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14. Star Wars: Obi-Wan

Er zählt zu den bekanntesten Charakteren des Star Wars-Universums - dabei stirbt er im vierten Film und taucht nur noch als Stimme oder geisthafte Erscheinung in den Fortsetzungen auf. Dafür spielt er als Meister von Anakin Skywalker in den ersten drei Teilen eine weitaus größere Rolle: Die Rede ist von Obi-Wan. Stricken wir doch ein Spiel um diesen Jedi-Ritter, dachten sich eines schönen Tages die Designer von LucasArts, dem Spiele-Ableger des Lucas-Imperiums, in dem wir in einer neuen Geschichte erzählen, was vor Episode I passiert ist. An sich keine schlechte Idee.

Noch eine dunkle Bedrohung

In fünf Kapiteln, die ihrerseits in diverse Unterabschnitte aufgeteilt sind, muss der namensgebende Obi-Wan "seine Fähigkeiten gegenüber Meister Qui-Gon Jinn und dem Rat der Jedi beweisen. Im Rahmen seiner Ausbildung wird Obi-Wan von Meister Mace Windu beauftragt, in den unteren Ebenen von Coruscant Nachforschungen über eine neue, gefährliche Bedrohung anzustellen." Soweit die weder sonderlich spannenden noch tiefgehenden Ausführungen des Handbuchs. Also zieht Obi-Wan in die unteren Ebenen, in denen er die sogenannten Schwarzen Heth bei ihren kriminellen Aktivitäten aufstört. Im zweiten Kapitel geht es nach Obredaan, der Heimatwelt der Schwarzen Heth. Kapitel drei bringt den wackeren Recken nach Naboo, wo die Handelsföderation "ein weiteres Mal ihre Macht missbraucht hat," um eine Blockade um den Planeten aufzubauen. Das mag zwar nach Episode I zutreffen - zur Handlungszeit von "Obi-Wan" gab es diese "erste" Blockade jedoch noch nicht. Also ist diese Ausgangslage relativer Mumpitz. Quasi als Belohnung für den eher öden Schauplatz geht es im nächsten Kapitel nach Tatooine, bevor Obi-Wan im fünften Kapitel wieder nach Naboo zurück kehrt, wo die Schlacht zwischen Gunganern, Naboo und der Handelsföderation unmittelbar bevor steht. Häh? "Obi-Wan" spielt vor den Ereignissen des ersten Kinofilms? Seltsam, seltsam.

Lass dich von deinen Gefühlen leiten

Ein Kennzeichen eines guten Spiels: Man lernt die Steuerung in der ersten Mission. Ein Handbuch oder ein separates Tutorial ist in den meisten Fällen zwar nett, aber nicht für das erfolgreiche Spielen wesentlich - normalerweise sind gute Spiele selbsterklärend. Ausnahmen wie Rollenspiel-Epen der Marke "Baldur's Gate 2" [KLAUS, BITTE HIER ZUM TEST VERLINKEN] mit ihren Tabellenwerken bestätigen natürlich die Regel. So jedenfalls meine Beobachtung bei den allermeisten Computer- und Videospielen der letzten 22 Jahre. Also munter das Gamepad in die Hand genommen und ab in den Untergrund von Coruscant. Hier die erste Überraschung: Die Steuerung ist sehr gewöhnungsbedürftig. Der linke Ministick des Xbox-Controllers lenkt Obi-Wan, der rechte sein Lichtschwert. Nun gut. Nach einer Weile habe ich es raus und lasse kein gutes Haar an Verbrechern und Abschaum der Galaxis. Nur scheint Obi-Wans Lebensenergie äußerst knapp bemessen zu sein - ich sterbe schon im ersten Level auffallend oft. Gegen Ende muss ich Gerümpel, den übles Gesindel auf die Gleise eines Gleiterzugs gelegt hat, wegräumen, doch das scheint nicht so einfach zu klappen - immer wieder beißt Obi-Wan ins Gras, weil er bei seinen eher fruchtlosen Aufräumungsarbeiten von finsteren Elementen mit Waffengewalt gestört wird. Fein. Spiele ich nach einem halben Dutzend Versuche dann doch noch mal das separat anwählbare (!), stark bemühte Tutorial. Siehe da: Hätte ich nur den "Macht-Modifikator" (linker Schulterknopf) und dann eine der Tasten A, X, Y, B oder die weiße Taste gedrückt, Obi-Wan hätte einen Macht-Sprung, -Sog, -Stoß, -Wurf oder -Blick ausgeführt. Ein Drücken des rechten Ministicks bewirkt sogar einen "Macht-Lichtschwert-Wurf", dessen Treffergenauigkeit ähnlich schwankt wie ein Stammgast der Cantina in Mos Eisley nach einer durchzechten Nacht. Es kommt noch besser: Wäre meine "Energie der Macht" vollständig aufgeladen, drückte ich dann den Macht-Modifikator "etwa 2,5 Sekunden lang" und anschließend den rechten Ministick nach oben, führte Obi-Wan eine "Super-Macht-Lichtschwerattacke" aus. Sagenhaft, was es nicht alles gibt. Mit meinem so erworbenen Wissen geht es zurück ins eigentliche Spiel, das mir nun etwas besser von der Hand geht. Noch immer ist die Steuerung nicht wirklich prickelnd, aber mit dem Macht-Stoß räume ich den Müll von den Gleisen, der Zug fährt ab. Es folgt eine flaue Zwischensequenz in Spielgrafik, dann ein Lichtschwertduell, das mir mein Gegner als schwerer Brocken ankündigt. In einer halben Minute ist der Gegner Geschichte, Obi-Wan darf in den nächsten Abschnitt. Hurra. Nach diesem Strickmuster laufen auch die nächsten rund ein Dutzend Abschnitte ab - ich erspare Ihnen weitere Schilderungen.

Obi-Wan, hilf!

"Star Wars: Obi-Wan" war ursprünglich als PC-Titel in Entwicklung, wurde dann jedoch für Microsofts Xbox-Videospielsystem umgestrickt. Das ist prinzipiell nicht schlecht, denn unter der Haube der Xbox steckt jede Menge Power: Von allen zurzeit auf dem Markt befindlichen Videospielsystemen ist Xbox dank einer eingebauten Festplatte, einem Grafikchip auf GeForce-4-Basis, Dolby Digital 5.1 in Spielen und einem Breitbandanschluss für Online-Spiele die eindeutig leistungsfähigste Konsole. Aber das scheinen die Entwickler bei LucasArts irgendwie nicht mitbekommen zu haben: Die Grafik von "Obi-Wan" ist bestenfalls traurig zu nennen. Die Umgebungen wirken durch sehr sparsame Texturen wie billige Filmkulissen, in Außenwelten verhindert Nebel den Blick in die Ferne - ein alter Programmierertrick, um Rechenkraft zu sparen, die für den Aufbau des Hintergrunds verwendet werden müsste. Nur: Diese CPU-Power ist bei Xbox eigentlich vorhanden, wie die weitsichtigen Level etwa in Bungies SF-Spektakel "Halo" demonstrieren. Dazu staksen Obi-Wan und Konsorten schon fast tragikomisch animiert durch den Plot und bleiben gelegentlich sogar an Wänden oder Objekten hängen. Punkten kann bei dieser Spar-Präsentation eigentlich nur der Sound: Das typische Laserschwert-Grummelbrummel ertönt so schön wie in den Kinofilmen, John Williams' Musik sorgt für kurzfristige Stimmungs-Hochs. Aber was nutzt das alles, wenn der Spielwitz derart lahmt? Ein "Star Wars Pong" wäre auch nicht deswegen brillant, weil zu den dramatischen Bewegungen eines hellen (die Guten) und eines dunklen (die Bösen) Pixelbalken der imperiale Marsch in Dolby Digital ertönt. Wäre es überhaupt brillant?

Fazit: Nicht empfehlenswert

Es ist ein Jammer: "Star Wars: Obi-Wan" (in Deutschland vertrieben über Electronic Arts) hätte ein richtig gutes Spiel werden können. Und ich hätte es mir und dem Spiel so sehr gewünscht. Doch es scheint so, als hätten die Spieldesigner nach zwei Dritteln der Entwicklungszeit die Lust verloren und den Titel von frisch von der Straße geholten Mitarbeitern fertig stellen lassen. Umso bedauerlicher, da LucasArts doch ausgezeichnete Star Wars-Titel herausbringen kann, wie die "X-Wing"-, "Rebel Assault"- oder "Jedi Knight"-Reihen beweisen. Doch in "Obi-Wan" kommen zu viele frustrierende Faktoren zusammen, die nur bei absoluten Ultra-Hardcore-Fans noch einen Funken Motivation übrig lassen, die täglich im Sturmtruppen-Kostüm zur Arbeit fahren. Alle anderen seien hiermit ausdrücklich gewarnt: Sparen Sie Ihr Geld lieber für das um Welten bessere "Star Wars: Jedi Knight 2", das wir in der nächsten Ausgabe genauer unter die Lupe nehmen werden.

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15. Birds of Prey: Neu am Start

Birds of Prey ist der Titel einer neuen Serie, die am 09.Oktober diesen Jahres auf dem amerikanischen Network Warner Brothers ihre Premiere feiern wird. Dank unserer Quellen in Übersee haben wir aber bereits jetzt schon ein Prerelease des Pilotfilms in unserem Besitz, und natürlich wollen wir unsere ersten Eindrücke von diesem Piloten auch an sie weitergeben.

Wer als Star Trek-Fan, und ich nehme mal an die meisten Besucher dieser Webseiten dürften das sein, den Titel Birds of Prey hört, der dürfte im ersten Moment wohl eher an ein Geschwader klingonischer Raumschiffe denken, doch weit gefehlt. Birds of Prey hat rein gar nichts mit Star Trek zu schaffen, sondern erzählt vielmehr die Geschichte der Tochter zweier Superhelden, der Tochter von Batman und Catwoman, Helena Kyle, die zusammen mit Batgirl und einem neuen Charakter namens Dinah gegen das Böse in "New Gotham City" kämpft. Werfen wir doch zuerst einmal einen Blick auf die Charaktere der Show.

Helena Kyle oder "Die Jägerin"
Die Rolle der "Helena Kyle", die in Birds of Prey auch einfach als "Die Jägerin" tituliert wird, wird von Ashley Scott gespielt, die in Deutschland durch ihre Rolle als "Asha" in der Serie Dark Angel bekannt sein dürfte. Kürzlich konnte man sie auch in dem Film A.I. sehen, in welchem sie die Rolle der "Gigolo Jane" spielte.

Helena Kyle hat in der Serie eine interessante Hintergrundgeschichte, bei der man sich sehr nahe an den Originalcomics orientiert hat. Sie ist, wie bereits erwähnt, die Tochter von Batman und Catwoman, die in ihrem Leben bereits vieles durchmachen musste. Ihre Mutter wurde ermordet, und zu ihrem Vater, Bruce Wayne, hat sie alles andere als ein gutes Verhältnis. Noch nicht mal seinen Nachnamen trägt sie. Von Natur aus ist sie äusserst athletisch, und hat von ihren Schöpfern auch so einiges an übermenschlichen Kräften mitbekommen, die sie nun zum Wohle der Allgemeinheit auch benutzen soll.

Barbara Gordon oder "Das Orakel"
Barbara Gordon, die oftmals auch einfach nur "Das Orakel" genannt wird, ist niemand anderes als Batgirl selbst. Gespielt wird dieser Charakter von Dina Meyer, die man aus unzähligen Filmen und Serien kennt. Sie spielte unter anderem in den Serien Friends und Ally McBeal mit, doch am ehestens werden sich die Fans des Genre an sie wohl durch ihre Rolle als Dizzy Flores in dem Film Starship Troopers erinnern.

Fans der veschiedenen Batman-Inkarnationen werden den Namen Barbara Gordon schnell erkannt haben, denn sie ist die Nichte des Commissioner Gordon, die niemand anders als Batgirl selbst war. In dem Roman "The Killing Joke" aus dem Jahre 1988 wurde Batgirl vom Joker ausser Gefecht gesetzt, und nachdem ihre Karriere als Batgirl zu Ende war, wurde sie zu einem Computergenie, welches man seitdem nur noch unter dem Namen "Das Orakel" kennt.

Dinah Lance
Dinah wird von der siebzehnjährigen Rachel Skarsten gespielt, die zuvor mit Auftritten in den Serien Twice in a Lifetime, The Famous Jett Jackson, Little Men und Angels in the Infield auf sich aufmerksam machte. Geboren und aufgewachsen ist die Schauspielerin in Toronto, Kanada, wo sie auch immer noch lebt.

Im Gegensatz zu den Comics ist bei Dinah in der Serie einiges anders. Zum ersten ist Dinah erst sechzehn Jahre alt, und zum anderen verfügt sie über übersinnliche Fähigkeiten, welche die Dinah in den Comics nicht hat.

Detective Jake Reese
Shemar Moore spielt in der Pilotepisode von Birds of Prey die Rolle des Detective Jake Reese, ein Charakter der höchstwahrscheinlich zu einem regelmässigen Darsteller der Serie werden wird. Vor Birds of Prey spielte Moore acht Jahre lang in der Serie The Young & The Restless den Charakter des Malcolm Winters, wofür er im Jahre 2000 auch mit einem "Daytime Emmy Award" augezeichnet wurde. Auch in dem Film The Brothers konnte man ihn sehen, und zur Zeit ist er auch der Gastgeber der Show Soul Train.

Dr. Harleen Quinzel
Mia Sara ist Dr. Harleen Quinzel, die in der ersten Staffel der Serie wohl der Oberbösewicht sein wird.

Am ehesten wird man die Schauspielerin wohl aus dem Film "Ferris macht blau kennen, der auch in Deutschland sehr bekannt sein sollte.

Alfred
Alfred, der ewig treue Butler von Batman, ist auch in dieser Serie mit von der Partie, und wird von dem englischen Schauspieler Ian Abercrombie gespielt. Der in London geborene Schauspieler kann in seiner Karriere auf hunderte von Auftritten in den verschiedensten Serien zurückblicken, wozu Seinfeld, Addams Family Values, Army of Darkness, Buffy the Vampire Slayer und auch Star Trek: Voyager gehören. Die Rolle des Butlers scheint ihm dabei auf den Leib geschnitten zu sein, spielte er diese Rolle doch bereits in dem Film The Lost World: Jurassic Park und auch in der Soap-Opera Santa Barbara.

Welchen Typ von Butler er in der Serie verkörpert, muss man wohl niemandem mehr sagen. Wie üblich ist er treu ergeben, immer gut gekleidet und strahlt diese typische englische Art aus.

Link zum Thema:
DailyTrek.de
Birds of Prey-Seite von Warner Brothers
Gotham Clock Tower

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16. Birds of Prey: Der Pilotfilm

In der vorherigen Rubrik widmete ich mich den Charakteren dieser neuen Serie, kommen wir nun einmal zum Inhalt der Pilotepisode, die mir gleich einen kleinen Dämpfer verpasst hat. Sind die meisten Pilotepisoden doch Doppelfolgen, die eben eine Laufzeit von mehr oder weniger neunzig Minuten haben, so kann dieser Pilot mit noch nicht einmal fünfzig Minuten Spieldauer aufwarten. Etwas wenig meines Erachtens nach, da man ja gerade in einem Pilotfilm schon viel über Charaktere erfahren sollte, ohne nur Charakterisierung in die verfügbare Zeit zu pressen. Nunja, Berichten in den Weiten des Internets zufolge soll der Pilotfilm bei seiner offiziellen Ausstrahlung noch einmal zehn Minuten länger sein. Ich lasse mich da mal überraschen.

Und ab diesem Zeitpunkt schalte ich mal ganz extrem auf Spoilermodus um. Wer sich diesen Piloten völlig unvoreingenommen ansehen möchte, der sollte an diese Stelle nicht mehr weiterlesen!

Das Erste was wir zu Gesicht bekommen ist ein Blick auf "New Gotham City" bei Nacht, mit dem kleinen Hinweis, dass das nun Kommende sieben Jahre in der Vergangenheit spielt. Die Art wie man mit der Kamera durch die Stadt schwenkt, erinnert mich ein wenig an die neueste Verfilmung von Spiderman, was aber alles andere als schlecht ist. Unglücklicherweise bekommt man hierbei sofort die Stimme eines Reporters im Hintergrund zu hören, was diese "wilde Fahrt" durch New Gotham doch ein wenig einbremst.

Wir sehen darauf den Tod von Helenas Mutter, Selina Kyle, und den Angriff des Jokers auf Batgirl, nachdem Diese von der Hüfte an abwärts gelähmt ist. Das Beste an diesen Szenen sind meiner Meinung nach die Flashbacks von Batgirl, welche sie in ihrem kompletten Kostüm zeigen, und das ist einfach nur klasse. Es erinnert ein wenig an das Kostüm aus der Fernsehserie der sechziger Jahre, aber es ist nicht identisch damit, und es sieht definitiv besser aus als jenes, welches Alicia Silverstone getragen hat. Auch bekommen wir hier gleich einmal Dinah in sehr jungen Jahren zu sehen, und sofort wird einem dabei klar, dass mit diesem Mädchen etwas nicht stimmen kann.

Danach geht es weiter in die Gegenwart, in der Dinah mit dem Bus unterwegs nach New Gotham ist. In dem Bus trifft sie auf einen Typen namens Jerry, der sie gleich mal für den Abend einlädt. Gutes kann dabei nicht rauskommen, was einem auch sofort klar sein sollte.

Die nächste Szene zeigt uns Barbara Gordon, deren Mangel an sozialem Leben ausserhalb ihrer Arbeit als Lehrer und ihrem "anderen Leben" hier sehr gut aufgezeigt wird. Es gibt da einen Typen, dessen Interesse an ihr wohl über das Platonische rausgeht, und auch wenn sie ihn mag, so erteilt sie ihm doch eine Abfuhr.

Helena treffen wir zum ersten Mal bei ihrer Psychiaterin, Dr. Harleen Quinzel, und hier erfahren wir dann doch gleich mal so einiges aus ihrem Leben, und ihre Probleme mit ihrem Vater. Barbara versucht sie hierbei die ganze Zeit zu erreichen, da es wieder einen Selbstmord gegeben hat, welcher einem weiteren aus der Woche zuvor sehr ähnelt.

Dinah kommt derweil in New Gotham an, und wird sofort Zeuge eines Selbstmordes. Ein Mann stürzt sich vor einen Bus, augenscheinlich auf der Flucht vor irgendwas. Dinah geht zu ihm, berührt ihn, und kann in seine Gedanken sehen. Dieser Mann ist der Ansicht es würden von allen Seiten Ratten auf ihn zukommen, weswegen er sich das Leben nimmt. Hierbei treffen wir auch zum ersten Mal auf Detective Jake Reese, dem hier schon bewusst ist, dass in dieser Stadt nach Einbruch der Dunkelheit seltsame Sachen geschehen. Dinah macht sich danach auf den Weg zu ihrem Date, doch Jerry ist alles andere als freundlich, und seine Absichten sind mehr als eindeutig. Er hat allerdings die Rechnung ohne Helena gemacht, die ihm die Prügel seines Lebens verpasst. Hier bekommen wir auch eine Textstelle zu hören, welche mir persönlich sehr gut gefallen hat, und durch die wohl die Richtung dieser Serie schon bestimmt wurde.

Jerry : "Who the hell are you?"
Helena: "I'm the huntress, and you are the prey!"

Jerry nimm darauf die Füsse in die Hand, und bei der darauffolgenden Unterhaltung zwischen Dinah und Helena wird Diese von Dinah angefasst. Dinah hat eine Vision, in der sie der sie etwas über das Hauptquartier von Helena und Barbara erfährt, in dessen Richtung sie sich auch begibt. Dort wird sie aber alles andere als freundlich empfangen, sprich sie wird von Helena niedergeschlagen. Nachdem Dinah wieder erwacht ist untersucht Barbara sie, und findet dabei heraus, dass Dinah im Gegensatz zu anderen Menschen fünfzig Prozent ihres Gehirnes benutzt, was ihre aussergewöhnlichen Fähigkeiten erklärt. Dinah möchte dem Kreis der Superhelden beitreten, bekommt aber erst einmal eine Abfuhr erteilt. Man einigt sich aber dann darauf, dass Dinah zumindest mal die Nacht über hierbleiben kann, und am nächsten Morgen bekommen wir dann zum ersten Mal Alfred zu sehen. Nach einer Dusche erzählt Dinah etwas über den "Selbstmord" des vorigen Tages, und Helena ist mal wieder beim Psychiater. Barbara findet endlich eine Verbindung bei diesen drei "Selbstmorde", und die muss man natürlich mal etwas genauer untersuchen. Eine vierte Person wird ausfindig gemacht, doch dummerweise ich auch die schon nicht mehr unter den Lebenden, aber hierbei prallen Helena und Reese das erste Mal aufeinander.

Zurück im Hauptquartier kommt es zu einer kleinen Diskussion zwischen Helena und Barbara, da Zweite dieses Leben nicht so klasse findet. Barbara findet ihr Leben auch nicht klasse, sie mag es nicht in diesem Rollstuhl zu sitzen, und sie wollte auch ihr ehemaliges Leben als Batgirl nicht haben. Aber das hier ist nunmal ihr Leben, und sie sind bestimmt dieses Leben zu führen. Dinah kommt dazu, und man wechselt mal lieber das Thema. Noch ein potentielles Opfer ist übrig, und das gilt es zu schützen. Dummerweise müsste man sich aber auch in der Schiffswerft von New Gotham mal umsehen, und zwei Sachen auf einmal kann auch Helena nicht machen. Mit einer ganz modernen Brille ausgestattet begibt sich deswegen Dinah zu der Werft, wobei Barbara duch diese Brille alles mitbekommt, und Helena macht sich auf das letzte potentielle Opfer zu schützen.

Dinah bricht in der Werft, die schon seit langer Zeit stillgelegt ist, durch den Boden, und kommt in den Raum, in dem vor Jahren der letzte Kampf zwischen dem Joker und Batman sowie Batgirl stattfand. Ein paar sehr gut gemachte Flashbacks kommen hier aus Sicht von Barbara dazu. Helena ist an ihrem Ziel und auch in dessen Haus, denn sie kennt den Typen, dessen Name Larry Ketterly ist. Sie trinken zusammen Tee, was wieder einmal nichts gutes vermuten lässt.

Dinah findet Bilder, und man erfährt hierdurch, dass Ketterly nicht das mögliche nächste Opfer ist, sondern vielmehr derjenige, der für die ganzen "Selbstmorde" verantwortlich ist. Für Helena kommt dieses Wissen zu spät, denn Ketterly hat sich bereits in ihr Gehirn eingeklingt und will auch sie zum Selbstmord zwingen. Barbara und Dinah kommen dazu, doch Helena ist zu stark; sie wird sich selbst töten. Dinah nutzt die einzigste Möglichkeit und geht mit ihren Fähigkeiten in das Gehirn von Helena, wo auch Batgirl und Ketterly sind. Barbara kann dort Helena davon überzeugen sich nicht zu töten, und stattdessen den Kampf gegen Ketterly aufzunehmen. Und zu diesem Kampf kommt es dann auch, wobei der Verlierer hier von vornerein feststeht; am Ende hat Ketterly ein Messer in der Brust. Natürlich nur in den Gedanken von Helena, aber da auch sein Geist dort war, überträgt sich das auf seinen Körper und er verfällt in eine absolute Apathie. Er wird von den Dreien bei einer Polizeistation abgeliefert, von wo aus ihn Reese in eine Nervenklinik bringt, wo wir wieder auf Dr. Harleen Quinzel treffen, die nicht gerade begeistert vom Versagen Ketterlys ist, und ihn - nachdem Reese gegangen ist - mal auch noch zu Boden schickt. Doch selbst dies merkt er nicht, aber wir bekommen noch etwas von den üblen Plänen Quinzels zu hören.

Den Schluss der Episode haben unsere drei Superhelden für sich. Dinah übt sich in der Handhabung irgendwelcher komischer Waffen, ist dabei aber mehr als nur schlecht und nimmt die halbe Wohnung auseinander, aber was nicht ist kann ja noch werden. Helena und Barbara unterhalten sich, und werden auch in Zukunft zusammen gegen das Böse in New Gotham antreten.

Analyse:
Am meisten hat mich in dieser Pilotepisode wohl Rachel Skarsten als Dinah beeindruckt, da ich doch im Vorfeld schon so einiges über ihren Charakter gelesen hatte, und wohl auch etwas den absoluten Psychofreak erwartet hatte, aber dem war zum Glück nicht so. Ashley Scott hatte dieses gewissen "katzenhafte" an sich, was man bei einem Kind, welches von Batman und Catwoman gezeugt wurde, auch erwarten konnte. Was mich aber ein wenig störte war ihr Kostüm. Erstens mal hat es einen wirklich tiefen Ausschnitt, was ja an sich nichts Schlimmes ist, aber meiner Meinung nach zielt man hier mal wieder auf die Einschaltquoten ab. Auch sollte die Jägerin wohl doch eine Maske tragen. Im Privatleben arbeitet sie in einer Bar und ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sie früher oder später nicht von jemandem erkannt wird. Alles in allem machen die Schauspieler einen guten Eindruck. Doch wo es Licht gibt, da ist auch Schatten, und die Dialoge werfen teilweise einen recht grossen Schatten.

Doch insgesamt ist mehr Positives als Negatives in diesem Piloten zu finden. Es gab Action und es gab ein paar witzige Szenen, und Dina Meyer als Barbara Gordon ist vielleicht die beste Umsetzung einer Comicfigur, die es jemals gegeben hat. Vielleicht bin ich da ein wenig voreingenommen, denn ich finde die Schauspielerin einfach klasse, aber ganz objektiv lässt sich so ein Review nunmal eben auch nicht schreiben. Ich bin auf jeden Fall mal gespannt wie sich die Serie weiterentwickeln wird.

Wer mehr über diese neue Serie erfahren möchte, dem empfehlen wir einen Blick auf die nachfolgenden Webseiten zu werfen:

Link zum Thema:
DailyTrek.de
Birds of Prey-Seite von Warner Brothers
Gotham Clock Tower

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17. Arac Attack: Angriff der achtbeinigen Monster

Was entsteht, wenn du exotische Spinnen mit hochtoxischen Umweltgiften würzt ?
Eine deftige Mahlzeit....mit dir als Hauptgericht!

Im Rahmen des Fantasy Filmfestes lief auch "Arac Attack", einen Tag vor dem offiziellen Deutschlandstart. Wie der Titel schon erahnen lässt, geht es um Spinnen, und zwar um mutierte Riesenspinnen aller Art. Aber der Reihe nach. Der Film eröffnet mit dem kauzigen Radiomoderator Harlan Griffith (Doug E. Doug), gegen den Oliver Stone ein Waisenknabe ist. Er sieht in allem eine Verschwörung der Regierung und glaubt natürlich auch fest an Außerirdische...

Danach sieht man den kleinen Jungen Mike, der dem eigenbrötlerischem Spinnenzüchter Joshua (Tom Noonan) einen Besuch abstattet. Dabei entkommt eine Tarantel, die, kurz nachdem der Junge wieder gegangen ist, den Spinnenzüchter beißt, welcher im Todeskampf so ziemlich sämtliche Terrarien umwirft, sodass sämtliche Spinnengattungen, die er kurz zuvor dem Jungen (und dem Zuschauer) gezeigt, und ihre Eigenarten erläutert hat, entkommen können.

Da kurz zuvor auch ein Gefahrguttransporter ein Giftfass verloren hat, welches in den Teich in der Nähe der Spinnenfarm gefallen und leckgeschlagen ist, entfaltet sich die Handlung wie erwartet. Die entkommen Spinnen mutieren zu riesenhafter Größe und sehen in den Einwohnern des kleinen Dorfes Prosperity in Arizona leckere Mahlzeiten.

Der vor kurzem ins Dorf zurückgekehrte Chris McCormick (David Arquette), der nicht nur die Goldmine seines Vaters behalten sondern auch seine Beziehung zu Samantha Parker (Kari Wuhrer), dem Sheriff des Ortes, kitten will, sieht turbulenten Abenteuern entgegen - zumal ihnen zu Beginn niemand die Geschichte glaubt.
Auf der Flucht vor dem Getier bringen sie sich in der Goldmine in Sicherheit, nicht ahnend, dass die Spinnen hier ihr Nest eingerichtet haben....

In den USA lief der Film mit nur mäßigem Erfolg in den Kinos. Er ist am Startwochenende gerade noch in die Top Ten gekommen (Platz 7) aber war am nächsten Wochenende schon wieder aus selbigen verschwunden....
Das ist allerdings kein Anzeichen dafür, dass der Film schlecht ist. Denn das ist er wirklich nicht. Man muss ihn nur als das sehen und zu schätzen wissen, was er sein will: Eine Hommage an die B-Movies der 50er Jahre. Er will gar nichts anderes als ein B-Movie sein, ist in dem Stil konzipiert und erfüllt auch die Erwartungen zufriedenstellend. Das Problem ist, dass die Zuschauer (auch in good old Germany) etwas anderes erwartet haben.
Ich habe im Vorfeld viele Stimmen gehört, die die Trailer gesehen haben und meinten "Albern!", "Lächerlich!", "Hanebüchene Story!", "Billige Effekte!" etc.

All diese Leute (und anhand der Einspielergebnisse scheinen diese Meinungen repräsentativ gewesen zu sein...) haben schlicht und ergreifend die Grundidee, die hinter dem Film steckt, nicht begriffen. Ein B-Movie, der eine Hommage an die klassischen B-Movies sein will, muss sich natürlich der klassischen B-Movie-Elemente bedienen und das sind nun mal klischeebeladene Stories, stereotype Charaktere und mäßige Effekte!

Und das schließt nicht aus, dass der Film keinen Spaß macht, ganz im Gegenteil, wenn man mit diesen Elementen gut spielt und hier und da noch eine passende Pointe setzt, amüsiert sich der Zuschauer (der sich bei den klassischen B-Movies wie z. B. den Jack Arnold-Filmen "Tarantula", "Formicula" "Die unglaubliche Geschichte des Mr. C." etc. auskennt!) den ganzen Film hindurch.

Wir hatten im ausverkauften Saal jedenfalls massig Szenenapplaus und grölende Lacher erlebt, wobei man natürlich sagen muss, dass die Atmosphäre bei einem Fantasyfilmfest, bei dem das Publikum sich mit der Materie auskennt, eine ganz andere ist, als in einem halbvollem Kino mit Mainstreambesuchern, die keinen Schimmer haben und daher mit ganz anderen Erwartungen an den Film herangehen und dann natürlich fast zwangsläufig enttäuscht werden.

Alles in allem kann ich den Film nur jedem empfehlen, der sich mit den Klassikern auskennt und ich bin auch der festen Überzeugung, dass der Film ein langes "shelf life" in den Videotheken haben wird, wenn er erst mal auf DVD und Video erscheint, denn für einen lustigen Videoabend unter Freunden ist er auf alle Fälle eine bessere Wahl als der x-te Van Damme/Seagal C-Movie!

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18. Das Internationale Fantasy Filmfest

vom 17. - 21.8.2002 in Berlin

Das 16. Fantasy Filmfest (FFF) war sowohl für eingefleischte Fans, als auch für Gelegenheitszuschauer ein voller Erfolg. Bei den insgesamt 66 gezeigten Filmen, darunter einige Weltpremieren, war auch für jeden Geschmack etwas dabei. Von der Fortsetzung des Kulthits "Cube" über japanische Schlachtplatten wie "Ichi the Killer" bis hin zu den pfiffigen internationalen Kurzfilmen wurde das Publikum mit allem versorgt. Am letzten Tag nahmen sich die Veranstalter die Zeit zu einer Q & A, zu der die Fans eingeladen wurden um Kritik und Lob zu verteilen, aber auch um einige Fragen zu stellen.

Rainer Stefan, Leiter des FFF, meinte schon bei der Ansage des Eröffnungsfilmes, dass das FFF von der FAZ als der "Rabauke unter den Filmfesten" angesehen wird. Leider findet das FFF in den Medien bislang wenig Beachtung, außer es stellen namhafte Schauspieler oder Regisseure ihre neuesten Projekte persönlich vor. Wir selbst haben einen der Darsteller, Götz Otto aus dem FFF-Film "The Antman", zwar zu Gesicht bekommen, allerdings nicht im Rahmen des Filmfests. Die Premiere von Stuart Little II fand zufällig im Kino gegenüber statt - scheinbar ist das Interesse der Prominenz auch eher gering.

Da es deshalb in den meisten Städten ein Insider-Tipp geblieben ist, wurde auch Kritik am Berliner Veranstaltungsort CinemaxX Potsdamer Platz laut, da durch die Sterilität des Ortes einiges vom Flair verloren geht. Jedoch wurde das CinemaxX gelobt, da es ein Berlinale-Kino ist und die Mitarbeiter entsprechend Erfahrung mit Festivals haben. So sind zum Beispiel nur für das FFF vier erstklassige Filmvorführer abgestellt. Zwar muss der Fan auf Dekoration und Underground-Flair verzichten, dafür bekommt er für sein Geld aber die bestmögliche technische Qualität und Kino-Komfort geboten.

Die Entscheidung, welche Filme für das FFF ausgewählt werden, treffen die Veranstalter zumeist aus dem Bauch heraus. Sie besuchen die größten Festivals wie zum Beispiel Cannes und schauen sich alle Filme, die in Frage kommen könnten, soweit möglich, an. Da einige Filme auch parallel laufen, sind sie gezwungen, manche Filme nur auszugsweise zu sehen, was natürlich auch mal einen Flop zur Folge haben kann. In der Programmplanung sind sie relativ frei, das Hauptaugenmerk liegt aber grundsätzlich darauf, dass das Programm möglichst gut gemischt sein sollte.

Ein weiterer positiver Einfluss des FFF ist, dass ein Film, der noch keinen deutschen Verleih hat, aber vom Festivalpublikum gut angenommen wird, dadurch für Verleiher interessant werden kann. So ist John Carpenters "Vampires" nur aus diesem Grunde in die deutschen Kinos gekommen. Bei dem Skandalfilm aus Cannes, "Irreversible", erhofft man sich einen ähnlichen Effekt.

Für die beinharten Fans gibt es 150 Euro Dauerkarten. Leider muss man sich dafür schon im Frühjahr anmelden, auch wenn noch gar nicht klar ist, welche Filme eigentlich gezeigt werden. Für Berlin wurden dieses Jahr 76 Dauerkarten verkauft, in München dagegen, wo das FFF seine Wurzeln hat, könnte man problemlos 1000 Dauerkarten verkaufen. Da auch der Gelegenheitszuschauer auf seine Kosten kommen soll, ist das Dauerkartenkontingent aber begrenzt. Was die Preisgestaltung angeht, muss zunächst gesagt werden, dass das FFF im Gegensatz zur Berlinale nicht subventioniert wird, und acht Euro pro Film daher ein sehr fairer Preis ist, vor allem, wenn man bedenkt, dass man einen Großteil der hier gezeigten Filme entweder nie im Kino oder nur geschnitten zu sehen bekommt.

Die Mitarbeiter des CinemaxX sind von einem Großteil des FFF-Publikums positiv überrascht, da es erstens viel freundlicher als das "normale" Publikum ist und zweitens den Kinosaal wesentlich sauberer hinterlässt, als die übliche Klientel, aber das nur nebenbei.

Einziges Manko ist die Website des Events, www.fantasyfilmfest.com, die im Vorfeld für den unbeleckten Filmfest-Besucher doch zu wenig allgemeine Informationen über den Ablauf und die Idee des Filmfests gibt. Die Veranstalter haben das Problem bereits erkannt und Verbesserungen versprochen.

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19. SF-Clubtreffen in Göttingen im Dezember

"Einfach ein geselliges Beisammensein"

Vielleicht ist es für den Autor dieses Artikels aufgrund seiner Qualifikationen nicht ganz angemessen, wenn er die anthropologische These aufstellt: Menschen wollen kommunizieren. Besonders natürlich, wenn man sich mit einer Thematik ganz besonders beschäftigt. Nun gehören zum Kommunizieren immer mindestens zwei und wenn wir jetzt mal genauer werden: Science Fiction ist nicht unbedingt ein Allerweltsthema und das Internet ist ja auch noch nicht so alt.

Weil aber in jedem größeren Ort statistisch gesehen sicherlich eine begrenzte Anzahl von SF-Fans wohnen und man in Prä-Internetzeiten trotzdem irgendwo miteinander über Kirk, Spock, Asimov und Adams sprechen wollte, gab es sogenannte "Clubs". Die gibt es heute auch noch - ob klein oder riesengroß. Hinzu gekommen sind auch Conventions, denn im Informationszeitalter mangelt es vielleicht nicht an Neuigkeiten und Gesprächsstoff, aber vielleicht ein wenig an "zwischenmenschlichen Kontakten". Besonders, weil sich mittlerweile das Fandom größtenteils über das größte Informationsmedium, das Internet, organisiert.

Wahrscheinlich ein Grund, warum Jonathan Lond im Juni dieses Jahres den sogenannten "Sci-Fan Club Göttingen" gründen und auch ein paar Mitglieder, darunter ehrenhalber Mark Allen Shepard, bekommen konnte. "Wir unterhalten uns über unsere Lieblingsthemen Science Fiction, Fantasy und Horror. Wir gehen gemeinsam ins Kino, gehen zusammen Essen. Man kann einfach Freunde kennen lernen, die das selbe Interesse haben.", antwortet Lond auf die Frage, was man eigentlich in einem solchen Fanclub machen würde.

Irgendwann kommt vielleicht der Moment für einen Club, wo man über den Tellerrand seiner Stadt gucken und neue Gleichgesinnte treffen möchte. Was tun? Auf Conventions gehen? Vielleicht etwas zu teuer, wenn man nur miteinander sprechen möchte. "Wir sind dann auf die Idee gekommen: Wir könnten doch die anderen Clubs zu uns holen. Das hat es meines Wissens in Deutschland noch nicht gegeben und daraufhin habe ich dann diese Anzeige im Internet gestartet."

Jonathan Lond sieht das Internet als eine Art Heilsbringer für die Szene. Dadurch könne man viel mehr Leute erreichen und besser auch deutschlandweit miteinander kommunizieren. Lond: "Es hat sich eine ganze Menge geändert. Früher gab es eben nur die Möglichkeit über den Club von Dirk Bartholomä eine Anzeige zu setzen, aber da war das Feedback nicht so groß, wie übers Internet."

Acht Clubs wollen bisher an dem eintägigen Ereignis in Göttingen teilnehmen, was, so sagt Lond, einer Zahl von etwa 80 Personen entspreche, wobei das noch erweiterbar sei: Er habe sich auf bis zu 300 Teilnehmer eingestellt. Das ganze solle kein großes Schnickschnack beinhalten. "Einfach ein geselliges Beisammensein. Ist halt eine Fangeschichte. Wir werden Spiele spielen, uns kennen lernen - vielleicht eine Disco machen.", sagt Lond und weist auch gleich im nächsten Satz daraufhin, dass der finanzielle Beitrag sich auf 2,5-5 Euro beschränken werde. "Ein Selbstkostenpreis zur Finanzierung der Räumlichkeiten." Lond hat den Termin auf den 7. Dezember gesetzt, Anmeldeschluss ist der 5. Oktober.

Im Zeitalter der Superlativen scheint der Trend wieder hin zum kleinen, gemütlichen, zum "Eigenproduzierten" zu gehen. Das schließt wohl auch ein, dass man nicht ungerechtfertigt viel dafür bezahlt.

Link zum Thema:
http://www.sci-figoe.de.vu/

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20. Wissenschaft: Gravitationswellen

Gezeiten des Universums

Zwei Körper mit Masse üben eine Anziehungskraft aufeinander aus, das ist die wesentliche Aussage des Newton’schen Schwerkraftgesetzes. Lange Zeit ging man davon aus, dass es sich bei der Schwerkraft um eine Sofortwirkung handeln würde - d.h. sie wirkt ohne Zeitverzögerung. Bis Einstein dann zeigte, dass sich auch diese Wechselwirkung "nur" mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitet.

Zwei Körper mit Masse ziehen sich an. Ist der eine wesentlich schwerer als der andere, kann man sich die Raumzeit um den schweren Körper wie eine Mulde in einem Gummituch vorstellen, in der sich der leichte Körper bewegt.
Er folgt dabei nicht einer Geraden, die in diesem verzerrten Raum nicht mehr die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten darstellt, sondern einer sogenannten Geodäte - die man sich leicht anschauen kann, wenn man Murmeln durch eine Erdmulde kollern lässt.

Die Murmel wird sich nicht gerade durch Mulde bewegen, sondern sie wird - je nach Winkel und Geschwindigkeit - abgelenkt werden. Auf einem Zylinder ist die Geodäte im Allgemeinen eine Spirale und auf einer Kugel ist es eine Kreisbahn, auf komplizierteren Oberflächen nimmt auch die Geodäte kompliziertere Formen an.
Auf diese Weise wird der leichte Körper von seiner ursprünglichen Bahn abgelenkt und manchmal von schweren Körpern in eine Umlaufbahn gezwungen. Falls die Mulde zu tief oder die Geschwindigkeit zu gering ist, schlägt er sogar auf der Oberfläche ein.

Solange die schwere Masse im Zentrum still hält, kann man sich das mit der Mulde noch gut vorstellen. Leider ist das im Grunde nie der Fall, denn selbst der kleinste, mit Masse behaftete, Körper verzerrt die Raumzeit und zwingt auch den schweren in eine andere Bahn. Letzteres macht sich um so stärker bemerkbar, je mehr sich die Massen der Körper angleichen.

Wenn man sich nun zwei Sterne nimmt, die umeinander kreisen, so stellt man fest, dass sie sich auf Bahnen um einen gemeinsamen Schwerpunkt bewegen. Das trifft auch auf die Erde und den Mond zu und ist der Grund dafür, dass die Gezeiten auf beiden Seiten der Erde gleichermaßen auftreten.
Auf der einen Seite zieht der Mond mit seiner Anziehungskraft, auf der gegenüberliegenden Seite macht sich die Zentrifugalkraft bemerkbar. Und jeder dieser Sterne, bzw. auch Mond und Erde, schleppt sein Gravitationsfeld hinter sich her.

Diese Gravitationswellen breiten sich mit Lichtgeschwindigkeit aus und zwingen der Raumzeit ein kompliziertes Muster auf, ähnlich wie Wasserwellen von Schiffen, die sich kompliziert überlagern.
Wissenschaftler versuchen die Existenz dieser Gravitationswellen nachzuweisen. Das ist jedoch zur Zeit selbst bei Doppelsternsystemen jenseits der technischen Möglichkeiten. Vielleicht findet man aber ein paar schwarze Löcher die entweder einen großen Stern oder ein anderes Schwarzes Loch zum Begleiter haben - das könnte ausreichend sein. Aber auch die gewaltige Eruption einer Supernova könnte ein interessanter Kandidat für die ersten direkten Nachweise von Gravitationswellen sein.

Auf einem Umweg wurden Gravitationswellen, die von einem Doppelpulsar ausgehen von J. Taylor und R. Hulse nachgewiesen - wofür sie 1993 den Nobelpreis erhielten. Man hat festgestellt, dass die Umlaufperiode pro Jahr um 75,6 Millionstel Sekunden abnimmt. Wahrscheinlich deshalb, weil die ausgesandten Gravitationswellen dem System Energie entziehen, wie auch die Erzeugung von Wasserwellen Energie erfordert. Der direkte Nachweis steht allerdings noch aus.
In Computersimulationen kann man diese Gravitationswellen berechnen und ihre Ausbreitung im Weltraum vorhersagen. An diesen Modellrechnungen kann man sich jetzt orientieren, wenn man anfängt einen Gravitationswellen-Detektor zu bauen.

Nun muss man sich aber ein Verfahren ausdenken, mit dem man die Krümmung der Raumzeit nachweisen kann. Das ist im Prinzip auch gar nicht so schwierig, man muss nur messen, wie eine Wegstrecke durch die Gravitationswellen gedehnt und gestreckt wird. Das ist genau das Prinzip nach dem derzeit verschiedene Versuchsanlagen in Deutschland und den USA in Betrieb genommen werden. Ein französisch-italienisches Projekt soll 2004 in Betrieb gehen. Diese Abstandsänderungen betragen allerdings nur ein Hunderttausendstel des Durchmessers eines Atomkerns.

In den genannten Projekten schickt man einen Laserstrahl durch zwei senkrecht zueinander liegende Röhren und misst anhand der Interferenz, ob sich die Abstände zwischen den Probemassen an den Enden der Röhren relativ zueinander verändern. Man teilt dazu den Laserstrahl und schickt jeweils einen Teil des Strahls in jede Röhre.

Im GEO 600 sind das 600m wie der Name schon sagt, im amerikanischen LIGO 4km, aber LIGOs Detektoren sind nicht so empfindlich wie die des GEO 600, sodass die Qualität der Ergebnisse nicht groß von einander abweichen wird.
Am Ende der Röhre werden die Strahlen mit Spiegeln zurück geworfen und schließlich wieder überlagert. Wenn jetzt eine Gravitationswelle einen Arm im Verhältnis zum anderen verkürzt oder verlängert verändert sich die Intensität des überlagerten Signals. Die Messung der schwer zu fassenden Gravitationswellen wird also mittels der Interferenz auf die Laufzeitunterschiede in den beiden Armen des Detektors zurückgeführt.

Die Röhren, in denen der Laser läuft, sind evakuiert worden und möglichst erschütterungsfrei aufgehängt. Das Gerät selbst ist so empfindlich, dass selbst die Brandung der Nordsee in 200km Entfernung noch Störungen verursachen würde, wenn man die Anordnung nicht schwingungsfrei gelagert hätte.
Trotz der Empfindlichkeit des Systems sind die erwarteten Signale sehr schwach und nur starke Quellen von Gravitationswellen werden mit diesen ersten Systemen nachweisbar sein.

Laut Planung sollen LIGO und GEO 600 Ende 2002 in Betrieb gehen und könnten in dieser Verbindung wie ein Gravitationsteleskop benutzt werden, um den Himmel im Spektrum der Gravitationswellen zu betrachten. Da die Empfindlichkeit dieser Projekte sehr begrenzt sind, plant man aber auch schon ein neues Gravitationswellen-Interferometer.
LISA soll 2011 in den Weltraum geschossen werden, um unabhängig von irdischen Störquellen und mit viel größerer Armlänge auch schwächere Gravitationswellen erfassen zu können.

Die Suche nach Gravitationswellen ist aber mehr als nur ein Versuch die Einstein’sche Relativitätstheorie in einem weiteren Punkt zu bestätigen. Die Beobachtung des Weltraums im Spektrum der Gravitationswellen wird den Astronomen entscheidende Hinweise auf die Verteilung der Materie im Kosmos geben und vielleicht Rückschlüsse auf den Verbleib der vielen dunklen Materie geben, die die Ausdehnung des Universums bremst.

Bei dieser Dunklen Materie handelt es sich nicht unbedingt um ein exotisches Element, das man noch nicht kennt. Vielmehr handelt es sich um Staub, Gas und Sterne, die nicht genug Masse haben, um das Nukleare Brennen zu entfachen und deshalb Braune Zwerge bleiben. Diese Materie strahlt nicht im elektromagnetischen Spektrum - Licht- oder Radiowellen - und stellt die Astronomen deshalb vor einige Rätsel.
Aber da jeder Körper über die Anziehungskraft mit dem Universum wechselwirkt müsste mit ausreichend empfindlichen Gravitationswellen-Interferometern endlich Hinweise auf Zusammensetzung und Aufbau der mysteriösen dunklen Materie gefunden werden.

Außerdem erhofft man sich Hinweise auf den Urknall, bei dem schließlich auch gewaltige Massen bewegt worden sind. Die damals entstandenen Gravitationswellen müssten eigentlich bis heute durch das Universum wandern.

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21. Subspace Link

Herr der Ringe: Rhys Davies auf der Ringcon.
Die Ringcon vom 22. bis 24. November im Maritimhotel Bonn verspricht spannend zu werden. Hochkarätige Gäste werden erwartet: John Rhy-Davies - "Gimli" (auch bekannt als Holodeck "Leonardo DaVinci" bei Voyager und Professor Arturo aus Sliders) hat sein Kommen angekündigt, ebenso Brad Dourif (u. a. "Lon Suder" aus Voyager und diverse Gastrollen in Babylon 5, Akte X und Millenium), der als "Schlangenzunge" in "Die zwei Türme" zu sehen sein wird.
Weitere Gäste: Craig Parker (Haldir), Mark Ferguson, (Gil-Galad), Sarah McLeod (Rosie Hüttinger), Cameron Rhodes (Bauer Maggot), der Musiker Friedhelm Schneidewind und der Tolkien-Experte Helmut. W. Pesch. (sd)

Link zum Thema:
http://www.ringcon.de/

Herr der Ringe: Erste Bilder der Ents.
Lange Zeit war unklar, wie die alte Rasse der Ents in der Verfilmung der "Herr der Ringe"- Trilogie aussehen würde. In keinem der offiziellen Trailer waren sie zu sehen und auch auf Bildern sucht man sie vergeblich. Doch dank der Merchandise-Industrie sind jetzt im Internet Bilder des wohl berühmtesten Ents aufgetaucht: Baumbart.
Da es sich bei dieser Abbildung um eine Spielfigur handelt, kann Baumbart im Film noch ein klein wenig anders aussehen, aber für einen ersten Blick sollte das Bild genügen.
Der zweite Teil der Trilogie "Herr der Ringe: Die Zwei Türme" wird am 18. Dezember 2002 in den Kinos anlaufen, wo wir Baumbart zum ersten mal zu Gesicht bekommen werden. (mr)

Link zum Thema:
http://www.dailytrek.de/

Star Wars-Religion in Australien.
Das in Australien alles zumindest auf dem Kopf steht wussten wir ja, aber jetzt wird es erst richtig bunt. Es gibt in down-under eine Bewegung, die Jedi-ismus, basierend auf den Mythen der Star Wars-Saga als offizielle Religion anerkennen lassen will.
Alles begann mit einer Volkszählung, bei der nach ersten Schätzungen 200.000 Aussies Jedi als Religion angaben. Inzwischen sind die offiziellen Zahlen veröffentlicht, es sind "nur" 70.000 - zusammengenommen ergäbe das schon eine nette Stadt! (sd)

Star Wars: Neue Infos zu "Episode II" auf DVD.
Nachdem "Star Wars: Episode II - Attack of the Clones" in den Kinos gelaufen ist, vermehren sich Gerüchte unter den Fans, ob es eine verlängerte Version des Filmes auf DVD geben wird. "Star Wars Union" konnte jetzt durch Informationsquellen erfahren, dass lediglich eine Szene in der DVD-Fassung erweitert wurde. Es handelt sich um die Szene mit Anakin und Padme in der Garage der Lars'.
Nachdem Anakin sagt "I hate them!" [Ich hasse sie!] und sich weinend auf den Boden setzt wäre die Szene normalerweise zu Ende.
Doch auf der DVD geht sie weiter, mit einem unterschwelligen Palpatine-Musikthema als musikalische Begleitung. Padme sagt zu ihm "To be angry is to be human." [Zorn zu empfinden ist menschlich.], worauf Anakin trotzig antwortet "I’m a Jedi. I know I am better than this." [Ich bin ein Jedi. Ich weiß, dass ich besser bin.].
Weitere Szenen werden wohl nicht in den eigentlichen Film eingefügt werden. Allerdings gibt es auf der zweiten DVD, die dem Set beiliegt, ein Extra mit gelöschten Szenen, die komplett mit Special Effects bearbeitet wurden.

Link zum Thema:
http://starwars.gamigo.de/

Spiderman bekommt Nachilfe.
Gerüchteweise hat Sam Raimi, Regisseur von "Spiderman", sich mit dem Choreografie-Team des "Cirque du Soleil" getroffen, um sich Tips für Verbesserungen an den Luftschwüngen und-sprüngen zu holen.
Der "Cirque du Soleil" gastiert seit Jahren in Las Vegas und ist für seine spekatkuläre Luftakrobatik bekannt. (sd)

Simpsons-Film in drei Jahren?
In einem Interview äußerte sich kürzlich Harry Shearer zu den Chancen, dass es "Die Simpsons" auf die Kinoleinwand schaffen. Der Schauspieler sagt, es gäbe einen Vertrag und die Absichten würden ernster.
Shearer spricht unter anderem Mr. Burns, Waylon Smithers und Ned Flanders und ist in den USA auch als Satiriker und Radiosprecher bekannt. (sd)

Shyamalan über das Original-Ende von "Signs".
Das eigentliche Ende des Films, der am 12. September in Deutschland anläuft, wäre etwas zu hart gewesen, sagte der Regisseur ("The Sixth Sense") der Chicago Sun Times. "Eigentlich wollte ich, dass der Film damit endet, dass Mel Gibsons Figur, der Priester Graham Hess, seinen Glauben findet und dann Zeuge eines tödlichen Autounfalls wird, bei dem ein junges Mädchen ums Leben kommt.
Er gibt ihr die letzte Ölung und sagt: "Hab’ keine Angst, du bist nicht allein.’" Shyamalan meinte dann aber, dass das letzte, was jemand nach einem langen und harten Arbeitstag im Kinos sehen wollte, wäre ein auf der Straße sterbender Teenager. (sd)

Exorzist 4: Neeson geht - Skarsgard kommt.
Nach langen Verzögerungen hat Liam Neeson ("Qui-Gon Jinn" aus "Episode I") die Hauptrolle von Exorzist: The Beginning abgegeben. Die Gründe dafür liegen bei den andauernden Verzögerungen, es hat anscheinend keine kreativen Differenzen zwischen ihm und dem Regisseur Paul Schrader ("Mosquito Coast", "Die letzte Versuchung Christi")gegeben.
Er soll durch Stellan Skarsgard ("Good Will Hunting")ersetzt werden. Die Dreharbeiten beginnen wie geplant im November. Der Film ist ein Prequel und erzählt, wie Vater Merrin, der im ersten Film der Exorzist-Reihe nach dem Buch von William Peter Blatty von Max von Sydow gespielt wurde, den Teufel in Afrika bekämpft. (sd)

Tron 2 rückt in greifbare Nähe.
Steven Lisberger, der Schöpfer von Tron, hat sich in einem Interview zu einer möglichen Fortsetzung geäußert. Es sind bereits drei Drehbücher geschrieben worden. Er selbst habe den einen Entwurf geschrieben und arbeite derzeit mit Drehbuchautor und Regisseur Richard Jeffries, der die anderen beiden Entwürfe geschrieben hat, an einem endgültigen Script. Er sei sehr zufrieden mit dem Potenzial der vorliegenden Entwürfe. An einer bloßen Neufassung sei er nicht interessiert.
Die Geschichte wird offenlegen, dass die Oberhäupter der Original-Computerfirma aus "Tron" korrupt waren und ihre internen Spielchen einbeziehen. Eine Besetzung steht noch nicht fest, es wird aber gemunkelt, dass Jeff Bridges wieder die Rolle des Hackers Flynn übernehmen soll. (sd)

Link zum Thema:
http://www.aintitcoolnews.com/

Babylon 5: DVDs ab 17. Oktober.
Schon vor Wochen kündigte J.Michael Straczynski an, dass "Babylon 5" nun endlich auf DVD in Form von Season-Boxen erscheinen werden. Unklar war allerdings, wann sie hier in Deutschland erhältlich sein werden. Warner Home Entertainment Deutschland sprach stets nur von Herbst. Doch nun scheint ein offizieller Termin festzustehen. Es ist der 17. Oktober 2002.

Bei Amazon.de kann man inzwischen die komplette erste Staffel als Season-Box vorbestellen, und das zu einem günstigen Preis von 34,99 Euro. Wer diesem Angebot nicht widerstehen kann, folge diesem Hyperlink zum Internet-Versand. Leider sind bei Amazon.de keinerlei Details zu den DVDs zu finden. Es bleibt also zu hoffen, dass die deutsche Version mit den gleichen Extras ausgestattet ist, wie die amerikanische Version, und - für die Fans wohl am wichtigsten - auch den englischen Originalton enthält. (mr)

Buffy: "Faith" in fünf Folgen der siebten Staffel dabei.
Wie von mehreren Quellen berichtet wurde, wird Eliza Dushku in den letzten fünf Folgen der siebten Staffel von "Buffy" mitspielen. Außerdem wird die Schauspielerin, die die vom rechten Weg abgekommene Jägerin spielt, in "Angel" weitere Gastauftritte haben - insgesamt wohl drei Episoden im "Buffy "-Spin-Off. (sf)

Sarah Michelle Gellar verheiratet.
Jetzt ist es offiziell: Nach langen Gerüchten über eine mögliche Hochzeit von "Buffy" Sarah Michelle Gellar mit ihrem Verlobten Freddie Prinze Junior, ihrem Co-Star aus "Scooby-Doo", haben die beiden sich getraut. Die Hochzeit fand am Sonntag in Jalisco, Mexico im engsten Familienkreis statt. Die Stadt liegt nahe dem Urlaubsparadies Puerto Vallerta und war 1964 Schauplatz des Films "Die Nacht des Leguan" mit Richard Burton und Ava Gardner. (sd)

Benefizauktionen für die Flutopfer auf "Buffyverse".
Die Buffy-Fanseite Buffyverse veranstaltet weiterhin Benefizauktionen für die Opfer der Flutkatastrophe. Bei den ersten vier abgeschlossnen Auktionen - Buffy-Bettwäsche, Buffy-Buchpaket, Angel-Fanpaket und Sunnydale Yearbook mit Autogrammen kamen über 250 EUR zusammen, derzeit kann man ersteigern: 1 Buffy Skateboard
1 "Ghost of the Robot"-Fanpaket
1 Supernatural Defense Kit
1 Buffy-Fanpaket
Die Auktionen laufen bald ab - beeilen Sie sich bei Interesse also ein wenig!

Link zum Thema:
http://www.buffyverse.de/

Jeremiah: Der erste Schritt über den Teich.
"Jeremiah", die (nicht mehr ganz so) neue SciFi/Mystery-Serie von Babylon 5-Erfinder J. Michael Straczynski wird - ebenso wie die andere Showtime-Serie Odyssey V nach Europa kommen, genauer: nach Großbritannien. Der Sky-Channel gab den Erwerb beider Serien für England bekannt - damit steigen wohl die Chancen, beides auch bald in Deutschland sehen zu können.

Link zum Thema:
http://www.b5tv.com/

Smallville: Lex Luthor wird böse?
Michael Rosenbaum, der Darsteller des "Lex Luthor" in "Smallville", ließ im Interview mit Sci Fi Wire einiges über die neue zweite Staffel der Serie verlauten. Wie es scheint wird seine Figur die ersten Schritte in Richtung des späteren bösen "Lex Luthors" machen. Die während der ersten Staffel aufgebaute Freundschaft zwischen Clark und Lex wird wohl auf die Probe gestellt werden. Lex vermutet weiterhin, dass Clark etwas verbirgt und stellt Nachforschungen an. (sf)

Andromeda: Sorbo wird wieder Regie führen.
Im Interview mit Prevue Magazine sagte Kevin Sorbo, ausführender Produzent und Hauptdarsteller der Serie, dass er wahrscheinlich in zwei Folgen der dritten Staffel Regie führen wird. Außerdem könnten sich die Fans auf verbesserte visuelle Effekte freuen. (sf)

Keith Hamilton Cobb beim Andromeda Day 2003.
Die Planungen für den Andromeda Day 2003 laufen auf Hochtouren. Fest steht, dass er bereits im Februar nächsten Jahres stattfinden wird.
Inzwischen konnte auch ein erster Stargast gewonnen werden. Andromeda-Fans können sich auf Keith Hamilton Cobb, bekannt als Nietzscheaner Tyr Anasazi, freuen.
Die Veranstalter wollen auch die Fans in die Planung des Events miteinbeziehen. So gilt es zu entscheiden, ob der Andromeda Day 2003 an einem Freitag oder einem Sonntag stattfinden soll. Am Freitag würde das Programm erst am Mittag beginnen und bis in die Nacht hinein mit einer Party andauern. Sollte die Veranstaltung an einem Sonntag stattfinden, beginnt das Programm dementsprechend früher.

Schreiben Sie Ihre Meinung zum Veranstaltungstag bitte an Marc Geldon unter der Adresse mark@logefanevents.de. (mr)

Link zum Thema:
http://www.logefanevents.de

Hugo Awards vergeben.
Am 1. September wurden in San Jose in Kalifornien die Gewinner der Hugo Awards von 2001 bekannt gegeben. Unter den Gewinnern waren Neil Gaiman (Autor der Babylon 5-Folge "Der Tag der Toten") für "American Gods" als bester Roman; "Der Herr der Ringe: Die Gefährten" hat den Preis für die beste dramatische Presentation gewonnen. (sf)

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