corona magazine
ISSN 1422-8904

   Spotlights
  + The Dead Zone
  + MIB2: Alles wie gehabt.

   Star Trek
  + Das 1. Jahr der Enterprise
  + Paramount wird 90.
  + Billingsley beschäftigt.
  + Vorschau auf Magazin.
  + Neues Nemesis Poster.
  + Robinson schreibt wieder.
  + ENT: Carbon Creek.
  + 4. Staffel TNG auf DVD.

   Subspace Link
  + Farscape: Das vierte Jahr.
  + Odyssey 5: Houston?
  + Alias: SF oder was?
  + Antrieb für Raumschiffe
  + Andromeda: Kritik-Frust.
  + Qu. Leap: Neue Serie?
  + Die MIB im Chat.
  + HdR 2: Gerüchte.
  + JasonX: Freddy vs. Jason?
  + Blade 3: Mit dt.Regisseur?

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12. Juli 2002 - Ausgabe 98 - "Every Breath You Take"

Tief durchatmen.

Keine Panik. Ganz ruhig. Du bist entspannt. Du fühlst dich gut. Die Panik wird erst siegen, wenn die Artikel nicht da sind. Wenn die Deadline weit überschritten wurde und gar nichts mehr geht.

Es ist noch mal gut gegangen und so haben Sie dieses gute Stück wieder in ihrem Posteingang. Der letzte Newsletter hatte nicht so viel Glück. Der musste leider wegen einiger fieser technischer Details am Mailserver ausfallen. Doch alle wichtigen Meldungen haben wir in diesem Corona Magazine verwertet. Aber von hieraus unser tiefstes Bedauern, dass wir es nicht geschafft haben, die Probleme rechtzeitig zu beseitigen.

Die letzten Tage waren genau wie das Wetter in diesem Teil von Deutschland: stürmisch, nass und auch sonnig – und wieder dringt mir der Geruch eines Grills in die Nase, als ich hier sitze und am Vorwort schreibe. Das Wochenende naht und damit hoffentlich auch wieder ein paar Gartenparties...

In dieser Ausgabe haben wir die Rubrik "Kreuzfeuer" wieder ins Leben gerufen, da wir ein paar nette, aber auch nachdenkliche Leserbriefe bekommen haben. Dazu will ich an dieser Stelle auch noch das eine oder andere sagen.

Ja, ich werde in dieser Ausgabe mein Editorial benutzen, um zu einem Thema Stellung zu nehmen, das mir schon häufiger unter den Nägeln gebrannt hat. Es geht um die Frage, ob das Corona Magazine nun eher "Star Trek"-Magazin oder doch allgemeines Science Fiction-Magazin geworden ist.
Viele Leser beschweren sich, dass sie damals (vor 50 Ausgaben) den Corona als "Star Trek"-Magazin abonniert hatten – natürlich sind sie jetzt ungehalten, weil wir nur noch wenig "Star Trek"-Artikel veröffentlichen. Ich bin der Meinung, dass das etwas unfair ist. Wir können dieses Magazin nicht nur mit dem Thema "Star Trek" füllen. Hätte man das zum Beispiel bei dieser Ausgabe versucht, hätten wir jetzt anstatt 16, vielleicht nur acht Rubriken. Die meisten Redakteure in unserem Team wären davon sicher angetan gewesen, sie hätten dann nämlich weniger Arbeit gehabt.

Es ist traurig, nicht mehr soviel über "Star Trek" berichten zu können, das ist klar. Doch sehen wir uns die Situation doch einmal an: In Deutschland läuft zur Zeit kaum "Star Trek". Sat.1 wiederholt nun zum x-ten Male die Filme und die neue Serie "Enterprise" gibt es nur auf Video und noch nicht im Fernsehen. Es sieht mager aus. Sicherlich kommt "Nemesis" bald in die Kinos, aber auch erst im Dezember. In Amerika befindet sich die Serie gerade in der Sommerpause...

Soviel zu "Star Trek". Wir könnten natürlich auch Pause machen. Wenn keine Themen da sind, dann haben auch wir nichts zu schreiben. Doch halt. Da gibt es eine Menge an Science Fiction, wie zum Beispiel "Farscape" oder "Stargate", von denen gerade wieder in den USA neue Folgen laufen. Neue Serien sind auch hinzu gekommen, in dieser Ausgabe beschäftigen wir uns zum Beispiel mit "The Dead Zone" oder "Odyssey 5".
Sich nur mit "Star Trek" zu beschäftigen und andere Universen außen vor zu lassen, wäre, wie ich finde äußerst eintönig. Soweit dazu.

Nun habe ich aber die allgemeinen Nerven genug strapaziert und werde Sie jetzt dieser Ausgabe überlassen. Der Countdown läuft bis zur 100. Ausgabe. Wir werden auf jeden Fall die Anregungen unser Leser berücksichtigen. Wenn Sie also einen Wunsch haben, dann schreiben Sie uns an kreuzfeuer@sf-radio.de.

Ihre Berit Lempe
Stellv. Chefredakteur


Pfadfinder

1. The Dead Zone
2. Men In Black 2: Zugabe gefällig?
3. Kolumne: Das erste Jahr der ersten Enterprise
4. Star Trek: trekBEAT
5. Im Gespräch mit David Arquette
6. Kreuzfeuer
7. Rating Report
8. Lesezeichen: American Gods
9. Episodenlogbuch: Enterprise
10. Farscape: Chaos, Pyramiden und Wurmlöcher
11. Perry Rhodan: Der Tradom-Zyklus
12. Odyssey 5: Das Ende ist der Anfang
13. Episodenlogbuch: Farscape
14. Alias - oder wenn Schubladen zu klein sind
15. Wissenschaft: Antrieb für Raumschiffe
16. Subspace Link


1. The Dead Zone

Was kann man sich unter einer Serie vorstellen, die "The Dead Zone" heißt? Geht es um Zombies? Wird die Menschheit von einer tödlichen Krankheit dahingerafft? Haben wir es mit einer post-apokalyptischen Welt zu tun? Oder ist es vielleicht eine neue "Star Trek"-Serie? Nein, leider alles falsch, denn "The Dead Zone" zielt in eine ganz andere Richtung und ist harmloser als sie klingt.

Die Serie basiert auf dem Stephen King-Bestseller namens, man höre und staune, "The Dead Zone" aus dem Jahr 1979. Bereits 1983 wurde das Buch für den exzellenten Kinofilm "The Dead Zone", mit Christopher Walken und Martin Sheen in den Hauptrollen, adaptiert. Danach war erst mal Ruhe im Karton, bis Michael Piller daher kam. Piller, Produzent von "Star Trek: The Next Generation" und Miterfinder von "Star Trek: Deep Space Nine" und "Star Trek: Voyager", fühlte sich auserkoren, nach vielen bruchgelandeten Projekten und Serien wie "Legend", "Oversight" und "Star Trek: Insurrection", es diesmal mit bereits vorhandenem Ausgangsmaterial zu versuchen. Die sichere Seite ist nun einmal die sichere Seite.

Wie Buch und Kinofilm ist die Serie mit der gleichen Prämisse ausgestattet: Johnny Smith führt das perfekte Leben. Er wohnt in einer kleinen, idyllischen Stadt, arbeitet als Lehrer und ist mit Sarah Bracknell verlobt. Also eigentlich total langweilig. Welch glücklicher Umstand für den Zuschauer, dass Johnny in einen Autounfall gerät und anschließend fünf Jahre lang im Koma verbringt. Als er wieder aufwacht, ist Johnny mit einer sonderbaren Gabe ausgestattet: Er kann in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft derer blicken, die er berührt.
Natürlich denken die Ärzte, Johnny ist matschig in der Birne. Doch sie werden eines Besseren belehrt.

Johnnys Gabe ist allerdings nicht die Weltformel und so muss er schmerzlich feststellen, dass seine Verlobte Sarah inzwischen einen anderen geheiratet hat: Sheriff Walt Bannerman. Außerdem hat sie einen Sohn. Der ist jedoch nicht vom Sheriff, sondern noch von Johnny. Doch Klein-Johnny weiß nicht, dass sein Vater gar nicht sein richtiger Vater ist. Und so versucht Johnny, Menschen mit seiner Gabe zu helfen und sein eigenes Privatleben in den Griff zu bekommen.

So, und was machen wir jetzt mit der toten Zone? Warum heißt die Serie "Dead Zone”? Mit Toten hat sie ja nun nicht wirklich etwas zu tun. Korrekt. Die Serie heißt "The Dead Zone", weil sich bei Johnny nun Gehirnregionen aktiviert haben, die sonst bei allen anderen Menschen ihr ganzes Leben lang inaktiv bleiben, der sogenannten Dead Zone. Ursache hierfür sind wohl der Unfall und das Koma gewesen.

Michael Piller steht auf Dramen. Das hat er uns ja mit seinen vielen von ihm geschriebenen "Star Trek"-Episoden schon um die Ohren gehauen. Drum stehen bei "The Dead Zone" die Beziehungen der Protagonisten auch an allererster Stelle. Johnnys Gabe ist eher nebensächlich und dient dazu, der Zuschauergruppe, die "’n bissel Action" braucht, weil sie sonst nicht aufpassen kann, einen Ausgleich zu bieten. Die Frage, ob Johnny wieder mit seiner geliebten Sarah zusammen kommt, ist für den geneigten Zuschauer viel wichtiger, als zu erfahren, welchen Mord Johnny heute wieder aufklärt.

Als Hauptdarsteller wurde der eigentlich total unbekannte Michael Anthony Hall für die Rolle des Johnny Smith verpflichtet. Dafür wird Johnnys Verlobte Sarah von einem umso bekannteren Gesicht gespielt: Nicole DeBoer, den meisten bestens bekannt als Ezri Dax aus "Star Trek: Deep Space Nine". Beide geben eine sehr gute Figur ab und beweisen, dass sie nicht nur reden, sondern auch schauspielern können. Die Serie kann mit Atmosphäre, Spannung, Mystery und natürlich viel Drama und Gefühl aufwarten.

Hinter der Kamera hat Michael Piller eine weitere wichtige Kraft an Bord gezogen: seinen Sohn Shawn. Damit der Junge nicht mehr von der Sozialhilfe leben muss, hat ihm Papa nicht nur zum Drehbuch-Autoren gemacht, sondern direkt zum "Producer". Ob Shawn Piller mal aus dem Schatten seines Vaters heraustreten, die Stützräder abschrauben und eine Episode ohne fremde Hilfe schreiben wird, bleibt abzuwarten.

Wenn auch inhaltlich ausgereift, hatte "The Dead Zone" in der Vergangenheit ganz schön große Probleme, überhaupt einmal das Licht der Fernsehausstrahlungen zu erblicken. Zuerst vom US-Popel-Network UPN gekauft, sollte die Serie im Doppelpack mit "Enterprise" letzten Herbst das Network aus dem Quotenloch katapultieren. Doch "Zone" war UPN dann auf einmal zu teuer, also wurde verkauft: an den Kabelsender USA Network. Das USA Network liegt ganz auf einer Linie mit HBO, Showtime und Konsorten und ist bisher durch Perlen der Fernsehunterhaltung wie "Pacific Blue" und "Nikita" aufgefallen.

Seit dem 16. Juni nun läuft "Zone" jeden Sonntag Abend um 22 Uhr, und zwar so lange, bis alle 13 Episoden ausgestrahlt wurden. Unerwarteterweise hat sich die Serie zum wahren Quotenrenner entwickelt und sitzt ganz weit oben auf den Skalen der Kabelquoten. Ob es weitere Episoden von "Dead Zone" geben wird, ist noch nicht bekannt, allerdings recht wahrscheinlich. Melk die Kuh solange, bis sie qualvoll stirbt. Dieses Zitat hatten schon die Produzenten von "Baywatch" verinnerlicht, allerdings ist die Kuh hier bereits gestorben, als David Hasselhoff zum ersten Mal das Set betrat. Aber das ist ein vollkommen anderes Thema.

Fazit: "The Dead Zone" ist keine Wischiwaschi-Serie für den ausgebrannten Quake-Spieler um die Ecke, sondern anspruchsvolles Fernsehen mit Niveau. Man soll sich ja von dem Titel der Serie nicht erschrecken lassen, sondern einfach mal reinschauen, wenn sie auf deutschen Bildschirmen landet.

(Zurück zum Inhalt)

2. Men In Black 2: Zugabe gefällig?

Wer "Men In Black" Numero Uno gesehen hat, der hat sie kennen und lieben gelernt, Agent Jay und Agent Kay. Beide wie Bestattungsunternehmer gekleidet, aber ausgestattet mit beachtlichen Wummen und coolen Sonnenbrillen. So schützt man die Erde vor dem Abschaum des Universums.

Doch wie jetzt? Kay (Tommy Lee Jones) ist zurück? War der nicht...? Ja, er wurde am Ende des vorangegangenen Abenteuers belohnt und seines Gedächtnisses beraubt und konnte so mit seiner Frau und so weiter und sofort.

Falsch. Agent Jay (Will Smith) fühlt sich einsam und außerdem ist er permanent auf der Suche nach einem neuen Partner. War da nicht...? Ja, da war diese tolle Frau aus dem letzten Teil... nein, er hat sie ge-dingenst, na jedenfalls hat er mit diesem Ding, na ihr wisst schon, womit man die Erinnerung auslöschen kann. Jedenfalls, sein jetziger Partner ist eine echt dumme Heulsuse. Und spätestens nach den ersten Minuten in diesem Film, fragen wir uns als "Men In Black"-Fans wirklich: Wo bleibt Kay?

Keine Panik. Er kommt noch. Was aber vorher passiert ist, ja, Genau Wie Im Ersten Teil (G.W.I.E.T.), das Alien landet auf der Erde. Ein kleines Raumschiff, aber der Inhalt ist beachtlich. Ein echt fieser Möpp. Kann übrigens die Gestalt eines Unterwäschemodels annehmen, was es dann auch sofort tut. Natürlich in einem dunklen Park, wo sofort einer dieser fiesen Verbrecher neben ihr/ihm/dem Teil auftaucht und es/sie/ihn hinter einen Busch zerrt. Aber, damit wir auch wirklich wissen, dass es ein fieses Möpp ist, wird der Verbrecher gleich mal so ganz verschlungen. Essen muss ja auch sein.

Es wird schnell klar, dass das Alien es nicht nur auf ein sehr wichtiges "Licht" abgesehen hat, sondern sich direkt in die MIB Zentrale begibt, um dort alle Anzugträger als Geiseln zu nehmen. Den Aufenthaltsort des "Lichtes" weiß nur einer: Agent Kay.

Aber Agent Kay heißt jetzt Kevin (lach! – na ja...) und ist in seinem heimischen Dorf der Ober-Postmann. Natürlich macht sich Agent Smith, ähm, Jay sofort auf den Weg, um Kay zurück zu holen...

Sobald Tommy Lee Jones auf der Leinwand erscheint, ist dann auch unsere arg strapazierte Laune wieder gerettet. Dieser Mann muss nicht "cool" schauspielern, der Mann ist cool. Sogar in post-männischen Bermuda-Shorts und Kniestrümpfen.

Zuviel soll an dieser Stelle nicht verraten werden, aber eigentlich kann man bei diesem Film wenig verraten, die Geschichte ist G.W.I.E.T. (siehe oben).

Alien sucht "Licht", sonst wird der Planet vernichtet. Kay weiß auch nicht, wo er das "Licht" versteckt hat. Eine Stunde vor Ultimo kommen sie der Sache näher, bekommen das "Licht", schalten das fiese Möpp aus und sind glücklich bis zum nächsten Teil...

Leider haben Schauspieler wie Rip Torn (wieder als Agent Zed) und auch unsere Helden verhältnismäßig wenig Zeit, sich zu entfalten. Das ist schade und gibt dem Film etwas derart Gleichgültiges, dass man sich fragt, warum man nicht zu Hause geblieben ist, und einfach den ersten Teil von MIB in den Videorekorder geschoben hat.

Es gibt wirklich nur einen Grund, den Film zu sehen, immer vorrausgesetzt, man kennt den ersten Teil. Dieser Grund ist und bleibt Tommy Lee Jones. Die erste halbe Stunde kann man sich also sparen. Was wirklich nervt, sind die vielen Anspielungen auf Filme und Serien, die wirklich non-stop auf einen einstürmen. Da werden Sachen aus "Star Trek", "Star Wars", "Shrek", "Die Mumie" und so weiter benutzt und man fühlt sich bald wie in einem Quiz: Ratet aus welchem Film wir den nächsten Witz geklaut haben...

Sogar Michael Jackson hat einen total überflüssigen Auftritt, und nur teilweise kann der Film sich vor weiteren Peinlichkeiten retten. Hier sei besonders die Klospülszene erwähnt...

Langeweile kommt jedoch nicht auf, wie auch, wenn der Film nur etwa 85 Minuten lang ist und an dem Zuschauer vorbeirauscht, wie eine New Yorker U-Bahn.
Mit zu wenig Stopps und wenig wirklich witzigen Szenen, mit zuviel Genre-veralberung und zu wenig wirklich innovativen Momenten. Nichts in diesem Film überrascht, denn wenn man am Ende noch nicht einmal erschrickt, wo bleibt dann der Spaß?

Es ist alles G.W.I.E.T..
Aber Tommy Lee Jones lohnt sich doch.

Link zum Thema:
http://www.meninblack.com/

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3. Kolumne: Das erste Jahr der ersten Enterprise - Ein Fazit

Im weiteren Verlauf dieses wie immer ausgezeichneten Corona Magazines (ein wenig Eigenlob sei an dieser Stelle erlaubt - schließlich können PC-Monitore noch keinen Geruch absondern) findet ihr das letzte Episoden-Logbuch zur ersten Staffel "Enterprise". Die neueste "Star Trek"-Serie ist schon vor einigen Wochen in die Sommerpause gegangen und nun, da wir mit dem Episoden-Logbuch den Weg bis dahin grob dokumentiert haben, ist es an der Zeit auf dieses eine, dieses erste Jahr von hoffentlich sehr vielen zurückzublicken. Was hat sich verändert? Was ist gelungen? Was nicht? Und vor allem: Haben die Produzenten mit ihren Veränderungen das erreicht, was sie zu erreichen beabsichtigten? Sehen wir es uns an.

Das auffälligste an "Enterprise" ist der Name. Obwohl dieser auf den ersten Blick mit dem von Gene Roddenberry erschaffenen Universum assoziiert wird, fehlt dennoch - zum ersten Mal bei fünf TV-Serien in über 35 Jahren - der Name dieses Universums: "Star Trek". Der deutsche Handelstrailer der Firma Paramount Home Entertainment Germany GmbH erklärt diese ungewöhnliche Änderung mit Argumenten, die wir Fans uns eh schon gedacht haben. "Durch den bewussten Verzicht auf das klassische Star Trek-Logo im Titel und im Design", heißt es dort, "hat ‚Enterprise' das Potenzial auch unter Nicht-"Star Trek"-Fans zur Kultserie zu werden und damit die Zielgruppe massiv auszuweiten. " (Text © PHE Germany GmbH)

Ich habe vor nicht ganz einem Jahr in einer Ausgabe des Corona Magazines vermutet, dass sich diese Absicht als ein Schuss in den Ofen herausstellen könnte. Denn, so meine damalige Argumentation, was verbinden die SF-Fans in aller Welt denn mehr mit dem "Star Trek"-Universum als den Namen "Enterprise"? Am 26. September 2001 kam dann die Stunde der Wahrheit, zwar nicht auf Sat1 sondern auf UPN, aber wie mein Kollege Torsten Dewi immer zu sagen pflegt: "Das macht nix." Die Erst-Ausstrahlung des Pilotfilms "Broken Bow" stand an und die Quoten diesen Abends würden wahrscheinlich eine klare Sprache sprechen.

Sie sprachen. Ich zitiere erneut den "Enterprise"-Handelstrailer: "Zehn Prozent mehr Zuschauer als beim Voyager-Seasonfinale." (Text © PHE Germany GmbH) und gebe dieser Aussage durchaus Recht. Das schrieb mein Kollege Martin Seebacher am 30. September 2001 in seinem Rating Report:

Enterprise "Broken Bow" [1.1 & 1.2]
UPN, 26.09.01
Sendezeit: Mittwoch, 20 Uhr (Primäre UPN-Sender)
Reichweite: 82% aller US-TV-Haushalte
Overnight Rating: 9.1 - 12% Marktanteil
Rating: 7.0 - 11% Marktanteil - Platz ? - 12,54 Millionen Zuschauer
Analyse: Ein ausgezeichneter Start für die neue Star Trek Serie! Für UPN war es der erfolgreichste Abend seit Beginn des Sendebetriebs mit dem "Voyager"-Pilot im Januar 1995. Insgesamt war UPN zwar nur auf Platz 2 aller Networks am Mittwochabend, aber "Enterprise" war bei mehreren wichtigen Zuschauergruppen auf Platz 1 (Männer 18-49 & 18-34) sowie Platz 2 (Frauen 18-49). In vielen Großstädten wie zum Beispiel San Francisco, New York und Detroit war "Enterprise" die meistgesehene Sendung des Mittwochabends von 20-22 Uhr.

Sogar der Vergleich zum Voyager-Finale ist korrekt bis absolut untertrieben. Ich ziehe noch einmal den peniblen und einfach großartigen Martin Seebacher zurate:

Voyager "Endgame" [7.25 & 7.26]
UPN, 23.05.01
Sendezeit: Mittwoch, 20 Uhr (Primäre UPN-Sender)
Reichweite: derzeit bei ca. 70% aller US-TV-Haushalte
Overnight Rating: 8.3 - 13% Marktanteil
Rating: 5.5 - 9% Marktanteil - 8,8 Millionen Zuschauer

Nach diesen US-Werten hätten man durchaus von über 20% mehr Zuschauern reden können. Der Pilotfilm "Broken Bow" war ein voller Erfolg. Er war kein überragender Erfolg, aber ein voller. Es schien, als ob der Plan aufgegangen sei: "Enterprise" lockte mehr Seher an den Bildschirm, als "Voyager" es zuletzt vermochte.

Aber jede Medaille hat zwei Seiten und eine Season hat nicht nur eine erste Folge sondern halt auch eine letzte. Und wenn wir völlig unwissenschaftlich die 23 Folgen zwischen 1.1/2 und 1.26 überspringen, dann lesen wir bei unserem Quoten-Archivar Martin nach:

Enterprise "Shockwave" [1.26]
UPN, 22.05.02
Sendezeit: Mittwoch, 20 Uhr (Primäre UPN-Sender)
Reichweite: 82% aller US-TV-Haushalte
Overnight Rating: 4.9 - 8% Marktanteil
Rating: 3.3 - 6% Marktanteil - 5,28 Millionen Zuschauer
Analyse: Auch das Finale der ersten Staffel brachte keine große Besserung bei den Quoten. War "Enterprise" 2001 noch als gewaltiger Erfolg für UPN zu sehen, so stürzte die Serie nach der Weihnachtspause in ein regelrechtes Quotenloch.

Von 12,54 Millionen Zuschauer im September 2001 zu 5,28 Millionen Zuschauer im Mai 2002, - vielleicht kann man sagen, dass sowohl die Produzenten als auch ich mit meiner Prognose richtig lag: Zwar holte u.a. das Verschweigen des Markenzeichens "Star Trek" eine immense Gruppe an Nicht-"Star Trek"-Fans vor den Fernseher, allerdings bekamen diese im Laufe der folgenden neun Monate mit, dass es sich bei dem, was sie dort auf dem kleinen Bildschirm sahen, sehr wohl um "Star Trek" handelte. Und "Nicht-Star Trek-Fan" ist halt "Nicht-Star Trek-Fan": Die Reaktion lag auf der Hand.

Aber wenn diese Hypothese wirklich zutrifft, - haben alle die Millionen von Zuschauern, die der Serie bislang den Rücken kehrten, denn wirklich recht? Ist das, was in der ersten Staffel der fünften ST-Serie so passiert, wirklich unverwechselbar "Star Trek"? Widmen wir uns den Episoden und ihrer Machart.

"Enterprise" fing völlig "Star Trek"-untypisch an. Damit meine ich nicht etwa den Pilotfilm "Broken Bow", der zwar einerseits grandios, andererseits aber durchaus zu erwarten war, sondern vielmehr die erste reguläre Folge der Staffel. "Fight or Flight" (oder "Freund oder Feind", wie die deutsche Dialogredaktion aus Torsten Nobst, Ralph Sander und Martin Schowanek den Titel übersetzte) ist wahrlich überhaupt nicht "Star Trek", wie wir es bislang kannten. Ein driftendes Wrack wird entdeckt und ein ganzes Drittel der Folge vergeht, ehe die Crew es schafft, sich Zugang zu dem Alien-Raumer zu verschaffen. Wie ich an anderer Stelle schrieb: "Nix mit ‚Geordi, mach ma Licht an!', ‚Jawoll Captain! Erledigt Captain!'""Fight oder Flight" ist schlichtweg großartig. Es schlossen sich einige weitere großartige Folgen an, wobei an dieser Stelle sicherlich "The Andorian Incident", "Cold Front", "Dear Doctor" und das herrliche "Shuttlepod One" an erster Stelle erwähnt werden müssen. Aber leider fielen die "B&Bs" (analog zu den "M&Ms", wobei hier keine Süßigkeiten, sondern vielmehr die beiden Produzenten der Serie, Rick Berman und Brannon Braga, gemeint sind) viel zu schnell in alte "Voyager"-Sitten zurück und produzierten auch Episoden, die sich serienübergreifend austauschen lassen würden, weil viel mehr "typisch Star Trek" eigentlich nicht geht.
Wie zum Beispiel "Terra Nova", "Civilisation", "Rogue Planet" und "Oasis", wobei es bei "Oasis" schon wieder eine Ironie ist, dass das Skript zu der Folge, in der der "Deep Space Nine"-Darsteller René Auberjonois seinen Gastauftritt vor der Kamera absolviert, von genau dieser Serie geborgt wurde... und das eben jenem Schauspieler in eben jener "Deep Space Nine"-Folge namens "Shadowplay" (D36) ebenfalls eine tragende Rolle zukam.

nd wir ehrlich: "Enterprise" hatte großartige Momente in der ersten Staffel, die deutlich machten, wie gerne die "B&Bs" das Franchise vorantreiben wollen. Jedoch war viel zu oft der Rückfall in alte und oft strapazierte Plots zu beklagen, mit denen man auch den Charakteren - und damit den sie verkörpernden Schauspielern - keinen Gefallen tat.

Generell ist die neue Crew sehr unterschiedlich gut weggekommen. Da ist zum Beispiel der neue Captain, Jonathan Archer, der aus dem Genpool stammt, aus dem rund 80 Jahre später auch ein gewisser James Tiberius Kirk entspringen wird. Ein klassischer Held, wenn auch vom dramaturgischen Licht des beginnenden 21. Jahrhundert angestrahlt. Leider hat sich auch im 21. Jahrhundert noch nicht die goldene Regel für klassische TV-Helden geändert, die da besagt, dass zu viel Profil die Identifikation mit dem Helden durch den Zuschauer erschwert. Archer ist cool, eine Autoritätsperson und er kommt länger ohne Wasser aus als sein Chef-Ingenieur.. ach ja: UND er spricht mit seinem Hund. Das war es aber auch schon. Obwohl oft und ausgiebig im Mittelpunkt der Serie, bleibt der Captain eine Figur, die noch seltsam konturenlos anmutet.

Ganz anders ist es da bei Hoshi Sato, Malcom Reed und Charles "Trip" Tucker. Diese Figuren gehen als klare Gewinner aus der ersten Staffel hervor, da die Episoden mit ihnen im Mittelpunkt beinahe immer Volltreffer waren, wobei Chefingenieur Tucker vielleicht noch am ehesten auf dem dritten Platz in diesem Trio steht.

Mit T´Pol ist es so eine Sache. Ihr Übergang vom "arroganten Vulkanier" zum absolut loyalen Besatzungsmitglied ging viel zu schnell und ich kann dem Kritiker der Serie nur beipflichten, der zum Thema "T´Pol" nur ausrief: "Da sind sie ja sogar bei Seven of Nine noch langsamer in der Entwicklung gewesen." Tatsächlich dürfte es den Produzenten schwer fallen, den Charakter T´Pol auf stets interessante Art und Weise über die nächsten Jahre und Seasons zu bringen, aber wir lassen uns alle sicher gerne positiv überraschen.

Dr. Phlox ist ein sympathischer Schiffsarzt, der mit "Dear Doctor" seinen großen und leider in der Form auch einzigen Auftritt hatte. In ihm steckt sicherlich noch sehr viel dramaturgisches Potenzial und es wäre schön, wenn sich Autoren und Produzenten in der zweiten Season mehr auf diesen Charakter "einschießen" würden. (Wo ist eigentlich die hübsche Crewman, die sich in unseren Doc verschossen hat, hin?)

Travis Mayweather ist bislang der große Verlierer der Serie. Die Folgen, die sich um ihn drehten, gehörten leider zu den schwächeren und auch in ihnen blieb der farbige Navigator (man verzeihe mir den Wortwitz!) seltsam farblos. Wollen wir für ihn und seinen Darsteller Anthony Montgomery hoffen, dass sich dies in der kommenden Season ändern wird.

Insgesamt hat "Enterprise" ein großes Potenzial, zumal mit dem "Future Guy" ein Element in die Serie integriert wurde, die Kontinuitätsfehler möglich und erklärbar macht. (Ich habe an gleicher Stelle vor einiger Zeit ja schon auf die mögliche Idee hinter dem mysteriösen Auftraggeber der Suliban hingewiesen.) Wenn sich die Produzenten und Autoren endlich entschließen würden, völlig neue Wege zu gehen und nicht bei jedem Schritt vorwärts auch mindestens einen in alte Klischee-Töpfchen zu machen, dürfte die Serie noch viel Interessantes und jede Menge Spannung versprechen.

Wenn sie denn so lange existiert. Denn immerhin hat "Enterprise" es auch fertig gebracht, in nur einem Jahr das zu schaffen, wofür "Deep Space Nine" und "Voyager" immerhin sieben Jahre gebraucht haben: Über 60% der Pilotfilm-Einschaltquoten einzubüßen.

Zwar dürfte PHE Germany recht haben, wenn sie für den Markt ein hohes Absatz-Potenzial prophezeit (Man schaue sich beispielsweise nur die Plätze der Videokassetten in den Verkaufscharts von amazon.de an!), aber wie es in Amerika weitergehen wird, ist nun einmal richtungsweisend.

Hoffen wir das Beste.

(Zurück zum Inhalt)

4. Star Trek: trekBEAT

Paramount wird 90.
Star Trek grösster Erfolg.

Das Magazin "The Hollywood Reporter" erschien mit einer Sonderausgabe zum 90. Geburtstag von Paramount. Ein Großteil ist natürlich dem erfolgreichsten Projekt des Studios: Star Trek gewidmet.

"Niemand ahnte 1967, als Desilu von Paramount gekauft wurde, dass gerade diese kleine Fernsehserie, die eben in ihrer zweiten Staffel bei NBC lief, das profitabelste Franchise von Paramount werden sollte.", schreibt das Magazin wörtlich.

So sagte auch einer der Paramount Chefs, Rob Friedman:
"Wir sehen keinerlei Anzeichen, dass das Interesse an Star Trek nachlässt. Die neue Fernsehserie läuft gut, die Videoverkäufe gehen glänzend und die Kinofilme lagen alle im Bereich von 80 bis 100 Millionen Dollar Einnahmen."

Rick Berman erinnert im Magazin an die Geschichte, als Roddenberry ursprünglich Patrick Stewart für die Rolle des neuen Captains ablehnte.
Berman sagte: "Als wir ST:TNG entwickelten, war eines der größten Hindernisse, wie wir die Hauptrolle besetzen sollten. Die Klassikserie war zum Kultfilm geworden. Alle Fans waren sehr skeptisch in Bezug auf den Nachfolger von Captain Kirk."

Bob Justman brachte damals Patrick Stewart ins Gespräch, der ihm als Shakespeare Interpret aufgefallen war. Roddenberry aber war anfangs völlig dagegen. Er konnte sich keinen kahlköpfigen Briten als Captain vorstellen. Erst nachdem sie hunderte Darsteller beim Vorsprechen gesehen hatten, war Roddenberry bereit, Stewart eine Chance zu geben und ließ sich dann schnell von seinem Können überzeugen.

"Allerdings sollte Picard anfangs ein Toupet tragen. Zum Glück sah der Studiochef ein paar Probeaufnahmen und kannte Stewart ohne Toupet und bestand darauf, dass er es weglässt.", schloss Berman seinen Rückblick. (sh)

John Billingsley ist schwer beschäftigt.
John Billingsley (ENT Phlox) wird in den nächsten Monaten doppelt beschäftigt sein, da er sowohl in Episoden für "Enterprise" als auch im Film "Out of Time" mitspielen wird.

Billingsley hat eine Nebenrolle in dem Thriller mit Denzel Washington erhalten, berichtet die offizielle Website des Schauspielers. Die Produktion begann bereits im Mai in Florida, wobei erwartet wird, dass Billingsley bis in den September hinein bei diesen Film mitwirken wird.

Das Drehbuch des Filmes stammt von David Collard und Regie führt Carl Franklin. Oscar-Preisträger Denzel Washington spielt darin Marty Walsh, einen Kleinstadt-Polizisten, der von seiner Geliebten betrogen wird. Sanaa Lathan spielt das Objekt seiner Begierde, während Dean Cain (Superman Clark Kent) ihren Ehemann mimt. Es ist derzeit aber nicht bekannt, welche Rolle Billingsley spielen wird.

MGM sieht in "Out of Time" einen der Blockbuster für das Jahr 2003 und hat dafür ein hohes Budget bereitgestellt, von dem Washington 20 Millionen Dollar für seine Rolle erhält. Franklin arbeitete mit Washington schon zuvor in "Devil in a Blue Dress" und führte Regie in dem Ashely Judd (ENT Robin Lefler) und Morgan Freeman Film "High Crimes", in dem auch Billingsley mitspielte.

Billingsley musste aufgrund seiner Filmtermine alle kommenden Auftritte absagen. (mr)

Vorschau auf den Star Trek Communicator.
Die kommende Ausgabe des Star Trek Communicators dreht sich um die neuesten Angelegenheiten in Sachen Star Trek. Die offizielle Star Trek-Website hat einen Artikel als Vorschau auf diese Ausgabe veröffentlicht. Das Heft dreht sich hauptsächlich um "Enterprise" und "Star Trek: Nemesis". Hier ein kurzer Auszug aus dem, was es in der Ausgabe zu entdecken gibt:

Der Hauptartikel des Magazines dreht sich um Scott Bakula (ENT Jonathan Archer). Der Schauspieler beschreibt darin seine Sicht auf die erste Staffel und wie sie für seinen Charakter Jonathan Archer gelaufen ist. "Ich denke, was vor allem an dieser Staffel gut war, ist, dass es bisher keinen definierenden Moment für Archer gab. Es ist für alle ein Lernprozess. Wir sind zwei Schritte voran gegangen und drei zurück, und das ist es, was die Serie zeigen sollte."

Der Communicator wirft auch einen Blick auf die nächste Staffel, einschließlich Brannon Bragas Gedanken zu "Shockwave, Part Two". "Wir werden andeuten, dass es jemanden gibt, der nicht möchte, dass die Menschen den Weltraum erfolgreich erforschen, weil sich daraus eventuell eine interplanetare Allianz bilden könnte. Seht es, wie ihr wollt."

Enterprise ist jedoch nicht das einzige Star Trek-Thema, das in diesem Magazin behandelt wird. Die "Nemesis"-Schauspieler Tom Hardy (Shinzon) und Ron Perlman (Vizekönig) beschrieben die Beziehung ihrer beiden Charaktere. "Wir trafen uns in einer Bergbau-Umgebung auf dem Planeten Remus," sagte Perlman. "Der Mann, für den ich arbeite [Shinzon], war ein Junge als wir uns trafen und es war so, als wären wir auf diesem Planeten ins Exil nach Sibirien geschickt worden. Ich habe ein wenig die Kontrolle über seine Entwicklung übernommen. Schließlich bekam er Macht im Romulanischen Reich und es ist sein Ziel, eine Art Allianz mit der Föderation zu gründen."

Andere Artikel in diesem Magazin drehen sich um die Kontinuität in Star Trek, das 20. Jubiläum von "Star Trek II: The Wrath of Khan" und um die Star Trek Action Figuren von Art Asylum.

Mehr über den Inhalt des neuesten Star Trek Communicators und über die nächste Ausgabe des Star Trek Magazines finden Sie auf der offiziellen Star Trek-Website. (mr)

Link zum Thema:
http://www.startrek.com/

"Star Trek: Nemesis"-Teaser Poster veröffentlicht.
Die Werbefirma Faction Creative enthüllte das erste offizielle "Star Trek: Nemesis" Teaser-Poster.

Das Poster zeigt den remanischen Anführer Shinzon und trägt den Schriftzug "A Genations Final Journey Begins" sowie das Premierendatum 13. Dezember 2002.

Faction Creative ist eine Werbefirma, die für die wichtigsten Studios Hollywoods den Webeauftritt in Printmedien und im Internet realisiert, darunter Paramount, 20th Century Fox und MGM. Faction hat bisher alle TNG-Werbeposter erstellt. Sie hat zudem den Internetauftritt von "First Contact" und "Insurrection" erstellt, ist jedoch nicht an der offiziellen "Nemesis"-Website beteiligt.

Amerikanische Kinos werden das Poster am Wochenende des 4. Juli bekommen zusammen mit dem ersten Trailer des Filmes, der vor "Men in Black 2" gezeigt werden soll. In einigen Monaten wird das Teaser-Poster durch das endgültigen Film-Poster ersetzt werden, welches die Credits des Filmes und vorraussichtlich ein anderes Bild haben wird.

Eine größere Version des Posters findet man auf der Faction Creative Webseite. (mr)

Link zum Thema:
http://www.faction.com/

Robinson schreibt neuen "DS9" Roman.
Andrew Robinson (ST:DS9 Elim Garak) verkündete diese Woche gute Nachrichten für Star Trek Bücher Fans.

Der Schauspieler verriet, dass er mit einem neuen Buch um Garak angefangen hat. Dies sagte er bei seinem Auftritt in der Peges Bar in London.

"[Robinson] sagte, dass das Stück, welches er und 'Sid' [Alexander Siddig (ST:DS9 Dr. Bashir)] auf Conventions aufführen seinen kreativen Fluss gestärkt und er sich nun dazu entschlossen hat, ein weiteres Buch zu schreiben," so ein Gast. (sp)

Stewart ist stolz darauf, mit Picard assoziiert zu werden.
Patrick Stewart übernahm die Rolle von Jean-Luc Picard bei "Star Trek: The Next Generation" nur, weil er der Meinung war die Serie würde nicht lange laufen - aber jetzt, nach fünfzehn Jahren, wird er immer als Captain Picard bekannt sein. Obwohl früher unglücklich mit dieser Assoziation, hat der Shakespeare Schauspieler nun mit seinem Science-Fiction Alter Ego Frieden geschlossen.

"Ich fühle mich nicht von meiner Vergangenheit heimgesucht. [...] Es gab eine Zeit, vielleicht vor fünf oder sechs Jahren, in der ich irritiert war," erzählte Stewart gegenüber SFX. "Die Irritation ist nun vorbei, wahrscheinlich weil dieser Film ['Star Trek: Nemesis'] seit vier Jahren der erste ist, und ich dachte mit meinem Leben und meiner Karriere weiterzukommen. Aber es für eine Weile war ich irritiert, dass die Welt mich größtenteils mit Jean-Luc Picard identifizierte. Aber das ist fein, weil ich denke, dass er im ganzen ein bewundernswerter Charakter ist. Wenn er Abschaum wäre, wäre das was anderes. Aber das war er nicht, und viele Dinge, die er tat und sagte waren beispiellos, und ich hatte einigen Einfluss darauf."

Stewart fühlt sich allerdings ein wenig unwohl damit, als Ikone bezeichnet zu werden. "Ich fuhr ein Motorrennen letztes Wochenende beim Pro-Celebrity Grand Prix in Long Beach. Mein erstes Motorrennen. Ich bin kein Rennfahrer und ich bin nicht sicher, ob ich das jemals wieder mache, aber es war eine interessante Erfahrung. Christopher Titus, der seine eigene, sehr erfolgreiche Serie in den USA hat sagte zu mir dauernd, 'Du bist eine Ikone!'
Wir hatten wochenlang Training, um beim Rennen teilzunehmen und ich hörte den Kommentar wieder und wieder. 'Du bist eine Ikone!'

"Ich denke nicht, dass ich diesem Ausdruck gerecht werde, oder der Captain," führte er weiter aus. "Aber etwas ist an dem Charakter hängen geblieben, dass ihm Resonanz in der Popkultur Amerikas und anderer Länder gibt. Des Phänomen von Star Trek ist weltweit vertreten." [...] (sp)

"Enterprise" beginnt Dreharbeiten mit 'Carbon Creek'.
Laut Paramount begannen Heute die Dreharbeiten zur zweiten Staffel von "Enterprise" mit der Folge "Carbon Creek".

Auf der offiziellen Star Trek Seite steht zu lesen, dass die Cast und Crew mit dem Drehen letzten Mittwoch angefangen hat. An den ersten beiden Tagen wurde "On Location" - sprich draussen - gedreht und am Freitag ging es zurück zu Paramount, um die Innenaufnahmen zu drehen.

Obwohl man erwarten sollte, das die Dreharbeiten mit "Shockwave, Part II" beginnen, berichtet die Seite, dass noch mehrere Sets für diese Folge gebaut werden müssen.

"Shockwave, Part II" wird natürlich als erste der neuen Folgen gesendet. Paramount kündigte den Auftakt der neuen Staffel für den 18. September an, eine Woche früher als vergangenes Jahr. (sp)

Details zur 4. Staffel TNG auf DVD.
Die vierte DVD Box von "Star Trek: The Next Generation" erscheint in den USA am 3. September und in Europa am 26. September 2002.

Folgendes Zusatzmaterial wird mit dabei sein:

- Mission Overview - Die Highlights dieser Minidokumentation sind ein Blick auf die Auflösung der Borg-Cliffhangers, eine Feier mit Gene Roddenberry anlässlich der 100. Episode und ein Blick auf die Robin Hood Folge "Q-Pid".

- Selected Crew Analysis - In diesem Teil der Crewanalyse geht es um Wesley Crusher's Fortgang, um die Erfahrung der Cast bei Stunts, und um den zweifachen Gaststar Jennifer Hetrick (Vash).

- Departmental Briefing - Über die Arbeit als Regisseur sprechen Jonathan Frakes (William T. Riker), Patrick Stewart (Captain Picard) und Davis Livingston. Auch gibt es ein Segment über Make-Up mit Brent Spiner (Data).

- New Life and New Civilizations - Dieses Segment nimmt noch einmal die Folge "The Best of Both Worlds" ("Angriffsziel Erde") unter die Lupe und untersucht die visuellen Effekte. Darüber hinaus zeigt es, wie außerirdische Landschaften entstehen.

- Chronicles from the Final Frontier - Hier sprechen die Autoren Moore, Braga und Taylor über die besonderen Folgen dieser Staffel.

Wie gewohnt erscheint die Box mit sieben DVD's. Die Episoden werden sowohl in Dolby Digital 5.1, wie auch in Dolby Digital 2.0 Surround präsentiert. (sp)

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5. Im Gespräch mit David Arquette

"Eight Legged Freaks" - ein Interview mit David Arquette

Erinnert ihr euch noch an "Tarantula" ? Oder "Formicula" ? Oder einen der unzähligen anderen B-Movies der 50er Jahre, in denen mutierte Riesenspinnen, Ameisen oder anderes Getier die Leinwand unsicher machten?

Diese Filme wurden auf den 3. Programmen im Gruselkabinett (Mumien, Monstren, Mutationen) gezeigt und sie strahlten einen eigenen Charme aus. Da diese Filme sich einer anhaltenden Beliebtheit erfreuen und in Hollywood ohnehin der Trend zu Neuverfilmungen bewährten Materials ("Planet der Affen", "Charlies Angels", etc.) vorherrscht, war es nur eine Frage der Zeit, bis man sich auch an dieses Filmgenre erinnern würde.

So geschah es dann auch. Dean Devlin und Roland Emmerich, das Team hinter Blockbustern wie "Stargate" und "Independence Day", aber auch verantwortlich für Mega-Flops wie "Godzilla", spielten schon länger mit dem Gedanken, einen Film im Stile dieser 50er Jahre Monsterfilme zu drehen.

Als sie einen, auf sämtlichen Film-Festivals preisgekrönten Kurzfilm über mutierte Riesenspinnen sahen, fragten sie den Regisseur, Ellory Elkayem, ob er die Story zu einer abendfüllenden Großproduktion ausweiten könnte.
Damit war "Eight Legged Freaks" (dt. Titel: "Arac Attack - Angriff der achtbeinigen Monster", Kinostart: 15. August) geboren und damit eine nicht ganz ernst zu nehmende Hommage an die alten Monsterfilme.

Für die Hauptrolle konnte der genreerfahrene David Arquette ("Scream"-Trilogie) verpflichtet werden. In einem Interview mit Paul Fischer in L.A. (auf Darkhorizon.com) erzählte er nicht nur von seiner Beziehung zu Courtney Cox, sondern auch einiges zu "Eight legged Freaks".

"Nachdem ich in der Vergangenheit häufiger liebenswerte, aber leicht vertrottelte Charaktere ("Scream" 1-3) gespielt hatte, wollte ich endlich auch mal eine Art Actionheld sein, wobei das humorvolle Element in meinem Charakter erhalten bleibt. Ich habe förmlich um diese Rolle gebettelt."

Nach seiner Einstellung zu seinen 8-beinigen Schauspielkollegen befragt meinte David Arquette weiterhin:
"Ich war eigentlich der Meinung, kein Angst vor Spinnen zu haben. Zumindest zu Hause bin ich der Spinnenheld, der die kleinen Krabbeltiere entfernt....als bei den Dreharbeiten allerdings eine große, haarige Tarantel an meinem Arm heraufkrabbelte und drohend ihre Vorderbeine anhob, bekam ich schon Panik und schrie: ‚Nehmt sie weg! Nehmt sie weg!'"

Im Film spielt der also Spinnentaugliche Schauspieler einen Menschen namens Chris McCormack, der nach zehn Jahren wieder in seine Heimatstadt zurückgekehrt ist.

"Er muss sich mit dem Tod seines Vaters auseinandersetzen und die schwere Entscheidung treffen, ob er das alte Bergwerk verkaufen soll. Er begegnet der Frau, die er einst geliebt und dann verloren hat. Irgendwie steht er neben sich und hat seine Gefühle nicht im Griff. Als die Riesenspinnen den Ort bedrohen, findet Chris aber zu seiner alten Selbstsicherheit zurück und ich muss als Schauspieler sozusagen einen anderen Gang einlegen. Alles in allem ist Chris eine traditionelle Hauptrolle in einer unkonventionellen Story."

Wenn der Film hält, was Mr. Arquette und die ersten Trailer versprechen, könnte uns ein Sleeper-Hit im Stile von "Tremors" ("Im Land der Raketenwürmer") ins Haus stehen.
Die CGI-Spinnen sehen jedenfalls überzeugend aus. Alle Beteiligten scheinen auch mit der nötigen Portion Augenzwinkern an die Sache herangegangen zu sein.

Diese Spinnen verwandeln ihre Opfer jedenfalls nicht in Superhelden, sondern in schmackhafte Mahlzeiten! In diesem Sinne, Bon Appetit!

Link zum Thema:
http://www.aracattack.de/

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6. Kreuzfeuer

Die in dieser Rubrik durch Namen gekennzeichneten Texte sind Leserzuschriften. Sie spiegeln die Meinung der Leser wieder und stimmen nicht unbedingt mit der Meinung der Redaktion des Corona Magazines überein. Wenn Sie uns auch schreiben möchten; keine Scheu: kreuzfeuer@sf-radio.de. Bitte beachten Sie, dass wir nur Zuschriften veröffentlichen, die mit vollständigem Namen versehen sind. Die eMail-Adressen der Leser werden auf Anfrage von der Corona-Redaktion bekannt gegeben. Wir danken für Ihr Verständnis!


Anregungen zur 100. Ausgabe.

Wäre es denkbar, das BattleTech-Universum mit in die Themen-Liste von Corona zu integrieren? Das habe ich bisher als einziges vermisst!

Ansonsten absolutes Lob. Kein anderer Newsletter ist mir so wichtig wie dieser. Ich freue mich im "Club der Wissenden über Corona" zu sein.
- Thomsen


Sehr geehrtes Team vom Corona!

Ich war mir nicht sicher, an welche Adresse ich diese Mail schicken sollte, da ich in den letzten Ausgaben die Rubrik "Kreuzfeuer" nicht mehr finden konnte. Ich denke aber, dass diese Mail so bestimmt ihren Adressaten erreicht.

Ich bin jetzt bereits seit der 41. Ausgabe, also der ersten Ausgabe unter dem Namen "Corona", treuer Abonnent des Newsletters und halte ihn immer noch für den besten des Netzes, zumal kein anderer Newsletter so ausführlich verfasste Rubriken beinhaltet. Meist wird nur oberflächlich über die neuesten Gerüchte berichtet. Dies ist natürlich auch notwendig, wie es in Form des TrekBeats geschieht, macht aber keinen kompletten Newsletter aus. Mit den ausführlichen in lockerem Schreibstil gehaltenen Berichten und Kolumnen hebt sich der Corona daher von der Masse ab.

Allerdings fällt mir in letzter Zeit auch eine etwas negative Tendenz im Corona auf. Und zwar gibt es mitlerweile viel zu viele Themen, die nichts mit Star Trek zu tun haben. Dabei hatte ich ihn damals als Star Trek - und nicht als Sci - Fi - Newsletter bestellt. Ich meine, ein wenig Info abseits von Star Trek ist ja nicht schlecht, allerdings würde dafür der "Subspace Link" ausreichen. Weil aber Serien, wie Buffy und Farscape immer ausführlicher thematisiert werden, kommt Star Trek, meiner Meinung nach, etwas zu kurz. Deswegen gibt es leider weite Strecken im Letter, die ich schlichtweg weiterblättern muss. Und dass finde ich etwas schade, zumal die zuständigen Redakteure sich sicherlich sehr viel Mühe beim Verfassen gegeben haben. Vielleicht könnte man besser einen Ableger - Newsletter starten, der allgemeine Science Fiction Themen behandelt, während sich der Corona wieder Star Trek als Schwerpunkt setzen könnte. Teilweise freue ich mich über einen vollgepackten Letter, merke dann aber, dass mich nur zwei, drei Rubriken wirklich interessieren und ich dann innerhalb weniger Minuten den Newsletter durchgelesen habe, während ich früher viel länger an einer Ausgabe gesessen habe. Und ich glaube nicht, dass es an Star Trek - spezifischen Themen mangeln würde. Einzig den wissenschaftlichen Bericht könnte man im Kontext von Star Trek beibehalten, zumal Star Trek auch sehr viel mit aktueller Wissenschaft zu tun hat und die Berichte meistens auch recht fundiert sind.

Eine weitere Anregung betrifft den Corona Newsletter. Ich bin nach wie vor, dafür, ihn im HTML - Format zu verfassen. Er muss graphisch nicht sonderlich aufwendig sein. Es würde fast reichen, wenn man die TXT - Datei nach HTML konvertieren würde. Da ich sämtliche Ausgaben des Coronas nicht nur lese, sondern auch archiviere, finde ich das HTML - Format einfach gefälliger und optisch ansprechender, zumal sogar die erste Ausgabe des W.O.R. in HTML vorlag. Die TXT - Files wirken da wie ein Rückschritt auf mich.

Diese Anregungen wollte ich jetzt einfach mal loswerden, da ich die Arbeit an diesem Projekt, die nötig war, um es so stark wachsen zu lassen, wirklich bewundere. Und ich weiß, dass dies einfacher fäällt, wenn man zwischendurch positives wie negatives Feedback der Leser erhält. Darum bedanke ich mich noch einmal bei der gesamten Crew für die beständige Arbeit an den vielen Ausgaben, die mich in den letzten Jahren von der Zeit als ich den Corona noch per Diskette von einem Freund bekam, der als einziger Internet hatte, bis jetzt immer auf dem Laufenden hielten.

Ich würde mich freuen, wenn bei den Überlegungen zu zukünftigen Ausgaben meine Anregungen in irgendeiner Weise berücksichtigt würden.

In diesem Sinne wünsche ich viel Glück und vor allem Spaß bei den nächsten 100 Ausgaben!
- Stephan Seifert


Es ist heiß in Deutschland. Die Sonne meint es in diesen Tagen gut mit uns Deutschen.

Was macht man da? Ich für meinen Teil, nichts wie raus in den Park.

Und dann heißt es: Links ne kühle Coke, rechts ein kühles Eis, von oben bruzelt die Sonne und in der Mitte die neueste Ausgabe des Corona. Herz was begehrst Du mehr. OK, wem das noch nicht genügt, dem "schmeißt" die Corona-Redaktion nochmal eben wöchentlich den Corona-Newsletter hinterher. Nun reicht es aber... :-)

OK, Ihr wollt es besser machen, neuen Wind rein bringen. Neue, junge Ideen, verstehe. Da ist ein solches Jubiläum ohne Frage der richtige Zeitpunkt.

Das eine solche Reform (Neudeutsch: Relaunch) nicht immer gut tue muss, musste erst vor einiger Zeit das Radioteam von sf-radio.de lernen. Weniger ist manchmal mehr.

Und wären wir bei meinem Hauptanliegen: Was um in Gottes Namen wollt Ihr am Corona denn noch verbessern? Sein wir mal ehrlich: SF-Radio.de ist inzwischen dermaßen schnell, dass mir das ganze schon wieder ein bisschen zu schnell geht (jaja, ich weiß... allen kann man es nicht recht machen). :-) Wie gut, dass man dann alles noch einmal schwarz auf weiß im Corona nachlesen kann (jedenfalls das Meiste).

Und sein wir ehrlich: sf-radio.de hat mittlerweile seine Fingerchen überall dort, wo nicht nur sf drauf steht, sondern auch drin ist.

Naja, und der Corona ist ein sehr wichtiger Teil von sf-radio.de.

Ja, mehr noch: Für mich, der immer weniger Zeit findet sf-radio.de zu hören, ist der Corona die wichtigste Informationsquelle in Sachen SF. Und, nebenbei gesagt, auch die einzige (neben sf-radio.de).

Und warum?

Aus meiner Sicht deckt der Corona (zusammen mit sf-radio.de) den Bereich SF vollständig ab. Punkt aus und Ende!

Sorry, wenn ich an dieser Stelle weder mit wirklichen neuen Ideen noch mit echter Kritik aufwarten kann. Vielleicht ein andermal.... solltet Ihr irgendwann einmal nachlassen.... :-)
- Guido Schumann

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7. Rating Report

Abseits der Networks gab es in den USA in der abgelaufenen TV-Saison 2001/2002 nicht sehr viel Bewegung bei den Serien.

In der Syndication konnte sich "Andromeda" trotz Zuschauerverlusten gegenüber der ersten Staffel an der Spitze der Genre-Serien behaupten, wenn auch nur ex-equo mit "Stargate". Beide Serien erreichten ein durchschnittliches Rating von 2.77 Punkten und waren insgesamt auf Platz 19 in den Syndication-Charts dieser Season.
Stargate ist hier aber ein Sonderfall, da die Erstausstrahlung der Folgen ein Jahr früher auf dem Pay TV Sender Showtime erfolgt und die Syndication Ausstrahlung nur die Zweitvermarktung auf dem US-Markt darstellt.

Dazu muss man wissen, dass die Syndication (mehrere hundert Sender in ganz Amerika, denen nur eines gemeinsam ist – sie gehören, zumindest an manchen Tagen oder tagsüber, keinem Network an, sind aber frei zu empfangen) ihre Sendeplätze größtenteils mit Eigenproduktionen (z.B. Nachrichten und Shows) und Soaps füllt.
Daneben belegen sie ihre besseren Sendeplätze mit älteren Network-Serien und einigen wenigen, für den Syndication Markt produzierten, Serien.

Prominente Beispiele für solche, sogenannten First-R und Syndication Serien, sind "Star Trek – The Next Generation", "Star Trek – Deep Space Nine", "Babylon 5" (Staffeln 1-4) "Hercules", "Xena", "Baywatch" (ab der 2. Staffel, vorher NBC), "VIP", "Earth: Final Conflict" und "Andromeda".
Betrachtet man nur die für die Syndication direkt produzierten Serien, dann führt in der 2001/2002 Season "Andromeda" vor "Mutant X", welches ein 2.58 Rating und Platz 25 erreichen konnte. Es folgen "Beastmaster" auf Platz 35 mit einem 2.0 Rating, "Earth: Final Conflict" auf Platz 42 mit 1.87 Rating Punkten, "The Lost World" auf Platz 49 mit einem 1.75 Rating und "Relic Hunter" auf dem 52. Platz bei einem 1.69 Rating.

Bei den in Zweitverwertung in Syndication gezeigten Serien führt "Akte X" auf Platz 18 bei einem 2.78 Rating vor "Stargate" mit 2.77 auf Platz 19.
Da der Syndication Markt immer härter und umkämpfter wird, sehen die Aussichten für neue Serien auf diesem Markt eher düster aus.

Im Bereich der Kabelsender gibt es neben dem einigermaßen erfolgreichen Newcomer "Witchblade" eigentlich nur "Farscape" zu erwähnen. Letztere Serie sorgt nun seit drei Jahren beim Sci-Fi Channel für gute Quoten. Im Juni ist jetzt die vierte Staffel erfolgreich gestartet, nachdem im April die letzten paar Folgen der 3. Staffel zu sehen waren. Das ist nichts Ungewöhnliches, da Kabel und Pay-TV Sender sich nicht unbedingt an das Season-Schema der Syndication und Networks mit Season-Starts im Herbst halten.

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8. Lesezeichen: American Gods

American Gods
von Neil Gaiman

Mit den Göttern in Amerika ist es genauso bestellt wie mit Amerikanischer Kultur. Ein heilloses Durcheinander an Kulturen der Immigranten und eigener Amerikanische Ureinwohner und all deren Nachfahren.
Wer wird letzten Endes die Macht haben? Alte Götter, neue Götter, gar keiner? Ein Sturm wird kommen....

Doch erst einmal dreht sich das Buch um Shadow.
Shadow hatte Pech in seinem Leben. Zwar hat er eine liebende Frau, doch er sitzt im Gefängnis. Und da ist er schon drei Jahre lang.

Die Geschichte beginnt ein paar Tage vor Shadows Entlassung und abgesehen von seinem ungewöhnlichen Namen, scheint an dem Mann nichts Außergewöhnlich. Da ist vielleicht noch seine Vorliebe für Münzentricks, aber sonst...
Doch einen Tag vor seiner Entlassung hat er ein unbestimmtes Gefühl, dass etwas Schreckliches passieren wird. Als er dann die Nachricht vom Tode seiner Frau Laura bekommt, scheint die Welt für ihn einzustürzen, und zwar in einen dunklen Abgrund. In dem Autounfall kam auch sein Freund und zukünftiger Arbeitgeber ums Leben. Shadow ist in einer Sackgasse gelandet.

Auf dem Weg in seine Heimatstadt trifft er einen merkwürdigen Mann, der alles über ihn zu wissen scheint. Sein Name ist Wednesday und er ist ein Gott. Er bietet Shadow einen Job als Leibwächter an. Shadow ist sich nicht sicher, in welche verrückte Geschichte er hier hineingerät, doch eigentlich hat er nichts mehr zu verlieren...

So begeben sich Shadow und Wednesday (sein eigentlicher Name ist Odin) auf eine Reise, die das Schicksal der alten und neuen Götter in Amerika entscheiden wird. Es wird Krieg geben zwischen den Göttern, die mit den Immigranten und den Ureinwohnern nach Amerika gelangt sind und den Göttern der neuen Generationen.

Shadow lernt einige der Götter kennen, die in Amerika leben, ganz wie normale Menschen. Götter, an die niemand mehr glaubt, die schon längst vergessen sind und die keine Macht mehr haben. Wednesday, der All-vater, will die alten Götter von seinem Kampf überzeugen. Er braucht Unterstützung, um gegen die Götter des Fernsehens, des Internets oder der Medien zu kämpfen.
So wird der Leser, genau wie Shadow, immer tiefer in diese Welt, diese versteckte mystische Welt Amerikas hineingezogen.

Das Buch ist dick, das Buch ist schwer und das Buch ist spannend ohne Ende. Neil Gaiman hat daran zwei Jahre lang gearbeitet. Die Idee kam ihm in Island, beendet hat er das Buch in Irland. Wenn man selbst das Buch gelesen hat, dann versteht man, warum...

Es gibt selten Bücher, die mich so gefangen nehmen und nicht mehr loslassen. Das einzige Werk, dass ich vorher von Neil Gaiman gelesen hatte, das war "Good Omens" und das hatte er mit Terry Pratchett zusammen geschrieben.

Während "Good Omens" jedoch ein vor allem sehr witziges Buch ist (was größtenteils Terry Pratchetts Schuld zu sein scheint), hat "American Gods" ein absolut düsteres Grundmotiv.
Die zum Teil wirklich skurril anmutenden Geschehnisse werden immer wieder von Erzählungen über die Menschen unterbrochen, die die Götter durch ihren Glauben nach Amerika brachten. So treffen wir nicht nur auf fremdartige Gestalten, sondern kennen auch ihren Ursprung und die Legenden um sie. Neil Gaiman geht dabei auch nicht sehr zimperlich mit den Nerven der Leser um. Ich jedenfalls sehe meinen Fernseher oder meinen Computer doch recht argwöhnisch an, seit ich das Buch gelesen habe.

Die Spannung bleibt bis in den Epilog (!) des Buches bestehen und die einzelnen Fadenstränge lösen sich gekonnt auf. Der einzige Nachteil des langen Buches ist einzig und allein der Überblick den man am Ende total verliert und sich auf jeder Seite fragt, "Wer war das nochmal?". Zu viele Götter hat man unterwegs getroffen, vor allem am Anfang, wo einem jeder einzelne nicht so unbedingt wichtig erscheint, aber am Ende eine sehr entscheidende Rolle spielt. Auch glaubt man nach zwei Dritteln des Buches zu wissen wie sich die Geschichte ungefähr entwickeln wird - weit gefehlt. Gaiman dreht den Spieß noch einmal gehörig um und die ansonsten schon rasante Achterbahnfahrt wird noch einmal rasanter...

Leider ist das Buch bisher nur in Englisch erschienen und es wird noch einige Zeit dauern, bis ein deutscher Verlag sich der Übersetzung annimmt. Aber wer der Englischen Sprache mächtig ist, der sollte dieses Buch unbedingt lesen.

Neil Gaiman: American Gods
Headline Verlag, 2001, 632 Seiten
ISBN 0747263744

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9. Episodenlogbuch: Enterprise

125 Two Days and two Nights

Endlich ist die Enterprise im Orbit des Vergnügungsplaneten Risa angekommen und unter anderem Tucker, Reed, Hoshi und Captain Archer nutzen die Gelegenheit zu einem zwei Tage und zwei Nächte dauernden Landurlaub. Während sich Tucker und Reed sofort in amouröse Abenteuer werfen, deren Ausgang aber bestenfalls unerwartet ist, verbringt Hoshi viel Zeit damit, die Sprache der Einheimischen kennenzulernen, mit einigen Erfolgen auch auf anderem Gebiet. Auch Captain Archer und Porthos lernen jemanden kennen. Zwei Damen - einmal humanoid, einmal hundeähnlich -, von denen zumindest die humanoide mehr und mehr geheimnisvoll erscheint. Und an Bord der Enterprise bemerkt die Crew recht schnell, was ein unausgeschlafener Bordarzt für Komplikationen mit sich bringen kann.

Michael Dorn, der Lt. Com. Worf aus "Star Trek: The Next Generation" führte bei dieser untypischen Enterprise-Episode Regie. Untypisch deshalb, weil gleich vier Mini-Handlungen das Geschehen bestimmen, die jede für sich auf ihre Art sehr unterhaltsam ist. Während sich üblicherweise eine Folge nur auf ein oder zwei Besatzungsmitglieder konzentriert, kommen hier gleich mehrere Figuren zum Zuge. Das macht "Two Days And Two Nights" nicht nur zu einer ungewöhnlichen, sondern auch zu einer interessanten Episode.


126 Shockwave

Bei dem Besuch einer Bergbau-Kolonie kommt es zu einem folgenschweren Unfall, der die gesamte Siedlung zerstört und alle dort lebenden Menschen tötet. Die Enterprise wird zur Erde zurückgerufen und die Vulkanier bestehen auf einem Abbruch der Mission: Ihre Meinung über die Menschheit scheint bestätigt. Da wird der von Schuldgefühlen geplagte Archer plötzlich von Daniels (Der Crewman aus der Zukunft, siehe: "Coldfront") durch die Zeit entführt und erfährt, dass unbekannte Kräfte die Zeitlinie manipulieren. Daniels zeigt Archer, wie er beweisen kann, dass die Explosion nicht von der Crew der Enterprise verursacht wurde. Doch um herauszufinden, wer in der Zeitlinie herumpfuscht, ist es notwendig, auch ein Suliban-Schiff anzugreifen, das der Enterprise technisch weit überlegen ist.

Wow! - "Shockwave" ist der ultimative Abschluss einer ersten Staffel, die es in sich hatte. Die Produzenten haben es sich nicht nehmen lassen, den Handlungsfaden aus dem Pilotfilm und aus "Der kalte Krieg" im Staffelfinale wieder aufzugreifen und setzen in dem Moment noch einen drauf, indem Archer eine Reise ins 31.(!) Jahrhundert antritt. "Shockwave" hat alles, was ein Fan von Star Trek sich nur wünschen kann: Action, Spannung, Dramatik, lebendige Charaktere! Lediglich ein Ende fehlt. Dieses wird aber ganz sicher nachgeliefert, - in der nächsten, der zweiten Staffel von "Enterprise." Und wir vom Corona Magazine sind dann wieder dabei und erzählen Euch gerade so viel, dass die Spannung nicht verdorben wird, - im "Enterprise-Episodenlogbuch ohne große Spoiler". Nach der Pause.

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10. Farscape: Chaos, Pyramiden und Wurmlöcher

"Mein Name ist John Crichton. Bin Astronaut. Vor drei Jahren wurde ich durch ein Wurmloch geschossen. Ich bin in einem entfernten Teil des Universums, an Bord dieses lebenden Schiffes voller entflohener Häftlinge...meinen Freunden. Ich habe mir Feinde geschaffen...mächtige, gefährliche Feinde. Jetzt ist alles, was ich möchte, einen Weg nach Hause zu finden, um die Erde zu warnen. Schaut nach oben – und habt teil an den Wundern, die ich gesehen habe."

Mit diesen Worten gelangt der Zuschauer in die vierte Staffel einer der ungewöhnlichsten Science Fiction-Serien, die es derzeit gibt: "Farscape". Doch bevor wir uns soweit vor wagen, betrachten wir erst einmal, wo wir nach der dritten Staffel stehen.

John Crichton hat von den Ancients das gesamte Wissen über Wurmlöcher in sein Gehirn eingepflanzt bekommen, allerdings so, dass er es ohne fremde Hilfe nicht abrufen kann. Dieses Wissen ist nicht nur für ihn kostbar, sondern auch für seinen Erzfeind – Scorpius – der angeblich dieses Wissen benutzen möchte, um eine effiziente Waffe gegen den größten Feind der Peacekeeper (PK) zu entwickeln, die Scarraner. Doch Crichton ist sicher, dass Scorpius diese Technologie nur möchte, um eine Invasion auf der Erde zu starten. Da Scorpius auf seinem Kommandotransporter ein eigenes Wurmlochexperiment startet, dass zu gelingen droht, bricht die Crew der Moya auf, um dies zu verhindern. Crais, nun ein PK-Abtrünniger, und Moyas Kind Talyn opfern sich und es gelingt den Kommandotransporter zu zerstören. Man macht sich dabei auch einen neuen Feind: Peacekeeper-Kommandantin Mele-On Grayza.

Nach diesem halsbrecherischen Abenteuer gibt es nur noch eines zu tun – Talyn in den Heiligen Leviathan Begräbnisstätten zur Ruhe zu betten. Nachdem dies mit einigen Schwierigkeiten geschafft ist, ist Moyas Crew frei und man beschließt, sich zu trennen.
D’Argo möchte Rache an den Mördern seiner Frau üben. Chiana will sich auf die Suche nach ihrem Bruder begeben und sich der Nebari-Rebellion anschließen. Rygel möchte endlich seinen Thron wieder besteigen und Jool plant, einfach nach Hause zu reisen. Aeryn, die Crichton bereits einmal sterben sehen hat, beschließt, sich ein paar PK-Abtrünnigen anzuschließen. Gerade, als jeder seinen Weg gehen möchte, öffnet sich ein Wurmloch und verschluckt Aeryn in ihrem Jäger und Moya. Crichton bleibt allein in seinem Shuttle zurück und erfährt zuvor von einer geheimnisvollen alten Frau, dass Aeryn schwanger ist. Und ab hier setzt die vierte Staffel ein.

Crichton hat großes Glück. Ein uralter Leviathan namens Elack, der sich in den Begräbnisstätten zur letzten Ruhe begeben wollte, rettet ihn. Wochenlang kann er sich ganz seinem Wurmloch-Wissen zuwenden. Doch dann rauscht ein kleines Schiff in Elack. An Bord ist Sikozu Svala Shanti Sugaysi Shanu, deren Rasse keine Übersetzermikroben verträgt und die Crichtons Sprache erst lernen muss. Sie arbeitete für eine Organisation, die von den Grudeks engagiert wurde. Diese Rasse stiehlt aus alten Leviathanen Gewebe des neuralen Cluster, das mit dem Alter immer besser wird. Die Begräbnisstätte stellt somit eine Goldgrube dar.

Dummerweise sind die Grudeks ihr auf den Fersen und versuchen sie für ihre zu gute Arbeit und Entdeckung zu töten. Glücklicherweise stoßen auch Chiana und Rygel auf Elack. Auf die gesamte Crew von Moya hat Grayza ein riesiges Kopfgeld ausgesetzt. Zusammen mit Sikozu gelingt es den dreien, sich von den Grudeks zu befreien, wofür Elack und sein weiblicher Pilot sehr dankbar sind. Als Gegenleistung bieten die beiden an, den Planeten anzufliegen, zu dem Moya ursprünglich fliegen wollte: Arnessk.

Und tatsächlich findet Crichton dort in einer Ausgrabungsstätte der Interioner D’Argo, Jool und die alte Frau, die Crichton von Scorpius Kommandotransporter gerettet hat. Sie können sich nicht erinnern, was im Wurmloch geschehen ist, doch Pilot versprach, alles bei Moyas Rückkehr zu erklären. Die Arnesskanischen Priester haben hier vor langer Zeit einen riesigen Tempel errichtet, der aus irgendeinem Grund den Frieden zwischen den Scarranern und Peacekeepern sicherte. Nach 500 Jahren Frieden feuerten Gegner dieses Friedens drei Damaz-Sonden auf Arnessk ab. Der Tempel mit samt dem Paradies herum verschwand. Seit dem kann man sich nur noch zu bestimmten Zeiten frei auf dem Planeten bewegen, da man sonst durch die auf dem Planeten befindlichen gestörten Magnetics sterben würde.

Die Leiterin der Ausgrabung Vella hat bereits zwei der Damaz-Sonden wiedergefunden. Findet sie auch die letzte Sonde, könnte sie das Unglück rückgängig machen. Die alte Frau versucht aber Crichton klarzumachen, dass die erneute Bildung des Damaz-Dreiecks ein nicht wieder gut zu machender Fehler wäre und zeigt ihm in einer Vision, was damals geschehen ist. Jetzt weiß Crichton, wo sich die dritte Sonde befindet. Als Vella getötet wird, hat er sofort die alte Frau in Verdacht. Auf der Suche nach ihr stößt er auf eine kleine, goldene Pyramide, die er in der Vision gesehen hat. Sie zeigt auf jeder Seite ein anderes außerirdisches Symbol. Eines davon ist Interion, eines Scarranisch und eines scheint sogar Ägyptisch zu sein – ein Zeichen, dass die Interioner und Menschen mehr gemein haben, als bisher angenommen.

Dummerweise hat Grayzas Kommandotransporter einen Funkspruch Crichtons an Moya abgefangen und weiß nun, wo er sich befindet. Kurz darauf trifft sie auf Arnessk ein. Crichton, Jool und Chiana werden sofort gefasst. Grayza bietet Crichton Freundschaft an, und als Zeichen dieser Freundschaft darf er den geschundenen Scorpius so viel quälen, wie er möchte. Was er nicht weiß – mit Hilfe des stark wirkenden Pheromons und Aphrodisiakums namens Heppel-Öl zieht Grayza Crichton in ihren Bann, um so hinter seine Geheimnisse zu kommen. Als Crichton vorgibt, ihr nicht zu trauen und meint, die Sache mit Scorpius wäre nur ein Schauspiel gewesen, lässt Grayza ein Grab für Scorpius vorbereiten und ihn erschießen. Mit letzter Kraft verrät dieser Sikozu einen PK-Geheimcode, so dass sie das Vertrauen von Grayza gewinnen kann.

Ihr gelingt es daraufhin Jool und Chiana zu befreien, die auch Crichton zur Rettung kommen. Elack ist inzwischen seines Lebens überdrüssig geworden und setzt zur letzten Landung auf Arnessk an, wobei er die meisten PK-Schiffe zerstört. Unsere Freunde flüchten mit D’Argos Schiff und setzen eine Sonde aus, die die Peacekeeper auf eine falsche Fährte locken soll. Als sie jedoch nach Arnessk zurückkehren, ist der magnetischer Sommer ausgebrochen. Nur mit Mühe und im Kampf gegen den einheimischen OO-Nii gelingt es Crichton, die dritte Sonde zu finden. Es funktioniert, der Planet verwandelt sich wieder in das Paradies, das er einst war und auch der Tempel mit den Priestern erscheint wieder. Jool beschließt daraufhin, auf diesem faszinierenden Planeten zu bleiben.

Die anderen begeben sich mit D’Argos kleinem Schiff und Crichtons Kapsel im Schlepptau auf die Suche nach Moya – ohne an ausreichend Proviant gedacht zu haben. Die alte Frau, die übrigens Noranti heißt, verteilt an Bord etwas, was alle bis auf Sikozu in sich hineinschlingen. Kurz darauf muss die Crew auf einem öden Planeten, der an Vulcan erinnert, landen und sich erst einmal kräftig übergeben. Rygel entdeckt dabei eine Art Schatzkammer, und als hätten sie nicht schon genug Probleme, versucht er etwas zu stehlen. Doch er hat nicht mit dem Sicherheitssystem gerechnet, das ihn bis auf den Kopf in eine Art Hartwachs-Hülle einschweißt. Dank seiner Verdauungsprobleme droht der kleine Kerl nun zu platzen.

Auch Crichton, D’Argo und Noranti sind in der Schatzkammer gefangen und treffen bald auf die Eigentümer. Noranti scheint in ihnen Tarkaner zu erkennen, edle Freiheitskämpfer. Doch schon bald müssen sie erfahren, dass sie es mit einem abtrünnigen Tarkaner zu tun haben – Ra’Keel, zusammen mit seinen Dieben. Nur mit viel List und Tücke und natürlich der Hilfe von Sikozu und Chiana von außen, schaffen sie es, Ra’Keel auszuschalten und Rygel zu retten. Als dieser endlich erlöst ist, trifft ein Funkspruch ein, auf den alle gewartet haben: Es ist Pilot, der mit Moya eingetroffen ist...

Und das ist erst der Anfang. Wer geglaubt hat, nach der story- und actiongeladenen dritten Staffel wird es im Farscape-Universum langweilig, der hat sich geirrt. Sicherlich ist die Pilotfolge "Crichton Kicks" ein wenig ruhiger als die letzten Folgen der dritten Staffel und nicht so emotional wie das vergangene Seasonfinale, aber der darauf folgende Zweiteiler "What Was Lost" hat es wieder kräftig in sich. Alte Feinde melden sich wieder, neue Verbündete werden gewonnen und neue Geheimnisse entdeckt.

Schon nach vier Episoden plagen dem Zuschauer einige Fragen. Was ist mit Moya im Wurmloch wirklich geschehen? Wo ist Aeryn? Ist sie wirklich schwanger, wie Noranti behauptet hat? Hat Scorpius, der mehr oder weniger lebendig begraben wurde, auf Arnessk überlebt? Und was hat es mit der kleinen, goldenen Pyramide auf sich? All das gilt es noch zu klären, doch die Staffel hat ja gerade erst angefangen. "Farscape" ist so ungewöhnlich, weil es sich getraut, anders zu sein, fremdartig, auf humorvolle Art und Weise. Hier geht es nicht um Menschen – hier geht es um Außerirdische, aus unserer Sicht. Und deshalb darf alles fremdartig sein, deshalb darf es auf seine Weise verrückt und ungewöhnlich sein. Wenn man dies erkannt hat, wird man die dritte Staffel von "Farscape" lieben und wird von der neuen, vierten Staffel sicher nicht enttäuscht werden.

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11. Perry Rhodan: Zwischenstand im Tradom-Zyklus

Bevor ich zu "Perry Rhodan" komme, gibt es eine kleine Neuigkeit: Der Bastei-Verlag plant für den Frühling 2003 den Start einer neuen SF-Heftserie namens "Bad Earth". Das wäre die erste Konkurrenz auf dem SF-Heftmarkt aus dem Hause Bastei für Rhodan seit dem Einstellen der Serie "Die Terranauten" in den 80er-Jahren. Ansonsten sind immer nur kurzlebige SF-Serien aus kleineren Verlagen gekommen, von denen viele in den letzten Jahren in Hardcover-Form erschienen und zum Teil sogar fortgesetzt worden sind.
Übrigens hat es vor kurzem im Internet das Gerücht gegeben, der Bastei-Verlag würde eine solche Hardcover-Fortsetzung der Serie "Ren Dhark" in Heftform veröffentlichen wollen. Dies ist jedoch inzwischen leider dementiert worden.

Bei "Perry Rhodan" gibt es seit der Ankündigung der "Perry Rhodan: Andromeda"-Taschenbücher keine weiteren Neuigkeiten, abgesehen von kleinen Andeutungen über die Handlung, die jedoch nichts bahnbrechend Neues enthalten. Ansonsten sind die Autoren fleißig am Taschenbücher und Hefte schreiben. Daher gibt es diesen Monat einfach mal eine Zusammenfassung der Rhodan-Hefte 2100 bis 2132.

Nach dem Ende der Superintelligenz SEELENQUELL in Band 2099 herrscht ein unsicherer Frieden zwischen der Liga Freier Terraner und dem Kristallimperium der Arkoniden. Imperator Bostich hat für seine Mithilfe bei der Bekämpfung SEELENQUELLs die Unsterblichkeit erhalten und hat es nun nicht mehr nötig, sein Imperium schnell auszudehnen.
Neu in der Führungsspitze seiner Flotte ist die junge Admirälin Ascari da Vivo, die ein mehr als nur berufliches Interesse an Rhodan zeigt.

Im Jahr 1311 NGZ fliegen vier fremde Raumschiffe in den Hayok-Sternenarchipel, den das Kristallimperium vor einigen Jahren von der LFT annektiert hat, und öffnen das Sternenfenster: Durch einen Ausschnitt im All ist ein Blick und ein Flug in die 388 Millionen Lichtjahre entfernte Galaxis Tradom möglich. Ein Abgesandter des Reiches Tradom namens Trah Rogue, der neben seinem unverschämten Auftreten ausgerechnet wie ein Affe aussieht, fliegt mit seinem Schiff zur Erde, wo er Rhodan den Beitritt in das Reich Tradom anbietet. Die Alternative wäre ein Vernichtungsfeldzug des Reiches gegen die Milchstraße. Bei den Gesprächen zeigt sich Rogue gut informiert über Thoregon und die Brücke in die Unendlichkeit.

Konquestor Trah Rogue wird von den Terranern vergrault. Zum allgemeinen Entsetzen greift er bei seinem Abflug die Wachflotte der Erde an und kann mit einem einzigen Schiff über zweitausend Schiffe vernichten, bevor sein sogenannter Katamar unterliegt. Der Konquestor selber entkommt.

Terranische und arkonidische Schiffe riegeln das Sternenfenster ab, auf der anderen Seite sammeln sich 22.000 Katamare des Reiches Tradom. Einige Katamare brechen durch und helfen in den folgenden Monaten Trah Rogue, das Geheimnis der terranischen Aagenfelt-Barriere, die im Wirkungsbereich Überlichtflug unmöglich macht, auszuspionieren. Rogue wird im Zweikampf von Monkey, dem Chef der Neuen USO, getötet, als er die Daten über die Brücke in die Unendlichkeit heimbringen will. Als Hilfsmittel setzt er einen Rudiment-Soldaten ein, bei dem es sich um ein vollkommen menschliches Gehirn mit starken Psi-Fähigkeiten handelt. Die Katamare werden beim Versuch, durch das Sternenfenster nach Hause zu fliegen, vernichtet. Eine Sonde kommt jedoch durch und bringt die Daten zur wartenden Flotte Tradoms.
Im Gegenzug fliegen schon früh Rhodan mit seinem Flaggschiff LEIF ERIKSSON und Ascari da Vivo mit ihrem Schiff KARRIBO nach Tradom. Dort gibt es Widerstand gegen das tyrannische Reich in Form des Trümmerimperiums. Mitglieder des alten Volkes der Eltanen haben das Sternenfenster einseitig gesperrt, sodass man von Tradom nicht mehr in die Milchstraße fliegen kann, und haben Mitglieder des jungen, draufgängerischen Volkes der Jankaron als Boten in die Milchstraße geschickt. Die Jankaron bieten den beiden Schiffen aus der Milchstraße auch ein Versteck auf ihrer Heimatwelt.

Erkundungsmissionen erweitern den Kenntnisstand, jedoch scheitert die Kontaktaufnahme mit den Eltanen, deren Schiff offensichtlich von Katamaren zerstört worden ist. Wie die Milchstraße scheint das Reich Tradom, das aus insgesamt vier Galaxien besteht, zu einem Thoregon zu gehören. Staatsreligion ist der Glaube an Anguela, bei der es sich um eine Superintelligenz zu handeln scheint. Die Entsprechung zum PULS im heimatlichen Thoregon ist ein Gebilde namens Anguelas Auge, das durch Stationen gebändigt wird, deren Technik an die Eltanen erinnert. Zur allgemeinen Verblüffung wird ein menschliches Skelett in Tradom entdeckt. Es scheint mehr als nur gute Aufklärung hinter dem detaillierten Wissen Trah Rogues über die Milchstraße zu stecken. Steckt gar Absicht hinter der Affen-Gestalt des Konquestors?

Nach dem Beinahe-Tod des Mausbibers Gucky bei einer Erkundungsmission und der Zerstörung des Planeten Linckx kommen die Katamare auf die Spur der beiden eingedrungenen Schiffe. Die Katamar-Flotte gibt ihre überflüssige Warteposition am blockierten Sternenfenster auf und durchsucht den Sternenhaufen Virginox, in dem die Jankaron leben, nach den beiden Schiffen. Dadurch sitzt die LEIF ERIKSSON fest. Perry Rhodan gelangt zur KARRIBO, die mit Angriffen auf kleine Stützpunkte und Polizeischiffe für Ablenkung sorgt. Durch die Befreiung von Gefangenen gelingt es, eine Spur zur Kontaktaufnahme mit dem Trümmerimperium aufzunehmen.

Die Jahre hat das Raumschiff SOL unter dem Kommando von Atlan genutzt, um in die ferne Galaxis Wassermal zu fliegen. Dort sollen die Pangalaktischen Statistiker Informationen über Thoregons im Allgemeinen besitzen. Das Wissen der Statistiker ist so begehrt, dass Pilger aus dem ganzen Universum nach Wassermal fliegen. Eine Lotterie entscheidet, wer zu den Welten der Statistiker vorgelassen wird. Obwohl Atlans Gruppe verliert, darf eine kleine Gruppe ausnahmsweise zum Planeten Vision fliegen. Die Statistiker sind fremde Wesen, die in Türmen residieren und dort Informationen aus dem ganzen Universum empfangen. In unterschiedlichen, aber regelmäßigen Abständen kommen sie von ihren Türmen herunter und geben die gesammelten Informationen an ihre Archivare ab.

Auf Vision scheint es nur eine Frage der Zeit zu sein, in den gigantischen Archiven die begehrten Informationen zu finden, als der Planet evakuiert werden muss: An anderer Stelle in der Galaxis hat sich Unheil zusammengebraut. Für den militärischen Schutz Wassermals ist das Volk der Pfauchonen zuständig. Prinzenkrieger Soner ist durch eine Intrige der örtlichen Mafia vorausgesagt worden, dass er Wassermal ins Unglück stürzen wird. Psychisch erschüttert lässt er die Statistiker-Welt Vision besetzen und alle Bewohner evakuieren. In Kürze steht eine Konjunktion bevor: Mehrere Statistiker werden zugleich ansprechbar sein. Soner will dies nutzen, um alleine mit den Statistikern zu sein.

Etwas Hoffnung für die verfahrene Situation deutet sich in Band 2132 an: Ein seit langen Zeiten prophezeiter Saltansprecher der Pfauchonen offenbart sich und befreit einer Vision folgend Soners Frau. Die Prinzessin fliegt sogleich nach Vision, um ihren Gemahl zu stoppen.

Soweit das erste Drittel des Tradom-Zyklus. Perry Rhodan muss bis zur Nummer 2150 in die Milchstraße zurückkehren, um in seinem Taschenbuch-Zyklus auftreten zu können. Bei Schiffen wird wieder auf immer größere Pötte gesetzt. Für helle Freude bei vielen Fans hat das Flaggschiff der Neuen USO, die TRAJAN gesorgt. Man nehme ein klassisches Ultraschlachtschiff aus der Frühzeit der Serie, stopfe es mit brandneuen Waffen voll und lasse es im Zweikampf einen übermächtigen Katamar besiegen. Klingt simpel, war aber ein durchschlagender Erfolg bei den Fans. Das mag auch daran liegen, dass der extrem unbeliebte Trah Rogue - viele Fans empfinden ihn als "Planet der Affen"-Anleihe nur als peinlich - damit eine herbe Niederlage eingesteckt hat.

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12. Odyssey 5: Das Ende ist der Anfang

"Houston – wir haben ein Problem... Houston? Houston???"

Man kann dem amerikanischen PayTV-Sender Showtime so einiges vorwerfen. Zum Beispiel, dass er es im Gegensatz zu HBO in den letzten Jahren kaum geschafft hat, qualitativ hochwertiges Fernsehen zu produzieren, das sich mit dem der großen Networks messen kann (wenn man hier mal von "Stargate SG-1" absieht) oder dass er immer noch keine eigene Identität entwickelt hat. Eines kann man jedoch nicht behaupten, nämlich dass Showtime Angst vor Science Fiction hätte.

Im letzten Herbst erst ging der Sender mit der von Joe Michael Straczynski produzierten Serie "Jeremiah" an den Start. Darin geht es um eine postapokalyptische Welt, in der Luke Perry überleben muss, während der Zuschauer mit dem Schlaf ringt.

Mit "Odyssey 5", die vor zwei Wochen in den USA anlief und deren Pilotfilm unverschlüsselt gezeigt wurde, sollte alles besser werden, denn, so hörte man bereits im Vorfeld, die Serie würde mit einem richtigen Knall beginnen.

Und das tut sie dann auch und zwar schon in der fünften Minute, wenn die Erde in die Luft fliegt.
Aber ich greife vor. Lassen Sie mich erst einmal die letzten vier Minuten der Erde und die ersten vier der Serie schildern.

Der Pilotfilm beginnt mit einer Shuttle-Crew, die neue Informationen auf einen Kommunikationssatelliten überspielen soll. Wir lernen Chuck Taggart (Peter Weller aus "Robocop") kennen, den überaus korrekten und stinklangweiligen Shuttle-Captain, der seinen Auftrag perfekt erfüllen will. Probleme bereiten ihm dabei sein undisziplinierter Sohn Neil (Christopher Gorham), der sexbesessene, aber sehr kompetente Brite Kurt Mandel (Sebastian Roché und nein, ich habe keine Ahnung, weshalb er einen deutschen Namen hat, aber einen britischen Akzent), die TV-Journalistin Sarah Forbes (Leslie Silva), die Wissenschaftlerin Angela Perry (Tamara Craig Thomas) und das namenlose Besatzungsmitglied, das Minute fünf nicht überlebt.

Gemeinsam gelingt es ihnen den Satelliten einzufangen (großartig ist dabei der Einsatz von Coldplays "Don’t Panic", während das Shuttle über der Erde schwebt), was global betrachtet aber eher von untergeordneter Bedeutung ist, denn nur Sekunden später rast eine Feuerwand über den gesamten Planeten.

Bevor irgendwer begreifen kann, was eigentlich los ist, gerät das Shuttle in erhebliche Schwierigkeiten, kann aber durch Chucks Einsatz gerettet werden. Es folgt eine längere, dank des Kabelsenderplatzes mit reichlichen "Fucks" angereicherte Diskussion, die sich hauptsächlich um diese Frage dreht: "Where the fuck is Earth?"

Die Diskussion endet abrupt, als ein ausgebranntes Autowrack am Shuttle vorbeizieht und die Frage recht klar beantwortet. Und nein, das ist kein Scherz, es ist wirklich ein ausgebranntes Autowrack...

Die fünf letzten (Ex-)Bewohner der (Ex-)Erde haben aber noch ganz andere Probleme, denn der Sauerstoff neigt sich dem Ende zu und Hilfe von Houston ist wohl kaum zu erwarten. Also fügt man sich in sein Schicksal.

Aber es kommt anders, als man denkt (na ja, der Zuschauer denkt sich das schon die ganze Zeit, da erst zehn Minuten des Pilotfilms vorbei sind). Die letzten fünf Menschen erwachen nämlich in einer weißen Kulisse und begegnen einem Außerirdischen (John Neville), der ihnen eröffnet, dass nicht nur die Erde, sondern auch fünfzig andere Welten diesem Phänomen zum Opfer gefallen sind. Er bietet ihnen an, ihre Bewusstseine* (wenn es denn einen Plural zu Bewusstsein geben sollte) fünf Jahre in die Vergangenheit zu schicken, damit sie in ihre Körper zurückkehren und die Zerstörung der Erde aufhalten können.

Mandel stellt dann auch die Frage, die dem Zuschauer auf der Zunge liegt, nämlich: Wenn der Außerirdische über diese Fähigkeit verfügt, warum reist er dann nicht selber in die Vergangenheit?
Nein, sagt der Außerirdische daraufhin, das können nur körperliche Wesen, was natürlich überhaupt keinen Sinn macht, wenn er ohnehin nur ihren Geist zurückschicken kann.

Unsere Shuttle-Crew merkt das aber nicht und lässt sich in die Vergangenheit beamen. Dort reagiert jeder anders auf die Möglichkeit, das eigene Leben zu ändern. Chuck versucht sich mit seiner Familie zu versöhnen, Sarah will den Krebstod ihres Sohnes verhindern und Mandel trennt sich von seiner Verlobten und wettet auf Footballspiele.

Doch dann kommt die große Überraschung: Die Vergangenheit läuft nicht exakt gleich ab. Sie lässt sich ändern und die fünf zukünftigen letzten Menschen hoffen, dass damit auch die Zerstörung der Erde aufzuhalten sein wird.

So endet der Pilotfilm von "Odyssey 5" und wollte man gemein sein, könnte man hinzufügen, auch das Interesse an der Serie. Dabei ist sie gar nicht mal schlecht. Zwar wirken die Spezialeffekte wie traurige Relikte aus den 80ern und die Explosion der Erde ist nicht wirklich spektakulär, aber die teils gelungene Charakterisierung der Hauptfiguren (Sebastian Roché ist großartig) und die durchaus passable, wenn auch "Akte-X"-lastige Handlung lassen darüber hinwegsehen. Nur über eines kann man leider nicht hinwegsehen und das ist die vollkommene Fehlbesetzung von Peter Weller.

Der zeigt als Chuck Taggart ungefähr den gleichen emotionalen Spielraum wie der Roboterpolizist, den er einst darstellte und verfügt weder über Charisma noch Autorität. Und so schüttelt man am Ende auch nur den Kopf, wenn sich der Rest der Shuttle-Besatzung ihm unterordnet und ihn als Captain akzeptiert.
Wenn von ihm das Schicksal der Welt abhängt, sollte man sich vielleicht schon mal nach einem anderen Planeten umsehen.

* Anm. der Redaktion: der Plural von das Bewusstsein ist die Bewusstseins.

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13. Episodenlogbuch: Farscape

Episode 1.11:
"Till the Blood runs clear"

Regie: Tony Tilse
Autor: Doug Heyes jr.
Gaststars:
Magda Szubanski als Furlow
Jeremy Sims als Rorf
Jo Kerrigan als Rorg

Plot:
Moyas Crew entdeckt ein Sonnensystem, dessen Sonne in unregelmäßigen Abständen Eruptionen ausstößt. Dies ist für Crichton von enormer Wichtigkeit, da er glaubt, dass eine Sonneneruption auch für die Öffnung des Wurmloches, welches ihn in diesen Teil des Universums führte (siehe Episode 1.01), verantwortlich war.
Daher machen sich Crichton und Aeryn mit der Farscape 1, die mit Elementen von Moya ausgerüstet wurde, daran, diese Sonneneruptionen zu erforschen.
Diesmal entsteht tatsächlich wieder ein Wurmloch, dem die Farscape 1 gerade so eben entkommen kann, allerdings nicht ohne ein Plasmaleck in Kauf zu nehmen. Moya weigert sich aus Sorge um ihr ungeborenes Baby (siehe Episode 1.10), das defekte Schiff wieder an Bord zu nehmen, sodass Crichton und Aeryn gezwungen sind, auf einem nahegelegenen Wüstenplaneten Notzulanden.
Dort finden sie zwar eine Mechanikerin, Furlow, die das Schiff reparieren kann. Leider trifft auch eine holografische Nachricht von Crais auf dem Planeten ein, in welcher auf Moyas Crew ein Kopfgeld ausgesetzt wird. Diese Belohnung wollen sich zwei Vorcarian Blood Trackers, Rorf und Rorg, also professionelle Bounty Hunter, verdienen. Da glücklicherweise nicht von allen Flüchtigen Bildmaterial gesendet wurde, verbünden Aeryn und Crichton sich mit den Kopfgeldjägern, um sie unter Kontrolle zu haben. Als D'Argo auf der Suche nach den beiden auf dem Planeten landet, wird er auch prompt von Rorf und Rorg überwältigt und gefangengenommen. Als diese D'Argo foltern wollen, muss Crichton sich entscheiden, ob er seine Tarnung um jeden Preis aufrecht erhalten will...
Dann kommt auch noch Zhaan auf den Planeten und sie gerät in die Fänge der Kopfgeldjäger....

Kritik:
Die in dieser Ausgabe besprochenen drei Episoden lassen sich in drei Kategorien einteilen. Spitze, Durchschnitt und Langweilig, und zwar in eben dieser Reihenfolge. Denn "Till the Blood runs clear" ist eine erstklassige Episode, auf die noch mehrere zukünftige Episoden aufbauen werden.
Hier stimmt alles. Die Story ist spannend und interessant umgesetzt. Die Gebäude und das Wüstensetting (gedreht wurde in Stockton Sands in Newcastle) erinnern an Star Wars, Mad Max und Pitch Black und tragen viel zur gelungenen Atmosphäre dieser Episode bei.
Die Special Effects sind gut wie gewohnt, ohne allerdings aufzufallen, was darauf hindeutet, das die Episode von der Story getragen wird.

Die Highlights sind aber die Charaktermomente. Zhaans Photogasmen sind schon ein erster Hinweis auf ihre in Episode 1.21 Spezies-Zugehörigkeit.
Sowohl die Freundschaft zwischen Aeryn und Crichton, wie auch die zwischen D'Argo und Crichton wird hier in sehr schönen, von den Schauspielern hervorragend gespielten Szenen vertieft.
Der Titel der Episode bezieht sich auf die Eigenheit des luxanischen Metabolismus:
Wird ein Luxaner verletzt, verdickt sich das Blut und er muss qualvoll sterben, es sei denn sein Kreislauf wird solange stimuliert, bis das Blut wieder durchsichtig durch seine Adern läuft.

Was die Gaststars angeht, schaffen es Rorf und Rorg den schmalen Grat zwischen ernsthafter Bedrohung und Lächerlichkeit zu finden, denn obwohl man schon ab und an ob ihrer Einfältigkeit schmunzeln muss, wirken sie doch stets raubtierartig gefährlich.
Die Mechanikerin Furlow ist ein undurchsichtiger und zwielichtiger Charakter, deren strahlend blaue Augen in ihrer schmuddeligen Erscheinung besonders hervorstechen. Das Wurmlochwissen, welches sie von Crichton als Bezahlung für ihre Reparaturarbeiten erhält, wird in der dritten Season noch katastrophale Auswirkungen haben. Diese Episode ist absolute Pflicht für jeden, der ein wenig an dieser Serie interessiert ist, da man in späteren Folgen eben dieses Vorwissen benötigt.
Ab dieser Folge wird Moya nicht nur von Crais und den Peacekeepern gejagt, sondern muss sich auch vor Kopfgeldjägern in Acht nehmen.

Episode 1.12:
"The Flax"

Regie: Peter Andrikidis
Autor: Justin Monjo
Gaststars:
Rhys Muldoon als Staanz
John Bachelor als Kcrackic
David Bowers als Goon

Plot:
Aeryn bringt Crichton bei, wie man ein Transport Pod steuert, als das Shuttle plötzlich von einem unsichtbarem Nexus erfasst wird und wie in einem Spinnennetz fest hängt. Zeitgleich kommt Staanz an Bord von Moya, ein mysteriöser Zenetaner, der sich als Müllsammler ausgibt. Zhaan und D'argo sind misstrauisch, auch als er ihnen von dem Flax erzählt, einem unsichtbaren Energienetz, dass von zenetanischen Piraten ausgeworfen wird um vorbeifliegende Raumschiffe zu fangen.
Der Notruf von Aeryn und Crichton bestätigt dies.
Staanz will D'Argo auch zu einem verlassenen luxanischem Schiff bringen, mit dessen Datenbanken er endlich einen Weg nach Hause finden könnte. Doch kaum haben die beiden Moya verlassen, wird Moya von Piraten geentert....

Kritik:
Diese Episode ist nur Durchschnitt. Die Spannung hält sich in Grenzen, da die Gefahr in der Crichton und Aeryn schweben nur zu dem Zweck reingeschrieben wurde, damit die beiden sich näherkommen. Das D'Argo nicht den Weg nach Hause findet war ebenso klar wie die Tatsache, dass die Piraten Moya am Ende der Episode verlassen müssen. Interessant und originell war das Konzept des Flax. Alles in allem bleibt von der Episode nicht allzu viel hängen. Sehen sollte man sie trotzdem wegen der Aeryn/Crichton-Szenen und wegen der Tatsache, dass die Piraten Ende der zweiten Season noch mal auftauchen. Außerdem beginnen die Charaktere, ihre Gemeinschaft untereinander für wichtiger zu erachten als den Weg nach Hause um jeden Preis zu finden.

Episode 1.13:
"Rhapsody in Blue"

Regie: Andrew Prowse
Autor: David Kemper
Gaststars:
Darlene Vogel als Alex/Lorana
Kate Raison als Pa'u Tahleen
Max Phipps als Pa'u Tuzak
Michael Beckley als Hasko
Aaron Cash als Pa'u Bitaal
Grant Magee als Jothee
Robert Supple als Young Crichton

Plot:
Moyas Crew hat merkwürdige Träume. D'Argo träumt von seinem Sohn, während Crichton von seiner Ex-Freundin Alex träumt. Moya hat einen Notruf von einem anderen schwangeren Leviathan empfangen und eilt zur Rettung.
Der Ursprungsort dieser Signale ist ein toxischer Planetoid auf welchem die Crew eine Kolonie Delvianischer Missionare findet, die vor dem korrupten delvianischem Regime geflüchtet sind und sich auf diesem Planetoiden ein neues Leben aufbauen wollen. Pa'u Tahleen, die Moya angelockt hatte, möchte dass Zhaan auf dem Planeten bleibt und an der Revolution teilnimmt. In der heiligen Zeremonie der Unity, die Verschmelzung von zwei Seelen, merkt Zhaan, dass die Anführerein sich ihren dunklen Impulsen hingibt. Und sie will Zhaans dunkle Kräfte wecken....

Kritik:
Laaaaaaaangweilig....Meiner Meinung nach eine der schlechtesten Folgen der ganzen Serie, auch wenn Virginia Hey diese Episode sehr mag (Kein Wunder, ihr Charakter hatte hier die Hauptrolle....)
Die Delvianer können also auch der dunklen Seite der Macht verfallen...wie originell....
Unity ? Hmm... frappierende Ähnlichkeit mit dem vulkanischen "Mind Meld"...
Selbst wenn man davon absieht, dass mir persönlich jegliche Art von religiösem Humbug zuwider ist, ist es umso schlimmer, wenn sich eine ganze Folge einer (SF-) Fernsehserie darum dreht. Auch wenn die Delvianer und ihre Spiritualität fiktiv sind, basiert ihr Glauben doch größtenteils auf existierenden Glaubensmustern. Religion hat in SF-Serien nichts verloren, dafür gibt es Serien wie "Ein Engel auf Erden" und "Touched by Heaven" etc.
Ich hoffe, ich trete hier niemandem zu nahe, aber wie gesagt, es ist meine Meinung. Es mag andere geben, die diese Episode als Highlight sehen und das ist ihr gutes Recht aber ich für meinen Teil konnte damit nichts anfangen. Das waren 45 verschwendete Minuten meines Lebens. Glücklicherweise setzte sich dieser Trend nicht fort, wie sich bei den Episoden in der nächsten Ausgabe zeigen wird. Ein neuer Charakter stößt dazu und eine der besten Folgen der ganzen Serie erwarten uns nächstes Mal.


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14. Alias – oder wenn Schubladen zu klein sind

Die Fernsehsaison 2001/2002 in den USA hat erstaunlich Vieles hervorgebracht, auf das man sich in (hoffentlich näherer) Zukunft in Deutschland freuen kann. Neben der bemerkenswerten Blutauffrischung des "Star Trek"-Universums mit "Enterprise" und dem völlig neuen Serienformat bei "24", verdient auch die ABC-Serie "Alias" eine nähere Betrachtung.

Schon die Frage danach, welchem Genre "Alias" zuzuordnen ist, stellt Freunde von klaren Abgrenzungen (bzw. Schubladen) vor Probleme – die Fanseite "Alias-Online" packt die Serie in die Genres Action, Abenteuer, College, Sci-Fi, Fantasy, Drama, Mystery, Romanze, Agentenserie und Thriller, womit "Alias" zutreffend umrissen sein dürfte.

Die Hauptrolle in dieser Serie, Sydney Bristow, spielt Jennifer Garner (aus Kinofilmen wie "Mr. Magoo" und "Pearl Harbor" bekannt). Daneben ist in einer nicht gerade unwichtigen Rolle Ron Rifkin als ihr Vorgesetzter Arvin Sloane, der des Öfteren in Kinofilmen in einer Nebenrolle (z.B.: "L.A. Confidential" oder "Verhandlungssache") und auch ein Jahr lang in "E.R." als Dr. Carl Vucelich zu sehen war, dabei. Auch ist Victor Garber als ihr Vater Jack Bristow, möglicherweise bekannt aus "Titanic" oder "Der Club der Teufelinnen", zu sehen. In Gastrollen darf man sich unter anderem auf Roger Moore und Quentin Tarrantino freuen.

Was diese Serie von J. J. Abrams (Produzent, Komponist, Autor und Regisseur), der bisher mit "Armageddon" und "Forever Young" nicht unbedingt durch besonderen Anspruch aufgefallen war, doch vom üblichen Einerlei abhebt, ist vor allem das über 22 Folgen der ersten Staffel durchgehend hohe Tempo des Agententeils. Doch man wird nicht nur im Galopp durch Moskau, Hong Kong, Berlin, Bukarest, London, Paris, Los Angeles, Malaga und sonstwo gejagt, die Serie hat auch ihre langsameren Seiten, in denen meist das private Leben von Sydney Bristow und deren Freunden beleuchtet wird.

So kommen trotz all des Tempos, all der Action, der Mystery- und Sci-Fi-Elemente, die Charaktere der Serie nicht zu kurz – und hier wird die Serie wirklich außergewöhnlich gut. Es lässt sich in einem Artikel kaum nachzeichnen, wie viele Facetten der wichtigsten zehn Charaktere dieser Serie im Laufe nur einer Staffel aufgezeigt werden – fast in jeder Folge ist man als Zuschauer gezwungen, mindestens eine Figur neu zu bewerten. Ein klassisches Gut/Böse-Schema findet man meist überhaupt nicht, auch erreichen viele der fiktiven Gestalten eine für Fernsehserien sehr ungewöhnliche Tiefe.

Auch ist bemerkenswert, dass nach "24" mit "Alias" bereits die zweite Serie erfolgreich in den Staaten gesendet wird, die den dortigen Sehgewohnheiten eigentlich zuwider läuft. So haben Marktforschungen ergeben, dass in den USA der durchschnittliche Zuschauer auch von seiner Lieblingsserie lediglich acht Episoden pro Staffel sieht – diese "Taktik" ist sowohl bei "24" als auch bei "Alias" zum Scheitern verurteilt, da beide Serien keine einzige Einzelepisode haben, sondern letztlich eine Geschichte innerhalb einer Staffel erzählen – im Falle von "Alias" ist die Story längst nicht mit dem Ende der ersten Staffel abgeschlossen, den Zuschauer erwartet auch bei der letzten Folge ein atemberaubender Cliffhanger.

So stellen sich manche in den Staaten doch die Frage, ob es an den bisher gesendeten Serien lag, dass die Fernsehgewohnheiten so waren, wie erhoben, wenn sich innerhalb einer Season zwei Serien erfolgreich plazieren lassen, die ein anderes Sehverhalten erfordern.

Zur Story von "Alias" lässt sich zunächst einmal anführen, dass es die Geschichte Sydney Bristows ist, die den Handlungsbogen der Serie eröffnet.

Sydney ist tagsüber zu Beginn der Serie eine Collegestudentin, nachts jedoch CIA-Agentin, dabei jedoch nicht irgendeine CIA-Agentin, sondern eine, die für SD-6 arbeitet, was eine besonders geheime CIA-Abteilung ist – denkt sie jedenfalls. Als scheue, einsame und ehrgeizige Agentin hatte sie ihr erstes Jahr bei SD-6 absolviert und war dabei stolz darauf, Teil eines größeren Ganzen zu sein – bis hierher liegt die Story vor der ersten Folge der Serie.

Mit Beginn der ersten Folge arbeitet Sydney noch immer für den SD-6, doch einsam ist sie nicht mehr. Ihr Freund, Danny, hat ihr einen Heiratsantrag gemacht und ihre beste Freundin Francie freut sich mit ihr darüber – Will hingegen, einer ihrer guten Freunde, muss angesichts seiner unerwiderten Liebe zu ihr seine Freude über den Antrag vorspielen.

Nun hat Sydney ein Problem: Sie muss sich entscheiden, was sie möchte und was sie Danny über ihren Job erzählt – ihr SD-6-Partner Dixon rät ihr dringend davon ab, ihr Geheimnis zu lüften, da ihr Chef, Arvin Sloane, sehr ärgerlich sein dürfte, wenn sie durch ein Geständnis gegenüber Danny die Sicherheit von SD-6 gefährden würde. Selbst Marshall, das Genie bei SD-6 und für das Erfinden von immer neuen Waffen und Identitäten, die jeden "Q" oder "R" bei James Bond alt aussehen lassen, weiß, dass es zu den Todsünden gehört, seine wahre Tätigkeit preis zu geben – das ist die eine Regel, die man nicht brechen darf.

Doch Sydney bricht diese Regel – und von einem Moment auf den anderen steht ihr Leben kopf: Danny wird ermordet und sie muss um ihr eigenes Leben kämpfen. Dabei erfährt sie weiter, dass ihr – für sie völlig fremder – Vater auch beim SD-6 arbeitet. Dieser eröffnet ihr, dass SD-6 keineswegs eine geheime Abteilung des CIA ist, sondern gerade den CIA und die Vereinigten Staaten kämpft. Da sie nirgendwo sonst hin gehen kann, marschiert sie einfach in die Zentrale des realen CIA und bietet sich dort als Doppelagentin an, um auf diese Weise ihre Rache an SD-6 zu nehmen – nach einigen Tests wird sie eingestellt und unter das Kommando des Agenten Michael Vaughn (gespielt von Michael Vartan) gestellt.

Ihre Aufgabe ist es künftig, während der Erfüllung ihrer Missionen des SD-6 Bericht beim CIA zu erstatten – nach kurzer Zeit erfährt sie, dass auch ihr Vater ein Doppelagent für den CIA ist – nun beginnen zwei Kettenreaktionen, die die restliche Serie immer weiter treiben:
Sydney beginnt sich zu fragen, wo die Loyalität ihres Vaters, zu dem sie keinen wirklichen menschlichen Zugang findet, tatsächlich liegen, während Will, der Journalist ist, versucht, die Hintergründe des Todes von Danny herauszufinden, was selbstredend sein Leben nicht gerade sicherer macht...

Soviel zum Agententeil, der allerdings durch einen sehr ausgefallenen Mix aus Realität, Mytery und SciFi angereichert wurde – die Missionen des SD-6 kreisen nämlich mehr und mehr um das Werk von Milo Rambaldi.

Milo Rambaldi wurde 1444 in Parma geboren und gilt als Maler, Bildhauer, Physiker, Alchimist, Prophet und Seher. Er war der Privatarchitekt von Papst Alexander VI. und von ihm wird unter anderem behauptet, dass er das digitale Zeitalter durch das Verwenden einer Art Maschinencode – bestehend nur aus Nullen und Einsen bereits 1489 vorhersagte und das erste bekannte Wasserzeichen auf allen seinen Papieren einsetzte, das das "Auge Rambaldis" genannt wird und nur unter Schwarzlicht sichtbar wird. Er verwandte bereits im 15. Jahrhundert eine einzigartige Polymer-Plastik-Faser, die einer Zwiebelhaut ähnelt und trotz teilweise widriger Aufbewahrungsbedingungen sehr lange gehalten hat.

1988 fand man in dem Besitz eines privaten Sammlers in Brasilien ein Diagramm Rambaldis, das angeblich die Funktion eines transportablen Sprachübermittlers beschreibt, ähnlich der Funktionsweise eines Mobiltelefons – und im März 2001 fand die russische Historikerin Krystovnich eines der frühesten Werke Rambaldis (von ca. 1460), in einer Privatsammlung in Madrid. In dieser Zeichnung identifizierte sie einen Prototyp, der die Eigenschaften und den Aufbau eines Transistors (wie im 20. Jahrhundert verwendet !) zeigen soll.

Diese Rambaldi-Geschichte, dessen Werk bis heute nicht veröffentlicht ist und von dessen Arbeiten seit dem 15. Jahrhundert Teile in Italien, Frankreich, verschiedenen osteuropäischen Ländern und der ehemaligen UdSSR aufgefunden werden, ist der allumfassende Bogen der Serie. SD-6 und auch andere stellen die These auf, dass alle Rambaldi-Artefakte zusammen ein noch nicht näher bekanntes aber wahrscheinlich sehr mächtiges Gerät ergeben, sodass es zu einem Wettlauf aller Geheimdienste und kriminellen Organisationen kommt, da jeder die "Rambaldi-Maschine" zuerst haben möchte.

Darüber hinaus ließ Abrams Rambaldi eine Prophezeiung schreiben, die der Serie erneut eine sehr überraschende Wendung gibt…

Fazit: "Sometimes the truth hurts" (Manchmal schmerzt die Wahrheit) ist das Motto einer äußerst spannenden, mysteriösen und in vielen Dingen sehr innovativen Serie, die es sich auf jeden Fall anzusehen lohnt, wenn man sicher ist, anschließend mit der Tatsache leben zu können am Ende jeder Folge einen Cliffhanger vorzufinden. Die zweite Staffel wird in den USA im Herbst anlaufen, hoffen wir darauf, auch in Deutschland bald in den Genuss dieser Serie zu kommen.

Links zum Thema:
http://www.alias.com/
http://www.alias-online.net/
http://www.sd-6.com/
http://www.followersoframbaldi.org/

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15. Wissenschaft: Antriebe für Raumschiffe

Um allein die Planeten in unserem Sonnensystem zu erreichen, brauchten Raumschiffe in der Vergangenheit viele Jahre und selbst für eine Reise zum Mars muss man mindestens ein bis zwei Jahre einplanen. Neue Antriebe für Raumschiffe können diesen Zeitaufwand erheblich verringern.

Bisher schoss man Raketen in die Luft, indem man große Mengen an Treibstoff verbrannte. Das wird sich in Zukunft ändern, da man nicht mehr auf einen einzigen Antrieb sondern auf eine Kombination setzt, je nach den Aufgaben, die es zu erfüllen gilt. So werden zukünftige Raumschiffe vielleicht zunächst wie Flugzeuge starten und erst in großer Höhe Raketen oder SCRAM-Jets einsetzen, um Fluchtgeschwindigkeit zu erreichen.

SCRAM-Jets sind zwar nur innerhalb der Atmosphäre einsetzbar, erlauben allerdings Geschwindigkeiten bis zu 25-facher Schallgeschwindigkeit. Der Trick dabei ist, die Turbine aus dem Triebwerk abzuschotten wenn eine gewisse Höhe und Geschwindigkeit erreicht ist und die Luft direkt mit Wasserstoff zu verbrennen, wozu allerdings eine besondere Form des Flugzeugs erforderlich ist, da die Luft bei diesem Triebwerk bei Überschallgeschwindigkeit mit dem Wasserstoff verbrannt wird. Bisher mussten Düsenflugzeuge die Luft erst auf Unterschallgeschwindigkeit abbremsen. Der SCRAM.-Jet arbeitet aber nur, solange sich das Flugzeug noch in der Atmosphäre befindet.

Aber auch für das Vakuum des Weltraums gibt es neue Techniken und Ideen, die sich vom althergebrachten Konzept, in kurzer Zeit möglichst viel Treibstoff zu verbrennen, unterscheiden. Sie spielen ihre Vorteile insbesondere da aus, wo es nicht auf starke Beschleunigung, sondern langanhaltenden Schub ankommt. Meistens kommt es nämlich nicht so sehr darauf an, dass ein Raumschiff schnell eine hohe Geschwindigkeit erreicht, statt dessen kann eine lange arbeitende Antriebsmethode viel höhere Endgeschwindigkeiten erreichen.

Diese Aufgabe erfüllen zum Beispiel Ionenantriebe, bei denen Ionisierte – d.h. elektrisch geladene – Xenonatome in einem elektrischen Feld beschleunigt werden, das von zwei Elektroden, die unter hoher Spannung stehen, erzeugt wird - genauso wie die Elektronen in einem Fernseher. Die relativ schweren Atome werden mit einer Geschwindigkeit von etwa 30km/Sekunde nach hinten ausgestoßen und treiben das Raumschiff so aufgrund der Impulserhaltung voran. Impulserhaltung heisst, dass das die Summe der Produkte aus Massen von Ausgestossener Materie und Raumschiff mit ihren jeweiligen Geschwindigkeiten zu jedem Zeitpunkt erhalten bleiben muss.

Mit relativ kleinen Mengen des Edelgases kann dieser Antrieb über viele Wochen und Monate arbeiten und ist dabei effektiver als ein chemischer Antrieb, der für dieselbe Endgeschwindigkeit erheblich mehr Treibstoff braucht, und damit das Raumschiff auch schwerer machen würde. Am Ende kann ein Ionenantrieb das Raumschiff auf eine bis zu zehnfache Geschwindigkeit bringen, als das mit einem konventionellen chemischen Antrieb möglich wäre.

Der Satellit Artemis ist ein besonderer Fall. Als die zweite Stufe der Ariane 5 nicht genug Schub lieferte, um Artemis in den richtigen Orbit zu bringen, gelangte der Satellit in einen äußerst ungünstigen elliptischen Orbit. Für die konventionellen Korrekturdüsen war nicht genug Treibstoff vorhanden, um den vorgesehen Orbit zu erreichen. Aber für Experimente trug Artemis auch einen Ionenantrieb, der den Satelliten bis zum Sommer 2002 auf die richtige Umlaufbahn bringen soll.

Die Forschungen zu diesem Antrieb begannen zwar schon 1960, aber der neue Antrieb schien den Anwendern zu riskant, um teure Projekte für Experimente damit zu gefährden. Deep Space 1 startete im Oktober 1998 als erste Sonde der NASA mit diesem Antrieb, um die Tiefen des Sonnensystems zu erforschen. Mit 81,5 Kilo Xenon sollte der Antrieb über zwanzig Monate hinweg ununterbrochen arbeiten und das Raumschiff auf eine Endgeschwindigkeit von 16.000 Stundenkilometern beschleunigen.

Etwas exotischer als der Ionenantrieb mutet schon die Vorstellung an, im Weltraum zu segeln. Das ist aber nicht so abwegig, wie es auf den ersten Blick erscheint. Von der Sonne geht beständig ein immenser Teilchenstrom aus, der sich mit hoher Geschwindigkeit bewegt.
Um diesen sogenannten Sonnenwind nutzen zu können, braucht es allerdings riesige Segel, die entfaltet werden müssen, wenn sich der Satellit im Weltraum befindet. Neue Materialien wie extrem dünne Kunststofffolien und Kohlefaser sollen die notwendige Leichtigkeit und Stabilität sicherstellen.

Zusätzlicher Treibstoff ist dann im Grunde kaum noch nötig, allerdings gibt es für diese Sonden nur eine Richtung in die sie fliegen, und zwar immer Richtung Rand des Sonnensystems. Gegen den Sonnenwind zu Kreuzen ist ohne Kiel leider unmöglich. Trotzdem sind die mit Sonnensegeln erwarteten Geschwindigkeiten so groß, dass man erwartet die vor etwa dreißig Jahren gestarteten Pioneer- und Voyagersonden in wenigen Jahren überholen zu können.

Eine andere Möglichkeit, den Sonnenwind weniger materialintensiv zu nutzen, bietet eventuell die Möglichkeit vom Raumschiff ein ausgedehntes elektromagnetisches Feld erzeugen zu lassen, das ebenfalls vom Sonnenwind und seinen ionisierten Atomen und Elektronen mitgeschleppt wird. Dieser Antrieb braucht dann keine riesigen Segel aufzuklappen, befindet sich aber noch ganz am Anfang der Entwicklung.

Eine andere Entwicklung versucht ein Raumschiff mit Hilfe eines starken Laserstrahls zu beschleunigen. Dabei wird der Laser auf die reflektierende Unterseite des UFO-artigen Raumschiffes gelenkt, die wie ein Parabolspiegel geformt ist und das Laserlicht auf einen kreisförmigen Bereich in der Brennkammmer unterhalb des Gefährts fokussiert. Innerhalb der Erdatmosphäre erhitzt der gepulste Laser so die Luft, die sich in ein heißes Plasma von über 10000°C verwandelt, sich dabei explosionsartig ausdehnt und das Raumschiff vorantreibt.
Erste Experimente in der Atmosphäre haben bereits erfolgreich stattgefunden, wobei das Vehikel eine Höhe von über 30 Metern erreichte. Außerhalb der Atmosphäre muss dieses Raumschiff eigenen Treibstoff mitführen, der aber auf dieselbe Weise gezündet werden kann.

Aber auch für Raumschiffe im Orbit um die Erde haben sich die Wissenschaftler etwas einfallen lassen. Und zwar soll sich das Raumschiff von einem langen Seil ziehen lassen, das zur Erde hinunter hängt, nein nicht bis ganz nach unten, nur soweit, dass die Spannungsdifferenz in unterschiedlichen Höhen über der Erde ausgenutzt werden kann. Dieses System kann auch zur Energieversorgung genutzt werden indem man die Spannungsdifferenz an den Enden des Kabels abgreift - erste Experimente 1992 an Bord des Space Shuttles verliefen bereits erfolgreich.

Das Prinzip ist im Wesentlichen dasselbe wie in einem Dynamo, nur dass sich hier nicht ein Anker mit Spulen in einem magnetischen Feld dreht, sondern ein langes Kabel durch das Magnetfeld der Erde gezogen wird. Wenn man nun das Kabel selbst unter Strom setzt, kann es genutzt werden, um das Raumschiff in einen höheren Orbit zu ziehen. Derzeit gibt es Überlegungen diesen Kabelantrieb an der ISS einzusetzen um die Position zu halten, da die Reibung der Atmosphäre die ISS abbremst und damit den Orbit verringert. Bisher sind dafür regelmäßige Treibstofflieferungen nötig, der Kabelantrieb könnte über die Solarzellen versorgt werden.

Ein Warpantrieb ist in naher Zukunft nicht zu erwarten, aber die Triebwerke, die wir in naher Zukunft sehen werden, könnten die Eroberung des nahen Weltraums in greifbare und vor allem erschwingliche Nähe rücken.

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16. Subspace Link

Andromeda: Kritiker hört frustriert auf.
Keine besonders guten Zeiten für das Andromeda-Fandom. Nach wiederkehrenden Meldungen über drastische Zuschauereinbußen in der zweiten Staffel von bis zu 25% gegenüber dem Vorjahr, erklärte nun der Online-Kritiker Jamahl 'Jammer' Epsicokhan, dass er die dritte Staffel von "Andromeda" nicht mehr mit seinen Kritiken begleiten wird, da er "keinen Grund mehr sehe, die Serie weiter zu sehen." Epsicokhan begann seine Kritikerlaufbahn 1995 mit der Gründung von Star Trek: Hypertext, wo er ST: DS9 und ST: VOY kritisierte. "Andromeda" war die erste (und bisher einzige) Nicht-Star-Trek-Serie, die er mit seinen Kritiken begleitete. Den Originalartikel, in dem er die zweite Hälfte der zweiten Staffel (also die Folgen nach dem Rauswurf von Robert Hewitt Wolfe) in Grund und Boden kritisiert, kann man online lesen. (mp)

Link zum Thema:
http://st-hypertext.com/andr-2/andr-2recap.html

Kampfstern Galctica: Neues zur Miniserie.
Die Präsidentin des Sci-Fi Channel aus den USA, Bonnie Hammer gab Details zur kommenden Miniserie preis. Der Miniserie wurde der Vorrang vor einer fortlaufenden einstündigen Serie gegeben, weil bereits die Serienadaption der Kinofilme nicht sehr erolgreich war. Man verspricht sich von einer vierstündigen Miniserie eine Modernisierung und Belebung der Serie. Wenn diese Miniserie einschlägt, ist der Weg für eine einstündige Fortsetzungserie geebnet.(sd)

Quantum Leap: Pilotfilm und neue Serie?
Sci Fi Channel, der nun Teil der Universal Television Group ist, will eine Reihe von neuen Serien und Filmen entwickeln, die auf alten Universal Serien basieren. U. a. ist ein zweistündiger Film geplant, der auf "Quantum Leap" ("Zurück in die Vergangenheit") basiert. Die Serie lief bei uns in den 80-er Jahren mit Scott Bakula (ENT: Jonathan Archer) in der Hauptrolle. Der Film könnte als Pilotfilm für eine neue Serie dienen.
Executive Producer wird, wie schon bei "Quantum Leap", Don P. Bellisario sein. (sf)

MIB 2: Erfolgreicher Start in den USA.
Sehr lang dauert es nicht mehr, bis Agent Jay und Agent Kay hier in Deutschland erneut auf Alien-Jagd gehen. In Amerika tun sie das schon mehr als erfolgreich. Dort hat die Science-Fiction-Komödie "Men in Black II" einen neuen Kassen-Rekord aufgestellt. Seit der Premiere am Vorabend des amerikanischen Unabhängigkeitstages (4. Juli) bis zum Sonntag brachte der Film nach Studioangaben rund 90 Millionen Dollar in die Kinokassen. "Men in Black II" spielte damit etwa sechs Millionen Dollar mehr ein als sein Vorgänger.
Der erste Teil war 1997 ebenfalls am Unabhängigkeitstag in die Kinos gekommen und hatte damals den Einnahmenrekord für Filme an diesem verlängerten Feiertagswochenende eingestellt. Man schätzt, dass die Produktion von "MIB 2" rund 100 Millionen Dollar gekostet hat. Regisseur Barry Sonnenfeld hat die Handlung noch ein wenig vereinfacht, dafür aber noch mehr digitale Spezialeffekte aufgeboten. (sd)

MIB: "Men in Black 3" nicht fest eingeplant.
Ein dritter Teil zu "Men in Black" ist derzeit noch nicht geplant. Ein Mitarbeiter des Films meinte im Interview mit "TV Guide", dass er auf eine Fortsetzung hoffe. Derzeit sei aber kein derartiges Projekt angesetzt, erstmal müsse "Men in Black 2" an den Kinokassen sein Potential zeigen. (sp)

MIB2: Live-Chat der "Men in Black" im Internet.
Am Samstag, den 13.07.02, beantworten die zwei Helden von 15:00 Uhr bis 15:30 Uhr alle Fragen im Chat. Dort erwartet die User auch ein großes Online-Special zum Kinostart. Neben Gewinnspiel und Porträts der beiden Hauptdarsteller zeigt eine Gallerie Bilder vom Film und von Will Smith. Zudem finden User ein Special zu "Rapper im Film", Hintergrundinfos zu Special Effects, eine Soundtrackbesprechung sowie einen Trailer. Im Gewinnspiel können Previewkarten gewonnen werden. (sp)

Link zum Thema:
http://www.prosieben.de/film/specials/men_in_black_2/

Herr der Ringe: Gerüchte zu "Die zwei Türme".
Beim Games Day Baltimore der Firma Games Workshop wurden einige Details zum zweiten Teil der Herr der Ringe Filmtrilogie verraten. Sie stammen aus dem Imladris Forum und sind als Spoiler, bzw. Gerüchte und somit nicht unbedingt hundertprozentig richtig zu betrachten.
- Die Schlacht bei Helms Klamm wird ohne Unterbrechung 45 Minuten dauern.
- Haldir wird mit einer Gruppe Elben bei Helms Klamm auftauchen. In einer sehr bewegenden Szene opfern sich die Elben, nachdem die äußere Mauer fällt, um den Reitern die Möglichkeit zu geben sich zurück zu ziehen.
- Die Belagerung und Zerstörung Isengarts wird höchstwahrscheinlich nicht im Film vorkommen. Wie im Buch wird man den Abmarsch der Ents und dann das Resultat der Schlacht zu sehen bekommen. Es könnte aber sein, dass es Szenen dieser Schlacht in einer DVD Sonderedition zu sehen gibt.
- Die Herkunft Gollums scheint im Film noch mal erläutert zu werden, da es kaum anzunehmen ist, dass sich die Kinogänger an den Prolog des ersten Filmes noch erinnern können.
- Auch Arwen wird bei Helms Klamm zu sehen sein.

Link zum Thema:
Imladris Forum

Alien: Sigourney Weaver über "Alien 5".
Sigourney Weaver konnte mit wenigen Worten die Hoffnungen auf einen weiteren "Alien"-Film unter den Fans anschüren, die auf einen fünften Teil warten. Sie erwähnte die Möglichkeit kürzlich in einem Interview und kam dabei sogar auf Ridley Scott zu sprechen, der den ersten Film der Alien-Reihe drehte.
"Mir begegnen Leute auf der Straße die mch ansprechen, wann denn der nächste ['Alien'-Film] herauskommen wird. Ich habe mit Ridley Scott schon mehrere Male gesprochen," sagte Weaver.
"Er würde gern einen fünften Teil drehen."..."Ich [habe]sehr gemischte Gefühle dabei. Ich weiß nicht so recht. Vielleicht wird sich das ändern. Wenn ich körperlich ihre Aufgabe erfüllen kann oder eine sehr gute Stuntfrau habe... Ich liebe es, was mit Ripley geschehen ist. Ich liebe es, ein Alien zu spielen." (mr)

JasonX: "Freddy vs. Jason".
In einem exklusiven Interview mit Cinescape erzählte der "Friday the 13th" Erschaffer/Autor/Regisseur Sean Cunningham das, worauf viele Horrorfans Jahre gewartet haben, und er richtete einige ausgewählte Worte an den "Jason X" Regisseur James Isaac. "Freddy vs. Jason" hat einen Regisseur, ein Skript... und einen Drehplan.

"Gerade eben haben sie Ronny Yu eingestellt und er ist ein starker Visualist und er hat eine besondere Vision," erzählte Cunningham. "Ich denke, er wird eine ganze Menge zum Team beitragen. Wir sind jetzt in der Vorproduktion. Auf die Frage, ob es weitere "Friday the 13th" Filme geben wird, sagte der Jason X Regisseur James Isaac bereits vor einiger Zeit, dass vertragliche Regelungen mit Paramount Pictures verbieten, diesen Namen zu benutzen.(sp)

Planet der Affen: Teil 2 wird noch etwas dauern.
Richard Zanuck, Produzent der 2001er Version von "Planet der Affen", hat jetzt enthüllt, dass 20th Century Fox sich mit einer Fortsetzung des Filmes noch Zeit lassen möchte. "Die Idee liegt darin, das Ganze in die Länge zu ziehen," sagte Zanuck. "Das Studio glaubt nicht, dass man eine Fortsetzung sofort drehen müsse. Sie haben eine Menge Geld mit dem Film verdient, aber die Theorie - zumindest das, was sie mir erzählen - ist, dass sie alle drei Jahre [einen Film drehen möchten]. Sie wollen das Franchise nicht ausreizen um dann fertig zu sein für die nächsten 20 Jahre. Ich weiß nicht, ob sie damit richtig liegen, aber das scheint die Idee dahinter zu sein."
Um was wird es dann in dieser Fortsetzung gehen? Wird Mark Walberg in einem Washington D.C. leben - mitten unter Affen? "Sie haben einen Vertrag mit Mark Walberg in Vorbereitung, aber ich weiß nicht, was ihr eigentlicher Plan ist," sagte Zanuck. (mr)

Kinostart-Termine für "Anatomie 2" und "Terminator 3".
"Anatomie 2" soll nun am 06. Februar 2003, "Drei Engel für Charlie 2" am 28. August 2003 und "Terminator 3" am 18. September 2003 in Deutschland auf die Kinoleinwand kommen. Der Start von Matrix Reloaded in den USA ist auf den 15. Mai terminiert, während für Deutschland bislang noch kein Termin fest steht.(sp/sd)

Blade III: Deutscher Regisseur?
Der deutsche Regisseur Oliver Hirschbiegel ("Das Experiment") ist derzeit in Gesprächen mit dem Autor und Produzenten David Goyer, ob er bei der zweiten Fortsetzung von "Blade" Regie führen wird, berichtet Variety. Hirschbiegel erzählte dem Handelsblatt, dass er begeistert wäre, würde er die dritte Adaption der Marvel Comics Serie "Blade the Vampire Hunter" verfilmen dürfen. "Blade II", in dem Wesley Snipes erneut die Rolle des halbmenschlischen Vampirkillers übernahm, machte laut Variety einen Umsatz von 125 Millionen Dollar weltweit. (mr)

Academy Awards: "Oscar" muss abspecken.
Beim Kampf um bessere Einschaltquoten für die "Oscar"-Verleihung will die Academy of Motion Picture Arts and Sciences eine weitere Veränderung in die Wege leiten. Zunächst hatte die Academy bekannt gegeben, dass sie die "Oscar" ab 2004 schon im Februar und nicht erst im März verleihen will. Jetzt soll es aber auch endlich gelingen, die Sendezeit zu verkürzen. Die letzte "Oscar"-Show dauerte wieder weit über vier Stunden und war die längste aller Zeiten. Ergebnis: Viele Zuschauer lagen am Schluss der Sendung schon im Bett.
Jetzt will man das Problem in den Griff kriegen, indem weniger Ehren-"Oscars" vergeben werden. Allein auf der letzten Gala Ende März wurden wieder drei Preise für das Lebenswerk verliehen. Schon ab der kommenden Verleihung am 23. März 2003 soll es jährlich nur noch einen, höchstens zwei dieser Preise geben. Dazu wird das Wahlquorum verschärft: Um zukünftig einen Ehren-"Oscar" zu verleihen, müssen zwei Drittel des Academy-Vorstands zustimmen. Für einen zweiten Ehren-"Oscar" gar drei Viertel. (sd)

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