corona magazine
ISSN 1422-8904

   Spotlights
  + Spider-Man: Schon Kult?
  + Genma Onimusha

   Star Trek
  + Man spricht deutsch
  + ST:X Makeup in Nemesis
  + ENT Montgomery spricht
  + Kelley: Erinnerungen
  + ST:X Bilder von Nemesis
  + ENT Special Events

   Subspace Link
  + Akte X: Das Ende
  + Jessica Alba in Hamburg
  + HdR: Die Ringcon
  + Das Perpetuum Mobile
  + HdR: Es geht weiter
  + Spider-Man Filmfehler
  + T3: Neuigkeiten
  + Independance Day 2?
  + Buffy: Kein Kinofilm?
  + Babylon 5: Neues auf DVD
  + Dark Angel: Petitionen

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14. Juni 2002 - Ausgabe 97 - "Silent Running"

Still und heimlich...

aber beständig nähert sich unser Projekt seinem großen Jubiläum. Denn in ziemlich genau drei Monaten wird es so weit sein: Das Corona Magazine erlebt seine 100. Ausgabe - und Sie selbst sollen an der weiteren Zukunft massgeblichen Anteil haben. So fragt sich unsere Redaktion zum Beispiel schon seit geraumer Zeit, welche kleineren Reformen wir durchführen könnten, um das Magazin für sie noch interessanter und abwechslungsreicher zu gestalten.
Da wir jedoch leider keine nennenswerten und gesicherten Daten der Lesegewohnheiten unserer Abonnenten besitzen, betreiben wir momentan sozusagen Grundlagenforschung und bewegen uns in einer schwierigen Grauzone. Deshalb auch unsere Bitte: Teilen Sie uns Ihre Ideen mit und helfen dabei, die inhaltliche Zukunft des Corona Magazines mitzuentscheiden.

In der letzten Ausgabe mussten wir uns nach langen Jahren leider von unserem Mitarbeiter Markus Wüthrich verabschieden, der aus beruflichen Gründen seinen Abschied nehmen musste. Nun möchten wir Ihnen mit Susanne Döpke jedoch auch gleich den Nachfolger, bzw. die Nachfolgerin präsentieren, die als neuer "Chef vom Dienst" für den Subspacelink verantwortlich zeichnet. Susanne Döpke war bisher einer unserer "rasenden Corona-Reporter" bei zahlreichen Veranstaltungen und Conventions - nachweisbar im Artikel "Dark Angel: Jessica Alba in Hamburg" der vorliegenden Ausgabe - und ist zudem seit seit langer Zeit ein festes Mitglied unseres Subspacelink-Teams. Mit dem aktuellen Corona Magazine 97 übernimmt sie nun die Leitung dieser Rubrik und der anhängenden Teilredaktion.

Apropos "Dark Angel": Alle Jahre wieder starten Fans bei drohender oder bereits vollzogener Einstellung einer Serie Rettungsversuche und Petitionen, um diese wieder zu einem wie auch immer gearteten Leben zu erwecken. "Dark Angel" ist hier natürlich keine Ausnahme und so haben sich momentan gleich zwei Seiten aufgemacht, die Anhänger dieser Serie zu mobilisieren. Falls Sie diese Initiativen unterstützen möchten, oder einfach nur weitere Informationen zu diesem Thema suchen, so ist dies unter http://www.jessica-alba-at-web.de.vu, und für die englischkundigen Leser auch bei einem internationalen Projekt unter http://www.petitiononline.com möglich.

Haben Sie eine gute Zeit!

Ihr Klaus Michels
Chefredakteur


Pfadfinder

1. Über Macht und Verantwortung
2. Genma Onimusha
3. Kolumne: Man spricht deutsch
4. Star Trek: trekBEAT
5. Im Gespräch mit Brannon Braga
6. Webwatcher: spoilerslayer.com
7. Im Gespräch mit Joss Whedon
8. Rating Report
9. Lesezeichen
10. Episodenlogbuch: Enterprise
11. Kolumne: Akte X - Das Ende ist der Anfang vom Ende
12. Perry Rhodan: Andromeda
13. Dark Angel: Jessica Alba in Hamburg
14. Episodenlogbuch: Farscape
15. Der Herr der Ringe: Die Ringcon
16. Wissenschaft: Wider den Irrglauben
17. Subspace Link


1. Über Macht und Verantwortung

Spider-Man schwingt sich durch Europas Kinos

"With great power comes great responsibility." Diesen Satz legte Spider-Man-Erfinder Stan Lee seinem Superhelden einst in den Mund und auf niemanden passt er heute besser als auf Sam Raimi, den Regisseur des Mega-Über-Hype-mehr-als-100-Millionen-Dollar-an-einem-Wochenende-Superhits Spider-Man.

Große Macht hat man ihm, der einst mit Tanz der Teufel 1 - 3 Kultstatus erreichte, gegeben, dabei war Raimis Wahl nicht nur beim Studio, sondern vor allem bei den Fans äußerst umstritten. Ein Grund dafür war seine fehlende Erfahrung mit sogenannten Big-Budget-Filmen, also Produktionen, die so riesig sind, dass der Regisseur sich fühlen muss wie eine Ameisenkönigin auf einem gigantischen Ameisenhaufen - abgesehen von dem lästigen Eier legen und diesem ekligen Schleim...

Aber zurück zum Thema: Den Fans war es natürlich herzlich egal, ob Sam Raimi mit Big Budget arbeiten konnte oder nicht, sie interessierten nur die Filme, die er in den letzten Jahren gedreht hatte und da fand man nicht nur Hits wie Tanz der Teufel, Armee der Finsternis und Darkman, sondern auch Missgeschicke wie Die Schnellen und die Toten (mit Sharon Stone als Revolverheldin und Dialogen, die man hören muss, um sie zu glauben), For the Love of the Game (Kevin Costner in einem Baseball-Film - überraschenderweise wollte das niemand sehen...) und nicht zuletzt The Gift, der mir persönlich recht gut gefiel, den die meisten Fans jedoch ablehnten.

Auch seine Produzentenkarriere im US-Fernsehen stand nach den Erfolgen Hercules und Xena unter keinem guten Stern. So war er unter anderem an den Quotenkillern Cleopatra 2525 und Jack of all Trades beteiligt und schreckte sogar vor Hercules and Xena - The Animated Movie: The Battle for Mount Olympos nicht zurück. Ob man soviel Mut jetzt bewundern oder bedauern soll, kann jeder für sich selbst entscheiden.

In jedem Fall sahen die Fans, dass ein Sam-Raimi-Film nicht zwangsläufig gut werden musste und das sorgte für Bedenken und Unkereien. Spider-Man, so war es immer wieder zu hören, sei vielleicht nicht der berühmteste Superheld, dieser Preis ginge wohl an Superman und, auch nicht der coolste, das wäre zweifelsohne Batman, aber doch der menschlichste Superheld und viele befürchteten, dass man diesen Charakterzug unter der Special-Effects-Maschinerie Hollywoods begraben würde. Grund genug hatten sie ja für ihre Skepsis, denn gerade in den letzten Jahren hielten die Sommer-Blockbuster selten, was sie versprachen; man denke da nur an Star Wars - Die dunkle Bedrohung, Planet der Affen oder Tomb Raider. Auch die vorangegangenen Comicverfilmungen glichen eher einem Trauerzug als einer Freudenparade. Katastrophen wie Batman III und IV, Spawn (der Film, nicht die hervorragende Zeichentrickserie) und Tank Girl gaben wenig Anlass zu Optimismus. War Sam Raimi wirklich der Mann, der den Fans das Vertrauen in Hollywood zurückgeben konnte?

Um die ganze Sache abzukürzen: Ja.
Sam Raimi gelingt es nicht nur, den Geist der Spider-Man-Comics einzufangen, er erzählt gleichzeitig auch noch eine richtig gute Geschichte und die hört sich in etwa wie folgt an: Peter Parker (Tobey Maguire) ist ein intelligenter, aber etwas glückloser Schüler, der für die Schülerzeitung arbeitet (in US-Filmen stets ein klares Zeichen für einen der unteren Ränge auf der Beliebtheitsskala) und seit seinem sechsten Lebensjahr in das Nachbarmädchen Mary JaneWatson (Kirsten Dunst) verliebt ist. Das traut er sich ihr natürlich nicht zu sagen. Sein bester und einziger Freund ist Harry Osborn (James Franco), Sohn des schwerreichen Konzerneigentümers Norman Osborn (Willem Dafoe). Harry ist weit weniger schüchtern und bandelt während eines Schulausflugs in ein genetisches Labor direkt mit Mary Jane an. Auch sonst bietet der Ausflug Raum für Überraschungen, denn Peter wird von einer radioaktiven Spinne gebissen und entwickelt bereits am nächsten Morgen erstaunliche Fähigkeiten. Er verfügt plötzlich über große Körperkräfte, benötigt keine Brille mehr und kann klebrige und enorm belastbare Spinnennetze aus seinen Handgelenken verschießen (eigentlich dachte ich ja immer, die Netze kämen bei Spinnen aus dem--- na ja, ist vielleicht nicht so wichtig). Außerdem hat er eine Art Frühwarnsystem für Gefahren entwickelt, kann die Wände hoch laufen und ist so dermaßen schnell, dass Keanu Reeves in The Matrix echte Probleme bekäme.

Peter weiß nicht so recht, was er mit seinen neuen Fähigkeiten anfangen soll und so beschließt er damit ein wenig Geld zu verdienen. Sein Auftritt als Ringer ist dann auch ein voller Erfolg, wenn da nicht der Veranstalter wäre, der ihn zuerst über den Tisch zieht und kurz darauf selbst ausgeraubt wird. Peter hält den Räuber nicht auf und ist entsetzt, als nur wenige Minuten später sein Onkel Bob (Cliff Robertson) von eben diesem Räuber erschossen wird. Erst jetzt begreift er, welche Verantwortung seine neuen Kräfte mit sich bringen. Peter wird zum Kämpfer gegen das Verbrechen, ahnt jedoch nicht, dass dieser Kampf ihn gegen seinen besten Freund führen wird.

Nun gut, er ahnt es vielleicht nicht, aber jeder Zuschauer, der in der Pisa-Studie nicht den letzten Platz belegt hat, begreift bereits beim zweiten Auftritt Willem Dafoes, wer hinter der Maske des grünen Kobolds steckt. Schlimm ist das jedoch nicht, denn dafür macht Spider-man einfach unheimlich Spaß.

Schon mit Beginn der ersten Szene macht Sam Raimi deutlich, dass es ihm nicht um Spider-man geht, sondern um Peter Parker. Es ist seine Geschichte, die erzählt werden soll, es geht um sein Leben und um die Veränderungen, mit denen er durch seine Spinnenkräfte konfrontiert wird. Und so ist es auch kein Wunder, dass Tobey Maguire den Film über weite Strecken trägt. Er portraitiert Peter Parker als unsicheren und schüchternen Schulabgänger, der nicht so recht weiß, was er mit seinem Leben anfangen soll und erst hinter der Maske des Spider-Man genügend Selbstbewusstsein findet, um mit Mary Jane zu flirten.

Auch die anderen Figuren sind hervorragend besetzt, von Kirsten Dunst über Hollywood-Urgestein Cliff Robertson bis hin zu Gastauftritten von Bruce Campbell und Sam Raimis Bruder Ted. Einzig Willem Dafoe ist ein wenig verschenkt, denn hinter der starren Maske des grünen Kobolds lässt sich seine Mimik nicht mehr erkennen, was wirklich schade ist.

Aber es sind nicht nur die Charaktere und die Handlung, die einen Sommer-Blockbuster ausmachen, sondern auch der Action-Gehalt und der ist in der zweiten Stunde deutlich höher als in der ersten. Während wir zu Beginn die Figuren und Peters Fähigkeiten kennen lernen, lässt Raimi es in Stunde zwei so richtig krachen. Da schwingt sich Spider-Man wie Tarzan durch die Häuserschluchten New Yorks, während der grüne Kobold auf seinem Fluggleiter die Stadt terrorisiert. Die Geschwindigkeit zieht stark an und es gibt ein oder zwei richtig gelungene Wendungen, bevor der Film noch einmal zur Ruhe kommt und dabei genau die richtige Mischung aus einem glücklichen und einem unglücklichen Ende findet.

Wollte man Spider-Man auf einen Punkt reduzieren, so wäre es diese Balance aus Charakterarbeit und Action, Tragik und Humor, die ihn neben Unbreakable zum besten Superheldenfilm der letzten Jahre macht.

In der alten Spider-Man-Serie hieß es im Vorspann: "Spider-Man, Spider-Man, doing the things that a spider can". Der neue Spider-Man kann das auch, aber noch viel, viel mehr.

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2. Genma Onimusha

Wieder gesehen, neu gesehen - wenn Hollywood die Ideen ausgehen, versuchen sich die Filmstudios mit wachsender Begeisterung an Remakes alter Kinoknüller. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Auch beim noch relativ jungen Medium der Computer- und Videospielen gibt es diesen Trend. Hier jedoch meistens, wenn eine neuere Spielkonsole auf den Markt kommt, die noch schickere Grafik und noch bombastischeren Sound verspricht. Aktuelles Beispiel ist "Resident Evil" - der Action-Thriller des japanischen Softwarehauses Capcom erschien vor über fünf Jahren für Sonys PlayStation. Momentan ist eine schwer aufgemotzte und erweiterte Fassung für Nintendos GameCube am Start. Doch die Zeiträume zwischen solchen Remakes werden kürzer: "Genma Onimusha", Capcoms erstes Xbox-Abenteuer (vertrieben von Electroni Arts), erschien vor eineinhalb Jahren unter dem Namen "Onimusha" für die PlayStation2. Preisfrage: Was verbessert man in solch kurzer Zeit? Jede Menge: den Sound (jetzt im beeindruckenden Dolby Digital 5.1), die Grafik (sieht noch einen Tick schöner aus) und minimale Anpassungen der Spieldynamik - dazu später mehr. Oh, und ein paar neue Schauplätze gibt es auch noch.

Buffy auf Japanisch

"Genma Onimusha" spielt, wie der Name schon sanft suggeriert, in Japan: 1560 zog der Kriegsherr Yoshimoto Imagawa mit einer gewaltigen Armee von Suruga nach Kyoto, um das Land zu einen und sich selbst zum Herrscher aufzuschwingen. Doch bei einer Rast auf der Okehazama-Ebene verließ ihn sein Glück: Der Kriegsherr Nobunaga Oda besiegte den Invasoren in der historischen Schlacht von Okehazama mit nur 2000 Kriegern und tötete ihn. Ab jetzt wird's fiktiv: Nobunaga selbst wird durch einen Pfeil tödlich verwundet und stirbt kurze Zeit später. Der junge Samanosuke Akechi ist Zeuge dieser Geschehnisse - wie auch Sie selbst, denn diese Szenen werden in einem grandiosen, computergenerierten Film mit einem umwerfenden Soundtrack dargestellt. Ein Jahr später wird Samanosuke von seiner Cousine Prinzessin Yuki um Hilfe gerufen: Im Schloss Inabayama in der Präfektur Mino geschehen seltsame Dinge. Menschen verschwinden, fremdartige Gestalten schleichen umher – und, sie ahnen es schon, man munkelt, dass Nobunaga selbst hinter diesen Ereignissen steckt. Ganz der Ehrenmann macht sich Samanosuke mit seiner Begleiterin, dem weiblichen Ninja Kaede, auf, das Geheimnis von Schloss Inabayama zu ergründen.

Auf sie mit Gebrüll!

Nun wäre das bloße Erforschen eines alten Gemäuers an sich herzlich langweilig. Deshalb bevölkerten die Spieldesigner die Räume mit fiesem Gesindel, in der Tradition japanischer Mythen und Märchen Dämonen genannt. Diese gehen auf den guten Samanosuke los, als schenkte er Freibier aus. Da kommt ihm sein Schwert gerade recht: Mit mächtigen Schlägen haut er kreuz und quer ins Getümmel und kämpft sich so den Weg frei. Besiegte Gegner hinterlassen übrigens je nach Größe und Stärke verschiedenfarbige Seelen, die Samanosuke mit seinem einzigartigen Panzerhandschuh aufsaugen und für seine Zwecke einsetzen kann. Mit Hilfe der roten Seelen wertet er den Handschuh und damit sein Schwert auf, gelbe Seelen erhöhen seine Lebenskraft, grüne Seelen im Fünferpack machen ihn für eine Weile unverletzbar, blaue Seelen schließlich füllen seine Zauberkraft wieder auf. So kann er seine drei Schwerter (Donner, Feuer und Wind) mit einer Magie-Attacke kombinieren und damit selbst den größten Zwischengegnern einheizen. Ein Novum im Vergleich zur PlayStation2-Fassung: Das Spiel ist erheblich herausfordernder geworden, denn auch die Dämonen freuen sich nun über Seelennachschub, den sie sich nach dem Tod eines Kumpanen einverleiben wollen. Mit einem raschen Drücken der A-Taste beginnt nun eine Rangelei darum, wer letztendlich die Seele absorbieren darf..

Bilderbuchgrafik

In Sachen Optik lehnt sich "Genma Onimusha" deutlich an den großen Bruder "Resident Evil" an: Sie sehen Ihren Helden durch ein vorberechnetes Bild schreiten, dessen Kameraperspektive zu den passendsten und unpassendsten Momenten umschaltet. Betritt Samanosuke oder Kaeda einen neuen Raum, wird kurz geladen, dann erneut mehrfach innerhalb des Raumes umgeschaltet. Das bringt natürlich Dramatik ins Spiel, kann aber auch zu Frust führen, wenn die Kamera gerade dann wechselt, wenn Sie sich mitten in einem der nicht immer leichten Kämpfe befinden. Dafür sieht die Grafik verschärft gut aus: Das Japan des Mittelalters kommt sehr stimmungsvoll rüber, die bizarren Dämonen gerade zum Ende des Spiels bleiben einem noch lange in Erinnerung.
Typisch für ein Action-Adventure: Das Sammeln von Schlüsseln und anderen Gegenständen, die nach und nach die Spielwelt immer weiter öffnen. Dazu gibt's kleine Knobel-Einlagen - etwa gilt es, die unterwegs aufgelesenen Bücher über die Taten des Oger-Klans sorgfältig zu studieren und dann manche Wörter zu übersetzen, um an Bonusgegenstände zu kommen. Wieder andere Kisten öffnen sich, wenn Samanosuke oder Kaede ein Verschieberätsel mit einer festgelegten Anzahl von Zügen öffnen. Das klappt in aller Ruhe und beliebig oft, auch wenn später im Spiel der Raum nebenan in hellen Flammen steht. Etwas kritischer sind Rätsel gegen die Zeit: So ist Samanosuke einmal in einem Raum eingeschlossen, in den sich von allen Seiten Wasser ergießt, so wie einst in den guten, alten Dr.-Mabuse-Filmen. Kaede braucht in diesem Fall jede graue Zelle, um rechtzeitig ein weiteres Verschieberätsel zu lösen - ansonsten nimmt das Abenteuer ein vorschnelles Ende. Dennoch sei gesagt: Das Augenmerk des Spiels liegt nach wie vor auf dem Kampf gegen Untote und Dämonen. Sterben Sie übrigens in einer Szene zu oft, informiert Sie das Spiel lakonisch darüber, dass nun der einfache Schwierigkeitsgrad verfügbar ist.

Fazit

"Genma Onimusha" ist kein einfaches, aber dafür extrem unterhaltsames und fesselndes Spiel. Die Präsentation des Spiels ist durchweg grandios, der Orchestersoundtrack unglaublich atmosphärisch. Allein die Sprachausgabe leidet darunter, in den technisch beeindruckenden Zwischensequenzen zwar gute (englische und mit Untertiteln versehene) Sprecher einzusetzen, die jedoch oft deutlich weniger Worte heraus bringen, als sich die Münder der Akteure öffnen. Im Spiel sind diese Diskrepanzen jedoch vergessen und der Fantasy-Horror-Mix geht voll auf - teilweise schreckt man wirklich zusammen, wenn ein besonders haariger Gegner sich einem in den Weg stellt. Nett wäre allerdings die Möglichkeit gewesen, an jeder beliebigen Stelle zu speichern. Das geht nur an bestimmten, fest installierten Speicherpunkten.
Durch den saftigen Schwierigkeitsgrad verdecken die Entwickler etwas, dass extrem fingerfertige Spieler in rund zehn Stunden unter den Dämonen aufgeräumt haben. Allerdings wurden sie in dieser Zeit blendend unterhalten. Gerade die Tatsache, dass es für Xbox zur Zeit nur wenige gute Action-Adventures gibt, macht "Genma Onimusha" zu einer klaren Empfehlung für alle Fans fantastischer Geschichten und der alten Samurai-Zeiten. Und kann es etwas Besseres zur Vorbereitung auf das in Bälde erscheinende Buffy-Action-Adventure geben?

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3. Kolumne: Man spricht deutsch

Man stelle sich den Schock vor, den ein eifriger Star Trek-Fan Mitte 1996 vor seinem heimischen Fernsehgerät erlitten haben muss. Da kauft man sich in den Monaten zuvor für einen horrenden Preis den Pilotfilm der brandneuen Star Trek-Serie "Voyager" und genießt ihn gleich in zehnfacher Dosis. Das hat glücklicherweise keine permanenten negativen Nachwirkungen, denn der Pilotfilm dieser Serie ist wirklich gut gelungen und warum soll man gute gelungene Pilotfilme nicht häufiger sehen? Schon bald kann der eifrige Star Trek-Fan bestimmte Passagen auswendig, weiß in etwa zu welchem Zeitindex welche Szene geschieht, kennt jeden Zusammenhang und kommt auch immer besser mit den Stimmen und der englischen Sprache zurecht, die in Star Trek ja bis zu dieser Serie immer sehr deutlich ausgesprochen wird. Besonders die Stimme Kate Mulgrews hat es ihm angetan. Nasal, ein wenig krächzend und ziemlich "alt" klingt die gute Dame, aber was soll´s? Sie spielt einen Captain. Einen Captain mit Autorität und Befehlsgewalt über ein ganzes Sternenschiff: Der eifrige Star Trek-Fan gewöhnt sich schnell an diese Stimme und weiß sie mit dem Charakter zu verbinden. Insgesamt gefällt ihm Voyager ungemein, aber als armer Student kann er sich 1995 gerade einmal ein 14.4er Modem leisten.. keine teuren Videokassetten aus den Staaten!
Darum wartet er bis Mitte 1996 und damit auf die FreeTV-Premiere der neuen Star Trek-Serie auf SAT1 und nun kommen wir zu dem eingangs erwähnten Schock zurück: Die vertrauten Charaktere sprechen auf einmal und wie zu erwarten war deutsch. Aber irgendwie scheinen Personen und Stimmen nicht zueinander zu passen. Gertie Honeck ist eine liebe Person, die eine exzellente Schauspielerin ist und eine wirklich gute Stimme besitzt, aber da hätte man ja besser die Oma der "Golden Girls" verpflichtet! fährt es dem eifrigen Star Trek-Fan durch den Kopf.

Ich kann Euch versichern, dass der eifrige Star Trek-Fan diesen Schock überlebt hat. Ich kenne ihn ganz gut und weiß daher, dass es für ihn schlimmeres gibt als eine unpassende Synchronstimme. Zum Beispiel eine schlechte Synchronstimme. Oder eine schlechte Synchro. Beides hatten wir in Star Trek schon zu beklagen und als ich letztens die ersten beiden VHS-Kassetten "Enterprise" in den Fingern hielt - die mit den synchronisierten Folgen -, musste ich unwillkürlich an den kleinen Schock denken, der mich einst vor gut sechs Jahren ereilt hatte. Aber ich fasste Mut, denn erstens ist für die Dialoge jetzt ein ehemaliger Fan-Autor - und Corona-Redakteur - zuständig, der die Seiten gewechselt hat und dem ich bei seiner neuen Tätigkeit vollstes Vertrauen als Fan entgegenbringe, und zweitens lässt Paramount die neue Serie ja bekanntlich in Eigenregie synchronisieren, d.h. nix mehr Arena Synchron, jetzt ist München angesagt!

Also schob ich die erste Folge in meinen Videorecorder und los ging es. Die Dialoge sind - sofern ich das als Einmal-Gucker überhaupt beurteilen darf, in Ordnung. Die Stimmen sind.. nun ja. Beginnen wir mit Captain Archer: Man kann sich dran gewöhnen, Samuel Beckett auf der Enterprise zu sehen UND zu hören. Zudem ist Jonathan Archer bislang einer der am wenigsten charakterisierten Figuren an Bord der NX-01 und das hilft beim Umgewöhnen von Bakula auf Gudo Hoegel. Ohne Originalfolgen-Erfahrung dürfte es überhaupt keine Probleme geben, sich kurzfristig mit der deutschen Stimme anzufreunden.

Nicht so viel anders sieht es beim Chef-Ingenieur der neuen alten Enterprise aus. Mr. Tucker hat in der deutschen Synchro zwar von Crock Krumbiegel eine Stimme verpasst bekommen, die ihn entgültig als verkappten Baywatch-Schauspieler stigmatisiert, aber das ist schon in Ordnung. Trip Tucker hätte auch gut in die Stand-Clique gepasst, von daher ist die deutsche Stimme schon in Ordnung. Ein bisserl mehr Annäherung an die Art des Originaldialogs dürfte es schon sein, aber das ist mir eigentlich nur bei der Folge "Unexpected/In guter Hoffnung" negativ aufgefallen, wo mein Lieblingsdialog auf der Krankenstation - im Original für mich ein Brüller! - bei weitem nicht so gut rüberkam.

Dann gibt es da noch den Wissenschaftsoffizier, eine weibliche Vulkanierin namens T´Pol. Was hat diese vollbusige junge Dame, die stets kontrolliert und emotionslos ihre Kommentare zum Besten der gesamten Besatzung abgibt, mit einer nicht ganz so vollbusigen aber dafür wesentlich emotionaleren Barabarin aus einer gefälschten griechischen Mythologie gemeinsam? Naja, die deutsche Stimme halt. Und das ist einfach auch das große Manko bei Susanne von Medvey, die bei Xena (und auch in vielen Kinofilmen) eine wirklich eindrucksvolle Leistung abgegeben hat: Die Vulkanierin nimmt man ihr nicht so schnell ab, zumal Jolene Blalock eine dunklere Stimme - das Adjektiv drängt sich mir bei dem Anblick von T´Pol einfach auf - ihr eigen nennt.

Bei meinem besonderen Liebling Lt. Malcolm Reed sieht das ganze schon wieder anders aus. Bei dieser Figur geht durch die Synchro etwas verloren, was die Figur im Original ein Stück weit liebenswerter gemacht hat: Der britsche Akzent. Zwar ist Frank Röth ein erfahrener und guter Synchronsprecher, aber wie schon bei Patrick Stewart und Rolf Schult/Ernst Meincke ist es schade, um den Verlust zu wissen und nichts dagegen tun zu können. Tatsächlich liefert Frank Röth aber eine solide Leistung ab, die keine Schwächen offenbart.

Florian Halm ist als Stimme von Travis Mayweather für mich eine glanzvolle Besetzung, deren Begründung jeglicher Logik entbehrt. Aber in meiner Jugend war für mich "Wargames" mit Matthew Broderick der Kultfilm schlechthin und die erwachsener gewordene Stimme in "Enterprise" wiederzuhören, ist ein stiller Schmunzler. Ansonsten gibt es nichts negatives zu berichten.. was bei Mayweather aber auch schwer fällt, denn dieser Charakter ist bislang das Mauerblümchen in der neuen Crew.

Die Kommunikationsoffizierin an Bord der Enterprise, Hoshi Sato, wird in der deutschen Synchro von Melanie Jung gesprochen und ist die perfekte Besetzung für diesen Charakter und die beste in der ganzen Serie. Das liegt nicht unbedingt daran, dass Frau Jung die bessere Synchronstimme ist. Viel mehr hat sie die dankbareren Szenen in der Serie erhalten, die natürlich vor allem der Figur Hoshi Sato zu gute kommen. Dieser Charakter wird in der ersten Staffel eingehend beleuchtet und bekommt aufgrund ihrer Konzeption oft sehr emotionale Szenen ins Skript geschrieben. Arbeit für einen Synchronsprecher, aber in diesem Fall sehr gut umgesetzt, - wenn ich mir als Laie dieses Urteil erlauben kann.

Bleibt Tonio von der Meden als deutsche Stimme des Bordarztes. Dr. Phlox weiß man noch nicht so recht einzuordnen und genauso geht es zumindest mir bei der deutschen Synchronstimme. Auch wenn es nicht okay ist, erwähne ich hier Stefan Staudinger, der den Holodoc in "Star Trek: Voyager" gesprochen hat und der von Dominanz zu Wehleidigkeit jedwede Emotion in sieben Jahren in seine Stimme packen durfte. Von der Meden geht seinen Job ruhiger an und gibt Phlox den souveränen und bescheideneren Tonfall, den Schauspieler John Billingsley tatsächlich für seine Figur festgelegt hat. Es bleibt abzuwarten, wie er die rar gesäten Situationen meistert, in denen Billingsley über diesen Punkt hinausgeht.

Der Schock blieb also zum großen Teil aus. Der eifrige Fan ist beruhigt und zieht sich gelöst auf den Fernsehsessel zurück. Die Stimme der Vulkanierin wird bei mir zwar noch einige Folgen benötigen, um im Hinterkopf nicht das Bild von der spitz schreienden Kriegerin zu wecken, aber ebenso wie bei Gertie Honeck und Captain Janeway, wo sich das Bild irgendwann aufgrund solider Leistungen gerade gerückt hat, werde ich mich auch an T´Pol mit Xena-Stimme gewöhnen können. Glaube ich zumindest..

Wer sich selbst ein (Hör-)Bild der neuen Crew und ihrer Stimmen machen möchte, kann das zum Beispiel unter den folgenden Links.

Link zum Thema:
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B0000648CM/sfradio-21
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B0000648CN/sfradio-21

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4. Star Trek: trekBEAT

Perlman plaudert über das Makeup in Nemesis.
Ron Perlman, der im neuen Star Trek Film den bösen Vizekönig der Reman spielt, sprach gegenüber dem Star Trek Monthly Magazin über seine Maske. Er musste eine Latexmaske und ein Kopfteil tragen. "Das lässt keinen Sauerstoff durch, ich konnte nur durch Mund und Nase atmen, an die Haut kam keine Luft. Und ich musste die Maske den ganzen Drehtag ununterbrochen tragen, weil es ein paar Stunden dauerte, sie fachgerecht anzupassen. Und die tage waren zwölf bis 17 Stunden lang - eine echte Qual!", sagte Perlman.
Auch das Kostüm habe ihm wenig Bewegungsfreiheit gelassen. "Das ist eine prima Übung, um sich selbst zu beruhigen. Jeden Tag wurde ich etwas langsamer in meinen Bewegungen. Ich kam jede Nacht wie zerschlagen nach Hause."
Dennoch habe ihm die Maske enorm geholfen, seinen Charakter darzustellen. "Es gibt keinen besseren Weg, sich selbst zu verwandeln, als in den Spiegel zu sehen und sein völlig neues Äußeres anzusehen. Es war der erste Schlüssel dazu, wie er gehen sollte, sich bewegen, sprechen, wie sein Einstellung ist.", erläuterte Perlman. "Wenn man sich vorher überlegt, wie man die Rolle anlegen will, muss man trotzdem abwarten, was für einen Typ von Außerirdischen sie aus einem machen." ST:Nemesis kommt im Dezember in die US-Kinos. (sh)

Montgomery fühlt sich nicht vernachlässigt.
Travis Mayweather mag nicht so oft im Vordergrund während des Frischlingjahres von "Enterprise" gestanden zu haben, aber Anthony Montgomery stört sich nach eigenen Aussagen nicht daran.

"Ich denke nicht, dass er [sein Charakter] vernachlässigt wird, weil die Serie ja nicht 'Travis Mayweather' sondern 'Enterprise' heißt," erzählte Montgomery gegenüber Star Trek: The Magazine. "Und ich mache mir keine Sorgen um Travis. Wäre ich ein Gaststar, würde ich denken, 'Ok, warum schreiben sie nicht für mich? Habe ich etwas falsch gemacht?' aber nun weiß ich, dass ich zur Stammbesatzung gehöre, und ich bin Teil eines Ensembles. Es gibt sieben Leute, für die sie schreiben müssen. Ich habe nichts dagegen, und ich fühle immer, dass Travis Teil von allem ist, was vor sich geht. Selbst wenn er nicht in einer Episode ist, man kann seine Comm Stimme hören."

Wie sein Kollege John Billingsley (ENT Phlox) hat auch Montgomery die Hintergrundgeschichte seines Charakters in seinem Kopf ausgearbeitet. "Rick [Berman] und Brannon [Braga] mögen wissen, wo Travis' Eltern sind, und wie lange es her ist, dass er sie sah. Aber ich überlege das alles für mich selbst. Ich überlegte mir, wo seine letzte Freundin war und wie sie sich getrennt haben. Es sind einfach die normalen Sachen, die wir im Leben machen - der einzige Unterschied ist der, dass er auf einem Frachtschiff groß wurde. Ich bin mir sicher, er stritt sich mit seinem älteren Bruder und sie bekamen Hausarrest von ihrem Vater, weil sie sich ein Shuttlepod nahmen und irgendwo hinflogen, wo sie nicht hin sollten."

Es gibt einen bestimmten Ort auf dem Schiff, den der Schauspieler in der zweiten Staffel gerne wieder besuchen möchte. "Ich möchte zum 'Sweet Spot' gehen," sagte er. "Ich liebte es. Wir haben Travis seit ['Broken Bow'] nicht mehr dort gesehen, aber mir scheint es, falls er irgendwo hingeht um nachzudenken, wo würde das sein? Er würde zum Sweet Spot gehen. Falls jemand ihn suchte, er würde dort sein. Das ist sein Ort zum nachdenken." (sp)

DeForest Kelley: Erinnerungen.
Am Dienstag, den 11. Juni, jährte sich zum dritten Mal der Todestag von DeForest Kelley (Leonard "Pille" McCoy). Die, die ihn am besten kannten, erinnerten sich an ihre Zeit mit dem beliebten Schauspieler.

"'Dee' war die Verkörperung eines Südstaatengentleman, mit seinen Manieren, seinem Sinn für Fairness und Ehre", schrieb William Shatner (James T. Kirk) auf seiner offiziellen Website. "Ich genoss seine Gegenwart ernorm und es war ein Riesenspaß, mit ihm zu arbeiten. Er war bereits jahrelang im Business, bevor ich mit ihm zusammenarbeitete und er wusste, wie man den 'Tennisball der Leistung' spielen musste."

Shatner erinnert sich an seine letzte Begegnung mit Kelley, als er ihn im Krankenhaus kurz vor seinem Tod besuchte. "Anstatt in Furcht und Resignation zu ertrinken, war alles, was er wollte, einen Western mit Leonard [Nimoy] und mir zu drehen! [...] Ich habe niemals vergessen, wie sein Optimismus immer seinen wahren Charakter zeigte, selbst in den schwierigsten und schlimmsten Momenten."

Kristine M. Smith, Autorin des Buches DeForest Kelley: A Harvest Of Memories und enge Freundin des Schauspielers, sagte, dass er sich den Ruhm nie zu Kopf stiegen ließ. "Er war ein sehr witziger Kerl und ein guter, aber immer humaner Spaßvogel", erzählte sie gegenüber SciFi Pulse. "Das Wörtchen 'human' ist wichtig, wenn man an seine Streiche denkt. Sein Humor war nie herablassend oder gemein. Er war einer der anständigsten Menschen, die ich kannte; mitfühlend und weise. De benahm sich nicht wie der typische Filmstar. Er mag vielleicht irgendwann mal kapiert haben, dass er einer war, aber das änderte nichts an seinem Lebensstil oder seinen Ansichten. Er war einfach das Salz der Erde. [...] Er sagte immer, wie viel Glück er hatte und dass all das nie geschehen wäre, ohne seine Fans, Star Trek Fans."

Während seiner langen Karriere spielte Kelley in zahllosen Filmen mit, oftmals als der Schurke in klassischen Western. Seine Filmografie umfasst unter anderem: "Gunfight at the OK Corral", "Apache Uprising", "Tension at Cable Rock" sowie Gastauftritte in "The Lone Ranger", "Stagecoach West" und "The Fugitive". Allerdings ist er am besten bekannt für seine Rolle als der spleenige Dr. Leonard "Pille" McCoy in Star Trek.

Shatner's kompletter Artikel kann in englischer Sprache auf seiner Webseite unter http://www.williamshatner.com/billspace/index.asp nachgelesen werden; Smith's Kommentare sind bei SciFi Pulse unter http://scifipulse.scifiwebs.com/ im Internet zu finden. (fs)

Bilder aus Nemesis.
Auf den Seiten von TREKnews (a href="http://www.treknews.de">http://www.treknews.de/) gibt es neue Bilder vom zehnten Star Trek Kinofilm, der Ende des Jahres in die Kinos kommen soll. Als Quelle wird die Presse-CD der Spielemesse "E3" angegeben. (fs)

Bakula & Mulgrew mit Auftritten bei Special Events.
Scott Bakula (ST:ENT Jonathan Archer) und Kate Mulgrew (ST:VOY Kathryn Janeway) werden beiden in den kommenden Monaten bei Wohltätigkeitsveranstaltungen anwesend sein.

Bakula wird einen Bühnenauftritt in dem Stück 'I Do! I Do!' haben, und zwar noch in diesem Monat. Stattfinden wird das Ganze hierbei in St. Louis, Missouri, wie die Webseite Project Quantum Leap berichtet. Der mit einem "Tony" ausgezeichnete Darsteller und seine Partnerin Chelsea Field werden das Stück am 23. und am 24.Juni aufführen, und damit das Projekt 'Our Little Haven'.

Das Stück wurde von Harvey Schmidt und Tom Jones, die zusammen auch für das Stück 'The Fantasticks' verantwortlich sind, und darin geht es um das Leben eines Paares, welches über einen Zeitraum von fünfzig Jahren gezeigt wird. Eines der bekanntesten Musikstücke aus diesem Musical dürfte hierbei wohl 'My Cup Runneth Over' sein.

'Our Little Haven' ist eine in St. Louis angesiedelte Organisation, die sich um vernachlässigte und misshandelte Kinder unter einem Alter von fünf Jahren kümmert, sowie auch um die Kinder, die mit AIDS infiziert sind. Informationen zu dieser Organisation wie auch zu dieser Aufführung sind bei Project Quantum Leap zu finden.

Später in diesem Jahr wird Kate Mulgrew die Bühne in einem speziellen 'Cleveland Entertainment Extravaganza' betreten, und zwar zu Ehren ihres Mannes, Tim Hagan, der sich für den Posten des Gouverneurs von Ohio beworben hat. Dieses ganztägige Ereignis, welches mit Hilfe von Vulkon Entertainment abgehalten wird, wird am 24. August stattfinden.

Anwesend dabei sein werden auch die aus Star Trek: Voyager bekannten Schauspieler Jeri Ryan (Seven of Nine), Robert Beltran (Chakotay), Robert Picardo (Der Doktor), Tim Russ (Tuvok), Garrett Wang (Harry Kim), Robert Duncan McNeill (Tom Paris), Roxann Dawson (B'Elanna Torres) und Ethan Phillips, sowie eine Legende des Star Trek-Franchise, niemand anders als William Shatner (ST:TOS James T. Kirk).

Eines der Hauptereignisse dieser Aktion wird eine Versteigerung von Erinnerungsstücken sein, bei der Kate Mulgrew auch ihr Captain Janeway-Kostüm hergeben wird. Folgen darauf wird ein privater Empfang sowie ein Galabankett.

Details zu diesem Ereignis sind auf dieser Webseite bei 'Totally Kate' zu finden, und alle Einnahmen aus dieser Veranstaltung werden der Gouverneurskampagne von Tim Hagan zugute kommen. (mis)

Scott Bakula im Interview.
Als Captain Jonathan Archer ist Scott Bakula sozusagen das Herz und die Seele von Enterprise. Obwohl diese Rolle einige Verpflichtungen mit sich bringt, ist Bakula sich den Anforderungen, die seine Familie an ihn stellt, bewusst.

"Das größte Problem dabei ist, sowohl Zeit für die Serie als auch für ein gewisses Familienleben zu haben", erzählte Bakula Rich Handley von Star Trek Communicator (über Scott Bakula Online). "Mit dieser Show gehen so viele Dinge einher, dass es eine Herausforderung ist, festzustellen, was und wie viel man tun kann. Mein Priorität ist die Serie, denn wenn man sie zu sehr vernachlässigt, schadet es ihr nur."

Nach der Fertigstellung des Films "What Girls Learn" letztes Jahr legte Bakula eine Pause ein, bevor er die Enterprise betrat. "Am Ende dieser Staffel habe ich also genau ein Jahr gearbeitet. Wenn es beginnt, deine Wochenende in Anspruch zu nehmen, wenn man aufgrund von Flügen seine Familie kaum sieht, wird einem bewusst, wie schützenswert die Familie doch ist".

Dennoch sind auch Bakulas Kinder erpicht darauf, herauszufinden, wie das Leben im 22. Jahrhundert ist. "Meine Tochter ist 17, ich habe außerdem noch drei Söhne, 11, 6 und zweieinhalb Jahre alt. Sie lieben es, auf das Set zu kommen. Mein Sechsjähriger hatte zwar Probleme mit dem 'Blaugesichtern' [Anm. d. Red.: Andorianern], kam aber gut mit den Suliban und Ferengi zurecht." (Marcus Herrmann, mp)

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5. Im Gespräch mit Brannon Braga

Die neueste Ausgabe des offiziellen Star-Trek-Magazins, welche in den USA gerade erschienen ist, enthält ein exklusives Interview mit Brannon Braga, dem Ausführenden Produzenten von Enterprise. Rückblickend auf das erste Jahr der Serie, ist er zufrieden mit Scott Bakula, den [weiteren] Schauspielern und den (neuen und alten) Aliens, die es zu sehen gab. Er diskutiert auch einige seiner Lieblingsfolgen und ein paar Enttäuschungen, und freut sich darauf, alle Charaktere weiter auszuarbeiten und Archer's Crew ein noch aufregenderes zweites Jahr zu verschaffen. Hier nun einige Auszüge:

"Ich fühle mich ziemlich gut", sagt Braga. "Größtenteils war das Feedback großartig, aber ich kann nicht sagen wie die Serie ist; sie können es! Ich denke, sie ist gut. Es gibt Episoden, von denen ich mir wünsche, sie wären besser gewesen, aber es gibt einige Episoden, auf die wir sehr stolz sind."

"Ich denke wir haben uns bemüht, den richtigen Autorenstab zu finden, und es gibt bei einer solchen TV-Serie immer gewisse Zwänge. Star Trek an sich ist schon eine schwierig zu schreibende Serie, und diese Serie ist noch ein bisschen anders. Es war schwierig für mich, die richtige Stimme zu finden, also war es auch hart, Autoren zu finden, die das sehr schnell kapieren und es richtig machen. Grundsätzlich haben ich oder Rick Berman und ich jede Episode umgeschrieben, was sehr viel Arbeit war."

"Wir kennen die Originalserie sehr gut, und wir kennen die folgenden Serien offensichtlich sehr gut, und wir haben uns einfach hingesetzt und gesagt, 'Wir haben lange Zeit an dieser Serie gearbeitet - weswegen langweilen wir uns? Wenn wir uns langweilen, dann gibt es keinen Zweifel, dass die Zuschauer sich auch langweilen' Und wir brachen auf, um die amüsanteste Serie zu kreieren, die wir konnten. Wir wollten mehr Charme, und mehr Humor - diese Serie ist hoffentlich einfach natürlicher spaßig. Bei Voyager hatten wir manchmal eine "spaßige" Episode, wir wollten bei dieser mehr angeborenen Humor, damit der Humor nicht so erzwungen wirkte. Und wir wollten mehr Kameradschaftsgeist und die Ehrfurcht vor der Erforschung [des Weltraums]; ein Gefühl von wahrem Abenteuer. Das waren Dinge, die uns in der Originalserie angeboten wurden, die vielleicht etwas vernachlässigt wurden in den späteren Serien."

"Der Pilotfilm, 'Fight or Flight', 'Unexpected', 'The Andorian Incident', 'Dear Doctor' und 'Shuttlepod One' waren herausragende Episoden, 'Detained' war eine großartige Suliban-Episode, und ich mochte 'Fusion'. 'Terra Nova' hatte einige großartige Sachen, war aber keine großartige Episode. Und ich persönlich meine, dass die Klingonen-Episode, 'Sleeping Dogs' hätte besser sein können - ich denke, es war viel Lärm um nichts, und wir haben nicht wirklich etwas zum Mythos hinzugefügt. Und 'Oasis', wo wir einigen seltsamen Hologrammen begegnet sind, war nicht sehr inspiriert."

"Wir passen auf, was die Leute sagen", fährt er fort. "Ich denke, die Titelmelodie ist 'cheesy', aber ich mag solche Dinge. Wir wollten eine sentimentale Titelmelodie mit dem richtigen Text, der den menschlichen Forschergeist anspricht. Ich denke, der Song trifft den Nagel auf den Kopf."

"Aber jeder kleine Kommentar prägt sich ein. Wenn die Fans sich die Serie nicht ansehen würden, gäbe es sie nicht. Man kann nicht einfach ignorieren, was sie sagen, aber man kann auch nicht alle gleichzeitig zufrieden stellen, es sei denn, man macht etwas sehr Langweiliges. Die Geschichten, die wir erzählen, und das Konzept der Serie sind sehr subjektiv. Es gibt keinen richtigen oder falschen Weg, eine Geschichte zu erzählen oder Star Trek zu schildern. Rick und ich haben das Gefühl, dass wir unseren Job machen, solange wir uns an Gene Roddenberrys ursprüngliche Vision der Serie halten und gute, moralische Geschichten erzählen, die Spaß machen."

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6. Webwatcher: spoilerslayer.com

Wir alle kennen sie, und wir alle fürchten sie... manchmal. Die Rede ist von Spoilern. Diese kleinen Informationsfetzen, die mit Gerüchten anfangen und dann irgendwann von einem Insider bestätigt werden. Natürlich kann man nicht immer sicher sein, oder doch?

Die Seite "Spoiler Slayer" hat es sich zum Ziel gesetzt, alle zur Zeit kursierenden Gerüchte der Serie "Buffy" zu sammeln und für den Fan in verschiedene Kategorien aufzuteilen. Spätestens wenn hinter einem Gerücht das Wörtchen "Confirmed", also "Bestätigt", auftaucht, dann ist alles klar... so und nicht anders wird es in der Folge vorkommen. Doch meistens sieht man hinter den Spoilern ein "Possible" oder "Likely" – das sind dann eher noch Spekulationen, als wirkliche Spoiler.

"Spoiler Slayer"- Macher Frank ist jedoch immer sehr vorsichtig bei der Einstufung der Spoiler, und so kann man davon ausgehen, dass ein Spoiler mit der Bezeichnung "Likely" meistens wirklich zutrifft.

Diese Seite ist also eine einzigartige Quelle von Neuigkeiten, die allein die Serie und ihre Charaktere betrifft. Wer immer auf dem Laufenden sein will, und wissen will, was die Schreiber für die kommende Staffel von Buffy parat halten, wird hier wirklich gut bedient.

Die Seite wurde während der zweiten Hälfte der 5. Staffel ins Leben gerufen. Frank war über ein paar Spoiler gestolpert, die sich im nachhinein als total falsch heraus stellten. Er fing an, auftauchende neue Spoiler auf ihren Wahrheitsgehalt zu beurteilen. So entstand ein erstes loses System, die Spoiler in die einzelnen Kategorien aufzuteilen.
Heute ist seine Seite immer noch recht schlicht, aber auf einer Datenbank basierend, mit der er die Spoiler sehr viel einfacher einteilen und bewerten kann.

Neben der Wahrscheinlichkeit der Spoiler und deren Quellen, hat er auch eine Seite mit "Spoiler Speculation" eingeführt. Hier werden die einzelnen Updates und Spoiler noch ein wenig kommentiert. So findet man hier detaillierte Infos über die Quellen der einzelnen Gerüchte. Die häufigsten Quellen sind hierbei natürlich Interviews und Einträge bei Buffy Foren.

Dabei sind die wichtigsten Links zu Quellen auf der linken Seite aufgeführt. So findet man leicht seinen Weg zu "Ain't It Cool" oder ins "Bronze Beta", wo meistens die Schreiber und Macher von "Buffy" und "Angel" ihre Kommentare loswerden.

Das Web scheint von "Buffy" Insidern zu wimmeln und schon jetzt trudeln die ersten Spoiler für die siebte und leider letzte Staffel von "Buffy" ein. Die Dreharbeiten beginnen aber erst wieder in ein paar Wochen. So sind zur Zeit auch einige Betreiber von Spoiler-Seiten im Urlaub und gönnen sich eine Auszeit, bevor die Jagd nach Spoilern wieder beginnt und man sehnsüchtig auf den nächsten Fetzen an Information wartet.

"Spoiler Slayer" ist ein schlichtes Juwel in der Unendlichkeit des Gerüchtesumpfes. Wer "Buffy" Fan ist und gespoilert werden will, der sollte sich diese Seite merken. Wer Spoiler hasst, der sollte aber einen großen Bogen um diese Seite machen...

Link zum Thema:
http://www.spoilerslayer.com/

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7. Im Gespräch mit Joss Whedon

Es folgt ein kleiner Statusbericht des "Buffy-" und "Firefly-"Schöpfers Joss Whedon zu derzeitigen und künftigen Projekten:

Über das Soundtrack Album der erfolgreichen Buffy Musicalfolge sagte er: "Wir versuchen eine Soundtrack CD herauszubringen mit den Songs aus dieser Episode und ich denke, dass wir das eventuell auch werden, aber es gibt viel rechtliche Streitigkeiten, weil so viele Schauspieler und Firmen involviert sind."

Er kündigte auch an, dass die Premiere der BBC Spin-Off Serie über Buffy's Wächter Giles verzögert wird.

"Es musste erstmal gestoppt werden, da Firefly so schnell Form annahm," sagte Whedon bezüglich seiner neuen Science-Fiction Serie, die diesen Herbst auf dem FOX Network starten wird. "Ich musste mich auf [Firefly] konzentrieren, aber das Interesse ist da und das Projekt [die Giles Serie] ist immer noch am Leben."

Er wies auch Gerüchte in die Schranken, nach denen die animierte Buffy Serie harte Zeiten durchmachte und eventuell nicht verwirklicht werde.

"Die animierte Serie läuft sehr gut, aber wie alles andere braucht es länger als mir lieb ist," erzählte er. "Aber wir haben ungefähr neun fertige Skripte, geschrieben von den Buffy Autoren und wir haben beinahe die gesamte Cast zusammen, um die Stimmen zu sprechen... Sarah[Michelle Gellar] und David [Boreanaz] sind die einzigen Cast Mitglieder, die nicht zu hören sein werden, weil sie einfach zu beschäftigt sind. Man denke es sich als "Buffy: Year One", wir gehen zurück zur High School und erzählen die Geschichten, die wir damals nicht geschafft haben."

Danach kam er auf die schwierige Entwicklung seiner neuen Serie "Firefly" zu sprechen, die an Bord eines Raumschiffes in einer entfernten Zukunft spielt.

"Der 'verlorene' Pilot ist nicht wirklich verloren," sagte Whedon. "Wir drehten ihn und eine der Kämpfe mit FOX ist, dass ich mir ein Drama mit Action vorstellte, aber FOX will mehr Action und weniger Drama, deshalb drehten wir mehr Actionszenen, womit ich nicht unbedingt unzufrieden bin. FOX denkt, dass sie die Serie mit einer Folge beginnen wollen, in der die Charakter schon zusammen sind. Wir sehen sie, als sie sich mit ihrer Umgebung schon arrangiert haben. Der erste Pilot, den wir drehten, war eher eine Ursprungsgeschichte. FOX denkt, wir brauchen nicht mit der Geschichte zu starten, wie sie anfingen, dem ich nicht unbedingt zustimme. Wie dem auch sei, egal ob wir mit dem ersten oder zweiten Piloten anfangen, diese Geschichte wird diese Staffel gespielt. Entweder als Premiere oder später in der Serie als 'Rückschau' Folge."

Zum Schluss sprach er über das Potential eines Film, welcher auf Buffy basiert.

"Das ist nur eine Phantasie solange die Serie noch läuft," sagte er. "Das wird niemals passieren, solange die Show läuft. Ich will keine längere Folge drehen und sie auf die große Leinwand bringen. [...]"

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8. Rating Report

Die 2001/2002 TV-Saison ist in den Vereinigten Staaten nun vorbei und man kann nun eine abschließende Bilanz ziehen. Heute werde ich dabei nur auf die Network-Serien eingehen, die Syndication-Serien und die Sonderfälle Cable/PayTV werde ich das nächste Mal behandeln.

Der komplexe TV-Markt in den USA macht es oft nicht leicht Gewinner und Verlierer zu definieren, da es einfach zu viele Faktoren gibt, die aus einer Serie einen Erfolg oder Misserfolg machen können. Man darf zum Beispiel nicht den Fehler machen und die Einschaltquoten der großen vier Networks, ABC, CBS, NBC und Fox direkt mit denen der kleinen Networks (auch "Netlets" genannt) WB und UPN zu vergleichen. Während die großen vier praktisch in den ganzen USA zu empfangen sind, decken die kleineren Networks nur etwa 80% des Landes ab und sind auch nicht so populär wie die großen, bereits jahrzehntelang existierenden Networks. Um es auf mitteleuropäische Verhältnisse umzulegen kann man sagen, die alten, großen Networks entsprechen etwa Sendern wie RTL, Sat.1 und Pro Sieben, während UPN und WB etwa den hiesigen Privatsendern der zweiten Generation wie Kabel1, RTL2 und VOX entsprechen.

Unter diesen Voraussetzungen sehen die größten 3 Gewinner und Verlierer dieser Saison so aus:

Die Gewinner:
1. Smallville (WB):
Die Serie um den jugendlichen Clark Kent ist wohl die "phantastische" Überraschung dieser Saison. Vom Start bis zum Ende der Season konnte die Serie ausgezeichnete Quoten für das WB-Network einfahren und ist momentan hinter "Seventh Heaven" (dt.: Eine himmlische Familie) dessen erfolgreichstes Serienformat.

2. Enterprise (UPN):
Zwar fielen die Ratings der neuesten Serie aus dem Star Trek Universum in der zweiten Hälfte der Staffel stark ab, aber trotzdem ist die Serie ein Hit für UPN und auch dort hinter der Wrestling-Show "WWF Smackdown!" das zweiterfolgreichste Format.

3. Angel (WB):
Trotz des Verlusts von "Buffy" als Lead-In Sendung und eines unglücklichen Sendeplatzes hinter der Top-WB Familienserie "Seventh Heaven" konnte die Serie ihre Quoten gegenüber dem Vorjahr als einzige verlängerte Genre Serie halten.

Die Verlierer:
1. Dark Angel (Fox):
James Camerons Ausflug in die TV-Serienlandschaft konnte in seiner ersten Staffel sehr gute Quoten vorweisen, stürzte in seiner zweiten Staffel aber gnadenlos ab. Ein Rating-Minus von 42% gegenüber Season 1 bedeudete das Aus für die teure Serie.

2. The X-Files (Fox):
Wollte man ursprünglich sogar nach der neunten Staffel noch weitermachen, so erkannte man doch schon recht bald das der Ofen nun endgültig aus zu sein schien und man verkündete schon vor Monaten das Ende der X-Files. Kein Wunder, verlor die Serie doch gegenüber den auch nicht mehr so guten Quoten der 8. Staffel nochmals 29%.

3. Roswell (UPN):
Nachdem die Serie wegen schwacher Quoten von WB abgesetzt wurde erbarmte sich UPN der Fans und schob noch eine dritte nach. Diese verlor aber gegenüber den bereits sehr schwachen Quoten der zweiten Staffel bei WB noch einmal rund 29%. Das endgültige Aus war die Folge.

Hier noch ein Überblick über die US Top 10 und alle Phantastik Serien in der 2001/2002 Season (153 Primetime-Serien, Durchschnittswerte aller Ausstrahlungen inklusive Wiederholungen am regulären Sendeplatz der jeweiligen Serie):

Platz


1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.

55.
75.
105.
109.
111.
112.
120.
124.
125.
136.
Titel


Friends (NBC)
CSI (CBS)
ER (NBC)
Law & Order (NBC)
Everybody loves Raymond (CBS)
Survivor (CBS)
The West Wing (NBC)
Monday Night Football (ABC)
Will & Grace (NBC)
Leap of Faith (NBC)

Alias (ABC)
The X-Files (Fox)
Dark Angel (Fox)
Futurama (Fox)
Enterprise (UPN)
Smallville (WB)
Buffy (UPN)
Angel (WB)
Charmed (WB)
Roswell (UPN)
Rating


15.01
14.66
14.43
12.61
12.41
11.68
11.37
11.32
11
10.98

6.08
5.38
3.83
3.6
3.6
3.58
2.76
2.71
2.69
1.9
Zuschauer
in Mio.

23,96
23,73
22,11
18,68
19,42
20,53
17,14
16,79
17,05
16,5

9,7
8,87
6,02
6,07
5,73
5,72
4,31
4,36
4,1
2,88
Veränderung
zu 2000/2001

+19%
+26%
-7%
+2%
+1%
-33%
-0,5%
-10%
-4%
+4%

-
-29%
-42%
-17%
-
-
-5%
+1%
-16%
-29%

Weitere Informationen zu den Ratings der US-Serien gibt es bei http://www.thefutoncritic.com.

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9. Lesezeichen

Vergangenheitsbewältigung durch Science Fiction

Schon heute gehört Joe Haldemans "Der ewige Krieg" zu den großen Klassikern der Science Fiction-Literatur. Teile des Romans erschienen erstmals von 1972 bis 1975 in Science Fiction-Magazinen und sorgten bereits damals wegen ihrer Thematik für Furore. Heute liegt nun eine Neuübersetzung der vom Autor erweiterten und überarbeiteten Fassung vor. Eingeleitet wird das ganze durch ein Vorwort von Ben Bova, von dem unter anderem die erfolgreichen Romane "Mars" und "Rückkehr zum Mars" stammen.
Die Erde ist im Krieg mit den Tauriern. William Mandella wird in den Militärdienst eingezogen und absolviert zunächst die Grundausbildung. Schließlich wird er an die Front geschickt und steht das erste Mal dem Feind gegenüber. Gegen seinen Willen, wird er dazu gebracht zu Töten.

Durch die Relativitätseffekte bei annäherndem Lichtgeschwindigkeitsflug reisen die Soldaten praktisch durch die Zeit. Während sie die Kriegsereignisse in wenigen Jahren erleben, vergehen auf der Erde etwa eintausend Jahre. Den Soldaten wird die Erde fremd und die Erde lebt Jahrhunderte von den wirtschaftlichen Erfordernissen des Krieges.
"Einer der bedeutendsten Antikriegsromane, die je geschrieben wurden" beschreibt der Klappentext den Roman. Und das ist keinesfalls überzeichnet.
Joe Haldeman wird 1967 zum Militär eingezogen und nach Vietnam geschickt. Schwer verwundert und vom Krieg geprägt kehrt er nach Amerika zurück. Mit dem Roman "Der ewige Krieg" versucht er seine Kriegszeit zu bewältigen und zeigt überaus deutlich die absolute Sinnlosigkeit eines Kriegs auf. Nicht nur das der Krieg des Romans einzig aus einem Missverständnis der beiden Rassen resultiert; Nein, auch wissen die Soldaten letztlich gar nicht, wofür und warum sie Kämpfen. Währenddessen ist auf der Erde der Krieg zu einem Status Quo verkommen und die Front unerreichbar weit weg: Nicht bloß durch Strecken, sondern letztlich auch durch die zeitliche Zerrung. Ein Vietnam in Extrem!
Haldeman lässt den Spruch "Ich war nur Befehlsempfänger!" gnadenlos nicht gelten. Selbst Psychoterror - oder psychische Programmierung, wie im Roman - sollte einen die Menschlichkeit nicht vergessen lassen. Letztendlich verdammt sich der Autor damit selbst, da er im Vietnamkrieg nun einmal auch getötet hat; eine Flucht oder eine Ablehnung des Tötens trotz allem aber nicht möglich war. Erschütternd in jeglicher Hinsicht!

Joe Haldemann: Der ewige Krieg
Heyne Verlag, 2000, 330 Seiten
ISBN 3453164148


Filme über Filme über Filme

Seit mehr als zwanzig Jahren veröffentlicht nun Lothar R. Just das Filmjahrbuch. Ambition ist es, eine Orientierungshilfe für Fachleute und Fans zu bieten. Und es ist schon erstaunlich wie viele Filme in einem Jahr erscheinen. Man mag es kaum glauben. Immerhin über 550 Seiten umfasst das "Lexikon der Filme" in dem Mammutwerk.
Lothar R. Just stellt detailliert alle Erstaufführungen im Kino, Fernsehen, auf DVD und Video vor. Dabei nutzt er Kritiken von Zeitungen wie der AZ oder SZ oder diversen Magazinen, um die Filme kontrovers in den Raum zu stellen.

Es präsentiert sich ein wunderbarer Streifzug durch die Filmwelt eines ganzen Jahres. Oftmals bleibt man an mancher Kritik mehr als Amüsiert hängen und wundert sich über die scheinbare Allwissenheit der Kritiker. So schreibt zum Beispiel in einer Besprechung zu "Lost Souls" ein Kritiker: "Der Film geht, wie so viele dieses Genres, von der irrigen Annahme aus, dass sich der Satan vor der feindlichen Übernahme unseres Planeten den Luxus des Drohens und der Ankündigung leisten würde." Eine irrige Annahme also; der Autor der Kritik hat da wohl schon einschlägige Erfahrungen mit dem Teufel gemacht?

Abgerundet wird Standardwerk aller Cineasten durch unzählige Statistiken zu Besucherzahlen und Einspielergebnissen, Aufzählungen von Filmpreisträgern und Filmliteratur, sowie der Vorstellung verstorbener Filmschaffender.

Lothar R. Just: Filmjahrbuch 2002
Heyne Verlag, 2002, 719 Seiten
ISBN 3453211391


Enttäuschte Erwartung oder erwartete Enttäuschung

"Die Fortsetzung eines der bedeutendsten Science-Fiction-Romane aller Zeiten", schreibt der Heyne-Verlag auf dem Backcover von Joe Haldemans "Am Ende des Krieges". Und er hat damit nur zum Teil Recht. Das Buch setzt zwar die Ereignisse des Klassikers fort, ist aber ansonsten gänzlich anders.

War der ursprüngliche Roman noch eine höchst politische Abrechnung mit dem Krieg im Allgemein und dem Vietnam-Krieg im Speziellen, ist die Fortsetzung doch mehr ein klassisches Weltraum-Abenteuer denn ein Politikum. Sehr religiös kommt es daher; das Buch. Schon im ersten Satz fällt das Wort "gottverlassen" und die Titel der einzelnen Unterteilungen selbst sind doch sehr von der Bibel inspiriert. Und nach einem sehr flüssigen und schlüssigen Beginn driftet der Roman immer mehr ins Transzendente ab.

William Mandella - Soldat aus dem "ewigen Krieg" - sitzt mit seiner Frau, weiteren Kriegveteranen und deren Nachkommen auf einem von dem "neuen Menschen" zugewiesenen Planeten fest. Hart kämpft man sich durch den Alltag und schafft es nicht den "Lebensabend" zu genießen. So wird der Plan geboren, mit einem Schiff Jahrtausende in die Zukunft zu fliegen. Möglich machen das die Relativitätseffekte bei annäherndem Lichtgeschwindigkeitsflug. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem "neuen Menschen" und den Tauriern - mit denen man inzwischen friedlich zusammenlebt - gelingt der Aufbruch ins All. Doch inmitten der Reise geschieht ein Unglück, dessen Auswirkungen das ganze Universum zu betreffen scheint. Was erwartet man von "Am Ende des Krieges"? Erwartet man eine ebenso gnadenlose Abrechnung mit dem Krieg, wird man sicherlich ein wenig enttäuscht. Aber letztlich drängt sich das Gefühl auf, dass Haldeman absichtlich die Erwartung enttäuschen möchte.

Gerade aus dieser zum Ende sich immer mehr ins skurrile steigernden Handlung, bezieht der Roman seine Spannung. Ebenso wie "Der ewige Krieg" ist er etwas ganz besonderes. Bloß eben auch etwas gänzlich Anderes.

Joe Haldemann: Am Ende des Krieges
Heyne Verlag, 2002, 316 Seiten
ISBN 3453196724

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10. Episodenlogbuch: Enterprise

122 Vox Sola

Die Enterprise-Crew verärgert unabsichtlich eine Delegation Aliens, die daraufhin wutentbrannt das Schiff verlässt, dabei aber ebenso unabsichtlich eine unbekannte Lebensform in das Sternenflotten-Schiff schlüpfen lässt. Jenes Wesen macht es sich in einem Lagerraum bequem und beginnt einer Spinne gleich, dort ihr Netz zu spinnen. Nachdem zwei Crew-Mitglieder von der Kreatur gefangen und "eingesponnen" wurden, macht sich ein Rettungsteam aus Archer, Tucker und Reed auf, die Kameraden zu befreien - mit dem Ergebnis, daß hinterher auch Captain und Chefingenieur der Enterprise im Netz zappeln. Bei seinen Untersuchungen macht Dr. Phlox eine beunruhigende Entdeckung: Das fremde Wesen zapft das Nervenkostüm seiner Gefangenen an und wird mit ihnen "verschmelzen"... was die übrige Crew zu gerne zu verhindern wüsste!

Die schlechte Nachricht zuerst: Nachdem Archer ebenso wie Kirk gerne gegen "Don´t put all your ranking officers in one shuttle craft!" verstösst, zappeln er und sein Chefingenieur in einem Netz und drohen zu sterben.. ratet, was passiert! Die gute Nachricht: Trotz einer absolut vorhersagbaren Story faszinieren verschiedene Aspekte der Folge dennoch. Da ist z.B. Phlox Konfrontation mit Lt. Reed, wobei seine "Das ist meine Krankenstation, Mr.! Hier bin ich das Gesetz! Und dieser Behandlungsraum ist zu klein für uns beide!"-Parodie auf John Wayne auch von Pille, Crusher, Bashir oder dem Holodoc hätte kommen können.. seien wir froh, daß wir sie hinter uns haben. Die faszinierendere Konstellation ist zweifelsohne Hoshi vs. T´Pol. Daraus kann noch was entstehen, - wenn sich die Produzenten völlig untypischerweise entscheiden sollten, weiter in diese Richtung vorzustoßen. Fazit: Das Drumherum ist interessanter als der Plot, dennoch keine langweilige Folge.


123 Fallen Hero

Die vulkanische Botschafterin V'Lar wird von der Enterprise vom Planeten Mazar abgeholt, deren Bewohner nicht näher definierte Anschuldigungen gegen sie erhoben haben. V´Lar kündigt an Bord der Enterprise allerdings an, sich nicht gegen diese Beschuldigungen zu verteidigen, was T´Pol, soweit es einer Vulkanierin möglich ist, mit Entsetzen vernimmt. Während T´Pol bemüht ist, Klarheit in die mysteriöse Angelegenheit zu bringen, taucht ein Schiff der Mazariten auf und fordert Captain Archer auf, die Botschafterin zu übergeben. Archer erkundigt sich nach den Gründen, die formaler Natur zu sein scheinen und erwidert, mit seinen Vorgesetzten Rücksprache halten zu müssen, als das andere Schiff das Feuer eröffnet...

In dieser Episode dreht sich alles um Vertrauen. Wem vertrauen die Mazariten? Wem vertraut V´Lar? Wem vertraut T´Pol? und vor allem: Wem vertraut Archer? Es ist schwer, auf diese Fragen ausführliche Antworten zu geben, ohne zu spoilern. Und da wir das nicht wollen, lasse ich diese Fragen einfach mal stehen, warne Euch aber vor: Man kann mit der Episode seinen Spaß haben, muß man aber nicht. Einige Kritiken bezeichnen sie als belanglos und tatsächlich dürfte sie nicht unter den zehn aufsehenerregendsten Folge der ersten Staffel fallen. Aber: Man _kann_ seinen Spaß mit ihr haben...


124 Desert Crossing

Auf dem Weg zum Vergnügungsplaneten Risa empfängt die Enterprise einen Notruf und hilft daraufhin dem Sender mit der typischen menschlichen Freundlichkeit aus. Dem so nett geholfenem Alien namens Zobral ist das Anlass genug, Archer und Tucker auf seinen Heimatplaneten in die Wüste einzuladen. Dort angekommen stellen sich mehrere Dinge heraus: Zum einen ist Zobral ein Terroristen-Anführer, zum anderen hat er von den Suliban aus der Folge "Detained" wundersame Dinge über den großen Krieger Archer gehört und zum dritten weiß die Regierung des Planeten von Archers Besuch und ihr Sprecher kündigt der Enterprise-Crew an, daß sie ihren Captain nie wieder sehen wird...

Archer und Tucker drohen in der Wüste umzukommen. Nun ja, ein wenig mehr bietet die Story schon, aber würde eine TV-Zeitschrift den Plot der Episode in einem Satz beschreiben wollen, würde dieser wohl so lauten. Damit gibt es ein Problem, was die Autoren von Star Trek nicht so recht einsehen wollen. Immer wenn es heißt: "Die Voyager könnte nach Hause kommen." oder "Picard/Sisko/Archer drohen [auf einem Wasserplaneten/in der Hand von Verbrechern/durch eine Krankheit usw.] umzukommen.", droht beim Zuschauer Langeweile. Nein, sie werden *natürlich* nicht umkommen, völlig klar! Auch bei einem 36jährigen Franchise sollte sich langsam mal rumsprechen, daß es bessere Wege gibt Spannung zu erzeugen, als lediglich zwei Hauptdarsteller im dritten Akt in eine supergefährliche Situation zu bringen. Weil sich das aber noch nicht bei allen Star Trek-Autoren rumgesprochen hat, kümmern wir uns um die positiven Aspekte der Folge: KURGAN ist wieder da! Der aus dem besten Film der Welt bekannte Schauspieler Clancy Brown stellt völlig überzeugend einen charismatischen Anführer dar und bereichert die Folge mit seiner Präsenz ungemein. Interessant ist auch, daß so kurz nach dem 11. September 2001 ein Terrorist (und nichts anderes ist Zobral) so wohlwollend dargestellt wird. Insgesamt ist "Desert Crossing" eine unbefriedigende Episode, weil zu viel Zeit auf die Austrocknung Trip Tuckers und Archers Heldenmut vergeudet wird, obwohl ja eh klar ist... ach, Ihr wisst schon.

Im nächsten Corona-Magazine kommen die letzten beiden Folgen der ersten Staffel an die Reihe, mit denen "Enterprise" in die Sommerpause gegangen ist. Und wie sagte jemand bei uns in der Redaktion so schön? "Uih.. das ist aber böse!" - Recht hat er.

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11. Kolumne: Akte X - Das Ende ist der Anfang vom Ende

Eigentlich könnte ich jetzt so richtig schön depressiv sein. Ich sollte heulen oder wenigstens schluchzen. Was das Finale von neun Jahren Akte X mir am Ende abgerungen hat, das war ein schlichter Seufzer. Es ist vorbei. Endlich.

Ich weiß, damit tue ich dem letzten Zweiteiler "The Truth" wirklich unrecht, es war bei weitem nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte. Chris Carter hat nicht alle Brücken hinter und um sich abgebrochen und die Charaktere völlig auf dem Trockenen gelassen.

Chris Carter versucht sogar den Kreis zu schließen und die ganze Verschwörung und das Ganze drum herum aufzudecken. Doch irgendwo muss er in seinen wilden Theorien stecken geblieben sein.

Die Prämisse der letzten Akte X Folge ist ganz einfach eine "Gerichtsverhandlung", in der Mulder des Mordes angeklagt ist und jetzt beweisen muss, dass es eine "Schattenregierung" gibt. Diese hat nämlich "Super-Soldiers" gezüchtet, und einen von denen soll Mulder getötet haben, obwohl diese ja gar nicht zu töten sind.

Alles klar, Chris, alles klar. Dazu würde man jetzt sagen: von hinten durch die Brust ins Auge... Es wird also einiges, was in neun (sieben) Jahren Akte X so passiert ist, aufgerollt. Jeder Mensch, der Akte X ein wenig länger kennt, der weiß um die totale Sinnlosigkeit dieser Aktion. Es fehlen, ja bingo: die Beweise! Und das wird unseren lieben Hauptcharakteren nun auch so richtig um die Ohren gehauen. Am Besten hat mir dabei Agent Reyes gefallen, die den Herren dort richtig ihre Meinung sagt.

Die "Verhandlung" nimmt viel Zeit der ersten Hälfte der Folge ein. Also ein absolut sinnloser Zeitverschwender. Nur um jetzt noch einmal die gesamten Verschwörungsfolgen der Serie Revue passieren zu lassen, na danke.

Aber es ist wirklich fast jeder da, der mal irgendwo in Akte X eine Rolle gespielt hat. Es hält die Leute ja auch nicht ab, dass sie eigentlich tot sind. Lassen wir doch einfach Mulder mal tote Leute sehen, so à la "The Sixth Sense" - nur ohne die unschönen Wunden... Da sind sie nun alle. Krycek, Mr. X, der Raucher, die Einsamen Schützen, Marita Covarrubias, Gibson Praise, und und und... ja, sogar Jeffrey Spender.

Ein nettes Familientreffen. Und wie kommt Mulder jetzt aus dem Gefängnis? Na, wie immer halt. Doggett und Skinner holen ihn einfach raus. Mit der Hilfe von Kersh diesmal, was mich recht überraschte. Da wird dann wieder wild verfolgt und es endet... es endet in einem Pueblo in New Mexiko. Dort erfahren wir dann auch die absolute Wahrheit, die man übrigens schon auf einem Bildschirm am Anfang der Folge sehen konnte... hurra!

Wir kennen die Wahrheit. Wir kennen sie. Sollten Mulder und Scully jetzt nicht feiern und sich auf die Suche nach ihrem Sohn machen? Nein, natürlich nicht. Spielverderber Chris Carter. Er hat die absolute Wahrheit nämlich so angelegt, dass er locker noch drei Kinofilme drehen kann. ("Invasion I-III" - diesmal mit Arnold Schwarzenegger als Mulder, der Haufenweise Aliens umnietet... )
Eine Lösung oder gar ein Happy End hat man doch als abgehärteter Akte X Fan nicht wirklich erwartet. Da kann man ja nur glücklich sein, dass Mulder und Scully noch leben, oder?

Was mir persönlich an dieser Doppelfolge gefallen hat, das waren ausnahmslos die Szenen mit Mulder und Scully. Da sieht man, das beide Schauspieler sich und auch ihre Figuren einfach gut kennen. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich es sehr vermisst habe, die beiden zusammen zu sehen.

Die Wahrheit entpuppt sich als total nichtig. Da haben Mulder und Scully schon schlimmere Sachen herausgefunden. Die Rolle des Rauchers in dieser Folge ist schlicht lächerlich und eigentlich eher bizarr. Hat der Mann nichts anderes zu tun?

Doggett und Reyes gehören zum Team. Hätte nicht gedacht, dass ich das jemals denken, geschweige denn tippen würde. Vor allem Reyes hat mich beeindruckt, was sie in keiner der anderen Folgen konnte.

Und das Ende? Am Ende stehen wir wieder am Anfang. Könnt ihr euch noch erinnern? An ein Motel in Oregon, im Regen? An einen Moskitobiss? An Mulder, der Scully von seiner Schwester erzählt? Ja, und genau da endet die Folge...
Nur diesmal ist das Motel in Roswell, New Mexiko. Und Scully und Mulder sind neun Jahre älter. Und weiser? Ja... und immer noch zusammen...

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12. Perry Rhodan: Andromeda

Diesen Monat gibt es eine echte Neuigkeit zu "Perry Rhodan". Nach mehreren Jahren ohne Taschenbücher hat die Redaktion endlich wieder einen Vertrag mit dem Heyne-Verlag zustande bekommen. Ab November erscheint monatlich die Kurz-Serie "Perry Rhodan: Andromeda" in Form von sechs Taschenbüchern.
Die Handlung wird an Heft 2150 anknüpfen, welches im Herbst erscheint. Hauptperson ist unser Titelheld, was schon verrät, dass er innerhalb der nächsten zwanzig Hefte in die Milchstraße zurückkehren muss. In der Heftserie hält er sich nämlich noch im fernen Reich Tradom auf.
Geschrieben wird der Zyklus von den Team-Autoren Uwe Anton, Leo Lukas, Ernst Vlcek und Hubert Haensel. Dazu kommt Stammgast Andreas Findig. Der sechste im Bunde ist Frank Böhmert, der seit Jahren als Übersetzer arbeitet und im letzten Jahr nach Erzählungen und Kurzgeschichten seinen ersten Roman "Der Elefant auf dem Dach" veröffentlicht hat. Unter dem Strich kann man wohl sagen, dass sich die PR-Redaktion um ein starkes Autoren-Team bemüht hat. Die Exposés zu den Taschenbüchern stammen wie die der Hefte von Robert Feldhoff. Bei dem Titel wäre noch eine stärkere Abgrenzung zu "Gene Roddenberry's Andromeda" wünschenswert gewesen, aber Leser dieses Artikels wissen jetzt ja Bescheid.

Zyklen in Form von einigen Taschenbüchern wecken vielleicht bei dem einen oder anderen angenehme Assoziationen mit sehr guten SF-Zyklen im gleichen Format. Bei der Gelegenheit möchte ich den Armageddon-Zyklus von Peter F. Hamilton empfehlen. Für diese Rubrik bringt die Neuigkeit gleich ein passendes Thema. Nämlich die Geschichte der Galaxis Andromeda im PR-Universum.

In der Frühphase lebt die "Perry Rhodan"-Serie von immer neuen Superlativen. Dementsprechend erkunden die Menschen immer neue, weit entfernte Gebiete der Milchstraße. In den ersten zweihundert Heften ist die heimatliche Galaxis erschöpfend behandelt worden. In der Westside ist das Solare Imperium beheimatet und im Kugelsternhaufen M-13 und weiten Teilen der Milchstraße findet man Reste des arkonidischen Imperiums. Die Eastside ist das Gebiet der Blues-Völker und der Leerraum ist Heimat des Roboter-Volkes der Posbis, das über zahlreiche versteckte Dunkelwelten verfügt. Einzig das schwierig zu navigierende Zentrumsgebiet der Galaxis bietet noch Platz für große Geheimnisse.

So beginnt mit Band 200 der Sprung in eine andere Galaxis. Die Magellanschen Wolken werden erst einmal bis in die 300er-Hefte links liegen gelassen. Das Ziel ist die nächste große Galaxis: Andromeda.

In dem Roman "Die Straße nach Andromeda" gerät Rhodans Flaggschiff CREST II im Jahr 2400 eher zufällig in ein Transportsystem, das das Schiff in ein Sonnensystem mitten im Leerraum befördert. Bald zeigt sich, dass über ein System von Sonnentransmittern eine Verbindung zwischen der Milchstraße und Andromeda besteht. Darauf basiert der "Meister der Insel"-Zyklus. Zunächst lernen die Terraner die beiden Sternennebel Andro-Alpha und Andro-Beta kennen, die dem Andromeda-Nebel vorgelagert sind.
Beide Sternennebel werden von Völkern bewohnt, die in den Diensten der Meister der Insel stehen, die über Andromeda herrschen. In Andro-Beta lebt das Volk der Twonoser, das im Lauf der Handlung praktisch ausgerottet wird, als es in den Augen der Meister versagt. Dieser gigantische Völkermord wird erst 1600 Jahre später mit Hilfe einer Zeitmanipulation in Band 1203 revidiert. Die Twonoser werden gerettet, in die Zukunft versetzt und in die Endlose Armada aufgenommen.
In Andro-Alpha leben die Maahks, ein fruchtbares Volk von Wasserstoff-Atmern, fälschlicherweise oft auch Methans genannt. Maahks sind in der Milchstraße durch den großen Methankrieg gegen die Arkoniden vor 10.000 Jahren bekannt. Nach ihrer Niederlage ist einigen die Flucht nach Andromeda gelungen, wo sie in die Dienste der Meister der Insel gezwungen und als Wächtervolk in Andro-Alpha angesiedelt worden sind.

Ab Band 250 wird dann Andromeda vorgestellt. Das meist verbreitete Volk der Tefroder ist zur allgemeinen Überraschung äußerlich menschlich. Dieses Rätsel wird durch eine weitere Zeitreise geklärt. Die humanoiden Völker der Milchstraße und die Tefroder gehen beide auf das Volk der Lemurer zurück, welches vor 50.000 Jahren fast die gesamte Milchstraße kontrolliert hat. Während des Krieges gegen die Haluter haben die Lemurer als Fluchtmöglichkeit die Sonnentransmitter errichtet. Aus den geflohenen Lemurern sind die Tefroder geworden. Eine Elite von einem Dutzend Lemurern hat die Unsterblichkeit erlangt und sich als Meister der Insel zu den Herrschern von Andromeda emporgeschwungen. Mit Hilfe von überlegener Technik, die Zeitreisen, das perfekte Kopieren von Lebewesen und ganzen Raumschiffen mit Multi-Duplikatoren und das Versetzen ganzer Flotten in kürzester Zeit mittels Situationstransmitter erlaubt, haben sie ihre Herrschaft bewahrt.

Die Maahks stammen ursprünglich aus Andromeda und werden von den eintreffenden Lemurern vertrieben. Ihre Flucht führt in die Milchstraße, nur um viel später von den Arkoniden wieder nach Andromeda vertrieben zu werden.
Da die Maahks strikte Logiker sind, hält sie diese Erfahrung mit Humanoiden nicht von einem Bündnis mit den Terranern ab. Gemeinsam werden die Meister der Insel gestürzt. Die Terraner befürchten nach dem gewonnen Krieg einen Vernichtungsfeldzug der Maahks gegen die Tefroder, können aber aufgrund der Bündnisvereinbarungen nicht eingreifen. Freilich sind die Maahks lange Zeit zuverlässige Verbündete.

Der Hüter des Lichts Tengri Lethos sorgt für Frieden zwischen Tefrodern und Maahks. Er ist einer der letzten Hathor, die vor langer Zeit eine Hochkultur in Andromeda gebildet haben und die fast ausgestorben sind. Sein erstes Auftreten wird in Heft 298 geschildert, seine Friedensmissionen in Taschenbüchern.

Danach wird Andromeda in der Serie immer mal wieder besucht. Technische Hinterlassenschaften der Meister der Insel sind ein beliebtes Thema, und über ihre Niederlage werden in den letzten Jahren gerne Zweifel gestreut – eigentlich seit MdI-Experte Rainer Castor im Autoren-Team ist.

Mysteriös wird es ab Band 700. Die Milchstraße ist im 36.Jahrhundert von den Laren besetzt. Als man in der Nachbar-Galaxis um Hilfe ersuchen will, haben die Maahks ihre Galaxis gegen eine Invasion der Laren hochgerüstet. Neu ist eine Fähigkeit, die sie entwickelt haben. Einige Maahks können die "Stimmen der Toten" hören.

Diese Andeutung wird in den 1100er-Heften ausgebaut. Als die abtrünnige Kosmokratin Vishna angreift, wird durch einen Riss in der Raum-Zeit der Maahk Grek-336 aus der fernen Zukunft auf die Erde versetzt. In der fernen Zukunft hat sich das Volk der Maahks gespalten: Die meisten Maahks sind als Schatten-Maahks entkörpert. Eine kleine Gruppe von Maahks wie Grek-336 klammert sich an der Körperlichkeit und wird daher Fundamentalisten genannt. Im Bestreben, körperlich zu bleiben, benutzen sie künstliche Implantate. Grek-336 sieht bereits mehr wie ein Roboter aus. Die beiden Gruppen stehen sich feindlich gegenüber. Als er sein Volk erreicht, um es vor der zukünftigen Entwicklung zu warnen, erleidet er einen Schock: Einige Maahks haben bereits die Fähigkeit, ihre Körper aufzugeben und als Schatten-Maahks zu existieren.

Ansonsten ist bekannt, dass Andro-Beta von Tefrodern besiedelt worden ist. Der Handlungsfaden mit der Entwicklung der Maahks ist in den 1900ern kurz aufgegriffen worden: Als der Thoregon-Bote Mhogena aus dem Volk der Gharrer, das von den Maahks abstammt, schwer verletzt wird, weigern sich die Vertreter der Maahks in der Milchstraße, ihm eine Prothese anzulegen. Als Begründung sagen sie, sie wollen keine Fundamentalisten erschaffen.

Artefakte der Hathor, Technik der Meister der Insel, Tefroder, Maahks könnten also eine Rolle in den Taschenbüchern spielen. Die Geschichte, wie die Meister ihre Unterblichkeit erlangt haben, ist zu kompliziert, um sie hier auszubreiten. Dazu kommt die aktuelle Geschichte, dass die Superintelligenz ES ihre Mächtigkeitsballung verlassen hat. Neben der Milchstraße ist damit auch die Andromeda-Galaxie ein lohnendes Angriffsziel.

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13. Dark Angel: Jessica Alba in Hamburg

Oder waren es doch die Backstreet Boys ?

Donnerstag, 6.6.2002. 13:30 Uhr. Hamburg, Alsterhaus, WOM: Da waren wir nun, Nachdem wir zwei Tage vorher im Anschluss an die ausgestrahlte "Dark Angel"-Episode auf VOX davon erfahren hatten, dass Jessica Alba und Michael Weatherly heute um 17 Uhr zu einer Autogrammstunde nach Hamburg kommen, sind wir spontan dahingefahren. Als wir das Untergeschoss, in dem WOM sich befindet, betreten hatten, wussten wir sofort, wir sind hier richtig. Überall hingen "Dark Angel"-Plakate und man hatte schon alles für die Autogrammstunde vorbereitet. Auch einige Absperrungen zeigten, wo die Schlange innerhalb des Geschäftes lang führen sollte. Bis auf ein paar Security-Leute und eine Handvoll Fans (Mädchen zwischen 12 und 18 Jahren) war allerdings noch nichts los. Und da wir keine Lust hatten, über 3 Stunden bei WOM zu warten, wo doch offensichtlich ohnehin kaum Interesse an der Autogrammstunde bestand, beschlossen wir, später noch einmal wiederzukommen. BIG MISTAKE!

14:15 Uhr: Als wir ca. 45 Minuten später wiederkamen, führte die Schlange aus dem Geschäft raus, die Treppe hoch, nach draußen und machte dort einen Knick nach links, an der Dresdner Bank vorbei. Wir waren ziemlich überrascht, aber da die Schlange geordnet war, nach wie vor guter Dinge und stellten uns ans Ende. Innerhalb weniger Minuten standen auch hinter uns so viele Leute, dass man das Ende der Schlange nicht mehr sehen konnte. Je mehr Zeit verstrich, desto mehr Fans kamen dazu.

16:00 Uhr: Allerdings hatten viele im Hinblick auf die lange Schlange, wohl keine Lust, sich hinten einzuordnen und drängten sich im Eingangsbereich des Alsterhauses zwischen die Wartenden. Diesem schlechtem Beispiel folgten immer mehr Menschen, so dass zunächst der Eingangsbereich von einer Menschentraube blockiert wurde, von der die reguläre Schlange, an der wir uns fast zwei Stunden zuvor angestellt hatten, wie ein Wurmfortsatz wegführte.
16:30 Uhr: Inzwischen bildete sich auch auf der rechten Seite und am direkt vor der Menschentraube jeweils eine Schlange, so dass die Fans aus drei Himmelsrichtungen in den Laden wollten. Das konnte nicht gut gehen...

Die Security, die ab und zu vorbeikam, hatte ganz eindeutig nicht mit einem derartigen Ansturm gerechnet. Der Großteil der Fans bestand aus der oben erwähnten Altersgruppe der 12 - 18 jährigen Mädchen, was man wenig später auch an dem prophylaktischem Kreischen erkannte, das aufbrandete, als einige im Pulk glaubten, sie hätten Miss Alba gesehen....

Diese riesige Menschenansammlung war natürlich auch Anlass für die neugierigen Passanten, die Wartenden zu fragen, auf wen man denn hier warte. Die meisten konnten mit den Namen allerdings nichts anfangen. Einige der Passanten waren auch der Meinung, die Backstreet Boys würden gerade eine Autogrammstunde geben...

17:00 Uhr Auch diverse Gewitterschauer vermochten die Menge nicht zu erschüttern. Als es endlich losging, begann das eigentliche Chaos. Alle wollten von allen Seiten in den Eingang stürmen. Entsprechend ging gar nichts mehr. Ein einsamer Polizist versuchte vergeblich die Menge zu ordnen. Da ihm dies nicht gelang, wurde Verstärkung gerufen. Ein Einsatzwagen nach dem anderen rückte an. Jedes mal, wenn wieder ein paar Fans in das Geschäft gelassen wurden und Bewegung in die Schlange kam, ging erstens das Gekreische wieder los und zweitens bewegte man sich nicht mehr vorwärts, sondern man wurde vorwärts bewegt. Es wurde so eng, dass ich z. B. keine Chance hatte, aus der Menge zu flüchten, da ich inzwischen einsah, dass das nichts mehr wird. Die Polizei hatte, anstatt den Eingangsbereich sinnvoll zu ordnen und die Menge etwas zu gliedern, nichts besseres zu tun, als dafür zu sorgen, dass die Türen der Bank geschlossen werden konnten. Ansonsten standen die Polizisten nur hilflos rum....ihre Lautsprecherdurchsagen wurden ohnehin weitestgehend ignoriert..

18:15 Uhr. Das Chaos hat ein Ende. Miss Alba hat ihre Autogrammstunde beendet. Nicht einmal die Hälfte der Anwesenden hat ein Autogramm ergattert, geschweige denn, dass sie überhaupt in den Laden gekommen sind und sie gesehen haben. Das war also der zweite Autogrammstunden-Flop in Hamburg nach der peinlichen Patrick-"Meine Fans sind mir egal!"-Stewart-Aktion! Nur in diesem Falle konnte man Jessica Alba (im Gegensatz zu Mr. Stewart!!) keinerlei Vorwurf machen, da sie länger als eine Stunde Autogramme gegeben (und dabei auch schnell geschrieben) hat!

Hier ist die mangelhafte Organisation der Warteschlange außerhalb des Ladens für den Unmut der Fans verantwortlich. Mir taten vor allem die Leute leid, die von weit hergekommen sind, um ein Autogramm zu erhalten, wie zum Beispiel, der Vater, der mit seiner Tochter (die extra zwei Stunden Schule geschwänzt hat) aus Mönchengladbach angereist kam, und dann über 4 Stunden in der Schlange stand, um dann unverrichteter Dinge wieder heimzufahren. Ein paar Absperrgitter im Eingangsbereich hätten schon Wunder bewirkt und verhindert, dass die Masse sich so schamlos vordrängelt und die Fans die seit Stunden warteten, das Nachsehen haben! Die Veranstalter haben eindeutig nicht mit einem derartigen Fan-Ansturm gerechnet. Das dennoch so viele kamen, kann man als Beweis sehen, dass die Serie hier in Deutschland (vor allem bei jugendlichen Mädchen) sehr beliebt ist. Bei Patrick Stewart waren die Fans im Schnitt eindeutig älter und der Anteil der männlichen Fans war ebenfalls entschieden höher! Die Organisation bei der Patrick Stewart-Aktion war im Gegensatz hierzu vorbildlich.

Ideal wäre also eine Autogrammstunde mit einem Star wie Jessica Alba und einer Organisation wie bei der Patrick-Stewart-Aktion.

Glücklicherweise hat Susanne es geschafft, rechtzeitig aus der Menge zu flüchten und konnte daher Fotos machen und Interviews mit Fans und Polizisten führen. Will heißen Radio-Beitrag ist in Arbeit, und die Paparazzi-Bilder vom Hinterausgang kann man demnächst bei StellarCom finden.

Da ich Miss Alba nicht gesehen habe, könnte es allerdings auch sein, dass es doch die Backstreet Boys waren....

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14. Episodenlogbuch: Farscape

Episode 1.08:
"That Old Black Magic"

Regie: Brendan Maher
Autor: Richard Manning

Gaststars:
Lani Tupu als Captain Bialar Crais
Chris Haywood als Maldis/IGG/Haloth
Grant Bowler als Liko
Christine Stephen-Daly als Lieutenant Teeg

Plot:
Rygel ist an einer Grippe erkrankt. Moyas Crew fliegt daher einen primitiven Handelsplaneten an, auf welchem sich Zhaan und Co. nach Medizin für Rygel umschauen.
Dabei trifft Crichton einen Wahrsager, der sehr viel über Crichton zu wissen scheint. Neugierig geworden, folgt er dem Wahrsager, wird aber plötzlich zu Haloth, einem scheinbar alten, gebrechlichen Magier, teleportiert, der noch mehr über ihn weiß als der Wahrsager.
Haloth, der sich als Schwarzmagier namens Maldis entpuppt, der den gesamten Planeten unterjocht hat, trennt Crichtons Geist von seinem Körper, teleportiert den Geist von Crais, der nach wie vor mit seinem Peacekeeper-Kommando-Schiff auf der Suche nach Crichton ist, um sich an ihm für den Tod seines Bruders zu rächen (siehe Pilotfilm), ebenfalls auf den Planeten und läßt die beiden gegeneinander kämpfen. Er eröffnet ihnen, dass der Kampf erst vorbei ist, wenn einer der beiden Kontrahenten den Tod gefunden hat.
Inzwischen finden die anderen Crichtons bewußtlosen Körper und nehmen ihn mit zu Moya, wo Rygel auf ihn aufpassen soll. Aeryn und D'Argo versuchen in Maldis Palast einzudringen.
Zhaan erfährt inzwischen von Liko, einem Hohepriester, von Maldis' Bedrohung. Sie entschließen sich, ihre psychischen Kräfte zu vereinen, um so Maldis Paroli bieten zu können.
Dies hat fatale Konsequenzen....

Kritik:
Diese Episode gehört für mich zum unteren Durchschnitt. Die Handlung ist nichts besonderes und in der Grundkonstellation (eine fremde Macht läßt die Hauptantagonisten gegeneinander kämpfen) schon in diversen Serien verarbeitet worden. Sie wirkt teilweise wie ein Theaterstück und hat auch bizarre Sets zu bieten. Chris Haywood spielt Maldis mit einer Arroganz und Überheblichkeit, die den Charakter von vornherein sehr unsympathisch und zweidimensional wirken läßt. Maldis quält Lebewesen, weil er sich von ihrer Angst ernährt. Nicht sonderlich originell. Interessant sind an dieser Folge allenfalls, wie immer, die Charaktermomente, die den Zuschauer mehr über die Charaktere erfahren lassen. Seien es Zhaans psychische Fähigkeiten, die bis dahin in ihrer Macht nur angedeutet wurden, Rygels "Leichenfledderei", der Crichtons Besitz schon einsacken will, bevor er endgültig tot ist oder auch die Ausarbeitung von Crais Charakter, der in einer von Maldis erzeugten Illusion mit seiner verlorenen Kindheit (und seinem toten Bruder) konfrontiert wird, um seinen Hass auf Crichton noch mehr anzustacheln. Ab dieser Folge ist Crais auch als Deserteur, ohne Befehl der Peacekeeper, auf der Jagd nach Crichton.
Maldis wird in dieser Folge nicht endgültig vernichtet, was ihm den Weg zu einem erneuten Auftritt in der zweiten Season ebnen sollte...


Episode 1.09:
"DNA Mad Scientist"

Regie: Andrew Prowse
Autor: Tom Blomquist

Gaststars: Sarah Burns als Kornata
Adrian Getley als NamTar (Bewegungen)
Julian Garner als NamTar (Stimme)

Plot:
Moyas Crew stattet dem Labor von NamTar, einem bizarr aussehendem, aber freundlich wirkenden Wissenschaftler einen Besuch ab, da sie von seiner Datenbank, auf der Informationen von über 11 Millionen Spezies gespeichert sind, die er der DNA der Augenflüssigkeit der einzelnen entnommen wurde, Informationen erhoffen, mit denen Moya einen gefahrlosen Kurs zu ihren jeweiligen Heimatplaneten einschlagen kann. NamTar ist gewillt, ihnen die gewünschten Daten zukommen zu lassen, verlangt allerdings im Austausch dafür einen Arm von Pilot!
Trotz Pilots heftigstem Protest säbelt D'Argo ihm unter Zustimmung von Rygel und Zhaan einen Arm ab. Zhaan setzt ihre Fähigkeiten ein, um Pilots Schmerz zu lindern.
Crichton und Aeryn haben mit diesem brutalem Deal nichts zu tun, denn Aeryn hat als Ausgestoßene keine Möglichkeit wieder nach Hause zurückzukehren und die Erde ist in NamTars Datenbank nicht vorhanden.
Während Rygel, D'argo und Zhaan auf den versprochenen Datenkristall warten, streiten sie sich schon darum, wessen Heimatplanet Moya zuerst anfliegen soll.
Aeryn bittet derweil NamTar darum, ihr eine abgelegene Sebacean Kolonie zu suchen, auf der sie den Rest ihres Lebens verbringen kann. Doch NamTar hintergeht sie. Anstatt ihr DNA zu entfernen, injiziert er ihr Pilots DNA!
Crichton findet mit Hilfe von NamTars Assistentin Kornata heraus, dass dies nicht sein einziger Betrug war....

Kritik:
Nach dem leichten Durchhänger der letzten Folge sehen wir hier wieder Farscape in früher Hochform. Die Handlung ist interessant, auch wenn von vornherein klar war, dass die Crew die gewünschten Daten nicht erhalten würde. Die Tatsache, dass Zhaan, Rygel und D'Argo ohne mit der Wimper zu zucken, bereit waren, den wehrlosen Pilot zu verstümmeln, macht noch einmal sehr deutlich, wie sehr sich diese Serie vom üblichem SF-(ST)-Einerlei abhebt. Es zeigt, dass diese Crew nicht innerhalb weniger Folgen zu einer langweiligen Musketier-Familie (einer für alle - alle für einen) mutiert ist, wie es, als abschreckendes Gegenbeispiel, die aus Maquis und Starfleet zusammengewürfelten Voyager-Crew geworden ist!
Moyas Crew ist nach wie vor eine Zweckgemeinschaft (von Aeryn und Crichton mal abgesehen), wo jeder auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist, was die Serie nur umso interessanter und unberechenbarer macht. Glücklicherweise wächst Pilots Arm, wie bei einem Salamander, wieder nach!
Mit NamTar hat sich Jim Hensons Creature Shop mal wieder selbst übertroffen. Er sieht einfach genial aus, denn SO sollen Aliens aussehen. Fremdartig!
Der Mensch, der in dem Kostüm steckte, brauchte zwei Wochen, bis er sich damit vernünftig bewegen konnte und die völlig im Gegensatz zu seiner Statur stehende sanfte Stimme wurde von einem zweiten Schauspieler geliefert, ähnlich Darth Vader oder Kosh (B5).
Die Episode ist sehr unterhaltsam und spannend und gibt wieder einen kurzen Einblick in das Potential der Serie, welches in späteren Folgen zur vollen Entfaltung kommt.
Das Drehbuch beruht übrigens auf einer Idee vom Schöpfer der Serie, Rockne S. O'Bannon und Virginia Hey war überhaupt nicht damit einverstanden, dass Zhaan so skrupellos gegenüber Pilot ist.


Episode 1.10:
"They've Got A Secret"

Regie: Ian Watson
Autor: Sally Lapiduss

Gaststars:
Alison Fox als Lo'Lann
Grant Magee als Jothee

Plot:
Die Crew hat beschlossen, sämtliche Peacekeeper-Technologie von Moya zu entfernen, um vor unliebsamen Überraschungen (wie in Episode 1.04 "I, E.T.") sicher zu sein. Während so einer Säuberungsaktion klettert D'Argo in einen Schacht und findet dort ein Peacekeepergerät. Er versucht, es zu entfernen, löst dabei aber einen Schutzmechanismus aus, was darin resultiert, das D'Argo durch einen weiteren Schacht fällt und ins All geschleudert wird!
Da er Luxaner ist, kann er eine gewisse Zeit im All überleben, wird allerdings erst in letzter Sekunde von der Crew gerettet. Die Nebenwirkungen seines Ausflugs bestehen darin, dass er halluziniert und glaubt Zhaan sei seine tote Frau Lo'Lann und Rygel sein verschollener Sohn Jothee.
Allerdings ist das nicht das einzige Problem. Pilot verliert die Kontrolle über Moya, die DRDs greifen Aeryn und Crichton an und Moyas Systeme spielen auch verrückt.
Bei ihren Nachforschungen stellen sie fest, das Moya schwanger ist und die Crew als Bedrohung für ihr Ungeborenes empfindet...

Kritik:
Mal wieder eine "Bottle Show" (siehe Kritik zu Episode 1.05), wenig Gaststars und die Handlung spielt ausschließlich auf Moya. Die Folge ist gut gemacht, spannend inszeniert (vor allem die Szene mit den in der Dunkelheit leuchtenden "Augen" der versammelten DRDs, die Crichton anblicken ist gruselig) und vor allem wichtig für den weiteren Verlauf der Serie, da sich Moyas Schwangerschaft durch den Rest der Season zieht und wir hier zum erstenmal von D'Argos Familie und seinem verlorenen Sohn erfahren. Genial war auch der Teaser! D'Argo vor dem Vorspann mit herrlich dämlichen Gesichtsausdruck aus Moya herausfallen zu sehen ist schon ein Erlebnis, das seinesgleichen sucht. Erwähnenswert wäre noch, dass Rockne S. O'Bannon ursprünglich geplant hatte, Moyas Schwangerschaft schon am Ende des Pilotfilms zu erwähnen, aber dann davon Abstand nahm, da der Pilotfilm ohnehin schon mit sehr vielen Informationen gefüllt war.

Anmerkung:
Die NewWorldsCon, die ich in der letzten Ausgabe beworben habe, wurde inzwischen leider wegen Teilnehmermangels abgesagt. Jedoch wollen die Veranstalter es im nächsten Jahr wahrscheinlich noch einmal versuchen! Ich halte Sie auf dem Laufenden!
Bleibt zu hoffen, dass sich vielleicht der eine oder andere Darsteller auf der FedCon XI einfindet...

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15. Der Herr der Ringe: Die Ringcon

Spätestens seit vergangenem Dezember ist es allgemein schick geworden, zwei eigentlich sehr unterschiedliche Blockbuster-Filme desselben Erscheinungsmonats und der selben Vertriebsfirma miteinander zu messen: Harry Potter und Herr der Ringe. Und um es auf den Punkt zu bringen: Ja, Harry Potter hat gleichsam zur Freude, wie zum Leid, vieler mit 1,2 Milliarden (laut Spiegel) etwa 300 Millionen US-Dollar mehr eingespielt. Im Vergleich zum Gewinn aus dem Merchandising beider Filme scheinen das allerdings nur Pfennig-Beträge zu sein. Längst findet man überall Beutlin- oder Potter-Figuren, lustige Bildchen und sicherlich gibt es die Eisenbahn nach Hogwarts bereits als Playmobil-Nachbildung zu kaufen. Man kann also eine Menge Geld verdienen durch dieses ganze Drumherum – das haben schon viele vor mir und vor allem auch in anderen Sparten erkannt.

Stefan Servos ist Betreiber der Seite Herr-der-Ringe-Film.de und gleichzeitig mitverantwortlich für die "Ringcon". Vom 22. bis zum 24. November 2002 soll sie im Maritim Hotel in Bonn stattfinden und preist sich schon jetzt auf ihrer Homepage als "die weltweit größte Convention zum Thema Tolkien und ‚Herr der Ringe'" an. Auf das Thema "Gewinn" angesprochen, schüttelt er nur lächelnd den Kopf. "Wir sind schon froh, wenn wir da möglichst ausgeglichen rauskommen".

Dabei sind seine Chancen gar nicht so schlecht. Mit im Boot ist nämlich neben der deutschen Tolkiengesellschaft auch die Fedcon GmbH, deren Star Trek Convention als die größte und wohl auch profitabelste in Europa gilt.

Stellt sich natürlich die Frage, ob das Konzept einer Star Trek Convention auf Herr der Ringe anwendbar ist.
Servos: "Da wird es einige Parallelen z.B. zur Fedcon geben, aber grundsätzlich wird es eine ganz andere Convention sein. Mit einem ganz anderen Klientel, mit einem ganz anderen Programm, denn das Thema bietet auch ganz andere Möglichkeiten."

So finden sich bereits jetzt mit Helmut W. Pesch und Friedhelm Schneidewind zwei namhafte Autoren und Tolkienexperten auf der Gästeliste, wobei der Autor und Musiker Schneidewind auf dem Gebiet "Harry Potter" auch nicht ganz unverfahren ist. Gäste aus dem Film plane man ebenfalls zu verpflichten. Ähnliches Interesse, wie bei Star Trek Conventions, kann man für diese Schauspieler allerdings nicht erwarten. Schließlich ist "Herr der Ringe" kein Produkt des Fernsehens oder des Kinos.

Zu wenig Besucher wird die Veranstaltung Gerüchten zu Folge jedenfalls nicht haben. Wenn man denen Glauben schenken darf, meldeten sich bereits am ersten Tag über 100 Fans an. Eine Tendenz, die sich abgestuft sicherlich auf heute hochrechnen lässt und das trotz der Terminüberschneidung mit der in Hamburg stattfindenden Hansetrek. Ob diese Überschneidung gewollt oder ungewollt ist, Stefan Servos gibt sich diplomatisch:
"Ich denke nicht, dass es da eine Konkurrenzsituation gibt. Wir wollen auch nicht die Star Trek-Fans ansprechen. Ich denke hauptsächlich, dass die Tolkien-Szene ein ganz anderer Personenkreis ist. Da gibt es sicherlich eine Schnittmenge, aber die ließ sich eben nicht vermeiden."

Wer sich bis zum 15. August anmeldet, kann die 3-Tageskarte um etwa 11 Euro verbilligt bekommen. Wie auch auf der Fedcon gibt es die Möglichkeit, sich ein Essenspaket zum Preis von 60 Euro zu reservieren, alternativ wird auch auf der Veranstaltung Essen angeboten. Preislich liegt dieses allerdings, ebenso, wie die Getränke, wahrscheinlich auf Maritim-Niveau, sodass man durchaus 6 Euro für einen sehr kleinen Gyros-Teller und den halben Preis für das im Rheinland so beliebte "Kölsch" einkalkulieren muss.

Link zum Thema:
http://www.ringcon.de

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16. Wissenschaft: Wider den Irrglauben

Von wegen Perpetuum Mobile

Die Physik kann nicht alle Phänomene erklären, teilweise weil sie für heutige Modelle noch zu komplex sind, oder auch noch nicht hinreichend erforscht sind. Aber sie setzt einen Rahmen der es erlaubt, verschiedene Ereignisse objektiv zu beurteilen.

Trotzdem gibt es die Naturgesetze, die unumstößliche Grenzen für die Welt aufstellen in der wir leben und die auch durch neue Theorien nicht umgestoßen werden.
Zu diesen Grenzen gehört zum einen die Unüberwindlichkeit der Lichtgeschwindigkeit, die Energie- und Impuls- und Drehimpulserhaltung im Rahmen der Unschärferelation sowie die Existenz des absoluten Temperaturnullpunkts inklusive seiner Unerreichbarkeit.

Andere physikalische Modelle sind vielleicht nicht ganz so fundamental, aber dass die Gravitationskraft mit dem Quadrat des Abstands abnimmt, folgt sowohl aus den Kosmologischen Modellen, als auch aus umfangreichen und immer wieder mit größerer Genauigkeit wiederholten Versuchen.

Darüber hinaus sind reine Spekulationen nicht geeignet, neue Ideen in den Status von Wahrheiten zu erheben. Es bedarf zudem die Widerspruchsfreiheit in dem Modell selbst als auch in Hinblick auf etablierte Theorien – hin und wieder müssen letztere natürlich auch überarbeitet werden. Wenn dieses Gerüst steht, bedarf es vieler Experimente um die Theorie zu belegen.
Aber es genügt ein einziges, wiederholbares und wissenschaftlich unangreifbares Experiment um sie zu widerlegen – das kann freilich schwieriger sein als es sich anhört, da immer alle möglichen Einflüsse und Möglichkeiten berücksichtigt werden müssen.

Betrachten wir einmal das Perpetuum Mobile: zum einen das, welches sich ohne äußeren Antrieb immer weiter bewegt, und zum anderen das, welches dabei auch noch Energie produziert. Letzteres ist ganz einfach auf Grund der Energieerhaltung unmöglich. Ersteres ist zumindest sehr unwahrscheinlich, weil es voraussetzt, dass die einmal hineingesteckte Energie niemals verloren gehen darf. Doch das ist schon aufgrund von Reibungsverlusten sehr unwahrscheinlich.

Während die Existenz eines Perpetuum Mobiles noch recht einfach zu widerlegen ist, wird es schon schwieriger, wenn es darum geht, über den Einfluss der Sterne auf unser Leben zu diskutieren.
Anhänger der Astrologie sind sehr hartnäckig und der Hinweis, dass sich die Tierkreise langsam verschieben ist nicht geeignet sie zu überzeugen.

Nun gibt es aber abgesehen von der Gravitation und etwas kosmischer Strahlung – die in der Regel nicht bis zum Erdboden vordringt – keinerlei Wechselwirkung mit den Sternen und Planeten. Und die gravitativen Einflüsse sind auch nur sehr schwach, sodass nahe Berge schon einen größeren Einfluss haben. Manchmal wird die Quantenmechanik missbraucht um eine scheinbare Verbindung herzustellen, angeblich besagt das Bellsche Theorem, dass alle Objekte miteinander verbunden sein.

Das ist Falsch, es gibt nur eine Bellsche Ungleichung, die festlegt, ob zwischen zwei Ereignissen ein statistischer Zusammenhang besteht. Ein solcher Zusammenhang existiert in der Quantenmechanik nicht. Zwar beeinflusst die Messung eines Teilchens das mit ihm quantenmechanisch verschränkte – das heißt sie befinden sich in einem gemeinsamen überlagertem Zustand – auch über Entfernungen hinweg, Informationen lassen sich damit aber nicht übertragen.

Dazu kommt, dass diese Verschränkung durch die geringste Wechselwirkung zerstört wird. Es kann also in fernen Sternen keine Teilchen geben, die seit dem Urknall mit Atomen in unserem Körper verschränkt sind.

Was die Leute glauben möchten, ist im Grunde egal. Astrologie kann auch funktionieren, wenn man einen guten Astrologen mit viel Menschenkenntnis und einer psychologischen Begabung hat. Aber wenn pseudowissenschaftliche Argumente verwendet werden, um den eigenen Aberglauben zu rechtfertigen, sollte man das nicht unwidersprochen hinnehmen.

Doch es gibt auch eine Form von wissenschaftlichen Aberglauben. Diesem gehören zum Beispiel die Anhänger der Hohlwelttheorie an. Obwohl sich mathematisch leicht beweisen lässt, dass innerhalb einer Hohlkugel Schwerelosigkeit herrscht, wird dieses Argument schlicht mit dem Hinweis ausgeräumt, dass es sich dabei schließlich nur um Mathematik handeln würde.

Das ohne die Gesetze der Schwerkraft unsere Welt nicht existieren könnte, wie wir sie heute vorfinden, wird nicht bedacht. Ganz zu schweigen davon, dass das die Gravitationsgesetze mit modernsten Experimenten immer wieder bestätigt werden. Während sich die übliche Sicht der Vollkugelerde in ein Konsistentes, in sich schlüssiges Weltbild einfügt, führt eine Hohlerde bei genauer Betrachtung zu einer Reihe von Widersprüchen, die durch das postulierte Weltbild nicht oder nur mit einigen geistigen Verrenkungen erklärt werden können.

Ein ganz ähnliches Phänomen stellt das Auto dar, das angeblich mit reinem Wasser angetrieben wird. Ein solcher Antrieb ist bedauerlicherweise unmöglich, da Wasser von selbst keine Energie freisetzt – abgesehen von thermischer Strahlung natürlich, wie jeder andere Körper auch. Auch eine kalte Fusion ist unmöglich, da viel Energie nötig ist um zwei Atome so nahe zusammenzubringen das sie fusionieren.
Abgesehen von einem großen Tank auf dem Dach, aus dem Wasser beim runterlaufen ein Schwungrad antreibt, gibt es nach physikalisch-chemischen Erwägungen keine Möglichkeit, einfach Wasser in den Tank eines Autos zu kippen und loszufahren.

Was bei diesem wissenschaftlichen Aberglauben auffällt, ist die Hartnäckigkeit, mit der ihre Anhänger daran festhalten. In der wissenschaftlichen Gemeinde ist es allgemein üblich seine eigenen Ideen grundsätzlich in Frage zu stellen, um so die Fehler der Theorie aufzudecken. Das ist beim Aberglauben nicht der Fall. Der Gegenbeweis wird immer von den anderen verlangt und der Anhänger selbst sieht sich eher in der Rolle der unterdrückten Minderheit, die als einzige die Wahrheit als Märtyrer mit ins Grab nehmen muss.
Gerade letzter Punkt macht es so gut wie unmöglich abergläubische Menschen von einer aufgeklärten Weltsicht zu überzeugen, selbst wenn es sich ansonsten um sehr intelligente Menschen handeln kann.

Die verschiedenen Formen von Aberglauben sind im wesentlichen irrational, und stellen im Grunde eine Art Glaubensbekenntnis dar, dass auch mit den besten Argumenten nicht ohne Weiteres umwerfen lässt, genauso sind dann auch die Argumente der Abergläubischen in der Regel nicht geeignet zu einer kritischen Analyse des Problems beizutragen.

Auf der anderen Seite gibt es aber Grenzbereiche, wo man nicht genau sagen kann, wo der Aberglauben anfängt, und wo schlicht noch Forschung nötig ist, um Phänomene zu erklären. Ein Beispiel dafür ist die Homöopathie.
Ganz gewiss hat Wasser kein Gedächtnis, mit dem es sich die Wirkung eines Medikaments merken könnte, obwohl sich dieses schon lange nicht mehr im Wasser befindet – es gibt zwar Wasserstoffbrücken, die einzelne Wassermoleküle miteinander verbinden. Aber diese Verbindungen sind nicht von Dauer, man kann sie auch nicht auslesen, wie ein Magnetband.

Trotzdem ist es nicht unvorstellbar, dass Wirkstoffe auch in sehr geringer Konzentration noch Effekte auf den Körper haben können. Hier sind noch wissenschaftliche Forschungen nötig, einzelne Berichte oder begeisterte Ärzte sind leider nicht geeignet eine These zu belegen.

Es gibt also einen Unterschied zwischen Aberglauben, der einer wissenschaftlichen Analyse nicht standhalten kann, weil er grundlegenden Gesetzmäßigkeiten oder Experimenten widerspricht, und weißen Flecken auf der wissenschaftlichen Landkarte, die noch erforscht werden müssen.
Zwischen diesen Bereichen zu unterscheiden ist nicht immer ganz leicht, aber wenn man eine kritische und aufgeschlossene Weltsicht pflegt, bekommt man Übung und einige interessante Einblicke in die Funktion der Welt.

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17. Subspace Link

"Die Gefährten" gewinnt bei den MTV Movie Awards.
Acht Millionen Zuschauer wählten den ersten Teil der Ring-Saga bei den MTV Movie-Awards zum besten Film des letzten Jahres, außerdem wurde Orlando Bloom als bester Newcomer prämiert. Regisseur Peter Jackson und Mitglieder seine Filmcrew bedankten sich mit einem Tanz im Hobbit-Kostüm.
In der Vorberichterstattung der Sendung gab es einen exklusiven Blick an die Sets von "Der Herr der Ringe: Die Zwei Türme". Die Award-Verleihung wird auch bei MTV Deutschland ausgestrahlt, und zwar am 17.6.2002. Jedoch ist noch unklar, ob die exklusiven Ausschnitte auch in Deutschland zu sehen sein werden.
Einige Bilder aus dem zweiten Teil der Sage sind jedoch schon auf der Offiziellen Seite und der MTV Seite zu bewundern.(sd)

Links zum Thema:
http://www.herr-der-ringe-film.de
http://www.mtv.com

Die Hobbits filmen wieder.
Elijah Wood und einige der anderen "Ring"-Stars drehten im Mai in Neuseeland einige Sequenzen für den zweiten Teil der Trilogie. Die Nachdrehs wurden nötig, weil noch einige Lücken zu füllen waren. Dabei handelte es sich hauptsächlich um die Szenen der Hobbit -Darsteller Elijah Wood, Sean Astin, Billy Boyd und Dominic Monaghan.(sd)

George Lucas über die Story von Episode III.
Gegenüber der amerikanischen Fernsehshow Entertainment Tonight enthüllte George Lucas erste Einzelheiten über die Storyline von Episode III. Die legendären Klonkriege sollen bereits am Anfang des Films enden und danach wird es "Klein und persönlich" zugehen.
Weiterhin meldetet der Australian Daily Telegraph, dass nach Aussage von Produzent Rick McCallum eventuell zwei australische Kinder für die Rollen von Luke und Leia Skywalker gecastet werden.(sd)

Ungewollter Rekord - "Spider-Man" auch bei Filmfehlern Spitze.
Offenbar ist "Spider-Man" nicht nur an den Kinokassen Spitze, sondern auch in Sachen Filmfehler. Der Science Fiction-Film, der mit 114 Millionen Dollar ein neues Premierenrekordergebnis in den Vereinigten Staaten aufgestellt hat, hat sich laut der Auflistung der Seite movie-mistakes.com auch 77 Anschlussfehler geleistet. Die Fehler umfassen verschwindende Rucksäcke, Kleider, die dreckig sind und auf einmal sauber, oder zerbrochene Fensterscheiben, die im nächsten Bild wieder in Ordnung sind. Rekordhalter bei Filmfehlern ist bisher "The Matrix" mit 146 entdeckten Fehlern, gefolgt von "Titanic" mit 135 und "Der Herr der Ringe" mit 113.
Derweil ist sogar das Premierendatum für den zweiten Teil benannt worden. Am 7. Mai 2004 startet die Fortsetzung des Spinnenepos. Die Hauptdarsteller Tobey Maguire und Kirsten Dunst haben bereits einen Vertrag unterschrieben und die Dreharbeiten sollen Anfang kommenden Jahres beginnen.(sd)

Neues von Terminator III.
"Arnold ist zurück. Der Terminator ist zurück. Wir sind zurück und wir machen einige Sachen, die ziemlich wundervoll werden." Das waren die Worte des Kreaturen- und Puppendesigners Stan Winston, der mit Cinescape über "Terminator 3: Rise of the Machines" sprach. "Alles, was wir machen ist neu. Es ist weit hinter dem, was wir bislang sahen," sagte Winston kurz bevor er den Saturn Award für die Effekte von "A.I." überreicht bekam. "Es gibt einen neuen Terminator, einen weiblichen. Es gibt Terminators, die prä-Arnold [Schwarzenegger] sind, es gibt eine Menge zu sehen. Jonathan Mostow macht als Regisseur einen wundervollen Job."
Winston hatte auch noch einiges über Kristanna Loken zu sagen, die den ersten weiblichen Terminator spielt, den T-X. "Kristanna ist wundervoll. Sie ist schaurig, sie ist ernsthaft, sie ist perfekt für die Rolle. Sie zeigt eine weibliche Version von dem, was Robert Patrick in seiner Rolle [als T-1000] in 'Terminator 2' zeigte."
"In 'Terminator' gaben wir vor einen Roboter zu erschaffen. In 'Terminator 3' haben wir wirklich welche." Laut Winston kommt der Film nächtes Jahr in die Kinos.(sp)

Fortsetzung für Independence Day?
Der ID4 Co-Produzent Dean Devlin gab in einem Interview gegenüber Cinescape bekannt, dasser und sein Partner Roland Emmerich an einem Sequel von des Sci-Fi Actionfilms arbeiten. "Wir haben ein Konzept gefunden, das wir mögen... Wir versuchen jetzt, es in einen Film umzusetzen. Wir hoffen das wir nächstes Jahr anfangen können, das Script zu schreiben." Der Film soll nicht einfach nur eine Wiederholung der Story sein. Er soll auch für sich selbst stehen können, ähnlich wie die 'Alien-Filme' von James Cameron oder die Star Wars Filme. Die Welle der Gefühle in den USA nach dem 11. September hat die Fortsetzungsidee inspiriert, so Devlin. (sd)

"War od the Worlds": Rechtsstreit?
Mysteriöses rund um die geplante Verfilmung von "Der Krieg der Welten" von H.G. Wells. Im letzten Jahr hatte der Regisseur Timothy Hines und die Firma Pendragon Pictures eine Verfilmung geplant. Aufgrund der Ereignisse vom 11.09.01 wurde dann eine massive Überarbeitung angekündigt und das Projekt wurde verschoben. Vor kurzem hatte Paramount dann plötzlich ein entsprechendes Projekt mit Tom Cruise als Produzenten angekündigt. Hinter den Kulissen scheint sich derweil ein Ringen darum abzuspielen, wer derzeit das Recht besitzt, eine Verfilmung zu realisieren: Paramount oder Pendragon.
Derzeit wird laut Pendragon Pictures das Drehbuch überarbeitet. Auch hier hätte man gegen Tom Cruise als Produzenten nichts einzuwenden.In die Kinos soll der Film 2004 kommen, obwohl derzeit noch kein Verleih gefunden wurde und die Rechtefrage bislang ungeklärt ist.(sd)

Twohy als Regisseur für Pitch Black Fortsetzung bestätigt.
Der Drehbuchautor und Regisseur des Films Pitch Black David Twohy wird auch bei der kommenden Fortsetzung die Zügel in der Hand behalten. Ursprünglich wollte er wegen anderer Verpflichtungen absagen. Es wurden auch Scripte von Akiva Goldsman (A Beautiful Mind, Liost in Space, Batman and Robin) und David Hayter (X-Men) eingereicht, aber das Studio wollte lieber beim bewährten Team bleiben. Weiterhin gibt es eine Option auf bis zu drei Fortsetzungen.
Hauptdarsteller Vin Diesel (The Fast and the Furious) wird ebenfalls noch einmal die Rolle des Riddick spielen und ist an den Planungen für seine Figur direkt beteiligt.(sd)

Hulk Details entüllt.
Laut E! Online infiziert sich der Titelheld Bruce Banner, gespielt vom australischen Schauspieler Eric Bana, durch einen Biss von einem radioaktiv verstrahlten mutierten Hund und wird dadurch zu Hulk. Weiterhin wurde bekannt, dass Lou Ferrigno, der Darsteller aus der Hulk-Fernsehserie einen Cameo-Auftritt haben wird.
Derzeit haben die Dreharbeiten für die Special Effects Szenen begonnen. Bislang spielen Schauspieler die mutierten Hunde - dabei soll angeblich auch ein riesiger Pudel sein, der Bruce Banner angreift. (sd)

Sarah Michelle Gellar moderiert MTV Movie Awards.
Jahres. Sendetermin in Deutschland ist der 17.06. um 22.30. Daneben gibt es diverse Pre/Post Show Specials zu anderen Zeiten. Hier die Kurz-Highlights:
* Tobey Maguire"s "Spider-Man" Parodie
* Kelly Osbourne singt "Papa Don"t Preach". (sd)

Link zum Thema:
Sendetermine - http://www.mtv.de/movieawards/

Gewinner der MTV Movie Awards.
Bester Film: LORD OF THE RINGS: THE FELLOWSHIP OF THE RING


Bester männlicher Darsteller: Will Smith, ALI
Beste weibliche Darstellerin: Nicole Kidman, MOULIN ROUGE
Bestes Leinwand Team: Vin Diesel und Paul Walker, THE FAST AND THE FURIOUS
Beste Comedy Performance: Reese Witherspoon, LEGALLY BLONDE
Bester Schurke: Denzel Washington, TRAINING DAY
Bester Newcomer: Orlando Bloom, LORD OF THE RINGS: THE FELLOWSHIP OF THE RING
Beste Newcomerin: Mandy Moore, A WALK TO REMEMBER
Bester Kuss: Jason Biggs und Seann William Scott, AMERICAN PIE 2
Beste Action Sequenz: Die Angriffszene, PEARL HARBOR
Bester Kampf: Chris Tucker und Jackie Chang gegen die Hong Kong Gang, RUSH HOUR 2
Beste Musical Sequenz: -- Ewan McGregor und Nicole Kidman, MOULIN ROUGE (sd)

Link zum Thema:
Sendetermine - http://www.mtv.de/movieawards/

Saturn Awards vergeben.
Der Saturn Award wird einmal jährlich verliehen um die Besten im Genre Entertainment zu feiern. Organisiert wird die Veranstaltung von der Academy of Science Fiction, Fantasy and Horrorfilms.

Die wichtigsten Gewinner dieses Jahr:
Bester Action/Adventure/Thriller Film: MEMENTO
Beste Kostüme: HARRY POTTER AND THE SORCERER"S STONE
Bestes Make-Up: HANNIBAL
Bester Jungschauspieler: Haley Joel Osment, A.I.: ARTIFICIAL INTELLIGENCE.
Bester Nebendarsteller: Ian McKellan, THE LORD OF THE RINGS: THE FELLOWSHIP OF THE RING.
Beste Nebendarstellerin: Fionnula Flanagan THE OTHERS.
Cinescape"s Face of the Future (männlich): James Marsters, BUFFY THE VAMPIRE SLAYER.
Cinescape"s Face of the Future (weiblich) und Beste Nebendarstellerin TV Serie: Jolene Blalock, ENTERPRISE.
Bester Fantasy Film: THE LORD OF THE RINGS: THE FELLOWSHIP OF THE RING
Best Kabel-TV Serie: FARSCAPE.
Beste Network TV Serie: BUFFY THE VAMPIRE SLAYER.
Bester Nebendarsteller TV Serie: Michael Rosenbaum, SMALLVILLE.
Bester TV Schauspieler: Ben Browder, FARSCAPE.
Beste TV Schauspielerin: Yancy Butler, WITCHBLADE.
Bester REgisseur: Peter Jackson, THE LORD OF THE RINGS: THE FELLOWSHIP OF THE RING.
Beste Schauspielerin: Nicole Kidman, THE OTHERS.
Bester Schauspieler: Tom Cruise, VANILLA SKY.
Life Career Award: Stan Lee, Schöpfer von Spiderman
Bester Science Fiction Film und bestes Drehbuch: A.I.: ARTIFICIAL INTELLIGENCE (sd)

Link zum Thema:
http://www.cinescape.com

Buffy: Amber Benson kehrt zurück?
Kaum ist die 6. Staffel in den USA gelaufen, da tauchen die ersten Gerüchte der 7. Staffel auf. Demnach soll Amber Benson (Tara) in der 7. Staffel der Serie in 13 Folgen mitspielen. Es ist aber noch nicht klar, in welcher Form Tara zurück kehren wird. (bl) Angel: Ohne Charisma? Nach dem Ende der 3. Staffel von Angel hielt sich hartnäckig das Gerücht, dass Charisma Carpenter (Cordelia Chase) wegen "privater Probleme" in der nächsten Staffel der Serie nicht mehr dabei sein wird. Ihr Agent stritt dieses Gerücht jedoch vehement ab und bestätigte, dass Charisma auf jeden Fall weiterhin bei der Serie mitspielt. Ob das ganze einfach nur eine Verwechslung mit einer Darstellering von "Witchblade" war, und Charisma wirklich weiterhin ihre Rolle bei "Angel" spielen wird, bleibt ungewiss.
Zumal das Ende der 3. Staffel bei "Angel" einige Fragen aufwirft. Es schien den Fans so, als würde man versuchen die Figur der Cordelia Chase ganz aus dem Konzept zu entfernen. (bl)

Buffy: Kein Kinofilm nach Ende der Serie?
In einem Interview zu ihrem neuen Film "Scooby Doo", sagte Sarah Michelle Gellar (Buffy Summers), dass sie nicht wirklich an einem "Buffy" Film interessiert sei.
"Es ist eine wundervolle Geschichte [...] und es fühlt sich ganz so an, als würden wir jede Woche einen neuen Film drehen. Jetzt einfach eine Folge auf die Leinwand auszudehnen, das wäre eigentlich eine Verschwendung." (bl)

Buffy: Dreharbeiten in England.
Joss Whedon, Schöpfer von "Buffy" und "Angel", sagte in einem Interview mit SciFi Wire, dass die erste Episode der nächsten Staffel in England gedreht wird, jedenfalls Teile davon. "Ich werde in einigen Wochen nach England fahren, um dort einige Aufnahmen mit Tony (Head, "Rupert Giles") und Alyson (Hannigan, "Willow Rosenberg") zu filmen. Das wird sicherlich Spaß machen. Das ist das erste mal, dass die Produktion wirklich viel ausgibt. Also sind wir wirklich sehr aufgeregt. Normalerweise hört sich das ungefähr so an: "Also, wir drehen in Venedig... Reiche mir den rubinbesetzten Kelch... "Es ist schon etwas." (bl)

Link zum Thema:
http://www.scifi.com

Soundtrack zur Buffy Musicalfolge.
Ein Soundtrack zu der beliebten Folge aus der sechsten Staffel von Buffy rückt in greifbare Nähe. "Wir versuchen eine Soundtrack CD herauszubringen mit den Songs aus dieser Episode und ich denke, dass wir das eventuell auch werden, aber es gibt viel rechtliche Streitigkeiten, weil so viele Schauspieler und Firmen involviert sind.", so Joss Whedon in einem Interview mit Cinescape.(sd/sp)

Babylon 5: Endlich mehr auf DVD.
Lange war es nur ein Gerücht, doch nun machte es J. Michael Straczynski persönlich im Usenet offiziell. Die SciFi-Serie "Babylon 5" wird auf DVD veröffentlicht werden. Die erste Staffel wird bereits als Box-Set in diesem Herbst erscheinen. Straczynski erklärte, dass er mindestens bei zwei Folgen Kommentare sprechen wird: "Visionen des Schreckens " ("Signs and Portents") und "Chrysalis". Wenn es seine Zeit zulässt, gibt es auch Kommentare zu "Verloren in der Zeit" ("Babylon Squared") und "Gefangen im Cybernetz" ("And The Sky Full Of Stars"). Warner Bros. möchte auch gern eine Einführung in die Serie mit JMS persönlich drehen. Derzeit sammelt man eine Menge Material, das als Extra mit auf die DVDs gepresst werden soll. Und alle Video-Freaks werden erfreut sein, dass die komplette Serie in Widescreen auf den DVDs zu sehen sein wird. (mr)

Firefly: Preview online.
Auf der Seite von "Zap2it" ist jetzt ein sehr sehr kurzer Preview auf die im Herbst startende Serie "Firefly" von Vampirjäger-Erfinder Joss Whedon online. (bl)

Link zum Thema:
http://tv.zap2it.com

Firefly: Ursprünglicher Pilotfilm zur späteren Verwendung.
"Der 'verlorene' Pilot ist nicht wirklich verloren," sagte Whedon. "Wir drehten ihn und eine der Kämpfe mit FOX ist, dass ich mir ein Drama mit Action vorstellte, aber FOX will mehr Action und weniger Drama, deshalb drehten wir mehr Actionszenen, womit ich nicht unbedingt unzufrieden bin. FOX denkt, dass sie die Serie mit einer Folge beginnen wollen, in der die Charakter schon zusammen sind. Wir sehen sie, als sie sich mit ihrer Umgebung schon arrangiert haben. Der erste Pilot, den wir drehten, war eher eine Ursprungsgeschichte. FOX denkt, wir brauchen nicht mit der Geschichte zu starten, wie sie anfingen, dem ich nicht unbedingt zustimme. Wie dem auch sei, egal ob wir mit dem ersten oder zweiten Piloten anfangen, diese Geschichte wird diese Staffel gespielt. Entweder als Premiere oder später in der Serie als 'Rückschau' Folge." (sp)

Neues Buffy Spin off verzögert sich.
Die Premiere der BBC Spin-Off Serie über Buffy's Wächter Giles verzögert sich. "Es musste erstmal gestoppt werden, da Firefly so schnell Form annahm," sagte Whedon bezüglich seiner neuen Science-Fiction Serie, die diesen Herbst auf dem FOX Network starten wird. "Ich musste mich auf [Firefly] konzentrieren, aber das Interesse ist da und das Projekt [die Giles Serie] ist immernoch am Leben." (sd/sp)

Akte-X: Backstage bei "The Truth".
Auf der offiziellen Seite sind jetzt einige sehr schöne Bilder von den Aufnahmen zu der letzten Folge "The Truth" online. Ein nettes Abschiedgeschenk von FOX. Außerdem gibt es neue Interviews von Cast und Crew zum Ende der Serie. (bl)

Link zum Thema:
Bilder zu "The Truth" - http://www.thex-files.com

Birds of Prey Trailer und Bilder online.
Huntress (Ashley Scott/Gigolo Jane aus AI:Artificial Intelligence), Oracle (Dinah Myer/Starship Troopers) und Black Canary(Rachel Skarsten) bilden das Team der neuen Warner Brothers Serie "Birds of Prey", die aus der Feder der "Smallville"-Produzenten stammt. In einer Nebenrolle ist auch Sherilyn Fenn (Twin Peaks) zu sehen. Die Show soll diesen Herbst auf dem WB Network in den USA anlaufen.(sd)

Links zum Thema:
http://www.gothamclocktower.com/
http://www.thewb.com

Mutant X: Drehbeginn der zweiten Staffel.
"Comics Continuum" berichtet, dass in Toronto die Dreharbeiten für die zweite Staffel von "Mutant X" begonnen haben. Die erste gefilmte Episode war "Time Squared", die aber erst später ausgestrahlt werden wird. Die Dreharbeiten zur Staffelpremiere "Past as Prologue" haben am 7. Juni angefangen.(sf)

Dead Zone: Vorerst nur eine halbe Staffel.
Wie das USA Network gestern bekanntgegeben hat, wird es von Michael Pillers neuer Genre-Serie "The Dead Zone" nur 13 anstelle der ursprünglich vereinbarten 22 Episoden geben.
Als Begründung für diese Reduktion gab man an, man wolle sicherstellen, dass die Serie nicht in den Sendeplänen verloren geht, wenn die großen Networks ihr Herbst-Programm im September beginnen. Mit 13 Episoden und einer Premiere am 16. Juni ist die Serie am 8. September zu Ende, nur wenige Tage vor dem erwarteten Start der Herbst-Saison, wenn bekanntere Serien wie "Enterprise" ins Rampenlicht zurückkehren. (sf)

Michael Piller zur TV-Adaption von Dead Zone.
Michael Piller sprach über seine Arbeit an der Fernseh-Version von Stephen Kings Thriller. Im Hinterkopf hatte er dabei auch immer noch den Film von Christopher Walken aus dem Jahr 1983: Zone. Darin verliert ein Mann (gespielt von Anthony Michael Hall) bei einem schweren Autounfall seine Verlobte (die aus DS9 bekannte Nicole De Boer- Dax), gewinnt aber besondere psychische Kräfte.
"Ich glaube, es wird eine gute Fernsehserie, weil es eine klassische Geschichte ist: ein Mann auf der Suche nach seinem Platz in der Welt", fasst Piller das Thema zusammen. "Das ist eine Herausforderung, vor der jeder von uns steht, nur ihn trifft es viel härter, weil er zunächst alles verliert, was er liebte, seine Verlobte, seine Arbeit. Und dazu muss er erst herausfinden, was er mit diesen bemerkenswerten Kräften anstellen soll."
Auch der Roman sei episodisch aufgebaut, deshalb habe schon Stephen King viel Platz gelassen um die neue Welt des Helden Johnny Smith zu erkunden. Piller setzt fort: "Für die erste Staffel bleiben wir in den Dimensionen des Buchs. Wir wollen die Zuschauer, die das Buch und den Kinofilm schon lieben, in diese Erfahrung einzuführen." Weitere Staffeln könnten dann da Thema erweitern, falls der Erfolg es gestattet. (sh)

Dark Angel: Petition zur Rettung der Serie.
Nach dem weniger erfolgreichen letzten Jahr wurde "Dark Angel" nach nur zwei Jahren von FOX eingestellt. Im Internet laufen jetzt Petitionen, um die Serie zu retten.(sf)

Links zum Thema:
http://www.petitiononline.com
http://www.jessica-alba-at-web.de.vu

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Ausgabe 97 - 14.6.2002


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