corona magazine
ISSN 1422-8904

   Spotlights
  + Jahresrückblick 2001
  + Der Herr der Ringe

   Star Trek
  + ST:X Produktionsteam
  + ENT Whitmore führt Regie
  + Neue Star Trek-Spiele
  + Wil Wheaton über Wesley
  + ENT Synchronisation Infos

   Subspace Link
  + Mission Erde: Kein Geld
  + Andromeda Ausblicke
  + Kritik: Harry Potter
  + Alles ist Relativ (2.2)
  + Joss Whedon: Neue Serie
  + B5 JMS über DVD's
  + Farscape: Neue Staffel
  + Batman: Spin-off geplant?
  + T3: Neues Rekordbudget

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22. Dezember 2001 - Ausgabe 91 - "La bella è vita"

Das Leben ist schön

Ich weiß beim besten Willen nicht, wann ich zum letzten Mal diesen Satz von einem Freund, Bekannten oder gar durch die Medien vernahm. Wobei gerade in diesen hektischen Wochen mit all den weltweiten politischen und militärischen Krisen jeder Einzelne die schönen Seiten des Lebens nicht aus den Augen verlieren sollte - auch wenn es manchem sicher schwerfällt. Seien es nun die schönen gemeinsamen Stunden mit dem Lebenspartner, mit Freunden bei einer feuchtfröhlichen Jahresabschlussfeier, oder die besinnlichen Abende im Kreise der Familie. Ich möchte nichts davon missen. Oder, um es in einen einzigen - zugegeben etwas pathetischen - Satz zu fassen:
"Genießen Sie diese Augenblicke, denn sie werden nie wiederkommen."

Versäumen möchte ich es nicht, mich nach einem turbulenten Jahr mit vielen privaten Höhen und Tiefen auch bei der Corona-Redaktion zu bedanken, die mir stets engagiert zur Seite stand und ohne die das vorliegende Magazin, sowie das im kommenden Jahr wieder regelmäßig erscheinende Newsletter nicht denkbar wäre. Daher möchte ich hier ausnahmsweise mal einige direkte Worte an die Redation richten:
Liebe Freunde: Ihr habt in den letzten zwölf Monaten bisweilen Unglaubliches geleistet und ich selbst bin mächtig stolz darauf, mittlerweile mehr als zwei Jahre in diesem Team tätig sein zu dürfen. Denn ihr seid alle miteinander großartig! Daher lasst uns den eingeschlagenen Weg weitergehen und die Leser da draußen auch weiterhin mit Gerüchten und Spoilern quälen, ja? :-)

Damit komme ich nun zu Ihnen, liebe Leser. Sie möchte ich in diesem Vorwort natürlich nicht vergessen. Ohne Ihre großartige Treue und stetiges Feedback wäre die Existenz unseres Projektes und die derzeitige Themenbreite ja gar nicht erst möglich. Auch wenn es vielleicht komisch klingen mag: Das Corona Magazine lebt zu einem großen Teil von Ihren Ideen und Anregungen. Lassen Sie uns also daher auch 2002 bitte nicht im Regen stehen, bleiben uns gewogen und teilen uns mit, wenn Ihnen etwas verbesserungswürdig erscheint.

Und nun verabschiede ich mich, wünsche Ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest und
kommen Sie gesund und glücklich in das neue Jahr.

Ihr Klaus Michels
Chefredakteur


Pfadfinder

1. Von seiernden Klingonen und sexy Hobbits
2. Der Herr der Ringe: Die Gefährten
3. Kolumne
4. Star Trek: trekBEAT
5. Im Gespräch mit Elijah Wood
6. Kreuzfeuer
7. Rating Report
8. Lesezeichen
9. Episodenlogbuch: Enterprise (ohne große Spoiler!)
10. Spezial: Von Worm zu Storm (1.2)
11. Perry Rhodan: Wie man einen passenden Einstieg findet
12. Buffy & Angel: Neue Sekundärliteratur
13. Mission Erde: Das Geld ist alle!
14. Andromeda: Ein Ausblick (1.2)
15. Filmkritik: Harry Potter
16. Wissenschaft: Alles ist Relativ (2.2)
17. Subspace Link


1. Von seiernden Klingonen und sexy Hobbits

2001 im Rückblick

Jedes Jahr kommen sie wieder und wieder: Jahresrückblicke sprechen von "wendebringenden", "bedeutsamen", oder "großen Jahren". Klar: Im Nachhinein waren es ganze zwölf Monate, und würde in denen nichts passieren, hätte nicht nur der Corona ein ganz schönes Problem. Doch das war 2001 war eigentlich weniger ein wendebringendes, bedeutsames oder großes Jahr in Sachen Science Fiction - es war vielmehr die altbekannte "Ruhe vor dem großen Sturm". 2002 wird mit seiner Herr der Ringe-Fortsetzung, etlichen Nachrichten in Sachen "Matrix", den nächsten Star Wars- und Star Trek-Filmen, der Entscheidung über die Zukunft der X-Akten und weiteren großen Dingen das große Jahr. Doch bevor wir das angehen, blicken wir zurück: Auf nur einige der Hoch- und Tiefpunkte 2001.

Flop: Star Trek
Und da haben wir das Problem schon wieder: Für die deutschen Fans wird erst 2002 interessant. Der Grund: Erst dann läuft hier "Enterprise" an, denn in diesem Jahr endet nur die im wahrsten Sinne des Wortes auslaufende "Voyager". Zum Glück. Von einem wahren Quotengarant konnte nie die Rede sein, von Interesse sowieso nicht. Wir erinnern uns nur an den Hype, den "Deep Space Nine" zum Ende hin brachte. Voyager dagegen hat seine Chancen vertan: Da lief hier in Deutschland noch heiter die sechste Staffel vor sich her, da kochte schon heftigst die Gerüchteküche über die neue Serie, die noch bis Mai nur unter dem Titel "Serie V" kursierte: Läuft sie jetzt bei ABC, doch in der Syndication, doch noch bei UPN, um das es dieses Jahr ja auch nicht so gut bestellt war? Handelt sie jetzt von Sektion 31 und bringt somit die indirekte DS9-Fortsetzung, beschäftigt sie sich mit einer Next Next Generation im 29. Jahrhundert, geht es um ein Zeitschiff oder ist es doch das allseits verschmähte Prequel? Auf beide Fragen ergaben sich die schlechtesten Antworten: "Enterprise" wird das Star Trek-Sequel auf dem Vorgängerschiff von Captain Kirk und läuft auf UPN. Im Endeffekt eine glückliche Entscheidung: "Die Serie mit dem Scheißvorspann", der er eigentlich gar nicht ist, gefällt. Und sie darf gefallen - und somit die Zeit bis kommenden Herbst in Deutschland lang machen. "Enterprise" bringt endlich frische Luft ins Star Trek-Universum.

Top: Harry Potter
Jaaa, kaum war 2001 richtig im Laufen, konnten wir den Namen "Harry Potter" schon nicht mehr hören. Der kleine britische Naseweis, der uns schon beim Verkauf des vierten Buches ordentlich auf die Zwiebel ging, weil eine ehemalige Sozialhilfeempfängerin mit billiger Zauberei zur reichsten Frau Großbritanniens wurde - wegen eines blöden Buches, das die meisten schon nach einer Seite aufgehört haben zu lesen, und wegen eines noch blöderen Hypes auf ein paar Bücher, der uns Angst gemacht hat, dass der Pisa-Test wohl doch irgendwie seine Berechtigung hat, wenn solche Bücher ganz weit oben in den Bestsellerlisten rangieren. Doch für "Harry Potter" muss man spätestens nach dem Filmdebüt "Der Stein der Weisen" mit einem umhauenden Daniel Redcliffe als Zauberlehrling in Hogwarts in die Bresche springen: Ein Film, der stärker fasziniert hat als dieser, war in diesem Jahr bis auf eine Ausnahme nicht anzutreffen. Joanne K. Rowlings Buchvorlage konnte wunderbar inszeniert von Christopher Columbus und einer Riege hervorragender Schauspieler mit märchenhaften Zügen wie sie leider viel zu selten geworden sind drei Stunden lang ohne Längen und Hänger faszinieren. Und auch den letzten vom Hype überzeugen. Da wird in 2002 das Warten auf die Fortsetzung lang.

Flop: Scary Movie 2
Es gab Leute, sogar im Team von sf-radio.de, die im Hype der ganzen amerikanischen Teenie-Komödien meinten, wirklich jeden Film, in dem Sperma, Kotze und Kondome dazu verwendet wurden, die schlechten Leistungen der Darsteller zu vertuschen, bis in den Himmel loben zu müssen. Selbst "Scary Movie", das zuvor den absoluten Bodensatz an Zelluloid-Verschwendung darstellte. Es gab sie - aber nur bis Scary Movie 2 kam. Denn spätestens mit dem wurde der Bodensatz noch mal unterboten. Die Filmer, die froh sein konnten, dass ein Verleih ihnen überhaupt diesen intelligenzlosen und vorpubertären Müll abgenommen haben, haben hier im Corona selbigen noch groß gelobt - selten gab es ein solches Kontrastprogramm - da haben wir vor "Enterprise" ja Brannon Braga und Rick Berman noch mehr Glauben geschenkt. "Scary Movie 2" hat zum Glück das Ende der Teenie-Komödien eingeläutet. Sonst hätte es eventuell noch schlimmer kommen können.

Top: Der Herr der Ringe
"Der Herr der Ringe: Die Gefährten" ist erst ganz kurz im Rennen für den Jahresrückblick: Erst in dieser Woche ist der Film in den deutschen Kinos angelaufen. Die Trilogie verspricht, in die Liste der erfolgreichsten Filme aller Zeiten aufzusteigen. Lange Zeit galt das Werk des Briten John Ronald Reuel Tolkien als "unverfilmbar". Regisseur Peter Jackson hat über zwei Jahre in Neuseeland an der Umsetzung gearbeitet, die in diesem, aber auch in den nächsten beiden Jahren jeweils im Dezember in die Kinos kommt. Aus der Buchvorlage ist eine originalgetreue Umsetzung geworden: Ein Epos von bisher nie gesehener Größe, für das sich jeder Hype lohnt. Lange Zeit ist es 2001 leider ruhig um den Film gesehen - die Werbemaschinerie lief im Gegensatz zu "Harry Potter" erst relativ spät an. Was dem ganzen aber wohl keinen Abbruch tun wird.

Flop: Science Fiction im Fernsehen
Die Science Fiction befindet sich bereits länger in der Krise. Die großen Zeiten sind vorbei, seitdem die großen Serien ein Ende gefunden haben. Längst sind Geschichten für Großstadtnymphen, den gestressten Ärztealltag oder von Männern enttäuschte Anwältinnen interessante für das Fernsehpublikum geworden. Serien wie "Farscape" oder "Star Trek" kämpfen mit den Quoten - in den USA, hier und auch anderswo. "Farscape" macht in Deutschland das große Bäumchen-wechsel-dich-Spiel in Sachen Sendeplatz mit. Und in Sachen Sendepolitik hat sich dieses Jahr leider nicht viel verbessert. Weitere dümpelnde Beispiele: "Voyager", "Mission: Erde", "Seven Days", "First Wave". Alles Serien mit Potenzial, das sich nicht entwickelt hat. Die Scifi-Welle in Serie, die mit den "X-Akten" Anfang der Neunziger ins Rollen gekommen ist, flaut also naturgemäß wieder ab, und es hält nicht nur der Überflieger "Akte X". Mit Robert Patrick im Boot zu Recht: Der "Terminator" bringt frischen Wind in eine angestaubte Serie und könnte sogar den Verlust von Gillian Anderson schmerzfrei gestalten. Nur: Ein neuer Überflieger wie die X-Akten ist nicht in Sicht.

Top: Tomb Raider
Wow! Sex sells. Tomb Raider, Angelina Jolie, da haben die Regisseure auch direkt die richtige Frau für die Umsetzung gefunden. Neben den zwei ganz offensichtlichen Gründen trägt Frau Raider aber noch einige mehr mit sich herum. Darunter auch die Gabe, die erste erfolgreiche, schnelle und lobenswerte Umsetzung eines Computerspiels zu bringen. Denn das lag vorwiegend auch an Angelina Jolie als Forscherin Lara Croft. Sie hat nicht mehr in "Tomb Raider" gebracht, was man davon erwartet: Action, Abenteuer, Rätsel, Unterhaltung. Ein zwar leider sehr gradliniger und berechenbarer, aber dafür ein sehr guter Action-Film. Es ist garantiert nicht ausgeschlossen, dass es der letzte gewesen ist.

Flop: Dune - der Wüstenplanet
Es sollte eine ambitionierte Verfilmung sein, die ProSieben da in Koproduktion in Prag aufgezogen hat: Die Verfilmung von "Dune: Der Wüstenplanet". Doch: Viel Sand um Nichts, denn "Dune" war eine schlechte Umsetzung wie sie im Buche steht: Platt, schwach, schlecht. Leinwände mit Wüstenmotiv, die wie Leinwände aussehen, Schauspieler, die so flach gezeichnet sind und so flach spielen, dass man die SF-Radio-Berichte aus dem letzten Jahr über die Saufgelage am Set ungesehen glaubt - daraus kann nichts Gutes werden, obwohl dem Film ein großes Budget anbei gegeben wurde. Leider hat man bei "Dune" durchweg das Gefühl gehabt, dass das Geld für Alkohol und die Raumschlacht ganz zu Beginn des Fernseh-Dreiteilers rausgehauen wurde. Auf jeden Fall eine schlechte Entscheidung - vor kurzem ist die Dune-DVD erschienen. Der Kauf lohnt sich also nicht.

Top: Evolution
David Duchovny ist Mulder. David Duchovny ist Mulder. David Duchovny ist Mulder. Fans reden sich so was nur allzu oft ein. Das ist das Problem von Serienschauspielern: Wenn Gillian Anderson mal nach neun Jahren ihre letzte Akte zuklappen wird und die Hauptrolle in einem Liebesschinken übernimmt, erwartet auch jeder, dass sie im nächsten Moment mit dem Skalpell hinter dem Seziertisch hervorspringt. David Duchovny hat den Sprung ins kalte Wasser ebenfalls gewagt: Sieben Jahre "Akte X" waren für ihn genug. Für Jahr acht reichen ihm die Hälfte der regulären Auftritte - danach ist bis auf den Kinofilm dann ganz Schluss. Auf der Leinwand kam Duchovny aber schnell und gut: "Evolution" ist nur schon wieder ein Science Fiction-Film. Entweder er kann’s nicht sein lassen oder er macht’s geschickt. Zumindest war "Evolution" ein Highlight 2001. Duchovny kann nämlich auch lustig, sonst hätte er diese Lacherorgie nicht so gut rüberbringen können. Der Sprung ins kalte Wasser kam zur richtigen Zeit.

Es sind nur einige der Hoch- und Tiefpunkte 2001 - und es gibt sicher noch mehr. Aber 2001 ist kein Jahr, auf dass es sich groß zurückzublicken lohnt, sieht man mal von einigen Ausnahmen ab. Deswegen freuen wir uns mehr auf 2002: Ein wendebringendes, bedeutsames, großes Jahr der Science Fiction. Garantiert.

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2. Der Herr der Ringe: Die Gefährten

Der Ring der Verführung

Es ist soweit. Der erste Teil von Tolkiens Saga läuft in unseren Kinos.
Lange Zeit haben die Fans der Bücher gewartet, ihre Helden nun endlich auf der Leinwand zu sehen. Über die Dreharbeiten hatten wir ja bereits im Corona Magazine #78, #79 und #80 ausführlich in drei Teilen berichtet. Wer also nach Hintergründen verlangt, sollte noch einmal diese Ausgaben hervorsuchen.

In dieser Ausgabe geht es nunmehr um Eindrücke, die wir selbst als Fans von Tolkien hatten, als wir vor ein paar Tagen nun endlich "Die Gefährten" im Kino zu sehen bekamen.
Premiere von "Lord of the Rings" war am 10. Dezember in London, zu der unter anderem auch Peter Jackson, Elijah Wood und Liv Tyler anreisten. Nachdem nun die ersten Fans in den Genuss gekommen waren, gab es doch recht unterschiedliche Stimmen in Presse und Fandom.

Die Presse bezeichnete den Film als zu brutal und nicht so kindgerecht wie der im November gestartete "Harry Potter"-Film. Fans des Buches taten diese Bemerkungen wohl mit einem lächelnden Kopfschütteln ab. Weiß doch eigentlich jeder, dass "Der Herr der Ringe" kein Kinderbuch ist, geht es doch schließlich um einen Ringkrieg und den möglichen Untergang der Welt. Die Altersfreigabe ab 12 Jahren ist jedoch eindeutig zu niedrig angesetzt. Auf literweise vergossenes Blut hat Jackson zwar verzichtet, dennoch verlieren die zahlreichen Gefechte nichts von ihrer Grausamkeit.

Außerdem griff die Presse die uralte Diskussion wieder auf, Tolkiens Werk habe eine bedenkliche politische Aussage mit seinen schönen "arischen" Helden und den hässlichen Bösen aus dem Osten Mittelerdes. Diese Diskussion ist schon so alt, wie das Buch selbst - und überdies ziemlich daneben, wenn man einmal die Botschaft des Buches wie des Filmes betrachtet: Der potentielle Weltenretter ist ein kleiner unscheinbarer Hobbit, ein Volk, das für eine Menge bekannt sein mag, aber Mut, Abenteuerdrang und Schönheit gehören sicher nicht dazu. Und die Gemeinschaft, die ihn bei seiner Aufgabe unterstützt, ist ein bunt zusammengewürfelter Haufen von Vertretern der verschiedenen Völkern, die zusammenhalten müssen, um dem Bösen zu widerstehen.

Am 19. Dezember um 0.01 Uhr konnten sich die ersten Fans selbst ein Bild im Kino machen.
Zahlreiche Kinos lockten mit Sonderaktionen, wie z.B. der Ufa-Palast in Düsseldorf. Dort wurde ab dem Startschuss 72 Stunden alle 2 Stunden Tag und Nacht der "Herr der Ringe" gezeigt, in der Premierennacht sogar in allen Kinosälen. Nach dem Start des Kartenvorverkaufs am 22.11.2001 waren für die begehrte erste Vorstellung schon um 8 Uhr morgens die besseren Karten bereits verkauft. Eine Mittelalter-Band und Händler wurden eingeladen, und auch bei der Dekoration ließ man sich nicht lumpen: zwei acht Meter hohe Statuen von Isildur und Anarion säumten die Leinwand im Foyer, auf der vor Start die Trailer liefen. Die Fans kamen zahlreich und viele in Kostüm, wobei die Guten eindeutig in der Mehrzahl waren - denn mal ehrlich, wer will schon freiwillig so aussehen wie ein Ork? In dieser Nacht jedenfalls fiel nach fast genau 3 Stunden gebannten Starrens auf die Leinwand das Urteil eindeutig aus: Applaus am Ende des Filmes. Selbst Skeptiker waren begeistert und man unterhielt sich bis in den frühen Morgen über das Gesehene. Nicht wenige fuhren nach hause, schliefen aus und fuhren am gleichen Tag noch einmal zum Kino.

Wer sich Sorgen gemacht hat, der Film könnte sich vom Buch zu weit entfernen oder die Eindrücke von Mittelerde und Tolkiens Vorstellung davon nicht übertragen, der wird sehr erleichtert sein. Es klappt hervorragend. Nach einigen Minuten schafft es der Film den Zuschauer nach Mittelerde zu transportieren.
Man lacht mit den Hobbits, man leidet mit Gandalf und man hasst diese schwarzen Reiter und widerlichen Orks, vor denen man wirklich Angst bekommt.

Der Film wird durch eine selten dagewesene Inspiration getrieben. Peter Jackson hat dieses Buch nicht nur gelesen. Er hat es aufgesaugt und in Bilder gepackt, die für sich selbst sprechen.
Die Schauspieler sind für ihre jeweiligen Rollen perfekt gewählt. Elijah Wood wächst über sich hinaus und erweckt Frodo zum Leben. Das gleiche gilt auch für Ian McKellen. Wer jemals gedacht hatte, dass der Hut des Zauberers für ihn zu groß sei, der hat sich reichlich getäuscht.

Der ganze Film strotzt vor Lebendigkeit, seien es Orks, Hobbits, Zwerge oder Elben. Sie alle bevölkern die Leinwand für fast drei Stunden und niemals wirkt das Geschehen überzogen oder kitschig. Die Kostüme sind perfekt und das Zusammenspiel von CGI und realem Schauspiel ist meisterhaft.
Allein der Anfang überwältigt den Zuschauer schon: Galadriels Erzählung über die Ringe der Macht und die Schlacht des letzten Bündnisses von Elben und Menschen gegen den Dunklen Herrscher. Schon bei diesen Bildern wurde einem klar, dass der Film einfach beeindruckend wird.

Peter Jackson hat auch mit seiner Heimat Neuseeland einen wirklich atemberaubenden Schauplatz gewählt. Die Reise der Gefährten ist nie langweilig und wenn, dann überbrückt er die großen Distanzen mit großartigen Kameraschwenks. Die Schauplätze der Geschichte wurden mit viel Aufwand geschaffen und diese Mühe hat sich gelohnt. Am liebsten möchte man direkt in Beutelsend, Bruchtal oder Lothlorién einziehen.

Natürlich musste der Film auch Abstriche machen. Jackson hatte "nur" drei Stunden Zeit und er hat sie so gut wie möglich genutzt. Auf der einen Seite könnte man bei einigen Szenen im Buch mitlesen - bei anderen Szenen fehlt widerrum eine Menge an Details, die später wichtig sind, z.B. die Beziehung zwischen Gimli und Legolas, oder auch ganze Abschnitte des Buches, wie der Weg durch den Alten Wald, die Hügelgräber und die Begegnung mit Tom Bombadil.

Doch was in den "Gefährten" nicht ist, könnte trotzdem später noch als Rückblick oder Erinnerung zurückkehren. So muss man sich erst an den Erzählstil gewöhnen. Jackson versucht die Handlungsstränge, die parallel laufen, im Buch aber erst später erzählt werden, direkt einzubinden. So sehen wir schon hier, wie Gandalf gegen Saruman kämpft und von ihm gefangen gehalten wird. Nicht erst, wenn er es später erzählt.
Für Zuschauer, die die Bücher nicht gelesen haben, ist das sehr vorteilhaft. Außerdem spart es erheblich Zeit.

Weitere Änderungen waren eigentlich unnötig und umstritten. Arwen Abendstern, Aragorns elbische Geliebte, spielt im Buch keine große Rolle und schon gar nicht rettet sie Frodo vor den Ringgeistern. Saruman hatte nie einen Oberbösewicht wie Lurz, den Anführer seiner Uruk-hai, und dass Orks wie Aliens aus irgendwelchen Kokons schlüpfen, war bisher auch nicht bekannt. Die Liste ähnlicher Änderung ist nicht gerade kurz.

Dennoch bleiben dies Details, die der Tatsache keinen Abbruch tun, dass der Film der Stimmung und der Aussage des Buches gerecht wird. Generell sollte man sich aber weitgehend vom Buch lösen und nicht erbsenzählend jede Szene des Films damit vergleichen, denn so würde man sich selbst um einen Genuss bringen - und es ist eindeutig einer, wenn auch vielleicht nicht perfekt.

Fazit: Für Fantasy-Fans ist der Film kurz gesagt ein Muss. Und wer von "Die Gefährten" schon beeindruckt ist, den verweisen wir wie Gimli-Darsteller John Rhys-Davies auf die Fortsetzungen "Die Zwei Türme" und "Die Rückkehr des Königs" - mit noch mehr Schlachten, üblen Bösewichtern und tapferen Heldentaten.

Schade ist nur, dass wir nun auf den zweiten und dritten Teil der Geschichte jeweils ein Jahr warten müssen...

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3. Kolumne

Die SF-Radio.de-Weihnachtsfeier, das Universum und der ganze Rest

Es begab sich aber zu der Zeit, da Mike Hillenbrand seinen letzten Tag als der Mike von sf-radio.de verbrachte und dass der Bleekmän alle Freunde und Förderer und Freunde und Freundinnen von Freunden und Förderern sowie Freundinnen und Freunde von Förderern von Freunden und Freundinnen zu sich ins sf-radio.de-Studio nach Oberhausen einlud, um das alljährliche SF-Radio.de-Weihnachtsfest zu begehen. Und alle kamen sie aus den verschiedensten Teilen des Landes, um sich im Herzen des Ruhrgebietes einigen Stunden ausgelassener Fröhlichkeit hinzugeben und zu feiern. Insgesamt zählte man über dreißig Personen an diesem Abend und der Pizza-Provider um die Ecke brach wechselweise in Jubelschreie oder aber Schweißattacken aus, als er die Anzahl der Bestellungen notierte.

Mal im Ernst.. toll wars! Eigentlich wie immer.

Was nicht wie immer war: Der Mike, das bin im übrigen ich, gab seinen Abschied, ließ sich reich beschenken, besingen (wer den letzten Corona Newsletter gelesen hat, weiß wovon ich schreibe...) und wünschte seinen (und auch Klaus Michels) Nachfolgern viel Glück. Nur gesagt hat er nichts.. also ich jetzt. Nix. Gaaaar nix!

Völlig untypisch für mich. Total quasi. Ich war jetzt zwar nicht direkt stumm wie der sprichwörtliche Fisch, aber gesagt habe ich trotzdem nix.

Das hole ich aber nach.. am 24. Dezember und auch am 25. auf .. na wo wohl?
Genau: Auf www.sf-radio.de in meiner letzten Sendung für diesen Club der verrückten und hochanständigen Leute: Eine Sendung mit dem sagenumwobenen Titel "24", den sich der jetzt mit Fug und Recht genannte "Zweite Oberverrückte" Sebastian "Wo ist mein Pitbull?" Lorenz ausgedacht hat. Besinnliche Worte, abschließende Wort, abrechnende Worte und letzte Worte.. all das in einer Sendung... ich hätte sie ja "Wir warten aufs Christkind!" genannt, aber der Titel war leider schon vergeben...

Zurück zur sf-radio.de-Weihnachtsfeier: Sie war glorreich und ich möchte mich vor allem bei Jürgen "Schallereignissortierer unter www.regieraum.de" Bleekmann, Klaus "Ich fahr Audi - Tag und Nacht" Michels, Wolfgang "Mike macht, Mike macht..Radio!" Fröhning und Angelika "Queeny" Lube bedanken! Aber auch bei dem Rest der verrückten Truppe und vor allem auch noch bei unserem Postmaster, - dafür dass er dem Jürgen nicht auf den Teppich gekotzt hat. :-)

Tatsächlich möchte ich hier einmal betonen: Wer nicht zu einem der nächsten SF-Radio-Dinner kommt, ist selber Schuldt! "Listen to the Universe!" ist ein netter Spruch, ebenso wie "Nur der Himmel ist die Grenze!" (klar, sind ja beide von mir! :-)), aber einer trifft das ganze Projekt vieeeeeel besser: "SF-Radio - Wir haben Spaß!".

Wer jemals auf einem Treffen von uns war, kann das bezeugen.. und wenn nicht, kriegt er ein Einzelgespräch!

Also: Wir hören uns am 24./25. Dezember auf sf-radio.de!
Und in der nächsten Ausgabe des Corona Magazine dreht es sich an dieser Stelle dann auch wieder um Star Trek, - großes Ehrenwort!

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4. Star Trek: trekBEAT

Star Trek X: Das Produktionsteam.
Paramount Pictures gab vor kurzem offizielle Informationen zum Produktionsteam von 'Star Trek X' bekannt, der den Beinamen 'Nemesis' tragen wird.

Der in diesem Gewerbe sehr bekannte Jeffrey L. Kimball wird die Rolle des "Director of Photography" übernehmen, wie es einer Pressemitteilung auf der offiziellen Star Trek-Seite zu entnehmen ist. Kimball hat in den letzten dreißig Jahren als Kinematograph an solchen Filmen wie 'Top Gun', 'Beverly Hills Cop II' und 'Mission Impossible II' mitgearbeitet.

Diesen Job führte in den letzten beiden Filmen Matthew F. Leonetti aus, der dieses Mal nicht mitarbeiten wird. Bisher wurde gerüchteweise Dante Spinotti für diese Aufgabe genannt, der Diese bereits bei dem Film 'The Insider' inne hatte.

Als Koproduzent des Filmes wird auch dieses Mal wieder Peter Lauritson mit von der Partie sein, der diesen Job bei bisher allen TNG-Filmen machte. Lauritson ist dem Franchise bereits seit der ersten Staffel von 'Star Trek: The next Generation' verbunden, arbeitet auch bei 'Deep Space Nine' und 'Voyager' mit, und ist zur Zeit auch der "Supervising Producer" von 'Enterprise'.

Marty Hornstein, ein weiterer bekannter Namen bei Star Trek, wird als "Executive Producer" und "Unit Production Manager" tätig sein, Aufgaben die er bereits bei 'Star Trek: First Contact' und 'Star Trek: Insurrection' erfüllte. Auch war er bei 'Star Trek VI: The Undiscovered Country' als Koproduzent und "Unit Production Manager" tätig.

Regie führen wird bei 'Star Trek: Nemesis' Stuart Baird. Produziert wird der Film von Rick Berman, das Drehbuch wurde von John Logan geschrieben, nach einer Geschichte von Berman, Logan und Brent Spiner (Data).

Enterprise: Roxann Dawson führt Regie..
Die Schauspielerin Roxann Dawson, welche den Star Trek-Fans sicherlich als Darstellerin der B'Elanna Torres an Bord der Voyager in Erinnerung geblieben ist, wird im kommenden Jahr auf das Filgelände von Paramount zurückkehren, um dort die Regie an einer weiteren 'Enterprise'-Episode zu führen.

Laut der offiziellen Webseite von Roxann Dawson wird diese Episode im Februar aufgenommen werden. Auch wenn bisher weder ein Titel noch ein Sendetermin für diese Episode bekannt ist, kann man wohl bereits jetzt davon ausgehen, dass es eine der letzten in der ersten Staffel sein wird.

Roxann Dawson führte bei dieser Serie bereits Regie bei der Episode 'The Andorian Incident', und davor bei den Voyager-Episoden 'Riddles' und 'Workforce, Part II'. In Kürze wird sie auch den Platz des Regisseurs bei einer Episode der Serie 'Any Day Now' einnehmen.

Enterprise: Auch James Whitmore Jr. wird Regisseur.
Und ein weiteres, dieses Mal neues Gesicht wird demnächst auch in den Club der Star Trek-Regisseure aufgenommen werden.

Der bekannte Genre-Regisseur James Whitmore Jr. ist für eine Episode der neuesten Star Trek-Saga eingeplant worden, wie es in der Dezemberausgabe des Starlog Magazine nachzulesen ist.

James Whitmore Jr. führte bereits bei der früheren Serie von Scott Bakula (Jonathan Archer), 'Quantum Leap', Regie und war daneben auch für Episoden der Serie 'Buffy The Vampire Slayer', 'Roswell' und 'The X-Files' verantwortlich. Zur Zeit ist aber noch nicht bekannt, bei welcher Episode er Regie führen wird.
Auch ist in diesem Magazin zu lesen, dass Scott Bakula einen weiteren Regisseur aus 'Quantum Leap'-Zeiten zu 'Enterprise' holen möchte, Michael Watkins. Neben seinen Regiearbeiten bei der Serie 'NYPD Blue' war Watkins auch einer der Koproduzenten von 'The X-Files'.

Enterprise: Dominic Keating über seine Rolle.
Dominic Keating (ENT: Malcolm Reed) bringt sich selbst in die Rolle des Waffenexperten an Bord der Enterprise ein, aber manchmal weiß er selbst nicht, in was er da hineingeraten ist.

"Es gibt Momente, da trifft es mich wie der Schlag," sagte der Schauspieler dem Star Trek Communicator. "Ich schaue auf dieses Panel und denke, 'Oh mein Gott! Ich werde sieben Jahre auf das gleiche Panel schauen! Aber so sollte man das Ganze nicht betrachten. Man sollte sich immer nur einen Tag auf einmal vornehmen, eine Szene auf einmal."

Keating versteht, dass er nicht oft der Mittelpunkt des Geschehens ist. "Das ist eine amerikanische Serie und ich habe einen gewissen Sinn für die Rolle des Briten in einer amerikanischen Serie bekommen. Ich bin zwar kein Statist aber ich weiß, dass die erste Staffel sich hauptsächlich um Archer drehen wird, um T'Pol, die vulkanische Schönheit, und um Trip. Ich schätze, einen so erholsamen Einstieg in eine so lang laufende Serie zu haben. Ich bin darüber froh um ehrlich zu sein.

An den einzigartige Stil von Star Trek haben sich manche schon gewöhnt. "Das ist eine andere Art, miteinander zu spielen," sagte Keating. "Es ist nahezu herausfordernd und ich war mir dessen nicht bewusst, bevor wir anfingen. Ich möchte damit nicht sagen, dass es am Technobabble liegt, diese Dialoge machen Sinn, aber man muss sie wirklich lesen und muss darüber nachdenken, um durchzusteigen."

Als schießwütiger Waffenoffizier freut sich Keating darauf, endlich sich selbst besser kennenzulernen. "Es ärgert mich, dass es etwas ominöses an jemanden gibt verbunden mit einer gewaltigen Explosion," sagte er lachend. "Reed muss ein komplizierte Mann sein. Ich kann wirklich sehr gut kompliziert spielen."

Star Trek-Spiele: Viacom gibt sich innovativ.
Nun, da Activision der alleinige Vertreiber von Star Trek Computerspielen ist, plant Viacom mehr ambitionierte und epische Spieltitel.

Harry Lang, Direktor der interaktiven Produktentwicklung bei Viacom sprach kürzlich über die Vorteile, dass alle Trek Spiele bei ein und der gleichen Firma vertrieben werden.

"Es wird mehr Überschneidungen zwischen Charakteren, Schiffen und Spezies erlauben, was in der Vergangenheit immer schwer war," sagt er. "Es eröffnet neue Möglichkeiten für Crossover und epischere Handlungsbögen." [...]
Das bedeutet, dass man sich auf eine größere Fülle von Trek Spielen in der Zukunft freuen kann. "Es gibt nun mehr Möglichkeiten für Geschichten aus verschiedenen Ressorts," führt Lang weiter fort. "Das ist etwas, das wir schon lange tun wollten, und nun eröffnet uns das zahlreiche Möglichkeiten für einige äußerst interessante Handlungsbögen."

'Star Trek: Bridge Commander' ist zwar das einzige Spiel, welches bislang für 2002 angekündigt ist, aber laut Lang seien weitere Titel in der Entwicklung. "Es gibt mehrere Projekte nach Bridge Commander für nächstes Jahr und darüber hinaus. Unglücklicherweise kann ich im Augenblick nicht viel dazu sagen, aber wir sind wirklich aufgeregt über das, was kommen wird." [...]
Bislang gäbe es allerdings keine Pläne für ein 'Enterprise' Spiel. "Es kann länger dauern, ein großartiges Spiel zu schaffen als eine neue Serie oder einen Film," sagt Lang. "Wir wollen der Serie auch erstmal Zeit geben sich zu etablieren. Und wir wollen auch nicht überstürzt handeln, nur des Profites wegen. Es [die Serie] besitzt definitiv einige Qualitäten, die uns einige Dinge ermöglichen werden."

Star Trek X: Erste Handlungsdetails.
Jetzt ist es offiziell: Während die Dreharbeiten zu "Star Trek: Nemesis" im Gange sind, hat Paramount Pictures vor kurzem Handlungsdetails des Films veröffentlicht. Dabei wurden bisherige Gerüchte weitestgehend bestätigt. Vorsicht, Spoiler!

"Auf ihrem Weg zur Hochzeitsfeier des Ersten Offiziers Will Riker und von Counselor Deanna Troi werden Captain Jean-Luc Picard und die Enterprise-Crew plötzlich auf eine unerwartete diplomatische Mission zum Planeten Romulus gesandt", so die Pressemitteilung Paramounts.

"Als langjährige Feinde der Föderation haben die Romulaner ihren Wunsch ausgedrückt, Verhandlungen aufzunehmen, die hoffentlich zu einer lang erhofften Einigkeit in der Galaxie führen wird. Aber bei ihrer Ankunft auf Romulus sieht sich die Mannschaft der Enterprise mit einer Bedrohung konfrontiert, die zur Zerstörung des Planeten Erde führen könnte, und Picard steht dem Mann von Angesicht zu Angesicht gegenüber, der sich als sein bisher gefährlichster Gegner herausstellen könnte - und eine überraschend persönliche Nemesis."

Dieser letzte Kommentar ist ohne Zweifel auf Shonzon bezogen, den Hauptbösewicht des Streifens. Er wird von Tom Hardy gespielt und soll den Gerüchten nach ein Klon Picards sein, der vor 25 Jahren von einem romulanischen General erschaffen wurde, um den Captain zu ersetzen. Einer von Shinzons Träumen ist es scheinbar, die Zwillingsplaneten Romulus und Remus wieder zu vereinigen, die Neutrale Zone zurück zu gewinnen und einen Krieg gegen die Föderation vom Zaun zu brechen.

Wil Wheaton über seine Rolle als Wesley Crusher.
Die Rolle des hypergenialen Jungen Wesley Crusher hat Wil Wheaton über die Jahre ziemlich viel Kritik eingebracht, aber der Schauspieler merkt, dass er es endlich geschafft hat, die Nachwirkungen seines Alter Egos loszuwerden.

"Was wirklich weh getan hat, als ich noch jünger war, war, dass niemand einen Unterschied zwischen Wil Wheaton der Person und Wesley Crusher dem Charakter machte," erzählte der Schauspieler Damien Cave von Salon.com. "Was eine Menge Leute lernen musste, war damit aufzuhören und in Betracht zu ziehen, dass ich 14 Jahre alt war, als die Serie anfing. Ich hatte keine Ahnung, was der Charakter einmal tun würde."

Durch seine eigene Webseite war Wheaton in der Lage, die Besucher den Mann hinter dem Charakter sehen zu lassen. "Ich bekomme natürlich immer noch ein wenig Flakfeuer ab, aber seit ich meine Präsenz online bekannt gemacht habe, seit die Leute mich kennen gelernt haben anstatt meines Charakters, seitdem hat sich eine Menge beruhigt. Ich bekomme mindestens eine E-Mail am Tag in der steht, 'Ich habe Wesley Crusher wirklich gehasst, aber ich habe dich durch deine Seite besser kennenlernen dürfen und du gehört zu den Kerlen, die in Ordnung sind.'"

Wheaton hat ein paar Vorstellungen, warum Wesley ein beinahe von allen gehasster Charakter war. "Er war eine Person, mit der man sich sehr leicht identifizieren hat können - jung, schlau und sozial unglücklich aber intellektuell in der Lage, sich selbst über Wasser zu halten mit all diesen Erwachsenen um sich herum. Und dieser Kerl, der mit diese E-Mail geschickt hat, sagte mir, dass so die Leute, die Star Trek schauen, grundsätzlich sind."

"Die Serie begann ja mit Wesley, der auf die Brücke marschiert und diesen verblüfften Ausdruck in seinem Gesicht hat. Es ist, als wäre Wesleys Traum Wirklichkeit geworden. Er tut das, von dem wir alle dachten, dass es so cool wäre. Und dann, zwei Episoden später, verwandelt er sich in Supermann. Die Leute fühlten sich verraten. Die Autoren haben dem Publikum versprochen, dass Wesley ein komplexer Charakter wäre, und dann haben sie dieses Versprechen gebrochen."

Trotz der weniger positiven Zuschauerreaktion auf seinen Charakter, hat Wheaton nur gutes über seine Zeit bei The Next Generation zu berichten. "Wir hatten Leute die Gastrollen bei Next Generation spielten und es gab Leute, die an anderen Serien arbeiteten und sie alle sagten, dass sie noch immer nicht glauben können, wie sehr wir uns gegenseitig mochten," erinnert er sich. "Ich habe mich immer darauf gestützt, da ich es für eine Garantie hielt. Ich habe einfach angenommen, dass jeder, der an einer Serie arbeitet, so glücklich wäre, dort zu sein. Ich habe seitdem gelernt, dass dies nicht der Fall ist. Ich habe seitdem gelernt, dass es in Hollywood viele A-löcher gibt, aber zu dieser Zeit nahm ich einfach an, dass dies normal wäre.

Jeri Ryan vermisst ihre Kollegen.
Jeri Ryan (ST:VOY Seven of Nine) mag zwar ihre Rolle bei "Boston Public" genießen, aber das bedeutet nicht, dass sie ihre Kollegen von "Star Trek: Voyager" vergessen hat.

"Ich vermisse die Leute, mit denen ich so viele Stunden jeden Tag verbrachte," sagte Ryan in einer Frage-und-Antwort-Runde bei E! Online. "Man wird wirklich zu einer Art Familie. Aber da mein Freund [Brannon Braga] der Co-Creator von 'Enterprise' ist, der neuesten Star Trek Serie, fühle ich mich nicht wirklich so weit weg von alldem."

Verglichen mit Voyager ist Ryans Arbeitstag bei "Boston Public" nahezu eine Erholung. "Es ist absolut unglaublich!", sagte sie. "Es ist eher wie Urlaub als Arbeit. Es ist so wunderbar bei dieser Serie mitzuwirken, wenn jeder so begeistert davon ist, dabei zu sein, und jeder liebt, was er tut. Der Hauptunterschied bei diesem Projekt liegt in der Zivilisiertheit des Zeitplanes. Es ist wirklich ungewöhnlich für eine Serie, die gerade gedreht wird, einen Drehtag unter 12 Stunden zu halten. Deshalb habe ich eine Menge Zeit, die ich mit meiner Familie verbringe."

Die Schauspielerin sagte, sie fühlt sich geehrt, Teil einer Serie zu sein, die versucht, ein positives Bild der Lehrer zu repräsentieren. "Ich bin stolz darauf eine Rolle zu spielen, von der ich glaube, dass sie zur unterschätztesten und unterbezahltesten Berufsgruppe in unserer Gesellschaft zählt," erzählt sie. "Ich bin auf die Weise stolz, wie wir die Widmung, Leidenschaft und die Opferbereitschaft der Lehrer zeigen. Dies ist mit Sicherheit der wichtigste Beruf, den es gibt. Und es ist unsere Zukunft, mit der sie sich beschäftigen - unsere Kinder."

Enterprise: Paramount Deutschland veröffentlicht Informationen.
Torsten Nobst von Paramount Deutschland hat sich vor kurzem im Forum AreaDVD zur deutschen Fassung der neuen Star Trek-Serie "Enterprise" geäußert. Sicherlich wird vielen bei dem Gesagten leichter ums Herz.

Zunächst einmal wird "Enterprise" nicht von Sat.1 sondern von Paramount Deutschland selbst in den Bavaria Studios in München übersetzt. Weiterhin wir die deutsche Synchronstimme von Captain Archer - gespielt von Scott Bakula - die gleiche sein, wie in Quantum Leap.

Eine Frage, die die Fans seit der offiziellen Ankündigung der neuen Serie in den USA quält, ist der deutsche Titel. Bisher wurde bei fast jeder Serie der Titel leicht geändert. So heißt die originale Serie hierzulande "Raumschiff Enterprise", "Star Trek: The Next Generation" ist hier als "Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert" bekannt und die Trickfilmserie ist sogar mit "Die Enterprise" betitelt. Eine weitere Serie mit "Enterprise" im Titel kann da schon zu Verwirrungen führen. Viele zweifelten daher, dass die neue Serie wie das Original in den USA heißen wird, Torsten Nobst hat sich aber dafür entschieden, die Serie dennoch einfach "Enterprise" zu nennen.

Gute Nachricht auch für alle Heimkino-Freaks unter den Fans. Wie in den USA wird die Serie auch hier in Widescreen ausgestrahlt werden und der Ton wird in 5.1 Sound abgemischt. Damit steigt doch die Vorfreude auf eine DVD-Veröffentlichung der Serie immens, oder?

Torsten Nobst hat auch mehr über die in Deutschland verschollen geglaubte Voyager-Episode "Renaissance Man" in Erfahrung bringen können. Die Kirch Gruppe teilte ihm mit, dass die Episode derzeit synchronisiert wird. Er rechnet mit einer Ablieferung im Januar oder Februar. Dann, so Nobst, wird auch die fehlende letzte Videokassette 7.12 veröffentlicht werden.

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5. Im Gespräch mit Elijah Wood

Cinescape hat sich vor kurzem mit Elijah Wood unterhalten, dem Schauspieler, der den Hobbit Frodo Baggins spielt. Diese Rolle wurde ihm jedoch nicht auf dem Silbertablett serviert, sondern er musste sich schon anstrengen, nachdem ihm sein Agent erzählt hatte, dass Peter Jackson nach einem englischen Schauspieler für die Rolle sucht.

"Ich jagte regelrecht danach," sagte Wood. "Ich entschloss mich, mein eigenes Tape aufzunehmen, weil ich die Idee nicht mochte, in ein Büro zu gehen, um dort auf ein Tape gebannt zu werden. Deshalb besorgte ich mir ein Hobbit-Kostüm, ein Buch über die Hobbits und bekam so eine Ahnung davon, wie sie aussehen. Ich ging auf die Hollywood Hills und filmte ein paar Szenen dort. Ich schnitt es zusammen und gab das Videoband dem Casting Director in Los Angeles und sie sandte es zu Peter Jackson [, dem Regisseur des Filmes]. So bekam ich endlich meinen Fuß in diese Tür, sozusagen."

Dieses außergewöhnliche Casting war etwas, dass ihm nichts ausmachte, da er begriff, wie schwer das Casting des Charakters Frodo sein würde. "Das ist kein leichter Film, für den man Schauspieler suchen muss, und ich kann mir nicht vorstellen, dass dies eine leichte Aufgabe für sie war," sagte Wood. "Sie waren sehr genau. Ich denke, sie hatten etwas bestimmtes in ihrer Vorstellung und für Frodo ist es schwer, einen Schauspieler zu finden. Alle von ihnen sind wirklich. Ich bin damit zufrieden, wie ich die Rolle gespielt habe. Es hat sich sehr gelohnt, für etwas zu arbeiten, wenn man dann gesagt bekommt, dass man es geschafft hat."

Wood entdeckte bald, dass mehr dazugehört, als ein Kostüm zu tragen und durch die Wälder zu streifen, um ein Hobbit zu sein. Die Herausforderung, diesen Charakter zu spielen, hat sowohl physisch als auch mental viel von ihm abverlangt. "Der Zeitplan war sehr hektisch und es gab langstündige, Sechstagewochen. Sicherlich, es gab eine Menge von körperlich anstrengenden Szenen und Sequenzen, die mehr von uns abverlangt haben, aber ich denke, dass die Herausforderung lag mehr in der Sicherstellung der Länge des Projektes als sonst irgendwo."

Der wahre Ausdauertest lag aber auch darin, drei Filme auf einmal zu drehen. Regisseur Peter Jackson entschloss sich schon früh, alle drei Ring-Filme auf einmal zu drehen. Die Schauspieler gerieten dadurch oft von einem Film zum anderen, um die Sets und die Drehzeit optimal auszunutzen. Anfangs schockte dies Wood, da er Frodos Entwicklung über die Länge von drei Filmen zeigen musste.

"Das erste Mal, als wir aus der Bahn geworfen wurde, war, als einige von unseren Sets überflutet wurden," sagte Wood. "Wir drehten zu dieser Zeit hauptsächlich den ersten Film. Wir mussten auf ein anderes Set wechseln und sie sagten, 'Oh richtig, nun, das Ersatzset zeigt dich im dritten Film,' was grundsätzlich ein Frodo ist, der nur noch ein Schatten seiner selbst ist. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal angefangen darüber nachzudenken, was Frodo einmal werden könnte. Ich musste Frodo zu einem Platz führen, wo er noch nie gewesen ist. Aber danach wurde dies zur Normalität. Ich hatte mich sehr daran gewöhnt."

Frodos Geschichte war dennoch etwas, das Wood sehr gern gespielt hat. "Es war eine schwierige Reise. Es war solch ein Vergnügen, in der Lage zu sein, einen Charakter von einem Extrem in ein anderes zu führen. Seine Reise ist nahezu innerlich, weil sie sich um DEN Ring dreht und um den Einfluss, den Der Ring auf ihn hat und die damit verbundene Bürde. Der Ring ist tatsächlich ein eigener Charakter und er beeinflusst ihn und er beginnt, Frodos Seele zu herunterzuziehen bis zu dem Punkt, bei dem er am Ende nur noch ein Schatten seiner selbst ist. Es gibt ganz bestimmte Momente auf Frodos Reiseweg und das waren die Dinge, auf die ich mich wirklich konzentriert habe - die Herausforderungen."

Eine weitere "Herausforderung" die sich dem Schauspieler bot, war der Umgang mit einer animatronischen Maske seines hobbitgroßen Doubels, die er währen der Dreharbeiten trug. Dies erwies sich aber eher als eine weitere ungewohnte Erfahrung.

"Das war ziemlich verrückt," sagte Wood. "Wir hatten einen Frodo, der mit einer Maske herumlief, aber anfangs hatten sie nur Gesichter, die sich nicht bewegten. Deshalb war es nur Frodo mit diesem leeren Blick und ich dachte, 'Oh Mann!' Ich erinnere mich, dass wir auf der Spitze eines Berges waren und das sie eine Kiste voller Gesichter hatten. Ich öffnete die Kiste und da waren diese Hobbit-Gesichter, die mich nur anstarrten, als wären sie tot. Das war bizarr."

Es gab noch andere fein abgestimmte Special Effect, die Wood besonders mochte, obwohl sie für die Zuschauer gar nicht so offensichtlich sind. Anhand einer Szene, die er die "Tanzendes Pony"-Szene nennt, erklärt Wood, wie ein Charakter, der im Hintergrund vorbeiläuft, die Atmosphäre in Mittelerde bereichern konnte. "Die WETA Effects Company kreierten etwas, dass sie 'die großen Rüstungen' nannten und diese gelenkigen Leute liefen darin herum," sagte Wood. "Sie liefen auf Stelzen und hatten eine Anzug auf der Oberseite mit Händen, die animatronisch waren. Die Person im Inneren lief auf Stelzen und ein anderer kontrollierte die Handbewegung und alles andere. Das war eine der wenigen Sequenzen, für die wir dies benutzen, aber es ist eine der effektivsten."

Neben den Special Effects für den Film entwickelte WETA auch die Kostüme und die Waffen, darunter auch einige Kopien des berühmten Rings. Wood bestätigt, einen dieser Ringe zu haben und versucht, noch mehr Andenken aus Mittelerde seiner Sammlung hinzuzufügen.

"Wir produzieren noch immer einige Nachdrehs in den nächsten beiden Jahren," erklärt Wood. "Glaubt mir, wenn das vorbei ist, dann werde ich anfangen, ein paar Dinge einzustengeln, ganz besonders Stich. Ich will mein Schwert haben!"

Wood hat noch einen weiteren sehr spezielles und sehr erinnerungswürdiges Andenken an seine Zeit als Hobbit - ein Tattoo, auf einer bisher geheimgehaltenen Stelle seines Körpers. "Wir alle haben eins," sagte Wood. "Es bedeutet 'neun' auf elbisch. Es gibt neun Mitglieder unter den Gefährten. Das war ein Vergnügen, das nicht viele Leute bekommen.

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6. Kreuzfeuer

Die in dieser Rubrik durch Namen gekennzeichneten Texte sind Leserzuschriften. Sie spiegeln die Meinung der Leser wieder und stimmen nicht unbedingt mit der Meinung der Redaktion des Corona Magazines überein. Wenn Sie uns auch schreiben möchten; keine Scheu: kreuzfeuer@sf-radio.de. Bitte beachten Sie, dass wir nur Zuschriften veröffentlichen, die mit vollständigem Namen versehen sind. Die eMail-Adressen der Leser werden auf Anfrage von der Corona-Redaktion bekannt gegeben. Wir danken für Ihr Verständnis!


Sat1 und Star Trek

Mal davon abgesehen, dass SAT1 TNG wegen einer neuen Gerichtsshow abgesetzt hat, bei der eh alles nur gestellt ist, läuft auch bei der Ausstrahlung der Filme etwas verkehrt.
Wahrscheinlich hat man sich ein Beispiel am Erscheinen der DVD's genommen, die ja ebenfalls in umgekehrter Reihen- folge erscheinen. Na hoffentlich fällt das niemanden auf, dass die Zahlen rückwärts laufen, die Schauspieler immer jünger werden und sogar von den Toten auferstehen. Aber lassen wir das Thema, wir sind es ja gewöhnt.

Widmen wir uns lieber den eben schon erwähnten Trek-DVD's. Was man uns da antut ist ja wohl eine Unverschämtheit! Außer zwei Trailern kein Zusatzmaterial (mit Ausnahme von Teil 9+4) und streckenweise miserable Qualität und das zu einem Preis von ca. 55 - 60,-DM !!! Vergleichen wir das mal mit "Sleepy Hollow", den ich mir kürzlich zugelegt habe: Mit einem Preis von knapp 40,-DM wird einem da ein Film mit zusätzlichen Szenen, einem versteckten Feature und 6 Filmtrailern geboten. Doch damit nicht genug, auf einer zusätzlichen DVD gibt es noch das Making of, Interviews, Hintergrundinfos, weitere Trailer und ein Quiz! Das ist eine Preis/Leistung, die sich gewaschen hat. Die Star Trek Filme hingegen sind nur zweitklassige Produkte zu einem entschieden überhöhten Preis. Wer sich die kauft ist selber schuld. Ich will mehr für mein hart erarbeitetes Geld!
- Sebastian Bach

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7. Rating Report

"Enterprise" ist einer der großen Gewinner des ersten Drittels der 2001/02 TV-Saison, da sind sich alle US-Branchenblätter von "Entertainment Weekly" bis "Variety" einig.
Dem jüngsten Spross der "Star Trek"-Familie und den gegenüber dem Vorjahr (damals noch beim Network WB) gestiegenen Quoten von "Buffy" verdankt UPN das beste November-Sweeps Ergebnis seit Bestehen des Senders.
Gerade bei den jüngeren Zuschauern ist "Enterprise" - wie jede "Star Trek" Serie bisher - ein großer Erfolg. Obwohl "Enterprise" im November (durchschnittliches Rating 4.5 bei 7 Millionen Zuschauern) nicht mehr ganz so stark war wie im Oktober (5.1 bei 8,2 Millionen Zuschauern) abschneidet, läuft die Serie sehr gut. Schließlich muss man auch bedenken, dass gerade in den wichtigen Sweeps-Monaten die Konkurrenz unter den Shows deutlich stärker ist, da anhand der Quoten in diesen Zeiträumen die Preise für die Werbespots festgelegt werden. Jeder Sender versucht daher in diesen Sweeps-Perioden besonders spektakuläre Serienfolgen und mit groß angekündigten Gaststars zu bringen, um mehr Zuschauer anzulocken.

"Buffy" erreichte in seinen ersten November Sweeps bei UPN durchschnittlich ein 3.5 Rating bei 5,4 Millionen Zuschauern und liegt damit etwa auf dem Niveau der Vorjahres-November-Sweeps, insgesamt aber bisher besser als in der letzten TV-Saison.

Der "Buffy"-Spin-Off "Angel" konnte dieses Jahr im Schnitt ein Rating von 3.1 bei 4,8 Millionen Zuschauern im November erzielen - ein Wert, der zwar leicht unter dem des Vorjahres liegt, aber im Vergleich zur Sendung die letztes Jahr auf dem jetzigen "Angel" Sendeplatz bei WB war, eine deutliche Steigerung darstellt. "Charmed" erreichte ebenfalls im Schnitt ein 3.1 Rating und 4,8 Millionen Zuschauer, liegt damit aber deutlich unter den Werten des Vorjahres auf dem unveränderten Sendeplatz.

Schlimm erwischt hat es die beiden FOX Serien "Dark Angel" und "Akte X". "Dark Angel" erreichte nur mehr ein durchschnittliches Sweeps-Rating von 4.4 bei 6 Millionen Zuschauern (November 2000: 7.2 bei 12 Millionen Zuschauern). "Akte X" ist von guten 8.7/14,5 Millionen auf ein Rating von 6 bei 9,6 Millionen Zuschauern abgestürzt. Die Zukunft der in den letzten Jahren arg gebeutelten Serie sieht momentan nicht gut aus. Zwar ist das Ergebnis im Vergleich zu anderen Genre-Serien noch immer ganz gut und "Akte X" ist im fantastischen Genre immer noch die Nummer 1, aber für FOX gelten andere Erfolgskriterien als bei den "Nachwuchs"-Networks UPN und WB.

Noch immer äußerst erfolgreich läuft "Smallville" bei WB. Ein durchschnittliches Sweeps-Rating von 4.2 bei 6,6 Millionen Zuschauern macht die Serie um Supermans Jugendjahre zur erfolgreichsten Genre-Serie bei WB und liegt quotentechnisch nur knapp hinter "Enterprise" und "Dark Angel" auf Platz 4 aller fantastischen Serien bei den Networks.

In der Syndication hat nach einem kurzen Gastspiel von "Mutant X" wieder "Andromeda" vor "Stargate" die Führung übernommen. Letztere Serien haben gegenüber dem Vorjahr aber - wie in der Syndication seit vielen Jahren schon beinahe üblich - an die 20% ihrer Zuschauer eingebüßt.

In Deutschland zeichnet sich momentan eine Erholung der "Akte X" Quoten ab. In den letzten Wochen konnten die Folgen der 8. Staffel wieder zulegen. Nicht großartig, aber immerhin. Weiter verloren hat allerdings "Andromeda", das in letzter Zeit nur mehr selten über 10% Marktanteil bei den 14-49jährigen erreicht.
"Buffy" und "Angel" liegen momentan auf "Akte X" Niveau und deutlich vor dem zeitgleich ausgestrahlten "Andromeda"/"Stargate" Doppelpack bei RTL 2. Insgesamt geht es den fantastischen Primetime-Serien aber schlechter als noch vor einem halben Jahr.

Erfolgreich war die Free-TV-Premiere des bisher letzten "Star Trek" Kinofilms " Der Aufstand". Zwar konnte er nicht so viele Zuschauer vor die Bildschirme locken wie "Der erste Kontakt", aber der Marktanteil bei den jüngeren Zuschauern war mit über 20% wieder ausgezeichnet. Die Wiederholungen der anderen Kinofilme liefen passabel. Selbst die 5. Wiederholung von "Star Trek VI" konnte immerhin noch mehr als 12% der 14 bis 49jährigen Zuschauer begeistern.

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8. Lesezeichen

William Shatner: Die Bewahrer

Der dritte und letzte Teil der "Spiegeluniversumstrilogie" von William Shatner und Judith & Garfield Reeves Stevens.

Achtung: in der folgenden Rezension ist es nicht zu vermeiden, dass Details der Handlung verraten werden. Wer also nicht über die Handlung bescheid wissen möchte, sollte zum Fazit übergehen oder den Artikel ganz überspringen.

Teilani, James T. Kirks Frau, ist auf ihrer Hochzeit Opfer eines Giftanschlags geworden. Sie muss sterben, wenn ihr Kind gerettet werden soll. In letzter Sekunde schafft es Kirk, das Gegenmittel zu besorgen - doch dafür muss er einen hohen Preis an Imperator Tiberius, sein Gegenstück aus dem Spiegeluniversum, bezahlen.

Captain Picard versucht mit der Enterprise, die Invasoren aus dem anderen Universum aufzuhalten. Dabei stößt er auf einen nur wenige Jahre alten Obelisken der Bewahrer, und dieser Fund wirft einige unangenehme Fragen auf.
Jeder der drei - Kirk, Tiberius und Picard - hält Teile des Puzzles in den Händen - und als sie ihre Erkenntnisse austauschen und zusammensetzen, ergibt sich ein bedrohliches Bild: die Bewahrer manipulieren die Geschichte der Galaxis.
Und dann sieht es so aus, als würde das Universum an sich bald aufhören zu existieren...

Der dritte Teil der Spiegeluniversumtrilogie schließt wiedereinmal nahtlos an den zweiten Band "Dunkler Sieg" an, und springt mitten in die Handlung.
Eine Handlung, die vermutlich alles bisher dagewesene schlägt. In Rezensionen von "Star Trek"-Büchern kam sicherlich das ein oder andere mal der Satz "Kirk rettet das Universum" vor. Gemeint war damit meist, dass Kirk wieder einmal im Alleingang die Föderation vor einem schlimmen Schicksal bewahrt.

Diesmal nicht.

Diesmal ist es wirklich das Universum, das Kirk retten muss, denn zwei Psychohistoriker - Analytiker, welche die Ereignisse der Vergangenheit auswerten, um die Zukunft vorherzusagen - haben berechnet, dass das Universum in drei Monaten aufhören wird zu existieren. Dazu kommt noch, dass Kirk, Picard und Kirks Gegenstück Tiberius herausfinden, dass die Bewahrer schon seit Jahrhunderten auf die Geschichte der Galaxis Einfluss genommen haben.

Das Buch an sich ist ganz und gar nicht schlecht geschrieben und liest sich recht flüssig. Wieder mit dabei sind natürlich neben Kirk noch McCoy und Spock, aber auch Andrea M’Benga und Captain Christine MacDonald haben erneut einige Auftritte. Dazu gibt es große Raumschlachten, zum Beispiel zwischen den beiden Enterprises, Mann gegen Mann-Kämpfe, und das ganze verbunden mit einer Story, die man nicht auf den ersten oder auch zweiten Blick durchschaut. Daneben werden wie bereits in den anderen Büchern der Kirk-Trilogien unabhängige Ereignisse und Handlungen aus den Serien zu einem großen Ganzen verknüpft.

Die Story und diese Verknüpfungen sind aber auch die beiden große Haken des Buches, denn ab dem Zeitpunkt, an dem der Bewahrer-Obelisk gefunden wird, bekommt die Handlung einen ziemlich üblen Beigeschmack. Waren in den anderen Büchern die Verknüpfungen eigentlich immer recht interessant gestaltet, wird jetzt sicher so mancher Leser die Stirn runzeln, denn die Autoren verbinden hier den ersten Kontakt mit den Vulkaniern mit der Beförderung Kirks zum Captain, und binden sogar die Karriere von Kathryn Janeway dabei mit ein - auf welche Weise soll hier aber nicht verraten werden.

Die im Buch gegebenen Erklärungen sind nicht willkürlich oder völlig abwegig, werden aber doch vielen Lesern einfach als viel zu phantastisch vorkommen, besonders da sie sich auf das gesamte Trek-Universum auswirken. Offenbar scheinen Shatner und seine Co-Autoren Judith und Garfield Reeves-Stevens eine gewisse Vorliebe für gigantische Handlungsstränge besonders in den Abschlussbüchern ihrer Trilogien zu haben, denn in der letzten Trilogie besiegten Kirk und Picard bereits die Borg ("Band 2: Die Rückkehr") und retteten die Föderation vor einem ultimativen Virus ("Band 3: Der Rächer"). Gerade letzteres Werk hatte ähnliche gigantische Tendenzen mit der Verschwörung der Symetriker, die sich aber noch durchaus akzeptabel in die Story einfügten. In diesem Buch sind sie jedoch - zumindest für den Geschmack des Autors dieser Zeilen - viel zu übertrieben, als dass man sie noch ohne zu stolpern akzeptieren könnte.

Fazit: Da "Die Bewahrer" der dritter Teil einer Trilogie ist, welche eine durchgehende Handlung besitzt, ist es sowieso nicht empfehlenswert, das Buch als einzelnes zu lesen. Somit bleibt abschließend nur zu sagen: Wer die beiden anderen Teile der Spiegeluniversums-Trilogie bereits im Bücherregal hat und wissen möchte, wie es weitergeht, der muss sich mit der etwas zu übertriebenen Story abfinden. Wer noch keines der Bücher besitzt, und mit dem Gedanken an einen Kauf spielt, dem sei gesagt, dass der dritte Teil leider wesentlich schwächer als die ersten beiden Bücher ist.

William Shatner
Star Trek: Die Bewahrer
Roman, Softcover, 472 Seiten
Wilhelm Heyne Verlag, November 2001
ISBN 3-453-19655-4


Achim Hiltrop: Die Gallagher Chroniken - Die Kerian-Verschwörung

Achim Hiltrop vergleicht das Universum, das er sich mit dem Charakter Clou Gallagher Anfang 1990 schuf mit dem von "Star Wars". Und vielleicht hat er ein wenig Recht, wenn er daraufhin seine Hauptperson in die charakterliche Nähe Han Solos bringt. Denn Clou Gallagher ist Söldner. Mit seinem intelligenten Schiff "Trigger" lässt er sich für diverse Kriege anheuern, bei denen er jedoch nicht selten seine Loyalität unter Beweis stellt und den Kriegsschauplatz, wenn es brenzlig für ihn wird, verlässt. Als er schließlich zum "Tanken" auf einem Planeten mit einem totalitärem Regierungssystem landet, wird er gleich von einem hohen Regierungsbeamten erkannt und für eine zweifelhafte Mission mit erpresserischen Mitteln angeheuert: Er soll Sklaven für die marode Wirtschaft des Planeten besorgen. Und das ausgerechnet noch in einem Gebiet, wo er sowieso schon zu Unrecht als einer der meistgesuchten Verbrecher gesucht wird. Getrieben also von hohen Regierungsbeamten und gejagt von den Polizeibehörden, entwickelt sich die Geschichte in einem rasanten Tempo und langsam beginnt es klar zu werden, wer Gallagher damals auf seine Abschussliste setzte, zu einem Kriminellen abstempelte und somit seine Militär-Kariere zerstörte.

Während man am Anfang noch nicht sehr begeistert ist, steigert sich das Lesevergnügen mit der Zeit. Man bemerkt wie Hiltrop langsam warm zu werden beginnt. Die Komplexität der Geschichte ist enorm. Viele Charaktere und viele Handlungen verwirren den Leser in keinster Weise, sondern bereichern lediglich die Geschichte.

Anzumerken ist allerdings, dass an einigen Stellen des Buches die Charaktere sehr ungewöhnliche Dinge tun, die meiner Meinung nach eigentlich den Personen überhaupt nicht entsprechen. Darin kann man einerseits eine Stärke und andererseits eine Schwäche des Autors feststellen. Die Stärke liegt unzweifelhaft darin, dass es Hiltrop gelungen ist, einen Charakter zu bilden, den wir uns vorstellen können. Die Schwäche darin, dass er daraufhin den Charakter zwingt, etwas zu tun, was nicht zu ihm passt. So beteiligt sich die Hauptperson Gallagher oft an zu brutalen Aktionen, die die Sympathie für ihn nicht gerade steigert und die auch nicht ausreichend begründet sind.

Dagegen steht die große Fantasie und der Einfallsreichtum Hiltrops, mit der er der Geschichte an vielen Stellen Komik und Spannung verleiht und sie zu einem fast unvergesslichen Lesevergnügen werden lässt. Allein die Unterhaltungen zwischen dem Helden Gallagher und seinem Bordcomputer Trigger lassen einem vor Lachen die Tränen in die Augen schießen und auch flapsige Bemerkungen, wie die Situation, wo eine Frau Clou Gallagher, während sie etwas Döner-Artiges isst, die unschuldige Frage stellt, ob er etwas von ihrem Fleisch wolle und Gallagher nur antwortet: "Nicht hier und jetzt. Lass uns erstmal reingehen".

Für jeden ist etwas dabei in diesem Buch und so kann man die 24,80 DM ohne Probleme ausgeben. Es ist eine lohnenswerte Investition in gute Unterhaltung und womöglich auch in einen Autor, der auch in Zukunft eine größere Rolle in der Science Fiction-Welt spielen wird.

Weitere Gallagher-Geschichten und eine Leseprobe zum Buch "Die Kerian Verschwörung" gibt es auf der Seite http://www.clou-gallagher.de.

Achim Hiltrop
Die Gallagher Chroniken: Die Kerian-Verschwörung
Roman, Softcover
MG Verlag 2001
ISBN 3-9311-6490-X

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9. Episodenlogbuch: Enterprise (ohne große Spoiler!)

101/102 Broken Bow

Zwei Mitglieder einer neue Rasse namens Suliban jagen einen Klingonen bis zur Erde, wo er beide töten kann, ehe er seinerseits von irdischen Farmer Moore angeschossen wird. Die Vulkanier, seit vielen Jahrzehnten die selbsternannten Aufpasser über den menschlichen Fortschritt wollen den verwundeten Krieger selber zur Heimatwelt der Klingonen bringen, doch die irdische Sternenflotte sieht ihre Chance zur Reifeprüfung der Menschheit und schickt die neu entwickelte USS Enterprise NX-01 auf ihre erste Mission. Unter dem Kommando von Captain Jonathan Archer geht der Klingone Klang auf der Reise direkt an die Suliban verloren, die ihre Kommandos von einem geheimnisvollen Auftraggeber aus der Zukunft erhalten. Doch obwohl der Wissenschaftsoffizier T´Pol - eine junge Vulkanierin, die im Austausch gegen vulkanische Sternenkarten mit an Bord genommen wurde - darauf hinweist, dass die Transport-Mission ohne das Transport-"Gut" als gescheitert anzusehen ist, entschließt sich Captain Archer dazu, den technisch überlegenen Entführern zu folgen. Eine Spur führt sie auf den Planeten Rigel X, wo Captain Archer bei einem Schusswechsel verwundet wird. T´Pol übernimmt das Kommando über die Enterprise...

Der langerwartete Pilotfilm zur neuen Star Trek-Serie überraschte all jene, die den Produzenten Berman und Braga "nur" den Voyager-Standard zugetraut hatten. "Broken Bow" ist eine nette Geschichte über den Jugendlichen namens Menschheit, der endlich seine Reife beweisen und ernstgenommen werden möchte. Auch wenn T´Pol Schwierigkeiten haben dürfte zu erklären, was an Silikon-Einlagen in Geschlechtsmerkmalen logisch ist, ist gegen die Notwendigkeit ihrer Präsenz an Bord der Enterprise wenig zu sagen. Die anderen Charaktere erhalten ihre kurzen Einführungsszenen, aber bis Archer, T´Pol, den Chef-Ingenieur Charles "Trip" Tucker und mit Abstrichen den außerirdischen Dr. Phlox bleiben die übrigen Charaktere wie für einen Pilotfilm üblich, recht farblos. Ihre großen Auftritte sollen in den nächsten Folgen kommen, wie es schon in Deep Space Nine und Voyager praktiziert wurde. Alles in allem kann man durchaus sagen, dass "Broken Bow" der beste aller Star Trek-Pilotfilme ist. Daran ändert weder die Tatsache, dass es die NX-01 gar nicht geben dürfte, noch der geheimnisvolle Auftraggeber aus der Zukunft - der offensichtlich eingeführt wurde, um mögliche Brüche in der Star Trek-Kontinuität zu erklären - etwas.

103 Fight or Flight

Die Enterprise trifft auf ein treibendes Schiff, auf dem alle Besatzungsmitglieder ermordet wurden. Auf T´Pols Ratschlag hin, verlässt die Enterprise den Ort den Geschehens, weil sie für die tote Besatzung des anderen Raumers nichts mehr tun können. Captain Archer entschließt sich nach einem längeren Monolog beim Abendessen jedoch dazu, wieder umzukehren, um der Sache auf den Grund zu gehen. Während die Besatzung der Enterprise das fremde Schiff und die Leichen untersucht, kommt es, wie es kommen muß: Der Täter kehrt zum Tatort zurück. - Und die Enterprise ist dem Neuankömmling hoffnungslos unterlegen...

"Fight or Flight" stellt eine Premiere in allen SpinOff-Serien Star Treks zusammen dar: Sie ist die erste reguläre Folge, die besser als der vorangegangene Pilotfilm ist! Abgesehen von der beginnenden Charakterisierung der anderen Brückencrew-Mitglieder, die hier mit dem Com-Offizier Hoshi Sato beginnt und tatsächlich interessant rüberkommt, ist es vor allem die erfrischende Neuheit, mit der die Enterprise-Crew handelt. Man stelle es sich vor: In den ersten Minuten der Folge trifft man auf das treibende Schiff.. und es dauert bis zur Mitte der Folge, ehe man ein Shuttle rübergeschafft, sich in Raumanzüge gehüllt und einen Eingang gefunden hat, um überhaupt erst dann die toten Außerirdischen zu finden! Nix mit Transporter und "Geordi, mach ma´ Licht und Heizung an." "Jawoll, Captain. Erledigt Captain!". Daumen hoch, - die Serie scheint wirklich eine gute zu werden!

104 Strange New World

Die Enterprise fliegt einen Planeten an, der zwar erdähnliche Formen aufweist, aber scheinbar ohne jedes humanoide Leben ist. Einige Besatzungsmitglieder entschließen sich bei der Erforschung auf der Oberfläche dazu, die Nacht auf dem Planeten zu verbringen. Darunter auch Charles Tucker, der Navigator des Schiffes Lt. Mayweather und T´Pol. In der Nacht kommt ein Sturm auf, der die Crewmitglieder dazu zwingt, sich in nahegelegene Höhlen zurückzuziehen. Plötzlich tauchen immer mehr Hinweise auf getarnte Humanoide auf, die sich scheinbar sogar mit T´Pol gegen die Menschen in den Höhlen verbündet haben. Charles Tucker konfrontiert T´Pol mit den Beobachtungen, doch die streitet jeden seiner Vorwürfe ab. Die Situation scheint zu eskalieren und Captain Archer kann nichts tun, weil der Sturm es unmöglich macht, seine Crewmitglieder von dem Planeten zu evakuieren...

Abgesehen von dem Schema F, das hier auf recht dramatische Weise eingesetzt wurde, ist vor allem eines für die amerikanischen Internetuser ärgerlich gewesen: Die Seite www.startrek.com hatte schon zwei Wochen vor der Episode eine Beschreibung online gestellt, die sich letztendlich als Auflösung der ganzen Geschichte entpuppen sollte. So war die Spannung von vorneherein gestorben, was der ohnehin nicht restlich überzeugenden Geschichte zusätzlich schadete. Auffällig in diesen 45 Minuten war vor allem, dass die Produzenten scheinbar auf zwei Dinge besonders aus sind: Zum einen wollen sie klarmachen, dass es hier die Vulkanier sind, die für alles und jede Situation Regeln haben (die durchaus eine auch für Menschen einleuchtende Logik besitzen sollten: Zum Honk, das ist ein NEUER Planet und ohne überhaupt was über ihn zu wissen, geht die Shuttle-Tür auf und der Hund des Captains tollt über die Wiese!) und die Menschen halt nicht. Zum anderen setzen sie immer wieder Kontrapunkte zwischen Charlie Tucker und T´Pol, die sie klar zu zwei Polen machen sollen, die dem Captain ihren Rat anbieten.. Spock und McCoy lassen grüßen!

105 Unexepected

Die Crew der Enterprise entdeckt ein beschädigtes Schiff, dem sie ihre Hilfe anbietet. Charles Tucker geht an Bord und bleibt drei Tage an Bord des Alien-Raumers, wo er sich mit einem weiblichen Besatzungsmitglied anfreundet, die ihm die Technik und die Rituale ihres Volkes zeigt, während er den Schiffsantrieb repariert. Zurück an Bord der Enterprise wachsen Tucker plötzlich Nippel und Dr. Phlox diagnostiziert etwas ziemlich einmaliges: Der Chefingenieur ist schwanger.. und das Schiff der Fremden schon lange fort...

Diese dritte reguläre Folge war eindeutig als bislang humorvollste geplant. Eine Mission, die sie locker erfüllte.. nicht zuletzt, weil auch hier die Gelegenheit für gute Tucker/T´Pol-Szenen genutzt wurden. So ist der wahre Höhepunkt der Folge die Szene, in der Dr. Phlox die Schwangerschaft diagnostiziert. Während alle überrascht und/oder betreten sind, wendet sich T´Pol an Tucker und bemerkt auf trockenste vulkanische Weise: "Commander, sie waren nur drei Tage dort. Nur drei Tage!" Insgesamt wirkt das Alien-Schiff recht unglaubwürdig, weil es im Inneren phantastische Dinge offenbart, die man ihm von außen nicht angesehen hat und dennoch die Hilfe eines menschlichen Technikers vonnöten ist, um den Warp-Antrieb zu reparieren. "Unexpected" ist humorvoll, aber erreicht nicht die Klasse von "Broken Bow" oder gar "Fight or Flight".

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10. Spezial: Von Worm zu Storm (1.2)

Es ist nun ziemlich genau fünf Jahre her, da setzte sich in der Schweiz ein engagierter Star Trek-Fan namens Philipp Ruch vor seinen Computer, um gemeinsam mit Gleichgesinnten den Urvater des Corona Magazines mit Namen Wor und kurze Zeit später Worm für das Trekdinner Bern zu erschaffen. Wie ein jeder treuer Leser weiß, wurde daraus bald mehr und so nahm das Projekt über die Jahre bis zum heutigen Tag immer größere Dimensionen an, die nach dem allseits bekannten Leitsatz "Alles bleibt anders" natürlich auch die Zukunft bestimmen sollen.

Und um nun einmal in vorweihnachtlicher Nostalgie schwelgen zu können, haben wir uns im - man mag es kaum glauben - lückenlosen Archiv umgesehen und dabei viele Meldungen finden können, die aufzeigen, dass auch die Vorläufer der jetzigen Redaktion sehr oft mit Gerüchten und Halbwahrheiten kämpfen mussten. Die interessantesten möchten wir in einer kleinen Zeitreise in dieser und der kommenden Ausgabe aufgreifen und Sie mit zurück in die Star Trek-Vergangenheit nehmen. Den Anfang machen dabei die Highlights aus den ersten 25 Ausgaben des Worm:

6.3.97: Paramount und IMAX verhandeln derzeit über einen 3D-Star Trek-Film! Der Film solle die gleiche Spieldauer wie alle anderen IMAX-Filme auch haben, nämlich ganze 40 Minuten. Die Verhandlungen seien bereits soweit vorangeschritten, dass ein Autor mit der Ausarbeitung des Drehbuchs beauftragt wurde!
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13:3.97: Momentan wird in Hollywood noch zwischen Paramount und Rick Berman ausgehandelt, wann der neue Kinofilm fertiggestellt sein soll. Das Studio hätte gerne in zwei Jahren den nächsten Film - angesichts des Erfolges von ST VIII ganz gut verständlich. Berman selbst glaubt nicht daran, dass man einen guten Star Trek-Film schon in zwei Jahren wieder hinbekommen könnte. Er plädiert daher auf drei Jahren Produktionszeit - übrigens hätte Berman Voyager auch lieber erst im Januar '96 (statt Januar '95) im Fernsehen gehabt. Zudem ist schon jetzt ziemlich klar, dass Q und Guinan sogenannte Main-Parts einnehmen werden. Brent Spiner (Data) sagte anlässlich des achten Kinofilms, er könne Data nicht mehr lange spielen, da er, als Normalsterblicher, ja auch altern würde. Dann meinte er noch, vielleicht würde Data von Q in einen Menschen verwandelt werden!! Jonathan Frakes (Riker und Regisseur des letzten Streifens) lehnte die Regiearbeit in einem Interview ab. Er meinte, er wolle lieber die Regie beim zehnten Film führen. Derzeit wird sogar ein Auftritt von Mr. Spock in Betracht bezogen. Er soll in die Handlung "kriegerische" Romulaner eingebaut werden.
<< Worm 07-08 >>

11.4.97: Wer nichts über das Deep Space Nine-Finale in der 6. Staffel und einen DS9-Kinofilm erfahren möchte, dem sei geraten, die folgenden zwei Meldungen zu überspringen! Den anderen rate ich, höchste Konzentration!
Paramount rief 1995 ein neues Projekt mit dem Namen "Nemesis" ins Leben. Es sollte zuerst ein Teil des neunten Kinofilms werden, wurde aber sehr selbstständig entwickelt. So wie es aussieht, hält Paramount Nemesis nicht für reif genug, Teil des nächsten Kinofilms zu werden. Deshalb wird das Projekt jetzt mit Deep Space Nine, besser gesagt dem DS9-Finale, in einem unglaublichen Kinofilm zusammengeführt - um der Serie einen würdigen Abgang zu beschaffen! Zudem ist Nemesis die Ausgangsbasis für eine potentielle neue Star Trek-Serie (deren Produktion vom Erfolg des Films abhängt).
Paramount glaubt daran, dass DS9 alleine nicht genug Potential für einen Kinofilm habe. Und anstatt die verschwenderische Geschichte mit der Zerstörung der Station in einem TV-Finale zu verwenden, wollen sie die beiden Projekte in einem spektakulären Kinofilm zusammenführen. Dabei werden auch vier TNG-Charaktere als Gastdarsteller fungieren; Riker, Crusher, LaForge und Troi.
<< Worm 10 >>

11.4.97: Im Mittelpunkt vom Nemesis-Konzept steht eine neue kriegerische Rasse namens "Breen". Sie werden von zentraler Bedeutung im Kampf gegen das Vorrücken des Dominion in den Alpha-Quadranten sein!
Das TNG-Team wird auf eine geheime Sabotagemission geschickt, um das Ende des Wurmlochs im Gamma-Quadranten zu zerstören. Der Maquis kommt hinter die Pläne der Föderation und versucht sie zu behindern, um die neu gewonnene Kraft durch die Allianz mit dem Dominion nicht wieder zu verlieren. Die Klingonen spalten sich wieder - einige schließen sich der neuen Allianz an, andere wiederum helfen den Bajoranern oder den Cardassianern.
Zum ersten Mal in der Geschichte von Star Trek werden Kriege auf Planeten mit Panzern, Infanterie und ähnlichem gezeigt - gemischt mit heftigen Weltraumschlachten! Sisko wird DS9 zerstören, um in einem verzweifelten Kampf das Wurmloch abzudichten und somit die Gefahr des Dominion zu bannen.
<< Worm 10 >>

7.4.97: Es gibt derzeit zwei verschiedene Handlungen, die weiter ausgearbeitet werden, damit sich Paramount dann für eine entscheiden kann.
Im ersten Handlungsvorschlag geht es um die Romulaner, die bereits seit geraumer Zeit den "TNG"-Stempel tragen, was bedeutet, dass weder DS9 noch Voyager sie als Handlung benutzen dürfen, da sie für einen der kommenden Kinofilme benutzt werden - auch die Borg trugen diesen Stempel von 1994-96! Diese Handlungslinie sieht auch Auftritte von Spock und Tasha Yar bzw. der halbromulanischen Tochter Sela vor!
<< Worm 10 >>

7.4.97: Der zweite Handlungsvorschlag sieht ein Comeback der GORN aus TOS vor. Sie haben eine neue Tachyon-Waffe entwickelt, mit der sie ganze Welten zerstören können. Riker wird die Enterprise F kommandieren. Seine Nummer 1 soll Shelby sein. Auch Wesley Crusher taucht in dieser Handlung auf - und stirbt! Picard und Data werden für diese Handlung nicht berücksichtigt, weshalb dieser Vorschlag bei Paramount auch nur zweite Wahl sein dürfte!
<< Worm 10 >>

27.4.97: Independence Day 2, Arbeitstitel id 4ever, wird definitiv produziert. Der Film wird aber erst im nächsten Jahrhundert erwartet, da er 1999 mit der neuen Star Wars-Trilogie zusammentreffen würde! Während Teil 1 "nur" 70 Millionen Dollar gekostet hat, darf Teil 2 schon etwas über 100 Millionen kosten!
<< Worm 13 >>

27.4.97: Chris Carter, Schöpfer der Akte X, will mit seiner Serie aufhören. In einem Interview sagte er: "Es fällt mir zwar schwer das zuzugeben, aber 3 Projekte (X-Files, Millennium und ein neues Projekt) sind einfach zuviel. Ich werde wahrscheinlich bei der Serie X-Files aufhören. Die Serie ist so erfolgreich und das Drehteam so ausgezeichnet, dass man dort auch ohne mich zurechtkommen wird." Der wahre Grund für die Trennung dürften die Komplikationen zwischen ihm und dem Sender sein. Der Sender wirft dem Schöpfer nämlich die extrem schlechten Kritiken zu den neusten Folgen vor - zuviel Blut und Gewalt. Chris Carter hält die extrem guten Einschaltquoten dagegen (durchschnittlich erreichte die aktuelle Staffel einen Rating Point von 12.0)! Des weiteren macht man Chris Carter den Vorwurf, er würde sich nur noch um die Nachfolgeserie kümmern. Laut FOX wird die Serie auch nach dem Kinofilm noch weiterlaufen! Die Verträge der beiden Hauptdarsteller laufen Mitte der sechsten Staffel aus - mit Ausstiegsklauseln, versteht sich.
<< Worm 13 >>

14.6.97: (Los Angeles) Das größte Schiffsunglück wurde von James Cameron ("Aliens") verfilmt und prompt wiederholte sich die Katastrophe; nicht nur, dass "Titanic" 30 Minuten Überlänge hat, die Crew mit LSD vergiftet wurde und das Budget maßlos überzogen wurde - so, dass der Film völlig unfreiwillig zum teuersten Film aller Zeiten wurde - nein, jetzt musste der Start auch noch auf Herbst verschoben werden. Die Kosten belaufen sich für Paramount bereits jetzt auf 240 Millionen Dollar! Ob nach diesem Flop noch Geld für ST-9 übrigbleibt?
<< Worm 19 >>

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11. Perry Rhodan: Wie man einen passenden Einstieg findet

In dieser Ausgabe des Corona-Magazines plaudere ich ein wenig über den Einstieg als Leser bei "Perry Rhodan". Der Wunsch nach einem solchen Artikel stammt von unserem Redakteur Sebastian Feiler. Ich denke, er hat nichts dagegen, wenn ich seine Vorschläge für mögliche Inhalte zitiere:

"Er könnte z.B. enthalten:

- eine Bewertung, welche Dinge der neue Leser wissen sollte, um der Handlung folgen zu können
- Hinweise, mit welcher Hintergrundliteratur man sich vertraut machen sollte
- einen kurzen Aufriss über die Arbeitsweise des Exposé-Teams, der erklärt, wie diese umfangreiche Serie zustande kommt..."

Beim Lesen dieser Liste, besonders beim zweiten Punkt, habe ich erst einmal einen Schreck bekommen. Das klingt ja alles furchtbar nach Arbeit, bzw. einem zweiten Studiengang! Und das nur, um Spaß an einer Freizeit-Lektüre zu haben.
Das zeigt, dass Fans beim stolzen Aufzählen, welchen Umfang ihre Lieblings-Serie hat, Nicht-Leser eher abschrecken. Auch so dürften sich die hohen Heftnummern zu einem Problem für die Serie entwickelt haben. Gelegenheitsleser ohne besondere Vorlieben greifen am Kiosk wohl lieber zu Band 53 von "Maddrax" als zu einem Heft von "Perry Rhodan" mit der vierstelligen Nummer 2104.

Also erst einmal hat es sich für die "Perry Rhodan"-Serie als praktisch erwiesen, dass die Serie in Zyklen unterteilt ist. Ein solcher Zyklus beinhaltet eine mehr oder weniger abgeschlossene heftübergreifende Handlung, die pünktlich zum nächsten vollen Hunderter erledigt wird. Also die Doppelnull-Bände sind immer für einen Einstieg gut. Bei Fans sind diese "Jubibände" beliebt, da meist irgend etwas Neues und Frisches passiert. Band 2100 vor vier Wochen wäre so einer gewesen, auch wenn die Fans über die Innovativität des Romans streiten.
Nun ist es natürlich blöd, wenn man nur alle zwei Jahre mitlesen kann. Natürlich kann man auch mittendrin einsteigen. Der Sprung in das kalte Wasser weckt vielleicht sogar Neugierde, weil die Handlung mangels Vorwissen besonders vielschichtig erscheint. Allerdings muss man auch damit rechnen, zufällig einen weniger gelungenen Roman zu erwischen.

Die geordnetste Methode, über die heute viele Leser zu Perry Rhodan kommen, sind die silbernen Hardcover-Bände, in denen jeweils mehrere Romane in überarbeiteter Fassung zusammengefasst werden. Diese Bücher sind in jedem größeren Kaufhaus und bisweilen sogar in öffentlichen Büchereien zu finden. Momentan gibt es 76 Bücher in dieser Reihe. Natürlich ist es hier schwieriger, den Anfang eines Zyklus zu finden, aber dafür ist ja dieser Artikel da:
Natürlich kann man mit Band 1 anfangen. Dort startet im Jahr 1971 die erste bemannte Mondexpedition unter Perry Rhodans Kommando. Auf dem Mond entdeckt man ein havariertes Raumschiff der Arkoniden. Mitten im Kalten Krieg zwischen den westlichen Staaten und der Asiatischen Föderation beschließt Rhodan, die Errungenschaften keinem bestimmten Staat zur Verfügung zu stellen und landet in der Wüste Gobi, wo er sich für staatenlos erklärt und sich Terraner nennt.
Auch zu empfehlen ist Band 21, in dem der populäre "Meister der Insel"-Zyklus beginnt. In dem Buch "Die Straße nach Andromeda" entdeckt Perry Rhodan mit seinem Schiff CREST II ein exaktes Sechseck, gebildet aus Sonnen. Diese Konstellation erweist sich als Teil eines Transportsystems in die Nachbargalaxis Andromeda, in das die CREST II hineingezogen wird.

Am Aktuellsten sind die Bücher 74 bis 76, die die erste Hälfte des Zyklus "Das Konzil der Sieben" darstellen. Dies entspricht den Heften ab Band 650. In ihnen besetzt das Konzil der Sieben - ein intergalaktischer Bund von sieben Völkern - vertreten durch die Laren die Milchstraße. Rhodan wird der Posten als Statthalter des Konzils angeboten, jedoch durchschaut er die Skrupellosigkeit der Laren. Als der heimliche Widerstand der Terraner auffliegt, muss zu extremen Mitteln gegriffen werden: Erde und Mond werden durch einen Sonnentransmitter in Sicherheit gebracht. Dummerweise kommen sie nicht am geplanten Ziel an...
Der Zyklus ist etwas Besonderes, weil er den Wechsel in der Serie von der action-betonten Handlung zu mehr Rätseln und kosmischen Zusammenhängen darstellt. Unter dem Zugriff des Konzils hört das Solare Imperium auf zu existieren. Dafür sucht Rhodan Jahrzehnte mit dem Generationenschiff SOL nach der Milchstraße, die Menschheit macht unter einer neuen Sonne eine unheilvolle Veränderung durch, usw... Das ist in den Büchern noch eine Weile hin.

Interessant für Wieder-Einsteiger und Nostalgiker ist ein spezieller Silberband: In Band 1 der "Kosmos-Chroniken" wird die Handlung der ersten 700 Hefte aus der Sicht von Rhodans Freund Reginald Bull noch einmal nacherzählt. Selbstverständlich erfährt man auch neue Details, um die eingefleischten Fans zufrieden zu stellen. Im Frühling erscheint Band 2, in dem die weitere Serien-Handlung aus der Sicht von Alaska Saedelaere geschildert wird. Neben dem komplizierten Namen ist Saedelaere auch noch mit einem Transmitter-Unfall gestraft, sodass jeder bei dem Anblick seines Gesichts den Verstand verliert. Der Unfall und die Zeit direkt danach ist in der Heft-Serie nie geschildert worden, was in dem Buch nachgeholt werden soll. Zumindest hat Autor Hubert Haensel mit der Lesung eines Ausschnitts auf einem Con den Fans schon den Mund wässrig gemacht.

Ich persönlich bin durch ein Dutzend Hefte, die mir geschenkt worden sind, zur Serie gekommen. Dabei hat es sich um eine wilde Mischung gehandelt, angefangen von Band 186: "Die Hypnokugel" von Kurt Brand bis zu Band 1100: "Der Frostrubin" von William Voltz. Stilistisch liegen Welten zwischen diesen Romanen. Dass ich vieles erwähnte nicht verstanden und gekannt habe, hat die Sache nur spannender gemacht. Aber dazu braucht man vielleicht die Begeisterung eines Neunjährigen.
Nach Gefallen des Dutzends habe ich zu meinem Glück circa 150 Hefte von den ersten 200 Bänden geschenkt bekommen. Ab Band 1400 habe ich die aktuellen Hefte selber gekauft. Auch das war wieder ein Glücksfall, da in diesem Band mit einem Schnitt die Handlung neu ansetzt. Zuvor hatte sich die Serie zu sehr in der sogenannten Gigantomanie hineingesteigert, sodass eine Notbremsung erforderlich geworden war. Band 1400 ist als der große "Degrader" bekannt und daher sehr einsteigerfreundlich.

So, ich denke, Sebastian ist jetzt halbwegs zufriedengestellt. Die Arbeit des Exposé-Teams ist eigentlich einen eigenen Artikel wert, am besten in Verbindung mit der Entwicklung des Serienstils über die Jahre. Immerhin wird der Serien-Erfinder Karl-Herbert Scheer gerne Handgranaten-Herbert genannt, während sein Nachfolger als Exposé-Autor William Voltz den "Sense of Wonder" in die Serie gebracht hat. Dazu also in der nächsten Ausgabe mehr.

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12. Buffy und Angel: Neue Sekundärliteratur

Es ist vollbracht: In dieser Woche ist von Christian Lukas und Sascha Westphal das vierte inoffizielle Buch über die TV-Serie "Buffy" erschienen. Titel des Werkes: "Buffy - Die Jägerin schlägt zurück". Dieses Mal setzen sich die erfolgreichen Autoren mit der zur Zeit aktuell im deutschen Fernsehen ausgestrahlten fünften Staffel der Serie auseinander - die beide natürlich bereits in Gänze gesehen haben und kritisch, kontrovers, euphorisch besprechen.

Das aber ist nicht alles!

In dieser Woche ist auf dem deutschen Markt auch ihr erstes inoffizielles Buch über die TV-Serie "Angel - Jäger der Finsternis" erschienen. Das Buch umfasst Hintergründe, Kommentare und Bewertungen zu allen Episoden der ersten und zweiten Staffel. Titel dieses Buches: "Angel. Der Dunkle Engel".

Offizielle Angaben:

Buffy - Die Jägerin schlägt zurück
- Das inoffizielle Fanbuch über die 5. Staffel
Autoren: Sascha Westphal & Christian Lukas
ISBN: 3426620790 (Knaur Verlag, München 2002)
DM 15,45 / EUR 7,90 / 380 Seiten

Inhalt:
Das Buch umfasst die gesamte fünfte Staffel. Insgesamt stellt dieser Führer den vierten Ausflug ins Buffyversum dar.
Christian Lukas: "Es macht immer noch Spaß, sich mit Buffy auseinander zu setzen! Das spricht für die Qualität der Serie - auch wenn wir dieses Mal etwas kritischer zur Sache gehen. Warum? Dies hat mit der Entwicklung von Buffy zu tun, die in vielen Belangen - unserer Meinung nach - als nicht zufriedenstellend bezeichnet werden muss. Warum? Das erklären wir - wie immer gnadenlos subjektiv - in unserem Buch."


Angel - Engel der Finsternis
- Das inoffizielle Fanbuch über die 1. und 2. Staffel
Autoren: Sascha Westphal & Christian Lukas
ISBN 3426620820
(Knaur Verlag, München 2002)
DM 15,45 / EUR 7,90 / 400 Seiten

Inhalt:
Dieser inoffizieller Episodenführer zur Serie umfasst die erste und zweite Staffel der Serie.
Christian Lukas: "Wir beschäftigen uns aber auch mit fiktiven und realen Hintergründen, liefern Biografie-Kapitel -- und wir sind wie immer gnadenlos subjektiv, wenn es um Bewertungen geht. Nichts ist schließlich langweiliger als ein Buch, das sich vor einer Meinung scheut...

Wenn ich einmal ehrlich sein darf: Von der ersten Staffel war ich enttäuscht. Wie wir im Ruhrgebiet zu sagen pflegen: Die Serie kam und kam einfach nicht "in die Pötte"!
Zwar gab es durchaus Aspekte, die ich sehr schnell zu schätzen gelernt habe, so zum Beispiel die Tatsache, dass sich Angel als ein großer Roman definiert, in dem die einzelnen Staffeln nicht in sich abgeschlossen sind, sondern vielmehr erst zusammen betrachtet eines Tages eine große Einheit ergeben werden. Doch fehlte meines Erachtens ganz einfach der Funke, der aus einer unterhaltsamen Fernsehserie ein großes TV-Erlebnis gemacht hätte. So ist die erste Staffel der Serie wirklich unterhaltsam. Mehr aber nicht.
Anders sieht dies im Fall der zweiten Staffel aus. Sie hat jene Funken fliegen lassen, die Staffel eins so schmerzlich vermissen ließ. Im Laufe der zweiten Staffel wird Angel zu dem Ereignis, das uns Joss Whedon, ihr Schöpfer, im Verlauf der ersten Staffel versprochen hat."

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13. Mission Erde: Das Geld ist alle!

Wer erinnert sich noch an diesen einen Herbst, in dem massiv die Geburt einer weiteren Roddenberry-Serie gehypt wurde: Außerirdische mit dem Namen Taelons sind auf der Erde gelandet und machen einen auf friedlich, planen aber im geheimen die Übernahme des Planeten. Doppelagent William Boone und seine Widerstandsgruppe wollen das natürlich um jeden Preis verhindern.

Das Jahr 1997 stand ganz klar im Zeichen von "Earth: Final Conflict", auf deutsch auch "Mission Erde: Sie sind unter uns". Gute Quoten, viele Fans und viel PR ließen das Gefühl aufkommen, man habe hier eine Konkurrenz zu solchen Serien wie "Star Trek" oder "The X-Files" vor sich. Leider daneben getippt. Schneller als gedacht ist die Serie dann auch im allgemeinen TV-Konsumbrei verschwunden und bis heute nicht wieder aufgetaucht. Da halfen auch die 30 Kursänderungen und Schauspieler-Wechsel nichts mehr. Dennoch, ob man es glaubt oder nicht, "Earth: Final Conflict" läuft seit Oktober 2001 in der fünften und letzten Season. Und die hat rein gar nichts mehr mit der ersten Staffel gemein.

Wer "Earth" derzeit auf VOX verfolgt und sich schon auf eine weitere Season freut, soll sich auf einige Änderungen gefasst machen. Hauptcharakter Liam Kincaid (Robert Leeshock) ist weg. Da’an (Leni Parker) ist weg, Zo’or (Anita LeSalva) ist auch weg und mit ihnen der Rest der Taelons. Achso, und die Jaridians sind weg. Soviel zu dem, was aus der Serie entfernt wurde. Praktisch die gesamte Basis wurde weggerissen, um einen totalen Neuanfang zu wagen, der sich allerdings als Knieschuß erweist: Neue Bösewichte sind die "Atavus", Außerirdische, die Jahrtausende lang tief in unserem Planeten schlummerten und sich von der Lebensenergie der Menschen ernähren. Renee Palmer (Jayne Heitmeyer) setzt zwei von diesen Wesen ausversehen bei der Suche nach dem verschollenen Liam Kincaid frei. Ronald Sandoval (Von Flores) verbündet sich mit den "Atavus" und vom verlassenen Taelon-Mutterschiff aus planen sie das Ende der Menschheit.

Das zwischen der vierten und fünften Season von "Earth" irgend etwas hinter den Kulissen ziemlich schief gegangen sein muss, wird bereits in der Season Premiere "Unearthed" stark deutlich. Liam Kincaid-Darsteller Robert Leeshock wurde gekickt, nachdem er den Poker um eine Gehaltserhöhung verloren hat. Die Taelon-Darstellerinnen Leni Parker und Anita LeSalva wollten sowieso raus. Auch das Budget wurde aus unerklärlichen Gründen gekürzt. Im Vergleich zur vierten Season sind Effektsequenzen in den neuen Folgen eher eine Rarität. Auch die Drehbücher hat es ganz stark erwischt. Es wird zwar ein Storyarc vorgegaukelt, doch den gibt es eigentlich nicht mehr. Eine Folge spielt im Durchschnitt an maximal drei Locations und auch Gastdarsteller oder sogar die Hauptdarsteller sind doch nicht so gut, wie man es sich wünscht. Auch sind die neuen Bösewichte, die "Atavus", im Vergleich zu den originellen Taelons eher peinlich und schon gar nicht furchteinflößend. Mal davon abgesehen, dass es nur zwei sind.

"Earth: Final Conflict", eine Lüge? Wer’s genau nimmt, ja, denn der wahre "Final Conflict" findet laut Sprechertext im Intro erst jetzt in der letzten Season statt. So waren die ersten vier Jahre wohl eher ein "Pre-Final Conflict". Sehr enttäuschend.

Fans der ersten Stunde wird die Season Premiere "Unearthed" wie einen Schlag ins Gesicht treffen, in vielerlei Hinsicht.

Zuallererst merkt man den Drehbüchern an, dass sie in Windeseile geschrieben wurden. "Unearthed" strotzt ziemlich stark an Unspektakulärität.

Link zum Thema:
http://www.efc.com (Offizielle Seite)
http://www.atavus.com (Die neuen "Earth"-Bösewichte in der Übersicht)

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14. Andromeda: Ein Ausblick (1.2)

Nicht nur Sie, liebe Leser, dürfen nun ihren wohlverdienten Weihnachtsurlaub antreten, die amerikanischen Serien tun dies schon seit ein paar Wochen. Darunter auch Captain Dylan Hunt und seine Crew der Andromeda Ascendant. Grund genug Ihnen einen kleinen Ausblick zu geben, was bisher in der zweiten Staffel der Serie geschehen ist, die hierzulande noch mitten in der ersten Staffel steckt.

In einem Interview mit dem Dreamwatch Magazine sagte Robert Hewitt Wolfe in diesem Sommer über die kommenden Ereignisse, "Wir haben eine neue nahende Bedrohung, die Dylans Mission noch dringlicher macht. Es ist nicht von der Art, 'Oh ja, das Commonwealth ist eine nette Idee...' und dann wird man ein paar Jahrzehnte brauchen, um dies zu erreichen. Wir haben deshalb eine Art Uhr eingebaut, die ein gewisses Maß an erhöhter Spannung in die Mission bringt." Und genau um diese besagte Uhr geht es im Staffelfinale der Serie, die einen spannenden Cliffhanger ergibt.

Dort aktiviert Harper aus Versehen ein Backup-Programm der künstlichen Intelligenz der Andromeda, das sofort das Schiff übernimmt und eine alte Mission fortsetzen möchte. Alle Crewmitglieder stellen von nun an Eindringlinge für das Schiff dar. Einzig allein Rommie, der Android, ist nicht von dem gefährlichen Backup betroffen. Diese alte Mission führt die Andromeda in ein Gebiet, wo sie von gefährlichen Schwarm-Schiffen der Magog angegriffen werden, jener üblen, menschenfressenden Rasse, der auch Rev Bem angehört.

Die Crew muss sich nun nicht nur gegen das eigene Schiff sondern auch gegen eine Invasion der gefürchtetsten Rasse verteidigen, was bei Harper schlimme Erinnerungen hervorruft. Eine der Magog-Anführer versucht während der Kämpfe Rev Bem zu überzeugen, seinen Weg als Wayist zu verlassen und zu seiner Rasse zurückzukehren. Während die Crew erbittert gegen eine Überzahl an Magog ankämpft erreicht die Andromeda ein dunkles Gebiet, wo verschiedene Planeten mit riesigen Röhren verbunden sind. Fünf Trillionen Magogs befinden sich auf den Welten dieses Gebildes. Ein Feuerstoß dieses Weltschiffes setzt die Andromeda außer Kraft und hinterlässt die Crew schwer verletzt bewusstlos, während Tyr und Harper auf das Weltschiff entführt werden. So endet die erste Staffel.

Im zweiten Teil dieses Cliffhangers rettet Trance die restliche Crew an Bord auf die Krankenstation, um sie dort notdürftig zu versorgen. Tyr und Harper erwachen währenddessen auf dem Weltschiff mit organischen Fasern an eine Wand geklebt. Beide sind mit Magog Larven infiziert, die den Körper langsam von innen auffressen und eines Tages den Wirtskörper brutal verlassen. Dylan und die schwerbeschädigte Rommie verlassen die Andromeda, um die vermissten Crewmitglieder zu retten. Falls sie nicht schnell genug zurückkehren, soll Beka eine Nova-Bombe auf das Zentrum des Weltschiffes feuern.

Auch Rev Bem, dessen wirklicher Name wie wir erfahren Red Plague (Rote Seuche) ist, befindet sich dort und weigert sich standhaft, die Sitten seine Volkes anzunehmen, auch wenn es ihm - beeinflusst von den vielen Stimmen - schwer fällt. Bloodmist, einer der Anführer der Magog, möchte ihm deshalb dem Geist des Abgrundes vorstellen - den Gott der Magog. Durch die Begegnung mit dieser dunklen Macht wird er jedoch in seinem Glauben bestärkt und tötet Bloodmist. Da die Zeit abgelaufen ist, feuert Beka die Nova Bombe ab, deren verheerende Wirkung jedoch von dem Geist des Abgrundes absorbiert wird - das Weltschiff ist dadurch stark geschwächt. Die Crewmitglieder können sich daraufhin auf die Andromeda retten, die in den Slipstream zurückkehrt und wo das ursprüngliche Programm wieder die Kontrolle übernommen hat. Es gelingt, die Magog-Larven aus Tyr zu entfernen, wobei dieser beinahe gestorben wäre. Bei Harper wäre diese Operation zu riskant, so dass er vorerst infiziert bleibt. Die Bedrohung durch das Weltschiff ist nach diesen Episoden jedoch nicht beseitigt. Es ist deshalb um so dringlicher, so schnell wie möglich eine Allianz wie das Commonwealth wiederherzustellen, um gegen diese Gefahr anzukommen. Und genau diese Dringlichkeit wird auch in den darauffolgenden Episoden stets betont, die aber alle hauptsächlich für sich allein stehen.

In "Exit Strategies" geht es um die Nachwirkungen der furchtbaren Erfahrungen, die man soeben gemacht hat. Dylan, Beka, Tyr und Rev Bem stürzen mit der Maru von nitzscheanischen Schiffen gejagt auf einem Eisplaneten ab. Rev Bem vollzieht gerade ein Fastenritual, das ihn an den Rand des Verhungerns treibt. Während die Maru in ein altes Höhlensystem stürzt und dort von wurmartigen Wesen bedroht wird, die das Erz verdauen, verhandelt Tyr mit dem Nitzscheanern auf den Planeten, um den Aufenthaltsort des mumifizierten Körpers des ersten Nitzscheaners zu erfahren. Unglücklicherweise handelt es sich bei den Verhandlungspartnern um Kopfgeldjäger, die es auf Tyr abgesehen haben. Dank eines magnetischen Beschleunigers kann die Crew der Eiswelt und den Nitzscheanern entkommen. Im B-Plot der Episode geht es um Harpers seelische Qualen aufgrund seiner Infektion mit Magog-Larven wobei die Andromeda selbst als eine Art Psychologe auftritt.

In der folgenden Episode "A Heart For Falsehood Framed" dient die Andromeda als Ort für diplomatische Verhandlungen zwischen dem Statthalter Miskich von Pierpont Drift und ’Clarion of Loss, Red Glow at Daybreak, Haloes a Bloody Shadow’ von den Than. Dieser beschuldigt Miskich, ein wertvolles Artefakt namens Hegemon's Heart zu besitzen, das von Than gestohlen wurde. Da Captain Hunt ahnt, dass die Verhandlungen eher schlecht als recht laufen, schickt er Beka, Harper und Trance nach Pierpont Drift, um das Artefakt gegen eine Fälschung auszutauschen. Dort lernt Beka Leydon kennen, einen Dieb, der als Schrödingers Katze bekannt ist und nun als Sicherheitschef in Pierpont Drift arbeitet. Sie findet heraus, dass auch er an dem Artefakt interessiert ist, was die Verhandlungen an Bord der Andromeda noch mehr in Gefahr bringt.

In "Pitiless As The Sun" bitten Major Whendar und Lieutenant Gadell von Inari die Andromeda um Hilfe, da ihre Frachter von einer übermächtigen Rasse angegriffen werden. Währendessen reist Trance nach Inari und wird dort von dem eigenartigen Professor Logitch entführt und mit Foltermethoden verhört. Durch einen Trick gelingt es der Andromeda Crew, die Angreifer der Inari zu enttarnen. Es handelt sich um die Pyrianer, die auf venusartigen Planeten leben. Wie sich herausstellt, liefern die Inari Ammoniumphosphat auf den Schwarzmarkt der Pyrianer, für die dieser Stoff ein starkes, süchtigmachendes Rauschmittel ist. Da die pyrianische Regierung gegen diesen Handel vorgeht, wurden die Frachter der Inari angegriffen. Dylan erkennt somit, dass er auf der falschen Seite stand. Trance erfährt unterdessen von Logitch, dass ein Vertreter ihrer Rasse sein Volk in den Bürgerkrieg geführt hat, bei dem unter anderem sein Sohn ums Leben kam. Sie zeigt ihm ihre Sicht des Universums und erklärt, dass er nie verstehen wird, was sie wirklich ist, aber sie ist keine Gefahr sondern eine unschuldige Person.

Insgesamt startet die 2. Staffel damit ziemlich rasant und bringt durch die Bedrohung der Magog frischen Wind in die Serie. Dylan Hunt merkt man die neue Dringlichkeit in jeder dieser Folgen an, da er händeringend nach jedem Verbündeten sucht, den er bekommen kann.

Natürlich war dies noch nicht alles, was die zweite Staffel zu bieten hat. Wie es weitergeht, erfahren sie voraussichtlich im nächsten Corona Magazine.

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15. Filmkritik: Harry Potter

Jeder, der das Buch gelesen hat, kennt die Story: Harry Potter, der Junge mit dem Blitz auf der Stirn, der auf einmal in eine zauberhafte Welt stolpert, die für ihn fremd ist, in der ihn aber doch jeder kennt und verehrt. Der einzige Überlebende einer Attacke des bösen Voldemorts. Harry kommt nach Hogwarts, der Zauberschule, und muss sich den Gefahren und Eigenheiten dieser Welt stellen. Er lernt Hermine und Ron kennen, mit denen er des Nachts die Gänge des Schlosses erforscht und das Geheimnis rund um den "Stein der Weisen" aufzudecken hofft, denn Voldemort hat auch ein Auge auf den Stein geworfen, damit er zurückkehren kann...

Kurz umrissen ist das der Inhalt des Buches. Was davon bei der Verfilmung übrig geblieben ist, beschränkt sich auf das Minimum. Leider.
Wer das Buch und überhaupt "Harry Potter" vorher gelesen hat und lieben gelernt hat, der wird ein wenig von diesem Film enttäuscht sein. Heißt nicht, dass der Film schlecht ist. Der Film sieht toll aus, die Effekte sind okay und die Kostüme sind super. Überhaupt hat man die Vorlage durch das Buch sehr ernst genommen und das Aussehen der Welt ist verdammt nah an die Vorstellung des Lesers herangekommen. Jedenfalls habe ich das so empfunden.
Auch einzelne Charaktere, wie zum Beispiel Hagrid (gespielt von Robbie Coltrane), wachsen dem Zuschauer sofort ans Herz.

Was bei dem Ganzen leider abhanden gekommen ist: das Herz des Buches.

Man schaut auf die Leinwand und sieht die Welt der Zauberer, aber die Magie fehlt. Nun kann man sagen, es sei sehr schwierig ein Buch auf die Leinwand zu bekommen.
Der Meinung kann man ruhig sein, und der Film ist ja auch spannend genug und perfekt für Kinder inszeniert. Wie gesagt, schlecht ist er nicht.
Aber es ist nicht der Harry Potter, den ich gelesen habe.
Dafür fehlen zu wichtige Handlungsstränge und Dinge, die den Leser an dem Buch bewegen. Die Freundschaft zwischen Harry, Hermine und Ron wird nie richtig behandelt, die Einsamkeit und den Druck, den seine Berühmtheit auf Harry ausüben, kommen überhaupt nicht zum Zuge. Dadurch wirkt der Film leblos und vor allem auch lieblos in Szene gesetzt. Die "Vision" des Buches geht vollkommen verloren.

Zum Teil war ich auch etwas verwirrt von der Erzählweise des Filmes, sofern man die Aneinanderreihung von Ereignissen als Erzählung betrachten möchte. Charaktere, jetzt mal abgesehen von Harry, Hermine und Ron werden grundsätzlich nicht vorgestellt. Auch die Rolle und Eigenschaften der verschiedenen Häuser in Hogwarts (Gryffindor, Ravenclaw, Hufflepuff und Slytherin) wird einfach weggelassen. Nur in einem Nebensatz von Ron erfährt der Zuschauer, dass der Oberböse aus dem Hause Slytherin stammt.
Man bekommt nicht einmal richtig mit, dass McGonagall Oberhaupt des Gryffindor Hauses und Snape Oberhaupt des Slytherin Hauses ist.

Diese Beispiele stempeln mich jetzt vielleicht als Kleingeistigen Erbsenzähler ab, aber wenn es um eine Buchverfilmung geht, dann sagt man allgemein, dass das nicht hundertprozentig möglich ist. Aber trotz allem ich bin immer der Meinung, dass es im Endeffekt egal ist, ob man Dinge weglässt, um die Länge nicht zu sprengen. Man sollte dabei aber nicht den Charme und vor allem die Aussage des Buches vernachlässigen.

Harry Potter und der Stein der Weisen ist ein unterhaltsamer Kinderfilm. Nicht mehr und nicht weniger. Leider.

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16. Wissenschaft: Alles ist Relativ (2.2)

Die allgemeine Relativitätstheorie

Im letzten Teil habe ich mich ausschließlich mit gleichförmig bewegten Bezugssystemen beschäftigt. Das heißt, die Beobachter und das Beobachtete wurden relativ zueinander nicht beschleunigt oder gebremst.
Das soll sich nun ändern.

Die allgemeine Relativitätstheorie erweitert das vorgestellte Modell jetzt auch auf Systeme die beschleunigt werden oder sich in der Nähe von großen Massen befinden. Wie wir sehen werden ist die Nähe einer Masse genauso gut wie Beschleunigung.
Während die spezielle Relativitätstheorie auf der Gleichförmigkeit der Lichtgeschwindigkeit beruht, geht ihre allgemeine Erweiterung von dem Zusammenhang zwischen Trägheit und Masse eines Körpers aus.
Dieser Zusammenhang ist uns aus dem täglichen Leben gut bekannt und trotzdem gibt es in der Physik keinen zwingenden Grund warum das so seien müsste. Deshalb hat man sich entschieden, zwischen der Trägen und das Schweren Masse eines Körpers zu unterscheiden. Wissenschaftler stecken viel Energie in immer bessere Experimente um festzustellen, dass beide Massen tatsächlich bis zu den Grenzen der Meßgenauigkeit identisch sind. Eine Bleikugel und eine Feder im Vakuum fallen zu lassen genügt da längst nicht mehr.

Aus diesen Vorgaben folgt nun das Äquivalenzprinzip von Trägheit und Schwere. Das heißt, in einem Fahrstuhl können wir ohne Kontakt zur Außenwelt nicht feststellen, ob der Fahrstuhl beschleunigt, oder sich die Schwerkraft erhöht. In beiden Fällen spüren wir eine nach unten gerichtete zusätzliche Kraft.
Das Gleiche gilt in dem unglücklichen Fall, dass der Fahrstuhl abstürzt. Denn im Fallen werden alle Körper im Fahrstuhl gleich beschleunigt, sodass für den Beobachter im Fahrstuhl offensichtlich Schwerelosigkeit herrscht.

Einsteins Theorie beruht nun auf der Voraussetzung, dass dieses Äquivalenzprinzip nicht nur für Massen gilt, sondern für alle physikalischen Vorgänge anzuwenden ist. Aufgrund der so entwickelten Theorie konnte Einstein drei Aussagen treffen, die bald darauf überprüft wurden.

Die Erste war die Lichtablenkung in einem Gravitationsfeld.
Um das zu verstehen begeben wir uns wieder in unseren Fahrstuhl. Diesmal aber machen wir ein kleines Loch in die Seitenwand, durch die ein Lichtstrahl hereinfällt. Wird der Fahrstuhl nicht bewegt und wirkt auch kein Gravitationsfeld, so geht der Strahl genau parallel durch den Fahrstuhl und trifft in der gleichen Höhe auf die gegenüberliegende Wand.
Im zweiten Schritt bewegen wir den Fahrstuhl gleichförmig nach oben, der Lichtstrahl geht nicht mehr parallel durch den Fahrstuhl weil sich der Fahrstuhl weiterbewegt während sich die Photonen davon unbeeinflußt durch seinen Innenraum Bewegen. Diese Ablenkung ist natürlich nicht besonders groß aber für den Beobachter scheint das Licht schräg nach unten zu gehen.
Und schließlich beschleunigen wir den Fahrstuhl in diesem Fall wächst die Neigung des Lichtstrahls während seines Durchgangs ständig an, er erscheint nach unten gekrümmt.

Laut Äquivalenzprinzip muss das selbe auch im Gravitationsfeld gelten, sodass Licht auch hier abgelenkt wird.
Dieses Phänomen konnte schon bald bei einer Sonnenfinsternis nachgewiesen werden.

Allerdings ist noch ein Haken an der Sache. Wenn wir nämlich gekrümmtes Licht betrachten, so müssten sich die Photonen an der Innenbahn langsamer bewegen als Außen. Das darf aber nicht sein.
Nachdem Einstein sich darüber eine Zeitlang den Kopf zerbrochen hat, kam er zu der Erkenntnis, dass nicht das Licht langsamer wird, sondern die Zeit. Das heißt, große Massen krümmen das Licht und bremsen die Zeit.

Ein weiterer Punkt ist die Rotverschiebung der Spektrallinien in starken Gravitationsfeldern. Auch dieses Phänomen kann auf die verlangsamte Zeit zurückgeführt werden. Immerhin strahlt der Stern in seiner Eigenzeit ein bestimmtes Spektrum Licht ab, ein Außenstehender sieht aber, aufgrund der verlangsamten Zeit, eine geringere Frequenz des Lichtes, bzw. längere Wellenlängen, wodurch das Licht des Sterns röter erscheint.

Die dritte und vielleicht spektakulärste Vorhersage war aber die Erklärung der Periheldrehung des Merkur. Das heißt, der Merkur verschiebt die Ellipse auf der er sich um die Sonne bewegt mit jedem Umlauf und deshalb nicht geschlossen ist. Das Newtonsche Gesetz kann solche Phänomene nicht ohne Weiteres erklären - ein Versuch war die Annahme eines weiteren Planeten hinter der Sonne, Vulkan. Die Einsteinsche Relativitätstheorie sagt diese Abweichung aber mit großer Genauigkeit voraus.

Betrachtet man die Phänomene der Speziellen und Allgemeinen Relativitätstheorie, so stellt man fest, dass es sich im Grunde um eine neue Geometrie zur Beschreibung des Weltraums handelt, man sagt auch Metrik dazu.
Aber in dieser neuen Geometrie gibt es wesentliche Unterschiede zur Euklidischen Geometrie, die man in der Schule kennenlernt. So gibt es keine Geraden mehr, sondern Geodäten, kürzeste Verbindungen zwischen zwei Punkten und die Summe der Winkel eines Dreiecks muss nicht mehr 180° betragen. Auf einer Kugel sind es mehr und auf einem Sattel weniger.

So lässt sich nun die Geometrie des Raumes als ein Produkt der Massenverteilung der enthaltenen Materie interpretieren. Darin ist die Gravitation nicht mehr als Kraft, sondern als Eigenschaft der Geometrie des Raumes zu interpretieren, in der sich Objekte und Photonen auf Geodäten bewegen.

Sieht man einmal davon ab, dass jedes Atom seine umgebende Raumzeit krümmt und diese deshalb sehr schrumpelig aussieht bleiben noch einige wichtige Fragen zu klären. Wie sieht die Materieverteilung insgesamt aus? Ist das Universum geschlossen oder offen? Und wie sieht seine Entwicklung in der Zukunft aus?

Die Materieverteilung kann recht gut bestimmt werden. Wenn man sich die Verteilung der Galaxien und Gruppen und Superhaufen ansieht, geht man zu noch größeren Maßstäben über. Die Materieverteilung lässt sich als nahezu homogen ansehen, sodass auch von einer in guter Näherung glatten Raumzeit gesprochen werden kann. Das schließt Schwarze Löcher und Wurmlöcher durchaus nicht aus, die sich jedoch im Vergleich dazu in winzigen Maßstäben bewegen.
Ob das Universum offen oder geschlossen ist, hängt von seiner Krümmung ab. Enthält es genug Materie um den Raum positiv zu krümmen, könnte es wie eine Kugeloberfläche geschlossen sein und man erreicht nach langer Reise wieder den Ausgangspunkt.
Handelt es sich um einen flachen Raum oder einen Raum mit negativer Krümmung könnte das Universum keine Grenzen haben.
Sollte es aber Grenzen haben, dann stellt sich auch die Frage wie seine zeitliche Entwicklung aussieht.
Insbesondere die Annahme, es habe einen Urknall gegeben - diese Ansicht setzt sich immer mehr durch - deutet darauf hin, dass unser Universum einen Anfang hatte und ihm deshalb auch ein Ende bevorstehen könnte.
Auch hier sind, abhängig von der enthaltenen Materie, drei Szenarien denkbar. Es könnte sich ewig weiter ausdehnen, es könnte ein Gleichgewichtszustand erreicht werden in dem die Ausdehnung durch die Gravitation verlangsamt wird, sodass irgendwann so etwas wie ein Gleichgewichtszustand erreicht wird. Und die dritte Möglichkeit ist der Kollaps, sollte sich genug Materie und Energie finden, um die Ausdehnung zu stoppen wir das Universum sich wieder zusammenziehen und schließlich in einem Endknall enden.

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17. Subspace Link

Joss Whedon entwickelt neue Serie.
Joss Whedon, der Schöpfer von 'Buffy, The Vampire Slayer', gab gestern bekannt, dass er und das Fox Television Network eine "anti-Star Trek" Science Fiction Serie für dieses Jahr planen.

Die Serie spielt 500 Jahre in der Zukunft und verfolgt die Abenteuer der Crew eines "kleinen unglaublich mobilen Raumschiffs, dessen hinteres Ende aufleuchtet," erzählt Whedon gegenüber Variety. Der Name der Serie: Firefly.
Das Konzept wurde durch die Nachzeit des amerikanischen Bürgerkriegs inspiriert. "Ich wollte etwas machen, dass von einem Typen erzählt, der für den Süden gekämpft, verloren hat und nun keinen mehr mag," sagt Whedon. "Diese Serie ist nicht über Leute, die Geschichte machen; sondern über Leute, denen die Geschichte auf die Füße trat. Sie handelt von ihrem Leben und ihren Anstrengungen ihr Schiff am Leben zu erhalten - wie auch von der Suche nach Sinn an einem sehr dunklen Ort."

Firefly beschrieb Whedon als 'anti-Star Trek' ohne bekannte ausserirdische Spezies - nur [mit] Menschen. "Es wird erschreckende Menschen geben. Ich mache Leute, die schrecklicher sind als alles, was man in Latex stecken kann."
Trotz des Settings im All hat die Serie die gleiche Aussage wie Whedons 'Buffy'. "Das Leben ist hart. Leute sind gut, wenn sie es wollen. Und das Universum ist ein großer, angsteinflössender Ort, genau wie eine High School."

Whedon wird beim zweistündigen Pilotfilm Regie führen und auch das Buch schreiben und danach der Serie als Executive Producer dienen. Fox bestellte 13 Folgen. (cinescape)

Babylon 5: JMS über die DVDs.
Im Gespräch mit Sci Fi Wire hat Babylon 5-Schöpfer J. Michael Straczynski erzählt, dass die erste B5-DVD "In The Beginning" ("Der erste Schritt") und "The Gathering" ("Spacecenter Babylon 5") enthält. Er hätte aber kein Mitspracherecht gehabt.
Das DVD-Cover sei das einzige mit dem er voll zufrieden sei. Die DVD enthält außer den beiden Filmen keinerlei Extras. Straczynski fügte hinzu, dass Warner Brothers mit der ersten DVD erst einmal testen will, ob genug Interesse an der Serie besteht, um sie komplett auf DVD herauszubringen. Die Ironie sei, dass Babylon 5 schon maßgeschneidert für DVD in Wide-Screen produziert wurde und dies nun ausgenutzt werden könnte. Auch SciFi-Channel strahlt Babylon 5 nur auf eigenen Wunsch in Wide-Screen aus, nicht auf Drängen von Warner. (sf)

Farscape: Henson Company hat Auftrag für eine neue Staffel.
Das Team von der Serie Farscape (eine Produktion von Jim Henson Television) kann seit Anfang dieses Monats endlich wieder an die Arbeit gehen. Bonnie Hammer, Leiter von SciFi-Channel, kündigte an, dass SCI FI's, das momentan stillstehende Farscapeprojekt weiterführen wird. In einem Vertrag mit der Jim Henson-Gesellschaft sollen in Zusammenarbeit mit Hallmark Entertainment insgesammt 44 neue Episoden für eine vierte und fünfte Staffel entstehen. (cw)

Andromeda: Brent Stait hört auf.
Brent Stait, der die Rolle des Rev Bem in Andromeda verkörperte, hat laut Sy Fy Portal ebenfalls die Serie verlassen. Der Grund für den Ausstieg seien Staits andauernde Probleme mit dem schweren Make-Up und allergische Reaktionen auf die Prothesen.
Nach Robert Hewitt Wolfe ist dies bereits der zweite Ausstieg innerhalb eines Monats. Wann der Staits Charakter aus der Serie herausgeschrieben wird, ist noch unklar. (sf)

Superman: "Die Abenteuer von Lois und Clark" ab Januar.
Kabel 1 bringt ab 20.Januar 2002 die TV-Serie "Superman - Die Abenteuer von Lois und Clark" wieder ins Fernsehen. Die Serie wird laut "Splashpages" montags bis freitags jeweils um 17:30 Uhr ausgestrahlt werden. (phantastik.de, sf)

Roswell: Happy End für "Max"?
"Roswell"-Star Jason Behr hat in einem Interview gesagt, dass, sollte die Serie bei UPN aufgrund der schlechten Ratings vorzeitig eingestellt werden, er hoffe, dass sein Charakter "Max" sterben oder zumindest seinen verlorenen Sohn finden solle. "SF-Wire" sagte er, er hoffe zumindest, dass "Max" für immer auf der Erde bleiben solle. In den USA läuft die Serie seit Herbst bei UPN, die Ratings haben sich seither deutlich verschlechtert und es steht nach wie vor eine Entscheidung der Verantwortlichen aus, ob die Serie auch in diesem Jahr mit insgesamt 22 Episoden aufwarten oder vorher abgesetzt wird. (phantastik.de, sf)

Akte X: Kein Wiedersehen mit Covarrubias.
"Marita Covarrubias" alias Laurie Holden hat in einem Interview gesagt, sie werde höchstwahrscheinlich nicht mehr in der Serie "Akte X" zu sehen sein. "TV Guide" sagte sie, der Charakter habe seine Momente gehabt, nun sei es vorbei. (sd)

Buffy: Zeichentrickserie - fünf Drehbücher fertig.
Ein Autor der "Buffy"-Serie hat jetzt im Interview verraten, dass fünf Drehbücher für die geplante Trickserie zu "Buffy" bereits fertiggestellt seien berichtet "SF-Wire". Die Serie wird zahlreiche Möglichkeiten bieten, z. B. Auftritte von "Angel". (sd)

Batman: Spin-off geplant?
Warner Brothers plant eine neue Fernsehserie, die auf der 'Batman' Story basiert und von den Produzenten der Erfolgsserie Smallville kreiert wird. Die Story spielt in Gotham City, sieben Jahre nachdem der Joker in Arkham eingesperrt wurde und Batman in ein selbst auferlegtes Exil gegangen ist. Im Netz tauchte jetzt ein Casting Sheet auf aus dem hervorgeht, dass drei weibliche Hauptrollen für die Superhelden-Serie gesucht werden. Zu besetzen ist zunächst 'Oracle', die aus der aus Batman bekannten Figur Barbara Gordon hervorgeht. Seit sie vom Joker angeschossen wurde ist sie von der Hüfte abwärts gelähmt und bekämpft Verbrechen jetzt mit Maus und Tastatur. Die zweite Hauptrolle spielt 'Huntress/Helena Kyle" - die Catwomans Tochter. Der Vater ist unbekannt und könnte vielleicht sogar Batman sein. Sie musste mit ansehen, wie ihre Mutter erstochen wurde und ist jetzt ein richtiges Partygirl mit einer Vorliebe für harte Drinks und schnelle Autos. Das Trio wird von 'Black Canary/Dinah Lance', komplettiert. Sie ist ein Mädchen vom Lande aus Iowa und kann durch Berührungen telepathischen Kontakt herstellen.

Blade II: Trailer und Fotos Online.
Die ersten Fotos der 'Reapers', die in Blade II die Vampire in Angst und Schrecken versetzten sollen sind jetzt einige Fotos online. In Sendung des Discovery Channel über Special Effects Make-up waren interessante Rohfassungen der Vampirkiller zu sehen. Weiterhin ist drei Monate vor dem US-Release der erste kurze Trailer online.

Links zum Thema:
http://www.aintitcoolnews.com/display.cgi?id=11041
http://www.apple.com/trailers/newline/blade_2.html

Matrix Reloaded: Aaliyah von Sängerin Samantha Mumba ersetzt?
Die irische Pop-Sängerin Samantha Mumba (Lately) wird derzeit als Nachfolgerin der bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommenen Aaliyah gehandelt. Berichten aus der irischen Presse zur Folge wurde Samantha die Rolle der 'Zee' bereits angeboten. 'Zee' ist eine Nebenrolle in Matrix Reloaded, die in Matrix Revolutions aber eine weitaus mehr zu tun bekommt.
Aaliya soll bisher noch keine Szene abgedreht, sondern lediglich an einigen Kampfszenen gearbeitet haben und ist daher noch leicht zu ersetzen.

Comics: 2003 wird das Jahr der Verfilmungen.
Das Jahr 2003 wird ein Jahr der Comic-Verfilmungen werden. Auch das Filmstudio Universal will da nicht hinten anstehen und hat nun das Erscheinungsdatum von "The Hulk" bekannt gegeben. Er wird am 20. Juni 2003 in die amerikanischen Kinos kommen.
Damit tritt der Film gegen eine ganze Reihe von Comic-Verfilmungen an, wie die "X-Men"-Fortsetzung, die nun offiziell "X2 heißt und am 2. Mai des gleichen Jahres in die Kinos kommt. Auch "The Matrix Reloaded" ist ein harter Konkurrent, der am Memorial Day Wochenende startet. Nach "The Hulk" wird am 4. Juli 2003 "Terminator 3: The Rise of the Machines" in den amerikanischen Kinos starten.
Nikki Rocco, Vertriebspräsident bei Universal, sagte über das Erscheinungsdatum des Filmes "Dieses Juni-Wochenende war ein großartiges Wochenende, wenn man einmal in der Geschichte und auf die erfolgreichen Starts von Filmen wie "The Fast and the Furious" und "Big Daddy" zurückblickt. Das ist ein großartiges Franchise mit einem umfassenden Ansehen, und wir haben uns genau ein Datum herausgesucht, an dem die Schulen geschlossen sind, um mehr Kinder ins Kino locken zu können."
"'The Hulk' wird unser großer Vorzeigefilm für den Sommer 2003 sein, der durch einen beispiellosen firmenweiten Marketing-Aufwand gestützt wird. Das dritte Wochenende im Juni ist das perfekte Veröffentlichungsdatum für einen großen Titel wie diesem." Wann der Film in die deutschen Kinos kommen wird, steht leider noch nicht fest.

George Clooney geht mit Soderbergh ins All.
George Clooney (O Brother, Where Art Thou) will zum dritten Mal mit Oscar-Gewinner Steven Soderbergh (Traffic) drehen. Der Filmzeitschrift Variety zufolge umkreisen die beiden Hollywood-Stars das Science-Fiction-Projekt Solaris, ein Remake des Weltraum-Klassikers nach dem Roman von Stanislaw Lem, der 1972 von Andreij Tarkowski verfilmt wurde. Solaris handelt von einem Astronauten, der nach einem Unglück an Bord einer Weltraumstation gestrandete Wissenschaftler retten soll. (diewelt.de)

Terminator3: Schwarzenegger kassiert 30 Millionen Dollar.
Action-Star Arnold Schwarzenegger soll für den Film Terminator 3 eine Rekord-Gage von 30 Millionen Dollar (66 Millionen Mark/33,7 Millionen Euro) erhalten. Dies berichtete das US-Fachblatt Variety unter Berufung auf Hollywood-Insider. Damit würde Schwarzenegger seinen fünf Jahre alten Rollen-Rekord - 25 Millionen Dollar für Batman and Robin - deutlich übertreffen.
Jonathan Mostow, der als Regisseur die Nachfolge von James Cameron antritt, soll mit 5 Millionen Dollar entlohnt werden. Das Budget für den Action-Streifen, der ab April 2002 gedreht wird, wird auf über 170 Millionen Dollar (375 Millionen Mark/192 Millionen Euro) geschätzt. Den bisherigen Rekord hält Michael Bay mit Pearl Harbor. Ihm wurden 140 Millionen Dollar für die Dreharbeiten bewilligt.
Variety zufolge kämpfen mehrere große Studios derzeit um die Vermarktungs- und Videorechte für den erwarteten Sommer-Blockbuster des Jahres 2003. Die dritte Folge der Terminator-Saga spielt 10 Jahre später als Terminator 2. Der inzwischen erwachsene Rebellenführer John Connor und sein Cyborg-Freund (Arnold Schwarzenegger) werden von einer Terminatrix bedroht, die über unglaubliche Killer-Kräfte verfügt. (diewelt.de)

Terminator3: Casting Sheet enthüllt.
Dark Horizons hat das offizielle Casting Sheet für die wichtigsten Charaktere des von Warner Brothers produzierten Films, außer Arnold Schwarzeneggers Rolle, veröffentlicht. Hier ist die Liste der Charaktere, für die noch Schauspieler gesucht werden:
John Connor: Der Charakter ist nun Anfang 20, ein verfolgter und Held wider Willen, der nicht darauf vertraut, dass alles richtig gestellt wurde.
Kate: Sie ist im selben Alter wie John, mit einer Art medizinischer Ausbildung. Sie ist warmherzig, fit und schlau - und sie kann sich den Jungs gegenüber behaupten.
T-X: Weiblich, in den Zwanzigern, der neue Terminator, der sexy und tödlich zugleich ist. Die Schauspielerin sollte athletische Fähigkeiten haben. Es gibt keine Details über den Charakter selbst oder seine Fähigkeiten - wäre doch eine perfekte Rolle für Jeri Ryan alias Seven of Nine?
Brewster: Ein Militär mit wissenschaftlichem Hintergrund in den 40ern oder 50ern, nachdenklich, ein starker Führer, der sich den Respekt der Leute um ihn herum verdient hat.
Scott: Mitte 20, Anfang 30, ein junger Mann mit gutem Aussehen, charmant, der versucht, für sich und seine Verlobte ein stabile Zukunft aufzubauen.
Da John Connor in der Castingliste auftaucht bestätigt sich, dass Edward Furlong die Rolle nicht wieder aufnehmen wird. Warner hatte ihn aus seinem Vertrag entlassen, nachdem der Jungdarsteller zuletzt mit zu vielen Drogen- und Polizeieskapaden in den Schlagzeilen gewesen ist.

Terminator3: Bieterkrieg um die Rechte.
Hollywoods Manager müssen daher gerade mal eins und eins zusammenzählen, um sich auszurechnen, dass die langerwartete Fortsetzung zum Welterfolg "Terminator 2" von 1991 eine Lizenz zum Gelddrucken bedeutet. Mario Kassar ("Evita") und Andrew Vajna ("Lolita"), die Produzenten, welche die Rechte an dem "Terminator"-Stoff halten und eigens die Produktionsgesellschaft C-2 Pictures zur Realisierung der Fortsetzung gegründet haben, konnten sich daher entspannt zurücklehnen und dem meistbietenden Hollywood-Studio die Verleihrechte verkaufen. Es ist sehr ungewöhnlich, dass die Möglichkeit besteht, sich in eine erfolgreich etablierte Serie im Nachhinein einzukaufen. Normalerweise wird eine große Serie von einem Studio selbst entwickelt, so wie Star Trek bei Paramount oder James Bond bei MGM. Hinter den Kulissen tobte ein wahrer Bieterkrieg, bei dem alle großen amerikanischen Studios und am Ende machte Warner Brothers das Rennen. (spielfilm.de)

Terminator3: Rekordbudget.
Warner setzt das Budget von "Terminator 3: The Rise of the Machines" bei 170 Millionen Dollar an, das höchste Eingangsbudget, das je für einen Film veranschlagt worden ist. Die Dreharbeiten sollen im April kommenden Jahres beginnen, und den Film will das Studio dann am prestigeträchtigen 4. Juli 2003 in die US-Kinos bringen und somit zu einer der wichtigsten Veröffentlichungen des Jahres 2003 machen.
Arnold Schwarzenegger ("The 6th Day") erhält mit 30 Millionen Dollar eine Rekordgage für die Rückkehr zu seiner bekanntesten Rolle. "Terminator 3" soll im Übrigen ausdrücklich nicht das Ende der Fahnenstange sein: Warner Brothers, die sämtliche Rechte auch für die Zweitverwertung auf Video und DVD und im Fernsehen erworben haben, sprachen letzte Woche ausdrücklich von "zukünftigen Terminator-Fortsetzungen." (spielfilm.de)

Der Herr der Ringe: Elijah Wood über Frodo.
Cinescape hat sich mit Elijah Wood unterhalten, dem Schauspieler, der den Hobbit Frodo Baggins spielt. Diese Rolle wurde ihm jedoch nicht auf dem Silbertablett serviert, sondern er musste sich schon anstrengen, nachdem ihm sein Agent erzählt hatte, dass Peter Jackson nach einem englischen Schauspieler für die Rolle sucht. "Ich jagte regelrecht danach," sagte Wood. "Ich entschloss mich, mein eigenes Tape aufzunehmen, weil ich die Idee nicht mochte, in ein Büro zu gehen, um dort auf ein Tape gebannt zu werden. Deshalb besorgte ich mir ein Hobbit-Kostüm, ein Buch über die Hobbits und bekam so eine Ahnung davon, wie sie aussehen. Ich ging auf die Hollywood Hills und filmte ein paar Szenen dort. Ich schnitt es zusammen, gab das Video der Casting Direktorin in Los Angeles und sie sandte es zu Peter Jackson [, dem Regisseur des Filmes]. So bekam ich endlich meinen Fuß in diese Tür sozusagen."
Wood hat noch einen sehr spezielles und sehr erinnerungswürdiges Andenken an seine Zeit als Hobbit - ein Tattoo, auf einer bisher geheimgehaltenen Stelle seines Körpers. "Wir alle haben eins," sagte Wood. "Es bedeutet 'neun' auf elbisch. Es gibt neun Mitglieder unter den Gefährten. Das war ein Vergnügen, das nicht viele Leute bekommen.

Der Herr der Ringe: Für Golden Satellite nominiert.
Bei der gestrigen Bekanntgabe der Nominierungen für die sechsten Golden Satellite Awards durch die International Press Academy heimste "Der Herr der Ringe", der neun Nominierungen ein, die zweitmeisten nach dem Filmmusical 'Moulin Rouge'. Der erste Film der 'Ringe' Saga wurde in den Kategorien bester Film - Animation oder Fantasy, bestes adaptiertes Drehbuch, Ian McKellen als bester Nebendarsteller, beste Kamera, bester Schnitt, bester Ton, beste Ausstattung, beste Kostüme und beste Special Effects nominiert
Die International Press Academy ist eine Abspaltung der Hollywood Foreign Press Association, welche die Golden Globes verleiht, den nach den "Oscars" wichtigsten Preisen in Hollywood. Am 19. Januar werden die Golden Satellite Awards im Rahmen einer Gala im St. Regis Hotel in Los Angeles an die Preisträger vergeben.

Hier kurz die wichtigsten Nominierungen:
Bester Film - Animation oder Fantasy: "Harry Potter und der Stein der Weisen", "Der Herr der Ringe", "Jimmy Neutron", "Monsters, Inc." und "Shrek"
Bester Ton: u. a. "Der Herr der Ringe" und für "Jurassic Park 3"
Beste Ausstattung u. a. "Harry Potter und der Stein der Weisen" und "Der Herr der Ringe"
Beste Kostüme u. a. "Planet der Affen", "Der Herr der Ringe"
Beste Spezialeffekte u. a. "Pearl Harbor", "Harry Potter und der Stein der Weisen", "Jurassic Park 3", "Der Herr der Ringe"

Shrek: Auszeichnung.
Die Los Angeles Film Critics Assocation hat "Shrek" als besten Animationsfilm des Jahres ausgezeichnet. Laut Reuters wurde außerdem schon jetzt die Musik vom "Herr der Ringe" von Howard Shore als bester Soundtrack von der Kritikervereinigung ausgezeichnet.

Alan Moore Comic wird von Norrington verfilmt.
20th Century Fox wird eine Verfilmung des Comics "The League of Extraordinary Gentlemen" von Alan Moore in die Kinos bringen! Laut "Dark Horizons" soll Stephen Norrington ("Blade") bei dieser 80-Mio.-US-Dollar-Produktion Regie führen.

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