corona magazine
ISSN 1422-8904

   Spotlights
  + Star Trek: Enterprise
  + Open Sky

   Star Trek
  + Kolumne: Schaunmermal
  + VOY: Infos zu Endgame
  + Berman über Enterprise
  + Bienenfleiß für Serie V
  + Skott Bakula im Interview
  + ST:X Drehbuch im Review

   Subspace Link
  + JMS: Rising Stars (2.2)
  + Die Zeitmaschine
  + SW: McGregor Interview
  + AX: 9. Staffel ohne Carter?
  + Lone Gunmen: Abgesetzt!
  + V: Neue Serie?
  + The Matrix: Reloaded!
  + X-Men: Ohne Hopkins

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25. Mai 2001 - Ausgabe 83 - "The Fortuneteller"

Wahrsagerische Fähigkeiten....

hätte man in den letzten Wochen ohne jeden Zweifel haben müssen, um die vielen positiven, wie auch tragischen Entwicklungen im Vorfeld abschätzen zu können.
So überraschte uns beispielsweise in den vergangenen Tagen das plötzliche Dahinscheiden von Douglas Adams, einem großen Literaten, der sich mit seinen unnachahmlichen Fähigkeiten in unser aller Herzen schrieb. Alexander Fanta gibt in einem Nachruf mit dem Titel "Per Anhalter ins Unbekannte" einen Einblick in sein Wirken.

Und während sich im Star Trek-Fandom in der letzten Woche nun erst einmal eine Reihe von Kritikern und Kolumnisten mit zum Teil vernichtenden, teilweise aber auch sehr famosen Aussagen in Bezug auf die neue "Enterprise" Serie von sich Reden machten, brachte eine unserer Quellen bei Paramount in diesem Bezug nur einen einzigen, zweideutigen Satz über die Lippen: "Meine Meinung zu Enterprise? Das hat uns noch gefehlt!"
Immerhin scheint man sich im Hause Paramount bei der Produktion des Newcomers zu sputen, so dass wir schon bald erkennen werden, ob dem Star Trek-Franchise noch eine große Zukunft beschieden ist.
Und um den abwechslungsreichen Star Trek-Reigen abzurunden, lief vor wenigen Stunden auf den amerikanischen Bildschirmen das Finale von "Voyager". Einer Serie, die nach Lage der Dinge für viele Fans in Zukunft im Hintergrund von "The Next Generation" und "Deep Space Nine" ein dauerhaftes Schattendasein führen wird.

Bevor ich Sie nun jedoch zur aktuellen Ausgabe entlasse, möchte ich Sie noch auf einen sehr wichtigen Punkt aufmerksam machen: Unser Projekt wird in den kommenden Wochen umziehen. Aus diesem Grund kann es in in diesem Zeitraum passieren, dass sf-radio.de temporär nicht für Besucher erreichbar sein wird. Sollten sich im Verlauf des Umzuges unverhofft größere Änderungen ergeben, werden wir Sie gegebenenfalls über eine "Breaking News" in Kenntnis setzen.

Und nun viel Spaß beim Lesen,

Klaus Michels
Chefredakteur


Pfadfinder

1. Zwischen Gestern und Morgen: Enterprise
2. Im Spotlight: Open Sky
3. Kolumne: Schaunmermal
4. Star Trek: trekBEAT
5. Fragt Larry!
6. Im Gespräch mit Kevin Sorbo & Lisa Ryder
7. Kreuzfeuer
8. Rating Report
9. Akte X: Smile Fiction
10. Douglas Adams: Per Anhalter ins Unbekannte
11. Webwatcher: convention-central.de
12. Lesezeichen: Das Licht ferner Tage
13. Lesezeichen: Centauri Trilogie (2.2)
14. JMS: Rising Stars (2.2)
15. Die Neuverfilmung der "Zeitmaschine"
16. Wissenschaft: Falten und Löcher im Universum
17. Subspace Link


1. Zwischen Gestern und Morgen: Enterprise

Es ist offiziell! Nach über einem Jahr voller Spekulationen und wilden Vermutungen - teils lustiger, teils absurder Natur – kündigte der Präsident des United Paramount Network (UPN), Tom Nunan, die neue Star Trek Serie mit dem Titel "Enterprise" auf einer Präsentation an. Als Grund, im Titel nicht "Star Trek" zu verwenden gab er an, dass Paramount es nicht für nötig halte und Enterprise ein Synonym für Star Trek sei. Man wolle auch andere Zuschauer ansprechen, die eher vor den beiden Worten zurückschrecken.
Nach der vorhergehenden Presseerklärung der Paramount Pictures ist das nun die zweite offizielle Mitteilung zu Serie V, die viele der Gerüchte in ihre Schranken verweist.

Bestätigt wurde des Weiteren die Zeitlinie, in der "Enterprise" spielen wird: 100 bis 150 Jahre vor der originalen Serie. Nur einige Jahrzehnte nach dem ersten Kontakt zwischen Menschen und Vulkaniern im Jahre 2063 ("Star Trek VIII: Der Erste Kontakt"), muss sich die Besatzung des Schiffes in den unendlichen Weiten behaupten. Es ist eine Zeit, in der der Warpantrieb zwar schon seit einiger Zeit bekannt, aber die Transportertechnologie neu ist und es Menschen gibt, die vor den Neuerungen noch zurückschrecken und Vorbehalte haben. Mit Forscherdrang und Abenteuerlust dringt die Crew aber in Gegenden vor, in die noch nie ein Mensch zuvor eingedrungen ist.

Captain Jonathan (ehemals Jackson) Archer wird von Scott Bakula ("Zurück in die Vergangenheit" Dr. Sam Beckett) verkörpert. Im Gegensatz zu den späteren Sternenflotten-Captains zeigt er seine Verwunderung und Aufregungen über die Dinge, die ihn da draußen erwarten. Gegenüber den Vulkaniern hat er seine Bedenken, welche er der Einmischung in den Entwicklungsprozess der Menschheit bezichtigt. Obwohl er ein starkes Pflichtgefühl besitzt, stellt er Befehle in Frage oder missachtet sie, wenn er sich im Recht fühlt.

Seine Vorurteile muss er lernen zu bekämpfen, da T’Pol (ehemals T’Pau) die Stelle seines ersten Offiziers einnimmt. Gespielt von Jolene Blalock ("Jason and the Argonauts", "Diamond Hunters") verkörpert sie eine typische Vulkanierin, schön und sinnlich, aber mit anfänglich reservierter Haltung. Dennoch entwickelt sie bald Respekt für Archer.

Für die medizinische Betreuung an Bord ist Dr. Phlox verantwortlich. Der Schauspieler John Billingsley wird dem exotischen Außerirdischen, mit seltsamen Sinn für Humor und einer gewissen Faszination über die Menschen, Leben einhauchen. Auf seiner Krankenstation befinden sich alle möglichen Arten von bizarren medizinischen Instrumenten, was den Besuch dort zu einem eigenen Abenteuer macht.

Connor Trinneer, bekannt durch seine Rolle als Zeus Zelenko in "On Life to Live", spielt Commander Charlie 'Spike' Tucker, welcher persönlich von seinem Mentor Archer ausgesucht wurde und die technischen Einrichtung auf der Enterprise in Stand hält. Obwohl er ein brillanter Ingenieur und ausgezeichneter Offizier ist, hat er nur wenige Erfahrungen im Umgang mit anderen Spezies.

Der auf einem Frachtschiff aufgewachsene Travis (ehemals Joe) Mayweather (dargestellt von Anthony Montgomery) steuert das Schiff. Aufgrund seiner Jugend ist er raum-erfahrener als der Captain. Er besitzt einen ‚Instinkt‘ für die Raumfahrt, wie ihn nur wenige besitzen.

Lt. Commander Malcolm Reed ist der britische Waffenoffizier und ein erfahrener Soldat des 22. Jahrhunderts. Er ist ein Mann voller Widersprüche, aber trotz seiner harten Schale ist er Frauen gegenüber äußerst schüchtern. Reeds Rolle wird von dem Science-Fiction erfahrenen Dominic Keating ("Poltergeist: The Legacy", "Buffy") gespielt.

Als Kommunikationsoffizierin und Übersetzerin ist Ensign Hoshi Sato (verkörpert von der bis dato unbekannten Linda Park) eine Expertin in Exo-Linguistik. Sie ist in der Lage, verschiedene außerirdische Geräusche nachzuahmen und hat eine natürliche Begabung, Sprachen aufzunehmen. Allerdings gefällt ihr der Gedanke nicht, in einer ‚Konservendose‘ eingesperrt zu sein, die sich mit unglaublicher Geschwindigkeit fortbewegt. Jedesmal wenn das Schiff auf Warp geht, schließt sie die Augen.

Der derzeit gedrehte Pilotfilm soll nach neuesten Informationen den Titel "Broken Bow" tragen und von dem fatalen ersten Kontakt zwischen Menschen und Klingonen handeln, der die gespannte und feindselige Situation erklärt. Als gesichert gilt auch, dass die Klingonen ihre markante Stirn haben werden, ganz im Sinne von Gene Roddenberry, der die Masken aufgrund Geldmangels nicht in der originalen Serie einführen konnte.

Das Budget für den Pilotfilm soll sich auf 10 bis 15 Millionen Dollar belaufen (zum Vergleich: eine TNG Episode kostete durchschnittlich 1 Millionen Dollar und eine VOY Folge knapp 2 Millionen Dollar). Allerdings sollte bemerkt werden, dass für eine Pilotfolge sämtliche Sets gebaut, Masken entwickelt und Kostüme entworfen werden müssen, die dann später in der Serie benutzt werden. Es sollen sogar einige Sets aus "Voyager" umgebaut und verwendet werden. 12 Stunden täglich und sieben Tage die Woche wird angeblich derzeit am Set gearbeitet.

Interessant wird es sein, die Technik in "Enterprise" zu sehen. Das bekannte LCARS System und Touchscreens, wie aus "The Next Generation" bis hin zu "Voyager" bekannt, wird es in der neuen Serie verständlicherweise nicht mehr geben. Zu sehen sein werden stattdessen Schaltknöpfe und Hebel, die schon das 23. Jahrhundert charakterisierten. Gehalten in diesem ‚antiken‘ Design, aber mit den neuesten Computereffekte unterstützt wird die Serie auf den ersten Blick ein wenig gewöhnungsbedürftig sein, aber eine einzigartige Atmosphäre erzeugen, wie sie das Star Trek Universum bislang noch nicht kennt.

Brannon Braga und Rick Berman, beide Entwickler und Executive Producer der Serie, sind für das Konzept verantwortlich. In früheren Interviews bestätigten sie, dass das Skript bei den Offiziellen von Paramount Pictures für Begeisterung sorgte und versprachen, dass sie die ursprüngliche Philosophie hinter Star Trek im Sinne von Gene Roddenberry weiterführen werden. Sie hoffen, mit der Reise in die Vergangenheit den Charme Star Treks neu aufleben zu lassen.

Entgegen früheren Aussagen der Produzenten, nach denen das kreative und technische Team mit "Star Trek"-‚Neulingen‘ besetzt werden sollte, tauchen immer mehr Namen bekannter Trek-Veteranen auf.
Merri D. Howard beispielsweise überwacht bei "Enterprise" die komplette Produktion einer Episode, angefangen beim Drehbuch bis hin zur Postproduktion. Seit der zweiten Staffel der "Next Generation" durchlief sie die Positionen des First Assistant Directors, des Unit Production Managers und wechselte nach Ende der Serie als Co-Supervising Producer zu "Voyager".
Auch Michael Westmore, bekannt als Schöpfer der exotischen außerirdischen Masken bei Star Trek, wird als Leiter der Make-Up Abteilung das Team unterstützen. Von insgesamt sieben Emmy-Nominierungen erhielten er und sein Make-Up Team in der Vergangenheit zweimal die begehrte Fernsehauszeichnung (für: "DS9 – Distant Voices / Ferne Stimmen" und "ST: Voyager – Threshold / Die Schwelle"). Zusammen mit Scott Wheeler wurde Westmore für den Acadamy Award für ihr Borg make-Up in "Star Trek VIII" vorgeschlagen. Diesen erhielt er bereits 1986 für "Die Maske".
Neben Michael Okuda, Herman Zimmerman und John Eaves wird auch Doug Drexler als Junior Illustrator für den ‚Look‘ der neuen Serie verantwortlich sein.
Er arbeitete bereits früher bei "The Next Generation" und "Deep Space Nine" und entwickelte visuelle Effekte für "Voyager". Laut neuesten Informationen soll Trek-Veteran James L. Conway beim Pilotfilm die Regie übernommen haben.
Damit steht ein eingespieltes und sehr erfahrenes Star Trek Team hinter den Kulissen.

Bereits im August will UPN "Enterprise" auf gewohntem Star Trek Sendeplatz am Mittwoch um 20 Uhr Ortszeit ausstrahlen und damit einen Monat früher als andere Sender ihre neuen Serien starten, welche gewöhnlich in der zweiten oder dritten Septemberwoche anlaufen. Zu erwarten ist im Vorfeld eine riesige Medienkampagne, um "Enterprise" zu promoten.

Ob sich das gewagte Konzept aus Zeitreise und TOS-Revival bewährt, bleibt abzuwarten. Sicher ist aber eins: Nicht nur die Reise des Schiffes an sich, sondern auch die Reise in Star Treks eigene Vergangenheit bringt uns in Gebiete, die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

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2. Im Spotlight: Open Sky

Von sprechenden Hunden und stummen Rettungsschwimmern

Martin Bolik. Dieser Name sagt einem nichts. Doch dieser Mann, 34 Jahre alt, aus dem Norden Deutschlands, ist vor allen Dingen eins: ambitioniert. Und das ist wohl die hervorstechende Eigenschaft, die Bolik an die Stelle gebracht hat, an der er problemlos als "Pionier" bezeichnet werden dürfte. Denn Bolik ist Pionier der Science Fiction in Deutschland.

Moment – Science Fiction in Deutschland? Die einen werden jetzt sagen: Gibt's nicht. Die anderen werden sich aber fragen, warum es die nicht gibt. Und genau hier hat Bolik angesetzt.

"Open Sky" heißt Boliks Weltraumsaga; die Idee dazu entstand dem Autor aus Widelah bei Goslar in Südafrika. Gerüchte besagen heute noch, Bolik sei dort mit dem Sohn des kürzlich verstorbenen Douglas Adams auf Jagd gewesen. Aber das stimmt nicht, denn Bolik hat sich vielmehr mit seiner Novelle "Open Sky" beschäftigt.

Die Story: Im Jahr 1999 ereignet sich auf der Erde die "große blaue Katastrophe", in deren Folge 99% der Erdmasse überflutet werden. Auf dem inzwischen großen blauen Etwas bleibt lediglich die Insel Hawaii übrig, auf der im Jahr 3999 der den Weltraum bereisende Hund Go strandet. Er kommt mit den letzten drei Menschen in Kontakt: Einem typischen Harleyfahrer, einem philosophischen Hawaiianer und einem stummen Rettungsschwimmer. Go beginnt ein Leben unter den Herren der Schöpfung, die inzwischen um die Gunst des letzten Weibchens buhlen: Der Androidin Una, die Go bei seinem Absturz mitbringt.

"Open Sky" lief bereits im Radio, und die Geschichte stellte sich dort als wahrer Publikumsmagnet heraus. Darum versuchte Bolik, einen Verlag zu finden, der das abgefahrene Märchen vertreiben wollte. Doch wie das so ist: Science Fiction hat in Deutschland keinen Platz; längst ist klar, dass Namen wie Wolfgang Hohlbein oder Andreas Eschbach für die Kategorie "Deutsch" in den Bücherregalen ausreichen müssen. Also versuchte Bolik es bei der Filmförderung Niedersachsen und hatte Glück – sowohl Film als auch Drehbuch werden inzwischen gefördert.: Etwa eine halbe Million Mark umfasst das Budget für 25 Minuten "Open Sky". Der erste Teil der vierteiligen Mär soll nun Ende des Jahres im NDR laufen.

Der Film wird ein Collagenfilm – ein buntes Potpourri aus Animation und Realfilm, die nach Fertigstellung noch einmal durch einen blauen Filter gejagt wird. Das erinnert etwas an Collagenwerke wie "The Cell", ob Bolik es jedoch schafft, als erstes die Vorurteile gegenüber deutscher Science Fiction auszuräumen, werden wir erst Ende des Jahres wissen.

Genug Interesse hat der Film auf jeden Fall geweckt: Ralf Bauer hat auf den abgefahrenen Plot hin sofort für die Hauptrolle des Rettungsschwimmers Dutch unterschrieben, musste jedoch aufgrund der verschobenen Dreharbeiten wieder absagen. Mit im Boot sind aber als Kameramann Michael Kaden aus dem Team von Dieter Wedel, und für den Soundtrack haben sich bereits namhafte Bands wie "Ganz schön feist" oder "The Bates" interessiert.

Sollte Bolik das schaffen, was er sich vorgenommen hat, könnte "Open Sky" fortgesetzt werden: Die restlichen drei Teile der Reihe könnten einen Auftakt für eine ganze Serie bilden. Bis dahin ist es jedoch noch ein langer, steiniger Weg, denn wie wir wissen: There's no business like show business. Amen!

Anmerkung: Das Corona Magazine wird das Projekt "Open Sky" weiter verfolgen. Über den Fortschritt der Produktion informieren wir Sie fortan im Subspace Link; dort weisen wir ebenfalls aus Spezialberichterstattungen bei SF-Radio zu diesem Thema hin.

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3. Kolumne: Schaunmermal

Also doch. "Enterprise" wird sie heißen, die fünfte Serie des Star Trek-Franchise. Scott Bakula wird den neuen Captain spielen und im Herbst 2001 wird sie auf Paramounts eigenem Sender UPN anlaufen. Die Hauptrollen und die entsprechenden Schauspieler stehen fest und auch die ersten Serieninformationen wurden veröffentlicht. Jetzt kann es beginnen. Aber bis wir nicht den Pilotfilm und die ersten Folgen auf der Mattscheibe hatten, dürfte eine Qualitätsbeschreibung schlecht möglich sein, aber vielleicht können wir hier mal einige Fakten rund um die neue Serie beleuchten und uns damit ein wenig einstimmen.

Wieso heißt denn die neue Serie eigentlich nur "Enterprise" und nicht Star Trek: Enterprise? Nun, Paramount möchte mit der neuen Serie auch die Zuschauer ansprechen, die bisher einen großen Bogen um den Namen Star Trek gemacht haben. – An sich kein schlechter Gedanke - die wachsende Masse der expliziten Non-Star Trek-Fans dürfte inzwischen fast so groß sein, wie die schrumpfende Masse der treuen Star Trek-Fans. Bleibt nur zu fragen: Woran erkennen die Star Trek- und die Nicht-Star Trek-Fans in aller Welt eine Star Trek-Serie als erstes? An einem Vorsatz "Star Trek" oder einem Namen wie "Enterprise"? Mhm. "Archers Adventures" oder "Before Trek" wären vielleicht Namen gewesen, bei denen diese Taktik funktioniert hätte, aber "Enterprise"? Wir werden sehen, ob es funktioniert.

An gleicher Stelle vor einigen Ausgaben habe ich darauf hingewiesen, wie schwierig es sein wird, universelle Bedrohungen in den Plot einer Prä-Classic-Serie zu integrieren. Diese Problematik sehe ich immer noch und bisher erkenne ich nur einen Ausweg: Keine universellen Bedrohungen mehr in den Mittelpunkt stellen, sondern lokale. Denn wenn die Erde und/oder das Universum von den Klingonen bedroht wird, dann kann wohl kaum Spannung aufkommen. Wird aber der Heimatplanet "Xurulus" des Besatzungsmitgliedes "Xurules Weissichnich" von den Klingonen bedroht, so dürfte eine passable Dramatik zustande kommen: Kein Mensch kennt diesen Planeten bisher und darum weiß man auch nicht, wie er im 24. Jahrhundert so vor sich hin existiert, - wenn er das denn überhaupt noch tut.

Die bekannte Galaxis dürfte weitaus kleiner sein, als es in TOS, TNG, DSNine und Voyager der Fall ist. Tatsache ist aber auch: Die bekannte Galaxis ist auch zu dieser Zeit noch verflixt groß! Etliche neue Planeten in die einzelnen Folgen zu involvieren, dürfte die Autoren nicht vor besonders riesige Probleme stellen. Aber bitte: Lasst Cardassianer, Ferengi und Betazoiden aus dem Spiel! Keine Borg! Keine Gestaltwandler und die Sache mit dem Holodeck und seinen Fehlfunktionen ist bitte schön auch Tabu! – Womit feststeht: Die neue Serie wird ihre Vorteile haben!

Ein weiterer ist ohne jeden Zweifel der Schauspieler Scott Bakula, der für die Rolle des Captain Schaunwermalwieerwirklichheissenwird Archer unter Vertrag genommen werden konnte. Bakula ist ein Sympathieträger. Die Fans mögen ihn und seine Verpflichtung war die erste Entscheidung im Laufe der neuen Produktion, die einstimmig positiv aufgenommen wurde. Ich höre schon jetzt viele, viele Stimmen "Naja, vielleicht wird es ja doch was werden!" sagen, die mich vor einigen Wochen noch bitterböse beschimpften, weil ich in diesen Kolumnen die neue Serie ihrer Meinung nach mit Samthandschuhen angefasst habe. Bakula entfaltet schon im Vorfeld seine Wirkung, - wollen wir hoffen, dass er es auch auf dem Bildschirm tut.
Eine Vulkanierin wird an Bord der SS Enterprise Dienst tun und sie wird sexy sein. Und all das ist möglich, weil Spock ja nur der erste Vulkanier in der Sternenflotte war und diese Organisation zu dem Zeitpunkt der neuen Serie noch gar nicht existiert. In der letzten Ausgabe habe ich bereits darauf hingewiesen, dass diese Art Denken völlig fehlgeleitet ist. Es ist gar nicht wichtig, dass Spock der erste Vulkanier innerhalb Starfleets war! Das war nur die Erklärung, warum die Menschen (wie auch die damaligen Zuschauer) rein gar nichts von Vulkaniern und ihren Marotten und Eigenarten wussten und somit Spannung und Dramatik aufkommen konnte. Sollte die vulkanische Kultur in der neuen Serie mehr und mehr in den Mittelpunkt rücken, wäre das eine eklatante Verletzung der Kontinuität, die mich persönlich schwer treffen würde. Mein Problem ist nur: Wen interessiert das? Wohl kaum jemanden, - denn die Classic-Fans sind außen vor und zählen wirtschaftlich nicht mehr. Schade eigentlich, aber hoffen wir das Beste.

Um 2160 rum wird die neue Serie in die Zeitlinie Star Treks einsteigen, - 100 Jahre nach der Entdeckung des Warpantriebes, 100 Jahre vor den Abenteuern von Kirk, Spock und Co. Der Transporter ist gerade entwickelt worden, den Universaltranslator gibt es noch nicht – und wieder so ein Vorteil der neuen Serie! – und Warp 5 dürfte so ziemlich das Schnellste sein, was die erste Enterprise aus ihren Maschinen herausholen kann. Nichtsdestotrotz birgt das Konzept sicherlich viel Potenzial für spannende Geschichten in einem quasi-bekannten Universum. Hoffen wir – wie gesagt – das Beste und berücksichtigen wir aber bitte auch die Möglichkeit einer Niete. Wenn im Pilotfilm tatsächlich ein Klingonenschiff auf der Erde landet und es aufgrund "eines Problems" zu den Jahrhunderte andauernden Feindseligkeiten zwischen Klingonen und Menschen kommen sollte, ist das äußerst lame und nicht wirklich originell. Aber wer weiß? Vielleicht haben Berman und "Hurra, eine ganze Serie über meine Lieblingsrasse mit den Beulen auf der Stirn!"-Braga ja noch die ein oder andere Idee in der Schublade, noch ein wenig mehr Spannung zu erzeugen. Und vielleicht gefällt uns diese Idee ja auch..

Ich möchte hier klarstellen: Ich gebe der neuen Serie V eine faire Chance. Ich bin skeptisch, aber ich bin vor allem Star Trek-Fan. Ich werde sie sehen und dann sehe ich weiter. Ich habe vor über 10 Jahren auch Star Trek V eine faire Chance gegeben. Wirklich.
Aber es sollte feststehen, dass Berman und Braga sich auf einen schmalen Grat begeben, wenn sie nicht nur in einem Kinofilm mit einer Handlung in der Vergangenheit Star Treks rumfummeln, sondern mit einer Serie, die rund 180 Handlungen erzählen soll.

Wir dürfen gespannt sein und ich bin es auch. Um es mit den Worten des Präsidenten des derzeitigen Champions League-Gewinners zu formulieren: "Schaunmermal!"

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4. Star Trek: trekBEAT

Voyager Episodeninfos: "Endgame".
Achtung: Es folgt eine kurze Zusammenfassung der Handlung des Voyager-Finales. Vorsicht vor Spoilern! Die unten stehenden Links führen zu diversen Downloads und Bildern zum Finale und der Serie.

"Endgame" beginnt mit einem Nachrichtenclip auf einem Bildschirm, welche die Rückkehr der Voyager zeigt. Der Clip beinhaltet eine großartige Aufnahme der Voyager, die über die Golden Gate Bridge fliegt. Man erfährt, dass es sich um einen alten archivierten Clip handelt und es mittlerweile 23 Jahre später ist.

Alle Charaktere haben große Veränderungen durchgemacht. Harry Kim ist nun Captain, und Miral Paris, die Tochter von Tom Paris und B'Elanna Torres, wuchs zu einem kompetenten Sternenflottenoffizier heran.

Neelix ist nicht auf der Erde, da er das Schiff vor der Rückkehr verließ (in "Homestead", der vorletzten Episode vor dem Finale). Neelix wird später in der Folge noch mal zu sehen sein, als er mit Seven ein Spiel spielt - man sieht es auf einem Bildschirm, welcher die originale Voyager-Zeitlinie zeigt.

Ein Charakter, der sich äußerlich nicht verändert hat ist der Doktor, der als Hologramm natürlich nicht altert. Nach all der Zeit ist es ihm offenbar gelungen, über Seven hinwegzukommen, da wir ihn mit seiner blonden Braut Lana sehen. Auch hat der Doktor endlich einen Namen - als er Lana heiratete, entschied er, dass er nicht ohne einen Namen heiraten könne, und so nahm es den Namen von Lanas großvater an: Joe.

Zwei Charaktere wird man im ersten Teil des Finales nicht sehen: Seven und Chakotay. Als sie sich noch im Delta-Quadranten befanden, heirateten die beiden an Bord der Voyager. Unglücklicherweise stirbt Seven nach einer Außenmission, in der sie verletzt wurde, in den Armen ihres Mannes, Chakotay. Mittlerweile ist Chakotay auch gestorben, wie man erkennt, wenn Janeway sein Grab besucht.

Janeway selbst, die immer noch unverheiratet ist, ist nun Admiral. Als sie Chakotays Grab besucht, welches auf einem Hügel befindet, erkennt man die tiefe Freundschaft, die zwischen ihnen herrschte. Sie erzählt ihm, was sie vorhat, sowohl für ihn als auch für sich selbst.

Was Janeway plant, ist nichts geringeres als eine Zeitreise, um ihrer vergangenen Crew und ihrer Selbst gegen die Borgqueen zu helfen und früher nach Hause zu kommen. Um das tun zu können, schickt sie Miral Paris zum klingonischen Heimatplaneten, um ein spezielles temporales Gerät zu besorgen.

Im Austausch für das Gerät verspricht Janeway, den Klingonen, mit dem sie verhandelt, in den Hohen Rat zu bringen. Aber dieser fordert mehr von Janeway - eine experimentelle Schildtechnologie, welche die Voyager auf ihrem Weg nach Hause entwickelte und die beinahe undurchdringbar ist. Da Janeway dazu nicht bereit ist, ist sie gezwungen, das temporale Gerät zu stehlen.

Admiral Janeway reist in der Zeit zurück und warnt die jüngere Janeway vor dem, was mit Seven passieren wird. Sie erzählt ihr, dass Chakotay und auch sie selbst nach dem Tod von Seven nie mehr die gleichen sein werden. Nachdem sie das hört, entschließt Janeway, dass sie jetzt nach Hause gelangen müssen, und Admiral Janeway hilft ihr bei dem Unterfangen.

Bevor sie nach Hause können, entbrennt eine heftige Schlacht mit der Borgqueen. Zum Schluss gelingt es der Voyager, die Borg zu schlagen und die Borgqueen wird getötet - aber Admiral Janeway ist bei ihr und stirbt auch.

Dank Admiral Janeways Opfer gelingt es der Voyager, nach Hause zu kommen. Dort wird sie von Barclay und Admiral Paris herzlich empfangen. Nach siebenjähriger Erforschung des Delta-Quadranten und der Suche nach einem sicheren Weg nach Hause hat Captain Janeway ihr Versprechen wahr gemacht, das Schiff und die Crew nach Hause zu führen.

Links zum Thema:
http://www.mediatrek.com/scifihq/
http://www.startrek.com/finale/vidinterview.html
http://www.pariskim.com/gallery/legacy.htm
http://www.tvguide.com/magazine/issues/010514/magftr.asp?page=1
http://www.pariskim.com/gallery/mulgrew.htm
http://www.vidiot.com/st-voy/Previews/

Jeri Ryan wechselt zu "Boston Public".
Jeri Ryan (ST:VOY Seven) wird nun in der Serie "Boston Public" ab deren zweitem Jahr zu sehen sein, wie ihre offizielle Seite berichtet hat.

"Boston Public" ist eine Serie, in deren Mittelpunkt das private und berufliche Leben einer Gruppe von Lehrern an der Boston Winslow High School steht. Die umjubelte Serie wurde von David E. Kelley erschaffen, der auch für solche Serien wie "Ally McBeal" und "The Practice" verantwortlich ist.

Momentan wurde in den USA die erste Staffel der quotenträchtigen Serie beendet. Bereits früh in dieser Staffel wurde bereits der Charakter Milton Buttle aus der Serie geschrieben, der von Joey Slotnick gespielt wurde, indem man ihn einfach aus der Schule warf. Alle anderen Charaktere aus der ersten Staffel dieser Serie werden aber auch in ihrem zweiten Jahr wieder zurück auf dem Bildschirm erwartet. Welche Rolle Jeri Ryan spielen wird, ist momentan noch nicht bekannt, doch höchstwahrscheinlich wird auch sie eine Lehrerin an dieser Schule sein.

Für Jeri Ryan ist der Eintritt in bereits laufende Serien nichts Ungewohntes. Bevor sie ab der vierten Staffel von "Star Trek: Voyager" als einer der Hauptdarsteller die Schauspielerin Jennifer Lien (Kes) ersetzte, wurde sie bereits während der ersten Staffel von "Dark Skies" noch zum Team geholt. Mit "Boston Public" wird sie aber dennoch Neuland betreten, da sie nun zum ersten Mal eine Hauptrolle in einer Serie haben wird, die nicht im Science Fiction-Genre angesiedelt ist.

Links zum Thema:
http://www.jerilynn.com/
http://www.jerilynn.com/bostonpublicannouncement.htm

100 kostenlose Star Trek-MP3s.
Die kommerzielle Online-Musik-Seite EMusic hat anlässlich des Voyager-Endes ein ganz besonderes Schmankerl für Star Trek-Fans bereitet: Aus einer Fülle von ca. 20 Star Trek-Alben kann sich der Besucher 100 MP3-Dateien nach Wahl kostenlos herunterladen.

Das Angebot umfasst sowohl Soundtracks aus den Serien und Filmen als auch musikalische Werke von Beteiligten wie Tim Russ (ST:VOY Tuvok).

Einen Haken hat die Sache allerdings: Man benötigt eine Kreditkarte, um das Angebot wahrzunehmen. Es wird zwar nichts abgebucht, aber EMusic will über die Kartennummer sicherstellen, dass sich kein Besucher zweimal anmeldet.

Links zum Thema:
http://www.emusic.com/promo/treknation/?fref=36661

Berman und Braga über "Enterprise".
Die kreativen Köpfe hinter den Kulissen von "Star Trek" hoffen, durch die Rückkehr in die fiktive Vergangenheit in "Enterprise" den ursprünglichen Charme der Serien neu einzufangen. Brannon Braga und Rick Berman äußerten sich sehr eindeutig über diese Hoffnungen: "Es ist Zeit, wieder zu den Ursprüngen von Star Trek zurückzukehren."

In einem Gespräch mit der "Los Angeles Times" beschrieben die beiden abermals den Ausgangspunkt der neuen Serie, die hundert Jahre vor dem Original spielen soll.

"Man wird die ersten Leute sehen, die in den Weltraum hinaus reisen, den Chuck Yeagers der Raumfahrt", meinte Berman und bezog sich auf den Piloten, der als erster die Schallmauer durchbrochen hat. "Die Fans werden all das sehen, was sie von Star Trek kennen, aber in der Entwicklungsphase."

Wie DS9 und Voyager, in denen Langzeitcharaktere vorkamen, die nicht in der Sternenflotte waren, wird es die neue Serie den Produzenten erlauben, einige von Gene Roddenberrys Beschränkungen in den Konflikten zwischen den Charakteren zu umgehen.

"Die Formel muss sich entwickeln", sagte Braga, obwohl er auch gestand, dass ein wichtiger Teil dieser Formel die Annahme ist, dass die Menschen in Star Trek besser als in Wirklichkeit sind.

"Es gab einige Versuche, das in DS9 und Voyager zu ändern, die sicher düsterere Serien waren. War das ein Fehler? Vielleicht. Aber wollen wir einfach zur Next Generation-Formel zurückkehren? Auf keinen Fall. Wir brauchen eine Show, die uns alles gibt."

Aber selbst wenn Enterprise die Regeln ein wenig dehnen wird - Berman verspricht, dass die optimistische Zukunftsvision Roddenberrys auch in Serie V ihre Geltung haben wird.

"Roddenberrys Perfektion der Menschheit ist im Entstehen begriffen, aber sie wird nicht vollendet sein, wenn die Serie beginnt. Das wird uns in die Lage versetzen, eine Serie innerhalb des allgemeinen Star Trek-Rahmens zu gestalten und dennoch gleichzeitig einige seiner Stolpersteine aus dem Weg zu räumen."

Links zum Thema:
http://www.latimes.com/print/calendar/20010521/t000042551.html

Offizielle Marina Sirtis-Homepage gestartet.
Als erster TNG-Darsteller hat jetzt Marina Sirtis (ST:TNG Troi) ihre eigene offizielle Homepage ins Internet gestellt.

Sie selbst schreibt in ihrem Willkommensgruß: "Nun, ich habe es endlich getan. Ich habe entschieden, in das 21. Jahrhundert einzutreten und eine Website zu starten. Wer mich kennt, weiß dass ich mich mit Händen und Füßen gewehrt habe. Aber mir wurde klar, dass es da draußen so viele inoffizielle Seiten gab, dass ich es meinen Fans schuldig war, sie wissen zu lassen, was wirklich los ist. Und die Leute von Emediastar.com waren so begeistert und professionell, dass ich nicht nein sagen konnte. Nun bin ich also hier, noch etwas verängstigt, aber alles in allem mit einem guten Gefühl bei der ganzen Sache."

In der News-Sektion ihrer Seite wurde auch gleich bekannt gegeben, dass Sirtis für den Spielfilm "Peace Virus" gecastet worden ist. Bislang ist noch nicht viel über den futuristischen Film mit Michael Nouri bekannt.

Abgesehen von diesen Nachrichten bietet die Seite u.a. viel Persönliches von Marina Sirtis und Listen mit ihren aktuellen Projekten und interessante Versteigerungen.

Links zum Thema:
http://www.marinasirtis.tv/

Sternbach über seinen Weggang.
Die Trek Brasilis-Website hat ein Interview mit Rick Sternbach veröffentlicht. Darin kritisiert der Illustrator die Macher von "Enterprise".

Trek Brasilis : John Eaves, Herman Zinnerman und Michael Okuda sind bereits für die nächste Star Trek-Serie bestätigt. Sie jedoch verlassen Star Trek. Hatten Sie am Anfang die Absicht, dabei zu sein? Und gaben Rick Berman und Brannon Braga Gründe dafür an, dass sie Sie nicht mit an Bord genommen haben?

Sternbach : Es ist nicht meine Entscheidung zu gehen. Ich hatte gehört, dass Eaves an die Design-Arbeit für Serie V geschickt wurde, bevor wir die Kunstabteilung für Voyager geschlossen haben, und ich habe einfach abgewartet, ob sie mir ebenfalls anbieten würden, bei der neuen Serie mitzuarbeiten, während wir die Arbeit an "Endgame" beendeten.
Als das nicht passierte, habe ich gepackt und bin zu anderen Projekten übergegangen. Niemand von der Produktion oder der anderen Kunstabteilung hat mich wegen der neuen Serie kontaktiert, weder pro noch contra. Das ist nur wegen ihrer mangelnden Professionalität enttäuschend.
Andere Mitglieder der Crew haben mir ähnliche Erfahrungen geschildert. Technisch gesprochen war ich jedoch nur für die letzte Voyager-Staffel engagiert worden, und die Firma hatte wirklich keine Verpflichtung, weiter zu gehen.

Links zum Thema:
http://oberon.spaceports.com/~tb/international/interviews/interview3.htm
http://www.trekbrasilis.com/

Bienenfleiß für Serie V.
Vor dem Drehstart der fünften Star Trek-Serie "Enterprise" am Montag gab es eilige Verhandlungen mit den Hauptdarstellern, damit rechtzeitig alles unter Dach und Fach war. Aber auch Paramounts Kulissen-Teams hatten massig Arbeit: Wie das britische "SFX Magazine" berichtete, mussten die Männer und Frauen hinter und an den Kulissen 12 Stunden täglich sieben Tage die Woche arbeiten, um die Sets vor dem Drehstart aufzubauen. Nachdem die Voyager-Sets abgebaut sind, sollen diese offensichtlich sehr großen Sets der neuen Serie dauerhaft zur Verfügung stehen.

Einige Probleme gab es dabei auch noch: Das Gebäude, in dem sich seit 1977 der Warpkern befand, wurde kürzlich für unsicher erklärt, so dass der neue Maschinenraum umgesiedelt werden musste. Allerdings sorgte dieser Umstand auch dafür, dass sich die Designer von der bisherigen Set-Struktur trennen und einen freieren Aufbau bevorzugen können.

Darüber hinaus begann die Suche nach geeigneten Drehorten. Eine Drehwoche soll an der Hyperion Sewage Plant in Los Angeles stattfinden, ein Drehort, der bereits in dem Film "Logan’s Run" Verwendung fand. Andere Drehorte beinhalten Bakersfield und ein Hügel in Malibu. Diese Woche sollen die Dreharbeiten in der Vista Del Mar-Gegend beginnen, auch als "Mexican Caribbean" bekannt. Für den 30. Mai steht ein Dreh am Westward Beach in Malibu auf dem Programm.

Links zum Thema:
http://www.trektoday.com/news/200501_02.shtml

Garett Wang über die Filmzukunft von "Star Trek".
Garett Wang (ST:VOY Kim) bezweifelte in einem Gespräch mit "SciFi Wire", dass er seine Rolle als Harry Kim je wieder spielen wird. Dennoch schließt er es nicht völlig aus: "Das ist wirklich schwer zu sagen."

In geradezu olympischer Metaphorik fährt er fort: "Jetzt, da The Next Generation das Feuer der originalen Besetzung übernommen hat, was Star Trek-Filme angeht, weiß ich nicht, ob es Raum für Deep Space Nine- oder Voyager-Filme gibt.

Und die TNG-Besetzung ist noch relativ jung. Sie sind noch nicht so weit, die Fackel selber weiter zu geben. Ich finde, sie haben das Zeug zu mindestens einem weiteren Film, so dass es mehrere Jahre dauern würde, bis jemand einen Star Trek-Film mit den Leuten aus den anderen Serien machen könnte."

Diese Prognose kommt sehr überraschend, ist doch die Ansicht weit verbreitet, dass "Star Trek X" der letzte Film mit der TNG-Crew wird. Schauspieler wie Patrick Stewart (ST:TNG Picard) oder Brent Spiner (ST:TNG Data) hatten bereits ihren Wunsch formuliert, ihre Rollen an den Nagel zu hängen.

Wang dazu: "Ich hatte auch Gerüchte gehört, dass 'Der Aufstand' der letzte mit der TNG-Besetzung sein würde, und jetzt machen sie einen weiteren. Und ich finde es schwer zu glauben, dass Patrick Stewart oder Brent Spiner die Gagenchecks ablehnen werden, die Paramount ihnen für ihre Mitarbeit in 'Star Trek XI' anbieten wird. Wenn es eine gute Geschichte ist und das Geld stimmt, dann werden sie weiter machen, glaube ich. Was auch immer geschieht, wann immer die TNG-Filme aufhören, das Studio wird sich entscheiden müssen: 'Wollen wir einen Film mit der DS9-Besetzung oder der Voyager-Besetzung oder mit beiden zusammen?'"

Und dabei schätzt er seine Chancen nicht schlecht ein: "Ich glaube, was den Zusammenhalt in der Gruppe angeht, sind wir ein wenig dichter zusammen als DS9. Aber ich würde auch sehr gerne an einem Projekt mit den Schauspielern aus DS9 arbeiten. Das würde Spaß machen."

Scott Bakulas erstes Interview.
Nachdem Scott Bakula für die neue Star Trek-Serie "Enterprise" unterschrieben hat, verschwendet der Schauspieler keine Zeit, in seine neue Rolle zu schlüpfen. Schon vor der offiziellen Vorstellung und den ersten Dreharbeiten der Serie nahm er bereits an Skriptlesungen teil und gab sein allererstes Star Trek-Interview, direkt von den "Enterprise"-Sets.

Bakula besuchte die Sets zusammen mit den beiden Paramount-Vorsitzenden Kerry McCluggage und Garry Hart, mit denen er auch schon an der TV-Serie "Zurück in die Vergangenheit" gearbeitet hat. Der Schauspieler erzählte "Zap2It", dass er sich darauf freut, mit ihnen zusammen an "Enterprise" zu arbeiten: "Es fühlt sich gut an, und die Leute sind nett. Sie haben mich herzlich empfangen. Sie sind alle sehr anerkennend mir gegenüber. Nun lass uns diese tolle Sache machen."

Neben dem Treffen mit seinen Freunden hatte Bakula auch die Möglichkeit, die Kostüme anzuprobieren. Der Schauspieler meinte, dass er sehr zufrieden mit seiner neuen Uniform sei: "Ich hatte einige Anproben. Ich sah aus wie ein Kerl in Uniform. Ich sah richtig gut aus."

Der Schauspieler erwähnte, er habe über einen netten Weg nachgedacht, um seine Arbeit an "Zurück in die Vergangenheit" mit "Star Trek" in Einklang zu bringen. "Der beste Weg, der jedem gefallen würde, wird sein, meinen Mittelnamen Becket zu nennen und jeden selbst darüber nachdenken zu lassen", sagte er. "Ich habe das vorgeschlagen. Der Vorschlag rief keine großen Reaktionen hervor. Es ist eine Möglichkeit. Es wird sicher die Leute zum Reden bewegen. Man könnte denken: 'Das ist es also, wo Beckets Gene landen werden, irgendwann.'"

Gerade jetzt melden sich die Bakula-Fans, die ihn für "Zurück in die Vergangenheit" verehren, wieder zu Wort. "Ich wurde von Leuten aus dem gesamten Land mit einer Menge Stolz und Aufregung beglückwünscht", sagte der Schauspieler. Er denkt 'Leapers' und 'Trekkers' haben keine Probleme, miteinander auszukommen. "Wir haben bereits Faxe von Leapers aus der ganzen Welt bekommen, die begeistert sind. Hoffentlich können sie meine früheren Rollen beiseite legen und einfach glücklich sein, mich einmal pro Woche wiederzusehen."

Und wer weiß, vielleicht können wir auch andere Elemente aus "Zurück in die Vergangenheit" sehen, wie ein Auftritt von Dean Stockwell. "Ich habe darüber nachgedacht", enthüllt Bakula. "Wäre das nicht ein Spaß?"

Links zum Thema:
http://tv.zap2it.com/news/tvnewsdaily.html?17800

Logan über "Star Trek X".
Drehbuchautor John Logan sprach mit "Star Trek the Magazine" über das Drehbuch des 10. Star Trek-Kinofilms. Er vermied es, Details auszuplaudern, sagte aber: "...der Film ist ST II am ähnlichsten, hoffe ich zumindest, weil das für mich der bisher beste war."

Weiter meinte er: "Der Fokus des Filmes wird auf Picard und Data liegen, und die anderen Figuren, vor allem Dianna, werden mehr zu tun haben als in den bisherigen Filmen. Sicher sogar, den durch den Plot des Filmes wird es mir möglich sein, mich mehr als in den bisherigen Filmen auf die Interaktion der Charaktere zu konzentrieren."

"Star Trek X"-Drehbuch im Review.
Im Internet ist das erste Review zur Handlung des nächsten Star Trek-Films veröffentlicht worden, und laut diesem Review wird sich Captain Picard mit den "Dämonen aus seiner Vergangenheit" befassen müssen, während er eine Rebellion der Romulaner niederschlagen muss, bevor diese die Erde verwüstet. Vorsicht, Spoilergefahr!

Die Filmnewsseite MovieHeadlines.net hat dieses erste Review veröffentlicht, welches von ScriptManiac geschrieben wurde, einem Insider, der in den letzten Jahren sehr zuverlässige Pre- und Reviews für die verschiedensten Seiten geschrieben hat.

In diesem Film werden wir laut ScriptManiac den Schwesterplaneten der romulanischen Heimatwelt vorgestellt bekommen, der den Namen 'Reman' tragen soll. Bisher wurde der Schwesterplanet von Romulus immer Remus genannt, weswegen man hierbei wohl von einem Tippfehler in dem Drehbuch ausgehen kann. Dieser Planet hat eine ganz besondere Eigenschaft; auf der einen Hemisphäre ist es immer hell, während die andere in ewige Dunkelheit gehüllt ist. Durch die extreme Hitze auf der hellen Seite leben die ganzen Bewohner auf der dunklen Halbkugel, wo sie als Sklaven in den Dilithiumminen des romulanischen Imperiums arbeiten müssen.

Die ganze Geschichte des Films wird um einen Kerl namens Shinzon aufgebaut werden, welcher der kühne Anführer dieser Sklaven ist. Seiner Meinung nach wurden seine Leute viel zu lange von den Romulanern unterdrückt, wodurch es zu einem Aufstand kommt. In diplomatischer Mission wird daraufhin die Enterprise unter Captain Picard zu Shinzon und den Romulanern entsendet. Als die Enterprise im Herzen des romulanischen Imperiums ankommt, kennt noch niemand an Bord die geheimen Plänen von Shinzon, und auch nicht das dunkle Geheimnis, welches er mit Picard teilt.

Um was es sich bei diesem dunklen Geheimnis handelt, wird auch von ScriptManiac nicht enthüllt, jedoch sagt er dazu, man habe bisher noch nicht einmal ansatzweise etwas darüber erfahren. Möglicherweise wird es dabei um das Thema "Klonen" gehen, ein weiterer Handlungsbogen, der bereits von Rick Berman bestätigt wurde.

Neben der Vergangenheit von Picard werden wir auch mehr von Data erfahren, als die Besatzung etwas mehr Informationen über seine Schöpfung erhält. Laut ScriptManiac wird dieser Handlungsbogen etwas komisches haben, aber gleichzeitig das zeigen, was Star Trek im Grunde ausmacht.

Schließlich werden wir in diesem Film auch noch einen komplett neuen Schiffstyp zu sehen bekommen, und auch ein Charakter aus einer der anderen Serien wird zu sehen sein. Doch bisher wurde noch keiner der bereits online genannten Darsteller in dem Drehbuch genannt.

Alles in allem steht ScriptManiac diesem Film recht positiv gegenüber. Auch wenn er kein besonders großer Fan von Star Trek ist, gibt er dem Film doch 7,5 von zehn Punkten und lobt vor allem die herausragende Mischung zwischen Charakter- und Kampfszenen. Was er daran nicht mag, ist der Mangel an Hintergrundinformationen über die Situation der Romulaner, wie auch das klischeehafte des Bösewichts, der wohl Shinzon sein wird, und der gegen die Enterprise mit einer völlig neuen Superwaffe antreten soll.

Am Ende seines Reviews schließt ScriptManiac mit der Aussage, das Drehbuch sei sehr gut zu lesen gewesen, es würde sich sehr den politischen Aspekten von Star Trek widmen, und einen Film wie 'Star Trek VI: The Undiscovered Country' wiederholen.

Angemerkt werden sollte, dass nicht alles hier erwähnte offiziell bestätigt wurde, so dass man auch dieses Review zunächst als Gerücht betrachten sollte.

Links zum Thema:
http://www.movieheadlines.net/default.php3?reviewid=138

Interplay entwickelt Excelsior-PS2-Spiel.
Der Verleger von "Star Trek: New Worlds" und "Starfleet Command", Interplay Entertainment, gab bekannt, dass sich das Spiel "Star Trek: Shattered Universe" gerade in der Entwicklung befindet. Eine Veröffentlichung dieses Spiels für die Playstation2 erwartet man für den Herbst 2001.

Bei dem Spiel handelt es sich um ein weltraumbasiertes Shoot-em-up, welches im Spiegeluniversum angesiedelt ist, das zum ersten Mal in der TOS-Folge "Mirror, Mirror" und später in DS9 und vor allem Romanen aufgetaucht ist. Das Spiel wird nach den Ereignissen von "Star Trek VI" spielen, und darin wird die U.S.S. Excelsior unter dem Kommando von Captain Sulu in diesem düsteren Spiegeluniversum gefangen.

Der Spieler wird einen Jäger fliegen und die Excelsior auf der Suche nach einem Weg nach Hause unterstützen. Eine Verbesserung dieses Jägers, beispielsweise durch die Tarntechnologie der Romulaner, wird während des Spiels nicht nur möglich, sondern auch notwendig sein. Auch sollen die unterschiedlichsten Spezies zu sehen sein, nebst einigen anderen - aus dem Star Trek-Universum - bekannten Sachen wie beispielsweise der "Doomsday-Maschine" und den Wächtern der Ewigkeit, die beide ebenfalls aus der Originalserie stammen.

Das für dieses Spiel verantwortliche Entwicklungsstudio, Starsphere Interactive, wurde im Jahr 1997 von zwei Spieldesignern gegründet und ist durch Spiele wie "You Don't Know Jack I und II" und "Chessmaster II" doch recht bekannt.

Captain Sulu sah man zum ersten Mal als Kommandant der U.S.S. Excelsior in "Star Trek VI". Einen weiteren Auftritt hatte er in der Voyager-Episode "Flashback". Im letzten Jahr war er auch das Thema der "Excelsior-Kampagne", welche die fünfte Serie um dieses Raumschiff angesiedelt sehen wollte. Auch wenn diese Kampagne nicht von Erfolg gekrönt war, so werden sich die Fans doch sicherlich über ein Spiel um diesen Captain freuen.

Weitere Informationen zu "Star Trek: Shattered Universe" können der offiziellen Pressemitteilung entnommen werden, die über den unteren Link erreichbar ist.

Links zum Thema:
http://www.starsphere.com/
http://biz.yahoo.com/prnews/010509/law010.html

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5. Fragt Larry!

Anmerkung: Neben der Arbeit als Fotoeditor und Berater für die wöchentlich in Großbritannien als Enzyklopädie erscheinenden Star Trek-Fact Files, ist Larry Nemecek auch Autor des Star Trek: Companions, sowie Herausgeber vom Communicator, dem offiziellen Magazin des U.S. Star Trek-Clubs, das zweimonatlich erscheint. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.sf-radio.de direkt auf unserer Homepage.

Benjamin Ziegler: Kannst Du uns etwas über Serie 5 sagen?

Larry Nemecek: Vieles wurde in der letzten Woche veröffentlicht: Der Name: "Enterprise".
Der Star: Scott Bakula als Captain Jonathan Archer von der "S.S.” (Prä-Föderation) Enterprise.
Handlungsebene: "Etwa 100 Jahre" nach Zefram Cochranes "Phoenix" und "etwa 100 Jahre" vor Kirk und Pike.
Die übrigen Schauspieler:
Jolene Blalock als Sub-Cmdr. T’Pol (Vulkanierin)
Scott Trinneer -- Charlie Tucker, Chefingenieur
John Billingsley -- Dr. Phlox, außerirdischer medizinischer Offizier
Anthony Montgomery -- Ens. Travis Mayweather, Steuermann
Linda Park -- Ens. Hoshi Sato, Kommunikation
Dominic Keating -- Lt. Commander Malcolm Reed, Waffen

Das ist die Zeitperiode, bei der ich schon lange gehofft habe, dass dort mal eine Serie stattfindet – historisch gesehen. Zusätzlich kann man Geschichten von Föderationsangehörigen erzählen, ohne dass sie so "perfekt" sein müssen, weil sie ihre Lektionen schon gelernt haben – das ist vor der "ersten Direktive", vor den "Erstkontakt-Prozeduren". Wenn sie auch unsere edlen Helden sein können, sind sie jedoch weit entfernt davon, perfekt zu sein: Wir sehen sie Fehler machen, aus denen sie lernen.
Außerdem sehen wir viele Außerirdische in ihren frühen Stufen. Sie [die Produzenten] mögen einige Fan-Konzepte ein wenig erweitern müssen, einige alte Serien-Einzelheiten passend machen – aber, wenn die Schauspieler und das Konzept erst einmal "schweben", werden wir damit klar kommen. Wenn es [das Konzept] jedoch "hart landet", dann wird die Fehlersuche das Einzige sein, was es hat. Mit Scott Bakula als Anführer und dem frühen Zeitrahmen im Hintergrund wette ich auf einen Erfolg. So ist Hollywood - schon jetzt ist ein großes "Mainstream-Geflüster" zu vernehmen.

Christiane Schumann: "Fact Files" ist auch in Deutschland erhältlich. Hier ist es unter dem Namen "Fakten und Infos" bekannt. Wie viele Ausgaben sind bereits erschienen und wie viele wird die Zukunft bringen?

Larry Nemecek: Ich weiß nicht, welche Nummer die momentan veröffentlichte Ausgabe in Deutschland oder England trägt, aber diese Woche arbeite ich an den Bildern und Illustrationen für Ausgabe 247 der englischen Version. Wir nehmen an, noch mindestens ein Jahr fortzufahren! Und selbst dann werden wir sehen, was mit der neuen Serie und dem neuen Film passiert - vielleicht machen wir noch länger weiter.

Susanne Haub: Was ist Deine Lieblings-Trek-Episode und warum?

Larry Nemecek: Hmmmmm! Am einfachsten ist die Original-Serie, denn sie hat nur 79 Folgen und wir kennen sie am längsten. Da habe ich eine Pattsituation: "The Doomsday Machine" (Planeten-Killer) und "Journey to Babel (Reise nach Babel):
Erstgenannte hatte eine großartige Musik, einen tollen Gaststar - William Windom - und einen sehr guten Gast-Charakter - Commodore Decker -, ein tolles offenes Ende und ein wunderbares Zusammenspiel der Besatzung. Und sehr gute Texte - the bets McCoy "got to hell!” glare of the series.
Selbstverständlich gab es auch ein paar Fehler (Bewacht eigentlich NIEMAND das Hangardeck?) Oh, und obwohl ich sie NICHT für die Beste halt, hat diese Folge die MEISTEN Effekt-Szenen von allen TOS-Folgen. Sie wollten an ihre Grenzen gehen.

"Journey to Babel” weil a) Wir erhalten Spocks Eltern und alles was daraus entstand und b) Endlich sieht man die Föderation bei der Arbeit, die außerirdischen Mitgliedsrassen usw.
Zusätzlich hat McCoy das beste Ende - er fährt sowohl Spock als auch Kirk über den Mund und sagt: "Also, wisst Ihr was...Hab ich endlich das letzte Wort?"
Wenn es eine Folge gibt, die ich Leuten zeige, die nie zuvor Star Trek gesehen haben und einen Vorgeschmack davon haben wollen, ist das eben diese. Die anderen allgemeinen Lieblingsfolgen wie "The City on the Edge of Forever" (Griff in die Geschichte) sind toll, aber untypisch.
Die schlechteste Folge? "Fridays Child" (Im Namen des jungen Tiru) Seht Euch die Folge einfach noch einmal an – Eine tolle Charakter-Show für alle: die "Dreifaltigkeit" und sogar Scotty.

Möchten Sie Larry Nemecek auch gerne über Star Trek ausfragen?
Dann schreiben Sie uns einfach eine Mail an corona@sf-radio.de.
Wir werden diese dann weiterleiten und gerne in einer der kommenden Corona Magazine-Ausgaben aufgreifen.

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6. Im Gespräch mit Kevin Sorbo & Lisa Ryder

Anmerkung: Kevin Sorbo (Andromeda: Dylan Hunt) und Lisa Ryder (Andromeda: Beka Valentine) wurden kürzlich interviewt, wie sie zu "Gene Rodenberry's Andromeda" kamen und wie sie die Beziehungen zwischen den Charakteren sehen.

"Ich habe die Vertäge für diese Serie eigentlich schon vor dem Ende von Hercules unterzeichnet," erzählte Sorbo der Zeitschrift TV Zone. "Eines Tages ging es mit Andromeda durch Majel Roddenberry und ihrer Gesellschaft vorwärts. Ich bin ein großer Star Trek-Fan, besonders von der originalen Serie. Deshalb war ich definitiv interessiert. Drei Monate vor dem Ende von Hercules führte ich umfassende Gespräche mit allen, die [an Andromeda] beteiligt sind. Mir wurden Kopien von den Notizen geschickt, die Gene Roddenberry gemacht hatte, als ihm zum ersten mal die Idee für diese Serie im Jahre 1970 kam. Schlussendlich sagte ich, 'OK, lass uns das machen!'"

Der frühere Hercules Star wurde von der Menge an Verantwortlichkeit, die von den Andromeda Produzenten in ihn gesetzt wurden, ermutigt. "Mir wurden 44 Episoden und ein Posten als Executive Producer garantiert," sagte er. "Sie sind bereit, mir zu vertrauen und hören zu, was ich zu sagen habe - was viel bedeutet."

Lisa Ryders Erfahrung war ganz anders. Während Sorbo 20 Pfund abnehmen und einen neuen Haarschnitt bekommen musste, um Dylan Hunt zu spielen, musste Ryder ihre Haarfarbe ändern. Durch ihre Rolle als Kate Boone in "Mission Erde" traf sie Allan Eastman, nun ein Executive Producer bei Andromeda.

"Allan stellte mich Robert Hewitt Wolfe vor dem Vorsprechen in Toronto vor, wobei ich dachte, ich würde gleich explodieren," sagte die kanadische Schauspielerin. "Sehr zu meiner Überraschung wurde ich nach Los Angeles gerufen um noch einmal vorzusprechen. Es gab fünf von uns für die Rolle der Beka. Das war der Zeitpunkt, als wir Kevin Sorbo und einige Chefs von Tribune trafen. Ehrlich, ich hatte keine Ahnung wer die meisten von ihnen waren, weil ich so nervös war. Danach musste ich noch einmal vorsprechen, wofür ich meine Haare blond färben musste. Und schließlich bekam ich den Job."

Nach der Ausstrahlung von "Star-Crossed", in der sich Rommie in einen Androiden namens Gabriel verliebt, begannen viele Fans über eine mögliche romantische Beziehung zwischen dem Captain der Andromeda und seinen ersten Offizier zu spekulieren. Aber die Schauspieler, die Captain Hunt und Beka spielen, glauben nicht, dass solch eine Beziehung gut funktionieren würde.

"Sie ist ein verdammt guter Pilot und es stellt sich heraus, dass sie ein guter Erster Offizier für Dylan ist," sagte Sorbo. "Sie mögen sich gegenseitig, aber ich würde es nicht gern sehen, wie sich eine Romanze zwischen ihnen entwickelt. Es würde einige Dinge ruinieren. Ihre Beziehung muss eine bleiben, die auf gegenseitiger Bewunderung und Respekt beruht."

Ryder stimmte dem zu. "[Beka und Dylan haben] eine Freundschaft entwickelt, aber die ist nicht ohne ihre Probleme und Spannungen. es gibt stets diese kleinen Entflammungen zwischen ihnen und ich mag das," erzählte sie. "Ich möchte eine Art Grenze dort behalten. Tatsächlich würde ich es gern sehen, wenn Beka Dylan noch etwas mehr herausfordert. Ja, sie glaubt daran, dass die Wiederherstellung des Commonwealths eine noble und wertvolle Beschäftigung ist, aber zugleich fühlt sie, dass dies absolut lächerlich und grundlos ist. Wie kann Dylan glauben, dass die sieben auf einen Planeten heruntergehen können, sich vorstellen und sagen, 'Oh, wo wir schon dabei sind, wir gründen das Commonwealth wieder, wollt ihr beitreten?'"

Mehr über dieses Interview, in dem Sorbo über seine Liebe zu Star Trek und Ryder über ihre Gemeinsamkeiten mit Beka spricht, können Sie in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift TV Zone finden.

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7. Kreuzfeuer

Die in dieser Rubrik durch Namen gekennzeichneten Texte sind Leserzuschriften. Sie spiegeln die Meinung der Leser wieder und stimmen nicht unbedingt mit der Meinung der Redaktion des Corona Magazines überein. Wenn Sie uns auch schreiben möchten; keine Scheu: kreuzfeuer@sf-radio.de. Bitte beachten Sie, dass wir nur Zuschriften veröffentlichen, die mit vollständigem Namen versehen sind. Die eMail-Adressen der Leser werden auf Anfrage von der Corona-Redaktion bekannt gegeben. Wir danken für Ihr Verständnis!


Corona: Breaking News vom 18. Mai 2001
Feedback zur neuen Serie Star Trek: Enterprise

Ich weiß, dass viele Fans sich mit dem Gedanken, die neue Serie noch vor der Originalserie spielen zu lassen, schwer abfinden können - vielen wäre ein weiterer Schritt in die Zukunft lieber gewesen, um neue Technologien zu sehen und die politische Entwicklung der Föderation. Wer weiß, vielleicht werden wir all das bekommen, in einer Serie 'VI'.

Persönlich bin ich von dem Konzept 'Enterprise' begeistert. Warum? Weil es sich genau so liest, als hätten die Verantwortlichen bei Paramount meine Gedanken gelesen und die Serie gemacht, die ich haben wollte. Ich freue mich darauf, wieder Ehrfurcht vor der Größe des Weltalls zu sehen, Ungewissheit vor dem Unbekannten da draußen - all dies sind Dinge, die ich in den späteren Serien ein wenig vermisst habe, hier war der Umgang mit dem Weltraumflug etwas Selbstverständliches geworden, das Abenteuerliche fehlte.

Auch die Entscheidung, einen vulkanischen Ersten Offizier zu haben, kann ich nur begrüßen - wie man sich vielleicht denken kann, bin ich einer der letzten treuen Fans der Original-Serie, und ein Vergleich zu Spock drängt sich doch gewissermaßen auf. Mit dem Unterschied, dass diesmal die Vulkanier für die Menschen noch viel mehr die 'unbekannten Wesen' sein werden.

Kurz ung gut, ich finde das Konzept einfach fantastisch und kann es kaum erwarten, die ersten Folgen zu sehen.
- Henning Schnoor


Habe gerade den Breaking News gelesen - und ich muss sagen, schade, Star Trek. "Enterprise" - damit hat das Konzept gewonnen, das ich am allerblödesten finde. Das "Academy" Konzept wäre schon um einiges besser gewesen. Dieses hätte wenigstens die Möglichkeit geboten, weiterhin die (nicht nur politischen) Ereignisse im Alpha-Quadranten zu verfolgen. Gastauftritte wären möglich gewesen (lehrt nicht O'Brien jetzt an der Academy?) und meiner Meinung nach hätte das Academy Konzept viele Ansatzpunkte gehabt, ein neues, großartiges Star Trek zu werden. Dass es eine Art Beverly Hills 90210 geworden wäre, hätte ja nicht sein müssen.

Nicht so aber "Enterprise". Das Konzept bringt schon von vornherein einen Haufen unlogischer Elemente ins Spiel. Soso, jetzt gibt es also plötzlich noch eine Enterprise mehr. Aja. Und wieso wusste Pille (bzw. eigentlich ja die gesamte Crew) nur so verdammt wenig über die Vulkanier? Wieso galt Spock so als "Außenseiter"? Schließlich sollte man meinen, innerhalb 100 Jahren, in denen Vulkanier schon auf Schiffen der Menschen (Föderation?) ihren Dienst taten, würde man zumindest ein wenig über sie rausfinden. Spannend wird auch bestimmt, zu erklären, wieso die Klingonen bei "Enterprise" sicherlich wieder ihre Runzelstirn haben, obwohl sie hundert Jahre später, bei Kirk & Co. wie Menschen aussehen (und sich keiner drüber wundert).

Auch kann man doch keine "großen" Folgen, "große" Kämpfe etc. bringen, oder? Ich meine, man weiß doch schon, wie das alles ausgegangen ist. Eine Invasion der Klingonen? Wie spannend, vor allem wenn man weiß, dass 100 Jahre später Kirk immer noch fröhlich durchs All düst. Und überhaupt, hieß es nicht einmal, Serie V sollte ein neues, anderes Star Trek werden?
Also, schonmal der Titel "Enterprise". Hm. Klingt irgendwie nicht so neu, oder? Auch, dass ein Schiff names "Enterprise" in den Weiten des Alls unterwegs ist, dorthin, wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist - das kommt mir jetzt doch irgendwie stark bekannt vor (kann mich natürlich auch täuschen *g*). Schade Star Trek, alles in allem wird das Ende von Voyager wohl auch das Ende von guten Star Trek Folgen einläuten. Aber wir sollten die Hoffnung nicht verlieren. Vielleicht wird ja der neue Kinofilm gut. Und was soll's: Warten wir halt auf Star Trek Serie VI...

- Stefan Wessely


Corona Magazine 82
Zum Artikel "Wissenschaft: Mit vereinten Kräften in den Teilchenzoo"

Ich möchte nur kurz etwas zum wissenschaftlichen Teil bemerken (ein bisschen Krümelkackerei, sonst ist der Teil nämlich wirklich gut geschrieben):
Dort schreibt der Autor sinngemäß, dass die elektromagnetische Kraft die stärkste wäre. Dies ist nur bedingt richtig, da dies nicht für alle Maßstäbe gilt. Wäre die starke (Kern)Kraft nämlich in der Größenordnung des Atomkerns nicht stärker als die elektromagnetische, flögen alle Atomkerne sofort auseinander, da sie global gesehen nur aus positiv geladenen und neutralen Teilchen (Protonen und Neutronen) bestehen. Auch wenn man deren Zusammensetzung aus Quarks berücksichtigt, bleibt eine positive Gesamtladung des Kerns. Dass im größeren Maßstab die EM-Kraft im Vergleich mit der starken Kraft "gewinnt", liegt an den sehr unterschiedlichen Abstandsgesetzen der Kräfte.

- Ragnar Boedefeld

Anmerkung des Autors Marcus Haas:
Völlig richtig, da habe ich wohl etwas zu voreilig vereinfacht. Die Reichweite der starken Kernkraft beträgt lediglich 10hoch-14m, womit sie kaum über die Ausdehnung des Atomkerns hinauskommt. Sie verschwindet jedoch nicht ganz und hat im Prinzip eine unendliche Reichweite, wie die elektromagnetische Kraft. Im Kernbereich fällt die starke Kraft exponentiell ab, in größerer Entfernung nur noch quadratisch, während die elektromagnetische Kraft mit dem Abstand rein quadratisch abnimmt, so dass die starke Kraft im Kernbereich überwiegt, und die EM-Kraft danach.

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8. Rating Report

In den USA ist nun die Zeit der "Season-Finali" angebrochen. Gleichzeitig haben nun auch die Networks und Studios bekannt gegeben, welche Serien verlängert werden und welche nicht. Hier nun eine kleine Auswahl der interessantesten Entwicklungen auf dem US-Fernsehmarkt.

"Star Trek: Voyager" konnte mit den letzten beiden Folgen vor dem zweistündigen Serienfinale kräftig an Zuschauern zulegen. Die Serie wird sich wohl so von der TV-Bühne verabschieden, wie sie 1995 angetreten ist – mit einem großen Quotenerfolg.

"Akte X" geht nun in die inzwischen 9. Staffel. Die 8. Staffel konnte zwar keine neuen Quotenrekorde aufstellen, war aber zumindest in der Lage den Abwärtstrend der letzten beiden Jahre aufzuhalten. Da die Serie noch immer zu den erfolgreichsten des FOX Networks gehört, war eine Verlängerung trotz Problemen mit den beiden Hauptdarstellern, denn weder Duchovny noch Anderson zeigen großes Interesse an weiteren Staffeln, und dem Erfinder und Produzenten Chris Carter, durchgesetzt worden. Ob man der Serie damit einen Gefallen getan hat, bleibt abzuwarten.
Der "Akte X" Spin-Off "The Lone Gunmen" ist auf jeden Fall schon wieder Geschichte und wurde von FOX nach einer halben produzierten Staffel abgesetzt.

Auch "Xena" geht nach sechs Staffeln zu Ende. Wie "Akte X" kann "Xena" eine recht wechselvolle Erfolgsgeschichte vorweisen. Tatsächlich gleichen sich die Kurven der Einschaltquoten beider Serien sehr stark. Beide erreichten in ihren 3. und 4. Staffeln die meisten Zuschauer und mussten danach wieder Verluste hinnehmen. Trotzdem gehört die Fantasy-Serie, die in den USA in Syndication läuft und auf keinem Network, zu den erfolgreichsten fantastischen Serien der 90er und wird in den nächsten Wochen ohne Zweifel einen würdigen Abschied vor zahlreichen Zuschauern nehmen.

"Gene Roddenberry’s Andromeda" konnte die herausragenden Quoten der ersten Folgen leider nicht halten, kann die Fernsehsaison 00/01 aber trotzdem als erfolgreichste Serie in Syndication-Erstausstrahlung beenden. Ohne Zweifel wird die Serie noch einige Jahre weiterlaufen.

"Roswell" hatte viel Glück. Trotz sehr schwacher Quoten übernahm UPN die Serie, genau wie "Buffy", vom WB Network und wird weiter produziert werden.

Weniger Glück hat die UPN Serie "Seven Days", die nach einer wochenlangen Pause auf einen neuen Sendeplatz mit den restlichen Folgen der 3. Staffel zurückgekehrt ist. Die schon früher recht schwachen Quoten auf dem Sendeplatz vor "Voyager" wurden auf dem neuen noch unterboten und UPN hat die Serie nun kurzerhand nicht verlängert, zumal sich auch noch Schwierigkeiten mit einigen Schauspielern der Stammcrew abzeichneten.

Ebenfalls verlängert wurden "Stargate SG1", "Futurama", und "Dark Angel".
Aber noch ist die 00/01 Saison in den USA noch nicht ganz vorbei – und vielleicht gibt es ja noch einige (Quoten-) Überraschungen...

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9. Akte X: Smile Fiction

Du hast eine Überdosis Akte X, wenn...

1. Du trauerst um eine Schwester, die von Aliens entführt wurde. Du aber ein Einzelkind bist!
2. Du trägst am Computer dieselbe Lesebrille wie Scully. Mit Brille siehst du aber weniger als ohne.
3. Deine Freunde finden dich nur noch gruselig
4. Du schreibst dir mit roter Tinte "He is one" auf den Rücken und irrst am frühen Morgen in der Wohnung herum, um deine Familie zu erschrecken.
5. Deine Träume beginnen mit Untertiteln wie "Eine Weide, San Diego, CA, 10.21 Uhr" und werden von sonoren Stimmen im Off beendet.
6. Du redest deinen jüngeren Geschwistern ein, dass sie eigentlich das Ergebnis geheimer Experimente sind, mit denen perfekte Mischlinge aus Aliens und Menschen hergestellt werden.
7. Du glaubst, dass der Geheimdienst hinter dir her ist, weil du alles über "das geheime Databand" und die Tür 1013 weißt.
8. Für dich sind Raucher wandelnde Krebsgeschwülste.
9. Du würdest niemals eine Kakerlake zertreten.
10. Du kennst auch Scully's zweiten Namen, ihre ID-Nummer sowieso.
11. Auf allen Fenstern in deiner Wohnung hast du große Xe aus Kreppband geklebt.
12. Akte-X fällt als Teil deiner Finanzplanung ins Gewicht.
13. Du willst einfach glauben.
14. Du kennst Scully's Brustumfang im Schlaf - vor und nach der Geburt ihres Kindes.
15. Niemand würde dich in die Nähe eines Töpfchens bringen.
16. Niemals würdest du auf den Schatten eines anderen treten.
17. Nichts freut dich mehr, als wenn deine Uhr stehen bleibt.
18. Wenn du für einen Vorgesetzten ein Geschenk kaufen gehst, dann fragst du dich: " Was würden Scully und Mulder in dieser Situation für Skinner holen?".
19. Du versuchst, Wörter wie "Ausblutung" in deine alltäglichen Gespräche einzubauen.
20. Wenn du grünen Schleim auf dem Boden siehst, dann schreist du: "Hier verblutet jemand!".

Quelle: Usenet

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10. Douglas Adams: Per Anhalter ins Unbekannte

Am Samstag, den 12. Mai trudelte die traurigste Nachricht seit langem in unserer Redaktion ein: Douglas Adams war am Freitag Morgen, im Alter von 49 Jahren an seinem Wohnort Santa Monica, Kalifornien, an einer Herzattacke gestorben. Er hinterläßt seine Frau Jane, seine Tochter Polly und ein gewaltiges literarisches Vermächtnis.

Adams wurde am 11. März 1952 in Cambridge geboren, wuchs in Essex auf und ging 1970 wieder zurück nach Cambridge, um an der dortigen Uni zu studieren. Cambridge in den Siebzigern wimmelte nur so vor satirischen und komödiantischen Talenten, und der junge Douglas trat bald in den "Footlights Club" ein, wo er mit vielen anderen großen satirischen Newcomern zusammenarbeitete. Später war er Drehbuchautor für die Dauerfernsehserie "Dr. Who", bevor er zur BBC ging. Dort schrieb und produzierte er einige Hörspiele, darunter auch "Hitchhikers Guide to the Galaxy". Adams selbst meinte dazu, die Idee sei ihm gekommen, als er mit 18 Jahren durch Europa getrampt war, mit dem Buch "Per Anhalter durch Europa" im Gepäck. Als er nun eines Tages etwas betrunken auf einer österreichischen Wiese lag und in die Sterne sah, dachte er sich, irgendwann müsse jemand unbedingt ein Buch namens "Per Anhalter durch die Galaxis" schreiben. Damals war ihm jedoch noch nicht klar, das er das einige Jahre später selbst sein würde.

Sein Kultbuch "Per Anhalter durch die Galaxis", das er dann 1979 veröffentlichte, basierend auf dem von ihm entwickelten Hörspiel, wurde 14 Millionen mal verkauft. Er schrieb vier weitere "Anhalter"-Bücher : "Das Restaurant am Ende des Universums", "Das Leben, das Universum und der ganze Rest", "Macht´s gut und danke für den Fisch", und den fünften Band der ´Trilogie´, "Einmal Rupert und zurück", in dem er seine Protagonisten Arthur Dent, Ford Prefect und Trillian zusammen mit dem Rest der multidimensionalen Menschheit endgültig das Zeitliche segnen läßt. Bereits nach dem vierten Teil folgten "Dirk Gently´s holistische Detektei (Der elektrische Mönch)", dessen Nachfolger "Der lange dunkle Fünfuhrtee der Seele" und "Der tiefere Sinn des Labenz", ein Lexikon der etwas anderen Art. Mittlerweile haben auch diese Werke Kultstatus erreicht.

Zusammen mit Mark Carwardine schrieb er "Die letzten ihrer Art", ein Buch über die aussterbenden Tierarten dieses Planeten, und mit dem aus der legendären Monthy-Python-Truppe bekannten Terry Jones verfaßte er "Raumschiff Titanic", ein Buch, das auf dem von beiden kreierten Computerspiel basierte. In den Achtzigern machte die BBC aus den ersten beiden "Anhalter"-Büchern eine Fernsehserie, und es gab bis zu seinem Tod ein in Arbeit befindliches Kinofilmprojekt, über dessen Verbleib nun nur spekuliert werden kann.

Neben dem Drehbuch für den Kinofilm arbeitete Adams bis zu seinem jähen Tod außerdem noch an der h2g2-Website, einem Projekt, das dem in seinen Büchern geschilderten Anhalter recht nahe kommt. Er ging auf seiner persönlichen Homepage immer gern auf die Fragen seiner Fans ein, oder zumindest, wie er selbst schrieb, auf die Fragen, die er verstand.

Douglas Noel Adams war ein kreatives Genie, das es immer schaffte, mit neuen Ideen zu überraschen, und er zog seine Ideen auch konsequent durch. Ein Freund sagte einmal über ihn, das Schreiben an sich mache ihn müde, der Spaß für ihn läge mehr in dem Gedanken dahinter.

So geht ein Autor von uns, der in der Satire versteckt mehr Impulse an die Wissenschaft und Kultur gab, als viele andere Autoren. Nun - um seinem atheistischen Weltbild gerecht zu werden, geht er der Welt schlicht und ergreifend verloren. So long - and thanks for all the books...

Links zum Thema:
http.//h2g2.com/
http://www.douglasadams.com/

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11. Webwatcher: convention-central.de

Für Fans des Genres sind sie zweifelsohne die Höhepunkte des Jahres: Conventions. Meist sind es mehrtägige Versammlungen, auf denen sich die Anhänger diverser Science Fiction- und Fantasy-Serien treffen, um sich auszutauschen, Fanartikel zu kaufen, ihre Stars zu treffen und sich ein paar Tage ganz intensiv ihrem Hobby widmen zu können. Doch ist – wie so ziemlich alles in dieser Zeit – der Convention-Markt bei weitem nicht mehr nur eine kleine und überschaubare Nischenerscheinung, schon gar nicht für einen "Normalsterblichen", der sich also nicht tagtäglich intensiv mit diesem Thema beschäftigt. Auch hat sich wohl jedem Fan schon einmal die Frage aufgedrängt, was man wohl am Ende der Cons, also einige Tage und oft mehrere hundert Mark später mit nach Hause nehmen kann. Sicher, eine schöne Zeit hat man gehabt. Aber kann man noch mehr davon haben, oder vielleicht wenigstens andere daran Teil haben lassen?

Die Gründer von "Convention Central" müssen sich wohl solche und ähnliche Fragen gestellt haben, als sie im Oktober 2000 ihr Online-Projekt auf die Beine stellten. Mit der Zeit haben sie eine umfangreiche Datenbank aller möglicher Conventions angelegt, bei der sich jedermann vorab über kommende Veranstaltungen informieren kann und zu der auch jeder Con-Besucher seinen Teil in Form von Con-Berichten, Kommentaren, Bildern oder Ähnlichem beisteuern kann. Mit einem praktischen Kalender kann man sich jederzeit eine Übersicht über die anstehenden Veranstaltungen verschaffen, und die Adressliste liefert Kontaktadressen zu Con-Organisatoren und Händlern. Zusätzlich zu "trockenen" Textberichten enthält der Multimediateil neben zahlreichen Bildern auch einige Audio- und Videoaufnahmen. Kleines Manko am Rande: Die Seite läßt sich nur mit einer Auflösung über 800x600 ohne lästige Scrollbalken anzeigen.

"Ich habe nach jeder Con Bilder und Reviews im Netz gesucht, allerdings nie eine zentrale Anlaufstelle gefunden, auf der man so richtig schön in Erinnerungen schwelgen konnte", erzählt Marcus Erbar, Gründer des Projekts. Aus diesem Gedanken entstand dann sehr schnell eine handfeste Sache: "Schon nach einigen Wochen Vorbereitung sowie Materialsammlung ging "Convention Central" mit einem damals schon recht umfangreichen Convention- und Eventarchiv online."

Wie bei vielen Hobbyprojekten gilt auch bei diesem: Jeder kann mitmachen. Marcus Erbar dazu: "Ich denke, gerade das ist ein ganz zentraler Punkt in der Philosophie unseres Projekts. Es existieren natürlich eine Reihe freier Mitarbeiter, die regelmäßig Material für die Webseite liefern, mitarbeiten kann aber ausdrücklich jeder. Wer einen Conventionbericht geschrieben hat, seine Bilder online sehen möchte oder einfach nur in einem Artikel seine Meinung zu einem bestimmten Thema zum Ausdruck bringen will, kann dies einsenden, und so [...] einem größeren Publikum zugänglich machen."

Das permanente Team um die Homepage arbeitet täglich an ihren Inhalten: "Mindestens einmal am Tag werden die offiziellen Sites der größeren Cons nach Neuigkeiten durchgeschaut, etwas unregelmäßiger die der kleinen Fancons. [...] Mittlerweile kommen einzelne (internationale) Con-Veranstalter auch auf uns zu und senden Details über ihre Show, was die Arbeit natürlich ungemein erleichtert." Dabei versuchen die Mitarbeiter, ein möglichst breites Feld abzudecken: Natürlich berichten sie über die Top-Events wie die Federation Convention oder die Galileo7-Cons. Aber auch kleinere Fan-Conventions werden nicht links liegen gelassen – schließlich handelt es sich bei "Convention Central" ja selber um ein Fan-Projekt. Sogar von Veranstaltungen im Ausland, z.B. aus den Niederlanden oder den USA, gibt es hin und wieder Berichte.

"Unser Ziel ist es, von jedem Ereignis – Fan-Con, Gaststar-Con oder Star-Events – in Deutschland zu berichten. Ich hoffe auch, in Zukunft öfter mal einen Blick "über den Tellerrand" bieten zu können. Und gerade was die Vorberichterstattung von deutschen Conventions angeht, haben wir uns bisher noch zurückgehalten – auch das wird sich nach Möglichkeit schon zur kommenden Galileo7 ändern.

Für Marcus Erbar steht nach wie vor aber der Spaß an den Conventions im Mittelpunkt des Projekts. "Wir möchten auf der Site einen größtmöglichen Teil der grandiosen Stimmung an solch einem Wochenende, der schönen Erinnerungen, vielleicht auch der verpassten Gelegenheiten wiedergeben." Dabei wird "Convention Central" immer auf die Mitarbeit seiner Besucher angewiesen sein. "Alles an Material, speziell von älteren Conventions, ist mehr als willkommen, und positive Erinnerungen zu teilen kann nie falsch sein."

Links zum Thema:
http://www.convention-central.de/

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12. Lesezeichen: Das Licht ferner Tage

Mit seinen über achtzig Jahren kann man Arthur C. Clarke getrost als einen Altmeister der Science Fiction bezeichnen. Vor wenigen Wochen erschien nun in Deutschland das Buch "Das Licht ferner Tage", welches er zusammen mit Stephen Baxter verfasste. Der Verlag Heyne selbst bezeichnet dieses Werk als das Gipfeltreffen der zwei großen Science Fiction-Autoren - und so Unrecht haben sie damit wohl auch nicht. Clarkes "2001 – Odyssee im Weltraum" dürfte wohl jedem Genre-Interessierten ein Begriff sein. Von Stephen Baxter erschien noch Ende letzten Jahres das Buch "Titan" bei Heyne, welches mit seinen knapp 900 Seiten Stärke ein wahres Monumentalwerk darstellt. Zudem hat Baxter in der Vergangenheit bereits diverse Preise verliehen bekommen und zählt somit sicherlich zu den bedeutenderen Namen der Science Fiction-Literatur.

"Das Licht ferner Tage" katapultiert den Leser direkt in eine wirklich beeindruckend geschilderte Welt. Hiram Patterson, Boss eines riesigen Unterhaltungskonzerns, stellt seiner Firma eine neue Erfindung vor. Diese soll die Entwicklung der Medienlandschaft und Menschheit ganz entscheidend voranbringen; vor allem aber ihn selbst noch reicher machen.

Mittels künstlicher Wurmlöcher, welche die Forscher Pattersons nutzbar gemacht haben, soll Datenübertragung in Nullzeit möglich gemacht werden. Hiram hat dadurch natürlich einen entscheidenden Vorteil seiner Konkurrenz gegenüber. Doch die Forschung schreitet voran und die Technik wird weiterentwickelt. So ist schließlich selbst Bildübertragung durch die beliebig auf der Erde manifestierbaren Wurmlöcher möglich. Dadurch stehen der totalen Überwachung, der Spionage und dem nackten Voyeurismus nichts mehr im Wege.

Jede Erfindung hat seine guten und schlechten Seiten.
Sehr deutlich zeigt dieser Roman diese unumstößliche Tatsache auf. Natürlich wollen die Erfinder nie, dass ihre Erfindung für negative Zwecke benutzt wird. So hat J. Robert Oppenheimer, Erfinder der Atombombe, in seinen Anhörungen stets betont, dass es ihm nie um Zerstörung ging. Er habe bloß die Mittel geliefert und was die Menschen letztendlich daraus gemacht hätten, hätte er selbst nie beabsichtigt. Folglich muss man also den Erfindern oft Naivität unterstellen.
Schön zeigt das Buch, in oft derber Rücksichtslosigkeit, dass es nun einmal Auswirkungen solcher Erfindungen gibt, mit denen die Menschen dann leben müssen. Ebenso kritisiert es die derzeit auftretende Entwicklung zum "gläsernen Menschen". Besonders aktuell ist das Thema natürlich in den letzten Monaten durch "Big Brother" geworden. Oft fühlt man sich daran erinnert, wenn sich die Menschen ungeniert ihrem Voyeurismus hingeben. Dabei ist jedoch zu bedenken, dass gerade "Big Brother" im Endeffekt nur eine Inszenierung ist und die Geschehnisse im Buch sicherlich noch eine ganz andere Dimension haben, da hier eindeutig das wirkliche Leben bloß gestellt wird. All diese interessanten Gedankengänge werden in dem Buch mit einer solchen Suggestivkraft erzählt, dass man oft einfach nur den Einfallsreichtum des Autorenduos bewundert. Ob das Buch die Chance zu einem Klassiker hat, wird sich wohl im Laufe der Zeit zeigen. Dies ist jedoch kein Grund, es nicht schon jetzt zu genießen.

Buchbestellung bei Amazon:
Arthur C. Clarke & Stephen Baxter: Das Licht ferner Tage
Heyne Verlag / 428 Seiten / 15,90 DM
ISBN 3-453-17803-3

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13. Lesezeichen: Centauri Trilogie (2.2)

Vorsicht: Dieser Artikel enthält Informationen über den Inhalt der Babylon 5-Bücher!

"OUT OF THE DARKNESS" (Aus der Finsternis)

Centauri Prime aus der Finsternis zu führen und die "Herrschaft" der Drakh zu beenden – das sind Virs Ziele im dritten Buch. Und alles geschieht, wie man es in "Tausend Jahre durch die Zeit" gesehen hat.
Unter Premierminister Durla wird ein Überfall nach dem anderen auf hilflose Nachbarwelten gestartet, der Beginn eines Viel-Fronten-Krieges. Man wartet nur darauf, dass die Allianz schützend eingreift – dann können die Centauri endlich auf deren "ungerechtfertigte" Attacken mit Krieg reagieren.
Unterdessen gründet Vir seine "Legions of Fire", eine Organisation des Widerstandes. Seine Gefolgsleute sind überall im Untergrund des Imperiums verteilt und sabotieren die centaurische Kriegsmaschinerie. Nur wenige von ihnen wissen, dass die wahren Feinde nicht Durla und der Imperator sind, sondern die Drakh, die ihre Fäden ziehen. Doch sie glauben an Vir und daran, die Zustände auf Centauri Prime ändern zu können, und zwar zum Besseren.
Auf Minbar erhält David Sheridan an seinem 16. Geburtstag ein Geschenk, dass von Imperator Mollari stammt. Es ist die Urne aus der Folge "Der letzte Blick zurück" und enthält seinen Wächter. In der Nacht "schlüpft" das Wesen und "übernimmt" David. Er flieht vom Planeten nach Centauri Prime. Wie nicht anders erwartet, folgen ihm seine Eltern – und landen auf Centauri Prime im Gefängnis. Der Rest ist bekannt aus "Tausend Jahre durch die Zeit" : Londo trifft im alkoholisierten Zustand eine Vereinbarung mit Sheridan und Delenn – er lässt sie und David gehen, wenn sie versprechen, seinem Volk zu helfen. Doch den Wächter, den David jetzt trägt, kann auch er nicht entfernen.
In Londos letzten Stunden kommt es auf dem Planeten zur Entscheidung, wer Centauri Prime in Zukunft regieren wird. Londo selbst erwartet ruhig sein Schicksal, von dem er weiß, dass er es in den Händen von G’Kar findet.
Virs Legionen holen derweil zum entscheidenden Schlag aus. Sie müssen der Bevölkerung zeigen, welchem Betrug sie unterlegen ist - die Träume vom Wiederaufbau und dem Ruhm von Centauri Prime – alles nur ein Mittel zum Zweck für die Drakh.
Vir weiß, dass er Londo auf den Thron folgen wird, aber auch, dass Shiv’kala noch im Palast lauert. Und von Shiv’kala stammte außerdem David Sheridans Wächter.

Durch "Der Weg ins Licht" wissen wir, dass im Jahre 2281 Vir Imperator und David Sheridan seinen Wächter los ist. Um jedoch alle Hintergründe und Verstrickungen zu erfahren, die dazu führten, sollte man die Bücher einfach lesen.

Auf Peter David, Autor zahlreicher "Star Trek"-Romane und einiger "Babylon 5"-Episoden, kam mit diesen Büchern die große Aufgabe zu, einige Lücken im komplizierten "Babylon 5"-Universum zu stopfen. Der Leitfaden wurde ihm von Joe Straczynski gegeben, der Rest war ihm überlassen. Er hat diese Aufgabe gut bewältigt, obwohl man anmerken muss, dass Peter David manchmal Probleme hat, die Stimmung des "Babylon 5"-Universums einzufangen. Er rutscht ab und zu in den "Star Trek"-Modus. Dies merkt man besonders im dritten Buch beim Familienleben der Sheridans. Für David Sheridan nahm Peter David, wie jemand es einmal treffend ausdrückte, den Wesley Crusher-Standardjugendlichen und gab ihm einen anderen Namen. Es ist nur sehr schwer vorstellbar, dass er der Sohn des Präsidenten der Allianz und eines Mitgliedes der religiösen Kaste ist.
Ein echter Fehler Peter Davids ist ein Widerspruch mit "Tausend Jahre durch die Zeit" – in der Episode wird Delenn zu Sheridan in die Zelle geworfen. Im Buch geschieht es anders herum. Sie haben die Folge doch aber gesehen, Herr David, oder?

Abgesehen von diesen zwei Kritikpunkten ist die Trilogie mehr als lesenswert. Die Charakterisierung von Vir und Londo ist beeindruckend, und die Geschehnisse und Intrigen auf Centauri Prime halten den Leser in Atem. "Tausend Jahre durch die Zeit" wird ein wenig klarer und man kann mit Hoffnung in die imaginäre Zukunft schauen. Mit Vir als Imperator von Centauri Prime – wer hätte das gedacht.

Eine der besten Szenen der Trilogie kommt gleich am Anfang des ersten Buches und sucht ihresgleichen. Das liebevolle Gespräch zwischen Shiv’kala und dem Wächter, den Londo bekommen soll. Dieser ist sozusagen das "Kind" des Drakh. Shiv’kala könnte einem richtig sympathisch sein. Doch das vergeht - schon im nächsten Kapitel.
Ein weiterer Höhepunkt ist, wenn Vir mit drei Technomagiern versucht die Drakh/Schatten-Basis zu zerstören. Man lasse es sich auf der Zunge zergehen – Vir und drei Technomagier gegen Dutzende Drakh auf der Suche nach dem "Aus"-Knopf. Doch diese Szene sollte man wirklich selber lesen.

Es ist aber nicht der Krieg gegen die Drakh oder das Intrigenspiel im Palast, was einem im Gedächtnis bleibt. Noch nicht einmal das Schicksal von David Sheridan, das einen in "Tausend Jahre durch die Zeit" und "Der letzte Blick zurück" noch brennend interessierte. Das Wichtige ist die Entwicklung der Charaktere von Londo und Vir. Das ist es, was hängenbleibt.

Vir, der einsehen muss, dass nur er die Zukunft von Centauri Prime retten kann. Und dass diese Aufgabe ihn Opfer kostet, von denen er früher Alpträume bekommen hätte. Er verliert seine Unschuld: er manipuliert und pokert, er setzt Leben aufs Spiel und beendet auch welche. Am Ende wird er Imperator und befreit sein Volk. Doch der Preis, den er persönlich zahlt, ist hoch.

Londo – "Diplomat, Imperator, Märtyrer und selbst ernannter Narr". Er hat nie wirklich eine Chance. Man wird Zeuge seiner Hilflosigkeit, wie er in vollem Bewußtsein sein Volk in den Untergang führt, mit kaum einer Möglichkeit das Ende abzuwenden. Sein Tagebuch ist das einzige Zeugnis.
Es bleibt Londo nichts anderes übrig, als Vir zu vertrauen, auf dass er das Schicksal von Centauri Prime abwendet. Er selber aber sinkt immer tiefer und der einzige Platz, an dem er Ruhe finden wird, ist sein Grab.

Die Trilogie ist meiner Meinung nach jedem "Babylon 5"-Fan zu empfehlen. Es füllt die Lücken und ist sehr spannend geschrieben. Aber wenn man sich wirklich darauf einlässt, wird danach nichts mehr so sein, wie es war.

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14. JMS: Rising Stars (2.2)

Warnung: In diesem Artikel werden die ersten acht Hefte dieser Comicserie behandelt. Wer nicht gespoilert werden möchte, sollte nicht weiterlesen!

#2 Can’t Touch This

Nachdem im ersten Heft die Entstehung der Specials beschrieben wurde, fängt JMS im zweiten Heft damit an, Schlüsselpersonen vorzustellen.

Die Polizei findet den Körper eines Mannes. Es ist Peter Dawson, einer der 113 Specials. Diese Tatsache erkennt die Polizei an einer Kette mit einem sonnenartigen Zeichen, die jeder der Specials außerhalb von Pederson tragen muss.
Der Polizist ruft eine Telefonnummer an und Doktor Welles wird informiert. Er fängt an, von den Specials zu erzählen, während sich die Polizisten bei ihm zu Hause umsehen. In seiner Wohnung sieht man viele Erinnerungsstücke an die Specials. Damals, als vor Gericht geklärt wurde, wie mit den Specials zu verfahren sei, wurde er als Überwacher und medizinischer Betreuer der Kinder einberufen. Er sollte jedes der Kinder einschätzen und Berichte anfertigen, ob sie eine Gefahr für die Gesellschaft sind, oder nicht.
Welles kann sich an fast jeden Special erinnern, zum Beispiel Lionel Zerb, der Tote sehen kann und mit ihnen spricht, oder Patrick Ferry, der sich fast unsichtbar machen konnte oder Randy Fisk, der als erster ein Kostüm trug und später als Ravenshadow gewisse Menschen in Angst und Schrecken versetzte.
Es gibt noch so viele andere. Von vielen hat man gehört. Viele sind Helden, und manche einfach nur gefährlich.
Peter Dawsons Fähigkeit war, ja er war unverletzlich. Kein Feuer, kein Metal, keine Explosion, nichts konnte ihm etwas anhaben. Doch durch seine Fähigkeit konnte er auch nichts fühlen. Er bekam psychische Probleme, wurde immer dicker, verlor einen Job nach dem anderen. Welles will wissen, wie Dawson gestorben ist, denn einige Wochen zuvor wurde ein anderer Special, Joseph Drake, ermordet.
Der Polizist sagt, dass Dawson in seinem Fernsehsessel eingeschlafen sein muss, und da er nichts fühlen konnte, hat er wohl nicht bemerkt, dass jemand ihn an den Sessel gefesselt hat und ihm eine Plastiktüte über den Kopf gezogen hat. Er ist erstickt und es muss jemand sein, der wusste, wie ein Mann, der unverletzlich ist, getötet werden kann. Welles selbst ist ein Verdächtiger, denn er hatte damals eine Liste verfasst, wie jeder einzelne Special getötet werden kann.
Da Welles weiß, dass die Polizei in so einem Fall nicht wirklich etwas tun kann, zeigt er eine Aufnahme dieser Unterhaltung John. John soll denjenigen finden, der anfängt jeden Special umzubringen und vor allem warum.

#3 Whatever Happend To Lee Jackson?

Auf der Suche nach dem Mörder besucht John Randy Fisk, auch bekannt als Ravenshadow. Die beiden überlegen, wann das Ganze angefangen hat. John ist sicher, alles begann mit dem Tod von Lee Jackson.
Nachdem Lee mit seinen Eltern geflohen war, er hatte den Mann im Camping Dorf in Flammen aufgehen lassen, passiert das Gleiche mit seinen Eltern. Lee hat einen Albtraum, das Motelzimmer steht in Flammen und er ist auf einmal allein. Er lebt auf der Straße, von Diebstahl und wird langsam aber sicher ein Monster.
Doch als er genug hat und einer älteren Dame hilft, die ihn dann bei sich aufnimmt, scheint für Lee sich das Leben zu ändern. Doch Eleanor, so der Name der Frau, wird überfallen und getötet. Nun entlädt sich bei Lee seine gesamte Wut und Flammen säumen seinen Weg. Auf der Suche nach dem Täter können ihn nicht einmal die Kugeln der Polizei stoppen. Er findet den Verbrecher und röstet ihn, und beinahe auch ein Kind, das in der Nähe war. Lee sieht ein, dass sein Leben niemals "normal" sein kann und in einer Explosion die ein ganzes Haus zum Einsturz bringt, nimmt er sein eigenes Leben.
Als Lee Jackson starb bemerkte Randy jedoch eine Veränderung. Er war stärker geworden und sein Fähigkeiten waren verbessert worden. Die Energie, die von Lee freigesetzt wurde als er starb, wurde auf alle anderen Specials verteilt.
John fragt sich, wer das noch alles weiß. Der Mörder sicherlich.

Das vierte Heft "Masques" bringt die Suche nach dem Mörder nicht weiter, ist aber ein Heft, was sich ausschließlich mit weiteren Specials befasst. Die Erzählerin ist Cathy. Sie ist mit den Specials aufgewachsen, aber man hat bei ihr nie eine besondere Fähigkeit feststellen können. Einem Kollegen zeigt sie ein Fotoalbum aus Pederson. Wir lernen unter anderem Matthew Bright ein wenig näher kennen. Sein Vater war Polizist und auch Matt wollte ein Ordnungshüter werden. Doch war es damals so, dass keine Specials solche Posten übernehmen durften. Matt floh aus Pederson und tauchte unter. Er besorgte sich eine gefälschte Identität und wurde ein Polizist in New York. Doch bei einem Einsatz musste er seine Fähigkeiten einsetzen um Menschen zu retten. Matthew ist einer der stärksten Specials und kann sehr gut fliegen. Der Bürgermeister von New York gab ihm einen Sonderstatus und so konnte Matthew bei der Polizei bleiben.
Ein anderer Held von dem Sie erzählt ist Flagg. Hinter diesem Namen verbirgt sich Jason Miller. Auch er ist eine Art Supermann, nur dass er für eine private Firma, Nexuscorp, arbeitet. Er ist sozusagen das Firmensymbol. Ein anderer Special, der auch wichtig für die Geschichte ist, heißt Joshua Kane. Sein Vater war und ist sehr religiös und so ist Joshua ein rechter Fanatiker, wenn es um Gott geht. Aber er hat ein dunkles Geheimnis, auf das zwar auch im nächsten Heft ein wenig mehr eingegangen wird, aber nicht wirklich richtig. Jedenfalls hilft Joshua seinem Vater in der Kirche, als lebendes, religiöses Symbol sozusagen. Er schwebt über dem Altar, wie ein Engel. Doch irgendwie ist an ihm wenig Engelhaftes.

Am Ende von "Masques" kennt man nun einige Specials, gute, böse und einige geheimnisvolle. Im fünften Heft "The World Between" wird nun endlich enthüllt, wer der Special ist, der angefangen hat, die schwächsten Specials umzubringen.
John besucht Lionel Zerb und Clarence Mack. Lionel redet, wie schon erwähnt, lieber mit Toten, als mit Menschen und Clarence Mack kann in anderer Leute Träume eindringen.
So erfahren wir noch einiges über John selbst, und wir bekommen einen Blick auf seine Macht... mit der er machtvoller ist als alle anderen Specials. Dennoch ist ein anderer bestrebt, auch machtvoller zu werden als alles anderen. Wer das ist, nun... das will ich hier nicht verraten.

In Heft fünf bis acht erwartet uns ein Dreiteiler, der es in sich hat. JMS liefert mit "Things Fall Apart" action pur. John versucht den Mörder zu stellen, doch der weiß Bescheid und beginnt andere Specials, vor allem die Bösen unter ihnen, auf seine Seite zu ziehen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, den John verliert. Die Regierung auf der Seite des Mörders fängt an, alle Specials einzusperren. Wer sich wehrt, wird getötet. Auch Doc Welles wird festgenommen und man verlangt die Liste, wie man jeden Special ausschalten kann. Natürlich weigert sich der Doktor. Doch viel nützt das nicht. Durch den Tod von mindestens 50 Specials verschiebt sich die Macht unter ihnen gewaltig. Am Ende eskaliert der Kampf von Gut und Böse und alles, was John tun kann, ist mit einigen Überlebenden zu fliehen.
Das Ende von "Things Fall Apart" macht natürlich Lust auf mehr und so warte ich gespannt auf den nächsten Teil.

In "Rising Stars" werden einige Details aus anderen Geschichten des Genres verwendet und in eine neue Form gegossen. So erinnert uns der Junge, der Tote sehen kann an "Sixth Sense" oder das Konzept mit der Energieverteilung lief uns in "Highlander" auch schon über den Weg. Doch eines muss man JMS zu Gute halten: der Mann kann Geschichten erzählen.
Und die Geschichte bleibt immer spannend, voller unerwarteter Wendungen und Abgründe.
Bei "Rising Stars" konnte sich JMS richtig austoben. Denn eines ist sicher: in der Welt der Comics ist alles möglich.

Links zum Thema:
http://www.topcow.com/

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15. Die Neuverfilmung der "Zeitmaschine"

Im lezten Jahr gab es bereits Berichte über das von Warner/Dreamworks geplante Remake des SF-Klassikers "Die Zeitmaschine" nach dem Roman von H.G. Wells.
Steven Spielberg, der zunächst im Gespräch für den Regiestuhl gewesen war, gab diesen Gedanken aber kurze Zeit später wieder auf. Als nächster Kandidat trat Brad Silberling ("Stadt der Engel") auf den Plan. Der aber wandte sich vorrangigen eigenen Projekten zu und bereitete so den Weg für Simon Wells, der Regie bei "Balto" und "Der Prinz von Ägypten" geführt hatte.

Außerdem hatte Simon Wells eine ganz besondere Beziehung zur klassischen Romanvorlage, ist er doch der Urgroßenkel des berühmten Autors H.G. Wells selbst.
Vielleicht vermutete man, dass schon diese familiäre Verbindung für eine gute Presse sorgen würde, obwohl Simon Wells erst 15 Jahre nach dem Tode von H.G. geboren wurde und den Schöpfer des ‚Urvaters aller Zeitreisegeschichten‘ nie zu Gesicht bekam.
Er selbst sah es aber nach eigenen Worten als Motivation für seine Arbeit an, dieses Projekt in die Familie zurückzuholen, nachdem die Filmrechte zur Romanvorlage jahrelang in den Händen Anderer gelegen hatten.
Nach Meldungen vom 16. Mai soll Wells das Set leider aus gesundheitlichen Gründen wieder verlassen haben. Gore Verbinski ("Der Mexikaner", "Mäusejagd") wird seine Arbeit fortsetzen. Der Film soll wie geplant im Dezember 2001 in die Kinos kommen.

Das Drehbuch für das Remake von "Die Zeitmaschine" lieferte John Logan, der sein Können schon für "Gladiator" unter Beweis stellte und auch für "Star Trek X" unter Vertrag steht. Das Skript soll sich laut Film Force aber mehr an die 1960er Kinoversion von George Pal anlehnen als an die Romanvorlage. Dieser Film ist sicher als Klassiker in eigener Sache anzusehen, nimmt er es mit Wells‘ Roman auch nicht ganz so genau.
Logans Buch driftet anscheinend noch weiter vom großen Vorbild ab. Schauplätze wurden geändert, Charaktere hinzugefügt oder einfach weggelassen und dem heutigen, und vor allem amerikanischen, Publikumsgeschmack angepasst.

Der Beginn der Handlung wurde von London in das New York des Jahres 1895 verlegt. Hauptakteur ist Dr. Alexander Hartdegen (Guy Pearce), ein College-Professor für angewandte Mathematik und Erfinder an der Columbia Universität.
Der jungenhafte Alex ist bei seinen Studenten und seinem Kollegen Dr. Philby (Mark Addy) wegen seiner unkonventionellen Art sehr beliebt. Seine Theorien stoßen jedoch bei Dekan Fulton (Jeremy Irons) auf Ablehnung, der ihn wegen der Abweichung vom konservativen Unterricht mit den Worten tadelt: "An Columbia würden wissenschaftliche Fakten gelehrt, und nicht Phantasie".

Eine persönliche Tragödie, nämlich der schmerzliche Verlust seiner großen Liebe, sind Hartdegens Antrieb dafür, eine Zeitmaschine zu bauen, mit der er die Vergangenheit verändern will.
Dieser Plot steht in starkem Gegensatz zum Zeitreisenden in Wells‘ Roman und der Filmversion von 1960, dessen Motivation eher in seiner pionierhaften Neugier, dem Glauben an Utopia und dem Wunsch liegt, seinem kriegsgebeutelten Jahrhundert zu entfliehen.

Das Vorhaben Hartdegens, den Tod seiner Geliebten zu verhindern, scheitert aber und er beginnt eine Reise in die Zukunft, wo er zuerst im Jahre 2005 Halt macht.
Verblüfft erfährt er dort, dass die Menschheit dabei ist, den Mond über einen Terraformingprozess bis zum Jahre 2007 bewohnbar zu machen. Im Jahre 2007 angekommen, stellt Hartdegen fest, dass diese Bestrebungen eine schwere Katastrophe ausgelöst haben.

Trümmerstücke des Mondes regnen auf Manhattan nieder und Gravitationsstörungen lösen Flutwellen aus. Panisch flüchten die Menschen in die U-Bahn Schächte, um der Gefahr zu entrinnen. Mit Hilfe seiner Zeitmaschine entkommt Alex ins Jahr 802701, wo er auf die Welt der friedlichen Eloi und der monströsen Morlocks stößt.

Wells beschreibt die Eloi in seinem Buch als kindlich verspielte, oberflächliche und körperlich kleine Rasse, bei der niemand älter als 30 Jahre zu sein scheint. Sie leben in einer künstlichen Welt ohne eine Form von Gesellschaftsordnung. Auch plappern diese Zukunftsmenschen in einer dem Zeitreisenden unverständlichen neuen Sprache und er ist gezwungen, sich mit Zeichensprache zu verständigen.

Die Eloi in Logans Skript sprechen auch nach über 800.000 Jahren noch einwandfreies Englisch und haben eine Klassengesellschaft mit Planern, Konstrukteuren, Kletterern und Schlammträgern (der untersten Klasse).
Der Charakter der Weena wurde von Logan vollständig entfernt. Den weiblichen Part übernimmt stattdessen die verwitwete Mara (Samantha Mumba), die Alex zusammen mit ihrem frühreifen Sohn Kalen (Omero Mumba) in die Lebensweise ihres Volkes einführt. Die Tatsache, dass es sich bei ihm um einen Reisenden aus der Vergangenheit handelt, nehmen sie, anders als die unbedarften Blondschöpfe aus der George Pal Verfilmung, zwar zur Kenntnis, aber es erstaunt sie nicht besonders.

Der Auftritt der Morlocks wird von Filmforce treffend mit einer Szene aus "Planet der Affen" verglichen, als die Morlocks auf dem Rücken mutierter Pferde reitend, mit großen Netzen auf Eloi-Jagd gehen. Auch Mara wird von ihnen gefangen genommen. Die in ihr Schicksal ergebenen Stammesgenossen sehen dem tatenlos mit den Worten zu: "Sie ist nun an einem besseren Ort".
Doch wie inzwischen bekanntgegeben wurde, sind alle Mara-Szenen neu gedreht worden. Dies lässt auf Änderungen im ursprünglichen Skript hoffen.

Mit Hilfe von Kalen will Alex nun das unterirdische Lager der Morlocks aufspüren, um seine neugefundene Liebe zu retten. Auf diesem Weg begegnet er Vox, einem aus vergangenen Tagen übriggebliebenen , biomechanischen Androiden. Während alle gemeinsam in das ehemalige New Yorker U-Bahnsystem hinabsteigen, erfährt Alex durch ihn, was aus der Menschheit geworden, und wie es damals zu der Spaltung in Eloi und Morlocks kam.

Der neu eingeführte Charakter des Vox ist scheinbar von Logan ersonnen worden, um dem Zuschauer die geschichtliche Entwicklung der Menschheit nahezubringen. Dies soll vor allen Dingen auch durch Gespräche von Vox mit einem weiteren neuen Charakter, dem sogenannten ‚Overlord‘, passieren. Der Overlord ist ein Wesen mit Beobachterstatus, dessen Herkunft nicht weiter erläutert wird. Laut Filmforce ist weiterhin zu befürchten, dass Vox ein Comedy-Part wird, der sich überwiegend in anachronistischen und albernen Wortspielen ergeht. Hoffentlich ist dies nicht die Geburtsstunde eines neuen Jar Jar Binks.

Sollten nicht noch einschneidende Änderungen am Skript vorgenommen werden, wird es wohl wieder keine wirkliche Verfilmung des Bestsellers geben. Ein Tipp: Wer zufällig im Keller über eine funktionierende Zeitmaschine verfügt, kann in der Zukunft unsere Rezensierung des Filmes lesen. Alle anderen werden leider noch eine Weile warten müssen.

Links zum Thema:
http://filmforce.ign.com/articles/36001p1.html

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16. Wissenschaft: Falten und Löcher im Universum

Einstein hat es einmal als seinen größten Fehler bezeichnet in seiner Formel zur Beschreibung des Raumzeitkontinuums eine Konstante eingeführt zu haben, die dafür sorgen sollte, dass der Raum nicht gekrümmt ist. Heute ist man sich in dieser Hinsicht nicht mehr so sicher, denn es fehlt eine Menge Materie, die nötig wäre, um zu erklären, warum sich unser Universum nicht viel schneller ausdehnt.
Als Kandidaten für diese Materie wird alles Mögliche herangezogen, von braunen Zwergen - das sind kalte Sterne - über Neutrinos mit Masse, bis hin zu exotischen Energie- und Materieformen. Abgesehen davon ist es ohnehin schon schwierig genug, sich vorzustellen, wie der alles ausfüllende Raum auch noch gekrümmt sein kann.

Kaum ein Mensch kann sich das vierdimensionale Raumzeitkontinuum vorstellen in dem wir leben, geschweige denn noch höherdimensionale Gebilde, mit denen uns einige Theorien konfrontieren. Der Mathematik und Physik hingegen ist es ganz gleich in wie vielen Dimensionen sie berechnet wird.
Deshalb muss man erst einmal einen Weg finden, der es uns ermöglicht, uns das vorzustellen, wovon wir reden. Einsteins Gummituch ist so ein Modell, bei dem er die vier Dimensionen der Raumzeit auf zwei reduzierte. Jetzt können wir uns ansehen, was eine Masse mit dem Raum anstellt und wie sie ihn verzerrt. Ganz genauso funktioniert auch das Bild vom Luftballon, das gern benutzt wird, wenn es um die Ausbreitung des Universums geht - für das Platzen des Luftballons hat man glücklicherweise noch kein Äquivalent gefunden.

Wo ich gerade beim Luftballon bin, will ich einen kurzen Abstecher in die Anfänge des Universums machen. Hier stellt sich nämlich die Frage, warum winzige Schwankungen - sogenannte Quantenfluktuationen - in der Anfangsphase des Universums sich soweit ausdehnen konnten, dass sie heute die größten bekannten Strukturen im Universum bestimmen.

Manche Wissenschaftler gehen davon aus, dass eine kosmische Inflation dafür verantwortlich zu machen ist, während der sich das Universum mit unglaublicher Geschwindigkeit ausgedehnte, neueste Messungen der Kosmischen Hintergrundstrahlung scheinen diese Annahmen zu bestätigen.
Dabei tritt allerdings ein Problem auf: insgesamt ist das bekannte Universum so homogen, dass die Astrophysiker sich nicht vorstellen können, wie es zu erklären ist, dass sich die Bestandteile schneller ausdehnten als das Licht und damit keine Wechselwirkungen zwischen ihnen vermitteln können.

Es gibt allerdings eine sehr interessante Lösung zu diesem Problem, wenn wir wieder mit unserem schlappen Luftballon beginnen und ihn Aufblasen. Wenn sich sein Radius mit Lichtgeschwindigkeit vergrößert, wächst sein Umfang mit etwa sechsfacher Lichtgeschwindigkeit, genauer gesagt 2*Pi*Radius.
Das steht aber nicht im Widerspruch zu Einsteins Theorie, weil keine Information zwischen den Teilbereichen übertragen wird. Trotzdem werden die anfänglichen Unregelmäßigkeiten dominant und es gelten überall dieselben Anfangsbedingungen. Es bleibt allerdings die Frage offen, ob man im Inneren des Hyperballons überhaupt so etwas wie Lichtgeschwindigkeit oder gar Entfernung bestimmen kann.
Leider wird hier und da von exponentiellem Wachstum des Universums ausgegangen, während mein Modell gerade mal linear ist. Aber in höheren Dimensionen sieht das auch schon wieder ganz anders aus, nicht aber exponentiell.

Erklärt das auch, warum unser bekanntes Universum nur aus Materie besteht und sich Materie und Antimaterie nicht sofort wieder zu Energie zerstrahlt haben?
Nein, leider nicht. Entweder liegt hier wirklich eine Asymmetrie zwischen den Erscheinungsformen vor, das heißt abgesehen von der Ladung sind Materie und Antimaterie eben nicht völlig gleich, oder anfänglich lokale Ansammlungen von Materie und Antimaterie wurden während der Inflation getrennt, so dass sie sich nicht gegenseitig zerstrahlen konnten.
Letzteres würde bedeuten, dass es irgendwo da draußen genauso viel Antimaterie gibt, wie wir Materie haben. Doch bisher konnte das nicht nachgewiesen werden.

Nun ist es mit dem Luftballon allein nicht getan, denn wir wissen, dass auch Materie in der Lage ist den Raum zu krümmen. Im Fall der schwarzen Löcher sogar so stark, dass nicht einmal Licht in der Lage ist, aus diesem Trichter zu entkommen. Und vom Schwarzen Loch ist es nur noch ein kleiner Schritt zu Wurmlöchern, die verschiedene Teile des Universums miteinander verbinden, wobei das selbstverständlich nicht immer die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist.
Allerdings ist bestimmt nicht jedes Schwarze Loch auch ein Wurmloch, denn das Schwarze Loch hat immer noch einen Kern, auf den alle Materie stürzt, die sich ihm nähert. Sollte sich der Trichter irgendwo wieder einem Raumabschnitt nähern kann es eventuell zu einer Verschmelzung kommen. Die Menge an Materie, die hier plötzlich auftaucht sollte allerdings sehr auffällig sein, so dass die Möglichkeit besteht ein solches Weißes Loch tatsächlich zu entdecken. Auf der anderen Seite kann das Loch durch die Materie aber auch schnell wieder verstopft werden.

Zu allem Überfluss muss unser Universum nicht das einzige sein, dass nach seiner Entstehung einen relativ stabilen Zustand erreicht hat. Auch zwischen diesen Paralleluniversen und unserem können Verbindungen aus Wurmlöchern bestehen. Wie stabil diese alternativen Universen sind, und ob dort eine Physik herrscht, die mit der unserer vergleichbar ist, kann man noch nicht sagen.

Besonders interessant sind Wurmlöcher immer dann, wenn sie eine Abkürzung zwischen zwei Raumteilen darstellen. In diesem Fall müsste es eine Falte im Raumzeitkontinuum geben, an der sich verschiedene Lagen des Universums überlappen. Bisher sind solche Regionen leider noch nicht gefunden worden.

Ist es überhaupt möglich, festzustellen ob der Raum gekrümmt ist? Das ist tatsächlich ganz leicht, wir müssen nur ein Dreieck ausmessen, das genügend groß ist.
In der Schule lernt man, dass jedes Dreieck Winkel einschließt, deren Summe immer 180° beträgt. Das gilt aber nur in einer Ebene. Legen wir unser Dreieck auf einen Ball stellen wir fest, dass die Summe größer wird. Das nennt man dann ein positive Krümmung. Bei einem negativ gekrümmten Raum müssen wir erwarten, dass sich die Winkelsumme verringert.
Wenn man nun ein paar Satelliten im Weltraum positioniert, die ein gleichseitiges Dreieck bilden müsste sich feststellen lassen, ob der Raum gekrümmt ist. Allerdings stören die Sonne und die Planeten, die ebenfalls den Raum krümmen. Bei bekannten Objekten sollte es allerdings kein Problem sein, die erwarteten Störungen herauszurechnen, um so festzustellen, wie Einsteins Konstante in unserer Umgebung wirklich aussieht.

Die Krümmung das Raumes ist auch eine der wenigen Möglichkeiten, die sich anbieten, um die unvorstellbaren Distanzen zwischen den Sternen in vertretbaren Zeiten zu überbrücken. Hier ist noch Forschungsarbeit zu leisten, denn mit heute bekannten Energiequellen und noch nicht einmal mit Materie-Antimaterie-Reaktionen wird man in der Lage sein, den Raum zu krümmen.
Alles in allem handelt es sich bei unserem Universum also um einen ziemlich verschrumpelten Luftballon, hoffen wir einfach, dass die Luft nicht irgendwann ganz raus ist, denn ein solches Modell hat noch kein Wissenschaftler in Betracht gezogen.

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17. Subspace Link

Star Wars: McGregor über Episode II.
Ewan McGregor kommentierte am Rande des Filmfestivals in Cannes die Arbeiten für "Star Wars: Episode II": Seiner Ansicht nach könne der Film besser als sein Vorgänger werden, denn er empfinde das Drehbuch für den zweiten Teil als "viel besser".

Trotz alledem sei er nicht wirklich enttäuscht über das Abschneiden von "Episode I", das nach seinem Erscheinen von zahlreichen Kritikern zu negativ bewertet wurde. "Es hätte natürlich viel besser werden können", und streckenweise seien ihm die Dreharbeiten "langweilig" vorgekommen.

Star Wars: Episode III schon in den Startlöchern.
Während "Star Wars: Episode II" sich noch in der umfangreichen Nachbearbeitung befindet (ein erster Rohschnitt ist bereits für Juni geplant), hat George Lucas bereits den nächsten Teil im Visier: "George beginnt, über 'Episode III' nachzudenken", eröffnete der Produzent Rick McCallum der offiziellen "Star Wars"-Webseite. "Wir hoffen darauf, im September mit den Konzeptarbeiten und den Animatics für einige der größeren Sequenzen in 'Episode III' zu beginnen. Wir werden versuchen, die Kostüme bis zum Dezember 2002 festlegen zu können, so dass wir es dem Kleidungsstab leichter machen können, die Kostüme in Sydney für den Januar 2003 zu erstellen."

Akte X: Neunte Staffel ohne Carter?
Dass "Akte X" in eine neunte Season gehen wird, scheint derzeit klar, unklar ist derweil, welche Rolle Chris Carter dabei spielen wird. Laut "Variety" soll die Serie allerdings unter der Führung von Frank Spotnitz und Vince Gilligan (bisher Produzenten) weiterlaufen, sollte Carter sich gegen eine weitere Zusammenarbeit entscheiden. David Duchovny wird in der neunten Staffel überhaupt nicht mehr dabei sein - lediglich für gelegentliche Kurzauftritte, sogenannte 'Cameos', stehe er zur Verfügung berichtet "Reuters".

Akte X: Anderson nicht begeistert.
Gillian Anderson (Akte X: Scully) erzählte der New York Times, dass sie nicht gerade begeistert über die Vorstellung ist, für eine neunte Staffel der Serie zurückzukehren, wie es ihr Vertrag verlangt. "Für eine Menge Leute gilt, wenn man seinen Job nicht mag, dann kann man seinen Job auch nicht zu Ende führen. Ich habe nicht notwendigerweise die Möglichkeit."

Anderson fügte hinzu, "Acht Jahre sind eine lange Zeit." Das Staffelfinale "Existence", das am 20. Mai in den USA ausgestrahlt wurde, drehte sich vor allem um Andersons Charakter, Special Agent Dana Scully, und um ihre mysteriöse Schwangerschaft. "Es gab eine Menge Verwicklungen und Wendungen, die das Publikum mit uns durchmachen musste", sagte sie. "Und hier, am Ende, ist es schon interessant zu sehen, was mit Scully und diesem vollem Bauch von ihr geschieht."

The Lone Gunmen: Serie abgesetzt.
In den letzten Tagen veröffentlichten die amerikanischen Fernseh-Netzwerke ihre Sendepläne für den kommenden Herbst. Demnach wurde von FOX die erst in diesem Frühjahr angelaufene Serie "The Lone Gunmen" abgesetzt. Dies könnte nun das entgültige Aus der Serie bedeuten.

B5 Legend of the Rangers: Neue Infos.
Laut "SF-Wire" werden im neuen Babylon 5 Film, dessen Dreharbeiten am 14. Mai begannen, folgende Schauspieler zu sehen sein: Dylan Neal wird den Hauptcharakter namens David Martel spielen, Alex Zahara, bekannt aus "Dark Angel" wird die Rolle von Dulann, einem Minbari, spielen , Myriam Sirois als Sarah Cantrell, Dean Marshall wird als Covert Intelligence Spion Malcom Bridges zu sehen sein, Warren T. Takeuchi als Kitaro Sasaki, Jennie Rebecca Hogan wird hinter der Maske der Narn Na'Feel stecken, David Storch als Minbari Tafeek, Enid-Raye Adams ebenfalls als Minbari Firell und Gus Lynch, der den Drazi Tirk spielen wird, sowie Mackenzie Gray und Andreas Katsulas (alias "G'Kar").

Für Special Effects wird "Gajdecki Visual Effects" zuständig sein. Die kanadische Firma war bereits für Serien wie "Stargate SG-1", "TekWar" und "Total Recall 2070" tätig und gewann unter anderem bereits einen Emmy Award.

Link zum Thema:
http://www.b5lr.com/

B5 Legend of the Rangers: Captain trägt Fan Namen!
"Bart Gregg" wird der Name eines Raumschiff-Captains in dem kommenden "Babylon 5"-TV-Film "The Legend of the Rangers" sein. Bart Gregg ist gleichzeitig ein B5-Fan aus Washington, der bei einem Gewinnspiel des SciFi Channels gewonnen hat. An diesem Gewinnspiel haben über 15.500 Fans teilgenommen.

Mission Erde: Ohne Leeshock und Parker?
Es scheint, als würden Robert Leeshock (Liam Kincaid) und Leni Parker (Da'an) für die fünfte Staffel nicht zu Mission Erde zurückkehren.

In einer kurzen Message an ihren Fanclub berichtete Melinda Deines (J Street), dass sie sehr überrascht war, dass Robert Leeshock und Leni Parker nicht mehr als Hauptdarsteller bei Mission Erde dabei sind.

Doch nachdem sie die ersten Drehbücher der fünften Staffel gelesen hat, ist sie sicher, die Fans werden angenehm überrascht werden. Sie sagte weiterhin, sie fände es schade jetzt nicht mehr soviel mit Robert Leeshock zusammenarbeiten zu können, aber sie verstände das Bedürfnis zur Veränderung in der Serie und auch für die Schauspieler selbst.

V: Neue Serie?
Wer kennt sie nicht, die alte Alien-Invasions-TV-Serie "V - Die außerirdischen Besucher kommen" aus den 80ern? Gibt es dazu bald eine Fortsetzung?

Der Serienerfinder Kenneth Johnson meinte gegenüber dem britischen Magazin "SFX", er habe mit Mitarbeitern bei Warner gesprochen und er habe eine Möglichkeit gefunden, eine "zweite Generation" zu realisieren. Laut Johnson könne man sich eine Fortsetzung vorstellen, in der Feinde der Aliens aus der Serie eine Rolle spielen, diese könnten der Widerstandsgruppe helfen, die von Faye Grant und Marc Singer geführt wird. Allerdings sei fraglich, ob die fremden Aliens nicht ähnliche Pläne hätten, wie die, die bereits die Erde besetzt halten. Ob und wann die Serie ins TV kommen wird, ist allerdings noch völlig unklar.

Roswell: Fans danken UPN!
Die amerikanischen Fans der Serie "Roswell" haben eine spezielle Aktion ins Leben gerufen, um dem Network UPN für die Rettung der Serie zu danken. Geplant ist laut "SF-Wire" das Sammeln von Spenden für eine Krebs-Organisation. Die Fans wollen bis zum 1. Juni Geld zusammentragen und die Gesamtsumme im Namen UPNs spenden.

Nachdem es lange etwas ungewiss bezüglich einer dritten Staffel von "Roswell" aussah, hatte der amerikanische Sender UPN Mitte Mai einen Vertrag über eine weitere Staffel der Serie abgeschlossen und damit "Roswell" dem WB Network weggeschnappt.

MechWarrior: Jetzt auch als TV-Serie.
Foundation Imaging haben zusammen mit Tribune Entertainment, Microsoft und der Fasa Corporation einen Vertrag angekündigt, um eine einstündige Actionserie zu entwickeln und zu produzieren, die auf dem riesigen und erfolgreichen "MechWarrior"-Universum basiert. Auch als "Battletech" bekannt wurde dieses Universum in seiner fünfzehnjährigen Geschichte bereits für viele Medien adaptiert: Videospiele, Brettspiele, Romane usw. "MechWarrior" ist ebenfalls der Urvater vieler Rollenspiele. Dorothy (D.C.) Fontana, eine der respektiertesten Sciencefiction-Autoren, die auch schon für "Star Trek", "Star Trek: The Next Generation" und "Babylon 5" gearbeitet hat, wird an dieser Serie mitwirken. "Da Dorothy sich verpflichtet hat, wird die Serie großartige Charaktere, Romanzen, politische Intrigen und viel Action haben. Es ist Romeo und Julia im Weltall," kommentierte Paul Bryans von Foundation, einer der Ausführenden Produzenten der Serie.

Die "MechWarrior"-Fernsehsaga erzählt die Geschichte zweier intergalaktischer Prinzen, die dazu gezwungen sind, zusammenzuarbeiten, um verbannte Plünderer vom Rande der Galaxie zurückzuschlagen.

Buffy: Whedon plant Musical-Folge.
Joss Whedon, Produzent der Serie "Buffy: Im Bann der Dämonen" plant, eine Folge der ersten Staffel auf dem UPN-Network als Musical zu gestalten.

Der "LA Times" gegenüber sagte er: "Ich frage mich nicht: 'Wie kann ich die Leute schockieren?' oder 'Wie kann ich unkonventionell sein?' Ich denke darüber nach, was ich noch nicht getan habe. In diesem Fall wird es ein klassisches altes Musical sein, wo die Lieder dabei helfen, die Handlung zu erzählen. Und die Leute singen Dinge, die sie nicht sagen würden."

Buffy: Trickserie wird sehr züchtig.
Joss Whedon hat in einem Interview gesagt, man dürfe in der kommenden Trickserie keine verzwickten sexuellen Verwicklungen erwarten. Die Serie werde eine Kinderserie und daher werde man eine 16jährige Buffy sehen, die für einen guten Vampir ("Angel") schwärmt - mehr aber auch nicht. Interessant: Die Trickserie werde zwar handlungsmäßig im zweiten Jahr der Originalserie spielen, aber Buffys kleine Schwester Dawn wird dort "wahrscheinlich" bereits zu sehen sein.

Buffy: Comics vor dem Aus.
Joachim Kaps von Carlsen Comics hat jetzt erstmalig bestätigt, dass das Gerücht einer etwaigen Einstellung der Comic-Serien "Buffy" und "Angel" der Wahrheit entspricht.

Im Forum des Verlages machte er allerdings keine genaue Angaben, wann die Serien zum Ende gebracht werden, stellte jedoch in Aussicht, dass ein anderer deutscher Verlag, welcher ebenfalls US-Comics verlegt, Interesse an einer Weiterführung gezeigt habe. Laut "Hit Comics" endet die Serie "Buffy" mit der Nr. 30, "Angel" mit der Nr. 8.

The Matrix: Reloaded!
Der zweite "Matrix"-Streifen wird unter dem Titel "The Matrix: Reloaded" in die US-Kinos kommen, berichtet der "Hollywood Reporter". Gerüchtweise hieß es früher, der Film würde den Titel "The Matrix 2.0" tragen.

Mit Keanu Reeves, Laurence Fishburne, Carrie-Anne Moss und Hugo Weaving sind alle Hauptdarsteller aus dem Kinohit "The Matrix" aus dem Jahre 1999 wieder mit dabei. Gedreht wird an den beiden Filmen 2 und 3 bereits seit dem 26. März 2001.

A.I.: Neuigkeiten von Spielberg.
Star-Regisseur Steven Spielberg hat der "LA Times" einige interessante Details seines kommenden Sciencefiction-Films "A.I." verraten. Demnach gehe es in dem Film um eine Welt, die zwischen Robotern ("mecha") und organischen ("orga") Lebewesen wie z.B. Menschen aufgeteilt ist. Letztere behandeln die Mechas wie Sklaven. Obwohl der Trailer die Bezüge zu "Pinnocchio" nahe legt, meint Spielberg: "Pinnocchio ist ein Katalyt für den Anfang einer Odyssee, eine Reise in die Zukunft. Aber es ist nicht der Film."

Der Androidenjunge (Haley Joel Osment) trifft einen anderen "Mecha", Joe Gigolo (Jude Law). Dieser ist ein "Liebes-Mecha", wie Law der Zeitung erzählte: "Er ist ein Gigolo. Er hat mehrere Kunden, mit einigen redet er nur, andere massiert er. Bei einigen geht er vermutlich ein wenig weiter. Sie können die Art und Weise verändern, mit denen er sie verführt." Law fügte hinzu, dass sein Charakter in dem Film tanzt und singt - "als Teil der Unterhaltung. Er ist ein Mecha mit vollem Service."

"A.I." basiert auf der Kurzgeschichte "Super Toys Last All Summer Long!" von Brian Aldiss und einem Treatment, der von niemandem geringerem als Stanley Kubrick stammt.

Neue Szenen aus "A.I." können jetzt im Internet angeschaut werden. Sie stammen aus zwei TV-Spots zum Film.

Links zum Thema:
http://homepage.mac.com/pvad/.Movies/ai320tv1.mov
http://homepage.mac.com/evanchan/.Movies/ai320tv2.mov

Men in Black 2: Doch mit Tommy Lee Jones!
Tommy Lee Jones wird nun doch in "Men in Black 2" zu sehen sein. Gegenüber der "New York Post" meinte er, die Gerüchte um seinen Gagenwunsch seien pure Spekulationen, an denen nichts dran wäre.

Signs: Gibson in nächstem Shyamalan-Film?
Der Darsteller Mel Gibson ("Mad Max") wird möglicherweise der Hauptdarsteller im nächsten Film des Hollywood-Wunderkindes M. Night Shyamalan.

Letzten Monat hat der Regisseur und Drehbuchautor der Produktionsfirma Disney das Drehbuch für seinen nächsten Film übergeben, der den Titel "Signs" tragen wird. Obwohl noch keine Details der Story bekannt sind, soll er von seltsamen Kornkreisen im US-Bundesstaat Pennsylvania handeln.

Der Drehbeginn ist im Herbst, und wahrscheinlich wird Shyamalan auch dieses Mal wieder selbst Regie führen. Es bleibt nun abzuwarten, ob Gibson das Rollenangebot annimmt.

Megalopolis: Science Fiction von Coppola.
"Megalopolis" heißt der SF-Film, den Francis Ford Coppola im Herbst in New York drehen wird. Die Story dreht sich laut "Dark Horizons" um einen Mann, der die "Stadt der Zukunft" bauen will, ein "Utopia". Coppola hat auf dem Cannes Filmfestival in einem Interview gemeint, "Megalopolis" werde eine Mischung aus New York und dem antiken Rom, George Lucas werde die F/X für den Film beitragen. In die US-Kinos soll der Film noch 2002 kommen.

Resident Evil: Schon jetzt Fortsetzung geplant!
Regisseur Paul Anderson hat in einem Interview gesagt, dass die Verfilmung des Games "Resident Evil" kein Splatter-Film werden soll, man wolle schließlich ein jüngeres Publikum damit erreichen. Schon jetzt gibt es einen Titel für eine Fortsetzung: "Resident Evil: Apocalypse". Der Film wird allerdings nur gedreht, wenn der erste Streifen an den Kinokassen punktet, berichtet "Dark Horizons".

Minority Report: Mit vielen bekannten Gesichtern.
Bewegung kommt in das SF-Projekt "Minority Report" von Steven Spielberg. Laut "Variety" wurden nach Tom Cruise, der angeblich mit einer Glatze zu sehen sein wird, Colin Farrell und Steve Harris nun folgende weitere Darsteller für den Film engagiert: Klea Scott ("Millennium"), Kathryn Morris, Daniel London, Neal McDonough, Patrick Kilpatrick, Arye Gross ("Ellen"), Katy Boyer ("Jurassic Park: Die vergessene Welt") und Frank Grillo sowie Samantha Morton.

28 Days Later: Apokalypse in London.
Nachdem ein Virus den Großteil der Menschheit dahingerafft hat, versucht eine kleine Gruppe, in London zu überleben. Dies ist die Story eines neuen SF-Filmprojekts, welches laut "Hollywood Reporter" in England gedreht und ein Budget von 15 Mio. US-Dollar haben wird. Die Regie wird Danny Boyle übernehmen, produziert wird das ganze von Andrew Macdonald, Alex Garland schrieb das Buch, auf welchem das Drehbuch basiert. Die drei arbeiteten zuletzt gemeinsam an dem Film "The Beach".

Terminator 3: Ohne Patrick, aber mit Diesel?
Robert Patrick, der inzwischen auch für seine Rolle als Ersatzmann bei "Akte X" bekannt ist, wird laut eigener Aussage nicht in "Terminator 3" dabei sein.

Laut "USA Today" soll der weibliche "Terminator" nun doch nicht der Bösewicht des Films sein, sondern ein männlicher Cyborg, dessen Rolle gerüchteweise Vin Diesel ("Pitch Black") übernehmen soll. Regisseur Jonathan Mostow und Drehbuchautor Tedi Sarafian seien zur Zeit damit beschäftigt, das Projekt in Gang zu bekommen.

Batman 5: Freddie Prinze Jr. in der Hauptrolle?
Offenbar erledigt hat sich das Gerücht, George Clooney werde in "Batman 5" erneut die Titelrolle übernehmen. Laut "Comics2Film" soll Regisseur Darren Aronofsky jedoch schon eine Kandidatenliste für diese Rolle parat haben und ganz oben stehe Freddie Prinze Jr. ("Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast", "Wing Commander").

Der Krieg der Welten: Demnächst wieder im Kino.
Die neue Firma Pendragon Pictures hat bekannt gegeben, dass sie im September mit der Produktion eines Remakes des SF-Streifens "Der Krieg der Welten" beginnen wird. Der Film basiert auf einem Roman des SF-Autoren H.G. Wells. Laut "SF-Wire" wird der Chef von Pendragon Pictures, Timothy Hines, selbst die Regie übernehmen. Das Drehbuch stammt von Susan Goforth, sie soll auch im Film neben zahlreichen TV-Darstellern zu sehen sein. Das Budget des Films liege bei 42 Mio. US-Dollar. Gedreht werden soll mit dem gleichen Digitalsystem, welches auch George Lucas für "Episode II" benutzt. Laut "Dark Horizons" soll die Neuadaption düsterer sein als die Verfilmung aus dem Jahr 1953, die bei uns unter dem Titel "Kampf der Welten" bekannt ist. Zudem werde es darin Kampfmaschinen mit Tentakeln und Giftgaswaffen zu sehen geben. Premiere soll der Film in Cannes 2003 feiern.

Timeline: Gerüchte um Besetzung.
Frisch aus der Gerüchteküche kommen mögliche Kandidaten für Rolle in der kommenden Verfilmung des Romans "Timeline" von Autor Michael Crichton. Laut "Dark Horizons" sind angeblich Gerald Butler ("Dracula 2000"), Kate Beckinsale ("Pearl Harbor"), Kip Pardue, Tim Welling und Martin Henderson für Rollen im Gespräch.

Starship Troopers: Definitiv keine Fortsetzung!
Eine lange geplante Fortsetzung zum Kinohit "Starship Troopers" nach dem Roman von Robert A. Heinlein wurde nun offiziell gestoppt. Laut einem Bericht der Zeitung "The Herald Sun" seien diesbezügliche Pläne aufgegeben worden, weil die auf dem Kinofilm basierende Zeichentrickserie gefloppt sei.

Halloween 8: Wieder mit Curtis!
Kürzlich starteten die Dreharbeiten unter der Leitung von Regisseur Rick Rosenthal, jetzt wurde offiziell bestätigt, dass Jamie Lee Curtis im achten "Halloween"-Streifen zu sehen sein wird. Laut "Variety" wird der Film den Titel "Halloween: The Homecoming" tragen.

Back to the Future IV: Ersatz für Fox gesucht.
Gesucht wird derzeit ein vernünftiger Ersatz für Michael J. Fox. Er wird in der geplanten Fortsetzung von "Zurück in die Zukunft" gebraucht, welche derzeit vorbereitet wird, berichtet die Zeitung "The Herald Sun".

X-Men: Ohne Anthony Hopkins.
Gerüchte, nach denen Anthony Hopkins und Scott Caan im nächsten "X-Men"-Kinofilm zu sehen sein würden haben sich laut "Comics2Film" nicht als richtig herausgestellt. Ein Mitarbeiter Marvels hat diese Gerüchte dementiert, bisher sei kein einziger Stargast festgelegt.

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