corona magazine
ISSN 1422-8904

   Spotlights
  + Dark Angel: Experimente
  + Star Trek: Away Team

   Star Trek
  + Tod, Heimkehr oder Kino?
  + Notruf aus dem All
  + Voyager zur Primetime
  + Star Trek-Serien auf DVD?
  + Kate Mulgrew über Sex
  + Voyager Episodeninfos
  + Serie V im Herbst?

   Subspace Link
  + Der Herr der Ringe
  + XM2: Aus Eins mach Zwei
  + Fan-Filme im Fokus
  + Star Wars: Episode II
  + Wissenschaft: Ich Borg!
  + SW: Nachdrehs in London
  + Babylon 5: Bald auf DVD
  + Andromeda: Zweite Staffel
  + Alien 5: Gerüchte unwahr
  + Spiderman: Nachdrehs
  + XM2: Bryan Singer dabei

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23. Februar 2001 - Ausgabe 79 - "Window of Opportunity"

Gute Gelegenheiten

Es ist mal wieder soweit, eine Neuauflage vom sf-radio.de-Dinner steht an.
Am 17. März wird es im Nordrhein-westfälischen Wetter an der Ruhr mit zahlreichen Gästen stattfinden. Austragungsort ist wieder einmal die Gaststätte "Märkischer Hof", in der wir beim letzten Dinner insgesamt knapp 40 Mitarbeiter, Leser und Hörer begrüßen durften. Der Eintritt ist dabei auch beim nächsten Treffen wie gewohnt frei. Weitere Informationen zur Anfahrt und dem Programm erhalten Sie auf Anfrage unter info@sf-radio.de. Des Weiteren wird ab der kommenden Woche auch über unsere Homepage mit weiteren Informationen auf diese Veranstaltung hingewiesen.

Ansonsten: Es ist schon unglaublich, was wenige Zeilen in einer Kolumne so alles an Resonanz bewirken können. Selten wurde unsere Redaktion in der Vergangenheit mit Leserbriefen derartig überschüttet, wie nach dem Artikel von Christian Lukas im letzten Corona Magazine. Als Reaktion auf diesen Ansturm haben wir vor kurzem beschlossen, gerade die Kolumnen in Zukunft auch eindeutig zu kennzeichnen, um den subjektiven Charakter des jeweiligen Artikels besonders hervorzuheben. Da wir in dieser Ausgabe aus Platzgründen nicht jeden Leserbrief der letzten Wochen veröffentlichen können, möchte ich mich dennoch im Namen der gesamten Redaktion für das mannigfaltige Feedback bedanken. Natürlich nicht zuletzt in der Hoffnung, dass uns dieses auch in Zukunft erhalten bleibt.

Hinweisen möchte ich an dieser Stelle auch noch einmal gesondert auf den Artikel von Äon-Team-Mitarbeiter Thorsten Lange, der sich mit der Ausstellung "Neue Götter und Helden" beschäftigt und dabei unter anderem auch auf eine Ehrung hinweist, die uns vor wenigen Wochen durch dieses Projekt zuteil wurde und am 2. März in Bochum feierlich verliehen wird. Unser Projekt SF-Radio hat den "Äon-Preis für Kreativität 2000" gewonnen. Vielen herzlichen Dank für diese Auszeichnung vom gesamten Projekt!

Nun aber viel Vergnügen bei der neuen Ausgabe.

Klaus Michels
Chefredakteur


Pfadfinder

1. Dark Angel: Erfolgreiches Experiment?
2. Star Trek: Away Team
3. Kolumne: Tod, Heimkehr oder Kino?
4. Star Trek: trekBEAT
5. Im Gespräch mit Michael Piller
6. Kreuzfeuer
7. Rating Report
8. Star Trek: Smile Fiction
9. Episodenlogbuch: Star Trek: Voyager
10. Der Herr der Ringe (2.3)
11. Äon-Team: Neue Götter und Helden
12. Star Trek: Notruf aus dem All
13. Aus Eins mach Zwei: X-Men
14. Als die Fans das Filmen lernten...
15. Star Wars: Episode II - Eine neue Hoffnung? (2.3)
16. Wissenschaft: Ich Borg!
17. Subspace Link


1. Dark Angel: Erfolgreiches Experiment?

Wir schreiben das Jahr 2009.
Es ist Nacht in den Wyoming Mountains... und die Jagd hat begonnen.

Max Guevara (gespielt von Jessica Alba) ist etwa zehn Jahre alt und Teil eines streng geheimen Experiments namens "Chimera", um Fähigkeiten von Menschen genetisch in einer Form aufzuwerten, die ihnen bislang von der Evolution verwehrt blieb. Zusammen mit einer Vielzahl weiterer Kinder lebt sie streng bewacht in einer unterirdischen und von der Außenwelt völlig abgeschirmten Anlage in Manticore, wo sie darauf trainiert wird, unter anderem ihre Superkräfte in Laboratorien beherrschen zu lernen.
Dies geschieht von Seiten des anwesenden Schulungspersonals jedoch nicht gerade mit der pädagogischen Reife, die man normalerweise Kindern gegenüber aufbringen sollte, wodurch Max und die anderen Kinder eine Flucht aus ihrem unfreiwilligen Gefängnis wagen und den Unterschlupf in der normalen Welt suchen. Zwölf von ihnen wird dieses Ziel vergönnt sein.

Genau während dieses Fluchtversuchs in einer düsteren Schneelandschaft der Wyoming Mountains beginnt der Pilotfilm zur neuen Serie "Dark Angel", die seit Herbst des letzten Jahres auf den amerikanischen Bildschirmen zu betrachten ist und sich zumindestens über das Internet mittlerweile auch in Europa steigender Beliebtheit erfreut.
Kein geringerer als James Cameron, der in vergangener Zeit mit Werken wie "Titanic" und "Terminator" auf sich aufmerksam machte und die Massen vor die Leinwände zog, gibt als ausführender Produzent mit dieser neuen Serie sein Fernsehdebüt. Zusammen mit Emmy-Preisträger Charles Eglee hat er sich zusammen getan, um eine futuristische und bisweilen sehr düstere Abenteuerserie zu erschaffen, die im post-apokalyptischen Amerika des Jahres 2019 beheimatet ist. Die Hauptrolle der Max Guevara wird dabei verkörpert von Jessica Alba, die bislang nur durch eine Neuauflage von Flipper im Jahre 1995 und diverse Nebenrollen Erfahrungen vor der Kamera sammeln konnte.

Doch kehren wir erst einmal zurück in die Handlung rund um den Pilotfilm von "Dark Angel". Nach geglückter Flucht aus den Fängen der Wissenschaftler erfolgt nun ein Zeitsprung in das Jahr 2019. Wir befinden uns in Seattle.
Die Vereinigten Staaten befinden sich inmitten einer tiefen Depression, nachdem der Puls, eine durch Terroristen initiierte elektromagnetische Schockwelle, verheerende Schäden auf die Weltwirtschaft durch Zerstörung fast aller Computersysteme anrichtete.
Max ist mittlerweile zu einer sehr attraktiven jungen Frau herangewachsen und kann auf eine bislang sehr mäßig erfolgreiche Karriere als Fahrradbotin zurückblicken. Ihr Hobby ist dafür umso gewagter. Als Diebin mit katzenhafter Gewandtheit erleichtert sie zahlreiche reiche Bürger Seattles um ihr Hab und Gut, damit eine Suche der ganz besonderen Art finanziell am Leben erhalten werden kann. Ihr Hauptinteresse besteht nämlich darin, einen Kontakt zu ihren verschwundenen "Geschwistern" zu finden, den sie im Anschluss an die Flucht verloren hat.
Dabei muss Max allerdings sehr vorsichtig zu Werke gehen, da auch ihre früheren Peiniger aus dem Laboratorium die Suche noch nicht aufgegeben haben. Ihnen an der Spitze steht Colonel Lydecker, der unnachgiebige und von Ehrgeiz sichtbar angefressene Leiter dieses Experimentes.

Unterstützung findet Max während dieser Zeit lediglich durch Logan Cale (gespielt von Michael Weatherly), den sie bei einem rein ‚routinemäßigen Einbruch’ in einem piekfeinen Hochhaus kennenlernt. Logan ist ein durch und durch idealistischer Cyber-Journalist, der sich mit Hilfe von Videosendungen auf einem Kreuzzug gegen das rücksichtslose Establishment und weitreichende Korruption im neuen Jahrtausend befindet. Zu Beginn der Serie sträubt sich Max noch davor, Logan bei Bedarf zu helfen; im Verlauf der ersten Staffel setzt sie ihre Fähigkeiten dann jedoch auch des Öfteren für seine Interessen ein, um gegen rücksichtslose Machtmenschen effektiv vorzugehen. Dabei wird Max auch binnen kürzester Zeit immer mehr in Logan’s Welt hineingezogen, als dieser ihr wie durch Geisterhand weitere Informationen über ihre Vergangenheit durch seine vielschichtigen Kontakte zukommen lässt.

Doch was bleibt nun als erstes Urteil nach den ersten Folgen unter dem Strich stehen?
Kein Zweifel, die Serie hat gute Chancen, sich auf dem hiesigen Fernsehmarkt zu behaupten. Die Story ist schon nach dem aktuellen realen Stand der Wissenschaft nicht vollkommen an den Haaren herbei gezogen, Freunde dunkler Zukunftsvisionen werden voll auf Ihre Kosten kommen und nicht zuletzt hat ja Star Trek: Voyager den Sendern gezeigt, dass auch schöne Frauen etwas für eine positive Entwicklung der Einschaltquoten tun können. Dahingehend hat man mit Jessica Alba als Hauptdarstellerin sicher eine gute Wahl getroffen. Der als zweiteilige Episode konzipierte Pilotfilm überragt zwar nicht durch eine atemraubend actiongeladene Hintergrundgeschichte, lässt jedoch mittels einer interessanten und bisweilen auch amüsanten charakterlichen Einführung der Charaktere keine Langeweile aufkommen. Insbesondere die häufig anzutreffenden kurzen Flashbacks in die frühe Kindheit von Max in der Anlage bieten hier ein sehr abwechslungsreiches Szenario.

Bleibt zu wünschen, dass man "Dark Angel" die Zeit gibt, sich auch entwickeln zu lassen. Gerade in den letzten Tagen kamen verschiedene Gerüchte durch "Entertainment Tonight" an die Öffentlichkeit, nach dem "FOX" plane, die Serie bereits während der ersten Staffel auf Grund schlechter Einschaltquoten zu kippen. Der Februar wird nun aufzeigen, ob die Serie mittelfristig eine Überlebenschance auf dem harten amerikanischen Markt besitzt.
Einen ersten kleinen Erfolg auf dem Weg zu einer beständigen Größe am Fernsehhimmel hat sie immerhin vor kurzem schon erzielen können: In den USA gewann "Dark Angel" den "Peoples Choice Award" in der Kategorie "Bestes neues Drama".

Links zum Thema:
http://www.homestead.com/darkangelnet/home.html
http://www.darkangeltheseries.com
http://www.unowho.acmecargo.com

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2. Star Trek: Away Team

Anmerkung der Redaktion:
Exklusiv für das Corona Magazine folgt eine Besprechung des neuen Star Trek-Computerspiels "Star Trek: Away Team" von Roland Austinat. Den vollständigen Artikel mit zusätzlichem Bildmaterial und Eindrücken finden Sie in der aktuellen Ausgabe der PC-Player (3/2001) ab jetzt an Ihrem Kiosk. Viel Vergnügen!

So rührig sich die Captains Kirk, Picard, Sisko und Janeway auch um die diversen Geißeln der Galaxis kümmern – an allen Brennpunkten können die vier wirklich nicht aktiv sein.

Rote Hemden sind tote Hemden – in der klassischen Star-Trek-Serie mit Kirk & Co. gab’s in jeder Folge mindestens einen toten Sicherheitsoffizier. So heftig war das Sterben, dass sich der Zuschauer stets fragte, warum bei solchen Überlebensaussichten überhaupt noch jemand auf der Enterprise anheuerte.
In »Star Trek: Away Team« ist das anders: Hier darf kein einziges Mitglied einer Außenmission sterben, sonst ist das Spiel im wahrsten Sinne des Wortes aus. Dazu riskieren wie im 3D-Kracher »Star Trek Voyager: Elite Force« keine alten Recken Kopf und Kragen, um das Universum und den ganzen Rest zu retten. Stattdessen treten 17 Jungspunde aus James T. Kirks Enkel-Generation auf den Plan. Sicher, der Sternenflotten-Geheimbund Sektion 31 kümmert sich um ein paar Untergrund-Aktionen, aber was tun, wenn es wirklich brennt? Und die Stars der Sternenflotte im Ruhestand oder dem wohlverdienten Heimaturlaub weilen?

Die Story: wie im Kino

Flottenadmiral Nolotai vom Sternenflottenkommando hat unter der Ultraschalldusche die zündende Idee: Ein Spezialkommando muss her! Teamchef wird Captain Marcus Refelian, der aus Hunderten von Bewerbungen 16 Crewmitglieder für sein Schiff, die U.S.S. Incursion, ausgewählt hat. Das Schiff hat es in sich: Mit einem speziellen Holo-Projektor täuscht es Beobachtern beliebige Raumschiff-Typen vor. In Ihrem ersten von 18 Einsätzen ist das ein romulanischer Warbird: Die Incursion fliegt zu einer Rettungsmission nach Rigel 4, wo ein klingonischer Außenposten von romulanischen Agenten überfallen wurde. Dabei stellt sich heraus, dass tags zuvor einige Klingonen zum Föderationsschiff U.S.S. Leyte Gulf gestartet sind. Ergo geht es in der nächsten Mission zu eben diesem Raumer, der sich nicht allzu weit entfernt von Rigel 4 herumtreibt. Der Grund dafür: ein biologischer Kampfstoff, hinter dem die Warden her ist, eine undurchsichtige Verschwörergruppe aus Menschen, Romulaner und Klingonen – sogar die Borg interessieren sich für das Mittelchen.
Ihre Aktionen gegen diese Gruppe führt sie unter anderem ins Hauptquartier der Sternenflotte und auf einen Borg-Kubus, später befreien Sie Botschafter Worf aus einem Lager und müssen ihn zu einem Gespräch mit Kanzler Martok geleiten. Zu viel von der spannenden Story wollen wir Ihnen nicht verraten: Es reicht schon, wenn Kollege Hoffmann in seinem jugendlichen Leichtsinn regelmäßig die letzten drei Minuten aktueller Kinoklassiker zum Besten gibt – auch, wenn man den Film eigentlich noch sehen wollte.

Das Team: weise wählen

Bevor Sie mit Ihrer bis zu sechs Mann und Frau starken Truppe in einen Einsatz starten dürfen, müssen Sie noch die richtigen Mitstreiter auswählen. Im Briefing sagt Captain Refelian Ihnen, was und wen Sie unbedingt einpacken sollten, etwa Scharfschützengewehr samt Scharfschütze, Hypospray und Medikus oder einen Ingenieur, der sich in gegnerische Computer einhacken kann. Wie schon im Preview in der letzten Ausgabe berichtet, gibt es insgesamt fünf Berufsgruppen mit verschiedenen Fähigkeiten: Sicherheitsoffiziere, Wissenschaftler, Ingenieure, Mediziner und Kommandooffiziere. Sind nur wenige Eckdaten erforderlich, hilf das Experimentieren mit verschiedenen Berufen. So helfen zwei Scharfschützen manchmal mehr als ein Scharfschütze und eine Ärztin, zumal auch eine der benötigten Kommandooffiziere einen Hypospray-Verteiler in der Tasche hat. Jeder Berufsstand verfügt über ein paar Spezialgerätschaften. Die Sicherheitsoffizierin T’Andorla zwingt mit dem legendären Nackengriff Feinde in die Knie, Wissenschaftsoffizierin Aloram Vas erfand eine mobile Transporterzelle, in der sie eliminierte Gegner beamt, um kein Aufsehen bei deren Kollegen zu erregen. Waffentechnisch stehen Ihnen neben den Trek-typischen Phasern, Phaser- und Scharfschützengewehren allerlei Granaten und Minen sowie optische und akustische Täuschkörper zur Verfügung.
Wen das alles eine Spur an »Commandos« im Star-Trek-Universum erinnert, liegt nicht ganz falsch. Entwicklerteam Reflexive baute auch dreist die Sichtkegel jeweils eines Gegners nach, aus dem Ihre Mannen sich unbedingt heraushalten sollten. Anders als in Pyros Weltkriegs-Spektakel gibt es in »Away Team« gleich drei Laufgeschwindigkeiten: Schleichen, Gehen und Rennen. Sogenannte Schallkegel, die Sie auf Wunsche zuschalten dürfen (und sollten!), helfen außerdem dabei, unentdeckt zu bleiben. Denn wenn die Gegner einmal auf Sie aufmerksam geworden sind, können Sie entweder wertvolle Munition verschwenden, um sie auszuschalten, machen dadurch jedoch oft das Sekundärziel zunichte, eben nicht entdeckt zu werden. Primär- und Sekundärziele können sich auch im Verlauf einer Mission ändern: Ein Passbild einer der Hauptdarsteller mit einigen Sätzen zum Lesen und Zuhören machen Sie dann darauf aufmerksam. Auf Plaudereien der Akteure untereinander müssen Sie verzichten, nur ein Bestätigungsspruch nach dem Anwählen einer Figur klingt an Ihr Ohr. Nach erfolgreichem Einsatz folgt eine kurze Nachbesprechung, dann geht es in die nächste Mission.

Die Technik: wie gewohnt

»Away Team« präsentiert sich aufgeräumt-nüchtern in einer Auflösung von 640 mal 480 Punkten. Sie dürfen zwar einen Hauch näher ans Team heran beziehungsweise von ihm weg zoomen, aber das wird dann eine pixelige Angelegenheit, da sich die isometrische Grafik wie bei Biowares Infinity-Engine (»Baldur’s Gate« und alle Interplay-Rollenspiele der Neuzeit) aus Bitmaps zusammensetzt. Schade, eine höhere Auflösung hätte für mehr Übersicht und weniger Scroll-Pflicht gesorgt. So unterkühlt das Ambiente, so heiß die Musik: Unheilschwangere Klänge wabern Ihnen um die Ohren und das ohnehin nervenzerreißende Versteckspiel noch aufregender. Wer schon über die Wegfindungsroutinen in »Baldur’s Gate« & Co. Gemeckert hat, sollte einen Bogen um »Away Team« machen: Klicken Sie auf der Karte einen Punkt an, der nicht mehr in (verlängerter) Sichtweite des Charakters liegt, bleibt er schlicht und ergreifend stehen, während seine Kollegen voranstürmen. Hängt ihm ein Feind im Nacken, eiert die Figur teilweise in Schlangenlinien davon – schnelle Richtungswechsel (und das Fliehen vor Schüssen) wird so zur Glückssache. Auch die KI der Gegner ist manchmal wunderlich: Selbst nach einer deftigen Granatenexplosion nur wenige Meter von ihnen entfernt schreiten die Jungs brav ihre vorgegebenen Wege ab – so etwas nennt man wahres Pflichtbewusstsein.
Thematische Ungereimtheiten dürfen bei einem Star-Trek-Spiel nicht fehlen. Warum muss beispielsweise das Away Team einen Admiral im Sternenflottenhauptquartier aufspüren, wenn er danach sowieso an Bord der Incursion gebeamt wird? Hätte man ihn nicht direkt anpeilen können? War die Sternenflottenakademie nicht in San Francisco? Wo ist dann die Bucht? Nur auf dem Türschild grüßt noch freundlich die Golden Gate Bridge ...

Das Fazit: Nicht gleich aufgeben, liebe Star-Trek-Gemeinde

»Away Team« wirkt zunächst sehr spröde, entfaltet aber nach dem ersten Drittel seinen Charme. Klar, die Präsentation ist mit Standbild-Briefings und sparsam gestalteter Optik schwer altbacken, doch mit der Zeit kommen mehr und mehr kleine Gags ins Spiel. Etwa eine Transporterfehlfunktion in Mission zehn, die mein Team in zwei verschiedene Gebiete verschlägt. Noch netter wäre allerdings eine Rollenspiel-Komponente gewünscht, in der meine Truppe besseres Schießen und Schleichen lernen würde. Oder wenigstens dass ich nicht nur einen einzigen Sichtkegel, sondern gleich alle gleichzeitig einschalten könnte. Klare Sache: »Star Trek: Away Team« ist kein »Commandos 2«, doch alle Trek-Fans mit Strategie-Faible und Nerven wie Tauen machen damit keinen Fehlgriff.

© 2001 - PC-Player / Future-Verlag

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3. Kolumne: Tod, Heimkehr oder Kino?

Das Ende ist nah. Nur noch wenige Wochen und die dritte Star Trek-Inkarnation ist Geschichte. – Zumindest, was die Erstausstrahlungen auf UPN betrifft. Es ist noch gar nicht so lange her, da fieberte ich den ersten Folgen auf Sat1 entgegen. Der englische Pilotfilm verstaubte längst in meinem Regal und auch der dazugehörige deutsche Roman war schon lange verschlungen. Auf der Rückseite verkündete Heyne groß "Die brandneue Serie im Star Trek-Universum! Ab Januar 1996 im Abendprogramm von Sat1!".
Wohlgemerkt: Da war Voyager bereits ein Jahr alt und lief zu diesem Zeitpunkt schon in der zweiten Season auf UPN. Und wie schön und verheißungsvoll der Rückentext auch geschrieben war, - Sat1 scherte sich einen feuchten Dreck darum.

Erst am 21. Juni 1996, also rund 18 Monate nach der Premiere im US-Fernsehen startete Voyager bei uns, am Freitagabend auf Sat1. Und was soll ich sagen? So sehr mich der Pilotfilm auch begeistere – und das tat er wirklich: Der Voyager-Pilot ist meiner Meinung nach das Beste, was eine Star Trek-Serie jemals als Pilotfilm vorzuweisen hatte -, die ersten Folgen trübten meine Begeisterung ganz gewaltig. Hey, - die wollten ja gar nicht nach Hause! Die wollten lieber hin und her fliegen und fremde Welten besuchen! Keine Notstopps, weil die Antimaterie ausgeht oder die Ventile der linken Sensorenphalanx mal gereinigt werden müssten, - nein! Besuche, Abenteuer und Intrigen.. das monatelange Warten auf eine Mischung aus "Lost in Space" und "Battlestar Galactica" bescherte mir nichts anderes als "The Next Generation im Deltaquadranten"!
Hey, ich war enttäuscht und brauchte eine gewisse Zeit, um mich an das Konzept der Serie zu gewöhnen. Im Laufe der Jahre hat das ganz gut funktioniert und mit der dritten Staffel wurden die Geschichten auch qualitativ besser und ich muß zugeben: Seven of Nine ist ein wirklich faszinierender Charakter, - auch ohne ihre beiden großen Vorzüge.. *zwinker, zwinker*

Nun ist es also bald vorbei. Aber anders als bei Star Trek: Deep Space Nine weiß niemand so genau, wie es nun enden wird. Möglichkeiten stehen ja genügend zur Auswahl: Die Voyager kommt nach Hause und keiner stirbt. Die Voyager kommt nach Hause und oder weil jemand stirbt. Die Voyager kommt überhaupt nicht nach Hause (und vielleicht stirbt trotzdem eine Hauptfigur, wer weiß?). Die Voyager kommt ganz am Ende der letzten Folge nach Hause und bumms, die Serie ist vorbei. Die Voyager kommt in der Mitte der letzten Folge nach Hause und muß dann noch, geschwächt wie sie ist, den Angriff von Todfeinden abwehren (Die Borg? Spezies8472? Die Hirogen?). Es ist ein wahres Fest für alle jene unter uns, die Alternativen schätzen.

Allerdings sollte man in diesem Zusammenhang auch auch die Planung für die nähere Zukunft berücksichtigen!

Der zehnte Kinofilm der Star Trek-Reihe soll ja, wie allgemein bekannt, der letzte mit der "Next Generation-Crew" werden. Und sollte er nicht unerwarteterweise zum Mega-Blockbuster mutieren, so wird das wohl auch so sein. Deep Space Nine hatte zwar ein einigermaßen offenes Ende, aber mal ehrlich: Eine Kinoreihe, die ständig an Bord einer Raumstation spielen muss? – Nein. Das wird es schätzungsweise und auch nach der Meinung vieler sogenannter oder selbsternannter Star Trek-Experten nicht geben. Bliebe also Voyager.. Das Konzept ist ja recht einfach aufs Kino zu übertragen: In der letzten Folge bestreitet die Crew rund um "Ich muss gleich weinen!"-Janeway einen heldenhaften Kampf gegen wenweißichdenn und rettet die Föderation und den halben Weltenraum, ohne dass der überhaupt Kenntnis davon besitzt. Nur.. nach Hause, - dorthin gelangen sie doch nicht. Aber Janeway darf ihre stärkste Szene und den besten Satz aus der gesamten Serie noch einmal wiederholen, der Zeichen setzender Weise aus dem Pilotfilm stammt und beendet die sieben Jahre dauernde Fernsehreise mit den Worten: "Mr. Paris, - send a course!" – Dramatische Pause - "For Home".
Tja, Pech gehabt. "To be continued in a cinema right beside your door..." kann man da wohl nur sagen. Bei "Kampfstern Galactica” hat es ja auch über drei Filme funktioniert, - warum nicht auch bei Voyager?

Würden die Produzenten so etwas machen? Würde Rick Berman sich das trauen?

Nein, wohl kaum. Und die logische Frage "Warum nicht?" ist ganz leicht zu beantworten: Wer würde das sehen wollen?

Ernsthaft. Genau die gleiche Frage stelle ich schon seit Jahren allen übermütigen Babylon5-Fans, die von einem Kinofilm schwadronieren und vom dem Megakult, der damit gestartet würde... Mumpitz! Wer, frage ich Euch, würde das sehen wollen? Tausend Menschen? Zehntausend? Zehn Millionen Menschen weltweit? Okay, akzeptiert, nur: Reicht das?

Reicht das aus, um einen Kinofilm zu produzieren, der der Tradition nach schon zig Millionen für Special Effects ausgeben muss, bevor auch nur ein Drehtag beginnt oder gar nur ein Schauspieler unter Vertrag genommen wurde?
"Star Trek: Insurrection" gilt als Flop. Und dieser Film hat über 70 Mio US$ eingespielt. Und dieser Film hatte die Fans im Rücken, die "The Next Generation" zur quotenstärksten Serie ihrer Zeit gemacht hatten!
"Star Trek: Voyager" dümpelt auf UPN nur vor sich hin. Die Quoten sind einfach nicht gut. Kaum einer sieht diese Serie. Kaum einer KANN sie überhaupt sehen, da das Paramount Network von seinen direkten Konkurrenten um landesweite Ausstrahlungsplätze, den Warner Brothers, in den letzten Jahren immer weiter verdrängt wurde. Nein, - es würde wohl nicht reichen. Ein "Star Trek: Voyager"-Kinofilm ist aus rein wirtschaftlichen Gründen nicht zu realisieren, denke ich.

"Kaum einer" ist sicherlich etwas übertrieben, aber hey: Was sind die Zuschauerzahlen im Vergleich zu denen einer "Next Generation"? Klar, - damals waren andere Verhältnisse. Sicher, der Markt ist enger geworden. Plagiate und Kopien drängen sich dazwischen und nehmen Fans und finanzielle Ressourcen weg, - aber mal ehrlich: Wen kümmern diese Argumente? Niemand kann sich einen Voyager-Film leisten. Basta. Die Frage nach dem "Warum?" ist da allerhöchstens sekundärer Natur.. und die Antworten sind noch nicht mal das!

Mein Tipp? Sie werden nach Hause kommen. Vielleicht stirbt Janeway sogar in den letzten Minuten und die letzte Szene ist der Blick der Brückencrew auf einen Planeten, genannt Erde, während Chakotay in einem Anfall von "Ich habe auch mal eine gute Szene!" sagen darf: "Du hast es geschafft, Kathryn! Du hast uns nach Hause gebracht!". Hey, - es wäre kein schlechtes Ende und die Taschentücher-Kanonen wären eine prima Anschaffung für den Konsum einer solchen letzten Folge...

Und dann? Tja, - und dann warten wir wieder. Auf Serie V und auf den nächsten Kinofilm. Der – wer weiß? – vielleicht auch der letzte sein wird.. aber ich will ja nicht unken.

Freuen wir uns auf ein gelungenes Finale einer im Endeffekt gelungenen Fernsehserie: Auf das Ende von "Star Trek: Voyager"!

"Im Mai 2002 auch auf Ihrem Kuschelsender, - Sat1!" Ja!

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4. Star Trek: trekBEAT

Voyager wieder zur Primetime.
Auf Grund der schlechten Einschaltquoten der Reality Soap "Girlscamp" zeigt Sat.1 diese Sendung am kommenden Freitag zum letzten Mal zur Primetime. Auf diesem Sendeplatz wird dann ab diesem Freitag die Serie "Star Trek: Voyager" ausgestrahlt.

Fans, die schon lange auf die Fortsetzung der sechsten Staffel gewartet haben, dürfen sich freuen, denn am 23. Februar wird die Episode "Der Virtuose" ("Virtuoso") ausgestrahlt.

Hier der Sendeplan von Sat.1 für die nächsten Wochen.

23.02.2001 "Der Virtuose" ("Virtuoso")
02.03.2001 "Das Mahnmal" ("Memorial")
09.03.2001 "Tsunkatse" ("Tsunkatse")
16.03.2001 "Kollektiv" ("Collective")
23.03.2001 "Das Geistervolk" ("Spirit Folk")

Im Frühjahr 2001 soll dann auch täglich wieder "Star Trek: The Next Generation" über die Bildschirme flimmern, ein genauer Termin ist jedoch noch nicht bekannt.

William Shatner hat wieder geheiratet.
William Shatner (ST:TOS Captain Kirk) hat zum vierten Mal geheiratet. Nach einem Bericht des "Indianapolis Star" schloss der 69-jährige Schauspieler im US-Staat Indiana den Bund der Ehe mit der 42-jährigen Elizabeth Martin. Eine Schwester der Braut bestätigte die Hochzeit, nannte aber keine näheren Einzelheiten.

Von 1956 bis 1969 war Shatner mit Gloria Rand verheiratet, mit der er drei Kinder hatte. 1973 folgte die Schauspielerin Marcy Lafferty, wurde aber 1996 von ihr offiziell geschieden. 1997 heiratete er das Model Nerine Kidd.

Unglücklicherweise dauerte diese Ehe nur ganze zwei Jahre, da am 9. August 1999 Kidd bei einem Unfall im Swimming Pool zu Hause ertrank. Eine Autopsie ergab, dass sie zum Zeitpunkt ihres Todes betrunken war, was der Welt enthüllte, dass Kidd an einem Alkoholproblem litt. Shatner hat kürzlich das Nerine Shatner Friendly House eröffnet, das denen helfen soll, die an Drogen- und Alkoholsucht leiden.

Ron Moore bei den "Drachenreitern".
Star Trek-Veteran Ronald D. Moore wird wieder tätig: Er wird für Warner Brothers die "Drachenreiter von Pern"-Serie produzieren, die auf den gleichnamigen Büchern von Anne McCaffrey basiert. Im nächsten Herbst soll sie auf Sendung gehen, und der Pilotfilm zur Serie ist bereits in der Vorbereitung.

Moore über das Projekt: "Ich habe die Bücher schon auf dem College gelesen, und sie sind mir als unerforschter Teil der Sci-Fi im Kopf geblieben. Nun sind die technischen Möglichkeiten gegeben, die Romane als Serie umzusetzen. "

Star Trek-Serien auf DVD?
Obwohl Paramount sich bis jetzt nicht sehr engagiert gezeigt hat, in den USA Star Trek auf DVD zu veröffentlichen, denn dort gibt es nur die Filme und die originale Serie auf den Silberscheiben, liefen die Dinge in Europa noch viel schlechter, da bisher erst vier Filme auf DVD erschienen sind. Doch das soll sich nun ändern. Eine DVD-Newsseite berichtet, Paramount plane, alle vier bisherigen Star Trek-Serien im neuen Format zu veröffentlichen.

Laut der Website DVD Debate plant Paramount derweil, die Region Code 2 DVD Sets schon im Juni 2001 zu veröffentlichen. Beginnen wird man mit der ersten Staffel von "Star Trek: Voyager". Zusätzlich ist angeblich geplant, Geschenkboxen und Special Edition DVDs für Sammler herauszubringen und auch DVD-Versionen von bereits existierenden Sets zu veröffentlichen, wie z.B. der Seven of Nine-Box.

DVD Debate veröffentlichte die folgende Liste mit Erscheinungsdaten, die jedoch noch Änderungen unterliegt. Es ist auch nicht bekannt, wie offiziell diese Liste ist.

The Original Series
- Season 1 / Dezember 2001
- Season 2 / Dezember 2002

The Next Generation
- Season 1 / April 2002
- Season 2 / Juli 2002
- Season 3 / November 2002
- Season 4 / März 2003
- Season 5 / Juni 2003
- Season 6 / September 2003
- Season 7 / Dezember 2003

Deep Space Nine
- Season 1 / November 2002
- Season 2 / Februar 2003
- Season 3 / Mai 2003
- Season 4 / August 2003
- Season 5 / November 2003

Voyager
- Season 1 / Juni 2001
- Season 2 / September 2001
- Season 3 / Dezember 2001
- Season 4 / März 2002
- Season 5 / Juni 2002
- Season 6 / September 2002
- Season 7 / Dezember 2002

Sollte die Liste tatsächlich korrekt sein, wären dies großartige Neuigkeiten für europäische Star Trek-Fans, die allein in diesem Jahr in den Besitz der ersten drei Staffeln von Voyager und der ersten Staffel der originalen Serie kommen könnten.

Ein Bericht, der von dem britischen Magazin DVD Times veröffentlicht wurde, scheint diese Gerüchte zu bestätigen und enthält auch zusätzliche Neuigkeiten. So sollen die DVD-Sets £89.99 (DM299) kosten. Außerdem fidnet sich dort ein Gerücht, in dem behauptet wird, dass die Episoden, die in den Sets vorhanden sind, remastered sind und einige Extras wie Trailer, eine DVD-Rom-Trek-Video-Datenbank und Einführungen zu den Episoden enthalten.

Aufgrund der verschiedenen Regionalcodes und des unterschiedlichen Fernsehsystems in den USA werden amerikanische Fans kaum in der Lage sein, diese DVDs anzusehen. Allerdings könnte diese europäische Veröffentlichungswelle Paramount dazu bewegen, auch in den USA weitere DVDs herauszubringen.

Und es gibt noch weitere gute Neuigkeiten. Laut der Website DVD Times wird es eine Special Edition der DVD "Star Trek VI: The Undiscovered Country" geben, die am 19. März diesen Jahres erscheint. Die DVD wird wie die normale Edition einen Dolby Digital 5.1 Soundtrack und zwei Kinotrailer enthalten. Hinzu kommen wird ein Demo des Computerspiels "Star Trek: New Worlds". Viele Fans würden dies jetzt nicht unbedingt als Special Edition bezeichnen, aber Paramount tut dies.

Es hat sich inzwischen herausgestellt, dass diese DVD nicht anamorph ist, genau wie die Region Code 1 Fassung, was jedoch im Gegensatz zu den den anderen Star Trek Region Code 2 DVDs steht. DVD Times zitierte zu diesem Thema einen Leser, der behauptete, dass sowohl die Region Code 1 DVD als auch die Laserdisc Veröffentlichung von "The Undiscovered Country" weitaus schöner anzusehen sind, als die "hässliche" Region Code 2 DVD.

Links zum Thema:
http://www.dvddebate.com/article.php?sid=1683&mode=thread&order=0
http://www.dvdtimes.org.uk/

Schauspieler zufrieden mit "Workforce".
Über Inside Trek hatte der freiberufliche Journalist Ian Spelling kürzlich die Gelegenheit, das Voyager-Set zu besuchen und mit Kate Mulgrew (ST:VOY Janeway), Tim Russ (ST:VOY Tuvok) und Gaststar James Read zu sprechen, der Janeways Angebeteten Jaffen spielt. Sein Besuch fand statt, als die Dreharbeiten zum Zweiteiler "Workforce" liefen. Diese Episode zeigt laut Spelling eine ganz neue Voyager. Denn wenn Captain Janeway "einen blauen Arbeitsanzug, langes, wehendes Harr und ein großes verrücktes Lächeln trägt", dann ist das definitiv nicht die Voyager, die wir kennen. Es ist ein unnatürliches, mentales Bild und sicherlich "eine unnatürliche Sichtweise."

Workforce zeigt, wie wir bereits wissen, den Großteil der Voyager Crew - einschließlich Janeway und Tuvok - die harte Arbeit auf einem fremden Planeten verrichten. Sie kennen sich dabei nicht mehr gegenseitig und haben auch ihr früheres Leben an Bord der Voyager vergessen. Und sie sind sogar glücklich darüber - genau wie die Schauspieler. "Warum sollte man darüber nicht froh sein?" erzählte Mulgrew Spelling, "Ich liebe diese Szenen. Wir mussten einfach so irrsinnig glücklich aussehen. Es ist ein Teil der Fremdartigkeit und der Spaß trägt zu einem Tempowechsel bei." Ihr Glück könnte auch etwas mit dem Mangel an "Gekreische oder Umhergerenne oder Explosionen" zu tun haben, ganz zu schweigen von Janeways Romanze, wofür sich Mulgrew schon lange eingesetzt hat.

Als nächstes sprach Spelling mit dem Vulkanier der Serie, Tim Russ, der mit der Episode genauso glücklich ist wie Janeway. Wie die geistig befreite und auf dem Kopf gestellte Janeway, wird Tuvok nicht mehr ganz er selbst sein, aber möglicherweise mehr als alle anderen. "Er ist immer noch Tuvok, aber es ist eine kleine Variation des Tuvok, den wir für gewöhnlich sehen." Neben der Chance, seinen Charakter einmal in einem etwas anderem Licht zu zeigen, mag Russ, "dass [sie] eine Menge Zeit für eine ruhige und weitaus nachdenklichere Story eingeräumt haben." Dies ist für einen Zweiteiler etwas ungewöhnlich, die meist etwas Action-orientierter sind. Russ wies auch darauf hin, dass die Auslöschung der Erinnerungen nicht für alle Crewmitglieder komplett erfolgreich verlief. Diese werden zwar keine Erinnerungen an ihre Vergangenheit haben, aber einige "Wiedererkennungsfaktoren werden ihnen auffallen und [Tuvok] erkennt, dass irgendetwas nicht richtig ist."

Wer den gesamten englischen Artikel lesen möchte, der ein wenige mehr über Mulgrew erzählt und auch einige Kommentare von Read enthält, der erzählt, wie es ist, ein Teil von Star Trek zu sein, der folge dem unten stehenden Link. Es stellte sich heraus, dass Read für die Rolle von Captain Janeway vorgesprochen hat, nachdem Genevieve Bujold die Rolle ablehnte und die Produzenten überlegten, doch eine männliche Führung in die Serie zu bringen.

Links zum Thema:
http://199.97.97.16/contWriter/endinsidetrek/2001/02/01/enter/2772-0403-pat_nytimes.html

Trek-Autoren über Romulaner.
Die Webseite SyFy World hat ein Interview mit den Star Trek-Autoren Josepha Sherman und Susan Shwartz veröffentlicht. Dieses Autoren-Duo, das hinter den Roman "Vulcan's Forge" und "Vulcan's Heart" steht, wird in Kürze ein neues Star Trek-Taschenbuch rund um die Romulaner herausbringen. Sie sprachen in dem Interview über ihre Faszination zu den Romulanern, und über ihre Hoffnungen, sie wieder einmal auf den Bildschirmen zu sehen. Hier ein kurzer Auszug:

"Ich persönlich mag die Kombination aus rohem Intellekt und schierer Grausamkeit zusammen mit der gesamten Geschichte, die dahinter liegt," sagte Shwartz, der schon bald ein neues Romulaner-basierte Buch mit Sherman über Pocket Books veröffentlichen wird. "Ich mag auch das Komplottschmieden bei den Romulanern und die Ehre und die Ironie. Ich habe sie immer gemocht von dem Zeitpunkt an, als ich Marc Lenards Gesicht in ,Balance of Terror' sah und bemerkte, von was sie getroffen wurden."

Links zum Thema:
http://treknation.com/syfyworld/special/sf20010204.shtml

Kate Mulgrew über Sex und Integrität.
In einem exklusiven Gespräch mit dem Cinescape-Redakteuren Gregory L. Norris und Laura A. Van Vleet hat Kate Mulgrew (ST:VOY Janeway) erzählt, wie sie mit dem immer schneller näher kommenden Ende ihrer Tage an Bord des Raumschiffs Voyager zurecht kommt.

"Wenn ich mich so gut kenne, wie ich glaube mich zu kennen, dann werde ich ein emotionales Baskenkörbchen sein", sagte sie über den letzten Drehtag von Voyager. "Ich kann mir vorstellen, dass es ein wirklich harter Tag wird, weil ich sicher bin, dass ich mich selbst auf bestimmte Arten und Weisen zurückziehe, die sehr schwer für mich werden. [Janeway] ist ein Charakter, den ich liebe - und vertraue. Es ist jetzt ein wahres Bündnis und an diesem Tag werde ich Janeway Lebewohl sagen, wie jedermann auch Lebewohl sagen würde. Somit wird es doppelt so schwer. Ich bin in erster Linie ein emotionales Wesen."

Nachdem Voyager endet, plant Mulgrew, selbst an einer anderen aber wichtigen Unternehmung teilzunehmen: Ihre Ehe mit dem Politiker aus Ohio Tim Hagan.

"Ich würde meinem Eheman gern etwas Zeit geben, um sein eigenes Leben wieder in die geordneten Bahnen zu bringen. Er hat in den letzten Jahren so riesige Opfer gebracht, um unsere Ehe und meinen verrückten Tagesplan unter einem Hut zu bringen", sagte die Schauspielerin. "Wenn dies vorbei ist, werde ich an der Reihe sein, ihm Licht zu spenden. Und ich habe vor, dies zu tun."

Bezüglich der Beziehung zwischen Janeway und Chakotay meinte Kate Mulgrew in einem Interview des "Star Trek Communicator": "Ich habe strikte Vorstellungen von Sex. Als sie das erste Mal die Janeway/Chakotay-Beziehung aufzeigten, fühlte ich, dass es nicht korrekt wäre. Ich war sicher, dass es zurückschlagen würde. Aber als sie eine Beziehng zwischen ihr und einem Hologramm ('Fair Haven', 'Spirit Folk') wollten, war ich vorbereitet, das Risiko einzugehen. Wir lassen alle unsere Gedanken spielen und Janeway hatte keinen einzigen Kuss innerhalb der letzten sechs Jahre."

In der Sonderausgabe des "Communicator", die den Frauen in Star Trek gewidmet ist, spricht sie auch darüber, was einer der Gründe für den Schutz von Janeways Integrität sein könnte - die Wirkung des Charakters auf die Zuschauer. "Ich denke sie hat einen Einfluss auf Frauen in der Wissenschaft. Das zeigt sich in den Briefen, die ich erhalte und den Frauen, mit denen ich mich unterhalte - Wissenschaftlerinnen, Doktoren, Anwältinnen, Frauen mit den verschiedensten Karrieren.

Ich fühle, wir haben ein gemeinsames Dilemma und das ist es, was für mich am wichtigsten ist. Sie sehen mich im Fernsehen und lesen ein wenig über mich. Sie sagen: 'Sie hat zwei Söhne grossgezogen und dabei nicht ihre Ehrlichkeit und ihren Glanz verloren.' Mir ist bewusst, das Janeway nicht nur eine Rolle ist, sondern voll von Integrität, was eine sehr seltene Schöpfung im Fernsehen ist. Frauen in dieser Fernsehkultur wollen etwas mit den jungen Mädchen teilen."

Links zum Thema:
http://sites.netscape.net/totallykate/articles/stcom131.html

Roxann Dawson über Abtreibung und Entspannung.
Roxann Dawson (ST:VOY Torres) gab ein Interview, das bei Fandom zu finden ist. Darin redet sie über die Beziehung zwischen B'Elanna und Tom, über ihre Arbeit als Regisseurin bei einigen Folgen und über den Rest der Voyager-Staffel (Vorsicht, Spoiler).

Auch über die Folge "Lineage" spricht sie. Darin wird festgestellt, dass B'Elanna schwanger ist und dass ihre Tochter ebenfalls sichtbare Stirnwülste haben wird, wegen denen sie selbst in ihrer Kindheit gehänselt wurde. Es geht hauptsächlich um das Bestreben B'Elannas, ihr Kind genetisch so zu verändern, dass ihm das erspart bleibt.

"Es ist vermutlich die Folge, auf die ich am meisten stolz bin, zumindest in letzter Zeit", meint Dawson. "Ich hoffe, dass diese Episode etwas wird, an das sich die Leute erinnern werden. Dies hat viel mit Dingen wie Abtreibung, Vaterrechten und unsren wachsenden Möglichkeiten der genetischen Veränderungen im Mutterleib zu tun. All diese Themen werden in einer sehr bewegenden Geschichte behandelt, die unglaublich gut geschrieben ist. Es gibt sehr wenige Drehbücher in meinem Leben, bei denen ich tatsächlich weine, während ich sie lese. Ich hoffe nur, dass wir das auf den Bildschirm übertragen konnten. Ich habe sehr hart gearbeitet.

Über ihr Leben nach dem Ende von Voyager sagt sie unter anderem:

"Ich habe mich nie wirklich gelangweilt. Ich erschaffe irgendwie Dinge, selbst wenn es so aussieht, als gäbe es nichts zu tun. Ich denke, das erste, was ich gerne lernen würde, wenn Voyager vorbei ist, ist mich besser zu erholen. Ich bin nicht wirklich gut darin.

Links zum Thema:
http://www.fandom.com

Jeri Ryan über Intimität und Menschlichkeit.
In einem kurzen TV-Interview äußerte sich Jeri Ryan (ST:VOY Seven of Nine) zum aktuellen Geschehen am Voyager-Set (Vorsicht, Spoiler).

Frage: In der Episode "Work Force" wird es eine erste romantische Szene für Seven of Nine geben. Und im März sollen ja schon die nächsten Schritte anstehen...

Jeri Ryan: Das ist ein großer Durchbruch für Seven. Sie versucht, die romantischen Gefühle wieder aufleben zu lassen, die sie schon einmal hatte. Sie erschafft ein Holodeck-Programm mit einem Mitglied der Crew.

Frage:Und wer ist der Glückliche?

Jeri Ryan: (zögert) Okay, es ist Chakotay.

Frage:Ist es ein erotischer Moment?

Jeri Ryan: Wie es im Skript steht, ja.

Frage: Und wie hätte Jeri persönlich diese Szene gerne?

Jeri Ryan: Ich denke, niemand will die beiden wirklich auf dem Holodeck ins Bett springen sehen, aber Seven will diese Intimität natürlich entdecken.

Frage: Wie menschlich soll sie denn in ihren Augen werden? Ich meine, es besteht ja die Gefahr, dass ihr Charakter daran abstumpft...

Jeri Ryan: Das stimmt. Ich möchte nicht, dass sie absolut menschlich wird, damit es ein Happy End gibt. Das Sehenswerte an ihr ist im Moment ihre Aussenseiterrolle, sie eckt oft an. Und ich möchte diesen Konflikt beibehalten. Die einzige Sache, mit der sie sich wirklich noch nicht auseinander gesetzt hat, ist ihre Sexualität. Das sprechen wir in der kommenden Episode an. Dann haben wir uns mit all ihren Charaktereigenschaften beschäftigt.

Neue Episodeninfos: "Author, Author".
Die offizielle Star Trek-Website hat den Inhalt einer neuen "Star Trek: Voyager" Episode mit dem Namen "Author, Author" bekanntgegeben. Vorsicht, massive Spoilergefahr!

Produktionsnummer: 266
Sternzeit: Unbekannt

Da sich die U.S.S. Voyager immer weiter dem Alpha-Quadranten nähert, wurde eine neue Art der direkten Kurzkommunikation mit der Sternenflotte eingerichtet, die es der Crew erlaubt, einige Minuten mit der Familie und Freunden zu kommunizieren. Der Doktor hat jedoch keine Familie oder Freunde auf der Erde, aber er hat einen Holoroman, den er Publizisten übergeben möchte - die Geschichte eines Schiffes, das auf der anderen Seite der Galaxie gestrandet ist und eine seltsam bekannte Crew an Bord hat; eine Crew, die fast ihren holographischen Doktor toleriert, der in einer virtuellen Sklaverei lebt...

Gastcharaktere:
Barry Gordon als Broht
Dwight Schultz als Reginald Barclay
Juan Garcia als John Torres
Richard Herd als Admiral Paris
Joseph Campanella als Vermittler
Robert Ito als John Kim
Irene Tsu als Mary Kim
Lorinne Vozoff als Irene Hansen

Produktionsteam:
Story von Brannon Braga
Drehbuch von Phyllis Strong & Mike Sussman
Regie von David Livingston
Ausführende Produzenten: Rick Berman, Kenneth Biller

Terry Farrell und Robert Beltran nicht auf FedCon 9.
Terry Farrell (ST:DS9 Jadzia Dax) und Robert Beltran (ST:VOY Chakotay) mussten ihre Teilnahme an der FedCon 9 auf Grund von Terminproblemen in Bezug auf die Produktion der Sitcom "Becker", bzw. der abschließenden Dreharbeiten zu Star Trek: Voyager leider absagen.

Als Ersatz für die beiden Schauspieler haben die Organisatoren der FedCon Colm Meaney (ST:TNG O'Brien) und Alexander Siddig (ST:DS9 Bashir) verpflichten können.

"Hugh"-Schauspieler in "The Void".
In der Voyagerfolge "The Void", die vor kurzem in den USA ausgestrahlt wurde, ist auch Jonathan del Arco (ST:TNG Hugh) aufgetaucht. Der ehemalige Borg-Schauspieler, der in den TNG-Folgen "Ich bin Hugh" und "Angriff der Borg" zu sehen war, spielte darin einen sprachlosen Außerirdischen namens Fantome.

In einem langen Fandom-Artikel spricht der Schauspieler über seine Zeit bei TNG und über seine Zusammenarbeit mit Whoopie Goldberg (ST:TNG Guinan) und Patrick Stewart (ST:TNG Picard), aber auch über die Dreharbeiten mit der Voyager-Crew und seine sonstigen Aktivitäten. Über die klassischen Star Trek-Elemente in "The Void" meinte er (Vorsicht, Spoiler!):

"Sie stecken in einer Leere fest, und grundsätzlich ermorden sich alle gegenseitig und versuchen, aus der Leere herauszukommen. Sie stehlen Nahrung und Energie voneinander. Die Entscheidung ist: Du bist in einer schlechten Situation; gehst du einfach auf Plünderung, um zu überleben, und tust das, was jeder andere tut, oder wählst du den höheren Weg und sagst: ,Wisst ihr was, anstatt das zu tun, werden wir unser Essen mit euch teilen, wir werden unsere medizinische Ausrüstung mit euch teilen, wenn ihr euch im Gegenzug mit uns zusammen tut. Gemeinsam können wir herausfinden, wie man hier raus kommt.' [...]
Es war ziemlich ,echtes Trek', die Prinzipien Gene Roddenberrys, die im klassischen Trek ausgedrückt wurden. Diese Folge fühlte sich ebenfalls sehr so an, sie hatte ein wirklich nettes Element von wirklich gutem Star Trek. Es geht nicht um's Kämpfen, sondern um Ethik und wie wir einen Ausweg aus einer Situation, in der wir stecken, finden.

Links zum Thema:
http://www.fandom.com/star_trek/editorial.asp?obj_id=256614

Serie V für Herbst geplant.
Auf einer Konferenz mit Finanzanalysten hat Viacom, die Muttergesellschaft von UPN, gestern erstmals offiziell von einer neuen Star Trek-Serie im Herbst 2001 gesprochen.

Auch UPN, auf deren Fernsehnetzwerk die neue Serie ausgestrahlt werden soll, wurde der Rücken gestärkt: Man gehe davon aus, das Netzwerk würde sich die nächsten Jahre sicherlich noch halten.

Bereits vor einiger Zeit hieß es in Gerüchten, die Vorproduktion der Serie würde schon in Kürze anlaufen - diese scheinen sich nun bewahrheitet zu haben. Aber natürlich bleibt der Schauspieler- und Autorenstreik in den USA weiterhin eine Gefahr für die Produzenten, wie Rick Berman vor mehreren Monaten schon andeutete.

Jedoch ist der Start der Serie nun wieder ein Stück näher gerückt. Über deren Inhalt schwiegen sich die Viacom-Vertreter auf ihrer Konferenz übrigens aus...

Auf einer Convention in den USA enthüllte Armin Shimerman (ST:DS9 Quark), dass "die Kulissen für Serie V warscheinlich schon fertig gestellt sind".

Diese Aussage passt perfekt in das Bild, das sich die Fans in den letzten Wochen machen konnten: Auf dem Paramount-Gelände war man angeblich schon auf der Suche nach einem Drehort für die neue Serie, und Rick Berman hatte verlauten lassen, er rechne mit Dreharbeiten für die Pilotfolge "im März oder April". Und zu guter letzt hatte Viacom in einer Konferenz auch noch einmal offiziell das Kommen der fünften Serie bestätigt. Allerdings ergibt sich die Frage, warum die Berichte vom Bau der Sets erst so spät an die Öffentlichkeit gelangen. Folglich handelt es sich also weiterhin nur um Gerüchte.

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5. Im Gespräch mit Michael Piller

In den letzten Jahren erfreute uns Michael Piller mit über 430 Stunden Star Trek-Fernsehen. In dem nun folgenden Interview spricht Michael Piller einmal Klartext in Bezug auf den letzten Kinofilm 'Star Trek: Insurrection'.

Frage: Es gibt eine Menge Gerüchte im Internet, dass du möglicherweise den ersten Entwurf von 'Star Trek: Insurrection' veröffentlichen wirst. Entsprechen diese Gerüchte der Wahrheit, und wenn ja, drückt sich dadurch eine gewissen Unzufriedenheit aus, welche du vielleicht angesichts des Endprodukts hattest?

Michael Piller: Lasst mich das einmal abklären und völlig klar machen. Mit Einverständnis der 'Viacom Consumer Licensing' und 'Pocket Books' schrieb ich ein Buch während ich an 'Star Trek: Insurrection' geschrieben habe, welches als Schulbuch für Drehbuchautoren gedacht war. Meine Absicht war es, den Leser durch den kompletten Entwicklungsprozess eines Filmes zu bringen, angefangen bei der Idee. Und danach zu zeigen, wie Änderungen, Problemen, Möglichkeiten, Forderungen des Studios und finanzielle Abwägungen das Produkt letztlich beeinflussen. Und das war das Wesentliche, um einmal zu sehen, ob der Leser die selben Entscheidungen treffen würde, welche Rick und ich während der Entwicklung des Drehbuchs trafen. Das Buch war weder kritisch geschrieben, noch brach ich damit Brücken hinter mir ab, es sollte nur einen Einblick hinter die Kulissen einer Star Trek-Produktion geben, wie es so zuvor noch niemals erzählt wurde. Aus Gründen auf die ich hier nicht näher eingehen möchte, wurde dann auf einer sehr hohen Ebene die Entscheidung getroffen, dieses Buch nicht zu veröffentlichen, was sehr enttäuschend für mich gewesen ist. Jedenfalls reflektiert es keine Unzufriedenheit meinerseits, die ich mit dem Endprodukt hatte. Ich denke 'Star Trek: Insurrection' steht für sich, verglichen mit den anderen Star Trek-Filmen. Die Ziele dieses ganz besonderen Films waren anders als bei seinen Vorgängern. Und zum größten Teil haben wir die gesteckten Ziele auch erreicht.
Aber kritisiere ich im nachhinein Entscheidungen, die ich bei diesem Film getroffen hatte?
Sicher.

Ich begann mit der Vision von Jean-Luc Picard, der alleine mit einem Phasergewehr an einem Berghang steht, und schwache und hilflose Leute gegen zwei der mächtigsten Kräfte in der Galaxis verteidigt. Ein wahrer, mystischer Held gegen unmögliche Vorgaben.

So hat es sich dann aber nicht ganz entwickelt.

Ich habe dies nicht zufriedenstellend gemacht, und nachdem alles gesagt und gemacht worden war, hatten wir die Chance gegen Picard angemessen gesichert. Ja, vielleicht wäre etwas mehr von den Bodenkämpfen hilfreicher gewesen, die wir auf unserem Weg rausschneiden mussten - die Angriffe kamen nur von drei Son'a-Shuttles und den Drohnen - aber das war nicht wirklich das Thema, wenn ich es heute betrachte. Der wahre Bösewicht in diesem Film ist die Führung der Föderation, aber so wie es geschrieben wurde, sind deren Verbrechen zum größten Teil philosophischer Natur. Das lässt die Son'a, die ich in den Dialogen als 'geringfügige Verbrecher' beschrieben hatte, als Quelle der ganzen Bedrohung zurück. Ich denke der Film hätte vielleicht eine größere Tiefe gehabt, wenn ich sowohl Kräfte der Sternenflotte als auch der Son'a gegen Picard und seine Besatzung geworfen hätte.

Und der zweite Punkt: Während des Schreibprozesses verloren wir viel von Picards persönlicher Reise. Ich wünschte ich hätte mit einem mehr substantiellen Handlungsbogen für Picard begonnen, einer der dem Verlust von ein oder zwei Szenen hätte widerstehen können. Ich muss betonen, basierend auf dem fertigen Film, kann ich die Schnitte, welche Jonathan, Rick und das Studio schließlich machte, indossieren. Aber eine Reise zu einem Jungbrunnen verdient eine Art Wiedergeburt eines Helden, und dahin gelangten wir nicht vollkommen. Das ist eine verpasste Gelegenheit, die mich sehr stört. Ich muss immer wieder daran denken, wie sich das Drehbuch wohl geändert hätte, wenn wir einen Picard gehabt hätten, der nach zwei Jahren Krieg, zuerst mit den Borg und dann mit dem Dominion, müde wurde, eine Menge Besatzungsmitglieder verloren hat, nur weil er kämpfte, um die Ideale der Föderation zu erhalten. Und dann muss er entdecken, dass seine eigenen Vorgesetzten diese Ideale opfern wollen, um den Planeten der Ba'ku zu stehlen. In diesem Szenario hätte diese friedvolle Welt einen direkten Vergleich zu den dunklen Kriegstagen von Picard gebildet.

Mein Kollege Alan Spencer erzählt die Geschichte von einem Künstler, der dabei erwischt wird, wie er seine eigene Arbeit aus dem Louvre stehlen möchte. "Ich möchte nur ein paar Dinge in meiner Zeichnung ändern, die noch nicht richtig sind.", sagt Dieser. "Es ist nicht mehr Deine", sagt der Wächter des Louvre, während sie ihn wegbringen, "Es ist nun Unsere".

Wenn ich an die Arbeiten denke, welche für immer als 'unvollendet' in meinem Gedanken sein werden, dann finde ich doch einige Sachen sehr angenehm bei 'Star Trek: Insurrection'. Ich wollte einen Film machen, der erhaben und aufrichtig in der Tradition von Roddenberry ist. Ich wollte diese intellektuelle, moralische Führerqualitäten erforschen, die meiner Meinung nach Picard von anderen Helden unterscheidet. Ich wollte aufzeigen, dass diese Besatzung eine Familie ist, die sich liebt und gegenseitig unterstützt. Und ich wollte die Enterprise fremde, neue Welten erforschen lassen. 'Star Trek: Insurrection' erreichte diese Ziele.

Ob es ein guter Film ist? Das liegt an euch.

Gleich ob euer Daumen nun nach oben oder unten geht, ich weiß ich brachte all mein Können in diesen Film ein. Ein Autor kann von sich selbst nicht mehr verlangen.
Eine der ersten Reaktionen zu diesem Film kam von einem anonymen Fan, und war ein langer und nachdenklicher Brief auf einer Webseite, der eine Menge Pro’s und Kontra’s enthielt, bis er mit den Worten schloss "... dieser Film lässt mich mit einem angenehmen, warmen Gefühl zurück."

Ich frage mich ob sie jemals erkannt hat, wie viel dies für den Typ, der gerade in meinem Stuhl sitzt, bedeutet hat. Ein Kommentar wie Dieses, nun ja, dafür lohnen sich all die schlaflosen Nächte. Aus diesem Grund wurde ich ein Autor.

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6. Kreuzfeuer

Die in dieser Rubrik durch Namen gekennzeichneten Texte sind Leserzuschriften. Sie spiegeln die Meinung der Leser wieder und stimmen nicht unbedingt mit der Meinung der Redaktion des Corona Magazines überein. Wenn Sie uns auch schreiben möchten; keine Scheu: kreuzfeuer@sf-radio.de. Bitte beachten Sie, dass wir nur Zuschriften veröffentlichen, die mit vollständigem Namen versehen sind. Die eMail-Adressen der Leser werden auf Anfrage von der Corona-Redaktion bekannt gegeben. Wir danken für Ihr Verständnis!


Kritik und Kommentare zur Corona Magazine-Ausgabe 78
Zum Artikel "Finsternis über dem Genre" von Christian Lukas

Ich habe mir soeben den Bericht "Finsternis über dem Genre" aus dem Corona (78) durchgelesen und muss dazu sagen, ich schätze die derzeitige Situation eigentlich nicht so schlimm ein. Dies mag allerdings daran liegen, dass ich eigentlich kein Fan des gesamten Phantastik-Genres bin, sondern mich eher seit über zehn Jahren als eingefleischten "Trekkie" bezeichne. Daher schaue ich persönlich sowieso ein wenig abwertend auf "Buffy", "Xena", "Sliders", "Farscape", "Stargate", "Seven Days", usw. herab.

Was Star Trek angeht, sehe ich sehe auch, dass der Markt zur Zeit etwas übersättigt ist und die Niveauansprüche in der Ebene von "Big Brother" liegen, aber irgendwie weigere ich mich innerlich doch dagegen, zu akzeptieren, dass ich auf meine regelmäßige Star Trek-Dosis verzichten müsste. Schließlich läuft jetzt seit 14 Jahren durchgehend wenigstens eine Star Trek - Serie. Aber wahrscheinlich würde es tatsächlich dem gesamten Genre gut tun, eine Verschnaufpause einzulegen.
Die relativ geringen Quoten von "Star Trek-Voyager" würde ich weniger auf schlechte Stories schieben, obwohl man sicherlich einiges hätte besser machen können. Aber wie gesagt, es gibt heutzutage eigentlich viel zu viele Sci-Fi Serien, so dass sich das Publikum eher verteilt. "Star Trek - TNG" war natürlich erfolgreicher, schließlich gab es seinerzeit nichts vergleichbares, gegen dass es sich hätte durchsetzen müssen. Durch die Fülle an Science Fiction wird im Moment doch alles in "einen Pott geschmissen". Ich musste mir gestern auf einem Kurstreffen noch die Frage eines Außenstehenden anhören: "Wo ist eigentlich der Unterschied zwischen "Star Trek" und "Star Wars"?" (Arrrrrgh!!) Daher wird "Star Trek" im Grunde von den anderen Mitstreitern seines Genres heruntergezogen.

Um noch einmal auf den Artikel des Coronas zurückzukommen. Die Stelle an der sich mir die Haare wirklich sträubten, war, als "Star Trek - Deep Space Nine" als "Dumpfes Babylon 5-Plagiat" bezeichnet wurde. Also erst einmal komme ich mir vor, wenn "DS9" überhaupt mit "Babylon 5" verglichen wird, als würde mir auf einem Kurstreffen eine bestimmte Frage gestellt werden. Ansonsten empfand ich das Finale von DER Raumstation als das Beste, was Star Trek bzw. das Sci-Fi Genre zu bieten hat.
Wie könnte man eine Saga besser zu Ende führen. Man hatte sowohl eine gute Auflösung, der bestehenden Handlungsstränge, als auch ordentliche Schlachten. Und das Resumé in der letzten halben Stunde von "What you leave behind" mit dem anschließenden Zoom weg von der Station, war sogar noch sentimentaler als das Ende von "TNG". [..]

- Stephan Seifert


Normalerweise konsumiere ich das Corona Magazine lediglich, aber der Beitrag von Christian Lukas hat mich dermaßen verärgert, dass ich darauf reagieren muss. Sofern es Sinn und Zweck dieses provokanten Artikels war, die Leserschaft aus ihrer Lethargie zu reißen, nun, Glückwunsch - in meinem Fall hat es offensichtlich ausgezeichnet funktioniert!

Aus Zeitmangel will ich mich darauf beschränken, Christian Lukas' Frage hinsichtlich der siebten Season von DS9 zu beantworten:

"JA, es gibt hier draußen tatsächlich Fans, denen die siebte Season hervorragend gefallen hat, und zwar jede Menge!" Die siebte Season zum bloßen Plagiat von Babylon 5 (eine Serie, die meine Freunde und ich ebenfalls sehr schätzen) zu degradieren, zeugt von Nichtwissen oder schlicht von Ignoranz. DS9 ist von sämtlichen ST-Serien die ausgefeilteste, und es wurde von den Fans erwartet und außerordentlich begrüßt, dass in der siebten Season die in vorherigen Seasons kunstvoll begonnenen Handlungsfäden endlich - in einer genialen Umsetzung - zusammenfanden."

Soweit es die Ausführungen zu Mission Erde betrifft ... nun, über den Ausstieg von Kevin Kilner habe ich widersprüchliche Informationen gehört; aber Lisa Howard wurde nicht rausgeworfen, um sie durch ein blondes Modell zu ersetzen, sondern sie ist ausgestiegen, weil sie schwanger war. Mir persönlich hat Lisa Howard auch besser gefallen, trotzdem stellt ihre Nachfolgerin zunehmend unter Beweis, dass sie durchaus mehr kann, als blond zu sein. Im übrigen erlebt gerade Mission Erde zur Zeit einen absoluten Höhenflug. Die dritte Season wird im Deutschen Fandom nach einigen Durchhängern begeistert aufgenommen, und in den USA und in England ist die vierte Season mit großem Erfolg gestartet - die fünfte Season ist beschlossene Sache. VOX hat die vierte Season bereits gekauft und den Fans zugesagt, dass auch die fünfte sowie jede weitere Season von VOX erworben wird.
- Martina Künisch


Zitat: "Oder gibt es dort draußen an den Computern wirklich Fans, die behaupten, die siebte Staffel von "Star Trek: Deep Space Nine", dieses dumpfe "Babylon 5"-Plagiat, habe seine positiven Momente gehabt?"

JAAAAAAAAA.... gottverdammtnochmal JAAAAAAAA.... es gibt solche Fans vor den Computern! Ich habe Babylon 5 insgesamt 30 Minuten gesehen, über alle Folgen verteilt!! Trotzdem empfinde ich es als eine Frechheit, irgendeine Staffel von DS9 als Plagiat zu bezeichnen! Schon gar nicht die letzten Staffeln in denen Michael Dorn mitspielte. Am Tag als Worf an Bord kam ging es richtig zur Sache auf DS9. Endlich gab es richtig Action und Handlungen spielten sich mehr und mehr auch außerhalb von DS9 ab. Jeder der mir erzählt, dass er diese Serie nicht so gut fand, dem sage ich, er solle sich die Folgen ab dem Zeitpunkt ansehen! Worf war eine echte Bereicherung, genauso wie er unverzichtbarer Bestandteil von TNG war. Die letzten Staffeln von DS9 waren die besten! [..]
- Alexander Wiedenmann

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7. Rating Report

Das Quoten-Karussell dreht sich weiter. Nachdem das Girlscamp auf Sat.1 entsetzlich gefloppt ist und somit wohl das Ende des Reality-TV Booms erreicht ist, hievt Sat.1 mal wieder "Voyager" auf den Freitaghauptabend-Sendeplatz. Wieder darf "Voyager" den Lückenbüßer spielen; wieder werden viele Zuschauer die erste Folge verpassen da viele TV-Zeitschriften den neuen Sendetermin noch nicht abgedruckt haben, denn merkwürdigerweise scheinen heutzutage auch wöchentlich erscheinende TV-Zeitschriften nicht immer in der Lage zu sein Programmänderungen rechtzeitig zu registrieren und ihre Übersichten anzupassen.

Rund 26.000 DM kostet ein 30 Sekunden Spot in einer der drei Werbepausen. Immerhin um 4.000 DM mehr als der montägliche Girlscamp-Lückenbüßer "Helicops", aber nur halb so viel wie ein gleich langer Spot bei "Buffy" oder "Angel" auf Pro Sieben. Allerdings steigt der Preis ab der vierten Folge am neuen Sendeplatz auf über 39.000 DM (sofern die Quoten dann stimmen).

Immerhin, vielleicht eine gute Gelegenheit die 30 Sekunden Spot Preise einiger Serien zu vergleichen (leider existieren nur Quellen für Sat.1 und Pro Sieben):
"Babylon 5", Pro Sieben gegen 11:30 am Samstag: ca. 3.000 DM
"Raumschiff Enterprise", Sat.1 um 14 Uhr am Samstag: ca. 6.000 DM
"Voyager", Sat.1 um 15 Uhr am Samstag: ca. 15.000 DM
"Charmed", Pro Sieben um 16 Uhr am Samstag: ca. 18.000 DM
"Roswel"l, Pro Sieben um 17 Uhr am Samstag: ca. 29.000 DM
"Buffy", Pro Sieben um 20:15 Uhr am Mittwoch: ca. 50.000 DM
"Angel", Pro Sieben um 21:15 Uhr am Mittwoch: ca. 50.000 DM
"Die Simpsons", Pro Sieben um 21:15 Uhr am Montag: ca. 61.000 DM
"Futurama", Pro Sieben um 21:45 Uhr am Montag: ca. 61.000 DM
"Akte X", Pro Sieben um 20:15 Uhr am Montag: ca. 61.000 DM

Doch genug der nackten Zahlen. Erwähnenswert ist der anhaltende Erfolg der neuen Serie "Roswell" auf Pro Sieben. Auch die dritte Folge liegt derzeit noch sehr stabil und ist ein absoluter Erfolg bei den jüngeren Zuschauern, obwohl "Charmed" sich noch etwas besser positionieren kann. "Stargate" ist auf dem inzwischen von floppenden Reality Formaten gebeutelten Sender RTL 2 auch nicht mehr auf der Erfolgswelle, was aber zumindest teilweise auch an den Wiederholungen liegt die zur Zeit laufen.

In den USA gibt es keine großen Überraschungen. Mit der zuletzt arg ins Quoten-Trudeln geratenen "Voyager" geht es wieder etwas aufwärts, auch "Buffy" und "Angel" haben sich dort etwas erholt. "Akte X" führt die Hitliste der Phantastik Serien bei den Networks weiter an (wenn auch, wie schon öfters erwähnt, sehr weit von den Zuschauerzahlen früherer Seasons entfernt), während "Roswell" und "Seven Days" am anderen Ende der Ratings-Listen zu finden sind.
Am Syndication Markt dominiert weiterhin der Newcomer "Andromeda", "Xena" konnte zuletzt auch wieder etwas mehr Zuschauer finden. Der große Rest der Syndication Fantastik (von "Stargate" über "Relic Hunter" bis zu "Earth: Final Conflict") ist weit jenseits der Top 25 anzutreffen.

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8. Star Trek: Smile Fiction

Die Top Ten Überraschungen in Star Trek X

1. Data sagt "Fuck" und Troi wirft ihn wegen "schlechter Arbeitsmoral" von der Brücke.
2. Die Föderation erklärt allen Rassen des Alpha-Quadranten den Krieg.
3. Wesley Crusher hat einen zehn-sekündigen Gastauftritt als Mitglied eines Aussenteams.
4. Die Schiffe der Romulaner sind pink.
5. Worf’s Akne wird schlimmer.
6. Drei Worte: Locutus is back.
7. Zur Abwechslung wird mal nicht Shakespeare sondern Harry Potter zitiert.
8. "Der Himmel ist das Limit" bezieht sich auf Patrick Stewards Gagenforderungen.
9. Deanna wird von Data schwanger.
10. Der vollständige Filmtitel: Star Trek X: Play it again, Paramount.

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9. Episodenlogbuch: Star Trek: Voyager

Im folgenden Artikel werden die Handlungsabläufe der siebten Staffel von Star Trek: Voyager eingehend beschrieben. Wer sich also die Spannung auf die kommenden Episoden erhalten möchte, sollte nicht weiterlesen!

7.4 Repression

Die Folge beginnt mit einem Bajoraner, Teero, der Maquis-Schiffe zeichnet und dazu irgendwelche Melodien summt. Auf einem Monitor sind Crew-Mitglieder der Voyager abgebildet. Auf der Voyager will Tom B'Elanna überraschen und lädt sie in seine neueste Holo-Kreation ein: Ein Kino im Stile der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts. Doch die Unterhaltung ist anders als erwartet. Sie finden Crewman Tabor, der bewusstlos in einem der Sessel sitzt. Der Doktor stellt fest, dass seine Verletzungen das Resultat eines Angriffes sind. Janeway beauftrag daraufhin Tuvok mit der Aufklärung des Falles. Der ist sich von Anfang an sicher, dass ein Crew-Mitglied für die Tat verantwortlich ist.
Auch andere Crewmitglieder, darunter auch Chakotay und B’Elanna, werden Opfer von Angriffen.

Nach vielen Verdächtigungen und Nachforschungen muss Tuvok erkennen, dass er der mysteriöse Angreifer zu sein scheint. Er erinnert sich, dass die Angriffe anfingen, kurz nachdem er einen Brief von seinem Sohn erhalten hat.
Daraufhin untersuchen Janeway, Chakotay, Seven und Tom den Brief und entdecken eine unterschwellige Botschaft, in der Teero einen religiösen Hymnus singt. Chakotay erkennt ihn wieder: Er arbeitete mit dem Maquis zusammen und experimentierte mit der Kontrolle des Geistes anderer Menschen herum. Tuvok erinnert sich, Teero 7 Jahre zuvor in einem bajoranischen Tempel getroffen zu haben. Dann erlebt er aber plötzlich ein Flashback, in dem er auf einen Operationstisch gefesselt ist, und Teero eine Geistesverschmelzung mit ihm durchführt. Janeway bittet Tuvok, mehr zu erzählen - doch dem erscheint Teero und fordert ihn auf, seine Mission zu beenden. Auch wenn er es versucht, so kann Tuvok schließlich doch nicht die Oberhand über seinen Geist behalten und kontaktet Chakotay über den Kommunikator. Er teilt ihm etwas auf bajoranisch mit. Chakotay antwortet: "Verstanden!" und geht auf die Krankenstation, wo er Parisbetäubt und B'Elanna den selben Befehl auf bajoranisch gibt. Auch sie versteht und zusammen übernehmen sie die Kontrolle über die Brücke. Dann versammeln sie die anderen von Tuvok attackierten Ex-Maquis, die ihren Befehlen gehorchen und die anderen Voyager-Crew-Mitglieder außer Gefecht setzten.

Als das Schiff plötzlich auf roten Alarm geht, versucht Janeway die Brücke zu kontakten - ohne Antwort. Chakotay sucht sie statt dessen auf und verkündet, dass der Maquis ab jetzt die Kontrolle über das Schiff übernommen hat. Er erzählt Janeway, dass sie Teero daran erinnert hat, was sie wirklich sind - Maquis und dass die Rebellion noch nicht vorbei ist. Zumindest auf der Voyager nicht. Er lässt Tuvok frei und sperrt Janeway in die Zelle. Kurz darauf, als sie allein sind, wendet Tuvok seinen vulkanischen Griff bei Chakotay an und führt eine erneute Geistesverschmelzung durch, durch die Chakotay wieder normal wird. Er gibt die Kontrolle der Voyager wieder an Janeway zurück. Letztendlich normalisiert sich auch der Zustand der restlichen Crew.

7.5 Critical Care

Der dralianische Händler Gar verkauft den mobilen Emitter des Doktors an den Leiter eines Krankenhauses. Der Doktor ist zuerst über seine Entführung verärgert, hilft aber, als Verletzte eingeliefert werden. Inzwischen erkennt man auf der Voyager, dass der Doktor gestohlen wurde und macht sich auf die Suche nach ihm, was sich aber aufgrund von Gar’s Verschlagenheit als recht langwierig und anstrengend erweist.
Der Doktor versucht inzwischen das beste aus seiner Situation zu machen und kümmert sich so gut es geht um die Kranken und Verletzten. Verzweifelt muss er aber erkennen, dass es im Hospital zwei Bereiche gibt – einen für die normalen Leute und einen für die "wertvollen" Mitglieder der Gesellschaft. Der Computer des Hospitals gewährt nur den wichtigen Personen alle Medikamente und ausreichende Versorgung. Der Doktor beginnt darauf hin, Medikamente von der blauen Station der "Wichtigen" zum roten Bereich der "Unwichtigen" zu schmuggeln. Als der Leiter des Hospitals, Chellick, dahinter kommt, beschränkt er den Doktor auf die Ebene der "Wichtigen". Doch der Holodoc hat schon Freunde gefunden, die ihm bei seiner Versorgung der anderen Station helfen. Chellick, der das Verschwinden des Doktors bemerkt hat, wird schließlich auf der roten Ebene fündig. Doch gerade als er den Doktor zurück bringen will, verabreicht er ihm ein Virus. Durch eine Manipulation des Doktors wird Chellick ein zu geringer Status zugeteilt und eine Behandlung wird vom Hospital-Computer verweigert. Der Doktor will ihm nur helfen, wenn die rote Ebene angemessene medizinische Versorgung erhält. Schließlich willigt Chellick ein, alle Patienten von der roten auf die blaue Ebene zu verlegen um sie angemessen behandeln zu lassen.

Gerade in diesem Moment hat die Voyager-Crew das Signal des Holo-Emitters aufgespürt und beamt auf die Station um den Doktor zu befreien. Nach seiner Rückkehr bittet er Seven seine ethischen Subroutinen zu überprüfen, da er sich nicht erklären kann, wieso sein Programm zugelassen hat, dass er eine Person absichtlich vergiftet. Doch Seven kann keine Probleme finden.

7.6 Inside Man

Nach über einem Monat erhält die Voyager endlich wieder eine Nachricht aus der Heimat. Doch diesmal gibt es keine Post, sondern ein Hologramm von Reginald Barclay. Barclay zögert nicht, die Voyager-Crew mit seinen Plänen in zu beeindrucken: In Kürze wird die Voyager einen Raumsektor mit einem roten Riesen kommen. Zur gleichen Zeit wird die Föderation das Magnetfeld eines weiteren roten Riesen im Alpha-Quadranten mit einem Veteron-Strahl anvisieren um eine geodeskische Spalte zu erzeugen. Dadurch würde der Raum an diesen zwei Punkten verbunden und ein Tor zwischen den beiden Quadranten öffnen. Janeway kontert, dass das nicht funktionieren würde, da die Schilde der geodeskischen Strahlung nicht Stand halten würden. Darauf meint Barclay, dass er Schild-Modifikationen und medizinische Technologie um die Crew zu schützen. Um ihn zu unterstützen, leiht der Doctor Barclay seinen mobilen Emitter, damit er sich frei auf dem Schiff bewegen kann. Inzwischen versucht der echte Barclay auf der Erde herauszufinden, warum die letzten zwei Datenströme ihr Ziel nicht erreicht haben Barclay findet heraus, dass wenige Stunden bevor er den ersten Datenstrom gesendet hat ein Schiff, das entweder Borg oder romulanisch war, weniger als 20 Meter am Midas-Relais vorbeigeflogen ist, doch sein Vorgesetzter Commander Harkins will darauf nicht hören.

Im Delta-Quadranten versuchen Torres und Kim eine Dankes-Botschaft an die Sternenflotte zu schicken und Holo-Barclay möchte seinen eigenen Statusbericht beifügen. Der Datenstrom wird zum Midas-Relais übertragen und wird dort von einem Ferengi-Schiff abgefangen. An Bord sind 3 Ferengi sehr euphorisch über Barclays Bericht mit Informationen über Seven. Sie wollen nämlich deren Nano-Sonden Gewinn bringend verkaufen.
Auf der Erde konsultiert Barclay seine Therapeutin, Deanna Troi. Sie meint, er wäre ganz gut gewesen, als er mit der Lehrerin Leosa ausgegangen wäre. Barclay vermutet aber, dass sie etwas mit dem Verschwinden des Datenstroms zu tun hatte, da sie am selben Tag verschwand, als auch das Hologramm verloren ging.
Das Verhör von Leosa verhilft zur Entdeckung des Ferengi-Schiffs, worauf Admiral Paris ein Sternenflotten-Schiff entsendet um die Ferengi non ihren Plänen abzuhalten. Auf der Voyager bittet der Doktor Janeway, eine Diagnose des Barclay-Hologramms durchzuführen, da das Leben der Crew schließlich in seinen Händen liegt. Die Diagnosen zeigen jedoch eine einwandfreie Funktion des Hologramms.

Derweil hat der echte Barclay einen Verdacht, was die Ferengi gemacht haben: Sie haben das erste Hologramm gestohlen, es modifiziert und es mit der zweiten Übertragung zur Voyager geschmuggelt. Die Ferengi erzeugen einen Impuls, um die geodeskische Spalte zu öffnen. Das verfolgt man bei der Sternenflotte und es wird schnell klar, dass die Ferengi die Voyager durch die Spalte bringen wollen, was die Crew töten würde. Das findet auch Seven auf der Voyager heraus, weshalb Holo-Barclay sie betäuben muss. Da die USS Carolina, die das Ferengi-Schiff abfangen soll, nicht rechtzeitig ankommen wird, kommt dem echten Barclay ein anderen Plan in den Sinn.
Die Ferengi empfangen eine Nachricht von Barclay und denken es sei ihr Hologramm. Darin meint er, dass Janeway von dem Plan Wind bekommen und einen Plan entwickelt hat, der die Crew das durchqueren der Spalte überleben lässt. Die Ferengi wollen dies verhindern und beginnen die Spalte zu schließen. Mittlerweile beamt sich der Holo-Barclay mit Seven in eine Rettungskapsel und steuert die geodeskische Spalte an. Kim gelingt es gerade noch Seven zurück zu beamen, während die Kapsel die Spalte durchquert und das Ferengi-Schiff rammt.

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10. Der Herr der Ringe (2.3)

Hier also nun der zweite Teil unseres Beitrages, in dem wir ein wenig den Mann hinter der Trilogie und die neuste Verfilmung von "Herr der Ringe" werfen wollen.
Fangen wir mit dem wirklichen "Herrn der Ringe" an: J.R.R. Tolkien.

John Ronald Reuel Tolkien, Autor von "Der Herr der Ringe", wurde 1892 in Südafrika geboren. Seine Jugend verbrachte er jedoch in England. Sein Interesse während seiner schulischen Ausbildung lag besonders in der Literatur und alten Sprachen, so beherrschte er am Ende Walisisch und Altwalisisch, Englisch, Finnisch, Latein und Griechisch – die Grundlagen für die spätere Erschaffung der Elfensprachen im "Herrn der Ringe". Als junger Mann nahm Tolkien am ersten Weltkrieg teil, in Frankreich verlor er zwei seiner drei Freunde. Dies und andere Jugenderfahrungen sollten seine Erzählungen stark prägen. In dieser Zeit entstanden die ersten Geschichten des "Silmarillion".

1925 wurde Tolkien an der Universität von Oxford Professor für Angelsächsisch, Englische Sprache und Literatur. Diesen Sitz hatte er bis zu seinem Ruhestand 1959 inne. 1937 erschien sein erstes Werk: "Der kleine Hobbit". Zu diesem Zeitpunkt war noch kein "Herr der Ringe" in Planung, doch die Beliebtheit der Hobbits und die Nachfrage nach einer Fortsetzung war zu groß. Die Verbindung zwischen den beiden Teilen sollte der Ring, den Bilbo im Nebelgebirge gefunden hat, bilden. Das Vorhaben wurde jedoch größer als Tolkien dies erwartet hatte und im Vorwort von "Die Gefährten" schrieb er: "Als die Darstellung wuchs, schlug sie Wurzeln (in der Vergangenheit) und verzweigte sich unerwartet, aber ihr Hauptthema lag von Anfang an fest, weil der Ring nun einmal das Bindeglied zwischen ihr und dem Hobbit war."

Erst 1954 erschien endlich die Trilogie "Der Herr der Ringe" auf dem Markt. Es gab unzählige Vermutungen über Allegorien zum zweiten Weltkrieg und tiefere Bedeutungen, aber Tolkien streitet dies vehement ab: "Was irgendwelche tiefere Bedeutung oder ‚Botschaft’ betrifft, so gibt es nach der Absicht des Verfassers keine. Das Buch ist weder allegorisch noch aktuell. [...] Das entscheidende Kapitel, ‚Der Schatten der Vergangenheit’, ist einer der ältesten Teile der Erzählung. Es war schon lange geschrieben, ehe die Vorzeichen des Jahres 1939 sich zur Drohung eines unentrinnbaren Verhängnisses verdichtet hatten [...] Der wirkliche Krieg ähnelt weder in seinem Verlauf noch in seinem Abschluss dem Krieg der Sage."

In der nachfolgenden Zeit arbeitete er an der Vorgeschichte von Mittelerde, doch 1973 starb J.R.R. Tolkien nach kurzer Krankheit ohne sein Werk vollendet zu haben. Nach seinem Tod übernahm dann Tolkiens Sohn Christopher die Veröffentlichung der unvollendeten Werke. In "Unfinished Tales" und dem "Silmarillion" findet man so eine große Sammlung der vielen Geschichten vor dem Hobbit und dem Herrn der Ringe.
Bisher gibt es lediglich eine Verfilmung des Tolkienwerks – einen Zeichentrickfilm aus dem Jahre 1978, bei dem Ralph Bakshi Regie führte. Dieser Film beinhaltet sowohl eine Zusammenfassung des "Silmarillions" und des "Hobbits", als auch die eigentliche "Herr der Ringe"-Erzählung. Leider ist diese in zwei Teile gespalten worden und der zweite Teil ist nie auf Video erschienen. So endet der erste Teil mit dem Sieg am Helms Kamm und Gollum, wie er Frodo und Sam nach Mordor führt, dies entspräche ungefähr der Mitte des zweiten Buches. Die Umsetzung des Films als Kombination aus Trickfiguren und verfremdeten Realszenen ist sicherlich Geschmackssache, die Kürzungen innerhalb des Films waren es weniger. Es ist sicherlich nicht möglich "Der Herr der Ringe" komplett zu verfilmen, aber hier leidet sowohl Logik als auch Kontinuität unter den Schnitten.

Doch hat ein Mensch namens Peter Jackson, mit einer ganzen Horde von Menschen wieder angefangen die Trilogie zu verfilmen. Ein sehr, sehr großes Unternehmen, das Tolkien Fans und Fantasy Liebhaber gespannt den 19. Dezember 2001 erwarten lässt, denn an diesem Tag wird der erste Teil der Saga um einen kleinen unscheinbaren Ring in die amerikanischen und vielleicht sogar deutschen Kinos kommen.

Peter Jackson, der unter anderem schon Regie bei "The Frighteners" und "Heavenly Creatures" führte, ist ein echtes Multitalent. Er hat bei "Herr der Ringe" nicht nur Regie geführt, sondern hat Jackson zusammen mit Frances Walsh, Philippa Boyens und Stephen Sinclair die Bücher für die Leinwand umgesetzt. Mit Walsh hatte er schon 1994 das Screenplay zu "Heavenly Creatures" geschrieben und die beiden bekamen dafür eine Oscar-Nominierung.

Drehbeginn von der "Herr der Ringe" war am 11. Oktober 1999 und der Schauplatz dieses Großereignisses war Neuseeland. Die Insel bietet mit ihrer vielseitigen Vegetation eine durchaus passende Kulisse für Mittelerde. Da die drei Filme nicht nacheinander, sondern alles auf einmal gedreht wurde, um Geld und Ressourcen zu sparen, hatte Jackson ein kleines organisatorische Problem, da er nicht an drei Drehorten zugleich sein konnte. Also hat Jackson die Aufgaben verteilt und klinkte sich via Satelliten-Videokonferenz an den anderen Drehorten ein.

Die drei Filme haben ein Budget von insgesamt 180 Mio. US-Dollar und sind somit eines der teuersten Filmprojekte bisher. Jeder der drei Teile wird mindestens zwei Stunden lang sein, wenn nicht noch länger, was eher wahrscheinlich scheint, da man "Herr der Ringe" durchaus als komplex beschreiben kann.
Peter Jackson ist sich dennoch bewusst, dass man die Trilogie nie eins zu eins übernehmen könnte. Was er auch immer auf die Leinwand bringen wird, es ist eine Interpretation der Bücher.

Bücher und Film sind einfach zu unterschiedliche Medien und er bittet die "Hardcore Tolkien Fans", dies zu bedenken. Außerdem hat er von New Line Cinema, den Geldgebern dieser Produktion, die Auflage bekommen, einen "PG-13" Film abzuliefern. Es werden bei den Schlachtszenen also keine abgeteilten Arme und Beine à la "Braveheart" durch die Lüfte fliegen.
Auch wenn einige Szenen die Argusaugen der Zensur nicht überstehen werden, die Fans werden sie später doch zu sehen bekommen. Alles, was im Endeffekt rausgeschnitten wird, kommt als Bonus auf die DVDs.

Die Dreharbeiten in Neuseeland dauerten fast 15 Monate und am 22. Dezember 2000 wurde das letzte Mal "Cut!" gerufen. Nach 274 Drehtagen waren alle "realen" Filmsequenzen der Trilogie abgedreht worden. Nun befinden sich die Filme in der Nachproduktion und werden von der Firma WETA weiter bearbeitet.

Wer mehr über die Schauspieler wissen will und was sonst bei dieser Verfilmung alles eine Rolle spielte, der sollte das nächste Corona Magazine und damit den 3. Teil dieses Beitrages nicht verpassen.

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11. Äon-Team: Neue Götter und Helden

Neue Götter und Helden – jeder sieht sie anders, jeder sucht sie woanders, jeder gibt ihnen ein anderes Erscheinungsbild – sieht sie in Dingen und Erscheinungen, die manchmal nur man selber sieht und versteht. Doch manchmal findet man die neuen und alten Götter und Helden in der Fantasie seiner Mitmenschen – und warum eigentlich nicht? Lassen wir uns doch von Zeit zu Zeit einfach etwas unter die Arme greifen und unsere Sinne in Dimensionen entführen, deren Orte wir uns nicht vorstellen können. Und wer weiß, vielleicht warten genau dort unsere neuen Götter und Helden.

Zu einer solchen Reise durch die Dimensionen, auf die Suche nach neuen Göttern und Helden, wie sie von den ausstellenden Künstlerinnen und Künstlern gesehen werden, möchte das ÄON-Team interessierte Besucher durch seine diesjährige Kunstausstellung einladen. Ursprünglich für den Herbst 2000 geplant, aber aufgrund von Renovierungsarbeiten am Ausstellungsort auf dieses Frühjahr verschoben, wird die Ausstellung am 2. März um 18:00 Uhr in der Zweigbücherei Bochum-Langendreer eröffnet.

Unter den ausstellenden Künstlerinnen und Künstlern befinden sich Persönlichkeiten wie Alfred Kelsner, den vor allem die Leser der Perry Rhodan – Serie als Titelbildzeichner und Innenillustrator kennen, oder auch Christel Scheja, die insbesondere in der literarischen Fantasy-Szene beheimatet ist und durch ihre bei Heyne erschienenen Romane "Katzenspuren" und "Das magische Erbe" auch außerhalb des Fandoms Erfolge verbuchen konnte. Bilder des Grafik-Designers Reinhard Horst, der im In- und Ausland eher unter seinem Künstlernamen "Felix" bekannt ist, sind ebenso zu sehen wie Bilder von Irene Salzmann, die nicht zuletzt aufgrund ihrer zahlreichen Aktivitäten, z.B. als Rezensentin für die deutschsprachige Ausgabe des Rollenspiel-Magazins "Dragon" oder als Autorin für die SF-Serie "Rettungskreuzer Ikarus", in der Fan-Szene geschätzt wird. Auch der Zeichner Thorsten Grewe, der unter anderem zahlreiche Comics für die bei Bastei-Lübbe erscheinende Reihe "Gespenstergeschichten" gezeichnet hat, ist mit seinen Bildern vertreten. Ein Höhepunkt der Ausstellungseröffnungen sind auch immer wieder die von Bettina Börnsen kreierten Figuren und Kuchen aus Marzipan, die allerdings selten die Eröffnungsveranstaltungen überleben.

Ziel der Ausstellungen des ÄON-Teams ist es, interessierten Künstlerinnen und Künstlern – auch außerhalb des Vereins – die Möglichkeit zu geben, ihre Werke der Öffentlichkeit zu präsentieren, wobei auch dem talentierten Nachwuchs zu Aufmerksamkeit und Förderung verholfen wird. In den letzten Jahren geschah dies durch die Ausstellungen "Geträumte Welten" im Jahr 1998 und "Reisende" im Jahr 1999. Die Vorbereitungen für eine Ausstellung zum Thema "Natur und Technik" im Jahr 2002 sind bereits angelaufen; interessierte Künstler, die ihre Werke einmal ausstellen wollen, können sich für eine Teilnahme an der Ausstellung bereits jetzt bewerben.

Die Ausstellungseröffnungen dienen auch immer wieder der Vergabe des ÄON-Preises für Kreativität. Mit diesem Preis, der nunmehr zum 10. Mal vergeben wird, sollen diejenigen ausgezeichnet werden, die durch ihre Kreativität im phantastischen Bereich auffielen – die sich ihrem Hobby über das normale Maß hinaus verpflichtet fühlen. Während der Eröffnungsveranstaltung am 2. März wird der ÄON-Preis für Kreativität des Jahres 2000 vergeben. Wie erst kürzlich bekannt wurde, wird der Preis an dem Abend an sf-radio.de verliehen, worüber wir am 5. März ausführlich in einem "sf-radio on tour" berichten werden.

Wer sich die Preisverleihung nicht entgehen lassen oder mit den Künstlern, von denen ein Großteil zur Eröffnung erwartet wird, einmal persönlich ins Gespräch kommen möchte, ist herzlichst zur Ausstellungseröffnung am 2. März eingeladen. Die Veranstaltung beginnt um 18:00 Uhr in der Zweigbücherei Bochum-Langendreer, zu finden in der Unterstraße 71 in 44892 Bochum. Wer an diesem Abend keine Zeit hat, kann sich die Exponate während der Öffnungszeiten der Zweigbücherei bis zum 6. April ansehen. Der Eintritt ist jeweils frei.

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12. Star Trek: Notruf aus dem All

Der Heel-Verlag wirbt auf dem Hardcover-Umschlag dieser Neuauflage des allerersten "Star Trek"-Romans mit den Worten "jetzt in deutscher Originalübersetzung". Der gemeine Star Trek-Fan darf froh darüber sein, dass der Verlag damit nicht wirklich die deutsche "Originalübersetzung" meint. Die stammt nämlich aus dem Jahre 1970 und wurde seinerzeit für den Kinderbuch-Verlag "Schneider" angefertigt. Zu einem Zeitpunkt also, von dem an es noch zwei Jahre dauern sollte, ehe das ZDF die ersten 26 Episoden von "Raumschiff Enterprise" in sein Programm nehmen würde. Entsprechend nah an der Serie ist der Ton der deutschen Erstübersetzung, - nämlich gar nicht.

Da hatte es jemand wie Ralph Sander schon einfacher. Denn wusste man 1970 in Deutschland noch rein gar nichts von der Enterprise und der dazugehörigen Serie, so kennt sich der Kölner Autor des inzwischen vierteiligen "Star Trek-Universums" bestens mit eben dieser Materie aus und war als Neu-Übersetzer eine logische Wahl. Es überrascht folglich auch nicht, dass "Notruf aus dem All" hier zum ersten Mal die "Star Trek"-Geschichte ist, die Mack Reynolds 1968 auch tatsächlich geschrieben hat.

Eigentlich ist "die Geschichte" ein völlig falscher Begriff für diesen Roman. Dieser erzählt von einer Reise der Enterprise, auf der sich die Besatzung in vielen kleineren Abenteuern bewähren muss. Anders als in den Romanen, die sich ab Mitte der Siebziger um Captain Kirk, Mr. Spock und Co. drehten, hat hier noch keinerlei Weiterentwicklung der Figuren stattgefunden: Reynolds schrieb das Buch schließlich schon 1968. Zu einem Zeitpunkt, als die Serie gerade auf historische Weise eine dritte Staffel erstritt.

Notruf aus dem All ist nicht nur die Neuauflage eines begehrten Sammlerstücks im "Star Trek"-Fandom, sondern auch eine Reise durch die Zeit. Die Situationen dieses Romans erinnern stark an die Atmosphäre der Classic-Serie, - was sicherlich auch stark daran liegt, dass Reynolds sich einfach nur eine Reihe von Plots aus der Serie nahm und diese ein wenig umschrieb. Nichtsdestotrotz ist die Lektüre von Notruf aus dem All ein nostalgisches Lesevergnügen für Anhänger der Classic-Serie, und die "Star Trek"-Fans der nächsten Generation können hier einen unverhüllten Blick auf die Wurzeln werfen, denen Picard, Sisko, Janeway und Co. ihre Existenz verdanken.

Links zum Thema:
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3893658556/sfradiodescienfi

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13. Aus Eins mach Zwei: X-Men

Es war ja eigentlich gar nicht anders zu erwarten: auf Grundlage einer der erfolgreichsten Comic-Serien entstand ein Kinofilm, der mit hochkarätigen Schauspieler besetzt, einem Budget von 80 Mio. US-Dollar ausgestattet und von der Produktionsfirma 20th Century Fox ordentlich gehypt wurde. Eigentlich das heutige Standard-Rezept für einen geplanten Hit, der "X-Men: Der Film" im Endeffekt auch wurde. Bereits im Vorfeld wurden Cast und Crew Klauseln für Fortsetzungen in die Verträge eingebaut. Nun ist der Film bereits lange aus den Kinos wieder raus und mit der Veröffentlichung des Films auf Video und DVD steht Fox der letzte Geldregen aus dem frischgebackenem X-Men-Franchise bevor. Was nun?

Fast ein halbes Jahr lang hat man außer Spekulationen und Gerüchten nicht allzu viel gehört. Bis jetzt. Regisseur Bryan Singer, der sich im Vorfeld nicht für mehrere X-Men-Filme hat festnageln lassen, konnte endlich für den zweiten Teil wieder unter Vertrag genommen werden. Von nun an sitzt der Film bei 20th Century Fox auf dem "Fast Track" für Filmproduktionen und der geplante Drehbeginn ist für Herbst diesen Jahres angesetzt, mit einem Kinostart im Sommer oder Herbst 2002- nach "Star Wars" und "Spiderman versteht sich.

Was haben wir bisher über den neuen Film gehört? Tragen wir zusammen: Bryan Singer erwähnte mehrmals, dass unsere Helden im zweiten Film einem gewaltigen Gegner gegenüber stehen werden: der Menschheit selbst. Erik Magnus Lehnsherr, alias Magneto (Ian McKellen), wird natürlich aus seinem Plastikgefängnis befreit werden, um die Prämisse des ersten Teils weiterzuführen und sich mit Charles Xavier (Patrick Stewart) duellieren.
Ich-hab-Klingen-in-der-Hand Wolverine (Hugh Jackman), von dem wir im ersten Teil erfahren haben, dass er ein Opfer grausamer Experimente war, die ihm zu dem machten, was er heute ist, wird nach Spuren seiner Vergangenheit suchen. Ganz nach dem Akte X-Patentrezept werden wir sicherlich einiges über Wolverine erfahren, nur um dadurch auf viele weitere Rätsel zu stoßen.

Neben den bekannten X-Men des ersten Teils Cyclops, Storm, Jean Grey und Rogue, sowie den Bösewichtern Mystique, Sabretooth und Toad werden uns neue Mutanten ins Haus stehen, denn die Comics haben viel mehr zu bieten, als der erste Kinofilm uns glauben machen möchte. Angeblich soll der Wrestler "The Rock", dessen richtiger Name Dwayne Johnson ist, die Rolle des Mutanten Beast übernehmen. Beast wurde durch Selbstexperimente permanent in einen blauen, haarigen, mit großen Beißerchen ausgestatteten Mutanten transformiert. Sabretooth lässt grüßen. Die Mutanten Gambit und Jubilee wurden ebenfalls mit "X-Men 2" in Verbindung gebracht. Gambit hat die Gabe, Gegenstände durch die Gegend schweben zu lassen und schließlich zur Explosion zu bringen. Der Traum aller Hausfrauen. Jubilee dagegen kann Strahlen aus ihren Fingern abschießen. Wenn das mal nicht ins Auge geht. Außerdem könnten die Sentinels, Mutanten jagende Maschinchen mit T2-ähnlichen Köpfen, den X-Men zusetzen.
Es wird voll im nächsten Film.

Was am Ende von "X-Men: Der Film" geboten wurde, haben viele Kinobesucher als Frechheit aufgefasst. Ein derart offenes Ende erlauben sich nur wenige Episoden von TV-Serien. Doch beim Fernsehen muss man nicht zwei oder drei Jahre auf die Fortsetzung warten. Aus den Vertragsklauseln der Schauspieler geht hervor, dass alle für drei Folgen der Kinoreihe unterschrieben haben, drum sollten wir auch gar nicht davon ausgehen, dass Bryan Singer den neuen Film geschlossener gestalten wird: Die Trilogie ruft.

Die Schauspieler sind, wie meistens eigentlich, natürlich ganz euphorisch und "thrilled", wieder dabei zu sein. Nachdem der erste Teil seinen Focus auf Wolverine, Rogue und Magneto legte, werden wir die anderen Mitglieder er X-Men-Kerngruppe im neuen Film hoffentlich etwas näher kennen lernen, denn Cyclops, Storm und Jean Grey sind zwar ganz nett, wurden aber eher spärlich beleuchtet und blieben den ganzen Film durch farblos.
Maximal ein halbes Jahr soll es dauern, bis Bryan Singer das Drehbuch fertig geschrieben hat. Mit dem Drehstart Ende des Jahres könnte es allerdings zu Komplikationen mit Projekten der Schauspieler kommen. Patrick Stewart beispielsweise hat sich bereits für "Star Trek 10" verpflichtet, dessen Drehstart ebenfalls um die Zeit herum in hoher Wahrscheinlichkeit steht. Anna Paquin, Darstellerin von Rogue, hat noch eine Weile mit ihrem neusten Streifen "Buffalo Soldiers" zu tun. Hugh "Wolverine" Jackman hat gleich drei Filme am Haken: "Kate & Leopold", "Swordfish" und "Animal Husbandry". Famke Jannsen, "Jean Grey", hat neben gelegentlichen Gastauftritten in "Ally McBeal" mit den Filmen "Don't Say A Word" und "Made auch noch etwas Arbeit. Man siehst, es gibt für alle Beteiligten noch eine Menge zu tun.

Das offizielle Casting könnte in den nächsten Wochen starten und mit Sicherheit werden wir uns von nun an vor Neuigkeiten und Entwicklungen nicht mehr retten können. Die X-Men sind wieder da und ihren Kräften werden auch wir normale Menschen uns nicht entziehen können, seien sie auch noch so fiktiv.

Links zum Thema:
http://www.x-men.com
http://members.tripod.com/denmonx/xmen/faq.htm

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14. Als die Fans das Filmen lernten...

Viele werden von ihnen gehört haben, einige werden welche gesehen haben – sei es auf Cons, sei es im Fernsehen. Die Rede ist von Fan-Filmen.
Doch – was sind Fan-Filme? Wer macht sie, wie macht man sie und vor allem – warum macht man sie?
Es gibt im Fandom jeder Serie viele aktive Fans, denen es nicht ausreicht, ihre Lieblingsserie, welche auch immer das sein mag, einfach nur zu konsumieren. Sie möchten mehr tun und beginnen oft, die im Fernsehen erzählten Geschichten mit eigenen Handlungsbögen fortzusetzen. Das nennt man dann Fan Fiction und dürfte hinlänglich bekannt sein.
FanFilme sind nun die logische Fortsetzung der Fan Fiction. Die von Fans erdachte Geschichte wird - wiederum von Fans – verfilmt, mit Fans in der Technik und Fans vor der Kamera. Dabei decken Fan-Filme ein recht weites Spektrum ab: Einige Fans lieben es, ihre Serie einmal von einer lustigen Seite zu betrachten und sie zu parodieren, während hingegen andere Fans es bevorzugen, endlich einmal die Geschichte auf der Mattscheibe zu sehen, die sie sich schon immer für ihre Lieblingsserie gewünscht hätten.
Die Produktion von Fan-Filmen - zumindest bei den "ernstzunehmenden" Filmprojekten - läuft in den meisten Fällen auch tatsächlich so ab wie beim großen Vorbild. Es wird ein Drehbuch geschrieben, Schauspieler gecastet, Kulissen gebaut und Kostüme geschneidert. In welchem Umfang dies geschieht – das hängt von den Fans ab. Wie auch schon bei der Wahl ihrer Themen erweisen sich diese hier als äußerst vielfältig. So trifft man bei Fan-Filmen so ziemlich alles an – von mit Aufsteckohren versehenden Spocks auf Pappbrücken und der wackeligen Handkamera bis hin zu perfekt geschminkten Romulanern in fast filmreifen Kulissen mit einer semi-professionellen Ausrüstung.
Denn der Aufwand oder die Kosten sind bei einem Fan-Film nicht das Entscheidende. Fan-Filme werden hauptsächlich aus einem einzigen Grund gedreht, dem Selben Grund, der andere dazu bringt, ihre eigenen Geschichten zu schreiben, ein Science Fiction-Magazin herauszubringen oder im Internet Radio zu machen – sie wollen einfach Spaß haben, ihrer Kreativität freien Lauf lassen und sich mit ihrem Lieblingsthema beschäftigen.
So gibt es denn inzwischen auch eine unüberschaubare Anzahl von Fan-Filmen, Fan-Serien oder Fan-Sketchen, so viele, daß man unmöglich alle kennen kann oder gar hier aufführen könnte. Deswegen soll an dieser Stelle nur auf einige wenige Beispiele eingegangen werden. Es handelt sich ausschließlich um Star Trek Fan-Filme, da der Autor zugeben muß, mangels ausreichendem Interesse auch gar keine anderen zu kennen.

Das wohl bekannteste ehemalige Star Trek Fan-Film Projekt dürfte wohl "Raumschiff Highlander" sein. Ehemalig deswegen, weil Highlander als ein reines Star Trek-Projekt startete, sich aber inzwischen vom großen Vorbild gelöst hat – wie viele größere Projekte, da so ein Verkauf der Filme zwecks Refinanzierung der Produktionskosten möglich ist.
"Raumschiff Highlander" zählt dabei zu den Parodien, inzwischen nicht nur des Star Trek-Universums, sondern des Science Fiction-Genres allgemein.
Die U.S.S. Highlander ist ein ganz normales Schiff der Raumflotte, mit einer ganz normalen Besatzung – wenn man von ihrem Captain absieht. Robert T. Norad, wie die wandelnde Katastrophe mit vollem Namen heißt, ist nämlich ein Idiot ohne Gleichen, der nur durch einen Zufall im Stuhl des Captains gelandet ist. Doch seine Crew wird ihn nicht wieder los, denn im Hauptquartier hält man Norad immer noch für einen großen Helden.
Auf ganze fünf Filme brachte es das Produktionsteam um Norad-Darsteller Robert Amper. Angefangen hatte man 1995 mit einer halben Stunde Film, aufgenommen mit einfachster Technik in der Raumschiffkulisse von Ampers Haus. Um das Ganze etwas aufzupeppen, hatte Tobias Richter von "The Lightworks" zwei kurze Computeranimationen beigesteuert. Der Film hatte seine Premiere auf der FedCon 3, wo er einschlug wie eine Bombe. Im Laufe der folgenden Jahre wurde ein Film nach dem anderen gedreht, wobei sich die Aufnahmetechnik jedesmal verbesserte. Auch an den Stories wurde weiter gefeilt. Hatte die Handlung im ersten Teil eigentlich mehr dazu gedient, die einzelnen Gags aneinanderzureihen, so versuchte man ab dem zweiten Teil, die Story mehr in den Vordergrund zu holen, was aber nicht immer richtig funktionierte. Erst mit Teil fünf, der ursprünglich gar nicht mehr gedreht werden sollte, gelang es dann, eine ausgewogene Mischung zwischen Handlung und Gags herzustellen. Trotzdem sind die Filme sehenswert, wenn auch nicht mehr alle erhältlich: aufgrund der Lizenzrechte sind die ersten beiden Teile heute nur noch als Kopie zwischen den Fans zu bekommen, während Teil drei bis fünf noch heute käuflich zu erwerben sind.
Dafür erschien vor kurzem das Buch zum ersten Teil. Eine Besprechung hierzu werden Sie demnächst im Corona Magazine lesen können.

Mindestens in der gleichen Liga, wenn nicht sogar noch eine Klasse darüber, spielt das Projekt "BorgWar 3 - Atlantis”, von dem Ende des Jahres 1998 der dritte und letzte Teil in einigen ausgewählten Kinos in Reihnland-Pfalz seine Uraufführung hatte – und zwar stilecht als Vorfilm zur Premiere von "Star Trek: Insurrection".
"BorgWar 3" dürfte so ziemlich das Gegenstück zum eingangs erwähnten Plastikohren-Spock auf Pappbrücke darstellen. Gigantische Kulissen wurden da im Ludwigshafener Busdepot konstruiert, um die Brücke der U.S.S. Dallas, der WarEagle und der U.S.S. Yorktown darzustellen. Letztere hatte einen Durchmesser von neun Metern, was sogar größer als die Originalkulisse der U.S.S. Enterprise in den Paramount-Studios ist. Die Musik für den knapp zwei Stunden langen Film schrieb der im Fandom recht bekannte österreichische Komponist und Musiker Bernd Felsberger, der schon mehrere eigene CDs mit von Star Trek inspirierten Musikstücken veröffentlicht hatte.
Obwohl die Laienschauspieler für ihre Mitarbeit an "BorgWar 3" keine Gage erhielten, verschlang das Projekt am Ende dennoch etwa 70.000 DM. Dafür wurden – vermutlich ein Novum bei Fan-Filmen – echte pyrotechnische Effekte eingesetzt, und für die Sicherheit der Schauspieler bei gefährlichen Szenen sorgten zwei Stuntman.
Was den Film nochmals aus der Masse heraushebt, ist die Besetzung von zwei Rollen – die Föderationspräsidentin wird nämlich von Leonore Capell ("Marienhof") gespielt, während die Rolle des Attentäters Rosario Fusco von Francesco Pahlevan ("Die Wache", "Lindenstraße", "Stadtklinik") übernommen wurde.
Alles in allem ein gigantisches Projekt, das vom Aufwand her schon fast an eine echte Studio-Produktion heranreicht.

Ein Projekt etwas anderer Art kommt von JTM-Productions. JTM-Productions, das sind drei Schüler eines Gymnasiums aus Schwetzingen. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, eine eigene kleine Star Trek-Miniserie zu erschaffen. Den Grundstein dafür haben sie auch schon gelegt – drei Folgen umfaßt die erste Staffel von "Raumschiff Ivory", dem Prototypen der Sojourner-Klasse, dessen Crew sich mit fremden außerirdischen Wesen, Zeitreisen und militanten Separatisten auf der Heimatwelt der Bolianer herumschlagen muß.
Die drei Folgen wurden dabei unmittelbar hintereinander gedreht, nun ist das Team dabei, an Schnitt und Computeranimation zu arbeiten. Ein erster Trailer für den Pilotfilm "Gedankenkräfte" ist aber schon freigegeben worden.

Noch ein wenig mutiger ist "Star Trek: Meridian". Der Leipziger Nico Harder und sein Team planen hier gleich eine ganze Serie. Inhaltlich soll es um den Geheimdienst der Sternenflotte gehen, genauer gesagt, um die namensgebende Spezialeinheit Meridian, welche für die Abwehr von Wechselbälgern gegründet wurde. "Star Trek: Meridian" spielt nämlich zeitgleich zur sechsten "Deep Space Nine"-Staffel.
Die erste Meridian-Staffel wird voraussichtlich sechs Folgen umfassen, die Stammcrew besteht aus fünf Leuten, deren Rollen alle so gut wie besetzt sind.
Optisch wird sich "Star Trek: Merdian" als eine Mischung aus digitalen und reellen Kulissen sowie echten Außenaufnahmen präsentieren. Im Februar dieses Jahres wurde mit der Vorproduktion des Pilotfilms begonnen, einer Geschichte in acht Akten. Ein erster Trailer soll bald verfügbar sein, bevor dann voraussichtlich im August 2001 die Aufnahmen zu "Star Trek: Meridian – Zurück an die Waffen" beginnen sollen.
Allerdings sucht das Meridian-Team noch immer fleißige Mitarbeiter – wer also Interesse hat, kann sich hier gerne an Nico Harder wenden.

Links zum Thema:
http://come.to/raumschiff-highlander (Raumschiff Highlander)
http://www.astrocohors.de (Buch zum 1. Highlander-Film)
http://www.borgwar.schlund.de/borgwar (BorgWar 3)
http://www.startrek-meridian.de (Star Trek: Meridian)
http://www.jtmweb.de (Raumschiff Ivory)

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15. Star Wars: Episode II - Eine neue Hoffnung? (2.3)

Die folgende Zusammenfassung der Handlung von Episode II wurde von mehreren Websites zusammengetragen, bestätigt und scheint recht zuverlässig.
Achtung! Wer dies nicht lesen möchte, bitte einen Artikel weiterspringen!

Hunderte von Sonnensystemen haben unter der Führung von Count Dooku, einem der wenigen Jedis, die jemals den Orden verlassen haben, dem Senat ihre Absicht erklärt, sich von der Galaktischen Republik abzulösen. Mehrere Parteien im Galaktischen Senat fordern eine Armee zum Schutz gegen die vielen Terroristenanschläge dieser Rebellion. Palpatine, seit 10 Jahren oberster Kanzler der Republik, hat im Senat eine Abstimmung dazu organisiert. Padmé Amidala wurde von Jamillia als Königin von Naboo ersetzt, und dient ihrem Heimatplaneten nun als Senatorin. Sie befindet sich auf dem Weg nach Coruscant, um im Senat ihre Stimme abzugeben...

Auf Coruscant wird die Ankunft der "Nubian", dem königlichen Raumschiff von Naboo erwartet. Gerade als die Senatorin das Schiff verlässt, gibt es eine Explosion. Das Schiff wird durch die Bombe zerstört, die Senatorin liegt sterbend auf dem Boden. Eine junge Frau eilt zur schwerverletzten Senatorin hin und nimmt sie in ihre Arme. Durch die letzten Wörter, die die beiden miteinander wechseln, erfahren wir, dass die Schwerverletzte nur die Doppelgängerin Cordé (Vernoica Segura) der Senatorin ist. Cordé stirbt in Senatorin Padmé Amidalas (Natalie Portman) Armen. Padmé wird anschließend von ihrem Gefolge und den hinzukommenden Jedis Obi-Wan Kenobi (Ewan McGregor) und Anakin Skywalker (Hayden Christensen) zur Abstimmung geleitet.Bereits nachdem ein Gehilfe Kanzler Palpatines (Ian McDiarmid) dem Senat den Tod Amidalas berichtet, betritt diese selbst den Versammlungsort und äussert ihre Meinung über die fehlende Sicherheit in der Galaxie. Palpatine nützt diese Gelegenheit aus, um für die Mobilisierung einer Armee zu drängen und wird von einigen Senatoren unterstützt. Auch Senator Bail Organa (Jimmy Smits) ist anwesend.

Dann bricht plötzlich das Chaos aus: Die Kopfgeldjägerin Zam Wessel (Leeanna Walsman) hat sich Zugang zum Versammlungssaal verschaffen können und versucht erneut, Padmé zu töten. Das Attentat scheitert und Zam flieht auf ihrem Speederbike. Die Abstimmung wird verschoben. Obi-Wan und Anakin nehmen sofort die Verfolgung au, in der Anakin wieder sein Können als Pilot unter Beweis stellen muss. Als sie im Untergrund von Coruscant ankommen, geht die Jagd schließlich zu Fuß weiter.
Zam flieht in einen Nachtclub voll von Aliens der verschiedensten Sorten und exotisch gekleideten Frauen, als sie glaubt, die beiden abgehängt zu haben. Da beim Club das Motto herrscht "Jedis müssen draußen bleiben", benutzt Obi-Wan einen Jedi-Gedanken-Trick um sich und Anakin Zutritt zu verschaffen.
Und schließlich finden die beiden Zam. Außerhalb des Nachtlokals wollen sie sie verhören, um herauszufinden für wen sie arbeitet und weshalb sie Padmé töten wollen. Als Zam die Antwort geben will, wird sie von einem pfeilähnlichen Geschoss getroffen. Der Schütze ist Jango Fett, ein weiterer Kopfgeldjäger, der sich im Dunkel versteckt hielt.
Obi-Wan zieht das Geschoss aus Zams leblosen Körper. Die Jedis machen sich auf den Weg zu "Dexter's Diner", eine Bar, die dem alten Freund von Obi-Wan gehört. Dexter identifiziert das Geschoss und erklärt, dass sie ausschließlich auf dem Planeten Kamino hergestellt werden.

Padmé fürchtet um ihre Sicherheit und sucht beim Jedi Rat Hilfe. Die Ratsvorsitzenden Yoda (Frank Oz) und Mace Windu (Samuel L. Jackson) weisen Obi-Wan und Anakin Padmé als Schutz zu. Obi-Wan und Anakin werden in den Rat gerufen, wo sie über die Geschehnisse berichten. Der Jedi Rat entscheidet, dass Obi-Wan den Spuren nachgehen und Anakin Padmé nach Naboo zurückbringen soll. Anakin gefällt die Idee nicht, dass sie sich trennen sollen, willigt aber nach einer Diskussion doch ein. Padmé und Anakin machen mit R2-D2 und ihrem Leibwächter Captain Typho (Jay Laga'aia) auf die Reise nach Naboo, während der sich Padmé und Anakin näherkommen.

Obi-Wan ist in der Zwischenzeit nach Kamino aufgebrochen, einer Ozeanwelt, auf der es ständig regnet. Die Städte sind auf riesige Pfosten gebaut, welche in den Ozeangrund geschlagen wurden, die Einwohner sind eine fischartige Rasse. Obi-Wan wird in der Hauptstadt vom Premierminister Lama Su (Anthony Phelan) begrüsst. Lama Su glaubt, Obi-Wan sei gekommen, um zu überprüfen, wie man vor Ort mit dem Klonen vorankommt.

Padmé und Anakin kommen auf Naboo in der Hauptstadt Theed an. Sich statten zuerst Königin Jamillia (Ayesha Dharker) einen Besuch ab, um sie über die Lage zu informieren. Danach machen sie sich auf den Weg zu Padmé's Sommerresidenz in der Nähe der Sümpfe. Als sie dort ankommen, treffen sie Padmés Nichten Pooja (Hayley Mooy) und Ryoo (Keira Wingate) und sie stellt Anakin ihren Eltern Jobal (Graeme Blundell) und Ruwee Naberrie (Trisha Noble) und auch deren Schwester (Claudia Karvan) vor. Anakin und Padmé haben dort die Ruhe und Gelegenheit, ihre Zeit miteinander zu verbringen.

Lama Su stellt Obi-Wan Taun We (Rena Owen?) vor, welche die Klonvorgänge leitet. Sie besichtigen riesige Hallen mit Laboratorien und Maschinen, Klon-Fabriken, die eine Armee produzieren. Obi-Wan ist verwirrt. Die Kaminoaner erklären ihm, dass der Auftrag vom Leiter des Jedi Rates, Sido-Dyas bereits vor längerer Zeit kam. Obi-Wan kontaktiert den Jedi Rat und erzählt ihnen über die Klon-Armee und Sido-Dyas. Mace Windu vermutet, dass jemand im Senat hinter der Klon-Armee steht und einen Krieg anzetteln will. Obi-Wan soll herausfinden, für wen Sido-Dyas arbeitet und wer dieser ist. Man ist der Meinung, der Kanzler müsse über diese beunruhigende Entwicklung unbedingt informiert werden.
Obi-Wan ahnt nicht, dass Sido-Dyas der Name ist, den Darth Sidious (=Palpatine) gebraucht hatte, um sich gegenüber den ahnungslosen Kaminoanern als Vertreter der Jedi auszugeben. Kurz nach der Schlacht von Naboo vor 10 Jahren hatte Sidious den Kaminoaners die DNA des berüchtigten Kopfgeldjäger Jango Fett geschickt, um daraus im Namen der Jedi eine Klon-Armee zu produzieren. Die Kaminaoner hatten die ganzen Jahre keinen Verdacht geschöpft. Sie wenden eine neue Technologie beim Klonen an, die Klone schneller herstellen kann, als bisher üblich. Jango Fett erhielt dafür den einzigen Klon von ihm, an dem das beschleunigte Wachsen nicht angewendet wurde, und nahm ihn als seinen Sohn. Er gab ihm dem Vornamen Boba (Daniel Logan), und bildete ihn persönlich als Kopfgeldjäger aus.

Eines Nachts hat Anakin im Schlaf eine Vision von seiner Mutter in Gefahr. Er beschließt, entgegen der Anweisung des Jedi Rates, auf Naboo zu bleiben, nach Tatooine zu reisen. Um Padmé weiterhin beschützen zu können, nimmt er sie mit. Auf dem Flug küssen sich Anakin und Padmé zum ersten Mal.

Obi-Wan kann Jango und Boba Fett auf Kamino finden und will Jango stellen. Er verfolgt Jango zu einer Landeplattform, auf der sich Jangos Schiff befindet, die "Slave 1". Der kleine Boba flüchtet in das Schiff, und zwischen Jango und Obi-Wan entbrennt ein bitterer Kampf, den Obi-Wan jedoch verliert. Jango kann fliehen, Obi-Wan gelingt es jedoch noch, einen Sender am Schiff anbringen, bevor es abhebt. Er nimmt mit seinem Raumschiff die Verfolgung auf.

Als Anakin und Padmé auf Tatooine ankommen, statten sie Watto (Andy Secombe) einen Besuch ab, um herauszufinden, sich seine Mutter Shmi Skywalker (Pernilla August) befindet. Watto, welcher nun alt ist und nicht mehr fliegen kann, erklärt Anakin, dass er, als er sein ganzes Geld durch Wetten auf Podrennen verloren hat und gezwungen war, Shmi freizulassen. Sie sei nun mit einem Mann namens Cliegg Lars (Jack Thompson) verheiratet, der seinen Sohn Owen (Joel Edgerton) mit in die Ehe brachte, und nun auf deren Farm in der Wüste wohnt.
Die Nachricht, dass er nun einen Stiefvater und einen Stiefbruder hat ist Anakin eine Überraschung.. Er macht sich mit Padmé und R2 sofort auf den Weg zur Lars Farm und trifft dort auf seine neue Familie. Auch der immer noch unvollendete C-3PO und Owens Freundin Beru Whitesun (Bonnie Piesse) sind anwesend. Shmi ist allerdings nicht zu Hause. Sie sei in die Wüste gegangen um etwas zu holen, dass nur dort wächst.
Es gibt ein langes Gespräch bei dem Anakin versucht, seine neue Familie kennenzulernen. Es wird ersichtlich, dass Anakin Eifersucht gegenüber der Liebe seiner Mutter für die neue Familie verspürt. Als es langsam spät wird und Shmi immer noch nicht zurück ist, beginnen sich Anakin und Cliegg Sorgen zu machen. Anakin borgt sich ein Swoopbike und macht sich ebenso wie Cliegg und Owen auf den Weg in die Wüste. Während Padmé, Beru und die Droiden zurückbleiben und darauf warten, dass die Männer zurückkehren, ist es Padmé, die C-3PO in der Garage vervollständigt, in dem sie ihm endlich seine Hülle gibt.

Auf der Suche nach seiner Mutter begegnet Anakin bei Sonnenuntergang einem Jawa, welcher ihm Auskunft darüber geben kann, in welche Richtung seine Mutter gegangen ist. Plötzlich sieht er, wie in der Ferne einige Sandleute auf seine Mutter einschlagen und Anakin rennt sofort auf sie zu. Als die Tusken ihn bemerken, lassen sie von ihrem Opfer ab und flüchten. Anakin eilt zu seiner Mutter. Sie können noch ein paar letzte Worte miteinander austauschen, bevor Shmi in Anakins Armen stirbt.

Links zum Thema:
http://www.starwars-union.de

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16. Wissenschaft: Ich Borg!

Die Zukunft von Mensch und Menschlichkeit

Die Zeiten, in denen die Seebären mit ihren Holzbeinen die Straßen der Küstenstädte unsicher machten sind vorbei. An die Stelle der geschnitzten Prothesen sind High-Tech Produkte getreten, die ihren natürlichen Vorbildern in vielen Punkten kaum noch nachstehen und diese teilweise schon übertrumpfen.
Lahme können wieder laufen, und zwar so schnell, dass die Gesunden kaum mithalten können, Blinde wieder sehen und Taube wieder hören.

Bereits heute ist der Herzschrittmacher etwas so Natürliches in unserer Gesellschaft, dass er kaum noch als Fremdkörper wahrgenommen wird. Es sind sogar künstliche Herzen im Einsatz, und die Zeiten, als man die Apparatur in einem Bollerwagen hinter sich herziehen musste, sind bereits Vergangenheit. Und all das, wo das Herz noch vor einigen Jahrzehnten als Sitz der Seele angesehen wurde.
Einen Schritt weiter gehen aber noch die Gehirnimplantate, die Epileptikern helfen, ihre Anfälle unter Kontrolle zu halten, ein direkter Eingriff in das Organ, das unser ganzes Selbst ausmacht. Daneben gibt es Versuche an Blinden, bei denen die optischen Eindrücke unter Umgehung des Auges übertragen werden sollen und das Cochlea-Implantat, das in der Gehörschnecke direkt die Hörnerven reizt.
All das macht den Menschen zu einem Geschöpf aus weit mehr als nur von Fleisch und Blut. Tatsächlich kommen immer mehr Erweiterungen hinzu, bei denen darüber zu streiten ist, ob sie nicht vielleicht als ein Teil des Menschen angesehen werden müssen, das gilt um so mehr je höhergestellt die jeweils wieder hergestellte Funktion zu bewerten ist.

Aber bereits heute haben wir aber das Problem, dass die Medizin an ihren Patienten nur die zu korrigierenden Fehler sieht, aber der Mensch selbst mehr und mehr aus dem Blickfeld gerät. Es besteht eine Gefahr darin, neben all der faszinierenden Fortschritte der Forschung und Medizin, die Bedürfnisse des Menschen zu vernachlässigen.
Körperliches Funktionieren ist nur ein Teilaspekt unseres Daseins, der zweifellos nicht gering zu werten ist, aber soziale Fähigkeiten sind mindestens ebenso wichtig.
Gesundheit wird in unserer Gesellschaft über die Abwesenheit von Krankheiten und Gebrechen definiert, das ist die Sichtweise der Gesunden. Viele, die diesem Bild nicht entsprechen, fühlen sich aber trotzdem nicht krank, ob sie im Rollstuhl sitzen oder gehörlos sind. Diese Menschen begreifen ihre Gesundheit als seelische und körperliche Zufriedenheit. Die Abwesenheit von Schmerzen gehört zweifellos dazu, aber weil das ein oder andere Körperteil nicht so zu gebrauchen ist wie bei der Mehrzahl der Bevölkerung ist das noch lange kein Merkmal von Krankheit.
In einer Gesellschaft, die von einer Fitnesswelle nach der anderen überschwemmt wird und in der Medikamente in Nahrungsmitteln schon fast zum Alltag gehören, wird der gerade erwähnte Aspekt grob unterschätzt.

Als Beispiel will ich nur einmal die Kultur der Gehörlosen anführen, hier ist die Mehrheit von den Segnungen der modernen Medizin, insbesondere vom Cochlea-Implantat ganz und gar nicht überzeugt. Es wird befürchtet, dass das Implantat ihre Kultur und Gemeinschaft kaputt macht. Ganz zu schweigen davon, dass für einen großen Teil eben nicht die Teilhabe an der "gesunden" Gesellschaft möglich macht. Die Gehörlosen sind gesund, und fühlen sich auch so, wenn ihnen von den "Gesunden" nicht gerade etwas anderes eingeredet worden ist.
Der ein oder andere Leser wird am Titel dieses Artikels schon erkannt haben, dass ich auf Isaac Asimovs Kurzgeschichte "I Robot" anspiele, die die Entwicklung eines Roboters zum Menschen beschreibt. Wir stehen heute vor einer ganz anderen Entwicklung, wir werden zu Borg, Humanoiden, die mit technischen Geräten ihre körperliche Leistungsfähigkeit zunächst wieder herstellen und später auch verbessern werden. Nun, wir werden keine Roboter werden, zumindest nicht in absehbarer Zukunft, auch wenn einige Forscher diese Auffassung vehement vertreten.
Das Verbessern mag hier befremdlich klingen, aber wenn ich an eine Unterhaltung mit anderen Physikstudenten denke und mich an die Begeisterung für Gehirnimplantate für Datenspeicherung und Internetanbindung erinnere, kann ich mir gut vorstellen, daß viele Menschen durchaus bereit sind, ihren unzulänglichen Körper zu verbessern.
Aber warum ist diese Entwicklung abzulehnen, ist es nicht toll, wenn körperliche Gebrechen geheilt werden können, sollte es nicht jedem selbst überlassen werden zu entscheiden, ob er seinen Körper aufrüsten möchte?

Leider zeigt uns die Gesellschaft ein anderes Bild. Wo das Funktionieren sichergestellt werden kann, wird die Abweichung von der Norm nicht mehr akzeptiert. In dieser Gesellschaft besteht keine Notwendigkeit mehr für Toleranz, weil Abweichungen korrigiert werden können, das kann nicht das Ziel sein.
Mensch sein, das bedeutet aber nicht, perfekter Mensch zu sein, sondern vor allem auch darin die Unvollkommenheit im Gegenüber anzuerkennen. Wenn ich einem behinderten Menschen gegenübersitze, will dieser in der Regel nicht mein Beileid, wird wahrscheinlich eher ärgerlich, wenn ich zuviel davon zeige, sondern, dass ich ihn wie einen Mitmenschen behandle. Ich befürchte, dass diese Fähigkeit im Gegenüber einen Menschen und nicht den Behinderten zu sehen, schon in der heutigen Gesellschaft nicht sehr ausgeprägt ist. In der Zukunft aber werden wir nicht einmal mehr den Behinderten sehen, sondern nur noch ein Subjekt, dessen Mängel mit Medizin und Technologie abgestellt werden müssen, um ihn zu einem Teil der normalen Gesellschaft zu machen.
Medizin und Forschung machen Fortschritte, von denen wir uns heute noch gar keine Vorstellung machen können, man wird Krankheiten heilen, von denen wir heute noch gar keinen blassen Schimmer haben. Ich will den Fortschritt deshalb auch nicht verteufeln, aber ich plädiere für eine kritische Sichtweise, die nicht nur die Fehlerbehebung im Auge hat, sondern auch den Menschen und seine Bedürfnisse, die über das Funktionieren hinausgehen.
Das ist das Wesen der Menschlichkeit, den Menschen als Ganzes zu sehen, der mehr ist, als die Summe seiner Teile.
Und das ist der Grund, warum die Borg niemals Perfektion erreichen werden, ganz gleich wie viele Spezies sie assimilieren, denn dazu gehört auch die Akzeptanz der Unvollkommenheit.

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17. Subspace Link

Star Wars: Nachdrehs in London.
Laut einem Bericht von TheForce.Net werden die Szenen, die für "Epsiode II" neu gedreht werden müssen, nicht in Sydney sondern in London gefilmt. Die Büros sind bereits eingerichtet und die Konstruktion der Sets hat auch begonnen. Welche Szenen gedreht werden sollen, ist unbekannt, sicher ist nur, dass die drei Hauptdarsteller Natalie Portman, Ewan McGregor und Hayden Christensen in London erwartet werden.

Link zum Thema:
http://www.theforce.net

Star Wars: Ein Interview mit Gavin Bocquet.
In einem von TheForce.Net veröffentlichten Interview gab Gavin Bocquet, Production Designer von "Die Dunkle Bedrohung" und "Epsiode II", einige Details zum kommenden "Star Wars"-Film bekannt.

Er hat unter anderem verraten, dass man Palast der Königin zurückkehren und wir ein bisschen mehr von seiner äußeren Umgebung sehen werden. Diese Szenen wurden an einem neuen Drehort in Sevilla (Spanien) gedreht. Außerdem werden in "Epsiode II" Padmes Sommerhaus und das Haus ihrer Eltern auf Naboo zu sehen sein. Bocquet sagte weiter: "Wir werden etwas mehr von Naboo und Tatooine sehen, werden wir auch wieder Mos Espa und Watto in seinem Laden besuchen und wir werden außerdem zurück in die alte Farm gehen, auf den Salzebenen von Tunesien."

Schließlich meinte sagte Gavin Bocquet zum Design des Raum des Jedirates: "Es sollte genauso werden, wie in 'Episode I', aber am Ende wurden es vier Sets in einem. Es wurde Mace Windus Büro, der Jedi-Analyse-Raum und die Jedi-Ausbildungsveranda. Alles mit Veränderungen der Farbe, Veränderungen der Details und der Architektur."

Akte X: New Girl On The Block.
Annabeth Gish, die "Neue" bei "Akte X" meldet sich zu Wort. Sie sagte, sie sei glücklich darüber, bei "Akte X" dabei zu sein. Ihre Rolle könnte schließlich ein Stammcharakter werden. Jedenfalls wenn die Serie weitergeht.

In einem Interview mit Ian Spelling sagte sie weiter: "Ich glaube nicht, dass man ein Bürger dieses Landes sein kann, ohne etwas über 'Akte X' zu wissen. Ich habe die Serie die ersten zwei oder drei Staffeln lang gesehen, obwohl ich eigentlich kein großer Fernsehgucker bin... Somit war es eine Art Überraschung, als ich davon hörte, aber es war eine willkommene Überraschung. 'Akte X' ist zweifelsfrei eine richtig hochkalibrige Serie. Ich habe die Chance ergriffen."

Über ihre Rolle sagte sie, "Reyes hat ein Gefühl für Spiritualität. Im Bezug auf eine wissenschaftlich orientierte Serie wie 'Akte X' bringe ich geistreichen Dialog ein. Es ist wunderbar für mich, weil es ein netter Schnittpunkt von professionellen und persönlichen Interessen ist."

Ihr erster Auftritt wird in der Episode "This Is Not Happening" (8x14) sein, die am 25. Februar in den USA ausgestrahlt wird.
Sehr wichtig fand Gish, dass ihr Charakter nicht dazu erschaffen wurde, ein Ersatz für Dana Scully zu sein. Sie sagte: "Und es hat nichts damit zu tun, Gillian zu ersetzen. Chris hat darüber sogar schon ein Statement abgegeben. Es dient nur dazu, eine weitere Farbe der Palette hinzuzufügen - Reyes ist nur eine andere Ebene ... es fühlt sich an, als würde es gut passen."

Angel: Auch ohne "Buffy"?
Könnte die Grusel-TV-Serie "Angel" überleben, wenn sich "Buffy the Vampire Slayer" von dem Warner Bros. TV Network abwendet und sich damit ein neues zu Hause sucht? David Boreanaz glaubt dies zumindest.

Während eines Interviews mit TV Guide Online, kam er auch auf die Überlebenschancen seiner Serie zu sprechen. Er sagte: "Wir sind zuversichtlich, dass 'Angel' auf seinen eigenen Füßen stehen kann. Am Anfang benötigt man die Liebe und Unterstützung von dem, wo man herkommt. Für die ersten sechs Episoden [waren die Buffy/Angel Crossover] ein nötiges Mittel. Es war schön, dies tun zu können."

Sich auf die gelegentlichen angespannten Verhandlungen zwischen WB und Fox über "Buffy" beziehend, sagte Boreanaz, "Solange es sich um die Buffy Gespräche handelt, ist es nicht mein Job. [..] Es ist nicht an mir, darüber zu sprechen."

Akte X: Doch Ende nach 8. Staffel?
In einem Interview hat Chris Carter nun seine Absicht erklärt, seine Erfolgsserie "Akte X" solle nun doch nach der achten Staffel enden, wenn ihr Nachfolger und Ableger "The Lone Gunmen" erfolgreich starten würde. Weiterhin soll er gesagt haben, der Cliffhanger am Ende der achten Staffel (also im Mai) sorge entweder für eine Überleitung in eine neunte Staffel oder einen weiteren Kinofilm.
Carter war in letzter Zeit häufiger vorgeworfen worden, "Akte X" nur noch aus reinem finanziellen Kalkül weiter zu drehen.

Babylon 5: Demnächst auf DVD.
J. Straczynski hat die DVD-Veröffentlichung der SF-Serie "Babylon 5" für den Monat Juli in den USA angekündigt! Er schrieb in der moderierten amerikanischen "Babylon 5"-Newsgroup, die erste DVD würde den Pilotfilm "The Gathering" und den ersten "Babylon 5"-Film "In The Beginning" enthalten.

Anschließend werde die Serie sehr zeitnah auf DVD erscheinen. Straczynski sei derzeit mit dem Artwork für die DVDs beschäftigt, am Bonus-Material werde noch nicht gearbeitet. Die Wahrscheinlichkeit einer Widescreen-Veröffentlichung schätzt er sehr hoch ein. Bleibt nur noch die Frage, ob die DVDs in einem Box-Set, wie auch "Akte X", erscheinen oder es einzelne DVDs zu kaufen geben wird.

Babylon 5: Spekulationen.
Viele Fans hatten darauf spekuliert, dass der SciFi Channel vielleicht nach gutlaufenden Wiederholungen von "Babylon 5" , dessen Spin-off "Crusade" nicht nur ausstrahlt, sondern die Serie weiterführt. Der SciFi Channel ließ nun verlauten, dass sie die Rechte an der Serie gekauft hätten, aber nicht vor haben, neue Folgen von "Crusade" zu drehen.

Die Drachenreiter von Pern: Fernseh-Serie.
Die Fantasy-Romane von Anne McCaffrey, die sich um die Drachenreiter von Pern drehen, sollen die Basis für eine neue TV-Serie bilden, so teilte Ronald D. Moore mit. Moore selber wird den Pilotfilm, der auf dem Roman "Die Welt der Drachen" basiert, produzieren und Warner Brothers hat bereits grünes Licht für die TV-Serie gegeben. Der Film soll ab Ende März, Anfang April gedreht werden, die Serie soll im nächsten Herbst auf Sendung gehen. Es sind jedoch noch keine Darsteller verpflichtet worden.

Farscape: Wieder auf Sat.1!
Ab 1. April, zeigt Sat.1 wieder "Farscape". Diese Serie wird dann immer sonntags um 17.00 Uhr ausgestrahlt. Allerdings sprach der Sender von Wiederholungen, so dass man annehmen kann, dass auf dem neuen Sendeplatz die komplette erste Staffel der Sciencefiction-Serie gezeigt wird.

Starship & Genesis II: Majel Roddenberry plant weitere Serien.
Die Witwe von Gene Roddenberry plant zwei weitere Serien für das Fernsehen aufzubereiten. Die erste wäre "Gene Roddenberry's Starship", eine komplett als Zeichentrick konzipierte Serie. Das andere Projekt ist "Genesis II", dessen Pilotfilm bereits in den 70er Jahren gedreht wurde, soll ebenfalls wieder zum Leben erweckt werden. Es handelt von einem tiefgefrorenen Wissenschaftler, der in einer postapokalyptischen Welt wieder aufwacht. Weitere Informationen über "Starship" und "Genesis II" gibt es in der März/April Ausgabe des Cinescape Magazins, das schon bald erhältlich sein wird.

Mission Erde: Fantreffen.
Der "Deutsche Mission Erde Fanclub" hat nun offiziell den Termin für das zweite Mission Erde Fantreffen veröffentlicht. Am Wochenende vom 13. - 15. Juli 2001 wird das Fantreffen stattfinden. Auch diesmal wird es einige Überraschungen für die Teilnehmer geben. Da beim vorigen Fantreffen die Verständigung unter den Fans so gut verlief, und auch um die Kosten möglichst gering zu halten, haben sich die Organisatoren dafür entschieden, dieses mal keine Darsteller einzuladen.

Link zum Thema:
http://www.taelons-network.de

Andromeda: Zweite Staffel und Pause auf Sky One.
Obwohl es bereits angekündigt war, als die Serie zum ersten mal lief, hat Tribune nun offiziell bekannt gegeben, dass "Gene Roddenberry's Andromeda" in eine weitere Staffel geht. Die Serie wird zudem in mehr als 90% aller amerikanischen Märkte im nächsten Jahr gezeigt werden. "Mission Erde" und "BeastMaster", beides auch Tribune Serien, wurden ebenfalls um eine Staffel verlängert.

Sky One macht derweil Pause in der Ausstrahlung von "Andromeda". Der britische Satellitensender hatte in den letzten Monaten die neuen Episoden sofort ausgestrahlt, die noch nicht einmal in den USA gesendet worden sind. Unglücklicherweise, und daraus eben resultierend, sind für den englischen Sender nun keine weiteren Episoden verfügbar, und die noch fehlenden Episoden der ersten Staffel werden nun erst in ein paar Monaten ausgestrahlt werden.

Allerdings wird Sky One die Episoden sofort wieder in das Programm nehmen, wenn sie die Neuen von 'Fireworks' erhalten. Der Sender wird nun die neuesten Episoden von "Star Trek: Voyager" auf dem Sendeplatz von "Andromeda" ausstrahlen, und aller Wahrscheinlichkeit nach wird "Andromeda" nach dem Ende von "Voyager" im August wieder in das Programm aufgenommen werden.

Andromeda: Interview mit Gordon Michael Woolvett.
Der Darsteller des Seamus Harper hat in einem Interview mit Michelle Erica Green über die nächsten Folgen gesprochen. Demnach wird in "Harper 2.0" der Figur ein Geheimnis anvertraut, das die Andromeda zum Ziel von interstellaren Kopfgeldjägern macht. "Ich denke wirklich, dass es Spaß machen wird," sagte Woolvett. "Harper wird auf den neuesten Stand gebracht - er bekommt das Wissen des Universums in sein Gehirn heruntergeladen. Aber dann muss er damit zurechtkommen. Ihr werdet Harper sehen, wie er versucht, mit den Schrecken seiner Vergangenheit klar zu kommen." In "Fear and Loathing in the Milky Way" sieht man Harpers dunkle Seite. In dieser Episode "werdet ihr dies sehen, wenn er sich nicht mit einem Witz aus einer Situation stehlen kann, kann er sehr gefährlich sein."

Andromeda: Interview mit Robert Hewitt Wolfe.
Aufgrund der drohenden Autoren- und Schauspielerstreiks hat man sich bei der Serie "Gene Roddenberry's Andromeda" gut vorbereitet. Inzwischen sind alle Episoden der ersten Staffel abgedreht. Space.com hat sich deshalb mit dem Produzenten der Serie Robert Hewitt Wolfe unterhalten. Er bestätigt, dass die erste Staffel im Wesentlichen ein Bekanntmachen der Charaktere war. Bei sieben Figuren sind 21 einzelne Beziehungen auszuleuchten, von denen 15 bereits erforscht wurden. Einige Beziehungen stellten sich dabei interessanter als erwartet heraus. In der zweiten Staffel wird es dann die ersten Komplikationen geben. Er selbst würde die Staffel "Die Gebote erhöhen" nennen. Das "Andromeda"-Universum soll erweitert und entwickelt werden. Dabei wird auch mehr über die Vergangenheit und das Commonwealth bekannt.

Dungeon and Dragons: Die Serie.
Nachdem der "D&D"-Film mittlerweile 38 Millionen Dollar eingespielt hat und doch nicht zur befürchteten Pleite wurde, planen die Produzenten zur Zeit großes. Man könne sich eine Fortsetzung des Kinofilms in Form einer TV-Fantasy-Serie vorstellen, ließen sie über die Seite DnDMovie.com verlauten. Das besondere daran ist, dass sie die Fans an der Planung dieser Serie teilhaben lassen möchten. Über den Webmaster von DnDMovie.com kann man Kontakt zu den Produzenten aufnehmen und ihnen Vorschläge und Vorstellungen zu einer solchen Serie unterbreiten.

Link zum Thema:
http://www.dndmovie.com

Smallville: Regisseur über Story.
Regisseur David Nutter hat über die kommende "Superman"-Serie "Smallville" gesagt, man werde im Pilotfilm sehen, dass bei einem Meteoritenschauer nicht nur "Clark Kent" auf die Erde kommen wird, sondern auch andere Dinge, die erst im Laufe der Serie enthüllt würden. Gegenüber dem Magazin "Retrovision" meinte Nutter, der u.a. auch bei "Akte X" und "Millennium" Regie geführt hatte, außerdem, dass man nicht sofort damit rechnen sollte, Kent im Superhelden-Kostüm zu sehen. Die Serie wird im Herbst in den USA starten und "Superman" in seinen Teenagerjahren zeigen.

The Tribe: Ab April im KI.KA.
Am 23.04.01 startet die Serie "The Tribe" um 16:55 Uhr im KI.KA. In dieser SF-Serie hat ein geheimnisvoller Virus alle Erwachsenen dahingerafft. Nur Kinder und Teens bleiben verschont. Die meisten von ihnen schließen sich zu Stämmen zusammen, den sogenannten Tribes, und versuchen zu überleben. Krasse Zeiten und Themen bestimmen den Plot der Serie, fantasievoll ist das Outfit und die Location der Handlung. In den verkommenen Hinterlassenschaften und Ruinen einer früheren Wohlstandsgesellschaft leben die Protagonisten der Serie, sie sind wild geschminkt im Stil der amerikanischen Ureinwohner und tragen Klamotten, die teilweise an alte Punk- und New Romantic-Zeiten der 70er und 80er Jahre erinnern.

Alien 5: Gerüchte unwahr.
Die Nachricht, dass Sigourney Weaver für einen fünften "Alien"-Film, der im Jahr 2004 in die Kinos kommen soll, unterschrieben habe, schlug ein wie eine Bombe.

Doch nun hat ein Sprecher von Weaver die Story dementiert. Es sei derzeit kein weiterer "Alien"-Teil in Arbeit. Die Meldung tauche immer wieder auf und stamme von einem alten Witz. Auch Fox bestätigte die Falschheit des Gerüchtes.

Harry Potter: Richard Harris nimmt Stellung.
Der Darsteller Richard Harris, der in der kommenden "Harry Potter"-Verfilmung den Schuldirektor Albus Dumbledore spielen wird, ist als nicht sehr diplomatisch bekannt. Nachdem er kürzlich einen Preis für sein Lebenswerk vom Londoner Kritikerzirkel bekommen hatte, sagte er: "Vermutlich hatten sie keinen anderen, dem sie den Preis geben konnten. Ich sammle keine Preise, ich bin nur wegen des Champagners hier."

Als er gefragt wurde ob er die Produktion von "Harry Potter" genießen würde sagte er: "Eigentlich nicht. Ich, Maggie Smith, Alan Rickman und Robbie Coltrane machen zwar mit, sind aber nur Gastauftritte. Wir gehen hin, tun es, hören auf und gehen nach Hause."

Harry Potter 2: Drehbuch in Arbeit.
Die Dreharbeiten an der Verfilmung des ersten "Harry Potter"-Films sind gerade zur Hälfte erledigt, trotzdem schreibt Autor Steve Kloves bereits jetzt an der Fortsetzung. Laut "Jam! Showbiz" sagte der Autor, man wolle allerdings erst einmal abwarten, wie der erste Film ankomme, bevor man sich an die Verfilmung des zweiten Teils machen wolle.

Matrix 2: Trainingsprogramm.
Gegenüber Empire Online sprach Keanu Reeves über das schwierige Martial-Arts Training für "Matrix 2" das er grad absolvieren muss. "Ich bin von Montag bis Freitag, von halb zehn bis fünf am Nachmittag dort. Zuerst müssen wir [die Schauspieler] 90 Minuten aufwärmen und bestimmte Übungen machen. Dann beginnen wir mit spezialisiertem Training, bei dem jeder mit einem Partner Kampfszenen einstudiert."

Matrix 2: Erst in Juni 2002?
Statt im Mai 2002 wird "Matrix 2" offenbar später in die US-Kinos kommen. Laut "Coming Attractions" wollen die Produzenten der direkte Konkurrenz zu "Star Wars: Episode II" und "Spider-Man" (die beiden Filme starten Mai 2002) ausweichen und planen nun einen Kinostart im Juni 2002.

Spiderman: Probeaufnahmen in New York.
Ein Bewohhner der Stadt New York ist letzte Woche wohl Zeuge von Probeaufnahmen zum kommenden "Spiderman"-Film geworden: Während der Mittagspause beobachtete er auf den New Yorker Dächern eine Figur, die aussah wie Spiderman. Nach längerem Hinsehen entdeckte der leicht verwirrte Mann schließlich auch eine Filmcrew um den Comic-Helden herum. Merkwürdig ist nach Aussagen des Augenzeugens, dass "Spiderman" anscheinend unter Höhenangst litt - höchstwahrscheinlich handelte es sich hier um ein einfaches Double, das bei Probeaufnahmen Modell stand, die eventuell zum Finden einer geeigneten Location für den Hauptdreh dienten.

Mumie 2: Start vorgezogen.
Universal Pictures hat den US-Start von "Die Mumie 2" um eine Woche auf den 4. Mai vorgezogen. Auf diesem Startermin tritt es gegen fünf andere neue Filme an. In der Fortsetzung des Hits von 1999 werden wieder Brendan Fraser als Hauptdarsteller und Stephen Sommers als Regisseur auftreten.

Star Child: SF-Komödie von Allen und Gibson.
Tim Allen und Mel Gibson haben sich zusammengetan, um für Paramount Pictures eine SF-Komödie namens "Star Child" zu entwickeln! Laut "Variety" wird Tim Allen wahrscheinlich eine Rolle als Alien übernehmen, das einen CIA-Agenten bittet, ihm wieder nach Hause zu bringen. Die Komödie soll diverse SF-Filme parodieren.

Minority Report: Ohne Damon.
In der Verfilmung der Kurzgeschichte des Autors Philip K. Dick sollte neben Tom Cruise auch der Darsteller Matt Damon zu sehen sein. Jetzt scheint bei dem Projekt, bei dem Steven Spielberg die Regie übernehmen wird, eine Besetzungsänderung unweigerlich. Matt Damon kann an den Filmarbeiten zu "Minority Report" aufgrund Terminproblemen nicht teilnehmen, weshalb laut "Popcorn UK" möglicherweise der irische Darsteller Colin Farrell dessen Rolle übernehmen soll.

Planet of the Apes: Burton spricht über seinen Film.
Seit guten vier Monaten arbeitet Tim Burton an seiner neuen Version von "Planet der Affen". Die Dreharbeiten sollen am 27. Juli abgeschlossen werden. "Wir versuchen respektvoll mit dem Original umzugehen, haben aber neue Charaktere und Handlungselemente zugefügt. Man könnte sagen, wir bewahren die Essenz des Originals, beleben diese Welt aber auf andere Weise", so Burton.

Richards gern erneut Trooper.
Denis Richards hat SciFi Wire erklärt, dass sie bereit wäre, ihre Rolle als Raumschiff-Pilotin Carmen Ibanez in einer Fortsetzung zum 1997 erschienenen Film "Starship Troopers" wieder zu spielen. Der Sciencefiction-Hit war der Film, der ihr den Durchbruch verschaffte. Allerdings erklärte sie, während sie ihren jetzigen Film "Valentine" promotete, dass sie daran zweifelt, dass es jemals eine Fortsetzung geben wird.

"Ich denke nicht, dass sie [es machen] werden," sagte sie in einem Interview. Aber sie fügte hinzu, dass sie es lieben würde, wieder mit "Troopers"-Regisseur Paul Verhoeven zu arbeiten. "Er ist ein guter Durchgeknallter," sagte sie. "Ich hoffe, ich werde eines Tages wieder mit ihm einen Film machen. Ich schätze ihn wirklich als Regisseur. Er ist so passioniert. Und er ist ein wilder Verrückter, wenn er etwas will, und ich schätze das. Er ist großartig." "Ich hatte so viel Spaß dabei. Sechs Monate Arbeit mit einem so jungen und lustigen Casting, alle auf dem gleichen Level. Wir hatten eine großartige Zeit. Es war mein erster echter Film, und der lustigste Teil war die Arbeit ... mit einem Casting, bei dem wir alle auf einer Stufe waren und so begeistert waren, dabei zu sein. Und bloß die Neuheit von allem und nichts wissend. Es war Spaß."

X-Men 2: Bryan Singer sagt zu.
Regisseur Bryan Singer hat auf der Gala anlässlich der "Empire Awards"-Verleihung erstmals offiziell bestätigt, was viele Fans vermuteten und hofften: Er wird Regie beim Nachfolger des erfolgreichen "X-Men"-Kinofilms führen.

"Die Hauptschauspieler aus dem ersten Teil werden wieder mit von der Partie sein, und einige zusätzliche Charaktere. Mehr kann ich Ihnen noch nicht verraten", sagte Bryan Singer zum Inhalt des Filmes.

Die Dreharbeiten sollen Ende 2001 beginnen und bis zum Frühjahr 2002 abgewickelt sein. "Wir werden ein paar mehr Dollars ausgeben, und ein paar tolle neue Charaktere einarbeiten. Ich arbeite derzeit bereits am Drehbuch, und das wird den größten Teil meiner Energie bis zum Drehstart einnehmen."

Bryan Singers anderes derzeit aktuelles Projekt, "Confessions of a Dangerous Mind", ist im Rahmen des Schauspieler- und Autorenstreiks in den USA derzeit auf Eis gelegt.

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43,6%: Ja
39,7%: Nein
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Quelle: DSi

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corona magazine
ISSN 1422-8904
Ausgabe 79 - 23.02.2001


Herausgeber:
"FF Science Fiction e.V."


Gründer:
Philipp Ruch


Chefredakteur:
Klaus Michels (km)


Stellv. Chefredakteur:
Sebastian Feiler (sf)


Chef vom Dienst:
Markus Wüthrich (mw)


Redaktionsleitung:
Mario Rössel (mr)


Textchef:
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Redaktion:
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Korrespondenten:
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Auflage:
11'072 Leser


Ausgabe 80 erscheint am
16. März 2001.

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