corona newsletter
ISSN 1422-8904

   Spotlights
  + Fernseh-Dschungel USA

   Star Trek
  + Das Borg-Rezept
  + Braga kein Produzent
  + Mehr bekannte Gaststars
  + 500. Star Trek-Episode
  + Weitere Sendeplanung
  + Frakes über Star Trek X

   Subspace Link
  + Ist die Luft raus?
  + Wohin die Reise geht
  + Im Bann der Dämonen
  + Infos zur achten Staffel
  + Erste Kritiken
  + Erste Eindrücke vom Set
  + Reeves wartet auf Skript
  + Pläne auf Eis gelegt?

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CORONA WEBBEAT
Der grösste Star Trek-Newsletter Europas bringt News täglich.
http://www.sftv.ch/corona


16. Juni 2000 - Ausgabe 66 - "Cathy"

Die Gründe zum Feiern

Es braucht keinen Grund zu feiern, aber innerhalb der Redaktion haben wir derzeit dennoch allerhand Gründe. Der erste wäre der 10'000ste Leser des Corona Newsletters! Wer hätte das gedacht, als Philipp Ruch Weihnachten 1996 den "Star Trek-Newsletter" für ein Berner Trekdinner herausgegeben hat.

Diese kleine HTML-Datei hat sich innerhalb von drei Jahren zum größten Sciencefiction- und Star Trek-Internetmagazin Europas gemausert. Und ich möchte hiermit noch einmal allen danken, die am Erfolg dieses Magazins mitgeholfen haben - natürlich allen Lesern, die uns immer wieder die massige Resonanz auf jede neue Ausgabe bieten, aber auch allen Redakteuren, die mich durch die letzten zwei Jahre beim Corona begleitet haben. Es war eine Zeit, die ich im nächsten Monat mit viel Wehmut aber auch großer Freude über die Dinge, die wir in den vergangenen Jahren zusammen erreicht haben, betrachten werde.

Der nächste Grund zum Feiern: Der Corona wird sich noch in diesem Jahr institutionalisieren. Mit der Gründung eines Vereins wird sich der Inhalt des Newsletters nicht ändern, aber für die Organisation wird es einige Neuigkeiten geben. Nach der geplanten Redaktionssitzung im kommenden Oktober soll es so beispielsweise im Rahmen eines Studiums im Medienbereich möglich werden, ein Praktikum beim Corona Newsletter abzulegen. Nähere Informationen zu diesen Neuerungen werden allerdings noch rechtzeitig bekannt gegeben werden.

Und noch ein Grund zum Feiern: Mit Ralph Sander haben wir ein neues Mitglied in unsere Redaktion aufgenommen. Sander ist Erfolgsautor des Sachbuchs "Das Star Trek-Universum" und wird nun mehr oder weniger - zum ersten Mal in der nächsten Ausgabe - regelmäßig für den Corona schreiben. Auch weitere bekannte Namen werden in naher Zukunft zum Redaktionsteam dazustoßen.

Soweit zum aktuellen Status rund um den Newsletter. Ich wünsche Ihnen wie immer viel Spaß bei der Lektüre der aktuellen Ausgabe.

Dennis Horn
Chefredakteur


Pfadfinder

1. Fernsehen: Fernseh-Dschungel USA
2. Kreuzfeuer
3. Star Trek: Das Borg-Rezept
4. Star Trek: trekBEAT
5. Star Trek: Smile Fiction
6. Fan Fiction: Rebellen
7. Webwatcher: WARP-online
8. Akte X: Ist die Luft raus?
9. Wissenschaft: Wohin die Reise geht
10. Buffy: Im Bann der Dämonen
11. Subspace Link


1. Spotlight: Fernseh-Dschungel USA

Die amerikanische Fernsehlandschaft - so unübersichtlich und durchsetzt von Gegensätzen wie die Vereinigten Staaten selbst. Stellen Sie sich vor, Sie sind Amerikaner. Sie haben einen Fernseher und wissen, wo ihre Lieblingsserien laufen: "Star Trek: Voyager" auf UPN 42, "X-Files" auf Fox 12 und "Profiler" auf Big NBC. Nun stellen Sie sich weiter vor, Sie fahren zu Ihren Bekannten in einer 50 Kilometer entfernten Stadt. Sie wissen, es ist Sonntag Abend - und gleich kommen Ihre Lieblingsserien, aber was ist das: Fox 33, NBC 9 und UPN 18? Die kennen Sie gar nicht.

Aber das macht nichts. Ihre Lieblingsserien laufen zur Primetime zwischen 20:00 und 23:00 Uhr auf einem Network (sonntags ab 19 Uhr).

Davon gibt es in Amerika sieben Stück: NBC, CBS, ABC, Fox, WB, UPN und PaxNet. Da es nicht möglich ist, das gesamte, aus vier verschiedenen Zeitzonen bestehende Land von einer Sendestation aus mit dem Programm eines Networks zu beliefern, operiert ein Network mit vielen kleinen Regionalstationen, genannt Affiliates (engl.: Filialen). Diese Stationen gehören meist nicht dem Network, sondern sind eigenständig operierende Sender mit eigenen Nachrichten und einem Rahmenprogramm ihrer Wahl. Nur zur Primetime zwischen 20:00 Uhr und 23:00 Uhr wird das Network-Programm gebracht. In der amerikanischen Central-Zeitzone verschiebt sich alles um eine Stunde nach vorne.

Alles davor und danach wird vom Syndication-Markt eingekauft. Produktionsfirmen bieten ihre Serienpakete, Talkshows und Entertainment-News an, welche die Stationen dann nach Belieben von 23:00 Uhr bis 20:00 Uhr einsetzen können. Lokalstationen, die keinem Network angehören, zeigen Syndication-Shows rund um die Uhr.

Network-Serien, die mindestens 100 Folgen auf dem Buckel haben, werden für den Syndication-Markt bereitgestellt und stehen für die Stationen zum Verkauf. Desweiteren gibt es Programme, die direkt für den Syndication-Markt produziert werden. Serien wie "Xena", "Star Trek: Deep Space Nine" oder demnächst "Andromeda". Das Problem bei den Syndication-Serien ist, dass Sender entscheiden können, wann sie laufen oder wie oft sie laufen. Während man "Baywatch" seit Jahren am Samstag Nachmittag zeigt, wird "Earth: Final Conflict" brutal im wöchentlichen Nachtprogramm hin- und hergeschoben. Die Fans müssen bei Syndication-Serien ständig hinterher sein und brauchen sich nicht zu wundern, wenn mal eine neue Folge gar nicht gebracht wird und stattdessen Baseball läuft.

Jetzt stellen wir uns wieder vor, wir sind Amerikaner und haben eine Lieblingsserie namens "Xena". Diese ist eine Syndication-Serie und läuft bei Ihnen zuhause auf NBC 30 jeden Samstag um 18:00 Uhr. Nun fahren Sie wieder ihre 50 Kilometer entfernten Bekannten besuchen und möchten nun am Samstag um 18:00 Uhr "Xena" schauen. Doch es läuft dort nicht. Sie empfangen nicht einmal NBC 30, sondern NBC 7. Sie werfen einen Blick in die TV-Programmzeitschrift und merken, dass Xena hier jeden Sonntag um 23:00 Uhr läuft, und das auf Fox 25.

Besonders interessant wird es, wenn Sie entdecken, dass Xena nicht nur Sonntags auf Fox 25 läuft, sondern auch Samstags um 8:00 Uhr auf ABC 2 und Dienstags um 23:00 Uhr auf WB 43.

Natürlich haben die Amerikaner nicht nur ihre Networks mit den Syndication-Programmen - das wäre viel zu wenig. Nein, für 20 Dollar im Monat kann man auch 250 Kabelsender inklusive On Demand-Filmkanäle bestellen. Diese Sender bringen genauso viel Werbung wie die Networks auch; nur richtige Bezahlsender wie Showtime und HBO sind werbefrei. Nichtsdestotrotz gibt es eine Vielzahl an Kanälen, in denen wirklich jeder etwas für seinen Geschmack findet. Sei es ein Science-fiction-Kanal, ein Kanal rund ums Kochen oder ein Kanal, in dem den ganzen Tag nur Gerichtsserien laufen - alles ist dabei. Das Kabelsystem ist fast Standard in den USA - es gibt kaum Menschen, die ohne leben können.

Satellitenfernsehen ist ebenfalls eine Option. Jedoch gibt es hier einen ganz großen Haken: Meistens bekommt man nicht die Affiliates seiner Stadt oder Region, sondern die eines ganz anderen Teiles der USA. Sollten Sie in New York wohnen und Satellitenfernsehen schauen, können Sie das Pech haben, die Lokalsender aus Los Angeles, Chicago und Houston zu empfangen, was den Spaß schon trübt, wenn man mal die Lokalnachrichten anschauen möchte; denn die gibt es für Sie nicht. Sie werden höchstens erfahren, wo es sich in New York zur Rush Hour wieder staut.

Man hat es in den USA also trotz eines gigantischen Angebots an TV-Kanälen als Zuschauer nicht gerade leicht. Gerade als Fan von Serien, die auf den jungen Networks wie UPN (zum Beispiel "Star Trek: Voyager", "Seven Days") und WB (zum Beispiel "Buffy", "Angel", "Dawson's Creek") laufen oder direkt in die Syndication verkauft werden (zum Beispiel "Xena", "Earth: Final Conflict", "Baywatch") kann man in manchen Regionen der USA Pech haben, da sie dort unter Umständen nicht von den regionalen Sendern eingekauft wurden oder die kleineren Networks dort keine Affiliates haben.

In dem Fall tritt oft das B-Programm in Kraft. Eine Affiliate, welche zum Beispiel an NBC gebunden ist, zeigt zur normalen Primetime die NBC-Serien und Filme, danach jedoch wird das Programm von einem anderen Network, welches keine Affiliate in dem Gebiet besitzt, gnadenlos im Nachtprogramm oder früh morgens verschwendet. Und wenn man ganz großes Pech hat, dann läuft die Serie überhaupt nicht.

In den letzten Jahren ist durch das immer größere Angebot an Kanälen auch ein allgemeiner Abwärtstrend bei den Einschaltquoten von beinahe allen Sendungen zu beobachten. Ein Phänomen, das auch bei uns nicht unbekannt ist - schließlich wollen immer mehr Sender und Programmanbieter am TV-Markt mitnaschen. Desweiteren stellt das Intenet eine neue Konkurrenz dar.

Doch wie sieht nun das Leben einer typischen Primetime-Serie im Laufe eines Jahres aus?

Die TV-Season startet im Herbst. Der Großteil der verlängerten Network- und Syndication-Serien starten ihre Staffel im September oder Oktober. Eine volle Staffel umfasst normalerweise 22-26 Folgen. Da die Anzahl der Folgen nicht für ein ganzes Jahr reicht, streuen die Sender immer wieder Wiederholungen von älteren Folgen in der Season ein.

Ab Juni laufen dann bis zum Start der nächsten Staffel - so es denn eine gibt - nur Wiederholungen. Neue Serien können jederzeit starten, oft als Ersatz für gefloppte neue Serien mitten in einer Season. Besonders wichtig sind die Einschaltquoten in den sogenannten Sweeps-Monaten November, Februar und Mai. Anhand der Einschaltquoten in diesen Monaten werden die Werbepreise festgesetzt. Aus diesem Grund werden in diesen Monaten oft besonders spektakuläre oder aufsehenerregende Folgen gezeigt, für die natürlich auch heftigst mit Trailern auf den jeweiligen Sendern geworben wird.

Im Frühjahr kommt schließlich die Phase, in der über die Absetzung oder die Verlängerung einer Serie entschieden wird. Primär ist dafür natürlich die Einschaltquoten-Performance im Laufe der Season ausschlaggebend. Aber auch andere Gründe wie Senderpolitik, Image und Streit zwischen Sendern und Produktionsfirmen können zum Tod von Serien führen.

Es kann schon vorkommen, dass neue Serien nach nur zwei oder drei Folgen brutalst abgesetzt werden, wenn sie die Quoten-Vorgaben der Senderführung nicht erreichen, obwohl bereits ein gutes Dutzend Folgen fertig produziert wurde. Unlängst wurde die neue Serie "Harsh Realm" von Akte X-Erfinder Chris Carter ein Opfer dieser Politik. Nach nur wenigen gezeigten Folgen und sehr schlechten Ratings nahm der Sender FOX die Serie aus dem Programm, ohne ihr eine weitere Chance zu geben.

Doch Wunder geschehen: Gefloppte Serien werden meist auf den Töchtersendern im Kabelnetz verbraten - mit einer winzigen Chance auf Wiederauferstehung , sollten die Quoten gut sein. Für Fox ist der Sender F/X das Äquivalent. In einigen Fällen werden einige, bereits fertig produzierte Folgen einer abgesetzten Serie nie das Licht der amerikanischen Bildschrime entdecken.

Andere Serien, die zwar die erste Season überleben, jedoch aufgrund zu durchschnittlicher Quoten gecancelt werden, werden manchmal durch den Wechsel des Networks zum Hit. So geschehen mit der Serie "JAG", welche in der ersten Season auf NBC lief, nur mittlere Quoten einsackte und nach einer Staffel eingestellt wurde. Der Konkurrent CBS kaufte jedoch die Rechte an der Serie. "JAG" wurde in der zweiten Staffel zum Hit und hat seitdem neue Quotenrekorde aufgestellt. Der Senderwechsel führte übrigens dazu, dass die erste Staffel auf NBC mit einem Cliffhanger endete, der aber in den USA nie zu sehen war und deswegen auch keine Fortsetzung hat, bei Sat.1 aber immer wieder ausgestrahlt wird und bei den Zuschauern für Verwirrung sorgt.

Ein weiteres Quoten-Gift ist der Wechsel des Sendeplatzes einer Serie. Die Amerikaner sind äußerst inflexibel, was diese leider oft sehr beliebte Praxis mancher Sender betrifft. Generell kann man sagen, dass der Wechsel des Sendeplatzes innerhalb einer TV-Season eher Zuschauer vergrault, als dass er welche bringt. Diese Erfahrungen mussten schon UPN mit "Voyager" und FOX mit "Futurama" machen.

Generell ist der Sendeplatz natürlich ebenfalls ausschlaggebend für den Erfolg einer Serie. Es gibt Sendeplätze, die tödlich oder zumindest sehr schädigend für den Quoten-Erfolg sein können. Der Freitagabend ist zum Beispiel nicht gerade der Tag, an dem ein Sender eine Serie platzieren sollte, die junge Erwachsene ansprechen soll. Denn wie viele vom Zielpublikum sind da wohl im Gegensatz zum Rest der Woche zuhause?

Fassen wir also zusammen: Die USA sind der größte TV-Markt der Welt. Die Verhältnisse sind chaotisch, das Publikum inflexibel und die Sender knallhart, was schlechte Quoten angeht. Auch sind die Sender nicht gerade zimperlich, wenn es darum geht, etwas mehr Platz für Werbung zu schaffen. Damit man einen oder mehrere 30-sekündige Werbespots mehr in eine der fünf bis acht Werbepausen quetschen kann, fallen auch schon mal Szenen der Schere zum Opfer. Auch der Abspann ist oft nur mehr sehr eingeschränkt oder überhaupt nicht zu sehen.

Es gibt jedoch noch sehr viel raffiniertere Tricks als das bloße Herumschnippeln an den Episoden und Filmen, um mehr Werbeplatz zu schaffen: Man spielt eine Sendung einfach mit schnellerer Geschwindigkeit ab. So schlau war man hier in Deutschland noch nicht, doch die Gier nach Profit wird auch in Deutschland nicht weniger werden - im Gegenteil.

Nun ja, Hauptsache die Quoten stimmen.

(Zurück zum Inhalt)

2. Kreuzfeuer

Die in dieser Rubrik durch Namen gekennzeichneten Texte sind Leserzuschriften. Sie spiegeln die Meinung der Leser wieder und stimmen nicht unbedingt mit der Meinung der Redaktion des Corona Newsletters überein. Wenn Sie uns auch schreiben möchten; keine Scheu: kreuzfeuer@sftv.ch. Bitte beachten Sie, dass wir nur Zuschriften veröffentlichen, die mit vollständigem Namen versehen sind. Wir danken für Ihr Verständnis!

Sat.1-Sendepolitik
Zur anhaltenden Diskussion um die Sendepolitik

Es wird Zeit, dass Sat.1 die Lizenzrechte an Star Trek verliert und die Serien wieder beim ZDF laufen, wie es vor Jahren mit TNG der Fall war! Da waren die Folgen ungeschnitten, mit Teaser, Vorspann, Abspann und allem, was dazugehört! Beim ORF funktioniert's ja auch...

Vielleicht sollte man beim ZDF mal anfragen, warum sie damals die Lizenzen abgegeben haben, wo sie neuerdings doch so auf "Verjüngungskur" sind!
- Andre Weckeiser


Seit einiger Zeit beziehe ich neben dem Corona Newsletter den Trek–Flash. Dort ist das Schneiden von Folgen häufig ein Hauptthema. Auch die Redakteure teilen Sat.1 ihren Unmut darüber mit. Ich dachte mir, man könnte vielleicht in dieser Sache weiterkommen, wenn auch der Corona Newsletter eine ähnliche Aktion starten würde. Ich hätte als Anregung, dass der Corona eine Aktion gegen Sat.1 starten könnte, die darin besteht, die Leser aufzufordern, auch weiterhin eMails an den Sender zu schicken, damit diesem klar wird, wie unzufrieden die Zuschauer mit der Sendepolitik sind. Es wäre nicht schlecht, wenn der Corona so etwas organisieren könnte. Bei knapp 10'000 Lesern gibt es bestimmt viele, die sich daran beteiligen würden. Und es bewirkt sicherlich mehr, wenn eine so große Menge an Sat.1 schreibt, als wenn sie nur vereinzelt Beschwerden erhalten.

Dabei könnte die Redaktion Tipps geben, wie man solche Mails zu formulieren hat, damit man auf den Punkt kommt, ohne ausfallend oder beleidigend zu werden, denn nur dann können die Beschwerden ernst genommen werden. Außerdem könnte sich auch die Redaktion im Namen der Leserschaft direkt an den [...] Sender richten und im Newsletter über den aktuellen Stand der Dinge berichten. In diesem Zusammenhang könnten auch öfter Beschwerdebriefe und die Reaktionen darauf veröffentlicht werden. Bestimmt kann man auch erreichen, dass man von Seiten des Senders nicht immer mit den üblichen Standard–Floskeln konfrontiert wird.
- Stephan Seifert

Anmerkung der Redaktion: Die Sendepolitik von Sat.1 ist nun bereits mehrere Monate Thema im Corona Newsletter. Wir erklären uns mit all denen solidarisch, die in ihren eMails an Sat.1 eindeutig Stellung gegen Kürzungen solcher Art beziehen und Sat.1 auffordern, den Zuschauerwünschen nachzukommen. Das Argument, wir seien noch viel besser bedient als die Zuschauer in den USA (s. Spotlight "Fernseh-Dschungel USA") zählt hier für uns nicht.

Wir versuchen nun schon seit über einem Jahr, mit Sat.1 ins Gespräch zu kommen. Die Kollegen von SF-Radio haben sogar ein Telefoninterview mit einer Pressesprecherin des Senders erhalten. Doch egal, auf welchem Wege man es versucht: Sat.1 bleibt mit Standard-Texten und -Ausreden hart und versucht, Diskussionen zu umgehen.

Dennoch: Ein "Aufstand", wie es ihn beim Trek Flash gegeben hat, zeigt, dass man nicht mehr tun kann, als das Thema sachlich anzugehen. Seitens der Fans ist es gegenüber Sat.1 bereits schon zu Bombendrohungen gekommen - was eindeutig die Gefahren solcher Aktionen deutlich macht. Deswegen möchten wir mit dem Corona in der Beziehung weiter verfahren wie bisher. Wir rufen alle auf, ihren Unmut gegenüber Sat.1 deutlich zu machen: Der ORF oder die niederländischen Sender zeigen denen, die in Österreich oder an der niederländischen Grenze wohnen, schon seit Jahren, wie eine Sendepolitik aussehen kann, wenn sie funktioniert.


Ich habe heute mit Erschrecken festgestellt, dass Sat.1 nach der vierten Staffel "Star Trek" montags bis freitags ausgesetzt hat. Als ich beim Sat.1-Zuschauerservice angerufen habe, wurde mir gesagt, dass unter der Woche frühestens im Dezember oder nächstes Jahr neue (oder alte) Folgen ausgestrahlt werden. Kann das sein? Habt ihr vor, eine Aktion zu starten, um Sat.1 dazu zu bewegen, doch "Star Trek" zu senden?
- Daniel Danner

Anmerkung der Redaktion: Sat.1 hat Star Trek nicht nicht ganz abgesetzt: Weiterhin werden Samstags neue Episoden der fünften Voyager-Staffel ausgestrahlt.


Futurama
Zur neuen Serie von Simpsons-Erfinder Matt Groening

Wirklich ein netter Bericht über Futurama - ich selbst konnte über Umwege glücklicherweise schon die Folgen der ersten Staffel sehen - und ich habe selten so viel gelacht. Die Serie ist wirklich ein würdiger Nachfolger der Simpsons, und die Fans werden sie auch in Deutschland lieben.

[Aber eine] kleine Korrektur: Es stand nicht I.C. Weiner ("I see whiner") auf dem Zettel, sondern I.C. Wiener ("I see wiener") - eine Anspielung auf die gefrorenen Männer in den Kammern.
- Marko Schilde


Nexus Convention 2000
Zur Berichterstattung zur diesjährigen Convention in Berlin

Was ist die Nexus, und wann ist sie? Ich als großer Trekkie konnte dieses Jahr leider nicht nach Bonn, weil es einfach zu weit weg ist. Aber Berlin ist nur zwei Stunden von mir [...] weg, also wäre es schön, nähere Infos zur Nexus zu erhalten.
- Kathleen Runge

Anmerkung der Redaktion: Die Nexus Convention wird vom 1.-3. September in Berlin stattfinden. Als Convention Center fungiert in diesem Jahr das "Fontane-Haus". Genaue Anschrift: Fontane-Haus Berlin, Wilhelmsruher Damm 142c, 13439 Berlin-Wittenau. An Gaststars sind diesmal mit dabei: Walter Koenig (ST:TOS Chekov) Mira Furlan (B5: Delenn), Jeffrey Combs (ST:DS9 Weyoun) und Julie Caitlin Brown (B5: Na'Thoth). Die Tickets lassen sich heute nach offiziellen Angaben zum Preis von 210 Mark bestellen. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Convention unter http://www.nexuscon.de).

Vom Corona wird übrigens auch ein Team vor Ort sein und die Berichterstattung für den Newsletter übernehmen. Falls also etwas dazwischenkommen sollte, werden Sie sicherlich über uns auf dem laufenden gehalten.


Dune
Zur Neuauflage aus Prag

Ich war ziemlich enttäuscht, dass [Dune] in wesentlichen Punkten die Handlung des Films und nicht die Handlung des Buches schildert. Denn im Vergleich zum Roman ist die David Lynch-Verfilmung in meinen Augen gnadenlos schlecht.

Man bekommt zwar eine epische und mystische Handlung und eine phantastische, sehr edle Ausstattung zu sehen, aber die wirklichen Hintergründe der Handlung bleiben bis zum Schluss ein Rätsel, wenn man das Buch nicht kennt. Die Bedeutung der Bene Gesserit, der Raumfahrer-Gilde, der Harkonnen, der Atreides und des gesamten Imperiums werden nur unzureichend geschildert, und die "Handlungseinführung" von Prinzessin Irulan und Shaddam IV am Anfang des Filmes verschweigt wichtige Zusammenhänge, die zum Verständnis des Films notwendig gewesen wären.

Erschwerend kommt hinzu, dass Lynch sich eben nicht [...] sehr genau an Herberts Buch gehalten hat. Das mag zwar auf die Ausstattung und die Kostüme zutreffen, aber nicht auf die Handlung. Vielmehr hat Lynch wichtige Handlungselemente hinzuerfunden oder verändert, die der Handlung des Buches total zuwider laufen. [...]

Wenn also die neue Verfilmung wichtige Zusammenhänge in der Handlung ausführlicher schildert (was ja allein schon durch die wesentlich längere Spielzeit gedeckt sein dürfte) und sich solche Schnitzer [...] verkneift, darf man sehr gespannt sein, was am Ende dabei herauskommt. Ich erwarte diese neue Verfilmung jedenfalls ungeduldig und werde sie mit großem Interesse verfolgen.
- Stefan Milde

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3. Star Trek: Das Borg-Rezept

In diesem Artikel werden vereinzelt Informationen über in Deutschland noch nicht ausgestrahlte Episoden gebeben - sogenannte "Spoiler". Wer sich den Spaß an diesen Episoden nicht entgehen lassen möchte, sollte diesen Artikel überspringen.

Die Borg sind salonfähig geworden - mit "Unimatrix Zero" beendete ein Borg-Cliffhanger die sechste und vorletzte Staffel von "Star Trek: Voyager", und mit Seven of Nine sehen wir in jeder Folge einen Vertreter dieser Spezies.

Die Bösewichte, die man mit Sicherheit als einen der Publikumslieblinge der Serie bezeichnen kann, wurden sozusagen von einem anderen All-Time-Favorit eingeführt: Niemand geringeres als Q machte die Enterprise D unter Captain Picard mit den kybernetischen Eroberern bekannt. Anfangs noch in der Rolle der absoluten Bösewichte, lernte das Publikum die Borg im Laufe von "Next Generation" besser kennen: Sie wurden vom einfachen, flachen Gegnermodell immer mehr zur vielschichtigen Rasse. An ihnen wurden nun nicht mehr lediglich Torpedos und Phaser bis aufs Äußerste ausgereizt, sondern in mehreren Folgen wurde auch ihre Lebensart durchleuchtet: Das Kollektiv, in dem jede Drone ohne jegliches Anrecht auf Individualität existiert. Was passiert, wenn man die Borg dieses Kollektivs beraubt, sahen wir schon in einigen grandiosen TNG-Folgen. Anfänglicher Verwirrung folgte beispielsweise im Falle von Hugh der Sprung in die Individualität. In anderen Fällen entwickelten sich die Borg ins Negative, beispielsweise unter der bösen Herrschaft von Lore.

Das Staffelfinale von Voyager beschäftigt sich nun gewissermaßen mit einem "Familienproblem" der Borg. Denn hierin ist von einer neuen Bedrohung für sie die Rede, und diesmal kommt sie aus dem Inneren des Kollektivs. Denn die Borg haben sich mit der "Unimatrix Zero" eine virtuelle Fluchtmöglichkeit aus dem Kollektiv geschaffen - sehr zum Ärger der Borg Queen. Sie macht Jagd auf die Schöpfer dieses Borg-Himmels.

Natürlich wird die Voyager in diese Art Bürgerkrieg verwickelt. Auf der Federation Convention sahen die Zuschauer auf dem Panel von Star Trek-Experte Richard Arnold aufregende Bilder einer assimilierten Captain Janeway und anderen Führungsoffizieren. Wie dieser neue Konflikt ausgeht, erfahren wir erst in der ersten Folge der siebten Staffel. Trotz allem sorgte diese mit Spannung erwartete Folge lediglich für ein enttäuschendes und unterdurchschnittliches Rating von 3.3 Punkten.

Dieses Ergebnis ist sicherlich besonders bitter, wenn man den hohen Aufwand bedenkt, den eine Borg-Folge für die Schauspieler mit sich bringt. Neben der klingonischen Maske ist das Borg-Kostüm eines der aufwendigsten im Repertoire der Maskenbildner. Jeder Darsteller der kybernetischen Rasse wird ab 4:30 Uhr morgens "assimiliert". Er bekommt eine Kopfbedeckung aus einem gummiartigen Material aufgesetzt, die die gröbsten Charakteristika des Borg-Schädels trägt. Danach folgen die Gesichtsteile und das eigentliche Make-Up. Nun steigt der Darsteller in einen dreiteiligen Anzug. Alle Teile sind aus Plastik, aber so bemalt, dass sie metallisch aussehen.

Michael Westmore, Leiter der Make-Up-Abteilung: "Wir wollen mit diesen Kostümen zeigen, dass die Borg leiden. Sie leben in einem Kollektiv, und das tut weh." Das Borg-Kostüm hat natürlich über die Jahre eine Entwicklung mitgemacht. Die TNG-Borg ähnelten Zombies, während ihre Artgenossen aus FIRST CONTACT noch wesentlich abschreckender aussahen, viel dunkler und außerirrdischer.

Während der durchschnittliche Borg-Statist einen Anzug aus einem großen Sortiment an Teilen erhält, wurden beispielsweise für Alice Krige (ST8: Borg Queen) Susanna Thompson (ST:VOY Borg Queen) eigens spezielle Anzüge aus Hartgummi entwickelt. Jeri Ryan (ST:VOY Seven) erzählt: "Ich musste zu Beginn meiner Arbeit bei Voyager einen Abdruck von meinem Kopf machen lassen. Das ist eine ganz besondere Erfahrung - dein Kopf ist 15 Minuten lang völlig abgedeckt und Du atmest durch zwei kleine Nasenlöcher, das macht schon etwas Angst. Dann haben sie auch noch einen Vollkörperabdruck von mir gemacht. Ich musste bestimmt über ein halbes Dutzend Mal zur Anprobe kommen, aber das endgültige Resultat kann sich sehen lassen. Die Arbeit, die Bob Blackman und Michael Westmore machen, ist einfach atemberaubend!"

Den Schauspielern zu Folge hat das beengende Kostüm aber neben dem gruseligen Look auch noch etwas für sich: Man schlüpfe quasi nicht nur in die Verkleidung, sondern gleichzeitig auch in den Charakter der Borg hinein. "Wenn du das Outfit einmal an hast, ist die Rolle einfach zu spielen. Du schaust in den Spiegel und bist nicht mehr du selbst. Das Kostüm passt sich dem Körper an, und man fühlt sich kontrolliert und sozusagen robotisch", sagt Manu Intiraymi, der in einer Voyager-Episode einen Borg mimte.

Die Borg haben der Voyager viel Schaden zugefügt, aber auch schon einiges genutzt. Die Borg-Technologie, die durch Seven of Nine an Bord des Schiffes gelangte, hat bereits manche brenzlige Sitation gerettet - unter anderem verdankt Neelix ihr sein Leben ("Leben nach dem Tod"). Wie auch die Klingonen hat sich diese Rasse vom einfachen Feind zu einer interessanten Alien-Rasse mit ganz eigenem Hintergrund entwickelt. Und die kleine Sensation eines Klingonen an Bord eines Föderationsschiffes wurde mit der Aufnahme von Seven of Nine in die Crew der Voyager wiederholt.

Es bleibt abzuwarten, ob die Voyager auch mit Hilfe dieser Technologie in den Alpha-Quadranten zurückkehren kann. Auf jeden Fall sind die Borg ein fester Bestandteil von Star Trek geworden - und es wäre ganz und gar nicht überraschend, wenn wir sie in Serie V wiedersehen würden.

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4. Star Trek: trekBEAT

Braga nun doch nicht mehr Produzent.
In einem Interview mit einem US-Magazin bestätigte Voyager-Produzent Brannon Braga, dass "Unimatrix Zero" für ihn die letzte Folge als ausführender Produzent für "Star Trek: Voyager" war. Sein Nachfolger wird - wie bereits zuvor in Diskussionen vermutet - Kenneth Biller sein, der das letzte Jahr der vierten Star Trek-Serie leiten wird.

Bereits zuvor wurden Vermutungen angestellt, dass Braga die Serie zugunsten der zur Zeit in Vorplanungen befindlichen fünften Star Trek-Serie verlassen werde. Die Gerüchte, die zumeist im Zusammenhang mit der so genannten "Serie V" standen, wurden bisher aber von Studios und Beteiligten stets dementiert.

Im Zusammenhang mit seinem Wechsel äußerte sich Berman noch einmal zu fünften Serie. Das Team bastele derzeit noch am Konzept: "Der Plan ist es, eine neue Serie zu starten; es gibt aber noch zu viele Unbekannte", so Braga. Interessant dabei ist, dass vor drei Wochen ein Sprecher der Studios zitiert wurde, dass die Arbeiten am Drehbuch bereits beginnen würden und Braga bereits vor einem halben Jahr zugab, man würde über Serie V sprechen.

Rick Berman sagte derweil in einem Interview: "Serie V wird bestimmt nicht dunkler werden." Dies habe DS9 in den letzten beiden Staffeln wohl ein wenig geschadet. "Man kann die neue Serie auch nicht als lustiger bezeichnen. Etwas sexier vielleicht, und sicherlich wieder etwas zeitgemäßer. Und Sie können fast ganz sicher sein, dass sie auf einem Raumschiff spielen wird."

Obwohl es viele Vorschläge und Gerüchte im Internet gibt - unter anderem die "Bring back Kirk"-Kampagne, eine eigene Show für Seven of Nine, Starfleet Academy etc. -, wolle man eine gänzlich neue Serie, welche die Essenz und den Geist von Star Trek erfasst. Man wolle das Franchise vorwärts bringen und etwas völlig Neues machen. Auf die Frage, ob diese neuen Elemente im siebten Voyager-Jahr aufgegriffen würden, meinte Braga, dass er daran zweifele: "Man solle beides voneinander getrennt halten, Voyager wird für sich selbst zu Ende gehen, und die neue Serie wird für sich selbst anfangen."

Zum Schluss gab Braga einen Ausblick auf das letzte Jahr von "Star Trek: Voyager". So werde man wohl die Nachwirkungen der Borg-Revolution sehen und die Voyager werde näher an die Heimat gelangen.

Auch Berman will epischen Film.
Auch Rick Berman, der als Nachfolger von Star Trek-Schöpfer Gene Roddenberry gesehen wird, möchte "Star Trek X" mit epischem und abenteuerlichem Format sehen - viel mehr als INSURRECTION dieses Format hatte. Der Film solle in Richtung FIRST CONTACT gehen.

Berman verlor in dem Interview mit einer US-Zeitschrift auch einige Worte zur bevorstehenden neuen Serie. Er sagte, es gebe Bemühungen, in der neuen Serie eine Gruppe von wiederkehrenden Charakteren einzubauen, die an "Deep Space Nine" erinnert. Außerdem sollen traditionelle Star Trek-Elemente wie in "Voyager" untergebracht werden. Man werde versuchen, diese Elemente auf eine einzigartige Art und Weise zusammenzufügen und etwas gänzlich Neues und Frisches zu erschaffen.

Arnold: Falsche DVD-Infos.
Star Trek-Experte Richard Arnold gab auf der diesjährigen Federation Convention 8 in Bonn bekannt, Paramount plane spezielle DVD-Releases von Director's Cut-Versionen mit bisher unveröffentlichten Szenen der Originalserie und den Kinofilmen (wir berichteten).

Diese Aussage wurde bereits einen Tag später von Paramount vehement zurückgewiesen. Solche Veröffentlichungen seien "höchstwarscheinlich noch Jahre entfernt", hieß es dort.

Mittlerweise wurde dieses Dementi wiederum etwas korrigiert. Der Redaktion liegt eine weitere Stellungnahme von Paramount vor, in der das Dementi noch einmal stark zurechtgerückt wurde: Man plane in Zukunft zwar die Neuveröffentlichung der Kinofilme als Special-Edition-DVDs, jedoch werden wohl nicht alle als Director's Cuts erscheinen, da beispielsweise Leonard Nimoy (ST:TOS Spock) mit den Zusammenschnitten seiner Kinofilme zufrieden sei. Es könnten vielleicht aber einige herausgeschnittene Szenen angehängt werden.

Planmäßig wurde indessen die elfte und zwölfte Folge der TOS-DVDs herausgegeben. Hierauf finden sich die Episoden 22 bis 25, "Morgen ist Gestern", "Landru und die Ewigkeit", "Krieg der Computer" sowie "Der schlafende Tiger".

Brooks spricht für IBM.
Avery Brooks (ST:DS9 Sisko) hat seine Stimme einem IBM-Werbespot geliehen, in dem die Firma ihre neue e-Business-Software bewirbt.

Nach einer Pressemitteilung von IBM nutzt die Werbung Brooks' Sprachtalente, um "zum Nachdenken anregende Beobachtungen darüber zu liefern, wie sich die Welt verändert und warum Erfolg ernsthafte, mächtige und verschiedenartige Software - IBM-Software - voraussetzt."

Wer Brooks' Originalstimme schon einmal gehört hat, kann sich gut vorstellen, warum ausgerechnet er für diesen Job engagiert wurde.

Am letzten Montag begann die Ausstrahlung der Werbekampagne in den USA. Im Herbst wird sie auch nach Europa und Japan ausgeweitet werden - vermutlich jedoch ohne Brooks' Stimme.

Kuss für Ryan.
Jeri Ryan (ST:VOY Seven) hat nun bestätigt, dass ihr Charakter in der Episode "Unimatrix Zero" ihren ersten Kuss hat. In einer Fernsehshow redete Ryan - in einer weißen, tief geschnittenen Bluse, einem beigen Rock und einem breiten Lächeln - über ihre Rolle in dem Cliffhanger.

Nachdem sie dem Moderator Conan O'Brien eröffnete, dass Seven in dieser Folge ihren ersten Kuss hat, meinte dieser erstaunt: "Drei Jahre, die vielleicht attraktivste Frau im Fernsehen, und Sie kriegen jetzt erst Ihren ersten Kuss? Das scheint ziemlich lahm zu sein - wer schreibt diese Serie?"

Jeri Ryan, liiert mit Star Trek-Produzent Brannon Braga, erntete lautes Gelächter vom Publikum, als sie antwortete: "Mein Freund - was in der Tat ein wenig damit zu tun gehabt haben könnte." Damit bezog sie sich auf Braga, der als Co-Autor der Folge fungiert hatte.

O'Brien wollte wissen, ob ein eifersüchtiger Freund als Autor und Produzent der Serie die Gefühlskälte ihres Charakters erklären könne. "Was ich denke, ist, dass er vielleicht mit dem Essens-Lieferant unter einer Decke gesteckt hat, denn an diesem Tag gab es furchtbar viel Knoblauch: Knoblauch-Hühnchen, Knoblauch-Pasta, Knoblauch-Brot, Knoblauch-Alles!"

Mehr bekannte Gaststars bei Voyager.
Tom Nunan, Präsident des US-Networks UPN, auf dem in den Vereinigten Staaten die vierte Star Trek-Serie "Voyager" ausgestrahlt wird, äußerte sich in einem Interview zur letzten Voyager-Staffel, die im Herbst zum ersten Mal auf UPN ausgestrahlt wird: "Die Zuschauer werden dieses Jahr aus vielen Gründen an Voyager hängen", so Nunan. "Erstens lösen wir den Cliffhanger der sechsten Staffel auf, und zweitens planen wir einige Gaststars ein, um die Show zu promoten." Viele Schauspieler seien ganz erpicht darauf, in der Serie einen Auftritt zu bekommen, wie schon zuvor der Wrestler "The Rock" und Seinfeld-Kumpel Jason Alexander. "Drittens ist für den Herbst ein zweistündiger Film geplant."

Nunan weiter: "Die Zuschauer werden sich mehr und mehr die Frage stellen, wie und ob es die Voyager nach Hause schafft. Beantwortet wird diese Frage natürlich im gigantischen Serien-Finale."

Sirtis in "Stargate".
Auf der Federation Convention 8 in Bonn gab Marina Sirtis (ST:TNG Troi) bekannt, dass sie vor zwei Wochen in einer Folge der Sciencefiction-Serie "Stargate SG-1" mitgespielt habe. In der Folge, die in der vierten Staffel der Serie ausgestrahlt werden wird, spielt die Star Trek-Schauspielerin keine Außerirdische, sondern eine russische Wissenschaftlerin.

Die Welt erobern mit Star Trek.
Am 21. Juni erscheint bei Dino die 17. Ausgabe der Comic-Serie "Pinky und Brain". Es wird hauptsächlich eine Parodie auf Star Trek werden, in der sich die beiden Titelfiguren im Star Trek-Outfit präsentieren.

Stewart vor dem Altar.
"Ich bin verliebt in Jean-Luc Picard" singt Wendy Neuss vielleicht nicht unbedingt, Anlass zur Freude aber hat sie auf alle Fälle: Eine Brent Spiner (ST:TNG Data)-Fanpage in den USA meldete als erste, dass Patrick Stewart (ST:TNG Picard) und die frühere Co-Produzentin Wendy Neuss nun endlich heiraten werden. Laut der Seite soll die Hochzeit am Wochenende des 26. Augusts stattfinden, und das komplette "Next Generation"-Ensemble sei eingeladen.

Wetten auf das Motiv der Hochzeitstorte werden übrigens noch angenommen! Ist es die tapfere Crew um Captain Picard in Sahne, und Data wird beim Anschnitt der Kopf abgetrennt? Oder ist es doch die gute alte Enterprise D selbst, bei der das Brautpaar dann gewissermaßen eine manuelle Abtrennung der Untertassensektion vornimmt?

Drehstart im nächsten Monat.
Am vergangenen Wochenende fand in Sydney und Melbourne jeweils eine Holodiction Convention statt. Zu Gast waren Robert Duncan McNeill (ST:VOY Paris), Max Grodénchik (ST:DS9 Rom) und Lolita Fatjo, Ex-Skript-Koordinatorin bei "Star Trek: Voyager". Fatjo, die wegen ihrer Anekdoten von den Dreharbeiten und den Ausblicken in die Zukunft - inklusive des einen oder anderen kleinen Geheimnisses - auf Conventions immer ein gern gesehener Gast ist, verriet, dass die Aufnahmen zur siebten Staffel der vierten Star Trek-Serie 22. Juli beginnen. Drehbuchskripte werden noch bis Oktober angenommen.

In der siebten Staffel soll es angeblich in einer Doppelfolge ein Wiedersehen mit den Aliens aus "Dragon's Teeth" geben. Samantha Wildman soll hier angeblich ums Leben kommen, ihre Tochter Naomi soll eine stärkere Bindung zu Seven of Nine finden. Quellen aus Kanada zufolge soll die Voyager ungefähr in der Mitte der siebten Staffel nach Hause kommen. Dies stimmt mit Wünschen Kate Mulgrews (ST:VOY Janeway), jedoch nicht mit den bisherigen Aussagen Rick Bermans überein. Dies sollte bisher also nur als Gerücht angesehen werden.

500. Star Trek-Episode.
Das Finale der sechsten Voyager-Staffel stellt ein ganz besonderes Jubiläum für Star Trek dar: Diese Folge ist die 500. Episode der drei neuen Star Trek-Serien.

Für einen Mann hinter den Kulissen bedeutet dies auch ein Dienstjubiläum: Rick Berman, der seit Beginn des ersten Spin-offs, "Das nächste Jahrhundert", als Produzent am Set arbeitet und somit seine 500. Episode produziert hat, hat allen Grund zum Feiern.

Eine Pressemitteilung der Studios titelt: "Erfolgreicher Produzent erreicht 500er-Marke mit dem Voyager-Staffelfinale". Die Episode wurde vor kurzem in den USA ausgestrahlt; eine ausführliche Rezension im Corona Newsletter folgt noch.

Rick Berman begann seine Arbeit an Star Trek als enger Mitarbeiter Gene Roddenberrys und hat nach dessen Tod 1991 die Leitung der Produktion übernommen. Er war maßgeblich an der Schöpfung von "Deep Space Nine" und "Voyager" beteiligt und entwickelt derzeit mit Brannon Braga die fünfte Star Trek-Serie sowie den zehnten Star Trek-Film.

Berman begann seine Laufbahn in den 70ern mit der Entwicklung einer Kinderserie für Warner Bros. Danach folgte eine kurze Zeit als unabhängiger Produzent. Seie Karriere bei Paramount begann bereits 1984 als Programmdirektor, als Vizepräsident für Langzeit- und Spezialprojekte zeichnete er sich seit 1986 für die Entwicklung von Miniserien, Fernsehfilmen und Specials verantwortlich.

Berman arbeitet neben Star Trek auch in seiner Produktionsfirma "Berman Productions", in der er Fernsehfilme verschiedenster Art entwickelt.

Frakes führt wieder Regie.
Jonathan Frakes (ST:TNG Riker) hat nun für den Film "Clockstoppers" unterschrieben. Dort soll der Star Trek-Mime den Platz des Regisseurs einnehmen. Es handelt sich dabei um eine Sciencefiction-Komödie von Paramount Pictures und Nickelodeon Movies, die vor allem auf jüngere Zuschauer ausgerichtet ist. "Clockstoppers" handelt von einem Erfinder, der versehentlich seinen Sohn und dessen Freunde "beschleunigt".

Die beteiligten Studios konnten jedoch noch kein Datum nennen, zu dem der Film erscheinen soll. Das liegt vor allem am engen Terminplan von Jonathan Frakes, der unter anderem mit "Roswell" und "Star Trek X" beschäftigt ist. Das Casting zu "Clockstoppers" hat aber schon begonnen.

Star Trek-Darsteller im Streik.
Seit dem 1. Mai befinden sich die Mitglieder der "Screen Actors Guild" und der "American Federation of Television and Radio Artists" im Streik, um gegen die Produzenten von Werbesendungen zu protestieren. Der Streik wurde ausgerufen, nachdem die Vertragsverhandlungen gescheitert waren.

Auf der Liste der Streikenden sind eine ganze Menge aus Star Trek bekannte Namen zu lesen. Dabei unter anderem: F. Murray Abraham (ST9: Ru'afo), René Auberjonois (ST:DS9 Odo), LeVar Burton (ST:TNG LaForge), Stephen Collins (ST:TOS Decker), Jonathan Frakes (ST:TNG Riker), Whoopi Goldberg (ST:TNG Guinan), Robert Duncan McNeill (ST:VOY Paris), Leonard Nimoy (ST:TOS Spock), Brock Peters (ST:DS9 Joseph Sisko), Robert Picardo (ST:VOY Doktor), William Shatner (ST:TOS Kirk), Patrick Stewart (ST:TNG Picard), Wil Wheaton (ST:TNG Wesley Crusher) und Alfre Woodard (ST8: Lily Sloane).

Fatjo verlässt Star Trek.
Lolita Fatjo, Dauer-Gaststar auf deutschen Star Trek-Conventions und Drehbuch-Koordinatorin bei "Star Trek: Voyager" verlässt zu Anfang der siebten Staffel das Franchise. Nach den ausführenden Produzenten Michael Piller und Jeri Taylor und den Autoren Joe Menosky und Ronald D. Moore ist sie nun die fünfte, "Voyager" Lebewohl sagt.

Fatjo arbeitete im Star Trek-Franchise seit dem Beginn von "Next Generation". Sie war Drehbuch-Koordinatorin aller drei neuen Serien und war bis jetzt für die Vorarbeiten für die Produktion bei der vierten Star Trek-Serie zuständig. Sie war außerdem verantwortlich, neue Drehbücher für die Serie zu bearbeiten und rief mit Eric A. Stillwell 1991 den "Writers Workshop" ins Leben, der den Fans zeigte, wie es ist, für eine Serie wie Star Trek zu schreiben. Fatjo arbeitete 13 Jahre im Franchise und erlebte die Entstehung von 20 Staffeln der Serie mit.

Die Nachricht des Ausstiegs kommt mehr als überraschend, da Fatjo erst vor wenigen Wochen auf der Federation Convention 8 in Bonn auftrat. Dort sprach sie unter anderem über die siebte Staffel von Voyager und erklärte, dass sie nach dem Ende der Serie eine kleine Pause einlegen möchte. Dennoch freue sie sich darauf, an der neuen fünften Star Trek-Serie mitzuarbeiten.

Leider sind bis jetzt keine Gründe bekannt, wieso Fatjo das Franchise verlässt.

Ryan in "Dracula 2000".
Jeri Ryan (ST:VOY Seven) wird eine Rolle im Film "Wes Craven Presents: Dracula 2000" übernehmen, der vom Horror-Spezialisten Wes Craven produziert wird. Ryan spielt darin eine aus New Orleans stammende Journalistin, die nach Vampiren sucht. Sie erklärte in einem Interview, dass sie nur eine sehr kleine Rolle im Film hat, und dass die Dreharbeiten mit ihr im Sommer stattfinden werden.

Patrick Lussier, der schon als Editor für viele von Cravens Filmen gearbeitet hat, wird in dem Film Regie führen. Lussier arbeitete unter anderem an der gesamten "Scream"-Trilogie. Eine der Hauptrollen in dem Film hat Christopher Plummer übernommen, der in THE UNDISCOVERD COUNTRY als General Chang zu sehen war.

Laut der Film- und Schauspielerdatenbank IMDB geht es in dem Film um einen Antiquitätenhändler aus London, der nach Amerika reist, um dort seine Tochter zu finden und sie vor ihrem langjährigen Erzfeind Dracula zu schützen. Der Film soll am 22. Dezember diesen Jahres in die Kinos kommen.

Sat.1: Weitere Sendeplanung.
Auf Anfrage des Corona Newsletters gab Sat.1 die weitere Sendeplanung für Star Trek bekannt. Nach der Absetzung der wöchentäglichen Ausstrahlung mit der letzten Episode der vierten Staffel, "In Furcht und Hoffnung", werde erst Anfang 2001 wieder mit einer täglichen Ausstrahlung gerechnet. Dabei soll voraussichtlich "Das nächste Jahrhundert" wiederholt werden.

Desweiteren wird die fünfte Staffel von "Star Trek: Voyager" auf dem aktuellen am Samstag von 16:00 Uhr bis 17:00 Uhr bis zum Ende ausgestrahlt. Nahtlos daran soll die sechste Voyager-Staffel, die in diesem Jahr in den USA zuende gegangen ist, auf demselben Sendeplatz anschließen.

Auch die Kinofilme wird Sat.1 noch einmal wiederholen: Ab dem 8. Juli werden alle acht Star Trek-Kinofilme Samstags um 20:15 Uhr ausgestrahlt. Mit der Ausstrahlung von INSURRECTION im Free-TV ist vorerst jedoch noch nicht zu rechnen.

Erste Gerüchte über zweiten Teil.
Einige US-Seiten haben in den vergangenen Tagen die ersten Gerüchte zum zweiten Teil von "Unimatrix Zero", der die siebte Voyager-Staffel eröffnen wird, veröffentlicht. Wieviel Wahrheit dahinter steckt, ist unbekannt. Dennoch sollten Sie nicht weiterlesen, wenn sie nicht wissen wollen, wie es auf der Voyager weitergeht.

Laut dem Gerücht soll die assimilierte Janeway direkt oder indirekt mit Chakotay über die Unimatrix kommunizieren. Die Kommunikation soll über Seven funktionieren, indem Chakotay das Corticalimplantat anlegt, das er auch schon in "Skorpion" ("Scorpion") verwendete, um mit Seven of Nine Kontakt aufzunehmen.

Chakotay besucht zusammen mit Seven die Unimatrix und trifft dort auf Janeway. Chakotay wird mit ihr diskutieren und sie vielleicht sogar küssen. Sie werden sich vielleicht auch nur näher kommen, um sich zu küssen, doch dann verschwindet Janeway, da sie von ihrer Regeneration erwacht und damit die Unimatrix verlässt. Chakotay und Seven wissen danach beide über ihre Liebesbeziehungen in der Unimatrix und werden außerhalb dieser Traumwelt darüber heftig diskutieren.

Trekpicker im Corona Network.
Das Corona Network hat erneut Zuwachs erhalten. Die Website Trekpicker ist seit gestern Mitglied des Networks. Webmaster und Corona-Redakteur Markus Rohde, der für die Fan Fiction im Corona Newsletter verantwortlich ist, beleuchtet auf dieser Website vor allem alle Star Trek-Folgen etwas genauer. Im sogenannten "Nitpicker's Guide", aus dem einzelne Auszüge auch bereits im Corona Newsletter veröffentlicht wurden, hat sich der Autor ganz von Phil Farrand inspirieren lassen. Dort werden Episoden kurz vorgestellt, und dann werden die Fehler, Ungereimtheiten oder Kuriositäten der einzelnen Episoden oder Filme aufgezeigt. Dabei werden Fehler der Handlungslogik, widersprüchliche Aussagen verschiedener Episoden, Fehler in der Kontinuität, bei Technik und der Produktion gezeigt.

Das zweite Highlight auf der Website ist die Fan Fiction-Abteilung. Dort findet man Geschichten von Fans für Fans über Star Trek. Darunter befindet sich auch die Rebellen-Geschichte aus dem Spiegeluniversum, die im Corona Newsletter als Fortsetzungsgeschichte erscheint.

Den Zugang zu der Seite finden Sie auf der Homepage des Corona Networks unter http://www.sftv.ch/corona.

deBoer auf der EXPO TREK.
Auch Nicole deBoer (ST:DS9 Ezri Dax) wird auf der zweiten Convention der Fedcon-Veranstalter in diesem Jahr, der EXPO TREK, zu Gast sein. Die Convention findet vom 25. bis zum 27. August auf dem Expo-Gelände in Hannover statt. Die Veranstaltung findet sowohl in JAM-CITY als auch in der direkt nebenan liegenden Stadionsporthalle statt.

Am Samstag, dem 26. August, wird es eine Star Trek-Nacht geben, auf der einige Prominente auftreten werden und ein Konzert einer SF-Kultband stattfindet. Außerdem werden ein Kostümwettbewerb, Autogrammstunden und Auktionen veranstaltet sowie Kurzfilme gezeigt.

Unter den geladenen Gästen befindet sich neben deBoer auch Alice Krige (ST8: Borg Queen), George Takei (ST:TOS Sulu), Robert Picardo (ST:VOY Doktor), Robert Duncan McNeill (ST:VOY Paris), Andrew J. Robinson (ST:DS9 Garak), Max Grodénchik (ST:DS9 Rom) und Chase Masterson (ST:DS9 Leeta).

Weitere Informationen über die Convention sind auf der offiziellen Homepage der EXPO TREK unter http://www.expotrek.de zu finden.

SF-Radio erneut nominiert.
SF-Radio ist nach der Nominierung für den ÄON-Preis, der im November im nordrhein-westfälischen Bochum verliehen wird, nun auch für den "Phantastik Award" in der Kategorie "Beste deutsche Internet-Site 1999" und für den "Ehren-Award für das Jahr 1999" nominiert worden. Das Wahlformular steht auf der Seite http://www.phantastik-award.de bereit. Bis zum 30. September besteht die Möglichkeit, in den erwähnten und in einigen anderen Kategorien seine Stimme abzugeben.

Frakes über Star Trek X.
Jonathan Frakes (ST:TNG Riker) äußerte sich vor zwei Monaten in einem Interview über den nächsten Film: "Ich denke, dass Star Trek X vielleicht einen Schritt hinter der nächsten TV-Serie ist. Ich denke, dass der nächste Film riesig werden muss. Es muss richtig krachen, und ich denke, das wird all die Fans zurückbingen."

Nun scheint etwas Bewegung in die Sache zu kommen. Bereits auf der deutschen Fedcon sagte Star Trek-Berater Richard Arnold, dass Patrick Stewart (ST:TNG Picard), Brent Spiner (ST:TNG Data) und Marina Sirtis (ST:TNG Troi) mit den Studios bereits geheime Verhandlungen geführt hätten.

Mittlerweile wurde uns bekannt, dass Jonathan Frakes auf einer Convention näheres über Star Trek X hat verlauten lassen. Dort bestätigte Frakes, dass Star Trek X für Dezember 2001 geplant sei. Frakes wird wie in FIRST CONTACT und INSURRECTION die Regie über den Film übernehmen, der - wie bereits zuvor im Gespräch - nicht von Autoren des Franchise geschrieben werden soll.

Der Wunsch Frakes' scheint sich zu behaupten: Star Trek X wird wahrscheinlich einen intergalaktischen Krieg zeigen. Außerdem sollen Riker und Troi heiraten. Es soll Cameo-Auftritte der Crews von DS9 und Voyager geben.

Wie ernst diese Meldung zu nehmen ist, können wir derzeit noch nicht bewerten. Sollte sich alles als echt erweisen, so ist in den nächsten Tagen mit weiteren Informationen über den Film zu rechnen. Wir werden Sie im Corona webBEAT sowie eventuell mit Breaking News auf dem Laufenden halten.

Brent Spiner in "Follies".
Eine US-Fanpage von Brent Spiner (ST:TNG Data) berichtete kürzlich, dass Spiner für die Rolle des Buddy in dem Broadway-Revival "Follies" im Gespräch ist. Das Revival soll im Frühjahr 2001 aufgeführt werden.

Lichtgrenze gebrochen.
Eine Gruppe amerikanischer Partikelphysiker behauptet, sie hätten gezeigt, dass man Lichtpulse bis zum 300-fachen der Lichtgeschwindigkeit - 300'000 Kilometer in der Sekunde - beschleunigen kann. Die genauen Details dieses Experimentes bleiben jedoch geheim, da sie dem Wissenschaftsmagazin Nature, einem internationalen Wissenschaftsmagazin, versprochen wurden. Das Experiment wurde von Dr. Lijun Wang am NEC-Forschungsinstitut in Princeton durchgeführt. Er übertrug einen Lichtpuls durch eine Kammer, die mit speziell vorbehandeltem Cäsiumgas gefüllt war.

Bei dem Experiment wurde beobachtet, dass der Puls bereits durch die Kammer 60 Fuß weit gereist ist, bevor er überhaupt vollständig in die Kammer eingetreten ist. Deshalb existierte er an zwei Orten gleichzeitig, was laut Wang dadurch zu erklären ist, dass der Puls mit 300-facher Lichtgeschwindigkeit gereist ist.

Wenn die Resultate dieses Experimentes bestätigt werden, wird es große Kontroversen unter den Physikern verursachen. Damit würde eines der grundlegendsten Prinzipien der Physik gebrochen: die Kausalität, welche besagt, dass die Ursache immer vor der Wirkung kommt. Auch Einsteins Relativitätstheorie würde damit zerschmettert, die darauf basiert, dass die Barriere der Lichtgeschwindigkeit niemals gebrochen werden kann.

Nach Takei nun Kampagne für Lien.
Die "Kes Internet Support Society" (K.I.S.S.) hat nun zu einer Kampagne für eine weitere Rückkehr von Kes aufgerufen. Bei der Aktion sollen sich möglichst viele Fans von Jennifer Lien (ST:VOY Kes) beteiligen. Hierbei geht es darum, die Voyager-Autoren durch massiven Brief-Ansturm dazu zu bringen, Kes, die nach ihrem Verschwinden in der Episode "Die Gabe" ("The Gift") aus der Serie herausgeschrieben worden war und nur noch einmal in der Folge "Fury" der sechsten Staffel auftauchte, abermals in die Serie zu integrieren und dabei ihre gutmütige Seite in den Vordergrund zu stellen.

Kurz: Die alte, warmherzige Kes soll zurückkommen. Passend zu dieser Warmherzigkeit bitten die Organisatoren der -Kampagne darum, nur konstruktive, jedoch keine wütenden Briefe an Paramount zu senden und diese möglichst mit herzförmigen Karten oder ausgeschnittener Pappe in Herzform zu versehen.

Requisiten ohne Zimmerman?
In Sydney machte auf einer derzeit stattfindenden Elektronikausstellung eine innovative Firma auf sich aufmerksam: Charms Technology ist seit einiger Zeit bekannt für ihre neuartigen Erfindungen wie beispielsweise Sonnenbrillen, die als Computerbildschirme verwendbar sind, oder Kleidungsstücke mit integrierten Mikrofonen.

Auf der Messe behauptete die Vizepräsidentin der jungen Firma, Katrina Barillova, von den Star Trek-Machern angesprochen worden zu sein: "Star Trek kontaktierte uns und fragte, ob wir die Ausrüstungsgegenstände für die nächste Serie entwerfen könnten, denn wir seien so futuristisch. Sie meinten, unsere Geräte ließen ihre Requisiten aus dem 24. Jahrhundert alt aussehen."

Diese Aussage ist bisher noch unbestätigt, angesichts der Allgemeinheit der Aussagen und der Tatsache, dass Paramount sehr wohl seine eigene Entwicklungsabteilung für Requisiten hat. Desweiteren wird hier auch nicht klar, ob die Anfrage ernst gemeint war - und ob sie überhaupt angenommen wurde.

Kein Saturn Award für Star Trek.
Bei den diesjährigen Saturn Awards ist Star Trek leer ausgegangen. Nominiert waren unter anderem Patrick Stewart (ST:TNG Picard) als bester Darsteller in "A Christmas Carol", Kate Mulgrew (ST:VOY Janeway) als beste Schauspielerin, Robert Picardo (ST:VOY Holodoc) als bester Nebendarsteller sowie Jeri Ryan (ST:VOY Seven) als beste Nebendarstellerin.

Neue DVD-Erscheinungen.
In den kommenden Monaten werden zwei neue Star Trek-DVDs mit dem Regionalcode 2 (Europa) erscheinen. Am 17. Juli erscheint zunächst die DVD des achten Star Trek-Films FIRST CONTACT, am 2. Oktober folgt dann die DVD des siebten Star Trek-Films GENERATIONS.

Klingonen-Stipendium
Das Klingon Language Institute hat das sogenannte "Kor Memorial Scholarship" aus der Taufe gehoben. Es trägt seinen Titel in Erinnerung an Kor, den ersten Klingonen, der in Star Trek in der Episode "Kampf um Organia" ("Errand of Mercy") spielte. Vergeben wird es an besonders sprachbegabte Schüler.

Das Stipendium wird sowohl durch den Erlös aus dem Verkauf des Taschenbuchs "The Klingon Hamlet" als auch durch Versteigerung von Sammlerobjekten bei eBay finanziert. Dort wurde beispielsweise neulich erst ein von den Darstellern handsigniertes Voyager-Drehbuch angeboten.

Das Klingon Language Institute ist unter anderem für die Übersetzung von Shakespeare-Schriften ins Klingonische verantwortlich. Nach dem Debüt mit dem klingonischen Hamlet wagen sich die Linguisten derzeit an "Viel Lärm um Nichts" und "MacBeth".

Shimerman veröffentlicht Buch.
Armin Shimmerman (ST:DS9 Quark) hat nun sein erstes Buch veröffentlicht. Es trägt den Titel "The Merchant Prince" und entstand in Zusammenarbeit mit Michael Scot. Das Buch erzählt die Geschichte von John Dee, einem Wissenschaftler und Alchimisten, der Berater am Hof von Königin Elisabeth ist. Er wird von der berüchtigten Medici-Familie, den Fürsten von Venedig, festgesetzt und von einem Alien befreit. Dieses versetzt seinen Körper in Stase, und der mittelalterliche Charakter findet sich mit einem Mal im Jahr 2099 wieder.

Shimmerman plant desweiteren einen Theaterauftritt in A.R. Gurneys "Love Letter".

Paramount registrierte neue Domains.
Am 11. April registrierte Paramount die Domains http://www.startrekenterprise.com, http://www.startrekenterprise.net und http://www.startrekenterprise.org. Schon am 10. Februar wurde die Domain http://www.startrekacademy.com gesichert, wobei hier auffällt, dass dieselben Domains noch nicht auf NET- oder ORG-Basis vergeben sind.

Ob die neu registrierten Domains etwas mit dem Gerücht zu tun haben, die neue Serie werde den Titel "Star Trek: Enterprise" tragen, ist derzeit nicht bekannt.

Mehr Brent Spiner auf DVD.
Auf der DVD zu "Independence Day" werden neun zusätzliche Minuten aus dem Sciencefiction-Streifen zu finden sein, die der Schere zum Opfer gefallen waren. Darunter ist auch eine Szene mit Dr. Okun, der in dem Film von Brent Spiner (ST:TNG Data) verkörpert wurde.

Erste Gäste auf der FedCon IX.
Im April 2001 findet im Maritim Hotel in Bonn die Federation Convention 9 statt, und nun stehen die ersten Gäste fest: Jonathan Frakes (ST:TNG Riker), LeVar Burton (ST:TNG LaForge) und Star Trek-Insider Richard Arnold haben bereits zugesagt. Weitere werden folgen. Im Maritim sind für den Zeitraum der Convention sämtliche Zimmer bereits ausgebucht.

Moore schreibt für Roswell.
Ronald D. Moore, ehemaliger Star Trek-Autor, ergänzt das Autorenteam der US-Serie "Roswell" als führender Autor. Er schrieb unter anderem Episoden für "Das nächste Jahrhundert" und "Deep Space Nine". Desweiteren schrieb er an den beiden Star Trek-Filmen GENERATIONS und FIRST CONTACT mit. Nach einer sehr kurzen Arbeit bei "Voyager" arbeitete Moore als Berater bei der US-Serie "Good vs. Evil".

Aufgrund schlechter Zuschauerzahlen lief die Serie "Roswell" Gefahr, abgesetzt zu werden. Auf Drängen der Fans, die eine riesige Kampagne gestarten hatten, wurde "Roswell" jedoch um ein halbes Jahr (13 Episoden) verlängert.

Neben Ronald D. Moore ist noch ein zweiter Star Trek-Veteran in die Serie involviert: Jonathan Frakes (ST:TNG Riker) ist Produzent der Serie und führte auch bei vielen Episoden der ersten Staffel Regie.

Voyager bei Premiere World.

Die ersten zwei Folgen der sechsten Staffel von "Star Trek: Voyager" werden ab dem 1. August um 20:30 Uhr auf dem Premiere World-Kanal "SCI-FANTASY" zu sehen sein. Die 13 Folgen werden dann immer dienstags ausgestrahlt. Die zweite Hälfte der sechsten Staffel ist voraussichtlich im Herbst synchronisiert, so dass diese Folgen wahrscheinlich im Winter gesendet werden. Dies bestätigte ein Sprecher des Bezahlfernsehens gegenüber dem Corona Newsletter.

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5. Star Trek: Smile Fiction

Star Trek gegen Babylon 5 - Ein nicht ganz ernst gemeinter Wettbewerb...

Hallo, hier meldet sich Ihr Sportreporter Hauke Hektik aus dem Kosmodrom. Wie Sie ja schon wissen, haben die Sternenflotte und die Allianz endlich Frieden geschlossen und vereinbart, die blöden "Wer ist besser?"-Wettkämpfe nicht mit Bomben, sondern friedlich-sportlich auszutragen.

Und da sind schon die ersten Kämpfer. In der Disziplin "Schleimen, Schlottern und um Gnade winseln" treten an: Vir gegen Neelix. Neelix ergreift sofort die Initiative, indem er sich Vir zu Füßen wirft und um sein Leben bettelt. Vir kontert, indem er sich unter dem Bett versteckt. Oh, das sieht nach einem Unentschieden aus, beide Kämpfer haben sich in entgegengesetze Ecken der Arena geflüchtet. Die Jury grübelt und entscheidet: Da Vir laut Flashforward in Folge Weißnicht Imperator wird, hat er verloren. Oh, das war hart, aber fair. 0:1 für Star Trek.

Nun treten an im Schürzenjagen: Die Teams Londo/G'Kar und Kirk/Riker. Quark hat freundlicherweise seine Dabo-Mädchen zur Verfügung gestellt. Und schon werfen sich Kirk und Riker mächtig ran. Doch was ist das? Londo schnappt sich sechs Mädchen gleichzeitig! Wie macht er das nur? Schon hört man erschöpfte Lustschreie. Ja, das ist ein klarer Sieg für Babylon 5! 1:1!

In der Disziplin "Medizinische Wunder" kämpft McCoy gegen Franklin. McCoy demonstriert, wie er nur mit Hilfe eines Sack Zements von Obi einen kleinen grünen Steinfresser das Leben rettet. Kann Franklin das überbieten? Hören wir mal rein: "Wir nehmen diesen Stationskommandanten, werfen ihn in einen Abgrund, schmeissen zur Sicherheit noch ein Raumschiff mit Fusionsbombe drauf..." (alles geht in Deckung) "KAWUMM! ...und wenn ich mit den Fingern schnippe, ist Sheridan wieder da." Oh, das ist nicht zu überbieten. 2:1 für Babylon 5. HALT! Was höre ich da? Franklin hat geschummelt und wird disqualifiziert! 1:2 für Star Trek! Nun sehen wir die "Nervendsten Jugendlichen". Wesley Crusher ist hier klarer Favorit. Wird Babylon 5 überhaupt jemanden ins Rennen schicken? Was ist das? Kosh tritt an! Er sagt nur ein Wort: "Lorien". Die Jury überlegt. Wenn man diese kryptische Äußerung richtig deutet, meint er: "Gegen Lorien sind wir Vorlonen doch Babys." Damit hat keiner gerechnet. Wesley zeigt Kosh den Effe. Das überzeugt die Jury. 1:3 für Star Trek. Wird Babylon 5 diesen Vorsprung einholen können?

"Viagra-Antidot". Die Ärzte haben sich vom Lechzfaktor des armen Opfers überzeugt. Da kommt Janeway herein. "Komm zu Mami!" Oh, das führt sofort zu hohen Abschlaffwerten. Wird Delenn das toppen können? "Sorry, ich hab' gerade meine Tage!" Das Opfer springt durch ein Bullauge ins Vakuum. Schnell wird das Leck notdürftig gedichtet. Ja, Babylon 5 verkürzt auf 2:3!

Nun messen sich die Sicherheitsdienste. Oh, wir finden es bei diesem Spielstand sehr arrogant von Babylon 5, dass Garibaldi ganz allein gegen ein ganzes Kommando von Enterprise-Sicherheitsleuten steht. Da erknallt schon der Startschuss. "Yippieayeh, Schweinebacken!" ertönt auch schon Garibaldis gefürchteter Schlachtruf. In einer Millisekunde ist alles vorbei. Die Enterprise-Crew hat sich, völlig verwirrt, gegenseitig erschossen. 3:3! Hat es jemals einen so spannenden Kampf gegeben?

Der entscheidende Kampf. Wer hat den beschissensten Sender? "Wir stellen die Folgen um!" "Wir kürzen den Abspann zusammen!" "Wir haben die längsten und unpassendsten Werbeunterbrechungen!" "Wir können nicht sinnvoll synchronisieren!" "Wir haben bescheuerte Titel!" "Wir setzen willkürlich ab!" ProSieben und Sat.1 geben ihr Bestes. Der Jury raucht der Kopf. Wem wird sie ihre Stimme geben? Und da kommt auch schon der Specher und verkündet: "Wenigstens laufen die Serien. Daher gewinnt: RTL!"

Das Publikum ist aus dem Häuschen. Johlen und Pfeifen! Hat man je so einen Kampf erlebt? Sheridan schreit wütend "Schiebung" und zerschlägt ein rohes Ei auf der Glatze von Picard. Picard kocht vor Wut, das Ei wird zum Spiegelei. Ja, das bedeutet Krieg!

Entschuldigung, ich gehe nur mal zur durch diesen Fiktivtransmitter, um aus sicherer Entfernung zu berichten. Wie ich gerade über Hyperfunk hereinbekomme, versucht Atlan zu vermitteln, indem er droht, die ganze Bande mit einer Arkonbombe in die Luft zu jagen, wenn sie nicht Vernunft annehmen. Wenn man mich fragt, das ist ein Bluff. "Mr. Rhodan, sie kennen Atlan schon mehrere Jahrtausende. Ist das ein Bluff?" "Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Denken Sie an den Konkurrenz-Aspekt." Rhodan zwinkert.

Wir melden uns wieder, sobald Neuigkeiten vorliegen. Unsere Sendezeit ist bereits maßlos überzogen. Das war Hauke Hektik von Galaxy Network. Over and out.

Hauke Reddmann fc3a501@math.uni-hamburg.de

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6. Fan Fiction: Rebellen

Star Trek - Mirror Universe: Rebellen (Teil 7)
von Mario Scholz, Dezember 1999

6. Kapitel
Edwards Nervosität wurde immer größer. Er wußte nicht genau, warum, aber er war sich immer sicherer, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis etwas geschah. Es schien ihm fast, als könnte er das Ticken einer alten, federwerksbetriebenen Stoppuhr hören, die unaufhaltsam die Sekunden herunterzählte. Tic Tac. Edwards rutschte in seinem Stuhl herum, in der vagen Hoffnung, eine bequemere Position zu finden, doch in seinem Zustand war jede erdenkliche Position unbequem. Seine Finger wollten ein Eigenleben entwickeln und auf der Armlehne trommeln, und nur mühsam hielt er sich davon ab, um die ohnehin fast schon greifbare Anspannung auf der Brücke nicht noch weiter zu schüren. Er sah sich auf der fast leeren Brücke um. Christine saß immer noch an der Steuerkonsole des Schiffes und überprüfte jetzt zum wahrscheinlich einhundertsten Male die Bordsysteme. Vermutlich suchte auch sie etwas, um ihre Finger zu beschäftigen. Lefler hingegen starrte seit dreißig Minuten unentwegt auf die Anzeigen seiner taktischen Konsole. Edwards sprach ihn an "Lieutenant?"
Lefler drehte sich um. "Ja, Sir?"
"Ich wollte nur sehen, ob sie bereits erstarrt sind, Lieutenant."
Lefler lächelte verlegen. "Äh, nein, Sir. Das mache ich öfter, wenn ich angespannt bin..."
"Kein Problem, Lieutenant. Wir sind alle nervös. Könnten Sie noch einmal die Oberfläche des Planeten scannen, ob Sie vielleicht doch noch Überlebende entdecken?"
"Natürlich, Sir." Lefler drehte sich wieder zu seinen Schirmen. Seine Konsole gab einige Töne von sich, doch auch diesmal fanden sich auf der Planetenoberfläche keine Lebenszeichen.
Edwards sah mittlerweile wieder zum Hauptschirm und nahm Leflers Bericht mit einem Nicken zur Kenntnis. Hinter seiner Stirn erklang wieder die Uhr. Tic... Tac... Tic... Tac... Edwards schüttelte den Kopf, um diese Vorstellung loszuwerden. Sein Gefühl, das bald etwas passieren würde, gewann immer mehr an Ausprägung. Es hatte als leise flüsternde Ahnung begonnen, kurz nachdem das Außenteam die Challenger verlassen hatte, und war im Verlaufe der darauf folgenden Dreiviertelstunde immer lauter geworden. Aus diesem Grunde hatte er auch gleich nach dem Beamen die Schilde wieder heben lassen. Edwards warf einen Blick auf die kleine Konsole zur rechten an seinem Sitz. Das Außenteam hatte nur noch für fünf bis zehn Minuten Luft in den Tanks. Es wurde langsam Zeit, dass...
"Außenteam an Challenger - wir beginnen jetzt mit der Übertragung.", ertönte McAllisters Stimme aus den Brückenlautsprechern.
Edwards erhob sich aus seinem Sessel und lief zur Maschinenkonsole hinüber, auf der nun der Status der Datenübertragung dargestellt wurde. Die Übertragung der Missionslogbücher schritt gut voran, laut Computer würden in wenigen Minuten die kompletten Aufzeichnungen der letzen Mission kopiert sein. Doch um den gesamten Speicherinhalt zu übertragen veranschlagte der Computer gute zwei Stunden. Die Zeitangaben erinnerten Edwards an etwas. "Wieviel Luft haben Sie eigentlich noch in ihren Tanks, Lieutenant?"
"Ungefähr fünf Minuten, Sir."
"Dann sollten Sie besser wieder auf die Challenger zurückkehren."
"Verstanden, Sir. Wir warten nur noch ab, bis die Missionslogs übertragen wurden, dann überlassen wir den Sender sich selbst, damit auch die restlichen Daten kopiert werden."
Edwards dachte kurz nach. "Einverstanden, Lieutenant", sagte er dann. "Challenger Ende." Edwards machte kehrt und ging in Richtung seines Stuhles. Er hatte gerade die Hälfte des Weges zurückgelegt, als Lefler nach ihm rief. "Commander, ich habe hier eine seltsame Anzeige Steuerbord voraus..." Die schon recht laute Ahnung Edwards begann zu schreien. Gleichzeitig ertönte wieder die Uhr. Tic.. Tac.. "Auf den Schirm!", rief Edwards und beschleunigte seine Schritte. Hinter ihm wechselte die Bildschirmansicht weg vom Wrack des klingonischen Schiffes zu leerem Weltraum. Die Sterne auf dem Bild begannen zu flimmern und ihre Positionen zu verändern. Grün mischte sich in das Schwarz des Weltraumes, als sie die vertrauten Umrisse eines klingonischen Kreuzers der Vor'Cha-Klasse formten, mehrere Male so groß wie die Challenger. Das Schiff schoß brüllend über die Defiant-Klasse hinweg und feuerte gleichzeitig seine Disruptoren ab. Die Brücke erbebte, obwohl die Schilde des Schiffes die Energie ableiteten. Edwards wurde von den Füßen gerissen und rollte über den Boden, bis er gegen seinen Stuhl stieß. "Roter Alarm!", rief er, ehe er sich an dem Stuhl hochzog. Zusammen mit dem ersten Blöken des Alarms ließ er sich hineinsinken. Ein weiterer Treffer erschütterte das Schiff. "Bericht!", forderte Edwards.
"Schilde noch stabil, Sir!", rief Christine und hielt sich an ihrer Konsole fest, als ein weiterer Treffer die Brücke durchschüttelte. "Voller Impuls, Christine! Mit wieviel Schiffen haben wir es zu tun, Lieutenant Lefler?"
"Ich zähle fünfundzwanzig, Sir, fünf davon schwere Kreuzer!" Lefler rief beständig Zielerfassungsdaten ab, aber die Schiffe drehten zu schnell ab. Die Challenger wurde immer wieder von Treffern durchgeschüttelt. "Schilde bei 85%!", informierte Lefler den Commander.
"So wird das nichts!" Edwards rief eine taktische Darstellung auf seiner linken Konsole auf. "Christine, Sie halten sich doch für eine gute Pilotin, oder?"
Entrüstet drehte sich Christine um. "Wieso halten?!?"
Edwards lächelte. Christine hatte eine Menge Stolz. "Jetzt können sie es beweisen, Christine", erklärte er. "Hängen Sie sich an einen der Bird-of-Preys 'ran! "
"Aye, Sir.", antwortete Christine. "Aber halten Sie sich lieber fest!" Um ihre Worte zu unterstreichen, zog sie die Challenger in einer sehr engen Wende herum.

Ridley sah auf dem Hauptschirm, wie die Challenger eine fast unmöglich enge Kurve flog und sich dann hinter ein Schiff aus seinem Geschwader setzte. Die Pulsphaser pumpen Energie in die Schilde des klingonischen Schiffes. Die Schilde der Challenger blitzen unter den ständigen Treffern von Ridleys Schiffen auf, aber Ridley wußte, dass diese Schilde nicht so leicht zu durchdringen waren. Und selbst wenn - die Challenger war als Schiff der Defiant-Klasse mit einer speziellen Legierung versehen, welche dem Phaserfeuer ebenfalls für einige Zeit widerstand. Es würde nicht einfach werden, diesen Feind zu besiegen.
Die Brücke wurde kurz erhellt, als die Challenger auf dem Schirm erneut ihre Pulsphaser abfeuerte und die Schilde des kleinen Raumers durchschlug. Mehr als ein Flammenball blieb nicht davon übrig. Die Challenger drehte erneut ab und nahm das nächste Schiff unter Beschuss.
Ja, in der Tat, diese Mission würde schwieriger werden als erwartet. Doch Ridley hatte noch einen Trumpf in der Hand, den er nun auszuspielen gedachte.
"Nähern Sie sich der Challenger von hinten. Voller Impuls! Angriffsmuster Ridley-Zwo!"

"Commander, uns nähert sich ein schwerer Kreuzer!", rief Lefler von seiner Taktikkonsole aus, ohne sich umzudrehen.. "Soll ich das Schiff unter Beschuss nehmen?"
Edwards schüttelte den Kopf. "Nein, ignorieren Sie ihn, solange er uns nicht beschießt. Kümmern Sie sich zunächst um unseren Freund da vorne!" Er zeigte auf den Hauptschirm.

Ridley stutzte. Die Challenger schien keinerlei Notiz von ihnen zu nehmen, sondern feuerte weiter auf das Schiff vor ihr. Nun ja, um so besser, das machte es wesentlich einfacher für ihn.
"Sir, die Sieg ist jetzt in Position. Bereit für Quantentorpedos!", meldete ihm sein taktischer Offizier.
Ridley lächelte. Quantentorpedos gehörten keineswegs zur Standardausstattung eines klingonischen Schiffes. Die Besatzung der Challenger dürfte also völlig ahnungslos sein, selbst wenn sie inzwischen bemerkt hatte, das sich gar keine Klingonen an Bord befanden. Die Quantentorpedos würden die Schilde der Challenger empfindlich verringern, und die Sieg, die sich im Moment getarnt unter der Challenger befand, würde ihr danach den Rest geben. Ridley genoß noch einen Augenblick die Vorfreude des Sieges, ehe er den Befehl zum Feuern gab.
Vom Rumpf des riesigen grünen Kampfschiffes lösten sich vier blaufunkelnde Quantentorpedos und rasten auf die Challenger zu.

"Quantentorpedos! Einschlag in zehn Sekunden!", rief Lefler sofort, als die Ortungsreflexe auf seiner Konsole erschienen.
"Ausweichmanöver, Christine!", befahl Edwards hastig. Einen direkten Treffer von vier Torpedos würde die Schilde arg schwächen. Er griff nach den Armlehnen seines Sitzes und bereitete sich innerlich auf die Andruckkräfte vor, die ihn in den Sessel drücken würden.
Einen kurzen Augenblick später runzelte er verwirrt die Stirn, als noch immer kein Zeichen von seinem Befohlenen Ausweichmanöver zu spüren war. Verwirrt sah er zu Conn. Christine starrte auf ihre Anzeigen und machte keine Anzeichen, den Kurs zu ändern.
"Christine! Ausweichmanöver, verdammt!", rief Edwards ärgerlich. Diesmal reagierte Christine, aber anders als Edwards sich das gedacht hatte.
"Moment noch, Sir." Das war alles. Keine Erklärung. Was sollte das - die Torpedos mußten die Challenger in wenigen Sekunden treffen. Edwards wollte gerade aufspringen, um den Kurs selber korrigieren, als Christine plötzlich rief: "Festhalten!"
Im nächsten Augenblick wurde Edwards tief in seinen Sessel gedrückt, als Christine die Challenger abrupt in eine Drehung um die Längsachse schickte und gleichzeitig nach unten drückte.

Ridley beobachtete, wie die Torpedos auf ihr Ziel zuschossen. Er erwartete ein irgendwie geartetes Ausweichmanöver, rechnete aber damit, dass es den Zielsuchsystemen der Torpedos trotzdem gelingen würde, ihre Erfassung beizubehalten. Doch die Challenger blieb auf ihrem Kurs. Die Torpedos hatten das Schiff nun fast erreicht. Für ein Ausweichmanöver schien es viel zu spät. Leicht verwundert über die Leichtigkeit dieses Angriffes, aber dennoch zufrieden lehnte sich Ridley zurück und dachte bereits darüber nach, wie er der Präsidentin die freudige Botschaft am besten überbringen konnte. Irgendwie war es schon faszinierend - diese Rebellen hatten die Challenger gestohlen, um sich gegen Präsidentin Nechayev zu stellen, und nun würden sie vom Flaggschiff ihrer geheimen Flotte, der U.S.S. Nechayev, vernichtet werden. Ein passendes Ende für diese Verräter, fand Ridley.
Eine Bewegung auf dem Schirm riß ihn aus seinen Gedanken. Die Challenger drehte plötzlich abrupt nach unten links ab und verschwand aus dem Anzeigebereich des Schirms. Darunter kam die Sieg zum Vorschein, die sich gerade enttarnte. "Nein!", brüllte Ridley und sprang auf. Fassungslos starrte er auf das Szenario des Grauens, welches sich ihm auf dem Hauptschirm bot. Die vier Quantentorpedos bohrten sich in den Rumpf der Sieg, deren Schilde während des Enttarnens nicht gehoben werden konnten. Aus dem Einschlagsloch im Maschinenraum schoss eine mächtige Dampffontäne. Jeder auf der Brücke der Nechayev wusste, was dies bedeutete: Die Eindämmung des Warpkerns an Bord der Sieg versagte, und in wenigen Sekunden würde die Antimaterie auf die Materie des Schiffes treffen und das Schiff, sowie alles, was sich zu dicht an ihm befand, in einer gewaltigen Explosion zerbersten. "Abdrehen! Sofort Abdrehen!", rief Ridley verzweifelt.
Der große Kreuzer begann eine schwerfällige Kehrtwende.

Fortsetzung folgt...

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7. Webwatcher: WARP-online

Star Trek-Webseiten gibt es wie Sand am Meer - und alle gleichen sie sich auf die eine oder andere Weise. Mit News, Bildern oder Videoclips nehmen die meisten Sites aktuellen Bezug auf ihre Lieblingsserie, konkurrieren miteinander und wollen den anderen immer einen Schritt voraus sein.

Die Website "WARP-online" braucht sich um all dies nicht zu kümmern. Anders als andere Seiten beschäftigt sich diese nicht mit den neuesten Gerüchten um die neuesten Folgen, frischen Episodenbeschreibungen oder neuen Medien, denn WARP-online ist anders.

Bernd Timm, Volker Krug, Klaus Wittmack und Thomas Kohlschmidt sind die vier Redakteure, die seit mehreren Jahren Artikel, Stories und Bilder für das nicht kommerzielle Projekt sammeln und Juni 1999 der ganzen Welt zugänglich machen. Unzählige Fan-Arbeiten sind zu bewundern, und alle 14 Tage werden es mehr.

Die Radaktion dazu: "Nun haben wir bei einer Update-Frequenz von etwa 14 Tagen Stoff für mindestens ein Jahr im Voraus, und fast täglich kommen neue Bilder, Artikel und Stories von Freunden und anderen Fans hinzu." Es ist ganz klar: WARP-online ist eine Seite von Fans ganz speziell für die Fans.

Großartige Werke und Arbeiten von Fans erschienen früher immer nur für kurze Zeit in Fanzines, bevor sie wieder in der Versenkung verschwanden - ein Missstand, den die WARP-online-Radaktion mit dem Internet entgegentrat: "Dazu bieten wir WARP-online als 'Internet-Schaukasten' für alle an. Doch wir legen auch großen Wert darauf, das Archiv weiter bekannt zu machen, denn nur dann werden die Arbeiten im riesigen Internet überhaupt beachtet", sagt die Redaktion.

Seit dem Start kann sich der Erfolg der Seite auch schon blicken lassen, denn inzwischen werden vierstellige Monatszahlen geschrieben. Die Autorin Christl Scheja ("Das Schwarze Auge") unterstützt die Seite aktiv mit, und WARP-online wurde in den Clubnachrichten im Perry Rhodan-Band 2017 vorgestellt.

Die vier Redakteure sind selbst schon seit ungefähr 15 Jahren im Fantastik-Fandom aktiv und haben selbst viele Projekte durchgeführt, zum Beispiel ein Hörspiel für das Radio produziert, einen Star Trek-Heftroman geschrieben und im Selbstverlag veröffentlicht oder Trekdinner und Conventions mitorganisiert.

Für WARP-online investieren sie eine Menge Freizeit. Fast täglich gehen einige Stunden drauf, um für die Seite zu programmieren, Mails oder Texte zu schreiben. Desweiteren arbeiten, malen, zeichnen und fotografieren sie auch selbst an Projekten für ihre eigene Seite. Die Redaktion dazu: "Aber das ist in Ordnung: Es ist ja unser Hobby und eben eine neue Form dessen, was wir schon immer gemacht haben."

Doch man kann sich nicht nur Kreationen von anderen Fans anschauen, sondern auch etwas Werbung betreiben: "Die Site ist ein Forum für alle Aktiven des Fandoms. Hier kann jeder seine Arbeiten und sich selbst der Öffentlichkeit zeigen und so auch für eigene Projekte/Fanzines etc. werben", erzählt die Redaktion. "Desweiteren ist WARP-online ein Wegweiser durch die verwirrende, bunte Welt des Internet-Fandoms. Eine gut sortierte und klar gegliederte Link-Sammlung bietet einen bequemen Zugang zu allen Teil-Szenen der Fantastik. Nebenbei kann man natürlich auch noch etwas im Archiv stöbern."

Das Ziel der WARP-online-Radaktion ist es, jedem Fan einen Überblick über Vielfalt und Reichtum des Fantastik-Fandoms zu bieten und jedermanns eigene Aktivitäten zu fördern. Sollten also auch Sie ein Bild oder eine Geschichte haben, welche veröffentlicht werden sollen, melden Sie sich bei der Redaktion von WARP-online.

Oder sollten Sie einfach einmal Lust haben, zu entdecken, welchen Reichtum das Star Trek-Fandom zu bieten hat, besuchen sie einfach die Webseiten von WARP-online. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Links zum Thema:
http://www.warp-online.de

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8. Akte X: Ist die Luft raus?

Vor etwa vier Wochen wurde es definitiv klar, nachdem es bis zum Schluss der Staffel nicht feststand: "Akte X" erhält eine achte Staffel (wir berichteten). Doch was bedeutet das für die Serie? Die Querelen in den letzten Monaten um Duchovnys und damit Mulder Rückkehr waren mit Sicherheit nicht sehr vorteilhaft für die Serie. Genau aus diesem Grund wurden von Chris Carter zwei Enden für den Staffelabschluss, die Episode "Requiem", produziert. Somit hätte die Serie theoretisch also nach dieser Folge enden können.

Offiziell ist nun auch, dass Mulder für nur genau elf Episoden zurückkehren wird. Natürlich wurde daher die Version von "Requiem" gesendet, in der Mulder ein Teil von "Akte X" bleibt. Wenn nun theoretisch aber nach "Requiem" hätte Schluss sein können, stellt sich die Frage: Welche Handlung hat Chris Carter für die achte Staffel zurückgehalten? Hat er das überhaupt?

Angenommen, "Requiem" hätte das Ende von "Akte X" bedeutet: Jeder Zuschauer wäre enttäuscht gewesen, wenn die in den Jahren aufgeworfenen Fragen nicht gelöst worden wären. Es wäre unausweichlich und notwendig gewesen, dass Carter die "Akte X"-Mythologie auflöst.

Nun aber, da kurzfristig klar geworden ist, dass die Serie fortgesetzt wird, drängen sich Parallelen zu "Babylon 5" auf. "Babylon 5", wir erinnern uns, bekam damals die fünfte Staffel ebenfalls nur kurzfristig genehmigt. Um seinen bereits vorgeplanten Handlungsbogen für die Serie zu verwirklichen, streckte Produzent und Schöpfer Straczynski die Handlung. Nach dem Ende der vierten Staffel hatte er somit sein Pulver verschossen. Sein bereits Jahre zuvor vorbereiteter Storyarc war beendet. Für die fünfte Staffel herrschte daher handlungsmäßig gähnende Leere. Bei den Fans fand der Telepathenkonflikt innerhalb eben dieser Staffel daher auch keinen großen Anklang, da man ihm auch zu deutlich die Funktion eines Füllmaterials anmerkte. Letztlich kann man also nicht behaupten, dass die bahnbrechende und innovative Sciencefiction-Serie "Babylon 5" einen würdigen Abschluss erhalten hätte.

Steht demnach "Akte X" eben dies auch bevor? Chris Carter sagte in einer offiziellen Stellungnahme: "Mein Vertrag bindet mich für ein weiteres Jahr an die Show. Ich habe zugestimmt, die Serie weiterzuführen, unabhängig davon, ob David wieder dabei sein wird."

Folglich hat er wahrscheinlich auch nie wirklich an das Ende der Serie durch Duchovnys Ausstieg geglaubt. Zudem hat Gillian Anderson schon vor geraumer Zeit einen Vertrag für die achte Staffel abgeschlossen. Zu bedenken ist jedoch, das ein großer Teil der Mythologie in der Vergangenheit einfach durch den Charakter Mulder beinflusst oder abhängig war.

Fraglich ist nun, wie Carter mit der Beschränkung, den Charakter Mulder nur für elf Episoden zur Verfügung zu haben, umgehen wird. Bereits in früheren Staffeln gab es Episoden, die entweder gänzlich von Gillian Anderson getragen wurden oder von einer der Nebenrollen, wie etwa Direktor Skinner oder den Lone Gunmen. Von daher dürfte es nicht schwierig sein, auch in der nächsten Staffel dieses Prinzip zu verfolgen. Im Gegensatz zu früher beträfe es aber dann immerhin die Hälfte der kompletten Staffel. Dieses doch sehr seltene Auftreten von Mulder dürfte dem Zuschauer vielleicht schon missfallen. Stärker als eine Ensembleserie, wie zum Beispiel "Star Trek", lebt "Akte X" nun einmal von seinen beiden Hauptcharakteren Mulder und Scully. Eine andere Möglichkeit Carters wäre es, Mulder nach elf aufeinanderfolgenden Episoden durch einen anderen Charakter zu ersetzen. Gerade diese Möglichkeit hat er schon einmal anklingen lassen. Besonders gefiel ihm daran, das nun Scully einen zweifelnden Charakter an die Seite bekommen könnte und sie damit in den Part der Glaubenden gedrängt würde.

Ein weitere Problematik ist, inwiefern Duchovny in den Episoden, in denen er mitspielen wird, wirklich seine ganzen Energien in diese Rolle investiert. Nicht zu vergessen ist ja, dass er nun einmal absolut keine Lust mehr auf die Rolle hat. Es besteht also durchaus die Möglichkeit, dass dies auf sein Spiel abfärbt. In einer Presseerklärung meinte Duchovny: "Ich bin froh, mit FOX zu einem Abschluss der Verhandlungen gekommen zu sein und Teil der X-Akten zu bleiben. Nun, da das Geschäftliche erledigt ist, können wir zur Arbeit zurückkehren." Ein Pressesprecher von FOX jedoch gab zu, dass gerade diese Aussage selbstverständlich ein vorbereiteter Text gewesen war. Duchovny konnte bloß durch Unmengen von Geld, immerhin etwa 400'000 US-Dollar pro Episode, überredet werden, wieder die verhasste Rolle des FBI-Agenten zu übernehmen. Einzig die Professionalität Duchovnys als Schauspieler dürfte hier ein Lichtblick sein und einen hoffen lassen, dass man seinen Unmut nicht zu deutlich spüren wird und er somit trotzdem zum qualitativen Gelingen des achten Jahres beitragen wird.

Es bleibt also spannend, was die Zukunft für die Mystery-Serie "Akte X" bringen wird. Eins ist sicher: Einiges wird sich ändern. Ob nun letztlich zum Positiven oder zum Negativen, wird sich zeigen.

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9. Wissenschaft: Wohin die Reise geht

In der Welt von Star Trek fällt eines auf: Selbst im Kern des föderalen Hoheitsgebietes, wo man das Zentrum des Verkehrsaufkommens vermuten kann, wird bei Star Trek nie der private Ausflugsverkehr gezeigt. Wo sind die Familienshuttles? Shoppen auf Vulkan und Icehopping in den Saturnringen - findet so etwas wirklich nicht mehr statt?

Es müsste doch außerdem auch Ausflugs-Raumschiffe geben, die Kreuzfahrten zu den Plasmaquellen von Xeno 2 oder zu den Ionengewittern von Proteus Prime anbieten.

Die Milliarden empfindender Wesen der Föderation hocken ganz bestimmt zur Erholung nicht nur die ganze Zeit in Holodecks herum. Und wo Reisende unterwegs sind, da finden sich auch jede Menge Weltraum-Hotels, und nicht nur die Gästezimmer auf DS9.

Massentourismus wird es auch in der Zukunft geben. Da Star Trek so wenig von diesen faszinierenden Themen jenseits der ganz großen Abenteuer zeigt, müssen wir Trekker uns das selbst dazudenken. Aber wie mag das Touristenleben in ferner Zukunft im Weltraum aussehen? Schauen wir uns doch einmal die Visionen an, die es heute schon zu dem Thema gibt:

In letzter Zeit tauchen immer häufiger Meldungen in der Tagespresse auf, die besagen, dass es schon bald "Ferien auf dem Mond" geben wird. Die Hotelkette "Hilton" denkt über den Bau eines 5-Sterne-Hotels auf dem Erdtrabanten nach.

Mit der Ankündigung dieses gewaltigen Projektes konkurriert die Hilton-Gruppe mit drei japanischen Konzernen, Shimizu, Nishimatu und Obayashi, die schon Millionenbeträge in futuristische Besiedlungskonzepte des Mondes investiert haben.

Das alles dürfte aber in den nächsten 50 Jahren noch Sciencefiction bleiben. Die technologische Realisierung dürfte außerordentlich schwierig sein - und kostspielig! Wirtschaftlichkeitsanalysen beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zeigen, dass auf absehbare Zeit der Transport von Menschen zum Mond - auch unter idealen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen - gewaltige Kosten verursachen würden, deren Vorfinanzierung kaum so schnell zu leisten ist (Ticketpreis im dreistelligen Millionenbereich). Außerdem: Nach Abschluss des Apollo-Mondprogramms sind derzeit keine Raumfahrzeuge verfügbar, um Menschen über weite Strecken durchs All zu transportieren.

Allerdings denken seit Mitte der 60er Jahre auf der ganzen Welt findige Köpfe darüber nach, wie man den Weltraum als "neuen Kontinent" reisetechnisch nutzbar machen könnte. In Japan werden seit über 10 Jahren im Auftrag der Industrie Zukunftsszenarien und Marktpotential-Analysen erstellt.

Unlängst hat selbst die NASA zusammen mit der amerikanischen Space Transportation Asscociation eine Weltraumtourismus-Durchführbarkeitsstudie angefertigt, und die Ergebnisse sind vielversprechend. Und das Thema könnte auch in Europa und Deutschland immer mehr an Bedeutung gewinnen. Die European Space Agency (ESA) und die DaimlerChrysler Aerospace AG (DASA) sind dabei, Analysen anzufertigen, inwieweit man die Erfahrungen aus dem Engagement bei MIR- und Space Shuttle-Missionen für Tourismus nutzen kann.

Mit Aufnahme des Reiseziels "Weltraum" würden zigtausende von Arbeitsplätzen neu geschaffen werden können. Sobald absehbar ist, dass sich ein Weltraumtourismus-Markt etabliert, dürften sich große, kommerziell orientierte Konsortien in strategischen Allianzen - wie auf dem Multimedia-Markt - zusammenschließen und die immensen Investitionssummen aufbringen. So gewaltig die Kosten auch sind, die Gewinnmöglichkeiten könnten ebenfalls astronomisch sein!

Nach einer Schätzung des World Travel Tourism Council werden zur Zeit pro Jahr rund 3'500 Milliarden (!) US-Dollar weltweit im Erd-Tourismusmarkt umgesetzt. Somit ist das eine der größten Industriebranchen. Dagegen hat die zivile Raumfahrt weltweit jährlich bislang nur rund 30 Milliarden US-Dollar zur Verfügung.

Sollte es möglich sein, nur wenige Prozent des Erd-Tourismus-Marktes umzulenken, dann könnte das die Initialzündung sein, die den Weltraumtourismus in den Orbit bringt. Interessant dabei: Erste internationale Marktanalysen zeigen bereits, dass ein beachtlich großer Personenkreis schon heute bereit wäre, für einen Trip ins All tief in die Tasche zu greifen. So wären zum Beispiel 4,3% der Deutschen grundsätzlich bereit, einige 10'000 Mark (ein Jahresgehalt!) für ein Weltraum-Ticket zu bezahlen. Natürlich gibt es da einen direkten Zusammenhang zwischen potentiellem Passagieraufkommen und den Ticketpreisen.

Heute kostet es viele Millionen Mark, einen Menschen auch nur in die erdnahe Umlaufbahn zu bringen. Eine deutliche Kostensenkung mit Ticketpreisen von maximal 100'000 Mark kann erst von der Entwicklung der übernächsten Generation von Raumfahrzeugen erwartet werden. Diese Raumschiffe müssen bei sehr hohen Startraten voll wiederverwendbar und absolut wartungsarm sein - vergleichbar mit den heutigen Flugzeugflotten kommerzieller Fluggesellschaften.

In diese Richtung forscht die NASA mit ihrem X-33-Space-Shuttle-Nachfolge-Programm, das eine einstufige Raumfähre anstrebt. In Großbritannien will man ein Weltraum-Raketen-Flugzeug mit dem Namen "Ascender" bauen, das mehrmals am Tag mit einer vierköpfigen Besatzung Flüge in den erdnahen Raum vornehmen soll. Die Ascender soll bis acht Kilometer Höhe mit einem Turbofan-Triebwerk aufsteigen, und dann erst soll der Raketenmotor zünden und das Flugzeug-Raumschiff auf 100 Kilometer Höhe anheben.

Die deutsche FAR (Forschungsgruppe für alternative Raumfahrtkonzepte) fertigt zur Zeit Konzeptstudien für die einstufige ALLTRA-M1-Rakete an, die mit nur zehn Tonnen Eigengewicht bis zu drei Menschen aufnehmen kann und mit einem Antrieb ausgestattet ist, der zwischen dem klassischen Feststoff- und Flüssig/Flüssig-Antrieben vermittelt (Hybridantrieb). Die Treibstoffe für diese Rakete könnten kostengünstig sogar aus Recycling-Substanzen hergestellt werden. Eine Tankfüllung würde wahrscheinlich nur rund 10'000 Mark kosten.

Die amerikanische Firma Zegham will in den nächsten zehn Jahren immerhin soweit sein, "suborbitale" Flüge mit maximal zweistündigem Weltraumaufenthalt anbieten zu können. Für dieses Vergnügen kann man jetzt schon Tickets für "nur" 100'000 US-Dollar kaufen.

Doch wohin sollen diese neuen Raumschiffe nun fliegen? Um längere touristische Aufenthalte im Weltraum zu absolvieren, sind verschiedene Konzepte für Weltraumhotels diskutiert und aufgestellt worden. In Japan hat die Industrie mehrere solche Pläne für Hotels im Erdorbit entwickeln lassen, darunter auch das der Firma Shimizu, das vorsieht, in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts ein Weltraumhotel mit Gesamtgewicht von 8'000 Tonnen an den Himmel zu hängen.

Beim DLR denkt man an das Weltraumhotel "Berlin". Hier will man sich existierender Technologie bedienen und modifizierte Besatzungsmodule der Internationalen Raumstation zu ringförmig angeordneten "Appartements" zusammenstecken. Jeweils vier Touristen würden sich so ein Appartement teilen. Es gäbe ein großes Panoramafenster, eigene Solarzellen mit einem Batteriespeicherungsgerät, damit man auch beim Eintritt in den Erdschatten noch Energie hat, und einen multifunktionalen Verbindungsknoten zu fünf anderen Appartements, der über eine angedockte Rettungskapsel für Notfälle verfügt. Zwölf Grundelementen dieser Art bilden die Ringstruktur des Hotels "Berlin". Das Hotel hätte eine Kapazität von etwa 50 Touristen. Man könnte die Ringstruktur mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten rotieren lassen und somit verschiedene Niveaus künstlicher Schwerkraft schaffen.

Und es gibt auch Ausbau-Pläne: Parallel zur Hauptachse will man weitere Appartements anordnen, und diese Struktur soll dann den Namen "Europa" tragen. Erste Wirtschaftlichkeitsanalysen zeigen, dass die Übernachtungskosten bei "Berlin" und "Europa" wohl im fünfstelligen Bereich liegen dürften. Das wären dann die teuersten Hotels der Welt. In Zukunft wird es dann die Aufgabe der Ingenieure sein, die Transport- und Unterbringungskosten weiter zu senken, damit das "Ticket zu den Sternen" für immer mehr Kunden erschwinglich wird.

So eine Aufenthalt im Erdorbit dürfte ein aufregendes Erlebnis sein. Man kann die Schwerelosigkeit erleben, womöglich ganz neue Sportarten betreiben und in Schwimmbäder gehen, bei denen das Wasser nicht in einem Becken ruht, sondern als großer Ball im Raum schwebt.

Viele Psychologen vermuten zudem den "Overview-Effekt": Menschen, die erst einmal die Schönheit der Erde aus dem All heraus gesehen haben, könnten mit veränderten Einstellungen zurückkehren. Von oben sieht man keine Grenzen, keine Unterschiede, sondern nur den ganzen Planeten, wie er klein und zerbrechlich in der Unendlichkeit des Raumes schwebt.

Vielleicht würde das die Menschen innerlich mehr zusammenrücken lassen und ihr Verständnis für globale Zusammenhänge schärfen. Und diese Hoffnung klingt doch nun wirklich wie "Star Trek" pur, oder?

Quellen:
"Zwischen Sonne und Pluto - Die Zukunft der Planetenforschung - Aufbruch ins dritte Jahrtausend" von Holger Heuseler, Dr. Ralf Jaumann und Dr. Gerhard Neukum, BLV Verlagsgesellschaft mbH, München, Seiten 178 bis 186.
"Der Mensch im Weltraum - Eine Notwendigkeit" von Jesco von Puttkamer, Umschau Verlag Breidenstein GmbH, Frankfurt am Main.

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10. Buffy: Im Bann der Dämonen

"Seit dem Anbeginn der Menschheit haben Vampire unter uns gelebt, mordend, sich nährend. Die einzige mit der Stärke oder Fähigkeit, ihr abscheuliches Übel aufzuhalten, ist die Jägerin, sie, die das Muttermal trägt, das Mal des Zirkels. Ausgebildet vom Beobachter. Eine Jägerin stirbt, und die nächste ist auserwählt." - Merrick

Direkt in der ersten Viertelstunde der ersten Episode "Das Zentrum des Bösen" ("Welcome to the Hellmouth") lernt der Zuschauer alle wichtigen Akteure der Serie kennen. Außerdem erfährt er, dass Buffy aus L.A. kommt und dort eine Turnhalle mit Vampiren niedergebrannt hat.

Joss Whedon setzt den Film &quoT;Buffy - The Vampire Slayer" als bekannt voraus, er geht nicht auf die Berufung ein. Wer den Film nicht kennt, hat trotzdem keine Schwierigkeiten, der Handlung zu folgen. Buffy kennt ihre Berufung, will aber nicht die Verantwortung eines Vampire Slayers tragen. Die richtige Übersetzung wäre hier übrigens Vampirschlachter - und nicht Jäger. Ganz grob ist dies der Hintergrund der ersten Folge. Das Thema Erwachsenwerden und Verantwortung zieht sich durch die gesamte erste Staffel der Serie.

Oberflächlich betrachtet ist "Buffy" eine Teenie-Serie, die im Horrormilieu spielt und sich um eine attraktive, 16-jährige Blondine dreht, die auf coole Art Vampire und andere Dämonen bekämpft.

Betrachtet man die Serie etwas genauer, dann sieht man, dass auf eine alles andere als dröge Art versucht wird, Themen wie Erwachsenwerden, die erste Liebe, aber auch Verrat, Lügen und auch all die anderen täglichen Probleme der Teenies zu behandeln. Wenn zum Beispiel Buffy von ihrer Liebe verraten wird und Angel zu Angelus wird, dann kann das jeder Teenager nachvollziehen, ohne sich belehrt zu fühlen.

Durch die filmische Überhöhung und die Sorgfalt, mit der Joss Whedon die Probleme darstellt, fühlt sich jeder Jugendliche verstanden. Hier wird nicht wie in der normalen Teenie-Serie das Problem verharmlost oder abgeschwächt durch coole Mienen und Sprüche wie: "Hey, du hast doch noch das ganze Leben vor dir!" Nein, der Macher der Serie nimmt die Probleme der Teenies ernst und schafft es gekonnt, ihre Gefühlswelt darzustellen. All dies spielt in einem Universum mit Vampiren, Hexen, Dämonen, besessenen Menschen und all den schaurigen Geschöpfen, die man in einem Höllenschlund erwartet.

Die erste Staffel von "Buffy" hatte nur zwölf Folgen, ein etwas außergewöhnliches Format für eine Serie. Das lag sicherlich daran, dass die Macher nicht genau wussten, ob es mit der Serie weitergehen würde.

In "Buffy" wird in den Folgen zum einen ein Arc behandelt, der sich um den Meister dreht, und zum anderen gibt es die "Monster-der-Woche-Folgen". Arc-Folgen sind immer etwas dramatischer angelegt, da es hier um Buffys Berufung und die Prophezeihung geht.

Der Arc beginnt, wie soll es auch anders sein, in den beiden Pilotfolgen "Das Zentrum des Bösen" und "Die Zeit der Ernte". Buffy lernt nicht nur neue Freunde wie Willow und Xander kennen, sondern auch geheimnisvolle Gestalten, hier Vampire, kreuzen ihren Weg und schmecken ihren Holzpfahl. Aber den benutzt sie nur gegen ihren Willen, denn eigentlich will sie nichts mehr mit Vampiren zu tun haben. Doch da ist Buffy Summers am falschen Ort. Sunnydale befindet sich direkt am Höllenschlund.

Auch lernt der Zuschauer schon relativ früh den Meister kennen. Dieser sehr mächtige Vampir ist wie ein Korken auf einer Flasche verdorbenen Weines. Wenn er herauskommt, dann werden alle bösen Geister befreit, und die Welt ist wieder in der Hand der Dämonen. Buffy muss das natürlich verhindern. In der ersten Folge klappt das schon ganz gut. Sie hat ja auch Hilfe von den sogenannten Slayerettes. Aber der Meister ist nicht entgültig geschlagen.

Die ganze erste Staffel durchzieht dieser Arc. Der Kampf mit dem Meister, der sehr an Nosferatu erinnert, ist für Buffy unausweichlich. Doch Joss Whedon baut das Puzzle Stück für Stück zusammen. Man hat immer das Gefühl, dass jetzt gerade, wie zum Beispiel in der Folge "Ohne Buffy lebt sich's länger", etwas sehr wichtiges passiert ist, kann es aber überhaupt nicht einordnen. So geht der Spannungsbogen bis "Das Ende der Welt", der letzten Folge der ersten Staffel, in der die Prophezeihung offen gelegt wird. Und die besagt, dass Buffy sterben wird.

Zwischen diesen düsteren Arc-Folgen gibt es aber immer noch die Monster-der-Woche-Folgen. Da geht es um menschenfressende Gottesanbeterinnen, die in Gestalt einer Lehrerin daherkommen, oder um den Mailbekannten von Willow, der sich als Dämon entpuppt und Menschen via Internet kontrolliert, Hyänen und natürlich Vampire.

Wobei es da auch sehr verschiedene Arten Vampire gibt. Die bösesten Vampire sind die, die dem Meister dienen. Aber da gibt es auch Spike, der eigentlich nur ein wenig Spaß und frisches Blut will - und da gibt es noch einen ganz besonderen Vampir: Angel, von Zigeunern verflucht, eine Seele zu haben. Buffy weiß anfangs nicht, dass ihr mysteriöser Beschützer ein Vampir ist. Sie findet es erst in "Angel - Blutige Küsse" heraus, nachdem sie sich geküsst haben... Eine schwierige Beziehung.

Das alles macht Buffy zu einer sehenswerten Fernsehserie. Für Fans von Mystery ist "Buffy - Im Bann der Dämonen" allemal einen Blick wert. Und für DS9-Fans sei noch kurz angemerkt, dass ab der Episode "Buffy lässt die Puppen tanzen" Armin Shimmerman (ST:DS9 Quark) als Rektor Snyder zu sehen ist.

Quellen:
"Buffy - Im Bann der Dämonen" von Christian Lukas und Sascha Westphal
"Buffy-DE", http://www.buffy.de/

Links zum Thema:
http://www.buffy.de/
http://www.indro.de/bronze/
http://www.theslayer.de/
http://www.buffy.com/
http://www.fandom.com/buffy/
http://hotslayer.com/
http://www.geocities.com/Hollywood/Lot/8864/music.htm

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11. Subspace Link

Star Wars: Christopher Lee in Episode II?
Das neueste "Star Wars"-Gerücht besagt, dass Christopher Lee einen Vertrag für eine Rolle in "Episode II" unterzeichnet hat. Ob der vielleicht bekannteste "Dracula"-Darsteller, der auch in Peter Jacksons "Lord of the Rings"-Trilogie dabei sein wird, und der zuletzt in "Sleepy Hollow" zu sehen war, tatsächlich für den kommenden "Star Wars"-Film verpflichtet wurde, hat bisher allerdings weder der Schauspieler noch Lucasfilm bestätigt. Die Meldung wurde aber auch nicht dementiert.

Star Wars: Jimmy Smiths nicht mit dabei.
In den letzten Wochen hielt sich das Gerücht, dass Jimmy Smits, bekannt aus "NYPD Blue" und "L.A. Law", anscheinend einen Vertrag für "Episode II" und "Episode III" unterschrieben hat. Er sollte einen Jedi-Ritter spielen, ähnlich zur Figur des Mace Windu, gespielt von Samuel L. Jackson. Die Rolle in Teil 2 sollte nur klein sein, im letzten Teil der "Star Wars"-Saga aber weitaus größer werden. Alle diese Gerüchte wurden nun aber vom Schauspieler dementiert.

Star Wars: Die Rückkehr einer Nervensäge.
Jar Jar Binks wird definitiv in "Episode II" auftauchen. Das bestätigte ein Sprecher von Lucasfilm und sagte weiter: "Wir bekommen mehr Post für Jar Jar als für jeden anderen Charakter. Und die Kinder lieben ihn."

Star Wars: Animierter Yoda.
Lucasfilm testet einen computergenerierten Yoda. Anscheinend soll Yoda in "Star Wars: Episode II" eine weitaus aktivere Rolle bekommen, und er könnte sogar bei einem Lichtschwert-Duell zu sehen sein, was mit einer Puppe sicherlich sehr schwer zu realisieren wäre.

Star Wars: Schauplätze.
Die Schauplätze in "Episode II" werden Corusant, Naboo und Tatooine sein. Die Dreharbeiten in Australien werden noch in diesem Monat beginnen. Im Oktober oder November werden die Tatooine-Szenen in der Tunesischen Wüste - wie immer seit dem ersten Film im Jahre 1977 - gedreht.

Akte X: Erste Infos zur achten Staffel.
Chris Carter und Frank Spotnitz blicken der achten Season von "Akte X" gespannt entgegen. Carter sagte: "Ich denke, es gibt eine Menge interessanter Stories zu erzählen, und wir werden einige Probleme lösen müssen, denn das ist, was wir tun werden..." Unter anderem bestimmt auch das Problem, dass David Duchovny (Fox Mulder) nur in der Hälfte der Folgen zu sehen sein wird.

Chris sagte weiterhin, dass sich viele der Episoden um Scully drehen werden, und dass diese unweigerlich einen neuen Partner bekommen wird. Der wird wahrscheinlich eher ein Skeptiker sein und - natürlich - männlich.

Weiterhin wird es sicherlich viele Folgen geben, in der die Nebencharaktere, wie zum Beispiel die Lone Gunmen, mehr zu tun bekommen. Chris Carter antwortete auf die Frage, ob in den Nebenrollen auch weiterhin hochkarätige Schauspieler zu sehen sein werden: "Erst dachten wir, dass es von der eigentlichen Geschichte ablenken würde, doch vieleicht ist ja die kommende Season eine Möglichkeit, auch das zu tun."

Lone Gunmen: Erste Kritiken.
Der Trailer zum "Akte X"-Spin-off "Lone Gunmen" wurde Ende Mai den ersten Kritikern gezeigt. Und sie waren hellauf begeistert: Es sei eine Art "Mission: Impossible", eine Mischung aus Hochspannung und Action.

FOX plant, die Serie Anfang 2001 auszustrahlen. Gedreht werden zwar erst nur 20 Folgen, doch hofft FOX, dass die Serie bei den Fans einschlägt. ProSieben hat übrigens schon Interesse am Spin-off gezeigt und wird wohl Ende diesen Jahres die Rechte erwerben.

Mysterious Ways: Neue Mystery-Serie.
PAX, ein amerikanisches Kabel-Network, hat eine neue Mystery-Serie in Auftrag gegeben. In "Mysterious Ways", so der Titel, spielt Adrian Pasdar, Hauptdarsteller der kurzlebigen Serie "Jim Profit - Ein Mann geht über Leichen, einen Anthropologen, der in jeder Folge einem unheimlichen Phänomen auf den Grund gehen soll. Seine Assistentin wird gespielt von Rae Dawn Chong ("Crying Freeman", "Time Runner"). Geplant ist vorerst eine Staffel mit einstündigen Episoden.

Angel: RTL erwirbt Rechte.
RTL hat die Rechte an der "Buffy"-Ablegerserie "Angel" erworben. Die Serie soll ab Herbst Donnerstags um 23:15 Uhr laufen. In der Serie geht es um den Vampir Angel, gespielt von David Boreanaz, der die ruhige Kleinstadt verlässt und nach Los Angeles zieht.

Outer Limits: Produktion beendet.
Wahrscheinlich ist dieses Jahr das letzte, in dem die Mystery-Serie "Outer Limits" produziert wird. Dann steht auch sie, wie schon "Poltergeist", vor dem Aus.

Roswell: Zweite Staffel.
Laut "Ultimate TV" wird die Serie von Jonathan Frakes, Regisseur von FIRST CONTACT und INSURRECTION, in die zweite Staffel gehen. Trotz niedriger Einschaltquoten hat Warner Bros. weitere 13 Episoden der Serie bestellt.

Invisible Man: Neue Serie mit tollen Quoten.
Die vergangene Woche gestartete Serie "Invisible Man" hat dem amerikanischen Sci-Fi Channel die bisher besten Ratings eingebracht. Über 1,5 Millionen Zuschauer haben die erste Folge gesehen und waren von der Sciencefiction-Story mit Comedy-Einflüssen, die in den Grundzügen auf den verschiedenen "Invisible Man"-Verfilmungen basiert, grösstenteils begeistert.

Hulk: Dokumentation bei "Sciography".
"Sciography", eine Sendung beim amerikanischen Sci-Fi Channel, die sich mit Sciencefiction beschäftigt, sucht Material zu der Serie "The Incredible Hulk". Es soll eine Dokumentation über die Geschichte der Serie, die auf einem Marvel-Comic basiert, entstehen. Diese soll Interviews mit Lou Ferrigno, dem Darsteller des Titelhelden, sowie mit Produzenten und anderen Mitarbeitern enthalten. Wer seltenes "Hulk"-Material hat und interessiert ist, kann "Sciography" mailen: vosest@pacbell.net

Andromeda: Erste Eindrücke vom Set.
Am vergangenen Wochenende konnten die amerikanischen Fernsehzuschauer einen ersten Blick auf die Kulissen und die Kostüme der kommenden Sciencefiction-Serie "Gene Roddenberry's Andromeda" werfen. In der Sendung "E! News Weekend" wurde ein Bericht ausgestrahlt, in dem ein gut gelaunter Kevin Sorbo mit Requisiten herumalberte und auf einer kurzen Tour durch die Sets des Raumschiffs führte.

Links zum Thema:
http://section31.com/stories/060900_c.htm

Robocop: Trailer im Netz.
Zur vierteiligen Miniserie "RoboCop: Prime Directives", welche die Geschichte des Polizisten, der mehr Maschine als Mensch ist, fortsetzt, gibt es jetzt einen neuen 6-minütigen Trailer. Produzent und Regisseur Julian Grant liess zudem verlauten, dass die vier TV-Filme keine "Light"-Version von "RoboCop" sein werden, und dass der von Page Fletcher dargestellte elektrische Polizist gezeigt werden wird wie nie zuvor. Weiter gab Grant bekannt, dass die vier Folgen "Dark Justice", "Meltdown", "Resurrection" und "Cash & Burn" heißen werden.

Links zum Thema:
http://robocop-pd.ca/main/index.html

Premiere World: Ausstrahlungsplanungen.
Die Serien "Futurama", "Crusade" und "Buffy" werden vorerst aus lizenzrechtlichen nicht auf Premiere World gezeigt. Dies bestätigte ein Sprecher des Bezahlfernsehens gegenüber dem Corona Newsletter. "Farscape" wird voraussichtlich im Herbst auf dem Sender "SCI-FANTASY" gezeigt.

Matrix: Reeves wartet auf Skript.
Keanu Reeves sagte in einem Interview, dass er immer noch auf ein Skript zu "The Matrix II" und "The Matrix III" wartet. Andy und Larry Wachowski, die Brüder, die den ersten "Matrix"-Film schrieben und die Regie führten, sind noch dabei, das Drehbuch zu schreiben. Reeves: "Ich habe mit ihnen gesprochen, und sie meinten, dass es wahnsinnig wird. Nun warte ich darauf."

Cube: Eine Fortsetzung.
Trimark Pictures plant eine Fortsetzung des Filmes "Cube" von 1997, der im Juli nun endlich auch bei uns in die Kinos kommen soll. Im Originalfilm wurde die Geschichte von sechs Personen - eine davon dargestellt von Nicole deBoer (ST:DS9 Ezri Dax) - erzählt, die sich gefangen in einem mysteriösem Labyrinth von würfelförmigen Räumen wiederfinden. Die Fortsetzung wird neue Charaktere in verschiedenen Zwangslagen zeigen, die mit vielen realen und metaphysischen Hindernissen zu kämpfen haben. Noch gibt es weder Drehbuchautor, Regisseur oder Schauspieler für diese Produktion.

Planet der Affen: Drehortsuche und Team.
Regisseur Tim Burton erkundet auf Hawaii mögliche Drehorte für sein Remake von "Planet der Affen". Wahrscheinlich ist Hawaii aber nicht der optimale Drehort. Burton dazu: "Ich weiß nicht, ob ich hier arbeiten kann, es ist so wunderschön hier. Normalerweise suche ich Drehorte wie verseuchte Müllhalden." Die Dreharbeiten sollen Ende dieses Jahres beginnen. Matt Damon soll Charlton Hestons Rolle übernehmen. Burton hätte auch sehr gerne Danny DeVito mit im Team. Er soll einen der Affen spielen.

Independence Day 2: Pläne auf Eis gelegt?
Anscheinend wird es in der nächsten Zeit keine Fortsetzung zu "Independence Day" geben. Bill Pullman, der den Präsidenten spielte: "Ich denke, dass es definitiv Versuche gibt, um ein Sequel zu realisieren. Im Moment ist es allerdings ein wenig ruhig..." Brent Spiner meinte hingegen auf der Federation Convention 8, dass es irgendwann einen neuen "ID-4" geben und er darin auch mitspielen werde.

Herr der Ringe: Ortswechsel der Produktion.
Die Produktion von Peter Jacksons Trilogie "Der Herr der Ringe" hat in die Stone Street Studios in Wellington, Neuseeland, gewechselt. Hier werden jetzt die Innenszenen gedreht. Die Dreharbeiten in den Ruapehu-Bergen, in denen die Kampfszenen gemacht wurden, sind abgeschlossen. Der erste Film soll am 14. Dezember nächsten Jahres in die Kinos kommen.

Per Anhalter durch die Galaxis: Bald im Kino?
Laut Douglas Adams ist derzeit geplant, seinen Kult-Roman "Per Anhalter durch die Galaxis" wenn möglich im Jahr 2002 in die Kinos zu bringen. Adams sagte weiter, dass Jay Roach ("Austin Powers") die Regie übernehmen werde und dass der Film von Roger Birnbaum ("Inspector Gadget", "Rush Hour") produziert wird. Derzeit warte man auf eine neue Drehbuchfassung.

SF-Radio: Neue Audio51-Ausgabe.
Am 17. Juni erscheint eine neue Ausgabe des Internet-Radiomagazins über die Sciencefiction, "Audio51". Die Moderation über die neue Ausgabe übernimmt in dieser Woche Dennis Horn. Themen der Sendung: Guido Schumann stellt einen neuen "Webwatcher" vor, Sebastian Lorenz liefert mit dem Conflash eine Übersicht über die aktuellen Conventions in Europa, Martina Walter beschäftigt sich mit den Highlander-Filmen und das Team präsentiert den letzten Akt des preisgekrönten Hörspiels "...und auf Erden Stille".

SF-Radio kooperiert nun mit ricardo.de zugunsten der UNICEF. Als sich die Pforten der Federation Convention 8 am 21. Mai in Bonn schlossen, unterschrieben die Gaststars der Con noch auf einem XXL-SF-Radio-T-Shirt, das in Kürze bei ricardo.de versteigert wird. Auf dem T-Shirt befinden sich unter anderem die Autogramme von Alice Krige (ST8: Borg Queen), Richard Arnold, Richard Herd (ST:VOY Admiral Paris), Chase Masterson (ST:DS9 Leeta), Michael Dorn (ST:TNG Worf) und René Auberjonois (ST:DS9 Odo).

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