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23. Mai 2000 - Ausgabe 65 - "Buenas Dias Messias"

"I'm a Trekkie!"

Besser konnten es zahlreiche Schauspieler auf der Closing Ceremony der achten Federation Convention, die am Wochenende in Bonn veranstaltet wurde, kaum ausdrücken. Höchstens ein bisschen entschiedener - Babylon 5-Darsteller brachte es auf den Punkt: "For five years, I played in the wrong fucking show!"

So endete die erfolgreichste Convention in Deutschland und zeigte damit, wie man es wirklich machen soll. Nach den Querelen um die Galileo7-Convention wünschten sich die Fans nicht mehr als eine gute Con, auf der auch alles so abläuft wie geplant. Und die Fedcon 8 machte neugierig auf die weiteren Conventions in diesem Jahr: Die Expo Trek in Hannover, die Nexus in Berlin und die Galileo7 in Bremen.

In dieser Sonderausgabe möchten wir Ihnen, angereichert mit der üblichen Berichterstattung unserer Redaktion einen Rückblick auf drei Tage Convention in Bonn geben. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen.

Dennis Horn
Chefredakteur


Pfadfinder

1. Federation Convention 8
2. Stars und Sternchen auf der FedCon
3. Futurama: Ein neuer Serienkult?
4. Star Trek: Frakes über Star Trek X
5. Star Trek: conBEAT
6. Star Trek: Smile Fiction
7. Fan Fiction: Die Waldleiche
8. Akte X: Die Grenze gesprengt
9. Wissenschaft: Missionen zum Mars


1. Spotlight: Federation Convention 8

Vom 19. bis 21. Mai 2000 fand nunmehr zum achten Mal Europas größte Star Trek-Convention statt: Die Federation Convention 8. Bereits am Mittag des ersten Convention-Tages strömten zahlreiche Besucher in die Vorhalle des Maritim-Hotels in Bonn, um sich ihre Con-Ausweise abzuholen. Trotz der endlosen Schlangen, die man das ganze Wochenende über an allen Ecken und Enden finden würde, war die Stimmung gut.

Um 14:30 startete mit Richard Arnolds Panel der erste Programmpunkt. Der Star Trek-Experte und Berater des Franchise präsentierte in einer Diashow einen Ausblick auf die Highlights der sechsten Voyager-Staffel und stand den Fans anschließend Rede und Antwort. Ihm folgte Lolita Fatjo, Script-Koordinatorin bei "Star Trek: Voyager". Bevor sie Fanfragen beantwortete, präsentierte sie den Fans eine Überraschung: Sie hatte ihre gute Freundin Chase Masterson (ST:DS9 Leeta) mit auf die Con gebracht! Den Grund für ihr Kommen nannte diese den Fans in gebrochenem Deutsch: "Ich bin hier, um Spaß zu haben!" Das Publikum war begeistert.

Danach trat Richard Herd (ST:VOY Admiral Paris) auf die Bühne. Der Schauspieler bot den wenigen Fans, die noch im Hauptsaal saßen, eine recht ansehnliche Show, obwohl er zu den eher unbekannten Gesichtern auf der Con zählte. Nun näherte sich das Programm dem ersten Höhepunkt: Um fünf Uhr trat René Auberjonois (ST:DS9 Odo) unter tosendem Applaus auf die Bühne. Er erzählte von seinen Folgeprojekten, vor allem beantwortete er Fragen zum Musical-Film "Gepetto", in dem er die Rolle eines verrückten Professors spielte.

Nach dem Abendessen folgten die für die Fedcon bereits obligatorischen Fanfilme und hiernach die Opening Ceremony. Der dort vorgeführte Eröffnungsfilm aus dem Studio von Tobias Richter unterschied sich diesmal von den vorhergehenden vor allem in folgendem: Erstmals sah man real agierende Darsteller in einem recht langen Film. Erstaunte Ausrufe machten sich kurz nach dem Beginn der Präsentation bereit: Die weibliche Hauptdarstellerin war eine gewisse Kerstin, Millionen Menschen bekannt aus der Reality-Soap "Big Brother". Sie kam auch am Samstag auf die Convention und vergab Autogramme.

Nach dem Eröffnungsfilm traten alle Schauspieler gemeinsam auf die Bühne und stellten sich kurz vor. Marc B. Lee, der nunmehr zum fünften Mal durch die Convention führte, sorgte zusammen mit den Stars auch dieses Jahr wieder für ausgezeichnete Stimmung.

Im Anschluss an die Opening Ceremony trat Marina Sirtis (ST:TNG Troi) auf die Bühne. Die Darstellerin überraschte sicherlich jeden im Saal mit ihrem britischen Humor, der auch vor einigen makaberen Scherzen nicht Halt machte. Hiernach begann ihr Kollege Michael Dorn (ST:TNG Worf) sein Panel. Der Tag endete mit Marc B. Lees Fan Experience. Dieser zeigte wie jedes Jahr wieder einige Trailer aus den USA, darunter auch die Vorschau zum X-Men-Film, in dem unter anderem auch Patrick Stewart als Professor X mitspielt.

Der Samstag begann mit dem Panel von Jerry Doyle (B5: Garibaldi) und Richard Biggs (B5: Dr. Franklin). Die beiden Stars machten keinen Hehl daraus, dass sie nur ein bis zwei Stunden geschlafen und den Rest der Nacht mit den Fans gefeiert hatten. Dementsprechend lustig fielen ihre Antworten auf die Fragen aus. Alles in allem boten sie dem Publikum eine gute Show, die an einigen Stellen allerdings an den Rand des guten Geschmacks stieß. Ihnen folgte René Auberjonois, der in seinem zweiten Panel weitere Fragen beantwortete.

Nach der Mittagspause erwartete die Besucher ein weiterer Höhepunkt der Convention: Brent Spiner (ST:TNG Data) trat auf die Bühne. Ihm folgte Alice Krige (ST8: Borg Queen), die sichtlich begeistert war von der Freundlichkeit der Fans. Auch Robin Atkin Downes (B5: Byron) hatte einen Auftritt und beantwortete bereitwillig die Fragen im Saal.

Jackie Edwards, Patrick Stewarts (ST:TNG Picard) persönliche Assistentin, erzählte hiernach von ihrer Arbeit mit den Trek-Berühmtheiten und versprach, bei Patrick ein gutes Wort einzulegen, damit er auf eine der nächsten Conventions kommen würde. Anschließend berichtete Gary Lockwood (ST:TOS Mitchell) über seine Beziehung zu Star Trek.

Während dieser Panels verließen viele Besucher den Hauptsaal und strömten entweder ins "Holodeck", wo die erste Autogrammstunde von René Auberjonois, Marina Sirtis, Michael Dorn und Jerry Doyle abgehalten wurde.

Auch außerhalb dieser Programmpunkte gab es wieder eine Menge Attraktionen auf der Convention. An zahlreichen Ständen informierten Sat.1, Premiere, Video- und Soundtrackhersteller über ihre Angebote. Oftmals konnte man auch verbilligte Angebote in Anspruch nehmen. In zwei Händlerräumen gab es alles für den Trekker zu kaufen, angefangen von sündhaft teuren Autogrammen und Bildern über Sammelkarten und -puppen bis hin zum Kostüm oder dem Pappaufsteller für die eigene Brücke im Wohnzimmer.

Im Obergeschoss des Convention-Geländes fand der Besucher einen Raum, in dem sich zahlreiche Fanclubs vorstellten, und mehrere Ausstellungen von Modellbauern und anderen Künstlern. Desweiteren verteilten zahlreiche weitere Stars ständig Autogramme gegen Entgelt, so zum Beispiel Tim Russ, Chase Masterson, Jerrry Doyle, Richard Herd oder Richard Biggs. Auch Denise Crosby (ST:TNG Yar) war angereist. An einem Stand verkaufte und signierte sie ihre Dokumentation "Trekkies", in der sie über das Fandom berichtet. Am DF1-Stand sah und hörte man am Nachmittag eine Gruppe von Fußballfans, die das Meisterschaftsfinale in der Bundesliga verfolgten.

Um 19:00 Uhr fand der alljährliche Kostümwettbewerb statt. Eine Jury aus Gästen wie Lolita Fatjo oder Richard Arnold sollte über die Preisverleihung in mehreren Kategorien entscheiden. In der Kategorie "Bestes Kostüm" gewann eine Jadzia Dax-Darstellerin im Hochzeitskostüm, die "beste Gruppe" wurde zum einen die Data-Family mit einer Parodie auf die TNG-Folge "Eine Handvoll Datas", zum anderen die Starfleet-Kadetten oder "Artists formerly known as Veddeks". Der Preis der "Besten Präsentation & Performance" ging an eine Tänzerin mit ihrer Aufführung "Last Unicorn", den "Look-Alike-Award" gewannen zwei Klingonen, und der "Fun Award" ging an die Gruppe "Federation Game YMCA", die das Publikum mit einer Parodie auf einen TV-Werbespot und danach mit einer Gesangseinlage zu Beifallsstürmen angeregt hatte.

Am Abend hielt Michael Dorn sein zweites Panel ab und beantwortete weitere Fragen. Hiernach kam auch Tim Russ kurz auf die Bühne, dann wurde der Saal geräumt. Denn nun sollte ein weiteres Highlight der Convention folgen: Ein Konzert von Neil Norman mit seiner Band "Cosmic Orchestra", währenddessen sowohl Chase Masterson als auch Tim Russ einige Titel sangen. Der Saal war trotz des zusätzlichen Eintritts von 20 Mark und des späten Konzertbeginns um etwa 22:20 Uhr gut gefüllt, und das Publikum war begeistert. Viele Fans kauften sich im Anschluss an das Konzert die CD von Tim Russ und ließen sie sich signieren. Der Ansturm war so groß, dass nach etwa 20 Minuten Tims Bruder Michael Russ mit einem weiteren Karton voller CDs im Laufschritt in den Saal eilen musste.

Das offizielle Programm endete nach diesem Konzert, aber für viele Fans war die Nacht noch lange nicht zu Ende. In der Trek-Disco im ersten Stock sowie in der Piano-Bar wurde weitergefeiert. Und nicht nur die Fans feierten - auch einige Gäste mischten sich unter das tanzende Volk. Jerry Doyle machte sich einen Namen als "Disco-König", er feierte zusammen mit vielen - meist weiblichen - Fans in der Piano-Bar bis in die Morgenstunde. Auch Chase Masterson, Lolita Fatjo, Michael Russ und Marc B. Lee konnte man dort antreffen. Für viele Fans gehören diese Stunden, in denen sie einigen Stars näher als bei den Panels sein konnten, sicherlich zu den schönsten auf der Convention. Hier gab es keine Sicherheitsbestimmungen, keine Abgrenzungen, und so kam eine einmalige Atmosphäre auf. Gleichzeitig wuchs mit jedem Morgen aber auch die Zahl der übernächtigten Fans und Stargäste.

Am Sonntagmorgen hatte Denise Crosby ihren Auftritt und erzählte einiges über "Trekkies", und warum sie die Serie verlassen hatte. Nach ihr begeisterte noch einmal Brent Spiner das Publikum mit weiteren Patrick Stewart-Imitationen und neuen Gags. Anschließend fand die traditionelle Auktion statt, in der Richard Arnold wie jedes Jahr Requisiten und Kuriositäten zu Gunsten wohltätiger Zwecke versteigerte. Hiernach trat erneut Jerry Doyle auf, diesmal alleine, und beantwortete nun auch einige Fragen ernsthaft und seriös. Das letzte Panel auf der diesjährigen Fedcon bestritt Marina Sirtis.

Zur Closing Ceremony versammelten sich die meisten Stars auf der Bühne, nur einige wenige wie Brent Spiner und Michael Dorn mussten vorher abreisen, um ihren Flieger zu bekommen. Die Stars verabschiedeten sich einzeln vom Publikum. Alles in allem wurde mehr als deutlich, wie beliebt die Federation Convention bei den Stars ist, und wie wohl man sich in Bonn gefühlt hat. Marina Sirtis standen die Tränen in den Augen, als sie sich für all die Unterstützung der Fans bedankte. Und so war es kein Wunder, dass die Stargäste unter nicht enden wollendem Applaus noch mehrmals auf die Bühne kommen mussten. Dann wurden in einem kleinen Video-Zusammenschnitt Szenen vom Wochenende gezeigt, und schließlich endete die Closing Ceremony und mit ihr die Fedcon 8.

Für manch einen mag das Programm beinahe schon zu umfangreich gewesen sein, es fand sich fast nirgendwo eine kleine Verschnaufpause. Wer ein Autogramm holen wollte, verpasste mindestens einen Teil eines Panels, und die attraktiven Angebote an neuen englischen Voyager-Folgen auf dem Holodeck konnte man ebenfalls nur nutzen, wenn man auf andere Programmpunkte verzichtete.

Organisatorisch war in diesem Jahr einiges besser geregelt als in den Jahren zuvor: In zwei Autogrammsessions am Samstag und Sonntag schaffte es das Team tatsächlich, alle regulären Con-Besucher mit einem Autogramm zu versorgen. Enttäuschungen wie letztes Jahr, als die Autogrammsession plötzlich abgebrochen wurde, gab es nicht. Auch mussten die Fans nicht mehr, wie in einigen Fällen auf der Fedcon 7, vor den verschlossenen Türen des Hauptsaals warten, denn dieser musste bei weitem nicht so oft umgebaut werden, und somit lief das Programm reibungsloser ab.

Eine Meldung verlieh der Convention allerdings einen bitteren Beigeschmack: Während der drei Tage war eine Kamera des Fedcon-Teams gestohlen worden. In ihr befand sich ein Videoband mit Aufnahmen, die während der Convention für das Con-Video gemacht worden waren. Marc B. Lee trat nach dem Ende der Closing Ceremony nochmals auf die Bühne und bat den Täter, wenigstens das Videoband zurückzugeben.

Trotz dieses Zwischenfalls blicken wohl alle Besucher auf ein schönes Wochenende zurück. Das Staraufgebot war groß wie nie, das Programm dichter gedrängt denn je. Und nicht zuletzt die "kleineren" Stars wie Chase Masterson oder Jerry Doyle, die ungeniert auch außerhalb ihrer Panels mit den Fans umgingen, haben diese Convention positiv geprägt und zumindest etwas von dem Ruf, eine zu große und zu unpersönliche Veranstaltung zu sein, abgebracht.

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2. Spotlight: Stars und Sternchen auf der FedCon

René Auberjonois

Noch vor der Opening Ceremony fand das erste wichtige Panel der Convention statt. Wie schon vor einigen Jahren in Hamburg kam Auberjonois (ST:DS9 Odo) mit seiner eigenen Kamera auf die Bühne und fotografierte erst einmal die Fans. Wie er später erzählte, hat er damit bei einer Con in Australien begonnen, und seitdem macht er das bei jedem Auftritt. Wenn die Fotos gut werden, stellt er sie auf seiner Webseite ins Netz.

René hat in einer unvergleichlichen Art seine Panels gehalten. Nach einer kurzen Lektion im Aussprechen seines Namens ("Oh - ber - john - oah") hat er einiges über sich selbst erzählt.

Er wurde nach seinem Großvater, René Auberjonois, einem schweizer Maler, benannt. Sein Vater ist Schriftsteller, doch er selbst hat eher nicht das Verlangen - so wie Andrew Robinson (ST:DS9 Garak) -, ein Buch zu schreiben. "Andere können das besser", meinte er und verwies dabei auf Geschichten von Fans, die im Netz veröffentlicht wurden. Eine seiner Lieblingsgeschichten handele von der Rückkehr Odos Jahrzehnte später. Kira ist Witwe und hat Kinder. Das Wiedersehen der beiden habe ihm sehr gefallen. Was ihn persönlich an Odo interessieren würde, ist, wie sich Formwandeln anfühlt und was mit ihm passiert, wenn er sich in der Großen Verbindung auflöst.

Wie wahrscheinlich auf jeder Con sprach René von den alltäglichen Problemen, die er mit seiner Maske hatte. Vor allem das Essen und Lachen war für ihn alles andere als leicht. Auch sei er eher ein Mensch, der viel mit Gestik und Mimik arbeitet, auch auf der Bühne. Aus diesem Grund war für ihn die Rolle des Odo eine ganz besondere Herausforderung. Er habe mit den Masken, die er am Ende jedes Drehtages von seinem Gesicht abzog, schon viel Spaß getrieben. Einmal habe er sie bei sich auf der Toilette aufgehängt und sich köstlich über die Reaktionen seiner Besucher amüsiert.

Für die Zukunft plant er, ans Theater zurückzukehren. Vor DS9 hat René Richard III gespielt, und er hat sich in "Galaxy Quest" in der Person Alexander Danes (Dr. Lazarus) wiedergefunden.

An einen DS9-Film glaubt er persönlich nicht. Seiner Meinung nach wird es wohl mehr ein TNG-Film, oder er erhält ein ganz neues Konzept, beispielsweise eine Handlung, in der Mitglieder aus mehreren Serien vorkommen.

Marina Sirtis

Gleich nach der Opening Ceremony gab Marina Sirtis (ST:TNG Troi) ihr erstes Guestpanel. Wie René ist sie grundverschieden von ihrer Rolle als Deanna Troi. Sie selber sagt, sie sei viel gemeiner als Troi: "Deanna ist viel verständnisvoller und ruhiger als Marina Sirtis." Ein kleines Beispiel gab sie, indem sie ins Publikum rief: "Hey, ihr dort drüben, hört auf zu quatschen, wenn ich spreche!" Desweiteren bezeichnete sie Deep Space Nine als "Deep Sleep Nine".

Von ihren Kollegen liebevoll "The Mouth" genannt, bewies Marina diesen Spitznamen zurecht zu haben, auch auf dieser Con. So erzählte sie, Patrick Stewart (ST:DS9 Picard) werde am 25. August Wendy Neuss heiraten. Deshalb sei LeVar Burton (ST:TNG LaForge) auch nicht auf der Nexus Con, da die gesamte TNG-Crew bei diesem Ereignis anwesend sein werde.

Apropos Patrick Stewart: Wenn sie sich ein Holodeckprogramm aussuchen könnte, würde sie eins nehmen, bei dem sie Admiral und Picard Captain wäre. Dann würde sie ihn auch sieben Jahre ignorieren.

Auf die Frage, wie das Gefühl bei den Drehs zu Pathfinder gewesen sei, sagte sie, es wäre schon ein wenig seltsam gewesen, da sie auch wieder in den Hallen 8 und 9 gedreht haben - dieselben Hallen, in denen TNG gedreht wurden. Bei Voyager fragt sie sich allerdings, warum die Crew die Borg nicht schlafen schickt, wie in "Best Of Both Worlds". Dann könnte man sich einfach den Transwarp-Antrieb holen. Aber wahrscheinlich waren die bei Voyager nicht so clever wie bei TNG.

Da an diesem Wochenende auch die Entscheidungen in der Fußball-Bundesliga fielen, wurde Marina, die aus Großbritannien stammt, auch gefragt, was sie davon hält. Marina meinte dazu nur, dass sie Gert Müller aus dem damaligen Beckenbauer-Team hasst. Er hätte das ganze Spiel nichts getan, nur am Ende, schwups, ein Tor gemacht. In den USA gebe es leider kein Fußball, lediglich Baseball. "In England heißt das Spiel 'rounders' und wird von 10-jährigen Mädchen gespielt. In den Staaten ist es ein Sport für Erwachsene, die auch noch Millionen Dollar kassieren. Stundenlang spielen sie, und nichts passiert." Und so weicht sie auf Tennis oder Golf aus, aber nur wenn Tiger Woods spielt.

Dennoch ist sie sehr glücklich in den USA. Nach sechs Monaten dort hat sich ihr Leben total verändert: Sie bekam die Rolle in Star Trek und führt nun ein gutes Leben.

Michael Dorn

Michael Dorn (ST:TNG Worf), der nach dem Ende von TNG zu DS9 wechselte, gab sein Panel sehr spät am Abend. Er schien sehr müde zu sein, nach einem langen Flug sicherlich verständlich. Doch am Samstag hatte sich diese Müdigkeit gelegt, und Dorn lieferte einen interessanten Auftritt.

Zu seinem Wechsel zu DS9 meinte er, es sei relativ einfach gewesen, sich anzupassen. Die ganze Crew hat ihn willkommen geheißen. Obwohl Dorn anmerkte, dass es auf dem Set von TNG lustiger zuging. Sie hätten viel Unsinn getrieben und mit ihrer "Unprofessionalität" sogar einen Regisseur vergrault. Patrick Stewart liebe es beispielsweise, theatralische Sterbeszenen à la Shakespeare zum Besten zu geben, er habe ihn einmal zum Spaß am Set getötet, worauf er zehn Minuten lang "gestorben" sei.

Einen direkten Vergleich der beiden Serien sei unmöglich, meinte Dorn, dazu seien sie zu verschieden.

Über Terry Farrells (ST:DS9 Jadzia) Weggang sagte Dorn, sie wolle mehr als die Karriere bei Star Trek, und bei den Vertragsverhandlungen legte man nicht viel Wert auf sie, also ist sie gegangen. Nachdem er sich versichert hatte, dass Marina Sirtis nicht in der Nähe sei, sagte er auch, Terry Farrell hätte am besten geküsst. Bei Marina kam er sich so vor, als würde er seine Schwester küssen. In seinem zweiten Panel nannte ihn ein Fan, wegen der vielen Frauen in Worfs Leben, "Weiberheld". Diesen Namen wurde Michael dann auch nicht mehr los.

Eine der üblichen Fragen betraf Worfs Maske. Das erste Mal, als sich Michael Dorn damit sah, stöhnte er: "Meine Karriere ist vorbei!". Ein Schauspieler ist schließlich auf sein Gesicht angewiesen, und diese Maske verdeckte fast alles. Während der zweiten Staffel TNG hatte er eine Phase, in der er es ziemlich satt hatte, um 3:30 Uhr mit der Arbeit anzufangen und dann 12 bis 16 Stunden die Maske zu tragen.

Brent Spiner

Brent Spiner (ST:TNG Data) trat sehr selbstsicher, aber nicht minder humorvoll und unterhaltsam als andere Gäste auf. Auf die Frage eines Fans, warum man in der Autograph Session kein Autogramm von ihm bekäme, antwortete er frei heraus, ihm mache es einfach keinen Spaß, mehrere Stunden am Stück seine Unterschrift auf Karten und Fotos zu setzen, was die Fans bitte verstehen mögen. Ein anderer Besucher befragte ihn nach seinen Erfahrungen mit Stephen Hawking, der ja einst als Teilnehmer an einer fiktiven Poker-Partie in "Star Trek: The Next Generation" mitgespielt habe. Spiner erzählte, er sei von diesem Mann sehr beeindruckt. Er sei ein netter und lustiger Mensch, so habe er ihn ein Jahr nach dem Dreh bei einem Treffen gefragt: "Wo ist mein Geld?" (aus der Pokerpartie).

Doch der beliebte TNG-Akteur beantwortete nicht nur Fragen, sondern hatte noch weitaus mehr in petto. Mit einem Fan auf der Empore spielte er einen fiktiven Dialog zwischen Data und Doktor Crusher nach. Ein anderes Mal fragte ihn ein weiterer Bewunderer nach seinen Gesangskünsten, und als er sich weigerte zu singen, trat Marina Sirtis auf die Bühne und gab ihm Unterstützung - und Brent Spiner sang.

Die vielleicht lustigsten Momente in seinen Panels waren warscheinlich die, in denen er Patrick Stewart imitierte. Er erzählte weiter, er würde ab und zu bei dem Picard-Darsteller anrufen und am Telefon "Echo spielen" - wer ihn gehört hat, kann sich das sicherlich gut vorstellen.

Über seine Serienkatze Spot erzählte Spiner, dass es in Wirklichkeit mehrere Katzen gegeben hätte: eine wunderbare zu Beginn der Serie, die dann aber verstorben sei und durch zwei weniger talentierte Gesellen ersetzt worden sei. "Die Spot-Drehs waren sehr schwierig. Man kann einer Katze eben keine Befehle geben".

Andere

In weiteren Panels traten einige Personen auf, die für die Abläufe hinter der Kulisse wichtig sind. So stand Lolita Fatjo, Script-Koordinatorin bei Voyager, den Fans Rede und Antwort. Zu einem neuen Erscheinen Q's in der Serie meinte sie: "Er war lange nicht da, nicht wahr? Na, wir können hoffen..." Laut ihr wird die Voyager vermutlich erst gegen Ende der siebten Staffel in den Alpha-Quadranten zurückkehren, man habe schon zu viele Stories in Planung für eine frühe Rückreise.

Ein Fan befragte sie nach dem Fehlen Terry Farrels in der Rückblende des DS9-Finales. Daraufhin antwortete sie, der Fehler läge nicht beim Script-Team. Hier seien die Verhandlungen über die Senderechte fehlgeschlagen.

Fatjos Panel wurde nach einiger Zeit zu einem Doppel-Panel, denn sie hatte einen Überraschungsgast mitgebracht: Chase Masterson (ST:DS9 Leeta) war ein weiteres Mal auf die Fedcon gekommen. Sie begrüßte das jubelnde Publikum in gebrochenem Deutsch: "Ich bin hier, um Spaß zu haben!" Und den hatte sie auch - sie war einer derjenigen Stars, die man auch außerhalb der Con-Programms treffen konnte, unter anderem beim Tanzen in der Disco.

Beim Ende von Deep Space Nine habe sie sich den Medizinschrank des Doktors mitgenommen, samt Inhalt, erzählte Masterson. Sie habe ihn aus den Studios herausgeschmuggelt, nur habe sie leider beim Ausladen ihres Wagens zuhause einige Behälter übersehen, auf denen Aufschriften wie "Gefahr!" oder "Radioaktiv!" zu lesen waren. Als sie wieder nach draußen trat, sei gerade die Feuerwehr vorgefahren.

Auch Richard Arnold, Berater des Franchise, Star Trek-Experte und neuer persönlicher Fan des SF-Radio-Teams vor Ort, war wieder angereist. In einer Diashow informierte er das Publikum über kommende Voyager-Episoden, unter anderem sah man die in Borg umgewandelte Crewmitglieder, darunter auch Captain Janeway, aus dem Staffelfinale "Unimatrix Zero". Er hatte auch einige interessante Anekdoten im Gepäck. Beispielsweise machte er die Fans darauf aufmerksam, dass Dwight Schultz' (ST:TNG Barclay) Haaransatz immer weiter nach vorne gewachsen sei, denn dieser habe sich Haare transplantieren lassen.

Etwas "ernstere" Infos gab es aber auch: So wurde bekannt, dass Paramount eine Reihe von DVDs entwickeln würde, die erst TOS-Folgen und dann die Kinofilme in Director's Cut-Versionen enthalten sollen. Dort werden laut Richard Arnold möglichst alle verwendbaren Szenen eingearbeitet oder angehängt, die dem Schnittpult zum Opfer gefallen seien. Interessanterweise forderte so eine Produktion bereits Ronald D. Moore in der Interviewreihe zu seinem Weggang von Voyager.

Richard Arnold nahm ebenfalls zur Sulu-Kampagne Stellung: "Die werden nicht für die Minderheit in einer Minderheit eine Serie machen". Somit ist diese Version von Serie V also vom Tisch - oder nie dort gelandet. Bezüglich Star Trek X meinte er, die Gespräche mit den Schauspielern haben begonnen, der Film werde seiner Meinung nach entweder noch vor Serie V oder nach deren erstem Jahr gedreht.

Arnolds Panel war zwar weniger amüsant als andere, doch bot es sicherlich die meisten wirklich neuen Informationen zur Serie.

Mit Jerry Doyle (B5: Garibaldi), Richard Biggs (B5: Dr. Franklin) und Robin Atkin Downes (B5: Byron) waren auch drei Schauspieler der SF-Serie Babylon 5 vertreten. In ihren Panels beantworteten sie wie die Trek-Akteure auch zahlreiche Fragen zu ihrer Arbeit. Und ihre Auftritte waren auch durchgehend gut besucht, was Bände über die Verbreitung von Babylon 5 spricht.

Einen besonders spektakulären Auftritt lieferten Richard Biggs und Jerry Doyle bei ihrem ersten Panel am Samstag Morgen. Beide waren übermüdet und verkatert vom Feiern in der Nacht zuvor. Und somit beantworteten sie viele Fan-Fragen mit komisch-bissigen Kommentaren, die teilweise auch unter der Gürtellinie waren. Angesichts ihres Gemütszustandes konnte man aber alle Statements sehr gelassen aufnehmen.

Neben dem üblichen Frage-Antwort-Ablauf begeisterten sie die Zuschauer aber auch beispielsweise mit Sketchen. So stellten sie eine "ganz normale" Begegnung eines Fans mit seinem Star dar, einmal bei einer Daily Soap und dann bei Star Trek. Die Schauspieler gingen also recht gelassen mit ihren Auftritten auf einer Star Trek-Convention um und zogen wohl die meisten B5-Skeptiker (wenn sie noch im Saal waren) mit guter Laune und sympathischem Auftreten auf ihre Seite.

Links zum Thema:
http://www.renefiles.com
http://www.sf-radio.de

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3. Spotlight: Futurama - ein neuer Serienkult?

Futurama: Simpsons in der Zukunft

In den letzten Jahren hat sich mit der Comicsatire "The Simpsons" ein wahrer Kult um Homer, Bart und den Rest der geselligen Familie gebildet. Nun kündigt sich so langsam ein neuer Stern am deutschen Serienhimmel an, der den Simpsons ohne große Schwierigkeiten in kurzer Zeit den Jahre lang aufgebauten Rang ablaufen könnte.

Wir sprechen hier von "Futurama", der neuen Serie von Matt Groening, welcher sich bereits für die Entwicklung der guten alten Simpsons verantwortlich zeigte. Ihm ist nun das Kunststück gelungen, eine Serie zu produzieren, welche man optisch zwar durchaus mit dem althergebrachten vergleichen kann, inhaltlich jedoch absolut neue Maßstäbe mit einem zudem sehr großen Suchtfaktor setzt.

Interessant ist anzumerken, dass auch in der neuen Serie prominente Stars aus der heutigen Zeit als Gäste auftreten. So befinden sich in einem Museum die lebenden Köpfe diverser Persönlichkeiten aus der realen Welt in Einmachgläsern. Als Beispiele seien hier Leonard Nimoy, Dick Clark, Pamela Anderson, David Duchovny, Matt Groening, Richard Nixon und Barbara Streisand genannt.

Die Geschichte

Futurama selbst spielt im Gegensatz zu den Simpsons allerdings nicht in der heutigen Zeit, sondern exakt 1'000 Jahre in der Zukunft. Der Hauptdarsteller ist Philip J. Fry, ein 25jähriger Pizzabote aus New York, welcher im Jahre 1974 geboren wurde und bereits im Verlauf seiner Schulzeit drei Herzinfarkte wegen eines zu hohen Cola-Konsums bekam. Niemand wollte sich in den Jahren mit einem Versager wie ihm anfreunden, so dass sich in seinem Leben keine echten Freundschaften herauskristallisierten und er insgesamt betrachtet ein sehr tristes Leben führt. Um sich finanziell über Wasser zu halten, verdingt er sich als Bote bei Panucci's Pizzageschäft und hat eine Freundin namens Michelle, welche ihn aber auch prompt in der Sylvesternacht zum Jahr 2000 wegen einem anderen verlässt.

In dieser Nacht soll Fry noch eine Pizza zum Cryogenics Institut ausliefern. Dort angekommen stellt er allerdings fest, dass diese Bestellung nur ein Scherz gewesen ist, da die Lieferung an einen gewissen I.C. Weiner gehen sollte, was auf Deutsch in etwa so viel bedeutet wie "Ich sehe einen Idioten". Da er den Jahreswechsel trotzdem gebührend feiern möchte, bleibt er im Institut und macht es sich in einer Lagerkammer mit Bier und Pizza gemütlich. Dabei fällt er versehentlich, und wie soll es auch anders sein, vom Stuhl rückwärts in eine Tiefkühlkammer und wird für 1'000 Jahre tiefgefroren. Als er wieder aufwacht, findet er sich im Jahre 2999 im mittlerweile umbenannten New New York wieder.

Kurz nachdem er wieder bei Sinnen ist, wird er von einem kleinen Begrüßungskomitee empfangen und für medizinische Untersuchungen weiter zu Leela geschickt, einem einäugigen, aber dennoch fast menschlichem weiblichen Alien. Bereits nach kurzer Zeit stellt sich heraus, dass Fry noch einen lebenden Verwandten in der Zukunft hat: seinen Ur-Ur-Ur...-Großneffen Dr. Farnsworth.

Bevor Fry jedoch die Chance bekommt, sich auf den Weg zu ihm zu machen, will Leela ihm einen Karrierechip implantieren, welcher ihn lebenslang als Botenjungen kennzeichnen soll. Dies hat Fry jedoch bereits vor tausend Jahren schon nicht gefallen, so dass er geschockt und blitzartig aus dem Cryogen-Gebäude flüchtet.

Da sich Fry auf seiner Flucht in der sehr modernen Umgebung nicht zurechtfindet, möchte er Professor Farnsworth anrufen und bei ihm vorbeisehen. Leider interpretiert er jedoch eine "Selbstmord-Zelle", wo man sich gegen ein kleines Entgeld umbringen lassen kann, mit einer Telefonzelle. Dort trifft er auch auf den alkoholabhängigen Roboter Bender. Die beiden werden schnell Freunde und treffen auf ihrem Weg durch die Stadt versehentlich wieder auf Leela.

Nach diversen Verfolgungsjagden, unter anderem auch durch das Kopfmuseum, gelingt es Fry, Leela von der Implantierung des Chips abzubringen. Sie muss selbst erkennen, dass ihr jetziger Beruf auch nicht das Richtige für sie ist und entfernt sich daraufhin auch ihren eigenen Chip. Damit sind die drei nun arbeitslos und begeben sich zu Professor Farnsworth. Bei ihm angekommen stellt sich heraus, dass er der Inhaber von Planet Express ist, einem intergalaktischen Liefer-Service. Kurzerhand werden die drei vom Professor eingestellt und Teil der Raumschiffsbesatzung. Fry ist dabei für die Überbringung der Lieferungen verantwortlich und wird damit ironischerweise zum intergalaktischen Lieferboten.

Innerhalb der nächsten Episoden erleben die drei dann immer neue haarsträubende Abenteuer, bei denen sich Fry mit immer anderen und für ihn ungewohnten neuzeitlichen Gegebenheiten des 31. Jahrhunderts auseinandersetzen muss.

Die Entstehung

Nun aber noch etwas zum Hintergrund und der Entstehung von Futurama. Bereits vor einigen Jahren zog sich Matt Groening aus der Serie "The Simpsons" zurück und überließ seinen Mitarbeitern die Produktion. Seit dieser Zeit arbeitet er an der neuen Serie Futurama, welche zum ersten Mal im Frühling des Jahres 1999 auf den amerikanischen Bildschirmen ausgestrahlt wurde. Mittlerweile hatte sich die bei Fox gesendete Serie in Bezug auf die in Amerika besonders wichtigen Einschaltquoten gut etabliert.

Hatte, denn nachdem die Serie einige Folgen Sonntags zwischen den Simpsons und den X-Files gelaufen ist, wurde sie zusammen mit anderen Toon-Serien wie "King of the Hill" oder "Family Guy" auf den Dienstag verschoben. Die Quoten wurden schlechter. Trotzdem stach Futurama immer noch als erfolgreichste Serie des Dienstagabends für das FOX-Network heraus.

Zur zweiten Season im November 1999 hat FOX seinen "Tuesday Toosday" aufgelöst. Sehr originelle, aber quotenschwache Serien wie "Family Guy" wurden bereits eingestellt, "Futurama" wanderte zurück zum Sonntag auf den ursprünglichen Sendeplatz. Doch nicht für lange. Trotz überdurchschnittlicher Quoten hatte man beschlossen, die Serie für einige Wochen auf Eis zu legen, um der Midseason Replacement-Comedy "Malcolm in the Middle" zu einem guten Start zu verhelfen. Die Serie wurde ein Quotenerfolg - und anstatt diese neue Serie an einen neuen Sendeplatz zu setzen, blieb sie dort. Und "Futurama" hatte das Glück, wieder einmal neu umziehen zu dürfen.

Am Sonntag, den 6. Februar war es dann soweit: "Futurama" startete mit neuen Folgen als erste Sendung des Abends um 19:00 Uhr. Viele Serien wurden bereits auf diesen tödlichen Sendeplatz verlegt und haben es nicht geschafft. Derzeit sind die Quoten ein Drittel von dem, was "Futurama" ein Jahr früher um 20:30 Uhr geschafft hat.

Diese gute Resonanz seitens des Publikums und der Kritiker sind nun schon fast ein Garant dafür, dass auch die zweite bisher erstellte Staffel nicht die letzte gewesen sein wird. Eine dritte Season ist zwar beschlossene Sache, doch sollten die Quoten nicht besser werden, könnte das ganz schnell das Ende bedeuten.

In der letzten Folge der zweiten Staffel wird der amerikanische Vizepräsident Al Gore, derzeit im hektischen Wahlkampf, seine Stimme in einer ihm Nachempfundenen Cartoon-Figur leihen. Auch Nichelle Nichols, bekannt als Uhura aus Star Trek, ist dabei, sowie der Physiker Stephen Hawking.

Wer übrigens vorab denken sollte, die Serie wäre ein Aufguss der Simpsons, wird wohl bitter enttäuscht werden. Futurama trägt zwar deutlich sichtbar die Handschrift von Matt Groening, ist aber irgendwie anders. Groening sagte selbst darüber, dass die Simpsons fiktiv sind und Futurama real.

Doch wann startet die Serie bei uns? Über viele Monate hinweg war es nicht abzusehen, ob Futurama jemals den Weg in die deutschen Fernsehhaushalte finden würde. Nun zeichnet sich jedoch in dieser Hinsicht Hoffnung am Horizont ab, da ProSieben starkes Interesse an dieser Serie verlauten ließ. Es ist daher zumindestens anzunehmen, dass mit einem Start im Herbst oder zu Beginn des nächsten Jahres zu rechnen ist. Es kommt halt auch immer darauf an, wie schnell die entsprechenden Verträge für eine Synchronisation der Serie zustande kommen.

Wer übrigens nicht so lange warten möchte, sollte entweder in die Vereinigten Staaten fliegen oder sich auch einmal etwas genauer im Internet umschauen.

Links zum Thema:
http://www.vidiot.com/futurama
http://www.fox.com/frameset.htm

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4. Star Trek: Frakes über Star Trek X

Rick Berman sagte in einem Interview, dass auch im zehnten Star Trek-Film die TNG-Crew mitspielen werde: "Es ist in einem sehr, sehr frühen Stadium, einem so frühen Stadium, dass ich nicht einmal darüber diskutieren kann, wer daran beteiligt ist", so Berman.

Berman konnte nur sagen, dass man sich auf eine Handlung geeinigt und die Besetzung ausgewählt habe - wieder einmal werden es die Schauspieler der beliebten TNG-Serie sein. Die große Frage indes ist nun, ob es Berman schafft, die Crew wieder dazu zu bringen, auf die Leinwand zurückzukehren. Vor fast einem Jahr erzählte Jonathan Frakes (ST:TNG Riker), dass Patrick Stewart (ST:TNG Picard) nicht daran interessiert sei, innerhalb der nächsten Jahre einen weiteren Film zu drehen. Und dann gab es Gerüchte, laut denen Stewart zusammen mit Brent Spiner (ST:TNG Data) versuchten, Berman und Braga die Kontrolle über das Film-Franchise abzuringen.

Frakes äußerte sich vor zwei Monaten in einem Interview erneut über den nächsten Film: "Ich denke, dass Star Trek 10 vielleicht einen Schritt hinter der nächsten TV-Serie ist. Ich denke, dass der nächste Film riesig werden muss. Es muss richtig krachen, und ich denke, das wird all die Fans zurückbingen."

Nun scheint etwas Bewegung in die Sache zu kommen. Bereits auf der deutschen Fedcon sagte Star Trek-Berater Richard Arnold, dass Stewart, Spiner und Sirtis (ST:TNG Troi) mit den Studios bereits geheime Verhandlungen geführt hätten.

Nach Redaktionsschluss erreichte uns noch eine Meldung, dass Jonathan Frakes auf einer Convention näheres über Star Trek X hat verlauten lassen. Dort bestätigte Frakes, dass Star Trek X für Dezember 2001 geplant sei. Frakes wird wie in FIRST CONTACT und INSURRECTION die Regie über den Film übernehmen, der - wie bereits zuvor im Gespräch - nicht von Autoren des Franchise geschrieben werden soll.

Der Wunsch Frakes' scheint sich zu behaupten: Star Trek X wird wahrscheinlich einen intergalaktischen Krieg zeigen. Außerdem sollen Riker und Troi heiraten. Es soll Cameo-Auftritte der Crews von DS9 und Voyager geben.

Wie ernst diese Meldung zu nehmen ist, können wir derzeit noch nicht bewerten. Sollte sich alles als echt erweisen, so ist in den nächsten Tagen mit weiteren Informationen über den Film zu rechnen. Wir werden Sie im Corona webBEAT unter http://www.sftv.ch/corona sowie eventuell mit Breaking News auf dem Laufenden halten.

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5. Star Trek: conBEAT

Dias zu "Unimatrix Zero".
Wieder einmal hat Richard Arnold auf einer Convention seine bekannte Dia-Show abgezogen. Diesmal zeigte Arnold einige PR-Shots von "Star Trek: Voyager" sowie einige exklusive Dias aus der sechsten Serienstaffel, die in einigen Wochen in den USA zu Ende gehen wird.

Darunter befanden sich auch Dias des Staffelfinales "Unimatrix Zero", in dem die halbe Besatzung der Brücke von den Borg assimiliert werden wird. Auf einem der Motive waren Tuvok, Janeway und Torres in voller Borg-Montur zu sehen.

SF-Radio berichtete.
SF-Radio, das Science-fiction-Radio im Internet, berichtete direkt von der Federation Convention aus Bonn. Erschienen sind drei Sonderausgaben mit dem Convention-Team, in denen es aktuelle Stimmungs- und Panel-Berichte, Interviews mit den Gaststars und Impressionen rund um den Event zu hören geben gibt.

In der ersten Sonderausgabe gab es einen Newsflash der Fatjo-/Arnold-Panels, eine Zusammenfassung der Pressekonferenz, Stimmungsberichte der Besucher sowie ein Interview mit René Auberjonois (ST:DS9 Odo) zu hören.

In der zweiten Sendung gab es Interviews mit Michael Dorn (ST:TNG Worf) und Alice Krige (ST8: Borg Queen). Weitere Themen der Sendung: Interview mit Star Trek-Experte Richard Arnold, Interview mit Star Trek-Musiker Bernd Felsberger, ein Conflash mit der Übersicht über alle Panels des Tages, Interview mit "Big Brother"-Kandidatin Kerstin Klitz, ein Rückblick auf das Panel von Brent Spiner (ST:TNG Data), ein Überblick über den Händlersaal der Convention.

Ein letztes Spezial erschien am Sonntagabend vorgesehen. Darin gibt es unter anderem Interviews mit Marina Sirtis (ST:TNG Troi) und Chase Masterson (ST:DS9 Leeta) zu hören.

Die Nachbesprechung der Convention, die es beim Sender immer mehrere Tage nach der Con zu hören gibt, findet in der nächsten Ausgabe der Sendung TREKminds statt, deren Leitung wie immer SF-Radio-Redakteur Christoph von Guaita übernehmen wird. Die Ausgabe erscheint am 3. Juni bei SF-Radio.

Die Sendungen stehen mit dem RealAudio-Player auf der Homepage von SF-Radio bereit.

Links zum Thema:
http://www.sf-radio.de

Arnold: Keine Sulu-Serie.
Star Trek-Experte Richard Arnold hat auf seinem Panel auf der FedCon ein eindeutiges Wort zu den "Captain Sulu-Adventures" gesprochen. Auf die Frage eines Zuschauers, ob es eine solche Serie geben werde, stellte Arnold eine Gegenfrage: "Wer hier im Saal will eine solche Serie sehen? Heben Sie die Hand!" Lediglich ein halbes Dutzend Hände ging in die Höhe.

Keine Serie vor Kirk.
Star Trek-Experte Richard Arnold hat auf seinem Panel auf der FedCon einige Worte zur geplanten fünften Star Trek-Serie gesprochen, die derzeit nur "Serie V" genannt wird. Arnold ist Berater bei Paramount für Star Trek und erzählte auf die Frage eines Zuschauers hin, dass Paramount sowohl die Konzepte für eine Akademie-Serie, deren Erscheinen unter dem Titel "Star Trek: Starfleet Academy" bereits seit Jahren im Internet kursierte, als auch für eine Klingonen-Serie abgelehnt hat.

Befürchtungen der Fans, dass mit Brannon Braga, der in die Planungen für das neue Serienkonzept involviert ist, eine Zeitreise-Serie mit einem "Birth of Federation"-Konzept zustande kommt, konnte Arnold ebenfalls beseitigen: Auch dieses Konzept, das bisher in Insider-Kreisen als wahrscheinlichstes Konzept der neuen Serie gehandelt wurde, soll mit der neuen Serie nicht umgesetzt werden.

Filme werden neu aufgelegt.
Die gesamten Star Trek-Filme werden neu aufgelegt: In Form von Director's Cuts werden - den Anfang macht THE MOTION PICTURE - sämtliche neun Filme völlig neu geschnitten. Szenen, die dabei bisher der Schere zum Opfer fielen, sollen in den neuen Fassungen, die demnächst nach und nach auf DVD erscheinen sollen, vollständig enthalten sein.

Der Regisseur von THE MOTION PICTURE macht mit dem ersten Star Trek-Film den Anfang. Die weiteren Filme sollen danach folgen. Dies erzählte Star Trek-Experte Richard Arnold auf seinem FedCon-Panel.

Erste Gespräche zu Star Trek X.
In den Paramount-Studios sollen erste Gespräche über den neuen Star Trek-Film "Star Trek X" geführt worden sein, mit dessen Erscheinen Star Trek-Experte Richard Arnold im Jahr 2002 rechnet.

Patrick Stewart (ST:TNG Picard), Brent Spiner (ST:TNG Data) und Marina Sirtis (ST:TNG Troi) hätten bereits geheime Verhandlungen mit Paramount über den vierten Film der Next Generation-Crew geführt. Bisher gaben alle Schauspieler immer an, noch nichts über den neuen Film zu wissen.

Dorn war nicht einverstanden.
In einem Interview des Internet-Radios "SF-Radio" sprach Michael Dorn (ST:TNG Worf) über sein letztes Jahr bei "Star Trek: Deep Space Nine" sowie die kommenden Kinofilme.

Dorn war nicht mit der Entwicklung seines Charakters in der letzten Staffel einverstanden. Seine Beziehung mit Ezri Dax hätte man nicht zur Affäre machen sollen, sagte Dorn in den zehnminütigen Interview. Er wollte die Beziehung fortführen, in der sich die zwei Sternenflotten-Offiziere nicht mochten und absichtlich aus dem Weg gingen.

Dorn gefiel die Vorstellung nicht, dass Worf es akzeptiert, dass Ezri eine Dax oder gar Jadzia ist. Dorn: "Während sich also alle anderen freuten, sagte ich, dass sie sich nicht verstehen sollten. Aber die Produzenten hörten nicht auf mich."

Unter anderem erzählte Dorn auch von der Episode "Jenseits der Sterne" ("Far Beyond the Stars"), die von vielen als eine der besten DS9-Episoden angesehen wird. Dorn: "Für mich hatte die Episode nicht so viel Bedeutung. Für Avery Brooks (ST:DS9 Sisko) hatte sie viel Bedeutung, da er auch noch Regie führte. Die Folge berührte ihn sehr. Aber mich nicht so."

Die Thematik der Episode, die Tragödie der afroamerikanischen Bevölkerung, hat für Dorn nicht die Bedeutung wie für Brooks: "Es ist nicht so, dass mich diese Thematik nicht trifft. Aber behandelt diese Geschichte das gesamte Drama? Natürlich nicht! Es ist ein 44-Minuten-Drama, das in der Zukunft spielt. Avery hatte seine Sicht, wie er das darstellen sollte. Und er hat das auch großartig getan. Aber bedeutet es etwas für mich als Afroamerikaner? Nein. Das sind Dinge, die wir immer und immer wieder gesehen haben. Ja, es ist wichtig. Ja, wir sollten es nie vergessen. Aber es ist eine alte Geschichte. Und ich denke, es ist an der Zeit für uns, weiter zu gehen. Auf uns zu schauen, wer wir heute sind - ohne jedoch zu vergessen."

Das letzte Thema im Interview betrifft die Tricks der Drehbuchautoren, mit denen Worf in jedem neuen Star Trek-Film immer wieder auf die Enterprise geholt wird. Worf ist inzwischen Botschafter der Föderation im Klingonischen Reich - nun würde es nicht mehr so einfach sein, "Ich war halt gerade in der Nähe" zu sagen.

Dorn hatte auch in diesem Aspekt Differenzen mit den Produzenten: "Was immer der Trick sein wird: Ich hoffe, er ist besser als der letzte. Ich habe versucht, mit den Produzenten darüber zu reden. Ich sagte zu Rick Berman: 'FIRST CONTACT war ein perfekter Film. Aber der dritte!? Schau doch mal diese Worf-Sache!' Aber ich bin natürlich weder Produzent noch Autor. Ich hoffe nur, es ist etwas einfallsreicher als 'Hey, ich war gerade in der Nachbarschaft und schaue halt mal vorbei!' - 'Klasse, Worf! Kommen Sie doch einfach mit!' - 'Danke, Sir!'"

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6. Star Trek: Smile Fiction

Picard und der neue Replikator

R - Der neue Replikator
P - Captain Picard
K - Die Krankenstation

Es war ein harter Tag gewesen für unseren allseits beliebten Captain "Dschihn-Lack-Pikkart", wie er sich selbst zu nennen pflegte.

Mehr oder weniger gelangweilt hatte er zur Kenntnis genommen, dass Data den Replikator umprogrammiert hatte. Data hatte sich die neue Version von LCARS-Zip aus dem Subraum heruntergeladen, mit dem sich die Daten noch besser komprimieren ließen (um exakt 24,351% hatte Data gemeint). Außerdem konnte der Replikator jetzt direkt via Subraum Zugriff auf über 120 weitere Replikator-Datenbanken erhalten, darunter auch auf das galaxis-weit-berühmte Replikatorsystem von Lukullus IX.

Captain Picard hatte das, wie schon gesagt, fast schon wieder vergessen, als er müde und abgespannt sein Quartier betrat. Er zog seine fesche Freizeitbekleidung an. Diese hatte sich Sekunden vorher, in weiser Voraussicht, dank des neuen, intelligenten Transportersystems, auf seinem Lieblingssessel materialisiert. Picard schritt zum Replikator und drückte auf die "Bestellen"-Taste, als plötzlich die Replikator-Stimme ertönte:

R: "Guten Abend, Captain. Was darf es sein? Eine Tasse Earl Grey, heiß - wie immer?"

Etwas verwundert, zögerte der Captain ein wenig. Er wusste nicht sofort, was er tun sollte. Da er heute aber schon 14 Tassen Earl Grey, heiß getrunken hatte, beschloss er, es bei einem Glas Wasser zu belassen.

P: "Ein Glas Wasser, heiß... ähh... kalt." (Oh je, dachte der Captain, ich glaube, ich werde alt).
R: "Bitte Angaben spezifizieren. Ich habe 2'317 verschiedene Wassersorten gespeichert - das Wasser der Retaw-Pflanze von Altair III, die Tränen der Propheten von Markus 12..."
P: "Stop! Ich hätte einfach ein Glas kaltes Leitungswasser."
R: "Mit oder ohne Kohlensäure?"
P: "Ohne... Oder nein, lieber doch mit."
R: "Bitte nennen sie den prozentualen Anteil, den die Kohlensäure einnehmen soll."
P: "Oh nein! Ich möchte einfach nur ein... Arrrghhx!"

Picard stampft ärgerlich mit den Füßen auf den Boden. Plötzlich hört man ein geschäftiges Piepsen und Rattern des Replikators. Kurze Zeit später materialisiert sich etwas unaussprechlich ekeliges, leicht zuckendes, Etwas. Ein Geruch von Verwesung erfüllt den Raum.

P: "Computer, was ist das?!"
R: "Ihre Bestellung!"
P: "Wie bitte?"
R: "Laut Replikator-Logbuch haben sie um 19:54:33 Uhr, Sternzeit 47631,4 ein 'Arrrghhx' bestellt - eine Spezialität von Sarphaidon VII."
P (murmelnd): Ich glaube, ich werde mal ein Wörtchen mit Data sprechen müssen. (zum Replikator): "Was immer das ist, ich will es nicht!"
R (leicht traurig-vorwurfsvoll): "Habe ich etwas falsch gemacht, Sir?"
C: "Nein, du bist unschuldig. Ich will nur dieses Arks nicht mehr."
R: "Mit Verlaub, es handelt sich um ein 'Arrrghhx', Sir - ein 'Arks' ist ein phosphoreszierendes Getränk, welches auf Dune VI serviert wird."

Bevor Picard noch etwas darauf antworten kann, verschwindet das "Arrrghhx" wieder.

P (mit hochrotem Kopf): "Was ist jetzt mit meinem Glas Wasser?"
R: "Was soll damit sein?"
P (inzwischen dem Nervenzusammenbruch nahe): "Okay, ich hätte gerne ein Glas ganz normales, kaltes, klares Leitungswasser, ohne Kohlensäure oder sonstigen Schnickschnack, verstanden?"
R: "Nichts leichter als das."

Und schon materialisiert sich ein herrliches Glas kaltes, reinstes, klarstes Leitungswasser. So klar, wie es nur das Leitungswasser auf Aquarium III ist, wo man sogar den Grund des Ozeans sehen kann - das Wasser hatte der Replikator natürlich in der Datenbank von Lukullus IX gefunden.

R: "Sind sie zufrieden?"
P (wütend): "Ja, Danke!"
R: "Haben sie sonst noch einen Wunsch?"
P: "Nein!!!"
R: "Sie klingen zornig, Captain! Soll ich Ihnen einen Termin bei Counselor Troi besorgen?"

Picard bricht ohnmächtig zusammen - doch der Replikator redet unvermindert weiter.

R: "Wussten sie schon, dass ich ihre bevorzugten Bestellungen jetzt durch die sogenannte 'Push-Technologie' schon bereit stellen kann, bevor sie überhaupt den Wunsch danach ausgesprochen haben? ... Captain? ... Captain! ... Replikator an Krankenstation, bitte kommen Sie sofort in das Quartier des Captains, es handelt sich um einen Notfall!"
K: "Verstanden, wir kommen sofort!"

Mit einem zufriedenen Piepen schaltet sich der Replikator ab. Wieder einmal hat er seine unglaublich überlegene Technologie dazu eingesetzt, einen Menschen aufs vollste zufrieden zu stellen.

Autor: Sebastian Wolf - wolf@iks.ik.fh-hannover.de

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7. Fan Fiction: Die Waldleiche

Akte X: Die Waldleiche
von Matthias Geistkämper, August 1997

Als Scully die Empfangshalle des J. Edgar Hoover Gebäudes betrat, wartete Mulder schon auf sie.
"Ah, Scully. Guten Morgen!" Mulder grinste sie freundlich an.
"Mulder." Scully war gereizt. Sie war durch Mulders Anruf geweckt worden. Am Telefon hatte sie zwar nicht zugegeben, dass sie geschlafen hatte, aber Mulder hatte es sich denken können. Wer ist schon mitten in der Nacht um halb drei auf den Beinen? Abgesehen von Mulder natürlich. "Also Mulder. Warum haben sie mich um diese Zeit hierhergerufen?"
"Gehen wir in mein Büro, Scully."
"Wie Sie möchten."
Sie schritten durch die langen Korridore des Gebäudes. In der Nacht war hier nicht viel los. Die Korridore lagen im Halbdunkeln und es war schwül. Nachts wurde die Klimaanlage ausgeschaltet. Allerdings nur im Winter. Jemand musste vergessen haben sie umzuschalten, so dass sie im Sommer auch in der Nacht für kühle, angenehme Luft sorgten. Nachdem sie mit dem Fahrstuhl in den Keller gefahren waren, wurde die Luft allmählich besser. Hier, unter der Erde war es kühler. Besser gesagt, es war erträglich. Sie betraten Mulders Büro und eine Hitzewelle schleuderte sich Scully entgegen. Das Büro war unaufgeräumt. Der Schreibtisch lag voller Akten, der Aschenbecher war voller Sonnenblumenkernschalen und das "I want to belive"-Poster war hinter einer Dialeinwand verborgen. Mitten im Raum stand ein kleines Gerüst, auf das ein Diaprojektor gestellt war, der von Büchern gestützt wurde, damit der Projektionsstrahl auch die Leinwand traf.
"Mulder, ich weiß nicht, wa..."
"Oh, wenn ich gewusst hätte, dass es hier so aussieht, hätte ich aufgeräumt."
Mulder grinste sie wieder an und räumte ein paar Ufo-Bücher und Bücher über das Leben nach dem Tod von einem Stuhl und lud Scully ein, sich zu setzen. "Lehnen Sie sich zurück und genießen Sie die Show!" Mulder steckte den Stecker des Diaprojektors in eine Steckdose, woraufhin er sofort das erste Dia zeigte. "Der Schalter ist kaputt. Ich kann ihn nur noch so ein- und ausschalten." Mulder lächelte, während er den Diaprojektor musterte. "Scully, es tut mir leid, aber die Filme waren schon alle weg. Ich hoffe, dass Ihnen Dias genügen." Mulder lachte leise und schaltete dann das Licht aus.
Das erste Dia, das jetzt erst richtig deutlich zu sehen war, zeigte eine Kleinstadt.
"Das ist Clovis, New Mexiko. Liegt ganz in der Nähe zur Grenze nach Texas." Nach einigen Sekunden fügte Mulder hinzu "Und es liegt ganz in der Nähe von Roswell.", was Scully nur ein leises Aufstöhnen entlockte.
"Mulder, was soll diese Diashow? Ich habe bessere Dinge zu tun, als mir Ihre Urlaubsdias anzusehen!"
"Warten Sie's ab, Scully." Mulder betätigte eine Taste und das nächste Dia war zu sehen.
"Was ist denn das?" Scully erhob sich von ihrem Stuhl und näherte sich der Leinwand. Es war eine Leiche zu sehen. Sie war total zerfleischt und man konnte einige innere Organe sehen. Auf dem folgenden Dia war wieder die Leiche zu sehen. Diesmal war sie aber aus einigem Abstand aufgenommen worden, und so konnte man die Umgebung sehen. Alles war mit Blut verschmiert. Die umstehenden Bäume in dem Wald waren bespritzt. Das Blut war mittlerweile getrocknet, aber es klebte dort noch nicht lange.
Mulder erhob sich nun ebenfalls, ging zu seinem Schreibtisch und kam mit einer Akte zurück. Die Akte war ziemlich dick und es sah so aus, als wenn sie schon sehr alt war. "Das ist eine Leiche von siebenundvierzig insgesamt. Alle im Zeitraum zwischen 1908 und gestern. Alle sind nach dem gleichen Schema getötet worden. Erst mit einem Messer erstochen und dann zerfleischt. Seit 1969 benutzt der Täter ein anderes Messer, aber alles andere ist beim alten geblieben."
Mulder drückte die Taste der Fernsteuerung erneut und auf dem nächsten Bild war wieder eine Leiche zu sehen. Aber nicht die selbe. Diese lag auf einem Seziertisch, war aber auf die gleiche Weise entstellt.
"Es kann sein, dass ein Tier dafür verantwortlich ist. Ein Bär oder vielleicht ein..."
"Glauben Sie im Ernst, dass ein Bär sich ein Messer kauft und damit Menschen tötet? Und alle nach dem gleichen Schema. Und dann lässt er sie da liegen und schleift sie nicht mit, um sie vielleicht zu verspeisen? Nein, Scully, das glaube ich nicht."
"Aber was soll es denn sonst sein, Mulder? Ein Mensch, der fast neunzig Jahre alt ist und immer noch Leute umbringt, die viel stärker als er sind?"
"Ja, warum denn nicht? Vielleicht hat dort in New Mexiko jemand den Jungbrunnen entdeckt. Wäre doch immerhin möglich! Auf jeden Fall habe ich hier zwei Tickets nach Santa Fee. Wir fliegen in drei Stunden."
"Oh, Mulder! Warum New Mexiko? Und das im Sommer!"
Mulder grinste sie an und sie verließen das Büro, um zu packen.

Nach ihrem Langen Flug von Washington, DC, über Cincinnati, St. Louis und Wichita nach Santa Fee mieteten sich Scully und Mulder einen Ford und fuhren über Albuquerque nach Clovis. Dort angekommen setzten sie sich mit dem FBI-Fieldoffice in Verbindung und erfuhren so den genauen Ort, an dem der Mord an der Joggerin, Carol Messing war ihr Name, verübt wurde. Das Blut klebte immer noch an den Bäumen und am Boden. Man konnte genau sehen, wo die Leiche gelegen hatte. Mulder und Scully suchten die gesamte Lichtung nach irgendwelchen Spuren ab.
"Scully! Sehen Sie sich das an!" Mulder stand am äußersten Rand der Lichtung und deutete auf einen riesigen Abdruck in der Erde.
"Was kann so etwas hinterlassen, Scully?"
"Keine Ahnung, Mulder. Auf jeden Fall ist es kein Bär. Die Tatzen von Bären sind viel kleiner. Diese hier haben ja einen dreiviertel Meter Durchmesser."
"Scully, vielleicht sollten Sie sich mal das Opfer ansehen, während ich mich hier umschaue."
"Einverstanden. Ich nehme den Wagen und hole Sie hier in zwei Stunden wieder ab."
"In Ordnung. Bis dann." Während Mulder diese Worte aussprach, war er schon einige Meter in den Wald vorgedrungen. Er war sich nicht sicher, ob Scully seine Worte überhaupt noch gehört hatte. Er verfolgte die Spuren, die er im Boden entdeckt hatte. Nach ungefähr einer Meile stieß er auf eine Schlucht. Die Spur endete hier.

Scully hatte den Wagen genommen und war zum Gebäude des Gerichtsmediziners gefahren. Es war ein Betonblock. Gebaut in den Fünfzigern, als es nicht darauf ankam, ob die Häuser nun schön oder nicht waren. Aber zu einem heutigen Zeitpunkt waren sie häßlich. Die ganze Stadt bestand aus diesen Betonklötzen. Sie öffnete die Tür und gelangte in eine Schalterhalle. Am Empfang wurde sie von einer untersetzten, aber sehr freundlichen Frau Mitte Fünfzig begrüßt. Sie trug ein Sommerkleid, das vielleicht mal vor vier Jahren gepasst hatte, das jetzt aber aus allen Nähten zu platzen drohte.
Scully wies sich aus und fragte nach dem Gerichtsmediziner, der für den Fall zuständig war. Der Weg wurde ihr beschrieben und sie fand sein Büro sofort. Diese Leichenschauhäuser waren ihr immer noch fremd. Obwohl Scully oft in Leichenschauhäusern war und dort auch arbeitete, würde sie sich nie an diesen sterilen Geruch gewöhnen können. Scully klopfte an die Bürotür von Dr. Harry Winterberg an und wurde aufgefordert einzutreten. Dr. Winterberg war ein schlanker Mann. Er war Ende dreissig und gutaussehend. Unter seinem weißen Laborkittel trug er beige Shorts und ein hellblaues Polohemd. Alles in allem sah er wie ein verrückter Professor aus einem Horrorfilm aus. Diese Eindruck wurde noch durch seine Brille verstärkt. Sie hatte ein dickes Horngestell und sehr dicke Gläser, so dass es aussah, als hätte Dr. Winterberg hervortretende Augen.
"Agent Scully nehme ich an." Seine Stimme klang sehr tief. Ganz anders als man es von so einem kleinen, unscheinbaren Mann erwarten würde.
"Ja, das ist richtig. FBI." Scully zeigte Winterberg ihren Ausweis, den der Mann allerdings nicht beachtete.
"Sie kommen wegen der Leiche aus dem "Metzger"-Fall?"
"Der "Metzger"-Fall?"
"Ja. Die Waldleiche. Wir nennen es den "Metzger"-Fall, weil der Täter sein Opfer so zerfleischt, wie ein Metzger."
"Entschuldigen Sie, aber es war kein Mensch. Wir, mein Partner und ich, haben am Tatort Fußspuren gefunden. Große Fußspuren. Sie waren einen dreiviertel Meter breit!"
"Ja, die örtlichen Behörden haben sie einem großen Bären zugeordnet."
Scully war empört. Das war nie und nimmer ein Bär. Dazu waren die Spuren einfach zu groß. "Das kann kein Bär gewesen sein."
"Sie sind gekommen, um die Leiche zu sehen, also zeige ich Ihnen die Leiche. Das ist alles. Ich werde hier nicht bezahlt, um mit Ihnen zu diskutieren."
"Na schön, zeigen Sie mir die Leiche."
Der Körper des Opfers war grausig verstümmelt. Die gesamte Brustpartie war praktisch nicht mehr vorhanden. Sie wurde durch einen blutigen, zerfetzten und formlosen Haufen von Fleisch ersetzt. Nachdem Scully sich andere Kleidung angezogen hatte, begann sie die Leiche zu sezieren.
"Name: Carol Messing; Geschlecht: weiblich; Alter: 34 Jahre; Todesursache: Tod durch Verbluten; Besonderheiten: Das Opfer wurde erst mit einem Messer erstochen. Nachdem es verblutet war, wurde es mit einer Art Schwert zerfleischt. Beide Klingen, sowohl die des Messers als auch die des Schwertes waren sehr zackig und extrem spitz. Die Klinge des Messers ist mit einer Säge zu vergleichen. Ich kenne kein Messer, das auch nur annähernd so konstruiert ist. In der Stichwunde habe ich eine eigenartige, biologische Absonderung gefunden. Sie stammt ganz offensichtlich von Rückständen auf dem Messer. Diese Absonderung ist der Baumsaft des Ahornbaumes, der in den Wäldern rund um Clovis sehr häufig vorkommt."
Scully strich sich einige verschwitzte Strähnen ihres roten Haares aus der Stirn und schaltete den Recorder aus. Sie deckte die Leiche der Frau ab und verließ den Raum. Nachdem sie sich erneut umgezogen hatte und jetzt wieder ihr dunkelbraunes Kostüm trug, nahm sie ihr Handy aus der Tasche und wählte Mulders Nummer. Nach kurzem Warten meldete sich Mulder mit einer durch heftiges Keuchen undeutlich zu verstehenden Stimme.

"Mulder."
"Mulder. Hier Scully. Ich habe die Leiche seziert und etwas Interessantes entdeckt. Das Messer, das der Mörder benutzt, ist ein sehr seltenes Messer. Vielleicht ein Messer, das für bestimmte Rituale benutzt wird."
"Glauben Sie, es handelt sich hierbei um Ritualmorde?"
"Möglich wäre es zumindest. Ich gehe hier die Datenbanken durch, um eine Übereinstimmung der Klingen zu finden. Wenn ich etwas gefunden hab melde ich mich wieder."
"In Ordnung Scully." Mulder schaltete sein Handy aus und versuchte weiter die Schlucht zu durchqueren.

Scully saß vor dem Computer, der die verschiedenen Klingen mit der der Mordwaffe verglich. Sie dachte schon, es würde sich nie eine Übereinstimmung ergeben, als plötzlich ein Piepen von dem Computer ausging und er einen Sucherfolg meldete. Es war wirklich ein spezielles Messer. Aber kein Ritualmesser. Es war ein klingonisches "D'K Tagh Dagger". Neben dem Bild des Dolches war auch eine Art Schwert abgebildet. Ein klingonisches "Bat'leth". Eine gebogene Klinge, mit mehreren spitzen Zacken. Das passte. Scully konnte sich vorstellen, dass man mit solchen Waffen einen vergleichbaren Schaden wie bei Carol Messing anrichten konnte.
Aber so ein Messer konnte man nicht überall kaufen. Man konnte es höchstwahrscheinlich nur über einen Science-fiction-Versand bestellen. Scully griff zum Telefonbuch. Es gab viele solcher Versandbetriebe in den USA. Aber Scully konzentrierte sich nur auf die größten und bekanntesten. In Santa Fee gab es so einen Shop. Sogar mit Ladenverkauf. Scully griff zum Telefon und rief den "Klingon"-Fan-Shop an. Sie fragte nach allen verkauften Waffen dieser Art und hatte Glück. Es waren nur zwei Paar dieser Waffen an ein und die selbe Person verkauft worden. Da für diese Art Waffen ein Altersnachweis benötigt wurde, war es nicht schwierig die beiden Adressen der Käufer herauszubekommen, zumal beide auch noch mit Kreditkarte bezahlt hatten.
Seltsam. Eine dieser Adressen lag mitten in dem Wald, in dem die Menschen umgebracht wurden. Und Mulder hielt sich zur Zeit da auf. Scully griff abermals zum Handy und rief Mulder an.
"Mulder. Hier Scully. Ich habe das Messer identifiziert. Es ist ein klingonisches Messer. Star Trek, Sie wissen schon."
"Ja, hab ich als Kind immer gesehen. Captain Kirk war mein großes Vorbild und ich..."
"Mulder! Ich habe einen Laden gefunden, wo man diese Waffen kaufen kann und auch die Adressen der Käufer erhalten. Ein Käufer wohnt mitten in dem Wald, in dem sich die Morde ereigneten. An der Marry-Field Street. Die führt durch einen Canyon."
"Ich befinde mich hier gerade in einem Canyon. Hier ist auch eine Straße. Ich folge ihr, mal sehen, ob ich ein Haus finde. Wie ist denn die Hausnummer?"
"Hier steht keine Hausnummer. Aber ich vermute, dass Sie da draußen nicht viele Häuser finden werden."
"Na schön, Scully. Ich schau mir das mal an."
"Tun Sie das. Ich nehme den Wagen und komme auch dorthin."
Scully legte auf und verließ das Leichenschauhaus. Sie stieg in den Wagen und machte sich auf den Weg zu dem Haus an der Marry-Field Street.

Mulder schwitzte, als er das Haus erreichte. Es war alt und verfallen. Er ging zur Tür, klopfte an und sagte mit fester Stimme "FBI! Öffnen Sie die Tür!"
Aus dem Inneren des Hauses war ein markerschütternder Schrei zu hören. Mulder trat einige Schritte zurück, als plötzlich die Tür aufgeschleudert wurde und ein Mann in einer seltsamen Verkleidung und mit einer Art Schwert bewaffnet auf die Veranda sprang. Mulder zog seine Waffe und forderte den Mann auf, das Bat'leth wegzuwerfen, aber der Irre folgte seinen Anweisungen nicht. Er stürmte direkt auf Mulder zu und holte aus. Mulder stolperte rückwärts und fiel. Seine Waffe wurde ihm aus der Hand geschleudert und er hob die Arme, um sich zu schützen. Der Mann hieb auf Mulder ein, als plötzlich ein Schuss ertönte. Der Verkleidete mit dem Schwert schrie auf und humpelte einige Meter davon, bevor er zu Boden fiel. Er war bewusstlos.
Scully hatte ihm ins Bein geschossen. Mulder hörte Sirenen und es näherten sich Polizeifahrzeuge und Krankenwagen. Mulder wurde sofort behandelt. Er hatte tiefe Schnittwunden davongetragen. Einige Sehnen und Bänder waren durchtrennt, aber er war mit dem Leben davongekommen und würde keine Schäden zurückbehalten, dank Scully. Es stellte sich heraus, dass der Mann vor einigen Tagen aus einer Nervenheilanstalt in der Nähe ausgebrochen war. Er war also nicht für die Morde verantwortlich, die sich hier seit neunundachzig Jahren ereigneten. Aber wer war es dann? Der Fall konnte nicht gelöst werden. Es blieben offene Fragen zurück. Diese X-Akte würde zurück in die Schublade wandern, in der alle ungelösten X-Fälle lagerten. Für Mulder gab es noch viel zu tun, bis diese Schublade seines Aktenschrankes leer war. Würde er seine Schwester wiederfinden? Mulder wusste es nicht. Er wusste so vieles nicht. Er konnte nur hoffen und glauben.

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8. Akte X: Die Grenze gesprengt

Am Dienstag, den 16. Mai, wurde es im Laufe des Abends offiziell: Die erfolgreiche und trendschaffende Mystery-Serie "Akte X", in Amerika unter dem Titel "The X-Files" bekannt, kehrt für eine weitere Staffel auf die Bildschirme zurück.

Akte X-Schöpfer Chris Carter hat am Dienstag einen Vertrag mit FOX unterschrieben, der einen Auftritt der X-Akten in den Programmplänen für den kommenden Herbst garantiert. "Mein Vertrag bindet mich für ein weiteres Jahr an die Serie. Ich habe zugestimmt", so Carter, "egal, ob David nun dabei ist oder nicht."

Was bei der Veröffentlichung dieser Pressemitteilung noch unklar war, hat sich aber bisher geklärt: Auch David Duchovny (TXF: Mulder) wird in der neuen Staffel wieder in seiner Rolle als paranoider FBI-Agent auftreten - wenn auch eingeschränkt.

Bereits am nächsten Tag wurde bekannt gegeben, dass Fox Mulder nicht tot ist. Duchovny: "Ich freue mich darüber, dass wir nun noch noch zu einer Einigung gekommen sind, die es mir ermöglicht, bei den X-Akten zu bleiben. Nun, da alles unter Dach und Fach ist, freue ich mich darauf, wieder an die Arbeit gehen zu können."

Nach Monaten der Unsicherheiten herrscht nun Klarheit um die Serie. Das Schicksal der erfolgreichsten Serie des US-amerikanischen FOX-Networks war für Monate unklar, seitdem Duchovny in einem Statement gesagt hatte, dass er für eine weitere Staffel nicht zur Verfügung stände. Dazu kam die Klage, die Duchovny gegen die Produktionsfirma der Serie einreichte, um seine finanziellen Rechte zu sichern.

Duchovnys Kollegin Gillian Anderson (TXF: Scully) hatte bereits zuvor für eine weitere Staffel zugestimmt: Sie hatte bereits eine lange Zeit früher eine Klausel für eine achte Frage in ihrem Vertrag.

Der letztendlich abgeschlossene Vertrag verpflichtet den Hauptdarsteller David Duchovny für mindestens elf Episoden der neuen Staffel, was genau die Hälfte darstellt - und beendet die Rechtsstreitigkeiten zwischen ihm und der Produktionsfirma. Zudem wird Duchovny eine überdurchschnittlich große Erhöhung seines Gehalts erhalten, das pro Episode abgerechnet wird.

In den USA wurde kürzlich die letzte Episode der siebten Akte X-Staffel ausgestrahlt. In weiser Voraussicht, dass bis zur Ausstrahlung nicht feststehen würde, wie es um eine weitere Staffel steht, wurden vom Team zwei Enden für die Episode gedreht. Nun ist Duchovny weiter dabei - wie sein Teilhaben an insgesamt elf Episoden allerdings aufgeteilt wird, steht bisher noch nicht fest.

Das Akte X-Spin-off "The Lone Gunmen", das sich derzeit in den Vorbereitungen befindet, und für das von Akte X-Produzent Chris Carter bereits der Pilotfilm am alten Akte X-Drehort Vancouver, Kanada, in Szene gesetzt wurde, wird von FOX als Midseason-Replacement eingesetzt. Midseason-Replacements sind Serien, die vom Sender produziert, aber zurückgehalten und nur dann eingesetzt werden, wenn eine andere, früher gestartete Serie sich als Flop erweist und schnellstmöglich ersetzt werden muss.

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9. Wissenschaft: Missionen zum Mars

Der rote Planet hat die Menschen stets beschäftigt. Ob als Symbol des Kriegsgottes, als Heimat der grünen Männchen oder als Lieblingsobjekt moderner Forschung: Der Mars weckt Träume.

Im Jahr 1965 erreichte die erste Raumsonde der Menschheit den Mars. Damit war die Suche nach Antworten auf alle offenen Fragen an unseren Nachbarn im All eröffnet, die Teleskope allein nicht hatten beantworten können.

Die amerikanische Sonde Mariner 4 absolvierte damals am 14.7. einen Vorbeiflug am Mars und näherte sich bis auf 9'846 km an. Es konnten 22 Aufnahmen von der Oberfläche geschossen werden, die aber für alle diejenigen eine riesige Enttäuschung waren, die an einen lebensfreundlichen Planeten geglaubt hatten. Der rote Planet präsentierte sich öde und kraterübersät, fast wie der Mond. Zwar hatte man erst 1% der Oberfläche fotografiert, aber ein Teil der Mars-Faszination war dahin. Konnte es hier Leben geben?

Die Marsforschung wurde trotz der Ernüchterung von den Großmächten USA und UdSSR weiter voran getrieben.

1971 dann kam es dann zur "Revolution in der Marsforschung": Mariner 9 schwenkte am 14.11. in eine Umlaufbahn um den Planeten ein und hatte nun wesentlich mehr Zeit, ihre Instrumente auf die Oberfläche zu richten, als bei einem Vorbeiflug gegeben gewesen wäre. Man konnte - nachdem ein heftiger Staubsturm endlich abgeklungen war - fast 7'000 Bilder schießen. Auf diesen waren neue und überraschende Details zu erkennen: Nur im Süden ist der Mars mit Kratern übersät, im Norden ist die Oberfläche sehr eben und glatt. Der Süden liegt viel höher (Hochländer) als die Tiefen des Nordens. Konnte das als "Kontinente" und "Meeresböden" interpretiert werden? Man entdeckte Vulkane (u.a. Olympus Mons), gewaltige Schluchtensysteme und verschiedene Arten von Tälern (manche davon ähnelten Netzen, wie sie auf der Erde Bäche, Flüsse und schließlich Ströme bilden). Das alles ließ darauf schließen, dass der Mars keineswegs tot wie der Mond war. Er könnte womöglich einmal eine dichte Atmosphäre besessen haben, die sogar das Vorhandensein vom flüssigem Wasser möglich gemacht hatte. Schnee und Regen wären dann für das Herausschneiden der Täler an der Oberfläche verantwortlich. Demnach konnte es in der Marsvergangenheit sehr wohl einmal lebensbegünstigende Rahmenbedingungen gegeben haben. (Heute glaubt man eher, dass die Täler durch unterirdischen Transport von Grundwasser und nachfolgendem Einsturz der Oberfläche entstanden sind).

Die Sowjets hatten fast zeitgleich eine Sonde im Orbit: Nur wenige Tage nach Mariner 9 trat Mars 2 in einen Umlauf ein und setzte eine Landekapsel ab, die aber eine Bruchlandung erlebte. Auch die Nachfolger Mars 3 (ebenfalls 1971) und Mars 5 (1974) waren recht erfolglos, weil ihre Technik vor Ort versagte.

1975 war das erklärte Ziel der beiden Viking-Missionen (Viking 1 und Viking 2) die Suche nach Leben auf dem Mars. Man rechnete nicht gleich mit grünen Männchen, wohl aber mit Mikroben, Flechten oder Kleinstlebewesen. Die Vikings bestanden jeweils aus einem Orbiter und einem Lander. Als die Lander im Jahr 1976 beide aufsetzten, war man sehr gespannt, ob all die Laboratorien an Bord bei der Anwendung ihrer Verfahren nun fündig würden. Aber alle Hoffnungen wurden bitter enttäuscht. Die Auswertung aller Experimente brachte letztendlich negative Ergebnisse. Es wurden auch keine Anzeichen organischer Substanzen im Marsboden selbst gefunden. Der Boden schien oxidierend zu sein, was die Existenz organischer Materie nicht zulässt.

Diese kalte Dusche ließ das Interesse am Mars vorerst erlahmen.

1989 erreichte lediglich die UdSSR-Sonde Phobos 2 den Mars und machte 30 Wärmebilder am Äquator.

Im Sommer 1996 schlug eine Meldung plötzlich wie eine Bombe ins Bewusstsein der Öffentlichkeit ein: Eine Forschergruppe der NASA um David McKay glaubte, in einem in der Antarktis entdeckten Meteoriten Spuren ehemaligen Lebens entdeckt zu haben. Und dieser Meteorit stammte vom Mars! (Die Ergebnisse werden bis heute kontrovers und zum Teil hitzig diskutiert).

Wie auch immer die Wahrheit dabei aussah, die NASA begann unabhängig von dieser Meldung einen wissenschaftlichen Großangriff auf den roten Planeten, und auch die Russen wollten ihre Sonde Mars 96 auf den Weg bringen . Die Russen hatten aber wieder einmal Pech, und die 4. Stufe ihrer Proton-Rakete zündete nicht, so dass die Sonde in den Pazifik stürzte.

Die amerikanische Pathfinder-Mission hatte mehr Erfolg. Die am 4. Dezember 1996 (einen Monat nach dem Mars Global Surveyor) gestartete Sonde, landete publikumswirksam direkt am amerikanischen Unabhängigkeitstag (4.7.1997) auf dem Mars. Pathfinder hatte seinen "Bruder", den Orbiter Mars Global Surveyor, also überholt, denn dieser schwenkte erst zwei Monate später, am 12.9.1997, in die Marsumlaufbahn ein, bekam aber während des Bremsmanövers Probleme mit einem instabilen Sonnensegel und näherte sich auf einem Pannenkurs dem Mars näher als geplant an. (Die Sonde musste im Folgenden einige Manöver mitmachen, um die Kursabweichung zu kompensieren).

Mit Pathfinder wurden derweil nach über 20 Jahren Pause zum ersten Mal wieder Bilder einer Bodensonde vom Mars zur Erde gefunkt. Ein kleines Marsmobil, der Sojourner, umrundete den Lander und wurde zum Star der Medien.

Der versprengte Mars Global Surveyor brauchte indes noch über ein Jahr, bis er im Frühjahr 1999 endlich seine endgültige Umlaufbahn erreicht hatte. Doch der Anflug-Flop erwies sich nachträglich als Glücksfall: Es konnten durch die starke Annäherung wertvolle Erkenntnisse zu lokalen Magnetfeldern des Mars gewonnen werden. Der Orbiter tastet die Oberfläche des Planeten mit einem Laserstrahl ab und sammelt so Reliefdaten über Höhenunterschiede geologischer Strukturen. Der Mars wird kartiert.

Japan hatte am 3.7.1998 seine Sonde Nozomi (Hoffnung) gestartet, die aber wegen Triebwerksproblemen nicht, wie geplant, im Oktober 1999 den Mars erreichen konnte, sondern erst im Jahr 2003 ankommen wird. Nozomi soll die Atmosphäre und ihre Wechselwirkung mit dem Sonnenwind erforschen.

1999 wurde für die Amerikaner zum "Jahr der Hölle", was Marsmissionen angeht: Die zum Jahreswechsel 1998/1999 gestarteten Raumsonden der Doppelmission Surveyor 98 mussten ein Desaster erleben.

Der Mars Climate Orbiter, der ursprünglich die Atmosphäre und ihre Dynamik aus der Umlaufbahn heraus untersuchen sollte, zerschellte im September 1999 auf der Oberfläche des Planeten. Es hatte einen Umrechnungsfehler vom metrischen ins amerikanische Messsystem gegeben!

Der Mars Polar Lander, vorgesehen zur Landung am Südpol und für geologische Analysen bis ein Meter Tiefe, landete zwar am 3. Dezember auf dem Mars, gab aber keinen Piep von sich. Der Funkkontakt war nicht zu errichten, es gab keine Daten.

Mehrere Monate später berichtete die BBC, die NASA hätte schon lange vorher gewusst, dass die Missionen scheitern würden, hätte aber Pannen vertuscht und Daten gefälscht, um die Missionen nicht verschieben zu müssen. Die NASA ist ja schon länger unter Beschuss wegen ihrer angeblich zu ungünstigen Kosten-/Nutzenrelation. Die Devise "Schneller, Billiger, Besser", die NASA-Chef Daniel S. Goldin seit den radikalen Kürzungen des NASA-Haushaltes durch den Senat Anfang der 90-er Jahre verfolgte, steht nun im Kreuzfeuer der Kritik. Die NASA hat in den letzten Jahren, unter dem Kosten-/Leistungsdruck stehend, überproportional Personal abgebaut und sich auf viele, kleine Missionen verlegt, anstatt auf gezielte Großprojekte. Nun wird von einer Strukturkrise der Weltraumbehörde gesprochen.

Ursprünglich sollte Anfang 2001 die Doppelmission Mars Surveyor 2001 - wieder mit Orbiter und Lander - in Richtung Mars aufbrechen. Es sollten detaillierte mineralogische Untersuchungen erfolgen, und mit Hilfe eines Rovers (Marie Curie) chemische Tests des Bodens und der Atmosphäre vorgenommen werden.

In Anbetracht der NASA-Probleme wurde die Mission nun allerdings verschoben.

Auch der Plan, bis Ende des Jahrzehnts Gestein vom Mars zur Erde zu bringen, ist durch die Diskussionen und Verzögerungen nicht mehr zu schaffen. Man hatte vorgehabt, Steine mit Hilfe eines Lander-/Rover-Gespanns zu sammeln, die Probebehälter in den Orbit hinein rückzustarten und hier zu parken, bis eine französische Sonde sie einsammelt und mit zur Erde nimmt.

Die Idee des bemannten Raumflugs, in letzter Zeit wieder ins Gespräch gekommen, dürfte nun durch die Misserfolge auch erst einmal wieder einen Dämpfer bekommen haben. So ein Flug wird als viel zu teuer angesehen, aber es gibt eine Reihe von Wissenschaftlern, die über Szenarien nachdenken, solch eine Mission finanzierbar zu machen. So gibt es zum Beispiel die Idee, den Treibstoff für den Rückflug zur Erde auf dem Mars selbst zu gewinnen.

Vielleicht wird es auch ganz neue Formen internationaler Finanz-Kooperation und diverse Sponsorallianzen geben.

Für das Jahr 2003 bereitet die europäische Weltraumorganisation ESA den Einsatz ihrer ersten Sonde zur Planetenbeobachtung vor. Das Gerät soll "Mars Express" heißen, und nach Absetzen eines Landers soll die Oberfläche mit neuesten Geräten aus europäischer Produktion kartiert werden. Mit Mars Express will Europa den Spitzenplatz in der Wissenschafts- und Technik-Gemeinde einnehmen, den es sich seit den 80er Jahren unter anderem durch den Bau von einzigartigen Instrumenten höchster Qualität erobert hat.

Quellen:
- "Zwischen Sonne und Pluto - Die Zukunft der Planetenforschung - Aufbruch ins dritte Jahrtausend" von Holger Heuseler, Ralf Jaumann, Gerhard Neukum, 1999, BLV Verlagsgesellschaft mbH, Seiten 92 bis 106
- "Jahrtausendprojekt Mars - Standort All: Chancen und Schicksal der Menschheit" von Jesco v. Puttkamer, 1997, Albert Langen-/Georg Müller-Verlag
- "Star Observer", Ausgabe 5/2000 Mai, Artikel "Mission to Mars - Traum und Wirklichkeit" von Marcus Anhäuser, Seite 12 bis 25, Space Science Zeitschriftenverlag GmbH.

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