corona newsletter
ISSN 1422-8904


Spotlights

+ Gerede um Star Trek 10

+ DeForest Kelley ist tot


Schlagzeilen

+ Neue Serie noch vor Kinofilm

+ DS9-Finale geschnitten

+ Episodenlänge verkürzt

+ Paramount anscheinend gegen die Rückkehr

+ Streitigkeiten auf der Voyager


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Amargosa Relay

2. Juli 1999 - Ausgabe 52 - "Love Thing"

Alles hat ein Ende

Diese Weisheit hat uns in den Wochen, seitdem die letzte Ausgabe des Newsletters erschienen ist, eingeholt wie es die Star Trek-Fans zuvor nie ein zweites Mal erlebt haben. Der Tod von DeForest Kelley ist der erste Abtritt eines Star Trek-Schauspielers. Nach Erscheinen unserer Breaking News gab es bei Paramount eine grosse Abschiedsfeier für den "unlogischen Doktor" der Enterprise, die den Schauspieler ein letztes Mal gross würdigte.

Auch ein Leben im 23. Jahrhundert, einer Zeit, in der die Visionen Gene Roddenberrys gegriffen haben, einer Zeit, in der die verschiedensten und fremdartigsten Rassen gelernt haben, miteinander umzugehen, einer Zeit, in der die durchschnittliche Lebenserwartung aufgrund des medizinischen Fortschritts weit über der heutigen liegt, verschont nicht vor dieser Weisheit: Alles hat ein Ende.

Dieses Ende ist nun auch für eine erfolgreiche Ära von Star Trek gekommen. In den USA hat Deep Space Nine sein Ende gefeiert. Und für gleich zwei andere Elemente des grossen Franchise steht uns dieses Ende ebenfalls bevor: Die Voyager hat nur noch zwei Staffeln vor sich. Und zugleich scheint Star Trek 10 ein letztes Wiedersehen mit der Crew der Enterprise E zu bedeuten. In Insiderkreisen spricht man über den Tod von mindestens zwei Charakteren.

Doch wo ein Ende ist, dort ist oft auch ein neuer Anfang: Definitiv ist eine neue, fünfte Star Trek-Serie. Darüber gibt es derzeit nur wenige Informationen. Und die Gespräche sind derzeit auch noch in einem sehr frühen Stadium. Doch Produzent Rick Berman ist sich beinahe sicher, dass die Serie noch vor dem nächsten Film ihre Premiere feiern wird.

Ein Abschied bedeutet Trauer. Doch man merkt oft erst später, dass das Ende gar kein richtiges Ende war.

Viel Vergnügen beim Lesen dieser Ausgabe.

Dennis Horn
Stellvertretender Chefredakteur

Inhalt dieser Ausgabe

1. Gerede um Star Trek 10
2. trekBEAT
3. DeForest Kelley ist tot
4. Smile Fiction
5. Subspace Link


1. Spotlight: Gerede um Star Trek 10

Star Trek 10 ist definitiv; darüber braucht man sich inzwischen keine Illusionen mehr zu machen. Schon oft genug sprachen die Verantwortlichen bei Paramount sowie die gesamte Riege der Star Trek-Produzenten über den Nachfolger zu INSURRECTION, der laut Rick Berman erst nach der fünften Star Trek-Serie seine Premiere feiern wird.

Welche Gerüchteküche allerdings um den Inhalt des Jubiläumswerkes betrieben wird, nimmt Ausmasse an, die es einem erheblich erschweren, einen Überblick darüber zu behalten, was denn überhaupt Stand der Dinge ist. Und der ist nur ganz lapidar derjenige, dass es noch gar nichts Definitives über das nächste Abenteuer der Kino-Enterprise gibt.

Während der Saturn-Verleihungen gab Sherry Lansing von Paramount einigen Spekulationen Nahrung, dass im Zusammenhang mit den Filmen im Franchise einige Änderungen bevorstehen: "Wahrscheinlich wird es in zwei Jahren einen neuen Film geben. Wir wollen Star Trek neu erfinden. Wir wollen mit etwas neuem vor das Publikum treten - vielleicht mit neuen Schauspielern. Aber es ist wirklich etwas früh, um etwas genaueres zu sagen."

Wie eine Lawine verbreiteten sich in den letzten Tagen Gerüchte über den nächsten Film und die nächste Serie zugleich. Im Zusammenhang mit den Gerüchten, einige Darsteller aus der Enterprise-Besatzung in den nächsten Film erst gar nicht einzuplanen, beschäftigen sich die Gerüchte mit dem angeblichen Plot der neuen Star Trek-Serie.

Demzufolge schreiben die Star Trek-Produzenten Brannon Braga und Rick Berman derzeit ein Script für einen zweistündigen Piloten, das den Arbeitstitel "Star Trek: Flight Academy" tragen soll. Die Story soll sich mit der Sternenflotten-Akademie beschäftigen - ein Gerücht, das schon seit Jahren im Internet herumgeistert. Den Gerüchten zufolge kann das Drehbuch auch als Basis für Star Trek 10 dienen, wenn es bei den Verantwortlichen von Paramount gut ankommt.

Derzeit wird ebenfalls davon gesprochen, dass Paramount es sich nicht mehr leisten kann, Schauspieler wie Patrick Stewart (ST:TNG Picard), die mit überhöhten Gagenanforderungen in die Vertragsverhandlungen gehen, für den kommenden Star Trek-Film zu engagieren. Paramount entgegnete den losgetretenen Gerüchten mit Dementi; der Pressesprecher der Studios, Blaise Noto, entgegnete der Presse, dass jegliche Gerüchte darüber, dass Patrick Stewart seinen letzten Auftritt in INSURRECTION hatte, "unbegründet" seien.

Was also wirklich Sache ist, wird man wieder erst in einiger Zeit erfahren können, wenn sich der Sturm, in dem sich das Franchise zur Zeit befindet, ein bisschen gelegt hat.

Fast absehbar ist, dass Star Trek 10 ein letztes Wiedersehen mit Brent Spiner (ST:TNG Data) und Michael Dorn (ST:TNG Worf) sein wird. Die beiden Schauspieler wollen nach über zehnjähriger Arbeit das Franchise vor der Kamera verlassen. Wie man bereits von Spiner hören konnte, möchte er in Star Trek 10 den Filmtod des Androiden Data sehen. Auch LeVar Burton (ST:TNG LaForge) denkt bereits über einen Rückzug nach. Er hatte seinen letzten Auftritt in der 100. Voyager-Episode "Timeless" ("Temporale Paradoxie").

Die Schauspieler der dritten Star Trek-Serie Deep Space Nine denken bereits jetzt öffentlich über eine Zukunft auf der grossen Leinwand nach. Darstellerin Nana Visitor (ST:DS9 Kira) sieht allerdings keine grossen Chancen für ein Wiedersehen mit der Raumstation im Kino: "Ich bezweifle wirklich, dass es einen Film geben wird; sie werden von der Enterprise zur Voyager übergehen und uns wieder einmal überspringen."

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2. trekBEAT

Neue Serie noch vor Kinofilm.
Wenn es so kommt, wie Rick Berman den aktuellen Stand der Dinge des Franchise bewertet, dann wird die neue, fünfte Star Trek-Serie noch vor dem zehnten Star Trek-Kinofilm im Fernsehen zu sehen sein. Rick Berman bezeichnet es als eine "gute Wette", dass die neue Serie im September 2002 auf Sendung gehen wird - aber auch ein Wechsel mit der Voyager im Jahr 2001 sei nicht ganz auszuschliessen. Voyager soll seinen beiden Vorgängerserien folgen und mit der siebten Staffel in zwei Jahren abschliessen.
Wie es die Ankündigungen immer sagen, soll die neue Serie vollkommen anders werden. Berman: "Wir hoffen, dass es dramatisch verschieden zum bisherigen Gesehenen wird, aber immer noch die Ideale von Gene Roddenberry verkörpert."
Keinen weiteren Serienauftritt mit der fünften Star Trek-Serie wird wohl es für Star Trek-Veteran Michael Dorn (ST:TNG Worf) geben, der seinen klingonischen Charakter in vier Kinofilmen und elf Fernsehstaffeln Star Trek verkörperte.

Vorbestellungen für Videos.
Nachdem von CIC der Vertrieb der deutsch-englischen Videos von TNG und TOS sowie für die ausschliesslich deutsch synchronisierten Fassungen beider Serien eingestellt wurde, lassen sich jetzt unter www.startrek.mainhattan.de/vkakht.htm Bestellungen für neue Produktionen vormerken. CIC setzt die Produktion der Videos allerdings nur dann fort, wenn sich mindestens 2'000 Interessenten pro Cassette melden.

Masterson will DS9-Special.
Die Nebendarstellerin Chase Masterson (ST:DS9 Leeta) will mit Hilfe ihrer Verbindungen zum US-amerikanischen Scifi-Channel ein Projekt auf die Beine stellen, das ihr sehr am Herzen zu liegen scheint: "Ich habe vorgeschlagen, eine einstündige Rückblende auf die sieben Jahre Deep Space Nine zu machen. Wenn wir das richtig angehen, dann wird es eine Menge Tränen geben", sagte Masterson dazu. Die Schauspielerin hat sich zugleich für die Stelle der Produzentin des Specials ins Gespräch gebracht.

Burton produziert Fernsehserie.
Star Trek-Darsteller LeVar Burton (ST:TNG LaForge) entwickelt derzeit eine eigene Fernsehserie für Paramount, die den Titel "John Smith" trägt. Burton wird als Produzent und Hauptdarsteller der neuen Serie fungieren. In der Serie geht es um einen Mann, der aufgrund einer Amnesie das ganze Land absucht, um den Schlüssel zu seiner Identität zu finden.

IMAX-Film scheint tot.
Das Interesse am 3D-Kino IMAX ist seit der Ankündigung des Disney-Konzerns, das Fantasia-Sequel "Fantasia 2000" für die IMAX-Kinos zu produzieren, sprunghaft gestiegen. Trotzdem sind die Verhandlungen über einen Star Trek-IMAX-Film zum Stillstand gekommen. Weiterhin gibt es keine neuen Ergebnisse über das Projekt, das vor längerer Zeit ins Gespräch gekommen ist. Brad Wechsler, stellvertretender Geschäftsführer von IMAX, über das Projekt: "Wir haben grossartige Skripte, aber wir konnten mit Paramount nicht zu einem Ergebnis kommen."

DS9-Finale geschnitten.
Amerikanische Fans sind erbost über den Schnitt, der am Abschlusszweiteiler "What you leave Behind" der dritten Star Trek-Serie Deep Space Nine vorgenommen wurde. Die Episode wurde von einigen grossen US-Sendern als Zweiteiler in zwei aufeinanderfolgenden Wochen ausgestrahlt. Dabei wurde der Schnitt offenbar von Paramount selber unternommen, da beide Teile einen eigenen Abspann und Rückblick - gesprochen von Majel Barrett - enthielten.
Die Teilung würde bedeuten, dass etwa sechs Minuten der Episode geschnitten sein müssen. Ob es eine ungekürzte Version der Episode ohne den Schnitt geben wird, ist fraglich.

TREKonline startet Internet-Fernsehen.
Nach ersten Internet-Radiosendern startet TREKonline nun das erste Internet-Fernsehen für Star Trek-Fans. Geplant sind Besuche bei Trekdinnern und Conventions, aber auch neueste und bebilderte News zum Thema Star Trek. "Interviews mit den Machern im Fandom, den Stars und anderen Star Trek-Kennern sollen das Programm abrunden", so die Macher des Projektes. Zur Zeit laufen bei TREKonline Test-Sendungen im wöchentlichen Wechsel. Weitere Informationen gibt es auf der TREKonline-Homepage unter www.trekonline.de.

Meaney und Goldberg in Miniserie.
Colm Meaney (ST:DS9 O'Brien) und Whoopie Goldberg (ST:TNG Guinan) werden in einer vierstündigen Fernsehserie mit dem Titel "Leprechauns" ("Kobolde") auftreten. Die Serie handelt von einem heimatlosen Amerikaner in Irland. Dieser entdeckt, dass seine Farm von einer Kobold-Familie besessen wird. Meaney übernimmt dabei die Rolle des Kobold-Anführers. Er will nach dem Ende von DS9 vorerst nicht mehr in einen Raumanzug steigen.

Einspielergebnisse im Ausland.
Der neueste Star Trek-Film INSURRECTION hat im amerikanischen Ausland insgesamt ein Einspielergebnis von 42,4 Millionen US-Dollar erzielt. Die grössten Einnahmen kamen dabei mit 16,4 Millionen US-Dollar aus Deutschland; gefolgt von 12,6 Millionen US-Dollar aus Grossbritannien und drei Millionen US-Dollar aus Australien. Gefloppt ist der Film in Frankreich, Spanien sowie in grossen Teilen Asiens und Latein-Amerikas.
Das Video des Filmes hat bisher insgesamt 9,69 Millionen US-Dollar eingespielt und belegte zuletzt den neunten Platz der Videocharts. Auf Platz Eins: "Der Soldat James Ryan". Das Leihvideo ist inzwischen aus der Rangliste der zehn meistverliehenen Videos gerutscht.

Warpantrieb theoretisch möglich.
Wissenschaftler der Katholischen Universität in Leuven (Belgien) haben herausgefunden, dass ein Warpantrieb für Reisen mit Überlichtgeschwindigkeit, wie er aus Star Trek bekannt ist, durchaus im Bereich des Möglichen liegt. Die Analysen, die Chris van den Broeck mit dem Konzept des Warpantriebs durchgeführt hat, haben gezeigt, dass der Bau einer "echten Enterprise" nicht ganz unmöglich scheint.

Episodenlänge verkürzt.
Wie wir bereits berichteten, hat das US-Network UPN, das in den USA die vierte Star Trek-Serie Voyager ausstrahlt, aufgrund der niedrigen Einschaltquoten die Länge der Werbeblöcke verlängern müssen - und somit viele der letzten Episoden um etwa zwei Minuten gekürzt.
Um Produktionskosten zu sparen, hat Paramount sich nun dazu entschlossen, die Episodenlänge direkt zu kürzen, anstatt diesen Job UPN zu überlassen. Ab der sechsten Serienstaffel werden alle Episoden nur noch eine Länge von 42 Minuten haben. Eine zweite Version der Folgen, auf die viele Fans noch gehofft haben, wird somit vollständig entfallen.

DeBoers Filmprojekte.
Nicole deBoer (ST:DS9 Dax), die für die letzte Staffel der Star Trek-Serie DS9 die Rolle des Dax-Wirtes Ezri übernommen hat, arbeitet derzeit an zwei Filmprojekten. Der erste Film trägt den Titel "Rated X". Neben deBoer spielen auch Charlie Sheen und Emilio Estevez in dem Film mit. Nach dem Ende der Produktion wird sich deBoer an die Arbeit für den Film "Stalk" machen. Drehbuch und Regie für diesen übernimmt Russell Dugrazier.

Eigene Serie für Tracy Torme.
Tracy Torme hat die Arbeit an einer animierten Science-fiction-Serie mit dem Titel "Doomsday" aufgenommen. Diese wird von Torme ("Sliders") und Howard Stern Productions produziert. Sie erzählt die Geschichte einer Familie, die sich im postapokalyptischen Amerika auf die Suche nach einem neuen Zuhause macht. Howard Stern wird eine "Schlüsselrolle" beim Verfassen des Scripts sowie der Serienproduktion einnehmen.
Torme arbeitete anderthalb Jahre für TNG und schrieb Episoden wie "The Big Good-Bye".

Pomers, Spiner und Auberjonois in Musical.
René Auberjonois (ST:DS9 Odo), Brent Spiner (ST:TNG Data) und Scarlett Pomers (ST:VOY Naomi Wildman) werden im Musical "Wonderful World of Disney" von ABC auftreten. Erzählt wird die Geschichte von Pinocchio aus der Sicht seines Erschaffers. Das Musical soll spätestens im nächsten Jahr ausgestrahlt werden.

Playboy wählt die beste Science-fiction.
Das Herrenmagazin Playboy hat eine Liste der zehn besten und schlechtesten Science-fiction-Serien herausgegeben. TNG erzielte den zweiten Platz - hinter "The Twilight Zone". Die Originalserie rund um die Crew von Captain Kirk erreichte den vierten Platz. Auf der Liste der zehn schlechtesten Science-fiction-Serien ist keine Serie aus dem Star Trek-Franchise zu finden.

Paramount anscheinend gegen die Rückkehr.
Bereits Kate Mulgrew (ST:VOY Janeway) deutete an, dass Paramount etwas gegen eine Rückkehr der Voyager in den Alpha-Quadranten hat. Gerüchte besagen inzwischen, dass die Produktionsfirma von ihrem Vetorecht Gebraucht gemacht hat und einen Stopp für alle Rückkehr-Pläne erzwungen hat. Dies obwohl Paramount wollte, dass die Voyager bereits in der fünften Staffel ihren Weg in den Alpha-Quadranten findet. Das Studio wollte so die Einschaltquoten in die Höhe schnellen lassen.
Andere Gerüchte sprechen unterdessen von einer Rückkehr des Schiffes in der sechsten Staffel. Die Rückkehr, die sich angeblich über einen Zeitrahmen von vier bis fünf Episoden erstrecken soll, soll den Gerüchten zufolge nicht vor Januar in den USA ausgestrahlt werden.

INSURRECTION als Kaufvideo.
Der neueste Star Trek-Film INSURRECTION, der letztes Jahr in den deutschen Kinos Premiere feierte, wird nun nach der Veröffentlichung als Leihvideo auch als Kaufvideo erhältlich sein. Das Video wird am 15.7. in Deutschland erscheinen.

Neue Star Trek-Computerspiele.
Der Spieler- und Fangemeinde stehen bald neue Star Trek-Spiele ins Haus. Activision hat die Veröffentlichung von drei Computerspielen bekanntgegeben. "Voyager Hazard Team" ist ein 3D-Shooter, der auf der Serie "Voyager" basiert und durch aufwendige Grafiken bestechen soll. "Star Trek: Armada" ist ein Echtzeit-Strategiespiel im TNG-Universum, bei dem man sich unter Kontrolle sämtlicher Schiffe mit Anomalien des Universums herumschlagen muss. "Star Trek: Insurrection" ist ein Adventure, in dem man als Assistent von Captain Picard die Aufgabe erhält, das Geheimnis der Ba'ku zu lüften und nebenbei die Vernichtung der Menschheit durch die Romulaner zu vereiteln.
Desweiteren hat Activision bekanntgegeben, nun auch Spiele für die "PlayStation" von Sony zu entwickeln. Derzeit wird noch über Portierungen nachgedacht - in Zukunft sollen aber auch Spiele exklusiv für das Konsolensystem herausgegeben werden.

Siddig steigt auf den Berg.
Alexander Siddig (ST:DS9 Bashir) hat für einen neuen Kinofilm unterschrieben. Der DS9-Darsteller ist Ende Juni nach Neuseeland aufgebrochen, um mit den Arbeiten an dem Streifen "The Vertical Limit" zu beginnen. Der Film handelt von einem Bergsteiger-Team, das in Not gerät. Siddig spielt den Leiter des Rettungsteams. Der Film benötigt einen Monat intensives Training, bevor mit den eigentlichen Dreharbeiten begonnen werden kann.

Elf Millionen sahen Finale.
Das Deep Space Nine-Serienfinale "What you leave Behind" übertraf in den USA in Sachen Einschaltquoten alle Erwartungen. Nachdem die letzte reguläre Serienepisode "The Dogs of War" mit 3.7 % Marktanteil ein äusserst schlechtes Ergebnis erzielt hatte, hat das Finale nun alle Erwartungen weit hinter sich gelassen. Ungefähr elf Millionen Zuschauer sahen sich das Finale der Serie im Fernsehen an, was einem siebten Platz gleichkam. Die Folge wurde somit zum erfolgreichsten Finale seit 1996.
In den sogenannten Nielsen-Ratings landete "What you leave Behind" auf dem ersten Platz - vor den Dauergegnern "Akte X" und "Xena" auf dem zweiten und dritten Platz.
Ausserdem erzielte die Folge das beste Ergebnis seit März, wo die Episode "Change of Heart" ("Wandel des Herzens") die Marke von 5.5 % erreichte; das Finale schaffte 5.4 %.

Streitigkeiten auf der Voyager.
Nach Streitigkeiten im Produzententeam der vierten Star Trek-Serie Voyager hat Ronald D. Moore das verschollene Raumschiff Insiderinformationen zufolge bereits wieder verlassen. Erst vor einigen Wochen ist Moore nach dem Ende von DS9 dem Voyager-Team beigetreten. Den Informationen zufolge hat Moore die Serie aufgrund von Differenzen mit Produzent Brannon Braga wieder verlassen. Eine offizielle Bestätigung von Paramount liegt uns dazu noch nicht vor.

Voyager weiter im Sinkflug.
Die Einschaltquoten der vierten Star Trek-Serie Voyager sinken in den Vereinigten Staaten weiter. Die Episode "Bride of Chaotica" erreichte 0.5 % weniger Zuschauer als die vorige Episode. Damit landete sie auf Platz Vier - lediglich 0.1 % vor "Seven Days" und "Dawson's Creek".

Mulgrew glaubt nicht an die Rückkehr.
Kate Mulgrew (ST:VOY Janeway), die kürzlich den Vertrag für eine siebte Staffel Voyager unterzeichnet hat, sprach im Nachhinein über den Konflikt, den sie zwischen ihrer Arbeit für die Serie und ihrem Privatleben sah: "Meinen grössten Konflikt während dieser Verhandlungen hatte ich mit Janeway selbst. Denn die würde nicht verhandeln - sie würde ihre Mission vollenden." Abschliessend äusserte Mulgrew Zweifel darüber, dass die Voyager noch in dieser Staffel zurückkehren wird: "Ich gebe keine Garantie dafür. Aber ich glaube, dass Paramount nicht will, dass wir in den Alpha-Quadranten zurückkehren."

Uraufführung in Italien.
Der letzte Star Trek-Film INSURRECTION wurde nun auch in Italien uraufgeführt und landete direkt in der ersten Woche auf dem ersten Platz der italienischen Kinocharts. Der Film spielte innerhalb von drei Tagen 281'000 US-Dollar ein. Desweiteren wurden zwei neue offizielle INSURRECTION-Homepages vom Verleger UIP für Schweden und Italien eröffnet.
In der Schweiz wird INSURRECTION ab Anfang dieses Monats auf Video erhältlich sein.

Soundtrack zum DS9-Finale.
Zum DS9-Finale "What you leave Behind" wird aller Wahrscheinlichkeit nach ein Soundtrack auf CD erscheinen. GNP Crescendo reagierte damit auf die massiven Zuschriften der Zuschauer, die dies forderten. Mark Banning von GNP zufolge ist die Veröffentlichung auf Herbst angesetzt.

Erste Veröffentlichungen auf DVD.
Für August sind zwei weitere Star Trek-Veröffentlichungen auf DVD geplant. Zum ersten Mal werden dabei Episoden aus klassischen Star Trek-Serie auf DVD zu kaufen sein. Die zwei Scheiben werden die Episoden "Where No Man Has Gone Before" und "The Corbomite Maneuver" sowie "Mudd's Women" und "The Enemy Within" enthalten.

Ryan bei Dilbert.
In der folgenden Season der US-Serie "Dilbert", die wie Voyager über das UPN-Network ausgestrahlt wird, wird Jeri Ryan (ST:VOY Seven) einen Gastauftritt als Dilberts Seven of Nine-Wecker haben. Der Sendetermin steht noch nicht fest; bekannt ist nur, dass er sich am Anfang der Season befinden wird.

Holodeck rückt näher.
Eine Gruppe dänischer Forsche am Ris National Laboratory im dänischen Roskilde hat ein neues System entwickelt, mit dem es möglich ist, 20 holographische Schnappschüsse pro Sekunde aufzunehmen. Diese Technik kann für 3D-Filme benutzt werden, für die dann keine spezielle Brille mehr benötigt würde.

Free Enterprise erhält gute Kritiken.
Der neue Film mit William Shatner (ST:TOS Kirk), "Free Enterprise", wird von den Kritikern mit grossartigen Rezensionen bedacht. Der unabhängig produzierte Film läuft im Moment nur in Los Angeles, wird noch diesen Monat in den ganzen USA zu sehen sein.

Ryan muss zurückstecken.
Die Beteiligung von Seven of Nine wird sich im nächsten Jahr der Voyager voraussichtlich verringern. Man glaubt in den Studios, dass Seven übertrieben stark in die Handlung eingebunden wurde und der Charakter "an die Wand geschrieben" wurde. Ein Beispiel dafür sei der heftige Übergebrauch von Sevens Nanosonden, die inzwischen anscheinend neben den Fans auch die Macher der Serie nicht mehr sehen können.
Insgesamt soll es in der sechsten Serienstaffel weniger Episoden geben, die sich auf Paris, Chakotay und Seven konzentrieren.

World Tour in Wien.
Bereits im letzten Jahr berichtete der Corona Newsletter über die eher gefloppte Star Trek World Tour in Düsseldorf. Inzwischen ist die Enterprise D in Wien gelandet. Die Veranstaltung wurde vergangenen Montag mit einer grossen Gala eröffnet. Zu Gast war unter anderem Star Trek-Regisseur Winrich Kolbe. Die World Tour macht bis zum 8. August in der Halle 25 des Wiener Messegeländes halt. Der Eintrittspreis für die Veranstaltung beträgt 290 Schilling für Erwachsene und 195 Schilling für Kinder. Geöffnet ist das Schiff der Galaxy-Klasse täglich von 10 Uhr bis 22 Uhr.

Vic Fontaine-CD geplant.
In einem Interview verriet Ex-DS9-Produzent Ira Steven Behr, dass Jim Darren (ST:DS9 Vic Fontaine) eine CD mit allen Fontaine-Songs aus DS9 aufgenommen hat. Die CD wird weitere sechs Titel enthalten und den Titel "The One's From The Heart" tragen. Behr: "Dass ich Jimmy [Darren] kennengelernt und den Charakter Vic Fontaine geschaffen habe, war eine der wunderbaren Überraschungen während meiner Jahre bei der Serie."

Dieses und jenes.
Avery Brooks (ST:DS9 Sisko) übernimmt eine Filmrolle im Streifen "Fifteen Minutes" für Paramount. In dem Film um eine tzechoslovakische Immigrantin, die Zeugin eines Mordes wird, wird unter anderem auch Robert DeNiro zu sehen sein.
Brent Spiner (ST:DS9 Sisko) hat an der Weltpremiere von "South Park: Bigger, Longer & Uncut" teilgenommen. Die Episode, in der Spiner den Showmaster Conan O'Brien spielte, wurde am 23. Juni im "Mann Chinese Theater" uraufgeführt.
Armin Shimerman (ST:DS9 Quark) ist wieder arbeitslos. Die Produktion des Stückes "Diener zweier Herren", in der Shimerman eine Rolle übernehmen wollte, wurde in L.A. wieder abgebrochen.
Patrick Stewart (ST:TNG Picard) wird zum Schwein. Er leiht dem Chef-Schwein Napoleon in dem TNT-Zweistünder "Animal Farm", bei dem John Stephenson Regie führen wird, seine Stimme.
Cirroc Lofton (ST:DS9 Jake) hat eine wiederkehrende Nebenrolle in der neuen Serie "The Hoop Life". Lofton verkörpert in der Serie, die in den USA diesen Monat im Kabelfernsehen anläuft, einen 17jährigen Basketballer.
Scarlett Pomers (ST:VOY Naomi Wildman) spielt zusammen mit Julia Roberts, zu der Pomers sagt: "Sie ist wirklich nett und hat ein wunderbares Lächeln." Pomers verbrachte einen Teil des letzten Monats bei den Dreharbeiten für den Streifen, der den Titel "Erin Brockovich" trägt.

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3. Spotlight: DeForest Kelley ist tot

"My most famous line was 'He's dead, Jim!' - And soon they'll be saying it about me."

Mit diesem Satz soll sich DeForest Kelley von seinen Kollegen und Freunden Leonard Nimoy und William Shatner verabschiedet haben - kurze Zeit, bevor der 79jährige am Freitag, den 11. Juni, im "Motion Picture and Television Fund Hospital" seinem Krebsleiden erlag. Der Schauspieler wurde vor allem als Darsteller von Leonard "Pille" McCoy aus der klassischen Star Trek-Serie und den folgenden sechs Kinofilmen bekannt.

DeForest Kelley wurde am 20. Januar 1920 in Atlanta, Georgia geboren. Kelley machte in Alter von 16 Jahren seinen Highschool-Abschluss und strebte zunächst eine Karriere als Arzt an. Allerdings konnten ihm seine Eltern nicht den Besuch einer Medizinschule finanzieren. Stattdessen entschied er sich dann, dem Chor einer Kirche beizutreten, in der sein Vater als Pfarrer tätig war. Mit 17 unternahm Kelley seine erste Reise und besuchte seinen Onkel in Kalifornien. Aus den geplanten zwei Wochen wurde ein Jahr, und obwohl Kelley in dieser Zeit unter anderem als Sänger im Radio arbeitete und auch in einer eigenen Band spielte, war seine musikalische Laufbahn nicht von Erfolg gekrönt. Für kurze Zeit kehrte Kelley nach Hause zurück, aber es zog ihn wieder nach Kalifornien, wo er zukünftig leben wollte.

Dort widmete Kelley sich der Schauspielerei und trat einer örtlichen Theatergruppe bei. Er verliebte sich in Carolyn Dowling, die ebenfalls ein Mitglied der Theatergruppe war, und heiratete sie 1945.

Beim Dreh eines Navy-Films während des Zweiten Weltkriegs wurde DeForest Kelley von einem Angestellen von Paramount entdeckt. Dies verhalf ihm zum Durchbruch im Filmgeschäft. Seine ersten grösseren Auftritte hatte Kelley 1947 in "Fear of the Night" und "Variety Girl".

Bei einer Serienproduktion arbeitete Kelley mit Gene Roddenberry zusammen, welcher ihm wenig später die Rolle des Mr. Spock in der Serie "Star Trek" anbot. Kelley lehnte das Angebot ab, konnte dann für den zweiten Pilotfilm "The Man Trap" schliesslich doch engagiert werden; nun aber als kauziger, impulsiver Schiffsarzt Leonard McCoy, dessen unzählige Streitgepräche mit dem völlig gegensätzlichen Logiker Mr. Spock grosse Beliebtheit bei den Fans erlangten.

Vorgesehen waren Gastauftritte in sieben Episoden - daraus wurden dann bis zur Absetzung der Serie nach drei Jahren insgesamt 79 Folgen, bei denen DeForest Kelley mitgewirkt hat.

Nach dem Ende dieser ersten Star Trek-Serie blieben Angebote für grössere Rollen in anderen Produktionen aus. So hielt Kelley sich mit unbedeutenden Nebenrollen, in denen er meist den Bösewicht spielte, über Wasser und pausierte in der restlichen Zeit. Dennoch brachte er es insgesamt auf über zwanzig Filme und viele Auftritte in Serien, wobei die bekannteste sicher Bonanza war.

Erst 1979, als der erste Star Trek-Kinofilm "The Motion Picture" produziert wurde, nahm Kelley wieder seinen Posten als Doktor auf der Enterprise ein. Zuvor lieh er lediglich in "Star Trek: The Animated Series" der Zeichentrickfigur des Doktors seine Stimme.

Bis 1991 kamen fünf weitere Filme hinzu, und zwischendurch hatte Kelley sogar einen Gastauftritt in der neuen Star Trek-Serie "Das nächste Jahrhundert".

Nach dem Ende seiner Auftritte bei Star Trek wurde es ruhiger um Kelley. Erst die vor einigen Monaten aufgetauchten Schlagzeilen über seine Erkrankung rüttelten die Fangemeinde wach. Kelley musste sich bereits vor einem Jahr einer Magenoperation unterziehen, und von diesem Zeitpunkt an verschlechterte sich sein Zustand stetig. Der Schauspieler kam in ein Sanatorium, das "Motion Picture and Television Fund Hospital", in dem sich seine langjährige Ehefrau Carolyn aufgrund eines Beinbruchs ebenfalls befand.

"Sie sahen sich jeden Tag. Sie sass an seinem Bett, um kurz vor seinem Tod von ihm Abschied nehmen zu können." sagte Kelleys bester Freund Lyles, ein ehemaliger Produzent von Paramount. "Und seine alten Freunde Leonard Nimoy und William Shatner waren dort, um ihn zu trösten. Sie haben gelacht und sich an ihre gemeinsamen Momente bei 'Star Trek' erinnert, indem sie sich berühmte Zitate wie 'Beam me up, Scotty!' erzählten."

Kelley starb am 11. Juni um 13:12 Uhr Ortszeit in Woodland Hills, Kalifornien.

Bereits Stunden danach verbreitete sich die traurige Meldung auf der ganzen Welt. Auf vielen Star Trek-Homepages waren neben der offiziellen Nachricht auch viele persönliche Worte des Gedenkens und der Trauer zu finden. Einige zeigten sich solidarisch mit den Angehörigen und Bekannten des Verstorbenen, organisierten über das Internet Kondolenzschreiben und riefen zu Blumenspenden für die Hinterbliebene auf. Eine aufrichtige Welle des Beileids ging von der grossen Fangemeinde aus.

Am 22. Juni veranstaltete Lyles im Paramount Studio Theatre eine private Trauer- und Gedenkfeier für seinen Freund Kelley. Lyles zeichnete Kelleys Werdegang auf - angefangen bei der frühen Kindheit, über seine erste Reise nach Kalifornien und seinen Militärdienst während des Zweiten Weltkriegs bis hin zu seinem Engagement beim Film. Peter Lauritson, Supervising Producer bei Voyager, würdigte den Schauspieler mit einer Videopräsentation, die Kelleys Film- und Fernsehkarriere von seinem Debüt bis zu seiner Rolle als Doktor McCoy verfolgte.

Die Trauerfeier wurde von vielen ehemaligen Schauspielkollegen besucht, und auch Star Trek-Akteure, die Kelley von seinen Auftritten bei Conventions und von Erzählungen kannten, ehrten ihn mit ihrer Anwesenheit. Unter anderem gedachten Leonard Nimoy (ST:TOS Spock), George Takei (ST:TOS Sulu), Nichelle Nichols (ST:TOS Uhura), Walter Koenig (ST:TOS Scott), Patrick Stewart (ST:TNG Picard), Jonathan Frakes (ST:TNG Riker), Robert Picardo (ST:TOS Doktor), Armin Shimmerman (ST:DS9 Quark), Grace Lee Whitney (ST:TOS Rand), Rick Berman, unzählige Autoren, Produzenten und Fans dem Verstorbenen.

Unter anderem wurde ein Gedächtnisfonds gegründet, dessen Fundament Kelley selbst noch zu Lebzeiten gelegt hatte. Er soll Physiker und andere Wissenschaftler der Harvard University bei der Erforschung und Bekämpfung derjenigen Krebsart unterstützen, an der Kelley selber litt.

Auch Paramount liess es sich nicht nehmen, sich mit einer ganzseitigen Anzeige im "Hollywood Reporter" zu verabschieden. "We Mourn The Loss Of One Of Our Brightest Stars. We Will Miss You." lautete der Text vor einem Bild des Schauspielers.

Viele seiner Kollegen zeigten sich sehr betroffen von seinem Tod. "Das ist ein grosser Verlust. Er war der vielleicht netteste Mensch von allen, die mit Star Trek zu tun hatten. Ich hatte die Ehre, eine Szene mit ihm zu drehen." würdigte Brent Spiner (ST:TNG Data) Kelleys Person und seine Arbeit. Auch Majel Barrett Roddenberry, die Witwe des Star Trek-Erfinders Gene Roddenberry, äusserte sich bestürzt: "Er war wirklich einer der bemerkenswertesten und talentiertesten Männer und wird abgesehen von Gene [Roddenberry] der grösste Verlust für Star Trek sein, den es je geben wird."

Sicherlich wird DeForest Kelley nicht in Vergessenheit geraten - genausowenig wie dies bei Gene Roddenberry der Fall war. Und auch wenn durch Kelleys Tod die Welt um einen sympatischen, aufrichtigen Schauspieler ärmer wird; die grosse Fangemeinde wird sich gerne daran erinnern, wie er mit seinem Auftreten einen Teil von Roddenberrys Vision von einer vielversprechenden Zukunft verkörperte.

"Es kommt selten vor, dass ein Schauspieler - denken Sie nur: ein Schauspieler - etwas tun kann, das ihm das Gefühl gibt, er habe etwas wirklich Sinnvolles zur Gesellschaft beigetragen. Ich bin immer wieder erstaunt, wenn ich über Star Trek nachdenke und feststelle, dass es nicht nur einen riesigen Teil meiner Karriere, sondern meines ganzen Lebens ausgemacht hat."
- DeForest Kelley

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4. Smile Fiction

Die neue Star Trek-Parfümkollektion

Paramount hat wieder einen Weg gefunden, den Trekkern das Geld aus der Tasche zu ziehen - mit neuen, exklusiven Star Trek-Parfüms! Der Corona Newsletter konnte durch seine guten Kontakte mit den Chefetagen von Paramount und Calvin Klein die ersten Pläne für die geplanten Parfüms und die Werbestrategien auftreiben.

ENGAGE
(Basierend auf Jean-Luc Picard. Ganzseitige Anzeige in Magazinen wie Max, Rolling Stone und Tomorrow.)

Die Anzeige ist in schwarz-weiss gehalten und zeigt einen Patrick Stewart während des Picard-Manövers (Gleichziehen des Uniformoberteils), das aber noch nicht ganz beendet ist. Man kann seine stilvolle Calvin Klein-Unterwäsche des 24. Jahrhunderts gerade noch erkennen. Ein gewinnendes Lächeln ziert das Gesicht des Captains. Der Text der Anzeige: "Standfest. Stark. Französisch. So wie Jean-Luc. So wie Sie sein können. Machen Sie's so!"

NUMMER EINS
(Basierend auf William T. Riker. TV-Spot.)

Jonathan Frakes trägt ein Calvin Klein Flannelhemd und sitzt auf einen Stuhl. Man sieht aber nur den Oberkörper und sein spitzbübisches Grinsen durch den extrem männlichen Vollbart blitzen. Sein Text: "Hallo, ich bin Jonathan Frakes. Vielleicht wundern Sie sich, wie Commander Riker in TNG jede Woche bei diesen heissen, ausserirdischen Frauen punkten kann. Nun, ein Teil des Erfolges begründet sich auf meinen Charme und meinem Charisma. Aber den Grossteil des Erfolgs habe ich dem hier zu verdanken..." - Frakes hebt eine Literflasche Parfüm auf seinen Schoss - "Nummer Eins von Calvin Klein! Ich benutze es jeden Tag. Ein Hauch davon zieht ihr das Höschen aus!" Sinnliche Frauenstimme aus dem Off: "Nummer Eins von Calvin Klein - gehen sie nicht sparsam damit um!"

VAMP (Basierend auf Counselor Deanna Troi. Ganzseitige Anzeige für Magazine wie Playboy und Penthouse.)

Man sieht Marina Sirtis auf einem grossen Himmelbett liegen. Sie trägt die neueste, sehr aufreizende Unterwäschekollektion von Calvin Klein und hält ein kleines, sinnlich geformtes Fläschchen Parfüm genau zwischen ihren Brüsten. Ein freches Grinsen ziert ihr Gesicht. Der Text der Anzeige lautet: "Charisma? Nein. Erfolg? Ja! Vamp von Calvin Klein."

Folgende Marken wurden nach enttäuschenden Testergebnissen wieder aufgegeben:

"Warrior" (Basierend auf Worf.): Der Duft rief aggessives Verhalten hervor.

"Mother" (Basierend auf Lwaxana Troi.): Schien manche Leute zu provozieren.

"Android" (Basierend auf Data.): Rief zu wenig Emotionen hervor.

"Wes" (Basierend auf Wesley Crusher.): Man konnte keine Versuchspersonen finden.

(Text basierend auf einer Idee von Kevin Kearney)

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5. Subspace Link

Star Wars
Star Wars: Episode One ist weiter auf Erfolgskurs. Obwohl der Film in den USA inzwischen auf den fünften Platz der aktuellen Kinocharts gefallen ist, hat er schon mehr als 356 Mio. US-Dollar eingespielt. Ebenso hat er sich auf der Rangliste der erfolgreichsten Filme aller Zeiten bereits auf Platz Fünf vorgearbeitet. Um an die Spitze zu kommen, muss Die Dunkle Bedrohung noch folgende Filme überrunden: Titanic, Krieg der Sterne, E.T. und Jurassic Park.

Robin Gurland, zuständig für das Casting von Star Wars: Die Dunkle Bedrohung sprach kürzlich in einem Chat auch über ihre Besetzungsarbeit für Star Wars: Episode Two. Auf die Frage, welche Anforderungen an den künftigen Darsteller von Anakin Skywalker gestellt werden, meinte sie: "Anakin wurde nun vorgestellt. Er wird im kommenden Film die gleichen Charakterzüge haben wie jetzt, nur ist er dann zehn Jahre älter." Weiter erzählte sie, dass es noch nicht bestimmt sei, ob der Schaupieler, der für diese Rolle ausgewählt wird, so gross sein muss wie Darth Vader in der ersten Trilogie. "Dieser war gross in seinem Kostüm. Also, wer weiss..." Auch noch nicht bestimmt sei, ob es ein Wiedersehen mit Liam Neeson als Qui-Gon Jinn (als Geist) geben wird. Dazu meinte Gurland: "Diese Frage kann nur George beantworten, aber soweit ich weiss, nicht."

Auch Produzent Rick McCallum nahm Stellung zu Fragen zum nächsten Star Wars-Film. Er gab bekannt, dass das Drehbuch zu Episode Two zur Hälfte steht und dass es George Lucas voraussichtlich bis im September fertigstellen wird. Ausserdem liess McCallum verlauten, dass die Vorproduktion zum zweiten Streifen begonnen habe und dass im Juli der Production Designer die verschiedenen Drehorte auskundschaften wird. Abschliessend meinte er: "Im zweiten Film wird es ziemlich sicher einen ähnlichen Bösewicht wie Darth Maul geben."

George Lucas hatte ja bereits davon gesprochen, dass Star Wars: Episode Two ein romantischer Film werden soll. Nun sind einige Details durchgesickert in welche Richtung die Story gehen soll. Offenbar wird es eine Art Dreiecksbeziehung zwischen Anakin Skywalker, Queen Amidala und Obi-Wan Kenobi geben. An einigen Stellen des Drehbuchentwurfs soll Amidalas Zuneigung zu Obi-Wan deutlich werden und sie soll ihm so in die Augen schauen, dass der Jedi nervös wird.

Der vielgehasste Jar Jar Binks wird auch in den Teilen 2 und 3 der Star Wars-Saga dabei sein. Dies gaben George Lucas und Terry Brooks bekannt. Brooks sagte, dass Jar Jar eine stärkere Rolle spielen werde und dass das Publikum ihn lieben wird. Lucas relativierte etwas: "Wer sich daran gewöhnt, wird darüber hinwegkommen."

Wird es eine Serie um Jar Jar Binks geben? Angeblich sollte ab Herbst auf dem Fox Kids Network eine Zeichentrickserie um den umstrittenen Star Wars-Charakter aus Die Dunkle Bedrohung ausgestrahlt werden. Doch wie sich nun herausstellte, handelte es sich um eine Ente. Rückfragen bei Fox haben ergeben, dass kein solches Projekt bekannt ist. Zudem hatte Star Wars-Produzent Rick McCallum bereits früher mit Blick auf die schlechten Erfahrungen mit den Ewoks-TV-Filmen der 80er-Jahre unmissverständlich gesagt: "Star Wars gehört auf die grosse Leinwand." Doch nun geben die South Park-Erfinder Trey Parker and Matt Stone Jar Jar Binks wenigstens eine Chance für einen Cameoauftritt im Zeichentrick-Kinofilm South Park: Bigger, Longer and Uncut, der diese Woche in den USA startet.

Die Produzenten haben in Star Wars: Die Dunkle Bedrohung einige Überraschungen für Science-fiction-Fans versteckt. Bisher wurden zwei derartige In-Jokes gefunden. In der Senatsszene ist für kurze Zeit E.T. zu sehen. Ausserdem kann man im Hintergrund von Wattos Schrottplatz ein Shuttle aus 2001: A Space Odyssey entdecken. Gut möglich, dass noch weitere kleine Anspielungen eingebaut sind.

Die Ausstellung "Star Wars - The Power of Myth" ist in Dublin gestartet. Bei der Premiere war auch Ray Parks, der in Star Wars: Die Dunkle Bedrohung den Bösewicht Darth Maul spielt, anwesend. Die Expo besteht aus folgenden Elementen: In der Eingangshalle werden einige europäische Heldensagen vorgestellt. Auf eher bescheidenen Schaubildern werden unter anderem König Arthur, Thor, Siegfried und Wilhelm Tell abgebildet, und es wird dargestellt, welchen Einfluss diese Helden auf Star Wars hatten. Danach geht es zur Darth Vader-Show. Der Bösewicht der ersten Star Wars-Trilogie betritt die Bühne zusammen mit zwei seiner Stormtrooper und zeigt eine kurze Performance mit vielen Licht- und Sound-Effekten. Der dritte Teil ist die Game-Zone: Auf über 100 Konsolen lässt sich "Star Wars: Racer" spielen. In Halle 4 gibt es einige Requisiten aus allen vier Filmen. Leider sind es meist keine Originale, sondern es handelt sich um gut nachgebaute Teile. Im gleichen Saal findet auch einer der Höhepunkte statt: Die Landung eines Naboo-Fighters aus The Phantom Menace in Originalgrösse. Wie wir in der letzten Ausgabe berichtet haben, macht die Ausstellung im Juli und im August auch in Deutschland und in der Schweiz halt. Lohnt sich der Kauf eines recht teuren Tickets (36,- Mark/30,- Franken) für die rund zweistündige Show? Ein Fan, der bei der Premiere dabei war: "Für Kinder und eingefleischte Star Wars-Fans, die alles sehen müssen, eine interessante Sache. Allen anderen rate ich, sich Die Dunkle Bedrohung zweimal anzusehen." Dies sehen nun offenbar die Veranstalter der Frankfurter Show sogar noch dramatischer. Denn sie haben die für den 22.-25. Juli in der Festhalle geplante Ausstellung abgesagt. Ihr Kommentar dazu: "Es war nicht das, was wir uns vorgestellt haben." Ausserdem soll der Vorverkauf die Erwartungen bei weitem nicht erfüllt haben.


Akte X
Sommerpause bei den X-Akten: Die Autoren nehmen ihre Arbeit in den kommenden Tagen wieder in Angriff, und der Drehbeginn ist erst im August. Deshalb wurde bisher nur das Drehbuch für "Exodus", die erste Folge der siebten Staffel fertiggestellt, in der die letzte Episode der sechsten Staffel aufgelöst wird. Es wurden auch noch keine weiteren Episodentitel offiziell bestätigt. Ausserdem wurde offenbar mit dem kürzlich in einen schweren Unfall geratenen Stephen King noch kein Vertrag über ein Drehbuch für die letzte Akte X-Staffel abgeschlossen.

Bisher wurden erst einige Details zur Episode "Exodus", die im November in den Vereinigten Staaten ausgestrahlt wird, bekannt. In dieser Folge wird aufgeklärt, weshalb Mulder plötzlich an einer "Geisteskrankheit" leidet. Klar, dass der FBI-Agent nicht wirklich schizophren ist, sondern er soll geistig verwirrt sein, weil er beim Versuch, Gedanken zu lesen, zusammenbrach. Ausserdem ist durchgesickert, dass die letzte Staffel in eine etwas andere Richtung gehen wird. So soll es weniger "Mythologie-Episoden" geben, und es soll allgemein weniger auf Geschehnisse aus vergangenen Staffeln eingegangen werden.

Im weiteren gibt es derzeit nur einige wilde Gerüchte, die nicht allzu ernst genommen werden sollten. Doch vielleicht ist ja auch etwas Wahres dabei. Der Titel der letzten Folge der erfolgreichen Serie soll "Epilogue" lauten. In Akte 7x02 sollen Scully und einige Wissenschaftler in einem Raum gefangen sein, und Mulder versucht, sie zu retten. In einer anderen Folge soll X in einer Rückblende wieder auftauchen, und die Geschichte um Mulders Schwester Samantha soll doch noch aufgeklärt werden. Ein weiteres Gerücht besagt, dass Agent Fowley Mulders Ex-Frau ist, dass sie aber in einer Folge der siebten Staffel ums Leben kommen wird.

Die X-Files sollen nun auch Japan erobern. Ab Juli wird dort die erste Staffel gesendet. Als Einstimmung der Japaner auf die Mystery-Serie wurde Ende Mai Fight The Future, der kürzlich bei den "SciFi Universe Awards" als bester SF-Film ausgezeichnet wurde, auf Video veröffentlicht, und es fand in Tokio eine Akte X-Expo statt. Zudem hat Fox kürzlich seine offiziellen, japanischen Akte X-Webseiten unter der Adresse www.fox-japan.com/x-files/index.html ins Netz gestellt.

Die Dreharbeiten für The House Of Mirth haben in Schottland begonnen. Doch bevor Gillian Anderson vor der Kamera stand, spannte sie einige Tage in der Umgebung von Glagow in einem Luxusappartement, das sie für die 40 Tage ihres Aufenthaltes gemietet hat, aus und liess es sich in einem nahegelegenen Feinschmeckerlokal gut gehen. Nach Abschluss der Dreharbeiten in Schottland geht Gillian, deren Stimme kürzlich in einer Episode von Frasier auftauchte (sie spielte eine Anruferin bei einer Radio-Talkshow), nach Südfrankreich, wo auch noch einige Aufnahmen für The House Of Mirth gemacht werden.

In Ungarn hat ein Gericht entschieden, dass Akte X nicht mehr vor 23 Uhr gesendet werden darf. Begründung: Die Serie sei schädlich für Kinder und übe einen negativen Einfluss auf die Entwicklung junger Kinder aus. Der ungarische Sender MTV überlegt sich, nun keine neuen Folgen der Serie mehr zu kaufen und die X-Files möglicherweise ganz einzustellen, da nach 11 Uhr abends die Serie durch Werbung nicht mehr finanzierbar sei.


Babylon 5/Crusade
Crusade ist am 9. Juni auf TNT gestartet - und zwar recht erfolgreich. Für die erste Folge mit dem Titel "War Zone" wurde ein Nielsen-Rating von 1.9 ermittelt. Mit diesem Ergebnis war auch J. Michael Straczynski zufrieden. Er meinte: "Dies ist ein guter Start. Ich glaube, der Sender hat weniger erwartet. Auch ich war überrascht, wenn man den kompletten Mangel an Werbung bedenkt." In Kanada, wo die Serie beim Sender Space läuft, konnte gar die doppelte Quote erreicht werden, die eine Babylon 5-Folge durchschnittlich erzielt. Doch in den USA gab es mit der zweiten Episode "The Long Road" einen drastischen Quotenrückgang. Straczynski gab dazu folgenden Kommentar ab: "Wir erreichten 1.4 Punkte, was gar nicht so schlecht ist, weil die Sendung zeitgleich mit dem ersten Spiel der NBA Finals lief." Doch es ging weiter bergab. Die dritte Crusade-Folge, "The Well of Forever", konnte gerade mal ein Rating von 1.2 Punkten aufweisen. Sollte diese Tendenz anhalten, ist dies alles andere als ermutigend. Es würde an ein Wunder grenzen, wenn TNT sich entschliessen sollte, weitere Crusade-Folgen in Auftrag zu geben. Deshalb kämpfen die Oranisatoren der Aktion "Crusade for Crusade", die schon zwei Anzeigen in grossen amerikanischen Magazinen geschaltet hatten (wir berichten darüber), jetzt dafür dass der Sci-Fi Channel Crusade übernimmt und weiter produziert.

Doch nicht nicht nur die Einschaltquoten sind eher durchschnittlich. Auch die Reaktionen der Fans fallen ziemlich gemischt aus. Insbesondere die ersten beiden Folgen konnten noch nicht voll überzeugen. Einige sprachen vom fehlenden "Straczynski-Feeling". Diesem Urteil folgt auch weitgehend der Meister selbst. Straczynski äusserte sich nicht sehr positiv zu "War Zone": "Ich denke, dass dies eine der schlechtesten Folgen ist. Sie wurde auf Geheiss von TNT gedreht und enthält zu viele Kämpfe und Explosionen. Ausserdem werden Dinge erklärt, die keiner Erklärung bedürfen. Alles Dinge, die der Sender so wollte..." Die dritte Folge hingegen könne die aus Babylon 5 bekannten Qualitäten aufweisen. Bei "The Well of Forever" handele es sich um eine solide Charakterfolge, die das Potential der Serie erstmals aufblitzen lässt.

Das seit langem erwartete Babylon 5-PC-Game nimmt langsam Formen an. Es werden zahlreiche Schauspieler aus der Serie in ihre alten Rollen schlüpfen, so unter anderem Bruce Boxleitner, Mira Furlan, Jerry Doyle, Tracy Scoggins und Wayne Alexander. Für die Dreharbeiten wird kein Aufwand gescheut. Es werden wieder einige Sets aufgebaut, und das Drehbuch soll mehr als 100 Seiten umfassen. Die Raumkampfsimulation soll Anfang 2000 in den USA in den Handel kommen und den Titel "Into the Fire" tragen.

Babylon 5 hat weitere Auszeichnungen gewonnen: Den Saturn Award als beste "Syndication/Cable"-Serie, den Special-Nebula-Award sowie diverse Auszeichnungen bei den Sci-Fi Universe Readers Choice Awards. Babylon 5 erhielt dort die Preise als beste Fernsehserie, für die beste Nebenrolle (Peter Jurasik), für die beste Gastrolle (Walter Koenig), für die beste Regie und das beste Drehbuch in einer Genreserie (J. Michael Straczynski für "Der Weg ins Licht").


TV-Serien
In der dritten Staffel von Gene Roddenberrys Earth: Final Conflict wird ein neuer Charakter namens Renee Palmer eingeführt. Gespielt wird die Figur von der kanadischen Schauspielerin Jayne Heitmeyer, die schon Gastauftritte in The Outer Limits und Total Recall 2070 verzeichnen konnte. Bei Mission Erde wird sie vorübergehend Lisa Howard, die Lili Marquette spielt, ersetzen. Howard verlässt die Serie allerdings nicht, sondern legt einen Mutterschaftsurlaub ein, um sich um ihre am 1. April geborene Tochter Sophia Cerone zu kümmern.

In einem Interview hat Chris Carter einiges über seine neue Serie Harsh Realm, die auf einem Science-fiction-Comic basiert, verraten. Er meinte: "Es ist keine eigentliche Adaption. Die Serie wird sich ziemlich vom Comic unterscheiden. Von der Vorlage brauchen wir eigentlich nur den Namen und das Konzept der Virtuellen Realität." Doch die beiden Schöpfer des Harsh Realm-Comics, James Hudnall und Andrew Paquette, sind mit dem Pilotfilm, der eben fertiggestellt wurde, sehr zufrieden. Hudnall dazu: "Ich finde ihn exzellent. Einer der besten Pilotfilme, die ich je gesehen habe. Ich habe kein Problem damit, dass Carter die Charaktere verändert hat. Ich empfand das Ganze als eine Art Mischung zwischen The Matrix und Apocalypse Now." Ausserdem gab Hudnall bekannt, dass im Harsh Realm-Pilot Lance Henriksen und Gillian Anderson kurze Auftritte haben. Henriksen, bekannt als Frank Black aus der abgesetzten Serie Millennium, wird als hoher Offizier zu sehen sein. Gillian Anderson hingegen wird nur in einigen erzählenden Voice-Overs zu hören sein.

In den letzten Wochen sind auf verschiedenen Webseiten Videos des umstrittenen Staffel-Endes von Buffy: The Vampire Slayer aufgetaucht. Joss Whedon, Buffy-Erfinder und -Produzent, erklärte nun überraschend, dass er nicht sauer auf die Fans sei. Sogar Warner Bros. sei erfreut über die Anteilnahme der Fans. Allerdings habe das Studio auch ernste Bedenken wegen der illegalen Kopien. Nun hat Warner der Ausstrahlung der Folge "Graduation Day" - nicht zuletzt wegen der diversen Bootlegs - doch noch zugestimmt. Die Episode wird in den USA am 13. Juli ausgestrahlt.

Ally Walker, die Hauptdarstellerin der Mystery-Serie Profiler, verlässt die Serie. Die Schauspielerin hat beschlossen, ihren Vertrag nicht zu verlängern, weil sie sich mehr auf ihre Filmkarriere (demnächst startet ihr Film Happy, Texas) konzentrieren will. Die Produzenten der Serie, die bei uns auf VOX läuft, wissen momentan noch nicht, wie es weitergehen soll. Möglich ist, dass sie eine neue Darstellerin für die gleiche Rolle suchen werden oder dass sie - und dies ist wahrscheinlicher - einen ganz neuen Charakter bei Profiler einführen werden. Es steht auch noch nicht fest, ob Walker in den ersten vier Folgen der neuen Staffel noch zu sehen sein wird, oder ob das Finale der dritten Staffel ihr letzter Auftritt war.

Die Sommerflaute im Fernsehen bringt uns ein Wiedersehen mit einigen alten Serien. So zeigt der WDR die deutsche Kultserie Raumpatrouille, der HR wiederholt Die Mädchen aus dem Weltraum (Star Maidens), eine trashige, britisch-deutsche Co-Produktion aus den 70er-Jahren. VOX hingegen strahlt nochmals die aktuelle Serie Raumstation Unity aus, die erst vor einem halben Jahr lief. Space Island One, so der Originaltitel der weitherum unterschätzten Serie, versucht das Leben auf einer Raumstation möglichst realistisch und wissenschaftlich korrekt darzustellen.


Kinofilme
Warner Bros. hat beschlossen, den Kinohit The Matrix, der immer noch die Spitzenposition der deutschen Kino-Charts anführt, in den USA nicht auf Kaufvideo zu veröffentlichen. Er wird nur als Leihkassette und auf DVD herauskommen. Der Grund: Warner befürchtet negative Reaktionen der Anti-Gewaltbewegung, die seit der Highschool-Schiesserei in Colorado immer aktiver wird. Das Studio geht davon aus, dass die Videos nicht von Jugendlichen ausgeliehen und DVDs wegen den relativ teuren Verkaufspreisen eher von einem ältern Publikum gekauft werden.

Auf der offiziellen Matrix-Webseite unter www.whatisthematrix.com ist nun ein vierteiliger Comic zum Film online. Der Comic wurde von den beiden Matrix-Erfindern und -Regisseuren Larry und Andy Wachowski, die derzeit überlegen, ob es ein Sequel oder doch eher ein Prequel zu Matrix geben soll, geschrieben. Geof Darrow hat die Bilder dazu gezeichnet. Ebenfalls auf der Site sind weitere Comics von Künstlern zu finden, die sich von The Matrix inspirieren liessen.

Andy Vajna und Mario Kassar liegen sich mit 20th Century Fox in den Haaren. Offenbar wurde den Produzenten von Fox nicht so viel Geld für ihr Terminator 3-Projekt in Aussicht gestellt wie sie erhofft haben. Vajna und Kassar haben den Film den Universal Studios angeboten, die natürlich begeistert sind. Allerdings gibt es so ein neues Problem. James Cameron kann die Regie nicht übernehmen, weil er mit einem langfristigen Vertrag an Fox gebunden ist. Und ohne Cameron wird vermutlich auch Arnold Schwarzenegger nicht für Terminator 3 zu gewinnen sein. Ob die Produzenten Vajna und Kassar den Film tatsächlich ohne die beiden realisieren, darf bezweifelt werden.

Die Schauspielerin Monica Potter (Con Air) hat Brain De Palmas Mission to Mars verlassen. Nun wird Connie Nielsen, die auch im eben bei uns gestarteten Star Force Soldier spielt, ihre Rolle in der Science-fiction-Produktion von Disney übernehmen.

Einen Zuzug kann auch die Konkurrenz zum Disney-Projekt, der Film mit dem Titel Mars, vermelden. Tom Sizemore, der aus Das Relikt und Strange Days bekannt ist, wird als Astronaut neben Val Kilmer und Carrie-Anne Moss agieren. Beginn der Dreharbeiten ist voraussichtlich im August 1999.

Weil sich die Hauptdarstellerin Elisabeth Shue beim Fitnesstraining verletzt hat, wurden die Dreharbeiten von Paul Verhoevens The Hollow Man gestoppt und werden voraussichtlich erst im August wieder aufgenommen. Verhoeven wollte zunächst alle Szenen, in denen Shue nicht zu sehen ist, abdrehen, und es wurde sogar überlegt, Shue durch eine andere Schauspielerin zu ersetzen. Doch nun wurde entschieden, dass man das Projekt auf Eis legt, bis Shue wieder vollständig genesen ist. The Hollow Man dreht sich um einen Wissenschaftler (gespielt von Kevin Bacon), der zusammen mit seinem Team, darunter die von Shue gespielte Figur, ein Serum erfindet, das unsichtbar macht.

Die Dreharbeiten zu The Crow: Salvation sind abgeschlossen. Produzent Ed Pressman ist mit dem Film zufrieden. Er meint, dass er theoretisch bereits im Winter starten könnte. Doch er vermutet, dass eine Premiere im Frühling wahrscheinlicher sei. Nach den Testvorführungen, die demnächst angesetzt werden, müsse der Film zurück in den Schneideraum. Aussderdem müsse noch an den Spezialeffekten gearbeitet werden.

Wird es Remakes von Logans Run, der den deutschen Titel Flucht ins 23. Jahrhundert trägt, und von Westworld geben? Silver Pictures plant offenbar entsprechende Neuverfilmungen der beiden Science-fiction-Klassiker. Doch derzeit sind noch nicht alle rechtlichen Probleme beseitigt, und auch die Finanzierung ist noch nicht gesichert.

Arthur C. Clarke beschäftigt sich intensiv mit in den Vorbereitungen für die filmische Umsetzung seines letzten Buchs 3001 - Die letzte Odysee. Er gab bekannt, dass vermutlich Tom Hanks die Regie übernehmen werde. Hanks und Clarke hatten sich im April des letzten Jahrers anlässlich einer Jubiläums-Aufführung von 2001 kennengelernt und bereits damals über eine mögliche Verfilmung von 3001 diskutiert.


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