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ISSN 1422-8904


Spotlights

+ What you leave Behind

+ Fliegender Wechsel

+ Equinox

+ Deutsche Sternenflotte


Schlagzeilen

+ Voyager auf DF1

+ Mulgrew in siebter Season

+ Voyager geht in sechste Season

+ Standing Ovations für das Finale

+ Berman erwartet neuen Film 2001


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Der Corona Newsletter sucht zum 1. Juli 1999 einen

SCIFI-NEWSREPORTER

Weitere Informationen auf den Corona Webseiten.

9. Juni 1999 - Ausgabe 51 - "One Voice"

Nun ist es vorbei

In dieser Woche läuft in den USA das grosse Finale der dritten Star Trek-Serie "Deep Space Nine" über die Mattscheiben. Nach sieben Jahren gehen die Darsteller, Produzenten und Autoren nun wieder getrennte Wege - denn Fernseh- oder Kinofilme der Crew um Captain Sisko sind momentan eher unwahrscheinlich. Der grösste Teil der Seriensets wurde nach Drehschluss zerstört.

Um Ihnen eine ausführliche Kritik zum Serienfinale liefern zu können, haben wir diese Ausgabe um einige Tage verschoben. Und insgesamt steht diese Ausgabe im Zeichen des Serienendes. Wir geben Ihnen einen Rückblick auf sieben Jahre Deep Space Nine und einen Blick in die Zukunft auf die fünfte Star Trek-Serie sowie das Serienende aus der Sicht von Produzent Ronald D. Moore mit einem Revival der alten Rubrik "Im Gespräch mit Ron Moore".

Gleichzeitig verabschieden wir uns mit dieser Ausgabe von unserem Redakteur Markus Müller, der seit Ausgabe 33 als Newsredakteur für die Rubrik "trekBEAT" gearbeitet hat. Sein Nachfolger wird Jens Renner, der seit Ausgabe 49 Mitglied der Redaktion ist. Zusätzlich verstärkt Jens Heneweer ab der nächsten Ausgabe das Team für den trekBEAT.

Nach diesem Stand der Dinge wünschen wir Ihnen nun viel Vergnügen beim Lesen dieser Ausgabe.

Dennis Horn
Stellvertretender Chefredakteur

Inhalt dieser Ausgabe

1. What you leave Behind
2. Fliegender Wechsel
3. trekBEAT
4. Im Gespräch mit Ron Moore
5. Equinox
6. Webwatcher: Deutsche Sternenflotte
7. Smile Fiction
8. Episodenlogbuch
9. Subspace Link


1. Spotlight: What you leave Behind

Das folgende Spotlight enthält detaillierte Informationen über das Ende von "Deep Space Nine". Wer sich den Spass an der Serie durch diese Informationen nicht nehmen lassen will, sollte den Artikel überspringen.

Ein Abschied mit bitterem Nachgeschmack
Seit Beginn der vierten Staffel hat Deep Space Nine einen riesigen Storyarc aufgebaut. Und je weiter sich die Serie ihrem Schluss näherte, desto grösser wurden die Erwartungen auf ein bombastisches und atemberaubendes Ende und Serienfinale. "Deep Space Nine: The Final Chapter" nannte Paramount die letzten neun Episoden der Serie, die mit "Penumbra" begonnen. So begann die Einleitung zum Ende eines Krieges, und das Konfliktpotential wurde mit jeder weiteren Episode etwas mehr ausgebaut, um dann schliesslich in "What you leave Behind" zum Ende gebracht zu werden. So war es bestimmt geplant; doch was man von den letzten zwei Stunden DS9 erwartet und was man schliesslich bekommt, das sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

"What you leave Behind" ist eine sehr einfach und dünn geschriebene Episode mit vielen Durststrecken und behandelt gerade einmal zwei verschiedene Themen: Die Invasion auf Cardassia und die Versuche von Kai Winn und Gul Dukat, die Pah-Geister aus den bajoranischen Feuerhöhlen zu befreien. Das wäre ja nicht weiter schlimm - würde es eine Verbindung zwischen den beiden Storylines geben, was allerdings überhaupt nicht der Fall ist. Man hätte die Pah-Geist-Nebenhandlung auch einfach weglassen können - und es wäre kaum aufgefallen.

Die grosse Schlacht, die den Krieg beenden soll, reisst einen teilweise überhaupt nicht mehr vom Hocker. Die Episode "Sacrifice of Angels" aus der sechsten Staffel hat uns eine Weltraumschlacht gezeigt wie es sie noch nie - weder im Kino noch im Fernsehen - zu sehen gab. Dass man sich nicht zweimal von etwas beeindrucken lassen kann, ist logisch. Und so fällt die grosse Schlacht in "What you leave Behind" ziemlich durchschnittlich aus. Ausserdem wurden sehr viele CGI-Szenen aus "Sacrifice of Angels" und "Tears of the Prophets" recycelt, was den Spass am Zuschauen doch etwas einschränkt, hatte man doch für ein Serienfinale, eine besondere Episode, mehr Neues erwartet.

Sehr beeindruckend dagegen war das Bild der Armada des Dominion, die im Orbit von Cardassia stationiert war. Dazu kommt eine Szene, in der sich die Untertassensektion eines Föderationsschiffes ablöst.

Nachdem der Plot um die Pah-Geister bereits seit Wochen - und bezieht man die sechste Staffel mit ein, seit Jahren - aufgebaut wird, kommt er hier lediglich zu einem unbefriedigendem Ende. Trotz eines sehr interessanten Glaubenskonfliktes von Kai Winn kurz vor ihrem Tod muss Sisko nur ein altes Buch vernichten, und alles ist gut. Seine Aufgabe ist beendet, und die Pah-Geister sind wieder in den Feuerhöhlen eingesperrt. Dass dies ziemlich unspektakulär daherkommt und auch unbefriedigend beendet wird, vermag zu diesem Zeitpunkt - 30 Minuten vor Ende der Episode - niemanden mehr zu überraschen. Für einen guten optischen Effekt sorgt aber noch der Sturz von Sisko und Dukat in das Feuer.

Ein Grossteil der Nebendarsteller stirbt in dieser Episode wie die Fliegen weg. Kai Winn, Dukat, Damar und Weyoun - weitere haben bereits in den Episoden zuvor den Löffel abgegeben. Natürlich bleiben die Hauptdarsteller am Leben; und Siskos ursprünglich eingeplanter Tod findet nicht statt. Schade; denn gerade dieser Aspekt hätte "What you leave Behind" den starken sentimentalen Touch gegeben, den es gebraucht hätte.

Zudem wurde seit dem Auftauchen der Breen ein Mysterium um sie gesponnen; dass sie nicht das zu sein scheinen, was sie vorgeben, zu sein. Dass dies aufgelöst wird und wir einen Breen einmal ganz ohne Helm sehen, das war eine meiner Erwartungen für die letzte Episode. Doch leider haben die Autoren diesen Aspekt fallen gelassen. Schade.

Zum Schluss unterzeichnet die Formwandlerin den Vertrag, dass der Krieg offiziell beendet ist. Sie schreibt!? Und seit wann hält sich das Dominion an Verträge?

Doch "What you leave Behind" zeigt nicht nur negative, sondern auch positive Aspekte auf. Weyoun und die Formwandlerin verlieren mit jeder Szene ein Stück mehr von ihrem Kuchen der Macht. Die Verzweifelung ist ihnen anzusehen: Die Cardassianer wenden sich gegen das Dominion, und der Schritt der Formwandlerin, das gesamte cardassianische Volk auszulöschen, ist sehr schockierend. Ausserdem wird sie zum ersten Mal selber aktiv - und drückt einem Cardassianer beinahe die Luftröhre zu.

Leicht sentimental wird es zum Ende der Episode. Es geht auf den Abschied zu; und jeder Charakter bekommt noch einmal seine eigene "Best of-Show". Unterlegt mit rührender Musik werden uns einige nette Momente von Kira, Odo, Worf, Sisko und all den anderen gezeigt, die wir über die Jahre hin lieb gewonnen haben.

Nur Rosalind Chao (ST:DS9 Keiko), die mit "What you leave Behind" ihren ersten Auftritt in der gesamten siebten Staffel hatte, bekommt gerade mal ein paar kurze Sätze zu sagen - und noch nicht einmal bei O'Briens Abschied von der Station ist sie anwesend. Lediglich von Dr. Bashir bekommt O'Brien eine Umarmung. Und auch Worf wird lediglich von Ezri verabschiedet - per Wink von der ersten Etage auf dem Promenadendeck.

Alles in allem ist "What you leave Behind" eher durchschnittlich. Und im Vergleich zum Finale "All Good Things..." von TNG schneidet die Episode sehr schlecht ab. Sie mag als gute Unterhaltung dienen, doch das Ende kommt äusserst unbefriedigend daher. Leider.

Schicksalhafte Begegnungen
Nach sieben Jahren Rätselraten schliesst sich der Kreis. Nachdem Sisko Gul Dukat und den Pah-Geistern das Licht ausgeknipst hat, findet er sich auf einmal im Kreise der Propheten wieder. Seine Aufgabe ist beendet und das Verfahren eingestellt - Sisko ist nun einer von ihnen. Er wird eines Tages wieder in seiner menschlichen Form zurückkehren; doch bis dahin gibt es viel zu lernen und zu studieren.

Kira hat ihr Ziel erreicht: Sie erhält das Kommando über DS9. Odo kehrt in die grosse Verbindung zurück, um sein Volk von dem tödlichen Virus zu befreien und ihnen das Potential der Solids zu lehren. O'Brien zieht zusammen mit seiner Familie zurück auf die Erde. Ihm wurde angeboten, auf der Sternenflotten-Akademie zu lehren, sobald der Krieg vorüber ist. Bashir und Dax haben sich endlich gefunden und verbleiben auf DS9. Worf wird zum Föderationsbotschafter für das klingonische Reich ernannt und kehrt zurück nach Qo'noS. Nichts dagegen hat sich bei Quark verändert: Er betreibt noch immer seine Bar.

Die schwangere Kasidy, inzwischen verheiratet und schwanger mit und von Sisko, verbleibt auf DS9 und wird auf die Rückkehr ihres Ehemanns warten. Nebenbei kümmert sie sich um Jake. Gul Dukat verbleibt mit den Pah-Geistern in den Feuerhöhlen von Bajor. Kai Winn wird von dem besessenen Dukat mit einem Feuerstoss aufgelöst. Weyouns letzter Klon wird von Garak erschossen. Nach dem Tod von Kanzler Gowron wird Martok zum Führer des klingonischen Reiches ernannt. Nog wird zum Lieutenant befördert und verbleibt auf DS9. Nachdem Zek und Moogie sich in den Ruhestand begeben haben, wird Rom zum grossen Nagus ernannt. Brunt ist von nun an treuer Untergebener und Finanzberater von Nagus Rom.

Damar wird bei der Stürmung des cardassianischen Hauptgebädes von einem Jem'Hadar getötet. Garak bleibt auf dem vollkommen zerstörten Cardassia Prime zurück - sein Exil ist nun offiziell beendet. Die Formwanderin kehrt nicht in die grosse Verbindung zurück, sondern wird sich für ihre Kriegsverbrechen verantworten müssen.

Und: Morn bekommt auch in seiner letzten Szene nichts zu sagen.

Das Dominion wurde besiegt, Cardassia beinahme vollkommen zerstört, und mehr als 800 Millionen Zivilisten von den Jem'Hadar ermordet. Odo befreit die grosse Verbindung von dem Virus.

Der letzte Satz der Serie
"It's like I said... The more things change, the more they stay the same."
- Quark

Die letzte Szene
Kira und Jake stehen auf dem Promenadendeck und beobachten das Wurmloch, welches sich öffnet und wieder schliesst. Die Kamera zoomt aus der Promenade hinaus, bis man schliesslich die gesamte Station sehen kann. Sie wird immer kleiner und kleiner, bis sie schliesslich in den Tiefen des Alls verschwindet. Ende.

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2. Spotlight: Fliegender Wechsel

Noch vor kurzer Zeit wurde von allen Seiten her verlautet, dass eine neue Star Trek-Serie in weiter Zukunft läge. Dies betonten sowohl Majel Barrett, die Witwe des Star Trek-Schöpfers Gene Roddenberry, als auch Serienproduzent Rick Berman, die dem Franchise beide eine Verschnaufpause gönnen wollten. Zwei Jahre wollten sie ansetzen, bis überhaupt Diskussionen über eine fünfte Serie anlaufen sollten - womit die Star Trek-Fans nach dem Ende der siebten Voyager-Staffel einige Wartezeit hätten verkraften müssen.

Doch DS9-Produzent Ira Steven Behr hat im Zusammenhang mit dem Ende der dritten Star Trek-Serie bereits feststellen müssen, dass es in den USA eine starke Tendenz dazu gibt, immer mehr zu verlangen. Für ihn der beste Grund für ein Ende der Serie. Allerdings: Wo Behr recht hat, dort hat er recht. Denn der Stein zu einer fünften Star Trek-Serie ist inzwischen ins Rollen gekommen; bei Paramount wird derzeit heftig diskutiert - unter Umständen kann es Rick Berman zufolge sogar einen fliegenden Wechsel mit Voyager geben, wenn die Serie im Jahr 2001 ihr Ende nimmt.

Ira Steven Behr selber ist derzeit noch nicht gefragt worden, ob er weiterhin für das Franchise arbeiten wolle. Wenn es bei einer neuen Serie aber eine Herausforderung gäbe, so Behr, sei er durchaus an einer Fortsetzung seiner Arbeit interessiert. Als Stolperstein bezeichnete er allerdings das komplizierte Verhältnis zwischen DS9 und den Verantwortlichen bei Paramount. Zwar seien sie stolz auf die Serie; der Erfolg werde aber trotzdem als eine Ausnahmeerscheinung gedeutet. Die Verantwortlichen seien sich nicht sicher, was Behr mit einer neuen Serie anstellen würde. Eine Entscheidung stehe deshalb noch nicht fest.

Gerüchte im Internet haben bereits seit langem ihre Runde gemacht. Besonders zur Aprilzeit durfte man sich nicht sicher sein, was das Gerede über eine neue Star Trek-Serie betrifft. Im Netz haben sich bereits vollständige Skripts und Charaktervorstellungen für eine angebliche fünfte Star Trek-Serie mit dem Titel "Star Trek: Academy" breitgemacht, die das Star Trek-Universum auf der Sternenflottenakademie - nach der Niederlage im Krieg gegen das Dominion - zeigt. Doch erst vor kurzem hat Produzent Rick Berman offiziell bestätigt, dass es eine fünfte Serie geben werde.

Inzwischen gibt es konkretere Informationen zur neuen Serie. Insiderinformationen zufolge reden sich die Verantwortlichen bei Paramount bereits jetzt über die Ausweitung des Star Trek-Universums die Köpfe heiss. Zur Zeit scheint es so, als sei es die fünfte Serie, die nach TNG den nächsten Sprung in die Zukunft mitbringen wird. Die Diskussionen, die zur Zeit laufen, handeln über eine potentielle Serie, die 15 Jahre nach Voyager - also zu Beginn des 25. Jahrhunderts - spielen soll.

Ein geplanter Starttermin liegt den Informationen zufolge ebenfalls bereits fest: Zum Ende von Voyager soll die Serie den Staffelstab von TNG und Voyager übernehmen. Eine genaue Entscheidung über den Sendestart soll allerdings erst dann gefällt werden, wenn den Verantwortlichen die wichtigen November-Einschaltquoten von Voyager vorliegen.

Als ausführende Produzenten für die neue Serie sollen Rick Berman, Brannon Braga und Ronald D. Moore, der nach dem Ende von DS9 nun zum Voyager-Team hinzugestossen ist, fungieren. Auch Michael Piller soll das Team als Berater verstärken.

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3. trekBEAT

Voyager auf DF1.
Am 19. und 20. Juni strahlt der Science-fiction-Kanal des Digitalfernsehens DF1 die ersten zehn Episoden der fünften Voyager-Staffel aus. Es werden jeweils abends ab 19:00 Uhr fünf Episoden gezeigt. Die deutschen Titel lauten "Nacht", "Die Drohne", "Extreme Risiken", "In Fleisch und Blut", "Es war einmal...", "Temporale Paradoxie", "Das Vinculum", "Inhumane Praktiken", "Dreissig Tage" und "Kontrapunkt".

Stewart in X-Men-Verfilmung.
Regisseur Bryan Singer, der bereits einige Star Trek-Episoden ins Bild gesetzt hat, bekommt für die Verfilmung des Marvel-Comics "X-Men" ein Budget von über 70 Millionen US-Dollar in Aussicht gestellt. Niemand geringeres als Patrick Stewart (ST:TNG Picard) hat für die Rolle des Professor Xavier unterschrieben. In einer weiteren Rolle wird Tyler Mane als Sabretooth zu sehen sein.
Und auch sonst ist Stewart ausreichend versorgt. Im Musical "A Soldier's Tale" wirkt er als Erzähler mit - ebenso wie im Melodram "Enoch Arden" mit Sopranistin Susan Graham und Pianist Emanuel Ax sowie einer weiteren Produktion.
Am 21. Mai erhielt Stewart einen Ehrendoktortitel von der New York Juilliard School. Im April wurde er zusammen mit seinen Schauspielerkollegen Ossie Davis, Kevin Kline, Jason Robards und Sam Waterston mit dem "American Theatre Wing" ausgezeichnet. Im Sommer wird sich Stewart mit einer Vorlesung für die internationale Tibet-Kampagne einsetzen.
Der Höhepunkt von Stewarts Erfolgsstory findet allerdings Ende des Jahres in Las Vegas und London statt: Dort wird der Picard-Darsteller in Madame Tussauds Wachsfigurenkabinetts verewigt.

Neue Roddenberry-Serien.
Kevin Sorbo wird die Fernsehserie "Hercules: The Legendary Journeys" verlassen, um sich einer von zwei neuen Serien, die von Star Trek-Schöpfer Gene Roddenberry kreiert wurden, zu widmen. Die beiden neuen Serien tragen derzeit die Arbeitstitel "Starship" und "Andromeda" und werden unter der Aufsicht von Roddenberrys Witwe Majel Barrett entwickelt. "Starship" erzählt - ähnlich wie "Star Trek" - von den Abenteuern eines Raumschiffes und seiner Besatzung, während es bei "Andromeda" um einen Wissenschaftler geht, der nach einer unbeabsichtigten Reise in die Zukunft einen Weg zurück sucht.

Star Trek-Mineralwasser.
Die amerikanische Starbase-1 Coffee Company hat angekündigt, Mineralwasser mit dem Star Trek-Label auf den Markt zu bringen. Das Wasser soll die schon vorhandene Produktpalette von Kaffee, Tee, Süssigkeiten und Schokolade ergänzen. Das Wasser, das in Nordamerika vertrieben werden soll, wird als das reinste angepriesen, das zu erhalten sei.

William Shatner rappt.
Für seinen Film "Free Enterprise", über den wir bereits in der letzten Ausgabe berichteten, rappt William Shatner (ST:TOS Kirk) im Duett mit dem Rapper Rated R., der Mitglied der Posse um den ermordeten Rapper Tupac Shakur war. Bereit in der amerikanischen Show "Late Night with Conan O'Brien" war ein Ausschnitt aus dem Video zu sehen. Der Film mit Shatner und Eric McCormack in den Hauptrollen kommt am 4. Juni in die amerikanischen Kinos.

Mulgrew in siebter Season.
Nach den Gerüchten um einen eventuellen Ausstieg von Kate Mulgrew (ST:VOY Janeway) hat die Schauspielerin nun bekanntgegeben, für eine siebte Season von Voyager unterschrieben zu haben. Dies bestätigte sie in einem Interview mit einem New Yorker Radiosender. Auch ihre Kollegin Jeri Ryan (ST:VOY Seven) hat für die neue Staffel unterschrieben.
Die Gerüchte um einen Ausstieg von Mulgrew entstanden, nachdem sie in einem Interview darüber sprach, lieber für ihre Familie dasein zu wollen. Zudem gab es trotz aller Dementis Gerüchte über Streitigkeiten zwischen Mulgrew und Ryan.

Shimermans Gedanken über die Zukunft.
Nach dem Ende von DS9 macht sich Armin Shimerman (ST:DS9 Quark) keine grösseren Gedanken über seine Zukunft. Er habe erwartet, dass DS9 sechs Jahre laufen werde, und habe daher seinen Agenten frühzeitig aufgetragen, sich nach anderen Rollen für ihn umzusehen - wobei seine Maske in DS9 keinen Stolperstein wie bei dem seiner Meinung nach "guten klassischen Schauspieler" Leonard Nimoy (ST:TOS Spock) darstellt.
In letzter Zeit spielte Shimerman desöfteren den Principal Snyder in "Buffy: The Vampire Slayer". An den Sets der Serie hat Shimerman die meiste Zeit während seiner Arbeit an DS9 verbracht. Seit seinem ersten Auftritt gegen Ende des ersten Jahres wirkte er in etwa jeder vierten Episode mit. "Legt man Statistiken über die Beschäftigung anderer Schauspieler zugrunde, kann ich mich sehr glücklich schätzen, nach meiner Zeit bei DS9 gleich auf drei Serien zurückgreifen zu können", erzählt der Darsteller, dessen Zukunft seiner Rolle bei "Buffy" trotz alledem derzeit ungegewiss ist.
Für den Fall, dass es in naher Zukunft eine weitere Star Trek-Serie geben wird, hat Shimerman bereits Interesse an einer Fortsetzung seiner Rolle als Quark angemeldet. Auf die Frage, ob er DS9 vermissen werde, antwortete Shimerman: "Es wäre schwierig, es nicht zu vermissen."
Shimerman und seine Frau Kitty Swink, die unter anderem bereits mehrere Gastauftritte bei DS9 hatte, werden ab dem 26. Juni in dem Theaterstück "The Servant of Two Masters" gemeinsam zu sehen sein. Allerdings werden in dem Stück sämtliche Rollen doppelt besetzt, so dass Shimerman und seine Ehefrau nicht in allen Vorstellungen auftreten werden.

Auszeichnung für Goldsmith.
Star Trek-Komponist Jerry Goldsmith, der die Filmmusik zu STAR TREK, dem oscar-prämierten "The Omen" und mehr als 175 weiteren Filmen komponiert hat, wird am 9. August anlässlich der Award-Feierlichkeiten des Hollywood Film Festivals geehrt werden. Die Auszeichnung erhält Goldsmith in der Kategorie "Outstanding Achievement in Music".
Goldsmiths Musiktitel zu Erfolgen wie "Basic Instinct" oder "Poltergeist" wurden für den Oscar nominiert - er selber erhielt fünf Emmy-Awards, neun Golden Globes und sieben Nominierungen für den Grammy-Award.

Warum Nimoy nicht wollte.
In einem Chat erzählt Leonard Nimoy (ST:TOS Spock), warum er eine Rolle als Spock in GENERATIONS abgelehnt habe. Der ehemalige Star Trek-Darsteller erzählte, er sei sogar um die Regiearbeit gebeten worden. Er hätte allerdings andere Ansichten bezüglich der Story gehabt; der Spock, den er hätte spielen sollen, wäre auch nicht der echte Spock gewesen.

Ehrendoktor-Titel für Brooks.
Star Trek-Darsteller Avery Brooks (ST:DS9 Sisko) ist an der Indiana University Northwest der Ehrendoktortitel für Theaterkünste verliehen worden. Brooks wird somit Nachfolger von Patrick Stewart (ST:TNG Picard), der schon mehrere Ehrendoktortitel verliehen bekam. Brooks besuchte die Universität selber zwanzig Jahre lang; seine Mutter lehrte Musik und Pädagogik an der Hochschule.

Voyager geht in sechste Season.
Auf einer Convention in Australien erzählte Garrett Wang (ST:VOY Kim), dass die Voyager ihren Weg nach Hause in den Alpha-Quadranten nicht zu Anfang der sechsten Season finden werde. Seiner Meinung nach möchte Paramount alle möglichen Stories, die der Delta-Quadrant bietet, ausschöpfen, bevor es zur Rückkehr des Schiffes kommt.
Inzwischen gibt es weitere Informationen zur sechsten Season, deren Dreharbeiten derzeit aufgenommen werden. Der Start wird mit dem zweiten Teil des Cliffhangers "Equinox" bestritten. Insiderinformationen zufolge wird die Voyager das Schiff, das sämtliche Protokolle der Sternenflotte über Bord geworfen hat, in der neuen Season öfter treffen.
Tim Russ (ST:VOY Tuvok) und Roxann Dawson (ST:VOY Torres) werden für die sechste Season jeweils einmal platz im Regiestuhl nehmen. Für die erste Hälfte soll es Charakterepisoden über Neelix und Tuvok geben.

Captain's Yacht auf der Voyager.
Insiderberichten zufolge hat man in Probeaufnahmen versucht, die Abtrennung der Captain's Yacht von der Voyager aufzunehmen. Die Produzenten der Serie haben allerdings eine Übernahme in eine Episode der sechsten Season abgelehnt, um dem letzten Star Trek-Film INSURRECTION nicht die Show zu stehlen. Dort wurde die Captain's Yacht, die zwar in allen offiziellen technischen Handbüchern erwähnt, aber in der Serie nie gezeigt wurde, von der Enterprise abgelöst.

Burton als Co-Autor.
LeVar Burton (ST:TNG Geordi) hat Interesse daran, beim Spielfilm "Masters of the Far East" Regie zu führen. Er hat auch als Co-Autor am Drehbuch mitgewirkt. "Der Film basiert auf den Aufzeichnungen eines US-Wissenschaftlers namens Baird Spalding, der ausgiebige Reisen nach Fernost gemacht hat. Er hat seine Erfahrungen mit den dort herrschenden Menschen in sechs Büchern festgehalten", erzählt Burton. In Verbindung mit den Geschehnissen der Jahrhundertwende sei dies die Grundlage für ein modernes Action-Abenteuer mit Romantik-Elementen.

Visitor will Comedy machen.
DS9-Darstellerin Nana Visitor (ST:DS9 Kira) will nach dem Ende der Serie nun im Comedy-Bereich arbeiten. In einem Interview erzählte die Darstellerin, dass sie, gleichgültig, ob auf der Bühne oder im Fernsehen, ein bisschen die Richtung wechseln möchte. Im Gegensatz zum ihrer Meinung nach sehr anspruchsvollen Star Trek möchte sie nun lieber etwas leichteres machen.

Dawson und Robinson treten gemeinsam auf.
Die Star Trek-Darsteller Roxann Dawson (ST:VOY Torres) und Andrew Robinson (ST:DS9 Garak) treten gemeinsam in der neuen Seeing Ear Theatre-Produktion "The Wheel" auf. Die Produktion ist eine post-apokalyptische Fabel, in der die zwei Geschwister Owen und Topsie sich auf die Suche nach ihrem Ursprung und dem Ort ihrer Kindheit machen. Zusammen wollen sie ein Tonband ihres Vaters finden, das all ihre Fragen beantworten soll. Dawson und Robinson übernehmen die Rollen der Eltern Evvie und Lazarus in dem Film, der die Wichtigkeit der Geschichte und ihrer Dokumente thematisieren soll.

Standing Ovations für das Finale.
Für die letzte Episode der dritten Star Trek-Serie "Deep Space Nine" gab es bei zwei Aufführungen in Beverly Hills, Los Angeles Standing Ovations. Fans in der Gegend um die Stadt hatten am 27. Mai die Möglichkeit, die Premierenvorführungen im "Museum of Television and Radio" zu besuchen. Sie wurden vom Produzenten Ira Steven Behr begrüsst und auf das Finale vorbereitet, da die vorletzte Episode, die für das Verständnis des Finales wichtige Details enthielt, in Los Angeles er zwei Tage später ausgestrahlt wurde. Die Vorführung soll sehr von den Emotionen der Fans geprägt gewesen sein.
Beim anschliessenden Star-Panel waren ausser Cirroc Lofton (ST:DS9 Jake), Colm Meaney (ST:DS9 O'Brien) und Terry Farrell (ST:DS9 Jadzia) alle Hauptdarsteller anwesend. Avery Brooks (ST:DS9 Sisko betonte das freundschaftliche Vater-Sohn-Verhältnis zwischen den Serienfiguren Benjamin und Jake. Auch die anderen Akteure gaben zu verstehen, dass sich über die Jahre zwischen allen Schauspielern und Mitarbeitern gute Beziehungen entwickelt hätten. Alexander Siddig (ST:DS9 Bashir), der während dieser sieben Jahre seine Kollegin Nana Visitor (ST:DS9 Kira) geheiratet hatte, ergänzte, er habe "einige wunderbare Freundschaften geschlossen". Nana Visitor liess die Gäste wissen, dass sie stolz auf ihre Arbeit bei DS9 sei und auch Interesse daran habe, an einer weiteren Serie mitzuwirken.
Die zweite Vorstellung wurde von diversen Nebendarstellern besucht; darunter Marc Alaimo (ST:DS9 Dukat), J.G. Hertzler (ST:DS9 Martok), Aron Eisenberg (ST:DS9 Nog) und Andrew J. Robinson (ST:DS9 Garak). Sie unterhielten das Publikum mit einem Frage- und Antwort-Spiel und erzählten Anekdoten von den Dreharbeiten der Serie. Einhellig bekundeten die Schauspieler ihre Meinung, auch in einer neuen Star Trek-Serie wieder mit von der Partie seien zu wollen. Hertzler berichtete von seinen Erfahrungen mit den Fans auf Conventions und meinte: "Wie könnte man sich dem widersetzen - ein Teil des Phänomens zu sein!?"
Eine Videoaufzeichnung der Gespräche vom 27. Mai ist als ständiges Austellungstück in den Museen in Los Angeles und New York zu sehen.

Meaney geht wieder zum Theater.
Nach dem Ende von Deep Space Nine übernimmt der wohl geschäftigste Darsteller der Serie, Colm Meaney (ST:DS9), eine Rolle in John Irvings Off-Broadway-Produktion "The Cidar House Rules". Meaney sagte dazu, er habe das Theater zwar nicht vermisst, nach dem Ende von DS9 aber das Gefühl gehabt, dass es Zeit sei, zurückzukehren. Daher sei ihm dieses Stück gerade recht gekommen.

Videoverleih von INSURRECTION.
In der ersten Woche beliefen sich die Einnahmen des Videoverleihs von INSURRECTION auf 3,13 Millionen US-Dollar. Der Film lag damit auf Platz 3 der meistverliehenen Videos. Inzwischen ist der Film auf den 6. Platz abgerutscht. In den Top 10 der amerikanischen Billboard-Charts für Verkaufsvideos liegt INSURRECTION derzeit auf Platz 5.
In Argentinien, dem grössten Markt für Star Trek in Südamerika, wird INSURRECTION ausschliesslich auf Video erhältlich sein. Der Film ist somit der erste Star Trek-Film, der in Argentinien nicht in den Kinosälen anläuft. In Brasilien lief der Film lediglich zwei Wochen lang mit mässigem Erfolg in den Kinos.

Trekkies auf Platz 53.
In den Top 60 der erfolgreichsten nordamerikanischen Filme fiel die Dokumentation "Trekkies", an der unter anderem Denise Crosby (ST:TNG Yar) mitgewirkt hat, auf Platz 53. Der Film erzielte bisher mit Einnahmen von fast 190'000 US-Dollar etwa 0,1 Prozent der Einnahmen des neuen Star Wars-Filmes, der bereits jetzt die weltweiten Gesamteinnahmen aus INSURRECTION übertroffen hat.

Captain Proton als Buch.
In Anlehnung an den Captain Proton-Plot aus Voyager soll in naher Zukunft in den USA ein Buch mit Captain Proton erscheinen. Unter anderen wird es eine Titelgeschichte, ein Kapitel eines Fortsetzungsromans und verschiedene Kurzgeschichten geben. In der Serie ist Captain Proton eine Figur aus Science-fiction-Filmen und -Magazinen der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts.

Berman erwartet neuen Film 2001.
Bereits im Jahr 2001 erwartet Star Trek-Produzent Rick Berman den nächsten Star Trek-Film und Nachfolger zu INSURRECTION. Dies trotz des anhaltenden Star Wars-Booms - weshalb Darsteller Patrick Stewart (ST:TNG Picard) den Film lieber nach etwas längerer Pause gesehen hätte. In dem neuen Streifen sollen Mitglieder mehrerer Star Trek-Crews zu sehen sein werden.

Auberjonois zufrieden mit Odo.
In einem Interview sagte René Auberjonois (ST:DS9 Odo), dass er keine Vorbehalte gegenüber der Tatsache habe, dass sich das Finale nicht um die Figur des Odo gedreht hat. Odo habe während der ganzen Serie eine wichtige Rolle gespielt. Es sei ihm eher entgegengekommen, dass er gegen Ende der Serie nur noch einen oder zwei Tage pro Woche arbeiten musste, da ihn das Make-up gestört habe und die Figur bereits genügend erforscht sei.
Auberjonois erzählt, dass er in letzter Zeit ausreichend Spielraum für anderweitige Beschäftigungen gehabt habe, für seine Arbeit güt bezahlt worden wäre und treue Fans gehabt häbe. Die einzige Kritik: Die Produzenten hätten am Ende zu sehr unter dem Druck gestanden, alle Handlungsfäden zusammenführen zu müssen. Dabei seien die Scripts zu lang geworden - was Auberjonois als Regisseur der Episode "Strange Bedfellows" auch zu spüren bekommen habe. Um einen ganzen Akt zu lang sei die Episode gewesen; weshalb ein voller Tag mehr als nötig gearbeitet werden musste.

Preise für Russ-Film.
Der unabhängig produzierte Film "East of Hope Street" von Tim Russ (ST:VOY Tuvok) erregte in den letzten Monaten grosse Aufmerksamkeit. Beim International Independent Film-Festival in New York erhielt er zwei Preise - darunter den als besten Spielfilm. Ausserdem wurde er mit dem "Cross-Cultural Award" beim Black Filmmakers Hall of Fame-Festival ausgezeichnet. Jade Herrera, Hauptdarsteller des Films, erhielt in New Orleans die Auszeichnung als bester Schauspieler.

Voyager nur von UPN gekürzt.
Wie wir bereits berichteten, wurden einige der neu ausgestrahlten Episoden von Voyager aufgrund eines Konsens, den UPN mit seinen Werbekunden geschlossen hat, um etwa zwei Minuten gekürzt. Angaben von Star Trek-Fans aus Kanada zufolge, die die betroffenen Episoden bereits gesehen haben, werden die Episoden auf allen anderen Sendern ungekürzt gesendet. Die Episoden wurden somit von UPN selber gekürzt - alle anderen Länder sowie die Video-Sammler werden die Episoden in voller Länge zu Gesicht bekommen.

Takeis Bemühungen um die Sulu-Serie.
George Takei (ST:TOS Sulu) gibt seine bereits längere Zeit anhaltenden Bemühungen um eine Star Trek-Serie mit Alter Ego, Captain Sulu, nicht auf. Angespornt durch die guten Verkaufszahlen der Audiocassette "The Adventures of Captain Sulu", die auf seinem Serien- und Filmcharakter basieren, will der Schauspieler diesen Erfolg gerne auf einen neue Fernsehserie übertragen. "Es könnte die massgeblichste und berühmteste Star Trek-Serie von allen werden", äusserte sich Takei zu seinen Ideen. Sulu sei nicht nur ein heldenhafter Captain, sondern besitze auch eine romantische Seite - jetzt, wo bekannt sei, dass er auch eine Tochter habe.

Pomers in sechster Staffel.
Star Trek-Darstellerin Scarlett Pomers (ST:VOY Naomi Wildman) wurde inzwischen um Auftritte in der sechsten Voyager-Season gebeten. Sie arbeitet derzeit an verschiedenen Sommerprojekten, weshalb ein Auftritt in dem zweiten Teil des Cliffhangers "Equinox" allerdings unwahrscheinlich ist.

Dieses und jenes.
George Takei (ST:TOS Sulu) moderiert eine Feier der Schauspieler und Mitarbeiter der klassischen Science-fiction-Serie "Forbidden Planet". Unter anderem dabei: Leslie Nielsen, Warren Stevens und Richard Anderson.
Kate Mulgrew (ST:VOY Janeway) hat am 3. Mai ihren Verlobten, Tim Hagan, geheiratet. Zur privaten Hochzeitsfeier wurde nur ein guter Bekannter der beiden eingeladen.

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4. Im Gespräch mit Ron Moore

Ronald D. Moore war Drehbuchautor und Produzent von Deep Space Nine. Nach den letzten Drehs für die siebte Staffel der Serie ist er zum Team von Voyager gestossen und setzt dort seine Arbeit fort. In einem Posting an die Internet-Fangemeinde beschreibt er das Ende von DS9.

"Ja, es ist wahr. Ich habe mich für eine zweijährige Dienstzeit auf dem Raumschiff Voyager verpflichtet, und während Ihr dies lest, sitze ich hier und schreibe das erste Skript für Janeway und die Truppe. Ich werde mich freuen, über Voyager zu sprechen und Eure Fragen zu beantworten. Aber, bevor ich damit anfange, lasst mich einige Worte über das Ende einer meiner Lieblingsfernsehserien, Deep Space Nine, sagen.

Wochenlang habe ich mich mit Erfolg davon abgehalten, dem Ende entgegenzusehen. Glücklicherweise steigerte sich die Arbeitslast, als wir damit begannen, an den letzten neun Episoden zu arbeiten, und es war kein grosser Trick, sich selbst so sehr in die Arbeit zu vertiefen, dass es unmöglich war, aufzublicken und zu sehen, wie die Ziellinie auf einen zurast. Aber vielleicht gab es einen Punkt, an dem die Arbeit vorüber war und es nichts mehr gab, was die Realität noch länger zurückhalten konnte. Für mich kam dieser Punkt am 22. April 1999, ungefähr um 23:00 Uhr, während ich vor Vics Lounge stand.

Ich unternahm meinen zweiten Einsatz als Statist bei Star Trek; mein erster Einsatz in FIRST CONTACT endete mit nicht mehr als einer Millisekunde auf dem Bildschirm. Dieses Mal hatte ich gute Gelegenheiten für Nahaufnahmen mit der Kamera, und ich war mir begründeterweise sicher, auch in den letzten Schnitt zu kommen. Ich war nicht der Einzige; die gesamte Autorencrew spielte mit, zusammen mit einigen anderen aus der Produktionmannschaft und einer Handvoll wiederkehrender Gaststars, die sich ohne Schminke noch einmal zeigten und noch einmal arbeiteten, nur um am "letzten" Tag dabei zu sein. Technisch gesehen hatten wir noch ein paar Tage, um Bluescreens und so weiter zu machen, aber dies war der letzte Tag, an dem die gesamte Truppe noch einmal in ihre Charaktere schlüpfte.

Der Tag war vorübergeflogen. Ein beständiger Strom von Leuten, die uns viel Glück wünschen wollten, kam auf die Kulissen - von Jonathan Dolgen und Bob Picardo (ST:VOY Doktor) bis hin zu meiner Frau und unserem Sohn Robin. Es war ein spassiger Tag am Set, und jeder machte Fotos und unterschrieb auf den Deckblättern der Drehbücher der anderen. Es war wie der letzte Tag an der High School.

Direkt nach dem Essen nahm ich meine Videokamera und ging noch einmal durch die Kulissen der Station. Man hatte schon damit begonnen, die Sets abzubauen. Die Promenade war noch da, aber all die Symbole und Möbel waren schon verschwunden. Nur die Schale des ehemals geschäftigen Angelpunktes der Station war noch übrig. Die Ops war mit Planen überdeckt, und das Büro des Captains war vollständig entfernt. Die Kulissen der Mannschaftsquartiere waren mit Schutt gefüllt.

Als ich durch die Laderampen ging, sah ich Michael Logan vom "TV Guide" ein Kamerainterview für irgendetwas machen. Ich war nicht in der Stimmung, irgendetwas über den "Tod" der Serie zu hören, also ging ich weiter. Die Defiant war noch intakt, und ich sass einige Momente im Stuhl des Captains und erinnerte mich daran, wie ich in einem anderen Stuhl auf einer anderen Brücke sass - in der Nacht, bevor "Das nächste Jahrhundert" beendet wurde. Aber obwohl ich mich verzweifelter Reminiszens und totaler Nostalgie aussetzte, war ich seltsamerweise von den Gefühlen, die ich herauf zu beschwören gehofft hatte, nicht eingenommen.

Keine Tränen, keine warmen Gefühle. Nur eine Ahnung, dass ich etwas spüren sollte und es nicht tat. Ich schaltete den Camcorder aus und ging zurück zum Drehort.

Der Rest des Tages ging vorüber wie der Tag davor. Spass, Gelächter, mehr Fotos und mehr Gäste, die hereinplatzten, um "Hallo" zu sagen. Ich wurde angesprochen, ob ich nicht ein bisschen Arbeit im Hintergrund einer Einstellung mit Avery (ST:DS9 Sisko) und Penny Johnson (ST:DS9 Kasidy) machen wollte, und ich musste meine zittrigen Nerven lang genug niedertrampeln, dass ich nicht über meine eigenen Füsse fiel und es nicht damit endete, dass die gesamte Crew über einen der ausführenden Produzenten lachte.

"Schnitt!"

Ich habe es geschafft! Naja, Avery und Penny haben es geschafft, und ich habe es geregelt bekommen, nicht die gesamte Einstellung zu versauen. Ich wendete mich René Echevarria zu, der in der Nähe stand, liess einige altkluge Bemerkungen ab und fühlte mich ziemlich gut als ich bemerkte, dass das Set plötzlich sehr voll wurde. Die gesamte Truppe war an der Bar aufgereiht und verhielt sich seltsam; wissende Blicke. B.C. Cameron stand in der Mitte der Lounge, und als sie zu sprechen begann, wurde es still. Ich fühlte mich immer noch sehr gut nach meinem "Auftritt", und ich war vollkommen unvorbereitet, als sie sagte: "Es ist an der Zeit, Gute Nacht und Auf Wiedersehen zu Avery Brooks zu sagen."

Applaus und Jubel - und plötzlich trifft es mich. Es ist vorbei. Ich werde diese Leute nie wieder in diesen Kostümen sehen. Ich werde nie wieder das Vic's besuchen. Ich werde nie wieder hier sein.

"Gute Nacht und Auf Wiedersehen zu Nana Visitor."

Fünf Jahre Erinnerungen versuchten sich in mein Bewusstsein zu pressen, aber ich war zu sehr auf den Moment fixiert, um an meinen ersten Tag oder mein erstes Skript zurückzudenken, oder um überhaupt an irgendetwas anderes als B.C.s Stimme zu denken.

"...gute Nacht und auf Wiedersehen zu Colm Meany... René Auberjunois... Sid... Michael Dorn... Nicole deBoer... Cirroc Lofton... Armin Shimerman... Penny Johnson."

Und dann war auch der Moment vorbei. Der Raum kollabierte zu einem Anfall roher Emotion. Jeder fiel sich in die Arme, küsste und weinte. Ich suchte jedes Mitglied der Besetzung einzeln heraus, umarmte jedes nacheinander, aber meine Lippen zitterten, und ich war nicht in der Lage, zu sprechen. Chase Masterson umarmte mich und flüsterte mir ins Ohr, während Tränen ihre Wangen herunterliefen; "Danke für diese Welt, die Du geschaffen hast." Ich schaffte es, eine Antwort zu krächzen: "Die Welt, die wir alle erschufen!" Dann drehte ich mich um, ging von der Bühne nach draussen in die willkommene Kühle der Nacht auf dem Filmgelände von Paramount.

Für mich endete es genau da. Ungeschützt und unvorbereitet von den tiefen emotionalen Knoten, die ich mit dieser Sendung geknüpft hatte, gefangen. Der Schmerz über den Verlust war ein greifbares Etwas, das den ganzen Weg nach Hause auf dem Sitz neben mir sass.

Ich habe Deep Space Nine geliebt. Ich habe die Leute geliebt, mit denen ich gearbeitet habe, und ich habe die Welt, die wir alle geschaffen haben geliebt. Es war eine besondere Sendung und eine einzigartige Erfahrung für mich als Autor und als Person. Ich schaue darauf zurück mit einer Empfindung von Stolz darüber, was wir vollbracht haben und mit Trauer darüber, dass alle guten Dinge ein Ende haben müssen.

Ich hoffe, dass Ihr, die Zuschauer, mindestens halb so viel Spass hattet, die Folgen anzuschauen, wie wir Spass hatten, sie zu Euch zu bringen. Danke für Eure lange Unterstützung und Schirmherrschaft über unsere Show - ohne Euch hätte es kein DS9 gegeben."

Peldor Joi
Ronald D. Moore

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5. Spotlight: Equinox

Janeways Ende?
Die Voyager trifft auf das Föderations-Raumschiff Equinox, das ebenfalls im Delta-Quadranten gestrandet ist. Die Crew hilft dabei, den Angriff einer unbekannten Spezies abzuwehren; Wesen aus einem anderen Raum. Janeway unterstützt Captain Ransom, den Kommandanten der Equinox, sein Schiff wieder herzurichten, so dass sie zusammen nach Hause reisen können. Doch als der Doktor Daten aus dem Wissenschaftslabor der Equinox sieht, muss Janeway erfahren, dass Ransom mit Absicht gegen Regeln der Sternenflotte verstossen und Massenmord an den unbekannten Ausserirdischen begangen hat, um deren Körper als Energiequelle benutzen und schneller nach Hause reisen zu können. Die Crew der Equinox wird unter Arrest gestellt, kann aber wieder auf ihr Schiff entkommen. Mit Seven an Bord und einem gestohlenem Multiphasen-Generator als Schutz vor den Ausserirdischen macht sich die Equinox auf den Weg nach Hause, lässt die Voyager ungeschützt zurück. Die fremden Wesen dringen durch Subraumspalten in die Voyager ein und greifen Janeway an.

Fortsetzung folgt.
"Equinox", das Finale fünften Staffel, das sich wieder der Star Trek-Tradition anschliesst und die Season mit einem offenen Ende hinter sich lässt. Im Vergleich zu anderen Finalepisoden wie "Scorpion" ist "Equinox" jedoch kein Effektfeuerwerk, durch das uns bei atemberaubenden Szenen der Atem stocken bleibt. Auch ist die Episode nicht auf die Action ausgerichtet, sondern auf das, was Star Trek erst richtig gut macht: Das Charakterspiel.

Das Auftauchen der Equinox lässt zu Beginn einigen Optimismus aufkommen. Doch dieser bleibt nicht lange erhalten. Mit der Zeit lernen wir die Crew der Equinox näher kennen und sehen das wahre Gesicht von Captain Ransom und seiner Crew.

Vor sechs Jahren im Delta Quadranten gestrandet, und in der ersten Woche bei einem Angriff über die Hälfte seiner Crew verloren, hat Captain Ransom seine Denkweise radikal geändert und Regeln der Sternenflotte über Bord geworfen, da sie keine Hilfe für ein Überleben im Delta-Quadranten darstellen.

Die Crewmitglieder, die sich alle duzen, hüten vor der Besatzung der Voyager ein dunkles Geheimnis: Wesen aus einem anderen Raum werden von den Offizieren gefangengenommen und in eine Energiequelle verarbeitet, die den Warpantrieb speist und dessen Kapazität erhöht. So gelang es der Equinox, über 10'000 Lichtjahre in zwei Wochen zurückzulegen. Dass die Wesen dies nicht durchgehen lassen, bekommt die Crew zu spüren: Die Ausserirdischen, die nur einige Sekunden im Raum der Voyager überleben können, dringen aus Subraumspalten ein, greifen die Crew an und richten Schäden an.

Ransom testet Janeway, ob sie genauso denkt wie er. Doch dem ist nicht der Fall. Im Gegensatz zu ihm hält Janeway an den Direktiven der Sternenflotte fest. So bleibt nichts anderes übrig, als sich wieder von der Voyager zu trennen und eigene Wege zu gehen.

John Savage gibt eine sehr gelungene Darstellung als doch leicht radikaler Ransom ab. Doch er versucht, sein Spiel als lieber und guter Captain der Sternenflotte aufrechtzuerhalten, auch wenn es ihm sichtlich schwerfällt, die auf der Voyager existierenden Sternenflotten-Protokolle wieder zu akzeptieren. Seine Crewmitglieder folgen ihm sehr loyal - auch wenn einige lieber auf der Voyager bleiben würden.

Von den Kreaturen bekommt man nicht allzuviel zu sehen; es verhält sich ähnlich wie bei der Spezies 8472 in "Scorpion". Sie können jedoch als "fliegende Fische" beschrieben werden. Mehr Einzelheiten wird es sicherlich in der Fortsetzung zu erfahren geben.

Die Episode bricht mitten in der Handlung ab. Auf dem gesamten Schiff öffnen sich Subraumspalten; die Aliens dringen ein, eines davon greift Janeway an. So soll uns sicher glauben gemacht werden, dass Janeway tot ist. Kein schlechter Schachzug, bezieht man all die Klagen von Mulgrew aus der letzten Zeit mit ein, dass sie aufgrund ihres Familienlebens aus der Serie aussteigen möchte. Doch wie ironisch, dass vor zwei Wochen bekanntgegeben wurde, dass Kate Mulgrew ihren Vertrag für die sechste und siebte Staffel unterzeichnet hat - noch vor der Ausstrahlung von "Equinox".

Ist es nur Zufall oder beabsichtigt, dass seit der vierten Staffel in den Season-Finales Föderationsraumschiffe auftauchen und Rick Berman am Drehbuch beteiligt ist?

Alles in allem ist "Equinox" eine leicht überdurchschnittliche Episode, die jedoch nicht die Grösse hat, wie sie sonst für Season-Premieres und -Finales üblich ist. Alles bleibt im kleinen Rahmen - es gibt keine 15 Borgschiffe oder einen neuen Hyperraumantrieb -, und die Handlung konzentriert sich zum grössten Teil auf Ransom und seine Crew.

Zwar zeigt der Cliffhanger im Vergleich zu "Scorpion" oder "Dark Frontier" keine sehr grosse Wirkung; doch Amerika wird wieder einschalten, wenn es in das sechste Jahr auf der Voyager geht. Zumindest die, die UPN empfangen können.

Auf seiner Homepage hält Sebastian Lorenz weitere Besprechungen bereit: voyager.simplenet.com.

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6. Webwatcher: Deutsche Sternenflotte

Die Frage, wie man die im Internet weit verstreute deutschsprachige Fangemeinde in Sachen Science-fiction - insbesondere die Fangemeinde von Star Trek - vereinen kann, war es, die Detlef Poehnert dazu gebracht hat, die "Deutsche Sternenflotte" ins Leben zu rufen. Diese sollte fortan als zentraler Treffpunkt dienen.

Für dieses Ziel sollte der Server allen begeisterten Fans offenstehen. So schaffte Poehnert Mitte August 1997 den Server der Deutschen Sternenflotte als Anlaufpunkt für alle Fans.

Heute gibt es um die 7'500 Besucher im Monat für das Projekt, das von Poehnert ursprünglich lediglich als Server für Weiterleitungen für Homepages und eMail-Adressen angedacht war.

"Wenn ich alleine meine monatliche Telefonrechnung sehe...", fängt Stephan Drost, heute zusammen mit Poehnert Webmaster des Projektes, an, der den Scherz aber wenig später wieder beiseite schiebt. "Dadurch, dass sich so viele an dem Projekt beteiligen, kann man das ganze schon auf einem gesunden Verhältnis betreiben."

Die Frage nach den Kosten, die sich aus dem gigantischen Projekt ergeben, ist nicht unsinnig. Denn von Werbung ist auf den Seiten der Deutschen Sternenflotte nichts zu sehen. Und werbefreie Seiten werden im Internet immer mehr zur Rarität. "Wo doch das Merchandising von Star Trek inzwischen Formen annimmt, die einem das Geld nur so aus der Tasche ziehen." In Zeiten, in denen es sogar schon Mineralwasser für Trekkies gibt, kein Wunder.

Das gesamte Projekt wird durch Spenden der Aktiven finanziert. Keinem wird etwas aufgezwungen, da ja auch viele Schüler an dem Projekt teilnehmen, die nur über geringeres Taschengeld verfügen. Doch Werbung soll aussenvor gelassen werden. Denn Star Trek und Werbung passt laut Drost nicht zusammen. Er erinnert sich immer noch an die Bilder vor etwa zwei Jahren, als die Firma Viacom zahlreiche gute und erfolgreiche Seiten schliessen liess, weil diese sich mit Werbung finanziert haben. Also läuft die Sternenflotte ohne Werbung - finanzielle Probleme gab es aber bis heute noch nicht.

Noch ist die Sternenflotte kein Verein, und ob so etwas angestrebt wird, steht laut Drost noch in den Sternen. Seine Wünsche für die Zukunft sind es, mit den Leuten von Paramount, CIC oder Sat.1 in Kontakt zu kommen. Und natürlich, dass Trekkies in der Öffentlichkeit als das angesehen werden, was sie eigentlich sind: "Normale Menschen wie Du und ich, und keine abgehobenen Spinner wie es die Medien immer gerne zeigen."

"Viele verpflichteten sich, aktiv mitzuarbeiten und für das Wohl der Sternenflotte zu sorgen. Nach anfänglichen Organisationsproblemen gelang es schliesslich, ein Oberkommando aus den aktivsten Mitstreitern zu bilden und damit eine funktionierende Struktur bei der Sternenflotte einzurichten." Das klingt nach Rollenspiel - und ein solches wird in naher Zukunft auch starten.

Über eMail und IRC soll das Rollenspiel laufen. Bereits im Vorfeld sind dazu diverse "Abteilungen" entstanden, mit deren Hilfe eine Art Sternenflotte simuliert wird. Das geht von Streitkräften über Wissenschaft und Personal bis hin zur Diplomatie. Unter dem Menüpunkt "Kommandostruktur" sind die diversen Abteilungen zu besichtigen.

Jedes für die Abteilungen zuständige Mitglied der Sternenflotte übernimmt seine Seiten selber. "Denn jeder, der bei uns mitmacht, hat neben Star Trek auch Neigungen, die er da einsetzen kann", erzählt Stephan Drost. Seine Frau beispielsweise übernimmt die Seiten der Archäologie im Bereich "Wissenschaft". Dabei ist auch ein angehender Frauenarzt, der die Seiten der Medizin verwaltet.

Mitglieder, die diese Seiten übernehmen, hat das Projekt genügend. Über 150 mehr oder weniger Aktive, wobei 20 bis 30 den absoluten harten Kern bilden. Die Skala geht derzeit von 14 bis 35 Jahre, und, so Drost, "von Schülern über normale Arbeiter, Angestellte, Studenten bis hin zu einem Doktor der Chemie" ist alles dabei. Das Projekt ist immer offen für neue Mitarbeiter; und wer Lust dazu hat, der darf sich jederzeit bei den Leitern der jeweiligen Abteilungen melden. "Ich darf gar nicht daran denken, wenn wir nur eine Handvoll Leute hätten, wie weit wir dann erst wären", erzählt Drost.

Inzwischen haben sich auch "Schwesterorganisationen" zur Deutschen Sternenflotte gebildet. Eine davon ist die Österreichische Sternenflotte, die im Netz unter http://www.sternenflotte.at zu finden ist.

Das Projekt der Deutschen Sternenflotte ist im Internet unter http://www.sternenflotte.de zu finden.

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7. Smile Fiction

Bülent Altinsoy will einen neuen "Round Robin" ins Leben rufen. Dabei handelt es sich um eine Art Star Trek-Parodie, die von jeder beliebigen Person erweitert werden kann. Hier der erste Teil.

Die Wesley-Direktive
"Saaamtaiiims ei wisch ei wääär änn ännnjeeelllllll...", singt er innerlich, um sich nicht so einsam zu fühlen. Er holt aus seiner Jacke einen kleinen putzigen Roboter heraus, der ungefähr so aussieht wie von einem Kinder-Überraschungsei. Er fummelt an diesem Roboter herum, und plötzlich kommt ein laserähnlicher Lichtstrahl aus ihm herausgeschossen. Ungefähr in zwei Metern Entfernung von dem Jungen wird ein Hologramm projiziert, das eine grosse Gruppe von ... ziemlich haarigen Menschen zeigt!? Diese Menschen machen dem Jungen Mut: "Keine Angst, bleib tapfer, Wes! Auch wir Kellys sind in unserer Gesellschaft Aussenseiter! Bitte, Wes! Hilf uns..." Klick!

Hier schaltet Wesley immer ab, denn wenn er nichts von einem Hilferuf weiss, kann er ja nicht helfen, und dann hat er auch kein schlechtes Gewissen! Er mag zwar die Kellys, aber ihnen helfen? Was würde aus seinem Image werden, das ja im gesamten Star Trek-Kontinuum schon untendurch ist?

Er will raus aus dieser Zelle, in die ihn Data gebracht hatte, bevor Worf noch auftaucht!

Wesley: Hey, Arni! Sei so lieb und lass mich raus, ja?

Schwarzenegger: Tut mir leid, Wes. (kicher) Aber das geht nicht!

Wesley: Mensch, dann gib mir wenigstens eine Haarspange, ja?

Schwarzenegger: Damit Du Dir wieder einen Ort-zu-Ort-Transporter basteln kannst? (kicher) Nee...

Plötzlich öffnet sich die Aussentüre, und Counselor Troi kommt herein.

Troi: Lieutenant, wo ist der Gefangene, dem ich Beistand leisten soll?

Schwarzenegger: Da, Counselor!

Troi: Danke. Also, wo liegt denn das Probl...

Das ist ein hochinterssanter Moment! Diana und Wes haben den ersten Blickkontakt, sehen sich tief in die Augen und, und, und... und Counselor Troi verlässt den Zellentrakt schneller als sie hereingekommen ist! Aber da, die Tür öffnet sich noch mal, und...

Wesley: Ich wusste es, Dianna. Du liebst mi... Oh, Commander Riker... Sie sind's...

Riker: Na, Wes (grins), wie geht's Dir? Oh richtig, Du sitzt ja in der Zelle, dann kann es dir ja nicht gut gehen! Sorry, ich vergass!

Wesley: Commander, Sie kommen mir so verändert vor...

Riker: Ja, Wes, jetzt bin ich klug, und ich werde der Menschheit jetzt endlich den Gefallen tun, den ich ihr schon immer tun wollte...

Riker holt aus seiner Tasche (wo die bei seiner Uniform auch immer sein mag) eine kleine Waffe heraus. Moment, die sieht genau so aus wie die von Will Smith in "Men In Black"! Ob der Commander auch einen gewaltigen Rückstoss erleiden wird wie Will Smith, der bei jedem Schuss immer ein paar Meter nach hinten geschleuert wurde?

Riker: Astalavista, Baby!

Buuuuuuummmmmmmmmm!

Tja, tausendmal hat es Will Riker versucht, und tausendmal ist nie was passiert. Aber vielleicht jetzt... Wir wechseln mal den Ort des Geschehens und folgen Wes in den Tod...

"Wo bin ich hier?", fragt sich Wesley. Er sieht eine verschwommene Person im weissen Gewand. "Oh mein Gott, ich bin im Himmel!", freut sich Wesley, und geht der Person mit gestreckten Händen entgegen. Hatte Captain Picard nicht auch mal solch eine Begegnung?

Q: (Erkennt erst jetzt, dass es Wes ist und zieht seine Hände blitzartig zurück.) Wenn du glaubst, dass ich Dir noch meine Hände gebe, dann hast Du Dich gewaltig geschnitten, Kleiner! Haben Sie wieder versucht, Dich loszuwerden?

Wesley: Ja.

Q: Und Du konntest Dich trotz Deiner... (kicher) grenzenlosen... Haha... Entschuldige... grenzenlosen Intelligenz... Haha... Verzeih (kicher) mir, nicht wehren?

Wesley: Nein.

Q: Soll ich Dir mal wieder helfen?

Wesley: Ja.

Q: Sag mal, bin ich Dein Babysitter oder was?

Wesley: Nein.

Q: Kannst Du auch was anderes sagen als dieses blöde abwechslungsreiche Ja und Nein?

Wesley: Ja.

Q: Ach was soll's, Dich will ich sowieso nicht hier haben!

Wesley: Nein?

Q: Nein!

Wesley: Nein.

Q: Gut, Kleiner!

Wer Lust hat, am "Round Robin III" teilzunehmen, soll sich bitte für weitere Infos bei Bülent melden: baltinjo@fasta.fh-dortmund.de.

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8. Episodenlogbuch

DEEP SPACE NINE - STAFFEL 7

Aus aktuellem Anlass finden Sie die neuesten Informationen zu den kommenden DS9-Episoden in den Spotlights und trekBEAT-Meldungen.


VOYAGER - STAFFEL 5

  1. Equinox

    Die Voyager trifft auf ein Forschungsschiff der Nova-Klasse. Die U.S.S. Equinox, die ebenfalls vom Fürsorger in den Delta-Quadranten gezogen wurde, hat jedoch die Oberste Direktive über Bord geworfen und versucht mit allen Mitteln, nach Hause zu kommen. Die Besatzung hat eine Möglichkeit gefunden, Energie von einer vorher unbekannten Rasse zu stehlen, indem sie die ethischen Subroutinen ihres Doktors entfernten und ihn eine Methode dazu finden liessen. Dass die Ausserirdischen dabei sterben, scheint der Crew egal zu sein.
    Die Besatzung der Voyager tauscht ihren Doktor mit dem der Equinox, so dass es niemand bemerkt. Mittlerweile befindet sich die Equinox vor den Ausserirdischen, die durch winzige Risse in der Aussenhaut in das Schiff eindringen, auf der Flucht.

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9. Subspace Link

Star Wars
Darauf haben Fans auf der ganzen Welt jahrelang gewartet, nun war es endlich soweit. Star Wars: Episode I - The Phantom Menace ist gestartet. Und zwar so wie man es erwartet hat: Mit Rekorden. In den ersten sechs Stunden hat der Film 7,7 Millionen US-Dollar eingenommen und in den ersten drei Tagen insgesamt 59,3 Millionen Dollar eingespielt. Star Wars brach damit die Rekordhalter mit den bisher höchsten Einspielergebnissen am ersten Wochenende, Titanic und The Lost World. Star Wars hat in 13 Tagen (bis Ende Mai) insgesamt 205 Millionen US-Dollar eingenommen. Zum Vergleich: Der Top-Hit aus dem Jahr 1996, Independence Day, benötigte dafür 3 Wochen.

Auch bei den Weltpremieren am 16. Mai waren alle Kinos restlos ausgebucht, obwohl ein Ticket mindestens 500 US-Dollar gekostet hat. Gäste bei den ersten öffentlichen Aufführungen von The Phantom Menace zugunsten einer AIDS-Stifung waren auch viele Prominente. Am Times Square in New York wurden die Stars von einer unglaublichen Menge Fans empfangen. Die Vorstellung liessen sich unter anderem Rob Lowe, Glenn Close, Christie Brinkley, Christian Slater, Macaulay Culkin und Kathleen Turner nicht entgehen. Das meiste Aufsehen erregte aber Sarah Michelle Gellar. Als sie auftauchte, schrien die Fans: "Buffy! Buffy!". Auch einige Darsteller des neuesten Star Wars-Films waren in New York. Am meisten Applaus erhielt Liam Neeson, doch auch Ahmed Best, der Jar Jar Binks die Stimme leiht, war bei den Fans sehr beliebt.

Viele Filmkritiker, die The Phantom Menace schon vor der Premiere sehen konnten, sich aber nicht an die Abmachung hielten, ihre Artikel erst am 19. Mai zu veröffentlichen, haben über den Film äusserst negativ berichtet. Episode I sei eine einzige Enttäuschung, ohne Reiz und Überraschungen, zu kindisch und nicht einmal interessant für Kinder. Ausserdem wurde die uninspirierte Story sowie die schlechten Schauspieler bemängelt. Doch die Profi-Kritiker haben offenbar einen anderen Film als die Fans gesehen. Viele meinen, Star Wars: The Phantom Menace wäre schlicht genial. Auf jeden Fall waren die ersten Fan-Reaktionen überwiegend positiv, wobei fast einhellig die atemberaubenden Effekte und die tollen Lichtschwert-Kämpfe hervorgehoben wurden. Der komplett digital erschaffene Charakter Jar Jar Binks wurde hingegen eher zwiespältig aufgenommen. Während ihn die einen einfach komisch finden und ihn mit den niedlichen Ewoks vergleichen, meinen andere, er sei kindisch und würde einfach nur nerven. Das geht soweit, dass der Rapper Stormtroopa demnächst einen Song mit dem Titel "Jar Jar Binks Must Die" veröffentlichen will.

Es war sogar der Tagespresse eine Meldung wert: Ende Mai wurde in Wisconsin eine Filmrolle des neuen Star Wars-Films aus einem Kino gestohlen. Das FBI hat aber bereits die drei Diebe gefasst und die geklaute Rolle sichergestellt. Allerdings sind inzwischen 1,3 Gigabyte grosse Dateien mit Ausschnitten aus dem Film im Web aufgetaucht. Ausserdem sind in Hong Kong, Macao und Malaysia die ersten Raubkopien von The Phantom Menace auf Video-CD aufgetaucht. Auch in New York sind schon erste Video-Bootlegs auf dem Schwarzmarkt erhältlich. Diese sind allerdings von sehr schlechter Bild- und Tonqualität, da diese von einem Fan mit einem Camcorder von der Leinwand abgefilmt wurden. So ist das Bild oft von Hinterköpfen der Zuschauer verdeckt und man hört die Reaktionen des Publikums. Doch zum Preis von drei bis fünf Dollar kann man auch nicht mehr erwarten...

Doch auch alle, die das Original-Video wollen, müssen sich nicht mehr allzu lange gedulden: In den USA wird The Phantom Menace bereits im November in den Regalen stehen - rechtzeitig für das Weihnachtsgeschäft. Unbestätigten Gerüchten zufolge soll der Film im Herbst 2000 bereits vom amerikanischen Fox-TV gezeigt werden - eventuell sogar ohne Werbeunterbrechungen. Hingegen werden alle enttäuscht, die auf eine rasche Veröffentlichtung von Episode I auf DVD gehofft haben: George Lucas liess verlauten, dass die Star Wars-Filme nicht auf DVD erscheinen werden, bevor nicht alle sechs Filme im Kino waren.

Die von Kellogg's und Lucasfilm präsentierte Star Wars-Ausstellung "The Power of Myth" kommt im Sommer nach Europa. Die viertägige Show macht im deutschsprachigen Raum in Frankfurt (Festhalle, 22.-25. Juli), in Zürich (Hallenstadion, 29. Juli - 1. August), in Essen (Grugahalle, 5.-8. August) sowie in Berlin (Velodrom, 12.-15. August) halt. Gezeigt werden Kostüme, Kulissen und Requisiten (u.a. wird ein Starfighter aus Episode I in Originalgrösse zu sehen sein). Daneben wird es auch einen Live-Auftritt von Darth Vader und seinen Stormtroopers sowie einen Wettbewerb in einer interaktiven Games-Zone geben. Neben Star Wars beleuchtet die Ausstellung auch Helden aus der klassischen Mythologie wie König Arthur, Thor, Siegfried und Wilhelm Tell. Die Eintrittspreise sollen zwischen 30 und 40 Mark pro Person liegen.

In einem Interview sprach George Lucas über die Zukunft von Star Wars. Er sagte: "Der nächste Film wird romantisch. Klar wird es einige Action geben, aber eigentlich wird es eine Lovestory. Ich bin zur Zeit dabei, das Drehbuch zu schreiben. Es wird bis Oktober fertig sein." Lucas weiter: "Auf jeden Fall werden die beiden tollen Schauspieler Samuel L. Jackson und Ewan McGregor einiges zu tun bekommen. Mace Windu und Obi-Wan Kenobi sind Charaktere mit einigem Potential, die auch für Überraschungen gut sind." Zu Episode III meinte er: "Dieser Film wird sehr dunkel und düster werden. Deshalb denke ich auch, dass er nicht so erfolgreich sein wird wie die anderen." Der "Meister" bestätigte einmal mehr, dass er bei beiden kommenden Star Wars-Filmen Regie führen wird. Schlussendlich nahm er noch Stellung zu einer weiteren Trilogie: "Es wird keine mehr geben. Ich brauche neun Jahre meines Lebens, um eine Trilogie zu kreieren. Die zwei Filme, die noch folgen, sind die letzten, die ich machen werde."

Laut einer Meldung des britischen Boulevardblattes "Sunday Mirror" führt Leonardo DiCaprio mit George Lucas geheime Verhandlungen über einen Auftritt in Star Wars: Episode II. DiCaprio habe im Mai bereits zweimal die Skywalker Ranch von Lucas besucht. Angeblich soll er im zweiten Teil der Saga den älteren Anakin Skywalker darstellen. Alle, die jetzt das Schlimmste befürchten, können sich wieder beruhigen: Eine Sprecherin des Schauspielers meinte, dass DiCaprio nur dort war, um sich den neuen The Phantom Menace privat anzuschauen. Ausserdem gab Lucas ja schon vor einigen Wochen zu verstehen, dass das Casting für Episode II erst im Herbst beginnen wird.

Einigen Rummel löste Liam Neeson, der in Episode I den Jedi-Meister Qui-Gon Jinn spielt, aus, als er in einem Interview mit der BBC erklärte, dass er es hasse, wie eine "Puppe" behandelt zu werden. Er werde deshalb keine Filme mehr drehen. Allerdings nahm er seine Aussage einige Tage später wieder zurück: "Es stimmt zwar, dass ich dies tatsächlich gesagt habe, aber ich war an diesem Tag einfach schlecht drauf. Ich habe sieben Wochen nur in Hotels verbracht und mich eingesperrt gefühlt."


Akte X
Der ausführende Produzent der X-Akten, Frank Spotnitz gab bekannt, dass sich in der siebten Staffel sechs bis sieben von den 22 Episoden mit der Mythologie beschäftigen werden. "Das Finale der Serie wird kein Cliffhanger für den Film werden", sagte Spotnitz weiter. "Es wird eine Weiterführung der Serie und der Stories aus der Serie sein, doch es wird auch Raum für neue Geschichten geben."

Am Sonntag, dem 16. Mai wurde in den Staaten die letzte Folge der sechsten Staffel ausgestrahlt. Sie trägt den Titel "Biogenesis" und wird im Herbst mit der ersten Episode der letzten Akte X-Staffel ("Exodus") fortgesetzt und abgeschlossen. Für die siebte Staffel soll übrigens eine vollkommen neue Introsequenz produziert werden und ausserdem soll der Satz "The Truth Is Out There" durch "The Truth Must Be Told" ersetzt werden.

Ursprünglich war es bereits für Februar angekündigt, dann wurde die Veröffentlichung auf den 24. Juni angesetzt. Doch nun erscheint das nächste Akte X-Video doch "schon" am 17. Juni. Wie bereits berichtet, trägt es den Titel "Akte 13 - One Son" und wird die Episoden "Two Fathers" und "One Son" enthalten. "Akte 14" wird erst im Herbst folgen.

Das beste und bekannteste X-Files-Lexikon ist mit seiner neu überarbeiteten Webseite wieder online. "The Alph", früher bekannt als A-Z, ist unter www.thealph.com erreichbar. Es ist - laut Aussagen der Verantwortlichen - noch umfangreicher und vor allem witziger als früher.

Gillian Anderson hat Gelegenheit, mal wieder eine andere Rolle zu spielen. Für den amerikanischen Kabelsender Showtime wird sie demnächst für den rund sechs Millionen Dollar teuren Film "House of Mirth" vor der Kamera stehen. Die Story, die auf einem Roman von Edith Wharton basiert, spielt im 19. Jahrhundert und dreht sich um eine prominente Frau (gespielt von Gillian), die sich zwischen ihrem Mann und ihrem Liebhaber entscheiden muss. Neben Anderson spielen auch Dan Aykroyd und Eric Stoltz. Gedreht wird in diesem Sommer in Schottland und in Südfrankreich.

Ihre Zuneigung zu David Duchovny packte die bisher unbekannte Song-Writerin Bree Sharp in ein Lied. Auszug aus dem Text: "David Duchovny, I want you to love me/To kiss and to hug me, debrief and debug me." Sharp konnte jetzt sogar einen Plattenvertrag mit Trauma Records abschliessen. Laut Charles Forsch, dem Assistenten von Chris Carter, scheint Duchovny den Song zu mögen, spiele er die Kassette doch wieder und wieder.

David Duchovny und Tea Leoni haben bestätigt, was wir in der letzten Ausgabe berichtet haben: Ihre Tochter wird auf den Namen Madelaine West Duchovny getauft. Das Paar gab weiter bekannt, dass keine Fotos ihres Babys veröffentlicht werden. Eine neue Herausforderung für alle Paparazzi.


Babylon 5/Crusade
Pro Sieben wird die vierte Babylon 5-Staffel wiederholen. Entgegen den letzten Zwischenresultaten auf der Webseite und auf den Videotext-Tafeln des Senders, hat bei der Zuschauerbefragung im April angeblich die vierte Staffel am meisten Stimmen erhalten. Dies wurde von Peter Pilnei im Pro Sieben-Zuschauerforum bekanntgegeben. Ein genauer Termin für die Wiederholung ist noch nicht festgelegt worden, vermutlich soll die Ausstrahlung aber ab Herbst erfolgen. In Fankreisen wird vermutet, dass sich bei diesem "Spiel" nicht der Zuschauerwille durchgesetzt hat, sondern die Tatsache, dass die vierte Staffel bisher nur einmal gezeigt wurde und eine Wiederholung den Sender nichts oder nur sehr wenig kosten dürfte.

Rechtzeitig zum Start von Crusade in den Vereinigten Staaten wurde die offizielle Homepage der Serie stark verändert und und erweitert. Die Webseiten, die unter tnt.turner.com/crusade/ zu erreichen sind, bieten interessante Informationen zur Serie, zu den Schauspielern und zu den Charakteren. So enthalten die Seiten etwa ein Interview mit dem Galen-Darsteller Peter Woodward oder Quicktime-Movies des Crusade-Trailers. Zudem kann sich jeder Besucher auch bei den Rangern anmelden und bekommt dann seine persönliche Urkunde.

Ab 4. Juli 1999 um 20:00 Uhr strahlt auch der britische Pay-TV-Sender SkyOne die dreizehn Crusade-Episoden aus. Leider können nur Decoderbesitzer und Abonnenten die Europapremiere von Straczynskis neuer Serie miterleben; doch wer sich einen ersten Eindruck verschaffen will, dem empfehlen wir, sich das Preview unter www.sftv.ch/artikel/crusade anzuschauen.

Die Aktion "Crusade for Crusade", mit der Fans den Babylon 5-Nachfolger Crusade retten wollen, hat mit Ihrem Aufruf genug Geld zusammengetragen, um in zwei grossen amerikanischen Magazinen Anzeigen aufzugeben. Die ganzseitigen Inserate, die im "SF Magazine" und in "Variety" erscheinen werden, sollen das breite Publikum animieren, sich die Serie anzusehen und gleichzeitig die Verantwortlichen bei TNT darauf hinweisen, dass ein grosses Interesse seitens der Fans besteht, dass die Serie weiter produziert wird. Mehr Informationen zu "Crusade for Crusade" sind unter www.astro.umd.edu/~fleming zu finden.

Gemäss eigenen Angaben wurde J. Michael Straczynski bisher von Warner nicht angefragt, um extra Material oder einen speziellen Kommentar für eine DVD-Produktion zu liefern. Dies hat einen Grund: Babylon 5 gehört nicht zu den DVD-Projekten, die von Warner im kommenden Jahr angepackt werden. Doch schon läuft eine Petition, mit der Fans Warner Bros. aufforderdern, baldmöglichst Babylon 5-DVDs im Widescreen-Format herauszubringen. Wer näheres über die Aktion erfahren will, informiert sich bei www.iinet.net.au/~niall/.

Auf Anfrage hat der deutsche Privatsender RTL bestätigt, dass er die Senderechte für die Babylon 5-Fernsehfilme "Thirdspace" und "In The Beginning" besitzt. Die Rechte würden eine Austrahlung aber frühestens Ende 1999 zulassen.


TV-Serien
Wirbel um das das Season-Finale von Buffy: The Vampire Slayer: Der erste Teil des Zweiteilers mit dem Titel "Graduation Day" wurde ausgestrahlt, doch der zweite Teil wird bisher zurückbehalten. Der Grund: Präsident Clinton hatte anlässlich der Highschool-Schiesserei in Colorado gefordert, dass Hollywood Gewaltdarstellungen mindern müsse. In der Abschlussfolge der dritten Buffy-Staffel greifen die Schüler der Sunnydale Highschool zu den Waffen, bereiten sich auf den jüngsten Tag vor und kämpfen schliesslich gegen eine CGI-Schlange. Zuvor hatte Warner schon die Folge "Earshot" aus dem Programm genommen, in der Buffy von einem geplanten Massenmord an der Schule erfährt. Ob und wann der zweite Teil der Episode "Graduation Day", die übrigens in Kanada mit einigen Schnitten ausgestrahlt wurde, doch noch gezeigt werden soll, ist zur Zeit unklar.

Was schon lange vermutet wurde, ist eingetreten: Millennium wurde nicht verlängert. Die letzte Folge mit dem vielsagenden Titel "Goodbye To All" wurde in den USA bereits Ende Mai ausgestrahlt. Die Serie konnte zum Abschluss aber immerhin noch eine Nominierung für den Bram Stoker-Award 99 der Horror Writers Association für Darin Morgans Drehbuch zur Folge der zweiten Staffel "Somehow, Satan Got Behind Me" verbuchen. Akte X-Produzent Chris Carter verliert nun zwar Millennium, doch er bekommt von Fox den gleichen Sendeplatz für seine neue Serie Harsh Realm, über die wir in früheren Ausgaben bereits berichtet haben.

Neue Informationen gibt es zur Serie Roswell, die ursprünglich unter dem Titel Roswell High angekündigt wurde und die unter anderem von Jonathan Frakes produziert wird. Die Geschichte dreht sich um drei ausserirdische Teenager, die mit ihrem UFO bei Roswell abgestürzt sind. Die jungen Aliens müssen nun die lokale Highschool besuchen. Die Hauptrolle übernimmt Colin Hanks, der 19jährige Sohn von Tom Hanks. Sechs weitere Teenagerrollen sind noch zu besetzen. Die einzige Hauptrolle für einen Erwachsenen wurde an William Sadler vergeben, der unter anderem drei Auftritte als Sloan in Star Trek: Deep Space Nine verzeichnen konnte. Sadler wird den Sheriff von Roswell darstellen. Die Serie, die auf der Jugendbuch-Reihe von Melinda Metz basiert, wurde ursprünglich von Fox entwickelt. Doch da der Sender zu viele Serien-Projekte in Vorbereitung hatte, wandte man sich an Warner.

Tribune Entertainment entwickelt zusammen mit Majel Barrett-Roddenberry zwei neue Serien, die auf Ideen von Gene Roddenberry basieren. Die Arbeitstitel der Serienprojekte lauten derzeit Gene Roddenberry's Andromeda und Gene Roddenberry's Starship. Beide Serien sollen im Herbst 2000 starten. Starship wird sich um die Abenteuer von Captain Dylan Hunt und seinem Raumschiff drehen. Andromeda handelt von einem Wissenschaftler, der durch einen Unfall in die Zukunft versetzt wird und dann versuchen muss, wieder in seine Zeit zu gelangen. Kevin Sorbo, der seine Rolle als Hercules aufgeben wird (die Fantasy-Serie wird eingestellt), hat einen Vertrag bei Tribune Entertainment unterschrieben und wird die Hauptrolle in einer der beiden Roddenberry-Serien übernehmen.

The Crow: Stairway to Heaven wurde nach nur einer Staffel von Universal abgesetzt. Dies trotz den Bemühungen von Fans, die Serie mit einer Unterschriftenkampagne zu retten. Edward Pressman, Produzent von Crow, will aber nicht so schnell aufgeben. Er plant, eine zweite Season mit 22 Folgen zu produzieren. Angeblich gibt es verschiedene Geldquellen, die die Finanzierung sicherstellen sollen. Einigen Gerüchten zufolge verhandelt Pressman zudem mit einem bisher ungenannten amerikanischen Kabelsender, der The Crow: Stairway to Heaven übernehmen soll. Ob und wann die Serie bei uns startet, ist noch unklar. Am 17. Juni erscheint aber der Pilotfilm unter dem Titel "The Crow - 1" auf Videokassette.


Kinofilme
Das war zu erwarten: The Matrix soll fortgesetzt werden. Der Science-fiction-Film der Wachowski-Brüder, der bei uns am 17. Juni anläuft, ist nach The Phantom Menace der erfolgreichste Film dieses Jahres. In der Fortsetzung wird wieder Keanu Reeves die Hauptrolle spielen. Gerüchte sprechen davon, dass dem Schauspieler 20 Millionen US-Dollar geboten werden. Ausserdem soll seine Band Dogstar auf dem Soundtrack zu hören sein.

Carrie-Anne Moss, bekannt aus The Matrix, und Val Kilmer (Batman Forever) haben einen Vertrag mit Warner Bros. unterschrieben. Sie werden im Film Mars dabei sein. Carrie-Anne Moss wird eine Astronautin spielen, die vor der Wahl steht, ob sie die Leute einer missglückten Mars-Mission retten oder zur Erde zurückkehren soll. Ursprünglich wollte das Studio Meg Ryan für die Rolle, doch sie lehnte ab.

George Miller hat am Filmfestival von Cannes bekanntgegeben, dass er derzeit an Mad Max 4 arbeitet. Das Skript sei bereits fertig. Laut Miller wird Mel Gibson für die Hauptrolle nicht zur Verfügung stehen. Deshalb laufe derzeit das Casting für den Film, der ab Herbst gedreht werden soll, auf vollen Touren. Gesucht wird ein junger Schauspieler, der die Rolle des Mad Max überzeugend darstellen kann.

Nachdem lange nicht viel neues von The X-Men zu hören war, tut sich nun offenbar einiges. Die Hauptrollen in der Comicverfilmung wurden nun mit Patrick Stewart, der Professor Xavier spielen wird, und an Charakterdarsteller Ian McKellen, der den Bösewicht Magneto verkörpern wird, besetzt. Die Dreharbeiten zum rund 70 Millionen Dollar teuren Film sollen am 19. Juli in Toronto unter der Leitung von Regisseur Bryan Singer beginnen.

James Camerons Produktionsfirma Lightstorm verfilmt den Roman Brother Termite von Patricia Anthony, der in Deutschland bei Heyne unter dem Titel "Bruder Termite" erschienen ist. Lightstorm, die den Film für 20th Century Fox produzieren wird, hat Blade-Regisseur Stephen Norrington für die Inszenierung des effektlastigen Films verpflichtet. Die Geschichte dreht sich um Ausserirdische, die in den 50er Jahren bei uns gelandet sind und seither langsam die ganze Erde unter ihre Kontrolle gebracht haben.

Ob der Kampfstern Galactica-Kinofilm überhaupt einmal realisiert wird, ist derzeit noch sehr unsicher. Die offizielle Webseite ist allerdings inzwischen online gegangen. Bisher sind unter www.battlestarmovie.com noch nicht allzu viele Informationen abrufbar. Bisher ist einzig zu lesen, dass die Arbeit am Drehbuch in Angriff genommen wurde. Ausserdem gibt es ein Interview mit Galactica-Erfinder und -Produzent Glen A. Larson zu lesen.


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Sat.1: 18.5 %
Pro Sieben: 17.3 %
ARD: 14.3 %
Dritte: 2 %
RTL: 1.7 %
VOX: 1.5 %
RTL II: 1 %
tm3: 0.1 %
Kabel 1: 0 %
Andere: 2.4 %

Quelle: DSi


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