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+ "Star Trek: Der Aufstand" - Eine Kritik

+ Fehlende Szenen aus "Star Trek: Insurrection"

+ Das war das Trek-Jahr 1998


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+ DS9-Finale ist Sisko-Finale

+ DS9 in Sat.1

+ Stewarts Idee für ST10


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AMARGOSA RELAY

15. Januar 1999 - Ausgabe 46 - "Marche a l'envers"

Langweilige Fremdlinge...

So titelte eine bekannte Schweizer Sonntagszeitung ihren etwas sehr kurz geratenen Verriss von "Star Trek: Insurrection". "Sexfreie Liebe" war ihr schlagendes Argument gegen den Film, na ja.

Wir wollen in dieser Ausgabe ein etwas ausgeglicheneres Bild vom neusten Kinoabenteuer zeichnen. So präsentieren wir Ihnen als besonderes Highlight eine Filmbesprechung von Thomas Höhl, der für seine qualitativ hochwertigen, aber auch bissigen Kritiken, Artikel und Texte im deutschsprachigen Raum bekannt ist.

Auch der zweite Spotlight ist auf den neuen Kinofilm gerichtet, allerdings auf den Teil, der immer deshalb so interessant ist, weil er eben nicht zu sehen ist: Die geschnittenen Szenen. Wir beschreiben die fehlenden Szenen ausführlich und suchen nach den Gründen, weshalb sie nicht in die Endfassung kamen.

Viel Spass mit der neusten Ausgabe...

Philipp Ruch
Chefredakteur

Inhalt dieser Ausgabe

1. "Star Trek: Der Aufstand" - Eine Kritik
2. trekBEAT
3. Fehlende Szenen aus "Star Trek: Insurrection"
4. Das war das Trek-Jahr 1998
5. Smile Fiction
6. Im Gespräch mit Ron Moore
7. Episodenlogbuch
8. Subspace Link


1. Spotlight: "Star Trek: Der Aufstand" - Eine Kritik

Ein neuer Film, ein neuer Anfang

"Star Trek - Treffen der Generationen" wollte es allen recht machen. Den Fans der Classic-Serie, den Fans der Serie "Star Trek - Die nächste Generation", den Actionliebhabern und den Anhängern großartiger Effekte. Dadurch wirkte der Film aber nur uneinheitlich und belegte so aufregende Ereignisse wie den Tod von Kirk und die Zerstörung der Enterprise mit der Aura der Belanglosigkeit. Der Nachfolger "Star Trek - Der erste Kontakt" war dagegen zu stromlinienförmig. Er war ein guter und spannender Actionfilm, der aber das unangenehme Gefühl hinterließ, zu viele Elemente ignoriert zu haben, die für die Atmosphäre der Serie so entscheidend waren. Mit "Star Trek - Der Aufstand" kam nun endlich ein Film in die Kinos, der sich bei aller Action in erster Linie darum bemüht, die Atmosphäre der Serie einzufangen und auf die Leinwand zu übertragen.

"Star Trek - Der Aufstand" mag nicht so spannend sein wie der Vorläufer, aber er wirkt reifer, durchdachter, komplexer und vollendeter. Auch wenn Rick Berman und Michael Piller offenbar in ihrer übervorsichtigen Rücksicht auf Kinokonventionen geglaubt haben, es sei notwendig, den Zuschauer alle fünf Minuten mit einer Actionszene oder einem Gag bei Laune zu halten, beeindrucken doch in erster Linie das ethische Dilemma der Situation und die raffiniert verschachtelten Motive der Figuren, die das Drehbuch im Stil eines gut geschriebenen SF-Krimis so nach und nach offenbart. Das macht "Star Trek - Der Aufstand" zum bislang anspruchsvollsten "Star Trek"-Film.

Die Figuren

Erstmal ist es mit "Star Trek - Der Aufstand" in einem "Next Generation"-Film gelungen, die Figuren der Serie ohne Abstriche auf die Leinwand zu übertragen. Das gilt vor allem für Data und Picard. Picard war in "Treffen der Generationen" ein gebrochener Mann, der unkonzentriert und abwesend wirkte, während er in "Der erste Kontakt" zum Captain Ahab mutierte und so nach und nach die Kontrolle über sich verlor. Data bekam einen Emotions-Chip und durfte albernes Gekichere zum Besten geben und sich später von der Borgqueen einwickeln lassen. Nicht, daß diese Figurenzeichnungen keinen Sinn gemacht hätten, sie waren allein deswegen bedauerlich, weil man als Fan nie das Gefühl hatte, wirklich die Figuren wiederzusehen, für die man sich bei der Serie so begeistern konnte.

Der Picard in "Der Aufstand" darf ebenfalls entschlossen und jugendlich wirken, doch er muß dafür nicht im Muscle-Shirt durch die Gegend rennen und kleine Schiffchen zerschlagen. Das gleiche gilt für den liebenswert naiven Data, der, wie schon so oft in der Serie, mit seiner sanften Geduld die Zuneigung eines Fremden erwirbt, hier die des Bak'u-Jungen Artim.

Der Humor arbeitet in "Der Aufstand" MIT den Figuren, nicht gegen sie. In den beiden vorangegangenen Filmen funktionierte der Humor, weil er die Figuren im Widerspruch zur Serie zeigte. Der Humor in "Der Aufstand" mag hin und wieder albern sein, doch er funktioniert, teilweise weil er mit den typischen Eigenheiten der Figuren arbeitet, teilweise, weil das Timing von Darstellern und Regie stimmt.

Ansonsten erfreut, daß der Film sich mehr der Crew als Einheit widmet, und wenn auch nicht jeder eine gute Soloszene hat (insbesondere Gates McFadden als Dr. Crusher ist hier erneut zu einer so gut wie reinen Statistenrolle verdammt), sind die Hauptfiguren doch die meiste Zeit präsent und wir müssen nicht, wie leider in den letzten Filmen, zu 50 Prozent ein Picard-Einzelabenteuer verfolgen. Worf wirkte hier weitaus liebenswerter als in den Filmen zuvor, und LeVar Burton hatte eine Szene, die ihm ermöglichte, als Geordi seine bislang beste darstellerische Leistung abzuliefern.

Die Gastfiguren machten ihre Sache gut, allen voran Oscar-Preisträger F. Murray Abraham als von Haß und Verjüngungswahn zerfressener Bösewicht. Aber auch Anthony Zerbe als Admiral Dougherty überzeugt. Dieser Admiral ist nicht dem Wahnsinn nahe wie die vielen anderen Offiziere, die bereits in "Star Trek" falsche Entscheidungen treffen durften und wohl gerade deshalb so glaubwürdig. Eine besonders erfreuliche Überraschung ist der zehnjährige Michael Welch, der absolut überzeugend und mit einer angenehmen Natürlichkeit den Bak'u-Jungen Artim verkörperte.

Am wenigsten funktionierte Donna Murphy als Bak'u-Frau Anij. Anstatt alt und würdevoll zu erscheinen, wirkte sie nur arrogant und unsympathisch, und ihre Schönheit aufgrund der offensichtlichen Silikon-Lippen und künstlichen Haarteile nur unnatürlich. Daß diese Überheblichkeit sogar zum Ende der Geschichte paßt, als sich herausstellt, daß die Bak’u immerhin fähig waren, ihre eigenen Kinder zu verstoßen, hilft da wenig, da die Romanze zwischen Picard und Anij einfach nicht recht funktioniert. Das ist besonders schade, wenn man bedenkt, daß in der Serie die spärlichen Romanzen, die Picard erleben durfte, allesamt überzeugender waren.

Die Story

Das größte Pluspunkt des Films ist die von Michael Piller sorgfältig strukturierte Geschichte, gegen die einzelne Schwachpunkte des Films verblassen. Es gibt etliche Motive und viele verschiedene Pläne und Verwicklungen, die sich erst im Verlauf des Films herauskristallisieren und die mit der ständig aufgeworfenen Frage nach dem "Warum" das Interesse des Zuschauers aufrecht halten. Warum läuft Data Amok? Warum untersucht die Föderation diesen Planeten? Was planen die Son'a wirklich? Welches Geheimnis haben die Bak'u? Das sind die Fragen, die den Zuschauer beschäftigen. Die Antworten sind besonders beeindruckend, wenn man den Film das zweite Mal sieht und dann die ganzen versteckten Hinweise entdeckt, die man zuvor gar nicht bemerkt hatte.

Eine Schlüsselfigur ist der berechnende Admiral Dougherty, der nach militärischen Überlegungen vorgeht und dessen Absichten aus seiner Sicht zweifellos gut sind. Als er Ru'afo die Erlaubnis gibt, das Feuer auf die Enterprise zu eröffnen, ist sein Gesicht schmerzerfüllt, aber entschlossen. Dieser Admiral glaubt tatsächlich, daß während eines Krieges, der so viele Opfer kostet, diese 600 Leute geopfert werden können, wenn sich dadurch eine neue Überlebenschance für die Föderation ergibt. Und so offensichtlich ist seine Fehlentscheidung nicht, man kann sie durchaus nachvollziehen. Ein sehr guter Dialog mit Picard, zugleich die Schlüsselszene des Films, macht klar, daß das Unrecht sich nicht an Zahlen orientiert. Im Grunde wiederholt der Film die Botschaft aus "Star Trek III": Das Wohl von wenigen kann wichtiger sein als das Wohl vieler. Erneut wird somit im "Star Trek"-Universum der Wert des Individuums betont, in einer multikulturellen Gesellschaft kann der einzelne oder eine Minderheit nie weniger bedeuten als die Mehrheit.

Der Showdown überzeugt durch visuelle Effekte , die einen "Star Trek"-Film zwar nicht ausmachen sollten, die aber letztlich genauso dazu gehören wie der Humor und die vielzitierte Message. Zugleich gelingt es der Enterprise-Crew in Michael Pillers Drehbuch, den Plan der Son'a durch einen raffinierten Trick zu durchkreuzen, ganz im Stil des "Next Generation"-Zweiteilers "Best of Both Worlds" (dt.: In den Händen der Borg/Angriffsziel Erde), dem nach wie vor wohl besten Drehbuch, das Michael Piller für "Star Trek" verfaßt hat. Das Ende des Films erfreut auch deshalb, weil es seit sehr langer Zeit einmal nicht rein zerstörerisch daherkommt, sondern auch versöhnende Elemente trägt. In "Star Trek 2" galt es, Khan unschädlich zu machen, im dritten Teil waren es einige Klingonen, im fünften Film ein gefährliches Geistwesen, im sechsten Film einige Attentäter, im siebten Film Soran und im achten Film natürlich die Borg. Es ist enttäuschend, daß die "Star Trek"-Filme, die alle auf so vielschichtigen, intelligenten und unkonventionellen Serien basieren, im Kino die Problemlösung immer nur in der banalen Vernichtung des Bösewichts erreichen. Mit "Der Aufstand" gibt es endlich mal einen Film, der auch die schwache, zerbrechliche Seite der Gegner beleuchtet. Die Son'a sind am Ende die verstoßenen "Söhne" der Bak'u, die sich am Ende mit ihren Eltern aussöhnen dürfen.

Der Hintergrund

Besonders erfreulich ist, daß dieser Film nicht im luftleeren Raum schwebt, sondern sich in die momentan laufenden Ereignisse der Serie DS9 perfekt einfügt. Dies ist der erste Film der "Next Generation", in der sogar mehrmals die Raumstation Deep Space Nine erwähnt wird. Doch bei den Erwähnungen bleibt es nicht, das Motiv von Admiral Dougherty stützt sich ganz massiv auf die aktuellen Ereignisse, womit natürlich der Krieg gegen das Dominion gemeint ist. Dadurch wird sein Motiv nur noch glaubwürdiger. Der Nicht-Fan wird dadurch freilich ziemlich irritiert, muß er sich doch fragen, warum die Föderation im Sterben liegen soll und was Picard damit meint, wenn er sich nach den Zeiten zurücksehnt, als sie alle noch Forscher waren. Michael Pillers Taktik, die parallel laufenden Ereignisse in "Star Trek - Deep Space Nine" nicht zu ignorieren, ist jedenfalls zu begrüßen, auch wenn inzwischen die Zusammenhänge bei vier Serien und etlichen Kinofilmen wahrscheinlich nur noch für den Fan durchschaubar sind.

Da der Film zeitlich nicht genau eingeordnet werden kann, ist natürlich auch für den Fan unklar, ob die Erwähnung der "Dominion-Verhandlungen" auf ein Ereignis anspielt, das in "Star Trek - Deep Space Nine" noch bevorsteht, oder ob damit zum Beispiel die DS9-Episode "Statistical Probabilities" (dt.: Statistische Wahrscheinlichkeiten) gemeint sein könnte. Zugleich ist es schade, daß sich niemand zum Tod von Worfs Frau äußerte, auch wenn wie gesagt nicht sicher ist, ob der Film vor oder nach diesem Ereignis spielt.

Action und Effekte

Der Film unterwirft sich ein wenig zu sehr der Verpflichtung, Action zu zeigen wo immer es geht. Teilweise wiederholen sich sogar manche Actionszenen, was den Film zwar zu einem vergnüglichen Erlebnis im vielzitierten "Popkorn-Kino" macht, den Fan aber wohl weniger begeistert. Zu oft werden die Bak'u von den Sonden verfolgt, und auch die Raumschlacht der Enterprise gegen die Son'a-Schiffe bot letztlich nichts, das man so nicht schon unzählige Male in den aktuellen Serien "Deep Space Nine" und "Star Trek - Voyager" gesehen hat.

Die Action belebt den Film, aber auf Bilder, wie man sie so noch nicht gesehen hat (wie vergleichsweise der Absturz der Enterprise im siebten Film oder der Gang über die Hülle der Enterprise im achten Film), wartet man leider vergeblich.

Die Spezialeffekte hinterließen einen gemischten Eindruck, und auch wenn sie in einem "Star Trek"-Film nicht die erste Geige spielen sollten, so ist es doch bedauerlich, da die letzten zwei Filme in Sachen Effekte dem Franchise einen guten Ruf verschaffen konnten. Von sehr gut bis miserabel war in "Der Aufstand" alles vertreten. Daß für diesen Film ausschließlich computergenerierte Bilder verwendet wurden, konnte man nur zu deutlich erkennen. Gepaart mit der noch immer gewöhnungsbedürftigen Enterprise E sorgte das dafür, daß zumindest in Sachen Spezialeffekte dieser Film keine große Steigerung zum Vorgänger darstellt. Ein gravierender Rückschritt ist aber ebenso nicht zu erkennen. Bleibt zu hoffen, daß die neuen "Star Wars"-Filme die Latte in Sachen Spezialeffekte so hoch hängen, daß den für die "Star Trek"-Filme Verantwortlichen gar nichts anderes übrig bleibt als beim nächsten Film entsprechend nachzuziehen.

Der Humor

Humor war und ist eines der Geheimnisse für den Erfolg von "Star Trek". Nur sollte man sich nicht allzu sklavisch an die Formel "Action + Humor + Star Trek = Erfolg" halten. Die Gags wirkten teilweise ein wenig aufgesetzt und holzhammermäßig. Allein dem guten Timing des Regisseurs und dem Talent der Darsteller ist es zu verdanken, daß der Humor fast immer funktioniert und selbst in der Wiederholung nicht an Wirkung einbüßt. Den vielfach geäußerten Vorwurf, Worf sei hier zur Witzfigur gemacht worden, teile ich nicht sonderlich, da sich der steife Worf schon immer für Situationskomik anbot und er ja gerade in diesen Szenen besonders liebenswert wirkte. Immerhin bekam auch Picard sein Fett ab, da er einen ziemlich lächerlichen Kopfschmuck tragen mußte, in seinem Zimmer tanzte und dann auch noch ein Lied sang. Vereinzelte Gags mißlangen, darunter der Joystick-Scherz und Data, der am Ende Riker einen Stupser verpaßt. Auch Dr. Crusher und Deanna Troi durften gerade mal eine eher peinliche Bemerkung über den gestrafften Busen machen.

Aufgrund des Humors wurde der Film oft mit "Star Trek IV" verglichen, ein Vergleich, der aber wohl ein wenig zu weit geht. "Star Trek IV" war eine gelungene SF-Komödie. Eine Komödie war "Der Aufstand" nicht, dafür war die Story dann doch zu hintergründig und verstrickt.

Technik gegen Natur

Der Film thematisiert natürlich die Kräfte der Technik und der Natur, die schon fast "Star Wars"-mäßig gegenübergestellt werden. Erstmals gelingt dabei der Inszenierung das, was in früheren Filmen schon mehrfach versucht wurde: Einen Kontrast zwischen technisierten Raumschiffkulissen und eindrucksvollen, epischen Naturaufnahmen herzustellen.

Oberflächlich betrachtet kommt die Natur dank der einmalig schönen Aufnahmen westlich von Los Angeles mit dem Blick auf das idyllische Bak'u-Dorf mit seinen hübschen Einwohnern besser weg. Das verwundert bei Autor Michael Piller nicht, betonten seine letzten Drehbücher für "Star Trek - Voyager" doch die Weisheiten der Naturvölker und seine Begeisterung für "New Age"-Themen. Hier funktioniert jedoch dieses Ansinnen und widerspricht auch nicht dem Roddenberry-Universum, das ja Aufgeschlossenheit propagiert und eben gerade keine konservative Technikfeindlichkeit vertritt. Es funktioniert, weil der Film auch die Kräfte der Technik zeigt. Ohne Technik hätte man die Bak'u nicht retten können, und auch Data, die Verkörperung der Technik, spielt hier eine rettende Rolle. Zudem wird das positive Image der Bak'u am Ende beschädigt, da diese, um ihre Ablehnung von Technik aufrecht erhalten zu können, ihre eigenen Kinder verstoßen haben.

Pillers Drehbuch vertritt den Standpunkt, daß Jugendlichkeit nichts Technisches ist und daher auch nicht mit Hilfe von Technik erreicht werden kann. Selbst Data kommt hier ohne Emotionschip dem Menschsein näher als in den letzten zwei Filmen. Durch den Umgang mit Artim erlebt Data seine ganz eigene Verjüngung.

Leider verirrt sich der Film gerade bei der Verglorifizierung eines naturverbundenen Daseins in Klischees und Kitsch. Abgesehen davon, daß ein Leben ohne Technik eine etwas vage Umschreibung ist, schließlich ist ja schon der Amboß eines Schmieds gewissermaßen Verwendung von Technik, erscheint doch die Darstellung der Bak'u-Idylle unrealistisch paradiesisch. Wer wirklich Technik ablehnt, lebt kaum in einer so hygienisch sauberen Feriendorf-Kulisse. Wer einmal eine Episode der Serie "Unsere kleine Farm" gesehen hat, der weiß, wie das Landleben durchaus idyllisch dargestellt werden kann, ohne daß man das Gefühl hat, man sieht einen Werbespot für "Neckermann"-Ferienreisen. Aber auch die Darstellung der Bak'u-Kulissen und die abstoßenden Verjüngungstechniken (die ohnehin nur an "Brazil" erinnerten) wären wohl wirkungsvoller gewesen, stünden sie in ihrer Plumpheit nicht auf einem so flachen Level.

Zumindest symbolisiert das Ende, daß sowohl das eine als auch das andere Extrem zum Scheitern verurteilt ist. Artim hat seine Begeisterung für Technik entdeckt, indem er sich mit Data anfreundet, und auch die Rückkehr der Son'a wird wohl dazu führen, daß die Bak'u in ihren Ansichten etwas aufgeschlossener werden müssen. Im Schlußbild zeigt der Film noch einmal den Wert der Naturkräfte: Eine Bak'u-Frau umarmt ihren Sohn, einen Son'a. Nicht die Technik wird also den Konflikt zwischen beiden Gruppen lösen, vielmehr wird es die Kraft der Natur in Form der Mutterliebe sein, während Picard mit seiner Crew auf die Enterprise beamt und mit Hilfe von Technik die Föderation verteidigen wird.

Ein Ausblick

"Star Trek - Der Aufstand" hat gezeigt, daß sich die Atmosphäre der Serie durchaus auf das Kino übertragen läßt und geeignet ist, für ein "großes Kinoerlebnis" zu sorgen. Wenn sich Berman und sein Autorenstab in Zukunft nicht mehr so verkrampft den Konventionen des Mainstream-Kinos unterwerfen, dann könnte der zehnte Film sogar noch besser werden. Es gibt keinen Zweifel, daß der nächste Film kommen wird, die Frage ist nur: In welche Richtung wird er gehen? Da sich "Der erste Kontakt" wohl als der erfolgreiche Film erweisen wird, wird "Star Trek 10" im Kielwasser der "Star Wars"-Filme mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit wieder ein großes Actionspektakel sein, bei dem dann Story und Figuren wohl wieder die zweite Geige spielen müssen. Bis dahin können wir uns aber an "Star Trek - Der Aufstand", einem "echten" "Star Trek"-Film, erfreuen.

Weitere Kritiken: http://www.sftv.ch/hoehl/

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2. trekBEAT

DS9-Finale ist Sisko-Finale.
"Die Sisko-Line" nennt Produzent Ronald D. Moore die Doppelfolge, die das Finale der siebten und letzten Staffel von Deep Space Nine darstellt. "Er spielt die Hauptrolle. Seit der Pilotfolge wird er mehr in den Mittelpunkt gerückt, als andere Serien ihre Protagonisten in den Mittelpunkt rücken. Die erste Episode zeigte seine Vorgeschichte und wie er nach DS9 kam, um dort sein Schicksal zu finden. Und diese Geschichte beeinflusst alle anderen Geschehnisse."

ST10 letzter TNG-Film.
LeVar Burton (LaForge) meldete sich zu einem weiteren Kinofilm als letzter Auftritt für die TNG-Crew zu Worte: "Es wird nicht gerade billiger, diese Filme zu drehen, es wird nur teurer. Und ich weiss auch, dass es ebenfalls nicht billiger wird, mich unter Vertrag zu nehmen."
Auch Michael Dorn (Worf) denkt an das Ende seiner Star-Trek-Karriere: "Ich will Worf mit 50 Jahren nicht immer noch spielen. Einen Film kann ich noch machen, aber das wird es dann gewesen sein."

Einspielergebnisse von INSURRECTION.
Der neueste Star-Trek-Film INSURRECTION eroberte sowohl in Deutschland als auch in Grossbritannien gleich am ersten Wochenende Platz 1 in den Kinocharts. In Deutschland legte er mit Einnahmen von 5.8 Millionen Dollar oder 825'741 Besuchern den besten Start eines Trek-Kinofilms aller Zeiten hin. Auch in der zweiten Woche konnte er sich mit 437'813 Besuchern noch auf Platz 1 halten (3.4 Mio).
In den USA sah es nach einem soliden Start (22 Mio.) in der zweiten Woche deutlich schlechter aus. Mit nur noch 8.3 Millionen Dollar Einspielergebnis purzelte der Film von Platz 1 auf Platz 4 - das gab es für einen Star-Trek-Film schon lange nicht mehr. Und auch in der dritten Woche rutschte der Film wegen der harten Konkurrenz nochmals gewaltig - auf Platz 8. Obwohl das Einspielergebnis im Vergleich zur Vorwoche nur um eine Million niedriger war (7.3 Mio.). In der vierten Woche war mit nur 4.7 Millionen Dollar klar, dass sich der Film nicht mehr lange in den Top 10 halten würde und so geschah es auch, dass er sich schon in der fünften Woche mit nur noch 2.9 Mio. auf Platz 11 wiederfand. Das Zwischentotal für "Star Trek: Insurrection" liegt in den USA derzeit bei etwas über 63 Mio., weltweit bei 85 Mio. Der Film wird damit sicherlich nicht mehr an den Erfolg von "First Contact" anknüpfen können. Es bleibt sogar unsicher, ob der Film überhaupt in die Nähe des "Generations"-Einspielergebnisses kommt.

Moore über neue Trek-Serie.
In einem Interview erzählte Ron Moore über die Planungen an einer weiteren Star-Trek-Serie. Seines Wissens soll es keine Gespräche über eine neue Serie geben. Er habe auf jeden Fall noch nichts von den Mitproduzenten Rick Berman, Ira Steven Behr oder dem Studio gehört. Moore: "Ich denke, dass sie mit dem Start einer neuen Serie abwarten werden und das ist gut so. Ich würde dem Franchise eine kleine Verschnaufpause gönnen. Denn es ist besser zu hören, 'Verdammt, wann werden sie uns wieder neues Star-Trek-Material liefern?!' als 'Und es geht wieder los'."

Berman kritisiert Werbekampagne.
Nachdem schon Regisseur Jonathan Frakes (Riker) das Marketing für INSURRECTION kritisiert hatte, erhält er jetzt von Produzent Rick Berman Rückendeckung: "Die Studios tendieren immer dazu, die Actionelemente in einem Film zu pushen. Die Trailer verbraten alles, was im Film wichtig ist, und ich denke, dass das Studio dem Trailer mehr Action gibt, als der Film selber hat." Bermans Meinung nach gehe in der Werbung die Eigenschaft des Filmes als Charaktergeschichte verloren.

DS9 in Sat.1.
Voraussichtlich ab dem 30. Oktober diesen Jahres wird die siebte DS9-Staffel ausgestrahlt - wie gewohnt samstags. Am 15. Oktober will Sat.1 mit der fünften Voyager-Staffel wieder jeweils freitags beginnen. Ob in der Zwischenzeit Wiederholungen laufen, ist noch nicht bekannt.
Desweiteren hat Sat.1 die Rechte für den achten Kinofilm FIRST CONTACT erworben und plant, diesen zum Jahreswechsel auszustrahlen. Zur Zeit steht Sat.1 mit Paramount ebenfalls in Verhandlungen über die Rechte von INSURRECTION.

TNG bald wieder im ORF.
Der österreichische Sender ORF wird ab dem 12. Februar zum zweiten Mal eine komplette Wiederholung von "Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert" zeigen. Um 15:40 Uhr werden von montags bis freitags im ORF 1 alle 178 Folgen der Serie gezeigt.

Constanza in Voyager.
Der aus der Sitcom Seinfeld bekannte Schauspieler Jason Alexander (Georg Constanza) wird in einer Episode der fünften Voyager-Staffel einen Gastauftritt haben. Er wird die Rolle von Kurros übernehmen, einem charismatischen aber skrupellosen Anführer einer ausserirdischen Rasse. Die Produktion der Folge lief am 7. Januar an. Zu sehen ist sie noch in diesem Frühjahr bei UPN.

Rückkehr des Orion-Syndikats.
Gegen Ende der siebten und letzten Staffel von Deep Space Nine wird es noch einmal zu Auftritten der bajoranischen Kai Winn und des Orion-Syndikats kommen. Das verriet DS9-Produzent Ron Moore. Auftritte von Keiko O'Brien und Shakaar seien bisher noch nicht geplant.

Stewart freut sich über Erwähnung.
Patrick Stewart hat sich für seine Erwähnung als beratender Produzent bei "Star Trek: Der Aufstand" bei Paramount bedankt: "Ich bin als Produzent für diesen Film erwähnt, aber das nur ganz formal, weil es schon immer so war, dass ich an der Storyentwicklung mitgewirkt habe. Das hat Paramount entschieden und es war sehr nett von ihnen."

Star Trek "al dente".
Am 9. Januar wurde das erste Star-Trek-Kochbuch von Simon & Schuster veröffentlicht. Das Buch wurde von William Birnes verfasst; als allererste Quelle dient Neelix alias Ethan Phillips. Aus dem Inhalt: Klingonischer Blutwein, Gagh und viele weitere bekannte Speisen und Getränke aus dem Trek-Universum.

World Tour mit weniger Besuchern als erwartet.
Die Besucherzahlen der World Tour in Düsseldorf erfüllten nicht die Erwartungen der Verantwortlichen. Statt der erwarteten 200'000 liessen sich nur 170'000 Besucher durch die Nachbildung der Enterprise-D führen. Die Tageszeitung Hamburger Morgenpost schreibt: "Nach zahlreichen Beschwerden war bei der Premiere in Düsseldorf einiges geändert worden. So wurden Preise für Speisen und Getränke gesenkt, englischsprachige Videos im Nachhinein deutsch synchronisiert." Die weiteren Stationen der World Tour sind nun Wien, London, Singapur, Australien, Neuseeland und Südamerika.

Stewarts Idee für "Star Trek 10".
Bereits in der vorletzten Ausgabe berichteten wir darüber, dass Patrick Stewart zusammen mit Brent Spiner eine Idee für die Story des zehnten Kinofilms entwickelt hat. Endlich verriet sie Stewart in einem Interview: "Die TNG-Episode 'Die Verschwörung' (Conspiracy) war ursprünglich eine richtige Verschwörungsstory. Dort haben Mitglieder der Sternenflotte vom ruhigen und friedvollen Leben genug gehabt und wollten rauhere Methoden anwenden. Aber Gene Roddenberry änderte die Story im Nachhinein: Ein Lebewesen mit bösen Absichten machte die Leute ebenso böse, indem es sie infizierte. Aber so funktioniert das nicht. Es gibt böse Leute. Deshalb wollen wir den Kreis mit Anthony Zerbes (Doherty) Charakter schliessen und in Form eines Sequels zeigen, wie er korrumpiert worden ist. Das würde auch Picards letzten Satz erklären, als er sagt, dass er zurück müsse, um mit diesen Leuten abzurechnen. Deshalb denke ich, dass es sehr gut wäre, die Story im nächsten Film fortzuführen."

Amargosa Relay erneuert.
Mit dem Amargosa Relay können Betreiber von Internet-Seiten seit längerem aktuelle Star-Trek-News auf ihren Seiten anbieten. Wir haben die Verwaltung und Weiterentwicklung des Relays an den Deutschen StarTrek-Index abgegeben. Der DSi hat den Funktionsumfang des Relays stark erweitert; so können die Benutzer ihr eigenes Relay erschaffen und frei konfigurieren! Die Einrichtung eines solchen Relays ist kostenlos unter folgender Adresse möglich:
http://startrek.www.de/news/amargosa

Neues DS9-Computerspiel.
Der Softwarehersteller Simon & Schuster hat Pläne für die Veröffentlichung eines neuen Computerspiels mit dem Namen "Deep Space Nine: Millennium" bekanntgegeben. Das Spiel wurde von Collective Studios entwickelt und basiert auf der 3D-Entwicklung des Spiels "Unreal".

Neuer Soundtrack.
Bereits am 2. November 1998 sollte in den USA der aufgebesserte Soundtrack zu "Star Trek: Der Film" erscheinen. Die Veröffentlichung wurde allerdings auf den 26. Januar verschoben. Neben acht zuvor unveröffentlichten Stücken wird eine zweite CD namens "Inside Star Trek With Gene Roddenberry" mitgeliefert. Auf dieser sind Interviews mit Roddenberry sowie den Darstellern William Shatner, Mark Lenard, DeForest Kelley und Nichelle Nichols zu finden.

Dieses und jenes.
Patrick Stewart (Picard) wurde für seine Rolle im Fernsehfilm "Moby Dick" für den Golden Globe-Award nominiert.
Das vom US-Sender ABC initiierte Remake der Serie "Fantasy Island" ist wegen zu niedriger Einschaltquoten eingestellt worden. In der Serie sollte Malcom McDowell (Soran) eine Hauptrolle erhalten.
Der fünffache Oscarpreisträger Ken Ralston wurde von Sony für die Mitarbeit an einem Remake von "Mysterious Island" angeheuert. Der Film, dessen Originalversion 1961 gedreht wurde, basiert auf einem Roman von Jules Verne. Ralston gewann bereits Awards für die Arbeit an Spezialeffekten bei Star-Trek-Filmen.
Patrick Stewart (Picard) spielt zusammen mit Kimberly Williams und Hectory Elizondo in dem Film "Safe House" mit. Der Film wird am 24. Januar in den USA ausgestrahlt.

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3. Spotlight: Fehlende Szenen aus "Star Trek: Insurrection"

Als aus Amerika zu vernehmen war, dass in "Star Trek: Insurrection" neue Details über die Enterprise-E enthüllt werden, war bei den Fans die Freude gross. Neben der Captains Yacht sollte erstmals auch die Bibliothek der Enterprise zu sehen sein. Zudem wurde die Ausstoss-Prozedur des Warpkerns in voller Länge versprochen. Umso grösser war dann die Enttäuschung darüber, dass die Bibliothek gänzlich fehlte und von Geordi über den Warpkern-Ausstoss nur ein knappes "I just did so" zu hören war.
Dabei wurden nicht nur diese beiden Szenen, sondern noch viele weitere gedreht. Warum sie nicht in die Endfassung gelangten, darauf versuchen wir nachfolgend einige Antworten zu finden.

Als am 1. April 1998 die Dreharbeiten für "Insurrection" begannen, fand sich das Produktionsteam auf dem Set der Enterprise-Bibliothek wieder. Die ersten Szenen, die für den Film gedreht wurden, beinhalteten die Nachforschungen von Riker und Troi über die Son'a, die sie auf Picards Befehl hin anstellten.

In diesen Szenen finden sie heraus, dass der Ba'ku-Planet erst vor sechs Monaten von den Son'a entdeckt wurde. Da er im Föderationsraum liegt, trafen die Son'a mit der Sternenflotte eine Vereinbarung, um gemeinsam die Soziologie des Ba'ku-Volkes zu studieren. Während sich Riker wundert, weshalb die Son'a Interesse an der Soziologie anderer Völker haben, wirft Troi einen Papierball nach Riker. Als er sich umdreht, blickt sie unschuldig auf ihren Computer. Er hebt den Papierball auf und zielt auf Troi. Doch er bemerkt gerade noch rechtzeitig, dass ihn die Bibliothekarin beobachtet und lässt ihn deshalb wieder fallen.

Während Riker und Troi daraufhin flirten, trifft Riker ein weiterer Papierball. Diesmal stammt er von einem Fähnrich. Er ist ein Trill und schaut auf seine Konsole, als könne er kein Wässerchen trüben. Die Bibliothekarin verärgert das ganze Spiel sehr.

Der Grund, weshalb diese Szenen nicht in die Endfassung des Films kamen, ist noch unklar. Fest steht aber, dass mehrere Bibliothekare Briefe an Paramount schrieben, in denen sie sich über die Klischee-Darstellung ihres Berufes beklagten.
Die Bibliothekarin der Enterprise-Bibliothek wurde übrigens von Lee Arnone-Briggs gespielt. Der Trill-Fähnrich von Max Grodènchik, der auch Rom in der Serie "Star Trek: Deep Space Nine" mimt.

Der Auftritt eines weiteren "Deep Space Nine"-Schauspielers fiel ebenfalls der Schere zum Opfer. Armin Shimerman trat am Ende des Films in seiner regulären Rolle als Ferengi auf.
Etwa zu der Zeit, als Picard Anij von seinen längst fälligen Urlaubstagen erzählt, ruft eine bekannte Stimme nach Worf. Es ist Quark mit zwei Dabo-Mädchen. Er eröffnet ihm seine Pläne, das grösste Heilbad der Galaxie auf diesem Planeten errichten zu wollen. Er fragt den Klingonen selbstüberschätzend, was er davon halte.
"Hier wird niemand ein Heilbad aufmachen" greift Picard energisch ein. "Der Ba'ku-Planet wird unter Föderationsschutz gestellt, um ihn vor Leuten wie ihnen zu schützen."
Picard befiehlt Quark, sich und seine Begleitung augenblicklich hochzubeamen, um schnellstens auf Deep Space Nine zurückzukehren.

Regisseur Jonathan Frakes meinte folgendes über den Schnitt: "Wir haben versucht, etwas zu kopieren und es funktionierte diesmal nicht. Es hatte nicht dieselbe Magie. In 'First Contact' haben wir Robert Picardo als holographischen Doktor eingebracht, und das hat funktioniert. Es hat so gut funktioniert, dass wir es ein weiteres Mal versuchen wollten."

"Als Quark dazukam, sah es gezwungen aus. Armin bemerkte es sofort. Als ich ihn anrief, um ihn auf den Schnitt vorzubereiten, erkannte er meine Stimme und fiel mir sogleich ins Wort: 'Wurde ich aus dem Film geschnitten?' Ich fragte nur, woher er das wisse, und er meinte, dass er gewusst hätte, dass es nicht funktionieren würde."

Patrick Stewart war allerdings anderer Ansicht. "Die Szene brachte mich unglaublich zum Lachen", erzählt er, "aber viele dachten anders darüber. Es sei wie ein Anhängsel für den Film, das raus müsse. Ich denke aber, dass es das ganze interessant gemacht hätte."

Ob die Szene, in der Picard Gorgonzola Käse auf seine Gala-Uniform plumpst, ebenso interessant gewesen wäre? Die Szene ging auch im Schneideraum verloren. Riker wäre dabei in den Bereitschaftsraum gekommen. Picard hätte beim Studieren seiner Pads festgestellt, dass die Gegend voller Supernova-Rückstände und Vakuum-Fluktuationen sei, worauf Riker grinsend hinzugefügt hätte: "Und Gorgonzola Käse."

An den ersten Auftritt von Data erinnern sich wohl die meisten. Auf seinem Weg zur Son'a- und Föderationszentrale fehlt aber auch die Szene, in der er einen Son'a mit isolinearen Teilen festnagelt.
Im ersten Werbetrailer für den Film war eine im Film fehlende Szene zu sehen, in der Picard während seiner Gefangennahme auf dem Son'a-Schiff den Admiral anschreit: "There will be no cover-up!"

Der Schauspieler hat Grund genug, sich über das Verschwinden einer weitaus wichtigeren Szene zu beklagen. Zwischen ihm und Anij wurde während der Wanderung in die Berge ein Kuss gedreht. Es war in dem Augenblick, der als perfekt gelten sollte. Ein Moment der Ewigkeit mit dem kleinen Vogel und dem Wasserfall. Mit der Entfernung des Kusses ging der Versuch einer ewig dauernden Szene allerdings baden.

Dabei waren sich Produzent Berman, Autor Piller, Regisseur Frakes und Stewart noch einig gewesen: Die Szene hätte die Beziehung zwischen Anij und dem Captain abgerundet. Doch sie scheiterte am Studio. Die Verantwortlichen war der Meinung, dass dieser Kuss nichts in einem Star-Trek-Film zu suchen hätte.

Dafür entschädigten die Herren von Paramount allerdings mit der Bewilligung von weiteren Geldern für ein spektakuläreres Finale. Der ursprüngliche Showdown spielte sich ebenfalls im Kollektor ab. Picard zwängt sich nach seiner Ankunft unter den Injektor. Er versucht, den Injektor zu sabotieren. Ru'afo wird gewarnt und nähert sich Picard. Als er ihn sieht, feuert er mehrere Schüsse ab, die ihr Ziel verfehlen. Er klettert an der Energieversorgung des Injektors hoch. Währenddessen versucht Picard, die Schaltkreise rauszureissen - ohne Erfolg. Ein Kraftfeld schützt sie, und Ru'afo hat inzwischen die Planke erreicht, auf der Picard angekommen ist. Picard gelingt es endlich, das schützende Kraftfeld auf den Schaltkreisen zu deaktivieren. Ru'afo drückt Picard weg, der in den Abgrund zu fallen droht, sich aber in letzter Sekunde mit einer Hand festhalten kann. Ru'afo versucht, Picards Finger von der Kante zu lösen.

Die Matrix aktiviert sich und Nitrogen fliesst durch die Rohre. Gase entweichen und Ru'afo verliert die Balance. Picard überwältigt ihn und springt auf die Planke zurück. Ru'afo schaut auf die Matrix. Die Schaltkreise fehlen. Er sieht zu Picard rüber, der sie winkend - nur eine Fusslänge von ihm entfernt - hochhält. Bevor Ru'afo auch nur einen Gedanken fassen kann, wird er vom startenden Injektor weggerissen. Der Injektor verlässt den Kollektor und fliegt in den Weltraum - ein Kraftfeld blitzt auf.

Zufrieden schaut Picard zu, als der Injektor ohne Energie auf die Ringe zufliegt. In einer anderen Einstellung sieht man Ru'afo durchs All fliegen. Er wird jünger und jünger. Er wird jugendlich, zum Baby, bis er schliesslich ganz verschwindet...

Diese Sequenz war eine sehr zeitaufwendige und komplexe Aufnahme mit sehr teuren Spezialeffekten. Zudem musste ein weiterer Schauspieler - Phillip Glasser - den jungen Ru'afo spielen. Laut Frakes arbeitete F. Murray Abraham manchmal ununterbrochen vierundzwanzig Stunden lang an dieser Szene. Es wurden aufwendige MakeUp-Arbeiten und viele Verschmelzungseffekte benötigt. Allerdings gibt Frakes dem Studio Recht, dass das ursprüngliche Finale nicht gross genug gewesen sei. Als Entschädigung schickte er Abraham eine Kopie der Originalversion des Films zu. "Das war das mindeste", so Frakes, "was ich tun konnte."

Die fehlenden Szenen werden aller Voraussicht nach auf der DVD-Version des Films veröffentlicht, die im Mai diesen Jahres herauskommen soll.

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4. Spotlight: Das war das Trek-Jahr 1998

Wie viele andere Zeitungen und Zeitschriften lassen auch wir uns einen Rückblick auf das vergangene Jahr nicht nehmen.

In Fankreisen des Star-Trek-Universums ist der Fernsehsender Sat.1 eher umstritten. Auch im vergangenen Jahr verärgerte der Privatsender seine Zuschauer mit groben Schnitten und schnellen Ausblendungen. Doch es gelang ihm auch, die Star-Trek-Fans zu verblüffen. Am 9. Mai geschah das "Wunder von Sat.1": Der Sender nahm die in den Vereinigten Staaten noch nicht einmal abgedrehte sechste Staffel der Ablegerserie "Star Trek: Deep Space Nine" ins Programm. Für Sat.1-Verhältnisse war das eine einmalige Aktion, die uns auch die Nachricht des Jahres bescherte.

Wir berichteten von den Programmplänen nämlich schon am 3. April in der 35. Ausgabe. Der Zeitpunkt hätte nicht schlechter gewählt sein können, denn am 1. April überlasteten die Aprilscherze die Informationskanäle und uns wollte deshalb niemand so recht Glauben schenken. Rund eine Woche später gaben wir eine Mitteilung an alle grösseren Internet-Webseiten heraus, in der wir die Ernsthaftigkeit dieser Meldung bekräftigten.
Der Zweifel blieb. Und so wurde die Sat.1-Zuschauerredaktion von Anfragen der Fans überflutet, ob denn unsere Meldung ernst zu nehmen sei. Natürlich hatte die Zuschauerredaktion nichts von den Plänen gehört und verneinte sämtliche Anfragen. Aufgrund einer chaotischen Organisation des Senders fand erst einen Monat später ein Briefing mit den Programmverantwortlichen statt, in dem die Zuschauerredaktion über die "Deep Space Nine"-Ausstrahlung aufgeklärt wurde.

Bis zur endgültigen Ausstrahlung am 9. Mai 1998 glaubte uns eine Mehrheit der Star-Trek-Interessierten nicht. Und so lief das "Wunder von Sat.1" an jenem Samstag vor versammeltem - aber ungläubigem - Publikum über die Fernsehschirme... Wahrlich die Nachricht des Jahres.

Die Aussteigerin des Jahres heisst Terry Farrell, Darstellerin von Jadzia Dax, die nach sechs langen Serienjahren die Koffer packte und sang- und klanglos aus der Serie verschwand - ein enttäuschender Abgang. Angeblich sollen die Produzenten von ihrem Entschluss bereits vor der Hochzeitsfolge mit Worf gewusst haben, wollten sie aber damals noch nicht sterben lassen - was übrigens Farrells Wille gewesen wäre.
Schon letztes Jahr hatten wir keinen Aussteiger des Jahres - es scheint immer Frauen zu treffen; Jennifer "Kes" Lien war es damals, deren Ausstieg allerdings weniger herzlich war. Hintergrund für Farrells Abgang waren übrigens die hohen Gagenforderungen, denen das Studio nicht nachkommen wollte. Paramount war überzeugt, dass die Serie auch ohne Jadzia Dax auskommen würde und so trat Ezri Dax Farrells Nachfolge an. Leider verpasste es Ezri-Darstellerin DeBoer, ihre Persönlichkeit zu profilieren, weshalb sie sich um den Titel der Newcomerin des Jahres brachte. Öffentlichkeitsarbeit schien der jungen Schauspielerin nicht besonders zu liegen.

Die schwierigste Geburt in diesem Jahr hat der neue Kinofilm, "Star Trek: Insurrection", hinter sich. Autor Michael Piller musste mehrere Skriptentwürfe schreiben, von denen allesamt abgelehnt wurden. Entweder scheiterten seine Storys am Studio oder an Patrick Stewart. Schliesslich gelang es Piller doch noch, eine Geschichte zu entwickeln, die alle zufriedenstellte, indem er auch Stewart und das Studio in den Entstehungsprozess einbezog (wir berichteten in unserem "Making of Insurrection" in Ausgabe 44). So schwierig die Entwicklung war, so lang ist auch die Liste der Arbeitstitel für den Film gehalten. Ausreichend Verwirrung über den Filmtitel gab es allemal. Angefangen bei MILLENNIUM und STARDUST über PATHFINDER, REBELLION und RESURRECTION bishin zu PRIME DIRECTIVE und TRANSCENDENCE war alles dabei. Den Zuschlag erhielt dann jedoch INSURRECTION, weil er dem Kinopublikum Action impliziert.

Schade nur, dass uns der neue Film nicht wie eigentlich erwartet das Paar des Jahres liefert: William Riker und Deanna Troi. Ihre Romanze wurde bereits im Vorfeld so dargestellt, als sei das Titanic-Element in Star Trek. Daraus wurde dann leider doch nichts. Jonathan Frakes war es übrigens, der die wieder aufflammende Beziehung auf einer Convention in Sacramento erstmals bekanntgab.

Das Rennen um das Comeback des Jahres machte nicht etwa die Borg-Queen - schliesslich wird sie ja nicht mehr von Alice Krige verkörpert -, sondern das aus der DS9-Episode "Statistische Wahrscheinlichkeiten" liebgewonnene Jack Pack mit ihren genetisch aufgebesserten Fähigkeiten. Ihre Rückkehr in der Folge "Chrysalis" brachte auch so manchen Zuschauer zurück auf den Fernsehsessel.

Die Überraschung des Jahres betrifft Paramount. Das Studio bewilligte Nachdrehs in der Höhe von fünf Millionen Dollar und sieben Minuten Filmlänge für "Insurrection" und bewies damit, dass auch sie sich um die Qualität von Star-Trek-Filmen kümmern können. Paramount ist es zu verdanken, dass der Film ein besseres Ende und zusätzliche interessante Szenen erhalten hat. Die insgesamt sechzig Millionen Dollar Produktionskosten machten "Insurrection" zum teuersten Star-Trek-Film aller Zeiten, und das ist sonst ganz und gar nicht im Sinne der Filmstudios in Hollywood.

Bereits in der Vorproduktion des Filmes war klar, dass Robert Picardo keinen Gastauftritt als Holodoc haben würde. Der angekündigte Auftritt von Quark gegen Ende des Filmes tröstete aber wieder darüber hinweg. Jonathan Frakes machte aber in der Nachproduktion seinen ganzen Einfluss geltend, damit diese Szene nicht in die Endfassung des Films gelangte; sie fiel dann tatsächlich der Schere zum Opfer, und wir hatten unseren Verlierer des Jahres: Armin Shimerman. Auch wenn er sich daraus wahrscheinlich nichts machen wird, er wäre der erste reguläre Schauspieler aus "Deep Space Nine" gewesen, der in einem Star-Trek-Film mitgespielt hätte.

Die hochgejubelte "Star Trek World Tour" war die Enttäuschung des Jahres, denn sie konnte mit ihren plastischen Kulissen, einem starren Programmablauf und ohne jegliche Stimmung den Erwartungen der Fans nicht standhalten.

Mit Spannung erwarten wir auch das hoffentlich krönende Finale von "Deep Space Nine". Grossen Spielraum lässt es für besonders originelle Ideen des Autorenstabs. Und so erscheint uns auch die kreativste Idee in diesem Jahr, dass die Autoren Odo als letzten Formwandler einsam zurücklassen wollen. In Hinblick auf den zweiten Weltkrieg erscheint es wahrscheinlich, dass die Föderation eine Waffe entwickeln wird, die ganze Sternensysteme vernichten kann.

Erinnerungswert erscheint uns die Zerstörung einiger Voyager-Sets. Während eines Photoshootings mit Rick Berman schellte ein Scheinwerfer auf eine Kulisse und entfachte durch die Explosion ein Feuer, das sich schnell ausbreitete. Die Sprinkleranlage wurde ausgelöst und schon waren die gesamte Voyager-Brücke, der Bereitschaftsraum und die Beobachtungslounge für weitere Drehs unbrauchbar.

In diesem Jahr ist auch die Wahrscheinlichkeit eines "Deep Space Nine"-Kinofilms stark angestiegen. Und die Ankündigungen einer weiteren Star-Trek-Serie im Jahre 2001 hat ebenfalls sehr erfreut. Weniger erfreulich sind die Pläne, ST10 als direkte Fortsetzung zum neusten Kinoabenteuer zu machen.

Vor einigen Wochen erst gab Data-Darsteller Brent Spiner den Satz "Ich habe nur noch einen Film in meinem Gesicht" von sich, der allemal als Spruch des Jahres durchgeht. Er sagte dies anlässlich zukünftiger Star-Trek-Projekte und meinte auch, dass er seinen Filmcharakter im nächsten Abenteuer sterben sehen wolle.

Und zuletzt noch dies: Die Falschmeldung des Jahres lieferte Thomas Höhl. Der April ist ja für seine heimtückischen Falschmeldungen bekannt. Von allen lieferte Höhl wohl die originellste und witzigste Meldung. So wusste er seinem auserlesenen Kreis von Star-Trek-Freunden zu berichten, dass Rick Berman sich aufgrund gesundheitlicher Probleme aus den Star-Trek-Geschäften zurückziehen wolle. Als Nachfolger sei natürlich JMS im Gespräch. Die Meldung war einfach köstlich.

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5. Smile Fiction

Den folgenden Test hat uns Andreas Grau zugeschickt:

  1. Sie als Captain der U.S.S. Enterprise bekommen vom 1. Offizier gerade mitgeteilt, daß Lwaxana Troi an Bord gebeamt werden soll.
    Was denken Sie darüber?
    1. Hoffentlich muß ich nicht wieder die Koffer schleppen!
    2. Ich muß die beste Uniform für so hohen, geschätzten Besuch anziehen!
    3. Oh Gott, oh Gott!! Was will denn die Alte schon wieder hier!
    4. Oh, wie nett! Meine liebe Freundin Lwaxana kommt zu Besuch.

  2. Data bittet Sie auf seine Katze aufzupassen.
    Wie verhalten Sie sich?
    1. Ich gebe ihr soviel Katzenfutter wie sie verlangt.
    2. Ich gebe ihr Hundefutter.
    3. Ich gehe nicht in die Nähe von diesem Vieh.
    4. Ich muß sie sehr viel streicheln, weil sie sehr empfindsam ist.

  3. Sie müssen den Botschafter von Bajor so schnell wie möglich nach Khitomer bringen. Am besten noch gestern.
    Wie verhalten Sie sich?
    1. Ich befehle Lt. Commander Data Warp 9,6.
    2. Ich befehle Lt. Commander Data eine Möglichkeit zu finden, in ein Paralleluniversum zu fliegen, wo das möglich ist.
    3. Ich befehle Lt. Comander Data Warp 4, wegen der Geschwindigkeitsbeschränkung.
    4. Ich muß erst auf Cardassia nachfragen, ob das erlaubt ist.

  4. Was bedeutet es, wenn überall auf dem Schiff plötzlich rote Lichter aufleuchten?
    1. Achtung, Data erzählt wieder einen Witz.
    2. Der Captain wird gleich eine Information durchgeben, deshalb so leise wie möglich sein.
    3. Q hat die Enterprise in ein Bordell umgewandelt.
    4. Gefahr besteht, deshalb alle auf ihre Posten.
    5. Alle Computer wurden in den "Stand by" Modus geschaltet.
    6. Data hat sich wieder einmal an Tasha erinnert.

  5. Welche Aussagen sind Richtig (bezogen auf die Serie TNG):
    1. Picard gab einem Mitglied der sog. ‚Kristallwesen‘ die Hand.
    2. Pille und Scotty waren schon mal auf der NCC1701-D.
    3. Deannas Lieblingsgetränk ist Earl Gray.
    4. Picard hat ein künstliches Herz.
    5. Data hat ein echtes Herz.
    6. Worf hat überhaupt kein Herz.
    7. Ein Vulkanier hat geweint.
    8. Ein Borg ist ein galaktischer Händler.
    9. Guinan ist höchstens 50 Jahre alt.
    10. Datas Kopf ist älter als sein Bauch.
    11. Warp 10 ist 10000 -fache Lichtgeschwindigkeit.
    12. Deanna hatte ein Kind.
    13. Data hatte Deanna zum fressen gern.
    14. Riker und Ro Laren hatten immer eine sehr enge Beziehung.
    15. Picard war einmal Robin Hood.
    16. Worf war einmal einer der sieben Zwerge.
    17. Picards Mutter war auf der Enterprise zu sehen.

Auflösung:

Frage: | I | II | III

1 | D | A ; C | B

2 | C | B | A ; D

3 | B | D | A ; C

4 | D | A ; C | B ; E ; F

5 | B ; D ; G | F ; N ; P | A ; C ; E

| J ; L ; M| | H ; I ; K

| O ; Q | |

Die Spalte in der Sie die meisten Antworten hatten zählt für Sie :

I......Sie sind ein echter Enterprise-Fan. Sie können in der Sternenflotte ohne weiteres aufgenommen werden.

II.....Sie sind ebenfalls ein echter Enterprise-Fan, aber mit sehr viel Humor, der diesen Test nicht ernst genommen hat. Macht nichts! Man sollte es auch nicht.

III....Sie sollten sich SOFORT zehn Folgen Star Trek und mindestens einen Spielfilm ansehen, denn Sie haben von Warp und Holodeck keine Ahnung!

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6. Im Gespräch mit Ron Moore - Best of 1998

<<Warum nach sieben Jahren aufhören? Warum nicht nach acht?>>

Niemand spricht von einem achten Jahr. Das Studio hat immer davon geredet, dass sieben die ideale Anzahl Staffeln sind, und ich stimme dem zu. The Next Generation endete auf dem Höhepunkt und die Zuschauer wollten mehr. Wir möchten dasselbe für Deep Space Nine erreichen. Es ist so eine Sache, wenn man länger bleibt als man eingeladen ist... Vom kreativen Standpunkt aus betrachtet denke ich, dass wir noch eine solide letzte Season machen können, aber ich würde wirklich zögern, noch weiter zu gehen.

<<Denkst du nicht, dass sich Deep Space Nine langsam in die Ecke von Babylon 5 drängen lässt, da es immer mehr auf vergangene Folgen Bezug nimmt und so keine neuen Zuschauer gewinnen kann?>>

Zum jetzigen Zeitpunkt denke ich, entweder ist jemand dabei, oder er ist es nicht. Ich glaube nicht, dass wir in der siebten Staffel viele ganz neue Zuschauer gewinnen werden, aber ich bin mit unserem regelmässigem Publikum sehr zufrieden, deshalb werden wir sicher auch wieder unser Bestes geben.

<<Im Dialog in "Far Beyond the Stars" werden Heinlein, Sturgeon und Bradbury genannt. Wurde einmal daran gedacht, auch einen jungen Gene Roddenberry zu erwähnen?>>

Wir haben diese Idee einmal während unseren Story-Diskussionen aufgeworfen, aber es erschien uns dann als falsch. Wir dachten, dass eine Nennung von Roddenberry mehr Schaden anrichten, als dass sie der Geschichte nutzen würde.

<<Gab es, als ihr an "Far Beyond the Stars" gearbeitet habt, eine Debatte darüber, ob das Wort "Nigger" (zum erstenmal in Star Trek überhaupt) gebraucht werden soll?>>

Es gab mehrere Diskussionen über dieses Thema unter uns und mit dem Studio. Wir waren der Meinung, dass es verlogen wäre, die Geschichte in dieser Zeit zu erzählen und das Wort nicht zu gebrauchen.

<<In "The Maquis" sagt Dukat, dass er fast zehn Jahre lang das Kommando über Terok Nor hatte. Aber in "Wrongs Darker Than Death Or Night" erfahren wir, dass er nahezu zwanzig Jahre lang Präfekt auf Bajor war!?>>

Dukat könnte Präfekt gewesen sein, ohne gleichzeitig das Kommando über Terok Nor zu haben. Wir haben auch die Theorie entwickelt, dass der Bau der Station sehr lange gedauert hat, was erklären würde, dass es gar keinen anderen Kommandanten vor Dukat benötigt hätte.

<<In der Episode "Starship Down" sagte Sisko, dass die Defiant nicht für den Flug in einer Atmosphäre konstruiert sei. Als ich nun die schematische Darstellung des Schiffes auf der "Captain's Chair" CD-ROM angeschaut habe, fand ich Landestützen! Wie entsteht eine solche Diskrepanz? Ist es möglich, dass wir die Defiant einmal landen sehen?>>

Die Defiant hat Landestützen? Du musst beachten, dass Dinge wie CD-ROMs oder andere "offizielle" Manuals von Paramount lizenziert werden, ohne dass die Star-Trek-Autoren oder -Produzenten etwas dazu sagen können. Wir Autoren erweitern die Informationen normalerweise basierend auf dem, was auf dem Bildschirm zu sehen war.

<<Woher bekommen die Starfleet-Offiziere auf DS9 ihr Geld, das sie bei Quark, Garak oder in anderen Läden auf der Promenade ausgeben. Es gibt ja in der Föderation kein Geld, wie bezahlen sie ihre Rechnungen?>>

Es gibt da einen geheimen Schmiergelderfonds, der von den Captains aus der ganzen Galaxie unterhalten wird, um genau solche Probleme zu lösen...

<<Wer hatte die Idee für den Nexus, und wieviel hat William Shatner zur Story von Generations beigetragen?>>

Der Nexus in Generations wurde in verschiedenen Story-Meetings zwischen Rick [Berman], Brannon [Braga] und mir geboren. Wir alle wollten Picard und Kirk zusammenbringen, aber niemand war mit einer gewöhnlichen Zeitreisegeschichte zufrieden. Also sahen wir uns nach etwas anderem um - nach einem Ort, der ausserhalb der linearen Zeit existiert, wo sich unsere beiden Helden treffen konnten. Wir hatten einige Gespräche mit Bill über diesen Film, aber er stellte nur Fragen und äusserte einige Bedenken, hat aber nicht eigentlich an der Story mitgearbeitet.

<<Wie stark ist Rick Berman in den kreativen Prozess integriert? Hat er jemals gesagt, dass ihr eine Richtung nicht einschlagen könnt, in die ihr gehen wolltet?>>

Rick ist sehr stark in den Entwicklungsprozess integriert. Während den letzten Jahren kam es mehrere Male vor, dass uns Rick nicht in eine bestimmte Richtung gehen liess, aber normalerweise fanden wir einen Weg, dass er zufrieden war, und wir trotzdem unsere Geschichte erzählen konnten.

<<Ändern die Schauspieler den Text oft oder passiert dies nur selten? Es muss für einen Drehbuchautor frustrierend sein.>>

Dies ist eine Zusammenarbeit. Die Schauspieler haben Einsicht in die Charaktere, die wir Autoren nicht haben und umgekehrt. Wir sind sehr empfänglich für Hinweise von den Frauen und Männern, die vor der Kamera stehen und den Text sprechen. Wenn sie sich mit einem Dialog nicht wohl fühlen, strengen wir uns an, die Texte ihren Vorstellungen anzupassen. Ich habe keine Probleme damit, Änderungen vorzunehmen.

<<Wie hast du den ganzen Hintergrund für die Klingonen entworfen?>>

Als ich in der dritten Staffel von TNG als ständiger Autor begonnen habe, war eine meiner ersten Aufgaben, die Story für "Sins of the Father" zu entwickeln. Bevor wir diese Folge in Angriff nahmen, bat mich Michael Piller, ein Memo über die Klingonen zu schreiben. In meiner Notiz, die nun irgendwo in meinen umfangreichen Akten liegt, verglich ich die Klingonen mit den japanischen Samurai, den Wikingern und den Hell's Angels. Diese Auffassung wurde über die Jahre verfeinert und vertieft, aber ich glaube, sie ist immer noch eine gute Beschreibung, wie wir über die Klingonen denken.

<<Ron, denkst du, dass Paramount genügend unternommen hat, um Deep Space Nine bei den grossen Emmy-Kategorien zu promoten?>>

Dieses Thema sorgt seit über zehn Jahren bei den Produzenten und Autoren immer wieder für Ärger.Wir haben das Gefühl, dass das Studio nie eine Trek-Show wirklich gepusht hat, damit diese Berücksichtigung in einer Emmy-Kategorie fand. Meiner Meinung nach hat die Tatsache, dass Patrick Stewart nicht bereits vor "Moby Dick" nominiert wurde, nichts mit der Differenz der Qualität seiner Arbeiten zu tun, sondern damit, dass TNT für "Moby Dick" agressiv geworben und sogar Kassetten der Miniserie an die Mitglieder der Jury geschickt hat (sowas hat Paramount noch nie getan). Zur Verteidigung muss ich allerdings erwähnen, dass das Studio Star Trek nicht benachteiligt und alle ihre Serien gleich behandelt. Dennoch ist es sehr ärgerlich.

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7. Episodenlogbuch

DEEP SPACE NINE - STAFFEL 7

  1. Prodigal Daughter

    O'Brien ist auf einem Trip nach New Sydney verschwunden, wo er die Witwe von Bilby gesucht hat. Da Ezris Familie auf einer Bergbauoperation in dem Sektor arbeitet, bittet Sisko Ezri, ihm bei der Suche nach O'Brien zu helfen. Ezri fliegt nach Hause zu ihrer dominanten Mutter Yanas Tigan, einer Geschäftsfrau, und ihren Brüdern Norvo und Janel, die für das Unternehmen arbeiten.

  2. The Emperor's New Cloak

    Die letzte Folge im Spiegeluniversum; bei einer Geschäftsreise ins Spiegeluniversum verschwindet Nagus Zek. Von der Spiegel-Ezri erfährt man, dass Zek von der bösen Allianz gefangengehalten wird und getötet werden soll, wenn man ihn nicht mit einer Tarnvorrichtung freikauft. Also stehlen Quark und Rom eine Tarnvorrichtung von einem klingonischen Schiff und reisen mit der Spiegel-Ezri zurück in das Spiegeluniversum, um Zek auszulösen...
    LeVar Burton führte bei dieser Episode Regie.

  3. Field of Fire

    Ein junger Lieutenant namens Ilario wird tot in seinem Quartier aufgefunden. Bei der Untersuchung stellt sich heraus, dass er mit einem TR-116-Gewehr erschossen wurde, einer Waffe, die von der Sternenflotte entwickelt, jedoch nie in Serie produziert wurde.
    Währenddessen begegnet Ezri in ihren Träumen einer früheren Inkarnation von Dax. Joran, der sich selbst für einen Mörder ausgibt, drängt Ezri dazu, seine verwirrten Erinnerungen dazu zu benutzen, den Mörder von Ilario zu fassen. Als Ezri aufwacht, erfährt sie, dass ein zweiter Mord vorgefallen ist...

    Das ist die erste Episode von Robert Hewitt Wolfe seit dem Finale der 5. Staffel, "Call to Arms". Er hat das erste Skript geschrieben und dann "wie jeder gute freie Mitarbeiter Hans und Ira die Arbeit machen lassen.". Die Episode soll ein guter Thriller werden, der Angst, Verdächtigungen, Tod und einen längst verlorengeglaubten Handlungsfaden beinhalten wird.

  4. Chimera

    Die Episode wird sich um Odo und Kira drehen, die ihre genetischen Differenzen thematisieren, während sie über Kinder nachdenken. Kira wird hier für Odo am Ende der Episode ein grosses Opfer bringen, das jedoch Gerüchten zufolge nichts mit der Kind-Thematik zu tun hat.
    "Chimera" ist ein biologischer Fachausdruck für einen Organismus, der sich aus zwei genetisch verschiedenen Ausgangsorganismen zusammensetzt. Im Italienischen bedeutet es "etwas unerreichbares".

    Demnächst:

  5. Inter Arma Enim Silent Leges

    Sektion 31 kehrt in einem Zweiteiler zurück und mischt sich gehörig in den Krieg ein. Der Titel ist Lateinisch und bedeutet übersetzt: "Denn im Krieg schweigen die Gesetze"...


VOYAGER - STAFFEL 5

  1. Disease

    Eine Story, die sich um Harry Kim dreht. Er fängt sich ein ungewöhnliches Virus ein.

  2. Dark Frontier, Part I
  3. Dark Frontier, Part II

    Ein Zweiteiler, der die Rückkehr der Borg beinhaltet.
    Die Voyager infiltriert ein Borg-Schiff, um hochentwickelte Technologie zu stehlen. Doch der Plan geht schief, und 7/9 wird reassimiliert. Es entbrennt ein Kampf um 7/9 zwischen Janeway und einer anderen Borg-Königin...
    Die Königin wird nicht von Alice Krige, sondern von Susana Thompson ("The Ghost of Mississippi", "Little Giants") gespielt.

    Demnächst:

  4. Course: Oblivion

    Die Wesen aus der Episode "Demon" kehren zurück.

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8. Subspace Link

Star Wars
Star Wars endet mit Teil 6! Bisher wurde aufgrund einer früheren Äusserung von George Lucas immer angenommen, dass nach Abschluss der Prequel-Trilogie weitere drei Filme gedreht werden, die zeitlich nach Die Rückkehr der Jedi-Ritter angesiedelt sind und die Saga zu einem Ende führen sollen. Lucas meinte nun aber: "Zur Zeit planen wir keine Abschluss-Trilogie. Man versteht die Geschichte, wenn man die sechs Teile sieht. Ich hatte nie eine Story für weitere Filme. Nach Teil 6 ist wirklich Schluss!" Der 55jährige Filmemacher fügte an, dass er überdies zu alt sein wird, um noch eine weitere Trilogie zu produzieren, wenn der sechste Film im Jahr 2005 abgeschlossen sein wird.

Ist bereits der Text der Einleitung zu Star Wars: The Phantom Menace durchgesickert, in dem übrigens - anders als in den ersten drei Filmen - Anakin Skywalker und Imperator Palpatine die Guten repräsentieren werden (Anakin wird erst im zweiten Kinofilm zur Dunklen Seite der Macht wechseln)? Mehrere Quellen berichten dies. Da Lucasfilm dazu bisher keine Stellungnahme abgegeben hat, können wir nicht beurteilen, ob der folgende Intro-Text echt ist:
"A long time ago in a galaxy far, far away... Turmoil has engulfed the Galactic Republic. The taxation of trade routes to outlying star systems is in dispute.
Hoping to resolve the matter with a blockade of deadly battleships, the greedy Trade Federation has stopped all shipping to and from the small planet of Naboo.
While the Congress of the Republic endlessly debates this alarming chain of events, the Supreme Chancellor has secretly dispatched two Jedi Knights, the guardians of peace to settle the conflict..."

Inzwischen sind auch die Premierendaten von Star Wars: The Phantom Menace für den restlichen deutschsprachigen Raum bekannt geworden: In Oesterreich und in der Schweiz wird es am Freitag, dem 3. September 1999, soweit sein. Die Fans in Deutschland werden den Film bereits einen Tag früher sehen können.

Ist das Rätsel um den fehlenden Titel auf den Star Wars-Plakaten nun gelöst? Wie wir berichtet haben, stand überraschend auf dem Poster nur "Star Wars: Episode One", aber nirgends der Titel "The Phantom Menace". Offenbar wurde auf allen Postern, die nicht für den nordamerikanischen Raum bestimmt waren, der Titel entfernt. Dies um Missverständnissen, die aus Übersetzungen entstehen könnten, vorzubeugen. Tatsächlich bewirkte diese Massnahme genau das Gegenteil, da weltweit spekuliert wurde, ob George Lucas den Titel des Films in letzter Minute noch einmal ändern wolle.
Doch offenbar ist man bei Lucasfilm immer noch nicht ganz überzeugt, ob "The Phantom Menace" wirklich der endgültige Titel des Films ist. Bei einer Besprechung mit Lizenznehmern sagte eine Vertreterin der Produktionsfirma: "Im Moment ist dies nur ein Untertitel. Wir empfehlen Ihnen, für ihre Produkte zur Zeit nur den Schriftzug 'Star Wars: Episode One' zu verwenden." Bei der gleichen Präsentation wurden zwei kurze Making-Ofs gezeigt, in denen der Film "The Beginning" und "In The Beginning" genannte wurde...

Ob "Phantom Menace" oder nicht, auf die Amerikaner - in etwas abgeschwächter Form aber sicher auch auf uns - wird eine gigantische Promotionswelle zukommen. Hier einige Beispiele: Neben den Kino-Trailern wird es im US-Fernsehen fünf unterschiedliche TV-Spots geben. Anzeigen in Zeitungen und Magazinen werden ab März erscheinen. Fox TV plant eine wöchentliche Fernsehsendung, in der jeweils ein halbstündlicher Teil des Making-Ofs gezeigt wird. Restaurantketten Taco Bell, Pizza Hut und Kentucky Fried Chicken werden alle an der grossen Werbeaktion teilnehmen und verschiedene Menues mit Star Wars-Namen mit den üblichen Spielzeugen für grosse und kleine Kinder anbieten. Irgendwie muss der Fast-Food auch hinuntergespült werden. Dazu wird Pepsi Cola acht Milliarden Dosen mit insgesamt zwölf verschieden Star Wars-Figuren verkaufen, wobei es auch spezielle "Yoda Gold Cans" geben wird, die nur in 12er- und 24er-Packs enthalten sind. Über die Vorhaben von Spiele- und Spielzeughersteller wie Hasbro, Galoob, Lego und Nintendo haben wir an dieser Stelle bereits mehrfach berichtet.

Der offizielle amerikanische Star Wars Fan Club, der mehr als 200'000 Mitglieder zählt, wird in Zusammenarbeit mit Lucasfilm vom 30. April bis 2. Mai 1999 eine Convention veranstalten, die alles bisherige in den Schatten stellen soll. Im "Wings Over the Rockies Air and Space Museum" in Denver, Colorado werden über 25'000 Besucher erwartet. Genaue Angaben über Gaststars und Programm sind zur Zeit noch nicht bekannt.

Akte X
Mulder und Scully nackt! In der kommenden Folge "One Son" werden die beiden Agenten in einem Labor arbeiten und plötzlich sind sie nach einem Rohrbruch gezwungen, in eine Dekontaminierungskammer zu flüchten. Dort ziehen sie sich unter der Dusche aus. Eigentlich keine sehr romantische Situation, doch wie werden die beiden darauf reagieren?

Chris Carter plant auch Enthüllungen ganz anderer Art. Uns wurde ja versprochen, dass im Akte X-Kinofilm einige Geheimnisse gelüftet werden sollen, doch eigentlich sind wir noch immer so schlau wie vorher. Nun gehen Gerüchte um, dass in den Akte X-Folgen, die bald in den Vereinigten Staaten ausgestrahlt werden, etwas mehr aufgedeckt wird. Vor allem in einer Doppelepisode, die im Februar auf dem Programm steht, sollen einige - aber natürlich nicht alle - Geheimnisse gelüftet werden. Dann soll Scully endlich wie Mulder auch an Aliens und UFOs glauben, wird aber nicht alle ihre Zweifel ablegen. Ausserdem sollen neue, sogenannte "gesichtslose Aliens" auftauchen, die vorgeben, der Menschheit zu helfen, aber vermutlich nur die Pläne der anderen Ausserirdischen durchkreuzen wollen. Die Geheimnisse um das Verschwinden von Mulders Schwester Samantha wird vermutlich auch in den kommenden Episoden nicht aufgedeckt werden, aber man wird mehr über die mysteriösen Leute, für die Agent Alex Krycek arbeitet, erfahren. Und schlussendlich sollen zwei wiederkehrende Charaktere getötet werden. Es gibt Spekulationen, wonach Alex Krycek einer davon sein soll...

Dies würde zu der Meldung passen, dass Chris Carter plant Nicholas Lea, Darsteller von Krycek, für die Hauptrolle seiner kommenden, auf einem Comic basierenden und in einer fernen Zukunft spielenden Science Fiction-Serie Harsh Realm zu verpflichten. Gemäss James Hudnall, Erfinder des Comics, ist Lea Dexter Green ein Spezialist, der vermisste Personen wiederfindet, die in von Computern erschaffenen Taschen-Universen verschollen sind.

Akte X: Der Film, der im kommenden Monat auch bei uns in den Videotheken erhältlich ist, war definitiv ein kommerzieller Erfolg. Neben den 89,3 Mio. Dollar, die er in den Vereinigten Staaten eingespielt hat, konnte er weitere 100,8 Mio. Dollar in anderen Ländern verbuchen. In Deutschland haben die Einnahmen 15,4 Mio., in Grossbrittanien 14 Mio., in Frankreich 11 Mio., in Spanien 5,9 Mio. und in Japan 5,6 Mio. betragen. Damit ist wohl eine Rückkehr der X-Akten auf die grosse Leinwand endgültig gesichert.

Babylon 5 / Crusade
Ein Babylon 5-Kinofilm ist gemäss Aussagen von J. Michael Straczynski nicht vor 2006 zu erwarten. Wie bereits vor einem Monat äusserte sich der B5-Erfinder zu diesem Thema und sagte: "Ich scheue den Vergleich mit den kommenden Star Wars-Filmen. Bis 2006 wird sich sowieso kein anderer Science Fiction-Film mit der Qualität der Produkte von George Lucas messen können. Aber dann können wir alle von den neuen Technologien, die für seine Werke entwickelt werden, profitieren." Straczynski zeigte sich überzeugt, dass er in sieben Jahren einen qualitativ hochstehenden Babylon 5-Kinofilm für vergleichsweise bescheidene 35 bis 40 Mio. US-Dollar produzieren kann.

In der Zwischenzeit will JMS seine kreative Energie voll und ganz auf seine neue Serie Crusade, für die Evan Chen als Komponist der Filmmusik bestätigt wurde, konzentrieren. Denn offenbar sind gemäss seinen Ausagen von TNT mittelfristig auch keine weiteren Babylon 5-TV-Movies geplant. Robin Atkin Downes, Darsteller von Byron, meinte allerdings auf der San Diego Comic Con, dass er von Diskussionen über einen Telepathen-Film wisse.

Die beiden Babylon 5-Schauspieler Patricia Tallman (Lyta Alexander) und Jeffrey Willerth (Kosh), die seit längerem befreundet sind, haben kürzlich ihre Verlobung bekanntgegeben. Derzeit soll noch kein Termin für die Hochzeit feststehen.

TV-Serien
SAT.1 hat Frank Black endgültig das Vertrauen entzogen! Entgegen unserer Meldung in der letzten Ausgabe, wonach Millennium nach einer Pause ab Mitte Januar wieder bei SAT.1 gezeigt wird, hat der deutsche Privatsender entschieden, die Mysterieserie von Chris Carter einzustellen. Der Zuschauerservice gab auf Anfrage bekannt, dass die Einschaltquoten unbefriedigend und damit die Werbeeinnahmen zu gering waren. Die Fans der Serie können aber weiter hoffen, denn Konkurrent ProSieben hat sich die Zweitausstrahlungsrechte gesichert und wiederholt ab 23. Februar 1999 jeweils dienstags gegen 23.15 Uhr die bereits ausgestrahlten 35 Folgen der ersten und zweiten Staffel. Ob, wann und auf welchem Sender die restlichen Episoden der zweiten Millennium-Season gezeigt werden, ist derzeit völlig offen und wird Gegenstand von Verhandlungen sein.

Ab dem 4. Februar 1999 wiederholt VOX die kultige Zeitreise-Serie Quantum Leap. Der Pilotfilm wird um 20.15 Uhr gezeigt, die Serie, die unter dem deutschen Titel Zurück in die Vergangenheit gezeigt wird, steht dann täglich jeweils um 19.15 Uhr auf dem Programm.

Stargate, die Science Fiction-Serie mit Richard Dean Anderson in der Hauptrolle, ist bei RTL 2 sehr erfolgreich gestartet. Über 4,35 Mio. Zuschauer haben in Deutschland den Pilotfilm, der am 6. Januar gesendet wurde, gesehen. Dies entspricht einem Marktanteil von 13,5%. Bei der werbewirksamen Zielgruppe der 14- bis 49-jährigen Zuschauern konnte Stargate gar einen Marktanteil von 23,6% Marktanteil ausweisen.

Joss Whedon, Erfinder der Serie Buffy The Vampire Slayer, die bei ProSieben unter dem Titel Buffy - Im Bann der Dämonen läuft, schreibt zur Zeit an einen Drehbuch für einen Buffy-Film, der vermutlich im kommenden Jahr in die US-Kinos kommen soll. Da die Serie Buffy The Vampire Slayer ja bekanntlich auf dem nicht sehr erfolgreichen, gleichnamigen Film aus dem Jahr 1992 mit Kristy Swanson, basiert, wäre dies dann also ein Film, der auf der Grundlage einer Fernsehserie entsteht, die wiederum aus einem Kinofilm entstanden ist!

Der kurzlebigen Science Fiction-Serie Visitor von Devlin und Roland Emmerich, die 1997 nach nur 13 Folgen von Fox abgesetzt wurde, könnte unter Umständen neues Leben eingehaucht werden. Die Serie wird derzeit auf dem Sci-Fi Channel wiederholt und ein Sprecher von Centropolis bestätigte auf Anfrage, dass es bei guten Einschaltquoten und entsprechenden Fanreaktionen nicht ausgeschlossen sei, dass weitere Folgen von Visitor produziert werden (ähnlich wie dies nach dem Wechsel von Sliders zum Sci-Fi Channel der Fall war).

Spielfilme
Mäusejagd-Regisseur Gore Verbinski verlässt das Disney Projekt Mission To Mars, das sich noch im Vorproduktionsprozess befindet, wegen künstlerischen Differenzen. Disney gab nun bekannt, dass dies aber nicht das Ende sei, da man sehr viel Vertrauen in den geplanten Science Fiction-Film habe, der rund 80 Mio. Dollar kosten soll. Die Suche nach einem neuen Regisseur hat begonnen und der Produktionsstart wurde vorerst von April auf Juni verlegt.

Regisseur Luc Besson hat mit 20th Century Fox einen Zwei-Jahres-Vertrag abgeschlossen. Es gibt derzeit noch kein gemeinsames Projekt, aber das Abkommen könnte eine Fortsetzung von The Fifth Element in greifbare Nähe bringen. Ausserdem gibt es - allerdings nicht sehr ernst zu nehmende - Gerüchte, dass Besson beim dritten Star Wars-Prequel auf dem Regiestuhl sitzen soll.

Total Recall 2 nimmt langsam, aber sicher Formen an. Neben Arnold Schwarzenegger und Sharon Stone, die schon im ersten Teil aus dem Jahr 1990 dabei waren, soll nun auch der aus Rush Hour und The Fifth Element bekannte Chris Tucker für eine Rolle verpflichtet worden sein. Die Story, die von Regisseur Jonathan Frakes verfilmt wird, soll sich eng an die Kurzgeschichte "Minority Report" von Phillip K. Dick anlehnen. Pikanterweise wird derzeit auch von Steven Spielberg und Tom Cruise an einem grossen Minority Report-Projekt gearbeitet, das auf der gleichen Story basiert.

Nachdem James Cameron beim Planet of the apes-Projekt von Fox ausgestiegen ist, gibt es immer wieder Gerüchte wie es weitergehen soll. Ins Gespräch gebracht hat sich nun auch Armageddon-Regisseur Michael Bay. Er liess allerdings verlauten, dass er wisse, dass das Studio keinen Regiesseur engagieren wird, solange das Drehbuch nicht fertig ist. Aber zur Zeit ist noch nicht entschieden, wer das Drehbuch schreibt. Laut Internet-Gerüchten könnten Kevin Andrew Walker (Sieben) oder Graham Yost (Operation: Broken Arrow) mit dieser Aufgabe betraut werden.

John Travolta wird vermutlich im Sommer mit der Arbeit an der Adaption des Romans Battlefield Earth von Scientology-Gründer L. Ron Hubbard beginnen. Der Science Fiction-Film, der auf der Erde des Jahres 3000 spielt, soll im Sommer 2000 in die Kinos kommen.


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205 Teilnehmer, davon...

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